Börsenbeben: Hab keine Angst. Nutze die geringeren Kurse zum Nachkaufen


New York, 21. November 2018

Die Börse ist ein herrliches Instrument für die Altersvorsorge, vor allem wenn du jung bist. Sparbücher oder Tagesgeld ist nicht ideal für den Vermögensaufbau, weil es sich kaum lohnt. Das aktuelle Börsenbeben einfach durchstehen. Das ist die Kunst. Auf Regen folgt Sonnenschein.


Erst wenn die Kurse stark fallen, merken Anleger: „Oh, das ist ja riskant.“ Sie vergessen, wenn sie investieren, dass die Börse heftig ins Minus laufen kann. Für den zwischenzeitlichen Schmerz und die Geduld gibt es eine Belohnung: Es ist die schöne Rendite, die Sparbücher nicht bieten.

Viele Menschen überschätzen ihre Risikobereitschaft. In guten Zeiten ist schnell investiert. Wenn zehn Jahre die Börse boomt, kommen die unerfahrenen Optimisten zum Schluss zur Party. Dann in der Krise Geduld zu haben, ist nicht leicht.

Die Anleger denken sich: „Ich verliere schneller, als ich sparen kann.“ Wichtig ist es trotzdem durchzuhalten. Ich würde nichts am Portfolio verändern. Ich würde die Strategie weiter durchziehen. Knallhart. Ich würde dabei bleiben.

Es ist mit Angst und Stress für viele Anleger verbunden, wenn die Stimmung dreht. Jetzt zeigt sich die tatsächliche Risikobereitschaft der Anleger. Die Rendite wird auf dem Hosenboden verdient. Hab Mut. Und steh es durch.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Börsenbeben: Hab keine Angst. Nutze die geringeren Kurse zum Nachkaufen

  1. Andreas

    Also bisher bin ich noch inaktiv, hab weder was verkauft noch etwas gekauft in den letzten Wochen. Verkaufen kommt eh nicht infrage, bin von allen Unternehmen im Depot überzeugt. Cash ist vorhanden für Käufe, nur wann und was ist nun die Frage;)

    Apple ist schon meine größte Position, da will ich nicht weiter aufstocken. Tendenziell auf der Watchlist für Neukäufe: Alphabet, Twilio, Henkel, Siemens, Jungheinrich, Activision Blizzard, Royal Dutch Shell, LVMH…

    Optionen zum Nachkaufen: 3M, Walt Disney, J&J, SAP, BASF, Pepsico…

     

    Schwer einzuschätzen derzeit, wie es weitergeht. Die großen Argumente für steigende Kurse sehe ich noch nicht, aber manchmal kann sich das Blatt ja auch schnell drehen…

  2. Didi

    Das stimmt alles was Du hier stetig schreibst, Tim!

    Viele hier hatten noch nie einen Crash erlebt. Ich, mit meinem Krypto-Assets Anteil im Wikifolio hab den Monster – Crash hinter mir und habe stetig nachgekauft…warum?

    Weil mein Zeithorizont 10-15 Jahre ist…und via Bakkt die big boys das erste Mal ab Jänner die Möglichkeit haben mit BTC zu spekulieren, die ETFs eventuell folgen…und es mittlerweile mehr Wallets als Bitcoins gibt.

    Ein breit diversifiziertes Portfolio ist mMn. trotzdem das Wichtigste beim Investieren. Manche werden derzeit unruhig schlafen, weil es ein zu hohes Klumpenrisiko in den Portfolios gibt, denk ich mir.

    Da hilft nur Rebalancing oder Augen zu und durch 🙂

    Good luck!

     

     

     

     

  3. Thorsten

    Ich überlege ein Quäntchen meiner Rücklagen zum Nachkaufen zu nutzen.  Mal sehen, was gerade 5 oder 10% Dividendenrendite bringt.

  4. Marco

    Hallo Tim,

    Ich kaufe erst Ende Dezember nach.Da wird immer ausgebucht und die Kurse sind dann günstiger.

    Gruß marco

  5. Chris

    Super motivation!

    Ich werde Fresenius und Apple nach kaufen und vielleicht nochmal siltronic oder ein anderer tech wert. Ich bevorzuge einzel Aktien. Mit etfs bist du Macht los und ausgeliefert.

    Ob thesaurierender oder ausschüttender etf oder die Gebühr und das große gefährliche unterschätzte Wertpapier leihe Programm in beinah jedem etf. Du kannst keinen Einfluß nehmen. Deine Stimmrechte verschenkst du ebenfalls. Und das ist Iwann ein Problem.

    Etf ja aber ohne Wertpapierleihe und lieber mehr einzel Werte!

  6. chn

    Ich mache das, was ich sonst auch immer mache: Jeden Monat die Aktien kaufen, die ich gemäß meiner Bewertungs- und Depotgewichtungskriterien für derzeit am geeignetsten halte. Die derzeitigen Marktbewegungen und Reaktionen der Anleger beobachte ich zwar mit Interesse, sind für mich persönlich aber egal.

     

  7. steve

    @ Marco fürs window dressing wird nicht nur ausgebucht sondern auch gleich wieder was eingebucht. Nicht umsonst gibt es sowas wie eine obligatorische Jahresendralley. Ob die dieses Jahr kommt kann man stand jetzt auch nicht sicher sagen. Klar würde man heute nein sagen, aber in einer Woche?
    Da muss nur der Donald einen deal mit den Chinesen hinbekommen unwichtig ob der anders ist als der vorherige.

  8. Nico Meier

    Hallo Freunde da ich den Gedankenaustausch hier sehr schätze möchte ich einige Denanstösse zum Thema Mobilität in die Runde werfen um darüber zu diskutieren.

    Alles spricht über „Elektromobilität“ die euphemistische Bezeichnung für fahrende Akkus.

    Wenn wir den Strommix in Deutschland anschauen.

    Braunkohle 16.6%

    Steinkohle 14.6%

    Gas 13.1%

    Kernenergie 11.6%

    Mineralölprodukte 0.9%

    Hausmüll 0.9%

    So stellen wir fest, dass 52.1% des deutschen Stroms aus fossilen Energieträgern gewonnen wird! Weitere 11.6% aus Kernenergie, die abgelöst werden soll durch was durch weitere Gas oder Kohlekraftwerke?

    Was bringt es wenn bei der Stromherstellung massig CO2 produziert wird um damit Strom für Fahrzeuge herzustellen?

    Was bringt ein sehr guter Wirkungsgrad bei einem Elektromotor, wenn der Wirkungsgrad bei der Stromherstellung im Kohlekraftwerk gleich schlech tist wie beim Verbrennungsmotor im Auto?

    Der Ausstieg aus der Kernenergie, die übrigens kein CO2 Ausstoss bei der Produktion des Stroms war in meinen Augen ein ögologischer Fehler besonders wenn man Kernkraftwerke ersetzt durch Gas oder Kohlekraftwerke die richtige Drecksschleudern sind.

    Beio der Produktion von Akkufahrzeugen werden grosse Mengen Lithium benötig ein Rohstoff der nicht in ausreichender Menge vorhanden ist und auch für anderes als Akkufahrzeuge verwendung finden würde.

     

    Wie seht ihr diese Thematik?

     

  9. Thorsten

    Elektroautos verlagern das Umweltproblem vor anderer Leute Haustür  – noch. Der Anstieg der regenerativen Anteile steigt. Anstatt Wasserkraftwerken werden es vielleicht Türme mit mobilen Gewichten, die die Energie speichern. Die Autos werden nachts geladen, wenn die Sonne nicht scheint. Ohne europaübergreifenden Stromverbund wird es nicht gehen. Nordafrika etc. Das wird schrittweise gehen und aus Utopie wird Realität.

  10. ThomasH

    Mein Zeithorizont, bevor das Depot entspart wird, beträgt leider 😉 nur noch max. 3-5 Jahre. Da stellt sich die Frage des Nachkaufs nicht so richtig. Ich habe schon einiges an Cash aufgebaut, so dass ich erst das aufbrauchen kann, falls die Börse nach den besagten 3-5 Jahren immer noch tief ist.

    Eigentlich schade bei den niedrigen Kursen aktuell, da würde ich zu gern noch mal richtig reinklotzen, aber ich möchte meinen Cashbestand nicht zu sehr  reduzieren.

    Wenn man noch Dekaden der Ansparens vor sich hat, ist das natürlich was anderes.

  11. Wohnung mit Domblick

    @Tim, danke für die tägliche Motivationsspritze!

    Ich gucke täglich in meine Depots, den Thrill mag ich 🙂

    Hab ja noch nicht viel drin, nur kleine Sparpläne zum antesten. Muss mir auch in den nächsten 2 Jahren erst mal einen Geldpuffer aufbauen als Sicherheitsreserve, die Abhängigkeit vom Job ist mir zu hoch (auch ein Klumpenrisiko).

    Der Plan bis Ende 2020 steht und wird einfach durchgezogen, komme was wolle. Was danach kommt, ergibt sich rechtzeitig.

     

  12. Nico Meier

    Ich könnte mir nicht vorstellen mich für ein Akkufahrzeug zu entscheiden. Einerseits weil die Autos teurer sind als vergleichbare Benziner oder Diesler und auch weil die Reichweiten ungenügend sind.

    Was nützen Reichweiten von 400km? Da ist mal Winter und schön kalt und schon reicht der Akku noch für 150km oder weniger. Mein täglicher Arbeitsweg beträgt total 110km ohne Umweg für Einkauf usw. Im Büro gibt es keine Möglichkeit ein Akkufahrzeug aufzuladen. und ich habe keine Lust im Winter jeden Tag zu zittern ob mich das Akkufahrzeug noch nach Hause bringt!

    Desweiteren nutzen wir gerne das Auto für Ferienfahrten zum Beispiel für an den Gardasee rund 500km oder nach Spanien rund 1’000km wie soll das mit einer Akkuschleuder machbar sein ich will doch nicht zwei oder drei mal für ne Stunde oder länger auf einer Raststätterumsitzen nur weil die Schleuder mal wieder leergefahren ist!

    In meinen Augen ist die Akkusache was vorübergehendes ich setze eher auf Wasserstoff dieser kann schnell getankt werden. Wasserstoff liesse sich in Afrika mittels Sonnenenergie in grossen Mengen herstellen und gut transportieren.

  13. Gurki

    Ich habe leider BYD und Geely zu einem schlechten Zeitpunkt gekauft… Und meine Deutsche Bank Aktien waren auch ein Fehler. Aus Fehlern lernt man hoffentlich. Nicht im Allzeithoch kaufen.

    Momentan ist mein Depot bei knappen -12%.
    Schön ist das nicht und lässt einen auch bisschen Nachdenken. Aber ich glaube das macht jeder.
    Vor allem auch Emerging Market ETF ist stark im Minus. Da wollte ich  eigentlich nachkaufen, aber der ist ja jetzt schon wieder um ein paar Prozent gestiegen….

    Wie schaut es eigentlich mit SAP aus? Nochmal bisschen abwarten? Wäre für mich ein interessanter Erstkauf.

  14. Thorsten

    Das hier zur Rente und dann  dreht ihr bitte den Konsum sofort runter spart was das Zeug hält !

    „In spätestens vier Jahren trifft die erste Welle der Babyboomer mit voller Wucht auf das Rentensystem. Was dann? Bleibt das Renteneintrittsalter? Oder müssen wir trotz Arbeitsverdichtung und Digitalisierung bald alle noch länger arbeiten?“

    Zukunft der Rente in Deutschland

    Das ist ein demographischer Tsunami, was wird passieren ? Die Steuern werden in Deutschland vermutlich weiter steigen, rette sich  wer kann. Den Soli wird die Bundesregierung trtoz Beteuerung ihn irgendwie abschaffen zu wollen wahrscheinlich auf den letzten Metern in einen Sozialsoli abändern (müssen)…

  15. -M

    Bayer, BAT, BASF, Goldman Sachs und Heinz kommen auf interessantes Niveau für meine Langweiler investments. Hier werde ich mich entscheiden in den nächsten 1-2 Monaten.

    Wo dann Dax und Co stehen ist mir egal, Hauptsache eines der obigen Unternehmen gibt es mit Rabatt auf das durchschnittliche KGV der letzten 10 Jahre. Das reicht mir als Indiz günstig gekauft zu haben.

    -M

  16. Tony Weber

    Habe nur ETFs und bin Ende Januar ´18 mit einem relativ hohen Betrag eingestiegen. Ich hatte schon zu lange gezögert und dachte, wenn nicht jetzt, wann dann. Außerdem ist der Markteintritt auf 20 Jahre+ wohl relativ egal.

    Seitdem bespare ich World, EM & EU Vanguard ETFs mit 1200 – 2000 Euro monatlich, je nachdem was als freiberuflicher Musiker reinkommt. Sollten 20k in diesem Jahr sein.

    Aktuell 8% im Minus.

    Dass die Börse 1 Woche nach meinem Eintritt runter ging war natürlich mies, aber mittlerweile sehe ich es locker. Schaue zwar jeden Tag ins Depot, aber Angst habe ich keine. Ich denke 2019, spätestens 2020 geht’s wieder bergauf und dann bin ich am Start. 🙂

    Abgerechnet wird 2040/2050 und später.

  17. Wohnung mit Domblick

    (Ohne das Video jetzt gesehen zu haben:)

    @Thorsten:

    Als ob der Babyboomer-Tsunami überraschend kommt! Hab ich schon in der Schule gelernt (Abi ’88), wie die demographische Entwicklung heute aussehen wird. Das hat alleine die Politik versäumt, die passenden Rücklagen zu schaffen. Das ist uns allen schon seit Jahrzehnten bewusst.

    Nun kann ich mir als zukünftiger Rentenbezieher nicht nur selber leid tun, sondern auch die junge Generation.

    Ich hab ja mal gedacht, meine Wohnung wäre eine ausreichende und sichere Altersvorsorge. Reicht das noch?

  18. vonaufdenboden

    Das ist eine schöne Zeit, die wir jetzt erleben dürfen. Anteile guter Unternehmen sind jetzt bis zu 40% billiger. Mein cash-Bestand ist zwar nie sehr hoch, aber in den letzten zwei Wochen habe ich Activision Blizzard, JD.com, Baidu, Square, Tesla, u-blox und Alibaba nachgekauft. Skyworks, Apple, Krones, 3M, Disney, Galxosmith Kline, Microsoft, Lilly, etc. bieten sich auch alle zum Nachkaufen an.

    Wenn es so weiter geht, werde ich wahrscheinlich schwach werden und etwas Geld bei der Bank ausleihen, um weiter nachzukaufen. Die Auswahl an guten Aktien ist derzeit schier unendlich. Ich weiss, das sollte man nicht tun, aber ich werde es wohl trotzdem tun. Aber dann in den nächsten Monaten noch sparsamer sein, um die Schulden ganz schnell wieder zurückzuzahlen.

    Aber bitte nicht zu Hause nachmachen!

    Gruss,

    vonaufdenboden

  19. sammy

    @vonaufdenboden

    Deine Ordergebühren müssen ja enorm sein bei so vielen Einzeltiteln.

    Von Wertpapierkrediten rate ich dir tunlichst ab! Das kann der Anfang vom Ende für dich sein. Wer kein Geld hat kann nicht kaufen Punkt.

  20. Nico Meier

    Beim Thema Renten hat die Schweiz mit dem system mit den 3 Säulen eine gute Wahl getroffen. In der ersten Säule AHV gibt es eine generelle Rente die nicht sehr hoch ist die über Beiträge im Umlageverfahren finanziert wird.

    In der zweiten Säule der Pensionskasse spart jeder mit seinem Arbeitgeber für seine eigenen Rente hier kommt das Anlageverfahren zum Zug und der Zinseszins hilft kräftig mit.

    In der 3.Säule kann jeder selber vorsorgen und das dafür gesparte Geld von den steuern abziehen, dadurch spart er quasi vom Brutto also unversteuertes Geld, welches erst bei der auszahlung zu einem sehr tiefen Satz versteuert wird.

  21. Gurki

    @vonaufdenboden: Disney ist jetzt ein Kauf wert? Sehe ich nicht. Warum meinst Du das?

    Ich habe im April bei 83€ gekauft. DAS war ein guter Einstiegspunkt. Wenn Disney nochmal auf diesen Kurs absackt, kaufe ich nach.

  22. Sebastian

    Greetings for the day!!!

    Nachtrag zu 10.000 Schritte/Tag @Wohnen mit Domblick

    Handelsblatt wird wohl eher nicht meine bevorzugte Informationsquelle 😉 #Fragwürdige Reportage zu Jens Lehmann

    „Guter“ Journalismus bleibt  in der heutigen Zeit (vorerst) eine Seltenheit.

     

     

     

  23. Wohnung mit Domblick

    @Sebastian,

    hat mich auch irritiert, bzw. hab den Artikel als unnötig abgetan und kaum beachtet. Da war das ‚Investigativteam‘ am Werke, wenn man die Autoren näher betrachtet.

    Auch sonst gab es schon mal einzelne seltsame ‚Kommentare‘ mit manipulativer Aufmachung von Einzelautoren. Man muss halt immer kritisch bleiben.

    Hast Du eine bessere Empfehlung als Informationsquelle?

     

  24. Daniel

    Was bringt ein sehr guter Wirkungsgrad bei einem Elektromotor, wenn der Wirkungsgrad bei der Stromherstellung im Kohlekraftwerk gleich schlech tist wie beim Verbrennungsmotor im Auto?

    Ist er ja nicht. Moderne Kohlekraftwerke schaffen einen Wirkungsgrad von ca. 40-45%, werden zudem stets überwacht und aufwendige Rauchgas-Nachbehandlung lohnt sich. Es gibt keinen Kaltstart wie man ihn beim PKW kennt sondern fährt allerhöchsten die Leistung mal rauf oder runter.

    Der Ottomotor liegt bei etwa 20%, ich halte aber diese Zahl für verfälscht, denn es dürften eher 10-15% sein, da wir hier eben Kaltstartphasen haben oder eben Drehzahlabhängige Lastveränderung usw. Diese Studien wurden auch m.W. bereits schon gemacht mit dem Fazit dass selbst wenn wir hier in Deutschland 100% Braunkohlestrom hätten, der Einsatz von E-Autos umweltfreundlicher wäre als der der Verbrenner. Letzten Endes ist der PKW, egal ob Otto oder Diesel ein schlechtes Ölkraftwerk.

    Der Ausstieg aus der Kernenergie, die übrigens kein CO2 Ausstoss bei der Produktion des Stroms war in meinen Augen ein ögologischer Fehler besonders wenn man Kernkraftwerke ersetzt durch Gas oder Kohlekraftwerke die richtige Drecksschleudern sind.

    Ich halte den AKW Ausstieg auch für emotionsgetrieben, aber auch Uranabbau usw. ist nicht CO² frei. Desweiteren verbraucht auch das Kraftwerk selbst Energie. Nicht eingepreist sind ebenfalls Auf und Abbau in die CO² Bilanz.

    Meines Erachtens sollten weite Teile der AKW und Kohlekapazitäten durch Gaskraftwerke ersetzt werden, diese sind auch eben dynamisch genug um auf Lastwechsel schnell reagieren zu können. Das Problem ist aber, dass die Bundesregierung mit ihren „rettet-die-Welt-Plänen“ aus unserer Energiewirtschaft eine immens teure Planwirtschaft gemacht hat, in der kein Gas-Kraftwerk-Besitzer noch attraktive Umsetzungs-Szenarien findet. Die Bundesregierung hätte zwar gerne Reserven von der Privatindustrie, ist aber nicht bereit dafür zu zahlen. Und ein Gaskraftwerk das nicht laufen kann oder darf, weil irgendwelche Windräder Vorrang haben, ist nicht wirtschaftlich.

    Beio der Produktion von Akkufahrzeugen werden grosse Mengen Lithium benötig ein Rohstoff der nicht in ausreichender Menge vorhanden ist und auch für anderes als Akkufahrzeuge verwendung finden würde.

    Niemand kann dieses gern gebrachte Argument wirklich bestätigen, denn der Kapitalismus wird immer einen Weg finden um eng werdende Recourcen zu ersetzen. Schon heute sieht man bei Tesla dass der Litiumbedarf bei einem Bruchteil von dem liegt was die deutschen Autobauer benötigen. Ersatzstoffe noch nicht mal betrachtet und auch nicht der Umstand dass man diese Akkus eigentlich perfekt recyclen kann.

    Ich könnte mir nicht vorstellen mich für ein Akkufahrzeug zu entscheiden. Einerseits weil die Autos teurer sind als vergleichbare Benziner oder Diesler und auch weil die Reichweiten ungenügend sind.

    Schau dir die Entwicklungskosten an für Abgasnachbehandlung udn welchen Anteil diese Umweltaspekte inzwischen beim Autopreis haben. Demgegenüber steht ein billiger E-Motor mit Akku den gefühlt jeder mit etwas Know-How bauen könnte. Der Punkt an dem die Umweltasepekte so teuer werden dass E günstiger ist, haben wir schon fast erreicht. Ich prognostiziere in 5-7 Jahren ist ein E-Golf für die meisten Neukäufer die günstigere Option.

    Was nützen Reichweiten von 400km? Da ist mal Winter und schön kalt und schon reicht der Akku noch für 150km oder weniger. Mein täglicher Arbeitsweg beträgt total 110km ohne Umweg für Einkauf usw. Im Büro gibt es keine Möglichkeit ein Akkufahrzeug aufzuladen.

    Ganz einfach, laut Zeit.de von 2017 entspricht der durchschnittliche Arbeitsweg der Deutschen 17km. Sagen wir es sind 20, also 40km am Tag. Da ist die Lösung. Für den Durchschnittspendler wäre eine komplette Arbeitswoche locker abdeckbar. Deine Pendlerstrecke entspricht nunmal nicht der Norm und wäre wahrscheinlich ein Szenario in dem ein E-Auto mit Range-Extender eine attraktive Option wäre der anspringt sobald es eng wird. Auch dieser könnte mit Gas betrieben werden.

    und ich habe keine Lust im Winter jeden Tag zu zittern ob mich das Akkufahrzeug noch nach Hause bringt!

    Brauchst Du auch nicht, es ist simpelste Kalkulation von „was kann mein Auto“ und wieviel fahre ich. Nichts anderes macht ja auch jeder Verbrenner-Fahrer zur nächsten Tanke.

    Desweiteren nutzen wir gerne das Auto für Ferienfahrten zum Beispiel für an den Gardasee rund 500km oder nach Spanien rund 1’000km wie soll das mit einer Akkuschleuder machbar sein ich will doch nicht zwei oder drei mal für ne Stunde oder länger auf einer Raststätterumsitzen nur weil die Schleuder mal wieder leergefahren ist!

    Auch dieses Szenario kommt genau wie oft vor beim Durchschnittsanwender? 10x im Jahr? Erstens gäbe es hierfür auch die Range-Extender Lösung, zweitens Mietwagen bzw. Car-Sharing, drittens ist die Ladekapazität und Ladezeit genau das, was grade immens fällt. Porsche hat erst in den letzten Wochen den Mission-E vorgestellt, der 400km Reichweite in 20Minuten in so einen Akku presst. Wenn das bereits heute machbar ist, was glaubst du was in 10 Jahren Standard sein wird?

    In meinen Augen ist die Akkusache was vorübergehendes ich setze eher auf Wasserstoff dieser kann schnell getankt werden. Wasserstoff liesse sich in Afrika mittels Sonnenenergie in grossen Mengen herstellen und gut transportieren.

    Es ist interessant zu hören das oben die Wirtschaftlichkeit und Verlustbehaftung von Kohle angeprangert wird, aber der völlig abstruse Wirkungsgrad der Power to Gas to Power Prozesse völlig ignoriert wird. Dieser ist sogar noch schlechter als Braunkohle zu verbrennen. Ich habe es bereits mehrfach geschrieben udn wiederhole es, auf das es im Archiv mal irgendwann hochgeholt werden kann, Wasserstoff ist bis auf weniger Ausnahmen eine Totgeburt die durch zunehmende Akkukapazitäten kombiniert mit höheren Ladeströmen absolet sein wird bevor sie massentauglich ist, sofern sie das überhaupt wird, da sie aufwendig und kompliziert und im Auto auch wieder teuer ist. Eine Brennstoffzelle hat wieder zig teile die kaputtgehen können, ein E-Motor nicht. Und was genau benötigt die Brennstoffzelle auch immer? Richtig, einen E-Motor und einen Pufferakku.

     

  25. Nico Meier

    Ich bin kein Fan von Kohlekraftwerken bin auch froh, dass wir in der Schweiz diesbezüglich vernünftiger sind und einen schlauen Strommix aus 60% Wasserenergie und 40% Kernenergie haben der komplett CO2 frei ist.

    @Daniel

    Wie sich die preise für Akkufahrzeuge entwickeln in Zukunft werden wir sehen. Zurzeit sehen wir, dass Käufer von Akkufahrzeugen bei denen der Akku defekt ist durch überrisenen Ersatzakkupreise genötigt werden nach wenigen Jahren ein neues Auto zu kaufen was aus CO2 technischen Gründen ein riesen Blödsin ist, da der grösste Teil des CO2 Ausstosses von Fahrzeugen bei der Produktion und nicht beim Betrieb ausgestossen wird! Was bringt mir ein Akkufahrzeug wenn mich der Hersteller nötigt nach 4 oder5 Jahren wenn der Akku kaputt ist ein neues Auto zu kaufen weil der Ersatzakku im Preis fast genau gleich teuer ist wie der Neuwagen?

    https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/wegwerfprodukt-elektroauto

  26. Gainde113

    Ich würde mit günstig nachkaufen vorsichtig sein und lieber etappenweise einsteigen. Es kann mittelfristig noch viel weiter runter gehen („end of the economic cycle“).

  27. Thorsten

    Das Thema Akkus ist der Kostentreiber. Wie lange halten Mignon-Akkus, Laptop-Akkus auf Lithium-Basis ? Bei mäßiger Nutzung ein paar Jahre, die Kapazität nimmt stetig ab… Ist das bei E-Auto-akkus anders ? Niemand spricht darüber, was da für Folgekosten für einen Vielfahrer draufkommen.

  28. Thorsten

    @Gainde

    Aber warum sollte ich mir 11% Dividendenrendite bei gesunden Unternehmen entgehen lassen ? Solche Aktien haben einen Puffer, die werden aufgekauft… Der Buchwert ist für mich sekundär. Das ganze langweilige Zeug, jetzt spuckt es die Marie aus und ich kann einkaufen gehen 🙂

    New Residential Inv Aktie (WKN: A12DW2 ISIN: US64828T2015), KGV<8

  29. Hensman

    Ob sich diese einzelnen Entwicklungen durchsetzen und wenn ja, wie schnell, werden wir wohl erst im Nachgang wissen.

    Wer sich für autonomes Fahren in Verbindung mit Solarenergie, Elektroautos etc. interessiert, dem sei der Wissenschaftler Tony Seba empfohlen.

    https://www.youtube.com/watch?v=2b3ttqYDwF0

    Er geht bei diesen disruptiven, exponentiellen Entwicklungen davon aus, dass allerspätestens 2030, vermutlich früher, kein einziges Verbrennerauto mehr gebaut wird. Darüber hinaus glaubt er, dass zu dieser Zeit 95% der weltweiten Energieversorgung aus Solarenergie stammen – wir werden sehen.

    Ich persönlich denke, dass sich ein jeder ein Elektroauto kauft, sobald es wirtschaftlich günstiger ist, als ein Verbrenner. Und diesem Moment scheinen wir uns mit ganz großen Schritten zu nähern. Ab dann gehts rund…

  30. Mr. B

    Hallo Thorsten, benötigst du noch mehr cashflow oder was bewegt dich in solche Werte zu investieren?

    Werde den Wert aber für mich auch in die Watschlist nehmen. Bei mir ist es eher die Macht der Gewohnheit bzw. ich steh auf die täglichen Gutschriften auf dem Konto …

    Schönen Abend, danke an Tim, Grüße, Mr. B.

  31. -M

    @Elektroautos

    Ich traue den Akkus auch irgendwie null über den Weg. Handy, Laptop etc geht sooo schnell kaputt durch die Akkus die sich sehr schnell entleeren.

    Bei E-autos hab ich auch noch nichts in der Art darüber gelesen. Kälte ist auch ein Problem wenn ich mich nicht irre.

    Dann sind die Akkus Sau teuer. Oder man schließt wieder eine Versicherung dafür ab… das kostet natürlich nochmal extra. Ich weiß nicht.

    Falls es so wäre das e Autos wirklich besser und günstiger wären als verbrenner würde ich eins kaufen. Ich glaube es aber einfach nicht.

    Kenne mich aber auch zu wenig aus das muss ich gestehen.

    -M

  32. AlexanderG

    Hallo Tim!

    Danke für den prägnanten und völlig richtigen Beitrag.

    Wie heisst nochmal der eine enorm günstige ETF/Indexfund den du vorhattest zu besparen bzw. besparst? Ich meine es war einer von Vanguard oder Fidelity. Finde ihn leider nicht mehr, auch nicht über die Suchfunktion hier…

    Happy Thanksgiving!

  33. RalfRutke

    Ich würde nichts am Portfolio verändern.

    Leider zu spät, ich bin schon fleißig am Einzelaktien kaufen.

    Ich bin erst seit 2017 im Spiel. Das Jahr konnte ich dann direkt mit +7, % Rendite abschließen.

    Dieses Jahr sieht das jetzt schon ganz anders aus. Heute bin ich mit meinem Depot mit -6% im Minus. Bin bisher fleißiger ETF sparer, gestern habe ich mir aber mal Apple und BASF ins Depot gelegt. Nächste woche lege ich mir vielleicht noch Alibaba dazu.

    @Thorsten & New Residential Inv Aktie
    Wenn ich sowas sehe kann ich es immer kaum glauben. 12% Rendite, wo ist der Haken?

  34. Heinz

    Gibt es hier Aktionäre von Wells Fargo ?

    habt Ihr eine Mail über eine Sammelklage bekommen ?

    Wie funktioniert das ? Wieviel soll es kosten ? Hat jemand Erfahrungen damit ?
    Gibt es für deutsche Aktionäre etwas spezielles zu beachten ?

    Danke !

    @Tim Wie wärs mal mit einem Artikel über das Leben in NY / Thanksgiving oder ein Interview mit Peter M Tuchman – der ist fast jeden Tag in den Medien, fast ein amerikanischer Mr Dax.

    wellsfargosecuritieslitigation.com

  35. Thorsten

    @RalfRutke der Haken ist, dass REITS ca. 70% bis 90% des Gewinns ausschütten. Sie sind in USA steuerlich begünstigt. Langweilig und grundsolide. Hotels, Privatwohnungen, Industrieimmobilien, Verkaufsflächen, Infrastruktur, Immobilienkredite, Krankenhäuser, Pflege- und Seniorenheime. Mieter sind oft bekannte Großunternehmen. Alles analog hinterlegt, begrenzt verfügbar und wohl mindestens inflationssicher. Wie bei Monopoly kann man beim Halten was kaufen und sich seine diversifizierte REIT-welt basteln ohne direkt an den Objekten beteiligt sein zu müssen.

  36. Andrea

    Ich werde definitiv nachkaufen, habe aber das Gefühl, es geht noch weiter herunter. So warte ich noch ein kleines bisschen, da mein Nachkauf-Cash begrenzt ist (okay, es kommt immer wieder etwas dazu).

  37. -M

    Heinz

    Ich bin Wells Fargo Aktionär. Habe keine Mail bekommen.

    *edit*
    Gerade deinen Link gelesen. Habe erst nach der deadline gekauft, bin da wohl raus. Wenn ich es richtig verstehe muss man das Formular ausfüllen und versenden dann ist man dabei. Vielleicht sollte man einen deutschen Anwalt das mal geben um sicher zu gehen je nachdem wieviel man in wells fargo investiert hat ?

    -M

  38. dieter

    @Elektroauto.

    Da gibt es eigentlich nur ein klares Ja.

    Die Städte verbannen immer mehr Verbrenner.

    Der Elektroanrieb hat einen Wirkungsgrad von über 90 % .

    Die Batterien werden immer billiger. Tesla liegt bei ca 110 Dollar per kwh .

    Die erneuerbaren machen schon 25% des Strommixes aus.

    Die E Autos werden bald 500 bis 800 Kilometer am Stück fahren.

    es gibt nix besseres als das E Auto mit Batterie.

    Von Wasserstoff und BZ halte ich rein nix.

  39. Felix

    Ich  kriege mein E-Auto erst in zwei Monaten, dann kann ich berichten. Die Probefahren, die ich absolviert habe, waren fantastisch, eben Auto 2.0: Geräusch- und geruchlos, hervorragende Fahreigenschaften im Hinblick auf Beschleunigung.

    Hat hier jemand Tesla im Depot?

  40. Monaco

    @Felix

     

    Faszinierend. Wie genau reduziert der Elektromotor das Reifen-Fahrbahn-Geräusch, v. a. ab so ca. 40 km/h?

    Aber das Gute: Bis 35 – 40 km/h im Ort hören Kinder (und alle anderen) das Auto nicht mehr kommen, wo man doch weiß, wie aufmerksam diese im Straßenverkehr sind.

    Und ist Dein „Auto 2.0“ wirklich so geruchlos?

  41. Olly Wood

    @ Thorsten

    Danke dir für „New Residential“ wirklich sehr nett 🙂

    Ich Mag REITS auch, aus den gleichen (langweiligen) Gründen wie du. Wenn ich mir so Unternehmen wie HCP, National Retail, Reality Income etc. anschaue finde ich der Basis wirklich grund solide und das Geschäftsmodell (nach meiner Einschätzung) zukunftssicher.

    Mann muss schon sagen, das die USA für Ihre Bürger ein paar schöne Anlageinstrumente (zB. auch BDCs) geschaffen hat, was sicher an dem „schlechteren“ Renten- / Sozialsystem liegt aber so den Bürgern gute Werkzeuge zur Selbstvorsorge geboten werden.

  42. Lad

    Immer an Value Investing denken und anständige Dividende!

    Keine Aktien mit hohen KGV, KBV, KUV, ohne Dividende kaufen!

  43. Sparta

    Ein Bekannter von uns ist vor 3 Jahren an die Ostküste ausgewandert und er schwärmt in höchsten Tönen von seinem BWM i3 als das beste Auto, dass er je hatte…

    Anscheinend gebe es da schon genügend Ladestationen und wenn nicht hilft der Extender.

    Wie gut die Infrastruktur da schon tatsächlich ist, wird wohl Regionen-spezifisch sein. Aber vielleicht weiß jemand was genaueres?

  44. AlexanderG

    @ RalfRutke:

    Der Haken bei solchen REITS wie New Residential Inv liegt in der massiv hohen Fremdkapitalquote in einem Land (USA), in dem die Fremkapitalzinsen gerade sehr schnell steigen, und auch weiter steigen werden.  Somit sehr hohes Risiko, und folglich hohe Risikoprämie, die die Aktionäre fordern.

    Wenn man bei so einem Unternehmen wie der New Residential den WACC berechnet, sieht man es etwas klarer. Habe mal im Bloomberg Terminal über New Residential recherchiert. Das ist mE nur etwas für sehr risikofreudige Investoren. Nichts für Buy&Hold.

  45. AlexanderG

    @ Thorsten

    Ich sehe es etwas kritischer. Die Eigentümer großer Gewerbeflächen in den USA, oft  Single Tenant Immobilien könnten in den nächsten Jahren massive Probleme bekommen, da solche Unternehmen wie amazon und Co. ihre Mieter schwächen bzw. ausbluten lassen. Zudem haben (mittelklasse) Hotels zunehmen Probleme aufgrund von Unternehmen wie Airbnb etc.  Diese Beobachtung kann man jetzt schon machen.

    Zudem ist es mE nicht langfristig tragbar immer alle Gewinne auszuschütten, während die Verschuldung immer weiter steigt in einem Umfled mit stiegenden Fremdkapitalkosten. Wenn dann noch die Assets nicht mehr das hergeben was sie sollten sieht es sehr düster aus.

  46. Olly Wood

    @ Thorsten

    Danke für New Residantial…sieht echt gut aus 🙂 Ich mag REITS (und BDCS) aus den gleichen Gründen wie du…langweilig aber stetig und solide. Man muss sagen das die USA schon schöne Anlage Vehicel für ihre Bürger geschaffen hat… Mag an dem „unterschiedlichen“ Sozial- / Rentensysten liegen aber dort gibts schon schöne Optionen zur staatlich und steuerlichen subventionierten Altersvorsorge in Eigenregie.

  47. Olly Wood

    ups… Dauert teilweise wirklich lang mit dem freischalten 🙂 dachte mein erster Kommentar wäre „verschluckt“ worden… desshalb der doppler 😉

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