Apple und Berkshire kommen unters Messer

Warren Buffett: Seine Apple-Aktie ist bitter unter die Räder gekommen. Mutige schauen sich die Apple- und Berkshire-Aktie nach dem Kursrutsch an.

Ich habe viele Gemeinsamkeiten mit Warren Buffett. Vor allem jetzt, da die Kurse seit Wochen sinken. Das Finanzgenie verlor am Donnerstag geschätzte 36 Milliarden Dollar nur durch den Kursrutsch seiner Apple-Position.

Massiv ist außerdem Buffetts Beteiligung an dem Lebensmittelkonzern Kraft-Heinz eingebrochen. Vermutlich wird Berkshire Hathaway im vierten Quartal einen Verlust melden, weil es die Wertansätze seiner Aktienpositionen anpassen muss.

Aber Buffett lässt sich nicht von seinem Kurs abbringen. Gut möglich, dass Buffett sein Apple-Paket weiter aufstocken wird.

Mein Depot hat ähnlich wie Buffetts Depot Federn gelassen. Meine Positionen an Bank of America, CTS Eventim, Netflix, Amazon, Facebook etc. sind tief ins Minus gerutscht.

Buffett wird wahrscheinlich mehr Apple-Aktien in diesen Tagen zu diesen gesunkenen Bewertungen kaufen. Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger hätten kaum mehr als 50 Milliarden Dollar in Apple investiert, wenn sie nicht äußerst zuversichtlich in ihrer Investmentthese gewesen wären. Munger, Buffett und ihre beiden Investmentmanager Todd Combs und Ted Weschler haben jahrzehntelange Anlageerfahrung.

Ich vertraue den beiden Senioren an der Spitze, weil sie seit Dekaden mehr Rendite erzielt haben als der breite Aktienmarkt.

Buffett und Munger machen große Wetten auf Unternehmen, die ihrer Meinung unterbewertet sind. Sie glauben, dass sie auf lange Sicht massig Geld generieren können, wenn sie gegen die Strömung schwimmen.

In der ersten ausführlichen Erklärung zu Berkshires Investmentthese zu Apple sagte Weschler, dass das Smartphone-Geschäft sich durch die Apps und das Cloud-Computing verändert hat. “Da die Netzwerkgeschwindigkeit immer schneller geworden ist und die Informationen, die Menschen im Netz aufnehmen können, wie Fotoanwendungen oder Apps, schaffen sie ein attraktiveres Ökosystem.”

Statistiken zeigen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass iPhone- oder iPad-Käufer ihr nächstes Gerät erneut von Apple kaufen werden. Wer tausende von Fotos, Songs und Filme im Apple-Ökosystem hat, wird vermutlich bleiben. Zumal es ein gewohntes Terrain ist.

Je tiefer die Apple-Aktie sinkt, desto attraktiver wird sie für mich. Wäre es ein guter Zeitpunkt, um eine kleine Position zu kaufen. Es sieht attraktiv aus, finde ich. Apple möchte im laufenden Jahr 257 Milliarden Dollar umsetzen und 83 Milliarden Dollar nach Steuern verdienen. Das ist nicht von Pappe.

Die Dividende bringt rund 1,9%. Das KGV beläuft sich auf nur 12. Die Ausschüttungsquote beträgt rund 23 Prozent. Es besteht genügend Spielraum für Dividendenerhöhungen, da die Dividende vom Ergebnis (und Cashflow) gut gedeckt wird.

Der freie Cashflow summierte sich im vergangenen Jahr auf über 64 Milliarden Dollar, von denen nur 13,7 Milliarden per Dividende abflossen.

Natürlich bleiben Risiken. Es besteht immer die Möglichkeit, dass sich Apple als eine andere lahme Ente wie IBM herausstellt. Erst stieg Buffett frohen Mutes bei IBM ein, um sich dann Jahre später mit einem Kursverlust zu verabschieden.

Goldman Sachs ist besonders skeptisch, was die Zukunft von Apple angeht. Kurz nachdem Apple seine Umsatzprognose für das erste Quartal gekürzt hat, ging Goldman Sachs auf Distanz. Es sei wahrscheinlich, dass der iPhone-Hersteller die Zahlen für das gesamte Jahr 2019 reduzieren muss, sagte die Investmentbank. Wenn die Ergebnisse weiter sinken, werden auch die Aktien des Unternehmens sinken, so Goldman.

“Abhängig von der Entwicklung der chinesischen Nachfrage Anfang 2019 sehen wir das Potenzial für einen weiteren Abschwung”, warnte Goldman’s Analyst Rod Hall am Mittwoch in einer Mitteilung an die Kunden.

Die Kalifornier erwirtschafteten im ersten Quartal einen Umsatz von 84 Milliarden Dollar, obwohl die Prognose zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar gelegen hatte. Analyst Hall zieht schon den Vergleich zum einstigen Handy-Liebling Nokia, der in Ungnade gefallen ist. Vielleicht ist das etwas übertrieben. Wir werden sehen. Manch einer vergleicht schon den Handy-Markt mit dem Auto-Markt. Weil Handys immer länger leben, ist ein attraktiver Gebrauchtmarkt entstanden. Es muss nicht immer sofort ein neues Handy gekauft werden.

In der Tat verbessern sich die neuen Smartphones nicht massiv. Es ist ein großer Bildschirm. Die Preise steigen massiv, aber die Leistung ist nicht im gleichen Umfang besser geworden. Daher werden Konsumenten wohl vorsichtiger, bevor sie sich ein neues Handy zulegen.

Eine starke Bilanz und die massiven Cashflows minimieren jedoch das Abwärtsrisiko bei Apple. Der iPhone-Konzern sitzt zudem auf einer massiven Kriegskasse. Das viele Cash minimiert das Abwärtsrisiko.

Alle beliebten Aktien werden eines Tages unter Druck geraten. Gerade dann, wenn Anlegern bewusst wird, dass es Zeiten geben wird, in denen ein Unternehmen nicht unbegrenzt seine Gewinne steigern kann.

Ich bin Berkshire-Aktionär. Berkshire hat in den vergangenen Wochen gelitten. Ich glaube, die Aktie ist ein guter Kauf neben Apple.

Berkshire wird nur mit einem Buchwert von 1,3 gehandelt. Berkshire ist gut für ein konservatives Portfolio geeignet, glaube ich. Wer etwas mehr Mut hat, schnappt sich ein paar Apple.

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Shane
3 Jahre zuvor

Bei Apple wurden zuletzt einige strategisch falsche Entscheidungen getroffen. Man hat ohne Zweifel die eigene Positionierung überschätzt. Smartphones sind im Lebenszyklus weit fortgeschritten: Für einen Bruchteil der iPhone-Kaufpreise erhält man Geräte die rein hardwaretechnisch nicht viel schlechter ausgestattet sind. Ich selbst habe auch ein iPhone und möchte das Apple-Ökosystem kaum missen. Allerdings brauche ich nicht jedes Jahr ein neues Gerät. In dieser Phase nun die Preise bis ins bodenlose nach oben zu treiben halte ich für einen Fehler. Ich denke dass wir dieses Jahr bereits eine Reaktion von Apple sehen werden mit hoffentlich vielen tollen neuen Produkten und / oder einer – zumindest etwas – angepassten Pricing-Strategie.

Ob all der Erfolge die Apple erreicht hat ist es natürlich sinnfrei jetzt bereits den Niedergang zu Prophezeien. Sie werden kämpfen wie die Löwen.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Tim

Soweit ich im Netz gefunden habe, hat Buffett bisher zumindest Apple im Durchschnitt für 149$ gekauft. Apple ist mit 25% in seinem Depot vertreten.

Ich habe eine kleine Position aufgebaut. KGV usw. sieht für mich sehr gut aus. Ich habe sie wesentlich günstiger als Buffett erhalten.

Es gibt momentan viele gute Möglichkeiten.

Was ist denn heute los? Ich schaue ja keine Nachrichten. Hat Trump sein Handy verlegt?

 

Gainde
3 Jahre zuvor

Heute ein Teil-Rebalancing des Portfolios durchgeführt mit langweiligem ETF.

Florian H
3 Jahre zuvor

@All

Verkäufe nach Geschäftsbereichen bei Apple:

IPhone: 62,7%; Services: 14%; Mac: 9,6%; IPad 7,1%; Other Products: 6,6%.

@Tim

Ich denke Buffett wird bald nachlegen, aber Apple macht bereits 25% seines Portfolios aus. Bin gespannt wie er vorgeht.

 

 

Fabian S.
3 Jahre zuvor

Hallo Tim,

wieder ein toller Artikel! Mach weiter so!

Viele Grüße vom Buffett-Fan Fabian 😉

argamak
3 Jahre zuvor

Ich habe mir Mitte 2014 ein ein iPhone 5s geholt. Auf den Markt kam es im Herbst 2013. Ich habe gerade die Muße gehabt nachzurechnen was mich dieses über 5 Jahre altes Modell monatlich bisher gekostet: unter 11 Euro. Funktioniert einwandfrei, Akku hat noch etwa 80% seiner Leistung und das Gerät wird noch immer in Form regulärer Updates unterstützt. Apple sieht für mich nach einem Unternehmen aus, das nachhaltig Kunden generiert, statt jedes Jahr die neueste heißeste Technik auf Platinen zu verlöten, zu verramschen um danach bloß nicht mit Software zu supporten.
Tim, falls du für deine Entscheidung ein kognitives Gegengewicht zu den “Apple ist am Abgrund” Analysen der Nachrichtenleute brauchst: einfach nach den Namen Neil Cybart, oder Horace Dediu googeln. Unaufgeregte Leute mit bislang korrekten Aussagen.
Ein Beispiel: https://www.aboveavalon.com/notes/2018/10/22/the-gray-markets-impact-on-iphone-pricing

Apple hat momentan einen Anteil von 38% in meinem Depot. Ich habe nicht vor es unter 30% zu verringern.

Daniel
3 Jahre zuvor

In unserer Firma gibt es nach dem Versagen im Markt durch RIM (Blackberry) nun auch iPhones. Ich hatte zuvor Windows Phone und später und auch davor shcon Android. Für mich waren beide OS logischer und schöner aufgebaut, aber nungut. Ich wurde dann mit einem iPhone 8 gesegnet welches gottseidank auch großflächig privat genutzt werden kann. Ich bin kein großer Apple Fan, aber wenn ich jetzt regelmäßig das iPhone in immer neuen Versionen als Diensthandy bekomme, dann wird mein jetziges Parallel-Telefon wohl das letzte seiner Art werden und ich spare mir den Privatkauf von Smartphone komplett ein.

Die Begeisterung um dieses Telefon werde ich dennoch nie teilen können.

-M
3 Jahre zuvor

Apple macht bei mir 15% aus im Depot. Habe auch weniger als Buffett bezahlt so wie es scheint. Aufstocken werde ich die erstmal nicht da die Position schon gut gefüllt ist bei mir.

Ich bin bei Buffett mehr bei Kraft Heinz gespannt, ob er dort nachkaufen wird. Sie sind auch sehr günstig (wohl aber gegenüber apple noch zu teuer, als das er sich damit beschäftigen würde wie ich ihn beurteile)

@all

wie seht ihr Heinz ? (Hier hat glaube ich nur Bruno geantwortet das letzte mal) ist ja nicht so, dass die Firma kaum was verdienen würde und kurz vorm Kollaps steht bei 4mrd Gewinn im Jahr und nir KGV 12 und unter Buchwert gehandelt atm.

 

Insgesamt wird Berkshire wohl apple und weiter bei den Banken zuschlagen, welche ja auch die letzten Wochen weiter gefallen sind. Seine 100mrd wird er bald (deutlich) unterschritten haben so wie ich das beurteilen.

-M

Florian H
3 Jahre zuvor

@argamak

ich besitze auch seit Jahren immer noch mein 5s. Einfach nur Hammer.

@Tim

Ja das habe ich auch gelesen. Auf der Berkshire HV hat er es ja auch gesagt. Wenn er nochmal stark aufstockt, besteht sein Portfolio zu 1/3 aus Apple.

@Burggraben

SAP arbeitet hauptsächlich mit Apple Produkten.

https://www.computerwoche.de/a/wie-sap-ueber-100-000-apple-geraete-verwaltet,3546233

Andrea
3 Jahre zuvor

Ich habe für das Depot meines Mannes eine erste Tranche Apple gekauft, ich selber habe schon welche (bei 93 Eur gekauft) und kaufe Anfang nächster Woche welche nach.

ManniB
3 Jahre zuvor

Ich kann den Iphone Hype nicht verstehen. Ich selber habe nix gegen Apple, und besitze ein IBook das über 10 Jahre alt ist, und zu Weihnachten gabs für Mich und meine Frau ein aktuelles Ipad. Der Preis für das Ipad mit 379 Euro find ich vollkommen in Ordnung. Ok der Ipan mit 100 Euro ist übertrieben, aber da ich Fingerabdrücke hasse, ein notwendiges Übel.

Aber für ein Telefon 1000 Euro ausgeben ? Never, niemals. Aber solange Apple so ne große Fanbase hat und die Leute es bezahlen…. Klar wenn ich Apple wär, würd ich es nicht anders machen. Wenn Leute bereit sind den Preis zu zahlen, wieso billiger anbieten.

Aber ich bin da anders. Man sieht bei meinem Ibook, ich kaufe einmal und nutze es, bis es kaputt ist. Und bevor ich neu kaufe, kläre ich erstmal ab, ob eine Reparatur günstiger ist. ( in der Regel leider nicht, da kostet ein defektes Ersatzteil mehr, als ein Neugerät).

Ich überprüfe auch jährlich den Strom-Gas Preis, Handytarif, Versicherungen etc. Ich ruf dann an, und sag Anbieter XY ist billiger, entweder ich bekomme Preisnachlass oder ich bin weg. (und ich mach das dann auch)

Ich pendle täglich mit dem Auto 73km und fahr auf der Strecke unmittelbar an 6 Tankstellen vorbei. Getankt wird dank App immer an der günstigsten, auch wenns nur 0,4  Cent ausmacht.

Kaufe generell bei Lidl ein (Aldi ist 12 km entfernt) und kauf nur Eigenmarken. Ausnahme: Ein Markenprodukt ist im Angebot, und dann billiger als die Eigenmarke. (Was aber in der Regel nicht passiert, da selbst mit Angebot, das Markenprodukt noch teurer ist, als die Eigenmarke)

Auch wenn ein Kind einen Wunsch hat, vergleiche ich im Internet die Preise. Und selbst wegen 10Cent unterschied, bestelle ich beim günstigeren Shop.

Samstags bietet unser Bäcker von 12.00 – 13.00 Uhr alle Backwaren zum halben Preis an. Da gibts dann halt ein verspätetes Frühstück. Aber das Lohnt, hab z. B. ne ganze Schwarzwälder Kirsch Torte für 8 Euro bekommen. Und das für ne Top Konditor Torte.

Kleidung kauf ich nur, wenn was kaputt geht (löcher). Und dann nur das Kleidungsstück was auch nicht mehr tragbar ist. Z. B. Jeans beim Bücken gerissen, dann kauf ich EINE neue Jeans. Sweatshirt vom Waschen löcher bekommen (kann nach 10 jahren mal passieren) dann kauf ich ein neues… Hab dort aber ein Faible für Camp David und Versace. Da ich aber maximal alle 3-5 Jahre ein einziges Kleidungsstück brauche, gönn ich mir das auch.

Mein Auto (Honda Jazz) hab ich vor 6 Jahren neu gekauft, und wird gefahren bis die Reperaturen, absolut unwirtschaftlich werden.

Ich hab im Moment (Alleinverdiener) eine Sparrate von ca 35%. Das zu 75% in HighYieldDividend Etfs fließt. Die restlichen 25% gehen auf ein Sparbuch und sind für Neuanschaffungen (Waschmaschine, Trockner, Autoreifen, Kundendienste etc) gedacht.

Zudem zahl ich im Schwarzwald ein kleines Einfamilienhaus ab. Dies kommt mir in der Rente, zusammen mit den Dividenden sicherlich entgegen.

Das einzige Laster das ich hab: SkyQ und Netflix. Aber eine Sünde braucht der Mensch xd.

Leute ich mag euch und den Blog, da lernt man viel.

Greetings

Manni

Christian
3 Jahre zuvor

Wenn Apple inzwischen 25% bei Berkshire ausmacht, dann finde ich das Klumpenrisiko zu hoch, beide Aktien im eigenen Depot zu haben. Entweder oder.

Stefan Müller
3 Jahre zuvor

Habe nie verstanden, was Apple besser kann als Huawei oder Samsung oder….

Damals wurde Nokia wie heute Apple gehyped, aber dann ein besseres und preiswertes Konkurrenzprodukt und Nokia war Geschichte.

Sobald jemand etwas programmiert, was den Umzug von Apple zu Android ermöglicht,  hat Apple ein Problem.

 

 

Gainde
3 Jahre zuvor

Finde Alphabet ein viel interessanterer Wert. Diversifiziert und Platzhirsch in der Online-Werbung.

Gainde
3 Jahre zuvor

Was würdet ihr in dieser Situation machen bzw. was kann man dagegen tun?

 

55 Jahre alt und CHF 500’000 im Depot, arbeitslos seit 2 Jahren und droht nun in die Sozialhilfe (Schweiz) abzurutschen. Arbeitslosengelder werden nur 2 Jahre lang ausbezahlt. Bevor man Sozialhilfe beziehen kann, muss man sein Vermögen bis auf CHF 4000 aufbrauchen. D.h. er muss sein Depot verkaufen.

Ich halte dies, angesichts unseres Arbeitsmarktes, ein sehr realistisches Szenario. In diesem Fall wäre das jahrelange Streben nach Finanzieller Freiheit für die Katz gewesen.

Habt ihr euch dazu mal Gedanken gemacht?

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Gainde, in Deutschland würde ich auf jeden Fall einen Midijob (451 Euro) annehmen. Da ist man wenigstens krankenversichert und muss nicht das Depot auflösen, wie bei Arbeitslosengeld 2. oder ich mache mich selbständig auch wenn man nur wenig Umsatz hat.

Thomas

Ruben
3 Jahre zuvor

Ich verfolge gerne Tests mobiler Geräte, es ist einfach unglaublich wie stark Huawei gegenüber Apple und Samung aufgeholt und in Teilbereichen sogar überholt hat. Das lässt sich auch an den Preisen erkennen, scheinbar kann es sich Huawei inzwischen leisten, die Preise deutlich anzuheben. Da sich Huawei inzwischen so stark etabliert hat, wird der Preiskampf eher durch Xiaomi ausgerufen. Es wird immer schwerer für Apple, noch so hohe Preise wie für die aktuellen Topmodelle zu rechtfertigen. Vielleicht gelingt ihnen ja nochmals ein Geniestreich, der wieder höhere Preise rechtfertigt. Derzeit fehlt mir etwas die Fantasie, was das sein könnte, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Alles Gute,
Ruben

Ruben
3 Jahre zuvor

@Gainde: dann gibt es in der Schweiz also auch eine Art “Hartz 4”. Dein Fall beschreibt auch meine größte Befürchtung, wenn man ca. 2/3tel des Weges zur FU hinter sich hat und dann dennoch vorzeitig alles aufbrauchen muss. Der Rat kann auch aus meiner Sicht nur lauten wenigstens einen Teilzeitjob zu bekommen, der ziemlich alle Kosten abdeckt. Wenn dann das Depot noch ein paar Jahre ungestört wachsen kann, sollte man hoffentlich in ein paar Jahren aus dem Schneider sein.

Alles Gute,

Ruben

Ralf
3 Jahre zuvor

@Gainde: Diese Risiken sind nicht so abwägig, ich kenne selbst zwei Fälle aus dem Bekanntenkreis die ihr Vermögen aufbrauchen mussten vor Hartz4.

Was viele vergessen: Hartz4 kann auch schnell drohen wenn die Gesundheit eine regelmäßige Arbeit in jüngeren Jahren nicht mehr zulässt (Herzinfarkt, Schlaganfall etc.).

So selten ist das nicht. Jedem vierten droht Berufunfähigkeit vor der Rente.

Darum ist eine gewisse Risikovorsorge z.B. durch eine BU-Versicherung sinnvoll. Viele hier sehen das anders….

Viel Spaß in diesen Fällen, wenn das Depot dann ruckzuck aufgezehrt oder das Haus verkauft werden muss. Ähnliches beim altersbedingten Pflegefall. In jungen Jahren lassen sich Pflegetagegeldversicherungen günstig abschließen.

Risikomanagement eben.

Bergradler
3 Jahre zuvor

Hallo Gainde,

daran denke ich schon lange, finde aber keine passende Lösung. Alles verkaufen und in Gold Barren/ Münzen investieren, die kompletten 500.000 CHF als Bargeld in ein Schließfach. Man wird ja nachweisen müssen wohin das Geld ging, das ist alles nicht optimal.

Aber wenn ich 500.000 CHF im Depot habe und ich alles in verschieden Aktien investieren würde die 4-5% Dividendenrendite bringen (jetzt ist ja der Zeitpunkt dazu optimal) dann wären das 20.000 – 25.000 CHF Einnahmen pro Jahr also ca. 1.600 – 2.000 CHF monatlich abzüglich Steuern.

Das ist doch nicht schlecht. Kommt halt noch auf den eigenen Lebensstandard und die Lebenshaltungskosten in der Schweiz an. Vielleicht noch einen einfachen Job suchen der ein paar Hunderter einbringt und dann das Leben genießen.

Noch ein paar Ideen, kleine günstige Mietwohnung, aufs Land ziehen ist günstiger als Stadt, kleines Auto und mit weniger zufrieden und glücklich sein das würde ich vorziehen als das Depot komplett zu verkaufen und Sozialhilfe bekommen.

Findet man in der Schweiz momentan keinen Job? Hier im Süden von Deutschland findet man eher keine Arbeiter/Handwerker/Angestellte.

Grüße, Bergradler

Bruno
3 Jahre zuvor

@Gainde

Solche Fälle sind nicht schön, aber ist doch trotzdem komfortabler, mit 500k in so eine Situation zu kommen als mit gar nix wie es auch oft geschieht. Sozialhilfe ist kein Zuckerschlecken, insbesondere ist das Geld das man bekommt ja nicht geschenkt, sondern lediglich ein Kredit, den man später (sofern man kann) wieder zurückzahlen müsste. In diesem Fall kaum realistisch, aber man bleibt dann sozusagen für immer im “Loch”. Nachtrauern mit ich habe mein Leben lang gespart und jetzt geht alles flöte finde ich falsch, ich denke nicht dass er besser dastehen würde hätte er alles verkonsumiert.

Man müsste diesen Fall genauer kennen, gibt es Möglichkeiten, einen neuen Job zu finden oder ist es aussichtlos, resp. gibt es Möglichkeiten von Umschulung oder etwas ganz anderes (vielleicht mit viel weniger Einkommen als früher) zu machen? Gibt es allenfalls die Möglichkeit einer Selbständigkeit, mit vernünftigem Risiko.

Ich finde man sollte immer zuerst 100% in diese Alternativen investieren, denn bei Sozialhilfe oder auch Hartz4 gibt man sich auf, auch wenn man überlebt, es ist kein würdiges Leben.

Jan
3 Jahre zuvor

Hallo Gainde,

ja, anonym Edelmetalle und Produkte die der Staat nicht verwertet kaufen (Beimischung!).

Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung hier etwas einsam bin. Aber ich verzichte gerne als Familienvater auf einen Teil meines Portfolios auf etwas Rendite. Dafür werde ich mal meiner Tochter nicht sagen müssen, dass das Weihnachtsgeschenk dieses Jahr nicht drin ist.

Schöne Grüße

Jan

ThomasH
3 Jahre zuvor

11 Euro hat dich dein altes iphone pro Monat gekostet? Es ist natürlich sehr löblich, dass man Produkte lange nutzt und sie nicht gleich wegwirft. Aber 11 Euro finde ich nicht gerade wenig.

Ich habe mir vor 2 Jahren ein Xiaomi gekauft für unter 200 Euro, da ist ebenfalls ein top Gerät, bekommt alle neuesten Updates und läuft nach wie vor einwandfrei (ok, nach 2 Jahren erwarte ich das eigentlich von jedem Handy).

Da bin ich jetzt schon bei weit unter 10 Euro pro Monat und es wird immer weniger je länger ich es benutze.

Jede Diskussion über Apple vs. andere Marken ist natürlich müßig, aber für mich ist klar, das ein iphone niemals so günstig sein kann wie andere Smartphones. Der Einstiegspreis ist einfach zu hoch.

Auch die Gebrauchtpreise reißen das nicht raus. Ein Kollege hat sein iphone nach 3 Jahren für 300 Euro weiterverkauft. Toll, was für eine Supersache, meinte er, bei welchem anderen Smartphone bekommt man noch soviel Geld. Aber leider hat er mal 900 bezahlt und daher 600 Euro Verlust in 3 Jahren gemacht. Dafür könnte ich mir jedes Jahr ein neues kaufen…

Klar, wenn die Leute die Preise bezahlen, kann Apple das auch verlangen, aber ob das Konzept noch viele Jahre aufgehen wird, bezweifle ich…

Smyslov
3 Jahre zuvor

Gainde.

Natürlich, nicht nur in der Schweiz bittere Realität. Wie könnte man sich

schützen? Vielleicht gar nicht in Aktien sparen, sondern heimlich in Gold u.

im Ereignisfall lügen ( Kriminell werden ), um Leistungen trotzdem zu erschleichen. Keine befriedigende Situation. Es gibt zwar ein Schonvermögen,

jedoch nicht sehr hoch. Es kann einen im Leben tatsächlich übel treffen, hier u.

auch woanders.

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

@Gainde: 55 Jahre und 500.000, für mich hört sich das nach finanzieller Freiheit an. Ausgabenseite optimieren und durchrechnen. Für mich käme das aus, der Mensch bekommt doch auch mal Rente, und muss dann nur aufstocken?

Am Montag kaufe ich eine erste Position Berkshire Hathaway im Aktiensparplan, und freue mich über den günstigen Einstiegskurs. Danke Apple 🙂

2011 habe ich mein Nokia Smartphone gekauft und verwende es noch heute. Tolle Offline-Navigation. Updates und Schadsoftware gibts nicht. Solange das läuft, verwende ich es weiter.

Dazu habe ich ein Android-Tablet, das 2014 mal 160 Euro gekostet hat und auch eine SIM-Karte trägt.

Alles günstiger als 11 Euro im Monat 🙂  Geräte, die meine Daten in eine fremde Cloud legen, kaufe ich nicht. Auch nichts mit biometrischen Funktionen (Fingerprint, Gesichtserkennung, Sprachfunktionen). Es wird alles irgendwann gehacked, und wenn es Papa Staat macht und für legal erklärt… Von daher wird es schwierig. Ich warte auf den Linux-Rechner für die Hosentasche.

Bruno
3 Jahre zuvor

@Jan

Das kannst Du vergessen, Steueramt und Sozialamt reden schon miteinander, was denkst Du wenn jemand 500k Vermögen hat und plötzlich nichts mehr, dann wird schon “nachgefragt”, wenn dann müsste man diese Strategie vorher planen.

@Wohnung mit Domblick

Mit 500k kommt man in der Schweiz nicht weit, wobei wenn er eine Pensionskasse hat dann sollte es zumindest reichen bis die Minimum-AHV-Rente und Pensionskasse fällig wird und so sollte man schon über die Runden kommen, aber es geht ja wohl auch darum, dass es schade ist, das Geld aufzubrauen oder zumindest einen grossen Teil zu verbrauchen.

Alternative wäre, natürlich nicht jedermann/frau’s Sache, eine Auswanderung an einen Ort, wo man günstiger lebt. Mit 500k plus wohl auch noch Pensionskapital und kleiner AHV-Rente kann man an vielen Orten der Welt sehr gut leben.

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Gainde, natürlich mit weniger Einkommen als früher, wo liegt das Problem. Mit Hausmeistetdienstleistungen in Selbständigkeit sollte doch auch in der Schweiz was möglich sein? Natürlich brauchst Du ein paar Aufträge, Krankenkassenbeitrag abklären usw. Für mich wäre das eine Option. Übrigens war ich letztes Jahr in der Schweiz in Chur und Genfer See, ein landschaftlich tolles Land. Vielleicht dieses Jahr ins Tessin, mal sehen. Grüsse nach CH.

Thomas

Gainde
3 Jahre zuvor

@ all

Ja, das ist ein hypothetischer Fall. Denke, man kann einfach vor Bezug der Sozialhilfe das Depot auflösen und in Bargeld bzw. Edelmetalle stecken/Schenkung machen, damit der Staat “nichts” von diesem Vermögen weiss.

Felix
3 Jahre zuvor

Ob Apple wirklich eine strahlende Zukunft vor sich hat, ist nicht ausgemacht, gerade in diesem disruptiven Feld in dem Apple tätig ist. Mit Hardware hohe Margen zu halten, wird mit jedem Konkurrenten aus Asien schwieriger, weil die immer besser werden. Mit Software oder Clouddienste, wie Microsoft, verdient Apple kaum Geld.

Ich verstehe auch nicht, warum Warren Buffett auf Apple setzt und nicht auf Microsoft, die im kommerziellen Bereich wesentlich stärker aufgestellt sind, als in dem wechselnden Moden unterliegenden Consumerbereich.

Die Gefahr, dass mit über 60 % Abhängigkeit vom iPhone, Apple den NOKIA-Effekt erlebt, halte ich für nicht ausgeschlossen. Ich habe auch eine kleine Appleposition, die ich ggf. auch verschmerzen kann. Wenn W. B. tatsächlich bis zu 1/3 seines Portfolios in Apple investiert, halte ich das für hochriskant. Als konservativ würde ich die Berkshire Hathaway dann nicht mehr ansehen.

Mr. Pino Cavallo
3 Jahre zuvor

Ich habe bei meinem Jobeinstieg vor 5 Jahren von meinem Arbeitgeber ein iPhone bekommen und das war das erste Mal, dass ich mit einem Smartphone in Berührung gekommen bin. Nach meinem Jobwechsel habe ich vom neuen Arbeitgeber ein Samsung bekommen. Ich habe mir umgehend privat ein iPhone zugelegt und für das brandneue iPhone X tief in die Taschen gegriffen. Das war es mir aber Wert, weil ich einfach die Benutzeroberfläche des IOS vermisst habe und mich das Design des iPhones einfach mehr anspricht als das des Galaxy. Apple ist einfach “geiler”. So gesehen, werde ich vermutlich auch in Zukunft Apple-Kunde bleiben

Flok
3 Jahre zuvor

Guten Tag
Was ich nicht verstehe ist, warum alle in die grossen Konzerne investieren. Warum wird nicht mal selbst recherchiert und in kleinere innovative Unternehmen investiert. Für manche ist diese Investition zwar mit viel Risiko verbunden aber ein Kursrückgang wie es jetzt bei Apple passiert, kann auch bei größeren Unternehmen bei manch einem Anleger zu Kopfschmerzen führen.Ich habe zb vor über 10 Jahren in ein kleines australische Biotechunternehmen (Clinuvel Pharmaceuticals)investiert ,habe an die Medikamentenentwicklung geglaubt und wurde im Laufe der Jahre mehr als belohnt,selbst im schlecht laufenden Börsenjahr 2018 gab es einen 100 prozentigen Wertzuwachs (mittlerweile gab es sogar eine Dividende).

https://www.minussinus.de/2016/09/05/clinuvel-unterbewertetes-pharmaunternehmen-startet-markteinfuehrung/

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und dem Autor dieses Börsenblogs ein erfolgreiches 2019 und weiterhin solch rege Beteiligung und informative Beiträge

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Gainde, das Zauberwort heisst dann Schenkungssteuer. Natürlich gibt es Freibeträge. Aber über Konten kann man auch alles zurückverfolgen, Wertpapierkomplettverkauf und dann viele Barabhebungen. Ich glaube das ist keine gute Idee  eher Minijob. Bei ins in D gibt es auch Fördermöglichkeiten über das Arbeitsamt zur Selbständigkeit (Gründungszuschuss).

Viele Grüsse in die schöne Schweiz.

Lad
3 Jahre zuvor

Gainde  kann von seinem 500.000-CHF-Depot monatlich 1.200 CHF Dividenden haben, falls er nur Aktien mit 4%-7% Dividendenrenditen besitzt. Falls er keine Miete zahlt, braucht er nie mehr zu arbeiten oder Sozialhilfe zu beantragen.

Buffett reagierte bei Apple und IBM auf die falschen Ratschläge von jungen Mitarbeitern oder BRK-Aktionären und kaufte ein Geschäft, das er nicht versteht. Die Aktie von Apple hat er 2016-2018 für den Durchschnittspreis $145,89 gekauft. Am Donnerstag war die Aktie kurzfristig nur $142,00 wert. Ich denke, er wird nie mehr Apple kaufen und weil er nicht weiß, wo er investieren soll, und damit die Aktie BRK nicht runter geht, wird Buffett nun beginnen, in jedem Jahr 4x Dividenden zu zahlen.

Daniel
3 Jahre zuvor

Hallo Gainde,

ja, anonym Edelmetalle und Produkte die der Staat nicht verwertet kaufen (Beimischung!).

Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung hier etwas einsam bin. Aber ich verzichte gerne als Familienvater auf einen Teil meines Portfolios auf etwas Rendite. Dafür werde ich mal meiner Tochter nicht sagen müssen, dass das Weihnachtsgeschenk dieses Jahr nicht drin ist.

Schöne Grüße

Jan

Das wird schon die Steuerbehörden auf den Plan rufen wenn vorher irgendwelche Summen abgeschmolzen werden und vor allem durch Bargeld-Abholungen. Das hätte man dann schon viele Jahre früher machen können und müssen, weit vor der Arbeitslosigkeit indem man z.B. eine Art Spielsucht nach außen hin darstellt.

 

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

Daniel, Du bist nicht einsam diesbezüglich. Ich kann Dir nur beipflichten,  einen Teil in Edelmetalle finde ich gut. Silber ist vielleicht derzeit günstig. Würde 1 oz Münzen bevorzugen, lassen sich bei allen Händlern wieder gut verkaufen.

Thomas W.

Kia
3 Jahre zuvor

“55 Jahre und 500.000, für mich hört sich das nach finanzieller Freiheit an.”

Für mich auch. Nach der 4% Entnahme bleiben nach Steuer noch ca. 1500€ im Monat. Dann kann man halt nicht im schweizer Tessin leben sondern nur im deutschen. Die Kinder sind ja dann auch raus.

Irgendwo, wo es schön ist eine günstige Meldeadresse und erstmal reisen. Hauptsache gesund. Ein Nebenjob sollte sich mit der Zeit auch finden lassen. Alles 500000mal besser als in Abhängigkeit vom Amt zu leben.

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Kia, 1500 Euro im Monat hört sich gut an, aber wie hoch sind dann die Krankenkassenbeiträge in der gesetzlichen KK? Das müsste man mit der KK abklären. Aber insgesamt reden wir hier über ein Luxusproblem.

Thomas W.

3 Jahre zuvor

@Gainde,

das geht i.d.R. natürlich nicht (das Vermögen “verschwinden” zu lassen um von der Sozialhilfe/Hartz 4 zu leben).

In Deutschland wird das bei Antragstellung bis zu 10 Jahre zurück verfolgt, ob wesentliche Vermögenswerte verschoben wurden. Die Schweiz wird nicht dümmer sein.

Wenn man behauptet, dass man sein Vermögen im Casino verspielt oder einfach nur sonstwie durchgebracht hat, dann gilt das als Verschleuderung oder vorsätzliche (zumindest nachlässige) Herbeiführung der Bedürftigkeit.

Selbst wenn man einen aufwendigen Lebensstil pflegt (unverhältnismäßig teure Wohnung, teure Reisen, Auto usw.), mit dem Ziel, das Vermögen in absehbar kurzer Zeit aufzubrauchen, dann greift das schon.

Und irgendwie kann ich das nicht verkehrt finden. Warum versteckt ein Eichhörnchen Nüsse im Wald? Damit es im Winter nicht verhungert. Warum sollte man sich Vermögen (oder zumindest ein gutes Zubrot) zurücklegen? Damit man nicht bedürftig wird.

Aber selbst da kann es hart werden, wie ein Urteil zeigt. Hier bin ich schon etwas zwiegespalten. Eine ältere Dame hat eine minimale Rente von 254 EUR erhalten, und dann jeden Monat 2.200 EUR aus ihrem Vermögen entnommen. Hierbei hat sie keine als Luxusmiete zu bezeichnende Wohnung für 630 EUR  incl. Nebenkosten, Arzneikosten usw. bezahlt. Aber ihre “ungeklärten” weiteren Lebenshaltungskosten beliefen sich auf 1.620 EUR im Monat. Das wird als unverantwortlich viel beurteilt.

Wenn ich persönlich in dieser Lage gewillt wäre, nicht in die Bedürftigkeit zu fallen, dann könnte ich allerdings tatsächlich für 500 EUR zur freien Verwendung als älterer Mensch im Monat immer noch gut über die Runden kommen.

Wenn jemand bewusst und ohne Not seine Absicherung verschleudert um der Gesellschaft (das sind wir, die das mit ihren Abgaben finanzieren) auszurauben, dann sollte die Gesellschaft versuchen das zu verhindern.

Mein Wort zum Samstag. 😉

MS

Thorsten
3 Jahre zuvor

@Tim. Na, ja. Buffett hat nichts verloren, er hat noch alle Anteile. Dahinter steht doch , “wenn er verkaufen würde”. Tut er aber nicht. Ich auch nicht, und alle anderen hier hoffentlich auch nicht. Ich weiß, dass Du das weißt, deshalb wundere ich mich über die Übernahme dieser medialen sprachlichen Übertreibung, die man hier ständig als Eyecatcher auf Deutschen Medien findet. Darunter oft ein Foto mit einem ensetzt schauenden Börsenhändler. Geld löst sich nicht auf und es hat in diesem Fall auch kein anderer bekommen, die Bewertung durch den Markt  hat sich geändert. Tranchen, die durch Verkaufsprogramme auf den Markt gekippt wurden haben da sicher nachgeholfen. Der psychologische Faktor ist bei Aktien stark, bei Wachstumsaktien extrem. Ich liebe meine Reits, die sind zwar volatiler (und performanter) als der S&P 500, aber sie reagieren nicht so stark auf kurzfristige Ereignisse. Der psychologische Aufschlag scheint hier geringer zu sein. Berkshire und Apple habe ich auch, sie stehen leicht rot im Depot, ich kaufe über Sparplan  zu.

Kia
3 Jahre zuvor

@ Tomas W

Ich weiß es nicht genau aber maximal 15% (AG+AN- Anteil) von den 1700€ Brutto im Monat oder ca. 180€ für freiwillig Versicherte ohne Einkommen z.B. Kinder.

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@Gainde,

also ich fände es nicht so toll wenn ich mit knapp 61 Jahren mit meinen Steuergeldern Deinen Kollegen “finanzieren” müsste und der sein Vermögen einfach behalten könnte,

soll er sich eine einfache Arbeit suchen, Arbeit ist nicht immer schlecht, also ich persönlich gehe auch gerne arbeiten, mir sind  niedere Tätigkeiten nicht zuwider, alles eine Einstellungssache. Auswandern nach Thailand z.B wäre auch eine Möglichkeit, wurde ja schon angesprochen, geoarbitrage.

 

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

Kia, aber wenn man nur als Einnahme 1500,- Euro durch Dividenden hat und sich bei der gesetzlichen KK freiwillig versichern will, liegt der KK Beitrag sicherlich nicht nur bei 180 Euro, oder ? Wer weiss das genau?

Thomas W.

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Fit und Gesund, sehe ich auch so. Warum nicht zumindest stundenweise arbeiten? Sog. einfache Arbeiten müssen auch gemacht werden, wo liegt das Problem? Für ältere Leute einkaufen, Fahrten zu Ärzten, Wochnungs und Treppenhausreinigungen für ältere Leute usw., da kann man auch Geld verdienen.

Thomas W.

Kia
3 Jahre zuvor

Thomas W.

doch irgendetwas zwischen den 180€ mindestbetrag und den maximal 15% von den 20000€ im Jahr (4% von 500k, durch Entnahme/ Dividende). Wenn keine weiteren Einnahmen bestehen.

Man muss den Lebensstandard dann seinem Vermögen anpassen. Das Amt würde dies aber eh irgendwann für einen erledigen oder wird Sozialhilfe in der Schweiz nach Status gezahlt?

Freelancer Sebastian
3 Jahre zuvor

Moment mal. Täusche ich mich oder wollen jetzt ausgerechnet die Leute, die am häufigsten über den bösen Staat und die verbrecherischen Steuern maulen, dass die Allgemeinheit (über Steuern) die Pflege oder die Arbeitslosigkeit Einzelner bezahlt, die ihr (vorbildlich) Erspartes dafür nicht aufwenden wollen?

Das nenne ich mal eine ordentliche Heuchelei. Grotesk.

Über “Sozialschmarotzer” maulen und dann selbst zum Sozialschmarotzer werden wollen? Finde ich völlig daneben.

Ein 450€ Job geht immer. Und ansonsten halt die Ersparnisse aufzehren. Dafür sind sie ja da. Nur weil andere das nicht hinbekommen und von anderer Hände Arbeit leben, muss man das nicht nachmachen.

Sorry, kann ich nicht nachvollziehen. Einer alten Dame, die ihr Leben lang geschuftet hat und am Aufbau des Wohlstandes in diesem Land beteiligt war, bessere ich ihre kümmerliche Rente gerne über meine Steuern auf. Sehr gerne.

Aber jemanden finanzieren, der über sehr hohe Einkommen ein Vermögen aufgebaut hat? Nicht ernsthaft.

Der Staat soll sich eigentlich raushalten und nicht so gierig Steuern umverteilen, aber hier soll er (also wir alle) dann doch für Pflege und Arbeitslosigkeit Einzelner aufkommen, weil Vermögen rechtswidrig, hinterrücks und egoistisch bei Seite geschafft wurde?

Wir zahlen Miete und Strom und die Goldtaler besorgen dann einen schönen Urlaub nebenher oder wie? Unglaublich.

@ Apple

Appleprodukte sind Lifestyleprodukte. Die Marke ist sehr stark. Fragt mal bei den 12-20-jährigen nach.

Hier im Blog wird zwar viel von Skoda und Dacia geschwärmt, die Straßen sind trotzdem voll von Benz, BMW und Audi.

Mein Einstiegskurs lag bei 44€. Habe nicht vor eine einzige Aktie zu verkaufen.

@ Gainde

War also doch kein Dead-Cat-Bounce?

Einstieg jetzt ist auf Niveau von April 2018. Oder Ende 2016 vor dem letzten Boost, als einige schon raus sind, weil der kommende Absturz klar zu sehen war.

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Kia

Eine Entnahme (Anteilsverkauf) ist nicht gleichzusetzen mit einer Dividendenzahlung. Ein Anteilsverkauf beinhaltet immer einen Anteil des investierten Kapitals. Dieser Anteil muss natürlich nicht versteuert und auch bei der Krankenversicherung nicht berücksichtigt werden, nur der Gewinnanteil. Wenn man es richtig staffelt, zahlt man bis zum Lebensende kaum Steuern und Krankenkassenbeiträge. Motto: Irgendwas ist immer im Minus. 😉 Dividenden werden aber immer voll versteuert und voll auf die Krankenkassenbeiträge angerechnet.

@Freelancer
Sehe ich genauso.

@Edelmetalle
Ich befürchte, dass in 10 bis 20 Jahren praktisch kein Bargeld mehr eingesetzt wird. Dann kann man seine Edelmetalle auch nicht mehr „anonym“ zu Geld machen. Dann ist jeder Zahlungsfluss nachweisbar.

Thomas Wünsche
3 Jahre zuvor

@Mattoch, aber wie und welcher Höhe bist Du dann bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert? Bei Renteneintritt ist man ja automatisch pflichtversichert. Also wie willst Du Dich zwischen 55 (Entnahme aus Anteilsverkäufen und Dividenden) und Renteneintritt krankenversichern?

Thomas W.

3 Jahre zuvor

erledigt, nicht ganz gelesen…

Christian
3 Jahre zuvor

Es fällt einem immer schwer, einem Unternehmen wie Apple zu vertrauen:

Prinz Alwaleed kaufte kaufte 1997 für 115 Millionen Dollar 5 % der Firma Apple. Der Aktienkurs standmitte 1995 bei 50 USD. Zum Zeitpunkt des Kaufs 1997 stand der Kurs bei rund 18 USD. Im Dezember 1999 stand der Kurs bei 96 USD. “Wenn man in 30 Monaten 500 Millionen USD verdient, hat man selbstverständlich gut lachen” Quelle: Kahn, ALWALEED (2006) ISBN: 3-938350-26-1

Apple Chef Steve Jobs verkaufte 1997 all seine Aktien, bis auf eine einzige symbolische. “Ich hatte schlicht nicht mehr daran geglaubt, dass das Board of Directors irgend etwas tun würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Kurs noch einmal seigen würde” Interview mit dem Time Magazin, Quelle: Heise.

Ich besaß 2005 Apple-Aktien. Seit 2004 nutzte ich Apple Computer (das hier bereits zitierte Apple iBook bzw. hatte einen iPod). Ich war vom Unternehmen und der Strategie absolut überzeugt. Als am 12.01.2005 von Steve Jobs der neue iPod Shuffle und der neue Mac mini vorgestellt wurden, gab der Aktienkurs um 6,38 % nach und schloss bei 64,56 USD (Nach jeder Keynote mit neuen Rekordzahlen und neuen Produkten krachte erst einmal der Kurs in den Keller). Das Unternehmen hatte damals im dritten Quartal 2014 (Berichtzeitraum) einen neuen Rekord-Gewinn in Höhe von 106 Millionen USD verkündet und damit gegenüber Q2-2014 den Gewinn verdoppeln können. Quelle: Onlinekosten.de.

Meiner Meinung nach war damit alles geholt, was geholt werden konnte und ich verkaufte die Aktien. Wer hätte gedacht, dass das Unternehmen wenig später, (2007) das iPhone erfindet und mehr als 10 Jahre dermaßen durch die Decke geht? Mein größter Fehler war es, damals meine Aktien zu verkaufen.

Was ich sagen möchte: Skepsis war bei Apple schon immer an der Tagesordnung. Nur wer durchgehalten hat, wurde belohnt.

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