Lagerist spart 1000 Euro im Monat. Der Familienvater kassiert schon 200 Euro an Dividenden monatlich

Leser D. lebt mit seiner Familie an der hessischen Bergstraße. Das ist seine „Corona-Hütte“, die er im April 2020 im ersten Lockdown mit seinen Kindern gebaut hat. Spielplätze, Kindergarten etc. waren alle geschlossen, somit sind viele Eltern mit den Kindern in den Wald zum Spielen gegangen.

Leser D. ist bescheiden und spart emsig. Er kommt von der schönen Bergstraße. Die vierköpfige Familie lebt auf 85m². Sie haben ein monatliches Einkommen von ca. 3100 Euro inkl. Kindergeld und legen davon ca. 1000 Euro zur Seite. Er schrieb bereits vor über drei Jahren einen beeindruckenden Leserbrief. Das ist sein neuer Gastbeitrag:

Hallo Tim,

vor einer Weile hast Du in Deiner Facebookgruppe-Gruppe mal nach Spartipps gefragt. Ein Leserbrief macht es mir leichter, darauf einzugehen. So kann ich weit ausholen und etwas mehr zum Thema schreiben.

Zu allererst meine Meinung: Um Sparen zu können, braucht man kein möglichst hohes Einkommen, natürlich ist es damit einfacher. Sparen bedeutet lediglich, auf Unnötiges zu verzichten und sich auf die wichtigen Bedürfnisse zu reduzieren. Auch bedeutet es nicht, im Alter von 40 Jahren eine Millionen Euro auf dem Konto zu haben. Die Sparrate und die Summe ist natürlich individuell und entspricht immer den Bedürfnissen und Gegebenheiten des jeweiligen Menschen.

Durch das Sparen habe ich mein Leben einfacher gestaltet, ich habe weniger finanziellen Stress und damit auch weniger Druck oder Sorgen in eine existenzbedrohende Situation zu kommen. Ein defektes Auto, Umzug oder sonstige Gebrauchsgegenstände kann ich schnell und unkompliziert ersetzen bzw. reparieren. Die Voraussetzung ist hier, du hast bereits etwas zur Seite gelegt.

Mit einer kaputten Waschmaschine kann eine Familie in den finanziellen Abgrund geraten

Eine kaputte Waschmaschine kann für eine Familie durchaus ein Problem werden, wenn diese nicht, mangels Kapital, schnell ersetzt werden kann. Schnell rutscht man dann in die Schuldenfalle und finanziert sich das Gerät, wenn auch zu 0%. Der Herd, Trockner und so weiter kann kurz darauf kaputt gehen. Und schon rennt man wieder in den Elektromarkt und schließt eine weitere Finanzierung ab. Die Fixkosten steigen und das monatliche Einkommen wird zum Monatsende aufgebraucht sein. Wenn dann die Kinder neue Klamotten brauchen, der Arbeitgeber den Betrieb aufgibt oder man in Kurzarbeit gehen muss, das Auto eine Reparatur benötigt…  geraten viele Eltern in eine finanzielle Depression, was schon so manche Krise oder sogar Suizid zur Folge hatte. Leider. 

In diesem Brief gehe ich auf Menschen ein, bei denen das Einkommen im Durchschnitt bzw. darunter liegt – denn zu diesen gehöre ich selbst auch.

Ich kassiere 200 Euro pro Monat an Dividenden

Das Sparen habe ich vor ca. 10 Jahren für mich entdeckt. Das ersparte Geld investiere ich in Aktien, aus denen ich im letzten Jahr ca. 200 Euro pro Monat in Form von Dividenden erhalten habe. Die Dividenden werden reinvestiert oder in schwierigen Zeiten verlebt, wenn z.B. ein Umzug ansteht. Daneben habe ich noch Sicherheitsrücklagen, das meiste davon auf dem Tagesgeldkonto, da dieses Geld  schnell abrufbar sein muss.

Für die Kinder laufen monatliche ETF Sparpläne, damit sollen später Führerscheine, Umzug in die erste eigene Wohnung oder Studium usw. finanziert werden. Es spielt keine Rolle, ob man hier 25, 50, 100 oder mehr spart. Auch bei 25 Euro pro Monat ist der Führerschein und mehr mit 18 finanziert! Schon 5 Euro im Monat sind nach 18 Jahren unverzinst 1080 Euro, bei nur 3% Verzinsung schon etwas über 1400 Euro und bei 6% über 1900 Euro. Haben oder nicht haben! Tatsache ist: Irgendwann kommt der Moment, wo man Geld benötigt und dann ist man dankbar für jeden Euro, den man sich über die Jahre zur Seite gelegt hat!

Wenn man nun etwas größer denkt.. 100 Euro jeden Monat und das bis zur Rente, sagen wir also 45 Jahre lang, sind bei 3% ca. 113.000 Euro. Bei 6% über 263.000 Euro! Natürlich muss man hier noch die Steuern betrachten, aber auch dann bleibt noch sehr viel Geld übrig. Wieviel Menschen gibt es, die in Rente gehen und einfach nichts haben? 

Wie schaffen wir es zu sparen?

Strom – jeder nutzt ihn und niemand möchte drauf verzichten. Trotzdem lässt sich viel einsparen. Wir haben in der gesamten Wohnung LEDs und machen das Licht aus, wenn wir den Raum verlassen. Elektrogeräte werden nicht unnötig laufen gelassen. Den Kühlschrank muss man nicht auf die maximale Stufe stellen und man muss auch nicht 3 mal am Tag warm essen. Stromtarife vergleichen! Ich wechsle jedes Jahr den Stromanbieter und greife die damit ausgezahlten Neukundenbonis ab. Die Tarife sind zwar grundsätzlich teurer, jedoch zahlt man durch die Bonis unterm Strich weniger.

Lebensmittel – Eigenmarken sind oft dieselben Produkte wie die Marken. Samstags Abend werden bei den Discountern viele Preise für Fleisch, Obst und Gemüse um 50% reduziert. Speisen für Arbeit werden von zu Hause eingepackt. Essen liefern lassen? Nur wenn es unbedingt sein muss, man kann alles selber machen, es schmeckt meistens besser und ist viel billiger. Es muss auch nicht jeden Tag Fleisch sein. Eier, Kartoffeln, Reis, Haferflocken, Quark, Karotten und Linsen (und vieles mehr) sind billig, gesund und machen satt.

Wir trinken fast ausschließlich Wasser. Saft kann man gut verdünnen, bevorzugt mit Sprudel, Süßgetränke meistens nur mal am Wochenende, da wir das nicht ständig haben müssen. Ab und an mal gönnt man sich was Besonderes… Man will ja mal genießen und sich für Leistung belohnen.

Versicherungen: Die Deutschen lieben sie, doch viele sind unnötig

Versicherungen – Vergleiche ich jedes Jahr und passe diese entsprechend an. Ein Wechsel ist mittlerweile so einfach wie noch nie, mit ein paar Mausklicks hat man gewechselt. Bei der KFZ Versicherung kann man prüfen, ob die jährliche Fahrleistung noch gegeben ist oder die Kasko nicht doch durch eine Teilkasko ersetz werden kann, diese kostet oft nur ein Bruchteil der Vollkasko – wenn man überhaupt eine Kasko benötigt? Ein reine Haftpflichtversicherung genügt vielleicht.

Lebensversicherungen, Berufs- oder Arbeitsunfähigkeitsversicherungen sind oft nicht von Nöten, vor allem kapitalbildende Lebensversicherungen sind wahre Geldvernichter. Eine Hausratversicherung als Mieter macht oft keinen Sinn und auch eine Rechtsschutz ist oft nicht notwendig. Beim Thema Versicherungen muss jeder für sich selbst entscheiden, was Sinn macht und was nicht, da kann ich im Endeffekt nur den Tipp geben, sich genau zu überlegen, was notwendig ist. Viele Rentenprodukte sind, meiner Meinung nach, ebenfalls oft nicht ratsam, da die Gebühren sehr hoch sein können und man mit einem simplen ETF Sparplan mehr rausholen kann. Aber auch hier kann ich keine pauschale Tipps geben, lediglich sich diesbezüglich selbst weiter zu bilden.

Unsere Kinder tragen Second Hand Kleidung

Kleidung – unsere Kinder sind im Kiga-Alter und tragen grundsätzlich gebrauche Kleidung, welche wir geschenkt bekommen oder in großen Paketen ersteigern, nicht selten sind dort teure und neuwertige Markenklamotten bei. Schuhe grundsätzlich neu. Ich selbst trage fast ausschließlich meine Arbeitskleidung. Diese gibt’s vom Arbeitgeber kostenlos oder ich kaufe selbst etwas und setze diese anschließend in der Steuererklärung ab. Im Ernst, es juckt niemanden, wenn ich mit Arbeitskleidung im Alltag unterwegs bin, ich ziehe mich doch nicht extra zum Einkaufen um… Ein paar Kleidungsstücke fürs Wochenende bzw. Freizeit liegen bereit, aber die kommen meistens auch nur am Wochenende zum Einsatz. Letzten Winter ging meine Winterjacke kaputt, eine ordentliche neue war mir zu teuer. Mein Chef bezahlte mir eh eine neue für die Arbeit, also trage ich diese Arbeitsjacke eines sehr bekannten Herstellers auch privat.

Nur bei Schuhen bin ich pingelig. Etwa alle 2 Jahre kaufe ich mir neue qualitativ anständige Schuhe, die aktuellen trage ich jetzt bereits seit knapp 3 Jahren. Ab und an mal in die Waschmaschine, dann sind sie wider blitzeblank und wenn es gescheite sind, halten sie länger. Bei den Kindern sieht es natürlich anders aus, sie brauchen ständig neue, da die alten zu klein werden. 

Einfache Kernseife, Rasierklingen von Ebay

Pflegeprodukte und Co. – kauf ich nach Bedarf. Wir kaufen oft Aktionspakete in denen man 3 Flaschen Duschgel bekommt zum Preis von einer, gibt es beim Discounter. Manchmal nutze ich einfache Kernseife, sie ist billig, wirkungsvoll und ohne viele Zusätze. Spül- und Waschmittel kaufen wir nur bestimmte Marken, da haben wir einfach unsere Erfahrungen gemacht. Manchmal ist es besser teuer zu kaufen, dafür aber weniger benutzen zu müssen. Rasierklingen (nur Marke!) kaufen wir auf Ebay, die Preise dort sind viel niedriger als im Einzelhandel und im Vergleich zu den Billigklingen kann man diese öfter nutzen und sie sind angenehmer im Gebrauch – das ist natürlich nur meine Meinung.

Hausrat – wenn man neue Möbel braucht, lohnt sich der Blick auf den Gebrauchtmarkt. Neuwertige bis sehr gut erhaltene Möbel bekommt man oft für ein Bruchteil des Neupreises, oft bekommt man die Sachen umsonst! Problem hier ist oft nur der Transport, wobei sich die Miete eines Transporters für 50 bis 100 Euro schon rechnen kann, wenn du beim Kauf eines gebrauchten  Kleiderschranks 75% sparst im Vergleich zum Neupreis. Ein großer Kleiderschrank kostet schnell mal 700 Euro und mehr.

Küchen werden ständig verschenkt und lassen sich relativ einfach aufarbeiten. Es Bedarf nur etwas Zeit, Mühe und ein paar Euro für neuen Lack. Gleiches gilt für Geschirr, gefühlt jeden Tag bietet jemand Massen an alten Geschirr zur kostenlosen Abholung an. Wer keine großen Ansprüche hat, kann beim Hausrat verdammt viel sparen und am Ende bedarf es dann auch keiner Hausratversicherung mehr.

Das Bild stammt von unserem Urlaub an der Ostsee im Mai 2019, Nebensaison. Auf diesem Weg sind wir jeden Tag ans Meer spazieren gegangen. Zum Baden war es leider noch zu kalt. Dafür hatten wir die ganze Woche strahlend blauen Himmel und die vielen Rapsfelder blühten überall.

Wir gehen an den Badesee

Freizeit – Ausflüge und Urlaube kosten unter Umständen viel Geld und man möchte auch nicht darauf verzichten, zumal man die Kinder bespaßen und ihnen die Welt zeigen will. Wir fahren zum Beispiel nur einmal im Jahr in den Urlaub, manchmal bleiben wir zu Hause und verbringen die Zeit am Badesee und diversen anderen Anlagen. Unsere Kinder sind noch recht jung, die Prioritäten liegen woanders. Es ist egal, ob am Strand oder Badesee, Hauptsache die Mama und der Papa sind dabei und wir hat Spaß. Solange die Zeit qualitativ und nicht auf dem Sofa genutzt wird, finde ich, ist es absolut Okay als Familie auch zu Hause zu bleiben. Wer das Bedürfnis hat, wegzufahren muss nicht für viel Geld in ferne Länder fliegen, die Ostsee ist sehr schön und wer nicht unbedingt in erster Linie am Strand wohnen muss, sondern eine kurze Anfahrt in Kauf nimmt, kann ebenfalls viel Geld sparen.

Ausflüge lassen sich günstig halten. Natürlich bereitet ein Ausflug in einen Freizeitpark viel Freude, nur muss man dort nicht jeden Monat hin. Wir haben das Glück in einer sehr guten Gegend zu leben, die Bergstraße. Hier gibt es ewig viele Freizeitmöglichkeiten, die meisten davon sind gratis oder zumindest sehr günstig in Form von kleinen Eintrittsgeldern oder Parkgebühren. Auch tolle  Spielplätze gibt es hier sehr viele. Kinder zu bespaßen bzw. Freizeit qualitativ zu nutzen ist, hier zumindest, keine Herausforderung. Mit den Kindern eine Hütte, aus Ästen und Zweigen, im Wald zu bauen, bietet mehr Qualität als so mancher Ausflug in die Innenstadt zum Eisessen, baut Stress ab, kostet kein Geld und ist gesund.

Ich nutze Tips auf YouTube oder im Internet und repariere selbst

Wahrscheinlich habe ich die hälfte der Tipps vergessen, welche ich ursprünglich geben wollte, es sind so unendlich viele… Grundsätzlich gibt es einen Tipp, den man jedem Menschen pauschal geben kann: Bewusster Umgang mit Geld. Es kostet kein Geld, über Geld nachzudenken und das Wissen über Geld gibt es kostenlos auf YouTube, Google oder in Facebook-Gruppen. Bevor man das neue Videospiel, Auto, Tablet oder sonst was kauft: nachdenken… brauch ich das oder will ich das Teil? Wenn ein Gerät, Auto oder Möbelstück kaputt ist, kann man dieses oft selbst reparieren, Anleitungen dazu gibt es bei YouTube zu genüge.

Wir dachten mal unser Wäschetrockner ist kaputt, aufgeschraubt, die Socke aus dem Lüfterrad entfernt und alles ordentlich gereinigt – läuft wieder wie eine Eins. Eine alte Playstation 4 habe ich von einem Kollegen geschenkt bekommen, so sparte ich mir den Kauf einer neuen, da ich lediglich ein Remake eines alten Klassikers spielen wollte. Sie brummte laut und wurde heiß – deswegen hat sich der Kollege was neues gekauft. Mit Hilfe einer Anleitung auf YouTube baute ich die PS4 komplett auseinander, reinigte sie, und erneuerte die Wärmeleitpaste, das Resultat ist eine alte Konsole welche wieder läuft wie am ersten Tag. Einen Gamingcomputer baute ich mir vor 2 Jahren zusammen, dank der Anleitungen auf Youtube fiel mir das nicht schwer und ich konnte dadurch eine Menge Geld sparen.

Kein Werbe-TV mehr

Wir sehen kein werbefinanziertes Fernsehen mehr, sondern nur noch Prime, Netflix und Disney+. Die Accounts, bis auf Prime, teilen wir mit anderen, so zahlen wir nur anteilig und können das komplette Angebot nutzen.

Unsere Mobilverträge sind von Online-Anbietern, wir zahlen für Allnetflat und 6GB LTE lediglich 6 Euro, die Leistung reicht uns absolut. Wir müssen nicht überall Videos oder Musik streamen können. Wenn wir Unterlagen ausdrucken müssen, mache ich das auf meiner Arbeit oder wir gehen zum Copyshop. So selten wie das mittlerweile vorkommt, spare ich mir lieber den eigenen Drucker und das lästige Auffüllen der Patronen. Es gibt so viele Stellen, wo man sparen kann, man sollte nur nie vergessen, zu leben.

Auf das Selbstvertrauen achten

Alles, was das Wohlbefinden und das Selbstvertrauen fördert, sollte man nicht wegsparen. Man kann sich die Haare selber schneiden oder auch ab und an mal zum Friseur gehen und sich danach einfach nur gut fühlen. Die türkischen Friseure nutze ich am liebsten, billig und qualitativ top. Eine schickes Kleidungsstück, gebraucht oder neu, egal. Hauptsache man fühlt sich damit wohl, man muss ja nicht jeden Monat los ziehen und sich neu ausstatten.

Ein leckerer Kaffee in der Innenstadt trinken gehen und dabei den Leuten beim Shoppen zusehen oder Bekannte treffen, im Sommer im Biergarten sitzen und ein Bier genießen, mit den Kindern ein Eis essen gehen oder auf dem Sofa gammeln und eine fettige Pizza bestellen oder ein Kinobesuch… Alles kein Problem trotz Sparsamkeit, wenn es nicht ständig vorkommt. Denn wie bereits erwähnt, wenn wir irgendwann das Geld brauchen, sind wir dankbar um jeden Euro, den wir hier und da eingespart haben.

Wir sind eine vierköpfige Familie, leben auf 85m², haben ein monatliches Einkommen von ca. 3100 Euro inkl. Kindergeld und legen davon ca. 1000 Euro zur Seite.

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Chris
1 Jahr zuvor

Hallo Tim, wieso schließt du britische Aktien kategorisch aus? Denke da an Unilever, Reckitt Benckiser, Diageo, GlaxoSmithKline, …Danke und viele GrüßeChristian

1 Jahr zuvor

Hallo D., 
Sehr interessanter und schöner Brief. 
Ich bin begeistert und erkenne mich in vielen Punkten wieder. 
Würdest du mir verraten wo es den Handytarif gibt?
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Martin 

Petra
1 Jahr zuvor

Sehr schöner  Leserbrief, der Mut macht. Letztendlich ist es das Mindset, das zu Wohlstand oder Mangel im Leben führt. Sparen und Nachdenken kann jeder – hierzu muss man kein hohes Einkommen haben oder ein Sudium absolviert haben. Wir  können mit klugen Entscheidungen ein wenig aus dem Hamsterrad aussteigen und etwas selbstbestimmter und glücklicher leben. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg!

Whirlwind
1 Jahr zuvor

Hallo Leser D.,
 
eine monatliche Sparrate i.H.v. 1.000 € bei einem Monatseinkommen von etwa 3.100 € für eine 4-köpfige Familie finde ich eine satte Leistung. Respekt.
Werden die 1.000 € komplett investiert bzw. kommt noch ein weiterer Betrag für evtl. Rücklagen (Auto- oder Elektrogerätereparatur) dazu?
 
Persönlich bin ich ein Freund der 1/3-Regel, d.h. 1/3 des monatlichen (regelmäßigen) Einkommens für‘s Wohnen (inkl. Wasser, Abwasser, Strom, Müll…), 1/3 Leben (Lebensmittel, Kleidung, Freizeit) und 1/3 Rücklagen/Investments.
Kommen durch Sonderzahlungen oder Steuerrückerstattungen unregelmäßig Beträge dazu, legen wir diese gern für den Jahreurlaub oder Luxus-Anschaffungen zur Seite.
Das klappt bei uns (5-köpfige Familie) auch sehr gut.
 
Magst du noch ein paar deiner Depotpositionen nennen?
 
Viele Grüße,
whirlwind.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Leser D.
Sehr sympathisch! Auch weil es aus der Praxis kommt und zeigt, dass man kein Akademiker / Unternehmer / Selbstständiger sein muss um etwas anzusparen und dabei noch gut zu leben.
200€ Divi ist ja 10% vom Lageristengehalt zusätzlich. Super!

Was sagen denn die Kollegen im Lager dazu? Könnte mir vorstellen, dass es teils schwierig ist mit dieser Einstellung. Was ist mit Weiterbildungen/ Humankapital? Auch wichtig da dran zu bleiben! Alles Gute!

Johannes Schumann
1 Jahr zuvor

Superbeitrag! Das macht Mut. Endlich ein Mensch, der im normalen Leben steht mit den Alltagssorgen. Das widerlegt das Argument, in Aktien können nur die Begüterten ohne Kinder investieren. 3100 € Nettoeinkommen sind nicht wenig. Sicherlich für jemanden, der bei IG-Metall-Tarif bei Daimler Schrauben dreht. Für ein Leben, wo man gar nicht oder nur einmal pro Jahr in den Urlaub fährt, muss man sich nicht schämen. Ich kenne Leute, die schon knapp bei Kasse waren. Obwohl sie mit dickem Bauch nicht mehr zum Haushaltseinkommen beitragen konnte, haben sie sich einen weißen BMW gekauft, für 60000 €. Er hat dann neben seinem eigentlichen Beruf noch gekellnert. Das sind die Konsumclowns, die einem erzählen wollen, man solle sich nicht nur sparen, sondern das Leben genießen.
Als das Kind zwei oder drei war, machten die schon mit Kind einen USA-Urlaub. Was hat das Kind davon? Das Kind will spielen und nicht so eine Tortur mitmachen. Ich wäre bei hyperaktiven Eltern durchgedreht, da ich als Kind lieber gespielt und geträumt habe. Und ein Besuch im Hansa-Park reicht dann auch, wo interessanterweise die Rutschen sehr gut besucht waren und weniger die bunten Karussels.
Meine Ausgaben in diesem Jahr:

Januar: 1250 €
Februar: 1005 €
März: 843 € (geht auf die 1000 € zu)

Ich wüsste nicht, was mir materiell fehlen würde. Die 1250 € im Januar sind deshalb so hoch, weil da Haftpflichtversicherung, GEZ und ein anderer Quartalsbeitrag zusammenkommen. Die Politik macht es einen gerade leicht, zu sparen. Netflix und sowas habe ich nicht. Ich lese gerne oder höre Musik.
 
 
 

Johannes Schumann
1 Jahr zuvor

@Chris
Macht Tim das? Schließt er britische Aktien kategorisch aus? Oder ist es nur ein Zufall? Vermutlich hat er nur deutsche und amerikanische Aktien.

1 Jahr zuvor

Insgeheim nen guter Beitrag und sollte auf jedenfall Mut machen, da eben genau diese Einkommensschicht oft am jammern ist, aber eben auch selbstverschuldet, zu faul, kriegen den Arsch nicht hoch und alles ist ja so ungerecht, aber das Kind seit dem 7. Lebensjahr mit Handys versorgen. Sehe dies bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft auch, leider.
Zur Hausratvers. ist es übrigens völlig irrelevant  ob Mieter oder Eigentümer. Da spielt nur die Ausstattung der Wohnung/Hauses eine Rolle. Hast du nichts wertvolles wie Elektro oder sonstiges im Bestand, brauchst du es wahrscheinlich nicht. Ich habe einige hochpreisige Elektrogeräte im Haus, ein Schaden und die Versicherung ist bis zum Lebensende bezahlt. Bin bei der Allianz und da ist mein normales Fahrrad zb. auch mit drin. Ich sehe Hausrat eher wie ne Haftpflicht, wenn man etwas Wertvolles im Haus hat, was eben durch Wasser oder Blitz kaputt gehen kann, ist sie es wert. Allein mein AV-Receiver oder PC wäre beim defekt bestimmt 15-20 Jahre Beitrag wert. Da hast du wohl irgendwas verwechselt…

Christian
1 Jahr zuvor

Eine ganz starke Leistung, weiter so. Alles Gute Deiner Familie.
Die Tipps sind alle gut, da gibt es nichts zu ergänzen. Mit LED kann man wirklich viel Strom und damit Geld sparen. Wenn man dann noch das Smartphone/iPad statt des Computers nutzt (Stromkosten Smartphone = 1€/Jahr) und der LED-TV vielleicht nur 42“ statt 65“ hat, geht auch nochmal weniger Strom durch die Leitung. 🙂

Christian
1 Jahr zuvor

@MarcoZ: Hausrat habe ich auch keine, mit der selben Überlegung wie du: Nix wertvolles zuhause… aber ich habe hinzugelernt: ein dreimonatiger Auszug wegen Wasserschaden (Auszug/Küche abbauen/Einlagerung/Einzug samt Küche/Miete Hotel) das sind schnell 10.000-15.000 EUR. Und das trägt nicht die Gebäudeversicherung, sondern die Hausrat. Dir macht also auf jeden Fall Sinn, zumindest in der Mietwohnung!

Rüdiger
1 Jahr zuvor

da eben genau diese Einkommensschicht oft am jammern ist, aber eben auch selbstverschuldet, zu faul, kriegen den Arsch nicht hoch und alles ist ja so ungerecht …
 
Wer mit seiner Faulheit und ohne den Arsch hoch kriegen zu müssen, Monat für Monat 3000 + Euro einkassiert, hat doch bis zu dem Punkt alles richtig gemacht  😉  Viele sind gezwungen, sich den Arsch wund zu arbeiten … für deutlich weniger.
Sein Umgang mit Geld hat allerdings noch Optimierungspotential, wenn es ihm nicht reicht. Sich darum zu kümmern, wäre jedenfalls sinnvoller – und einträglicher – als zu jammern.
 

Der Domi
1 Jahr zuvor

@MarkoZ, am Ende deines Lebens wirst du deutlich mehr für Versicherungen ausgegeben haben als du von ihnen bekommen hast. Versicherungen brauchen diejenigen, die keine Rücklagen haben. Die Rücklage ist eine Versicherung die deutlich günstiger ist als ein Vertrag. Deshalb machen Versicherer auch gute Gewinne.

Michael (Bergkamen)
1 Jahr zuvor

Ein sehr guter Leserbrief, in dem viel Wahrheit steckt. Im Leben kann man viel erreichen, man muss es nur wollen.
Klar, Disziplin ist wichtig. Aber es zeigt auch, dass man nicht auf alles verzichten muss. Danke hierfür.
Es ist leider immer zu billig, wenn man sagt, so viel sparen geht nicht, macht keinen Sinn, ich will jetzt leben etc….
Klar gibt es Unterschiede, aber jeder rennt sein Rennen, egal ob man 1.000€ im Monat investiert oder 25€. Nur ANFANGEN muss man.
Danke
VG
der Michael
 

Mirko Wünsche
1 Jahr zuvor

Hallo zusammen,
ja ich finde es auch einen wirklich sehr schönen Beitrag und erkenne mich ebenfalls in vielen Punkten wieder. Wo es so einen schicken Handyvertrag gibt, würde ich aber ebenfalls gern wissen. Meine Frau und ich zahlen ebenfalls 6 € pro Monat aber für 3 Gigabyte LTE.
Schöne Grüße, Mirko

Ralf
1 Jahr zuvor

Ein schöner Leserbrief. Sparen geht auch mit Familie. Urlaub war selten der Fall (bis heute), eher Tagesausflüge. Wenn Kinder allerdings größer werden steigen auch die Anforderungen. Als unsere noch kleiner waren, ist eine 90 qm-Wohnung gut gewesen. Mit Teenies bin ich aber aus verschiedenen Gründen nun ganz froh, doch etwas mehr Platz zu haben. Bedingt höhere Wohnkosten, je nach Wohnort sind die Verkehrsverbindungen aber oft besser. Bergstraße: Wohnst du direkt an der Bergstraße oder in den Dörfern Richtung Odenwald? Die genannten Sparvorschläge kenne ich, haben wir genauso gemacht. Wenn die Kids größer werden sprechen wir uns aber nochmal…. Ansonsten weiterhin viel Erfolg!

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Der Domi
Das stimmt natürlich – ist aber eben nur eine statistische Aussage. Selbst vermeintlich banale Versicherungen wie Hausrat sind nicht ohne: Selbst wenn man keine Wertgegenstände hat ist z.b. ein Brand- oder Löschwasserschaden so teuer, dass man ihn nicht immer aus den Rücklagen zahlen kann. Rechne mal zusammen: jeder Schlüpper, jeder Pulli, jedes Paar Schuhe, Kinderspielzeug, jegliche Möbel, Handtücher, Elektrogeräte, Unterhaltungselektronik…  Da ist man sehr sehr schnell bei einem mittleren 5stelligen Betrag. Ganz ehrlich: für die 100 Euro im Jahr schlaf ich dann besser.
 
Ansonsten ein tolles Beispiel für gutes Leben mit vergleichsweise wenig Einkommen. Sieht nach einer unbeschwerten Zukunft aus.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Slowroller
… und dann ist man meist doch unterversichert oder die Versicherung greift nicht. Ich hatte letzten Monat in einer Immo Schnee vom Sturm in den Spitzboden geblasen bekommen durch ein intaktes Dach mit Wasserschaden an wenigen Gütern wie auch Wasserflecken an der Wohnungsdecke darunter. Weder meine Haus-Gebäudeversicherung greift noch die Hausrat der Mieterin. Danke für nichts… 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Ich höre die Aussage immer wieder man würde keine Hausratversicherung benötigen, da man keine teuren Möbel habe. Viele vergessen, dass die Hausratversicherung nicht nur die Möbel sondern alle persönlichen Gegenstände versichert. Mal angenommen das Mietshaus brennt nieder. Alles was sich in der Wohnung befindet ist verbrannt. Man muss nun also Jede Pfanne, jeden Teller, jedes Hemd oder jedes Paar Hosen neu kaufen. Ich besitze selber nicht extrem teure Kleider aber wenn ich mir vorstelle ich müsste mir die komplette Garderobe neu kaufen so kämen da sicherlich grössere Summen zusammen. Zusätzlich braucht man ja dann auch wieder alle Möbel neu und auch die Elektrogeräte sind dann wohl alle unbrauchbar.
Natürlich brennen nicht täglich tausende Häuser aber manchmal kann auch schon nur ein Zimmerbrand im selben Haus zu einer Rauchentwicklung führen die den Grossteil der Kleider unbrauchbar macht in der Wohnung.
Es gibt sicherlich viele unnötigen Versicherungen ab die Hausratversicherung so wie die Privathaftpflichtversicherung gehören in meinen Augen nicht dazu.
 

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Hausratversicherung:
 
“Mit einer kaputten Waschmaschine kann eine Familie in den finanziellen Abgrund geraten”
Vielleicht etwas übertrieben, aber wie sieht es aus, wenn der komplette Hausrat hinüber ist und ersetzt werden muss? Unter Umständen sieht man da ganz schön geküsst aus … wenn man die Million noch nicht auf dem Konto hat und die paar 10.000 Euro kalt lächelnd berappen kann.
 
Vielleicht erst mal in Ruhe nachdenken und die eigene finanzielle Situation bewerten, bevor man die Hausratversicherung vorschnell als unnötig einstuft.
 

colic
1 Jahr zuvor

@Versicherung

Habe Privat Haftpflicht und Hausrat (das nur wegen Familie). Mehr braucht kein Schwein. 

@Gamestop und Amc
Party ist vorbei hieß es 😉
 
@Impfungen und Verschwörungstheorien
AstraZeneca Impfung ausgesetzt. Und wieder ist eine Verschwörungstheorie wahr geworden. 😉
 
 
 

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@June,
schön mal wieder von Dir zu lesen (gestern) es gibt immer wieder Herausforderungen die man meistern muss.
 
@colic
mit AstraZeneca gefällt mir gar nicht, nicht nur wegen den ungeklärten Todesfällen, sondern was das mit den Leuten macht. Ich finde es absolut richtig dass man die Impfungen damit aussetzt. Ich hoffe es wird tatsächlich lückenlos aufgeklärt, so richtig glauben tue ich das wohl nicht. Wie ehrlich sind die Impfstoffhersteller? Wiegesagt, das gefällt mir gar nicht, gerade jetzt wo die Zahlen eher wieder am Steigen sind und die Leute auf Lockerungen drängen.
Sehr schwierig. 
 
@All
Ob BRK.B schon wieder zu teuer ist um noch nachzukaufen? 
Hat Jemand Adobe und was ist da Eure Meinung dazu, wäre gut wenn die mal ein wenig herunterkämen.

sammy
1 Jahr zuvor

@Versicherungen
Kfz
Haftpflicht
BU
Muss man haben!
 

Michael
1 Jahr zuvor

Interessant zu lesen, welche ungewöhnlichen Lebensweisen es so gibt…ich höre zum ersten Mal, dass es Winterkleidung vom Arbeitgeber gibt oder dass man sich eine reinigungsbedürftige Playstation4 schenken lassen kann.
Ein bisschen Glück gehört einfach auch dazu!
@Versicherungen:
statt/zusätzlich zur BU ist auch an Unfall/Invalidität zu denken. Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen sind sehr knauserig, wenn man z.B. nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und eine rolli-gerechte Wohnung braucht.  

Slowroller
1 Jahr zuvor

@42sucht21
Versicherungsbedingungen sind doch wirklich gut lesbar derzeit. Dein Fall scheint durchaus recht speziell zu sein, dass sowas mal nicht gedeckt ist kann passieren. Ärgerlich ist es aber allemal sich mit einem Schaden noch streiten zu müssen.
 
@colic
Jede Versicherung ist unnütz wenn du sie nicht in Anspruch nimmst. Am Ende muss man abwägen, was ein Unfall, eine Berufsunfähigkeit, ein Wohnungsbrand oder ein Autounfall mit den eigenen Lebensplänen anstellen kann. Das ist ziemlich subjektiv.
 
@FuG
Es ist dich gut wie es mit dem Imofstoff läuft. Ob es sich wirklich um eine Nebenwirkung handelt wird jetzt untersucht, das fällt bei solch homäopathischen Fallhäufigkeiten erst im Massenbetrieb auf. Aber selbst mit so einer Nebenwirkung kann es sinnvoll sein die Vakzine weiter zu nutzen – Man muss es halt untersucht haben. Bevor man das Zeug wegwirft: her damit! 😉

1 Jahr zuvor

Ich lese den Blog und die Kommentare nun seit längerer Zeit und bin wirklich begeistert. Aus jedem Beitrag und vor allem den Leserbriefen kann man unglaublich viel mitnehmen. Es motiviert mich sehr an der Geldanlage dranzubleiben und mein Vermögen durch sparsames Leben zu steigern. @D. vielen Dank für die tolle Schilderung aus deinem Leben. Ich finde es klasse, dass du deine Kinder so bodenständig erziehst. So lernen sie von klein auf wie sie ihr Geld sinnvoll einsetzen. Wenn ich mal Kinder habe, habe ich es ähnlich vor. Da wir in der Schule nichts zum Thema Finanzen und Investments lernen, finde ich es super wenn junge Eltern ihre Kinder solche Dinge beibringen. Mich würde noch interessieren, wie du dein Geld anlegst (welche ETF,s/Aufteilung bzw. Einzelaktien).
Viele Grüße und mach weiter so!

DanielKA
1 Jahr zuvor

Privathaftpflicht/Familienversicherung mit Hausrat lassen sich doch super kombinieren, habe noch einen alten Tarif, zahle knapp 55 EUR im Jahr (ja p.a.), also wer daran spart, dem ist nicht zu helfen.

Tim
1 Jahr zuvor

Bei Versicherungen aller Art muss man sich immer vor Augen halten, dass das ähnlich ist, wie beim Lotto spielen. Alle Versichertenbeiträge aller Versicherten zusammengenommen sind deutlich höher, als alle Schadensauszahlungen an alle Versicherten. Heißt für den Einzelnen, dass er im Durchschnitt drauf legt. Aber analog zum Lotto spielen ist es bei Versicherungen so, dass wenn man tatsächlich mal einen Schaden hat, kann sich die Versicherung doch lohnen.
Ich halte es deshalb so, dass ich nur Dinge versichere, bei denen mir ein Schaden monetär wirklich das Genick brechen würde. Gebäudeversicherung, BU, Unfall, Haftpflicht, Pflege sind so die Klassiker. Nicht versichert ist bei mir Hausrat, Brillen, Handy etc. da kann ich ein Verlust monetär verkraften, deshalb wird es auch nicht versichert.

-M
1 Jahr zuvor

@FuG
BRK: du bist ja nicht so pingelig wie ich, da finde ich den Kurs nicht so teuer. Gegenüber vielem stehen die noch recht günstig da.
Adobe: Ist halt mega teuer, aber auch sehr sehr stark. Hätte die auch sehr gerne. 
-M

Ralf
1 Jahr zuvor

“Da wir in der Schule nichts zum Thema Finanzen und Investments lernen, finde ich es super wenn junge Eltern ihre Kinder solche Dinge beibringen.”

Das hat sich zum Teil etwas gebessert. Bei unseren Kids war es tatsächlich nun auch mal Thema in der Schule. Wenngleich auch nicht so vertieft. Ist auch wichtig, denn die Coronafolgen werden u.a. unsere Kinder noch begleichen dürfen. Zum Beispiel durch höhere Steuern auf Kursgewinne und Dividenden. Steuerolaf und seinen Nachfolgern fällt sicherlich etwas ein. Investieren bleibt trotzdem sehr richtig und sinnvoll. Wir bekommen aber mit Sicherheit weitere Steine in den Investment-Pilgerpfad gelegt. Daher sollte man seine Renditeerwartungen nicht zu hoch schrauben und etwas Realismus beibehalten.

Bruno
1 Jahr zuvor

BRK: günstig oder teuer ist halt relativ, vor einem Jahr waren sie auf 240k, vor wenigen Tagen auf 408k, sind doch auch 70% in einem Jahr.
Aber dieses “Problem” haben wir aktuell fast überall 😉
Ob sie heute (zu) teuer sind wissen wir leider erst morgen… von daher kann ich wieder mal mein abgedroschenes Sprüchlein bringen, wenn man es nicht weiss, dann halt gestaffelt, mal die Hälfte oder ein Drittel aufbauen und dann abwarten.

@Ralf
Genau, egal wie schlimm oder gut es auch kommt, relativ gesehen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit Aktien besser fährt als mit anderen Assets und auch besser, wenn man spart als wenn man nichts macht.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@Slowroller,
ein paar “homöopathische” Todesfälle… stimmen mich nachdenklich, ich bin gespannt wie es weitergeht. Wer möchte sich mit diesem Impfstoff wirklich impfen lassen? An arme Staaten weitergeben ist nicht sonderlich ethisch finde ich, sehr schwierig das Ganze.
 
@-M
bisschen pingelig zu sein hat schon auch was!  Bei Adobe warte ich ab, echt zu teuer.
 
@Bruno
ich habe schon eine kleine Portion Berkshire, gut im Plus, überlege eben ob ich da noch ein Schippchen drauflegen könnte, ist ja praktisch ein Fonds mit gutem Fondsmanager.
 
Aber jetzt muss ich sowieso los, der Kater kann beim TA wieder abgeholt werden, 15 1/2 Jahre alt, gestern notfallmässig hingebracht, jetzt schaue ich mal, hoffe er packt es nochmals. Alle seine 7 Leben hat er bestimmt noch nicht aufgebraucht.  🙂         

Ralf
1 Jahr zuvor

@Bruno: So ist es. Aktien bleiben der Weg und sind auch bequem von Handling her. Manche Renditeberechungen aber auch hier im Blog finde ich etwas zu optimistisch. Wir können uns als Investoren dem politischen Umfeld nicht komplett entziehen. Trotzdem: Aktien her! Und ETFs auch ;o)

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@FuG; Kater:
 
Dann wünsche ich mal alles Gute für deinen Kater, dass er noch ein paar glückliche Jahre vor sich hat. Wir haben auch zwei Katzen, die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Auch wenn das schwarze Mistvieh von Kater ständig lebende Mäuse ins Haus schleppt, um sie dort frei zu lassen und zu schikanieren  😉
 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Nicht versichert ist bei mir Hausrat, Brillen, Handy etc. da kann ich ein Verlust monetär verkraften, deshalb wird es auch nicht versichert.
@Tim
Mal angenommen in deinem Mietshaus bricht ein Brand aus und all deine Sachen Möbel, Kleider, Pfannen, Geschirr, Elektrogeräte sind aufs mal verbrannt. Dann sagst du hei kein Problem ich gebe gerne einen fünfstelligen Betrag aus um mir alles neu zu kaufen?
Ich denke viele die sich gegen eine Hausratversicherung aussprechen sind sich nicht bewusst welchen Neuwert schon nur ihre eigenen Kleider haben.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

ich habe schon eine kleine Portion Berkshire, gut im Plus, überlege eben ob ich da noch ein Schippchen drauflegen könnte, ist ja praktisch ein Fonds mit gutem Fondsmanager.
@Fit und Gesund
Natürlich Buffett ist ein sehr guter Fondsmanager aber wir dürfen nicht vergessen der gute Mann hat Jahrgang 1930 der ist 90 Jahre alt, Charlie Munger hat Jahrgang 1924 der ist 97 Jahre alt. Ich wünsche den beiden gute Gesundheit und ein langes Leben aber in diesem Alter kann jeder Tag der letzte sein. BRK ist immer etwas mehr Wert als die Summer seiner Investments, dies führe ich auf Buffett und Munger zurück. Was aber passiert mit diesem Wert wenn hier ein Wechsel stattfinden sollte?

-M
1 Jahr zuvor

@Nico @BRK @FuG
Buffett / Munger sind natürlich nicht mehr ewig am Steuer. Ich hoffe noch einige Jahre von ihnen zu lernen. 
 
Buffett sagte schon oft, dass Combs und Weschler ihn bei weitem outperformen mit ihrem Depot. 
 
Außerdem ist Jain das Mastermind im Hintergrund und Abel bei BRK Energy auch als sehr sehr fähig einzuschätzen. BRK ist in guten Händen. Außerdem munkelt man ja auch, dass Li Lu übernehmen könnte. 
Kein Grund Bauchweh zu bekommen, wenn der Wechsel stattfindet. 
-M

colic
1 Jahr zuvor

@Slowroller
Ja die Berufsunfähigkeit möchte ich nicht abstreiten. Kann man machen, vor allem in jungen Jahren. Am Ende des Tages muss man gut schlafen können.
Ich schlafe nur mit der Privathaftpflicht Versicherung tiefenentspannt. Hausrat habe ich dazu genommen weil sie im Jahr nicht viel kostet.
 
@FitundGesund
Freut mich, dass du nicht AstraZeneca bekommen hast. Lückenlose Aufklärung?Im Lebe net! 🙂 In 10 Jahren dürfen wir vielleicht die Wahrheit erfahren. 🙂 Eine kleine Hoffnung habe ich aber. Dieses Jahr gibt es Wahlen. Da wird gegenseitig schön mit dem Finger gezeigt. 🙂
 
 

Tim
1 Jahr zuvor

@Nico Meier:
Naja wenn mein Nachbar den Brand verursacht hat, zahlt er durch seine Haftpflicht prinzipiell mal den Schaden aber klar, in anderen Fällen bleib ich drauf sitzen. 
Mein Hausrat summiert sich insgesamt wahrscheinlich so ca. auf 10.000 EUR, würde schon weh tun aber mich finanziell jetzt nicht umbringen. Eine Versicherung ist immer eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Wie schon gesagt, rein statistisch macht jeder mit einer Versicherung Verlust, ansonsten würde eine Versicherung kein Gewinn machen. Die Versicherung wettet somit, dass die Schadenssumme niedriger ist, als alle Beiträge, während der Versicherte wettet, dass seine Schadenssumme höher sein wird, als alle seine Beiträge. Das ist somit analog zum Lottospielen, wenn man gewinnt, dann hat sich jeder Einsatz gelohnt, die Wahrscheinlichkeit ist nur relativ gering.
Ich würde nie bei Beträgen wetten, die mich finanziell ruinieren würden, aber alles andere, da gehe ich ins Risiko. Wenn es mich trifft, Pech gehabt, wenn nicht, hab ich gespart. Ich habe für mein Auto (Wert 5.000 EUR) auch keine Vollkaskoversicherung. Wenn ich das zu Schrott fahre, muss ich mir ein neues kaufen. Dann ist es halt so 😉
Aber das darf jeder für sich selbst wissen. Ich komme nur aus der Versicherungsbranche und kenne die Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die hinter diesen Versicherungen stecken. In meinem Dorf (10.000 Einwohner) hat es die letzten 20 Jahre 2x gebrannt. Die meisten Hausratschäden sind deutlich kleiner und die durchschnittliche Schadenssummen hat die Versicherung meist nach 2-3 Jahren wieder reingeholt. Richtig große Schäden (mehrere tausend EUR) sind sehr selten. Und wenn dein Hausrat wirklich richtig viel wert ist, ist die Hausratversicherung auch dementsprechend teuer. Meine Eltern haben seit 35 Jahren eine Hausratversicherung und seitdem genau einen Schaden gehabt. Ein Fahrrad im Wert von 200 EUR wurde geklaut… Aber wie gesagt, ist persönliches Sicherheitsempfinden, manche brauchen das, um gut schlafen zu können, andere nicht.

Sparta
1 Jahr zuvor

@FUG

Soweit ich informiert bin, sind es bei 1,6-1,7 Millionen Astra-Impfungen ca. 7 Fälle von Thrombosen, davon 6 Frauen. 
Es liegt glaube ich nicht signifikant über der normalen (durchschnittlichen) Thrombosen-Häufigkeit, aber dies wird ja jetzt geprüft.

Der Nutzen der Impfung gegen Covid ist aber um einen gewaltigen Faktor besser als dieses Risiko.
Trotzdem wird es ja jetzt überprüft.

Ich würde gerne den Astra nehmen!
Nicht zwangsläufig weil ich mich als gefährdet sehe, sondern dass ich wahrscheinlicher weniger ansteckend (durch geringere Virenlast) für gefährdete Gruppen bin und ich Impfungen als einzig sinnvolle Langfrist-Strategie um aus diesem Dilemma rauszukommen.
 

sammy
1 Jahr zuvor

Versicherungen zahlt man nicht um irgendwann etwas ausgezahlt zu bekommen sondern um ein Risiko abzusichern das im besten Fall nicht eintritt. Dieses Risiko kann sich plötzlich materialisieren sonst wäre es ja kein Risiko. Wer sich dagegen nicht absichern will oder kann der soll es lassen. Aber eine Krankheit/Unfall kann sehr plötzlich auftreten und wenn man dann erwerbsunfähig wird und keine BU hatte ist das schon ziemlich dumm. 
 

Silberjunge
1 Jahr zuvor

@Wolke
Top Unternehmen. Arbeitet immer sauber und transparent. Würde sich nie etwas zu Schulden kommen lassen oder gar schummeln. Kann man bedenkenlos rein investieren. Pures Value.

Tim
1 Jahr zuvor

@sammy
Ging ja auch um eine Hausratversicherung und nicht eine BU. BU, Haftpflicht und bei Immobilienbesitz eine Gebäudeversicherung sind tatsächlich elementar, Pflege unter Umständen auch, je nach finanzieller Lage. Alle anderen Versicherungen würde ich jetzt eher als nice-to-have ansehen. Aber da denken viele Leute anders darüber.
Der Impfstoff von AstraZeneca wird jetzt ja auch gestoppt, weil 7 von 1,6 Mio. Menschen eine Thrombose in der Hirnregion bekommen haben (Risiko 0,0004%). Im Durchschnitt bekommen das sowieso 15 von 1 Mio. Menschen pro Jahr und das Risiko von sowas ist schon bei der Antibabypille höher. Ein 40-jähriger hat auch eine 0,05-0,1% Risiko, dass er an Corona stirbt. Wenn was nicht 100,00% sicher ist, darf es scheinbar nicht verabreicht werden. Aber trotzdem steigt jeder ohne Gedanken ins Auto, braust mit 100 kmh über die Landstraße und spielt nebenher vielleicht sogar noch am Handy…

sammy
1 Jahr zuvor

@Wolke
VW ist ein top Wert! Kann die Aktie nur empfehlen. Unter den ganzen Autobauern würde ich nur VW kaufen.

sammy
1 Jahr zuvor

@silberjunge
Bist wohl ein Teslafanboy.. Ohje und Silber als Investment bei dem Gedanke kommt mir die Galle hoch..

42sucht21
1 Jahr zuvor

@BRK – ein sehr guter Fondsmanager
Na ja, neben guter Analyse, Gelegenheit und Mut gehört eben Fortune und Hartnäckigkeit auch mit dazu.
Ich wundere mich, dass BRK  so wenig Kritik bekommt für die Corona-Verkäufe letztes Frühjahr im Tief  zB der Airlines, Wells Fargo usw. Die Elefantenbüchse wird auch rostig. Das billige Notenbankgeld verhaGeld seine 2008/2009 Strategie der teuren Notfallkredite an notleidende Große (siehe zB Mü Rück).
Ich habe es aber auch im Depot und werde noch laaange halten.

@Sparta – Risiko der Impfung
Vermutlich deutlich (!) weniger Risiken als das dauerhafte Glas Wein/ Bier oder jahrelange hormonelle Verhütung und deutlich weniger als bei einer Covid-19 Erkrankung.  Aber Menschen sind zu wenig rational. Mit 2 Bier mit 150 km/h Auto fahren und dabei das Navi bedienen ist OK weil man es jeden Tag sieht, ne Millionen-fach eingesetzte Impfung ist zu riskant weil es für mich neu ist. Echt ein Dilemma.

Der Domi
1 Jahr zuvor

Eine BU hab ich, auch wenn die Wichtigkeit abnimmt mit steigendem Vermögen. Heben die Hausratversicherten hier alle Belege auf? Für Töpfe und Schüsseln? Sind die Belege nach einem Wohnungsbrand noch zugreifbar? 🙂

Ralf
1 Jahr zuvor

“VW ist ein top Wert! Kann die Aktie nur empfehlen. Unter den ganzen Autobauern würde ich nur VW kaufen.”

Wenn ich mir den langfristigen Chartverlauf von Volkswagen anschaue und mit Ferrari vergleiche, fiele meine Wahl anders aus….

sammy
1 Jahr zuvor

@Ralf
Wieviele Marken hat Ferrari? Wieviele VW? Wo liegt hier wohl mehr Potenzial?

Ralf
1 Jahr zuvor

Ferrari ist eine Nobelmarke und braucht Absatzprobleme nicht zu befürchten (Luxus). Vergleiche ganz einfach mal den langfristigen Chartverlauf der beiden Aktien, das spricht Bände.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@Rüdiger,
danke, wir sind wieder daheim, All inclusive 954 CHF, hi hi…
 
@Nico Meier,
tja, unsterblich ist Niemand, no risk no fun! also will sagen, keine Anlage ist ohne Risiko.
 
@AstraZeneca,
sind es wirklich nur so ein paar Fälle? mehrere Länder pausieren die Verabreichung, wo Impfstoff so rar ist?? Selbst bei vereinzelten Todesfällen, wenn es Deine Angehörigen betrifft wird Dir der Nutzen (unbestritten) wie Hohn vorkommen. 
Sehe aber die Impfung auch als einzigen Weg aus der Misere, da stehe ich nach wie vor dazu, ich hoffe sehr dass das seriös Alles abgeklärt wird.

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