Rentenkrise: Es gibt immer weniger zu holen

Das deutsche Rentensystem ist krank. Es ist ein Fass ohne Boden geworden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen immer mehr einzahlen. Und gleichzeitig werden Leistungen gekürzt. Das Renteneintrittsalter wird erhöht, es gibt schon wieder neue Forderungen das Alter zu erhöhen. Aber an den Beamtenpensionen scheint nicht gekürzt zu werden, im Gegenteil. Fair ist das nicht.

Bau dir deshalb ein Depot auf. Mit Aktien und ETFs kannst du das Desaster mit der gesetzlichen Rente abwenden. So schaffst du eine zweite Säule. Auch rate ich, im Job motiviert zu sein. Leider gibt es gerade unter den Jüngeren die Einstellung, weniger zu arbeiten. Teilzeit ist gefragt. Ich empfehle in jungen Jahren den Vollzeitjob vorzuziehen, um das nötige Kleingeld für die Börse zu haben. Und um Erfahrungen zu sammeln.

Bücher im Selbstverlag, im Alter von 30 Jahren in die Rente

Daneben kannst du noch einen Nebenjob nehmen, um den Turbo zu zünden. Es gibt zum Beispiel im Web viele Möglichkeiten, dir einen Nebenverdienst aufzubauen. Ich finde imposant, was die Amerikanerin Rachel Richards mit Büchern im Selbstverlag geschafft hat. Im Alter von 30 Jahren ging sie in den Ruhestand. Über die sozialen Medien hat Richards erst viele Follower aufgebaut, die dann ihre Bücher gekauft haben:

Mein Live-Video aus New York von gestern: Sparen, Sport, Aktien

Das hier ist übrigens mein neues YouTube-Video von gestern. Ich kann euch hoffentlich motivieren, das Depot zu befüllen:

Wie baust du dir schnell was auf? Mit der Automatisierung über einen Sparplan. Laß also dein Geld nicht langsam per Konsumausgaben verschwinden, sondern gib es vorher regelmässig per Sparplan aus. Was weg ist, ist weg! Führe einen Haushaltsplan, wenn du mit deinem Geld nicht klar kommst. Erhältst du eine Gehaltserhöhung, gib mehr Geld ins Depot per Sparplan. So kannst du, wenn alles klappt, einen komfortablen (Vor-)Ruhestand genießen.

Viele Menschen sind unglücklich mit ihren Finanzen. Gerade ihnen ist mit automatischen Einzahlungen ins Depot vielleicht geholfen. Insbesondere Konsummenschen schrecken davor zurück, wenn sie sehen, dass ihnen weniger Geld im Monat zur Verfügung steht. Doch nach ein paar Jahren wirst du staunen über dein Depot. Dann willst du bestimmt deine Sparquote noch steigern. Wer das Geld auf dem Girokonto stehen lässt, verprasst es wohl schneller.

Filmemacher Nico Schmolke hat keine Lust auf Aktien, aber einen grünen ETF bespart er dann doch

Ich fand diese Reportage gut. Einerseits ist der “Rabiat”-Filmemacher Nico Schmolke skeptisch gegenüber der Börse. Andererseits ringt er sich doch dann durch, einen Sparplan wenigstens auf einen nachhaltigen ETF laufen zu lassen:

Der Zinseszins ist genial. Den meisten Menschen würde es gut gehen, wenn sie mit einem Sparplan diszipliniert vorgehen würden. Wenn sie in jungen Jahren wüssten, wie der Zinseszins funktioniert, würden sie ihn vermutlich nutzen. Dank des Zinseszinses bin ich wohlhabend geworden, ohne wirklich so viel dafür getan zu haben. Es ist ein Geschenk. Warum nicht ein Geschenk nutzen?

Die Frankfurter Börse macht meiner Meinung nach viel zu wenig für die deutsche Aktienkultur. Nun haben die Frankfurter immerhin etwas für die Menschen mit ihrem neuen Besucherzentrum gemacht. Bravo!

Noch eine Bitte habe ich. Stimme für meinen Blog timschaefernedia.com beim Finanzblog-Wettbewerb der comdirect. Hier geht es zur Abstimmung. Eine Stimme pro Person:
https://magazin.comdirect.de/finanzblog-award/finanzblog-award-voting

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Thorsten
1 Monat zuvor

Leitungswasser würde ich dem Mädel sagen, da haben wir es hier eindeutig besser. Kostet mich wenig. Dafür zahle ich leider in Deutschland die höchsten Steuern, das kostet mich mehr als in den USA Wasser kaufen zu müssen.

Rentner
1 Monat zuvor

Ich finde die gesetzliche Rente als Beimischung zur Altersvorsorge gar nicht schlecht.
So hat sich der Wert eines Rentenpunkts(West) von 2012 bis heute erhöht:

28,07 €
28,14 €
28,14 €
28,61 €
29,21 €
30,45 €
31,03 €
33,05 €
34,19 €
34,19 €
36,02 €

Wenn das eine Dividende wäre, würden hier manche schon wieder von den Früchten und dem Schneeball schwärmen. Mag mir gar nicht vorstellen, wie stark so ein Rentenpunkt im Wert innerhalb von 40 Jahren steigt.

Also: Nicht jammern, sondern Depot ausbauen und nebenbei die kleinen Rentenpunkte einsammeln. Besser als nichts. 🙂

Herb
1 Monat zuvor
Antwort an  Rentner

Ich würde das Geld, dass ich zwangsweise in die Rentenversicherung einzahlen muss, lieber selbst anlegen. Mir fehlt das Vertrauen, dass in 12 Jahren, wenn ich in Rente gehen kann, noch etwas da ist.
Solange unsere Politiker nicht selbst in die Rentenversicherung einzahlen müssen wird sich dort nichts zum Guten ändern. Das Problem sind die Politiker (aller Parteien).

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Herb

Was soll denn “noch da” sein? Von deinen Beiträgen ist schon einen Monat später nichts mehr da – was in Umlagesystemen aber auch völlig normal ist. Das Versprechen ist doch: egal was mit der Währung oder temporär mit der Wirtschaft passiert: solange in diesem Land Menschen arbeiten bekommst du Rente. Dass sich durch die Demografie Parameter ändern ist klar – und diese Änderungen muss die Politik dem Land verkaufen. Aus meiner Sicht sollte man die Beiträge auf einem maximalniveau festzurren – und dann kann man je nach Lage an Rentenalter und Rentenhöhe drehen. Gerne auch flexibler als heute. Klar ist aber, dass die gesetzliche Rente bei vielen alleine nicht ausreichen wird. Muss sie aber auch garnicht.

Das Grundproblem was ein Sozialstaat hat, in dem man jedem in jeder Situation ein menschenwürdiges Leben ermöglichen will ist halt, dass du bei der Vorsorge nicht freie Hand lassen kannst sondern im Sinne Gesellschaft Regeln aufstellst, sodass ein gewisser Zwang zur Vorsorge besteht. Sonst wird alles verballert und am Ende steht der Steuerzahler grade. Dabei kommen dann leider so ineffiziente Systeme wie Riester dabei raus.

Daniel
1 Monat zuvor
Antwort an  Slowroller

das Umlagesystem wird ja schon seit Jahren komplett ausgehebelt. Ohne die zusätzlichen Steuertöpfe die immer mehr angegraben werden und als Zuschuss zur Umlage dienen wäre das schon längst kollabiert.

Zunächst einmal wäre es hilfreich wenn jeder in die Rente einzahlen müsste, also Beamte, Angestellte und eben auch Freeberufler. Dafür hätte halt auch jeder seinen anteiligen Anspruch. Entweder man fährt eine Solidargemeinschaft – die gilt dann für alle – oder man lässt es ganz.

Dann würde ich diese ganze verkrustete Struktur des Renteneintrittsalters beerdigen. In Rente gehen kann jeder wann und wie er mag, nur es gibt dann halt entweder deutlich weniger oder deutlich mehr, je nachdem wie lange man arbeiten will.

Damit wäre das Argument der Handwerker erledigt “wie soll ich denn mit 70 noch auf dem Bau arbeiten”… muss er dann nicht. Denn jemand der beispielsweise in den 50er/60er Jahren mit 16 seine Lehre anfing wäre dann nach einer gewissen “Standard-Arbeitszeit” von sagen wir mal 40 Einzahlungsjahren raus. Er wäre also mit 56 in dem Beispiel fertig. Könnte aber halt auch länger wenn man will um die Rente aufzubessern.

Im Gegenzug müsste als extremes Gegenbeispiel… der Uni-Trödler der jahrelang nicht wusste was er will und erst mit 27 in den Beruf einsteigt bis 67 arbeiten. Ein solches System fände ich deutlich fairer.

Petra
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

Volle Zustimmung. Es sollten alle Bevölkerungsgruppen in die Rentenkasse und auch in die Krankenkassen einzahlen.

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  Petra

Dann steigen aber auch die Ansprüche dieser gutverdienenden Gruppe. Damit verschiebt man das Finanzierungsproblem nur in die nähere Zukunft.

Man müsste alle einzahlen lassen, aber im Sinne einer Solidargemeinschaft eine Höchstrente nur zulassen. Aber das geht dann auch nicht weil dann wieder das Geschrei des Sozialismus wieder losgehen würde.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Invest

@Invest – Dann steigen aber auch die Ansprüche dieser gutverdienenden Gruppe
Dieses oft genannte Argument macht für mich keinen Sinn. Denn, dann müsste man ja versuchen die aktuell GRV-pflichtigen Gutverdiener rauszuwerfen. das gegenteil ist der Fall. Warum zieht man jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenze noch oben? Man will ja explizit die guten Einzahler gerne alle haben & behalten.

Ich glaube fest, bei diesem Scheinargument geht es um die Sicherung der vorhandenen Pfründe der aktuell nicht GRV-pflichtigen und besser gestellten Beamten, Selbstständigen, Versorgungswerkler usw.

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

Weil es bei den Beamten (höherer D, hoher Dienst) nun einmal viele gibt die die BBG im Laufe der Zeit erreichen. Darüberhinaus ist diese BBG gerade für die Gutverdiener ein Vorteil. Bei weiter steigendem Gehalt wird die Gesamtbelastung geringer.

Darüberhinaus ist Zahlung einer Rente nur ein Teil der Leistungen der GRV.

Was viele hier, die die Beamten in die GRV einschließen wollen eben übersehen ist, dass langfristig die Ansprüche aus der GRV steigen, kurzfristig aber auch die Haushalte des Bundes, Länder und Kommunen massiv belastet werden.

Die Dienstherren müssen nämlich paritätisch die Hälfte der Zahlungen an die GRV übernehmen UND die Bezüge der Beamten müssten zugleich erheblich steigen. Denn diese müssten ebenfalls ihren Anteil einzahlen. Aber die Belastung darf sie nicht schlechter stellen als Beamte die eben nicht einzahlen.

Und jetzt versuche mal dem normalen Bürger zu erklären warum der Beamte plötzlich eine Lohnerhöhung im mittleren bis höheren dreistelligen Bereich neben der normalen Erhöhung bekommen soll. Das muss finanziert werden.

Ich weiß, dass Argument “wir haben zuviel Beamte” kommt gleich. Aber so attraktiv kann es ja nicht sein, wenn der Staat händeringend qualifiziertes Personal sucht.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Invest

@Invest GRV Beamte
Das hört man immer wieder stimmt aber nicht.
Die höheren Lohnkosten sind wirklich linke Tache – rechte Tasche weil ja die mehr bezahlten AN & AG plus LSt direkt der Staatskasse wieder zurück fliesst und so gar keine Mehrkosten verursacht. Anstatt Steuerzuschüssen sind es dann echte Beiträge.
Außerdem sind die neuen Renten ‘locker’ (!) durch Einsparungen bei den ehemals viel höheren Pensionen überkompensiert. Die Lösung wäre also sogar viel billiger.

Natürlch braucht es 30 Jahre Übergangszeit für die Anpassung, das haben wir ja bei anderen Dingen auch wie zB Rente mit 67 usw. Wann fängt man solche Reformen zur Beseitigung von Ungerechtigkeiten am besten an? Sofort!

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

Falsch. Denn es gibt Bundesbeamte, Landesbeamte, Kommunalbeamte. Also unterschiedliche Haushalte deren Einnahmen auch unterschiedlich finanziert werden. Der Großteil der Beamten ist im Bereich der Länder angesiedelt.

Und ja es macht einen erheblichen Unterschied ob aus einem laufenden Haushalt ein höherer Bruttolohn plus AG-Sozialbeiträge bezahlt werden müssen oder eben nicht.

Insbesondere die Beamten im A6/A7 benötigen die Pensionszusage; es gibt keine bAV und der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Invest

@Invest
Bund, Länder und Kommen haben ja auch Angestellte.Warum sollte es also ein Problem sein das umzustellen? Sie wiederholen sich ohne ein Argument zu nennen. Warum sollte man etwas nicht umstellen können wenn man es wollte?

Gerechtigkeit ist doch ein großes Thema, gerade in der deutschen linken & grünen Politik und bei den Jungen. Gerade die Arbeiter und Angestellten müssen im Rentenalter gut versorgt sein – ein verbeamteter Richter der 30 Jahre 10k+ netto hatte, der hatte ja bereits Gelegenheit & Zeit Altersvorsorge aufzubauen. Warum bekommt der 7k+ Ruheghalt (Pensionsanspruch von Brutto 71,75% nach 40 Dienstjahren) während die die theoretische Höchstrente 2.636,09 Euro (2021) netto beträgt (Theorie – praktisch erreicht das wohl niemand: 45 Arbeitsjahre ein Gehalt in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze verdient).

Zwitsch
1 Monat zuvor
Antwort an  Petra
  1. Haut nicht so auf die Beamten drauf… Ich bin Briefträger Besoldung A5… Da ist nix mit üppiger Pension…
MarcMitC
1 Monat zuvor
Antwort an  Zwitsch

Ca. 2000 € brutto Pension sollten wohl eines Tages rumkommen. Ist nicht üppig, doch locker 30 bis 40 % höher, als eine vergleichbare Rente!

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  MarcMitC

Wobei die Pension bereits aktuell komplett versteuert wird. Und eine bAV gibt es nicht.

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

“der Uni-Trödler der jahrelang nicht wusste was er will und erst mit 27 ”

haha der war gut, ich kenne so einen der ist auch mit 50 noch dran, vielleicht bräuchte es auch mal eine Amtszeitbeschränkung an der Uni, ich meine für ewige Studenten…

Umlageverfahren ist halt ein Hoffnungsmodell, funktioniert gut wenn eine Gesellschaft wächst und genug früh stirbt, schlechter wenn sie überaltert und schrumpft oder stagniert.

Ein gutes System sollte man so designen, dass es unabhängig dieser Parameter funktioniert. Ansparmodelle je Generation wäre eine Idee, so könnte eine Gesellschaft auch gut und gerne stark schrumpfen und wäre trotzdem finanziert.

Einziger Vorteil des Umlageverfahrens ist, man ist nicht von der Laune der Börsen abhängig, das ist der Nachteil der Ansparrentenmodelle, aber das müsste man halt entsprechend so konstruieren, dass dies nur noch wenig Effekt hat, auch die durchschnittliche Rentnerphase ist heute ja über 20 Jahre, so dass auch entsprechende Börsenbaissen gut überstanden werden könnten und man kann ja im Laufe der Generationenverträge dann entsprechend Risiko rausnehmen.

Darüber muss man sich eh unterhalten ein System das darauf basiert ewig zu wachsen wird nicht funktionieren auf der Welt, ich meine in Bezug auf Bevölkerung, Wirtschaftsleistung sieht wohl anders aus.

Mar
1 Monat zuvor
Antwort an  Rentner

In der Zeit hat sich aber auch die Besteuerung der Rente von 64% auf 82% erhöht. Bis wir in Rente gehen sind das 100%. Also bleibt nix übrig von der “Erhöhung”. Und da haben wir noch nicht einmal über die Inflation gesprochen.
Die gesetzliche Rente ist seit langem Überarbeitungswürdig. Aber es traut sich kein Politiker dran. Wird sicher erst passieren, wenn die Wählerschichten der Babyboomer nicht mehr da sind. Dann bluten wieder wir. Wir tragen gerade diese Schichten in der Rente, bekommen dann aber später weniger dafür. Das ist das was unter sozialer Gerechtigkeit in Deutschland gerade verstanden wird.
Sorry für die Polemik. Aber das Thema ärgert mich gerade richtig.

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  Mar

Dafür wird die Einzahlung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen bei der Einkommenssteuer berücksichtigt.
Immer diese Halbwahrheiten…

Johannes Schumann
1 Monat zuvor
Antwort an  Rentner

Das sind 2,5 % p. a. Es gibt Dividendenwerte, da steigt die Dividende zwischen 5 % und 10 % p.a. Zudem ist das nicht zu vergleichen. Eine Dividende wird aus den laufenden Gewinnen finanziert, ohne dass Substanz abgebaut wird, während die Rente grundsätzlich nur Substanzabbau ist bzw. Substanzumschichtung, von der heutigen Einzahlern hin zu den heutigen Rentnern.

Invest
1 Monat zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Nein. Es kann auch Unternehmen geben, die ihre Dividende aus der Substanz finanzieren; damit die kontinuierliche Dividende gezahlt wird. Wäre ja schlimm wenn irgendwelche Dividendenaristokraten ihre Dividende nicht kontinuierlich zahlen/ steigern.

Ein solches Unternehmen sollte man nicht im Depot haben 😉

Rückblickend hätte Mercedes seine Tesla-Anteile damals nicht versilbern sollen um eine tolle Dividende zu zahlen.

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Johannes Schumann

Genau das ist nicht der Fall – Umlagesysteme finanzieren sich (im Gegensatzzu privaten RVs) nicht aus Substanz – eben weil es keine Substanz gibt. Es wird das verteilt was zu dem Zeitpunkt anteilig erarbeitet wird.

Johannes Schumann
1 Monat zuvor
Antwort an  Slowroller

Das eingezahlte Geld ist die Substanz und deswegen werden laufenden Renten aus Substanz bezahlt. Nennt man das nicht Ponzi-System?

Alliban
1 Monat zuvor
Antwort an  Rentner

Das Geld, dass mir laut Rentenpunkte angeblich zusteht, muss erst noch verdient werden, und zwar in Deutschland. Da halte ich ein Depot mit weltweit gestreuten Aktien (oder entsprechende ETF) derzeit für sicherer.

Petra
1 Monat zuvor

Vor einigen Jahren habe ich das Buch „Rente oder Wohlstand“ (Bodo Schäfer) gelesen. Danach war mir klar, dass die Rente alleine in eine Armutsfalle führen wird. Der nächste Schritt war eine hohe Sparquote aufbauen und jeden Monat stur und stetig ins Depot investieren. Vom Thema Rente kann man keine schönen Geschichten mehr erzählen. Glückliche Senioren, die unbeschwert auf Kreuzfahrtschiffen ihre Zeit verbringen, sind eine schöne Illusion. Die mehrheitliche Realität sieht anders aus und es wird nicht besser. Die Forderungen aus der Wirtschaft und den Wirtschaftsweisen werden immer lauter: längere Arbeitszeiten, höheres Renteneintrittsalter und absehbare weitere Rentenkürzungen. Das Thema wird gerne von der Politik vermieden – es kostet immer Wählerstimmen. Danke hingegen an Tim und seinen Blog, der unermüdlich daran erinnert, unnötigen Konsum zu vermeiden und stattdessen dazu motiviert, ein Depot aufzubauen. Dieser Blog hat mit unserer Simme einen Spitzenplatz verdient: https://magazin.comdirect.de/finanzblog-award/finanzblog-award-voting

Hannes
1 Monat zuvor

Beamten- oder Ärztepensionen (private Versorgungswerke) usw. sind immer noch üppig. Da kommt so schnell keine Dividende ran.
Wenn natürlich jeder zweite glaubt, unbedingt was mit IT machen zu müssen, schaut‘s halt mit der Rente nicht so gut aus.
Es herrscht akuter Ärztemangel, aber alle wollen in IT machen. Ja dann…

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Hannes

Wenns sich beruhigt: Wir ITler machen uns eher keine Sorgen um die Rente 😉

Trotzdem hoffe ich, dass sich mehr Jugendliche für ein Medizinstudium entscheiden – zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele die wollen in Deutschland garnicht dürfen…

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Hannes

schön wärs, dann würden die Löhne sinken, ich beobachte das Gegenteil, aber gut, gibt auch einige die IT machen wollen aber nicht können das gab es ja auch schon mal Ende letztes Jahrtausend…

42sucht21
1 Monat zuvor

@Durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Jahren in Deutschland
1960: 9,9
1970: 11,1
1980: 12,1
1990: 15,4
2000: 16,2
2010: 18,5
2020: 20,2
Das aufgeschlüsselt nach w/m + gestiegene Lebenserwartung ist noch aussagekräftiger.

Zusammengefasst: Ich will studieren und ab 27 in Berufsleben einsteigen in einen sinnvollen Job der die Welt verbessert und in dem ich einen Unterschied mache und etwas bewegen kann aber keine Verantwortung tragen muss. Ab spätestens 30 möchte ich Teilzeit arbeiten um noch etwas vom Leben zu haben und mit spätestens 40 dann FU und nur noch arbeiten wenn ich Lust habe und mit spätestens 50 möchte ich in die GRV mit Kranken- & Pflegeversicherung in Deutschland mit kaufkraftbereinigt 3k netto – und weil ich vegan lebe – bis ich 100 werde bei bester Gesundheit.

Sparta
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

@42

Guter Plan! 😉

Hat evtl. nur einen kleinen Haken… Solidarisch oder gesamtgesellschaftlich ist es nicht tragfähig wenn die “Guten” sich aus der Verantwortung nehmen.

Vielleicht könnte man auch die Rentenzahlung in Dividendenzahlung umbenennen… unbegrenzte Freude würde uns zuteil werden! 😉

@Free, sorry, ich bin nich Sir John Tempelton oder Spock) und habe meine sarkastische, schwarze Humor – Ader nicht immer im Griff.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Sparta

@solidarisch I
ja gefällt mir. Man könnte das dann auch so erklären.
Die anderen kaufen die Aktien und ich erhalte daraus die Dividenden.
Die Kursgewinne würde ich thesaurieren und bei meinem Ableben zurück geben.

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Sparta

Wenn’s bei dir Sarkasmus und schwarzer (T/H)umor ist, kann ich mit deine Aussagen auch viel mehr anfangen 🙂
-M

Sparta
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

@M alias Effizienzhomie;-)

Ich hoffe dass mit H und vom T ist es mir fast zu schwarz! 😉

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

Wie sich die Modalitäten der gesetzlichen Rente – Eintrittsalter, Beiträge, Bezugshöhe – entwickeln, kann ich nicht beeinflußen. Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich selbst beeinflußen kann: Einkommen erhöhen, Sparraten erhöhen, Vermögen aufbauen. Hier liegt mein Fokus.

Es ist davon auszugehen, dass die Rente später eher ein Zuschuss zu meinen Dividendeneinkünften sein wird.

@ Kiev

Danke, dass du mich auf Vincent von Freaky Finance aufmerksam gemacht hast ( im übrigen ein ganz entspannter und netter Kerl, den ich in Berlin mal kennengelent habe).

Habe recherchiert. Es ist wie du schreibst, der Knackpunkt beim Optionshandel sind die “Schwarzen Schwäne”. Wenn es kracht, muss man richtig reagieren, sonst geht´s übel aus.

Vincents Ergebnisse sind transparent. Er hat von 2017 bis heute sage und schreibe 60.000€ Verlust beim Optionshandel gemacht.

Ich entspanne mich also wieder und widme mich anderweitiger Literatur. Sedlacek und Maryanne Wolf warten auf mich.

Bruno
1 Monat zuvor

“Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich selbst beeinflußen kann”

Weise, kann man nicht genug wiederholen.

Und jeden Tag geniessen, wir wissen nie wenn es der Letzte ist. Wenn gerade wieder Kriegsspiele um das grösste AKW in Europa laufen, fragt man sich zwar schon was in diesen Köpfen abgeht, aber Sorgen bringen einem da nicht weiter, die Dinge verbessern und verändern wo man Einfluss hat und die Zeit geniessen, das geht immer da sollte man nicht auf die “Rente” warten und es braucht dazu auch nicht zwingend viel Geld.

-M
1 Monat zuvor

Wow …. ich glaube Aktien reichen mir voll und ganz und wenn dann würde ich nebenher noch was auf die Beine stellen wie du mit Musikunterricht…

-M

Lad
1 Monat zuvor

Das deutsche Rentensystem ist krank.” Aber nein. Die deutsche Rente ist so gut wie die österreichische. Seit 1.1.2021 gibt es die Grundrente 800 € bis 900 € für alle, die mehr als 35 Jahre gearbeitet haben und gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Und im Juli 2022 wurden die tausende und tausende Euro auf einmal bezahlt, für die Zeit seit 1.1.2021. Die Rentner mit 300 € bis 700 € netto haben jetzt 800 € bis 900 € netto, ganz egal, ob sie auch 12.000 € netto Dividenden von Aktien im Jahr bekommen. Und so ist die Rente manchem Rentner um 70 % gestiegen, obwohl nur +5,35 % versprochen waren. Deswegen ist die deutsche Rente super, falls man mehr als 35 Jahre gearbeitet hat, also die Grundrente.

Tobs
1 Monat zuvor

@M
Africa ist on fire!

#Jumia: Du hast ja fast wieder Deinen Einstand raus, oder? Bei mir dauert’s noch bis 12 Euro. Leider hatte ich wenig Liquidität und doch zu wenig Draufgängertum, bei 5 Euro noch mal zu laden. Bin mit meinen 2.000 Stück aber auch so gut bedient.

#Helios Tower: Die berappeln sich aus wieder. Ich sehe die im – größeren – Zusammenhang mit Jumia und dem ganzen Thema Digitalisierung von Afrika. Sie haben ja viel früher viel mehr Türme zusammen geklaubt, als man annehmen durfte. Der Ebit ist wegen der jüngsten Akquisitionen ein wenig gedellt, aber die Fremdkapitalkosten am Kapitalmarkt waren letztes Jahr für Helios deutlich gesunken. Bis 2026 wollen sie konsolidieren und ich vermute mal, dass ab dann der Dividenden Track aufgenommen wird.

#Neue Afrika-Akquisitionen: Neben dem einen oder anderen Mobilfunkanbieter und Lebensmitteleinzelhändler habe ich Mr. Price ganz deutlich auf meinem Schirm.

https://xd.adobe.com/view/7bbf376a-38eb-467d-85b3-b40b7f1761e6-2eec/?fullscreen
https://www.marketscreener.com/quote/stock/MR-PRICE-GROUP-LIMITED-6195813/

Die gibt es schon lange, Marktführer (keine Schulden!) und sog. low cost Anbieter (Klamotten und Haushaltwaren), die organisch wie irre wachsen (ohne Schulden und schnell break even auf Store-level).

#Baströckchen: Ich habe über meine JumiaApp danach gesucht, aber keinen Treffer gefunden. Vielleicht im Karnevalszubehörbedarfsgeschäft werde ich fündig. Bin aber sicher, dass ich so ein Teil für die oben genannten Titel benötigen werde. 🙂

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

@ Tobs Baströckchen Tanz

Da bin ich mit meiner Petrobras Position dabei. Das ist mein derzeitiger Liebling in Sachen linke Tasche rechte Tasche. Ich habe zu einem Kurs von 11$ gekauft und habe am Freitag einen Anspruch auf die dritte Dividende erhalten. Meine Position liegt bei 5300€ Einstand. Und ein paar Optionen für mehr Anteile als SP. Meine Veränderung im Dividendenfall hat am Freitag alleine bei der Position !1200€! zugenommen. Dabei habe ich bereits zwei kleinere Dividenden um 500€ erhalten. Dagegen ist Shell ein Sparbrötchen. Hier könnte ich langsam das Baströckchen vor Freude anziehen, aber am Ende taucht der Präsident Bolsonaro oder anderer Linker auf und macht das Licht an.

Bei Jumia sind meine beiden SPs jetzt endlich grün, aber die Buchgewinne halten sich noch in Grenzen.

Tobs
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

Petrobas freut mich sehr für Dich. Lorenz hatte die ja auch gefeatured zu einem eigentlichen ziemlich guten Einstiegszeitpunkt.

Bei brasilianischen Rohstoffunternehmen im Allgemeinen verfalle ich schnell in Depressionen. Ich hatte es ja oft genug geschrieben, dass ich Vale seinerzeit in drei Tranchen so ziemlich nahe am All time low erwischt hatte und sie anschließend nach nicht allzu langer Haltezeit liquidiert hatte, um EK für Wohnungskäufe freizusetzen. Hab es mal überschlägig gerechnet. Bis heute wäre allein der Kapitalrückfluss aus jener Position knapp sechsstellig geworden (nach Steuern)!! Stattdessen hatten ich sie mit einem ganz netten, aber nicht signifikanten, Gewinn für vorgenannten Zweck veräußert. Natürlich haben sich die Werte und Mieten der dann 2016 angeschafften Wohnungen auch ziemlich gut entwickelt, also auch gerade das vom Vale-Verkauf eingesetzte und entsprechend mit FK gehebelte EK. Und trotzdem zeigt es, dass man mit Verkäufen – egal aus welchem Grund – stets das Risiko eingeht, unermesslich viel zu verlieren. Zumindest ist es mir eine Lektion gewesen. Ich verkaufe nicht mehr so schnell… 🙂

..So ausgeheult! 🙂

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

Ja, fast alle Verkäufe bei mir wären rückblickend blöd. Verrückt wo das eigentliche Risiko liegt 🙂

-M

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

Ahso Germany hat mich seit gestern wieder Tobs. 11 Stunden durchgefahren mit 2x Pipi Pause für den kleinen.

Morgen wird erstmal für die Frau ein neues gebrauchtes Handy gekauft. Mir ist ihr Handy vor 2 Wochen direkt bei Ankunft im Urlaub aus 30cm aus der Hand gefallen und der Bildschirm komplett gesplittet :-/

-M

Tobs
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

Hi -M, dito. Von der letzten Station unserer Reise (Nähe Venedig) in ca. 8h Fahrzeit bis zur Ankunft (100km vor Ankunft Tankung und Mäkkes). Ging aber nur wegen Abfahrt um 4 Uhr in der Früh und weil die Damenschaft bis München geschlafen hat. Mal sehen, eventuell bekomme ich aus Italien und Österreich Momentaufnahmen meines enormen fahrerischen Könnens nachgereicht… :-). Das Auto habe ich bereits vorhin in die Waschstraße gefahren und es blitzt wieder. Es ist schlimm bei sich selbst beobachten zu müssen, was man selbst eine Persiflage eines deutschen Urlaubers zu sein scheint. Alle häßlichen Klischees eines deutschen Familienvaters auf Urlaubsreise in Italien scheinen auf mich zuzutreffen. 🙂 Deine an anderer Stelle getätigte Beobachtung bezüglich der Warmherzigkeit der Leute teilen wir (obwohl ein italienisches Sprichtwort ja dies eher für den Südteil Italiens nahelegt). Wenn wir auch den ganzen Landstrich der oberen italienischen Adria eher weniger wohlwollend als eine Art “Holland des Südens” beschreiben würden (unser Highlight war wie immer doch anfänglich Südtirol), so lässt uns dies auf die letzte Woche dort recht versöhnlich zurückblicken.

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

480€ aus Österreich ist mein Rekord, den es zu schlagen gilt. Die blitzen von hinten und man merkt es nicht 🙂 Auto waschen war auch meine Aufgabe am heutigen Tag und bei Aldi schön den Kühlschrank füllen.

Das mit den deutschen Urlaubern war einfach ein Highlight. Man erkennt deutsche sofort und besonders am Strand. Da will ich meine Familie auch so gar nicht raus nehmen. Wir haben uns köstlich auch über uns amüsiert…. Am schönsten waren dann doch die Einheimischen, die sich stilbewusster in Szene setzten anzusehen 🙂 selbst meine Frau meinte irgendwann “scheiss auf die Männer, man sind die Frauen heiß”

-M

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

@ Tobs

Südtirol würde mir auch einmal als Urlaubsort gefallen. Ich habe Freunde in Italien, die mir folgendes Lied für die Region empfohlen haben: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://m.youtube.com/watch%3Fv%3DPkE8d9Bd7mM&ved=2ahUKEwievKTEgsX5AhUZX_EDHQ1fBGAQxa8BegQICxAE&usg=AOvVaw3aPeX390XV09GOL7VocDJh

  1. Ich habe es nicht ganz verstanden, aber die Region scheint eine eigene Nationalhymne zu haben? Nachdem Wolke mir bereits versichert hat, dass er einen italienischen Pass hat, habe ich mich schon so manches mal gefragt, ob der Ausweis wohl aus dieser Region stammt?
-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

Jap. 10€.

Hmmm ZAR da hab ich auf der Arbeit mehr mit zu tun, als mir lieb ist 😉

Die Firma hört sich aber nicht schlecht an.

-M

Johannes Schumann
1 Monat zuvor

Wichtig ist, sich von dem staatlichen System unabhängig zu machen. Die deutschen Politiker haben die Eigenschaft, am allerwenigsten an das eigene Volk zu denken, obwohl sie darauf vereidigt worden sind, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Stattdessen zahlen wir Entwicklungshilfe an die VR China oder man denke an diesen 10-Milliarden-Transfer an Indien. Bei uns werden die Kraftwerke zerstört, sogar hochmoderne wie das in Moorburg, dafür kaufen wir aber teuer Energie aus dem Ausland. Wir haben Politiker, die von “Steuergeschenken” sprechen, wenn die Steuerstufen inflationsbedingt angepasst werden sollen. Da wird ‘ne Neiddebatte vom Zaun gebrochen, da ja ein Gutverdiener absolut mehr profitiert als ein Geringverdiener. Folge ist, dass die Geringverdiener auch nichts davon haben, weil ja alle blockiert wird. Die Politiker selbst haben für beschlossen, dass die Diäten automatisch angepasst werden, abhängig von der Inflation. Die bekommen direkt den Inflationsausgleich, den sie den Menschen in der Wirtschaft verwehren. Die Unternehmen selbst können gar nicht die Gehälter und Löhne um die Inflation anheben. Ich könnte es auch anders ausdrücken: Politiker, die sechsstellig im Jahr kassieren, machen damit Stimmung, dass sie 24000-€-Verdiener gegen 80000-€-Verdiener ausspielen in der freien Wirtschaft ausspielen.

Die Politiker haben auch zwei Rentensysteme eingeführt, die die gesetzliche Rente ergänzen sollen: Riester und Rürup. Mir war von Anfang klar, dass das absoluter Mist ist. Nun redet ja keiner mehr davon, obwohl die Inflation gerade so richtig diese beiden System erschüttert. Ich habe nun auch schon drei, vier Jahre nichts mehr von den üblichen Verdächtigen wie Tenhagen gelesen, wo die Riesterei in höchsten Tönen gelobt wird.

Ich erinnere nur an das Debakel mit fairriester, wo alles in ETFs investiert war. Im März 2020, als alle Börsen runtergingen, wurde alles abgestoßen. Im Juni 2020 wurde alles mit Aufschlägen von 20 bis 30 % zurückgekauft. Die Menschen müssen das selbst in die Hand nehmen und nicht irgendwelchen Idioten ihr Geld anvertrauen.

Ich bin seit über 13 Jahren an der Börse. Ich halte einfach und reinvestiere. Die Schatzskepsis hat mich immer vor dem größten Unfug bewahrt. Börse läuft, ich bekomme meine Dividenden, jedoch Monat mind. 500 €. Ich persönlich habe auch keine Angst davor, die Gasrechnung nicht bezahlen zu können, aber die Rechnung kommt dennoch. Mir machen die Erschütterungen für die deutsche Wirtschaft Sorgen. Der Endverbraucher wird es als letztes merken, denn wenn Unternehmen wegen der Gas- und Energiepreise pleite gehen, geht ihr Verbrauch auf 0 runter, sodass es Privatleuten zur Verfügung steht. Das hätte eine preisdämpfende Wirkung und die Politiker werden sich das auch noch als Erfolg ans Revers heften, obwohl das was ganz schlimmes ist. Mir war mit den ersten Corona-Maßnahmen klar, dass die nun vollkommen abgedreht sind. Jahrelang war das oberste Mantra: Jobs, Jobs, Jobs. Jobs erhalten und schaffen. Und plötzlich spielte das keine Rolle mehr. Man machte die Jobs in Gastro und Hotellerie kaputt.

Mike
1 Monat zuvor

Erschreckend, wie wirksam doch die Propaganda/das Framing in den Massenmedien ist…

Das deutsche gesetzliche Rentensyststem ist ganz hervorragend- die Gesellschaft hat nur den großen Fehler gemacht, dessen Verwaltung in die Hand der Politiker zu legen. Die heutigen Probleme resultieren zum größten Teil daher, daß seit mehreren Jahrzehnten die meisten Wahlgeschenke aus dem Rententopf finanziert werden – es fällt ja nicht auf, denn ab und zu mal ein Prozent aus dem Topf genommen wird….

Dadurch sind inzwischen die anderen Altersvorsorgesysteme attraktiver geworden. Eine mögliche Lösung besteht daher darin, diese anderen Systeme zu öffnen. Man könnte dann z.B. beim Antritt einer Arbeitsstelle wählen, ob vom Gehalt Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zur Beamtenversorgung abgeführt werden sollen.

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