In die finanzielle Freiheit mit einem Maßband, Warren Buffetts Party etwas eingetrübt

Ein Leser motiviert sich mit einem Massband auf seine Freiheit. Das Band reduziert er jeden Monat ein wenig. Mit 52 Jahren will er die Freiheit schaffen. Er ist jetzt 37 Jahre alt.

Konsumfreunde entgegnen gerne, dass das Sparen nichts bringt. Die finanzielle Freiheit würden sie eh nie erreichen, deshalb wollen sie es erst gar nicht probieren, so das fehlgeleitete Argument. Dabei übersehen sie: Selbst wenn sie es nie in die finanzielle Freiheit schaffen, sind sie finanziell besser aufgestellt, als wenn sie es niemals versucht hätten. Sie können früher in die Rente als andere. Sie können Teilzeit statt Vollzeit arbeiten. Kurzum: Sie haben mehr Optionen im Leben.

Ein Leser motiviert sich bis zur Freiheit mit einem Maßband, das er jeden Monat ein wenig abschneidet. Es symbolisiert seine Arbeitszeit, bis er in die Freiheit kann. Er schreibt:

“Beim Bund hat man so etwas Ausscheider-Maßband genannt (s.Fotos). Ich schneide jeden Monat einen Zentimeter ab. Das Maßband selbst war mal fast 2,5m lang, als ich damit angefangen habe.”

Er ist 37. In 176 Monaten, wenn er also 52 Jahre alt ist, ist er nach seiner Berechnung frei.

“So wird man jeden Monat immer wieder dran erinnert und man kann zum Monatsersten feierlich einen Zentimeter abschneiden. Und wie wir alle wissen: Vorfreude ist die schönste Freude. Das Leben ist ein Fest!”, schreibt er mir.

So sieht sein Massband aus. Das motiviert ihn.

Warren Buffett hat dieses Wochenende sein großes Fest in Omaha, Nebraska. Ich war schon mehrmals auf seiner Hauptversammlung. Aber im Prinzip ist seine Botschaft immer die gleiche. Daher habe ich mich entschlossen, vorerst nicht mehr zur Berkshire Aktionärsversammlung zu reisen. Es ist ein großes Wochenende. Zum Networking ist es gut. Aber wie gesagt: Es wiederholt sich alles.

Buffett hat mit einer langjährigen Underperformance zu kämpfen. Die Aktien von Berkshire Hathaway laufen dem S&P 500-Index in den vergangenen 5, 10 und 15 Jahren hinterher. Buffett hortet zu viel Cash. Es sind seit geraumer rund 100 Milliarden Dollar in Buffetts Kriegskasse. Das jährliche offizielle Treffen von Berkshire Hathaway, an dem sich 30.000 Aktionäre und Buffett-Fans in Omaha ist Samstag treffen. Aber schon an den Vortagen treffen sich tausende Value-Fans in Omaha für Meetings, Konferenzen, Vorträge…

Berkshire hat eine Marktkapitalisierung von 500 Milliarden und hat 100 Milliarden Dollar auf der Bank liegen. Das viele Geld verzinst sich kaum. Buffett ist ein Pfenningfuchser. Er findet einfach keine günstigen Deals. Dann lässt er lieber das Geld auf dem Sparbuch liegen. Das hat ihn Rendite gekostet.

Seine Kraft-Heinz ist zudem bitter abgestürzt. Dafür hat sich sein Apple-Investment bis dato ausgezahlt.

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Gainde
3 Jahre zuvor

@ Tim
Sehr guter Artikel und Zusammenfassung, vielen Dank!
QE macht dem Warren einen Strich durch die Rechnung 😉

Patric
3 Jahre zuvor

Hey Tim!
Ich traue mir mal eine waghalsige Prognose zu:
Nach Value 1.0 (= Benjamin Graham = “Zigarettenstummel” aufsammeln) und Value 2.0 (= Buffett in den frühen Jahren =  “Zigarettenstummel” + Wertanalyse) und Value 3.0 (= Buffett in späteren Jahren = werthaltige Unternehmen zu angemessenen Preisen) wird nun Value 4.0 DIE Anlagestrategie der Zukunft darstellen.
Value 4.0 definiere ich für mich folgendermaßen:
Kaufe Dir nur die BESTEN der BESTEN Unternehmen und das zu JEDEM Preis, der gerade angeboten wird! Dafür kaufe aber immer wieder nach, sobald Du Cash dafür hast.
Um die Qualitätskritierien für die besten Unternehmen festzulegen gibt es natürlich hunderte Möglichkeiten, aber am Ende wird die QUALITÄT die QUANTITÄT schlagen. So meine bescheidende Hoffnung und Prognose… 🙂
Momentan habe ich Unternehmen wie Walt Disney, Danaher, Fastenal, Fresenius Medical Care, Illinois Tool Work, Lam Research, 3M, McDonalds, SAP, Texas Instruments, Frosta und Visa im Depot.
Auch BlackRock, Deutsche Beteiligungs AG, BB Biotech und solche fondsähnlichen Konstrukte Fonds finde ich super.
Beste Grüße
Patric
 
 

3 Jahre zuvor

Visa &Co sind bloß noch Übergangsmedien, Echos alter Technologien. In China hat man die Kreditkarte direkt übersprungen und macht nur mit dem Handy. Kreditkartenunternehmen sind auslaufende Eimer oder Kerzen, die langsam ausbrennen. Ich denke 10 Jahre hat sie noch jemand, dann haben die Handies das Bezahlen übernommen und jegliche Karten sind überflüssig – unabhängig davon, ob es noch Bargeld gibt oder nicht.

Der Baum
3 Jahre zuvor

@ M, was hältst du von West Fraser Timber?
Grüße Baum

3 Jahre zuvor

Auch in meinem Umfeld herrscht überwiegend die Meinung, dass das Investieren in die Börse Teufelszeug ist! Dabei kann man doch bereits mit kleinen Beträgen mit Sparplänen anfangen zu investieren.
Wenn man nicht gerade durch Zufall genau vor dem platzen der nächsten Blase beginnt, wird man garantiert Geschmack daran finden und Stück für Stück selbstsicherer!
Auch für meinen Nachwuchs investiere ich, wenn auch nur 25€ im Monat, doch bei einem Anlagehorizont von mind. 18 Jahren kann die nächste Krise gerne kommen…
Viele Grüße 
derHamster

Wolkenzähler
3 Jahre zuvor

„Es symbolisiert seine Arbeitszeit, bis er in die Freiheit kann“
Arme Menschen, die ihre Arbeit wie ein Gefängnis empfinden.
 

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Patric
Sehe das auch so, der Burggraben/Spezialisierung zählt für Buy & Hold. Besonders in Pharma, Chemie und Industrie gibt es solche Unternehmen (bsp. J&J, Novartis, 3M, McDonald’s, LVMH, Schindler Holding, SGS SA, Givaudan SA). Günstig sind sie selten, weil sie der Markt kennt. Grösse alleine und Marken (ausser Luxus) sind durch das Internet (E-Commerce/Werbung) und schneller ändernde Konsumverhalten kein Vorteil mehr. Dort sitzen einfach noch die Pensionskassen gross drin. Also nicht mehr auf Nestlé, P&G, Unilever und Co. setzen.

Ray Dalio zu QE
https://www.marketwatch.com/story/the-head-of-the-worlds-largest-hedge-fund-says-adoption-of-unorthodox-monetary-policy-is-inevitable-2019-05-02?mod=mw_theo_homepage

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Thorsten
In 10 Jahren läuft schon die Post-Smartphone-Ära. 

Mattoc
3 Jahre zuvor

Also nicht mehr auf Nestlé, P&G, Unilever und Co. setzen.
Hast du nicht letztens noch Nestle gekauft und den Zahlen entgegengefiebert?
 

Beobachter
3 Jahre zuvor

Ich glaube Buffett einfach nicht mehr, wenn er behauptet keine günstigen Deals zu finden. Buffett hat in den letzten Jahren jede Menge gute Chancen liegenlassen. 

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Mattoc
Shortterm Trade.

Mattoc
3 Jahre zuvor

@Gainde
rofl

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Mattoc
Aktien gehen nur rauf oder runter.

Patric
3 Jahre zuvor

@Thorsten:
Deine Einschätzung kann stimmen, keine Frage! 🙂
Aber: Wer sagt, dass es so kommt? Ich habe ja geschrieben, dass es MOMENTAN die Qualitätsaktien unserer Zeit sind und dieses kleine Wort leitet auch direkt zum vielleicht ultimativen Investmentansatz über: Dem Momentum!
Visa z.B. generiert hier und heute Margen von teilweise über 65 % (!). Das werden die bestimmt nicht 50 Jahre in die Zukunft fortschreiben können aber HEUTE sind diese Gewinne nunmal ein Fakt.
Deswegen will ich auch genau HEUTE diese Aktie haben. In 10 Jahren vielleicht (!) aber nicht mehr… 😉 Möglicherweise glauben ja immer noch einige Leute diesen ganzen “Gurus” welche sagen, an der Börse werde die Zukunft gehandelt. Wie soll das bitteschön gehen? Wer hat denn diese ominöse Glaskugel zur Verfügung? Es kann immer und zu jedem Zeitpunkt nur der Wert eines Gutes in der GEGENWART gehandelt werden, alles andere ist m.E. relativer Hokuspokus. Erst nach Abwicklung des Kauf/Verkaufes läuft die eigentliche “Wette”: Hat sich meine gegenwärtige Einschätzung bewahrheitet, erhalte ich eine Prämie in Form von Gewinnen. Wenn nicht: Pech gehabt = Verluste. Für den Verkäufer verhält es sich im übrigen genau umgekehrt. DAS ist das eigentliche Börsen-Null-Summen-Spiel.
@Gainde:
Hierzu im Grunde das Gleiche: Unilever, Nestle, Altria und wie sie alle heissen mögen… diese Aktien müssen sich immer wieder den Qualitätskriterien stellen und wenn sie diese nicht mehr erfüllen sollten, fliegen sie halt aus dem Depot raus. So ist GE ergangen, so ist es KHC ergangen, so auch einer Kellog oder General Mills und nicht zuletzt Chevron und Exxon Mobil. Das sind alles keine Qualitätsaktien mit hohem Momentum (mehr).
Bevor diesen Dickschiffen so etwas passiert, hat man aber im Normalfall soviel an Kursgewinnen und Dividenden kassiert, dass man einen Verkauf so gerade noch verschmerzen können sollte… 🙂
Beste Grüße
Patric
 
 

Gerry
3 Jahre zuvor

Die Sache mit dem Massband finde ich schon etwas befremdend; sich so auf einen Tag/Jahr X zu fixieren. Wenn man nicht aufpasst, geht mit dem Ende des Massbands auch das Ende des Lebens einher.
Ich investiere auch regelmäßig in Aktien, erfreue mich an steigenden Dividenden, und habe nicht zuletzt durch Tims YouTube Videos erkannt, dass der ganze Konsum-Klimbim großenteils überflüssig ist. Aber ich warte nicht auf den großen Tag X, genannt “Finanzielle Freiheit”. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt, das geht auch ohne dicke Protz-Autos und mit Job.
 
 

George
3 Jahre zuvor

Buffet könnte seine Cashreserven nehmen und selbst einen Index kaufen.Dann wäre das Geld wenigstens immer investiert. Die Märkte sind sehr Reif, vielleicht kommen bald wieder gute Gelegenheiten.Den alten Mann sollte man nicht unterschätzen.

steve
3 Jahre zuvor

zu Buffet bitte recherchieren der wollte bis vor kurzen ein gigantisches Aktienrueckkauf Programm starten investiert jetzt in Occidental Oil 

Jan
3 Jahre zuvor

@Thorsten,
bitte informieren. Visa und Mastercard profitieren vom Bezahlen mit dem Mobiltelefon. 
+92,7% in den letzten paar Jahren bei mir im Depot. Da sind die Dividenden noch nicht mal eingerechnet. 
 
@Tim,
schön, dass du es in einem Beitrag verwenden konntest. Die Monate zu zählen ist wirklich sehr motivierend. Ich kanns nur empfehlen.

Viele Grüße
Jan

Christian
3 Jahre zuvor

@Jan: Warum hast du das Maßband nicht umgedreht und je 1.000€ Sparsumme 1 cm abgeschnitten? 🙂

@Thorsten: Bei Visa/Mastercard steht ja nicht die Plastikkarte im Vordergrund, sondern deren mächtiges Zahlungsnetzwerk. Dennoch gebe ich dir Recht. Als ich im Februar in Thailand war, war die Akzeptanz von Visa/Master gleich 0. Mögen die nicht, vermute wegen der zu hohen Spesen. Dafür klebte an jeder Tür das Symbol von Ali-Pay und WeChat-Pay. Die Amis sind da komplett raus.

Kia
3 Jahre zuvor

Warum er das Maßband nicht umgedreht hat und mit dem Vermögen gleichgesetzt hat habe ich mich auch gefragt, weil mich die Gleichsätzung mit dem Alter eher frustrieren würde. Zu sehen wie ich der 52 immer näher komme. 

Buffett hat in Amazon investiert. Da wird der Kurs heute bestimmt hoch gehen. 🙂 
 

Ralf
3 Jahre zuvor

Ich halte von solchen Berechnungen in Bezug auf finanzielle Freiheit nichts.

Man soll stetig und mit System investieren.

Aber eine finanzielle Freiheit auszurechnen mit 53 oder sowas ist riskant. Es kann gut passieren, dass die Börsen auch mal 10 Jahre quer laufen oder längere Zeit abtauchen. Man hat bereits im Winter in diesem Blog gemerkt, wie die Stimmung rasch beim ein oder anderen kippte als es eine Minikorrektur gab. Auch Ideen von SPD, Linke und Co. mit teilweisen Enteignungsphantasien werfen neue Risiken auf. Definitiv werden Anleger künftig noch mehr zur Kasse gebeten.

Oder das Leben spielt einen Streich. Gut wenn man dann finanziell gerüstet ist. Aber wirkliuche finanzielle Freiheit fängt in anderen Sphären an.

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Kia
Warren ist im Melt-up-Modus angelangt 🙂

Man muss aber auch sehen, dass der Grosdteil der Marktteilnehmer handelt. D.h. da werden auch teure Aktien gekauft, solange es einen nächsten Deppen gibt, der einem diese abkauft. Nix mit Langfristanlage…

Bei mir käme Amazon nur ins Depot, wenn es mind. 2% Dividenden ausschüttet. Bevor es soweit ist, wird es wie dazumal die Finanzwerte eine massive Korrektur hinlegen.

3 Jahre zuvor

@Jan, wir werden sehen. Das tolle Zahlungsnetzwerk kann noch leichter ersetzt werden, es ist die Plastikkarte an der die Leute noch kleben. Man versucht sich mit virtuellen Karten zu retten. Und ich lege noch einen drauf. In Ländern wie in Asien, in denen Banklizenzen von heute auf morgen vergeben werden können, werden die heutigen Banken ihren Privatkundenvereich mit reinem Zahlungsverkehr komplett verlieren. Es wird das Bankensterben in Deutschland beschleunigen. Der Zahlungsverkehr wird Anhängsel von Konzernen sein, wie Amazon, Apple, Google. In Asien natürlich andere Namen. Deutschland kriegt wieder mal nix mit und verliert den Zaahlungsverkehr komplett ans Ausland. Applepay und Googlepay werden bereits beworben wie sauer Bier. Ich bin long in Wirecard;)

Man kann ja einen ETF kaufen, wenn da anderer Sterne aufsteigen, dann hat man sie,und überlagerte Plastikkarten fliegen dort raus.

Skywalker
3 Jahre zuvor

Meiner Quelle nach hat Berkshire den S&P die letzten Jahre massiv outperformed. Zumindest zeigt das der Chart bei Comdirect an. Es fehlen die Dividenden, allerdings ist der Unterschied sehr groß, kann mir fast nicht vorstellen, dass die Dividenden das noch rumreissen… 
 
DAs Maßband finde ich ulkig, ich machemeinen Job gerne und fiebere nicht auf den Tag der Freiheit, ich fühle mich jetzt schon frei! Übrigens schön dass FREI und FIRE Anagramme sind! 🙂 

Jan
3 Jahre zuvor

Also das Kapital schwankt mehr als das Datum an dem ich vor habe nur noch „Nebenberuflich“ meinen Arbeitgeber zu beglücken. Das Datum ist sehr konservativ gerechnet und in dem Alter kann man bereits mit einem gewissen Kapitalverzehr rechnen (wenns eng würde). Noch dazu macht das Kapital abzubilden wenig Sinn, denn sonst hätte ich z.B. im Januar etwas hinkleben müssen.
Das wird schon. Probiert es mal aus. Es ist doch nur ein kleines Gimmick. Das ersetzt jedenfalls das Sparen nicht ;-). Sehts doch nicht so eng.

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

ETF beruhigen die Nerven 🙂
Und an der Kasse zahle ich bar, solange es geht. Mein Handy ist alt und sicher, solche Spioniergeräte kaufe ich nicht:  https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/datenschutz-der-grosse-lauschangriff-wie-amazon-apple-und-google-ihre-kunden-aushorchen/24247016.html
Das mit dem Maßband 1cm/1000 Euro Sparsumme ist eine gute Idee. Oder 1cm/1000 Euro Nettovermögen. Aber wie bekomme ich die abgeschnittenen cm wieder dran, wenn die Kurse korrigieren? 🙂

42sucht21
3 Jahre zuvor

@Buffett hat in Amazon investiert.
Das hätte Berkshire vor ein paar Jahren aber günstiger haben können und inzwischen einige Milliarden gewonnen.
Es war auch nicht Buffet sondern wohl Combs oder Weschler. “Someone at Berkshire Hathaway Inc. has been buying stock in Amazon.com Inc., but “it wasn’t me,” Warren Buffett says.”
2018 auf der HV sagte er: es war falsch nicht zu investieren in Google & Amazon
Aber, Buffett doesn’t think he’ll ever buy the stock: “I’ve probably got so many psychological problems with the fact that I didn’t do it that it’s very hard to do it.”
2017 auf der HV sagte er: “missed an opportunity not buying Google or Amazon” auf die Frage warum er nicht Amazon gekauft hatte antwortete er: “Stupidity”

@Jan / 1cm abscheiden
würde ich pro 10.000 Sparsumme machen, nicht bei 1.000. Ansonsten muss man ja mehrere zerschneiden….

@Gainde
Schreibt da wirklich immer die gleiche Person unter Ihrem Namen?

DanielKA
3 Jahre zuvor

hier noch die Aktionärsquote, wir haben nach fast 20 Jahren immer noch nicht den Stand der 2000er erreicht.
https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/2019-03-06%20Aktieninstitut%20Aktionaerszahlen%202018.pdf
 

Edit: das sollte eigentlich in den vorherigen Beitrag rein

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Thorsten: Also gibt schon noch eine sehr starke Regulatorik in den entwickelten Ländern und so Themen wie Sicherheit, Kreditauzfallwahrscheinlichkeiten, Geldwäsche usw. So einfach ist das nicht und die meisten Internetkonzerne haben kein Interesse daran sich dieser Regulatorik mit hohen Kosten zu unterwerfen, da würden sie ja weniger als im Kerngeschäft verdienen.

Der Zahlungsverkehr macht nur einen sehr kleinen Teil der Erträge der Banken aus. Verdient wird am Ende mit Krediten.

42sucht21
3 Jahre zuvor

@DanielKA
Da sind ja einige interessante Daten drin, mich würde noch interessieren wie es im Vergleich aussieht mit der Höhe des in Aktien angelegten Geldes 2019 vs. 1999.

Erstaunlich hoch finde ich auch die Zahl der Aktionäre, die lediglich Belegschaftsaktien besitzen. Klumpenrisiko.  Wie gestern in dem Beispiel von @Matthias Scheider, wenn die 10.000 Gore-Tex Miteigentümer 11% ihres Bruttogehalts in Unternehmensaktien anlegen ‘müssen’. Was ist mit der Altersvorsorge und dem Sparvermögen wenn es schief geht? Arbeitsplatz weg, Alterssicherung weg, Ersparnisse weg oder deutlich reduziert… Na prost.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

 
Davon sind wir noch meilenweit entfernt, im Gegenteil, die Putzfrau wird dir überspitzt formuliert sagen das Aktien Teufelzeug sind und der Staat endlich für soziale Gerechtigkeit sorgen soll.
@Daniel
Richtig das sehe ich auch so. Die Putzfrau hält Aktien für Teufelszeug und klagt sie könne kein Geld zur Seite legen aufgrund des tiefen Lohns.
In der Pause spielt sie mit ihrem neuen Smartphone von Apple, zieht an einer Zigarette von denen sie täglich eine Schachtel raucht oder betrachtet ihre Gelnäge, die sie einmal im Monat für 100.- Fr. machen lässt.
Nach Feieraben steigt sie in ihr Leasingfahrzeug und fährt nach Hause.
Ich freue mich über die Dividenden von Apple, BAT und UBS 😉

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ 42sucht21
Habe einige Freunde/Bekannte die bei:  BMW,Daimler,BASF, SAP, United Internet, Bombardier arbeiten
I.d.R. kannst du mit 20 % Abschlag zum Kurs kaufen, bis zu einer gewissen Grenze des geldwerten Vorteils.
Die wenigstens nehmen die Option war und wenn dann wird meistens nach kurzer Zeit verkauft und man kauft sich ein neues Techgagdet. Oder es gibt mal eine Gratisaktie. Ich bin leider nicht in einem börsennotierten Unternehmen, wäre ich wie mein Schwager bei SAP würde ich richtig reinbuttern….

42sucht21
3 Jahre zuvor

@DanielKA
ja, meine Nachbarin ist bei einem der genannten Unternehmen iund die macht es genau wie beschrieben. Haltefrist um -> Shopping time.
Kürzlich sprach ich mit einem Siemens-Mitarbeiter. Ich hatte SHL100 zum IPO gezeichnet, aber er sagte, nein er besitze schon Siemensaktien, mehr Aktien brauche er nicht.

Gainde
3 Jahre zuvor

Bei Apple Credit Card ist Mastercard ja an Bord. Denke Kreditzahlungsdienstleister verschwinden nicht so schnell – Plastikkarten ja. Es geht ja darum, ein genügend grosses Kreditvolumen jeden Monat Millionen von Kunden zur Verfügung stellen zu können. Da gibt es nur wenige Player, die dazu imstande sind. Bei vielen Kontaktlos-Bezahlformen ist ja meist eine Visa, Mastercard oder American Express hinterlegt. Der Markt ist zudem extrem streng reguliert. Oder wo seht ihr die Disruptionsgefahr?

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ gainde: Das hat nichts mit Kreditvolumen zu tun.
Visa und Mastercard sind das Netzwerk und kassieren nur Durchleitungsgebühren, die Banken welche die karten herausgeben sind für die Kreditprüfung und eben auch für den Kredit verantwortlich falls der Kunde hops geht. Deswegen haben VISA und Mastercard kein Kreditrisiko. Früher waren das Gesellschaften im Eigentum der Banken, die haben diese aber verkauft bzw. an die Börse gebracht.
Deswegen ist auch AMEX immer billiger, die haben ein kleineres Netzwerk und sind gleichzeitig Kreditkartenausgeber und bürgen selbst für ihre Kunden und die trifft dann natürlich jeder Kreditausfall härter, siehe subprime Krise 2008(2009)

Daniel
3 Jahre zuvor

ie gestern in dem Beispiel von @Matthias Scheider, wenn die 10.000 Gore-Tex Miteigentümer 11% ihres Bruttogehalts in Unternehmensaktien anlegen ‚müssen‘. Was ist mit der Altersvorsorge und dem Sparvermögen wenn es schief geht? Arbeitsplatz weg, Alterssicherung weg, Ersparnisse weg oder deutlich reduziert… Na prost.
Richtig, Home-Bias ist gefährlich, im Grunde genommen ist es schon gefährlich genug auch Dax Aktien zu haben, aus besagten Grünen, man ist bereits mit seinen Renten-Ansprüchen, Währung, sonstigen Sonder und Sparvermögen sowie oftmals Immobilien in Deutschland investiert. 
Allerdings wäre mir nicht bekannt dass diese Aktien auch ewig gehalten werden müssen. Es könnte aus dem Nachteil auch ein Vorteil entstehen. Entweder man bekommt die Aktien als Teil des Lohns oder oftmals etwas verbilligt, dann hält man sie etwas und verkauft diese.

42sucht21
3 Jahre zuvor

@Patric / Möglicherweise glauben ja immer noch einige Leute diesen ganzen „Gurus“ welche sagen, an der Börse werde die Zukunft gehandelt

Bsp: Beyond Meat wurde beim 25 USD/Share IPO mit 1,5 Mrd. USD bewertet. Am Ende des 1. Börsentags liegt die Bewertung nun bei ca. 4Mrd USD. Der Jahresumsatz betrug <100Mio USD.
Uber wird mit 90+Mrd bewertet hat aber noch in keinem Jahr Gewinn gemacht.
Wenn da nicht die Zukunft gehandelt wird, was wird da gehandelt?
 

Gainde
3 Jahre zuvor
DanielKA
3 Jahre zuvor

Bis auf Siemens healthineers (war ja kein Start Up, sondern Old Economy) halte ich mich von IPOs fern. Natürlich bei Fällen wie Google 2004 bereut man das dann wieder…

Visa habe ich auch 2008 noch verkauft 🙁 Damals 100 Stück zu 80 $, die wären heute .. ach ich will es gar nicht wissen…

Skywalker
3 Jahre zuvor

@ Daniel : “aus besagten Grünen” Sehr gut, aber die SPD ist auch teil des Problems! 😀 

Albr
3 Jahre zuvor

@DanielKA, es gibt Aktien, die verkauft man nicht, dazu gehören ganz sicher V und MA 😉
 
 

3 Jahre zuvor

@DanielKA
Ja ich weiß,…sie wollen die Privatkunden am liebstenlos werden, sie zahlen drauf, gab ja schon Versuche mit Deutsche Bank24 und so. Eines Tages schauen wir auf unsere Handy und stellen fest, dass wir ohne nicht mehr können.

@All Ich habe mir vor 2 Wochen Nel Asa ins Depot gelegt, ein Pennystock mit gutem Chart. Aber nicht zum Zocken, sondner zum Behalten. Alles schaut auf Elektro, vielleicht  kommt der Wasserstoff ja noch mehr, z.B für LKWs. Der Aktionär schreibt : “Das Potenzial für Wasserstoff-Anwendungen in der Eisen- und Stahl-Produktion ist enorm.”  Geth die Welt politisch forciert immer mehr auf emissionsfrei, dann geht der Wasserstoff in energieintensive Bereiche. Und es gibt gute Nachrichten für Wirecard-Geschädigte : das operative Geschäft läuft. Während in USA und Europa die Plastikkarten von VISA sortiert werden hat sich Wirecard mit Alipay zusammengetan und hat sich damit 1 Milliarde Kunden eingesackt. Wirecard verdient an jeder Transaktion mit, ähnlich wie bei uns beim Einsetzen der Mastercard. Hilfreich wäre ein Überschreiten der 200-Tage Linie. Halten bzw. an schwachen Tagen nach und nach zukaufen.

Beide Aktien sind übrigens im Wikifolio, das nach Umfrage “Aktien auf 5 bis 10 Jahre” in diesem Blog unzensiert angelegt wurde. Jede Aktie, die genannt wurde kam ins Depot !
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0futperf

Bruno
3 Jahre zuvor

Wenn da nicht die Zukunft gehandelt wird, was wird da gehandelt?
Es wird die Erwartung an die Zukunft gehandelt in der Gegenwart. Diese kann besser oder schlechter ausfallen als erwartet und darum bewegen sie die Kurse. Es muss nichts mit der Realität zu tun haben.

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Albr: In den 20ern ist man noch impulsiver, habe zumindest dazugelernt 😉 Die Erfahrung muss jeder selbst machen.

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Albr
Oder man holt sie sich nach dem Sturz zurück.
Grundsätzlich liegt man, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, mit “Alltags”-Investments gar nicht so falsch und nicht weit weg vom “Index”. Dafür braucht’s keinen teuren Fond-Manager.
Einige Beispiele:

– Mayonnaise Thomy: Nestlé
– Maizena Maisstärke: Unilever
– Optikergeschäfte: Fielmann
– Nächsten Flug buchen: Visa / Mastercard
– PC Software im Office: Microsoft
– Türschloss: Dormakaba
– Betonwände: LafargeHolcim
– WC: Geberit
– Lego-Spielzeug online kaufen: Amazon
– Monatliche Versicherungen: Allianz, Zurich Insurance, AXA
– Suchmaschine: Google
– Kopfhörer: Apple
– NeoCitran bei Erkältung: Novartis

Albr
3 Jahre zuvor

@Gainde, ja, das geht aber in Richtung Trading; dazu bin ich (leider oder eher zum Glück !) nicht in der Lage 😉
und ausserdem sind meine V und MA abgeltungssteuerfrei, da deutlich vor 2009 gekauft 😉
 
 
 

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Gainde
Nivea Deodorant: Beiersdorf
Axe Duschgel: Unilever
Aspirin: Bayer
Bayer hatte ich bisher nicht, daher habe ich mir in den letzten Wochen eine Startposition gekauft. Sind im Moment recht günstig zu haben.

chn
3 Jahre zuvor

@Nico Meier:
Bayer hatte ich bisher nicht, daher habe ich mir in den letzten Wochen eine Startposition gekauft. Sind im Moment recht günstig zu haben.
Stimmt. Und die letzte Bayer-Hauptverammlung hatte noch richtigen Unterhaltungswert 🙂 Allerdings gehörte ich auch zu denen, die den Vorstand nicht entlastet haben.

Kevin
3 Jahre zuvor

Bin mir diesen Monat etwas unschlüssig was ich kaufen soll…
In der Kriegskasse sind ca. 2000€ in den nächsten Tagen kommen aber noch ein paar Dividenden, dann ca. 2300€
Hier mal mein momentanes Depot:
https://www.comdirect.de/inf/musterdepot/pmd/freunde.html?portfolio_key=2408001760803981280230956652246994163415273516401322861474266911640973512422158784784
Überlege erstmal die 12 Celgene zu verkaufen, da ich nicht so richtig einen Plan habe, was die so machen, hatte ich einfach mal auf gut Glück gekauft…
Erlös: ca. 1000 EUR (-> 3300 EUR)
Mit den 16 Facebook bin ich auch nicht so glücklich, die hatte ich nur als Trade nach den schlechten Zahlen gekauft, ging leider nicht so auf… Mittlerweile aber wieder etwas im Plus.
Erlös: ca. 2700 EUR (-> 6000 EUR)
Die 1.000 Quantum Cobalt und die 150 Veritas Pharma bleiben als Mahnmahl stehen… meine Pennystock-Zocks.
Bin am Überlegen noch die 40 Unilever zu verkaufen, bin da aber momentan doch eher von ab…
 
Überlege das freie Geld in folgende Titel zu investieren:
Walt Disney Company US2546871060
BYD Co. CNE100000296
Ballard Power Systems CA0585861085
oder Wirecard… bin gerade echt unschlüssig.

Andreas
3 Jahre zuvor

@Gainde
Oben schreibst du Nestlè und Co. nicht mehr kaufen, jetzt listest du Nestlè, Unilever etc. auf und schreibst, dass man mit offenen Augen im Alltag nicht so falsch liegen kann;-))
Nun gut, ich bin sehr happy seit Jahren Unilever und Nestlé im Depot zu haben und beide sind zuletzt kontinuierlich im Wert gestiegen. 
 
 
 

Skeptischer bin ich irgendwie bei 3M derzeit, obwohl der Kurs irgendwie langsam verlockend ist für einen Einstieg…

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