Tagesgeld ist Gift für deine Rendite. Besser sind ETFs und Aktien. Finanziell frei: Wie ein TV-Star nach Thailand auswanderte

Comdirect, Scalable, Santander: Banken und Broker überbieten sich zur Zeit mit hohen Zinsen für Tages- und Monatsgeld. Zurecht schauen sich Anleger um. Es werden 1, 2 oder gar 3% geboten. Und zum Teil gibt es noch mehr.

Klar, sorg dafür, dass du für dein Geld mehr Rendite kriegst. Aber das sollte kein Grund sein, Aktien oder ETFs zu meiden, weil es jetzt für Festgeld mehr Rendite nach einer langen Zeit der Null Zinsen gibt. Denn an der Börse kannst du langfristig mehr Rendite erzielen als mit Sparkonten. So bringt der S&P 500 Index im langen Schnitt 10% Rendite im Jahr.

Die Deutschen sind bekannt dafür, enorme Geldvorräte zu horten. Wir sind in Europa an der Spitze, was wir auf Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten liegen haben. Manch einer hat sechsstellige Beträge auf einem Giro- oder Anlagekonto. Nach Abzug der enormen Inflation (6,1 % im Mai) bringt das keine Zinsen unterm Strich.

Der Notgroschen, der unverzinst herumgliegt, sollte angelegt werden, sodass du Zinsen erhältst. Zweifellos ist es an der Zeit, dass du dein totes Geld in eine Einnahmequelle umwandelst. Warum aus Trägheit Geld auf dem Tisch liegen lassen?

Wer keine große Investition plant wie ein Haus- oder Wohnungskauf, sollte keine 100.000 Euro herumliegen lassen. Sondern das Geld gehört in einen soliden ETF. Oder in solide Aktien breit gestreut. Oder in ein anderes lukratives Asset wie etwa Mietobjekte.

100.000 Euro bei einer unterstellten Börsenverzinsung von 10% investiert, bringt dir eine jährliche Rendite von 10.000 Euro, was dir ein monatliches Einkommen von 833 Euro zur Hand gibt (das wird natürlich schwanken). Du solltest langfristig an der Börse mit deinem Geld bleiben: 10, 20, 30, 40 Jahre. Und stetig etwas obendrauf legen.

Österreich will das Investieren an der Börse fördern

Die Österreicher fördern steuerlich das langfristige Aktien-ETF-Sparen. Wer 10 Jahre seine Wertpapiere behält, braucht keine Steuern mehr zu bezahlen. Das geht aus den neusten Regierungsplänen in Wien hervor. Konkret fallen die 27,5 Prozent KESt auf Gewinne bei Wertpapieren (z.B. Aktien, ETFs) weg, wenn du diese nach den 10 Jahren Haltefrist verkaufst. Das finde ich super. Das macht Sinn angesichts der Altersarmut: Das Investieren in Aktien als Alternative zum Sparbuch und Festgeld soll für die breite Masse attraktiver gemacht werden. Aber die kurzfristigen Zocker werden weiter zur Kasse gebeten.

Damit macht Österreich seinen Kapitalmarkt deutlich attraktiver. Deutschland schläft wie gehabt. Immer mehr Deutsche überlegen, auszuwandern. Aus Deutschland kommt in letzter Zeit nichts Gutes.

TV-Star wandert nach Thailand aus

Ich finde übrigens die Auswanderer-Story von Schauspieler Michael Lesch (66) beeindruckend, die BILD-Zeitung hatte kürzlich berichtet. Er ging in Thailand am Strand in die finanzielle Freiheit. Er isst reichlich Obst und Gemüse, macht viel Sport (jeden Tag Golf, Massage, Schwimmen). Der TV-Star bekam 1999 Lymphdrüsenkrebs, über die schwere Krankheit schrieb er ein Buch*. Vor 6 Jahren wanderte er nach Asien aus. Er wohnt mit seiner Frau inmitten eines Naturschutzparadieses in einer weißen Villa.

Der BILD sagte der Serienheld und Publikumsliebling (SOKO München, Der Landarzt, Der Fahnder, Der Alte):

“Wir vermissen unsere Heimat nicht. Hier haben wir jeden Tag tolles Klima. Die Lebenshaltungskosten sind um einiges geringer als in Europa. Die Thai-Küche ist lecker und gesund.”

TV-Star Michael Lesch

Mit Schauspielerin Marina Welsch dreht Lesch den Kurzfilm “Sekunden in der Ewigkeit“, wo er einen thailändischen Mönch spielt. Es geht um das Leben einer Frau jenseits der 50. Der Sinn des Lebens eben. Der Film soll im Dezember fertig sein.

Michael Lesch war schon immer mutig. Imposant war, wie er seine Karriere begann und vom Elternhaus auszog.

Apropos Freiheit: Ich entspanne auch mehr. Mein Buy-and-Hold-Depot wirft zum Glück ausreichend Dividenden ab. Ich verreise jeden Monat. Ich arbeite weniger. Und genieße unser Waldhaus nahe New York City. Ein Manager kümmert sich um die Vermietung der Immobilie, alles haben wir effizient gestaltet. Die Freiheit ist was Schönes.

*

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58 Kommentare
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Jan
11 Monate zuvor

Wie soll die Bundesregierung dies den Österreichern auch nachmachen? Wir haben schließlich seit 2015 eine massive Einwanderung in die Sozialsysteme, eine völlig kippende Alterspyramide aufgrund derer die Bundesregierung weiß, dass sie diese Löcher stopfen müssen und eine ineffiziente Bürokratie. Jetzt soll ja um das marode Gesundheitssystem zu stützen die Beitragsbemessungsgrenze steigen. Die Regierung weiß seit vielen Jahren nur, wie sie neue Steuern erfindet und generiert. Vom Sparen oder wenigstens wirtschaftlich effizentem Einsetzen der Mittel hat sie keine Ahnung. Und wenns darum geht Aktionäre zu entlasten (alles böse böse Spekulanten), dann ist das gleich von Anfang an unrealistisch. Wir kümmern uns lieber ums Bürgergeld und um das erfinden neuer Steuern und Abgaben. Wir sind bereits im Sozialismus angekommen.

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
Paluma
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Österreich hat doch dir selben Probleme wie Deutschland.
Die Flüchtlinge die 2015 gekommen sind, sollten auch nicht mehr die Sozialsysteme belasten.

Also könnte doch Deutschland Österreich nachziehen?

Der Grund warum das nicht der Fall ist, liegt wohl eher am Desinteresse der Wähler.

Daniel
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Naja ganz stimmt das ja nicht. Denn massive Einwanderung und Alterspyramide sind eigentlich gegensätzliche Faktoren. Denn es wandern keine 60-jährigen Syrer hier ein sondern hauptsächlich junge Männer. Das Problem dieser Einwanderung ist eher, dass sie unkontrolliert erfolgt und die Aufgleisung in einen Arbeitsmarkt nicht gelingt. Dabei wäre genau diese Einwanderung ja etwas, was z.B. den völlig kippenden Faktor Handwerk retten könnte.
Beim Rest kann ich nur zustimmen. Es wird gar nicht erst versucht zu sparen sondern neue Steuern erfunden. Und selbst das Verschulden und Geld-ausgeben wäre nicht einmal schlecht, wenn es zweckdienlich ist. Meinetwegen kann sich Deutschland hoch verschulden wenn dafür marode Brücken, Straßen, Schulen repariert werden würden. Selbst wenn das Land finanziell kollabiert bleibt sowas erhalten. Aber man gibt es für unsinnigen Quatsch aus.

Christian
11 Monate zuvor
Reply to  Daniel

Ein sehr guter und sachlicher Kommentar. Sehe ich zu 100% genau so. Die USA machen Schulden für Investitionen, wir für Sozialausgaben. Bei Investitionen kommt in De dann die „Schuldenbremse“. Steuern auf Einkommen sind eigentlich ok, aber die Sozialabgaben sind enorm und steigen weiter. Gleichzeitig die Ausgaben durch Migration (teils direkte Migration ins Bürgergeld) ohne das notwendige „Aufgleisen“ (schöner Begriff).

Es gibt bestimmt auch viele positive Beispiele, aber wenn man sich die Ecken rund um Regensburgs Anker-Zentren ansieht, dann weiß man, dass es beim Aufgleisen noch sehr viel zu tun gibt. Schade um das Potenzial und das Steuergeld.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Daniel

Danke für deinen Kommentar. Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Ich kann dem nichts ergänzen.

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Dass die Einwanderer auch Fachkräfte stellen und in die Sozialsysteme einzahlen hast du wohl noch nicht gehört. Ist aber Fakt.

Lass dir das von jemandem sagen, der selbst bei einem der Sozialträgern arbeitet.

Ich kann diese Vereinfachungen auf nur eine Gruppe einfach nicht mehr lesen.

Die Probleme sind hausgemacht ja – hängen aber nicht alle an der EINEN Entscheidung aus 2015. Wie einfach die Welt sonst wäre. Ausländer raus Probleme beseitigt.

Hat übrigens in UK prima geklappt – Ironie aus….

Paluma
11 Monate zuvor
Reply to  Stephan

Stefan
In bestimmten Zeitungen fängt jeder Kommentar zu fast egal welchen Thema mit 2015 an. Ich kann es auch nicht mehr hören.
Klar treten durch Migration auch negative auf Seiten auf. Aber gleichzeitig bringen viele Ausländer auch so vie Mehrwert für unsere Gesellschaft.

Claudia
11 Monate zuvor

Woher weißt du, dass die Indizes weiterhin steigen. Wo sollen die steigenden Gewinne in den nächsten Jahren, außer in der KI, denn herkommen.
Wenn ich 3% Zins bekomme ist das zunächst einmal sicheres Geld für beispw. 1 Jahr und mein Geldstamm bleibt.
Was, wenn die Börsen sehr lang seitwärts oder gar nach unten gehen.
Krieg in China, und schon ist ein Zins nebst stabilem Geldstamm deutlich attraktiver.
Warum sagst du das als Profi den Leuten nicht?
Aber dann verdienst du nicht soviel mit deiner Predigt, nicht wahr?

Sveni
11 Monate zuvor
Reply to  Tim Schäfer

Der amerikanische Aktienmarkt ist in vielen Teilen momentan völlig überbewertet. Das ist einfach so.

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Sveni

Betrachtet man die enormen Gelder, die nach dem Coronaboom aus dem Markt abgezogen wurden und nimmt man dazu aktuelle Förderprogramme der USA, EU, China, Japan, usw. usf. ist der breite Markt eher unterbewertet. Hunderte Milliarden zusätzlich für Rüstung weltweit, US-Chips-Akt, European-Chips-Akt, Inflation Reduction Act, …

Zudem ist in der Rezession vor dem boom.

Chrischaan
11 Monate zuvor
Reply to  Tim Schäfer

Hi Tim, das Unternehmen das Rückgrat aller Gesellschaften sind würde ich unterschreiben. Aber wie konnte denn ein Ottonormalverbraucher vor 200 oder 400 Jahren da partizipieren?

Beste Grüße über den großen Teich, Chrischaan

Chrischaan
11 Monate zuvor
Reply to  Tim Schäfer

Na ja, das stimmt schon. Und ich investiere übrigens auch. Aber man muss sich schon die Frage stellen ob die goldene Periode der letzten 50, 80 oder 100 Jahre weiter geht.

Die Antwort:

Wichtig ist, dass man heute partizipiert.

Ist also vielleicht etwas kurz gegriffen. Ich will ja in 30 Jahren nach von meinem Kapital profitieren. Und da könnte eine Antwort auf meine Frage oben evtl. auch interessant für die Zukunft sein. Immerhin hast du auch von Jahrhunderten geschrieben.

Christian
11 Monate zuvor
Reply to  Chrischaan

Fang einfach an, langfristig (wie du schreibst 30 Jahre) zu investieren und du wirst sehen was dabei rauskommt. Niemand hat eine Glaskugel. Es ist grundsätzlich eine gute Idee Eigenkapital den erfolgreichen Firmen zu geben, dann partizipiert man an der Ek-Rendite und die ist nun mal Fakt bei 7-12% irgendwo. Aktien = Ek . Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Claudia

Dies ist ein rationaler Fehlschluss, Claudia. Wenn du 3% sicher bekommst, dann hast du mit Sicherheit 3% Verlust p.a. gemacht (akt. Inflation vorausgesetzt). Selbst wenn du davon ausgehst, dass morgen bereits die Inflation aufs EZB-Ziel von 2% fällt, was völlig unrealistisch ist, sind das dann gerade einmal 1% Wertsteigerung p.a., lachhaft.

Wenn du ängstlich bist, so wie ich auch, dann kaufe dir noch etwas Gold dazu. Ich hab auch einiges an Gold im Bankschliessfach. Nicht weil ich denke es performt besser als meine ETFs, nein. Es lässt einen gut schlafen. Ich betone: nur einen Teil. Aber dann schläfst du wie ein Murmeltier. Ich verspreche es dir.

Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Bei der miesen Performance lässt Gold mich bestimmt nicht ruhig schlafen.
Gold ist was für Untergangspropheten und die, so vermute ich, schlafen naturgemäß eher unruhig.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Die Performance von Gold lässt sich durchaus sehen. Nicht umsonst investiert sogar Dr. Andreas Beck einen Teil in Gold. Und das sogar obwohl er eigentlich, so in einem früheren Interview, es nicht mal in seinem Fonds haben möchte, denn: Seine Kunden haben alle Gold im privaten Schließfach. Darüber redet man aber gemeinhin nicht. Das brauchts daher nicht im Fonds. (Sinnzitat). Dass Kommer Gold nichts abgewinnen kann, verstehe ich bis heute nicht. Schließlich ist die Korrelation von nahezu 0 (genau genommen -0,09) zum MSCI World praktisch prädestiniert für eine Beimischung. Ich empfehle mal zu lesen „Gold und wirtschaftliche Freiheit“ von keinem geringeren als Alan Greenspan. Aber hey, du musst es ja nicht kaufen. Ich finde es nur schade dann gleich von dir mit Untergangspropheten in einen Topf geworfen zu werden. Das entbehrt jeder Grundlage, ist faktisch auch nicht korrekt, da du eine Mindermeinung zur Mehrheit stilisierst und vergiftet diese Diskussion. Könnten wir diese Anschuldigungen daher gemeinsam unterlassen?

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
Alliban
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Also wegen Gold habe ich keine Schlafprobleme. Man muss es ja nicht kaufen, wenn man viel dafür bezahlen muss. Man sollte es kaufen, wenn es kaum einer haben will.

Thorsten
10 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Gold hat 8% Rendite p.a.
Das reicht Manchen bzw. als Beimischung zur Milderung der Volatilität anderer Assets.

Christian
11 Monate zuvor
Reply to  Claudia

Das Problem beim Tagesgeld / Festzins ist: Die Basis wächst nicht mit der Inflation mit. 3% von 100 sind heute 3€ und in 10 Jahren auch 3€. Die Aktie hingegen steigt im Idealfall mit der Inflation mit, wenn du dann da regelm. 3% Divi bekommst hast du deine 3% (gut im Gegensatz zum Zins ist die Dividende weder sicher noch festgeschrieben noch das eingesetzte Kapital vor Verlusten geschützt) und der Basiswert steigt mit der Inflation. Dann ist das gut. Aber langlaufende verzinste Produkte (gut Tagesgeld ist ultra-kurzlaufend) sind eigentlich Schrott, da der Inflationsausgleich fehlt. Dann lieber die vermeintlichen Unsicherheiten an der Börse. Breit streuen minimiert das Risiko. Die USA sins vedammt gut gelaufen, um da auf das langjährige Mittel von 7-10% pA zu kommen, bräuchten wir jetzt ein Paar Jahre eine Seitwärtsbewegung so wie du sie erwartest. Aber es kann immer anders kommen, das weiß keiner. Und historisch waren bis jetzt eben sogar 7-10 pA auf lange Sicht drin. Das ist doch mal was? :)

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  Claudia

@ Claudia

Tim schreibt von 10, 20, 30 Jahren Anlagezeitraum. Hier ist grob mit den angegebenen Renditen zu rechnen. In einem Zeitraum von unter 10 Jahren kann es hingegen völlig anders aussehen.

Ich würde Dir empfehlen Dich näher mit Entnahmestrategien zu beschäftigen. Hier geht es genau um diese Thematik. Tim schreibt auch, dass Geld investiert werden sollte das nicht in diesem Zeitraum benötigt wird. Das kann man für eine Entnahme genauso betrachten. Hier möchte eine Person einen Betrag X zuverlässig entnehmen können. Hier macht ein hohes Tagesgeldkonto auch für den Übergang in die Zeit ohne Einkommen Sinn um das SORR (Sequenz of Return Risk) Risiko zu minimieren. Ein Crash zum Start der Entnahme ist hier der ungünstigsten Fall…
Gold ist ebenfalls ein Mittel die Schwankungen im Depot zu reduzieren. Bei Tagesgeld sollte auch nicht das letzte Prozent in Ostblock Ländern rausgeholt werden, wenn man dieses als risikoärmeren Vermögensanteil haben möchte.

Und zuguter letzt: die meisten Anleger unterschätzen ihre Risikotragfähigkeit. In Zeiten steigender Kurse können Alle gut mit 100% Aktienquote leben. Bei einem Crash steigen dann in der Regel viele Anleger aus. Es sind meist die Anderen. ;-)

Sveni
11 Monate zuvor

Ich weiß nicht, ob Festgeld Gift ist. Bald sind es sichere 4 Prozent und in den USA noch mehr. Nicht alle meine ETFs laufen momentan gut. Klar, wenn man vor 10 Jahren gekauft hat, ist immer noch gut reden.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Sveni

Ok. Drehen wir den Spieß einfach rum: Schau dir einen 30-Jahre Chart eines Index an. Egal welcher. Von mir aus auch der DAX. Dann überlege dir: Wann hättest du in der Vergangenheit am liebsten investiert? Da wo es Dellen nach unten gab, oder? Dann schau nach was in den Dellen war: Krisen! Nun überlege dir, was du derzeit in der aktuellen Delle vorhast: Du willst in Tages- und Festgeld investieren. Merkst du es selbst?

Mit deiner Einstellung hättest du weder in der Russlandkrise, in der Dot-Com Blase, in der US-Finanzkrise, in der Eurokrise und in der Coronakrise investiert. Du hättest nie die Delle mitgenommen. Was schlussfolgerst du daraus rational?

Du investierst anscheinend relativ neu. Sei froh! Ein Anleger sollte froh sein, wenn er die ersten Jahre schön günstig einkaufen kann. Diese rote Prozentzahl sollte dich erfreuen! Es ist ein rationaler Fehlschluss, wenn man als Anleger meint es wäre zu Anfang schlecht, wenn die Kurse purzeln. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Geschenk!

Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Es kommt halt immer auf die Zeit an, die man noch hat.
Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob ein zwanzigjähriger oder ein siebzigjähriger Aktien kauft.
Die richtige Mischung im Verhältnis zum Lebensalter macht‘s.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Nun, dass er 70 ist bezweifle ich jedoch. Und ein 50-jähriger hat heute noch eine Lebenserwartung von 30 weiteren Jahren. Da darf durchaus etwas in ETFs gehen. Aber ich stimme dir zu: Der Mix machts! Zu behaupten nur „so“ oder „so“ wäre richtig, ist leider populär. Dabei ist eine Kombination der beiden „so“ meist die richtige Lösung.

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
Stefan Müller
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Der Unterschied ist, dass wir heute Höchstkurse haben und keine Delle am Aktienmarkt.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Stefan Müller

Sehe ich anders. Vergiss nicht, dass du die Kurse noch der Inflation bereinigen musst.

Anton
11 Monate zuvor
Reply to  Stefan Müller

Es gibt unglaublich viele Aktien global gesehen, welche noch weit von deren ATHs entfernt sind. Dass der DAX jetzt am ATH ist, dass wir jetzt Höchstkurse all over haben.

Stefan Sommer
11 Monate zuvor

MOIN Tim! Ich bin am hin und her überlegen. Mein ETF Depot ist mittlerweile stabil 6-Stellig, basierend auf dem FTSE Developed World. Da ich den Kasperkram in der EU und die Gängelung der Unternehmen als immer schlimmer empfinde, bin ich geneigt ab sofort nur noch den S&P500 zu besparen. Emerging Markets und deren zum Teil unberechenbaren Regierungen sind auch schwierig.

Wie siehst du das? Ist man in deinen Augen trotzdem noch genug diversifiziert? Die Unternehmen im S&P500 sind ja zum Großteil international aufgestellt.

Vielen Dank und Grüße aus Hamburg

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Tim Schäfer

Breit gestreut, nie bereut. Sieht man ja auch an Deinem Depot! :-)

Last edited 11 Monate zuvor by Ano Nym Investor
Daniel
11 Monate zuvor
Reply to  Stefan Sommer

Du denkst zu “deutsch”. Nur weil die Gängelungen in der EU ausgekippt werden muss das nicht heißen dass Länder wie Italien, Polen oder Spanien anders als Deutschland im vorauseilendem Gehorsam alles mitmachen. Zudem ist der Europaanteil im MSCI World weit davon entfernt als dominierender Faktor zu gelten. Du hast ja auch immer Länder wie die Schweiz drin die mit Nestle und co ganz interessante Sachen haben.

Ralf
11 Monate zuvor

“Aus Deutschland kommt in letzter Zeit nichts Gutes.”

Spannende Zeiten. So sehe ich die zu hohem Anteil unkontrollierte Zuwanderung aus häufig fremden Kulturkreis durchaus mit Sorge. Ja: Selbstverständlich darf man hier nicht pauschal urteilen. Und es kommen auch nicht nur schwierige Menschen.

Aber mittlerweile soll es Schulklassen geben mit über 90 Prozent Migrantenanteil. Man muss einfach feststellen, dass diese Entwicklung in mehrfacher Sicht einfach nicht so gesund ist. Fachkräftemangel zum Beispiel bei Handwerkern konnte bisher ebenfalls nicht wirksam gelindert werden. Was nach 7-8Jahren erhöhter Migration oft junger gesunder Menschen jedoch gelingen sollte. Gerade die fleißigen welche zum Beispiel eine Aubildung machen werden dann oft abgeschoben. Problemtypen dagegen bleiben. Verkehrte Welt.

Aktien und ETFs sind prima. Leider schnappt sich der Staat über Steuern aber einen spürbaren Anteil beim Verkauf wieder. Wobei man sagen muss, ein hoher Anteil der Renditen an den Börsen basiert wohl auch auf hoher Verschuldung der Länder und einer Politik lockeren Geldes. Bekanntlich wurde kürzlich grade die Zahlungsunfähigkeit der USA abgewendet….

Paluma
11 Monate zuvor
Reply to  Ralf

“Fachkräftemangel konnte nicht mit Migration gelindert werden”

Jetzt überlege doch mal, wie der “Fachkräfte” Mangel ohne Migration aussehen würde. Ich beschäftige 50 % Ausländer. Die sind auch eher meine Leistungsträger. Auf dem Bau geht nichts ohne Ausländer.
Kein deutscher will so schwere Arbeit machen. Tendenz steigend.

Lieber über 2015 jammern, die Wärmepumpen, Inflation oder was einen sonst so einfällt…

Aber anpacken? Da sind die deutschen ganz schnell, ganz weit weg…

Ralf
11 Monate zuvor
Reply to  Paluma

Bitte korrekt zitieren und nicht irgendwas hinein interpretieren. Im übrigen schrieb ich auch:

“Gerade die fleißigen welche zum Beispiel eine Aubildung machen werden dann oft abgeschoben. “

Otti
11 Monate zuvor

Ich hätte eine Frage an die community, wenn ich darf. Wie macht ihr das beim Kauf von Aktien, dann wenn man ohne Optionen handelt, um einen möglichst günstigen Kurs zu erwischen?

Wenn man nicht zum Tageskurs kaufen will, gibt man beim Kauf ja ein Limit vor und den Zeitraum zu dem der Auftrag gelten soll. Gibt es da eine Strategie? Nach der Hauptversammlung und der Ausschüttung von Dividenden z. B. fällt ja der Kurs ca. um die Höhe der Dividende. Wäre hier der Zeitpunkt günstig einzusteigen, da es vergleichsweise weniger Interessenten gibt, da man wieder ein Jahr auf die Ausschüttung warten muss? Berücksichtigt ihr Zeiten wo die 1/4jährigen Optionen auslaufen, um einzusteigen?

Danke für die Rückmeldung.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Otti

Das mache ich sehr einfach: Das einzige Limit das ich standardgemäß setze ist immer ein paar Euro über (!) dem aktuellen Kaufkurs. Auch wenn es bei 99% der Fonds und Aktien völlig egal ist, so schütze ich mich mit dieser Routine gegen jene negativen Berichte, die man hin und wieder lesen kann, wenn Orders bei illiquiden Märkten oder Werten zu „bestens“ ausgeführt werden.

Du meinst aber sicher etwas anderes: Du willst günstiger einsteigen. Und da kann ich dir sagen: Lass es. Wenn du eine Aktie oder Fonds eh 30 Jahre halten möchtest, dann interessiert es nicht ob du zu 198 oder 200 eingestiegen bist. Wichtig ist dann nur, DASS du gekauft hast. Alles andere ist unwichtig. Mit solchen Strategien, was letztlich nur ein Timing der Börse ist, tust du dir selbst nichts gutes. Du kaufst dann tendenziell die Titel die fallen (Verlierer) und lässt die liegen, die steigen (Gewinner). Stell dir vor du hattest Nvidia vor einem Dreiviertel Jahr im Fokus, hast aber nicht gekauft, weil der Kurs dir 3€ zu teuer erschien und du das noch raus holen wolltest… Am Ende hast du tendenziell eine Auswahl an Verlierer-Aktien im Depot und lässt die Raketen aus. Timing funktioniert halt nicht.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Zu Kommer habe ich doch bereits geantwortet, oder? Du verwechselst hier Ziele der Assetklassen, wie Kommer ebenfalls. Und falls du dir mal die Mühe machst und seine Prognosen durchrechnest, wirst du feststellen, dass er keineswegs in allen Themen richtig lag. Er lag goldrichtig bei ETFs. Aber bspw. auch bei Immobilien passen oft seine Behauptungen einfach nicht. Er differenziert nicht zwischen den Anlageklassen und ihrem Zweck. Und dann vergleicht er auch noch Renditen miteinander, die nicht zu vergleichen sind. Um dann im nächsten Schritt für den risikofreien Teil des Portfolios Staatsanleihen zu empfehlen und deren magere Rendite genau damit zu rechtfertigen, dass es ja der risikolose Zinssatz wäre. Ich habe letztes und dieses Jahr 50.000€ Gewinn durch Immobiliendarlehen gemacht. Darf man eigentlich kaum erzählen. Gewinn dadurch, weil ich das habe, wovon der Staat viel hat: Schulden. Und dort ist noch nicht das eingerechnet, dass ich weniger Rate als Miete bezahle und die Mieten aktuell stark ansteigen. Du kannst dir gerne mal Kommers Immo-Rechner runter laden und mit Zahlen aus den letzten Jahren füttern. Hätte man das gemacht von zu dem er immer riet: Zuerst Schulden tilgen, dann anlegen, hätte ich keinen Gewinn. Ich hab einige hundert Tausende Schulden noch 2021 zu 1% gemacht, trotz dass ich die Immo auch von meinem Guthaben hätte ohne Darlehen kaufen können. Lt. Kommer ein negatives Zinsdifferenzgeschäft und er riet ab. Er riet in der Niedrigzinsperiode immer und sehr generell von Immos ab. Sein Buch Kaufen oder Mieten ist ein undifferenziertes Pamphlet gegen den Kauf in dem er Argumente für das Kaufen runter zieht und sie sehr willkürlich gewichtet. So bspw. Mietsteigerungen und Inflation. Auch setzt er als realen Wertverlust die Abschreibungsdauer an. Kann man sich nicht ausdenken, sowas. Fakt ist: Nach seinem eigenen Rechner sind die heute alle Immos deutlich lukrativ, sofern man eine lange Zinsbindung wählte und die Mietsteigerungen der letzten Jahre betrachtet. Gleiches bei Gold. Wir werden keinen Bill Clinton mehr in der USA bekommen. Und in den Eurostaaten ebenfalls nicht. Ich rate dir mal den heutigen Marktkommentar von Robert Halver auf dem Kanal „Rene will Rendite“ anzuhören. Und dann einfach mal Alan Greenspans „Gold und wirtschaftliche Freiheit“ zu lesen. Dann können wir gern weiter reden. Vorher wird dich ein läppischer Verweis auf Kommer von 2019 nicht weiter bringen. Es hat durchaus Gründe, wieso die Aussichten für Gold seit 2000 andere sind, als die 25 Jahre vorher. Und nicht umsonst ist seit 2000 die Entwicklung beim Gold eine wesentliche andere, als die Jahrzehnte zuvor.

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

„Gold und wirtschaftliche Freiheit“ von Alan Greenspan ist ein uralter Hut und wird als Argument gerne von
Leuten wie Markus Krall oder Marc Friedrich zitiert.
Im Übrigen werden Golddiskussionen immer sehr emotional geführt und haben diesen Weltuntergangsbeigeschmack. Bringt nichts, ist mehr was für besonders ängstliche Zeitgenossen.
Dass man jemandem verspricht, er würde mit Gold wie ein Murmeltier schlafen, ist in meinen Augen schon etwas lächerlich.
Was würde dir darauf wohl Warren Buffett antworten?
(Ja ich weiß, er hat mal Barrick Gold gekauft, aber deswegen ist er sicher nicht fast hundert Jahre alt und reich geworden).

„…Sein Buch Kaufen oder Mieten ist ein undifferenziertes Pamphlet …“

Ein gewisser erklärt ein Buch von Gerd Kommer zum Pamphlet.
Bescheidenheit schaut anders aus…

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Fakt ist erst mal, dass Gold seit 23 Jahren eine Rendite von 8,5% p.a. gebracht hat. Über 45 Jahre sind es 5,4%. Und das steuerfrei! Fakt ist, dass der Anteil, wir reden hier über ein Mittel zur Streuung, Eigentumswerte bewahren soll. Der Sinn der Geldanlage liegt überhaupt nicht darin den MSCI World zu schlagen. Ein Falt den Kommer immer gerne einfach unter den Teppich kehrt, weil es seine Argumentation ins Wanken bringt. Fakt ist weiter, dass Gold kein Gegenparteienrisiko hat und es mobil ist. Es hat somit Eigenschaften, die andere Anlagen nicht haben. Fakt ist auch, dass zwischen dem MSCI World und Gold weder eine negative oder positive Korrelation besteht und es daher prädestiniert für eine Diversifikation ist. Soweit die Faktenlage zu Gold. Fakt ist auch, dass jemand der in einem durchaus Recht hat (hier ETF) nicht automatisch überall im Recht liegt. Dass irgendwelche, wie Krall, sich an Greenspan vergreifen ist nicht Greenspans Problem. Noch dazu argumentierst du nicht sachlich. Du driftest ständig in irgendwelche Ecken ab. Ich vergleiche dich als Anleger in Aktien doch auch nicht mit Heuschrecken? Anscheinend hast du keine Argumente und versuchst daher damit abzulenken.

Last edited 11 Monate zuvor by Jan
Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Gold ist nicht überall steuerfrei. In Italien sind beispielsweise 26% Kapitalertragssteuer beim Verkauf fällig.
Könnte auch anderswo kommen, Regierungen sind da sehr kreativ.

Jan
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Regierungen sind auch sehr kreativ, wenns um das Hinterfragen geht, wieso man „auf Arbeit 50% Steuern zahlt und pöhse Spekulanten nur 28%“. Also schnell alle Aktien verkaufen? So langsam wird deine Argumentation abstrus.

Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

„…Fakt ist weiter, dass Gold kein Gegenparteienrisiko hat und es mobil ist…“

Mobil wofür? Als Fluchthilfe im demnächst fälligen größten Crash aller Zeiten?
Gold lebt von der Angst.
Ängstliche Menschen schlafen mit Gold gut, warum auch immer.

Otti
11 Monate zuvor
Reply to  Jan

Danke, macht Sinn.

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor

Das Problem ist auch, dass die Leute jetzt am Hoch kaufen, wodurch die Rendite sinkt. Ich sortiere deswegen immer jeden Monat (man könnte es auch nur 1x im Quartal machen) mein Hauptdepot nach prozentualen Verlusten je Aktienposition. Geht ja bei den meisten brokern zumindest am Desktop / Rechner. Dann suche ich die 6 Aktien heraus, die am meisten prozentuale Verluste aufweisen. Jede dieser Aktien bekommt dann bei der nächsten Sparplanausführung einen festen Betrag X zugeteilt. So kaufe ich quasi Aktien im Angebot.

Die übrigen Sparpläne der Wertpapiere, die in diesem Hauptdepot deutlich im Plus sind werden deaktiviert bis zum nächsten Monat. Ich versuche immer die prozentuale Verlustermittlung und die darauf basierte Aktivierung von Sparplänen 7 Tage vor Sparplanausführung durchzuführen. Das ist zeitig genug.

Bei Meta, Amazon, Alphabet und Microsoft hat das gut funktioniert. Bin dadurch viel schneller im Plus gewesen, als andere die Aktien teuer gekauft haben. Jetzt sind weitere Aktien wie Abbott Labs und Home Depot dran, die günstig eingekauft werden können. Für mich ist Rot im Depot oder sind mickrige prozentuale aktuelle Gewinne bei einer oder mehreren Aktien nicht schlimm, sondern steigern langfristig die Rendite.

Der Gewinn liegt im Einkauf.

Sveni
11 Monate zuvor

Denke ich auch. So ähnlich mache ich es auch. Gut eingekauft ist halb gewonnen.

Otti
11 Monate zuvor

Um bei dem Beispiel Nvidia zu bleiben, hättest du an diesem Multiplikator aber dann nicht teilgenommen. Ich will die Strategie gar nicht kritisieren, nur verstehen. Bei den 6 Aktien mit Verlusten schaust du dann ob es sich überhaupt lohnt, noch weiter zu investieren? Sind die von dir aufgezählten Aktien Abbott Labs und Home Depot welche die du noch nicht im Depot hast? Oder hast du einen bestimmten Stock den du verwaltest?

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Otti

Hallo Otti, ich habe lange Zeit relativ große Einzelkäufe in Home Depot getätigt (buy the dip, haha). Dadurch habe ich jetzt eine relativ große Position, die aber immer noch im Minus steht. Die Position will ich einerseits nicht übermäßig durch große Sparplansummen ausbauen und andererseits aber vom aktuell noch günstigen Einkaufspreis profitieren. Ähnlich bei Abbott Labs. Das ganze Gegenteil davon sind Meta und Microsoft, da ist zum Beispiel Meta bei mir 40 % im Plus (war mal zwischendurch 47 % im Minus). Da wäre rein auf mein Depot bezogen der aktuelle Einkaufspreis für mich zu hoch und daher die zu erwartende Rendite gering. Außerdem sind Microsoft und Meta schon große Positionen, die ich eher um andere Aktien ergänzen würde als die aufzustocken.

Sollten meine verlustbehafteten (Qualitäts-) Aktien, die ich ja wie geschildert weiter monatlich bespare, bis Jahresende sich deutlich erholen, werde ich vielleicht 2024 wieder dazu übergehen allen Aktien und ETFs im Depot den gleichen Sparbetrag zuzuweisen statt wie bisher nur den verlustbehafteten Aktien. Dass eine Position zu groß wird werde ich aber auch aus Diversifizierungsgründen nicht zulassen.

Ralf
11 Monate zuvor

“Dass eine Position zu groß wird werde ich aber auch aus Diversifizierungsgründen nicht zulassen.”

Ein gewisses Ungleichgewicht bei der Streuung und Gewichtung von Aktien im Depot und ein damit verbundene Risiko ist vermutlich zu verkraften wenn es sich um Aktienqualität wie zum Beispiel Danaher, Home Depot oder Microsoft handelt. Alternativ bieten sich ja zum Beispiel Investments in Branchen-ETFs an, die ebenfalls eine höhere Rendite bei etwas breiterer Streuung als Einzelaktien versprechen. Zumindest im Vergleich mit dem World ETF. Der gegenwärtige Reallohnverlust trifft laut Statistischem Bundesamt vor allem Mittelschicht und Gutverdiener. Bei den unteren Einkommen wird vieles sozial abgefedert. Ohne etwas Risikobereitschaft wird es angesicht der anhaltenden Inflation daher nicht gehen wenn die Renditen halbwegs die weiterhin erhöhte Inflation übertreffen sollen.

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Ralf

Das stimmt wohl. Deswegen schaue ich mir auch so Laderegler / Spannungswandler-Aktien an wie Power Integrations – WKN 911299

Bilanz sieht da eigentlich ganz gut aus, aber die Konkurrenz ist auch groß.

11 Monate zuvor

Aktien sind eine gute Anlage Klasse vielleicht die beste.
Ich fokussiere mich auf Aktien, da ich Unternehmensanteile besitzen möchte, reinvestiere die Dividenden in neue und bestehende Aktien. Einen Teil der Dividenden verkomsumiere ich mittlerweile in meinem Spass Depot. Vor Jahren habe ich mir meine Strategie zugelegt und befolge diese. Da ich in Franken rechne und der Franken momentan stark ist kaufe ich vorallem ausländische Titel.
Schulden möchte ich keine haben.

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Josef

Klingt sehr vernünftig.

Markus1
11 Monate zuvor

In Deutschland liebt man Tagesgeld, Sparkassenkonten, Riesterrente….
Aber die Regierung tut auch nichts, um die Aktienkultur zu verbessern. Ganz im Gegenteil…

Wir bräuchten Dich hier in der Regierung :)))
Aber Du führst ein besseres Leben !

Ano Nym Investor
11 Monate zuvor
Reply to  Markus1

Ich sehe Tim schon in der Bundespressekonferenz. ;-)

mke
11 Monate zuvor
Reply to  Markus1

Das die Politik nichts macht hat einige ganz einfache Gründe:

  • die Damen und Herren verstehen die langfristige Strategie von buy and hold nicht. Logisch, da sie nur kurzfristig orientiert arbeiten. Die nächste Wahl läßt grüßen.
  • Banken und Versicherungen sind große Arbeitgeber in diesem Land. Wenn die Bürger hier den Schrott kollektiv nicht mehr abnehmen geht es den Damen und Herren die dort arbeiten an den Kragen. Beispiel: Die Spaßkassen in der Bundesrepubsblik schaffen die Fillialen ab. Onlinebanking zeigt hier deutliche Spuren.
  • Banken und Versicherungen wollen nicht mal ein Minimum an Wissen der Kunden zu den Produkten. Viele würden verstehen, dass die meisten Produkte keine Win Win Situation schaffen sondern die Taschen der Anbieter füllen. Hat doch die Bankenkrise Ende der Nuller Jahre deutlich gezeigt.
  • Die damals versprochenen Maßnahmen gegen diesen kaputten Produkte gibt es nicht wirklich. Zertifikate gibt es immer noch. Hat die Warren Buffet nicht als Massenvernichtungswaffen gegeißelt?
  • Es gäbe kein Problem mit den Renten in der nächsten Zeit, wenn die Herren Politiker in den 90ern mal geschaut hätten wer Geld verdient. Eine Anlage von 1 Mrd DM Mitte der 80er für die Rentenkasse in Berkshire Hathaway und die Rentenkasse hätte ein Vermögen von ca 5 Billiarden Euro. Gerechnet mit 20% pA und 38 Jahren und keine Steuern. Natürlich ist die Rechnung irgendwo unfair und es gibt ein Schwangkungsrisiko. Aber selbst mit 10% wäre es noch ein deftiger Finanzstock. Weswegen ich auch weiterhin anteilig in Warren und Charlie investiere, auch wenn sie ein biblisches Alter haben. Ich glaube schon, das der Gemischtwarenladen weiterhin langfristig gut läuft und 10% pA sind immer noch ein topwert.
  • Die früher guten Renditen der Kapitallebensversicherungen (KLV) haben einen klaren Hintergrund. Der Staat hat seine Schulden darüber finanziert. Das fiel seit der 0% Zinsen der EZB weg. Deswegen sind diese ganzen KLV auch so fekalie. Die Jüngeren mit Geld und Wissen setzen tatsächlich auf Aktien oder sparen gar nicht mehr. Irgendwer muss über Konsum die Gewinne der Aktien schaffen.

Fazit:
Gute Finanzbildung wollen viele nicht. Die einen weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet, die anderen weil sie Bildung nicht interressiert. Der Weg zur Zweiklassengesellschaft.
Dann muss man wohl diesem Land/der EU den Rücken kehren. Und für mich der Grund so gut wie gar nicht in Europäische Aktien zu investieren. Ich habe BASF und Novo Nordisk als einzige Europäer direkt im Depot. Natürlich sind in meinen ETFs auch Europäische Aktien. Die sind dort eine Minderheit.

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