Lagerist spart 1000 Euro im Monat. Der Familienvater kassiert schon 200 Euro an Dividenden monatlich

Leser D. lebt mit seiner Familie an der hessischen Bergstraße. Das ist seine „Corona-Hütte“, die er im April 2020 im ersten Lockdown mit seinen Kindern gebaut hat. Spielplätze, Kindergarten etc. waren alle geschlossen, somit sind viele Eltern mit den Kindern in den Wald zum Spielen gegangen.

Leser D. ist bescheiden und spart emsig. Er kommt von der schönen Bergstraße. Die vierköpfige Familie lebt auf 85m². Sie haben ein monatliches Einkommen von ca. 3100 Euro inkl. Kindergeld und legen davon ca. 1000 Euro zur Seite. Er schrieb bereits vor über drei Jahren einen beeindruckenden Leserbrief. Das ist sein neuer Gastbeitrag:

Hallo Tim,

vor einer Weile hast Du in Deiner Facebookgruppe-Gruppe mal nach Spartipps gefragt. Ein Leserbrief macht es mir leichter, darauf einzugehen. So kann ich weit ausholen und etwas mehr zum Thema schreiben.

Zu allererst meine Meinung: Um Sparen zu können, braucht man kein möglichst hohes Einkommen, natürlich ist es damit einfacher. Sparen bedeutet lediglich, auf Unnötiges zu verzichten und sich auf die wichtigen Bedürfnisse zu reduzieren. Auch bedeutet es nicht, im Alter von 40 Jahren eine Millionen Euro auf dem Konto zu haben. Die Sparrate und die Summe ist natürlich individuell und entspricht immer den Bedürfnissen und Gegebenheiten des jeweiligen Menschen.

Durch das Sparen habe ich mein Leben einfacher gestaltet, ich habe weniger finanziellen Stress und damit auch weniger Druck oder Sorgen in eine existenzbedrohende Situation zu kommen. Ein defektes Auto, Umzug oder sonstige Gebrauchsgegenstände kann ich schnell und unkompliziert ersetzen bzw. reparieren. Die Voraussetzung ist hier, du hast bereits etwas zur Seite gelegt.

Mit einer kaputten Waschmaschine kann eine Familie in den finanziellen Abgrund geraten

Eine kaputte Waschmaschine kann für eine Familie durchaus ein Problem werden, wenn diese nicht, mangels Kapital, schnell ersetzt werden kann. Schnell rutscht man dann in die Schuldenfalle und finanziert sich das Gerät, wenn auch zu 0%. Der Herd, Trockner und so weiter kann kurz darauf kaputt gehen. Und schon rennt man wieder in den Elektromarkt und schließt eine weitere Finanzierung ab. Die Fixkosten steigen und das monatliche Einkommen wird zum Monatsende aufgebraucht sein. Wenn dann die Kinder neue Klamotten brauchen, der Arbeitgeber den Betrieb aufgibt oder man in Kurzarbeit gehen muss, das Auto eine Reparatur benötigt…  geraten viele Eltern in eine finanzielle Depression, was schon so manche Krise oder sogar Suizid zur Folge hatte. Leider. 

In diesem Brief gehe ich auf Menschen ein, bei denen das Einkommen im Durchschnitt bzw. darunter liegt – denn zu diesen gehöre ich selbst auch.

Ich kassiere 200 Euro pro Monat an Dividenden

Das Sparen habe ich vor ca. 10 Jahren für mich entdeckt. Das ersparte Geld investiere ich in Aktien, aus denen ich im letzten Jahr ca. 200 Euro pro Monat in Form von Dividenden erhalten habe. Die Dividenden werden reinvestiert oder in schwierigen Zeiten verlebt, wenn z.B. ein Umzug ansteht. Daneben habe ich noch Sicherheitsrücklagen, das meiste davon auf dem Tagesgeldkonto, da dieses Geld  schnell abrufbar sein muss.

Für die Kinder laufen monatliche ETF Sparpläne, damit sollen später Führerscheine, Umzug in die erste eigene Wohnung oder Studium usw. finanziert werden. Es spielt keine Rolle, ob man hier 25, 50, 100 oder mehr spart. Auch bei 25 Euro pro Monat ist der Führerschein und mehr mit 18 finanziert! Schon 5 Euro im Monat sind nach 18 Jahren unverzinst 1080 Euro, bei nur 3% Verzinsung schon etwas über 1400 Euro und bei 6% über 1900 Euro. Haben oder nicht haben! Tatsache ist: Irgendwann kommt der Moment, wo man Geld benötigt und dann ist man dankbar für jeden Euro, den man sich über die Jahre zur Seite gelegt hat!

Wenn man nun etwas größer denkt.. 100 Euro jeden Monat und das bis zur Rente, sagen wir also 45 Jahre lang, sind bei 3% ca. 113.000 Euro. Bei 6% über 263.000 Euro! Natürlich muss man hier noch die Steuern betrachten, aber auch dann bleibt noch sehr viel Geld übrig. Wieviel Menschen gibt es, die in Rente gehen und einfach nichts haben? 

Wie schaffen wir es zu sparen?

Strom – jeder nutzt ihn und niemand möchte drauf verzichten. Trotzdem lässt sich viel einsparen. Wir haben in der gesamten Wohnung LEDs und machen das Licht aus, wenn wir den Raum verlassen. Elektrogeräte werden nicht unnötig laufen gelassen. Den Kühlschrank muss man nicht auf die maximale Stufe stellen und man muss auch nicht 3 mal am Tag warm essen. Stromtarife vergleichen! Ich wechsle jedes Jahr den Stromanbieter und greife die damit ausgezahlten Neukundenbonis ab. Die Tarife sind zwar grundsätzlich teurer, jedoch zahlt man durch die Bonis unterm Strich weniger.

Lebensmittel – Eigenmarken sind oft dieselben Produkte wie die Marken. Samstags Abend werden bei den Discountern viele Preise für Fleisch, Obst und Gemüse um 50% reduziert. Speisen für Arbeit werden von zu Hause eingepackt. Essen liefern lassen? Nur wenn es unbedingt sein muss, man kann alles selber machen, es schmeckt meistens besser und ist viel billiger. Es muss auch nicht jeden Tag Fleisch sein. Eier, Kartoffeln, Reis, Haferflocken, Quark, Karotten und Linsen (und vieles mehr) sind billig, gesund und machen satt.

Wir trinken fast ausschließlich Wasser. Saft kann man gut verdünnen, bevorzugt mit Sprudel, Süßgetränke meistens nur mal am Wochenende, da wir das nicht ständig haben müssen. Ab und an mal gönnt man sich was Besonderes… Man will ja mal genießen und sich für Leistung belohnen.

Versicherungen: Die Deutschen lieben sie, doch viele sind unnötig

Versicherungen – Vergleiche ich jedes Jahr und passe diese entsprechend an. Ein Wechsel ist mittlerweile so einfach wie noch nie, mit ein paar Mausklicks hat man gewechselt. Bei der KFZ Versicherung kann man prüfen, ob die jährliche Fahrleistung noch gegeben ist oder die Kasko nicht doch durch eine Teilkasko ersetz werden kann, diese kostet oft nur ein Bruchteil der Vollkasko – wenn man überhaupt eine Kasko benötigt? Ein reine Haftpflichtversicherung genügt vielleicht.

Lebensversicherungen, Berufs- oder Arbeitsunfähigkeitsversicherungen sind oft nicht von Nöten, vor allem kapitalbildende Lebensversicherungen sind wahre Geldvernichter. Eine Hausratversicherung als Mieter macht oft keinen Sinn und auch eine Rechtsschutz ist oft nicht notwendig. Beim Thema Versicherungen muss jeder für sich selbst entscheiden, was Sinn macht und was nicht, da kann ich im Endeffekt nur den Tipp geben, sich genau zu überlegen, was notwendig ist. Viele Rentenprodukte sind, meiner Meinung nach, ebenfalls oft nicht ratsam, da die Gebühren sehr hoch sein können und man mit einem simplen ETF Sparplan mehr rausholen kann. Aber auch hier kann ich keine pauschale Tipps geben, lediglich sich diesbezüglich selbst weiter zu bilden.

Unsere Kinder tragen Second Hand Kleidung

Kleidung – unsere Kinder sind im Kiga-Alter und tragen grundsätzlich gebrauche Kleidung, welche wir geschenkt bekommen oder in großen Paketen ersteigern, nicht selten sind dort teure und neuwertige Markenklamotten bei. Schuhe grundsätzlich neu. Ich selbst trage fast ausschließlich meine Arbeitskleidung. Diese gibt’s vom Arbeitgeber kostenlos oder ich kaufe selbst etwas und setze diese anschließend in der Steuererklärung ab. Im Ernst, es juckt niemanden, wenn ich mit Arbeitskleidung im Alltag unterwegs bin, ich ziehe mich doch nicht extra zum Einkaufen um… Ein paar Kleidungsstücke fürs Wochenende bzw. Freizeit liegen bereit, aber die kommen meistens auch nur am Wochenende zum Einsatz. Letzten Winter ging meine Winterjacke kaputt, eine ordentliche neue war mir zu teuer. Mein Chef bezahlte mir eh eine neue für die Arbeit, also trage ich diese Arbeitsjacke eines sehr bekannten Herstellers auch privat.

Nur bei Schuhen bin ich pingelig. Etwa alle 2 Jahre kaufe ich mir neue qualitativ anständige Schuhe, die aktuellen trage ich jetzt bereits seit knapp 3 Jahren. Ab und an mal in die Waschmaschine, dann sind sie wider blitzeblank und wenn es gescheite sind, halten sie länger. Bei den Kindern sieht es natürlich anders aus, sie brauchen ständig neue, da die alten zu klein werden. 

Einfache Kernseife, Rasierklingen von Ebay

Pflegeprodukte und Co. – kauf ich nach Bedarf. Wir kaufen oft Aktionspakete in denen man 3 Flaschen Duschgel bekommt zum Preis von einer, gibt es beim Discounter. Manchmal nutze ich einfache Kernseife, sie ist billig, wirkungsvoll und ohne viele Zusätze. Spül- und Waschmittel kaufen wir nur bestimmte Marken, da haben wir einfach unsere Erfahrungen gemacht. Manchmal ist es besser teuer zu kaufen, dafür aber weniger benutzen zu müssen. Rasierklingen (nur Marke!) kaufen wir auf Ebay, die Preise dort sind viel niedriger als im Einzelhandel und im Vergleich zu den Billigklingen kann man diese öfter nutzen und sie sind angenehmer im Gebrauch – das ist natürlich nur meine Meinung.

Hausrat – wenn man neue Möbel braucht, lohnt sich der Blick auf den Gebrauchtmarkt. Neuwertige bis sehr gut erhaltene Möbel bekommt man oft für ein Bruchteil des Neupreises, oft bekommt man die Sachen umsonst! Problem hier ist oft nur der Transport, wobei sich die Miete eines Transporters für 50 bis 100 Euro schon rechnen kann, wenn du beim Kauf eines gebrauchten  Kleiderschranks 75% sparst im Vergleich zum Neupreis. Ein großer Kleiderschrank kostet schnell mal 700 Euro und mehr.

Küchen werden ständig verschenkt und lassen sich relativ einfach aufarbeiten. Es Bedarf nur etwas Zeit, Mühe und ein paar Euro für neuen Lack. Gleiches gilt für Geschirr, gefühlt jeden Tag bietet jemand Massen an alten Geschirr zur kostenlosen Abholung an. Wer keine großen Ansprüche hat, kann beim Hausrat verdammt viel sparen und am Ende bedarf es dann auch keiner Hausratversicherung mehr.

Das Bild stammt von unserem Urlaub an der Ostsee im Mai 2019, Nebensaison. Auf diesem Weg sind wir jeden Tag ans Meer spazieren gegangen. Zum Baden war es leider noch zu kalt. Dafür hatten wir die ganze Woche strahlend blauen Himmel und die vielen Rapsfelder blühten überall.

Wir gehen an den Badesee

Freizeit – Ausflüge und Urlaube kosten unter Umständen viel Geld und man möchte auch nicht darauf verzichten, zumal man die Kinder bespaßen und ihnen die Welt zeigen will. Wir fahren zum Beispiel nur einmal im Jahr in den Urlaub, manchmal bleiben wir zu Hause und verbringen die Zeit am Badesee und diversen anderen Anlagen. Unsere Kinder sind noch recht jung, die Prioritäten liegen woanders. Es ist egal, ob am Strand oder Badesee, Hauptsache die Mama und der Papa sind dabei und wir hat Spaß. Solange die Zeit qualitativ und nicht auf dem Sofa genutzt wird, finde ich, ist es absolut Okay als Familie auch zu Hause zu bleiben. Wer das Bedürfnis hat, wegzufahren muss nicht für viel Geld in ferne Länder fliegen, die Ostsee ist sehr schön und wer nicht unbedingt in erster Linie am Strand wohnen muss, sondern eine kurze Anfahrt in Kauf nimmt, kann ebenfalls viel Geld sparen.

Ausflüge lassen sich günstig halten. Natürlich bereitet ein Ausflug in einen Freizeitpark viel Freude, nur muss man dort nicht jeden Monat hin. Wir haben das Glück in einer sehr guten Gegend zu leben, die Bergstraße. Hier gibt es ewig viele Freizeitmöglichkeiten, die meisten davon sind gratis oder zumindest sehr günstig in Form von kleinen Eintrittsgeldern oder Parkgebühren. Auch tolle  Spielplätze gibt es hier sehr viele. Kinder zu bespaßen bzw. Freizeit qualitativ zu nutzen ist, hier zumindest, keine Herausforderung. Mit den Kindern eine Hütte, aus Ästen und Zweigen, im Wald zu bauen, bietet mehr Qualität als so mancher Ausflug in die Innenstadt zum Eisessen, baut Stress ab, kostet kein Geld und ist gesund.

Ich nutze Tips auf YouTube oder im Internet und repariere selbst

Wahrscheinlich habe ich die hälfte der Tipps vergessen, welche ich ursprünglich geben wollte, es sind so unendlich viele… Grundsätzlich gibt es einen Tipp, den man jedem Menschen pauschal geben kann: Bewusster Umgang mit Geld. Es kostet kein Geld, über Geld nachzudenken und das Wissen über Geld gibt es kostenlos auf YouTube, Google oder in Facebook-Gruppen. Bevor man das neue Videospiel, Auto, Tablet oder sonst was kauft: nachdenken… brauch ich das oder will ich das Teil? Wenn ein Gerät, Auto oder Möbelstück kaputt ist, kann man dieses oft selbst reparieren, Anleitungen dazu gibt es bei YouTube zu genüge.

Wir dachten mal unser Wäschetrockner ist kaputt, aufgeschraubt, die Socke aus dem Lüfterrad entfernt und alles ordentlich gereinigt – läuft wieder wie eine Eins. Eine alte Playstation 4 habe ich von einem Kollegen geschenkt bekommen, so sparte ich mir den Kauf einer neuen, da ich lediglich ein Remake eines alten Klassikers spielen wollte. Sie brummte laut und wurde heiß – deswegen hat sich der Kollege was neues gekauft. Mit Hilfe einer Anleitung auf YouTube baute ich die PS4 komplett auseinander, reinigte sie, und erneuerte die Wärmeleitpaste, das Resultat ist eine alte Konsole welche wieder läuft wie am ersten Tag. Einen Gamingcomputer baute ich mir vor 2 Jahren zusammen, dank der Anleitungen auf Youtube fiel mir das nicht schwer und ich konnte dadurch eine Menge Geld sparen.

Kein Werbe-TV mehr

Wir sehen kein werbefinanziertes Fernsehen mehr, sondern nur noch Prime, Netflix und Disney+. Die Accounts, bis auf Prime, teilen wir mit anderen, so zahlen wir nur anteilig und können das komplette Angebot nutzen.

Unsere Mobilverträge sind von Online-Anbietern, wir zahlen für Allnetflat und 6GB LTE lediglich 6 Euro, die Leistung reicht uns absolut. Wir müssen nicht überall Videos oder Musik streamen können. Wenn wir Unterlagen ausdrucken müssen, mache ich das auf meiner Arbeit oder wir gehen zum Copyshop. So selten wie das mittlerweile vorkommt, spare ich mir lieber den eigenen Drucker und das lästige Auffüllen der Patronen. Es gibt so viele Stellen, wo man sparen kann, man sollte nur nie vergessen, zu leben.

Auf das Selbstvertrauen achten

Alles, was das Wohlbefinden und das Selbstvertrauen fördert, sollte man nicht wegsparen. Man kann sich die Haare selber schneiden oder auch ab und an mal zum Friseur gehen und sich danach einfach nur gut fühlen. Die türkischen Friseure nutze ich am liebsten, billig und qualitativ top. Eine schickes Kleidungsstück, gebraucht oder neu, egal. Hauptsache man fühlt sich damit wohl, man muss ja nicht jeden Monat los ziehen und sich neu ausstatten.

Ein leckerer Kaffee in der Innenstadt trinken gehen und dabei den Leuten beim Shoppen zusehen oder Bekannte treffen, im Sommer im Biergarten sitzen und ein Bier genießen, mit den Kindern ein Eis essen gehen oder auf dem Sofa gammeln und eine fettige Pizza bestellen oder ein Kinobesuch… Alles kein Problem trotz Sparsamkeit, wenn es nicht ständig vorkommt. Denn wie bereits erwähnt, wenn wir irgendwann das Geld brauchen, sind wir dankbar um jeden Euro, den wir hier und da eingespart haben.

Wir sind eine vierköpfige Familie, leben auf 85m², haben ein monatliches Einkommen von ca. 3100 Euro inkl. Kindergeld und legen davon ca. 1000 Euro zur Seite.

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  1. Hallo Tim, wieso schließt du britische Aktien kategorisch aus? Denke da an Unilever, Reckitt Benckiser, Diageo, GlaxoSmithKline, …Danke und viele GrüßeChristian

  2. Hallo D., 
    Sehr interessanter und schöner Brief. 
    Ich bin begeistert und erkenne mich in vielen Punkten wieder. 
    Würdest du mir verraten wo es den Handytarif gibt?
     
    Mit freundlichen Grüßen 
     
    Martin 

  3. Sehr schöner  Leserbrief, der Mut macht. Letztendlich ist es das Mindset, das zu Wohlstand oder Mangel im Leben führt. Sparen und Nachdenken kann jeder – hierzu muss man kein hohes Einkommen haben oder ein Sudium absolviert haben. Wir  können mit klugen Entscheidungen ein wenig aus dem Hamsterrad aussteigen und etwas selbstbestimmter und glücklicher leben. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg!

  4. Hallo Leser D.,
     
    eine monatliche Sparrate i.H.v. 1.000 € bei einem Monatseinkommen von etwa 3.100 € für eine 4-köpfige Familie finde ich eine satte Leistung. Respekt.
    Werden die 1.000 € komplett investiert bzw. kommt noch ein weiterer Betrag für evtl. Rücklagen (Auto- oder Elektrogerätereparatur) dazu?
     
    Persönlich bin ich ein Freund der 1/3-Regel, d.h. 1/3 des monatlichen (regelmäßigen) Einkommens für‘s Wohnen (inkl. Wasser, Abwasser, Strom, Müll…), 1/3 Leben (Lebensmittel, Kleidung, Freizeit) und 1/3 Rücklagen/Investments.
    Kommen durch Sonderzahlungen oder Steuerrückerstattungen unregelmäßig Beträge dazu, legen wir diese gern für den Jahreurlaub oder Luxus-Anschaffungen zur Seite.
    Das klappt bei uns (5-köpfige Familie) auch sehr gut.
     
    Magst du noch ein paar deiner Depotpositionen nennen?
     
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  5. @Leser D.
    Sehr sympathisch! Auch weil es aus der Praxis kommt und zeigt, dass man kein Akademiker / Unternehmer / Selbstständiger sein muss um etwas anzusparen und dabei noch gut zu leben.
    200€ Divi ist ja 10% vom Lageristengehalt zusätzlich. Super!

    Was sagen denn die Kollegen im Lager dazu? Könnte mir vorstellen, dass es teils schwierig ist mit dieser Einstellung. Was ist mit Weiterbildungen/ Humankapital? Auch wichtig da dran zu bleiben! Alles Gute!

  6. Superbeitrag! Das macht Mut. Endlich ein Mensch, der im normalen Leben steht mit den Alltagssorgen. Das widerlegt das Argument, in Aktien können nur die Begüterten ohne Kinder investieren. 3100 € Nettoeinkommen sind nicht wenig. Sicherlich für jemanden, der bei IG-Metall-Tarif bei Daimler Schrauben dreht. Für ein Leben, wo man gar nicht oder nur einmal pro Jahr in den Urlaub fährt, muss man sich nicht schämen. Ich kenne Leute, die schon knapp bei Kasse waren. Obwohl sie mit dickem Bauch nicht mehr zum Haushaltseinkommen beitragen konnte, haben sie sich einen weißen BMW gekauft, für 60000 €. Er hat dann neben seinem eigentlichen Beruf noch gekellnert. Das sind die Konsumclowns, die einem erzählen wollen, man solle sich nicht nur sparen, sondern das Leben genießen.
    Als das Kind zwei oder drei war, machten die schon mit Kind einen USA-Urlaub. Was hat das Kind davon? Das Kind will spielen und nicht so eine Tortur mitmachen. Ich wäre bei hyperaktiven Eltern durchgedreht, da ich als Kind lieber gespielt und geträumt habe. Und ein Besuch im Hansa-Park reicht dann auch, wo interessanterweise die Rutschen sehr gut besucht waren und weniger die bunten Karussels.
    Meine Ausgaben in diesem Jahr:

    Januar: 1250 €
    Februar: 1005 €
    März: 843 € (geht auf die 1000 € zu)

    Ich wüsste nicht, was mir materiell fehlen würde. Die 1250 € im Januar sind deshalb so hoch, weil da Haftpflichtversicherung, GEZ und ein anderer Quartalsbeitrag zusammenkommen. Die Politik macht es einen gerade leicht, zu sparen. Netflix und sowas habe ich nicht. Ich lese gerne oder höre Musik.
     
     
     

  7. @Chris
    Macht Tim das? Schließt er britische Aktien kategorisch aus? Oder ist es nur ein Zufall? Vermutlich hat er nur deutsche und amerikanische Aktien.

  8. Insgeheim nen guter Beitrag und sollte auf jedenfall Mut machen, da eben genau diese Einkommensschicht oft am jammern ist, aber eben auch selbstverschuldet, zu faul, kriegen den Arsch nicht hoch und alles ist ja so ungerecht, aber das Kind seit dem 7. Lebensjahr mit Handys versorgen. Sehe dies bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft auch, leider.
    Zur Hausratvers. ist es übrigens völlig irrelevant  ob Mieter oder Eigentümer. Da spielt nur die Ausstattung der Wohnung/Hauses eine Rolle. Hast du nichts wertvolles wie Elektro oder sonstiges im Bestand, brauchst du es wahrscheinlich nicht. Ich habe einige hochpreisige Elektrogeräte im Haus, ein Schaden und die Versicherung ist bis zum Lebensende bezahlt. Bin bei der Allianz und da ist mein normales Fahrrad zb. auch mit drin. Ich sehe Hausrat eher wie ne Haftpflicht, wenn man etwas Wertvolles im Haus hat, was eben durch Wasser oder Blitz kaputt gehen kann, ist sie es wert. Allein mein AV-Receiver oder PC wäre beim defekt bestimmt 15-20 Jahre Beitrag wert. Da hast du wohl irgendwas verwechselt…

  9. Eine ganz starke Leistung, weiter so. Alles Gute Deiner Familie.
    Die Tipps sind alle gut, da gibt es nichts zu ergänzen. Mit LED kann man wirklich viel Strom und damit Geld sparen. Wenn man dann noch das Smartphone/iPad statt des Computers nutzt (Stromkosten Smartphone = 1€/Jahr) und der LED-TV vielleicht nur 42“ statt 65“ hat, geht auch nochmal weniger Strom durch die Leitung. 🙂

  10. @MarcoZ: Hausrat habe ich auch keine, mit der selben Überlegung wie du: Nix wertvolles zuhause… aber ich habe hinzugelernt: ein dreimonatiger Auszug wegen Wasserschaden (Auszug/Küche abbauen/Einlagerung/Einzug samt Küche/Miete Hotel) das sind schnell 10.000-15.000 EUR. Und das trägt nicht die Gebäudeversicherung, sondern die Hausrat. Dir macht also auf jeden Fall Sinn, zumindest in der Mietwohnung!

  11. da eben genau diese Einkommensschicht oft am jammern ist, aber eben auch selbstverschuldet, zu faul, kriegen den Arsch nicht hoch und alles ist ja so ungerecht …
     
    Wer mit seiner Faulheit und ohne den Arsch hoch kriegen zu müssen, Monat für Monat 3000 + Euro einkassiert, hat doch bis zu dem Punkt alles richtig gemacht  😉  Viele sind gezwungen, sich den Arsch wund zu arbeiten … für deutlich weniger.
    Sein Umgang mit Geld hat allerdings noch Optimierungspotential, wenn es ihm nicht reicht. Sich darum zu kümmern, wäre jedenfalls sinnvoller – und einträglicher – als zu jammern.
     

  12. @MarkoZ, am Ende deines Lebens wirst du deutlich mehr für Versicherungen ausgegeben haben als du von ihnen bekommen hast. Versicherungen brauchen diejenigen, die keine Rücklagen haben. Die Rücklage ist eine Versicherung die deutlich günstiger ist als ein Vertrag. Deshalb machen Versicherer auch gute Gewinne.

  13. Ein sehr guter Leserbrief, in dem viel Wahrheit steckt. Im Leben kann man viel erreichen, man muss es nur wollen.
    Klar, Disziplin ist wichtig. Aber es zeigt auch, dass man nicht auf alles verzichten muss. Danke hierfür.
    Es ist leider immer zu billig, wenn man sagt, so viel sparen geht nicht, macht keinen Sinn, ich will jetzt leben etc….
    Klar gibt es Unterschiede, aber jeder rennt sein Rennen, egal ob man 1.000€ im Monat investiert oder 25€. Nur ANFANGEN muss man.
    Danke
    VG
    der Michael
     

  14. Hallo zusammen,
    ja ich finde es auch einen wirklich sehr schönen Beitrag und erkenne mich ebenfalls in vielen Punkten wieder. Wo es so einen schicken Handyvertrag gibt, würde ich aber ebenfalls gern wissen. Meine Frau und ich zahlen ebenfalls 6 € pro Monat aber für 3 Gigabyte LTE.
    Schöne Grüße, Mirko

  15. Ein schöner Leserbrief. Sparen geht auch mit Familie. Urlaub war selten der Fall (bis heute), eher Tagesausflüge. Wenn Kinder allerdings größer werden steigen auch die Anforderungen. Als unsere noch kleiner waren, ist eine 90 qm-Wohnung gut gewesen. Mit Teenies bin ich aber aus verschiedenen Gründen nun ganz froh, doch etwas mehr Platz zu haben. Bedingt höhere Wohnkosten, je nach Wohnort sind die Verkehrsverbindungen aber oft besser. Bergstraße: Wohnst du direkt an der Bergstraße oder in den Dörfern Richtung Odenwald? Die genannten Sparvorschläge kenne ich, haben wir genauso gemacht. Wenn die Kids größer werden sprechen wir uns aber nochmal…. Ansonsten weiterhin viel Erfolg!

  16. @Der Domi
    Das stimmt natürlich – ist aber eben nur eine statistische Aussage. Selbst vermeintlich banale Versicherungen wie Hausrat sind nicht ohne: Selbst wenn man keine Wertgegenstände hat ist z.b. ein Brand- oder Löschwasserschaden so teuer, dass man ihn nicht immer aus den Rücklagen zahlen kann. Rechne mal zusammen: jeder Schlüpper, jeder Pulli, jedes Paar Schuhe, Kinderspielzeug, jegliche Möbel, Handtücher, Elektrogeräte, Unterhaltungselektronik…  Da ist man sehr sehr schnell bei einem mittleren 5stelligen Betrag. Ganz ehrlich: für die 100 Euro im Jahr schlaf ich dann besser.
     
    Ansonsten ein tolles Beispiel für gutes Leben mit vergleichsweise wenig Einkommen. Sieht nach einer unbeschwerten Zukunft aus.

  17. @Slowroller
    … und dann ist man meist doch unterversichert oder die Versicherung greift nicht. Ich hatte letzten Monat in einer Immo Schnee vom Sturm in den Spitzboden geblasen bekommen durch ein intaktes Dach mit Wasserschaden an wenigen Gütern wie auch Wasserflecken an der Wohnungsdecke darunter. Weder meine Haus-Gebäudeversicherung greift noch die Hausrat der Mieterin. Danke für nichts… 

  18. Ich höre die Aussage immer wieder man würde keine Hausratversicherung benötigen, da man keine teuren Möbel habe. Viele vergessen, dass die Hausratversicherung nicht nur die Möbel sondern alle persönlichen Gegenstände versichert. Mal angenommen das Mietshaus brennt nieder. Alles was sich in der Wohnung befindet ist verbrannt. Man muss nun also Jede Pfanne, jeden Teller, jedes Hemd oder jedes Paar Hosen neu kaufen. Ich besitze selber nicht extrem teure Kleider aber wenn ich mir vorstelle ich müsste mir die komplette Garderobe neu kaufen so kämen da sicherlich grössere Summen zusammen. Zusätzlich braucht man ja dann auch wieder alle Möbel neu und auch die Elektrogeräte sind dann wohl alle unbrauchbar.
    Natürlich brennen nicht täglich tausende Häuser aber manchmal kann auch schon nur ein Zimmerbrand im selben Haus zu einer Rauchentwicklung führen die den Grossteil der Kleider unbrauchbar macht in der Wohnung.
    Es gibt sicherlich viele unnötigen Versicherungen ab die Hausratversicherung so wie die Privathaftpflichtversicherung gehören in meinen Augen nicht dazu.
     

  19. @Hausratversicherung:
     
    “Mit einer kaputten Waschmaschine kann eine Familie in den finanziellen Abgrund geraten”
    Vielleicht etwas übertrieben, aber wie sieht es aus, wenn der komplette Hausrat hinüber ist und ersetzt werden muss? Unter Umständen sieht man da ganz schön geküsst aus … wenn man die Million noch nicht auf dem Konto hat und die paar 10.000 Euro kalt lächelnd berappen kann.
     
    Vielleicht erst mal in Ruhe nachdenken und die eigene finanzielle Situation bewerten, bevor man die Hausratversicherung vorschnell als unnötig einstuft.
     

  20. @Versicherung

    Habe Privat Haftpflicht und Hausrat (das nur wegen Familie). Mehr braucht kein Schwein. 

    @Gamestop und Amc
    Party ist vorbei hieß es 😉
     
    @Impfungen und Verschwörungstheorien
    AstraZeneca Impfung ausgesetzt. Und wieder ist eine Verschwörungstheorie wahr geworden. 😉
     
     
     

  21. @June,
    schön mal wieder von Dir zu lesen (gestern) es gibt immer wieder Herausforderungen die man meistern muss.
     
    @colic
    mit AstraZeneca gefällt mir gar nicht, nicht nur wegen den ungeklärten Todesfällen, sondern was das mit den Leuten macht. Ich finde es absolut richtig dass man die Impfungen damit aussetzt. Ich hoffe es wird tatsächlich lückenlos aufgeklärt, so richtig glauben tue ich das wohl nicht. Wie ehrlich sind die Impfstoffhersteller? Wiegesagt, das gefällt mir gar nicht, gerade jetzt wo die Zahlen eher wieder am Steigen sind und die Leute auf Lockerungen drängen.
    Sehr schwierig. 
     
    @All
    Ob BRK.B schon wieder zu teuer ist um noch nachzukaufen? 
    Hat Jemand Adobe und was ist da Eure Meinung dazu, wäre gut wenn die mal ein wenig herunterkämen.

  22. Interessant zu lesen, welche ungewöhnlichen Lebensweisen es so gibt…ich höre zum ersten Mal, dass es Winterkleidung vom Arbeitgeber gibt oder dass man sich eine reinigungsbedürftige Playstation4 schenken lassen kann.
    Ein bisschen Glück gehört einfach auch dazu!
    @Versicherungen:
    statt/zusätzlich zur BU ist auch an Unfall/Invalidität zu denken. Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen sind sehr knauserig, wenn man z.B. nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und eine rolli-gerechte Wohnung braucht.  

  23. @42sucht21
    Versicherungsbedingungen sind doch wirklich gut lesbar derzeit. Dein Fall scheint durchaus recht speziell zu sein, dass sowas mal nicht gedeckt ist kann passieren. Ärgerlich ist es aber allemal sich mit einem Schaden noch streiten zu müssen.
     
    @colic
    Jede Versicherung ist unnütz wenn du sie nicht in Anspruch nimmst. Am Ende muss man abwägen, was ein Unfall, eine Berufsunfähigkeit, ein Wohnungsbrand oder ein Autounfall mit den eigenen Lebensplänen anstellen kann. Das ist ziemlich subjektiv.
     
    @FuG
    Es ist dich gut wie es mit dem Imofstoff läuft. Ob es sich wirklich um eine Nebenwirkung handelt wird jetzt untersucht, das fällt bei solch homäopathischen Fallhäufigkeiten erst im Massenbetrieb auf. Aber selbst mit so einer Nebenwirkung kann es sinnvoll sein die Vakzine weiter zu nutzen – Man muss es halt untersucht haben. Bevor man das Zeug wegwirft: her damit! 😉

  24. Ich lese den Blog und die Kommentare nun seit längerer Zeit und bin wirklich begeistert. Aus jedem Beitrag und vor allem den Leserbriefen kann man unglaublich viel mitnehmen. Es motiviert mich sehr an der Geldanlage dranzubleiben und mein Vermögen durch sparsames Leben zu steigern. @D. vielen Dank für die tolle Schilderung aus deinem Leben. Ich finde es klasse, dass du deine Kinder so bodenständig erziehst. So lernen sie von klein auf wie sie ihr Geld sinnvoll einsetzen. Wenn ich mal Kinder habe, habe ich es ähnlich vor. Da wir in der Schule nichts zum Thema Finanzen und Investments lernen, finde ich es super wenn junge Eltern ihre Kinder solche Dinge beibringen. Mich würde noch interessieren, wie du dein Geld anlegst (welche ETF,s/Aufteilung bzw. Einzelaktien).
    Viele Grüße und mach weiter so!

  25. Privathaftpflicht/Familienversicherung mit Hausrat lassen sich doch super kombinieren, habe noch einen alten Tarif, zahle knapp 55 EUR im Jahr (ja p.a.), also wer daran spart, dem ist nicht zu helfen.

  26. Bei Versicherungen aller Art muss man sich immer vor Augen halten, dass das ähnlich ist, wie beim Lotto spielen. Alle Versichertenbeiträge aller Versicherten zusammengenommen sind deutlich höher, als alle Schadensauszahlungen an alle Versicherten. Heißt für den Einzelnen, dass er im Durchschnitt drauf legt. Aber analog zum Lotto spielen ist es bei Versicherungen so, dass wenn man tatsächlich mal einen Schaden hat, kann sich die Versicherung doch lohnen.
    Ich halte es deshalb so, dass ich nur Dinge versichere, bei denen mir ein Schaden monetär wirklich das Genick brechen würde. Gebäudeversicherung, BU, Unfall, Haftpflicht, Pflege sind so die Klassiker. Nicht versichert ist bei mir Hausrat, Brillen, Handy etc. da kann ich ein Verlust monetär verkraften, deshalb wird es auch nicht versichert.

  27. @FuG
    BRK: du bist ja nicht so pingelig wie ich, da finde ich den Kurs nicht so teuer. Gegenüber vielem stehen die noch recht günstig da.
    Adobe: Ist halt mega teuer, aber auch sehr sehr stark. Hätte die auch sehr gerne. 
    -M

  28. “Da wir in der Schule nichts zum Thema Finanzen und Investments lernen, finde ich es super wenn junge Eltern ihre Kinder solche Dinge beibringen.”

    Das hat sich zum Teil etwas gebessert. Bei unseren Kids war es tatsächlich nun auch mal Thema in der Schule. Wenngleich auch nicht so vertieft. Ist auch wichtig, denn die Coronafolgen werden u.a. unsere Kinder noch begleichen dürfen. Zum Beispiel durch höhere Steuern auf Kursgewinne und Dividenden. Steuerolaf und seinen Nachfolgern fällt sicherlich etwas ein. Investieren bleibt trotzdem sehr richtig und sinnvoll. Wir bekommen aber mit Sicherheit weitere Steine in den Investment-Pilgerpfad gelegt. Daher sollte man seine Renditeerwartungen nicht zu hoch schrauben und etwas Realismus beibehalten.

  29. BRK: günstig oder teuer ist halt relativ, vor einem Jahr waren sie auf 240k, vor wenigen Tagen auf 408k, sind doch auch 70% in einem Jahr.
    Aber dieses “Problem” haben wir aktuell fast überall 😉
    Ob sie heute (zu) teuer sind wissen wir leider erst morgen… von daher kann ich wieder mal mein abgedroschenes Sprüchlein bringen, wenn man es nicht weiss, dann halt gestaffelt, mal die Hälfte oder ein Drittel aufbauen und dann abwarten.

    @Ralf
    Genau, egal wie schlimm oder gut es auch kommt, relativ gesehen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit Aktien besser fährt als mit anderen Assets und auch besser, wenn man spart als wenn man nichts macht.

  30. @Slowroller,
    ein paar “homöopathische” Todesfälle… stimmen mich nachdenklich, ich bin gespannt wie es weitergeht. Wer möchte sich mit diesem Impfstoff wirklich impfen lassen? An arme Staaten weitergeben ist nicht sonderlich ethisch finde ich, sehr schwierig das Ganze.
     
    @-M
    bisschen pingelig zu sein hat schon auch was!  Bei Adobe warte ich ab, echt zu teuer.
     
    @Bruno
    ich habe schon eine kleine Portion Berkshire, gut im Plus, überlege eben ob ich da noch ein Schippchen drauflegen könnte, ist ja praktisch ein Fonds mit gutem Fondsmanager.
     
    Aber jetzt muss ich sowieso los, der Kater kann beim TA wieder abgeholt werden, 15 1/2 Jahre alt, gestern notfallmässig hingebracht, jetzt schaue ich mal, hoffe er packt es nochmals. Alle seine 7 Leben hat er bestimmt noch nicht aufgebraucht.  🙂         

  31. @Bruno: So ist es. Aktien bleiben der Weg und sind auch bequem von Handling her. Manche Renditeberechungen aber auch hier im Blog finde ich etwas zu optimistisch. Wir können uns als Investoren dem politischen Umfeld nicht komplett entziehen. Trotzdem: Aktien her! Und ETFs auch ;o)

  32. @FuG; Kater:
     
    Dann wünsche ich mal alles Gute für deinen Kater, dass er noch ein paar glückliche Jahre vor sich hat. Wir haben auch zwei Katzen, die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Auch wenn das schwarze Mistvieh von Kater ständig lebende Mäuse ins Haus schleppt, um sie dort frei zu lassen und zu schikanieren  😉
     

  33. Nicht versichert ist bei mir Hausrat, Brillen, Handy etc. da kann ich ein Verlust monetär verkraften, deshalb wird es auch nicht versichert.
    @Tim
    Mal angenommen in deinem Mietshaus bricht ein Brand aus und all deine Sachen Möbel, Kleider, Pfannen, Geschirr, Elektrogeräte sind aufs mal verbrannt. Dann sagst du hei kein Problem ich gebe gerne einen fünfstelligen Betrag aus um mir alles neu zu kaufen?
    Ich denke viele die sich gegen eine Hausratversicherung aussprechen sind sich nicht bewusst welchen Neuwert schon nur ihre eigenen Kleider haben.

  34. ich habe schon eine kleine Portion Berkshire, gut im Plus, überlege eben ob ich da noch ein Schippchen drauflegen könnte, ist ja praktisch ein Fonds mit gutem Fondsmanager.
    @Fit und Gesund
    Natürlich Buffett ist ein sehr guter Fondsmanager aber wir dürfen nicht vergessen der gute Mann hat Jahrgang 1930 der ist 90 Jahre alt, Charlie Munger hat Jahrgang 1924 der ist 97 Jahre alt. Ich wünsche den beiden gute Gesundheit und ein langes Leben aber in diesem Alter kann jeder Tag der letzte sein. BRK ist immer etwas mehr Wert als die Summer seiner Investments, dies führe ich auf Buffett und Munger zurück. Was aber passiert mit diesem Wert wenn hier ein Wechsel stattfinden sollte?

  35. @Nico @BRK @FuG
    Buffett / Munger sind natürlich nicht mehr ewig am Steuer. Ich hoffe noch einige Jahre von ihnen zu lernen. 
     
    Buffett sagte schon oft, dass Combs und Weschler ihn bei weitem outperformen mit ihrem Depot. 
     
    Außerdem ist Jain das Mastermind im Hintergrund und Abel bei BRK Energy auch als sehr sehr fähig einzuschätzen. BRK ist in guten Händen. Außerdem munkelt man ja auch, dass Li Lu übernehmen könnte. 
    Kein Grund Bauchweh zu bekommen, wenn der Wechsel stattfindet. 
    -M

  36. @Slowroller
    Ja die Berufsunfähigkeit möchte ich nicht abstreiten. Kann man machen, vor allem in jungen Jahren. Am Ende des Tages muss man gut schlafen können.
    Ich schlafe nur mit der Privathaftpflicht Versicherung tiefenentspannt. Hausrat habe ich dazu genommen weil sie im Jahr nicht viel kostet.
     
    @FitundGesund
    Freut mich, dass du nicht AstraZeneca bekommen hast. Lückenlose Aufklärung?Im Lebe net! 🙂 In 10 Jahren dürfen wir vielleicht die Wahrheit erfahren. 🙂 Eine kleine Hoffnung habe ich aber. Dieses Jahr gibt es Wahlen. Da wird gegenseitig schön mit dem Finger gezeigt. 🙂
     
     

  37. @Nico Meier:
    Naja wenn mein Nachbar den Brand verursacht hat, zahlt er durch seine Haftpflicht prinzipiell mal den Schaden aber klar, in anderen Fällen bleib ich drauf sitzen. 
    Mein Hausrat summiert sich insgesamt wahrscheinlich so ca. auf 10.000 EUR, würde schon weh tun aber mich finanziell jetzt nicht umbringen. Eine Versicherung ist immer eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Wie schon gesagt, rein statistisch macht jeder mit einer Versicherung Verlust, ansonsten würde eine Versicherung kein Gewinn machen. Die Versicherung wettet somit, dass die Schadenssumme niedriger ist, als alle Beiträge, während der Versicherte wettet, dass seine Schadenssumme höher sein wird, als alle seine Beiträge. Das ist somit analog zum Lottospielen, wenn man gewinnt, dann hat sich jeder Einsatz gelohnt, die Wahrscheinlichkeit ist nur relativ gering.
    Ich würde nie bei Beträgen wetten, die mich finanziell ruinieren würden, aber alles andere, da gehe ich ins Risiko. Wenn es mich trifft, Pech gehabt, wenn nicht, hab ich gespart. Ich habe für mein Auto (Wert 5.000 EUR) auch keine Vollkaskoversicherung. Wenn ich das zu Schrott fahre, muss ich mir ein neues kaufen. Dann ist es halt so 😉
    Aber das darf jeder für sich selbst wissen. Ich komme nur aus der Versicherungsbranche und kenne die Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die hinter diesen Versicherungen stecken. In meinem Dorf (10.000 Einwohner) hat es die letzten 20 Jahre 2x gebrannt. Die meisten Hausratschäden sind deutlich kleiner und die durchschnittliche Schadenssummen hat die Versicherung meist nach 2-3 Jahren wieder reingeholt. Richtig große Schäden (mehrere tausend EUR) sind sehr selten. Und wenn dein Hausrat wirklich richtig viel wert ist, ist die Hausratversicherung auch dementsprechend teuer. Meine Eltern haben seit 35 Jahren eine Hausratversicherung und seitdem genau einen Schaden gehabt. Ein Fahrrad im Wert von 200 EUR wurde geklaut… Aber wie gesagt, ist persönliches Sicherheitsempfinden, manche brauchen das, um gut schlafen zu können, andere nicht.

  38. @FUG

    Soweit ich informiert bin, sind es bei 1,6-1,7 Millionen Astra-Impfungen ca. 7 Fälle von Thrombosen, davon 6 Frauen. 
    Es liegt glaube ich nicht signifikant über der normalen (durchschnittlichen) Thrombosen-Häufigkeit, aber dies wird ja jetzt geprüft.

    Der Nutzen der Impfung gegen Covid ist aber um einen gewaltigen Faktor besser als dieses Risiko.
    Trotzdem wird es ja jetzt überprüft.

    Ich würde gerne den Astra nehmen!
    Nicht zwangsläufig weil ich mich als gefährdet sehe, sondern dass ich wahrscheinlicher weniger ansteckend (durch geringere Virenlast) für gefährdete Gruppen bin und ich Impfungen als einzig sinnvolle Langfrist-Strategie um aus diesem Dilemma rauszukommen.
     

  39. Versicherungen zahlt man nicht um irgendwann etwas ausgezahlt zu bekommen sondern um ein Risiko abzusichern das im besten Fall nicht eintritt. Dieses Risiko kann sich plötzlich materialisieren sonst wäre es ja kein Risiko. Wer sich dagegen nicht absichern will oder kann der soll es lassen. Aber eine Krankheit/Unfall kann sehr plötzlich auftreten und wenn man dann erwerbsunfähig wird und keine BU hatte ist das schon ziemlich dumm. 
     

  40. @Wolke
    Top Unternehmen. Arbeitet immer sauber und transparent. Würde sich nie etwas zu Schulden kommen lassen oder gar schummeln. Kann man bedenkenlos rein investieren. Pures Value.

  41. @sammy
    Ging ja auch um eine Hausratversicherung und nicht eine BU. BU, Haftpflicht und bei Immobilienbesitz eine Gebäudeversicherung sind tatsächlich elementar, Pflege unter Umständen auch, je nach finanzieller Lage. Alle anderen Versicherungen würde ich jetzt eher als nice-to-have ansehen. Aber da denken viele Leute anders darüber.
    Der Impfstoff von AstraZeneca wird jetzt ja auch gestoppt, weil 7 von 1,6 Mio. Menschen eine Thrombose in der Hirnregion bekommen haben (Risiko 0,0004%). Im Durchschnitt bekommen das sowieso 15 von 1 Mio. Menschen pro Jahr und das Risiko von sowas ist schon bei der Antibabypille höher. Ein 40-jähriger hat auch eine 0,05-0,1% Risiko, dass er an Corona stirbt. Wenn was nicht 100,00% sicher ist, darf es scheinbar nicht verabreicht werden. Aber trotzdem steigt jeder ohne Gedanken ins Auto, braust mit 100 kmh über die Landstraße und spielt nebenher vielleicht sogar noch am Handy…

  42. @Wolke
    VW ist ein top Wert! Kann die Aktie nur empfehlen. Unter den ganzen Autobauern würde ich nur VW kaufen.

  43. @silberjunge
    Bist wohl ein Teslafanboy.. Ohje und Silber als Investment bei dem Gedanke kommt mir die Galle hoch..

  44. @BRK – ein sehr guter Fondsmanager
    Na ja, neben guter Analyse, Gelegenheit und Mut gehört eben Fortune und Hartnäckigkeit auch mit dazu.
    Ich wundere mich, dass BRK  so wenig Kritik bekommt für die Corona-Verkäufe letztes Frühjahr im Tief  zB der Airlines, Wells Fargo usw. Die Elefantenbüchse wird auch rostig. Das billige Notenbankgeld verhaGeld seine 2008/2009 Strategie der teuren Notfallkredite an notleidende Große (siehe zB Mü Rück).
    Ich habe es aber auch im Depot und werde noch laaange halten.

    @Sparta – Risiko der Impfung
    Vermutlich deutlich (!) weniger Risiken als das dauerhafte Glas Wein/ Bier oder jahrelange hormonelle Verhütung und deutlich weniger als bei einer Covid-19 Erkrankung.  Aber Menschen sind zu wenig rational. Mit 2 Bier mit 150 km/h Auto fahren und dabei das Navi bedienen ist OK weil man es jeden Tag sieht, ne Millionen-fach eingesetzte Impfung ist zu riskant weil es für mich neu ist. Echt ein Dilemma.

  45. Eine BU hab ich, auch wenn die Wichtigkeit abnimmt mit steigendem Vermögen. Heben die Hausratversicherten hier alle Belege auf? Für Töpfe und Schüsseln? Sind die Belege nach einem Wohnungsbrand noch zugreifbar? 🙂

  46. “VW ist ein top Wert! Kann die Aktie nur empfehlen. Unter den ganzen Autobauern würde ich nur VW kaufen.”

    Wenn ich mir den langfristigen Chartverlauf von Volkswagen anschaue und mit Ferrari vergleiche, fiele meine Wahl anders aus….

  47. Ferrari ist eine Nobelmarke und braucht Absatzprobleme nicht zu befürchten (Luxus). Vergleiche ganz einfach mal den langfristigen Chartverlauf der beiden Aktien, das spricht Bände.

  48. @Rüdiger,
    danke, wir sind wieder daheim, All inclusive 954 CHF, hi hi…
     
    @Nico Meier,
    tja, unsterblich ist Niemand, no risk no fun! also will sagen, keine Anlage ist ohne Risiko.
     
    @AstraZeneca,
    sind es wirklich nur so ein paar Fälle? mehrere Länder pausieren die Verabreichung, wo Impfstoff so rar ist?? Selbst bei vereinzelten Todesfällen, wenn es Deine Angehörigen betrifft wird Dir der Nutzen (unbestritten) wie Hohn vorkommen. 
    Sehe aber die Impfung auch als einzigen Weg aus der Misere, da stehe ich nach wie vor dazu, ich hoffe sehr dass das seriös Alles abgeklärt wird.

  49. Ich hab meine Einsatz bei Tesla für 680€ je Aktie rausgeholt und in VW gesteckt zu 165€. Schlichtweg Glück gehabt, dabei wollte ich nur diversifizieren.
     
    Ich würde den Astra-Imofstoff jetzt auch sofort nehmen. Allerdings ist es ok, wenn man jetzt die wirklich wenigen Fälle nochmal checkt. Keine Nebenwirkung gibts im Gesundheitswesen nur bei Homäopathie und Akkupunktur – leider aber eben auch keine Wirkung 😉

  50. @FUG
    Sind wirklich nur ein paar sehr wenige Fälle.
    Allerdings sagt der “Karle” diese extrem wenigen Fälle sehen schon nach zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung aus.
    Ganz doof ist er nicht…  aber der Überbringer schlechter Nachrichten ist schon immer nicht gut angesehen.
    Das Verhältnis Nutzen-Risiko hätte keinen Stop erfordert…
    Ein paar Bekannte hatten schon Fieber und waren 2-3 Tage nach Astra down…aber waren alle froh.

  51. Was die Impfungen angeht, ist genau das eingetreten, was die Warner vermutet haben, die dann aber verunglimpft wurden. Hier ist ein aktuelles Interview mit Wolfgang Wodarg:
    https://youtu.be/QL-C3KT_jds
    Da erklärt er, wie das mit dem mRNA-Impfstoff funktioniert. Jetzt hacken zwar alle AstraZeneca herum, aber es steht zu befürchten, dass in ein paar Wochen und Monaten sich der mRNA-Impfstoff als der wahre Super-Gau erweisen wird.
    Ich verstehe nicht, wie man der Regierung trauen kann. Vor einem Jahr hieß es, Masken taugten nichts. Seit Mai tragen wir die blöden Masken, neuerdings müssen sie sogar FFP2-Masken sein. Es hieß auch, die Impfung sei die Rettung und risikolos. Nun stoppen sie die Impfung mit dem AstraZeneca um. Ich erwarte täglich die Meldung, die Wehrmacht hätte in Stalingrad zurückerobert.
    Diese Regierung riskiert für den persönlichen Machterhalt den Wohlstand dieser Nation.
     

  52. @Johannes
    Wundert mich kein Stück, dass du noch an den Endsieg im Osten glaubst 😉
    Mich würde mal interessieren, was vermeintliche Warner wie du (der du allerdings weder Ahnung noch Ausbildung in diesem Gebiet hast) sagen würden, wenn man den Dingen jetzt nicht erstmal auf den Grund gehen würde. Wobei… Klar, ist doch alles abgekartert und das Ergebis steht fest und Bill Gates kann uns weiter chippen. Die Regierung ist schuld – die arbeitet nämlich mit Gates zusammen und überhaupt – der Soros steckt da mit drin. Hätten wir mal gkeich den Impfstoff vom Vladimir gekauft, der will dich den Westen eh nur vor sich selbst retten.

  53. Bis auf die fehlende BU Versicherung, passt der Artikel. Bei der BU müsste man die Beitragszahlung vs. mgl. BU Rente checken – kann sein,  dass es nicht lohnt, da die Fallhöhe nicht besonders hoch ist zu Hartz 4 mit all den Zuschüssen. Die BU ist letzlich dafür einen „hohen“ Status abzusichern.

  54. Und ein Nachtrag:

    Nirgends wurde gesagt “die masken taugen nichts” (sie war dem medizinischen Personal vorbehalten und man wollte Leichtsinn verhindern)
    Niemamd mit Verstand hat jemals irgendwo behauptet irgendeine Impfung wäre Risikolos. Ist namlich keine Impfung und auch kein Medikament. Dafür gibts die Beipackzettel.

  55. @BU
    wenn dann nur gemeinsam mit der passenden Rechtsschutz damit man auch einklagen kann. In wieviel % der Fälle gibt es keine Probleme, 10% oder so?

  56. Auf N-TV läuft eine Musk Doku gerade und danach über die Tesla Fabrik. Evtl interessiert das hier einige. Ich nehm es mir mal auf. 
    -M

  57. Wieso sollte ich an den Endsieg glauben? Ich habe es doch gerade der Regierung unterstellt.
    Was sagt denn Dr.Osten?
    https://youtu.be/pcu-h9FAGpw?t=87
    Dass die Regierung aus taktischen Gründen lügt, macht es nichts besser.
    Genau! Hört auf die Fachidioten! Priesemann, Brinkmann, Meyer-Hermann und wie sie alle heißen. Es geht hier nicht um darum, ein überschaubares Problem an einem leblosen Objekt zu lösen. Diese Menschen sehen nicht mehr, dass von ihren Empfehlungen Menschen betroffen sind. Der Mensch kommt da nicht vor, so wie man in Nordkorea Dörfer planiert, wenn sie im Wege stehen. Es ist ein Thema,  wo man Juristen, Psychologen, Lungen- und Allgemeinmediziner und Ökonomen anhören muss. Passiert nicht. Selbst Kritiker aus dem Bereich Epidemiologie werden nicht gehört. John Ioannidis wird als “Außenseiter” bezeichnet. Lauterbach nannte ihn auch pejorativ “Statistiker”, was offenbart, dass es aus Lauterbachs Sicht Mathematik keine richtig Qualifikation ist (Ioannidis ist Mathemetiker und Mediziner). In der Epidemiologie geht’s aber um Mathematik, um stochatische Modelle. Bekanntlich bekam ja Lauterbach seinen zweiten Doktortitel in “Public Health” für einen Essay. Mathematik ist ihm offenbar zu schnöde.
    Ganz interessant:
    https://www.corodok.de/is-zero-covid/

  58. @ Wolke
    Im Vergleich VW und Tesla wüsste ich sofort was ich Kaufen würde. Da muss ich dem Zen beistehen. Hättest Du doch schon längst machen können. Worauf hast Du gewartet? VW ist 100% in einem Jahr gestiegen. Dividende ist gut gedeckt, Verschuldung etwas hoch und aktuell eher unterbewertet. Also ist das Potenzial für Into your face entsprechend gering. Ob es langfristig etwas ist? 
    Manchmal ist ein breiter Markt auch nicht verkehrt. S&P hat sich wieder erholt. Ich habe einen kleinen ETF davon und er ist mein Spitzenreiter. Allerdings ist mein englischer ETF mit größter Gewichtung minimal hinter dem S&P. Meiner Meinung nach gab es hier weniger Rückschlagpotential zu befürchten als bei dem S&P. Der britische ETF war auch stetig auf Platz 1 oder 2.

  59. Ich weiß ja nicht. Wer zu viert 3000€ verdient und 2000€ ausgibt und auf so viel verzichten muss, der ist nicht sparsam sondern hat einfach kein Geld um sich mehr zu leisten. 500€ pro Person ist Armutsgrenze. Aber mein Respekt dafür.
    Wir haben zu zweit ein Nettoeinkommen von 5500€. Wir leben genauso arm. 3000€ im Monat wird zurückgelegt. Da dauert es aber gefühlt immernoch ewig bis mal eine gute Summe zusammen ist.
    Ein Einkommen ab 3500€ pro Person wird interessant. Da kann man normal leben (1500€ pP) und signifikant was sparen (2000€ pP, finanziell frei mit 50).

  60. Lieber glaube ich an Wissenschaftler, die sich mal irren, als Irre, die glauben sie seien Wissenschaftler. 😉

  61. @ Wolke
    Bei Fresenius scheiden sich die Geister. Im direkten Vergleich mit VW nehme ich Fresenius SE. Die habe ich kürzlich gekauft und baue die Position aktuell weiter auf. Vielleicht hast Du Kollegen in so einer Klinik. Wenn der Impfstoff verbreitet ist sollten die Krankenhäuser auch wieder besser arbeiten können.
    Oder Baufirmen in Kanada wie PFB oder Bird Construction BDT, oder Yango Group, Reckitt Benckiser. In China habe ich noch weitere Kandidaten. CoreCivic habe ich kürzlich auch weiter aufgestockt. Ich brauche neues Geld für die ganzen Aktien 😉

  62. Hallo Kiev,
    please name the Chinese candidates! Trinkst Du manchmal ein Tässchen noch auf Luckin? 🙂

  63. @Kiev
    Bei Fresenius habe ich auch eine erste Position bei 34.5€ aufgebaut. Solider Dividendenzahler mit, in meinen Augen, relativ viel Potential.
    Sobald die Coronageschichte erledigt ist, müssen extrem viele verschobenen Operationen und anderen Behandlungen wiederaufgenommen werden. Des Weiteren ist der Gesundheitssektor getrieben durch die Überalterung der westlichen Gesellschaft ein Wachstumsmarkt. Ob die alten Menschen Geld haben oder nicht spielt in den meisten Industriestaaten sowieso keine Rolle, da die Gesundheitskosten vom Staat bezahlt werden finanziert im weitesten Sinn über Steuern.

  64. Berufsunfähigkeitsversicherung / Wahrscheinlichkeiten
     
    Wie man hier deutlich lesen kann hat ja jeder eine eigene Meinung zum Thema Versicherungen. Ich selbst hatte auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung welche ich noch bei der Bundeswehr abgeschlossen hatte um sie dann nach mehreren Jahren ins Zivilleben zu übernehmen. Nach dem Militär machte ich eine Ausbildung zum Lokführer und konnte dann genau eineinhalb Jahre in dieser Tätigkeit arbeiten. Von heute auf morgen wurde ich gesundheitsbedingt berufsunfähig und ich dachte mir nur welch ein Glück, ich habe ja eine BU welche ich schon viele Jahre bezahle. Als die BU mir jedoch nichts zahlen wollte ging ich zu meinem Anwalt um meinen Vertrag prüfen zu lassen. Da stand irgendwo im Kleingedruckten “Verzicht auf abstrakte Verweisung” 🙂
     
    Mein Anwalt bestätigte mir dass die BU im Recht ist da diese Klausel beinhaltet das die BU nicht greift wenn ich einen anderen Job mit ungefähr demselben Einkommen bekomme. Was bei mir der Fall war.
     
     
    Fazit:
    Es ist nicht nur ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten ob ein Schaden eintritt und ich dann diese Versicherung benötige. Es ist noch viel mehr ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten ob dann auch die Versicherung im Fall eines Schadens zahlt.
    Nach diesem Vorfall habe ich mich von sämtlichen Versicherungen getrennt. Privathaftpflicht, Kfz Haftpflicht sowie die Auslandskrankenversicherung sind die letzten übriggebliebenen Versicherungen die ich noch bezahle. Dies mache ich nun seit vielen Jahren so und mir und meinem Konto geht es dadurch deutlich besser ?

  65. @Mikro
    Das liegt auch an der Faulheit der Menschen. Sie schließen Versicherungen für 100€ im Monat ab aber lesen nichtmal den Vertrag durch.
    Die Abstrakte Verweisung gibt es heute nirgends mehr. Man muss dann eben auch mal prüfen, kündigen und neu abschließen.

  66. Mein Anwalt bestätigte mir dass die BU im Recht ist da diese Klausel beinhaltet das die BU nicht greift wenn ich einen anderen Job mit ungefähr demselben Einkommen bekomme. Was bei mir der Fall war.
    @Mirko Wünsche
    Wenn du trotz Umfall einen anderen Arbeitsplatz findest mit ungefähr demselben Gehalt warum sollte da die BU dich finanzieren? Die BU soll die wenn du arbeitsunfähig bist oder nur noch in einem massiv tieferbezahlten Job arbeiten kannst unter die Arme greifen. In diesem Fall ist offensichtlich kein Schaden entstanden die die BU hätte zahlen sollen. Versicherungen sind dazu da um einen entstanden Schaden zu ersetzen wo kein Schade da ist auch kein Ersatz geschuldet.
    Ich bin froh um jede Versicherung für die ich bezahlen und die ich niemals brauche. Ich zahle seit Geburt eine Krankenkasse die ich bisher noch garnie gebraucht habe. In den letzten fast vierzig Jahre wurden so über 80’000 Franken ausgegeben für die Krankenkasse. Ich hoffe, dass ich die Krankenkasse auch weiterhin nicht brauche aber wenn doch bin ich froh, dass ich nicht wir Walter White alias Heisenberg in illegale Geschäfte einsteigen muss um die Kosten für die medizinische Behandlung zu zahlen!

  67. @ Nico Meier
    Fresenius habe ich ein bisschen teurer gekauft. Aufgeschoben Operationen interessieren mich hier auch nicht unbedingt. Die langfristige Perspektive finde ich für den Preis sehr gut. Die gefällt mir persönlich wesentlich besser in dem Bereich als in der Automobilindustrie.
    Ich weiß jetzt nicht genau was Wolke und Sammy mit Tesla überholen meinen. Wo liegt VW denn hinter Tesla? An das Wachstum wird ein Konzern der echten Größe sicher nicht rankommen und die Nummer Eins nach Marktkapitalisierung kann VW auch ohne besonders hohe Rendite für seine Aktionäre erreichen. Der Gesundheitssektor ist für mich wesentlich vielversprechender.
    @ Tobs
    Firmen in dem Bereich finde ich interessant. Ping An finde ich weiterhin gut, auch wenn die Daten nicht ganz überzeugen. Das Modell finde ich Klasse. Ich bin selbst Long in Tianenng Power. Dort habe ich allerdings bereits 150% erreicht. Vielleicht kommt bald der Batterie Spinnoff. Ich bleibe Long, auch wenn die zeitweisen Schwankungen Schmerzen. Im Nachhinein hätte ich natürlich gerne zwei Mal bei den Hochs verkauft und in der Region des Tiefs wieder neu gekauft. Aber das Timing bekomme ich vermutlich nicht hin.
    Ich habe noch weitere Firmen auf dem Radar. Du hast vermutlich eine größere Liste. Ich schaue es mir erst kurz vor dem Kauf genau an. Generell möchte ich bei chinesischen Firmen kaum Schulden sehen, Cashflow, 30% Wachstum und eine Unterbewertung sehen. Eine Dividende mit 3-6% und Payout Ratio 20-30% ist natürlich auch schön. Vor allem wenn die Dividende entsprechend des steigenden Cashflows erhöht wird… Ich möchte weiterhin JustEat ausbauen. Ich habe leider zu wenig Geld. Ich habe aktuell noch viel mehr Kaufwünsche als Geld. Ich habe dennoch eine Sondertilgung durchgeführt. Luckin Coffee hat mich nicht erfreut. Meine chinesischen Positionen sehe ich auch als Long. Hier möchte ich Compounding erfahren. Das hat leider nicht geklappt. Ich hätte Luckin Coffee viel lieber als neues StarBucks von Asia Pacific gesehen. Hier wäre ich dann verhältnismäßig früh mit einer guten Positionsgröße dabei gewesen. Ich versuche meine Gier durch mehrere Positionen in dem Bereich zu begrenzen. Wenn ich beispielsweise 10 sehr gute Wachstumswerte habe verfolge ich das einzelne Unternehmen weniger. Die Wachstumswerte möchte ich in Zukunft mehr Kaufen und vergessen.
     

  68. @ alle, die Versicherungen unnötig finden.
    Ja, wir Deutschen sind überversichert und Versicherungsweltmeister.
    Aber eine Hausratversicherung macht absolut Sinn. Kostet bei mir 100€ im Jahr, über 50 Jahre also 5.000€, mit Inflation vielleicht auch 10.000€. Vor zwei Jahren wurde mein Auto im Urlaub aufgebrochen, ein Koffer gestohlen. Hausratversicherung hat ca. 1.800€ gezahlt, also 18 Jahresbeiträge.
    Teilkasko oder kein Kasko: Meinem Cousin wurde Weihnachten das Auto aufgebrochen, gestohlen wurde fast nichts. Aber neues Türschloss, Tür zurecht biegen etc. haben ein paar Tausend Euro gekostet. Versicherung zahlt nichts, weil keine Teilkasko. Und das für 100€ Ersparnis im Jahr…
    Über andere Versicherungen, insb. Kapitallebensversicherung sollte man mit Sicherheit kritisch nachdenken.

  69. @Mirco, @Nico
    Das was Nico meint läuft hier unter Arbeitsunfähigkeit bzw BU mit abstrakter Verweisung. Das ist deutlich günstigerzu versichern. Der Ausschluss auf den Verzicht auf abstrakte Verweisung findet sich in jedem Ratgeber – Egal ob print oder digital – Ganz oben. Das ist der wichtigste Punkt auf den man achten sollte. Seit über 10 Jahren müssen Versicherungsbedingungen auch von Laien lesbar ausgegeben werden. In diesem Fall: Entweder schlecht beraten oder schlecht selbst abgeschlossen. Die Versicherung ist hier natürlich absolut im Recht, den Teil hast du schlicht nicht versichert… (was man aber sollte)
     
    Hier sind wir aber wieder bei der Finanzbildung in jungen Jahren. Als ich beim Bund war, hatte ich auch andere Dinge im Kopf als Versicherungen zu recherchieren. Dabei muss man nur wissen, wen man wirklich fragen kann.

  70. @Kiev
    Die aufgeschobenen Operationen sind nur der erste Schritt. das langfristige Wachstum von Fresenius sehe ich eher bei der Überalterung der Gesellschaft. Die meisten Gesundheitskosten fallen in den letzten 10 Lebensjahren an. Ich begrüsse natürlich die steigende Lebenserwartung und hoffe, dass ich selber auch mal gesund alt werden kann. Aber diese sehr gesunden Retterinnen und Rentner verdanken wir nicht zuletzt dem Gesundheitswesen in welchem auch Fresenius sein Geld verdient.
    Und nach Durchsicht der Zahlen von Fresenius konnte ich bei 34.5€ nicht nein sagen weil in meinen Augen ist die Aktie stark unterbewertet.

  71. Hi Kiev,
    ja, ich verstehe was Du meinst mit den Bewertungskennziffern. Also wenn wir bei China und 30% Wachstum sind, dann schau Dir mal Yihai International an. Chinesische Süppchen und dortiger Marktführer mit 30% Marktanteil. Also in einem riesigen Markt mit starker Marke und Marktführerschaft ideale Bedingungen, weiterhin so extrem zu wachsen. Aber dann kommen wir leider zur Unterbewertung, die Du zu Recht gerne sehen würdest. Hier wird es schwer bei  Yihai. Die sind sehr hoch bewertet, aber andererseits zieh Dir mal bei Marketscreener die Daten rein. Habe die schon länger als ein Jahr auf dem Schirm und würde mich am liebsten treten, dass ich nicht direkt zugelangt habe. Habe neulich eine kleine Position aufgebaut, um diese schlechtes Gefühl einfach mal loszuwerden :-). Wie alle schnell steigenden Werte habe die auch immer mal heftigere Einbrüche. Mein Plan ist dann immer zuzuschnappen. Aber mit dieser Markenstärke und Ausgangsstellung in China glaube ich fast, dass man dann auf Sicht von 10 Jahren ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis hat. Die Ausschüttung ist noch nicht allzu hoch, könnte mir aber vorstellen, dass perspektivisch in 10 Jahren auf heutigen Einstandskurs auch eine erklägliches Sümmchen rumkommt.
    Just Eat habe ich auch nochmal weiter ausgebaut, und bleibe da dran, bis ich meine Zielgröße habe. Wenn dann in 10 Jahren Drohnen das Essen an mich saturierten, verfetteten auf der Couch sitzenden Typen hinfliegen und neben meiner Fernsehbedienung absetzen, freue ich mich dann gleich doppelt 🙂

  72. Das durch die Medien erzeugte Misstrauen gegenüber Impfstoffen lenkt prima von der fehlgeschlagen Impfstrategie ab. Der Bürger beschäftigt sich nun mit Thrombosen und nicht mit der ungelenkten Politik. Manöver gelungen, Zeit gewonnen. 

  73. Zitat Johannes Schumann:
    3100 € Nettoeinkommen sind nicht wenig. Sicherlich für jemanden, der bei IG-Metall-Tarif bei Daimler Schrauben dreht.”
    Da steht 3100 netto als 4 köpfige Familie inkl. Kindergeld. D. h. abzüglich 219*2 = 438 sind das 2662€ für zwei Erwachsene. Ob nur einer arbeitet steht da nicht.
    Zitat Rüdiger:
    “Sein Umgang mit Geld hat allerdings noch Optimierungspotential, wenn es ihm nicht reicht. Sich darum zu kümmern, wäre jedenfalls sinnvoller – und einträglicher – als zu jammern.” 
    Man habe nicht genug aus dem eigenen Humankapital gemacht zu sagen, ohne die komplette Biographie und Sozialisierung der Person zu kennen ist übrigens auch ne steile These. Man frage auch gern das Kind eines Vorstandsvositzenden ob es nicht lieber mit dem Lageristen an den Badesee gehen möchte als “Papa ist im Büro, den darfst du gerade nicht stören” zu hören.
    Zitat Nico
    “Ich weiß ja nicht. Wer zu viert 3000€ verdient und 2000€ ausgibt und auf so viel verzichten muss, der ist nicht sparsam sondern hat einfach kein Geld um sich mehr zu leisten.” 
    Der Witz ist doch, dass man zufrieden sein muss mit dem was man hat. Ob der eine oder andere dies oder jenes als notwendig oder Geiz ansieht ist doch gerade die demokratische Freiheit, die wir genießen. 

  74. @ Tobs
    Yihai gefällt mir ganz gut. Der Preis ist leider etwas hoch, allerdings könnte aus dem Chart eine Bodenbildung aktuell vorliegen, wenn auch leider auf verhältnismäßig hohem Niveau. Falls das Wachstum die nächsten Jahre bestehen bleibt spielt der aktuelle Preis im Prinzip keine wesentliche Rolle. Die werde ich mir auch einmal außerhalb der Kennzahlen ansehen. Für mich muss bei hohem Wachstum die Nachhaltigkeit überzeugen. Der Markt muss groß genug für Wachstum sein und das Produkt muss mich ein wenig überzeugen, warum dies geschehen soll. Bei solchen Titeln möchte ich natürlich nicht kurz vor der Sättigung der Wachstumsphase einsteigen. Fingierte Zahlen sind bei hoch eingepreisten Wachstumszahlen natürlich auch besonders problematisch.
    @ Nico
    Ich sehe Fresenius langfristig genauso positiv wie Du. Die lasse ich im Depot liegen und schaue was sich ergibt.

  75. @Fresenius:
     
    Im Thema “Gesundheit und alternde Bevölkerung” bin ich auch mit ein paar Werten investiert: Fresenius (Top-Flop, darf trotzdem bleiben, wird aber nicht aufgestockt), Adaptive Biotechnologies (+ 110 %), BioNTech (+ 10%), Coloplast (neu, + 5%), Intuitive Surgical (+ 60%), Omega Healthcare (REIT, + 68%, nette Dividende), Owens & Minor (+ 150%), UnitedHealth Group (+ 40%). Interessiert wäre ich an Cellink AB, die sind mir aber aktuell viel zu teuer. Könnte sich langfristig als Fehler erweisen  😉
     

  76. Kiev
    Das kranke ist ja, in China bekommst du dann 20% Wachstum für KGV 10 angeboten 🙂 
    Kamm mich da auch schwer zurückhalten. Ich Bremse mich nur damit, dass ich in China keinerlei Erfahrung habe….. aber zu fischen, wo es Fische gibt, ist vom Grundsatz her total logisch.
    Ich sehe Meine “Chinaböller” einfach als ETF an bzw als 1 Einheit und die gesamtentwicklung sollte bei KGV 4-10 am Ende OK sein 😉 
    -M

  77. Und eines möchte ich noch ergänzen zu M: Gerade die Infrastruktur-Werte dort notieren immer noch unter Buchwert, sind durch die Bank allesamt extrem ausschüttungsstark (auch im Vergleich zu Gewinn und FCF). Die haben jetzt schon alle ein wenig angezogen, die Kurse zucken spürbar. Ich persönlich mag da nicht alle, weil natürlich viel Staat und damit grundsätzlich Gefahr von Korruption haben alle, aber einige mit Informationstechnologie zudem einer sehr hohes Exposure für willkürliche Einflussnahme der Regierung. Aber hey, Strassen, Mobilfunktürme, Wasser, Dreck, Exkremente :-), usw unterliegen weniger staatlicher Willkür. Und die positionierten Unternehmen wachsen, gerade erst wieder super Zahlen von China Everbright Environment nur als einzelnes Beispiel (vormals „international“). Ich sehe da persönlich Dekaden-Anlage-Chancen. Aber ich bin auch nur eine Figur aus dem Internet. 🙂

  78. @Mirko

    “Da stand irgendwo im Kleingedruckten “Verzicht auf abstrakte Verweisung””.

    Jep, genau der Punkt ist extrem wichtig bei eine BU wie schon slow geschrieben hat.

    Die abstrakte Verweisung muss ausgeschlossen werden!
    Wobei auch überwiegend Berufsunfähigkeit im letzten Drittel des Arbeitslebens ab, 50, 55, 60 deutlich wahrscheinlicher wird, bzw. dann gerne nur bis dahin versichert wird, wegen den Beiträgen….

    Also ausreichend privat versorgen ist auf jeden Fall nie verkehrt (egal ob es mit 7stellig klappt oder nicht).

  79. Und ich dachte Dich gibt es! 🙂 
     
    Mein Kopf sagt: China auf der Bewertung müsste man mindestens 30% gewichten im Depot….
    Mein Bauch hat was dagegen: “China ist korrupt, und böse” etc. Was einem immer so eingetrichtert wird….”nur Amerika ist gut” ;-/
    Zahlen von everbright habe ich mir noch nicht angesehen. Je besser die zahlen werden und je niedriger der Kurs bleibt, desto mehr Zeit zum kaufen. Der Bauch sagt aber: das kann doch nicht sein, dass die nicht im Kurs steigen…. 10 Jahre später tritt man sich bestimmt wirklich in den Arsch nicht mehr gekauft zu haben 
    -M

  80. Aber hey, Strassen, Mobilfunktürme, Wasser, Dreck, Exkremente :-), usw unterliegen weniger staatlicher Willkür
    @Tobs
    Vielerorts sind staatliche Eingriffe verantwortlich für grosse ökonomische Schäden. Zurzeit finden aufgrund Corona solche massiven staatlichen Eingriffe sogar in der westlichen Welt statt. Wenn mir jemand vor 5 oder 10 Jahren gesagt hätte der Staat würde über Monate Restaurants, Einkaufszentren usw. schliessen so hätte ich ihm wohl nicht geglaubt.
    China ist nachwievor eine Diktatur und gerade bei Infrastruktur Firmen wie Wasser, Strassen, Mobilunk, Abfall usw. könnte der Staat plötzlich auf die Idee kommen das solch systemrelevanten Tätigkeiten nur noch von staatlichen Firmen angeboten werden dürfen.  In vielen Ländern dieser Welt gehören Verstaatlichungen ohne entsprechende Entschädigungen zur Tagesordnung. Da wird dann für das Liefern von Strom oder Wasser oder das Abholen des Mülls plötzlich eine Lizenz nötig, die nur ein staatliches Unternehmen bekommen kann und schon hat man die Firma aus dem Geschäft gedrängt.
     
    Daher verzichte ich in auf direkte Investitionen in China.

    @-M
    Den Chinaböller kaufe ich teuer und nachdem ich ihn abgelassen habe bleibt nur wertloser Abfall. Na sowas will ich nicht in meine Depot 😉

  81. Nico
    Mit der staatlichen Willkür meinte ich vornehmlich die Gefahr der geschäftspolitischen Einflussnahme, so dass doch das eine oder andere mal zwischen Stakeholdern und Staat nicht nur Interessenkongruenz bestünde (übrigens ähnliches Problem in zentralistisch organisierten Staaten wie Frankreich, wo gerne auch über Staatsbeteiligungen zentralistisch reingefunkt wird).
    Das von Dir angesprochen Rechtsrisiko ist aber real, d.h. man darf es in keinem Fall einfach wegdiskutierten. Letztlich muss es -bewusst- mit in die Abwägung der Risiken, wobei ich, und da bin ich sicherlich progressiv, es als größeres Risiko betrachte, an diesen Anlagechancen nicht teilzunehmen. Im übrigen tut es häufig dem Risiko gerade gut, in Unternehmen reinzugehen, in denen die breiten Schichten sich das noch nicht trauen, weil es spürbar das Kursrisiko senkt. Denn  Unternehmen, in denen schon alle drin sind, neigen gerne auch dann erst mal nicht mehr (schnell) zu wachsen. Du hast aber Recht, abstrakte rechtliche Risiken bestehen. Konkret nochmal auf die Infra-Werte bezogen: Der Staat ist ja schon fast überall Stakeholder, da wäre ein weiteres Privatisierungsinteresse fraglich, aber natürlich eben nicht ausgeschlossen. Dann, dann ist natürlich kein eigentliches Argument, mehr eine Beobachtung, siehst Du immer mehr Fonds dort investieren, auch aus konservativen Häusern wie Allianz. Ich denke, diese Häuser haben für sich ebenfalls eine Abwägungsentscheidung getroffen.
    Aber Dein Punkt ist berechtigt. Solche Anlageentscheidungen sind kein Griff in das bunte Bon-Bon-Glas. Ein Möglichkeit, wenn man einerseits sicher sein will, andererseits diese Anlagechancen nicht vollständig an sich vorbeiziehen lassen will: Einfach mal mit kleinen Positionen starten. Wenn man ein paar Jahre die Ausschüttungen erhält, die geprüften Abschlüsse sieht usw. “fühlen” sich die Risiken auch anders an. Denn hat man einen konkreten Bezug dazu und über solche Position identifiziert man sich automatisch mehr mit rechtlichen und gesellschaftspolitischen Themen. Leute, die dort in Asien waren oder in ihrem direkten beruflichen Umfeld starke Berührungspunkte hatten, haben häufig diese feinen Antennen für diese relevanten Unterschiede. Dann ist man eher geneigt, die Schattierungen des Systems zu erkennen, und wie Widersprüche auch durchaus changieren (Regierungsform ist zentraler Sozialismus, Genese Chinesen und gesellschaftliche Prägung ist aber eher kaufmännisch), was einem helfen kann in der Frage, ob man dann die Position weiter ausbauen will, oder es eben dann doch lieber sein lässt.
    Ray Dalio meinte, China-Investments seien risikobehaftet, aber das größte Risiko sei es, dort nicht investiert zu sein. Dieser Satz bringt es gut auf den Punkt, was ich ein wenig umständlich versuchte auszudrücken.

  82. @Tobs
    Es gibt etliche Risiken in gewissen Staaten werden Preise für Strom oder Wasser vom Staat festgelegt. Wenn der Staat nun seine Bürger schonen will, so senkt er die Preise für Strom ist sehr beliebt gerade in Ländern in denen viel mit Strom geheizt wird. Im Extremfall decken die staatliche verordneten Strompreise nicht die gesamten Kosten weswegen dann der Stromkonzern in massive Probleme kommt weil er die nötigen Investitionen nicht tätigen kann.
    Wer in China investiert ist gut beraten solche möglichen Szenarien nicht zu verdrängen. 
     

  83. zum Thema China: Man sollte da investieren, bzw. in Branchen die im Einklang mit den Zielen der Partei sind und vielleicht etwas unverfänglicher (z.B. Nahrungsmittel, Konsum?), bei Jack Ma hat man ja gesehen wohin das führen kann, der muss jetzt auch Anteile verkaufen bzw. abspalten.
    Ich kenne mich da zu wenig aus, Bilanzskandale sind auch nicht unüblich, gibt es aber auch in Deutschland (wirecard greensil usw) 😉

  84. @Tobias:
    Ja ein Lottospieler der gerade 50 Mio. EUR gewonnen hat sagt auch jedem, dass er Lotto spielen soll.
    Fakt ist nun mal, das Versicherungen mit Versicherungsprodukten Geld verdienen und somit mehr einnehmen, als sie für Schäden (zzgl. eigene Verwaltungskosten) ausgeben. Wenn sich dieses Verhältnis dreht, dann wird die Versicherung teurer, damit die Versicherung damit wieder Geld verdient. Heißt im Umkehrschluss, dass eine Versicherung billig ist, wenn die Wahrscheinlichkeit eines teuren Schadens sehr gering ist. Deshalb sind BUs so teuer, weil wenn etwas passiert, ist der Schaden für die Versicherung schnell deutlich sechsstellig.
    Für deinen Cousin, der 100 EUR im Jahr für die Teilkasko zahlt und jetzt 5.000 EUR gespart hat, hat das ja gut funktioniert, dafür gibt es aber auch dutzende, die Geld für nichts gezahlt haben. Ich fahre mein Auto seit 12 Jahren und hatte bisher noch nie einen Schaden. Sind bei 100 EUR pro Jahr dann schon wieder 1.200 EUR. 
    Es muss im Endeffekt jeder selbst wissen aber durchschnittlich macht man mit einer Versicherung Verlust. Wenn der Fall dann eintritt, dass man einen Schaden hat, muss man halt wissen, ob man es aushalten könnte. Wenn nicht, unbedingt eine Versicherung abschließen, wenn man es aber finanziell aushalten könnte, braucht man das nicht unbedingt.
    Und wie gesagt, für jeden Geschädigten, der dank einer 50 EUR Versicherung 2.500 EUR Schadenssumme erhalten hat, gibt es hunderte, die jahrelang keine Versicherung brauchen. Das sind dann die klassischen Beispiele der Versicherungsvertreter 😉 verändert aber nicht die Wahrscheinlichkeit.

  85. Ich habe nur 4 Versicherungsarten: Krankenversicherung, Reisekrankenversicherung, Haftpflichtversicherung und 2 Fahrzeugversicherungen (Elektrotretroller).

    Das eingesparte Geld (gesetzliche Rentenversicherung, Riester-Versicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, …) stecke ich lieber in den privaten Vermögensaufbau. Eine Glaskugel für die Zukunft habe ich nicht, aber bislang bin ich mit diesem Weg sehr gut gefahren.

  86. @Mark 85:
    Wenn du nicht gerade Millionär bist und auf dein monatliches Einkommen aus deinem Job angewiesen bist, würde ich an einer Berufsunfähigkeitsversicherung niemals sparen, auch wenn sie teuer ist. Wenn du tatsächlich berufsunfähig wirst, landest du ansonsten direkt im Armenhaus und darfst Falschen sammeln. Das Risiko wäre mir persönlich viel zu hoch.

  87. Natürlich macht man mit einer Versicherung im Durchschnitt IMMER Minus. So soll das aber auch sein. Der Unterschied von guten und bösen schwarzen Schwänen ist aber auch gewaltig: an der Börse das neue aufstrebende Amazin früh gefunden zu haben ist toll. Im Lotto zu gewinnen ist toll. In der Dating-App die Frau fürs Leben zu finden ist toll. Aber alles am Ende auch verzichtbar. Eine Krebsdiagnose ohne Krankenversicherung, ein verschuldete Unfall mit Personenschaden ohne Haftpflicht oder ein Burnout als 32ig-jähriger Familienvater kann dir ziemlich das Leben zerhageln. Deshalb bin ich immer froh nichts von der Versicherung zu bekommen – dann is mir nämlich auch nichts passiert 😉

  88. An Tim (Blognutzer): Ja, das muss jeder für sich entschieden. Mein Fokus lag darauf, möglichst schnell vom eigenen Vermögen leben zu können. So muss man niemanden um Erlaubnis fragen und ist von keiner 3. Partei abhängig.

  89. @Mark 85: Das sehe ich prinzipiell ja auch so, aber für 50-100 EUR im Monat das Risiko eingehen, die nächsten 50 Jahre den Verwandten auf der Tasche zu liegen, falls man einen Autounfall hat, depressiv wird oder aus einem sonstigen Grund nicht mehr arbeiten kann, dass ist schon eine gehörige Portion Risiko. Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass nie was passiert, aber wenn doch, nicht jammern, wenn man von Sozialhilfe leben muss. 

  90. An Tim (Blognutzer): Wenn sie denn im Ernstfall zahlt, aber ich mache einen erfolgreichen Vermögensaufbau nicht allein von den eingesparten Beträgen dieser Versicherung abhängig. Es kommt auf die Gesamtausrichtung an. Was sind meine Finanzziele im Leben? Ich möchte möglichst wenig von Leistungsversprechungen anderer abhängig sein. Dies gilt auch für staatliche Leistungen. Meine Selbstachtung ginge dadurch verloren.

  91. @Mark 85: das spricht eigentlich noch viel mehr für eine BU, weil du im Fall der Fälle komplett vom Staat abhängig wärst und nicht selbst darauf geachtet hast. Aber wie gesagt deine Entscheidung. 

  92. An Tim (Blognutzer): Das würde ich ja nicht sein, weil ich auf privates Vermögen zugreifen könnte. Egal, unterschiedliche Denkweisen. 😉

  93. @Tim

    Mark hat doch schon ne Weile Erwerbsarbeit an den Nagel gehangen, bzw. ist darauf nicht mehr angewiesen.

    Privatier als Angabe in ner BU wäre wohl ne sehr seltene Angabe. 😉

  94. @BU: Bitte nicht vergessen das der Abschluss einer BU selbst in jüngeren Jahren nicht immer so einfach ist (Vorerkrankungen wie z.B. Skoliose führen so beispielhaft zu Problemen bei der Absicherung der Wirbelsäule). Auch wenn man die Gesundheitsfragen nicht sehr exakt und umfänglich wahrheitsgetreu beantwortet kann im Leistungsfall schnell ein Strick daraus gedreht werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Leute die viel körperlich arbeiten, oder Vorerkrankungen haben oft schwer erreichbar oder finanziell sehr teuer.

    @Leserbrief: “Sie haben ein monatliches Einkommen von ca. 3100 Euro inkl. Kindergeld und legen davon ca. 1000 Euro zur Seite. ”

    Was passiert mit dem Kindergeld? Kommt es voll den Kindern zu Gute oder nur anteilig? Konnte ich nicht so recht rauslesen (Höhe vom ETF-Sparplan). Ohne Berücksichtigung vom Kindergeld sieht das Einkommen schon deutlich schmaler aus.

    @China: Ich habe keinerlei Vertrauen und chinesischen Aktien verkauft. Hier wird zuviel an Zahlenwerken getunt. Da stimmt etliches nicht. Muss jeder selbst wissen. China ist ohnehin eine hohe Gefahr für die westliche Wirtschaft und hat uns bereits am Wickel.

  95. Was meint ihr zu Volkswagen? Das Unternehmen hat viel vor, könnte Tesla verdrängen und Nr.1 in der E-Mobilität werden.Seit ein paar Tagen denk ich daran, konnte mich aber noch nicht entscheiden zu kaufen.
    Die klare Ausrichtung auf E-Mobilität in der Technology-Roadmap-Show ist begrüßenswert und VW ist hier in der Tat der einzige Hersteller (ich reduziere es auf den Vorstand der es verstanden hat) in Deutschland der einen Fahrplan offenlegt.
    In den 2 Stunden der Vorstellung war keine Rede mehr von irgendwelchen Hybriden, irgendwelchen Wasserstoff oder E-Fuel Hirngespinsten. 
    Dennoch gehört inzwischen etwas mehr dazu ein Auto mit tollen Spaltmaßen oder einer akzeptablen Batterie herzustellen. Das kann dir auch China für einen kleinen Preis anbieten. Es kommt vielmehr auf 2 Themen an die bei VW meines Erachtens nach wie vor nicht gelößt sind.

    Die Infrastruktur
    Die Softwareentwicklung

    Bei der Software zeigt grade der ID.3 dass der Konzern auf dem Stand ist, vielleicht sogar noch weiter zurück, den Tesla mit dem Model S 2013/2014 hatte. Die Kunden müssen immer noch mehrfach in die Werkstatt fahren um einen mehrstündigen Software-Update-Prozess zu durchlaufen damit das Fahrzeug dann irgendwann mal “over-the-air” updatefähig ist.
    Das wichtigere Thema ist eigentlich die Ladeinfrastruktur. Zwar passiert hier einiges, aber wenn man ehrlich ist, wird auch das für alle kaum reichen. Man feiert sich irgendwie dafür dass mal wieder irgendwo 4x150kw Lader an einer Autobahn errichtet wurden während Tesla in Deutschland einen 40 Stall Supercharger Park aufzieht. 
    Und die 4 genannten Lader teilen sich dann ALLE NON TESLA Fahrzeuge. Zwar ist irgendwie Ionity auf einem guten Weg, es wird aber nicht reichen um damit alle zukünftigen ID.3s/4s und E-Trons zu versorgen.

  96. @Daniel
    Das ist doch nur eine Frage der Zeit. Es gab auch nicht auf einen Schlag 100000 Tankstellen auf der Welt und 10 Bohrinseln bei Alaska. Und wie soll das Öl nur an die ganzen Tankstellen. Und aufbereiten muss man es auch noch. In dicken Kanistern speichern. Wie soll das nur funktionieren! Genügend E-Ladesäulen sind doch null Problem.

  97. Humankapital ist das Wichtigste. Lieber ein paar Jahre sparsam leben und ein Studium mit guten Noten abschließen und dann später sehr gut verdienen. Ich habe als junger Mensch nicht viel verdient und immer gespart, so konnte ich mein Studium finanzieren. Ich kann nur jedem Empfehlen weite Reisen zu machen, es heißt nicht umsonst Reisen bildet. Fliege nur noch First oder Business zum ECO Preis, dann ist das Reisen auch nicht anstrengend.

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