Wo Menschen ihr Vermögen rausballern: Pool, SUV, Hypothek, Kücheninsel, Restaurants, Urlaub


New York, 27. Februar 2018

Pool-Boom in einem kleinen Ort in Mörlenbach in der Nähe von Heidelberg.

Kaum hat sich ein Hausbesitzer einen Pool gebaut, folgen die Nachbarn. Das Statussymbol für Reichtum scheint in Deutschland „in“ zu werden.

Mir hat ein Blogleser ein paar Fotos aus seiner ehemaligen Nachbarschaft geschickt. Es ist ein kleiner Ort im Odenwald namens Mörlenbach nahe Heidelberg. Ein Hausbesitzer stellte sich einen Schwimmingpool in den Garten. Die Nachbarn folgten. Es ist wie eine Seuche. Immer mehr Nachbarn haben nun so ein Luxus-Plantschbecken.

Anstatt nur den gesunden Menschenverstand zu verwenden, entscheiden sich Familien, Geld zu verschwenden, indem sie einem reichen Poolbauer mehr Geld geben. Wenn Du jetzt reich zum Schein lebst, wirst Du vermutlich erst im hohen Alter in Rente gehen können.

Ich finde einen Baggersee viel besser zum Schwimmen. In der Gegend gibt es jede Menge Seen. Gut, muss jeder selbst wissen. Chlor ist übrigens ziemlich umstritten. Es scheint gesundheitsschädlich zu sein – mehr als allgemein bekannt ist. Wer das Chlor meiden will, geht in einen Baggersee. Der Waidsee in Weinheim an der Bergstraße ist zum Beispiel herrlich.

Es stellt sich immer die Frage: Du kannst sparen, wenn Du jung und gesund oder wenn Du alt und krank bist. Wähle, was weise ist.

Viele von uns versuchen, nach 20 bis 30 Jahren Arbeit finanziell frei zu werden, weil das machbar ist. Die Schlüsselkomponenten sind:

  1. Beobachte alle Ausgaben. Alle. Ja, alle. Brauchst Du einen neuen SUV? Eine Kücheninsel?
  2. Budgetiere streng. Sei aber großzügig für Notfälle, Ausreißer-Rechnungen etc. Habe einen Notfall-Fonds (Sparbuch, Festgeld). Ich budgetiere vier Urlaube im Jahr. Ich bin immer unterhalb des Budgets. Ich fühle mich nicht am Boden zerstört, wenn ich in einem Airbnb oder einfachen Bed-and-Breakfast bin. Selbst wenn Klo/Dusche in der Pension im Flur ist, kann ich damit leben (das ist hin und wieder der Fall).
  3. Vermeide Abfälle, wo es geht, indem Du fleißig planst (kaufe mit Verstand ein, so vermeidest Du verdorbene Lebensmittel, versuche zu reparieren vor dem Wegwerfen).
  4. Koche zuhause. Ich gehe selten ins Restaurant. Manche gehen täglich außerhalb der vier Wände essen. Ich koche, putze, wasche… Manch einer hat selbst für die Rasenpflege und kleine Reparaturen ständig Leute im Haus. Der Restaurant-Lieferdienst GrubHub geht in den USA durch die Decke, weil die Leute immer bequemer werden:
  5. Verstehe die Prinzipien des Investierens. Investiere in Aktien und / oder Indexfonds. Ich bin ein Fan von kostengünstigen ETFs. Oder Qualitätsaktien, die ich ewig halte. Mache es so, wie Du es für richtig hältst.
  6. Gib den Aktien Zeit. Die schwerste Sache, die ich jemals machen konnte, war, eine sechsstellige Summe im Depot zu haben. Aber seitdem wachsen meine Positionen mit fast konstanter Rate. Das Depot wächst ohne mein Zutun. Während ich schlafe, sprudeln die Dividenden.
  7. Finde Nebenjobs/Projekte, die dich von sinnlosen Ausgaben ablenken. Ich schreibe diesen Blog, mache YouTube-Videos. Mache Sport. Anstatt Fernsehen gedankenlos zu konsumieren, lese ich.

Was ich gemerkt habe: Bei der Aktienanlage ist Geduld verdammt wichtig. Die Menschen haben zu wenig Geduld. Wer zum Beispiel bei der Kaufhauskette Target 1967 mit 1.000 Dollar eingestiegen ist, konnte 29 Aktien kaufen. Aus diesen Aktien wären nach etlichen Aktiensplits 2.784 Aktien geworden. Sie wären heute 203.000 Dollar wert. Target würde zudem jedes Jahr über 6.900 Dollar an Dich ausschütten. Das Unternehmen hat seit 50 Jahren in Folge die Ausschüttung schon erhöht. Geduld hätte sich also ausgezahlt.

Hast Du 1970 zum Börsengang von der Supermarktkette Walmart 100 Aktien gekauft, sind diese heute zwölf Millionen Dollar wert. Hinzu kommen jedes Jahr 400.000 Dollar an Dividenden. „Buy and Hold“ kann also Spass machen.

Hast Du 2002 für 4.000 Euro in den Internet-Fersehdienst Netflix gekauft, wären das heute über 1,1 Million Euro.

Aber die Menschen gehen leider vielfach nicht vernünftig mit ihren Finanzen um. Ich sehe Fälle, wo sich Familien bis zur Halskraus verschulden, damit sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen können. Sie gehen eine Hebelwirkung mit den Schulden ein, die sie nicht einschätzen können (Krankheit, Jobverluste, Wirtschaftskrise….).

Es besteht eine Chance, dass durch eine Immobilien-Korrektur jemand erhebliches Vermögen verliert. Es ist eine 50:50 Chance. Entweder fallen die Immobilienpreise oder sie steigen. Millionär wird kaum jemand mit einem hochverschuldeten Eigenheim.

Die Alternative: Zur Miete wohnen. Bodenständig leben. Ohne Hebelwirkung. Statt dessen volle Kanne in den Aktienmarkt (über ETFs, REITs etc.) sparen. Und das 20, 30, 40 Jahre durchziehen.

Wer an andere vermietet, muss berücksichtigen: Es kann gut gehen oder schlecht gehen. Mietausfall, Wartungskosten, Handwerker, Rücklagen, Versicherungskosten, Sachschäden, Grundsteuern, Einkommensteuern, Maklergebühren, Notar, Hypothek… Aktien machen weniger Arbeit.

Gut, muss jeder selbst wissen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wo Menschen ihr Vermögen rausballern: Pool, SUV, Hypothek, Kücheninsel, Restaurants, Urlaub

  1. Obama

    @Tim

    Danke für Deinen Artikel. Bei Deinem Output ersetzt Dein Blog mitlerweile jede Tageszeitung. Danke !

    Mach weiter so !

     

    Alles Liebe !

  2. Ralf

    Interessanter Artikel. Aber der Fokus auf ganz neue Themen wäre interessant. Weil sparen zwar wichtig, aber nur eine Seite der Medaille ist.

    Alle mit dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit -vor allem mit noch weitem Weg zum Ziel- sollten sich mit aktuellen Themen wie Digitalisierung und Auswirkungen auf Jobs befassen. Das bietet Risiken aber auch Chancen. Dazu wären Impulse sinnvoll. Wie sichere ich künftig mein Einkommen als normaler Arbeitnehmer wenn die Automatisierung droht? Welche Strategien gibt es für normale Leute ohne super IT-Wissen? Wie finde ich Weiterbildungen die wirklich sinnvoll sind um meinen Jobs zu sichern oder das Einkommen zu steigern? Welche Nebenjobs sind sinnvoll zu Hause am PC zu bewältigen um das Einkommen zu erhöhen und FU schneller zu erreichen?

    Darüber wären ein Austausch oder Impulse doch sicherlich für viele interessant. Um das Ziel FU effizient zu erreichen.

    Nebenbei: Der Kapitalismus stößt irgendwann an seine Grenzen und wir können uns wohl aus verschiedenen Gründen (u.a. Sicherheitsaspekte) keine Gesellschaft leisten, die auf Dauer zu viele Menschen zu Verlierern z.B. der Digitalisierung macht. Es wird sich auch politisch und gesellschaftlich einiges tun müssen. Eine Art Grundeinkommen wird irgendwann kommen.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Danke!

    @ Ralf

    Was Dir hilft: Optimismus. Hab ein Ziel. Das macht Dich glücklich. Das macht Dich erfolgreich. Angst und Pessimismus machen Dich kaputt.

    Jeder kann in seinem Job voran kommen. Das gilt für alle Jobs. Ob Handwerker, Programmierer oder Koch: Hab eine Vision! Träume. Strenge Dich an. Nicht meckern den ganzen Tag, mache etwas Positives!!!

    Du meckerst jeden Tag. Du hast kein Ziel. Nur meckern. Du wirkst so unglücklich auf mich.

    Ich hab mit dem CEO von SAP gesprochen. Er wuchs in armen Verhältnissen auf. Seine Einstellung war aber positiv. Er war immer ehrgeizig. Er träumte. (Die meisten Menschen denken zu klein, zu negativ….). Wer den ganzen Tag negativ denkt, wird nur negative Resultate erhalten:
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Interview-SAP-Chef-McDermott-34-Ich-wollte-erfolgreich-sein-34-4068573

  4. freaky finance

    Moin!

    Ein Pool in Deutschland ist ja an sich schon eine recht optimistische Sache. Kannste im Sommer ein paar reinhüpfen und sonst haste nur Stress und/oder Kosten mit dem Ding!

    Hier in Südfrankreich macht das schon mehr Sinn. Wir teilen uns einen mit 3 Mehrfamilienhäusern. Unter der Woche bin ich meist alleine dort. Aber selbst hier ist der Pool nur von Juni bis einschließlich September geöffnet.

     

    Bezüglich der Aktien will ich auf keinen Fall widersprechen aber ich finde es immer sehr einfach hinterher aufzuzeigen welche Aktien sich über die letzten X Jahre toll entwickelt haben. Gibt ja auch genug Aktien, die komplett verschwunden sind oder extrem weit von ihren ehemaligen Höchstständen entfernt sind. Darunter auch ehemalige Dickschiffe.

    Aber für den langfristigen Vermögensaufbau führt trotzdem kein Weg an Wertpapieren vorbei!

    Wünsche allen immer ein glückliches Händchen bei der Auswahl 🙂

    Beste Grüße

    Vincent

     

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vincent

    Ich geb Dir Recht mit den Aktien. An diesen Erfolgsaktien zeigt sich gut, wie der Zinseszins wirkt. Aber hast Recht. Es gibt jede Menge Verlierer-Aktien. Daher ist für Anleger ein kostengünstiger ETF ein ideales Investment.

  6. Thorsten Rohweder

    Immobilien sehe ich nicht ganz so negativ, insbesondere wenn die Lage stimmt. Ein eigener Garten ist auch was schönes (oder belastend,  wenn man keinen  Bezug dazu hat, dann soll man keinen kaufen). Ich sehe auch keine Blase, es ist realer Bedarf durch konstanten Zuzug. Immobilien in Ballungsgebieten würde ich ohne Bedenken Aktien gleichsetzen – und sie können nicht auf Null fallen.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten Rohweder

    Du kannst auch ein Haus/Wohnung mit Garten mieten. Der Immobilienmarkt kann korrigieren. Es gibt keine Garantie dafür, dass es stetig aufwärts geht.

    Die schönsten Renditen bringen langfristig Aktien.

    Immobilien gelten als sicherer Hafen. Das ist aber nicht ganz wahr. Credit Suisse nimmt die Entwicklung von Aktien, Immobilien, Gold, Kunst, Rohstoffe auf Sicht von über 100 Jahren unter die Lupe. Aktien sind vorne:

    https://www.credit-suisse.com/corporate/en/articles/media-releases/credit-suisse-global-investment-returns-yearbook-2018-201802.html

    https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/media/media-release/2018/02/giry-summary-2018.pdf

  8. Mattoc

    @Tim @Ralf

    Ich teile deine Meinung, Tim.

    Ralf, du schreibst ja nicht nur ständig negative Dinge, du wiederholst diese auch immer wieder. Respektiere doch, dass es Tims Blog ist. Wenn du Tims Themen nicht interessant findest, oder du über deine beruflichen und gesellschaftlichen Sorgen schreiben möchtest, mache doch einen eigenen Blog…

    Aber immer wieder die gleiche Kommentierung unter jedem von Tims Artikeln macht keine Freude.

  9. Ralf

    Ich werde mich nicht mehr aktiv beteiligen um den Blogfrieden nicht weiter zu gefährden. Es sind einfach zu verschiedene Welten und Ansichten und ich will eure Sicht auf die Dinge nicht länger durch stark abweichende Meinungen verunsichern.

    Trotzdem meinen Dank für die interessanten Berichte und viel Erfolg an der Börse.

  10. Albr

    Jeder kann in seinem Job voran kommen. Das gilt für alle Jobs. Ob Handwerker, Programmierer oder Koch: Hab eine Vision! Träume. Strenge Dich an. Nicht meckern den ganzen Tag, mache etwas Positives!!!

     

    so siehts aus… ich werde am 1.3. diesen Jahres genau 7 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber arbeiten und dieses Jahr mehr als 50% mehr verdienen als in meinem ersten Jahr… auch hier zahlt sich Geduld, Beharrlichkeit, Loyalität und Spass (zumindest fast immer) an der Arbeit aus… wie beim Aktieninvestment 😉

     

     

  11. peter

    Schade, dass Leser wie Ralf hier nicht geduldet werden. Auch wenn ich Tims Ansichten interessant finde, so muss ich trotzdem oft daran denken, dass diese mit der Realität nichts zutun haben bzw. diese nicht widerspiegelt. Es ist einfach und pauschal. Allein mit positiver Einstellung und Sparen ist es nicht getan. Es ist einfach solche Sprüche klopfen, wenn man keine Familie haben will und ergo keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will oder zufällig ein Narr des Zufalls ist, indem man mit Timing seiner Investments Glück hatte.

  12. Frank

    @ Peter,

    „Es ist einfach solche Sprüche klopfen, wenn man keine Familie haben will und ergo keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will „.

    Kann man gesellschaftliche Verantwortung nur mit Familie übernehmen?

    Ist man ein schlechter Mensch wenn man keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will?

    FRank

     

  13. Marc

    so siehts aus… ich werde am 1.3. diesen Jahres genau 7 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber arbeiten und dieses Jahr mehr als 50% mehr verdienen als in meinem ersten Jahr… auch hier zahlt sich Geduld, Beharrlichkeit, Loyalität und Spass (zumindest fast immer) an der Arbeit aus

     

    Na das klappt aber nur in Ausnahmefällen, selbst bei größt möglichem Einsatz. Leider stellst du es so dar, als würde das bei jedem funktionieren, der sich bemüht.

  14. peter

    @Tim

    das mit den ETFs da sind wir uns einig! Und dass es in den letzten Jahren so gut ging, heißt nicht, dass wir das alles so ohne weiteres auf Zukunft übertragen können.

    Narr des Zufalls ist man, wenn man mit Einzelwerten zufällig richtig lag und sich dann ständig auf die Schulter klopft, ohne dabei darauf hinzuweisen, dass das nichts mit Können zu tun hat und keine Strategie dahinter steckt, abgesehen von Risiken, wenn das Depot hauptsächlich aus Bank of America und Netflix besteht. Das ist Anfängern ggü gerade nicht sehr verantwortlich.

    @Frank

    Es liegt mir fern, hier zu urteilen, wer gut oder schlecht ist und jeder kann frei entscheiden, wie er seinen Beitrag leistet. Fakt ist nur, dass Familien von ganz anderen Prämissen ausgehen müssen als jmd. der nur an sich selbst denken muss 😉

     

  15. Kia

    Netflix, Walmart, Target zum richtigen Zeitpunkt gekauft eine super Sache. Mir machen in letzter Zeit Einzelaktienkäufe irgendwie Angst. Vor Jahren las ich ein Buch über die Weimarer Republik und meine mich zu erinnern, dass einer der größten Konzerne damals IG Farben hieß. Was hätte man heute nach 90 Jahren wenn man die und andere Werte damals kaufte? Garnichts!

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    peter

    ach. Leute, die keine Kinder haben, in die schlechte Ecke zu stellen, ist nicht die feine Art.

  17. V

    Für die Auswahl von Einzelaktien ist Know-How notwendig. Man muss die Guten von den Schlechten unterscheiden können. Ich habe mir das auch nie zugetraut für das gesamte Aktienuniversum.

    (Daher muss ich meine Kritik an den ETFs aus der Brille eines Durchschnittsanlegers betrachtet wohl etwas zurücknehmen, auch wenn ich selbst ETFs auch künftig meiden werde.)

    Selbst ein Warren B. durchleuchtet alles mögliche (Cash Flow, Bilanzen, Marktsegment, Management, …) bevor er zuschlägt.

    Ich habe für mich eine kleine Nische gesucht in der ich mich (viel) besser auskenne (bei mir Biotech) als andere und konnte damit mit dem Wissensvorsprung Unternehmen und deren künftige Produkte besser einschätzen.

    Vielleicht habt ihr ja auch so Eure Spezialgebiete / Branchen und könnt da besser einschätzen, wie sich Technologien und Produkte durchsetzen könnten etc.

    Ansonsten ist es nur ein klein wenig mehr als der Wurf mit dem Dartpfeil auf die Scheibe. Man mag zwar Unternehmen geil finden, das heißt aber nicht, dass sie langfristig erfolgreich sind. Netflix ist ein Positivbeispiel, Nokia (war auch mal supergeil) das Gegenteil.

    @Tim:

    Kinder, Familie und dann die FF zu erreichen – das ist halt nochmal schwieriger. Ich denke das ist was Peter wahrscheinlich wertfrei und ohne dich in die schlechte Ecke stellen zu wollen sagen wollte.

  18. peter

    @Tim

    wieso „schlechte Ecke“? Es geht nur um Fakten und Optionen. Es ist doch unbestritten, dass du als Einzelperson ganz anders handelst als Familie, oder? Ich war lange Zeit ohne Kinder und kann das gut beurteilen, denke ich.

    Außerdem habe ich gute Freunde, die sich bewusst für ein Solistendasein entschieden haben und das ist gut so!

  19. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Kia

    1951 wird beschlossen, die IG Farben in ihre ursprünglichen Bestandteile zu zerschlagen. Von ihren Nachfolgeunternehmen sind heute noch Wacker, BASF und Bayer selbstständig. Die Hoechst AG ist inzwischen Teil von Sanofi-Aventis, dem drittgrößten Pharmakonzern der Welt.

    @ Peter

    Auch wenn ich Tims Ansichten interessant finde, so muss ich trotzdem oft daran denken, dass diese mit der Realität nichts zutun haben bzw. diese nicht widerspiegelt

    Also bei uns als Familie passt das ganz gut. Wir handhaben das wie Tim – Kinder hin oder her. Es liegt wohl eher daran, dass eben jeder seine ganz persönliche Realität hat.

    Okay, unsere Sparquote liegt mit Kindern „nur“ bei 35% und das mit Teilzeitarbeit. Wir sind sehr zufrieden. Aber wir messen uns auch nicht mit anderen Sparern. Wer über 50% schafft – wunderbar. Finde ich klasse.

    Und wer „nur“ 10% hinbekommt – ist doch auch schön. Da wird ein Polster aufgebaut. Jeder wie er kann, jeder wie er mag. Tims Artikel bleiben eine Wohltat.

     

  20. Undercover Agency

    Hallo Tim und Followers.

    Ich habe die letzten 7 Monate alle möglichen Verträge gekündigt. Ab Juni fahre ich smart cabriolet (lol) . Ich finde es geil! Ist anders als die anderen.

    Ich bin 27 , schaffe jeden Tag halbtags 12 Stunden und verdiene viel. Vor 4 Jahren hatte ich 30tausend im Jahr.  Nun muss ich das an steuern nach Zahlen.

    Es gibt so viele Gründe warum ich aussteigen will. Finanzielle Unabhängigkeit erreichen.

    Es ist aber nichts härter wie wenn jeder seiner freunde und kunden auf den Putz hauen und Leben in saus und braus wie die Affen. In meiner Ansicht nach verbietet uns das schon die Bibel aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Jedenfalls spare ich ab Juni 750 Euro mehr . Nur weil ich auf Mist verzichte. Und meinen weg durch ziehe. Naja zumindest bis heute.

    Auf die Frage was wäre wenn ich drauf gehe oder etwas dazwischen kommt kann ich nur sagen: ich schaffe gern und wenn meine Family es kriegen würde dann wäre es auch für was gut . Wie eh .

    In diesem Sinne allen einen guten Rutsch. Draußen ist es glatt ?

  21. David

    @Tim:

    … und wer die USD 1‘000 anstatt in Target-Aktien stattdessen in Berkshire Hathaway-Aktien investiert hätte, der hätte damals 133 Aktien erhalten… und hätte heute immer noch „nur“ 133 Aktien, dafür aber rund USD 41 Mio. mehr auf der hohen Kante. 😉

  22. Thorsten Rohweder

    @Tim Die Frage ist, ob man Immobilien hat und damit rechnet dass sie steigen, ich tu das nicht. Aber es sieht alles danach aus, weil der Bedarf vorhanden ist, jedenfalls bei uns. Es gibt keine Blase, es gibt das Elend der Wohnungssuchenden. Wenn ich selbst darin wohne brauche ich keine Wertsteigerung, wichtig ist kreditfrei zu wohnen. Da kann die Hütte am Ende auch marode sein, das Grundstück ist mehr wert als der ganze Kaufpreis früher und ganz wichtig : ich habe da ohne Einschränkung und Gefahr der Kündigung wegen Eigenbedarf drin gewohnt. Es verdichtet sich hier wie blöde, Häuser in der zweiten Reihe, Abriss, Aufstockungen, der mögliche Platz zum Bauen ist sehr begrenzt, man baut ins Wasser rein, Luxuswohnungen mit Spezialbeton gegen Wasser und Sturm, es gibt kein Land mehr zum Bauen. Zur Miete zu wohnen wird hier in der Großstadt zum Risiko, die Mieten steigen von Jahr zu Jahr und das wird sich bei dem Zustrom zu meinen Lebzeiten nicht ändern. Es gibt keine bezahlbaren Mietwohnungen für Familien, Vier-Zimmerwohnungen gehen unter der Hand weg, die kommen nicht mal in die Zeitung. Für mich also nicht mehr  „Aktien oder Immobilien? “ sondern „Immobilien und Aktien“. Es war die beste Entscheidung zu kaufen, keiner kann  mir kündigen. Als Single wäre mir das eher egal, da kann man irgendwas nehmen, notfalls ein Zimmer. Häuser haben hier schon immer eine Million gekostet, bald auch in Euro. Die Hypothek ist insofern mich kein Konsum sondern eine Investition, das risikoreiche Mieten eine unkalkulierbare Konsumausgabe.

  23. Raphael

    Jeder wie er mag. Ich habe lieber ein 500.000€ Depot, das mir durch Wertsteigerungen regelmäßig die Miete bezahlt als ein 500.000€ Haus, das mich an einen Ort bindet und in das ich regelmäßig Geld und Arbeit investieren muss, damit es nicht verfällt.

  24. June

    Guten Abend,

    schöne Pools, immerhin in einer der wärmsten Gegenden Deutschlands. Von Juni bis September wir das Baden sicher möglich sein.

    Bei uns scheitert es schon am Garten, den wollten wir genauso wenig wie den…

    Pool – No

    SUV – No

    Hypothek – noch

    Kücheninsel – ja und ich liebe sie

    Restaurants – manchmal, aber nur wenn es besser ist als wenn ich zuhause koche. Also sehr selten.

    Urlaub – ein Mal im Jahr

    @Peter,

    nimm dir die Worte von Tim zu Herzen und setze es um. Ich habe Familie, ich war sehr viele Jahre allein erziehend und habe vor 12 Jahren nach einer Scheidung von vorne angefangen. Je nachdem, wie es die nächsten 5 Jahre weitergeht, werde ich in 5 bis 7 Jahren nur noch arbeiten, weil ich es möchte.

    Kinder brauchen Liebe, eine gute Schulbildung, daher unter Umständen auch mal Nachhilfe, und einen tollen Sportverein. Wenn das Kind musikalisch sehr begabt ist, dann finde ich es auch wichtig, dass man es ein Instrument lernen lässt, aber nur dann.  Ballett,  Chinesische Früherziehung, Kinder Yoga, ein Ponny und was es da alles an Angeboten gibt, das brauchen Kinder meist nicht.

    Als meine Tochter noch zur Schule ging hatte sie Freundinnen, die jeden Tag in der Woche einen extra Termin hatten. Stress pur. Die Eltern sind nur ärmer geworden und die Mädels waren schlechter in der Schule.

    Stellt mal alle eure Ausgaben auf den Prüfstand, ich gehe jede Wette ein, dass ihr eine Menge Sparpotenzial bei Kindern und Erwachsenen habt.

    Take care,

    June

  25. Janus

    Fun Fact: Hätte man vor etwas mehr als 7 Tagen 4 Euro in 6 Richtige plus Superzahl investiert, hätten man jetzt 95 Mio. Das macht eine Rendite p.a. …

    So ähnlich hilfreich sind die meisten Rückwärtsbetrachtungen.

    Meine Realität:

    Aktien rentieren im langen Mittel mit 7 bis 8 Prozent brutto p.a.

    Davon gehen Kosten und Inflation runter. Man landet je nach Umfeld bei 3 bis 5 Prozent effektiv. Zu guter letzt schlägt die Steuer zu. Mit der echten Rendite wird keiner durch Investments FU.

    Es hilft nur genug Verdienst.

  26. Fit und Gesund

    also ich habe auch keine Kinder, ehrlich gesagt, ich wollte auch Keine, vielleicht ein Fehler… kann ich heute nicht wirklich beurteilen, muss ich nun in die asoziale Schmuddelecke? Sind nur Eltern wertvolle Mitglieder der Gesellschaft? Irgendwie Alles bisschen harter Tobak den ich heute hier lese….

    und was Ralf angeht, er tut mir von Herzen leid, ich würde ihm so sehr ein wenig Glück wünschen, ein wenig mehr Zuversicht und sowas wie inneren Frieden, ich weiss allerdings wirklich nicht wie man ihm helfen könnte, irgendwie echt traurig.

     

  27. peter

    Ich gebe auf! Entweder kann ich mich nicht ausdrücken oder einige hier haben den totalen Tunnelblick. Liest bitte genauer, bevor Ihr kritisiert oder Ratschläge erteilt, vielen Dank!

  28. Andrea

    Heißt Ralf jetzt peter?

    Tim, guter Artikel. Ich habe nie daran gedacht, für solche Dinge wie Pools, SUVs oder Kücheninseln Geld auszugeben. Aber mein Mann, der gerne schwimmt, hätte sicherlich nichts gegen einen Pool …

  29. Ex-Studentin

    @Ralf

    Zieh dich bitte nicht zurück. Ich sehe deine Kommentare nicht als Kritik an irgendwem. Du wirkst stattdessen aktuell ratlos / festgefahren und suchst Hilfe. Würdest deinen Beruf gerne wechseln, aber findest keine gut bezahlte Stelle. 40k für einen Projektleiter sind wirklich nicht angemessen. Aber für 60k sollte es bestimmt Stellen geben, gerade in BaWü. Ich kann deine Sorgen gut verstehen. Bin auch PL und habe nicht mal die 60k im Jahr, bin bei einem Dienstleister. Aber deswegen ist nicht alles im Leben schlecht. Mein Freund arbeitet nun auch, weswegen wir viel sparen können. Bis wir mal Kinder haben, liegen hoffentlich 100k auf dem Konto und arbeiten dann beide weniger.

    @Peter

    Dass Kinderlose es leichter haben, stimmt. Aber es gibt Leute, die gerne welche hätten, wo es aber biologisch nicht klappt oder der Partner fehlt. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt man ja trotzdem. Für den Partner, die Familie, im Verein.. oder als Blogger zur Motivation anderer. Wer Kinder hat, hat sich ganz bewusst dafür entschieden. Ich bin mir bewusst, dass Kinder ein großes Privileg sind. Gibt genug Pflegekinder / Adoptivkinder im Ausland, aber bin so „egoistisch“ und will eigene. Da kann ich nicht erwarten, dass ich finanziell besser dar stehe als ohne. Z.B. 1000 Euro Kindergeld wären die falsche Motivation. Elternwerden muss man sich gut überlegen, weil es viel Verantwortung bedeutet. Ähnlich wie bei Haustieren ist die Gegenleistung die Liebe/Gesellschaft, die man zurück bekommt. Ich werd bestimmt auch mal jammern, dass es Kinderlose einfacher haben. Aber manch einer wiederum würde sein Depot tauschen, wenn er dafür Kinder und einen tollen Partner hätte.

  30. Raphael

    Ich kommentiere hier sehr, sehr selten. Ich schätze Tims Blog und bin auch ein wenig genervt von den ewigen Nörglern in den Kommentaren. Konstruktive Kritik ist ok. Jammern nervt.

    Aber Peter muss ich mal ein wenig in Schutz nehmen. In meinem Augen hat er keine unsachliche Kritik und auch keinen persl. Angriff geführt. Trotzdem scheint sich Tim oder Fit und Gesund persl. angeriffen und antworten gereitzg.

    Gerade  bei Tim bin ich mehr Ruhe und professionelle Gelassenheit gewohnt. In letzter Zeit hat er aber öfters zb direkt Ralf kritisierte anstatt auf die weinerlichen Kommentare von Ralf weiterhin kurz und kapp, sachlich und professionell zu angworten.

    Aber das Thema Kinder lässt die Emotionen immer stark aufschäumen und Tim ist auch nur ein Mensch.

    Ich werde hier weiterhin lesen. Und immerhin hat Tims etwas rüdere Art auch Ralf dazu gebracht sich zurück zu ziehen. Das ist insofern schön, da seine Kommentare oft von vielen aufgeriffen worden sind und damit Energie vom wesentlichen abgezogen worden sind.

    Ich hoffe aber auch, dass es in Zukunft hier auch weiterhin konstruktive Kritik und Anregungen, Denkanstöße gibt. Das macht diesen Blog hier noch besser.  Und er ist schon einer der besten in der dt.sprachigen Commuity.

    Vielen Dank Tim für Deine harte Arbeit.

     

  31. KievKiev

    @Freelancer Sebastian

    Bist Du schon finanziell frei? Hast Du Verbindlichkeiten? Mit 35% Sparrate ist man ja auch schon von 0 Euro Startvermögen in knapp 25 Jahren am Ziel. Seid wann hast Du Dich entschlossen in Teilzeit zu arbeiten? Ich würde vermuten, dass es mit den Kindern zu tun hat und finde den Schritt sehr interessant. Ich wünsche mir auch den Mut zu dem Schritt bereits vor Erreichen meiner selbst definierten Sicherheit. In kleinen Schritten bewege ich mich auch darauf zu.

    @Ralf

    Wir hatten das schon einmal, aber ich versuche es noch einmal. Du bist in der Baubranche tätig und hast das Limit Deines möglichen Gehalts erreicht. Ich habe mein Limit auch erreicht. In Deiner jetzigen Position ist es Dir möglich nur 4 Tage zu arbeiten. Du kaufst beständig Aktien ein. Du wünscht Dir vielleicht eine höhere Sparrate, aber diese Bedingungen klingen bereits nicht schlecht. Du könntest auch mehr arbeiten, falls es von der Firma aus möglich ist. Das andere Firmen scheinbar weniger zahlen deutet darauf hin, dass der aktuelle Job nicht so schlecht bezahlt ist. Vielleicht gibt es Branchen in denen Du mehr verdienen kannst, aber Du bist dort Quereinsteiger in höherem Alter. Das klingt vielleicht etwas hart, aber einen Absolvent ist billiger und eine Firma kann diese leicht formen und selbst für den passenden Bereich weiterbilden.

    Dadurch fängt man in einer anderen Branche nicht direkt auf seinem gewohnten hohen Gehalt an. Wie weit weg ist denn Dein Ziel für die Freiheit? Du kannst den freien Tag auch nutzen um etwas kleines was Dir Spaß macht aufzubauen. Mit dieser Möglichkeit kannst Du immerhin ein Hobby finanzieren solange es nicht Liebhaberei wird. Und Du kannst mit den Überschüssen bereits bestehende Ausgaben steuerlich absetzen wie Telefon, Internet, Laptop und auch einen Arbeitsplatz usw. Und das ganz ohne Pauschbetrag.

  32. peter

    Vielen Dank, Raphael! Gut auf den Punkt gebracht!

    Und dass Tim hier super Arbeit leistet, daran sind wir uns einig, sonst wäre nicht hier, vielen Dank Tim.

    Ich werde künftig das Thema Kinder nicht mehr ansprechen!

  33. Hendrik

    Also ich finde das gar nicht so negativ was Ralf sagt. Er weißt halt auf Gefahren hin. Aber obwohl er manche Dinge kritischer sieht, kann er eine optimistische Sichtweise auf Digitalisierung etc. haben. Er sagt ja selbst, dass diese auch Chancen bietet…

    Und nur durch positives Denken ist halt auch nicht jedem geholfen! Wenn ich heute Continental-Aktien kaufe und mir ganz ganz doll wünsche, dass sie steigen, werde ich da aller Voraussicht auch kein Millionär von.

    Ich glaube wir sollten akzeptieren, dass manche anders Denken. Die meisten von uns, die hier sind und aktiv mitschreiben, sind eher Aussenseiter. Wir denken anders als der große Rest. Das schreibt doch auch Tim immer wieder. Aber an den großen Dingen, Steuern, Wandel der Berufswelt und vieles weitere, werden wir alle nichts dran ändern können. Wichtig ist,dass wir fokussiert bleiben auf unsere Ziele.

  34. Daniel86

    Mal eine ganz andere Frage. Was haltet ihr – im Bezug auf die jetzt möglichen Dieselfahrverbote – davon in Baumot zu investieren? LG Daniel

  35. Fit und Gesund

    hallo Raphael,

    das Kinderthema hatten wir schonmal, ich finde es scheinheilig immer wieder die Nachteile der Elternschaft aufzuführen, die Vorteile werden dabei unter den Teppich gekehrt, und Vorteile gibt es durchaus, es gibt Kindergeld, Familienzulage, Punkte bei der Rente, es nervt mich ungemein wenn Kollegin X, die selber schon gerne wegen jedem Schnupfen daheim bleibt, 2 Stunden vor Dienstbeginn wegen Kinderkrank anruft, wer muss denn einspringen? da werden sofort erstmal Alle Kinderlosen angerufen, die haben ja eh nix Besseres vor,

    als meine Mutter sehr krank wurde, konnte ich mich da krankmelden? nö, das war mein Privatvergnügen und dafür hab ich nicht einen einzigen Tag gefehlt, einzig für die Beerdigung gab es 3 Tage.

    Ferienplanung, genau das Gleiche, für die mit Kindern wird bevorzugt geschaut, Feiertage ebenso (wobei ich seit 2 Jahren an allen hohen Feiertagen arbeite, bringt mir ja gutes Geld)

    Jammere ich nun? bin ich nun neidisch? das nicht, aber die Scheinheiligkeit geht mir auf die Nerven,

    werde mich jetzt aber auch nicht mehr zu diesem Thema äussern, bringt einfach nix.

  36. K.K.

    @Ex-Studentin

    Damit hast Du recht. Gut abgewogen. Je nach Sichtweise ist es anders und man „beneidet“ oft die jeweils andere. 🙂

  37. Christina Laub

    Liebe Kinderlosen,

    natürlich seid Ihr Egoisten, was denn sonst? Während sich noch Eure Eltern abrackerten, um Euch eine gute Zukunft zu ermöglichen, nehmt Ihr all diesen Vorteil irgendwann mit ins Grab. Fragt mal Eure Eltern wie sie das finden?

    Keine Kinder bekommen zu wollen ist das Zeichen einer Gesellschaft für Dekadenz und letztlich Abstieg.

    Ich arbeite gerne – gerade auch für eine gute Zukunft in der meine Mäuse (3 und 6) es einmal gut haben sollen. Wer nur bei sich ist, ist Anfang und Ende.

    Christina

     

  38. Markus

    @Ex-Studentin

    „Aber für 60k sollte es bestimmt Stellen geben, gerade in BaWü.“

    Hat Ralph doch schon bei ner 4 Tage Woche nach eigener Aussage.

    Mehr verdienen wollen und weniger arbeiten wollen funktioniert extremst selten.

    Da kann er noch so häufig hier sich über diese scheinbare Ungerechtigkeit „Bezahlung nach Leistung bzw. was in einer Branche möglich ist“ beschweren. Diese Dinge muss man entweder akzeptieren lernen, umschulen, Selbständig werden oder auswandern. Hier tauchen aber neue Probleme / Herausforderungen auf, denen er sich auch nicht stellen möchte…

    Alles andere ist Meckern über die aktuelle Situation und über die immer gleiche Schallplatte wie ungerecht das Leben doch zu ihm ist. Wenn man dann noch Schuldzuweisungen dem Staat, den Flüchtlingen, den Medien und allen anderen unbeeinflussbaren Faktoren gibt, die er im Gegensatz zum eigenen Denken & Verhalten nicht beeinflussen kann, nervt dass die Menschen, welche sich selbstkritisch hinterfragen & anpacken.

    Die gedankliche Vorstellung wie es manchen Nörglern mal in einem 3. Welt-Land gehen würde… ist vielleicht etwas fies, könnte aber evtl. die eingefahrenen Denkschubladen ein wenig erden. 😉

    „Dankbarkeit lernen“ wäre ein netter VHS-Kurs für mehr innere Zufriedenheit.

  39. Informierter Leser

    Finde den Ansatz auch merkwürdig, 60 K verdienen bei einer 4 Tage Woche, bedeutet 75 K Normalarbeitszeitlohn, damit gehört er schon zu den 5% Topeinkommen in Deutschland. Klar sind die Immobilien in Heidelberg teuer, es gibt ja auch noch das Umland.

  40. V

    Ein brutaler Kollaps in den nächsten zwei Jahren droht – ausgelöst durch kommende Zinserhöhungen und verschleppte faule Kredite aus der Finanzkrise durch die jahrelange Niedrigszinspolitik. Hier ein weiterer, der das erkennt und wie ich auf dem Radar hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=zXPEPzg3eSg

    Übrigens nicht nur bei der EZB, sondern auch bei der FED oder BOE oder BOJ. Wir haben weiterhin ein systemisches Problem, das sich weiter seit der Finanzkrise um Faktoren erhöht hat.

    Jeder sollte sich im Klaren sein, dass der Bullenmarkt zudem in der Spätphase ist und erhebliche Risiken angehäuft wurden. Im nächsten Crash wird es daher richtig crashen. Dieser Autor erwartet einen Deflationsschock, der den von 1929 übertrifft.

    Daher fühle ich mich durch die Assetpreisinflation in meinem Protfolio auf den gestern genannten Wert auch absolut nicht reich.

    Daher bereite ich mich weiter vor. Mit Gold/(Silber). Und daher ist es für mich auch ein No-Go JETZT meine Arbeit zu reduzieren oder in die FF zu gehen.

    Lieber Tim, du bist ein klein bisschen jünger als ich und hast dich ähnlich intensiv oder wahrscheinlich noch etwas mehr mit Börse und Finanzsystem beschäftigt als ich. Daher wäre es schön, wenn du dieses Thema gegenüber deinem oft recht jungen Publikum nicht aussparst und mal sauber adressierst, auch wenn es deinem Narrativ der frugalistischen FF mit recht wenig Kapital etwas schaden könnte. Ich denke nämlich, dass es ein absoluter Trugschluss ist mit einer 2, 3 oder 4% Regel die Arbeit an den Nagel hängen zu können. Wir haben aktuell so große Schiefstände, dass diese Regeln beim big bang nicht mehr funktionieren würden und alle die unter dieser Prämisse in die FF gegangen sind zu den Verlierern gehören werden…

  41. V

    @ExStudentin:

    Ich surfe gerade umher und war gerade zufällig kurz auf deinem Blog und sehe lustigerweise kommst du aus demselben Landkreis wie ich, daher winke ich mal virtuell in deine Richtung.

    Mach weiter so –  Arbeit und genug zu verdienen für die geleistete Arbeits(Lebens-)zeit ist das eine, sich um sein hart erarbeitetes Geld zu kümmern ist mindestens genauso wichtig und spart im Endeffekt genauso viel (Lebens-)Zeit, das sonst im Hamsterrad verbracht werden müsste.

    Ich habe auch schon in deinem Alter auf allen Ebenen damit begonnen; das sollte dann zwangsläufig zum Erfolg führen.

    Also weiter so und viel Erfolg!

  42. Kia

    Ralf, ich verstehe nicht warum du deine „Spaßbewerbungen“ nicht in die Schweiz verlegst, wenn du dort gerne wärest. Im Zweifelsfall sollte es doch einfacher sein deine Nichtgutverdienende Ehefrau davon zu überzeugen umzuziehen als hier einen Arbeitgeber zu überzeugen, dir mehr als 60k zu bezahlen. Ich weiß zimindestens von einem jungen Bauingenieur, der ohne Erfahrung nachdem Studium dort extrem gut verdient hatte, indem er Maschienen im Tunnelbau beaufsichtigte. Von ihm wurde nur verlangt das er anruft falls irgendetwas blinkt.

  43. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Will mich ja nicht groß einmischen, finde Ralf eigentlich auch ganz vernünftig.

    Mir ist prinzipiell etwas gesunder Skeptizismus auch lieber als rosa Wölkchen („Man schafft alles wenn man nur will“). So denkt man nur solange, bis man richtig vom „Schicksal“ auf die Fresse bekommt.

    Das stößt mir bei dem sonst so geschätzten Kolja B. (ich mag ihn wirklich!) immer auf. Diese naive Bejubelung des kapitalistischen Sozialdarwinismus. Dabei ist er durchaus tiefgründig und empathisch.

    Ich vollziehe es nach. Wenn man in Saft und Kraft steht in dem Alter, gut aussieht, alle Vorteile auf seiner Seite hat, dann gelingt einem auch leicht alles. Es ist dann sehr schwer, sich in Demut zu üben. Man will einfach nicht glauben, dass es eben nicht jedem Menschen so gelingen kann. Das kommt leider meist erst durch Katharsis.

    Man sollte einfach in Betracht ziehen, dass das Leben/persönliche Werdegang sehr verschiedene Standpunkte erarbeitet. Und je nach Wegstrecke, an der man sich gerade befindet, es eben mit den Ansichten anderer Leute krass kollidiert.

    Es stimmt allerdings, dass man nur weiter was verbessert für sich, wenn man die Probleme, wegen derer man unzufrieden ist, sich klar benennt, und dann ran geht. Eigentlich ja Binsenweisheit…

    Ich schaue gerade den Sechsteiler „Bad Banks“ in der ZDF-Mediathek. Da sehe ich endlich mal Désirée Nosbusch (hier als Grande Dame der Finanzindustrie) wieder, für die ich mal schwer geschwärmt habe. 😉

    Bin erst beim 4. Teil und hoffe und bange mit dem Luc. Die Serie ist sehenswert. Echte Milieustudie des Haifischbeckens Investment-Banker, und wohin der Ehrgeiz führen kann.

    Schreibe das nur, weil der Luc gerade eine kleine Weisheit der Selbsterkenntnis in einem Dialog von sich gab:
    „Ach, weißt du, ich bin jetzt ’ne sehr lange Zeit unglücklich gewesen.
    Hat man kein Geld, kann man das fehlende Geld dafür verantwortlich machen, dass man unglücklich ist, dass es einem nicht gut geht.
    Aber wenn du Geld hast und es geht dir trotzdem nicht gut, dann liegt es entweder am Charakter oder daran, dass du das Gefühl hast, bis jetzt alles falsch gemacht zu haben.
    Dann ändere dich und hör auf zu flennen.
    Bin dabei. – Bin ich gespannt.
    Du wirst sehen.“

    So, jetzt weiter schauen… schönen Tag noch!

    MS

     

  44. Rainer Zufall

    MS
    danke für den Hinweis zu Bad Banks. war mir etwas unschlüssig, ob das was taugt.
    Tim

    Du schreibst in letzter Zeit gelegentlich:

    „Ich bin ein Fan von kostengünstigen Etfs. Oder Qualitätsaktien, die ich ewig halte.“

    Mich würde interessieren, ob Du auch selbst in Etfs investierst. Danke!

     

  45. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Du erklärst das gut mit den Kindern. Ich wollte noch ergänzen:

    Es gibt Menschen, die haben Kinder, und sollten besser keine haben.

    Und es gibt Menschen, die haben keine Kinder, und es wäre ein Geschenk für die Kinder und sie, wenn sie welche hätten.

  46. Mark85Mark85

    Heute muss auch ich einmal losjammern: Die von mir seit 3 Jahren heiß und innig geliebte Ing-Diba-Aktion für gebührenfreie Indexfondskäufe ab 500 Euro wird höchstwahrscheinlich Ende März eingestellt werden. 🙁

  47. V

    Lasst Euch von einem zweifachen Familienvater sagen:

    Kinder erfordern sehr viel Zeit. Als Single oder Kinderloser kann man sich gar nicht vorstellen, was da auf einen zukommt und wie viel Zeit das beansprucht, wenn man ein guter Vater oder eine gute Mutter sein möchte. In Zeit gerechnet ist das mehr als ein Fulltimejob nebenher zu dem eigentlichen Job. Kinderlose und Singles merken diesen Unterschied erst, wenn das erste Kind da ist. Und sie merken dann, dass ein weiteres Kind noch problematischer bezüglich Job und Zeitbedarf und -management ist. Das Leben ist komplett anders als zuvor. Die „Freiheiten“, die man zuvor genießen konnte, sind erheblich eingeschränkt, wenn man zudem nicht mal Oma und Opa hat, die einem viel abnehmen können. Es ist in gewisser Weise ein eigenes Hamsterrad, das man sich selbst auswählt. Auf der anderen Seite geben einem Kinder auch sehr viel (mir zumindest).

    Leider ist unsere Gesellschaft in gewisser Weise feindlich gegenüber Kindern und Kinder bekommen, die die Rahmenbedingungen nicht passen (für die Eltern) und Kinder als reine Leistungsträger vom Staat angesehen werden (zum Beispiel unser Bildungssystem, das immer mehr Stoff auf sie einprügelt, z.B. G8 Gymnasium, wo bleibt da die Kindheit?). Unsere Gesellschaft ist auch undankbar gegenüber den Eltern, die hier sehr viel ihrer Zeit und ihres Geldes „investieren“, aber durch Kinder im Endeffekt schlechter gestellt werden als kinderlose Paare und dennoch dafür sorgen, dass der Staat überhaupt am Leben bleibt. Soviel mein Einwurf dazu. Andere Mütter oder Väter können mir hier sicher beipflichten.

  48. Thorsten

    @Tim und Ex-Studentin

    Es gibt Kinder, die wünschen sich andere Eltern, fast alle, von Zeit zu Zeit jedenfalls :LACH:

    @V ich weiß genau was Du meinst, zig Jahre bestand meine Freizeit aus dem Abschließen des Klos von innen, wobei auch dann noch von außen manchmal gerüttelt wurde. Die ständig notwendige Präsenz, Lautstärkepegel, chronischer Schlafmangel + Vollzeitjob das können Kinderlose in keinem Fall verstehen. Das muss man selbst erleben, sosnt bleibt es akademischer Blumenreigen. Der Radius in dem ich bewegen konnte war so 500 bis maximal 2000 Meter, so weit es eben mit zwei Kindern plus Einkauf und Utensilien ging. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen. Es gehört zum Leben dazu. G8 nimmt meinen Kindern die komplette Freizeit, es ist die absolute Katastrophe. wir hatten früher zwar samstags Schule, aber sonntags frei. Heute ist das ganze Wochenende mit Hausaufgaben und Vorbereitungen zugekleistert.

    @Mark Die Banken haben immer Angebote, wenn sich dann genug Kunden finden werden die Konditionen verschlechtert, die Bank maximiert ihren Gewinn. Sie setzt darauf, das die Masse träge ist und nicht mehr wechselt.

    @Raphael : ich nehme das Depot und das Haus für je 500.000. Allerdings gibt es bei uns schon lange keine Häuser mehr für diesen Preis. Reihenhaus mit 80 qm vielleicht, eine Wohnung sicherlich, aber auch hier ist die Million beim Neubau gerne gesehen. 🙁

    @Informierter Leser : ich bin vor 20 Jahren aus dem Raum Heidelberg „geflohen“, nachdem die Sparkasse mir eröffnet hat, dass ich mit meinem guten Gehalt allenfalls eine 3 Zimmerwohnung in den Bergen kaufen könne (also mit Autozwang). Die Gegend ist vollkommen überteuert, die Infrastruktur grottig schlecht.

    Ach ja : Immobilien sind nicht wirklich immobil, man kann sie vermieten oder verkaufen. Beides ist problemlos, wenn die LAGE stimmt. Nachbarn gegenüber wird das Haus zu klein (3.Kind). Sie nehmen eine Hypothek auf und vermieten es.

  49. V

    „Heute ist das ganze Wochenende mit Hausaufgaben und Vorbereitungen zugekleistert.“

    Thorsten, da machst du mir zusätzlich Angst zu den Befürchtungen, die ich bereits habe. Das Gynmasium (G8) kommt bei uns für das älteste Kind erst noch ab September dann. Und hoffentlich nicht ganz so extrem wie du das beschreibst, denn wenn ich sehe, dass mein Kind unter dieser Idiotie der Gesellschaft (G8 ist nur eingeführt worden damit die Kinder ein Jahr früher fertig werden und dann ein Jahr mehr für die dann Rentner und damit im Hamsterrad schuften dürfen) Schaden nimmt würde ich es in den Nachbarort aufs G9 oder auf die Realschule runternehmen.

  50. yankee

    @Mark85 ernsthaft ? Das wäre echt schade, denn wir haben diese Aktion viel und sehr gerne wahr genommen, gerade weil 1,75% bei den Sparplänen recht „teuer“ ist.

    Wo hast du diese Information her ?

     

  51. Comper

    Denke auch dass die Kinder Frage sehr individuell ist und man das nicht pauschal bewerten sollte.

    Wie immer toller Inhalt Tim, dennoch immer aufpassen mit den extrem Beispielen wenn man aktie xy gekauft hat da könnte man wohl auch bitcoin und eine Menge anderer Dinge anführen.

    Bezüglich der Zeit kann ich das ganze nur unterstreichen. Mit Kindern muss der Tag noch besser geplant sein damit niemand zu kurz kommt. Es ist schwer vorstellbar bevor man es nicht selbst erlebt hat wie Zeit intensiv alles wird …

     

  52. Mark85Mark85

    An yankee: Aus dem Ing-Diba-Faden im Wertpapier-Forum. Da heute mein monatlicher Nachkauftag ansteht, werde ich die Aktion ein letztes Mal auskosten. 😉

  53. V

    @Thorsten: Ich habe gerade den Artikel von Tim über dich gelesen. Interessant, erkenne einige Parallelen zwischen meinem und deinem Weg. Und auch ähnliche Ansichten.

    Da du bezüglich Lebensalter Vorsprung (ca. 5/6 Jahre) hast und bereits in der FF bist hätte ich da eine Frage zur Krankenkasse: Du bist sicherlich bei deiner Frau mitversichert, oder? Ist das mit ein Grund oder gar der Grund, dass deine Frau noch halbtags arbeitet?

    Wenn keiner von Euch beiden mehr arbeiten würde müssten ja alle Familienmitglieder Pflicht-Beiträge zahlen. Für mich auch so ein Punkt, der mich etwas abschrecken würde den ganz großen Schritt zu gehen, denn einmal aus dem Arbeitsleben draußen = wahrscheinlich immer draußen (ab einem gewissen Alter).

  54. Mattoc

    @Matthias Schneider

    Es geht nach meinem Verständnis nicht darum, dass es keine (gesellschaftlichen) Probleme gibt und dass es schwierige persönliche Situationen gibt, die einen an gewissen Zielen scheitern lassen. Es geht darum, dass Ralf „gebetsmühlenartig“ und „pauschal“ und „immer wieder(!)“ folgende In diesem Blog nicht lösbaren Probleme in den Vordergrund bringt:

    – Zu teurer Wohnraum

    – Arbeit wird zu schlecht bezahlt

    – Benachteiligung von Familien in Deutschland

    – These „Es gibt keinen Fachkräftemangel“

    – Flüchtlingspolitik benachteiligt Deutsche

    – Seine Frau findet keine Arbeit, die zu ihr passt

    – Seine Töchter werden von Flüchtlingen latent bedroht

    – Familien können nicht finanziell frei werden

    usw.

    Das kann doch niemand ändern hier oder für ihn lösen. Wir haben verstanden, dass er so denkt und in welcher Situation er sich befindet. Es hilft aber keinem, dass er das Gleiche immer und immer wieder unter jeden Artikel schreibt und Tim auffordert sein Blogthema zu ändern.

    Mich persönlich nervt das und insbesondere dieser unterschwellige Ton, der mitschwingt.

    Ansonsten kann doch hier wirklich JEDER seine Meinung zu Tims Themen und Artikeln äußern. Hier gibt es ja keine Zensur oder Meinungsbeschränkung.

    Das ist nur meine vergleichsweise irrelevante Meinung.

     

  55. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,

    nun ja, ich lese nicht jeden Eintrag, und möchte mir kein wirkliches Urteil dazu anmaßen.

    Einzig ist mir aufgefallen, dass er eben seine (abweichende) Meinung vertritt. Mir ist da nix gebetsmühlenartig vorgekommen. Wiederholend ja, aber das tut ja Jeder sonst auch, wenn es einem wichtig erscheint. Da habe ich bisher keine persönlichen Angriffe mitbekommen. Im Gegenteil dazu wird eher er persönlich angegriffen.

    Meine Lösung ist, wenn mich jemand mit seiner Schreiberei nervt, dann lese ich es einfach nicht.

    Ich lese z.B. auch keine Texte, die unstrukturiert sind, also in einem einzigen Textblock hin geschmissen sind. Oder wenn sich jemand sichtbar nicht bemüht, auf Groß- und Kleinschreibung zu achten. Auch gebe ich beim 3. oder 4. Schreibfehler (Vertipper) auf. Meist kann man seine Texte eine Weile editieren hier. Man sollte sich bemühen. Ich bin kein Fanatiker, zumal auch selbst schnell mal fehlerhaft. Aber man sollte eine gewisse Ernsthaftigkeit vermuten können.

    Das nur nebenbei.

    Man muss nicht alles verstehen, man muss nicht alles lesen. Solange keine persönlich verletzende Dinge geschrieben werden, die ich löschen würde, sollte man sich einfach in Langmut üben.

    Schönen Abend noch,

    MS

     

     

  56. Slazenger

    @all

    hier wird viel über Kinder diskutiert, ich kann euch sagen mittlerweile bin ich zweifacher Opa, und ich genieße es wie kaum etwas anderes auf dieser Welt. Die Kleinen sind mindestens einmal die Woche bei uns. Absolut faszinierend die kleinen Wesen aufwachsen zu sehen.Bei meinen eigenen Kindern habe ich das damals nicht so wirklich wahrgenommen wie sie aufgewachsen sind , weil einfach die Zeit gefehlt hat . Als Opa hat man einen ganz anderen Blick, sowie die nötige Ruhe und Gelassenheit !!!!!!!!!!!!!Unbezahlbar dieses Erlebnis!!!!!!!!

  57. Daniel

    Liebe Christina, ich hoffe ich habe an dieser Stelle die Ironie irgendwo überlesen, andernfalls fällt es mir schwer an dieser Position sachlich zu bleiben.Liebe Kinderlosen,natürlich seid Ihr Egoisten, was denn sonst? Während sich noch Eure Eltern abrackerten, um Euch eine gute Zukunft zu ermöglichen, nehmt Ihr all diesen Vorteil irgendwann mit ins Grab. Fragt mal Eure Eltern wie sie das finden?

    Wie meine Eltern das finden? Denen ist es völlig egal, wie und mit wem ich mein Leben bestreite. Das Einzige was sie interessiert ist, dass ich gesund bin, finanziell umsorgt, entweder durch mich selbst oder als Kind eben durch ihre Mithilfe und dass ich glücklich bin.

    Ob meine Mutter gerne Oma wäre? Vielleicht, Tendenz vermutlich zu ja, aber ich glaube sie käme nie im Leben darauf mir es zum Vorwurf zu machen wenn ich das nicht möchte.

    Auch an dieser Stelle hagelt es jetzt vermutlich Kritik wenn ich sage dass ein Kind Mutter & Vater benötigt wenn nicht Notsituationen oder Tod dazwischen kommt womit ich auch indirekt andeute, dass ich nichts davon halte wenn in einer gleichgeschlechtlichen Ehe Kinder gewünscht werden (da bin ich erzkonservativ) was aber im Umkehrschluss und dazu führt, dass Du im Grunde genommen schon Schwule und Lesben als dekadent bezeichnest wenn diese, wie es nunmal oftmals so ist, keine Kinder haben und wollen. Ich kenne im persönlichen Umfeld zwar mehrere gleichgeschlechtliche Paare, die aber auch allesamt kinderlos sind.

    Keine Kinder bekommen zu wollen ist das Zeichen einer Gesellschaft für Dekadenz und letztlich Abstieg.

    siehe oben. Ich frage mich auch woher Du die Auffassung hast, dass eine Gesellschaft absteigt, wenn die Anzahl der Kinder zurückgeht und sich viele für einen anderen Lebensweg entscheiden.

    Wenn wir eines auf der Welt nicht haben, dann ist es ein Mangel an Menschen. Um auf die immer proklamierte Demographie zu sprechen zu kommen… du könntest heute für mehrere Milliarden deutsches Geld in aller Herren Länder Schulen errichten und sagen „Hey ihr! Lernt an unserer Schule Deutsch, werdet Fachkräfte für genau die Bereiche die wir hier grade brauchen und wenn ihr dann soweit seid, laden wir euch herzlich ein in unser Land zu kommen inkl. Jobgarantie und Wohnraum“ Wäre mit entsprechendem Willen völlig unproblematisch. FÜr viele ist Europa und insbesondere Deutschland noch immer das gelobte Land und wird es auch in den nächsten Jahrzehnten sein, insbesondere wenn es massive Einkommensdifferenzen zwischen Ländern gibt.

    Den Rentner von heute und morgen interessiert es einen Dreck ob der erwirtschaftete Euro von einem hier geborenen Kind kommt oder von einem südafrikanischen ausgebildeten Facharbeiter der mit 20 hier rübergezogen ist. Und wenn man es mit der Integration, ich favorisiere die vollständige Assimilation von Ausländern, vernünftig macht, z.B. wie es z.B. im Silicon Valley hervorragend klappt, dann ist es auch völlig egal wo die Menschen herkommen, weil es keine Rolle spielt und anders als jetzt nicht eine Kluft zwischen Deutschen und Flüchlingen herrscht die wohl auch nicht mehr geschlossen werden kann.

    Ich hasse es, wenn man sich als Single anhören muss, man würde der Gesellschaft schaden oder ihr etwas vorenthalten was offensichtlich unbegründet ist. Provokativ ist die Frage ist doch schon fast umgekehrt zu stellen, finanziert die gesamte Gesellschaft KINDERHABENDE nicht quer mit? Nutzen sie nicht öffentliche Einrichtungen die vom Staat und somit dem bösen Single über Steuern finanziert wurden? VOn wem kommt wohl indirekt das Kindergeld? Der Staat zaubert es ja nicht herbei, das zahlt die Gesellschaft. Finde ich auch völlig in Ordnung, aber wird nunmal gerne vergessen.

    Etwas mehr Nachdenken wäre an dieser Stelle schon angebracht…sry, ich werde dann doch, obwohl anders gedacht wieder emotional ….

     

  58. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mattoc

    Ehrlich, unser Ralf hat ein super Leben. Er weiss es nur nicht. Er muss etwas diszipliniert sein beim Sparen. Autopilot an. Fertig.

     

    Für Ralf gilt mein Rat:

    Gib weniger aus, als Du einnimmst. (Ich glaube, sein Problem sind seine Ausgaben nicht Einnahmen.)

    Streng Dich im Job an.

    Jammer nicht.

  59. Thorsten

    @V Ich bin selbst krankenversichert. Meine Kinder bei meiner Frau. Keine Panik bei gestzlich oder privat. Sozialistische Einheitsfarben werden wir in den nächsten Jahren nicht bekommen : Staatliche Rente für Selbstständige, Bürgerversicherungszwang. Oh Graus ! Schlechtes wird nicht besser, wenn mehr dort Beiträge zahlen, der Knall würde am Ende nur viel lauter, weil es mehr Berechtigte gibt. Schneeballsysteme wenn Du mich fragst. Etliche meiner Kollegen sind ausgewandert, da waren noch keine Kinder oder sie waren schon aus dem Haus.

    G8, doch es ist sehr anstrengend. Eine Schülerin der Klasse 9 hat in einer Schulverasntltung gesagt, dass sie früher ein Instrument gepsielt hat, es aber aufgeben musste, weil die Schule ihr die Zeit nicht lässt. Natürlich gibt es Überflieger, aber der Durchschnitt kämpft : mit Nachhilfe oder ohne Nachhilfe mit den Eltern, wenn sie können. Wo keine Eltern zur Unterstützung sind wegen Sprachdefiziten (sehr häufig) oder Bildungsschwäche (oft)  ist nach Klasse 6 Schluss, dann muss das Kind die Schule verlassen, obwohl es nicht dumm war. Pro Kind ca. 1 Stunde Aufwand pro Tag bei uns. Schulbeginn 8.30 Schulende zwischen 14.25 und 16.05. Danach Hausaufgaben. Das ist wie Vollzeit arbeiten.  Wir sitzen hier manchmal bis 21.00 oder 22.00 Uhr, Klasse 8 und 9. In den Hausaufgaben ist neuer Stoff drin, der erarbeitet werden muss. Neben Klassenarbeiten gibt es noch Tests, Lernproben, angekündigt und unangekündigt. Da die Klassenarbeiten beschränkt sind, werden eben mehr Tests geschrieben, die genauso in die Note eingehen. Jede Woche mindestens 2. es ist der blanke Horror.

  60. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Daniel

    Du kannst das Thema besser zusammenfassen als ich. Danke.

    Ich fand ihre Aussage so provozierend, dass ich nicht darauf reagieren wollte. Es ist so Negativ. Grauenhaft.

  61. Eric

    Hallo Zusammen,

    ich lese nun schon seit einiger Zeit diesen Blog und finde ihn ganz gut zur Ergänzung meiner eigenen Gedanken. Bisher bin ich nur in Einzelaktien investiert und wollte mal nachfragen, welchen ETF-Sparplan ihr empfehlen würdet (einen wirklich weltweit gestreuten)?

    Grüße,

    Eric

  62. V

    Thorsten, danke für deine Ausführungen.

    Dann lohnt es sich finanziell für deine Frau halbtags zu arbeiten, da ihr, wenn sie auch nicht mehr arbeiten würde, die Krankenversicherungsbeiträge für drei Personen in der gesetzlichen KK zahlen müsstet.

    Habt ihr das mal durchgerechnet?

  63. Mattoc

    @Mark

    Kannst du mal den Link zur Beendigung der kostenlosen ING DiBa-ETF-Käufe ab 500 Euro ab März 2018 einstellen? Ich finde das nirgendwo.

  64. Mark85Mark85

    Ja, hier ab Seite 80: https://www.wertpapier-forum.de/topic/16255-diba-ing-die-bank-für-mich/?page=80

    Kurzfassung: Der entsprechende Hinweis auf der Ing-Diba-Seite, der kurzzeitig zu sehen war, ist zwar plötzlich verschwunden, aber die anschließend erhaltenen Antworten auf Nachfragen per E-Mail lassen wohl keine große Hoffnung auf eine Weiterführung dieser Aktion mehr zu. Dafür plant die Ing-Diba wohl ab Mai eine neue Aktion. Lassen wir uns überraschen.

  65. V

    Zum Thema Sparsamkeit:

    2008 hatten wir ein MacBook gekauft (ja es musste etwas „gescheites“ sein. Das habe ich einmal selbst aufgerüstet (Speicher) und einmal musste ich das Ladekabel gebraucht (auf Ebay) nachkaufen. Der Akku war ab 2015 unbrauchbar, daher haben wir es nur noch am Kabel betrieben.

    Vor Kurzem ging es wieder kaputt, lädt nicht mehr auf. Wahrscheinlich wieder das Ladekabel. Da es eh zu langsam war kaufen wir uns jetzt ein neues MacBook Air (die günstigere Variante).

    Aber ich warte schon seit Wochen bis ich das wo günstiger bekomme. Jetzt bekomme ich es morgen für 10% unter dem günstigsten Preis im Netz und dann wird zugeschlagen.

    So verfahre ich bei allen mittel- bis hochpreisigen Gütern, die ich kaufe. Ich kaufe keinen Schrott, allerdings kaufe ich nur dann, wenn ich etwas wirklich brauche und dann kann ich warten bis es günstig ist.

  66. Ex-Studentin

    @V

    Gruß zurück 🙂 Habe mit 21 angefangen zu arbeiten. Das macht finanziell viel aus.

    @Christina

    Meine Mutter sagt, ich soll mir mit den Kinder ruhig Zeit lassen und lieber jetzt noch so viel wie möglich reisen. Mit Kindern geht das nicht mehr so leicht. Dadurch, dass ich einiges gespart habe, konnte ich meinen Eltern die letzten Jahre finanziell aushelfen. Selbst wenn ich mal Kinder habe, haben meine Eltern kaum was davon. Ich wohne woanders. Deswegen bin ich aktuell nicht so scharf auf Kinder. Erst mal muss ich mein eigenes Leben im Griff haben. Ich will meine Wünsche und verpassten Chancen nicht auf meine Kinder projezieren. Sie sollen ihr Leben genießen dürfen. Das wird ein Geschenk für sie sein, für das ich keine Gegenleistung einfordere. Mein Kinderwunsch ist egoistisch, weil ich im Alter dann hoffentlich nicht alleine bin.

  67. KievKiev

    @V

    Ich bevorzuge auch hochwertige Produkte, die ich lange nutze. Bin dabei aber nicht Markengebunden. Ich habe seid 03/2012 folgendes Modell:

    Asus U36SD-RX145V 33,8 cm (13,3 Zoll) Notebook (Intel Core i7 2620M, 2,7GHz, 8GB RAM, 160GB SSD, NVIDIA GT 520M, Win 7 HP

    Es hat damals 944€ gekostet, weiß ja nicht was Apple da verlangt hat. Es hatte nie irgendein Problem und ich finde es heute noch sehr gut. Hat ja auch SSD, wiegt nichts ist leise und schnell. Ich musste auch nie etwas nachrüsten, da es damals schon bei einem ordentlichen Preis gut ausgestattet war.

    Wir verwenden es unter anderem für Softwareentwicklung und Erstellung von 2D Grundrissen (CAD Software). Das brauchen schon die meisten Anwender nicht. Wir haben allerdings noch einen Monitor, falls es länger verwendet werden muss (Software, CAD). Da ist auch 17 Zoll für effizientes arbeiten recht wenig.

    Bei dem Air oder den heutigen Ultra Books hätte ich bezüglich der Stabilität bedenken mit Blick auf meine Kinder. Habe ich bei meinem ja schon… Die Leistung wird bei so dünnen Geräten auch nicht besser. Daher bevorzuge ich die etwas dickeren und leistungsstärkeren Modelle.

    Fall irgendwann noch einmal ein PC oder Laptop ansteht könnte ich mir auch vorstellen einen PC zu kaufen? (vielleicht kann ich sogar fast kostenlos einen alten von der Arbeit übernehmen) und ein Tablet (Opferbrett). Das Tablet gibt es mit sehr hoher Auflösung bereits für 140€. Und der PC hält dann sehr lange und ist einfach wartbar. Mit Remote Desktop kann man schon sehr gut arbeiten. Die richtigen Dinge müssen dann halt am festen Arbeitsplatz erledigt werden. Habe ich aber nicht weiter geprüft, da aktuell ja alles funktioniert. Brauche ich somit nicht.

  68. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Mahlzeit!

    Thema Frauen und Geld… dazu steht gerade was in ARD-Börse.

    Zu der Facebook-Gruppe geht es hier.

    Gestern kam wieder eine gute TV Doku zur HSH Nordbank, die ja nun an die „Cerberus“ ging (Verkauf komplett), und Milliarden an Belastung für die Steuerzahler hinterlässt.

    Übrigens, heute hat das „Ewige Börsenspiel“ beim Traderfox gestartet. Es geht darum, dass es eben nicht nur begrenzt läuft, und damit nur jemand gewinnen kann, der die riskantesten Zocks macht, sondern es werden wohl immer in Abständen die besten Platzierungen prämiert.

    Man kann also eine normale Strategie fahren. Hier kann man realistisch ausprobieren, wie man so fahren würde, auch für alle gut, die sich (noch) nicht mit echtem Geld einzusteigen trauen.

    Viel Spaß! Bei mir hat es begonnen, wie es sich gehört. 4 Aktien gekauft, und gleich im Minus! 😉

    MS

  69. Markus

    @V

    Was befähigt Dich dazu, wissenschaftliche Studien im Biotech-Bereich besser einzuschätzen als z. B. die Leute von BB-Biotech?

    Wie geht das zeitlich als Informatiker mit Familie, wenn Du schon ein wenig Bammel vor Überlastung beim G8 hast?

    Zudem laufen Aktienkurse nicht zwangsläufig identisch mit einer Geschäftsentwicklung des entsprechenden Unternehmens…

    Ich würde eher auf ca. 30 % p. a. Gesamtrendite (Nachsteuer) über 10 Jahre kommen, als Deine 6 Jahre ca. 15 % und 4 Jahre 30 % p. a.

    Bist Du im WP-Forum aktiv, bzw. wenn ja unter welchem Nick?

    Die 200 k (ohne weitere Mittelzuflüsse nach Deiner Aussage) war Dein Gesamtvermögen wo Du als Spielgeld betrachtet hast, inkl. Familie und zusätzlichem Hauskredit???

    Du denkst also diese Ergebnisse beruhen auf Können/Wissen und weißt, was die Zukunft bringt (Crash des Finanzsystems, selektive Aktien-Entwicklungen etc.)?

    Was bringt es Dir hier darüber zu berichten? Ego-Bestätigung? Warnung vorm Kollaps? Nächstenliebe? Suche nach Nachahmern (ohne Rücksicht auf Verluste bzw. deren Wissensständen & emotionaler Stresstoleranz)? evtl. Neid-Kommentare?

    Hm, die Troll-Keule lasse ich mal bzw. so gut wie immer stecken. Ich bemühe mich gedanklich sehr unvoreingenommen zu sein! Da strapazierst Du aber bei mir ein wenig meine alten Glaubenssätze / Denkgewohnheiten! 😉 Theoretisch ist es schon möglich (welches Perzentil diese Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit schafft, ist aber so gut wie nicht prognostizierbar) aber ich würde mehr auf Glück & Dusel in der richtigen Marktphase und im richtigen Segment tippen.

    Muss das System wirklich crashen? Negativzinsen, planwirtschaftliche Rettungsaktionen, Gelddruck, Inflationierung… der Baukasten der denkbaren und undenkbaren Handlungen ist evtl. sehr umfangreich.

    Beim Gold umschichten gab es in der Vergangenheit auch schon ein paar Probs…

  70. V

     

    @Ex-Studentin: Ich war erst 29 als ich mit dem Studium fertig war. Da gabs noch G9 und Wehrdienst. Zudem habe ich etwas gebummelt.
    Kinder bekommen wollen als Frau würde ich nicht nach 32; kenne einige Frauen aus dem Bekanntenkreis, die da dann schon Probleme mit der Fruchtbarkeit hatten. Hormontherapien oder und künstl. Befruchtungen sind für die Frauen der Horror.

    @Kiev: Es gibt zwei Gründe, dass wir wieder Apple nehmen. Sonst würde ich diesem Monopolisten auch nicht das Geld in den Rachen werfen wollen.

    meine Frau hat auch durch ihren Beruf immer Apple gehabt und möchte wieder einen, auch wenn sie sagt, es könne auch ein nicht-Apple sein
    alle Sicherungen sind auf proprietären TimeMachine-Sicherungen. Die kriege ich nicht auf Windows Format rüber

    @Markus: Das sind zu viele Fragen auf einmal. Ja ich merke, dass mir hier sehr mit Argwohn begegnet wird,. Deine Message macht das erneut sehr deutlich.;)

    Zu deinen Fragen:

    1.BBBiotech muss man zugute halten, dass ein so großes Dickschiff viel schwerer zu manövrieren ist als ein kleines Depot. Daher ist es einfach persönliche Genugtuung der eigenen Anstrengungen diese Profis zu schlagen.

    2.G8: ich habe nicht gesagt, dass ich mir Sorgen wegen mir mache wegen  eigener Überlastung, sondern wegen meinem Kind. Es muss den Druck aushalten und Kinderseelen gehen schnell kaputt. Das interessiert unsere (zumeist herz- und kinderlosen) Politiker null.

    3. Diese Marktineffizienzen sind mit ein Part, den ich in meine Kauf- und Verkaufentscheidungen einbeziehe

    4. ich schrieb m.W. von 15+ und 30+%. „+“ sollte dabei > bedeuten. 30+ kann somit auch 40 oder 50 sein.

    5. Als Sicherheit gab es für den Bankkredit damals das Haus und mein Einkommen.  Mir war da von vornherein klar, dass ich lieber höher finanziere als meine Aktien einzusetzen, da die viel mehr Rendite machen werden. Ging auf.

    6. Nein, was das Finanzsystem angeht weiß ich auch nicht, was die Zukunft wann ganz genau bringt. Aber ich kenne die gewaltigen Schieflagen und die Risiken daraus und sichere mich ab.

    7.

    a) Jeder hat seinen Weg: die Jungen haben Ziele und die Älteren haben Erfahrungen und stehen z.B. bereits kurz vor dem Erreichen der Ziele. Wieso nicht diese Wege und Erfahrungen schildern? Interessiert es denn nicht? Es gibt viele Wege nach Rom, für mich hat meiner funktioniert.

    b) Ich suche noch ein paar Antworten für den nächsten Schritt: Reduktion der Arbeitszeit und den übernächsten Schritt in die FF ohne Arbeit. Wie du gemerkt hast ist das noch sehr unsicheres Terrain für mich.

    8. Wenn ich mit einem oder wenigen Treffern zu diesem Zustand gekommen wäre, dann würde ich deinen Einwand mit Zufall und Glück gelten lassen. Allerdings hatte ich so viele Treffer in meiner Auswahl und extrem wenig Nieten, dass es der Zufall wirklich außerordentlich gut mit mir meinen müsste. Ist mir auch egal, wie das andere sehen. Meine Arbeit diesbezüglich zahlt sich seit 15+ Jahren aus.

    9. Das System wird irgendwann irgendwie crashen oder in (Hyper-)Inflation aufgehen. Das war schon in der Historie so. Alle ca. 50 Jahre gibt es historisch so einen Reset. In römischen Reich dauerte es auch schon mal 200-300 Jahre. Wir sind schon bei 70 Jahren. Allerdings können Politik und Notenbanken den Crash weiter verschleppen. Die von dir beschriebenen Massnahmen vor einer Bereinigung macht das System nur noch unstabiler und den kommenden Crash noch schlimmer.

  71. Markus

    @V

    Interpretiere meine vielen Fragen besser als Neugierde für ein extrem seltenes Exemplar!

    2-4 fache Marktrendite ohne Nieten und mit sehr guter Trefferquote zu erwischen (kein Zufall/Glück sondern pures Können) klingt sehr „außergewöhnlich“.

  72. V

    Markus, Glück gehört natürlich immer dazu. Im Nachhinein ist an der Börse nie messbar, wie viel vom Erfolg Glück war und wie viel auf die Analysen zurück ging. Dass es alleinig Glück war, dafür ist die Wahrscheinlichkeit, dass so hohe Anzahl positiver Ereignisse (von Überrenditen) eintritt zu verschwindend gering.

  73. Markus

    @V

    >>Dass eine Einzelperson ohne besondere Information oder Marktmacht den Markt schlagen kann ist außerordentlich unwahrscheinlich. Trotzdem ist der Markt voll von Leuten die das glauben, und voll von anderen Leuten, die ihnen das abnehmen. Das ist eine der großen Investment-Mysterien.<<

    Daniel Kahneman, Wirtschaftnobelpreisträger

    > Es ist nahezu unmöglich nützliche Kursprognosen bei Aktien zu machen <<

    Ben Graham, kennt man auch 😉

    Sind nicht meine laienhaften Aussagen…

     

  74. Slazenger

    @V

    ich finde deine Beiträge hier durchaus berreichernd, und die Schilderung deiner erfolgreichen Investments, hat absoult nichts arogantes, sondern es sind einfach Lebenserfahrungen die du hier vermittelst, natürlich bist du auf einem speziellen Gebiet unterwegs, was hier auch kaum jemand kopieren kann, aber ich denke darum geht es auch nicht.

    Was mich vielleicht noch interessieren würde, wie bist du darauf gekommen dich auf Biotech zu konzentrieren, weil das ist echt ein herausforderndes Thema, vor allem ohne beruflichen Background?

    Bist du nur in kleinere Biotechs investiert, oder hast du auch groß kapitaliserte Werte wie z.B Celgene  usw. im Depot?

    Was das Thema Crash ala 1929 betrifft, ja , kann kommen muß aber nicht, keiner weiß es und auch nicht wann, mir ist das einfach zu extrem, wenn die sogenannten Experten sich soweit aus dem Fenster lehnen und auch noch präzise Zeitangaben (die nächsten zwei Jahre) machen! Ich bin und bleibe Optimist, aber sollte es so kommen wie 1929, sind Aktienkurse erstmal unser kleinstes Problem, aber lassen wir das!

  75. Wizz

    Hi,

    kurzer Gedanke zum Besitz einer selbstgenutzten Immobilie:

    Normalerweise zahlt man Mieten aus Einkommen, das der Steuer unterliegt. Also muss ich bei z.B. 10.000 € Miete erst mal 14.000 € verdienen, je nach Steuersatz. Kapitalerträge muss ich auch versteuern. Miete, die ich nicht zahlen muss, muss ich auch nicht brutto verdienen.

    Also kann es durchaus effizient sein, vorausgesetzt man hat z.B. eine Familie mit Kindern und will am Ort bleiben, dass man ein Haus erwirbt anstelle eines Aktiendepots, dessen Rendite aus meiner Sicht nicht zu 100% sicher ist, auch nicht in der langen Frist. Past performance is not future performance. Natürlich gibt es eine gute Wahrscheinlichkeit einer „guten“ Rendite, das ist schon klar, aber weiß jemand wirklich, wie die nächsten 20 Jahre sein werden? By the way, natürlich habe ich auch ein Aktiendepot.

     

  76. V

    @Markus

    Ich muss grinsen. Du denkst weiterhin ich bin ein Lügner und Aufschneider.

    Glaubst du denn deren „efficient market hypothesis“?

    Diese Theorie ist für den Scheiterhaufen.

    Gerade in Biotech dauert es recht lange bis wissenschaftliche Erkenntnisse bei den Investoren ankommen.

    Sagen dir Immuntherapien gegen Krebs was? Opdivo? Yervoy? Keytruda? Habe ich weit weit vor dem Markt auf dem Schirm gehabt. 2008 gab es da noch bei vielen Ärzten Zweifel, das das funktioniert. Wissenschaftliche Studien sagten was anderes. Wurde lange auch deswegen bezweifelt weil sie anders als Chemo wirken. Selbst die Zulassungsbehörden legten zuerst Steine in den Weg.

    2008: Firmen, die diese Produkte entwickelten waren spottbillig und wurden verschmäht. Die Firma, die Yervoy und Opdivo und damit die ersten echten Antikörper-Immuntherapien entdeckte (zusammen 2017: 7 Mrd Umsatz, stark steigend) wurde damals 2008 weit unter 1 Mrd Marktkapitalisierung bewertet.

    2018: >10Mrd Umsatz dieser Produkte

    2025(prognostiziert) >30-50 Mrd Umsatz

    Ist das Effizienz? Wissenschaftlich war bereits 2006 bis 2008 abzusehen, dass Immuntherapien das „next big thing“ sein werden.

  77. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ V

    Das System wird irgendwann irgendwie crashen oder in (Hyper-)Inflation aufgehen. Das war schon in der Historie so. Alle ca. 50 Jahre gibt es historisch so einen Reset.

    Welches „System“ ist genau gemeint? Und wenn ich mir den Dollar in den USA anschaue, dann läuft der schon recht lange ohne Reset oder übersehe ich da etwas?

    Auch hört man oft „alle Währungen tendieren gegen den Wert Null“. Mich interssiert eher wie die Produktivität verläuft. Mag sein, dass es über die Zeit Geldentwertung gibt. Allerdings wachsen die Löhne mit der Inflation (ja ich weiß, nicht immer und nicht immer im gerechten Ausmaß), so dass man schlußendlich für Produkte nominal mehr zahlt, aber wesentlich weniger arbeiten muss als früher.

    Ob der Laib Brot 1€, 10€ oder 100€ kostet, spielt keine Rolle, wenn immer weniger Arbeitszeit aufgewendet werden muss, um diesen Laib Brot zu erwerben.

    Deine Ausführungen und Erfahrungen finde ich im übrigen ebenfalls recht spannend. Von Argwohn oder gar Neid keine Spur……

  78. Fit und Gesund

    ich habe auch keinen Anlass an V’s Geschichte zu zweifeln und finde seine Berichte sehr spannend, man kann ja nicht immer über Reisgerichte und Clownautos debattieren, ich wünschte viel mehr Leute hier würden mal mehr über konkrete Aktienkäufe, Anlagestrategien etc. berichten.

    Wobei ich meiner Strategie treu bleiben werde, was will ich auch Anderes,

    selbstbewohnte ETW, vermietete ETW, Aktien in Form von Einzeltiteln und ETF’s, sowie bisschen physisches Gold… und meine Wunschaktie Barrick Gold fällt immer mehr, so ist gut, ich werde sie vermutlich bald aufsammeln können 🙂

     

     

  79. V

    Slazinger

    Ich hatte immer schon ein sehr starkes Interesse an Biologie und Medizin. Schon als Schüler. Hatte nen Einser im Bio-LK im Abi, weil mich das alles so interessiert hat. Unser Bio-Lehrer war auch ne Granate, der hat mit uns fast ein Bio-Grundstudium in der 12. und 13. Klasse gemacht….

    Aber da Forschung in dem Bereich für mich damals brotlose Kunst erschien habe ich mich entschieden was anders zu studieren. Etwas mit dem man Geld verdienen kann.

    Das Interesse an Biologie und Medizin habe ich dann durch autodidaktisches Lernen ausgelebt mit praktischer Anwendung an der Börse. 🙂 So bin ich dazu gekommen bzw. dabei geblieben. Wie man will…

    Nur kleinere Biotechs.

    Ja für die Psyche ist es besser man bleibt Optimist. Andererseits bin ich gerne vorbereitet, wenn es kommt…. eine Versicherung ist dann durch nichts zu ersetzen.

  80. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Kiev

    Unsere einzigen Verbindlichkeiten im Leben waren die BAföG-Schulden. Die haben wir vor einigen Jahren in einem Rutsch beglichen. Die ersten beiden Kinder haben wir schon während des Studiums bekommen. Hört sich merkwürdig an, aber als Student kann man finanziell nicht tiefer sinken, daher war die Familiengründung keine finanzielle Belastung für uns. Das sieht später im Leben bei vielen anders aus. Da kann man sich Kinder dann nicht mehr „leisten“. Irgendwie pervers, aber alles erlebt im Freundeskreis….

    Meine Frau hat nach dem Studium sofort auf Teilzeit (30 Stunden) gesetzt. Ich als Freiberufler bin in Projekte gewachsen und habe mich ebenfalls ab bestimmten Summen nicht mehr um 40 Stunden bemüht.

    Hatte mal zwischendurch für einige Monate ein Zusatzprojekt mit dem ich auf 50 Stunden kam – tödlich! Hat mir gezeigt, das die Gesundheit, sowie Zeit für mich und die Kinder wesentlich mehr Wert ist, als ein zusätzlicher Tausender im Monat. Klingt fast dekadent, ist aber so.

    Ja, die Teilzeit kann ich nur jedem (Familien-)Menschen raten. Es ist wunderbar. Habe mir seit letzten Sommer den Montag für die Freiheit blockiert. Die 4-Tage-Woche steigert die Lebensqualität enorm. Kommt natürlich auch auf die Ansprüche an…..

    FF sollte in 15-20 Jahren mit 50-55 drin sein. Mal schauen. Es kann ja viel im Leben passieren. Und damit meine ich vor allem positive Dinge! 🙂

    Dir wünsche ich den nötigen Mut. Entscheiden musst du natürlich selbst, jeder ist für sich selbst verantworlich. Aber ich würde darauf wetten, dass du dich sehr viel wohler fühlen wirst 😉 ….

  81. Markus

     

    @V

    „Ich muss grinsen. Du denkst weiterhin ich bin ein Lügner und Aufschneider.“

    Ich habe lediglich 2 sehr kluge Köpfe zitiert.

    Ich als Laie hingegen weiß nicht so recht was ich von Dir denken/halten soll!

    Glaubst du denn deren „efficient market hypothesis“?“

    Eine Theorie, welches am besten & häufigsten Systeme zutreffend erklärt lässt auch Ausnahmen/Ausreißer zu.

    Frei nach Cochrane: Nur weil mein Opa ein gesunder 95jähriger Kettenraucher ist, zweifelt niemand (außer die Raucherlobby evtl.) die bewiesene Schädlichkeit von Rauchen für die überwiegende Mehrheit der Menschen an.

    Prinzipiell könntest Du eigentlich auf die Trinity-Studie (sogar mit Sicherheitspolster) umschwenken und wärst mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit safe… (inkl. der Familie).

    Allerdings ist ja schon die nächste Prognose nicht weit mit dem Systemcrash und dass Deine konzentrierten Werte & ein paar Goldstückle sich da sicherer verhalten werden…

    Ich gehöre eher dem Agnostiker-Lager als dem Prognostiker-Lager an. Prognosen sind verdammt schwierig, noch schwieriger wenn Sie die Zukunft betreffen!

  82. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian

    Arbeitest Du zu Hause oder bist Du oft bei Kunden vor Ort? Lebt Ihr in der Stadt oder ländlich? Falls Ihr in der Stadt lebt und nicht bei einem Träger wie Kirche, Wohngenossenschaft usw. Habt Ihr keine Sorge, dass Ihr die Wohnung vielleicht einmal durch Eigenbedarf verlieren könntet? Ihr habt ja die Schule wahrscheinlich in der Nachbarschaft. Da wird es schwierig etwas in der Nähe zu einem guten Preis zu finden. Wie viel Quadratmeter pro Person habt Ihr aktuell und wird es reichen?

    Wir werden bei uns in ein paar Jahren noch Wohnraum schaffen. Primär geht es um ein Kinderzimmer. So müssen wir nicht umziehen und haben den Wohnraum der Nutzung angepasst. Wohnen ist bei mir in der Stadt recht teuer. Ein Zimmer ist um 400€ wert. Da lohnt es sich zu warten bis der Bedarf wirklich vorhanden ist.

    Das Modell mit der Genossenschaft finde ich auch interessant. Man hat keine Verbindlichkeiten und keinen Stress mit Mieterhöhungen. Ich habe aber eine viel zu große Leidenschaft Wohneigentum zu besitzen. Daher habe ich diverse Rechte und Pflichten auf mich genommen und kann und muss mich aber auch jetzt darum kümmern.

  83. V

    @Slazinger,

    Ich meine damit unser Schuldgeldsystem. Das hat leider einen inhärenten Fehler eingebaut und muss wie die Matrix immer wieder neu gestartet werden.

    Aktuell gibt es viele Schieflagen. Z.B., dass viele Schuldner mit geringer Bonität und Leistungsfähigkeit bis Oberkante Unterlippe verschuldet sind, da sie leicht Kredite zu geringsten Zinssätzen erhalten haben. Es geht dabei um Unternehmen, Einzelpersonen und Staaten.

    Eine Anhebung des Zinsniveaus würde diese Schuldner in den Bankrott führen. Und sofort haben wir die nächste Krise. Ketteneffekte drohen dann unweigerlich…die große Krise könnte dann da sein.

    Unklar ob wir zuvor nicht eine Art Katastrophenhausse sehen, da dann auch noch der Letzte in Sachwerte flieht…

  84. V

    @Markus

    Wie alt bist du und wie viel praktische Erfahrung hast du an der Börse?

    Ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Begriff und der Bedeutung von Agnostik noch nicht intensiv beschäftigt. Scheint so etwas wie „Keine Ahnung“ oder „Mir egal“ zu Gott oder auch anderen Dingen zu sein. Damit kann ich nicht viel anfangen. Ich nehme mein Leben selbst in die Hand und suche Dinge, mit denen ich vorankomme. So versuche ich es auch meinen Kindern zu vermitteln.

    Prognosen sind zukunftsgerichtete Aussagen auf Basis der eigenen Erfahrung und / oder Wissen und Daten aus der Vergangenheit. Man schreibt das in die Zukunft fort. Wieso soll man die nicht auf die Börse anwenden können?

    Kursprognosen sind kurzfristig schwer zu stellen, da da viele Faktoren reinspielen. Bewertung und Wert sind an der Börse sehr oft entkoppelt, da Menschen in ihrer Verarbeitungsfähigkeit begrenzt sind und sie sich sehr von psychologischen Faktoren leiten lassen.

    Aber Prognosen für die Wertentwicklung eines Unternehmens im Verlaufe der Zeit – wieso sollte das nicht gehen?

    Beispiel: ich finde eine Firma, die ein neues Krebsmedikament entwickelt, welches in Brustkrebs eingesetzt wird. Ich finde heraus, dass es höchstwahrscheinlich ein Erfolg werden wird, weil das Wirkprinzip, die Sicherheit, etc. stimmen und absolut neu und revolutionär sind, sodass sie das Bestehende verdrängen werden.

    Auf Basis der bestehenden Brustkrebs-Fallzahlen weiß ich wie viele Patienten es weltweit gibt und wie groß der Markt ist. Aus Verkäufen bestehender Medikamente weiß ich wie hoch der Markt in Geld ist. Aus Analyse der Konkurrenzsituation sehe ich, dass kein anderer ähnliches in der Pipeline hat.

    Somit ist die Prognose, dass das neu entwickelte Medikament, wenn es in X Jahren auf dem Markt ist Y USD Umsatz macht. Das bringt die Marktkapitalisierung nach KUV, KGV oder was auch immer für Bewertungskriterien auf Z USD.

    Aktuell ist der Kurs z.B. deutlich darunter (meist ist das > Faktor 10, manchmal >Faktor 100).

    Die Spekulation ist nun, dass man die Aktie kauft und erhofft, dass seine Annahmen richtig waren.

    Wenn sie es nicht sind muss man eben seine Prognose aktualisieren und handeln. Wenn sie es sind, dann macht man fett $$$.

  85. v

    Markus

    Auf die Trintiy Studie würde ich mich niemals verlassen.

    Zum Beispiel ist sie USA spezifisch und ich kenne künftige Einflussfaktoren nicht. Zudem sind wir m.E. ziemlich am Ende eines großen Schuldgeld-Zykluses. Auch und speziell in USA. Wenn es richtig knallt (und es wird knallen) wird die Trinity Studie wahrscheinlich falsifiziert werden. Zudem betrifft die Entscheidung meinen Job aufzugeben und am Ende dumm dazustehen meine Existenz. Das betrifft somit „all or nothing“, entgegen meinen Entscheidungen der Auswahl im Depot, wo ich diversifizieren kann. Zudem kann ich zu gewissen Zeitpunkten eventuell nicht mehr gegensteuern, z.B. weil ich zu alt bin. Hinweis: das ist meine persönliche Meinung.

    Es ist schon lustig, dass du die Trinity Studie nennst, die explizit zur Prognose in die Zukunft einlädt und auf deren Vergangenheits-Daten viele aufgrund der Fortschreibung von Daten und Annahmen Prognosen machen und durch diese Prognose (bis zum Tod nicht alles ihres Kapitals zu verlieren) in die FF gehen.

    Und andererseits sagst du hältst nichts von Prognosen. Wie geht das zusammen?

     

  86. KievKiev

    @ Wizz

    Das ist ein sehr weitreichendes Thema.

     

    Falls Du langfristig (> 7 Jahre) planst Dich fest niederzulassen kann sich eine Immobilie lohnen. Du musst Deine jetzige Situation mit dem Objekt vergleichen. Falls Du z.B. eine 80qm Wohnung bewohnst und jetzt ein 130qm großes Einfamilienhaus erwirbst so wirst Du in dem Haus vermutlich teurer wohnen. Es lebt sich sehr gut in den eigenen vier Wänden, man neigt dabei aber dazu zu viel Geld in nicht notwendige Ausstattung zu „investieren“. Betrachte es immer aus der Sicht eines Investors.

    Für das Kaufobjekt musst Du die realistische Mieteinnahmen rechnen. So kannst Du mit der Kaufsumme die Rendite berechnen. Diese Rendite musst Du mit der langfristigen Rendite des Aktienmarktes vergleichen. Du musst aber auch das Objekt in seinem Zustand halten, sprich wirklich von Zeit zu Zeit Geld und Arbeit hineinstecken. Das geht auf die Rendite. Die niedrigen Zinsen sind ein Hebel die Rendite der Immobilie zu steigern, aber Du hast damit die Gefahr höherer Zinsen zu dem Zeitpunkt der Refinanzierung. Daher sollte die Tilgung der Schuld einen hohen Stellenwert bei Dir haben und vielleicht hilft die Immobilie Dir den Zwangssparturbo für die Freiheit zu aktivieren. Umso höher Deine Verbindlichkeiten bei der Bank sind umso höher ist Deine Abhängigkeit von Deinen Einkommensquellen.

    Vielleicht hilft Dir „Kaufen oder mieten?“  von Gerd Kommer. Ich finde das Buch zwar in ein paar Punkten nicht ganz richtig, aber es gibt Dir zumindest einen Überblick auf was Du achten solltest und wie Du vergleichst.

  87. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Raphael

    Jeder wie er mag. Ich habe lieber ein 500.000€ Depot, das mir durch Wertsteigerungen regelmäßig die Miete bezahlt als ein 500.000€ Haus, das mich an einen Ort bindet und in das ich regelmäßig Geld und Arbeit investieren muss, damit es nicht verfällt.

    Hier muss ich schmunzeln. Das ist genau meine Denkweise. Eine Immobilie mag eine feine Sache sein. Sie muss aber zum Typ passen. Werkeln, Handarbeit, Gartenarbeit – das ist mir ein Graus.

    @ Matthias

    Auf die Serie bin ich auch schon gespannt. Sie wartet auf dem Recorder auf mich.

    „Die Gier war grenzenlos“ von Anne T. habe ich verschlungen. Na ja, auch irgendwie Investmentporno…..

    @ V @ Thorsten @ Comper

    Ich kann eure Ausführungen sehr gut nachvollziehen. Familie mit Kindern bedeutet harte Arbeit. Vor allem auf mentaler Ebene. Lärm, Stress, Zeitmanagement.

    Meine Tochter wurde gerade 15 und ich kann euch sagen….. habe ich meine Eltern damals tatsächlich auch des öfteren so genervt? Sicherlich! 🙂 .

    Und die schlaflosen Nächte aufgrund des Zahnens oder verrotzter Nasen, die die Atmung fast unmöglich machen (und dann noch bei jedem Kleinkind auf´s neue) vermisse ich ganz und gar nicht. Das grenzt an Folter. Nach zwei Stunden Schlaf mit Matschbirne unterrichten gehen – keine Freude.

    Mir war aber immer klar – und heute mehr als je zuvor -, dass das halt der Preis für all die wunderbaren, liebevollen Momente mit Kindern ist. Selbst das ganz banale Alltagsleben mit Kindern ist eine Freude.

    Erst vor kurzem habe ich meinen jüngsten Sohn während des Urlaubs in einem Indoorspielplatz beobachtet. Er tobte zwischen den Hüpfeburgen hin und her und brabbelte irgendetwas – vertieft in ein phantasievolles Abenteuer.

    Ein intensives Gefühl der Dankbarkeit und Glückseligkeit durchflutete mich. Das werde ich meinen Lebtag nicht vergessen. Solche Momente tragen mich durch den Alltag. Wenn ich mal abtrete, dann kann ich aus vollem Herzen sagen „schön war´s“.

    Daher auch mein Unverständnis gegenüber den Nörglern, Pessimisten und Schwarzsehern. Das Leben hat so viele wunderbare Momente zu bieten. Mit der Familie, den Freunden, an der frischen Luft in Bewegung, in der Natur, beim Vertiefen in einen Roman…. Man muss es sich nur bewußt machen.

    Familie ist ein toller Motivator für die finanzielle Unabhängigkeit. Ja, es mag länger dauern. Aber als „schwerer“ würde ich es deshalb nicht bezeichnen.

    Den Schulstress kenne ich übrigens auch. Ich habe früher nach der Schule gespielt. Meine Kinder sitzen dagegen mit 11 Jahren schon mal bis nachts um 22.00 Uhr an den Hausaufgaben. Ein Skandal.

    Das hat sich in letzter Zeit aber verbessert. Vielleicht tritt hier ein Umdenken bei vielen Lehrern in Kraft.

    @Slazenger

    Schon des öfteren habe ich daran gedacht, wie schön es wohl später mit Enkelkindern sein wird. Sich einfach ruhig und gelassen dem Kind widmen.

    Vor allem die Verantwortung  – „aus dem Kind muss was werden“ – liegt einem dann nicht auf den Schultern. Du hast meine Vorfreude noch einmal gesteigert – vielen Dank!

    @ Kiev

    Wir genießen die Vorzüge einer Großstadt, leben allerdings am Rande im Grünen. Hier geht es wesentlich gemütlicher zu als innercity. Unterstützung, Hilfe und netter Plausch zwischendurch – alles Alltag hier.

    Ich unterrichte und erreiche alle Ausbildungsstätten in einem Umkreis von 5km mit dem Rad. Kita, Schule, Einkauf – alles im Umkreis. Daher auch kein Auto für uns nötig.

    Wir mieten als Genossen. In diesen Tagen weiß ich, welche Gnade das ist. Bildlich gesprochen sind wir unser eigener Vermieter und zahlen über die Miete den Kredit für die Wohnanlage ab. Kein Eigenbedarf kommt in die Quere und vor allem kein Vermieter, der Profite für das eigene Portmonee benötigt.

    Wir zahlen für 90 qm 800€ warm. Wir sind damit zufrieden. Die Miete SINKT in den letzten Jahren sogar aufgrund des Ölpreisverfalls. Wir haben uns mal nach einer neuen Wohnung umgeschaut. Hier wird viel gebaut. Ein Zimmer mehr würde uns auf 1200€ bringen. 5000€ mehr im Jahr.

    Meine älteste Tochter hat schon Zukunftspläne und wird vielleicht noch 4-6 Jahre mit uns zusammenleben – nebenbei: wir haben ihr klar gesagt, dass sie solange bei uns leben kann, wie sie möchte (oder es mit uns aushält 😉 ), hier wird niemand „rausgeschmissen“ – das heißt, wir reden bei Umzug (mal abgesehen vom Stress) über ca. 30.000 € mehr an Mietausgaben in den nächsten Jahren.  Und dann wieder eine kleinere Wohnung finden? Wohl kaum. Günstiger als hier wird´s nicht mehr werden.

    Wir hätten das Geld schon zur Verfügung. Aber in unserem Freiheitsdepot ist es besser aufgehoben. Ihr versteht, warum ich Tims Worte bestens nachvollziehen kann. Wir denken da gleich.

    Allerdings kann man unsere Situation eben NICHT verallgemeinern. Jeder und jede hat ihre ganz eigene Realität, mit der es klar zu kommen gilt.

    Wie z.B. Markus/Sparta immer richtig erwähnt: Wie sind denn die sonstigen Umstände? Wir haben einen tollen Familienzusammenhalt. Großeltern, Tante – alle helfen bei der Betreuung. Der elterliche Garten (mein Erbe 😉 ) bietet im Sommer eine wundervolle Erholungsstätte.

    Das sind Punkte, die wir sehr zu schätzen wissen und eben NICHT selbstverständlich sind.

    Hast du denn jobmäßig die Möglichkeit die Arbeitszeit ohne große Probleme zu reduzieren? Ein sehr guter Freund in höherer Position hat auch schon auf die Karriere gepfiffen und die Arbeitszeit reduziert. So hat er mehr Zeit für die drei Kids, Geld verdient er genug.

  88. Markus

    @V

    Ich bin 36 und seit ich 17 bin an der Börse.

    Wenn Du denkst Du bist schlauer als die Fach-Ärzte, die Forscher und Du erkennst ihre Irrtümmer und Fehlpreisungen von Aktien vor allen anderen, dann ist es wirklich für Dich das Beste wenn Du weiter konzentriert investierst.

    Sofern dass auch in Zukunft zutrifft…

    Hier wärst Du wie gesagt allerdings ein Novum ähnlich wie Buffett.

    Viel Glück hierbei!

    Man kann auch mit 3 Millionen verdammt gut Sachwerte diversifizieren. Es gibt ja nicht nur Aktien & Gold.

  89. v

    @ Freelancer Sebastian:

    Meine sind noch etwas jünger, d.h. durch einige dieser Sachen muss ich da noch durch.

    Aber gut mental darauf vorbereitet zu sein und zu hören, dass es anderen ähnlich geht und nicht nur mir … das hilft einem irgendwie schon 🙂

    @Markus:

    Ärzte, Forscher und Fachärzte tummeln sich nicht an der Börse. Ich zumindest habe in diversen Foren bisher nur sehr wenige getroffen. Oder sie haben nicht genug Geld um die Märke zu bewegen.
    Ich habe nicht gesagt, dass ich schlauer als die bin.

    Ich kenne einen (deutschen) Investoren mit starkem medizinischem Hintergrund, der das privat ähnlich betreibt – mit mehr Fundamentalanalyse, aber weniger anderen Faktoren, die ich wiederum berücksichtige. Und du wirst es wieder nicht glauben: er ist in einigen (er hatte teils andere) Aktien noch erfolgreicher gewesen als ich.
    Aus USA kenne ich zudem einige, die das genau so machen wie ich. Zumeist ebenso ohne med. Background.

    Ich denke aber wir sollten die Diskussion hier beenden.

    PS: Es sind aktuell nur noch 2792TEUR, also minus 117TEUR im Vergleich zum absoluten Hochpunkt von vorgestern. Wie gestern vermutet wurde jetzt wieder auf massive Korrektur geschaltet.
    Gestern war ja das Thema „Schwankungen aushalten“. Mich greift das Null an, gehe sogar davon aus weitere 150-250TEUR oder mehr bis zum Ende der Korrektur abzugeben. Meine Aktien bleiben drin. Spielwiese und Zutrauen in die richtige Auswahl eben.

  90. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian

    Vielen Dank für Deine Ausführung. Sie hilft vielleicht gerade jüngeren Lesern auch nach guten Alternativen Ausschau zu halten. Dein Modell mit der Genossenschaft wäre für mich auch die Alternative gewesen. Ich empfehle selbst jedem jüngeren Kollegen sich bei den Genossenschaften in die Liste ASAP einzutragen. Bei uns in der Stadt haben die Genossenschaften auch teilweise sehr schöne Häuser in sehr schöner Stadtgegend. Anstatt auf Vermieter, Migranten usw.  zu schimpfen sollte die Politik sich vielleicht darum kümmern nicht alles zu Privatisieren. Manche Modelle machen durchaus Sinn um der Gentrifizierung entgegen zu wirken.

     

    Ich bekomme ja nächste Jahr anstatt einer Gehaltserhöhung 8 zusätzliche Urlaubstage. Das ist ja schon einmal ein ganz schöner Schritt. Mehr Urlaub war mir persönlich wichtiger als weniger zu arbeiten. Ich muss auch nicht so viel arbeiten und habe eh schon mehr Urlaub als alle Väter die ich sonst so kenne. Daher will ich mich auch bestimmt nicht beklagen und das ist mit ein Problem. Es geht mir viel zu gut in meiner Komfortzone. Daher möchte ich diese Privilegien auch nicht verlieren und später dumm da stehen. Daher werde ich erst später (in 5-8 Jahren) langsam die Stunden reduzieren, so dass ich breit diverzifiert finanziell ausgesorgt habe.

     

    Die Arbeitszeit kann ich nach Belieben reduzieren. Nur Aufstocken muss der Arbeitgeber nicht mitmachen. Daher muss man sich jeden Schritt gut überlegen. Mit der Reduktion der Arbeitszeit verringern sich auch entsprechend die Karrieremöglichkeiten innerhalb der Firma. Das ist mir aber mittlerweile egal. Ich habe eine Position mit sehr guten Gehalt und wenig Verantwortung. Ich muss nicht in zu vielen Meetings mich über Banalitäten unterhalten. Es passt soweit ganz gut. Ich baue dabei privat meine Einkommensquellen aus. Aktuell machen unsere passiven Einkommensquellen 30% des Gesamteinkommens aus. Davon gehen aber noch Zinszahlungen ab. Die bin ich aber in den nächsten 10 Jahren los. Langfristig möchte ich auf 70% passiv zu 30%  aktiv umschichten. Das werde ich vermutlich nicht schaffen ohne auf Gehalt zu verzichten, aber das passt ja ganz gut. Mit der Aufstellung fühle ich mich sehr sicher in allen Scenarien.

  91. Fit und Gesund

    @V

    mich würde jetzt tatsächlich noch interessieren wie Du das Depot Deiner Ehefrau führst, ähnlich wie Dein Eigenes, Einzelaktien? ETF’s? wenn Einzelaktien wie hast Du das Depot aufgestellt? mal so grob… welche Bereiche hast Du übergewichtet?

    Wie würdest Du investieren wenn Du schon etwas älter wärst? also so ungefähr 5 Jahre vor der Rente? genau wie bis anhin? oder breiter diversifiziert?

    Ich habe in den letzten Wochen viel rumgerechnet, kenne ja meine Ausgaben genau, würde ich nach D zurückgehen so wäre ich finanziell frei, bleibe ich in der CH (darauf läuft es hinaus) dann würden im Moment Dividendeneinnahmen, Mieteinnahmen und eine gekürzte Rente genau meine derzeitigen normalen Ausgaben decken, aber es wäre arg auf Kante genäht und ich müsste jede ausserplanmässige Rechnung von geerbtem Geld begleichen,

    so richtig passt das nicht zu mir, ich werde also noch 1 Jahr voll durchziehen, also bis 61, dann sieht es etwas besser aus, ich kann danach mein Arbeitspensum auf 60% reduzieren, das ziehe ich im Moment in Erwägung.

    Zur Zeit ist es wieder spannend, die Russen rüsten auf, Trump will Strafzölle.., ich spüre wieder Unsicherheit und es könnten sich gute Kaufgelegenheiten bieten.

    Wie hältst Du es mit der Cashreserve? wann setzt Du sie ein?

    Wie hoch ist der prozentuale Goldanteil an Deinem Portfolio (wenn Du das beantworten magst?)

    jetzt muss ich aber erstmal schlafen gehen,

    liebe Grüsse

  92. Markus

    @V

    Ja, beenden wir die Diskussion.

    Letzte Frage noch: Bist Du denn in einem anderen WP-Forum aktiv bzw. kann man die fachlichen Diskussionen irgendwo nachlesen?

    Sorry, wenn mich Deine felsenfeste Überzeugungen mit dem Selbstbewusstsein, dass das alles Können ist, ein wenig irritierten.

    Die Bücher die ich alle gelesen haben inkl. vieler Finanzmarktforscher & Harvard Professoren und deren Studien sehen das nun mal komplett konträr.

    Sicherlich können sich auch Harvard-Prof`s irren… nur die Fehlannahmen vor Ihnen selbst zu entdecken maße ich mir nicht an.

    Da vertraue ich lieber auf deren angenommene Wahrscheinlichkeiten.

  93. V

    Fit und Gesund:

    Du scheinst schichten zu müssen?

    Jeder von uns hat sein eigenes Depot, das seit Eheschließung keine Zufuhren an Geld mehr erlebt hat. Lediglich mein Depot hat bisher Abfuhren an Geld erfahren, hin zu den Kindern oder für Kauf von Gold und natürlich (der größte Brocken) für die Abgeltungssteuer.
    Ich habe ihr Depot damals initial zusammengestellt und seither nichts verändert, da die Käufe noch vor Einführung der Abgeltungssteuer erfolgt sind. Ich mache bei ihrer Konstellation mehr kaputt wenn ich diesen Steuer-Vorteil nun kaputt mache. Es waren damals 1/3 AktienFonds (ETF gab es noch nicht), 1/3 big pharma Einzelaktien und 1/3 Biotechaktien. Also wenn ich von „managen“ sprach ist meine Strategie in diesem Depot weiterhin „still halten“ und lediglich die Dividenden werden reinvestiert.

    Gold bin ich derzeit erst bei 1,x% Anteil, noch viel zu wenig. Die sichere Lagerung und Verteilung des Risikos auf verschiedene Orte / Lagerstätten ist da ein Problem, das langsam aufkommt. Vielleicht muss ich mir da auch echt nach Alternativen (nicht-physisch, Minenaktien) umschauen.

    Ich warte noch bei zwei/drei meiner Aktien auf den richtigen Bang nach oben oder eine erneute Übernahme. Dann würde auf einen Schlag viel Geld losgeeist werden. Wahrscheinlich würde ich dieses Geld dann kurz vor der FF auch breiter anlegen. Ich will ja nicht verheimlichen, dass ich (bewusst) ein extremes Klumpenrisiko fahre und das eigentlich nicht so richtig sinnvoll ist. Das Betrachten als Spielwiese (mit Entkopplung der Betrachtung als richtiges Geld) hat eben auch seine Nachteile.

    Cash besitze ich nur auf unserem Girokonto, ich meide Cash und sehe nur Sachwerte als Wert an. In meinem Depot wird alles wieder reinvestiert bzw. es werden Teilgewinne in bestimmten Aktien realisiert wenn ich denke, dass der Hund dem Herrchen zu weit vorausgelaufen ist. Auch ein Punkt, der in meinem Vorgehen wahrscheinlich künftig (in nun absehbar volatileren Phasen) performancemindernd sein könnte.

    Ich muss jetzt in meiner Kommentarhäufigkeit hier mal etwas runterfahren. Auch wenn ich schnell tippe: es frisst (zu) viel Zeit 🙂

  94. V

    @Markus: ja bin ich. Allerdings habe ich hier (zu) viel Privates preisgegeben, daher möchte ich den Namen und die Foren nicht nennen. Meine Anonymität im Internet ist mir sehr wichtig. Ich hoffe du verstehst das.

    Wenn es dich irritiert bleibe einfach bei der Meinung, dass alles Zufall war und das unmöglich ist. Das macht es leichter für dich, ich wollte dein Weltbild nicht ins Wanken bringen.

  95. Hensman

    Zum Thema Kinder: Es gibt zahlreiche Studien die belegen, dass nichts in der Welt so glücklich macht wie soziale Kontakte. Ich bin 33 und habe zwei kleine Kinder. Es gibt für mich nichts schöneres auf der Welt als eigene Kinder. Ich denke, dass viele Leute es spätestens im hohen Alter bereuen, keine Kinder bekommen zu haben, weil sie sich bewusst dagegen entschieden haben. Das darf allerdings glücklicherweise jeder selbst entscheiden.

    Zum Thema G8: Ich kann (da unsere Kinder noch sehr klein sind) nicht selbst beurteilen wie gestresst Kinder heutzutage in der Schule sind. Was ich allerdings beurteilen kann: ich habe mein Abitur 2002 in Sachsen gemacht. Wir hatten damals schon das G8. Soviel Freizeit wie damals hatte ich danach nie wieder. Niemals, außer kurz vorm abitur habe ich bis spät Abends lernen oder HA machen müssen. Zeit für allerlei Hobbies war ausreichend. Alle Abiturienten haben damals mit guten Kenntnissen die Schule verlassen.

    Alle Länder, die das G8 eingeführt haben, sollten sich vielleicht in Sachsen mal informieren, wie man das G8 erfolgreich strukturiert, anstatt hier selbst zu experimentieren.

  96. Fit und Gesund

    Hallo V.

    ja, ich arbeite im Schichtdienst, das ist für mich die allerbeste Variante, könnt mir nicht vorstellen „geregelten“ Dienst machen zu müssen.

    Vielen Dank für Deine Ausführungen, das Depot Deiner Frau ist also Deinem Depot halbwegs ähnlich, auch dass kein frisches Geld zufliesst und nur die Dividende reinvestiert werden,

    ich kaufe praktisch jeden Monat was, Dividende werden auch hier reinvestiert, die ETF’s glätten zum Glück die Performance, heute ging es 5000 CHF nach unten, evtl. werde ich in nächster Zeit doch eher wieder ETF’s aufstocken, mal schauen.

    Gold hab ich bisschen mehr als Du prozentual zum Gesamtvermögen, ich bilanziere es aber nicht mit, würde ich einen Goldminer kaufen, so würde ich den mitbilanzieren, werde mich jetzt mal genauer damit beschäftigen, Einzelaktie oder ETF (Van Eck ) , die TER bei Van Eck ist nicht ganz billig.

    *grins*,

    ja, die blogs sind rechte Zeitfresser, lese ja noch mehr blogs.

     

    liebe Grüsse und viel Erfolg!

  97. Finanzpferdchen

    @ Hensman

    Dem kann ich nur zustimmen. Habe ebenfalls G8 in Sachsen gehabt, hatte an einem Tag bis 3 Uhr Unterricht und an einem zur nullten Stunde. Nebenher dreimal die Woche Training und zweimal die Woche Minijob. Ich kann nicht behaupten, dass ich ein Überflieger bin und hatte auch keinen Stress. Arbeit und Hobby waren selbstgewählt und nicht erzwungen.

    Die Diskussion führe ich mit Leuten aus den alten Ländern jedoch oft. Die meisten waren dort schon mit G9 überfordert und können sich keineswegs vorstellen, dass man den Stoff auch in 8 Jahren schaffen kann.

    Aber wie sagt mein Vater immer so schön? Die Wessis brauchen 13 Jahre, weil sie noch ein Jahr Schauspielunterricht haben 😉

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