Tim Schäfer in Berlin: Treffen am Freitag mit Buy-and-Hold-Anlegern

Der Anstieg des Erdgaspreises nervt richtig. Putins Krieg hinterlässt überall Spuren. Allein das Grauen in der Ukraine ist unbegreiflich. Dass man in der heutigen Zeit nicht miteinander reden kann, um Probleme zu lösen, geht mir nicht in den Kopf.

Trotz all des Leids und der Probleme versuche ich mich an positiven Dingen zu orientieren. Sonst wäre es zu trübselig. Zur Zeit bin ich auf der Insel Sylt. Ich verbringe die Zeit mit Strandspaziergängen, Schwimmen und langen Fahrradtouren. Es macht Spass an der frischen Luft zu sein. Ich fand übrigens diese ARD-Reportage über Optimismus und positive Gedanken sehenswert.

Ich sitze manchmal im Strandkorb und durchstöbere Zeitungen. Und surfe durchs Web. Auf CNBC bin ich von den tüchtigen Geldschefflern begeistert. Etwa diese 31-jährige: Alice Everdeen verdient 15.000 Dollar im Monat mit VoiceOvers, obwohl sie nur ein paar Stunden pro Tag arbeitet.

Oder nimm den 28-jährigen Josh Ellwood. Er verdient fast 190.000 Dollar im Jahr mit einem überschaubaren zeitlichen Einsatz. Seine Einstellung finde ich super. Er genießt die Freizeit und Freiheit. Arbeit um jeden Preis ist nicht sein Ziel:

Also eins muss ich diesen Amis lassen: Sie sind clever. Aber manchmal ist es vielleicht doch mehr Arbeit, als es scheint. Ich habe mittlerweile riesige Dividenden-Flüsse im Depot, die immer größer werden. Dank des Zinseszinses. Das ist schön zu haben. Ich genieße daher das Leben mehr.

Ich bin wieder häufiger auf Reisen. Bald geht es nach Kanada, genauer Toronto. Ich werde dort etwas bleiben. Natürlich könnte ich ohne diese Reisen für etliche tausende Dollar mehr Berkshire-B-Aktien kaufen. Aber was soll’s? Das Leben mehr zu genießen ist jetzt angesagt. Ich buche manchmal selbst teure Edelschuppen, das hätte ich früher niemals gemacht. Ich bin ziemlich locker geworden diesbezüglich. Die passiven Einnahmen sprudeln eben.

Wer kommt am Freitag in Berlin im Biergarten vorbei?

Am kommenden Donnerstag mache ich mich auf den Weg von Sylt nach Berlin. Am Freitag möchte ich Follower in einem Berliner Biergarten ab 19 Uhr treffen. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich dort einige Leser meines Blogs sehen kann. Es gibt im GOLGATHA Biergarten große Schirme für den Fall, dass es regnen sollte. Es soll nur ein lockeres Plaudern mit Euch werden. Am Samstag fliege ich wieder zurück nach New York.

Seit etlichen Wochen habe ich nicht mehr in mein Depot geschaut. Es ist auch besser so. Was soll das nur bringen in diesen trüben Börsenzeiten?

Ach ja, Frank Thelen habe ich gegenüber “Business Insider” kritisiert für seine kühne Versprechen. Dass er Bitcoin in seinen Fonds aufgenommen hat, finde ich auch seltsam.

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2 Monate zuvor

Ich komme am Freitag vorbei, die Chance dich persönlich zu treffen und ein bisschen mit dir zu quatschen, lass ich mir nicht entgehen. ;). Bis dahin!

Susanne
2 Monate zuvor
Antwort an  Nadine

Würde ich, wenn ich in der Nähe wäre, auch.
Viel Spaß Euch !

Vinc
2 Monate zuvor

Bin leider am Freitag in Freiburg… hätte gerne persönlich vorbeigeschaut

Ecckehard
2 Monate zuvor

Ja, und dass du seit einiger Zeit immer mehr Artikel verlinkst, die sich hinter einer Bezahlschranke verbergen, ist auch etwas seltsam. Wenn ein solcher Beitrag schon in der Überschrift entsprechend gekennzeichnet wäre, dann würde ich mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Lesern ein nachträglicher Ärger erspart bleiben!

Felix
2 Monate zuvor

Hi Tim,
wie fühlt sich die alte Heimat zZt. so an? Europa und erst Recht Deutschland scheinen ja mit dem Rücken zur Wand zu stehen: Weichwährung, Deindustrialisierung aufgrund nicht mehr konkurrenzfähiger Energiepreise, eine Regierung, welche aus ideologischen Gründen in der größten Energiekrise des Landes Kraftwerke vom Netz nimmt. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass die russische Aggression in Form eines Krieges hereinschwappt.
Da müssen sich doch die USA trotz aller Probleme wie ein sicherer Hafen anfühlen. Insofern hast du das Beste aus beiden Welten.
Da Deutschland eine Art „Italisierung“ durchläuft, kannst du dir locker Deutschlands Promiinsel mit dem Dollar als Grundlage aus den Dividendenströmen leisten.
Ich mache es auch so. Jetzt, wo alle sparen müssen, lasse ich alle Fünfe gerade sein. Die alte Bauernregel „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“ gilt immer noch. So werde ich mich jetzt erst einmal für vier Wochen nach Portugal absetzen, dann schaue ich weiter. Wenn‘s mir gefällt, hänge ich ein paar Wochen an.
Jedenfalls wünsche ich dir in old Europe noch einen schönen Aufenthalt und dann einen guten Rückflug.
Vielen Dank für deine Posts, die mich seit vielen Jahren begleiten und sicherlich auch zu meiner komfortablen Situation beigetragen haben.

Bruno
2 Monate zuvor

Wer schaut auch gerade das neuste Apple-Event? Ist für mich jedes Jahr Pflicht, man kann so viel lernen über Marketing, da sind sie einfach die Besten.

Seien wir ehrlich, niemand braucht jährlich das neuste IPhone, aber viele können es nicht lassen, weil sie es eben genial verkaufen.

Christian
2 Monate zuvor

Hallo Tim,
schön zu lesen, dass es Dir gut geht und dass Du es Dir gut gehen lässt. Nach der harten Ansparphase bist Du in der nächsten Phase angelangt. Freut mich sehr für Dich – Du bist ein großes Vorbild.

Nach Berlin werde ich es leider nicht schaffen – aber auch hier ein angenehmes Treffen und eine schöne Zeit. Ob der Thorsten aus Hamburg kommt? Ist mit dem ICE nicht weit weg. 🙂

Für Europa sehe ich leider auch schwarz. Es ist ja auch dir letzten 20 Jahre (siehe Dax, Stoxx50) mehr seitwärts gelaufen.

Wir altern, haben die falschen Verträge betreffend Energielieferungen und wenig Innovationen.

In Amerika ist der Benzinpreis schon wieder auf langjährigen Durchschnitt zurückgelaufen, wegen der Euroschwäche können wir davon nur träumen. Sprit bleibt wohl über 2€/L und würgt die Binnennachfrage ab.

Ich denke, das (besonders der demographische Wandel und die Währung/Schulden/Inflations-Kiste sowie der Energiebezug) werden uns diese Dekade stark prägen und weiter stagnieren lassen.

Aber wenigstens werden dann dank Euro-Schwäche die Exporte günstiger. Vielleicht freut sich das Ausland über günstige BMWs und Mercedes. 🙂

Paluma
2 Monate zuvor
Antwort an  Christian

Christian mit dem demografischen Wandel haben alle zu kämpfen, bis auf etliche Schwellenländer.

Die Zukunft wird spannend, wenn ein Großteil Rentner sind und viel macht mit ihrer Wählerstimmen haben. Die letzten Reformen haben die Spzialdemokraten angestoßen. Konservative Parteien taugen nichts für größere Veränderungen.

Ich hoffe das wir durch alle Kriesen gut durch kommen werden.

Christian
2 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Da hast du Recht. 🙂

Aber unter demographischen Wandel werden oft nur die Rentner und die Rentenpolitik verstanden. Das was aktuell geschieht: Lohninflation wegen Mangel an Arbeitskräften bzw Mangelwirtschaft / leere Regale / Rettungsdienste die wegen Überlastung erst nach 35 Minuten kommen / Heizunsausfälle die eine Woche Kälte bedeuten weil sie niemand repariert… das haben im Bezug auf Demographie in der öffentlichen Debatte meiner Meinung nach noch nicht so viele auf dem Schirm.

Und da denke ich eben kommt dann völlig überraschend und unerwartet die nächste „Krise“ uns Eck.

Slowroller
2 Monate zuvor
Antwort an  Christian

Genau das sind ja die Punkte, die relevant werden. Oft heißt es nur “Die alten wollen gepflegt werden” oder “Wer bezahlt die Renten?”.

Man muss aber – wie du sagst – Leute aktivieren. Potentiale sind da (und tatsächlich auch von der Regierung erkannt):

  • Erwerbsquote vom Frauen erhöhen
  • Die ca 2 Millionen ohne Ausbildung aktivieren: eine späte, u.U. geförderte Ausbildung ermöglichen
  • Flexible Eintrittsszenarien in die Rente
  • Das Potential von Geflüchteten nutzen
  • Gezielte Zuwanderung

Das ist eigentlich schon Jahre bekannt – einige Dinge sind auf dem Weg.

-M
2 Monate zuvor

@Tim
Finde ich gut, dass du nun mehr am genießen bist. In der Aufbauphase ist es wichtig, vieles unnötige weg zu lassen, aber du bist an einem Punkt, bei dem es nicht mehr wichtig ist.

Du kannst und solltest mehr genießen ohne total zu übertreiben, aber da brauchen wir uns bei dir wohl keinen Kopf zu machen 🙂 Good Job.

@Netflix
Der smarte Umgang mit Geld gibt es da jetzt. Ist natürlich für die alten Hasen nix neues dabei, aber finde es ganz gut gemacht für eine 90min Doku. Geht um verschiedene Personen die mehr aus ihrer Situation machen möchten.

-M

Mr. Pino Cavallo
2 Monate zuvor

Schade, wärst du nach Frankfurt/Main gekommen, wäre ich definitiv dabei gewesen.

Ich finde übrigens deine neu gewonnene Lockerheit super. Musste neulich an dich denken, als ich auf CNBC einen Beitrag über die New Yorker Mietpreise gesehen habe. Die Mieten haben wohl inzwischen wieder Rekordstände erreicht. Du hast ja mit dem Kauf deiner Wohnung alles richtig gemacht und entziehst dich damit dem Mietermarkt.

Viel Spaß in Berlin und dann in Kanada. Ich hoffe, dass du uns dann auch mal durch die Straßen von Toronto mitnimmst. Soll ja NYC gar nicht so unähnlich sein, zumindest dient das Financial District in vielen Filmen und Serien als New York-Ersatz (so z.B. in der Serie Suits).

2 Monate zuvor

Merkwürdig. Letzte Woche der Gasstop. Der Winter kommt. Die Rezession kommt. Diese Woche die EZB mit der Zinserhöhung und trotzdem geht der Markt weiter hoch. Welche Strategie befolgt ihr momentan ? Welche Werte beobachtet oder kauft ihr ? Fürs Tagesgeld gibts in Deutschland 0,001% – 0,5% bei 10 % Inflation. Setzt ihr eine Cashreserve ein oder spart ihr ?

Pippo
2 Monate zuvor
Antwort an  Heinz

Wenn man davon ausgeht, dass der Markt dem Geschehen 1/2 Jahr voraus ist, ist es doch ein gutes Zeichen bzw der aktuelle Stand schon “abgearbeitet”.

Der Baum
2 Monate zuvor
Antwort an  Heinz

Ich kaufe Unternehmen der die Inflation egal ist 🙂

Entweder weil die leute nicht daran sparen wollen oder können.

Meine letzten Käufe waren U.a.:

Tyson foods, West Fraser, Persimon, Intel, mutares, basf, Stanley black n Decker

für mich alles gute Unternehmen mit Produkten die man schlecht ersetzen kann bzw. die man auch kauft wenn der Preis steigt.

Grüße Baum

Tobs
2 Monate zuvor
Antwort an  Der Baum

Stanley B&D finde ich auch spannend, aber eher bei mir wegen der antizipierten Retroperspektive nach der Inflation bzw. nach dem Inflationspeak. Bis dahin werden sie m.E. schon leiden, weil sie in einigen ihrer Geschäftsbereiche starke Überkapazitäten wegen Corona aufgebaut haben und nicht wenige Produkte wegen der gestiegenen Haushaltskosten jetzt tatsächlich erstmal gerade nicht angeschafft werden dürften. Aber ich glaube hier im Ergebnis an die Aktie so wie Du auch. Parallel baue ich Makita auf.

Gerade sehr günstig sind auch einige UK-Aktien. Dort sind Versicherer und Vermögensverwalter zu nennen, mit teils sehr etablierten Geschäftsmodellen und fantastischen Auschüttungsrenditen. Die profitieren von den steigenden Zinsen. Außerdem sind für mich die Briten bessere Geldmanager und lassen glücklicherweise die bei hiesigen Konzernen immer wieder auftretende “Deutschland AG-Schwäche” missen.

In HK finde ich gerade Mischkonzerne sehr spannend wie Jadine Matheson und CK Hutchinson. Einfach mal auf Marketscreener einen Überblick verschaffen: Sehr viel Ertrag entfällt auf Asia ex China sowie auf die Welt in so schönen konsumlastigen Geschäftsfeldern. Darauf fahre ich persönlich ja recht ab. Auf aktuelle Einstandskurse auch tolle Dividendenrenditen.

nixolino
2 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

klingt sehr nach Helmut Jonen

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