Leserbrief von Sam: Früher kaufte ich Zockeraktien, heute sammle ich Dividendenperlen. Ich möchte 2.000 Euro Dividende im Monat kassieren


New York, 15. Juni 2020
Leser Sam. Erst zockte er mit spekulativen Aktien. Dann besann er sich. Er baut sich ein Dividendendepot auf. Sein Ziel ist es, 2.000 Euro netto an Dividenden zu kassieren.

Hallo,

meine Name ist Sam (Name geändert).

Ich lese seit vielen Jahren diesen Blog und dachte mir: Hey veröffentliche doch mal einen Leserbrief. Vielleicht freuen sich die anderen ja, einen von einem “Avarage Joe” zu lesen;o)

Zu mir: Ich bin Anfang 40 und bin kaufmännischer Sachbearbeiter. Mein Gehalt war gerade zu Berufsanfang niedrig. Das lag daran, dass ich nach der Ausbildung das Unternehmen verließ und in den Verkaufsaußendienst ging. Dies war leider nicht so erfolgreich. Ich krebste mich 600 bis 900 Euro rum. Meine Eltern konnten mir glücklicherweise was dazugeben, sonst hätte ich echt Probleme gehabt. 

Nichtsdestotrotz bin ich auch alle zwei bis drei Wochen am Wochenende in die Disco (z.B. Wodka Redbull 0,5L zu € 4,99) und ließ da so 30-40 Euro Abends. Klar man könnte jetzt sagen: Das Geld wäre besser angelegt gewesen, aber ich finde in diesem Alter sollte man auch weggehen, was erleben etc.

Nach der wenig erfolgreichen Außendienst-Laufbahn habe ich als Lagerarbeiter bei meinem Vater (Unternehmer) die Zeit überbrückt, bis ich wieder etwas als kaufmännischer Sachbearbeiter fand. Ich fand etwas, aber leider wurde die Unternehmensgruppe von Banken übernommen und es gab Entlassungen. Zwei Wochen vor Ende der Probezeit hat es mich erwischt und ich wurde arbeitslos.

Ich suchte und dann bekam ich nach vier Monaten einen neuen Job. Dort gab es anfangs € 1.724,00 brutto, was € 1.140 netto waren.

Nicht wirklich viel, aber ich kam trotz Hund und eigener kleiner 2 Zimmer Wohnung zurecht ( 430 Euro Miete).

Zwei Jahre später verließ der Geschäftsführer das Unternehmen und der neue Geschäftsführer kam. Bei ihm hatte ich das Gefühl, dass er dem Unternehmen nicht gut tut und blieb mit dem alten Chef in Kontakt. Er überlegte sich selbstständig zu machen (in der gleichen Branche) oder doch nochmal zu studieren. Ich traf mich zweimal mit ihm. Da ich wusste, dass er in der Branche eine Koryphäe war. Ich wollte ich unbedingt mit ihm etwas aufbauen und überredete ihn und 2 Kolleginnen dazu.

2008 war es dann soweit. Bereits nach einem Jahr hatten wir knapp 6 Millionen Euro Umsatz. Im Folgejahr waren wir bereits größer als das vorherige Unternehmen. Da ich ja ins Risiko ging vereinbarte ich natürlich eine Gehaltserhöhung. Anfangs gab es 2.400,00 Brutto, fünf Monate später 2.700,00 und am November 2008 dann € 2.900,00.

Dass ich bei dem Vertrag nicht bedachte hatte, mir eine Kündigungssonderschutzklausel auch bei Kleinunternehmen zu vereinbaren, sollte ich noch bereuen (wobei ich die gar nicht kannte).

Von Anfang an hatte ich deutlich mehr Aufgaben mit natürlich mehr Verantwortung. Inventur, Betreuung der Lager, Kostenkontrolle usw kam zu den normalen Tätigkeiten im Verkaufsinnendienst dazu, was mir sehr viel Spass machte.

Das Unternehmen wuchs und wuchs. Es gab weitere Mitarbeiter (leider die Falschen) und 2018 schlossen wir mit 32,5 Millionen Euro Umsatz ab.

Ich wurde entlassen ohne Abfindung

Die Stimmung im Unternehmen wurde aber immer schlechter und schlechter. Mein Chef hatte leider so gar keinen Plan von Personalführung. Anfang 2019 wurde ich entlassen! WUMMS! Da das Unternehmen unter zehn Mitarbeitern hatte, gab es keinen Kündigungsschutz und somit nicht mal eine Abfindung. 

Meiner Meinung nach müsste der Gesetzgeber da dringend handeln. Denn ein mIttelständiges Unternehmen mit 32,5 Millionen Euro Umsatz darf nicht wie eine Bäckerei behandelt werden, die wirklich diesen Schutz braucht, wenn es nicht gut läuft.

Ich war natürlich geschockt, dass ich nach elf Jahren als erster Mitarbeiter einfach so entlassen wurde. Aber ich hatte mir ein paar Monate vorher schon Gedanken gemacht und mich woanders beworbenen.

Ich fing im großen Stil an, mich zu bewerben. Ich hatte mehrere Bewerbungsgespräche. Es war eine psychisch schwere Zeit, denn oft war ich auf dem 2. Platz im Verfahren.

Am Ende klappte es dann doch. Ich bin nun in einem deutlich größeren Unternehmen.

Das Gehalt ist Ok, weniger als zuvor (im letzten Jahr kam ich dank Jahresbonus und 14 Monatsgehältern auf knapp 56.000 Euro brutto), aber es reicht mir (ca. 46.000 Euro brutto).

Wie ich an der Börse investierte

So nun aber zum Investieren.

Die erste Begegnung mit Aktien hatte ich in meiner Berufsschulzeit durch einen Klassenkameraden. Er erzählte mir irgendwas von Neuemission Infinion und tolles Unternehmen und zeichnen.

Fragt mich nicht wieso, aber ich bin zur Bank und habe dies getan. Und ich bekam sogar welche. Ich machte sogar Gewinn und verkaufte. Und was tat ich? Genau gleich wieder kaufen. Lycos.

Auch hier hatte ich Glück, aber es war deutlich weniger und wieder verkauft. In der Formel 1 war Nortel Networks Sponsor von BMW glaub ich und ich kaufte da zu.

Tja das Resultat war: INSOLVENZ!

Ich machte mir komischerweise wenig draus und ließ die Finger von der Börse. Ich hatte von Klein auf ein Sparbuch, in das in den ersten Berufsjahren die Vermögenswirksamen Leistungen (VWLs) gingen. Erst vor 6 Jahren stieg ich auf einen ETF um. Ich weiß nicht wie, wo und warum, aber ich interessierte mich auf einmal für wieder für Aktien.

Es gab eine Youtube Serie 2014, in der Aktien vorgestellt wurden.

Dann lass ich auch noch von kleinen Medizinherstellern mit GROSSEM Potential und Cannabis wird ja eh der Burner!

Ich löste mein Sparbuch auf und kaufte fröhlich los.

Meine erste Käufe waren:

Marine Harvest (MOWI): Tolles Investment

Abbvie: Tolles Investment, eines meiner Lieblingsunternehmen

Bilfinger– Schlechtes Investment

Medical Marijuana Inc: — Nun ja.. hehe. vielleicht wirds in 30 Jahren was ;O)

Solar City: Glück gehabt mit rechtzeitigem Verkauf

PNE Wind: Glück gehabt mit rechtzeitigem Verkauf

AIG: Ja es war mal eines der tollsten Unternehmen aber– auch hier rechtzeitig verkauft

GE: Die ersten 2 Jahre noch ok, aber dann.. mit geringem Verlust verkauft.

Snowbird: Ja, da hab ich echt Glück gehabt, früh verkauft zu haben

Skyworks Solutions: TOLLES Investment

Relay Medical: Die schleppe ich heute noch mit. Auch hier.. in 30 Jahren? ;p)

Ich entdeckte 2 Blogs (unter anderem dieser), die ich dann beinahe täglich las.

Und mir wurde klar, dass ich gerne nicht bis zur Rente arbeiten will. Und Unternehmen die Dividenden zahlen, diese noch erhöhen? WOW! Genau das wollte ich.

Also erstellte ich mir diverse Excel Listen.

Eine mit den jeweiligen Eingängen, die Daten gingen dann in eine andere. Diese ist quasie mein Forecast. Dort kann ich erahnen, wo die Reise hingeht, wann zB die Miete bezahlt wird usw.

Worauf lege ich mittlerweile Wert? Also ich habe fast nur US-Aktien und ein paar GB/NL Aktien. Am besten ist es, wenn ich eine Dividende erhalte. (Nur wenige Ausnahmen wie zB. https://www.domo.com/de ).

Gerne kann diese schon aktuell über 4% sein und nur noch wenig steigen, oder sie ist noch klein (Skyworks war Ende 2014 zB nur 1,03% und ist jetzt bei 3,3% bei mir) und wird dafür kräftig gesteigert.

Ich habe aus fast allen Bereichen Unternehmensanteile: Pharma, Technologie, Banken, Energie usw.)

Hier eine Übersicht meiner Dividendenaktien

AT&T, Verizon

Southern Comp., Shell, Exxon, Chevron, BP

Flowers Foods, Coca Cola, Pepsi, Procter & Gamble, MOWI (Marine Harvest), Walmart, McDonald’s, Disney, UPS, Lockheed Martin

Geo Group, Omega Healthcare, Realty Income, STAG Industrial

J&J, Pfizer, Amgen, Abbvie

Boeing, Home Depot, Caterpillar, Albemarle,  3M

Skyworks Solutions, Qualcomm, Microsoft, Applied Materials, IBM, Intel, Cisco, Texas Instruments, Apple,  Applied Materials, American Tower

Bank of America, Wells Fargo, JP Morgan, Goldman, Citi Group

Altria und BAT

Ich bespare fast nur noch per Sparplan, da ich so viele Unternehmen monatlich kaufen kann.

Meine größte Position ist Abbvie, die ich aber auch noch bespare und was ist das Ziel?

Ich möchte mit einem Puffer von 20 bis 30% Ausfall von den Dividenden mal leben können.

Mein Ziel sind 2.000 Euro netto, somit müsste ich 2.200 Euro etwa monatlich bekommen, damit ein 20% Ausfall nicht zu sehr weh tut (wobei ich auch bei 2.000 Euro zu meinem Lebensstil noch Luft habe).

Ich bespare etwa 40% meines Einkommens, Depot ca. 120.000 Euro und monatlich erhalte ich ca. 300 Euro netto momentan. Ich könnte zwar deutlich mehr auf die hohen Dividendenzahler gehen, aber da ich ja eine gewisse Sicherheit haben möchte, bespare ich auch die “kleineren” wie J&J, Microsoft usw.

Ich hoffe, Euch gefiel dieser Leserbrief. Über Feedback freue ich mich natürlich. Ich persönlich stufe mich gehaltsmäßig ein bißchen über dem Durchschnitt ein, aber da ich auch noch einen Hund habe, gleicht sich das schon wieder aus (ca. € 250 Kosten pro Monat).

@Tim: Danke für Deinen Blog. Ich würde mich freuen, mehr von Unternehmen zu lesen, die die breite Masse noch nicht so kennt. (wie zb meine Domo etc).

Gruß

Sam …auch wenn ich anders heiße ;o)


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Leserbrief von Sam: Früher kaufte ich Zockeraktien, heute sammle ich Dividendenperlen. Ich möchte 2.000 Euro Dividende im Monat kassieren

  1. AvatarBjörn

    Danke für den tollen Leserbrief! Zeigt mal wieder das man es auch mit “kleinem” Gehalt schaffen kann.
    Sehr inspirierend.

  2. AvatarLewin

    Sehr interessant, schönes Depot. Viel Erfolg.
     
    @Tim, wie viele Unternehmen hast du eigentlich im Depot? <100?

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lewin

    Ich habe etwa 60 Aktien im Depot. Und 2 ETFs auf den S&P 500.

  4. AvatarDanielKA

    @ Sam: Krasser Weg, Schade das du keine Anteile am Unternehmen hattest, warst ja Mitgründer/Initiator (gemäß deiner Angaben). Sieht fast nach Abzocke aus.
    Schau Dir nochmal deine Rechnung an:
    Mein Ziel sind 2.000 Euro netto, somit müsste ich 2.200 Euro etwa monatlich bekommen, damit ein 20% Ausfall nicht zu sehr weh tut (wobei ich auch bei 2.000 Euro zu meinem Lebensstil noch Luft habe).
    2.200 EUR abzüglich 20 % sind 1.760 EUR, also deutlich weniger als geplant.
     

  5. AvatarAndy

    @ Tim
    Du hast 60 Aktien im Depot? Wow, was für eine Anzahl. Aber einen wirklichen Überblick hast Du da nicht mehr, oder?
    Wie machst Du das dann? Zum Beispiel 2000€ in eine Position und dann die nächste aufbauen?
    Danke für Dein Feedback.

  6. Avatarxaxas

    @ Sam
    Der Umsatz bei solch kleinen Unternehmen ist meist weniger wichtig als das Ergebnis nach Abzug aller Kosten.
    Es kann also sein, dass ein Unternehmen mit 1 Mio Umsatz mehr bringt als eins mit 30 Mio, weil die Marge mit dem Umsatzwachstum auch immer kleiner geworden ist.
    Viel Erfolg auf deinem Weg in die finanzielle Freiheit!

  7. AvatarStefan

    Hallo Tim,
    was ist denn eigentlich Deine kleinste Position?
    Danke!
    Gruß
    Stefan

  8. AvatarHarald (ReichwieRockefeller)

    Hallo Sam,
    ich finde deine Leistung, trotz des Gehalts enorm sparen zu können ohne den Eindruck zu erwecken brutaler Frugalist zu sein, beeindruckend.
    Noch viel beeindruckender finde ich allerdings wie du mit den Jobverlusten/Kündigungen etc. umgegangen bist. Scheinbar bist du ein Stehaufmännchen. 
    Gekündigt zu werden finde ich wirklich hart. Oft führt es ja auch dazu dass man an sich selbst (und seiner Leistung etc.) zweifelt. Da ist es oft nicht so einfach sich wieder aufzuraffen. Echt Respekt von meiner Seite aus!
    Viele Grüße
    Harald (ReichwieRockefeller)

  9. AvatarTim Küst

    Toller Leserbrief. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du in der Lage bist deutlich mehr zu verdienen. Daher würde ich an deiner Stelle definitiv danach streben vllt eine Gehaltserhöhung zu erlangen oder den Arbeitgeber zu wechseln. Ich glaub an dich!

  10. AvatarThorsten

    @Stefan und dann nimmst du die kleinste Position mal 60 , um die Mindesthöhe von Tims Depot zu schätzen ??

  11. AvatarThorsten

    @Stefan tja, dann verrate doch , warum du das wissen wolltest , ich kapiere nicht, was du mit der Info möchtest.

  12. AvatarThorsten

    @Thorsten
    Ich verstehe Deine Bemerkung aber auch nicht?
    Der Tim erwähnt doch immer, dass er 8000 Bank of America besitzt usw.
    Dann möchte halt mal jemand Wissen, was seine kleinste Position ist.
    Was ist daran schlimm?

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Meine kleinsten Positionen haben keinen Wert. Es sind Pennystocks, Pleite-Firmen aus dem Minen- und Solar-Bereich. Meine größten Positionen sind sechsstellig.

  14. AvatarRalf

    Ein schöner Leserbrief, weiterhin viel Erfolg. Natürlich gibt es diverse Faktoren beim Thema Finanzen. Wie sieht die Wohnsituation aus (Eigentum, Miete)? Ist Familie ein Thema oder eher nicht? Bedenke auch bei den Planungen anfallende Steuern auf Dividendenerträge. Wäre echt super, wenn der Sparerpauschbetrag endlich mal kräftig nach oben geschraubt wird, war früher deutlich besser wie auch Steuerfreiheit auf Spekulationsgewinne nach einem Jahr.

  15. AvatarRüdiger

    Tagessieger: WIRECARD. Heute geht’s zur Abwechslung mal 6% nach oben. Nette Überraschung und das Depot freut sich!   😉
     

  16. AvatarAktien Noobs - Sky

    Echt ein guter und sympathischer Leserbrief. Respekt vor deinen Weg und das Du immer weitergemacht hast. Ich sage dazu nur, das war das Streben nach Glück und es hat funktioniert. Wer mutig ist und aktiv, der wird belohnt. Viel Erfolg weiterhin.
    Ich habe die ähnliche Strategie und auch einige Titel im Depot, wie oben vorgestellt. Welche Titel stehen auf deiner Watchlist?

  17. AvatarMatthias

    Respekt auch von mir, ein stattliches Depot. Die Anzahl deiner Positionen wäre mir aber zu viel. Da hast du doch keinen Überblick, um auch mal die Nieten auszusortieren. Bzw. auch keinen Vorteil ggü. marktbreiten Indizes wie dem SP500.

    Generell rate ich dazu sich nicht von hohen Dividendenrenditen blenden zu lassen. Die Gesamtrendite ist das Entscheidende. Unternehmen, die hohe Dividenden zahlen, sind meist die mit wenig Wachstum, die mit dem Geld nichts anderes anzufangen wissen. Besser als überteuerte Übernahmen auf jeden Fall, aber das sieht man dann häufig auch an den Kursen. Sowas wie Altria oder BAT will ich nicht im Depot vergammeln lassen, nur weil die Dividende ach-so-hoch ist. Wenn die Firma keine Dividende zahlt und das so einbehaltene Geld besser als ich gewinnbringend investieren kann, dann ist mir das 10x mehr wert.

  18. AvatarFrank M Scheller

    Hi Sam!
    mir ging es ähnlich wie dir. Ich glaub ich bin ca. 10 Jahre jünger. Hatte auch mal kaufmännisch gelernt, 2008 gekündigt, noch zwei Ausbeuter Firmen gehabt – Schnauze voll und an die Uni.
    heute Ingenieur und vierfaches Gehalt. War hart später nochmal zu studieren und dann auch noch maschbau and der Uni – hoher Preis, war’s aber wert.
    über eine Kündigung muss ich mir keine Gedanken mehr machen 

  19. AvatarMeinungslemming

    Schöner Leserbrief. Nach den zahlreichen “langweiligen” Leserbriefe der letzten Wochen endlich mal ein Text mit individuellen Inhalt und Ausführungen. Statt der üblichen Allgemeinplätze. Solche wie hier gerne wieder. Danke Tim und Danke Sam.

  20. KievKiev

    @ Sam
    Ich möchte Dir auch zu Deinem Durchhaltevermögen gratulieren. Dein Lebenslauf hatte einige Schwankungen und Herausforderungen auf dem Weg. Du bist jetzt Anfang 40 Jahre und erhälst um die 300€ an Dividendenertrag. Bis wann möchtest Du die 2000€ erreichen? Was möchtest Du machen wenn Du die 2000€ erreicht hast? Je nach Dauer und Vorhaben könnte eine Reduktion der Stunden vor dem Erreichen des anvisierten Vermögens vielleicht mehr Glück bereiten. In Bezug auf Steuer, Versicherung als Privater und qualitative Lebenszeit… Außerhalb diesen Forums klingt das sicher seltsam, aber Du kannst auch Deine Rentenansprüche ein wenig berücksichtigen, da Du sicher noch mindestens 10 Jahre an dem Vermögen arbeiten musst und so nicht mehr allzuweit von dem Renteneintritt entfernt bist.

  21. AvatarSlowroller

    Schöner Leserbrief, fühlt sich ehrlich und offen und wunderbar “unperfekt” an (das ist ein Kompliment)
     
    Bei direkten Aktieninvests möchte ich mal das “du musst dir Gedanken machen und Verlierer aussortieren” schlicht mal infrage stellen. Klar – manchmal will man vielleicht eine Aktie nicht mehr halten oder hat ein ungutes Gefühl und verkauft. Ich mache das nicht mehr. Bei Einzelaktien gibt es einen Mo. Ent, andem ich mir Gedanken mache: Beim Kauf. Von da an lasse ich alles gekaufte laufen – und kaufe eben nur noch da nach von dem ich überzeugt bin. Wieso? Alle Titel, die ich verkauft habe weil ich ja achso klug bin, hätte ich besser behalten. Dahinter stecken zwei (halbgare) Annahmen, die wohl jeder kennt: jeder titel kann 9999999%gewinnen,aber nur 100% verlieren. Dazu kommt, dass ich davon ausgehe, dass der Preis einer Aktie im Verhältnis zu anderen Aktien (nicht aber Aktien allgemein zur Zeitachse) das Wissen des Marktes widerspiegelt und ich definitiv nicht besser bin als dieser – zumindest nicht im Preise setzen 😉 Daraus resultiert eben, dass ich nur beim Kauf Gedanken investiere und das gekauft dann einfachiegen lasse – und ehrlich: manchmal auch meinen Bauchgefühlen nachgebe. Finde ich nicht schlimm und bin bisher gut gefahren.
     
    Über den Tageshüpf bon WDI freue ich mich dazu auch – viel mehr würde ich mich aber über gute Nachrichten bzgl. Compliance freuen.

  22. AvatarFinanzbär

    Guter Artikel 🙂 Nur Firmen mit hoher Dividende zu kaufen als eines der Hauptkriterien sehe ich anders aber jeder da hat seine eigene Strategie!

  23. AvatarFamilien Finanzen im Griff

    Ein sehr interessanter Leserbrief und es zeigt, das es sich auch lohnen kann mit kleinen Beträgen zu sparen. 
    Auch ein sehr toller Lebenslauf, der zeigt, dass man niemals aufgeben soll und immer weiter machen muss.
     
    Gruß Stefan 

  24. AvatarMichael (Bergkamen)

    Hi Tim,
    Chance erhält man immer im Leben, man muss sie nur nutzen. 
    VG
    der Michael (Bergkamen)

  25. AvatarAktienNewbie

    @Frank M Scheller: Ich kenne Leute die hatten auch einige Ausbeuter-Betriebe hinter sich. Nur sind die nicht danach an die Uni, teils wegen Mangel an Geld und teils weil kein Bock. Die haben nach der Aktion sich ehrlich hinterfragt warum sie, laut eigener Aussage “bei diesen asozialen Zuständen überhaupt noch arbeiten gehen sollen”. Die leben heute deutlich besser mit Hartz 4 und etwas Schwarzarbeit nebenher. Einige haben wohl (nach eigener Aussage) auch Firmen in Steuerparadiesen gegründet, um aus rohem, bloßem Hass auf sämtliche Mitmenschen heraus so wenig wie möglich der Gesellschaft zuzuführen und maximal für sich rauszuholen was geht, frei nach dem Motto: Alle sind Arschlöcher mir gegenüber, jetzt bin ich auch Arschloch – und zwar so richtig. Und dann gibt es noch jene, die schlichtweg aufgegeben haben. Einer hat sich umgebracht.
    Da sind Menschen dabei mit Suma Cum Laude und 1er-Schnitt die aber keine Ahnung von Arbeitsmarkt und Wirtschaft hatten. Jetzt wo sie den wohl haben, bereuen einige ihre Berufsentscheidung und verfluchen alle, welche sie nicht früher aufgeklärt hatten: Eltern, Lehrer, Professoren, etc.. Andere haben ihren Job gekündigt, haben sich irgendwie ein bisschen Geld zusammengekratzt, sind ausgewandert und machen solange ihr Ding mit ohne Geld, bis sie eben in die Kiste fallen.
    Darunter sind 4 Ingenieure, 2 Informatiker, 5 Juristen, 12 Geisteswissenschaftler, 3 Mediziner, 1 BWLer und 5 die was Soziales gemacht haben. Neben denen kenne ich 3 Leute die heute in ihrem gelernten Beruf arbeiten und eigentlich zufrieden sind. Die hatten nach eigenen Angaben auch keine Ahnung von Wirtschaft und Arbeitsmarktrealität aber schlichtweg Glück. Einer hatte es in einen Konzern geschafft, der bekam aber auch finanzielle Unterstützung. Die anderen beiden hatten ihre ersten Jobs direkt im öffentlichen Dienst.
    Von Börse und Investitionen haben die alle keine Ahnung. Da bin ich der Einzige. Das habe ich aber auch erst vor 2 Jahren, also mit 31 Jahren entdeckt. Und erst seit kurzem jongliere ich mit Einzelaktien, daher der Name (vorher halt nur mit Weltportfolio-ETFs). Ich selbst konnte nicht studieren und kenne dadurch die Arbeitsgnadenlosigkeit von Anfang an. Bin dann aber frühzeitig in den öD gewechselt, alles andere wäre mein finanzieller Ruin gewesen. Von daher bewundere ich da dein unglaubliches Engagement nochmal studieren zu gehen. Wie hast du das mit der Familienplanung unter einen Hut bekommen? Ich verstehe nur nicht wie man dadurch das 4-fache Gehalt verdienen kann. Entweder warst du vorher schlecht bezahlt und verdienst mit der ver4fachung jetzt auf Normalniveau oder du hattest vorher Normalniveau und verdienst jetzt >100.000, was in Deutschland statistisch nur weniger als 6% verdienen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202/umfrage/jahreseinkommen-einkommensteuerpflichtiger-2004/, von 2015).
    Viel Glück dir weiterhin,AktienNewbie

  26. AvatarSam

    Hallo,
    zunächst vielen Dank für das tolle Feedback.

    Übersicht aufgrund zu vieler Positionen:
    Also ich empfinde das gar nicht so. Ich habe gerne möglichst viele Pferde im Stall, dazu dann möglichst viele Geldeingänge und wenn es dann mal ein paar erwischt im laufe der Zeit, tut es weh, aber die anderen sollten das gut auffangen können.
    Mir macht es Spass meine Unternehmen zu beobachten, aber ich gehe da nicht zu sehr ins Detail. Hauptsächlich schaue ich, was macht das Unternehmen eigentlich? Dann schaue ich wie ist die Ertragssituation in der letzten Zeit gewesen? Das mache ich meistens über die Nasdaq Seite, wie hier zB:
    https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/abbv/revenue-eps
    Da vergleiche ich dann das EPS und den Umsatz und was so ausgeschüttet wird.Natürlich bedeutet das nicht, dass das immer so weiterlaufen wird, aber es zeigt schon mal wie das Unternehmen wirtschaftet.
     

    @ DanielKA: Ja, Anteile wären sehr toll gewesen. Ich fühlte mich auch immer, als ob es auch mein “Baby” wäre. UPS, mit der Berechnung hast Du natürlich Recht. Aber Ihr wisst ja was ich meine 😉

    @Xaxas: Du hast Recht, dass Umsatz nicht gleich auch Gewinn erzielen bedeutet. Aber das Unternehmen war eine Goldgrube. Bekam auch nach ein par Jahren jedes Jahr einen netten Bonus weil es so gut lief, sogar noch ein paar Wochen vor der Kündigung. Na ja, mittlerweile habe ich das ganze ad acta gelegt, bringt ja nichts sich weiter zu ärgern.

    @Tim Küst: Natürlich möchte jeder mehr verdienen, aber ich bin auch der Meinung, man muss wissen was man will. Getreu dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten. An einen Wechsel denke ich aber nicht, mir gefällt es im neuen Job und gerade in der aktuellen Wirtschaftslage, würde ich eigentlich niemandem empfehlen zu wechseln.

    @Ralf: Leider ist Familienplanung nicht mehr aktuell. Man soll ja nie nie sagen, aber wenn ich sagen wir heute jemanden kennen lerne und in 2 Jahren kommt das Kind auf die Welt, wäre ich ca. 50 wenn es eingeschult wird. Natürlich heisst das nicht, dass man in diesem Alter nicht gut für ein eigenes Kind ist, aber eigentlich ist das für mich (leider) kein Thema mehr (Aber man weiss ja nie…)
    Ich bezahle:680 Miete warm, habe ein Auto (So ca 25 Minuten auf die Arbeit, mit Bus/Bahn wären es 60-90 Minuten obwohl ich in einer Großstadt wohne, aber in einem der Nachbarorte arbeite), Internet €27, Handy (Aldi) €8, Essen ca. €180-200 usw. Strom wechsel ich jedes Jahr um den besten Preis mit Bonus zu bekommen.
    Dazu dann der Hund, mir ca. 250 im Monat, Essen usw. Daher ca. 40% vom Einkommen als Sparsumme.
    Ich finde auch, dass der Pauschbetrag endlich mal erhöht werden müsste. Aber wenn unser Finanzminister selbst nix mit Aktien zu tun hat… da sehe ich echt schwarz

    @Aktien Noobs: Gute Frage! EIgentlich bin ich ja noch dabei, nachzukaufen, wobei zB abbvie wirklich bald mal fertig ist ;O) 
    Aktuell eigentlich nur: Raytheon https://www.rtx.com/ und Northrop  https://www.northropgrumman.com/
    John Deere könnte mir allerdings auch noch gefallen.

    @Matthias: Versteh was Du meinst. Da kommt die Frage auf, wie man von seinem Investment partizipieren will. Erst in zig Jahren, oder alle paar Monate schon mal. Bei den meisten meiner Aktien ist es aber tatsächlich so, dass ich beides habe. Sowohl Kurssteigerung als auch Dividenden. Ich war sogar nicht einmal mit dem kompletten Depot im Minus in der aktuellen Krise. Aber natürlich noch aktuelle mit ein paar Titeln: Boeing zB.

    @Frank Scheller: WOW, Respekt. Sich dann nochmal zu trauen zu studieren. Ich müsste allerdings erst noch Abi machen, dann Studium.. da bin ich ja fast schon in Rente.. LACH.

    @Kiev: Danke! Ich hoffe mit Anfang 50, zumindest finanziell frei zu sein, so dass ich meine Kosten durch Dividenden auffangen kann. Gerade die Situation letztes Jahr, hat mir das nochmal verdeutlicht. Hätte ich da schon die Freiheit gehabt, wäre mir viel innerlicher Stress erspart geblieben. Zumal in meinem Alter dann ja die Hartz 4 Uhr tickt (nur 12 Monate ALG1!) und dann geht es ans Vermögen. Ich arbeite im Tarif und habe schon nur noch 35 Stunden (vorher waren es mehr). Und jede Reduktion geht ja auch gleich ans Portemonnaie, wodurch dann weniger investieren könnte.
    Was ich machen will, wenn ich die Summe erreicht habe? Gerne aufhören zu arbeiten, mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge zu haben und das entsprechende Geld dazu. Eine Weltreise mit WOhnmobil würde mir zB gefallen. Diese 2 haben das toll gemacht:
    http://www.gerhardgreti.at/unserereisen/weltreise/weltreise.html
     

    @Slowroller: Interessanter Gedanke. Ich habe vor allem Anfangs mit viel zu wenigen Gedanken gekauft. Mittlerweile ist das nicht mehr so und ein Verkauf kommt auch nur noch dann in Betracht wenn das Unternehmen die nächsten zig Jahre brauchen wird um wieder hoch zu kommen und ich mich damit unwohl fühle (bei GE war das genau so bei mir).
    Domo war neulich auch deutlich im minus bei mir, aber ich glaube an das Unternehmen, obwohl es noch Verluste macht (Ist ja oft bei Wachstumsunternehmen so)

    @Finanzbär: Äh mache ich doch gar nicht;o) Im VOrdergrund steht natürlich das Unternehmen selbst. Ich frage mich, angelehnt an Buffet: GIbt es Wettbewerb? Wie schwer ist es dieses Unternehmen zu verdrängen? Boeing zB hat ja echte Probleme, aber ausser Arbus gibt es nicht wirklich Konkurrenz. Oder CAT. Da gibt es auch nicht viele gute Wettbewerber (Komatsu)
    Zum Thema hohe Dividenden, ich habe ja auch zB
    Skyworks zB. https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/swks/dividend-history
    Hatte ich gekauft, da gab es 0,13 USD = ca. 1,03% bei mir
    Jetzt sind es schon USD 0,44 = ca. 3,3% bei mir
    Vielleicht interpretieren wir aber auch das “Hoch” bei hohen Dividenden anders;o) Für mich sind hohe DIvidenden > 6%, Gut: 4-6& und 1-4 mittel bis niedrig
    Albemarle https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/alb/dividend-historyzahlt auch keine hohe Dividende. Aber ich finde das Unternehmen gut. So profitiere ich auch vom Elektroboom, aber es macht ja noch viel mehr, so dass es nicht davon abhängig ist.

    @Familien Finanzen: Danke schön
     
    Vielen Dank Euch allen.
     
    Gruss
    Sam
     
     
     

  27. Avatarsammy

    Sorry “Sam” aber du bist ein Träumer. Wie willst du mit Anfang vierzig und einem Depot von 120.000€ bis 50 finanziell frei werden? Für 2000€ monatlich bräuchtest du eine Depotgröße von mind. 804.000€.

  28. AvatarThomas

    @Sammy, warum soll sich “Sam” keine großen Ziele setzen? Wenn es “nur” mit der Teilfreiheit klappt ist es auch ein großer Erfolg. Ihn als Träumer herab zu setzen hat er nicht verdient!

  29. Avatarsammy

    @Thomas
    Ziele müssen immer auch realistisch sein da muss man den Tatsachen auch einfach ins Auge sehen.

  30. Avatarsammy

    Und die 804.000€ sind noch vor Steuer gerechnet. Somit bräuchte er ein Depot von 1.005.000€ für 2000€ netto monatlich.

  31. Avatarsammy

    @nico
    Das sind Spekulationen auf einen positiven Jahresbericht am 18.06. Wirecard ist ein reines Zockerpapier nichts anderes. Bei der nächsten schlechten Nachricht gehts wieder 20% abwärts.

  32. AvatarSam

    Hallo Sammy,
    Verstehe deine Aussage nicht. Meine Aussage war ja finanziell frei Anfang 50 wäre mein Ziel, als die Frage kam. Das dann die Kosten gedeckt sind. Das wäre aber deutlich unter 2k netto.
    Natürlich ist es nur ein forecast, aber meine Excel Berechnung sagt, das dass durchaus realistisch ist. Da sind sowohl dividenden Erhöhungen als auch kurssteigerungen drinne.
    Und der Schneeball rollt ja und wird größer und größer.

  33. AvatarSam

    Nur mal grob: 500 k bei 7% sind 35k brutto. Und 7% Dividende ist mehr als realistisch in weiteren 10 Jahren. Bin bei ein paar schon jetzt an der Grenze.
    Abbvie zb
    Und bei einigen bei 5%.

  34. AvatarDanielKA

    @ Sam: Vorsicht Denkfehler, diese hochgerechneten Dividendenrenditen sind auf das Einstandskapital bezogen, nicht auf den aktuelen Depotwert. 7% auf den aktuellen Depotwert zu bekommen ist eher sportlich, außer man geht all in Altria.

    Also in deinem Beispiel einfach mal fiktiv gerechnet, eventuell 3,5 % Rendite auf die aktuellen 500.000, Einstandsrendite 7 % auf 250.000 Kaufwert. Der Cashflow aus Div. würde dann nur bei 17,5 K liegen.

  35. Avatarsammy

    @Sam
    Man merkt, dass du keinen betriebswirtschaftlichen Background hast. 7% Dividende sind sehr unrealistisch selbst wenn du auf 3% kommst wäre das schon gut.

  36. JosefJosef

    Ich sehe Wirecard auch als Spekulativ an.Das liegt aber daran, dass ich diese Firma nicht verstehe.Darum sollen andere ihr Geld dort verdienen, die mehr wissen als ich.Ich finde Media Games Invest im moment intressant bin bei 1.15 Euro eingestiegen.

  37. AvatarBruno

    Zuviel rechnen bringt nix, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 
    Fast sämtliche Experten haben z.B. die aktuelle Entwicklung anders gesehen. Wir befinden uns auf Neuland, bei historischen Masstäben wären die Märkte -80% und nicht +/- 0. 
    Ich rechne mit höherer Inflation, denn bei diesen Schuldenbergen wird man kaum die Zinsen heben können. 
    So wird das berechnete Kapital vielleicht schneller erreicht, aber auch die Kosten steigen. Nebst Inflation sind auch die zukünftigen Steuerzahlungen offen.
    Hier eine einfache Zusammenfassung:
    https://www.youtube.com/watch?v=T_b0tXpivLs
    Die Zahlen machen schon Eindruck.
    Von daher nicht zu viel in Excel & Co. rechnen sondern einfach dabei bleiben, auch das viele Trading dass man aktuell beobachtet wird sich selten auszahlen. Man wird auch übermütig wenn man mal 10x richtig lag muss man nicht das 11. Mal auch richtig liegen und dann wird es teuer.
    Auch vielen Profis sind die Märkte jetzt davongelaufen, sie raufen sich die Haare.

  38. Avatarsammy

    @Sam
    Zudem bei 7% Ausschüttung besteht die Gefahr, dass diese Unternehmen aus der Substanz ausschütten. Wie man aktuell sieht sind Dividenden alles andere als in Stein gemeißelt. Rechne besser mit 2,5- max 3% Dividende denn zusätzlich müssen Kosten und Inflation von deinen 7% abgezogen werden.

  39. AvatarPerpetuum Mobile

    Wenn man nur von Dividenden leben möchte, wäre es auch wichtig zu wissen wie hoch die monatlichen Krankenkassenbeiträge bei der gesetzlichen/privaten sind. Ich denke, dass wird oft unterschätzt.
     

  40. AvatarMr. Pino Cavallo

    Ein authentischer Leserbrief. Sehr interessant. Ich glaube zwar auch, dass das mit den 2.000 Euro monatliche Dividende tatsächlich eher schwierig sein dürfte, sofern aber die Motivation nicht zur Obsession wird, ist das voll in Ordnung. Selbst die Hälfte davon, also 1.000 Euro monatlich, wären schon richtig gut und und würden “Sam” mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest gegen die Altersarmut absichern (und das ist viel wert; darüber wird m.E. in der Gesellschaft immer noch zu wenig gesprochen).
     
    Bei den vielen Positionen könnte man natürlich anmerken, dass ein ETF da vielleicht genauso angebracht wäre. Allerdings halte ich die Idee, sich mit vielen Positionen quasi sein “eigenes ETF” zu bilden für durchaus legitim, zumal man sich dann die TER spart, die ja ab einer gewissen Fondsgröße durchaus ins Gewicht fallen könnte.
     
    Ach ja, ein halber Liter Vodka Red Bull für rund 5€ würde ich als ziemlich guten Deal bezeichnen. Hier in Frankfurt kriegst du für 12 Takken ein Glas voll Eis mit ein Schuss Vodka 😉

  41. AvatarDanielKA

    Ach ja, ein halber Liter Vodka Red Bull für rund 5€ würde ich als ziemlich guten Deal bezeichnen. Hier in Frankfurt kriegst du für 12 Takken ein Glas voll Eis mit ein Schuss Vodka
    Inflation Pino, Inflation..
    Er hat den Wodka Bull vor über 20 Jahren für 5 EUR getrunken, also doch lieber in Diageo oder Brown Forman investieren 😉 der Preis in der Disco ist immer sportlich.

  42. AvatarWolke

    Und der Schneeball rollt ja und wird größer und größer…
     
    Fragt sich nur was für einer. Inflation? Arbeitslosigkeit? oder schlimmer?
    Derzeit für die nächsten zehn Jahre mit irgend etwas zu rechnen, ist Roulette spielen. Man braucht nur die Verzweiflung der Notenbanken sehen.
    Das einzig Vernünftige, was man als junger Mensch jetzt machen sollte, ist lernen, lernen, lernen.
     
     

  43. AvatarFlorian

    @sammy mit welcher Formel rechnest Du?
    Selbst wenn ich mit 3% Entnahme pro Jahr rechne, bin ich bei 1 mio schon bei 2500€ Brutto Monatlich, und das gilt ja nur für Jetzt als absolut sichere Entnahme!
    Wenn er in Dividenden und Dividendenwachstums Aktien investiert, wird er in 10 Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als 3% p.a. an Dividende ausgezahlt bekommen.

  44. AvatarThomas

    Ich wünsche “Sam” dass er seine Ziele erreicht. Ich bin aber auch der Meinung dass eine Entnahme jeglicher Form (auch Dividenden) von über 3-4%/pA des Depotwertes zum Stichtag über lange Sicht nur mit viel Glück gut geht.
    Deshalb Teilfreiheit. Dann ist das Thema Krankenversicherung auch gegessen. 

  45. AvatarBruno

    “Das einzig Vernünftige, was man als junger Mensch jetzt machen sollte, ist lernen, lernen, lernen.”
    Nicht nur als junger Mensch 😉 ausklingen lassen oder die letzten Jahre vor Pension noch locker geniessen funktioniert heute kaum noch und in Zukunft noch viel weniger. Entweder kann man sich dann leisten frühzeitig zu gehen oder man muss dranbleiben.

    Und ja, dieses Kapital hat nicht nur den höchsten Hebeleffekt sondern auch die höchste Sicherheit, kann einem niemand wegnehmen.

    Hoffen auf den Staat würde ich mal nicht 😉

  46. AvatarDanielKA

    @ Bruno: Das war doch schon immer so, ist jetzt keine neue Entwicklung und wer nicht vorgesorgt hatte, hatte auch zu jeder Zeit Pech, früher sogar noch viel schlimmer auf einem deutlich geringen Lebensstandard. Es gibt immer Umbrüche und manchaml hat man auch Glück oder Pech (je nachdem ob an der richtigen oder falschen Stelle).

  47. AvatarWaldimar

    Wenn ich die Beiträge von @Wolke lese muss ich immer an Marvin denken, dem Roboter aus “per Anhalter durch die Galaxis” 🙂
     
    @Sam: tolle Geschichte, mach weiter so!
    Es gibt wenige die das durchziehen, aber viele die dir erklären wollen, warum es nicht funktionieren wird. 😛

  48. AvatarBruno

    @DanielKA vor 10 Jahren war das noch anders, klar nicht überall, kommt immer auf die Branche an, ich kenne einige Fälle die haben mit 50-55 eigentlich die Leistung nicht mehr gebracht oder konnten sie nicht mehr bringen und sie wurden noch durchgezogen bis zur Pension oder Frühpension. 
    Die Politik wirkt jetzt auch dagegen, bei uns gibt es jetzt eine Frühpension, also kann man als Arbeitgeber diese Leute ohne schlechtes Gewissen dort abgeben. Wer für all die Kosten aufkommt steht noch in den Sternen.
    Die Boomer-Generation konnte auch noch in einem Unternehmen Karriere machen und blieb dann dort ihr Leben lang. Das ist zugegeben schon eine Weile nicht mehr so, wird sich aber noch verstärken.
    Von daher sehe ich schon eine Veränderung, aber wie gesagt das ist natürlich von Branche zu Branche und Region zu Region unterschiedlich.
    Die Renten haben früher gereicht, heute resp. in Zukunft werden sie das nicht mehr. Auch dies ein Faktor, reine Mathematik. 
    Von daher gibt es schon Veränderungen, und Selbstvorsorge ist mehr denn je angezeigt. Soll keine Panikmache sein, nur gesunder Menscheverstand.
    Ganz früher war es natürlich noch schlimmer, ich meinte damit den Vergleich der Boomer mit den nachkommenden Generationen.
     

  49. AvatarThorsten

    @DanielKA, Bruno es wird auf Pump gelebt , irgendwer soll irgendwann in der Zukunft dafür bezahlen. Es gibt Hinweise darauf, dass das nicht mehr funktioniert. Die Währung könnte kaputt gehen. Vermögen umverteilt. Gerade habe ich gelesen “Erbschaften spalten die Gesellschaft”. Ätzend, die linken Lebenskünstler wollen sich bedienen. Vorsorge im Jetzt sind um so wichtiger , d h. für mich : stabil und preiswert wohnen, am besten im Eigentum. Aktien auch nicht wegzudenken.
     
     
     
     
     

  50. AvatarThomas

    einer Erhöhung der Erbschaftssteuer oder Kappung der Freibeträge zu gunsten von mehr Netto vom Brutto könnte ich etwas abgewinnen. Dadurch würde sich Leistung mehr als heute lohnen. 
    Das Thema halte ich überhaupt nicht für rot eingefärbt.
     
    Zum Kursverlauf heute: scheint ein Tag zu sein an dem man “dabei” sein sollte.

  51. AvatarThorsten

    @Bruno die Boomer haben ihre Rente verdient. Samstag war Regelarbeitstag. 6 Tage die Woche Arbeit und Schule. Dann kam dann die 40 Stundenwoche. Von irgendwo her muss der Wohlstand ab kommen. Man kann nicht Teilzeit 35 Stunden arbeiten und dann eine Riesenrente wollen. Die heutige Generation ist teilweise durchgepampert, arbeitet zu wenig und gibt zu viel aus.

    @Thomas Besteuerung von bereits Versteuertem ist Diebstahl. Das ist tiefrot und neidgetrieben. Es ginge eindeutig um Umverteilung , da haben wir wahrlich genug davon.  Die hohen Abgaben verbieten weiteren Zugriff am Eigentum. Alles hart erarbeitet. Damit sich Leistung mehr lohnt als heute muss man die Steuern senke, nicht erhöhen.

  52. AvatarRüdiger

    Das Thema halte ich überhaupt nicht für rot eingefärbt.
     
    Ist es auch nicht. Aber mit “linken Lebenskünstlern”, “Umverteilung”, “Enteignung”, blablabla lässt sich halt wunderbar Stimmung machen … erst Recht, wenn die Spaltung der Gesellschaft auf der eigenen Agenda steht  😉
     
    Kann mich noch halbwegs daran erinnern, wie Schäuble vor ein paar Jahren für sein Konzept einer Neuregelung der Erbschaftssteuer massiv angegiftet wurde. Ja, Schäuble, der Archetyp des “linken Lebenskünstlers”, “Enteigners” und “Umverteilers”  😉
     

  53. Avatartob

    Wenn ich die Beiträge von @Wolke lese muss ich immer an Marvin denken, dem Roboter aus “per Anhalter durch die Galaxis” ?
    …oder ein Oberstudienrat…!!!

  54. AvatarNico Meier

    Die Renten haben früher gereicht, heute resp. in Zukunft werden sie das nicht mehr. Auch dies ein Faktor, reine Mathematik.
    @Bruno
    Und durch den viel zu hoch gewählten Umwandlungssatz beziehen die Babyboomer die nun nach und nach in Pension gehen auch mehr aus der Pensionskasse als ihnen zustehen würde. Bezahlen dürfen wir Jungen das unser einbezahltes Geld wird umverteilt obwohl das in der Pensionskasse eigentlich nicht so vorgesehen ist!

  55. AvatarThomas

    @Thorsten “..Damit sich Leistung mehr lohnt als heute muss man die Steuern senke, nicht erhöhen.”
    Genau davon sprach ich: “Mehr Netto vom Brutto” für die die etwas leisten. Für die die ohne selbst etwas zu erwirtschaften nur vom Vermögen der Vorfahren und Vorvorfahren leben dürfte es ruhig etwas weniger sein. Schau mal nach UK oder USA. Dort werden die Erben und andere mehr motiviert etwas eigenes zu schaffen.
     

  56. AvatarMaxi

    @Sam
    Mal unter uns Hundebesitzern: 240€ pro Monat?! Frisst dein Hund nur Filet? 😀 Da kostet mich nicht einmal mein Pferd in Vollpension. Für den Fiffi komme ich mit Haftpflicht und Steuer und Futter vielleicht auf 50€ im Monat. Oder geht deiner in die Betreuung? 

  57. AvatarRalf

    “Genau davon sprach ich: “Mehr Netto vom Brutto” für die die etwas leisten. Für die die ohne selbst etwas zu erwirtschaften nur vom Vermögen der Vorfahren und Vorvorfahren leben dürfte es ruhig etwas weniger sein.”

    Wenn man sieht, wieviele oft auch jüngere, gesunde Leute auf Kosten des Staates leben, ohne schwere Krankheit etc. könnte einem durchaus einmal die Hutschnur hochgehen. Andere buckeln sich einen ab und haben oft nicht viel mehr.

    Ein wichtiger erster Schritt wäre schon, den drastisch beschnittenen Sparerpauschbetrag wieder deutlich zu erhöhen und Aktiengewinne nach gewisser Haltefrist steuerfrei zu stellen. Wie früher. Hier hat man uns, die wir zusätzlich private Vorsorge betreiben müssen, richtig verarscht. Früher war manches vielleicht eben doch ein Stück besser (Sparerpauschbetrag, Rente mit 58 etc.)… ?

  58. AvatarBruno

    @Thorsten
    Bezüglich Arbeitszeit und Einsatz hast Du teilweise Recht. Wobei Arbeitszeit heute auch nicht mehr reicht, irgendwann haben wir zu viel Arbeitszeit für zu wenig Arbeit, resp. die falschen Köpfe am falschen Ort. Mit Umschulung und Weiterbildung kann man gewisse Sachen steuern, aber es hat auch Grenzen. 
    Die Probleme sehe ich aber beim System, wir haben ein Demographie-Problem (welches seit Dekaden bekannt ist aber die Politiker kaum interessiert da sehr langfristig). Die aktuell arbeitsfähige Generation muss die Renten der aktuellen Rentner finanzieren, unabhängig von der Verteilung.
    Bei der Gründung der AHV (Basisrente in der Schweiz) 1948 kamen auf 100 Aktive 15 Rentner, heute sind es 29. Wenn ab 2030 die Babyboomer-Jahrgänge in Rente gehen, wird der Quotient stark steigen. 2045 werden es gemäss den drei Szenarien des Bundes 49,9 beziehungsweise 48,1 oder 46,3 Rentner pro 100 Aktive sein. In 25 Jahren stehen also jedem Pensionär nur noch zwei Personen im Erwerbsalter gegenüber. Wie das gehen soll weiss niemand, man verschliesst die Augen und hofft auf Wunder. In Deutschland dürfte die Sachlage ähnlich sein.

    Daher finde ich eine schrittweise Verschiebung zur (obligatorischen) Selbstvorsorge (Pensionskasse, Betriebsrente oder wie man es auch nennen mag) sinnvoll, auch wenn es dort Reformen braucht. Die Kosten der Pensionskassen könnte man radikal reduzieren, z.B. mit einfachen ETF-Lösungen. Ältere Arbeitnehmer sind heute zu teuer, Beitragssätze:
    25-34 = 7 %
    35-44 = 10%
    45-54 = 15 %
    55-65 = 18%
    Es wäre sinnvoller, möglichst früh schon anzusparen und nicht erst ab 45 richtig. So könnte man auch mehr vom Zinseszins profitieren. Idealerweise die gleichen Sätze für alle Altersstufen, dann würden auch wieder vermehrt ältere Personen eingestellt. Ich sehe das bei uns, ich bin willig auch ältere Leute einzustellen, aber hohe Lohnforderungen und hohe Pensionskassenbeiträge sind ehrlicherweise ein Problem.
    @Nico
    Ja und der Umwandlungssatz kommt noch hinzu, es wird nicht mehr aufgehen ausser Wunder passieren, wovon ich mal nicht ausgehe.
     

  59. AvatarSam

    Ich glaube das Thema gab es zwar schonmal, aber natürlich rechnet man die Rendite aufs eingesetzte Kapital und nicht auf den aktuellen Wert. Wäre ja sinnlos wenn man das anders rechnet.
    Ich verstehe, bis zu einem gewissen Grad, sehr wohl betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Dividenden werden normalerweise aus dem cashflow genommen. 
    Sorry, aber ich verstehe die Pessimisten nicht. 
    Vielleicht hatte ich mich auch nicht gut ausgedrückt. Meine Liste geht bis 2041.
    Dort sind EKs und dividenden vermerkt. Jeweils mit einer prozentualen Steigerung zum Vorjahr.
    Wird zb dieses Jahr gekürzt, dann hat das Auswirkungen bis 2041. Steigt der Kurs, steigen die EKs bis 2041. So habe ich einfach einen Leitfaden wo es hingehen kann. Und es ist doch besser sich Ziele zu setzen, die nicht utopisch sind, anstatt zu pessimistisch zu sein.
     
    Ps: natürlich ist Inflation usw nicht mit in der Berechnung, man kann ja nicht alles mit einfließen lassen. Ein Erbe zb habe ich auch nicht drinne.
    Wünsche Euch einen optimistischeren Blick in die Zukunft. Das Leben ist unterm Strich schön.
     

  60. Mark 85Mark 85

    Bei mir sind es aktuell über 2.000 € netto und ein Inflationsausgleich ist gegeben, aber diese Summe hätte ich nicht mit alleinigen Aktienanlagen geschafft. Wer das Risiko nicht scheut, sollte lieber auf eigene Unternehmungen setzen, weil einem im Erfolgsfall höhere Renditen winken.

  61. AvatarWolke

    @Sam
    …natürlich ist Inflation usw nicht mit in der Berechnung, man kann ja nicht alles mit einfließen lassen…
     
    Inflation ist bei solchen Berechnungen sehr wichtig. Nur weil wir in den letzten Jahren kaum eine hatten, heißt das nicht, daß sie nicht wieder zuschlägt.
    Ein „Inflationssicherheitspolster“ muß dabei sein, damit das Leben unterm Strich weiterhin so schön ist.
     
     
     

  62. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Außer man plant bewusst einen Kapitalverzehr mit ein. Das hat zumindest den Vorteil, dass der benötigte Grundstock je nach der Entnahmedauer kleiner bis erheblich kleiner ausfallen kann.

  63. AvatarNico Meier

    Wer das Risiko nicht scheut, sollte lieber auf eigene Unternehmungen setzen, weil einem im Erfolgsfall höhere Renditen winken.
    @Mark85
    Einverstanden aber mit 35 Wochenstunden und viel spielen am Mobiltelefon sowie Dienst nach Vorschrift wirds nichts werden mit dem eigenen Unternehmen.
    Aber genau die Lowperformer sind es die sich täglich beschweren ihr Gehalt wäre zu tief. Ich halte mich bei Gehaltsdikussionen im Büro immer zurück weil ich mir bewusst bin, dass ich bedeutend mehr verdiene als manche Kollegen. Aber ich bin es auch der jeweils die kniffligen Probleme lösen darf an der die anderen scheitern.

  64. Avatarsammy

    @Sam
    Danke! Ich hoffe mit Anfang 50, zumindest finanziell frei zu sein,
    Du widersprichst dir selbst.

  65. AvatarSam

    Sammy: wo widerspreche ich mir? Finanziell frei heisst nicht dass ich aufhöre zu arbeiten.

  66. KievKiev

    @ Alex
    Das ist ein relativ einfacher Rechner um einen Überblick zu bekommen. Die sind alle so aufgebaut. Du kannst die Einstellungen aufklappen und 3% Entnahme einstellen.
    Krankenkassenbeiträge werden hier nicht berücksichtigt. Deine Ausgaben sollten auch dauerhaft passen. Falls Du beispielweise noch bei Deinen Eltern wohnst und von Ihnen Geld erhalten hast, so ist das noch nicht die dauerhafte Unabhängigkeit. Auch wenn der Rechner es durch den aktuellen Stand suggeriert.
    Auf dem Blog gibt es auch eine Reihe über Entnahmestrategien. Damit kannst Du Feintuning betreiben.
    Die Hauptfrage ist vielleicht was Du Dir von der FI versprichst. Vielleicht kannst Du manches bereits umsetzen. Teilzeit als Beispiel könntest Du nutzen um kleine Veränderungen auszuprobieren. Dafür ist Dein Vermögen mit den Standarteinstellungen des Rechners hoch genug. Vielleicht macht der Job auf freiwilliger Basis mit reduzierten Stunden auch wesentlich mehr Spaß? Manchmal benötigt man nur kleine Änderungen für deutlich spürbare Unterschiede.
    Ansonsten gratuliere ich Dir zu Deinem Stand. Ich nutze selbst den MadFI Rechner mit eigenen Default Werten. Hier trage ich monatlich Ausgaben, Vermögenswachstum und Gesamtvermögen ein. Ich habe allerdings auch meine eigenen Richtwerte. Mit einem 300k Depot ist es dann so weit. Wir betreiben allerdings auch Vermietung. Unabhängig von dem Erreichen dieser Summe werde ich meine Arbeitszeit in zwei Jahren reduzieren. Über den Daumen werde ich allerdings Nahe sein. In Teilzeit werden wir das Vermögen weiter schnell aufbauen können, aber sie gibt mir heute schon viel. Die finanzielle Freiheit werde ich auch noch erreichen. Allerdings sind dann meine Kinder älter. So strecke ich den Weg bis zu diesem Zeitpunkt etwas und habe dafür bereits heute mehr Zeit für die Kinder.

  67. AvatarSam

    @Nico Meier: finanziell frei ist für mich, dass meine Kosten gedeckt sind ((Miete, Essen usw.) So dasssm zb ein job Verlust zwar blöd wäre, aber nicht dramatisch. Einzig die Krankenversicherung käme noch dazu. Aber dafür gäbe es sicher auch ne Lösung wenn es kein Alg1 mehr gibt (450 euro job zb der die dann zahlt)
    Die 2.000 euro bzw 2.200 sind es nicht, die wären etwa die Basis um freiwillig aufzuhören

  68. AvatarPerpetuum Mobile

    Meines Erachtens zahlt der Arbeitgeber erst ab 451,00 Euro-Job in die gesetzliche Krankenversicherung (Midijob).

  69. AvatarBruno

    “Einverstanden aber mit 35 Wochenstunden und viel spielen am Mobiltelefon sowie Dienst nach Vorschrift wirds nichts werden mit dem eigenen Unternehmen.”
    Das sollte jedem klar sein, und es ist auch eher eine Illusion dass dies später dann aufhört, es hört erst auf, wenn man alles verkauft hat. Diese Entscheidung ist also eher etwas für jene, die wirklich gerne arbeiten. 
    “Aber genau die Lowperformer sind es die sich täglich beschweren ihr Gehalt wäre zu tief. Ich halte mich bei Gehaltsdikussionen im Büro immer zurück weil ich mir bewusst bin, dass ich bedeutend mehr verdiene als manche Kollegen. Aber ich bin es auch der jeweils die kniffligen Probleme lösen darf an der die anderen scheitern.”
    Bist Du sicher mit dem höheren Gehalt? Ich habe auch schon Leute von der Gegenseite gehört, die sich lustig machen, es gäbe in der Firma andere, die ihre Aufgaben gerne und freiwillig machen und sie hätten es schön für dasselbe Gehalt. Ich finde mehr Transparenz hier gar nicht so schlecht, aber bei uns redet man immer noch sehr ungern über Löhne und es wird ein grosses Geheimnis gemacht.
    @Finanzielle Freiheit
    Ich finde die Definition von Bodo Schäfer nicht schlecht, er sagt dem wo viele als FF sehen die finanzielle Sicherheit, also den gewohnten Lebensstandard mit Zinsen decken. Die finanzielle Freiheit, auch was ich darunter verstehe, ist dann alles darüber, also ein zumindest finanziell sorgenfreies Leben wo man das machen kann wo man möchte und nicht täglich aufs Geld schauen. Das ist natürlich sehr individuell. Ich möchte jedenfalls nicht FF sein und wenn ich auf Restaurant X Lust habe auch wenn dort ein Gericht 100 EUR kostet nicht hingehen. Das wäre für mich keine Freiheit sondern immer noch ein gewisser Zwang. Das mit dem Restaurant ist nur ein Beispiel, daher wie gesagt sehr individuell. Es gibt Frugalisten die wirklich fast nichts brauchen und dabei sehr glücklich sind, also absolute Minimalisten. Ich gehöre ehrlich gesagt nicht ganz dazu aber auch kein “Konsumclown”, ein Ferrari sagt mir nichts, aber in einem 30m2 Loch möchte ich dann auch nicht wohnen. 

  70. AvatarSam

    Perpetuum: ich meine der Minijob bezahlt die kv, nicht der Arbeitgeber.
    @Bruno: gute Definition.

  71. AvatarMr. Pino Cavallo

    Ja, dieser Frugalisten-Rechner ist witzig. Laut dem kann ich schon in knapp 7 Jahren in Rente gehen. Dann wäre ich 42 und hätte insgesamt rund 15 Jahre gearbeitet. Das kommt für mich natürlich nicht in Frage. Was mache ich dann mit der vielen Zeit. Statistisch gesehen, lebe ich dann ja noch weitere 42 Jahre. Ich habe noch viel vor, möchte mich beruflich weiter entwickeln. Darüber hinaus bin ich derzeit single und würde in Zukunft gern doch Kinder haben. Von daher passt die Rechnung (hoffentlich) auch nicht 🙂
     

  72. Avatarsammy

    @Sam
    FF bedeutet dass alle Kosten/Ausgaben durch passive Einnahmen gedeckt werden. Lebensmittel, Versicherungen und sonstige Ausgaben. Wenn du jetzt Anfang 40 erst bei 300 € passiven Einnahmen bist glaube ich kaum dass du dies bis Anfang 50 erreichen wirst. Die Inflation, Abgeltungssteuer und Orderkosten müssen berücksichtigt werden ansonsten macht die rechnerei keinen Sinn.

  73. KievKiev

    @ Finanzielle Freiheit
    Ich kann den Kalkulator von MadFI empfehlen. Hier werden jeden Monat die Ausgaben eingetragen. Wenn man eine längere Historie hat kann man einen Einfluss von Inflation erkennen, falls es diesen gibt. Lifestyle Inflation ist vielleicht auch nicht zu vernachlässigen. Dies wird in dem Kalkulator allerdings nicht berücksichtigt. Es wird lediglich der Durchschnitt der Ausgaben ermittelt. Eine höhere Gewichtung der aktuelleren Ausgaben fände ich hilfreicher. Dann wäre die Inflation auch mit berücksichtigt. Bei der 3% oder 4% Regel ist die Inflation bereits eingepriesen.

  74. AvatarRalf

    Um viele Frugalisten-Blogs ist es deutlich stiller geworden. Man sollte das Thema FF nicht zu hoch aufhängen und Kursschwankungen im Depot von rund 50 Prozent berücksichtigen. Und bedenken, dass große Teile der Kursgewinne auch den Notenbanken mit deren kranker Geldpolitik zu verdanken sind und Steuern anfallen.

    Irgendwann wird ein böses Erwachen kommen. Auch im Euroraum. Hochverschuldete Länder wie Italien sind zu groß für eine Rettung und haben das Potential, den Euroraum zu zerlegen. Bereits vor der Krise kam Italien wenig voran und tiefgehende Reformen sind überfällig.

    Investieren bleibt wichtig und richtig und FF kann man anstreben. Manche auch hier angestellte Berechnungen sind aber einfach weltfremd. Breit streuen und Geduld mitbringen.

  75. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Sammy
    In einem Equity-Portfolio spielt die Inflation aber keine (große) Rolle. Die Dividenden und Kurse passen sich dem schließlich an. Klar, es kann Unterschiede der Inflation in den verschiedenen Währungsräumen geben (z.B. wenn man mehrheitlich US-Aktien im Portfolio hält). Dieser Unterschied dürfte aber nicht besonders groß ausfallen und könnte auch in die andere Richtung ausschlagen.

  76. AvatarEG

    @Bruno ganz genau der Mittelweg machst
    Ich bin auch bei der Definition von Bodo geblieben, minimaler Lebensstandard ist Finanzielle Sicherheit, und FF ist noch zusätzliche Wünsche mit Zinsen zu finanzieren. Bei Sam wären das hier ca. 1500 Brutto und 2500 Brutto oder?@Sammy “glaube kaum dass du dies bis Anfang 50 erreichen wirst”Wenn du selbst nachrechnest dann schafft er es Annahmen: 1000€ /Monat sparen (+2% pro Jahr)Zinsen 5%/Jahr (inflationsbereinigt)Ansparzeit 12 JahrEntnahme 15 Jahr mit Kapitalverzeht (Rest 200k)und mit diesem noch die Rente mit monatlichen 1200€ – 20 Jahre aufstocken (4%)
    Klingt für mich also nicht zu optimistisch….

  77. AvatarRüdiger

    Lifestyle Inflation ist vielleicht auch nicht zu vernachlässigen.
     
    Von mir ausgehend – ja, ich weiß, ich bin nicht repräsentativ – kann ich feststellen, dass ich mit zunehmendem Alter immer weniger “Lifestyle” brauche. Dafür können irgendwann altersbedingte Ausgaben hinzukommen: Alters-/behindertengerechter Umbau von Bad und Wohnung, Treppenlift, häusliche Pflege, … Daran denkt kein junger Mensch  😉
     

  78. AvatarDaniel

    Hat sich schonmal jemand mit 
    Euwax vs Xetra Gold 
    bzw. Edelmetalldepot oder Zollfreilager beschäftigt? (z.B. ProAurum)
    Ich würde gerne mein zuletzt durch viele Aktienkäufe prozentual abgeschmolzenen Edelmetall-Anteil wieder erhöhen und auf rund 10% anheben von derzeit 5%. Das möchte ich aber warscheinlich nicht über physische Lagerung realisieren, zumindest erstmal nicht geplant.

  79. Avatarsammy

    @Mr.Pino
    Das ist falsch. Die Kurse passen sich nicht wirklich der Inflation an. Das ist Wunschdenken.

  80. AvatarDanielKA

    @ Daniel: Also ich habe vor kurzem einen Sparplan auf Xetra Gold gestartet, reicht mir langfristig als kleine Rohstoffposition (vorallem nachdem ich gelesen habe, dass die Entnahmeregel mit Gold noch besser funktioniert)

  81. KievKiev

    @ Ralf
    Welchen Blog meinst Du genau? Bei den Frugalisten gibt es im Monatstakt einen neuen Blogeintrag. Meinem Gefühl nach gab es früher öfter Beiträge. Ich verdächtige hier eine Korrelation mit der Zunahme der Personenanzahl des Haushaltes 😉 Kann ich auch nachvollziehen. Bei 4 Personen ist der Peak vermutlich erreicht… Ich würde Oliver gerne einmal treffen. Da frage ich ihn diesbezüglich doch glatt einmal… Bei MMM gibt es auch nur einen Beitrag pro Monat. Ich sehe hier keinen Unterschied zu früher. 
    Du zielst vermutlich auf die Entwicklung der Börse ab. Da ist es eher um Optionshändler still geworden.
    @ Rüdiger
    Der Weg zur FU dauert ein bisschen. Am Anfang habe ich mich mit der Vermögenshöhe etwas schwer getan. Da die FU in einem Jahr in der Regel nicht zu erreichen ist, wird das Ziel mit der Zeit immer klarer. Die Ausgaben werden auch bezifferbarer mit dem Heranwachsen der Kinder. Pflegekosten können einmal auf uns zukommen. Die anderen Posten sind irrelevant, da wir im Erdgeschoss dafür ausreichend Platz haben. Vor den eigenen Pflegekosten gibt es auch Kosten für Studium usw. Mit Erreichen der FF (nicht FU) sollte dies alles zu vernachlässigen sein.

  82. AvatarBruno

    @”Lifestyle Inflation” @Kiev und Rüdiger
    Was man bedenken sollte, dass man in der Regel mehr Geld braucht, wenn man mehr Zeit hat. Klar es fallen gewisse Dinge weg, aber es kommen dann automatisch neue Ideen/Hobbies/Aktivitäten/Reisen das sollte man sicherlich berücksichtigen.
    Ob es dann in jüngeren Jahren eher “Lifestyle” ist oder später halt eben altersbedinge Auslagen, ich würde einfach immer auf der sicheren Seite rechnen.
    Wenn das Geld dann nicht gebraucht wird, ist einfacher als umgekehrt 😉
    Umgekehrt auch immer ein guter Tipp: mehr arbeiten. Es gibt nicht nur mehr Einnahmen man hat automatisch auch weniger Zeit, viel Geld auszugeben 😀

  83. AvatarBruno

    @Inflation Einfluss auf Kurse?
    Da lohnt sich doch ein Blick auf die Daten:
    https://de.inflation.eu/inflationsraten/vereinigte-staaten/historische-inflation/vpi-inflation-vereinigte-staaten.aspx
    auch inflationsadjustierte Indexcharts:
    https://www.multpl.com/inflation-adjusted-s-p-500
    Zeiten hoher Inflation wie in den 70/80ern schliesse ich nicht aus, bei all dem Geld was jetzt zusätzlich in den Markt gepumpt wird, und anders als bei der letzten Finanzkrise zumindest teilweise auch in der Realwirtschaft ankommt. Die letzten 10 Jahre waren ein Eldorado für Aktionäre, ob das so weitergeht wissen wir nicht aber man sollte schon auch wieder mit schwierigeren Zeiten rechnen.
    Inflation 2-4% sind positiv und gewollt, wenn es mehr wird dann wird es ungemütlich. 

  84. AvatarSam

    Sammy: wir werden es sehen wie es in 10 Jahren ist. Wenn ich bedenke, dass ich grade mal 5 Jahre an der Börse fest investiert bin.. für mich passt der Weg und ich bin recht optimistisch die Ziele zu erreichen.

  85. AvatarThorsten

    In jungen Jahren reinklotzen und sparen, denn der Zinseszinseffekt ist wichtig. Auch wenn es um Dividenden geht oder um reinvestiertes Kapital innerhalb von Wachstumsaktien.
    Man muss im Ruhestand nicht unbedingt mehr Hobbies machen als zu Arbeitszeiten. Ich habe aussortiert, was mir wichtig war und was ich mitschleppte. Dinge und Hobbies.
    Manche ballern sich die Wochenenden mit teuren Events zu oder kaufen ständig Zeug , das liegt dann im Keller oder verfällt als Fitnessclubabo. Und das womöglich, weil man sich die kostbare Zeit so gestalten will, dass man ja nichts verpasst oder mit den Kollegen mithalten kann ? Geht wandern, fahrt Rad, schaut euch einfach mit wachen Augen um. Kostet nichts und stärkt den Geist.
    Müßiggang ist eine Tugend, aber eben nur , wenn man es sich leisten kann, in Freizeit oder Ruhestand. Ich würde heute fast alles genauso tun wie früher, man sollte nichts bereuen müssen.

    Ruhestand unter Palmen
     
     

  86. AvatarNico Meier

    Bist Du sicher mit dem höheren Gehalt? Ich habe auch schon Leute von der Gegenseite gehört, die sich lustig machen, es gäbe in der Firma andere, die ihre Aufgaben gerne und freiwillig machen und sie hätten es schön für dasselbe Gehalt.
    @Bruno
    Ja bin mir sicher diese Nörgler erzählen ja freimütig herum was sie verdienen und warum sie denken es müsste mehr sein. Für ein solches Gehalt würde ich nicht aufstehen!
    Aber das beginnt schon bei der Einstellung da wird man gefragt welche Gehaltsvorstellungen man ungefähr hat. Ich habe schon damals erklärt meine Gehaltsvorstellung sei nicht verhandelbar entweder sie man bereit mir dies zu zahlen ansonsten würde ich den Job nicht antreten. Das sorgte bei den beiden Chefs für rote Köpfe und man beschied mir man werde sich melden. Zwei Tage später erhielt ich einen Anruf man würde mich gerne zu den von mir vorgeschlagenen Konditionen einstellen.

  87. KievKiev

    @  Bruno
    Die Inflation hält sich bei einem Tag in der Woche vermutlich in Grenzen. Ich habe bereits genug Hobbies für die ich kein weiteres Geld benötige. Wenn ich allerdings mehr Rennrad fahren könnte würde mich tatsächlich eine Tagestour von München nach Venedig interessieren. Die Rückfahrt würde schon Kosten verursachen. Das schaffe ich dann wohl sicher nicht mehr mit dem Rad. So eine Tour würde ich allerdings auch nur einmal durchführen. Somit sind die Kosten dann auch wieder zu vernachlässigen. Vielleicht bietet sich hierzu als Training ein 450€ Job als Radkurier an. Steuerlich betrachtet mache ich damit Netto vermutlich ähnlich viel Geld wie mit einem Tag mehr Arbeit.

  88. AvatarRüdiger

    schaut euch einfach mit wachen Augen um
     
    Wer das macht, wird (überrascht?) feststellen, wieviele Nuancen der Farbe grün es doch in der Natur gibt. Beginnend im Frühjahr … und dann im Verlauf des Jahres.
     
    Wer das nicht bemerkt … der schaut nicht richtig  😉
     

  89. AvatarMr. B

    Meine Freundin arbeitet ca. 3 Std. die Woche ( als Sprachförderung im KiGa), verdient so um die 300 EUR im Monat und ist komplett sozialversichert. Auch nicht schlecht …

  90. AvatarBruno

    @Thorsten
    Müßiggang ist doch einfach ein Synonym für Faulheit 😀
    Ich denke es wäre falsch hier Rezepte zu geben, für mich z.B. ist Müßiggang nix, mir wird rasch langweilig. Aber ich habe auch keine wirklich teuren Hobby’s ausser vielleicht das Segeln aber ich miete jeweils ein Boot und brauche kein Besitz diesbezüglich, es wäre nur Last. Protzsachen muss ich gar nicht erst anfangen in meinem Umfeld könnte ich eh kaum mithalten resp. ich tu mir das nicht an. Für mich ist z.B. nicht Luxus in einer S-Klasse in den Stau zu fahren sondern gar nicht mehr in den Stau zu fahren 😉
    Aber es gibt natürlich immer genug zu tun, alleine die Bücherliste ist lang und sollte einmal “abgearbeitet” werden. Ich verbinde eben mit Arbeit kein Zwang oder negativer Unterton, z.B. auch Gartenarbeit ist für mich mehr Entspannung als auf der Coach einen RTL-Sender reinzuziehen 😀
    Und ein Reisefreak bin ich auch nicht, ich bin schon beruflich genug rumgekommen und die ganze Reiserei geht mir eher auf den Sack, Pauschalurlaub ist für mich sowieso ein Gräuel, ich fühle mich erst nach 2 Wochen an einem neuen Ort richtig wohl und daher bevorzuge ich eher längere Aufenthalte, eine Weltreise jeden Tag woanders wäre jetzt nix, alleine die ganze Packerei und Schlepperei ist doch nur mühsam.
    Aber jeder tickt eben anders, ich meinte damit nur, man sollte sich genau überlegen, wie viel Geld man später braucht, wenn die Einnahmen wegfallen. Es müssen nicht zwingend dieselben Ausgaben sein wie vorher. Es kann mehr oder weniger sein.
     
     

  91. AvatarNico Meier

    Für mich ist z.B. nicht Luxus in einer S-Klasse in den Stau zu fahren sondern gar nicht mehr in den Stau zu fahren.
    @Bruno
    Die Region Zürich ist bekannt für ihren Stau wenn man an einem schlaueren Ort wohnen würde, könnte man mit dem Auto fahren ohne im Stau zu stehen.

  92. AvatarDanielKA

    Kanton Aargau rules Nico 😉 die kommunalen Vertreter sollten dich langsam als Standortbeauftragten im Marketing einstellen.
    Zum Thema Zürich bzw. Ballungszentren, komischerweise wirken die trotz Digitalisierung immer noch wie Staubsauger, die besten Talente/Kapitalgeber usw. finden sich weiterhin in dichtbesiedelten Regionen. Bisher sehe ich da keine Umkehr, trotz der ganzen digitalen Möglichkeiten.

  93. AvatarBruno

    Hat der Kt. Aargau denn nebst Autobahnen, schlechten Autofahrern, Nebel, Karotten und weissen Socken noch etwas zu bieten? 😀

  94. AvatarSparta

    @Bruno
    An diesem schlaueren Ort leuchten die high Performance Karotten (mit weissen Tennissocken) im Nebel um Dir den allumfassenden Pfad der reinen und einzigen Wahrheit zu weisen. 
    Folge ihm und Du wirst das paradiesische Zustände vorfinden, so wie es die Karotte für Grossbritannien nach dem Brexit vorhersagt.
    Boris liebt diese Karotte! 😉

  95. AvatarRüdiger

    @Bruno:
    Danke für die Erhellung! Rüeblitorte kenne ich. Als junger Mann kannte ich eine Frau von hier aus Bayern, die hat eine Rüeblitorte gebacken, zum Niederknien!
    Hach ja … immer diese Erinnerungen …  😉
     

  96. KievKiev

     @ Rüblikuchen
    Das ist für mich ein Kuchen und keine Torte. Jetzt habt Ihr mich so weit. Das ist ein Kuchen mit hohem Anteil an Gemüse. Ich möchte jetzt nichts von anderen Zutaten wissen…
    Wie wäre es mit einem Schweizer Usertreffen? Habe gerade Aargau in Google Maps recherchiert. Ein Schloss, ein Rüblikuchen und ein Glas lokalen Wein? Vielleicht gibt es einen passenden Dessertwein zum Kuchen? Ich kann auch weiße Tennissocken anziehen und als Hinweis auf Deutschland Adiletten dazu tragen. Mit dem Kauf der Latschen fördere ich den ein oder anderen Aktionär hier im Forum. Da schließt sich dann der Kreis.

  97. AvatarSparta

    @Josef
    Im Aargau gibt es den Besten! 😉
    Ansonsten hängt ja auch die Karotte der finanziellen Freiheit vor einigen Mindsets hier rum… 😉

  98. AvatarRüdiger

    Aargauer Wein schmeckt auch sehr gut zu Möhrenköpfen … als Dessert  😉
     

  99. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Genau, das nennt man dann sweet & sour 😉
    @Kiev
    Treffen im Aargau ist der beste Test, wem es dort gefällt, dem wird es in der restlichen Schweiz noch besser gefallen 😉
    @Josef
    Jetzt weisst du wie es mir geht, egal wo ich auf der Welt auftauche, es geht keine Zeit und ich treffe einen Deutschen 🙂

     

  100. AvatarBruno

    Moderne Gastronomie:
    https://www.youtube.com/watch?v=wzc_VNh42HM
    Nur noch Beutel aufschneiden. Fertig-Spiegelei aus dem Tiefkühler. Auf der ganzen Welt denselben Geschmack. Den Koch braucht man ja schon lange nicht mehr, die Beutel können dann auch Roboter aufschneiden. Und der Gastronom kann man auch durch Alexa ersetzen, die ist dann auch immer freundlich.
    Mahlzeit!
    Bestätigt sich dass wir gut fahren wenn viel selber kochen. Wenn mal auswärts dann muss man schon genau hinschauen, wo man sich hinsetzt. 

    @Wolke: Heute wieder Thema Essen, Börse rot 😀

  101. JosefJosef

    @Rüdiger
    Ja der Herr Dubler aus Waltenschwil hat wieder für Aufsehen gesorgt mit seinem Schokoladengebäck.

    @Sparta
    Ist doch zu kalt in der Schweiz für guten Wein.

    @Bruno
    Ist nicht schlimm, die beissen nicht, im Moment sind aber Reisen schwierig.

  102. AvatarRüdiger

    @Josef:
    Und ich schrieb von Möhrenköpfen … mit ÖÖÖÖÖ
     
    Wobei: Möhre = MOHRrübe; Uiuiui … BÖÖÖSES Wort  😉
     

  103. AvatarNico Meier

    Kein Land ist zu klein un sich innerhalb ab zugrenzen und Sprüche über die Nachbarkantone zu machen. Ich selber fahre mit dem Auto nach Basel und habe auf dem Arbeitsweg keinen Stau aber im Radio melden sir täglich Stau in Zürich hauptsächlich Gubrist, Nordring und Westring. Die Autobahnen in der Schweiz wurden in den 1950er Jahren geplant für 5 Mio Einwohner heute sind wir bei über 8Mio Einwohner Tendenz steigend. Kein Wunder gibts da auf einigen Abschnitten Probleme.
    Mir persönlich schmeckt der Wein am besten in de Herkunftsregion. Ich habe auch schon in den Ferien Wein den ich dort gut fand  gekauft für nach Hause und dort schmeckte er nicht gleich gut.

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