Mit 1.000 Euro Sparsumme im Monat kannst du Millionär werden


New York, 22. Mai 2019

Sparen für die Freiheit. In 30 Jahren kannst du es zur 1 Million Euro schaffen.

Wie kannst du deine Freiheits-Träume verwirklichen? Sagen wir, du bist 20 Jahre alt. Du hast neben dem Hauptjob einen kleinen Nebenjob. Du sparst jeden Monat 1.000 Euro im Monat. Du ziehst das 30 Jahre lang durch. Du unterstellt eine durchschnittliche Verzinsung von sechs Prozent. Weil du keinerlei Gehaltssteigerung, Boni und Karrierefortschritte einkalkuliert hast, ist das in meinen Augen eine konservative Annahme. Die Kunst besteht darin, das konsequent umzusetzen.

Wenn du 50 Jahre alt bis, hast du demnach 980.000 Euro im Depot. Das ist nicht von schlechten Eltern. Es sollte dir eine finanzielle Unabhängigkeit ermöglichen. Die Inflation ist berücksichtigt, weil du konservativ nur sechs Prozent Aktienrendite annimmst. Im langen Schnitt rentiert die Börse mit nominal zehn Prozent. 

Bildschirmfoto von Zinsen Berechnen.de

Wenn du das mit anderen aus dem typischen Konsum-Umfeld besprichst, werden sie dich für verrückt halten. Sie werden sagen, dass es nicht funktioniert. Sie werden dich auslachen. Dass dies geleugnet wird, ist völlig normal. Das sollte dich nicht verunsichern. Die Masse hat wenig Vermögen, sie arbeitet sehr lange, bis sie endlich mit Almosen in den Ruhestand gehen kann. Die Masse richtet ihr Leben am Konsum aus. 

Hier sind die Annahmen in einem PDF dargelegt: 1000 Euro im Monat sparen (PDF). 

Wer gut verdient und eventuell einen Nebenjob hat, der kann 12.000 Euro im Jahr sparen. Es hängt von deiner Sparfähigkeit ab. Das Portfolio kann aus einem Welt-ETF oder S&P-500-Index-ETF bestehen.

Die Tatsache, dass die Berechnung keine Erhöhungen berücksichtigt, ist konservativ. Zumal du planst, Karriere zu machen und die Sparquote hoch zu halten, wenn dein Einkommen steigt. Ich halte die Erfolgswahrscheinlichkeit für gut. Das ist in meinen Augen realistisch.

Was du immer tun solltest: Leb nach deinen eigenen Vorstellungen. Du musst niemanden in deinem Umfeld mit Statusgütern oder Luxus beeindrucken. Lebe so, wie du es magst. Gib viel für Dinge aus, die dir Spaß machen. Reduziere deine Ausgaben für Dinge, die du nicht brauchst/magst.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Mit 1.000 Euro Sparsumme im Monat kannst du Millionär werden

  1. AvatarderHamster

    Wenn man zudem ab und zu den eigenen Konsum hinterfragt und dabei unnütze Anschaffungen wieder veräußert – nach dem Motto „Alles raus was keine Miete zahlt“ – entrümpelt man einerseits den eigenen Haushalt und hat andererseits wieder Kapital für das eigene Depot.
    Macht Spaß – Macht frei!
    Viele Grüße
    derHamster
    P.S.: Bin nun stolzer Vater einer gesunden Tochter – gleich mal ein JuniorDepot anlegen und einen Sparplan für den Nachwuchs anlegen – der Anlagehorizont ist hierbei sagenhaft!

  2. AvatarThorsten

    @derHamster
    Das machst du richtig.ich habe seinerzeit für meine Kinder eine größere Summe angelegt,  seit dem nähern sich die Sparpläne aus den Dividenden. Damals durfte ich zunächst nur ‚mündelsichere‘ Produkte. Da habe ich den SEB Immoinvest gekauft. Es gab ja nicht viel, direkt in Aktien durfte man damals nicht für Kinder. Dann hat Schäuble den Fonds kaputt gemacht. Unter dem Vorwand die Anleger zu schützen hat er die Produkte auf Eis gelegt. Zum Glück kein Verlust,  die Immobilien im Fonds konnte er ja nicht zerstören,  die Verwalter haben immer nur mit Gewinn verkauft und tun das weiter bis der Fonds aufgelöst werden kann. Deshalb : streuen. Nicht nur einen ETF, auch Aktien und ausländische Aktien. Bei den ETF sieht es ganz düster aus, wenn die Zinsen steigen sollten, dann schlägt der Staat zu. Steuern auf Gewinne, die man nie ausgezahlt bekommen hat. Dann verkaufen die Leute, weil sie ja Cash brauchen und die Kurse gehen runter. Unbedingt beobachten,  dass die Zinsen nicht über ca 3 % gehen. Aber bis dahin kann schon wieder alles ganz anders sein…..

  3. AvatarBruno

    @derHamster
    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eurer Tochter!
    Ausmisten kann befreiend sein, ich werde mein Projekt bald abschliessen es gibt bei einigen Dingen noch einen Restwiderstand, aber der wird auch noch gebrochen. Aber es ist mehr eine mentale Angelegenheit, Kapital fürs Depot kann man daraus kaum schlagen, die Abschreiber für „Plunder“ sind enorm. Von daher ist das Beste fürs Depot schon eher nicht Wiederanschaffung anstatt Entrümpelung. 
    Mir ist auch egal wie viel ich besitze, ich möchte einfach nur Sachen und Dinge, die auch wirklich gebraucht werden, und das ist in der Tat im Bezug was man so alles besitz relativ wenig. 

  4. KievKiev

    @ Tim
    Ich kann vor allem den jüngeren Lesern empfehlen stetig viel zu investieren. Einen Anlagehorizont von 30 Jahren kann man sich mit 20 vielleicht nicht gut vorstellen. Ob man mit 20 Jahren schon so viel Geld im Monat zur Seite legen kann ist vielleicht auch eine Frage. Wie dem auch sei, die letzten Jahre sind bei langem sparen und investieren die besten. Es ist sehr wichtig genau am Anfang immer die Rate zu erfüllen. Wenn man wie im dem Beispiel nach 30 Jahren nur 820k anstatt 980k hat so fehlen nur 2 weitere Jahre. Vorausgesetzt man hat diese Summe als Ziel. 32 Jahre anstatt von 30 Jahren ist nicht so schlecht. Das Beispiel zeigt auch warum es sich lohnt nach den Sternen zu greifen.
    @ Hamster
    Herzlichen Glückwunsch! Ein kritischer Zeitpunkt bei dem Juniordepot wird in 18 Jahren erreicht sein. Wenn sich hier nichts ändert und vielleicht nur mehr eingezahlt wird, so kann es sich hervorragend entwickeln. Ich habe auch zwei von den Depots.

  5. AvatarMattoc

    Bei den ETF sieht es ganz düster aus, wenn die Zinsen steigen sollten, dann schlägt der Staat zu. Steuern auf Gewinne, die man nie ausgezahlt bekommen hat. Dann verkaufen die Leute, weil sie ja Cash brauchen und die Kurse gehen runter. Unbedingt beobachten,  dass die Zinsen nicht über ca 3 % gehen.

    Selten so einen Unsinn gelesen. Das ist wirklich kompletter Blödsinn.

  6. KievKiev

    @ Daniel
    Wenn Du nur auf das Vermögenswachstum schaust, hast Du in dem Beispiel im letzten Jahr 5500€. Und das bei 1000€ Sparsumme. Ich habe grob mit so einer Summe angefangen zu sparen. Allerdings nicht mit 20 Jahren, da das Studium etwas länger gedauert hat. Das Vermögenswachstum verläuft meist auch nicht genau wie es ein Modell vorgibt. Mein Vermögenswachstum ist heute höher als in dem Beispiel. Meine Frau trägt dazu ihren Teil bei. Ich finde dieses Beispiel recht anschaulich für Arbeitnehmer mit gutem Gehalt. Die 40 habe ich nicht geschafft. Meine Phase des überflüssigen Konsums war dazu zu ausgeprägt. Ich werde es aber wohl mit 42 schaffen. Das ist doch eine besondere Zahl. Es ist wie in dem Beispiel. Falls es nicht funktioniert, dauert es nicht wesentlich länger bis ein Ziel erreicht wird. Bei meinem Ziel werden sämtliche gemittelten Familienausgaben gedeckt.

  7. AvatarMarkus

    Ich habe immer gesagt ein Penthouse in NYC mit Blick auf den Central Park wäre schon etwas
    Also wie Tims Wohnung

  8. AvatarLad

    🙁 🙁 🙁 30 Jahre in ETF zu investieren, das wäre zum Weinen traurig. In ein ETF oder in einen Fonds sollte man nur die ersten 6 Monate investieren, wenn man beginnt. Dann alles verkaufen und einen eigenen Fonds aus 20 Dividenden-Aktien konstruieren!!! Wozu sollte man in ETF mit 25 unsympathischen und 5 sympathischen Aktien investieren??? Man wäre wahnsinnig. Man kauft lieber nur die 5 sympathischen Aktien von DAX, 5 von Eurostoxx50, 5 von Stoxx50 und 5 Blue Chips aus den USA, jede Aktie mit Dividende 3%-8%, KUV < 3, KBV < 3, KGV < 15, so wie es die unbekannten aber sehr intelligenten Amerikaner machen. Wenn du 25 Dividenden Aktien hast, die meisten aus EU, bekommst du 60x im Jahr Dividenden. Bei 25 Aktien aus den USA wären Dividenden 100x im Jahr gezahlt. 🙁 Aber ETF oder Fonds, das ist nix. Da muss man jeden Tag weinen. Bis man es verkauft. 🙁 🙁 🙁 Die Dividenden sind viel wichtiger als die Performance, besonders wenn man Rentner ist. Und Berkshire oder Amazon, das ist nix ohne Dividende.

  9. AvatarFit und Gesund

    @Claus, 
    ich mach mal hier weiter, danke für Deinen Input, erfolgreiches Investieren ist nicht so einfach, bei Dir klappt es wunderbar, aber Du hast sehr sehr viel Erfahrung, echt Hut ab vor dem was Du erwirtschaftet hast.

    @all
    aber nun zu dem 20jährigen der nun 1000 Euro pro Monat sparen soll, mit Haupt und Nebenjob, sorry, was wird denn da verlangt, das ist ein junger Mensch der muss auch noch was erleben dürfen, soll Reisen, sich bilden, mir egal was, der ganz junge Mensch soll auch noch ein wenig Spass haben dürfen, 
    und welcher 20jährige verdient denn soviel, studiert man da nicht noch und verdient erst später überdurchschnittlich?
    Der 20jährige Berufsanfänger Koch, Krankenpfleger, Gärtner oder sonstwas hat keine 1000 Euro über, aber gut, hier schreiben ja nur die Alleegebildetsten, die Elite sozusagen. Mit bisschen kleineren Brötchen kann man auch weit kommen, will ich nur mal so gesagt haben, dann aber braucht es Durchhaltewillen und ein Konzept.
     
    Liebe Grüsse
     

  10. Avatarsteve

    Lad du bist doch schon in Rente, wo bleibt deine Altersweisheit. Ich bin zwar auch der Meinung das Dividenden schön sind und ETF s langweilig aber was solls. Wenn man ins Depot schaut wird doch ein Gesamtwert angezeigt. Ganz egal wie viel da als Investment oder als Tagesgeld oder auf dem Girokonto angezeigt wird. Wenns waechst die Prozentzahlen größer wird passt s doch.
    Bei deinen Dividenausschuettungen für europäische Aktien da ist 60 moeglich aber andere zahlen auch. Deutsche und französische normal nur 1 mal Schweizer und Dänen normal 2 Norwegen 2 oder 4 mal Great Britain auch 2 oder 4 mal. Im Prinzip auch sowas von egal die Dividenrendite ist entscheidend. Wenn du auf die Anzahl der Ausschüttungen scharf bist nur zu es gibt amerikanische und andere die monatlich ausschütten.
    Wären dann bei 25 Aktien 300 Zahlungen im Jahr da würde ich noch ein paar dazu nehmen, dass es rechnerisch an jedem Tag Geld gibt. Aber dann nicht ärgern wenn sich die Zahlungen manchmal häufen und dann tagelang nichts kommt.

  11. Avatarsteve

    @ fit und gesund
    stimmt schon was du schreibst Startzeit ist jedoch variabel, geht doch mit 25, 30 oder 35 genauso. Wenn jemand aber dann noch einen schlauen Papa hat wie es hier einige gibt, läuft die Zeit schon ab den ersten Tag.
    Ich finde das wäre von Tim schon viel verlangt jede Eventualität und jedes Detail zu berücksichtigen.  Dafür gibt es den Zinsrechner.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ derHamster

    Gratulation zum Nachwuchs. Juniordepot für deine Tochter schon in Gang gesetzt. Alles super gemacht.

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Absurd, was diese Wohnungen kosten.

    Ha, wie witzig. Den Immobilienmarkler Ryan kenne ich.

    Casey und seinen Sohn sehe ich oft auf dem Skateboard in Lower Manhattan herum düsen.

    @ Steve
    Danke. Du hast das Fit und Gesund gut erklärt.

  14. AvatarFit und Gesund

    @Steve,
    es sollte auch nicht so rüberkommen dass ich von Tim was verlange, aber es hat einfach was mit Realität zu tun, ich war auch mal jung 🙂   ich finde einfach 1000 Euro ist echt eine Menge Geld. 
    Und bei den Kinderdepots, ich bin ein wenig gespalten, was wenn man ein unvernünftiges Kind hat, und das gibt es, der Sohn meiner Freundin sollte eigentlich mittlerweile studieren, der treibt sich nun aber im Ausland rum und jobbt als Model, hätte der ein Kinderdepot so würde er es garantiert verkaufen und verleben, und dann später die Mama wieder für sein Studium aufkommen lassen. Kann man dem irgendwie vorbeugen? 
    Kann schon manchmal, selbst bei bester Erziehung, was schieflaufen.
     

  15. AvatarMattoc

    Zur Geburt: 25.000 Euro – und das Kind muss sich (theoretisch) nicht mehr um seine Altersvorsorge kümmern, denn:
    10 Jahre: 50.000 Euro
    20 Jahre: 100.000 Euro
    30 Jahre: 200.000 Euro
    40 Jahre: 400.000 Euro
    50 Jahre: 800.000 Euro
    60 Jahre: 1,6 Mio Euro

  16. KurtKurt

    @FitundGesund
    Vorbeugen:

    Das kommt drauf an. Läuft das Depot aufs Kind (aus steuerlichen Gründen, Stichwort Freibeträge), dann ab 18 bzw. ab Volljährigkeit je nach Gesetzeslage und Land, dann hat das Kind Zugriff und komplette Verfügungsgewalt.

    So „Tricks“ wie bis 14 oder so aufs Kind laufen lassen und dann wieder zurück auf die Eltern buchen, klappt nicht. Da machen die Finanzbehörde nicht mit, da es ursprünglich auf dem Namen des Kindes lief und dann auch ihm/ihr gehört.

    Ich würde es so machen bzw. mache es so:

    Der steuerliche Aspekt ist bei Geldanlagen m.M.n. der letzte zu berücksichtigende Aspekt, da die Gesetzgebung schneller ändern kann als alles andere.Aus dem Grund „pfeife“ ich auf Freibeträge und wir (meine Frau und ich) haben das Depot für den Nachwuchs auf unseren Namen laufen. Damit haben wir die Option dem Nachwuchs das Depot dann zukommen zu lassen wenn wir es für richtig halten.

    Technisch ist es ein Zweitdepot, so dass es einfacher separierbar und führbar ist.

    Nur das was der Opa anspart, läuft auch (wieder wo anders) direkt auf den Nachwuchs mit o.g. Verfügungsgewalten ab 18.

    Und ja, du hast Recht. Selbst im letzten (dritten) Lehrjahr hatte ich knapp 900 EUR netto. Das ist in Berufen wie Du und ich ihn habe, nicht denkbar.

  17. Avatar-M

    Der Hamster 
    Herzlichen Glückwunsch! Hoffe der Mutter geht es auch gut (die fällt oft hinten runter) 😉 
    Mein Sohn war auch Das beste was mir im Leben passiert ist. Sein Junior Depot ist auch schon mit RDS , Disney , BRK und J&J gefüllt. Für meine 2 Nichten sparen wir je 5 eur in den SP500 – sollte mit 18 auch ein nettes sümmchen geben als Onkel und Tante. Und der 5er je Kind tut nicht weh 🙂 
    -M

  18. AvatarFit und Gesund

    @Kurt,
    ich glaube ich würde das auch so machen wie Du mit dem Kinderdepot, da ich ja das Geld freiwillig für das Kind anspare möchte ich auch selber entscheiden wann ich es übergebe.
    Ich denke einfach, es lesen hier vielleicht auch Leute die nicht so viel Geld verdienen,  scheint aber nicht der Fall zu sein. 
    Aber hätte ich jetzt ein 20jähriges Kind, ich würde fuchsteufelswild werden wenn das Kind einen Job hat oder studiert und dann noch nebenbei jobben gehen würde nur um ein Depot zu füllen, nur schnell „reich“ werden, die ganze Zeit nur an Geld denken, das hat mit Jugend wenig zu tun, das empfinde ich als ungut, 
    aber Jeder wie er mag, es betrifft mich ja nicht wirklich, vielleicht besser so.

  19. AvatarMattoc

    @Thosten
    Ich unterscheide zwischen der Person und ihrem Handeln. Du bist nicht blöd, aber das, was du schreibst, ist leider (oft) falsch.
    Nehmen wir mal die aktuelle Aussage von dir zum Thema Auswirkungen von Zinsen auf  Fonds (ETFs sind ja nur eine spezielle Untergruppe von Fonds) am Beispiel eines ETFs auf den MSCI World:
    Der Basiszins liegt aktuell (2019) bei 0,88%. Steigende Zinsen sind grundsätzlich schlecht für die Börse. Aber gut. Tun wir mal so, also ob die Zinsen kontinuierlich steigen und gleichzeitig die Börse trotzdem richtig Gas gibt. Also ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Der Basiszins steigt auf 3%. Der Anleger hat einen ETF auf den MSCI World mit einer Ausschüttungsrendite von 2%. Der Wert des ETFs am Jahresanfang war 10.000 Euro. Jetzt gibt es trotz der gestiegenen Zinsen eine Börsenrallye, die sich gewaschen hat, und der Wert des ETFs am Jahresende beträgt 12.000 Euro. Das ist eine Kurssteigerung von 20% p.a. Anmerkung: Wir müssen schon ein extrem positives Börsenszenario und einen hohen Basiszins annehmen, damit überhaupt irgendeine Steuer anfällt. Ansonsten ist die Steuer immer 0 Euro.
    Die Frage an dich ist nun: Wie hoch ist in diesem für den Anleger extrem positiven Szenario die Steuer auf die Vorabpauschale, die der Anleger bezahlen muss? Also die Steuer, die nach deiner Aussage der Staat auf Gewinne, die der Anleger nie erhalten hat, kassiert und die der Anleger nur dann begleichen kann, wenn er ETF-Anteile verkauft, was wiederum nach deiner Aussage dazu führt, dass die Kurse fallen? 
    Du wiederholst ja unregelmäßig, wie dramatisch die Steuer auf die Vorabpauschale aus deiner Sicht ist. Daher hast du dich ja sicher mit dem Thema beschäftigt und kannst du Frage beantworten. 
    Viele Grüße 

    PS:
    Ich finde die Steuer auch nicht toll, aber nur wegen der Bürokratie – nicht wegen ihrer Höhe oder finanziellen Relevanz. Das wichtigste, was man sich diesbezüglich merken kann, ist: Wenn man tatsächlich mal diese Steuer bezahlen muss, dann hatte man vorher ein sehr, sehr gutes Börsenjahr, in dem die Kurse drastisch gestiegen (!) und nicht gefallen sind.
     

  20. AvatarChrissie

    @Fit und Gesund
    Doch, es ist richtig, hier lesen auch Leute, die nicht so viel verdienen.

  21. AvatarNico Meier

    Da wäre noch die Frage zu klären ab wann jemand „viel“ verdient.
    Wenn ich mein Gehalt mit anfang 20 mit heute vergleiche so habe ich damals wenig verdient. Wenn ich heute mein Gehalt anschaue halte so bin ich zufrieden würde aber auch mehr nehmen. Wenn ich mein Gehalt mit dem Mediangehalt in der Schweiz vergleiche stelle ich fest, dass ich deutlich drüber liege.

  22. Avatarchn

    @Fit und Gesund:
    Aber hätte ich jetzt ein 20jähriges Kind, ich würde fuchsteufelswild werden wenn das Kind einen Job hat oder studiert und dann noch nebenbei jobben gehen würde nur um ein Depot zu füllen, nur schnell „reich“ werden, die ganze Zeit nur an Geld denken, das hat mit Jugend wenig zu tun, das empfinde ich als ungut, aber Jeder wie er mag, es betrifft mich ja nicht wirklich, vielleicht besser so.
    Ich sehe das so ähnlich. Gerade die Studienzeit ist eine sehr freie Zeit, die man später im Berufsleben so nicht wieder erlebt. Ich finde, diese Zeit sollte man als junger Mensch genießen dürfen. Dabei bin ich eher ein schlechtes Vorbild, denn ich war ein ausgesprochener „Bummelstudent“ 🙂 Vielleicht hat gerade das bei mir dazu geführt, dann die finanzielle Freiheit anzustreben und dafür richtig Gas zu geben. Hat ja auch gut geklappt – aber erst nach dem Einstieg ins Berufsleben.

  23. AvatarNico Meier

    Tim rechnet häufig ab 20 aber in der heutigen Zeit kenne ich kaum Leute die mit 20 schon viel sparen. Einerseits gehen viele an die Uni bis das Studium fertig ist sind die Leute 28 bis 30. Wenn jemand eine Lehre macht, so meist mit Berufsmatura und anschliessendem Fachhochschulstudium damit kann man auch frühstens mitte 20  in die Arbeitswelt einsteigen und namhafte Beträge sparen.

  24. AvatarEx-Studentin

    @derHamster
    Wünsche euch alles Gute & vor allem Gesundheit!

    @Fit und Gesund
    Mit 20 sind viele noch in der Ausbildung, das stimmt. Aber es ist auch durchaus möglich, in jungen Jahren schon gut zu verdienen. Kommt zudem auf die Wohnsituation an. Wenn man noch bei den Eltern oder mit dem Partner zusammen wohnt, hat man geringe Ausgaben. Wenn man bis 25 noch studiert sich weiterbildet etc, holt man das hoffentlich die Jahre danach wieder raus. Selbst mit 1500€ netto kann man 300-500€ in jungen Jahren sparen und manche halten das auch noch länger durch. Ich bin da zudem sehr gelassen: Man braucht keine Millionen. Ggf. eine abbezahlte Wohnung, eine kleine Rente und 100k für Reperaturen/Notfälle etc sind derzeit mein grobes Ziel.

    @K.
    Würde das Depot auch erst mal auf meinem Namen lassen. Den Umgang mit Geld muss ein Kind lernen. Zudem kann man aus den Dividenden ein Teil des Studiums / Ausbildung finanzieren. Das sind meines Wissens derzeit 735€, die man da 6-7 Jahre jeden Monat zahlen muss.

    @Nico
    Mit dem Bachelorsystem werden die Absolventen immer jünger. Mit 21 ist man mit dem Studium fertig (ich war 20). Den Master kann man auch nebenberuflich machen. Viele in meinem Umkreis haben sich hingegen mehrmals umentschieden, wodurch sie Zeit verlieren. Jeder zweite wechselt gefühlt das Studienfach oder macht noch eine zweite Ausbildung.

  25. AvatarSenfMaster

    @Nico Meier:
    Ich bin Baujahr 1993 und spare bereits seit ich 14 Jahre bin durch einen Nebenjob. Mit 16 Jahren ging die Ausbildung los. Von da an habe ich 500€ (manchmal auch mehr pro Monat gespart und investiert). Nach der Ausbildung spare ich aktuell 70% des Gehaltes. Dementsprechend kann ich auch nach aktuellen Stand mit Mitte 30 nur noch aus Spaß an der Freude arbeiten. Geht alles, wenn man Ziele vor Augen hat.

  26. AvatarDaniel

    Bei den ETF sieht es ganz düster aus, wenn die Zinsen steigen sollten, dann schlägt der Staat zu. Steuern auf Gewinne, die man nie ausgezahlt bekommen hat. Dann verkaufen die Leute, weil sie ja Cash brauchen und die Kurse gehen runter. Unbedingt beobachten,  dass die Zinsen nicht über ca 3 % gehen. Aber bis dahin kann schon wieder alles ganz anders sein…..
    Es tut mir leid das so direkt zu sagen, aber ich halte diese Aussage für kompletten Unsinn. Bei einem ausschüttenden ETF werden die Ausschüttungen bzw. Dividenden der enthaltenen Werte auf die Vorabpauschale angerechnet. In einem Szenario mit steigenden Zinsen werden die Aktienmärkte einbrechen, da damit wieder Anleihen attraktiv werden, es müssen also keine Kursgewinne mit verrechnet werden. Aber selbst wenn der ETF einen Kursgewinn hinlegt, dann wird die Ausschüttung mit verrechnet. 
    Das ergibt bei den meisten eine Versteuerung auf die verbleibende Differenz zwischen Errag und der erhaltenen Dividende, was in den meisten Fällen völlig zu vernachlässigen ist bzw. schon vorherige starke Kursgewinne voraussetzt die jedem Gefallen und auf ein fallendes Szenario nicht zutreffen. Sind die Dividenden höher als die Vorabpauschale werden die Dividenden besteuert. So wie in jedem normalen Aktiendepot auch. Da regt sich ja auch niemand auf. Also völliger nonsens.
    Bei einem horizontalen Kursverlauf = nix
    Bei fallenden Kursen die bei steigenden Zinsen auftreten = nix
    Bei steigenden Kursen die Differenzbesteuerung auf das, was die Dividende nicht kompensieren kann. Das dürfte die wenigsten Anleger aufschrecken, wenn das Gesamtdepot hingegen satte Gewinne einstreicht. 
     
     30 Jahre in ETF zu investieren, das wäre zum Weinen traurig. In ein ETF oder in einen Fonds sollte man nur die ersten 6 Monate investieren, wenn man beginnt. Dann alles verkaufen und einen eigenen Fonds aus 20 Dividenden-Aktien konstruieren!!!
    ohne Worte. Ich frage mich jedesmal wie man derart viel Pauschalisierung so komprimiert in einen Satz verpacken kann und es als die allgemeine Wahrheit verkaufen will.
    Wozu sollte man in ETF mit 25 unsympathischen und 5 sympathischen Aktien investieren??? Man wäre wahnsinnig.
    Weil man auf knapp 100 Jahre gut dokumentierte Börsenstatistik zugreift und feststellt dass die allermeisten Privatdepots massiv der allgemeinen Marktrendite hinterherrennen? Ich suche nicht die Nadel im Heuhaufen, ich kaufe den Haufen.
    Man kauft lieber nur die 5 sympathischen Aktien von DAX, 5 von Eurostoxx50, 5 von Stoxx50 und 5 Blue Chips aus den USA, jede Aktie mit Dividende 3%-8%, KUV < 3, KBV < 3, KGV < 15, so wie es die unbekannten aber sehr intelligenten Amerikaner machen. Wenn du 25 Dividenden Aktien hast, die meisten aus EU, bekommst du 60x im Jahr Dividenden. Bei 25 Aktien aus den USA wären Dividenden 100x im Jahr gezahlt. ? Aber ETF oder Fonds, das ist nix. Da muss man jeden Tag weinen. Bis man es verkauft. ? ? ? Die Dividenden sind viel wichtiger als die Performance, besonders wenn man Rentner ist. Und Berkshire oder Amazon, das ist nix ohne Dividende.
    aha…so langsam kommt Licht ins Dunkel. Du bist in der Auzahlungsphase und willst jetzt Anlegern die noch 30 – 40 Jahre bis zur Rente haben VIELLEICHT DEIN FÜR DICH PASSENDES Konzept verkaufen. Das macht aber keinen Sinn. Ich brauche keine Ausschüttungen oder Dividenden in der Aufbauphase. Ich brauche keien Dividendenwerte. Und selbst wenn ich sie haben wollte, könnte ich diese über ETF abbilden. Komm mal bitte von deinem hohen Roß herunter und fange mal an darüber nachzudenken dass es unterschiedliche Anleger-Szenarien gibt und diese nicht pauschal auf alle ausgerollt werden können.

  27. AvatarChrissie

    „Nicht so viel verdienen“
    Auf den Artikel bezogen war meine Definition von „wenig“ verdienen, dass es auch im mittleren Erwerbstätigen-Alter bei dem jeweiligen Gehalt (Vollzeit) nicht möglich ist, die 1.000€ monatlich zur Seite zu legen.
     

  28. KievKiev

    @ Sparrarten
    In der heutigen Zeit studieren viel mehr Menschen als es damals der Fall war. Ich habe auch erst nennenswerte Beträge mit der ersten Arbeit angefangen zu sparen. Ich war ein paar Jahre älter als 20. Aber wie von Ex-Studentin beschrieben geht das Studium heute schneller. Die Wehrpflicht ist weg, die Schulzeit ist verkürzt. Und es ist möglich einen Abschluss als Bachelor zu machen. Manche Punkte sehe ich auch kritisch, aber faktisch ist es heute schneller möglich als zu meiner Zeit.
    Im Studium habe ich einen kleinen Nebenjob gehabt, der mir Spaß gemacht hat. Ich hatte somit einen Berufsstart ohne Vermögen und ohne Lasten. Einen Golf für 8000€ habe ich ebenfalls gebraucht gekauft. Und Teile der Ausstattung für die Wohnung und den Umzug, Kaution usw.
    Ich habe gerade meine Sparraten rausgekramt. Ich habe darüber Buch geführt. Ich hatte mir vorgenommen 1500€ monatlich fest zu sparen. Im ersten Jahr habe ich es nicht geschafft und 3000€ weniger erreicht. Es war auch nicht zu erreichen. Das war mir bewusst. Im zweiten Jahr habe ich abermals 472€ zu wenig erreicht. Im dritten habe ich 1400€ Überschüsse erzielt. Im vierten dann etwas mehr als 6000€ Überschuss. Im folgenden Jahr nur 3000€. Ich habe kein Haushaltsbuch geführt. Wir haben auch Fernreisen unternommen, daher kann der Betrag gut schwanken. Ich hatte aber nach wenigen Jahren über 2000€ im Monat als Sparrate. Einkommenssteigerungen werden in der Rechnung schließlich nicht berücksichtigt. Und das ist nur meine Tabelle. Die Sparraten meiner heutige Frau habe ich zu der Zeit nicht mit berücksichtigt.
    @ Kinderdepots
    Ich habe auch zwei Kinderdepots mit 55€ im Monat. Die Kinder werden mit 18 darüber verfügen können. Ob sie damit ordentlich umgehen, kann ich jetzt nicht sagen. Man muss manchmal etwas riskieren, wagen und oder auch glauben und vertrauen. Ich habe schließlich noch ein anderes Depot auf meinen Namen. Das erste Depot ist eine Art Vertrauensdepot.
    Problematischer stelle ich mir folgendes vor:
    Mein älteres Kind möchte bereits in jungen Jahren Gas geben und etwas wagen (z.B. Wohnung zur Vermietung). Ich sehe sehr großes Potential und würde die Keule rauspacken um einen sehr guten Start zu ermöglichen: z.B. ein MFH für 800k mit 80/20 finanzieren. 20% bezahle ich inkl. der Nebenkosten. Die kompletten Einnahmen gehen in Tilgung und Zinsen. Renovierungen usw. muss das Kind zahlen und am besten selbst viel erledigen. Das ist soweit ein perfektes Szenario. Was mache ich aber wenn das jüngere Kind das Geld am liebsten in Parties „investiert“? Zurückhalten ist bei höheren Summen schwierig und sorgt für Ärger. Aber ich möchte auch nicht eine phantastische Gelegenheit meinem ersten Kind entgehen lassen, wenn das zweite noch nicht so weit ist. Zugegeben es sind Luxusprobleme. Ich baue auf Erfahrungsberichte von älteren hier im Forum.
     

  29. Avatar42sucht21

    @Kiev – 42 {…}. Das ist doch eine besondere Zahl.
    Weise Worte wohl gewählt 😉
    Auch meine Gratulation & Respekt zur frühen FU mit Familie!

    @derHamster
    Willkommen kleine Erdenbewohnerin und Gratulation zur guten Auswahl der Eltern & Familie!  Willkommen derHamster & dieHamsterrin im Club der Menschen mit glücklichem Schlafdefizit…

    @Kinderdepot
    finde ich gut, man sollte sich nur den Regularien bewusst sein. Es ist das Geld des Kindes(*) und das Kind darf entscheiden. Auch ist geschenktes (ererbtes, gewonnenes) Geld subjektiv meist weniger Wert als Geld welches man selbst mit viel Leistung über längere Zeiträume erarbeitet und dann erspart hat. Mit jungen Jahren hat man viele Wünsche und das Geld sitz lockerer. Die Eltern sollten sich nicht grämen falls das Geld rentenschädlich „für Konsum verplempert“ wird. Das Ausgeben des Juniordepotbetrags finde ich auch gar nicht unbedingt schlecht um erste Erfahrungen mit relevanten Geldbeträgen zu machen. Die meisten Kinder der Eltern hier im Forum welches ein Juniordepot erhalten werden ja irgendwann relevante Geldbeträge und Immobilien übertragen bekommen / erben. Deswegen sollte dann möglichst schon ein Gefühl & bezug für Geld vorliegen. Da ist es gar nicht schlecht mit 20 mal ~10k zum Leben zu benutzen. Bei den meisten hier wird das wohl auch sehr gut klappen den Kindern eine vernünftige Einstellung zum Geld mitzugeben. (* Das Geld darf ja trotzdem in den ersten Jahren zum Bsp für den Familienhausbau mit Kinderzimmer verwendet werden sagte mir meine FA-Beraterin).

    @mit 1.000 zum Millionär
    Ich glaube nicht, dass das so klappt. Muss ja auch gar nicht sein, der Weg stimmt. Ich gehöre zu denen hier im Forum, die 6% (oder gar 10!) erstmal nicht so einfach als zu erreichende Jahresrenditen mit etablierten Aktien kommen sehen. Lasse mich aber gerne überraschen.
     

  30. AvatarBruno

    @lad und Dividendenfreak
    Wenn man schon auf Einzelaktien schwört, sollte man gute Firmen finden gerade wenn es um Dekaden geht, da sind Dividendenrendite, KUV, KBV, KGV Parameter zweitrangig für mich. Sicherlich jeder will die beste Aktie möglichst günstig, aber das geht nicht immer je nachdem in welcher Marktphase man sich befindet.
    Bezüglich Dividenden, hätte ich die Wahl, 2 identisch gute Firmen, die eine zahlt 5% Dividende die andere nichts oder nur 1%, würde ich die zweitere nehmen. Natürlich braucht es ein Grundvertrauen dass das Unternehmen mit dem Geld vernünftig umgeht, aber man will ja auch nur, wenn man schon Einzelaktien kauft, nur solche ins Depot nehmen. Steuertechnisch (klar in Deutschland ist das etwas anders als für mich in der Schweiz) sind Dividenden eher eine Bremse, da Kapitalgewinne steuerfrei sind und Dividenden jährlich versteuert werden müssen.
    Ich habe auch Dividendenaktien im Depot, aber nicht weil sie hohe Dividenden zahlen sondern weil es einfach generell gute Firmen sind. Ich schaue sehr langfristig primär darauf, dass ich gute Firmen mit Potential kaufe und die Finanzkennzahlen schaue ich mir zwar auch an, aber ich halte nichts von irgendwelchen Filtersystemen, die basierend darauf sich die „sympathischsten“ Aktien kaufen, und ich hätte auch ein leichtes Unbehagen je 5 Titel aus DAX/Eurostoxx50/Stoxx50/USA zu nehmen, da wäre Europa/Deutschland extrem übergewichtet und viele Werte in mehreren Indizes, das ist riskant.
    Ich habe aber auch 50% ETF’s im Depot, im klaren Wissen dass die Wahrscheinlichkeit doch gegeben ist, dass ich den Markt nicht schlage. Mich interessiert die ganze Thematik und es macht mir Spass, rein rational könnte ich auch 100% in ETF’s und dies nicht nur die ersten 6 Monate sondern lebenslänglich. Die Statistik, wie Daniel schon ausführt, spricht für sich.
     

  31. Avatarwww.instagram.com/stephan.neu

    Hallo zusammen,
    ich finde auch dass hier teilweise ganz schön übertrieben wird. In der Regel befindet man sich zwischen 20 und 30 Jahren noch in der Selbstfindungsphase und hat eben keine 1.000€/Monat übrig.
     
    Man möchte sich ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Vielleicht wechselt man den Studiengang, macht doch noch eine andere Ausbildung, entscheidet sich für die Selbstständigkeit und scheitert einige Male bevor sich der Erfolg einstellt. Dann die erste gemeinsame Wohnung mit der Freundin, vielleicht das erste Kind oder eine Trennung und der Umzug in eine neue Stadt. In diesem Alter legt man den Grundstein für seine Zukunft und da läuft nicht alles glatt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!
     
    Nach 2 Ausbildungen, Bundeswehr, Fachabitur und einem abgebrochenen BWL Studium, habe ich mich auch erst in meinen 20’ern für die Selbstständigkeit entschieden. Das waren viele 100h-Wochen über mehrere Monate in denen ich an einer Hand abzählen konnte wie oft ich das Haus verlassen habe. Es hat mehrere Jahre gedauert bis ich mit meinem Geschäft auf einem grünen Zweig war. Parallel dazu habe ich täglich meine Persönlichkeit weiterentwickelt.
     
    Kein Auto, keine Urlaube, keine Restaurants und sonstigen Schnickschnack. Meine Eltern habe ich nur 1 Mal im Jahr gesehen, die Beerdigung meiner Großeltern verpasst und Geburtstage, Hochzeiten usw. von meinen Freunden ausgelassen, weil ich mir die Zugtickets sparen wollte. Ich hatte gar nichts von meinen 20’ern und bis zu meinem 28. Lebensjahr war mein Konto leer.
     
    Erst dann ist der Plan mit der Selbstständigkeit aufgegangen. Heute bin ich 32 Jahre alt, ich habe mein Unternehmen vollständig automatisiert und arbeite nicht mehr aktiv. Mein Depot ist 6-stellig und ich kann ca. 5 – 6.000€/Monat investieren. Mein Ziel ist es in 5 Jahren die finanzielle Freiheit durch Dividenden zu erreichen, wofür ich ca. 750.000€ benötige.
     
    Erst jetzt in den 30’ern beginnt bei mir das gute Leben. In meinen 20’ern war an’s Investieren gar nicht zu denken. Und so ähnlich wie mir ging / geht es vielen Freunden und Bekannten. Als Azubi oder Student mit Bafög lebst du teilweise unter Hartz4 Niveau. Wenn man nicht aus gutem Hause kommt, wo die Eltern vielleicht bereits in Aktien investieren und den Nachwuchs in diese Richtung gelenkt haben, wird kaum jemand mit 20 Jahren ein Aktiendepot eröffnen und 1.000€/Monat investieren. Wie soll er auch darauf kommen bei der Aktionärsquote in Deutschland? Es ist die absolute Ausnahme.
     
    Kaum jemand U20 wird sich auf diesen Blog verirren, somit ist der Artikel für die meisten Leser hier irrelevant. Ich würde sogar behaupten, dass so ein Artikel eher kontraproduktiv ist, denn er könnte bei den älteren Semestern ein schlechtes Gewissen auslösen und Druck erzeugen.
     
    Jeder der so weit mit dem Thema ist, dass er bis zu diesem Blog hier vorgedrungen ist, hat bereits die richtige Einstellung und weiß wie wichtig eine hohe Sparquote ist usw. Jeder macht schon wie er kann. Der Blick in die Vergangenheit wie es gelaufen wäre wenn man mit 20 Jahren bereits 1.000€/Monat gespart hätte, nützt keinem etwas.
     
    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Erfolg. Jeder macht es eben so wie er kann.
     
    Stephan 
     
    PS: Nicht falsch verstehen. Bin ein großer Fan von Tim und lese auch täglich diesen Blog. Aber vielleicht konnte ich ja mit meiner kleinen Kritik zum Nachdenken anrege

  32. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ich bin auch Schweizer, versteuere also auch nur die Dividenden nicht aber die Kursgewinne auf Aktien. Ich sehe das differenzierter als Bruno. Für mich sind Dividenden durchaus interessant, weil sie einerseits mehr Motivation erzeugen und dadurch meine Sparrate erhöhen und sie andererseits eine bessere Diversifizierung ermöglichen. Ich habe auch Unternehmen mit eher tiefer Dividende wie Apple im Depot aber hauptsächli erwerbe ich Einzelaktien mit hoher Dividende. Wenn ich Aktien einer soliden Firma kaufen kann, die pro Jahr 10% Dividende zahlt und die Dividende jährlich erhöht, so habe ich in 10 Jahren ohne Steigerunf und ohne Kursgewinn das investierte Geld wieder raus aus dem Investment.
     

  33. AvatarMattoc

    @Bruno
    Guter Beitrag von dir.
    Ich bin darüber hinaus nich nicht einmal der Meinung, dass es zentral um die Frage geht, ob man den Markt schlägt mit seiner Aktienauswahl, es geht bei langen Anlagezeiträumen über 30,40,50 Jahre vielmehr darum, dass man daran glauben muss, dass die Aktienauswahl, die man heute trifft (z.B. 25 oder 30 Aktien) diese langen Zeiträume „überlebt“ bzw. eine angemessene durchschnittliche Performance liefert, wenn man ein solches Depot einfach nur liegen lässt und sich gar nicht mehr drum kümmern möchte. Ich persönlich hätte dabei kein „sicheres“ Gefühl. Bei einem ETF  hat man dieses Problem nicht, die jeweils erfolgreichen Firmen steigen in der Gewichtung auf, die Nieten fliegen raus, egal welche industriellen und gesellschaftlichen Veränderungen kommen. Klar, wenn der Kapitalismus abgeschafft wird, dann hilft einem auch das nicht mehr, aber dann bringen Einzelaktien auch nichts.
    Wenn ich heute wieder ein Depot mit einem Einmalbetrag für meine Tochter anlegen müsste, würde ich wieder einen ETF, der möglichst breit auf diesem Planeten streut, kaufen und keine Einzelaktien.
    So ein Einzelaktiendepot ist eher wie ein Garten, den man zwischendurch mal bewirtschaften sollte, oder?
     

  34. AvatarNico Meier

    So ein Einzelaktiendepot ist eher wie ein Garten, den man zwischendurch mal bewirtschaften sollte, oder?
    Ja das finde ich ein gutes Bild. Im Garten setzt man auch Fruchtbäume von denen man erwartetn, dass sie 20 oder mehr Jahre gut gedeihen aber man pflegt diese Bäume auch und düngt sie oder schneidet sie einmal im Jahr zurück.
    Aktien die eine gute Dividende zahlen sind gezwungen gute Gewinne einzufahren um auch weiterhin die Dividende zahlen zu können. Für mich sind neben Dividendenhöhe auch die Auszahlungsquoten entscheidend ich will keine Firma die 6% Dividende zahlt aber eine Ausschüttung von über 100% hat. Dann lieber nur 4% dafür payout ratio von 30%-70%
     

  35. AvatarBruno

    @Mattoc
    Genau sehe ich gleich. Meine Einzelwerte stammen primär aus früherer Zeit, eigentlich habe ich gar nicht die Zeit für die Bewirtschaftung. Ich kaufe aktuell fast nur noch ETF’s zu, ich möchte aber auch nicht das Depot auf den Kopf stellen, solche Aktionen sind auch gefährlich und sollten wohl überlegt sein. Es kann schon auch interessant werden, falls es mal ein Crash oder dergleichen gibt, sehr gute Firmen günstig zu kaufen.

    @Nico Meier
    Motivation ist wichtig, woher die kommt ist natürlich individuell. Für mich ist auch Motivation, wenn ich keine hohe Steuerrechnung habe. Aber ob eine Firma Dividende zahlt oder reinvestiert und wächst, beides hat Vor- und Nachteile. Ich denke ein Mix ist nicht schlecht, da je nach Marktphase die einen besser sind als die andern. Ich warne nur immer wieder, und das hat gerade bei unerfahrenen Anlegern häufig Hochkonjunktur, dass man Aktien mit hoher Dividende sucht, Dividendenstrategien etc., die Dividende als einziges Kriterium oder noch in Kombination mit günstigem Titel (KGV etc.) ist sehr gefährlich, gerade jetzt wo wir ja wirklich in einer sehr guten Börsenphase stehen, 10 Jahre fast nur gestiegen, wenn jetzt eine Firma eine hohe Dividende zahlt und auch noch günstig ist, dann würde ich sie stehen lassen, eine gute Firma sollte jetzt teuer sein (man muss sie ja nicht kaufen jetzt). Ich bevorzuge eher, gute Firmen günstig zu kaufen. Viele Firmen die jetzt eine (sehr) hohe Dividende (also 5-10%) zahlen und gleichzeitig günstig sind, haben irgend ein Problem. Das kann sich lösen, ist aber eine Spekulation auf einen Turnaround. Das ist keine einfache Strategie.

  36. AvatarTristan

    Interessanter Artikel und genauso die Diskussion. Ich beginne gerade erst mir über solche Dinge Gedanken zu machen und da ist so ein Input eine gute Hilfe.

  37. Avatarchn

    @Matoc:
    So ein Einzelaktiendepot ist eher wie ein Garten, den man zwischendurch mal bewirtschaften sollte, oder?
    Tim betont immer wieder, dass er die ganze Zeit (Einzel-)Aktien kauft und nie verkauft. Er scheint damit recht erfolgreich zu sein.

  38. KievKiev

    @ Schweiz
    Als Schweizer würde ich einen höheren ETF Anteil haben und einen höheren Anteil an Wachstumsaktien wie Amazon, Alphabet, BABA, Tencent im Depot haben. Wie lange ist denn die Haltefrist bei Aktien um Gewinne steuerfrei mitnehmen zu können? Wenn sie nicht zu groß ist (ideal < 1 Jahr) bietet sich doch ein Alternatives Modell für dividendenstarke Aktien (vor allem bei Einmalzahlern) an. Falls Ihr z.B. BASF haben wollt, so kann man dies an zwei naheliegenden Tagen im Jahr als Schweizer gut durchführen. Verkauf der Positionen einen Tag vor Ex Dividende und nach Abzug der Dividende werden sie günstiger zurück gekauft.  Das sind doch dann Kursgewinne, oder nicht? Hierzu einen passenden Anbieter mit 2$ Transaktionskosten. Das ist doch besser als Dividenden zu versteuern.

  39. AvatarJens

    @langweilige ETFs über 30 Jahre:
    Ja, genau das ist der Punkt. Ich habe null Bock, mich um irgendwelche Aktien zu kümmern. Ich will alle drei Monate eine variable Summe in einen ETF investieren und dann meine Ruhe haben. Dafür nehme ich die Risiken abseits der Rendite (z. B. Auflösung des ETF und dadurch Zwangsversteuerung meines „Gewinns“) gerne in Kauf.

  40. AvatarMattoc

    @chn
    Das Zukaufen von Einzelaktien ist ja ein Bewirtschaften. Da hat Tim offensichtlich ein gutes Gefühl für: Erst Bankaktien, dann später CTS Eventim, dann Netflix. Tim geht schon mit der Zeit. Das heißt, er kümmert sich aktiv um sein Depot, indem er zeitgemäße, aufstrebende Unternehmen hinzukauft. 

  41. AvatarMattoc

    @Jens
    Gute Einstellung meiner Meinung nach. 
    Und wer gerne sein Depot bewirtschaftet, kann das natürlich auch mit Einzelaktien machen. 

  42. Avatar42sucht21

    @Mattoc & @Bruno
    Ich finde Ihre Beiträge Heute (und natürlich andere Kommmentatoren,- innen hier auch!) mal wieder Top. Wenn jede/r Anfänger/in diese lesen & verstehen würde, dann sind 90% der Investorenhausaufgaben gemacht.

    @Schweiz
    Ihre Finanzministerin Frau Widmer-Schlumpf brachte doch mal die Besteuerung von Kapitalgewinnen ins Spiel (& Kapitalverluste als abzugsfähig). Ist diese Idee Stand Heute komplett verworfen (außer evtl. bei den Linken)?
    In dem Zusammenhang hatte ich über die existierende Vermögenssteuer für Privatpersonen gelernt. Der Vermögenszuwachs mit steigenden Aktienkursen wird dann ja auch versteuert. Das gleiche beim steigenden Eigenmietwert der selbst genutzen Immobilie.

  43. AvatarBruno

    @Kiev
    Ja theoretisch, Haltedauer ist nicht explizit festgelegt, aktuell sind die meisten Steuerämter noch kulant, erkennen sie aber Systematik und geht es um grössere Beträge, kann es Probleme geben. Kommt aber hinzu, dass man in der Regel noch Stempelsteuern bezahlen muss, und das Risiko dass man ein Teil verliert durch ungeschicktes Timing, häufig ist der Abschlag nur ein Teil der Dividende, da viele da ja kaufen weil optisch günstig oder andern Gründen. Dies kann dann auch die vermiedene Steuer wettmachen, von daher ist diese Strategie für mich nix. 
    Insbesondere wenn das Steueramt jedes Jahr dieselben Aktien im Depot sieht, aber nie Dividenden anfallen, wird es wohl Probleme geben.

  44. AvatarBruno

    @42sucht21
    Stand heute ist das kein Thema, aber was morgen ist 😉 Es ist wohl wie in Deutschland so, dass zukünftig das Geld an diversen Orten hinten und vorne nicht reichen wird (Renten etc.) und man dann neue Steuereinnahmen suchen wird. Es gab ja gerade letzte Woche eine Abstimmung und entsprechende Steuer- und AHV Reform (mehr Lohnnebenkosten, steuerbefreite Dividenden entfallen, höhere Dividendenbesteuerung dafür für normale Firmen tiefere Steuern als Ausgleich für die Holdingbesteuerung, die von der EU nicht mehr akzeptiert wird, so ganz ganz grob zusammengefasst :D)
    Vermögensteuer: Sie ist relativ tief und fällt nur marginal ins Gewicht für ein Depot, wo ich damit meine Probleme habe ist als Unternehmer mit der eigenen Firma, diese wird nämlich, sofern man Gewinne macht und steigert, durch irgend eine absurde Formel hochgerechnet und so ein imaginärer Firmenwert berechnet, der dann als Privatvermögen (für die Aktionäre) eingesetzt wird. Man kann aber die Firma ja nicht einfach so mal rasch zu Marktwert an der Börse verkaufen, so ist dies natürlich ähnlich wie bei Eigenmietwert ein rein virtueller Betrag. Von daher muss man schauen, dass man nur wenig oder kein Gewinn macht, auch wenn dies sinnvoll wäre. 
     

  45. AvatarSparta

    @chn

    „Tim betont immer wieder, dass er die ganze Zeit (Einzel-)Aktien kauft und nie verkauft. Er scheint damit recht erfolgreich zu sein.“

    Viele Wege führen nach Rom.

    Laut vielfältigen Studien schaffen es nur sehr wenige Privat-Investoren eine Indexrendite langfristig zu übertreffen. Viel Handeln korreliert häufig mit einer schlechteren Performance. Inwiefern Tim`s Umfeld (Hedgefondsmanager mit Tipp „Netflix“, Analysten-Ausbildung, Börsenjournalist, Außenbüro NY für Prior, Treffen mit den besten Investoren etc.) eine Rolle spielt, kann man von außerhalb nicht seriös beantworten. Ich will seine Leistung definitiv nicht klein reden, aber wenn man schon dieses Umfeld hat, bzw. sich erarbeitet hat, wird es wohl jeder so gut wie möglich versuchen zu nutzen! 
    Dass sich hier nur diejenigen melden, welche darüber sind ist eine Filterblase!
    Auch wenn sich hier die Gutverdiener (Geschäftsführer, Selbstständige, Schweizer, Abteilungsleiter, MINT-Sparer, Erben, Beamten, Versicherungsvertreter, Bänker, Juristen etc. mit evtl. zusätzlich günstiger Wohnsituation gegenseitig auf die Schultern klopfen, wenn Sie deutlich mehr als das Grundbedürfnis sparen können ist dies auch eine kognitive Verzerrung der allgemeinen Situation…

    Die Realität wie wahrscheinlich etwas mit einem Mittelschichts-Einkommen zu erreichen & ersparen, was laut Statistik evtl. ca. 1 % schaffen ist etwas härter als die Träumerei davon.

  46. AvatarMattoc

    Wenn mir jemand sagt, wie schlecht Indizes (und damit ETFs) als Anlageinstrument sind, weil man damit „so viele schlechte“ Unternehmen mitkauft, die man eigentlich gar nicht haben möchte, dann gucke ich mir gerne in folgendem Dokument die Jahresstatistik oben rechts an und denke mir, wie prima es ist, dass es Anlegern ermöglicht wird, an der wirtschaftlichen Entwicklung der Welt mit einem einzigen Instrument zu partizipieren:
    https://www.msci.com/documents/10199/178e6643-6ae6-47b9-82be-e1fc565ededb
    Mehr braucht der durchschnittliche Anleger, der einfach nur eine langfristig rentable Anlagemöglichkeit sucht, auf keinen Fall.
    Übrigens:
    Im Jahr 2009 nach dem Crash hat der MSCI Emerging Markets knapp 80% zugelegt. Selbst in diesem Szenario und bei 3% Basiszins, zahlt man Peanuts als Vorabpauschale. 

  47. KurtKurt

    @FitundGesund
    Ich denke schon das hier auch Leute lesen, die sich keine 1.000 EUR Sparrate leisten können. Mich eingeschlossen.

    Aber wer sagt so was schon gerne – Internet-„Anonymität“ hin oder her. Was dem einen der Auto-Haus-Swimmingpool-Vergleich ist hier halt die Sparrate und der Depot stand.

    Viele Menschen vergleichen einfach gerne oder unbewusst anstatt sich darüber zu freuen was sie erreichen können und sich auf die eigenen Dinge konzentrieren. Alles andere kann man eh nicht ändern.

    Ja, das mit deinem Beispiel mit dem 20jährigen kann ich nachvollziehen, es gibt auch noch andere wichtige Dinge und Lebenserfahrung die man in jeder Alterstufe sammeln sollte. Und nicht alles muss oder sollte dem „großen finanziellen Ziel“ untergeordnet werden. Der Weg ist das Ziel wie man so schön sagt.

    Das ist bei manchen wie das Hinfiebern auf die Alters-Rente und dann nach Erreichen derselbigen sitzen manche da und „fallen in ein Loch“.

  48. KievKiev

    @ Bruno
    Das ist sehr interessant. Gilt die Steuerfreiheit auch bei thesaurierenden ETFs? Und was ist mit Gesellschaften wie Berkshire? In dem Fall lässt sich vielleicht ein halbwegs passender thesaurierender Sektor ETF finden, der einen Großteil an interessanten dividendenstarken Unternehmen enthält. Gerecht finde ich das jetzt nicht, aber es ist wie es ist. Und das kann man natürlich für sich optimieren. Ich finde das deutsche Steuermodell  in Bezug auf Dividenden Gewinne, Vermietung usw. recht logisch. Das Schweizer Modell würde ich in dem Punkt der Kursgewinne sehr begrüßen.
     

  49. Avatar42sucht21

    @Tim {hat} offensichtlich ein gutes Gefühl… CTS Eventim, Netflix
    Tim hat ja im Gegensatz zu den meisten anderen privaten Investoren direkten Zugang zu den CEOs und  Senior Management. Das kann schon ein großer Vorteil sein bei der Einschätzung von Unternehmen. Am CEO hängt viel.
    Schulenberg zB scheint ein kräftiger Geschäftsmann zu sein. CTS hat hübsche Geschäftspraktiken probiert (2,50€ Gebühr bei Selbstausdruck, 29,90€ für Premiumversand (=normale, unversicherte Briefpost – andere Versandarten nicht wählbar 😉 
    https://t3n.de/news/eventim-kommentar-1104956/
     
     

  50. AvatarAlbr

    @Kurt, JEDE Sparrate größer null, ist eine tolle Sache !
     
    jeder fängt klein an, macht Erfahrungen, erkennt wo er sparen kann, je länger man sich damit beschäftigt, desto besser läuft es… 😉
     
     

  51. AvatarA.

    @Kinderdepot
    Also ich verstecke das Depot nicht vor meiner Tochter. Sie hat’s seit ihrer Geburt und ist bald 4. 🙂 . Sie weiss was Aktien sind bzw. Das  es sowas gibt. Ich denke, wenn sie rangenführt wird, dann geht es sie später besser damit um. Theoretisch. Sie spart auch jetzt schon Bargeld in einer Dose. Mal sehen was später wird. 
    Unternehmerfamilien verstecken ihre Unternehmen ja auch nicht vor ihrem Nachwuchs, sondern führen sie heran an die Aufgaben. Wieso nicht auch bei einem Depot genauso vorgehen?
    Gruß
    A.
     

  52. KurtKurt

    @Ex-Studentin
    Bzgl. Studiengebühren:Da ich mich immer wieder mal mit dem Thema (als nebenberuliches Studium) beschäftige, ist mein Eindruck das die Gebühren je nach Studiengang und dann teils je nach FH/Hochschule stark schwanken. Von ein paar hundert Euro bis mehreren tausenden EURO pro Semester ist da alles dabei.
     
    Faszinierend ist dabei, dass es Studiengänge gibt die auf gewissen Ausbildungsgängen bzw. Berufen aufbauen. Und dort ist teils der Verdienst sehr geregelt (=bekannt) und nicht gerade üppig. Das dann teils trotzdem mehrfache Monatsgehälter pro Semester berechnet werden finde ich sehr interessant. Wer kann sich das leisten? Davon ausgehend das man im zugrunde liegenden Beruf auch gleichzeitig arbeitet zum Broterwerb.

  53. AvatarBruno

    @Kiev
    Thesaurierender ETF: Nein, der muss auch besteuert werden, es werden die Dividendenerträge ausgewiesen, sonst wäre die Sache einfach 😉
    Berkshire: Dort ist es anders, keine Dividenden = keine Steuern.
    Fair gibt es nicht, dazu müsste das Steuersystem stark vereinfacht werden, aber das will man ja nicht aus diversen Gründen.

  54. KurtKurt

    @Albr

    Das ist korrekt. Lief bei mir auch so an. Die einzige Schraube die nun noch bleibt ist die Einkommensschraube durch Nebenjob/“Nebengewerbe“ oder Berufswechsel. Und das ist kein Jammern sondern eine schlichte Feststellung und Bewusstmachung der eigenen Möglichkeiten. Der Circle of Competence (?) ist sehr groß wenn man nur will.

  55. AvatarInsider

    Schöner Artikel und sehr gute Kommentare . Die Bedenken mit einzel Aktien auf zukünftige Verlierer zu setzen , habe ich auch. Ich streue aber breit über verschiedene Bereiche wobei Banken, Versicherungen und Versorger noch gering sind . Klar Depot ist ja noch im Aufbau. 
    Etf habe ich auch und möchte weiter aufstocken . Hier sehe ich aber die Gefahr , dass es sich um ein Finanzprodukt handelt und ggf ein black swan ungeahnte folgen haben könnte. Ich bewundere Menschen wie den Maschinist oder Holger von zendepot die gewaltige Vermögenssummen in wenigen etf haben . Meiner Meinung nach gehört auch Diversifikation zum Vermögenserhalt und Aufbau dazu . Man muss sich selbst damit wohl fühlen . 
    Ich könnte z.b. in 30 Jahren besser damit leben „nur“ eine Rendite von 4 oder 5 Prozent nach Steuer gemacht zu haben / anstatt eine Rendite von 7 nur mit etf als das Szenario alles in etf und negative Rendite oder großer Verlust. 
    Wichtig ist bei all dem , dass die Sparquoten nicht weh tun. Ich muss das Gefühl haben selbst zufrieden zu sein . Ich brauche heute keinen PS starken Neuwagen aber gebe gerne Mal Geld für Urlaub oder gutes essen aus . 
    So kann man mit eventuellen Verlusten (negative Entwicklung Börse, drohender Sozialismus oder pflegefall der Eltern )  in Zukunft leichter leben. 
     
     
     

  56. KurtKurt

    Bzgl. Kinderdepot
    Ich habe zum 18ten damals auch ein Depot überschrieben bekommen – noch mit aktiven Fonds. Ein schöner Betrag. Nichts für die Rente aber trotzdem gut ansehnlich. Habe es erst gar nicht realisiert. Habe es einfach liegen gelassen und wusste, das ich bei Fragen (damals) zu meinem Vater gehen kann.

    Später habe ich zweimal einen kleinen Betrag (der zufällig dem Ertrag – bzw. einem Teil davon entsprach) entnommen für nebenberufliche Aus- und Weiterbildungen.

    Mittlerweile ist es so, dass ich natürlich meinen Vater bzgl. Fragen nicht mehr brauche und mich vermutlich sogar besser auskenne. Aber das ist nebensächlich.Das Depot gibt es immer noch, da es sich trotz aktiven Fonds mit hohen TERs wahrlich gut rentiert. Ein Glücksgriff den man vorher so nicht vorhersagen kann.

    Alles andere und das ist das, was ich momentan auch nur betrachte, ist das was ich mir dann selber angespart und seit ein paar Jahren auch selber investiert habe, von einem Einmalbetrag in der Jugend mal abgesehen.
    Das 18er-Depot ist quasi einfach nur im Hintergrund da und freut mich. Das schöne ist, das die Hemmschwelle zum plündern etwas größer ist als beim Sparbuch, finde ich zumindest. Aber technisch heute auch leichter als früher.

    Verheimlichen würde ich das Depot nicht aktiv und der Nachwuchs bekommt ja ein Depot vom Opa. Auch werde ich alles erklären und heranführen. Natürlich.

    Wann der Nachwuchs dann das andere (Zweit-)Depot das formal auf mich läuft bekommt, können wir dann entscheiden. Muss ja nicht alles en-bloc zum 18. sein. Es gibt später auch Gelegenheiten, wo man es sogar mit einer gewissen Unterstützung (Studium/Ausbildung/…) verbinden kann und es so nochmal einen ganz anderen „Wert“ hat.
    Und wenn es nur so ist, wie bei mir, das es ein schönes / sicheres Gefühl ist, zu Wissen da ist was in der Hinterhand.

  57. AvatarEx-Studentin

    @Kurt
    Ich bezog mich an sich auf den Unterhalt, wenn ein Kind z.B. 7 Jahre Medizin studiert. Einem Kind in Ausbildung stehen 735€ Unterhalt monatlich zu. June hat z.B. 2 studierende Kinder. 
    Gebühren gibt es je nach dem auch. Bei schulischen Ausbildungen (Physiotherapeut, PTA) durchaus 200-400€ im Monat. Vorher ggf. Privatschulen etc. Mein Kollege meinte z.B., dass er seine Kinder wegen des hohen Ausländeranteils und des fallenden Bildungsniveaus möglichst nicht auf staatliche Einrichtungen schicken will.

  58. AvatarNico Meier

    Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Es ist sicherlich nicht ratsam ausschliesslich auf die Dividendenrendite zu schauen bei der Auswahl der zu kaufenden Aktien. Daher habe ich auch geschrieben, dass payout ratio auch ein wichtiger Punkt ist. Ich schaue auch auf das KGV wobei dieses gerade bei sehr guten Firmen in den meisten Fällen als zu hoch erscheint. Gerade bei Firmen bei denen in den nächsten Jahren viel Wachstum möglich sein wird ist das KGV nicht von so grosser Bedeutung, da bei steigenden Gewinnen das KGV nachträglich besser wird.
    Mit anderen Worten „es ist kompliziert“ 😉
     
    Das Steuersystem in der Schweiz ist nicht gerade einfach vorallem weil es je nach Wohnort unterschiedliche Einkommenssteuersätze gibt.
    Die Versteuerung der Dividende als Einkommen hingegen finde ich logisch und sinnvoll. Kann dies natürlich auch nur sagen, weil die Einkommenssteuer in der Schweiz bedeutend milder ist als in DE.

  59. AvatarNico Meier

    @Jenny
    Mein Kollege meinte z.B., dass er seine Kinder wegen des hohen Ausländeranteils und des fallenden Bildungsniveaus möglichst nicht auf staatliche Einrichtungen schicken will.
    Dieses „Problem“ löst man indem man in einer Region wohnt, in der es wenig billigwohnraum gibt, denn in der Schweiz sehen wir eine Massierung von Menschen mit tiefem Bildungsstand in Gemeinden oder Städten mit billigem Wohnraum. So stellt man sicher, dass die eigenen Kinder in eine Schule gehen können, in der sie nicht die einzigen sind, die die Landessprache sprechen.

  60. KurtKurt

    @Ex-Studentin
    Ah. Ich hatte es auf Studiengebühren umgedeutet. Ja der Unterhalt kommt auch noch dazu. Egal ob „freiwillig“ oder „erzwungener Anspruch“.
    Das ist auch nicht ohne.

  61. AvatarSven

    Gibt es in Tim`s Gedankenwelt eigentlich Steuern, oder sollen wir einfach annehmen, dass es die nicht gibt?

  62. KurtKurt

    @Sven
    Die gibt es. Er schreibt ja hin und wieder, das er für solche Fragen/Themen sein Steuerberatungsbüro hat und die das für ihn regeln.

    Aber er ist halt in den USA ansässig und steuerpflichtig, da ist das anders als bei uns.
    Aber die Steuer (oder auch evtl. Steuervergünstigungen) ist/sind bzgl. Investieren die letzte bzw. gar keine Entscheidungsgrundlage(n). Es gibt die Steuer halt und fertig.

  63. KievKiev

    @ Kurt
    Die 1000€ sind nur eine Beispielrechnung. Bei dieser kommt ein Vermögen von knapp 900k heraus. Das muss man auch erst einmal als Notwendigkeit ansehen. Als Alleinstehender würde ich diese Summe nicht benötigen und meine Prioritäten in Hinblick auf Zeit etwas anderes verteilen, so dass ich meine Arbeit bereits früher reduzieren würde.
    Ich habe keine Bilderbuch Karriere gemacht und möchte mir auch nicht auf die Schulter klopfen. Bei meiner Arbeit könnte vermutlich 1/3 der Belegschaft mindestens 1000€ im Monat sparen. Und ja, ich lebe hier natürlich auch in einer Filterblase. Meinen Kollegen und mir geht es schon recht gut. Theorie und Praxis in Vermögensbildung ist außerhalb diesen Forums allerdings weit voneinander entfernt. Ich habe auch Freunde, die ein gutes Stück höhere Einkommen beziehen. Am Ende zählt aber was übrig bleibt und da sieht es dann anders aus.
    Ich habe mich auch etwas schwammig ausgedrückt. Ich hatte gesagt, dass ich die 1500€ nicht erreichen konnte und das es mir bewusst war. Das beziehe ich auf mein damaliges Wissen und Verständnis zu Geld bzw. Mindset. Ich hätte diese Sparrate vielleicht auch schon im ersten Jahr ohne Verzicht erreichen können. Ich kannte zu der Zeit noch nicht die Webseite von Tim, Mr. MMM, Frugalisten usw. Die gab es zu der Zeit alle noch nicht. Oliver (Frugalisten) würde mit meinem damaligen Gehalt vermutlich locker auf diese Rate kommen. Er ist diesbezüglich nun mal etwas früher als ich dabei. Neben sehr guten Erlebnissen und Konsumgütern, die mir noch heute viel Freude schenken, habe ich zugegebenermaßen viel Geld in Konsumgüter versenkt.

  64. KurtKurt

    @Sven
    Aber die Steuer (oder auch evtl. Steuervergünstigungen) ist/sind bzgl. Investieren die letzte bzw. gar keine Entscheidungsgrundlage(n). Es gibt die Steuer halt und fertig. Ändert sich eh schneller als man gucken kann. Nix für Langfristentscheidungen über Jahrzehnte.
    Es gibt einen Spruch: Wer viel Steuern zahlt, verdient viel. Trifft in Deutschland sicher zu. Verbesserungspotenzial im Steuerrecht gibt es sicher in jedem Land. Auch wieder je nach Gesichtspunkt bzw. Interesse das man verfolgt.

    @Kiev
    Wahre Worte, die auf mein Umfeld / meine Situation auch zutreffen bzw. zutrafen (früher als Single/Arbeitsumfeld…).
    Kann ich so unterschreiben. Wenn auch mit leicht anderen Zahlen, aber das ist Nebensache.

  65. AvatarMarins

    Hallo, ich lese den Blog ungefähr seit Beginn dieses Jahres und wollte euch einmal um Rat fragen. Ich suche aktuell ein empfehlenswertes Buch was sich mit dem Thema Immobilienvermietung als Kapitalanlage beschäftigt. Vielleicht hat ja einer von euch einen guten Tipp. 😉 
    Schon mal danke im voraus. 

  66. AvatarBruno

    „Aber die Steuer (oder auch evtl. Steuervergünstigungen) ist/sind bzgl. Investieren die letzte bzw. gar keine Entscheidungsgrundlage(n). Es gibt die Steuer halt und fertig. Ändert sich eh schneller als man gucken kann. Nix für Langfristentscheidungen über Jahrzehnte.“

    Jein, es ist schon wichtig für den langfristigen Erfolg, angenommen man erwirtschaftet eine Rendite von 8% p.a. mit seinen Anlagen, man will 30 Jahre investieren. Bei Option 1 fallen auf die Erträge 30% Steuern an, bei Option 2 nur 10% (oder gar nichts).

    Szenario 1 Einmaleinlage 100k:
    Option1: 512’764.-
    Option2: 761’225.-

    Szenario 2 Sparplan 5k p.a.
    Option1: 237’533.-
    option2: 357’748.-

    Das mag kurzfristig „wenig“ Einfluss haben, aber auch hier wirkt der Zinseszins enorm.

  67. KurtKurt

    @Bruno
    so gesehen ja. Wenn steuerlich alles so bleibt wie es ist. Aber das ist nicht so.

    Ich bezog mich oben aber auf die Steuergesetzgebung. Und die kann sich alle paar Jahre ändern bzw. sie ändert sich alle paar Jahre. Und die kann ich als „Einzelperson“ nicht wirklich zu meinen jeweiligen individuellen Gunsten beeinflussen, ändern, einfrieren oder aufhalten.

    Dementsprechend ist es (die Steuer) nicht die primäre Entscheidung pro oder contra investieren bzw. in welches Produkt (gerade bei Riester sieht man das ja schön wie sich Regelungen verändern können).

  68. AvatarLOL

    1000 Euro sparen, 30 Jahre lang ….. gibt nicht viele unter den 7 Mrd Menschen auf der Welt die das schaffen !! Meistens kommt noch ein „Leben“ dazwischen, das dies verhindert !!!

  69. AvatarThorsten

    @Sven Tim hat glaube ich die Deutsche Steuerwelt nicht im Blick,  aber das versteht eh kaum jemand. Es ändert sich ja alle Jahre. In Deutschland bleibt deutlich (!) weniger übrig vom Depot als für US-Amerikaner in USA, das ist Fakt. Weswegen ich ja ständig auf die Politk verweise, es gibt keinen oder selten einen Bestandsschutz. Manche Gesetze gelten rückwärts zum Jahresbeginn. Gab es schon alles.

    Ich würde darauf vertrauen, dass die Aktien mit 8% rentieren, wovon der Staat sich zwischen derzeit 2 und vielleicht worstcase (linke Umverteilung oder klammer Staat) zukünftig 3 oder  4 Prozent nehmen könnte. Dann würden immer noch 4 bis 6 Prozent übrig bleiben. Das sollte reichen.

  70. AvatarDanielKA

    @ Thorsten: Das macht der Staat doch bereits, von deinen genannten 8 % Ertrag kannst du 25 % Abgeltungssteuer an den Staat abdrücken, dann bist du bei 6 %, 2 % hat sich der Staat abgeschnippelt. Einzige Möglichkeit ist über Steuerstundung durch Verlagerung der Gewinne in die Zukunft zu arbeiten, aber am Ende muss irgendjemand die Steuern zahlen, auch wenn es die Erben sind… 

  71. AvatarClaus

    … verstehe nicht so ganz, warum sich viele an den 1.000 EUR mtl. Sparrate so stören. Dies ist doch nur ein Beispiel.
    M.E. ist entscheidend, dass es „klick“ im Oberstübchen macht, man sich überhaupt ein Depot zulegt und dies langsam, nach Wissensstand und Erfahrung, „mit Leben“ füllt. Je früher, desto besser. Einige wenige sind sehr aufgeweckt und fangen bereits als Schüler an. Andere sind „Spätzünder“ und fangen vielleicht erst jenseits der 30 Lenze an. Jeder hat eine Chance, wenn er nur beginnt.
    Die Million sehe ich genauso. Der Betrag, der letztendlich im Rentenalter zusammengekommen ist, ist nicht entscheidend. Doch jedem, der gespart hat, wird es deutlich besser gehen, als allen anderen, die stets alles „gedankenlos verprasst“ haben.
    So wird die Friseurin oder die Blumenverkäuferin unter „normalen Umständen“ wohl keine Million schaffen, doch vielleicht 100.000, 200.000 oder sogar mehr. Das wäre für diese Menschen eine ähnlich hohe Summe, wie für Gutverdiener die berühmte Million.
    Wer mit dem Sparen und Investieren beginnt, wird mit der Zeit immer einfallsreicher, das Beste für sich herauszuholen. Die Sparraten werden mit der Zeit automatisch steigen.
    Natürlich werden auch viele scheitern. Vor allem, wenn sie auf Tipps (egal woher sie kommen) hören, sich selbst aber nicht schlau gemacht haben und keine Fehlerdiagnose betreiben.
     
    @ fit und gesunddanke, Deinen Kommentar kann ich uneingeschränkt auch an Dich weitergeben.
    LG
     

  72. AvatarStefan Müller

    Denkt Mal darüber nach, wer 1999 im DAX investiert hat(20Jahre. Seitdem eine Verdopplung des Standes inkl. Dividenden. Eine Rendite von nur knapp über 3%/Jahr ohne Gebühren und Kosten

  73. AvatarBruno

    @Stefan Müller
    Kann mich nur wiederholen, aber darum ist Tim’s Beispiel auch gut, es ist deutlich realistischer für die Meisten, regelmässig, monatlich einen Betrag x sparen zu können als eine Einmaleinlage. 
    Einmaleinlage gibt es eigentlich nur wenn man a) Geld geerbt/verschenkt bekommen hat oder b) zu lange nicht investiert hat resp. Geld auf dem Sparkonto angehäuft oder c) etwas grösseres wie Haus oder Firma verkauft hat.
    In der Regel spart man in kleinen Häppchen regelmässig, dann gleicht sich dies über die Dekaden wieder aus. Ist dasselbe wie die immer wieder aufkehrenden Beispiele von 1929 Wallstreet oder Japan, auch dort werden die wenigsten genau im dümmsten Moment alles in einer Einmalinvestition angelegt haben.

  74. AvatarMr. M

    @Stefan Müller: Na da haben Sie im Dax Renditedreieck ja mal wieder ganz schön lange suchen müssen bis Sie diese Konstellation gefunden haben. NIEMAND legt einmalig an. Das ist doch etwas unrealisitsch finden Sie nicht?
    So könnte ich genausogut sagen, wer in den Jahren um 1991 – 1994 angelegt hatte und jetzt verkauft ist mit über 6% dabei.

  75. AvatarClaus

    @ Stefan Müller
    … deshalb ist Diversifikation so wichtig. Nicht nur über Branchen und Währungsräume, sondern auch nach Kaufzeitpunkten.
    Kein „vernünftiger“ Anleger würde ausschließlich in den DAX (m.E. einer der schlechtesten Indizes, die es gibt) investieren.
    LG

  76. Avatar-M

    Claus 
    Endlich schreibt es mal jemand anderes….
    Das ein geringverdiener nominal keine 1000€ spart für die Million leuchtet ein, aber 100€ gehen vlt, um dann 100k mit in die Rente zu nehmen. Das wird dem Menschen aber mal sowas von das Alter versüßen…. der Mensch hat einen ganz anderen Lebensstandard als einer der 4k verdient und davon 1000€ spart. 
     
    Deshalb bin ich auch nicht neidisch auf andere die nominal viel mehr sparen wie ich…. meine Famile spart 30% vom netto. Das ist in € eine ganz gute Summe, aber bezogen auf unseren Lebensstandard schon ziemlich cool finde ich. 
    Deshalb muss sich hier niemand von der Million blenden lassen.
     
    -M

  77. AvatarThe real Rabe

    @ derHamster
    Meinen Glückwunsch und alles Gute für Dich und Deine Familie.
    Bald bin ich auch dran! ?
    Wo hast du das Kinderdepot eröffnet und welchen ETF oder welche Aktien besparst Du für Deine Tochter?

  78. AvatarJohn

    Ein Geringverdiener muss gar nicht 1000 im Monat anlegen!
    Man muss hier auch die Ausgabenseite berücksichtigen. Der Geringverdiener würde sich über die Mio zur Rente freuen, keine Frage. Aber ausgehend vom bisherigen Lebenstil reicht ein Bruchteil. Besser noch für den Lebensstil den man später haben will. Es braucht nicht die laute teure Innenstadt Wohnung, dafür steigen andere Kosten wie Gesundheit, Reisen.
     
    Insofern muss man Mal die eigenen Ausgaben überschlagen um zur Zielsumme zu kommen. Mal mehr Mal weniger. Auch die Frage ob man am Ende wenig oder sehr viel vergeben will.

  79. AvatarPerpetuum Mobile

    … sicher kann auch jeder 2000 EUR sparen im  Monat und das 30 Jahre lang. Wie sieht das Leben dazwischen aus?

  80. AvatarChris

    Jaja „das Leben“ ist halt doch für jeden etwas anderes. Dazu kommen noch die kleinen aber feinen Lebensabschnitte. Früher habe ich alles verprasst, in Bier und Zigaretten verbrannt, Auto und andere Sachen finanziert und hatte 0 (im Wort: Null) auf der Seite. Heute (ab ca. 30. Lebensjahr) spare ich lieber jeden Monat über 2k ins Depot und andere Altersvorsorgesachen. Konsum, vor allem von Zigaretten und Alkohol, bedeutet mir nichts mehr. Ein Auto habe ich nicht und fahre damit erst noch viel gesünder und kostengünstiger. Im Moment habe ich eine scheiss Freude mein wachsendes Vermögen zu sehen und zu wissen, dass ich die Million so sicher erreichen kann. Wer das nicht braucht oder will, soll es halt bleiben lassen. Mittelschicht und „Leben“ sind nur ausreden, weil ihr es euch nicht vorstellen könnt oder wollt. Mit Bildung und etwas Risikofreude ist extrem viel möglich und damit meine ich nicht den Aktienmarkt, sondern eben das Leben! Mal den Job, die Branche und vor allem die Position wechseln, dann klappt es auch mit dem Millionendepot. Cheers, und jetzt gibt es einen feinen Tropfen, ich muss meine Weiterbildung, Beförderung, Gehaltserhöhung und Gewinnauszahlung aus einem Gratis-Gewinnspiel feiern.

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