Leserbrief von Sam: Früher kaufte ich Zockeraktien, heute sammle ich Dividendenperlen. Ich möchte 2.000 Euro Dividende im Monat kassieren

Leser Sam. Erst zockte er mit spekulativen Aktien. Dann besann er sich. Er baut sich ein Dividendendepot auf. Sein Ziel ist es, 2.000 Euro netto an Dividenden zu kassieren.

Hallo,

meine Name ist Sam (Name geändert).

Ich lese seit vielen Jahren diesen Blog und dachte mir: Hey veröffentliche doch mal einen Leserbrief. Vielleicht freuen sich die anderen ja, einen von einem “Avarage Joe” zu lesen;o)

Zu mir: Ich bin Anfang 40 und bin kaufmännischer Sachbearbeiter. Mein Gehalt war gerade zu Berufsanfang niedrig. Das lag daran, dass ich nach der Ausbildung das Unternehmen verließ und in den Verkaufsaußendienst ging. Dies war leider nicht so erfolgreich. Ich krebste mich 600 bis 900 Euro rum. Meine Eltern konnten mir glücklicherweise was dazugeben, sonst hätte ich echt Probleme gehabt. 

Nichtsdestotrotz bin ich auch alle zwei bis drei Wochen am Wochenende in die Disco (z.B. Wodka Redbull 0,5L zu € 4,99) und ließ da so 30-40 Euro Abends. Klar man könnte jetzt sagen: Das Geld wäre besser angelegt gewesen, aber ich finde in diesem Alter sollte man auch weggehen, was erleben etc.

Nach der wenig erfolgreichen Außendienst-Laufbahn habe ich als Lagerarbeiter bei meinem Vater (Unternehmer) die Zeit überbrückt, bis ich wieder etwas als kaufmännischer Sachbearbeiter fand. Ich fand etwas, aber leider wurde die Unternehmensgruppe von Banken übernommen und es gab Entlassungen. Zwei Wochen vor Ende der Probezeit hat es mich erwischt und ich wurde arbeitslos.

Ich suchte und dann bekam ich nach vier Monaten einen neuen Job. Dort gab es anfangs € 1.724,00 brutto, was € 1.140 netto waren.

Nicht wirklich viel, aber ich kam trotz Hund und eigener kleiner 2 Zimmer Wohnung zurecht ( 430 Euro Miete).

Zwei Jahre später verließ der Geschäftsführer das Unternehmen und der neue Geschäftsführer kam. Bei ihm hatte ich das Gefühl, dass er dem Unternehmen nicht gut tut und blieb mit dem alten Chef in Kontakt. Er überlegte sich selbstständig zu machen (in der gleichen Branche) oder doch nochmal zu studieren. Ich traf mich zweimal mit ihm. Da ich wusste, dass er in der Branche eine Koryphäe war. Ich wollte ich unbedingt mit ihm etwas aufbauen und überredete ihn und 2 Kolleginnen dazu.

2008 war es dann soweit. Bereits nach einem Jahr hatten wir knapp 6 Millionen Euro Umsatz. Im Folgejahr waren wir bereits größer als das vorherige Unternehmen. Da ich ja ins Risiko ging vereinbarte ich natürlich eine Gehaltserhöhung. Anfangs gab es 2.400,00 Brutto, fünf Monate später 2.700,00 und am November 2008 dann € 2.900,00.

Dass ich bei dem Vertrag nicht bedachte hatte, mir eine Kündigungssonderschutzklausel auch bei Kleinunternehmen zu vereinbaren, sollte ich noch bereuen (wobei ich die gar nicht kannte).

Von Anfang an hatte ich deutlich mehr Aufgaben mit natürlich mehr Verantwortung. Inventur, Betreuung der Lager, Kostenkontrolle usw kam zu den normalen Tätigkeiten im Verkaufsinnendienst dazu, was mir sehr viel Spass machte.

Das Unternehmen wuchs und wuchs. Es gab weitere Mitarbeiter (leider die Falschen) und 2018 schlossen wir mit 32,5 Millionen Euro Umsatz ab.

Ich wurde entlassen ohne Abfindung

Die Stimmung im Unternehmen wurde aber immer schlechter und schlechter. Mein Chef hatte leider so gar keinen Plan von Personalführung. Anfang 2019 wurde ich entlassen! WUMMS! Da das Unternehmen unter zehn Mitarbeitern hatte, gab es keinen Kündigungsschutz und somit nicht mal eine Abfindung. 

Meiner Meinung nach müsste der Gesetzgeber da dringend handeln. Denn ein mIttelständiges Unternehmen mit 32,5 Millionen Euro Umsatz darf nicht wie eine Bäckerei behandelt werden, die wirklich diesen Schutz braucht, wenn es nicht gut läuft.

Ich war natürlich geschockt, dass ich nach elf Jahren als erster Mitarbeiter einfach so entlassen wurde. Aber ich hatte mir ein paar Monate vorher schon Gedanken gemacht und mich woanders beworbenen.

Ich fing im großen Stil an, mich zu bewerben. Ich hatte mehrere Bewerbungsgespräche. Es war eine psychisch schwere Zeit, denn oft war ich auf dem 2. Platz im Verfahren.

Am Ende klappte es dann doch. Ich bin nun in einem deutlich größeren Unternehmen.

Das Gehalt ist Ok, weniger als zuvor (im letzten Jahr kam ich dank Jahresbonus und 14 Monatsgehältern auf knapp 56.000 Euro brutto), aber es reicht mir (ca. 46.000 Euro brutto).

Wie ich an der Börse investierte

So nun aber zum Investieren.

Die erste Begegnung mit Aktien hatte ich in meiner Berufsschulzeit durch einen Klassenkameraden. Er erzählte mir irgendwas von Neuemission Infinion und tolles Unternehmen und zeichnen.

Fragt mich nicht wieso, aber ich bin zur Bank und habe dies getan. Und ich bekam sogar welche. Ich machte sogar Gewinn und verkaufte. Und was tat ich? Genau gleich wieder kaufen. Lycos.

Auch hier hatte ich Glück, aber es war deutlich weniger und wieder verkauft. In der Formel 1 war Nortel Networks Sponsor von BMW glaub ich und ich kaufte da zu.

Tja das Resultat war: INSOLVENZ!

Ich machte mir komischerweise wenig draus und ließ die Finger von der Börse. Ich hatte von Klein auf ein Sparbuch, in das in den ersten Berufsjahren die Vermögenswirksamen Leistungen (VWLs) gingen. Erst vor 6 Jahren stieg ich auf einen ETF um. Ich weiß nicht wie, wo und warum, aber ich interessierte mich auf einmal für wieder für Aktien.

Es gab eine Youtube Serie 2014, in der Aktien vorgestellt wurden.

Dann lass ich auch noch von kleinen Medizinherstellern mit GROSSEM Potential und Cannabis wird ja eh der Burner!

Ich löste mein Sparbuch auf und kaufte fröhlich los.

Meine erste Käufe waren:

Marine Harvest (MOWI): Tolles Investment

Abbvie: Tolles Investment, eines meiner Lieblingsunternehmen

Bilfinger– Schlechtes Investment

Medical Marijuana Inc: — Nun ja.. hehe. vielleicht wirds in 30 Jahren was ;O)

Solar City: Glück gehabt mit rechtzeitigem Verkauf

PNE Wind: Glück gehabt mit rechtzeitigem Verkauf

AIG: Ja es war mal eines der tollsten Unternehmen aber– auch hier rechtzeitig verkauft

GE: Die ersten 2 Jahre noch ok, aber dann.. mit geringem Verlust verkauft.

Snowbird: Ja, da hab ich echt Glück gehabt, früh verkauft zu haben

Skyworks Solutions: TOLLES Investment

Relay Medical: Die schleppe ich heute noch mit. Auch hier.. in 30 Jahren? ;p)

Ich entdeckte 2 Blogs (unter anderem dieser), die ich dann beinahe täglich las.

Und mir wurde klar, dass ich gerne nicht bis zur Rente arbeiten will. Und Unternehmen die Dividenden zahlen, diese noch erhöhen? WOW! Genau das wollte ich.

Also erstellte ich mir diverse Excel Listen.

Eine mit den jeweiligen Eingängen, die Daten gingen dann in eine andere. Diese ist quasie mein Forecast. Dort kann ich erahnen, wo die Reise hingeht, wann zB die Miete bezahlt wird usw.

Worauf lege ich mittlerweile Wert? Also ich habe fast nur US-Aktien und ein paar GB/NL Aktien. Am besten ist es, wenn ich eine Dividende erhalte. (Nur wenige Ausnahmen wie zB. https://www.domo.com/de ).

Gerne kann diese schon aktuell über 4% sein und nur noch wenig steigen, oder sie ist noch klein (Skyworks war Ende 2014 zB nur 1,03% und ist jetzt bei 3,3% bei mir) und wird dafür kräftig gesteigert.

Ich habe aus fast allen Bereichen Unternehmensanteile: Pharma, Technologie, Banken, Energie usw.)

Hier eine Übersicht meiner Dividendenaktien

AT&T, Verizon

Southern Comp., Shell, Exxon, Chevron, BP

Flowers Foods, Coca Cola, Pepsi, Procter & Gamble, MOWI (Marine Harvest), Walmart, McDonald’s, Disney, UPS, Lockheed Martin

Geo Group, Omega Healthcare, Realty Income, STAG Industrial

J&J, Pfizer, Amgen, Abbvie

Boeing, Home Depot, Caterpillar, Albemarle,  3M

Skyworks Solutions, Qualcomm, Microsoft, Applied Materials, IBM, Intel, Cisco, Texas Instruments, Apple,  Applied Materials, American Tower

Bank of America, Wells Fargo, JP Morgan, Goldman, Citi Group

Altria und BAT

Ich bespare fast nur noch per Sparplan, da ich so viele Unternehmen monatlich kaufen kann.

Meine größte Position ist Abbvie, die ich aber auch noch bespare und was ist das Ziel?

Ich möchte mit einem Puffer von 20 bis 30% Ausfall von den Dividenden mal leben können.

Mein Ziel sind 2.000 Euro netto, somit müsste ich 2.200 Euro etwa monatlich bekommen, damit ein 20% Ausfall nicht zu sehr weh tut (wobei ich auch bei 2.000 Euro zu meinem Lebensstil noch Luft habe).

Ich bespare etwa 40% meines Einkommens, Depot ca. 120.000 Euro und monatlich erhalte ich ca. 300 Euro netto momentan. Ich könnte zwar deutlich mehr auf die hohen Dividendenzahler gehen, aber da ich ja eine gewisse Sicherheit haben möchte, bespare ich auch die “kleineren” wie J&J, Microsoft usw.

Ich hoffe, Euch gefiel dieser Leserbrief. Über Feedback freue ich mich natürlich. Ich persönlich stufe mich gehaltsmäßig ein bißchen über dem Durchschnitt ein, aber da ich auch noch einen Hund habe, gleicht sich das schon wieder aus (ca. € 250 Kosten pro Monat).

@Tim: Danke für Deinen Blog. Ich würde mich freuen, mehr von Unternehmen zu lesen, die die breite Masse noch nicht so kennt. (wie zb meine Domo etc).

Gruß

Sam …auch wenn ich anders heiße ;o)

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Björn
1 Jahr zuvor

Danke für den tollen Leserbrief! Zeigt mal wieder das man es auch mit “kleinem” Gehalt schaffen kann.
Sehr inspirierend.

Lewin
1 Jahr zuvor

Sehr interessant, schönes Depot. Viel Erfolg.
 
@Tim, wie viele Unternehmen hast du eigentlich im Depot? <100?

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Sam: Krasser Weg, Schade das du keine Anteile am Unternehmen hattest, warst ja Mitgründer/Initiator (gemäß deiner Angaben). Sieht fast nach Abzocke aus.
Schau Dir nochmal deine Rechnung an:
Mein Ziel sind 2.000 Euro netto, somit müsste ich 2.200 Euro etwa monatlich bekommen, damit ein 20% Ausfall nicht zu sehr weh tut (wobei ich auch bei 2.000 Euro zu meinem Lebensstil noch Luft habe).
2.200 EUR abzüglich 20 % sind 1.760 EUR, also deutlich weniger als geplant.
 

Andy
1 Jahr zuvor

@ Tim
Du hast 60 Aktien im Depot? Wow, was für eine Anzahl. Aber einen wirklichen Überblick hast Du da nicht mehr, oder?
Wie machst Du das dann? Zum Beispiel 2000€ in eine Position und dann die nächste aufbauen?
Danke für Dein Feedback.

xaxas
1 Jahr zuvor

@ Sam
Der Umsatz bei solch kleinen Unternehmen ist meist weniger wichtig als das Ergebnis nach Abzug aller Kosten.
Es kann also sein, dass ein Unternehmen mit 1 Mio Umsatz mehr bringt als eins mit 30 Mio, weil die Marge mit dem Umsatzwachstum auch immer kleiner geworden ist.
Viel Erfolg auf deinem Weg in die finanzielle Freiheit!

Stefan
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,
was ist denn eigentlich Deine kleinste Position?
Danke!
Gruß
Stefan

Hallo Sam,
ich finde deine Leistung, trotz des Gehalts enorm sparen zu können ohne den Eindruck zu erwecken brutaler Frugalist zu sein, beeindruckend.
Noch viel beeindruckender finde ich allerdings wie du mit den Jobverlusten/Kündigungen etc. umgegangen bist. Scheinbar bist du ein Stehaufmännchen. 
Gekündigt zu werden finde ich wirklich hart. Oft führt es ja auch dazu dass man an sich selbst (und seiner Leistung etc.) zweifelt. Da ist es oft nicht so einfach sich wieder aufzuraffen. Echt Respekt von meiner Seite aus!
Viele Grüße
Harald (ReichwieRockefeller)

Tim Küst
1 Jahr zuvor

Toller Leserbrief. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du in der Lage bist deutlich mehr zu verdienen. Daher würde ich an deiner Stelle definitiv danach streben vllt eine Gehaltserhöhung zu erlangen oder den Arbeitgeber zu wechseln. Ich glaub an dich!

1 Jahr zuvor

@Stefan und dann nimmst du die kleinste Position mal 60 , um die Mindesthöhe von Tims Depot zu schätzen ??

Bruno
1 Jahr zuvor

@wolke
Der Zusammenhang von der Farbe der Börse mit dem Essen haben wir von Warren Buffett. So spart der Milliardär bei McDonalds beim Frühstück…
https://www.cnbc.com/2018/04/18/warren-buffett-buys-breakfast-from-mcdonalds-for-under-3-point-17.html

Stefan
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Was ist das für eine dämliche Frage!

1 Jahr zuvor

@Stefan tja, dann verrate doch , warum du das wissen wolltest , ich kapiere nicht, was du mit der Info möchtest.

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Ich verstehe Deine Bemerkung aber auch nicht?
Der Tim erwähnt doch immer, dass er 8000 Bank of America besitzt usw.
Dann möchte halt mal jemand Wissen, was seine kleinste Position ist.
Was ist daran schlimm?

Stefan
1 Jahr zuvor

@Tim
Danke für die Antwort!

1 Jahr zuvor

Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg! Persönlich würde ich mich stärker auf ETFs konzentrieren, aber das ist natürlich auch Geschmacksache. 🙂

1 Jahr zuvor

Dann ist Stefan jetzt glücklich, warum auch immer.

Paluma
1 Jahr zuvor

@ thorsten du nicht?

Ralf
1 Jahr zuvor

Ein schöner Leserbrief, weiterhin viel Erfolg. Natürlich gibt es diverse Faktoren beim Thema Finanzen. Wie sieht die Wohnsituation aus (Eigentum, Miete)? Ist Familie ein Thema oder eher nicht? Bedenke auch bei den Planungen anfallende Steuern auf Dividendenerträge. Wäre echt super, wenn der Sparerpauschbetrag endlich mal kräftig nach oben geschraubt wird, war früher deutlich besser wie auch Steuerfreiheit auf Spekulationsgewinne nach einem Jahr.

1 Jahr zuvor

@Paluma ich immer 😉

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Tagessieger: WIRECARD. Heute geht’s zur Abwechslung mal 6% nach oben. Nette Überraschung und das Depot freut sich!   😉
 

1 Jahr zuvor

Echt ein guter und sympathischer Leserbrief. Respekt vor deinen Weg und das Du immer weitergemacht hast. Ich sage dazu nur, das war das Streben nach Glück und es hat funktioniert. Wer mutig ist und aktiv, der wird belohnt. Viel Erfolg weiterhin.
Ich habe die ähnliche Strategie und auch einige Titel im Depot, wie oben vorgestellt. Welche Titel stehen auf deiner Watchlist?

Matthias
1 Jahr zuvor

Respekt auch von mir, ein stattliches Depot. Die Anzahl deiner Positionen wäre mir aber zu viel. Da hast du doch keinen Überblick, um auch mal die Nieten auszusortieren. Bzw. auch keinen Vorteil ggü. marktbreiten Indizes wie dem SP500.

Generell rate ich dazu sich nicht von hohen Dividendenrenditen blenden zu lassen. Die Gesamtrendite ist das Entscheidende. Unternehmen, die hohe Dividenden zahlen, sind meist die mit wenig Wachstum, die mit dem Geld nichts anderes anzufangen wissen. Besser als überteuerte Übernahmen auf jeden Fall, aber das sieht man dann häufig auch an den Kursen. Sowas wie Altria oder BAT will ich nicht im Depot vergammeln lassen, nur weil die Dividende ach-so-hoch ist. Wenn die Firma keine Dividende zahlt und das so einbehaltene Geld besser als ich gewinnbringend investieren kann, dann ist mir das 10x mehr wert.

Frank M Scheller
1 Jahr zuvor

Hi Sam!
mir ging es ähnlich wie dir. Ich glaub ich bin ca. 10 Jahre jünger. Hatte auch mal kaufmännisch gelernt, 2008 gekündigt, noch zwei Ausbeuter Firmen gehabt – Schnauze voll und an die Uni.
heute Ingenieur und vierfaches Gehalt. War hart später nochmal zu studieren und dann auch noch maschbau and der Uni – hoher Preis, war’s aber wert.
über eine Kündigung muss ich mir keine Gedanken mehr machen 

Meinungslemming
1 Jahr zuvor

Schöner Leserbrief. Nach den zahlreichen “langweiligen” Leserbriefe der letzten Wochen endlich mal ein Text mit individuellen Inhalt und Ausführungen. Statt der üblichen Allgemeinplätze. Solche wie hier gerne wieder. Danke Tim und Danke Sam.

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Sam
Ich möchte Dir auch zu Deinem Durchhaltevermögen gratulieren. Dein Lebenslauf hatte einige Schwankungen und Herausforderungen auf dem Weg. Du bist jetzt Anfang 40 Jahre und erhälst um die 300€ an Dividendenertrag. Bis wann möchtest Du die 2000€ erreichen? Was möchtest Du machen wenn Du die 2000€ erreicht hast? Je nach Dauer und Vorhaben könnte eine Reduktion der Stunden vor dem Erreichen des anvisierten Vermögens vielleicht mehr Glück bereiten. In Bezug auf Steuer, Versicherung als Privater und qualitative Lebenszeit… Außerhalb diesen Forums klingt das sicher seltsam, aber Du kannst auch Deine Rentenansprüche ein wenig berücksichtigen, da Du sicher noch mindestens 10 Jahre an dem Vermögen arbeiten musst und so nicht mehr allzuweit von dem Renteneintritt entfernt bist.

Slowroller
1 Jahr zuvor

Schöner Leserbrief, fühlt sich ehrlich und offen und wunderbar “unperfekt” an (das ist ein Kompliment)
 
Bei direkten Aktieninvests möchte ich mal das “du musst dir Gedanken machen und Verlierer aussortieren” schlicht mal infrage stellen. Klar – manchmal will man vielleicht eine Aktie nicht mehr halten oder hat ein ungutes Gefühl und verkauft. Ich mache das nicht mehr. Bei Einzelaktien gibt es einen Mo. Ent, andem ich mir Gedanken mache: Beim Kauf. Von da an lasse ich alles gekaufte laufen – und kaufe eben nur noch da nach von dem ich überzeugt bin. Wieso? Alle Titel, die ich verkauft habe weil ich ja achso klug bin, hätte ich besser behalten. Dahinter stecken zwei (halbgare) Annahmen, die wohl jeder kennt: jeder titel kann 9999999%gewinnen,aber nur 100% verlieren. Dazu kommt, dass ich davon ausgehe, dass der Preis einer Aktie im Verhältnis zu anderen Aktien (nicht aber Aktien allgemein zur Zeitachse) das Wissen des Marktes widerspiegelt und ich definitiv nicht besser bin als dieser – zumindest nicht im Preise setzen 😉 Daraus resultiert eben, dass ich nur beim Kauf Gedanken investiere und das gekauft dann einfachiegen lasse – und ehrlich: manchmal auch meinen Bauchgefühlen nachgebe. Finde ich nicht schlimm und bin bisher gut gefahren.
 
Über den Tageshüpf bon WDI freue ich mich dazu auch – viel mehr würde ich mich aber über gute Nachrichten bzgl. Compliance freuen.

1 Jahr zuvor

Guter Artikel 🙂 Nur Firmen mit hoher Dividende zu kaufen als eines der Hauptkriterien sehe ich anders aber jeder da hat seine eigene Strategie!

Ein sehr interessanter Leserbrief und es zeigt, das es sich auch lohnen kann mit kleinen Beträgen zu sparen. 
Auch ein sehr toller Lebenslauf, der zeigt, dass man niemals aufgeben soll und immer weiter machen muss.
 
Gruß Stefan 

Michael (Bergkamen)
1 Jahr zuvor

Hi Tim,
Chance erhält man immer im Leben, man muss sie nur nutzen. 
VG
der Michael (Bergkamen)

AktienNewbie
1 Jahr zuvor

@Frank M Scheller: Ich kenne Leute die hatten auch einige Ausbeuter-Betriebe hinter sich. Nur sind die nicht danach an die Uni, teils wegen Mangel an Geld und teils weil kein Bock. Die haben nach der Aktion sich ehrlich hinterfragt warum sie, laut eigener Aussage “bei diesen asozialen Zuständen überhaupt noch arbeiten gehen sollen”. Die leben heute deutlich besser mit Hartz 4 und etwas Schwarzarbeit nebenher. Einige haben wohl (nach eigener Aussage) auch Firmen in Steuerparadiesen gegründet, um aus rohem, bloßem Hass auf sämtliche Mitmenschen heraus so wenig wie möglich der Gesellschaft zuzuführen und maximal für sich rauszuholen was geht, frei nach dem Motto: Alle sind Arschlöcher mir gegenüber, jetzt bin ich auch Arschloch – und zwar so richtig. Und dann gibt es noch jene, die schlichtweg aufgegeben haben. Einer hat sich umgebracht.
Da sind Menschen dabei mit Suma Cum Laude und 1er-Schnitt die aber keine Ahnung von Arbeitsmarkt und Wirtschaft hatten. Jetzt wo sie den wohl haben, bereuen einige ihre Berufsentscheidung und verfluchen alle, welche sie nicht früher aufgeklärt hatten: Eltern, Lehrer, Professoren, etc.. Andere haben ihren Job gekündigt, haben sich irgendwie ein bisschen Geld zusammengekratzt, sind ausgewandert und machen solange ihr Ding mit ohne Geld, bis sie eben in die Kiste fallen.
Darunter sind 4 Ingenieure, 2 Informatiker, 5 Juristen, 12 Geisteswissenschaftler, 3 Mediziner, 1 BWLer und 5 die was Soziales gemacht haben. Neben denen kenne ich 3 Leute die heute in ihrem gelernten Beruf arbeiten und eigentlich zufrieden sind. Die hatten nach eigenen Angaben auch keine Ahnung von Wirtschaft und Arbeitsmarktrealität aber schlichtweg Glück. Einer hatte es in einen Konzern geschafft, der bekam aber auch finanzielle Unterstützung. Die anderen beiden hatten ihre ersten Jobs direkt im öffentlichen Dienst.
Von Börse und Investitionen haben die alle keine Ahnung. Da bin ich der Einzige. Das habe ich aber auch erst vor 2 Jahren, also mit 31 Jahren entdeckt. Und erst seit kurzem jongliere ich mit Einzelaktien, daher der Name (vorher halt nur mit Weltportfolio-ETFs). Ich selbst konnte nicht studieren und kenne dadurch die Arbeitsgnadenlosigkeit von Anfang an. Bin dann aber frühzeitig in den öD gewechselt, alles andere wäre mein finanzieller Ruin gewesen. Von daher bewundere ich da dein unglaubliches Engagement nochmal studieren zu gehen. Wie hast du das mit der Familienplanung unter einen Hut bekommen? Ich verstehe nur nicht wie man dadurch das 4-fache Gehalt verdienen kann. Entweder warst du vorher schlecht bezahlt und verdienst mit der ver4fachung jetzt auf Normalniveau oder du hattest vorher Normalniveau und verdienst jetzt >100.000, was in Deutschland statistisch nur weniger als 6% verdienen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202/umfrage/jahreseinkommen-einkommensteuerpflichtiger-2004/, von 2015).
Viel Glück dir weiterhin,AktienNewbie

Sam
1 Jahr zuvor

Hallo,
zunächst vielen Dank für das tolle Feedback.

Übersicht aufgrund zu vieler Positionen:
Also ich empfinde das gar nicht so. Ich habe gerne möglichst viele Pferde im Stall, dazu dann möglichst viele Geldeingänge und wenn es dann mal ein paar erwischt im laufe der Zeit, tut es weh, aber die anderen sollten das gut auffangen können.
Mir macht es Spass meine Unternehmen zu beobachten, aber ich gehe da nicht zu sehr ins Detail. Hauptsächlich schaue ich, was macht das Unternehmen eigentlich? Dann schaue ich wie ist die Ertragssituation in der letzten Zeit gewesen? Das mache ich meistens über die Nasdaq Seite, wie hier zB:
https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/abbv/revenue-eps
Da vergleiche ich dann das EPS und den Umsatz und was so ausgeschüttet wird.Natürlich bedeutet das nicht, dass das immer so weiterlaufen wird, aber es zeigt schon mal wie das Unternehmen wirtschaftet.
 

@ DanielKA: Ja, Anteile wären sehr toll gewesen. Ich fühlte mich auch immer, als ob es auch mein “Baby” wäre. UPS, mit der Berechnung hast Du natürlich Recht. Aber Ihr wisst ja was ich meine 😉

@Xaxas: Du hast Recht, dass Umsatz nicht gleich auch Gewinn erzielen bedeutet. Aber das Unternehmen war eine Goldgrube. Bekam auch nach ein par Jahren jedes Jahr einen netten Bonus weil es so gut lief, sogar noch ein paar Wochen vor der Kündigung. Na ja, mittlerweile habe ich das ganze ad acta gelegt, bringt ja nichts sich weiter zu ärgern.

@Tim Küst: Natürlich möchte jeder mehr verdienen, aber ich bin auch der Meinung, man muss wissen was man will. Getreu dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten. An einen Wechsel denke ich aber nicht, mir gefällt es im neuen Job und gerade in der aktuellen Wirtschaftslage, würde ich eigentlich niemandem empfehlen zu wechseln.

@Ralf: Leider ist Familienplanung nicht mehr aktuell. Man soll ja nie nie sagen, aber wenn ich sagen wir heute jemanden kennen lerne und in 2 Jahren kommt das Kind auf die Welt, wäre ich ca. 50 wenn es eingeschult wird. Natürlich heisst das nicht, dass man in diesem Alter nicht gut für ein eigenes Kind ist, aber eigentlich ist das für mich (leider) kein Thema mehr (Aber man weiss ja nie…)
Ich bezahle:680 Miete warm, habe ein Auto (So ca 25 Minuten auf die Arbeit, mit Bus/Bahn wären es 60-90 Minuten obwohl ich in einer Großstadt wohne, aber in einem der Nachbarorte arbeite), Internet €27, Handy (Aldi) €8, Essen ca. €180-200 usw. Strom wechsel ich jedes Jahr um den besten Preis mit Bonus zu bekommen.
Dazu dann der Hund, mir ca. 250 im Monat, Essen usw. Daher ca. 40% vom Einkommen als Sparsumme.
Ich finde auch, dass der Pauschbetrag endlich mal erhöht werden müsste. Aber wenn unser Finanzminister selbst nix mit Aktien zu tun hat… da sehe ich echt schwarz

@Aktien Noobs: Gute Frage! EIgentlich bin ich ja noch dabei, nachzukaufen, wobei zB abbvie wirklich bald mal fertig ist ;O) 
Aktuell eigentlich nur: Raytheon https://www.rtx.com/ und Northrop  https://www.northropgrumman.com/
John Deere könnte mir allerdings auch noch gefallen.

@Matthias: Versteh was Du meinst. Da kommt die Frage auf, wie man von seinem Investment partizipieren will. Erst in zig Jahren, oder alle paar Monate schon mal. Bei den meisten meiner Aktien ist es aber tatsächlich so, dass ich beides habe. Sowohl Kurssteigerung als auch Dividenden. Ich war sogar nicht einmal mit dem kompletten Depot im Minus in der aktuellen Krise. Aber natürlich noch aktuelle mit ein paar Titeln: Boeing zB.

@Frank Scheller: WOW, Respekt. Sich dann nochmal zu trauen zu studieren. Ich müsste allerdings erst noch Abi machen, dann Studium.. da bin ich ja fast schon in Rente.. LACH.

@Kiev: Danke! Ich hoffe mit Anfang 50, zumindest finanziell frei zu sein, so dass ich meine Kosten durch Dividenden auffangen kann. Gerade die Situation letztes Jahr, hat mir das nochmal verdeutlicht. Hätte ich da schon die Freiheit gehabt, wäre mir viel innerlicher Stress erspart geblieben. Zumal in meinem Alter dann ja die Hartz 4 Uhr tickt (nur 12 Monate ALG1!) und dann geht es ans Vermögen. Ich arbeite im Tarif und habe schon nur noch 35 Stunden (vorher waren es mehr). Und jede Reduktion geht ja auch gleich ans Portemonnaie, wodurch dann weniger investieren könnte.
Was ich machen will, wenn ich die Summe erreicht habe? Gerne aufhören zu arbeiten, mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge zu haben und das entsprechende Geld dazu. Eine Weltreise mit WOhnmobil würde mir zB gefallen. Diese 2 haben das toll gemacht:
http://www.gerhardgreti.at/unserereisen/weltreise/weltreise.html
 

@Slowroller: Interessanter Gedanke. Ich habe vor allem Anfangs mit viel zu wenigen Gedanken gekauft. Mittlerweile ist das nicht mehr so und ein Verkauf kommt auch nur noch dann in Betracht wenn das Unternehmen die nächsten zig Jahre brauchen wird um wieder hoch zu kommen und ich mich damit unwohl fühle (bei GE war das genau so bei mir).
Domo war neulich auch deutlich im minus bei mir, aber ich glaube an das Unternehmen, obwohl es noch Verluste macht (Ist ja oft bei Wachstumsunternehmen so)

@Finanzbär: Äh mache ich doch gar nicht;o) Im VOrdergrund steht natürlich das Unternehmen selbst. Ich frage mich, angelehnt an Buffet: GIbt es Wettbewerb? Wie schwer ist es dieses Unternehmen zu verdrängen? Boeing zB hat ja echte Probleme, aber ausser Arbus gibt es nicht wirklich Konkurrenz. Oder CAT. Da gibt es auch nicht viele gute Wettbewerber (Komatsu)
Zum Thema hohe Dividenden, ich habe ja auch zB
Skyworks zB. https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/swks/dividend-history
Hatte ich gekauft, da gab es 0,13 USD = ca. 1,03% bei mir
Jetzt sind es schon USD 0,44 = ca. 3,3% bei mir
Vielleicht interpretieren wir aber auch das “Hoch” bei hohen Dividenden anders;o) Für mich sind hohe DIvidenden > 6%, Gut: 4-6& und 1-4 mittel bis niedrig
Albemarle https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/alb/dividend-historyzahlt auch keine hohe Dividende. Aber ich finde das Unternehmen gut. So profitiere ich auch vom Elektroboom, aber es macht ja noch viel mehr, so dass es nicht davon abhängig ist.

@Familien Finanzen: Danke schön
 
Vielen Dank Euch allen.
 
Gruss
Sam
 
 
 

sammy
1 Jahr zuvor

Sorry “Sam” aber du bist ein Träumer. Wie willst du mit Anfang vierzig und einem Depot von 120.000€ bis 50 finanziell frei werden? Für 2000€ monatlich bräuchtest du eine Depotgröße von mind. 804.000€.

Thomas
1 Jahr zuvor

@Sammy, warum soll sich “Sam” keine großen Ziele setzen? Wenn es “nur” mit der Teilfreiheit klappt ist es auch ein großer Erfolg. Ihn als Träumer herab zu setzen hat er nicht verdient!

sammy
1 Jahr zuvor

@Thomas
Ziele müssen immer auch realistisch sein da muss man den Tatsachen auch einfach ins Auge sehen.

sammy
1 Jahr zuvor

Und die 804.000€ sind noch vor Steuer gerechnet. Somit bräuchte er ein Depot von 1.005.000€ für 2000€ netto monatlich.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@sammy
Wirecard ist über 100€ ist dir das schon aufgefallen? 😉

sammy
1 Jahr zuvor

@nico
Das sind Spekulationen auf einen positiven Jahresbericht am 18.06. Wirecard ist ein reines Zockerpapier nichts anderes. Bei der nächsten schlechten Nachricht gehts wieder 20% abwärts.

Sam
1 Jahr zuvor

Hallo Sammy,
Verstehe deine Aussage nicht. Meine Aussage war ja finanziell frei Anfang 50 wäre mein Ziel, als die Frage kam. Das dann die Kosten gedeckt sind. Das wäre aber deutlich unter 2k netto.
Natürlich ist es nur ein forecast, aber meine Excel Berechnung sagt, das dass durchaus realistisch ist. Da sind sowohl dividenden Erhöhungen als auch kurssteigerungen drinne.
Und der Schneeball rollt ja und wird größer und größer.

Sam
1 Jahr zuvor

Nur mal grob: 500 k bei 7% sind 35k brutto. Und 7% Dividende ist mehr als realistisch in weiteren 10 Jahren. Bin bei ein paar schon jetzt an der Grenze.
Abbvie zb
Und bei einigen bei 5%.

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Sam: Vorsicht Denkfehler, diese hochgerechneten Dividendenrenditen sind auf das Einstandskapital bezogen, nicht auf den aktuelen Depotwert. 7% auf den aktuellen Depotwert zu bekommen ist eher sportlich, außer man geht all in Altria.

Also in deinem Beispiel einfach mal fiktiv gerechnet, eventuell 3,5 % Rendite auf die aktuellen 500.000, Einstandsrendite 7 % auf 250.000 Kaufwert. Der Cashflow aus Div. würde dann nur bei 17,5 K liegen.

sammy
1 Jahr zuvor

@Sam
Man merkt, dass du keinen betriebswirtschaftlichen Background hast. 7% Dividende sind sehr unrealistisch selbst wenn du auf 3% kommst wäre das schon gut.

1 Jahr zuvor

Ich sehe Wirecard auch als Spekulativ an.Das liegt aber daran, dass ich diese Firma nicht verstehe.Darum sollen andere ihr Geld dort verdienen, die mehr wissen als ich.Ich finde Media Games Invest im moment intressant bin bei 1.15 Euro eingestiegen.

Bruno
1 Jahr zuvor

Zuviel rechnen bringt nix, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 
Fast sämtliche Experten haben z.B. die aktuelle Entwicklung anders gesehen. Wir befinden uns auf Neuland, bei historischen Masstäben wären die Märkte -80% und nicht +/- 0. 
Ich rechne mit höherer Inflation, denn bei diesen Schuldenbergen wird man kaum die Zinsen heben können. 
So wird das berechnete Kapital vielleicht schneller erreicht, aber auch die Kosten steigen. Nebst Inflation sind auch die zukünftigen Steuerzahlungen offen.
Hier eine einfache Zusammenfassung:
https://www.youtube.com/watch?v=T_b0tXpivLs
Die Zahlen machen schon Eindruck.
Von daher nicht zu viel in Excel & Co. rechnen sondern einfach dabei bleiben, auch das viele Trading dass man aktuell beobachtet wird sich selten auszahlen. Man wird auch übermütig wenn man mal 10x richtig lag muss man nicht das 11. Mal auch richtig liegen und dann wird es teuer.
Auch vielen Profis sind die Märkte jetzt davongelaufen, sie raufen sich die Haare.

sammy
1 Jahr zuvor

@Sam
Zudem bei 7% Ausschüttung besteht die Gefahr, dass diese Unternehmen aus der Substanz ausschütten. Wie man aktuell sieht sind Dividenden alles andere als in Stein gemeißelt. Rechne besser mit 2,5- max 3% Dividende denn zusätzlich müssen Kosten und Inflation von deinen 7% abgezogen werden.

Perpetuum Mobile
1 Jahr zuvor

Wenn man nur von Dividenden leben möchte, wäre es auch wichtig zu wissen wie hoch die monatlichen Krankenkassenbeiträge bei der gesetzlichen/privaten sind. Ich denke, dass wird oft unterschätzt.
 

Mr. Pino Cavallo
1 Jahr zuvor

Ein authentischer Leserbrief. Sehr interessant. Ich glaube zwar auch, dass das mit den 2.000 Euro monatliche Dividende tatsächlich eher schwierig sein dürfte, sofern aber die Motivation nicht zur Obsession wird, ist das voll in Ordnung. Selbst die Hälfte davon, also 1.000 Euro monatlich, wären schon richtig gut und und würden “Sam” mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest gegen die Altersarmut absichern (und das ist viel wert; darüber wird m.E. in der Gesellschaft immer noch zu wenig gesprochen).
 
Bei den vielen Positionen könnte man natürlich anmerken, dass ein ETF da vielleicht genauso angebracht wäre. Allerdings halte ich die Idee, sich mit vielen Positionen quasi sein “eigenes ETF” zu bilden für durchaus legitim, zumal man sich dann die TER spart, die ja ab einer gewissen Fondsgröße durchaus ins Gewicht fallen könnte.
 
Ach ja, ein halber Liter Vodka Red Bull für rund 5€ würde ich als ziemlich guten Deal bezeichnen. Hier in Frankfurt kriegst du für 12 Takken ein Glas voll Eis mit ein Schuss Vodka 😉

DanielKA
1 Jahr zuvor

Ach ja, ein halber Liter Vodka Red Bull für rund 5€ würde ich als ziemlich guten Deal bezeichnen. Hier in Frankfurt kriegst du für 12 Takken ein Glas voll Eis mit ein Schuss Vodka
Inflation Pino, Inflation..
Er hat den Wodka Bull vor über 20 Jahren für 5 EUR getrunken, also doch lieber in Diageo oder Brown Forman investieren 😉 der Preis in der Disco ist immer sportlich.

Wolke
1 Jahr zuvor

Und der Schneeball rollt ja und wird größer und größer…
 
Fragt sich nur was für einer. Inflation? Arbeitslosigkeit? oder schlimmer?
Derzeit für die nächsten zehn Jahre mit irgend etwas zu rechnen, ist Roulette spielen. Man braucht nur die Verzweiflung der Notenbanken sehen.
Das einzig Vernünftige, was man als junger Mensch jetzt machen sollte, ist lernen, lernen, lernen.
 
 

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