Jens bekommt lebenslang 500 Euro Dividende aus Aktien. Er fing gerade an. So hat er es gemacht

Ich bin 52 und im öffentlichen Dienst beschäftigt. Gerne stelle mein Depot zur Verfügung, welches ich erst seit September 2024 aufgebaut habe. Mein Augenmerk liegt in der Dividendenausschüttung, aber ich habe auch einige Value- und Wachstumswerte. Dazu auch einige kleinere, spekulative Instrumente wie ETPs, high yield ETFs und BDCs/REITs.

Ziel des ganzen Projekts ist es, spätestens in 15 Jahren einen Großteil meiner Rente als Dividenden beziehen zu können. Immerhin sind im Januar schon circa 550 € an Dividende rausgesprungen. Ich habe etwas über 200 Positionen auf drei Depots verteilt. Da ich kürzlich von Trade Republic zu Scalable umzog, habe ich den größten Teil nun bei Scalable und bei Trade Republic nur noch ein paar Bruchstücke und Bitcoin. Bei Smart Broker Plus habe ich nur drei kleine Positionen als Versuchsballon.

Wenn man alle Depots zusammenzählt, sind es ca. 115.000 €. Ich habe leider früher zu viel probiert (Systeme, Daytrading…), auch wieder mal abgekommen von der Börse, sonst wäre ich wohl viel weiter. Jung gewesen und versucht, schnell viel Geld zu verdienen. Tja…

Ach, zu den Einzahlungen noch… Ich hatte ein CFD-Depot, welches ich zu 95% auflöste und das Geld nach und nach in Dividendentitel packte. Zudem habe ich mein Sparguthaben auf dem Girokonto schrittweise investiert. Plus Sparrate und Reinvest der Dividenden kommen dazu. Mein Girokonto is nun ziemlich leer. Es ist mittlerweile alles investiert. Ok, ich habe auf dem CFD Konto noch 3000€ und Girokonto nur noch die Gehaltseingänge. Das Girokonto ist auf 400 € abgeschmolzen aufgrund meiner Investments. Es wird bis zum Monatsende reichen. 

Zur finanziellen Freiheit reicht es wohl nicht, aber ich kann die Rentenlücke stopfen

Zur finanziellen Freiheit wird es wohl nicht reichen – aber vielleicht, um die Rentenlücke zu stopfen. Ich gebe jedenfalls weiter Gas.

Mein Ziel ist es, eine Balance zwischen Wachstum und hoher Dividendenausschüttung zu finden. Etwa ein Drittel möchte ich risikoreich anlegen, wie in BDCs, REITs und und in speziell hochausschüttenden ETFs. Die restlichen Aktien sind ein Mix aus bisschen Tech und viele Klassiker wie Procter & Gamble, Pepsi und Co.

Strategisch kaufe ich nur Positionen nach, die sich bei mir im Minus befinden. Sobald sich eine Aktie im Plus befindet, kaufe ich nicht neue dazu. Ich will hier noch eine gewisse Balance im Depot konstruieren, damit keine Übergewicht von bestimmten Positionen entsteht. Da ich aber erst anfing, ist es noch ein weiter Weg, und es sind noch einige Baustellen im Depot offen. Auch sind viele kleine Positionen vorhanden, die ich anfangs per Sparplan besparte, mir aber der Kurs dann davon lief bzw. mir andere Werte wichtiger waren.

Meine Sparrate ist bei mindestens 20 % bis manchmal 50 %. Ich lebe sehr sparsam und versuche alles, was an Geld übrig bleibt, ins Depot zu stecken. Ich gönne mir allerdings zwei- bis dreimal eine Fernreise nach Südostasien im Jahr. Ansonsten lebe ich hier zu Lande eigentlich nur vom Supermarkt und fahre etwas Rennrad, für das ich aber auch nicht mehr so viel Geld ausgebe wie früher.

Das Investieren ist für mich wie eine positive Sucht geworden

Momentan empfinde ich das Investieren wie eine positive Sucht. Ich suche ständig nach Möglichkeiten, mehr Geld zu generieren, welches ich wieder investieren kann.

Ich bin seit der Dotcom-Blase an der Börse und habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Allerdings habe ich zwischendurch auch mal pausiert. Aber den Zusammenbruch des Neuen Marktes, 9/11 , Pleite von Lehman Brothers habe ich alles hautnah miterlebt.

Ich zeige dir hier einige Screenshots von meinen Depots. Ich habe sehr viele Positionen und quasi meinen eigenen ETF gebaut:

Die weißen Bilder sind alle von Trade Republic und Restbestände, da sich Bruchstücke nicht übertragen lassen.

Bei Bitcoin stehe ich im deutlich im Plus

Bei Trade Republic sind die Bitcoin, da ich aber von bitpanda zu Trade Republic diese übertrug, stimmt der Einstiegskurs nicht. Dieser ist bei etwa 35.000 € gewesen.

Das große Depot ist bei Scalable:

Die vielen schwarzen Screenshots sind alle von Scalable Capital, wo jetzt mein Hauptdepot ist.

Ich habe noch vier Positionen bei Smart Broker Plus, allerdings sind die Positionen auch teilweise noch bei Scalable, die dort bespart werden. Nur bei Smart Broker Plus habe ich damals mit diesen Positionen als Einmal-Investitionen angefangen. Später sah ich dann, dass bei Scalable die auch handelbar sind. Bei Scalable mache ich bei diesen Positionen (Incomeshares) ein Sparplanexperiment, während ich bei Smart Broker plus die Einmalinvestition einfach stehen lasse.

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netmax
1 Monat zuvor

Über 200 Positionen?
Ganz ehrlich – ein ETF wäre vermutlich die bessere Wahl, die am Ende mit hoher Wahrscheinlich mehr abwerfen würde.

Nuvolina
1 Monat zuvor
Antwort auf  netmax

Denk ich auch, ein, zwei ETFs wären die bessere Wahl.
Stockpicking ist mir zu mühsam und zu riskant (ausgenommen gelegentlich ein paar wenige Titel).

Daniel
1 Monat zuvor
Antwort auf  netmax

ich glaube das ist schon etwas schwieriger. Ich meine, Stockpicking hat ja meist etwas damit zu tun sein Depot mit Werten zu füllen die einem solide vorkommen.

Geh mal hin und mach einfach nur einen Filter auf Dividenden-ETF. Selbst die schütten oftmals recht wenig aus. Ich habe schon 1,5% gesehen und frage mich, warum man sowas nimmt statt z.B. nen Stoxx600 Europe von iShares der mehr ausschüttet.

Und selbst wenn du dann einen ETF findest der z.B. solide 2,5% ausschüttet. Bei einem Blick in die Zusammenstellung überkommt mich das gruseln. Das sind oftmals werte, davon hat man noch nie gehört und die würde man sich wohl wahrscheinlich auch nie kaufen. Zudem sind diese ETF häufig mit 30-50 Werten ziemlich konzentriert.

Ich persönlich bin auch kein Fan von Dividenden-ETF. Aber ich glaube wenn man die großen Bluechip Dickschiffe nimmt wie Coca Cola, Chevron, MünchenerRück oder BAT bzw. Philip Morris, dann reichen vermutlich schon 50 Einzelwerte um eine stattliche Dividendenperformance zu generieren und gut diversifiziert zu sein.

Walter W
1 Monat zuvor

Naja was soll man dazu sagen? Gut das du investierst und dich um deine Finanzen kümmerst!
Dennoch 200 Positionen bei nur 115.000Depotwert, was das soll erschließt sich für mich überhaupt nicht.
Da wäre mir der Aufwand v.a. gemessen an den absoluten Zahlen viel zu groß. Einen Überblick könnte ich da nicht behalten, geschweige denn es als vernünftige Strategie betrachten.
Wonach wählst du die Titel aus, und warum kaufst du nur Aktien nach, die im Minus sind?

Lad
1 Monat zuvor

“Jens bekommt lebenslang 500 Euro Dividende aus Aktien.“ In diesem Titel ist vermutlich ein Fehler. Erstens ist es zu wenig. Zweitens, in jedem Jahr bekommt man mehr Geld als Dividenden, weil man in jedem Jahr weitere Aktien kauft und viele Firmen zahlen jährlich höhere Dividenden. Also sei so nett und ändere den Titel! Und klar, Jens sollte nur 30 verschiedene Positionen halten und nicht 200.

Captn Obvious
24 Tage zuvor
Antwort auf  Lad

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Gott mal vom Himmel herabgestiegen ist und gesagt hat, man soll nur 30 Positionen halten.
Das soll jeder machen, wie er will. 200 erscheinen trotzdem Exzessiv und die Taktik nur die Verlierer nachzukaufen wird massiv Performance kosten.

Info
1 Monat zuvor

Hallo Jens,
sind die Dividenen in der Exceltabelle ganz unten Netto (Nach Kap+Soli) oder Brutto?
Danke.

Jens
1 Monat zuvor
Antwort auf  Info

Alles netto

-M
1 Monat zuvor

Wann hast Du nochmal mit dem Börsenspielen aufgehört?

Matthias
1 Monat zuvor

Für mich persönlich wirkt das Ganze völlig wild und planlos zusammengestellt. Unzählige, unnötige ETF und dazu scheinbar wahllos ausgesuchte Einzelpositionen.
Würde empfehlen das Depot mal deutlich zu reduzieren, so wird es übersichtlicher und die Einzelpositionen kann man größer halten.

Insofern man überhaupt der Meinung ist so einen „tollen“ ETF zu besparen, würde ich das auf einen beschränken, maximal zwei.

Ansonsten aber weiterhin viel Erfolg mit deiner Strategie, solange du dich damit wohl fühlst :)

Karsten
1 Monat zuvor

„…Strategisch kaufe ich nur Positionen nach, die sich bei mir im Minus befinden. Sobald sich eine Aktien Plus befindet, kaufe ich nicht neue dazu…“

IMHO einer der größten Fehler, die man machen kann.

Ansonsten schließe ich mich der Vorpostern an, ist ja schon alles dazu gesagt. Für mich nicht unbedingt eine Inspiration dieser Artikel, höchstens wie man es nicht machen sollte.

Snoo
1 Monat zuvor
Antwort auf  Karsten

Ich praktiziere genau umgekehrt Kauf bei Aktien die im längeren Trend aufwärts sind bei Schwäche nach und bei fallenden Aktien mache ich keinen Nachkauf zum verbilligten des Kurses .Bis heute die Strategie gut aufgegangen !!

Christoph
1 Monat zuvor

Hallo Jens,
zunächst Kompliment dass Du investierst.
Natürlich hätte man früher anfangen sollen, aber besser spät als nie

WIe man in den Kommentaren sieht,gefällt vielen nicht dass Du soviele Unternehmen mitbesitzt.
Ich persönlich sehe das anders ( ich habe ähnlich viel^^)
Wieso?
Weil Einzel Positionen eine bessere Rendite und vor allem mehr Dividenden geben.
Aber natürlich sind ETFs einfacher und sicherer.

Was war der Grund, dass Du von Trade Republic und Smartbroker zu Scalable gewechselst bist? Das würde mich echt interessieren.

Mach weiter so und viel Erfolg

Anonym
1 Monat zuvor
Antwort auf  Christoph

Ich sehe die vielen Position auch nicht als Problem. Habe auch viele Einzelposition. Habe sie aber in drei Kategorien aufgeteilt. Alle werden per Sparplan bespart. Ab einer gewissen Summe ist Schluss, je nach Kategorie. Durch KI kannst das Depot mittlerweile auch bei vielen Positionen gut tracken.

Jens
1 Monat zuvor
Antwort auf  Christoph

Fehlender support seitens TR

Ralf
1 Monat zuvor

Zu viele Aktien. Aber für Anleger wird es in der EU ohnehin schwieriger. Ab 2028 sollen Anleger in der Niederlande jährlich nun bereits auf tatsächliche Wertzuwächse Steuern zahlen – auch ohne Verkauf. Ein europäischer Präzedenzfall. D wird sicherlich mit fiesen Ideen nachziehen. Der Staat braucht Kohle. Wird immer schwieriger.

Perpetuum mobile
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

Hallo Ralf,
hast Du dazu eventuell eine Quelle?
Das wäre ja ein Hammer. Auf solche
Ideen muss man erst einmal kommen.

Daniel
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

Es ist bislang nichts anders als ein Hirngespinst das bei einigen Parteien in den Niederlanden in den Köpfen herumgeistert. Eine Besteuerung von Buchgewinnen wäre verfassungsrechtlich hochproblematisch, da sie gegen das Prinzip der Besteuerung nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit verstoßen würde. Es wird wahrscheinlich in den NL nicht kommen und bei uns würde wahrscheinlich sofort dagegen recht erfolgreich geklagt werden können.

Ich zitiere mal:

  • Leistungsfähigkeitsprinzip (Art. 3 Abs. 1 GG): Der allgemeine Gleichheitssatz des Grundgesetzes verlangt, dass die Besteuerung an der finanziellen Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist. Da nicht realisierte Gewinne noch keinen Liquiditätszufluss darstellen („steuern zahlen, ohne etwas verdient zu haben“), ist ihre Besteuerung oft schwer mit der echten Leistungsfähigkeit zu vereinbaren.

erfassungsmäßigkeit (Box 3): Der Hoge Raad entschied 2021 (Weihnachtsurteil) und erneut im Juni 2024, dass die Besteuerung von fiktiven Erträgen in „Box 3“ (Ersparnisse und Investitionen) gegen europäische Menschenrechte verstößt, insbesondere gegen das Diskriminierungsverbot und das Eigentumsrecht (Art. 14 EMRK, Art. 1 1. Protokoll EMRK).

Christoph
1 Monat zuvor
Antwort auf  Daniel

Naja die Vorabpauschale ist ja genau das. Besteuerung ohne Gewinne realisiert zu haben…
Ist eh unglaublich dass Aktien so besteuert werden und crypto, Edelmetalle, Immobilien ja sogar ein teures Gemälde… nichts.. bei entsprechender Haltedauer.

Das sind die linken Parteien die immer von unfairer Besteuerung bei „nur“ 25% sprechen…

Walter
1 Monat zuvor
Antwort auf  Daniel

> Es ist bislang nichts anders als ein Hirngespinst
> das bei einigen Parteien in den Niederlanden
> in den Köpfen herumgeistert.

Das ist schon sehr viel konkreter

Die „Tweede Kammer“ (Unterhaus) hat das neue Gesetz am 12.02.2026 verabschiedet, jetzt wird es in die „Eerste Kamer“ (Senat/Oberhaus) gegeben.

Ziel ist eine Einführung ab 01.01.2028.

https://www.eerstekamer.nl/wetsvoorstel/36748_wet_werkelijk_rendement_box
(übersetzen lassen)

Walter
1 Monat zuvor
Antwort auf  Daniel

Nachtrag:

> Besteuerung von fiktiven Erträgen […]
>… gegen europäische Menschenrechte verstößt

Genau das wird ja durch die geplante Gesetzesänderung behoben.

Anstelle der früheren fiktiven *festen* Sätze (ungeachtet der *tatsächlichen* Entwicklung) wird zukünftig der tatsächliche Vermögenszuwachs besteuert.

217Kutscher
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

Die SPD hat aktuell wieder eine Idee zur Debatte gebracht. Kapitalerträge wie Dividenden und andere Erträge aus Wertpapieren sollen neben der Steuer ggf. auch zur Finanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen werden (also „Sozialabgaben“/Beiträge auf Kapitaleinkünfte), mit Schwellen und Freibeträgen für kleine Sparer… Das soll zudem auch für Mieteinnahmen gelten! (Quellen: Tagesschau, BR, Spiegel, dieser Text stammt aus Anfrage an KI)

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat zuvor von 217Kutscher
217Kutscher
1 Monat zuvor

Respekt. Du hast – wenn ich richtig gelesen habe – in 18 Monaten 200 Positionen aufgebaut. Respekt auch, wenn Du die alle im Griff hast (Quartalszahlen, Geschäftsberichte, usw). Ich würde da den Überblick verlieren. Ich bin mit zwischen 30 und 35 Posten schon an meinem persönlichen, mentalen Limit. Wie recherchierst, analysierst, und monitorst Du das alles?

Welche Cashquote hast Du im Depot? Da du auch Bruchstücke hast, steckst du wohl jeden Cent sofort in Papiere?! Es liest sich, als wärst Du „Dauer-All-in“. Wenn das so ist, solltest Du meiner Meinung nach diesen Punkt deiner Strategie überdenken.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass Du die Idee mit den Dividenden als zusätzliches monatliches Einkommen anstrebst. Das ist auch mein persönliches Ziel. Ich möchte auch zu meinem „Ruhegeld“ ein zusätzliches monatliches Nebeneinkommen erwirtschaften, für das ich nicht arbeiten muss.

Ich bin 55, und habe zwei Monate später als Du, also im Dezember 2024, mit dem Investieren in Einzelaktien begonnen. Natürlich 30 Jahre zu spät! Ich habe derzeit „nur“ 32 Positionen und diese lasten mich schon vollkommen aus. Ich bin erst bei 27463,32 €, die investiert sind, dazu kommen 6210,22€ Cash (Quote 18,44%) im Depot, welches als „Waffe“ auf gute Gelegenheiten wartet, und zusätzlich zirka 9% physisches Gold und Silber. Ich habe Stand heute eine gewichtete Gesamt – Dividenderendite von 4,43%, das sind derzeit leider erst 86,25€ monatlich netto. Diesen Wert möchte ich in den nächsten 10 Jahren natürlich noch massiv erhöhen.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Erfolg auf deinem weiteren Weg. Grundsätzlich bist Du auf dem richtigen Weg. Aber eine Entschlackung deines Portfolios würde sicher eine Option sein.

Persönliche Frage: Wie hoch hast Du die BDCs gewichtet?

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat zuvor von 217Kutscher
Jens
1 Monat zuvor
Antwort auf  217Kutscher

Ca. 1/3 gewichtet. Danke.

Ansel
1 Monat zuvor

Welcher Screener spuckt mit welchen Einstellungen, eine derartige Liste aus?
In 15 Jahren, wenn du in Rente gehst, werden min. 50% dieser Titel vom Markt verschwunden sein bzw. ihre Dividende drastisch reduziert haben!

Christoph
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ansel

Welche Glaskugel hast Du und wo kann man die kaufen Orakel?

Ansel
1 Monat zuvor
Antwort auf  Christoph

Du darfst gern in in das Shiller Cape schauen..

Claus
1 Monat zuvor

@ Jens

Gut, dass du investierst. Doch einen wirklichen Plan (regelbasiertes Investieren – wiederholbar), nach dem du investierst, kann ich nicht erkennen. Für mich sieht dein Depot nach einem wilden „Sammelsurium“ aus. Ich glaube auch nicht, dass du es schaffst, alle Werte im Auge zu behalten.

Wenn du so weiter machst, hast du zum Rentenbeginn 1.000 Werte…Eine nennenswerte Anzahl hiervon wird sicherlich keine Dividenden mehr zahlen oder ganz vom Kurszettel verschwunden sein.

Strategisch kaufe ich nur Positionen nach, die sich bei mir im Minus befinden“

… darüber würde ich nochmal nachdenken. Im Normalfall werden die Verluste hierdurch grösser! Einzige Ausnahme: Vor dem Kauf wurden x-Käufe bei festgelegten Kursen/Bedingungen eingeplant UND ein klarer EXIT formuliert.

Fehler: Verlustaversion!

„Sobald sich eine Aktien Plus befindet, kaufe ich nicht neue dazu“
Auch das würde ich noch einmal überdenken, schließlich hast du hier richtig gelegen…

Ich habe sehr häufig Positionen bei mehr als 100% Plus aufgestockt, z.B: Cisco schon 3 mal. Natürlich muss das zum Depot passen und man sollte unbedingt die Positionsgröße beachten!

In mein Langfrist-Depot nehme ich max. 33 Positionen auf Ein Unternehmen muss sich einen Platz in meinem Depot „verdienen“. Wer zu lange enttäuscht, muss damit rechnen ausgetauscht zu werden. Das ist wie bei den Spielern eines Sportteams…

Etwa ein Drittel möchte ich risikoreich anlegen, wie in BDCs, REITs und und in speziell hochausschüttenden ETFs“

Ob das eine so gute Idee ist? Gerade hier wird viel Geld verbrannt. Dieses Geld würde ich lieber in ganz solide Dividendenzahler stecken, die „seit ewigen Zeiten“ bewiesen haben, dass sie jeder Krise standhalten, Dividenden auch in Krisen zahlen und steigern…Coke, Colgate, P&G und etliche mehr.

Die vielen „Mini-Positionen“ würde ich deutlich „eindampfen“, das macht nur Arbeit und man verliert den Überblick. Wenn man über ein Unternehmen mit 0,3% Depotanteil lange nachdenken und recherchieren musss, vertrödelt man seine Zeit. Wahrscheinlich lässt man es aber einfach ungeprüft weiter im Depot…

Das sind nur ein paar gut gemeinte Anregungen, die du natürlich ignorieren kannst.

Ich bin seit 2000 ohne Unterbrechung investiert, habe 33 Werte im Langfristdepot und bekomme ca. 25k EUR Dividende jährlich.

LG

Sparta
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

@Claus

Findest Du denn aktuell noch Werte aus Deiner Liste die man sich aktuell näher anschauen könnte?

Muss kein Wink im Stile von Whitney Tilson sein! ;-)

Finde es irgendwie Gefühlsmässig von den News mit ständiger Crash-Warung und täglich steigenden All-Time-High irgendwie merkwürdig, wobei es ja auch rational zusammen passen würde, das die Luft dünner wird.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort auf  Sparta

@Sparta

Erst der Gold Anstieg, dann parabolischer Silberanstieg, Bitcoin äußerst nervös, Silber wird erst Comex bedingt runtergeprügelt. Zuletzt aber aufgrund von Sorgen über Tech oder Liquiditätsengpässe (Aktien auf Margin) ein Shift von Tech in Value bahnt sich an. Es sieht sehr nach guten Kaufkursen aus. Geduld ist gefragt.

Sind die Arbeitsmarktdaten nun sehr gut oder schlecht, wie ist Verschuldung und Hauskredite. Wird sich demnächst zeigen. Immerhin hat sich scheinbar ICE aus Minneapolis zurück gezogen.

-M
1 Monat zuvor
Antwort auf  Sparta

Ich bin nicht Claus, aber schau dir mal S&P Global, oder Booking Holdings an.

Claus
1 Monat zuvor
Antwort auf  Sparta

@ Sparta

… auch in überhitzten Märkten gibt es Chancen. Vergiss News, Crashwarnungen und den ganzen Lärm. Schaue einfach nur auf die (Unternehmens-)Fakten. Es läuft, wie es immer läuft. Was heute gemieden wird, um das „prügeln“ sich die „Anleger“ demnächst wieder. Was heute „gehypt“ wird, korrigiert dann stark… Ein ewiges Karussell…

Bis vor Kurzem wollte niemand Konsumwerte… Und nun?

Momentan will niemand Softwarefirmen… Mein System zeigt mögliche Kaufkurse bei Adobe, Constellation Software, Microsoft. SAP ist kurz davor, ein Kaufsignal zu liefern.

Weitere Kaufsignale gibt es bei Bechtle, Coloplast, Novo Nordisk, Automatic Data Processing.

Kurz vor einem Kaufsignal stehen S&P Global, Netflix.

Ich finde die momentane Zeit sehr spannend. Alles ist im Umbruch und es tun sich immer wieder gute Möglichkeiten auf. Man darf sich nur nicht von News verunsichern lassen, denn dann wird man „handlungsunfähig“. Später denkt man dann wieder… „Hätte ich doch nur gekauft…“

Ich habe Adobe gekauft. Vielleicht liege ich hiermit falsch, aber ich glaube nicht, dass die KI Adobe überflüssig machen wird. Warten wir es ab.

LG

Sparta
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

& Claus

vielen Dank für Eure Gedanken & Anregungen!

Ein wenig grüble ich noch, was KI-mäßig disruptiv gefährdet ist bzw. wenn ich es nicht einschätzen kann, dass ich es in die für mich zu „schwierig-Schublade“ stecke, da ich irgendwie ein Faible für „oldschool-Branchen“ habe.

Ansonsten schaue ich mal, ob ich ein außerbörsliches Projekt noch evtl. mit etwas Geduld ergreifen kann, was ein gewaltiger Boost wäre, wenn es alles klappt.

Ein schönes Wochenende und alles Gute Euch!

Heinz
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

Hallo Claus, hast du dein 2020er Depot größer umgeschichtet? Magst du verraten wie es ungefähr aktuell aussieht? Aktuell habe ich neben deinen genannten auch Becton Dickinson, VISA, MC und Moodys unter Beobachtung. Bist du zufrieden mit Smartbroker Plus Baader oder bist du jetzt woanders? LG Heinz

Claus
1 Monat zuvor
Antwort auf  Heinz

Hallo Heinz,

ich habe nichts umgeschichtet, nur Adobe aufgestockt. Die KI-Angst erscheint mir hier aufgrund der fundamentalen Daten von Adobe massiv übertrieben.

Das Depot hat vor wenigen Tagen ein neues ATH erzielt und steht heute ganz knapp darunter. Seit Jahresanfang liegt es mit 5,7% im Plus.

Bin noch bei SB+ mit meinem Langfristdepot. Ist etwas besser geworden, aber immer noch nicht wirklich gut. Man darf eben keinen besonderen Service erwarten, wenn man an den Gebühren sparen möchte. Habe z.B. auf meine CH-Tax-Voucher über 6 Monate warten dürfen Es gibt Broker, da liegen diese automatisch den Dividendenabrechnungen bei.

LG

Heinz
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

Hallo Claus, Danke für die Antwort. Adobe beobachte ich und bin unschlüssig. Von dem Unternehmen würde ich wenigstens eine Dividende erwarten. Abbot Labs ist vielleicht auch noch interessant wie so vieles. Aber wir kommen wohl aktuell in eine Zeit mit hoher Volatilität wie aktuell bei Cisco, Amazon und Microsoft. Paypal hattest du ja nicht? Manchmal sollte man seinen Kramladen aufräumen und einiges entsorgen. LG Heinz

Claus
1 Monat zuvor
Antwort auf  Heinz

Hallo Heinz,

Paypal würde ich nicht einmal mit der „Kneifzange“ anfassen, nach meinen persönlichen „Erlebnissen“ mit diesem Unternehmen.

Ich hatte mal ein Geschäftskpnto bei PP. Eines Tages konnte ich mich nicht mehr ins Konto einloggen. Emails, Anrufe an PP: Keine Reaktion oder ein Standardtext: Loggen Sie sich ins Konto ein und ändern Sie xy…“ Tja…

Verweis an die Onlinehilfe… Problem dort unbekannt. Verweis an die „Hotline (=Telefoncomputer): Wenden Sie sich an die Onlinehilfe…

Mit einem Unternehmen, dass sich vor seinen Kunden versteckt und über keinen Weg erreichbar ist, möchte ich nichts zu tun haben.

Das war ca. 2020. Ich dachte mir: Da könnten massenhaft Konten „tot“ sein und mit diesem extrem kundenunfreundlichen Verhalten und vielen neuen Zahlungsanbietern könnte der Kurs bald massiv abstürzen…

Manchmal braucht man gar keine „Unternehmensanalyse“ um auch mal das Richtige zu tun.
LG

-M
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

Adobe ist bei mir auch noch stärker auf „kaufen“ als S&P Global und Booking, aber unsicherer als die Beiden.

Wobei ich auch nicht so recht daran glaube, dass Adobe verdrängt wird.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort auf  Claus

@ Claus

Im Software Bereich sind tatsächlich einige Firmen stärker abgewertet worden. Dein Ansatz mit Qualitätsunternehmen, die Unterbeobachtung stehen., finde ich gut. Ist der Preis sehr gut wird eventuell erneut geprüft, ob sich grundlegend etwas geändert hat. Falls nicht wird gekauft.

Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass hier Jemand im Ansatz sie Auswirkungen von Agenturscher KI auf Geschäftsmodelle einschätzen kann. Der Bereich Security Software hat auch etwas Luft abgelassen. Meine Einschätzung wird das Thema in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen. Ob sich das in der Monetarisierung deutlich bemerkbar machen wird? Dad ist zu komplex und zu sehr im Fluss. Es gibt alleine dutzende Varianten von KI Systemen. Es wird sehr spannend, aber eine Prognose on irgendeiner Form könnte ich nie geben. Ein einzelnes Unternehmen würde ich nicht auswählen müssen. Chatgpt gegen Anthropic. Da wäre ich beim zweiten, aber kaufen kann man die aktuell nicht. Und ein Geheimtipp ist es auch nicht. Eine Möglichkeit gegen generelle Angst in einem Segment wäre eventuell ein Branchen ETF. Das ist mir allerdings zu kleinteilig. Tech ist für mich NASDAQ. Noch kleiner muss es für mich nicht sein.

Die Angst ist sicherlich begründet, aber nicht auf das Segment Software begrenzt. Ich gehe davon aus, dass wir in 10 Jahren phantastische Möglichkeiten haben. Im Grunde sind interessierte Menschen in der Lage komplexe maßgeschneiderte Systeme zu entwickeln. Das ist vielleicht nicht direkt die Konkurrenz zu großen Firmen wie SAP und co, aber im kleinen ist sehr viel möglich. Eine eigene maßgeschneiderte Kalender App, Dokumentenverarbeitung ist heute kein Problem. Brunos KMUs werden extrem von KI profitieren, da sie unglaubliche Möglichkeiten bekommen werden die aus heutiger Sicht in Blick auf Kosten nicht möglich sind.

Ich kann interessierten Lesern Anthropic Claude und auch Openclaw als Tools für weitere Recherche empfehlen. Mit Interesse, Verstand und Logik kann man damit heute einiges umsetzen und sicherlich so manches Problem von Firmen maßgeschneidert lösen. Ganz automatisch geht das aber natürlich auch nicht, Sicherheit und Daten sind wichtig…mir Nacht die Thematik gerade etwas Spaß. Sehr ich nicht unbedingt als Arbeit an.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort auf  Kiev

@ Claus

Mein Geschwätz von gestern ist teilweise bereits überholt. Ich hoffe, den Text kann man einigermaßen lesen. Das Schreiben mit meiner Smartphone Tastatur oder den Textfeld hier macht äußerst seltsame Korrekturen.

Nach wie vor kann ich in keinster Weise die Entwicklung von Softwareunternehmen einschätzen. Besonders im Bereich KI, was sich hier durchsetzen wird.

Gestern habe ich OpenClaw als äußerst interessantes Tool benannt für KI interessierte und Anthropic als meinen Favoriten in KI. Heute lese ich, dass der Schöpfer von OpenClaw von chatgpt angeworben wurde um dort die Codex Entwicklung zu unterstützen. Zusätzlich gibt es scheinbar aktuell Kritik an Anthropic seitens des US Militärs. Die Richtlinien sind hier scheinbar zu streng… Die politischen Aspekte verfolge ich sicherlich nicht, habe auch kein Interesse an Firmenbeteiligungen. Mich interessieren diese Systeme und vor allem Möglichkeiten nur.

Bei der Einführung des Internets bin ich ein absolut begeisterter early adopter gewesen. All meine Erwartungen wurden in der nächsten Dekade erfüllt und die meisten bis heute bei weitem übertroffen. Die neuen agentenbasierten Modelle sind der erste Bereich, der mich ähnlich stark begeistert wie damals das Internet. Humanoide Roboter gibt es leider noch nicht in zufriedenstellender Form und die neuen Software Modelle sind hier sicherlich auch eine Grundlage für revolutionäre Entwicklung in der praktischen Anwendung der Robotik.

Claus
1 Monat zuvor
Antwort auf  Kiev

Hallo Kiev,

du hast absolut recht. Wie sich die Softwarebranche und KI zukünftig entwickeln kann heute niemand mit Sicherheit sagen.

Adobe ist auch einer der „unsichersten“ Kandidaten bei diesem Rätsel.

Die fundamentalen Daten sind aber stark und bisher zeigt sich noch keinerlei Schwäche in den Zahlen. Das kann sich natürlich schnell ändern, deshalb sind hier auch mal Quartalszahlen und andere Veröffentlichungen von Adobe äußerst wichtig, Ich könnte mir sinkende Margen vorstellen. Je nach Ausmaß, wird man sehen, ob die Kursrückgänge berechtigt sind oder völlig übertrieben.

Da Menschen sehr innovativ sind, besonders wenn sie „unter Druck“ stehen, rechne ich mit Gegenmaßnahmen. Warten wir auf die Earnings am 12. März.

LG

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