Ein fettes Depot sorgt für inneren Frieden


New York, 3. August 2019

Mit einem Millionendepot lebst du ruhiger.

Wir haben japanische Verhältnisse in Europa. Du gibst dem deutschen Staat Geld für 30 Jahre und erhältst negative Zinsen. Du leihst heute der Bundesregierung 1.000 Euro und bekommst 993 Euro im Jahr 2049 zurück. Irre.

Es ist eine Zäsur. Am Freitag plumpste die Rendite für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren erstmals unter Null Prozent. Über einen so langen Zeitraum keinerlei Rendite mehr zu machen, ist erschreckend.

Für kürzere Laufzeiten rentieren Bundespapiere schon seit geraumer negativ. Die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen resultiert aus einem starken Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit. Bundesschuldtitel gelten als besonders sichere Anlage. Anleger sorgen sich wegen geopolitischer Risiken. Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China gerät in eine neue Dimension. Donald Trump will China mit mehr Zöllen in die Enge treiben. Der Brexit sorgt für Unsicherheit.

Am Persischen Golf nimmt das Säbelrasseln zu. Mit Europa hat sich Trump derweil geeinigt.

Egal, was kommt, mein Depot bleibt, wie es ist. Meine Schwerpunkte sind Bank of America, Netflix, Berkshire, Chevron, CTS Eventim, SAP, Microsoft und andere. Ich habe etwas trockenes Pulver. Ich werde es vorerst nicht investieren. Ich kann etwas besser mit dem Notpolster schlafen.

Auch Firmen bauen ihre Cash-Bestände aus. Alphabet hortet 117 Milliarden Dollar. Das ist mehr als Apple zu bieten hat mit 102 Milliarden Dollar. Gut möglich, dass Alphabet (Google, YouTube, Android) bald eine Dividende ausschüttet, so wie es Apple vor einigen Jahren tat, nachdem Carl Icahn Druck ausgeübt hatte auf Tim Cook.

Ich frage mich, warum nicht mehr Menschen aggressiv mit ETFs oder Aktien sparen. Es lebt sich doch wunderbar, mit einem fetten Depot auf alles vorbereitet zu sein. Kennst du nicht Leute im Bekanntenkreis, die Karriere gemacht haben und dann im Alter von 53 oder 55 Jahren schwere Zeiten durchleben, weil ihr Betrieb schwächelt.

30 Jahre für dasselbe Unternehmen gearbeitet und dann kommt der Rauswurf. Wegen der schlechten finanziellen Verfassung des Unternehmens. Leute haben oft zu wenig Rücklagen. Dann fällt für sie ein Kartenhaus zusammen, wenn das hohe Gehalt wegfällt. Wenn eine Firma in die Bredouille gerät, verlieren Menschen zuweilen fast alles. Vielleicht leben solche enttäuschten Karrieremenschen ein paar Jahre von der Abfindung und ihren Ersparnissen. Dann sind die Ersparnisse eines Tages aufgezehrt. Es kommt die Alkoholsucht. Die Depression. Oder was anderes. Ich finde, die finanzielle Freiheit (fettes Depot) kann dein Leben retten.

Andere ärgeren sich, wenn sie 45 Jahre alt sind und immer noch einen Job haben, der kaum über dem Einstiegsniveau liegt. Vielleicht verdient so jemand recht gutes Geld. Sie haben es aber bereut, nicht eine Management-Position übernommen zu haben.

Aber das Leben als Führungskraft hat Vor- und Nachteile. Es kann sehr stressvoll sein. Hast du eine Führungsposition und verlierst sie, ist es schwieriger etwas Vergleichbares zu finden. Die Positionen auf hoher Ebene sind rar. Können 15.000 Euro extra Gehalt den zusätzlichen Stress tatsächlich kompensieren?


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ein fettes Depot sorgt für inneren Frieden

  1. AvatarNico Meier

    Als Kind hat mein Vater mal erzählt er habe nun einen neuen Chef bekommen der 5 Jahre jünger sei als er selber. Ich habe dann gefragt warum nicht er selber Chef geworden sei weil er ja seit Jahren Stellvertreter seines alten Chefs war. Mein Vater hat mir dann erklärt, dass sie ihm den Chefposten angeboten hätten aber er als Chef viele Dinge erledigen müsste die mit seinem Beruf der ihm sehr gut gefalle nichts zu tun hätten. Und er so kaum noch Freude an der Arbeit hätte. Da war er ca 40 Jahre alt. Heute erhalte ich jeweils Anfragen wenn intern Chefposten zu besetzen sind ob ich intresse hätte. Ich lasse mir dann jeweils eine Augstellung der Tätigkeiten dieser Stelle aushändigen und stelle fest, dass auf dieser Liste viele Aufgaben sind die mit keine Freude bereiten würde. Heute bin ich Fachkraft die jeden Tag gerne ins Büro geht.

  2. AvatarWolfgang

    @ FuG

    Meine letzten beiden Käufe waren im Juni Kellogg`s bei 47 € und im Juli Softbank Group, wobei der Kaufkurs, bei Softbank, langsam nach unten wieder erreicht wird.

    RDS : Hier werde ich bei unter 25 € weiter aufstocken!

    @ All

    Allen ein schönes Wochenende!

  3. AvatarFlorian Lindemann

    Das Problem ist, dass viele Menschen mit gar keinen Ersparnissen oder falschen Produkten deutlich besser schlafen. Denn sie haben Angst vor Risiko. Und ein Depot bringt dein Erspartes zumindest kurzfristig ins Risiko. Dank Trump ist gerade z.B. wieder volatil. Das kann nicht jeder ab. Dafür fehlt auch das notwendige Wissen. Aktien sind in Deutschland Spekulation, nicht Anteile an Unternehmen. Leider… Viele setzen auf Versicherungen und Co. Da kann man wenigstens nicht täglich die Kurse checken und ist beruhigt. Intransparenz aus Angst. Der Wunsch nach Sicherheit ist bei Deutschen extrem hoch und tief verankert.

    Das gleiche gilt auch für Führungspositionen.

    @Tim: Analog zu Investitionen in Aktien übernimmt auch als Führungskraft mehr Verantwortung. Man muss selber entscheiden und Verantwortung tragen. Auch davor haben viele Angst. Lieber meine Aufgaben erledigen und selbst keine Verantwortung tragen. Das ist ok, aber dann kann man auch keine großen Gehaltssprünge erwarten.Beides geht nicht. Mit mehr Verantwortung kommt auch mehr Gehalt.

    Zudem ist der Großteil der Verantwortung einer Führungskraft, Menschen zu führen und sie zu motivieren. Gerade in Zeiten der Digitalisierung, wissen meine Mitarbeiter oft mehr als ich. Sie sind Spezialisten. Es geht viel mehr darum ein Team von Spezialisten zu einen und unter ein gemeinsames Ziel zu vereinen. Eine spannende Aufgabe, die man nicht mehr mit den Führungskräften von vor 10 Jahren vergleichen kann.

    Fazit: Wer mutig ist und Verantwortung übernimmt, wird langfristig im Depot und am Arbeitsmarkt belohnt.

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim; „Du gibst dem deutschen Staat Geld für 30 Jahre und erhältst negative Zinsen. Du leihst heute der Bundesregierung 1.000 Euro und bekommst 993 Euro im Jahr 2049 zurück. Irre.“

    Kleine Korrektur, das ist nicht ganz so. Für die 30-jährige Bundesanleihe gibt der Staat immer noch einen Kupon von 1,25% aus. Also dem Staat kostet diese Anleihe tatsächlich 1,25%.

    Wie es mit der „Rendite“ für den Käufer am Markt aussieht ist ganz was anderes. Die da angezeigten Kurse bedeuten: 135,22€ plus aufgelaufene Stückzinsen von 1,22€ für das zurück liegende Jahr. Da am 15 August die 1,25% Kupon gezahlt werden, muss man fast für das ganze Jahr den Kupon dazu kaufen vom Verkäufer.

    Der Kurs ist dann also 136,44€. Angenommen (Bid-Ask außen vor gelassen), man kauft für 136,44€ die Anleihe für nominal 1.000€, dann muss man dafür 1.364,40€ zahlen. Am 18. 8. bekommt man die 12,50€ Zinsen. 1.351,90€ dann.

    Das war dann der 2. Zinstermin, es folgen noch 29 bis zum letzten am 15. 08. 2048. Wenn man bis zum Schluss halten würde, bekäme man also 29 x 12,50, also 362,5€, und dann 1.000€ zurück, also auf gezahlte 1.351,90€ 1.362,50€ zurück, nach 30 Jahren! Da kann man nicht von Rendite sprechen, aber immer noch mündelsicher aufbewahrtes Geld ohne Kosten.

    Schönes Wochenende.

    MS

  5. AvatarderHamster

    Den Artikel kann ich aktuell durchaus nachvollziehen.

    Mein Arbeitgeber entlässt aktuell auch ein Viertel der Belegschaft und auch andere Industriezweige beginnen an zu kriseln. Es lässt sich wirklich einfacher schlafen wenn man seine Finanzen im Griff hat, nicht über seine Verhältnisse lebt und das Depot einen regelmäßig durch eine Dividende belohnt.

    Aktuell purzeln die Kurse, freue mich schon wenn der nächste Sparplan „günstig“ zukauft.

    Viele Grüße

    derHamster

  6. AvatarDaniel (Frankfurt)

    @MS

    Die o.g. Bundesanleihe hat eine Rendite von 0,032% für den Anleger ohne Berücksichtigung der Kosten. Man kann sich ja mal den Spass machen und das KGV berechnen und schauen, ob der Dax dazu wirklich so teuer ist:-)

     

     

  7. AvatarNico Meier

    „Seine Finanzen im Griff haben“

    Diese Woche hat ein Arbeitskollege sich beschwert er verdiene einfach zu wenig. Er hat schon Angst vor der Steuerrechnung, die er wie jedes Jahr im Sommer erhält und bis ende Oktober zahlen muss.

    Einen Tag später zeigt er mir Fotos des neuen Whirlpools den er und seine Frau angeschafft haben. Ein schöner Whirlpool das Teil koste ohne Rabatt fast 2’000 er habe Rabatt ausgehandelt und habe nun nur 1’500 dafür bezahlt.

    Man hat einerseits Probleme die Einkommenssteuern zu zahlen aber leistet sich einen Whirlpool.

     

  8. AvatarFelix

    Ich finde mit zunehmender Erfahrung und Alter sollte man vor Führungspositionen mit entsprechender Personalverantwortung nicht zurückschrecken. Es ist etwas ganz anderes als Fachspezialist zu sein.

    Man kommt in ganz neue Gebiete, muss natürlich mit menschlichen, oft allzu menschlichen Problemen umgehen lernen. Es ist ausserordentlich bereichernd und persönlichkeitsfördernd ein multidisziplinäres und internationales Team zu führen. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, wenngleich sie herausfordernd ist, aber ohne Herausforderungen wird‘s ja langweilig.

     

  9. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    na ja, diese Anleihen sind eher sinnlos für Private, dienen nur als Indikator und zum sicheren Parken für Institutionelle.

    Als kleiner Privater muss man etwas ins Risiko gehen um was zu erwirtschaften.

    Ich habe mir gestern Preferred Shares von TNP der Serie E gekauft. Ist etwas risikobehaftet (Schifffahrt), aber von nix kommt nix. Der Artikel von Rida Morwa ist leider schon hinter der Paywall.

    Hier ist es umgekehrt. Den Nominalwert von 25 USD mit einem Kupon von 9,25% habe ich gestern für 22,26 USD gekauft, was eine laufende Rendite von 10,3% ergibt., bei Quartalszahlung.

    Ich habe bisher meist nur CEFs mit Preferred Shares und Bonds gekauft, will jetzt aber auch ein paar Einzelwerte nehmen, so mit der Zahlung versetzt, dass monatlicher Cashflow daraus anfällt.

    Das ist das Schöne, es gibt immer was zu tun.

    MS

  10. Avatar-M

    @Kiev

    Mache hier mal weiter.

     

    Ja bin mit meiner shell Position ganz gut dabei.

    Russland schließe ich nicht komplett aus (vlt Gazprom), habe aber wirklich bedenken vor dem russischen Staat. Wenn dann würde ich dort nur in die aller größten Unternehmen einsteigen, mit riesiger Sicherheitsmarge.

     

    Ähnlich China. Da interessiert mich Alibaba eigentlich als einzigste Firma.

     

    -M

  11. KievKiev

    @ Tim

    Ich sehe japanische Verhältnisse auch beim Konsum. Es wird sich oft über Preise beklagt. Dabei wird vieles immer günstiger. Letztens hatten wir eine Diskussion über Streaming. Heute lese ich, dass Prime Kunden mit Alexa kostenlos auf das komplette Programm zugreifen können. Es wird allerdings ähnlich zu Spotify Werbung eingespielt. Auf meinem Sonos System funktioniert es natürlich noch nicht, aber es wird auch hier eines Tages diese Möglichkeit geben. Das reguläre kostenlose Prime Angebot reicht mir bereits. Manchmal würde ich aber gerne einen bestimmten Song hören, den es vielleicht nicht gibt. Hier würde ich auch Mal einen Werbebeitrag akzeptieren. Bei YouTube kann man heute eh schon alle möglichen Lieder hören. Umso besser alles vernetzt wird umso weniger Sinn macht ein Abo für 5-10€ im Monat. Das könnte auch bei Videostreaming passieren. Bei ETFs fallen die Gebühren auch immer mehr.

    Aus dem Grund mag ich besonders Unternehmen mit echtem Burggraben wie Mautsysteme, Gas, oder Infrastruktur. Vielleicht werden auch hier die Renditen sinken. Vielleicht benötigt man später auch weniger Geld. Das kann heute niemand sagen.

  12. Avatar-M

    Severstal sagte mir nix. Anscheinend unter den 15 größten der Welt.

    Stahlbranche mag ich nicht so, siehe Thyssen, arcelorM, kloeckner… schreckt mich eher ab. Vlt ist das russische Unternehmen ja besser.

     

    -M

  13. AvatarRationalist

    Leider gibt es auch viel zu viele Führungskräfte die nicht dazu geeignet sind. Man sollte den Job schon beherrschen und auch mögen. Zum Glück kann man auch gut verdienen ohne Führungskraft zu werden. Aber in diesen Positionen kann die Arbeit schon stressig werden. Mit ein Grund warum ich inzwischen wieder verstärkt in ETFs investiere und dazu einen Sparplan nutze. Du hast nicht nur automatisch ein breit gestreutes Portfolio sondern musst dich mit einem Sparplan auch um fast nichts mehr kümmern.

  14. AvatarLukas

    Siehe ich auch so, als Ingenieur mit 40 Stunden Woche im IGM Betrieb kommt man auch auf seine fast 100k im Jahr nach ein Paar Jahren Erfahrung.

  15. KievKiev

    @ Japanische Verhältnisse

    Hier ein Beispiel für den Preisverfall bei WLAN:

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.heise.de/ct/artikel/Freifunk-Das-groesste-Buergernetz-Deutschlands-4483759.html&ved=2ahUKEwjJ_vCfw-bjAhUM0qYKHXr_C60QFjAAegQIBRAC&usg=AOvVaw2bFmkwGtU8rgAMYIoLAPG2

    Ich werde dort mitmachen und einen Node aufstellen. Dadurch senken sich die Nebenkosten meiner Studenten. Sind hier Leute mit Kleingärten? Mit Richtfunk ist es möglich WLAN dort zu betreiben. Einfach beim lokalen Freifunk umhören. Vielleicht hat auch ein anderer Teilnehmer freie Sicht auf den Kleingartenverein. Das Einrichten ist sehr einfach und es wird einem geholfen, wenn man sich nicht auskennt.

    @ M
    In Russland habe ich Rohstoffe auf der Watchlist. NILSY würde mich auch interessieren. Das muss aber erst mal billig sein. Ich halte es wie BuyAndHold2024. Ich kaufe gerne in der Region 52 Wochentief.

  16. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Ein fettes Depot sorgt für inneren Frieden. Das kann ich nur bestätigen, Tim.

    Man wird ruhiger und gelassener. Neben der Gesundheit, den sozialen Kontakten und einer erfüllenden (gesellschaftlichen/beruflichen) Aufgabe ist eben der finanzielle „Frieden“ essentiell, um ein glückliches Leben zu führen. Wie fett es sein muß? Tja, jeder nach seiner Facon.

    Wenn man unter seinen Verhältnissen lebt und einen ordentlichen Batzen der regelmäßigen Einkünfte zur Seite packen kann, dann sorgt allein das schon für Flexibilität und Freiheit.

    Würden wir als Haushalt die regelmäßigen Sparraten aussetzen und dazu auf 3% Entnahme umschalten, könnten wir unsere gemeinsame Arbeitszeit heute schon noch ein mal halbieren. Oder ein Verdienst könnte komplett wegfallen. Trotzdem würden wir genau so weiterleben können wie bisher. Ein gutes Stück Freiheit ist das.

    @ Fit und Gesund

    Meine Käufe dieses Jahr waren Illinois Tool Works, 3M, Bayer, T. Rowe Price, Alphabet und Lowe´s . Demnächst werde ich Berkshire weiter aufstocken. Macht schon Freude das Sammeln und Hamstern 🙂 .

    Allen ein schönes Wochenende 🙂 !

  17. Avatarsteve

    @ Matthias Schneider ab und zu wäre es praktisch nicht den Kürzel sondern den Namen der Firma zu schreiben. Nicht immer findet das Internet das richtige bei TNP kommt bei mir eine australische Rohstofffirma, gebe ich dann noch Schifffahrt ein bekomme ich Raumschiff Enterprise.

  18. Avatarsammy

    Bin ich der Einzige dem aufgefallen ist, dass Sparplangebühren teurer sind als wenn man selbst kauft? Bei der ING zahlt man für einen Auftrag von 2.500€ 1,75% Gebühren. Bei Selbstkauf nur 0,52%.

  19. AvatarZwitsch

    @sammy…. dir fällt vieles nicht Auf….. macht aber nix…. schönes Wochenende….

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Steve,

    sorry, ich hatte den Prospekt verlinkt. Da steht der volle Name gleich da: Tsakos Energy Navigation Limited

    Ich benutze immer Yahoo Finance. Wenn man da TNP eingibt kommt bei mir als erstes dieses Firma. Aber wie gesagt, ich will nicht die normalen Aktien (Common Shares), sondern die Preferreds. Die werden zu 25 USD ausgegeben und zahlen den Kupon.

    Es gibt die Serien C (TNP-PC), D (TNP-PD), E (TNP-PE) und F (TNP-PF) derzeit. Ich habe mich jetzt mal für die E entschieden. Es sind „Cumulative“, wenn die Dividenden ausgesetzt werden müssen, dann werden sie angesammelt und nachgezahlt. Preferreds sind den Commons immer vorangestellt bei Verwertung der Insolvenzmasse. Wenn die Firma pleite gehen sollte, dann werden erstmal die Gläubiger bedient, dann bekommt evtl. der Shareholder was aus der Insolvenzmasse, meist aber nie.

    Wichtig ist, wenn sie über den Ausgabekurs notieren, und der „Call-Date“ erreicht ist, dann können sie von der Firma eingezogen werden zu 25 USD. Man hat dann vielleicht 25,50 bezahlt, bekommt aber nur 25 zurück.

    Ich wollte gern die A oder die B von Triton International (TRTN) haben, aber die sind gleich weit über 25 geschossen. Die Laufzeit ist zwar noch lang, aber ich will sie nicht über 25, zumindest nicht viel. Habe Limit-Orders zu je 25,10 USD stehen.

    MS

     

  21. Avatarsammy

    @ghost

    Ich habe keine Sparpläne. Ich investiere nur in fallende Märkte größere Summen.

    Hier wird ja immer propagiert man solle über Sparpläne sparen. Die Gebühren dafür sind allerdings recht teuer im Vergleich zum Selbstkauf. Somit lohnen sich Sparpläne wirklich nur für Minibeträge.

  22. AvatarRüdiger

    Somit lohnen sich Sparpläne wirklich nur für Minibeträge.

    Die meisten in Deutschland können/wollen eh nur „Minibeträge“. Der Tip mit den Sparplänen ist für die Mehrheit also goldrichtig 😉

  23. AvatarFit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

     

    kann Dir nur beipflichten, so ein Depot lässt

    schon ruhiger schlafen, als genauso wichtig, evtl. wichtiger finde ich meine „Reserve“ dieses Jahr sind da einige unerwartete Sachen zu bezahlen gewesen, Kleinkram, summiert sich aber, Ausweis erneuern inkl. Passfotos, anteilige Zahlung einer „Wasser und Befüllstation“ für die Mietwohnung, mal hier eine unerwartete Tierarztrechnung, mal da ein Schnickschnack und mal dort was,

    ich kann einfach nehmen und muss mir keine Gedanken machen, mit dem Depot hat das eben nix zu tun, ich führe Haushaltsbuch und meine Ausgaben stehen ja plus minus fest. Kann mir schlecht vorstellen zittern zu müssen ob am Ende des Monats noch Geld für Essen da ist.

    Die Höhe des Depots, ja das ist vermutlich sehr individuell, ich lege nicht unbedingt an um eine festgesetzte Höhe auf dem Konto zu haben, ich möchte nur meine Dividende jedes Jahr wachsen sehen, bis ich eben in Rente gehe, sobald das soweit ist werde ich eine neue Bestandsaufnahme und einen Plan machen, ich bin da gelassen, Glaskugel hab ich nicht, kann unter Umständen auch irgendwie anders kommen als geplant, hier heisst es flexibel bleiben.

     

    Richtiger innerer Frieden hat glaub wenig mit der Depothöhe zu tun, gibt Menschen die sind nie zufrieden, mit nix, die klagen immer, Andere sind ängstlich und fürchten ihr Geld könnte ihnen wieder abhanden kommen, oder das Depot ist gefüllt und sie sind geizig wie die Sau (sorry) die gehen mit der Familie in die Stadt und gönnen weder sich noch den Kindern ein Eis oder die Bratwurst oder das Getränk, für mich keine Freiheit, das ist schlimmer als das Hamsterrad, dann sind sie noch stolz ab ihrer Sparsamkeit. Nein danke!

     

    Du machst das richtig, jeden Monat was einsammeln, Du wirst ohne grossen Verzicht mitsamt Deiner Familie ein gutes Leben führen, so wie jetzt auch schon, ja, so macht der Vermögensaufbau Spass.

    Lowe’s hätt ich beinahe auch gekauft, kommt evtl. noch, Home Depot würde mir schon auch gefallen.

     

    Liebe Grüsse

  24. Avatarghost

    Hallo Sammy….

     

    Ich bin nicht twitsch oder switch oder sonst etwas….

     

    Es gibt nur den einen ghost…..der ist meisten nicht nett….dafür ehrlich darum:

    ….du kannst nicht anders dich macht es bestimmt auf deine eigene Art und Weise geil…..da ich mit dir schon seit x Monaten nicht mehr schrieb……und du schreibst mich an……

     

    Egal was du jetzt antwortest, du kannst dich nur blamieren……

     

    Mfg

     

     

  25. AvatarThorsten

    Wie ist es mit der Kaufkraft nach 30 Jahren. Mündelsicher ist das ganz sicher nicht, es ist ein Betrug über nominelle Zahlen für Leute, die nicht rechnen können. Finger weg. Aktien machen die Inflation mit. Viel sicherer als jede Staatsanleihe.

  26. Avatarsteve

    @Matthias Schneider danke, das mit dem link hätte ich merken können. TNP kann man aber auf jeden Fall auf die watch legen. Gab’s ja im Januar sogar für unter 18, wenn man immer alles auf den Radar hätte. Risiko sehe ich nur darin das Transport und Logistik zyklisch ist und auf Handelskrieg oder ähnliches reagiert.

  27. AvatarRuben

    Es gibt fast bei allen Online Banken kostenlose Sparpläne. Für den Rest gibt es z.b. bei der DKB pauschal 1,50 Euro pro  Sparplan Ausführung, egal wie hoch die Sparrate ist. Für Einmalkäufe ab 500 Euro werde ich meistens bei der Ing Diba gebührenfrei fündig.

    Mich beruhigt mein Depot auch schon ungemein, obwohl ich noch nicht am Ziel bin. Gedanklich ist es mein eigenes Grundeinkommen.

    Aktien haben einen schlechten Ruf, meistens aus Unwissenheit. Auch mir war lange nicht bewusst, was Aktien sind. Ich bin an den grössten Unternehmen der Welt beteiligt und mag der Anteil noch so verschwindend gering sein.

  28. Avatarsammy

    Meine Etfs sind bei den Aktionen leider nie dabei. Mag sein dass es wo anders günstiger ist aber dort sind dafür meist andere Dinge teurer/schlechter. Ich bin schon zehn Jahre bei der diba und war immer zufrieden.

  29. AvatarAndreas

    Mal eine Frage an die Royal Dutch Aktionäre hier:

    Warum findet ihr die Aktie eigentlich so interessant? Wenn ich mir den Chart der letzten 10 Jahre angucke, ist das eine Seitwärtsbewegung. Und die Dividende wird auch nicht wirklich erhöht. Dazu kommen wohl steigende Investitionen für einen anderen Energie-Mix. Übersehe ich was? Klar, die Dividende ist hoch, aber die Frage ist, wie sicher ist die und welchen Raum gibt es überhaupt für Erhöhungen in den nächsten Jahren…

  30. AvatarA.

    @Andreas

    Schau aml z.B. bei https://www.ariva.de/royal_dutch_shell_a-aktie.

    Die Ausschüttungsquote ist demnach ca 77 Prozent. Geht also noch. Dann die Dividendenhistorie. Ich persönlich hab lange mit RDS in Gedanken gespielt, aber ich baue erstmal National Grid weiter auf und dann kaufe ich evtl. Gladstone Commercial und $BIP. Mal sehen wie es am Ende kommt.

    @Fit und Gesund

    Ja, Depothöhen schwanken, ich denke der Cashflow und die Qualität der Unternehmen sind interessanter. Das weiss man aber alles erst später. Stur weiterkaufen werde ich 🙂

    Und ja, zum kotzen wenn man es sich locker leisten könnte mal ab und an was auswärts zu essen. Der Mittelweg ist unser Weg geworden. In letzter Zeit gabs öfters Cafe auswärts, in nächster Zeit dann eher wieder zu Hause. usw.

    @Sparpläne

    Ja sie sind teurer Der Witz daran ist u.a. das man den Einkaufpreis mitteln kann. Bei BASF startetete ich bei 90 Euro und habe zuletzt bei ca 60 Euro dazugekauft. Nur mal so als Beispiel. Wenn der Preis steigt, dann steigt halt der Wert der vorhandenen Anteile. Ist kein Allheilmittel und statistisch war man auch leicht im Nachteil in der Vergangenheit, hab ich mal gelesen, aber wichtiger ist, dass man automatisiert investiert.

    Gruß

    A.

     

     

     

     

  31. AvatarDaniel

    Ich finde mit zunehmender Erfahrung und Alter sollte man vor Führungspositionen mit entsprechender Personalverantwortung nicht zurückschrecken. Es ist etwas ganz anderes als Fachspezialist zu sein.

    Man kommt in ganz neue Gebiete, muss natürlich mit menschlichen, oft allzu menschlichen Problemen umgehen lernen. Es ist ausserordentlich bereichernd und persönlichkeitsfördernd ein multidisziplinäres und internationales Team zu führen. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, wenngleich sie herausfordernd ist, aber ohne Herausforderungen wird‘s ja langweilig.

    Da bleibe ich lieber fachspezifischer Spezialist. Ich habe diesbezüglich einfach keine Lust mich mit den menschlichen Problemen Anderer zu befassen und genau das wäre auch für mich ein absolutes KO Kriterium um Vermieter zu sein. Ich habe eine Handvoll Menschen die mir sehr wichtig sind, vom Rest sind mir ihre Probleme relativ egal und möchte mich damit auch nicht befassen.

    Ich bin momentan in der Firma in einer „fast-Projektleiter“ Rolle und bin froh wenn ich da wieder rauskomme. Mag sein dass so manch einer darin aufgeht, mir gehen diese ständigen Abstimmtermine einfach nur tierisch auf die Nerven und ich freue mich wieder auf die Zeit in der ich einfach routiniert und unabhängig von vielen anderen meine normale IT-Tätigkeit nachgehen kann.

  32. AvatarRuben

    Die aktuelle Ausgabe des Focus titelt „Früher in Rente – So kommen sie mit 63 (oder sogar früher) ohne Abzüge in den Ruhestand“. Der Zusatztitel lautet „15 Tipps für eine sichere Altersvorsorge trotz Nullzins“.

    Für Leser dieses Blogs ergeben sich aus meiner Sicht keine neuen Erkenntnisse, ich finde es jedoch interessant, wie die Themen dieses Blogs immer mehr in der Öffentlichkeit ankommen. Auch der Begriff FIRE (Financial Independence, Retire Early) wird in einem kurzen Absatz erläutert.

  33. Avatarbilbo78

    Hier wird immer das Arbeiten so schlecht gemacht. Es scheint wohl viele Leute zu geben, die den Beruf verfehlt haben. Also ich kann nicht klagen und würde vielleicht halbtags arbeiten, aber nicht ganz aufhören zu arbeiten. Wozu dann die Ausbildung? Außerdem würde ich mir nutzlos vorkommen. Nach 13 Jahren im Beruf habe ich vor 2 Jahren einen veritablen Traumjob gefunden: 38 h Woche, Gehalt knapp 80.000 € brutto, kein Chef in der Nähe, hochfahrbarer Schreibtisch, kann kommen und gehen wann ich will. Dazu in in Bestlage in Berlin. Nach diesem Job habe ich lange gesucht und noch länger davon geträumt. Aber anscheinend gibt es noch Traumjobs, wenn auch rar gesät.

    Hier sollte nicht das Aufhören mit dem Arbeiten propagiert werden, sondern eher das man seine Aufgabe im Leben finden sollte.

  34. AvatarAlbr

    @bilbo78, wer klagt hier bzgl. Arbeit ? Kann keinen wirklich erkennen, der massiv klagt 😉

    anscheinend hast du FIRE nicht so wirklich verstanden, es geht darum arbeiten AUS SPASS… und wenn nicht auch gut ( so ist es bei mir), oder wenn du gefeuert wirst oder dein Arbeitsplatz weg rationalisiert wird, dann kannst du dir sagen was soll’s 🙂

     

    ich kann dazu nur sagen, klasse Gefühl !!

    letztens eine Feier mit Kollegen in einem Restaurant, abends einen Kollegen aufs Zimmer gebracht (halb besoffen), er sagt mir er habe Angst den Job zu verlieren !

    ich hab ihm gesagt, ja und ?

     

     

  35. AvatarAndreas

    @A.

    Danke. Auf der Seite steht aber z.B. auch, dass die Dividende von RDS in den letzten zehn Jahren durchschnittlich nur um 1,9 Prozent gestiegen ist, das ist nicht viel. Und ein großartiges Umsatz- bzw. Gewinnwachstum sehe ich auch nicht, eher steigende Investitionen, wenn es darum geht auch erneuerbare Energien mit auszubauen.

     

    Also da gibt es doch eigentlich interessantere Dividenden-Aktien oder sehen die RDS-Aktionäre das als eine Art Ersatz fürs Festgeldkonto?

  36. AvatarNico Meier

    Ich habe Shell mal im 2017 bei 24€ gekauft sind dann Ende 2017 oder Anfang 2018 auf über 29€ gestiegen und da waren sie mit zu hoch bewertet und daher habe ich verkauft.

    Dividende hin oder her wenn die Aktie zu stark überbewertet ist bin ich raus.

  37. AvatarEx-Studentin

    Ich bin sehr naiv und sage: Arbeit sollte Spaß machen. Letztlich kommt es sehr auf den Arbeitgeber an, wie wohl man sich fühlt. Die Firmenkultur muss passen.

    Gerade bekomme ich die Automobilkrise leider mit. Bin gespannt, welche Tragweite diese die nächsten Jahre hat. Für Ingenieure waren es goldene Jahre, jetzt nimmt das ein bisschen ab. Ich persönlich bin entspannt, weil ich jung bin und viel gespart habe. Da kann man sich in Ruhe neu orientieren. Familien mit Finanzierungen auf Kante sind nicht so flexibel.

  38. Avatar-M

    @Andreas / Shell

    Shell ist kein Sprinter und growth wert. Das ist ein Riesen Kasten über die letzten Jahrzehnte geworden, ein Riese.

     

    Dieser riese wird langsam verschlankt und es werden andere Felder erschlossen. Zuletzt kauf von BG und investments für Batterien Alternative Energien etc. Das Management ist Top Top Top und die gehen mit der Zeit und tun was nötig ist.

     

    Es gibt kaum zuverlässigere Unternehmen auf dieser Welt.

     

    Man darf die aber nicht zu teuer kaufen, sonst leidet die Rendite. Du schreibst es selbst, das die nicht so wachsen und viel ausschütten.

    -> kaufst du die aber mit 7% dividendenrendite, dann ist die grundrendite schonmal nicht übel – alles was der Kurs dann noch macht ist en Top. Empfinde ich als nicht übel und das Geld arbeitet dann.

     

    -M

  39. KievKiev

    @ Andreas

    Mit RDS verspreche ich mir relativ sicheres und hohes Einkommen. Die Ausschüttungsquote passt für mich auch soweit. Hast Du alternative Unternehmen in diesem Bereich, die Dir besser erscheinen? Würde ich mir gerne anschauen.

    Dividendenwachstum ist ein anderer Bereich. Hier kannst Du langfristig sicher eine höhere Dividende oder auch Total Return erhalten. Hier schaue ich mich bei einer Korrektur oder Crash um. Falls das Wachstum warum auch immer nachlässt wird sich der Total Return nicht positiv entwickeln. Ich habe Verbindlichkeiten offen und möchte einen Teil der Überschüsse planbar anlegen. Für mich sind mehr als 5% Rendite sehr gut. Bei Gazprom erhalte ich durch die Dividendenerhöhung auf das eingesetzte Kapital weit mehr. Ich möchte aber auch nicht alles Geld auf eine Karte oder einen Sektor setzen.

    Ich bin aber auch ein Fan von der Core Satellite Strategie. Xiaomi gefällt mir  nach wie vor richtig gut. Das Unternehmen hat sich auch sehr gut aus meiner Sicht entwickelt. Der Kurs allerdings nicht. Da ich noch nicht so lange an der Börse bin habe ich keine Anteile von Unternehmen wie z B. Starbucks. Ich sehe heute auch keinen Grund mehr dort einzusteigen. Als Einkommen ist es bei Dividende sicher interessant, dazu muss der Preis aber stimmen. Ich kaufe vielleicht vor dem ersten Quartalsbericht eine chinesische Alternative. Solche Dinge möchte ich aber nur mit einem Teil des Vermögens machen. Dazu zitiere ich frei Bezos: Deine Marge ist meine Chance.

    Luckin Coffee steht bei mir unter Beobachtung. Mit so einer Nummer kann man aber auch ordentlich Geld versenken.

    Bei einer Abkühlung der Wirtschaft sehe ich Unternehmen wie Xiaomi, Luckin Coffee im Vorteil. Sie sind extrem günstig, qualitativ sehr hochwertig und innovativ. Und sie können sich sehr schnell anpassen. Ein iPhone ist für mich heute kein Status Symbol mehr.  Es ist eher für Menschen geeignet, die ein geschlossenes einfaches System bevorzugen. Vielleicht auch für etwas ältere Menschen. Die Jüngeren können genauso moderne innovative Systeme verwenden. Ich hatte eine Reportage über chinesische Städte gesehen. Die Entwicklung in Technik usw. ist extrem. In ein paar Jahren könnte das iPhone zum Seniorentelefon mutieren.

  40. AvatarAngmar

    @ Thorsten

    Es gibt keine sichere Anlage als eine AAA Staatsanleihe mit kurzer Laufzeit in deiner Währung.

     

    Es gibt eine Studie aus den USA, dass Staatsanleihen besser abgeschnitten haben ,als die meisten Aktien. Es sind immer nur relativ wenige Aktien, die den Index nach oben ziehen. Diese langfristig zu finden ist unmöglich. Mit einem ETF hast du die Probleme nicht, da diese Aktien automatisch den größten Teil des Index ausmachen.

     

    Hier die Studie!
    Do Global Stocks Outperform US Treasury Bills?
    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3415739

     

     

  41. AvatarNico Meier

    @angmar

    Gut Angmar du verdienst dein Gehalt in Euro welche Staatsanleihe kaufst du morgen und wie hoch ist deren Rendite?

  42. AvatarThorsten

    @Angmar kurzlaufend o.k. Aber 2049 ist nicht kurzlaufend. Ist da die Inflation mit drin ? 983 Euro sind dann nach heutiger Kaufkraft vielleicht noch 400 bis 500 Euro. Alle 20 Jahre halbiert sich der Wert der Währung.

  43. AvatarDaniel (Frankfurt)

    „Ein fettes Depot sorgt für inneren Frieden“

    Ich bezweifele, dass es hier einen kausalen Zusammenhang gibt. Ein fettes Depot kann Mittel zum Zweck sein, insofern für die jeweilige Person das finanzielle Polster erreicht ist, das zur Ruhe ausreicht. Für den einen sind das bereits 200.000 Euro für den anderen mindestens 2.000.000 Euro etc. Der Grenznutzen von Geld und materiellen Dingen ist ja ausreichend erforscht.

    Hier gabs doch vor kurzem sogar mal einen Leserbrief von jemanden, der zwar ein dickes Depot hatte, aber mit seinem Leben total unzufrieden war. Kam zumindest so rüber.

    @Ex-Studentin

    Wieso naiv? Arbeit sollte zumindest nicht unglücklich machen. Wenn schon die Tätigkeit selbst nicht die innere Erfüllung bringt, dann sollte zumindest das Umfeld (nette Menschen etc.) und/oder die Rahmenbedingungen (Freiheitsgrade, Home Office, Weg zur Arbeit etc.) passen.

    @Sparen bis der Arzt kommt

    Sowohl meine Frau als auch ich haben anspruchsvolle und gut bezahlte Jobs. Gestern Abend hatten wir mal wieder Zeit für uns, weil die Tochter auf Reiterferien ist:-) Wir waren bei uns hier in Frankfurt schön essen und anschließend in einer der schönen Bars mit Dachterasse und Skyline-/Taunusblick. Sowas macht bringt auch inneren Frieden.

    Schönen Sonntag!

  44. Avatarghost

    Ist das nicht so, wenn man sich im Leben wertlos ohne einen Beruf fühlt dann hat man doch definitiv extreme Probleme….mit seinem Leben? Ohne beleidigend klingen zu wollen….

     

    Ein Beruf kann Spass machen und dann ist es ja was tolles……aber sich durch einen Beruf wertlos zu fühlen….das ist sehr schwach…..

     

     

    Mfg

  45. KievKiev

    @ Daniel

    Es gibt einen Grenznutzen von Geld. Bei einem Einkommen liegt er nach schneller Recherche bei Google bei 80-100k. Nehmen wir 80k, so erhalten wir als Einzelperson 44k Netto. Man könnte jetzt auch ausrechnen wie viel Vermögen man dafür benötigt. Hier ist aber die Frage, ob bei passiven Einnahmen in der Höhe der Grenznutzen nicht schon früher erreicht ist. Man braucht schließlich nicht sparen und Geld investieren, wenn schon genügend vorhanden ist.

    Eine geringere Summe wie 500€ oder 1000€ finde ich bereits sehr gut. Es ist doch schön wenn man sich frei Gedanken machen kann wie viel man arbeiten möchte.

    Ich werde mit der Familie durch die USA reisen. Das kostet vermutlich mehr als 5000€. Dieses einmalige Erlebnis ist es mir wert, dafür entsprechend zu arbeiten. Dein einmaliger Besuch in dem Restaurant hat Euer Vermögen vermutlich nicht nennenswert beeinflusst. Es ist eher die Frage, ob Ihr so etwas nicht öfter erleben wollt. Hierfür braucht Ihr primär freie Zeit.

    Ich freue mich schon auf meine Teilzeit in ca. 3 Jahren. Ich werde berichten welchen Einfluss es auf den Alltag hat.

  46. KievKiev

    @ Keine Zeit vs. Prioritäten

    Wir alle sagen manchmal Ereignisse ab, weil wir keine Zeit haben. Warum haben wir keine Zeit? Manche Absagen bereuen wir wirklich. Allerdings hat man z.B. mit Familie auch andere Prioritäten. Ich möchte als Beispiel viel Zeit mit der Familie verbringen. Zeitaufwendige Hobbies stehen hier im Konflikt zu der Zeit mit der Familie. Es muss schließlich noch Zeit gegen Geld getauscht werden und mindestens 6h am Tag geschlafen werden. Ich bereue manche Absagen. Es liegt nicht am Geld das das Ereignis eventuell kostet. Es fehlt einfach ein freier Zeit. Ich möchte mit Schulfreunden Mal eine Hüttenwanderung machen. Allerdings möchte ich dafür nicht kostbare Urlaubstage mit der Familie verschwenden. In drei Jahren habe ich für mich genug an Sicherheit und nehme mir die Zeit, indem ich weniger Zeit gegen Geld tausche. Der Grundstein für den Zinseszins ist längst gesetzt.

  47. AvatarAndreas

    @Kiev und M

    Vielen Dank für eure Antworten. In der Branche bin ich bisher nur in Equinor investiert, habe ich aber bestimmt schon 15 Jahre oder mehr.

    Also beim entsprechenden Preis wäre Shell sicherlich interessant, so als stabile Beimischung im Depot. Bei welchem Kurs haltet ihr RDS für kaufenswert? 25 Euro?

     

    Alternativen in dem Bereich ist schwer zu sagen Kiev, im Energiesektor nicht. Da habe ich eben nur Equinor, auch stabil über viele Jahre und gute Dividende. Da ich aber „erst“ 36 Jahre alt bin, sind mir Unternehmen, die noch gute Wachstumsperspektiven haben, gerne eine jährlich deutlicher steigende Dividende zahlen, sympathischer. Aber ich mische schon auch die ganz großen Dickschiffe bei;-)

    Insofern sollte ich mir Shell noch mal genauer angucken, hab nicht so auf dem Schirm, wie und wo die sich auch abseits von Öl neu positionieren für die Zukunft.

  48. AvatarEx-Studentin

    @Daniel

    Naiv deswegen, weil ich meinem Arbeitgeber nun 6 Jahre „treu“ war, sich gehaltstechnisch aber relativ getan hat.  Ich schaue mich nun um und merke, dass dass ich recht hohe Ansprüche habe: Nette Chefs, nette Kollegen, offene Kommunikation im Unternehmen, eigenständiges Arbeiten, überschaubare Reisetätigkeiten. Spaß an der Arbeit verleitet dazu, viele Kompromisse beim Gehalt zu machen. Deswegen steht auf meiner Liste auch: Einen Arbeitgeber finden, der es nicht ausnutzt, dass mir Geld nicht so wichtig ist.

  49. AvatarManniB

    @RDS ist meine größte Aktien Einzelposition (Etfs sind aber deutlich höher gewichtet)

    Sehe im Moment keinen Grund RDS zu verkaufen. Die Gewinne sind da und es wird in die Zukunft investiert.

    Meine nächstgrößere Position ist United Utilitys. Den Wasser ist Überlebensnotwendig und die Dividendenrendite ist ebenfalls gut.

     

    Mal ne Frage: Hab den Ishares Stoxx Global Select Dividend 100.

    Würde es Sinn machen zusätzlich in Asia/Pacific Select Dividend 30 und den Europe Select Dividend 30 zu investieren obwohl die im Global Select Dividend 100 schon drin sind ? Den einzeln schütten die Etfs jeweils circa 1% mehr Dividende aus als im Global Select Dividend.

     

    Grüße

    ManniB

  50. Avatar-M

    Andreas

     

    habe shell bei ca. 21€ bewertet

    (vlt sollte ich aber dazuschreiben, dass ich des öfteren hier aus „der Reihe tanze“, da ich relativ tief bewerte)  🙂

    Du hast auch eine gute Größenordnung genannt und FuG war’s meine ich hat jetzt auch nicht all zu teuer zugeschlagen.

    (Ich möchte es einfach vermeiden zu teuer zu kaufen und nehme gut Abschläge um Fehler bei der Bewertung zu korrigieren)

     

    -M

  51. AvatarAngmar

    @ Nico Meier

     

    Ich kaufe keine Anleihen, da ich noch relativ jung bin und eine 100 % Aktienquote haben kann.

    Nicht falsch verstehen, ich plädiere nicht für Staatsanleihen. Hier ging es bloß um sichere Anlagen. Mir war auch nicht bewusst, dass Staatsanleihen besser abschneiden als die meisten Aktien.( o.g. Studie)

     

    Ich bespare bespare meinen MSCI World  Momentum ETF (Buy and Hold)

    Gleichzeitig Short Mdax , weil ich mehr Risiken wie Chancen sehe. Wenns es evtl bald knallen sollte, nehme ich die Short Gewinne mit und steck alles in den Momentum ETF.  Aber vielleicht irre ich mich auch.  Wer weiß….

     

    @ Ex Studentin

    Ich bin dieses WE in Stuttgart und es ist schon krass, was in der Autoindustrie und im Maschinenbau zur Zeit abgeht. Lassen wir uns überraschen, ob es so weiter geht. Vor allem welche Auswirkungen es auf den hiesigen Immo Markt hat. Und die Banken, die eh schon leiden.

     

    Gruß

     

  52. AvatarAndreas

    @-M

    21 Euro, nicht schlecht. Müsste ich abwarten, ob es jetzt noch mal in die Richtung geht. Dann wäre es natürlich sehr interessant. Aber eine erste Position könnte man ja auch etwas höher kaufen.

     

    Und es zu vermeiden zu teuer zu kaufen, ist ja absolut sinnvoll. Da muss ich mich manchmal noch etwas mehr in Geduld üben. Es gibt einige Unternehmen, die ich definitiv noch gerne haben will. Aber da warte ich noch auf günstigere Kurse. Insofern, gerne eine größere Korrektur demnächst;-)

  53. AvatarEx-Studentin

    @Angmar

    Ja, in Stuttgart ist es gerade sehr krass. Gefühlt ist das erst der Anfang. Die erste Krise, die ich bewusst miterlebe. Für viele ist Kurzarbeit schon ein Problem. Für mich ist es gerade ein angenehmes Durchschnaufen, da ich keine Überstunden machen darf (obwohl ich genug zu tun habe).

  54. AvatarNico Meier

    Ich hab Shell A schonmal bei 24€ gekauft und verkauft bei 29€.

    Würde bei 24€ wieder einsteigen weil es eine solide Firma mit hoher Dividenderendite ist.

  55. AvatarHaftiAbi

    @Andreas: Shell ist auch meine größte Position und doppelt so groß wie mein augenblicklicher Maximaleinstandswert für eine Einzelposition. Für mich hat Shell unter den Öl Multis das interessanteste Produktportfolio. Ich habe leider keine Quelle zur Hand, aber RDS ist in Europa z.B. auch der größte Waldbesitzer (hoffen wir, dass das Rot-Grüne P*** nicht mitliest 😉 )

    Ich sehe mein Depot wie eine Fußballmannschaft und jedes Team braucht Arbeiter, die genau das tuen, was sie sollen und frei von Überraschungen und Launen sind. Bei mir nehmen diese Positionen in meinem Depot RDS, Altria und AT&T ein.

    Die drei sind für mich Festgeldersatz und tragen wesentlich zum Aufbau des Depot bei.

    ich bin zwar „erst“ 32, dennoch nehmen Wachstumswerte in meinem Depot keinen hohen Anteil ein. Bis ein Wachstumswert eine Dividendenrendite auf dem Niveau von RDS erzielt, können gut und gerne 2 Jahrzehnte vergehen und bis dahin kann bekanntlich viel passieren. Irgendwelche Kurssteigerungen interessieren mich nicht, da für mich nur der CF zählt und meine Depots mal vererbt werden sollen, sofern es sich nicht der Staat einverleibt.

     

     

  56. AvatarAngmar

    @ Ex Studentin
    Das wäre auch meine erste Krise, wenn sie denn kommt.  Ich hoffe du arbeitest nicht in einem zyklischen Job. Auf jedenfall wird uns der Staat noch mehr melken.  🙂

    Ich versuche einfach jeden Monat weiter zu sparen . Irgendwann ist wieder alles Gut haha

  57. AvatarWolfgang

    @ Andreas

    RDS ist auch in meinen Augen ein gutes Investment. Die letzten zwei Jahre bewegen sich die Anteilsscheine für mich in der Bandbreite zwischen 25 € und 29 € wo ich agiere. Einen Teil behalte ich, der andere Teil wird verkauft und somit der Einstandskurs gedrückt. Dividende gibt es oben drauf in dieser Zeit.

    Die Transaktionen halten sich hierbei somit in Grenzen.

    RDS gehört zu den Aktien für mich, wegen den schwachen Wachstumsmöglichkeiten und der dennoch attraktiven Dividende, die seit 1945 nie gekürzt wurde, zu einem Basisinvestment der das Depot mit stabilisiert. Das Bewertungsniveau finde ich gut und mag auch solche Langweiler im Depot.

    Gruß

    Wolfgang

  58. AvatarThomas

    @Angmar:

    Wieso was ist denn in Stuttgart los? Kann mir nicht vorstellen, dass sich die Stadt in der letzten Zeit stark verändert hat.

    Fürchte aber auch, dass die Automobilindustrie den Anschluss verloren hat. Das wäre wirklich bitter. Ich selbst komme aus einem Bergbaugebiet und habe da den Niedergang miterlebt. Hoffe aber dennoch, dass es nicht so schlimm kommt.

    Gruss, Thomas

     

  59. AvatarEx-Studentin

    @Angmar

    Ich arbeite leider im Anlagenbau (Automobilindustrie). Aber zum Glück nicht im Verbrenner-Bereich. Ich sehe die Insolvenz von z.B. Eisenmann oder die Werksschließung von MAHLE erst mal relativ nüchtern. Viele Jobs wandern ins Ausland, die Firmen werden „schlanker“. Es wird viele Ältere treffen und Berufseinsteiger werden schwieriger einen Job finden, weil Stellen nicht neu besetzt werden. Schwieriger wirds für „einfache“ Arbeiter mit geringer Qualifikation und Leute mit nicht mehr gefragter Spezialisierung. Der Staat wird für Kurzarbeit, Arbeitslosengeld und Umschulungen bald sicherlich tief in die Tasche greifen müssen.

  60. AvatarAngmar

    @Thomas

    Daimler macht Verluste (letztes Quartal)

    In Sindelfingen hat eine Firma mit 3000 Arbeitern Insolvenz angemeldet.  (Zulieferer Autoindustrie )

    Mahle baut Stellen ab

     

    In Göppingen streicht ein Maschinenbauer 500 Stellen

    Basf streicht glaube 6000 Stellen

    Deutsche Bank 18000 Stellen

    Nicht alle in Stuttgart aber es muss doch langsam mal jeder sehen was los ist.

    Die Konjunktur trübt sich ein.

    Panik nein…..Cash ja:)

     

    Gruß

     

     

     

  61. AvatarAndrea

    Andreas:

    Die Royal Dutch Shell Aktien habe ich Anfang 2016 zu 18,.. Eur gekauft. Dadurch habe ich schon eine hohe persönliche Dividendenrate, die mir auch ohne Kurssteigerungen schon genügen würde, und die Kursgewinne kommen noch dazu. Damit gehört Shell im Moment zu meinen besten Investments. Ich würde bei niedrigen Kursen weitere Aktien kaufen.

    Die Firma versucht sich auch sehr, auf die Zukunft einzustellen, sie haben einen Anbieter von Ladesäulen für Elektroautos gekauft und vor einiger Zeit las ich, sie wollen der größte Anbieter von Ökostrom/Solarstrom o.ä. werden. Es hört sich für mich gut an.

  62. AvatarThomas

    @Angmar:

    Meine Befürchtung ist, dass es nicht nur ein konjunkturelles Problem ist, sondern dass der Automobilindustrie ein Niedergang ähnlich dem Bergbau bevorsteht.

    Man muss bedenken, dass die Automobilindustrie die letzte Industrie ist, in der Deutschland noch Weltspitze ist bzw. war. Nicht zu vergessen die Zulieferindustrie und der Maschinenbau, die eng mit der Automobilindustrie verknüpft sind.

    Hoffen wir, dass es nicht so schlimm kommt.

    Gruss Thomas

     

  63. AvatarWolke

    Ein fettes Depot läßt ruhig schlafen? Woraus besteht denn das fette Depot? Aus ETF,s und Einzelaktien? Da wird der Schlaf aber bald sehr unruhig werden. Die nächsten zehn Jahre wird es mit ETF,s keine Gewinne mehr geben, wahrscheinlich herbe Verluste, da ist ja schon beinahe Konsens.

    Aktien in diesen Zeiten als alternativlos zu bezeichnen, ist grob fahrlässig. Wenns richtig runtergeht, werden auffallend viele rosarote Brille Blogs plötzlich verschwinden. Wir befinden uns in extrem gefährlichen Zeiten, da kann man doch nicht alles in eine Assetklasse stecken. Richtig streuen und Cash zum später billig einkaufen muß man jetzt aufbauen, nicht auf dem fetten Depot alles verschlafen. Warren Buffett schläft nie ruhig auf einem fetten Depot.

  64. AvatarRüdiger

    Die nächsten zehn Jahre wird es mit ETF,s keine Gewinne mehr geben, wahrscheinlich herbe Verluste, da ist ja schon beinahe Konsens.

    Wir befinden uns in extrem gefährlichen Zeiten, da kann man doch nicht alles in eine Assetklasse stecken.

    Interessant … Wie sieht denn deine (empfohlene) Depot-Aufteilung für die nächsten 10 Jahre aus?

  65. AvatarWolke

    @Rüdiger

    “Man soll sein Vermögen stets in drei Teile teilen: Ein Drittel Land, ein Drittel Handelswaren und ein Drittel bar zur Hand.” (Babylonischer Talmud).

  66. AvatarHaftiAbi

    @Autoindustrie:

    Der Niedergang der Autoindustrie in Deutschland ist in meinen Augen von weiten Teilen der Politik, Medien und der Bevölkerung gewollt. Anders lassen sich die Diskussionen in der Öffentlichkeit gar nicht anders Verstehen.

    In Stuttgart wird man sicherlich froh über die autofreie Innenstadt sein, leidet man doch so stark am Feinstaub und wählt fleißig grün. 🙂

    Es ist schon erstaunlich, wie ein Land, das weder Bodenschätze noch nennenswerten Tourismus hat, seine einzige Schlüsselindustrie so zerstören möchte und weiterhin zerstört.

    Früher gab es auch mal so etwas wie know how, aber durch das verweichlichen des Bildungssystems, hat sich das inzwischen auch erledigt. 🙂

    Vielleicht können wir unsere übertrieben Moralvorstellung, die in der Öffentlichkeit zur Zeit vorherrscht, zukünftig exportieren. USA, China und Russland können von uns Guten Deutschen lernen.

  67. AvatarAndrea

    Wolke, und woher weißt du, wie Tim und seine Leser ihr Vermögen aufgeteilt haben??? Schon erstaunlich, deine Kommentare.

  68. AvatarWolke

    @Andrea

    Man spricht hier von einer einzigen Geldanlage: Aktien, nichts anderes. Das ist dumm und gefährlich.

  69. AvatarAndrea

    Wolke, ja, aber selbst Tim hat zwei Immobilien. Ich glaube, niemand wäre so dumm, sein komplettes Vermögen nur in Aktien anzulegen. Soweit ich das beurteilen kann, haben die meisten der Leser hier auch Immobilien, bei einigen weiß ich es: Fit und Gesund, Claus, Thorsten, Albr, Bruno, Nico Meier, June, ich …

    Letztendlich ist doch jeder für sein Geld selbst verantwortlich, und ich glaube kaum, dass sich jemand aufgrund eines Artikels hier hinreißen lässt, alles in Aktien anzulegen. Aber ja, Tim sollte vielleicht über jeden Artikel einen Disclaimer setzen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, für den Fall, dass es einen solchen Volltrottel gibt. Wenn es das ist, was du sagen möchtest, hast du Recht.

     

  70. AvatarPathologe

    Hallo liebe Leute,

    der Zyniker in mir denkt, wenn die Entwicklung in Stuttgart wirklich auf das Land übertrag ist. Sollten sich dann nicht die Probleme der Poltik mit der Entwicklung der Miet- und Immobilienpreisen von allein erledigen? Vielleicht kann sich die Politik ja dann wieder anderen Problemen widmen?

    Evtl. kommt aber auch alles nicht so schlimm, heute konnte man lesen das VW weltweit auf Platz 10. bei den Forschungsausgaben liegt. BTW kürzen alle Autobauer weltweit Stellen ab, vielleicht sind ja die Deutschen nicht abgehängt, sondern es geht einfach der Autoindustrie weltweit schlecht?

    Eure Meinungen?

    Grüße,

    CK

  71. AvatarChrissie

    @HaftiAbi

    Sehe ich auch so. Und das verbliebene KnowHow verkauft man an die Chinesen, damit der Abstieg noch etwas schneller geht.

  72. AvatarRollingStone

    @HaftiAbi

    So ist es. Wen es bei den Gutmenschen endlich ankommt (im eigenen Geldbeutel) werden sie es zwar endlich verstehen, aber dann ist’s zu spät. Und manche werden sich die Augen reiben, wenn dann auch ihr Depot (bestenfalls, wenn nicht komplett enteignet) Federn lässt. Das sind dann evtl. (wie manche hier) die Gleichen, die Enteignung von Mietwohnungen noch ganz toll finden. Und manche freuen sich gleichzeitig noch über ihre eigene Realität, wo Multikukti so wunderbar ist, weil am Samstag im Park beim Grillen hat man ja nichts negatives feststellen können. Wie hier mal der „gute Verwalter“ so treffend schrieb (sinngemäß): Wenn einen die Realität einholt, kann man sie nicht mehr verleugnen.

    @Studentin und Stuttgart und Autokrise

    Ich hoffe, es trifft Euch nicht zu hart, aber denkt bitte daran, wer u. a. Daimler vor einiger Zeit den Wunsch nach besserer Infrastruktur untersagt hat und im Ländle so gerne gewählt wurde. Gerade bei Euch! Man sägt sich den eigenen Ast ab und freut sich, wie man die Umwelt rettet. Geschieht so Manchem dort eben recht.

    Trotzdem: Schaut Euch doch bitte mal Porsche und Mercedes an, was die für Autos raushauen, im Gegensatz zu den übelst hässlichen anderen Karren. Design zählt, auch wenn hier manche grasgrüne Autos kaufen und mit gutem (teurem Design) nichts anfangen können. Relativ gutes Netzwerk am Werkstätten ist gegeben und bleibt. Die alten Autos verschwinden nicht einfach und müssen gewartet werden. Neue Technologien wurden meist von deutschen Autobauern entwickelt und sind trotzdem in jedem anderen verfügbar. Nicht nur Elektro zählt. Ich glaube noch (!!) an unsere Ingenieure, die dem tolerierten Ausverkauf der Politik trotzen. Aber in xx Jahren ist hier das Licht aus, und mit ihm auch das Gutmenschentum (Hallo Rüdi).

    Gute Nacht!

    Gute Nacht.

  73. AvatarEx-Studentin

    @Pathologe & RollingStone

    Ich weiß nicht, wie es um andere Autobauer steht. Wie auch bei den Handys gibt es seitens Asien günstige Marken. Die Chinesen kaufen immer weniger deutsche Autos.

    Die Automobilindustrie wird nicht aussterben, es werden stattdessen Produktionen ins Ausland verlagert. Daimler hat da schon lange das Problem der Beschäftigungsgarantie: Obwohl man Prozesse schlanker gestalten könnte, darf kein teurer deutscher Mitarbeiter entlassen werden.

    Dass die Chinesen vieles aufkaufen, davon gehe ich auch aus.

  74. AvatarOliver

    @HaftiAbi: Es ist schon erstaunlich, wie ein Land, das weder Bodenschätze noch nennenswerten Tourismus hat, seine einzige Schlüsselindustrie so zerstören möchte und weiterhin zerstört.

    Wo siehst Du denn diesen Willen, dass man hierzulande die Automobilindustrie zerstören möchte? Bei den Leitmedien wäre mir das noch nicht aufgefallen. Nachdem VW und Co. im großen Stile einen massiven Betrug am Kunden und damit auch dem deutschen Bürger in Milliardenhöhe begangen hat, habe ich zumindest noch nicht gesehen/ gelesen, wo die Medien oder gar die Politik ernsthafte Strafen oder gar Entschädigungen gefordert haben.

    Man prügelt lieber auf die deutsche Umwelthilfe ein, die die Einhaltung von Grenzwerten einklagt.

     

    Ich sehe es genau anders herum: die Automobilindustrie wird extrem protegiert! Sowohl von den Medien als auch der Politik. Sieht man recht deutlich an der Eisenbahnpolitik in Deutschland. Wer die kaputt spart, fördert damit indirekt die Straße. Könnte wohl daran liegen, dass die meisten der letzten Bahnvorstände aus dem Automobilbereich kamen. 😉

     

    @Ex-Studentin: Die Automobilindustrie wird nicht aussterben, es werden stattdessen Produktionen ins Ausland verlagert. Daimler hat da schon lange das Problem der Beschäftigungsgarantie: Obwohl man Prozesse schlanker gestalten könnte, darf kein teurer deutscher Mitarbeiter entlassen werden.

    Und es doch auch richtig, dass das Daimlers Problem als Arbeitgeber ist. Alles andere würde bedeuten, das unternehmerische Risiko auf die Mitarbeiter zu verlagern.
    Was verstehst Du denn bitte unter „Prozesse schlanker gestalten“? Doch wohl nicht, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen, oder? Würde ich dann eher „Lohndumping“ nennen.

    Muss man das einsehen? Die haben jahrelang Milliarden an Euros gescheffelt und beim Anflug einer Saure-Gurken-Zeit gibt’s gleich Kurzarbeit, Entlassungen, etc.. Aber „Prozesse schlanker gestalten“ klingt durchaus besser, gebe ich zu. 😉

     

    Grundsätzlich sehe ich die Automobilindustrie auf einem absteigendem Ast. Der Verbrenner wird aussterben und die Batterie wird nicht die Lösung sein. Kann noch 5 Jahre dauern oder 10.

    Ohne Investitionen in Infrastruktur, Forschung und vor allem Bildung, wird Deutschland in den nächsten Jahrzehnten einen schleichenden Niedergang erleben.

  75. AvatarOliver

    @HaftiAbi: In Stuttgart wird man sicherlich froh über die autofreie Innenstadt sein, leidet man doch so stark am Feinstaub und wählt fleißig grün.

    Klingt irgendwie zynisch. Glaubst Du nicht an ein Feinstaubproblem dort, oder meinst Du, das Problem wird überschätzt? Mit Glauben hat das jedenfalls schon lange nichts mehr zu tun.

     

    Aber abgesehen davon, darf man getrost davon ausgehen, dass die Grünen und allen voran Herr Kretschmann, sicher nicht in Aktionismus verfallen werden. Man man man, wann werden die Leute begreifen, dass die Grünen für die Umwelt fast genauso wenig tun wie CDU, SPD und der ganze Rest. Baden-Württemberg und S21 sind hierfür das beste Beispiel. Wasser predigen und Wein saufen…

    Wer Beispiele kennt, wo die Grünen eine herausragende Position in Sachen Umweltschutz vertreten oder gar mal was für selbigen getan haben, der möge mich darauf hinweisen.

  76. AvatarEx-Studentin

    @Oliver

    Ich meine damit, dass die Prozesse noch sehr viel händisch ablaufen, obwohl man einiges automatisieren könnte. Bei der Entwicklung von Produktionsanlagen werden mehr Werker eingeplant als noch vor 5 Jahren. Es gibt Mitarbeiter, die so viel verdienen wie ein Teamleiter, obwohl ihr Aufgabengebiet entfallen ist umd deswegen „irgendwie“ beschäftigt werden. Aus Arbeitnehmersicht habe ich damit kein Problem, man ist bei Daimler quasi so unkündbar wie Beamte. Aber das alles muss finanziert werden, meist auf Kosten von Zulieferern. Dementsprechend mache ich mir um Daimler und Co. keine Sorgen, eher um die abhängigen Firmen.

  77. AvatarOliver

    @Ex-Studentin: Bei der Entwicklung von Produktionsanlagen werden mehr Werker eingeplant als noch vor 5 Jahren.

    Willst Du sagen, dass man einige Prozesse bei Daimler deshalb nicht automatisiert, weil man die Leute sonst nicht beschäftigen (im Sinne von: was zu tun haben) kann?

    Nicht, dass ich es besser wüsste…. habe null Ahnung von Produktionsanlagen.

    Aber Du musst zugeben, dass das bei einem weltweit operierenden Konzern nicht allzu nachvollziehbar klingt, oder?

     

  78. AvatarEx-Studentin

    @Oliver

    In manchen Bereichen fallen Werker weg, diese müssen aber weiter beschäftigt werden. Aufgrund der Beschäftigungsgarantie dürfen wir nicht zu viel automatisieren bzw. sind tatsächlich einen Schritt zurück gegangen. Bauteile werden händisch eingelegt, Verschleißteile manuell gewechselt, Mängelteile manuell nachgearbeitet. Die Leute im Werk verdienen teilweise mehr als ich.

  79. AvatarSparta

    @Oliver

    „Willst Du sagen, dass man einige Prozesse bei Daimler deshalb nicht automatisiert, weil man die Leute sonst nicht beschäftigen (im Sinne von: was zu tun haben) kann?“

    Dass ist in China der übliche Gang. Wir haben 130 eigentlich vollautomatische Maschinen umgerüstet / gebaut damit der chinesische Arbeiter händisch den Zylinderkopf / Block an den Anschlag schieben kann und noch nen Knopf drucken musste, damit diese vom Band in die Maschine geladen werden. GM-Shanghai.

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