In Deutschland ist das Börsenfieber ausgebrochen

Aktien begeistern die Deutschen wie selten zuvor.

In Deutschland ist das Aktien- und ETF-Sparfieber ausgebrochen. Finanzwebsites gehen durch die Decke. Die Finanzcommunity WallStreet:Online scheffelt Geld ohne Ende. Über die Berliner Gruppe von André Kolbinger habe ich kürzlich ein Youtube-Video gemacht.

Finanzmagazine verkauften sich seit Jahren nicht mehr so gut wie derzeit. Dem Börsenmagazin “Der Aktionär” geht es pudelwohl, Herausgeber Bernd Förtsch wird zufrieden sein. Verleger und Websitebetreiber reiben sich jedenfalls die Hände. Hier siehst du, wie die Reichweite von Websites größer wird:

Die Visits ziehen bei einigen Finanzmedien massiv an. Besonders freuen können sich Der Aktionär, Business Insider und Boerse-online.de. Quelle: “Der Aktionär” Pressemitteilung, IVW.

Günstige Online-Broker wie Flatex, Trade Republic und Smartbroker begrüßen Kunden in Scharen. Über Flatex habe ich auch in einem YouTube-Video gesprochen. Solche Angebote ziehen jedenfalls die Deutschen wie Magnete an:

 *Affilate

*

Während hierzulande Flatex, Degiro, Smartbroker und Trade Republic brummen, ist es in den USA der Gratis-Broker Robinhood. Dieser ist vor kurzem zu einer Millionenstrafe von der Börsenaufsicht SEC verdonnert worden, weil der kostenfreie Handel mit Nachteilen verbunden ist, die offenbar den Kunden verschwiegen worden sind.

Trotz der SEC-Kritik finde ich die modernen Angebote vorteilhaft. Sie motivieren, mit dem Investieren loszulegen. Die Preisbrecher sorgen dafür, dass sich breite Bevölkerungsschichten mit dem Thema Aktie, Börse, ETFs beschäftigen. Die Billigheimer bringen die Gebühren in der gesamten Branche zum Sinken – zum Wohl der Anleger. Kein Angebot ist freilich perfekt. Jeder Discount Broker hat Vor- und Nachteile.

Was soll an der Entwicklung schlecht sein? Endlich wird gespart und investiert. Hoffentlich bleiben Anleger langfristig dabei und verlieren nicht schnell die Geduld, wenn die Kurse das nächste Mal ins Rutschen kommen. Ich finde, jede Korrektur bietet neue Chancen.

Ich kann nur den Rat geben: Mit einer langfristigen Sicht heute zu investieren und nicht ständig zu traden. Darauf habe ich kürzlich bei Wallstreet:Online hingewiesen.

Sparpotential haben fast alle Menschen – du musst nur wollen

Ein typischer Spruch, den ich oft höre, ist: “Ich hab am Monatsende nichts übrig. Mein Gehalt ist zu gering, um investieren zu können.” Oft sind aber die Ausgaben zu hoch. In fast jedem Haushalt lässt sich Sparpotential finden. Nur ist die Bereitschaft nicht da. Allein bei den Versicherungen, die die Deutschen haben, stellt sich die Frage: “Brauche ich die alle?”

Tabak, Alkohol, “Coffee to Go”, Abos sind andere Beispiele. Durch ihre Regelmässigkeit gehen sie ganz schön ins Geld. Beim täglichen Essen in der Mittagspause oder abends im Restaurant lässt sich Geld sparen. Die Verschwendung bei Lebensmittel kommt hinzu. Und bei vielen anderen Dingen des Alltags wie der Mobilität wird zu viel Geld rausgeschmissen. Muss es gleich ein Neuwagen sein oder geht ein Gebrauchter? Genauso stellt sich die Frage, ob ein Haushalt zwei oder drei Autos braucht.

Das ist mein neues Video aus New York:

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  1. Grundsätzlich sehe ich das positiv, gleichzeitig zeigen aberwitzige Bewertungen wie bei Tesla, das da an manchen Firmen schon viel Hype drin ist. Ich bespare Tesla in einer kleinen Position und gehe zurzeit auf solide Firmen wie Amgen und Alphabet (keine Empfehlung).

    Dank den Billigheimern kann ich aber auch so 10 Euro Sparpläne anlegen und bekomme so Aktien von meiner Watchlist runter und habe sie zumindest mal im Depot. Ich bleibe dennoch bei meiner Großbank Consors mit meinen meisten Aktien, denn ich nutze dort auch Girokonten, frage öfter mal was beim Kundenservice habe Kreditkarten von da. Die Bank kennt mich und ich die Bank.

    Gruß

    A.

  2. @ Tim

    Ich hab am Monatsende nichts übrig.

    Das Problem kommt mir bekannt vor. Aber zum Glück gibt es kurze Zeit später wieder den Monatsanfang. Und da bietet es sich an Geld zu investieren. Für die Routine kann ein Sparplan sehr hilfreich sein 😉

  3. @ Tim

    Also günstig und Flatex in einem Satz würde ich nicht mehr unterschreiben…

    Für den geneigten informierten Börsianer von heute gibt es deutlich günstigere Angebote.

    Aktuell macht sich in mir eine Sorge nach einer gewaltigen Blase in bestimmten Bereichen der Börse breit… die Übertreibungen sind hier einfach nicht mehr mit den Fundamentaldaten der jeweiligen Firmen zu rechtfertigen und das auf Jahre hinaus…. (Tesla…als Beispiel)

    Wenn es hier eine Korrektur geben wird – und sie wird kommen ganz sicher – werden hoffentlich nicht wieder so viele Menschen der Börse den Rücken kehren, sondern sollten aus ihren Fehlern lernen.

    Habe kürzlich etwas gelesen, was ich wirklich interessant fand. Jeder sollte sich soviel Zeit vor dem Kauf einer Aktie nehmen, wie vor dem Kauf eines neuen Autos. Auch hier recherchiert man doch im Vorfeld und durchleuchtet die Angebote und sondiert.

    Ich wünschte mir auch, wie hier schon oft zu lesen war, dass die Aktienkultur in Deutschland deutlich mehr gefördert wird. Angefangen bei der Finanzbildung der Jugend und dann auch in steuerlicher Hinsicht.

    Ich möchte mich auch mal an Startups aus Deutschland beteiligen können, wie man es in den USA ganz selbstverständlich macht.

    Es ist schon bedenklich, wenn eine Firma ihren Stapellauf an der Börse in den USA durchführt und nicht an einer heimischen Börse, aus der Angst nicht genügend Interessenten und damit genügend Kapital einzusammeln.

    Wenn dieser Trend anhält, sehe ich schwierige Zeiten auf deutsche Kapitalgesellschaften zukommen. Wir sollten unsere heimischen Märkte hier viel deutlicher stärken.

    Nur so ein Gedanke… 😉

  4. Bevor ich zu so einer Billigbude gehe, höre ich lieber mit dem Aktiensparen auf.

    Eines habe ich immer wieder gelernt: Wenn du dich vertraglich bindest, dann schau auf Qualität. Billig kann jeder. Preiswert kaum jemand.

    Mit ist das Geschäftsmodell dieser überall aus dem Boden sprießenden Billigheimer nicht geheuer. Und wie überall werden auch diese mal Schiffbruch erleiden und einige vom Markt verschwinden. Ja, mir ist es klar, dass die Aktien sicher sind (sind sie das? Security Lending?). Aber allein die Zeit die es dann braucht das Depot wieder von Clearstream auf meinen neuen Anbieter zu transferieren, usw…

     

    Nein das ist mir zu nervig. Die ING macht erwiesener Maßen (ich hab erst vor ein paar Tagen schriftlich angefragt) keine Wertpapierleihe. Klar kostet der Kauf einen halben Döner mehr. Dafür habe ich keinen Stress, es funktioniert alles selbst in turbulenten Zeiten und den Anbieter gibts seit Jahrzehnten. Diese “Smartbroker” dürfen die jungen Besserwisser gerne wählen. Schauen wir mal, wie viele dieser Broker den Markt noch unter sich aufteilen wollen.

    Vom “Der Aktionär” halte ich nichts. Das ist Finanzpornographie.

    Vom Handelsblatt halte ich noch weniger. Da paart sich geballte Inkompetenz mir politischer Färbung. Ich warte nur darauf, dass sie wieder zum Kauf von Staatsanleihen (damals Griechenland, heute wäre es dann Italien) aufrufen und nach dem Haircut kein einziges Wort mehr darüber verlieren. War schon eine tolle Aktion… Was hab ich mich amüsiert. Haften mussten sie für diese Glanzleistung natürlich nicht. Wohin kämen wir auch, wenn man für katastrophale Empfehlungen auch noch gerade stehen müsste?

    Das Handelsblatt sticht sowieso damit hervor, dass sie voll auf Regierungskurs schwimmt. Eine interne Pressefreiheit scheint es kaum zu geben. Vom Handelsblatt erwarte ich eigentlich, dass es kritisch den EZB-Kurs und die stillschweigende Zustimmung unserer Regierung und des Bundestages beleuchtet und eine gewisse Meinungsvielfalt anbietet. Fehlanzeige. Die Bilanzen der Notenbanken weltweit explodieren und auf Verrechnungskonten, die eigentlich immer mal wieder auf 0 gehen sollten, türmen sich mittlerweile irrwitzig hohe Posten in Höhe von 31% des deutschen BIP. Der Bondmarkt ist praktisch nur noch mit der Zentralbank überlebensfähig und entsprechende Ankaufprogramme wechseln sich stetig ab und die Höhe wächst stetig. Eine monetäre Staatsfinanzierung ist praktisch mit Taschenspielertricks durchgesetzt. Griechenland kann sich günstiger verschulden als die USA.

    Und das Handelsblatt? Mit Ausnahme kleiner Randberichte ohne ernste und kritische Auseinandersetzung, schweigt es dazu. Dabei ist das Ergebnis seit tausenden Jahren bekannt. Jede Regierung hat über Kurz oder Lang mittels Münzverschlechterung bzw. Verwässerung seine Staatsfinanzen versucht zu frisieren und die Ergebnisse daraus waren stets die selben. Unter kritischem Journalismus erwarte ich eine angebotene Meinungsvielfalt. Den vermisse ich beim Handelsblatt seit vielen Jahren. Eigentlich nickt man in der angeblich vierten Gewalt nur noch ab und berichtet wohlwollend. Wozu also diese Zeitung noch kaufen? Da kann ich mir gleich Claus Kleber im ZDF ansehen.

  5. @Stephan:

    Für den geneigten informierten Börsianer von heute gibt es deutlich günstigere Angebote.

    Würdest du uns bitte auch informieren? Geneigt sind wir gewiss 🙂 Oder ist das Exklusivwissen, welches du nicht teilen möchtest? Letzteres ist ja absolut ok, nur wenn du so einen Satz raushaust, dann weckst du halt die Neugier.

  6. Sehr Cool das die Quote der Börsensparer steigt.

    Ich würde noch gerne die Leute motivieren selbstständig zu werden. Wir brauchen mehr Startups und Unternehmer. Ansonsten werden wir das nächste Italien/ Griechenland.

    Rentner ca. 20 Millionen +

    Niedriglohnsektor Jobs steigt langfristig inzwischen 20 Millionen +

     

  7. Jan,
    Top, top top Beitrag. Ich wünsche mir solche Leute wie Du hier diskutieren. Ich hätte sehr gerne mit Dir die Kaffee (wohlgemerkt ich übernehme sie ?) trinken und darüber unterhalten.

    Broker Flatex würde ich nicht empfehlen. Anscheinend hat Tim nicht gut genug recherchiert.

  8. Ziemlich reißerisch das das Ganze: Bisher wurden hier seitenweise Kommentatorentränen vergossen, weil in D die Aktienkultur so schlecht sei und die Deutschen keine oder nicht im ausreichenden Maße Aktien hätten. Und jetzt schlägt es gleich in „Börsenfieber“ um.

     

  9. Ich hab auch das Börsenfieber. Angesteckt wurde ich von Tim. Ich habe seit 2016 ein Depot bei der Commerzbank und habe dieses Jahr ein Depot beim Smartbrocker eröffnet. Ich verfolge auch Timsansatz und habe nicht vor meine Aktien und ETF`s jemals zu verkaufen, trotzdem ist der Unterschied bei den Kaufgebühren enorm, gerade auch weil ich als EU-Rentner immer nur kleine Summen investieren kann.

    Ihr seid eine tolle Truppe und Tim mein großes Vorbild.

  10. @EZB:

    Eine kritische Beleuchtung der Geldpolitik der EZB (und der anderen Notenbanken weltweit) ist würdig und recht. Damit werden Seiten, Blogs, YouTubes und ganze Bücher gefüllt. Manchmal faktenbasiert und wissenschaftlich wertvoll, oft genug unsachlich, manipulativ und mit fragwürdigem wissenschaftlichem Wert. Sei’s drum. Welche Erkenntnis bleibt unterm Strich für mich als Anleger? Ich persönlich kann die EZB (und die anderen Notenbanken weltweit) nicht beeinflussen. Für mich ist es deshalb nicht interessant, was die EZB nach Ansicht kluger Köpfe alles falsch macht und besser machen sollte. Mich interessiert nur, was die EZB tut und in Zukunft voraussichtlich tun wird. Das nehme ich als Realität. Nur die Realität beeinflusst mein Verhalten als Anleger – ganz opportunistisch. Auf Besserwissereien und Träumereien nehme ich als Anleger keine Rücksicht – nicht mal auf meine eigenen  😉

     

  11. @Jan

    Vieles, was du schreibst, sehe ich genauso.

    Aber mit Smartbroker liegst du falsch.

    Smartbroker selbst ist eine Art Vertriebskanal für die DAB BNP Paribas. Das Smartbroker-Depot liegt bei der DAB. Jeder Smartbroker Kunde kann sich auch direkt bei der DAB einloggen. Den Laden gibt es seit 1994.

    Fakt ist, dass man über diese DAB-Plattform ohne Entgelt (0 Euro) alle Wertpapiere zu XETRA-Kursen (faire Kurse zu den üblichen Börsenzeiten für alle Standardwertpapiere) an der gettex kaufen kann.

    Und „kein Entgelt“ oder „jedesmal mindestens 12,40 Euro (inkl. Börsenspesen)“ wie bei Comdirect macht schon einen erheblichen Unterschied auf Dauer, insbesondere wenn man mehrfach im Monat Wertpapiere kauft.

    Ich kann nur positiv über diese neuartige Plattform, die zur französischen Großbank BNP Paribas gehört, berichten, und ich war vorher auch bei der ING.

    @Elsässer

    Netter, älterer Herr, der allerdings in seiner eigenen Filterblase lebt und seine persönlichen Lebensverhältnisse auf die breite Masse der Bevölkerung überträgt. Redet in dem Video irgendwas von „Verantwortung übernehmen für Unternehmensbeteiligungen anstatt Index-Investing.“ Ob er weiß, dass ein ETF ein Fonds ist und dass er selbst auch einen Fonds vertreibt? Ob er weiß, dass Gespräche in „normalen“ Familien ganz andere Themen als „Investitionen in Unternehmen“ zum Gegenstand haben? Ob er weiß, dass Standard-ETFs der breiten Bevölkerung eine einfache Möglichkeit bieten, um unkompliziert am Kapitalmarkt zu partizipieren und fürs Alter vorzusorgen? Vermutlich nicht…Was er sagt, ist natürlich nicht pauschal falsch, aber er trifft nicht die Lebenswirklichkeit der Menschen.

     

     

  12. # Elsässer

    Da scheinen noch einmal die guten alten Nachkriegsjahre der Bundesrepublik mit D-Mark und Wirtschaftswunder auf. Herrlich aus der Zeit gefallen. Wie ein Bankier aus den 50ern. Kennt natürlich jeden CEO natürlich persönlich, darunter.er macht er es nicht.

    Indices gibt noch nicht solange, meint er, und sie sind ein statistisches Kunstprodukt, nichts reales.

    Den Betreiber eines aktiven Fondsmanagement nach ETFs zu befragen, ist natürlich so wie den Chef der Metzgerinnung nach vegetarischer Kost zu fragen.

  13. Ich persönlich beurteile die Fachzeitschrift “Der Aktionär” etwas zu spekulativ !! Wonach sich dann manche Kursziele zu hoch, oder gar nicht zutreffend herausstellten !! “Börse Online ” ist da etwas konservativer berichterstattend !

  14. Zitat von Tim:

    “Die Preisbrecher sorgen dafür, dass sich breite Bevölkerungsschichten mit dem Thema Aktie, Börse, ETFs beschäftigen. […] Was soll an der Entwicklung schlecht sein? Endlich wird gespart und investiert.”

     

    In den USA scheint das Problem mit Robinhood (RH) zu sein, dass viele der Börsen-Neueinsteiger im Jahr 2020 nur anfangen zu spekulieren (d.i. um’s schnelle Geld zocken) und eben nicht zu investieren (d.i. langfristig Vermögen durch Beteiligung an soliden Unternehmen aufbauen). Man schaue sich nur im März/April die Trading Volumina auf RH für einen namentlich hier nicht genannten Autovermieter an – dieser war zu der Zeit schon insolvent und am Veräußern seiner Assets, der Autos (!); oder die Trading Volumina für einen altbackenen Fotografie-Ex-Riesen, der angeblich Beatmungsgeräte bauen sollte.

    Viele dieser Neuspekulanten in den USA werden – mangels ihrer Beschäftigung mit dem Thema ‘solides investing’ in der Vergangenheit und wegen der vielen Zeit zuhause (Lockdowns) + ihrer stimulus checks von der FED – wahrscheinlich nur bagholder für klügere Investoren sein, d.h. ihr Kapital an andere verlieren. Denn: Gier frisst zuerst Hirn (=irrationaler Positionskauf) und danach tötet Angst deine Gier (=irrationale Positionsliquidation).

     

    Und man darf nicht vergessen, wie lang und reich die Geschichte der USA in Punkte Börse/-nwissen ist: Kaum ein Land weiß mehr über Booms and Busts und über die Fallstricke des Aktienmarktes als die USA!

    Und dann überlege man sich nur eines: Die RH-Welle schwappt aktuell nach Deutschland…in ein Land ohne große Börsenkultur und in eine Bevölkerung ohne Ahnung, mit großem Erfolgsneid und mit dem dauernden Wunsch “der Staat soll es richten” – aber mit den selben Reptiliengehirn-Schaltkreisen für Fear & Greed.

     

    Deshalb Tim: Schön weiter über rationales Langfristinvestment schreiben, bitte! Dann gibt’s in GER vielleicht nicht eine junge Generation von bagholdern, die alles bei der Suche nach dem schnellen Geld verzockt haben.

     

    Grüße,

    der gute-verwalter

     

  15. @Mattoc, danke für deine Korrektur! Darüber freue ich mich. Mit Smartbroker meinte ich jedoch die ganze Gattung. Schön, wenn es darunter auch Perlen gibt! Ich denke manche werden überleben. Aber vermutlich nicht alle. Da ich alles radikal umgestellt habe und nur noch in zwei ETFs spare (A1JX52 & A111X9) halten sich bei mir Gebühren sowieso im Rahmen. Aber die Hintergrundinfo ist super! Danke dir dafür!

    @Pat danke für das Lob. Das freut mich sehr. Wenn du mal in Stuttgart bist, kannst dich ja mal melden.

  16. @ Sparta

    Über Disney seit meinem Kauf im März wundere ich mich schon, bzw. frage ich mich schon wieviel Realwirtschaft noch in diesen Entwicklungen steckt…

    Was hältst du diesbezüglich von der Effiziensmarkthypothese?

    @ Jan, Mattoc

    Mit der ING bin ich seit vielen Jahren sehr zufrieden. Vor allem was den Service anbelangt.

    Allerdings grüble ich über die ca. 120€ Handelskosten im Jahr ab und an nach. Da meine Strategie steht, käme ich auch nicht in “Tradingversuchung”. Aktien für die Ewigkeit zu 0€? Klingt eigentlich sehr schön.

    Mattoc, kannst du ein paar Sätze zu gettex verlieren? Bisher kaufe ich im Direkthandel mit Limit.

  17. @Freelancer

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gettex

    Was hier steht kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das funktioniert alles einwandfrei. Limit-Orders selbstverständlich auch. Man kann sich über die DAB (Smartbroker) Handelsoberfläche die Börse aussuchen. Es gibt auch Tradegate, Lang und Schwarz neben Gettex und alle klassischen Handelsplätze, so dass man die Kurse zwischen den Handelsplätzen vor dem Kauf vergleichen kann.

    Positiv bei DAB(Smartbroker):

    alle Börsenplätze und Orderarten

    keine Transaktionskosten über Gettex

    Sicherheit einer französischen Großbank, mit der auch Consors irgendwie zusammenrbeitet, glaube ich

    Die Photo-TAN App der DAB funktioniert bei mir absolut problemlos

    Nachteil:

    – gewöhnungsbedürftige Oberfläche, nicht optimiert für iPads 🙂

    Das alles ist nur meine persönliche Meinung. Ich kann bisher nichts wirklich Schlechtes über Smartbroker in Verbindung mit Gettex sagen. Claus ist glaube ich auch da.

    Aber wenn du wirklich nur 120 Euro Transaktionskosten p.a. hast und glücklich bei der ING bist, würde ich an deiner Stelle nicht wechseln.

  18. ich kann mattoc absolut beipflichten, ich bin von DKB (20 Euro pro Börsentransaktion) zu smartbroker (die nutzen die DAB BNP Paribas).

    consors nutzt ebenfalls die DAB. traderepaclic, justrade und wie sie alle heißen nutzen im Grunde alle gettex und Lang & Schwarz 1 Euro für diese günstigen Gebühren.

     

    bei smartboker hat man sehr viele Handelspltäze gettex, lang & schwarz, xetra, tradegate, quatrix und die klassichen deutschen Parketbörsen…

     

    die Gebühren für gettex liegen bei 0 Euro handelsgebühr wenn die Transaktion über 500 Euro ist.

    die Gebühren für lang&schwarz liegen bei 1 Euro handelsgebühr wenn die Transaktion über 500 Euro ist.

    wer mit seiner transaktion nicht über 500 kommt zahlt 4 Euro.

    man kann auch Aktien ETsparpläne anlegen, das Geld wird dann vom Giro eingezogen.
    also topp auf jeden Fall empfehlenswert.

     

    also für die bisherigen kostenStruktuen ist das absolut genial 🙂

    und man kann genauso wie in den USA günstig buy & hold betreiben. 🙂

  19. @ Mattoc

    Danke dir für die Antwort. Wenn mich mal das Knauserfieber packt, denke ich mir “Kleinvieh macht auch Mist”. 1200€ in zehn Jahren gespart sind mit der 72er-Regel eben auch ca. 10.000€ im Alter. Da wäre eine schöne Reise drin für den Aufwand im Heute.

    Allerdings belaufen sich meine Transaktionskosten auf unter 0,1% p.a. vom Depotwert. Tendenz rapide sinkend. Was soll also der Aufwand? Bin mit der ING zufrieden. Gewohnheit und Bequemlichkeit setzen sich durch….

    Ein schönes Wochenende wünsche ich allerseits 🙂 !

  20. @Free

    Sollte ein sich pflanzlich ernährender Mensch früher als der Schnitt sterben oder ein überzeugter Atkins-Anhänger länger leben, stelle ich die allgemeinen Vorteile von pflanzlicher Kost als eine der gesündesten Ernährungsformen nicht in Frage.

    Analog bei der Sinnhaftigkeit je nach Impfung.;-)

  21. @lancer
    Was hältst du diesbezüglich von der Effiziensmarkthypothese?

    Isolierte Betrachtung bringt hier nichts du als “Akademiker” solltest das doch wissen. Zudem gibt es durchaus Anomalien in der EMH. Nur diese wiederholbar dauerhaft profitabel für sich nutzen zu können ist unmöglich.

    Affe und Dartpfeil auf den S&P500 oder Nasdaq führt auch zu deinem Ergebnis

     

  22. Alles sehr spannend. Guter Artikel von dir, Tim in der W:O. Hast du eigentlich auch Kontakt mit Sophie Schimansky? Ich mag eigentlich alle drei Wallstreet-Korrespondent*Innen von n-tv gerne.

    Ich denke auch, dass Amazon und Tesla aktuell sehr teuer sind. Aber das muss nichts heißen. Ich habe keine Ahnung und bin auch kein Hellseher. Ich traue mich die Werte jedenfalls nicht zu kaufen (und verpasse deswegen vielleicht einiges).

    Deutschland im Börsenfieber: Ich habe heute mal aus Nostalgie auf W:O die Skandale Wirecard und EM.TV nachgelesen. Im Nachhinein ist es unglaublich, wie klar und deutlich es doch eigentlich abzusehen war. Bei EM.TV war es scheinbar Management-Versagen (Größenwahn / überteuerte Zukäufe) und bei Wirecard war wohl 2008 schon die Bilanz alles andere als plausibel. Auch sehr lesenswert ist das englisschprachige Blog von “memyselfandi007“.

    Den Charttechnikern damals waren die Fundamentaldaten egal. Analysten konntest du sowieso vergessen. Schön nachzulesen. Selbst wenn man es “wusste” brachte es aber auch nichts, short zu gehen. Siehe das Blog von memyselfandi007, bzw. den sehenswerten Film “The Big Short”. Short selling ist einfach der Beweiß, wie nahezu unmöglich Market Timing ist.

    Dann lieber wie Tim schreibt: B&H, breit gestreut, regelmäßig. Ich bin (wieder) seit 2014 ununterbrochen dabei. Leider habe ich Anfangs auf die falschen Fonds / Märkte gesetzt. Seit ich immer mehr in den World-ETF gegangen bin und konsequent meine Sparqoute erhöht habe, läuft es. Danke für dein Mentoring, Tim. Aktuell 10% im Plus, alles grasgrün. Wer hätte das gedacht, in diesem Jahr.

    Was haltet ihr von Microsoft, Facebook, Alphabet A? Ich glaube, das sind solide Werte mit starken Umsätzen umd Marktpositionen. Produkte, die gut funktionieren. Die sind nicht ganz so überteuert, wie die anderen Tech-Werte. Einen Sparplan wert?

  23. “Mich interessiert nur, was die EZB tut und in Zukunft voraussichtlich tun wird. Das nehme ich als Realität. Nur die Realität beeinflusst mein Verhalten als Anleger – ganz opportunistisch.”

    Ein guter Ansatz. Eine längerfristige Unterstützung der Märkte durch die Zins- und Geldpolitik der Notenbanken ist weiter absehbar. Darum wird die Börsenparty -mit Rücksetzern- und angesichts des allgemeinen Anlagenotstands weitergehen. Welche Auswirkungen dies auf andere Bereiche hat steht auf einem anderen Blatt.

  24. Wer Zeit und Lust hat auf eine Studie zum Thema hier:

    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=868970

    Ist wie mit vielen andern Dingen im Leben auch, wer Erfolg hat mit einer Strategie der bleibt dabei, wer weniger Erfolg hat, der wechselt sie oder experimentiert. Aber Erfolg in der Vergangenheit ist natürlich nie eine Garantie für die Zukunft. Trotzdem ist es wohl natürlich und empfehlenswert, bei dem zu bleiben, wo man erfolgreich war und das abzustellen, wo man keinen Erfolg hatte.

    Der Grund für den Erfolg kann trotzdem ein anderer sein. Beispiel ein Mann erzählt er trage immer alte verwaschene Kleidung und habe damit Erfolg bei Frauen und Dates. Ein anderer trägt immer top moderne und stylische Anzüge und hat aber nie Erfolg bei andern Geschlecht. Der erstere wird kaum seine Strategie wechseln, der andere schon. Der Grund ist aber vielleicht ein ganz anderer, vielleicht ist der Erstere einfach hübscher, sympathischer, humorvoller etc. als der andere.

     

  25. Tesla steigt und steigt, bei der hohen Bewertung würde ich ein paar Kapitalerhöhungen durchführen.

    Ich weiss nicht ob ich mich ärgern oder freuen soll nicht in Tesla investiert zu sein.

    Meine Daimler haben sich wieder erholt und ich konnte bei 20 Euro leider nicht aufstocken,  da ich kein Cash mehr übrig hatte.

    Ich habe da in alles andere investiert, als ob mich ein Affe gebissen hätte.

  26. @ Smartbroker

     

    … kann Mattoc hier nur bestätigen. Der gebührenfreie Handel (Kauf und Verkauf) über Gettex läuft reibungslos, auch mit Limits, die ich grundsätzlich nutze.

     

    Mit der Oberfläche habe ich keine Probleme, nutze aber nur den PC hierfür.

     

    Läuft alles über BNP-Paribas, wie auch bei ehemals DAB und jetzt Consors.

     

    2021 soll es auch eine Handy-APP geben.

     

    Hierhin sollte aber nur wechseln, wer keine Unterstützung benötigt. Der “Service” ist bisher eine Zumutung.

     

    LG

     

     

  27. @Jan

    Wieso gewichtesg du EM über mit dem 2. ETF? In dem Ftse all world ist doch auch schon EM enthalten. Ich gehe auch peu a peu dazu meine Einzelaktien zu veräußern und alles in den FTSE all world umzusichten. Alles auf Autopilot.

    ist die 1 etf strategie nicht ausreichend? Oder braucht es noch den EM dazu?

  28. Die vielen Finanzkanäle auf Youtube haben den Boom ausgelöst. Zwar haben diese ofmals erschreckend niedriges Niveau und erzählen gefühlt 100000mal das gleiche, aber so motivieren sie auch die ganz jungen Konsumenten. Das ist immerhin besser als vor ein paar Jahren auf Youtube der Fitnesswahn von zahlreichen gedopten Fitnessmodells zelebriert wurde.

  29. @ Brokerwahl

    Ich fühle mich mit Consors, BANX, Traderrepublik und JustTrade wohl. Sie haben alle ihre Vorzüge. Consors verwende ich beispielsweise auch für die Kinderdepots und hier verwende ich automatisierte Sparpläne. JustTrade ist sehr gut für günstige Vanguard ETF Käufe. Hier kaufen ich ausschließlich Vanguard ETFs. BANX ist ein Interactive Broker Ableger. Hier habe ich ein paar direkte Investitionen. Das Konto ist aber für Zuflüsse gesperrt. IB wechselt nach Irland und ich fühle mich mit 100k€ sicher. Dabei belasse ich es und überlasse das Depot sich selbst. Gegebenfalls werde ich in Zukunft Geld abziehen. Hier verwende ich auch Wertpapierleihe und verdiene daran. Mit meinen Aktien bringt das auch mehr als mit den Vanguard ETFs. Genau geprüft habe ich es allerdings nicht. Ich habe dort auch volatile Aktien, von daher leuchtet mir die höhere Gebühr für die Verleihe bei diesen Titeln ein. Außerdem gab es die letzten beiden Wochen mehrmals Probleme mit IB. Das hätte ich bei dem Anbieter nicht erwartet. Man sollte zwar nie in Eile Aktien kaufen, aber mit mehreren Depots hat man einfach neben der Sicherheit auch mehr Möglichkeiten.

    Falls Jemand beispielsweise einen einzigen ETF bespart und eine hohe Ausgabe sich ergibt wie Frührente, Ferienhaus, Dacheindeckung… Falls diese Person 5 Broker hat so ist sie im Vorteil. Auch wenn alle nur dieselben ETF haben. Vielleicht hat die Person ja immer bei Erreichen von 100k€ den Broker gewechselt. Folglich würde sie vom letzten Broker Mittel abziehen und nach der Maßnahme wieder aufbauen. Das ist steuerlich betrachtet wesentlich besser als ein einziger Broker. Hier würde steuerlich unschön das Geld entnommen…

    Für die ängstlichen ist es auch von Vorteil. Wenn es an der Börse beispielsweise 5% bergab geht sehe ich das in unterschiedlichem Ausmaß auf meinen Depots. In der vollen Höhe allerdings erst mit dem Monatsabschluss. Das schont bei dem ein oder Anderen vielleicht die Nerven.

    Freelancer, das wäre vielleicht auch etwas für Dich. Wenn Du Dir ein Sabbatical nimmst und beispielsweise 10k€ entnehmen möchtest um durch die USA zu reisen, kannst Du bei einem ETF leicht Geld entnehmen. Bei Aktien ist es vielleicht schwierig. Da möchtest Du unter Umständen nicht die letzten Käufe rückgängig machen. Von allen ein bisschen ist aufgrund der Gebühren auch nicht gut. Außerdem wird auch hier steuerlich unschön entnommen.

    Ich habe nicht vor Geld zu entnehmen. Temporär schließe ich diese Möglichkeit allerdings nicht aus. Wertpapierleihe, Verbraucherkredite nehme ich nicht für die Übergangszeit. Das ist auch aufwendig für die benötigten Summen.

  30. An Jan: Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, aber ich laufe auch nicht mehr jedem Euro hinterher. Bei Justtrade störten mich einige Dinge, die es letztendlich nicht wert waren. Dann zahle ich lieber etwas bei mehr, aber dafür ist das Komplettpaket besser und ich habe alles komfortabel an einem Ort: Girokonto/Verrechnungskonto und Depot. Ich bin wie du bei der ING.

    In den letzten Jahren fand bei mir ein genereller Sinneswandel statt: Ich achte mehr auf Qualität, Komfort und eingesparte Lebenszeit. Meine Zahlungsbereitschaft nahm zu. Ständiges Knausern/Rechnen/Wechseln widerstrebt mir immer mehr. 😉

  31. @Tim

    Und weil die Angst so tief sitzt kaufen sie zu wenig Aktien und Immobilien schon gar nicht. Vieeeel zu riskant 😮

    Die monatliche Miete wird behandelt wie die Prämie für die gelegentlich unnötige Versicherung : sie wird klaglos und kritiklos gezahlt und bei Erhöhung findet man sich ab.

    Der Michel liebt seine Defensive und glaubt bedingungslos an die Obrigkeit, Banken, Versicherungen. Andere sollen für ihn was regeln und geben.

    Das ist historisch begründbar. In den USA gab es diese Vollversorger nicht, die Menschen haben schon immer haushalten und sparen müssen ( und scheitern zugegeben auch oft daran).

  32. @Consorsbank:

    Bei der Consorsbank kannst du 2 Depots führen – kostenlos. Da sollte es doch möglich sein, damit ein wenig zu jonglieren um Verkäufe “steuerschöner” zu gestalten. Ist aber nur eine Vermutung von mir. Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt.

     

  33. Da ist er wieder unser Experte in Sachen Finanzen der gute Thorsten. Haut wieder Finanzweisheiten raus als gäbe es kein morgen mehr xD aber schön >12% seines Portfolios mit Wirecard vernichtet xD dass der sich noch traut den Mund aufzumachen.. Finanzielle Dummheit per excellence.

  34. @ Rüdiger

    So etwas ist auch bei anderen Brokern möglich. Bei Bedenken in Richtung Einlagensicherung oder auch bei Problemen des Anbieters ist es von Vorteil wenn man weitere Anbieter hat. Darüber hinaus haben die unterschiedlichen Anbieter auch unterschiedliche Vorzüge. Bei IB sind europäische Aktien beispielsweise verhältnismäßig teuer. Und ETFs bespare ich da nicht, da ich die Steuererklärung hier selbst zusammen suche. Das ist mit ETFs schwieriger. Ich habe auch ähnliche ETFs bei verschiedenen Anbietern wie Vanguard und Black Rock. Ich kann nicht sagen, was die Zukunft bringen wird. Ich versuche mich hier breit aufzustellen um von keinem Effekt besonders zu profitieren oder auch betroffen zu sein. Beteiligungen ohne Ausschüttung sind mir ebenfalls sympathisch. Bei einer Kursschwäche würde ich gerne ein paar Aktien der üblichen Verdächtigen erwerben.

    Unter gutem Service würde ich im übrigen verstehen, dass man bei einem Verkauf einer Position vor der Ausführung auch die steuerlichen Auswirkungen aufgelistet bekommt. Das habe ich noch nicht gesehen, allerdings habe ich auch nicht viel verkauft.

    Mit meinen Depots kann ich fast alle Aktien handeln. Falls es einmal ein Problem mit einer Aktie geben sollte wie BEP neulich, so kann ich die Position immer auf mein IB Konto übertragen.

     

  35. @Sonny,

     

    beide sind nicht gleich hoch bespart. Der EM ist nur 1/37-tel des FTSE. Ich werde ihn noch auf ~10% weiter ansparen. Warum? Mir ist zu wenig davon im FTSE.

    @Mark,

    ja, so geht es mir auch. Mir ist meine Lebenszeit wichtiger als mich mit solchen Nebensächlichkeiten zu beschäftigen.

    Viele Grüße

    Jan

  36. Als ich überlegt habe ein Depot zu eröffnen habe ich mich für DKB und Comdirect entschieden..

     

    DKB hat mich frustriert weil das Layout eine absolute Katastrophe ist. Da mache ich so gut wie nichts mehr.

    Mein Hauptdepot ist also Comdirect. Super Layout (was für mich einfach superwichtig ist) und es läuft alles so wie ich mir das vorstelle.

    Da ich aber ein ING Girokonto habe ( was auch gut übersichtlich ist) habe ich vor kurzem auch ein Depot eröffnet um einfach mal 2 ETFs monatlich zu besparen.

     

    Brauch ich einen Smartborker? Bis jetzt nicht. Bin mit Comdirect sehr zufrieden.  😉

    Schönen Abend noch.

    @Kiev

    Kommst du auch aus Kiev? 😉

     

  37. @ Mark

    <<<In den letzten Jahren fand bei mir ein genereller Sinneswandel statt: Ich achte mehr auf Qualität, Komfort und eingesparte Lebenszeit. Meine Zahlungsbereitschaft nahm zu. Ständiges Knausern/Rechnen/Wechseln widerstrebt mir immer mehr>>>

    Diesen Wandel habe ich exact so auch vollzogen und ich fühle mich sehr wohl damit.

  38. An Olly Wood: Eine weitere Überlegung meinerseits: Bei einem mit den Jahren stetig steigenden Gesamtvermögen, welches ich hier allen wünsche, nimmt die (monatliche) Sparleistung im Verhältnis zur Kapitalrendite immer weiter ab. Irgendwann haben weitere Einsparmaßnahmen so gut wie keinen Effekt mehr, aber sie können sich negativ auf die eigene Lebensqualität auswirken.

  39. @mark

    ich sehe es mehr unter dem kosten / nutzen effekt. die zeit die du aufwendest um etwas zu optimieren steht meist nicht im verhältniss zum effekt. wenn ich (um bei dem broker beispiel) zu bleiben jetzt recherchiere um einen günstigern broker zu finden (bin bei s broker) plus den aufwand der konto / depoteröffnung plus das einstellen auf ein neues system würde sich das bei meinen paar trades nicht rechnen. dann nehme uch dort halt keinen sparplan für happige 2,5% gebür (frecheit) sondern kaufe eben 4x im jahr die position manuell. geht auch :-). früher habe ich immer alles maximal optimiert, sicher mit guten effekten,  aber heute ist mit die zeitersparniss und weniger arbeit / stress deutlich lieber…lebt sich ruhiger 🙂

  40. @mark 85

     

    bei welchen themen knauserst du nicht mehr?

    wo warst du früher knauswrig?

     

    ich habe das Gefühl auch in manchen Themen zu knauserig zu sein

  41. Die Entwicklung ist doch sehr zu begrüßen. Klar ist viel gezocke und gehype dabei aber immernoch besser als wenn das Geld am Sparbuch durch Inflation aufgefressen wird.

  42. @smartbroker

    Der Handel über gettex funktioniert problemlos.

    Nach einem Depotübertrag und Bitte um Einstandskorrektur gab es die Info, dass das nicht möglich sei, aber die steuerlichen Daten seien ja alle korrekt. Scheint zu viel Arbeit zu sein bei diversen Werten und durch die Nachkäufe. Da müsste man ggf. rechnen. Also geht es nicht. Ohne Worte!

    Habt ihr über die ganzen Jahre und von diversen Brokern noch alle PDF-Kaufbelege greifbar ? ING löscht die PDFs ja nach vier Jahren aus dem Archiv. Aber diese Infos müssten doch auch in den mit übertragenen Taxboxdaten vorliegen? Wo ist denn das Problem?

    Spin-offs: Mehrere Buchungen in EUR und USD und dann diverse Stornos. Ohne Vorwarnung oder Erklärung werden Bruchteile zwei Wochen später zum Niedrigstkurs abgestoßen.

    Viele Mails ohne Antwort oder mit unqualifiziertem Nonsense.

  43. @Heinz

    https://smartbroker.de/faq/

    Frage: „
    Nach einem Depotübertrag werden die Einstandsdaten fehlerhaft angezeigt. Was kann ich tun?“
    Antwort:

    „Wird ein Wertpapier auf ein anderes Depot übertragen, so nimmt Smartbroker als Einstandskurs den Tageskurs der Einbuchung im Smartbroker-Depot. Der Tageskurs ist in der Regel nicht mit dem wahren Kaufkurs identisch. Diesen angezeigten Kurs können Sie anpassen lassen. Bitte senden Sie uns hierfür eine E-Mail an service@smartbroker.de Die Anschaffungsdaten der Wertpapiere werden Ihnen bei einem erfolgreichen Depotübertrag in Ihrer Postbox eingestellt.“

    Bei mir haben die das völlig problemlos gemacht. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie einen Broker, der das so zügig gemacht hat.

    Es ist nur sehr wichtig, dass man präzise beschreibt, was man will. Und: Die Smartbroker-Leute haben als „Vertriebler“ auch gar keine Systemzugriffe (glaube ich). Die geben jeden Wunsch im Hintergund an die DAB weiter.

    Da habe ich wohl Glück gehabt, oder ich habe bekommen, was ich wollte, weil ich ihn auf die Frage und Antwort in den FAQs verwiesen habe, und er dann verstanden hat, was ich will.

  44. An Sonny: Bei welchen Themen hast du dieses Gefühl? Bei mir rückblickend betrachtet bei Posten wie Lebensmitteln, Anschaffungen, Hobbys und der eigenen Bildung. Ein bewusster/gezielter, aber dafür dann auch qualitativ höherwertiger Konsum scheint mir ein guter Mittelweg zu sein. Ich möchte keine Abstriche mehr bei Dingen machen, die mir wirklich wichtig sind. Früher habe ich leider zu oft gezögert und gezaudert, weil mein gedanklicher Fokus auf den ,,Preisschildern” lag. 😉

  45. @Rendite

    Depots der Kinder ernähren sich inzwischen selbst. Steuerfreie Dividenden füttern den Sparplan : Null Arbeit. Warum steuerfrei ? Nichtveranlagung eingereicht, gilt immer drei Jahre.

    @sammy was ist passiert ? Hast du mit Optionsscheinen gezockt ? Das ist noch gefährlicher als Wirecard und Enron, lass es besser.

  46. @Thorsti

    was ist passiert ? Hast du mit Optionsscheinen gezockt ?

    Das überlasse ich Finanzexperten wie dir xD

  47. @all: Hat jemand einen Tipp? Ich würde mich sehr freuen:

    Ich plane gerne vor. Daher habe ich ein Tagesgeldkonto (0%) bei dem ich monatlich etwas für ein Auto zurück lege, falls mal das derzeitige kaputt geht oder größere Reparaturen anstehen. Gerade sind 3.100€ drauf und perspektivisch sollen da irgendwann ~ 10.000€ drauf sein. Nun gammeln die natürlich nutzlos herum. Hat jemand eine Idee, wie ich diese mit kurzfristiger Kündigungsmöglichkeit bei moderatem Risiko anlegen kann um zumindest eine klitzekleine Rendite zu haben? Derzeit sind sie der Inflation schutzlos ausgeliefert und setzen Schimmel an. Das tut mir weh. Aber mir fällt einfach nichts ein. Vermutlich ist das aber leider unabwendbar. Bevor ich die Hoffnung aufgebe dachte ich, dass ich euch noch um Rat frage.

    Viele Grüße

    Jan

  48. “was haltet ihr aktuell von Reckitt Benckiser?”

    Das Kursniveau ist sicherlich nicht ganz uninteressant. Bekannte Marken wie Calgon, Sagrotan oder wohl auch der Erfinder von Ibuprofen (Nurofen). Allerdings dümpelt die Aktie seit fünf Jahren vom Chartverlauf, das wird seine Gründe haben. Ob es mit dem Thema Brexit zusammenhängt (Sitz Nähe London)? Hier eine aktuellere Analyse:

    https://www.boerse.de/nachrichten/Reckitt-Benckiser-Aktie-Champions-Check-im-Monat-Dezember/12417424#

     

  49. Du könntest dich Mal über deep Discount Zertifikate informieren @jan. Im Comdirect Forum gibt’s einen guten thread darüber. https://community.comdirect.de/t5/Wertpapiere-Anlage/Discount-Zertifikate-Allesk%C3%B6nner-f%C3%BCr-schlaue-Anleger/td-p/100766

    Ich hadere gerade auch mit der Entscheidung meinen Bausparvertrag zu kündigen. Aktuell gibt es dort 1,5% und es sind rund 3000 € von 10000 € eingezahlt. Der Vertrag ist von 2005.

    Diesen Teil betrachte ich als mittelfristigen Notgroschen. Der kurzfristige Notgroschen ist auf einem TG Konto. Meine Idee wäre mit dem Geld in P2P Kredite zu gehen, die allerdings besichert sind. Ich glaube estate guru bietet sowas an.

    Hatte ein bisschen was mit Mintos probiert, aber Verbraucherkredite sind nicht so mein Ding.

    Hintergrund warum ich meinen Bausparvertrag kündigen will: ich gehe davon aus, dass die Inflation ansteigen wird und 1,5% Zinsen nicht mehr ausreichend sind um die auszugleichen. Deshalb wirklich nur den Notgroschen unverzinst auf dem TG Konto und alles andere anlegen.

  50. Warum lässt die Börse eigentlich die sich verschärfende Pandemie so kalt? Täglich neue COVID-Rekordzahlen, Lockdown überall, hilflose Regierungen, überfüllte Kliniken, steigende Todeszahlen – und der DAX steigt.

  51. Moin,

    gefährlich wird es, wenn Börsenmagazine am Kiosk eines späten Morgens ausverkauft sind. So, mir passiert mit Börse Online im Jahr 2000. Kurz danach ist die dot.com Blase geplatzt.
    Hätte ich damals nur verkauft! Leider ….

    Heute kein Thema mehr, betreibe „Buy an Hold“.

     

     

  52. @ Jan

    Ich vermute Du verwendest Budgets, mehrere Konten usw. Wie viele Monatsgehälter hälst Du insgesamt vor? Und wie viele möchtest Du vorhalten? Du könntest auch doppelte Buchführung verwenden und bei Deinem Auto Konto einen Geldabzug als Gegenposition eintragen. Aktuell könnte beispielsweise 30% Gold und 70% an Dein ETF Konto geliehen sein. Wenn der Kauf eines neuen Autos ansteht siehst Du bei welchem Konto Verbindlichkeiten anstehen. Beispielseite stoppst Du nun Gold Käufe bis das Budget wieder hergestellt ist. Ebenso mit ETF Käufen. Bei hohem Gehalt ist ein Rebalancing bei kurzfristige Bedarf vielleicht nicht notwendig.

    Außerdem hast Du vielleicht weitere Konten. Du könntest auch 5k von Deinem Budget für Renovierung nehmen, eintragen und das KFZ kaufen. Die Verbindlichkeit nach ETF könntest Du übertragen. Somit fließen monetäre Überflüsse nicht in den ETF sondern nun in das Konto für Renovierung.

    Im Falle des Falles hast Du allerdings weniger Cash. Daher ist eine Cashquote losgelöst von den Kontenmodellen einzuhalten.

    Falls die Risikoklasse gleich bleiben soll gibt es manchmal Tages Geld für 0.5%. aber nur zeitweise. Ob sich der Aufwand lohnt? Hier könnte natürlich auch mehr angelegt werden und in den Konten eingetragen werden.

  53. @Jan

    Mein Senf dazu. Versuche beim Autokauf viele hunderte € zu handeln und wenn nichts mehr geht trotzdem nochmal 50€, die gehen immer noch. Am Ende hast du mehr erreicht, als mit der Kontensuche. Mal eine Idee die dein “Problem” von einer anderen Seite packt 🙂 mach dir über die lohnenden Dinge Gedanken, die peanuts überlass anderen.

    -M

     

  54. Warum lässt die Börse eigentlich die sich verschärfende Pandemie so kalt? Täglich neue COVID-Rekordzahlen, Lockdown überall, hilflose Regierungen, überfüllte Kliniken, steigende Todeszahlen – und der DAX steigt.

    @Felix

    Einerseits weckt der nahende Impfbeginn Hoffnung. Andererseits laufen viele grossen Firmen trotz Lockdown rinfach weiter weil die Menschen ihre Einkäufe online tätigen. Desweiteren dürfen wir nicht vergessen, dass es sich bei den “Coronatoten” hauptsächlich um hochbetagte Menschen handelt deren Gesundheitszustand schon vor Corona fragil war.

  55. @Jan

    Für mich wäre relevant wann das Auto dann schlussendlich gekauft werden soll. Ist das kurzfristig, also in ein paar Monaten, kein Aufwand dafür betreiben und Cash halten. Ist das mittel- oder langfristig > 1 Jahre würde ich dafür kein Cash halten und wenn ein Auto fällig wird, einfach das Geld aus dem Depot ausbuchen, ohne einen Verkauf. Aktuell z.B. bei IB 1.5% auf Eur, d.h. diese Finanzierung kostet dann 150 Eur / yr und diese Lücke füllt man dann ähnlich wie Kievs Vorschlag in den nächsten Zahlungen. Der Vorteil man muss keine Position verkaufen (vielleicht im dümmsten Zeitpunkt) und die Kosten sind, wenn man nicht gerade alle 2 Jahre ein neues Auto kauft, vernachlässigbar und auch günstiger als ein Leasing. Es kommt natürlich auch auf die Grösse des Depots an die sollte schon 15-20x grösser sein als der Risikobetrag, je grösser das Depot desto vernachlässigbarer.

  56. @-M:  mach dir über die lohnenden Dinge Gedanken, die peanuts überlass anderen.

     

    Ein mehr als weiser Rat!

     

  57. @Nico Meier

    …hauptsächlich um hochbetagte Menschen…

    Vorsicht!
    Das Durchschnittsalter der Covidpatienten in den Intensivstationen beträgt derzeit 61 Jahre.

  58. @Wolke:

    Hach ja, dass in den letzten Wochen 3x unsere Lieferketten für einige Tage gerissen sind (2 Zuliefer-Werke in Ungarn, 1 Zuliefer-Werk in England) liegt auch nur daran, dass dort vor allem “Hochbetagte” mit fragilem Gesundheitszustand beschäftigt sind. Wir haben auch Probleme mit Lieferungen von und zu uns wegen Erkrankung der Fahrer. Sind natürlich auch alles “Hochbetagte” mit fragilem Gesundheitszustand. Ich warte privat seit einer Woche auf die Auslieferung einer Online-Bestellung. Der “hochbetagte” Fahrer ist erkrankt, Ersatz ist angeblich gerade nicht zu bekommen  😉

     

  59. Mal was Erfreuliches, mein Chef hat mich vorhin angerufen, wir können evtl. schon ab 28.12 gegen Covid geimpft werden, damit kann ich dann irgendwann auch mal zu den Hochbetagten zählen, an Covid möchte ich nicht unbedingt sterben.

    Ich kann nur bestätigen, die schwerstkranken Covidler die wir haben sind unter 70 und da sind Menschen dabei die keine Vorerkrankungen haben und fit und sportlich unterwegs waren, auch die sterben.

     

    Jammern darf ich nicht, mein Arbeitgeber tut was er kann, wir bekommen eine gratis warme Mahlzeit pro Schicht, an Weihnachten gibt es einen Bonus und ab 1.1. eine grosszügige Lohnerhöhung, das ist nicht in allen Schweizer Spitälern der Fall. Personal von anderen Kliniken wurde abgezogen und die helfen uns tatkräftig aus, sie können aber keine Patienten selber betreuen.

    Die Lohnerhöhung finde ich gut, lange werde ich davon nicht profitieren, ich hätte eigentlich Ende des Jahres aufgehört zu arbeiten, habe nun verlängert bis Ende April, ich habe mein Arbeitspensum von 90% auf 100% aufgestockt, mehr geht aber nicht. Wir haben auch kranke Mitarbeiter.

     

    Frohe Weihnachten und bleibt gesund!

  60. Gemäss Statistik haben 98% der Coronatoten in der Schweiz mindestens eine Vorerkrankung. Wieviele Ju ge unter den anderen 2% sind kann ich leider in keiner Statistik finden.

    Ja ist sehr erfreulich, dass Swissmedic den Impfstoff im Rekordtempo zugelassen hat.

  61. @FUG

    Wie läuft es denn bei Euch bzgl. freien Kapazitäten, bzw. deren Entwicklung?

    Angeblich seit ihr ja am Limit aber einen 2. Lockdown will man nicht…

     

  62. @Mattoc

    Ich habe Smartbroker eine entsprechende Email gesendet. Vorher waren die tagesaktuellen Kurse am Einbuchungstag hinterlegt. Jetzt waren es aber mehrere Positionen, die immer mal wieder bei diversen Brokern nachgekauft wurden. Also ist der korrekte Einstandsmittelkurs angeblich nicht ermittelbar oder nur wenn ich den von mir ermittelten per Mail mitteilen würde.

    Ich gehe davon aus, dass der Broker das ganz leicht nachsehen kann und je nach Position das einfach einträgt. Bei älteren Depots ist ja auch viel Wildwuchs durch Spin-Offs etc. drin. Hast du dem Broker deine von dir ermittelten Einstandskurse mitteilen müssen?

    @Tim:

    Kannst du mal ein Video oder Blogbeitrag machen wie du in NY an deine Wohnung gekommen bist? Wie ist das Preisniveau? Was sind die Unterschiede zu Deutschland? Die Grundsteuer ist in NY/USA wohl viel höher ? Eigene Waschmaschinen hat dort scheinbar niemand.

  63. @Jan

    Wenn man in seiner Sichtweise auf den Aktienmarkt richtigerweise ausschließlich die Gesamtrendite betrachtet und nicht zwischen Kurs und Dividende unterscheidet, dann stellt sich irgendwann die Frage nach Tagesgeld nicht mehr.

    Im Laufe der Jahrzehnte des Arbeitens und Investierens wird der Depotwert immer höher, und ob man dann „über Dividenden“ entnimmt und davon etwas kauft oder während der Ansparphase ausnahmsweise mal Anteile seiner thesaurierenden ETFs im Wert von 10.000 Euro für ein neues Auto oder etwas anderes verkauft, macht dann den Braten auch nicht mehr fett. Eine solche Summe entspricht ja in der Entnahmephase wahrscheinlich nicht mal einer regelmäßigen Jahresentnahme (Dividenden oder Anteilsverkäufe).

    Wer also plant, irgendwann von seinem Depot ganz oder in Teilen zu leben, der sollte meiner Meinung nach auch in der Ansparphase bei besonderen Ereignissen mal etwas entnehmen und verbrauchen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Oder anders gesagt: Das Depot aus verschiedenen Asset-Klassen ist das neue Tagesgeld. 🙂

     

     

  64. Das Depot aus verschiedenen Asset-Klassen ist das neue Tagesgeld. 

    Klasse ! Und das umfängliche Depot ist ja nicht nur beim Broker, evtl. auch außerhalb als Grundbucheintrag, evtl. physisches Edelmetall, evtl. im Handelsregister,….

  65. @sammy

    Du hast vergessen, dass ich keine Ahnung von Finanzen habe, deshalb keine Optionsscheine, ich weiß ja gar nicht was das ist 😉
    Wie wäre es mit einer Erklärung zu deinem Depot ? Da warte ich seit Jahren drauf.

  66. @Thorsten: Natürlich ist die “Paket-Steuer” ein hilfloser Versuch, etwas zu kitten, was nicht mehr aufzuhalten ist, da gebe ich dir recht.

    Aber der Grundgedanke ist nicht schlecht: Eine Bekannte bestellt Orangensaft (Marke Pfanner) bei Amazon, sie ist zu faul vor die Tür zu gehen. In unserer Nachbarschaft kommen die großen Zusteller wie DHL und Amazon 2x täglich – fast an jeder Haustür. Die haben nicht mehr ausreichend Autos, es sind eigentlich nur noch Mietwägen mit der Aufschrift Sixt oder Seven. Gesprochen wird nur noch Englisch, keine Deutsch-Kentnisse. Die anderen Zusteller wie Hermes, DPD kommen dann auch noch 1x täglich. Dazu siehts du auf der Straße auf E-Rollern und Fahrrädern ständig irgendwelche orangen Lieferando-Jacken.

    Ich denke nicht, dass man den Innenstadt-Einzelhandel mit seinen überteuerten Pachten und seinen 450-Euro-Aushilfskräften-“Arbeitsplätzen” konservieren muss. Aber das neue Arbeiter-Prekariat im Amazon-Versandlager, in den Sixt-Leiwhägen oder in orangen Jacken auf dem E-Roller macht mir Angst. Die einen mit Geld bestellen weil es so bequem ist, die anderen ohne Geld arbeiten am Limit und schleppen Autoreifen, Pfanner-Orangensaft, Kühlschränke und 10-KG-Säcke Hundefutter. Hinzu kommt die im von dir verlinkte (n-tv-Artikel) skizzierte Problematik mit Schrott aus Fernost: Auf Wish, eBay und Amazon lassen sich Pfennigartikel aus Fernost bestellen. Z.B. Strohhalme in Flamingo-Optik. Äußerst überlebenswichtig. Alles unregulierte Ware, auf welche weder Zoll noch Steurn bezahlt werden.

    Die Zukunft der Innenstädte wird sein: “Vergnügungspark für Erwachsene”. Hier einen Cappucciono für 4,20 Eur, da einen Aperol für 7,90 Eur. Hier eine Fahrt mit dem Riesenrad, da vom Straßenkünstler malen lasen, dort einen Ballon kaufen. Drei Bio-Äpfel auf dem Wochenmarkt kaufen. Dem Musiker einen Euro in den Hut werfen. Selfie auf der Steineren Brücke oder vorm Dom. Der stationäre Einzelhandel wird hier kaum eine nennenswerte Zukunft haben. Die attraktiven Innenstädte werden sich neu erfinden und überleben. Wer schon mal am Sonntag durch die Kaufingerstr. gegangen ist, weiß, wie hoch dort die Frequenz ist, auch bei geschlossenen Geschäften. Die Zentren der Kleinstädte werden aussterben. Außer man findet eine andere attraktive Nutzung der Flächen, wie z.B. Ärztehäuser etc.

  67. @Sparta,

    im Normalfall, also ohne Pandemie, hat meine Intensivstation 12 Betten, wir haben noch 4 Betten die nicht belegt werden können wegen Personalmangel, im Moment betreiben wir auch diese Betten mit genau dem gleichen Personal, dazu kommen noch 4 Betten im Aufwachraum, wir haben wenig Frei, das geht nicht mehr lange gut, die Pflegenden sind müde.

    @All,

    danke für die guten Wünsche.

  68. @Mattoc

    Kommt aufs Depot an. Wenn Shopify und Co dann 50% weniger wert sind, überlegt man sich das mit der Entnahme.

    @Fit und Gesund

    Mit oder ohne Chip von Bill Gates? 🙂

  69. @Fit und Gesund: Danke für deine tolle Arbeit und wie schon von Thorsten gewünscht, bleib bitte gesund! Alles Gute! Ich lese immer ganz gerne die wiederkehrenden Berichte von Dr. Cihan Çelik aus Darmstadt. So ungefähr stelle ich mir deine tägliche Arbeit auch vor.

    Natürlich können sich so Schreibtischhelden wie Nico Meier nicht vorstellen, was draußen abgeht. Ich ertappe mich selbst ebenfalls oft genug dabei. Schließlich kenne ich auch niemanden der persönlich (schwer) betroffen gewesen wäre. Draußen vor meiner Haustür geht das Leben weiter. Die Einschränkungen “nerven”. Aber wenn man in mehreren seriösen Quellen informiert, dann weiß man, dass die Situation ernst ist. Alles Gute!

  70. @Pocahontas,

    weisst Du, die Impfung ist vielleicht nicht wirklich so gut getestet wie andere Impfungen, aber an Covid möchte ich nicht elendiglich zugrunde gehen, da wähle ich lieber die Impfung. Das muss Jeder für sich selber entscheiden und das Risiko von dem Einen oder dem Anderen selber tragen, ich rede nur für mich selber.

    @Christian,
    den link schaue ich mir an, danke, hab jetzt aber keine Zeit mehr, muss bald los.

  71. @Pocahontas

    Du bist auf einem anderen Weg als ich. Der Kurs eines einzelnen Unternehmens darf in einer übergeordneten Strategie zur Finanzierung des Lebensunterhalts über den Kapitalmarkt (auch bei schlechten Aktienkursen) keine Rolle spielen. Sonst ist es keine Strategie.

    Viel Erfolg!

  72. @all,

     

    vielen Dank für die tollen Ideen! Es lohnt sich immer mal einfach auch andere Sichtweisen einzuholen.

    Ja ich habe ein Kontenmodell. Eines als Puffer (idR 5.000€), eines fürs Auto (derzeit wie gesagt 3.100€) und eines für monatliche Rückstellungen für jährlich wiederkehrende Zahlungen (Vereine, Versicherungen, Mitgliedschaft, …). So weiß ich immer was kommt und werde nicht überrascht. Dazu habe ich einen Disporahmen von 10.000€ den ich nie nutze aber das Wissen um ihn beruhigt.

    Ein Auto ist nicht geplant. Aber es kann jederzeit mal etwas kaputt gehen und er hat 8 Jahre (160tkm, Benziner) hinter sich. Da ich mir aber immer wieder einen Dacia kaufen werde sind 15.000€ ausreichend. Ohne Auto geht nicht aufgrund dem Job meiner Frau und bald nun zwei Kindern. Der Dacia Lodgy war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe.

     

    Vielleicht sollte ich echt die 5.000€ auf 10.000€ erhöhen (waren schon mal auf 15.000€) und im Fall der Fälle auf Dispo oder Depot zurück greife und dann über laufende Einkünfte wieder aufstocke. Das ist ein echt guter Gedanke. Längerfristige Raten- oder Rahmenkredite kommen mir nicht in die Tüte, das könnte ich noch nicht mit meinem Kopf vereinbaren. Da kommt mir immer die Targobank-Werbung in den Kopf bei der ein Vater seinem Sohn nicht mal einen Urlaub mit dem Fußballverein nach Malle ohne Ratenpause zahlen kann. Das wäre gegen mein Wohlbefinden.

    https://youtu.be/OGJpFGG0DNg

    Weil auch ein Mix aus Gold und Aktien angesprochen wurde: Ich habe bereits einen unteren 6-stelligen Betrag in Edelmetallen. Das will ich eigentlich nicht weiter erhöhen. Es soll nur Versicherung sein, auch wenn es z.B. dieses Jahr super rentierte und meine Performance über die letzten Jahre sehr schön glättete.

    Noch Mal herzlichen Dank an euch für eure wertvollen Tipps.

  73. Die Märkte sind übertrieben teuer in einigen Bereichen. Das ein oder andere Prozent kann man eventuell noch erreichen, aber eine Korrektur ist mehr als überfällig. Das ist gut für langfristige Anleger, nur würde ich nicht unbedingt jetzt All-In gehen.

  74. @FUG

    Zumindest finanziell läuft es bei Euch besser. 70 % der Kliniken in D. haben angeblich den Corona-Bonus nicht bekommen (teils wegen 1 Patienten oder 1 Stichtag verfehlt) in der 1. Welle.

    Ist ne Schande! Andere Branchen und in der Politik waren sie wieder mal großzügiger…

    Alles Gute und bleib vor allem gesund!

  75. An Jan: Meine Geldreserve kann zwar kleiner ausfallen, weil ich beispielsweise kein Auto benötige, aber vielleicht hilft dir eine andere Betrachtungsweise weiter: Für mich gleicht der Vermögensaufbau einem Marathonlauf und Schutzmaßen wie eine Geldreserve sollen sicherstellen, dass ich es unbeschadet über die Ziellinie schaffen werde.

    Ich möchte nicht zu den Anlegern gehören, die beispielsweise wie im Februar/März dieses Jahres vorzeitig Vermögenswerte liquidieren mussten, weil sie sich angreifbar machten, indem sie viel zu risikoreich unterwegs waren. Robustheit und Widerstandsfähigkeit sind mir wichtiger als das letzte Quäntchen Mehrrendite. 😉

  76. @Christian
    Gute Analyse. Ich wünsche mir mehr Läden, in denen ich Nahrungsmittel oder zubereitetes Essen kaufen könnte. Aber nein : Spielsalons, 1€-Shops, Telefonläden, Medikamente (“Sportlernahrung”), Drückerbuden ( Versicherungsagenturen”), Shishbars,
    Afroshops, Boutiquen für Übergrößen. Ich gehe nicht oft in die Stadt weil ich nix zu essen bekomme und die Waren für mich nichts sind. Dann muss ich eben zu den Supermärkten auf der grünen Wiese.

  77. @Pocahontas

    20% Gold/ Silber oder Cash. Wehe wenn die Triage kommt. Was wir bisher als “Lockdown” sehen wäre in Asien nur ein Lacher wert. Es ist keiner und bewirkt das Gegenteil. Statt zum Friseur drängelt es sich in der Drogerie, statt im Kleiderladen im Supermarkt. Ätzende Enge beim Einkauf, das Virus freut sich. Und wenn die egoistischen Dumpfbacken die staatliche Kontaktgrenzen zu Weihnachten ausreizen ( heute 5 mit Oma und Opa, morgen wieder 5 mit Onkel und Tante, übermorgen die Geschwister sind ja auch nur 5…), dann bekommen wir einen echten Lockdown, das bedeutet : Ausgangssperren landesweit.

    Dann bekommen wir echte Einschläge und die Börse knickt ein. Dann könnte eine Baisse kommen, im März das war eine Korrektur, jahrelang fallende Märkte haben hier einige nicht erlebt, das Geschrei wird groß.

     

  78. @Thorsten

    Hebelprodukte und Zockerpapiere werden gerne von Ahnungslosen gezockt. Der schnelle Gewinn lockt. Was für eine Erklärung zu meinem Depot möchtest du denn? Es ist trotz ETFs mehr als die Marktrendite im Plus 😉

  79. @Thorsten

    Es schadet zumindest nicht in Assetklassen zu allokieren, die bei der Korrektur eine geringe Korrelation zu den aufgeblähten Tech-Werten aufweisen. KGVs soll man ja ignorieren, wird jetzt von den “Experten” vermehrt gepredigt.

    Tesla KGV 1330

    Shopify 723

    Square 357

    Zoom 139

    Tesla hat nun eine Bewertung von 658.79 Milliarden, was soviel ist wie fast alle anderen Autohersteller zusammen.

  80. Habe kürzlich etwas gelesen, was ich wirklich interessant fand. Jeder sollte sich soviel Zeit vor dem Kauf einer Aktie nehmen, wie vor dem Kauf eines neuen Autos. Auch hier recherchiert man doch im Vorfeld und durchleuchtet die Angebote und sondiert.

    Ehrlich gesagt stößt man damit aber genau in das Buy-And-Hold Problem das ich schon mehrfach angesprochen habe.

    Welchen Wert hat es sich 2-3 Wochen in die Aktienanalyse eines Unternehmens einzugraben? Das Bilanzen beliebig gedreht werden können hat man bei Wirecard gesehen. Das man bei einem Bluechip eine Unterbewertung sieht die die 20000 Roboter die automatisiert jede Sekunde die Unternehmen durchforsten für die großen Instis nicht gefunden haben ist ebenfalls unwahrscheinlich. Und selbst wenn beides zuträfe, was dann? Du hast beispielsweise herausgefunden das Coca Cola total unterbewertet ist und der Chef total super und das Unternehmen blühende Jahre vor sich hat. Das ist 2020. Jetzt wechselt der CHef, das Klima ändert sich oder ein großer Unbekannter tritt hinzu. Was dann? Bleibst Du investiert? Weil Buy-And-Hold? Dann frage ich mich wofür die ganze Recherche Arbeit gut war. Oder gehst du raus? Ist dass dann Buy-And-Hold?

    Ich kaufe nur noch nach 3 Kritierien:

    1.) Verstehe ich was das Unternehmen macht und hat es ein Alleinstellungsmerkmal?

    2.) Glaube ich dass das Unternehmen in 20 Jahren noch existiert?

    3.) Glaube ich dass der Kurs in 20 Jahren höher ist als der Jetzige?

    Sind diese 3 Parameter erfüllt, kaufe ich. Ich lass das Zeug im Depot und halte es so wie Tim. Jeden 2 Monat kommt was Neues hinzu. Bricht eine Aktie weg oder ist bankrott…..Pech gehabt

     

     

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