Das heilige Sparbuch! Die Deutschen lieben den Renditekiller

Von Benzin über Mieten bis hin zu den Lebensmitteln – alles wird teurer. Die Inflation trifft Menschen überall. Es tut weh. Im Geldbeutel herrscht Flaute. Deshalb kündigen mehr Bürger ihre Abos, sie suchen nach Sparmöglichkeiten. 1,5 Millionen Engländer kündigten beispielsweise ihren Streamingkanal. Aus diesem Grund ist auch am Freitag Netflix um 35 Prozent abgestürzt.

Auf Basis der Daten des US-Arbeitsministeriums stiegen die Preise für Konsumgüter im März gegenüber Februar um 1,2 Prozent und im Jahresvergleich um 8,5 Prozent. In Deutschland schnellt die Inflation ebenfalls in die Höhe, auf Rekorde.

Der deutsche Ernährungsmisnister Cem Özdemir verlangt eine Steuerbefreiung von Gemüse und Obst sowie Hülsenfrüchten. Ähnliche Forderungen stellt das Umweltbundesamt. Das macht Sinn. In New York sind seit langer Zeit unverarbeitete Lebensmittel freigestellt von der Mehrwertsteuer.

Die Deutschen und ihr Sparbuch – eine innige Liebe wie eine Umfrage zeigt

Das Wichtigste, was du in Zeiten mit hoher Inflation mit deinem Geld tun kannst: Vermeide den Großteil auf einem Sparkonto mit niedrigen Zinsen zu lassen. Aber genau das tun viele Deutsche. Es ist irre. 45 Prozent parken ihr Geld auf dem Sparbuch, das zeigt eine Umfrage. Auf Tages- und Festgeld setzen 38 Prozent.

Im Moment bekommst du auf einem Bankkonto so gut wie keine Zinsen oder sogar Negativzinsen. Wenn du dann eine Inflation von sechs bis sieben Prozent hast, verlierst du massig Geld. Wenn deine Habenzinsen auf dem Bankkonto jeden Monat 0,0001 Prozent bringen, aber die Inflation bei sieben Prozent liegt, sinkt der Wert deines Guthabens in einem Jahr um sieben Prozent.

Bankeinlagen sind folglich ein grottenschlechter Ort, um dein Geld zu parken. Investier besser langfristig in einen ETF bzw. Indexfonds. Diese Anlageformen streuen das Geld automatisch. Trotz der Volatilität übertrifft die Weltbörse und der S&P 500 traditionell die Inflation. Sparbücher, Tagesgelder sind nur für den Notgroschen nötig. Hier hast du vielleicht 2.000 oder 5.000 Euro für den Notfall liegen – je nach deinem Budget und Einkommen. Aber mehr nicht. Denn dies führt zu unnötigen Geldverlusten durch die Inflation. Zu sparen mit einem Realverlust macht keinen Sinn. Besser ist es in die Aktienmärkte schrittweise zu investieren. Die Menschen müssen endlich den Unterschied zwischen den beiden Anlageformen verstehen. Hier findest du meine Kolumnen aus dem “Aktien Magazin”, wo ich solche Dinge erkläre.

Klar sind die Aktienmärkte volatil. Und zur Zeit sinken sie. Trotzdem bringt die Börse die höchste Rendite aller Assetklassen. Nicht einmal der DGB scheint das zu verstehen. Die Gewerkschaft spricht sich gegen die Aktienrente in Deutschland aus. Und die Argumente sind hanebüchen.

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67 Kommentare
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5 Monate zuvor

“Mehrfachnennungen sind möglich” laut zeit.de . Damit empfinde ich die Quote sogar als recht gering. Überhaupt, der zeit Artikel ist irgendwie wenig aufschlussreich. Schade.

-M
5 Monate zuvor

P

Josef
5 Monate zuvor

Jeder kann das machen was er möchte. Wichtiger ist, informieren ist ein muss.
Es verlieren statistisch immer noch mehr Menschen Geld an der Börse, somit wäre das Sparbuch ja besser.
Bei mir wäre ein Welt ETF klar besser gewesen als Aktieninvestments.
Die Aktien investments aber immer noch besser als Immobilien.
Meine Cardano coins laufen bis jetzt schlechter als das Sparbuch.
Trotzdem mache ich weiter.
Meine Dividendenerträge werden dieses Jahr fast doppelt so hoch sein wie letztes Jahr.
Meine Shell Aktien die ich vor dem kranken Krieg gekauft habe laufen super.
Mein Rat, informiere dich selbst und hinterfrage dich selbst kritisch. Dann läufts automatisch mit der Vermögensvermehrung.

MrTott
5 Monate zuvor
Antwort an  Josef

Hier sind viele wichtige Aspekte drin – zunächst einmal, dass sich jeder selbst Gedanken machen sollte und Infos dazu einholt.
Dann die verschiedenen Anlageklassen mit den Vor- & Nachteilen. Kryptowährungen sind Liquiditätsassets, die in den kommenden Jahren durch die Zinswende interessant werden und unter Druck geraten können. Außerdem ist das Investitionsrisiko durch hohe Volatilität hoch, aber als Beimischung ist es bestimmt nie verkehrt.
Investments in Aktien haben ganz unterschiedliche Ansätze, hier sind Dividendentitel anders zu bewerten als thesaurierende Titel – Wachstum vs. regelmäßige Ausschüttungen.
Immobilien sind ein ganz eigenes Thema und hier gibt es den derzeit wohl risikoreichsten Markt der Welt, da Materialmangel und Handwerkerknappheit auf steigende (Bau-)Zinsen und eine Energiewende bei langsam sinkender Bevölkerung treffen. Das Risiko einer Korrektur innerhalb der nächsten 5 – 10 Jahre ist hier immens. Wie schnell sowas gehen kann und welche Auswirkungen das alles haben kann, konnten wir zuletzt vor ca. 14 Jahren erleben.
Das Sparbuch sollte eigentlich schon lange ein Auslaufmodell sein, da die Cashreserve auf normalen Girokonten ausreichend gedeckt und verfügbar sein kann bei vergleichbarem Risiko.

Ich nutze auch die Dividendenstrategie und drücke dir für die Zukunft die Daumen, dass du deine Ziele erreichen wirst.

Viele Grüße,
MrTott
mrtott.blogspot.com

-M
5 Monate zuvor

@Kiev

Heute Abend mal wieder ein Wein von dir (Weißes Etikett), passend nach dem Training. Wenn man schon im Keller trainiert und der Wein dort liegt ;-/

-M

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

Das ist leider nicht mein Wein. Aber danke für die Erinnerung. Ich bekomme bald vielleicht Besuch und kann nach einer Kiste von dem Wein fragen. Die werde ich auch dankend bezahlen. Bin allerdings nicht sicher, ob sie das Weingut noch besitzen. Das haben sie vielleicht kurz vor Corona verkauft. Das nenne ich einmal richtig gutes Markted Timing. Wenn sie den Erlös in ein sattes Paket Berkshire A investiert haben umso besser 😉 Nach Corona war die Arbeit in dem Segment äußerst schwierig, trotz Weinhortender Franzosen. Lieferengpässe, Speditionskosten, Umstellung Gastro auf Privat usw.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Ah ja, der Mandourelle mit schwarzem Etikett ist es . Habe zusätzlich den günstigeren auch bestellt. Falls du nichts bekommst, habe ich meine den Link noch irgendwo.

-M

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

Der Wein ist eine Empfehlung von mir. Unter meinem Wein verstehe ich einen Tropfen, der mir wahrscheinlich sogar mit einer hohen Essig Note gefallen würde. Ein Weingut würde mir schon gefallen. In Spanien, Frankreich oder Italien würde mir so ein Gut wie das meiner Empfehlung sehr gefallen. Mir ist Ber zumindest in der Theorie bewusst, was das für eine Arbeit wäre und die Kinder müssen auch in die Schule usw. Also auch mit einem sehr hohen Vermögen würde es wohl eher ein Traum bleiben. Ich verbringe dieses Jahr eine Woche auf einem Weingut. Da freue ich mich schon sehr drauf. Es ist nicht in Spanien, aber in einer Gegend mit sehr wertvollen Kulturgütern. Darüberhinaus geht es dreimal geplant ins Ferienhaus und vielleicht auch noch ein verlängertes Wochenende nach Frankreich. Hoffen wir mal von nicht neuen Einschränkungen bei dem Reiseverkehr.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Ahso das war gar nicht der Wein, von deinen Bekannten bzw von der Hochzeit bei der du hast warst und den Winzer kennengelernt hattest?

-M

Tobs
5 Monate zuvor

@Tim
Ich finde den heutigen Titel Zimvie in Deiner Kolumne in Börse-Online spannend.

Wie siehst Du das für Dich, kommt der für Dich als engerer Kaufkandidat in Frage? Wie so sehr gerne bei Spin-Offs, wird auch der Business Einheit eine Menge Schulden (3,7xEBITDA) und Goodwill mit auf dem Weg in die Freiheit gegeben. Für die nächsten drei Jahre scheint man auch nicht von zu viel Wachstum auszugehen.

Ich weiß, man nicht darf nich immer zu wählerisch sein und wegen jedem Detail in der Bilanz meckern, zumal man als Branchenfremder die Zahlen in der Bilanz auch nicht immer sinnvoll interpretiert.

Packe ich mir aber mal auf die WL.

Vielen Dank für den Artikel jedenfalls schon mal, wäre sonst hierauf nie aufmerksam geworden.

Alliban
5 Monate zuvor

Wenn man solide haushalten möchte, muss man m. E. Rücklagen bilden, gerade wenn man ein Haus besitzt. Dazu ist ein Sparkonto sinnvoll. Wenn das mit der Inflation so weiter geht bzw. den Negativzinsen, wird man auf Rücklagen verzichten müssen und dann halt notwendige Dinge über Kredite finanzieren. Wenn man alles in Aktien angelegt hat und darüber vorsorgen möchte, besteht das Risiko, dass die Kurse stark gefallen sind, wenn man Geld braucht.
Ich bin selbst eifriger Aktiensparer. Das funktioniert m.E. aber nur dann zufriedenstellend, wenn der Anteil der Aktionäre an der Bevölkerung ausreichend klein ist. Wenn alle in Aktien anlegen wollen, im Extremfall jeder Mensch auf der Welt, wird das nichts mit Rendite. Da bleibt für den einzelnen nicht mehr viel übrig. Gewisse Aktien bekommt man dann evtl. überhaupt nicht oder nur stark überteuert. Man sollte als Aktionär also froh sein, dass einige mitmachen, aber nicht alle.

Claus
5 Monate zuvor
Antwort an  Alliban

@ Alliban

“Aktiensparer. Das funktioniert m.E. aber nur dann zufriedenstellend, wenn der Anteil der Aktionäre an der Bevölkerung ausreichend klein ist. Wenn alle in Aktien anlegen wollen, im Extremfall jeder Mensch auf der Welt, wird das nichts mit Rendite”

… wenn “alle” investieren würden, müssten nach meinem Verständnis die Kurse förmlich “explodieren”, es also eine extrem hohe Rendite geben: Geringes Angebot (kaum einer verkauft), sehr hohe Nachfrage (alle wollen kaufen), sehr viel Geld in den Märkten…

LG

Lad
5 Monate zuvor

Jetzt solltest nicht mehr dem Volk den ETF S&P 500 empfehlen, wenn der große 2-jährige Aktien-Crash in den USA erst vor wenigen Wochen begann = Extreme Überbewertung + Steigender Zins von FED 2022-2024. Das Volk wäre wieder von den Aktien enttäuscht, wenn 2 Jahre später der S&P 500 50% im Minus steht. Heute sollte man mit den günstigen Dividenden-Aktien beginnen: AT&T, Allianz, BASF, BMW, D.Telekom, Munich Re, Wells Fargo. Die extrem überbewerteten Aktien: Coca-Cola, Apple, Microsoft, Visa können 2024 3x billiger sein als heute. Also warten bis 2024 mit dem ETF S&P 500!

MarcMitC
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Haha

Wie schon keiner mehr auf die Kommentare von LAD reagiert(Ausnahme dieser hier)

MrTott
5 Monate zuvor

Hallo Tim,
so eine Art von Artikel gibt es gefühlt andauernd. Leider ändert sich die Sicht von uns Deutschen darauf einfach nicht oder sehr langsam. Es ist mittlerweile fast so schlimm wie die Fraktion der Querdenker – mit Argumenten und einer sachlichen Diskussion kommt man nicht mehr weiter.
7% Inflation bedeuten übrigens eine Werthalbierung innerhalb von ca. 10 Jahren. Das Sparbuch ist zwar sicher (ähnlich wie die staatlichen Renten), allerdings ist man auch sicher einer der Verlierer. Wer heutzutage nicht einen gewissen Teil in Aktien (hier reicht ein Welt-ETF) als Zusatzsparprogramm investiert, wird später mit höherer Wahrscheinlichkeit mit Einbußen zurechtkommen müssen.
Die Argumentation des DGB sind zum Teil richtig, resultieren aber leider aus einer Unwissenheit heraus. Die grundsätzlichen Spielregeln am Aktienmarkt sind stark vereinfacht, dass man nicht investiert, wenn man nicht mindestens 10 Jahre bereit ist, die Aktien/Fonds halten zu können. Bei einer Altersvorsorge hat man den Luxus eines sehr genau vorhersehbaren zeitlichen Ablaufs in Einzahlphase und Entnahmephase. Die Entnahmephase beginnt mit dem Renteneintritt (ab 62 – 67. Lebensjahr), daher sollte man ca. 10 Jahre vorher einen Großteil des Vermögens in defensivere Anlagen umschichten. So besteht das Risiko einfach nicht mehr in dem Maße.
Ich persönlich setze auf eine private Anlage nach eigener Strategie in Aktien, da ich gerne Herr über meine eigenen Finanzen bin und meine Pläne von denen der Allgemeinheit abweichen, daher eine erhöhte Flexibilität und planbarer hoher Rendite notwendig sind.

Viele Grüße
&
viel Erfolg beim weiteren Investieren,

MrTott
mrtott.blogspot.com

Stefan
5 Monate zuvor
Antwort an  MrTott

Wen meinst Du mit Querdenker?
Unsere Politiker?

Hafenmeister
5 Monate zuvor
Antwort an  MrTott

Mit welchen Argumenten wollen Sie denn der Fraktion der Querdenker beikommen?!
Rückblickend haben die wohl ins Schwarze getroffen – von einer lebenslangen Immunität zum, naja, nicht weit weg vom Placebo-Effekt.

Stefan
5 Monate zuvor
Antwort an  MrTott

Du meinst mit Querdenker sicherlich unsere Poltiker?

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  MrTott

Wunderbar wie man mit so einem nebensächlichen Kommentar die entsprechende Gruppe dazu bringt Farbe zu bekenne 🙂
Überraschungen waren aber bisher noch nicht dabei.

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

@Slowroller – Farbe bekennen
Die Farbe ist dann ja meist doch nur wutrot.
Wenn manche denken Sie denken, dann denken sie nur sie denken.

Hafenmeister
5 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Das finde ich auch, Slowroller!
Glückwunsch zum verdienten Eigentor.

Stefan
4 Monate zuvor
Antwort an  Hafenmeister

Bravo!-:) Ich lach mich weg

Stefan
4 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Welche Farbe denn?

Diana
5 Monate zuvor

Lieber Tim,
investier in eine Bibel und lies sie. Mach einfach das Buch auf und lies es. Und natürlich auch der Rest der Community. Denn das ist erst der Anfang. Noah hatte auch gewarnt und wurde ausgelacht. Es musste erst regnen, damit die Leute es begriffen. Ich hoffe, ihr seid schlauer. 🙂

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Diana

Alternativ helfen auch die Gebrüder Grimm – gerade als Buy und Holder sollte man sich das Märchen von Hase und Igel immer vergegenwärtigen. Ist auch nicht ganz so abstrus wie die Bibel 😉

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Diana

10 biblische Weisheiten über Geld und Finanzen – Der Finanzfisch (der-finanzfisch.de)

Ich weiss nicht genau auf was Du ansprichst, ich hoffe jetzt nicht auf die kurz bevorstehende Apokalypse…
Aber die Punkte im Link, eigentlich ganz vernünftig 😉

Ralf
5 Monate zuvor

“Wer heutzutage nicht einen gewissen Teil in Aktien (hier reicht ein Welt-ETF) als Zusatzsparprogramm investiert, wird später mit höherer Wahrscheinlichkeit mit Einbußen zurechtkommen müssen.”

Sollte die Inflation längere Zeit auf derart hohem Niveau verbleiben (keine Ahnung) drohen auch mit einem Welt-ETF mit langfristig ca. 7 Prozent Rendite Einbußen. Eine realistische Netto-Rendite nach Steuern und Gebühren dürfte sich beim Welt-ETF bei ca. 4-5 Prozent bewegen. Die Zeichen stehen derzeit eher auf Maßnahmen zum Werterhalt, wenn man kein größeres Risiko eingehen möchte (z.B. Einzelaktien). Darum setze ich vermehrt auf Einzelaktien.

@Aktien: Ich bin grade durch einen Immobilienverkauf etwas flüssig. Welche Aktien sind aus eurer Sicht derzeit besonders interessant zum Neueinstieg (Branche egal, langfristiger Horizont)? Es geht nicht um Anlageberatung aber einige Impulse nehme ich dankbar an.

Oldman
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Microsoft und Amgen

Gruß Oldman

Tobs
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Mal Asiaten, Afrikaner außen vor (die magst Du glaub ich nicht so) – eher UK und USA (Fiverr ist Israeli aber NASDAQ gehandelt) auf Bewertungsstand heute mein guess des Tages:

Fiverr (noch nicht nachhaltig profitabel, mittlerweile “nur” 6facher Jahresumsatz) = Megatrend, der schon vor Corona eingesetzt hatte, sehr gute Skalierbarkeit, unter Freelancer meines Erachtens am beliebtesten. Take Rate steigt beharrlich. Und nachhaltige Verbesserung aller relevanten Kennzahlen von Quartal zu Quartal. Vielleicht kommt man nie wieder so günstig rein.

Smith&Nephew = Value Play, stink-solide. Gelitten unter Corona, da sie u.a. Fokus haben auf Knie-,Hüftgelenke usw. Solche Wahleingriffe haben in Pandemie-Phase hinten an stehen müssen. Stetiges, langsames Dividenden-Wachstum.

Legal&General = (U.a. Lebens-) Versicherer. Hohe Ausschüttung. Sollte profitieren von steigenden Zinsen.

Direct Line = Direktversicherer, wenig bekannt als Aktientitel (das rote Telefon umso mehr). Hohe Ausschüttung. Wachsen nicht spektakulär. Aber kennen und machen ihr Geschäft sehr gut.

Gfs. noch M&G = Hohe Ausschüttung. Hier muss man sehen, wie sich das Geschäft weiterentwickelt nach dem Spin Off von Prudential. Außerdem bauen sie mehr und mehr eine Art Altersvorsorgeprodukt aus, zuletzt Angriff auf italienischen Markt mit dortiger Großbank im Tandem. Bislang haben sie wesentlich mehr Kapital reinbekommen, als der ursprüngliche Business Plan vor Spin Off vorsah. Außerdem üppiges Aktienrückkaufprogramm.

Mit Ausnahme Fiverr werden das keine Wachstumsraketen, aber Du dürfest nachhaltig einen schönen Kapitalrückfluss bekommen (wenn Du daran interessiert bist). Hat den Vorteil, in vielleicht jetzt etwas härteren Börsenphasen damit die nächsten Jahren gut durchzukommen.

Nico Meier
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@Ralf
Novartis ist in meinen Augen nachwievor tief bewertet. In meinen Augen ein solides defensives investment. Hier könnte mit der Abspaltung von Sandoz einiges in Bewegung kommen.
Anderseits ist der Uhrenhersteller Swatch zurzeit sehr günstig zu haben.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Swatch ist wohl selbst überrascht worden von der hohen Nachfragen der Moonwatch, da waren die Schlagen vor den Apple-Stores nix gegen 😀

Sobald hier wieder geliefert werden kann wird das zusätzlich schöne Umsätze geben, auch wenn das Russlandgeschäft wegfällt. Denke diese Uhr könnte auch für 350.- locker verkauft werden.

Und ja ich bin befangen und habe die Aktie 😉

June
5 Monate zuvor

Leider kann ich den Zeit Artikel nicht lesen. Aber von der Menge der Sparbücher darf man nicht ableiten, dass die Mehrheit der Bevölkerung ihr gesamtes Geld auf dem Sparbuch parkt. Es gibt Sparbücher für Mietkautionen, tote Sparbücher mit wenigen Cent bis geringe Euro Beträge. Sparbücher für Kinder und für Menschen mit kleinem Einkommen.

Leider ist im Moment die Verwendung des Tagesgelkontos nicht besser. Genausowenig rentieren Versicherungen oder Bausparverträge. Zumal die letztgenannten auch noch unflexibel sind. Irgendwohin muss man ja mit seinen Rücklagen für Notfälle. Das Geld für die unwegsamen Dinge des Lebens auch auf dem Gehaltkonto zu parken wird nur den wenigsten Menschen gelingen. Und je nach Lebensituation reichen die empfohlenen 3-6 Monatsgehälter auch nicht aus.

Wir sollten also nicht gegen das Sparbuch argumentieren sondern für Anlagen in Aktien und ETFs neben den anderen Finanzanlagen und eben auch neben dem Sparbuch.

Viel kritischer sehe ich, dass sichunsere Politiker gegen Aktienrente entschieden haben.

Take care,

June

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  June

Hallo June

Viel kritischer sehe ich, dass sich unsere Politiker gegen Aktienrente entschieden haben.”

Wäre sicher gut, wenn es politisch bessere Möglichkeiten gäbe, aber in Anbetracht der Lage gibt es wohl doch deutlich schwerwiegendere Probleme, wo ich auf eine Lösung der Politik hoffe. Im Bereich Vorsorge können wir unabhängig von diesen Fördermittel trotzdem vorsorgen, auch wenn im Endeffekt vielleicht etwas weniger hängen bleibt.

Thema Energieversorgung, Klimakrise, Abhängigkeit von China und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg und seine Folgen etc. ich denke die meisten hier können auch selbständig ohne grosse staatliche Hilfe vorsorgen.

Wenn wir aber dann in wenigen Jahren Energieprobleme haben, worst case Stromlücken etc. dann nützt das die beste Aktienrente nix mehr. Natürlich kann man hier eingeschränkt selber auch vorsorgen, PV-Anlage und grosse Batterie oder/oder unabhängige Heizung, aber wirtschaftlich nützt dies alles nix, ohne Strom nix los.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob resp. v.a. wie Europa es schaffen wird, genug Strom für die kommenden Jahre zu produzieren insbesondere im Winter. Wir hangen hier also an einem dünnen Faden und es graut mir, dass dieser Faden eine Person namens P. einfach so abschneiden kann.

Liebe Grüsse
Bruno

Stefan Müller
5 Monate zuvor
Antwort an  June

Woher weißt du das? Die FDP verspricht bis Jahresende eine Aktienrente.

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor

@ Kiev

Danke für den Hinweis auf den Fonds.

Mir sind da zuvor schon einige ins Auge gesprungen. Divi-Aristokraten etc. Allerdings kaufe ich meine Beteiligungen weiterhin lieber selektiv und einzeln. Macht mir mehr Freude und auch beim Blick auf den Preis mehr Sinn (für mich).

Zudem gibt es immer ein Geschäft(sfeld), bei dem ich nicht dabei sein will.

Wir sehen aktuell sehr schön, wie das Auf und Ab der Branchen und Aktientypen läuft. J&J auf Allzeithoch, meine Pharmatitel haussieren. Die Techs dürfen gerne stark nachlassen. Habe vor, die nächsten Jahre dort weiter zu investieren.

Auch der Wert des Dividend Growth Investings wird deutlich. Die Dividenden steigen gemächlich nach und nach an, völlig egal wie stark die Börse schwankt. Vielleicht beruhigender, als immer auf den Depotstand zu starren….

Und bezüglich der aktuellen Inflation: Viele Portfolios sind die letzten drei Jahre um 10% p.a. und mehr gestiegen. Da ist reichlich Wertverlust durch Inflation vorzeitig kompensiert worden. Der Sinn von Unternehmensbeteiligungen ist ja u.a. gerade der Geldentwertung langfristig zu trotzen. Es funktioniert. Geduld ist gefragt.

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor

@ Felix

Sag mal, an Tagen wie heute sind doch bei deinem Teslaengagement um die 100.000€ auf dem Papier weg, oder? Wie gehst du damit um?

Man muss wohl eine bestimmte mentale Konstitution besitzen. Manch erfolgreiche Aktionäre müssen schon mal Buchverluste von 500.000.000$ am Tag “verkraften”. Ein spezifisches Verständnis von Börse und Aktien ist da unabdingbar.

Last edited 5 Monate zuvor by Freelancer Sebastian
Felix
5 Monate zuvor

Ja, das ist schon wahr, dass manche Tage mit sechsstelligen Buchverlusten nicht ohne sind. Es gibt aber auch Tage, da geht es in der gleichen Größenordnung in die andere Richtung. Was glaube ich auch wichtig ist, dass man so tief in dem Unternehmen drinsteckt, dass man weiß, dass diese +/-10 % Schwankungen absolut nichts mit dem Unternehmen und seiner zukünftigen Entwicklung zu tun haben.
Das ist eben auch ein Lern-, Erfahrungs- und Reifungsprozess als Börsianer. Kennt wohl jeder, der einige Jahre dabei ist. Und Tim mit seinem stoischen Investmentstil hat mir bei dieser Entwicklung sehr geholfen. Ein Millionendepot zu führen, ohne auch ab und zu sechsstellige Tagesschwankungen psychisch verkraften zu können, wird kaum möglich sein.
Anders ausgedrückt: Ohne Vola, keine Cola!
Was wäre auch die Alternative? Ich kenne keine, die mir gefallen könnte. Ich möchte keinesfalls der Oberhausmeister eines Mietshauses sein. Und ein paar Millionen auf einem Tagesgeldkonto rumliegen zu haben, erscheint mir auch nicht sinnvoll. Mit Gold kann ich nichts anfangen, Kryptos verstehe ich nicht, …

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

@Tagesschwankungen
Die 6-stelligen kommen ja auch nicht über Nacht bei den meisten. Man hat idR zumindest ein paar Jahre Zeit sich an immer größere Schwankungen zu gewöhnen. Wer es nicht Aushält, der verkauft früher und wird es vermutlich auch gar nicht erst im Depot sehen (hoch wie runter).
Alle, die Ihre Gewinne einfach immer weiter laufen lassen haben meinen Respekt. Gehört was dazu.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Jetzt muss ich auch mal etwas weiter in der Tiefe nachfragen. Du hast ein Millionendepot und immer “nur” als Angestellter gearbeitet? Auch bei Immobilien gab es höchstens eine als Eigennutz? Falls möglich würde mich auch grob das aktuelle Nettoeinkommen und die Sparrate interessieren. Vielleicht gab es auch Schenkungen usw.? Es wäre auf jeden Fall interessant von der Entwicklung zu erfahren. selbst mit einer Investitionsrate von 5000€/ Monat würde es ein Weilchen dauern die 1Mio Marke zu reißen. Wie hoch ist Tesla gewichtet? Mir geht es nur um einen groben Überblick über die Entwicklung. Ansonsten kenne ich nur Personen im B Quadrant mit so hohen Vermögen.

Felix
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Das sind zum Teil sehr persönliche Fragen, die ich nicht bis ins kleinste Teil ins Netz stellen möchte; hier ticke ich etwas anders als Tim.
Ansonsten ist vieles wie bei Tim, nur dass ich etwa 20 Jahre später (in Bezug auf das Lebensalter) als er diese magische Depotgrenze geknackt habe, aber bereits vor Tesla. Zweifellos war Tesla nochmals ein Booster mit 20x und macht derzeit ca. 25% des Depots aus. Danach kommen in dieser Reihenfolge: Microsoft (vor 2009 gekauft, mit über 10x), NovoNordisk, McDonalds, Amazon (alle über 10% Gewicht).
Das Depot habe ich über 25 Jahre aus eigenen Ersparnissen aufgebaut. Keine nennenswerte Erbschaften, keine Schenkungen. Meist habe ich pro Postion ca. 10.000€ investiert, später mehr. Dabei habe ich immer auf Rücksetzer, Crashs gewartet. Dann aber nie mehr verkauft.
Woher kam das Geld? Aus dem Job und einer Nebentätigkeit als Autor.
Ich lebe in einer ländlichen, eher strukturschwachen Gegend mit niedrigen Lebenshaltungs- und Wohnkosten. Das Eigenheim ist mit viel Eigenleistung und Hilfe von Freunden vor über 30 Jahren gebaut und schnell getilgt wurden. Der Grundstückspreis lag so bei 30 DM/m2 – das waren noch Zeiten würde Ralf sagen.
Was habe ich verdient? Nun bezogen auf meine Umgebung ganz gut. Anfänglich waren es so zwei Facharbeitergehälter (eines gespart und gelebt wie mein Nachbar, der Kfz-Mechaniker ist und auch ein Haus gebaut hat – das macht so auf dem Land, spätestens mit 30 hat man für die Familie ein Haus gebaut), später wohl so 3 bis 4 Facharbeitergehälter. Mein Nebenjob warf über Jahrzehnte ca 5000 €/Jahr ab, die natürlich voll ins Depot gewandert sind.
Gleichzeitig haben wir 3 Kinder großgezogen, von denen zwei studiert haben. Gearbeitet habe ich bis zur gesetzlichen Altersgrenze in Vollzeit in leitender Position.

Jetzt, in Rente, haben wir keinerlei finanzielle Sorgen, eher im Gegenteil. Wir könnten üppig allein von den hereinströmenden Dividenden leben, obwohl ich anders als Lad keine Dividendenstrategie fahre, kommen nach Steuern umgerechnet knapp 3000 € pro Monat zusammen.
Was mich derzeit eher beschäftigt, ist eine möglichst steuerschonende Übertragung des Depots auf Kinder und Enkel. Da die Regierung derzeit anderes zu tun hat als an der Schenkungs- und Erbschaftsteuer zu drehen – und da ist ja auch noch die FDP davor, so dass ich auch tiefenentspannt bin.
Ich habe etwa 50 Postionen im Depot, ja auch einen ETF (zum Ausprobieren) auch einen aktiven Fonds für asiatische Nebenwerte (wo ich keine Ahnung habe). Bisher hatte ich eine Pleite: Wirecard (bin aber noch mit Verlust zum Verkaufen gekommen und viele Rohrkrepierer, die vor sich hintümpeln. Manchmal erwacht wieder einer zum Leben, zB. Vale.
Ich hoffe, das genügt als Einblick.

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Herzlichen Dank für deine Zeilen. Sehr inspirierend. Ein schöner Einblick, was mir und meiner Frau in Zukunft “blüht”.

Last edited 5 Monate zuvor by Freelancer Sebastian
Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Danke für den Einblick. Ein Zeitbereich über 25 Jahren ist auch sehr lange. Ich habe gerade nicht die durchschnittliche Rendite der letzten 25 Jahren zur Hand. Bei 10% würde man aus heutiger Sicht mit 850€ im Monat die Millionen nach heutiger Kaufkraft erreichen. So gesehen ist das gut machbar. Als leitender Angestellter sollte dies gut möglich sein.

Würdest Du einen ähnlichen Weg mit den heutigen Möglichkeiten Deinen Kindern wünschen?

Bis zu meiner Rente habe ich noch fast die 25 Jahre Zeit. Da besteht ja noch Hoffnung 😉
Den Übertrag von Aktien habe ich noch nicht betrachtet. Im Prinzip muss das nur der Broker steuerfrei durchführen können. Dann musst Du nur die Grenze von 100k€ pro Kind im Jahr einhalten. Das ist mit Aktien verhältnismäßig leicht, so lange Du keine Berkshire A oder Lindt im Depot hast. Vielleicht kannst Du auch ganze Depots über einen längeren Zeitraum übertragen. Bei Häusern geht das auch. Beispielsweise ein Depot über 500k€ Stand Übertrag kann auf ein Kind über 5 Jahre verschenkt werden.

@ Slowroller

Den Begriff habe ich aus Cashflow Quadrant:

Employee,
Self-employed,
Business owner,
Investor

Die letzte Stufe des Investors ist sicherlich erstrebenswert. Allerdings ist die Stufe B mit Abstand die erträglichste. Mit einem Business und einem Cashflow Überschuss von beispielsweise 10.000€ im Monat kann man in der Regel mehr Aktien als ein Angestellter kaufen. Und es ist auch einfacher den Überschuss auf das doppelte zu steigern als sein Gehalt.

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Sorry für die Nachfrage – aber was ist der B-Quadrant?

Fit und Gesund
5 Monate zuvor

Wieder ein schöner (etwas langer) Artikel auf S.A.
Könnte dem Freelancer Sebastian gefallen 🙂

https://seekingalpha.com/article/4503502-invest-like-a-business-owner

Könnte morgen nach Süden gehen, da findet man vielleicht das Ein oder Andere am Wegesrand.

Liebe Grüsse

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Gefällt mir dieser Artikel, sehr ähnlich wie ich etwas suche resp. was mir wichtig ist. Habe einfach zu wenig Zeit für Branchen welche ich nicht schon kenne, deshalb auch ein Teil in ETF’s, habe ich mal wieder mehr Zeit, geht es genau in diese Richtung.

Und ansonsten frage ich Herr Kostolany, der hat jetzt einen neuen Bruder bekommen, Herr Buffett. So heissen unsere beiden Kater, heute gab es das erste vorsichtige Aufeinandertreffen, hat erstaunlicherweise ganz gut funktioniert 🙂

Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

hoi Bruno,

viel Spass mit Kostolany und Buffett, aber darüber darf man hier nicht reden, also pssst…

ich bin heute nicht zum Zug gekommen mit Aktien kaufen, aber kommt schon noch,

@Tobs,
Deine AB Foods find ich spannend, zum Glück muss ich das selber nicht zu mir nehmen, aber die Aktie finde ich ganz gut.Toll was Du da immer ausgräbst, da kommt man gar nicht drauf. Also Danke für’s Teilen 🙂

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Ich ärgere mich etwas über mich Zaudern, wollte gestern eigentlich bei Meta zuschlagen, heute eröffnen sie wohl 15% oder höher im Plus…

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Danke für den Hinweis. Werde ich am Samstag unterwegs lesen. Freue mich schon darauf.

5 Monate zuvor

Bereits zu Beginn der 0%-Zinsen durch die EZB hat mich mein Finanzberater sofort einbestellt und mir geraten meine Sparbücher sinnvoll auf Tagesgeldkonto & Anlagedepots aufzuteilen. Heutzutage bin ich dafür sehr dankbar, ich weiß gar nicht mehr, wann Sparbücher zuletzt eine sinnvolle Anlagemöglichkeit waren…

Tobs
5 Monate zuvor

Associated British Foods (oder auch nur AB Foods):

Finde ich spannend. Alle relevanten KPI gestiegen, insbesondere operativer Profit (allerdings starker Anteil von Primark). Heute geht der Kurs in die Knie, weil die Anleger auf stark steigende Rohstoffpreise vorbereitet werden (wird man kurzfristig nicht vollständig durchreichen können).

Ich finde das Geschäft toll: (Billig-) Futter für Mensch und Vieh&Landwirtschaft (vielleicht ist das Futter für letztere hochwertiger als für erstere 🙂 )und Billig-Klamotten. In den nächsten Jahrzehnten wird es eine zunehmend unter Druck stehende Mittelschicht geben, die all das Zeug abnimmt. Aus dem gleichen Grund bin ich auch bei B&M European Value drin.

Ich meine solche Unternehmen muss man kaufen, wenn sie unverschuldet unter Druck sind. Dividende ist attraktiv und das Unternehmen gibts so teuer wie zuletzt 2013.

Ich mache hier eine Position auf.

DanielKA
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Hallo tobs,

interessant, AB Foods habe ich nur als Hypeaktie vor knapp über 10 Jahren in Erinnerung. Damals gab es glaube ich auch Probleme mit den Zuckerquoten der EU, habe es aber nicht mehr weiter verfolgt. Wenn das operative Geschäft läuft und die Verschuldung zurückgeht wäre das ein gutes Zeichen. Der Chart ist schon ziemlich abschreckend, fast 7 Jahre im klaren Abwärtstrend, dass ist eher eine RoLu Aktie, aber bei Altria hat es auch irgendwann wieder gedreht als das operative Geschäft weiterhin gut lief.

Persönlich mag ich diese Plastikläden nicht, wäre Interessant ob die Kette dann ebenfalls von den China-Lieferproblemen betroffen ist.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Denen gehört auch die Ovomaltine (Mit Ovo kannst Du’s nicht besser aber länger :D), ich weiss nicht ob man die in Deutschland kennt, in der Schweiz kennen sie sicher alle.

So eine richtige Sugar-Company die AB Foods, gut sie haben auch Tee (Twinings).

Trotz Kurseinbruch sind sie aber immer noch sehr teuer, da ist die doch sehr gut gelaufene Nestlé interessanter, auch wenn sie mir zu teuer wäre aktuell, alleine schon wegen der Währung viel interessanter für mich, aber auch viel breiter aufgestellt.

Wenn immer mehr Zuckertaxes kommen wird das schwierig.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Zuckerbuden sind aber wieder “in”, Elon Musk will Coca-Cola kaufen und wieder mit Kokain anreichern, der Typ hat schon einer an der Waffel 😀

Tobs
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Uns war mal die Nutella ausgegangen (Wochenende ohne Nutella geht bei uns nicht) und in der Tanke gab’s nur Ovomaltine als Brotaufstrich. Dieses Glas steht bei uns seit einigen Jahren rum und sollte eigentlich mal entsorgt werden, wenn ich mir das hier beim Schreiben gerade vergegenwärtige… 🙂

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Nutella nein danke, Palmöl, Zucker und noch etwas brauner Farbstoff haha.

Wir haben einen Vitamix, tolles nicht ganz frugales Gerät, frisch geröstete Haselnüsse, Kakaopulver, Datteln und Wasser, ist in wenigen Minuten fertig. Kann man auch mit andern Nüssen machen, eine gesunde Alternative die noch nach etwas schmeckt 😉 Ohne Mixer auch mit einer Nusscreme und Ahornsirup schnell zubereitet.

Sparta
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno

Vitamix…. der König der esoterischen, alternativ angehauchten Mixerfreunde. 😉

Vielleicht spricht auch der Neid aus mir da ich mir nur Mittelklassse mit 300,-€ gegönnt habe. 😉

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

“Vitamix…. der König der esoterischen, alternativ angehauchten Mixerfreunde. ?”

Habe damals ein Ausstellungsgerät für 550.- ergattert. Bisher hat sich die Anschaffung dieser Dekadenz in Reinkultur jedoch gelohnt, und so ein Teil kann auch Leben retten, eine spitze Nussschale wird auch zu Mehl verarbeitet, bei einem andern Modell erstickt man vielleicht daran 😀

Ich mag halt einfach diese unverwüstlichen Dinge, ich denke das ist nicht nur nachhaltiger sondern auch langfristig günstiger. Aber ein 300 Teil ist ja auch ein gutes Gerät, ich halte einfach nicht von diesen Billigdingern, wie sie teilweise bei Lidl und Aldi auf dem Wühltisch stehen, da ist die Lebenserwartung bei regelmässigem Gebrauch dann wohl ähnlich eines Masthuhnes 😉

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

Selbst eine Mittelklasse sollte ja bei dem Preis fast geistige Ergüsse liefern 😛

-M

Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs
Ovomaltine und ebenso Rivella ist etwas vom allergruusigsten was die CH zu bieten hat, Nutella ab und an find ich lecker, gab es früher bei uns auf Station immer, ich selber kaufe es nicht, da ziehe ich dunkle Schokolade vor.
Aber: meine Freundin, die weiss wie sehr ich Lindt&Sprüngli 70%ige Schokolade mag, schenkte mir ein wunderschönes, reichbefülltes Osternest mit u.A. einem Lindt-Hasen aus dunkler Schokolade, der war gar nicht fein…
sehr heikel also das Schokoladenthema.

Ich hab irgendwo gelesen dass irgendein Land kein Palmöl mehr exportieren möchte, deck Dich also ein mit Nutella 🙂

@Bruno,
nicht weinen wegen FB, kommen neue Gelegenheiten, ich bin heute auch nicht fündig geworden.

Sparta
5 Monate zuvor

@all

Kann man sich schwedische Quellensteuer automatisch bei der ING erstatten lassen oder geht es nur mit dem Formular?

Tobs
5 Monate zuvor

@Nochmal zu AB Foods

Definitiv mit Zucker und Billig-Klamotten keine ESG-Aktie.

Man schaue sich aber mal die sektorale Abdeckung der Märkte an: Viele Regionen, in denen regulatorisches ESG keine Rolle spielt. Natürlich ESG als allgemeiner Trend, aber nicht regulatorisch, und das ist ein qualitativer und riesiger Unterschied. Außerdem wird unsere Taxonomie zusehend aufgeweicht.

Außerdem denke ich, dass eine so riesige Holding es schaffen sollte, Produkte so weiterzuentwickeln, dass sie nationalen gesetzlichen Vorgaben genügen. Da glaube ich fest an die Anpassungskraft. Mir gefällt auch die Verteilung auf die Branchen.

https://www.marketscreener.com/quote/stock/ASSOCIATED-BRITISH-FOODS-9583547/company/

Chart ist hässlich, darum komme ich jetzt auch ins Spiel. 🙂

Schaut Euch Umsatz, EBIT und Gewinn an, war ok die letzten Jahre. Operative Marge wird mit Sicherheit zwei bis vier Jahre schlechter. Damit habe ich überhaupt kein Problem bei so einem RIesen, solange und soweit der Umsatz weiter wächst.

Solche dicken Schlachtschiffe kann man ja eigentlich nur auf Basis bad news kaufen und dann an die Anpassungskraft des Geschäftsmodells und Managements glauben.

Natürlich nur meine Perspektive ohne Sendungsbewusstsein, dass bei jemanden durchdringen soll…

MarcMitC
5 Monate zuvor

Die Aussagen zur Aktienrente zeigt leider, wie so oft in diesem Kontext: “Viel Meinung und keine Fakten und Quellen zur Nachvollziehbarkeit der Aussagen.”

Persönlich habe ich nichts gegen die Rente. Ich nehme in dem Fall gerne was ich bekommen kann. Nur warte ich nicht bis zur Rente mit dem Ruhestand. Sollte ich einiges Tages sogar die Rente mit 63 in Anspruch nehmen können, dann nehme ich auch gerne die derzeitgen 14,4 % Abschlaf in Kauf, während ich bereits seit +25 Jahren oder so, im Ruhestand sein werde – natürlich dank volatiler Aktien – zwinkersmiley

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  MarcMitC

Leider gibt es kein ordentlich gefördertes Anlageprodukt auf dieser Basis. Würde mir ebenfalls gefallen. Der S&P hat durchschnittlich 10% Rendite gebracht. In der letzten Dekade gab es sogar knapp 14%. Daher wird man hier vielleicht konservativ mit 6-7% in der nächsten Dekade ausgehen. Mich stört aber auch die zu hohe Gewichtung des Risikos. Natürlich kann das Vermögen Schwankungen unterliegen, aber alles Geld was investiert wurde, ist zumindest nicht ausgegeben worden. Der Aspekt wird oft vergessen. Ich kann heute auch noch nicht einschätzen was mir persönlich ein Rentenabschlag wert ist. Das hängt sicherlich von der eigenen Verfassung ab und eben auch von dem Vermögen. Ich habe hier lieber die Wahlfreiheit. Aus dem Grund genieße ich bereits heute viele Freiheiten durch mein Vermögen.
Wir hatten es gerade von leitenden Angestellten. Ein paar meiner Freunde sind leitende Angestellte. Mein Nachbar ebenfalls. Für mich sieht das so aus: Wir haben einen herrlichen Frühlingstag. Ich arbeite in einer Loggia, gehe eine Runde mit dem Hund und bringe die Kinder dabei zur Schule. Die Mittagspause gehe ich erneut mit dem Hund, so dass ich um 15 Uhr Zeit finde nach der Arbeit eine knappe Stunde in der Hängematte zu liegen und die perfekten Sonnenstrahlen genieße. Dann gehe ich einkaufen und treffe im Anschluss meinen Nachbarn an, der gerade von der Arbeit kommt und die Sonne genießt. Wir haben beide einen vollständigen Arbeitstag durchgeführt, aber ich würde trotzdem niemals mit ihm tauschen wollen. Mit dem richtigen Mindset verfügt man darüberhinaus in der Regel über ein höheres Vermögen als sehr viele besser verdienenden. Man muss sich hier nur darüber im Klaren sein, was man möchte und was nicht. Wenn man Zeit für solche Fragen aufwenden kann wird man entsprechend Erfolg einfahren.

Fit und Gesund
5 Monate zuvor

Amazon knapp 10% down post-market, auweia….

Wadim
4 Monate zuvor

Toller Beitrag! Bin 19 und habe 21 tsd.euro angehäuft. Soll ich jetzt 5k auf der Bank liegen lassen und den Rest alles in ETF’s oder wie sollte man da am sinnvollsten vorgehen?

LG
Wadim

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