Krisenpropheten warnen wieder vorm Crash. Mich juckt das nicht die Bohne

Immer mehr Profis warnen vor dem Ende des Bullenmarktes. Hedgefondsstar Michael Burry, bekannt aus dem Wall-Street-Film “The Big Short“, sagt, dass mittlerweile Privatanlegern das Geld für neue Aktienkäufe ausgehe. Es könne niemand mehr auf den fahrenden Zug aufspringen. Deshalb lasse die Euphorie nach. Burry meint das mit Blick auf die beliebten Meme-Aktien wie die Spielkette Gamestop oder Kinokette AMC. Diese Aktien könnten kollabieren.

Seit Jahren warnt Fondsstratege Jeremy Grantham vor der Überbewertung der Börsen. Ich habe mit ihm schon vor einiger Zeit telefoniert, er ist sehr nachdenklich angesichts der hohen Kurse. Aber er warnt seit einigen Jahren vor der großen Korrektur und ist selbst mit seinen Fonds investiert. Es ist manchmal verflixt. Und bislang traten seine Prophezeiungen nicht ein.

Beide Experten sind clever. Niemand sollte ihre Warnungen abtun.

Angenommen, Du stimmst mit den beiden überein. Du bist der Meinung, dass der Aktienmarkt derzeit ziemlich stark überbewertet ist und mittelfristig eher niedriger oder seitwärts tendieren wird.

Ja, die Börse ist teuer

Ich denke, es ist schwer gegen eine ambitionierte Bewertung zu argumentieren. Viele Kennzahlen wie das KGV oder KUV weisen darauf hin. Allerdings befinden sich die Anleiherenditen auf Rekordtiefs und andere Asset-Preise wie Häuser, Kupfer, Eisenerz, Gemälde oder Oldtimer sind am Steigen.

Aber was willst du mit dem Geld aus den Aktien stattdessen machen? Aufs Girokonto legen? Durch die Inflation verliert es stetig mehr an Kaufkraft. Willst du deine Gewinne jetzt versteuern und Transaktionskosten blechen bei jeder Umschichtung? Die Transaktionskosten sind auf den ersten Blick gar nicht zu sehen (sie stecken mitunter in der Lücke zwischen dem Bid- und Ask-Kurs).

Ich behalte meine Aktien trotz des Höhenflugs. Alle Zyklen mache ich mit. Ich halte an meiner Buy-and-Hold-Strategie fest.

Wenn Anleger versuchen, die Börse zu timen, werden sie auf die Nase fallen. Vielleicht werden sie mal Glück haben. Wer seine ETFs oder Aktien verkauft und Cash behält, muss wissen, dass er dann womöglich zu lange das Geld behalten und den nächsten Boom verpassen wird.

Am besten ist es meiner Meinung nach regelmäßig weiter in Aktien oder ETFs zu sparen. Einfach weiter machen. Stur und stetig.

Ich kaufe Pennystocks und Krisenfälle

In meinem Depot befinden sich heiße Pennystocks. Ich hab zum Beispiel ein Aktienpaket des kriselnden Druckerherstellers Heidelberger Druckmaschinen. Ob die es schaffen werden, saniert zu werden? Das steht in den Sternen. Ich behalte den angeschlagenen Traditionskonzern, der früher Zeitungshäuser belieferte, einfach.

Manchmal kaufe ich Aktien, wenn der Kurs gerade am Kollabieren ist und dich alle für einen Idiot halten. Während der Finanzkrise vor 13 Jahren waren es Bank of America und Citigroup, die ich einsammelte. Es gab damals Wahnsinns-Chancen. Während der Corona-Krise schnappte ich fast auf dem Tiefpunkt die Reederei Carnival.

Das ist der Kursverlauf des Kreuzfahrt-Anbieters Carnival. Ich stieg zu rund 10 Dollar je Aktie im April 2020 ein. 5.000 Dollar steckte ich in das kollabierende Papierchen:

Niemand muss Pennystocks oder Krisenfälle kaufen. Das ist gar nicht nötig. Du kannst eine Mega-Rendite einfahren, wenn du nur langweilige ETFs kaufst. Es kommt auch nicht auf das Timing an, sondern auf die Gesamtzeit an der Börse. Daher hab Geduld. Halte die Füße still. Hab keine Angst vor Crash-Propheten.

Deep Value: Erst meditiere ich, dann kaufe ich Krisenfälle in mein Depot

Wie bleibe ich ruhig? Nach dem Aufstehen meditiere ich. Eine Hypnose ist was cooles. Es dauert nur 20 Minuten und kann dein gesamtes Leben verändern. Du siehst vieles Positiver und hast weniger Ängste. Ich kann es nur empfehlen. Ich höre mir morgens gerne Michael Sealey auf YouTube an. Der macht das super. Dann kann ich gleich danach den nächsten Krisenfall ins Depot schaufeln, ohne Angst zu haben. Natürlich recherchiere ich vorher intensiv. Selbst wenn der Chart wie ein möglicher Insolvenzfall aussieht, steige ich ein.

Ich sehe mein Depot wie einen Wald, der immer größer und älter wird. Ich pflanze neue Bäume und Sträucher. Ein paar werden verwelken und andere werden riesig.

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  1. Ich mag diese apokalyptischen Spaßvögel ja sehr. Ihre Beliebtheit zeigt, dass Deutsche offenbar Experten zum Thema Angst sind. Beim Angst machen … und beim Angst haben 😉

  2. Hi Tim
    Crash Propheten scheinen nicht zu verstehen, dass tiefere Kurse etwas Gutes sind. Niemand kann ein starkes Portfolio aufbauen, wenn die Kurse von ATH zu ATH rennen würden. Rückschläge sind super, März 2020 beispielsweise war eine grosse Chance, ein tolles Portfolio zu starten resp. ein Bestehendes zu stärken.
    Schöne Grüsse
    SavyFox

  3. Hi Tim,
    du kaufst doch (eigentlich) nur mehr amerikanische Aktien hast du mal gesagt. Wie kommts, dass du jetzt bei der Deutschen Bank und Alibaba Ausnahmen machtest?

    LG

  4. Dieses Spiel hat mehr Nerven gekostet als jeder Börsencrash, sehr bitter. Trotzdem Gratulation nach Spanien, dumm halt dass ein Engländer das Spiel entschieden hat.

  5. @Bruno
    Die letzten zwei Spiele der Schweizer Nationalmannschaft waren wirklich nervenaufreibend. Trotzdem bleibt der Erfolg. Historisches ist geschafft!

    Stur und stetig! Ich kaufe einfach regelmässig ETF-Anteile. Mit 25 Jahren habe ich noch einen langen Anlagehorizont vor mir. Soll der Börsencrash nur kommen.

    Liebe Grüsse
    Schweizer-Minimalist

  6. @ SavyFox
    Genau. Eine Korrektur/Crash ist gesund. Und bietet neue Chancen.

    @ Spartacus
    Stimmt, das habe ich mal gesagt. Deutsche Bank und Alibaba sind Ausnahmen. Beide Aktien werden wohlgemerkt an der New York Stock Exchange als ADR gehandelt.

  7. Ich habe mal eine Frage an die Experten:

    Welchen sachlichen Grund gibt es,
    dass Kraft Heinz niedriger bewertet wird als Coca Cola?

    Das macht für mich überhaupt keinen Sinn,
    und ist meiner Meinung nach nur durch den psychologischen/emotionalen Schock
    wegen der Abschreibungen im Jahr 2018 (bekannt anfang 2019) zu erklären.

    Rein vom Eigenkapital her und von den Gewinnen her ist Kraft Heinz stark unterbewertet.
    Ich hatte das ja in diesem Blog schon vor 2 Jahren geschrieben, als der Kurs um 30$ stand,
    jetzt steht er bei 40$.

  8. Hier etwas schreiben, was wenn Börse wie 2000 bis 2003 läuft,
    oder wie 1929-1932?
    Das könnte uns durchaus blühen, zwischen 2025 und 2030, sobald die Zinsen steigen.
    Da wären die Kosten der Inflation niedriger, also da würde Cash gewinnen gegen Aktien,
    aber nur während eines kurzen Zeitraums.
    DIe Lösung sind Nachkäufe und gewisser Cash-Anteil.
    Oder laufend neue Einzahlungen.

    Lieber Tim,

    ich antworte mal ausführlich auf deinen neuesten Artikel.


    Immer mehr Profis warnen vor dem Ende des Bullenmarktes.

    Ist das so? Gibt es dazu eine Statistik, ob es heute wirklich mehr Profis als vor 2 Jahren sind,
    die vor dem Ende des Bullenmarktes warnen?
    Andererseits ist es durchaus logisch, dass mit jeder weiteren Dauer die Zahl der Warner zunimmt.

    Dazu auch die Frage:
    Sind wir derzeit in einem der längsten Bullenmärkte, die es jemals gab?
    Ist der aktuelle Bullenmarkt 2009 gestartet?

    Nein, der aktuelle Bullenmarkt ist erst 16 Monate alt, er startete im März 2020.
    Ein Rückgang von mehr als 20% bedeutet einen Bärenmarkt, und danach beginnt ein neuer Bullenmarkt.

    Von einem Aufwärtstrend seit 2009 kann daher keine Rede sein.

    Jetzt kann man sagen, im Gesamtbild von 2009 bis 2021 ist ja das im Februar und März 2020 nur eine kleine Delle und daher ist das immer noch der selbe Bullenmarkt.

    Aber dann könnte man auch einen Chart von 1932 bis heute nehmen oder von 1982 bis heute und sagen, seither steigen die Märkte, unterbrochen von einzelnen Kursrückgängen.
    Demnach ist der Bullenmarkt schon 40 oder 90 Jahre alt.
    Der Dow Jones Index ist ja seit über 200 Jahren in einem Bullenmarkt.

    Wenn man also die Länge eines Bullenmarktes nehmen will, muss man zuerst klare Regeln definieren, was ein Bullenmarkt ist, bzw. wie man sein Anfang und Ende nachträglich erkennen kann.
    Und meiner Meinung nach wird der Bullenmarkt durch jeden Bärenmarkt beendet.
    Und ein Bärenmarkt ist jede Phase mit 20% oder mehr Rückgang.

    Demnach läuft der aktuelle Bullenmarkt seit März 2020.


    Angenommen, Du stimmst mit den beiden überein. Du bist der Meinung, dass der Aktienmarkt derzeit ziemlich stark überbewertet ist und mittelfristig eher niedriger oder seitwärts tendieren wird.

    Ja, das ist ja das Dilemma.
    Ich bin davon überzeugt, dass die Märkte überbewertet sind und es nicht ewig so weiter gehen wird.
    Aber ich weiss nicht, ob der Höhepunkt an der Börse (bzw. der Beginn eines Bärenmarktes) im Jahr 2021, 2027 oder 2040 sein wird.

    Und das ist das Problem: Einfach bis 2040 nicht investiert zu sein, bringt auch nichts.

    Allerdings gibt es einen Trick: Man achtet auf die Bewertung der Unternehmen.
    Man hätte auch im Jahr 2000 ein paar nicht sehr hoch bewertete Unternehmen kaufen können,
    und wäre vermutlich besser da gestanden, als mit einer überbewerteten Coca-Cola.

    Die einzige Lösung ist also wirklich, auf die Bewertung der einzelnen Unternehmen zu schauen.


    Viele Kennzahlen wie das KGV oder KUV

    Also dass das KGV völlig nutzlos ist für die Bewertung des Marktes oder einer einzelnen Aktie, sollte inzwischen doch bekannt sein.

    Beispiel:
    Ein Unternehmen hat 110 Umsatz (Einnahmen) und 100 Aufwand (Ausgaben).
    Der Reingewinn ist 10.
    Jetzt ist aber 2020 wegen Corona der Umsatz nur um 8% geschrumpft.
    Der Gewinn schrumpft deswegen aber um 80%.
    Umsatz 102 zu Aufwand 100, gibt nur noch 2 Gewinn, damit 80% weniger als im Vorjahr.

    Genau deshalb wurde das Shiller-P/E (Shiller-KGV) erfunden, und deshalb funktioniert das KBV besser als das KGV um die Bewertung von Aktien und Märkten zu beurteilen.

    Dasselbe Unternehmen mit 110 Umsatz und 100 Aufwand könnte auch die Ausgaben um 4% senken.
    Dann beträgt dieser nur noch 96, der Gewinn steigt auf 14, und damit um 40%.
    Also 4% einsparen und der Gewinn steigt um 40%.

    Zum Thema Börsen-Timing:

    Es gibt Timing-Methoden die funktionieren in bestimmten Situationen.

    Beispielsweise war es die letzten 200 Jahre immer ein guter Einstiegspunkt,
    NACHDEM die Aktienmärkte um 20% oder mehr gefallen sind.

    Natürlich ging es danach fast immer weiter abwärts, aber auf lange Sicht steht man so besser da, als wenn man auf dem Höhepunkt gekauft hätte.

    Wenn Aktienmärkte in den westlichen Ländern jährlich um 6-10 % p.a. steigen (mit Dividenden eher 10%), kann man auch sagen:
    In 3 Jahren steigen Aktienmärkte im Durchschnitt um 33%.

    Da könnte man sich sagen:
    Ich kaufe nur Aktien, wenn die Kurse höchstens 50% höher stehen als vor 3 Jahren.
    Weil wenn sie noch höher stehen, war der Anstieg überdurchschnittlich stark,
    und da ist ein Rücksetzer wahrscheinlich.

    ACHTUNG: Bei so einer Vorgehensweise heisst es nicht, dass man Aktien verkauft,
    wenn die Märkte zu stark gestiegen sind.
    Sondern nur, dass man dann das Geld, das man investieren möchte, als Cash ansammelt,
    bis es wieder eine Investitionsmöglichkeit gibt.

    Also ich empfehle NICHT, alles zu verkaufen wegen zu hoch bewerteter Aktien.
    Aber auf neue Käufe zu verzichten.

    Statt auf einen überdurchschnittlichen Zuwachs in 3 Jahren könnte man auch 1 Jahr nehmen und sagen:
    Wenn der Markt des Landes, wo ich investieren möchte, über 20% in den letzten 12 Monaten gemacht hat, investiere ich nicht weiter.

    Auch das schützt einem vor den falschen Phasen.


    Manchmal kaufe ich Aktien, wenn der Kurs gerade am Kollabieren ist und dich alle für einen Idiot halten.

    Genau so geht es mir, als ich zB VW schon im September 2015 empfahl.
    Oder Kraft Heinz vor 2 Jahren bei 30$ (inzwischen 35% Gewinn in 2 Jahren).

    Meine Methodik der Bewertung funktioniert für alle Aktien.
    Schwierig wird es nur bei ständigen Kapitalerhöhungen oder massiven Aktienrückkäufen.

    Mein Modell sagt zB, dass Amazon eine höhere Rendite am Aktienmarkt haben wird,
    als Microsoft, Apple, Coca-Cola oder Tesla.
    VW wird ebenfalls die anderen genannten Aktien (ausser Amazon) schlagen auf Sicht von 10 Jahren.

    Dies habe ich mit dem Value Calculator errechnet, der erstaunlich gute Vorhersagen liefert.

  9. Bin auch bei HeidelbergerDruck und RollsRoyce dabei !! Bin überzeugt die kommen wieder !!#

  10. Extrem überbewertete Aktien sollte man verkaufen, gleich in der Corona-Korrektur von 2020 sollte man sie verkaufen.
    Einige Aktien sind heute immer noch tief unter dem Hoch vom Winter 1999-2000 und es wäre traurig, falls sie keine Dividenden haben.
    Einige Aktien werden nach dem nächsten großen Crash 20 Jahre und mehr unter dem Hoch von heute. Es wird nicht schön, wenn im nächsten zweijährigen Crash die teuren Aktien (KBV 9 bis 50, KUV 9 bis 50) auf 1/4 bis 1/20 fallen werden.
    Aber wenn eine Aktie auf 1/20 gefallen ist, kann man sie für die gleiche Summe wie vor dem Crash billig zukaufen und dann ist sie nur auf 1/2 gefallen und die nötigen +100% ins Plus steigt eine tief gefallene Aktie oft in 30 Tagen nach dem Crash.
    Extrem überbewertet: Adobe, AbbVie, Airbnb, Alibaba, Alphabet, Altria, Amazon, Apple, Beyond Meat, Coca Cola, Coinbase, Deutsche Börse, Diageo, Facebook, Mastercard, McDonald’s, Microsoft, Netflix, Novo Nordisk, Nvidia, Philip Morris, Qualcomm, SAP, Starbucks, Tencent, Tesla, Vertex Pharma, Visa.

  11. Ich kann Leute durchaus verstehen, die Bammel oder Bauchweh vor Börsencrahs haben.

    Nicht jeder ist Anfang 20 oder 30 und hat noch viele Jahre Zeit bis zur Rente. Und oft ist das Depot mühselig monatlich zusammengespart. Da sind große Rücksetzer eben manchmal doch schmerzhaft, vor allem wenn es vom Lebensalter mehr in Richtung Rente geht.

    Es gibt ja Möglichkeiten der Depotabsicherung, ohne gleich die ganzen Aktien zu verkaufen. Wie sieht eure Strategie für diesen Fall aus? Welche vorbeugenden Strategien empfehlen sich für ältere Depotbesitzer die im Rentenalter dann auf das Depot mit angewiesen sind?

  12. Hallo in die Runde,
    Mir werden demnächst Aktien ausgebucht mit einem Gewinn. Ich würde in dem Zusammenhang Gerne eine Verlustposition gegen rechnen. Kann ich den Verkauf auch im Nachgang machen, dass eine Verrechnung funktioniert?
    Danke vor ab und ein schönes Wochenende,
    Mr. B

  13. @ Mr. B

    normalerweise funktioniert das. Du erhälst dann später eine Steuergutschrift der Depotbank. Wie lange das dauert, hängt von der Bank ab. Deshalb besser zuerst den Verlust realisieren.

    LG

  14. Danke für die schnelle Antwort, Claus. So hatte ich es auch im Kopf. Aber hab schon ewig nichts mehr verkauft. In dem Fall haue ich mal eine Verlustposition raus oder auch zwei. Ist es richtig gedacht wenn ich zum Beispiel einen Gewinn von 1000 € realisiere und dann eine Position mit 1000 € Verlust verkaufe – passt dass Oder muss ich anders denken bzw. rechnen?

  15. @Zeninvestor
    Absolut einverstanden Kraft Heinz habe ich im August 2019 für 26$ gekauft.
    Und in meinen Augen ist Kraft Heinz weiterhin statrk unterbewertet.

  16. @Tim

    Meditieren ist ja echt gut… aber wegen 0,1 % Käufen bei kriselnden Marktührern ist es ja nicht ganz so wichtig, wie wenn tatsächlich eine größerer Crash kommt und das Gesamtdepot mal – 50 % in den Keller rutschen sollte.

    Da ist es eine andere Relation bzw. da würde ich es als essentieller sehen! 😉

  17. @ Spartacus
    Stimmt, das habe ich mal gesagt…..

    # waS interessierT Mich meiN GeschwÄtz voN gEsterN !!

  18. @ Mr. B

    … wenn Du keinen Verlusttopf mehr hast, kannst Du gleiche Gewinn- und Verlustsummen steuerlich neutralisieren, wie Du es beschrieben hast.

    LG

  19. @Peter

    2025 steigen die Zinsen ?
    Darauf warten wir ja jetzt schon seit über 40 Jahre.

    Meinst du mich?
    Ich sage nicht, 2025 steigen die Zinsen.
    Aber ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann zwischen 2025 und 2050 die Zinsen anfangen zu steigen,
    und danach jahrzehntelang langsam steigen.

    Es ist sogar möglich, dass dies zwischen 2025 und 2030 passiert.
    Die Chance dafür sehe ich bei über 10%.

    @Lad

    Extrem überbewertete Aktien sollte man verkaufen, gleich in der Corona-Korrektur von 2020 sollte man sie verkaufen.

    Du meinst wohl, vor der Korrektur müsste man sie verkauft haben.

    Aber ich stimme dir zu.

    Wie bist du eigentlich darauf gekommen, auf das KBV zu schauen?
    Weil ausser uns beiden kenne ich niemanden, der auch auf das KBV schauen würde bei der Bewertung.
    Ich selbst schaue übrigens nicht mehr nur auf das KBV.
    Ich habe eine Formel gemacht:
    Ich nehme die Eigenkapitalrendite (Durchschnitt aus 5 Jahren) und rechne mal 0,15 bzw. mal 0,2 um auf ein faires KBV zu kommen.

    Beispiel: 5% Eigenkapitalrendite heisst für mich, diese Aktie kaufe ich bis 5*0,15 = KBV 0,75.
    Verkaufen würde ich bei 5*0,2 = KBV 1,0.

    Bei 15% Eigenkapitalrendite wäre es ein Kauf bis 15*0,15= KBV 2,25, und ein Verkauf bei
    15*0,2 = KBV 3,0.

    Das heisst, das KBV bleibt weiterhin wichtige Kennzahl bei mir.
    Aber ich bin da etwas flexibler geworden, und gestehe ein erhöhtes KBV ein, wenn die EKR entsprechend hoch ist (weil dann viele Gewinne da sind und der Buchwert schneller wächst).

    @Ralf

    Es gibt ja Möglichkeiten der Depotabsicherung, ohne gleich die ganzen Aktien zu verkaufen. Wie sieht eure Strategie für diesen Fall aus? Welche vorbeugenden Strategien empfehlen sich für ältere Depotbesitzer die im Rentenalter dann auf das Depot mit angewiesen sind?

    Also ich bin in meinem realen Depot immer unter 80% investiert,
    weil der Rest ist für Nachkäufe vorgesehen (jede Aktie, wenn sie 1/3 vom Wert verloren hat und bei 1/2 nochmals).
    Im Wikifolio ebenfalls (Ausnahmsweise ist es derzeit 100% investiert, aber das wird in den nächsten 2 Jahren abgebaut).

    Das ist zumindest meine Strategie, um bei schwankenden Kursen oder Bärenmärkten von den tieferen Kursen zu profitieren.

    Bei Rentnern kann man verschieden vorgehen.
    Wenn das Depot gross genug ist, könnte man versuchen, nur von den dividenden zu leben.
    Oder ab dem Zeitpunkt, wo die Person 60 Jahre alt ist, warten, bis die Börse sehr stark gestiegen ist (zB ganzer Index über 25% in 1 Jahr oder über 50% in 3 Jahren),
    und dann die Hälfte der Aktien zu Geld machen (die die am höchsten bewertet sind).
    Den Rest investiert lassen.

    Es gibt also mehrere Möglichkeiten.

    @Nico Meier

    Absolut einverstanden Kraft Heinz habe ich im August 2019 für 26$ gekauft.
    Und in meinen Augen ist Kraft Heinz weiterhin statrk unterbewertet.

    Schön, dass wir uns einig sind.

    Wow, mit 26$ hast du sie sehr nahe am Allzeit-Tief erwischt.
    Wie hast du das gemacht? Glück, Intuition?

    Komisch ist auch, dass die Aktie schon vor der Abschreibung im ganzen 2017 und 2018 gesunken ist.
    Und nach dem Abschreiber im Februar 2019, wo die Aktie von ca. 47 auf 32$ sank, sank sie einfach noch weiter. Dieses Beispiel zeigt, wie irrational die Börse doch ist.
    Kraft Heinz ist zwar weniger Wert als 2018 (wg. den Berichtigungen auf den Goodwill),
    aber ansonsten nicht weniger als 2017 (wo der Kurs bei fast 100 stand, dh heute müsste er immer noch bei 70 stehen).

  20. “Extrem überbewertete Aktien sollte man verkaufen, gleich in der Corona-Korrektur von 2020 sollte man sie verkaufen.”

    Vielleicht mal diesen Satz im Copy/Paste rausnehmen oder zumindest in “hätte man sie verkaufen…” ändern 😉

    Google bei $1000 verkaufen jetzt $2500 oder Microsoft bei $135 verkaufen und jetzt bei $277 ob das so eine gute Idee gewesen wäre 😉 Aber jetzt wäre der Zeitpunkt, jetzt auf den All-Time-Highs verkaufen. Diesen Satz solange wieder bringen bis der Crash kommt und dann kann man sich jahrelang damit brüsten.

    Wen diese auf 1/20 (-95%) fallen, dann werden auch Langweiler fallen, vielleicht dann halt “nur” 60%.

    Die Crashpropheten gehe ja aber weiter als eine Warnung vor dem Crash, Crashs gab es schon immer und sie kommen auch immer wieder, sie warnen vor dem kompletten Systemzusammenbruch, d.h. dann verbläst es alles Währungen, Bonds, Staaten, Aktien, der 3. Weltkrieg bricht aus und kein Stein bleibt auf dem andern. Aber so negativ sind sie ja auch nicht, sie kaufen sich Goldbarren und Bitcoins und womöglich einen Bunker und Langzeitnahrungsmittel für 20 Jahre, also haben sie noch Hoffnung, dass es doch nicht die Apokalypse ist und nach einigen Jahrzehnten wieder Erholung gibt und sie dann die grossen Profiteure sind mit ihren mehr oder weniger harten Assets. Hoffen wir der Algorithmus von Bitcoin geht in diesen Jahren der Wüste nicht verloren 😉

    Vielleicht kommt alles aber auch ganz anders, mal angenommen Inflation ist nicht nur temporär, und die Notenbanken drucken tatsächlich weniger Geld, vielleicht erhöhen sie sogar die Zinsen zumindest marginal, welche Aktien profitieren dann und welche leiden? Für die so überbewerteten FAANG-Aktien ist das gar nicht mal so ein grosses Problem, sie brauchen keine Bankkredite, sie haben genug Cash selbst, sie wachsen nicht wegen Stimulus sondern weil sie disruptive Innovationen haben. Angst hätte ich dann eher um Unternehmen, welche eigentlich kaum noch wachsen und “nur” wegen dem billigen Geld und Leverage hochgespült wurden. Vielleicht auch mal eine Überlegung wert.

    Ich denke der Preis/Bewertung ist schon relevant, aber noch wichtiger finde ich ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, Wachstum in der Zukunft, also die guten Aktien anstatt die Billigen zu kaufen finde ich immer noch die bessere Wahl. Aber das fällt vielen schwer, weil man in einer Schnäppchenwelt aufgewachsen ist, Geiz ist Geil Mentalität und da ist billig eben spannend.

  21. @Bruno

    Die Crashpropheten gehe ja aber weiter als eine Warnung vor dem Crash, Crashs gab es schon immer und sie kommen auch immer wieder, sie warnen vor dem kompletten Systemzusammenbruch

    Ja, es scheint, dass die gesellschaftliche Spaltung und Extremisierung auch hier angekommen ist, in der Finanzwelt:
    Es gibt nur noch die einen, die glauben, es gehe ständig nur aufwärts.
    Und die anderen, die vom Systemzusammenbruch reden.

    Ich rede auch vom Crash, aber ich meine damit einen Bärenmarkt wie 1929-1932,
    oder wie 2000-2003 oder wie 2007 bis 2009 mit einem Rückgang von 50-70% im Index.

    So ein Bärenmarkt kann dieses Jahrzehnt durchaus ein oder zwei mal vorkommen.

    Aber dann ist nicht das System zusammen gebrochen, sondern es braucht dann halt 5 bis 20 Jahre, bis die alten Höchststände wieder erreicht werden.


    Ich denke der Preis/Bewertung ist schon relevant, aber noch wichtiger finde ich ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, Wachstum in der Zukunft

    Ich verstehe, was du meinst.
    Aber die Bewertung spielt schon auch eine Rolle.

    Stell dir vor, jemand hätte im Jahr 1998 ein Depot zusammen gestellt,
    mit dem Ziel, das Geld über 23 Jahre, vom Sommer 1998 bis zum Sommer 2021, zu vermehren.
    Diese Person wäre 1954 geboren und geht 2021 in Rente.

    Die Person hat ein Depot aus folgenden Aktien zusammen gestellt:
    Coca Cola
    IBM
    Cisco Systems
    Intel
    Verizon

    Alles gute, solide Unternehmen, nicht war?

    Coca Cola war im Sommer 1998 bei 43$, heute bei 54$.
    Das sind 24% Rendite in 23 Jahren. Das ist weniger als 1% p.a. .

    IBM war 1999 bei 132 $, heute bei 140$. Das sind 6% in 23 Jahren.

    Cisco Systems war im März 2000 bei 80$, heute bei 53$.

    Intel war im August 2000 bei 70$, heute bei 56$.

    Verizon war 1999 bei 58$, heute bei 56$.

    Alles Top-Unternehmen, die seither ihre Gewinne massiv gesteigert haben.
    Top-Marken, Marktführer, mit Burggraben wie Warren Buffett es sagen würde.

    Und trotz Top-Marken, Marktführerschaft und Burggraben hätte man über einen Zeitraum von 23 Jahren (wo ja mit Aktien eigentlich immer eine positive Rendite zu erwarten ist) keinen oder nur einen sehr schwachen Gewinn erzielt.

    Woran könnte das liegen? An der Bewertung.

  22. @ZEN

    An der Bewertung und, verhältnismässig, tiefem Wachstum. Coca-Cola fand ich nie wirklich cool, das Geschäftsmodell und insbesondere auch das Marketing ist natürlich sensationell (andere Colas schmecken besser aber haben schlechteres Branding), aber die Produkte hauen mich nicht um, gefärbte Zuckerwasser halt. Ist halt eine richtige Langweiler-Aktie und auch ethisch nicht gerade das Beste.

    Bewertung oder Wachstum? Beides ist wichtig. Das Beste ist NACH einem Crash die besten Unternehmen oder auch den Index zu kaufen. Was mir nicht gefällt, und darauf wollte ich hinaus, jetzt, nach einem der grössten Bullenmärkte aller Zeiten (der womöglich noch weiter geht, wir wissen es nicht), jetzt billige Aktien zu suchen. Man findet sicher die eine oder andere aber mehrheitlich sind alle guten Aktien jetzt sehr teuer. Wenn man jetzt das Günstige kauft, hat man eben auch mindere Qualität. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Dann war noch die Frage zur Trendfolge: Ein Index-ETF ist im Grunde genau so ein Trendfolger, die guten Unternehmen rutschen nach oben (steigende Marktkapitalisierung), die schlechten rutschen nach unten oder sogar raus. Natürlich sehr langfristig. Völlig automatisch und ohne Aufgeld.

  23. @-M Scheint ein Roboter der 1. Generation zu sein, die neueren Generationen können auch antworten 😀

  24. @Zen

    Hi,
    hast Du mögliche Aktiensplits und Dividenden in Deiner Beispielrechnung berücksichtigt?

    Vg

  25. @bruno
    🙂 ja das „nichtantworten“ verstärkt ja auch ungemein die kompetzenz der beiträge…

  26. Hat @Lad jemals geantwortet?
    Der erzählt doch hier nur jedes Mal die gleichen Geschichten … und hofft, dass jemand den link zu seiner öden FB-Gruppe anklickt 😉

  27. @Bruno @Rüdiger

    Ich weiß, konnte mir den Spass aber nicht verkneifen:-)

    @Zen
    Du hast mit deiner Aussage recht in meinen Augen. Solide Firmen zu teuer gekauft, kann übel enden.

    Munger irrt sich selten, aber wie sagte er so schön sinngemäß: ich wäre nicht so reich wie heute, wenn ich bei hohen KGV investiert hätte.

    Gar nicht mal so blöd in meinen Augen.

    -M

  28. “Munger irrt sich selten, aber wie sagte er so schön sinngemäß: ich wäre nicht so reich wie heute, wenn ich bei hohen KGV investiert hätte.”

    Ja aber er hat auch die Tech-Werte verpasst. Die sind schon seit vielen Jahren “zu teuer” und steigen trotzdem weiter. Aber ich bin auch vorsichtig geworden, keine Frage, ich kaufe seit 2-3 Jahren nicht mehr agressiv zu und diversifiziere mehr.

    Die Frage ist halt, soll man günstig kaufen und dann lange halten oder soll man teuer wieder verkaufen, dann hätte man schon vor vielen Jahren FAANG-Aktien wieder verkauft, da zu teuer, man hätte viel Rendite verpasst. Tim hätte deutlich weniger Rendite, er hätte Netflix längst verkaufen müssen, sind schon lange “zu teuer”.

    Ich denke es gibt auch Mittelwege, man könnte auch ein Teilverkauf machen, aber auch das ist ein Risiko. Man muss halt seine persönliche Strategie finden, wo man sich wohlfühlt und welche man auch in schwierigeren Zeiten durchstehen kann.

  29. An Ralf: Hm, für mich ist eine gestreute und ausgewogene Vermögenszusammenstellung die beste Lösung. Alles oder einen Großteil in Aktien zu halten, wäre mir zu riskant, aber das muss jeder selbst wissen.

  30. @Bruno

    Da bin ich bei dir. Ein wenig vorsicht walten lassen, ist sicher nicht schlecht. Wie du es für mich treffend formuliert hast: Qualität zum fairen Preis ist Moment am kaum zu finden, zumindest in den USA.

    Qualität würde ich immer liegen lassen, selbst wenn diese mal von Mr. Market als teuer eingestuft werden. Am Ende verkaufst man tolle Firmen, um sein Geld in fraglicher Qualität zum “optisch günstigen Preis” zu tauschen. Dazu dann der Beitrag von @ZEN mit den fraglichen evergreen Schnäppchen zum günstigen KGV, bei denen man 20 Jahre kaum Rendite hatte.

    -M

  31. Ralf: Es gibt ja Möglichkeiten der Depotabsicherung, ohne gleich die ganzen Aktien zu verkaufen. Wie sieht eure Strategie für diesen Fall aus? Welche vorbeugenden Strategien empfehlen sich für ältere Depotbesitzer die im Rentenalter dann auf das Depot mit angewiesen sind?

    Hey Ralf, ich finde Deinen Blickwinkel ganz interessant. Ich bin Mitte 40 und werde beim nächsten Crash nochmal eine Extraschüppe drauflegen und ins Depot packen, das ist für mich klar. Verkaufen tue ich nichts.

    Ja der nächste Crash wird kommen. Ob nächste Woche oder erst in 10 Jahren, wir wissen es leider alle nicht.
    Wenn ich allerdings kurz vorm Ruhestand wäre und insbesondere auch diese Aktien und ETF- Gegenwerte ausgeben wollte, würde ich vermutlich doch zumindest den Verbrauch von etwa 2-3 Jahren im Voraus verkaufen und dann jedes Jahr einen weiteren Jahresverbrauch abstoßen (ausser man ist natürlich gerade im Crash).

  32. @Mats eine durchaus gute Idee. So viel ansparen, dass man quasi einmalig 12% (4% Regel für 3 jahre) entnimmt und danach immer noch genug Kapital übrig ist, um anschließend mit der 4% Regel auskommen zu können 🙂

    -M

  33. @Bruno,
    ich möchte nicht unbedingt wissen wie alt ich werde 🙂

    Absicherungsstrategie
    Meine Absicherung ist meine Rente, die ist ausreichend,
    dann sind da die Dividende, die werden im Moment noch re-investiert, aber sicher nicht für ewig,
    Cash ist vorhanden als Notfallreserve und als Cash für den Crash, ein paar Goldtaler auch, das muss so genügen.

    @Pat,
    das hat definitiv etwas, aber Jeder hat andere Lebensumstände oder ein anderes Sicherheitsbedürfnis, das wissen wir ja nicht, Gedanken sollte man sich durchaus machen, die reichste Frau auf dem Friedhof möchte ich auch nicht unbedingt sein 🙂
    Sparen und Anlegen in jungen Jahren ja, aber junge Leute sollten auch leben und was erleben dürfen, auch mal Fehler machen dürfen und nicht nur an Geld denken,
    als ich in jungen Jahren Deutschland verlassen habe, habe ich sicher nicht in erster Linie ans Geld gedacht.

  34. @ 42sucht21

    Ich hätte da einmal ein paar Fragen. Als erstes wünsche ich Dir natürlich, dass deine Performance im Juni dem MSCI World Index hinterhergelaufen ist. Dementsprechend müsste das Vermögen entsprechend höher sein. Wenn ich jetzt mal grob eine Einschätzung abgeben kann, dann würde ich vermuten, dass Dein Vermögen in Immobilien höher ist als in Aktien. Dabei scheint das Vermögen in Aktien auc ganz ordentlich zu sein. Du bist vermutlich 50 Jahre oder älter. Sind die Kinder bereits aus dem Haus? Ich schätze Dein Vermögen weit höher als ausreichend ein und es sollte auch genug für die Kinder übrig sein. Bei 5 Kindern sieht es vielleicht anders aus, Baer davon gehe ich jetzt mal nicht aus. Warum arbeitest Du weiterhin in Vollzeit, oder wie sieht es bei Dir konkret aus? Nehmen wir an Dein Brutto Einkommen liegt bei 200k€ im Jahr. Das ist sicher sehr gut, aber wenn die Kinder volljährig sind, so fällt entsprechend Steuer an. Im Vergleich zum Vermögen ist dieses Einkommen aber auch nicht unbedingt kriegsentscheidend. Falls Du 55 Jahre alt bist, so könntest Du in 5 Jahren vielleicht 500k€ durch das Arbeitseinkommen investieren. Macht das noch den großen Unterschied? In 5 Jahren bist Du allerdings auch 60 Jahre. Vielleicht verbleiben da nicht mehr viele Jahre in denen Du größere Reisen usw. durchführen kannst.
    Meine Kinder sind noch jung. Ich wüsste nicht was ich ohne Arbeit groß machen könnte. Schließlich habe ich durch die Kinder Verpflichtungen und bin auch außerhalb der Urlaubszeiten an den Wohnort gebunden. Ich gebe zu, Arbeit bringt bei mir tatsächlich Abwechslung und nur dadurch kann ich meinen freie Zeit auch gut wertschätzen. Das itmst natürlich schade, aber das habe ich leider festgestellt. Mit um die 55 Jahren werden meine Kinder aber vermutlich einigermaßen selbstständig sein. Hier werde ich sicher längere Auslandsaufenthalte durchführen oder Radreisen oder Fernwanderungen durchführen. Ich kann nicht sagen wie lang ich so etwas unternehmen kann. Vielleicht bin ich körperlich bereits mit 60 Jahren nicht mehr in der Lage einen Fernwanderweg zu gehen. Wer weiß das schon? Ich würde mich freuen, wenn Du einmal ein paar Hintergründe zu Deinem Leben gibst. Wie viel arbeitest Du und warum?

  35. @ Ralf Market Timing und Absicherung

    Ich habe letzte Woche meine Position China Railroad und China Walter Affairs geschlossen. Dafür habe ich auf einen Schlag um die 8k€ investiert und habe jetzt jeweils 10k Stück in Hongkong.
    Bei Justtrade habe ich auf einen Schlag den ausschüttenden Vanguard Emerging Markets ETF aufgestockt. Ich habe etwas über 30k€ investiert. Zusätzlich habe ich meinen S&P Vanguard verkauft mit knapp 40% Kursgewinn und in Emerging Markets umgeschichtet. Ich bin jetzt kein ETF Umschichter aber der S&P ist mir persönlich zu weit von den Einnahmen davon gezogen. Den Allworld ETF habe ich auch noch und damit an der Spitze ausreichend zu teuere Unternehmen. Ich kann nicht sagen, ob der S&P die nächste Zeit schwächer performen wird. Für mich ist es allerdings wahrscheinlich und ich fühle mich mit Emerging Markets bei niedrigerer Bewertung wohler.
    Im nächsten Crash werde ich 50k-100k investieren. Aber nur wenn er nach 5 Jahren auftritt und es für mich von meiner Lebenssituation passt. Die Mittel werde ich günstig kurzfristig besorgen und nicht vorhalten. Falls der Crash in den nächsten Monaten eintritt habe ich Pech, da ich gerade fast Alles investiert habe und keinen Spielraum für weitere größere Käufe habe. Ich habe nicht Alles investiert, da ich noch Geld für eine Baumaßnahme benötige und wenn es gut läuft auch meine Krankenkassenbeiträge für die nächsten 3 Jahre im voraus bezahle. Das Geld dafür habe ich zugegebenermaßen nicht. Da muss ich kreativ werden.
    Ich kaufe keine Absicherung. Ich habe aktuell allerdings Short Calls auf Slowgrower Ka zu ein in meinem Depot mit guter Bewertung. Auf diese Weise erhalte ich Cashflow neben Dividendenzahlungen. Natürlich ist hier mein Gewinn begrenzt und kann einen Crash nur marginal abfedern. Auf BASF, Tanger, Under Armor habe ich aktuell Short Calls. Auf die letzten beiden bei hohen Kursen. Vor einer Rente werde ich Cash für den Bedarf für maximal ein Jahr aufbauen. Falls meine Frau weiter arbeiten sollte, werde ich dies allerdings nicht machen, da ihr Einkommen unsere Ausgaben deckt. Ein Jahr Cash sollte ausreichen um das Risiko der vorzeitigen Depotentsparung signifikant zu senken. Mit Mieteinnahmen muss ich nicht so viel Cash vorhalten, wenn ich zumindest keinen Renovierungsstau habe. Drei Jahre kosten einiges an Performance, da die Summe an Kaufkraft verliert und nichts generiert. Diese Summe muss man sich auch leisten können beziehungsweise wollen. Je näher man an der Rente oder sonstigen Ansprüchen ist, desto niedriger kann die Rücklage auch ausfallen.

  36. Nachdem Kraft Heinz Company hier Thema war, habe ich versucht,
    eine Analyse mit meinem Programm Value Calculator zu erstellen.

    Ich habe den Abschreiber aus 2018 bereits beim Buchwert 2015 abgezogen,
    da die Werte ja damals schon nicht real vorhanden waren.

    Normalerweise tue ich das nicht, aber es war ein sehr grosser Abschreiber,
    der sonst von 2015 bis 2020 alle Gewinne auffrisst,
    obwohl ja der operative Gewinn nicht davon betroffen ist.

    Zen Investor Prognose
    (Mit diesem Suchbegriff kann man das in ein paar Jahren wieder finden).

    Buchwert pro Aktie 2015: 34.58
    Buchwert pro Aktie 2020: 41.08

    EKR: 8.4 %
    Langfrist-KGV: 12

    Kauf-Limit
    KBV: 1.26
    Kurs: 52
    Verkaufs-Limit
    KBV: 1.67
    Kurs: 69

    Hier kurz zur Erklärung:
    Da ich (unter Berücksichtigung des Buchwertes pro Aktie 2015 und 2020 und der ausbezahlten Dividenden) auf 8,4% Eigenkapitalrendite komme, wäre mein Kauf-Limit bei KBV 1,26 (EKR mal 0,15) und Verkaufen würde ich bei KBV 1,67 (EKR mal 0,2).

    Würde der Kurs also heute auf 69 springen, wäre es Zeit zu verkaufen.

    PROGNOSE:
    Faktor 2.6 in den nächsten 7 Jahren.
    14.4 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 7 Jahren 25’600

    Buchwert im Jahr 2028: 54
    Gesamte Dividende bis 2028: 14.84 (2.12/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    31.Dezember 2021:
    Aktienkurs (50%-Wahrscheinlichkeit): 36-46
    Buchwert pro Aktie: 43

    31.Dezember 2023:
    Aktienkurs (50%-Wahrscheinlichkeit): 34-69
    Buchwert pro Aktie: 46

    31.Dezember 2025:
    Aktienkurs (50%-Wahrscheinlichkeit): 43-86
    Buchwert pro Aktie: 49

    31.Dezember 2028:
    Aktienkurs (50%-Wahrscheinlichkeit): 60-121
    Buchwert pro Aktie: 54

    Annahmen dieser Prognose:

    Die Entwicklung vom aktuellen KBV 1 bis zum Ziel-KBV 1.67 wird 7 Jahre dauern.
    (Weil die Differenz von 1 auf 1,67 ist 0,67, mal 10, gibt gerundet 7 Jahre).

    In diesem Zeitraum entwickelt sich der Buchwert von aktuell 41 auf 54
    (zu über 50% zwischen 43 und 65).

    Daher würde der Aktienkurs in 7 Jahren bei etwa 90 stehen
    (zu über 50% zwischen 60 und 120).

    Man sieht, dass ich mit einem 50%-Wahrscheinlichkeits-Bereich arbeite für den Aktienkurs.
    Der Grund liegt darin, dass Aktienkurse sehr stark schwanken können.

    Durch den Ausdruck “Zen Investor Prognose” kann man auch in mehreren Jahren (sofern es diesen Blog noch gibt) alle Prognosen von mir finden und auswerten.
    Man kann teilweise auch nach Value Calculator suchen, um frühere Prognosen zu finden.

  37. @zeninvestor
    Gute Frage wie ich diesen sehr guten Eindtiegszeitpunkt bei Kraft Heinz gefunden habe. Ich hatte die Aktie seit längerem auf der Watchlist und bei 26$ zugegriffen. Diese Bewertung schien mir unrealistisch tief. Aber sie hätte auch weiter tauchen können. Ich sehe einen fairen Wert von Kraft Heinz in der Region von über 50$

  38. @Bruno

    Das Beste ist NACH einem Crash die besten Unternehmen oder auch den Index zu kaufen.

    Eben. Ich schrieb ja schon weiter oben (etwa in meinem 2.Kommentar):

    Beispielsweise war es die letzten 200 Jahre immer ein guter Einstiegspunkt,
    NACHDEM die Aktienmärkte um 20% oder mehr gefallen sind.

    @M@t

    hast Du mögliche Aktiensplits und Dividenden in Deiner Beispielrechnung berücksichtigt?

    Welche Beispielrechnung meinst du jetzt?
    Ja, Dividenden berücksichtige ich immer.
    Aktiensplits in der Vergangenheit berücksichtige ich natürlich auch.

    @-M

    Du hast mit deiner Aussage recht in meinen Augen. Solide Firmen zu teuer gekauft, kann übel enden.

    Eben. Mir fällt auf, dass es die letzten Jahre in diesem Blog aber auch im wertpapier-forum immer wieder die Haltung gibt, solide Firmen könne man immer kaufen, egal wo der Kurs steht.
    Und da finde ich, fahre ich mit meiner Strategie besser.

    Ich habe immer mehr das Gefühl, die Bewertung interessiert niemanden mehr.
    Sondern heute gilt nur noch Dividende, ETFs und Unternehmen mit Burggraben.
    Dass aber der Gewinn im Einkauf liegt und dass die Bewertung das Wichtigste ist,
    geht einfach unter.

    @Bruno

    Munger hat auch die Tech-Werte verpasst.

    Ja, aber ich habe die Techwerte auch verpasst, einfach weil von der Bewertung her viele Tech-Unternehmen kein Kauf gewesen wären.
    Bitcoin habe ich auch verpasst, weil ich einerseits nichts davon verstehe,
    andererseits glaube, dass auf lange Sicht der Wert gegen 0 gehen wird (in 20-30 Jahren),
    alleine schon weil jeder eigene Coins erschaffen kann.

    Auch wenn ich mich bei Bitcoin täuschen würde, so ist meine Entscheidung dennoch richtig,
    lieber vorsichtig zu sein.


    Die Frage ist halt, soll man günstig kaufen und dann lange halten oder soll man teuer wieder verkaufen

    Ja, auch das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt.

    Ich löse es so, dass ich einzelne Firmen nach einem Schema bewerte (Berechnung mit Value Calculator gemäss meinen Aktien-Regeln).

    Da ist dann der Verkaufskurs schon vorgegeben, dh ich verkaufe bei zu hohen Preisen.
    Da hat man mir hier drin auch schon vorgeworfen, ich wäre kein langfristiger Anleger,
    aber oftmals dauert es mehrere Jahre bis zum Verkauf.

    Bei Tesla hätte man zB viel zu früh aussteigen müssen.
    Aber wie will man das lösen? Die extremen Überbewertungen, die es 2020 und 2021 plötzlich gab, konnte man nicht vorher sehen.

    Auf lange Sicht ist ein rechtzeitiger Verkauf durchaus richtig. Die Frage ist, auf welchem Bewertungs-Niveau.

    Der S&P 500 ist gemessen am Shiller-P/E (das etwa eine 100 mal höhere Aussagekraft als das normale KGV hat) bald so extrem überbewertet wie 1999, und damit auf dem höchsten Stand seit 150 Jahren.

    Ich bin davon überzeugt, dass es nicht mehr lange so weiter geht.
    Ich schrieb ja schon in einem anderen Kommentar:
    Es ist nochmals ein kräftiger Anstieg bis 12’000 Punkte möglich.
    Aber von dort aus wird er 50-70% verlieren, vielleicht auf unter 4’000 Punkte im Jahr 2030.

    Aber wann will man aussteigen? Bei 12’000? Was wenn der Höhepunkt schon bei 9’000 ist?

    Ich würde zumindest in US-Aktien jetzt nicht mehr investieren.
    Für einen Verkauf ist es aber zu früh.

    @Pat hatte einen Link gepostet, wo es darum geht, dass man ohne Geld sterben solle,
    weil das sonst verpasste Gelegenheiten sind.

    Auch das ist ein grosses philosophisches Thema:
    Wann soll man anfangen, sein Geld auszugeben?
    Wäre Warren Buffett heute glücklicher, wenn er sein Vermögen die letzten 10 Jahre verpasst hätte?

    Eine Lösung könnte sein, ab zB 1 Million Euro Vermögen (Schweiz: 2 Millionen CHF) seine Ausgaben langsam zu erhöhen und sich immer mehr zu gönnen.
    So dass das Vermögen sehr langsam schrumpft.

    zB bei 1 Million und Wertsteigerung von 80’000 im Jahr könnte man 100’000 im Jahr ausgeben für ein schönes Leben.

    Die Frage ist auch, ob man das Geld spendet mit zB 80 Jahren (man kann ja ein Restvermögen behalten),
    oder eine Stiftung gründet für die Nachwelt.

    @Nico Meier

    Ich sehe einen fairen Wert von Kraft Heinz in der Region von über 50$

    Gehst du da rein nach Gefühl oder nimmst du Kennzahlen wie das KGV oä zur Hilfe?
    (Darf man hier eigentlich schweizerdeutsch schreiben?)

    Ich kam oben ja auf 69$ als aktuellen Verkaufskurs und damit fairen Wert.

  39. Hi Kiev, meine China Water Affairs Position habe ich neulich auch abgeschlossen, bei mir sind das nun 21.000 Stück. Die beiden anderen HK-Infras Yuexiu Transport und China Everbright Environmental habe ich in gleicher Größe (Gegenwert) gerade abgeschlossen, genauso wie meine Helios Towers. Damit habe ich vier Infras, drei Mal China und ein Mal Afrika. Die Wette hier war ja für mich, frühzeitig in eine American Water einzusteigen. Die Kaufpreise der Infras liegen ja allesamt noch irre unter Buchwert. Worauf ich ein bisschen schiele ist Edison. Sehr stark in New Energies. Könnten mal, wenn sie noch mal abtauchen, meine nächste und vielleicht dann für das Erste letzte Infra-Position werden.

    In HK habe ich auch noch mal Sinopharm stark aufgestockt und CSPC Pharmeceutical ein bisschen. Pinduoduo (ADR Nasdaq) gebe ich nicht mehr Geld rein, aber die Position ist schon mittelgroß. Aber Süppchen und Schärfe (Yihai) habe ich die Kursschwäche genutzt, und sehr stark aufgestockt. Hier ist das KGV immer noch hoch, aber meines Erachtens kauft man growth value. Ein bisschen habe ich Dali Foods gemacht, Ping An ein bisschen auch (hatte die mal mit Gewinn wegen Bilanz-Anwerfungen verkauft früher), wobei ich bei Ping An immer noch bei Kursschwächen nachkaufe, da ich da sicher gehen will. Vinda Inter. habe ich auch die Wunschgröße. Jumia (wieder Afrika) stabilisiert sich, bin hier leider nicht mehr bei 350%, aber immer noch bei 85%, und halte diese größere Position fest. Genauso wie meine Ozon Holdings (Russland).

    P.S.: Nun tritt das ein, was ich hatte kommen sehen, mich trotzdem aber entschieden hatte (sozusagen konform zur damaligen Faktenlage): Luckin Coffee geht weiter nach oben, leider gerade ohne mich. Aber immerhin hatte ich aus einem 20k Verlust einen 35k Gewinn “getradet” (ich haße das Wort), weil ich die Nerven behielt und zugekauft hatte. Da aber keine Reports mehr kamen und schon der zweite WP wieder ging, war der Verkauf richtigt. Punkt. Aus. Au weia, warum muss ich mir das jetzt mantraartig wiederholen? 🙂 So ist das eben.

    Das mal zu meinen Asia, Afrika, Russia Aktien 🙂 Denke, ich habe die alle in stark sich entwickelnden Märkten zu günstigen Kursen gekauft. Jedenfalls sehe ich da nicht das Problem, dass ich irgendeine gesättigte defensive Aktie zum einen KGV von +20 geordert habe, die dann abstürzt, wenn sich die Bewertungsmodelle wieder normalisieren.

  40. Die Untergangsspezialisten warnen derzeit gar nicht vorm Crash.
    Die dicke Sau, die sie aktuell durchs Dorf treiben, heißt Inflation?
    Mit Crashbüchern lässt sich kein Geld mehr verdienen, das Thema ist ausgelaugt. (Hyper-)Inflation heißt jetzt das Zauberwort.

  41. Kiev, wenn ich schon aufzähle, dann doch vollständig: Zhongan Online Insurance habe ich viel gemacht. Das ist einer meiner growth value Hoffnungsträger, von dem ich mir erhoffe, er möge mir perspektivisch auf das eingesetzte Kapital sehr viel regelmässig ausschütten.

  42. Die “Untergangsspezialisten” leben eben in einer andern Welt, die sie sich selbst ausgesucht haben. Ich kritisiere eher dass sie andere versuchen in diese Welt hineinzuziehen. Das hat auch nichts mit Pessimismus oder Optimismus zu tun, das sind eher finanztechnische Fakten, aber viel eher mit Vertrauen oder Hoffnung in die Zukunft. Jeder ist frei, unabhängig von seinem Kapital, in welcher Welt er lieber leben möchte.

    War jetzt wohl etwas (zu?) philosophisch am Sonntagmorgen 😉

  43. @Zen
    Hi Zen,

    Ich meinte Deine Beispiele von Coca Cola, IBM und co. Ich weiß nicht,ob Splits stattgefunden haben, war nur überrascht, über die sehr geringe Rendite.
    VG

  44. Das lässt sich doch leicht beantworten. Die splits sind doch im Chart automatisch berücksichtigt. Schau dir mal die Charts der Unternehmen an. Danals zu teuer gekauft, war böse.

    Buffett war da halt etwas früher dran…. er hat meine ich zu KGV15 gekauft inkl. noch sehr gutem Wachstum. Das ist etwas komplett anderes als KGV 20 bei vlt 3% Wachstum.

    -M

  45. @ Tobs

    Danke für die weiteren Titel. Schaue ich mir mal an. Die Versicherung ist mir glaube ich auch schon aufgefallen und Infrastruktur gefällt mir eh. Muss mich jetzt aber etwas einschränken. Vielleicht werde ich 30k und mehr vorauszahlen dürfen. Aber dann gibt es im nächsten Jahr noch einmal größere Käufe. Ich kaufe weiterhin Positionen um 5k€. Auch wenn das jetzt im Bezug zum Depot verhältnismäßig klein wird. Ansonsten dauert es etwas bis ich eine Position ohne besondere Ereignisse füllen kann. Ist für mich aber in Ordnung. So erwische ich ab und an auch Mal ein gutes Unternehmen.
    @ Bruno
    Die Crash Propheten kaufen natürlich mit ihren Einnahmen Aktien 😉 Ist nicht gesagt, dass sie selbst sich nach dem richten was sie erzählen. Ich habe eine kleine Abhandlung zu Friedrich gelesen. Er hatte scheinbar irgendwo mal etwas richtig getippt. Wenn ich seine Einnahmen mit Büchern sehe würde ich so vorgehen. Ein Depot mit Call Optionen auf Kurs mit langer Laufzeit für 40k€. Ein anderes mit Put Optionen. Wenn dann eine Region massig gewinnt oder verliert schreibe ich dann darüber und zeige mein erfolgreiches Depot dazu und meine Gedanken. Das andere lasse ich unauffällig verschwinden…. 😉 mit der Strategie gewinnen sie auch immer.

  46. Ja bei Coca-Cola ist KGV sicher ein wichtiges Thema, aber schaut man sich die Geschichte von Amazon an, da war das KGV schon immer extrem hoch, diese Firma hätte man nie gekauft wenn man nicht das Geschäftsmodell und seine Aussichten betrachtet hätte. Es war eben genau Strategie, mit aller Kraft Marktanteile gewinnen ohne oder wenig Gewinn, um Konkurrenz zu erdrücken. Sie waren die ersten mit kostenlosem Versand etc. um die langfristige Strategie zu erreichen. So langfristig denken viele nicht mehr, hier kann man auch von den Chinesen lernen. Margen kann man dann natürlich viel einfacher erhöhen wenn die Konkurrenz weg ist 😉

    Daher erachte ich KGV bei Wachstumstiteln nicht wirklich als sinnvolle Kennzahl. Man muss auch immer schauen, in welchem Stadium ein Unternehmen ist.

  47. @Kiev Genau, so machen es auch die Fondsanbieter, man legt 50 Anlagefonds auf, 8 saufen ab, 40 entwickeln sich solala plus minus der Markt und die 2 welche den Markt schön outperformen mit denen geht man dann ins Marketing 😉

  48. ***********Hi Tim
    Crash Propheten scheinen nicht zu verstehen, dass tiefere Kurse etwas Gutes sind. Niemand kann ein starkes Portfolio aufbauen, wenn die Kurse von ATH zu ATH rennen würden. Rückschläge sind super, März 2020 beispielsweise war eine grosse Chance, ein tolles Portfolio zu starten resp. ein Bestehendes zu stärken.
    Schöne Grüsse
    SavyFox*******

    Die Crash-Propheten verstehen eigentlich sehr gut. Nämlich wie sie Geld verdienen. Erst wird mit Büchern Angst gemacht. Die Bücher sind aber nicht wirklich lukrativ, da wird man nicht reich von. Was sie aber können ist mit ihren Büchern den Finger auf die Produkte zu lenken die sie selbst vertreiben. Und damit wird dann Geld gemacht. Es wird also eine Drohkulisse mit entsprechender (teuren) Lösung präsentiert. Nicht zufällig haben Max Otte, Dirk Müller und Markus Krall Fonds und Edelmetall Lösungen im Eigenvertrieb.

  49. @Kiev

    5k ist ja eine ordentliche Position. Natürlich wenn irgendwann 5k im Bezug zum Depot dann bei <1% liegt, ist es eher lächerlich:-) dann hat man aber andere Probleme hehe. Ähnlich wie @Tim, wenn er 5k irgendwo rein steckt, ist dann eher homöopathisch. Bei einer Millionen braucht es dann schon 50k, um die Nadel etwas zu bewegen.

    Ich mag es ja konzentrierter und gehe meist keine Position unter 5% des Gesamtdepots ein. Bei guten Chancen würde ich mindestens 10% setzten. Ist aber nicht jedermanns Sache, was ich auch verstehe.

    @Crash-Nostradamus-Propheten

    Das ist ja das perverse, dass ausgerechnet die mit ihrem Geld selbst investieren. Aber Menschen stehen auf Pornos und nicht nur Sex sells 🙂

  50. Bei der ganzen Thematik muss man einfach seine persönliche Asset Allokation (RK3, RK1) bestimmen und gut ist. Dann kann auch der nächste Crash kommen. Alles andere ist Spekulation und Zeit-/Geldverlust.

    Persönlich habe ich 80% MSCI ACWI ETF (thes.) und 20% Tagesgeld. Zwischendurch mal Rebalancing und gut ist.

  51. @Bruno

    Zusammenfassend muss das KGV und Wachstum gemeinsam betrachtet werden.
    Amazon mit KGV 100 kann bei dem großen Wachstum günstig sein, wärend andere mit KGV 100 und vlt nur 10% Wachstum extrem teuer wären. Das ganze zählt halt und wie lange etwas anhält.

    In China finde ich noch Firmen die bei geringem KGV am wachsen sind, was mir sehr zusagt. Gerne würde ich in solche Firmen in der westlichen Welt investieren 🙂

    -M

  52. @M@t

    Ich meinte Deine Beispiele von Coca Cola, IBM und co. Ich weiß nicht,ob Splits stattgefunden haben, war nur überrascht, über die sehr geringe Rendite.

    Ach so.

    Ja, ich habe einfach den Chart von Google genommen.
    Typischerweise werden Splits da einbezogen.

    Also ein Unternehmen dass im Jahr 1999 bei 400 Dollar stand,
    und dann einen 1:10 Split vollzog, da steht heute,
    es sei 1999 bei 40 (nicht mehr 400) Dollar gestanden.

    Ich muss zugeben, ich hatte mir weitere Unternehmen wie Cisco, Amazon, Apple usw angeschaut, wo die Kurse inzwischen einiges höher sind als im Jahr 2000.
    Diese habe ich dann extra weggelassen.
    Normalerweise manipuliere ich meine Daten nicht so, aber es ging nur darum zu zeigen,
    dass sehr hoch bewertete Unternehmen tatsächlich extrem schlecht performen.

    Ich hatte hier schon früher von Coca-Cola abgeraten als Beispiel.

    Beispielsweise (alle gefunden via Google mit
    site:timschaefermedia.com “Coca Cola” “Zen Investor”)

    in
    https://timschaefermedia.com/der-unfug-mit-den-crash-warnungen/#comment-9680

    fragte ich Tim Schäfer:

    Aber was ist, wenn du zB eine Coca-Cola hälst, und die steigert sich von heute 40 auf 400 Dollar, weil es irgendwelche Gerüchte gibt über ein neues Süssgetränk? Würdest du dann bei einem KBV von über 50 nicht verkaufen?

    Tim S. antwortete mit:

    Die von Dir angeführten Beispiele von einer hypothetisch extrem überbewerteten Berkshire oder Coca-Cola sind eher unrealistisch. Beide Konzerne werden von vielen Profis und Privatanlegern beobachtet. Ich schließe so ein Szenario aus.

    Ich antwortete uA mit

    Ich vermute einfach mal, dass das Kurspotential bei einem KBV von 2,0 erheblich höher wäre, als wenn man bei 5,0 kauft.

    woraufhin Tim S. meinte:

    Das KBV ist keine gute Vergleichszahl. Kauft ein Konzern seine Aktien zurück, sinkt das Eigenkapital. Somit vergleicht man schnell Äpfel mit Birnen. Das Eigenkapital hat bei aggressiven Aktienrückkäufern wenig Aussagekraft, es kann sogar negativ sein.

    Tim meinte also, das KBV sage nichts aus, und das sogar dann wenn (wegen Aktienrückkäufen) das Eigenkapital negativ wäre.
    Tja, sorry, aber ein Unternehmen, dass negatives Eigenkapital hat, hat keinerlei Reserven und ist nicht mal in der Lage, seine Schulden zurück zu zahlen.
    Weil alle Maschinen, Gebäude, Patente, Cash-Bestand, Wertpapiere usw zusammen die das Unternehmen besitzt, weniger als die Schulden sind.

    Diese Diskussion fand übrigens im April 2015 statt.

    Hier ein weiteres Beispiel, dass das KBV eine enorme Aussagekraft hat:

    https://timschaefermedia.com/diese-fragen-haben-meine-blogleser/#comment-14096

    Mit einer damals viel schlechteren Methodik als heute (habe die Formel stets verfeinert und Fehler ausgemerzt seither), kam ich auf diese Prognose:

    Damals am 24.Dezember 2015 sah es so aus:
    Kurs: 43,67$
    Buchwert: 5,99$

    Mit der damaligen (sehr viel schlechteren) Methodik sagte ich voraus:


    Prognosen für 31.12.2025:
    Buchwert pro Aktie: 10.8
    Aktienkurs: 57
    Obwohl Coca-Cola eine Eigenkapitalrendite von 36% hat, ist die Steigerung pro Jahr nur 2,3% (im Aktienkurs) zu erwarten.
    Woran liegt das nun?
    KBV 7,3

    Heute liegt der Kurs übrigens bei 54$.

    Ich will damit eigentlich nur sagen:

    Es kann das beste Unternehmen der Welt sein.
    Aber der Gewinn liegt im Einkauf.

    Bei stark wachsenden Unternehmen kommt natürlich ein Problem hinzu:
    Die heutigen Zahlen zeigen noch nicht das anstehende Wachstum.
    Aber da halte ich es wie mit Bitcoin:
    Es ist mir nicht sicher genug, und ich kann es zu wenig gut einschätzen.
    Also lasse ich vorsichtshalber die Finger davon.

    Bedenket wie viele Internet-Unternehmen vor 25 Jahren an die Börse gingen,
    und dann verschwanden.

    Oder wer hat heute noch Aktien von Yahoo, Alta Vista, Lycos, Letsbuyit.com, AOL, usw?

  53. @-M

    Zusammenfassend muss das KGV und Wachstum gemeinsam betrachtet werden.
    Amazon mit KGV 100 kann bei dem großen Wachstum günstig sein, wärend andere mit KGV 100 und vlt nur 10% Wachstum extrem teuer wären.

    Ja, aber wie ich schon woanders schrieb, nämlich in
    https://timschaefermedia.com/krisenpropheten-warnen-wieder-vorm-crash-mich-juckt-das-nicht-die-bohne/#comment-96355

    Also dass das KGV völlig nutzlos ist für die Bewertung des Marktes oder einer einzelnen Aktie, sollte inzwischen doch bekannt sein.

    Dies weil das KGV zu stark schwankt.

    Und das Problem bleibt doch:
    Wie lange wächst eine Amazon noch?

    Nehmen wir an, Amazon hätte ihren Umsatz um 20% pro Jahr gesteigert.
    Der Gewinn war extrem tief und wurde seither um 50% pro Jahr gesteigert.

    Irgendwann kommt es meiner Meinung nach zu einer Normalisierung, dh einem Wachstum deutlich unter 20%.
    Woher weiss man, ob das in 3, 5 oder 10 Jahren soweit ist?

    Wenn Amazon im Jahr 2025 nur noch 30% Gewinnwachstum hat, 2026 noch 20% und ab 2027 nur noch 15%, dann ist der heutige Kurs trotzdem zu hoch.

    Ok, ich mache das Beispiel konkreter mit Zahlen von
    https://www.ariva.de/amazon-aktie/bilanz-guv?page=1

    Demnach war die Eigenkapitalrendite von Amazon der letzten 5 Jahre bei
    12,29%
    10,95%
    23,13%
    18,67%
    22,84%

    Und der Gewinn pro Aktie in den letzten 5 Jahren in US-Dollar war:
    8, 8, 24, 28, 48

    Der Kurs steht bei 3’511.

    Das ist ein KGV von 73 im Vergleich zum letzten Jahr, welches den höcshten Gewinn in der Firmengeschichte aufweist.

    Wenn Amazon nur noch so langsam wächst wie ein normales Unternehmen, müsste ein KGV von 10 bis 20 angemessen sein.

    Was ist, wenn das Wachstum von Amazon sich bald verlangsamt,
    und im Jahr 2025 bei 200 Dollar pro Aktie angelangt ist?
    Was ist, wenn danach das Wachstum nur noch 10% pro Jahr ist?
    Also bis 2030 würde der GEwinn pro Aktie bei 322 $ pro Aktie.

    Dann wäre der faire Kurs pro AKtie (zB bei KGV 15) bei 4’830$.

    Was ist aber, wenn der Gewinn vorher stagniert, und der Gewinn pro Aktie im Jahr 2030 erst bei 200$ pro Aktie (also dem 4-fachen von heute) angelangt ist?

    Bei einem KGV von 20 wäre ein Kurs von 4’000$ gerechtfertigt, der schon fast erreicht ist.

    Und dass der Gewinn pro Aktie stagniert oder nur noch sehr langsam wächst und sich in den nächsten 10 Jahren nur noch ver-4-facht, ist durchaus realistisch.
    Wenn das passiert sind wir heute 10% unter dem fairen Kurs des Jahres 2030.

    Ich würde sagen:

    Das mit Wachstums-Unternehmen ist wie mit Bitcoin:

    Vielleicht sollte man in den ersten 10 Jahren darauf setzen,
    aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Wachstum verlangsamt, ist sehr gross.
    (Es gibt da auch Studien dazu, dass Firmen mit starkem Umsatzwachstum meistens ein langsamer werdendes Wachstum haben nach einigen Jahren).

  54. @Zeninvestor
    Zum Kaufzeitpunkt 2019 habe ich mir die Zahlen angesehen. Ein für mich fairen Wert liegt eher tief mit 50$ für Kraft Heinz da hast du recht. Ob und bei welchem Kurs ich Kraft Heinz verkaufen werde habe ich nicht fix festgelegt. Ich sehe Kraft Heinz als Dividendenaktie die mir noch viele Jahre gute Dividebden bringen wird.

  55. Hmmm ich denke, dass sich das Umsatzwachstum verlangsamt, jedoch die Gewinne stärker steigen durch geringere R&D.

    So jetzt kümmere ich mich mal um die Pizzen für heut Abend und die Tomatensoße:-)
    Sport steht auch noch auf meiner Liste. Aktien sind gerade eh recht langweilig wie ich finde. Es drängt sich halt so wenig auf, was die Kaufenslust entfacht. Die Frau freut sich, der Mann gibt kein Geld aus, haha.
    -M

  56. @Nico Meier:

    Nun ja, mit deinem tiefen Kaufpreis konntest du mehr Aktien kaufen und erhälst damit mehr Dividende. Glückspilz.
    Auch mein fairer Wert ist ja nur eine grobe Annäherung, es ist eine “ungenaue Wissenschaft”.
    (Wie das Wetter, wo intern die Temperatur auch mit 8 Nachkomma-Stellen berechnet wird, in der Realität aber schon am 1.Tag 1-2 Grad daneben liegen).

    Und noch einen kleinen Seitenhieb erlaube ich mir, über das obige Zitat von Tim, wo er 2015 schrieb:


    Die von Dir angeführten Beispiele von einer hypothetisch extrem überbewerteten Berkshire oder Coca-Cola sind eher unrealistisch. Beide Konzerne werden von vielen Profis und Privatanlegern beobachtet. Ich schließe so ein Szenario aus.

    Coca Cola lag 1987 bei rund 2,50$ (Splits berücksichtigt).
    1997 bei 35$.

    Die Firma war also 14 mal wertvoller geworden.

    Coca Cola war aber schon 50 Jahre vorher weltweit bekannt.
    Wie soll sich der Wert von 1987 bis 1997 ver-14-facht haben?

    Oder von 1998 bis 2000 halbierte sich der Wer fast, von 43 auf 23$ pro Aktie.

    Die Hypothese im oben genannten Zitat, wonach Coca Cola von Profis und Privatanlegern beobachtet wird, und schon deshalb extreme Fehlbewertungen nicht vorkommen würden,
    ist damit klar widerlegt.

    Um nicht in diese Falle zu tappen, setze ich für mich ein Limit beim Kaufpreis.

    Wenn man bei Amazon von 20% Eigenkapitalrendite ausgeht über die letzten Jahre,
    so wäre ein KBV von 4 gerechtfertigt.
    Also ein Kurs von rund 800$.

    Wobei die EKR-Angaben auf ariva.ch nicht mit dem Wachstum des Eigenkapitals zusammen passen, wonach man über 5 Jahre eher von 45% Wachstum ausgehen müsste,
    was dann wiederum eine ganz andere Hausnummer ist.
    Es wurden zwar neue Aktien ausgegeben, aber 5% mehr Aktien können keine Steigerung um 30% im Buchwert erklären. Ausser bei extrem überhöhten Preisen.

    So das war der letzte Kommentar für die nächsten 18 Stunden, versprochen.

  57. Kiev, 5k ist bei mir mittlerweile auch alles andere als signifikant.
    Für mich löse ich das so, dass ich sage, jede Position in meinem Depot muss sich für mich empfehlen, dass ich mindestens 10k reingebe. Das ist dann zwar im Verhältnis zu meinem Depot jetzt auch nicht mehr ganz so viel. Aber für mich habe ich festgelegt, dass unabhängig von der relativen Betrachtung ein guter return on investment – absolut gesehen – auf Grundlage 10k schon nicht unerheblich ist (denn meine finanziellen Spielräume aus meiner Vor-Job-Zeit habe ich nicht vergessen, egal wie gut es mir es gerade im Hier und Jetzt geht). Außerdem ist das Depot voll im Aufbau und es fließt beständig Geld rein. Da es ist dann auch ein bisschen müßig, willkürlich Positionsgrößen festzulegen. Aber unter 10k Zielgröße mache ich auch nichts mehr, mittlerweile ist es im Durchschnitt schon viel mehr. Trotzdem habe ich jetzt mal einen Schwung nicht wirklich gut zu bewertende Wachstumsaktien wie Beyond und Oatly reingekauft, und stehe da pro Positionen aktuell nur bei 2,5k. Da kaufe ich bis zur Zielgröße nämlich immer nur so homöopathisch in 1kern, was ich mit smartbroker jetzt prima kostenneutral durchführen kann. Aber auch solche Positionen müssen irgendwann auf mindestens 10k einkalibriert sein, damit das Depot kein Floh-Zirkus wird.
    Wie Tim das macht, finde ich gut nachvollziehbar. Er hat ja -wenn ich das richtig überblicke- anfangs auch in einige Werte konzentrierter reingebuttert. Aber wenn ein Depot eine gewisse Reife und Größe hat, kann es auch gerne bei 50 Positionen stehen. Das fände ich total ok. Was ich halt nicht tun würde, wäre in der frühen Phase so willkürlich in einfach alles zu investieren. Lieber immer so in 1-2 Jahres Zeiträumen fokussiert reininvestieren, wo man Chancen sieht. China als Beispiel, und gerade “langweilige” Aktien aus dem Nicht-Tech-Bereich bieten aus meiner Sicht life time chancen. Darum habe ich da die letzten 2 Jahre auch so hemmungslos hingelangt.

  58. Splits für Coke:

    1927, 2:1
    1935, 4:1
    1960, 3:1
    1965, 2:1
    1968, 2:1
    1977, 2:1
    1986, 2:1
    1990, 2:1
    1992, 2:1
    1996, 2:1
    2012, 2:1

    Wer vor 1927 100 Coke-Aktien hatte und bis mindestens 2012 hielt, hatte dann stattliche 921.500 Coke-Aktien im Depot. Aus 1 Aktie wurden 9.215 Stück.

    Noch krasser ist Ecolab:
    Aus 100 Aktien vor 1944 gekauft wurden bis 2003 unglaubliche 1.235.032 Stück durch Splits.

    Vielleicht gibt es ja einige “Erben-Depots”, die hiervon einiges beinhalten, wer weiss.

    LG

  59. @ Tobs
    Wie investiert Du in Deine Positionen? Ich habe früher einfach immer einen Einmalkauf durchgeführt. Bei 5k habe ich schon oft in zwei Tranchen gekauft. Wie baust Du 10k Positionen auf? Baust Du monatlich beispielsweise 3 STK parallel auf? Oder eine nach der anderen? Bei 10k würde es bei mir leider etwas dauern. Mein Depot hat mittlerweile eine Größe erreicht, die ich nicht mit meinen monatlichen Überschüssen aus der Arbeit und Mieteinnahmen leicht beeinflussen kann. Zusätzlich kaufe ich gerne ETFs. Mein Justtrade Depot möchte ich als nächstes gerne bei 100k sehen. Hier bin ich einmal auf die nächste Ausschüttung gespannt. Habe die Ausschüttungen überhaupt nicht im Blick und einfach aufgestockt. Hier würde ich gerne 400€ im Quartal sehen. Dazu fehlen mir noch einige Emerging Markets Anteile und World.

  60. Kiev, unterschiedlich.
    Nach den trotz >3 Prozent Tilgung verbleibenden geringeren Liquiditätskosten meiner Wohnungen verbleibt immer was für das Depot. Es gibt zudem mittlerweile einige Monate, wo echt spürbar was an Dividende kommt. In der Regel führe ich -jetzt ungeachtet meiner oben beschriebenen Ausnahme bei Beyond und Oatly- keinen Kauf unter 5k durch. Manchmal aber in der Tat, wie Du schreibst, aufgeteilt verschiedene Positionen auf 2,5k. In manchen Monaten, wenn ich auch mal eine kurze Zeit es geschafft habe enthaltsam zu bleiben 🙂 , 10k pro Position. Wenn ich auf einen neuen Wert aufmerksam werde, und ich bin total bullisch, und das Teil hängt krass unter einer 200 Tageslinie, die gerade ins Positive dreht, dann bin ich da auch mal nicht so dogmatisch und lange richtig zu. Es ist ja so, dass ich immer ein bundle von Werten habe, die schnell hochziehe, bis sie auf 10-20k sind. Nachkäufe bei Gelegenheiten sind nie ausgeschlossen, drängen sich dann aber nicht mehr auf. In meinem Excel habe ich diese Positionen in der Spalte “EK” dann grün gefärbt 🙂 . Jetzt hatte ich ja nach Auflösung meiner Luckin Position unerwartet viel Geld, da konnte ich dann auch direkt in die Vollen gehen. Hab mich aber zusammengerissen und hier keine neue Position gemacht, sondern das Geld auf meine bestehenden und aus meiner Sicht teilweise sehr aussichtsreichen Positionen verteilt, einfach damit das Depot insgesamt noch halbwegs kompakt bleibt. Und natürlich, einmal im Jahr kommt die Gratifikation. Das ist der schönste Monat, ein richtiger Wonne-Monat für das Depot, wenn man so will. Aber auch hier schaue, dass ich dann kompakt bleibe. Zum Beispiel hätte ich mir Edison gut vorstellen können, coole Company, sehr lange am Markt, einer der größten New Energy Anbieter in USA. Aber: Bei einem direkten Vergleich zu Infra Werten in Asien, sind Kapitalrendite und Wachstumsaussicht doch eher ein Witz, sorry, das muss man einfach so sehen. Und dann reiße ich mich zusammen, und kaufe die Edison doch nicht, auch wenn sie mir grundsätzlich gefällt. Da bin ich zunehmend stringent geworden, dass ich Wachstum sehen will. (nicht nur der Rendite wegen, sondern auch als Risikopuffer gegen Abwertungen) Dann fühle ich mich vom Risiko wohler als bei einem vermeintlich sicheren blue chip aus USA. Wobei ich echt hoffe, dass dort die Märkte mal korrigieren und man wieder Gelegenheiten findet, weil ich die USA immer noch als den besten Kapitalmarkt der Welt einschätzen würde.

  61. Hallo zusammen,

    ich befinde mich aktuell der Situation, dass ich bald 195.000€ investieren. Bei dieser Summe, denkt man schon des Öfteren über die Marktlage nach – und ob es der richtige Zeitpunkt ist. Und das, obwohl ich immer selber meinem Umfeld kundtue, dass die Zeit im Markt entscheidend ist.

    Aktuell besitze ich ein Depot im klassischen 70/30 Stil in der Höhe von ~60.000 €. (iShares Core MSCI World UCITS ETF – A0RPWH – 70% und ishares EM – A111X9 -> Thesaurierend). Das Depot habe ich mir zum Corona-Tiefstand aufgebaut. Hier bin ich mit 30.000€ eingestiegen.

    Aktuell denke ich darüber nach, 100.000€ zu investieren und die restlichen 95.000 € über einen Zeitraum von 2 Jahren monatlich auf meine aktuelle Rate von 1.600 € zu kumulieren und entsprechend zu investieren. Bei einer Korrektur von 10 – 15% (Ausgehend vom letzten ATH) dann entsprechend den Restbetrag vollumfänglich zu investieren. Ich denke, mir ist bewusst, dass das nur “gefühlt” ein besseres Wohlbefinden auslöst und mir etwas die Angst nimmt eine Korrektur bzw. Gelegenheit für einen erneuten Nachkauf (Wie in Corona), nicht zu verpassen. Denn leider kann ich den Markt nicht vorhersehen.

    Mir ist Eure Meinung sehr wichtig, daher die Fragen:
    Was haltet Ihr davon und wozu würdet Ihr mir raten? Glaubt ihr, dass die Allokation 70/30 die richtige Entscheidung war und ich diese weiterfahren sollte, oder ist nun ein guter Zeitpunkt auf den ACWI umzusteigen? Was haltet Ihr speziell vom A111X9, in welchem ich momentan investiert bin -> Hier sind auch die kleinen Unternehmen enthalten.
    Denkt Ihr, ich sollte das Geld investieren, oder liegen lassen und warten? Oder direkt alles in die Hand nehmen und in den Markt schieben?

    Ich habe zwei Anlagehorizonte, die sich nach Rendite und Situation zum Zeitpunkt des Exit richten (“Finanziell unabhängig sein”):

    Anlagehorizont bei einer durchaus positiven Entwicklung mit durchschnittlicher Rendite von 8%: 19 Jahre
    Anlagehorizont bei einer eher moderaten Entwicklung mit durchschnittlicher Rendite von 4,5%: 31 Jahre.

    Noch als Rand-Info: Ich bin 28 Jahre alt.

    Ich freue mich sehr auf Eure Ratschläge! 🙂

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Timo

  62. Sonny
    Ich hab wieder ein bisschen Ping An gemacht, nachdem sie gesunken sind. Hatte sie aber mal verkauft.
    Pro: Enormes Wachstum, gilt als sehr digital und innovativ. In China besser im Markt als eine Aia, 10 Prozent an Zhongan (die hab ich auch),
    Con: Anwerfungen, dass die Bilanz Themen hat. Denn die haben in der Rechnungslegung voll konsolidierte Töchter, deren Geschäftsmodell während Covid erwartungsgemäss hätte leiden können. Tat es aber nicht, immer nur gute Zahlen. Zufall? Können? Ein bisschen Zahlen-Tuning? Aber: Es konnte m.E. nie einer dieser Vorwürfe substantiiert werden.
    Con: Na ja, sie müssen schon mal kleine Buden mit Probs kaufen, jedenfalls sagt man so, weil die Regierung keine Abwicklungsfälle sehen will. Dann muss halt mal Schrott gekauft werden als Gefallen an die Partei.

    Glaubt man den Zahlen, bei wenig Preis tolles Wachstum. Wie gesagt, bin wieder was drin, aber bevor ich mich wieder voll hingebe, bleibe ich etwas distanziert. Und vergiss nicht: das ist keine defensive Versicherung. Das ist Allfinanz, die haben neben Insurance die Divisions Asset Management und Banking, und da auch IB, also Investmentbanking. Du kaufst da keine unschuldige Jungfrau.

  63. @Timo

    Du hast meiner Meinung nach alles in deinem Post drinnen, um eine Entscheidung selbst zu treffen.
    Die Wahrheit wird sein: investiere so wie DU dich wohlfühlst.

    Dein Vorschlag 100k sofort und den Rest auf die monatliche Sparrate zu packen, ist doch ein sehr guter Gedanke. Du wirst eh noch 5 andere Vorschläge bekommen. Eins kann ich versprechen, machst du es so wie hier jemand vorschlägt und es geht schief, dann bist du mad as fuck 😉

    Zu den ETF kann ich nichts beitragen.

    -M

  64. Vor genau 18 Stunden und 4 Minuten schrieb ich:


    So das war der letzte Kommentar für die nächsten 18 Stunden, versprochen.

    Und hey, ich habe das Versprechen eingehalten.

    @-M
    Wie waren die Pizzen?


    Zusammenfassend muss das KGV und Wachstum gemeinsam betrachtet werden.
    Amazon mit KGV 100 kann bei dem großen Wachstum günstig sein, wärend andere mit KGV 100 und vlt nur 10% Wachstum extrem teuer wären.

    Das fasst sinngemäss meine Meinung zusammen (ausser dass ich niemals aufs KGV eines Jahres schauen würde).

    Das KBV ist für mich die beste Kenngrösse, zusammen mit EKR.
    Diese stehen normalerweise in einem ausgewonenen Verhältnis zueinander.

    Eine hohe EKR führt zwangsläufig zu mehr Eigenkapital (ausser es wird alles als Dividende ausgeschüttet oder durch Aktienrückkäufe vernichtet).

    Wie ich weiter oben erklärte, ist das KGV leider sehr schwankungsanfällig.
    Bei 100 Umsatz und 95 Aufwand ist der Gewinn 5.
    Sinkt der Umsatz um 5% in einem Jahr, ist der Gewinn um 100% eingebrochen.
    Konnte der Umsatz um 1 gesteigert werden (auf 101), ist der Gewinn um 20% gestiegen (von 5 auf 6).
    Daher sollte man den Gewinn aus 10 Jahren nehmen (Shiller-P/E) oder gleich das KBV.

    Wie gesagt, ich nehme neben dem KBV auch das EKR.

    Das klingt mega kompliziert. Ist es aber nicht.

    Ein Unternehmen mit einem Buchwert von 10 pro Aktie, mit 5% EKR in den letzten Jahren,
    würde ich mit auf ein faires KBV von 0,2 * 5 = 1 schätzen.
    Also 10 wäre auch der faire Aktienkurs.
    Einfach weil 5% nicht so ein grosses Wachstum sind und einfach zur Sicherheit.
    Wenn alles gut geht, ist das Eigenkapital pro Aktie in 10 Jahren bei 16,29.

    Ein anderes Unternehmen ebenfalls mit einem Buchwert von10 pro Aktie,
    das aber 15% EKR geschafft hat über die letzten 5 Jahre, würde ich als fair bewerten
    bei einem Kurs von KBV = 0,2 * 15 = 3. KBV 3 entspräche 30 Aktienkurs.
    Wenn es so weiter geht, wäre in 10 Jahren der Buchwert pro Aktie bei
    40,46.

    Also beim gleichen Eigenkapital pro Aktie würde ich im einen Fall
    10 bezahlen und müsste in 10 Jahren etwa 16,29 Eigenkapital pro Aktie haben.

    Im zweiten Fall würde ich 30 bezahlen (bzw. das wäre mein Verkaufskurs),
    und hätte in 10 Jahren 40,46 Eigenkapital, wenn das Wachstum gleich bleibt.

    Ich zahle also den 3-fachen Kurs, wenn das Unternehmen die 3-fache Rendite einbringt.
    Das ist nach Jahren der Forschung, Berechnung und Studien lesen die beste Lösung.

  65. @Zen
    Ja alles prima gelaufen. Zur Verbesserung fehlt nur noch ein richtiger Ofen mit 450 Grad.

    Investierst du in alle Firmen, die dein Calculator als kaufenswert einstuft, oder nur Firmen die eine mindest EKR liefern? Beziehst du Schulden mit ein?

    Es genügen ein paar Sätze für mich zum verstehen 😉
    -M

  66. Hallo Timo

    Ich unterstütze, was in einem vorgängigen Kommentar von “M” bereits erwähnt wurde: Investiere vor allem so wie du dich psychisch wohlfühlst!
    Rationell gesehen (bzw. gemäss Literatur) ist ein Einmal-Einkauf immer die bessere Wahl.

    Ich durfte bereits zwei solche “grösseren” Tranchen investieren. Bei der ersten habe ich das auf ca. ein Jahr verteilt (2x pro Monat investiert), da ich doch etwas verunsichert war aufgrund des grossen Betrags.
    Mittlerweise weiss ich dadurch für mich, dass dabei die Sicherheit richtig zu liegen auch nicht grösser wird. Zudem läuft ja noch mein Monatlicher “Sparplan” weiter (im Sinne von “Cost average”).
    Die zweite grosse Tranche hab ich dann einmalig invertiert, und werde das auch zukünftig so handhaben wenn sich die Gelegenheit bietet.

    Hauptsache du machst es so wie du dich Wohlfühlst, so das du nicht Angst um dein Geld haben musst (Risiko-Allokation). D.h. halte einfach deine Cash (oder Anleihen) entsprechend deinem Sicherheitsbedürfnis hoch und gut ist.

    Die ETFs sind gut, bei einem 70/30 ETF-Portfolio bist du ja gut aufgestellt und musst nicht noch die letzte “TER-Stelle” optimieren 🙂

    P.S:
    Mein erster Kommentar hier, ich lese aber regelmässig mit. Danke an alle für die (meist) tollen Beiträge.

  67. @-M

    Ja alles prima gelaufen. Zur Verbesserung fehlt nur noch ein richtiger Ofen mit 450 Grad.

    Echt, braucht es so hohe Temperaturen für Pizza?


    Investierst du in alle Firmen, die dein Calculator als kaufenswert einstuft, oder nur Firmen die eine mindest EKR liefern? Beziehst du Schulden mit ein?

    Es genügen ein paar Sätze für mich zum verstehen

    Oh schade, ich wollte gerade einen 300-seitigen Vortrag darüber schreiben. 🙂

    Ich versuche, die Antwort kurz zu halten.

    Die Schulden berücksichtige ich nicht explizit.
    Ich weiss schon was du meinst, bei 1 Milliarde Vermögen und 900 Millionen Schulden sind das 100 Millionen Eigenkapital.
    Aber die Schulden sind sehr gross und wären nicht aufs mal zahlbar (weil bei 1 Milliarde Vermögen auch Maschinen und Gebäude und Patente usw drin sind).

    Aber wenn das Eigenkapital so niedrig ist, dann wird auch die Aktie nicht zu teuer sein, sonst kaufe ich nicht (weil ich den Aktienkurs mit dem Eigenkapital vergleiche).

    Zur Frage, ob ich in alle Firmen investiere, oder ob es ein mindest-EKR gibt:
    Ja und Ja.

    Es gibt keine fixe Mindest-Eigenkapitalrendite.
    Ich muss jetzt doch mit ein paar Formeln kommen:
    Kauf-KBV = EKR * 0,15
    Verkaufs-KBV = EKR * 0,2

    Würde ich also bei einer negativen EKR kaufen?
    Nein, weil dafür bräuchte es einen negativen KBV (was aber eine überteuerte und nicht eine günstige Aktie wäre).

    Würde ich eine Aktie mit einer EKR von 2% kaufen?
    Ja klar, bis zu einem KBV von 0,3.

    Also es gibt keine fixe EKR-Grenze, aber die EKR definiert den maximalen Preis der Aktie als Buchwert-Vielfaches.

    Und ich kaufe auch nicht mehr alle Aktien, die mein Programm zum Kauf vorschlägt.
    Sondern ich beschränke mich künftig auf 5 Aktien, die gleichzeitig in meinem Portfolio sein dürfen.
    Dies weil ich glaube, dass meine Auswahl so gut ist, dass das Risiko begrenzt ist.

    Derzeit sind es etwas mehr, auch im Wikifolio. Aber ich reduziere das, in dem ich einfach keine neuen Aktien verkaufe und bisherige Aktien bei Erreichen des Verkaufs-KBV verkaufe.

  68. Zen, ebenfalls mit der Bitte um eine maßvolle Antwort: Wie fütterst Du Deinen Calculator? Hast Du ein Excel programmiert und ziehst dann einfach ohne großen Vorfilter beliebig viele Werte rein?

  69. @Pizza
    Hohe Temperaturen sind wichtig, da sich die Backzeit verringert und somit der Teig nicht so schnell austrocknet. Es erlaubt auch eine höhere Hydration (höherer Wasseranteil im Teig), was die Pizza luftiger macht.
    Genug vom Essen, bekomme schon wie er Hunger und die meisten interessiert essen nicht so.

    @EKR
    Würde es aus deiner Sicht nicht Sinn machen, sich auf Firmen zu konzentrieren, die eine überdurchschnittliche EKR aufweisen. Die Frage wäre: was ist überhaupt die Durchschnittliche EKR einer AG?

  70. @ ZEN

    du verkennst, dass der Buchwert heute kaum noch relevant ist um ein Unternehmen zu bewerten. Erst recht nicht mehr seit den neuen Rechnungslegungsvorschriften. Dadurch schwanken die Buchwerte unglaublich je nach aktueller Bewertung des jeweiligen Portfolios.

    Auch Buffett sagt, dass der Buchwert quasi irrelavant geworden ist für die Bewertung.

    Allenfalls bei Holdinggesellschaften wie Markel, Berkshire usw. kann man grob die prozentuale Veränderung des Buchwertes beobachten um die Verzinsung des angelegten Kapitals von Jahr zu Jahr einzuschätzen.

    Ich würde an deiner Stelle den freien Cashflow betrachten. Dieser sollte mindestens 15% pro Jahr wachsen. Und da findest du nicht viele Unternehmen die das dauerhaft schaffen. Sicher keine VW…

  71. @-M

    Ich mache auch selbst Pizza. Nach einem Rezept von Jamie Oliver. Mit Hartweizengrieß im Teig. Das macht ihn schön knusprig. Und ein Stein im Ofen ist natürlich wichtig;-)
    Die Kinder ziehen diese Pizza jeder vom Lieferdienst vor.

  72. @Stefan

    Du meinst vermutlich Semola wenn ich mich nicht irre. Das nutze ich zum “Öffnen” der Pizza
    Das Rezept von JO kenne ich nicht. Ich habe bestimmt 100YT Videos darüber geschaut und diverse Foren durchsucht 🙂

    Bisher bekomme ich die besten Ergebnisse für mich im Haushaltsbackofen mit Stein:

    7 Pizzen a ca. 230g
    1000g Mehl (Wichtig! Tipo 00 mit ca 13g Eiweiß)
    600ml Wasser
    28g Salz
    1g Hefe (richtig, nur 1 Gramm)

    Teig 2h gehen lassen bei RT (Raumtemp.), dann 18h im Kühlschrank und dann die Bälle formen und nochmal 4-6h bei RT gehen lassen. Man kann den Teig auch 2 Tage im Kühlschrank lassen

    -M

  73. @-M
    Nur 1g Hefe auf 1kg Mehl?
    Nimmst du Trockenhefe oder frische Hefe?
    In deinem Rezept hats kein Olivenöl?

  74. Also Olivenöl mag ich auch nicht im Pizzateig…und auch nicht im Nudelwasser.

    Ansonsten werde ich das Rezept mal ausprobieren 🙂

  75. @Nico

    Richtig, deshalb habe ich das extra dazu geschrieben.

    1g Frischhefe, Trockenhefe nur 0,5g da triebfähiger.

    Durch die lange Teigreife bei niedriger Temperatur, schläft die Hefe und treibt nicht. Der Teig benötigt jedoch die Zeit, um Geschmack zu entwickeln. Glutenbildung (Elastizität) und die Kohlenhydrate werden umgebaut.

    Du kannst die Teigbälle dünn mit Öl einstreichen, ist aber nicht nötig. Wichtig ist das alles luftdicht zu verschließen, dass die nicht austrocknen.

  76. Stefan,

    Schau dir auf YT mal “Städler Made” an. Next Level Pizzateig. Der erklärt das wieso, sehr gut.

  77. @ -M

    du bist ja ein richtiger Fachmann!

    @ Tim
    mich würde mal interessieren ob sich das Leben in New York wieder normalisiert. Du hast ja neulich mal ein Video gemacht wo du die ganzen leeren Geschäfte gezeigt hast. Das fand ich ziemlich erschreckend. Hat sich das mittlerweile geändert?

  78. Traditionsbruch!

    Essensdiskussionen waren bisher nur erlaubt an roten Tagen haha.

    Original Neapel Rezept ist ohne Olivenöl, Pizzalieferung ist eh eine Schande, die frische knusprige Pizza kommt in eine Kartonschachtel und verweilt dort dann 1/4-1/2 Stunde was man dann erhält ist klar…

  79. @Stefan

    Noch lange nicht, aber ich liebäugle mit einem Ofen von”Effeuno” , für den Heimgebrauch.

    @Bruno
    Zählt auch börsenlangeweile? 😉 Lieferdienst: lecker, Pappe in der Pappe 🙂

    An die anderen, bitte überlesen….ich weiß, ich bin in manchen Dingen ein Nerd…. Thema Espresso oder HiFi läuft aufs gleiche raus: Richtig, oder gar nicht! 🙂

    -M

  80. @ Bruno

    Lieber mal kurz über Pizza quatschen als über das Verhalten von irgendwelchen Katzen 😉

    Sorry FitundGesund, bin selbst mit Katzen aufgewachsen, haha.

  81. @Stefan
    Olivenöl in Nudelwasser macht absolut keinen Sinn, das es auf dem Wasser schwimmt und keinen Vorteil bringt.

    Pizzateig habe ich bisher immer mit etwas Olivenöl gemacht.
    Lange Teigruhe ist auch bei den Teiglingen für Brot wichtig. Macht daher durchaus Sinn, dass es auch beim Pizzateig eine Verbesserung bringt.

    @Bruno
    Der Ansatz mit Nord und Süditalirn macht Sinn. Der Süden war Arm und hat daher auch die Teigwaren ohne Eier zubereitet.

  82. @Tobs

    Zen, ebenfalls mit der Bitte um eine maßvolle Antwort: Wie fütterst Du Deinen Calculator? Hast Du ein Excel programmiert und ziehst dann einfach ohne großen Vorfilter beliebig viele Werte rein?

    Also ich bin Hobbyprogrammierer (Visual Basic.NET) und habe eine eigene Software gemacht.

    Ich schaue via einem Stocscreener (es gibt einen Aktienführer von fuw.ch und sonst nach Stock Screener googeln) nach Unternehmen, die unter KBV 1 oder unter KBV 2 gehandelt werden.

    Manchmal sind da bekannte Namen drin oder ich sehe, dass diese Unternehmen kein zu hohes KGV haben, oder eine gute Eigenkapitalrendite letztes Jahr.

    Oder manchmal prüfe ich einfach jedes Unternehmen unter KBV 2.

    Und dann gebe ich die notwendigen Daten ein (aus den Geschäftsberichten, braucht halt etwas Zeit) und mache so die Berechnungen.
    Fast alle Unternehmen (ca. 90%) sind zu teuer für mich.

    UNd es gibt noch einen Vorfilter, ich zitiere aus meinen Regeln:

    Es werden keine Bankaktien, Biotech-Firmen oder Beteiligungs-Gesellschaften gekauft.

    Bei diesen habe ich etwas Mühe mit den Bewertungen, bzw. bei Beteiligungsgesellschaften hängt der Wert vom Börsenwert der gehaltenen Unternehmen ab.
    Sinkt die Börse, sinkt quasi auch der Buchwert sehr stark.

    Trotz jetzt sehr hoher Bewertungen lassen sich immer noch rund 8 Unternehmen finden, die jetzt nach meinem Modell kaufbar wären.
    Und vermutlich noch ein paar, die ich noch nicht entdeckt habe.

    Davon wähle ich künftig 5 aus (bisher war die Beschränkung bei 8).

    Im April wird es dann spannend, wenn es einfach 20 bis 30 Geschäftsberichte gibt,
    die ich durchgehen muss oder will, von Unternehmen, die schon besitze oder schon länger beobachte usw.

    Ich lese auch nicht die ganzen Geschäftsberichte sondern suche gezielt nach Buchwert/Eigenkapital pro Aktie und ausbezahlter Dividende.

    @-M

    Würde es aus deiner Sicht nicht Sinn machen, sich auf Firmen zu konzentrieren, die eine überdurchschnittliche EKR aufweisen. Die Frage wäre: was ist überhaupt die Durchschnittliche EKR einer AG?

    Ich weiss nur, dass ich bei meinen eigenen Berechnungen selten auf über 10% EKR komme.

    Ich schätze daher den Durchschnitt auf 5-10%.
    Mittels Stockscreenern könnte man das aber testen, wo die Mitte liegt, mit der Anzahl Suchergebnisse wenn man zB auf 7% filtert. Und dann solange den Filter anpassen, bis man die Hälfte aller Aktien findet (zB 250 von 500 Aktien gefiltert).

    Da die Aktienmärkte weltweit um ca. 7-9% p.a. wachsen, ist es realistisch, dass auch die EKR dort herum sein müssten.

    @Stefan

    du verkennst, dass der Buchwert heute kaum noch relevant ist um ein Unternehmen zu bewerten.
    Buchwerte schwanken unglaublich

    Naja, das ist Ansichtssache.

    Ich glaube nach wie vor an den Buchwert.

    Stell dir vor, ein KBV von 2 (also Aktie ist so teuer wie doppelter Buchwert) wäre normal oder Durchschnitt.

    Jetzt kommt ein Unternehmen namens Nozama.

    Nozama hätte beispielsweise einen Kurs von 100, der Buchwert stünde aber nur bei 1 pro Aktie.
    Sie zahlen keine Dividende.
    Sie haben aber eine Eigenkapitalrendite von 50%.
    Aus diesem Grund wird die Aktie mit KBV 100 (Kurs 100, Eigenkapital 1) bewertet,
    oder eben mit KGV 200.

    Die hohe Bewertung ist also durch die hohe EKR gerechtfertigt.
    Mir wäre das dennoch zu teuer.

    Aber bei 50% Wachstum aufs Eigenkapital wären das in 10 Jahren Faktor 57,7.
    Das heisst, der Buchwert pro Aktie würde von 2020 bis 2030 von 1 auf 57,70 wachsen.

    Damit will ich sagen:

    In der Regel wächst bei einem sehr erfolgreichen Unternehmen auch der Buchwert sehr stark.
    Ausser, der gesamte Gewinn wird als Dividende ausgeschüttet.

    Daher haben renditestarke Unternehmen auch ein starkes Wachstum im Buchwert.


    Und da findest du nicht viele Unternehmen die das dauerhaft schaffen. Sicher keine VW…

    VW hat aber komischerweise den DAX über die letzten 5,75 Jahre deutlich geschlagen.
    In diesem Jahr hat sie bisher sogar Tesla geschlagen.

    Ich finde es übrigens schön, dass es hier auch Essensdikussionen geben darf.

    Ich bin da ja ein Banause, ich esse zB Spaghetti mit Fertig-Saucen und kaufe gefrorene Pizzen.

    Um 11:57 Uhr erhalte ich hier die Meldung
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Bitte etwas langsamer.

    Ah ja. Es geht gar nicht um den Abstand zum letzten Kommentar.
    Sondern es muss die Ladezeit der Seite bis zum Absenden sein.
    Ich schreibe die Kommentare in meine eigene Software “Information Collector”,
    damit ich für mich eine Kopie habe, und kopiere sie nur noch ein bei Tim Schäfer.

  83. @Stefan,
    das musste jetzt raus, gell 🙂
    ich verspreche ich werde meine Katzen nie wieder erwähnen, ich habe sogar schon das Bild von einem Kater entfernt, bereits gestern. Es tut mir leid wenn ich hier zu viel geschrieben habe, auch das soll nicht wieder vorkommen.

  84. @ Fit und Gesund
    nimms nicht gleich persönlich. War mehr so als kleine Spitze gedacht 😉 ich schätze deine Beiträge. Ich bin da auch ein wenig vorgeschädigt weil mir meine Kollegin immer Pferdegeschichten erzählt, hahahaha. Man holt sich kurz einen Kaffee in der Küche und 20 Minuten später steht man immer noch da und hört sich an was die Stute wieder alles gemacht hat 🙂
    Ich mag Katzen. Allerdings bin ich nicht der Typ der sich stundenlang Katzenvideos auf Youtube anschaut. Wie gesagt: ich bin mit ihnen aufgewachsen. Wir hatten immer Siamkatzen. Schon im Babybettchen lag immer eine Katze bei mir. Als ich laufen konnte habe ich sie dann im Kinderwagen herumgeschoben.

  85. Gutes Essen (in Massen) und Katzen haben beide einen positiven Effekt bei einem Crash, sie lindern den Stress 😉 Von daher haben die Themen in der Tat auch etwas mit Börse zu tun.

  86. @Zen
    Da die Aktienmärkte weltweit um ca. 7-9% p.a. wachsen, ist es realistisch, dass auch die EKR dort herum sein müssten.

    Guter Ansatz. Deckt sich mit Munger, der sagt auch, dass langfristig die Rendite mit der EKR korreliert. Für mich wäre dann die Tendenz klar: Unternehmen finden die mindestens >=10% schaffen und die nur noch zu analysieren.
    Für mich ist die Gesamtkapitalrendite wichtiger, aber das ist ja am Ende jedem selbst überlassen.

    Ich finde wenn du noch eine Regel zur EK/FK Verhältnis festlegen und nur die Unternehmen mit der höchsten EKR kaufen würdest, du noch mehr Qualität im Depot hättest und evtl noch bessere Performance.

    -M

  87. @Fit und Gesund Vermutlich hast Du Recht, ich schreibe hier auch keine privaten Dinge mehr das gibt nur oft schlechte Stimmung. Aber die Börse langweilt eben auch 95% der Zeit, nur die grösseren Umbrüche sind eigentlich noch interessant der Rest läuft von alleine.

    LG

  88. @Fit und Gesund

    „… Es tut mir leid wenn ich hier zu viel geschrieben habe…“

    Es gibt hier nur einen einzigen der zu viel schreibt und den kennen wir alle.

  89. @Zeninvestor
    Warum Kraft Heinz schlechter bewertet ist als Coca Cola ? Probier Mal 1 Liter Zuckerplörre von Heinz zu trinken. Dauert etwas länger als Cola.

  90. Zyniker ergänzen ihr Heinz + Coke Depot mit Novo Nordisk (Diabetes Medis). Und fürs schlechte Gewissen ergänzt man dies noch mit Adidas und Nike in der Hoffnung, dass die Menschen sich etwas mehr bewegen.

  91. Stefan und Fit und Gesund:
    Was ist denn bei euch plötzlich los?

    @Bruno

    Gutes Essen (in Massen) und Katzen

    Ich esse auch massenweise Katzen. Echt lecker. 🙂

    @-M

    Deckt sich mit Munger, der sagt auch, dass langfristig die Rendite mit der EKR korreliert.

    Regel zur EK/FK Verhältnis

    nur die Unternehmen mit der höchsten EKR

    Naja, EK/FK-Verhältnis brauche ich nicht. Klar gibt es Risiken.
    Aber bei einer guten EKR müsste ja der FK-Anteil bald mal deutlich sinken.
    (Ausser die nehmen laufend neue Kredite auf).

    Unternehmen mit höchster EKR:
    Nicht unbedingt.
    Hat ein Unternehmen nur eine EKR von 5%, ist aber für den halben Buchwert zu haben,
    so lohnt sich das eher als eine EKR von 10%, wo man aber den doppelten Buchwert bezahlt.

    @Wolke

    Es gibt hier nur einen einzigen der zu viel schreibt und den kennen wir alle.

    Ist es eine Biene? Und diese Biene die ich meine, nennt sich Maja.

    @Thorsten

    Probier Mal 1 Liter Zuckerplörre von Heinz zu trinken. Dauert etwas länger als Cola.

    Was sagt mir das? Ich verstehe es nicht.
    Macht Heinz auch eine eigene Cola?

  92. @Timo
    Ich finde deine Gedanken gut. Eine Empfehlung ist schwierig, es gibt keine perfekte Lösung. Es kommt halt auf die zukünftige Entwicklung an. Ich arbeite immer gern mit Szenarien, da ich nicht zu den Hellsehern gehöre. Dann können solche Szenarien Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden, auch das natürlich nur “geschätzt”. Aber ist klar, die extrem positiven Szenarien oder extrem negativen Szenarien dürften eher geringere Wahrscheinlichkeiten haben.

    Nur mal 3 Szenarien zum Vergleich: Die Märkte steigen weiter wie die letzten 10 Jahre, maximal zwischenzeitliche Korrekturen über 15-20%, nächste Korrektur vielleicht erst in 5 Jahren oder später. Hier wäre das Beste, sofort alles zu investieren.

    Szenario 2: Wir stehen kurz vor einem grösseren Crash. Hier wäre natürlich das beste Szenario, zu warten und danach alles zu investieren oder in Tranchen bei -20/-30/-40% etc.

    Szenario 3: Eine mittlere Korrektur erfolgt in 2 Jahren, sagen wir -40%. Dann wäre deine Strategie suboptimal, da bis dahin alles investiert wäre und du nicht mehr nachkaufen kannst.

    Ich finde es interessant, wenn man verschiedene Szenarien, dürfen ruhig auch Extreme sein, gedanklich mal durchzuspielen und mit der eigenen Strategie zu vergleichen und zu überdenken, ob man damit umgehen / leben könnte oder ob man vielleicht zu agressiv unterwegs ist.

    Das Wichtigste ist aber dein Alter, du bist noch jung und hat noch viele Jahre vor Dir. Ich würde meinen 28jährigen Ich vermutlich empfehlen, dieses Geld relativ rasch zu investieren. Insbesondere da deine zukünftigen Sparquote auch entsprechende zukünftige Bärenmärkte oder Crashes verbilligen kannst. Aber wie gesagt ist keine Empfehlung, es ist nicht einfach aktuell, da die Märkte seit über 10 Jahren fast nur steigen und je länger das geht desto höher das Risiko einer mehr oder weniger starken Korrektur/Baisse. Muss nicht sein, es gab auch Phasen in der Historie wo die Märkte über 20 Jahre mehr oder weniger gestiegen sind ohne nennenswerte Einbrüche.

  93. @Bruno
    Super, der Beitrag eröffnet neue Dimensionen : wir begleiten den Konsumenten von der Wiege bis zur Bahre mit Windeln, Kosmetika, Essen, Kleidung, Klopapier, Entertainment, Autos, dann mit Medikamenten, Krankenhäusern, Prothesen, Seh- und Hörhilfen,….
    @Zen ?? Du sollst den Ketchup Ex trinken. Da du das nicht schaffst wird weniger Ketchup als Cola verkauft.

  94. @Bruno

    Vielleicht noch ergänzend zu den Szenarien: die Chance ab dem 6. investierten Jahr ins Minus zu rutschen liegt durchschnittlich bei unter 5%. Ab dem 15. Jahr bei 0%. Breit gestreut im MSCI World versteht sich von selbst.

    30% aller Tage an der Börse enden mit Allzeithochs!!!

    Dank Corona liege ich mit meinem Vanguard FTSE AllWorld >35% im Plus und bin fast voll investiert. Da muss viel passieren bevor ich nochmal ins Minus rutsche.

  95. @Thorsten
    Kraft Heinz auf Ketchup zu reduzieren ist in meinen Augen naive. Der Bereich Ketchup und Saucen machen nur 25% des Unsatzes aus!

  96. @Kripofrankfurt
    Mir ging es darum, dass man sich mit allen möglichen Szenarien beschäftigt, natürlich wird man sich wohl auf ein realistisches Szenario einstellen. Aber kommt es anders als man denkt, auch langfristig, sollte man sich dann nicht fertig machen und damit umgehen können, umgekehrt kommt es besser als man denkt, sollte man nicht abheben und weiterhin Demut pflegen.

    Ich finde dieses Vorgehen auch in andern Bereichen vom Leben wichtig, es ist gut wenn man verschiedene Szenarien schon mal gedanklich durchgespielt hat dann ist es einfacher, wenn man in eine neue Situation kommt.

    Gerade wer noch jung und unerfahren ist an der Börse, wird es sonst schwer haben und aus Emotionen viele Fehler machen, z.b. in Panik verkaufen oder aus Gier zu viel Risiko nehmen.

  97. @Nico Nimm es doch als Spaß. Manchmal denke ich Humor ist hier verboten. Oder gibt es bei euch keinen ? Spätestens bei der Flasche Ketchup , die man ex trinkt hätte der Groscheb fallen müssen. Meine Güte.. .

  98. @Pizza
    esse ich lieber als zu backen. Aber das Teigrezept klingt schon interessant.

    @Kiev
    Ich muss mir noch überlegen was ich auf den persönlichen Teil antworten möchte in einme Inetforum. Ihre Gedanken sind sicherlich soweit auch für mich richtig.

    @Timo
    Der Post ist gut. Aber was soll man zu so einem kurzen Post äußern? Ihre wirkliche Risikotoleranz, persönliche Verlustaversion, sonstiges Vermögen, Familiensituation, künftige EInkommen / Erbschaften, Ihre (finanziellen) Ziele usw usw sind unbekannt. Ohne diese kann niemand etwas vernünftig dazu sagen.
    Aber, hätten die die gleiche Unschlüssigkeit wenn die Märkte seit zwei Jahren immer weiter kontinuierlich leicht gesunken wären und immer weiter sinken würden – würden Sie dann überlegen auf einmal jetzt sofort all in zu gehen oder würden Sie liebe noch zuwarten? Solche Fragen wie ihre tauchen in Foren meist auf, nachdem die Märkte schon länger gut gelaufen sind. Allerdings hilft einem die vergangene Performance nicht als Indikator. Davon muss man sich frei machen.
    Mein Tip: Wie @Gainde sich RK3-RK1 Aufteilung überlegen und wieviel Vermögen Sie in 10J haben werden & wollen (Hauskauf? Kinder? Porsche?). Dann mit RK3 sofort rein und wenns bald kracht dann Nase abputzen und stur immer weiter investieren.

  99. @ 42sucht21

    Ich bin das nur mal grob in Gedanken durchgegangen. Zahlen, Einkommen, Vermögen usw. sind mir nicht wichtig. Du könntest auch bereits mit beispielsweise 800€ passiven Einnahmen als Frugalist genug haben. Die Höhe von genug ist für mich nicht relevant. Eher die familiäre Situation, das grobe Alter und die Form der Arbeit wie Vollzeit und hier vor Allem die Frage nach dem warum?
    Ich bin aktuell mit Kindern noch zu jung oder die Kinder zu jung. Größere Änderungen würden mir verhältnismäßig wenig bringen, da ich auch ohne monetäre Aspekte Verpflichtungen beispielsweise in Bezug auf die Anwesenheit habe.

  100. mein größter zuwachs war dieses jahr 15.000€ an einem tag.

    ich bin in die silicon valley blue chips investiert.

    und in bitcoin und ethereum.

    ich bin fast nur in qualitätsaktien investiert.

    seit 2018 habe ich damit schon ca. 300.000€ performance gehabt.

    ich kann jedem nur empfehlen sich über folgendes zu informieren:

    technologische singularität

    ray kurzweil / peter diamandis / max tegmark

    künstliche intelligenz
    quanten computer
    robotik
    full self driving
    brain machine interfaces
    nanotechnologie

  101. Guten Morgen Finanzwelt,

    ich habe zufällig im wertpapier-forum (wo ich seit 6 Jahren gesperrt bin, aber unbemerkt unter 3 verschiedenen Namen weiterhin aktiv bin) dies entdeckt:

    https://www.wertpapier-forum.de/topic/57753-ist-die-aktienblase-da/?do=findComment&comment=1436057

    Darin wird auf diesen Blog-Artikel von Tim-Schäfer verlinkt.
    In den darauf folgenden Beiträgen wird teilweise Tim kritisiert.

    Ich finde das lesenswert.
    Falls jemand dort angemeldet ist, kann er ja auch was dazu schreiben.
    Ich selbst tue ich es natürlich unter meinen 3 Fake-Accounts auch noch.

    @Thorsten

    @Zen ?? Du sollst den Ketchup Ex trinken. Da du das nicht schaffst wird weniger Ketchup als Cola verkauft.

    Ach so, diese Andeutung hatte ich echt nicht verstanden und schon nach “KHC Cola” gegooglet…

    @Marc

    seit 2018 habe ich damit schon ca. 300.000€ performance gehabt.

    Naja, die Performance wird eher in % angegeben.
    300’000 sind natürlich viel Geld.

    Aber wenn du dafür 10 Millionen in Aktien einsetzen musstest, sind das nur 3% Rendite in 3 Jahren.
    Hättest du hingegen nur 1 Million investiert gehabt, wären das 30% in 3 Jahren.


    technologische singularität

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht an sowas.

    Die Maschinen werden nie so intelligent sein, dass sie selbst bessere Maschinen entwickeln können.

    Ich glaube sogar an ein physikalisches Limit.

    Schau dir mal, wie die Festplatten-Grössen stagnieren.
    Fürs Jahr 2020 wurden doch schon 100 TB Festplatten usw angekündigt.

    Die technologische Singularität ist unmöglich, weil es auf dem Irrglauben beruht, dass echte Intelligenz künstlich nachgebaut werden könnte.
    Und es basiert auch auf dem Irrglauben, dass eine unendliche Entwicklung möglich ist.

    Es ist wie mit den Dampfmaschinen:
    Es war ein harter Weg, bis eine Dampfmaschine funktionierte.

    Aber die Eisenbahn, die mit Wasserdampf angetrieben wird,
    war keine grundsätzlich neue Technologie, sondern quasi eine neue Anwendung der Dampfmaschine.

    So sehe ich es auch:
    Ich behaupte, es gibt fast keine neuen Technologien mehr im Informatik-Bereich
    in den Jahren 2025 bis 2100.
    Quanten-Computer könnten die letzte grosse technische Errungenschaft sein.

    Statt dessen werden die Anwendungen verfeinert.

    Die künstliche Intelligenz wird dann so weit sein, dass wir es nicht mehr von einem Menschen unterscheiden können.
    Dennoch wird sie kein reales Bewusstsein haben.

    Man sieht es an selbstfahrenden Autos, die es längst geben müsste.
    Aber es wird immer schwieriger, diese besser zu machen.

    Die Entwicklung hat sich bereits massiv verlangsamt.

  102. @ Marc, alles spannende Themen. Aber auch alles Recht kompliziert. Ich glaube nicht, dass ich mehr wissen erlangen kann als die ganzen Computerblasen Leute. Außerdem sind die allermeisten Unternehmen in diesem Sektoren sehr teuer.

    Ich persönlich habe hier nur Intel.

    Grüße Baum

  103. @Tobs
    Die Antwort ist “ja” – und nu?

    Du schreibst wie ein Legastheniker – eventuell bist Du auch erst 12, was stimmig mit Deiner Antwort wäre, oder positiv vermutet, ist Deutsch nicht Deine Muttersprache.

    Aber egal – das Beiträge im Netz einfach nur so “hingerotzt” werden, ist ja leider auch eher die Regel als die Ausnahme.

  104. @Kiev – Die Höhe von genug ist für mich nicht relevant. Eher die familiäre Situation.
    Finde ich auch, aber Verpflichtungen sind natürlich relativ. Jeder kann (in Absprache mit der Familie) Wege finden. Wichtig ist, man muss nicht unbedingt auf die (Früh-)Rente / Fire warten um etwas zu unternehmen denke ich.
    Ich kenne 2 Familienväter bei zwei unterschiedlichen deutschen Dax Konzernen, die wollen einfach immer nur Teilzeit arbeiten. Beide Mittelstand aber bestimmt nicht reich. Der eine ist jetzt mit 2 KIndern für 3 jahre nach Skandivanien zum leben und dort zu arbeiten. Der andere hat ein Arbeitszeitkonto und ist 2 Monate jedes Jahr weg von seiner Familie im Himalaya zum Bergsteigen. Das hätte meine eigene Familie so allerdings nicht mitgemacht und mir wär das auch zu lang & fad ohne mein Gewusel.

  105. Mensch Siggi, und Du bist möglicherweise jemand mit viel Zeit, dass seinen großen Auftritt genießt in einem Internet-Forum einen Beitrag zu schreiben, und deshalb seinen Text sehr besonnen und mehrmalig redigierend erstellt. Vielleicht bist Du Deutschlehrer, schließlich interessieren Dich Regeln und Ausnahmen. Vielleicht bist Du einfach auch nur so richtig gut. So oder so, bist Du ein ziemlich unsympathischer quengellender Typ aus dem Internet. Glücklicherweise ist das hier im Blog eher die Ausnahme als die Regel.

  106. @Tobs

    Relativ simple Regel die das Leben einfacher macht: Die Lustigen zum Schluss töten! 😉

  107. @Sparta Genau wenn Dir jemand sagt “Du bist doch das Allerletzte” kannst ihm antworten, “ich weiss, das Beste kommt immer zum Schluss” 🙂

  108. @Zen

    „… ich habe zufällig im wertpapier-forum (wo ich seit 6 Jahren gesperrt bin, aber unbemerkt unter 3 verschiedenen Namen weiterhin aktiv bin) dies entdeckt…“

    Ich fass es nicht…wie peinlich…ist dir das nicht zu blöd?

  109. @Marc

    Hmmm mit den Blue Chips hast du natürlich die letzten Jahre absolut richtig gelegen. Was sind denn deine anderen Schwerpunkte in Sachen Qualitätsaktien?

    Deine vorgeschlagenen Themengebiete zum anlegen finde ich recht schwierig voraus zu sagen.

    Klingt so wie das Drehbuch von Terminator, um die skynet irgendwann von alleine läuft 🙂

    -M

  110. @Wolke schrieb

    —–
    @Zen

    „… ich habe zufällig im wertpapier-forum (wo ich seit 6 Jahren gesperrt bin, aber unbemerkt unter 3 verschiedenen Namen weiterhin aktiv bin) dies entdeckt…“

    Ich fass es nicht…wie peinlich…ist dir das nicht zu blöd?
    —–

    Na, es funktioniert doch, solange es niemand dort meldet. Ist doch ganz einfach.

    Oder habe ich gar keine verschiedenen Namen dort und habe mir hier nur ein Scherzchen erlaubt?
    Beurteilen Sie selbst, was die Wahrheit ist. Können Sie Wahrheit von Fiktion unterscheiden?

    Ihr Jonathan Frakes

  111. @ Trackhistorie 4 Jahre

    https://ibb.co/HXm5XSV

    Hier könnt Ihr meinen Weg zur FI sehen. Mit einem Schwerpunkt in Cashflow aus Immobilien ohne Anpassung des Preises sieht das ganze noch langweiliger als mit Aktien aus. Der letzte Monat fällt ein wenig aus der Reihe, da es hier besonders hohe Einnahmen gab. die Sparrate lag hier bei 95,62% und selbst dass springt nicht sehr ins Auge. Das FI Date ist tatsächlich erst diesen Monat gesetzt. Wie kommt so etwas? Durch eine private Baumaßnahme habe ich mit einer moantlichen Ausgabe von 3250€ den gesamten Schnitt für die FI hochgezogen. Bei 4 Jahren Laufzeit machen Änderungen in den Ausgaben einen großen Unterschied, da sich das benötigte Einkommen aus den mittleren Ausgaben bei diesem Kalkulator errechnet. Aktuell haben wir durch die Maßnahme mehr Wohnfläche und auch weniger Mieteinnahmen. Das ist in dem Modell nicht korrekt enthalten. Bin auch nicht sicher wie ich das handhaben soll. Für mich habe ich unabhängig hiervon allerdings weitere Zielsetzungen. Das Depot ist jetzt dran mit 300k als nächstes Ziel und 500k als weiteres. Dann sollte ich genug haben. Ich wünsche Allen viel Erfolg auf ihrem Weg!

  112. @Kiev

    Dein benötigtes Einkommen liegt bei 2500€. Wieviel Einkommen peilst du an, um dich sicher zu fühlen?
    Gratulation zum erreichten.

    -M

  113. Hi Kiev,
    von meiner Seite ebenfalls Gratulation.

    Dein Weg zu Deinem weiteren Ziel von 300k Depot war doch auch gar nicht mehr allzu weit, wenn ich es richtig in Erinnerung behalten habe. Ich hatte ja letztes Jahr ordentlich sondergetilgt, teilweise sogar etwas steuerschädlich eine Mietwohnung. Das ist psychologisch gut und nicht gut gleichermaßen, weil es den freien Cash-Flow erstmal nicht anhebt. Für mich habe ich dieses Jahr entschieden, dass ich mein derzeitiges Verbindlichkeits-Niveau “normal” weiter finanziere und erstmal nur noch ins Depot reinbuttere. Ob ich meine Wohnungen und unser Haus (aus dem wir irgendwann wieder mal in vllcht 6-10 Jahren rausgehen) erlöse und dann in unserer anderes derzeit vermietetes Haus gen Heimat zurückkehre, wird sich zeigen. Dann könnte ich aber auch nochmal bei neuer Veranlagung in liquide Assets sprunghaft meinen Cash-Flow erhöhen. Allerdings habe ich Zeit. FIRE ist für mich kein Thema. Ich arbeite gerne, das gehört für mich zum Leben dazu .

  114. @ M, Tobs

    Die FU hatte ich vor 2-3 Monaten erreicht. Ich wollte nur einmal den Screenshot Über 4 Jahre zeigen wie eine Entwicklung aus Cashflow Sicht aussieht. Trotz Corona usw. geht es doch in Summe langsam und stetig von links unten nach rechts oben.
    Auch wenn das Vermögen am Ende einen Knicks nach oben macht, so ist es aus Einkommenssicht gefallen. Ich nutze jetzt weitere 26qm und verdiene weniger Geld als ich durch die Abfindung erhalten habe. Also ist Cashflow Sicht. Das ist in Ordnung und war von langer Hand geplant. Auch wenn der Moment dann natürlich unerwartet kommt.
    @ M
    Ich habe mir ein einfaches Modell gebastelt. Die Wirklichkeit ist komplex. Zeit läuft für die FU. Schließlich werden die Kinder jedes Jahr älter und damit sinken in erster Linie hohe Verbindlichkeiten aus monetärer Sicht. Natürlich komme ich auch meiner Rente näher, aber ein Jahr kann ich hier noch vernachlässigen. Dann möchte ich auch Verbindlichkeiten reduzieren, um 50k. Außerdem möchte ich eine Refinanzierung durchführen. Dann ist der Zins fest für eine Dekade gesetzt und besser planbar. Das Dach möchte ich ebenfalls gemacht haben. Vermutlich mit PV. Es wird sich zeigen wie sich der Cashflow dadurch ändert.bich kann dadurch eine neue Einheit gewinnen. Aktuell ist es aber auch noch ein Risiko, da ich es noch nicht erledigt habe. Zumindest ein Risiko für Planbarkeit. Ich habe keine speziellen Einnahmen im Sinn. Im Verbund geben alle Punkte Sicherheiten, die mir wichtig sind. Bei einer Refinanzierungen kann ich neben Planungssicherheit auch 600€ an Zinsen einsparen. Aktuell hat sich nicht viel verändert und ich muss in der Hauptsache meinen neuen Job gut machen. Das ist auch weiterhin der wichtigste Aspekt. Ob ich nun 5k in Gazprom, oder eine von Tobs Aktien stecke spielt bei Betrachtung des wachsenden Cashflows vermutlich keine herausstechenden Grund. Die Immobilie aus Cashflow Sicht ebenfalls nicht.

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