Leser Matthias: Vom Loser zur Erfolgsmaschine


New York, 7. November 2018

Leser Matthias: Ihm fehlte in jungen Jahren die Motivation. Dann kämpfte er sich durchs Leben und wurde erfolgreich, sehr erfolgreich. „Hier siehst du mich bei meinem Lieblingshobby, beim Wandern. Vor ca. einem Monat aufgenommen in den Dolomiten.“

Hi Tim,

ich möchte dir mal meine Kurzbiographie schicken. Bitte lese sie dir durch.
Du hast mich die letzten Jahre auch sehr motiviert. Deinen Blog finde ich absolut spitze. Ich lese ihn jeden Tag in der Früh.

*****

Du wirst wahrscheinlich lachen, weil ich selber lachen muss, wie ich früher drauf war. Mit 18 Jahren war ich ein Punker und Linker von der feinsten Sorte. Es war damals, glaube ich, keiner linker als ich. Das typische Erscheinungsbild als Punker, wie er im Buche steht.

Mein Outfit bestand aus grünen Stiefeln mit Stahlkappen, bunte karierte Hose, irgendein Anarchie-Shirt oder Pulli und um das Gesamtbild noch abzurunden einen Iro (ich hatte sogar mal einen in Pink). Im Winter musste es natürlich ein olivgrüner Parker sein, mit einem abgerissenen Mercedesstern, der mit Sicherheitsnadeln befestigt war.

Klar, sollte ja jeder mitbekommen, scheiß Kapitalismus, scheiß Bonzen. Kommunismus ist das einzig Wahre. So war meine Einstellung damals.

Ich vertrat, wie es sich standesgemäß dazu gehört, auch die Meinung, das alle gleich sein sollten. Jeder sollte das gleiche verdienen etc. und die Reichen sollten viel mehr Steuern zahlen.

Geld war schlecht und böse. Wozu braucht man Geld? So meine Einstellung. Natürlich hatte ich keins.

Nach zwei Jahren hatte sich das Thema aber dann erledigt. Punker war ich keiner mehr. Meine Einstellung zu Geld hatte sich aber noch nicht geändert.

Meine erste Ausbildung neigte sich dem Ende. Dachte ich jedenfalls. Drei Jahre hatte ich absolviert, Fachkraft für Abwassertechnik. Frage nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Scheißjob. Die Aussage, durch die Scheiße gehen, stimmte bei mir wirklich.

Ich hatte mich für die Aubildung auf der Kläranlage entschieden, weil ich keiner von den Sesselpupsern, keiner von der Teppichetage, sein wollte. So nannten wir damals die Leute, die im Büro arbeiteten.

Meine Einstellung zum Lernen war damals auch nicht wirklich ausgeprägt und so kam, was kommen musste: Ich fiel durch meine Ausbildung. Mit Pauken und Trompeten. Das wars. Das war der Dämpfer, den ich brauchte.
Jetzt brodelte es in mir.

Ich stellte einen Antrag, die Prüfung wiederholen zu dürfen. Durfte ich auch, aber alle auf der Kläranlage hatten mich eigentlich schon abgeschrieben. Genau das entfesselte meinen Ehrgeiz.

Ich musste ein Jahr auf die Prüfung warten und habe sie dann bestanden. Übernommen wurde ich danach nicht. Zum Glück!

Etwas neues musste her. Wenn du nicht mehr brennst, starte neu. Und wie ich brannte. Ich wollte Sesselpupser werden, ich wollte in die Teppichetage. Warum? Lernen, weiterbilden, ich war heiß.

Nochmal eine neue Ausbildung? Auf jeden Fall. Ich wollte alles besser machen. Alles wurde auf den Kopf gestellt. Mit dem Rauchen habe ich aufgehört, mit dem Alkohol trinken auch erstmal und mit Triathlon begonnen.

Ich startete meine neue Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann. Alles komplett neu, aber ich fuchste mich da rein.

War zur der Zeit dann auch Klassensprecher und Schülersprecher. Doch es war noch nicht alles auf dem grünen Zweig. Finanziell hatte ich absolut Probleme. Ich gab Geld in rauen Menge aus. Sobald Geld da war, war es gleich wieder weg. Egal für was.

Ich hatte drei Handies mit drei verschiedenen Verträgen. Warum? Ich wollte immer das neuste haben. Wenn ich Geld gebraucht habe, habe ich immer ein Handy verkauft. Der Vertrag lief natürlich schön weiter. Playstation, Videocamera, MP3-Player, alles finanziert. Gebraucht habe ich den Scheiß nie lange.

Wie du in deinen Blogs schreibst, ich war ein Clown. Ein absoluter Konsumclown. Überblick über meine Finanzen? Fehlanzeige. Summasumarum, viele Ausgaben, wenig Einnahmen. Ich war ständig im Dispo. Ich schloss teilweise Finanzierungen ab, weil ich Sachen danach sofort wieder verkaufte, damit ich Geld hatte.

Manchmal wurde mir bei verschiedenen Läden gesagt, ich bekomme keine Finanzierung mehr. Das lief und lief und lief, bis der Dispo ausgereizt war. Knapp um die -1500 €. Ich bat meine Tante um Geld, sie lieh mir 1500€, um wieder auf Null zu kommen. Brachte nur leider nicht viel, da ich immer noch laufende Kosten ohne Ende hatte. Es kam, wie es kommen muss, der Dispo war ruck zuck wieder ausgereizt: -1500€.

Ich bat meinen Vater um Geld, ein schwerer Schritt, er ist Banker. Er gab mir ein bisschen mehr und ich fing an sämtlichen Schrott, den ich nicht brauchte, zu verkaufen und kündigte alle Verträge. So langsam wurde es besser und besser.

Meine Ausbildung bestand ich auch auf Anhieb, konnte sogar verkürzen. Ich entwickelte mich im Vertrieb bei meiner Firma, was mir eine Menge Spaß machte.

Ich war immer noch heiß. Wollte mehr. Lernen ist irgendwie geil, vor allem wenn sich Erfolge einstellen.

Ich begann nebenberuflich in einem Abendstudium den Handelsfachwirt (IHK) zu machen. Und dann passierte etwas, das alles verändert hat. Ich stieß auf Aktien mit Kopf, auf YouTube und dann auch auf deine Videos und deinen Blog.

Mein Vater hatte mir etwas von ETF`s erzählt. Ich machte mich schlau und fing an meine Finanzen komplett in den Griff zubekommen. Dein Blog hat mich so was von motiviert. Ich machte den Handelsfachwirt fertig, 2 Jahre Abendstudium, auf Anhieb bestanden. Wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht?

Gleich danach machte ich meinen Ausbilderschein bei der IHK. Bestand diesen auch. Ich schaue deine Videos, lese haufenweise Bücher, führe Excellisten über meine Einnahmen und Ausgaben. Fange mit dem Investieren an.

Ich ändere mein Mindset, meine Einstellung zu Geld und merke das alles mit der richtigen Einstellung zu tun hat. Earl Nightingale lässt grüßen.

Ein Linker und Kommunistenfreund, war ich da übrigends schon lange nicht mehr. Ganz im Gegenteil. Mittlerweile bin ich auch noch ehrenamtlicher Prüfer für Handelsfachwirte bei der IHK. Ich bin Mitglied im Börsen- und Wertpapierverein. Gehe zu Dividendengruppen- bzw. Aktienstammtischtreffen.

Ich lese auch immer noch gerne und viel, Biographien, Finanzen, Mindset. Alles, was mich weiterbringt. Höre während dem Autofahren kein Radio mehr. Podcasts und Hörbücher finde ich mega geil. Neuerdings gehe ich zu den Toastmasters.

Habe mich auch im Vertrieb weiterentwickelt (lese auch dazu Bücher). Bin jetzt im Außendienst, in einer ganz anderen Branche, in der ich gelernt habe. Es ist wie Warren Buffet sagt, ein Schneeball kommt ins Rollen und wird immer größer.

Ich möchte auch andere motivieren. Meine Geschichte zeigt, dass man es selber in der Hand hat. Man kann sich verändern, man muss es nur wollen.

Mich regen Leute auf, die immer mosern und sich beschweren.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Kann ich etwas nicht ändern, dann muss ich es akzeptieren.
  • Kann ich etwas ändern, dann ändere ich es oder ich muss den Mund halten.

Beste Grüße

Matthias Lämmermann

****************
Vielen Dank für diesen erstaunlichen Leserbrief. Du bist auf einem Erfolgsweg. Ich finde super, wie du das geschafft hast. Mache einfach weiter so.

Ich habe ihm gesagt, dass er stolz auf sich sein kann. Er antwortete: „Danke. Ich bin schon stolz auf das Erreichte, aber man sollte nie zu stolz sein, sonst wird man bequem, glaube ich. Man sollte nie stehen bleiben, körperlich nicht und geistig auch nicht.“

Er hat es begriffen!

Jeder will, was sich gut anfühlt. Jeder möchte ein zufriedenes und unkompliziertes Leben. Aber niemand will hart dafür arbeiten, so scheint es zumindest. Das sprichst du an.

Jeder will eigentlich finanziell frei sein. Jeder möchte bestimmt einen Traumkörper haben. Aber keiner will die Sparanstrengung leisten und sich finanziell bilden, um Millionär zu werden. Wenige wollen wirklich jeden Tag extrem hart trainieren, bis das Sixpack kommt.

Noch mal: Jeder möchte Millionär sein und die Traumfigur haben – all das ist leicht zu mögen, aber schwer zu erreichen.

Du hast gekämpft. Du hast erkannt, dass sich das Kämpfen im Leben „lohnt“. Ich glaube kaum, dass die Mehrheit der Menschen freiwillig 60 Stunden je Woche arbeiten wird.

Menschen wollen ohne das Risiko reich sein, ohne Extra-Arbeit, ohne die Opfer zu bringen. Das geht aber kaum. Außer du erbst oder gewinnst den Jackpot.

Das erstaunliche ist, dass jene, die für ihren Erfolg hart kämpfen müssen, zufriedener sind, als jene, die nicht dafür arbeiten müssen. Rückschläge, Schmerz, Fehler…. machen. Wer nur im Lotto gewinnt, der wird kaum zufrieden sein, denke ich. Zumindest zeigen das Studien: Der Jackpot kann eher zum Fluch als zum Glück auf Erden werden.

Craig Curelop finde ich beeindruckend. Er lebt ein extrem bodenständiges Leben. Der 25-jährige Finanzanalyst besitzt ein Auto, er fährt es aber nie, vermietet es stattdessen, um Geld zu verdienen. Er fährt selbst nur mit dem Fahrrad. „Ich habe das getan und ein paar hundert Dollar mehr im Monat verdient“, sagt er.

Curelop, der in Denver im US-Bundesstaat Colorado lebt, vermietet in seiner Wohnung Zimmer, um Miete zu kassieren. Er hat sogar zeitweise auf dem Boden im Wohnzimmer auf einem Futon geschlafen. „Ich beschloss, aus meinem Wohnzimmer ein Quasi-Schlafzimmer zu machen, indem ich einen Raumteiler und einen Vorhang aufbaute“, erklärt er. „Ich lebte ein Jahr so.“

Er hat so viel gespart, dass er im Juni 2017 neben seiner Wohnung, die er im April 2017 in Denver gekauft hatte, ein weiteres Haus kaufen konnte, wo er in einem Zimmer wohnt und die anderen vermietet. Seine Mieteinnahmen stapeln sich im Konto. „Im Moment spare ich zwischen 3.000 und 4.000 Dollar pro Monat“, sagt er. „Alles in allem habe ich wahrscheinlich in den 18 Monaten, seit ich meine ersten Vermietungen angefangen habe, zwischen 60.000 und 70.000 Dollar gespart.“

Auf AirBnB vermietet er Zimmer für 40 Dollar die Nacht. Er hat auf viel verzichtet. Er lebt extrem bescheiden. Im Alter von 28 Jahren kann er den Job kündigen und für immer frei leben. Er lebt dann von den Mieteinnahmen und Ersparnissen. Die Medien sind von seinem Eifer angetan und berichten über ihn.

Wer schafft es schon im Alter von 28 Jahren in die Freiheit? Nur wenn du extreme Dinge leistest.

Extreme Erfolge kommen nur mit extremen Leistungen/Anstrenungen.

Zum Schluss noch ein Dankeschön an alle Blogleser, die für mich beim finanzblog award der comdirect gestimmt haben. Die Trophäe kam mittlerweile bei mir in New York an:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Leser Matthias: Vom Loser zur Erfolgsmaschine

  1. Insider

    Super story die zeigt wie es gehen kann. Respekt vor Leser Matthias .

     

    Passemde frage dazu. wie über zeugt ihr politisch linke in eurem Freundeskreis? Nicht mal direkt von Aktien sondern hauptsächlich von den Vorteilen der Marktwirtschaft. In meiner facebook time line aber auvh in vielen Gesprächen wird oft gegen unser Systeme oder einzelne Firmen gehzt ( amazon , RWE , Nestlé, Vermieter , Unternehmer )  oft merken die Menschen nicht einmal wie gut es ihnen geht oder auf was sie ohne unser system verzichten müssten.

    Hat  wer das Buch „Kapitalismus ist die Lösung“ von Dr.zittelmam gelesen und kann es in diesem Zusammenhang empfehlen ?

     

    @ vorherige Diskussion Sozialleistungen:  ich bin bewusst nur auf legale Methoden eingegangen. Ich denke eingemauertes gold wird das Jobcenter eher nicht durchsuchen.

  2. Selbstentscheider

    Interessante Transformation. Man erkennt Ähnlichkeiten mit der Geschichte von Dr Dr Rainer Zitelmann.
    Man braucht eine gesunde Einstellung zum Geld.

  3. Dominik von depotstudent.de

    Wow, starke Entwicklung.

    Scheint ja echt so, als beginne absolut alles mit dem Mindset. Die anderen notwendigen Schritte kommen dann fast zwangsweise nach und nach.

     

    Ob das bei jedem so klappt, bezweifle ich zwar. Es zeigt aber, dass das richtige Mindset zumindest notwendig ist. Wenn auch nicht immer hinreichend.

     

    Grüße

    Dominik

  4. Christian

    Du bist immer noch ein Punker. 1) Dinge reparieren statt wegwerfen ist Punk. 2) Auf sinnlosen Konsum und Konsumschulden verzichten ist Punk. 3) Auf Statussymbole pfeifen ist Punk. 4) Dinge selbst nähen/herstellen/anbauen ist Punk. 5) Dinge Ändern statt hinnehmen ist Punk.

    Finde ich Klasse!

  5. Florian HFlorian H

    @Insider

    Das ist unmöglich. Ich habe es bei etlichen Leuten versucht, aber ihr Mindset ist krank. Das muss jeder selbst hinkriegen. Eventuell macht es irgendwann selbst Klick. Ich umgebe mich mit solchen Leuten nicht mehr, da diese sehr negativ sind und einen auch nichts gönnen. Ich habe es irgendwann aufgegeben mit solchen Leuten zu diskutieren. Vor allem sind dies solche, die jeden Tag meckern und unzufrieden sind. MMn müssen sie da selbst rauskommen.

    Es ist schwierig Gleichgesinnte wie in dieser Gruppe hier zu finden. Wir sind für die Masse „Freaks“.

     

  6. Thorsten

    @Florian das Erscheckende ist, dass bis in die bürgerlichen Schichten eine feste links orientierte Weltordnung einzementiert ist. Neid, Missgunst anstatt Bewunderung und Ansporn es nachzutun. Die Leute sind Angsthasen, sie wechseln ihre Bank nicht, ihren Arbeitgeber nicht,  ihre Wohnungen nicht, alles soll so bleiben wie es ist und dann wird gejammert, man könne ja gar nichts ändern, aber andere hätten viel mehr Geld oder Glück. Ich war noch nie normal, die Scheuklappen hätten mich meine Freiheit gekostet. Lieber Freak als Jammerlappen, oder ?

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    So ist es. Niemand will hart arbeiten. Etwas riskieren. Ranklotzen.
    Lieber auf dem Sofa liegen und jammern.

  8. Bruno

    „wie über zeugt ihr politisch linke in eurem Freundeskreis?“

    gar nicht, einfach links liegen lassen. Generell hasse ich politische Diskussion, wenn es ideologisch wird (was meistens der Fall ist).

    Egal ob links oder rechts, beide Suchen nur Schuldige, böse Flüchtlinge oder böse CEO’s oder Banker etc. alles nicht zielführend und sinnlos, insbesondere wie im Leserbrief auch weise erwähnt, was man nicht ändern kann, soll einen nicht kümmern. Es gibt genug zu tun / ändern wo man Einfluss hat, man sollte sich darauf fokussieren.

  9. Florian HFlorian H

    @Thorsen

    Ich habe keine Kräfte mehr, mich mit solchen Leuten zu unterhalten. Ich habe lange versucht Diese zu inspirieren….. Fehlanzeige.

    Die Energie spar ich mir mittlerweile lieber.

  10. Robert Michel

    @Insider: Inzwischen tendiere ich stark zu der Ansicht, dass linke Ideologie vor allem den Zweck hat persönliche Defizite zu rationalisieren. Der Leserbrief zeigt es sehr schön: Sobald die individuellen Probleme im Griff sind, ist auch die linke Einstellung Vergangenheit.

  11. Insider

    Prinzipiell habt ihr recht jemanden bekehren bringt nichts. Ich sehe nur die Gefahr eines immer weiteren links rutsches der Gesellschaft. Dann treffen Dinge wie „reichensteuer“ oder Versteuerung von Kapitalerträgen  gerade uns sparsame Kleinanleger sehr hart .

     

     

  12. Chris K.

    Sehr interessant, guter Artikel. Sehr cool wie du das Ruder in deinem Leben nachhaltig auf Erfolg gestellt hast, Respekt.

    Mfg

  13. AlexanderG

    Erstaunliche Geschichte! Weiter so, und nur nicht an der Strategie zweifeln wenn mal wieder eine Rezession ins Haus steht. Ich stelle fest, dass man von allen Seiten beeinflusst wird sich dem Konsum hinzugeben. Und wenn man dann mal über langfristige Ideen zum Vermögensaufbau redet (ETFs, Immobilien zur Vermietung, etc.) dann heisst es oft „Das lohnt sich doch nicht, jetzt schon gleich gar nicht, alles ist so teuer! Da machen wir viel lieber den Skiurlaub im Schickimicki-Skiort“. Und mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, das bringt nichts.

    Wie man auf einen Schlag sehr viel Geld vernichten kann habe ich letzte Woche gesehen, als ich das Auto meines Chefs in die Werkstatt brachte. In so einem Autohaus wird einem klar, dass es wirklich der größte Irrsinn ist sich einen Neuwagen zuzulegen. Das allerschlimmste ist ein Leasing-Neuwagen. Ich war erstaunt wie man dort behandelt wird, sobald man sich dort etwas umsieht im Verkaufsraum. Sehr raffiniert sind die Autoverkäufer. Doch leider sind die Autoaktien doch alle auf dem absteigenden Ast…

  14. Stefan31

    @ Insider:

    Ich habe das Buch „Kapitalismus ist nicht das Problem sondern die Lösung“ von Dr. Dr. Zittelmann gelesen und kann es sehr empfehlen. Der Autor zeigt anhand von Beispielen auf, was funktioniert hat (Deregulierung) und was nicht.

    In meinem Freundeskreis habe ich auch Leute die politisch Links sind. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass die Leute ihre persönlichen Defizite rationalisieruen wollen, wie auch Robert Michel oben geschrieben hat. Kein Geld, keine Ahnung wie das Sysem funktioniert, etc. Diesen Freunden ein Buch über Kapitalsismus in die Hand drücken, bewirkt wahrscheinlich nichts, da es am Ende nicht gelesen wird. Es ist ein schwieriges Thema. Ich denke die Einsicht muss von allein kommen.

  15. Thorsten

    @Robert Michel Schön formuliert. Und es geht für alle darum Verantwortung zu übernehmen , für sich und andere. Wer spart und Glitzer in den Katalogen liegen lässt, der hat begonnen Verantwortung zu übernehmen. Junge Leute probieren viel aus, das sollen sie auch. Mit dem Job und Familie wird dann die unternehmerische Seite des Lebens sichtbar. Viele werden vernünftig,  aber die Kaufsucht bleibt oft ein Problem. Wir sind über Jahrzehnte mit Werbung zugeballert worden , z,b im Fernsehen oder Zeitschriften. Am besten meiden. Diese Werbebotschaften wirken auch, wenn man sie nicht beachten will. Tims Blog und andere zeigen die Alternativen. Ausgaben runter, Einkommen – so weit machbar im Blick behalten und steigern.

  16. Nico Meier

    @AlexanderG

    Das mit den Autoverkäufern habe ich auch shcon beobachtet. Mein erstes Auto einen alten KIA habe ich für den Service(Wartung) zu einem Markenvertreter gegeben, da ich damals noch nicht gewusst habe, dass es günstigere Alternativen gibt. Jedes Jahr habe ich einen kostenlosen Ersatzwagen erhalten aber nicht die angedachte kleine Schüssel die mir gereicht hätte für einen Tag. Nein da gabs in einem Jahr ein Ford Cabrio oder als Krönung einen Subaru Impreza WRX mit über 200 PS. Immer wenn ich das Auto am Abend zurückgebracht habe wollte mir der Verkäufer erklären wie die Leasingkonditionen für ein solches „Traumauto“ wäre. Ich habe natürlich nicht angebissen und nach einer Zeit einfach die Garage gewechselt mit dem Effekt, dass auch die Servicekosten drastisch gesunken sind.

    Viele die nicht so stark sind werden sich solchen Leasingangeboten hingeben und den total übermotorisierten Subaru WRX mitnehmen nur um dann festzustellen, dass er über 14 Liter Benzin benötigt auf 100km. Mein Kia verbrannte damals auch 9 Liter.

  17. Wohnung mit Domblick

    @Tim: Glückwunsch zum Publikumspreis! Du hast ihn verdient!

     

    @Insiders Frage: Ich kenne jemanden, der von der Gemeinwohl-Ökonomie überzeugt ist: https://www.ecogood.org/de/vision/

    Zum Glück ein heller Kopf, ein Gedankenaustausch lohnte sich.

    Als ich die Ansicht vertreten habe, dass der Kapitalismus weltweit mehr gegen den Hunger getan hat als jede andere Gesellschaftsform jemals, ist er vor Schreck fast umgekippt. Er konnte es aber auch nicht widerlegen.

    Ansonsten lohnt es sich nicht, gegen schädliche Glaubensprägungen anzureden. Es muss die einzelne Person erst mal selber offen werden für neue Ideen.

  18. Daniel

    Passemde frage dazu. wie über zeugt ihr politisch linke in eurem Freundeskreis? Nicht mal direkt von Aktien sondern hauptsächlich von den Vorteilen der Marktwirtschaft. In meiner facebook time line aber auvh in vielen Gesprächen wird oft gegen unser Systeme oder einzelne Firmen gehzt ( amazon , RWE , Nestlé, Vermieter , Unternehmer )  oft merken die Menschen nicht einmal wie gut es ihnen geht oder auf was sie ohne unser system verzichten müssten.

    Ich bin jemand, der sich gerne streitet, deswegen führe ich auch gerne politische Diskussionen, egal ob mit Verwandten, Bekannten oder mir völlig Fremden. Das ist dahingehend spannend, weil ich mit einer Wert-Konservativen aber Marktwirtschaftlich-Liberalen Weltanschauung gerne anecke. Ich bin quasi jemand der keine Flüchtlinge in unser Sozialsystem einwandern lassen will, der geschlossene und abgeschottete Grenzen will, der aber auch jeden herzlich willkommen heißt, der legal eingewandert ist, egal welcher Herkunft und der sich hier im Land den Hintern aufreisst und unsere „Grundwerte“ akzeptiert. Diese Menschen sind eine Bereicherung für jedes Land.

    Von Abschottung auf marktwirtschaftlicher Sicht halte ich nichts, unser Land muss mit Eigenleistung stets konkurrenzfähig auf dem Welthandel bleiben.

    Ich führe aber keine Diskussion von mir aus, sondern irgendjemand muss was „dummes-linkes“ in den Raum gerufen haben wo ich dann natürlich mein Mundwerk nicht halten kann oder jemand muss mich aktiv nach meiner Meinung fragen.

    Hat  wer das Buch „Kapitalismus ist die Lösung“ von Dr.zittelmam gelesen und kann es in diesem Zusammenhang empfehlen ?

    Habe ich gelesen, ist schön anschaulich geschrieben anhand vieler Beispiele und nicht nur bloße Theorie. Es neigt aber dazu ein Echo-Kammer Produkt zu sein, denn derjenige der ohnehin an den Kapitalismus glaubt fühlt sich nur noch mehr bestätigt und die anderen werden das Buch gar nicht erst kaufen oder lesen wollen.

    Es wäre allerdings schön gewesen Herr Dr.Dr.Zi. hätte noch etwas mehr die Abstufungen zwischen Kommunismus und Sozialismus herausgearbeitet. Das Ganze verschwimmt natürlich aber das zu beschreiben wäre nicht schlecht.

  19. Gainde

    Ich bevorzuge persönlich das System der Sozialen Marktwirtschaft. Wobei man darüber diskutieren kann, wie weit das „Sozial“ ausgebaut sein muss.

  20. Nico Meier

    Soziale Marktwirtschaft war nach dem WW2 gut gemeint aber in meinen Augen wurde die Sozialhängematte in vielen europäischen Staaten zu stark ausgebaut. Auch in der Schweiz steigen die Sozialausgaben von Jahr zu Jahr und man muss sich die Frage stellen wie man diese massiv steigenden Kosten in Zukunft finanzieren soll. Die Finanzierung läuft im Moment in erster Linie über die Zusatzbelastung des Mittelstandes in Form von Gebühren und Abgaben. Die Steuerabgaben in der Schweiz sind relativ konstant steigen also nur durch die kalte Progression aber vielerorts werden immer mehr staatliche Ausgaben die früher mit Steuern finanziert wurden über Gebühren finanziert zum Beispiel die Kehrichtentsorgung! Dies ist nichtsanderes als eine versteckte Erhöhnung der Statsabgaben!

    Leistung soll sich auch weiterhin lohnen, daher dürfen wir Leistungsverweigerer nich in der Sozialenhängematte rundumversorgen!

  21. Gainde

    @ Nico Meier

    Da hast du recht. Letztens Lohnerhöhung erhalten, dafür weniger Subvention für die Kinderbetreuung erhalten. Wenn ich noch die Abgaben abziehe, hätte ich die Lohnerhöhung eigentlich ausschlagen müssen.
    Als Mittelstand muss man darauf achten, beim Haushaltseinkommen im „Sweet Spot“ zu bleiben und nicht als Weihnachtsgans zu enden, der für alle einzahlt.

    Es gilt immer noch, was man nach Abgaben und Steuern Netto zur Verfügung hat.

  22. Michael

    Hallo zusammen,  ich war bisher ein stiller Mitleser und möchte mich hiermit mal ganz herzlich beim Tim für seine tollen Beiträge bedanken.

    Warum melde ich mich erst jetzt zu Wort? Nun mir fällt immer wieder auf, dass es auf FF Blogs bzw Finanzblogs immer wieder vorkommt, dass ein sogenanntes Linken-Bashing stattfindet.

    Dabei wird mMn meistens Bezug darauf genommen, dass Links Anti-Kapitalismus bedeutet. Dem stimme ich zu, möchte aber anregen, dass das ein bisschen zu wenig weit gedacht ist.

    Denn mMn gibt es durchaus linke Werte (heute wird das eventuell schon als konservativ oder normal angesehen) gibt die ich sehr positiv finde:

    Eine Person soll nicht nach Herkunft oder Hautfarbe beurteilt werden.
    Eine Person soll nicht nach Geschlecht beurteilt werden.
    Eine Person soll nicht nach deren sexuellen Neigungen beurteilt werden.
    etc

    Dies gilt im positiven wie im negativen Sinne. Also zB jemanden nicht im Unternehmen einstellen oder gerade deshalb weil eine Person eine schwarze Hautfarbe hat oder eine Frau ist, etc.

    Nicht alle die Links sind, sind Kommunisten oder Anarchisten oder soziale Marktwirtschaftsverfechter. Genauso wie nicht alle die Rechts sind Faschisten, Nazis oder generell gegen die Demokratie sind.

    Ich denke diese generelle Kategorisierung in Links/Rechts über alle Werte rüber ist schlecht. Denn das führt mMn dazu, dass Personen die die AfD wählen als Nazis angesehen werden, obwohl diese vielleicht verzweifelt versuchen gehört zu werden wenn es um das Thema Flüchtlinge geht. Kann mir nicht vorstellen, dass jeder AfD Wähler ein Nazi ist. Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass jeder Linke Wähler ein Kommunist ist.

  23. Wohnung mit Domblick

    Es geht dabei wohl mehr um die Umverteilung und Alimentierung. Dadurch wird bei den unterstützten Mitmenschen geringe Motivation und geringe Chancen zur Eigenverantwortung  erzeugt. Und gleichzeitig werden unternehmerische Anstrengungen ausgebremst, sowie die Mittelschicht belastet.

    Mir sind Herkunft usw. völlig egal. Aber passendes Sozialverhalten und Eigenverantwortung müssen alle Menschen haben, und das muss sich auch für sie lohnen. Und dafür müssen auch Chancen gegeben sein. Das kostet Geld, das für Alimentierung fehlinvestiert ist.

    Wir sollten hier aber bitte nicht zu politisch werden.

  24. Gainde

    @ Michael

    Denke, dass das Spektrum noch um „Liberal“ ergänzt werden muss. Deine Beispiel-Werte gehören in diese Kategorie.

  25. -M

    Die AfD zu wählen ist ja auch im Moment die mehr oder weniger einzige Möglichkeit seinen Protest auszudrücken. Zufrieden kann doch kaum einer mit der CDU und Co sein?? (War immer CDU Wähler oder teilweise FDP in der Hoffnung das die mit der CDU gemeinsam regieren)

    Nun habe ich auch AfD gewählt und nicht weil ich die toll finde sondern um meinen Unmut zu äußern….

     

    ….machen die „normalen“ Parteien wieder „normale Politik wähle ich auch wieder eine CDU oder FDP ….ja leider so. Und falls einer sagt ich bin ein nazi ist das halt so, kann ich mit Leben

    -M

  26. Stefan

    @-M:

    Nein nicht nur aus Protest: die AFD ist leider die einzige rechtsstaatliche Partei, die sich gegen den unsinnigen, ideologischen und nicht funktionierenden Euro wendet und eben gegen die kriminelle Asylpolitik, die die anderen betreiben entgegen Art. 16aGG und dem Dublin Abkommen!

  27. Daniel (Fächerstadt)

    @ Stefan: Wo funktioniert der Euro nicht, hast du schon Zahlungsprobleme gehabt, hat jemand deine Euro nicht akzeptiert? Die gemeinsame Währung ist eine der wenigen Punkte, die sehr gut bzw. reibungslos in der EU funktioniert.

    So Pauschalaussagen helfen nicht wirklich weiter.

     

  28. Der Baum

    Hallo zusammen,

    Meld mich auch mal wieder zu Wort zum Thema links/rechts:

    Das was wir heute unter links und rechts verstehen ist zumindest teilweise eine recht neue Einteilung. @ Michael, so wie es Gainde schon gesagt hat, sind die aufgeführten Werte keine die sich die Linke per se zuschreiben kann. Hier ist tatsächlich der Liberalismus des 18., 19. Jhd. die treibende Philosophie. Die „Linke“-Denkweise hat sich ja primär als Gegenbewegung der Arbeiterschaft entwickelt. Die daraus entstehenden politischen Projekte wie z.b. Sozialversicherung etc. waren zu dieser Zeit auch noch notwendig.

    Das Problem der heutigen linken ist, dass ihre ursprünglichen Ziele heute weitgehend erreicht sind. Heute kommen aus dieser Ecke meist nur noch krude Alternativ-Ziele, die von wirklichen Probleme ablenken. Und gerade der immer weiter fortschreitende Abhängigkeitsgrad von Transferleistungen macht es den Menschen unmöglich sich selbst zu entwickeln. Leider unterstützen die Linken genau das.

    Da steht nunmal der Einstellung dieser Gruppe diametral entgegen. Mein Vorschlag, kümmern wir uns doch bitte um die die es wirklich nötig haben richtig und um die die nur keine Lust haben etwas weniger. Der Staat darf keine Anreize zum Nichtstun geben – zumindest nicht auf die Kosten anderer.

    Gruß Baum

  29. Nico Meier

    @Michel

    „Eine Person soll nicht nach Herkunft oder Hautfarbe beurteilt werden.
    Eine Person soll nicht nach Geschlecht beurteilt werden.
    Eine Person soll nicht nach deren sexuellen Neigungen beurteilt werden.
    etc“

    Die hier angesprochenen Werte sind nicht wirklich linke Werte sondern eher liberale Werte die ich durchaus teile. Ein Linker beurteilt immer auch nach Herkunft. Spezielle Vereinbarungen nur für Mitglieder einer Gewrerkschaft schliessen alle Nichtmitglieder aus und sind daher auch nicht wirkllich fair.

     

  30. Nico Meier

    @Daniel Fächerstadt

    Ob der Euro funktioniert oder nicht wird man nach 100 Jahren beurteilen können. Wobei bisher nicht manche Währung in Detuschland 100 Jahre bestand hatte!

    Eine gemeinsame Währung für einen so grossen Wirtschaftsraum mit so unterschiedlicher Leistungsafähigkeit mit starken Staaten(DE, AT) und sehr schwachen Staaten (IT,PT,ES,GR) kann auf dauer nicht gut gehen.

    Das Expoerwunder DE ist nur möglich mit einem zu schwachen EURO der nicht aufgewertet werden kann wegen den Pleitestaaten im Süden.

  31. Slazenger

    Wenn hier plötzlich alle die AFD wählen, (aus Protest),dann gute Nacht Deutschland!!!

    Das wäre dann der Zeitpunkt auszuwandern.

  32. Sparta

    @Nico

    „Das Expoerwunder DE ist nur möglich mit einem zu schwachen EURO der nicht aufgewertet werden kann wegen den Pleitestaaten im Süden.“

    Also wir waren auch mit „harter DM-Währung“ nicht gerade der schwächste Export-Staat in der Rangliste…. 😉

    Nur möglich wegen schwachem Euro… ist deswegen eine Fehleinschätzung. Es erleichtert es ein wenig, ja, aber es gibt sogar Stimmen, dass eine harte Währung besser ist um konkurrenzfähig zu bleiben, bzw. sich mehr anstrengen zu müssen..

  33. Nico Meier

    Eine eigene Wähnrung hat viele Vorteile, das haben wir bei der Finanztkrise bei Island gesehen. Durch eine starke abwertung der Währung konnte Island schnell wirtschaftlich wieder auf die Höhe kommen, dies würde auch bei Griechenland oder Portugal bestens funktionieren aber nur mit einer eigenen Währung.

    Ich glaube kaum, dass der Euro als Währung über soviele Länder ohne nennenswerte Ausgleichszahlungen innerhalb der EU auf dauer bestand haben kann. Der Vergleich mit den USA und dem Dollar hinkt, da die Menschen in den USA einiges mobiler sind als in der EU.

  34. Stefan

    @ Daniel (Flächerstadt):

    Oh Daniel Deine Naivität wundert mich sehr. Du hast durch Deine Kommentare einen sehr cleveren Eindruck auf mich gemacht. Das Problem des Euro haben Experten schon beurteilt, die viel schlauer als ich sind. Dieses künstliche Konstrukt kann doch gar nicht funktionieren, wenn man 28 versch. Volkswirtschaften in ein Korsett presst. Und es ist sehr naiv zu glauben, dass der Euro funktioniert. Das sieht man schon daran, dass Länder wie Griechenland wohl 100 Rettungspakete benötigen werden. Nur weil der Bürger das nicht direkt sieht, heißt es ja nicht, dass es läuft. Seit fast 10 Jahren enteignet zu werden als Sparer und keine Zinsen zu bekommen spürt ja wohl jeder hier!!!

  35. Stefan

    @ slazenger:

    Achso? Ich finde der Zeitpunkt auszuwandern ist jetzt schon erreicht, weil leider nicht alle AFD wählen. Messermörder und Vergewaltiger illegal ins Land zu holen und das deutsche Volksvermögen zu zerstören wie Herr Dr. Stelter ausrechnete ( 3,6 Billionen Euro) interessiert Sie wohl nicht!!! der Hammer!

  36. Daniel

    @ Stefan: Wo funktioniert der Euro nicht, hast du schon Zahlungsprobleme gehabt, hat jemand deine Euro nicht akzeptiert? Die gemeinsame Währung ist eine der wenigen Punkte, die sehr gut bzw. reibungslos in der EU funktioniert.

    So Pauschalaussagen helfen nicht wirklich weiter.

    wenn man nach den deutschen Denkmustern der Bargeld-Zahlungen geht, dann ist das in der Tat so. Aber ich war beispielsweise diesen Sommer in Island. Überall zahlst du mit deiner Kreditkarte….überall. Musst du nicht, kannst Du aber. Im modernen Zeitalter ist die Währung in der du bezahlst wirklich völlig irrelevant geworden. Man sieht das ja auch an völlig normal gewordenen Käufen in Asien. Weltweite Käufe bei Ebay? Kein Problem, wird nur gekauft, Paypal und andere Zahlungssysteme erledigen den Rest.

    Spannend sind nur Banken-Vertrauen untereinander und da wäre eine gemeinsam akzeptierte Währung interessant. Diese könnte aber z.B. sogar neu erfunden werden. War es nicht sogar so, dass vor dem Euro in Deutschland die Banken schon ein Derivat des Euros schon untereinander genutzt haben?

  37. Slazenger

    @Stefan

    Wer die AFD wählt, tut das überwiegend aus Protest und nicht aus Überzeugung!

    Auch mir gefällt dieaktuelle politische Situation so gar nicht, aber AFD ist für mcih ein NoGo.

    Nice Weekend

  38. Daniel (Fächerstadt)

    @ Stefan: Die Währung ist ein Verrechnungs- und Tauschmittel, was hat der EUR mit Fiskal- und Schuldenpolitik zu tun? Wir erinnern uns, auch Deutschland und Frankreich haben sich nicht an die Maastrichtskriterien gehalten, dass kann man nicht einer gemeinsamen Währung anlasten, sondern allenfalls den gewählten Parlamenten.

    Und finanzielle Unterschiede sind nichts neues, gibt es überall (Italien Nord-Süd Gefälle, Deutschland Nord, Süd und Ost West Gefälle, Amerika mit absolut heterogen Finanzdaten der einzelnen Bundesstaaten)

     

  39. Stefan

    @ Daniel:

    Oh Mann bist Du wirklich so naiv?! Wie ich sagte, 28 Volkswirtschaften die unterschiedlich sind in ein Korsett zu pressen funktioniert nicht. Und natürlich hängt das alles auch mit der Schulden- und Fiskalpolitik zusammen oder sind diese Probleme isoliert zu betrachten?!

     

    Natürlich hast du Recht, die Verstöße gab es, aber die sind doch Zeichen dafür, dass es nicht klappt. Und wenn nicht ständig Recht und Gesetz gebrochen werden würde, wäre der Euro schon weg. Er ist ja bereits tot und wird künstlich am Leben gehalten…

     

    Und die USA sind ein einheitlicher Staat und Target wird direkt abgegolten, das sind alles Vorteile..

     

     

  40. Daniel (Fächerstadt)

    @ Stefan: 28 Volkswirtschaften? Soviele haben gar nicht den EURO, aktuell sind es 19. Sorry, wenn dann bitte an den Fakten orientieren.

    Und ein Auslgeichsmechanismus findet nunmal auch mit Staaten ohne EUR statt, von daher hat dies mit der Währung überhaupt nichts zu tun.

  41. Stefan

    @ Daniel: Ok Du hast Recht mit den 19 und?

     

    Trotzdem habe ich Dir genug Gründe geliefert warum der Euro nicht funktionieren kann. Du kannst gern weiter der elitären Ideologie anhängen, dass ein künstliches Projekt, was gescheitert ist, nicht kritisiert werden darf.

  42. Daniel (Fächerstadt)

    @ Stefan: Nochmal, inwiefern ist der Euro gescheitert, Fakten, reale Ereignisse keine Vermutungen? Deutschland hat bereits lange vor dem Euro Milliarden in Europa gezahlt. Ich sehe keine validen Gründe, nur hätte hätte Fahrradkette.

    Klingt für mich eher nach Crashguru, passt der Stelter und AFD ganz gut dazu.

     

  43. Sparta

    Ein Blick in die Geschichte zeigt auch bei der Vereinigung von den Staaten von Amerika nicht unerhebliche Probleme…

    Man stelle sich vor, die destruktiven Kräfte hätten diese Vereinigung aufgrund von nicht unerheblichen Schwierigkeiten gesprengt…

    Wo stände Amerika dann???

    Zudem… auch ein als Paradebeispiel vereinigter Staatenbund hat Probleme mit Schulden, Migration, Spaltung der Bevölkerung aufgrund Populismus und Aufhetzung mit Falschinformationen gegeneinander…

  44. Daniel (Fächerstadt)

    Ich bin liberal, Diskussion beendet…

    @ Sparta: Stimmt genau. Die Frage ist auch wie man sich zukünftig gegen die großen Blöcke in Amerika/ Asien positionieren will. Ein einigermaßen geeintes Europa mit einem Block von 500 Mio. Einwohner/Fachkräften/Konsumenten hätte dem zmindest was entgegen zusetzen. Sieht man z.B. auch an den Strafen gegen Google, Apple, Facebook und Co. ein einzelner Staat wie Deutschland, Niederlande hätte soetwas niemals gegen Amerika durchsetzen könne.

  45. cerebrum

    Auweia Stefan, die DM zurück nach Deutschland? Dann haben Sie 16 Volkswirtschaften, die in einem genauso starken Gefälle stehen (MV zu BadenW) wie Deutschland zu Italien. 😉 Dann muss Bayern BadenW genauso Soli zahlen und für die schwache wirtschaftliche Leistung in MV einstehen. Es würde sich nichts ändern, außer dass die Leute dann auf die dummen Ossis rumhacken die nichts gebacken bekommen und den armen Bayern und BW das Geld aus den Taschen ziehen. Die Argumente sind immer gleich .

     

    Im Übrigen:

     

    „Wie ich sagte, 28 Volkswirtschaften die unterschiedlich sind in ein Korsett zu pressen funktioniert nicht. [These] Und natürlich hängt das alles auch mit der Schulden- und Fiskalpolitik zusammen oder sind diese Probleme isoliert zu betrachten?! [wie so oft bei Problemen, ja, eine isolierte und fundierte Betrachtung führt oft näher an die Lösung als pauschal alles über einen Kamm zu glätten]“

    „Messermörder und Vergewaltiger illegal ins Land zu holen und das deutsche Volksvermögen zu zerstören wie Herr Dr. Stelter ausrechnete [wenn schon fast justiziabel, möchte ich einfach darauf hinweisen, dass Deutschland zurzeit Schulden zurückzahlt und die Flüchtlingskrise frei nach Keynes durchaus auch den Aufschwung mitbeflügelt hat, nach trockenen Zahlen betrachtet kann also Vermögen nicht! zerstört worden sein.]

     

    Sie verbreiten schlicht Unwahrheiten, wie oben gezeigt.

    Grüße (ein Hamburger, der das Sinken der Kriminalität durch eigene Anschauung in der Justiz bestätigt sieht, wenngleich natürlich nur aus eigener Erfahrung = Evidenzlevel IV)

  46. cerebrum

    @ Daniel @ Sparta

     

    Abseits der idealistisch geprägten Diskussion EU als Friedensprojekt ect. erscheinen mir diese Argumente der wirtschaftlichen Macht eines geeinten Europas zurzeit für die deutsche Wirtschaft und damit für eines jeden Einzelnen von uns die wichtigste und bedeutendste Errungenschaft der EU. Ein Deutschland (so wirtschaftlich stark es auch sicherlich alleine wäre), hätte nicht den Hauch einer Chance gegen Trump, wenn dieser über die gesamte Autoindustrie Zölle verhängt hätte. Das ganze wäre verherrend für Deutschland gewesen, wie man alleine schon sieht, wie die Industrie mit der sinkenden Nachfrage in China aufgrund der Zölle kämpft.

    Womit hätte Deutschland alleine antworten sollen („Mai, dann gibts oa keine Bräzln mehr?“) Wenn aber die gesamte EU (wie geschehen) sich gemeinsam dem entgegenstellt, dann musste selbst Trump einknicken.

  47. Stefan

    @cerebum:

     

    ja z.b. die DM, hat ja vorher auch Jahrzehnte geklappt oder?! Und der Länderfinanzausgleich in einem Staatenkorsett ist etw. ganz anderes als versch. Nationen mit unterschiedlichsten Mentalitäten zusammenzupressen. Aber die linke Propaganda erfreut sich seit jeher an so einem Schwachsinn. Vereintes Europa usw..

    Deutschland zahlt Schulden zurück und hat enorme Schulden Target II?….ist doch lächerlich…viel zu kurz gegriffen…

    Aber die Masseineinwanderung als Geschenk zu betrachten, die den Aufschwung fördert….dazu fällt einem doch nichts mehr ein…

     

    Sage ja linkes Gedankengut hier? ich kann es kaum fassen…

     

    Den Blödsinn verbreiten doch Sie, nicht ich!

  48. cerebrum

    Die linke Propaganda?

    Warum werfen Sie immer mit solchen Begriffen um sich? Und warum wiederholen sie Ihre Einzelaussage, ohne diese zu vertiefen? Ich will meinen Standpunkt nicht behaupten, sondern verstehe nur einzelne Ihrer Aussagen nicht und leider konnte  mir das auch niemand wirklich verständlich erklären (inhaltlich, ganz ohne politische Keule links, rechts). Mir liegt nur daran zu lernen und zu verstehen.

     

    „Deutschland zahlt Schulden zurück und hat enorme Schulden Target II?….ist doch lächerlich [Argument?]…viel zu kurz gegriffen…[Vielleicht greifen Sie zu kurz, denn Target sind erstmal nichts als Salden, sozusagen eine Art Gegenüberstellung im Form einer Dokumentation, die nur beim Zusammenfall der EU zu Schulden werden, was Sie ja gerade wollen, was die ganze Sache wieder so absurd macht, weil Sie entgegen der Rationalität zu Ihren eigenen Ungunsten handeln würden (vgl. nur ganz oberflächig aber doch pointiert: https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-keine-panik-verbreiten-ein-blick-auf-die-target-2-fakten-hilft/22820514.html?ticket=ST-1668591-M7qjOEyqN06HYn6M14EQ-ap4) … zum Vergleich wäre das im Übrigen ähnlich!, wenn die BRD zusammenbrechen würde und Bayern auf einmal alle Zahlungen, die nach MV geflossen sind (zum Beispeil durch Soli, Touris usw) MV im Sinne einer ungerechtfertigten Bereicherung in Rechnung stellt. Auf eine solche Idee würde nun aber niemand kommen.]

    Würden Sie mir also zustimmen, dass das System aktuell angesichts der Saldendifferenzen nicht gut ist, aber der Supergau darin bestehen und auch erst dann eintreten würde, wenn die EU platzt?

     

    „Aber die Masseineinwanderung als Geschenk zu betrachten, die den Aufschwung fördert….dazu fällt einem doch nichts mehr ein…[das tue ich nicht, ich sehe das als sehr kritisch was momentan passiert aus gesellschafts- und sicherheitspolitischen Gründen, aber kalt mathematisch betrachtet wurde – und das war Ihre These, daran müssen Sie sich festhalten lassen – kein Vermögen vernichtet]“.

    Vllt stimmen Sie mir ja im letzten Punkt zu, dass ich die Flüchtlingskrise, wie Sie, weder als Geschenk betrachte noch willkommen heiße, Sie aber gleichfalls aufhören zu sagen, dass hierdurch Vermögen vernichtet wird. Dann haben wir beide Erkenntnisse und einen Streitpunkt vllt im Einvernehmen beendet und können uns dem anderen Streitpunkt der target Salden widmen?

  49. Stefan

    @ Cerebrum:

    ich verweise auf Dr. Markus Krall und Dr. Stelter, da  die die Fachleute sind. Aber früher hat man auch ein Targetsystem gehabt, als es noch keine Euro Zone gab und hat das auch als Vermögenswert angesehen, was es auch ist.  Das es nur eine Gegenüberstellung bzw. Bilanz erstmal ist sagen auch die Befürworter. Aber letztendlich muss es auch mal abgegolten werden. Wie gesagt können uns ja nicht den ganzen Tag mit einer Diskussion aufhalten. Daher verweise ich auf die Target Kritiker…

  50. Nico Meier

    Ob der EUR ein Erfolg wird oder nicht werden wir in einigen Dekaden sehen.

    Ich bezweifle, dass auf Dauer eine Währung für 19 unterschiedliche Volkswirtschaften ohne nennenswerte ausgleichsmechanismen zwischen diesen Volkswirtschaften auf Dauer funktioinieren kann.

    Natürlich profitiert DE zurzeit vom zu schwachen EUR bei den Exporten andererseits werden die Ausgleichszahlungen an die schwächeren Volkswirtschaften in Form von „Rettungsschirmen“ sich zukünftig massiv häufen, ob das dann im Intresse von DE sein wird wird sich zeigen.

  51. cerebrum

    @ Stefan

    Genau, das ist mein Problem! Niemand von denen, die die EU auflösen wollen, kann mir diese eine Frage (von meinen vielen) beantworten. Auch ein Herr Krall nicht (und es spricht im Übrigen nicht für Sie, dass Sie Ihre eigenen Überzeugungen nicht einem Unverständlichen hinreichend verständlich darlegen können) kann dies nicht bzw. zeigen Sie mir gerne, wo er diesen inneren Widerspruch auflöst? Es interessiert mich einfach.

    Und nein, es muss gerade nicht abgegolten werden! Liegt in dieser Uneinigkeit vielleicht unser Streitpunkt? Ich habe bisher nichts gefunden das sagt, das es vorher abgegolten werden muss. Wenn Sie da eine Fundstelle zum Einlesen haben, bin ich sehr dankbar (bitte konkret, ich habe zurzeit nicht die Zeit mich durch hundert Stunden Videomaterial zu arbeiten).

    @ Nico Meier

    „Ich bezweifle, dass auf Dauer eine Währung für 19 unterschiedliche Volkswirtschaften ohne nennenswerte ausgleichsmechanismen zwischen diesen Volkswirtschaften auf Dauer funktioinieren kann. [warum benötigt man Ausgleichsmechanismen für eine Währung? Ist Währung nicht einfach nur eine Art abstraktes Tauschmittel? Spricht es nicht gerade für eine Währung, wenn diese nicht an bestimmte Mechanismen außer an den Markt gekoppelt ist? Beziehungsweise anders gefragt, welche Mechanismen sind Ihrer Meinung sinnvoll, die an eine Währung gekoppelt werden sollten?]

  52. Stefan

    @ Cerebum:

    Ich kann hier leider keine Dauerwirtschaftsvorlesung daraus machen. Daher informieren Sie sich doch bitte! Muss die Diskussion hier leider beenden, wie auch meine Vorredner das bei mir getan haben…

  53. Nico Meier

    @cerebrum

    Wenn eine Gesellschaft nur unter ihresgleichen Waren austausch also innerhalb eines einzigen Währungsraums so ist diese Währung nur ein Tauschmittel.

    Sobald aber verschiedene Volkswirtschaften untereinander Handel in verschiedenen Währungen betreiben so werden Schwankungen zwischen diesen Währungen zum Alltag gehören. Wenn nun mehrere Volkswirtschaften die in sich geschlossen sind wie es nunmal diese 19 Staaten der EU im Euroraum sind, dann kann die Währung sich nicht anpassen an die wirtschaftlichen begebenheiten. Deutschland mit der immer harter werdenden DMark im Gegenzug italien mit der sich entwertenden Lira diese Mechanismen zerreisen eine Währung wenn keine Ausgleichsmechanismen vorhanden sind. Daher wird der EURO kaum überleben können ohne Ausgleichsmechanismen.

  54. cerebrum

    @ Stefan

    Das tut mir leid. Aber ist nicht genau dass das Problem? Das die Gesellschaft zur Zeit blind drauf loshakt anstatt gemeinsam nach Lösungen (=Erkenntnis) zu suchen.

    Ich bin inhaltlich völlig ergebnisoffen, aber stelle Ihren Thesen nur Fragen gegenüber.

    „Ich kann hier leider keine Dauerwirtschaftsvorlesung daraus machen.“ [Schade, hätte mich interessiert, ich bin Wirtschaftsjurist].

    Nur abschließend möchte ich Sie einfach gerne darauf einladen, den Dingen selbst ergebnisoffen gegenüberzustehen. Dinge die wir nicht verstehen, sind nicht automatisch falsch aber auch nicht automatisch richtig. Ein Urteil dürfen Sie und ich uns erst erlauben, wenn wir die Dinge durchdrungen haben. Wir würden all das Erreichte opfern, wenn wir jemandem aus Gefühl heraus unterstellen ein Menschenausbeuter, Verbrecher, Volksverräter, Kapitalistenschwein oder was auch immer zu sein. Verbrecher gehören bestraft, aber Verbrecher gehören als erstes der Tat überführt. Dazu bedarf es (und genau darüber täuscht das einfache Nachplappern hinweg) stichhaltiger Beweisführung, die alles ans Licht bringt und keine Fragen mehr zulässt, weil alle beantwortet sind. Erst dann sollte man Urteil sprechen!

    Trotzdem viele Grüße!

     

  55. cerebrum

    @ Nico Meier

    Vielen Dank. Aber hatte dann die BRD mit den neuen Bundesländern währungsbezogene(!) Ausgleichsmechanismen? Weil ich stelle mir die Frage, da hat es ja auch funktioniert?

     

    „Deutschland mit der immer harter werdenden DMark im Gegenzug italien mit der sich entwertenden Lira diese Mechanismen zerreisen eine Währung wenn keine Ausgleichsmechanismen vorhanden sind. Daher wird der EURO kaum überleben können ohne Ausgleichsmechanismen. [Aber wo genau ist da der Unterschied zu sagen wir Mecklenburg Vorpommern und Bayern/BadenW, warum kann man das nicht auch als verschiedene Volkswirtschaften betrachten?]

  56. Nico Meier

    Ich als Schweizer beobachte den Wechselkurs EUR Franken seit der Einführung des EURO.

    Bei der Einführung kostete 1 EURO 1.60 Franken.

    Inzwischen kostet derselbe EURO noch 1.15 Franken wenn unsere Nationslbank nicht EUROS in rohen Mengen zukaufen würde, so würde sich der Franken noch bedeutend stärker aufwerten.

  57. Nico Meier

    @cerebrum

    Lieber cerebrum ist das jetzt wirklich dein Ernst? Ich bin Schweizer trotzdem ist mir nicht entgangen, dass es in Deutschland einen Finanzausgleich zwischen den Bundesländern gibt bei denen Bayern und Baden Würtemberg den anderen Ländern massiv Gelder überweist also gibts einen Ausgleich.

    „BRD und neue Bundesländer“

    Wenn meine Informationen stimmen, gibt es seit der Wiedervereinigung der BRD mit der DDR einen sogenanten Solidaritätszuschlag. Meines Wissens beträgt der Solidaritätszuschlag 5.5% der Einkommenssteuer eines jeden Einwohners von Deutschland. Mit diesem Geld werden die neuen Bundesländer ex DDR finanziell massiv unterstützt.

  58. cerebrum

    @ Nico Meier

    Das weiß ich doch, das habe ich doch oben auch schon mehrmals geschrieben, deshalb meinte ich ja auch „währungsbezogen!“.

    Ich habe Sie so verstanden, dass Sie hiermit: „Daher wird der EURO kaum überleben können ohne Ausgleichsmechanismen.“ währungsbezogene Mechanismen meinten. Der Soli ist aber nicht währungsbezogen, sondern besteht aufgrund wirtschaftlicher Unterschiede. Vielleicht haben wir uns da missverstanden. Verstehe ich Sie daher richtig, dass Sie den Euro deshalb zerbrechen sehen, weil es eine Art EU-Soli geben muss, damit dieser stabil bleibt? Meine Frage bleibt dann aber, wäre die D-Mark zerbrochen, ohne Soli?

    „Inzwischen kostet derselbe EURO noch 1.15 Franken wenn unsere Nationslbank nicht EUROS in rohen Mengen zukaufen würde, so würde sich der Franken noch bedeutend stärker aufwerten.“ Das wundert mich nicht, im Euro sind ja auch Italien, die Südstaaten usw. mit drin.

     

  59. Nico Meier

    @cerebrum

    Eine Volkswirtschaft hat eine eigene Währung z.B. Schweiz oder Grossbrittanien wenn nun die Wirtschaft stark wächst kann die Nationalbank die Zinsen erhöhen um damit ein überhitzen der Wirtschaft zu verhindern damit verlangsamt sich das Wachstum und es gibt ein Gleichgewicht. Im Euroraum haben wir mit DE und AT Länder die bereits am überhitzen sind die EZB kann aber die Zinsen nicht erhöhen weil IT, PT, GR usw. eine schwache Wirtschaft haben und bei einer Zinserhöhung in den Staatsbankrott schlittern könnten. Wie soll man dieses Problem lösen?

    Meine Erklärung hier ist stark vereinfacht dargestellt.

  60. cerebrum

    @ Nico Meier

    Das ist mir alles völlig klar.

    Ich fasse zusammen: Sie vergleichen DE AT mit IT PT und GR und machen auf die Unterschiede aufmerksam und das kein Spielraum mehr besteht, die Zinsen in einer Krise zu senken, weil Länder wie IT PT den Euroraum wirtschaftlich „runterziehen“.

    Jetzt greife ich mir Deutschland mit seiner D-Mark raus, darauf wird es ja hinauslaufen bei einem Aufgeben des Euros.

    Wenn man hier die Bundesländer Bayern mit Mecklenburg Vorpommern vergleicht, dann sind diese absolut vergleichbar mit DE und IT PT in der jetzigen EU oder? Aber auch hier ist doch die D-Mark nicht zerrissen.

    Ich gehe sogar noch weiter, da das Verhältnis EU  zu DE, AT, PT, IT genauso ist wie damals Deutschland zu den einzelnen Bundesländern: Was nämlich die Herren Krall und Stelter m.E. etwas verschweigen ist: Es gab nämlich sogar in den deutschen Bundesländern Landeszentralbanken als rechtlich selbstständige Notenbanken genauso wie es jetzt im Euroraum die EZB und die Mitgliedsstaatenzentralbanken gibt.

    Sie sehen also, dass sich nichts verändert hat bzw. nichts verändern wird. Der einzige Unterschied ist, dass die D-Mark eine Volkswirtschaft territorial auf die Staatsgrenzen Deutschland umfasst hat, mit wahnsinnig schwachen und wahnsinnig starken (Bundes)Ländern.

    Jetzt haben wie den Euro der eine Volkswirtschaft territorial auf Teilen Europas umfasst, mit wahnsinnig schwachen und wahnsinnig starken Ländern.

    Alles ist nur eine Ebene hochgerutscht.

    Warum soll der EURO scheitern, wenn die D-Mark nicht gescheitert ist obwohl funktionell (EZB und die Zentralbanken der Mitgliedsstaaten vs. damals Deutsche Bundesbank und Landesbanken) als auch tatsächlich (starke Länder wie D und schwache Länder wie PT in der EU vs. starke Bundesländer wie Bayers und schwache Bundesländer wie Mecklenburg Vorpommern bei der D-Mark) die Sachlage absolut identisch ist?

    Stelter und Krall schweigen hierzu, warum?

    Würde in Deutschland zum Beispiel Bayern stark wachsen aber Deutschland wegen zum Beispiel Mecklenburg Vorpommern/ Brandenburg/ Sachsen nicht in der Lage, die Zinsen zu senken, dann wäre irgendwann auch kein Spielraum vorhanden, bei einer noch größeren Krise (genau wie jetzt in der EU).

    Was Sie beschreiben sind schlicht und ergreifend völlig einfache fundamentale Wirkweisen des Geldsystems, die jedes Währungssystem betreffen können (siehe Amerika mit Dollar und den drastischen Zinssenkungen). Hieraus lassen sich meiner Meinung nicht Wertungen wie gut oder schlecht oder die Aussicht auf ein Scheitern des Euros ableiten.

     

     

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