Wo Menschen ihr Vermögen rausballern: Pool, SUV, Hypothek, Kücheninsel, Restaurants, Urlaub

Pool-Boom in einem kleinen Ort in Mörlenbach in der Nähe von Heidelberg.

Kaum hat sich ein Hausbesitzer einen Pool gebaut, folgen die Nachbarn. Das Statussymbol für Reichtum scheint in Deutschland “in” zu werden.

Mir hat ein Blogleser ein paar Fotos aus seiner ehemaligen Nachbarschaft geschickt. Es ist ein kleiner Ort im Odenwald namens Mörlenbach nahe Heidelberg. Ein Hausbesitzer stellte sich einen Schwimmingpool in den Garten. Die Nachbarn folgten. Es ist wie eine Seuche. Immer mehr Nachbarn haben nun so ein Luxus-Plantschbecken.

Anstatt nur den gesunden Menschenverstand zu verwenden, entscheiden sich Familien, Geld zu verschwenden, indem sie einem reichen Poolbauer mehr Geld geben. Wenn Du jetzt reich zum Schein lebst, wirst Du vermutlich erst im hohen Alter in Rente gehen können.

Ich finde einen Baggersee viel besser zum Schwimmen. In der Gegend gibt es jede Menge Seen. Gut, muss jeder selbst wissen. Chlor ist übrigens ziemlich umstritten. Es scheint gesundheitsschädlich zu sein – mehr als allgemein bekannt ist. Wer das Chlor meiden will, geht in einen Baggersee. Der Waidsee in Weinheim an der Bergstraße ist zum Beispiel herrlich.

Es stellt sich immer die Frage: Du kannst sparen, wenn Du jung und gesund oder wenn Du alt und krank bist. Wähle, was weise ist.

Viele von uns versuchen, nach 20 bis 30 Jahren Arbeit finanziell frei zu werden, weil das machbar ist. Die Schlüsselkomponenten sind:

  1. Beobachte alle Ausgaben. Alle. Ja, alle. Brauchst Du einen neuen SUV? Eine Kücheninsel?
  2. Budgetiere streng. Sei aber großzügig für Notfälle, Ausreißer-Rechnungen etc. Habe einen Notfall-Fonds (Sparbuch, Festgeld). Ich budgetiere vier Urlaube im Jahr. Ich bin immer unterhalb des Budgets. Ich fühle mich nicht am Boden zerstört, wenn ich in einem Airbnb oder einfachen Bed-and-Breakfast bin. Selbst wenn Klo/Dusche in der Pension im Flur ist, kann ich damit leben (das ist hin und wieder der Fall).
  3. Vermeide Abfälle, wo es geht, indem Du fleißig planst (kaufe mit Verstand ein, so vermeidest Du verdorbene Lebensmittel, versuche zu reparieren vor dem Wegwerfen).
  4. Koche zuhause. Ich gehe selten ins Restaurant. Manche gehen täglich außerhalb der vier Wände essen. Ich koche, putze, wasche… Manch einer hat selbst für die Rasenpflege und kleine Reparaturen ständig Leute im Haus. Der Restaurant-Lieferdienst GrubHub geht in den USA durch die Decke, weil die Leute immer bequemer werden:
  5. Verstehe die Prinzipien des Investierens. Investiere in Aktien und / oder Indexfonds. Ich bin ein Fan von kostengünstigen ETFs. Oder Qualitätsaktien, die ich ewig halte. Mache es so, wie Du es für richtig hältst.
  6. Gib den Aktien Zeit. Die schwerste Sache, die ich jemals machen konnte, war, eine sechsstellige Summe im Depot zu haben. Aber seitdem wachsen meine Positionen mit fast konstanter Rate. Das Depot wächst ohne mein Zutun. Während ich schlafe, sprudeln die Dividenden.
  7. Finde Nebenjobs/Projekte, die dich von sinnlosen Ausgaben ablenken. Ich schreibe diesen Blog, mache YouTube-Videos. Mache Sport. Anstatt Fernsehen gedankenlos zu konsumieren, lese ich.

Was ich gemerkt habe: Bei der Aktienanlage ist Geduld verdammt wichtig. Die Menschen haben zu wenig Geduld. Wer zum Beispiel bei der Kaufhauskette Target 1967 mit 1.000 Dollar eingestiegen ist, konnte 29 Aktien kaufen. Aus diesen Aktien wären nach etlichen Aktiensplits 2.784 Aktien geworden. Sie wären heute 203.000 Dollar wert. Target würde zudem jedes Jahr über 6.900 Dollar an Dich ausschütten. Das Unternehmen hat seit 50 Jahren in Folge die Ausschüttung schon erhöht. Geduld hätte sich also ausgezahlt.

Hast Du 1970 zum Börsengang von der Supermarktkette Walmart 100 Aktien gekauft, sind diese heute zwölf Millionen Dollar wert. Hinzu kommen jedes Jahr 400.000 Dollar an Dividenden. “Buy and Hold” kann also Spass machen.

Hast Du 2002 für 4.000 Euro in den Internet-Fersehdienst Netflix gekauft, wären das heute über 1,1 Million Euro.

Aber die Menschen gehen leider vielfach nicht vernünftig mit ihren Finanzen um. Ich sehe Fälle, wo sich Familien bis zur Halskraus verschulden, damit sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen können. Sie gehen eine Hebelwirkung mit den Schulden ein, die sie nicht einschätzen können (Krankheit, Jobverluste, Wirtschaftskrise….).

Es besteht eine Chance, dass durch eine Immobilien-Korrektur jemand erhebliches Vermögen verliert. Es ist eine 50:50 Chance. Entweder fallen die Immobilienpreise oder sie steigen. Millionär wird kaum jemand mit einem hochverschuldeten Eigenheim.

Die Alternative: Zur Miete wohnen. Bodenständig leben. Ohne Hebelwirkung. Statt dessen volle Kanne in den Aktienmarkt (über ETFs, REITs etc.) sparen. Und das 20, 30, 40 Jahre durchziehen.

Wer an andere vermietet, muss berücksichtigen: Es kann gut gehen oder schlecht gehen. Mietausfall, Wartungskosten, Handwerker, Rücklagen, Versicherungskosten, Sachschäden, Grundsteuern, Einkommensteuern, Maklergebühren, Notar, Hypothek… Aktien machen weniger Arbeit.

Gut, muss jeder selbst wissen.

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Obama
4 Jahre zuvor

@Tim

Danke für Deinen Artikel. Bei Deinem Output ersetzt Dein Blog mitlerweile jede Tageszeitung. Danke !

Mach weiter so !

 

Alles Liebe !

Ralf
4 Jahre zuvor

Interessanter Artikel. Aber der Fokus auf ganz neue Themen wäre interessant. Weil sparen zwar wichtig, aber nur eine Seite der Medaille ist.

Alle mit dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit -vor allem mit noch weitem Weg zum Ziel- sollten sich mit aktuellen Themen wie Digitalisierung und Auswirkungen auf Jobs befassen. Das bietet Risiken aber auch Chancen. Dazu wären Impulse sinnvoll. Wie sichere ich künftig mein Einkommen als normaler Arbeitnehmer wenn die Automatisierung droht? Welche Strategien gibt es für normale Leute ohne super IT-Wissen? Wie finde ich Weiterbildungen die wirklich sinnvoll sind um meinen Jobs zu sichern oder das Einkommen zu steigern? Welche Nebenjobs sind sinnvoll zu Hause am PC zu bewältigen um das Einkommen zu erhöhen und FU schneller zu erreichen?

Darüber wären ein Austausch oder Impulse doch sicherlich für viele interessant. Um das Ziel FU effizient zu erreichen.

Nebenbei: Der Kapitalismus stößt irgendwann an seine Grenzen und wir können uns wohl aus verschiedenen Gründen (u.a. Sicherheitsaspekte) keine Gesellschaft leisten, die auf Dauer zu viele Menschen zu Verlierern z.B. der Digitalisierung macht. Es wird sich auch politisch und gesellschaftlich einiges tun müssen. Eine Art Grundeinkommen wird irgendwann kommen.

4 Jahre zuvor

Moin!

Ein Pool in Deutschland ist ja an sich schon eine recht optimistische Sache. Kannste im Sommer ein paar reinhüpfen und sonst haste nur Stress und/oder Kosten mit dem Ding!

Hier in Südfrankreich macht das schon mehr Sinn. Wir teilen uns einen mit 3 Mehrfamilienhäusern. Unter der Woche bin ich meist alleine dort. Aber selbst hier ist der Pool nur von Juni bis einschließlich September geöffnet.

 

Bezüglich der Aktien will ich auf keinen Fall widersprechen aber ich finde es immer sehr einfach hinterher aufzuzeigen welche Aktien sich über die letzten X Jahre toll entwickelt haben. Gibt ja auch genug Aktien, die komplett verschwunden sind oder extrem weit von ihren ehemaligen Höchstständen entfernt sind. Darunter auch ehemalige Dickschiffe.

Aber für den langfristigen Vermögensaufbau führt trotzdem kein Weg an Wertpapieren vorbei!

Wünsche allen immer ein glückliches Händchen bei der Auswahl 🙂

Beste Grüße

Vincent

 

Thorsten Rohweder
4 Jahre zuvor

Immobilien sehe ich nicht ganz so negativ, insbesondere wenn die Lage stimmt. Ein eigener Garten ist auch was schönes (oder belastend,  wenn man keinen  Bezug dazu hat, dann soll man keinen kaufen). Ich sehe auch keine Blase, es ist realer Bedarf durch konstanten Zuzug. Immobilien in Ballungsgebieten würde ich ohne Bedenken Aktien gleichsetzen – und sie können nicht auf Null fallen.

Mattoc
4 Jahre zuvor

@Tim @Ralf

Ich teile deine Meinung, Tim.

Ralf, du schreibst ja nicht nur ständig negative Dinge, du wiederholst diese auch immer wieder. Respektiere doch, dass es Tims Blog ist. Wenn du Tims Themen nicht interessant findest, oder du über deine beruflichen und gesellschaftlichen Sorgen schreiben möchtest, mache doch einen eigenen Blog…

Aber immer wieder die gleiche Kommentierung unter jedem von Tims Artikeln macht keine Freude.

Ralf
4 Jahre zuvor

Ich werde mich nicht mehr aktiv beteiligen um den Blogfrieden nicht weiter zu gefährden. Es sind einfach zu verschiedene Welten und Ansichten und ich will eure Sicht auf die Dinge nicht länger durch stark abweichende Meinungen verunsichern.

Trotzdem meinen Dank für die interessanten Berichte und viel Erfolg an der Börse.

Albr
4 Jahre zuvor

Jeder kann in seinem Job voran kommen. Das gilt für alle Jobs. Ob Handwerker, Programmierer oder Koch: Hab eine Vision! Träume. Strenge Dich an. Nicht meckern den ganzen Tag, mache etwas Positives!!!

 

so siehts aus… ich werde am 1.3. diesen Jahres genau 7 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber arbeiten und dieses Jahr mehr als 50% mehr verdienen als in meinem ersten Jahr… auch hier zahlt sich Geduld, Beharrlichkeit, Loyalität und Spass (zumindest fast immer) an der Arbeit aus… wie beim Aktieninvestment 😉

 

 

peter
4 Jahre zuvor

Schade, dass Leser wie Ralf hier nicht geduldet werden. Auch wenn ich Tims Ansichten interessant finde, so muss ich trotzdem oft daran denken, dass diese mit der Realität nichts zutun haben bzw. diese nicht widerspiegelt. Es ist einfach und pauschal. Allein mit positiver Einstellung und Sparen ist es nicht getan. Es ist einfach solche Sprüche klopfen, wenn man keine Familie haben will und ergo keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will oder zufällig ein Narr des Zufalls ist, indem man mit Timing seiner Investments Glück hatte.

Frank
4 Jahre zuvor

@ Peter,

“Es ist einfach solche Sprüche klopfen, wenn man keine Familie haben will und ergo keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will “.

Kann man gesellschaftliche Verantwortung nur mit Familie übernehmen?

Ist man ein schlechter Mensch wenn man keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will?

FRank

 

Marc
4 Jahre zuvor

so siehts aus… ich werde am 1.3. diesen Jahres genau 7 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber arbeiten und dieses Jahr mehr als 50% mehr verdienen als in meinem ersten Jahr… auch hier zahlt sich Geduld, Beharrlichkeit, Loyalität und Spass (zumindest fast immer) an der Arbeit aus

 

Na das klappt aber nur in Ausnahmefällen, selbst bei größt möglichem Einsatz. Leider stellst du es so dar, als würde das bei jedem funktionieren, der sich bemüht.

peter
4 Jahre zuvor

@Tim

das mit den ETFs da sind wir uns einig! Und dass es in den letzten Jahren so gut ging, heißt nicht, dass wir das alles so ohne weiteres auf Zukunft übertragen können.

Narr des Zufalls ist man, wenn man mit Einzelwerten zufällig richtig lag und sich dann ständig auf die Schulter klopft, ohne dabei darauf hinzuweisen, dass das nichts mit Können zu tun hat und keine Strategie dahinter steckt, abgesehen von Risiken, wenn das Depot hauptsächlich aus Bank of America und Netflix besteht. Das ist Anfängern ggü gerade nicht sehr verantwortlich.

@Frank

Es liegt mir fern, hier zu urteilen, wer gut oder schlecht ist und jeder kann frei entscheiden, wie er seinen Beitrag leistet. Fakt ist nur, dass Familien von ganz anderen Prämissen ausgehen müssen als jmd. der nur an sich selbst denken muss 😉

 

Kia
4 Jahre zuvor

Netflix, Walmart, Target zum richtigen Zeitpunkt gekauft eine super Sache. Mir machen in letzter Zeit Einzelaktienkäufe irgendwie Angst. Vor Jahren las ich ein Buch über die Weimarer Republik und meine mich zu erinnern, dass einer der größten Konzerne damals IG Farben hieß. Was hätte man heute nach 90 Jahren wenn man die und andere Werte damals kaufte? Garnichts!

V
4 Jahre zuvor

Für die Auswahl von Einzelaktien ist Know-How notwendig. Man muss die Guten von den Schlechten unterscheiden können. Ich habe mir das auch nie zugetraut für das gesamte Aktienuniversum.

(Daher muss ich meine Kritik an den ETFs aus der Brille eines Durchschnittsanlegers betrachtet wohl etwas zurücknehmen, auch wenn ich selbst ETFs auch künftig meiden werde.)

Selbst ein Warren B. durchleuchtet alles mögliche (Cash Flow, Bilanzen, Marktsegment, Management, …) bevor er zuschlägt.

Ich habe für mich eine kleine Nische gesucht in der ich mich (viel) besser auskenne (bei mir Biotech) als andere und konnte damit mit dem Wissensvorsprung Unternehmen und deren künftige Produkte besser einschätzen.

Vielleicht habt ihr ja auch so Eure Spezialgebiete / Branchen und könnt da besser einschätzen, wie sich Technologien und Produkte durchsetzen könnten etc.

Ansonsten ist es nur ein klein wenig mehr als der Wurf mit dem Dartpfeil auf die Scheibe. Man mag zwar Unternehmen geil finden, das heißt aber nicht, dass sie langfristig erfolgreich sind. Netflix ist ein Positivbeispiel, Nokia (war auch mal supergeil) das Gegenteil.

@Tim:

Kinder, Familie und dann die FF zu erreichen – das ist halt nochmal schwieriger. Ich denke das ist was Peter wahrscheinlich wertfrei und ohne dich in die schlechte Ecke stellen zu wollen sagen wollte.

peter
4 Jahre zuvor

@Tim

wieso „schlechte Ecke“? Es geht nur um Fakten und Optionen. Es ist doch unbestritten, dass du als Einzelperson ganz anders handelst als Familie, oder? Ich war lange Zeit ohne Kinder und kann das gut beurteilen, denke ich.

Außerdem habe ich gute Freunde, die sich bewusst für ein Solistendasein entschieden haben und das ist gut so!

Freelancer Sebastian
4 Jahre zuvor

@ Kia

1951 wird beschlossen, die IG Farben in ihre ursprünglichen Bestandteile zu zerschlagen. Von ihren Nachfolgeunternehmen sind heute noch Wacker, BASF und Bayer selbstständig. Die Hoechst AG ist inzwischen Teil von Sanofi-Aventis, dem drittgrößten Pharmakonzern der Welt.

@ Peter

Auch wenn ich Tims Ansichten interessant finde, so muss ich trotzdem oft daran denken, dass diese mit der Realität nichts zutun haben bzw. diese nicht widerspiegelt

Also bei uns als Familie passt das ganz gut. Wir handhaben das wie Tim – Kinder hin oder her. Es liegt wohl eher daran, dass eben jeder seine ganz persönliche Realität hat.

Okay, unsere Sparquote liegt mit Kindern “nur” bei 35% und das mit Teilzeitarbeit. Wir sind sehr zufrieden. Aber wir messen uns auch nicht mit anderen Sparern. Wer über 50% schafft – wunderbar. Finde ich klasse.

Und wer “nur” 10% hinbekommt – ist doch auch schön. Da wird ein Polster aufgebaut. Jeder wie er kann, jeder wie er mag. Tims Artikel bleiben eine Wohltat.

 

Raphael
4 Jahre zuvor
Undercover Agency
4 Jahre zuvor

Hallo Tim und Followers.

Ich habe die letzten 7 Monate alle möglichen Verträge gekündigt. Ab Juni fahre ich smart cabriolet (lol) . Ich finde es geil! Ist anders als die anderen.

Ich bin 27 , schaffe jeden Tag halbtags 12 Stunden und verdiene viel. Vor 4 Jahren hatte ich 30tausend im Jahr.  Nun muss ich das an steuern nach Zahlen.

Es gibt so viele Gründe warum ich aussteigen will. Finanzielle Unabhängigkeit erreichen.

Es ist aber nichts härter wie wenn jeder seiner freunde und kunden auf den Putz hauen und Leben in saus und braus wie die Affen. In meiner Ansicht nach verbietet uns das schon die Bibel aber das ist wieder ein anderes Thema.

Jedenfalls spare ich ab Juni 750 Euro mehr . Nur weil ich auf Mist verzichte. Und meinen weg durch ziehe. Naja zumindest bis heute.

Auf die Frage was wäre wenn ich drauf gehe oder etwas dazwischen kommt kann ich nur sagen: ich schaffe gern und wenn meine Family es kriegen würde dann wäre es auch für was gut . Wie eh .

In diesem Sinne allen einen guten Rutsch. Draußen ist es glatt ?

David
4 Jahre zuvor

@Tim:

… und wer die USD 1‘000 anstatt in Target-Aktien stattdessen in Berkshire Hathaway-Aktien investiert hätte, der hätte damals 133 Aktien erhalten… und hätte heute immer noch „nur“ 133 Aktien, dafür aber rund USD 41 Mio. mehr auf der hohen Kante. 😉

Thorsten Rohweder
4 Jahre zuvor

@Tim Die Frage ist, ob man Immobilien hat und damit rechnet dass sie steigen, ich tu das nicht. Aber es sieht alles danach aus, weil der Bedarf vorhanden ist, jedenfalls bei uns. Es gibt keine Blase, es gibt das Elend der Wohnungssuchenden. Wenn ich selbst darin wohne brauche ich keine Wertsteigerung, wichtig ist kreditfrei zu wohnen. Da kann die Hütte am Ende auch marode sein, das Grundstück ist mehr wert als der ganze Kaufpreis früher und ganz wichtig : ich habe da ohne Einschränkung und Gefahr der Kündigung wegen Eigenbedarf drin gewohnt. Es verdichtet sich hier wie blöde, Häuser in der zweiten Reihe, Abriss, Aufstockungen, der mögliche Platz zum Bauen ist sehr begrenzt, man baut ins Wasser rein, Luxuswohnungen mit Spezialbeton gegen Wasser und Sturm, es gibt kein Land mehr zum Bauen. Zur Miete zu wohnen wird hier in der Großstadt zum Risiko, die Mieten steigen von Jahr zu Jahr und das wird sich bei dem Zustrom zu meinen Lebzeiten nicht ändern. Es gibt keine bezahlbaren Mietwohnungen für Familien, Vier-Zimmerwohnungen gehen unter der Hand weg, die kommen nicht mal in die Zeitung. Für mich also nicht mehr  “Aktien oder Immobilien? ” sondern “Immobilien und Aktien”. Es war die beste Entscheidung zu kaufen, keiner kann  mir kündigen. Als Single wäre mir das eher egal, da kann man irgendwas nehmen, notfalls ein Zimmer. Häuser haben hier schon immer eine Million gekostet, bald auch in Euro. Die Hypothek ist insofern mich kein Konsum sondern eine Investition, das risikoreiche Mieten eine unkalkulierbare Konsumausgabe.

Raphael
4 Jahre zuvor

Jeder wie er mag. Ich habe lieber ein 500.000€ Depot, das mir durch Wertsteigerungen regelmäßig die Miete bezahlt als ein 500.000€ Haus, das mich an einen Ort bindet und in das ich regelmäßig Geld und Arbeit investieren muss, damit es nicht verfällt.

June
4 Jahre zuvor

Guten Abend,

schöne Pools, immerhin in einer der wärmsten Gegenden Deutschlands. Von Juni bis September wir das Baden sicher möglich sein.

Bei uns scheitert es schon am Garten, den wollten wir genauso wenig wie den…

Pool – No

SUV – No

Hypothek – noch

Kücheninsel – ja und ich liebe sie

Restaurants – manchmal, aber nur wenn es besser ist als wenn ich zuhause koche. Also sehr selten.

Urlaub – ein Mal im Jahr

@Peter,

nimm dir die Worte von Tim zu Herzen und setze es um. Ich habe Familie, ich war sehr viele Jahre allein erziehend und habe vor 12 Jahren nach einer Scheidung von vorne angefangen. Je nachdem, wie es die nächsten 5 Jahre weitergeht, werde ich in 5 bis 7 Jahren nur noch arbeiten, weil ich es möchte.

Kinder brauchen Liebe, eine gute Schulbildung, daher unter Umständen auch mal Nachhilfe, und einen tollen Sportverein. Wenn das Kind musikalisch sehr begabt ist, dann finde ich es auch wichtig, dass man es ein Instrument lernen lässt, aber nur dann.  Ballett,  Chinesische Früherziehung, Kinder Yoga, ein Ponny und was es da alles an Angeboten gibt, das brauchen Kinder meist nicht.

Als meine Tochter noch zur Schule ging hatte sie Freundinnen, die jeden Tag in der Woche einen extra Termin hatten. Stress pur. Die Eltern sind nur ärmer geworden und die Mädels waren schlechter in der Schule.

Stellt mal alle eure Ausgaben auf den Prüfstand, ich gehe jede Wette ein, dass ihr eine Menge Sparpotenzial bei Kindern und Erwachsenen habt.

Take care,

June

Janus
4 Jahre zuvor

Fun Fact: Hätte man vor etwas mehr als 7 Tagen 4 Euro in 6 Richtige plus Superzahl investiert, hätten man jetzt 95 Mio. Das macht eine Rendite p.a. …

So ähnlich hilfreich sind die meisten Rückwärtsbetrachtungen.

Meine Realität:

Aktien rentieren im langen Mittel mit 7 bis 8 Prozent brutto p.a.

Davon gehen Kosten und Inflation runter. Man landet je nach Umfeld bei 3 bis 5 Prozent effektiv. Zu guter letzt schlägt die Steuer zu. Mit der echten Rendite wird keiner durch Investments FU.

Es hilft nur genug Verdienst.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

also ich habe auch keine Kinder, ehrlich gesagt, ich wollte auch Keine, vielleicht ein Fehler… kann ich heute nicht wirklich beurteilen, muss ich nun in die asoziale Schmuddelecke? Sind nur Eltern wertvolle Mitglieder der Gesellschaft? Irgendwie Alles bisschen harter Tobak den ich heute hier lese….

und was Ralf angeht, er tut mir von Herzen leid, ich würde ihm so sehr ein wenig Glück wünschen, ein wenig mehr Zuversicht und sowas wie inneren Frieden, ich weiss allerdings wirklich nicht wie man ihm helfen könnte, irgendwie echt traurig.

 

peter
4 Jahre zuvor

Ich gebe auf! Entweder kann ich mich nicht ausdrücken oder einige hier haben den totalen Tunnelblick. Liest bitte genauer, bevor Ihr kritisiert oder Ratschläge erteilt, vielen Dank!

Andrea
4 Jahre zuvor

Heißt Ralf jetzt peter?

Tim, guter Artikel. Ich habe nie daran gedacht, für solche Dinge wie Pools, SUVs oder Kücheninseln Geld auszugeben. Aber mein Mann, der gerne schwimmt, hätte sicherlich nichts gegen einen Pool …

4 Jahre zuvor

@Ralf

Zieh dich bitte nicht zurück. Ich sehe deine Kommentare nicht als Kritik an irgendwem. Du wirkst stattdessen aktuell ratlos / festgefahren und suchst Hilfe. Würdest deinen Beruf gerne wechseln, aber findest keine gut bezahlte Stelle. 40k für einen Projektleiter sind wirklich nicht angemessen. Aber für 60k sollte es bestimmt Stellen geben, gerade in BaWü. Ich kann deine Sorgen gut verstehen. Bin auch PL und habe nicht mal die 60k im Jahr, bin bei einem Dienstleister. Aber deswegen ist nicht alles im Leben schlecht. Mein Freund arbeitet nun auch, weswegen wir viel sparen können. Bis wir mal Kinder haben, liegen hoffentlich 100k auf dem Konto und arbeiten dann beide weniger.

@Peter

Dass Kinderlose es leichter haben, stimmt. Aber es gibt Leute, die gerne welche hätten, wo es aber biologisch nicht klappt oder der Partner fehlt. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt man ja trotzdem. Für den Partner, die Familie, im Verein.. oder als Blogger zur Motivation anderer. Wer Kinder hat, hat sich ganz bewusst dafür entschieden. Ich bin mir bewusst, dass Kinder ein großes Privileg sind. Gibt genug Pflegekinder / Adoptivkinder im Ausland, aber bin so “egoistisch” und will eigene. Da kann ich nicht erwarten, dass ich finanziell besser dar stehe als ohne. Z.B. 1000 Euro Kindergeld wären die falsche Motivation. Elternwerden muss man sich gut überlegen, weil es viel Verantwortung bedeutet. Ähnlich wie bei Haustieren ist die Gegenleistung die Liebe/Gesellschaft, die man zurück bekommt. Ich werd bestimmt auch mal jammern, dass es Kinderlose einfacher haben. Aber manch einer wiederum würde sein Depot tauschen, wenn er dafür Kinder und einen tollen Partner hätte.

Raphael
4 Jahre zuvor

Ich kommentiere hier sehr, sehr selten. Ich schätze Tims Blog und bin auch ein wenig genervt von den ewigen Nörglern in den Kommentaren. Konstruktive Kritik ist ok. Jammern nervt.

Aber Peter muss ich mal ein wenig in Schutz nehmen. In meinem Augen hat er keine unsachliche Kritik und auch keinen persl. Angriff geführt. Trotzdem scheint sich Tim oder Fit und Gesund persl. angeriffen und antworten gereitzg.

Gerade  bei Tim bin ich mehr Ruhe und professionelle Gelassenheit gewohnt. In letzter Zeit hat er aber öfters zb direkt Ralf kritisierte anstatt auf die weinerlichen Kommentare von Ralf weiterhin kurz und kapp, sachlich und professionell zu angworten.

Aber das Thema Kinder lässt die Emotionen immer stark aufschäumen und Tim ist auch nur ein Mensch.

Ich werde hier weiterhin lesen. Und immerhin hat Tims etwas rüdere Art auch Ralf dazu gebracht sich zurück zu ziehen. Das ist insofern schön, da seine Kommentare oft von vielen aufgeriffen worden sind und damit Energie vom wesentlichen abgezogen worden sind.

Ich hoffe aber auch, dass es in Zukunft hier auch weiterhin konstruktive Kritik und Anregungen, Denkanstöße gibt. Das macht diesen Blog hier noch besser.  Und er ist schon einer der besten in der dt.sprachigen Commuity.

Vielen Dank Tim für Deine harte Arbeit.

 

Kiev
4 Jahre zuvor

@Freelancer Sebastian

Bist Du schon finanziell frei? Hast Du Verbindlichkeiten? Mit 35% Sparrate ist man ja auch schon von 0 Euro Startvermögen in knapp 25 Jahren am Ziel. Seid wann hast Du Dich entschlossen in Teilzeit zu arbeiten? Ich würde vermuten, dass es mit den Kindern zu tun hat und finde den Schritt sehr interessant. Ich wünsche mir auch den Mut zu dem Schritt bereits vor Erreichen meiner selbst definierten Sicherheit. In kleinen Schritten bewege ich mich auch darauf zu.

@Ralf

Wir hatten das schon einmal, aber ich versuche es noch einmal. Du bist in der Baubranche tätig und hast das Limit Deines möglichen Gehalts erreicht. Ich habe mein Limit auch erreicht. In Deiner jetzigen Position ist es Dir möglich nur 4 Tage zu arbeiten. Du kaufst beständig Aktien ein. Du wünscht Dir vielleicht eine höhere Sparrate, aber diese Bedingungen klingen bereits nicht schlecht. Du könntest auch mehr arbeiten, falls es von der Firma aus möglich ist. Das andere Firmen scheinbar weniger zahlen deutet darauf hin, dass der aktuelle Job nicht so schlecht bezahlt ist. Vielleicht gibt es Branchen in denen Du mehr verdienen kannst, aber Du bist dort Quereinsteiger in höherem Alter. Das klingt vielleicht etwas hart, aber einen Absolvent ist billiger und eine Firma kann diese leicht formen und selbst für den passenden Bereich weiterbilden.

Dadurch fängt man in einer anderen Branche nicht direkt auf seinem gewohnten hohen Gehalt an. Wie weit weg ist denn Dein Ziel für die Freiheit? Du kannst den freien Tag auch nutzen um etwas kleines was Dir Spaß macht aufzubauen. Mit dieser Möglichkeit kannst Du immerhin ein Hobby finanzieren solange es nicht Liebhaberei wird. Und Du kannst mit den Überschüssen bereits bestehende Ausgaben steuerlich absetzen wie Telefon, Internet, Laptop und auch einen Arbeitsplatz usw. Und das ganz ohne Pauschbetrag.

peter
4 Jahre zuvor

Vielen Dank, Raphael! Gut auf den Punkt gebracht!

Und dass Tim hier super Arbeit leistet, daran sind wir uns einig, sonst wäre nicht hier, vielen Dank Tim.

Ich werde künftig das Thema Kinder nicht mehr ansprechen!

Hendrik
4 Jahre zuvor

Also ich finde das gar nicht so negativ was Ralf sagt. Er weißt halt auf Gefahren hin. Aber obwohl er manche Dinge kritischer sieht, kann er eine optimistische Sichtweise auf Digitalisierung etc. haben. Er sagt ja selbst, dass diese auch Chancen bietet…

Und nur durch positives Denken ist halt auch nicht jedem geholfen! Wenn ich heute Continental-Aktien kaufe und mir ganz ganz doll wünsche, dass sie steigen, werde ich da aller Voraussicht auch kein Millionär von.

Ich glaube wir sollten akzeptieren, dass manche anders Denken. Die meisten von uns, die hier sind und aktiv mitschreiben, sind eher Aussenseiter. Wir denken anders als der große Rest. Das schreibt doch auch Tim immer wieder. Aber an den großen Dingen, Steuern, Wandel der Berufswelt und vieles weitere, werden wir alle nichts dran ändern können. Wichtig ist,dass wir fokussiert bleiben auf unsere Ziele.

Daniel86
4 Jahre zuvor

Mal eine ganz andere Frage. Was haltet ihr – im Bezug auf die jetzt möglichen Dieselfahrverbote – davon in Baumot zu investieren? LG Daniel

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

hallo Raphael,

das Kinderthema hatten wir schonmal, ich finde es scheinheilig immer wieder die Nachteile der Elternschaft aufzuführen, die Vorteile werden dabei unter den Teppich gekehrt, und Vorteile gibt es durchaus, es gibt Kindergeld, Familienzulage, Punkte bei der Rente, es nervt mich ungemein wenn Kollegin X, die selber schon gerne wegen jedem Schnupfen daheim bleibt, 2 Stunden vor Dienstbeginn wegen Kinderkrank anruft, wer muss denn einspringen? da werden sofort erstmal Alle Kinderlosen angerufen, die haben ja eh nix Besseres vor,

als meine Mutter sehr krank wurde, konnte ich mich da krankmelden? nö, das war mein Privatvergnügen und dafür hab ich nicht einen einzigen Tag gefehlt, einzig für die Beerdigung gab es 3 Tage.

Ferienplanung, genau das Gleiche, für die mit Kindern wird bevorzugt geschaut, Feiertage ebenso (wobei ich seit 2 Jahren an allen hohen Feiertagen arbeite, bringt mir ja gutes Geld)

Jammere ich nun? bin ich nun neidisch? das nicht, aber die Scheinheiligkeit geht mir auf die Nerven,

werde mich jetzt aber auch nicht mehr zu diesem Thema äussern, bringt einfach nix.

K.
4 Jahre zuvor

@Ex-Studentin

Damit hast Du recht. Gut abgewogen. Je nach Sichtweise ist es anders und man “beneidet” oft die jeweils andere. 🙂

Christina Laub
4 Jahre zuvor

Liebe Kinderlosen,

natürlich seid Ihr Egoisten, was denn sonst? Während sich noch Eure Eltern abrackerten, um Euch eine gute Zukunft zu ermöglichen, nehmt Ihr all diesen Vorteil irgendwann mit ins Grab. Fragt mal Eure Eltern wie sie das finden?

Keine Kinder bekommen zu wollen ist das Zeichen einer Gesellschaft für Dekadenz und letztlich Abstieg.

Ich arbeite gerne – gerade auch für eine gute Zukunft in der meine Mäuse (3 und 6) es einmal gut haben sollen. Wer nur bei sich ist, ist Anfang und Ende.

Christina

 

Markus
4 Jahre zuvor

@Ex-Studentin

“Aber für 60k sollte es bestimmt Stellen geben, gerade in BaWü.”

Hat Ralph doch schon bei ner 4 Tage Woche nach eigener Aussage.

Mehr verdienen wollen und weniger arbeiten wollen funktioniert extremst selten.

Da kann er noch so häufig hier sich über diese scheinbare Ungerechtigkeit “Bezahlung nach Leistung bzw. was in einer Branche möglich ist” beschweren. Diese Dinge muss man entweder akzeptieren lernen, umschulen, Selbständig werden oder auswandern. Hier tauchen aber neue Probleme / Herausforderungen auf, denen er sich auch nicht stellen möchte…

Alles andere ist Meckern über die aktuelle Situation und über die immer gleiche Schallplatte wie ungerecht das Leben doch zu ihm ist. Wenn man dann noch Schuldzuweisungen dem Staat, den Flüchtlingen, den Medien und allen anderen unbeeinflussbaren Faktoren gibt, die er im Gegensatz zum eigenen Denken & Verhalten nicht beeinflussen kann, nervt dass die Menschen, welche sich selbstkritisch hinterfragen & anpacken.

Die gedankliche Vorstellung wie es manchen Nörglern mal in einem 3. Welt-Land gehen würde… ist vielleicht etwas fies, könnte aber evtl. die eingefahrenen Denkschubladen ein wenig erden. 😉

“Dankbarkeit lernen” wäre ein netter VHS-Kurs für mehr innere Zufriedenheit.

Informierter Leser
4 Jahre zuvor

Finde den Ansatz auch merkwürdig, 60 K verdienen bei einer 4 Tage Woche, bedeutet 75 K Normalarbeitszeitlohn, damit gehört er schon zu den 5% Topeinkommen in Deutschland. Klar sind die Immobilien in Heidelberg teuer, es gibt ja auch noch das Umland.

V
4 Jahre zuvor

Ein brutaler Kollaps in den nächsten zwei Jahren droht – ausgelöst durch kommende Zinserhöhungen und verschleppte faule Kredite aus der Finanzkrise durch die jahrelange Niedrigszinspolitik. Hier ein weiterer, der das erkennt und wie ich auf dem Radar hat:

https://www.youtube.com/watch?v=zXPEPzg3eSg

Übrigens nicht nur bei der EZB, sondern auch bei der FED oder BOE oder BOJ. Wir haben weiterhin ein systemisches Problem, das sich weiter seit der Finanzkrise um Faktoren erhöht hat.

Jeder sollte sich im Klaren sein, dass der Bullenmarkt zudem in der Spätphase ist und erhebliche Risiken angehäuft wurden. Im nächsten Crash wird es daher richtig crashen. Dieser Autor erwartet einen Deflationsschock, der den von 1929 übertrifft.

Daher fühle ich mich durch die Assetpreisinflation in meinem Protfolio auf den gestern genannten Wert auch absolut nicht reich.

Daher bereite ich mich weiter vor. Mit Gold/(Silber). Und daher ist es für mich auch ein No-Go JETZT meine Arbeit zu reduzieren oder in die FF zu gehen.

Lieber Tim, du bist ein klein bisschen jünger als ich und hast dich ähnlich intensiv oder wahrscheinlich noch etwas mehr mit Börse und Finanzsystem beschäftigt als ich. Daher wäre es schön, wenn du dieses Thema gegenüber deinem oft recht jungen Publikum nicht aussparst und mal sauber adressierst, auch wenn es deinem Narrativ der frugalistischen FF mit recht wenig Kapital etwas schaden könnte. Ich denke nämlich, dass es ein absoluter Trugschluss ist mit einer 2, 3 oder 4% Regel die Arbeit an den Nagel hängen zu können. Wir haben aktuell so große Schiefstände, dass diese Regeln beim big bang nicht mehr funktionieren würden und alle die unter dieser Prämisse in die FF gegangen sind zu den Verlierern gehören werden…

4 Jahre zuvor

@Markus

Das mit den 60k bei 4 Tagen wusste ich nicht.. Wenn seine jetzige Stelle frei wird, soll er in dem Fall Bescheid geben. 😉

 

V
4 Jahre zuvor

@ExStudentin:

Ich surfe gerade umher und war gerade zufällig kurz auf deinem Blog und sehe lustigerweise kommst du aus demselben Landkreis wie ich, daher winke ich mal virtuell in deine Richtung.

Mach weiter so –  Arbeit und genug zu verdienen für die geleistete Arbeits(Lebens-)zeit ist das eine, sich um sein hart erarbeitetes Geld zu kümmern ist mindestens genauso wichtig und spart im Endeffekt genauso viel (Lebens-)Zeit, das sonst im Hamsterrad verbracht werden müsste.

Ich habe auch schon in deinem Alter auf allen Ebenen damit begonnen; das sollte dann zwangsläufig zum Erfolg führen.

Also weiter so und viel Erfolg!

Kia
4 Jahre zuvor

Ralf, ich verstehe nicht warum du deine “Spaßbewerbungen” nicht in die Schweiz verlegst, wenn du dort gerne wärest. Im Zweifelsfall sollte es doch einfacher sein deine Nichtgutverdienende Ehefrau davon zu überzeugen umzuziehen als hier einen Arbeitgeber zu überzeugen, dir mehr als 60k zu bezahlen. Ich weiß zimindestens von einem jungen Bauingenieur, der ohne Erfahrung nachdem Studium dort extrem gut verdient hatte, indem er Maschienen im Tunnelbau beaufsichtigte. Von ihm wurde nur verlangt das er anruft falls irgendetwas blinkt.

4 Jahre zuvor

Will mich ja nicht groß einmischen, finde Ralf eigentlich auch ganz vernünftig.

Mir ist prinzipiell etwas gesunder Skeptizismus auch lieber als rosa Wölkchen (“Man schafft alles wenn man nur will”). So denkt man nur solange, bis man richtig vom “Schicksal” auf die Fresse bekommt.

Das stößt mir bei dem sonst so geschätzten Kolja B. (ich mag ihn wirklich!) immer auf. Diese naive Bejubelung des kapitalistischen Sozialdarwinismus. Dabei ist er durchaus tiefgründig und empathisch.

Ich vollziehe es nach. Wenn man in Saft und Kraft steht in dem Alter, gut aussieht, alle Vorteile auf seiner Seite hat, dann gelingt einem auch leicht alles. Es ist dann sehr schwer, sich in Demut zu üben. Man will einfach nicht glauben, dass es eben nicht jedem Menschen so gelingen kann. Das kommt leider meist erst durch Katharsis.

Man sollte einfach in Betracht ziehen, dass das Leben/persönliche Werdegang sehr verschiedene Standpunkte erarbeitet. Und je nach Wegstrecke, an der man sich gerade befindet, es eben mit den Ansichten anderer Leute krass kollidiert.

Es stimmt allerdings, dass man nur weiter was verbessert für sich, wenn man die Probleme, wegen derer man unzufrieden ist, sich klar benennt, und dann ran geht. Eigentlich ja Binsenweisheit…

Ich schaue gerade den Sechsteiler “Bad Banks” in der ZDF-Mediathek. Da sehe ich endlich mal Désirée Nosbusch (hier als Grande Dame der Finanzindustrie) wieder, für die ich mal schwer geschwärmt habe. 😉

Bin erst beim 4. Teil und hoffe und bange mit dem Luc. Die Serie ist sehenswert. Echte Milieustudie des Haifischbeckens Investment-Banker, und wohin der Ehrgeiz führen kann.

Schreibe das nur, weil der Luc gerade eine kleine Weisheit der Selbsterkenntnis in einem Dialog von sich gab:
“Ach, weißt du, ich bin jetzt ‘ne sehr lange Zeit unglücklich gewesen.
Hat man kein Geld, kann man das fehlende Geld dafür verantwortlich machen, dass man unglücklich ist, dass es einem nicht gut geht.
Aber wenn du Geld hast und es geht dir trotzdem nicht gut, dann liegt es entweder am Charakter oder daran, dass du das Gefühl hast, bis jetzt alles falsch gemacht zu haben.
Dann ändere dich und hör auf zu flennen.
Bin dabei. – Bin ich gespannt.
Du wirst sehen.”

So, jetzt weiter schauen… schönen Tag noch!

MS

 

Rainer Zufall
4 Jahre zuvor

MS
danke für den Hinweis zu Bad Banks. war mir etwas unschlüssig, ob das was taugt.
Tim

Du schreibst in letzter Zeit gelegentlich:

“Ich bin ein Fan von kostengünstigen Etfs. Oder Qualitätsaktien, die ich ewig halte.”

Mich würde interessieren, ob Du auch selbst in Etfs investierst. Danke!

 

Mark 85
4 Jahre zuvor

Heute muss auch ich einmal losjammern: Die von mir seit 3 Jahren heiß und innig geliebte Ing-Diba-Aktion für gebührenfreie Indexfondskäufe ab 500 Euro wird höchstwahrscheinlich Ende März eingestellt werden. 🙁

V
4 Jahre zuvor

Lasst Euch von einem zweifachen Familienvater sagen:

Kinder erfordern sehr viel Zeit. Als Single oder Kinderloser kann man sich gar nicht vorstellen, was da auf einen zukommt und wie viel Zeit das beansprucht, wenn man ein guter Vater oder eine gute Mutter sein möchte. In Zeit gerechnet ist das mehr als ein Fulltimejob nebenher zu dem eigentlichen Job. Kinderlose und Singles merken diesen Unterschied erst, wenn das erste Kind da ist. Und sie merken dann, dass ein weiteres Kind noch problematischer bezüglich Job und Zeitbedarf und -management ist. Das Leben ist komplett anders als zuvor. Die “Freiheiten”, die man zuvor genießen konnte, sind erheblich eingeschränkt, wenn man zudem nicht mal Oma und Opa hat, die einem viel abnehmen können. Es ist in gewisser Weise ein eigenes Hamsterrad, das man sich selbst auswählt. Auf der anderen Seite geben einem Kinder auch sehr viel (mir zumindest).

Leider ist unsere Gesellschaft in gewisser Weise feindlich gegenüber Kindern und Kinder bekommen, die die Rahmenbedingungen nicht passen (für die Eltern) und Kinder als reine Leistungsträger vom Staat angesehen werden (zum Beispiel unser Bildungssystem, das immer mehr Stoff auf sie einprügelt, z.B. G8 Gymnasium, wo bleibt da die Kindheit?). Unsere Gesellschaft ist auch undankbar gegenüber den Eltern, die hier sehr viel ihrer Zeit und ihres Geldes “investieren”, aber durch Kinder im Endeffekt schlechter gestellt werden als kinderlose Paare und dennoch dafür sorgen, dass der Staat überhaupt am Leben bleibt. Soviel mein Einwurf dazu. Andere Mütter oder Väter können mir hier sicher beipflichten.

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