Während die Welt da draußen immer noch verrückt nach dem nächsten KI-Hype spielt und Krypto-Coins Achterbahn fahren, mache ich etwas anderes. Ich schaue mir mein Depot an und lächle. Warum? Weil es langweilig ist. Und genau deshalb macht es mich reich.
Ich war gestern hier in New York im Supermarkt um die Ecke. Die Preise sind immer noch sportlich. Ein einfaches Abendessen? Kostet schnell so viel wie früher ein ganzer Wocheneinkauf.
Viele fragen mich: „Wie bleibst du bei diesen Lebenshaltungskosten so entspannt?“ oder „Warum jagst du nicht den Tech-Raketen hinterher?“
Die Antwort ist simpel: Dividenden. Langweilige Value-Papiere wie Frischeierproduzent Cal-Maine oder die Forstbetriebe Rayonier und Weyerhaeuser (beide REITs) sind mir lieber. Sie zahlen ordentliche Dividenden.
Echter Cashflow. Geld, das auf meinem Konto landet, egal ob die Börse gerade gute oder schlechte Laune hat.
Im Jahr 2026 ist mein Depot gefüllt mit Unternehmen, die solide arbeiten, statt nur große Versprechungen zu machen. Keine wilden Zockereien. Stattdessen: Substanz. 2025 habe ich. 49.000 Dollar an Dividenden kassiert. Und im laufenden Jahr dürften es deutlich über 50.000 Dollar werden. Ich lebe aber zur Zeit von meinen Einnahmen als freier Journalist, Blogger und Vermieter. Die Dividenden stecke ich zurück in den Aktienmarkt, weil ich sie nicht brauche. Ich kann aber jederzeit mit ihnen in die Freiheit gehen, wobei ich mehrere Einnahmequellen vorziehe, um abgesichert zu sein.

Hier sind meine Top 5 Positionen, die mir aktuell die dicksten Schecks schicken.
1. Chevron (CVX): Energiehunger macht satt
Die Welt träumt von grüner Energie, aber die Realität 2026 sieht so aus: Wir brauchen Öl und Gas. Jeden Tag. Für Schiffe, LKW, Heizungen und die Industrie.
Chevron ist einer der effizientesten Player im Markt. Sie haben eine Bilanz wie eine Festung. Während andere Konzerne wild diversifizieren, konzentriert sich Chevron darauf, Geld zu verdienen und es an die Aktionäre weiterzugeben. Jetzt besteht die Chance, dass die Texaner in Venezuela mehr Öl fördern können, seit das dortige Regime von den USA gestürzt worden ist.
- Warum ich sie liebe: Die Dividende ist massiv. Aktienrückkäufe kommen noch oben drauf. Wenn ich an einer Tankstelle vorbeifahre, höre ich quasi die Kasse klingeln. Ein klassischer Value-Wert. Warren Buffett hat sie auch in seinem Depot. Von Chevron erhielt ich 2025 immerhin rund 10.000 Dollar an Dividenden.

2. Bank of America (BAC): Der Riese profitiert von den Zinsen
Warren Buffett liebt sie, und ich tue es auch. Die Bank of America ist keine kleine Zockerbude, sondern das finanzielle Rückgrat der USA. Millionen Amerikaner haben hier ihr Konto, ihre Kreditkarte, ihre Hypothek.
Lange Zeit haben Banken unter Nullzinsen gelitten. Das ist vorbei. Die Bank of America verdient wieder prächtig am Zinsgeschäft.
- Warum ich sie liebe: Sie ist „too big to fail“ und extrem profitabel, wenn die Wirtschaft läuft. Die Bewertung ist oft moderat, die Dividende wächst wieder. Ein Basis-Investment im Finanzsektor. Ich habe die meisten Bankaktien während der Finanzkrise zu Schnäppchenpreisen weit unter Buchwert gekauft. Knapp 10.000 Dollar habe ich von der Bank of America an Dividenden in 2025 kassiert.
3. SAP: Europas Tech-Stolz
Normalerweise schimpfe ich oft über deutsche Aktien, aber SAP ist eine Ausnahme. Sie sind der einzige echte globale Tech-Gigant aus Deutschland.
Nahezu jeder große Konzern auf der Welt nutzt SAP-Software, um seine Buchhaltung, Personalwesen oder Logistik zu steuern. Einmal installiert, wechselt kaum jemand mehr das System – der Aufwand wäre viel zu groß. Das nennt man „Burggraben“.
- Warum ich sie liebe: Der Wandel in die Cloud hat den Cashflow berechenbarer gemacht. Die Dividende ist vielleicht nicht die allerhöchste im Vergleich zu Öl-Aktien, aber sie ist extrem sicher und wächst mit dem Erfolg der Kunden.
3. CTS Eventim: Die Mautstelle der Unterhaltung
Die Leute sparen vielleicht am neuen Sofa, aber nicht an Erlebnissen. Konzerte, Festivals, Sportevents – die Stadien sind voll. Und wer verdient an fast jedem verkauften Ticket mit? CTS Eventim.
Sie sind Marktführer in Europa und kontrollieren nicht nur den Ticketverkauf, sondern betreiben oft auch gleich die Veranstaltungsstätten. Eine geniale Monopolstellung.
- Warum ich sie liebe: Ein einfaches Geschäftsmodell, das jeder versteht. Sie drucken Geld, sobald ein Superstar auf Tour geht. Die Sonderdividenden in guten Jahren sind ein netter Bonus. Im vergangenen Jahr kassierte ich 6.000 Dollar Dividenden. Mein Ursprungsinvestment vor weit über einem Jahrzehnt waren nur 2.500 Euro. Das heißt, ich bekomme jedes Jahr ein Vielfaches meines Investments zurück. Momentan ist der Kurs am Korrigieren und bietet meiner Meinung nach gute Nachkaufchancen.
4. SAP: Europas Tech-Stolz
Normalerweise schimpfe ich oft über deutsche Aktien, aber SAP ist eine Ausnahme. Sie sind der einzige echte globale Tech-Gigant aus Deutschland.
Nahezu jeder große Konzern auf der Welt nutzt SAP-Software, um seine Buchhaltung, Personalwesen oder Logistik zu steuern. 90% der größten globalen Konzerne haben das Programm. Einmal installiert, wechselt kaum jemand mehr das System – der Aufwand wäre viel zu groß. Das nennt man „Burggraben“.
Warum ich sie liebe: Der Wandel in die Cloud hat den Cashflow berechenbarer gemacht. Die Dividende ist vielleicht nicht die allerhöchste im Vergleich zu Öl-Aktien, aber sie ist extrem sicher und wächst mit dem Erfolg der Kunden.

5. Commerzbank: Das Comeback-Kind
Ja, ihr lest richtig. Die Commerzbank. Jahrelang das Sorgenkind, hat sie sich saniert und ist zurück im Spiel.
Die Rückkehr der Zinsen hat den deutschen Banken neues Leben eingehaucht. Die Commerzbank hat ihre Hausaufgaben gemacht, Kosten gesenkt und fokussiert sich wieder auf den Mittelstand.
- Warum ich sie liebe: Hier war ich antizyklisch unterwegs. Wer mutig war, als alle auf die Bank eingeprügelt haben, wird heute mit ordentlichen Ausschüttungen belohnt. Sie ist wieder ein solider Zahler im DAX geworden. Den Kurs halten die feindliche Übernahmeversuche der italienischen UniCredit auf Trab, die schon 29% der Aktien der Frankfurter eingesammelt hat.
Mein Fazit für 2026
Lass dich nicht blenden.
In den Finanznachrichten liest du immer nur von den großen Gewinnern des Tages. Von KI-Startups, die durch die Decke gehen. Was du nicht liest: Von den vielen, die dabei ihr Hemd verloren haben.
Diese 5 Aktien sind ein Mix aus amerikanischer Stärke und deutschen Marktführern. Sie machen mich nicht über Nacht zum Milliardär. Aber sie zahlen mir zuverlässig meine Rechnungen. Wenn ich das Geld brauche, kann ich es jederzeit nutzen. Ich nenne das „Reich werden mit Geduld“.
Es erfordert Disziplin. Aber es funktioniert.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch deutsche Werte wie SAP oder Commerzbank im Depot, oder setzt ihr voll auf die USA? Schreibt es mir in die Kommentare.
Dein Tim
Hier zeige ich dir mein Depot im Gesamtüberblick: