Sparen sollte eine Tugend sein


New York, 17. April 2020
Die Präsidentenfamilie Bush: Mutti Barbara Bush brachte den Kindern das Sparen bei. Die Kids leben heute zum Teil auf einer Farm.

Dass ein elfjähriger Bullenmarkt irgendwann mal stirbt, ist völlig normal. Die Leute hatten kein Problem damit, als vor einem Jahr die Börse heiß lief. Jetzt kommt eben ein Bärenmarkt plus eine Rezession im Gleichschritt auf uns zu.

Wer clever ist, spart umso eifriger in diesem Abschwung. Plötzlich aufzuhören mit dem Investieren wäre töricht. Ein Teil des Investierens ist es, das Auf und Ab der Aktienmärkte zu ertragen. Wenn du in den Ruhestand gehst, erinnerst du dich vielleicht an die erste heftige Börsenkrise zurück und denkst: “Warum habe ich damals nicht mehr Anteile gekauft?”

Als Rentner ist es mehr als wahrscheinlich, dass du einen weiteren kräftigen Rückgang deines Depots ertragen musst. Das ist Teil der Börse. Deshalb bekommst du mehr Rendite unterm Strich. Es geht eben nicht stetig linear nach oben, sondern nur begleitet von heftigen Schwankungen marschiert der Aktienmarkt aufwärts.

Ich habe kein Auto, kein Plunder, lebte lange Zeit in WGs

Hast du das verstanden, nutzt du die Börse zum Vermögensaufbau und lebst nach Möglichkeit bodenständig. Mein Trick waren die vielen Nebenjobs, das Leben in WGs, der Verzicht auf ein Auto, das Meiden von Plunder und Restaurants. Das führte dazu, dass ich finanziell frei wurde. Ich kann heute von meinen Dividenden leben.

Lernen kannst du all das von Promis. “Sei, wer du bist. Du musst zufrieden in deiner eigenen Haut sein. Du musst nicht perfekt sein.” Das war der Rat von Ex-First Lady Barbara Bush. “Die Farbe deiner Haare ist nicht wichtig”, sagte sie über graues Haar. Ich finde sie super. Sie war super-sparsam. Sie riet, nie für Nachbarn teure Autos oder neue TV-Geräte zu kaufen.

Sie brachte der gesamten Familie Sparsamkeit bei. Ihr Sohn George W. Bush, der Präsident wurde, lebt noch heute bodenständig auf seiner Farm in Texas. Hier ist er in einfacher Kleidung in einem alten Ford-Truck unterwegs:

Ich bin neben den “Bushies” ein Fan von Hollywood-Star Christian Bale. Trotz seiner Millionen lebt er einfach. Auch er fährt einen alten Truck.

Hier sind übrigens noch 75 praktische Spartips für den Alltag gut zusammengefasst.

Zum Schluss ist mein neuestes Video aus New York. Ich habe die Corona-Krise genutzt, um 14 Pfund abzuspecken. Ich mache sehr viel Sport und ernähre mich gesünder:

Einfache Gemüsesuppen koche ich fast jeden Tag. Das kostet wenig und ist sehr gesund:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Sparen sollte eine Tugend sein

  1. AvatarThorsten

    Wegen Corona nehme ich zu scheint es. Aber wir essen gesund, gekocht wird selbst. Mehr Bewegung wäre eine Lösung.

  2. AvatarTom Gruber

    … noch Proteine und gesunde Fette für den Muskelaufbau… oder Muskelerhalt ist sehr wichtig …. sonst sieht man zu dünn und krank aus …. 

  3. AvatarJohnny

    ?George W. war allerdings auch Miteigentümer der Texas Rangers (Baseball Mannschaft).
    Bei aller Liebe zu Promis und deren Sparsamkeit sollte man nicht nur die Augen in eine Richtung werfen.Das erinnert mich an die vielen Promis, die gerade das „Stay Home“ in ihren Villen auf Instagram heraus posaunen. Es kommt immer auf die Perspektive an. Kaufe ich ein Baseball Team, werde ich mir womöglich über mein Geld keine Sorgen machen müssen. 
    Die Botschaft ist zwar oft richtig, kommt aber zuweilen von Leuten die die andere Seite nicht kennen. Daher höre ich lieber Leuten zu, die beides kennen.

  4. AvatarBruno

    Gesund essen hat nichts mit zu- oder abnehmen zu tun, es sind lediglich die Kalorienbilanz, Überschuss = zunehmen, Defizit = abnehmen. Es funktioniert perfekt, ich musste es lernen mit “tracken”, man gewöhnt sich daran, es gibt einfache Apps. Aber lieber etwas zu schwer und dafür gesund als umgekehrt, es gibt auch schlanke Junkfooder.
    Ich hoffe Tim Du bekommst noch etwas mehr als eine Gemüsesuppe 😉 Ich hatte lange Zeit den Fehler gemacht, dass ich viel zu wenig gegessen habe, ich nahm aber nicht ab, der Körper schaltet auf Sparflamme. Heute esse ich 2x täglich grosse Portionen (2-3 Teller), aber wenig Fett. Gute Carbs und viel Obst und Gemüse, wenn Du wie ich fleischlos isst, ist wichtig dass man genug Proteine bekommt. Vegetarisch geht das einfach, vegan muss man etwas genauer hinschauen, ohne viel Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen..) ist es ohne Nahrungsergänzung kaum schaffbar. Nüsse sind sehr gesund aber für den Proteinbedarf zu viel Fett. Vegetarisch mit Milchprodukten ist es aber simpel.
    Seit ich DEUTLICH mehr esse, bin ich deutlich fitter und leistungsfähiger geworden, das Bauchfett ist verschwunden und ich falle trotzdem nicht aus dem Leim. Aber ich esse nur noch 2x pro Tag (intermittent fasting). Funktioniert nicht für alle, jeder ist anders. Nur meine Erfahrung, bin kein Berater, habe alles mögliche ausprobiert und jetzt mehr oder weniger das Optimum gefunden. Und auf Snacks verzichte ich auch nicht, z.B. esse ich regelmässig Chips, aber halt aus Früchten und Gemüse und gesundem Fett, z.B. Bananenchips. 

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tom Gruber

    Danke. Ich achte drauf.

    @ Johnny

    Niemand ist perfekt. Mir ist aufgefallen, wie sparsam Barbara Bush war. Es gibt ein neues Buch über ihr Leben. Es ist schon faszinierend, wie sie lebte:

    https://money.com/barbara-bush-frugal-fashion/

    @Familien Finanzen im Griff

    Danke! Ja, Bodenständigkeit ist schon was cooles. Wenn jemand ohne Glanz und Gold lebt, erscheint so eine Person irgendwie angenehmer und netter zu sein.

    @ Bruno

    Danke. Das muss ich mal überdenken.

  6. AvatarRainer Zufall

    In den letzten Jahren wurde gewarnt: Etfs seien Teufelszeug. Und wenn’s schlimm kommt, würde die Krise durch Abflüsse bei den Etfs potenziert.

    Jetzt isses soweit, wir hatten den Bruch und aus Etfs ist ordentlich Geld rausgenommen worden.

    https://www.morningstar.de/de/news/201486/erdrutsch-erfasst-die-europäische-etf-branche-im-märz.aspx

    Und was ist passiert? Gar nichts. Die Etfs existieren weiter. Und Etfs haben auch nicht zum Kollaps geführt. Wollt ich nur noch drauf hinweisen.

  7. AvatarThorsten

    @Rainer das ist ja entsetzlich was da an ETFs verkauft wurde. Warum sind Leute an der Börse wenn sie dann so panisch reagieren. Ich wähle mich hier in bester Gesellschaft, nur einige haben geschrieben, sie hätten verkauft. Wer Zeit hat muss gar nichts machen. Das Depot schwimmt mit Markt und Wirtschaft mit, da geht es eben auch Mal runter.

  8. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Tim
     
    Du hast die Ruhe weg, finde ich. Erfahrung spielt eine große Rolle. Wer die Börse über Jahrzehnte miterlebt hat, ist im Vorteil, was weises Vorgehen anbelangt. Mal sehen, wie wir in fünf Jahren auf diese Zeit zurückblicken werden.
     
    @ Bruno
     
    Der Corporate Leaders Trust zeigt schön auf, welche Macht von Spin-Offs und Akquisitionen ausgeht. Ein Portfolio von – sagen wir – 30 bis 50 Aktien von aktuell herausragenden Qualitätsunternehmen “lebt” quasi. Es entwickelt sich weiter. Wird es den ehemaligen Buchhändler Amazon (wie wir es heute kennen) in 200 Jahren noch geben? Womöglich nicht. Aber das im Unternehmen gebundene Kapital verschwindet nicht einfach. Es fließt und arbeitet weiter für den Anteilseigner. In welcher Form auch immer. Neue Branchen, neue Leader? Kein Problem.
     
    Nicht zu vergessen die Dividenden vieler Unternehmen (irgendwann zahlt auch Amazon welche), die dem Aktionär regelmäßig zufließen, auf dass er dieses Kapital Jahrzehnt für Jahrzehnt in immer neue Geschäftsfelder investieren kann. Wenn die Manager der Bestandsunternehmen das eigenständig hinbekommen oder das Geschäftsfeld zeitlos ist, umso besser, dann wird aufgestockt. Bei Johnson&Johnson mache ich mir da keine Sorgen. Vielleicht spielt die Eastman Kodak Company heute keine Rolle mehr. Aber die Milliarden an Dividenden sind über die Jahre in andere Investments gefloßen. Neue Branchen, neue Leader? Kein Problem.
     
    Disney lebte einst von Mickey Mouse. Heute von Star Wars und Marvel. Und in Zukunft? Vielleicht geht die Ölbranche irgendwann futsch, aber ein Unternehmen wie Statoil – bald Equinor – wird sich anpassen und in neuen Geschäftsfeldern zu Cash kommen. Das Management eines Unternehmens spielt eine herausragende Rolle in diesem Prozess. Die Gleichung “Branche weg = Unternehmen weg = Kapital (Einsatz) weg, wenn ich nicht eingreife” ist zu kurz gedacht.
     

  9. AvatarGainde

    @ Freelancer Sebastian
    Sehr gut das Prinzip Buy & Hold erklärt. Einfach regelmässig mit Erspartem und Dividenden neue Titel kaufen und liegen lassen – so verpasst man auch neue Trends nicht. Und streuen tut man ja auch. Habe mir genau auf diesen Prinzipien ein Depot aus aktuell 21 Titeln zusammengestellt. Alternativ kann man sich ETF kaufen, wer es mag. Ich habe mich entschlossen, nicht von Finanzprodukten abhängig zu sein und habe entsprechend in Einzelwerte umgeschichtet.

  10. AvatarThorsten

    @Freelancer wenn die ganze Branche im Umbruch ist oder wegbricht, das Management das nicht erkennt , dann ist es Pflicht einzugreifen. GE und Nokia , das war ein Abstieg auf Raten wegen Beharren auf veralteter Technologie und man konnte das von außen mitverfolgen. Buy and Hold ist saugefährlich, wenn man wegschaut. Selbst Buffet sortiert mal aus, wenn auch erschreckend spät , wie gerade bei den Zeitungen und Flugzeugen. Buy and Hold ist für mich eine Ausrede sich nicht zu kümmern, das kann ich mit ETFs machen, aber nicht bedingungslos mit Einzeltiteln.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Freelancer Sebastian

    Was mir Ruhe gibt ist: Keine verrückten Schulden, geringe Fix-Ausgaben im Monat, ein üppiges Depot. Das kann sich fast jeder aufbauen. Dann lebt es sich stressfreier.

  12. KievKiev

    @ Freelancer
    Die Spinoff Geschichten kenne ich auch. Man muss zum Glück das Geld auch nicht für 200 Jahre fest anlegen. Dividenden würde ich auch nicht in dieselben Unternehmen investieren. So kommen ständig neue Aktien ins Depot. Wenn ich das Geld tatsächlich fest unangetastet liegen lassen müsste würde ich vermutlich einen Vanguard World ETF verwenden. Das muss ich allerdings nicht. Ich mag die ETFs auch, da ich dort Anteile von Unternehmen erhalte, die ich aktuell nicht kaufen würde. 
    Bei den vermeintlich günstigen Aktien sehe ich es aber genauso wie von Euch beschrieben. Ich habe nicht Geld auf die eine Chance gesetzt, sondern investiere stetig in günstige Positionen. Wenn am Ende ein paar Entscheidungen sehr gut waren glättet es schlechte weg. Es geht um Wahrscheinlichkeiten. Wenn man wüsste welche Unternehmen auf jeden Fall 20% Rendite pro Jahr einfahren müsste man wesentlich weniger investieren. Vielleicht wird TESLA nächstes Jahr schlecht performen. Vielleicht ist dann wieder Adidas das Zugpferd. Da dies niemand weiß ist es ratsam ausreichend Positionen zu haben. Ich habe mittlerweile um die 40. 
     

  13. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Thorsten
     
    Buy and Hold ist saugefährlich, wenn man wegschaut.
     
    Falsch. Ich empfehle beim BuyandHold2012-Investor auf SA zu lernen.
     
    Zunächst einmal hat GE geduldige Anleger über Jahrzehnte reich beschenkt. Viele, viele Dividenden sind geflossen. Wer mit Umsatz- und Gewinnanstieg irgendwann nicht mehr zufrieden war, hätte diese Dividenden woanders investieren können.
     
    Dann ist es sehr vermessen zu glauben, man könne immer nur die Nieten aussortieren. Wer hat wohl alles Apple in den 90ern abgeschossen, weil “es nicht mehr lief”. Ein großer Fehler.
     
    Warum nicht Amazon im Jahre 2002 nach 100% Kursgewinn für 12€ verkaufen? Von Gewinnmitnahmen ist schließlich noch niemand gestorben.
     
    Jason Zweig zitiert Studien, nach denen Anleger, die Geld von vermeintlichen Underperformern in vermeintlich aussichtsreichere Aktien umschichten, in der Mehrzahl mit einer schlechteren Performance “belohnt” werden. Das sind Fakten. Schlußfolgerungen darf jeder individuell anstellen.
     
    Was soll´s. Entweder man versteht das Konzept oder man versteht es nicht.
     
    Lethargie ist beim Investieren Trumpf. Börsenpornos konsumieren eher schädlich.
     
    @ Kiev
     
    Ich werde ein Helikoptergeld Projekt im Kleinen starten. Jeder wiederkehrende Gast bekommt von mir den doppelten Betrag in 2020 als Rabatt. Mit der Bitte den reduzierten Betrag möglichst nach Gusto zu verteilen. Also beispielsweise einmal mehr Essen gehen als sonst üblich usw
     
    Eine noble Geste. Klasse Aktion.

  14. AvatarFatPony

    So weit zu Sparsamkeit von Bushs? 
     
    “Nach dem Minderheitsvotum von einem der vier von den Republikanern benannten Sachverständigen für die Financial Crisis Inquiry Commission seien die Änderungen unter den Präsidenten George H. W. BushBill Clinton und George W. Bush am Community Reinvestment Act sowie die Aufforderungen an Fannie Mae und Freddie Mac, mehr Kredite an Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen zu vergeben, ein wesentlicher Grund für die Subprime-Krise gewesen”
     
    “Präsident Bush äußerte 2002 auf einer Konferenz über die niedrigen Anteile an Wohneigentum der US-Bevölkerung:[20]

    “We can put light where there’s darkness, and hope where there’s despondency in this country. And part of it is working together as a nation to encourage folks to own their own home.””

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltfinanzkrise

  15. Avatarsammy

    @freelancer
    Bla bla bla…. jetzt erkläre ich dir mal was. Die Kurse an den Börsen kann niemand voraussagen genauso wenig welche Firmen sich wie entwickeln. Die Kurse an den Börsen folgen einem sogenannten random Walk. Sicher ist nur dass du nichts weißt.
    @Thorsten
    Diesmal bin ich sogar deiner Meinung.

  16. AvatarRalf

    “Sparen sollte eine Tugend sein”

    Leider machen es auch etliche Euroländer wie Italien oder Griechenland vor, das immer mehr Schulden einfach bequemer sind. Anstatt die bisherige lange Phase boomender Wirtschaft gescheit zu nutzen. Die Notenbank-Methode wundersamer Geldvermehrung wird sich noch auf die Preise auswirken. Liegt auch daran, dass z.B. die EZB die Zinsen nicht wirklich nennenswert erhöhen kann.

    Gewinner werden Immobilien und Aktien sein. Teilweise auch der kranken Zinspolitik zu verdanken. Wollen wir nur hoffen, dass der Staat nach Corona nicht zu stark an der Steuer- und Abgabenschraube dreht.

  17. AvatarBruno

    @Freelancer 
    Ja deine Ansicht teile ich eigentlich, vielleicht hatte ich mich auch etwas extrem ausgedrückt. Es ist nicht so dass ich laufend umschichte, das kommt eher selten vor, denn meistens macht es auch keinen Sinn.
    Mit neue Branchen meinte ich auch effektiv neue Unternehmen, das ist dann der Fokus bei Neuzugängen, ich möchte ja absichtlich nicht ein zu breites Portfolio, sonst könnte ich direkt den MSCI World nehmen (was sicher nicht verkehrt wäre!).
    Ich habe ja selber etliche Aktien im Depot von Unternehmen, die ich nie gekauft habe, die hat es mir einfach so reingespült über die Jahre über Spinoffs und ähnlichen Vorgängen. Teilweise ärgere ich mich höchstens, dass ich diese nicht noch aufgestockt habe 😉 Ich bin ein grosser Befürworter auch von Zerschlagungen, nein nicht brutal, aber es gibt doch etliche Konzerne die aufgeteilt mehr Wert hätten und sich auch besser entwickeln würden. Grösse ist nicht immer ein Vorteil. Ich habe international trotzdem sehr grosse Unternehmen, da ich dort den Überblick und die Zeit nicht habe, mich um die ganzen Details zu kümmern. Lokal habe ich eine Handvoll familien- oder inhabergeführter Unternehmen, die sehr langfristig und erfolgreich operieren.
    Hier sind wir auch schon bei einem Punkt, den Du ansprichst. Für mich ist bei der Auswahl eines Unternehmens das Geschäftsmodell, die Produkte und Dienstleistungen, der Burggraben, die Zukunftsaussichten, das Knowhow etc. entscheidend resp an erster Stelle. Schon an zweiter Stelle kommt für mich das Management.
    “Das Management eines Unternehmens spielt eine herausragende Rolle in diesem Prozess”
    Dies ist wirklich entscheidend, Shell beispielsweise hat seit Jahren ein Top-Management mit sehr guter Vernetzung, da mache ich mir auch keine Sorgen auch wenn ich den Titel nicht besitze. GE hatte jahrzehntelang ein Top-Management, doch in den letzten Jahren wurden leider Fehler gemacht. Ob sie es wieder schaffen, hängst in erster Linie an der Führung. Banken habe ich zwar auch keine, weil es für mich von aussen eher Blackboxen darstellen, wenn dann würde ich hier eher einen “Fonds” wie die Berkshire Aktie kaufen, wo ein Grossteil Finanzaktien vorhanden sind. Die Katastrophen um grosse europäische Banken wie Deutsche Bank, UBS, Credit Suisse gebe ich mehrheitlich den damaligen oder heutigen Management, sie haben die Verantwortung! Insbesondere stimmt dort auch die Relation Leistung vs. Vergütung nun wirklich nicht mehr und dies seit vielen Jahren. 
    Die Finanzkennzahlen sind dann erst an 3. Priorität, und hier schaue ich z.B. primär auf die langfristige Entwicklung (Cashflow, Gewinn, Verschuldung), Dividende auch aber nicht entscheidungsrelevant.
    Daher und das meinte ich, ich habe gewisse Entscheidungsgrundlagen, wo ich investiere, und wenn sich diese “langfristig” verändern, kann es auch sein, dass ich mal etwas verkaufe und umschichte. In der Regel läuft es aber eher um Neuzugänge aus Spar- und Dividendenerträgen. 
    Darunter gehören der Verkauf von Amazon bei 100% Kursgewinn selbstverständlich nicht, der Kurs und die aktuelle Bewertung haben bei meiner Selektion gar keinen Einfluss. Natürlich kaufe ich auch gerne günstig, aber das nehme ich dann einfach gerne, aber es ist nicht das Killerkriterium. Siehe FAANG-Aktien, sie sind seit Jahren “teuer” und man hätte sie immer kaufen können. Es hat vielleicht auch einen Grund, weshalb sie so teuer sind.
    Wenn man langfristig kauft, sollte man auch sein Depot langfristig bewirtschaften, d.h. ob jetzt ein Virus kommt oder sonst etwas sich ändert, wird wohl kaum Einfluss haben. Jedoch wenn es einen Managementwechsel gibt, dieser über längere Zeit Entscheide macht, die nicht ins langfr. Bild passen, könnte dies ein Entscheid provozieren. Auf der andern Seite erkennt man dies als Nicht-Insider oft erst zu spät, wenn eine Aktie schon 50 oder 80% abgestürzt ist, dann muss man sie insbesondere im 2. Fall auch nicht mehr verkaufen, dann kann man nur noch hoffen dass die Probleme langfristig doch noch gelöst werden. ABER ich kaufe dann nicht solche Unternehmen auf, in der HOFFNUNG auf Besserung, und ich kaufe solche Firmen auch nicht nach, um den Einstand günstiger erscheinen zu lassen. Das ist für mich gutes Geld schlechtem Geld nachwerfen. Lieber kaufe ich dann gesunde und aussichtsreiche Aktien neu dazu.
     
     

  18. AvatarBruno

    @sammy
    “Die Kurse an den Börsen folgen einem sogenannten random Walk”
    Kurzfristig ja zu einem gewissen Teil, aber langfristig sieht es doch erheblich anders aus. Auch wissenschaftlich belegbar. Ich bin dafür schon zu haben, habe ja auch Mathematik studiert. Aber die ganze Börse und Aktienmarkt als random walk zu bezeichnen, würde man daran glauben, dürfte man NICHT an der Börse investieren!

  19. Avatarsammy

    @Bruno
    Richtig langfristig sieht es anders aus. Dennoch weißt du nicht welche Unternehmen das sein werden. Auch aus heutiger Sicht gute Unternehmen können unter die Räder kommen. siehe Adidas warum werden hier Staatshilfen beantragt? Das Unternehmen lief bisher gut an der Börse das kann sich nun ändern. Wär hätte es gedacht. Niemand.
     

  20. Avatarsammy

    Adidas erhält Genehmigung für einen Konsortialkredit durch die KfW im Wert von drei Milliarden Euro und setzt die Dividende über die Laufzeit faktisch aus.

  21. AvatarBruno

    @sammy
    Adidas hat klar einen Fehler gemacht und dies aber auch relativ rasch jetzt eingesehen und korrigiert, es hätte nicht passieren dürfen, ist ein Managementfehler. Dass Corona jetzt einige Unternehmen härter getroffen hat als andere ist auch klar, das kann man selbstverständlich nicht vorhersehen. Aber ich denke dass dies langfristig solide Firmen nicht kippen kann, aber das Risiko ist natürlich nie 0. Ich denke Adidas kriegt die Kurve, weil sie tolle Produkte haben und diese auch zukünftig gebraucht werden, physisch notwendige Produkte wird man nie digitalisieren können. Deshalb sollte man auch ausreichend diversifizieren.
    Ein gutes Management zeichnet sich m.E. übrigens darin aus, nicht dass es fehlerfrei ist, aber aus Fehlern sofort lernt. Das erkenne ich z.B. bei vielen Grossbanken in Europa nicht, deshalb halte ich die nicht. ABER es kann sich ändern, dann bin ich nicht dabei. Damit lebe ich dann auch.
    Ich habe auch überdurchschnittliche Risiken für gewisse Szenarien im Depot, fällt das Internet für Monate aus, habe ich ein Problem (eigene Firma und auch viele Werte die darauf angewiesen sind). Deshalb habe ich hier auch diversifiziert mit klassischen langweiligen Blue Chips und auch ETFs. 
    Ich kenne ja deine Haltung, ich finde die in Ordnung, meine Strategie ist mein Ding, ich möchte das niemandem empfehlen. Ob ich nun eine Über- oder Unterrendite erziele, das Risiko gehe ich ein und kann es tragen. Die letzten Jahre lief es sehr gut, aber ich bin nicht blind und erwarte das nicht für die Zukunft. 
    Ich denke aber dass ich zumindest in meiner Branche schon die Spreu vom Weizen einigermassen trennen kann, auch wenn Du es wohl als Zufall bezeichnen würdest.  Google habe ich mit einem durchschnittlichen EP von 110$ im Depot, das war ein Risikoinvestment, damals schon war Google zwar mit Abstand die beste und verbreiteste Suchmaschine, aber was daraus gemacht werden kann war noch völlig unklar. Ich habe die einfach gekauft weil ich sie täglich auch benutzt habe und von der Technologie überzeugt war (so einfach und doch so schwierig kopierbar). Aber es gab auch Flops, das gehört dazu.
     

  22. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Bruno
     
    Das waren prima Ausführungen von dir. Ich kann dir sehr gut folgen. Man sollte sich vor jedem Kauf sehr gut überlegen, ob man das Unternehmen hinter der Aktie – u.a. aufgrund des Geschäftsmodells – über Dekaden halten will.
     
    Fehler passieren in diesem Prozess. Die wenigen sehr guten Entscheidungen kompensieren das aber. Dass man jederzeit frisches Geld neu verteilen kann, ist eine stabilisierende Komponente. Mir macht es richtiggehend Freude, in immer neue Unternehmen investieren zu können.
     
    Mich juckt es natürlich auch, scheinbar schlechte Aktien (aktuell scheinbar schlechte Unternehmen) zu verkaufen. In der Vergangenheit habe ich das auch schon getan. Mal war die Entscheidung gut, mal war sie schlecht. In Summe wohl eher mit negativer Bilanz. Daher versuche ich das in Zukunft zu unterlassen. 
     
    Vielleicht entledigt man sich einer dauerhaften Niete. Es besteht aber auch die Gefahr bei “Hin und Her” langfristige Granaten zu früh zu veräußern.
     
    Dieses Vorgehen fördert auch Ruhe und Gelassenheit. Vermögensaufbau an der Börse kann so einfach funktionieren. Sich andauernd Börsenpornos reinzuziehen, um dann vermeintlich klug in hektischem Aktionismus über das Parkett zu zappeln – mal hier hin, mal dorthin – ist dagegen kontraproduktiv. Das versteht nicht jeder. Wir Menschen sind auf Aktionismus gepolt.
     
    Ein schönes, sonniges Wochenende wünsche ich allen 🙂 !

  23. AvatarWolke

    @Gainde
    Ich habe mich entschlossen, nicht von Finanzprodukten abhängig zu sein und habe entsprechend in Einzelwerte umgeschichtet…
     
    Also hältst du ETFs für nicht so sicher? Wertpapierleihe und solche Dinge stören mich etwas…eben Finanzprodukte.

  24. AvatarNico Meier

    Leider machen es auch etliche Euroländer wie Italien oder Griechenland vor, das immer mehr Schulden einfach bequemer sind. Anstatt die bisherige lange Phase boomender Wirtschaft gescheit zu nutzen.
    @Ralf
    Aber die Menschen in Italien machen es ja scheinbar besser als die Menschen in Deutschland mit dem Sparen sonst wären die Italiener nicht reicher als die Deutschen 😉
     
     

  25. AvatarBruno

    @Nico
    Italien ist kreativ, seit jeher, es hat sie hart getroffen jetzt aber sie werden da wieder rauskommen. Sie haben halt nicht mehr die alte Möglichkeit, ihre Währung abzuwerten, so wachsen die Staatsschulden rascher. Der Hauptunterschied zu Deutschland ist, in Italien ist der Staat verschuldet, nicht die Italiener. In Deutschland und Schweiz umgekehrt (vereinfacht dargestellt). Italien sehe ich aber nicht gleich problematisch wie Griechenland, denn die italienischen Schulden sind grossmehrheitlich im Inland, nicht wie bei Griechenland im Ausland. Man wird wohl in irgend einer Form einen “cut” machen, ohne dass alles zusammenbricht.

  26. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ich sehe Italien auch nicht ktitisch der Norden hat neben Tourismus auch Industrie und Dienstleistung die stark sind. Im Süden siehts schlechter aus da ist nur Tourismus aber auch dirt gibts Potential. Italirn braucht mehr Liberalisierung dann sehe ich viel Potential. Die Italiener sind Geniesser, gute Köche und haben hochwertige Lebensmittel also die perfekte Mischung für Tourismus.
    Wenn man in Italien zweimal im selben Redtaurant isst wird man am dritten Tag wiedererkannt und als Freund begrüsst.

  27. AvatarGainde

    @ Wolke
    Bezüglich ETF gibt es für mich nur ein passendes Produkte: den FTSE All-World ETF von Vanguard. Falls dieser geschlossen wird oder was auch immer muss ich verkaufen etc., was ich mir nicht antun möchte. Da ich Aktien als langfristige Assets sehe, stelle ich mir nun mein eigenes Portfolio aus bekannten Blue Chips zusammen. Eine Art ETF ohne schwierigen Branchen und Verrecker.

  28. AvatarThorsten

    @Freelancer ein schwacher Trost ist , dass die Verluste von Verkäufen gegen Gewinne verrechenbar sind. Wer GE im Depot hatte und Tesla bei 1000 verkauft hatte konnte günstig vielleicht sogar plus minus Null aus dem Verlust aussteigen. Geht natürlich nur, wenn man die Übertreibung als solche erkennt.Meist nur rückwirkend belegbar.

  29. AvatarNico Meier

    Ich sehe den Vorteil bei Einzelaktien insbesonere in weniger rosigen Zeiten. Bei jeder Korrektur überlegt man sich welche Firma man aufstocken möchte. Wenn grundsolide Firmen wie die Swiss Re von über 100 auf 56 tauchen so kann man gute Gewinne einfahren. Für die Aktien die ich für 56 gekauft habe erhalte ich nächste Woche 5.9 Dividende. Beim Index kauft man einfach den Index nach und kann so in meinen Augen weniger gezielt investieren.

  30. Avatarsammy

    Man kann sich die Dinge auch schön reden aber klar jeder darf versuchen über Dekaden den Markt zu schlagen wird nur kaum jemandem gelingen ohne extreme Risiken (Tim) einzugehen.
    @Wolke
    Ist ein Aktienfond ein Finanzprodukt für dich? Okay wäre mir neu.
     

  31. AvatarRalf

    Ein Mix aus Aktien und ETF funktioniert auch gut. Habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Und in Italien könnte das Staatschuldenproblem über höhere Vermögensabgaben und Steuern gelöst werden. Will man aber nicht. Die Erbschaftsteuer ist dort z.B. deutlich geringer als in D. Warum sollen wir in D dann deren Schuldenrisiken mit tragen? Lieber jammert man und fordert Eurobonds.

    Swiss Re steht auch auf meiner Liste. Aber viele andere eben auch. Darum kann ein ETF sinnvoll sein. Allerdings setz ich mehr auf Sektoren-ETFs um gezielter investieren zu können.

  32. Avatarsammy

    @Gainde
    Die Wahrscheinlichkeit dass eine oder mehrere deiner Unternehmen über die Dekaden Pleite geht halte ich für einiges höher als dass der all world geschlossen wird.

  33. AvatarNico Meier

    @sammy
    Wenn du es nicht kannst, dann kaufst du besser ETF das ist keine Schande.

  34. AvatarLejero

    Da hier Italien angesprochen wurde, ich hatte in den letzten Tagen wegen Euro-Bonds zu den klassischen Vorurteilen der “Nordländer” recherchiert, hier ein paar interessante Informationen:
     

    Nach Durchsetzung von Rentenreformen in Italien reguläres Renteneintrittsalter in 2019: 67, ab 2021: 70 (Quelle: https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1116&langId=de&intPageId=4625)

    Steuerlast in Italien höher als in Deutschland, 21,9% zu 19,1% (Quelle: https://de.statista.com/infografik/13660/oecd-vergleich-steuern–und-abgaben/). Gesamtabgabenlast (inkl. Sozialversicherungen) in Deutschland höher aufgrund der Aufteilung der Beiträge für die Rentenversicherung. In Deutschland paritätisch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in Italien 10% beim Arbeitnehmer, 35% beim Arbeitgeber.Das finde ich interessant, d.h. die hohe Abgabenlast bei uns im Vergleich zu Italien resultiert großteils durch die Bezuschussung der Unternehmen durch den Arbeitnehmer, nicht durch die “Verschwendungssucht” des Staates. Insgesamt für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gehälter aber natürlich vorteilhaft.

    Italien ist der 4. größte Nettozahler in der EU! 2018 haben die Italiener 5 Mrd. mehr eingezahlt als wieder über Subventionen etc. rausbekommen (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38139/umfrage/nettozahler-und-nettoempfaengerlaender-in-der-eu/)

     
    Hat mich insgesamt sehr überrascht, ich hatte da auch so ein paar klassische Vorurteile.

  35. AvatarThorsten

    Brüller des Tages :
    SPANIENS AUSSENMINISTERIN :„Niemand verlangt, dass Deutschland Spaniens Schulden übernimmt“.
    “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen” sollte man der Dame dezent  entgegnen und sie verwirrt zurücklassen .
    Wenn der Euro verwässert und mit Schulden bepackt wird (wie der USD) dann ist die Flucht in Aktien, Immobilien, Gold oberste Pflicht zur Vermögenssicherung. Steine mit und ohne Glanz sowie Produktivermögen sollten stärker als Baumwollezettel mit eingebauter Halbwertzeit sein.

  36. Avatarsammy

    @nico
    ich habe nur etfs da ich nicht weiß welches Land, welche Branche, welche Währung, welche Firmen in den nächsten Jahrzehnten führend sein werden. Bei mir spielt das keine Rolle denn die guten Firmen werden immer hoch gewichtet sein und die schlechten nach und nach den Index verlassen.
     

  37. AvatarThorsten

    Lejero : Sozialabgaben sind zweckgebundene Steuern , keine Versicherung. Man hat keine Wahl.
    Krankenversicherungen sind ebenfalls zweckgebundene Steuern, hier handelt es sich um einen Hybrid. Der Steuerzahler kann bei dieser Zwangssteuer wenigstens die Ausgestaltung bestimmen und der Träger ist nicht gänzlich durch den Staat kontrolliert ( Kontrolle der Krankenkassen ist durch den Gesetzgeber über Gesetze indirekt möglich ).
    Nicht zu vergessen der Rundfunkbeitrag, eine echte zweckgebundene Steuer auf Immobilien mit Wohnsitzbindung.

  38. AvatarNico Meier

    Wenn der Euro verwässert und mit Schulden bepackt wird (wie der USD) dann ist die Flucht in Aktien, Immobilien, Gold oberste Pflicht zur Vermögenssicherung.
    Der Euro wird seit Jahren verwässert. Und die BRD profitiert beim Export seit Jahren von diesem immer schwächer werdenden Euro.

  39. AvatarLejero

    @Thorsten:
    Ich meinte damit auch keine privaten Rentenversicherungen. In Deutschland heisst die gesetzliche Vorsorge aber nun mal “Deutsche Rentenversicherung”. Und da man diese wie du sagst zahlen muss (Ausnahme Selbstständige), tauchen sie in meiner verlinkten Darstellung auch gemeinsam mit den Steuern auf.
    Mir ist nicht klar worauf du mit deinen Anmerkungen raus willst ehrlich gesagt.

  40. AvatarNico Meier

    @sammy
    Eine Glaslugel habe auch ich nicht. Aber ich werte seit einigen Jahren meine Performanve aus und vergleiche sie mit dem MSCI World bisher war ich immer besser als der Index. In gewissen Jahren nur ein oder zwei Prozentpunkte in anderen mehr. Ob das so bleiben wird kann ich nicht sagen aber da ich nur eigenes Geld anlege bin ich auch niemandem Rechenschaft schuldig.

  41. AvatarBruno

    “denn die guten Firmen werden immer hoch gewichtet sein und die schlechten nach und nach den Index verlassen.”
    Richtig, aber damit dies geschieht, braucht es Investoren, die selektieren, versuchen, die Guten ins Körbchen und die Schlechten ins Kröpfchen zu legen.
    Sonst funktioniert der Markt ja nicht mehr.
    Ich finde es aber legitim für Privatinvestoren, die wenig Zeit oder Kenntnisse aufwenden können, einfach den Index zu kaufen. Leben und leben lassen. 
    Dazu ist ein Blog ja auch da, dass man sich austauscht. Schlussendlich ist jeder für sich selber verantwortlich und muss überzeugt sein, dass es für ihn stimmt. Wo Risiken auch Chancen und umgekehrt.
    Es braucht also nicht den krampfhaften Versuch, andere von “seiner” Strategie zu überzeugen, jeder kann sich heute besser den je über alles mögliche informieren, und für sich die Schlüsse ziehen, auch aus seiner bisherigen Erfahrung. Jüngere, unerfahrene Privatanleger können hier abwägen, Argumente vergleichen und dann entscheiden. 
    Ob nun ETF’s oder ein ausgewogenes Einzelwerte-Depot oder eine Mischform, ob mit Goldanteil oder ohne, ob mit Immobilien oder ohne, ob mit Anleihen oder ohne, allesamt besser als ein Sparkonto.
    Wichtig ist auch, sich eine gefestigte eigene Meinung zu bilden, an der man dann auch langfristig festhält. Nichts ist schlimmer als das hin und her, nicht nur im Depot, sondern auch seiner Meinung. Wer sich z.B. über soziale Medien informiert, der bekommt die ganze Bandbreite an Information, von den Crashpropheten die mit vollster Überzeugung, oft gut dargeboten, den Absturz der Aktien über 50-90% bishin zum Totalkollaps des System prognostizieren  bis zum Turbo-Optimisten, welche jetzt neue Höchststände feiert und neue Zeitalter ausrufen, wo es keine Krisen oder Crashs mehr gibt. Diese Informationen sind Unterhaltung, dienen primär dem Marketing der eigenen Produkte, aber sind einer sachdienlichen Information nicht wirklich dienlich. Im Gegenteil sie verleiten zur Verwirrung, man ist dann hin- und her gerissen was man nun tun soll, kaufen, verkaufen, was kaufen, was verkaufen etc. es entsteht ein hin und her und schlussendlich eine grauenhafte Rendite.

  42. Avatarsammy

    @Bruno
    Ich finde diese erhebliche Arroganz der Stock Picker nur fehl am Platz. Ebenso dieses wer wenig Erfahrung, Zeit hat oder Anfänger ist für den sind etfs gut. So ein Schwachsinn etfs kommen von institutionellen Anlegern und sind einfach überlegen. Sich dieses Werkzeug zu nutze zu machen zeugt für mich von hohem Wissen viel Erfahrung und Erkenntnissen.

  43. AvatarRalf

    Wenn man ein geeintes Europa will, braucht es mehr gemeinsame Steuerung von Themen wie Steuerpolitik, Rentenpolitik, Arbeitsmarkt etc. Derzeit nicht in Sichtweite. Sieht man auch an Beispielen wie der Migrationspolitik. Der Migrationsdruck wird noch zunehmen. Aber es ist keine EU-Lösung in Sicht.

    Vergemeinschaftung von Schulden zum Beispiel durch Eurobonds kann es daher nicht geben. Nicht ohne Kontrolle oder strenge Bedingungen. Und dagegen wehren sich Länder wie Italien. Oder um mal den Bundesbank-Chef zu zitieren:

    “Man vertraut anderen doch seine Kreditkarte nicht an, wenn man nicht die Möglichkeit hat, deren Ausgaben zu kontrollieren.”

    Die Gefahr: Der Sparanreiz und Zwang zu Reformen sinkt weiter. Der Schlendrian geht dann grade so weiter.

    @Euro und EU: Deutschland profitiert vom Euro durch den Export. Die Binnennachfrage ist aber nicht gut. Die Gelbwesten in Frankreich sind auch nur ein Vorgeschmack. Da braut sich definitiv was zusammen in Punkto Euro und EU. Erkennbar auch ohne Schwarzseherei…

  44. AvatarJohannes Schumann

    Die 75 Spartipps sind super. Dort heißt es: “Kaufe ein ganzes Poulet anstatt Einzelteile.”
    Poulet = das Huhn.
     
    🙂

  45. AvatarMani

    Also Fan von Bush jun. zu sein… na Prost Mahlzeit. 

    Schon vergessen wie er sich bei 9/11 verhalten hat? Wie er Krieg gegen den Irak führte?
    Und immer dieses: Super, Promi XY ist reich fährt aber ne alte Karre.
    Nein!!!! Besser ist es, wenn die Reichen auch ihr Geld, natürlich nicht alles, auch wieder ausgeben. So entstehen Jobs und Wohlstand auch in unteren Schichten..
    Genau genommen ist das horten von zig Millionen unfair gegenüber der Gesellschaft.
    Durch Käufe von Porsche, Boot etc. Werden zig Wirtschaftszweige am laufen gehalten und oft werden bei den hochpreisigen Artikeln Forschungen als erstes umgesetzt, die später für Otto Normalverbraucher auch erschwinglich sind.

  46. AvatarBruno

    @sammy 
    Sei doch froh dass es noch ein paar arrogante Dummköpfe wie mich gibt, die auch Einzelaktien kaufen. Denn wer würde sonst die Indexzusammenstellung festlegen, wenn alle nur noch den Index kaufen? Wer würde dann entscheiden, welche Unternehmen sich besser entwickeln, welche unten rausfallen? Dann wäre der Index betoniert und würde sich nie mehr ändern. 
    Anstatt laufend andern ans Bein zu pinkeln solltest Du dich doch innerlich freuen, dass Du uns allen erhaben bist und langfristig die bessere Performance erzielst. Was unsere Depots von Vollpfosten angeht, die auch noch ein paar Einzelaktien drin haben, kann Dir wirklich egal sein!

    Oder soll der Index allein den ETF-Anbietern überlassen werden inkl. sämtlichen Stimmrechten, dann regiert uns Blackrock & Co.

    Ich habe nix gegen ETF aber es ist auch gut, dass nicht alle nur ETF’s halten.
     
     

  47. AvatarSebastian

    @Gainde
    hast du jetzt nicht schon zum zweiten oder dritten Mal von ETF hin zu Einzeltiteln gewechselt? Oder verwechsle ich dich da…? Bist du nicht vor einer Woche erst „all in“ in den Vanguard All World gegangen?

  48. Avatarsammy

    @Bruno
    Also sind deiner Meinung nach die Bilanzen und Gewinne der Firmen davon abhängig dass Einzelaktionäre diese handeln? Eine Firma die gut wirtschaftet und börsennotiert ist erhält über diese natürlich Liquidität aber dafür müssen die Voraussetzungen gegeben sein. Somit bestimmt immernoch die Firma selbst ob sie eine hohe Marktkapitalisierung erreicht oder nicht. Blackrock kauft diese Aktien eben nach diesen Kriterien. Hohe Marktkapitalisierung = hohe Gewichtung so einfach ist das. Auf Finanzprodukt  oder Stimmrechtsverschwörungstheorien gehe ich jetzt nicht ein.
     

  49. AvatarNico Meier

    @Sebastian
    Gainde schafft es immer beim ATH alles zu verkaufen und im Tiefpunkt wieder all in zu gehen. Lustigerweise teilt er uns das immer erst einige Wochen später mit.
    Ein Schelm wer Böses denkt!

  50. AvatarWolke

    @Ralf
    Vergemeinschaftung von Schulden zum Beispiel durch Eurobonds kann es daher nicht geben… Nicht ohne Kontrolle oder strenge Bedingungen
     
    Eine Zahlungsunfähigkeit Italiens würde die finanziell stabileren „Nordländer“ weit mehr kosten, als die Kosten rund um die Eurobonds. Deutschland ist Mitbegründer der EU, ob das gut oder schlecht war, beurteile ich nicht, es ist wie es ist.
    Allerdings muß Italien nach der Krise seinen Staatshaushalt sanieren.
     
     

  51. AvatarBruno

    @sammy
    “Somit bestimmt immernoch die Firma selbst ob sie eine hohe Marktkapitalisierung erreicht oder nicht.”
    Ich denke Du musst nochmals über die Bücher was dein Börsen 1×1 angeht. Die Marktkapitalisierung entspricht der Anzahl Aktien x Kurs, und dieser wird durch Angebot und Nachfrage der Teilnehmer bestimmt und nicht der Firma selbst. Auch nicht nach den Kennzahlen der Firma, sonst hätten ja alle Firmen dasselbe KGV. 
     

  52. KievKiev

    @ Sammy
    ETFs sind sicher nicht nur interessant für Einsteiger oder faule Investoren. Es gibt dennoch zahlreiche Strategien, die jeder umsetzt wie es ihm passt.
    Nehmen wir an Du hast den World ETF. Du befindest Dich in der Vermögensaufbauphase. Du besparst diesen einfach jeden Monat. Das ist eine sehr gute Strategie. Ich kenne andere Investoren mit Immobilien, die sich an der 200 Tage Linie orientieren. Sie kaufen bei tieferen Kursen ETF und schauen nach neuen Häusern oder Wohnungen, wenn der Markt teuer ist. Es ist hier natürlich auch sehr schwer eine Immo zu finden… Ob das besser ist als stetig zu investieren? Sei mal dahingestellt. Sie fühlen sich damit wohl und so investieren sie ihr Geld mit einem System. Du kannst beruhigt sein, sie haben wesentlich mehr Geld als Du und ich zusammen. Das muss dennoch nicht bedeuten, dass die Strategie überlegen ist. Sie haben in der Hauptsache zwei Unternehmen. Da kann man auch auf die Looser picken und das Vermögen wächst scheinbar unbegrenzt.
    Nehmen wir an Du möchtest in Frührente gehen und Dein Vermögen ist relativ knapp. Stelle Dir einmal vor es gäbe einen ETF mit World, Metallen 5-10% und Bonds 20-30% als Beispiel. Zusätzlich hast Du Cash Reserven für ein Jahr aufgebaut. Ich denke damit kann man mit gutem Gefühl in Frührente gehen. Auch wenn es relativ am Anfang im Markt knallt. Da muss jeder seinen Weg finden. Der Aktienanteil wäre wenn die Aktien um 30% fallen und Bonds etwas steigen zu klein und würde automatisch rebalanziert. Es werden also Aktien gekauft, wenn die Mehrheit verkauft und andersherum. Das ist doch keine schlechte Strategie. Falls das Vermögen allerdings wesentlich größer als der Bedarf ist kann man ohne Cash und rein mit dem World ETF in Frührente gehen. Wenn der Markt fällt ist es halt so. Langfristig sollte man so eine höhere Rendite erzielen. Man muss sich immer mit seiner Strategie wohl fühlen.

  53. AvatarDaniel

    So weit zu Sparsamkeit von Bushs?  “Nach dem Minderheitsvotum von einem der vier von den Republikanern benannten Sachverständigen für die Financial Crisis Inquiry Commission seien die Änderungen unter den Präsidenten George H. W. BushBill Clinton und George W. Bush am Community Reinvestment Act sowie die Aufforderungen an Fannie Mae und Freddie Mac, mehr Kredite an Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen zu vergeben, ein wesentlicher Grund für die Subprime-Krise gewesen”
    Das ist allerdings etwas zu einfach gedacht. Denn es gehören wohl ein paar mehr Parteien dazu die Subprime-Krise zu verursachen. Die Regierung wollte das Kredite auch an Schuldner mit schlechterer Bonität verkauft werden. Gut…das ist übel. Das Problem entstand aber primär erst dann als die Investmentbanken für sich die Gelddruckmaschine entdeckten faule Kredite unter dem Deckmantel der “Diversifikation” so nach dem Motte Viel Mist aus unterschiedlichen Ecken ergibt Gold mit schönsten Ratings weiterzuverkaufen. Ansonsten hätten nämlich ganz normale Marktmechanismen gewirkt wie “hohes Risiko = hohe Zinsen beim Schuldner und hohe Zinsen beim Gläubiger”.
    Da ich Aktien als langfristige Assets sehe, stelle ich mir nun mein eigenes Portfolio aus bekannten Blue Chips zusammen. Eine Art ETF ohne schwierigen Branchen und Verrecker.
    auch wenn es nachvollziehbar ist, aber ich kann mir schon vorstellen wie das typische Nachbau-Depot dann bei den meisten aussieht 85% USA und 15% Deutschland. Die verwegenen nehmen dann noch UK und andere europäische Länder. Ich kenne wirklich niemanden der sich damit beschäftigen will die Dividenden aus aller Herren Länder einzufordern und sich mit deren Finanzämtern herumzuplagen. Es dürfte also ein ziemliches Fehlgewicht auf den Ländern sein was man dem World ETF ja auch immer vorwirft.
    ch sehe den Vorteil bei Einzelaktien insbesonere in weniger rosigen Zeiten. Bei jeder Korrektur überlegt man sich welche Firma man aufstocken möchte. Wenn grundsolide Firmen wie die Swiss Re von über 100 auf 56 tauchen so kann man gute Gewinne einfahren. Für die Aktien die ich für 56 gekauft habe erhalte ich nächste Woche 5.9 Dividende. Beim Index kauft man einfach den Index nach und kann so in meinen Augen weniger gezielt investieren.
    ich sehe daraus keinen Vorteil. Bleiben wir in der ETF Logik nach Kommer: Feste Asset Allokation, z.B. 50.000€ Tagesgeld, 50.000€ ETF. Die Asset Allokation ist fest und wird jedes Quartal glattgestellt. Herumliegenden “Cash” gibt es nicht. Der Markt bricht ein, neuer Stand: 50.000€ Tagesgeld, 25.000€ im ETF Depot. Ausgleich sieht vor: 12.500€ in das ETF Depot zu schieben um mit 37.500€/37.500€ eine 50% 50% Balance wiederherzustellen. Die Systematik funktioniert völlig problemlos und überlegungsfrei und führt auch genau zu dem was man immer will, nämlich in der Downphase eines Assets, eben solches Nachzukaufen, schon allein um die Allokation festzulegen. Was mich wieder zu dem zurückführt was ich immer gesagt habe: eine Asset-Allokation vorher festzulegen und beizubehalten ist 10x wichtiger als “Cash” am Seitenrand zu parken.
     
    Der Euro wird seit Jahren verwässert. Und die BRD profitiert beim Export seit Jahren von diesem immer schwächer werdenden Euro.
    Wenn für dich Masse statt Klasse der Weg ist den Deutschland idealerweise gehen soll dann stimmt das. Ich hätte dann aber gerne das Deutschland aus den 50er – 80er Jahren zurück in dem Niedriglöhne im Ausland waren und unsere Firmen gezwungen durch eine Hartwährung immer die innovativsten und besten am Markt sein mussten.
     
    Schon vergessen wie er sich bei 9/11 verhalten hat? Wie er Krieg gegen den Irak führte?Und immer dieses: Super, Promi XY ist reich fährt aber ne alte Karre.
    ihr glaubt doch nicht im Ernst das Obama, Bush oder Trump diejenigen sind die irgendetwas entscheiden. Die sind eigentlich nichts anderes als ein Sprachrohr zur Nation. Die Entscheidungen in Wirtschaft/Militär/Gesundheit usw. treffen andere und legen es den Präsidenten vor.

  54. AvatarFelix

    Wie schreibt Jason Fieber: Den ETFs scheint man einen gewissen Mythos zuzuschreiben, dass sie bestimmte Dinge vermögen. Dabei beinhalten sie doch auch nur Anteile von ganz und gar irdischen Unternehmen. In Wirklichkeit ist keinerlei Magie drin. Es sind Fonds Punkt.
    Und ich füge hinzu, Fonds sind nichts schlechtes, gerade nicht für diejenigen, die sich hineinvertiefen möchten oder können. Ich selbst nutze auch welche, dort wo ich mich nicht auskenne bei Neben- oder Spezialwerten (zb Biotech) und in exotischeren Märkten (zb Afrika). Aber die Dickschiffe, wie die fünf FAANG-Aktien u.ä., die das größte Gewicht der Allerwelts-ETFs ausmachen, die kaufe ich direkt.
    Vermutlich habe ich jetzt ein Faß aufgemacht. Feuer frei!

  55. AvatarNico Meier

    Also sind deiner Meinung nach die Bilanzen und Gewinne der Firmen davon abhängig dass Einzelaktionäre diese handeln? Eine Firma die gut wirtschaftet und börsennotiert ist erhält über diese natürlich Liquidität aber dafür müssen die Voraussetzungen gegeben sein. Somit bestimmt immernoch die Firma selbst ob sie eine hohe Marktkapitalisierung erreicht oder nicht. Blackrock kauft diese Aktien eben nach diesen Kriterien. Hohe Marktkapitalisierung = hohe Gewichtung so einfach ist das. Auf Finanzprodukt  oder Stimmrechtsverschwörungstheorien gehe ich jetzt nicht ein.
    @sammy
    Die Firmen bestimmen selber ihre Marktkapitalisierung? Bei deinem “Fachwissen” bleibst du besser bei ETF.

  56. Avatarsammy

    @Bruno
    Die Marktkapitalisierung entspricht der Anzahl Aktien x Kurs, und dieser wird durch Angebot und Nachfrage der Teilnehmer bestimmt und nicht der Firma selbst
    Und wodurch entsteht die Nachfrage der Teilnehmer? Durch  Produkte /Dienstleistungen der Firma.  Diese erwirtschaften Gewinn und erst hierdurch wird das Interesse bei Geldgebern geweckt und somit steigt die Marktkapitalisierung. Also hat DAS UNTERNEHMEN durch seine Produkte alles in der Hand. Ich hoffe auch du konntest das jetzt verstehen.

  57. AvatarNico Meier

    Wenn für dich Masse statt Klasse der Weg ist den Deutschland idealerweise gehen soll dann stimmt das. Ich hätte dann aber gerne das Deutschland aus den 50er – 80er Jahren zurück in dem Niedriglöhne im Ausland waren und unsere Firmen gezwungen durch eine Hartwährung immer die innovativsten und besten am Markt sein mussten.
    Welchen Weg die BRD gehen soll habe ich als Eidgenosse nicht zu entscheiden.
    Die Unternehmen in der Schweiz werden gestählt durch den Harten Franken der ihnen viel abverlamgt und sie zwingt die Kosten im Griff zu behalten.

  58. AvatarNico Meier

    @sammy
    Und wenn du wegen Corona deine Öäden nicht mehr öffnen darfst und sich der Wert deiner Aktie halbiert so halbiert sich deine Marktkapitalisierung. Was machst du dann? Oder ein Konkurrent hat ein besseres Produkt und dein Umsatz und Gewinn halbiert sich? Wo hat die Firma da die Marktkapitalisierung selber in der Hand?
    Es ist nicht alles so einfach wie dich das mancher ETF Fanboy vorstellt.

  59. Avatarsammy

    @nico
    Ich kaufe dir gerne eine Goldwaage da kannst du dann jedes Wort drauf legen. Um es kurz zu fassen ist ein Unternehmen gut interessieren stich Investoren dafür und dessen Wert steigt. Da sind wir uns doch sicherlich einig.

  60. Avatarsammy

    Indirekt hat das Unternehmen einen Einfluss darauf ist doch logisch oder kaufst du ein  Unternehmen das schlecht wirtschaftet?

  61. AvatarNico Meier

    Ich gehe davon aus, dass jedes Unternehmen gut sein will. Das Board und der CEO von GE haben kaum beschlossen ab sofort schlecht zu arbriten um den Aktienkurs und damit die Marktkapitalisierung zu senken!  Aber es gibt verschiedene äussere Einflüsse auf die das Unternehmen selber keinen Einfluss hat bestes Beispiel 09/11 oder Corona. 
    Und nein die Firma selber bestimmt nicht die Marktkapitalisierung sondern der Matktpreis der Aktie und dieser schwankt wie wir alle wissen.

  62. AvatarBruno

    @sammy Ja aber diese Entscheidung, was man nun kaufen will, das entscheiden Marktteilnehmer und nicht der Anbieter des ETF’s, die haben klare Richtlinien und sollen den ETF abbilden und nicht Entscheide treffen, das ist ja die Idee der passiven Instrumente. Ich rede jetzt von passiven ETF’s, anders ist es bei aktiven ETF’s oder Fonds, dann ist der Manager des Fonds der Entscheider, ob nun jene oder jene Aktie gekauft wird.
    Man darf diese institutionellen Investoren nicht überbewerten, ich kenne auch ein paar und es normale Menschen und treffen ihre Entscheide auch nach Kriterien wie ich oder andere Privatanleger. Oft sogar noch sehr jung, meist mit guter Ausbildung aber nicht immer mit langjähriger Erfahrung. Wenn diese Damen und Herren so unglaublich viel besser wären als Privatinvestoren dann würde sich dies ja auch z.B. in der Statistik der aktiven Fonds niederschlagen, die relativ ernüchternd ist. 
    Von daher ist es gut wie es ist 😉
    Ich habe ja nix gegen ETF Investoren, ich würde sie auch nie herablassend anschauen wie Du das wohl empfunden hast, es gibt gute Gründe dafür, aber es gibt auch gute Gründe und ich bin froh, dass viele Investoren auf der ganzen Welt noch unabhängige Entscheide treffen und nicht nur ganz wenige Manager der Fondsbranche. Ist auch eine Art Demokratie.
    Ich habe beides, fühle mich damit wohl und man sollte nicht das eine gegen das andere ausspielen. Ist gut dass es beides gibt. 

  63. AvatarThorsten

    @Nico
    Deutschland war auch mit der D-Mark Exportweltmeister. Auch am. SFr sieht man auch , dass Export nur sekundär etwas mit der Währung zu tun hat. Mag sein dass Deutschland profitiert hat , kein Grund Zombies zu füttern. Man könnte jederzeit da Euroexperiment beenden.

  64. AvatarThorsten

    @Lejero
    ich wollte darauf hinaus, dass man gar nicht erst Steuern vergleicht , sondetn gleich die Abgabelast , damit nicht naive Gestalten zum Schluss kommen, dass wir hier gar nicht so viel Steuern zahlen. Dann käme vielleicht noch das dämliche Argument mit dem Grenzsteuersatz und anderes linke Gedankengräuel, das am Ende zum Schluss käme man könnte noch munter weiter erhöhen.
    In den OSZE-Ländern stehen wir an Stelle vier noch weit vor Schweden.

  65. Avatarsammy

    @Nico
    Aber es gibt verschiedene äussere Einflüsse auf die das Unternehmen selber keinen Einfluss hat
    Ja diese sind allerdings temporär.

  66. AvatarNico Meier

    Mag sein dass Deutschland profitiert hat , kein Grund Zombies zu füttern. Man könnte jederzeit da Euroexperiment beenden.
    Absolut einverstanden die EU als Freihandelszone finde ich sinnvoll. Die gemeinsame Währung, und andere zentrakisierungstendenzen lehne ich ab. Die EU als Superstaat wird sich nie durchsetzen.

  67. Avatarsammy

    @Bruno
    Blackrock bildet nur den Index nach da wird nichts aktives gemacht. Vielleicht hast du mich missverstanden. Meine generelle Aussage ist dass Unternehmen indirekt sehr wohl einen Einfluss auf die langfristige Marktkapitalisierung haben. Egal was die Schweizer denken xD
     

  68. AvatarSparta

    Naja, für jeden Felix, Sebastian, Claus und Nico gibt es ein mehrfaches an Underperformern nach Kosten und risikoadjustiert…
    Es ist eben risikoadjustiert definitiv ein Unterschied ob eine Einzelfirma in meinem Depot mit 2 k oder mit 5, 6 oder gar 7stelligen Beträgen als Depotschwergewicht liegt.
    Lassen wir mal die Lastenausgleichssteuer bei Amazon kommen oder Shell verliert in der Energiewende…
    Selbstverständlich gibt es Outperformer. Die Frage ist, wie konstant und zuverlässig diese über unterschiedliche Zeiträume prognostizierbar sind…
    In einem 20-Jahreszeitraum haben die Emergings die USA ausperformt, in einem anderen hat dies selbst das viel gescholtene Europa…
    Die USA & FAANG’s über alles Jungs denken ihre Pick’s seien für immer überlegene Investmententscheidungen… 
    Oder hat evtl. doch Nassim Taleb mit seinem Frame mehr Recht???
    Im Endeffekt spielt dieses emotionale Überlegenheitsdenken vielen Streiche.
    Zudem ist die Vergleichbarkeit aufgrund unterschiedlicher Rechenkünste häufig nicht gegeben und so mancher Income-Investor rechnet sowieso sehr eigen.
    Im Endeffekt ist es sinnvoll an Aktien & oder etf’s in Form von Produktivkapital langfristig beteiligt zu sein.

  69. Avatarchn

    @Bruno:
    Wichtig ist auch, sich eine gefestigte eigene Meinung zu bilden, an der man dann auch langfristig festhält. Nichts ist schlimmer als das hin und her, nicht nur im Depot, sondern auch seiner Meinung.
     
    Damit wäre man ja voll im Trend der sozialen Medien: Egal was, man muss auf jeden Fall eine Meinung zu allem haben und sie bis aufs Äußerste verteidigen. Und wenn man offen für andere Ansichten ist und sich (Gott bewahre!) sogar von anderen überzeugen lässt, dann wird das als Schwäche interpretiert. Man identifiziert sich mit seiner Meinung, man IST seine Meinung. Dass kann man jeden Tag in den sozialen Medien und auch hier im Blog sehr gut beobachten.

  70. AvatarBruno

    @sammy “Blackrock bildet nur den Index nach da wird nichts aktives gemacht. Vielleicht hast du mich missverstanden. Meine generelle Aussage ist dass Unternehmen indirekt sehr wohl einen Einfluss auf die langfristige Marktkapitalisierung haben. Egal was die Schweizer denken xD”
    Natürlich das steht aussen vor, sonst würde alles ja gar keinen Sinn ergeben. 
    @chn
    Sicherlich, neue Erkenntnisse sollten immer einfliessen. Ich wurde hier ja schon als “Meinungsloser” bezeichnet, weil ich sagte, ich hätte nicht zu allem eine Meinung. Aber was die Anlagestrategie betrifft finde ich eine gewisse Konsistenz schon sehr wichtig, man sollte sich diese Strategie auch schriftlich notieren und daran festhalten. Es ging mir um die Gefahr, sich von wilden Meinungsmachern von denen es ja wimmelt gerade auf Social Media nicht anzustecken, sonst kommt das nicht gut, man schaut sich Florian Fromm an, verkauft sofort alle Aktien und bestellt seinen Börsenbrief, 10 Minuten später hört man sich einen Optimisten an und kauft danach Aktie X oder Y… so kann das nicht funktionieren. 
    Ich verstehe dein Anliegen schon und sehe das genau gleich, man sollte Demut walten und ständig sich weiterbilden, was dann auch Einfluss auf die eigene Meinung hat, aber eben nicht über Meinungsmacher sondern Research, Fakten, eigene Analysen, Berechnungen, Abklärungen von verifizierten Quellen und nicht aus irgendwelchen suspekten Quellen. 
    An einem Ort wie hier sollte es nicht um Propaganda gehen sondern Austausch, mir käme nie in den Sinn meine Anlagestrategie zu ändern auf Grund von Postings, sie können einen Denkanstoss liefern, eine Idee, die man dann seriös verifiziert, und eventuell irgendwann dann auch Einfluss hat. 
    Gerade Neulinge an der Börse haben es da nicht einfach, sie werden bombardiert heutzutage mit Meldungen, News, Meinungen diverser Akteure etc. und so ist es dann nicht einfach, sich ein klarer Bild und Strategie für sein eigenes Depot zu bilden. Darum ging es mir 😉
    Gilt aber auch für jedes andere “Fachgebiet”…

  71. AvatarRüdiger

    An einem Ort wie hier sollte es nicht um Propaganda gehen
     
    Hach ja, das wäre mehr als angenehm  😉
     

  72. AvatarLivermore

    @ Johannes Schumann,
     
    Der Udo Pallmer ist ein Klassiker. Gut zu wissen, dass ich nicht der einzige bin, der nicht auf Pseudowissenschaftler wie die Veganer hoert.
     
    Und man kann beim Essen tatsaechlich ne Menge Geld sparen. ich esse fast jeden Tag Bratkartoffeln mit Ruehrei. Wenn ich sehe, wie manche taeglich Doener fuer 4 Euro essen.

  73. AvatarNico Meier

    Meine generelle Aussage ist dass Unternehmen indirekt sehr wohl einen Einfluss auf die langfristige Marktkapitalisierung haben. Egal was die Schweizer denken
    @sammy
    Natürlich hat ein Unternehmen indirekt Einflussauf die Marktkapitalisierung aber nicht nur! Konkurrenten sowie äussere Einflüsse haben da viel mehr Einfluss. Warum wohl gehen die meisten neugegründeten Firmen in den Konkurs weil die Eigentümer dies so planen?

  74. Avatarsammy

    @Nico
    aber nicht nur
    Habe ich auch nie behauptet. Dennoch äußere Einflüsse sind temporär. Ein Unternehmen wächst durch seine Tätigkeit.
     

  75. AvatarNico Meier

    @sammy
    Nehmen wir die vielen tausend Quartierläden die mit viel Herzblut von Familien betrieben worden sind bis der Supermarkt und die Discounter aufgekommen sind. Heute gibts diese kaum noch weil sie in den Konkurs gingen. 

  76. Avatarsammy

    @nico
    Was genau ändert das jetzt an meiner Aussage? Es kann nicht jedes Unternehmen überleben das sollte klar sein.

  77. AvatarBruno

    @Nico
    Mit den Quartierläden wird sich jetzt noch verschärfen, noch schlimmer wird es mit Restaurants, da werden viele Kleine Pleite gehen. Die Grossen und die Ketten werden es mehrheitlich überleben und übernehmen, es gibt dann mehr Einheitsbrei und weniger Auswahl. Reisebranche genauso. Hotels, Airlines etc. die Grossen und Starken werden überleben, die Kleinen gehen Pleite. Die Preise steigen, da die Konkurrenz abnimmt.

  78. AvatarNico Meier

    @sammy
    Das soll untermauern, dass das Unternehmen selbst gelegentlich in Situationen kommen können in der der beste Unternehmensführer den Konkurs nicht abwenden kann ohne eigenes Verschulden. 
    @Bruno
    Bei uns auf dem Land sagen mir die Leiter der kleinen Läden ihre Umsätze würden steigen seit Corona weil die Menschen zu Hause arbeiten und im Dorf einkaufen. Die Dorfläden sind flexibel und hats etwas nicht wird es bestellt und ist am nächsten Tag da nicht wie bei den Onlineversand wos zurzeit bis 10 Tage dauert!

  79. AvatarBruno

    @Nico
    Ja das ist hier nicht anders, kommt hinzu, dass die kleinen Läden häufig auch Lieferdienst anbieten konnten an Risikopatienten. Kommt auch hinzu, dass die Ansteckungsgefahr in einem kleinen Laden relativ klein ist, da sich nur wenige Personen darin aufhalten. 
    Was ich meinte sind kleine Läden ausserhalb Lebensmittel, die hatten es ja schon vorher schwer. Diese waren lange geschlossen und mussten sich jetzt teilweise auch verschulden. Am schlimmsten trifft es sich die Restaurants, da dort weiterhin unklar ist, wann sie wieder öffnen dürfen. Kommt hinzu, dass sie dann wohl auch nicht gleich vom 1. Tag voll sein werden.

  80. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ja das stimmt Restaurants trifft es hart ich habe in meinem Umfeld mehrere Beizer die sagen die Ungewissheit sei das grösste Problem. Es gibt keine Planungssicherheit weil nicht klar ist ab wann und unter welchen Bedingungen wieder geöffnet werden darf. 
    Bin gespannt ob Schweden bald die Herdenimunität erreicht hat, dann müssten unsere oberschlauen Angstasen in Bern wohl nochmal über die Bücher!

  81. AvatarNico Meier

    Sammy 12:02
    Somit bestimmt immernoch die Firma selbst ob sie eine hohe Marktkapitalisierung erreicht oder nicht.
    Dies stimmt nachweislich nicht, dass die Firma selbst bestimmt ob sie eine hohe Marktkapitalisierung erreicht oder nicht.
    Mehr gibts dazu nicht mehr zu sagen!

  82. AvatarRon

    Ich bin mittlerweile in ETFs und Aktien investiert und habe Cash und Eigentum.
    Einen World/EM ETF und ein paar Aktien von Apple,AT&T ,Deutsche Post usw.können nicht schaden.
    Ich muss und möchte auch keinen Index oder Markt schlagen denn was in 20 Jahren ist weis nur Gott.

  83. AvatarThorsten

    @Ron
    Das hört sich gut an. Es ist noch niemand wegen Diversifikation pleite gegangen , wegen Konzentration auf Weniges wurden schon große Vermögen vernichtet ( und generiert, mit hohem Risiko)

  84. AvatarSparta

    @Livermore
    Ob Palmer und Pollmer auf derselben Welle sind???
    Die Eule hat immerhin Massentierhaltung mit natürlicher Herdenbildung verglichen…;-)
    Den Kopf sollte man bei lauter nationalkonservativer Kost nicht zu stark überdrehen… selbst Eulen nicht. 

  85. AvatarBruno

    @Sparta
    Also ich habe keine Lust auf ein Huhn von z.B. hier (Hühnerfabrik in München):
    https://bit.ly/34XbifL
    Wer schon sparen will sollte sich ein Küken/Lebendhuhn kaufen, im Wildgarten lassen, dann hat er einerseits keine Schnecken mehr und andererseits täglich frische Eier. Ob er dem Huhn dann ein Altersheim im Garten gönnt oder es im Topf als Suppenhuhn landet, kann ja jeder selber entscheiden.
    Ich bin also kein Hardcore-Veganer, aber die Massentierhaltung möchte ich wirklich nicht unterstützen. Abgesehen so eine Brotzeit mit Speck, Salami und Käse ja für einige ganz lecker sein mag, aber gesund ist es wohl eher kaum.

  86. Avatarsammy

    @nico
    ich dachte wir hätten das geklärt?! Indirekt bestimmt sie sehr wohl die Marktkapitalisierung durch ihr Wachstum.
     

  87. Eva BrauckmannEva Brauckmann

    Hi, sparen ist so effektiv für den Vermögensaufbau. Und kann auch klappen ohne Verzicht. Dabei ist es gut für die Umwelt, weil es einfach ressourcenschonend ist. Vor allem jetzt sind Spartipps für den Haushalt, für das Einkaufen von Lebensmitteln usw. aktueller denn je. Wenn du es schaffst, 200 euro zu sparen pro Monat und die anlegst bei 5%p.a., sind daraus nach 20 Jahren gut und gerne über 80.000 Euro geworden. Spartipps für den Alltag gibt es jede Woche auch auf kinderleichtefinanzen.de

  88. AvatarNico Meier

    @sammy
    Ich hab nun genug lange versucht dir aufzuzeigen warum deine Aussage von 12:02 falsch ist. Ich mag nicht mehr darüber diskutieren.

  89. AvatarGainde

    @ Nico Meier
    Das KGV von Swiss Re ist für mich ein Rätsel, dazu noch diese Dividendenrendite. Der Peer Munich Re schaut für mich rein fundamental gesünder aus. Die Kurse sind jedoch überhaupt nicht berauschend und zyklisch. Wenn aber das Geschäftsmodell langfristig ist sowie schlne Dividenden sprudeln ist ja nichts dagegen einzuwenden.

  90. Avatarsmyslov

    Ron: Ich gebe Thorsten Recht. Diversifikation ist der Top-Ratschlag den man auf jeden Fall geben kann. Wenn ich an meine bescheidene Karierre zurückdenke so fallen mir sofort ein : Kabelmettal, Bremer Vulkan, Philipp Holzmann, Degussa, Enron,Thyssen, Dt. Bank, Cobank, Hypobank, Vereinsbank, K.u.S , GE, Sears, Focker, sowie , wenn ich weiter nachdenke noch mindestens weitere 50 bis 100 Firmen ein, welche gnadenlos das Kapital der Anleger vernichtet hatten. Selbst war ich vor vielen Jahren auch betroffen. Das tut weh, u. muß nicht sein. Deshalb, man kann im Grunde gar nicht genug diversifizieren. Diversifikation über Länder, Währungen, Branchen, Anbieter etc. . Egal wie sehr man sich bemüht, man kennt die Zukunft eben nicht. Nicht jeder ist so eine Ausnahmeerscheinung wie Warren Buffett. Und letztlich, wer dessen Regel Nr 1 beachten will, der kommt als Normalo an Diversifikation ohnehin nicht vorbei, zumindest auf Dauer. Gruß.

  91. AvatarNico Meier

    @Gainde
    Bei Rückversicherung ist das KGV natürlich stark in Bewegung. Gerade in Kahren mit vielen schäden gehen die Gewinne zurück dafür werden die Prämien kräftig erhöht.

  92. Avatarsammy

    @nico
    Meine Aussage ist richtig daran ändert dein Ego auch nichts. Wir lassen diese Diskussion nun besser. Ich diskutiere lieber mit Thorsten der ist mittlerweile wenigstens einsichtig.

  93. AvatarNico Meier

    @sammy
    Dein Getue erinnert mich an Pippi Langstrumpf auch du machst dir deine Welt wie sie dir gefällt. Bei Pippi fand ich das als Kind amüsant. Bei dir fühle ich Mitleid.
    Gründe doch selber ein Unternehmen und sorge selber dafür das es die höchste Marktkapitalisierung weltweit erreicht!

  94. AvatarSparta

    @Livermore

    Manches “liberal” wie die Querverbindung von Pollmer zu Tichys Einblick finde ich persönlich zu extrem überzogen, bzw. schon etwas in der Nähe von Breitbart.

    Ich habe durchaus Sympathien für ein gemäßigtes, liberales Gedankengut, welches sich auch mit Nachhaltigkeit und einer gewissen sozialen Marktwirtschaft anfreunden kann!

    Extrem konservativ und nationalistisch finde ich von der Geisteshaltung zu voreingenommen und engstirnig…

    Ansonsten finde ich es schon merkwürdig wenn Pollmer die große Mehrheit aller Beobachtungsstudien (ja, doppelblind, randomisierte Ernährungsstudien (Goldstandard!) ist so gut wie nicht möglich/vorhanden) versucht zu diskreditieren und selbst aber so einen “Beobachtungsvergleich” mit Massentierhaltung und natürlicher Herdenbildung bringt….

    Ansonsten sind auch die Zusammenfassungen von Meta-Studien wie von Bas Kast durchaus im Widerspruch zu Pollmer.
    Auch Beobachtungsstudien zu den blauen Zonen, Loma Linda und vieles andere sprechen gegen die Thesen von Pollmer.

  95. Avatarsammy

    @nico
    Fühlst du dich jetzt besser? Wenn es dein Ego braucht dann führe diesen Kindergarten ruhig fort. Ist ja zum Fremdschämen..
     

  96. AvatarThorsten

    @sammy ich bin immer einsichtig, Hauptsache ich habe das letzte Wort und bekomme Recht ! :lach:. Ich habe hier schon Vieles mitgenommen, aber nicht immer so kommentiert. Ich hau das Steak auf den Tresen, damit der Letzte aufwacht . Aktiensparen ist Schwerstarbeit. Niemand kann einem sagen, was richtig ist und wenn dann haben sie eigene Interessen . ETF- Bürschlein werden von Instituten gesponsert, 28Gramm-AntiSachwert-Berater lotsen in eine Vermögensberatung oder wollen bedrucktes Papier oder Seminare verkaufen
    und viele Meldungen sind den Klick nicht Wert, den sie mit reißerischen Überschriften erzeugen. Am sympathischsten sind mir die Leute von der Stuttgarter Börse, da wird nicht gefaselt und belehrt, da werden Dinge erörtert und auch offen gelassen,weil es eben kein richtig oder falsch gibt.

  97. AvatarNico Meier

    ETF- Bürschlein werden von Instituten gesponsert, 28Gramm-AntiSachwert-Berater lotsen in eine Vermögensberatung oder wollen bedrucktes Papier oder Seminare verkaufen und viele Meldungen sind den Klick nicht Wert, den sie mit reißerischen Überschriften erzeugen.
    @Thorsten
    Würde mich sowieso bei manchem Blog interessieren welche Intressenbindungen vorhanden sind. Gerade auch bei den P2P Fanboys die jede Woche einen neuen “serieusen” P2P Anbieter aus Estland, Lettland, Russland oder der Ukraine am Start haben bei dem sie selbstlos eine super Startaktion für alle ausgehandelt haben.

  98. AvatarBuran

    @Thorsten 
    Nur weil du aus Aktiensparen Schwerstarbeit machst, ist es nicht allgemeingültige Regel. Ausserdem bist du, oder das was du schreibst,  ein gutes Beispiel warum viele in Deutschland Angst vor Aktien haben. Zu kompliziert, unübersichtlich, fremdgesteuert und aufwendig. Und am Ende gewinnt eh die Bank. Oder der Staat in deinem Fall.
    Also das absolute Gegenteil von dem was der Blogger hier immer wieder schreibt.

  99. AvatarThorsten

    @Buran Fremdgesteuert sind wir alle, wir können uns entscheiden, wenn wir die Infos gefiltert haben. Lesen, lesen, lesen ist Pflicht. Oder du vertraust halt einer einfachen Strategie oder wenigen Quellen. Was für den einen zu kompliziert ist, ist für den anderen leichte Kost. Ein ETF-World läuft den Geschehnissen hinterher und hat dennoch ausreichend Strategie, für manche jedenfalls, die 50% oder 60% US-Aktien akzeptieren. Wer dann mit dieser Info weiterdenkt kauft dann noch Asien und EM-Märkte hinzu , um die US-Quote zu drücken. Das kann man beliebig weiter denken, je nach Lust und Laune.

  100. AvatarGini

    Also ich kommentiere hier mittlerweile aufgrund der üblichen Verdächtigen selbstbeweihräuchernden Egozentriker schon eine Weile nur noch sporadisch. Aber da hier immer wieder so unglaublich ahnungslos gegen Welt ETFs gefeuert wird:
    1. Googlen: emerging markets exposure
    2. Verstehen, dass das Territorialitätsprinzip in einer globalisierten Welt langfristig obsolet ist
    3. Erstaunt sein, dass der marktkapitalisierte Index inklusive Schwellenländer, wie der FTSE All World eine erstaunlich gute Annäherung des Emerging Markets Exposure in Richtung BIP Gewichtung aufweist.
    Wenn Alibaba unter den Top 10 im All World oder ACWI steht und in einer historischen 70:30 Behelfslösung weiter hinten ansteht, sollte da eigentlich der gesunde Menschenverstand aufzeigen wieso der MK-Ansatz hier hinreichend gute Ergebnisse liefert und im Sinne einer passiven Strategie überlegen ist.
     
    Dann spielt es auch keine Rolle ob anhand der Hauptsitze 50 oder 70% USA lastig auf dem Papier steht. Es geht darum wieviel Umsatz in allen Ländern der Welt gemacht wird. MSCI definiert Südkorea übrigens immernoch als Schwellenland. FTSE nicht. Derartige aktive Einflussnahmen verfälschen.
    Quellen zu Studien und Statistiken biete ich gerne bei echtem Interesse an.
     
    Ich persönlich bin schon lange erfolgreich mit einer Art Core Satellite (90:10) Strategie unterwegs und bin erstaunt wieso wenige die Vorteile aus beiden Welten vereinen. Bei Übertreibungen nach unten wie jüngst haben Einzelaktieninvestments ein höheres Potenzial nach oben. Während in Bullenmärkten den Markt zu kaufen, Mangels preislich attraktiver Einzelaktien, auch einen sehr beruhigenden und langfristig erfolgreichen Effekt hat.
    Zuletzt noch: vergesst nicht eure wertvolle Zeit die hier bei der Auswahl und Analyse auch von euch investiert wird. Ein gesunder Mix ist wie immer der vernünftigste Weg und führt auch zum Ziel.

  101. AvatarGainde

    @ Gini
    Genau, im Grunde genommen geht es um gute Unternehmen, die über Jahre Kurs-/Dividendengewinne für den Anleger generieren. Da spielt es keine Rolle, wo die ihren Hauptsitz haben, ausser man muss auf das Fremdwährungsrisiko achten. Auch die ganzen MK/BIP Aufteilungen gleichen sich nach einiger Zeit wieder an.

  102. AvatarRalf

    “Zuletzt noch: vergesst nicht eure wertvolle Zeit die hier bei der Auswahl und Analyse auch von euch investiert wird.”

    Ein wichtiger Hinweis! Manch einer macht hier eine halbe Wissenschaft aus dem Thema Aktien und Investments. Mag bei größerem Vermögen sinnvoll sein. Aber für uns Kleinanleger mit vielleicht sechsstelligen Depot eher zweitrangig bei Investments in ETFs und/oder Blue Chip Unternehmen und längerfristigem Ansatz.

  103. AvatarWolke

    @Ralf
    Finde ich auch. Ist schon bald wie beim Finanzwesir. Zuviele Erbsenzähler, die über irgendwelche 0,00 tagelang herumdiskutieren. Die rechnen noch herum, wenn sie schon am Beatmungsgerät hängen. Sorry für das makabere Bild, aber vielleicht könnte man mal mehr über den Wald, statt über die Bäume reden.

  104. AvatarClaus

    @ Gehts schon wieder aufwärts??
     
    Was mich hier erstaunt ist, dass viele scheinbar schon wieder im “Schönwetter-Modus” sind.
     
    Ist denn der Crash, Bärenmarkt oder was auch immer wir gerade erlebt haben schon wieder vorbei??
     
    Das wäre schön, erscheint mir aber sehr unwahrscheinlich. Mr. Market wiegt uns gerne in Sicherheit, um anschließend wieder zuzuschlagen.
     
    Was wir seit Anfang März sehen, ist meiner Meinung nach eine wunderbare Bärenmarktrally. Darüber hatte ich ja unmittelbar vor Beginn der Rally geschrieben. Wer diese Zeit für Verkäufe ungeliebter Positionen genutzt hat, kann jetzt in Ruhe abwarten, was passieren wird.
     
    Was der Markt wohl als abgehakt ansieht, ist das Coronavirus ansich. Hier ist Besserung in Sicht. Es wird Impfstoffe geben und Medikamente. Das dauert zwar noch etwas, aber wir werden dieses Problem in den Griff bekommen. In der Zwischenzeit gewöhnen wir uns an die derzeitigen Zustände und verschaffen uns, wo immer möglich, Lockerungen.
     
    Was der Markt aber noch nicht eingepreist hat, sind die wirtschaftlichen Folgen, die ja noch gar nicht vollständig absehbar sind. Die Lockerungen sowie die staatlichen Hilfen werden der Wirtschaft teilweise helfen, diese Zeit besser zu überstehen. Dennoch wird es zu vielen Insolvenzen kommen. Nicht ausgeschlossen, dass auch ein paar bekannte Namen darunter sein werden.
     
    Deshalb rechne ich mit deutlichen Kurseinbrüchen auf breiter Front. Ob das wieder so schnell gehen wird wie beim 1. Rutsch oder sich über längere Zeiträume erstreckt, kann niemand sagen.
     
    Es würde mich nicht wundern, wenn die Tiefs vom 1. Kursrutsch nicht nur erreicht, sondern auch (teilweise deutlich) unterschritten würden. Ich will hier niemandem Angst machen, aber ein gewisses Maß an Skepsis bei der momentanen Lage erscheint mir angebracht zu sein. Es ist viel zu viel Optimismus in den Märkten und die Bewertungen sind teilweise auch schon wieder recht hoch. Schnäppchen findet man dennoch. Hier in Etappen einzusteigen, erscheint sehr lohnenswert.
     
    Mein antizyklisches Marktsignal, das ich nach Wochenschluss jeden Samstag generiere ist auf nur noch “20% Kauf” (=80% Verkauf) gefallen. Es könnte also schon sehr bald wieder abwärts gehen. Zur Erinnerung: Als ich auf eine mögliche Rally hinwies, gab es ein “100%-Kauf-Signal”. In der folgenden Woche startete die Rally. Zufall? “100%-Kauf-Signale” gab es zuletzt 3 mal: 21.12.2018, 28.12.2018, 04.01.2019. Was dann folgte, weiss sicherlich noch (fast) jeder. 100%-Verkaufssignale gab es auch: 27.12.2019, 03.01.2020, 10.01.2020, 17.01.2020. Bemerkenswert finde ich, dass bisher alle 100%-Signale richtig waren.
     
    Wie auch immer. Meine Kaufliste steht. Leider habe ich nur knapp 3% cash und einen möglichen Verkaufskandidaten (CBA), den ich aber beim aktuellen Kurs nicht hergebe.
     
    Dies ist nur meine bescheidene Meinung. Doch momentan glaube ich eher an einen zähen Bärenmarkt, als ein einen neuen Bullenmarkt. Auch die erst kurze Dauer des Abschwungs in Kombination mit den zu erwartenden schlechten Nachrichten aus den Unternehmen (Q2 erwarte ich schlechter und nicht besser als Q1…) spricht m.E. für eine Fortsetzung des Bärenmarktes.
     
    Wie auch immer. Mit den noch immer besten Unternehmen der Welt wird man letztendlich zu den Gewinnern gehören. Bei diesen Konzernen genügt es, einfach investiert zu bleiben und im Idealfall bei tieferen Kursen zuzukaufen oder eine neue Aktie ins Depot zu nehmen.
     
    Fernhalten würde ich mich von Reiseunternehmen aller Art, Fluggesellschaften, Flugzeug- und Autoherstellern, Flughäfen, Häfen, Immobilienunternehmen. Diese gehören für mich ohnehin nicht zu den besten Unternehmen der Welt. Hierzu genügt schon ein Blick auf einen Langfristchart (mindestens 20 Jahre, besser noch länger, das öffnet einem die Augen…).
     
    Bleibt gesund und einen schönen Restsonntag. Bin dann mal wieder weg.

  105. AvatarWolke

    Eine Frage an die Experten hier hätte ich: Welche Banken im nordeuropäischen Raum haltet ihr demnächst(wenn die Wirtschaft nicht sehr bald hochfährt) für ausfallgefährdet? Die großen „systemrelevanten“ oder die kleinen Lokal-und Privatbanken? Wird die meisten eh nicht interessieren, aber wär halt mal was anderes, als der ewige ETF Sch….

  106. AvatarHeiko

    Nachdem jetzt auch die BILD ihren Lesern ETFs empfiehlt bin ich mir auch sicher, dass es noch einmal ordentlich nach unten gehen wird. Ein paar Wochen wirds aber noch dauern. Erstmal müssen die BILD-Leser Depots eröffnen und das Gehalt vom nächsten Ersten einzahlen. Aber dann… 🙂

  107. Der BaumDer Baum

    @ Claus, danke für die Ausführung. Wie genau definierst du den für dich “die besten Unternehmen der Welt”? Möchtest du deine Titel auf der Watchlist offenbaren?
    Grüße Baum

  108. Avatarsammy

    @Claus
    Deshalb halte ich 20% Cash. Wenns nochmal runtergeht wird nachgekauft. Man weiß allerdings nie was passiert und da momentan die Mehrheit davon ausgeht, dass es das noch nicht gewesen sein kann, könnte es auch durchaus weiter steigen. Fehlt ja nicht mehr viel zum Vorkrisenniveau.

  109. AvatarBruno

    Ich sehe es sehr ähnlich wie Claus. Aber ich sehe sogar bei Virus selbst noch Risiken, es scheint sich zu bessern, ob die Zahlen nun einfach besser sind weil es sich schon stark verbreitet hat, saisonal (Temperatur) oder wegen den ganzen Massnahmen wissen wir nicht, eine zweite Welle schliesse ich nicht aus. Diese könnte auch stärker sein als erwartet. Ein Medikament oder Impfstoff, darauf hofft man, aber es kann auch Frühling/Sommer 2021 werden. Alles keine Prognosen aber Restrisiken.
    Wo ich ziemlich sicher bin, dass der Markt die wirtschaftlichen Schäden noch nicht vollständig eingepreist hat. Spätestens im Juli nach den Q2-Zahlen werden wir mehr wissen, ich befürchte die werden miserabel ausfallen.
    Bin trotzdem stark investiert, habe auch noch gut 5% Cash, voraussichtlich bis im Sommer noch etwas mehr.
    Bin kein Trader, habe aber Erfahrung darin. Muss ehrlich sei es reizt mich, ein Teil noch abzusichern und potentiell etwas mehr Cash damit zu generieren. Ich würde es niemandem empfehlen, und ich werde hier auch nicht kommunizieren, falls ich es tue. Es ist riskant und man muss damit umgehen können, sonst ist es gefährlich.
    Bin ein Langfristanleger und da verkaufe ich wirklich nur selten und wenig, ausser eben wie auch Claus erwähnt Aktien, die man schon immer loswerden wollte und noch einigermassen gute Preise gehandelt werden. Aktuell ist hier aber nix auf dem Radar.
    Möglich ist aber wie immer alles, wenn die Notenbanken noch mehr Geld reinwerfen kann der Markt weiter haussieren insbesondere bei Aktien die auch profitieren, haben wir ja schon gesehen wie Amazon & Co. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Nebst von mir auch bevorzugtem Bärenmarktrally und somit noch mindestens 2. Ausverkaufswelle ist auch ein längerer volatiler Seitwärtsmarkt möglich. 
    Ich bin ein Freund von Allwetterportfolios, wo man zwar gewisse Akzente setzt, aber nicht völlig unter die Räder kommt, wenn die eigenen Erwartungen sich nicht erfüllen.

  110. AvatarThorsten

    @Gini das ist eben auch nur eine Theorie, auch wenn Teile davon logisch klingen. Logik bestimmt leider nicht den Markt. Ich setze auf ein Wandern der Wirtschaftszentren nach Osten – passiert schon längst sichtbar. Es ist durchaus möglich, dass aus einer starken USA ein hinterherlaufender Markt wird, weil sich die Musik auf dem eurasischen Kontinent abspielt, gutes Indiz kontinentale Infrastruktur wie Pipelines (Nordstream) und Gleise (Seidenstraße). Da sind die USA abgeschnitten, zu weit weg. Sie können nur noch nicht materielle Güter verkaufen, der Rest ist nicht konkurrenzfähig.

  111. AvatarBruno

    “Sie können nur noch nicht materielle Güter verkaufen, der Rest ist nicht konkurrenzfähig.”
    Ich gebe Dir Recht was Infrastruktur und Energie betrifft. Aber was ist mit Apple, Cisco, Coca-Cola, McDonalds, JnJ, Pfizer, Intel, Nvidia, PnG, 3M etc. etc.
    Aber was DER Zukunftsmarkt ist, sind eben nicht materielle Güter, und dort sind sie mit grossem Abstand führend: Google, Facebook, Netflix, Microsoft, VISA, UnitedHealth, Adobe etc. etc.
    Also ohne USA wird es noch lange nicht gehen und mein Portfolio ist weiterhin mehrheitlich US-lastig. 
    Was ich aber absolut teile, die Zukunftsmärkte sind im Osten, dort gibt es Wachstum, dort gibt es Aufwärtspotential, dort gibt es die fleissigeren und hungrigeren Menschen, aber davon profitieren auch die globalen US- und EU-Konzerne.

  112. AvatarRalf

    “Deshalb rechne ich mit deutlichen Kurseinbrüchen auf breiter Front. Ob das wieder so schnell gehen wird wie beim 1. Rutsch oder sich über längere Zeiträume erstreckt, kann niemand sagen.”

    Möglich oder auch nicht. Wer will das wissen? Darum stetig investieren. Es schont die Nerven und spart auch Zeit. Zeit ist so kostbar und rennt geradezu davon.Ich sehe es an den eigenen Kindern die schon fast erwachsen sind.

    Je nach Risikoempfinden parallel für Nachkäufe immer auch Cash ansparen um bei Rücksetzern aufzustocken. Und nicht alles in einen Korb legen. Darum haben wir z.B. kürzlich auch eine kleine Studentenbude in fußläufiger Entfernung zur Hochschule einer kleineren Stadt gekauft. Wirft keine Megarendite ab, aber sorgt für Risikoverteilung und wir haben keine große Arbeit damit.

    @Banken Nordeuropa: Es drohen natürlich etliche Kreditausfälle. Die BNP Paribas oder auch die italienische Unicredit dürften es deutlich zu spüren bekommen. Deutsche Bank und Commerzbank haben noch mit der letzten Finanzkrise zu tun und recht hohe Kosten. Da kommt noch was. Sparkassen und Volksbanken werden auch ihr Fett abbekommen, haben vielleicht aber einen Vorteil durch regionale Strukturen. Je nach Region….

  113. AvatarLivermore

    @ Sparta,
     
    Ich habe durchaus Sympathien für ein gemäßigtes, liberales Gedankengut, welches sich auch mit Nachhaltigkeit und einer gewissen sozialen Marktwirtschaft anfreunden kann!
     
    Was ist denn bitte “gemäßigtes, liberales Gedankengut”? Bin ich jetzt schon ein Verbrecher, weil ich voll und ganz Klassischer Liberaler bin wie ein Roland Baader?

  114. AvatarThorsten

    @Bruno Gute Liste und das wird auch eine Weile so bleiben. Für Hardware wird es starke Konkurrenz aus China geben , Graphikkarten wer weiß . Zuckerbrowse , McDonalds, schon, aber in Asien nur eine unter Vielen. Sturbucks versus Luckin Coffee ? Ich habe nichts recherchiert dazu.
    Als Indiz würde ich es sehen, wenn der Überhang von US-Produkten durch asiatische Produkte in Europa überflügelt würde. Bei Handies könnte das passieren. Ich habe eins von Huawei, preislich interessant. Leistung der asiatischen Produkte immer besser und man liest , dass China bald den Entwicklungstakt vorgeben könnte, weil sie längst nicht mehr nur stehlen und kopieren, sondern selbst forschen.
    Nichts Genaues weiß man nicht. Am besten überall einen Fuß in der Tür haben .

  115. AvatarBruno

    @Thorsten
    Was Fleiss, Ehrgeiz, Willen, Altersstruktur etc. angeht, ist klar Asien im Vorteil. Ich sehe das alles gleich. Aber als Investor ist es halt komplizierter. Asien fehlt die Weltwährung (ex Japan). Ich würde in die Tigerstaaten und Taiwan investieren, bei China bin ich skeptisch. Nicht wegen den Produkten, was Elektronik (Handys etc.) wie auch Autos oder generell fast alle Produkte angeht, haben sie sich enorm entwickelt. Die amerikanische Hardware wird ja auch nicht in USA hergestellt, in Europa nicht anders. Ich würde direkt in Fabriken oder DL in China investieren, aber nicht an der Börse. Die chinesische Börse ist ein grosses Casino (Chinesen sind Zocker), die Regulierung ist intransparent und Ausländer sind benachteiligt. All dies kann sich ändern, aber man kann auch auf der ganzen Welt investiert sein, wenn man keine chinesischen Aktien hält. Emerging Markets als kleine Beimischung finde ich ok, aber nicht als Schwergewicht und insbesondere wenn sie stark gelitten haben. Ich sehe dort noch nicht die langfristige Entwicklung, wie man sie bei westlichen Aktien sieht.
    Man kann ja auch mit einer US-Firma von der Weltwirtschaft profitieren, gerade auch wenn in China oder Afrika produziert wird. Nike ist so ein Beispiel, wem Adidas verleidet ist.

  116. AvatarSparta

    @Livermore

    Ich habe Dich persönlich in keinster Weise be- oder verurteilt, bleib locker! 😉

  117. AvatarGini

    @Thorsten
    Nachvollziehbare Gedanken die man auch nicht gänzlich abstreiten kann und möchte. Man könnte auch sagen, die Menschen in Schwellenländern sind noch hungrig, die Industriestaatler sind satt.
     
    Aber: du sprichst hier mehr von Spekulation als von Investition.
     
    Warum? Verrücktes Gedankenexperiment als Beispiel: angenommen Amazon und Space X brechen 2025 ein neues Zeitalter auf und kolonisieren den Mars um Rohstoffe zu schürfen und weiter zu expandieren. Wo siehst du dann das größere Wachstumspotenzial für die Menschheit?
     
    Weiteres Gedankenexperiment: Corona rüttelt alle Staaten auf und die Globalisierung wird stückchenweise zurückgefahren. Regionalität und Redundanz gewinnen an Wichtigkeit. Billiger ist nicht mehr immer besser. Chinas Wirtschaft bricht der Absatzmarkt weg und die Schattenbilanzen kommen zum Vorschein. Was nun?
     
    Durch ein aktives Wetten auf China statt die Welt als Gesamtheit setzt du dich einem erhöhten Risiko aus. Daher: auch ich sehe hier und da Potentiale und wette auf einen Erfolg. Aber ich tue dies nie mit meiner Kerninvestition und lüge mich dabei auch nicht an, dass die Weltordnung ganz gewiss sich nur so entwickeln kann wie ich es mir hier ausmale.
     
    Wir wissen nämlich nichts über die Zukunft. Daher sind das Wetten und mit der Altersversorge sollte man nicht spekulieren.
     
    Randanmerkung: Sicher möchten die Menschen in Namibia oder Simbabwe auch irgendwann einen schicken Mercedes und Haus für ihre Familie mit dem sie regelmäßig in Urlaub fahren können und am Wohlstand teilhaben. Sie möchten etwae erreichen, sie sind hungrig und fleißig, hier bin ich voll bei dir.
    Die Frage ist doch aber ob der Hunger und das Verlangen alleine reichen wird diese Veränderungen herbeizuführen oder ob sich das Weltkapital nicht vielleicht einen anderen Weg sucht? Ist es denn überhaupt möglich, dass jeder Mensch auf dieser Erde den Lebensstandard haben kann wie wir? Ist das realistisch?

    Ich habe auch direkte Erfahrungen mit chinesischen Kollegen gemacht und dieses geschönte Präsentieren von Ergebnissen oft beobachtet. Hier ist ein gewaltiger Unterschied in der Mentalität vorhanden, den wir Europäer meiner Meinung nach noch zu sehr unterschätzen und 1:1 versuchen die Dinge auf unsere Realität zu mappen. Das wird so leider nicht funktionieren, Brunos Erläuterungen zum chinesischen Aktienmarkt beschreiben hier eine Ausprägung davon. Wer schon mal drüben war versteht das besser und musste sicherlich das ein oder andere Mal schmunzeln, was einem da so erzählt wird.

  118. AvatarMarko

    Interessant ist übrigens, wenn ich das so lese, wie die einen wegen Corona im Homeoffice aufgrund der Nähe zum Kühlschrank zunehmen und die anderen es gerade als Chance nutzen, um abzunehmen. Ich glaube bald, nach der Krise gibt es nur noch ganz Dicke und ganz dünne Leute :)))

  119. AvatarSlazenger

    Interessante Kommentare von Claus, Bruno und Gini, zum Finish am Wochenende und so unglaublich wohltuend im Vergleich zu dem was ich sonst so überflogen habe hier ( N.Meier und Sammy)
    @all
    bleibt gesund und habt eine gute Woche

  120. AvatarSparta

    @Gini

    “Ist es denn überhaupt möglich, dass jeder Mensch auf dieser Erde den Lebensstandard haben kann wie wir? Ist das realistisch?”

    https://www.scinexx.de/news/geowissen/ab-heute-braeuchten-wir-eine-zweite-erde/

    Nein, wenn wir so weiter machen, bzw. den Lebensstandard auch für die Emergings mit der aktuellen Form des Wirtschaftens… brauchen wir/zukünftige Generationen die Expansion ins Weltall und/oder deutlich bessere Technologien. 

    Das rechtzeitige Vorsorge billiger als die extreme Nachsorge ist, sollte die aktuelle Krise auch deutlich gemacht haben.

  121. AvatarGini

    @Sparta
    Das war eher rhetorisch gemeint und zielte auf genau die Beobachtungen aus deinem Link ab oder eben wie all die vorherigen des Club of Rome.
    Es soll zeigen, dass wir nicht zu selten allgegenwärtige oder vermeintlich unausweichliche Abläufe als Tatsachen auffassen und dabei ganz banale Nebensächlichkeiten übersehen oder ignorieren, welche jedoch sämtliche Annahmen in Frage stellen.
     
    Immerhin ist Corona das beste jüngere Beispiel hierfür. Im Januar stiegen die Börsen noch ignorant auf Allzeithoch. Crashs waren für mancheinen Experten dank Modern Money Theory und Nullzinsen ein Relikt der Vergangenheit. Und dann kam es doch ganz anders… 😀

  122. AvatarMicha

    Hallo zusammen,
    vor kurzem habe ich einen für mich interessanten CEF gefunden, der vielleicht gut in mein einkommensorientiertes Portfolio (Ziel: Leben von den Ausschüttungen in 1-3 Jahren) passen könnte:
    BlackRock Science and Technology Trust
    Es wird kaum gehebelt, die Ausschüttung in 2019 bezogen auf den aktuellen Preis beträgt ca. 11% (inkl. Sonderausschüttung; akt. 6.3% ohne Sonderausschüttung), Kostenquote ca. 1% und es sind viele Aktien enthalten, die ich mir sonst wegen zu niedriger Ausschüttungen leider wohl nie kaufen würde: “FAANG”, Visa, Mastercard, Alibaba, Tencent usw.. Ich würde gerne in diesen Firmen investiert sein, benötige aber Ausschüttungen, um deren Erwirtschaftung durch gelegentliches Handeln sich aber gerne jemand anderes kümmern dürfte.
    Einen großen Nachteil sehe ich aber darin, dass das Produkt in USA beheimatet ist und daher 30%/15% Quellensteuer anfallen würden.
    Ich habe mal gesucht, ob ich eine Alternative finde. Leider habe ich nur diesen britischen Trust ohne Ausschüttung gefunden: Allianz Technology Trust PLC.
    Kennt jemand von Euch noch eine Möglichkeit, weltweit in Technologiefirmen zu investieren mit regelmäßiger (ab 2 x im Jahr), hoher Ausschüttung (> 5/6%) und möglichst ohne Quellensteuer (GB, BM, HK, …)?
    Danke.

  123. AvatarRainer Zufall

    Schließe mich voll und ganz Slazenger an, besten Dank an Claus aber auch an die anderen genannten, fand ich ziemlich interessant, muss ich sagen – selbst wenn’s etwas anders kommen sollte, man weiß ja nie.

    Was vlt für eine Wiederbelebung des Bullenmarkts sprechen könnte, sind die Mengen an Cash, die gerade in den Markt gepumpt werden, oder meint ihr nicht?

    Auch der Hinweis zu den Fluglinien und ähnlichem hat mich bestärkt da nicht mitzumischen, hatte mich ja auch schon entsprechend geäußert.
     
     
     

  124. AvatarNico Meier

    Diesen Willen etwas zu bewirken und aus sich zu machen sehe ich nicht nur in Asien sondern auch in den USA. Und zwar genau weil Sozialsysteme in den meisten Bindesstaaten praktisch inexistent sind und der Arbeitsmarkt sehr liberal ist. Desweiteren sind die Amis sehr mobil innerhalb ihres riesigen Landes wenn in Detroit die Jobs bei den Autobauern wegfallen verkauft man das Haus und fährt mit der Familie nach Texas oder Kalifornien wo gerade ein Job verfügbar ist. In europäischen Staaten fehlt diese Mobilität sonst hätte man nicht in Ostdeutschland Bundesländer mit bedeutend höheren Arbeitslosenzahlen.

  125. AvatarThomas

    @N.Meier, … man lässt dann ganz einfach mal die pflegebedürftigen Eltern zurück und wer soll das Haus kaufen, wenn vor Ort die Jobs wegfallen? Ach ja, die Ostdeutschen immobil und faul. 

  126. AvatarNico Meier

    @Thomas
    Arbeitslosenquote Bayern 3.1%, BW: 3.4%, im Osten sind wir über 7%.
    Man findet immer eine Ausrede um sich nicht aus der Komfortzone herausbewegen zu müssen. Der stark ausgebaute Sozialstaat hat negative Einflüsse auf die Mobilität und das Wirtschaftswachstum.
     
    Der Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899–1992) nennt diesen Wohlfahrtsstaat eine “Schacherdemokratie”. Jeder kämpft so gut er kann für sich oder seine Gruppe um Begünstigungen. Damit bringt der Sozialstaat erst jene Ellenbogengesellschaft hervor, die abzuschaffen er angetreten war. Denn nirgendwo sind Ellenbogen so nützlich wie gerade beim Erringen von Privilegien.

  127. AvatarNico Meier

    @Sparta
    Es gibt Staaten wie DE oder die Schweiz in denen es das Instrument der Kurzarbeit gibt. In den USA gibt es das nicht da werden die Mitarbeiter einfach entlassen und tauchen dann als Arbeitslose in der Statistik auf. Ich habe keine Zahlen zu DE aber in der Schweiz seien zurzeit über 20% der Erwerbstätigen in Kurzarbeit. Gäbe es keine Kurzarbeit wäre wohl ein Grossteil dieser 20% ebenfalls in der Arbeitslosigkeit gelandet.
    Aberi hei bleiben wir dabei USA pöse Europa gut 😉

  128. AvatarNico Meier

    @Alf
    Ich habe nie behauptet jemand wäre faul.
    Ich habe nur gesagt die Bereitschaft den Lebensmittelpunkt dahin zu verlegen wo die Arbeitskräfte auch gebraucht werden ist in EU Staaten bedeutend geringer als in den USA.

  129. AvatarAlf

    Dann ziehen alle Ostdeutschen und Bremer und Berliner nach Bayern und BW.. Kann diese dann der dortige Arbeitsmarkt aufnehmen? Was machen wir mit den dann verlassenen Regionen? Verwalden lassen? Zuschütten?

  130. AvatarNico Meier

    @Alf
    Nein es ziehen nicht alle Ostdeutschen und Bremer nach BW oder Bayern aber wenn ein Teil der Arbeitslosen aus diesen Bundesländern bereit wären eine Stelle in Bayern oder BW anzutreten, dann wäre das für die Volkswirtschaft ein Gewinn.
    Mal angenommen alle 10% der Bremer würden nach Bayern oder BW umziehen so wären ja die 90% die Arbeit haben immernoch in Bremen ist Bremen mit 10% weniger Bevölkerung so verlassen, dass es Verwaldet?

  131. AvatarSparta

    @Nico Meier

    Diese infantile Sicht dass ein Land mit all seinen unterschiedlichen Menschen gut, böse, besser oder schlechter als Millionen andere Menschen sein soll teile ich persönlich nicht!

    Du willst aber immer dieses Lagerdenken mit Polemik forcieren… 

    Ist einmal ein Fake enttarnt, lenkst Du ab oder erwähnst es nicht mehr.

  132. AvatarAlf

    Weil es in Bayern und BW ja auch soviel leeren Wohnraum gibt..
    Bevor du hier weiter so dämliches Zeug von dir gibst, befasse dich mal mit den Themen:

    Abwanderung Ost nach West
    Treuhand und Firmenschließungen etc.

  133. AvatarNico Meier

    @Alf
    Wie bereits erwähnt wer nicht bereit ist die Komfortzone zu verlassen wird immer einen Weg finden weiterhin in der sozialen Hängematte zu liegen.
    Aber da sind wir ja selber schuld wir könnten die Hängematte ja wie dies Schröder schon formuliert hat zum Sprungbrett ausbauen aber da wäre der Aufschrei sicher gleich gross wie damals bei der Agenda 2010.

  134. AvatarNico Meier

    @Sparta
    Es geht nicht um gut und böse.
    Es geht darum, dass sich Leistung weiterhin lohnen soll und dieser Gedanke wird durch ausufernde Sozialsysteme demontiert.
    Ich sehe nicht nur Probleme bei der Rente sondern auch bei den Sozialwerken, da diese Kosten in den letzten Jahren massiv angestiegen sind.
     
    Der Bund der Steuerzahler bezifferte das strukturelle Defizit – also die Lücke zwischen Ausgaben und laufenden Einnahmen – auf mehr als 14 Milliarden Euro. Im Jahr 2021 wachse es auf 18 Milliarden Euro: “Wenn das Sozialbudget deutlich stärker steigt als die Steuereinnahmen, wird der Haushalt ruiniert.” Die Asylrücklage werde 2022 aufgebraucht sein. Der Bundesverband der Industrie forderte eine Kurskorrektur hin zu mehr Investitionen und Innovationen.

  135. AvatarClaus

    @ Der Baum
     
    Meine Liste habe ich ja schon öfters hier veröffentlicht. Da jeder andere Voraussetzungen und Ziele hat, bringt das nicht viel. Einige lieben abgestürzte Werte aus Krisenbranchen, andere Pennystocks, IPO´s , Reits, Zykliker oder was auch immer. Jeder hat andere Kriterien, die für ihn/sie wichtig sind. Das ist völlig ok, wenn man sich damit wohlfühlt und erfolgreich ist.
     
    @ Slazenger
     
    liebe Grüsse, bleib gesund!
     
    LG

  136. AvatarDanielKA

    Bärenmarktrallye im klassichen Sinne wahrscheinlich nicht, es werden soviele Billionen emittiert und gegen den Abschwung geworfen. Die Notebanken kaufen wieder Anleihen/Aktien/ETF und kompensieren die ausgesetzten Rückkaufprogramme der Unternehmen. Ob das am Ende besser ist oder auf eine Semiverstaatlichung vieler Industriezweige hinläuf sei mal dahingestellt. 2008 hat es super funktioniert und da waren die Amis am tüchtigsten mit ihrem TARP Programm, nun wird weltweit die gesamte Wirtschaft gekauft.

  137. Avatarhump

    Hab mir schon lange abgewöhnt, solche ” Börsen- Propheten” wie Dirk Müller etc. ihre Endzeit Daten zu implizieren !!! Den Markt vorweg zu agieren funktioniert nicht !!!

  138. Avatarsammy

    @Wolke
    Dirk Müller will seinen Krisenfond verkaufen dass er nichts positives sagt ist alleine schon seinem Geschäftsmodell geschuldet.
    Wenns nochmal abwärts geht ist doch super dann kann man günstig einkaufen was will man mehr.

  139. AvatarWolke

    @Sammy
    Dirk Müller will seinen Krisenfond verkaufen dass er nichts positives sagt ist alleine schon seinem Geschäftsmodell geschuldet.
    Ich bin auch kein unbedingter Müller-Fan, aber wenn er nur Negatives sagt, verkauft er gar nichts! Er sagt ja Positives, nämlich, das es nochmal richtig runtergeht. „Was will man mehr?“

    @Hump
    Hab mir schon lange abgewöhnt, solche ” Börsen- Propheten”…
    Dann dürftest keinen einzigen Finanzblog mehr lesen, diese sind voll von „Börsenpropheten“. Jede Menge kleiner Buffetts, Müllers, Ottes, Kostolanys
    und schlimmer…

  140. AvatarThomas

    @N. Meier, … hast du deine Komfortzone Schweiz schon einmal Richtung Ostdeutschland verlassen? Außerdem hast du meine Frage nicht beantwortet. Würdest du deine eventuell pflegebedürftigen Eltern zb. Richtung Cottbus zwecks Arbeit allein in der Schweiz lassen?

  141. Avatarsammy

    @Thomas
    Mach dir keine Mühe der Nico lebt in seiner eigenen  narzisstischen Welt und hat natürlich immer recht.
    @Wolke
    Eben genau damit will er ja Kunden für seinen “Krisenfond” gewinnen.
     

  142. AvatarThomas

    @samny, … Nico ist schweizer “Held der Arbeit” . Adolf Hennecke wäre stolz auf diese Leute.

  143. AvatarNico Meier

    @N. Meier, … hast du deine Komfortzone Schweiz schon einmal Richtung Ostdeutschland verlassen?
    @Thomas
    Ich habe ein Jahr in England gearbeitet primär weil da ein spannendes Projekt lief und ich so die Möglichkeit bekam mal etwas anderes zu sehen. War ein interessantes Jahr und wenn ich mir die Mieten in England so anschaue wäre Cottbus sicher die lohnendere Alternative gewesen. Wobei ich in Cottbus mein Englisch weniger hätte verbessern können.
    In jungen Jahren wäre ich gerne auch noch in andere Länder aber es hat sich dann nichts weiteres ergeben.
    Als Pendler nehme ich täglich einen Pendelweg zur Arbeit auf mich, weil ich in meiner Region keinen Job finde mit meinen Qualifikationen.
    Ich arbeite seit einigen Jahren in Basel.
    Vor England habe ich in Zürich gearbeitet.
    Jedes Land hat strukturschwache Regionen. Wer in diesen Regionen keine Arbeit findet, der muss diese Regionen komplett verlassen oder er pendelt in die nächste Stadt wo es mehr Arbeit gibt. Oder er legt sich in die soziale Hängematte, diese Lösung finde ich die schlechteste und möchte verhindern, dass sie zu atraktiv erscheint!
     

  144. AvatarThomas

    @N.Meier, … demzufolge hast du Ostdeutschland noch nicht einmal touristisch besucht und deine Eltern müssten sich bei der Pflege auch kümmern. Und wieso pendeln? Du musst nach Cottbus umziehen mit allen drum und dran. Bitte integriere dich und sei flexibel. Das kann doch nicht so schwer sein!!

  145. AvatarNico Meier

    @Thomas
    Wenn man ein Jahr in England arbeitet und vor Ort kaum Menschen kennt, integriert man sich automatisch.
    Dresden stand mal auf dem Plan soll eine interessante Stadt mit viel Geschichte sein. Cottbus kenne ich bisher noch nicht aber ich bin durchaus offen für neue Ferienreiseziele. Welche Sehenswürdigkeiten kannst du mir in Cottbus empfehlen?
     
     

  146. AvatarDiogenes

    @Nico…Mensch! Wie du dich als Schweizer in Ostdeutschland auskennst. Wahnsinn! Ohne selbst einmal dort vor Ort gewesen zu sein. Naja, die Medien machen es ja möglich sich Meinungen zu bilden. Ist echt immer lustig hier. Bitte weiter so!!!

  147. AvatarThomas

    @N.M., … ich empfehle dir nach Corona vorurteilsfrei Ostdeutschland zu besuchen!! In der Schweiz war ich schon 3x, sensationelle Natur! Leider fällt dieses Jahr der Besuch ins Tessin aus.

  148. AvatarChris

    @Thomas, ich war als Kind mal in der sächsischen Schweiz (als Schweizer ;)). Ich mag mich zwar kaum noch daran erinnern, aber durch die Diskussion hier ist mir das wieder in den Sinn gekommen. Kurz ein paar Bilder gegoogelt, jetzt weiss ich auf jeden Fall wo die nächsten Wanderferien hingehen!

  149. AvatarColibri

    @Claus
    Immer wieder erfrischend, Deine differenzierten Ausführungen zu lesen, danke! Ich gehe zwar stark davon aus, dass diese Aktie nun überhaupt nicht in Dein Beuteschema passt, dennoch wage ich es, um Deine Einschätzung zu bitten: Wie hoch schätzt Du die Wahrscheinlichkeit ein, dass die Continental AG den “zähen Bärenmarkt”, von dem Du schreibst, ohne eine saftige Kapitalerhöhung überlebt? Ich besitze die Aktie nicht und habe auch keine Autoaktien im Depot, frage mich aber, ob Conti neben Fraport eine vergleichsweise weniger riskante Turnaround-Spekulation sein könnte als z.B. TUI, Carnival oder Lufthansa.
    Beste Grüße
    Colibri
     

  150. AvatarBruno

    Lustig ich habe nur überflogen, keine Zeit alles zu lesen, das Thema Ostdeutschland, jaja die Ossis 😀 ich habe gerade heute mit Ostdeutschen ein Geschäft gemacht, nette und speditive Leute, kann man gar nix sagen ausser vielleicht der Dialekt haha, aber das denken sie von uns wohl auch 😉
    Wir wollten ja mal nach Deutschland expandieren, und da wäre der Osten sehr wohl in Frage gekommen, günstige Büromieten, Fachkräfte gibt es auch, ich wundere mich teilweise weshalb nicht mehr investiert wird dort. 
    Immobil finde ich nicht so schlecht in Zeiten der Digitalisierung und ökologischen Probleme ist es ganz gut, wenn nicht alle wie die Verrückten in der Weltgeschichte umherpendeln. Und faul sicherlich auch nicht, wenn die Anreize und Motivation stimmt, so wie man in den Wald ruft so kommt es zurück.
    Der Vorteil wäre aber klar die Kosten, bei uns verdient ein Softwareentwickler 10k, in Ostdeutschland die Hälfte oder weniger, und spricht auch deutsch und hat eine ähnliche Kultur wie bei uns. 

  151. AvatarClaus

    @ Colibri
     
    Danke für Deinen netten Kommentar. Du liegst natürlich zu 100% richtig mit Deiner “Spekulation”, dass ich mich nicht für Continental interessiere… Daher kann ich hierzu auch nicht viel sagen, habe das Unternehmen nie analysiert. Ich denke, alle Automobilzulieferer werden es sehr schwer haben. Conti könnte ein Gewinner sein und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Es könnte aber auch völlig anders kommen…
     
    Was ich nicht verstehe:
     
    Warum sollte man sich einen solchen “Risiko-Kandidaten” ins Depot legen? Es gibt doch genügend andere Aktien, wo das Chance-Risiko-Verhältnis nach menschlichem Ermessen bedeutend besser aussieht, es also viel wahrscheinlicher ist, Geld zu verdienen. Denn darum sollte es ja gehen:
     
    GELD verdienen, nicht RECHT bekommen.
     
    Wenn es ein Industriewert sein soll, schau Dir z.B. doch mal an:
     
    Parker Hannifin (855950), Emerson (850981), 3M (851745).
     
    Deutsche Werte:
     
    Fresenius (ich mag die Krankenhaussparte nicht, aber Top-Wert), BASF (überlebt sicherlich eher, als Conti), Henkel (Klebstoffsparte bremst wegen Automobilindustrie…), Fuchs Petrolub.
     
    Nahrungsmittel/Getränke:
    Saputo (909497), Sysco (859121) stark von Corona betroffen, beliefert auch Schulen, Restaurants…, Heineken (A0CA0G).
     
    Falls für Dich interessant, Tabakwerte…
    Altria (der zu teure “vermurkste” Juul-Deal, den Altria bereits zu ca. zwei Dritteln abgeschrieben hat, könnte evtl. rückabgewickelt werden, da die Wettbewerbsbehörde FTC hiergegen Einspruch erhoben hat…, BAT und Ph. Morris erscheinen aussichtsreich.
     
    Ist nur ein kleiner Auszug, vielleicht gibt es Dir ein paar Denkanstöße.
     
    Viel Erfolg!

  152. AvatarColibri

    @Claus
    Danke für Deine überaus wertvollen Hinweise und Anregungen, die ich gerne aufgreife. Ich finde es super, dass Du Deine langjährige Börsenerfahrung und Dein Aktienwissen hier großzügig und sehr konkret teilst! Deine Kommentare liefern immer einen echten Mehrwert.
    Ich sehe es auch so, dass es bessere Turnaround-Kandidaten als Conti gibt. Dass Unternehmen schafft es selbst dann, wenn die Wirtschaft brummt,  gerade mal auf eine Nettomarge von ca. 6 %. Ich erinnere mich an einen Satz, den ich glaube ich von Dr. Markus Elsässer gehört / gelesen habe: “Das meiste Geld verdient man mit dem Wort “Nein”.” Ich werde Conti deshalb nicht kaufen. Qualität ist Trumpf, gerade jetzt, und da gibt es einfach bessere Alternativen. Conti dürfte wohl genügend Liquidität haben, um bis in den Herbst 2021 durchzuhalten. Die diesen Herbst fällige Conti-Anleihe dürfte also noch bedient werden können.
    Ich werde versuchen, mich künftig nur noch mit Unternehmen intensiver zu beschäftigen, die eine im Branchenvergleich sehr hohe Profitabilität und eine stabile Gewinnentwicklung vorweisen können.
    Parker-Hannifin und Sysco finde ich spannend. Hatte ich bislang noch nicht unter der Lupe, aber diese Unternehmen machen schon einen sehr soliden Eindruck. Die Nettomargen sind mit fast 10 % vergleichsweise üppig. Die Unternehmensgeschichte und Dividendenhistorie von Sysco finde ich auch beeindruckend. Jedes Jahr gute bis saftige Erhöhungen – und das seit 1970. Hier denke ich über einen Einstieg nach. Einen breit aufgestellten Lebensmittellieferanten dieser Größe habe ich noch nicht im Depot. Nur den weltgrößten Caterer, die Compass Group. Ist auch schwer von Corona betroffen, dürfte sich aber mittelfristig wieder erholen, denke ich. Und ein Teil der Kundschaft wird vermutlich auch jetzt noch weiter bekocht, der Umsatz dürfte also nicht auf Null fallen. Anders als bei CTS Eventim, da mache ich mir mehr Sorgen. Zum Glück habe ich bislang nur eine sehr kleine Position. Mit dem Aufstocken warte ich aber vorsichtshalber noch ab.
    BASF war mir jahrelang zu teuer, jetzt ist die Aktie langsam auf einem Niveau angekommen, wo mir ein Einstieg nicht mehr abwegig erscheint. Ich hatte bislang stets den familiengeführten Spezialchemiewert Fuchs Petrolub vorgezogen. Das Geschäft mit Schmierstoffen erschien mir etwas weniger stark konjunkturabhängig zu sein, und tatsächlich ist BASF ja jetzt deutlich stärker gefallen als Fuchs. Aber vielleicht liegt ja gerade darin die Chance.
    3M, Fuchs Petrolub, Fresenius, Henkel, Heineken und Saputo habe ich bereits einige Jahre im Depot. Fuchs ist sogar unter den Top 5. Saputo habe ich gerade etwas aufgestockt. Bei Henkel und Fresenius überlege ich auch, in Kürze nachzulegen. Vielleicht kommt Henkel wegen der Klebstoffsparte noch weiter zurück, wenn die Q2-Zahlen im Sommer veröffentlicht werden.
    BAT hatte ich früher mal im Depot. Mich dann aber umentschieden und beschlossen, auf Tabakaktien im Depot komplett zu verzichten. Aber das ist eine Geschmacksfrage. Man wird mit Tabakaktien sicher auch weiterhin gut Geld verdienen können, und das gönne ich jedem, der Tabakaktien im Depot hat.
    Wie bist Du bislang durch den beginnenden Bärenmarkt gekommen, hast Du schon einige Deiner Positionen aufgestockt oder sogar neue Positionen ins Depot aufgenommen? Oder wartest Du damit, bis Dein System ein Kaufsignal liefert?
    Viele Grüße
    Colibri
     
     
     
     

  153. AvatarClaus

    @ Colibri
     
    Deinen Zeilen entnehme ich auch viel Börsenerfahrung, Du hast viele Top-Werte genannt und auch im Depot.
     
    Herrn Dr. Elsässer halte ich für einen sehr klugen und (Börsen-)erfahrenen Menschen, den ich sehr schätze. Auch sein Buch “Des klugen Investors Handbuch” kann ich nur empfehlen.
     
    Bisher hat sich meine Depotstruktur bewährt. Eine breite Branchen- und Ländermischung sowie der weitestgehende Verzicht auf Zykliker, mit denen man auf lange Sicht mit B&H nichts verdienen kann, ist hilfreich. In der Spitze habe ich 29% “verloren”, vom Top am 17.02.20 bis zum Tief am 17.03.20. Bis letzten Freitag hat das Depot mehr als die Hälfte der Kursrückgänge wieder aufgeholt. Diese Woche scheint sich der Bärenmarkt (wenn es denn einer ist) weiter fortzusetzen.
     
    Meine Shell-Position macht sich deutlich negativ bemerkbar. Das wird sich aber bei Erholung auch umgekehrt zeigen. Mit (bisher kurzfritigen) Preisen unter 10,- EUR habe ich nicht gerechnet und zu früh nachgekauft. Das gleiche gilt für BASF. An meiner Schwäche, zu früh (nach)zukaufen, arbeite ich seit Jahren… Es ist viel besser geworden und meine Käufe sind in ca. 3 von 4 Fällen sehr gut. Hilfreich ist hier auch mein “emotionsloses Excel-System”, das mir potenzielle Kandidaten einfach anzeigt. Auch Vergleiche innerhalb von Branchen sind so mit einem Blick möglich. Ich brauche mich dann “nur” noch zu entscheiden. Cisco, Gilead, Novo-Nordisk, Altria, Hormel habe ich gut “erwischt”.
     
    Mein wöchentliches antizyklisches Marktsignal scheint auch ganz brauchbar zu sein, wenn es 100%-Werte anzeigt, was nur selten geschieht. Ich überlege gerade, hieran zukünftig meinen Cash-Bestand auszurichten. Hierzu könnte ich meine Depotwerte in Werte (oder auch Branchen/Sektoren) aufteilen, die ich wirklich niemals verkaufen möchte, z.B. Coca-Cola, P&G, Medtronic, Home-Depot u.s.w. Andere Werte, die gelegentlich deutlicher “unter die Räder” geraten, wie z.B. Finanz-, IT- und Industriewerte könnte ich dann gelegentlich (teil-)verkaufen und anschließend wieder aufstocken oder andere Werte hinzunehmen. Das könnte sich längerfristig bewähren. Hieraus könnte man auch ein Online-Geschäft entwickeln, mit Blog und E-Mail-Signalversand für Markt und Werte. An Ideen mangelt es mir nicht… Leider habe ich nicht mehr sooo viel Zeit, werde demnächst 61.
     
    LG

  154. AvatarColibri

    @Claus
    Deine Geschäftsidee finde ich super. Daran hätte ich Interesse. Könnte mir vorstellen, dass auch andere bereit wären, dafür Geld auszugeben. Ich mache zwar kein Trading, aber gegen Hinweise auf günstige Kauftage hätte ich zumindest nichts einzuwenden. Und bei starken Zyklikern wie z.B. BASF erscheinen mir Gewinnmitnahmen nach starken Boomphasen auch durchaus überlegenswert.  Ein Rahmen, um die Cashquote im Depot sinnvoll zu steuern, fehlt mir auch noch. Liege im Moment bei nur noch 6 Prozent Liquidität. Vielleicht ein bisschen wenig, um weitere Opportunitäten in den kommenden Monaten zu ergreifen. Dr. Elsässer sagt ja, dass praktisch alle Investoren im Crash immer zu wenig Cash haben, und schlägt vor, in den Bärenmarkt hinein umzuschichten, um die Stückzahl der Top-Qualitätswerte im Depot zu erhöhen. Ich hoffe, mir wird das auch gelingen. Geduld zu haben ist wahrlich keine leichte Tugend. Ich schätze die Anregungen von Dr. Elsässer ebenfalls und habe auch sein Buch gelesen – von der ersten bis zur letzten Seite. Manchmal schlage ich darin auch wieder nach.
    Orientiert sich das von Dir entwickelte Marktsignal an einer Kombination aus Sentiment-Messungen und Charttechnik?
    Mir ist über die Jahre auch aufgefallen, dass es bei bestimmten zyklischen Aktien durchaus Sinn ergeben könnte, von meiner grundsätzlichen “Don’t-sell-Regel” abzuweichen — keine Regel ohne Ausnahme. Ich möchte flexibel bleiben und mich nicht zu starr an selbstgesetzte Investmentregeln halten, wenn sich die Bedingungen für unternehmerischen Erfolg in bestimmten Branchen für unbestimmte Zeit einschneidend verändern. Deshalb habe ich z.B. bei Sixt, Booking, Starbucks und CTS Eventim die Positionsgröße nach der Bärenmarktrallye im April deutlich reduziert.
    Ich setze auf eine Mischung aus soliden Dividendenzahlern mit vernünftiger Ausschüttungsquote, möglichst stetig steigenden Ausschüttungen und Wachstumsaktien. Vielleicht ist das Depot etwas US-lastig. Auch ein wenig Home-Bias habe ich mit den deutschen Aktien, aber oft sind die Unternehmen ja weltweit aktiv.
    Meine größten Positionen, die knapp zwei Drittel des Aktienanteils im Depot ausmachen, sind Johnson&Johnson, Apple, Amgen, Fuchs Petrolub, Walt Disney, Amazon, Siemens Healthineers, Adobe Systems, Unilever, Sixt, Microsoft, 3M, NVidia, The Trade Desk, Berkshire Hathaway, Abbott Laboratories, Facebook, Paypal, General Mills und VISA. Damit liege ich derzeit auch etwa 15 % unter dem Depot-Allzeithoch im Februar. Wie es beim März-Tief stand, weiß ich nicht genau.
     Von Öl-Aktien habe ich bislang stets die Finger gelassen. Bergbauunternehmen meide ich ebenfalls. Im März bin ich dann aber doch schwach geworden und habe bei Phillips 66 zweimal zugeschlagen, Einstand 45,82 €. An die Upstream-Unternehmen traue ich mich nicht heran. Aber mit Phillips 66 kann man ja auch an einer Erholung des Ölpreises partizipieren, denke ich mal. Neu eingestiegen bin ich auch bei der Allianz zu 136 € das Stück. Bin 20 Jahre jünger als Du und muss an der Börse noch viel lernen, auch wenn ich schon 1999 meine ersten Aktien gekauft habe. Mit dem Ziel des langfristigen Vermögensaufbaus gehe ich die Sache erst seit 2008 an.
    LG
     
     

  155. AvatarClaus

    @ Colibri
     
    Du hast sehr gute Werte im Depot, mit denen man auf lange Sicht bisher immer zu den Gewinnern gehörte. Das Wichtigste ist die Qualität der Unternehmen. Wir scheinen ja grundsätzlich sehr ähnlich zu investieren und auch fast gleich lang. Wie Du vielleicht mal in früheren Beiträgen von mir gelesen hast, bin im “zum besten Zeitpunkt” im März 2000 zur Börse gekommen und habe im Laufe des Jahres meine Ersparnisse aus den bis dahin 13 Jahren meiner Selbständigkeit eingesetzt… Obwohl ich mich stets vom Neuen Markt und Zockerpapieren ferngehalten habe und nur in “Dickschiffe” und gemanagte Fonds (mit 5% Ausgabeaufschlag…) investiert habe, ging das natürlich schief. Speziell die Nachkäufe bei bereits deutlich im Minus liegenden Positionen, zu denen ja viele “Experten” immer raten…  Von den Fonds habe ich mich innerhalb ca. 1 Jahres komplett verabschiedet. Meine Erkenntnis: Überzogene Gebühren für größtenteils schwache Leistungen.
     
    Bis 2004 habe ich weiter auf diese Weise investiert, alles was ich übrig hatte… Worldcom. Nokia, Ericson, Solectron, Sun Microsystems, EMC, um nur einige Werte zu nennen. Viel zu viel Hightech, durch die Nachkäufe keine gute Branchen-/Ländermischung mehr. In der Spitze habe ich so 300k “verbrannt” und mein Depot hatte nur noch 41k. Da zweifelt man an allem, auch an sich selbst…
     
    Dann habe ich mich nochmal “aufgerafft”, Regeln aufgestellt, breiter diversizifiert, mich viel mit Money-Management, Stop-Techniken und Positionsgrößen beschäftigt. Seitdem geht es bergauf, was aber auch mit den gut laufenden Märkten zu tun hat. Ob ich tatsächlich “besser” geworden bin, werde ich nach der Krise wissen.
     
    Ich lerne gerne Neues und lese daher sehr viel. Letztes Jahr habe ich mich mit Optionen und Reits beschäftigt. Beides ist sehr interessant, doch ich habe entschieden, hier nicht aktiv zu werden. Zumindest bei Reits keine schlechte Entscheidung nach heutigem Stand.
     
    “keine Regel ohne Ausnahme. Ich möchte flexibel bleiben und mich nicht zu starr an selbstgesetzte Investmentregeln halten…”
     
    Das ist eine sehr wichtige Erkenntnis. Genauso halte ich es auch, nichts darf in “Stein gemeißelt” sein. Alles ist im Wandel, Firmen, Märkte, wir selbst. Das ändern/anpassen von Regeln ist unumgänglich.
     
    Auch mein Depot ist US-lastig (50%, rechne ich Medtronic mit dem nach Irland verlegten Sitz noch hinzu, sind es 60%…). Ich sehe hierin aber keinen Nachteil, wie Du auch schreibst, kommt es darauf an, wo die Unternehmen ihre Umsätze erzielen. Ausserdem kommen die meisten der “besten Unternehmen” eben aus den USA. Ich kenne jedenfalls keine z.B. russische Aktie, die weltweit erfolgreich ist…
     
    Im Öl-/Gas-/Energiesektor war ich anfangs auch “breit” aufgestellt. Neben Shell hatte ich noch Exxon, Total, BHP, Woodside Pet., alles gleichgewichtet. Doch dieser Sektor ist schwierig. B&H macht hier eigentlich kaum Sinn (Ausnahme vielleicht: NextEra Energy). Nach einigen Analysen kam ich zu der Erkenntnis, dass für mich Shell das beste Unternehmen hieraus ist. So habe ich alle anderen Werte verkauft und in diesem Sektor nur noch Shell. Neue Regel: Aktien müssen nicht gleichgewichtet sein, doch die festgelegte Gewichtung der einzelnen Sektoren darf nicht überschritten werden. so sind max. 15% Shell ok (derzeit 12,6%). Mit einer “Cash-Steuerung”, wie oben erklärt, hätte ich Shell bei ca. 27 ganz oder teilweise mit gutem Kursgewinn verkauft. Wie ich mich kenne hätte ich wahrscheinlich 50% verkauft. Das wäre erfolgreich gewesen. Ob meine stattdessen zu früh durchgeführten Nachkäufe sich rechnen werden, wird die Zukunft zeigen.
     
    Insgesamt bin ich dennoch zufrieden. Von meinen 28 Positionen sind nur 2 sehr leicht im Minus, eine um die 15% und zwei um die 20%. Insgesamt ist das Depot sehr deutlich im Plus.
     
    Noch kurz zu meinem antizyklischen Markt-Signal: Ich generiere es aus vielen Einzelkomponenten, wie z.B. Zinsen, CRB-Rohstoffindex, Ölpreis Brent, EUR.USD, Saisonfaktor, Bullish-Percent-Indices, Gewinner/Verlierer sowie relative Stärke meiner Watch-List-Werte, Hoch/Tief der 68 wichtigsten Indizes, Fear & Gread-Index… Hieraus ermittle ich ein Kaufsignal von 0%-100% in 20%-Schritten. Daraus ergeben sich 3 Handlungsmöglichkeiten. Kauf 0% = Verkaufen. Kauf 100% = Kaufen. Dazwischen: Warten und nichts tun. Das wäre das aktuelle Signal. Da die 0%- und 100%-Signale sehr selten kommen, passt das bestens zu (m)einer Langfriststrategie und wird auch nicht zur Gebührenfalle.

  156. AvatarColibri

    @Claus
    Deine Entwicklung als Investor finde ich absolut bemerkenswert. Du hast Dich von einem zwischenzeitlichen Verlust von 88%, bezogen auf einen mittleren sechsstelligen Kapitalstock, nicht abhalten lassen und nicht aufgegeben weiter zu investieren. Das muss sehr viel Überwindung gekostet haben und zeugt von großer innerer Stärke.  Davor habe ich größten Respekt. So große Verluste hatte ich bisher nicht. Aber das war wohl eher mehr Glück als Verstand, weil ich 1999, als ich zum ersten Mal Aktien kaufte, nicht viel Geld hatte. Sonst hätte ich bestimmt mehr verloren.  Ich stand gerade am Anfang des Studiums und habe dumme Sachen gemacht. Es war die wilde Zeit der Neuemissionen in der aufziehenden Internet-Spekulationsblase, die sich am Ausgabetag schnell mal verdoppelt haben. Hier bin ich mit kleinsten Beträgen all-in gegangen und habe sofort am ersten Handelstag alles wieder verkauft. Dadurch habe ich zwar kein Geld verloren, aber auch nichts dazugelernt. Dann habe ich die Strategie bedauerlicherweise geändert und beschlossen, nicht mehr am ersten Handelstag zu verkaufen. Das war keine gute Idee, zumindest nicht in Bezug auf die dritte Tranche der Telekom-Aktie, an der ich mich später, noch immer völlig ahnungslos, beteiligt und den sich vergrößernden Verlusten lange Zeit tatenlos zugesehen hatte. Ich glaube, bei 30 Euro hatte ich die Reißleine gezogen, ganz genau weiß ich das heute nicht mehr. Ich habe mich dann auf mein Studium konzentriert und die Börse vorübergehend vergessen. Erst im Crash 2008 bin ich dann wieder “wach” geworden und bin zurück zur Börse gekommen. Im Dezember 2008 habe ich mehrere Positionen gekauft, u.a. z.B. Symrise und Agilent Technologies, die sich bis heute teilweise vervielfacht haben. Davon hatte ich allerdings nichts, weil ich Stopp-Loss-Marken gesetzt hatte und wenige Tage nach meinem Einstieg auch schon wieder ausgestoppt wurde (und danach nicht schnell wieder eingestiegen bin). Der größte Fehler war, den Fehler nicht schnell zu korrigieren und die Aktien nie bzw. erst Jahre später zurückzukaufen. Seit dieser Erfahrung habe ich nie wieder eine automatische Stop-Loss-Order gesetzt (wie gehst Du damit um? Verwendest Du SL-Order noch?) Stattdessen bin ich dazu übergegangen, spätestens bei einem Kursverlust von 30 % und mehr zu überprüfen, ob meine Investmentthese noch intakt ist und dann neu zu entscheiden, ob ich die Aktie wieder kaufen würde, wenn ich sie noch nicht hätte. So konnte ich bisher einen Totalverlust bei Einzelaktien vermeiden. Am liebsten verkaufe ich inzwischen aber nie. Anfänglich habe ich auch noch vermeintlich “billige” Aktien von Firmen bestenfalls durchschnittlicher Profitabilität gekauft in der Erwartung, sie nach einer “Mean Reversion” wieder teurer verkaufen zu können. Das war jedoch selten von Erfolg gekrönt und deshalb habe ich mich fortan darauf konzentriert, möglichst hohe Qualität zu einem fairen Preis zu suchen und zu kaufen und nicht mehr mittlere oder schlechte Qualität zu einem billigen. Da mag der Stuttgarter Aktienbrief Inspiration gegeben haben, auch wenn ich mit dem Slogan “Jeder Tag ist Kauftag” nie viel anfangen konnte. Ich würde eher sagen, minderwertige Aktien sollte man besser nie kaufen und hochwertige Aktien tendenziell nie verkaufen… Die Amazon-Aktie vor Jahren nach ca. 30 % Plus bei ca. 300 € verkauft zu haben, war eine weitere Dummheit, die mir eine Lehre war.
    Mit Optionen habe ich mich noch nie intensiv beschäftigt und es im Moment auch nicht geplant. Gelesen habe ich in Summe wohl nicht wenig, die Investmentbücher füllen einige Regale. Das Buch von Philip A. Fisher, “Common Stocks and Uncommon Profits”, hat mich z.B. wohl in Richtung “Quality Investing” beeinflusst. Es stehen noch viele Bücher übers Investieren und über erfolgreiche Investoren auf meiner Wunschliste, doch in letzter Zeit bin ich leider nicht zum Lesen gekommen.
    Ein Schwachpunkt meines Anlagestils ist vermutlich neben der fehlenden systematischen Steuerung der Liquiditätsquote die Bestimmung der Positionsgrößen. Dr. Elsässer rät ja dazu, von den richtig guten Unternehmen auch richtig viel zu kaufen, und praktiziert das, was er sagt, wohl auch in seinem eigenen Fonds. Ich habe bisher nie den Mut aufbringen können, die besten Rennpferde im Stall auch wirklich sehr hoch zu gewichten und das Portfolio stärker zu konzentrieren. Über eine Positionsgröße von 6 % bin ich noch nie hinausgekommen, aber selbst diesen Depotanteil hat die Aktie nur erreicht, weil sie sich relativ schnell (in ca. 3 Jahren) verdoppelt hat. Ist Deine 10%ige Medtronic-Position auch erst durch die längerfristige Kursentwicklung zustande gekommen?
    Ich habe mein heutiges Depot mit 30 Titeln gestartet, die ich immer weiter aufstocke, und noch keinen davon ausgetauscht. Mittlerweile sind es 45 geworden, wobei da auch einige Spin-Offs dabei sind, die mir ohne Zutun ins Depot gebucht wurden. Was die Streuung angeht, halte ich das für ausreichend. Ja, es kommt darauf an, wo die Umsätze erzielt werden, so sehe ich das auch. Dass der Löwenanteil aus den USA kommt, liegt auch bei mir daran, dass ich dort die meisten Qualitätsaktien finde. In Japan z.B. bin ich diesbezüglich noch gar nicht wirklich fündig geworden. Hast Du eine Idee, welche japanische Qualitätsaktie man kaufen könnte? Über Nintendo hatte ich nachgedacht, aber im März dann doch nicht gekauft. Mein Sohn (11) schwärmt dauernd von der Nintendo-Switch, die er doch soooo gerne hätte…
    Das antizyklische Marktsignal, das Du für Dich entwickelt hast, zeigt mir, dass Du Dir wirklich sehr viel Wissen über die Börse angeeignet hast, Chapeau. Diese große Investition in Deine Finanzbildung wird sich sicherlich weiterhin für Dich auszahlen. Man muss immer am Ball bleiben und sich weiterentwickeln, kann sich nie auf den früheren Erkenntnissen und Erfolgen ausruhen. Sonst geht früher Verinnerlichtes und Erreichtes auch schnell wieder verloren. So erlebe ich das zumindest bei mir selbst.
    Mit den von Dir genannten Einzelkomponenten Deines Marktsignals habe ich mich ehrlich gesagt noch nie beschäftigt. Ich habe aber den Eindruck, dass Du Dir damit tatsächlich einen möglicherweise geldwerten Vorteil erarbeitet hast, um die Zukaufzeitpunkte (bzw. im Hinblick auf Zykliker auf Verkaufszeitpunkte) zu optimieren.
    Das mit der Risikobegrenzung durch Kappung des maximalen Sektorenanteils leuchtet mir ein. Es hätte Deine Verluste bis 2004 mit Sicherheit in Grenzen gehalten. Ich habe diesen Ansatz der Risikobegrenzung noch nie systematisch auf mein Depot angewendet. Deinen Hinweis nehme ich gleich mal zum Anlass, mein Depot daraufhin zu überprüfen, ob es da kein “verstecktes” Klumpenrisiko bei der Sektorenauswahl gibt.
    So viele über dem Einstand notierende Aktien wie Du habe ich noch nicht, aber das liegt vermutlich daran, dass mein Investitionsvolumen erst vor wenigen Jahren und nicht schon 2008 deutlich an Fahrt aufgenommen hat.
    LG und auf gute Investments,
    Colibri
     

  157. AvatarClaus

    @ Colibri
     
    Es war die wilde Zeit der Neuemissionen in der aufziehenden Internet-Spekulationsblase, die sich am Ausgabetag schnell mal verdoppelt haben.
     
    Ich erinnere mich sehr gut an diese Zeit. Anfang 2000 habe ich mein Depot beantragt. Die kamen aufgrund des Booms nicht nach, neue Depots zuzuteilen. Erst Mitte März konnte ich endlich kaufen…
     
    Von den IPOs habe ich mich schon damals ferngehalten. An ein paar “Zocks” mit der MLP-Aktie kann ich mich noch gut erinnern. Habe sie 3 oder 4mal gekauft und nur 2, 3 Tage später mit kleinem Gewinn (5-10%) verkauft. Das die Aktie in einem fürchterlichen Abwärtstrend war, wußte ich natürlich nicht. Habe nur mitbekommen, dass man diese Aktie schnell wieder verkaufen muss, weil der Gwinn sonst wieder weg ist. Was für ein Irrsinn…
     
    Seit dieser Erfahrung habe ich nie wieder eine automatische Stop-Loss-Order gesetzt (wie gehst Du damit um? Verwendest Du SL-Order noch?)
     
    SL habe ich nie verwendet, es macht bei der Langfristanlage keinen Sinn. Wenn ich gelegentlich mal einen Trade eingehe, lege ich vor dem Kauf ein SL fest, den ich aber nie beim Broker hinterlege, da sie oft “abgeräumt” werden. Der Stop ist nur mental. Wird er erreicht, verkaufe ich manuell. Das muss man dann aber auch ohne wenn und aber tun, sonst ist es sinnlos. Viele lassen solche Positionen dann einfach laufen und machen daraus eine “Langfrist-Position”. Wird der Verlust immer größer, wird meist noch nachgekauft…
     
    deshalb habe ich mich fortan darauf konzentriert, möglichst hohe Qualität zu einem fairen Preis zu suchen und zu kaufen und nicht mehr mittlere oder schlechte Qualität zu einem billigen
     
    Das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg. Qualität, langfristige Gewinnsteigerungen, Dividenden im möglichst “normalen Rahmen”, hoher beständiger Cash-Flow, möglichst wenig Schulden, gutes Management. Nur Firmen mit einem soliden Geschäftsmodell erreichen das.
     
    Ist Deine 10%ige Medtronic-Position auch erst durch die längerfristige Kursentwicklung zustande gekommen?
     
    Nein, als ich “neu begonnen habe” nachdem Mr. Market mir sein teuerstes Börsenseminar unaufgefordert hat zukommen lassen, habe ich 5 Positionen behalten, die ich für gut hielt. Ich habe sie heute noch und die hohen Gewinne sind glücklicherweise steuerfrei:
     
    Medtronic 10,6%. Intel 9,0%. Novartis 5,8%. Coca-Cola 5,7%. Home-Depot 3,6%. Hier habe ich einen Fehler gemacht, der sich aber zum Glück kaum negativ ausgewirkt hat. Da ich zuvor so “verprügelt” wurde, habe ich bei guten 100% Gewinn, die ich nach etlichen Jahren endlich erreicht hatte,  ca. 80% meiner HD-Aktien verkauft. Das muss bei ca. 40-45 € gewesen sein… Der Grund war die Positionsgröße, ich wollte nicht, dass sich der ganze Gewinn wieder in Luft auflöst. Was ich aber aus heutiger Sicht gut gemacht habe: Der komplette Verkaufserlös wurde sofort auf 5 oder 6 kleinere Positionen gleichmäßig verteilt, die sich prächtig entwickelt haben.
     
    Positionsgrößen:
    Da das gleichgewichten von Aktien langfristig und bei größerer Anzahl an Aktien ein ständiges (und damit teures) Rebalancing erfordert, habe ich eine Sektorgewichtung eingeführt, wie oben schon angedeutet bei Shell. Somit kann ich in jedem Sektor so viele (oder wenige) Aktien kaufen, wie ich möchte. Einzige Bedingung: Die Sektor-Gewichtung darf nicht überschritten werden. Trotzdem würde ich keine 30%-Position eingehen, bei 15%-max. 20% schrillen auch bei mir alle Alarmglocken. Die Sektorgewichtung ist auch meinen 5 alten Positionen geschuldet, da ich hiervon nichts verkaufen werde.
     
    Ich hatte auch mal 56 Positionen, das geht problemlos. Habe dann aber entschieden, nur noch max. 30 Positionen zu halten. So zwingt man sich, noch besser auszuwählen. Da die Depotgrösse mit der Zeit auch steigt, bewirken zu kleine Positionen auch nichts mehr. Weder nach oben, noch nach unten. Hat man dann eine Perle, die sehr gut läuft, bewirkt das im Depot kaum etwas. Das ist sehr schade. Habe mich dann von meinen schlechtesten Aktien je Sektor getrennt und die besten aufgestockt.
     
    Auch das machen viele andersherum: Die Verlierer werden aufgestockt und die Gewinner teilverkauft, um dies zu finanzieren und die Gewinne zu sichern. Gewinner werden auch nicht aufgestockt, weil das Ego es nicht zuläßt, den ehemaligen Kaufkurs zu erhöhen. Hiermit “versaut” man sich ja den tiefen Kaufkurs…
     
    Japan-Aktien:
     
    Da habe ich das gleiche Problem. Kürzlich habe ich mal Japan Tobacco angeschaut, aber keinerlei Vorteile gegenüber BAT, Altria oder Ph. Morris entdecken können. Lange Zeit hatte ich Canon, die immer eine gute Dividende gezahlt haben. Leider stimmt für mich die geschäftliche Entwicklung nicht mehr, habe sie vor 1 oder 2 Jahren mit kleinerem Gewinn verkauft. Auch Sony habe ich mir vor längerer Zeit angesehen, da ich einige Produkte davon habe, die wirklich sehr gut und extrem haltbar sind. Die Aktie hat mich aber nicht überzeugt…
     
    Wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Wochenende
     
    LG

  158. AvatarBruno

    “Noch kurz zu meinem antizyklischen Markt-Signal: Ich generiere es aus vielen Einzelkomponenten, wie z.B. Zinsen, CRB-Rohstoffindex, Ölpreis Brent, EUR.USD, Saisonfaktor, Bullish-Percent-Indices, Gewinner/Verlierer sowie relative Stärke meiner Watch-List-Werte, Hoch/Tief der 68 wichtigsten Indizes, Fear & Gread-Index… Hieraus ermittle ich ein Kaufsignal von 0%-100% in 20%-Schritten.”
    Interessant, erinnert mich an ein System von Uwe Lang, von dem (er war mal Pfarrer) habe ich so ein ähnliches System gesehen vor vielen Jahren in einem Buch. Ich glaube der gibt auch einen Börsenbrief raus.
    Ich hatte mit einem ähnlichen System experimentiert vor über 15 Jahren. Heute sieht meine Strategie etwas anders aus, aber ich habe auch viel gelernt über Korrelationen, Trendfolge und systematisches Investieren in dieser Zeit.
     

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