Die Wahrheit über das Geld: Wie du vermögend wirst und wie nicht


New York, 10. November 2018

Im Museum des Friedensnobelpreises in Oslo wird der sinnlose Konsum hinterfragt. Ich war von der Ausstellung begeistert.


Ich bin der Typ, der überall versucht zu sparen. Jeder zusätzliche Euro wandert ins Depot. Ich quäle mich nicht mit jedem Euro herum, aber es muss die Richtung stimmen.

Ronald Read lebte im Bundesstaat Vermont ein bescheidenes Leben. Er diente der US-Armee im Zweiten Weltkrieg. Als der Soldat von seinem Kriegseinsatz in Nordafrika, Italien und im Pazifik in die Heimat zurückkehrte, arbeitete er an einer Tankstelle. Später als Hausmeister beim Kaufhaus J.C. Penney. Als er im Juni 2014 im Alter von 92 Jahren starb, hinterließ er ein Vermögen von acht Millionen Dollar. Fast sein gesamtes Aktiendepot ging an die örtliche Bibliothek und ein Krankenhaus. Wie war dieser Reichtum möglich? Read war ein bodenständiger Mensch. Er las täglich das „Wall Street Journal“. Er investierte in solide Aktien und ließ den Zinseszins für sich arbeiten.

Jetzt vergleiche das mit Boris Becker. Auf dem Tennisplatz war Boris „Bobbele“ Becker weltklasse. Er gewann mehrmals Wimbledon. Er lebte stets auf großem Fuss. Teures Haus in London, mit dem Privatjet in den Urlaub, massenweise Luxuskarossen. Villa auf Mallorca. Jede Menge Partys. All das addierte sich zu hohen Schulden auf. Sein spanisches Domizil ging in die Zwangsversteigerung. Seine Ehe ging in die Brüche. Seine Pleite hat ihn am Boden zerstört – wie es scheint.

Was lernst du daraus? Ronald Read hat nicht studiert. Er hat nicht wie Boris Becker Millionen verdient. Trotzdem wurde er zum achtfachen Millionär. Es zeigt, dass es beim Wohlstandsaufbau auf dein Verhalten ankommt. Es kommt darauf an, wie du dich benimmst.

Ronald Read hätte sich nie ein Protzauto zugelegt. Das wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Leute wie Becker wollen anderen signalisieren, dass sie gemocht und bewundert werden wollen. Jonny Depp verdiente in Hollywood enorm viel Geld. Er gab es aber schneller aus, als es reinkam. Für einen Privatjet, Burgen, Inselkette auf den Bahamas, mehrere Villen in Hollywood, diverse Penthäuser in Los Angeles und eine Pferderanch in Kentucky. Er kämpft sich durch die Geldnot.

Ich bin der Meinung: Demut, Intelligenz und Fürsorge neigen dazu, eher Respekt zu erzeugen als schnelle Autos oder teure Villen.

Was noch Ronald Read von Becker und Johny Depp unterscheidet: Er zog seinen Plan durch. Er investierte stetig und machte mit seinem kleinen Gehalt „Buy and Hold“.

Die Kunst besteht darin, einen Erfolgsweg fortzusetzen. Hast du einen ETF-Sparplan laufen, dann lass ihn laufen. Es wird sich auszahlen. Hast du ein solides Aktiendepot zusammengestellt, dann lass es laufen. Wenn du deinen Geldplan unterbrichst, geht es schief. Dann kann der Zinseszins nicht wirken.

Klar ist es schwer für Menschen Pläne durchzuziehen. Karrieren ändern sich. Ausgaben gehen rauf. Die Wünsche werden größer. Die Ansprüche steigen. Ein Grund, warum Menschen wie Warren Buffett, Grace Groner oder Ronald Read so erfolgreich sind, liegt daran, dass sie jahrzehntelang dasselbe gemacht haben. Aber viele von uns wollen nicht über Jahrzehnte das gleiche machen. Wer aber ständig die Gelddinge umwirft, wird nicht im vollen Umfang vom Zinseszins profitieren. 40 Jahre ein Depot laufen zu lassen, ist besser als nur 4 Jahre.

Die Masse liebt den Pessimismus. Gerade wenn es um Aktien geht, erinnern Menschen gerne an die Gefahr, alles zu verlieren. Dabei sind Aktien eine herrliche langfristige Anlage. Es wird so gerne das Wort „Crash“ oder „Katastrophe“ benutzt – selbst von Profis. Die Menschen haben daher Angst. In Krisen haben sie so sehr Angst, dass sie ihre Wertpapiere panikartig abstoßen. Die Anleger verstehen einfach nicht, dass es wieder nach oben geht. Sie verstehen nicht, wie wichtig es ist durchzuhalten. Sie unterschätzen den Zinseszins.

So sieht der Crash von 1987 im Langfristchart aus. Man sieht ihn kaum:

Und was Leute wie Becker, Depp oder Nicolas Cage offenbar nicht verstehen: Reichtum sieht man eigentlich nicht. Es sind die Autos, die nicht gekauft wurden. Es sind die Sterne-Restaurants, die nicht besucht wurden. Es sind die Ferienhäuser, die nicht gekauft wurden. Die Diamanten, die beim Juwelier blieben. Die verschobenen Renovierungen, die nicht gekaufte Kleidung und die teuren Upgrades (Hotel, Flug, Handy…), die abgelehnt wurden.

Reichtum sind Vermögenswerte im Depot, Anteile an Produktivkapital.

Johnny Depp fliegt gerne im Privatjet. Er erscheint in der Öffentlichkeit manchmal wild. Es sieht so aus, als ob er alkoholisiert ist oder Drogen nimmt.

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Fazit: Du hast eine hohe Sparquote. Und du ziehst das ETF-Aktien-Sparen lange genug durch. Irgendwann hast du ein üppiges Vermögen. Wichtig ist immer mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben und nicht durchzudrehen. Ich finde von Menschen wie Ronald Read können wir alle lernen. Er ist in gewisser Weise ein Vorbild für mich. Diese Grafik fasst den Wohlstandsaufbau und -abbau gut zusammen:

Warum die Reichen immer reicher werden.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Wahrheit über das Geld: Wie du vermögend wirst und wie nicht

  1. Fit und Gesund

    lieber Tim,

    das ist nun ein Artikel ganz nach meinem Geschmack, da finde ich mich eher wieder als bei dem Artikel auf die Verzehnfacher, *zwinker*, das ist nämlich auch für mich machbar, jeden Monat Geld sparen, anlegen, Erträge zur Sparrate dazupacken und zugucken wie es wächst (oder auch fällt… hi hi…)

    So machen es hier  Einige und das eben glaubhaft, (Claus, Freelancer Sebastian etc.) und erfolgreich,  Jason Fieber hat in einem seiner letzten Artikel beschrieben dass er von jetzt ab auch zum Buy and Holder wird, aber er hat glaub nie sonderlich viel verkauft, auch der echte Buy and  Holder 2012 macht es ja so.

    In dieses System hab ich Vertrauen, es ist relativ einfach zu praktizieren, ob via ETF oder Einzelaktien, es braucht aber Geduld, schneller Reichtum geht so nicht.

    Wünsche Allen ein schönes WE, ich geh bald wieder neues Geld machen 🙂

     

  2. ThorstenThorsten

    Super Artikel…es ist doch eigentlich sehr einfach und die Ausdauer macht DEN Unterschied:

    1) Plan machen
    2) Investieren
    3) Dranbleiben und Punkt 2 wiederholen
    4) Nichts tun – besonders nicht in Kriesen aussteigen oder mit Punkt 2 und 3 aufhören
    5) Leben genießen – also das richtige, nicht die Proz-Autos, etc

    Schönes Wochenende allen Investoren 🙂

  3. Bruno

    Schöne Grafiken, besonders die sehr langfristigen Charts mag ich, die kurzfristigen schaue ich mir nie an. Ich bin seit 1993 im Markt, ich habe die Asienkrise inkl. LTCM Kollaps, das Platzen der dotcom + neuer Markt Blase, die grosse Finanzkrise 2008 hautnah miterlebt und insbesondere die jüngste Krise die Leute genau beobachtet, nicht nur die Masse auch Leute die investiert waren. Viele haben es nicht durchgezogen, sind ausgestiegen, zu spät oder gar nicht mehr eingestiegen, in die falschen Aktien, zu wenig Diversifikation, Zertifikate, Fonds, Derivate und anderen Mist gekauft, häufig auch ein hin und her. Die Leute neigen zur Aktivität, viel kaufen und verkaufen, aber es ist hinlänglich bekannt, hin und her macht Taschen leer (und Shopping ist keine Alternative es füllt zwar die Taschen aber leer das Portemonnaie). Habe auch viele Fehler gemacht, die einfachste Strategie sind tatsächlich ETF’s kaufen und liegen lassen.

    Aber es könnte auch eine Zeit kommen, wo wir mal 10 Jahre seitwärts oder runter gehen wie z.B. von 1969-1982, so eine lange Zeit durchzuhalten wird auch für hartgesottene Investoren nicht einfach sein, sie werden teilweise sich abwenden oder dann eben andere Sachen kaufen wie damals Gold oder ähnliches.

    Am Besten ist es wenn bereits die Eltern ihren Kindern die Strategie beibringen, so dass sie ein Leben lang in kleinen Häppchen investieren, so selbstverständlich wie das tägliche Zähneputzen.

  4. Wohnung mit Domblick

    Toller Artikel Tim, für sowas bin ich hier. Es hilft auf Kurs zu bleiben! Danke!

    Der Plan steht, jetzt einfach durchziehen. Dabei aber das Leben nicht vergessen. Ich habe gestern zufällig eine alte Bekannte getroffen, die ich schon Jahre nicht gesehen habe. Sie steckt jeden Cent in ihren Wohnungskredit und will nach 5 Jahren schuldenfrei sein. Ich finde das zu extrem, sie dreht jeden Cent um. Man konnte es ihr ansehen.

  5. Bruno

    @Wohnung mit Domblick

    Leben nicht vergessen finde ich sehr wichtig, man hat nur jeden einzelnen Augenblick. Aber Leben muss ja nicht zwingend heissen viel Geld auszugeben, wir waren heute Marroni sammeln und haben sie auf dem Grill gemacht. Ein Teil davon hat gerade vorhin eine feine Marroni-Joghurtcreme gegeben, die gäbe es auch in gleicher Qualität im Sternerestaurant für 15 € / Portion, aber ohne Erlebnis in der Natur. Auch die kleinen Dinge können „Leben“ bedeuten, es muss nicht unbedingt ein fetter Mercedes in der Garage sein oder ein Galadiner in der Stadt.

  6. Wohnung mit Domblick

    Natürlich nicht, Bruno. Von viel Geld ausgeben war nicht die Rede. Ich gebe da Geld aus wo ein dauerhafter Mehrwert dahinter steckt, wie eine durchgessessene Couch ersetzen, oder meine kleine Eigenbau-Sauna im Bad, die ich heute Abend nutze 🙂 Alles Dinge die mein Leben auf Dauer bereichern, aber nur einmal was kosten. Ein gewisses Budget sollte auch dafür eingeplant werden.

    Wo es hier Esskastanien zu sammeln gibt weiss ich auch 🙂 Und Walnüsse, Äpfel, Pflaumen…

  7. Kinah

    Danke Tim!!

    Wieder ein toller Artikel. Lese deinen Blog jetzt seit ca. 3 Jahren und werde Dank dir ständig reicher.

    Bin nur in 4 Unternehmen investiert mit denen ich mich wohl fühle und die ich monatlich bespare. Ist zwar kein 1000%er dabei, trotzdem gehts langsam und stetig bergauf.

     

     

     

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Du kannst den Verzehnfacher auch mit langweiligen Aktien erwischen. Es hat nur mit Ausdauer zu tun. lg

    @ Bruno

    Du bringst das immer super auf den Punkt.

    @ Kinah

    So ist es richtig. Langsam auf das Ziel zulaufen.

  9. KievKiev

    @ All Fitness

    Ich lese aktuell den Ernährungskompass und habe den Artikel von MMM sehr genossen.

    Da ich ein großes leeres Kellerabteil zur Verfügung habe würde ich gerne einen Fitness Raum anlegen. Ich habe glatten Betonboden und der Keller ist trocken.

    Ich möchte eine Olympia Langhantel unterbringen und mein Rennrad mit Rolle. Platz ist ausreichend vorhanden. Nach oben leider nicht, somit kann ich nichts für Klimmzüge einbauen.

    Ich möchte einen gummierten Boden installieren… Hat jemand schon einmal Epoxydharz für so etwas verwendet? Benötige ich bei so einem Boden gummierte Gewichte? Die Höhe ist 2m. Ich nehme gerne Vorschläge entgegen.

     

  10. andre

    irgendwie ist das bild mit bobbele und den anderen oben einfach nur witzig und cool. so pleite die leute auch sind, aber sie haben höheren kultfaktor als biedere sparer. wenigstes dafür hat sich das kohle rausschleudern gelohnt 😀 😀

  11. Handsome Bernie

    Eine Frage zu ETF und Steuern. Jährlich werden ja ETFs fiktiv verkauft und wieder ins Depot gebucht. Nehmen wir an ich habe jetzt 100k und investiere die einmalig in den MSCI World. Dieser crash bald gewaltig. Und erholt sich stätig. Es dauert aber 5 Jahre bis ich den heutigen Stand wieder erreiche. Kann es dann vorkommen, dass ich Kursgewinne durch das ein ausbuchen jährlich versteuern muss. Oder wird der erste Kursverlust durch den Crash in einen Verlusttopf auf Dauer mitgeführt? Oder habe ich allgemein was nicht verstanden.

     

    Bitte um Hilfe.

  12. A.

    Guter Artikel. Den Artikel mit den Einzelaktien vom 9.11.2018 fand ich aber besonders klasse.

    Naja, was soll ich zu dem Bild mit dem Auto sagen?! Einer unseren beiden Autos zickt und macht nur noch Stress 🙁 Ist total unzuverlässig geworden. Musste mich schon ein paar Mal abschleppen lassen. Heute nochmal 120 Euro bezahlt (neben anderen mehreren Hundert Euro dieses Jahr für diese Karre), aber nun hat er ne Macke die einfach nicht mehr weggeht. Jetzt fahr ich den nicht mehr und hoffe ihn loszuwerden.

    Seit Monaten wohlwissend, dass die Kiste es nicht mehr lange macht suche ich einen Gebrauchten Kombi der noch einen gewissen Komfort und Sicherheitsgefühl auf Autobahnen liefert, da ich auch längere Strecken fahre für Familienbesuche. Aber nichts ist: Die Karren ab zwischen 7000 und 9000 Euro haben trotzdem 160tkm und mehr drauf. Da bin ich aber wieder nach paar Monaten in der Werkstatt. Autos die zwischen 2000- 5000 Euro kosten brauch ich mehr schon gar nicht mehr anschauen.

    Das hat sich leider krass geändert in den letzten 10 Jahren. Damals habe ich für 5000 Euro Autos gefunden, die es heute für 8000 Euro und mehr gibt vom Zustand und Laufleistung her.

    Lösung ist, dass ich nun an einen wirklich (verhältnismäßigen) Leasing Wagen kommen werden (Er ist dann neu und dann wenigstens zuverlässig weil ich hab keinen Bock mit meiner 3 Jährigen in der Kälte zu stehen bis ein Abschlepper kommt). 1 Jahresvertrag mit Steuer und Versicherung.

    Werde trotzdem 5000 Euro am Ende des Jahres bezahlt haben bzw nach 1 Jahr. und nein, es ist kein Benz,BMW etc sondern ein Ford. Für 5000 gabs vor 10 Jahren noch ordentliche Gebrauchte. Kannst jetzt alles vergessen. Sparquote wird durch die festen Kosten aber runtergehen, aber andererseits kann ich besser planen.  Gefallen tut es mir trotzdem nicht und nur zähneknirschend.

    Hoffe in 1 Jahr ist dieser Dieselquatsch mit Fahrverboten und so auch klarer als jetzt.

     

  13. RalfRutke

    @Kiev

    Ich würde den Boden erst lassen. Es gibt dafür eigentlich extra „Matten“, die dafür da sind um unter Geräte zu liegen. Klapper doch Mal die lokalen Fitness Studios ab, die haben oft sowas noch rumliegen und verschenken diese oder gegen eine kleine Spende (nicht immer gleich an Geld denken)

    Bei 2m Höhe sind doch Klimmzüge kein Problem! Häng die Stange auf Kopfhöhe und gut. Du musst ja nicht an eine Klimmzugstange hochspringen können, damit du Klimmzüge machen kannst. Es gibt zum Beispiel Stangen für die Türe. Bastel dir etwas nach diesem Prinzip im Sinne von Höhe und Wandabstand.

    Viel Spaß damit! Ich hätte auch gerne die Möglichkeit für ein eigenes kleines Studio. Mehr als 3-4 Geräte sind nämlich nicht nötig für ein ganzheitliches Training.

  14. Zwitsch

    An alle jecken… Kölle allaf .. Auch das gehört zum Leben wie Sparpläne einzelaktien gesundheits Tipps ..  Etc….. Mir losse de Dom in jölle….

  15. Ralf

    Wieder ein toller Artikel!

    Mit den Autos ist es so eine Sache. Viele sind eben darauf angewiesen um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Nach unserem Hausbau in 2019 werde ich hoffentlich auf das Auto verzichten können (S-Bahn dann am Wohnort). Wir hatten schon viel Pech mit Autos.

    @Kiev: Ich habe jahrelang schweres Kraftraining durchgeführt. Nach zwei relativ schwierigen Leistenbruch-OPs habe ich das Training jedoch komplett umgestellt und führe nur noch Übungen mit dem eigenen Körper (durchaus sehr effektiv) und einem sogenannten Isokinator durch. Das ist ein geniales Gerät und spart viel Platz.

  16. Karl

    Sehe ich ganz anders.

    Finde es viel besser, ein Leben wie BB gehabt zu haben. Er war jahrelang ganz oben. Superstar, tolle Orte, schöne Frauen, unglaubliche Erlebnisse – im Guten wie im Schlechten Sinne -. Alles gegeben und alles gewonnen, um dann wieder vieles zu verlieren.

    Erinnerungen für mehrere Leben!

    Wer nicht bereit ist alles zu verlieren, wird auch nie ganz oben fliegen. Das sind zwei Seiten einer Medaille.

    Buffet handelte noch nicht anders. Er hat sein Erfolg nicht durch buy-and-hold begründet, sondern durch riskantes Unternehmertum. Am Anfang hat er häufig alles auf eine Karte gesetzt. Mit ETF auf den DOW oder S&P hätte er diesen Erfolg nie erreicht.

    Wer klein denkt, der wird kleine Ergebnisse erreichten.

  17. Bruno

    @A

    Ich kenne die Situation nicht in DE (wegen Diesel & Co.) aber bei uns in der Schweiz wo ja bekanntlich alles teurer ist gibt es gute fast neuwertige Kombis  für umgerechnet 8k EUR z.B.

    https://www.autoscout24.ch/de/d/ford-focus-kombi-2014-occasion?body=1&index=16&kmto=100000&priceto=10000&sort=price_desc&st=1&vehid=6135078&vehtyp=10&yearfrom=2014&returnurl=%2fde%2fautos%2falle-marken%3fbody%3d1%26kmto%3d100000%26priceto%3d10000%26sort%3dprice_desc%26st%3d1%26vehtyp%3d10%26yearfrom%3d2014%26r%3d5

    https://www.autoscout24.ch/de/d/vw-golf-kombi-2014-occasion?body=1&index=7&kmto=100000&priceto=10000&sort=price_desc&st=1&vehid=6181740&vehtyp=10&yearfrom=2014&returnurl=%2fde%2fautos%2falle-marken%3fbody%3d1%26kmto%3d100000%26priceto%3d10000%26sort%3dprice_desc%26st%3d1%26vehtyp%3d10%26yearfrom%3d2014%26r%3d5

    Ich sehe hier ja extrem viele Neuwagen (die ganz Teuren), meine Vermutung sie sind fast alle geleast, viele Gebrauchte werden direkt exportiert und stützen so den Gebrauchtwagenmarkt, in Deutschland kommen vermutlich noch politische Faktoren dazu. Dazu kommt dass viele jetzt warten, was mit der Technologie passiert (Elektro etc.). Ein Auto privat leasen würde ich niemals, schon geschäftlich habe ich Mühe damit. Du bezahlst unter dem Strich trotzdem deutlich mehr. Die Frage ist ob ein Auto täglich benötigt wird sonst wäre ja auch Miete eine Möglichkeit.

  18. Bruno

    @Karl

    Niemand braucht ein Vermögen wie Warren Buffet, er braucht es ja auch nicht für persönliche Zwecke, wäre ein pompöser und luxuriöser Lebensstil sein Lebensmotto gewesen, wäre er nie da wo er heute ist. Es gibt auch andere Motive reich zu werden als Villen, Luxusgüter und Frauen 😉

    Bei BB muss ich sagen, er war einfach dumm und ungebildet (und hatte dabei noch schlechte Berater ausgewählt), wer ein Vermögen von über 100 Mio EUR einfach verprasst der hat es nicht kapiert, schon ein Kind kann ausrechnen, wenn er auch 130jährig würde, so hätte er, ohne Investitionen, jährlich 1 Mio EUR zur Verfügung gehabt, wer sagt damit lässt sich nicht leben tut mir auch irgendwie leid. Das Geld sehr konservativ in Dividendenaristokraten angelegt ergibt jährliche Dividenden von ca. 4 Mio EUR, das sind monatlich 330’000 EUR oder täglich 11’000 EUR. Ich denke damit kann man recht gut essen.

  19. Jan

    @A., schau mal auf die Dacias. Wir haben vor rd 6 Jahren unseren Lodgy, Benziner 1,6l rd 80 PS, gekauft. Kostete neu damals mit Überführung 13.500 Euro. Den Motor gibts leider nicht mehr in der Serie.  Tolles Familienauto. Und seit dem keinerlei Werkstattbesuche außerhalb der Reihe und Tüv ohne jede Beanstandung und das obwohl wir vor dem Tüv nichts richten lassen. Das ist auch der Grund warum solche Arbeitstiere immer einen schlechteren Tüv-Report haben als der Leasing-Benz die vor dem Tüv noch teuer in der Werkstatt flott gemacht werden.

    Unsere freie Werkstatt ist auch noch günstig und das was wir z.B. für den Zahnriemenwechsel und Wasserpumpe mit 100.000 km bezahlt haben, zahlen andere beim Benz für einen Ölwechsel. Auch völlig rostfrei und unglaublich langlebiges Design. Klar ist ja auch nichts dran was nicht bewährt ist oder viel Schnick Schnack.

    Die Schüssel läuft und läuft und läuft. Jetzt bereits 130.000 km und straft alle die Lügen die damals beim Kauf die Augen verdrehten und orakelten, dass das Auto keine 5 Jahre hält.

    Durch zwei Unfälle die wir nicht richten haben lassen ist der Anschaffungspreis sogar unter die 10k Marke gedrückt worden. Klar, wer repariert schon Dellen an dieser Schüssel, so lange die Grundierung dicht ist?

    Schöne Grüße

    Jan

  20. Berlinerin

    @A.: selbst wenn Du mich jetzt auslachst: wir haben einen Dacia ( NP um die 9000,-), inoffizieller Werbeslogan: das Statussymbol für Leute die kein Statussymbol brauchen. Er ist inzwischen 12 Jahre alt und hat erst jetzt die ersten Macken. Ich würd mir immer wieder einen kaufen. Ist technisch nicht überladen und ist günstig zu reparieren. Hier in Berlin sieht man immer mehr Dacia rumfahren, weil die Leute merken, dass es einfach egal ist wie das Teil heißt, wenn es so unschlagbar günstig ist.

  21. Thorsten

    @Berlinerin Wollkommen im Club. Dacias sind  wertbeständig, es geht nicht so viel verloren, wenn man das neue Auto vom Autohaus mitnimmt.  Ich fahre einen Logan. Es gibt keine besseres Preis-Leistungsverhältnis auf dem Automarkt für einen großen Kofferraum. Null Probleme.

  22. Thorsten

    Jetzt wird mit dem Handy die Kreditkarte ausgelesen und dann mit den erbeuteten Daten eingekauft. :

    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ratgeber/Wie-Betrueger-Kreditkartendaten-per-App-klauen-article20706571.html

    Bisher war ich gegen Zahlen mit dem Handy, weil es beim Einpacken nach dem Laufband im Supermarkt vollkommen unpraktisch ist. Die Kreditkarte kann  man zwischen zwei Fingern halten und damit sogar Ware einpacken, sie kann dabei auch runterfallen und geht nicht wie ein Handy gleich kaputt.

    Das Handy kann (noch) nicht ausgelesen werden, die Daten bei google pay und anderen sind abgesichert. Am Ende blieben wohl Cash und Handybezahlung. Oder das Verhüterli für den NFC-Chip der Kreditkarte, aber das ist ja ätzend, wenn man sich jetzt schon speziell isolierte Portemonnaies anschaffen muss, um nicht beklaut zu werden.

  23. Ex-Studentin

    @Berlinerin)Jan/Thorsten

    Meine Eltern haben auch einen Dacia (Sandero) für 10,5k. Wäre billiger gegangen, haben sie aber direkt im Autohaus so mitgenommen, bevor sie ein halbes Jahr auf einen neuen warten.  Hübsches Teil und fährt zum Glück zuverlässig. Meine Eltern hatten davor immer nur gebrauchte für unter 5.000€. Die haben sehr viel Geld für Reparaturen gefressen und haben für viel Kummer gesorgt. Gebrauchte Autos machen mehr Spaß, wenn man handwerklich begabt ist oder jemanden hat, der das Auto kostengünstig reparieren kann.

    Sobald ich mal mal ein Auto brauche, werde ich nach jungen Gebrauchten suchen und dann nach Neuwägen. Ein Kollege hat mir seinen alten Golf günstig angeboten und konnte nicht verstehen, wieso ich sagte: „Tut mir leid, nicht mal geschenkt.“ 1x im Jahr Fahrrad reparieren lassen, ist schon lästig genug.

  24. Thorsten

    @Ex-Studentin : Müssten wir nicht ein Auto haben , um unser 2. ZuHause zu erreichen hätten wir keins. Autofahren in der Stadt macht defintiv keinen Spaß, es bleibt eine der Hauptaufgaben für die Zukunft  die Wagenanzahl  in der Stadt runterzubringen. Möglichst durch freiwillige Maßnahmen. Zu Fuß gehen+ÖPNV+Radfahren muss zunehmend Spaß machen. Autofahren in der Stadt muss langfristig unattraktiv werden. Wer pendelt und billig wohnt sollte gesalzen für die Einfahrt in die Stadt zahlen, um Lärmschutz etc. mitzufinanzieren. Die Städter haben keine Wahl außer das Auto abzuschaffen oder stehen zu lassen wann immer es geht, sie sind dem Dreck und Lärm der Pendler ausgesetzt und müssen dabei hohe Mieten zahlen.
    https://www.mopo.de/hamburg/arbeitnehmer-in-hamburg-pendler-report–lohnt-der-umzug-aufs-land–22913958

    „Die vielen Pendler verstopfen die Ein- und Ausfallstraßen. Inzwischen braucht fast die Hälfte der Pendler mehr als 30 Minuten zur Arbeitsstelle. Etwa sechs Prozent sind sogar mehr als eine Stunde unterwegs – pro Strecke. Im bundesweiten Vergleich brauchen nur die Berliner noch länger. „Das ist Stress. Pendeln macht unzufrieden“, sagt Straubhaar.“

  25. Wohnung mit Domblick

    @Thorsten, und das ist Dir neu? Jedes technische DV-System wird schneller geknackt, als man die Hardware dazu austauschen kann.

    So lange es noch irgendwie geht, zahle ich die bis zu 300 Euro Alltagseinkäufe  im Monat noch in Bar. Es muss nicht jeder kleine Supermarkt meine Konsumgewohnheiten erfassen. Und schon gar nicht zusätzlich andere Bezahldienstleister. Diese 300 Euro repräsentieren ca. 95% der ‚interessanten‘ Konsumdaten. Ich finde die ganze Entwicklung bedenklich. Es reicht, wenn ich Buch führe. Für größere Konsumfälle habe ich eine Kreditkarte auf einem ‚Konsumkonto‘ ohne Dispo, wo ich vom Gehaltskonto nach Bedarf Geld hin überweise. Die bleibt normal aber zu Hause.

    Datenklau und Identitätsdienstahl werden die neuen Angsthemen sein.

    Die Blockchain-Technologie soll hier die Probleme beseitigen, und die Entwicklung beobachte ich durchaus interessiert. Es wird auch interessant sein, in wie weit sich der Staat den Kontrollentzug gefallen lässt.

  26. Christian

    Alte Autos: Das Durchschnittsalter aller Pkw beträgt aktuell 9,4 Jahre. Im Vergleich zum Jahr 2000 sind die Autos damit im Schnitt 2,5 Jahre älter.

    Die Quote „Erheblicher Menge“ bei 10- und 11- järigen Fabrikaten ist lt. in der FAZ veröffentlichten Statistik des TÜV-Verband beim Prosche 911 mit 11,7 % relativ gering. Die Fahrzeuge dieser Sorte sind im Schnitt 77.000 km gelaufen. Ganz schlecht schneidet der Dacia Logan mit einer Quote von 40,6 % ab, diese Fahrzeuge laufen im Schnitte jedoch auch 130.000 km, also haben deutlich mehr Laufleistung erbracht.

    Wenn man dieser Statistik glauben darf, kaufen also die Deutschen trotz günstiger Zinsen, (bis vor kurzem) günstgem Benzin und der überall angepriesenen Leasing-Optionen/Rabatte also immer seltener einen Neuwagen, bzw. nutzen den Bestand länger.

    Die Berichte hier im Forum über „Mängel“ an älteren Fahrzeugen scheinen sich also auch statistisch bestätigen zu lassen.

    Mein Auto ist 10 Jahre alt und hat 120.000 km. Es ist zwar auch schon beim TÜV durchgefallen (wegen der Bremsen glaube ich), aber außer Verschleiß musste ich zum Glück noch nichts reparieren.

    Ich würde mir deshalb auf Grund dieser Erfahrung schon ein ca. 10 Jahre altes Fahrzeug (mit guter Historie, wenig KM) kaufen trauen. Oft sind auch schon die Winterreifen mit dabei, ggf. wurde vor kurzem der TÜV bestanden. Gut ist, wenn man Fahrzeuge mit „Facelift“ (LCI), zum Ende des jeweiligen Produktionszyklus kauft. Bei diesen Fahrzeugen hat der Hersteller bereits einige bekannte Fehler im Produktionsprozess ausgemerzt, außerdem wurden diese Fahrzeuge seinerzeit oft mit sehr guter Ausstattung verkauft, um das „alte Modell“ noch loszubekommen. Wenn man bei Wikipedia ließt, Modell XY wurde z.B. bis 2010 gebaut, dann würde ich nur nach Autos mit Baujahr 2009-2010 suchen.

    Ansonsten würde ich versuchen, möglichst auf das Auto zu verzichten. Jetzt im November werden bei mir wieder Steuer und Versicherung fällig, beim Reifen wechslen war ich auch, das steht im Frühjahr erneut an, zusammen mit dem TÜV. Selbst ohne Wartung/Verschleiß/Bewegung (ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit) verschlingt das Auto jede Menge Geld (Fixkosten). Das ist wirklich ein großer Luxus.

    Ich verkaufe es jedoch nicht, da ich Angst habe, zu diesen Konditionen kein Auto mehr in diesem Zustand/Qualität zu bekommen, sollte ich oder meine Freundin doch wieder pendeln müssen. (Die berühmten „Denkfehler“ die uns unser Geld kosten…)

  27. Jan

    @Christian, die Tüv Reporte sagen überhaupt nichts mehr aus. Es gibt zwei Arten von Fahrzeughaltern. Die einen machen die Scheckheftpflege bis ins hohe Alter und bringen den Wagen vor dem Tüv zur Werkstatt der dann zuerst alles durchcheckt, jeden Pups repariert und dann – welch Zufall – den Tüv in der Garage besteht. Die andere Sorte nehmen den Tüv als günstigen Servicecheck, gehen mit der anschließenden Mängelliste zu ihrer freien Werkstatt und lassen genau das dann richten. Und nur das!

    Welches Auto ist nun besser? Im Tüv Report natürlich erstes. Aber in Real?

    Solche Tests sind da viel Aussagekräftiger: https://www.google.de/amp/s/www.presseportal.de/pm/amp/53065/3261151

    Wobei der NCAP des Dacia auch hin geschummelt wurde. Der Dacia hatte damals ESP kostenlos, aber als Wahlmöglichkeit. So komisch es klingen mag. Und was haben die beim NCAP getestet? Einen ohne ESP was gleich mal einen Stern gekostet hat. Lächerlich. Und der Passantenschutz ist mir als Fahrer irgendwie auch schnurz. Das ganze Schischi wird eh relativiert, wenn man bedenkt, dass die meisten schweren Unfälle durch nicht angepasste Geschwindigkeit und durch Alkohol am Steuer verursacht werden. D.h. jede PS-Protzschüssel ist potenziell gefährlicher als ein untermotorisierter Schuhkarton. Denn wenn ich ein Auto mit 100 um einen Baum wickel ist es egal ob das ein Bmw oder ein Dacia ist. Das Ergebnis bleibt gleich: tot.

    Schöne Grüße

    Jan

  28. A.

    Vielen Dank für euren Tipp mit dem Dacia.

    Ich hatte die Idee schon mal, aber habe sie dann verworfen, weil Bekannte sagten was ich denn mit einem Dacia will, das wären Plastikbomber etc.

    Ich werde mir mein eigenes Bild machen. Werde mal welche anschauen gehen.

    Danke nochmal.

    Gruß

    A.

  29. KievKiev

    @ Ralf

    Ich möchte vorrangig Training ohne Geräte betreiben. Es kommt nur die Langhantel in den Fitness Raum. Das Rennrad mit Laufrolle kommt auch dahin, da es thematisch passt und Raum an anderen Orten freigibt. Da ich mich hauptsächlich am Boden mit Yoga Matte aufhalte möchte ich irgendetwas mit dem Bodenbelag machen. Es ist rauher Beton, den man entsprechend schlecht reinigen kann. Ich habe Beispiele mit Epoxydharz gesehen, die mir sehr gefallen haben. Zusätzlich könnte ich eventuell Hanteln ohne Gummierung bei Kleinanzeigen günstiger kaufen.

    Der Fitness Raum soll sehr schön werden. Ich richte ihn vorrangig minimalistisch ein und er soll unsere Wohnung minimalistischer erscheinen lassen. Wir wohnen zu viert auf 103 DIN qm. Garten, Werkstatt (alte Waschküche) und Keller sind Boni, die ich als Vermieter gerne ausbaue (Free Lunch). Die Yoga Matte stört etwas in der Wohnung, das Rennrad mit Rolle noch mehr. Außerdem nehmen die Kinder das Wohnzimmer manchmal in Beschlag, so dass ich vor dem Sport aufräumen müsste. In dem Fitness Raum ist dann alles direkt fertig.

    Es ist aber auch nicht das nonplusultra der Glücksgefühle. Ich bin heute bei besten Herbstwetter joggen gewesen. Ich habe dabei eine Calisthenics Sportanlage besucht. Dort hat ein anderer laut James Brown gehört. Das war überraschend und hat richtig Spaß gemacht. Ich jogge Sonntags sehr gerne durch die Stadt. Es waren sehr viele Menschen zu Fuß unterwegs. Autos habe ich außer am Straßenrand kaum in Bewegung gesehen. Ich wünsche mir in Zukunft weniger Autos, dann wird die Stadt noch schöner. Ich bin diesbezüglich optimistisch. Ich sehe es wie Thorsten, keine Zwänge und irrsinnige Verbote. Man soll lieber Anreize schaffen. Sport in der freien Natur macht mehr Spaß als im Fitness Raum. Ich jogge auch wenn es schneit. Nur bis zu der Calisthenics Anlage schaffe ich es aktuell in der Woche nicht mehr, da es zu früh dunkel wird. Es ist ein Luxus Problem.

  30. KievKiev

    @ Ralf

    Kannst Du nach den OPs bei dem Hausbau noch Dinge in Eigenregie durchführen? Der Innenausbau ist vielleicht teilweise möglich.

    So jetzt muss ich aber noch schnell den Singles Day ausnutzen…

     

     

    Spaß, wir gehen klassisch zu einem Sankt-Martins-Umzug.

  31. Daniel

    Eine Frage zu ETF und Steuern. Jährlich werden ja ETFs fiktiv verkauft und wieder ins Depot gebucht. Nehmen wir an ich habe jetzt 100k und investiere die einmalig in den MSCI World. Dieser crash bald gewaltig. Und erholt sich stätig. Es dauert aber 5 Jahre bis ich den heutigen Stand wieder erreiche. Kann es dann vorkommen, dass ich Kursgewinne durch das ein ausbuchen jährlich versteuern muss. Oder wird der erste Kursverlust durch den Crash in einen Verlusttopf auf Dauer mitgeführt? Oder habe ich allgemein was nicht verstanden.

    Ich habe diese Woche eines dieser kostenlosen online Comdirect Seminare zur Abgeltungssteuer aufgerufen und dort wurde ähnliches besprochen. Ohne Gewähr da ich mich damit null auskenne und jeder möge mich korrigieren der es besser weiss.

    Jeder Broker führt für dich einen Gewinn und Verlust-Topf. Dieser wird in zwei Asset-Klassen unterteilt. Aktiengewinne/Verluste und Sonstiges. Unter Sonstiges fallen Zinsen, Kouponzahlungen, Ausschüttungen aus ETF oder Gewinne Verluste von Fonds. Das kann miteinander verrechnet werden, aber zunächst nur innerhalb der Asset-Klasse. Sprich, hast Du 2 ETF, der eine macht leichte Gewinne und der andere massive Verluste, wird erst mal da verrechnet. Der „Endsaldo“ wird dann mit möglichen Aktiengewinnen/Verlusten verrechnet.

    Hast Du also einen massiven Kursverlust erlitten mit deinen ETF und auch keinen anderen ETF oder andere Aktien die das kompensieren, müsstest Du meines Erachtens gesamtheitlich bei deinem Broker im Minus stehen. Somit dürften auch keine Gewinne anfallen die von der Abgeltungssteuer betroffen sind. Ich hoffe das habe ich richtig erfasst.

    Wichtig ist aber, dass dein Broker natürlich nur die Anteile kennt die du dort hast. Hast du bei einem anderen Broker deutliche Gewinne erzielt brauchst du dann glaube ich diese Verlustbescheinigung, die dann eine „globale“ Verrechnung erlaubt.

    Zum Thema Auto:

    Ich würde ehrlich gesagt weder aufs Alter noch groß auf die Laufleistung gucken. Wichtig ist, dass das Fahrzeug idealerweise 1.Hand ist und alle Service-Intervalle mitgemacht hat. 100.000km und mehr sind heute ein Witz.

    Ich würde nur noch Benziner mit Euro 4 aufwärts nehmen, ESP, 4-6 Airbags, ABS sollte auch drin sein. Gutes Licht wäre m.E. auch wichtig, was dann doch eher in die Mittelklasse führt.

    Vielleicht einen gebrauchten E46 von BMW. Steuerkette statt Zahnriemen, keine Turbos die kaputtgehen können, viel Extras möglich.

    Oder nen gebrauchten Audi A4 aus 2003-2006. Vollverzinkte Karosserie, bekannt für hochwertige und langlebige Materialien, solides Auto

    Oder nen Asiaten. Grade Toyotas stehen im Ruf besonders langlebig zu sein, wenngleich die Ersatzteile auch gerne mal etwas teurer sind.

  32. Thorsten

    So lange Leute den Dacia als „Plastikbomber“ schlecht reden bleibt er preiswert, hihi.

    @Wohnung Im Prinzip ja, aber Bargeldzahlung dauert und ist auch unsicher. Ich halte meine Kreditkarte ans Terminal und niemand kann mir ‚ aus Versehen‘ einen Zehner zu wenig rausgeben, wie es mir schon zweimal passiert ist (ich habe die Zehner in beiden Fällen sofort bekommen, Holzauge sei wachsam). Ich muss dann nur noch den Kassenzettel gegen die Waren verproben, auch da finde ich immer wieder mal Abweichungen bei den Mengen, neulich drei statt zwei Schokoladen 🙁

  33. Handsome Bernie

    Daniel vuelen Dank! Diese Verlusttöpfe verjähren uch nicht? Das heißt das mein ursprünglicher Verlust (im Jahr des crashes) noch im 4. Und 5. Jahr der Erholung gegen gerechnet wird?

  34. Daniel

    Daniel vuelen Dank! Diese Verlusttöpfe verjähren uch nicht? Das heißt das mein ursprünglicher Verlust (im Jahr des crashes) noch im 4. Und 5. Jahr der Erholung gegen gerechnet wird?

    Auch hier, ich weiss es nicht genau, aber die Verlusttöpfe sollten erhalten bleiben, zumindest solange du keine Verlustbescheinigung beantragst. Heisst, bei lediglich einem Broker würde ich das einfach weiterlaufen lassen. Zumindest bei der Comdirect siehst du auch diese Gewinn/Verlust-Töpfe und könntest, sofern man aus irgendeinem Grund massive Langeweile hat, selbst nachrechnen.

  35. steve

    @ handsome bernie

    Verlusttopf wird stand heute lebenslang geführt, vererbbar ist er nicht. Das macht aber nicht jeder Broker IP/ Lynx machen das nicht. Wichtiger auch Gewinne können nur im Kalenderjahr gegengerechnet werden.

    Insofern immer im Hinterkopf behalten, wenn aus irgendeinem Grund ein größer Gewinn anfällt, lohnt es sich Verlustpositionen gegen zu rechnen. Wenn einen die Aktie zusagt kann man sie ja direkt zurück kaufen.

    Unter dem Begriff tax harvesting solltest du im Internet weitere Infos finden

  36. Sterbai

    @A.

    wir haben uns vor ein paar Monaten nen Dacia Logan, BJ2012 mit 90Tkm für 3700€, Zahnriemen war Fällig. Insgesamt haben wir ca. 4200€ für die Karre bezahlt. 1,6l mit glaube 84PS. Mehr auto brauchen wir nicht.

    Unser Auto hat 5 Bedienknöpfe: Elektr. Fensterheber vorne, Zentralver.,Warnblinker, und Klima. Wer hat weniger 🙂

     

     

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