Preisschlacht bei ETF-Anbietern: Vanguard senkt die Kosten


New York, 30. April 2019

Die Kosten für das ETF-Sparen sinken. Für Anleger sind das super Zeiten. Das langfristige ETF-Sparen ist ein intelligentes Werkzeug, um Vermögen aufzubauen.

Vanguard dreht mal wieder an der Preisschraube und reduziert die Kosten (TER) für einige Indexprodukte noch weiter. Jetzt sind wir bei etlichen ETFs bei 0,03 Prozent TER angekommen. Das bedeutet, dass du ganze 3 Euro je 10.000 Euro investiertes Kapital pro Jahr bezahlst. Das ist der Preishammer.

In Deutschland kosten die günstigsten Indexprodukte noch um die 0,07 Prozent. Aber auch hier geht der Trend zu geringeren Kosten.

Niedrige Gebühren sind großartig. Ich empfehle sie jedem. Wichtig ist zudem, dass es sich um einen etablierten Anbieter handelt, auf den du dich verlassen kannst. Früher haben die Anleger Ausgabeaufschläge von 5 Prozent für aktive Investmentfonds bereitwillig bezahlt plus Managementgebühren von 1 bis 2 Prozent pro Jahr. Krass. So sind akkumuliert im ersten Jahr 7 Prozent futsch. Wie will ein Anleger so Geld verdienen angesichts solch abstruser Kosten?

Das Gute an kostengünstigen ETFs ist, dass du dich von teuren Fonds fernhalten kannst – ohne etwas zu verpassen.

Einmal aufgesetzt, lässt du deinen ETF-Sparplan einfach laufen und brauchst dich im Prinzip nie mehr darum kümmern. In der Branche gibt es viele Werbe-Verschleierungen von Gebühren und Kosten.

Achte daher auf faire Produkte zu einem günstigen Preis. Der beste Zeitpunkt, um mit dem Sparen für die Rente anzufangen, war gestern. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Preisschlacht bei ETF-Anbietern: Vanguard senkt die Kosten

  1. AvatarChristian

    Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass euch Tim im Header des Blogs zuzwinkert, wenn ihr lange genug wartet? 🙂

  2. AvatarWohnung mit Domblick

    Ja, ist mir gleich aufgefallen.

    So, nach dem Wink im letzten Thema habe ich gerade spontan meine erste Alphabet A Aktie gekauft mit ca. 7% Tageskursverlust. Und nun sagt mir bitte, dass das weise war! 🙂

  3. AvatarAlfo

    Leider sind die Ordergebühren in Deutschland sehr hoch. Da hat man quasi noch immer einen üppigen Ausgabeaufschlag. Bin leider noch bei Maxblue.

  4. AvatarChris k.

    @ Alfo

    Bin mit comdirect sehr zufrieden, nicht zuletzt wegen guten Konditionen und voll Bank Status.

    aber geht noch günstiger

  5. AvatarDavid

    @Christian:

    Ja, aber es hat auch mehr als 1.5 Jahre gedauert bis ich es bemerkt habe… 😉

  6. AvatarSparta

    @Domblick

    Tim hat sie als eine der 3 heiligen Aktien bezeichnet…

    Wenn Du noch einen weiteren Wink benötigst… Schau aus dem Fenster und Du wirst wissen was zu tun ist… 😉

  7. AvatarLejero

    @Zwinkern: Danke für den Hinweis Christian, ist ja geil, bisher nicht gesehen 😉

  8. AvatarDaniel

    Leider sind die Ordergebühren in Deutschland sehr hoch. Da hat man quasi noch immer einen üppigen Ausgabeaufschlag. Bin leider noch bei Maxblue.

    Also bei DKB kostet mich der Spuk 1,50€ pro Sparplanausführung, egal ob 100, 500 oder 5000€. Und davor habe ich den Sparplan kostenlos bei der Comdirect geführt. Wieviel günstiger soll es denn noch werden?

    Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass euch Tim im Header des Blogs zuzwinkert, wenn ihr lange genug wartet?

    Ich habe immer gedacht ich hätte es mir eingebildet oder es wäre ein Bildfehler des Browser beim Scrollen 😉

     

    Zum Thema:
    ich sehe das etwas zwiespältig. Auf der einen Seite ist Konkurrenz immer gut, vor allem wenn es dem Kunden zu Gute kommt. Auf der anderen Seite verleitet es oftmals dazu dumme Dinge zu tun, die ohne Kosten/Konkurrenzdruck nicht nötig wären.

    Ganz ehrlich, es ist mir egal ob ich 0,01 , 0,2 oder 0,5% TER zahle. Für mich ist alles günstig was sich in dieser Spanne bewegt. Ich glaube dass bei solchen Kosten die Anbieter anfangen werden die Wertpapierleihe auszuweiten oder einen Index nicht mehr vollständig oder noch geringer gesampled abzubilden. Beides möchte ich nicht. Da darf es bei mir ruhig etwas mehr kosten wenn ich dafür wüsste dass der Anbieter mir das erspart.

  9. Avatarchaostrader

    Die Kosten bei ETFs sind ziemlich unwichtig. Viel wichtiger ist die Tracking-Differenz. Und da zeigt sich, dass es ziemlich egal ist, welchen ETF man nimmt, sie kleben alle am Index wie eine Fliege am Scheisshaufen. Ob man einen mit hoher oder niedriger TER nimmt, ist auf längere Sicht gesehen ziemlich wurscht.

    Ebenso sind die Kaufnebenkosten nicht kriegsentscheidend. Wer da zwanghaft versucht zu optimieren, dem muss echt langweilig sein.

    Wer das nicht glaubt, entweder einfach mal selbst durchrechnen, oder beim Finanzwesir nachschauen, der hat das schon vor Jahren gezeigt.

    Was ich aber interessant finde ist die Tatsache, dass T. Schäfer inzwischen passives Investieren mit ETFs empfiehlt, während ich (als klassischer passiver Investor) inzwischen regelbasierte, aktivere Strategien bevorzuge.

    Was auch noch erwähnenswert ist: der ganze Vanguard-Hype, den ich schon seit Jahren anprangere, wird so langsam peinlich. Vanguard USA, der Fondsanbieter, hat nicht viel mit den europäischen VAnguard-ETFs zu tun. DAs sind unterschiedliche Firmen. Es gibt gesetzliche Regelungen, die das US-Modell bei uns verbieten, Stichwort Sondervermögen. Wer bei Vanguard USA investieren (darf), der wird auch Anteilseigner bei Vanguard USA, mit allen Rechten und Pflichten. Wer die in Europa zugelassenen Vanguard ETFs  kauft, der wird einfach nur Kunde, wie bei allen anderen ETF-Anbietern auch.

  10. AvatarJonas

    Hi Leute,

    gibt es Empfehlungen bei welcher Bank man einen kostenlosen Vanguard Sparplan machen kann? Ich hätte gerne Developed World und emerging markets am besten ohne Kaufgebühren…

    Gruß Jonas

  11. AvatarWohnung mit Domblick

    Gebühren vermeide ich aber nur zu gerne, dafür habe ich mehrere Depots. Überblick liefert mir mein Calc-Sheet (Linuxvariante von Excel). Da gehen alle Geldbewegungen rein, auch Barausgaben. So wird mir nie langweilig, haha. So hab ich auch immer Überblick über meine Gesamtperformance incl. Gebühren, die manche Depotbank gerne nicht berücksichtigt bei der Renditeangabe. (Die Gesamtperformance ist aktuell 10,03%, wobei das Depot mit 10,79% Minus ins Jahr gestartet ist wegen Anfängerfehlern und dem Negativtrend in 2018.)

    Na jedenfalls seit Onvista 1 Euro pro Sparplanausführung haben will ab 1.6. führe ich den Sparplan nur noch vierteljährlich aus. Gibts woanders wohl nicht günstiger. Das ist der A1JX52 VANGUARD FTSE ALL-WORLD UCITS, ein guter (besserer?) Ersatz für die Kombi Developed World und Emerging Markets. Die Dividendenvariante A1T8FV VANGUARD FTSE All-World High Div bespare ich kostenlos bei Comdirekt.

    @Zwinkern nochmal: Der Programmierer guckt sich natürlich sofort den Dateinamen der Grafik an 😉

  12. AvatarZaVodou

    „Die Kosten bei ETFs sind ziemlich unwichtig. Viel wichtiger ist die Tracking-Differenz. Und da zeigt sich, dass es ziemlich egal ist, welchen ETF man nimmt, sie kleben alle am Index wie eine Fliege am Scheisshaufen. Ob man einen mit hoher oder niedriger TER nimmt, ist auf längere Sicht gesehen ziemlich wurscht.“

    Wenn es wurscht ist, kann man ja auch den mit der niedrigsten Gesamtkostenquote (TER) nehmen.

    Hier wird auch gesagt, dass günstig nicht unbedingt besser ist. Es wird aber auch gesagt, dass die Tracking Difference (TD) bei jedem ETF schwankend ist und somit auch kein Auswahlkriterium sei. Ja, was dann? Diese Frage blieb leider offen.

    https://youtu.be/0tjw6SGNbFY?t=1

    Nur ein gewisses Volumen sollte der Fonds mit sich bringen. Das bringt auch einen Kostenvorteil. Je größer ein Fonds ist, desto geringer fallen die Kosten pro Kopf aus.

     

     

     

     

  13. AvatarThorsten

    Tim mag Android nicht, denn darauf tut er  mich nicht anzwinkern. 😉

  14. AvatarWohnung mit Domblick

    @Sparta

    Wenn Du noch einen weiteren Wink benötigst… Schau aus dem Fenster und Du wirst wissen was zu tun ist… ?

    Heute nur Nebel, aber ich gucke mir die Wolken noch ne Weile an 😉

  15. AvatarJanet

     

    Hallo in die Runde,

    bin als stille Mitleserin schon lange dabei. Habe nur noch wenige Jahre bis zur Rente und eigentlich viel zu spät mit dem Sparen angefangen. Aber besser spät als nie.

    U.a. hat mir dieser Blog geholfen, meine Einstellung zum Konsum zu hinterfragen. Heute lebe ich entspannter, weil ich keine Kreditschulden mehr habe, Rücklagen gebildet habe und mich an einem stetig wachsenden ETF-Depot erfreue. Vielen Dank Tim.

    Seit vier Jahren investiere ich bei Maxblue in einen gebührenfreien ETF-Sparplan. MSCI world (A1XB5U – TER 0,19) und MSCI Emerging (ETF127 – TER 0,25). Ein dritter Ausschütter ist auch noch kostenfrei dabei.

    Meine Entscheidung für ein Depot bei Maxblue habe ich nicht bereut. Die Höhe der Sparplanrate ist flexibel über den Überweisungsbetrag zu steuern und die Allokation ist jederzeit kostenfrei änderbar (max. 3 ETF). Dividenden werden automatisch kostenfrei reinvestiert. Ausgabeaufschläge fallen nicht an, wenn man mit DBX und Comstage ETF leben kann.

    Mein Aber:

    Ein Verkauf ist nicht online möglich und die Gebühren sind sehr hoch. Bei buy and hold m.E. vorerst zu vernachlässigen.

     

  16. AvatarSparta

    @Domblick

    Ok, den Zaunpfahl wie gewünscht…wenn der Nebel sich lichtet findest Du den Ort… 😉

    10 x ein Spare Dich unser, 1 x Lobpreisung der Börse und 1 x Ehrenzwinker des Herrn.

    Evtl. wirst Du dann erlöst von der Knechtschaft des leidigen Brötchenerwerbs und gehst in das Nirwana der finanziellen und allseits umfassenden Glückseligkeit ein. 😉

  17. AvatarNico Meier

    Todgesagte leben länger.

    Bei Apple läufts ja doch nicht so schlecht wie alle denken. 😉

  18. AvatarGainde

    Möchte bemerken, dass das Anlageuniversum bei ETF sehr begrenzt ist und man sich im Gegensatz zu Einzelaktien einem Anbieterrisiko aussetzt. Zurzeit kämen für langfristigen Vermögensaufbau nur diese zwei Fonds in Frage: Vanguard FTSE All-World ETF (aussch.) und iShares MSCI ACWI ETF (thes.).

    Schlussendlich sind das Finanzprodukte und ob diese in einigen Jahren noch dieselben sind, weiss niemand. Ist wie wenn man in einem Despotenland Grundstückeigentum erwirbt 😉

    Aus diesem Grund investieren die Vermögenden wohl auch bevorzugt in Direktinvestments/Einzelaktien.

  19. Avatarsteve

    @ Gainde es gibt replizierende ETF s die kaufen Aktien, ansonsten könnten sie nichts verleihen.

    Dann gibt es synthetische und das sind Finanzprodukte mit Papieren drin, die ein normaler Sparer /Investor niemals kaufen würde.

     

  20. AvatarBruno

    „Schlussendlich sind das Finanzprodukte und ob diese in einigen Jahren noch dieselben sind, weiss niemand. Ist wie wenn man in einem Despotenland Grundstückeigentum erwirbt ?“

    Ein ETF ist ein börsenkotierter Anlagefonds, nicht mehr und nicht weniger. Diese gibt es schon seit über 100 Jahren, nur waren sie früher halt aktiv und nicht passiv, aber das spielt ja keine Rolle.

    Aber gut, es soll auch Leute geben, die sich fragen, wo die Pferde geblieben sind in einem REIT-Unternehmen…

  21. AvatarAndreas

    Na vielleicht sollte der ein oder andere mal über das Goldgräberprinzip nachdenken. Nicht die Goldgräber wurden damals reich, sondern die Schaufelverkäufer.

    Also warum nicht Blackrock (den Schaufelverkäufer) kaufen?

  22. AvatarNico Meier

    @Gainde

    Vom ETF-Fangirl zum Einzelaktien-Fangirl wie kommt der Wandel?

  23. AvatarLeo Dietrich

    @ Nico Meier

    Einerseits habe ich indirekt Einblick in die Vermögensverwaltung einer grösseren Bank. Andererseits würde ich mir die Top-Aktien der grossen Indizes, bei den aktuellen Bewertungen, nie als langfristige Einzelinvestments ins Portfolio legen. Ist mir zu Growth-lastig, aber genau diese Positionen habe ich in einem ETF drin.

    Man darf auch nicht vergessen, dass der Markt vor QE auch mal 17 Jahre und mehr seitwärts lief. Da bin ich lieber in gute Einzelwerte und flexibler als in den ganzen Markt investiert bzw. gebunden zu sein.

  24. AvatarNico Meier

    Ich möchte ETF nicht schlechtreden wer keine Lust hat sich mit Einzelfirmen auseinanderzusetzen der soll voll auf ETF setzen. Ich selber setze mich gerne mit Einzelfirmen auseinander und wenn ich etwas lohnenswertes entdecke so steige ich ein.

  25. Avatarkripofrankfurt

    Der Vanguard-Hype hat auch seine Gründe. Wer sich mit dem ganzen ETF-Universum befasst hat kommt schlußendlich immer zu Vanguard.

    Geringste Kosten ; voll Replizierend; keine Wertpapierleihe, quartalsweise Ausschüttend (30% werden durchgewunken / Teilfreistellung); z.B. bei der DiBa ab 500€ völlig kostenfrei.

    Hier kann man übrigens die so „unwichtigen Kosten“ ganz einfach berechnen: https://www.justetf.com/de/cost-calculator.html

    Ein Investment in Einzelaktien möge Spaß machen kostet aber vor allem eines: Zeit.  Wer dem Survivorship-Bias unterliegt und glaubt ein zweiter Warren Buffet zu werden dem wünsche ich viel Glück 🙂

  26. Der BaumDer Baum

    Hallo zusammen,

    weis jemand wie man bei Onvista Bruchstücke von ETFs verkaufen kann?

    Grüße Baum

  27. Avatar-M

    @Baum / United Natural Foods

    Wow da hast du in sehr kurzer Zeit eine super Einschätzung gegeben! Hut  ab !

    Zu dem Punkt das sie unterbewertet sind, komme ich ebenso.

     

    Die schlechten Margen liegen am Geschäft (Lebensmittel). Bei 100mio Cash Flow und 600mio Market cap wäre das KGV ein schnapper.

     

    Der Zukauf macht Sinn, da die aktuell Wohle Food Market (Amazon hat die ja gekauft) beliefern und der Vertrag in 5 Jahren ausläuft. Sie haben nun selbst Supermärkte gekauft das sie nicht mehr so von Amazon abhängig sind. Aber es ist Risiko da teuer gekauft und Schulden angehäuft…. wie du sagst, es geht oft schief.

     

    Ich kauf das Unternehmen erstmal auch nicht, da größere Risiken. Ich sehe es ebenso, dass mir hohe Renditen bei Unternehmen besser gefallen. Finde sie dennoch interessant.

     

    -M

  28. AvatarRollingStone

    @Baum

    Ich musste für den Verkauf von Bruchstücken bei OnVista bei der Hotline anrufen. Sie müssen vorher online ein Telefon-Kennwort festlegen. Weiß nicht, warum die das so umständlich handhaben.

  29. Der BaumDer Baum

    @M: Ahhh, noch hab ich mich nicht entschieden 🙂 🙂  Lese grad die alten Jahresberichte. Es stellt sich die Frage, „schlechtes“ Unternehmen für wenig Geld kaufen ja oder nein?

    «Es ist wesentlich besser, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis zu erwerben.» Der Chef hat wohl eine andere Meinung.

     

  30. Der BaumDer Baum

    @ Rolling,

    danke, dann ruf ich da mal an…Nervig. Bestätigt mich in meiner Entscheidung, so ein Blödsinn.

    Grüße Baum

  31. AvatarNico Meier

    Apple ist von 150$ auf 210$ innert weniger als einem halben Jahr.

    Ist immerhin 40% innert weniger als einem Jahr. Wenn sich so was in meinem Depot abspielt so freue ich mich natürlich darüber.

  32. AvatarEx-Studentin

    Ich habe eine Mischung aus ETFs und Aktien und investiere seit 2015. Meine 6 Einzelunternehmen: alphabet amazon, facebook, Mastercard, Xiaomi und Nvidia. Ist recht angenehm, wenn das Depot einen grün anlächelt. Ich hoffe, das bleibt die nächsten Jahrzehnte so. Rund 20% meines jetzigen Depots kommen durch Kurssteigerungen.

  33. Avatar-M

    @Baum

    Whole foods macht halt über 30% vom Umsatz aus. Verlängert Amazon nach Ablauf des Vertrages nicht, wäre es sehr hart. Auch geht der Trend in die Richtung-> regionale Hersteller. Lassen sich die Supermärkte dann weiterhin von United beliefern oder kaufen die Supermärkte regional ein. An den Margen sieht man ja wie umkämpft das ganze ist, sonst wären die Margen besser.

    Ok dagegen kann man halten, dass die Umsätze und Gewinne weiter gesteigert werden und die Präsenz mit eigenen Supermärkten die Abhängigkeit verringert.

     

    Der Spruch von Warren nehm ich mir auch sehr zu Herzen.

     

    Achso, ich habe united natural mit ca 10USD bewertet. Kurs ist ja noch darüber aktuell. Mal sehen wenn sie weiter fallen sollten und was die nächsten zahlen so sagen.

     

    -M

  34. AvatarOlly Wood

    @ Baum

    Ich kann dir nicht sagen wie das bei Onvista genau funktioniert. Bei 1822 & S Broker musst du die Bruchstücke über die Fondsgesellschaft zurückgeben was aber in beiden Fällen kostenfrei war. Bei 1822 hast du sie direkt online an die Fondsgesellschaft verkauft, bei Sbroker musstest du eine telefonische Order aufgeben. Vielleicht konnte ich dir helfen. Grüsse Oli

  35. AvatarHellDig

    Ich finde eine Mischung aus ETF und Einzelaktien auch super… Halte jeweils 50 %… 3 ETF und 10 Einzelaktien mit je 5% Gewichtung im depot.

    Ich betreibe kein markttiming und kaufe immer das nach was unter meiner festgelegten gewichtung liegt… Klappt einwandfrei…

     

     

  36. AvatarSkywalker

    Das ding ist: die Deutschen könnten alle Mitinhaber von den ganzen tollen Betrieben sein. Vonovia. Deutsche Wohnen, BMW, Siemens, Daimler, BASF etc.

     

    Wenn de SPD statt der Riester-Rente Aktien Sparen fördern würde wäre das ganze Volk Inhaber der Firmen und man müsste nichts verstaatlichen.

     

    Alpha-Kevin jedenfalls wird seine PArtei noch zu Grunde richten! Er hat seine 2 Studiengänge jeweils abgebrochen und bis auf ein Callcenter-Job nichts wirklich gearbeitet in seinem Leben. Unfassbar…

  37. AvatarFelix

    Ja, der Kevin wird euch eure Depots wegnehmen und alles den Armen geben. Dann sind alle arm, außer die SPD-Funktionäre versteht sich, und es gibt dann wieder einen Zusammenhalt in der Gesellschaft, weil alle nichts mehr haben. Dann bauen wir eine Mauer um Deutschland damit die undankbaren und unzufriedenen Menschen nicht einfach abhauen können in die kapitalistischen Länder wie die Schweiz. Wer es trotzdem versucht, wird erschossen.

    Woher kenne ich das nur? Aber all das kann der Kevin nicht wissen, da er die DDR nicht erlebt hat und in der Schule war er nicht so gut, das Studium hat er geschmissen. Warum sollte der keinen Groll auf Erfolgreiche und Reiche haben?

  38. AvatarWohnung mit Domblick

    Na da kann man ja gleich nach Kuba ziehen. Da ist es wenigstens warm und bunt.

  39. AvatarBlackrock

    Wird eng in Deutschland, Kevin, Hofreiter, Barbeck und Bärlauch, die Linken – die renomierte Zeitschrift Business Week zeichnet ein düsteres Bild. Man muss überlegen was zu tun ist….

  40. AvatarBruno

    Enteignung war gestern, Kollektivierung ist heute. Tönt doch viel besser 😀

    Wie werden dann die letzten 7er verteilt, an die Staatsfunktionäre der Linken? Ich nehme an dass danach 1er Light gebaut werden mit 20 Jahren Lieferfrist… ich bestelle schon mal vor.

    Vielleicht war die Wiedervereinigung doch ein Fehler, dann hätten sie noch was sie wieder wollen.

    Ich denke nicht dass es soweit kommt, aber ich halte mich doch mehrheitlich von deutschen Aktien fern, es wird auch ohne Machtübernahme der Linken in Zukunft weniger attraktiv sein in Deutschland zu investieren. Aber eines bin ich mir sicher, man wird bevor man die Konzerne kollektiviert die Immobilieneigentümer angehen, das ist einfacher und mit weniger Widerstand zu rechnen, so war es schon immer.

  41. AvatarJamirael

    Stellt die CDU nicht seit 16 Jahren die Kanzlerin ?

    Was hat die CDU denn für die Aktienkultur in Deutschland getan ?

    In NRW sorgt die CDU/FDP jedenfalls dafür das keine Steuer-CDs über Steuersünder mehr angekauft werden dürfen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

     

    Und die FDP als diese an der Regierung beteiligt war ?

    Hotelsteuern runtergesetzt um ihren Großspender Mövenpick zufrieden zu stellen..

     

    Ich kann mich noch gut an den Bimbes Kanzler Kohl und den Schwarzgeldkofferträger Schäuble erinnern..

    Als ob CDU/FDP soviel besser wären..

  42. AvatarFelix

    Zwischen Verfehlungen einzelner Politiker und einem politisch gewollten Systemwechsel in den Sozialismus, der noch jede Bevölkerung in die Verarmung geschickt hat (zuletzt Venuzuela), sollte man schon unterscheiden.

  43. AvatarStefan Müller

    Naja, Steinbrück SPD hat unter Merkel 2009 die Spekulationsfrist abgeschafft und damit alle Langfristinvestoren wesentlich schlechter gestellt.

    Die FDP wollte diese wieder einführen, konnte sich gegen Schäuble/Merkel nicht durchsetzen. Ebenso in anderen Kernthemen.

    Dafür flog diese bei der nächsten Wahl ausdem Parlament.

     

     

  44. AvatarJamirael

    Ein politisch gewollter Systemwechsel in den Sozialismus ala Venezuela ?

    Hab ich irgendwas verpasst ?

    Wie kommt man auf so eine Verschwörungstheorie ?

     

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Zum Herrn K. Kühnert,

    tja, das ist die Unbequemlichkeit, in der die kapitalistische Geldaristokratie leben muss, dass wir in Deutschland „leider“ eine Demokratie übergestülpt bekommen haben.

    Da muss man unter dem Damoklesschwert der Entscheidungen der Volkssouveränität leben. Als Kapitalist lebt es sich natürlich in einer korrupten Diktatur wesentlich bequemer. Da schmiert man effektiver als bei einem Heer von Handaufhaltern in den Parlamenten, um zu erreichen, dass die Volksinteressen hintan stehen.

    Wenn eine Minderheit zusieht, dass ein erheblicher Teil des Volkes den Bach runter geht, sich mit prekären Jobverhältnissen, gerade noch über Wasser halten kann, damit sich eine Minderheit die Taschen füllen kann, dann muss man halt den Artikel 20 Absatz 2 fürchten. Es gibt kein Grundrecht auf leistungsloses Einkommen. Wenn sich der Volkssouverän in freien Wahlen für eine andere Gesellschaftsordnung entscheidet, dann ist das kein Putsch, sondern eine legitimierte Entscheidung.

    Wenn nun ein junger Mann unverdorbenen Verstandes auftritt, dann ist das ein moralischer Wachrüttler für mich. Glücklicherweise kann ich mein Gewissen wenigstens beruhigen, indem ich mir mein Depot mit 40 Jahren Arbeitsleben verdient habe. Letztendlich wird der „reine Tor“ auch seine Seele dem Mammon zum Fraß vorwerfen, wie (fast) alle vor ihm, spätestens, wenn er nicht mehr allein aus der jugendlichen Kraft und Idealismus schöpfen kann.

    Es wird durch die miserable, egoistische  Veranlagung des Menschen wohl nie anders sein. Leider ist wohl jeder anständige Idealismus zum Scheitern verurteilt, drum wird immer gelten; rette sich wer kann:

    Geh, gehorche meinen Winken,
    Nutze deine jungen Tage,
    Lerne zeitig klüger sein:
    Auf des Glückes großer Waage
    Steht die Zunge selten ein;
    Du mußt steigen oder sinken,
    Du mußt herrschen und gewinnen,
    Oder dienen und verlieren,
    Leiden oder triumphieren,
    Amboß oder Hammer sein.

    (Goethe)

    MS

  46. AvatarAlbr

    Ich war diese Woche ein paar Tage im Urlaub, Österreich und Schweiz 😉

     

    wie wohltuend dort Radio zu hören, in Österreich wurden in allen Nachrichten Steuersenkungen verkündet, in der Schweiz über ein aktuelles Referdum berichtet, zurück in Deutschland, die ganze Zeit über Umweltverschmutzung (selbst in den Wirtschaftsnachrichten), Gretel Thunfisch (oder wie die heißt) und Wohnungsnot, also wieder alles depressive Themen 😉

     

    Allein schon wegen den Nachrichten, lohnt sich Urlaub in einem anderen Land 😉 ich habe kein einziges über mal das Thema Umwelt o.ä. in diesen Ländern gehört…

     

  47. Avatarsteve

    @ Nico Maier

    bei Apple läuft was gut? kannst du das belegen? EPS im Vorjahresquartal 2,73$ in diesen Jahr 2,46 Schätzung war 2,36 die wurde getoppt, aber ist es das oder gibt’s noch Einmaleffekte die zu berücksichtigen sind?

    Wenn nicht ein Ergebnis das man positiv sehen will, denn die Kennzahl pimpt Apple seit einiger Zeit durch Aktienrueckkaeufe

  48. KievKiev

    @ Steve

    Der Wert und Kurs eines Unternehmens bewegen sich nicht immer in ähnlicher Weise. Ich finde aktuell keine besonderen Gründe für den Aktienverlauf bei Apple. Ich freue mich aber auch über Kursgewinne wie z.B. nach den CVS Earnings. Der aktuelle Kurs sollte langfristige Investoren aber nicht interessieren. Außer vielleicht bei Neu- oder Zukäufen.

  49. AvatarSkywalker

    @Matthias schneider: das ist das erste Mal seit drei Jahren dass ich ein Post von dir überhaupt nicht nachvollziehen kann.

    Erstens geht es den Menschen so gut wie noch nie in Deutschland. der Wohlstand steigt für alle, zugegebenermaßen für manche natürlich wesentlich schneller als für andere.

    Zweitens ist dieser kevin kein gewählter Volksvertreter und wird meiner Meinung nach auch nie eine wichtige Rolle einnehmen in einer Bundesregierung. Das einzige Szenario wäre als Junior Partner von den Grünen das wäre aber wirklich eine Katastrophe.

    Zum anderen haben wir in Deutschland keinen freien Kapitalismus sondern eine soziale Marktwirtschaft mit den größten Sozialleistungen weltweit meiner Meinung nach. Und ohne den weltweiten Kapitalismus hatten wir keinen Wohlstand.

  50. AvatarChrissie

    @Matthias Schneider

    Unglücklicherweise werden es genau Menschen wie Sie sein, die sich ihr Depot mit 40 Jahren Arbeit verdient haben, und der Mittelschicht-Häuslebauer (Grundsteuerreform zum Zeitpunkt aboluter Immobilienhöchstpreise), denen der Staat in die Tasche greifen wird, denn diese Personen sind viele (da lohnt es sich über die Masse), sie haben keine guten Anwälte und keine Lobbyisten, die sich für sie einsetzten.

    Und so ein Milliardär ist schneller im Ausland als man „Tschüß“ sagen kann, bevor man ihm etwas wegnehmen kann. Und dann bleibt eh nur noch der Mittelstand zum gemolken werden.

    Aber mit derlei Neidkultur lassen sich Enteignungen, und wenn es die eigenen sind, immer gut unter‘s Volk bringen.

    Aber, wie Felix schon geschrieben hat, vielleicht ist der neidische Deutsche erst dann wieder zufrieden, wenn alle im gleichen umzäunten Armenhaus sitzen.

    Die  Niedriglohnpolitik, die für die ganzen prekären Lohnverhältnisse verantwortlich ist, die in der Tat m.E. die vielen entsprechend prekären Einkommensverhältsisse und die damit einhergehende Altersarmut verursacht und zum weiteren Auseinanderklaffen der Einkommensschere beigetragen hat, wurde übrigens von Gerhard Schröder SPD (so viel zum Thema Partei des kleinen Mannes) eingeführt.

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Skywalker,

    damit muss man leben können. 😉 Natürlich geht es der Gesellschaft im Großen und Ganzen besser als vor 100 Jahren. Aber das nützt denen wenig, die nicht mitgenommen werden.

    Es ist doch tatsächlich so, und das ist nicht erst dem Kevin aufgefallen, dass das politische Interesse an sozialen Verhältnissen (elendige Arbeitsverhältnisse durch Sub-Sub-Sub-Systeme, Erodierung von Tarifsicherheiten, Drängen in Scheinselbständigkeit usw.) mit dem Ausschalten des Konkurrenzsystems DDR mehr und mehr aufgegeben wurde. Man muss nicht mehr beweisen, dass die kapitalistische Hackordnung des „Survival of the fittest“ am Ende auch die Unterschicht mit Almosen von den Tischen der Herren besser leben lässt als im benachbarten sozialistischen Zwangsbeglückungssystem.

    @Chrissie,

    dass die SPD Altkader diskreditiert sind, dass ist doch klare Sache. Deswegen ist die Partei ja da wo sie ist. Und natürlich gibt es Neid und Missgunst gegen auch verdienten Erfolg beim „Kleinen Mann“. Trotzdem läuft die Entwicklung falsch. Aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich nicht an politischen Debatten zu beteiligen. Man sieht ja, wie oftmals einfach unreflektiert „Argumente“ übernommen werden. „Neiddebatte“ ist eines davon. Das ist wie die Nazikeule.

    Ein anderes schlimmes Totschlagargument vernimmt man in der Klimadebatte. Um kritisches Hinterfragen der genehmen Meinung im Keim zu ersticken, wird nicht von Kritik sondern von Leugnung gesprochen. Wer als „Klima-Leugner“ betitelt wird, der wird auf eine Stufe mit dem Holocaust-Leugner gestellt. Das sind bewusst infame Methoden.

    Ähnlich wird mit solchen Leuten wie dem Kevin verfahren. Wer aus innerster Überzeugung dieses auf persönliche Profitgier aufgebaute System auf Nachhaltigkeit hinterfragt, der bekommt die Keule zu spüren, dass er die „Neidkultur“ schürt.

    Nun ja. Schönen Tag.

    MS

  52. AvatarDaniel

    Möchte bemerken, dass das Anlageuniversum bei ETF sehr begrenzt ist 

    Definiere Anlageuniversum sehr begrenzt. Soweit ich weiss gibt es fast für jede erdenkliche Wunschvorstellung inzwischen einen ETF, Nutzen natürlich sehr fraglich.

    und man sich im Gegensatz zu Einzelaktien einem Anbieterrisiko aussetzt.

    Das sehe ich nicht. Sollte iShares pleite gehen dann werden die Anteile verkauft, landen bei mir als Kohle im Depot und zum genau gleichen Kurs kann ich wieder einen anderen ETF auf den gleichen Index kaufen. Die Alternative wäre natürlich, dass ein anderer Anbieter den ETF übernimmt und die ETF fusionieren, in dem Fall müsste ich vermutlich gar nichts tun.

    Ich stelle mal die Gegenfrage: Bei einem ETF kann ich bei marktbreiten Indizes den gleichen Index von einem anbiert Anbieter aufkaufen, was ist bei einer Einzelaktie? Unternehmen pleite, Aktie wertlos. Hier existiert ein tatsächliches, wenngleich sehr unwahrscheinliches Szenario des Ausfalls. Auch die Anlage in einer Aktie ist keineswegs direkter. Wer nicht zufällig eine deutsche Namensaktie besitzt der kauft auch nur via Street-Name-Registration Aktien, Unternehmen wie Coca Cola wissen genausowenig von dir wie bei einem ETF.

    Zurzeit kämen für langfristigen Vermögensaufbau nur diese zwei Fonds in Frage: Vanguard FTSE All-World ETF (aussch.) und iShares MSCI ACWI ETF (thes.).

    Für dein Profil mag das stimmen, man kann es dennoch nicht so verallgemeinern. Es gibt keinen Grund, warum ein risikofreudiger Anleger nicht durch einen höheren Anteil in Form eines zweiten ETF in Schwellländer nicht diesen bereich übergewichten sollte. Genausogut kann man mit einem MSCI Europa die USA Übergewichtung etwas reduzieren wenn einem die marktkapitalisierte Übergewichtung  der USA stört.

     

  53. AvatarSparta

    @Matthias

    „Aber das nützt denen wenig, die nicht mitgenommen werden.“

    Wir haben eines der teuersten und umfangreichsten Sozialsysteme der Welt!

    Dies ist ein Fakt und wir müssen jetzt nicht populistisch über den Anteil unverschuldet Bedürftiger und den Anteil von Ausbeutern des Sozialsystems diskutieren.

    Dies ist das Spielfeld der Polemiker…

    Ebenso Fakt ist der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel.

    Sorry, Lösungen zu finden bedarf einer sachlichen und rationalen Diskussion und keiner emotional voreingenommener Sichtweise.

     

     

     

  54. AvatarDanielKA

    Der Kevin Kühnert sieht leider schon aus wie ein Unsympath. Das Interview und seine Thesen sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, naja er hat ja nie gearbeitet und kann das nicht beurteilen. Die SPD ist unwählbar.

  55. Avatar42sucht21

    @Albr / Österreich – Steuersenkung

    Positive Nachrichten sind schön aber wären Sie mit Ihrem Einkommen in Österreich denn nicht in der unveränderten Einkommenstufe 5/6 mit  Besteuerung 50% / 55% ?

    @Kevin hat nicht gearbeitet

    Wenn er wirklich 3 Jahre im Callcenter gearbeitet hat, und dabei nicht von seinen Beamteneltern unterstützt wurde, dann hat er zumindest in Sachen Mindestlohn und Hartz IV mehr Kompetenz als manch anderer Politiker. Ich denke, eine Bildungsreise nach Venezuela oder Eritrea wäre angesagt. Als 1989 West-Berlin geborener hat er leider die DDR dank der Gnade der späten Geburt nicht mehr erlebt. Ansonsten könnte man ihm besser erklären, dass nach der Überwindung des Kapitalismus bei kollektivierten Betrieben bald kein Gewinn mehr vorhanden sein wird den er dann noch demokratisch kontrolliert umverteilen könnte.

  56. AvatarDavid E.

    Für alle, die keine Lust auf Kevin und seine Träume haben:

     

    https://mitgliedwerden.fdp.de/

     

    Und wenn Euch etwas stört (solls ja geben), denkt daran, dass eine Partei von den Mitgliedern lebt und man nur als Mitglied etwas von Innen verändern kann 😉

  57. AvatarPhil

    @ Heinke

     

    Der Cost-Average-Effekt bezieht sich nur auf die Frage, ob du einen Geldbetrag X auf einmal oder gestaffelt investieren willst. Auch wenn ein einmaliges Investment mehr Rendite bringen mag, wie es dort heißt, bedeutet das nicht, dass ein Sparplan deswegen „Tücken“ hat. Für alle Interessierten, die Uni Mannheim hat dazu mal ein working paper veröffentlicht, das zu einem ähnlichen Ergebnis kommt https://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/224/ .

     

    Für die meisten Anleger gibt es aber ohnehin nur nur die Möglichkeit regelmäßig zu investieren. Der Cost-Average-Effekt hätte für mich höchstens Relevanz, wenn ich vor der Entscheidung stehen würde, eine größere Summe sofort oder gestaffelt zu investieren.

  58. AvatarDaniel

    @David: na, ob die FDP derzeit der heilige Gral zur Lösung dieser Probleme darstellt ist mehr als fraglich. Defakto hat sich selbst die FDP auf einen Pro-Brüssel Kurs eingeschossen, was für eine marktwirschaftlich denkende Partei eigentlich sehr fragwürdig ist, sie muss die EU ja nicht abschaffen wollen wie es die AfD beispielsweise tut, aber eine deutliche Dezentralisierung, Entschlackung der Verordnungen und der Bürokratie fordern, was sie leider nicht tut. Die FDP müsste momentan aus allen Kanonen gegen die Beschlüsse der EU schießen, tut sie aber nicht, man mauschelt schon jetzt auf ein schwarz-gelb-grün Bündnis.

    Auch hat sich die FDP meines Erachtens in den letzten 2 Jahren zu sehr auf gesellschaftlich liberale Themen fixiert, die vielleicht für den ein oder anderen irgendwie wichtig ist, mir nicht besonders wichtig ist. Der wirtschaftsliberale Kern der Partei, der für mich der alleinige Grund wäre das Kreuz zu setzen ist dort ebenfalls derart klein geworden wie die „Werte-Union“ in der CDU den konservativen Teil stellt. Der andere Teil der wirtschaftsliberalen haben sich sowohl von CDU/FDP im Wirtschafts-Flügel der AfD verabschiedet. Als baldiger EU Wähler steckt man also in der Zwickmühle, denn die EU in der jetzigen Form befürworte ich nicht, es gibt aber defakto nur eine EU-kritische Partei. Der wirtschaftliche Teil ist bei der FDP besser ausgewählt und man läuft nicht Gefahr einen kleinen braunen Sumpf mitzuziehen, aber der gesamte eingeschlagene Weg der FDP überzeugt derzeit einfach überhaupt nicht.

    Mein bester Kumpel ist auch in der FDP und dort ging es allen ernstes in einer längeren Diskussion darum ob man heutzutage noch Ballons, „Windräder“ oder andere Werbedinge an den Ständen rausgeben könnte oder ob das schon zuviel Umwelt-Verschmutzung darstellen würde. Er hat dann gefragt ob er sich auf einer Tagung der Grünen befinde.

  59. AvatarBruno

    die gute Politik, mir ist ziemlich egal wer an der Macht ist, es ist alles dasselbe. In der Regel waren rot(grüne) Regierungen noch besser, sie bringen unagenehme Sachen einfacher durch wie Schröder damals.

    Solange es wirtschaftlich gut läuft, ist alles kein Problem. Wenn nicht mehr, spielen die Parteien auch keine Rolle mehr.

  60. AvatarChrissie

    @Matthias Schneider

    Es tut mir leid, aber sowohl der Kevin als auch Enteignungen, die so gerade dabei sind modern zu werden, sind rote Tücher für mich.

    Die Handvoll Menschen, die da bei den prekären Einkommensverhältnissen zusehen, scheinen zur Zeit parteiübergreifend die Politiker zu sein. Gerhard Schröder als Genosse der Bosse hat sie eingeführt, aber großartig zurückgeschraubt hat sie bisher auch niemand.

    Meiner Meinung nach wird bei uns sowieso erschreckend viel Politik für Arbeitgeber und Industrie gemacht.

    Niedrige Löhne und prekäre Lohnverhältnisse dienen den Arbeitgebern, dadurch werden „wir“ Exportweltmeister, nur beim Fußvolk kommt nicht viel an. Und es fehlen dadurch trotz arbeitender Bevölkerung Beiträge in der Rentenkasse. Rentenbeiträge werden aber auch nicht erhöht (das würde die Arbeitgeber ja auch betreffen), dafür erfinden wir Riester.

    Wenn die Industrie etwas Schädliches produziert, klärt man die Sache durch „freiwillige Selbstverpflichtung“ der Industrie in Kombination mit dem „mündigen Bürger“.

    Letztendlich meine ich auch, dass sich in D lohnpolitisch etwas tun muss, jedoch am Anfang des Problems, bei den Löhnen und gegebenenfalls den exorbitanten Vergütungen und Boni und Abfindungen, die oftmals trotz firmenschädigender Entscheidungen der Manager gezahlt werden.

    Es wäre wünschenswert, wenn Firmen, die gute Gewinne machen, einen Teil davon wieder an ihre Belegschaft zurückgeben, die die Gewinne mit erarbeitet hat. Eine Win-Win-Situation für beide Parteien wäre gut geeignet als erstrebenswertes Modell. So wie es meiner Meinung nach in der Tat damals war, als der Westen noch beweisen musste, dass sein System besser ist als das nebenan in der DDR.

    Enteignungen und ein ähnliches System wie in der DDR sind aber ebenfalls keine Lösung sondern nur das entgegengesetzte Extrem und bringen einen Industriestaat im globalen Wettbewerb nicht weiter.

     

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Chrissie,

    eigentlich wollte ich mich nicht mehr darauf einlassen, aber Dein in Form und Inhalt sehr ansprechender Kommentar muss gewürdigt werden. 😉

    Dennoch nur ganz kurze Antwort. Es ist sehr bedauerlich, dass dieses Thema immer nur zu pawlowschen Reflexen führt. Ich denke, so gut wie niemand hat das Interview gelesen. Darum hier nochmal zum Nachlesen.

    Ich finde Begriffe wie Enteignung oder Verstaatlichung nicht in seinen Aussagen. Sowas wird aber wieder gezielt verwendet, weil damit suggeriert werden soll, dass es sich um eine Art entschädigungslose Konfiszierung handeln soll. Bei so einer Vorstellung muss man natürlich an die Decke gehen.
    Es geht aber in keiner Weise um einen gewaltsamen Eigentumsübertrag.

    Es wird eigentlich nichts wirklich neues angesprochen. Es geht um Prinzipien des kollektiven Eigentums wie bei bestehenden Genossenschaften seit langer Zeit üblich. Es geht darum, privatwirtschaftlich zu wirtschaften, aber auf eigene Rechnung. Das ist in vielen Ländern und Branchen üblich. Bekannte Namen wie Edeka, Sparda Bank, Kerrygold kennt jeder. Mondragon in Spanien, da gehe ich immer absichtlich zu Eroski einkaufen. Es gibt viele mehr. Natürlich auch in den USA. Gore-Tex kennt auch jeder: „Die Firma hat nach dem eigenen Verständnis auch keine Beschäftigten. Die weltweit über 10.000 Mitarbeiter, davon 60 Prozent in den USA, werden als Teilhaber bezeichnet, sogenannte Associates. Jedes Jahr werden in Deutschland elf Prozent des Bruttogehaltes in Aktien der Firma angelegt, die beim Ausscheiden zur Auszahlung anstehen.“

    Es geht eben nicht darum, dass wie in der DDR das Produktivkapital verstaatlicht wird, und damit angeblich allen, aber letztlich niemandem gehört. Es geht darum, dass es auch denen gehört, die den Gewinn mit erwirtschaften.

    Es muss einfach möglich sein Systemkritik zu debattieren, bzw. Alternativen zur Wahl zu stellen. Es ist dann an der Gesellschaft, mehrheitlich darüber zu befinden.

    Natürlich wird es dann schwerer, einfach seine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen. Aber es wird schon nicht so „schlimm“ kommen. 😉

    MS

    Nachtrag: Ergänzend dazu heute im Tagesspiegel.
     

  62. AvatarChrissie

    @Matthias Schneider

    Vielen Dank, ich weiß das zu schätzen 🙂

    Leider ist es auch so, dass man sich beim geschriebenen Wort leichter missverstehen kann als in einem normalen Gespräch, das kommt erschwerend hinzu.

    Mit Enteigungen bezog ich mich mehr auf die Berichte von den in Erwägung gezogenen Enteignungen der Wohnungen, über die vor Kurzem berichtet wurde. Wenn so ein Trend erst einmal anfängt, möchte ich nicht wissen wo er aufhört, da mache ich mir dann Sorgen um das gerade erst mühsam angefangene Depot…

    Danke für den Link, ich habe das Interview eben gelesen, das werde ich aber morgen mit etwas ausgeruhterem Kopf noch einmal wiederholen 🙂

  63. AvatarBruno

    Das reit sich doch schön in die Historie ein, alles was mit IN endet…

    LENIN

    STALIN

    KEVIN

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