Apple und Berkshire kommen unters Messer


New York, 4. Januar 2019

Warren Buffett: Seine Apple-Aktie ist bitter unter die Räder gekommen. Mutige schauen sich die Apple- und Berkshire-Aktie nach dem Kursrutsch an.

Ich habe viele Gemeinsamkeiten mit Warren Buffett. Vor allem jetzt, da die Kurse seit Wochen sinken. Das Finanzgenie verlor am Donnerstag geschätzte 36 Milliarden Dollar nur durch den Kursrutsch seiner Apple-Position.

Massiv ist außerdem Buffetts Beteiligung an dem Lebensmittelkonzern Kraft-Heinz eingebrochen. Vermutlich wird Berkshire Hathaway im vierten Quartal einen Verlust melden, weil es die Wertansätze seiner Aktienpositionen anpassen muss.

Aber Buffett lässt sich nicht von seinem Kurs abbringen. Gut möglich, dass Buffett sein Apple-Paket weiter aufstocken wird.

Mein Depot hat ähnlich wie Buffetts Depot Federn gelassen. Meine Positionen an Bank of America, CTS Eventim, Netflix, Amazon, Facebook etc. sind tief ins Minus gerutscht.

Buffett wird wahrscheinlich mehr Apple-Aktien in diesen Tagen zu diesen gesunkenen Bewertungen kaufen. Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger hätten kaum mehr als 50 Milliarden Dollar in Apple investiert, wenn sie nicht äußerst zuversichtlich in ihrer Investmentthese gewesen wären. Munger, Buffett und ihre beiden Investmentmanager Todd Combs und Ted Weschler haben jahrzehntelange Anlageerfahrung.

Ich vertraue den beiden Senioren an der Spitze, weil sie seit Dekaden mehr Rendite erzielt haben als der breite Aktienmarkt.

Buffett und Munger machen große Wetten auf Unternehmen, die ihrer Meinung unterbewertet sind. Sie glauben, dass sie auf lange Sicht massig Geld generieren können, wenn sie gegen die Strömung schwimmen.

In der ersten ausführlichen Erklärung zu Berkshires Investmentthese zu Apple sagte Weschler, dass das Smartphone-Geschäft sich durch die Apps und das Cloud-Computing verändert hat. „Da die Netzwerkgeschwindigkeit immer schneller geworden ist und die Informationen, die Menschen im Netz aufnehmen können, wie Fotoanwendungen oder Apps, schaffen sie ein attraktiveres Ökosystem.“

Statistiken zeigen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass iPhone- oder iPad-Käufer ihr nächstes Gerät erneut von Apple kaufen werden. Wer tausende von Fotos, Songs und Filme im Apple-Ökosystem hat, wird vermutlich bleiben. Zumal es ein gewohntes Terrain ist.

Je tiefer die Apple-Aktie sinkt, desto attraktiver wird sie für mich. Wäre es ein guter Zeitpunkt, um eine kleine Position zu kaufen. Es sieht attraktiv aus, finde ich. Apple möchte im laufenden Jahr 257 Milliarden Dollar umsetzen und 83 Milliarden Dollar nach Steuern verdienen. Das ist nicht von Pappe.

Die Dividende bringt rund 1,9%. Das KGV beläuft sich auf nur 12. Die Ausschüttungsquote beträgt rund 23 Prozent. Es besteht genügend Spielraum für Dividendenerhöhungen, da die Dividende vom Ergebnis (und Cashflow) gut gedeckt wird.

Der freie Cashflow summierte sich im vergangenen Jahr auf über 64 Milliarden Dollar, von denen nur 13,7 Milliarden per Dividende abflossen.

Natürlich bleiben Risiken. Es besteht immer die Möglichkeit, dass sich Apple als eine andere lahme Ente wie IBM herausstellt. Erst stieg Buffett frohen Mutes bei IBM ein, um sich dann Jahre später mit einem Kursverlust zu verabschieden.

Goldman Sachs ist besonders skeptisch, was die Zukunft von Apple angeht. Kurz nachdem Apple seine Umsatzprognose für das erste Quartal gekürzt hat, ging Goldman Sachs auf Distanz. Es sei wahrscheinlich, dass der iPhone-Hersteller die Zahlen für das gesamte Jahr 2019 reduzieren muss, sagte die Investmentbank. Wenn die Ergebnisse weiter sinken, werden auch die Aktien des Unternehmens sinken, so Goldman.

„Abhängig von der Entwicklung der chinesischen Nachfrage Anfang 2019 sehen wir das Potenzial für einen weiteren Abschwung“, warnte Goldman’s Analyst Rod Hall am Mittwoch in einer Mitteilung an die Kunden.

Die Kalifornier erwirtschafteten im ersten Quartal einen Umsatz von 84 Milliarden Dollar, obwohl die Prognose zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar gelegen hatte. Analyst Hall zieht schon den Vergleich zum einstigen Handy-Liebling Nokia, der in Ungnade gefallen ist. Vielleicht ist das etwas übertrieben. Wir werden sehen. Manch einer vergleicht schon den Handy-Markt mit dem Auto-Markt. Weil Handys immer länger leben, ist ein attraktiver Gebrauchtmarkt entstanden. Es muss nicht immer sofort ein neues Handy gekauft werden.

In der Tat verbessern sich die neuen Smartphones nicht massiv. Es ist ein großer Bildschirm. Die Preise steigen massiv, aber die Leistung ist nicht im gleichen Umfang besser geworden. Daher werden Konsumenten wohl vorsichtiger, bevor sie sich ein neues Handy zulegen.

Eine starke Bilanz und die massiven Cashflows minimieren jedoch das Abwärtsrisiko bei Apple. Der iPhone-Konzern sitzt zudem auf einer massiven Kriegskasse. Das viele Cash minimiert das Abwärtsrisiko.

Alle beliebten Aktien werden eines Tages unter Druck geraten. Gerade dann, wenn Anlegern bewusst wird, dass es Zeiten geben wird, in denen ein Unternehmen nicht unbegrenzt seine Gewinne steigern kann.

Ich bin Berkshire-Aktionär. Berkshire hat in den vergangenen Wochen gelitten. Ich glaube, die Aktie ist ein guter Kauf neben Apple.

Berkshire wird nur mit einem Buchwert von 1,3 gehandelt. Berkshire ist gut für ein konservatives Portfolio geeignet, glaube ich. Wer etwas mehr Mut hat, schnappt sich ein paar Apple.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Apple und Berkshire kommen unters Messer

  1. Shane

    Bei Apple wurden zuletzt einige strategisch falsche Entscheidungen getroffen. Man hat ohne Zweifel die eigene Positionierung überschätzt. Smartphones sind im Lebenszyklus weit fortgeschritten: Für einen Bruchteil der iPhone-Kaufpreise erhält man Geräte die rein hardwaretechnisch nicht viel schlechter ausgestattet sind. Ich selbst habe auch ein iPhone und möchte das Apple-Ökosystem kaum missen. Allerdings brauche ich nicht jedes Jahr ein neues Gerät. In dieser Phase nun die Preise bis ins bodenlose nach oben zu treiben halte ich für einen Fehler. Ich denke dass wir dieses Jahr bereits eine Reaktion von Apple sehen werden mit hoffentlich vielen tollen neuen Produkten und / oder einer – zumindest etwas – angepassten Pricing-Strategie.

    Ob all der Erfolge die Apple erreicht hat ist es natürlich sinnfrei jetzt bereits den Niedergang zu Prophezeien. Sie werden kämpfen wie die Löwen.

  2. KievKiev

    @ Tim

    Soweit ich im Netz gefunden habe, hat Buffett bisher zumindest Apple im Durchschnitt für 149$ gekauft. Apple ist mit 25% in seinem Depot vertreten.

    Ich habe eine kleine Position aufgebaut. KGV usw. sieht für mich sehr gut aus. Ich habe sie wesentlich günstiger als Buffett erhalten.

    Es gibt momentan viele gute Möglichkeiten.

    Was ist denn heute los? Ich schaue ja keine Nachrichten. Hat Trump sein Handy verlegt?

     

  3. Florian HFlorian H

    @All

    Verkäufe nach Geschäftsbereichen bei Apple:

    IPhone: 62,7%; Services: 14%; Mac: 9,6%; IPad 7,1%; Other Products: 6,6%.

    @Tim

    Ich denke Buffett wird bald nachlegen, aber Apple macht bereits 25% seines Portfolios aus. Bin gespannt wie er vorgeht.

     

     

  4. Fabian S.

    Hallo Tim,

    wieder ein toller Artikel! Mach weiter so!

    Viele Grüße vom Buffett-Fan Fabian 😉

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Shane

    Ich stimme zu. Apple hat ja schon die Preise gesenkt. Wenn du dein altes Handy abgibst, erhältst du einen Rabatt auf ein Neues.

    https://www.apple.com/shop/trade-in

    @ Kiev

    Es war mal ausnahmsweise ein klasse Tag an der Börse. Verspätete Happy New Year Grüße von der Wall Street sozusagen.

    @ Florian H

    Buffett hat ja schon angedeutet in der Vergangenheit, dass er mehr Apple-Aktien kaufen wird, wenn der Kurs sinkt.

    @ Fabian S.

    Danke. Grüße zurück!

  6. argamak

    Ich habe mir Mitte 2014 ein ein iPhone 5s geholt. Auf den Markt kam es im Herbst 2013. Ich habe gerade die Muße gehabt nachzurechnen was mich dieses über 5 Jahre altes Modell monatlich bisher gekostet: unter 11 Euro. Funktioniert einwandfrei, Akku hat noch etwa 80% seiner Leistung und das Gerät wird noch immer in Form regulärer Updates unterstützt. Apple sieht für mich nach einem Unternehmen aus, das nachhaltig Kunden generiert, statt jedes Jahr die neueste heißeste Technik auf Platinen zu verlöten, zu verramschen um danach bloß nicht mit Software zu supporten.
    Tim, falls du für deine Entscheidung ein kognitives Gegengewicht zu den „Apple ist am Abgrund“ Analysen der Nachrichtenleute brauchst: einfach nach den Namen Neil Cybart, oder Horace Dediu googeln. Unaufgeregte Leute mit bislang korrekten Aussagen.
    Ein Beispiel: https://www.aboveavalon.com/notes/2018/10/22/the-gray-markets-impact-on-iphone-pricing

    Apple hat momentan einen Anteil von 38% in meinem Depot. Ich habe nicht vor es unter 30% zu verringern.

  7. Daniel

    In unserer Firma gibt es nach dem Versagen im Markt durch RIM (Blackberry) nun auch iPhones. Ich hatte zuvor Windows Phone und später und auch davor shcon Android. Für mich waren beide OS logischer und schöner aufgebaut, aber nungut. Ich wurde dann mit einem iPhone 8 gesegnet welches gottseidank auch großflächig privat genutzt werden kann. Ich bin kein großer Apple Fan, aber wenn ich jetzt regelmäßig das iPhone in immer neuen Versionen als Diensthandy bekomme, dann wird mein jetziges Parallel-Telefon wohl das letzte seiner Art werden und ich spare mir den Privatkauf von Smartphone komplett ein.

    Die Begeisterung um dieses Telefon werde ich dennoch nie teilen können.

  8. -M

    Apple macht bei mir 15% aus im Depot. Habe auch weniger als Buffett bezahlt so wie es scheint. Aufstocken werde ich die erstmal nicht da die Position schon gut gefüllt ist bei mir.

    Ich bin bei Buffett mehr bei Kraft Heinz gespannt, ob er dort nachkaufen wird. Sie sind auch sehr günstig (wohl aber gegenüber apple noch zu teuer, als das er sich damit beschäftigen würde wie ich ihn beurteile)

    @all

    wie seht ihr Heinz ? (Hier hat glaube ich nur Bruno geantwortet das letzte mal) ist ja nicht so, dass die Firma kaum was verdienen würde und kurz vorm Kollaps steht bei 4mrd Gewinn im Jahr und nir KGV 12 und unter Buchwert gehandelt atm.

     

    Insgesamt wird Berkshire wohl apple und weiter bei den Banken zuschlagen, welche ja auch die letzten Wochen weiter gefallen sind. Seine 100mrd wird er bald (deutlich) unterschritten haben so wie ich das beurteilen.

    -M

  9. Andrea

    Ich habe für das Depot meines Mannes eine erste Tranche Apple gekauft, ich selber habe schon welche (bei 93 Eur gekauft) und kaufe Anfang nächster Woche welche nach.

  10. ManniB

    Ich kann den Iphone Hype nicht verstehen. Ich selber habe nix gegen Apple, und besitze ein IBook das über 10 Jahre alt ist, und zu Weihnachten gabs für Mich und meine Frau ein aktuelles Ipad. Der Preis für das Ipad mit 379 Euro find ich vollkommen in Ordnung. Ok der Ipan mit 100 Euro ist übertrieben, aber da ich Fingerabdrücke hasse, ein notwendiges Übel.

    Aber für ein Telefon 1000 Euro ausgeben ? Never, niemals. Aber solange Apple so ne große Fanbase hat und die Leute es bezahlen…. Klar wenn ich Apple wär, würd ich es nicht anders machen. Wenn Leute bereit sind den Preis zu zahlen, wieso billiger anbieten.

    Aber ich bin da anders. Man sieht bei meinem Ibook, ich kaufe einmal und nutze es, bis es kaputt ist. Und bevor ich neu kaufe, kläre ich erstmal ab, ob eine Reparatur günstiger ist. ( in der Regel leider nicht, da kostet ein defektes Ersatzteil mehr, als ein Neugerät).

    Ich überprüfe auch jährlich den Strom-Gas Preis, Handytarif, Versicherungen etc. Ich ruf dann an, und sag Anbieter XY ist billiger, entweder ich bekomme Preisnachlass oder ich bin weg. (und ich mach das dann auch)

    Ich pendle täglich mit dem Auto 73km und fahr auf der Strecke unmittelbar an 6 Tankstellen vorbei. Getankt wird dank App immer an der günstigsten, auch wenns nur 0,4  Cent ausmacht.

    Kaufe generell bei Lidl ein (Aldi ist 12 km entfernt) und kauf nur Eigenmarken. Ausnahme: Ein Markenprodukt ist im Angebot, und dann billiger als die Eigenmarke. (Was aber in der Regel nicht passiert, da selbst mit Angebot, das Markenprodukt noch teurer ist, als die Eigenmarke)

    Auch wenn ein Kind einen Wunsch hat, vergleiche ich im Internet die Preise. Und selbst wegen 10Cent unterschied, bestelle ich beim günstigeren Shop.

    Samstags bietet unser Bäcker von 12.00 – 13.00 Uhr alle Backwaren zum halben Preis an. Da gibts dann halt ein verspätetes Frühstück. Aber das Lohnt, hab z. B. ne ganze Schwarzwälder Kirsch Torte für 8 Euro bekommen. Und das für ne Top Konditor Torte.

    Kleidung kauf ich nur, wenn was kaputt geht (löcher). Und dann nur das Kleidungsstück was auch nicht mehr tragbar ist. Z. B. Jeans beim Bücken gerissen, dann kauf ich EINE neue Jeans. Sweatshirt vom Waschen löcher bekommen (kann nach 10 jahren mal passieren) dann kauf ich ein neues… Hab dort aber ein Faible für Camp David und Versace. Da ich aber maximal alle 3-5 Jahre ein einziges Kleidungsstück brauche, gönn ich mir das auch.

    Mein Auto (Honda Jazz) hab ich vor 6 Jahren neu gekauft, und wird gefahren bis die Reperaturen, absolut unwirtschaftlich werden.

    Ich hab im Moment (Alleinverdiener) eine Sparrate von ca 35%. Das zu 75% in HighYieldDividend Etfs fließt. Die restlichen 25% gehen auf ein Sparbuch und sind für Neuanschaffungen (Waschmaschine, Trockner, Autoreifen, Kundendienste etc) gedacht.

    Zudem zahl ich im Schwarzwald ein kleines Einfamilienhaus ab. Dies kommt mir in der Rente, zusammen mit den Dividenden sicherlich entgegen.

    Das einzige Laster das ich hab: SkyQ und Netflix. Aber eine Sünde braucht der Mensch xd.

    Leute ich mag euch und den Blog, da lernt man viel.

    Greetings

    Manni

  11. Christian

    Wenn Apple inzwischen 25% bei Berkshire ausmacht, dann finde ich das Klumpenrisiko zu hoch, beide Aktien im eigenen Depot zu haben. Entweder oder.

  12. Stefan Müller

    Habe nie verstanden, was Apple besser kann als Huawei oder Samsung oder….

    Damals wurde Nokia wie heute Apple gehyped, aber dann ein besseres und preiswertes Konkurrenzprodukt und Nokia war Geschichte.

    Sobald jemand etwas programmiert, was den Umzug von Apple zu Android ermöglicht,  hat Apple ein Problem.

     

     

  13. Gainde

    Finde Alphabet ein viel interessanterer Wert. Diversifiziert und Platzhirsch in der Online-Werbung.

  14. Gainde

    Was würdet ihr in dieser Situation machen bzw. was kann man dagegen tun?

     

    55 Jahre alt und CHF 500’000 im Depot, arbeitslos seit 2 Jahren und droht nun in die Sozialhilfe (Schweiz) abzurutschen. Arbeitslosengelder werden nur 2 Jahre lang ausbezahlt. Bevor man Sozialhilfe beziehen kann, muss man sein Vermögen bis auf CHF 4000 aufbrauchen. D.h. er muss sein Depot verkaufen.

    Ich halte dies, angesichts unseres Arbeitsmarktes, ein sehr realistisches Szenario. In diesem Fall wäre das jahrelange Streben nach Finanzieller Freiheit für die Katz gewesen.

    Habt ihr euch dazu mal Gedanken gemacht?

  15. Thomas Wünsche

    @Gainde, in Deutschland würde ich auf jeden Fall einen Midijob (451 Euro) annehmen. Da ist man wenigstens krankenversichert und muss nicht das Depot auflösen, wie bei Arbeitslosengeld 2. oder ich mache mich selbständig auch wenn man nur wenig Umsatz hat.

    Thomas

  16. Ruben

    Ich verfolge gerne Tests mobiler Geräte, es ist einfach unglaublich wie stark Huawei gegenüber Apple und Samung aufgeholt und in Teilbereichen sogar überholt hat. Das lässt sich auch an den Preisen erkennen, scheinbar kann es sich Huawei inzwischen leisten, die Preise deutlich anzuheben. Da sich Huawei inzwischen so stark etabliert hat, wird der Preiskampf eher durch Xiaomi ausgerufen. Es wird immer schwerer für Apple, noch so hohe Preise wie für die aktuellen Topmodelle zu rechtfertigen. Vielleicht gelingt ihnen ja nochmals ein Geniestreich, der wieder höhere Preise rechtfertigt. Derzeit fehlt mir etwas die Fantasie, was das sein könnte, ich lasse mich aber gerne überraschen.

    Alles Gute,
    Ruben

  17. Ruben

    @Gainde: dann gibt es in der Schweiz also auch eine Art „Hartz 4“. Dein Fall beschreibt auch meine größte Befürchtung, wenn man ca. 2/3tel des Weges zur FU hinter sich hat und dann dennoch vorzeitig alles aufbrauchen muss. Der Rat kann auch aus meiner Sicht nur lauten wenigstens einen Teilzeitjob zu bekommen, der ziemlich alle Kosten abdeckt. Wenn dann das Depot noch ein paar Jahre ungestört wachsen kann, sollte man hoffentlich in ein paar Jahren aus dem Schneider sein.

    Alles Gute,

    Ruben

  18. Ralf

    @Gainde: Diese Risiken sind nicht so abwägig, ich kenne selbst zwei Fälle aus dem Bekanntenkreis die ihr Vermögen aufbrauchen mussten vor Hartz4.

    Was viele vergessen: Hartz4 kann auch schnell drohen wenn die Gesundheit eine regelmäßige Arbeit in jüngeren Jahren nicht mehr zulässt (Herzinfarkt, Schlaganfall etc.).

    So selten ist das nicht. Jedem vierten droht Berufunfähigkeit vor der Rente.

    Darum ist eine gewisse Risikovorsorge z.B. durch eine BU-Versicherung sinnvoll. Viele hier sehen das anders….

    Viel Spaß in diesen Fällen, wenn das Depot dann ruckzuck aufgezehrt oder das Haus verkauft werden muss. Ähnliches beim altersbedingten Pflegefall. In jungen Jahren lassen sich Pflegetagegeldversicherungen günstig abschließen.

    Risikomanagement eben.

  19. Bergradler

    Hallo Gainde,

    daran denke ich schon lange, finde aber keine passende Lösung. Alles verkaufen und in Gold Barren/ Münzen investieren, die kompletten 500.000 CHF als Bargeld in ein Schließfach. Man wird ja nachweisen müssen wohin das Geld ging, das ist alles nicht optimal.

    Aber wenn ich 500.000 CHF im Depot habe und ich alles in verschieden Aktien investieren würde die 4-5% Dividendenrendite bringen (jetzt ist ja der Zeitpunkt dazu optimal) dann wären das 20.000 – 25.000 CHF Einnahmen pro Jahr also ca. 1.600 – 2.000 CHF monatlich abzüglich Steuern.

    Das ist doch nicht schlecht. Kommt halt noch auf den eigenen Lebensstandard und die Lebenshaltungskosten in der Schweiz an. Vielleicht noch einen einfachen Job suchen der ein paar Hunderter einbringt und dann das Leben genießen.

    Noch ein paar Ideen, kleine günstige Mietwohnung, aufs Land ziehen ist günstiger als Stadt, kleines Auto und mit weniger zufrieden und glücklich sein das würde ich vorziehen als das Depot komplett zu verkaufen und Sozialhilfe bekommen.

    Findet man in der Schweiz momentan keinen Job? Hier im Süden von Deutschland findet man eher keine Arbeiter/Handwerker/Angestellte.

    Grüße, Bergradler

  20. Bruno

    @Gainde

    Solche Fälle sind nicht schön, aber ist doch trotzdem komfortabler, mit 500k in so eine Situation zu kommen als mit gar nix wie es auch oft geschieht. Sozialhilfe ist kein Zuckerschlecken, insbesondere ist das Geld das man bekommt ja nicht geschenkt, sondern lediglich ein Kredit, den man später (sofern man kann) wieder zurückzahlen müsste. In diesem Fall kaum realistisch, aber man bleibt dann sozusagen für immer im „Loch“. Nachtrauern mit ich habe mein Leben lang gespart und jetzt geht alles flöte finde ich falsch, ich denke nicht dass er besser dastehen würde hätte er alles verkonsumiert.

    Man müsste diesen Fall genauer kennen, gibt es Möglichkeiten, einen neuen Job zu finden oder ist es aussichtlos, resp. gibt es Möglichkeiten von Umschulung oder etwas ganz anderes (vielleicht mit viel weniger Einkommen als früher) zu machen? Gibt es allenfalls die Möglichkeit einer Selbständigkeit, mit vernünftigem Risiko.

    Ich finde man sollte immer zuerst 100% in diese Alternativen investieren, denn bei Sozialhilfe oder auch Hartz4 gibt man sich auf, auch wenn man überlebt, es ist kein würdiges Leben.

  21. Jan

    Hallo Gainde,

    ja, anonym Edelmetalle und Produkte die der Staat nicht verwertet kaufen (Beimischung!).

    Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung hier etwas einsam bin. Aber ich verzichte gerne als Familienvater auf einen Teil meines Portfolios auf etwas Rendite. Dafür werde ich mal meiner Tochter nicht sagen müssen, dass das Weihnachtsgeschenk dieses Jahr nicht drin ist.

    Schöne Grüße

    Jan

  22. ThomasH

    11 Euro hat dich dein altes iphone pro Monat gekostet? Es ist natürlich sehr löblich, dass man Produkte lange nutzt und sie nicht gleich wegwirft. Aber 11 Euro finde ich nicht gerade wenig.

    Ich habe mir vor 2 Jahren ein Xiaomi gekauft für unter 200 Euro, da ist ebenfalls ein top Gerät, bekommt alle neuesten Updates und läuft nach wie vor einwandfrei (ok, nach 2 Jahren erwarte ich das eigentlich von jedem Handy).

    Da bin ich jetzt schon bei weit unter 10 Euro pro Monat und es wird immer weniger je länger ich es benutze.

    Jede Diskussion über Apple vs. andere Marken ist natürlich müßig, aber für mich ist klar, das ein iphone niemals so günstig sein kann wie andere Smartphones. Der Einstiegspreis ist einfach zu hoch.

    Auch die Gebrauchtpreise reißen das nicht raus. Ein Kollege hat sein iphone nach 3 Jahren für 300 Euro weiterverkauft. Toll, was für eine Supersache, meinte er, bei welchem anderen Smartphone bekommt man noch soviel Geld. Aber leider hat er mal 900 bezahlt und daher 600 Euro Verlust in 3 Jahren gemacht. Dafür könnte ich mir jedes Jahr ein neues kaufen…

    Klar, wenn die Leute die Preise bezahlen, kann Apple das auch verlangen, aber ob das Konzept noch viele Jahre aufgehen wird, bezweifle ich…

  23. Smyslov

    Gainde.

    Natürlich, nicht nur in der Schweiz bittere Realität. Wie könnte man sich

    schützen? Vielleicht gar nicht in Aktien sparen, sondern heimlich in Gold u.

    im Ereignisfall lügen ( Kriminell werden ), um Leistungen trotzdem zu erschleichen. Keine befriedigende Situation. Es gibt zwar ein Schonvermögen,

    jedoch nicht sehr hoch. Es kann einen im Leben tatsächlich übel treffen, hier u.

    auch woanders.

  24. Wohnung mit Domblick

    @Gainde: 55 Jahre und 500.000, für mich hört sich das nach finanzieller Freiheit an. Ausgabenseite optimieren und durchrechnen. Für mich käme das aus, der Mensch bekommt doch auch mal Rente, und muss dann nur aufstocken?

    Am Montag kaufe ich eine erste Position Berkshire Hathaway im Aktiensparplan, und freue mich über den günstigen Einstiegskurs. Danke Apple 🙂

    2011 habe ich mein Nokia Smartphone gekauft und verwende es noch heute. Tolle Offline-Navigation. Updates und Schadsoftware gibts nicht. Solange das läuft, verwende ich es weiter.

    Dazu habe ich ein Android-Tablet, das 2014 mal 160 Euro gekostet hat und auch eine SIM-Karte trägt.

    Alles günstiger als 11 Euro im Monat 🙂  Geräte, die meine Daten in eine fremde Cloud legen, kaufe ich nicht. Auch nichts mit biometrischen Funktionen (Fingerprint, Gesichtserkennung, Sprachfunktionen). Es wird alles irgendwann gehacked, und wenn es Papa Staat macht und für legal erklärt… Von daher wird es schwierig. Ich warte auf den Linux-Rechner für die Hosentasche.

  25. Bruno

    @Jan

    Das kannst Du vergessen, Steueramt und Sozialamt reden schon miteinander, was denkst Du wenn jemand 500k Vermögen hat und plötzlich nichts mehr, dann wird schon „nachgefragt“, wenn dann müsste man diese Strategie vorher planen.

    @Wohnung mit Domblick

    Mit 500k kommt man in der Schweiz nicht weit, wobei wenn er eine Pensionskasse hat dann sollte es zumindest reichen bis die Minimum-AHV-Rente und Pensionskasse fällig wird und so sollte man schon über die Runden kommen, aber es geht ja wohl auch darum, dass es schade ist, das Geld aufzubrauen oder zumindest einen grossen Teil zu verbrauchen.

    Alternative wäre, natürlich nicht jedermann/frau’s Sache, eine Auswanderung an einen Ort, wo man günstiger lebt. Mit 500k plus wohl auch noch Pensionskapital und kleiner AHV-Rente kann man an vielen Orten der Welt sehr gut leben.

  26. Thomas Wünsche

    @Gainde, natürlich mit weniger Einkommen als früher, wo liegt das Problem. Mit Hausmeistetdienstleistungen in Selbständigkeit sollte doch auch in der Schweiz was möglich sein? Natürlich brauchst Du ein paar Aufträge, Krankenkassenbeitrag abklären usw. Für mich wäre das eine Option. Übrigens war ich letztes Jahr in der Schweiz in Chur und Genfer See, ein landschaftlich tolles Land. Vielleicht dieses Jahr ins Tessin, mal sehen. Grüsse nach CH.

    Thomas

  27. Gainde

    @ all

    Ja, das ist ein hypothetischer Fall. Denke, man kann einfach vor Bezug der Sozialhilfe das Depot auflösen und in Bargeld bzw. Edelmetalle stecken/Schenkung machen, damit der Staat „nichts“ von diesem Vermögen weiss.

  28. Felix

    Ob Apple wirklich eine strahlende Zukunft vor sich hat, ist nicht ausgemacht, gerade in diesem disruptiven Feld in dem Apple tätig ist. Mit Hardware hohe Margen zu halten, wird mit jedem Konkurrenten aus Asien schwieriger, weil die immer besser werden. Mit Software oder Clouddienste, wie Microsoft, verdient Apple kaum Geld.

    Ich verstehe auch nicht, warum Warren Buffett auf Apple setzt und nicht auf Microsoft, die im kommerziellen Bereich wesentlich stärker aufgestellt sind, als in dem wechselnden Moden unterliegenden Consumerbereich.

    Die Gefahr, dass mit über 60 % Abhängigkeit vom iPhone, Apple den NOKIA-Effekt erlebt, halte ich für nicht ausgeschlossen. Ich habe auch eine kleine Appleposition, die ich ggf. auch verschmerzen kann. Wenn W. B. tatsächlich bis zu 1/3 seines Portfolios in Apple investiert, halte ich das für hochriskant. Als konservativ würde ich die Berkshire Hathaway dann nicht mehr ansehen.

  29. Mr. Pino Cavallo

    Ich habe bei meinem Jobeinstieg vor 5 Jahren von meinem Arbeitgeber ein iPhone bekommen und das war das erste Mal, dass ich mit einem Smartphone in Berührung gekommen bin. Nach meinem Jobwechsel habe ich vom neuen Arbeitgeber ein Samsung bekommen. Ich habe mir umgehend privat ein iPhone zugelegt und für das brandneue iPhone X tief in die Taschen gegriffen. Das war es mir aber Wert, weil ich einfach die Benutzeroberfläche des IOS vermisst habe und mich das Design des iPhones einfach mehr anspricht als das des Galaxy. Apple ist einfach „geiler“. So gesehen, werde ich vermutlich auch in Zukunft Apple-Kunde bleiben

  30. Flok

    Guten Tag
    Was ich nicht verstehe ist, warum alle in die grossen Konzerne investieren. Warum wird nicht mal selbst recherchiert und in kleinere innovative Unternehmen investiert. Für manche ist diese Investition zwar mit viel Risiko verbunden aber ein Kursrückgang wie es jetzt bei Apple passiert, kann auch bei größeren Unternehmen bei manch einem Anleger zu Kopfschmerzen führen.Ich habe zb vor über 10 Jahren in ein kleines australische Biotechunternehmen (Clinuvel Pharmaceuticals)investiert ,habe an die Medikamentenentwicklung geglaubt und wurde im Laufe der Jahre mehr als belohnt,selbst im schlecht laufenden Börsenjahr 2018 gab es einen 100 prozentigen Wertzuwachs (mittlerweile gab es sogar eine Dividende).

    https://www.minussinus.de/2016/09/05/clinuvel-unterbewertetes-pharmaunternehmen-startet-markteinfuehrung/

    In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und dem Autor dieses Börsenblogs ein erfolgreiches 2019 und weiterhin solch rege Beteiligung und informative Beiträge

  31. Thomas Wünsche

    @Gainde, das Zauberwort heisst dann Schenkungssteuer. Natürlich gibt es Freibeträge. Aber über Konten kann man auch alles zurückverfolgen, Wertpapierkomplettverkauf und dann viele Barabhebungen. Ich glaube das ist keine gute Idee  eher Minijob. Bei ins in D gibt es auch Fördermöglichkeiten über das Arbeitsamt zur Selbständigkeit (Gründungszuschuss).

    Viele Grüsse in die schöne Schweiz.

  32. Lad

    Gainde  kann von seinem 500.000-CHF-Depot monatlich 1.200 CHF Dividenden haben, falls er nur Aktien mit 4%-7% Dividendenrenditen besitzt. Falls er keine Miete zahlt, braucht er nie mehr zu arbeiten oder Sozialhilfe zu beantragen.

    Buffett reagierte bei Apple und IBM auf die falschen Ratschläge von jungen Mitarbeitern oder BRK-Aktionären und kaufte ein Geschäft, das er nicht versteht. Die Aktie von Apple hat er 2016-2018 für den Durchschnittspreis $145,89 gekauft. Am Donnerstag war die Aktie kurzfristig nur $142,00 wert. Ich denke, er wird nie mehr Apple kaufen und weil er nicht weiß, wo er investieren soll, und damit die Aktie BRK nicht runter geht, wird Buffett nun beginnen, in jedem Jahr 4x Dividenden zu zahlen.

  33. Daniel

    Hallo Gainde,

    ja, anonym Edelmetalle und Produkte die der Staat nicht verwertet kaufen (Beimischung!).

    Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung hier etwas einsam bin. Aber ich verzichte gerne als Familienvater auf einen Teil meines Portfolios auf etwas Rendite. Dafür werde ich mal meiner Tochter nicht sagen müssen, dass das Weihnachtsgeschenk dieses Jahr nicht drin ist.

    Schöne Grüße

    Jan

    Das wird schon die Steuerbehörden auf den Plan rufen wenn vorher irgendwelche Summen abgeschmolzen werden und vor allem durch Bargeld-Abholungen. Das hätte man dann schon viele Jahre früher machen können und müssen, weit vor der Arbeitslosigkeit indem man z.B. eine Art Spielsucht nach außen hin darstellt.

     

  34. Thomas Wünsche

    Daniel, Du bist nicht einsam diesbezüglich. Ich kann Dir nur beipflichten,  einen Teil in Edelmetalle finde ich gut. Silber ist vielleicht derzeit günstig. Würde 1 oz Münzen bevorzugen, lassen sich bei allen Händlern wieder gut verkaufen.

    Thomas W.

  35. Kia

    „55 Jahre und 500.000, für mich hört sich das nach finanzieller Freiheit an.“

    Für mich auch. Nach der 4% Entnahme bleiben nach Steuer noch ca. 1500€ im Monat. Dann kann man halt nicht im schweizer Tessin leben sondern nur im deutschen. Die Kinder sind ja dann auch raus.

    Irgendwo, wo es schön ist eine günstige Meldeadresse und erstmal reisen. Hauptsache gesund. Ein Nebenjob sollte sich mit der Zeit auch finden lassen. Alles 500000mal besser als in Abhängigkeit vom Amt zu leben.

  36. Thomas Wünsche

    @Kia, 1500 Euro im Monat hört sich gut an, aber wie hoch sind dann die Krankenkassenbeiträge in der gesetzlichen KK? Das müsste man mit der KK abklären. Aber insgesamt reden wir hier über ein Luxusproblem.

    Thomas W.

  37. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gainde,

    das geht i.d.R. natürlich nicht (das Vermögen „verschwinden“ zu lassen um von der Sozialhilfe/Hartz 4 zu leben).

    In Deutschland wird das bei Antragstellung bis zu 10 Jahre zurück verfolgt, ob wesentliche Vermögenswerte verschoben wurden. Die Schweiz wird nicht dümmer sein.

    Wenn man behauptet, dass man sein Vermögen im Casino verspielt oder einfach nur sonstwie durchgebracht hat, dann gilt das als Verschleuderung oder vorsätzliche (zumindest nachlässige) Herbeiführung der Bedürftigkeit.

    Selbst wenn man einen aufwendigen Lebensstil pflegt (unverhältnismäßig teure Wohnung, teure Reisen, Auto usw.), mit dem Ziel, das Vermögen in absehbar kurzer Zeit aufzubrauchen, dann greift das schon.

    Und irgendwie kann ich das nicht verkehrt finden. Warum versteckt ein Eichhörnchen Nüsse im Wald? Damit es im Winter nicht verhungert. Warum sollte man sich Vermögen (oder zumindest ein gutes Zubrot) zurücklegen? Damit man nicht bedürftig wird.

    Aber selbst da kann es hart werden, wie ein Urteil zeigt. Hier bin ich schon etwas zwiegespalten. Eine ältere Dame hat eine minimale Rente von 254 EUR erhalten, und dann jeden Monat 2.200 EUR aus ihrem Vermögen entnommen. Hierbei hat sie keine als Luxusmiete zu bezeichnende Wohnung für 630 EUR  incl. Nebenkosten, Arzneikosten usw. bezahlt. Aber ihre „ungeklärten“ weiteren Lebenshaltungskosten beliefen sich auf 1.620 EUR im Monat. Das wird als unverantwortlich viel beurteilt.

    Wenn ich persönlich in dieser Lage gewillt wäre, nicht in die Bedürftigkeit zu fallen, dann könnte ich allerdings tatsächlich für 500 EUR zur freien Verwendung als älterer Mensch im Monat immer noch gut über die Runden kommen.

    Wenn jemand bewusst und ohne Not seine Absicherung verschleudert um der Gesellschaft (das sind wir, die das mit ihren Abgaben finanzieren) auszurauben, dann sollte die Gesellschaft versuchen das zu verhindern.

    Mein Wort zum Samstag. 😉

    MS

  38. Thorsten

    @Tim. Na, ja. Buffett hat nichts verloren, er hat noch alle Anteile. Dahinter steht doch , „wenn er verkaufen würde“. Tut er aber nicht. Ich auch nicht, und alle anderen hier hoffentlich auch nicht. Ich weiß, dass Du das weißt, deshalb wundere ich mich über die Übernahme dieser medialen sprachlichen Übertreibung, die man hier ständig als Eyecatcher auf Deutschen Medien findet. Darunter oft ein Foto mit einem ensetzt schauenden Börsenhändler. Geld löst sich nicht auf und es hat in diesem Fall auch kein anderer bekommen, die Bewertung durch den Markt  hat sich geändert. Tranchen, die durch Verkaufsprogramme auf den Markt gekippt wurden haben da sicher nachgeholfen. Der psychologische Faktor ist bei Aktien stark, bei Wachstumsaktien extrem. Ich liebe meine Reits, die sind zwar volatiler (und performanter) als der S&P 500, aber sie reagieren nicht so stark auf kurzfristige Ereignisse. Der psychologische Aufschlag scheint hier geringer zu sein. Berkshire und Apple habe ich auch, sie stehen leicht rot im Depot, ich kaufe über Sparplan  zu.

  39. Kia

    @ Tomas W

    Ich weiß es nicht genau aber maximal 15% (AG+AN- Anteil) von den 1700€ Brutto im Monat oder ca. 180€ für freiwillig Versicherte ohne Einkommen z.B. Kinder.

  40. Fit und Gesund

    @Gainde,

    also ich fände es nicht so toll wenn ich mit knapp 61 Jahren mit meinen Steuergeldern Deinen Kollegen „finanzieren“ müsste und der sein Vermögen einfach behalten könnte,

    soll er sich eine einfache Arbeit suchen, Arbeit ist nicht immer schlecht, also ich persönlich gehe auch gerne arbeiten, mir sind  niedere Tätigkeiten nicht zuwider, alles eine Einstellungssache. Auswandern nach Thailand z.B wäre auch eine Möglichkeit, wurde ja schon angesprochen, geoarbitrage.

     

  41. Thomas Wünsche

    Kia, aber wenn man nur als Einnahme 1500,- Euro durch Dividenden hat und sich bei der gesetzlichen KK freiwillig versichern will, liegt der KK Beitrag sicherlich nicht nur bei 180 Euro, oder ? Wer weiss das genau?

    Thomas W.

  42. Thomas Wünsche

    @Fit und Gesund, sehe ich auch so. Warum nicht zumindest stundenweise arbeiten? Sog. einfache Arbeiten müssen auch gemacht werden, wo liegt das Problem? Für ältere Leute einkaufen, Fahrten zu Ärzten, Wochnungs und Treppenhausreinigungen für ältere Leute usw., da kann man auch Geld verdienen.

    Thomas W.

  43. Kia

    Thomas W.

    doch irgendetwas zwischen den 180€ mindestbetrag und den maximal 15% von den 20000€ im Jahr (4% von 500k, durch Entnahme/ Dividende). Wenn keine weiteren Einnahmen bestehen.

    Man muss den Lebensstandard dann seinem Vermögen anpassen. Das Amt würde dies aber eh irgendwann für einen erledigen oder wird Sozialhilfe in der Schweiz nach Status gezahlt?

  44. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Moment mal. Täusche ich mich oder wollen jetzt ausgerechnet die Leute, die am häufigsten über den bösen Staat und die verbrecherischen Steuern maulen, dass die Allgemeinheit (über Steuern) die Pflege oder die Arbeitslosigkeit Einzelner bezahlt, die ihr (vorbildlich) Erspartes dafür nicht aufwenden wollen?

    Das nenne ich mal eine ordentliche Heuchelei. Grotesk.

    Über „Sozialschmarotzer“ maulen und dann selbst zum Sozialschmarotzer werden wollen? Finde ich völlig daneben.

    Ein 450€ Job geht immer. Und ansonsten halt die Ersparnisse aufzehren. Dafür sind sie ja da. Nur weil andere das nicht hinbekommen und von anderer Hände Arbeit leben, muss man das nicht nachmachen.

    Sorry, kann ich nicht nachvollziehen. Einer alten Dame, die ihr Leben lang geschuftet hat und am Aufbau des Wohlstandes in diesem Land beteiligt war, bessere ich ihre kümmerliche Rente gerne über meine Steuern auf. Sehr gerne.

    Aber jemanden finanzieren, der über sehr hohe Einkommen ein Vermögen aufgebaut hat? Nicht ernsthaft.

    Der Staat soll sich eigentlich raushalten und nicht so gierig Steuern umverteilen, aber hier soll er (also wir alle) dann doch für Pflege und Arbeitslosigkeit Einzelner aufkommen, weil Vermögen rechtswidrig, hinterrücks und egoistisch bei Seite geschafft wurde?

    Wir zahlen Miete und Strom und die Goldtaler besorgen dann einen schönen Urlaub nebenher oder wie? Unglaublich.

    @ Apple

    Appleprodukte sind Lifestyleprodukte. Die Marke ist sehr stark. Fragt mal bei den 12-20-jährigen nach.

    Hier im Blog wird zwar viel von Skoda und Dacia geschwärmt, die Straßen sind trotzdem voll von Benz, BMW und Audi.

    Mein Einstiegskurs lag bei 44€. Habe nicht vor eine einzige Aktie zu verkaufen.

    @ Gainde

    War also doch kein Dead-Cat-Bounce?

    Einstieg jetzt ist auf Niveau von April 2018. Oder Ende 2016 vor dem letzten Boost, als einige schon raus sind, weil der kommende Absturz klar zu sehen war.

  45. Mattoc

    @Kia

    Eine Entnahme (Anteilsverkauf) ist nicht gleichzusetzen mit einer Dividendenzahlung. Ein Anteilsverkauf beinhaltet immer einen Anteil des investierten Kapitals. Dieser Anteil muss natürlich nicht versteuert und auch bei der Krankenversicherung nicht berücksichtigt werden, nur der Gewinnanteil. Wenn man es richtig staffelt, zahlt man bis zum Lebensende kaum Steuern und Krankenkassenbeiträge. Motto: Irgendwas ist immer im Minus. 😉 Dividenden werden aber immer voll versteuert und voll auf die Krankenkassenbeiträge angerechnet.

    @Freelancer
    Sehe ich genauso.

    @Edelmetalle
    Ich befürchte, dass in 10 bis 20 Jahren praktisch kein Bargeld mehr eingesetzt wird. Dann kann man seine Edelmetalle auch nicht mehr „anonym“ zu Geld machen. Dann ist jeder Zahlungsfluss nachweisbar.

  46. Thomas Wünsche

    @Mattoch, aber wie und welcher Höhe bist Du dann bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert? Bei Renteneintritt ist man ja automatisch pflichtversichert. Also wie willst Du Dich zwischen 55 (Entnahme aus Anteilsverkäufen und Dividenden) und Renteneintritt krankenversichern?

    Thomas W.

  47. Christian

    Es fällt einem immer schwer, einem Unternehmen wie Apple zu vertrauen:

    Prinz Alwaleed kaufte kaufte 1997 für 115 Millionen Dollar 5 % der Firma Apple. Der Aktienkurs standmitte 1995 bei 50 USD. Zum Zeitpunkt des Kaufs 1997 stand der Kurs bei rund 18 USD. Im Dezember 1999 stand der Kurs bei 96 USD. „Wenn man in 30 Monaten 500 Millionen USD verdient, hat man selbstverständlich gut lachen“ Quelle: Kahn, ALWALEED (2006) ISBN: 3-938350-26-1

    Apple Chef Steve Jobs verkaufte 1997 all seine Aktien, bis auf eine einzige symbolische. „Ich hatte schlicht nicht mehr daran geglaubt, dass das Board of Directors irgend etwas tun würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Kurs noch einmal seigen würde“ Interview mit dem Time Magazin, Quelle: Heise.

    Ich besaß 2005 Apple-Aktien. Seit 2004 nutzte ich Apple Computer (das hier bereits zitierte Apple iBook bzw. hatte einen iPod). Ich war vom Unternehmen und der Strategie absolut überzeugt. Als am 12.01.2005 von Steve Jobs der neue iPod Shuffle und der neue Mac mini vorgestellt wurden, gab der Aktienkurs um 6,38 % nach und schloss bei 64,56 USD (Nach jeder Keynote mit neuen Rekordzahlen und neuen Produkten krachte erst einmal der Kurs in den Keller). Das Unternehmen hatte damals im dritten Quartal 2014 (Berichtzeitraum) einen neuen Rekord-Gewinn in Höhe von 106 Millionen USD verkündet und damit gegenüber Q2-2014 den Gewinn verdoppeln können. Quelle: Onlinekosten.de.

    Meiner Meinung nach war damit alles geholt, was geholt werden konnte und ich verkaufte die Aktien. Wer hätte gedacht, dass das Unternehmen wenig später, (2007) das iPhone erfindet und mehr als 10 Jahre dermaßen durch die Decke geht? Mein größter Fehler war es, damals meine Aktien zu verkaufen.

    Was ich sagen möchte: Skepsis war bei Apple schon immer an der Tagesordnung. Nur wer durchgehalten hat, wurde belohnt.

  48. Kia

    @ Mattoc

    kannst du mir bitte erklären wie man das anstellt, keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen wenn man wie in dem Fall von Gainde, mit 55 Jahren lange arbeitslos, mit 500k Depot, aber ohne Job und Amt ist. Die KK versichert doch nicht umsonst. Man ist dann freiwilliges Mitglied und zahlt auf Kapitaleinkünfte Beiträge. Und wenn keine Kapitaleinkünfte dann trotzdem mindestbeitrag von 180€. Denen ist egal ob man Anteile verkauft oder Dividenden bekommt. Und der Mindestberag sind nunmal die 180€. Notfalls Stunden die einen und man Schulden bei der Krankenkasse.

  49. Thomas Wünsche

    Hallo, als ich finde hier wird grundsätzlich zu wenig über finanz. Freiheit und und Krankenkassenbeiträge gesprochen, obwohl die Krankenversicherung ein ganz heikles Thema nicht nur für Selbständige ist.

  50. Bruno

    Schöne Diskussionen über Steuervermeidung- und Betrug, ich bin wahrlich auch kein Freund von hohen Steuern und einem Staat, der sich immer mehr auch in die Privatsphäre einmischt, aber was ist die Folge, wenn immer mehr Leute versuchen Steuern zu vermeiden oder den Staat auszutricksen? Jawohl, es trifft im Endeffekt alle, man erhöht einfach die Steuern für die andern, die noch zahlen. Ad extremum bricht das System irgendwann zusammen und dann gibt es gar nichts mehr, auch nicht für Leute, die unverschuldet in Probleme geraten sind, diese gibt es nämlich auch noch.

    Ich denke eine gewisse Ethik ist notwendig, und man sollte auch mal über den Tellerrand hinausschauen.

    Ich sehe das in meiner Firma, wir haben ab und zu auch Bewerbungen von 50 oder auch mal 55+ Leuten. Leider ist fast niemand kompromissbereit, wenn der letzte Lohn 10’000.- CHF / mt. war, die Qualifikation aber eigentlich nur noch für 6000.- oder 7000.- reicht, laufen sie davon. Sie bekommen ja bei der ALV mehr, eben solange bis sie ausgesteuert sind. Ich finde das eine schlechte Einstellung.

     

  51. Mattoc

    @Kia, Thomas

    Ihr habt vollkommen Recht. Mir geht es nicht um den Basisbeitrag für die Krankenversicherung. Den muss man natürlich zahlen.

    Mir geht es nur um den Anteil am Krankenversicherungsbeitrag, der sich durch „Einnahmen“ ergibt. Den Anteil kann man maximal reduzieren.

     

  52. Nico Meier

    @Gainde dein Rebalancing bedeutet, dass du tatsächlich etwas Cash in den Markt gebracht hast?

  53. Mattoc

    @Bruno

    Ich bin der Meinung, dass jemand, der Vermögen hat, dieses auch im persönlichen Notfall verwerten muss. Jeder hat die Möglichkeit, entsprechende Vorkehrungen, wie BU-Versicherung, zu treffen, damit es nicht zu diesem Notfall kommt. Anmerkung: Keine erneute Diskussion zum Thema BU-Versicherung bitte. 😉

    Steuervermeidung und Steuerbetrug sind aber wirklich völlig unterschiedliche Dinge. Das sollte man nicht vermischen.

  54. 42sucht21

    @ mit 55 und 500k Depot langzeit-Arbeitslos werden

    Da kann ich mich schlimmeres vorstellen sagt Jupp.

    Im ernst, 55 ist das neue 45. Veränderung bedeutet Chancen. Also neuen Job annehmen oder selbst bezahlte Fortbildung oder Praktika machen und sich nochmal etwas spannendes Neues suchen. Veränderung hält jung. Das Leben ist endlich!

    Oder etwas sinnvolles tun, in einem sozialen oder Umweltschutzprojekt mitarbeiten oder die Kindern mit den Enkeln unterstützen und den eigenen Lebensstil herunterfahren.  Hat man nicht auch gerade auch für solche Fälle wie Arbeitslosigkeit in das Depot gespart?

    Dieses ewige streben nach FF als Endziel ist doch irgendwie beschränkt.

     

     

  55. Bruno

    @Mattoc

    Je nach Land und Kontext sind die Unterschiede da, was ich damit meine, man sollte nicht illegal agieren. Steueroptimierung auf legalem Weg finde ich nicht nur legitim, sondern auch eigentlich Pflicht. Ich bin auch mit vielem nicht einverstanden, aber Gesetze sollte man halt schon einhalten, insbesondere kann es gerade für Amteure nach hinten los, also in der Schweiz würde kaum ein Sozialamt einfach so auszahlen, wenn vor 1 Jahr noch 500k Vermögen da war. Dumm sind die auch nicht.

    Natürlich wird im kleinen wie im Grossen betrogen, mich regt das auf, nicht weil ich ein Sozialist bin, wohl eher Gegenteil, aber ich zahle sehr viele Steuern jedes Jahr und ich möchte nicht Leute finanzieren, die es eigentlich gar nicht nötig hätten. Leute die es nötig haben oder Infrastruktur, Bildung etc. reut mich kein einziger Steuerfranken.

  56. Gainde

    Sehr schön. Ich wollte mit meinem Post auf ein Risiko-Szenario aufmerksam machen, das wohl nur wenige auf dem Radar haben. Man stelle sich 30 Jahre Hardcore-Sparen vor, um dann im Worst Case als Ü50 ausgemustert zu werden und sein Depot auflösen zu müssen. Egal wieviel Anteil Apple noch am Depot hat 🙂

  57. Mattoc

    @Bruno

    Die sehr komplizierten Spielregeln gibt der Gesetzgeber vor. Im Rahmen der Spielregeln muss jeder das Steuerspiel betsmöglich spielen. Ich hoffe stark darauf, dass in 5 bis 10 Jahren nicht mehr die Notwendigkeit besteht, dass der normale Arbeitnehmer jährlich eine (die gleiche) Steuererklärung machen muss. Es ist doch sowieso alles sichtbar auf den Konten: Gehalt, (private), Arbeitsweg, Krankenversicherung, Altersvorsorge, Vermögen…mehr ist es doch nicht bei den meisten Menschen. Das kann man doch automatisieren.

  58. 42sucht21

    @Apple

    Apple ist bei Hardware eigentlich nicht mehr als Technikkonzern zu betrachten sondern als Hersteller von Luxusgütern. Für mich ist die Peer-Group nicht Huawei, Samsung, Xiaomi, Microsoft o.ä. sondern so etwas wie LVMH oder Gucci. Es geht fast ausschließlich noch um das Branding und wie hoch die Preise noch gesetzt werden können.

  59. Mattoc

    @Gainde

    Solange man auf dem Weg ist, muss man das Risiko absichern, wenn man es als relevantes Riskio betrachtet. Wenn man es als nicht relevantes Risiko sieht, sichert man es eben nicht ab. Das muss jeder selbst entscheiden, Ich sehe da kein Problem. Aber den Weg nicht zu gehen, weil ein abstraktes Risiko da ist, ist sicher falsch. Und „Kein Bock auf Arbeit“ ist kein Risiko. Wenn man gesund ist, geht ein Midijob immer.

  60. Thorsten

    @Freelance Sebastian

    mag sein, in unserem Umfeld gibt es Appleprodukte kaum. Wir haben eine Migrantenquote von 40%- 80 % in den Schulklassenklassen. Die können sich auch kein anderes Handy leisten, da geht es nicht mal um Apple oder Nicht-Apple, da geht gar nichts.

    Aple bleibt ein Produkt für Leute, die entweder das Geld haben (oberer Mittelstand) oder die sich dafür verschulden.  Da die Technik sehtr schnell voranschreitet schaffe ich mit so eon Gerät auch nicht an. Mein ZTE ist auch schon 5 Jahre alt und funktioniert einwandrei. Besserer Qualität haben inzwischen auch andere. Es grht jetzt nur noch um den Preis und der ist zu hoch. Telefonieren ist sowieso out…

  61. Mattoc

    @42sucht18

    „Mit 55 Jahren ein Depot von 500k und arbeitslos“

    Was für manche ein Problem ist, ist für andere die Lösung bzw. das Ziel. 🙂 So sieht es aus.

  62. sammy

    @freelancer

    War also doch kein Dead-Cat-Bounce?

    Einstieg jetzt ist auf Niveau von April 2018. Oder Ende 2016 vor dem letzten Boost, als einige schon raus sind, weil der kommende Absturz klar zu sehen war.

    Natürlich war es ein dead cat bounce.

    Wäre auch munter weiter abwärts gegangen wenn die Notenbanken nicht schon wieder versuchen würden Konjunkturzyklen außer Kraft zu setzen. Das gute ist man wird nur etwas Zeit damit gewinnen irgendwann lässt es sich nicht mehr verhindern und dann rauscht es ab, einen Vorgeschmack darauf hat man ja nun bekommen.

  63. Ralf

    Was spricht z.B. für jüngere Menschen dagegen, Risiken wie BU oder Pflege durch Versicherungen deutlich abzumildern?

    In jungen Jahren abgeschlossen kostet z.B. eine Pflegetagegeldversicherung vielleicht 10 € im Monat. Schützt aber später z.B. auch vor staatlichem Zugriff auf Vermögen und Haus wenn es vernünftig abgeschlossen wurde.

    Pflegefall kann man übrigens auch in jüngeren Jahren schon werden. Und eine BU-Versicherung ist, wenn in jungen Jahren abgeschlossen, meist noch bezahlbar.

    Zu den Börsen: Die fetten Jahre an den Börsen sind vorbei, jedenfalls wenn man diversen Artikeln in der Zeitung und im Internet glauben schenken will. Stetiges investieren spart Zeit und Stress.

  64. Albr

    @Ralf, was bekommst du für 10€/Monat dann dafür in 30-40 Jahren, wenn du tatsächlich pflegebedürftig bist ?

     

     

  65. Marco Livermore

    Hallo,

    ich bin auch ein starker Befürworter der Eigenverantwortung!

    Allerdings finde ich es auch sehr ungerecht, dass derjenige der fleißig arbeitet und spart in der Not alles aufbrauchen muss – wo bleibt die Berücksichtigung der gezahlten Sozialabgaben und der Lebensleistung?!

    Dieser massive Eingriff des Staates kann auch durch Dinge ausgelöst werden, die nicht mal ansatzweise im Verantwortungsbereich des Zahlungspflichtigen liegen – z.B. Pflegebedürftigkeit der Eltern.

    Wenn man z.B. nach 30 Berufsjahren, aufgrund unverschuldeter Arbeitslosigkeit, die gleichen Ansprüche und Lebensgrundlage wie ein 26jähriger aus Eritrea eingereister Analphabet erhält, dann ist es wohl legitim, diesen Sozialstaat als zutiefst ungerecht zu empfinden!

    VG

  66. Mark85Mark85

    Ich finde es richtig, wenn der Staat prüft, ob man überhaupt hilfebedürftig ist. In diesem Blog wird viel über Eigenverantwortung beim Vermögensaufbau geschrieben, dann sollte man auch bei negativ auftretenden finanziellen Veränderungen im Leben dazu stehen und versuchen, das Beste aus seiner Situation zu machen. Dies gehört zum Erwachsensein dazu. Man kann nicht immer nur eine fette Zigarre rauchen, manchmal sind die Zeiten trüb.

    Alles Andere finde ich heuchlerisch. Läuft es bei einem finanziell gut, soll der gierige Staat möglichst wenig von einem bekommen und man ist der Meinung, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Läuft es plötzlich bei einem schlecht, soll derselbe Staat einem den Hintern retten. 🙂

  67. Jan

    @Daniel und Bruno,

    genau das meine ich ja. Jetzt schon nicht verwertbare Anlagemöglichkeiten nutzen und Edelmetalle kaufen. Das linearisiert die Gesamtvermögensentwicklung und ist vor staatlichem Zugriff geschützt.

    Kostet Performance aber Sicherheit kostet immer Rendite. Sollte daher eine Beimischung sein. Wenns aber Hart auf hart kommt, sitzt man im Alter nicht blöd da.

    Schöne Grüße

  68. Mark85Mark85

    An Marco Livermore: Diese Ansicht ist nachvollziehbar, aber hier ging es um die Frage, ob ein arbeitslos gewordener Halbmillionär von der Allgemeinheit seinen Lebensunterhalt bezahlt bekommen soll. 😀

  69. Marco Livermore

    @ Mark

    Ich finde deine Position widersprüchlich…

    Auf den Staat bezogen müsste dies aus meiner Sicht heißen: Wenn man dem Steuerzahler in guten Zeiten tief in die Taschen greift, muss es in schlechten Zeiten auch Leistungen geben.

    VG

  70. 42sucht21

    @Mark85

    Yep, so sehe ich es auch.

    @Marco Livermore

    Sollte die Höhe der vom Staat erhaltenen Sozialleistung abhängig gemacht werden davon, ob jemand Analphabet ist oder ob er lesen und schreiben kann (welche Sprache)? Interessant.

  71. Mark85Mark85

    An Mattoc: Ich wäre auch lieber mit einer halben Million arbeitslos als mittellos arbeitslos. Es handelt sich um ein sehr gutes Startkapital für eine Umorientierung oder einen Neuanfang. 😉

  72. Bruno

    @Marco Livermore

    Ich verstehe dich sehr gut, aber das ist Politik. Und gerecht gibt es sowieso nicht, jeder findet das gerecht, wo einem hilft, was einem schadet oder nichts nützt findet er ungerecht. Jemand der sehr reich ist, möchte am liebsten kein Sozialstaat und abgaben, jemand der nichts hat, möglichst viel.

    Wie gesagt ich finde auch vieles falsch, die Anreize stimmen teilweise nicht, aber was will man tun? ich für mich finde jedenfalls kein Weg, illegal zu werden. Wenn der Drogenhändler von nebenan mit dem neuen Porsche vorfährt, finde ich das zwar nicht gerecht, aber ich begehe keine Selbstjustiz und steche ihm die Reifen auf (hypothetisches Beispiel, mir ist völlig egal was irgend ein Nachbar hat oder fährt).

    Ein Ansatz zu mehr Gerechtigkeit wäre Vereinfachung, das heutige Steuergesetz besteht aus 90% Ausnahmen (Reduktionen) und nur 10% Einnahmengesetze. Die 90% sind gemacht um für eine bestimmte Schicht zu optimieren. Ich wäre für eine extreme Vereinfachung, und dafür die Steuerlast senken. Jeder soll seinen Beitrag leisten entsprechend seinen Möglichkeiten, und dann im Bedarfsfall geholfen zu werden. Selbstverschulden oder nicht hat aber viele Graubereiche, alleine das Gesundheitswesen, ist nicht ganz einfach abzugrenzen.

    Vielleicht gibt es mal neue Ideen für ein faireres System, aber das ist eine lange Diskussion. Bedingungsloses Grundeinkommen hat das Ziel, wird aber m.E. nicht funktionieren. Aber es muss in diese Richtung gehen, es muss für alle möglichst fair sein. Die Politik sieht das aber anders, dort geht es um Interessen und Mehrheiten. Die Bauernlobby will möglichst viel Subvention, die Linken wollen möglichst viel Steuern für ihre Staatsangestellten etc. jeder beackert sein Gärtchen, niemand schaut aufs Ganze.

  73. Thomas Wünsche

    Sammy, bis jetzt war alles sachlich die letzten Stunden. Ich verabschiedene mich aber ab jetzt und wünsche allen ein schönes WE.

  74. Ralf

    @Albr: Das kommt auf deinen Vertrag, die Pflegestufe und den genauen Abschluss an. Bei mir ist es in Pflegestufe 5 rund 1600 €. Diese Versicherunge deckt je nach Abschluss eben die Differenz die durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht gedeckt wird.

    Und man kann das Geld auch für private Pflege einsetzen, je nach Tarif

     

  75. Marco Livermore

    @42sucht21

    nein natürlich nicht…egal wer, egal woher – alle haben Anspruch auf die gleichen Leistungen dieses Landes!

    Vielleicht wäre eine politisch korrekte Sozialismus-Seite die bessere Wahl für Sie?!

  76. sammy

    @Marco Livermore

    Du hast das Prinzip des Sozialstaates nicht verstanden. In Zeiten bei denen es dir gut geht zahlst du für diejenigen denen es nicht gut geht und nicht dafür dass du später vom Staat ausgehalten wirst obwohl du sehr vermögend bist!

  77. Thorsten

    Ich hatte schon  mehrfach geschrieben, dass finanzielle Freiheit und Aktienanlage ohne politische Argumente nicht möglich ist. Von der Politik ist der Sparbuchinhaber, Lebensversicherungsinhaber , abhängig Beschäftigte  und konsequente Mieter gewollt. Es ist dann leichter kontrollierbar. Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder Aktien besparen würde und sein Leben in die eigene Hand nehmen würde….

  78. Fabian S.

    @ Sammy:

    Oh wieder so ein niveauvoller Satz von Dir.

    Wieso sind wieder alle „dumm“?! Man könnte auch das Gegenteil sagen, da man aus Gründen von Angst Beiträge bezahlt, ohne dass man wahrscheinlich die Versicherung je brauchen wird oder am Ende sogar Probleme mit der Versicherung bekommt, wenn sie denn Mal zahlen müsste….

  79. Mattoc

    @Mark85

    Ja, ich kann da wirklich gar kein Problem erkennen – nur Eine sehr gute Situation. 🙂

    Wo du gerade da bist:

    Du hattest in einem vergangenen Beitrag geschrieben, dass du zum Zweck des Kapitalerhalts „weiter“ diversifizieren möchtest. Mein letzter Stand war zu dir:

    All World ETF, Immo – ETF, Edelmetalle, private Unternehmensbeteiligungen

    Eine selbstgenutzte Immobilie macht wegen deiner Reisen wohl keinen Sinn. Wie willst du denn noch weiter diversifizieren?

  80. Bruno

    @sammy

    keine BU -> dumm, ich kenne die Situation in Deutschland nicht, aber in der Schweiz braucht man eigentlich keine BU, sofern man einen gewissen Grundstock gespart hat, später springt dann die IV + Pensionskasse (beides obligatorisch) ein. Unter Umständen kann es sich lohnen für Selbständigerwerbende oder nicht erwerbstätige Personen, wobei dort auch die Frage ist, wie sie heute leben (z.b. Risiko Scheidung für Frauen oder ähnliches).

    Nur wer sehr am Limit lebt, und keine 20-30% Lohneinbussen im Notfall verkraften kann, braucht sowas.

    Unternehmen sind auch verpflichtet für eine Weile die Löhne weiter zu zahlen, daher empfiehlt es sich dort u.U. eine Krankentaggeldversicherung abzuschliessen.

    Da die Rahmenbedingungen aber je nach Land unterschiedlich sind, sollte man mit Pauschalaussagen eher geizen.

  81. Wolfgang

    Krankenkassenbeitrag:

    Wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich 445 Euro (Stand: 2019) übersteigt. Bei geringfügig Beschäftigten liegt die Einkommensgrenze bei regelmäßig 450 Euro.

    Mindestgrenze: Für alle freiwilligen Versicherten liegt die monatliche Mindesteinnahmegrenze bei 1.038,33 Euro. (Bedeutet auch in dem Koridor von 445,01 Euro bis 1038,33 Euro zahlt der Versicherungsnehmner 145,36 Euro -letztes Jahr waren es noch 136,45 Euro Krankenkassenbeiträge in Deutschland, wenn ich mich richtig erinnere).

    Letztes Jahr war es noch so, wenn auf Krankengeld verzichtet wird werden nicht 14,6 %, sondern nur 14 % Krankenkassenbeitrag fällig -hierzu finde ich gerade leider nichts.

    @ Sammy

    Früherkrankte Menschen die keine BU- Versicherung haben bezeichnest du also mit als dumm? Eine BU- Versicherung habe ich übrigens nicht, aus persönlichen Gründen heraus.

    Deine Beiträge sind aber schon besser geworden, ab und an dann wieder so etwas!

     

    Wünsche Euch eine gute Zeit.

    Wolfgang

  82. sammy

    @Thorsten

    Beim Aktionär besteht dagegen kein Risiko von der Politik gemolken zu werden? Haha dann glaubst du wohl auch noch an den Weihnachtsmann oder an Sams 😉

  83. Wolfgang

    @ Sammy

    Früherkrankte Menschen die keine BU- Versicherung bekommen haben bezeichnest du also mit als dumm? Eine BU- Versicherung habe ich übrigens nicht, aus persönlichen Gründen heraus.

    Deine Beiträge sind aber schon besser geworden, ab und an dann wieder so etwas!

  84. Thorsten

    BU ist für mich wie rausgeworfenes Geld, da halte ich es wie andere Unternehmer auch. Ich hatte eine und habe zum Glück frühzeitig kündigt. Für Angestellte mag es anders aussehen.

  85. sammy

    Ab einem Alter zwischen 45-60 mit gutem Vermögen kann man natürlich aus der BU raus gehen wenn man das möchte, alles andere ist unsinnig. In jungen Jahren gehört es zum Risikomanagement.

  86. No1

    Hallo,

    ich dachte, wenn es die Möglichkeit gibt unter einem Blogeintrag Kommentare zu verfassen, soll es sich direkt um das Thema drehen.

    Also Apple und nicht im BU, Krankenversicherung oder ähnliches.

    Finde es zwar auch interessant, aber wozu wird ein Beitrag verfasst, wenn es um andere Dinge geht.

    Gruß

    No1

  87. Albr

    @Ralf, also wenn ich es richtig verstanden habe, bekommt jemand (heute 30 Jahre und Beginn der 10€ Zahlung an die Versicherung) in – sagen wir in 50 Jahren – bei Pflegegrad 5 etwa 1.600€. Momentan kostet ein Platz (in Frankfurt) mindestens 3.500€ (nix besonderes) für Grad 5; man bekommt ca. 2.000€ von der Kasse. Gut, insgesamt reicht es dann (1.600€+ca.2.000€).

     

    aber ich vermute mal, dass die Einrichtung in 50 Jahren nicht 3.500€ kostet sondern mindestens das doppelt, also 7.000€ (eher deutlich mehr), was dann ?

  88. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mark85

    Läuft es bei einem finanziell gut, soll der gierige Staat möglichst wenig von einem bekommen und man ist der Meinung, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Läuft es plötzlich bei einem schlecht, soll derselbe Staat einem den Hintern retten.

    Danke für deine ausgezeichneten Beiträge weiter oben 🙂 ! Du sprichst mir aus der Seele.

     

  89. Value

    Leider hat bis jetzt noch keiner auf die Frage von M- geantwortet.

    wie seht ihr Heinz ? (Hier hat glaube ich nur Bruno geantwortet das letzte mal) ist ja nicht so, dass die Firma kaum was verdienen würde und kurz vorm Kollaps steht bei 4mrd Gewinn im Jahr und nir KGV 12 und unter Buchwert gehandelt at.

    Kraft Heinz ist ein Unternehmen ganz nach meinem Geschmack, ich bin von kurzem in 2 Trancen eingestiegen, mit gefällt das Geschäft . . . . .  wunderbar langweilig, zahlen Dividende und verkaufen Produkte bei denen der Verbraucher nicht von Geschäft zu Geschäft hechelt um ein paar Cent zu sparen. Kraft Heinz ist eine Marke die haben in den vergangenen ?zig Jahren bewiesen wie sie Ihre Produkte an den Mann bringen und ich glaube fest daran das dies auch (trotz gesünderer Ernährung) in Zukunft so bleiben wird.

    Wird sicher nie die Rakete in meinem Portfolio sein, macht nix, langsam aber sicher reicht mir völlig aus.

  90. Mattoc

    Wie muss man das Wort „langweilig“ einordnen unter Bezugnahme auf „Risiko“ und „Rendite“? Für mich klingt das so, als wollte man sich mit dem Wort „langweilig“ selbst beruhigen und tut so, als würde man die gleiche Rendite mit weniger Risiko erlangen können. Das wird langfristig nicht gelingen, denke ich.

  91. Bruno

    Vielleicht noch etwas zum Thema, ich habe zwar eine kleine Position Berkshire Aktien und auch Apple (aber auch Microsoft, Google und Samsung also die Konkurrenten), aber eine Überlegung Wert ist vielleicht, dass man sich das Berkshire-Portfolio nachbaut, mit gerade einmal 6 Titeln: Apple, Wells Fargo, BOA, Kraft Heinz, Coca Cola und Amex hat man 75% des Portfolios nachgebaut, und dies ohne 30% Buchwertaufschlag. Wäre doch eine Überlegung wert.

  92. Hendrik

    @Marco Livermore

    Straßen oder das ÖPNV benutzt du wahrscheinlich gar nicht oder ?

  93. Nico Meier

    Ich habe keine Angst vor Arbeitslosigkeit in der Schweiz in meiner Region findet jeder immer eine Arbeitsstelle wenn er bereit ist zu arbeiten. Eventuell ist die Stelle schlecht bezahlt, Schichtarbeit am Fliessband aber man findet immer was.

     

  94. ManniB

    @bruno

    Den Gedanken hat ich auch schon mal, aber mit 15 Positionen. Bin dann aber bei Etfs gelandet.

     

  95. Nico Meier

    Ich spare mein Geld und investiere es fürs Alter. Natürlich hoffe ich kerngesund mit 95 Jahren schmerzlos in meinem eigenen Haus mit Garten einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass es auch anders kommen könnte und einen Teil des gesparten Geldes für Pflegekosten verwendet werden müsste.

  96. Daniel

    Wenn man z.B. nach 30 Berufsjahren, aufgrund unverschuldeter Arbeitslosigkeit, die gleichen Ansprüche und Lebensgrundlage wie ein 26jähriger aus Eritrea eingereister Analphabet erhält, dann ist es wohl legitim, diesen Sozialstaat als zutiefst ungerecht zu empfinden!

    VG

    Tja, ohne da wieder ein neues Fass aufmachen zu wollen, aber bei mir wäre niemand in Deutschland ohne den deutschen Pass berechtigt Geld aus dem Sozialsystem zu bekommen. Das würde bedeuten diese Menschen würden bei mir in irgendeiner Form ein Dach über den Kopf bekommen und dazu die Sachleistungen die benötigt würden um ein menschenwürdiges Leben bis zur Rückkehr in ihre Heimatländer zu führen. Damit würden auch die Geldströme ins Heimatland versiegen die dort zu massiver Ungleichheit führt und weitere Schleuser bezahlt. Ich habe auch schon viel über dieses Thema rumgedacht und denke dass man beim Arbeitslosengeld bzw. Sozialhilfe ein ähnliches System einführen müsste wie bei der Rente. Jedes Jahr Einzahlung gibt Punkte und wer mehr Punkte hat der bekommt auch mehr. Das Ganze natürlich nach oben und unten gedeckelt. Es würde aber dafür sorgen dass jemand der sich 40 Jahre den Hintern aufgerissen hat besser gestellt wird als ein Anfang 20 jähriger der noch nicht viel für den Staat geleistet hat.

     

    Man könnte auch das Gegenteil sagen, da man aus Gründen von Angst Beiträge bezahlt, ohne dass man wahrscheinlich die Versicherung je brauchen wird oder am Ende sogar Probleme mit der Versicherung bekommt, wenn sie denn Mal zahlen müsste….

    Ich glaube das kann man nicht sagen, denn der Abschluss einer solchen Versicherung erfolgt ja nach dem Prinzip „was kostet mich die Eigenabsicherung“, „kann ich mir diese leisten“ und was wäre der höchstmögliche Schaden. Der höchstmögliche Schaden wäre wohl, dass du morgen schwer erkrankst und deinen Beruf nicht mehr ausführen kannst, meinetwegen mit Anfang 20. Und neben Burn-Out usw. spricht die Statistik eine ziemlich deutliche Sprache wohin das momentan geht. Die Folge wäre sofortiger Verdienstausfall und vermutlich hohe Behandlungs und Pflegekosten. Kalkulieren wir mal pauschal geringfügige 2000€/Monat.

    Das wären allein nur bis zur Rente über eine Millionen Euro „Humankapital-Ausfall“. Klar, bin ich reicher Erbe kann ich die Rechnung gerne aufmachen. Ich bin auch gerne dabei darüber zu diskutieren ob jemand, der gut Kapital aufgebaut hat und theoretisch nicht mehr arbeiten muss seine BU frühzeitig, z.B. Anfang 50 aufkündigt. Aber dieser teilweise naive Glaube man wäre als junger Mensch unverwundbar und könnte nur allein durch gesunden Lebensstil alle Risiken ausblenden um dann im Eintrittsfall das arme Würstchen zu Spielen das dem Staat und damit der Gemeinschaft auf der Tasche liegt, ist einfach nur bedenkenswert. Zumal die BU früh abgeschlossen wirklich nicht teuer ist. Fragt euch doch mal selbst, warum sollte ein Versicherer diese Versicherung nicht viel günstiger anbieten? Vielleicht, weil es doch um ganz erhebliche Versicherungssummen geht die allem Anschein nach auf häufig in Anspruch genommen werden? Eine Versicherung die niemals benötigt wird, könnte ein Versicherer zum Spottpreis anbieten.

     

    keine BU -> dumm, ich kenne die Situation in Deutschland nicht, aber in der Schweiz braucht man eigentlich keine BU, sofern man einen gewissen Grundstock gespart hat, später springt dann die IV + Pensionskasse (beides obligatorisch) ein. Unter Umständen kann es sich lohnen für Selbständigerwerbende oder nicht erwerbstätige Personen, wobei dort auch die Frage ist, wie sie heute leben (z.b. Risiko Scheidung für Frauen oder ähnliches).

    In Deutschland ist die Situation etwas anders. Du bist, zumindest wenn es dich nicht kurz vor der Rente ereilt ziemlich arm dran. Die staatlichen Leistungen sind diesbezüglich sehr überschaubar. Wie gesagt, ist ein großer Kapitalstock vorhanden hilft einfach Zettel und Bleistift um auszurechnen wieviel Geld man noch bis zur Rente bräuchte, ob das Kapital dafür reicht und ob die dann fehlenden Rentenpunkte und Rentenverluste danach ebenfalls ausreichen. Bei einem dicken Depot mag das alles aufgehen, es dürfte aber beim Durchschnittsdeutschen der im Schnitt ohne Lohn nach spätestens 2-3 Monaten pleite ist, höchst zweifelhaft sein, dass dies gelingt.

     

    @ Sammy

    Früherkrankte Menschen die keine BU- Versicherung haben bezeichnest du also mit als dumm? Eine BU- Versicherung habe ich übrigens nicht, aus persönlichen Gründen heraus.

    Deine Beiträge sind aber schon besser geworden, ab und an dann wieder so etwas!

    Ich bin auch kein Freund von Sammys Wortwahl, aber es dürfte wohl klar sein, dass sich sein allumfassender Vorwurf eher gegen die gerichtet hat die in der Lage wären eine BU abzuschließen, dies aber nicht tun und weniger denen gegenüber die aus persönlichen und meist gesundheitlichen Gründen aus das Raster fallen. Für letztere gäbe es aber immerhin die Unfallversicherung die zumindest ein paar der Punkte wieder abfedern könnte. Geht ja häufig auch mit Hausumbauten, erhöhtem Kapitalbedarf usw. einher.

    @Ralf, also wenn ich es richtig verstanden habe, bekommt jemand (heute 30 Jahre und Beginn der 10€ Zahlung an die Versicherung) in – sagen wir in 50 Jahren – bei Pflegegrad 5 etwa 1.600€. Momentan kostet ein Platz (in Frankfurt) mindestens 3.500€ (nix besonderes) für Grad 5; man bekommt ca. 2.000€ von der Kasse. Gut, insgesamt reicht es dann (1.600€+ca.2.000€).

    Ich denke das wird auch das Hauptproblem sein, die Inflation ist über derartige Zeiträume unkalkulierbar. Besser wäre es, ich weiss nicht ob es das gibt, eine Pflegeversicherung die pauschal die Differenz X zwischen staatlichen Leistungen und dem Betrag Y zahlt. Würden dann die Pflegekosten steigen würde dies dynamisch angepasst. Natürlich müsste der Versicherungsbeitrag dann auch entsprechend steigen.

     

  97. Marco Livermore

    @ Hendrik

    gelesen hast du meinen Post wohl gar nicht oder?!

    Zur Steuervermeidung habe ich mich nie geäußert und finde diesen Weg falsch und außerdem unpraktisch und risikoreich in der Umsetzung!

    Ich habe nur angeführt, dass ich das Sozialsystem ungerecht finde.

    Aber es ist doch schön, dass selbst in einem kapitalistischen Blog einige Leser trotz der bereits 2. höchsten Abgabenlast im OECD-Ranking damit einverstanden sind, selbst nach 40 Jahren Vollzeittätigkeit und unverschuldeter Arbeitslosigkeit, auf null runtergefahren zu werden und das obwohl die Steuereinnahmen sprudeln und Geld für alle da zu sein scheint.

    Das eine Person mit mehreren hunderttausend Euro Vermögen keine SH beantragt und bekommt halte ich für selbstverständlich, dennoch erhält jemand der die gleiche Summe zuvor für Autos, Koks und N* verkonsumiert hat entsprechende Leistungen aus der SH.

    Bei diesen Anreizen und Aussichten muss man sich nicht wundern, dass Hartz 4 und Tafel mittlerweile ein Lebensmodell sein kann.

    Aber Steuererhöhungen werden trotz bester wirtschaftlicher Lage bereits diskutiert und der deutsche AN und Sparer wird es bezahlen und hinnehmen. Auch wird er gerne bis 70 arbeiten gehen und anschließend von der Grundsicherung leben, um der Bevölkerung anderer Staaten die Rente mit 60 mit entsprechendem Haushaltsvermögen zu ermöglichen.

    Dies ist wohl nur mit der Bevölkerung dieses Landes möglich.

    VG

  98. Ralf

    @Albr: Die Versicherungsbeiträge steigen, aber nach meinen Beobachtungen der letzten 10 Jahre nur sehr moderat und nur um die Inflation auszugleichen. Ich zahle derzeit exakt 12,90 €. Viele seriöse Tarife nehmen auch die Beiträge der noch junge gesunden Jahre und bilden damit Rücklagen fürs Alter. Also eine Art Mischkalkulation. Daher sind die Beiträge bei jungem Abschluss relativ gut zu beherrschen. Muss jeder selbst wissen. Der Betrag ist für mich überschaubar und eine zusätzliche Rückfallebene wegen geplantem Hausprojekt.

    Man darf nicht vergessen: Ein Pflegefall kann leider auch früher eintreten.

    Ein späterer Abschluss wird vermutlich deutlich teuer sein.

    „Wenn man z.B. nach 30 Berufsjahren, aufgrund unverschuldeter Arbeitslosigkeit, die gleichen Ansprüche und Lebensgrundlage wie ein 26jähriger aus Eritrea eingereister Analphabet erhält, dann ist es wohl legitim, diesen Sozialstaat als zutiefst ungerecht zu empfinden!“

    So sehe ich das auch. Es müssten deutlich höhere Schonbeträge für Vermögen im Falle von Hartz4 gelten. Diese sind aber nicht in Sicht, daher tut private Absicherung Not. Und ein Teil der Hartz4-Risiken lässt sich eben durch geeignete Versicherungen absichern.

    Arbeitslosigkeit kann bekanntlich auch durch gesundheitliche Punkte drohen. Und das kann leider schnell passieren.

    Wir haben auch keine BU-Versicherung. Ich habe schon früher keine bekommen (Gesundheitsprobleme). Dafür haben wir eine Schwere-Krankheiten-Versicherung, diese kostet (ganze Familie abgesichert) 65 € im Monat. Dafür gibt es im Falle bestimmer schwerer Krankheiten (Krebs etc.) eine sechstellige Einmalzahlung.

     

     

  99. Mr. B

    500 k mit 55 Jahren.

    z. B. 10 Jahre 2.500 entnehmen und dann Rente kassieren plus weitere 1500 entnehmen. Bei unterstellten 3% Nettorendite reicht das weitere 25 Jahre.

    VG, Mr. B

  100. Ralf

    Man kann eben nicht alle Risiken abdecken wie z.B. eine Scheidung. Da ist ein Aktiendepot schnell futsch….

    Aber gewisse Risiken (Gesundheit etc.) lassen sich durch Versicherungen oft gut und bezahlbar beherrschen

  101. Nico Meier

    Ich bin auch dafür, dass Leute aus dem Ausland wenn sie nicht bereit sind zu Arbeiten unser Land besser wieder in Richtung Heimat verlassen sollten. In der Schweiz findet jeder eine Arbeitsstelle wenn er Bereit ist Leistung zu bringen!

  102. Ex-Studentin

    @Gainde

    Je nach dem welche gesetzlichen Rentenansprüche man hat, muss man mit 55 noch rund 10 Jahre überbrücken. Das würde mit 500k auch in der Schweiz gehen. Ansonsten würde ich einen Nebenjob als egal-was annehmen. Im Falle von Krankheit würde hoffentlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung greifen.

    @Wolfgang

    Ich war auch lange ein Gegner von BUVs, weil ich dachte als Ingenieurin mit Bürojob kann mich die Berufsunfähigkeit quasi nicht treffen. Aber dieses Jahr hat mich dieses „statistisch unwahrscheinliche Ereignis“ trotzdem erwischt. Hier rede ich ganz offen drüber: Ich bekam aus heiterem Himmel Panikattacken mit Todesangst, jeden Tag, stundenlang anhaltend, dadurch Schlafentzug inklusive. Trotz gesundem Menschenverstand wünscht man sich irgendwann den Tod, damit das aufhört. Mein ganzer Tagesablauf ist seit einem halben Jahr darauf ausgerichtet, meine Panik & Ängste wieder loszuwerden. Meine BUV werde ich hoffentlich nie brauchen, aber ich bin froh, dass ich diese habe.

  103. Felix

    Um noch einmal auf Apple zurückzukommen: Neben der starken Marke, die Apple ohne Zweifel ist mit entsprechender Fangemeinde, hat Apple bislang eine saubere Weste im Hinblick auf Datenskandale und damit ein hohes Vertrauenspotenzial. Auch von Google weiß man nie so richtig, was sie mit den Daten machen; sie sind das Geschäftsmodell. Facebook hat sich inzwischen selbst diskreditiert.

    Apple kann sich also als Vertrauenskonzern für Datenschutz aufbauen. Auf Twitter werben sie bereits damit, dass sie keine Daten verkaufen. Da Datensicherheit immer wichtiger wird (siehe jüngstes Datenleck unserer Politiker), könnte das ein weiteres Standbein werden.

  104. sammy

    @Ex-Studentin

    Das tut mir leid aber ich kenne mich in dem Bereich sehr gut aus. Du hast dich wohl überfordert und hattest einen viel zu hohen Stress Pegel. Ich wünsche dir eine gute Besserung höre auf deinen Körper und baue den Stress ab!

  105. Ex-Studentin

    @sammy

    Wie kommts, dass du dich damit auskennst? Ja, es war eine Mischung aus vielem. Stress ist sicherlich eine der Hauptursachen. Es dauert leider sehr lange, bis das wieder weg geht, selbst wenn man den Stress reduziert. Ich habe auch sehr viel unternommen, dass es besser wird. Andere leiden jahrelang unter den Zuständen und verlassen das Haus nicht mehr.

  106. sammy

    @ex-studentin

    Ja das stimmt. Es braucht sehr lange bis der stress Pegel abgebaut wird. Das kann schon mal ein Jahr oder länger dauern. Am besten machst du eine Kur. Spielt dein Arbeitgeber mit?

  107. KievKiev

    @ Gainde

    Das mit dem 55 Jährigen Bekannten war nur eine hypothetische Frage, oder gibt es die Person wirklich?

    Ich fände auch einen Anteil an Schonvermögen abseits der selbstgenutzten Immobilie begrüßenswert. Ich habe aber keine Möglichkeiten hier etwas für Euch zu verändern. Es ist mir auch zu viel Arbeit es zu versuchen.

    Deutschland und Schweiz haben ja bereits einige Unterschiede. Das müsste man auch berücksichtigen.

    Ich lese hier ein paar Ängste heraus. Das wundert mich ein wenig, da man doch mit zunehmendem Vermögen eigentlich FU Money aufbauen und gleichzeitig Ängste abbauen sollte. Aber vielleicht handelt es sich auch schon um Verlustängste. Die sind natürlich nie zu unterschätzen.

    Ich habe jetzt keinen Rechner. Die Person benötigt ihr Gehalt ja auch nur um notwendige Ausgaben zu decken. Man muss ja nicht in dem selben Maße weitersparen. Auch wenn dies natürlich einen Rückschlag bedeutet. Einen schlechter bezahlten Job sollte man finden. Wenn man 500k bis 55 Jahre angespart haben sollte sehe ich hier überhaupt kein Problem. Falls man nicht Lust hat für ein geringes Gehalt so viel zu arbeiten kann man auch einen Teilzeit Job annehmen und seine Ausgaben so gerade abdecken.

    Aber mit 55 Jahren ist man doch noch fit oder nicht? Falls es zahlenmäßig in der Schweiz alles nicht passt, so würde ich ein paar Jahre in einer Villa auf Mallorca verbringen. Die muss man ja nicht gleich kaufen. Ich würde einfach eine betreuen und den Hund ausführen. Also umsonst wohnen oder ein paar Jahre durch Südamerika reisen und günstig etwas erleben. Danach kann man ja dann zurück kommen. Dann könnte sich das Depot ja noch hoffentlich etwas entwickeln und die Rente ist ja auch nicht mehr fern. Absolute Sicherheit gibt es nie. Nur der Tod ist gewiss. Es gibt schlimmeres als mit 55 Jahren und einem Depot über 500k den Job zu verlieren.

  108. sammy

    Ich möchte in der Öffentlichkeit nicht über Details sprechen vielleicht kannst du mich irgendwie privat kontaktieren.

  109. KievKiev

    @ Hubertus

    Das war kein Essen sondern geht auf das Konto für einmalige Erlebnisse.

    Wenn man nicht weiß wohin mit dem Geld…. Ich bräuchte es nicht. Wäre mir etwas viel Aufwand um Essen zu gehen. Auch wenn das bei Ribery alles andere planen.

  110. Bruno

    @Kiev

    Ich habe das häufig beobachtet, wie vermögender jemand wird, desto mehr kommen auch „Existenzängste“, ja ich habe das sogar bei mir beobachtet vor Jahren, bis ich daran gearbeitet habe. Der Grund ist eigentlich logisch, wenn man nichts hat, kann man auch nichts verlieren, umgekehrt wenn man etwas hat, kann man es halt auch verlieren und so ist dies eigentlich ganz natürlich. Dazu kommt, je gebildeter jemand ist resp. je mehr er weiss und kennt, desto ängstlicher wird er in der Regel, man spielt dann alle möglichen Szenarien durch, jemand der sich nicht kümmert und einfach in den Tag hinein lebt, hat diese Ängste weniger. Dr. Google ist ein gutes Beispiel, man hat irgend ein Symptom und Dr. Google zählt einem mögliche Erkrankungen auf, MS, Krebs & co. sind meistens dabei, wenn auch nur mit extrem tiefer Wahrscheinlichkeit. Da muss man vorsichtig sein.

    @Ex-Studentin

    Tut mir sehr leid, und danke für deine Offenheit. Psychische Erkrankungen werden leider in der Gesellschaft immer noch nicht wirklich ernst genommen, auch wenn das Leiden teilweise umso grösser ist, oft hängt auch alles zusammen, Psyche, Geist und Körper sind eins. Aber ich denke du bist auf einem guten Weg, insbesondere auch wenn Du dich frei darüber äussern kannst. Ich habe auch einiges durchgemacht in Vergangenheit, ich habe darüber aber noch nie geschrieben hier, da es für mich Gott sei Dank abgeschlossen ist. Über Schuld oder Mitschuld kann man lange philosophieren, ich denke die Grenze muss hier sehr weit gezogen werden, im Zweifel immer für das Opfer. Und ja, genau für diese Situationen braucht es auch Versicherungen, gerade wenn es einem jung trifft, hatte man unter Umständen noch wenig Möglichkeiten zur Selbstvorsorge. Und wenn es einem schon mies geht gesundheitlich, müssen nicht unbedingt auch noch finanzielle Probleme hinzukommen. Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld, so dass alles bald wieder gut wird.

     

  111. Fabian S.

    @ Sammy:

    Oh ein geheimer Beruf?! Naja Versicherungsvertreter und Banker sind doch sowieso alles Verbrecher!

  112. Marco

    mit gerade einmal 6 Titeln: Apple, Wells Fargo, BOA, Kraft Heinz, Coca Cola und Amex hat man 75% des Portfolios nachgebaut, und dies ohne 30% Buchwertaufschlag. Wäre doch eine Überlegung wert.

    @Bruno: Berkshire ist mehr als ein börsengehandeltes Depot von zwei kauzigen, alten Herren. Was ist mit See‘s Candies, der Eisenbahn oder Duracell? Außerdem liegt da so viel Cash rum, mit dem man Dinge akquirieren kann, die unsereins gar nicht so umsetzen könnte. Da darf man den beiden (und vor allem jedem, der seine Anteile loswerden möchte) den Aufschlag gönnen, wie ich finde.

    Und generell: Vielleicht ist Apple ein Klumpenrisiko im Depot von BRK, aber ganz sicher nicht im gesamten Konzern.

    Gruß, Marco

  113. Wolfgang

    @ Sammy @ Daniel

    Ich war in der Lage eine BUV in jungen Jahren abzuschließen, habe mich aber dagegen entschieden. Da mein gefällter Entschluss anders ist, als eure Erwartung, möchte ich aber nicht gerne als dumm bezeichnet werden, sondern lediglich als Mensch mit einer anderen Meinung wahrgenommen werden.

    @ Ex-Studentin

    Für mich bin ich in jungen Jahren zu dem Entschluss gekommen, dass nicht jedes Risiko im Leben versichert werden kann.
    In meinem Leben sind Ereignisse eingetreten, welche dafür und auch dagegen sprechen, die Entscheidung kann einem Niemand abnehmen.

    Den Halt im Leben kann man schneller verlieren, als man sich vorstellen kann, daher wünsche ich Dir alles erdenklich Gute für deine Zukunft und hoffe, dass du schnell einen Weg heraus findest aus deinen Ängsten.

    LG

    Wolfgang

  114. Ralf

    @Ex-Studentin: Alles Gute! Achte dabei auch auf eine ausreichende Magnesiumversorgung. Ich hatte Stressbedingt ähnliche Symptome, teils sogar  schlaganfallartige Ausfälle. Ursache dafür war ein schlichter, aber anhaltender Magnesiummangel. Magnesium ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt und latenter Mangel trotz guter Ernährung mehr verbreitet als gedacht. Eine Analyse des Magnesiums im Blut kann nur drastischen Magnesiummangel aufzeigen, da Magnesium im Knochen gebunden ist…

    Daten der gesetzlichen Krankenkassen und der Rentenversicherung belegen die Zunahme psychischer Erkrankungen. Gegenüber früheren Zeiten liegt dies vermutlich zu großen Teilen aber an einer besseren Erkennung psychischer Erkrankungen und die größere Bereitschaft innerhalb unserer Gesellschaft zur Behandlung.

    @Kiev: „Aber mit 55 Jahren ist man doch noch fit oder nicht?“

    Sollte man. Und kann sicherlich durch Sport und Lebensstil vieles steuern. Leider kenne ich trotz dieser Faktoren inzwischen wirklich recht viele, die in diesem Alter durchaus größere gesundheitliche Probleme haben. Daher ist evtl. eine Absicherung durch Versicherungen nicht immer ein Fehler. Auch wenn nicht jedes Risiko versichert werden muss…

    Gerade Familien oder Häuslebauer mit Schulden sollten darüber nachdenken.

     

  115. Bruno

    @Marco

    Ich sagte ja lediglich, eine Überlegung wert, nicht dass man es tun soll 😉 Ich finde den Umstand einfach interessant, dass mit 6 Aktien 75% abgedeckt ist. Schlecht muss das nicht sein, ich habe sehr hohen Respekt vor den beiden Herren resp. der Leistung der Firma der letzten Dekaden, es war auch keine Kritik, sondern einfach ein interessanter Umstand.

    Ich stelle mir die Frage auch, wenn man ein Depot sehr langfristig aufbaut, wird es ohne Rebalancing automatisch weniger diversifiziert, denn meistens laufen ein paar Titel sehr gut, andere bleiben hängen und wieder andere fallen halt. Ich passe da nie etwas an, frei nach dem Motto, Gewinner laufen lassen.

    Bei Buffett wird es ähnlich sein, wobei die Appleposition von ca. 1/4 natürlich schon enorm ist, aber ich gestehe ihm ein, dass er da mehr sieht als wir, eben nicht nur eine Company die Handys baut sondern noch etwas mehr, enorme Kundenbindung ist das eine, Cashreserven etwas anderes, aber ich denke noch etwas mehr vermutlich, sonst würde er nicht in diesem Umfang dort investieren.

  116. No1

    @Bruno

     

    Er sieht womöglich, das was ich auch sehe:

    – Cashreserven

    – Kundenbindung (iCloud, ApplePay, Apple Music etc)

    – Gesundheit (AppleWatch, evtl. Kopfhörer)

    – Autonomes Fahren

    -AR (Brille)

     

    Ich könnte als so weiter machen.

     

    Um es kurz zu sagen: Wenn ich könnte würde ich jetzt noch mehr Aktien kaufen.

    Ist nur meine Meinung.

  117. Bruno

    @No1

    Ja diese Dinge und noch paar andere sehe ich auch, ich habe ja auch Apple-Aktien obwohl ich selbst keine Produkte von denen habe (man sollte nicht immer von sich auf die Allgemeinheit schliessen), aber eben meine Position ist nicht 25% des Depots, keine Aktie hat so einen Anteil. Mir wäre das Risiko hier zu gross, insbesondere gibt es andere Firmen, die auch sehr spannend sind und wo ich teilweise noch mehr Wachstumspotential sehe. Aber es wäre sicher sehr spannend zu sehen oder hören, war Berkshire sich genau dabei gedacht hat, wenn jemand rational vorgeht dann wohl sie.

  118. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @AAPL-Position bei Berkshire,

    meiner Meinung nach muss man das anders sehen.

    Die Aktienposition ist zwar innerhalb des Aktienportfolios von Berkshire 25%, aber man muss es wohl ins Verhältnis zu allem setzen.

    Im 10-Q File zum 30. 09. 2018 werden als Total Assets 736,459 Mrd USD ausgewiesen. Davon ergab zum damaligen Zeitpunkt der Bewertung Apple einen Anteil von knapp 57 Mrd USD, und damit 7,74% des Gesamtportfolios.

    Das Aktienportfolio (in der Bilanz: „Investments in equity securities“) sind 201,226 Mrd von den  736,459 Mrd Gesamtportfolio.

    Schönen Abend

    MS

  119. Fabian S.

    @ Bruno:

    das was Du sagtest mit dem 75% Depot-Nachbau ist ja das was ich immer hier sage und wiederhole.

    Aber noch einfacher kannst du es Dir ja machen, wenn Du nur Berkshire Hathaway kaufen würdest. Dann hättest Du ja Buffetts Depot im Original und musst nicht dauernd hinterherlaufen und es nachbilden.

  120. KievKiev

    @ Ralf

    Ich habe nichts gegen eine BU gesagt. In dem Beispiel ging es um Jobverlust. Das kann man nicht so leicht absichern. Mit 55 ist es sicher auch schwerer einen neuen Job zu finden, als mit 35.

    Wenn man mit 55 den Job durch Krankheit verliert kann man vielleicht nicht nach Südamerika reisen. Man sollte Risiken absichern, die man selbst nicht tragen kann. Und auch nur das Minimum um Kosten zu sparen. Humankapital ist die Hauptquelle für Einkommen bei den meisten Menschen. Daher ist sie für die meisten auch zu empfehlen. Deine zwangsweise verwendeten Alternativen finde ich gut. Wenn es das Geld bedingungslos gibt kannst Du viel machen. Mag sein das es nicht für ein Pflegeheim in Frankfurt ausreicht. Wie machen es denn die anderen Menschen? Vor allem die die zu Hause bleiben… Man kann Abseits des Tellerrandes manchmal auch unter dem Teller noch interessantes finden. Oder auf einem anderen Teller. Zur Not wird halt der passende Teller gemacht…

  121. Andrea

    Ex-Studentin, alles Gute für dich, ich hoffe, die gesundheitlichen Probleme werden sich lösen.

    Ich selber habe auch ein paar Malaisen, das quälendste sind die Einschlafstörungen. Bei Freunden und Bekannten in meinem Alter kann ich z.B. bei den Neujahrswünschen meist auch gute Gesundheit wünschen, denn einige haben mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

    Ich achte sehr auf eine Ernährung, die reich an Mineralstoffen und Spurenelementen ist. Ralf hat recht, dass Magnesiummangel höufig ist. Magnesium ist z.B, auch wichtig für die Einlagerung von Calcium. Was mir bei meinen gesundheitlichen Problemen bislang am besten geholfen hat, ist basische Ernährung.

     

  122. KievKiev

    Neue Wohnmodelle finde ich in Bezug auf die alternde Gesellschaft auch interessant. Die Menschen wohnen nicht mehr in einem lokal konzentriertem Familienbund.

    Ich fände eine Art Eigentümergemeinschaft für das letzte Drittel des Lebens interessant. Hier könnte man kleine Appartements kaufen und Gemeinschaftsflächen wie Küche und Aufenthaltsräume teilen. Es könnte kleine Bereiche für Pflegekräfte geben und auch Gästezimmer für Besuch. In der Gemeinschaft ist alles günstiger. GEZ, lokales Carsharing, Gästezimmer Sharing, Pflegekräfte Sharing und es wird sich um Alles nach Satzung gekümmert. Wieso gibt es so etwas nicht als neue Genossenschaftsmodelle? Wenn ich finanziell völlig frei wäre würde mir schon genug einfallen mit was ich mich beschäftigen könnte.

  123. Ex-Studentin

    @42sucht21

    Lieben Dank!

    @Bruno

    Ja, über manches redet man nicht so gerne wie den letzten Urlaub. Aber es ist eine wichtige Erkenntnis, dass man keine Maschine ist und Probleme in sich hinschlucken kann. Wir verarbeiten sehr viel unterbewusst und darunter leidet die Psyche & letztlich der gesamte Körper.

    @Wolfgang

    Will dich natürlich zu nichts überreden, wenn es gegen deine Überzeugung geht. Mir ist lediglich bewusst geworden, dass es auch im nahem Umfeld zu viel mehr Problemen kommt als man denkt, nur die wenigsten reden darüber.

    @Ralf

    Danke für den Tipp. Magnesium (und Vitamin B komplex) nehme ich tatsächlich bereits. Ich hatte zum Glück öfter mal Wadenkrämpfe, dass selbst ich diese Zeichen von meinem Körper richtig deuten konnte. Ansonsten fällt es mir jetzt noch schwierig zu sagen, woran es wirklich lag/liegt. Nährstoffmangel, Stress, eine Mischung davon. Wünsche dir, dass du wieder fit wirst/bleibst.

    @Andrea
    Ich teste gerade auch noch viel mit der Ernährung & Nahrungsergänzungsmitteln. Immerhin trinke ich nun kaum noch Cola. So eine Umgewöhnung geht plötzlich leichter, wenn man so eine „Motivation“ hat. Deswegen versuche ich dem Ganzen was Gutes abzugewinnen. Besser als ein Schlaganfall. Wünsche dir auch alles Gute.

  124. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev

    „Wieso gibt es so etwas nicht als neue Genossenschaftsmodelle?“

    Gibt es alles schon. Z.B. im hochpreisigen Zürich das Hunziker-Areal.

    Hier eine TV-Sendung darüber.

    „Den Mietern stehen Gemeinschaftsräume zur Verfügung, eine Werkstatt und sogar eine Sauna. Die Wohnungen sind dafür etwas kleiner als üblich, die Häuser ein wenig höher gebaut. Dies alles sparte Kosten. 15 Euro kalt zahlen die Mieter pro Quadratmeter, für Schweizer Verhältnisse – unglaublich.“

    MS

     

  125. Ex-Studentin

    @Kiev

    Bei uns gibt es sowas in der Art. Man kann sich in ein Mehrfamilienhaus einkaufen als letzten Wohnsitz. Bei Bedarf können Pflegekräfte dazu gebucht werden.

  126. KievKiev

    @ MS/ Ex Studentin

    Ich habe so etwas fast noch gar nicht gesehen. Es werden zum Teil neue Stadtgebiete hochgezogen, aber an solche Modelle wird nicht gedacht. Ein Quadratmeter Preis ist bei Gemeinschaftsräumen schwierig. 15€ klingt sehr günstig.

    Es sollte hier verschiedene Modelle geben. Von Luxus bis einfache Versorgung. Es gibt ja nicht das perfekte Modell. Manche wollen ländlich wohnen, andere in der Stadt usw.

  127. Divi-ente

    500k in der Schweiz sind vielleicht ne Kaufkraft von 250k Vermögen in D.

    Ist nicht ganz so berauschend viel. Weiter arbeiten wenn möglich ist die beste Option.

  128. Nico Meier

    Ich selber habe auch eine Position Apple aufgebaut obwohl ich selber bisher keine Appleprodukte gekauft habe. Ich nutze aber das 6S das ich seit zwei Jahren als Diensthandy vom Arbeitgeber verordnet erhalten habe. Dadurch sehe ich das geschlossene Ökosystem von Apple das Nutzer ansichbindet und sonit auch weiterhin für Gewinne sorgen wird. Ob ich ende Jan weitere Äpfel einsammeln werde entscheide ich nach den Skiferien im Wallis.

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