Mit weniger Zeug und ohne Schulden lebt es sich leichter


New York, 1. Oktober 2019

Leb deinen Traum mit weniger Zeug und dafür mehr Geld und Zeit.

Es ist ein Fehler, wenn du dein Leben nach materiellen Dingen ausrichtest. Der ganze Kram raubt dir Zeit und Geld. Je mehr Zeug du besitzt, desto stressiger wird dein Leben. Leb mit weniger Zeug.

Eine S-Klasse macht nicht reich, sondern arm. Finanzierungen von 0,9% sind im Prinzip nicht günstig. Allein der Wertverlust in den ersten Jahren ist enorm.

Schlimm finde ich, wenn Menschen Konsumschulden anhäufen. Da habe ich kein Verständnis für. Ich würde niemals einen Urlaub auf Pump machen. Möbel, das Iphone, Fernseher finanzieren. Was ich mir nicht leisten kann, kaufe ich nicht.

Für Immobilien verschulden sich die Deutschen immer höher. Dabei kann der Immobilienmarkt auch in die andere Richtung laufen. In München hat der Quadratmeterpreis absurde Höhen erreicht. Das Risiko einer Blase nimmt zu. Die Leute vergessen scheinbar: Zins plus Tilgung muss man auch in einer Rezession stemmen können.

Ich folge ganz einfachen Prinzipien: Ich koche meinen Kaffee zuhause für ein paar Cent je Tasse. Ein teurer Kaffee unterwegs bei Starbucks oder woanders kommt mir nicht in Frage. Laut der Schuldenberaterin Suze Orman verschwenden Starbucks-Fans in ihrem Leben eine Million Dollar.

Es gibt ganz wenige Ausnahmen für mich, wenn ich mir einen Starbucks-Kaffee gönne. Ein anderer ganz einfacher Tipp: Nicht jeden Tag zum Bäcker gehen (oder in die Katine) und ein belegtes Sandwich kaufen, sondern eins von zu Hause mitnehmen. Das spart über eine längere Zeit ordentlich Geld und Zeit. Es kann zudem gesünder sein.

Ein Profifussballer lebt trotz seiner Millionen bescheiden


Begeistert bin ich von Profi-Fussballer Neven Subotic. Früher hatte er ein großes Haus und etliche Autos. Das Haus und die Autos verkaufte er. Er nimmt heute den ÖPNV. Der Star von Union Berlin lebt bescheiden. Der ganze Klimbim hat ihn nicht zufrieden gemacht, sagt er heute. Er gab ein sympathisches Interview.


Profi-Sportler Subotic hat eine Stiftung gegründet. In Äthiopien baut der 30-jährige Brunnen und Sanitäranlagen.

Was kann man von dem Sport-Millionär lernen? Luxus macht nicht automatisch zufriedener. Selbstverantwortung und finanzielle Bildung sind Pflicht. Eigentlich müsste der Staat das fördern. Wer jeden Monat jahrelang ein Depot bespart für den Ruhestand, der sollte steuerlich entlastet werden. Aber die Bundesregierung macht das Gegenteil. Berlin bestraft die Vernünftigen. Es ist absurd. Das ist die Politik in Deutschland. Gerade die armen Schichten könnten erstaunliche Depots mit ETF-Sparplännen in 30 bis 40 Jahren aufbauen, wenn der Staat dies fördern würde. Kleine Sparsummen können sich dank des Zinseszinses in einem komfortablen Depot niederschlagen. Aber nein, die Bundesregierung ist doof dazu.

Ich habe schon mit Bundestagsabgeordneten der großen Parteien gesprochen und konnte nicht fassen, wie wenig sie über Aktien wissen: Gar nichts. Sie haben keine Finanzbildung. Es ist peinlich, wie gering die Finanzbildung im Bundestag ist.

Noch ein Tipp. Bevor du dir etwas Neues kaufst, schaue erst nach, ob es das gebraucht gibt. Das kann deinen Cashflow schonen. Schaue bei Anschaffungen erst einmal bei Ebay Kleinanzeigen oder dem Marktplatz bei Facebook vorbei. Schnell findest du etwas – vielleicht sogar in deiner Nähe.

Wir leben als Gesellschaft schon lange im materiellen Überfluss. Wer etwas zurückschraubt, kann womöglich 30, 40, 50 Prozent oder mehr vom Nettogehalt sparen. So kannst du dir die finanzielle Freiheit ermöglich: Der frühzeitige Ruhestand mit einem fetten Depot ist möglich.

Der bequemste Weg: Leg dein Geld langfristig in Aktienpapiere/ETFs an.

Erst wenn du auf dein Geld acht oder zehn Jahre und länger verzichten kannst, solltest du es in einen ETF oder Aktien geben. Es bietet sich ein breiter, simpler Markt-Index-ETF wie der S&P 500 oder MSCI World an. Wer sich besonders mutig fühlt und versuchen mag, den Markt zu schlagen, der könnte einen Sektorfonds vielleicht auf Technologie-Titel in Betracht ziehen.

Wichtig ist: Such dir passiv verwaltete Fonds mit sehr geringen Kosten (weniger als 0,1% pro Jahr TER). Es gibt etliche günstige S&P 500 ETFs, die weniger als 0,1% kosten. Ein ETF ist eine einfache, billige und abwechslungsreiche Möglichkeit, um in Aktien zu investieren.

Meiner Meinung nach ist die Bewertung an den Aktienmärkten nach über 10 Jahren Bullenmarkt recht hoch. Die Konjunktur kühlt sich ab. Es gibt Anzeichen für eine Verlangsamung der Weltwirtschaft. Aber wenn du lange genug investiert bleibst, ist das kein Problem.

Hilfreich ist es eine hohe Risikotoleranz zu haben. Ein verdammt langer Zeithorizont (über 20, 30 Jahre) kann nicht schaden. Dann kannst du über 80% deines Vermögens in Aktien stecken.

Das Timing der Börse ist sehr schwierig. Die richtige Auswahl von Aktien, die den Gesamtmarkt schlagen werden, ist ebenfalls verdammt schwer. Daher fahren die meisten Menschen mit einem monatlichen ETF-Sparplan (stur und stetig) am besten.


tim schaefer (Author)

drucken


thoughts on “Mit weniger Zeug und ohne Schulden lebt es sich leichter

  1. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    Ich habe mal gelesen, dass die Leute zu Starbucks gehen, um den anderen Leuten in ihrem Umfeld zu zeigen, dass sie es sich leisten können, teuren Kaffee zu kaufen. Starbucks scheint also auch ein Statussysmbold wie ein Mercedes zu sein.

  2. AvatarAlter Foerster

    Hey Tim, Danke für den motivierenden Beitrag und ein lautes EISERN UNION! nach New York. Ich habe Neven bei uns auch schon auf dem S- Bahnhof gesehen, unglaublich guter Mann!

    Mach weiter so.

  3. AvatarPerpetuum Mobile

    @Alter Förster, bin eigentlich Fan von Energie Cottbus, wünsche Union Berlin aber alles Gute in der 1.BL. und den Klassenerhalt, auch wenn es sehr schwer wird. Danke Tim für den guten Beitrag.

  4. Mark85Mark85

    Ein sympathischer Kerl, der mir erstmals bei Markus Lanz mit seiner sozialen Ader auffiel. Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch Profifußballer, die standesgemäßer konsumieren. Es wäre eine gesellschaftliche, weil wirtschaftliche Katastrophe, wenn plötzlich alle Einkommensschichten mit ihren Ausgaben weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Es ist nichts falsch daran, wenn steigende Einnahmen mit höheren Ausgaben einhergehen. 😉

  5. AvatarSmyslov

    Ein wunderschöner Beitrag. Danke. Es geht nicht nur um finanzielle Bildung.

    Bildung ganz allgemein kann auch nicht schaden. Jemand sagte mir einmal,

    daß eine hohe Bildung u. erstklassige Manieren das Erkennungszeichen der

    wahren Oberschicht sind. Hat mir irgendwie gefallen. Zumindest angenehmer,

    als materielles Geprotze. Gruß.

  6. Avatar42sucht21

    @München m2-Preis im UBS Index als überbewerteste Stadt der Welt

    Was sagen da die Menschen in Hong Kong? Da habe ich kurz gewohnt. In Vic. Peak oder Kowloon zahlt man Heute immer noch einen Netto KPF von 80-90 (!) trotz ungewissem zukünftigem China-Status von Hong Kong! Die KM auch gerne 80€ + /m2. Da ist DE einfach sehr günstig im Vergleich. Überbewertung ist so eine Sache. Wenn ausreichend Kapital da ist, dann werden auch Immos zu Liebhaberpreisen gehandelt ähnlich dem von Kunstwerken oder Oldtimern. Ein altes Auto ist ja auch nicht wirklich 2 Mio Wert. Auch die meisten Aktienunternehmen sind wohl nicht das WERT wie sie aktuell bepreist & gehandelt werden fürchte ich. “Price is what you pay, value is what you get.” WB

  7. Avatarghost

    Zum grössten Teil, Ausnahmen wirds geben, werden die Aktien nicht mehr günstiger als sie sind……Korrekturen von keine Ahnung 14,73848% wird es bestimmt geben. Aber da Etfs Aktien aufkaufen sozusagen … treiben diese auch die Preise hoch. und etfs werden mit kaufen nicht aufhören somit werden Aktien nicht billiger.

    Und wenn alle auf den Crash des Jahrhunderts warten, wird auch kein crash kommen…..

    Darum sind ja Etfs an sich gefährlich 🙂 aber das gehört hier ins Forum nicht hin.

     

    Etfs sind ansonsten wunderbares Finanzprodukt mit denen man ganz lässig eine schöne Rendite erzielen kann.

     

    mfg

  8. AvatarThorsten

    Tja Immobilien machen den Unterschied. In Italien leben 70% in Eigentum in Deutschland 44%. Wer steht bei einer Krise besser da ? Der Italiener der mietfrei lebt oder der Deutsche , der noch eine Weile auf den Staat hoffen kann, wenn er Arbeitslosenunterstützung bekommt. So lange es der Bundesrepublik wirtschaftlich gut geht funktioniert es mit Miete. Wenn nicht , gehen die Mieten runter, die Kaufpreise auch oder es stsgniert.

    Bei der Betrachtung des Immobilien wird immer wieder auf den Kredit hingewiesen. Der ist ja irgendwann abgezahlt. Geld kostet derzeit nichts, aber der Kaufpreis ist oft sehr hoch und es gibt zu wenig Angebote. Das Angebot ist das Problem, eine Blase gibt es nicht. Das Gejammer um zu hohe Preise verfolge ich seit den 90ern , es soll die Medienauflagen steigern und füttert politische Kräfte.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Immobilienbesitz-macht-den-Unterschied-article21307666.html

  9. AvatarWhirlwind

    Hallo Tim,

    das sind Artikel von dir, wie ich sie mag. 🙂 Seit der Geburt meiner Söhne bzw. spätestens seit ich deinen Blog regelmäßig lese, hinterfrage ich meine Konsumgewohnheiten immer stärker. Neben einem angemessenen Wohnraum und guter Lebensmittel (die Qualität betreffend), verzichte ich zunehmend auf materiellen Schnick-Schnack. Meine beiden großen Söhne wünschen sich seit längerem ein Tablet. Hier bemerkt man ganz klar den Einfluss der Mitschüler. Da wir kein TV-Gerät, keine PlayStation, XBOX oder sonstiges haben, werden wir uns zu Weihnachten wohl beugen und ein Familien-Tablet holen. Allerdings graut es mir, aus der Fülle der Geräte ein passendes rauszusuchen. Früher hatte ich Spaß daran, mir regelmäßig die Spezifikationen neuer Handys bzw. später Smartphones anzuschauen. Heute bin ich froh, wenn das Gerät so lange wie möglich funktioniert. Ich bin gespannt, ob es uns dennoch gelingt, unsere Kinder in Richtung maßvollen Konsums zu lenken. Wie gesagt, für mich kaufe ich wenig neues Zeugs.

    Wo ich deutlich besser werden will und kann, ist hinsichtlich des Ausmistens und Entsorgens bestehender Sachen. Ich beneide all jene, die micht “leichtem Gepäck” durch das Leben reisen.

     

    @Neven Subotic: Hatten wir das Thema Brunnenbau in Afrika nicht kürzlich im Rahmen der Diskussionen in den Kommentaren? Oftmals ist es kein Heilmittel, wenn einer von außen direkt in das System eingreift. So etwas muss sich meiner Meinung nach von innen heraus entwickeln. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier wohl das Mittel der Wahl.

     

    @Aktienkauf: Ich habe gestern die ersten Aktien im Rahmen der PV-Challenge, welche ich auf meinem Blog dokumentiere, gekauft. Es sind jeweils Aktien von Church & Dwight, Johnson & Johnson und Royal Dutch Shell ins Depot gewandert. Dazu schreibe ich bei Gelegenheit noch einen ausführlichen Beitrag. Ob der Zeitpunkt gut war? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gehen die Kurse nun hoch, oder runter, oder seitwärts. Wer weiß das schon. Am ersten Handelstag im Januar 2020 erfolgt die nächste Charge entsprechend der Regeln der PV-Challenge.

     

    Viele Grüße,

    whirlwind.

  10. AvatarDanielKA

    @ whirlwind: Deine Söhne wollen natürlich auch zur peer Group passen. Ehrlich gesagt finde ich ein tablet deutlich sinnvoller als eine reine Daddelbox (egal von welchem Hersteller). Ich finde man sollte aber immer einigermaßen aktuell sein, was die Technik angeht. Sich mit neuen Dingen zu beschäftigen ist gut für die Gehirnzellen. Merke ich gerade bei Technik/Smarthome.

    Die Gefahr besteht ansonsten, dass man zu der großen Gruppe der jetzigen 80 jährigen wird, die in vielen Themen einfach abgehängt sind. Oder die Kandidaten die Ihre Wohnung immer noch auf dem Stand von vor 40 Jahren halten (ist doch noch alles gut/wie neu). Da ist der Geiz nicht weit.

    Also mit dem Sparen nicht übertreiben und die Jugend ruhig fördern.

     

  11. AvatarThorsten

    Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration hat es sich noch getraut offen zu sagen: “Warum soll ich einen Kaffee woanders trinken, Kaffee trinken kann ich doch auch zu Hause ?”.  Was heute minimalistisch oder frugal klingt…das war damals übrigens kein Makel und schon gar nicht mit Geiz verbunden, man hat mitgeteilt, dass man das Geld nicht raushauen wollte, sondern zum Wohl der Familie zusammenhielt. Natürlich gab es auch die, die gerne ins Caffee Kranzler gegangen sind, aber primär der Gesellschaft wegen.

  12. AvatarJ.B.

    Ich war vor ein paar Wochen bei meinem Bankberater und habe ihn nach Anlagemöglichkeiten für meine Kinder gefragt. Er hat mir dann natürlich die Fonds der Bank gezeigt. Diese haben aber direkte Kosten von 4%, sprich von 100€ Einzahlung landen nur 96€ im Fond. Verständlich, dass er die Produkte der Bank verkaufen will, aber das ist schon heftig. Zusätzlich wären noch weitere Kosten pro Jahr dazu gekommen.

    Habe ihn auf ETF`s angesprochen und er kannte sich da überhaupt nicht aus. Sagte nur das Geldanlagen für Kinder “mündelsicher” sein müssen. Daher dürfe ich keinen ETF bzw. nur mündelsichere nehmen (falls es das gibt). Ich könne das Depot auf mich laufen lassen, was ich aber nicht möchte, wenn es vermeidbar ist.

    Möchte nun gerne von euch wissen wie ihr es macht. Läuft das Depot auf eure Kinder und stimmt das was er mir sagte? Oder tritt das nur ein, wenn meine Kinder mich verklagen würden? Bin Österreicher, hängt das vielleicht damit zusammen und kann ich sonst bei der comdirect für meine Kinder ein Depot machen?

     

    Wäre super wenn ihr mir ein paar der vielen Fragen beantworten könntet 🙂

     

  13. AvatarRüdiger

    Da wir kein TV-Gerät … haben
     
    Jedem das Seine. Mittlerweile gibt es massenhaft interessante Reportagen, Berichte, Informationen, … über Natur, Kultur, Geschichte, Wissenschaft, …  im TV, auf die ich nie wieder verzichten möchte. Die ganzen blödsinnigen Serien usw. können mir allerdings gestohlen bleiben. Den Mist schaue ich mir nicht an. Deshalb auch kein Netflix oder was es sonst für Schmarrn zu kaufen gibt 😉

  14. AvatarDanielKA

    J.B. mal eine klassische Falschberatung: per se ist kein Aktien- Rentenfonds (ob aktiv oder passiv) mündelsicher. Ausnahme wären nach dem klassischen Begriff Staatsanleihen/Rentenpapiere mit Staatsgarantie.

    Mündelsicher heißt eigentlich “ohne Wertverlust”, also klassische Sparanlagen (Sparbuch,Festgeld, briefe usw) In Zeiten von Nullzins und auch generell schon vorher nicht gerade zu empfehlen.

    In Österreich wird es doch sicher Direktbroker geben? Da kannst du Sparpläne für deine Kinder einrichten (z.B. etf)

  15. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: Die besten sind die elitären Kandidaten: Ich schau gar kein Fernsehen/TV…. aber alle Staffeln von XY auf netflix an einem Wochenende…. das ist dann kein Unterschichtenkonsum…

  16. AvatarMichael Plos

    Es ist ja geradezu absurd. Erst durch Finanzbildung erkennt man, wie einfach es ist, mit Geld umzugehen.

    Selbst absolut Nicht-Interessierte sollten ihre Finanzen selbst verwalten können. Schließlich braucht man ja nicht zu verstehen, wie es funktioniert, sondern nur dass es funktioniert.

    Ein Beispiel: Jeder putzt täglich zwei Mal seine Zähne. Wie das ganz genau funktioniert wissen die wenigsten. Es ist auch unwichtig. Aber einmalig einen Sparplan anzulegen – der danach eigentlich gar keine Zeit mehr in Anspruch nimmt – ist zu viel verlangt.

    Schade drum.

    Trotzdem darf man nicht aufhören, alles zu unternehmen, dass die Finanzbildung unters Volk kommt. Der Staat wird einem dabei eher nicht helfen.

  17. AvatarThomas

    @Depot für Kinder

    Wir haben für den Nachwuchs ein u18 Konto bei der DKB mit Depot. Ab 18Jahren verschwindet der Zugriff der Eltern automatisch, ab da ist der Nachwuchs voll verantwortlich.

    Randbedingung: bis 18 sollte der Nachwuchs gelernt haben mit so etwas umgehen zu können!

    Vorteil: Das Kind hat eine eigene Steuernummer und einen eigenen Freibetrag von 801€/Jahr.

     

     

  18. AvatarThorsten

    Zum Thema “mündelsicher”

    Wer erinnert sich noch an den Fonds SEB-Immoinvest. Den habe ich bei den Kids im Depot. Das war eine der wenigen Wertpapiere, die ich damals überhaupt als Sparplan anlegen konnte, weil mündelsicher.

    Dann kam Sch*ble und wollte die Immobilienfonds durch Eingriff in den freien Markt zerstören, angeblich zum Schutz der Anleger. Hat er auch fast geschafft. Nicht den Anlegerschutz, sondern die Zerstörung.

    Zum Glück haben wir die Anteile nicht verkauft. Es gab zahlreiche Rückkaufangebote vor allem aus dem Ausland, über Jahre ! Der Fonds wird dennoch aufgelöst und zwar vernünftig und über eine unbestimmte Anzahl von Jahren. Durch den Immobilienboom kommen wir mit Plus raus. Die Statistik  der Bank zeigt dennoch ein Minus, weil sie Buchwertverluste und Ausschüttungen nicht aufrechnen können. Ohne externe Toools ist der ganze Stastikbereich meiner Banken sowieso unbrauchbar. Buchwerte interessieren mich (fast) nicht. Cash-Flow ist nicht darstellbar, die Banken sind auf Trading ausgerichtet. Man soll Kursdifferenzen erzocken und Gebühren generieren scheint es.

    Immobilien sind in Deutschalnd im internationalen Vergleich über Jahrzehnte spottbillig gewesen. Die derzeitige Anpassung an die Verhältnisse (Globalisierung funktioniert anscheinend auch in diesem Markt duch forcierte Immigtration und Aufkauf der Objekte aus dem Ausland, was sich auf Angebot und Nachfrage auswirkt).

    Ergo : “mündelsicher” ist eine willkürliche Einschränkung der Anlageformen und gilt so nur lange bis irgendwas passiert .

  19. AvatarJ.B.

    Danke euch für eure Meinungen. Ich habe mir das auch gedacht, dass er einen Blödsinn geredet hat. War mit dem Gespräch im Allgemeinen nicht zufrieden. Was ich so mitbekommen habe ist eine seriöse Beratung und Information heutzutage nicht mehr so leicht bei kleineren Bankfilialen.

    Er wollte mir auch einen Immobilienfond andrehen als “mündelsicher”. Der hatte in den letzten 10 Jahren eine Ø-Jahresrendite von schlappen 2.7%.

    Werde mir in dem Fall Informationen einholen zu Sparplänen. Möchte, dass meine Kinder am Schluss auch was davon haben.

     

    Danke euch für die Antworten

  20. AvatarRingo

    Wieder ein toller Artikel heute, Tim! Beim Lesen musste ich an einen anderen Artikel denken, den ich heute gelesen habe, veröffentlicht von meinem Freund Gregor: https://www.aufsteiger-training.de/millionaer-next-door-germany/

    Genau, wie Neven Subotic ist Gregor immer sehr bescheiden geblieben, trägt seinen Wohlstand nicht nach außen und arbeitet stattdessen immer weiter an seinem Erfolg.

    Er berichtet auch ganz wunderbar über die Außenwahrnehmung. Menschen, leider vor allem oft Frauen, lassen sich nur zu gern von oberflächlichen Dingen wie bspw. Autos blenden… dabei sind die bescheidenen “Unsichtbaren” oft die finanziell deutlich besser gestellten.

  21. Avatarghost

    @steve

    heut sieht man gut wie vieles fällt und bei Abbvie passiert nichts….

     

    übrigens gibt es auch i?gendwo ne Seite die tabellarisch aufzeigt, dass der Markt stärker nach unten korrigiert als gute Dividendenwerte

    abet ich möchte das Thema garnicht wieder eröffnen, ich meine nur 🙂

    mfg

     

    und heut sieht man gut wie gewisse Schrottwerte 🙂 wie coke, colgate, medtronic, nestlè, pm und so weiter  🙂  linke Tasche rechte Tasche böse nach oben nach oben 🙂 korrigieren und alles andere langsam nach unten.

    in Krisenzeiten flüchten sogar sPekulanten in Dividendenwerte …..der Spruch stammt nicht von mir…..

     

    bin gespannt wenn mal amazon netflix den Markt nach unten reißen…. wie es so sein wird 🙂

    mfg

  22. AvatarRainer Zuafall

    J.B.

    Also ich denke Dein Bankberater lag da so falsch nicht.

    Habe mich vor 2 Jahren mal ein bisschen mit dem Thema befasst als es darum ging ein Depot für meine Kinder anzulegen. Problem: Die Rechtslage ist ziemlich schwammig formuliert, ich meine mich zu erinnern, dass da explizit von mündelsicher gesprochen wird, ohne das zu definieren.

    Bei Cortal Consors gibt es zwar Depots für Minderjährige, bei der Auswahl der Fonds/Etfs war man damals zumindest extrem eingeschränkt, Aktienfonds konnte man in dem Depot nicht auswählen, mit dem Verweis auf die Mündelsicherheit.

    Ich bin dann zur Comdirect, da legt man die Rechtslage offenbar anders aus und ETFs können im JunirDepot problemlos erstanden werden.

     

     

     

  23. AvatarRüdiger

    leider vor allem oft Frauen, lassen sich nur zu gern von oberflächlichen Dingen wie bspw. Autos blenden…
     
    Sollte das ein Problem sein, dann vor allem eins dieser Frauen 😉

  24. AvatarRainer Zufall

    JB

    Also ich denke der Bankberater lag da so falsch nicht.

    Habe mich vor 2 Jahren mit dem Thema befasst als es darum ging ein Depot für meine Kinder anzulegen. Problem: die Rechtslage ist schwammig, es wird explizit von mündelsicher gesprochen, ohne das genau zu definieren.

    Bei CortalConsors gibt es ein Depot für Minderjährige, Aktienfonds konnte man damals zumindest nicht kaufen, übrigens unter explizitem Verweis auf die Mündelsicherheit.

    Bin dann zu Comdirect, im JuniorDepot sind Etfs auf Atienindizes kein Problem, da wird die Rechtslage offenbar anders ausgelegt.

     

  25. AvatarThomas

    @Junior Depot

    bei der DKB eben getestet, ich könnte auch eine Wirecard Aktie ins JuniorDepot kaufen. Haben aber MSCI World im Depot.

     

  26. AvatarJ.B.

    @Rainer Zufall

    Was mich aber verwundert bei dem angeblichen Immobilienfond ist, dass dieser eben nur gering gestiegen ist. Er streut zwar “fast nur” auf Österreich, aber es gab bei uns im Bundesland, allein im letzten Jahr, eine Immobilienpreissteigerung von 8% – in den letzten 5 Jahren teils sogar 50%. Habe mich jetzt nicht genauer damit befasst wie dieser aufgestellt ist und woher das Geld kommt, aber ein Immobilienfond sollte doch mit dem Markt mitgehen. Er besteht erst seit 2008, hat also auch noch keine Referenz zu turbulenteren Zeiten. Was passiert jetzt wenn die Preise stagnieren oder gar einbrechen? Auch nicht unbedingt mündelsicher.

     

     

    Entscheidet selber: https://www.sparkasse.at/feldkirch/privatkunden/sparen-anlegen/anlegen-investieren/unsere-anlageprodukte/investmentfonds/s-fonds-plan/s-fonds-plan-mix/products/A5DAA8BA-D717-40B5-88ED-AF05F2BADF6D

  27. AvatarRainer Zufall

    JB

    Ich sehe das ja ähnlich. Das Problem ist wie gesagt, dass der Begriff mündelsicher eben nicht klar definiert ist. Der Bankberater legt das wie Cortals sehr streng aus, andere nicht.

    Die Logik ist (wahrscheinlich): Bei Aktien ist ein Totalverlust denkbar, daher keine Mündelsicherheit.

    Wie schon gesagt, es gibt auch andere Broker, die das anders sehen.

     

  28. AvatarDanielKA

    Thema Mündelsicherheit bzw. sichere Anlage: Das ist typisch deutsche Juristensprache, in der “Theorie” könnten dich deine Kinder verklagen bzw. hätten den Anspruch die eingezahlten Beträge zu erhalten. Beispiel es werden 10.000,00 EUR Sparbeiträge in 10 Jahren investiert, nach 10 Jahren hat sich Papa verzockt (GE Aktie KHC) und der Wert liegt bei 5.000,00 EUR. Dann könnte das Kind eben einen Ausgleich bis zur Höhe der eingezahlten Beträge nachfordern.

    In der Praxis würde ich gerne mal einen Musterfall sehen, die meisten bekommen einfach gar nichts oder wenig. Zudem ist der Fall mit einem ETF Sparplan auf 18 Jahre sehr unwahrscheinlich, dass  nicht einmal die eingezahlten Beiträge gehalten werden können.

     

     

  29. AvatarPatric

    Jeder, wirklich ausschließlich JEDER Vermögenswert kann auf NULL fallen. Es gibt für die verschiedenen Anlageklassen (Immos, Bargeld, Gold, Aktien, Anleihen, usw.) zwar unterschiedliche und schwankende Wahrscheinlichkeiten dafür, jedoch ausgeschlossen ist im Leben per se schon mal gar nix… das sollte man wissen, wenn man irgendwo investiert. Wer jedoch gar nicht investiert, sondern anstatt dessen (blind) konsumiert, verliert in allen (!) Fällen. Deswegen muss ich Tim immer wieder für seine Philosophie beglückwünschen! 🙂

    Beste Grüße

    Patric

  30. AvatarThorsten

    @Patrik Wenn jeder Wert auf Null fallen kann, dann ist es gut mehr als einen zu haben. Nur Aktien im Korb ist ab gewissem Vermögen mehr als unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit , dass jemand mit einem Vermögen von 1Million keine Immobilie besitzt dürfte gegen Null gehen.

  31. AvatarThorsten

    Gerade habe ich ein Interview auf NTV gesehen , wo stark fallende Besucherzahlen auf Messen als deutliches Zeichen eines Abschwungs gesehen werden. Ich kann das so nicht sehen. Buchmessen, Automessen (50% Besucherverlust) sogar Computermessen sind out, weil der Markt gesättigt ist. Gedruckten Büchern sterben die Leser weg. Autos sind mehr als genug vorhanden und es war und ist ums Auto viel Geschrei um Software , Antriebsarten, Steuern, Fahrverbote, das macht den Leuten keinen Spaß derzeit. Präsenz auf Messen war zu Zeiten des fehlenden Internets eine Inspiration und Informationsquelle. Heute kann man die Berichte und Bilder im Netz abrufen. Keine Notwendigkeit dorthin zu fahren.

  32. KievKiev

    @ Tim

    Toller Artikel über Nevin Subotic. Die Fahrt in der Strassenbahn hat mich wirklich mehr überrascht als irgendein neues KFZ, Hubschrauber oder was weiß ich was such seine Kollegen so kaufen. Ich würde mich das als Profi allerdings nach einem Derby nicht trauen. Egal wie fair oder sympathisch ich erscheinen mag.

    @ Fit und Gesund

    Hast Du was gefunden? Würde mich auch interessieren. Heute sind ja wieder Kaufkurse. 3M ist z.B. nahe dem 52 Wochentief. Ist natürlich nie eine Garantie, dass sie nicht in ein paar Monaten noch viel tiefer stehen könnten. Red Electrica ist auch etwas runter gekommen. JNJ leider nicht. Die sind für mich auch interessant.

  33. AvatarFit und Gesund

    @Kiev,

    ja, habe meine 3M mal aufgestockt, die werden noch weiter fallen, aber kommt ja jeden Monat neues Geld rein. Letzten Monat gab es 1211 CHF Dividende, ich habe nur 2 Monate im Jahr wo ich echt “darben” muss, das ist Februar und November, da muss ich eben haushalten.

     

    ach ja, ein paar Royal Dutch sind mir auch noch in den Korb gehüpft… es fehlt jetzt gar nicht mehr viel und ich habe mein endgültiges Dividendenziel erreicht, dann gibt nur noch Dividenden-Reinvestition, es sei denn ein Crash käme, dann schauen wir weiter.

     

    liebe Grüsse

     

  34. AvatarBruno

    “leider vor allem oft Frauen, lassen sich nur zu gern von oberflächlichen Dingen wie bspw. Autos blenden…”

    Nunja, viele Männer lassen sich ja auch gerne von der Optik bei Frauen blenden 😉 Böses Erwachen garantiert, entweder wenn die erste Schicht fällt oder spätestens wenn das Altern einsetzt und das tut es bei allen, wer nur auf die Fassade schaut darf sich dann nicht wundern…

    “Gute” und ich meine damit insbesondere auch intelligente Frauen lassen sich davon nicht blenden oder sonst sind sie die Falschen.

    Im übrigen finde ich den Artikel auch gelungen. Ich kannte diesen Fussballer nicht. Ich kenne aber den Trainer flüchtig, war mal mit ihm essen vor vielen Jahren, ich denke er passt in die Mannschaft, auch er ein sehr bodenständiger Typ! Ich hoffe auch dass die Mannschaft den Ligaerhalt schafft, hätten sie sich verdient.

  35. AvatarWhirlwind

    @DanielKA: Klar wollen die Söhne nur zur Peer-Group dazugehören. Das ist auch vollkommen legitim. Ich möchte ihnen nur nicht vermitteln, dass sie nur “wer” sind, wenn sie bei sämtlichen materiellen Dingen mithalten können. Aber ein Tablet finde ich auch viel sinnvoller, als eine Daddelbox. Und zumindest gibt es auch sinnvolle Apps, z.B. die Antolin Lesespiel-Apps – https://antolin.westermann.de/all/info/lesespiele-apps.jsp.

    @Fit und Gesund: Glückwunsch zum 3M- und Shell-Nachkauf. 🙂 1.211 CHF sind klasse. Echt toll. Ein gut bezahlter Nebenjob, würde ich meinen. 😉

    Habe heute meinen letzten “Michael Connelly”-Roman zuende gelesen. Mal schauen, was als nächstes auf meinem Nachtschrank landet.

    Viele Grüße,
    whirlwind.

  36. AvatarKevin

    @Thomas:

    Vorteil: Das Kind hat eine eigene Steuernummer und einen eigenen Freibetrag von 801€/Jahr.

    … Sogar mehr, Einkünfte bis ca. 9k sind steuerfrei. (Die Steuer muss man sich aber über die ESt wieder holen

  37. AvatarZEN INVESTOR

    @Thorsten:
    “Die Wahrscheinlichkeit , dass jemand mit einem Vermögen von 1Million keine Immobilie besitzt dürfte gegen Null gehen.”

    Warren Buffett besitzt rund 80000 Millionen und soweit ich weiss, nur die selbst bewohnte Immobilie.

    Ich selbst würde mir keine Immobilie zutun, egal wieviel Geld ich habe (ausser zum selbst drin wohnen).

    Also deine Aussage bezüglich der Wahrscheinlichkeit ist schlicht falsch.

  38. Avatarsammy

    @Thorsten

    “Haben aber MSCI World im Depot.”

    Warum nicht einer deiner tollen REITS oder Dividendenaktien? Da hat wohl jemand dazu gelernt..

  39. AvatarThorsten

    @Zeninvestor q.e.d. :lach: Buffet hat eine und du willst eine zur Selbstnutzung. Es ist ein menschlicher Drang in der eigenen Höhle zu wohnen Wer bei anderen gegen  Geld unterkommt ist nicht wirklich frei. Die digitalen Nomaden ohne Wohneigentum sind heimatlos, sie sind Sonderfälle.

  40. AvatarLewin

    @ Whirlwind, Fit und Gesund

    Meint ihr Shell ist gerade günstig? Wollte schon seit längerer Zeit mal eine Position aufbauen. Denke es geht aber vielleicht noch unter 25 Euro… was meint ihr?

    Danke und viele Grüße

    Lewin

  41. AvatarDjerun

    @Thorsten:

    So langsam nervt dein fast schon quälender Drang zum Immobilienbesitz! Bist du einfach nur stur, oder tatsächlich nicht der Hellste hier im Forum und begreifst es einfach nicht?

     

    Was in Gottes Name hat eine eigene Immobilie mit Freiheit zu tun, bzw. eine gemietete mit Unfreiheit? Schon wer behauptet, eine Wahrscheinlichkeit ist Null hat ein sehr begrenztes mathematisches Fachwissen.

     

    Mit 2 Millionen und keiner Immobilie habe ich die maximale Freiheit! Nervt der Nachbar, ziehe ich um. Nervt die Stadt, ziehe ich um. Nervt das Land, ziehe ich um!

     

    Nochmal zum Mitschreiben! Die eigengenutzte Immobilie hat KEINEN Vorteil vs. Mieter mit Aktiensparen, weder bezogen auf den Freiheitsaspekt noch auf die Vermögensbildung.

     

    LG

  42. AvatarBruno

    Warren Buffett mich natürlich auch im Immobiliengeschäft mit, unter anderem:

    https://fortune.com/2018/05/03/warren-buffetts-berkshire-hathaway-becomes-second-largest-u-s-real-estate-broker/

    Aber er hält natürlich auch deutlich mehr Immobilien als das bekannte Haus, wo man immer mal wieder sieht. Privat wie auch unter Berkshire. Auch als Aktionär hat man ja automatisch diverse Immobilien, es braucht kein REIT, alleine die ganzen Firmengebäude etc., z.B. bei Mc Donalds kauft man eher eine Immobude als eine Hamburgerkette 😉

    Der Vorteil von Immobilien für Private ist der Leverage, WB hat hier natürlich ganz andere Möglichkeiten als ein normaler Kleininvestor, der braucht keine Hypotheken, aber für einen Kleinanleger ist es wohl die einzige Möglichkeit, um relativ günstig an Fremdkapital zu kommen.

    Teilweise risikolos, was mir zwar nicht gefällt und widerspricht, aber ich kenne einige die haben ihre AG gegründet und darin mit 100% Finanzierung MFH gekauft und vermietet, geht es schief, ist maximal die AG und die Immobilien weg, sonst läuft der Cashflow ohne Eigenkapital!

    Es beginnt schon mit einer Mantel-AG mit 100k und 2M Kredit, da kann man sich ausrechnen das rentiert natürlich deutlich besser als Aktien.

    Aber wie gesagt, ich bin kein Freund davon, es ist keine Marktwirtschaft wie ich sie verstehe, wo man auch Verantwortung übernimmt. Geht etwas schief, muss dann wieder die Allgemeinheit den Kopf hinhalten über Steuern etc.

    Rein ökonomisch fährt man damit aber ein Bombengeschäft ein, vorausgesetzt natürlich gute Connections zu einem Banker, wo man seine  resp. die Kreditlimite der Firma “expandieren” kann.

    WB braucht das nicht, er bekommt auf der ganzen Welt Kredite zu Nullzinsen, seine Bonität ist wohl die Beste die man sich vorstellen kann. Von daher muss er nicht zwingend Immobilien kaufen, aber er mischt natürlich mit im Geschäft (siehe Link), sogar in Berlin.

     

  43. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Ich habe gestern auch bei Öl zugeschlagen. Hat sich der norwegische Staatsfond getrennt, oder woran lag der Einbruch? Wie auch immer mir kam es entgegen. Ich habe BP als Diversifikation in Öl gekauft. Und heute Red Electrika. Beides als SP, da ich das Tief natürlich nicht erwischt habe. Aber im Geld mit Laufzeit vor Ex Divdate. BKI hat leider nicht geklappt. Der Kurs kam in der Nacht kaum runter. Ich wollte sie billiger haben. Mein Limit haben sie nicht erreicht. Aber auch gut zu wissen, dass der Fond so träge ist. Ich brauche nicht erwähnen, dass ich mit beiden Positionen schon im Minus stehe, aber egal. Das Tief trifft man eh nie.

    @ Lewin

    Ist Öl gerade billig? Wer kann das sagen. Sie sind immerhin knapp 4% an einem Tag gefallen. Wenn RDS 25€ erreicht, ist es dann billig? Kann auch auf 20€ fallen. Wer weiß das schon. Wenn Du mit der Rendite zufrieden bist und bei einem Einbruch des Kurses nicht nervös wirst ist alles ok. Ich versuche nicht mehr das Tief zu erwischen. Ist nur unnötige Arbeit für minimalen Erfolg, wenn überhaupt. Ich kaufe die Aktie, die momentan am besten zu meinem Wunschportfolio passt.

  44. AvatarSmyslov

    Derjun: Genau so ist es. Wir wurden durch viele Kriege u. Kriesen  einfach ein-

    seitig beeinflußt. “Eigener Herd ist Goldes wert.” ” Sich ein eigenes Nest bauen”.

    Im Land der Bausparkassen u. Versicherungen war es immer schon sehr schwer,

    sich gegen den Mainstream zu stellen. Das Bild vom Häuschen im Grünen mit

    einem neuen Auto davor hat sich in viele Hirne eingebrannt. Koste es was es wolle.

    Allein der Streß beim Verkauf, weil eine Scheidung droht, oder der Nachbar nur

    noch nervt, kostet viel Geld und Nerven. ( Von einer evtl. Vorfälligkeitsentsch.

    bis zu noch nicht amortisierten Kaufspesen). Auch gibt es viele Zeitgenossen,

    die mit Immobilien Geld verloren hatten. Wie leicht kommt man da mit Aktien

    an sein Geld: Klick auf der Tastatur, und die Kohle ist schon auf dem Konto.

    Gruß.

  45. AvatarKia

    Hier gehen einige davon aus, dass der Immobilienkäufer alles an Einkommen in seine Immobilie steckt, während der Mieter sich aussuchen kann ob er sein Einkommen verkonsumiert oder in Aktien spart. Ganz so als müsste er gar keine Miete zahlen! Tatsächlich sind doch aber viele Leute, Familien, nach der Miete blank.

    Uns hat letztens ein Polizist freudig Fotos von seinem neuen Doppelhaus an der Stadtgrenze gezeigt. Hat 400k gekostet und wurde zu 100% finanziert. Ich würde mich sowas nicht trauen und habe gefragt was er macht wenn die Finanzierung irgendwann Probleme bereitet. Er meinte er würde dann verkaufen. Und dass es ihm egal ist, denn zwei Jahre lang hatte er dort nach einer 4- Zimmerwohnung gesucht und nichts unter 1100 kalt gefunden, und selbst das noch Abwrack. Für sein Haus zahlt er nicht mehr und wenn es gut geht ist es irgendwann Seins. Als Mieter hätte er am Ende nichts, denn mit seinem mäßigen Gehalt kann er sich neben der Miete nicht zum Aktienmillionär sparen.

    Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden, entweder für die Miete oder für den Immobilienkredite!

  46. AvatarBruno

    “Wie leicht kommt man da mit Aktien an sein Geld: Klick auf der Tastatur, und die Kohle ist schon auf dem Konto.”

    Das erachte ich als grössten Vorteil für viele, es ist ein gewisser Schutz gegenüber Dummheiten, kurzfristige Spekulation und emotionale Entscheide. Ein neues Auto und klick ein paar Aktien weg und man hat es. Eine Immobilie wird man dafür vermutlich kaum rasch verkaufen.

    Egal welche Meinungen man vertritt, es gibt keine Wahrheit, es gibt Vor- und Nachteile bei jeder Assetklasse.

  47. AvatarAlfine

    @Djerun

    genau so ist es.. Immo´s sind nicht mobil.. Sagt mir ein Land nicht mehr zu, wegen der Steuern, kann ich diese nicht einfach umziehen lassen. Und ich bin mir GANZ sicher, dass die zukünftige Regierung in Deutschland, hier noch ordentlich die Hände aufhält..

  48. AvatarBruno

    grössten Vorteil für Immobilien natürlich, Nachteil für Aktien. Ich meine wenn man nicht diszipliniert genug ist. Gerade wenn die Zeiten wieder roter werden..

  49. AvatarMattoc

    Kia

    Lustig ist auch, dass Immobilienkäufer gerne so tun, als würde es nur den Kredit geben. Das ist natürlich Unsinn. Meine Eltern haben seit vielen Jahren ein abbezahltes Haus. Sieht gut aus und ist prima in Schuss. Die monatlichen Nebenkosten für dieses Haus sind aber höher als die Miete, die ich für meine kleine Wohnung zahle. Ich gebe also für meinen gemieteten Wohnraum weniger aus aus als meine Eltern an Nebenkosten für ihr inzwischen viel zu großes Eigenheim. Ich hätte dem Polizisten geraten, eine kleine Wohnung zu beziehen und nicht eine abgewrackte 4 Zimmerwohnung mit einem über 40 Jahre vollfinanzierten Haus zu vergleichen. Schmaler zu leben ist richtig. Damit baut man Vermögen auf. Sich ein Leben lang zu verschulden und zum Zwangssparen zu verdonnern, hat nichts mit Freiheit zu tun.

  50. Avatarghost

    also ich hab mich der allgemeinheit dieses forums angepasst 🙂

    mein immobilie habe ich verkauft 🙂

    meine aktien auch

    jetzt besparre ich nur noch einen einzigen etf a1jx52

    mf?

  51. AvatarMIA

    @Kia

    Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen…

    Nebenkosten grosses haus kleine Wohnung. Wenn vergleichen, dann richtig.

    Wir sind seit 1995 Eigenheim Besitzer und würden wir heute verkaufen, wäre schönes Sümmchen da. Kauf war knapp 500t, haben 1400 m2,b Boden und könnten den noch bebauen. besserer Notgroschen gibt es kaum, meine Meinung…, unsere Kinder können das ja Mal machen, zur Zeit ist unser Garten Fitnesscenter und Erholung, Fussballwiese und Abstand zum Nachbar…. .  Und es ist renoviert, alles 3fach Fenster, wärmepumpe etc und Wände isoliert und wir haben noch einiges an geld gespart und ich arbeite nicht mehr, nur noch mein Gemahl. Sparen/investieren über 25 Jahre, das war der Schlüssel, immer Budget im Auge behalten. Warum auf Eigenheim verzichten? Das muss nicht sein.

    Ich glaube manchmal, dass hier viele den Zinseszins und Schneeball unterschätzen, denn die ersten 100t gehen mühsam und langsam, danach nimmt es schneller zu, ab 300t ist es noch schneller….

    Lebt bitte auch im heute, der eine geht in Urlaub, der andere kauft ein haus, zufriedenheit, das zählt, nicht das was andere machen.

    @ringo

    Glaube kaum, dass mehr Frauen auf Äußerlichkeiten schauen als Männer – sehr viele Frauen sind sparsam und schweigsam in Sachen geld, aber es sind weniger Frauen investiert, sah das von der bank her, aber wenn sie es sind, dann meist sehr erfolgreich, und auch die schweigen, musste oft schmunzeln wie die im Alltag waren, altes Auto und nicht zu schade zu arbeiten…..

     

     

     

     

  52. AvatarThorsten

    @Djerun der Immobilienbesitzer in der eigenen Wohnung kann jederzeit ausziehen, der Mieter nach Einhaltung einer Kündigungsfrist oder wenn er durch Eigennutzung des Besitzers vor die Tür gesetzt wird. Dass wir in Deutschland eine einseitige rechtliche Bevorteilung des Mieters haben , das gibt es in keinem anderen Land. Deutschland ist das einzige Land , das unbefristete Mietverträge hat, woanders heißt es : gehen sie zum nächsten Monatsende , oder auf Zeit nach 1 oder 2 Jahren, die man dann auch zu Ende zahlen muss. In Deutschland wird das Recht auf Wohnen gegen die Eigentümer durchgesetzt, Leerstand bestraft. Vielleicht stimmt es dann in Deutschland, dass der Mieter freier ist : als Besitzer und Vermieter bist Du der Arsch, als Mieter hilft dir der Staat dabei leere Wohnungen zu besetzen. An die selbstgenutzte Immobilie kommt der Staat noch nicht dann, kommt auch noch. Die geplanten Änderungen bei Grundsteuer und CO2-Steuern könnten einige Rentner zum Auszug aus ihrem Altersruhesitz zwingen. Bis dahin gilt : maximale Freiheit in der eigenen Bude, Wohnrecht auf Lebenszeit. Maximale Abhängigkeit in der Anmietung mit scheinbarer Freiheit. Wer umzieht und neumieten muß zahlt mehr als vorher.

  53. AvatarMIA

    @j.b.

    Ich bin CH und hab beschrieben, letzter Beitrag, wie wir es machen. Wir können Wertschriften erst ab 18 j. Machen, sprich ein Wertschriften depot. Es gibt für Kinder spez. Sparpläne, die sind sicher besser als Sparkonto, aber es gibt da nur begrenzt Fonds und die Rendite und kosten stimmen meiner Meinung überhaupt nicht. Ich habe 2 Depot auf meinen Namen für jedes Kind gemacht. Würde es einfach so umschiffen. Gute Überlegung von dir

  54. AvatarLewin

    @Kiev
    Danke, da hast du natürlich Recht 🙂 Was steht so alles auf deiner Wunschliste? Bei mir steht aktuell Microsoft ganz oben.

  55. AvatarJune

    @Kinderdepot,

    ich würde das Depot für das Kind anlegen, aber auf den Namen der Eltern laufen lassen. Denn wenn so ein Depot über 18 Jahre wächst und ordentlich was einbezahlt wird, kann es am Ende der Anlagefrist dazu führen, dass das Kind selbst Krankenkassenbeiträge zahlen muss und nicht mehr kostenlos in der Familieversicherung mitversichert ist.

    Weiter darf man nicht vergessen, dass man dem Kind mit einem Depot vielleicht die Chance nimmt Bafög zu beantragen.

    Man kann aber auch ein Kinderdepot einrichten und bis zum Freibetrag von 801 € ansparen und den Rest dann auf den Namen der Eltern weiter anlegen.

    Bankberater nutzen gerne das Wort „mündelsicher“ um Kunden zu suggerieren, ihre Produkte seien hier gut aufgestellt und der Kunde könne es sich somit einfach machen und sei abgesichert. Aber auch Bankprodukte sind nicht mündelsicher.

    Im Normalfall verklagt kein Kind die Eltern wegen ein paar tausend Euro. Eine mündelsichrere Anlage würde ich als Eltern nur dann bevorzugten, wenn mein Kind aus irgendwelchen Gründen in jungen Jahren zu richtig viel Geld kommen würde, sei es als Kinderstar, Erbe oder Sportler.

    @Immobilien,

    es gibt viele Wege, die nach Rom führen. Bei dem einen sind es Immobilien beim anderen Aktien und der 3. hat eine tolle Geschäftsidee und sein Vermögen im Unternehmen gebunden. Krypto, P2P und Crowdinvesting machen die Entscheidung der richtigen Geldanlage nicht leichter. Mancher Investor probiert gleich die ganze Palette der gegebenen Möglichkeiten aus.

    Ich habe Immobilien in einer wohnen wir und die anderen sind vermietet. Damit bin ich in den letzten Jahren gut gefahren. Aber wir habe auch ETF‘s. Hätte ich aber in den letzten Jahren nur auf Aktien gesetzt, wäre mein Vermögen nicht so stark gestiegen wie es das mit den Immobilien getan hat. Der Grund ist der Leverageeffekt, der durch die Finanzierung der Immobilien seine volle Leistung entfalten konnte. Aktien hätte ich vermutlich nicht auf Pump gekauft.

    Mieter, die sich nur gerade so ihre Miete leisten können, werden kaum mit Aktien reich werden. Da ist der Immobilienbesitzer, der sich gerade so seine Wohnung oder das Haus leisten kann besser dran. Am besten schneiden die Personen ab, die trotz Miete oder eigener Immobilien noch eine gute Sparleistung erbringen und hier ist es dann langfristig wohl unerheblich, ob ich Mieter oder Besitzer bin. Solange ich in meinen finanziellen Möglichkeiten bleibe und damit die Chance habe zusätzlich zu sparen.

    Und man darf natürlich nicht Haus gegen kleine Mietwohnung und umgekehrt rechnen. Wenn ich ein Haus miete, habe ich auch höhere Nebenkosten als bei einer Wohnung.

    Hinzu kommt die Lage der Mietwohnung. Hier, wo wir wohnen könnte ich für die monatlichen Raten an die Bank gerade mal die Miete für eine kleine 2 Zimmer Wohnung bezahlen. Unser Nachbar hat seine Wohnung gemietet und zahlt 500 € mehr Miete als wir Raten.

    Kaufen oder mieten ist daher sehr individuell. Wenn man darüber urteilt, muss man immer alle Faktoren berücksichtigen.

    Take care,

    June

  56. AvatarJune

    @Bruno,

    GmbH‘s und AG‘s werden oft aus ganz anderen Gründen als dem Schutz des Privatvermögens vor Insolvenz bei Immobilienbesitz gegründet. Zum einen spart man mit eine Kapitalgesellschaft Steuern gegenüber einem Investor, der den Immobilienbesitz im Privatvermögen hält. Zum anderen kann man so auch Wohnungen verkaufen ohne das schon privat gehaltene Immobilienvermögen mit Umsatz- und Gewerbesteuerpflicht zu infizieren. Und man kann Anteile leichter vererben.

    @Tim,

    ein wirklich schöner Artikel. Denn weniger ist oft einfach mehr.

    Take care,

    June

  57. AvatarSmyslov

    Ghost: Diesen ETF habe ich auch. In der Nachbetrachtung nach vielen vielen

    Jahren mit Aktien u. Fonds, muß ich sagen, daß mir dieser eine ETF (den es

    vor vielen Jahren natürlich noch nicht gab), genügt hätte. Die Performance wäre

    nicht schlechter gewesen, u. ich hätte mir viel Arbeit, Kosten u. Streß erspart.

    Natürlich muß ich anmerken, daß wir heute goldene Anlegerzeiten haben. Als

    ich anfing am Anfang der 80 iger Jahre gab es Filialbanken, Gebühren ohne Ende

    u. nur teure Fonds. Heutzutage glaube ich, ein oder 2 ETF genügen . That´s it.

    Mein Sohn, gelernter Bankkaufmann u. Master VWL hat einen einzigen ETF,

    und dies aus Überzeugung. Gruß.

    (Es sei den, man gehört zu diesen Genies, welche dauernd den Markt outperformen können. )

  58. AvatarFit und Gesund

    @Kiev, @Lewin

    wegen Royal Dutch,

    es kann durchaus noch weiter runter gehen, ich bin mir dessen bewusst, im Moment gehen viele Titel runter.

    Aber es kommt für mich darauf an ein bestimmtes Ziel zu erreichen und dieses nicht aus den Augen zu verlieren, mein Ziel ist es nicht das Portfolio wertmässig zu verdoppeln, natürlich ist es schön überall grüne Zahlen zu sehen, mein Ziel ist es einen gewissen Betrag an Dividende jährlich zu generieren als Zustupf zur Rente. Das Ziel  (es sind 15k jährlich) habe ich fast erreicht, fehlen für 2020 noch ungefähr 150-100 CHF, also machbar.

    Ein Jeder hat andere Ziele oder Vorstellungen, ich kann von meiner zu erwartenden Rente so oder so leben, dazu kommen Mieteinnahmen und eben Dividende, ich will im Alter gut leben können (was auch immer ich darunter verstehen mag, als Beispiel vor ein paar Monaten Kauf von Laptop, iPhone und Apple Watch, an einem Tag, einfach weil ich das wollte) Ich will nicht geizen müssen im Alter, aber ich mag das Geld auch nicht verprassen.

    Wenn es jetzt abwärts geht an der Börse, dann ist das so, ich kaufe erstmal weiter und im Moment beunruhigt es mich auch nicht, aber vielleicht bin ich bei Minus 30-50% auch nicht mehr so cool? wir werden sehen.

     

    Immobilienbesitz vs Miete wurde hier schon zig Mal durchgekaut, ich habe eine selbstbewohnte Immobilie und eine geerbte ETW die gut vermietet ist, im Alter werde ich die geerbte Immobilie verkaufen, bis jetzt hatte ich Glück mit den Mietern, aber die Verwaltung derselben ist sehr mühsam, viele Parteien sind zerstritten und Reparaturen verzögern sich, Sachen die ich alleine schon längst erledigt hätte. Hat Alles Vor und Nachteile,

    aber die ständigen Reibereien hier wegen der Immobilien finde ich nicht sehr schön, ihr kommt niemals auf einen Nenner hier, warum lasst Ihr das nicht bleiben.

    @MIA

    ich sehe es auch so, meine eigene Zufriedenheit zählt und nicht was Andere denken was richtig ist.

     

  59. KievKiev

    @ Lewin

    Es gibt unterschiedliche Arten zu investieren. Ich verdiene hauptsächlich mit Immobilien mein passives Einkommen. Durch die Immobilien und die gewünschte zeitnahe Unabhängigkeit bin ich ein Cashflow orientierter Investor.

    Ich verwende durch die Immobilien auch Leverage, daher möchte ich nicht zu viele Wachstumstitel haben. Meine anvisierten Titel kommen aus dem Bereich Genussmittel, Infrastruktur, Maut und Energie. Ich bevorzuge Kurse bei denen man nicht viel Phantasie für zukünftige Gewinne benötigt. Mit der Strategie werde ich langfristig wahrscheinlich dem Index hinterherlaufen, aber das ist in Ordnung. Falls es krieselt hoffe ich robuste Dividendenzahler zu haben, die weiterhin Ausschütten können. In so einer Phase werde ich verstärkt in Wachstum investieren. Hier sind Firmen wie Microsoft mit kleiner Dividende für mich interessant.

    Aktuell möchte ich 200€ pro Monat an Cashflow im Jahr erzielen. Hier habe ich nicht viel Spielraum. Bei 5% durchschnittlicher Dividende benötige ich entsprechend 48000€ an investiertem Kapital. Das ist für mich grenzwertig realisierbar. Folglich muss ich durchschnittlich 4k im Monat investieren. Den Rest machen  hoffentlich die Dividendenerhöhungen. Die fallen bei der Höhe an Dividende aber geringer aus als bei Wachstumswerten.

    In Capital gab es einen schönen Artikel. Die 50 besten Aktien laufen dort aber auch in allen Jahren dem Index hinterher…

    Ab März fällt ein Darlehen weg. Dann habe ich 1370€ mehr zur Verfügung. Vielleicht geht es dann endlich schneller.

  60. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Ich habe mir schon gedacht, dass Du die 1000k im Monat anvisierst. Mit den 15k gibt es vielleicht 12k Netto in der Schweiz? Das ist eine schöne Summe, bei der man sich keine Sorgen machen muss. Ich werde meine Arbeitszeit in drei Jahren um einen Tag reduzieren. Dazu hätte ich gerne 500€ im Monat an Dividenden Netto.

    Ich habe leider etwas spät am Aktienmarkt angefangen und muss jetzt kräftig nachlegen. Der Zinseszins hilft mir in dem kurzen Zeitraum vermutlich nicht sehr viel weiter.

  61. AvatarFit und Gesund

    @Kiev

    Du wirst Deinen Weg gehen, mit Immobilien und Aktien, das finde ich gut, mit Immobilien kenne ich mich nicht wirklich aus und die vermietete Whg. in D reicht mir völlig aus, ich habe jetzt in den paar Jahren auch festgestellt dass ich das sicher nicht ausbauen werde, es macht mir nicht so sehr Spass.  Ich denke allerdings dass ich ein anständiger Vermieter bin, ich frage meinen Mieter (wenn es denn mal Kontakt gibt) ob er etwas benötigt oder ob er zufrieden ist, scheint der Fall zu sein, bis jetzt wollte er nie was. Aber sowie der junge Mann kündigt werde ich verkaufen.

    Ich gehe nicht mehr nach D zurück, auch wenn ich dort mehr für mein Geld bekäme, ich bin in der CH daheim und will auch hier bleiben. Das war ja nicht immer klar, aber jetzt bin ich mir völlig sicher.

    Arbeitszeitreduktion find ich toll, ich arbeite seit ein paar Jahren 90%, aber durch die vielen Nächte bekomme ich auch eine Zeitgutschrift und so ist mein Pensum eher 80%, hab aber dennoch viele Überstunden.

    Es muss Jeder seinen Weg finden, nutzt nix, finde es spannend andere Lebenswege zu sehen, mir vielleicht was abzugucken, aber schlussendlich kommt es immer auf das Gleiche raus : Sparen, Investieren, Disziplin und Durchhaltewillen, Zuversicht, irgendwie Bescheidenheit und Dankbarkeit, damit sollte man weit kommen, egal welchen Weg man geht.

    liebe Grüsse

     

  62. Avatarsammy

    Ganz kurz noch eine Richtigstellung. Der Mieter einer Wohnung ist Besitzer, der Vermieter einer Wohnung ist Eigentümer. Manche scheinen diesen Unterschied nicht zu kennen.

  63. Avatar-M

    @MIA

    Das mit den verflixten ersten 100k hat auch schon Charlie Munger angemerkt, obwohl er sie als bitch bezeichnete 🙂

    Ich bin gespannt wie es bei mir aussehen wird. Wenn ich alles zusammenehme hab ich die Grenze erreicht, jedoch liegt die Summe nicht im Depot.

     

    -M

  64. Avatarghost

     

    @Smyslov

    der A1jx52 ist gut aber lasse den gegen A1jks0 auf einer Seite laufen die Etfs vergleicht und du wirst feststellen dass der A1jks0 viel viel besser ist. und sicher auch weil Usa drin ist und Dividendenaktien.

    @Daniel

    ja den etf habe ich wirklich 🙂

    aber nur einen… das war …. das sollte auf eine bestimmte Weise lustig sein….

    den etfl23 auch

    handeln tue ich a1jks0   , weil ich es kann (gerne zweideutig zu verstehen)

    aber auch viele Divi-Aktien

    Aber ab und zu muss ich etwas schreiben, was nicht jedem schmeckt auch wenn manche Gutmenschen ganz tollle Überleser einiger Beiträge sind…da ich finde also nur meine Meinung manche verstarren sich zu sehr auf etf.

     

    dazu kommt es gibt genug seiten, die zeigen dass eben in Krisen Divi-Aktien in Krisen stabiler sind als der Markt, natürlich wer herrn x Buch liest und dazu das wpapierforum besucht wird das gerne ausblenden.

    genauso, wie eben es genug Abbviekommentare gab, nur eben spin hin spin her das Unternehmen zahlt Dividende stabil weiter seit x x Jahren und hat sich kaum bewegt im Vergleich zu so vielen Sachen wie Aktien oder Etfs….. die Woche.

    das alles wird gern einfach ausgeblendet und wie dumm argumentiert ein Dividendenanleger will den Markt schlagen…das sind für mich einfach Idiotenkommentare und wenn man dann denen sagt dass sogar Xom inclusive Dividende auf über 15 Jahre Sicht sich besser entwickelte dann kommt eben von so Empathiegutfühlendenmenschen nur Schweigen 🙂 es gab keinen Kommentar “hm ok da gibts Dividendenaktien die den sp tatsächlich schlugen” aber x Kommentare dass etf besser als Aktien sei, besser als deutsche bank bestimmt

    zuletzt das sagen die die viele Bücher schrieben, wenn alle in die gleiche Richtung blicken wird die Rendite kleiner nicht morgen oder übermorgen…worauf beziehr sich das wohl…. jaja ich weiss man hat fünf blogs gelesen und man blendet charts völlig aus und bewegt sich fernab jeglich realität 🙂

     

     

    mfg

  65. Avatarghost

    und wenn man Eigentümer einer Sache ist ohne geizig zu sein und dazu noch gesund dann, dann ist man ein Gewinner 🙂

     

    ja ich weisst …Spassten in den Medien und das was dahinter steht möchten den Menschen verklickern, in der heutigen Zeit muss man mobil sein wegen Beruf und so…was die aber wirklich einem beibringen wollen, also der heutigen Jugend, plant nicht spart nicht ihr seid dazu da um der Arbeit hinterher zurennen und euch das ganze Leben an die Arbeit anzupassen….. am besten als Leiharbeiter und das schlimme ist es klappt, man akzeptiert das…

     

    natürlich gibt es Ausnahmen…

     

    mfg

  66. AvatarDaniel

    @ghost

    Ok, vielen Dank. Ich mag Deine Beiträge und überlese diese nicht:-)

    Das mit den ETFs vs Einzelaktien wurde ja ausreichend diskutiert. Für mich ist das eine “Lifestyle-Entscheidung”:-) da ich durch den Kauf eines ETFs mehr Zeit zum Leben habe.

    Schönen Abend allerseits.

  67. Avatarsammy

    @erste 100.000€

    Diese Marke habe ich schon länger hinter mir gelassen. Dass es danach schneller geht stimmt nicht. Es kommt auf die Börsenlaune an. Klar wenns 10 Jahre nur aufwärts geht mag das sein. Aber relativ gesehen geht es auch nicht schneller.

     

  68. Avatarghost

    @Daniel

    danke.

     

    ja das stimmt.

    hat man einen oder  2 etfs hat man eine gute sichere Anlage in den meisten Fällen… und sehr viel Zeit.Sehr viel Zeit gewonnen. 🙂

     

     

    mfg

  69. Avatar-M

    Sammy

    Ich erwarte schon einen Unterschied, wenn ich 8% auf 10.000 bekomme oder 8% auf 100.000. Die Schwankungen nehmen natürlich in absoluten Zahlen dann ebenfalls zu da dies nicht linear geschieht.

     

    -M

     

  70. Avatarsammy

    Deine 8% kannst getrost vergessen. Die nächsten Jahre wird es eher -8% heißen und wer weiß wie lange..

  71. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Ich finde die Wahlmöglichkeiten, die sich mit der Vermögenshöhe ergeben sehr interessant. Du hättest in Deutschland leben können. Du hättest früher aufhören können zu arbeiten. Du hast vermutlich alle Optionen überdach, aber Du hast Dich für die Schweiz und damit für Deine Heimat entschieden. Ralf hatte so etwas in der Art einmal Zielkonflikt genannt. Ich finde es ist eine Entscheidung und wenn sie durchdacht ist so ist sie immer richtig.

    Auch die Frage wann man genug hat ist sehr individuell. Ich möchte in meiner Situation ein gutes Polster. Für mich wäre eine knappe finanzielle Unabhängigkeit keine Freiheit. Zumindest, wenn ich nicht mehr arbeiten würde und nachrechnen müsste wie viel ich noch den Monat ausgeben darf.

    @ Vermietung

    Alle paar Monate gebe ich den Stand auf dem Weg zur Unabhängigkeit weiter. Es hat sich nichts geändert. Ich habe nur eine Nebenkostenabrechnung durchgeführt. Es gab zwei Mieterwechsel. Es waren aber Studenten für eine Zwischenmiete. Ich hatte damit nichts zu tun. Bei einer Person war ich etwas froh, dass sie weiterzieht. Bei der anderen tat es mir leid. Vor allem, da die Person in meiner Stadt bleibt. Ich hatte noch überlegt, ob ich schnell das Dach ausbauen soll, damit sie bleiben kann. Mit Eindeckung ist das aber nicht in wenigen Monaten zu realisieren. Der Widerruf des Darlehens läuft weiterhin. Es ist sehr träge.

    Bei dem Ferienhaus habe ich einen Liebesbrief aus Spanien erhalten. Eventuell muss ich 500€ Strafe für nichts zahlen. Vielleicht auch nicht, oder der Anbieter des Reiseportals. Ich habe keine Schuld, aber am Ende muss irgendwer vermutlich etwas zahlen. Aktuell bin ich auch kein Premium Anbieter mehr, da ich eine Reiseanfrage stornieren musste. Es gab bereits eine Buchung, die nicht im System eingetragen war. Bin mir sicher, dass ich es eingetragen hatte, aber beweisen kann ich es nicht. Ich habe das Problem aber direkt erkannt, so dass es keinen Ärger für den Gast gab. Ansonsten waren alle Gäste wie üblich sehr zufrieden und ich habe ein paar neue 5* Bewertungen erhalten. Bis auf einen Gast habe ich ausschließlich 5* Bewertungen. Mittlerweile über 30. Ich fahre bald selbst hin und werde ein paar Kleinigkeiten erneuern.

    Ich hänge insgesamt dem Plan etwas hinterher, aber ab März gibt es Unterstützung. Ab da fällt ein Darlehen weg und es stehen 1370€ mehr zum investieren zur Verfügung. Ich habe etwas mehr für Erlebnisse ausgegebenen. Das Segelboot für die gesamte Familie hat den üblichen Rahmen etwas gesprengt. Aber ich habe mich dazu entschlossen. Dann dauert der Weg in die Freiheit vielleicht einen Monat länger. Es ist auch so schön auf dem Weg.

     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *