30 Prozent abwärts: Netflix crasht an der Börse. Die Panikverkäufe machen keinen Sinn

Heute sind meine Netflix-Aktien mal wieder abgerauscht. Um über 30 Prozent geht es abwärts mit dem Streamer. Die Zahlen des ersten Quartals sind in der Tat enttäuschend. Die Konkurrenz nimmt zu. Es wird schwieriger, die Abo-Zahlen auszubauen.

Aber blicken wir auf die Fakten: Der Umsatz stieg im Auftaktquartal um zehn Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn nach Steuern ist mit 1,6 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,7 Milliarden) stark und weitgehend stabil. Für das zweite Quartal stellt Gründer und Co-Chef Reed Hastings einen Umsatz und Überschuss von 8,0 bzw. 1,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Streamer ist also kein Sanierungsfall. Ich halte den Absturz für übertrieben. Ich behalte meine Aktien, die wohlgemerkt selbst nach diesem Kursbeben noch 3.100 Prozent im Plus stehen. Die meisten Anleger sind nicht in der Lage, mehrere tausend Prozent mit einer Aktie zu verdienen, weil sie zu schnell ihre Aktien verkaufen. Leute, habt Geduld! Das Unternehmen ist eine Erfolgsstory.

Der Langfristchart ist noch völlig in Ordnung (siehe oben). Auch sprechen die Statistiken für Netflix:

Infographic: Where Americans Are Getting Their Stream On | Statista You will find more infographics at Statista

Viele Erfolgsaktien stürzen zwischenzeitlich ab: Tesla, Amazon, Apple, Infineon, Bank of America kämpften ums Überleben

Auf dem Weg nach oben sind Erfolgsaktien wie Amazon, Tesla, Apple, Bank of America immer mal wieder bitter abgestürzt. Infineon rauschte um 99 Prozent nach unten. Amazon stürzte nach dem Platzen der Dotcom-Blase um 92 Prozent ab.

Netflix erwirtschaftet eine operative Marge von 21 Prozent. Um stärker zu werden, wollen die Kalifornier das Tauschen des Passworts mit Freunden und der Familie eindämmen. Sie schätzen, dass von den rund 222 Millionen Kunden etwa 100 Millionen ihre Zugangsdaten austauschen. Außerdem will Hastings ein kostengünstiges Netflix-Abo anbieten, das mit Werbeeinblendungen quersubventioniert wird. Das macht Sinn. Denn die Verbraucher haben immer weniger Geld in der Tasche. Die Inflation treibt ihr Unwesen. Mieten, Lebensmittel, Sprit, Strom … alles wird teurer. Auch haben Verbraucher mehr Abos als noch vor Jahren. Apropos: Die News-Website Quartz hat gerade die Paywall entfernt, weil es sich nicht gerechnet hat.

Hastings und seine Manager haben ihre Strategie in einer Aussprache mit Analysten erklärt:

Horror-Zahlen: Medien neigen manchmal zur Übertreibung

In den Medien werden leider Fakten verdreht und es wird übertrieben. Es werden Clickbaits erstellt. Selbst CNN hat mich überrascht. Die Website schrieb von “enormen Abo-Verlusten” bei Netflix:


Auszug von der CNN-Website: “Netflix-Aktie stürzt ab nach enormen Abo-Verlusten”

Dabei hat Netflix nur 200.000 Abonnenten im ersten Quartal verloren. Der Weltmarktführer hat 221,6 Millionen Abos. Damit beträgt der Kundenverlust 0,09 Prozent. Das ist mini. Kaum der Rede wert. Klar wollte Netflix 2,5 Millionen Kunden netto gewinnen in dem Quartal. Trotzdem ist die CNN-Schlagzeile von “enormen Abonnenten-Verlusten” gelinde gesagt an den Haaren herbeigezogen. Im zweiten Quartal sollen weitere Abos verloren gehen, sagt Netflix voraus. Aber ich finde, es hält sich in Grenzen. Das Kursbeben halte ich für eine Chance. Aber: Ich bin als Langfristaktionär befangen. Der große Rivale Disney+ hat mit knapp 130 Millionen Kunden deutlich weniger.

Ein Leben auf Kredit: die moderne Konsumgesellschaft

Hier wollte ich dir noch was zum Schluss zeigen: Waschmaschinen kannst du jetzt “bequem” finanzieren. Warum wollen Menschen ihre Haushaltsgeräte nicht mehr mit Cash kaufen? Die Leute finanzieren immer mehr auf Pump. Das ist der helle Wahnsinn.

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68 Kommentare
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markus
5 Monate zuvor

Hallo Tim,

ich bin jetzt insgesamt 36% im Minus bei Netflix, habe allerdings auch nur zwei Aktien und somit nur wenige hundert Euro investiert im Jahr 2019. Mir ist der Absturz egal, da mein Depot mit über 25 Werten und ETF sehr breit gestreut ist. Mein Depot ist 40% im Plus und liegt bei über 72.000 Euro. Dafür dass ich erst seit drei Jahren investiere, ist das schon ganz gut. Allerdings hätte ich etwas mehr Rendite erwirtschaftet, wenn ich einfach stumpf nur den MSCI World bespart hätte.

2012 habe ich eine kleine 2 Zimmer Eigentumswohnung gekauft für 57.000 Euro. Die ist in nur zehn Jahren abbezahlt worden und jetzt mehr als doppelt soviel wert. Ich wohne also mit 39 Jahren schon mietfrei und kann jetzt jeden Monat 1.200 Euro investieren.

u.a. durch Deinen Blog habe ich viel über Aktien lernen können. Vielen Dank dafür.

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  markus

Das spricht auch für Immobilien. Da ist es besser planbar als Aktienkurrse. Natürlich braucht man beides.

Daniel
5 Monate zuvor
Antwort an  markus

Du planst mit 39 immer noch Single zu sein und in der 2-Zimmerwohnung zu leben?

wirklich wichtig
5 Monate zuvor
Antwort an  markus

Da könnte man nach einer Schlägerei auch sagen: ein oder zwei Zähne sind verschmerzbar, hab ja noch genügen – es ist Selbstbetrug und Verzerrung, schau wie du formulierst: Absturz egal, breut gestreut (was ist, wenn diese Werte auch nachgeben), Gesamtplus … man tröstet sich mit anderen Dingen und sitzt letztlich aus – birgt Gefahr in sich

markus
5 Monate zuvor
Antwort an  wirklich wichtig

@daniel
wenn ich etwas größeres benötige, würde ich bei den heutigen Preisen wahrscheinlich wieder mieten. Aber solange das nicht notwendig ist, nehme ich die mietfreie Zeit mit geringen Nebenkosten mit. Das ist dann ja auch ein Luxusproblem. Die Wohnung könnte ich entweder vermieten oder für locker das doppelte verkaufen. Ich habe damals bewusst klein angefangen, um nicht ein zu großes Klumpenrisiko zu haben und um schnell abbezahlen zu können.

@wirklich wichtig
wo soll das Verzerrung sein?
bei mehr als 25 Werten werden immer einige im Minus sein. Dass wirklich jeder einzelne Wert im Plus ist, ist doch utopisch. Ich bin auch mit Alibaba und Gazprom dick im Minus. Entscheidend ist am Ende das Gesamtdepot. Und wenn alles einbricht, dann freue ich mich. Denn dann kann ich günstig nachkaufen. Als Corona ausbrach, habe ich trotz 10.000 Euro Verlust auch keine Panik bekommen, Sonden fleißig die günstigen Aktien gekauft.

Josef
5 Monate zuvor

Najo für die Leutie die nen ETF besparen spielt es ja keine Rolle wo Netflix steht.
Vielleicht gibt es nun bald für mich die Gelegenheit Netflix zu kaufen, bei 100 Dollar würde ich anfangen zu kaufen.

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Josef

Nee, aber auf 180€ könnte es übertrieben noch fallen.

Lad
5 Monate zuvor

Netflix sollte gleich im Dezember verkauft sein. Es war extrem überbewertet im November und hat keine Dividende. Nur Aktien mit Dividenden sollte man ewig halten. Heute ist Netflix schon auf 1/3 gefallen oder -66% unter dem Hoch und der Crash beginnt erst. Wenn Aktien extrem überbewertet waren und viele Aktien noch sind und gleichzeitig der Zins von FED 2022-2024 von 0% auf 3% steigen wird, können die teuren Aktie nicht anders, als 3 Jahre zu fallen. Später auch Apple, Coca-Cola und Visa werden mindestens auf 1/3 fallen. Aber dem Investor aus New York und Mannheim kann es egal sein, ob sein Portfolio 2.000.000 $ oder 200.000 € wert ist, denn er hat keine Kinder, die seine Aktien erben werden. Es ist erstaunlich, dass so viele Menschen die Aktien von Berkshire ewig halten wollen, obwohl es keine Dividende hat. Aber stelle dir das vor, du besitzt eine Firma oder 30 verschiedene Firmen und du hast keinen Profit von denen. Du wirst nur 1x Profit von deiner Firma oder 30 Firmen haben, wenn du nach 30 Jahren die Aktien verkaufen wirst. Das geht doch gar nicht. Also nur Unternehmen mit Dividenden sollte man halten und niemals verkaufen. Also keine Aktien von Berkshire und Netflix.

Rational
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad
Luigi
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Wir werden alle sterben!

Ragnar Danneskjoeld
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Die Aussage, Berkshire habe keine Dividende ist ja nun arg verkürzt, da Berkshire die Dividenden der einzelnen Unternehmen eben nur nicht auszahlt, sondern reinvestiert.
Ob ich als Investor dieses Procedere bevorzuge, ist Geschmackssache. (Ich habe kein Berkshire, zu viele Äpfel.)
Was das mit der Kinderlosigkeit des Autors zu tun hat, erschließt sich mir aber so gar nicht.
Neidisch, weil die eigenen Kinder nicht weit vom eigenen Stamm gefallen sind?

Pat
5 Monate zuvor

Vielleicht meint Lad, dass man nichts davon erbt, wenn man keine Kinder hat.
Wofür weiterhin investieren, wenn man keine Kinder hat.

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

@Lad
ich find gut, dass Sie immer wieder neue Aspekte in die Diskussion mit einbringen… Schade, dass Sie nicht auf Kommentare antworten.

U.a. das mit Netflix, das haben Sie richtig voraus gesagt. Allerdings hat ein 10 Jahre Anleger mit Netflix selbst nach dem >60% Kurssturz vom ATH noch immer mehr Rendite erhalten als mit vielen der ‘günstigen’ KGV/KBV Aktien die Sie gerne mögen. Es ist ein wenig wie mit denen, die jahrelang immer nur auf einen besseren Einstiegszeitpunkt warten. Die Argumente sind teils richtig aber die Schlussfolgerungen nicht unbedingt.

Zur Ihrer Dividendenthematik gebe ich wieder was ein Kind mal dazu meinte:
Hä, wenn ich im Supermarkt eine Packung Eis kaufe, dann will ich doch auch nicht jeden Tag etwas Eis essen müssen wenn ich keinen HUnger habe nur weil mir es jemand sagt sondern ich warte auf einen schönen warmen Tag und esse mein schönes Eis erst dann wenn ich es möchte. Diese Ansicht finde ich auch nicht völlig falsch.

Wie auch immer, es gibt viele Wege. Sie haben viel erreicht mir Ihrer eigenen Strategie. Ich wünsche Ihnen weiterhin gutes investieren.

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Berkshire ist ja im Grunde genommen ein Konglomerat aus Aktien, Unternehmensbeteiligungen, Cashmanagmant, also wie ein Fonds, die kann man vielleicht doch halten, da aktiv gemanagt. Die Frage ist, wie hoch ist der addierte Wohlfühlfaktor, der mit Warren Buffet verbunden ist. Wie viele Anleger werden beim Tod von Herrn Buffet trotz Beteuerung, dass alles in beste Hände übergeben worden sei kurzfristig oder dauerhaft die Reißleine ziehen ? Weiß heute keiner.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Muss schlussendlich jeder selber wissen, wie er investieren will. Kann ja auch ein Mix sein aus Value und Growth. Beides kann erfolgreich sein, wie im Fussball, Dividendenstrategie ist dann halt eher spielen um nicht zu verlieren (wie Italien früher) aber interessanter und erfolgsversprechender finde ich spielen um zu gewinnen, lieber 2 Tore kassieren wenn man dafür 5 schiessen kann als keines zu kriegen und dann mit grosser Müh das 1 Tor noch irgendwie reinzuwürgen.

Vielleicht hat ein Rentner der von den Dividenden leben muss auch andere Ansprüche als jemand der jung ist und sich etwas aufbauen will.

Stefan Schweiz
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Es gibt nicht wenige Berkshire-Aktionäre der ersten Stunde, die Buffett damals ihr Geld anvertraut und nicht verkauft haben. Buffet hat sie zu vielfachen Multimillionären und tlw Milliardären gemacht. Darunter einige Kartoffelbauern aus der Region.
Berkshire ist das Paradebeispiel für extrem erfolgreiches Buy&Hold.

Monkeyboy
5 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Die Dividendenrendite von Berkshire ist inzwischen 5% per annum, wenn man sich die Buybacks ansieht. Die kommen nämlich auch den Aktionären zugute und sind synonym zu sehen wie eine reinvestierte Dividende. Warum so viele Menschen Berkshire ewig halten wollen? Weil sie langfristig den Markt schlagen damit! Und eine Dividende kann man sich auch selbst auszahlen, indem man regelmäßig einen kleinen Teil seiner Position verkauft!

Tom Turbo
5 Monate zuvor

Vor Corona hatte ich gedacht, dass die Tage von Netflix gezählt sind. Warum? Wegen der starken Konkurrenz die immer mehr aufgekommen ist. Disney und Co.

Dann kam Corona mit den Lockdowns und den Rest kennen wir.

Gleich vorweg, ich halte keinerlei Netflixaktien.

Buffett spricht immer von seinem Circle of competence. Da bin ich definitiv raus, da ich vom Konsumverhalten anscheinend nicht der Mehrheit entspreche.

Fernsehen ist zum Abdrehen da! (Meine Meinung)

Persönlich empfinde ich Netflix und Co auch für absolut verzichtbar. Meine Frau hat einen Account (für den sie nicht zahlen muss)

Netflix halte ich für nichts anderes als Brot und Spiele.

Ich kann darauf gerne verzichten. Zumal ich eine persönliche Abneigung gegen dieses Bingeviewing von miesem Content habe.

Der Chart sieht super aus, doch wenn man nie gewillt ist zu verkaufen bei einer Aktie die anscheinend nicht vorhat jemals Dividende zu zahlen, dann habe ich ja nur Gewinne am Papier.

Also entweder glaubt man felsenfest daran und hat einen langen Atem, oder man schichtet in einen ETF um und gewinnt langfristig sicher.

Ich sehe das eher so wie am Roulettetisch. Da hat man jetzt einige Male gewonnen und denkt es geht immer so weiter.

Skywalker
5 Monate zuvor

Die netflix Erfahrung von Tim ist interessant. Er hat sehr viel richtig gemacht dass er so lange gehalten hat. Trotzdem kann man sich überlegen einen einzelwert mit so viel Gewinn teilweise zu verkaufen wegen der Diversifikation. Ein bisschen netflix in jnj, Ko, HD, etc tauschen kann man sich überlegen.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Skywalker

Naja, wenn netflix auf 3mio bei t im gestiegene wäre, hätte ihm jeder auf die Schulter geklopft 🙂

Thorsten
5 Monate zuvor

Bei BlueMovement handelt es sich nicht um eine Finanzierung, die 13,99€ sind keine Kreditrate, sondern die Monatsmiete für die Waschmaschine.
Rechnen wir mal : Eine Waschmaschine hält 5 Jahre = 60 Monate. Das sind 840 Euro Miete. Die angebotene Maschine könnte im Kauf sogar teurer sein. Würde man die Maschine tatsächlich für 840€ kaufen und keine Reparatur anfallen wäre man als Käufer nach 5 Jahren besser dran. Der Waschmaschinenmieter kann bei den Niedrigzinsen keine zusätzlichen Zinseinnahmen verbuchen, er hat bis zum Erreichen des Kaufpreises zwar eine höhere Liquidität (z.b für Aktiensparpläne), dann geht es massiv bergab.

Simon
5 Monate zuvor
Antwort an  Thorsten

Wie bitte? Eine neue Waschmaschine hält 5 Jahre? Verdopple “locker” Mal die Lebensdauer von dieser.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Simon

Waschmaschinen leben länger mit Calgon 😀

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Oder mit domol, ist billiger. Bin geizig 😉

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Simon

Dann wäre die Rechnung für den Käufer noch besser. Allerdings könnte der Mieter zwischendurch ein besseres und vielleicht sparsameren Modell erwerben. Thema könnte auch smart Energy sein mit gesteuertem Anschalten der Maschine je nach Stromverfügbarkeit.

DanielKA
5 Monate zuvor

Soviel zu Thema langfristig, Achman langt mal wieder daneben.

Netflix-Kurssturz: Bill Ackman verkauft gesamte Beteiligung mit 400 Millionen Dollar Verlust – manager magazin (manager-magazin.de)

Bruno hatte schon die Technik erwähnt. Wir nutzen alle drei Streaminganbieter (Amazon Video, Disney + und Netflix) und Netflix hat mit Abstand die beste Qualität und Stabilität, auch in Räumen die weiter von der WLan Box entfernt sind. Zudem haben wir mit 400 MBIT keine langsame Leitung, gerade Amazon hat öfter Aussetzer.

Nico Meier
5 Monate zuvor

@Tim
Netflix habe ich nicht im Depot und werde es vorerst auch nicht ins Depot nehmen.

Kaufen auf Kredit sowie Leasing ist auch in der Schweiz ein grosses Thema. Um hier etwas mitzuverdienen habe ich nach dem Absturz von Cembra Money Bank zugegriffen. Hier hat der Markt die Nachricht, dass der Detailhändler Migros seine Kreditkarte in der hauseigenen Bank vertreiben will zu einer Korrektur geführt.
Habe da in mehreren Käufen zugegriffen mein Einstandspreis liegt bei um 67 Franken. Cembra zahlt eine Jahresdividende von 3.85 Franken aldo 5.75%.
Nun werde ich einige Jahre warten und schauen wie sich das entwickelt.
Andere “langweilige” Aktien wie Altria, Kraft Heinz oder BAT machen sich dieses Jahr richtig gut.
Das Depot liegt auf ATH.

Kai
5 Monate zuvor

Halten den Kursverlust für übertrieben. Ohne die 700.000 Kunden, die aus Russland weggefallen sind, wären die Zahlen nicht so verkehrt. Auf jeden fall nichts, was diese Kursverluste rechtfertigt.

Achtung, nur meine Meinung.

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Kai

Die vom Unternehmen getätigte Vorhersage hat weitere 7 stellige Verluste von Kundenzahlen beinhaltet. Vielleicht war das der eigentliche Schock.

Felix
5 Monate zuvor

Die hohe Bewertung von Netflix war natürlich der Wachstumstory geschuldet, die nunmehr deutliche Bremsspuren aufweist. Weitere Abos zu versorgen, hat bei Streamingdiensten Grenzkosten Null; jedes zusätzliches Abo geht voll in den Profit. Wenn’s diese nicht mehr gibt, geht Gewinnwachstum nur noch über Kostenreduzierung.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Oder Preisanhebungen 😉

Vorhin Spaghetti gekauft für 2,50€ das Päckchen…. vor paar Wochen noch 2,20€ aber ich bleibe der Marke des Geschmacks wegen treu.

-M

Nico Meier
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

@-M
Richtig die Kraft der Marke. Ich habe auch gefühlt 100 verschiedene Sorten Ketchup ausprobiert nur um festzustellen, dass kein anderes geschmacklich an Heinz rankommt. Daher sind Hersteller von Nahrungsmitteln, zu günstigen Preisen eingekauft, ein solides Investment. Kraft Heinz habe ich bei ca. 25$ ins Körbchen gelegt, inzwischen liegen sie bei 44$. Dividende hats auch noch gegeben während dieser Zeit. Ja klar linke Tasche rechte Tasche. 😉

Thorsten
5 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Mir schmeckt Ketchup von Werder besser. Nicht ganz so flüssig, aus Deutschland ( die Tomaten vermutlich nicht ) und in der Glasflasche.

Hafenmeister
5 Monate zuvor

Lieber Tim,
was ich nicht nachvollziehen kann ist, weshalb man eine Aktie mit einem Kursplus von 6000% nicht irgendwann mal verkauft und das Geld in einem ETF mit breiter Streuung vor großen/totalen Verlusten schützt.
Insbesondere wenn man eigentlich bereits mehr als genug Kohle angehäuft hat wäre mir die Vermögenssicherung bei einem so krassen Gewinn wichtiger als weitere (mögliche) Kursgewinne, die du dann ohnehin nie realisieren möchtest.
Verstehe ich nicht, glaube auch nicht dass dieser Absturz spurlos an dir vorübergeht.

Vor deiner Geduld und deinem langen Atem habe ich Respekt und diese sind sicherlich Grundlage deines Reichtums. Vielleicht sind sie aber auch in 10 Jahren Grundlage eines krassen Absturzes.

Viel Erfolg.

Felix
5 Monate zuvor
Antwort an  Hafenmeister

Diese Denkweise im Nachhinein ist gut und schön. In der Regel führt sie zu zu frühen Verkäufen und bremst das compoundig, das zur wirklichen Vermögensbildung führt, aus. Weil man eben nicht nach 6.000% verkauft, sondern nach 60%, spätestens nach 100% Kursanstieg wird dann die Reißleine.
Es ist auch keineswegs gesagt, dass Netflix da unten bleibt. Volatilität gehört zum Geschäft, wenngleich natürlich die absoluten Zahlen von mehreren Hunderttausenden Dollar Buchverlusten über Nacht, dem Nachtschlaf nicht unbedingt förderlich, gelinde gesagt.
Ich stehe selbst mit Tesla mit über 20.000 % im Plus. Ein echter Vermögensbooster. Natürlich verfolge ich die Entwicklung der genau. Bisher wäre jeder Verkauf ein Fehler gewesen und m.E. wäre jede Umschichtung in andere Papiere eine Verschlechterung. Aber ja, das muss man auch aushalten können. Nicht nur fallende Kurse, sondern auch starke Anstiege haben so ihre Probleme.

Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Felix

@Felix,
sowas kann ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen, ich werde in diesem Leben nichtmal eine Aktie haben die 1000% nach oben geht, 100% da bin ich schon superzufrieden mit,
bewundernswert, ich weiss nicht ob ich dafür geeignet wäre 🙂

ich wünsche Allen mit ihren Investments einen guten Erfolg, ich kaufe einfach weiter zu,
vielleicht kommt NEE oder SBUX noch ein wenig runter, Home Depot wäre auch noch was für mich, wobei ich dieses Jahr meinen Schwerpunkt einfach auf CH-er Aktien gelegt habe.

@Tim Schäfer,
ich habe keinen Ratschlag für Dich, ich kann nur von Dir lernen 🙂

Nico Meier
5 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Solche Vervielfachungen passieren meistens ohne, dass man sie so geplant hat. 😉
Ich habe ABBVie bei 67$ gekauft, da ich sie für unterbewertet gehalten habe. Inzwischen liegt ABBVie bei 158$. Wohin diese Reise noch gehen wird weiss ich nicht aber mir gefällt wie ABBVie die Dividende regelmässig stark erhöht, daher werde ich sie behalten.

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Was nicht ist kann noch werden, Frau Sander hat erst mit 60 begonnen zu investieren, Charly Munger wird bald 100 und investiert immer noch 🙂

@Netflix
Was Netflix angeht, wir wissen nicht ob sie den Rank wieder finden, aber das liegt nicht in unseren Händen, Reed Hastings ist ein cleverer Unternehmer und ich traue ihm das zu. Ein Aspekt, dem meines Erachtens zu wenig Gewicht gegeben wird, wenn man in ein Unternehmen investiert: Das Vertrauen ins Management, die Unternehmer. Sie müssen es schlussendlich umsetzen, auch wenn mal eine Krise kommt, die richtigen Entscheide treffen, das Geschäftsmodell eventuell anpassen, korrigieren, neue Geschäfte eröffnen etc. Die Argumente die ich die letzten 2 Tage gelesen habe über Netflix waren häufig, keine Chance gegen die Grossen, zu Kapitalinvensiv, gerade bei steigenden Zinsen etc. das ist eben Aufgabe der Unternehmer, hier die richtigen Entscheide zu treffen, um das Geschäft langfristig wieder anzutreiben. Schauen wir wo Netflix in 5,10,15 Jahren stehen wird. Das kurzfristige Denken ist halt so, jetzt gibt es Userschwund, ohne Krieg und Russland wären sie ja sogar noch positiv, aber nach dem starken Anstieg während Corona war eine Konsolidierung ja zu erwarten. Und wenn der Angebot mal etwas schwächelt, man wird sich dort schon Gedanken machen und Veränderungen und Verbesserungen vorbereiten.
Wird auch nicht alles vorzeitig kommuniziert, die Konkurrenz hört ja auch mit. Lassen wir uns überraschen.

Last edited 5 Monate zuvor by Bruno
Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno,
ich bin da realistisch, Oma Sander hat ja immer mal Gewinne mitgenommen, wie man es macht ist es verkehrt hi hi… siehe meine Straumann, ich habe mich gefreut über’s Allzeithoch und habe die ganze Reise nach unten auch mitgemacht, Logitech so ähnlich…soll ich mir nun auf die Schultern klopfen und sagen “was bin ich doch ein guter buy and hold Anleger?”, ne… ich nehme es zur Kenntnis, heute noch ein paar Logitech dazugekauft und gut ist für mich, die steigen auch wieder.

Die Meisten berichten nur über ihre Erfolge, ich denke die Kunst ist es sich nicht beeindrucken zu lassen, einfach weiterinvestieren, Ruhe bewahren und die Zeit für sich arbeiten lassen, akzeptieren dass es mal nicht so rund läuft,

mein Selbstwertgefühl hängt nicht vom Depotstand ab, ich habe Aktien die wunderbar gestiegen sind, Manche sind mittelmässig und ein paar die Rot anzeigen, von Allem bisschen was dabei, schöne Dividendenzahler, auch Welche die nix zahlen, mehr kann ich doch nicht tun, mir ist das eben auch gut genug, ich kann gut schlafen mit meinen Anlagen, das ist wichtig.

Jens Rabe und irgendwelche Gurus beachte ich nicht, ich bin sehr vorsichtig was Gurus angeht 🙂

Schönes Wochenende Allen

Hafenmeister
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Das kurzfristige Denken ist halt so”
Genau, nach einer Rendite von 6000% und einem Anstieg von fast zwei Jahrzehnten wäre der Ausstieg im kurzfristigen Denken begründet…

42sucht21
5 Monate zuvor
Antwort an  Hafenmeister

@was ich nicht nachvollziehen kann ist, weshalb man eine Aktie mit einem Kursplus von 6000% nicht irgendwann mal verkauft
Deswegen ist Tim der Multimillionär und nicht Sie.

Timing ist so eine Sache. Genauso wie rechtzeitig Gewinne realisieren.
Daimler kaufte im Mai 2009 9,1% von Tesla für 50 Mio Euro (mit Aktionär Aabar inkl. Cash-settled options an Daimler Aktien)
Tesla geht 2010 an die Börse
Daimler kauft Mai 2011 für 17 Mio€ weitere Tesla Aktien.
Kritik daran von Analysten weil die Aktie 26 US$ kostet und beim Börsengang für 17$ zu haben war.

Daimler verkauft alle seine Anteile 10.2014 für 613.5 Mio Euro.
Zetsche wird gefeiert.
Der erste user-Kommentar unter dem Artikel im Manager-Magain lautet von Lone_25 “guter Zeitpunkt für einen Verkauf! Der Hype um eine Sackgassentechnologie ebbt dann ohnehin bald ab.”

Ich vermute mal, der schlaube Forist Lone_25 wird auch kein Multimillionär. Stand 2022 wären Daimlers Anteile ca. 90 Milliarden Euro Wert – also weit mehr als Daimler. Dazu hätten sie noch unbezahlbar viel know-how erhalten. Und Zetsche heute?

Interessant wie viele schlaue Leute jetzt wieder Bescheid wissen zu Netflix.
@Tim als Teil-öffentliche Person muss das aushalten – ich vermute er wird sich nichts daraus machen die ganzen Nörgler zu lesen und seine erfogreiche Strategie einfach weiter verfolgen.

Tobs
5 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Perfekter Kommentar! Den Doofis muss man immer mal wieder einfach eine von oben drauf klatschen, dann geht’s auch wieder.

Eine Frage an Dich, in der Hoffnung Du hast eine Meinung dazu:

Im Interview mit James Anderson (ausscheidender Partner bei Baillie und genialer Wachstumstitel-Investor) in der aktuellen Barron’s gibt er zum Besten, dass Ilumina und mit Abstrichen auch Moderna heute zu kaufen sei wie Intel 1970.

Ich gebe nicht bei vielen Menschen so viel auf die Meinung, wenn ich selber es nicht verstehe. Er wäre da allerdings eine Ausnahme.

Hast Du eine Meinung dazu?

Ich könnte mir vorstellen, einfach mal beide zu schnappen und wie einen Wein in den Keller zu legen. Ich habe von Wein zwar keine Ahnung, aber vielleicht erwische ich ein, zwei Flaschen, die in 20 Jahren unbezahlbar sind. Ja, ich weiß, das ist hard core fundamental-investment-style. 🙂

Bruno
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Weinaktien wäre mal was anderes, STZ Costellation Brands wäre sowas, die haben auch Corona (das Bier nicht des Virus :D). Auch Svedka Vodka, vielleicht wird jetzt mehr schwedischer Vodka gesoffen wenn Russland sanktioniert wird. Die Aktie war nach dem Coronacrash sehr günstig, jetzt halt wieder wie so vieles anständig hoch bewertet…

Constellation Brands | Premium Beer, Wine and Spirits (cbrands.com)

Tobs
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Kombi aus Wein und Technik: Naked Wines. SL hat die vor einigen Wochen gefeatured und sieht in denen extrem viel Potential. Das ist eine Art E-Commerce mit sehr speziellem Modell. Die finanzieren die Weinhändler vor und bekommen dadurch extrem gute Einkaufspreise. Käufer hinter der Plattform kaufen über eine Art Abo-Modell. Die restlichen Details habe ich schon wieder vergessen. Wachsen wohl recht schnell und sind durch die Abwertung des Gesamtbereichs “Digital-Wachstumsaktien” sehr unter die Räder gekommen. Bin da aber nicht investiert.

Der Baum
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ich kenne den Herren nicht und ich hab auch keine Ahnung von so Medikamenten-, Biotechzeug.

Allgemein glaube ich, ist es wirklich schwer hier eine Vorhersage zu treffen, was sich bei solchen Branchen durchsetzen wird.

Deswegen bin ich froh über ein Unternehmen wie Bbbiotech. Die nehmen mir das ab und streuen auch das Risiko. Moderna haben die auch im Portfolio. Außerdem sind die Recht preiswert aktuell.

Circle of Competence unso. Das Management von BB scheint mit super.

Hafenmeister
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Den Doofis muss man immer mal wieder einfach eine von oben drauf klatschen, dann geht’s auch wieder.”

Hier steht “Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.”
und weil ich die falsche Meinung vertrete dürfen Sie mich beleidigen?!

Alex
5 Monate zuvor

“The woke mind virus is making Netflix unwatchable”
– Elon Musk

Für mich persönlich ist Netflix Bindgewatching und nichts weiter als Brot und Spiele. Es wird viel darüber geredet, dass sich Leute doch mehr für Sparen, Aktien und Investieren kümmern sollten. Die Glotze bewirkt genau das Gegenteil.

Netflix ist kein Pick für mich und verzichtbar.

Grüße

Josef
5 Monate zuvor

Netflix hat viele Wettbewerber bekommen, die viel Geld in die Entwicklung und Markenrechte investieren.
Disney, Amazon, Apple, selbst Google könnte noch mehr machen.
Die Bewertung von Netflix war zu hoch gelaufen. Dann noch weniger Abonnenten wegen Russland, da dort bei allen Netflix gekündet wurde. Dann müssen die Kurse ja sinken.
Dies könnte auch Tesla blühen wenn die Käufe Rückläufig werden.
Irgendwann möchten die Lenker/innen vielleicht keine eckige Karre mehr.
Lieber was schönes von meinem Mercedes Unternehmen.
Wer zu hoch kauft verliert Geld, wer tief verkauft auch.
Wer Gewinner zu früh verkauft, macht nicht die hohen Gewinne.
Wer Verluste nicht begrenzt kann einen Totalverlust erleiden.
Wer nichts verkauft und nur kauft zu einem fairen Preis, macht wohl auf lange Zeit Geld.

Andy
5 Monate zuvor
Antwort an  Josef

Und wer das nicht aushalten kann sollte sein Geld lieber auf das staubige Sparbuch legen. Da werden die wahren Millionen verdient. ? lieber einen eckigen Tesla als einen rostenden Mercedes ?

MrTott
5 Monate zuvor

Netflix ist ein gutes Beispiel dafür, wie sensibel der Markt auf eher unwichtige Dinge reagiert. Die Abozahlen sind weiterhin stabil und haben im Q1 2022 lediglich einen Rückgang von 0,1% erfahren, was man als Stagnation bezeichnen sollte. Ja, die Ziele von Netflix waren ein Wachstum und die Prognose für Q2 sind nun auch entsprechend korrigiert, aber die übrigen Zahlen (Gewinn, Wachstum, …) sehen hingegen vernünftig aus. An der Börse wird natürlich viel Zukunft gehandelt, aber Netflix hat ja bereits angekündigt, die Nutzung eines Abos über verschiedene Haushalte mit höheren Kosten zu belasten – das ist zwar entgegen der Kundengewinnungsstrategie, aber es war klar, dass es irgendwann einen Kurswechsel geben wird. Dazn hat bereits etwas ähnliches vollzogen.
Grundsätzlich sind allerdings einige Aktien zum Teil deutlich überbewertet. Durch die schrittweise Anhebung des Leitzins der FED werden einige Kurse wieder auf ein vernünftiges Maß zurückkommen
Ratenzahlungen werden wirklich immer beliebter – das ging vor vielen Jahren in Amerika los und ist zu uns rübergeschwappt. Für Menschen mit wenig Cashreserve ist das ein durchaus interessantes Modell, allerdings neigen derzeit besonders die Amerikaner zur Übertreibung, da Ratenzahlungen durch die Beleihung der eigenen Immobilie finanziert wird, die ebenfalls noch abbezahlt werden muss. Dies ist nur durch die aktuell steigenden Immobilienpreise möglich, da die Banken einen höheren Kreditrahmen vergeben können, da die “Sicherheit” erhöht ist. Sobald die Zinsen steigen und eine Anshclussfinanzierung durchgeführt werden muss und/oder variable Zinssätze vereinbart wurden (gerade in Amerika weiterhin beliebt), kommt es zu mehr Privatinsolvenzen und entsprechenden Zwangsversteigerungen. Wohin das vor ca. 14 Jahren geführt hat, sollten die meisten noch in Erinnerung haben.

Viele Grüße,
MrTott
mrtott.blogspot.com

Obi Wan Kenobi
5 Monate zuvor

Hi Tim – dieser Absturz muss Dich wirklich mitgenommen haben. Ich habe ca. 60% bei Netflix verloren, aber meine Position war peanuts, und trotzdem ärgere ich mich. Wie gehst du psychologisch damit um. Ein Video darüber wäre super. Alles Gute!

Bruno
5 Monate zuvor

Da läuft ja ein richtiger Shitstorm, sogar Rabe macht sich jetzt lustig über Buy & Hold und so dumme Netflix Anleger, die nicht verkauft haben. Auch im virtuellen Raum gibt es Gaffer und ehemalige Neider, die jetzt angezogen werden und ihre Schadenfreude kund zu tun. Erbärmlich.

Auch auf die vielen welche jetzt empfehlen und laut schreien RAUS RAUS RAUS, Tim ist genug stark um nicht darauf zu hören. Er war sich dem Risiko sicherlich bewusst und wo Netflix in 10 Jahren steht, wissen wir alle nicht, in der aktuellen Marktstimmung sieht die Mehrheit sie eher Pleite.

Eins vergessen viele, jeder ist für sich selbst und seine Entscheide verantwortlich. Tim ist auch keine Bank und Vermögensberater, der Kunden dazu überredet hat, irgendwas zu tun oder zu lassen. Wer also zu Höchstkursen eingestiegen ist und nun viel Geld verloren hat, sollte sich selber zuerst konsultieren.

Wer denkt mit Trading besser zu fahren der soll das tun, und wer denkt Buy & Hold sei nix der muss es nicht tun. Man kann auch einen Börsenbrief kaufen von einem ehemaligen Milliardär, der danach Pleite ging. Ich habe hohe Achtung wer es zum Milliardär schafft, aber man hat wohl schon das eine oder andere falsch gemacht, wenn man wieder alles verloren hat und nun auf dicke Hose macht und mit Börsenbriefen Geld als “Wohltäter” verdienen muss.

Das Schöne an der Sache, auch die dunkelsten Wolken verziehen sich früher oder später wieder 😉

Andy
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Genau Bruno. So langsam kommen Kaufkurse. Die ganzen zittrigen verlassen schreiend das Parkett und rennen zum Ausgang. Über Buy&Hold quatschen kann jeder wenn die Börse nahezu 2 Jahre nach oben rennt. Aber die Umsetzung steht dann auf einem anderen Blatt. Viele verstehen auch einfach nicht was Buy&Hold wirklich bedeutet. Stures kaufen und immer halten. Egal was kommt. So wie es Tim immer Predigt. Aber lesen, verstehen und dann so handeln sind halt auch drei unterschiedliche Dinge.

Josef
5 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Ich mag den Jens Rabe, bin aber vielfach nicht seiner Meinung.
Auch Florian Homm ist ein Unikat, hat Milliarden gemacht ist dann ausgestiegen, danach haben die neuen Leader Pleite gemacht und Homm als Sündenbock dargestellt.
Seine Geldgeber haben dann Kopfgeld auf Homm angesetzt wo er ja fast gestorben ist durch Schussabgabe.
Durch beide konnte ich aber meine Investments verbessern, ohne Schulung und Börsenbrief.

Marcel B.
5 Monate zuvor
Antwort an  Josef

Sorry aber Jens Rabe ist ein Dummschwätzer der alle paar Wochen seine Meinung ändert um sich wichtig vor seine 10 Bildschirme zu stellen und YT Videos zu produzieren… Und über den Homm kann man nur sagen das es ein Betrüger ist, ganz einfach!

Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Marcel B.

@Marcel B.
wobei Florian Homm doch jetzt auf religiös macht, das sind mir die Allerliebsten, die muss man mit Vorsicht geniessen,
ich hatte mal eine Kollegin die arm wie eine Kirchenmaus war, aber auch sehr religiös, in ihrer Freizeit kümmerte sie sich gerne um ältere Mitglieder ihrer Freikirche, nur um die eher Betuchteren ohne Angehörige, das zahlte sich aus, sie erbte ein Haus und bald hatte sie auch ein chices Auto … hi hi..
kann aber auch schiefgehen die Erbschleicherei

Jens Rabe ist ein geschäftstüchtiger Wichtigtuer, darauf kann man gerne verzichten.

Josef
5 Monate zuvor
Antwort an  Marcel B.

Wo hat Jens Rabe seine Meinung geändert?

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor

Da denke ich an den alten Kosto. An der Börse sind 2 mal 2 nicht 4, sondern (im Falle Netflix) 10 minus 6.

Wer Buy and Hold ernst meint, muss mit diesen Ereignissen leben lernen. Da führt kein Weg vorbei (auch wenn der täglich verkauft wird). Gewinnmitnahmen sehen im Rückblick immer ganz logisch aus….

Mich wundert der Rückgang auch nicht. Viele Werte im Techbereich – und da zähle ich Tesla ausdrücklich hinzu – sind dick aufgebläht (gewesen) von Spekulanten, die nicht an den Unternehmen interessiert sind, sondern am schnellen Geld.

Wie man sieht und liest, machen die Kurse die Nachrichten. Wenn ich mir die Zahlen von Netflix anschaue, sehe ich attraktive Dinge. Bisher verärgert, noch nicht dabei zu sein, wird die Zeit jetzt wohl reif – wenn ich nicht schon drei andere Titel auf dem Schirm hätte. Tja, ja, viele Ideen, zu wenig Mittel…. 😉

Netflix – wie das Streamen insgesamt – sind bei den Menschen U45 Standard. Meine Kinder schauen überhaupt kein TV mehr. Es wird schon noch viel Cash für Netflix hereinfließen, wie auch für Disney, Amazon, Alphabet (youtube) und Meta (Insta).

Präsent sind ja auch immer eher die Mauler und Nörgler. Die Millionen an zufriedenen Kunden werden bei aller Schwarzmalerei verdrängt. Netflix wird 1% seiner Nutzer verlieren? Bleiben also noch ein paar übrig….

Last edited 5 Monate zuvor by Freelancer Sebastian
josef
5 Monate zuvor

Ich sehe Netflix eher 2 + 100 – 70 = 32
Buy und Hold bedeutet aber auch dass ich zu einem tiefen Kurs zum inneren Wert des Unternehmens kaufe.
Es wurde aber bisher immer gekauft in Anbetracht der zukünftigen Wachstumssteigerungen.
Die Bewertung halte ich daher immer noch hoch, ich sehe diese zu 100 Dollar.
Wenn ich zu 100 Dollar kaufe und Netflix Markanteile verliert, ist es noch weniger Wert.
Das Risiko ist zu hoch wenn ich jetzt kaufe.

Dies hat weniger mit Nörgeln zu tun, mehr mit persönlicher Betrachtung.
Ich hab noch keine Netflix Aktien im Depot.
Habe natürlich auch Werte im Depot die ich schon fast 10 Jahre halte.
Habe auch Kraft Heinz zum Durchschnittspreis von 56 Dollar im Depot.
Ich besitze Nerven aus Stahl.

Dies ist nur meine Meinung, kein Wissen sie kann komplett falsch sein.
Dies ist auch bei euch so.

Paluma
5 Monate zuvor

Ich habe seit 4 Wochen nicht mehr ins Depot geschaut.
Gazprom hatte ich kurz vor Schluss auf den Markt geworfen und verkauft.

Geld benötige ich momentan für andere Dinge als für Wertpapiere.
Zwei WEG Sonderumlagen haben mit unter ganz schön rein gehauen.

Deswegen interessiert mich mein Depot momentan nicht sonderlich.

Wünsche allen Lesern ein ruhiges Händchen

Sabsi
5 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Ins Depot schaue ich schon, macht aber keine große Freude derzeit. Muss man positiv sehen, so kann man günstiger einkaufen. Die monatliche Sparrate geht ganz normal weiter, stures Buy&Hold. Zeitgleich wird wieder in die Autarkie investiert, kostet zwar, ist aber sinnvoll und wichtig (vor allem in Zeiten wie diesen).
Einzelaktien habe ich keine, kommt vielleicht noch, wer weiß (vielleicht zusätzlich).
Finde Tims Leistung jedenfalls gigantisch und höhnische Kommentare wegen der Netflix-Aktie kommen meiner Erfahrung nach ohnehin nur von Neidern bzw. missgünstigen Leuten. Hätte Tim über sein Depot nur immer allgemein berichtet, wüsste keiner davon. Aber genau diese Ehrlichkeit macht ihn so authentisch und sympathisch! Meinen größten Respekt dafür, lieber Tim und lass dich nicht ärgern!

Ganz liebe Grüße, Sabsi

Freelancer Sebastian
5 Monate zuvor

@ Josef

Nein, nein. Mit den “Nörglern” meinte ich doch nicht die Menschen, die sich über die Aktie austauschen. Ist Netflix jetzt schon ein Kauf? Noch nicht? Überhaupt nicht? Überbewertet, unterbewertet? Darüber kann man sich doch sachlich austauschen. Völlig in Ordnung. Unterschiedliche Ansichten sind normal.

Mir ging es um das Unternehmen. Vielleicht war meine Begrifflichkeit auch zu negativ. Sprechen wir doch von den Kritikern des Angebots von Netflix. Hier vernimmt man – vor allem im Netz – eher die Stimmen der Menschen, die etwas auszusetzen haben. Klingt so, als hätte Netflix nur Müll im Angebot und bald keine Kunden mehr.

Meine Wahrnehmung ist die, dass Netflix weiter von vielen Millionen Menschen geschätzt und genutzt wird. Auch in Zukunft. Manche vernehmen aber eher die kritischen Minderheitenmeinungen und spielen das hoch. Die eigene Meinung zu Netflix spielt eine untergeordnete Rolle für das Investment.

Geht mir so bei Apple. Ich nutzte keinerlei Produkte des Unternehmens. Viele andere tun das aber sehr wohl und so bin ich froh, Anteilseigner zu sein.

@ Buy and Hold / Gewinnmitnahmen

Das Problem ist immer die Rückschau und das Selektieren von Beispielen, die der eigenen Überzeugung (Hier: keine Gewinnmitnahmen sind dumm) dienen.

Man (Jens Rabe) nimmt Netflix her und zeigt auf, was besser gewesen wäre (Gewinnmitnahmen). Finden wir dazu aber eine Anzahl an Aktien, bei denen es sehr dumm gewesen wäre, beim Unterschreiten der 35-Tage-Linie zu verkaufen, relativiert sich das Ganze.
Mal klappt´s, mal nicht.

Auf lange Sicht und in der Breite bleibt das sture Festhalten eine wunderbar erfolgreiche Sache. Sehr gute Kommentare dazu von 42sucht21 und Felix.

Wer für die Gewinnmitnahmen plädiert, kann ja zwei, drei aktuelle Titel nennen, die es nötig haben. Wir schauen dann später, was daraus geworden ist.

@ Tesla

Zu Tesla habe ich da auch eine Anekdote. Ab und an lese ich den Blog Mr. Market. Auch wenn das so gar nicht meine Strategie ist – die permanente Marktbeobachtung, das Handeln nach Technik -, kommen von dem Hari ab und an ganz schlaue Sachen.

Er war bei Tesla “investiert”, erzählte sogar etwas von “Buy and Hold” und verkaufte die Aktie dann bei seinem ermittelten fairen Wert (splitbereinigt wohl so 20€). Danach amüsierte er sich schon mal über die gigantische Überbewertung. Und nun?

Hätte er seine Anteile einfach behalten, wäre wohl ein stattliches Sümmchen herausgekommen.

Das Problem beim ganzen “Hin und Her”, “Rein und Raus” ist die Fehlerquote. Es klappt zu oft eben nicht, so dass stures Festhalten an Aktien langfristig die bessere Wahl ist.

Aber klar, wer sich hauptberuflich mit Börse und “den Märkten” beschäftigt, hat das aktivistische Handeln wohl im Blut. Berufskrankheit. Buffett weiß schon, warum er in Omaha geblieben ist.

Kiev
5 Monate zuvor

@ Wachstumswerte

Tim, der Absturz von Netflix tut mir leid für Dich. Ich mag manchmal Lads Kommentare, wenn er sie denn etwas ausführen würde und auch antworten würde. Die Frage bei einem Einstieg in einen Wachstumswert ist immer, ob die Aktie denn ihren Wachstumskurs in gleicher oder besserer Form fortführen kann. Von Value Investment in dem Bereich würde ich das aktuelle KGV oder PEG zum historischen Mittel heranziehen. Bei Wachstumswerten gibt es selbstverständlich wie bei Value Titeln Phasen von Über- und Unterbewertung. Für langfristiges Buy and Hold ist es wichtig von dem Unternehmen absolut überzeugt zu sein, so dass man in Phasen der Überbewertung nicht der Versuchung unterliegt Teile der Aktie zu veräußern.

Netflix war nie ein Wert für mich und wird es auch nicht bei aktueller Bewertung. Ich sehe hier starke Konkurrenz und vorerst auch unter Einbeziehung der hohen Nutzerzahlen kaum Wachstumspotenzial auf historischen Niveau. Die Marge wird allerdings steigen, so dass das geringere Wachstum nicht voll in das Gewinnwachstum einschlagen wird. Netflix wird selbstverständlich weiterhin gut Geld verdienen, aber es ist unter Einbeziehung des Wachstums bezogen auf den Cashflow derzeit vielleicht angemessen bewertet. Vor dieser Gefahr möchte Lad hin und wieder warnen. Das Rückschlagpotenzial ist bei Wachstumswerten durch die höheren Multiples entsprechend hoch. Natürlich sind ebenfalls die Chancen auf Kurssteigerungen höher. Ein ausgewogenes Depot sollte diesbezüglich in unterschiedlichen Börsenphasen sich mit dem Markt bewegen.

@Freelancer

Ich versuche mich einmal als Verkaufsorakel:
Shell, Petrobras und. K+S. Ich habe alle drei Aktien und sie teilweise schon angeboten. Bei Petrobras habe ich kürzlich ordentliche Dividenden kassiert und sie stehen potenziellen Käufern mit 16$ als Limit Order bereit. Ich kann nicht sagen wo die Reise bei den Kursen noch hingehen wird, aber ich sehe hier Gewinnmitnahmen als keine schlechte Idee. Das sind allerdings eher zyklische oder politische Aktien.
Darüber hinaus habe ich einen ETF für Dich mitgebracht:

WKN A2AG1E

Vielleicht ist er etwas für Dich für eine breite Streuung in Qualitätswerte. Die Performance ist leicht über MSCI World und er ist thesaurierend. Als Vorteil sehe ich eine breite Streuung an Dividendentiteln. Bei manchen Ländern ist ein Engagement für Deutsche etwas schwieriger umzusetzen. ETFs sind bezogen auf ihre Einfachheit für Angehörige generell interessant. Als Nachteil liegt die Fondsgröße nur bei 180m€. Hier würde ich gerne mehr als 500m€ unter Assets under Management sehen.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Du hast Netflix einen großen Zeitraum bei der rasanten Wachstumsphase begleitet. Vielleicht wird dies fortgesetzt, oder die Aktionäre werden an Gewinnen etwas beteiligt. Irgendwann wird das Wachstum schleichend oder schnell an Wachstum verlieren und die Kursentwicklung zurück gehen. Fundamental werden die Gewinne aber weiterhin wachsen. Nur eben nicht mehr als fast Großer wie in alten Zeiten.

Du hast mit Deinem Kauf damals natürlich alles richtig gemacht und auch mit dem Hold. Es gab vermutlich auch in der Zwischenzeit immer mal stärkere Rückgänge, so dass Du insgesamt mit Halten sehr erfolgreich bist.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Da hast du Recht, 3000% ist phänomenal.

Persönlich hätte ich bei so einer Vervielfachung aber schon mehrfach Teilverkäufe gemacht. Ich habe nur noch wenig Einzelaktien, aber bei denen habe ich die Schwellen schon im Vorfeld definiert, damit ich nicht zu gierig werde. Beispielsweise bei 500% ein Fünftel verkaufen etc.

Bin da noch zu stark von EMTV geprägt, zahlreiche Anleger hatten die Reise von 5000 zu 1 Mio gemacht um nachher wieder bei 5000 oder darunter zu landen. Das würde mich psychisch nachhaltig mitnehmen, deswegen lieber “nur” 250K Gewinn, aber sicher, als im Best case 1 Mio.

Oliver
5 Monate zuvor

Hallo Tim,

was hat Netflix denn gemacht? Nichts anderes als die Überbewertung abgebaut nach der Situationsänderung im Geschäftsbetrieb. Ein KGV von 70/80 macht nur bei stark steigenden Werten bzgl. Umsatz/Gewinn Sinn. Das heißt, das Unternehmen muss wesentlich stärker als der Durchschnitt wachsen. Darum sind es ja Wachstumsaktien.

Netflix verkündete, das im letzten Quartal kein Wachstum stattfand, sondern eine Stagnation. Wenn das kurzfristig passiert und das Geschäft in Zukunft weiter stark anzieht, wird der Kurs wieder anfangen stärker zu steigen. Hier hat Netflix gesagt, dass nächstes Quartal auch mit keiner Steigerung zu rechnen ist und die Langzeitprognose schaut auch nicht danach aus, dass die Situation wieder in die Bahnen der nahen Vergangenheit läuft.

Das heißt, die im Preis enthaltenen Zukunftshoffnungen sind jetzt ausgepreist worden. Anhand der Erwartungen kann man behaupten, dass der Wert immer noch etwas zu hoch ist, wobei ich bei diesem Statement vorsichtiger bin.

Dein Vorteil ist, dass Du sehr niedrig reingegangen bist und auf der Wachstumswelle, die das Unternehmen produzierte, einfach ausgesessen hast. Man kann sich evtl. den Vorwurf machen. dass man die Entwicklung nicht vorausgesehen und bei 700/800 nicht verkauft hat. Aber wer besitzt schon eine Glaskugel?

Das Hauptmanko mit Netflix ist, dass es bisher davon abgesehen hat, eine Dividende zu zahlen. OK, ich habe solche Art Aktien auch in meinem Depot, aber hier ist man stark kursabhängig. Und da kann es schon mal schnell rauf und runter gehen, vor allem wenn es heiße Aktien sind. Nicht nur Netflix hat es grob erwischt.

Wenn Du der Ansicht bist, dass das Unternehmen nach einer Zeit wieder Wachstum aufnehmen kann (ich schätze, das wird passieren), kannst Du sie einfach weiter halten. Momentan kommt zu dem Geschäftsgang der ganze Zirkus mit Russland und der Inflation dazu und das wird die Kurse inklusive Netflix sicherlich nicht nach oben befördern. Andererseits ist es gerade wegen der Inflation nicht ratsam, aus den Aktien zu gehen. Von daher stimme ich dir zu, dass kein Handlungszwang (mehr) besteht.

Gerade scheinen sehr viele Techaktien ihre Überbewertungen abzubauen. Das ist sehr gut, damit kann man dort wieder stärker investieren. Wobei man etwas vorsichtig sein sollte. Die Aussage des CEO von Intel, dass die Chipkrise bis 2024 anhält, ist nicht nur wahrscheinlich, sondern nahezu sicher. Von daher ist von dieser Seite bei den Produkten zwar mit höheren Preisen zu rechnen wegen mangelnder Verfügbarkeit, aber keine Steigerungen durch mehr verkaufte Produkte und eine Innovationsverzögerung, weil man nicht so viel realisieren kann. Wir geraten gerade in eine schwierige Zeit.

Aber Du nagst ja nicht am Hungertuch und wirst den Netflix-Rückgang gut aussitzen können..

Grüße Oliver

Frank
5 Monate zuvor

Ich hatte guten Erfolg mit Nokia Ender 90er, habe damals viel verkauft um mein Portfolio zu diversifizieren, war im Nachhinein die richtige Entscheidung.
Aber dein Portfolio ist ja schon diversifiziert.
LG
Frank

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