Ubisoft und CD Projekt: 2 heiße Turnaround-Aktien aus dem Spielebereich

Die Inflation nagt unentwegt an deinem Vermögen. Alles wird teuerer: Strom, Gas, Krankenkasse, Lebensmittel, Abwassergebühr, Klopapier… Es gibt wenig Möglichkeiten, um dein Vermögen vor der Geldentwertung zu schützen. Tagesgeld kannst du vergessen. Bausparen bringt wenig, zumal du beim Abschluss des Bausparvertrags ein Prozent der Abschlusssumme als Gebühr verlierst.

Und bei Riester-Verträgen zocken Anbieter ihre Kunden mit absurden Gebühren ab. Ich finde es widerlich, was die Branche sich erlaubt. Dass die Bundesregierung die Gebühren nicht gedeckelt hat, ist mir schleierhaft:

Was kannst du stattdessen machen? Dividenden sind eine Lösung. Was bleibt sonst noch? Bloß nicht zum Bankverkäufer gehen. Dann verdient nämlich in erster Linie die Bank. Es ist nicht der beste Ansatz. Ich kann es nicht oft genug sagen. Besser ist: Einen ETF kaufen. Dieser FTSE All World von Vanguard ist einer meiner Favoriten. Hier bekommst du etwa 1,5 Prozent Dividende. Die Kosten sind gering.

Ohne Risiko keine Gewinne

Langfristig haben Börsianer bislang immer Gewinn gemacht. Kurzfristig wird es sehr wahrscheinlich Verluste geben. Im Idealfall fängst du so jung wie möglich mit dem ETF-Sparen an. Selbst im Alter von 50 Jahren ist es nicht zu spät. 15 Jahre sind ausreichend Zeit, um eventuell ein Polster von 80.000 oder 200.000 Euro aufzubauen. Besser ist es natürlich, wenn du 500.000 Euro im Depot zusammen hast.

Wie du 1.600 Euro im Monat im Schlaf verdienen kannst

Wer 500.000 Euro im Alter von 65 hat, kann 20.000 Euro im Jahr entnehmen. Basis ist die Vier-Prozent-Formel. Das sind 1.600 Euro im Monat. Wohlgemerkt vor Steuern. Das ist nicht von schlechten Eltern. Ein schönes zusätzliches passives Einkommen neben der gesetzlichen Rente ist das.

Unter Annahme der historischen S&P-Performance wird es Kapitalgewinne geben, so dass sich trotz Entnahmen dein Geld in zehn Jahren möglicherweise verdoppeln kann. Freilich musst du die Inflation berücksichtigen.

Natürlich können unerwartete Ausgaben, Verletzungen/Krankheiten im Alter jederzeit vorkommen. Das kann Pläne durcheinander wirbeln. Aus diesem Grund möchtest du ein bequemes Finanzpolster haben. Es geht ja nicht darum, um im (Früh-)Ruhestand wie Gott in Frankreich zu leben. Nein, es soll dir gut gehen. Mehr nicht. Sei fleißig. Bleib bodenständig. Vermeide unnötige Ausgaben. Dann wird dein Ruhestand komfortabel sein.

Um es zusammenzufassen: Für einen längeren Zeithorizont sind Aktien ratsam. Aber wie? Einzelne Aktien zu kaufen ist riskant. Denk an Lehman Brothers, Wirecard, den VW-Skandal, den Absturz der Deutschen Bank, die Pleite von General Motors… Die von den Banken empfohlenen aktiven Fonds verlangen beim Kauf teure Ausgabeaufschläge (3 bis 5,5 Prozent). Hinzu kommen hohe laufende Kosten (1,5 bis 3 Prozent) pro Jahr. Das sind verrückte Kosten.

Dirk Müllers Fonds ist ein Rendite-Flop

Auch medial präsente Gurus wie Dirk Müller (Mr. DAX) oder Frank Thelen halten vielleicht nicht immer, was Anleger von ihnen erwarten. Mit Müllers “Premium Aktien”-Fonds haben Sparer Geld verloren. Manchmal wird in der Branche nur Luft in Tüten verkauft – ein teures Lehrgeld für Verbraucher.

Ich sage es gebetsmühlenartig, weil Leser mich ständig fragen: Es gibt einen Ausweg aus der Misere, es sind ETFs. Die sind mittlerweile nahezu gratis. Ich besitze einzelne Aktien und ETFs. Ich bin ein Fan von ETFs.

Festzinsanlagen, Anleihen, Bausparen, Tagesgeld

In der Nullzinsphase macht es keinen Sinn, in Anleihen, Tagesgeld oder zeitlich gestaffeltes Festgeld und Sparbriefe zu investieren. Langfristig sind Aktienmärkte der richtige Weg. Gerade wenn du ein erhebliches Vermögen aufbauen willst. Der Nutzen von Rohstoffanlagen ist umstritten. Eine Anlage solltest du gründlich überlegen.

Was ist mit der Ubisoft Aktie los?

Wählst du einzelne Aktien aus, bleiben dir Fehlgriffe nicht erspart. Zur Zeit leiden viele Spiele-Anbieter. Nimm den französischen Videospieleentwickler Ubisoft. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs halbiert:

Die neuen Spiele waren kein Hit. Aber die Marke ist stark, so dass der Kurs wieder steigen wird, denke ich. Das KGV beträgt nur 18. Die Gründerfamilie besitzt ein großes Aktienpaket. Derweil sind die Nachrichten freilich nicht gut. Ubisofts Vorstoß ins NFT-Segment stieß auf Widerstand.

Es besteht Hoffnung. Ubisoft will in Zukunft mehr auf Free2Play und mobile Spiele setzen. Das macht Sinn. Der Vorstand will die Abhängigkeit von großen AAA-Spielen reduzieren.

CD Projekt: Polnischer Spieleanbieter kollabiert

Spannend ist nach dem Absturz auch der polnischen Videospielentwickler CD Projekt. Der Kurs ist von 100 auf 43 Euro kollabiert:


Die Hiobsbotschaften rissen nicht ab: Das mit viel Vorschusslorbeeren ausgestattete Ballerspiel Cyberpunk 2077 floppte, es gab technische Problemen. Hacker stürzten das Unternehmen mit einer Cyberattacke in ein Chaos. Anleger klagten auf Schadenersatz. Das KGV beträgt nun 36. Die Warschauer sind einer der größten Player weltweit. Aber der Börsenwert ist mit 4,2 Milliarden Euro moderat. Die Krise kann eine Chance sein.

1994 von 2 Freunden gegründet

Im Mai 1994 gründeten die Schulfreunde Marcin Iwi?ski und Micha? Kici?ski das Unternehmen. Marcin Iwi?ski verkaufte schon als Schüler Kopien westlicher Videospiele auf einem Warschauer Marktplatz. Damals lag Polen noch im Einflussbereich der Sowjetunion. Nach dem Übergang Polens zu einer marktorientierten Wirtschaft in den frühen 1990er Jahren begannen Iwi?ski und Kici?ski, Spiele von US-Einzelhändlern zu importieren. Sie waren die ersten Importeure von CD-ROM-Spielen. Sie gründeten CD Projekt mit nur 2.000 Dollar. Sie nutzten die Wohnung eines Freundes als ihr mietfreies Büro.

Nach der Gründung fingen sie an, ausländische Videospiele im Inlandsmarkt zu vermarkten. Später stiegen sie in die Spieleentwicklung ein. Die Abteilung für die eigenen Spiele nannten sie CD Projekt Red. 2007 gelang der Durchbruch mit der Witcher-Reihe. Sechs Jahre später starteten die Geschäftsmänner den digitalen Videospiel-Vertrieb GOG.com, der ursprünglich Good Old Games hieß. Heute hat GOG Tausende Spiele im Katalog, mit 600 Publishern weltweit bestehen Kooperationen.

The Witcher 3: Bestseller

Das Action-Rollen-Spiel Witcher 3 zählt zu den Top-Sellern. Als eine TV-Show auf Netflix dazu kam, erlebte The Witcher einen weiteren Schub. Ein andere Gelddruckmaschine sollte das Ballerspiel Cyberpunk 2077. Für die Entwicklung eröffnete der Vorstand eine neue Abteilung in Breslau.

Geldprobleme nach der Gründung

Zunächst mussten nach der Gründung kleine Brötchen gebacken werden. Die Anfänge waren hart. Das Unternehmen übersetzte in den ersten Jahren wichtige Videospiele ins Polnische.

Als CD Projekt gegründet wurde, bestand ihre größte Herausforderung darin, die Piraterie von Videospielen zu überwinden. Das Unternehmen war eines der ersten in Polen, das Spiele mit Lokalanstrich versah. Die meisten ihrer Produkte gingen über kleine Läden an die Verbraucher. Einer der ersten Bestseller war „Ace Ventura“. Während frühere Lizenzen nur ein paar hundert Mal verkauft wurden, verkaufte Ace Ventura mehrere tausend Kopien. Der Erfolg lag im heimischen Ansatz. Ein Mitarbeiterteam übersetzte die Spiele ins Polnische. Kaum ein Konkurrent machte sich die Arbeit, die Texte vom Englischen ins Polnische zu übersetzen. Um die Popularität in Polen zu erhöhen, fügte CD Projekt der Verpackung der Spiele Gegenstände hinzu.

Sie stellten bekannte polnische Schauspieler ein, um Charaktere zu synchronisieren. Ihr erster Versuch mit „Baldur’s Gate“ war erfolgreich mit 18.000 verkauften Einheiten, die am Veröffentlichungstag ausgeliefert wurden.

Die Unternehmensphilosophie

Gründer Marcin Iwinski ist ein Rebell. Er bringt es so auf den Punkt:

„In dem Moment, in dem wir anfangen, konservativ zu werden und aufhören, kreative Risiken und Geschäftsrisiken einzugehen und aufhören mit dem, was wir tun, treu zu bleiben, sollten wir uns Sorgen machen. Und ich mache mir keine Sorgen. Unsere Werte und unsere Sorgfalt für das, was wir tun (…) treiben dieses Unternehmen voran. Es ist mein persönlicher Schrecken, ein gesichtsloser Gigant der Spieleentwicklung (…) zu werden. Solange ich hier bin, werde ich dafür kämpfen, dass dies nicht passiert.“

Er achtet auf eine hohe Qualität der Spiele. Die Top-Etage konzentriert sich auf die Entwicklung von Rollenspielen. Konsumenten macht der Vorstand zu seiner Priorität. Das Führungsteam glaubt, dass kostenlose Inhalte ein Standard sein sollten. Es veröffentlichte daher etliche kostenlose Games. Dazu zählt das Jagdspiel „Wild Hunt“.

Es gab Übernahmeversuche

Die Unabhängigkeit des Unternehmens hat Priorität. Die Gründer lehnten offenbar einen Übernahmeversuch ab. Es wurde gemunkelt, dass Electronic Arts versucht hat, CD Projekt zu kaufen. Dies wurde zwar offiziell bestritten. Doch ist es vorstellbar. Die beiden Gründer besitzen zusammen rund 23% der Aktien. Die anderen Aufsichtsräte halten weitere 10%. CD Projekt ist im Warschauer Börsenindex WIG20 enthalten.

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John Casey
6 Monate zuvor

Also sollte sich CDP sorgen machen? Denn sie haben ihre Kunden vollständig verarscht und ein Spiel herausgebracht, was sich gerade so im Alpha-Status befand. Seit über einem Jahr wird daran bin gefixt und es erfüllt immer noch nicht seine Versprechen. Das zur Gamingseite der Geschichte. Die mMn hatte Gamingfirma hat ihren sehr guten Ruf mit Vollgas gegen die Wand gefahren.
Zur Investorenseite: Natürlich wurden sie verklagt, sie haben Erfolg vorgegaukelt, obwohl sie wussten, dass ihr Spiel auf manchen Plattformen nicht lauffähig ist. Die Presse wurde getäuscht und die Anleger für dumm verkauft. Nach Release mussten dann sehr viele Verkäufe zurückgenommen werden.
CP2077 ist ein Führungsversagen, wie es schimmer nicht sein könnte und ich hoffe, dass sie daraus gelernt haben und wieder in der Realität ankommen. Da hat die Gier das Hirn gefressen.

DanielKA
5 Monate zuvor
Antwort an  John Casey

Na deswegen ist es doch ein “Turnaroundkandidat”, sind ja alles old news. Der Kurs ist schließlich von EUR 106 auf zwischenzeitlich EUR 33,9 implodiert und damit weit über 5 Mrd. an Marktkapitalisierung. Die Frage ist was bekommen Sie in Zukunft wieder auf die Reihe? CP2077 wird ja mittlerweile von immer mehr Gamern gefeiert. Wie bei jedem Turnaround muss man Chancen mit den Risiken abwägen. Das gleiche gilt für ubisoft.

MarcMitC
6 Monate zuvor

Sehr schöner Beitrag mal wieder!

Habe noch nie so schnell 5-stellig Anteile eines Nasdaq 100 ETF´s gekauft, wie nach diesem Riesterbeitrag.

Ein Peinlichkeit für die Finanzkultur in Deutschland, dass es Riester (in dieser Form) immer noch gibt…

halupalu
6 Monate zuvor

@Marc

Na dann viel Spaß mit deinem Nasdaq bei der diesjährigen Regulierung der Techkonzerne!! hahaha

Sparta
6 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

@Halupalu

Ich bin mir nicht sicher ob z.B die amerikanische Politik genügend Kraft und Macht hat die Tech-Monopole zu regulieren da auch einerseits schon viele Politiker entweder gekauft sind oder gegen Regulierung sind…

Andererseits sind einige Geschäftspraktiken der Mono’s schon extrem grenzwertig.

Deswegen will die KP (mit eigenem verwerflichen Praktiken (Uiguren)) keine solchen Machtverhältnisse und kein 2. Amazon/Meta.

Thorsten
6 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

Vielleicht werden einige Unternehmen aufgeteilt, bzw. sie machen das selbst bevor reguliert und zerschlagen wird. Google,Amazon. Die Einzelteile in Summe wäre mehr wert als vorher die hochdotierten Aktien.

Mannigfalter
6 Monate zuvor

@Tim: Die 4%-Regel wird gerne mal schnell hingeschrieben, ganz so trivial ist es jedoch nicht, siehe bei BigERN Karsten Jeske:

https://earlyretirementnow.com/2022/01/03/ten-things-the-makers-of-fire-dont-want-you-to-know-swr-series-part-50/#more-67527

Thorsten
6 Monate zuvor
Antwort an  Mannigfalter

Es gibt Jahre bei denen die 4%- Regel versagt hat. Da wurde zu Beginn der Sparphase ein Aufschwung verpasst und am Ende eine Baisse erwischt. 4%-Regel ist Mainstream und wie Weichspüler : duftet gut, aber nutzt nichts oder ist gar schädlich.

ZaVodou
5 Monate zuvor
Antwort an  Mannigfalter

Was Tim gerne vergisst ist, dass bei der Trinity-Studie (aus dieser ging die 4 %-Regel hervor) ein Portfoliomix aus 50 % Aktien und 50 % Anleihen gefahren wurde.
Dieser Mix besagt dann, dass man damit mindestens 30 Jahre durchhalten konnte ohne das das Portfolio auf Null ging, wenn man jedes Jahr 4 % von der Anfangssumme entnahm. Die Inflation wurde dabei berücksichtigt, weil die anfängliche Entnahmesumme sich jedes jahr um die Inflation erhöhte.
Tim schlägt seinen Lesern aber vor das Geld hauptsächlich in aktienbasierten Anlagen anzulegen, weshalb die 4 %-Regel also nicht greifen würde.

DanielKA
5 Monate zuvor
Antwort an  ZaVodou

Im echten Leben hat i.d.R. auch niemand nur ein Depot losgelöst von anderen Cashflows, im Normalfall beim Besserverdiener gibt es noch Renten/Pensionen, Betriebsrenten, Mieteinahmen, Lizenzeinahmen andere Einkommen und ersparte Miete durch Eigentum.
Leute, welche sich mit solchen Gedankengängen beschäftigen, haben i.d.R. eher “zu viel” als “zu wenig”.

Last edited 5 Monate zuvor by DanielKA
Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  DanielKA

@ Trinity

Ich finde die Studie und Zeiträume sehr interessant. Sie liefert eine gute Auswertung um grob einen Fahrplan zu geben. Damit sollte Jeder Einsteiger leicht zurecht kommen. Über die Jahre wird es jegliche Veränderungen bei der Person geben. Das Gehalt steigt vielleicht, die familiären Hintergründe werden sich ändern usw. Zusammen mit einem ganz groben Haushaltsbuch können all diese Veränderungen nachvollzogen werden. Wenn dann Rente, Arbeitszeit Reduktion usw. näher kommen wird sicherlich Jeder noch einmal genau die Rechnung prüfen. Die genannten Rentenansprüche sind vielleicht auch nicht uninteressant. Es ist auch gut möglich im letzten Jahr vor einer frühzeitigen Rente Cash aufzubauen. Das ist die gängigste Art. Hier kann man sich Bonds sparen und einfach einen Teil von dem Cash entnehmen. Dividenden gibt es obendrein. Vielleicht gibt es auch andere Quellen wie Betriebsrente, die auch einmalig ausbezahlt werden kann. Lohnt Baer nicht sich hier den Kopf zu zerbrechen bevor man überhaupt konkret Wünsche und Möglichkeiten vorliegen hat.

Thorsten
6 Monate zuvor

Spielehersteller und Bio/Pharma entweder Top oder Flop, im Wechsel, mir zu aufregend.

Tobs
6 Monate zuvor

@Kiev:
Du hast ja Magnit, darum einfach mal als rußische Aktien-Idee: Fix Price Group, gehandelt an der Börse in Moskau und London. Bin durch einen Welt-Artikel darauf aufmerksam geworden.

Das ist eine Art rußischer Dollar Tree / Five Below. Swen Lorenz hatte letztes Jahr B & M Value gefeatured, mit interessanten Deep Dive in diese sehr spezielle Einzelhändler-Industrie. Vielleicht hast Du Dir auch diesen Report durchgelesen. Die Vorzüge dieser Industrie sind ja schnelles Wachstum aus laufendem Cash-Flow, sehr schnelle Store-Profitabilität und Burggraben ab einer gewissen Größe wegen Mengenvorteile. Fixe Price war ein IPO vorletztes Jahr, hat sehr wenig Schulden und eröffnet wie irre neue Läden. Jetzt schon ein üppige Dividende. Ich kenne auch keinen Wettbewerber in Rußland. Ein schönes Geschäftsmodell, das vor allen Dingen in einem eher autoritären Staat wenig regulierungsanfällig ist. Und den ganzen Nippes kaufen genug Leute…Falls Dich sowas interessiert, dann schau Dir mal die IR Seite an. Denke, hier hole ich mir ein kleines Paket. Aktuell schwächelt der Kurs, sicherlich auch den Kriegssorgen geschuldet. Kaufen, lange drauf sitzen und sich an hoffentlich steigendem Cash-Flow/Dividenden erfreuen, denke ich.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Danke Tobs,

ich habe es mir einmal hinterlegt. Falls ich darüber gelesen haben sollte, ist es mir nicht ins Auge gesprungen. Es kann sein, dass es sich damals um einen IPO gehandelt hat. die mag ich generell nicht sehr, da ich hier schlecht einschätzen kann wie nachhaltig das Gewinnwachstum usw ist. Dafür hätte ich gerne eine Historie. Ich habe eine lange Wunschliste. JMIA habe ich als Short Put versicherungen verkauft, da hier sehr hohe Prämien gezahlt werden. Außerdem fehlt mir Investitionsgeld. MELI kann ich bisher nicht richtig gut einschätzen, ob sie sehr günstig sind. Mein Screener war dafür vielleicht nicht ganz geeignet.

Ich würde gerne bis zum Jahresende 336 Emergin Markets Anteile von Vanguard kaufen. Dann habe ich 1000 Stk. Das wird mit um 20k€ schon nicht ganz billig 😉

halupalu
5 Monate zuvor

Schreiben hier auch mal noch interessante Leute oder immer die gleichen langweiligen Anfänger?

Wolke
5 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

@halupalu

Interessante Leute werden hier oft als “negativ” oder gar als Trolle bezeichnet.
Schreiben tun immer dieselben dasselbe. Es gibt interessantere Finanzblogs.

slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Meistens werden Leute, die andere “langweilige Anfänger” nennen, als Trolle bezeichnet. Meist stimmt es dann auch 😉 Von Halligalli hab ich aber auch noch nichts wirklich interessantes gelesen.

Syntax Error
5 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

Ist das nicht öde mit den verschiedenen Nicknames hier zu schreiben?

Kiev
5 Monate zuvor

@ Jahresbilanz 2021

Bei mir dauert es immer ein paar Tage länger, da Mieteingänge, Darlehensausgänge usw. immer mit dem 01.01 kollidieren. Folglich habe ich den 05 als Stichtag gewählt.

Bei meinem IBKR Depot habe ich eine Rendite von 21% eingefahren (TWR). Das ist hinter meinen Erwartungen und hat ein bisschen mit RDS und Alibaba zu tun, von denen ich reichlich gekauft habe. Für 2022 bin ich mit den Positionen allerdings zuversichtlich. Mein zweitgrößtes ETFbasiertes Depot weist solche Zahlen nicht aus. Mit meiner gekauften Emerging Markets Position stehe ich bei +-0. Damit bin ich zufrieden, insgesamt laufe ich aber dem World Index sicherlich hinterher, da Emerging Markets äußerst schlecht liefen. Es ist mit Abstand meine Größte Position und auch hier bin ich zuversichtlich was die Zukunft angeht.

Wie hart habe ich an dem Vermögensaufbau gearbeitet? Scheinbar sehr hart 😉

Mit Humankapital, Mut auf neuen Wegen konnte ich mein Aktienvermögen inklusive Gewinnen von 157.826€ auf 269.531€ ausbauen. Das entspricht einer Erhöhung von satten 112k€ und ist sicherlich nicht rein auf Inflationseffekte zurückzuführen. Dabei konnte ich ebenfalls Verbindlichkeiten von fast 30k€ ohne Sondertilgungen reduzieren. Ich bin normaler Angestellter, ohne Affiliate Einnahmen oder Selbstständigkeit. In 2022 möchte ich die 300k knacken, mehr Vermögen in Aktien als Verbindlichkeiten in Immobilien haben und das ETF Depot auf über 100k€ steigern. Mal sehen was das Jahr ergibt.

-M
5 Monate zuvor

Ui, der alte Charlie hat ja mal schlapp seine Baba Position nochmals verdoppelt in q4.

-M

Thomas W.
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

Extrem…Hab es gerade erst gelesen. War bisher zu zögerlich…mal schauen evt lade ich nochmal ne Schippe nach. Charlie Munger macht das eiskalt.

-M
5 Monate zuvor
Antwort an  Thomas W.

Eiskalt muss man manchmal sein 😉 Gefühle an der Börse sind schwierig!

Bin da gut aufgeladen, aber würde mich bei einer nochmaligen Schwäche weiter aufladen. Mir gefällt Munger seine Art.

@Kiev

Schau mal hier. Das deckt sich mit dem, was ich auch im Kopf hatte (Costco, BRK, Li Lu)

http://www.valueinvesting.de/2021/10/charlie-mungers-privates-portfolio/

Also ganz so viel Baba hat er nicht, wie es scheint.

-M

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  -M

@ Charly Patt in Q4 😉

@ M

Für wen investiert Charly eigentlich das Vermögen? Weißt Du hier Bescheid? Ich würde ihm zu gerne wünschen, dass er dieses Investment noch als äußerst erfolgreich Investment erleben wird. Würde allerdings Einwände von Wolke nicht viel entgegen setzen können, dass dies vielleicht nicht unbedingt zu erwarten ist.

Jochen
5 Monate zuvor

JETZT KIPPT TS-MEDIA völlig in die Kopflosigkeit: FINGER weg von CD-Projekt – unabhängig vom Unternehmen selbst, spricht der Keil, der sich seit Mai als Welle 4 bildet, Bände: Kursziel zwischen 25 und 30 – lächerliche Empfehlung, vor allem als Altersvorsorge verpackt

Fit und Gesund
5 Monate zuvor
Antwort an  Jochen

nicht weitersagen Jochen, Tim Schäfer ist in den Ferien und hat einen Stellvertreter ernannt 🙂

Claus
5 Monate zuvor
Antwort an  Jochen

… ich bin zwar auch kein Freund solcher Aktien und würde sie niemals kaufen aber:

  1. Die Leute hier können schon sehr gut selbst entscheiden, was sie kaufen oder nicht und
  2. Ist es denn seriöser, Aktien anhand von “Keilen”, “4. Wellen” und prognostizierten Kurszielen zu analysieren? Was passiert eigentlich, falls die Aktie zufällig Dein Kursziel erreicht? Kompletter Absturz?? Raketenartiger Aufstieg??. Nichts mehr, sie bleibt für den Rest ihrer Tage auf diesem Niveau?? Prognosen sind halt schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen…

Wie wärs stattdessen mit sinnvollen Vorschlägen/Beiträgen?

LG

DanielKA
5 Monate zuvor
Antwort an  Jochen

oje die Kaffesatzleser äh technischen Analysten sind wieder am Start, komischerweise hat sich der Kurs über Monate stabilisiert und liegt wieder deutlich über der 200 Tage Linie, nicht dass mich das interessieren würde. Außerdem wurde es nicht als Altersvorsorge sondern als Turnaround “Spekulation” verpackt.

Raphael
5 Monate zuvor

Deine Blogbeiträge und insbesondere dieser hier, sind Balsam für die Investorenseele. Ich schätze deine gebetsmühlenartigen Mantras – tragen diese doch den Funken der Wahrheit in sich.

Danke für deine gute Arbeit.

Liebe Grüsse aus der Schweiz.

halupalu
5 Monate zuvor
Antwort an  Raphael

Naja er hat einfach nicht mehr zu erzählen. So viel spannendes passiert ja nicht in seinem Leben.. Erbsen, Bohnen und etwas Reis, mehr gönnt man sich ja nicht trotz Millionendepot das eigentlich nur Makulatur ist, da es sowieso niemals verkonsumiert wird..

halupalu
5 Monate zuvor

@bitcoin

Kaum wird dem System Geld entzogen durch Tapering und Zinsanstiegen, schon kackt das Schneeballsystem Bitcoin ab. Eben ein klassisches Schneeballsystem, sobald kein neues Geld mehr zufließt, beginnt es zusammenzubrechen.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

Und, hattest du einen Put auf Bitcoin platziert?

Ralf
5 Monate zuvor

“Ich bin normaler Angestellter, ohne Affiliate Einnahmen oder Selbstständigkeit. In 2022 möchte ich die 300k knacken, mehr Vermögen in Aktien als Verbindlichkeiten in Immobilien haben und das ETF Depot auf über 100k€ steigern. Mal sehen was das Jahr ergibt.”

Gratulation! Das klingt sehr gut. Gab es bzgl. Humankapital Sondereffekte die mit eine wesentliche Rolle spielen wie z.B. signifikante Abfindungen oder auch deutliche Gehaltssteigerungen beim Lebenspartner? Alleine nur wegen Jobwechsel wäre das eine sehr tolle Entwicklung.

halupalu
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Schulden zu haben und trotzdem in Aktien zu investieren ist dumm! Den Kredit abzuzahlen muss erste Priorität haben.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  halupalu

Warum glaubst du das? Insbesondere jetzt, da die Inflation höher ist als die Zinsen?

Meiner Meinung nach ist das unter gewissen Rahmenbedingungen sehr vernünftig. Z.B. wenn genügend kurzfristige Liquidität beschafft werden kann und der Zins wie in den letzten Jahren unter 1% liegt für einen Immobilienkredit.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Ralf

Ohne eine Abfindung wäre die Summe für mich nicht möglich gewesen. Als Softwareentwickler bei Google Zürich wäre es vielleicht möglich gewesen. Im neuen Job verdiene ich weiterhin verhältnismäßig gut. Auch hier bin ich im oberen Spektrum des möglichen. Bei dem alten Job gab es ein wenig mehr Geld, dafür arbeite ich jetzt auch eine Stunde weniger in der Woche. Ein neuer Job bringt aber auch Herausforderung mit sich, aber es werden andererseits auch alte Zöpfe abgeschnitten. Insgesamt bin ich äußerst zufrieden und dankbar, dass es die Möglichkeit gab. Hier hatten es viele Menschen in Deutschland wesentlich schlechter, die wirklich Kurzarbeit in hohem Maße hatten oder gar keine Arbeit. Andererseits gab es die Möglichkeit der Abfindung für alle Mitarbeiter in meiner alten Firma. Es haben sich sehr wenige gemeldet. Das ist die Chance für Menschen mit ausreichend Optionen. In 2021 hatte ich durch diese Maßnahme auch 3 Monate bezahlten Sonderurlaub 😉 ich konnte viel Zeit mit der Familie verbringen was auch einen hohen Wert hat.
Bei dem investierten Kapitel bin ich auch froh, dass weit über die Hälfte Netto zu sehen ist. Die Darlehenstilgungen und auch Aktienzukäufe sind aus Netto Lohn entstanden. Somit ist mein Eigenanteil an der Vermögenssumme verhältnismäßig hoch. In den nächsten Jahren wird sich das dann hoffentlich ändern. Hier werden meine Zukäufe wieder im üblichen Rahmen sein. Vielleicht gibt es noch eine Steuerrückzahlung, falls die Fünftel Regel noch nicht angewandt wurde. Habe ich nicht geprüft. Wird sich zeigen. Ich habe auch noch weitere Eisen im Feuer. Vielleicht gibt es hier in 2022 ein Ergebnis, vielleicht auch nicht.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev: Autsch, du hast die Abfindung in 2021 bekommen und dein Einkommen in 2021 nicht darauf optimiert bzw. weisst nicht ob die Fünftelregelung angewendet wurde? Wenn ja: vergiss es 😉 Wenn nein: geh schleunigst zu einem fähigen Steuerberater.

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Lejero

Ab einer bestimmten Abfindungshöhe ist es schwer zu optimieren, da die Fünftelregelung dann nicht/kaum mehr zieht. Oft ist die einzige Chance zur Maximierung im Auszahljahr Erwerbslos zu sein – das kann und will aber auch nicht jeder. Wenn man also eine neue Stelle hat und diese auch antreten will, dann ist große Optimierung echt müßig – es mag sie aber geben. (Ideen immer her damit) 😉

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Das Steueroptimum hat man, wenn im Auszahlungsjahr der Abfindung kein weiteres Einkommen anfällt. Um das hinzubekommen hat man viele Instrumente, z.B. Sondereinzahlungen in private oder gesetzliche Rentenversicherung, Vorrauszahlung der Krankenversicherungbeiträge für die nächsten 3 Jahre, Immobilien sanieren (aufpassen was, sonst kann es ggf. nicht in einem Jahr abgeschrieben werden), Solar-Beteiligungen etc. Damit kann man relativ einfach das eigene Gehalt und das der Frau in dem Jahr steuerlich verschwinden lassen.

Die Folgen wenn man das Einkommen ausser der Abfindung nicht auf 0 in dem Jahr bringt sind brutal. Schaffst du z.B. nur bis auf 10.000 € runterzukommen, zahlst du bei der Fünftelregelung auf diese zusätzlichen 10.000 € Einkommen fast 10.000 € Steuern. Klingt krass, ist aber so 😉

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Lejero

Die Abfindung kam korrekt, so dass die Fünftel Regel verwendet werden kann. Ich habe gerade erst die Steuer für 2020 erledigt. Von meinem alten Arbeitgeber habe ich die Abfindung bereits erhalten. Hier wurde aber schon viel abgezogen. Bin nicht sicher, ob das der Regelsatz an Steuern war oder ob hier schon die Fünftel Regel verwendet wurde. Abgerechnet wird ja mit der Steuererklärung.

Krankenkassenbeiträge konnte ich nicht voraus zahlen. Bin nicht privat versichert und der neue Arbeitgeber hat es leider nicht unterstützt. Das habe ich nachgefragt. Eine Baumaßnahme habe ich durchgeführt, aber das ganze Jahr Gehalt erhalten. Vom alten und neuen Arbeitgeber. In die Rentenversicherung habe ich nichts eingezahlt. Ich werde später eine gute Rente bekommen, aber hier nichts ausbauen. Ich investiere nur in Vermögen, das mir zumindest irgendwann gehört. Versicherungsprodukte in die Richtung oder Umlagesysteme vermeide ich soweit wie möglich.

Ich gehe davon aus, dass es noch eine Rückzahlung geben wird. Es wurden grob 40% vom Brutto einbehalten. Kann ich nicht direkt sagen, da es im letzten Monat noch weitere Gelder gab wie Urlaub, Gewinnbeteiligung usw. Die zählen natürlich nicht in die Fünftel Regel.

Kiev
5 Monate zuvor

@ Passive Einnahmen

Im Jahr 2021 hatte ich etwas mehr Arbeit mit Aktien und ETFS als üblich. Eine meiner LuRo Aktien wurde von der Börse genommen: PFB.to. Ohne weitere Meldung hatte ich eines Tages einen kanadischen Dollarbetrag im Depot. Die Aktie hat sich sehr gut entwickelt und zu 2-3% Dividendenzahlungen auch fast jährlich sehr hohe Sonderdividenden ausgezahlt. Ich hätte sie nicht abgegeben, auch wenn sie zu einem höheren Kurs abgenommen wurde.

Zusätzlich habe ich zwei Aktien von IBKR Banx nach Traderepublic transferiert. An den Einstandskursen bin ich nach 6 Monaten noch immer dran. Ein sehr lästiges Thema. Diese Art von Transfer werde ich in Zukunft nicht mehr machen. Ich wollte nur deutsche Aktien rüberschieben, da sie hier besser passen.

Bei Consors ist mein ausschüttender AllWorld ETF nicht mehr gebührenfrei Sparplanfähig. Bisher wurden immer für 150€ Anteile im Monat automatisiert gekauft. Die ausgeschütteteten Dividenden wurden zusätzlich automatisiert reinvestiert. Auf einen thesaurierer wollte ich eh wechseln, aber es bleibt die Frage wie ich auf eine glatte Position komme und was in Zukunft mit den Dividenden geschieht. Reinvestition wird vermutlich nicht wie gehabt funktionieren.

Ich hatte insgesamt mehr Aufwand als sonst und sehe leider bestätigt, dass eine breite Streuung von Titeln und Broker sehr zu empfehlen ist. Ein einziger AllWorld ETF ist auch nicht die Lösung. Falls er nach 20 Jahren geschlossen wird würde sich ein größeres steuerliches Problem ergeben. Ansonsten sorgt der wachsende Markt natürlich für gute Angebote, so dass es nicht schwer ist eine Alternative zu finden.mein größter ETF ist alleine über 30k€ schwer. Hier möchte ich sicherlich schon jetzt keine Auflösung nach 100% Kursgewinnen, die sich in der nächsten Dekade vielleicht einstellen werden.

Für meine Frau möchte ich ein ETF Depot eröffnen und warte aktuell auf die Festlegung der Broker Gebühren. Die Rückvergütung ist derzeit noch Thema und könnte zu Änderungen bei der Preisgestaltung führen. Justttrade würde mir als Anbieter gefallen, da es auch mein größtes ETF Depot ist. Ich möchte aber kein Depot eröffnen bei dem sich die Rahmenbedingungen nach ein paar Monaten stark ändern. Sonst muss ich am Ende wieder einen Depotübertrag durchführen.

Slowroller
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Persönlich sehe ich eine ETF-“Leiter” auch als gut an. Ich nutze dafür verschiedene ETF bei drei Brokern: DKB, Onvista und Ing. Für ETF gefällt mir die DKB aber einfach am besten, daher habe ich derzeit erstmal wieder die ETF geswitched statt des Brokers.

@Lejero
“Einfach” lassen sich zwei ordentliche Gehälter nicht wegrechnen. Es gibt hier allerdings tatsächlich gute Möglichkeiten – aber sechsstellige Beträge wegrechnen braucht auch da viel Phantasie und Aktionismus. Das Gute ist, dass man bei einer Auszahlung im Januar noch bis Dezember reagieren kann – dann kann man zb auf den Jobstatus reagieren und genau tunen.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Eigentlich schon, gerade über das Thema Sanierungskosten bei Immobilien und Beteiligung an Solaranlagen (Investitionsabzugsbetrag) lassen sich mehrere Hunderttausend im Jahr steuerlich auf 0 reduzieren. Zugegebenermaßen benötigt man dazu etwas Liquidität, aber die Steuerersparnis ist immens.

Linda
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Im Gegensatz zu halupalu mag ich deine Kommentare sehr! Meinetwegen solltest du deine Gedanken hier gern weiter zum Besten geben!
Obwohl du wie aus deinen Postings zu entnehmen ist, Arbeitnehmer bist, denkst du zumindest teilweise als Unternehmer. Lejero “denkt” wohl auch so ähnlich.
Das ist inzwischen so selten geworden. Das empfinde ich als sehr positiv!
Solltest du Probleme mit der steuerlichen Behandlung deiner Abfindung haben, oder sonstigen Sondergewinne, könntest du einen IAB auf deine geplante PV Anlage machen.
Ob sich das lohnt, kommt halt auch auf die Kosten der PV an. Ist die Frage ob du die gewerblich laufen lassen willst? Du hattest sowas ja eh schon mal vor. Wenn du Kinder hast, wäre es aus steuerlichen Gründen eventuell sinnvoll sowas gewerblich zu machen.
Nur mal als Hinweis.

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Linda

@ Linda

Vielen Dank für den Hinweis mit IAB. Mir war so eine Möglichkeit überhaupt nicht bewusst. Folglich könnte ich mit der Steuererklärung für 2021 bis 40% der Kosten einer Anlage direkt abziehen, die ich in 2021 errichte.
Das ist eine wunderbare Möglichkeit. Muss ich mir einmal ansehen. Leider muss das Dach zusätzlich gemacht werden und Handwerker sind hier noch Mangelware. Ich wollte diese Maßnahme daher noch etwas aufschieben. Bei 40% Sonderabschreibung muss ich mir das aber doch einmal überlegen.

Ich gebe hier gerne Einblicke. Letztendlich geht es doch darum Beispiele zu geben, so dass Andere vielleicht Fehler vermeiden, ihre Strategie anpassen oder beispielsweise eine Abfindung noch besser umsetzen, als ich es getan habe. Es gibt auch andere Möglichkeiten, die für mich nicht interessant waren, aber vielleicht für Andere.
Wir hatten hier um Forum bereits von Mifid Problemen bei Brookfield Renewable gehört. So etwas kann mit Aktien und ETFs passieren. Am Anfang ist das natürlich nicht so schlimm wie nach Dekaden. Meinen ausschüttenden ETF habe ich monatlich bespart und zweimalig 500€ investiert. Hier sind dennoch im Schnitt 40% Rendite erhalten. Und das nach wenigen Jahren. Bei Tim gäbe es beispielsweise bei CTS Eventim horrende Realisierungen von Gewinnen bei Auflösung der Position.

Ich werde jetzt immer ab 20k€ einen neuen ETF besparen. Mir persönlich waren ETF Leitern trotz Kenntnis der steuerlichen Entnahmevorteile egal, da ich einen dynastischen Ansatz verfolge. Mein Anlagehorizont ist allerdings noch über 40 Jahre. Bei 20K€ würde schon einiges an Kursgewinnen in dem Zeitraum entstehen. Das möchte ich eigentlich nicht gegen Ende aufgelöst bekommen. Andererseits ist es auch aufwendig und unübersichtlich bereits bei 10k€ einen neuen ETF zu suchen. 20k€ ist vielleicht für mich ein guter Kompromiss. Wenn dann ein ETF geschlossen wird werden gegen Ende verhältnismäßig hohe Gewinne realisiert.

Bei meinen Brokern habe ich das Problem, dass sie nicht alle für jeden ETF geeignet sind. Vanguard kann ich beispielsweise nur leicht bei Justttrade besparen.

Der Anlagehorizont ist eh äußerst lang. Wenn ich zurück an die Einführung des Wahrrechts für Frauen oder alle Männer denke, Sklaven, oder die Kriege an denen Deutschland beteiligt war. In dem Zeitraum wird es sicherlich viele steuerliche Änderungen geben. Allein dafür lohnen sich verschiedene Anlageklassen und Nuancen in einer Klasse.

Sparta
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev

“Bei Tim gäbe es beispielsweise bei CTS Eventim horrende Realisierungen von Gewinnen bei Auflösung der Position.”

Denke ich nicht, da Tim diese vor der Einführung der Abgeltungssteuer gekauft hatte.

Lediglich mit US – D Umzug-Steuerpflicht könnte es wieder knifflig werden. Aber gut, ist nur rein hypothetisch da Tim nie verkauft und Huplahop ansonsten wieder einen “Freundlichkeitsanfall” bekommt… 😉

Kiev
5 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

@ Sparta

Du bist wie immer sehr gut inormiert. Vielleicht hat Tim Netflix nach Einführung der Abgeltungssteuer gekauft? Meine PFB Aktie wurde vom Markt genommen und die Investoren ausbezahlt. Ich habe hier nichts verkauft. Netflix kann natürlich nicht so leicht übernommen werden und auch das könnte in anderer Form erfolgen. Außerdem hat Tim noch ein paar weitere Aktien. Somit wäre so ein Scenario sicherlich äußerst ärgerlich, würde seine Strategie aber nicht über den Haufen werfen.

Die US Bürger Problematik ist hier ein weiteres Beispiel. Vielleicht hat auch Jemand eine Aktie in hoher Positionsgröße in die irgendwann nicht mehr investiert werden darf wie Mifid2 Richtlinie.

In den nächsten 4 Dekaden werde ich vermutlich noch eine steuerliche Änderungen erleben und sicherlich weitere Änderungen bei einer Aktie oder ETF erfahren. Bei dem MFH sieht das nicht anders aus.

Eine robuste Aufstellung ist hier sicherlich nicht von Nachteil. Nehmen wir das PV Beispiel. Bei allen genannten Vorteilen reduziert es auch die eigene Abhängigkeit von Stromkosten. Niemand kann heute sagen, ob Strom in 30 Jahren billig oder teuer sein wird. Falls aber eine Anlage bereits heute mit gut kalkulierbaren Erträgen wirtschaftlich arbeitet kann sie in Zusammenhang mit Verbindlichkeiten sehr gut verwendet werden. Sie reduziert dabei Netto Ausgaben. Das gefällt mir besonders. Einnahmen müssen gesteigert und Ausgaben reduziert werden. Vielleicht werde ich i. Zukunft von meinen Einnahmen etwas mehr abgeben müssen. Die Ausgaben werden hier sicherlich nicht nahe 1 korrelieren. Einnahmen aus Immobilien und Dividenden sind hier sicherlich höher korreliert. Einnahmen aus ETFs und Aktien sind noch stärker korreliert. Das muss auch nicht schlecht sein, aber es ist nicht so robust wie eine breitere Streuung.

Sparta
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev

Bei CTS-Eventim war der Kauf grob 2002/2003 laut meiner Erinnerung.

Damals war natürlich extrem viel ausgebombt nach ca. 3 Jahren Drawdowns und hier schon dann den zukünftigen, führenden Ticketvermarkter für Europa in klein zu erwischen… war schon top!

@Linda

Bei ner tatsächlich gewerblichen PV mit Eigenanteil 70 % gibt es da auch noch ein paar Tricks? 😉

Ansonsten bin ich mit dem Eigenanteil schon ganz glücklich…lediglich mit Speicher bin ich etwas am überlegen ob es sich noch rentiert.

Linda
5 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Du hast mit der Errichtung sogar länger Zeit. Ich bin keine Steuerberaterin, aber, so weit ich weiss, hast du 3 Jahre Zeit nachdem du den IAB geltend gemacht hast, um die Investition tatsächlich zu realisieren.
Einen IAB, den du 2020 bildest, musst du dann spätestens bis zum 31.12.2023 investieren.
Für einen IAB im Jahr 2021 hast du Zeit bis Ende 2024.
Im Jahr der Anschaffung kann man übrigens auch noch eine Sonderabschreibung zusätzlich zur Regelabschreibung machen.

Zusätzlich gibt es übrigens bei einer gewerblichen PV noch eine spannende Möglichkeit.
Dann kannst du die Anlage als “Betrieb im Ganzen” verkaufen.
Beim Verkauf sind dann bis zu 45000€ steuerfrei.

Bsp: Kosten der Anlage 100.000 Netto
IAB 40.000
Sonderabschreibung +Regalabschreibung 30.000

Buchwert.: 30.000

Dann verkaufst du die Anlage an dein Kind (eventuell geht auch an deine Frau, das weiss ich nicht genau) für 75.000€
Damit hast du (neben den Einnahmen aus PV, die ich hier mal unberücksichtigt lasse) einen Gewinn von 45.000€ realisiert.
Dies ist “zufällig” der Freibetrag für die Veräusserung von Betrieben bzw Betriebsteilen im Ganzen.

Du konntest damit sozusagen deine steuerlichen Gewinne um 70.000€ drücken.

Die Kirsche auf der Sahne kommt jetzt:
Dein Kind kann ebenfalls den IAB und die Sonderabschreibung ziehen. Allerdings von 75.000€
Dazu bekommt ihr halt noch 20 Jahre günstigen Strom bzw. Einspeisevergütung.

Das sind jetzt alles natürlich gerundete Zahlen. Aber im Prinzip funktioniert es genau so! Für genaue Zahlen braucht man schon einen Steuerberater.

Nur mal so als Tipp bei deiner Entscheidung.

.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Linda

Sehr, sehr cool, Danke für die Hinweise Linda!

Linda
5 Monate zuvor
Antwort an  Lejero

Man kann das übrigens auf mehrere Jahre splitten, um nur die hohen Steuersätze zu vermeiden. Den IAB zb über 3 Jahre. Kann man auch unregelmassig aufteilen. zB ein Jahr 8000, ein Jahr 20000 ein Jahr 12000 um denn Steuersatz zu senken.
Sonderabschreibung ebenfalls über mehrere Jahre. Man kann ja auch paar Jahre die Regenerierung noch mitnehmen dabei, wenn man will.

Was ich noch vergessen habe: Ich meine mich zu erinnern das man ein bestimmtes Alter haben muss, um den Freibetrag beim Verkauf zu haben. (55 könnte sein???) Bin mir da aber nicht sicher.
Habe das mit meinem Vater so gemacht. Er hat die Abschreibungen damals auf (ich glaube) 4 Jahren aufgeteilt. Danach habe ich die Anlage gekauft und nochmal den IAB und SonderAFA genutzt.

Linda
5 Monate zuvor
Antwort an  Linda

Regenerierung – soll natürlich Regelbesteuerung heissen.

Lejero
5 Monate zuvor
Antwort an  Linda

Ok, dann muss ich noch ein bisschen warten bis ich das mit meinen Kindern machen kann 😉 Dieser Freibetrag beim Verkauf ist echt gut zu wissen.
Weisst du auch ob das in die andere Richtung funktioniert, also bei deinem Beispiel Buchwert 30K und für 10K an Kind verkauft, kann ich die 20K Verlust bei meinem persönlichen Einkommen steuerlich absetzen? Sollte bei IAB keinen Sinn machen, aber ggf. bei einem anderen Unternehmensverkauf an das Kind.

Linda
5 Monate zuvor
Antwort an  Lejero

Müsste eigentlich gehen. Ist ja auch tatsächlich ein Verlust von 20.000€.
Ja wegen dem Alter musste drauf achten! Aber man kann das ja alles schon paar Jahre eher machen und dann mit dem 55. Lebensjahr verkaufen.
Ausserdem sollte sich die PV Anlage auch mit ganz normaler Abschreibung sehr gut rechnen.
Man bekommt da einen sehr berechenbaren Cashflow jeden Monat! Am Ende des Jahres wird dann komplett abgerechnet, wie bei einer Stromrechnung auch. Nur das man bei PV eigentlich immer was dazu bekommt und bei der Stromrechnung meist draufzahlt.
Ist deswegen auch ein Super Investment mit Fremdkapital. Der Netzbetreiber zahlt sehr zuverlässig.

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