Markus freiberuflicher Softwareentwickler: Eigenheim fast abbezahlt, 6-stelliges Depot mit ETFs und Einzelaktien. Ich verfolge die Trendfolge. Mein Rat an dich: Investiere vor allem in dein Humankapital


New York, 19. August 2020

Bild 1: Bei uns im Garten am Haus. Wir bauen recht viele Kräuter an: Kapuzinerkresse, Brunnenkresse, Waldmeister, Thymian, Oregano, Salbei, Minze, Rosmanin, Zitronenmelisse etc.. Auch Salat, Beeren, Äpfel, Tomaten, Zucchini, Gurken. Viel Grünzeug also, das wir gern pflegen und verarbeiten. Zudem viele unterschiedliche Pflanzen. Wir lieben die Gartenarbeit und genießen die erholsame Zeit am Haus. Wir wöllten nie in einer Großstadt wohnen: zu eng, zu laut, zu dreckig, zu viele Leute.

Liebe Leser,

mein Name ist Markus. Ich gehe langsam auf die 40 zu. Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet mit meiner Frau und 2 Kindern (5 und 9). Wir haben ein zu 2/3 abbezahltes Eigenheim. Als freiberuflicher Softwareentwickler arbeite ich für renommierte Kunden hauptsächlich in Frankfurt. Den Schritt in die Freiberuflichkeit habe ich 2014 gewagt, nachdem ich fünf Jahre lang angestellt war. Und habe ihn nie bereut.

Ich danke Tim für sein unermüdliches “Predigen” eines sparsamen Lebensstils, der unter den eigenen Verhältnissen liegt und dennoch glücklich macht. Es bestärkt mich in meinem eigenen (und von meinem Elternhaus mitgegebenen) Weg. Meine Ansicht ist vor allem auch mit Kindern, dass man all den Plunder nicht braucht, um wahrhaft glücklich zu sein.

Bild 2-4: Hier waren wir dieses Jahr im Urlaub am Rothsee in Bayern. Wunderschön, mit dem Auto gut erreichbar und für alle ein rundum schöner Urlaub. Wir fahren immer mit dem Auto in den Urlaub, meist auf einen Bauernhof, aber immer Ferienwohnung. Das ganze Jahr zu sparen, nur um einen Urlaub in einem überfüllten Hotel auf den Kanaren für 4000€ machen zu können, das ist nicht unser Ding. Wichtig ist doch, dass man den Urlaub genießt und den Kopf frei bekommt. Das kann ich in Auto-Reichweite mitunter viel besser. Bild 4: wir 4 auf einem Barfußpfad im Urlaub, hier auf Scherben. Ein schönes Erlebnis für alle.

Bild 4: Wir 4 auf einem Barfußpfad im Urlaub, hier auf Scherben. Ein schönes Erlebnis für alle.

Erst ein ETF-Weltportfolio angespart, dann Einzeltitel dazu genommen

Kurz zu meiner Investmentstrategie. Dies interessiert ja viele Leser. Nachdem ich 2010 angefangen habe ein ETF-Weltportfolio anzusparen, bin ich sukzessive dazu übergegangen, in Einzeltitel zu investieren. Ich mag die Vorstellung, einen Teil eines ganz bestimmten Unternehmens zu besitzen. Und dieses dann mit meiner Investition (im Kleinen) voranzubringen. Hierbei achte ich auf fundamentale Qualität, Wachstum, Burggraben, Zukunftsaussichten und Profitabilität, vor allem aber auf einen intakten Aufwärtstrend. Ich betreibe hier eher Trendfolge. Wird der Trend nach unten gebrochen, frage ich mich: Was hat sich an den Zukunftsaussichten geändert? Wird das Unternehmen zu Unrecht abgestraft oder ist seine Zeit vorbei? Dann tausche ich es gegebenenfalls aus oder kaufe im anderen Fall nach.

Ich betreibe hier also kein Buy & Hold, sondern eher ein Buy & Check. Und zwar auf mittel- und langfristiger Ebene. Unser Familiendepot ist mittlerweile 6-stellig. Es wird jeden Monat gefüttert, für die Kinder ist ein Junior-Depot mit ETF-Sparplan eingerichtet.

Wir leben insgesamt sparsam, aber ohne spürbaren Komfortverzicht oder Einschränkungen. Weder leben wir frugalistisch noch streben wir die finanzielle Freiheit an. Warum? Vor allem liebe ich meinen Beruf als Softwareentwickler! Ich liebe es mir als Freiberufler neue und spannende Projekte zu suchen, mich dadurch stetig weiterzuentwickeln und im gewissen Maße unternehmerisch tätig zu sein, indem ich in mich selbst investiere und mich selbst “vermarkte”. Ich kann in meinem Beruf aufgehen. Ich möchte daran nichts ändern. Der Bedarf an IT-Spezialisten wird nicht sinken. Ich fühle mich gut aufgestellt. Insgesamt ist es mein gesammeltes Humankapital, das mir bereits jetzt mentale Freiheit verschafft.

Der Mensch als Kapital

“Humankapital” war das Unwort des Jahres 2004, da es den Menschen auf den finanziell wertschöpfenden Aspekt reduziert. Natürlich sollten Unternehmen nicht so agieren. Doch für die einzelne Person ist es durchaus sinnvoll, dies in finanzieller Hinsicht mal zu tun. Meiner Meinung nach kommt das Thema “Humankapital” viel zu kurz, wenn es um die persönliche Vermögensbildung, das Investieren und (falls dies das Ziel ist) die Erreichung der finanziellen Freiheit geht. Dabei ist es doch bis in das Alter von über 50 Jahren für viele das betragsmäßig wichtigste Asset, das wir haben! Und im Gegensatz zur Entwicklung an den Wertpapierbörsen haben wir unser Humankapital selbst in der Hand. Seine Schaffung, sein Ausbau und auch seine Sicherung sollten damit höchste Priorität haben.

Wirtschaftlich gesehen ist das Humankapital die Summe aller Netto-Einkünfte, die du bis zu deinem Renteneintritt vereinnahmen wirst. Nehmen wir an, du bist 25 Jahre alt, verdienst aktuell netto 2.000€ im Monat. Du möchtest mit 67 in Rente gehen und rechnest mit einer jährlichen Gehaltssteigerung von 2%. Dann beträgt dein prognostiziertes Humankapital über 1 Million Euro! Denn das ist der Betrag, den du inflationsbereinigt in deinem Arbeitsleben verdient haben wirst. Hier gibt es einen guten Rechner, probier’s aus. Unter gleichen Bedingungen sinkt dein Humankapital natürlich jedes Jahr. Entsprechend wichtig ist es, dir hier eine solide Basis zu schaffen und dann darin zu investieren und gleichzeitig deine Investition abzusichern.

Humankapital schaffen…

Die Basis des Humankapitals stellt Bildung und Ausbildung dar. Sie verschafft dir Zugang zu gutbezahlten Berufen. Sie erlaubt dir, dich als Mitarbeiter auf dem Arbeits”markt” zu positionieren und deinen Preis zu erhöhen. Denn wie an der Börse herrschen auf dem Arbeits-Marktplatz die Regeln von Angebot und Nachfrage. Wird dein Beruf nachgefragt? Dann bist auch du gefragt. Du bist umso gefragter, je besser deine Fähigkeiten und deine Erfahrungen sind. Auch wenn deine Bildung bisher eher mittelmäßig war, ist das kein Grund zu verzagen. Darüber zu reflektieren ist der erste Schritt, daran etwas zu ändern.

Bist du in einem Beruf mit eher geringer Bezahlung, der dir zudem keinen Spaß macht? Dann ist es Zeit für dich, dich auf die Suche nach Alternativen zu begeben. Es gibt vielfache Möglichkeiten zur berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung, zum Fernstudium und dergleichen. Setz dir ein Ziel, das du erreichen willst und dann häng dich rein. Zweifeln, Nörgeln, alles auf andere schieben (die Politik, die Gesellschaft, das Universum) – das darf nicht dein Mindset sein. Positives Denken und die Motivation etwas erreichen zu wollen, das bringt dich ans Ziel!

Überhaupt halte ich Motivation und Willen für die wichtigsten Triebfedern auf dem Weg, ein Ziel erreichen zu wollen. Du musst nicht sonderlich intelligent sein (ich selbst sehe mich nicht so), um zu mehr Bildung zu gelangen. Aber du musst motiviert sein und einen starken Willen haben, das Ziel unbedingt erreichen zu wollen. Beantworte dir die Frage, worin du wirklich gut bist, was dich anspornt, wo du Herzblut einbringen willst. Das ist deine Triebfeder, die dich dein Ziel erreichen lassen wird.

… erhöhen…

Weiterbildung und lebenslanges Lernen sollten heute eigentlich selbstverständlich sein. Damit erhöhst du nicht nur dein Humankapital, nein, du sicherst es auch ab für den Fall, dass deine Fähigkeiten in ein paar Jahren eventuell nicht mehr von Interesse sind. Doch auch ein Jobwechsel, ein Positionswechsel oder die Übernahme zusätzlicher Verantwortung können dich voranbringen.

Bau dir ein Netzwerk auf. Ergreife Chancen, wenn sie sich ergeben. Suche dir immer wieder neue Ziele, die dich fordern und motivieren. Wage Neues, mache auch mal Fehler, bleib immer offen, neugierig und beweglich.

Sieh dich selbst doch mal als Unternehmen, in das du investierst, um den zukünftigen Gewinn zu steigern. Du musst es ja nicht gleich machen wie dieser Typ, der eine Aktie auf sich selbst ausgegeben hat. Aber die Idee dahinter ist durchaus mal ein Gedankenspiel wert. Was würdest du tun, um dein “Ich-Unternehmen” voranzubringen? Worin willst du wie viel Geld und Zeit investieren und was erwartest du als RoI (Return on Investment)? Bringt es dich finanziell weiter? Und bringt es dich als Mensch weiter? (Diese Antwort kann durchaus mit einer Verringerung des Humankapitals verbunden sein.)

… und absichern

Mit den üblichen Versicherungen lassen sich viele Risiken bezüglich deiner Arbeitskraft absichern: Krankheit, Berufsunfähigkeit, Unfall… Doch daneben hast du es vor allem selbst in der Hand, leistungsfähig zu bleiben, hauptsächlich durch eine gesunde Lebensführung.

  • Halte deinen Körper fit. Trainiere Ausdauer, Sensomotorik, Kraft und Beweglichkeit. Finde einen Sport, der zu dir passt. Probiere immer mal wieder etwas Neues aus. Vermeide monotone und einseitige Bewegungen, sie können langfristig zu Problemen führen. Gleiche sie mit anderen Bewegungen aus, um Dysbalancen zu vermeiden. CrossFit ist ein super Ganzkörpertraining, ebenso Bouldern. Doch auch ein einfacher Schlingentrainer kann dir helfen, deine Tiefenmuskulatur anzusprechen und deine Körperhaltung zu verbessern.
  • Ernähre dich gesund. Es muss nicht vegan sein, auch nicht Paleo, aber hauptsächlich naturbelassen, möglichst unverarbeitet, von hoher Qualität und Nährstoffdichte. Finde die Ernährung, die zu dir passt und dir gut tut, aber mach keine Religion draus. Vermeide Junkfood, zu viel Fleisch und Alkohol, Süßkram und industrielle Nahrung. Sieh das als Investition an. Du gibst vielleicht etwas mehr Geld für qualitativ hochwertige Nahrung aus. Gleichzeitig verbesserst du aber dein Wohlbefinden, deine Wachheit und geistige Kraft. Du wirst weniger krank und fühlst dich einfach besser. Ist es das nicht wert?
  • Entspanne dich. Ein entspannter Kopf nimmt Wissen bereitwillig auf, ein voller Kopf mit zu vielen Informationen durch Smartphone und Nachrichten, Stress und Überforderung kann das nicht. Nimm dir Zeit, deinen Geist frei zu bekommen. Sei es durch einen abendlichen Spaziergang oder durch Techniken wie Meditation, Yoga, autogenes Training oder Feldenkrais-Übungen.

Achte auf ausreichenden und erholsamen Schlaf. Lege das Smartphone öfter mal zur Seite. Lass den Fernseher aus, lies dafür lieber ein Buch oder schau ein Online-Tutorial. “Keine Zeit” ist häufig nur ein Synonym für “keine Lust” oder “keine Motivation”… das sollte für dich aber keine Ausrede sein, die dich an deinen Zielen hindert.

Liebe Grüße
Markus

Bild 5 und 6: Beim Urlaub am “Roth”-See ist die Stadt Roth natürlich nicht weit. Für mich als Triathleten quasi ein Pilgerziel ;-). Ich habe vor einigen Jahren den Ironman Frankfurt gemacht, ein unvergessliches Erlebnis. Die Challenge Roth ist ein Traum, den ich mir noch erfüllen will.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Markus freiberuflicher Softwareentwickler: Eigenheim fast abbezahlt, 6-stelliges Depot mit ETFs und Einzelaktien. Ich verfolge die Trendfolge. Mein Rat an dich: Investiere vor allem in dein Humankapital

  1. AvatarPaluma

    Schöner Leserbrief.
    Bin seit 3 Jahren Selbsständig und habe es bisher fast nie bereut 🙂
    Mir gefallen deine Ansätze, insbesondere was das eigene Weiterbilden angeht und auch das man sich sehr viel Wissen aneignen kann, ohne überdurchschnittlich Intelligent zu sein. Die meiste leben einfach aus Bequemlichkeit unter ihren Verhältnissen.
    Grüße Paluma 

  2. AvatarFelix

    Sorry ist nicht böse gemeint, aber das liest sich wie ein von der Bundesregierung herausgegebener Ratgeber oder die Apothekenrundschau.
    Mit Ausnahme des Urlaubs am Rothsee, direkt an der A9. Noch 200 km nach Süden, dann hätte es auch noch die bayerischen Alpen dazu gegeben. Aber stimmt schon für Ironmänner und -Frauen kommt Roth natürlich gleich hinter Hawaii.

  3. AvatarFlowster

    Hallo zusammen,
    da sich hier ja da doch der ein oder andere Immobilienfreund tummelt, mal zwei, drei Fragen:

    #1 Habt ihr harte Kriterien für Brutto-/Nettomietrendite? Bspw. mindestens 4% etc. 
    #2 Reicht euch ein CF von /-0 oder wie stark positiv kann/soll/muss der CF nach Steuern sein? 
    #3 Strebt ihr immer eine schnelle Tilgung an oder wäre ein 2% Tilgung eine Option für euch?

    Ich habe ggfs im Bekanntenkreis eine interessante Kauf-Option, die ich gerade durchkalkuliere. Da dies meine erste Immobilie wäre, fehlt mir aber noch etwas der Ansatz zur Entscheidung. 

  4. AvatarTobs

    Hallo Flowster,
    zu #1: Rechnest Du Deine Rendite auf das Gesamtinvestitionsvolumen oder als Eigenkapitalrendite – je nach Finanzierung ist die letztere natürlich gut hochzubekommen (und das ist nachher dann auch Deine Cash-on-Cash-Rendite). Allerdings lässt sich die Attraktivität des eigentlichen Investments etwa besser über die Gesamtinvestition als Grundlage einordnen. 
    Dann würde ich auch wirklich netto rechnen: Net Operation Income (Kaltmiete -ggf. IST und SOLL bzw. auch normalisiert genannt nach erster Mietanpassungsmaßnahme- abzüglich nichtumlegbarer NK und Verwalterkosten; bedenke, dass Du perspektivisch die Grundsteuer nicht mehr umlegen können wirst, die je nach Belegenheitsort nicht unwesentlich hoch ausfallen kann) durch Gesamtinvestitionskosten (Netto-KP zzgl. Kauferwerbsnebenkosten). Wenn Du wirklich netto rechnest, wirst Du dieses Ergebnis noch mit Deinem persönlichen Steuersatz versehen, wobei Du natürlich in Abhängigkeit der Einzelfallumstände nicht direkt einen vollen steuerlichen Gewinn haben wirst (gerade am Anfang kannst Du alle finanzierungsbezogenen Kosten nicht nur absetzen, sondern abschreiben, also neben Zinskosten (die natürlich jedes Jahr) anfänglich auch Kosten für Eintragung von Grundpfandrechtes etc. 
    Ich würde hierbei aber nicht nur auf die Ausschüttungsrendite schauen, denn Du willst mit dem Ergebnis als Privatperson nicht laufende Forderungen auf Deiner Passivseite bedienen (Du bist ja keine Kapitalsammelstelle, gegen die andere wiederum Versorgungsansprüche hätten). Wichtig ist eben auch der IRR, für den als wesentliche Kenngröße der Exit-Preis ist, etwa nach Ablauf der Spekulationsfrist in 10 Jahren. In Top-Lagen ist halt typischerweise die Mietrendite geringer, dafür aber (natürlich nicht zwingend, aber eben mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) der Verkaufspreis höher (Bei konservativer Betrachtung für den Exit den gleichen Jahres-Mieten-Vervielfältiger wie beim Entry unterstellen). Beides Zusammen ist dann die absolute Rendite. Aus eigener Erfahrung muss ich aber sagen, dass zwar in sehr guten Lagen die Anfangsrendite oft geringer ist, dafür aber es sehr viel Spass macht, wie schnell man sie dort verbessern kann, insbesondere es sich leichter steuern lässt).
    zu#2: Also, die Nettorendite sollte sicherlich immer den Zinsbetrag decken und dann entsprechend idealerweise auch einen guten Teil der Tilgung auf die eigentliche Forderung. Ob der gesamte Kapitaldienst hieraus zu schaffen sein soll, muss man individuell für sich berechnen. Ich persönliche habe immer noch einen geringen Liquiditätskostenanteil, aber das stört mich nicht.
    #3: Weniger tilgen=mehr Hebeln=gleich mehr Rendite. Außerdem ist auch nicht verkehrt, nicht “nur” bilanziertes EK, sondern auch wieder Cash aufzubauen für andere Investments. Persönlich habe ich für mich festgestellt, dass es mir immer seelisch sehr gut getan hat, meine Kapitalanlage-Immos auch etwas sonderzutilgen (wenn auch steuerlich nicht ideal). Vielmehr sogar, als ich mir ursprünglich hätte eingestehen wollen. 

  5. AvatarOlly Wood

    @ flowster
    also ich habe minimum immer 5% brutto rendite angesetzt, es sei denn das objekt hat zb aktuell eine sehr niedrige miete die du bei der nächsten vermietung oder durch mieterhöungen an den aktuelle  stand heranführen kannst. tilgung ist bei mir (im vertrag) immer so gering wie möglich ich versuche aber immer eine möglichst hohe sondertilgungsoption zu vereinbaren und diese weitestgehend zu nutzen.

  6. AvatarFlowster

    @ Tobs:
    Danke für deine schnelle und sehr ausführliche Antwort.
    #1Den Ansatz mit dem “Netto-Rechnen” verfolge ich schon und habe mir dafür die Kalkulationstabelle vom bodenseepeter nachgebaut. Kann ich gerne auch mal hochladen, wenn ein Blick darauf interessant für dich ist. Hier werden quasi die Stufen Bruttomiete, Nettomiete, CF vor Steuern, CF nach Steuern abgedeckt. Den Vorschlag, das Ganze nochmal fürs SOLL durchzuspielen, finde ich super. Bisher habe ich mich komplett aufs IST konzentriert.#2Mein Anspruch  ist/war, dass sich die Immobilie mehr oder weniger von alleine tragen soll. Meine Kalkulation zeigt das aktuell auch, aber ich bin mir noch bei einigen Parametern ziemlich unsicher (bspw. bei den kalkulatorischen Instandhaltungs+Modernisierungskosten = Rücklage, mentale Rückstellung). 
    #3Das ist genau der Punkt, der mich beschäftigt. Die ganze Rechnung klappt mit 2% eigentlich super. Aber der Gedanke, dass dann nach 15 Jahren noch immer noch ein signifikanter Betrag offen ist, verunsichert mich. Ich schließe ganz gerne Dinge ab, um mich auf was “Neues” konzentrieren zu können. 

  7. AvatarFlowster

    @ Olly Wood:
    Welche finanziellen Effekte bringen die Sondertilgungen in Bezug auf den Vermietungscase mit sich? An sich sinkt das offene Darlehensvolumen, wodurch sich die monatliche Zinsrate reduziert – heißt wiederum, dass sich mein CF vor/nach Steuern erhöhen sollte, oder?

    Und noch eine Frage: Wenn du schreibst, dass du vertraglich eine Tilgung so niedrig wie möglich anstrebst – wie/wann willst du tilgen? Oder ist eine vollständige Tilgung gar nicht teil der Strategie, weil du nach 10 Jahren verkaufen willst?

  8. AvatarMoneyIsASolvedProblem

    Hallo Markus,Danke für deinen Beitrag hier! Ich fande vor allem den Beitrag zum Humankapital sehr interessant. Oft werden einfache Tipps propagiert wie man schnell zum Millionär wird aber die simplen Zahlen dahinter werden nicht betrachtet.Die meisten Menschen verdienen über ihr ganzes Leben hinweg nur 1-2 Millionen und geben 90% davon direkt wieder aus –> So ist es unmöglich Millionär zu werden.Sehr spannend fande ich den Übergang zur Selbstständigkeit, kannst du vielleicht mehr erzählen? Wie hast du die ersten Aufträge generiert, hattest du noch Kontakte und Aufgaben aus deinem Angestelltenverhältnis mitgenommen?Viele Grüße,- MS

  9. AvatarTobs

    @Flowster: 
    zu #3: Ich kann das gut nachvollziehen, weil ich ähnlich wie Du, Dinge gerne abschließe. Wenn man aber gerade nicht einen Volltilger abschließt (wäre für Dich auch Quatsch), valutiert typischerweise die Finanzierung am Ende der Zinsbindung nicht unbeträchtlicher Höhe (Du hast scheinbar auf 15 Jahre finanziert, taktisch hast Du ja die Möglichkeit die Finanzierung nach 10 Jahren ohne Vorfälligkeitsschaden zurückzuführen).
    Wie damit gedanklich umgehen:

    Klarmachen, dass Dir bei Endfällgkeit die Inflation über die 15 Jahre geholfen haben wird (wenigstens ein bisschen-hoffentlich, wir wollen ja alle keine deflationären Tendenzen)
    Die Kosten einer Anschlussfinanzierung können natürlich höher sein, weil das Zinsänderungsrisiko auf 10-15 Jahre real ist (wenn auch viele sagen, die Zinsen würden nie wieder steigen, so gilt die goldene Regel des Kapitalmarkt: Der Marktkonsens ist immer falsch gewesen). Deswegen jetzt gerade wegen niedriger Zinsen mehr tilgen und nicht den letzten Rendite-Hebel rausholen. Es bestehen aber auch so zumindest Chancen, dass in der Zwischenzeit bei gestiegenen Finanzierungskosten die Mieten gestiegen sind und entsprechend höhere Einnahmen dem gegenüberstehen 
    Du die taktische Flexibilität hast, steuerfrei zu realisieren. Auch hier wieder: Selbst wenn bis dahin möglicherweise gestiegene Zinsen die den Immobilien zugestandenen Bewertungen reduzieren, hast Du gute Chancen (bei Einkauf in guter Lage), dass Du in der Zwischenzeit die Mieten nach oben entwickelt hast, und auch bei niedrigeren Jahresmieten-Vervielfältigern immer noch einen Gewinn machst (selbst wenn Du in guter Lage keinen 33fachen, sondern nur noch wieder einen 30fachen bekommst, hast Du vielleicht die Mieten soweit erhöht, dass sich das in etwa ausgeht oder zumindest das Abwärtspotential dämpft)
    Und: Willst Du gewinnen, so musst Du ein bisschen bullisch sein. Fängst Du mit einer Wohnung mal einfach an, fühlst Du Dich jedes Jahr wohler, wenn sukzessive der BC aufgeht. Ach ja, und wir sollten als Grundbesitzer und Vermieter bei den Wahlen zumindest insoweit auf Thorstens Wahlempfehlungen hören – aber das ist ein anderes Thema…:-)

  10. AvatarOlly Wood

    @ flowster
    nun das kommt drauf an. zunächst habe ich mit niedrigsmöglicher tilgung einen höheren cashflow den ich flexibel einsetzen kann. eine hohe vereinbarte sondertilgung von 5 bis 10% gibt mir wiederum die möglichkeit hoch zu tilgen wenn ich das möchte. Somit bin ich maximal flexibel und liquide, habe aber immernoch die sicherheit eines garantiezinses für 5 oder 10 jahre. ich versuche die objekte möglichst schnell zu tilgen. ich stehe eher auf „keine schulden“ als auf „was von der steuer ab zu ziehen“ 

  11. AvatarFlowster

    @ Tobs
    @ Olly Wood
    Vielen Dank für eure wertvollen Antworten – ihr habt mir sehr geholfen. Ich warte jetzt mal die letzten Detailinformationen zum Haus ab und dann wird es spannend! ;o) 

  12. KievKiev

    @ Flowster
    Es ist schon einiges genannt. Für mich habe ich 4% Rendite und selbsttragend zeitnah angesetzt. Das geht natürlich nur mit verhältnismäßig niedriger Tilgung. Ich habe vermutlich nach Olly Wood gekauft. Du kannst auch die Ist Miete und real erzielbare Miete mitbetrachten. Dazu ist aber auch ein Blick auf die Mieter hilfreich. Wenn Du beispielweise eine sehr gute Wohnung hast und ein um die 40-50 jähriger Mieter weniger als die halbe marktübliche Miete zahlt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zeitnah ausziehen. Eine Mietanpassung ist hier auch nur sehr langsam möglich. Den Fall hatte ich schon besichtigt. Zusätzliche ist auch die Ausgabenseite interessant. Wie hoch ist die Rücklage und wie ist der Zustand? Was wirst Du wann instand setzen müssen. Wenn Du beispielweise 2% Rendite erhälst und die Miete kaum anpassen kannst, aber dafür Kosten für Renovierungen anfallen wird die Rendite weiter sinken.
    Ich nutze wie Olly Wood eine verhältnismäßig niedrige Tilgung in Kombination mit Sondertilgung. In den ersten Jahren würde ich die Sondertilgung ebenfalls voll ausnutzen. Betrachte die Restschuld am Laufzeitende der Finanzierung. Wenn Du ein Schuldenniveau erreicht hast mit dem Du Dich wohlfühlst, so kannst Du beispielsweise Aktien kaufen. Das generiert dann weiteren Cashflow. Den Freibetrag kannst Du beispielsweise ausschöpfen und es bringt andere steuerliche Möglichkeiten wie die pauschale Besteuerung. Sondertilgung bringt neben der Flexibilität auch Vorteile bei einer Finanzierung. Hier wird Dein Einkommen betrachtet und Ausgaben für Verbindlichkeiten. Sondertilgung zählt nicht, da sie freiwillig erfolgt. Falls Du eine weitere Finanzierung durchführen möchtest für z.B. ein Eigenheim ist es vorteilhaft wenig Verbindlichkeiten zu haben.

  13. AvatarTobs

    Hallo Kiev, für eine weitere Finanzierung, zum Beispiel Eigenheim, ist es wesentlich vorteilhafter, weitere Liquidität aufzubauen. Das wird seitens der Bank viel mehr gewichtet als aufgebautes bilanzielles EK. Möchte oder muss Flowster weitere Objekte finanzieren, sollte er eher nicht zu sehr das laufende sondertilgen. Dann ist die Liquidität weg.

  14. KievKiev

    @ Tobs
    Eigenkapital wird für eine weitere Immobilie benötigt. Ich dachte eher an den Unterschied einer Rate von beispielsweise 1500€ im Monat im Vergleich zu 1000€ im Monat und Nutzung von Sondertilgung von 6000€ im Jahr oder mehr. Hier wäre 500€ weniger an Verbindlichkeit vorhanden. Bei Nutzung von Sondertilgung (auch monatlich möglich), wäre bei dem Beispiel mit 6000€ Sondertilgung kein Unterschied zwischen beiden Darlehen. Allerdings ist die Sondertilgung freiwillig und zählt nicht als Verbindlichkeit. 
    Ich habe allerdings in den ersten Jahren mehr Sondertilgung verwendet. Alleine um die Schuldenhöhe abzusenken. Mit zu hohen Verbindlichkeiten im Altbestand hätte ich eh nichts neues finanziert.
    Die Beispiele aus dem Internet, die sich stark verschulden und viele Immobilien aufbauen, gehen auch so vor. Sie nutzen niedrige Tilgung und bauen allerdings neues Cash für weitere Immobilienfinanzierungen auf. Die Sondertilgung lassen sie folglich weg und achten nur darauf, dass die Immobilie positive Überschüsse gibt. Ansonsten wird der Cashflow irgendwann für die Bank zu gering. Hier bevorzuge ich allerdings die Tilgung.

  15. AvatarOlly Wood

    @ flowster & kiev
    ja @kiev da kannst du sicher recht haben. ich habe die letzte ETW in 2017 gekauft, da gingen gerade noch 5% mein (kleines) MFH ist von 2015 da waren es rund 7% was damals auch schon recht gut war. aktuell habe ich, zugegeben, wenig überblick über die möglichen renditen und habe auch in 2018/19 aufgehört aktiv zu suchen. Stellst du renditen von um 3% mal ins verhältniss kannst du auch vonovia etc kaufen. da hast du mehr rendite und weniger arbeit 🙂 

  16. AvatarRalf

    “Wird dein Beruf nachgefragt? Dann bist auch du gefragt.”
    Ich finde das zu pauschal. Bauingenieure zum Beispiel sind sehr gefragt und beschäftigen sich mittlerweile zunehmend auch mit digitalen Themen wie BIM und 3D-Laserscanning. Jobs gib es genug. Aber: Trotzdem tut sich bei der Bezahlung im Durchschnitt seit Jahren wenig und sie zählen zu den eher mäßig bezahlten Ingenieuren. Da würde mancher Facharbeiter bei VW darüber lachen. Gibt noch viele andere Beispiele. Es kommt schon sehr stark auf die Branche an.
    “Die Beispiele aus dem Internet, die sich stark verschulden und viele Immobilien aufbauen, gehen auch so vor. Sie nutzen niedrige Tilgung und bauen allerdings neues Cash für weitere Immobilienfinanzierungen auf.”
    Geht das heute auch noch so angesichts der stark gestiegenden Immobilienpreise? Ich habe da meine Zweifel. Die Kaufpreise steigen vielfach deutlicher stärker als die dann real erzielbaren Mieten. Es ist auch zu bedenken, das staatliche Einschränkungen in Zukunft für Vermieter stärker spürbar werden. Da kommt definitiv noch was.

  17. AvatarEx-Studentin

    Schöner Leserbrief. Entspannte Sicht aufs Leben. Verfolge das Ziel der FF auch nicht konkret. Guter Job, gesunder Lebensstil, toller Partner.. wenn man dann noch irgendwann die passenden 4 Wände und ein tolles soziales Umfeld hat, was soll dann noch schief gehen?
    Mit Finanzen beschäftige ich mich die letzten Jahre kaum noch. Wenn es einmal läuft, dann läuft es. Gesundheit ist stattdessen das wichtigere Thema in meinem Leben geworden.
     

  18. AvatarFlowster

    @ Vermietung:
    Danke für den Hinweis, dass eine niedrige Tilgung plus Sondertilgung die laufende Verbindlichkeit reduziert und so ggfs. weitere Finanzierungen erleichtert.

    Wenn ihr Renditen (%) erwähnt, sprecht ihr immer von der Nettomietrendite, oder?

    Grobe Finanzierungszinssätze habe ich mir bisher über den Zins-Check der Interhyp rausgesucht. Wie geht ihr bei Finanzierungsanfragen vor?
    #1 – Welche Quelle nutzt ihr für eine erste Zinsindikation?
    #2 – Wo und wie fragt ihr Finanzierungen an? (regional/Filiale vs. national/Online)
     

  19. KievKiev

    @ Markus
    Humankapital finde ich ebenfalls interessant, wenn auch manchmal frustrierend. Wenn man jung ist stehen einem ordentliche Gehaltssprünge in Aussicht. Das verleitet vielleicht Manchen im Hier und Jetzt zu viel auszugeben. Erreicht das Lohnniveau eine Stagnation wird es interessant, da man jetzt mit passiven Einnahmen mehr Cashflow generieren kann als mit weiteren Lohnsteigerungen. Dennoch ist es bei uns momentan so, dass auf der Einkommensseite ins Besondere bei meiner Frau einiges möglich wurde. Das ist natürlich sehr schön auf der Einnahmenseite, aber es deprimiert ein wenig im Vergleich mit der passiven Seite. Ich versuche jetzt die Steigerungen des Cashflows zu betrachten. Hier sollte die passive Seite im Vorteil liegen. Dennoch ist die aktive Seite maßgeblich für den weiteren Aufbau von Vermögen verantwortlich. Das frustriert mich zugegebenermaßen ein wenig. Bei den passiven Einnahmen kommt es aber eigentlich auch eher auf die Relation zu den ausgaben anstatt zu den aktiven einnahmen an. Die Ausgabenseite ist zum Glück wesentlich niedriger als die Einnahmenseite. Corona bedingt sind unsere Ausgaben sehr weit gesunken. Eine Steigerung der passiven Einnahmen um 100€ monatlich entsprechen aktuell knapp 5% unserer Ausgaben. Zusätzlich fallen die Kitagebühren in Höhe von 288€ ab jetzt nie wieder ins Gewicht. Auch wenn ein wenig Wehmut in dieser fehlenden Ausgabe vorliegt.
    @ Ralf
    Ich bin auch schon eine Zeit aus dem Immobilienmarkt raus. Ich würde auch nicht mehr Hebel unter 3% ansetzen. Schließlich schlägt der hebel auch in die andere Richtung bei steigenden Zinsen. Vielleicht sind wir auch einfach zu halt und sehen die 0% als feste Grenze. Vielleicht liegen die Zinsen in 5-10 Jahren auch bei -2%? Dann würde sich ein heutiger Kauf vermutlich fürstlich lohnen. Das ist mir allerdings zu riskant.
    @ Olly Wood
    Das MFH haben wir über den Daumen zur selben Zeit gekauft wie Du Deins. Allerdings hatte es nur eine Rendite von um 4,3%. Wir bewohnen allerdings eine Etage selbst und es ist A Lage im Altbau. Das ist sicher nicht das ideale Investment für Vermietung. Die Immobilienpreise sind in der Region auch schon zu der Zeit verhältnismäßig hoch gewesen. Als Vorteil können wir natürlich die Einheiten sehr leicht vermieten.
    @ Flowster
    Bei neuen Objekten betrachte ich die Rendite so: jährliche Kaltmiete / Immobilienpreis (ohne Kaufnebenkosten). Ich habe aber keine ETWs kalkuliert.

  20. AvatarRalf

    @Aktien: Der Essenslieferdienst Delivery Hero ersetzt Wirecard im deutschen Dax. Eigentlich kein gutes Signal für den Standort Deutschland. Es fehlen einfach Hoffnungsträger mit Innovationen für die Zukunft. Und Delivery Hero ist in D offenbar nicht mal aktiv. Ich sehe nicht so rosig für D was Technologien, Innovationskraft und Fortschritt angeht.

    @Immobilien: Staatliche Einschnitte (z.B. durch weitere Besteuerung) werden kommen, es ist nur eine Frage der Zeit. Breiter investieren in verschiedene Anlageklassen bleibt wohl der vernünftige Weg.

  21. AvatarOlly Wood

    @ Kiev
    a lage ist das bei mir sicher nicht, ist ein kleinerer ort. somit hast du aber auch keine problem mit neuvermietung…auch ein vorteil 🙂
    @ flowster
    ich mache das genau so wie kiev, auch bei etw

  22. AvatarGurki

    @Ex-Studentin: Lässt Du dann jetzt Deine ETF-Sparpläne einfach laufen? Was ist mit Deinen Einzelaktien? Suchst Du dir da keine mehr raus? Checkst Du da nichts?

  23. KurtKurt

    @Ralf

    Was ist so schlimm daran, wenn Delivery Hero (oder jede beliebige andere Firma die Ihren Fimen-Sitz in D oder welchem Land auch immer hat), dort selbst nicht aktiv ist?

    In den USA sitzen bspw. viele Firmen die ggf. einen Großteil Ihres Umsatzes ausserhalb der USA generieren.

    Es gab Zeiten (die aktuellen Zahlen kenne ich nicht), da hat der Autohersteller Honda 60% seiner Umsätze in den USA gemacht. Ist Honda deshalb kein japanisches Unternehmen, obwohl es dort seinen Firmensitz hat?

    Erfüllt die Firma die DAX-Index-Kriterien, dann darf sie in den Index. So mein Verständnis.

    Es gibt ja auch andere Firmen die ich (gefühlt) eher nicht in Deutschland verorten würde, diese aber scheinbar gemäß den Index-Regeln darunter fallen, wenn ich mir andere DAX-Indizes (M-Dax, Tec-Dax) anschaue. Aber gefühlt ist nur gefühlt.

    Im M-Dax finden sich Firmensitze aus anderen Ländern und trotzdem sind die Firmen im M-Dax vertreten. Sie erfüllen also (vermutlich) die Index-Regeln.
    Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/MDAX#Zusammensetzung

    Die Frage an den Leserbriefschreiber Markus bzgl. der “Erst”-Kundengewinnung finde ich gut. Dies würde mich auch interessieren, vorallem da man ja seinem vorherigem Brötchengeber (aus dem Angestellten-Verhältnis) nicht direkt die von dort noch bekannten Kunden abwerben darf, so weit ich das verstehe.

  24. AvatarNico Meier

    Ich finde das zu pauschal. Bauingenieure zum Beispiel sind sehr gefragt und beschäftigen sich mittlerweile zunehmend auch mit digitalen Themen wie BIM und 3D-Laserscanning. Jobs gib es genug. Aber: Trotzdem tut sich bei der Bezahlung im Durchschnitt seit Jahren wenig und sie zählen zu den eher mäßig bezahlten Ingenieuren. Da würde mancher Facharbeiter bei VW darüber lachen. Gibt noch viele andere Beispiele. Es kommt schon sehr stark auf die Branche an.
    @Ralf
    Warum bleibt man in diesem Bereich und schult sich nicht in einen Bereich um der besser bezahlt ist?

  25. AvatarTobs

    Flowster, letztlich kann man verschiedene Renditen rechnen, u.a. deshalb, weil man dann je nachdem eine bessere Vergleichbarkeit und verschiedene Aussagen ableiten kann. Aber Ende des Tages, wenn Du wissen willst, was Du verdienst, reicht der Ansatz Kaltmiete durch Nettokaufpreis nicht. Nur wenn Du Kaltmiete abzüglich nicht umlegbarer NK und Verwalterkosten durch Gesamtkaufpreis (also mit Nebenerwerbskosten) weißt Du doch, was cash in cash rauskommt. Die Erwerbsnebenkosten musst Du in jedem Fall zumindest dann rechnen, wenn Du Deine Rendite nach Steuern rechnest, weil Du ja insoweit auch den steuerlichen Vorteil der Abschreibungen mitgenommen hast. Ehrlich rechnen, dann CoC-Rendite. Was bringt Dir -persönlich- eine andere Darstellung, wenn Sie auch Dir mehr schmeichelt, so jedenfalls meine Meinung.

  26. AvatarRalf

    “Warum bleibt man in diesem Bereich und schult sich nicht in einen Bereich um der besser bezahlt ist?”

    Vielleicht weil es ein sehr interessanter, vielfältiger Fachbereich ist. Oder man in der Region verwurzelt ist. Mag viele Gründe geben (Alter, Gesundheit, Familienstatus…). Leider aber eben nur mäßig bezahlt, trotz zunehmender Digitalisierung. Selbst bei Projektleitern. Und dann heulen z.B. Bauämter oder die Deutsche Bahn das sie keine Ingenieure finden. Und wohin sollte man umschulen? Das Angebot ist unüberschaubar. Auch im Fachbereich gibt es interessante Schulungen. Macht sich aber in höheren Gehältern selten bemerkbar. Das Kernproblem mäßiger Bezahlung gibt es in vielen Branchen in D.

    @Kurt: Ist mir schon klar. Es geht eher um die Signalwirkung: Wo ist hier der Fortschritt? Was hat D an großen Playern in innovativen Bereichen noch zu bieten? Wir werden immer mehr abgehängt.

  27. AvatarKai

    Großes Kompliment an Markus. Zum einen natürlich dafür mit 2 Kindern zu zeigen, dass man trotzdem ein Vermögen anhäufen kann, wo ja viele immer sagen, dass es spätestens dann vorbei ist damit. Zum anderen Kompliment für deine tolle Einstellung und Ansicht zum Humankapital. Finde es ebenfalls sehr wichtig und bei dir sieht man ja, dass es sich auszahlt!
    LG Kai

  28. AvatarRüdiger

    Wir werden immer mehr abgehängt.
     
    So so … Und was tust du – ja genau, DU!!! – dagegen? Außer darüber jammern und zetern, natürlich?
     

  29. AvatarRalf

    @Rüdiger: Hier sind Schule und Politik mit gefragt. Mehr IT im Unterricht etc. und Lehrpläne aktualisieren. Der Lockdown hat gezeigt, wie schlecht es z.B. um Digitalisierung an Schulen steht. Etliche Lehrer bei unseren Kids waren mehrere Monate einfach abgetaucht, kein Lebzeichen. Im Rahmen der Ausbildung versuche ich meinen Beitrag zu leisten und bringe den Lehrlingen neuere Technologien bei bzw. versuche für digitale Technolgien zu begeistern.

  30. AvatarRüdiger

    Hier sind Schule und Politik mit gefragt.
     
    Richtig, Schule und Politik sind mit gefragt. Ich habe aber Zweifel, dass die großen Innovatoren auf Schule und Politik – und perfekteste Startbedingungen – gewartet haben, bevor sie EIGENinitiative zeigten  😉
     

  31. AvatarFelix

    @ Ralf
    Dass im öffentlichen Dienst geringere und tariflich festgelegte, also nicht verhandelbare Gehälter gezahlt werden (Bauämter, Bahn), ist hinlänglich bekannt und viele haben sich dort eingerichtet und ein warmes Plätzchen gefunden. Natürlich kann man auch dort aufsteigen; die Gehaltssprünge sind aber überschaubar.
    Dafür sind andere, eher soziale Dinge vorhanden: Arbeitsplatzsicherheit, geringere Arbeitsdichte, wenig Stress, geregelte Arbeitszeit, zusätzliche Altersvorsorge usw.
    Gerade die Baubrache ist sehr zyklisch und draußen, in der sogenannten freien Wirtschaft wird ein guter Bauingenieur derzeit locker das Doppelte oder Dreifache verdienen können im Vergleich zu einem BAT (so hieß das früher mal) Angestellten. Ich habe einen Freund (inzwischen lang in Rente) der hatte als Bauleiter mit Auslösung usw. zu DM-Zeiten schon 20.000 DM im Monat brutto bekommen.
    Beides, hohes Gehalt und kuschligen öffentlichen Dienst, haben zu wollen, ist halt das typische ‘wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass’. Ralf, du kompensierst doch dein Gehalt mit schönen Aktienrenditen, also passt’s auch da wieder. Und wenn schon Arbeitsplatzsicherheit gegeben ist, kann man ja etwas risikofreudiger rangehen und gute Renditen erzielen (wie zuletzt mit HiTech).
     
     

  32. AvatarNico Meier

    Beides, hohes Gehalt und kuschligen öffentlichen Dienst, haben zu wollen, ist halt das typische ‘wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass’.
    @Felix
    Da hast du recht.
    Ich stelle immer wieder fest, dass viele Staatsangestellten immer wieder neidisch auf die Gehälter in der Privatwirtschaft schauen aber nicht bereit sind ihre sicheren Stellen beim Staat aufzugeben. Häufig sind sie sich auch garnicht bewusst, dass die sichere Stelle, die zusätzliche Altersvorsorge und die geregelten Arbeitszeiten kein allgemeiner Standart ist.

  33. AvatarRalf

    @Felix: Ich weiß was du meinst. Die ruhigen Tage sind im ÖD zumindest im technischen Bereich (stark unterbesetzt, hohe Arbeitsdichte) aber schon lange vorbei. Sieht bei den überwiegend verbeamteten Kollegen in den Verwaltungen sicher besser aus, da wird auch schon immer mehr Personal vorgehalten. Viele Vorteile wurden abgeschmolzen (Starke Verschlechterungen Betriebsrente nach Reform 2001).

    Das viele Bauingenieure im ÖD arbeiten hat einen anderen Grund: Der Staat ist Planer, Betreiber und für den Unterhalt von Straßen, Brücken, Schulen, Infrastruktur zuständig. Und damit eben naturgemäß ein sehr wichtiger Arbeitgeber für diese Leute.

    Das Bauleiter in der freien Wirtschaft gut verdienen können ist mir bekannt. Viele arbeiten aber auch für sehr schlechtes Geld und haben mächtig Stress. Ich war selbst vorher als Projektleiter tätig und stand dann kurz vorm Schlaganfall. Das Grundniveau ist der Branche ist bereits zu gering, zeigt ein Blick in die Statistiken. Im übrigen hat die Bahn mit ÖD (außer den verbliebenen Beamten) nichts mehr zu tun, kämpfen aber ebenfalls mit Nachwuchssorgen. Das aber nur am Rande. Ich kann es jedenfalls verstehen, wenn junge Leute dann sowas nicht machen wollen. Gibt ja viele andere Branchen mit ähnlichen Problemen. Man sollte nicht nur in Richtung IT schielen.

    @Aktien: Schaeffler hat ordentlich zu kämpfen. Hat diese Branche überhaupt noch Zukunft?

  34. AvatarNico Meier

    Ich weiß was du meinst. Die ruhigen Tage sind im ÖD zumindest im technischen Bereich (stark unterbesetzt, hohe Arbeitsdichte) aber schon lange vorbei.
    Hier sagt Ralf er habe im ÖD viel Stress.
    Das Bauleiter in der freien Wirtschaft gut verdienen können ist mir bekannt. Viele arbeiten aber auch für sehr schlechtes Geld und haben mächtig Stress. Ich war selbst vorher als Projektleiter tätig und stand dann kurz vorm Schlaganfall.
    Hier sagt Ralf er sei vorher als Projektleiter in der freien Wirtschaft tätig gewesen und sei kurz vor dem Schlaganfall gestande aufgrund des Stresses.
    Was den nun Ralf haben denn die Leute in der freien Wirtschaft nun mehr Stress als die im ÖD?
     
     

  35. AvatarRalf

    “Was den nun Ralf haben denn die Leute in der freien Wirtschaft nun mehr Stress als die im ÖD?”

    Soll das ein Wettbewerb werden wer mehr Stress hat? Stress und ruhige Jobs gibt es in der freien Wirtschaft wie auch im ÖD. Kommt mit auf den Chef und Vertragsverhältnisse sowie das konkrete Arbeitsverhältnis an. Ich kenne beide Seiten jedenfalls gut.

  36. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Ich habe viel mit Staatsangestellten auf Gemeine und Kantonsebene zu tun, daher habe ich einen relativ guten Einblick in ihre Arbeit. Es wird gute Arbeit geleistet, aber eine Überbelastung ist nicht zu erkennen.
    Stress entsteht da höchstens weil die internen Abläufe teilweise zum Verzweifeln sind. Wir haben immer mal wieder Leute die von Kanton oder von einer Gemeinde zu uns kommen und dann relativ schnell feststellen, dass hier bedeutend mehr Leistung erwartet wird als beim Kanton oder der Gemeinde.
     
     

  37. AvatarBruno

    Also sooo schlimm kann es mit dem Stress ja nicht sein, bleibt immerhin noch viel Zeit um hier zu schreiben 😉

  38. AvatarFinanzbär

    Super, dass er soviel über Humankapital spricht! Ich predige das auch immer. Wer viel verdient kann auch viel investieren und am Ende ist das der größte Hebel.
    Ausgaben sind irgendwann nicht mehr reduzierbar bzw möchte man auch nicht. Investments sind alle irgendwo im Bereich 5-9% p.a. -> größter Hebel bei der Summe die man jeden Monat investieren kann ist die Investmenthöhe an sich. Habe mich soweit weitergebildet, dass ich jeden Monat 3-5k investieren kann. Erst jetzt kümmere ich mich immer intensiver um die Geldanlage an sich.
     

  39. AvatarEx-Studentin

    @Gurki
    Ich mache gerade gar nichts am Depot. ETF-Sparpläne habe ich (leider?) schon vor ein halben Jahr nahezu ausgesetzt.
    Aber da muss ich mich demnächst mal wieder drum kümmern bzw. meine Sparrate wieder erhöhen. War bei mir dieses Jahr (neben Corona) einfach zu viel los. 

  40. AvatarThorsten

    Checkt das für euch, wenn ihr mögt, da sind nette Momentums dabei  (cut&Paste, dann in EXCEL/OpenCalc reinladen) :

    Name;Platz;WKN;ISIN;WPArt;Waehrung;A2 Milk Co. Ltd., The;Frankfurt;A1JB6S;NZATME0002S8;Aktie;EUR;Activision Blizzard Inc.;Frankfurt;A0Q4K4;US00507V1098;Aktie;EUR;Adobe Inc.;NASDAQ;871981;US00724F1012;Aktie;USD;Advanced Micro Devices Inc.;NASDAQ;863186;US0079031078;Aktie;USD;Adyen N.V.;Frankfurt;A2JNF4;NL0012969182;Aktie;EUR;Air Liquide S.A.;Frankfurt;850133;FR0000120073;Aktie;EUR;Alibaba Group Holding Ltd.;Frankfurt;A117ME;US01609W1027;Aktie;EUR;Alphabet Inc. A;NASDAQ;A14Y6F;US02079K3059;Aktie;USD;Amazon.com Inc.;NASDAQ;906866;US0231351067;Aktie;USD;Anhui Conch Cement Co Ltd.;Frankfurt;A0M4WW;CNE1000001W2;Aktie;EUR;Ansys Inc.;Frankfurt;901492;US03662Q1058;Aktie;EUR;Apple Inc.;NASDAQ;865985;US0378331005;Aktie;USD;ASML Holding N.V.;Amsterdam;A1J4U4;NL0010273215;Aktie;EUR;Autodesk Inc.;Frankfurt;869964;US0527691069;Aktie;EUR;Avon Rubber Plc;Berlin;854768;GB0000667013;Aktie;EUR;Barry Callebaut AG;Frankfurt;914661;CH0009002962;Aktie;EUR;bioMerieux;Frankfurt;A2DXZH;FR0013280286;Aktie;EUR;Cadence Design Systems Inc.;Frankfurt;873567;US1273871087;Aktie;EUR;Capcom Co. Ltd.;Frankfurt;886135;JP3218900003;Aktie;EUR;Cellnex Telecom Sa Eo-,25;Frankfurt;A14RZD;ES0105066007;Aktie;EUR;Chubb Ltd.;Frankfurt;A0Q636;CH0044328745;Aktie;EUR;DB Physical Gold ETC;London;A1EN2J;GB00B5840F36;Fonds;USD;Embracer Group AB;Frankfurt;A2PS64;SE0013121589;Aktie;EUR;Emmi AG;Frankfurt;798263;CH0012829898;Aktie;EUR;EMQQ Emerg. Markets Internet & Ecommerce ETF;Berlin;A2JR0G;IE00BFYN8Y92;Fonds;EUR;ETFS Lev.Gold DJ-AIGCI;Xetra;A0V9YZ;DE000A0V9YZ7;Fonds;EUR;Etsy Inc.;Stuttgart;A14P98;US29786A1060;Aktie;EUR;EUWAX Gold II;Stuttgart;EWG2LD;DE000EWG2LD7;Fonds;EUR;Fisher & Paykel Healt.Corp.Ltd;Berlin;881319;NZFAPE0001S2;Aktie;EUR;Franco-Nevada Corp.;Frankfurt;A0M8PX;CA3518581051;Aktie;EUR;Games Workshop Group Plc;Frankfurt;900512;GB0003718474;Aktie;EUR;Horizon Pharma PLC;Frankfurt;A12B8E;IE00BQPVQZ61;Aktie;EUR;Indutrade AB;Frankfurt;A0HFVY;SE0001515552;Aktie;EUR;iShares MSCI China A ETF;Xetra;A12DPT;IE00BQT3WG13;Fonds;EUR;JD.com Inc. (ADRs);Frankfurt;A112ST;US47215P1066;Aktie;EUR;JUST EAT TAKEAWAY.COM;Frankfurt;A2ASAC;NL0012015705;Aktie;EUR;Kinaxis Inc.;Frankfurt;A1178T;CA49448Q1090;Aktie;EUR;KION GROUP AG;Frankfurt;KGX888;DE000KGX8881;Aktie;EUR;Kojamo OYJ;Frankfurt;A2JN4W;FI4000312251;Aktie;EUR;Latour Investment Ab;Frankfurt;A2DY0M;SE0010100958;Aktie;EUR;LEG Immobilien AG;Frankfurt;LEG111;DE000LEG1110;Aktie;EUR;Lundbergföretagen B;Stuttgart;884780;SE0000108847;Aktie;EUR;Lyxor MSCI EM Asia UCITS ETF;Xetra;LYX0YF;LU1781541849;Fonds;EUR;Mayr-Melnhof Karton AG;Frankfurt;890447;AT0000938204;Aktie;EUR;Microsoft Corp.;NASDAQ;870747;US5949181045;Aktie;USD;Neoen S.A.;Frankfurt;A2N6LV;FR0011675362;Aktie;EUR;Nestlé S.A.;Frankfurt;A0Q4DC;CH0038863350;Aktie;EUR;NetEase Inc. (ADRs);Frankfurt;501822;US64110W1027;Aktie;EUR;Novartis AG;Xetra;904278;CH0012005267;Aktie;EUR;ORSTED A/S;Frankfurt;A0NBLH;DK0060094928;Aktie;EUR;Pan American Silver Corp.;Frankfurt;876617;CA6979001089;Aktie;EUR;PayPal Holdings Inc;Frankfurt;A14R7U;US70450Y1038;Aktie;EUR;Pool Corp.;Frankfurt;A0JMVJ;US73278L1052;Aktie;EUR;Roche Holding AG;Frankfurt;851311;CH0012032113;Aktie;EUR;Sartorius AG VZ;Frankfurt;716563;DE0007165631;Aktie;EUR;Shimano Inc.;Frankfurt;865682;JP3358000002;Aktie;EUR;Shopify Inc.;Frankfurt;A14TJP;CA82509L1076;Aktie;EUR;Spirax-Sarco Engineering;Stuttgart;A14Q5B;GB00BWFGQN14;Aktie;EUR;Splunk Inc.;Frankfurt;A1JV4H;US8486371045;Aktie;EUR;Svenska Cellulosa AB B;Frankfurt;856193;SE0000112724;Aktie;EUR;Swedish Match AB;Frankfurt;900439;SE0000310336;Aktie;EUR;Swiss Life Holding AG;Frankfurt;778237;CH0014852781;Aktie;EUR;Symrise AG;Frankfurt;SYM999;DE000SYM9999;Aktie;EUR;T-Mobile US Inc.;Frankfurt;A1T7LU;US8725901040;Aktie;EUR;Techtronic Industries Co. Ltd.;Frankfurt;A0B5GC;HK0669013440;Aktie;EUR;Tencent Holdings Ltd.;Frankfurt;A1138D;KYG875721634;Aktie;EUR;Terna Energy S.A.;Frankfurt;A0M62T;GRS496003005;Aktie;EUR;Tesla Inc.;Frankfurt;A1CX3T;US88160R1014;Aktie;EUR;Texas Instruments Inc.;NASDAQ;852654;US8825081040;Aktie;USD;Tomra Systems;Frankfurt;872535;NO0005668905;Aktie;EUR;UBS-ETF-MSCI World Soc.Resp.;Xetra;A1JA1R;LU0629459743;Fonds;EUR;Uni Charm Corp.;Berlin;863807;JP3951600000;Aktie;EUR;UnitedHealth Group Inc.;NYSE;869561;US91324P1021;Aktie;USD;VanEck Vectors Video Gaming/eSports ETF USD A;Xetra;A2PLDF;IE00BYWQWR46;Fonds;EUR;Voltalia;Stuttgart;A1161Y;FR0011995588;Aktie;EUR;Vonovia SE;Frankfurt;A1ML7J;DE000A1ML7J1;Aktie;EUR;Wheaton Precious Metals Corp.;Frankfurt;A2DRBP;CA9628791027;Aktie;EUR;Xiaomi Corp.;Frankfurt;A2JNY1;KYG9830T1067;Aktie;EUR;Xtrackers Switzerland UCITS ETF 1D;Xetra;DBX1SM;LU0274221281;Fonds;EUR;

  41. Mark 85Mark 85

    Mein Schwager ist um die 40 und bringt inkl. Bonuszahlungen zirka 10.000 € netto pro Monat nach Hause. Er ist Programmierer bei der Deutschen Telekom. Zuzüglich 3-mal Kindergeld, Mieteinkünfte und Einkünfte meiner Schwester. Keine Ahnung, wie er das macht, aber es freut mich für meine Schwester und ihre Kinder. 😉

    Bei mir sind es ,,nur” 2.200 Euro, aber da ich nicht viel brauche, bleibt locker ein 1000er pro Monat zum Reinvestieren übrig.

  42. AvatarSonny

    @Ex-Studentin:
    darf man fragen, wieso du deine etf sprpläne ausgesetzt hast? Hast du eher in einzelwerte investiert?

  43. AvatarEx-Studentin

    @Sonny
    Das war eine Mischung aus sehr vielen Gründen. Ich wollte meine Stunden reduzieren (=weniger Einkommen). Stattdessen habe ich den Job gewechselt. Corona startete 1 Monat danach, sodass ich wegen der Probezeit und der sich anbahnenden Maschinenbau-Krise lieber hohe Reserven haben wollte. Als dann im März ein Kollege von meinem Freund an Corona starb, hat mich die Panik gepackt und habe leider sogar gute Werte (Nvidia & Xiaomi) verkauft, um mehr Reserven zu haben. Nun bin ich einfach noch ein wenig in Schockstarre bzw. schaue den explodierenden Kursen hinterher. Wobei mein bestehendes Depot an sich die guten Entwicklungen trotzdem mitnimmt.

  44. AvatarThorsten

    @Ex-Studentin Ehrlich und nachvollziehbar. Jeder hier hat schon Werte zu früh verkauft und schlechte zu lang gehalten. Gründe gibt es genug. Es sind bloß Urteile im Nachgang, hinterher ist man immer schlauer. Rücklagen in unsicheren Zeiten haben definitiv Vorrang.

  45. KievKiev

    @ Elektromobilität
    Ein erfrischender Erfahrungsbericht über einen Familienurlaub im Stromer:
    https://efahrer.chip.de/news/familie-faehrt-im-elektroauto-nach-frankreich-ladechaos-zerstoert-ihren-urlaub_102873?layout=amp
    Das Fazit fällt erstaunlicherweise recht positiv aus. Ich bin sehr froh kein Elektrofahrzeug gewählt zu haben. Es benötigt vielleicht noch 2 Jahre bis man routiniert Familienurlaube durchführen kann. Andererseits kurbeln diese Fahrzeuge mit den ganzen längeren Zwangspausen die Wirtschaft an. Gibt es eine Firma wie Starbucks oder MCDONALD’S die besonders häufig an Ladestationen angesiedelt sind? Vielleicht kann diese Firma vom Wachstum der Elektromobilität besonders profitieren? Diese Standorte erscheinen mir durch den längeren gezwungenen Aufenthalt attraktiver als Bahnhöfe usw.

  46. AvatarNico Meier

    Also sooo schlimm kann es mit dem Stress ja nicht sein, bleibt immerhin noch viel Zeit um hier zu schreiben
    @Bruno
    Hei Bruno ich bin ja nicht Unternehmer wie du, sonst hätte ich wie du noch bedeutend mehr Zeit durch den Tag hier zu schreiben 😉

  47. AvatarNico Meier

    Gibt es eine Firma wie Starbucks oder MCDONALD’S die besonders häufig an Ladestationen angesiedelt sind? Vielleicht kann diese Firma vom Wachstum der Elektromobilität besonders profitieren? Diese Standorte erscheinen mir durch den längeren gezwungenen Aufenthalt attraktiver als Bahnhöfe usw.
    @Kiev
    Mir ist hier Lidl aufgefallen, die haben bei uns in der Region jeweils zwei Parkplätze an denen man sein Ackufahrzeug laden kann. Würde zurzeit auch noch kein Ackufahrzeug kaufen bin gespannt wie sich dieser Bereich entwickelt.
    @Jenny
    Deine Panik kann ich nachvollziehen im März und April. Anfang märz kam unser erstes Kind zur Welt und es hat schon eine gewisse Überwindung gebraucht als frischgebackener Vater Geld in den Markt zu pumpen. Im Nachhinein bin ich froh, habe ich die negativen Gefühle wahrgenommen aber mich nicht von ihnen leiten lassen und in dieser Zeit einige günstige Aktien gekauft. Eine Swiss RE zu 56 Franken, VUKE zu 27 Franken oder BASF zu 42€ werden wir wohl nicht so schnell wieder sehen.

  48. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Ich sage nur, Augen auf bei der Berufswahl 😉 Du musst Dich halt selbständig machen dann hast Du mehr Zeit, aber ohne Garantie und vielleicht erst 10-15 Jahre später und vorher wirst Du dann kaum noch schreiben hier 😉 There’s no free lunch, ist wie bei der finanziellen Freiheit, man muss sie sich hart erarbeiten von alleine kommt nix (ausser natürlich man ist Glückspilz und erbt oder gewinnt im Lotto oder dergleichen).

  49. AvatarEx-Studentin

    @Thorsten
    Ein bisschen ärgere ich mich natürlich, weil die beiden verkauften Werte nach Corona enorm gestiegen sind. Aber die Erfahrung nehme ich nun so einfach mit. Gerade Xiaomi wird politisch beeinflusst. Wenn Trump Xiaomi auf die gleiche Stufe wie Huawei gestellt hätte, sähen die Kurse anders aus. Letztlich hätte ich alles nicht vorhersehen können uns letztlich würde ich wieder so handeln. 
    Wenn man ein Depot hat, muss man eigentlich nur wenige Klicks machen, um Millionär zu werden. Aber ist am Ende ein Glücksspiel, ob man man die richtigen Klicks gemacht hat.

    @Nico
    Glückwunsch zum Nachwuchs und zum besonnenen Handeln. Für mich war das die erste Krise. Mal sehen, ob ich in der nächsten Krise ruhiger handele. Für mich war die Kombination mit der Panik einfach nicht gut. Vorige Einbrüche wie Brexit und Co. haben mich immer sehr kalt gelassen. Aber Panik um die eigene Gesundheit und Weltuntergangsstimmung sind einfach nicht angenehm.

  50. KievKiev

    @ Nico
    Von Lidl und Aldi kann man leider keine Aktien kaufen. Ladestationen gibt es bei mir in der Region leider nicht. Aber das ist natürlich eine Möglichkeit. Mit E Fahrzeug würde ich in Deiner Region vielleicht eher bei Lidl einkaufen. Dann wird der Wagen zumindest parallel geladen.
    Falls die Supermärkte nahe liegen, werde ich dennoch Rad fahren. Ich werde hier in Zukunft weiter berichten. Wir werden vermutlich einen sehr geräumigen Firmenwagen bekommen mit Tankkarte für viele Kilometer. Ich werde weiterhin mit dem Rad den Einkauf erledigen. Ich denke nicht, dass dies nur Vorsätze sind. Ich bin kein frugalistischer Geizhals. Ich kann mit Frugalität durchaus viel anfangen. Es wird leider oft mit Verzicht in Zusammenhang gebracht. Dabei hat es mit Verzicht nichts zu tun. Der Einkauf macht mir mit dem Rad wirklich mehr Spaß. Ich gebe es aber zu. Mit den neuen Möglichkeiten werden wir häufiger und weiter gelegene Ausflüge und Urlaube durchführen. Im Grunde habe ich die Firmenwagen Möglichkeit auch frugalistisch durchdacht. Über den Daumen bekommen wir ein neues großes KFZ. Es kostet dasselbe wie der alte Wagen. Den alten Wagen können wir allerdings verkaufen und wir haben keinen Aufwand mehr. Reifenwechsel, TÜV usw. wird während der Arbeitszeit erledigt. Darüber hinaus können wir weitere Ausflüge kostenfrei unternehmen. Das ist der Hauptpunkt für die Entscheidung. Wir wollten den Norden Deutschlands, Dänemark und England besuchen. Wir besuchen damit vielleicht auch Freunde und Verwandte für kürzere Zeiträume. Eine gute Erholung gibt es auch bei einem einwöchigen Aufenthalt in Spanien. Falls Mal eine Woche günstig gelegen frei ist, fahre ich vielleicht auch nach Spanien. Flüge sind aktuell eh kritisch zu sehen. Aufgrund Covid Ansteckung, Reisewarnung usw. So können wir alles mit dem Auto abfahren und sind flexibel. Die Nutzung eines Firmenwagens ist allerdings nicht positiv in Bezug auf die Umwelt. 

  51. AvatarDaniel

    Das Fazit fällt erstaunlicherweise recht positiv aus. Ich bin sehr froh kein Elektrofahrzeug gewählt zu haben. Es benötigt vielleicht noch 2 Jahre bis man routiniert Familienurlaube durchführen kann. Andererseits kurbeln diese Fahrzeuge mit den ganzen längeren Zwangspausen die Wirtschaft an.
    Genau aus diesem Grund käme eben auch wie jetzt geschehen für mich nur Tesla in Frage. Denn da reicht überspitzt formuliert nur 30% Restkapazität im Akku und du kannst ohne jegliche Vorplanung von der Südspitze Spaniens bis in den nördlichsten Norden von Norwegen hochfahren ohne dir gedanken zu machen. Das Supercharger Netz versorgt dich da komplett. Keine Wartezeit, mit den neuen V3-Ladern max. 20-30 Minuten, laden mit 250kw Stopp alle 3 Stunden Fahrt und keine Karte oder sonstigen Zahlungsprobleme, Stecker aus der Station, rein ins Auto und abgebucht wird im Hintergrund über deinen Account.
    Es ändert trotzdem nichts daran dass sich die meisten Einfamilienhausbesitzer dennoch überlegen sollten ob sie ein Auto nur für 1-2 Urlaubsfahrten im Jahr kaufen, oder ob es nicht sinnvoller wäre das AUto mit dem Nachbarn/Freunde/Bekannte zu tauschen oder sich schlichtweg einen Mietwagen zu nehmen. Denn die meisten Fahrten der Deutschen betragen 50km pro Tag, was etwa 10kwh entsprechen welche man selbst mit einer Schuko Steckdose zuhause in 3 Stunden nachlädt.
    Was die öffentlichen Ladestation angeht sehe ich auch kein Licht am Ende des Tunnels. Zumindest in Deutschland nicht. Denn unlängst haben die “freien” die Preis unverschämt angehoben. Erst war es Ionity die mal von knapp 40Cent die KWH auf 79cent hochgingen und Maingau zog dann irgendwann nach. Der Grund liegt zum Teil darin begründet dass die privaten Betreiber solcher Ladesäulen die selbst keine Energieversorger sind den Strom nichtmal zum Industriepreis einkaufen können. Sie zahlen also mindestens den Preis den man als Privatmann auch zahlt. Und davon wird ja keine Ladesäule gebaut, gereinigt, gewartet. Also wieder ein Politikversagen. 

  52. KievKiev

    @ Jenny
    Ich habe auch meine Xiaomi Position mit Gewinn glattgestellt. Ich kann Deine Sicht nachvollziehen. Entspannter kannst Du folgendermaßen investieren:
    Falls Du nicht zu teuer kaufen möchtest, kannst Du auch ETFs auf Regionen kaufen. Hier schaust Du grob auf die Bewertung:
    https://www.starcapital.de/de/kapitalmarktforschung/aktienmarktbewertungen/
    Ich kaufe so Emerging Markets, Russland, England usw. Dabei achte ich auf die Höhe der ETFs. Ich möchte schließlich nicht nur England als ETF haben.
    Alternativ kannst Du auch den MSCI World besparen. Hier laufen bei mir Sparpläne wie auch auch Emerging Markets. Ich schaue die Entwicklung überhaupt nicht an. Das gefällt mir am besten. Mit der regionalen Auswahl habe ich auch das Gefühl etwas getan zu haben 😉

  53. KievKiev

    @ Daniel
    Danke für die Ausführung. Ich habe Deutschland grob betrachtet und vom Netz für gut genug empfunden. Die Kosten habe ich gar nicht betrachtet, da ich den Strom auch nicht bezahlen müsste. Bei Spanien hatte ich allerdings bedenken. Die Karte war in meinem Raum sehr dünn besiedelt. Ich dachte, dass es schon irgendwie funktionieren wird und hätte vielleicht sogar den ID.3 genommen, wenn er 5 Sitze hätte. Die hat er nur mit kleiner Batterie. So fahre ich sicher nicht in den Urlaub. Tesla ist von den Ladestationen viel besser vernetzt. Vor allem im Ausland, wo es dünn werden kann. Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man so weit mit einem Elektroauto überhaupt fahren möchte. Bei einem Tiguan sieht es so aus. Angenehmes Reisetempo 130kmh bis 160kmh. Dabei verbraucht der Wagen 8-9 Liter und wird einmal aufgetankt in 5 Minuten. So kann man 1000 km unter 10h gemütlich fahren. Die Klimaanlage läuft bei einer längeren Reise natürlich. Sonst verwende ich sie nicht. Ich habe das mal mit einem E Auto durchgespielt. Das war ein Graus. Ich kenne die Strecke sehr gut und kenne auch die Tankstellen bei denen die Ladestationen teilweise stehen. Die Aufenthaltsqualität ist dort überaus bescheiden. Es ist aktuell sehr heiß und an den Säulen ist kein Schatten. Da möchte ich keine 30min-45 Minuten verbringen. Die Stellplätze sind beschattet und eine Tankstelle hat auch ein Dach. Bei den Ladestationen habe ich so etwas noch nie gesehen. Das mit dem Stop Knopf aus der Beschreibung des Artikels fand ich auch interessant. Geht das immer? Ich stelle mir eine Ladestation vor, schließe das Auto an, gehe mit den Kindern auf einen Spielplatz und ein Banker aus Frankfurt hat es eilig und es darf nur ein Fahrzeug parallel laden. Würde er etwa bei mir auf Stop drücken? Bei solchen Funktionen frage ich mich auch wer sich das ausgedacht hat. Die Spielplatz Beschreibung passt aktuell nicht. Das macht bei den Temperaturen keinen Spaß. Zumindest in Spanien. In der Schweiz mag das anders sein. Da ist es nie heiß, wenn ich mal dort bin.

  54. AvatarDaniel

    Ich dachte, dass es schon irgendwie funktionieren wird und hätte vielleicht sogar den ID.3 genommen, wenn er 5 Sitze hätte. Die hat er nur mit kleiner Batterie. 
    auch wenn die hiesige Politik wieder den ID3 in allen Berichten glorifzieren will, so wird schon an dieser Stelle deutlich, dass VW mit dem ID tatsächlich Neuland betritt mit allen Anfängerfehlern. Der VW Konzern liebt Baukästen auf denen immer neue Modelle gepackt werden. Ist Fluch und Segen zugleich. Die Platform des ID3 ist eigentlich nicht für dieses Gewicht ausgelegt. Die große Batterie ist zu schwer für diese kleine Basis. Stumpf wie man ist hat man also die Zuladung und den 5ten Sitz wegelassen um die Kapazität nicht zu überschreiten. Ich meine sogar mal was gelesen zu haben das auch der Fahrer nur ein gewisses Gewicht haben darf. Das ist aber nur Hörensagen, wäre aber äußerst peinlich.
     
    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man so weit mit einem Elektroauto überhaupt fahren möchte.
    eigentlich ja, denn ich finde es aus dreierlei Hinsicht wesentlich entspannter zum Reisen. Zum einen ist die Lautstärke im Bereich 100-130 deutlich geringer, da müsste man beim Verbrenner schon die Oberklasse mit enorm guter Schalldämmung rauskramen um das auf ein Niveau zu bringen. Zum andere gewöhnt man sich einen etwas entspannteren Fahrstil an und zuletzt wird man automatisch gezwungen alle 2,5 -3 h eine Pause einzulegen. Ich kenne viele die weiter durchfahren, aber ehrlich gesagt wage ich zu bezweifeln das jemand, der nicht wie ein Außendienst-Pendler jeden Tag 500km am Stück runterspult, sich nach 3 Stunden Autobahn noch so konzentrieren kann wie zu Fahrtbeginn. Eine kurze Pause ist da schon ganz gut.
    Bei einem Tiguan sieht es so aus. Angenehmes Reisetempo 130kmh bis 160kmh. Dabei verbraucht der Wagen 8-9 Liter und wird einmal aufgetankt in 5 Minuten. So kann man 1000 km unter 10h gemütlich fahren.
    das wäre aber auch wie gesagt bei der neuen Generation E-Auto machbar. Die Reichweiten auf der Autobahn bewegen sich jetzt so im Bereich 350-400km bei normalem Reisetempo 130. Das heisst man legt zwei Stopps ein a 30-40min. Wäre also ungefähr bei 1200km eine Ladeverzögerung von einer Stunde. Ich kenne nur wenige die 1200km ohne Pinkelpause, Kaffeepause, Beinevertreten oder Mittagessen durchjuckeln. (ich könnte es nicht)
     
    Die Klimaanlage läuft bei einer längeren Reise natürlich. Sonst verwende ich sie nicht. Ich habe das mal mit einem E Auto durchgespielt. Das war ein Graus. Ich kenne die Strecke sehr gut und kenne auch die Tankstellen bei denen die Ladestationen teilweise stehen. Die Aufenthaltsqualität ist dort überaus bescheiden. Es ist aktuell sehr heiß und an den Säulen ist kein Schatten. Da möchte ich keine 30min-45 Minuten verbringen. Die Stellplätze sind beschattet und eine Tankstelle hat auch ein Dach. Bei den Ladestationen habe ich so etwas noch nie gesehen.
    Das ist immer so ein bisschen Mentalitätsfrage. Bei vielen Ladestationen ist halt ein Kaffee, ein amerikanischer Burger-Schuppen oder Ähnliches in der Nähe. Ich bin auf Langstreckenfahrten nicht der Typ der sich in einer Thermoskanne selbst etwas mitnimmt oder ne Stulle isst, sondern dann sitze ich auch ganz gerne. Und während dieser Zeit kann der Wagen laden. Und für die von dir genannten “am Ar*** der Welt” Lader sieht man auch gar nicht wirklich vor dass man sich da groß herumtreibt. Einmal an der Säule läuft die Klima oder Heizung im Auto ja ohne Akkulast und Netflix und Youtube ist bei vielen ja auch schon im Auto. Man streckt sich kurz, macht ein paar Dehnübungen, 10min sind schnell vorbei und die anderen 20min sitzt man im Auto und lässt sich medial unterhalten 😉
     
    Das mit dem Stop Knopf aus der Beschreibung des Artikels fand ich auch interessant. Geht das immer? Ich stelle mir eine Ladestation vor, schließe das Auto an, gehe mit den Kindern auf einen Spielplatz und ein Banker aus Frankfurt hat es eilig und es darf nur ein Fahrzeug parallel laden. Würde er etwa bei mir auf Stop drücken? Bei solchen Funktionen frage ich mich auch wer sich das ausgedacht hat.
    vielleicht ist das ein Not-Entriegelungsknopf der gesetzlich vorgeschrieben ist? Ich kenne bislang nur die Supercharger bei denen ich mir das mal bei einem Werbe-Model-S angesehen habe. Der Ladevorgang muss vom Fahrzeug aus abgebrochen werden, ansonsten ist der Stecker verriegelt, da gehen ja gewaltige Ströme durch, da kann keiner mal eben dran rumreissen. Und bei den jetzigen Chargern ist es tatsächlich so, dass sich zwei Fahrzeuge eine Last teilen müssen. Sprich, man sollte nie neben einem anderen stehen wenn mehr frei ist, da man sonst die Ladezeit verlängert. mit den neuen V3 Chargern ist das vorbei, da bekommt jeder die volle Ladeleistung, selbst wenn man auf einen vollgeparkten Platz kommt. 

  55. AvatarNico Meier

    Vorige Einbrüche wie Brexit und Co. haben mich immer sehr kalt gelassen. Aber Panik um die eigene Gesundheit und Weltuntergangsstimmung sind einfach nicht angenehm.
    @Jenny
    In meiner Kindheit hat meine Mutter immer zu mir gesagt. “Was dich nicht umbringt macht dich stärker”.
    Jeder Krise bewirkt viel und in jede Krise lernet man sich selber besser kennen. Und jede Krise bietet die Chance zu wachsen.
     
     

  56. AvatarGurki

    @Ex-Studentin: Kann Deine Entscheidung nachvollziehen. Und in Deiner Situation ists dann wahrscheinlich auch etwas anders als bei mir. Ich hatte solche Nachrichten ein Glück nicht. Darum habe ich weiter Investiert. Leider im Nachhinein wieder zu wenig. Hätte ich man das doppelte an Geld genommen 🙂

    Ist es noch immer der ComStage ETF oder diesmal ein anderer?

    @Mark85: Hat Dein Schwager eine Führungsposition und Informatik studiert? Oder was macht er als Softwareentwickler genau bei der Telekom? Ich bin selbst Softwareentwickler und 10.000€ Netto klingen bald abstrus (und selbst brutto wäre das eine äußerst seltene Position ohne Leitungsfunktion) 🙂

    Normalerweise liegt das Gehalt je nach Erfahrung zwischen 50-80k € brutto. Und die 80k sind dann  eher bei SAP und als Berater angesiedelt. (da eventuell auch nochmal minimal mehr)

    Teilweise frage ich mich auch wie die Leute das machen und rechtfertigen, “so viel” Geld zu verdienen. Ich sollte vielleicht auch mal den Arbeitgeber wechseln um einen größeren Sprung machen zu können…

  57. AvatarTobias

    Kaum ein Kommentar zu dem eigentlichen Artikel…So toll sich das auch liest, klingt es für mich für den Allgemeinbürger doch wenig realistisch das gleiche zu erreichen.
    Noch keine 40 und das Eigenheim (also keine Wohnung) zu 2/3tel abbezahlt? Ich bin auch Informatiker, Mitte 30 und rein statistisch in den oberen 5% in Deutschland wenn man das Gehalt nimmt. Auch ich lebe sparsam und habe einiges gespart. Ein Eigenheim + 6-stelliges Depot, habe ich aber noch nicht einmal verdient, geschweige denn erspart.
    Wir bauen gerade unser Eigenheim. Und selbst wenn man eine kleine Hütte mit unterer Ausstattung nimmt, landet man bei 500.000€ inkl. Grundstück.Jetzt könnte man argumentieren, dass man ja auch viel selbst machen kann. Stimme ich zu. Das beißt sich allerdings mit dem Humankapital und zwei Kindern. Wer viel Geld verdienen will, muss auch viel arbeiten. Und gerade wenn ich viel verdiene lohnt es sich nicht den “niedrigen” Stundenlohn von Handwerkern zu ersetzen.
    Dazu kosten Kinder leider auch etwas Geld. Spätestens mit Kita & Kindergarten. Bei 2 Kindern ist man da 500-1000 Öcken los, je nachdem wo man wohnt. Frankfurter Raum ist nicht günstig. Komme selbst aus der Heidelberger Region. Mit der Erziehung zu Hause ist es dann ähnlich wie mit den Handwerkern: Kita rechnet sich einfach, wenn man selbst arbeiten gehen kann.
    Wenn jetzt mit fast 40 von den 500.000 Haus + 100.000 Depot schon die 2/3tel weg sind, heißt das, der Textersteller hat rund 400.000 gespart. In 11 Berufsjahren. Davon 5 angestellt? Mit 2 Kindern. Macht das nur mich stutzig?Als Berufsanfänger verdient man keine 100k im Jahr. Das muss man als Freiberufler dann in 6 Jahren erstmal aufholen.
    Klar ist das grundsätzlich machbar. Wenn man wirklich richtig richtig gut verdient (ich kenne freiberufliche Entwickler und die verdienen definitiv nicht so viel), kann man wirklich einiges weglegen. Das Kapital der (Ehe-)Frau wird auch im Text nicht erwähnt. Ggf. verdient sie ja auch ganz gut.
    Viel wahrscheinlicher ist es aber doch, dass schon Kapital aus dem Elternhaus mitgegeben wurde. Vll auch in Form eines Bauplatzes. Oder frühzeitigen Erbes. Oder, oder, oder…So neidisch ich an der Stelle natürlich bin, weil ich auch gerne ein fertig gebautes, bald abbezahltes Haus in wenigen Jahren hätte: Etwas mehr Information im Text, die das ganze zumindest mal in einem realistischeren Licht erscheinen lassen, wäre wünschenswert. So klingt es leider etwas selbtverherrlichend und angeberisch.

  58. AvatarRalf

    “Normalerweise liegt das Gehalt je nach Erfahrung zwischen 50-80k € brutto. Und die 80k sind dann eher bei SAP und als Berater angesiedelt. (da eventuell auch nochmal minimal mehr)”

    Das klingt recht realistisch für Angestellte in D. Einschläge Seiten benennen für Ingenieure und ITler ohne Führungsverantwortung mit Berufserfahrung meistens irgendwas innerhalb dieser Bandbreite. Natürlich wird es auch außergewöhnliche Gehälter geben, das ist aber eher die Ausnahme als die Regel für “normale” Mitarbeiter. Diese Seite ist recht aufschlussreich für den IT-Bereich und so überragend sie die benannten Gehälter für den IT-Fachkräftemangel eher nicht:

    https://www.compensation-partner.de/de/news-und-presse/it-studie-2020-pressemitteilung

    @Kiev: Viel Spaß mit dem Dienstwagen! Allerdings macht Autofahren an sich in D immer weniger Freude. Volle Straßen, viele Tempolimits und mehr Aggression. Die steigende Zahl der Ebiker macht es auch nicht grade einfacher. Bin mittlerweile ganz froh wenn ich nicht so mehr viel fahren muss. Da hilft auch das beste Auto nur bedingt.

  59. AvatarFelix

    @ Gurki
    Die von dir genannten 50 – 80 k€ sind in D ein normales Akademikergehalt, jedenfalls in meinem Umfeld (eher ländlich). Lehrer bekommen das, ebenso Ingenieure.
    In der Industrie wird mehr aufgerufen: In der Autoindustrie, Ingenieur mit 10 Jahren Berufserfahrung kommt üblicherweise auf etwa 100.000 € plus Firmenwagen.
    Informatiker in angesagten Gebieten wie KI oder Bigdata sollten da nochmal eine Schippe drauflegen können.

  60. AvatarStefan

    Hallo ehemalige Studentin,
    hat mich die Panik gepackt und habe leider sogar gute Werte (Nvidia & Xiaomi) verkauft, 
    Sie lesen Tim`s Blog doch schon seit Jahren. Wie konnte es denn da zur Panik kommen? Sie sind jung, Todesfälle in Familie und Bekanntenkreis sind mit zunehmenden Alter unausweichlich. Ich habe die Coronakrise genutzt um nachzukaufen, dass hätte ich von ihnen auch erwartet. Wir sind keine Rentenfondsmanager, wir müssen nicht verkaufen, und seinen wir doch mal ehrlich. Wenn man unter 30 ist, und 100k verlieren “sollte”, hat man noch genug Zeit um wieder voll durchzustarten.
    Ihre Beiträge auf Tim`s Blog lese ich schon seit Jahren mit, diese Verhalten hätte ich tatsächlich nicht von ihnen erwartet.

  61. AvatarDanielKA

    @ Gurki; es kommt natürlich auch auf die Branchen (Pharma, IT, Finanzen (Banken und Versicherungen), Energie)  an und dann ist immer die Unternehmensgröße entscheidend, da sind die Gehälter entsprechend höher.
    Im Südwesten sind viele mit Studium (und teilweise auch ohne) nach paar Jahren in den entsprechenden Gehaltsbändern (sogar Tarif) 70-80 K, ob jetzt bei Bosch, ZF, EnbW, Diamler, Coba, Deutsche Bank ist dann nicht so entscheidend. Glaube bei den Autoherstellern geht der Tarifbereich bis knapp an die 90K, also beschweren kann man sich da nicht, auch wenn die Lebenshaltungskosten etwas teurer sind.
     

  62. KievKiev

    @ Ralf
    Ich bleibe innerhalb meiner Region natürlich beim Rad oder gehe zu Fuß. Das werde ich nicht ändern und das macht wesentlich mehr Spaß. Mit einem Auto fühlt ich mich allerdings auch sehr wohl. Ich bin auch schon in Heidelberg gewesen. Da suche ich natürlich auch die erst beste Parkgelegenheit und fahre sicher nicht durch die Stadt. Im Schwarzwald, Elsass konnte ich jetzt keine großen Engpässe zwischen den Dörfern und Städten feststellen. Den Nahverkehr nutze ich eigentlich nie. Corona macht es nicht gerade attraktiver. Da wir auch gut zu Fuß sind müssen wir nicht das Zentrum einer Stadt zum Parken erreichen. Der Rand reicht uns schon. Dann gibt es kaum Stress mit Verkehr.
    @ Daniel
    Ich bin schon auf Deinen Erfahrungsbericht gespannt. Mit Familie würde ich äußerst ungern sitzend im Auto die Zeit verbringen bis der Wagen geladen ist. Meine Frau kann ebenfalls fahren. Die Tankzeit von 5 Minuten ist im Prinzip schon verschwendete Zeit. Ich bin vor kurzem in Spanien gewesen. Ich habe beide Fahrten ohne Stop und Stau durchgezogen. Die Kinder haben auf der Rückfahrt komplett geschlafen. Das ist aktuell die entspannteste Möglichkeit zu reisen. Ein Multivan ist meiner Meinung nach die Messlatte für eine Familie. Er ist aber leider nicht ganz günstig und gebraucht ebenfalls nicht günstig zu bekommen. Woran das wohl liegt? Ein Elektrofahrzeug ist davon sehr weit entfernt. Im Multivan könnte man mit zwei Kindern und viel Gepäck Yoga bei 130kmh machen. Das ist natürlich nicht erlaubt. Man könnte auch zwischen den Fahrersitzen zu den hinteren Plätzen gehen, nicht klettern.

  63. AvatarRobert

    Jetzt möchte ich mich doch auch mal zum Thema Gehalt einklinken. Ich arbeite bei einem Münchner SDAX Unternehmen als Software-Entwickler und verdiene rund 70.000 Euro. Da ich leider von Kurzarabeit betroffen bin und die Branche in der ich arbeite wohl nicht sonderlich viel Zukunft haben wird, möchte ich gerne das Unternehmen wechseln. 
    Ich habe allerdings das Gefühl, dass 70 – 80k schon selbst in München ein sehr gutes Gehalt für Software-Entwickler ohne Führungsverantwortung ist. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie mein nächster Schritt aussehen wird. Um wieder den Bezug zum Eingangspost herzustellen: Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich mein Humankapital steigern soll. 
    Auch fällt es mir schwer in München abseits von Automobil, Automobil-Zulieferer und Dienstleistern interessante Stellen zu finden (Wirecard höhö). Kennst jemand zufällig interessante IT-Unternehmen in München? 😉
    @Ex-Studentin, @Stefan: Mir steht es nicht frei darüber zu urteilen. Doch als ich das mit dem Verkaufen bzw. Stoppen von den Sparplänen gelesen habe, war ich doch auch sehr verwundert. Ich lese Tim’s Blog erst seit 2018 und mir hat es sehr geholfen, mein Mindset bezüglich Arbeitsmoral und Investieren zu entwickeln. Dafür bin ich @Tim sehr dankbar!
     
     

  64. AvatarBruno

    @Gehälter IT-Jobs
    Ich denke die Bandbreite ist gross und das nicht ganz zu unrecht, insbesondere dort wo Leistungslöhne bezahlt werden. Es gibt Softwareentwickler die arbeiten für 10 und andere bringen nur 5% der Leistung der Besten (nicht übertrieben teilweise ist es noch extremer). 
    Ich habe keine Mühe einem Top Entwickler 250k oder mehr zu bezahlen plus Bonus und vielleicht auch nochmals Aktien mit denen er unter Umständen mal extrem vermögend wird, wenn er auch entsprechende Leistung bringt, wo hingegen mich 30k reuen, wenn jemand kaum eine Leistung erbringt. 
    Schlussendlich ist das was zählt, und nicht wie jemand angeschrieben ist, egal wie viele Ausbildungen, Abschlüsse und Erfahrungen aufgezählt werden können, was im Endeffekt zählt ist, was die Person einbringen kann. Wir hatten schon einen Physiker mit PHD und extrem viel Projekterfahrung und er hat rein gar nix auf die Reihe gekriegt 😉 Das Umgekehrte gab es auch, ein einfacher Informatiker mit 4jähriger Lehre der nach kurzer Zeit enorm viel Verantwortung und Leistung erbrachte und so deutlich mehr verdiente als mancher Akademiker.
    In andern Branchen ist es vielleicht anders, aber diese Branche ist halt etwas speziell.

  65. AvatarRalf

    @Gehälter/Leistung: Leistung lässt sich nicht immer so einfach definieren.

    Ich habe z.B. bei einem vergangenen Projekt durch ganz andere Ansätze, veränderte Verfahren und Abläufe Einsparpotential von rund 1,3 Mio. € generiert. Und das noch gegen einige Widerstände. Das war gut für den Arbeitgeber. Gebracht hat es mir finanziell aufgrund der Tarifbindung und fehlender Lohn-Instrumente aber nichts.

    So geht es vermutlich manchem gerade auch im ÖD. Da gibt es durchaus schlaue Köpfe die auch Leistung bringen. Das starre System und die Regeln motiviert viele aber nicht zu guten Leistungen wie ich auch im Kollegenkreis wiederholt feststellen muss. Da gab es mal Enttäuschungen und so mancher steckt dann den Kopf in den Sand. Ich habe dann die Bremse gezogen, ist beim neuen AG aber letzlich ähnlich. Wirkliche Leistung wird selten honoriert. Ist im IT-Bereich sicher anders und daher positiv. Mit 40plus und Familie traue ich mir aber eine Wechsel in die IT nicht mehr zu obwohl etwas Grundlagen sicherlich da sind (Cplusplus, mathematisches Verständnis etc.)

  66. KievKiev

    @ Ralf
    Das ist in der freien Wirtschaft nicht anders. Solche Erlebnisse hat meine Frau des Öfteren. Wenn sie mehr Zeit in Prüfung mancher Dinge stecken dürfte würde sehr viel Geld gespart werden können. Das ist mitunter aber nicht relevant für die Auftraggeber. So sieht es bei staatlichen Projekten manchmal aus. Das ist schon traurig mit Blick auf die Steuern, die die Allgemeinheit trägt. Dennoch gibt es bei meiner Frau ein paar Jüngere und ebenfalls motivierte die mitziehen. Einfach aus dem Grund unnötige Verschwendung gering zu halten. Das Gehalt ist alleine in Bezug auf die Verantwortlichkeit und teilweise auch Einsparungen nicht angemessen. Andererseits gab es jetzt einen Firmenwagen für repräsentativere Zwecke für eine Teilzeit Stelle. Es lohnt sich langfristig dann schon. Natürlich nur in geringem Maße. Du kannst in der Behörde einmal schauen wer die Großprojekte begleitet. Meiner Meinung sind solche Firmen auch verhältnismäßig sichere Arbeitgeber. Du kannst auch große Projekte begleiten. Dann musst Du nicht wie der Bauleiter oft raus, aber Du trägst die Verantwortung für das Gesamtprojekt. Oder eben als Berater. Da musst Du Dir allerdings Gedanken machen, die Probleme am besten anzugehen bevor sie auftreten. Hier teilt sich auch die Spreu vom Weißen. Es wird langfristig belohnt. Aber im kleinen. Ein 80k und mehr Brutto Gehalt ist hier leider nicht zu erwarten. Zumindest als Angestellter.

  67. AvatarBruno

    @Ralf + @Kiev
    Ich würde hier mit dem Chef oder Chefin dies besprechen und die Ziele vereinbaren und wenn man dies nicht einsieht, würde ich wechseln. Es bringt nix wenn man lange Zeit gegen die Wand rennt oder schlussendlich noch bestraft wird für seinen Effort. 
    Es gibt da sicher einen Unterschied zwischen Staat oder staatsnahen Firmen und Privatwirtschaft, aber auch dort gibt es sicher gewaltige Unterschiede, ob in einem Konzern oder KMU. 
    Aber den Job wo man top verdient, eine Arbeitsplatzgarantie auf Lebzeiten hat und dazu noch Hängematte, das wird es kaum geben und wenn, dann sollte man diesen Job sehr gut verteidigen 😀
    Aber auf jeden Fall würde ich a) Gespräch suchen mit Vorgesetzten und falls dies nicht fruchtet evtl. noch eine Stufe höher und falls das auch nicht fruchtet, mich auf die Suche machen 🙂
    “Auf die Bremse treten” finde ich destruktiv und langfristig nicht zielführend resp. es generiert nur Frust.

  68. AvatarLejero

    @Stefan:
    “Walk the Talk” ist halt immer schwerer. Ich kenne auch einige vermeintliche buy and holder in meinem Umfeld, die schneller verkauft haben als ich schauen konnte. Auch Blogs wie z.b. atypisch still haben ziemlich schnell verkauft, weil mit Corona diesmal alles anders ist. Wo ich mich dann immer frage, ob es schon jemals zwei gleiche, grosse Krisen gegeben hat. Liegt doch irgendwie auf der Hand, dass es immer was neues sein muss, sonst gäbe es keine Krise. 
    Wie auch immer, ich denke die nächste Anlegergeneration ist jetzt gestählt und wird noch einige Jahrzehnte aus der Erfahrung Gewinn schlagen können. Nur nicht unterkriegen lassen 😉
     

  69. Avatarjepf

    @Tim
    Wie ist es inzwischen in New York?
    Coronabedingt scheinen viele Firmen ja das Home-Office für sich entdeckt zu haben und werden nicht wieder in die Stadt zurückkommen.
    Die Menschen verlassen die Stadt, weil sie keinen Bock auf Antifa und Gefährdung ihres Lebens haben.
    Bekommt du davon was mit?

    Frage wg. dieses Artikels von James Altucher:
    https://jamesaltucher.com/blog/nyc-is-dead-forever-heres-why/

  70. AvatarEx-Studentin

    @Nico”Jeder Krise bewirkt viel und in jede Krise lernt man sich selber besser kennen. Und jede Krise bietet die Chance zu wachsen.”Das unterschreibe ich so! War auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung. Es ist gut, dass das Depot wächst und man jedes Mal neu seine Risiko-Toleranz kennen lernt.
    @Gurki
    Aktuell ist es der von dbX-Trackers. Wenn ich mich nicht verguckt habe, kann man den bei consorsbank kostenlos besparen.
    @Stefan
    Ich bin ein Kopf-Mensch. Treffe aber die wichtigsten Entscheidungen mit dem Bauch. Ich mache gerade ein Fernstudium und hätte es Vollzeit weitergeführt, wenn ich meine Probezeit nicht bestanden hätte. Deswegen habe ich meinen Tagesgeldpuffer während Corona erhöht. Ich habe den in Vergangenheit auch schon gebraucht (rund 20k davon) als mein Vater Krebs hatte. Ich habe schon immer größere Tagesgeldpuffer als die meisten hier, weil ich mich damit wohler fühle und somit schneller auf Notfälle reagieren kann. Man muss dazu sagen, dass ich so plane, dass ich alles alleine gestemmt bekomme. Viele haben einen geringeren Notgroschen, weil sie notfalls bei den Eltern wieder einziehen oder anderweitig finanziell unterstützt werden. Bei mir ist das anders rum, ich habe bisher im Zweifelsfall meine Eltern unterstützt. Aus meiner Sicht ist Investieren was Individuelles und es gibt nicht nur “die eine”-Strategie. Letztlich kommt es auch drauf an, was unterm Strich raus kommt und das man ruhig schlafen kann. Da bin ich bisher gut bei weggekommen. Geld ist tatsächlich auch nicht alles. Ich habe aktuell > 100k Vermögen und bin 27. Ob ich im Alter mal 800.000 oder 1.000.000 im Depot habe, ist mir egal. Ich versuche eher, überhaupt alt zu werden und auch bis dahin ein schönes Leben zu haben.  

    Und Vorteil bei mir: Ich betreibe kein Buy-and-Hold und habe das auch nie behauptet. Ich habe ETFs, die ich nicht verkaufe und meine Einzel-Aktien wechseln öfter mal. Aber ich bin jung und darf “zocken”. Und selbst Warren Buffet hat dieses Jahr Werte verkauft…

  71. AvatarDanielKA

    @ Jenny: Du musst dich damit wohlfühlen, ein Wohlfühlnotgroschen passt da doch perfekt für mögliche Arbeitsplatzwechsel oder andere Schwierigkeiten im Leben. Finde es auch toll das du deine Eltern unterstützt. Ich hatte kein 6- stelliges Vermögen mit Mitte 20 (bei dir noch dazu selbstverdient, kenne einige die Studenten- oder normale Wohnungen etc geschenkt bekommen haben), d.h. du bist der Allgemeinheit sowieso schon um Lichtjahre voraus.

  72. AvatarDanielKA

    @ Ralf: Ich sehe bei Dir trotz deiner eher pessimistischen, oder realistischen 😉 Aussagen sehr viele positive Dinge . Gesunde Familie, sicherer Arbeitsplatz, Neues Haus, Grundstück, Studentenwohnung und dann noch ein Depot, ist jetzt so schlecht nicht, würde der Durchschnittsdeutsche zu dir sagen.
    Spiel doch mal die Vorteile vom ÖD aus, habe mal von einem Professor gelesen der sinngemäß gesagt hatte, bei einem sicheren Job wie im ÖD, muss man all in ins Depot mit der Vermögensanlage gehen (klar also Aktien). Denn ein Jobverlust ist ohne eigenes Selbstverschulden (Klau der Bürokaffemaschine) unmöglich. Die Jobsicherheit und damit die Einnahmen sind durch das Beamtentum bzw. den Dienstherren gehedged und damit kann man sehr gut die Risiken aushalten und auf der anderen Seite die Erträge an den Aktienmärkten langfristig nutzen.
     

  73. Mark 85Mark 85

    An Gurki: Soweit ich seinen Werdegang verfolgt habe, konnte er durch mehrere Arbeitgeberwechsel immer eine Schippe drauflegen. Vom Typ her ist er ein Menschenfänger, weil er sehr kommunikativ und selbstsicher auftritt. Er leitet ein Team, aber was er genau vor seinem Rechner macht, entschließt sich mir, weil ich null Ahnung von Programmiersprachen habe.

    Da wir in einer weitesgehend freien Marktwirtschaft leben, wundern mich sehr hohe Einkommen nicht mehr. Wer sehr gefragte Fähigkeiten besitzt und sich gut verkaufen kann, ist wohl sein Geld wert. Beides traf bei mir im aktiven Arbeitsleben nicht zu, also habe ich mich nie beschwert. Bei mir trat bereits ein innerliches Unwohlsein auf, wenn es um Lohnverhandlungen ging. 😀

    An Jenny: Ich finde, dass du in deinen jungen Jahren extrem stolz auf deine bisherige Ansparleistung sein darfst. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: https://ibb.co/R9d4NsS 😉
     
     

  74. AvatarBruno

    @günstig einkaufen in der Krise?
    Jeder will das und es hört sich vernünftig und relativ einfach an, ist es aber nicht. Ich denke einfacher ist es, immer zu kaufen, immer wieder. So kauft man automatisch auch ein Paket zum tiefsten Punkt, aber natürlich auch andere Pakete.
    Das andere wäre Market-Timing, z.B. jetzt im Corona-März/April, viele dachten es geht noch tiefer mich inklusive. Das wäre wohl auch so gekommen, hätte man nicht extrem die Märkte geflutet mit Notenbankgeld. Klar kann man sagen das hätte man erwarten dürfen, aber ein Monat länger warten und die Märkte wären vielleicht nochmals 20-30% gefallen. Wir wissen es nicht. Es kann auch jetzt nochmals eine 2. Abverkaufswelle kommen, auch wenn sie niemand mehr erwartet. Garantie gibt’s keine.
    Natürlich versuche ich auch ein bisschen Market-Timing mitzuspielen, aber sehr bescheiden, wenn die Märkte in kurzer Zeit stärker gefallen sind und noch etwas Cash rumliegt, wird das investiert. Aber kein Harakiri mit Verkauf und Wiederkauf von ganzen Depots das geht meiner Meinung nach langfristig schief. Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt solche Genies (andere nennen es Glückspilze), aber das Risiko ist halt da einmal nicht rechtzeitig wieder eingestiegen und die Performance kann man kaum noch aufholen.
    Das hat aber alles nicht mit dem Risikoempfinden zu tun und einer Cashreserve, die mag bei dem einen sehr gering ausfallen andere fühlen sich nur wohl mit einem dickeren Polster. 
    Privat habe ich z.B. ein relativ geringes Cashpolster vielleicht 5% maximal, geschäftlich deutlich mehr mindestens 6 Monate sind gedeckt im voraus, zumindest in guten Zeiten in der Hoffnung dann die Schlechten irgendwie zu überstehen (die auch kommen werden soweit sind wir ja noch nicht in dieser Krise das kommt erst noch). Aber es beginnt langsam, erste Anzeichen von Kunden mehren sich, deshalb kann ich hier Ausnahme heute auch nicht mehr so viel schreiben.
     

  75. AvatarEx-Studentin

    Was man auch nicht vergessen darf: Man sollte nicht immer dem Herdentrieb oder Tipps anderer folgen. Wer nur die Handlungen anderer kopiert, wird maximal so gut sein wie andere, aber nie besser. Letztlich muss man lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. In irgendeinem Paralleluniversum hätte sich mein Verkauf als gut herausgestellt.
    @DanielKA
    Danke für die netten Worte! Ja, ich denke auch, dass ich trotzdem zufrieden sein kann. Es geht immer besser, aber eben auch schlechter.
    @Mark
    Dem Bild nach stehe ich wohl kurz vor der Rente 😀

  76. AvatarNico Meier

    Aus meiner Sicht ist Investieren was Individuelles und es gibt nicht nur “die eine”-Strategie. Letztlich kommt es auch drauf an, was unterm Strich raus kommt und das man ruhig schlafen kann.
    @Jenny
    Absolut richtig man muss Entscheidungen treffen mit denen man gut schlafen kann. Ich habe auch schon auf Rendite verzichtet, da ich zum Schluss gekommen bin, dass ich bei diesen Investments nicht mehr gut hätte schlafen können.
    @Bruno
    Günstiges Einkaufen ist immer auch etwas Glückssache. Ich habe im März, April und Mai gut zugekauft, da ich davon ausgegangen bin, dass die Kurse nicht weiter  fallen würde. Habe dies hier in dieser Zeit auch mehrfach erwähnt aber die Panik war da bei vielen gross 😉

  77. AvatarBruno

    @Nico
    Mir war die Panik eben noch zu klein im März/April, aber ich habe da auch etwas gekauft nur wollte ich noch etwas mehr, aber Gelegenheiten kommen immer wieder. Momentan bin ich zurückhaltend.

  78. AvatarNico Meier

    Und hier Berichte zu den Superchargern von Tesla die offensichtlich nich tfunktionieren wie sie sollen.
    https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/hoehere-ladezeiten-darum-dauert-es-nun-laenger-einen-tesla-aufzuladen-1029519286
     
    Ist gerade bei einer Ferienreise ärgerlich, wenn aus der Kaffee/Pinkelpause die 15 bis 20 Minuten gehen sollte dann eine Pause von 45 Minuten oder mehr werden nur weil die Technik aus welchen Gründen auch immer nicht so funktioniert wie sie sollte. Da lobe ich mir den Verbrennungsmotor.

  79. AvatarLejero

    @Nico:
    Super, dass du den Einstiegszeitpunkt gut getroffen hast.
    Ich selber hatte mir das nicht zugetraut und deswegen einen Einstiegsmechanismus vorher überlegt, der mir geholfen hat einfach durchzuziehen, und zumindest ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Ich hatte seit Mitte letzten Jahres meine Cash Reserven massiv aufgebaut und bin dann bei jedem 10% Einbruch der Index-Kurse mit 20% des ursprünglichen Depotwerts eingestiegen. Wenn es keinen Kurseinbruch gab habe ich zum Monatsanfang mindestens 10% des Depotwerts investiert. Einbruch hat 3mal getriggert, Monate waren 5mal. So konnte ich zu ca. 20% ggü. Februar günstiger einkaufen. Das ist nicht spektakulär, aber schön. Und ich konnte das losgelöst von sonstigen Emotionen durchziehen, die ich natürlich auch hatte. Allerdings habe ich erst 50% des Cash investiert. Insofern könnte ich noch einen Dip vertragen, aber auch ohne ist ok, dann bin ich in ca. 8 Monaten wieder voll investiert. 

  80. Avatar-M

    Bruno 
    Du sprichst mir aus der Seele…. März fand ich auch noch überhaupt nicht panisch. Klar es ging schnell herunter, aber ich fand es alles andere als dramatisch. Meine hier hielt sich in Grenzen, rückblickend bisher blöd. 
     
    -M

  81. AvatarGurki

    @Ex-Studentin: Warum sparst Du deinen ComStage nicht mehr weiter? Bei 1822direkt war der doch noch bis Ende nächsten Jahres kostenfrei. Oder ging das nicht mehr, weil Du den gestoppt hast? Die Emerging Markets besparst Du nicht mehr? (Hier bin ich am überlegen eventuell auch von 30% auf 20-25% runterzugehen, mal schauen. Am besten schneidet mein NASDAQ-100 ab 🙂 )

    @Mark85: Ah also doch auch eine Führungsposition in einem DAX-Konzern. Dann ist das Gehalt nicht mehr ganz so absurd 😉 

    Danke übrigens für die Grafik. Ich bin dann auch kurz vor der Rente – allerdings mit Anfang 30 😀

  82. StephanStephan

    @Ex-Studentin: Deine Reaktion im März ist nur menschlich…. wenn es nicht so wäre, dann wäre die Börse im März nicht abgestürzt. Auch ich würde dir raten, dich mental auf Krisen einzustellen und sie wirklich zum nachkaufen zu nutzen.
    Am Anfang ist es völlig merkwürdig, zu kaufen, während die Kurse fallen… aber wenn du einmal danach die steigenden Kurse und die damit einhergehenden Gewinne mitgenommen hast, machst du es immer wieder…
    Empfehlen kann ich dir Bücher von Andre Kostolany, der über 70 Jahre Erfahrung an der Börse hatte und so viele Krisen mitgemacht hat. Das stärkt deine mentale Einstellung zusätzlich.
    Ich glaube Tim hat mal Warren Buffet zitiert, was mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich versuch mal das Zitat noch zusammenzubringen: „Große Chancen bieten sich selten. Wenn es Gold regnet, sollte man nach einem Eimer greifen und nicht nach einem Fingerhut.“
    Finde es ziemlich treffend und einprägsam, auch wenn ich es nicht mehr wortwörtlich zusammenbekomme! 😉

  83. AvatarBruno

    @Stephan
    Grundsätzlich richtig, etwas blöd halt dass Warren Buffett diesmal auch verkauft und nicht gekauft hat. Man hätte dies auch so interpretieren können, es kommt alles noch viel schlimmer 😉 Hoffen wir mal nicht, es ist ja noch nicht abgerechnet.
    Mir gefällt der Ansatz von Lejero, auch wenn es jetzt nicht mein Ding wäre so viel zu verkaufen um danach tiefer nachzukaufen, aber er hat ein System mit klaren Regeln. Ich denke es macht Sinn, egal wie, dass man ein klares System/Strategie hat, das kann sein in regelmässigen Abständen unabhängig vom Kurs zu kaufen oder bei Kurseinbruch von x% von einem Alltime-High einen Anteil zu kaufen etc. aber es ist losgelöst von Emotion. Insbesondere weniger erfahrenen oder emotionalen Anlegern würde ich sowas empfehlen, es muss ja nicht kompliziert sein.
     

  84. AvatarEG

    @Mark85 Du lebst ja schon einige Zeit in Freiheit und das sehr zufrieden wie man liest. Darf ich fragen, wie du so früh deine Freiheit geschafft hast? (Entschuldige, wenn du es hier vielleicht schon mal erwähnt hast)
    Ich hab die März April Phase auch verpasst, dafür aber auch den teureren November Dezember. Hab seit einem Jahr keine manuelle Zahlung mehr gemacht, und Verbindlichkeiten abgebaut / Liquidität aufgebaut. Die Standardkäufe hätten ja auch keine 5% vom Depot ausgemacht, dann kann man schon eine kurze Phase verkraften. Dafür bin ich jetzt wieder flexibler. 
    Das Marktiming bei Reserven Auf und Abbau hoffe ich ist als Buy and Hold Anleger erlaubt.

  85. AvatarThorsten

    @Ex-Studentin
    Ich habe heute Tesla verkauft , basta. Hinterher war es zu früh , vielleicht. Der RSI sagt “stark überkauft”. Ich versuche jetzt mehr regelbasiert ein- und auszusteigen. Was nutzt es die “richtige” Aktie zu haben wenn andere steigen , abseits von guten Dividendenaktien natürlich. Die Strategie Märkte im Vorfeld billig einzukaufen , so wie es Lyn Alden macht ist nicht immer mein Ding. Da kann der ETF Türkei noch so billig sein, ich kaufe ihn nicht.
    Bei Gold und Minen lag sie richtig. Güldenes istzur Glättung des Buchwerts unverzichtbar, selbst wenn im Crash “alles mit allen korreliert , weil alles verkauft wird wegen der  Liquidität”. Das ist nur kurzfristig. Gold wird weiter steigen, weil die Wirtschaft wohl länger an der Decke schwurbelt und nicht weiter kommt und die Notenpressen Helikoptergeld erzeugen. Was passiert wenn für uns heute undenkbar die Zinsen steigen ? 
    Erst dann würde es für Gold gefährlich, derzeit keine Gefahr.

  86. AvatarEx-Studentin

    @Gurki
    Ich hatte bei meinem alten AG die Stunden reduziert und konnte deswegen keinen hohen Sparplan bei 1822 direkt einstellen. Zudem wollte ich lieber auf “frei” investieren. Hatte den dann auf nur noch 150€ runtergesetzt, also quasi nichts.
    Werde das Depot bei 1822 vermutlich irgendwann umziehen, sobald ich dort hohe Gebühren zahlen müsste. 
    Die Auswahl des ETFs an sich ist an sich “relativ” egal, die meisten haben ja relativ niedrige Gebühren. Durch die Vorab-Besteuerung wird sich vermutlich auch ausschüttend / thesaurierend nicht so viel geben (das müsste ich mir irgendwann mal genauer angucken).
    https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/
    EM hatte ich immer mit 33% gewichtet. Antizyklisch investieren usw.. aber von der Performance her tut sich da halt nicht so viel und die Musik spielt halt irgendwie gefühlt weiterhin in den Industrieländern, weswegen ich nun erst mal nur noch auf den MSCI World Index setze. NASDAQ hat natürlich auch viele tolle Unternehmen drin..
    @Stephan
    Danke für die Buchempfehlung. Kommt auf meine lange ToDo-Liste. Ich lese an sich ab und zu Fachbücher. Aber ich nehme mir nicht gerne Vorbilder oder will gar was kopieren. Die meisten Verhaltensweisen lassen sich aus gesundem Menschenverstand erschließen. Aber ich suche immer gerne Tipps & Sprüche, die man sich in bestimmten Situationen ins Gedächtnis rufen kann.
    @Thorsten
    Wow, was geht dann bei Tesla ab? Konnte mich mit dem Laden noch nie identifizieren. Ich war im Studium bei einem Studenten-Projekt, wo wir selbst ein E-Auto entwickelt haben. Das war cool und leerreich, aber dadurch bin ich E-Autos gegenüber sehr negativ eingestellt. Ist eine nette Ergänzung für gewisse Einsatzzwecke, aber flächendeckend sehe ich das nicht all Allheilmittel. Ich hoffe, du hattest viele Aktien und nicht viel Gewinnmitnahme.

  87. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Im Leserbrief stecken viele gute Leitsätze. Alle irgendwo schon mal gehört, aber deswegen sind sie nicht falsch….
     
    Zielorientierung, Einsatz, Disziplin und geistige/körperliche Entspannung als Gegenpol – sehr gut!
     
    Was die Überlegungen zum “richtigen Timing” beim Investieren anbelangt – ich bin erst so richtig zur Ruhe gekommen, seit ich regelmäßig, völlig unabhängig vom Marktgeschehen investiere. Stur und stetig werden die Anteile an meinen Unternehmensbeteiligungen aufgestockt oder neue gezeichnet.
     
    Total entspannt läuft das ab. Das Vermögen steigt und steigt, Erträge und Ausschüttungen nehmen sukzessive zu. Was beim Aktiengedöns viel zu oft unter den Tisch fällt: Jeder Aktienkauf ist eine echte, konkrete Investition in einen “lebenden Organismus”, der Erträge erwirtschaftet, weil Bedürfnisse von Menschen auf der ganzen Welt befriedigt werden.
     
    Wer das begriffen hat segelt ganz entspannt mit stetem Wind in den Segeln zu seiner Zielinsel….. wo immer diese liegen mag und wie auch immer diese beschaffen sein mag.
     
    Das Leben hält so viel bereit. Die Börse beschäftigt mich zehn Minuten im Monat.
     

  88. KievKiev

    @ Stephan
    Xiaomi ist in dem Zeitraum nicht eingebrochen. Oder hatte sich bereits wieder erholt. Ich habe sie mit gutem Gewinn verkauft, da ich einen Abverkauf chinesischer Werte als wahrscheinlich ansah. Ich habe in dem Zeitraum auch abgestrafte Aktien gekauft. Im Nachhinein hat sich das allerdings nicht unbedingt ausgezahlt. ETFs auf Regionen erscheinen mir wesentlich komfortabler. Hier kann ich in verhältnismäßig günstigen Regionen investieren oder eben nicht. In die Türkei habe ich beispielsweise nicht direkt investiert. Aber England, Emerging Markets, Australien, Singapur. Russland ist nächsten Monat dran, auch wenn es hier leider keinen sehr guten ETF gibt. Spielt in der Breite auch keine besondere Rolle. Ich kann mir momentan auch eine erneute starke Korrektur vorstellen. Allerdings weiß ich keine bessere Alternative als einfach weiter zu machen. In der Breite bin ich zuversichtlich mit der Zeit ein großes Vermögen aufzubauen. Und das unabhängig von einer Rezession. Ich halte weiterhin kaum Cash.
    @ Firmenwagen
    Die Bestellung ist raus. Ich bin sehr zufrieden, auch mit dem Preis. Der T6 ist es leider nicht geworden, aber das hätte ich auch nicht erwartet. Wir müssen jetzt 280€ geltwerten Vorteil im Monat bezahlen und dürfen 20k Kilometer privat im Jahr fahren. Das ist mehr als genug. Ein dynamischer Listenpreis ist mir bislang auch noch nicht begegnet. Aber gut, will nicht klagen.
    @ Fortbildung
    Heute haben sich weitere Möglichkeiten ergeben. Vielleicht werden sie langfristig neue Optionen liefern
     @Bruno
    Als Berater kann man nicht alles besprechen. Es gibt auch einen Auftrag. Bei sehr großen Projekten kann man auch nicht einfach in Bereichen anderer arbeiten. Da gibt es dann Zuständigkeiten usw. Das muss der Auftraggeber dann abklären. Manche sinnvollen Herangehensweisen werden aber nicht umgesetzt. Da kann man nichts machen. Innerhalb einer Firma ist natürlich mehr möglich.

  89. AvatarLejero

    @Bruno:
    Hatte ich vielleicht missverständlich geschrieben, ich hatte keine Aktien/ETF verkauft, die Liquidität hatte ich aus einer anderen Assetklasse beschafft. Aktien waren bei mir bisher unterrepräsentiert, was ich jetzt am Ausgleichen bin.

  90. AvatarEx-Studentin

    @Robert
    Im Schnitt ist Buy and Hold + Nachkaufen vernünftig, wenn die komplette Börse aufgrund von Ereignissen Einbrüche verzeichnet. Gerade bei ETFs muss man keinen Totalverlust befürchten. Dennoch muss man darauf achten, dass die privaten Umstände zum eigenenpeigenen Investitionsstil passen. Tim hat finanziell ausgesorgt, er kann da viel entspannter sein. Wer jedoch von seinem Einkommen abhängig ist, muss andere Dinge im Blick haben. Z.B. wer Kurzarbeit hat und um seinen Job fürchtet, sollte nicht alles Ersparte im Depot liegen haben,sondern sich eher um seine weitere Jobperspektive kümmern.

  91. AvatarHendrik

    Hallo Ralf und andere mit Kindern im Schulalter,
    wenn Bedarf an Privatunterricht per Videounterricht besteht könnte ich zumindest in Geographie und Politik-Wirtschaft abhelfen. Ich studiere momentan Lehramt und schließe nächstes Semester den Bachelor ab. Ich würde gerne einen Kurs anbieten, falls ausreichend Interesse besteht. 
    Schöne Grüße
    Hendrik

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