Berlin ist geschockt: Immer mehr Deutsche wandern in die Schweiz, USA, Großbritannien, Zypern aus

Jedes Jahr verlassen 200.000 Deutsche die Heimat, um sich im Ausland niederzulassen. Davon sind 75 Prozent Akademiker. Die meisten gehen, weil ihr Beruf sich im Ausland besser auszahlt. Am häufigsten lassen sich die Deutschen in der Schweiz, USA, Österreich und Großbritannien nieder. Zypern lockt daneben. Für Jüngere gibt es hier besonders attraktive steuerliche Anreize. Digitale Nomaden sind begeistert:

Die Auswanderung liegt an mehreren Faktoren. Aber sicherlich spielen diese Punkte eine Schlüsselrolle: Es sind die hohen Steuern und Abgaben in Deutschland den Menschen ein Dorn im Auge, die eine blitzsaubere Karriere machen wollen. Die geringeren Gehälter, das marode Rentensystem kommen erschwerend hinzu.

Berlin ist nicht in der Lage die richtigen Signale an die Leistungsträger zu senden. Die Politik versteht nicht, dass weltweit ein Wettkampf um die besten Talente ausgebrochen ist. SPD, Grüne und Linke fordern noch höhere Steuern für Gutverdiener. Sie wollen die Motivierten melken, so dass eine Vermögensbildung kaum noch möglich ist. Kein Wunder, wenn immer mehr auswandern.

Deutschland sollte endlich das Aktiensparen für die Rente fördern. Wie blind kann eine Regierung sein, wenn sie die beste Assetklasse der Welt nicht unterstützt für die Altersvorsorge? Aktien sind ideal für die Rente. Wer langfristig anlegt und breit streut, wird es nicht bereuen. Im Gegenteil. Aktien schaffen Vermögen.

41% des Geldvermögens steckt in Einlagen, Bargeld

Das Analgeverhalten der Deutschen hat sich gebessert. Es wird mehr Geld in Aktien, ETFs, Fonds gesteckt. Selbst das Deutsche Aktieninstitut jubelt (PDF). Es ist aber immer noch relativ gesehen zu wenig. Und es stellt sich die Frage, wie lange bleiben die neuen Aktionäre in der nächsten Krise bei der Stange. Der Löwenanteil des Geldvermögens steckt weiter in Spareinlagen und auf Girokonten:

Nimm dieses Beispiel: Jeder 12. ING-Bank-Kunde hat zum Beispiel über 50.000 Euro auf seinem Girokonto schlummern. Jetzt will die Billig-Bank ihre Kunden mit Strafzinsen zur Kasse bitten. Ich meine: Für einen Normalo-Haushalt gehört so viel Geld nicht unverzinst aufs Konto. Das macht keinen Sinn. Ein simpler ETF würde hier Abhilfe schaffen und Rendite bringen. Vielleicht der Vanguard All World oder iShares MSCI World. Als Notgroschen sollten für die meisten Menschen 5.000 Euro reichen, denke ich.

Aber Deutschland fördert statt ETFs lieber Immobilien. Jetzt haben wir eine Hauspreisblase. Ein Schuppen kostet schon über 850.000 Euro in Berlin auf dem Land. Eine Familie aus der Mittelschicht kann sich kein Eigenheim mehr leisten. Zu teuer.

Wir haben ein verrücktes Anreizsystem in Deutschland. Gefördert wird das Beamtentum und die Risikoscheuen. Wer sich selbst etwas aufbauen will und bewusst ins Risiko geht (ETFs, Aktien, selbstständig machen), wird bestraft. Kein Wunder, dass mehr Menschen auswandern.

Obwohl ich meine Heimat mag, werde ich auch nicht mehr zurückkehren. Im Ausland werden mir mehr Chancen geboten.

Total
16
Shares
114 Kommentare
  1. In die Schweiz wandern nicht nur Akademiker ein aus Deutschland:

    Gastgewerbe 19%
    Fachkräfte Bau 16%
    Leitende Beamte, mittleres Kader, Informatik 12%
    Metallverarbeitung, Maschinenbau 8%
    Ärzte, Pflegeberufe 5%
    Ingenieure, Architekten, Techniker 5%
    Transport, Verkehr 4%

    Zahlen sind zwar gut 10 Jahre, wird aber immer noch ähnlich sein. Ich denke mal im Gesundheitswesen sind es heute mehr als 5%.

    Ist auch ein Verdrängungskampf, z.B. in der Gastronomie haben viele aus Deutschland Personen aus dem Balkan verdrängt, welche diese Jobs inne hatten. Sind genauso fleissig aber sprechen perfekt deutsch, das kommt natürlich gut an. Die Löhne sind natürlich deutlich höher als in Deutschland aber die Kosten darf man auch nicht vergessen, günstige Wohnungen sind rar.

  2. Ich kann die CH nur wärmstens empfehlen, mir ging es hier immer sehr sehr gut, nicht nur was das Finanzielle betrifft. Ich habe an mehreren Orten in der CH gearbeitet, Aarau war meine erste Station als junge Frau, danach Zürich und Neuchâtel und jetzt eben der Thurgau, hier bin ich nun seit knapp 25Jahren und hier werde ich bleiben.
    Ich kenne nur ganz wenig Deutsche die wieder aus der CH weg sind weil es ihnen nicht gefiel. Was ich je erreicht habe, ich verdanke es der Schweiz.

  3. @Fit und Gesund
    Umgekehrt natürlich genauso, die Schweiz kann dankbar sein und hat von den deutschen Einwanderung stark profitiert. Es ist ein klassische Win-Win Situation.

  4. Ich bin letztes Jahr in die Schweiz gezogen, es gefällt mir wirklich sehr gut. Nicht nur wegen des Gehalts (ich habe mehr als 2x soviel übrig als in München), die Lebensqualität ist einfach höher. Gutes Essen, nette Menschen, super Landschaft. Sollte es mir gelingen, hier Freunde zu finden, dann werde ich nicht mehr freiwillig gehen.

  5. @Mark 85 Ja wurde gestern später und lauter bei uns 😉
    Schade, ich habe Deutschland die Daumen gedrückt, dachte vor dem Spiel der heutige Sieger landet im Final, das rechte Tableau scheint zumindest auf dem Papier schwächer. Hätte Müller ihn gemacht, aber hilft nix. Im Nachhinein ist alles einfach, auch wenn defensiv gewisse Fehler passiert sind hätte ich mir einen agressiveren und offensiveren Auftritt gewünscht. Ich habe Löw immer gemocht, er hat viel erreicht, man sollte jetzt nicht auf ihn eintreten, auch wenn er, im Nachgang betrachtet, vermutlich besser 2018 abgeben hätte sollen. Aber ist halt wie an der Börse, im Nachhinein ist alles einfach.

  6. @Bruno,
    win-win ist immer gut 🙂

    @Christian H.
    Du wirst sicher Freunde finden, Du bist halt in einer schwierigen Zeit hier angekommen, soziale Kontakte während der Pandemie neu aufzubauen ist nicht leicht.

    @Mark 85
    Kopf hoch, kommt Alles gut, 🙂 die Schweizer haben es echt verdient und ich hab mich riesig gefreut.

  7. Ich verstehe jeden Deutschen der auswandert. Wenn ich die extrem hohen Steuern auf Einkommen in DE anschaue wird mir schlecht.
    Natürlich bleibt in der Schweiz mehr zum Leben und auch das Rentensystem mut den drei tragenden Säulen bringt jedem mehr Rente als er in DE erhalten würde.

  8. An Bruno: Ich stimme dir in allen Punkten zu. Um deine gezogene Parallele zu den Kapitalmärkten aufzugreifen: Der heftige Bitcoin-Kursrutsch hat in mir kaum etwas ausgelöst, aber als Fußballverrückter werde ich einige Tage zum Verdauen brauchen. Die verbleibenden EM-Spiele werde ich mir natürlich alle ansehen.

    An Fit und Gesund: Das gestrige Spiel war der Hammer! Die Spieler haben bis zum Schlus an sich geglaubt. Hiermit wandere ich geistig bis zum Ende der EM in die Schweiz aus. Hopp Schwiiz! 🙂

  9. @Tim, klasse Artikel.
    Stimme ich Dir voll zu. Als Notgroschen habe ich drei Monatsgehälter (netto) im Gedächtnis.
    Immobilien sind echt Wahnsinn. Ich würde gern 20 Jahre später mal zurückblicken, wie es abgelaufen ist. Junge Kollegen nehmen bis 1 Mio Schulden auf und betrachten das als eine gute Investition.

  10. “Ich auch. Wegrennen war schon immer das einfachste”

    @Rüdiger
    Wenn der Staat bei der Besteuerung der Einkommen jedes Mass verloren hat bleibt den Leistungsbereiten nur eine Auswanderung. Weil ich sehe im DE Politsystem keine Partei die sich für den Steuerzahler einsetzt auch nach den Wahlen.

  11. Super Artikel Tim, traurig aber man muss es mal ansprechen. Hoffentlich bekommt dein Blog und Kanal dauerhaft mehr Reichweite.
    Video von Mission Money mit Sandra Navidi über Zukunft der Tech Konzerne ist krass.

  12. “… bleibt den Leistungsbereiten nur eine Auswanderung”

    Ich mache mich gleich auf den Weg zu den anderen Leistungsbereiten in unserem Unternehmen. Wir wollen unsere Erfolge und unsere Position am Markt ja weiter ausbauen 😉

  13. @Rüdiger
    Wenn ich das richtig sehe gehörst du zu den Babyboomern, der Gereation der es besser geht als allen Generationen vor ihnen. Die späteren Generationen finden einen schlechteren Arbeitsmarkt vor, einen schlechteren Immobillienmarkt und durch die massiv gestiegene Lebenserwartung der Babyboomer werden nun die Rentenkassen maximal geplündert.

  14. @Chris
    Je wilder man kommuniziert und Angst verbreitet, desto mehr kaufen dann das Buch 😉
    @Alter Schwede
    Menschlich, jeder will mehr als den Durchschnitt.

  15. Tim, in diesem Artikel hast Du alles voll auf den Punkt gebracht.

    Interessant, dass das in “Berlin” sogar anagekommen ist. Es wird sich aber nichts ändern. Keine Reaktionen.
    Es wird in der nächsten Zeit leider zu einer Verarmung großer Teil des Volkes kommen bzw. zu einem sich nicht mehr etwas leisten können.
    Ich selber erwäge auch wenn ich im Ruhestand bin das Land zu verlassen. Das Deutschland von 2035 wird mein Deutschland dann wohl nicht mehr sein.

    Und dann kommt noch etwas emotionales hinzu. Für die Kanzlerin bin ich nur eine schon länger hier gewesene.
    Für die Bundeszentrale für Politische Bildung als deutsche Staatsbürgerin nur eine “Kartoffel”.
    Da kann ich auch ins Ausland.

  16. “Die späteren Generationen finden einen schlechteren Arbeitsmarkt vor”

    Na, da bin ich doch mal froh, dass sich meine jüngeren Kollegen davon nicht haben abschrecken lassen. Wir suchen übrigens auch weiterhin engagierte Mitarbeiter 😉

  17. Ob eine Hauspreisblase besteht oder nicht wird sich zeigen. Ich meine nein. International sind wir billig , beim Mieten und beim Kaufen. Das subjektive “ist mir zu teuer, kann/will ich mir nicht leisten” muss man von Angebot und Nachfrage trennen. Wir holen nur auf, was woanders längst geschah.

  18. Ist man als deutscher tatsächlich einigermaßen willkommen in der Schweiz? (Entsprechend integrationswillig, selbstständig finanziert, angemessen im Verhalten etc. natürlich vorausgesetzt)

    Ich habe häufig von Ablehnung der Schweizer gegenüber deutschen Einwanderern gehört. Ist das nur ein Vorurteil?

    Grüße Baum

  19. @ Rüdiger, nicht böse sein, aber nachdem du fast jeden staatlichen Eingriff als etwas positives wertest (auf jeden Fall die eher links bzw. Gleichmachenden Eingriffe), ist es für dich natürlich nicht verständlich, dass manche keine Lust mehr auf ein solches politisches Umfeld haben.

    Ich persönlich würde mich auch schwer tun aus Deutschland weg zu gehen, aber ich bin schon sehr unglücklich über diesen allgemeinen Antikapitalistischen, Antinationalen bzw. europäischen und selbstständigkeitsfeindlichen Geist der heutigen Gesellschaft.

    Chancengleichheit ist das Ziel nicht Gleichheit. Das ist ein großer Unterschied.

    Grüße Baum

  20. Ich kann nur jedem dringenst davon abraten, in die Schweiz zu ziehen.
    Grund: ZenInvestor wohnt in der Schweiz.
    Kleiner Scherz am Rande.

    Ic habe eine Frage:
    Wie viel Prozent muss man in Deutschland ungefähr abgeben vom Lohn?
    Also mit “Soli” und sonstigem Kram.

    Einfach damit ich es mit der Schweiz vergleichen kann.
    (In der Schweiz ist es natürlich wg. der Gemeinde- und Staatssteuer und Bundessteuer sehr kompliziert bzw. in jedem Dorf anders).

    Weil ich höre immer von der hohen Steuerlast in Deutschland.
    Aber wieviel von einem normalen Lohn geht an den Staat? 1/4? 1/3? 1/2?

  21. @ June

    Ich antworte einmal im neuen Thema zu Fünftel Regel Optimierung. Passt auch gut zum aktuellen Thema. Ich habe mich gerade ausgeschlossen und keinen Schlüssel. Ansonsten habe ich sehr viel zu tun…
    Danke für den Hinweis, aber Rente betrachte ich persönlich anders. Bis zu meiner Rente wird noch viel Zeit vergehen. Mit 55 Jahren sind bei mir die Kinder vermutlich halbwegs aus dem Haus und sind vielleicht im Studium. Hier werde ich eine Dekade Zeit für weite Wanderungen, Fernreisen usw. haben. Danach kann ich vielleicht auch etwas Zeit mit Enkeln verbringen. Das wird sich zeigen. Jedenfalls müssen meine Arbeitsbedingungen sehr gut sein, dass ich nach 55 Jahren weiter arbeiten. Das ist die Krux mit meiner Rente. Nehmen wir an ich würde mit 70 Rente erhalten. Dann gehe ich sehr wahrscheinlich 15 Jahre früher in Frührente. Vielleicht mache ich auch einen Minijob um Krankenkassen Beiträge zu sparen. Kann ich jetzt noch nicht absehen. Jedenfalls wird meine Rente stark gekürzt. Eine Aufstockung der Rente sehe ich als Verschwendung von Geld. Zumal ich nie mehr das Geld zurück bekomme. Stattdessen gibt es klägliche monatliche Zuwendungen für das Geld. Daher suche ich andere Wege in 2021 so viel Geld “auszugeben” wie sinnvoll möglich ist. Außerdem gibt es noch die Fünftel Regel und auf die Abfindung fallen auch andere Abgaben nicht an. Bin schon fast mit der aktuellen Summe ohne Optimierung zufrieden. Ich hätte allerdings nichts dagegen wenn ich nächstes Jahr eine fünfstellige Steuerrückzahlung bekomme.
    Ich werde auch Plan anrufen, ob ich meine Patenschaft von monatlicher Zahlung auf eine einmalige Zahlung ändern kann. Dann hätte ich wieder etwas gewonnen. Die Optimierungen werde ich auch nicht übertreiben. Wichtiger ist wie oft, dass ich gut in meinem neuen Job ankomme. Dort erhalte ich schließlich ein sehr gutes Gehalt und sollte einen guten Einstieg schaffen. Einen Steuerberater kann ich nicht nehmen. Ich habe zu viele Standbeine. Die meisten Steuerberater sind nicht in der Lage meine Steuer zu machen oder es wäre viel zu teuer. Ich habe beispielsweise ein Interactive Brokers Depot. Dann noch Vermietung und Ausland usw. Mit dem Depot kennen sich die meisten Steuerberater nicht aus. Ich kann allerdings im privaten Umfeld nach Tipps fragen. Umsetzen muss ich sie allerdings selbst. Aber das schaffe ich. Eventuell kann ich bei dem neuen Arbeitgeber auch die betriebliche Altersvorsorge im Voraus zahlen. Hier bekomme ich um die 4% vom Brutto vom Arbeitgeber wenn ich 2% zusätzlich selbst zahle. Vielleicht kann ich hier auch ein paar Jahre im Voraus zahlen. Diese Summe kann ich wenigstens zur Rente in einer Einmalzahlung zurück erhalten. Mit einer neuen Fünftel Regel.

  22. @ Auswandern

    Ich habe schon an manchen Lesertreffen teilgenommen. Ein Depot, dass man leicht ins Ausland schieben kann wird gerne nachgefragt. Ebenso Kapitalgesellschaften für das persönliche Vermögen und auch die Möglichkeit ins Auge gefasst das Land zu verlassen.

    Das sind oft Ideen, die dann nie verfolgt werden. Entweder lohnen sie sich nicht oder im Nachhinein stellt man fest, dass es in dem Wunschland doch nicht so schön ist wie gedacht.

    In der Schweiz müsste ich vermutlich meine Wohnflächen bewilligt bekommen. Eine Bewilligung zu erfragen gefällt mir hier schon mal gar nicht. Die gesamten Quadratmeter wären vermutlich auch zu viel. Aber natürlich wäre das in der Schweiz auch nie möglich gewesen, da eine Hundehütte bereits 2Mio Euro an Buchwert einnimmt. Wenn ich dann. Ich sie Kita Kosten höre und die allgemeinen Arbeitszeiten… Hmmm. Wir hatten einen Ganztagsplatz für unsere Kinder, aber nur so viel in Anspruch genommen wie wir wollten. Zusätzlich hat meine Frau die Arbeitszeit etwas reduziert. Ob das finanziell in dieser Form in der Schweiz möglich wäre? Wir konnten auch so 60% Sparquote erreichen. So schlimm scheint es also noch nicht zu sein.

  23. @Mark85

    Wie kannst du nur weiter Fußball schauen und Vorallem diese Heuchler unterstützen? Über den Neuer habe ich besonders gelacht neulich. Ein Foto von ihm mit Regenbogen armbinde. Im Hintergrund Werbetafel mit Qatar :))) Jedes Jahr mit Bayern München ins Trainingslager nach qatar fliegen aber Hauptsache Regenbogen armbinde.
    Übrigens AMC bei 50€, habe nichts verkauft. Ab 100€ mache ich mir Gedanken. 😀

    @Rüdiger
    Solche Schlafschafe wie du sind der Grund wieso Deutschland sich abschafft. Mit der Corona Politik bist du ja auch zufrieden. Obrigkeitshörig halt. Kennen wir.

    @Politik / Steuern
    Wer Cdu, spd, grüne, fdp, linke wählt, wählt GEGEN Deutschland

  24. Wo ist denn “Berlin geschockt”? Bin ich zu blöd die Quelle auf die sich die Überschrift bezieht im Text zu finden?

    @Nico
    Ich bin sicher 1-2 Generationen hinter Rüdiger und noch in dem Alter, indem andere sich über “Boomer” aufregen. Meiner Generation geht es wohl so gut wie kaum einer Generation davor: Es gibt nämlich seit Jahren keine Jobknappheit oder Jobangst mehr. Als Akademiker kann man sich seinen Job aussuchen – als Handwerker sowieso. Die Gehälter steigen kontinuierlich. und das Beste: “Boomer” wie Rüdiger machen alles noch besser, die verknappen durch ihr balduges Ausscheiden die Ressource Arbeit nämlich noch weiter.

    Das allerbeste ist aber: Wir sind ein freies Land! Jeder kann auswandern und wohnen wo er will. Das schöne ist, dass man mit der deutschen Staatsbürgerschaft den perfekten Fallbackplan hat, wenns mal nicht so gut läuft.

  25. @der Baum
    Generell gibt es “den Schweizer” nicht. Die Schweiz ist gegliedert in 26 Kantone. Ich kenne die Lebensrealität in den Kantonen Solothurn, Aargau sowie Basel Land und Basel Stadt. In SO und AG lebte oder lebe ich und in der Region Basel arbeite ich seit rund 15 Jahren.
    In diesen Regionen werden Deutsche wohlwollend aufgenommen. Ich habe einige Deutsche in meinem Freundeskreis.
    Natürlich gibts mal einen Spruch wenn gerade WM oder EM ist aber sowas gehört unter Freunden dazu.

  26. @Slowroller
    Man kann sich die Situation immer schönreden. Tatsache ist die viel zu hohen Renten im Bezug zur gestiegenen Lebenserwartung ist eine tickende Zeitbombe für das Rentensystem. Dies blenden viele gerne aus.

  27. 200.000 deutsche Auswanderer bei einer Einwohnerzahl von rund 80 Mio.
    Das entspricht einer Fluktuation von 0,25 % und darüber sollen unsere Politiker schockiert sein?
    Lass mal die Kirche im Dorf Tim.
    Ich denke jede Firma wäre froh, wenn sie eine Fluktuation von nur 0,25 % hätte.

  28. @Baum: “Rüdiger, nicht böse sein, aber nachdem du fast jeden staatlichen Eingriff als etwas positives wertest …”

    Ich bin hier niemandem böse. Ich werte allerdings die staatlichen Eingriffe auch nicht als so apokalyptisch, wie es sich im Mainshit gehört. Das ist wieder etwas anderes als eine positive Wertung, was in der kollektiven Empörung allerdings auch gerne mal untergeht 😉

  29. @Auswandern:
    Wenn ich Deutschland mit den meisten Ländern auf der Welt vergleiche sind wir von den Lebensbedingungen etc. definitiv im Spitzengrüppchen.
    Steuern und Abgaben sind nur für Angestellte sehr hoch (und es existieren für diese kaum Möglichkeiten zur Steueroptimierung). Selbstständige haben einen sehr hohen Steuergestaltungsspielraum und kommen damit bei geschickter Nutzung auf recht geringe effektive Steuersätze. Für Rentner gilt das Gleiche, die eigentliche Rente ist überschaubar besteuert, weitere Einnahmen wie Miete etc. lassen sich wieder geschickt zur Steueroptimierung nutzen.
    Aus meiner Sicht lohnt es sich für die letzten beiden Gruppen daher überhaupt nicht wegen Steuern/Abgaben etc. Deutschland zu verlassen.
    Aber es gibt noch andere Gründe: ich selber möchte wenn die Kinder aus dem Haus sind ebenfalls auswandern (zumindesten über den Winter), ich hasse Schneematsch und Kälte! Aber wegen den Steuern? Definitiv nicht.

  30. @Slowroller

    “Wo ist denn “Berlin geschockt”? Bin ich zu blöd die Quelle auf die sich die Überschrift bezieht im Text zu finden?”

    Bitte nicht tiefer als nötig an der Oberfläche kratzen! 😉

  31. ZaDoVou:
    Die relative Betrachtung verstellt ein wenig den Blick auf das Problem: Das sind ja nun gerade die Leistungsträger, die auch ein Unternehmen außerhalb gewollter Fluktation ungerne ziehen lässt. Andererseits schocken mich die 200t nicht und da bin ich dann wieder ganz bei Dir, weil gar nicht klar wird, ob das nun wirklich alles Menschen sind, die hier auf nimmer Wiedersehen weg sind. Es gehört ja gerade zur Erwerbs- und Lebensbiografie talentierter und gerade jüngerer Leute dazu, mal einige Jahre ins Ausland zu gehen. Sogar Nico Meier, der treueste aller Eidgenossen, der sicherlich mit seinem Armee Sturmgewehr unterm Bett schläft 🙂 , hat das schon gemacht. Also, da kommen einige auch wieder zurück qua der Versenkung; dann nach Auslandsaufenthalt als Top-Kraft, die hier dann noch mehr Steuern zahlen kann :-). Den großen Aderlass hat unsere Gesellschaft meines Erachtens nicht, auch wenn ich es niemanden verübeln wollte, wenn er sich woanders wohler fühlen würde.

  32. Zavodou

    „… Lass mal die Kirche im Dorf Tim…“

    Blogger lassen die Kirche nie im Dorf. Übertreibungen gehören zum Geschäft. Ist wie bei den Crashpropheten…einfach nur die Häfte glauben, dann passt es.

  33. OK, mag sein, ich will auch nichts dramatisieren. Aber alles nur als gut und schön zu betrachten ist halt auch nicht so meins. Aber wir hatten das ja schonmal, ich glaube wir haben in einigen Dingen einfach anders Vorstellungen.

    Neues Thema:

    Hat jemand eine Branche die als Zukunftsträchtigen zu werten wäre? Ich würde mein Depot gerne etwas mit “kleinen Nebenwetten” außerhalb meiner Kern Value Strategie auskleiden.

    Erster Titel in dieser Kategorie ist Nel Asa im Bereich Wasserstoff Wirtschaft. Am liebsten nur Titel aus westlichen Staaten + Japan/Südkorea

    Danke

  34. “Aber alles nur als gut und schön zu betrachten ist halt auch nicht so meins.”

    D’accord. Und meins ist es eben nicht, alles nur als hochdramatisch, existenzbedrohend und apokalyptisch zu sehen 😉

  35. An colic: Ich liebe einfach den Sport. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als sommlicherliche Temperaturen und eine EM/WM. Als Kind sammelte ich fleißig die Panini-Bilder und später alle Deutschlandtrikots. Ich sehe mir fast alle Spiele der Turniere an, nicht nur die deutschen. Als ich noch berufstätig war, ging dafür meist der Jahresurlaub drauf.

    Ich finde es schwierig, wenn Sport mit Politik vermischt wird, weil das die Menschen spalten kann. Mir fallen unzählige Beispiele aus der Vergangenheit ein. Das Verbindende am Fußball sollte sein, dass nur die sportlichen Leistungen auf dem Platz zählen.

    Na, dann viel Erfolg mit AMC! 😉

  36. Super Artikel Tim!

    Stimme dir da absolut zu!

    Es ist doch so, die meisten bleiben hier oder kommen wieder, weil eben die Kernfamilie von einem selbst UND vom Partner noch hier ist und auch hier bleibt wie eben die Eltern, Großeltern, Geschwister etc. D. h. wenn der eine will und der Partner wegen Eltern nicht, kommt es nicht zum auswandern.
    Die sind in einem Alter (außer Geschwister), wo auswandern eine zu große Veränderung in Ihrem Leben darstellt, gerade mit Eigenheim.
    Ich kenne einige im Bekanntenkreis die nur deswegen hierbleiben, aber ansonsten liebend gerne das Land verlassen würden!

    Wenn ich Single wäre und bereits alle verstorben wären, würde mich hier nichts mehr halten.
    Als Mitte 30iger ist es schon sehr demotivierend sich was aufzubauen und zu sparen…Steuer hier, Abgabe da, Vorschrift dort…und wer garantiert das es wie jetzt gerade so bescheiden bleibt!?

    Alles nicht so einfach, wenn man nicht seine Schäfchen im trockenen hat, wie die Ü55er hier im Blog

  37. @Baum von einer Ablehnung und großer Arroganz habe ich auch schon öfter gehört. Die deutschen für die Schweiz, wie die Polen für Deutschland usw.
    Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man aus Deutschland auswandern will, nur der Steuer wegen. So schlecht geht es uns hier bestimmt nicht.

  38. “Obwohl ich meine Heimat mag, werde ich auch nicht mehr zurückkehren. Im Ausland werden mir mehr Chancen geboten.”

    Geil gesagt.

  39. “Obwohl ich meine Heimat mag, werde ich auch nicht mehr zurückkehren. Im Ausland werden mir mehr Chancen geboten.”

    Nir interessehalber: wenn man weiß, dass man in sein Heimatland nicht zurückkehren will, wäre es dann nicht konsequent die Staatsbürgerschaft zu tauschen? (also die amerikanische annehmen, die deutsche abgeben)

  40. Als Familie mit gutem sechstelligen Jahreseinkommen beträgt als Doppelverdiener die Steuerquote ca 27% mit extrem günstigen & exzellenten KiTa/Schule/Studium und sozialem Fangnetz. Gleichzeitig durch Instandhaltungen steuerfrei Immobilienbestand modernisiert der bei Verkauf steuerfrei ist. Aktiengewinne lediglich mit 28% (ich zahle Kirchensteuer) besteuert und Verluste anrechenbar. Super sicheres Land mit super Krankenversorgung, stabilem Strom- und Wassernetz, bezahlter 14 Monate Elternzeit usw usw… Ich sehe keinen Grund auszuwandern. In New York sind die Immopreise nicht günstiger.

  41. Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber den Schritt noch nicht gewagt. Luxemburg und die Schweiz sind schon attraktiv. Allerdings sind dort auch die Lebenshaltungskosten höher. Unterm Strich wird man wohl etwas mehr haben, aber ist es das Wert? …

  42. @Auswandern
    Ich würde jedem insbesondere jungen Menschen empfehlen, einmal länger im Ausland zu leben, d.h. nicht Urlaub sondern Arbeiten. Idealerweise natürlich eine fremde Sprache und Kultur, also als Deutscher 1 Jahr in die Schweiz ist natürlich nicht der grosse Kulturschock, auch wenn wir hier doch etwas anders ticken. Dito umgekehrt, es gibt ja auch einige Schweizer die nach Deutschland arbeiten gehen oder auswandern.

    Ich denke das tut jedem gut, dann lösen sich auch gewisse Vorurteile auf, welche man sich so “vom hören sagen” zusammengebastelt hat. Ich war 3 Jahre im Ausland tätig und hatte auch hier schon Projekte mit über 20 Nationalitäten in einem Team, plus haben wir im Ausland Niederlassungen seit vielen Jahren, und meine Erkenntnis: Alle Menschen egal woher sie kommen, haben sehr ähnliche Bedürfnisse und man findet wohl überall Leute, die einem gewogen sind oder halt weniger. Die meisten wollen einfach nur etwas erreichen und ein gutes und zufriedenes Leben.

    Wenn man dann tatsächlich auswandern möchte empfehle ich immer dies mal auf Probe zu machen, bevor man alle Zelte abbricht. Wer gehen will weil er im Heimatland Probleme hat, nimmt sie in der Regel auch mit. Wer hier schon zufrieden ist, wird es höchstwahrscheinlich auch am neuen Ort sein.

  43. Nir interessehalber: wenn man weiß, dass man in sein Heimatland nicht zurückkehren will, wäre es dann nicht konsequent die Staatsbürgerschaft zu ….

    Vielleicht wäre es konsequent, aber nicht schlau?

  44. @Bruno

    “also als Deutscher 1 Jahr in die Schweiz ist natürlich nicht der grosse Kulturschock”

    Bei Nico & Zen…hm, vielleicht doch…;-)

    Ansonsten sind es ja sowieso schon gefühlt 50 % Schweizer, die etwas Bestätigung und Schulter klopfen brauchen… 😉

  45. @42such21
    Bitteschön alle Steuern addieren als da wären : GEZ, Krankenkasse, Rentenbeiträge, Arbeitslosenversicherung,Soli und natürlich auch die nachgelagerten Steuern
    Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Mineralölsteuer, Erbschaftssteuer, Grundsteuer,…

    Von einem verdienten Euro bleiben mir zwischen 20 und 30 Cent. Alles andere geht als Steuern an den Staat zurück.

  46. Lieber Thorsten, nichts von deinen großen Punkten (bis auf den Soli, der eh bald komplett Geschichte ist) sind Steuern. Wieso erzählst du so einen Blödsinn wo du es doch besser weißt? Auch deine Rechnung wird damit nicht richtiger.

    Es würde Spaß machen konkrete Dinge zu diskutieren (die sicher anzuprangern und zu diskutieren sind) – es macht aber auf diesem Niveau schlicht keinen Sinn.

  47. @Zen

    Von den 3531€ brutto habe ich letzten Monat 485,16€ Lohnsteuer, 271,15€ Krankenversicherung, 313,25€ Rentenversicherung, 40,42€ Arbeitslosenversicherung und 59,79€ Pflegeversicherung bezahlt.

    Macht netto 2361,23€.

    Vom brutto sind 162,68€ steuerfrei.

  48. @Slowroller: “Wieso erzählst du so einen Blödsinn wo du es doch besser weißt?”

    Was macht dich so sicher, dass er es besser weiß? 😉

  49. @Auswandern
    Ich werde auch nicht wegen den Steuern auswandern. Sondern weil wir DDR 2.0 haben und es wird noch schlimmer werden. Beispiele…

    „Das Bundesbildungsministerium stellt sich Deutschland im Jahr 2030 vor. Das Referat „Strategische Vorausschau, Partizipation und Bürgerforschung“ entwirft unterschiedliche Szenarien. Szenario 5 sieht ein Social-Credt-System für Deutschland vor. „

    https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html

    Schön ist auch dieses Umfrage Ergebnis.

    „Nach dem Eindruck vieler Deutscher ist es um die Meinungsfreiheit derzeit so schlecht bestellt wie nie zuvor in der Bundesrepublik:…“

    https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/allensbach-umfrage-viele-zweifeln-an-meinungsfreiheit-in-deutschland-17390954.amp.html

    Passend dazu:

    Schauspielerin lässt sich nicht impfen – und verliert TV-Rolle in der ARD

    https://amp.welt.de/vermischtes/article231634291/Corona-Impfung-Schauspielerin-Eva-Herzig-verliert-wegen-Impfskepsis-TV-Rolle.html

  50. Die Abgabenlast (Steuern, Sozialabgaben, Gebühren) ist definitiv in Summe hoch in D. Besonders auf Einkommen, man denke auch an die hohen Sozialabgaben. Tendenz steigend, vermutlich auch durch Coronafolgen. Es wäre prima, wenn die Politik mutige Reformen angeht (z.B. Deutschlandfonds, Bürgerversicherung, Einbindung Beamte etc.). Trotzdem ist es noch im Vergleich gut zu Leben in D. Allerdings gibt es ja auch andere Gründe auszuwandern wie z.B. der Wunsch nach Klimawechsel.

    D ist auf dem absteigenden Ast. Was haben wir z.B. im DAX außer SAP schon groß an Technologievertretern zu bieten?

    Auch zu wichtigen Themen wie BIM (Building Information Modeling) sind die Wissenslücken in D weiterhin eklatant trotz vieler Großprojekte. Digitale Wüste in vielen Teilen des Landes. Das sind keine guten Bedingungen für mehr Fortschritt und Wohlstand. Die soziale Gießkanne und Umverteilung von Vermögen ist keine Antwort auf künftige Fragen. Hier vermisse ich Impulse aus Politik, Wirtschaft und in den Schulen. In meinem eigenen beruflichen Umfeld versuche ich solche Themen intensiv voranzubringen. Es bleibt aber ein steiniger, mühsamer Weg.

  51. Ralf, das ist doch wirklich nun keine umfassende Befundung, sondern vielleicht Deine selektive Wahrnehmung im öffentlichen Dienst, in dem Du arbeitest, und der nach eigener selbstkritischer Einschätzung in der Tat Digitalisierungsnachholbedarf hat, andererseits glücklicherweise nicht die Primärquelle für Wertschöpfung und Wohlstand in diesem Land ist.

    Wir haben nicht die riesigen Software-Unternehmen a la Silicon Valley, ja. Wir haben aber auch insgesamt auch weniger riesige Konzerne, einerseits weil der Kapitalmarkt hier in Europa nicht so ausgeprägt ist wie in den USA, andererseits weil wir – Gott sei Dank – nicht diese riesigen und unbeweglichen Staatskonzerne wie etwa im zentralistischen aber in der Wirtschaft extrem ungelenk gesteuertem Frankreich haben. Zum Glück haben wir die Privatisierung schon hinter uns.

    Heißt das, wir sind eine digitale Wüste? Ist Digitalisierung und Industrie 4.0 nie als Schlagwort bei Dir angekommen? Digitalisierung findet nicht nur in großen Softwarefirmen statt, sondern in der Industrie genauso. Die Wertschöpfung ist nicht minderschlecht, weil sie Anwendung und Produktion vereinheitlicht. Hier spielt sich viel in Weltkonzernen ab, die meistens schlicht nicht börsennotiert sind, die aber Begierden bei jedem chinesischen Unternehmen erwecken. Oder schau dir andere Unternehmen im digitalen Innovationsbereich an, die sich um diverse Techs oder Dax-Firmen angesiedelt haben. Oder schau Dir mal das Münchener Unternehmen an (dessen Name ich gerade nicht griffbereit habe), die Weltmarktführer in der algo-basierten Datenanalyse von Unternehmen sind. Die Hochwissenschaft in Form von zig hochanerkannten Forschungsinstituten in der Grundlagenarbeit arbeiten eng zusammen mit der Industrie, all das passiert in Deutschland. Ein deutsches Unternehmen ist führend in mrna-Entwicklung und führt die Welt wieder ein Stück weit zurück zur alten Normalität. Sorry, aber nur weil teilweise die Schulen nicht ordentlich digitalisiert sind (und auch da tut sich was), kannst Du doch nicht von einem absteigenden Ast sprechen. Das verhält sich doch auch gar nicht unmittelbar zur Frage der sozialen Umverteilung, da letztlich die Innovationen aus der Wirtschaft und Industrie kommen müssen und es doch auch tun. Sei doch mal nicht so diffus, lamentierend und selbstherrlich. Wenn Du es so gut kannst, dann geh doch in den Privatbereich und reiß was.

  52. @Tobs: Ich gebe dir recht. Allerdings sehe ich durchaus viele Baustellen u.a. an den Schulen. Wir bekommen das durch eigene Kids recht umfänglich mit. Es sollte z.B. längst Normalität sein dass Schulen einen IT-Betreuer haben. Nicht ein Lehrer der das nebenbei mit macht. Selbst die sehr große Schule unserer Kids hat keine IT-Leute angestellt.

    Durch meine Position habe ich auch sehr viel direkt mit Firmen zu tun (keine typische Verwaltung) und arbeite auch mit Firmen im Bereich neuer technischer Entwicklungen zusammen. Die Hochwissenschaften haben aber auch das Problem, dass sich viele gute Forscher von Befristung zu Befristung hangeln müssen und dann of entnervt das Handtuch werfen. Dann haben wir genau das was Tim beschreibt:

    “Jedes Jahr verlassen 200.000 Deutsche die Heimat, um sich im Ausland niederzulassen. Davon sind 75 Prozent Akademiker. Die meisten gehen, weil ihr Beruf sich im Ausland besser auszahlt. “

  53. @42sucht21

    “Als Familie mit gutem sechstelligen Jahreseinkommen beträgt als Doppelverdiener die Steuerquote ca 27% mit extrem günstigen & exzellenten KiTa/Schule/Studium und sozialem Fangnetz.”

    Hier muss man differenzieren. Denke Familien haben es gut in Deutschland. Es gibt da viele Vorteile, Erleichterungen und Privilegien, die es in anderen Ländern so nicht gibt. Für einen Single, der 35-40% Sozialabgaben (Arbeitgeberbeitrag eingerechnet) und 42% Grenzsteuersatz (dazu muss man kein Spitzenverdiener sein) zahlt ist Deutschland alles andere als ein Eldorado….

  54. @Ralf
    Möglich das wiederspiegelt sich anscheinend auch bei den technischen Unis:
    https://www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/2022
    USA,UK,Schweiz,Singapur,China… die TU München kommt auf Platz 50 als beste technische Uni in Deutschland.

    Klar man kann sich streiten ob solche Ratings ein Qualitätssiegel sind, ich bin da auch skeptisch, aber es ist eben immer noch ein Magnet, d.h. die besten Talente suchen sich eher eine Uni aus mit gutem Image, weil sich das dann auch später bei Salär und Karrierechancen auswirkt. Und nicht selten bleiben die Studenten dann auch nach Abschluss im Land wo sie studiert haben, und dann hat man sie verloren.

  55. @Ralf

    Ich hatte in Jordanien im Wadi Rum Wüste bessere Internet Verbindung als an vielen Orten in Deutschland. Und dir werden die Gigabyte Datenvolumen hinterhergeschmissen. Der deutsche Michel wird abgezockt wie immer. Aber sind ja keine Steuern.

    Beispiel Energiekosten. Dass Strom teurer werden wird ist doch schon vorprogrammiert. Atom und Kohlekraftwerke werden ausgeschaltet. Wenn dann der Wind nicht weht kann der Michel den teuren Strom aus Den Nachbarländern kaufen. Mit Atom und Kohle hergestellt natürlich.

    Dann Eigene Auto Industrie kaputt machen… Ach komm…

    Ja uns geht es noch gut. Hamburger Sv hatte auch immer 1. Bundesliga gespielt bis die dann doch abgestiegen sind. Deutschland wird absteigen. Mit den Grünen noch schneller.

  56. Finanzielle Freiheit ist ja schon ein hohes Ziel (auch individuell abhängig davon wie dies das Individuum genau definiert (sich alles leisten zu können, ein “passives Einkommen” in Höhe einer Grundsicherung / Harz-4-Niveau`s, Frührente mit 50, 55, 60 oder das Familieneinkommen komplett und möglichst früh z. B. mit 30 Jahren aus Geldanlagen zu bestreiten )…

    Die Suggestion: Ist ja für jeden “leicht” zu schaffen spaltet dann wieder die Mindset`s (der Staat ist schuld wenn es nicht klappt, woanders wäre es leichter, die älteren hatten es leichter sind dann schwierig zu differenzieren, da ja jeder andere Lebenswirklichkeiten hat und eigentlich schon die Grundannahme falsch ist, dass finanzielle Freiheit ein Ziel ist, was alle locker und evtl. sogar schon relativ früh erreichen könn(t)en.

    Es ist machbar, aber man benötigt sehr langen Durchhaltewillen und es sollte auch mit der inneren Überzeugung vereinbar sein, da nur ein abstraktes Ziel um des Geldes willen allein bedeutet auch noch kein Lebensglück!

    Die Steuern/Abgaben sind schon hoch in Deutschland wobei wir ein relatives reiches & wohlhabendes Land mit einer sehr hohen Millionärsdichte sind. Es ist in Deutschland leichter zu schaffen, als in ca. 90 % aller anderen Länder. Trotzdem ist es für einen “normalen Angestellten” ein sehr langer Marathon mit Zinseszins, welcher evtl. erst zur Frührente etwas realistischer wird!

    Der Blick von der Schweiz verkennt dann die deutlich höheren Lebenshaltungskosten, Immos, Kinderbetreuung etc. pp..
    Ich würde hier mindestens ein doppelt so hohes notwendiges Vermögen für FF grob annehmen, außer jemand möchte doch eher geo-arbitrage betreiben und ins ach so schlimme Deutschland zurück wandern…! 😉 Unvorstellbar,… ich weiß! 😉

  57. Mag jemand Staatssimulationen?

    Es gab früher (und gibt sie vereinzelt noch) Mikronationen im Internet,
    wo ganze Staaten simuliert wurden.
    Es war halt etwas viel Schreiberei dabei.

    Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Nation

    Ich finde das interessant.

    Am liebsten würde ich mir real ein Grundstück suchen, das von keinem Staat gebraucht wird,
    und dort einen Mini-Staat auf die Beine stellen.

    Man könnte beispielsweise auf einer Fläche von 2×2 km 4 Quadrate mit je 1 km2 bilden.
    Man könnte 4 unabhängige Staaten gründen.

    Beispielsweise könnte es in einem Staat einen ultra-schlanken Staat geben.
    Nur minimale Steuern, dafür keine Rente (jeder soll selber Aktien sparen),
    wenig Regulation, schwaches Parlament, starke (aber schlanke) Regierung und Verwaltung.

    Im Nachbarstaat könnte das Gegenteil herrschen:
    Ausgebauter Sozialstaat, höhere Steuern (etwa auf dem Niveau von Deutschland heute),
    vieles reguliert, aber gute Rente für alle.

    In einem anderen könnte jährlich ein Diktator gewählt werden, der die Macht auf sich vereint.

    Jeder dieser Staaten wäre nur 1 km2 so gross, also faktisch nur ein kleines Dorf.
    Da auf so einer Fläche nur ein paar tausend Leute Platz haben, ginge auch beim Diktator-Modell keine Gefahr für umliegende (grössere) Staaten aus.

    Es wäre mein Traum, so etwas zu machen und eine Verfassung für einen Staat nach meinen Ideen zu schreiben und die Umsetzung zu erleben.

  58. @Zen

    Der Staat mit den(jährlichen) Dikatoren würde zuerst besonders hart sparen, dann würde er Waffen kaufen und die anderen überfallen.

  59. Ich muas immer wieder lachen wenn Menschen sich darüber freuen auf Kursgewinne “nur” 28% Steuern zahlen zu müssen. Kursgewinne für Privatanleger sind steuerfrei und das ist gut so!

  60. @Nico Meier

    Klar, wenn man auch lacht, dass man 60-70 % Eigenmietwert auf den erzielbaren Mietzins für das Eigentum in der Schweiz als Einkommen versteuern muss… dann kann man 2 x sich freuen und lachen! 😉

  61. @Wolke

    Der Staat mit den(jährlichen) Dikatoren würde zuerst besonders hart sparen, dann würde er Waffen kaufen und die anderen überfallen.

    Nicht unbedingt. Nicht jeder Diktator ist ein Nazi.

    Der Staat kauft Waffen, ok.

    Die Waffen werden in den nächsten Monaten geliefert.

    Tja, per 1.Januar 2022 kommt ein neu gewählter Diktator dran, der das anders sieht.
    Er findet, das wäre zu gefährlich, weil die 3 umliegenden Staaten sich zusammen tun könnten,
    um sich gegenseitig zu verteidigen.

    Vor allem: Warum sollte man 3 andere Dörfer überfallen und erobern?

    Die 4 Mini-Staaten würden ja beispielsweise irgendwo in Deutschland entstehen,
    wenn Deutschland das zuliesse.

    Da könnte Deutschland ein paar Bedinungen stellen wie beispielsweise:
    Keiner der 4 Staaten darf einen Angriffskrieg starten.
    Die 4 Staaten müssen die europäische Menschenrechtskonvention einhalten.

    Da wäre zwar die Souvernität eingeschränkt, aber alles andere könnten die Staaten immer noch selber beschliessen.

    Wenn der Diktator sich nicht dran hält, und die 3 anderen Mini-Staaten überfällt, riskiert er Ärger mit Deutschland.
    Ein 1 km2 Staat kann sich keinen Ärger mit der deutschen Regierung leisten.

    Gerade die Kleinigkeit der 4 Expermental-Staaten minimiert meiner Meinung nach das Risiko, dass etwas schlimmes passiert.

  62. @Sparta
    Wenn ich höre, dass beim Kauf eine Grunderwerbssteuer von 3.5% bis 6.5% des Kaufwerts bezahlt werden muss so lache ich ein weiteres mal!
    Bei Preisen von freistehenden Einfamilienhäusern von ab 1’000’000 drückt man da ja 35’000 bis 65’000 an den Staat ab!

    Bei unserem Hauskauf hat der Notar sowie die Kosten für die Grundbuchänderung alles inklusive 0.15% des Kaufpreises gekostet!

  63. @Diktatorspiele
    Ich bevorzuge Sim City, habe ich früher gerne gespielt. Electronic Arts im übrigen auch ein feine Aktie wenn man genug lange dabei ist.

    Ansonsten heute eine fröhliche Gesellschaft hier, gibt viel zu lachen 😉 Lachen ist gesund!

  64. Nico, für wahr, Du hast schon Recht. Für die niedrigen Steuern, Notargebühren etc. seid Ihr zu beneiden. Und trotzdem, Du kennst ja den Schweizer Witz (und es gibt verdammt viele Witze über Schweizer): “Woran erkennst Du, dass Du über die Schweizer Grenze gekommen bist? Die Kühe sind hübscher als die Frauen”. Also, Nico – in dem Sinne: Geld ist nicht alles. 🙂

  65. @Tobs Jetzt ist klar weshalb 80% der deutschen Einwanderer Frauen sind 😀 Die Liebe zum Geld haha.

    Ein Deutscher will in einer Bank in Zürich Geld anlegen. «Wie viel wollen sie denn einzahlen?», fragt der Bankangestellte. Flüstert der Mann: «Drei Millionen.» «Sie können ruhig lauter sprechen», sagt der Bankangestellte. «In der Schweiz ist Armut keine Schande.»

  66. Eben wurde ja festgestellt, dass heute eine fröhliche Gesellschaft bestünde. Und Nico kann so was nehmen, da bin ich mir sicher! Deswegen nix für ungut, wobei einen hätte ich noch (und höre dann auf):

    Ein Deutscher erzählt einem Schweizer einen Witz. Der Schweizer unterbricht den Deutschen und fragt: «Du weisst, dass ich Schweizer bin, oder?» Daraufhin der Deutsche: «Tut mir leid, soll ich langsamer sprechen?»

  67. @Nico

    Tja, es kann eben nur einer der Geilste sein! Herzlichen Glückwunsch! 😉
    Da muss ich jetzt aber auch herzlich lachen! 😉

  68. Ach ich hab kein Problem mit Humor.
    “In Zermatt nennen die Einheimischen die Deutschen Störche. Grosse Klappe, Drang nach Süden.”

  69. Merkel, Scholz und und Spahn fliegen über Deutschland.

    Sagt Merkel: “Wenn ich einen 100 Euro Schein runter werfe, dann freut sich ein Deutscher!”

    Sagt Spahn: “Wenn ich zehn 10 Euro Scheine runter werfe, dann freuen sich zehn Deutsche!”

    Sagt Scholz: “Wenn ich hundert 1 Euro Stücke runter werfe, dann freuen sich hundert Deutsche!”

    Dann sagt der Pilot: “Wenn ihr nicht bald euer Maul haltet, dann werfe ich euch runter und es freut sich ganz Deutschland!”

  70. Oha, je später der Abend desto flacher die Witze…

    Aber ne tolle Diskussion wer die geilsten Steuern hat. Wie ich eben hörte gibts in der Schweiz dann sogar auch die Grunderwerbssteuer. Wie aber so oft ist man sich nicht sicher, in welcher Schlucht sie in welcher Höhe erhoben wird. Aber ne Schaumweinsteuer habt ihr sicher nicht! Wozu auch so ohne Kaiser und ihne Flotte sowieso. Aber Thorsties Kommunisten wollen mit ihr nun auch das letzte Stück deutscher Großmacht abschaffen…

    Der größte Vorteil aber am gemeinen Schweizer ist, dass er kein Österreicher geworden ist. Immerhin 😉

  71. @morphyencore
    Klar, Zustimmung von mir. Aber der ‘Durchschnitt” macht eben jede,r mehr oder weniger alle Lebenszyklen durch.
    Die gut verdienende Akademikerin in Steuerklasse 1 hat eben im Zweifel die ersten 30 und die letztes 30 Jahre des Lebens profitiert bis hin zum kostenfreien Medizinstudium und 3 Jahre versicherter Elternzeit pro Kind aber irgendwann zwischendurch geht es ans Geld verdienen und sein Scherflein 10 Jahre abdrücken als Stkl 1 & kinderloser Single. Dann kommt die Idee auszuwandern weil ja die GEZ so teuer ist. Ja ja.

    Aktien
    Mein Depot hat allein im Juni 6-stellig zugelegt. Da kann ich nicht viel dafür. Da rege ich mich doch nicht über 28% (unrealisierter) Steuerbelastung auf die vielleicht mal später auf mich zukommen. Finde ich OK.

  72. @42sucht21

    “Mein Depot hat alleine im Juni Sechsstellig zugelegt.”

    Oh ha Herzlichen Glückwunsch! Da möchte ich auch hin, aber zu erst muss das Depot erstmal Sechsstellig werden. Wie lange hast du dafür gebraucht?

  73. Naja, wenn dann in der Schweiz die Kursgewinnsteuer kommt, was bestimmt mal kommt, es dauert bei uns immer länger 🙂
    Werde ich über eine Vermögensverwaltende gmbh nachdenken.
    Dazu brauche ich dann Fachleute die mich beraten, unser Vorteil, da wir bei unseren lieben Nachbarn abgucken Können , wie man es macht oder nicht macht.
    Aber es wird dann leider wieder komplizierter.
    Kt. Zug ist glaub gut für eine Firma.

  74. @Josef Genau und rückwirkend 🙂 Die Jungsozialisten haben ja immer schöne Ideen bei uns, aktuell wollen sie alle über 100 Mio. Vermögen enteignen, um den Klimaschutz zu fördern. Lustig finde ich dass es immer nur um Aufmerksamkeit geht, denn so dumm schätze ich sie auch nicht ein dass sie genau wissen dass solche Dinge nicht funktionieren.

  75. Zwangsweise Abgaben an den Staat sind Steuern. Egal ob sie Steuern oder Abgaben genannt werden. Der Hinweis auf einen Steuersatz unter 30% mit Verweis auf den Grenzsteuersatz, das Verschweigen aller anderen Zwangsabgaben ist typisch. Es öffnet die Tür zu weiteren Steuererhöhungen.
    Die große Koalition hat ihr Wahlversprechen gebrochen : die Steuer “Soli” ist noch immer vorhanden. Immos werden dadurch attraktiver, Dividenden unattraktiver.
    Die CO2-Abgabe ist eine weitere Steuer.
    Man sollte das Kind beim Namen nennen und es nicht als “Abgabe” oder “Beitrag” kaschieren.

  76. Den Vogel schießt die Rentensteuer ab.
    Das Geld geht sofort an andere. Kein Kapitalstock, das Geld ist weg und wird von anderen konsumiert. Man erwirbt lediglich Berechtigungspunkte mit ungewissem Ausgang.
    Seit Jahren und mit steigender Intensität wird das Ablaufdatum und an anderen Variablen manipuliert, was einer Rentenkürzung gleichkommt.
    Würde jemand so eine Kapitalversicherung abschließen , bei der sich ständig die Leistungen ändern ?
    Die Stimmen, die dem bisherigen System ein Versagen vorwerfen mehren sich. Gemäßigte verweisen auf die Demographie. Unbelehrbare wollen weitere Bevölkerungsgruppen in die staatliche Rente zwingen oder sogar die Immigration beschleunigen. Das Ergebnis wäre verheerend. Zunächst würde sich das System kurzzeitig stabilisieren, dann würde die Problematik geballt zurückkehren: jeder, der Anrechtspunkte hat will aus dem System auch wieder Geld herausbekommen. Ein schlechtes System kann durch die Aufnahme neuer Zahler nicht besser werden. Ohne Staatsfonds läuft uns , den Steuerzahlern, die Zeit davon. Auch deswegen sind Aktien und Immobilien für das Alter essentiell und beste Investition , denn der Staat spart nicht an, er verschuldet sich im Zweifelsfall und lässt die Währung und damit die Schulden allmählich entwerten. Aktien und Immobilien ( und andere Assets wie Gold) sind der private und inflationssichere Kapitalstock, den der Staat – noch nicht – bereit ist anzusparen.

  77. @ Thorsten
    genau so sehe ich es auch. Die GEZ “Gebühr” ist auch eine Steuer. Damit erkauft man sich ein unterirdisches Programm und versorgt hunderte Altpolitiker die fette Pensionen bekommen.
    Deshalb kann ich nicht verstehen, dass die Schweizer, die immerhin die Wahl hatten diese Rundfunkabgabe bei sich abzuschaffen- dagegen gestimmt haben.

    Das Problem ist nicht nur die reine Einkommensteuer sondern die ganzen Sozialabgaben. Und es hört ja da nicht auf. Vom versteuerten Geld kauft man Dinge und zahlt wieder 19% Mehrwertsteuer. Auf jede Bewegung zahlt man weitere Steuern. Dazu die höchsten Strompreise in Europa.
    Aber Scholz und Co. fällt nichts weiteres ein als immer noch höhere Steuern zu fordern. Wie erbärmlich. Die höchste Abgabenquote der Welt haben wir schon, aber hey, es geht immer noch ein paar Prozentchen höher…

    Für die Steuerfreiheit auf Kursgewinne seid ihr Schweizer definitiv zu beneiden! In kaum einem anderen Land wird man als Aktionär so schlecht behandelt wie in Deutschland.

    Ich selbst (habe Schweizer Pass) würde sofort eine Auswanderung in die Schweiz in Betracht ziehen. Allerdings hält mich die Familie davon ab. Meine Kinder sind hier so stark verwurzelt mit Schule, Kindergarten, Fussballverein usw., dass ich Ihnen das nicht antun möchte woanders komplett von null anzufangen.

    @ Nico Meier
    in Zermatt war ich vor drei Jahren mit meinem Sohn zum Skifahren. Ich habe nie ein besseres, schöneres Skigebiet gesehen (und ich habe bestimmt 20 gesehen, inkl Portes du Soleil usw.). Fantastisch die Bergwelt mit Matterhorn, Dufourspitze, Dom usw.

    Heute Abend drücke ich natürlich der Schweiz die Daumen!

  78. Meckert nicht so viel über die (in der Tat) sehr hohe Abgabenlast in D. Sonst bekommt ihr (wie ich gelegentlich) hier von den Blogjüngern eins auf den Deckel ;o). Spaß beiseite: Dies dürften mit Gründe sein, warum Leistungsträger – wie von Tim im Artikel berichtet- zunehmend D verlassen. Ich hatte es am Dienstag darüber mit dem Urologen (ja, da sollte man als Männlein auch gelegentlich mal hin zum Check). Auf meine Frage ob er nochmal Medizin studieren würde kam die Antwort: “Ja. Aber nach dem Studium besser in die Schweiz oder nordische Länder, eine eigene Praxis in D lohnt wirtschaftlich immer weniger”. Er bekommt pro Kassenpatient im Quartal eine Pauschale von ca. 18 € und könnte ohne Privatpatienten dicht machen. Soviel zu den super Einkommen in D. Gleichzeitig zahlt man z.B. als freiwilliger gesetzlich Versicherter mit derzeit rund 911 € auch nicht gerade wenig Krankenkasse monatlich (AG+AN).

  79. “Aber Scholz und Co. fällt nichts weiteres ein als immer noch höhere Steuern zu fordern”

    Der Unterschied von Deutschland und der Schweiz sind nicht die Politiker. Unsere würde genauso gerne immer neue und höhere Steuern einfordern. Es ist das System, in der Schweiz wird von unten nach oben regiert und in Deutschland von oben nach unten. Steuererhöhungen oder neue Steuern müssen bei uns vom Volk abgesegnet werden, das schützt vor übertriebenen Übergriffen.

    So gibt es auch Abstimmungen welche man in Deutschland nie verstehen kann, wenn das Volk eine Woche mehr Ferien ablehnt. Aber man sieht eben auch die Konsequenzen, aller Wohlstand muss auch irgendwo erarbeitet werden und fällt nicht vom Himmel.

    Natürlich kommen so auch Entscheide raus, die einem persönlich nicht gefallen. Links redet dann gerne von Volksdiktatur und Rechts von Mediendiktatur. Solange beide Pole unzufrieden sind, bin ich aber beruhigt und es zeigt, dass es einigermassen ausgewogen ist.

  80. @ Bruno
    Wobei sich die Schweiz gelegentlich anhören muss, dass die direkte Demokratie die Diktatur des Pöbels sei…

    Ich wage mal zu behaupten, dass die Mehrheit der Deutschen sogar für höhere Steuern stimmen würde solange es eben “die da oben, die Reichen” (mehr) treffen würde. Neidgesellschaft eben.

  81. @Stefan
    Ich schreibe sehr hart, in der Hoffnung , das einige der verträumten Systemlinge hier aufwachen. Der Staat gibt uns nichts, wir sind der Staat und lassen uns durch die gewählten Politiker vertreten.

  82. @Thorsten

    “Gemäßigte verweisen auf die Demographie.”

    Die Rentenbezugsdauer hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt….

    Ist das System tatsächlich kaputt oder sind es politisch falsche Entscheidungen, welche korrigierbar sind?

    Andererseits… warum hyperventilieren Fire-Anhänger über die gesetzliche Rente? Hat man ein Problem damit anderen den Ruhestand viel später zu gönnen? 😉

    Selbstverständlich muss man zusätzlich vorsorgen, keine Frage!

  83. @Bruno
    “Es ist das System, in der Schweiz wird von unten nach oben regiert und in Deutschland von oben nach unten”

    In Deutschland gibt es ein starkes Obrigkeitsdenken. “Wenn etwas nicht geht, dann müssen die da oben es richten”.

    Der Deutsche lebt in einer Art Vollversicherung. Es muss immer einen geben, der etwas für einen tut, wenn etwas nicht funktioniert. Also einem Geld gibt wenn man alt ist oder arbeitslos. Die Sozialabgaben (Steuern !) sind im Grunde genommen Versicherungsprämien. Da spricht der Deutsche drauf an. Alles wird versichert vom Hund bis zum Tod. Da passt auch wieder die Miete zu, eine Art “Wohnversicherung”. Bloß keine Verantwortung, man kann ja Flexibilität als Argument vorschieben.

    Selbst tun, selbst sparen, in Eigentum wohnen, Wohnraum zur Verfügung stellen (“Vermietung”), ein Business aufbauen. Das ist dem Deutschen eher fremd…..und die, die es wagen werden von Linken und Systemlingen schikaniert.

    Die Reichen flüchten, der Mittelstand blutet. Wie war das bei der unsäglichen Erbschaftsteuer ? Mit Mühe hat man den Schaden begrenzt, sonst hätten Familienbetriebe schließen müssen.

  84. @Thorsten
    “Den Vogel schießt die Rentensteuer ab.
    Das Geld geht sofort an andere. Kein Kapitalstock, das Geld ist weg und wird von anderen konsumiert.”

    Genauso ist es. Es handelt sich um ein Umlagesystem. Das eingezahlte Geld wird nicht produktiv angelegt und kann daher auch grundsätzlich keine Rendite erwirtschaften (außer ggf. über Produktivitätssteigerungen). Und das jahrzehntelang. Ist fast so, als würde jemand 40 Jahre lang sein Geld auf ein Sparbuch legen. Aktuell angedachte “Aktienrenten”-Konzepte kämen jedenfalls für die Babyboomer zu spät. Da ist “der Zug längst abgefahren”.

  85. @Sparta
    ich kann gar nicht schnappatmen . Sitze hier gemütlich mit 2 Katern und Kaffee und freue mich über die teils guten Beiträge hier.

    Ich denke an meine Kinder, wie sollen die denn noch Wohneigentum bilden ? Ich glaube Erbschaft und Schenkung kommt in Zukunft bei den Familien eine wichtige Rolle zu. Wehe die Roten kommen dran , verbaerböcken die Erbschaftssteuer und klauen meinen Kindern das Haus. 😉

  86. Die Erbengeneration wird es gut haben, viele werden gut davon profitieren (wir leider nicht). Wer diese Konstellation nicht hat, muss eben buckeln und selbst etwas erreichen. Möglich, ohne Frage! Aber nicht immer so einfach wie gerne geschrieben wird.

    Aber in D u.a. auch wegen weiterhin hoher Bürokratie (Ämter, Patentrecht, Finanzamt, Paragrafen, hohe Papiergläubigkeit etc.) und vieler Anforderungen für Fremdkapital herausfordernd z.B. für Gründer. Ich bekomme nebenberuflich bei Immobiliengutachten für Kunden einiges mit in dieser Richtung, oft verhageln Banken gute Ideen und dann geht die Rennerei los.

  87. Hier eine Initiative aus dem Umfeld “ACATIS”.

    https://www.altersvorsorgedepot.de/

    Wenn so etwas käme, auf Gebühren achten. Ich würde gesetzlich “kostenloses Depot, verbunden mit Steuernummer” und “Meldepflicht bei Auszahlung an das FA” einrichten, damit nicht Dritte den Rahm abschöpfen wie derzeitig bei Riester und Basisrente .

  88. Ralf, schon mal auf die Idee gekommen, dass der Arzt, der Dir da gerade was vorjammerte, als er Deine Prostata befühlte, einfach nicht repräsentativ ist bzw. einfach nur ein eigenes Problem hat? Vielleicht war er auch kein Vertreter der Hochintelligenz oder Leistungsträger, denn das ist nun mal nicht jeder Arzt per definitionem.

    Schau doch mal bitte auf die Fakten: Du kannst Dir alle Gehaltsstatistiken reinziehen, deutsche Ärzte verdienen vergleichsweise nicht schlecht, weder inländisch noch im Vergleich zu den – meisten – Ländern. Ja, vielleicht nicht alle top. Aber entschuldige mal bitte, wenn ich top verdienen möchte, muss ich auch als Arzt entweder fachlich oder unternehmerisch engagiert sein. Das möchten aber viele Ärzte nicht. Viele Ärzte möchten eine ruhige Praxis haben, lamentieren dann aber, wenn sich davon kein großbürgerliches Leben finanzieren lässt. Andererseits gibt es auch sehr fleißige Vertreter, die kein Risiko scheuen, die keine Personalverantwortung scheuen, die MVZs hochziehen und den Arsch hochkriegen. Das sind die, die den Porsche aus der Portokasse zahlen. Und das ist auch total in Ordnung, weil wir immer noch in einer Leistungsgesellschaft leben.

  89. Dieser Arzt ist definitiv von der fleißigen Sorte und hat eine volle Praxis. Ein Arzt erhält pro Kassenpatient und Quartal eine Pauschale, unabhängig von der Anzahl der Besuche, der Diagnose oder der Behandlung. Diese liegt recht niedrig je nach Fachgebiet. Das sind nun mal die Fakten auch wenn es dir nicht passt. Auch darum werden viele Leistungsträger wie von Tim beschrieben D den Rücken zu kehren. In einer Leistungsgesellschaft leben wir? Diese Aussage könnte man zunehmend breit diskutieren, dass überlasse ich aber anderen. Mir genügt ein Blick auf die steigenden Ausgaben für bestimmte Bereiche….

  90. @Thorsten

    Ab und an intrinistische Motivation aus Angst zu holen ist ja durchaus legitim!

    Dauernd und nur zu motzen… stelle ich mir aber nicht schön vor.

    Da müsstest Du Dir ab und an ne Sonntasgspredigt von Free reinziehen! 😉

  91. Vielleicht war der Arztberuf als Beispiel etwas schwierig. Ein rein kapitalistischer Arzt der darauf aus ist seinen Profit zu maximieren, nehmen wir ein Chirurg, der sich spezialisiert, Blinddärme rauszuschneiden. Er macht dafür dann auf Social Media etc. gross Werbung, auch präventiv sich den Blinddarm rauszuholen für eine Pauschale, da man sich so Schmerzen im Falle der Fälle wenn er sich tatsächlich entzündet erspart. Er baut eine Fabrik auf wo im Akkord die Dinger rausgehauen werden. Vielleicht gibts noch Mengenrabatt wenn man 2 Freunde auch gleich mitbringt 😉

    Ich bin auch kein Freund dieser Fallpauschalen, ökonomisch vielleicht sinnvoll, aber ob es für den Patienten die beste Lösung ist? Vielleicht braucht ein Patient weder eine OP noch Medis sondern einfach eine Lebensstiländerung, wozu es Beratung und Überzeugungsarbeit bräuchte, das ist aber nicht mehr möglich in der heutigen Zeit.

    Aber davon profitieren natürlich auch unsere Pharma-Aktien, gibt immer 2 Seiten der Medaille.

  92. Ich habe vorhin mit einem 34-jährigen aus Sachsen gesprochen, der seit 3 Jahren in der Schweiz lebt (Mama hat ihm was verkauft aus der Garage).

    Ich fragte ihn nach den Steuerunterschieden.

    Er meinte, ja, in Deutschland seien die Steuern höher, dafür sei der Zahnarzt und die Krankenkasse mit drin (anders als in der Schweiz).
    Und in der Schweiz hast du eine Franchise (jährlicher Selbstbehalt) und zusätzlich 10% Selbstbehalt bei allen medizinischen Kosten (und Zahnarzt zahlt die Kasse gar nicht).

    Dadurch relativiert sich das, meinte er.

    @Bruno

    Ich bevorzuge Sim City, habe ich früher gerne gespielt.

    Ich bevorzuge inzwischen Cities Skylines.
    Das ist ähnlich wie Sim City, aber noch besser.
    Kann ich dir sehr empfehlen.

  93. @Bruno: Richtig erkannt. Ich habe aber Verständnis wenn manche Ärzte nach langem Studium dann auch das Ausland vorziehen. Auch aus finanziellen Gründen.

  94. Bruno, Du darfst nicht vergessen, dass es zwei Seiten der unternehmerischen Ambitionen gibt. Natürlich ist Gewinnstreben eine starke Triebfeder. Aber auf der anderen Seite entstehen hierdurch sichere und gut bezahlte Jobs für andere. Das kennst Du doch aus eigener Anschauung. Das ist gesellschaftliche Wertschöpfung von in der Regel wenigen, die das große Rad für viele drehen. Die ihrerseits ins Risiko gehen, samstags arbeiten, auch sonntags manchmal, und das nicht nur tun, um irgendwas hochzuskalieren. Das wird immer so gerne vergessen. Wir leben leider Gottes in einer sehr neurotischen Gesellschaft, in der jeder einen Furz intellektuell überdehnt und sich und seinen eigenen Beitrag maßlos überschätzt, und das durch alle Schichten und alle Berufe weg. Aber sorry, Du musst eben auch wirklich was bringen, wenn Du nicht nur – relativ gut – sondern top top sein und bezahlt werden willst. Und seien wir doch ehrlich: Das kann auch gar nicht jeder von seinen Voraussetzungen, aber das ist nicht opportun zu äußern. Grundsätzlich ist das auch total ok, solange die anderen, die den normalen Einsatz bringen, deswegen trotzdem eine anständige und glückliche Existenz führen können. Und meines Erachtens geben das die Arzt-Löhne locker her. Aber für den Porsche muss man halt auch mal bluten, und kann nicht über Life Work Balance fabulieren oder von finanzieller Freiheit schon mit 40 träumen. End of story.

  95. @Tobs Einverstanden, ich meinte nur der Arztberuf als Beispiel ist hier halt schwierig, ist ein guter Arzt auch ein erfolgreicher Arzt? Kommt halt auf die Fachrichtung/Spezialisierung an. Aber nehmen wir einen Hausarzt in einem Dorf, ist er ein guter Arzt und gibt dem Dorf gute Ratschläge, wie sie gesund leben, sich gesund ernähren, viel bewegen, im Winter vielleicht noch Vitamin D supplementieren etc. dann ist er zwar ein guter Arzt aber hat immer weniger Patienten im Wartezimmer, weil diese gesünder werden 😉 Aber sonst generell bin ich mit Dir schon einverstanden, auch was den Einsatz angeht. Und viele Ärzte leben ja auch gut, Zahnärzte auch, mein Zahnarzt fährt immer den neusten AMG Mercedes, ich mag ihm den gönnen, ich möchte nicht tauschen beruflich.

  96. Bruno, so ist. Es steht auch jedem frei, und es ist auch gut, mal in das Ausland zu gehen. Aber was Ralf schreibt ist depperl, weil er es so darstellt, als wenn deutsche Ärzte Wirtschaftsflüchtlinge sind, die deswegen unserer Land verlassen. Ärzte, die nicht ins Ausland gehen wegen Forschungsaufenthalten, Neugier, interkulturellen Spass, der Liebe wegen etc., sondern nur des Geldes wegen verfolgen ja in der Regel eine Optimierungsstrategie. Das heißt, nicht wenige von ihnen gehen dann deswegen ins Ausland, weil sie bei gleicher Arbeitsbelastung mehr Geld bekommen. Das ist auch ok. Aber man darf eben bitte nicht vergessen, dass es auch andere gibt, die nicht nur optimieren, sondern bereits sind, auch über die Maßen zusätzlich auf den Erfolg einzuzahlen. Die fragen sich dann nicht so eine Frage wie: “Bekomme ich in UK oder in der SUI 160.000 p.a. statt hier ja nur 115.000 p.a. Ich kenne eine Person mit einem sehr großen MVZ. Sie hatte einen sehr guten angestellten Arzt, dem sie einen Equity Piece anbot, damit er mit reinklotzt im Aufbau. Der zog es vor nach Niederlanden zu gehen, weil er dort eben für eine 38h Woche mit allen Gratifikationen knapp 200 p.a. machen konnte. Fair enough, habe ich nix dagegen. Wäre er aber hier geblieben, hätte die Hemden hochkrempelt und reingeklotzt, dann hätte er einen vielfachen Hebel auf dieses Salär. Mich bitte hier nicht falsch verstehen. Es muss nicht jeder der irre Malocher oder das Unternehmer-Genie sein. Aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf, die Ärzte verlassen Deutschland wegen Not und Elend. Wenn es nicht die ehrgeizigen sind, die sich gezielt irgendwo weiterentwickeln wollen, oder die, einfach Lust auf Ausland haben, dann ist das die Instagram-Generation, die für noch weniger noch mehr haben möchte. Sry, da kann ich mich nur wegschießen vor Lachen.

  97. Erste Impfzentren schliessen, da zu wenig Nachfrage. Dabei sind erst 36% vollständig geimpft. Wenn sich das nicht mal rächt im Herbst, es sind dann wohl wieder Leute aus diesen 64% nicht Geimpften welche dann über die Massnahmen jammern.

    “Die Impfquote bei Pflegepersonal in Altersheimen und in Spitälern sei tief: Rund 40 Prozent. Deutlich höher, teilweise bei 100 Prozent, sei die Quote auf den Intensivstationen.”

    Die auf den Intensivstationen wissen warum. Das ist schade, insbesondere da es nie einen 100% Schutz gibt und Mutationen so rascher zirkulieren können. Im Winter wollten noch 70-80% sich impfen, die Sommerferien sind nun anscheinend wichtiger. Impfstoff wäre jetzt mehr als genug vorhanden, ich weiss nicht was man mit dem überflüssigen Impfstoff nun macht, vermutlich vernichten. Andere wären froh drum.

  98. Ich werde nächsten Montag mit Biontech geimpft. Muss aber auch sagen, dass ich nicht gerade begeistert bin so einen unerprobten neuen Wirkstoff zu bekommen. Wer weiss schon ob es nicht doch Langfristfolgen gibt. Habe mich zwar ausführlich mit mRNA Impfstoffen beschäftigt aber ein ungutes Gefühl bleibt.
    Habe auch gehört, dass sich gerade viele Ärtze nicht mit Biontech impfen lassen. Aber wie man es macht ist es verkehrt…
    Man wurde jetzt halt monatelang mürbe gemacht und eine Angst sich anzustecken ist definitiv da.

  99. @Josef
    bei mir sind einige Bio/Medizintech Aktien recht gut gelaufen. Eigentlich will ich seit ca. 2013 einen Core-Satellite Ansatz mit Welt-ETF Portfolio als core aber ich muss sagen einige Satelliten haben inzwischen eine ziemliche Größe, also eher Monde. Manche habe ich aber auch schon 25 Jahre oder so.

    @N
    Juni ist nun leider auch nicht ein durschnittlicher Monat gewesen 😉 Aber das mit dem rollenden Schneeball stimmt schon. Bis das Depotvolumen eine nenneneswerte Größe hatte waren es einige Jahre, jetzt geht es immer schneller. Als Halbwaise hatte ich nach einer langen, interessanten Studienzeit (2 sehr unterschiedliche Fächer) trotz jobben, Waisenrente und Stipendium aus damaliger Sicht ziemliche Bafögschulden. Die wollte ich unbedingt schnell tilgen ansonsten war mir Geld eigentlich egal. Habe dann in verschiedenen Ländern gern gearbeitet um etwas zu erleben. Ich brauche aber nicht viel Geld für meinen Lebensstil. So kam dann eins zum anderen. Ich bin neben Aktien auch direkt in Immobilien investiert. Das A&O ist natürlich wie so oft erwähnt ein einigermaßen hohes Gehalt. Ohne Bafög und Waisenrente hätte ich dieses finanzielle Resultat wohl nicht erreicht.

  100. @Stefan
    Es sind keine Langzeit-Nebenwirkungen bekannt von Impfstoffen, generell nicht und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit mRNA-Impfstoffen nicht. Dieser wird innert weniger Tage wieder vollständig abgebaut.
    Langzeitige Impfschäden ist ein anderes Thema, aber diese kommen nicht irgendwann nach Jahren sondern innert Tagen oder weniger Wochen, diese können aber mittlerweile mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, da der Impfstoff an Mio. von Leuten getestet wurde mittlerweile.

    Darüber hat man jetzt mehr als genug Daten, kein Impfstoff wurde wohl derart breit getestet in der Geschichte der Menschheit.

    Ich habe ja auch eine kritische Ärztin im Haushalt und sie hat sich längst geimpft, aber ein kritischer Blick finde ich gut und wichtig, auch bin ich gegen einen Impfzwang, die Vernunft soll siegen.

    Auch hier halt viele Mythen und Verschwörungstheorien, wie Veränderung der DNA, Verhinderung von Schwangerschaften oder ähnliche wilde Storys, was jeglicher Grundlage entbehrt.

    Nebenwirkungen gibt es aber sehr oft, und vielleicht auch etwas mehr als bei andern Impfstoffen, aber harmlos.

    Aber wie bei allem im Leben, eine 100.0% Garantie gibt es nicht!

  101. @ Bruno

    Danke für deine Reaktion auf meinen Post.

    Also Impfpflicht geht überhaupt gar nicht. Das ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und ist nicht zu rechtfertigen. In Deutschland gibt es faktisch eine Impfpflicht bei Masern. Kein Kind darf in Kindergarten oder Schule ohne diese Impfung. Meine Kinder sind beide geimpft gegen die üblichen Kinderkrankheiten, so eben auch gegen Masern. Bin ja auch kein Impfgegner.
    Trotzdem empfinde ich solch staatlichen Zwang als eine absolute Zumutung. Es gibt ja auch so Öko-Eltern die das eben nicht wollen für ihr Kind. Und da Masern bei uns nahezu ausgerottet sind ist das noch weniger zu rechtfertigen.

    Diese Verschwörungstheoretiker…da kann man nur den Kopf schütteln. Bill Gates will die Leute “chippen”, hätte das Virus erfunden um noch reicher zu werden…wie verblödet kann man sein um so was zu glauben? Oder diese QAnon Anhänger…das ist ja noch unglaublicher. Hillary hält sich kleine Kinder in Kellern um deren Blut zu trinken…wow.

  102. @Stefan

    Ich werde nächsten Montag mit Biontech geimpft. Muss aber auch sagen, dass ich nicht gerade begeistert bin so einen unerprobten neuen Wirkstoff zu bekommen. Wer weiss schon ob es nicht doch Langfristfolgen gibt.

    Ja, ich habe auch Biontech/Pfizer erhalten. Und du siehst ja, was aus mir geworden ist:
    Ein Spinner.

    @Bruno

    Erste Impfzentren schliessen, da zu wenig Nachfrage. … Wenn sich das nicht mal rächt im Herbst…

    Tut es jetzt schon.
    Meiner Ansicht nach hat diese Woche die 4.Welle in der Schweiz begonnen.

    Nach meinen eigenen Berechnungen sind die Fallzahlen bereits wieder am Steigen.

    Schau dir mal die Fallzahlen von gestern an und vergleiche sie mit letztem Donnerstag.
    Und dann von heute und letzten Freitag.

    Gestern stiegen die Zahlen im Vergleich zum selben Wochentag der Vorwoche von 120 auf 172, was einer Zunahme von 43% entspricht.
    Heute im Vergleich zum Freitag letzter Woche von 109 auf 158, was einer Zunahme von 45% entspricht.

    Klar könnten diese beiden Tage Ausreisser sein.
    Aber bisher fielen die Fallzahlen um 40-50% pro Woche.

    Ich behaupte: Die tiefsten Fallzahlen haben wir letzte Woche gesehen.
    Am 25.Juni wurden 109 neue Infektionen bekannt gegeben.
    So einen tiefen Wert sehen wir nicht mehr dieses Jahr.

    Daraus leitet ZEN INVESTOR für die Corona-Fallzahlen der Schweiz folgende

    * * * P R O G N O S E * * *
    ab:

    1. Der 25.Juni bleibt bis ende Jahr der Tag mit der niedrigsten Zahl
    der bekannt gegebenen Fallzahlen. Ein Wert von 109 wird 2021 kein einziges mal unterschritten werden.

    2. Im ganzen Sommer (Juli und August) ist meiner Zunahme der täglichen Neuinfektionen um etwa 25 bis 50% pro Woche zu rechnen.

    3. Der 7-Tage-Schnitt wird anfang August zwischen 300 und 400 Neuinfektionen pro Tag liegen.

    4. Der 7-Tage-Schnitt wird anfang September zwischen 900 und 1’600 Neuinfektionen pro Tag liegen.

    5. Der 7-Tage-Schnitt wird anfang Oktober zwischen 2’700 und 6’400 Neuinfektionen pro Tag liegen.

    6. Der Bundesrat wird frühestens im September, spätestens im Oktober die Corona-Massnahmen verschärfen.

    7. Am Montag, 5.Juli 2021 werden zwischen 300 und 350 Neuinfektionen gemeldet.
    Die weiteren Infektionen nach Wochentagen, basierend auf 30-40% Zunahme
    im Vergleich zur Vorwoche wären:
    5.Juli 310 – 335
    6.Juli 168 – 181
    7.Juli 168 – 181
    8.Juli 224 – 241
    9.Juli 205 – 222

    8. In Deutschland wird nächste oder übernächste Woche der Tiefpunkt bei den Fallzahlen erreicht, danach gibt es auch da steigende Fallzahlen.

    Es sind 8 konkrete Prognosen.
    Wenn 4 oder 5 eintreffen, war die Prognose relativ gut.
    (Oder gibt es sonst jemand, der jetzt schon so konkrete Prognosen machen kann?)

    Wenn 6 oder 7 Prognosen eintreffen, war das schon sehr gut.

    Wie ist eure Meinung zu den schweizer Fallzahlen.
    Sind wir in einem steigenden oder sinkenden Trend?

    Bedenkt: Alle Medien sind sich einig, dass die Fallzahlen derzeit sinkend sind.
    Nur ich stelle mich dagegen und behaupte, wir sind am Anfang eines Aufwärts-Trendes.
    Das bezieht sich alles nur auf die Schweiz.

  103. @ ZEN
    “Ja, ich habe auch Biontech/Pfizer erhalten. Und du siehst ja, was aus mir geworden ist:
    Ein Spinner.”

    Ich behaupte mal, dass du das lange vor der Erfindung des Impfstoffs warst ;-)))

  104. @42sucht21
    wow…das ist aber echt eine Super-Performance, gratuliere 🙂
    Mein Aktienvermögen hat dieses Jahr auch ordentlich zugelegt, es freut mich schon, aber es ängstigt mich auch ein wenig, man möge mir verzeihen.

    @Zen Investor
    auch ich sehe den Beginn der 4.Welle in der CH, in Israel steigen die Fallzahlen, das muss man dann schon sehr im Auge behalten.

    @Bruno
    warum sich Pflegefachkräfte nicht impfen lassen erschliesst sich mir einfach nicht, sind die nun echt zu blöd? Sorry, da hab ich langsam auch kein Verständnis mehr für. Bei uns waren es auf der IPS glaub 3 von über 50 Festangestellten, 1 davon wollte erstmal abwarten, 1 davon wollte gerade schwanger werden und 1 hat eher sowieso einen Vollschuss. Was nun daraus wurde weiss ich aber auch nicht.

    @Thorsten,
    freu Dich doch, dem Baerböckchen spucken sie gerade ordentlich in die Suppe, ich frage mich ob hinter der saarländischen Grünenpolitikerin mit russisch klingendem Namen nicht der KGB stand, ich musste schön lachen.

  105. @Thorsten
    Und wenn du uns erzählst die Taube ist ein Papagei, dann muss das auch nicht stimmen. Du kannst dir das natürlich so hindefinieren und rausposaunen – was die Leute dann über dich denken musst du dann verantworten. SozialVERSICHERUNGsabgaben sind keine Steuern – da kannst du dich auf den Koof stellen und wütend mit den Fäustchen gegen die Wand hauen.

    Leistungsträger wandern aus: Ja, das passiert. Aber alle die ich kennen und die das getan haben, haben das nicht des Geldes wegen getan. Dazu sollte man sich nicht überhöhen – die meisten halten sich für Spitzenpersonal und sind am Ende doch schnell ersetzt – sei es durch junge, hungrige Aufsteiger oder Menschen aus Osten und Süden – die warten oft auf gute Chancen. Die Wirtschaft investiert in Deutschland weil die Bedingungen und die Infrastruktur doch ziemlich gut sind. Und solange diese das tun werden sie genug Leute haben. Ich bin auch einst aus meinem Bundesland “ausgewandert” und betreibe jetzt “Aufbau West” (wie mein Prof scherzhaft meinte). ist halt so – gibt es einen Mangel wird sich mitten in Europa dieser fix ausgleichen.

  106. Interessant, passend zu diesem Thema hatte mich diese Woche ein Headhunter angesprochen ob man nicht in die Schweiz mag. Nur wäre der Faktor -währungsbereinigt- 1,2 bis 1,3 sodass ich befürchte die höheren Lebenshaltungskosten kompensieren (ggf. sogar überkompensieren) das höhere Einkommen.
    Schwere Entscheidung denn die politischen Rahmenbedingungen in D sagen mir immer weniger zu. Jedoch hört man auch einiges von Vorbehalten gegenüber Deutschen in der Deutsch-Schweiz, wenn man in D schon schwer Anschluss findet sollte es in CH noch anspruchsvoller sein..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *

Ähnliche Beiträge