Börse: Geduldig und genügsam zum Erfolg

Ich habe die vergangenen Wochen in den Bergen und am Strand verbracht. Es war erholsam. Ich habe dazu ein kleines Video gemacht:

Auf Fire Island, das etwa zwei Stunden von Manhattan entfernt liegt, lebte ich mit Freunden ziemlich bodenständig. In einem Holzhaus. Es gibt dort nur einen Krämerladen, wie du ihn vielleicht aus den 1960er Jahren kennst. Daneben sind dort zwei, drei Restaurants. Das wars. Das einfache Leben hat etwas Reizvolles. Wir sind jeden Tag mehrere Meilen am Strand gelaufen, der schier endlos ist.

Ich möchte dich um einen Gefallen bitten. Mein Blog timschaefermedia.com macht beim “finanzblog award 2021” mit. Neben dem Jurypreis gibt es auch wieder einen Publikumspreis, bei dem die Stimmen der Leser zählen. 59 Blogs machen dieses Mal mit. Meiner ist in der Liste der vorletzte. Die Abstimmung erfolgt über die Website des finanzblog awards. Die comdirect sammelt keine Emails, die Stimmabgabe geht ganz schnell. Selbstverständlich freue ich mich über jede Stimme.

Deutschland muss unbedingt mehr tun in Sachen Finanzbildung. Deshalb ist der Blog-Preis der comdirect eine schöne Sache. Das ist ein Artikel aus dem Merkur vom 14.09.2021:

Wird dein Baby geboren, legst du vielleicht 2.040 Euro in einen Welt-ETF an. Ich habe zehn Prozent Rendite unterstellt. Klar ist hierbei die Inflation und Steuer nicht berücksichtigt. Es soll dir nur den Effekt des Zinseszinses veranschaulichen. Jedenfalls ist dein Kind im Alter von 65 Millionär, und nur eine einzige Einzahlung von rund 2.000 Euro ist nötig:

Lass den Zinseszins für dich arbeiten. Das funktioniert. Die meisten sind zu hektisch an der Börse und enden mit Krümeln.

Bleib bodenständig

Ein weiterer Tip ist bodenständig zu bleiben. Leb unterhalb deiner Möglichkeiten. Schraub deine Konsumwünsche zurück. Für Nahrung und Unterkunft geben etliche Deutsche zu viel aus.

Ich find, es ist ein Fehler für kleinere Annehmlichkeiten zu viel auszugeben. Statt Uber/Lyft nehme ich die U-Bahn oder den Bus. Statt Essen an die Haustür liefern zu lassen, koche ich selbst. Diese kleinen Geldbeträge summieren sich gewaltig auf.

Anstatt einen Kaffee to go jeden Tag bei Starbucks oder anderswo zu holen, koch dir den Kaffee selbst. Schuldenberaterin Suze Orman sagt: Wer beispielsweise 100 Dollar im Monat für Kaffee ausgibt, sollte das Geld besser in ein Aktiendepot für die Rente stecken. Nach 40 Jahren bei einer Rendite von 12% werde draus etwa eine Million Dollar.

„Man muss sich das so vorstellen: Du pinkelst 1 Million Dollar in den Abfluss, während du diesen Kaffee trinkst“, sagt Orman. „Willst du das wirklich? Nein.”

Auch ist sie kein Fan vom Leasing. „Hör auf, Autos zu leasen. Und hör auf, auswärts zu essen. Hör auf, das zu tun, was dein Geld verschwendet und dein Leben einfacher macht, weil es dein Leben auf lange Sicht schwieriger machen wird.“

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  1. Hi Tim
    Toll, ich kann das voll unterschreiben: bodenständig bleiben und und Schritt für Schritt auf seine Ziele hinarbeiten.
    Ich liebe es ebenfalls in der Natur zu sein und mit Familie oder Kollegen zu wandern, oder einfach aus Spass ein Baumhaus zu bauen. Ich denke Bodenständigkeit hilft enorm, sich Unabhängigkeit im Leben beizubehalten.
    Das Thema mit der Finanzbildung, ja da hast du völlig recht. Sich mit Sparen und Investieren zu befassen wäre enorm wichtig. Nicht nur wenn man die demografische Entwicklung und den Zustand der Sozialsysteme anschaut. Man gerät einfach allzu schnell in ein Hamsterrad, wenn man sich Aspekte wie “Lifestyle-Inflation” usw. nicht bewusst ist. Da gäbe es viel zu tun.
    Viele Grüsse

  2. @Tim – Publikumspreis
    Für mein Nutzererlebnis fände ich es positiv, wenn rechts unter “Neueste Kommentare” nicht nur 3 sondern vielleicht 7 oder gar 10 neueste stehen würden. Auch fände ich es toll wenn dort nicht nur der Nick & Blogtitel ständen sondern vielleicht die ersten 20 Wörter / erste Zeile des jeweiligen Posts.
    Die “Antworten” Funktion hat ihren Reiz, doch für mich macht es das Lesen des Blogs unübersichtlicher und ich übersehe leicht Kommentare die später ‘oben weiter’ hinzugefügt werden.
    Weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Blog!

  3. Zu der Berechnung im Artikel: Ich tue mich bei der Rechnung und dem Zeitraum schwer. Wahrscheinlich zu jung? Es löst bei mir keine Begeisterung aus, wenn man mit 30 hört: In über 30 Jahren hast du eine Mio….

    Nehme ich die gleichen 2040 Startkapital, 10% Zins und lege 18 Jahre lang 100 jährlich dazu, dann sind es 16k nach 18 Jahren.

    Ein nettes Sümmchen, gut für die Ausbildung, mehr aber nicht!

  4. @ Frank

    Da ist entsprechend finanzielle Bildung gefragt. Das sehe ich auch als Problem mit verfügbaren Startkapital für Alle. Vielleicht braucht das Kind zum Studium ein kleines Fahrzeug, eine Fernreise wäre auch nicht schlecht. Ist schließlich auch eine Investition in die eigene Bildung. Dann noch die erste Ausstattung für eine Wohnung zum Arbeitsbeginn und schon ist von dem Geld nichts mehr da…

    @ Erlebnisse

    Früher waren mir materielle Dinge wichtiger als Erlebnisse. Ich bereue manchmal nicht auf Konzerte bekannter Künstler gegangen zu sein. Dann habe ich noch einmal geprüft was überhaupt aus den Clubs meiner Jugend geworden ist. Wer hätte das gedacht? In einer Liste der 20 legendärsten Clubs Deutschlands, die teilweise bereits geschlossen sind, war ich in 4 Stück. Es war mir gar nicht bewusst, dass sie so bekannt gewesen sind. Und ich habe noch weitere legendäre in Erinnerung, die nicht aufgelistet wurden. Ich war live dabei bei allen bekannten Künstlern der Zeit. Nur habe ich es eben nicht nach Berlin auf die Loveparade geschafft. Dafür allerdings auf die Mayday und beispielsweise in den Poison Club. Die Musik ist hier sicher für die wenigsten etwas. Chemical Brothers, Prodigy usw. haben wir damals zum chillen in der Freizeit gehört und sicher nicht Dr. Alban oder den noch schlimmeren Schweizer Tanzburschen. Bruno, wenn Du für so etwas eine Simulation erstellen kannst, stelle ich mich zur Verfügung und beurteile die Simulation. So etwas gibt es heute nicht mehr. Außer Elon Musk baut noch unter die Tesla Fabrik in Berlin einen Bunker. Dann könnte es ein Revival geben.

  5. @Frank

    Wenn der Zinseszins und exponentielles Wachstum keine Begeisterung auslösen, ist ja der Hauptgrund, wieso es so wenige nutzen. Sie verstehen es nicht, bzw das menschliche Gehirn kann es halt einfach nicht gut begreifen.

    Da hilft es nur, sich das immer wieder vor Augen zu führen, dass es funktioniert 🙂

    -M

  6. @Frank
    Da habe ich 2 schlechte Nachrichten für Sie. Erstens, die angenommenen 10% sind vermutlich deutlich zu viel Rendite, (dann gehen dazu noch Kaufkraftverlust u. Steuern davon ab) und zweitens wird nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung auch mit diesem übertriebenen Beispiel 1 Mio erreichen, da die allermeisten tatsächlich so ein Guthaben einfach nicht so lange unbeachtet liegen lassen können / stur 100€ monatlich über Dekaden ansparen).

    Aber stellen sie sich einmal vor, Ihr Großvater hätte das bei Ihnen in der Familie so gemacht vor 70 Jahren, wäre das nicht genial für Ihre Eltern / Sie? Vielleicht wollen Sie das Heute für Ihre kommenden Kinder / Enkel beginnen.

    Die gute Nachricht zum Schluss. In DE kann man ja relativ einfach durch Ziel gerichtete Bildung & harte Arbeit & etwas Sparsamkeit ein Einkommen erhalten, dass die 1 Mio Vermögen dann doch einigermaßen einfach gut erreichen lässt. Man muss halt 20-30 Jahre lang wirklich etwas dafür tun. Es gibt ja auch genug, die die richtigen Startbedingungen haben und dies dann auch so durchziehen – am besten mit Freude an der ausgeübten Tätigkeit.

  7. @Tim
    Auch wenn ich etwas nerve, aber vielleicht bin ich ja doch repräsentativ, so dass es eine gewisse Signifikanz hat: Weder auf den Browsern Safari, Mozilla (Iphone) noch auf dem Edge Browser (PC) aktualisieren sich Blogeinträge. Wie die anderen das hinbekommen, weiß ich nicht. Auch wenn ich ein denkbar schlechter PC-User bin, dürfte es wohl mal ausnahmsweise nicht an meiner eingeschränkten Digitalkompetenz liegen.

  8. Das genügsame Leben ist nicht nur förderlich für die geistige und körperliche Gesundheit, es ist der Turbo auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Wer bodenständig und postmaterialistisch (https://de.wikipedia.org/wiki/Postmaterialismus) lebt, kann je nach Verdienst 20-40% – oder mehr – des Einkommens bei Seite legen und investieren.

    Zudem kann man dann früher “zurücktreten”, da man gar nicht so viel Geld zum Leben benötigt. Doppelt schön!

    Was die demotivierenden 100€ anbelangt: Größer denken! Weiter denken! Vielleicht fängt man mit 100€ an. Später werden es dann aber 300€, 500€, 800€, 1000€, die im Monat investiert werden. Wir wachsen und unser Einkommen wächst mit.

    Wie üblich kann ich konstatieren: Tims Weg funktioniert!

    Zum Thema “ausgezeichnete Qualitätsunternehmen”:

    https://www.dividendgrowthinvestor.com/2021/09/why-dividend-growth-stocks-rock.html

    1. Der moderne Postmaterialist, welcher von Dividenden lebt 😉

      Ich bin da ehrlich mir ist etwas dazwischen ganz angenehm, auch materielle Dinge sind mir wichtig, das von Kiev angesprochene Konzert ist ja auch materialistisch. In Extremis lebt man im Postmaterialismus nur noch im Geiste, jeglicher Besitz oder physikalischen Dinge wären dann obsolet. Da sind wir wieder beim Thema Simulation.

      @Kiev: Ja Elon Musk denkt (oder sagt zumindest) tatsächlich dass wir aktuell in einer von zig Millionen Simulationen leben, also wenn es Dir aktuell real vorkommt, dann ist die Simulation nicht schlecht. Ich sehe aber da auch Widersprüche, warum strengt er sich dann mit Tesla an etwas für den Klimaschutz zu tun, man könnte ganz einfach weiterhin mit dem V8 rumfahren und sagen, ok, Simulation failed, game over. play again? Sure! 😀 Die Frage ist dann wo die nächste Simulation ansetzt, bei den Dinosauriern oder erst bei der eigenen Geburt. Ich glaube nicht wirklich daran, aber ich glaube tatsächlich daran dass zukünftige Simulationen (oder dann halt Simulation in der Simulation) verdammt echt daherkommen können, so dass wir es kaum oder gar nicht mehr unterscheiden können.

      Von daher bleibt die Frage, ob wir vielleicht schon längst im Postmaterialismus angekommen sind und alles was wir hier wahrnehmen, eigentlich gar nicht existiert ausser in unseren Gedanken 😉

      1. @ Bruno

        Bitter wenn es wahr ist – wir plötzlich aus unserem Leben aka Simulation erwachen weil der Simulator-Computer spinnt und wir uns mutterseelenallein im Jahr 4034 in einer kleinen Weltraumkapsel befinden – Lichtjahre entfernt von jeglichem bewohnbaren Planeten oder Mitmenschen, da man aufgrund starker Sonnenwinde aus unserer Galaxie flüchten musste…. und so hockt man dann dort – in einer kleinen 2 Quadratmesser Weltraumkapsel… und kann nicht zurück in die Simulation weil der Pc wie besagt defekt ist 😉

      2. Dann machen sich aber einige ziemlich blöde Gedanken, wo es doch so viel schön es gibt 😉

        Heute Abend gibt es keine Champions League für mich im TV. Ich stehe selbst auf dem Platz.

        “Fritz-Walter-Wetter”

        Fussballherz was willst du mehr? Yeah!

      3. @Nixolino
        Da kann man nur hoffen dass nicht auch die Klimaanlage (Heizung oder Kühlung) in der Kapsel noch aussteigt 😀 Diese Gedanken sind vielleicht etwas wirr, aber man kann auch etwas daraus ziehen, z.B. das Leben welches uns geschenkt wurde ob nun simuliert oder real einfach jede Minute zu geniessen.

  9. Ich hab auch für Tim gestimmt bei dem Award, super Blog!

    Zum Thema Bodenständigkeit kann ich allen nochmal den Film Fightclub empfehlen, der schon im Jahr 1999 die Konsumgesellschaft kritisierte. So viele tolle und wahre Zitate, die mir aus der Seele sprechen:

    „Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.“
    „Wir sind Konsumenten. Wir sind Abfallprodukte der allgemeinen Lifestyle-Obsessionen!“
    „Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.“
    „Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute. Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist kein spiritueller, unsere große Depression ist unser Leben.“

  10. @ Bruno

    Es geht doch nicht darum überhaupt kein Geld mehr für Güter auszugeben. Es geht um einen bestimmten Wertekompass. Selbstverständlich kann man sich aus Besitz und Konsum nicht allzu viel machen und trotzdem reichlich Geld für die Gesundheit, Sport, gute Ernährung, Freunde und Familie, Reisen und Erlebnisse, Kunst und Kultur ausgeben.

    Aber unglücklich im Hamsterrad stecken, um Rechnungen und Kredite für irgendein Zeugs zu bezahlen, um den nächsten Kauf herbeizusehnen, wobei die Befriedigung schnell erschlafft, um andere Leute zu beindrucken? Habe ich nie verstanden. Eine merkwürdige Art zu leben.

    Musik lieben und eine teure Anlage kaufen? Gut so. Die Wochenendtour mit dem Bike genießen und dafür eine ordentliche Stange Geld ausgeben? Auch in Ordnung. Doch immer nur auf den nächsten Konsumkick warten, der einen nie richtig glücklich macht im Leben? Ne kleine Shoppingtour nach der Arbeit, um den Schrank mit Klamotten zuzumüllen? Ein Jahr unbefriedigende Maloche, um den Nachbarn die neue teure Couchgarnitur zu präsentieren? Komisch….

    Aber auch da bin ich entspannt. Darf doch jede und jeder leben wie gewünscht. Wenn´s halt jedes Jahr das neune iphone für 1000€ sein soll – bitte sehr. Wenn man es sich leisten kann.
    Und da schließt sich der Kreis. Ich freue mich, wenn “meine” Unternehmen einen guten Job machen und den Menschen zu Diensten sind. Wie auch immer….

    Mir ist Freiheit einfach wichtiger. Die finanzielle Unabhängigkeit kommt da quasi als nette Begleiterscheinung hinzu.

    1. Ich habe Dich schon richtig verstanden und ich finde das auch gut, aber all diese Dinge wie Erlebnisse, Gesundheit, Freiheit, Biketour etc. sind alle auch materialistisch. Ich finde das auch völlig in Ordnung, für mich ist es so, ich bin gerne materialistisch aber ich mag keinen Plunder, das Wort welches Tim häufig geprägt hat gefällt mir gut. Und Konsum finde ich auch gut, ich mag aber nachhaltigen Konsum, so gutes eben geht. Das macht auch glücklich, wenn man nicht haufenweise Plastikschrott anhäuft und so zwar nichts für die Umwelt macht aber immerhin etwas weniger schadet als mit dem ganzen Zeugs. Und es ist mir auch wohl, nicht in Massen von Zeugs zu stecken.

      Neustes Iphone & Co. ja ich geb’s zu das habe ich aber das gehört eben auch zu meinem Job, persönlich und privat bräuchte ich gar keins. Freiheit ist da für mich eher, nicht erreichbar zu sein, ähnlich auch beim Auto, mich nicht auf überfüllte Strassen zu drängen und im Stau zu stehen ist für mich mehr Freiheit als ein Auto der Oberklasse zu steuern.

      Ich meinte nur bezüglich Postmaterialismus da geht es ja eigentlich weg vom Materialismus zu mehr Geistlichkeit, auch das finde ich gut, aber eben nicht ganz ohne Materie. Nicht mal ein Mönch lebt ganz unmaterialistisch. Für mich ist das auch mal eine Option für eine Weile in ein Kloster als Mönch, aber nicht für immer. Luxusprobleme ich weiss, und auch der Postmaterialismus ist ein Luxusphänomen, wir ertrinken in Zeugs und Überfluss und sehnen uns nach weniger, so auch der Aufschwung des Minimalismus zu erklären.

  11. @-M Ich habe mich gestern Abend wie ein kleines Kind gefreut, als wir ManU geschlagen haben 🙂

    Heute Abend geht es für mich auch raus auch wenn Regen droht, raus in die materialistische Natur.

    PS: Nicht zu ernst nehmen das vorher oder einfach denken ich sei reif für die Klappsmühle kein Problem 😉

  12. @Bruno ich weiß nicht ob mit Tesla etwas für den Klimaschutz getan wird. Vielleicht gehört zu der Simulation ja dazu, etwas so zu verkaufen, dass es nachhaltig war genommen wird, obwohl es das gar nicht ist.

  13. @ Bruno

    Wir sind uns ja einig. So ganz ohne Materielles geht es auch nicht. Das stimmt. Einsiedler in der Höhle wäre auch nicht meins ;).

    Es bleibt eine Sache der Prioritäten. Weniger Zeug=mehr (finanzielle) Freiheit. Gut leben und trotzdem viel sparen. Es funktioniert.

    @ -M

    Na dann mal alles Gute. Bist du denn so weit, dass der nächste Tag ohne dicke Klumpen in den Beinen verläuft 😉 ?

  14. Besser als Verbrenner, insbesondere natürlich wenn die Akkus nachhaltig (Sonne, Wind) geladen werden. Natürlich ist kein Auto zu fahren nachhaltiger ist schon klar und E-Autos haben auch ihre Tücken insbesondere die Batterie aber es bessert sich laufend. Aber bis die ganze Welt auf nachhaltigen E-Autos fährt geht es zu lange, von daher wäre ein CO2 freier Treibstoff wertvoller insbesondere für Afrika, Asien etc. die können sich kein Tesla leisten.

  15. Ich hoffe niemand hat in der China-Euphorie Evergrande gekauft (zweitgrösster Immokonzern), kurz vor Konkurs, ich hoffe das löst kein Domino aus (Banken etc.), die Frage ist halt ob der Staat nun rettet, nach chinesischer Art wäre das natürlich eine Verstaatlichung. Ich vermute mal, man will keine China-Immo-Finanzkrise jetzt aber bei der Regierung ist man sich nie sicher.

    Baba hatte ich mir mal gedacht eine erste kleine Position unter 140, das war aber noch vor der Alipay-Zerschlagung. Abwarten und Tee trinken ist angesagt.

  16. @Freelancer

    Ich war sehr fleißig. Im Fussball laufe ich in 90Min. ca. 9Km und bin bei den Top läufern. Ich bin fußballerisch nicht der beste, aber ein Arbeitstier, der nie aufgibt und läuft hat man trotzdem gern in der Mannschaft 🙂 Ziel sind so 12Km in 90Min.

    Normales, lockeres joggen sind 6km mittlerweile sehr einfach und meine Standard Strecke. Fußballerische Ausdauer mit vielen sprints trainiere ich eher momentan.

    Dazu Krafttraining mit der Langhantel, meist die Grundübungen:

    Kreuzheben
    Schulterdrücken
    Langhantelrudern
    Kniebeugen o. Hip Thrusts
    Liegestütz
    Bizepscurls
    Leider kann ich keine klimmzüge machen, meine Frau möchte keine Vorrichtung in der Wohnung :-/

    Muskelschmerzen klar, aber nicht von 6-8km joggen, läuft langsam 🙂

    @Bruno
    Baba bin ich leicht im Minus, hatte die letzte Zeit mehrmals eingesammelt. Ich trinke auch Tee. In 10 Jahren weiß ich mehr 🙂 evtl fallen die nochmal weiter, dann überlege ich nochmal zu kaufen.

    1. Der Alibaba Kurs sieht ja wirklich verlockend für einen Einstieg aus, wenn man sich vorstellt, hier Anteile an einem Wachstumsunternehmen zu kaufen. Aber in Alibaba steckt mir persönlich zuviel Willkür. Das kommt mir eher vor wie Roulette, rot oder schwarz.

      @Tim: Gebe gerne meine Stimme für deinen Blog

    1. Stimme für Tim o.k, abgehakt.

      Bodenständig bleiben. Für mich bedeutet das allerdings keine “Events sammeln”. Mir reichen Unternehmungen zu Hause, im Umfeld oder im Ferienhaus. Ich gebe kein Geld aus für teure “Einmalkicks”. Lieber kaufe ich gute Nahrungsmittel, koche selbst. Da weiß man, was man hat und was drin ist.

      1. Die Bedürfnisse sind halt eben unterschiedlich. Ich habe mal ausgerechnet, für ein Ferienhaus kann ich mein Leben lang mit meiner Frau 2 Wochen in ein Luxushotel gehen (nicht dass wir immer das Bedürfnis dazu haben die Abwechslung macht es m.M. nach). Gerechnet notabene mit einer Bruchbude (500k), ein anständiges Ferienhaus bei uns in den Bergen kostet mittlerweile auch eine Million. Klar wenn man es vermietet kann man ein Teil der Kosten kompensieren, aber das ist dann auch wieder viel Arbeit und gerade im Urlaub möchten wir uns nicht auch noch mit Kochen & Putzen beschäftigen.

  17. Der Artikel aus dem Merkur offenbart das Dilemma ganz prächtig. “Halt du Sie dumm, ich halt Sie arm” sagte der König zum Bischof.
    Über 70 Jahre Frieden in der Welt, (abgesehen von kleineren Flächenbränden die die Rüstungsindustrie am “leben” hält), sollten eigentlich für genug Fortschritt und Entwicklung gesorgt haben, dass der Mensch in viel größerem Maßstab aus dem Hamsterrad austreten könnte. All die technischen Erfindungen sollten uns dienen um Arbeit gegen Freiheit zu tauschen.

  18. Meine Stimme hast du auch Tim!

    Warum sind eigentlich die kleinen Bilder neben den Namen weg?

    @ Bruno
    Ja ich freue mich auch immer wenn der Underdog gegen so einen Riesen gewinnt oder auch nur ein Unentschieden schafft. Siehe auch Brügge gegen PSG. Messi allein hat einen höheren Marktwert als die gesamte Manschannschaft von Brügge.

    Von einem Ferienhaus träume ich auch. Beziehungsweise eher von einer Wohnung. Irgendwo am Mittelmeer. Südfrankreich am Liebsten. Aber auch Portugal (ja ich weiss, nicht am Mittelmeer), Italien oder Mallorca könnte ich mir vorstellen.
    Wasser abdrehen, abschliessen fertig. Ein Haus macht doch deutlich mehr Arbeit. Vor allem wollte ich entfernt keinen Garten. Einbruchsgefahr ist auch deutlich größer bei einem Haus.
    Aber es stimmt schon: Sinn macht es finanztechnisch null. Wenn dann auch erst wenn man mehrere Monate im Jahr dort verbringen kann.
    Ein kleines Chalet in Zermatt würde mir auch gefallen;-) allerdings unbezahlbar…

    1. Ja bei YB ist es bei mir eine besondere Situation, ich bin seit kleiner Junge ein Fan von dieser Mannschaft und kannte auch früher Spieler persönlich, da freut es natürlich doppelt, wenn Ronaldo & Co. eins aufs Dach bekommen 😉 Er musste ja schon einmal leiden das letzte Mal noch unter Juve.

      Ferienhaus/Wohnung: Ja sehe ich ähnlich, klar man könnte ein Ferienhaus im Süden auch pflegen lassen, aber dann kostet es noch mehr. Und wenn man es vermietet, ist es eben auch nicht mehr ganz so toll, der Vorteil von einfach abschliessen und alles so sein lassen wie es ist geht dann nicht mehr, und das sähe ich als grössten Vorteil, ein paar Klamotten und die wichtigsten Dinge bereits vor Ort so dass man ohne gross zu packen einfach spontan weg kann. Wir hätten gerne ein Chalet im Engadin, traumhaft dort aber die Preise sind irrational hoch, nicht nur in St. Moritz, da bekommt man auch für 1 Mio. nichts mehr das ist schon heftig. Wurde alles leergekauft die letzten Jahre, reiche Italiener oder Russen, die im Jahr einmal die 5 Tage über Weihnachten+Neujahr dort sind.

      Ja das mit dem Foto dachte ich, vielleicht kann man das wieder integrieren. Eine Funktion zum nachträglichen korrigieren von Text und das “Refresh” Problem sind ja bekannt 🙂

  19. @ Stefan, Bruno

    Auch für ein Ferienhaus gilt die Entropie. Schlüssel rumdrehen und ein halbes Jahr später in die andere Richtung funktioniert nur in der Theorie. So leicht geht es leider nicht. Eine Putzfrau und oder Handwerker vor Ort ist auch nicht so leicht zu realisieren. Wenn Ihr 1-3 Mal im Jahr dort seid werdet Ihr kaum Jemanden finden, der das Haus reinigt.

    Bruno, es gibt auch ein Leben außerhalb der Schweiz. Es gibt sicherlich genug Orte auf Erden mit einem traumhaften Rustico in toller Lage. Mit was reist Du im übrigen in den Urlaub? Dachte Du bist Minimalist? Oder möchtest Du Deine ganze Wäsche dort lassen? Und dann? Soll die sauber und einsortiert sein wenn Du zurück kommst? Johnny Depp hat ein kleines Dörfchen in Südfrankreich. Da funktioniert der Service so in der Richtung. Ansonsten kannst Du das vergessen. Mir fällt spontan nur ein Grund ein wieso scheinbar mehrere Italiener in der Schweiz ein Häuschen für 1 Mio Euro kaufen. In Italien kann man ein Häuschen nicht mit dem Öffnen eines Köfferli erwerben. 😉

    1. Engadin ist extrem teuer, da bekommt man nur noch etwas über 2 Mio. Eur (Wohnung).

      Mir würde aber auch ein Stall reichen:
      https://www.homegate.ch/kaufen/3001318411
      2-3 Mio, ist aber nicht Engadin und relativ abgelegen.

      Eine Ferienwohnung sollte nahe sein, damit man auch die Wochenenden dort verbringen kann, ansonsten verzichte ich gerne darauf und miete dann lieber etwas oder Hotel v.a. hat man so Abwechslung und ist nicht immer am selben Ort.

      Ich kenne das von den Ferienwohnungen am Mittelmeer oder Inseln von andern (noch schlimmer in USA oder Asien), am Anfang ist das toll aber schon bald wird es langweilig und danach lästig und mühsam, denn wie Du sagst, von alleine unterhält es sich nicht, reinigt sich nicht von alleine, und das muss auch alles organisiert sein und je nach Ort und Region hat man vielleicht auch mal Pech mit schlechten Handwerkern und dann macht das keinen Spass mehr, mal abgesehen von der Kapitalbindung.

      1. @Bruno
        ist das das direkt neben dem Transitzentrum Löwenberg? Haben Sie vergessen im Prospekt zu erwähnen….

        Ferienhaus ist eben eine Lifestyle-Entscheidung. Wenn das Kind in der Schule erzählt wir fahren diese Ferien wieder in unser Haus auf Maui, dann ist Sozialprestige schon mal mehr gegeben als ‘wir fahren wieder in den Schwarzwald’. Obwohl ja beides sehr schön ist.

      2. @42 Genau sonst wäre es bei 5 Mio haha. Nein es ist kein Thema bei uns so ein Feriendomizil, vielleicht später mit 60 oder so in den Bergen, aber dann sind Wochenenden auch kein Thema mehr und dann gibt es deutlich günstigere Alternativen (Österreich, Italien etc.). Und ja Schwarzwald wäre tatsächlich noch eine Alternative von hier aus, etwa gleiche Fahrzeit wie in die Alpen. Sozialprestige für Kinder ist kein Thema (mehr), die kommen langsam aber sicher sowieso nicht mehr mit und gehen ihre eigenen Wege.

    2. Ferienhäuser für 2-3 Wochen pro Jahr zu kaufen halte ich fast schin für einen Frevel. 😉 Wenn man sich anschaut wie tot Inseln wie Sylt oder der Darß das halbe Jahr über sind während Einheimische draußen wohnen müssen…

      Auch macht so ein Ferienhaus doch einiges an Arbeit – für mich ist das werkeln allerdings Ausgleich – aber spätestens alle 3 Wochen will selbst der Naturrasen gemäht werden. Für uns ist das Ferienhaus allerdings auch der Ausgleich für die Stadtwohnung mit den Kids. Von Frühjahr bis Herbst verbringen wir viele Wochenenden und Wochen dort. Mittlerweile bauen wir nebenbei auch wieder mehr Gemüse an – finanziell wurscht, aber es schmeckt und ist für die Kinder sehr anschaulich und macht ihnen Spaß. Morgen gehts wieder hin, Samstag Angeln und Sonntag in die Pilze. Dann ist der Kopp auch wieder frei 🙂

  20. Ist es nicht auch so, dass bei den “Qualitätsunternehmen” Menschen ein Leben lang arbeiten müssen um die Werte zu schaffen, welche es dann anderen Anteilseignern ermöglicht, nichts mehr zu tun?

    Inwieweit diese theoretische “spar Dich frei” eine Simulations-Illusion für wenige ist, welche nicht praktikabel für “alle” machbar ist/sein kann, obwohl immer so getan wird… ist auch eine Reflexionsfrage.

    @42

    Als mein Opa mit 16/17 in den Krieg musste, hat er mir ganz andere Geschichten als etf’s, fire (evtl. ne andere Bedeutung…) von der damaligen Lebenssituation erzählt…

  21. @ Sparta

    Was zeichnet denn ein Qualitätsunternehmen von gewöhnlichen Unternehmen aus? Ich würde in Bezug auf Angestellte lediglich einen Vorteil sehen, dass sie weniger finanzielle Anreize bieten müssen als vergleichbare Konkurrenz. Das war es dann aber schon. Ob ein Angestellter mit dem Gehalt es selbst zu Reichtum bringen kann ist ein anderes Blatt. Natürlich sind Unternehmer hier im Vorteil. Ebenso Personen, die ein hohes Risiko eingehen. Falls Jemand beispielsweise mehrere Immobilien geschachtelt finanziert hat, ist er heute vielleicht schon reich. Es hätte allerdings auch ganz anders ausgehen können…

    Märkte und Verknappung

    Wenn ein Markt durch Verknappung verzerrt wird, spitzen sich manche Ausprägungen extrem zu. Falls tatsächlich die Mehrheit der Deutschen die finanzielle Freiheit anstrebt wird es sicherlich schwerer diese zu erreichen. Das ist allerdings mitnichten der Fall. Ähnliche Probleme gäbe es wenn alle auf einmal in einem gewissen Dorf und Hausstil außerhalb oder innerhalb der Stadt wohnen möchten. Ganz so stark ufert es in der Realität dann doch nicht aus wie in der Theorie. Vielleicht regelt der Markt diesnin einem gewissen Grade bereits durch die Änderung der Preise.

  22. @Kiev

    Gerade hat Herr Fratscher davon geredet, dass 40 % der Deutschen nichts, bzw. zu wenig sparen kann…
    Wir haben ca. 10 Millonen im Niedriglohnsektor.
    Ein Massenphänomen wird FF nicht werden.
    So wenig wie jetzt alle Lufthansa Piloten werden, wenn selbst viele der “Besten” wegen Corona gezwungen werden, die Ausbildung abzubrechen oder die Kosten hierfür selbst zu übernehmen…
    Ob der Markt alles regelt…
    Hm, auch hier hat die subprime etwas anderes gezeigt…
    Die Allgemeinheit durfte die Verluste ausbaden.

  23. “Gerade hat Herr Fratscher davon geredet, dass 40 % der Deutschen nichts, bzw. zu wenig sparen kann”

    Das halte ich für recht realistisch angesichts steigender Kosten für Wohnen, Heizen und Mobilität. Das IFO Institut erwartet ca. drei Prozent Inflation für 2021. 2,0 bis 2,5 Prozent könnten es 2022 werden.

    Lohnabschlüsse wie z.B. der GDL für die Lokführer mit ihrer Streikerei sind daher eigentlich ein Witz: Tariferhöhung um 1,5 % zum 01.12.2021 und um 1,8 % zum 01.02.2023. Zudem kleine Corona-Prämien von 400 bzw. 600 EUR je nach Lohngruppe. Laufzeit beträgt 32 Monate bis zum 31.10.2023. Reallohnverlust, ich komme…

    Würde sich z.B. mancher IG-Metaller nicht bieten lassen.

  24. Corona-Prämien für Lokführer finde ich krass. Dafür, dass sie leere Züge durch die Gegend gefahren haben?
    Kann sich nur ein Staatskonzern wie die Bahn leisten. Erhebliche Einnahmeausfälle und dann gibt’s dafür eine Prämie. Demnächst wahrscheinlich auch die Kreuzfahrtschiffkapitäne.

  25. @ Ralf

    Ich kann die Lohnhöhe bei der GDL nicht beurteilen, ob diese angemessen ist. Bei der Bahn ist mir aber bekannt, dass es die Möglichkeit gibt oder gab anstatt einer tariflichen Lohnerhöhung mehr Urlaub zu erhalten. Das konnte zweimal in Folge wahrgenommen werden, so dass für immer Anspruch auf 42 Tage Urlaub besteht. Ich gebe zu, das würde mir unglaublich gut gefallen. Da lässt mich die Inflation kalt.

    @ Sparta

    Ohne irgendwelche Zahlen geprüft zu haben würden nach der Aussage 10,3% der Bevölkerung im Niedriglohnsektor arbeiten. Dazu kommen noch Arbeitslose und natürlich Kinder und Menschen in Ausbildung oder Rente. Kinder (zumindest nicht aus eigenen Möglichkeiten), Arbeitslose, im Niedriglohnsektor beschäftige (Ehegatten und knausrige FiRE Krankenkasse Beiträge Vermeider ausgenommen) können tatsächlich nicht sparen. Was ist mit dem Rest? Falls 10% der Bevölkerung wirklich FU erreichen wollen würden, so wäre es wesentlich schwerer diese zu erreichen. Dazu wird es allerdings nicht kommen. Im Niedriglohnsektor kann man vermutlich nie FU erreichen ohne an der Einkommensschraube zu drehen. Das wird sicher Niemanden verwundern.

  26. @Felix

    Ich finde es eher krass, dass Politiker sich Corona-Prämien gegönnt haben und in der Pflege es zum Teil nicht ankam…

    Ansonsten, ohne die Zalen von Ralf geprüft zu haben… 1,… % ist jetzt kein Inflationsausgleich und ich hab kei Prob damit, wenn man da noch Steuerbefreit ein paar 100 € den 1% gönnt (egal wie man jetzt den Zuschuss benennt).

    Ansonsten droht uns ja ein 1000er Parlament… noch mehr geballte Kompetenz! 😉

  27. @ Hinzuverdienst

    Die Zufriedenheit mit dem eigenen Erwerbseinkommen erfahre ich in meinem persönlichen Umfeld in Spanien und Deutschland leider oft genug. Egal, wie schlecht es in der Politik um ein Land oder eine Gruppe steht. Am Ende gelten immer noch die Gesetze des Marktes. Und die heißt bei mir beispielsweise mehr als 12€/h Netto in Spanien für Putzen. Das soll es in München günstiger geben… Oder bei mir in Deutschland würde ich gerne Jemanden Geld geben, der mir handwerklich manches abnehmen kann. Ein Fenster einstellen, einen Rolladen reparieren, den Zaun streichen. Ich hätte kleine verhältnismäßig leichte Tätigkeiten. Da finde ich Niemanden. Wie sieht es in England aktuell aus? Endlich sind die Billiglöhner aus dem Ausland weg, die den einheimischen die Jobs wegnehmen. Und nun? Verrotten die Erträge auf den Feldern. Da würde ich jetzt auch nicht unbedingt die Notwendigkeit für ei. bedingungsloses Grundeinkommen sehen. Vor allem nicht mit voller gesellschaftlicher Teilhabe und am besten noch in guter Lage. Soweit sind wir mit der Robotik noch nicht 😉

  28. @Corona Prämie: Es ist doch egal, wie es heisst: Früher gab es auch oft Einmalzahlungen von einigen 100 Euro. Der Unterschied ist nur, dass sie steuerfreu sind. Statt 500 Euro Coronaprämie hätte die GDL auch 750 Euro Einmalzahlung fordern können.

    @Konflikt: Tatsächlich fand ich -im Gegensatz zu den Forderungen und Streiks 2018- die Forderungen der GDL dieses Mal absolut nicht für unverschämt und lagen ja recht nahe an der Einigung. Dass die Bahn die Gewerkschaft wegen dieser doch zahmen Forderungen so lange streiken ließ, das halte ich für unverantwortlich gegenüber den Kunden als auch gegenüber dem eigenen Konzern für die Ausfälle.

  29. @Sparta – 40 % der Deutschen nichts sparen
    Das sind ja nichtg 40% der Erwerbstätigen. Was beinhaltet diese Zahl? Alle in DE Lebenden, auch mit Schwerbehinderungen (~7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland 2019 = 9,5%), die hierher in 1. Generation Geflüchteten, alle Kinder, Studenten, die in Ausbildung, Rentner-Ehefrauen die nie GRV waren, die Menschen mit einer hohen Immo-Hypothek, die mit dem zu großen Auto, die mit 2-3x Fernurlaub pro Jahr, die mit dem neuen iPhone alle 2 Jahre usw…. Klar gibt es welche die wenig sparen können aber gar nichts sparen?
    Ich verweise da mal auf die Story von Mr. Earl mit 500k Depot.
    https://www.dividendgrowthinvestor.com/

    @Sparta – Opa
    Ich habe ja extra vor 70 Jahre gesagt. Wenn alle Opas die Hälfte des Geldes das sie im Lebenslauf für rauchen/ trinken ausgegeben haben statt dessen für einen Aktiensparplan verwendet hätten…Genial.
    Rüdiger, der alte Bergman wird bestätigen, dass früher am Ende der Schicht/ Woche nach Erhalt der Lohntüte die Kneipen an der Ecke vor dem Werkstor/ Grube voll waren mit den Arbeitern. Die Ehefrauen nahmen ihren Gatten möglichst sofort das Geld ab damit die Familie versorgt wurde und nicht zu viel Geld verkonsumiert. Diese ganzen Kneipen gibt es heute nicht mehr. Aber der Kosnum hat sich nur verschoben.

  30. @ Bruno

    In Saas Fee ist scheinbar auch ein großer Teil der Immobilien in russischer Hand. Ich dachte es gibt/gab eine Restriktion, dass Ausländer in der Schweiz keine Immobilien erwerben dürfen? Wurde das abgeschafft oder gab es das so nie?

  31. @42

    Ich denke diese Opa-Rechnungen sind viel zu theoretisch da die Informationen zu Aktiensparen vor 50, 60, 70 Jahren nur einer privilegierten Minderheit zur Verfügung standen!

    Wenn man den Kameraden mit zerschossen Brustkorb neben sich gesehen hat, verschieben sich bei dem ein oder anderem zudem auch Lebensprioritäten.

    Klar, die Aufzählungen bei den 40 % können alle mit dabei sein…

    Trotzdem und auch gerade deswegen funktioniert ein Fire für alle nicht, da nicht das Geld für einen arbeitet, sondern die anderen Menschen.

    Dienstleistung ist dienen, sei es beim Klo putzen, inkontinente, hilfsbedürftige ältere oder eingeschränkte Menschen zu pflegen, den Müll wegräumen, in der Gastro etc. pp. … man kann es zwar mit Geld delegieren… aber praktisch durchführen wird es überwiegend ein Mensch!

    Klar kann man sich rausarbeiten, dies bestreite ich ja definitiv nicht!

    Nur ist es zwischen Wunschdenken, netten Einzelfallgeschichten und der notwendigen Differenzierung zwischen “jeder” & “alle” (so funktioniert das System nicht!), bzw. man kann auch respektieren, dass ein Großteil gar nicht dieses Lebensprio hat.

    Sich, bzw. die Lebenssituation für die Familie zu verbessern ist aber immer wünschenswert!

    Wie diese Verbesserungen (monetär, zeitlich, sozial, gesundheitlich etc. pp) für jeden individuell aussehen… ist Einzelfallspezifisch.

  32. @ Sparta

    Jeder ist etwas ganz anderes als Alle. Chancengleichheit bezieht sich auf Jeder. In einer fairen Gesellschaft hat Jeder ähnliche Voraussetzungen auf Bildung und es liegt Transparenz vor. Jeder in Deutschland geborene hat die Chance Chefarzt zu werden. Jeder weiß, dass ein Chefarzt spielend einfach eine Reinigungskraft engagieren kann die für weniger als 25% seines Stundenlohns das Haus komplett reinigt. Der Preis von Zigaretten und Alkohol ist auch Jedem bekannt und kann einfach in Relation zu dem verfügbaren Einkommen gesetzt werden. Nicht Alle entscheiden sich von außen betrachtet rational. Es werden nie Alle Chefarzt, aber das liegt an ihnen selbst und ist in Ordnung. Netflix am Abend macht vielleicht mehr Spaß als ein Telefonbuch auswendig zu lernen. Auch der Wunsch nach einem etwas besseren Leben für die Familie ist von der Priorität sicher nicht bei Allen an oberster Stelle. Auch wenn sie das nicht zugeben oder wissen. Ist mir oft genug begegnet. Ich habe Menschen in prekären Lebenssitiationen kennengelernt, die ein iPhone haben und rauchen. Sie müssen aber weit von ihrer Familie entfernt leben um in Deutschland mehr Geld zu verdienen. Das macht für mich rational überhaupt keinen Sinn. Ist aber so und da sollte man vielleicht auch keine klugen Ratschläge geben.

  33. @Sparta
    Ich stimme Ihnen ja zu. Aber das ewige nach unten blicken “wie soll das gehen bei Mindestlohn” finde ich eben zu einseitig und das nicht mit jedem Job ausreichend FU-Money angesammelt werden kann ist ja auch klar. Ich bin als Halbwaise später auch Student gewesen. Da habe ich jahrelang auch Unterstützung erhalten.
    zum Aktiensparplan vor 70 Jahren und der Theorie: In der Zeit wares es eben meist Immobilien. Vor kurzem war in der SZ eine Multimillionärin mit Immos in München zu Wort gekommen, die so viel Vermögen hatte weil ihr Großvater nach dem Krieg 2 nasse Wiesengrundstücke am Waldrand im Dorf vor München kaufte um einen Schuppen darauf zu bauen. Heute eben Stadtgebiet mit MFHs. Glück gehört dazu aber Glück gehabt ist da nicht die erschöpfende Erklärung für diese Familiengeschichte.

  34. @Kiev

    “Es werden nie Alle Chefarzt, aber das liegt an ihnen selbst und ist in Ordnung.”

    Systembedingt geht es nicht. Es liegt dann eben nicht nur an ihnen selbst.

    @42

    Erben, bzw. das hineingeboren werden ist überwiegend Glück und Pech zugleich, da man dies größtenteils nicht im eigenen Einflussbereich hat.

    Bei der Diskussion muss ich etwas an die Millionärswette bei dem Film mit Eddy Murphy denken…

  35. Meine Meinung:

    Es gibt meines Erachtens kein zweites mit Deutschland vergleichbares Land der Glückseeligkeit. In welchem Land kann man aufsteigen wie in Deutschland. In welchem Land wie hier bekommt man Zugang zu Bildung? Es gibt hier keine gläserne Decken. Man muss bei uns nicht den Akzent einer gewissen Elite sprechen, um wie in Frankreich an eine der vier Elite Unis zukommen, ohne deren Besuch einem die meisten Türen verschlossen bleiben. Die ganzen bildungshungrigen und aufstiegswilligen (viele damals aus der SPD interessanterweise) haben es in 60ern bis 80ern vorgemacht. Kann es nicht verstehen, wie man in diesem – für alle (!!!) – privilegierten Land so wenig Zuversicht haben kann. Und ja, es gibt Paps und Mamas, die mehr Geld haben. Ja und, deswegen heulen wir doch rum. Resilenz und Hintern hoch kriegen!!

  36. @Sparta – Glück
    Erben ja, aber Heute einen Sparplan anzufangen für in x-Jahren eben nicht.

    @Biotest St.-Aktie
    Wird mir Heute zum zweiten Mal durch eine Übernahme mit schönem Aufpreis aus der Hand genommen. Beim letzten mal hatte ich sie angedient und nach Kursverfall Ende 2019 zurück gekauft. Mal schauen ob ich das wieder so mache wobei Griffols auch nicht schlecht positioniert scheint.

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