In die finanzielle Freiheit mit einem Maßband, Warren Buffetts Party etwas eingetrübt


New York, 2. Mai 2019
Ein Leser motiviert sich mit einem Massband auf seine Freiheit. Das Band reduziert er jeden Monat ein wenig. Mit 52 Jahren will er die Freiheit schaffen. Er ist jetzt 37 Jahre alt.

Konsumfreunde entgegnen gerne, dass das Sparen nichts bringt. Die finanzielle Freiheit würden sie eh nie erreichen, deshalb wollen sie es erst gar nicht probieren, so das fehlgeleitete Argument. Dabei übersehen sie: Selbst wenn sie es nie in die finanzielle Freiheit schaffen, sind sie finanziell besser aufgestellt, als wenn sie es niemals versucht hätten. Sie können früher in die Rente als andere. Sie können Teilzeit statt Vollzeit arbeiten. Kurzum: Sie haben mehr Optionen im Leben.

Ein Leser motiviert sich bis zur Freiheit mit einem Maßband, das er jeden Monat ein wenig abschneidet. Es symbolisiert seine Arbeitszeit, bis er in die Freiheit kann. Er schreibt:

„Beim Bund hat man so etwas Ausscheider-Maßband genannt (s.Fotos). Ich schneide jeden Monat einen Zentimeter ab. Das Maßband selbst war mal fast 2,5m lang, als ich damit angefangen habe.“

Er ist 37. In 176 Monaten, wenn er also 52 Jahre alt ist, ist er nach seiner Berechnung frei.

„So wird man jeden Monat immer wieder dran erinnert und man kann zum Monatsersten feierlich einen Zentimeter abschneiden. Und wie wir alle wissen: Vorfreude ist die schönste Freude. Das Leben ist ein Fest!“, schreibt er mir.

So sieht sein Massband aus. Das motiviert ihn.

Warren Buffett hat dieses Wochenende sein großes Fest in Omaha, Nebraska. Ich war schon mehrmals auf seiner Hauptversammlung. Aber im Prinzip ist seine Botschaft immer die gleiche. Daher habe ich mich entschlossen, vorerst nicht mehr zur Berkshire Aktionärsversammlung zu reisen. Es ist ein großes Wochenende. Zum Networking ist es gut. Aber wie gesagt: Es wiederholt sich alles.

Buffett hat mit einer langjährigen Underperformance zu kämpfen. Die Aktien von Berkshire Hathaway laufen dem S&P 500-Index in den vergangenen 5, 10 und 15 Jahren hinterher. Buffett hortet zu viel Cash. Es sind seit geraumer rund 100 Milliarden Dollar in Buffetts Kriegskasse. Das jährliche offizielle Treffen von Berkshire Hathaway, an dem sich 30.000 Aktionäre und Buffett-Fans in Omaha ist Samstag treffen. Aber schon an den Vortagen treffen sich tausende Value-Fans in Omaha für Meetings, Konferenzen, Vorträge…

Berkshire hat eine Marktkapitalisierung von 500 Milliarden und hat 100 Milliarden Dollar auf der Bank liegen. Das viele Geld verzinst sich kaum. Buffett ist ein Pfenningfuchser. Er findet einfach keine günstigen Deals. Dann lässt er lieber das Geld auf dem Sparbuch liegen. Das hat ihn Rendite gekostet.

Seine Kraft-Heinz ist zudem bitter abgestürzt. Dafür hat sich sein Apple-Investment bis dato ausgezahlt.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “In die finanzielle Freiheit mit einem Maßband, Warren Buffetts Party etwas eingetrübt

  1. AvatarGainde

    @ Tim
    Sehr guter Artikel und Zusammenfassung, vielen Dank!
    QE macht dem Warren einen Strich durch die Rechnung 😉

  2. AvatarPatric

    Hey Tim!
    Ich traue mir mal eine waghalsige Prognose zu:
    Nach Value 1.0 (= Benjamin Graham = „Zigarettenstummel“ aufsammeln) und Value 2.0 (= Buffett in den frühen Jahren =  „Zigarettenstummel“ + Wertanalyse) und Value 3.0 (= Buffett in späteren Jahren = werthaltige Unternehmen zu angemessenen Preisen) wird nun Value 4.0 DIE Anlagestrategie der Zukunft darstellen.
    Value 4.0 definiere ich für mich folgendermaßen:
    Kaufe Dir nur die BESTEN der BESTEN Unternehmen und das zu JEDEM Preis, der gerade angeboten wird! Dafür kaufe aber immer wieder nach, sobald Du Cash dafür hast.
    Um die Qualitätskritierien für die besten Unternehmen festzulegen gibt es natürlich hunderte Möglichkeiten, aber am Ende wird die QUALITÄT die QUANTITÄT schlagen. So meine bescheidende Hoffnung und Prognose… 🙂
    Momentan habe ich Unternehmen wie Walt Disney, Danaher, Fastenal, Fresenius Medical Care, Illinois Tool Work, Lam Research, 3M, McDonalds, SAP, Texas Instruments, Frosta und Visa im Depot.
    Auch BlackRock, Deutsche Beteiligungs AG, BB Biotech und solche fondsähnlichen Konstrukte Fonds finde ich super.
    Beste Grüße
    Patric
     
     

  3. AvatarThorsten

    Visa &Co sind bloß noch Übergangsmedien, Echos alter Technologien. In China hat man die Kreditkarte direkt übersprungen und macht nur mit dem Handy. Kreditkartenunternehmen sind auslaufende Eimer oder Kerzen, die langsam ausbrennen. Ich denke 10 Jahre hat sie noch jemand, dann haben die Handies das Bezahlen übernommen und jegliche Karten sind überflüssig – unabhängig davon, ob es noch Bargeld gibt oder nicht.

  4. AvatarderHamster

    Auch in meinem Umfeld herrscht überwiegend die Meinung, dass das Investieren in die Börse Teufelszeug ist! Dabei kann man doch bereits mit kleinen Beträgen mit Sparplänen anfangen zu investieren.
    Wenn man nicht gerade durch Zufall genau vor dem platzen der nächsten Blase beginnt, wird man garantiert Geschmack daran finden und Stück für Stück selbstsicherer!
    Auch für meinen Nachwuchs investiere ich, wenn auch nur 25€ im Monat, doch bei einem Anlagehorizont von mind. 18 Jahren kann die nächste Krise gerne kommen…
    Viele Grüße 
    derHamster

  5. AvatarWolkenzähler

    „Es symbolisiert seine Arbeitszeit, bis er in die Freiheit kann“
    Arme Menschen, die ihre Arbeit wie ein Gefängnis empfinden.
     

  6. AvatarGainde

    @ Patric
    Sehe das auch so, der Burggraben/Spezialisierung zählt für Buy & Hold. Besonders in Pharma, Chemie und Industrie gibt es solche Unternehmen (bsp. J&J, Novartis, 3M, McDonald’s, LVMH, Schindler Holding, SGS SA, Givaudan SA). Günstig sind sie selten, weil sie der Markt kennt. Grösse alleine und Marken (ausser Luxus) sind durch das Internet (E-Commerce/Werbung) und schneller ändernde Konsumverhalten kein Vorteil mehr. Dort sitzen einfach noch die Pensionskassen gross drin. Also nicht mehr auf Nestlé, P&G, Unilever und Co. setzen.

    Ray Dalio zu QE
    https://www.marketwatch.com/story/the-head-of-the-worlds-largest-hedge-fund-says-adoption-of-unorthodox-monetary-policy-is-inevitable-2019-05-02?mod=mw_theo_homepage

  7. AvatarMattoc

    Also nicht mehr auf Nestlé, P&G, Unilever und Co. setzen.
    Hast du nicht letztens noch Nestle gekauft und den Zahlen entgegengefiebert?
     

  8. AvatarBeobachter

    Ich glaube Buffett einfach nicht mehr, wenn er behauptet keine günstigen Deals zu finden. Buffett hat in den letzten Jahren jede Menge gute Chancen liegenlassen. 

  9. AvatarPatric

    @Thorsten:
    Deine Einschätzung kann stimmen, keine Frage! 🙂
    Aber: Wer sagt, dass es so kommt? Ich habe ja geschrieben, dass es MOMENTAN die Qualitätsaktien unserer Zeit sind und dieses kleine Wort leitet auch direkt zum vielleicht ultimativen Investmentansatz über: Dem Momentum!
    Visa z.B. generiert hier und heute Margen von teilweise über 65 % (!). Das werden die bestimmt nicht 50 Jahre in die Zukunft fortschreiben können aber HEUTE sind diese Gewinne nunmal ein Fakt.
    Deswegen will ich auch genau HEUTE diese Aktie haben. In 10 Jahren vielleicht (!) aber nicht mehr… 😉 Möglicherweise glauben ja immer noch einige Leute diesen ganzen „Gurus“ welche sagen, an der Börse werde die Zukunft gehandelt. Wie soll das bitteschön gehen? Wer hat denn diese ominöse Glaskugel zur Verfügung? Es kann immer und zu jedem Zeitpunkt nur der Wert eines Gutes in der GEGENWART gehandelt werden, alles andere ist m.E. relativer Hokuspokus. Erst nach Abwicklung des Kauf/Verkaufes läuft die eigentliche „Wette“: Hat sich meine gegenwärtige Einschätzung bewahrheitet, erhalte ich eine Prämie in Form von Gewinnen. Wenn nicht: Pech gehabt = Verluste. Für den Verkäufer verhält es sich im übrigen genau umgekehrt. DAS ist das eigentliche Börsen-Null-Summen-Spiel.
    @Gainde:
    Hierzu im Grunde das Gleiche: Unilever, Nestle, Altria und wie sie alle heissen mögen… diese Aktien müssen sich immer wieder den Qualitätskriterien stellen und wenn sie diese nicht mehr erfüllen sollten, fliegen sie halt aus dem Depot raus. So ist GE ergangen, so ist es KHC ergangen, so auch einer Kellog oder General Mills und nicht zuletzt Chevron und Exxon Mobil. Das sind alles keine Qualitätsaktien mit hohem Momentum (mehr).
    Bevor diesen Dickschiffen so etwas passiert, hat man aber im Normalfall soviel an Kursgewinnen und Dividenden kassiert, dass man einen Verkauf so gerade noch verschmerzen können sollte… 🙂
    Beste Grüße
    Patric
     
     

  10. AvatarGerry

    Die Sache mit dem Massband finde ich schon etwas befremdend; sich so auf einen Tag/Jahr X zu fixieren. Wenn man nicht aufpasst, geht mit dem Ende des Massbands auch das Ende des Lebens einher.
    Ich investiere auch regelmäßig in Aktien, erfreue mich an steigenden Dividenden, und habe nicht zuletzt durch Tims YouTube Videos erkannt, dass der ganze Konsum-Klimbim großenteils überflüssig ist. Aber ich warte nicht auf den großen Tag X, genannt „Finanzielle Freiheit“. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt, das geht auch ohne dicke Protz-Autos und mit Job.
     
     

  11. AvatarGeorge

    Buffet könnte seine Cashreserven nehmen und selbst einen Index kaufen.Dann wäre das Geld wenigstens immer investiert. Die Märkte sind sehr Reif, vielleicht kommen bald wieder gute Gelegenheiten.Den alten Mann sollte man nicht unterschätzen.

  12. Avatarsteve

    zu Buffet bitte recherchieren der wollte bis vor kurzen ein gigantisches Aktienrueckkauf Programm starten investiert jetzt in Occidental Oil 

  13. AvatarJan

    @Thorsten,
    bitte informieren. Visa und Mastercard profitieren vom Bezahlen mit dem Mobiltelefon. 
    +92,7% in den letzten paar Jahren bei mir im Depot. Da sind die Dividenden noch nicht mal eingerechnet. 
     
    @Tim,
    schön, dass du es in einem Beitrag verwenden konntest. Die Monate zu zählen ist wirklich sehr motivierend. Ich kanns nur empfehlen.

    Viele Grüße
    Jan

  14. AvatarChristian

    @Jan: Warum hast du das Maßband nicht umgedreht und je 1.000€ Sparsumme 1 cm abgeschnitten? 🙂

    @Thorsten: Bei Visa/Mastercard steht ja nicht die Plastikkarte im Vordergrund, sondern deren mächtiges Zahlungsnetzwerk. Dennoch gebe ich dir Recht. Als ich im Februar in Thailand war, war die Akzeptanz von Visa/Master gleich 0. Mögen die nicht, vermute wegen der zu hohen Spesen. Dafür klebte an jeder Tür das Symbol von Ali-Pay und WeChat-Pay. Die Amis sind da komplett raus.

  15. AvatarKia

    Warum er das Maßband nicht umgedreht hat und mit dem Vermögen gleichgesetzt hat habe ich mich auch gefragt, weil mich die Gleichsätzung mit dem Alter eher frustrieren würde. Zu sehen wie ich der 52 immer näher komme. 

    Buffett hat in Amazon investiert. Da wird der Kurs heute bestimmt hoch gehen. 🙂 
     

  16. AvatarRalf

    Ich halte von solchen Berechnungen in Bezug auf finanzielle Freiheit nichts.

    Man soll stetig und mit System investieren.

    Aber eine finanzielle Freiheit auszurechnen mit 53 oder sowas ist riskant. Es kann gut passieren, dass die Börsen auch mal 10 Jahre quer laufen oder längere Zeit abtauchen. Man hat bereits im Winter in diesem Blog gemerkt, wie die Stimmung rasch beim ein oder anderen kippte als es eine Minikorrektur gab. Auch Ideen von SPD, Linke und Co. mit teilweisen Enteignungsphantasien werfen neue Risiken auf. Definitiv werden Anleger künftig noch mehr zur Kasse gebeten.

    Oder das Leben spielt einen Streich. Gut wenn man dann finanziell gerüstet ist. Aber wirkliuche finanzielle Freiheit fängt in anderen Sphären an.

  17. AvatarGainde

    @ Kia
    Warren ist im Melt-up-Modus angelangt 🙂

    Man muss aber auch sehen, dass der Grosdteil der Marktteilnehmer handelt. D.h. da werden auch teure Aktien gekauft, solange es einen nächsten Deppen gibt, der einem diese abkauft. Nix mit Langfristanlage…

    Bei mir käme Amazon nur ins Depot, wenn es mind. 2% Dividenden ausschüttet. Bevor es soweit ist, wird es wie dazumal die Finanzwerte eine massive Korrektur hinlegen.

  18. AvatarThorsten

    @Jan, wir werden sehen. Das tolle Zahlungsnetzwerk kann noch leichter ersetzt werden, es ist die Plastikkarte an der die Leute noch kleben. Man versucht sich mit virtuellen Karten zu retten. Und ich lege noch einen drauf. In Ländern wie in Asien, in denen Banklizenzen von heute auf morgen vergeben werden können, werden die heutigen Banken ihren Privatkundenvereich mit reinem Zahlungsverkehr komplett verlieren. Es wird das Bankensterben in Deutschland beschleunigen. Der Zahlungsverkehr wird Anhängsel von Konzernen sein, wie Amazon, Apple, Google. In Asien natürlich andere Namen. Deutschland kriegt wieder mal nix mit und verliert den Zaahlungsverkehr komplett ans Ausland. Applepay und Googlepay werden bereits beworben wie sauer Bier. Ich bin long in Wirecard;)

    Man kann ja einen ETF kaufen, wenn da anderer Sterne aufsteigen, dann hat man sie,und überlagerte Plastikkarten fliegen dort raus.

  19. AvatarSkywalker

    Meiner Quelle nach hat Berkshire den S&P die letzten Jahre massiv outperformed. Zumindest zeigt das der Chart bei Comdirect an. Es fehlen die Dividenden, allerdings ist der Unterschied sehr groß, kann mir fast nicht vorstellen, dass die Dividenden das noch rumreissen… 
     
    DAs Maßband finde ich ulkig, ich machemeinen Job gerne und fiebere nicht auf den Tag der Freiheit, ich fühle mich jetzt schon frei! Übrigens schön dass FREI und FIRE Anagramme sind! 🙂 

  20. AvatarJan

    Also das Kapital schwankt mehr als das Datum an dem ich vor habe nur noch „Nebenberuflich“ meinen Arbeitgeber zu beglücken. Das Datum ist sehr konservativ gerechnet und in dem Alter kann man bereits mit einem gewissen Kapitalverzehr rechnen (wenns eng würde). Noch dazu macht das Kapital abzubilden wenig Sinn, denn sonst hätte ich z.B. im Januar etwas hinkleben müssen.
    Das wird schon. Probiert es mal aus. Es ist doch nur ein kleines Gimmick. Das ersetzt jedenfalls das Sparen nicht ;-). Sehts doch nicht so eng.

  21. AvatarWohnung mit Domblick

    ETF beruhigen die Nerven 🙂
    Und an der Kasse zahle ich bar, solange es geht. Mein Handy ist alt und sicher, solche Spioniergeräte kaufe ich nicht:  https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/datenschutz-der-grosse-lauschangriff-wie-amazon-apple-und-google-ihre-kunden-aushorchen/24247016.html
    Das mit dem Maßband 1cm/1000 Euro Sparsumme ist eine gute Idee. Oder 1cm/1000 Euro Nettovermögen. Aber wie bekomme ich die abgeschnittenen cm wieder dran, wenn die Kurse korrigieren? 🙂

  22. Avatar42sucht21

    @Buffett hat in Amazon investiert.
    Das hätte Berkshire vor ein paar Jahren aber günstiger haben können und inzwischen einige Milliarden gewonnen.
    Es war auch nicht Buffet sondern wohl Combs oder Weschler. „Someone at Berkshire Hathaway Inc. has been buying stock in Amazon.com Inc., but “it wasn’t me,” Warren Buffett says.“
    2018 auf der HV sagte er: es war falsch nicht zu investieren in Google & Amazon
    Aber, Buffett doesn’t think he’ll ever buy the stock: „I’ve probably got so many psychological problems with the fact that I didn’t do it that it’s very hard to do it.“
    2017 auf der HV sagte er: „missed an opportunity not buying Google or Amazon“ auf die Frage warum er nicht Amazon gekauft hatte antwortete er: “Stupidity”

    @Jan / 1cm abscheiden
    würde ich pro 10.000 Sparsumme machen, nicht bei 1.000. Ansonsten muss man ja mehrere zerschneiden….

    @Gainde
    Schreibt da wirklich immer die gleiche Person unter Ihrem Namen?

  23. AvatarDanielKA

    @ Thorsten: Also gibt schon noch eine sehr starke Regulatorik in den entwickelten Ländern und so Themen wie Sicherheit, Kreditauzfallwahrscheinlichkeiten, Geldwäsche usw. So einfach ist das nicht und die meisten Internetkonzerne haben kein Interesse daran sich dieser Regulatorik mit hohen Kosten zu unterwerfen, da würden sie ja weniger als im Kerngeschäft verdienen.

    Der Zahlungsverkehr macht nur einen sehr kleinen Teil der Erträge der Banken aus. Verdient wird am Ende mit Krediten.

  24. Avatar42sucht21

    @DanielKA
    Da sind ja einige interessante Daten drin, mich würde noch interessieren wie es im Vergleich aussieht mit der Höhe des in Aktien angelegten Geldes 2019 vs. 1999.

    Erstaunlich hoch finde ich auch die Zahl der Aktionäre, die lediglich Belegschaftsaktien besitzen. Klumpenrisiko.  Wie gestern in dem Beispiel von @Matthias Scheider, wenn die 10.000 Gore-Tex Miteigentümer 11% ihres Bruttogehalts in Unternehmensaktien anlegen ‚müssen‘. Was ist mit der Altersvorsorge und dem Sparvermögen wenn es schief geht? Arbeitsplatz weg, Alterssicherung weg, Ersparnisse weg oder deutlich reduziert… Na prost.

  25. AvatarNico Meier

     
    Davon sind wir noch meilenweit entfernt, im Gegenteil, die Putzfrau wird dir überspitzt formuliert sagen das Aktien Teufelzeug sind und der Staat endlich für soziale Gerechtigkeit sorgen soll.
    @Daniel
    Richtig das sehe ich auch so. Die Putzfrau hält Aktien für Teufelszeug und klagt sie könne kein Geld zur Seite legen aufgrund des tiefen Lohns.
    In der Pause spielt sie mit ihrem neuen Smartphone von Apple, zieht an einer Zigarette von denen sie täglich eine Schachtel raucht oder betrachtet ihre Gelnäge, die sie einmal im Monat für 100.- Fr. machen lässt.
    Nach Feieraben steigt sie in ihr Leasingfahrzeug und fährt nach Hause.
    Ich freue mich über die Dividenden von Apple, BAT und UBS 😉

  26. AvatarDanielKA

    @ 42sucht21
    Habe einige Freunde/Bekannte die bei:  BMW,Daimler,BASF, SAP, United Internet, Bombardier arbeiten
    I.d.R. kannst du mit 20 % Abschlag zum Kurs kaufen, bis zu einer gewissen Grenze des geldwerten Vorteils.
    Die wenigstens nehmen die Option war und wenn dann wird meistens nach kurzer Zeit verkauft und man kauft sich ein neues Techgagdet. Oder es gibt mal eine Gratisaktie. Ich bin leider nicht in einem börsennotierten Unternehmen, wäre ich wie mein Schwager bei SAP würde ich richtig reinbuttern….

  27. Avatar42sucht21

    @DanielKA
    ja, meine Nachbarin ist bei einem der genannten Unternehmen iund die macht es genau wie beschrieben. Haltefrist um -> Shopping time.
    Kürzlich sprach ich mit einem Siemens-Mitarbeiter. Ich hatte SHL100 zum IPO gezeichnet, aber er sagte, nein er besitze schon Siemensaktien, mehr Aktien brauche er nicht.

  28. AvatarGainde

    Bei Apple Credit Card ist Mastercard ja an Bord. Denke Kreditzahlungsdienstleister verschwinden nicht so schnell – Plastikkarten ja. Es geht ja darum, ein genügend grosses Kreditvolumen jeden Monat Millionen von Kunden zur Verfügung stellen zu können. Da gibt es nur wenige Player, die dazu imstande sind. Bei vielen Kontaktlos-Bezahlformen ist ja meist eine Visa, Mastercard oder American Express hinterlegt. Der Markt ist zudem extrem streng reguliert. Oder wo seht ihr die Disruptionsgefahr?

  29. AvatarDanielKA

    @ gainde: Das hat nichts mit Kreditvolumen zu tun.
    Visa und Mastercard sind das Netzwerk und kassieren nur Durchleitungsgebühren, die Banken welche die karten herausgeben sind für die Kreditprüfung und eben auch für den Kredit verantwortlich falls der Kunde hops geht. Deswegen haben VISA und Mastercard kein Kreditrisiko. Früher waren das Gesellschaften im Eigentum der Banken, die haben diese aber verkauft bzw. an die Börse gebracht.
    Deswegen ist auch AMEX immer billiger, die haben ein kleineres Netzwerk und sind gleichzeitig Kreditkartenausgeber und bürgen selbst für ihre Kunden und die trifft dann natürlich jeder Kreditausfall härter, siehe subprime Krise 2008(2009)

  30. AvatarDaniel

    ie gestern in dem Beispiel von @Matthias Scheider, wenn die 10.000 Gore-Tex Miteigentümer 11% ihres Bruttogehalts in Unternehmensaktien anlegen ‚müssen‘. Was ist mit der Altersvorsorge und dem Sparvermögen wenn es schief geht? Arbeitsplatz weg, Alterssicherung weg, Ersparnisse weg oder deutlich reduziert… Na prost.
    Richtig, Home-Bias ist gefährlich, im Grunde genommen ist es schon gefährlich genug auch Dax Aktien zu haben, aus besagten Grünen, man ist bereits mit seinen Renten-Ansprüchen, Währung, sonstigen Sonder und Sparvermögen sowie oftmals Immobilien in Deutschland investiert. 
    Allerdings wäre mir nicht bekannt dass diese Aktien auch ewig gehalten werden müssen. Es könnte aus dem Nachteil auch ein Vorteil entstehen. Entweder man bekommt die Aktien als Teil des Lohns oder oftmals etwas verbilligt, dann hält man sie etwas und verkauft diese.

  31. Avatar42sucht21

    @Patric / Möglicherweise glauben ja immer noch einige Leute diesen ganzen „Gurus“ welche sagen, an der Börse werde die Zukunft gehandelt

    Bsp: Beyond Meat wurde beim 25 USD/Share IPO mit 1,5 Mrd. USD bewertet. Am Ende des 1. Börsentags liegt die Bewertung nun bei ca. 4Mrd USD. Der Jahresumsatz betrug <100Mio USD.
    Uber wird mit 90+Mrd bewertet hat aber noch in keinem Jahr Gewinn gemacht.
    Wenn da nicht die Zukunft gehandelt wird, was wird da gehandelt?
     

  32. AvatarDanielKA

    Bis auf Siemens healthineers (war ja kein Start Up, sondern Old Economy) halte ich mich von IPOs fern. Natürlich bei Fällen wie Google 2004 bereut man das dann wieder…

    Visa habe ich auch 2008 noch verkauft 🙁 Damals 100 Stück zu 80 $, die wären heute .. ach ich will es gar nicht wissen…

  33. AvatarSkywalker

    @ Daniel : „aus besagten Grünen“ Sehr gut, aber die SPD ist auch teil des Problems! 😀 

  34. AvatarAlbr

    @DanielKA, es gibt Aktien, die verkauft man nicht, dazu gehören ganz sicher V und MA 😉
     
     

  35. AvatarThorsten

    @DanielKA
    Ja ich weiß,…sie wollen die Privatkunden am liebstenlos werden, sie zahlen drauf, gab ja schon Versuche mit Deutsche Bank24 und so. Eines Tages schauen wir auf unsere Handy und stellen fest, dass wir ohne nicht mehr können.

    @All Ich habe mir vor 2 Wochen Nel Asa ins Depot gelegt, ein Pennystock mit gutem Chart. Aber nicht zum Zocken, sondner zum Behalten. Alles schaut auf Elektro, vielleicht  kommt der Wasserstoff ja noch mehr, z.B für LKWs. Der Aktionär schreibt : „Das Potenzial für Wasserstoff-Anwendungen in der Eisen- und Stahl-Produktion ist enorm.“  Geth die Welt politisch forciert immer mehr auf emissionsfrei, dann geht der Wasserstoff in energieintensive Bereiche. Und es gibt gute Nachrichten für Wirecard-Geschädigte : das operative Geschäft läuft. Während in USA und Europa die Plastikkarten von VISA sortiert werden hat sich Wirecard mit Alipay zusammengetan und hat sich damit 1 Milliarde Kunden eingesackt. Wirecard verdient an jeder Transaktion mit, ähnlich wie bei uns beim Einsetzen der Mastercard. Hilfreich wäre ein Überschreiten der 200-Tage Linie. Halten bzw. an schwachen Tagen nach und nach zukaufen.

    Beide Aktien sind übrigens im Wikifolio, das nach Umfrage „Aktien auf 5 bis 10 Jahre“ in diesem Blog unzensiert angelegt wurde. Jede Aktie, die genannt wurde kam ins Depot !
    https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0futperf

  36. AvatarBruno

    Wenn da nicht die Zukunft gehandelt wird, was wird da gehandelt?
    Es wird die Erwartung an die Zukunft gehandelt in der Gegenwart. Diese kann besser oder schlechter ausfallen als erwartet und darum bewegen sie die Kurse. Es muss nichts mit der Realität zu tun haben.

  37. AvatarDanielKA

    @ Albr: In den 20ern ist man noch impulsiver, habe zumindest dazugelernt 😉 Die Erfahrung muss jeder selbst machen.

  38. AvatarGainde

    @ Albr
    Oder man holt sie sich nach dem Sturz zurück.
    Grundsätzlich liegt man, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, mit „Alltags“-Investments gar nicht so falsch und nicht weit weg vom „Index“. Dafür braucht’s keinen teuren Fond-Manager.
    Einige Beispiele:

    – Mayonnaise Thomy: Nestlé
    – Maizena Maisstärke: Unilever
    – Optikergeschäfte: Fielmann
    – Nächsten Flug buchen: Visa / Mastercard
    – PC Software im Office: Microsoft
    – Türschloss: Dormakaba
    – Betonwände: LafargeHolcim
    – WC: Geberit
    – Lego-Spielzeug online kaufen: Amazon
    – Monatliche Versicherungen: Allianz, Zurich Insurance, AXA
    – Suchmaschine: Google
    – Kopfhörer: Apple
    – NeoCitran bei Erkältung: Novartis

  39. AvatarAlbr

    @Gainde, ja, das geht aber in Richtung Trading; dazu bin ich (leider oder eher zum Glück !) nicht in der Lage 😉
    und ausserdem sind meine V und MA abgeltungssteuerfrei, da deutlich vor 2009 gekauft 😉
     
     
     

  40. AvatarNico Meier

    @Gainde
    Nivea Deodorant: Beiersdorf
    Axe Duschgel: Unilever
    Aspirin: Bayer
    Bayer hatte ich bisher nicht, daher habe ich mir in den letzten Wochen eine Startposition gekauft. Sind im Moment recht günstig zu haben.

  41. Avatarchn

    @Nico Meier:
    Bayer hatte ich bisher nicht, daher habe ich mir in den letzten Wochen eine Startposition gekauft. Sind im Moment recht günstig zu haben.
    Stimmt. Und die letzte Bayer-Hauptverammlung hatte noch richtigen Unterhaltungswert 🙂 Allerdings gehörte ich auch zu denen, die den Vorstand nicht entlastet haben.

  42. AvatarKevin

    Bin mir diesen Monat etwas unschlüssig was ich kaufen soll…
    In der Kriegskasse sind ca. 2000€ in den nächsten Tagen kommen aber noch ein paar Dividenden, dann ca. 2300€
    Hier mal mein momentanes Depot:
    https://www.comdirect.de/inf/musterdepot/pmd/freunde.html?portfolio_key=2408001760803981280230956652246994163415273516401322861474266911640973512422158784784
    Überlege erstmal die 12 Celgene zu verkaufen, da ich nicht so richtig einen Plan habe, was die so machen, hatte ich einfach mal auf gut Glück gekauft…
    Erlös: ca. 1000 EUR (-> 3300 EUR)
    Mit den 16 Facebook bin ich auch nicht so glücklich, die hatte ich nur als Trade nach den schlechten Zahlen gekauft, ging leider nicht so auf… Mittlerweile aber wieder etwas im Plus.
    Erlös: ca. 2700 EUR (-> 6000 EUR)
    Die 1.000 Quantum Cobalt und die 150 Veritas Pharma bleiben als Mahnmahl stehen… meine Pennystock-Zocks.
    Bin am Überlegen noch die 40 Unilever zu verkaufen, bin da aber momentan doch eher von ab…
     
    Überlege das freie Geld in folgende Titel zu investieren:
    Walt Disney Company US2546871060
    BYD Co. CNE100000296
    Ballard Power Systems CA0585861085
    oder Wirecard… bin gerade echt unschlüssig.

  43. AvatarAndreas

    @Gainde
    Oben schreibst du Nestlè und Co. nicht mehr kaufen, jetzt listest du Nestlè, Unilever etc. auf und schreibst, dass man mit offenen Augen im Alltag nicht so falsch liegen kann;-))
    Nun gut, ich bin sehr happy seit Jahren Unilever und Nestlé im Depot zu haben und beide sind zuletzt kontinuierlich im Wert gestiegen. 
     
     
     

    Skeptischer bin ich irgendwie bei 3M derzeit, obwohl der Kurs irgendwie langsam verlockend ist für einen Einstieg…

  44. AvatarGainde

    @ Andreas
    Nestlé, Unilever und andere Consumer-Titel würde ich aus unterschiedlichen Gründen nicht in ein Buy & Hold Depot legen: Aktionariat/Pensionskassen, Burggraben nur durch Grösse, Digitalisierung/Werbung, Wachstumsaussichten Branche.

    Denke, dass man zwischen folgenden Unternehmen unterscheiden kann: Grösse/Marktmacht oder Spezialisierung/Burggraben. Für Buy & Hold würde ich persönlich Letzteres vorziehen. Die Produkte von Banken/Versicherungen oder Consumer Titel sind relativ austauschbar. IT ist zu schnelllebig. Anders sieht es bei Industrie-Spezialisten, Pharma-Unternehmen oder Playern in kleinen Märkten aus, wo sich nur wenige Unternehmen den Kuchen teilen bzw. aufteilen. Siehe Buffett mit den US Airlines.

    Schau dir mal die Schweizer Unternehmen Givaudan SA und SGS SA an. Diese wird es höchstwahrscheinlich auch in 15 Jahren noch geben und die Markteintrittsbarrieren sind extrem hoch. Anders sieht es bsp. bei Körperpflegeprodukten oder Bier aus. Die kann heutzutage „jeder“ herstellen und online verkaufen und vermarkten.

    Bin zufällig gestern bei 3M eingestiegen, gute Sache.

  45. AvatarNico Meier

    @chn
    Ich finde Bayer ist ein solides Unternehmen mit guten Produkten. Die Dividendenrendite von rund 4.5% lässt sich auch sehen und ist natürlich auf den Kurssturz zurückzuführen. Aber ich denke wer noch keine hat, hat hiermit die Gelegenheit günstig einzusteigen.
    Die Glyphosatgeschichte wird sicherlich mit einem Vergleich abgehandelt werden stellt sich einfach die Frage wie hoch die Kosten dafür sein werden man rechnet zwuschen 5 Mia und 20 Mia.

    @Gainde
    Sika ist auch ein Kandidat für langes Buy and Hold leider ist die Aktie mir zurzeit zu teuer sobald da was änder kaufe ich.

  46. AvatarGainde

    @ Nico Meier
    Ja, 1.32% Dividendenrendite bei Sika sind etwas mickrig. Die Aktie ist zum sehr gut gelaufen. Bekanntlich wachsen Bäume nicht in den Himmel. Als Langfristanlage zurzeit sicher zu teuer. Bei Obermatt auch nicht gerade schöne Werte: https://www.obermatt.com/de/aktien/sika-sik/aktien-analyse.html
     
    Aus der Schweiz finde ich diese Titel solid:
    Novartis, Givaudan, SGS, Schindler, Swiss Prime Site

  47. AvatarClaus

    @ Kevin, Du schreibst…
    „Überlege erstmal die 12 Celgene zu verkaufen, da ich nicht so richtig einen Plan habe, was die so machen, hatte ich einfach mal auf gut Glück gekauft…Erlös: ca. 1000 EUR (-> 3300 EUR)Mit den 16 Facebook bin ich auch nicht so glücklich, die hatte ich nur als Trade nach den schlechten Zahlen gekauft, ging leider nicht so auf… Mittlerweile aber wieder etwas im Plus.Erlös: ca. 2700 EUR (-> 6000 EUR)Die 1.000 Quantum Cobalt und die 150 Veritas Pharma bleiben als Mahnmahl stehen… meine Pennystock-Zocks.Bin am Überlegen noch die 40 Unilever zu verkaufen, bin da aber momentan doch eher von ab…“
    Für mich liest sich das so, als ob Du Aktien „ohne Plan“ wahllos kaufst und verkaufst. Du läßt den „Schrott“ im Depot und verkaufst Unilever… Da wirst Du auf Dauer wohl noch sehr viel „Lehrgeld“ zahlen müssen. Wünsche Dir dennoch viel Glück.
    @ Jetzt Aktien-Käufe?
    Habe soeben meinen BAT-Bestand um gut 1% erhöht. Wieder 1€ mehr Dividende (nach Steuern)… jeden Tag.
    Meine ungefragt eingebuchten und nicht erwünschten Alcons (Novartis-Abspaltung) habe ich letzte Woche verkauft. Da halte ich Essilor-Lux. doch für deutlich aussichtsreicher, auch wenn es z.Zt etwas „Zoff“ in der Chefetage gibt.
    LG

  48. KievKiev

    @ Claus
    Habe ich jetzt falsch gerechnet? 1€ Dividende am Tag? Und das entspricht 1% der BAT Position in Deinem Depot? Wie viele Aktien hast Du? Ich komme grob auf 650.000€ in BAT des ursprünglichen Depots. Bist Du auch ein wenig diversifiziert?

  49. Avatar42sucht21

    @Claus
    Finden Sie BAT interessanter als IPB?

    @Kiev
    Ich tippe auf ca. 19.000 Aktien.

  50. AvatarKevin

    @Claus:
    „Für mich liest sich das so, als ob Du Aktien „ohne Plan“ wahllos kaufst und verkaufst. Du läßt den „Schrott“ im Depot und verkaufst Unilever… Da wirst Du auf Dauer wohl noch sehr viel „Lehrgeld“ zahlen müssen. Wünsche Dir dennoch viel Glück.“
    Ganz ehrlich. So einen richtigen Plan habe ich bisher noch nicht. Momentan kaufe ich eher nach Gefühl, was mal ganz gut klappt, (Omega Healthcare oder Sixt) und mal absolut gar nicht…. (Quantum Cobalt und Veritas Pharma)
    Welche Titel meines Portfolios sind denn aus deiner Sicht schrott?

  51. AvatarClaus

    @ Kiev
    … Erhöhung meiner BAT-Position um ca. 1% von meinem Depotwert. Es sind nun 800 Stück, BAT nimmt somit ca. 4,3% in meinem Depot ein. Jährlich kommen ca. 1.393,- EUR netto (nach Steuern) an Dividende rein (Jetzt ca. 4,- anstatt 3,- EUR netto täglich). Geht es nochmal tiefer, wie im Dezember, werde ich nochmals aufstocken.
    Gleiches gilt für meine Shell-Position, die trotz des tieferen Ölpreises in Q1 sehr ordentliche Zahlen geliefert haben. Alle Maßnahmen scheinen gut zu greifen, Top-Management.
     
    @ 42sucht21
    BAT / IMB? (nicht IPB)IMB ist zweifellos interessant, doch BAT gefällt mir deutlich besser:Bei IMB ist mir die Gewinnentwicklung zu unkonstant,die Schuldenquote ist höher als bei BAT,die Dividende ist durch den Gewinn nicht gedeckt, nur durch den freien CF,BAT steigert die Div. seit 19 Jahren, IMB seit 8,BAT hat m.E. deutlich mehr Kurssteigerungs-Potenzial,BAT erscheint mir auch günstiger bewertet zu sein.
    Ist aber Geschmackssache. Im Zweifel: Beide zu gleichen Teilen kaufen…
    LG

  52. Avatar42sucht21

    @Kevin
    Wenn Sie jetzt alles verkaufen und noch Heute bis 18h alles in Quantum Cobalt stecken, so haben Sie die Möglichkeit quasi über Nacht Ihre Vermögenssituation stark zu verändern. 😉

    Disclaimer: Ich persönlich würde ja alles in A1JX52 oder A1C9KL/ETF127 stecken. Das bringt mehr Rendite und mehr Ruhe – ist aber zu langweilig.

    @Claus
    Ups, ja IMB. Vielen Dank für Ihre Antwort.

    @Shell A / Stockdividende / Comdirect
    Weiss jemand, ob es die Stockdividende noch gebührenfrei gibt bei der Comdirect (oder anderen Banken in DE) und welcher Papierkrieg bei der Beantragung dafür geführt werden muss?

  53. AvatarClaus

    @ 42sucht21
    Stockdiv. gibt es seit einiger Zeit bei Shell nicht mehr, nur noch Cash.

  54. AvatarClaus

    @ Kevin“Schrott“ sind für mich alle Pennystocks, ohne weitere Prüfung. Da kann man auch ins Casino gehen, hat aber noch eine schöne Umgebung und einen netten Abend…
    „Nach Gefühl“ Aktien wahllos zu kaufen, wird Dein Kapital vollständig vernichten. In einem Bullenmarkt wie gerade steigen die meisten Aktien, da ist Mr. Market noch gnädig mit Dir. Hast Du mehrfach Glück, wirst Du „sicherer“ und kaufst mehr… Die Falle wird dann bald zuschnappen!
    Für mich ist das Wichtigste die Qualität einer Aktie, nicht der momentane Preis.
    Stimmt das Chance/Risiko-Verhältnis, kaufe ich. Ansonsten warte ich einfach ab, bis meine Kaufbedingungen erfüllt sind.
    Eine gesunde Branchen- und Währungsmischung (nach Umsatz-Erlösen, nicht nach Heimatländern) setze ich im Depot voraus.
    Aktien unter 20,- EUR/USD meide ich. Je geringer der Kurs, je mehr Zocker trollen sich in diesen Aktien…
    LG

  55. AvatarKia

    @Kevin
    Die Hälfte hast du in ETF’s auf World und EM. Das finde ich gut. Was gegen BASF, Disney, Shell und Omega sprechen sollte wüßte ich auch nicht. Sieht doch sehr gut aus. Ballard und BYD halte ich für spekulative Zukunftsaktien, die habe ich auch auf der Watchliste. Da steckt bei dir ja nicht viel Geld drin. Unilever, Kraft und Facebook würde ich mir wahrscheinlich nicht einzeln kaufen, da die eh in den ETF enthalten sind. Der kleine Rest sagt mir nichts. 
    Ich kann dir nichts raten. Wüste aber auch gern was davon jetzt Schrott ist. 🙂

  56. Avatar-M

    Im Endeffekt ist alles schrott, was nur nach Bauch gekauft wurde. Man ist dann Sklave des Kurses…. mit rationeller Betrachtung hat das null zu tun. Das Unternehmen kann noch so gut sein, fällt der Kurs um 50%, dann sagt der Bauch dir: rette sich wer kann…. 
     
    -M
     
     

  57. AvatarKevin Glück

    42sucht21: nein, daraus habe ich gelernt. 
    Facebook und Celgene habe ich jetzt mit etwas Gewinn verkauft. Mal sehen wo das Geld hingließen soll.
    Facebook habe ich über die ETF ja auch Recht hoch gewichtet.
    @Claus: Alles unter 20€ als Penny Stock zu behandeln, finde ich auch etwas gewagt. Aber wenn es nicht zu deiner Strategie passt, ist das ja in Ordnung.

  58. AvatarAlbr

    Bei Shell gibt es (leider) keine Stockdividende mehr, wurde eingestellt…
     
     

  59. AvatarKia

    „Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell (ISIN: GB00B03MLX29) wird für das erste Quartal 2019 eine im Vergleich zum Vorquartal unveränderte Dividende von 0,47 US-Dollar (ca. 0,42 Euro) ausbezahlen. Die Auszahlung erfolgt am 24. Juni 2019.“ 

  60. AvatarChrissie

    @42sucht21
    „Wenn da nicht die Zukunft gehandelt wird, was wird da gehandelt?“
    Ein Hype. Kommt gleich nach der Tulpenzwiebel.

  61. AvatarHendrik

    @Kevin 
    meine Meinung: 
    Ballard Power Systems, Millennial Lithium, Quantum Cobalt, Veritas Pharma sind sehr niedrig kapitalisierte Aktien. Bei allen von denen ist die Investmentidee , dass sich eine bestimmte/r Technologie/Rohstoff am Markt durchsetzt. Das halte ich für sehr spekulativ und würde ich selbst nicht machen.
    Ich kaufe Aktien danach ob sie Umsatz und Gewinnwachstum haben, nicht allzu viele Schulden  aufweisen und inwiefern das Geschäftsmodell auch in der Zukunft attraktiv ist. Bei mir im Depot sind z.B Amd, Blackrock, Banc of America, Cisco, Samsung, Wirecard.
    Schöne Grüße
    Hendrik

  62. KievKiev

    @ Claus
    1% vom Depot klingt schon anders als von einer Position. Das wäre natürlich sehr gut bei der Gewichtung. Da müsstest Du Dir wohl keine Gedanken zur Frührente machen.
    Ich könnte auch noch mal etwas Dividenden Nachschub gebrauchen. Mai und Juni gibt es bei mir hohe Dividenden durch Einmalzahler wie BASF und GAZPROM.  Bei mir beginnt ja in Kürze die Saison der Ferienhausvermietung. Da kann ich noch mal ein paar Einkäufe mit den Zahlungseingängen tätigen.

  63. AvatarClaus

    @ Kevin Glück
    Ich betrachte nicht alle Aktien unter 20,- EUR/USD als Penny-Stocks. Was Penny-Stocks sind, sagt ja schon der Name.
    Habe allerdings immer wieder festgestellt, dass Aktien mit niedrigen Kursen, z.B. 2-5,- EUR/USD (bitte nicht verwechseln mit niedrig bewerteten Aktien), häufig schlechter performen, als Aktien über z.B. 50,- oder 100,- EUR/USD.
    Beispiele:Bombardier, Esprit, Vodafone…
    Je höher der Kurswert einer Aktie ist, desto weniger scheinen die Eigentümer zu wechseln. Bestes Beipiel ist die A-Aktie von Berkshire Hathaway oder eine Lindt % Sprüngli Originalaktie.
     
    „Zockerei“ ohne Plan bringt nichts, ausser Verlusten.Oft ist es so, dass, genau wie Du es gemacht hast, eine Position aus einer Laune heraus eröffnet wird. Läuft die Aktie ins Plus, wird meist schnell verkauft. 10%, max. 20% werden sofort realisiert. Läuft die Aktie aber ins Minus, hat man keinen Plan. Man läßt die Aktie einfach liegen und schaut tatenlos zu, wie sie weiter fällt. Man nennt die Position jetzt einfach „Langfrist-Position“…
    @ Kiev
    Viel Erfolg!
    LG

  64. AvatarAndreas

    @Gainde
    Disruption ist immer ein Faktor, klar. Und so strikt trennen zwischen Burggraben oder Größe würde ich nicht, es gibt durchaus Unternehmen, die beides bieten aus meiner Sicht;-) Zum Beispiel Microsoft, um nur mal eines zu nennen. Leider bin ich da nicht investiert und momentan ist mir die Aktie zu teuer.

    Pharma mag ich auch sehr gerne, aber auch da ist der Konkurrenzkampf groß, die Forschung teuer. Habe mit Novartis, J&J und Pfizer drei große Player im Depot.

    Und logisch, ein neues Getränk herstellen und online verkaufen kann jeder. Nur allein das reicht nicht, um die großen Konzerne zu gefährden. Deren Marktmacht ist nach wie vor groß und sie haben Cash, um kleinere Unternehmen aufzukaufen, auf neue Trends zu reagieren und sie haben über Jahrzehnte etablierte Marke und Vertriebswege. Im Zweifel greifen die meisten eben doch noch zur Cola oder zu Magnum Eis, weil sie das einfach kennen und wissen was sie daran haben. Da hat es ein neues Produkt erstmal deutlich schwerer. Ob das ewig so weitergeht, keine Ahnung. Aber solange Unternehmen wie Unilever und Nestlé wachsen, Gewinne machen und die Dividende steigt, gibt es für mich keinen Grund da auszusteigen. 

    Ansonsten finde ich bspw. Walt Disney für buy&hold super, absolutes Top Unternehmen aus meiner Sicht.

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