24-jähriger Amerikaner verdient 10.000 Dollar im Monat. Ein Traumgehalt für einen LKW-Fahrer – er verpulvert alles


New York, 22. Juni 2018

Wie ein 24-jähriger ein Traumgehalt verdient und alles verpulvert.


Ich las diesen Artikel im „Fortune“-Magazin. Ich fand das erstaunlich. In der Story taucht Zach Eeckhout auf. Der 24-jährige zog von Nebraska nach Texas, Midland, wo ein Öl-Boom Jobs geschaffen hat. Er kassiert dort als LKW-Fahrer jeden Monat 10.000 Dollar. Anstatt den warmen Geldregen clever zu nutzen, um Rücklagen zu bilden, verpulvert er das Geld. Er kaufte sich eine Designer-Jeans für mehr als 160 Dollar das Stück. Dann ging er ins Einkaufszentrum und gab auf einen Schlag 3.000 Dollar aus. Wow!

Er musste seine Bank anrufen, um notgedrungen sein Kreditkarten-Limit (bislang 1.500 Dollar) zu verdoppeln. Übrigens verdienen LKW-Fahrer in den USA immer mehr, weil der Arbeitsmarkt wie leergefegt ist. In Texas kommt der Öl-Boom hinzu.

Für diese Marke von „Rock Revival“ gab der LKW-Fahrer viel Geld aus:

Klar, er arbeitet hart. Klar, er hat sich eine Belohnung verdient. Niemand muss im Wohnwagen leben. Reis und Bohnen essen. Aber es gibt einen Mittelweg. In so einem Wohnwagen ist es eng, heiß (oder kalt). Das muss niemand machen. Aber muss er gleich 3.000 Dollar auf einen Schlag verpulvern? Das muss jeder selbst wissen.

Mein grundlegender Rat ist: Vermeide auf alle Fälle den Lebensstil-Klimbim (teure Kleidung, impulsive Einkäufe, Clown-Autos, luxuriöse Urlaube, Restaurants… ).

Wenn Du einen Urlaub planst, bleib vielleicht in der Heimat. Geh an die Nord- oder Ostsee. In den Schwarzwald. Die meisten Museen sind preiswert, und einige haben sogar freie Tage/spezielle Tage.

Wenn Du ein Feinschmecker bist, kannst Du zu dieser Jahreszeit Leckeres auf den Bauernmärkten finden: Frisches Gemüse, Früchte, Beeren. Geh mit der Familie in die öffentliche Bibliothek – sie haben kostenlose Programme/Filme/Bücher aller Art.

Die finanzielle Freiheit besteht daraus, was Du gespart und investiert hast, um Deine Ausgaben zu decken. Natürlich kannst Du konsumieren und Spass haben. Das ist wichtig, aber in Grenzen.

Was mir noch in Deutschland aufgefallen ist: Ich sehe oft Leute, die enormes Vermögen in Ihrem Haus/Wohnung gebunden haben. Sie brauchen ihre Depots/Anlagen auf, um ein Eigenheim zu finanzieren. Sie haben am Ende des Tages einen Klumpen Beton am Bein. Und sonst haben sie nichts. Das ist nicht clever, finde ich.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „24-jähriger Amerikaner verdient 10.000 Dollar im Monat. Ein Traumgehalt für einen LKW-Fahrer – er verpulvert alles

  1. Pantoni

    @ Thorsten

    Ich habe des öfteren die Aussage von dir gelesen, dass du fest davon ausgehst, dass die Immobilienpreise weiter steigen. Woran machst du das fest?

    Ist es nicht wahrscheinlicher, dass wir in eine Rezession rutschen und dann die Immobilienpreise fallen? Weniger Menschen haben einen Job, können sich kein Eigentum mehr leisten oder es gibt Zwangsversteigerungen…

    Ich sehe nur die Preise in Berlin gerechtfertigt und auch in Zukunft weitestgehend stabil. Berlin ist die einzige wirkliche Metropole in Deutschland und wenn man sich Städte wie Paris oder London ansieht, gehen dort die Preise in Krisenzeiten nur minimal runter.

    Interessiert mich, da wir uns im Moment auch nach einem Haus umsehen und die Frage ist, ob es gerade der Peak ist.

    Soweit ich Tim verstanden habe hat er seine Immos in 2008 gekauft, das ist dann ja schönes antizyklisches Investieren.

    Cheers

    Pantoni

     

  2. Thorsten

    Das erinnert mich an diverse Künstler,  Schauspieler und Sportler. Einige können das Geld nicht halten und sterben vollkommen verarmt.

    Nach dem Muskelbürschi nun also ein Modebürschi mit Clownklamotten

  3. Thorsten

    @Pantoni, ich kann nur für meine Region und andere Ballungsgebiete  sagen, also  z.b Stuttgart, Frankfurt, München, Hamburg, Berlin wohl auch. Ich Stütze mich a) auf Beobachtungen von Ort in Hamburg und b) Prognosen zu Wanderungsbewegungen in Deutschland.  Es ziehen netto 1000 Einwohner pro Monat nach Hamburg. Platz gibt es nicht mehr. Es wird verdichtet, die durchschnittliche Wohnfläche geht inzwischen nach unten. Mag sein , das Berlin Metropole ist, allerdings am Tropf und finanziell arm dran, Hamburg ist die reichste Region Europas vor oder nach  Mailand, habe ich vergessen, Jobs gibt’s genug. Die Jungen aus den umliegenden Bundesländern landen am Ende hier. Ob eine Rezession kommt , wer weiß, aber dann würde ja alles runtergehen auch die Aktien. Es geht auch wieder nach oben. Die Frage ist nur wie schnell.

  4. geldz.de

    Wer kann es ihm verübeln? Er ist jung und möchte im Zweifel jemanden beeindrucken. Prozentual gesehen denke ich, dass nur ein geringer Anteil junger Menschen fest an ihrer Finanziellen Freiheit tüftelt. Auch ich habe hierzu schon Artikel verfasst und möchte dazu ermutigen, konkret für die Zukunft zu planen. Denn nur wer sich jedem Monat gut was zur Seite legt, wird langfristig mehr vom Geld haben. Ich kann jedoch auch die andere Seite verstehen.

    Beste Grüße
    Alexander

     

  5. Pantoni

    @ Thorsten

    Ab einem gewissen Punkt rentiert sich für Investoren aber kein Kauf mehr, wenn die Mieten nicht mehr steigen können, da sich die Leute diese nicht mehr leisten können. Ich denke gerade in Stuttgart & München sind die Preise an diesem Punkt angekommen.

    Aber naja, das ist wieder die Sache mit der Glaskugel..
    Danke dir

    Cheers

    Pantoni

  6. Insider

    Heute haben wir fleißig Kirschen geerntet Davon gibt es rumtopf, Marmelade und einen Teil essen wir natürlich auch. Ein gewisser Grad Selbstversorgung gehört für mich auch zur Freiheit dazu .

     

     

     

  7. Thorsten

    @Pantoni So lange die Wohnungen nicht leer stehen, hat sich jemand gefunden, der da einzieht.  Vermutlich sind die hochpreisigen Objekte eher nicht zum Vermieten. Aber wer weiß. Vor 20 Jahren waren die Kaufpreise in Stuttgart gerade  bei 5000 DM / qm . Der Aufschrei gigantisch. Heute wären das Schäppchenpreise.

  8. Anna L.

    Leute, der junge Mann ist doch erst 24, da kann es schon noch Klick machen.

    Außerdem, wer verdient daran? Wir auch.

    Schönes Wochenende wünscht

    Anna

  9. Pantoni

    @ Thorsten

    ETW oder Eigenheim in Stuttgart ist für die Mittelschicht  m.M. im Moment nicht mehr realisierbar, es spielen sich Dramen ab.

    Du erwähntest Mecklenburg. Die Preise für Eigenheime im Einzugsgebiet der größeren Städte haben auch stark angezogen. Es kaufen sich verstärkt (seit 20 Jahren) Hamburger und Lübecker ein. Eigenheime mit viel Land drumherum sind in den wirklich ländlichen Regionen noch zu finden. Aber da stellt sich immer die Frage, wie sieht mit Kunst, Kultur, Infrastruktur aus.

  10. Kiev

    @ Pantoni

    Antizyklisch Immos zu kaufen ist für Eigentum schwierig. Eine Immobilie macht Sinn wenn man sich an einem Ort gefestigt hat. Das dürfte ein paar Jahre nach dem Berufseinstieg eventuell der Fall sein. Eigenkapital muss in der Zeit schließlich auch gut gespart werden. Das Zeitfenster ist auch nach oben manchmal begrenzt. Das typische Haus im Grünen möchten Familien wohl spätestens vor der Einschulung des ältesten Kindes haben. Betrachte einmal den zeitlichen Abschnitt für Euer vorhaben. Ist er ausreichend groß um auf stark sinkende Preise zu warten? Bei der Stadt oder Region kommt es auf das Bevölkerungswachstum an. Handelt es sich um eine Schwarmstadt? Kommt die Stadt mit dem Bau von Wohnungen dem Bevölkerungswachstum hinterher? Falls nicht würde ich nicht auf zu hohe Korrekturen spekulieren. Passende Immobilien solltet Ihr aber besichtigen um ein wirkliches Bild von der Lage zu bekommen. Rennen z.b. 40 Personen bei einer Besichtigung und bekunden beim Betreten bereits das Objekt zu kaufen, oder werden die Preise im Bieterverfahren hoch getrieben? Das ist keine gute Ausgangslage.

     

  11. Thorsten

    @Pantoni . Das ist in Hamburg genauso. Die, die nicht mehr zahlen können,  werden in die Peripherie verdrängt. Mit langen Pendelwegen. In Großstädten wie London oder Paris ist das schon lange Realität,  wir ziehen bloß nach. Und viele, die im winzigen  Heidelberg arbeiten, können sich das Wohnen dort gar nicht leisten,  und das ist schon sehr lange so. Es gibt keine Korrektur, der Preis geht durch den Bevölkeringsdruck bei den Städten mit Arbeitsplätzen nur nach oben.

  12. Kiev

    @ Patoni

    Ich bin wohl auf Senden gekommen.

    Überlegt Euch was Ihr wirklich haben möchtet. Vielleicht gibt es Alternativen, die nicht ganz so überlaufen sind. Kauft nicht zu groß. Eure Traumimmobilie wird vermutlich teurer als die ersten Besichtigungen werden. Die Immos haben auch bei den Preisen oft noch viele Kompromisse. Ihr werdet mit den Besichtigungen ein Gefühl für einen Preis bekommen.

    Falls es nicht viele Objekte gibt die überhaupt in Frage kommen wird es schwer zuzuschlagen. Ihr bindet Euch schließlich mit viel Geld an das Objekt. Es sollte gut passen. Aber ohne Vergleiche ist es nicht so einfach einzuschätzen. Vielleicht kommt erst noch DIE Immobilie. Vielleicht aber auch nicht mehr… umso kleiner das Zeitfenster umso schwieriger wird es.

  13. Kiev

    Ich prognostiziere bei München ja schon einige Jahre ein Abflachen der Preise. Wie man sieht kann es noch lange weiter gehen. Wenn man Metropolen anderer Länder anschaut ist Deutschland gar nicht so teuer.

    Manchmal wird hier in Deutschland diskutiert wie man sein Geld vor dem Staat sichern kann. Andere Menschen aus Europa sehen das aus einer ganz anderen Perspektive. Deutschland ist für sie ein sicherer Hafen. Vielleicht gibt es in Stuttgart etwas weniger als 3% Rendite. Wenn ich als EU Ausländer sorge um mein Vermögen hätte, könnte doch eine Immobilie in Deutschland gekauft werden. Ohne viel Ahnung vom Markt fährt man mit den Top 20 Städten wohl eine sichere Rendite ein. Wenn auch mit geringer Rentabilität.

  14. V

    Habe damals auch recht „klein“ gebaut .. eben in diesem frugalistischen Gedanken. Mit „klein“ meine ich etwas über 140qm Wfl. – ausgerichtet auf 2 Erw. plus 2 Kids. Aus heutiger Sicht finde ich das nun zu klein und nicht optimal, denn wenn die Kids grösser sind sind separate Wohnungen in einem Haus besser. Dann hat man auch seine Ruhe…

    Haben vor 7-8 Jahren gebaut. Hatte da so um die 80/90% Eigenkapital. Vorwiegend dank Börse. Hätte binnen 2-3 Jahren schuldenfrei sein können.

    Fast jeder den ich kenne hätte damals sein Geld komplett fürs Haus eingesetzt, aber ich hab das nicht eingesehen, da ich mir sicher war an der Börse mehr Geld zu machen als Zinsen zahlen zu müssen. Hab das meiste Geld also an der Börse gelassen und lieber 70% aufgenommen.

    Ging voll auf. Heute ist das Haus zu fast 75% abbezahlt (alleine vom Gehalt) und vom Depot könnte ich mir nun 5-6 weitere Häuser (inkl. Bauplatz) dieser Größe bauen…

  15. Alex von geldz.de

    @V: Wenn Du vor 8 Jahren 80% Eigenkapital hattest, dann war es bei einem exemplarischen Kaufpreis von beispielsweise 200.000 EUR ein Eigenkapital von 160.000 EUR. Heute kostet ein vergleichbares Objekt sicher 300.000 EUR – 6 Objekte also 1,8 Mio. EUR. In 8 Jahren aus 160.000 EUR 1,8 Mio. EUR zu machen ist nicht wirklich der Durchschnitt 😉 – Das klingt nicht so sehr nach einer konservativen Geldanlage, eher nach einem geschickten Bitcoin-Mining zu Zeiten in denen man kein eigenes Kraftwerk benötigte 😉

  16. V

    Alex, das Haus hat damals mit allem drum und dran (Bauplatz, Nebenkosten, Garage, Aussenanlagen, etc.) knapp 500 Tsd EUR gekostet. Die heutigen Preise habe ich nicht verfolgt, aber so extrem viel teurer ( im Speckgürtel eines grösseren Ballungsgebietes) ist es bei uns nicht geworden..habe damals schon viel zahlen müssen, da bereits grösserer Boom speziell hier regional.

    Aktuell habe ich 3M aufm Depot. Und ja – das geht nur im höheren Risiko. Und geht auch nur, wenn man (halbwegs) weiss in was man investiert, sonst hat man nachher weniger als zuvor. Bei mir sind es Biotechs…

  17. Kiev

    @ V

    Du hast jetzt von der Hypothek bereits 75% abgezahlt, oder hast Du es nachträglich für Aktienkäufe beliehen?

    Ich habe die Variante mit Wohnungen. Bei uns können die Kinder auch bleiben um zu studieren. Selbst mit Familie könnten unsere Kinder beide hier wohnen. Es ist alles möglich. Wir nutzen aktuell 103qm Wohnfläche. Wir haben noch weitere Flächen und vor allem einen Garten. Wir werden 1.5 Zimmer einer weiteren Einheit in ein paar Jahren übernehmen. Mal sehen wie lange wir sie benötigen. Wir brauchen sie aktuell noch nicht, daher vermieten wir das Zimmer. Alleine durch das eingesparte Zimmer sparen oder nehmen wir 450€ im Monat ein. Wir wohnen in sehr guter Lage. Hier muss man sich genau überlegen was man wirklich braucht.

    Hast Du mit 0 nach dem Hauskauf mit dem Depot angefangen? Wie hoch waren Deine monatlichen Sparraten? Du musst ja sehr viel verdient haben, dass Dein Depot so schnell wachsen konnte. Hättest Du das Haus eine Nummer kleiner gekauft wärst Du heute nach Deiner Definition bereits frei. Bei z.b. 350k hättest Du immerhin 150k als Start gehabt. Aber solche Preise gab es vielleicht auch damals nicht in Deiner Region.

     

  18. V

    Kiev, so wie du das hast ist es recht optimal. So meinte ich das.

    Die Senkung der Haus-Beleihung von 70 auf 25% ging allein auf mein Gehalt, später auch das meiner Frau zurück. Hauskredit und Depot waren und sind seither vollständig getrennt.

    Das Depot hat seit damals keine Zuführungen an Geld gesehen. Der Zuwachs ging allein auf das Depot selbst zurück und mein Management desselben. Wobei ich sowohl investiere als auch trade. In aussergewöhnlichen Situationen habe ich auch überinvestiert, d.h. den Wertpapierkredit genutzt für Investionsgrade >100%. Aber nicht mehr so oft wie vor dem Hauskauf. Zudem gingen wenige 10K auf die Depots der Kinder über…

    Vor dem Hauskauf war ich viel extremer und aggressiver unterwegs. Habe neben Investieren auch viel mit Hebelprodukten auf meine Biotechs getradet. Die Summe fürs Haus musste ja auch erst mal „erwirtschaftet“ werden. Ich habe in dieser Zeit extrem viel über Psychologie der Menschen bzgl. Geld (meine und die der anderen), Charttechnik und weitere Erfolgsfaktoren gelernt, die ich neben dem Know How und der Findamentalanalyse meiner Biotechs und der Branche benötigte.

     

  19. Gainde113

    Kurze Frage, wie verhält sich die Assetklasse Aktien (global) im Vergleich zu Unternehmensanleihen global (Investement Grade)? Hat man langfristig mit Unternehmensanleihen eine niedrige Korrelation und Depotschwankungen?

    Z. B. https://www.ishares.com/ch/privatkunden/de/produkte/251813/ishares-global-corporate-bond-ucits-etf

    Für den risikoärmeren Portfolioteil machen für Schweizer Staatsanleihen zurzeit wenig Sinn, da negativ verzinst. Ausländische Anleihen sind dem Währungsrisiko ausgesetzt. Bin auf der Suche nach einer Alternative, um das Tagesgeld nicht versauern zu lassen. Aktuell möchte ich auch nicht zu 100% in Aktien investiert sein.

  20. V

    Alex… ich leb aktuell weiterhin so als gäbe es mein Depot nicht.
    Habe einen Vollzeitjob, der sorgt für das nötige Cash für alle Ausgaben und ermöglicht auch die hohen Tilgungsraten.
    Aber Ja,  nach der Definition vieler hier wäre ich eigentlich FU oder FF.

  21. Kiev

    @ V

    Es sind ein paar Optionen. Ob die so angenommen werden kann ich nicht sagen. Du kannst auch für ein Studium usw eine Wohnung kaufen. Dann sind die Kinder zwar nicht im Haus aber in der Nähe. Vielleicht finden sie es so auch besser…

    Wenn die Kinder aus dem Haus gehen kannst Du froh sein, dass das Haus nicht noch größer wurde. Natürlich kommen die Kinder auch die ersten Jahre zu Festen usw. vorbei. Ansonsten wird es dann aber etwas leer.

    Wir werden für den aktuellen Besuch ein Airbnb Mini Appartement erstellen. So können wir ein Appartement lediglich bei Bedarf nutzen. Durch diese gezielte Nutzung von Fläche nach Bedarf kommen wir auf die Sparrate. Solche Maßnahmen sind in einem Einfamilienhaus aber schwierig umzusetzen. In einem MFH geht dies wesentlich einfacher.

    Wenn man am Anfang des Berufslebens viel Geld in ein Haus steckt, dass alle Möglichkeiten abdeckt, so hat man ein entsprechend großes Darlehen. Es zahlt sich wesentlich langsamer ab, die Abhängigkeit vom Job ist stark gestiegen und der Mut zum Risiko stark gesunken. Ein Wechsel nach Bedarf könnte sich auch lohnen, müsste man berechnen. Hier ist aber das große Problem mit Kindergarten und Schulumgebung. Die möchte man vielleicht nicht mehr wechseln und dann findet man keine Angebote mehr. Das ist bei mir in der Region extrem. Ganz abgesehen von den ganzen Änderungen, die man aus Spaß durchgeführt hat. Unser Garten ist nun genau wie wir ihn haben möchten. Da möchte ich nicht mehr wechseln und einen vielleicht größeren Garten neu anlegen.

  22. Bernd

    Ich bin das negative Gegenbeispiel. Als wir vor 13 Jahren unser Haus gekauft haben, wurde das Depot geplündert und als Eigenkapital eingebracht. Lange Zeit war an Investieren nicht zu denken, da überschüssiges Geld in Tilgung und (aus heutiger Sicht unsinnige) Riester- und Rentenversicherungen ging. Erst seit 2015 wird mit System investiert. Deshalb werden wir dir FF nicht mehr erreichen können. Dafür dürfte mit Mitte 50 das Haus abbezahlt sein und etwa 1000 Euro Dividenden pro Monat zu Verfügung stehen. Eine Teil-Freiheit (3-4 Tagewoche) ist angestrebt.

  23. Mike

    Immobilienpreise, Peak? ….

    Wie auch an der Börse niemand kann das wirklich sagen, klar wie erwähnt gibt es einen Zusammenhang und Angebot und Nachfrage gilt auch dort, aber der m.E. viel wichtigere Faktor sind die Zinsen! Wir haben in Europa historisch tiefe Zinsen, so kann sich rechnerisch kurzfristig fast jeder ein Haus leisten, aber ist das auch bei 3,4 oder 5% noch der Fall? Warum kommen die Immobilien in USA langsam wieder unter Druck, weil die Zinsen steigen.

    Mieten sind da träger, aber auf Hauspreise hat das relativ rasch (paar Monate) einen Einfluss.

    Nunja Zinsen und Preise sollten sich langfristig ausgleichen, wer heute ein teures Haus kauft und dafür eine 15jährige Hypothek für 1.6% oder weniger abschliesst, der kann in dieser Zeit womöglich mit Aktien viel wieder reinholen. Aber es ist ein höheres Risiko, als in einer Hochzinsphase ein Haus sehr günstig und mit wenig Fremdfinanzierung zu kaufen.

  24. Kiev

    @ Bernd

    Wieso Negativbeispiel? Es gibt heute viele die von einem Haus träumen. Das Du zusätzlich die Freiheit gerne hättest ist ein absolutes Luxusproblem. Ich weiß nicht wie bei Euch momentan die Preise sind. Du könntest auch verkaufen und in eine schöne ETW ziehen. Bei dem Tausch würde es zusätzliches Kapital geben. Vielleicht ist die Freiheit so zu erreichen. Vielleicht möchtest Du sie aber nicht um jeden Preis? Dann ist es doch gut gelaufen. Die Versicherungen bleiben vielleicht alleine als negatives Beispiel.

    Die Entwicklung im Nachhinein zu Betrachten macht keinen Sinn. Zuerst zu tilgen ist auf jeden Fall eine sinnvolle Entscheidung. Wer weiss was Du mit hohem Depot bei gleichzeitiger hoher Schuld 2007 getan hättest. Jetzt scheint das Haus gut abgezahlt zu sein. Jetzt kannst Du entspannt investieren.

    Ich habe auch einen 15 Jahre laufenden Kredit mit aus heutiger Sicht fast unverschämten 3,4% Zinsen. Es hätte auch anders laufen können. Dafür hat man seine Absicherungen. Ich freue mich lieber, dass es gut gelaufen ist und schaue wie ich die Absicherung schnellstmöglich eimdämmen kann. Sondertilgung ist ja auch eine Möglichkeit. Wenn die 10 Jahre um sind kann ich wenigstens günstiger umschulden. Wobei das ja auch noch nicht sicher ist.

  25. -M

    @Bernd

    Ein negativbeispiel mit abbezahltem Haus und irgendwann 12.000eur dividebdeneinkünfte/entnahmen (will keine Diskussion anzetteln 😀 ) ????

    Stell dich mal nicht schlechter da als du bist !! Ist doch Hammer! 3-4 Tage Woche?? HAMMER !

    mehr als viele viele im Leben schaffen. Freu dich !

    -M

  26. V

    @Kiev, wenn sie studieren werde ich das auch so machen. Oder eben die Miete bezahlen, je nach Wirtschaftlichkeit.

    Mir ging’s eher darum, wenn beide dann in die Pubertät kommen und bis sie volljährig sind und knapp darüber so lange sie noch zuhause wohnen. Bisschen mehr möglicher Abstand ist da sicher Gold wert. Aber du hast Recht, fürs Alter ist das wie bei uns besser handlebar. Da ist man dann froh wenn das Haus nicht so gross ist…aber keine Ahnung ob wir hier übeehaupt so lange bleiben bis wir voll gebrechlich sind.

    Vermietungsstress möchte ich nicht haben. Auch keine ständig Fremden im Haus.

    Ich bin der Überzeugung man sollte ein Haus nur mit mind. 50% (besser 70%) Eigenkapital (ob eingesetzt oder als Vermlgen in der Hinterhand) kaufen und auch nur, wenn man mind. 20 Jahre darin leben wird. Sonst sind Transaktions- und Zinskosten zu hoch.

    Wir haben 470qm Grundfläche. Da bleibt genug für Garten. Diese Fläche in manchen Regionen mini, aber hier im ex-Neubaugebiet noch eine der größten Flächen ringsum.

    @Bernd: meine Frau wollte das auch so, aber ich hab mich gesträubt. Auch die Finanzierungen habe ich recht kurz gewählt, somit profitiere ich voll vom Zinstief, da ich 2016 zu 0.9x% verlängern konnte. Zuvor zahlte ich 3.x%. Das macht schon gewaltig was aus.

    2xRiester, speziell Wohnriester haben wir auch. Finde ich für uns nicht unsinnig. Eigentlich bin ich ja noch bei ca. 35% Beleihung und ca. 10% Riesterguthaben, wofür ich übrigens mehr Zinsen erhalte als ich fürs Darlehen zahle. Da das aber am Ende der Laufzeit zu Tilgung genommen wird ist die Restschuld de facto bei ca. 25%.

    Mit einer reduzierten Arbeitswoche und ca. 1000 EUR Dividende im Monat und einem abbezahlten Haus bist du weiter als 85% in deiner Altersgruppe. Glückwunsch.

  27. Daniel

    Evtl. habe ich das aus dem Artikel jetzt nur falsch verstanden, aber der Trucker hat 10.000$Einkünfte im Monat, er hat jetzt mal in einer Mall auf den Putz gehauen und dafür seine Kreditkarte auf 3000$ hochgestellt. Ich sehe hier weder etwas von Krediten oder Konsumschulden die er dafür aufgenommen hat, noch kann ich jetzt wirklich eine Aussage darüber sehen ob das häufig passiert oder ob es ihm jetzt, insbesondere in seinen jungen Jahren, einfach mal so durch den Kopf gegangen ist.

    Selbst nach seiner Shopping Tour hat er mehr Kohle in der Tasche als viele Deutsche die sich abbuckeln. Es geht auch nicht hervor was er mit dem Rest treibt. Die Amis sind Aktien-begeistert. Vielleicht gehört er ja auch dazu und man tut ihm Unrecht damit.

  28. Ralf

    Der Trucker verdient sehr gut. Ich glaube kaum, das Trucker in D auch nur annähernd an solche Gehälter kommen können. Das zeigt, wie beschissen das Lohnniveau für viele in D eigentlich ist. Selbst unter Berücksichtigung der Sozialleistungen in D. Noch dazu ist der Abschluss in D sehr relevant für viele Berufe. In den Staaten geht man damit lockerer um und kann durch Leistung auch ohne 1A-Abschlüsse noch viel erreichen. Bei uns muss für fast alles das richtige Papier bzw. der formale Abschluss/Ausbildung vorliegen, Das mag teilweise sinnvoll sein, kann aber auch extreme Formen annehmen.

    Gleichzeitig wird das von vielen mühsam erarbeitete Steueraufkommen für vielerlei Leistungen verpulvert. Hier ein Beispiel: Die gescheiterte Abschiebung eines Asylbewerbers aus einem Heim in Ellwangen hatte ja Ende April Aufmerksamkeit erregt. Erst ein Großeinsatz drei Tage später machte die Abschiebung dann möglich. Nun machte das Innenministerium in Stuttgart auf Anfrage eines Abgeordneten die Kosten dafür öffentlich.

    Die Razzia in Ellwangen hat gut 360.000 Euro gekostet….

    Das stimmen einfach viele Dinge und Relationen nicht mehr wenn ich solche Dinge erfahre.

  29. Thorsten

    @Bernd

    aber genauso funktiniert es !  Du hast gerade den 6er im Lotto beschrieben.

    Ich habe mein Depot zweimal geplündert, komplett ! Zuerst eine Wohnung, dann eine Hütte gekauft. Schon im ersten Monat nach dem Kauf habe ich wieder angefangen zurückzulegen was ging. Sondertilgungen haben das Depot lange klein gehalten, aber sofort die monatliche Belastung sofort vermindert, was ich dann wieder ins Depot stopfen konnte.  Die Kredite funktionieren eben auch  nach dem Zinseszins und eine bessere Rendite als Schulden abbauen UND gleichzeitig mit FALLENDER MIETE (=Zinsen an die Bank) zu leben ist ein wunderbares Gefühl. Sondertilgungen sind der Renditebooster. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück.

    Immer (von wem ??) wieder mal aus der Schublade hervorgeholten Rechnungen, dass Miete billiger sei als Kauf, sorry, für mich kompletter Bullshit.  Man will die Leute schön da halten wo sie sind : in der abhängigten Miete. Auch kommt immer wieder die Behauptung selbstbewohnte Immobilien seien kein Investment. So ein Blödsinn, die Alternative ist die steigende Miete. Sachwerte steigen mindestens mit der Inflation mit (Ausnahme : zu teuer eingekaufte Immobilien in entvölkernden Landstrichen, dort nur Bodenwert). Immobilien sind stabile Sachwerte, Horrorgeschichten von Sanierungen, teurem Unterhalt und Mietnomaden haben sich in den Köpfen festgesetzt.  Alles gewollt, diese Geschichten treffen bei der ängstlichen Deutschen Seele leider auf fruchtbaren Boden.

  30. Ralf

    „Immobilien sind stabile Sachwerte“

    Wenn die Lage stimmt. Immer noch ist die Lage wertmäßig sehr relevant.

    Miefrei wohnen gibt es eigentlich so nicht. Eine selbst genutzte Immobilie verursacht im Laufe eines Lebens eben auch ordentlich Kosten für Instandhaltung/Sanierung. Nach 20 Jahren geht es oft bereits los bei einem Neubau. Viele Rentner unterschätzen die Kosten, die im Alter mit dem eigenen Haus auf sie zukommen. Wohl dem, der dann Rücklagen hat. Kommt dann der Pflegefall, ist das Haus Ruckzuck futsch. Geldvermögen kann man dagegen vorher geschickt verschwinden lassen…

  31. Thorsten

    @Ralf

    Lage habe ich schon oft erwähnt und ländliche Gebiete mit Fluktuation ausgeschlossen. Dort darf man nur billig kaufen, dann funktioniert es evtl. auch. Handwerker sind dort oft auch deutlich preiswerter. Angebot für Fenster : Hamburger Firma 18.000€. Deutsche Firma vor Ort 12.000 plus zusätzlichen Aufwand unbekannter Höhe, polnische Firma : 8500€ alles inklusive und selbstverständlich mit Rechnung.

    Wenn der Rentner die Kosten unterschätzt, dann hat er sich nicht informiert oder wohnt zu groß.  Rücklagen bilden ist Pflicht bei Immobilien. Ich kaufe ja auch nicht blind irgendeine Aktie und lasse die dann 20 Jahre liegen, das Depot muss auch gepflegt werden. Das gilt eben auch für  andere Sachwerte. Bei Eigentumswohnungen werden Rücklagen zwangsweise erhoben, damit Großreparaturen nicht wie eine Bombe einschlagen. Der Rentner könnte, wenn er mietet auch aus der Wohnung fliegen, wenn er die angeglichene Miete nicht zahlen kann oder wegen Eigenbedarf ausziehen muss und nichts mehr findet für sein Geld.  Die Höhe der Rente im Vergleich zu den Ausgaben ist der Schlüssel. Hoffentlich hat er die 20 Jahre vernünftig gespart, dann kann er auch sein Haus reparieren.

     

  32. Thorsten

    @Mike

    „Mieten sind da träger, aber auf Hauspreise hat das relativ rasch (paar Monate) einen Einfluss.“

    Ich glaube, es hat in den Gebieten, in denen Geld sitzt nicht ganz so hohen Einfluss. So lange der Bevölkerungsdruck da ist, ist immer jemand da , der es bezahlen kann und es dann auch tut.  Geld ist da, aber nicht mehr für den Mittelstand, der das Land über hohe Steuern finanzieren muss. Ausländer (Chinesen,…) kaufen sich en masse ein, weil Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern so „billige“ Immobilien hat. Für den Mittelstand unerschwinglich, für Reichere kein Problem, ein Beispiel Neubau von Wohnungen, 12 km vom Stadtzentrum entfernt:
    Baubeginn: 2018
    Bezug: Frühjahr 2019
    Kaufpreise: 508.000 € – 1.287.000 €
    Wohnflächen: ca. 73,00 – 178,00 m²
    Zimmer: 2-5

  33. Ralf

    „Rücklagen bilden ist Pflicht bei Immobilien.“

    Klar. Aber sehr viele können es nicht bzw. haben es immer noch nicht auf dem Schirm. Man muss aber erkennen, auch ein eigenes abbezahltes Haus verursacht im Laufe der Jahrzehnte deutliche Kosten.

    Für mich stellt sich beim Thema Wohnen weniger die Frage nach Kauf oder Miete, sondern grundsätzlich nach bezahlbarem Wohnen. Da gibt es immer mehr Probleme in D. Allein schon durch staatliche Eingriffe (Grunderwerbssteuer, strenge Bauvorschriften) ist wohnen an sich in den letzten 10 Jahren deutlich teurer geworden.

  34. Daniel

    Immer (von wem ??) wieder mal aus der Schublade hervorgeholten Rechnungen, dass Miete billiger sei als Kauf, sorry, für mich kompletter Bullshit.  Man will die Leute schön da halten wo sie sind : in der abhängigten Miete. Auch kommt immer wieder die Behauptung selbstbewohnte Immobilien seien kein Investment. So ein Blödsinn, die Alternative ist die steigende Miete. Sachwerte steigen mindestens mit der Inflation mit (Ausnahme : zu teuer eingekaufte Immobilien in entvölkernden Landstrichen, dort nur Bodenwert). Immobilien sind stabile Sachwerte, Horrorgeschichten von Sanierungen, teurem Unterhalt und Mietnomaden haben sich in den Köpfen festgesetzt.  Alles gewollt, diese Geschichten treffen bei der ängstlichen Deutschen Seele leider auf fruchtbaren Boden.

    Ich glaube da machst Du es Dir mit deiner Rechnung allerdings etwas zu einfach. Die Kalkulation ob Miete/Eigentum billiger ist, hängt im Wesentlichen davon ab von welcher Region wir reden.

    Ich nehme mal ein Beispiel von einem guten Kumpel von mir. Der wohnt momentan mitten in Münster. Direkt im Zentrum. Die Wohnung hat er unter der Hand von meinem anderen Kumpel weitergereicht bekommen. Der hatte davor 6 Jahre darin gewohnt. In all der Zeit gab es keine Mieterhöhung. Durch Übergabe wurde die Miete leicht angehoben. Er zahlt jetzt dafür knapp 800€ Miete. Eine solche Wohnung in dieser Ecke zu kaufen, liegt preislich bei ca. 500.000€ aufwärts. Jetzt kann man natürlich sagen die Zeiten sind ungünstig….richtig…aber das ändert ja nix daran das man jetzt wohnen will.

    Selbst wenn ich annehmen würde er würde monatlich schon heute statt 800€ ca. 1200€ im Monat zahlen, dann kann ja jeder selbst ausrechenn wie lange er diese Wohnung mit allen Annehmlichkeiten bemieten kann. Zudem verdient er gut, er legt jeden Monat viel Geld für die Anlage weg. Diese Kalkulation mitten in der Stadt geht also nicht auf. Und er IST STADTMENSCH und will da keine Kompromisse mit irgendwelchen Hütten im Speckgürtel oder im Umland.

    Die Mietwohnung erlaubt ihm also statt einen Kredit abzuzalen ein Depot aufzubauen, genauso wie das hier schon mehrfach besprochen wurde.

    Und natürlich ist die eigengenutzte Immobilie kein richtiges Investment, es ist für mich eine Verbindlichkeit. Ja, ich spare mir den Gewinn den sich ein Vermieter einstreicht, aber ich erspare mir nicht die Abnutzung, die Grundsteuern, die laufenden Kosten (die meist höher sind als eine Mietwohnung) und die Kosten für Instandhaltung. Und da wir selbst in einem 50er Jahre Bau leben kann ich das auch ruhigen Gewissens sagen, das da nicht unerhebliche Geldsummen in sowas reinfließen.  Die Preise in den ländlichen Regionen ziehen vielleicht aufgrund der Sachwert-Explosion mit nach oben, aber diese Gewinne kann ich ja nicht realisieren, denn eine eigen genutzte Immobilie verkauft man ja nicht, deswegen ist die Wertsteigerung eigentlich egal und es müssen die laufenden Kosten betrachtet werden. Und diese gibt es ja nicht umsonst, sondern sie fallen neben den Hypothekenzinsen für den Kredit ja auch noch an.

    Sicher gibt es immer irgendwo Schnäppchen, und vielleicht stürzen in 10 Jahren die Immo Preise derart ab, dass all das wieder über den Haufen geworfen werden kann, aber pauschal zu sagen dass man immer besser selbst bewohnen kann halte ich für gänzlich verfehlt.

  35. Ralf

    Ein Haus hat seine Vorzüge gegenüber einer Immobilie in der man zur Miete wohnt.

    Doch meist sind es eben eher emotionale Gründe. Aus Sicht eines Investors ist ein Eigenheim keine Geldanlage. Es fallen regelmäßig Kosten dafür an veraltete, überholte Dinge zu sanieren bzw. renovieren. Auch das Geld muss irgendwo herkommen. Bei anderen Geldanlagen gibt es so etwas nicht.

    Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Hauskauf und die Kostenrechnung ein Spiel mit vielen unbekannten und unvorhersehbaren Entwicklungen (Pflegefall, Scheidung, Job verloren, Naturereignisse, politische Einflüsse). Kein einfaches Thema….

    Meine Frau wünscht sich z.B. ein Haus mit Garten. Ich eigentlich auch, aber die Preise sind recht hoch und viele Objekte für das spätere Alter wenig geeignet (bedeutet Umbaukosten).

  36. Slazenger

    Wir haben den Kauf unserer Hütte (1998)nie unter dem Aspekt es als Investment zu betrachten getättigt,sondern immer nur   als Investition in Lebensqualität und Unabhängigkeit! Trotzdem würden wir heute für das Haus ca. Das 3- fache von dem bekommen was wir bezahlt haben, inclusive aller bislang erfolgten Renovierungen! Ich bin Handwerker und mache fast alles selbst, und das mit Spaß und Freude. Nur wir denken nicht mal im Traum daran zu verkaufen. Ich hätte Albträume wenn ich als Rentner in einer Mietwohnung wohnen müsste, immer mit dem Hintergedanken, der Vermieter kündigt und man findet nicht bezahlbares mehr, oder aber an Alte wird vorzugsweise erst gar nicht mehr vermietet. Nee nee wer kann sollte Wohneigentum besitzen. Nur meine bescheidene Meinung!

  37. V

    aber genauso funktiniert es !  Du hast gerade den 6er im Lotto beschrieben.

    Ich habe mein Depot zweimal geplündert, komplett ! Zuerst eine Wohnung, dann eine Hütte gekauft. 

    Das macht allerdings nur Sinn für die, die für den Hypothekenzins mehr zahlen als sie an der Börse nach Steuer an Gewinn für ihr nicht in das Haus oder die Wohnung eingesetztes Kapital herausholen können.

    Wenn ich der Bank für die Finanzierung, wie bei mir, 3,x% bzw. später 0,9x% bezahle und an der Börse regelmäßig über 15-20% Rendite vor Steuer einfahre (und das funktionierte zuvor schon jahrelang -unabhängig vom Gesamtmarkt- also auch 2008/2009), dann war für mich die Entscheidung klar, wenn zudem noch der Gesamtmarkt für mich stimmig ist, d.h. am Boden liegt und ich eine Erholung und hierdurch Rückenwind erwarte..

    In einer anderen Phase, in der man für Hypothekenzinsen z.B. 8% Zinsen zahlt und an der Börse nach Steuer nur mickrige Renditen einfahren kann ist die von dir, Thorsten, beschriebene Strategie goldrichtig. Ebenso für Leute, die wissen, dass sie an der Börse keine guten Entscheidungen treffen können.

    Man muss differenzieren und fallbasierte Entscheidungen treffen. In der heutigen Zeit würde ich zum Beispiel auch anders agieren. Einer dieser zu damals veränderten Parameter ist zum Beispiel, dass die Preise  aktuell sehr (zu?) hoch sind. Ein anderer Parameter besagt, dass wir kurz vor dem Ende des aktuellen Bullenmarktes stehen könnten und zudem drohen erneut ernsthaftere Verwerfungen durch die schlechte Politik des letzten Jahrzehnts. Kurz gesagt: damals als ich kaufte waren die Risiken eigentlich erst mal gebannt, aber die Angst sehr groß. Heute ist die Angst fast weg und die Risiken dafür wieder sehr hoch. Wahrscheinlich würde ich in einer Zeit wie heute erst mal keine Immobilie kaufen und die nächste Bereinigung abwarten…

  38. Hendrik

    Gleichzeitig wird das von vielen mühsam erarbeitete Steueraufkommen für vielerlei Leistungen verpulvert. Hier ein Beispiel: Die gescheiterte Abschiebung eines Asylbewerbers aus einem Heim in Ellwangen hatte ja Ende April Aufmerksamkeit erregt. Erst ein Großeinsatz drei Tage später machte die Abschiebung dann möglich. Nun machte das Innenministerium in Stuttgart auf Anfrage eines Abgeordneten die Kosten dafür öffentlich.

    Die Razzia in Ellwangen hat gut 360.000 Euro gekostet….

    Das stimmen einfach viele Dinge und Relationen nicht mehr wenn ich solche Dinge erfahre.

    Ein kleingeistige, populistische Ansicht, die du da annimmst. Im Endeffekt ist es ja die Frage, was einem Staat Rechtsstaatlichkeit kosten darf. In Deutschland kannst du davon ausgehen, dass jedem ein fairer Prozess gemacht wird. Der Staat hat in deinem erwähnten Fall immense Gründe, die den Eingriff rechtfertigen. Der Asylbewerber mit seinem gescheiterten Asylantrag hatte kein Recht mehr in Deutschland bleiben zu dürfen. Dafür ist die Abschiebung da; um das staatliche Recht durchzusetzen; denn mit einem ohne Rechtsgrund verbleibenden Asylbewerber würde der Staat u.a. das Gebot auf Gleichbehandlung ignorieren.

    Was ist vorgefallen ? Mehreren Polizisten wurde mit Gewalt die Möglichkeit genommen, die Ersatzvornahme, also die Abschiebung des Asylsuchenden durchzusetzen. Vielfach wurde kritisiert, dass die Polizei nicht imstande war; das ist aber aus einer anderen Sichtweise zu sehen. Die Polizei hat zu Recht eine Eskalation verhindert, denn mit ihren wenigen Einheiten waren sie dem Überangebot auf der anderen Seite nicht mächtig. Das kann durchaus mal geschehen, denn man ist nie auf alle Eventualitäten vorbereitet. Stelle man sich einmal vor, was es kosten würde dieses Großaufgebot der Polizei bei jeder Abschiebung dabei zu haben – das wäre ein Vorgehen, dass der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, dem das Land unterliegt nicht gerechtfertigt sein würde.

    Also ist der von dir erwähnte Eingriff mit einem Großaufgebot der Polizei geschehen. Dabei ist auf die Abschiebung des Asylbewerbers hingewirkt. Der Staat hat also schließlich erfolgreich! sein Recht durchgesetzt. Damit hat der Staat auch andere Funktionen erfüllt. Wichtig ist insbesondere die Vermeidung einer negativen Vorbildfunktion. Durch die Razzia ist wohl jedem abgelehnten Asylbewerber klar, dass er oder sie keine Chance mehr auf einen Aufenthalt in Deutschland hat. Im Idealfall fügen Sie sich und versuchen nicht mehr ihre (nun durch die Ablehnung rechtsgrundlosen) Interessen durchzusetzen. Was würde es kosten, wenn der Staat die Vermeidung einer negative Vorbildfunktion nicht beachtet?

    Die Gefahren bei einer Nichtbeachtung der Rechtsstaatlichkeit entsteht, sehen wir bei vielerlei anderen Gelegenheiten in nicht so demokratischen Ländern. In Kolumbien beispielsweise, in denen Drogengangs die korrupte Regierung bestechen und Aufgaben des Staats zeitweise übernommen haben – dort haben Verbrecher mitunter ihre eigenen Gefängnisse gebaut (Pablo Escobar d.red.) All das gibt es in Deutschland nicht, weil Deutschland eben ein Rechtsstaat ist.

    Natürlich gibt es in Deutschland auch vermeidbare Kosten – der Fall Ellwangen ist aber ein denkbar schlechtes Beispiel. Im übrigen gilt das ebenso für den Fall Zschäpe, der den Staat Millionen kostet.

  39. Fit und Gesund

    @Slazenger, @all

    ich sehe es ähnlich wie Du, mir spielt auch keine Rolle ob man die selbstbewohnte Immobilie nun als Investition oder als Verpflichtung ansieht, ich sehe nur meine Lebensqualität, die ist mir mehr wert als Anderes.

    Aber ich fahre auch zweigleisig, Immo (selbstbewohnt und vermietet) und Aktiendepot, damit schlafe ich ruhig, noch paar Goldtaler und was will ich mehr?

    Wir haben letzthin das Immobilien-Thema auf der Arbeit diskutiert, eine der neueren Kolleginnen aus D, verheiratet, 2 Kinder meinte nur trocken „um sowas musste ich mir nie Gedanken machen, wir hatten nie das Geld was zu kaufen“, ihr Mann arbeitet als Techniker bei der Stadt (in D) und sie arbeitete Teilzeit als Krankenschwester in D bevor sie nun vor 1 Jahr zu uns kam. Die beiden Kinder werden demnächst studieren. Sie haben wohl nur einen Notgroschen.

    Ich ging doch mit einem zwiespältigen Gefühl an dem Morgen nach Hause, hatten die ihr ganzes Geld verprasst? Hatten die echt kein Geld was zurückzulegen? Aber ja, die Frau arbeitete in D Teilzeit und jetzt auch noch, obwohl die Kinder bereits alt genug sind, ich habe immer Vollzeit malocht, erst seit ein paar Jahren arbeite ich 90%.

    Was fällt mir sonst dazu ein? Dankbarkeit, ganz einfach nur Dankbarkeit, das Schicksal hat es wohl mit mir gemeint, ich bin früh in die CH gegangen und habe immer anständig verdient, es hätte so anders kommen können,

    ich bin zufrieden mit Allem was ich erreicht habe, ich habe ja nicht studiert und nur ein einfaches Leben geführt, aber ich muss keine Angst vor der Zukunft haben, einzig und alleine vor Pflegebedürftigkeit fürchte ich mich.

    Die meisten die hier schreiben können vermutlich auch sehr dankbar sein!

     

  40. Kiev

    Bei Mieten oder Kaufen Fragen darf man auch nie vergessen, dass hier im Forum die meisten sehr diszipliniert sind. Da kann man durchaus rechnen wann sich etwas lohnt und wann nicht. Der Zwangsspareffekt bei Immobilien ist etwas völlig anderes. Der bringt die Konsumclowns auf den Boden. Durch eine Immobilie können die meisten Menschen nur ein Vermögen aufbauen. Das es keine Rendite abwirft und vermutlich zu groß und teuer ist, ist eine andere Sache.

    @ Daniel

    Ob die Wohnung von Deinem Freund wirklich zu 500k verkauft würde ist eine Frage. Das lohnt sich in dem Fall wohl nicht. Eine Möglichkeit ist auch eine Wohnung in Top Lage zu kaufen und weiterhin so günstig zu Miete zu wohnen. Die Wohnung vermietet man als WG. Wenn dann der Eigenbedarf kommt oder durch Nachwuchs die Top Wohnung verwendet werden soll übernimmt man sie. So wurden die ersten teuren Jahre der Finanzierung fremd bezahlt. Hier kann man durchaus im Rahmen die Wohnung bereits sanieren. Ansonsten kann es bei einem Wohnungswechsel zu einer sehr hohen Miete führen. Ich kenne hier auch Fälle von einer Verdoppelung der Miete für ein einziges zusätzliches Zimmer. Neuvermietungen sind meist viel teuerer als alte laufende Verträge. Da kommt dann einiges zusammen.

    @ V

    Die Wohnungen sind erst ab Studium für die Kinder bei Bedarf vorgesehen. Der Bezug zu Geld und der richtige Umgang ist mir sehr wichtig den Kindern beizubringen. Ein eigenes Apartment für die Kinder in der Pupertät halte ich hier nicht für zielführend. So nehmen sie das Vermögen als selbstverständlich hin. Geld ausgeben geht immer viel schneller als er zu erwirtschaften. Ich würde den Kindern alle Chancen bieten, sie aber nicht zu sehr verwöhnen. Die großen Einheiten werden auch weiter als WG geführt. Mit oder ohne eigenem Kind darin. Sie sind viel zu wertvoll um alleine von einem Student bewohnt zu werden. Im Grunde sind sie auch als WG zu übertrieben.

  41. V

    Henrik, mach bitte die Augen auf.

    Informiere dich nicht über die Mainstream Medien sondern mache dir ein Bild vor Ort.

    Hinterfrage die wirklichen Entwicklungen (zb Kriminalitätsstatistik), hinterfrage das Bild was man dir dazu  von Politik und Medien vermitteln will.

    Frage immer „cui bono?“.

    Erschrecke nicht was du mit offenen Augen feststellen wirst.

    In Resteuropa sind sie da schon weiter.. nur hier in D besteht dieses verklärte Bild weiter. Wir sind der Geisterfahrer in Europa. Und wir spalten es . . Nicht mehr allzu lange.

    So das war genug Politik.

  42. Hendrik

    @ V

    ich arbeite im Innenministerium und kenne die Kriminalstatistiken in Deutschland – der Draht im Innenministerium zur Politik ist (denkbar) hoch – was möchtest du mir sagen ?

     

  43. Thorsten

    Eine selbstbewohnte Immobilie auf eine emotionale Ebene zu reduzieren wäre nicht rechtens. Natürlich verursacht ein Haus/Wohnung Kosten über seine Lebenszeit, aber der Mieter zahlt das PLUS einem kleinen Profit, der beim Besitzer landet (3%). Jetzt bitte nicht sagen, dies und das bezahlt ja gar  nicht der Mieter sondern der Besitzer. (Ohoh, das fiele in die Kiste Urlaubs- und Weihnachtsgeld, auch diese existieren nicht wirklich,  sondern stellen einen kostenlosen Kredit an den Arbeitgeber das, bezogen auf ein vergleichbares Jahresbruttogehalt ohne diese Zahlungsverzögerungen).  Der Mieter zahlt letztlich über seine Miete ALLES. Nicht  umlegbare Nebenkosten zieht der Besitzer steuerlich von der eingenommenen Miete ab. Passt das nicht mehr zusammen wird die Miete im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erhöht. Miete ist IMMER teurer als kaufen, es sei denn jemand hat einen Vermieter, der sich um die Rendite nicht kümmert.

  44. Mike

    @Thorsten

    Genau so ist es, Kaufen ist immer günstiger als mieten, aber es gibt da ein paar Vorteile für Mieter (Flexiblität etc.) die können das Bild dann je nach Planung über den Kopf werfen. 3% Rendite ist dann noch löblich, meist ist es mehr. Das Bild dass mieten günstiger ist kommt nur daher, dass viele sich beim Eigenheim mehr Luxus leisten als wenn sie mieten würden, mehr m2, bessere Ausstattung etc. und was auch dazu kommt, ein Haus wird eher gekauft als eine Wohnung, viele denken bei Eigentum dann auch eher an Haus und bei Miete an Wohnung, so vergleicht man Äpfel mit Birnen.

    Ob ich eine Liegenschaft selbst bewohne oder vermiete kommt nicht drauf an, man kann sich ja auf sein (u.a. nur mentales) Liegenschaftskonto seine Miete einzahlen, auch wenn man selbst darin wohnt. Steuern mal aussen vor.

  45. gorilla

    Eigentum vs. Miete

     

    Immobilien haben ein sind relativ risikoarm.

    http://www.iazicifi.ch/produkt/swx-iazi-indizes/?parents=535,106

     

    Was logischerweise bedeutet, dass man damit kleineren Gewinn (kleines Risiko) erwirtschaftet.

    Aber im Gegensatz zum Aktienvermögen hebelt man die Rendite bei Immos (3–5 facher Hebel).

     

    Meiner Meinung nach sind Immobilien in der Schweiz eine Verbindlichkeit und helfen Konsumclowns beim Zwangssparen. Zudem kommt noch der Eigenmietwert.

    Nur Immobilien in grossen Städten, sowie an Seen oder mit grandioser Aussicht sind interessant.

    Doch falls man Geld ausgeben will, sind Immos die cleverste Wahl (Abos, Autos, Ferien, Schiffe, etc.)

  46. Klaus

    @Thorsten Nehmen wir mal den Fall das Dein Aktiendepot 900-1000€ an Dividenden pro Monat netto abwirft und die Dividenden etwas schneller als die Inflation steigen. Dein Depot müsste dafür aktuell ca. 300.000-350.000 €  enthalten.

    Um eine Wohnung zu kaufen die 900-1000€ Miete pro Monat kostet musst Du aktuell in grösseren deutschen Städten ca. 350.000-400.000 € bezahlen. Dazu kommen noch Instandhaltungskosten und Nebenkosten des Kaufs. Ausserdem werden die Mieten wohl langfristig nicht schneller als die Inflation steigen.

    Für mich spricht das eindeutig dafür das Mieten günstiger ist als Kaufen. Und eine Hebelung mit Fremdkapital ändert daran wenig. Und ich denke ein Portfolio mit 30-50 Werten ist definitiv sicherer als eine einzelne Immobilie.

  47. Mike

    @gorilla

    Ich habe selbstbewohnte Immobilien gemeint, man hat ja in der Regel keine Wahl und muss irgendwo wohnen, und wer kein Eigentum hat muss mieten. Es geht nur darum.

    Ich gebe Dir Recht wer viel Geld verdient hat mit Immobilien, hat dies oft mit Unterstützung des Leverageeffekt erreicht (Fremdfinanzierung), das hat die letzten Jahrzehnte sehr gut funktioniert, weil die Zinsen da immer gesunken sind. Ob dies die nächsten Jahrzehnte auch so sein wird, ist ein anderes Thema.

    Wer jedoch mietet und nicht kauft, der gibt das Geld auch aus, das verstehen einige nicht, es gibt eher weniger Wohltäter als Vermieter die ihr Eigentum günstiger abgeben als was sie selbst kostet.

  48. Kiev

    @ Klaus

    Ich strebe ein Depot mit 300k an und erhoffe mir dadurch nach 4% Regel eine monatliche Entnahmemöglichkeit über 1000€. Wie geht das mit Dividenden bei der Anlagesumme? Das wäre mir natürlich noch lieber. Hier würde ich aber wohl mehr Kapital benötigen.

    So einfach kann man die beiden Anlageformen auch nicht miteinander vergleichen. Ich finde eine Kombination aus beidem optimal. Und damit meine ich definitiv keinen Reit.

    Eigentum

    In Deutschland zahlst Du auf die eingesparte Miete keine Steuer. Du müsstest wohl auch 1250€ an Dividenden kassieren um Netto 1000€ für die Mietkosten ausgeben zu können. Du senkst mit der Immobilie Deine teuerste Verbindlichkeit sehr stark. Außerdem genießt dieses Vermögen einen Schutz gegen Zugriffe vom Staat bei Pflegekosten für Angehörige.

    Vermietung

    Leverage.

    Ein Leverage von Faktor 5 bei 5% Rendite lässt sich doch sehen? Ich erziele bereits nach 3 Jahren Vermietung 5% Rendite. Es ist klar das der Turbo mit jeder Sondertilgung nachlässt und zugleich die Sicherheit erhöht. Ich kann so wesentlich schneller 300k Vermögen aufbauen als ohne Turbo. So schön das Leverage ist, man sollte es nicht übertreiben. Nebenbei arbeitet die Inflation und entsprechende Gehaltserhöhungen in mehrfacher Hinsicht für mich. Und Netto habe ich auch sehr gute Vorteile. Ich habe einen Freibetrag: Afa. Modernisierungen darf ich ebenfalls abschreiben.

    Nicht jede Immo bringt so eine Rendite. Das meiste am Markt ist da weit weg. Ich sage auch nicht das Immos besser als Aktien sind. Sie sind der perfekte Turbo um ein Vermögen aufzubauen. Überrenditen sollten dann am besten in Aktien angelegt werden. So profitiert man in mehreren Bereichen. Ein Business sehe ich ähnlich zu einer Immobilie. Als Vermögensschutz und richtig passive Quelle sind dann Aktien um Vorteil. Also nach Cashflow Quadrant gehe ich als Employee über ein Business zum Investor über. Der I Quadrant ist sehr gut wenn das Vermögen bereits vorhandenen ist

  49. V

    Ich empfehle dem (wahrscheinlich Hausmeister) Hendrik im Innenministerium die vorliegenden Statistiken auch zu lesen.

    Ich empfehle dabei speziell die BKA Statistiken. Stichwort: Zuwanderer, schwere Straftaten (z.B. Totschlag, Mord; Vergewaltigungen). Hier gibt es einen starken Anstieg seit einigen Jahren, den sogar diese Statistiken nicht verbergen können.

    Gut verstecken es die Politiker mit nur der Angabe von Gesamtstraftaten, die insgesamt ja zurückgehen sollen. Ja, die Anzahl Fahrrad- und Taschendiebstähle gehen massiv zurück (weil sie frustriert eh keiner mehr meldet bzw. die Polizei eh abwinkt). Dabei steigen die schweren Straftaten stark an und dieser Anstieg geht dabei alleinig auf die Gruppe unserer neuen Gäste zurück (vorwiegend junge Männer aus archaischen Kulturen; nicht wenige in ihrem Land bereits straffällig geworden, …)

    Wer blind ist, bleibt eben blind. Wer Augen aufmacht, der sieht. Manche wollen eben, dass keiner die Augen aufmacht, da sonst ihr Pöst’chen in Gefahr wäre. Unserer Politikerelite geht daher auch der A‘ auf Grundeis und sie manipulieren und lügen immer ungehemmter und offensichtlicher.

    So, hier kein Statement mehr von mir zu Politik. Falsches Forum. Allerdings decke ich für mich nicht nur die Schieflagen an der Börse auf, sondern auch in der Politik. Wenn ich damit Geld verdienen könnte wäre ich dort genauso erfolgreich. Genau hinsehen hilft eben sehr… im Denken nicht mit der Masse/Herde gehen eben, sondern selbst recherchieren und verifizieren.

  50. Wolfgang

    @ V

    Erst mal meinen Glückwunsch zum erreichten. 3M ist schon eine Hausnummer, ebenso die 15-20 % Rendite p. a. vor Steuern.

    Hier bin ich aber auch ganz neidlos und kann gönnen, dies ist also auch in Deutschland möglich.

    Dein Geschriebenes deckt sich mit meiner Meinung, nicht alles Glauben, was man vorgesetzt bekommt, sondern stets alles Hinterfragen.
    Mein „Lieblingspolitiker“ ist übrigens Jean-Claude Juncker, der sagt so schöne Sätze wie:
    „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ – auf einer Abendveranstaltung zur Euro-Krise in Brüssel im April 2011 dapd, zitiert nach spiegel.de

    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ – in Die Brüsseler Republik, Der Spiegel, 27. Dezember 1999.

    Dieser Politikstil wird Themen übergreifend angewendet.

    Gruß Wolfgang

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