Die irre Lebensstilinflation


New York, 9. Dezember 2018

Luxuskoffer. Sind sie wirklich stabiler als ein Billigmodel – oder ist es nur für das Ego?


Dein Lebensstil entscheidet über deine Sparquote. Es macht langfristig einen gewaltigen Unterschied, wenn du bodenständig lebst. Dein Wohlstand wird deutlich höher ausfallen, wenn du nicht abhebst. Es ist logisch, wird aber gerne unterschätzt.

Es ist offensichtlich, dass die Aufrechterhaltung der Ausgaben auf einer konstanten Höhe besser ist, als sie stetig zu erhöhen. Ich denke, es ist unrealistisch zu glauben, dass die Ausgaben linear bleiben und nur mit der Inflation steigen werden. Je mehr wir verdienen, desto mehr wollen wir ausgeben. Je älter wir werden, desto mehr Ansprüche haben wir. Ich sehe es selbst. Es ist ein stetiger Kampf. Im Idealfall lebst du wie ein Student weiter, wenn du die finanzielle Freiheit anstrebst.

Der Lebensstil verändert sich mit zunehmendem Alter. Dinge, die du heute tust, um Kosten zu reduzieren, wie zum Beispiel das Radfahren, zu Fuss gehen, Gartenarbeit oder Renovierung, werden mit zunehmendem Alter immer schwieriger.

Die Gelenke versteifen sich, die Muskeln schrumpfen. Es wird einfacher zum Beispiel den Kauf eines neuen Autos zu rechtfertigen… Die verschreibungspflichtigen Medikamente nehmen mit dem höheren Alter zu (siehe PDF-Studie des Bundesbildungsministeriums).

Als Student findest du Schuhe für 25 Euro angenehm. Bist du älter, bevorzugst du vielleicht ein Paar für 120 Euro. Es ist schwer dem zu entkommen. Unser Umfeld übt kontinuierlich sozialen Druck auf uns aus. Wir Menschen sind Herdentiere. Wir wollen so sein, wie die anderen. Wir wollen auch in das teure Ressort am Strand gehen (oder noch luxuriöser) wie der Kollege.

Was helfen kann, dem Konsumhamsterrad zu entkommen: Hobby- oder Freiwilligenarbeit außerhalb der Arbeit, die dir einen Wert und eine Bedeutung gibt. Dies eröffnet Möglichkeiten in anderen Bereichen. Dein soziales Leben wird anders. Deine Karriere womöglich – durch neue Kontakte/Freunde. Du hast weniger Zeit für sinnlosen Konsum.

Ich glaube, wer intensiv konsumiert, steckt in einer Lebenskrise fest. Übermässiger Konsum gibt dir ja keine Bedeutung.

Manchmal ist der Luxus gar nicht mal so schlecht. Früher gab es keine E-Bikes. Aber sie sind großartig, wenn du dir das Auto sparen kannst. Du pendelst damit zur Arbeit. Du wirst fiter. Die frische Luft tut dir gut.

Dann frage ich mich bei Koffern, ob die teuren Edel-Modelle wirklich stabiler sind und länger halten als die billigen? Mir sagte ein Fachmann in einem traditionsreichen Koffergeschäft in New York, dass es keinen Unterschied macht. Er sagte mir: „Es landen alle hier in der Werkstatt. Wir reparieren sie alle. Es gibt keinen Unterschied.“ Ich hab einen billigen Koffer aus dem Kaufhaus. Er ist alt. Er sieht aus, als ob er jederzeit auseinander fällt.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Die irre Lebensstilinflation

  1. AvatarDennis

    Im Handelsblatt habe ich den Artikel „Wann bin ich reich“ gelesen. Ein sehr schönes Zitat daraus will ich mal hier teilen:

    „Das Gefühl, in ein Autogeschäft zu gehen und sich mit einem Federstrich einen Porsche kaufen zu können, ist genauso gut, wie den Porsche zu besitzen“, sagt Voss. „Warum sollte ich ihn dann kaufen?“

     

    Da musste ich direkt auf der Porsche Internetseite gucken, ob ich mir auch einen kaufen könnte…

  2. AvatarChristian

    Ein schöner Artikel, Tim.

    Aktuell gibt es von Microsoft eine TV-Werbung, darin sagt eine Frau: „Ich möchte keine Monatsmiete für einen neuen Laptop bezahlen…“. (Am Ende ist die Frau dann dank schneller SSD doch vom Gerät überzeugt).

    Ich denke, es gibt immer mehr (junge) Menschen, die sich teure Technik, Klamotten etc. nicht mehr leisten können/wollen. Geschäfte (Mode, Elektronnik) haben es schwer in der Innenstadt. Die Generation Z will lieber die Freiheit: „Lauthals sprechen wir von Weltreise und Freiheit, wer unter 20 noch nicht mindestens 10 Länder besucht hat oder zumindest in Australien war, bildet die Ausnahme.“ (Lebensmotto: „Sammle Momente, nicht Dinge“).

    Gleichzeitig gibt es aber immer mehr Leute, die immer mehr shoppen. Beispielsweise im Internet. Bei manchen Wohnungen in der Nachbarschaft klingelt der Paketbote jeden Tag und abends dann der Pizzabote. Die Outlets (z.B. Ingolstadt Village) können sich vor Besuchern gar nicht mehr retten. Es kommen Busse – teils voll mit chinesischen Gästen direkt vom Münchner Flughafen – und mehr Autos, als es Stellplätze gibt. Die vermeintlichen Schnäppchen locken. Es stehen die neusten Volkswagen, Audis, BMWs und Mercedes aufpoliert vorm Outlet.

    So oder so – jeder sollte ein wenig sparen. Es ist hart. Ich habe mit 60 €/Monat angefangen. Einen Teil des Ersparten musste ich am Jahresende wieder vom Sparkonto nehmen, um das Girokonto auszugleichen. Das war 2015. Heute fällt mir Sparen wesentlich einfacher, ich habe eine mehr als 10x so hohe Sparquote erreicht.

    Danke für deine regelmäßige Motivation! 🙂

  3. AvatarFelix

    Dass die junge Generation heute mit 20 Jahren mindestens 10 Länder bereist und nach dem Schulabschluss erst mal 1 Jahr Australien einschiebt, hat weniger mit Konsumverzicht der Jugend zu tun ( das aktuellste iPhone haben sie ja doch in der Tasche) als damit, dass sie mit goldenem Löffel im Mund geboren sind (nicht alle, aber viele).

    Sie brauchen sich um ihren Lebensunterhalt oder möglichst schnell eigenes Geld zu verdienen einfach keine Sorgen machen. Die Familie hat’s. Sie werden jede Menge erben, insbesondere Immobilien.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christian

    Die Masse wird zum stetigen Konsumieren erzogen. Es ist ein Herdenverhalten. Sie kennen es nicht anders. Ständig Zeug kaufen, um andere zu beeindrucken. um cool zu sein….

  5. AvatarDaniel

    Dann frage ich mich bei Koffern, ob die teuren Edel-Modelle wirklich stabiler sind und länger halten als die billigen? Mir sagte ein Fachmann in einem traditionsreichen Koffergeschäft in New York, dass es keinen Unterschied macht. Er sagte mir: „Es landen alle hier in der Werkstatt. Wir reparieren sie alle. Es gibt keinen Unterschied.“

    Das kommt immer ganz drauf an was man für Ansprüche hat. Ich habe auch einen Rimowa Koffer den ich damals bei Kleinanzeigen günstig erstanden habe weil dem Besitzer die Größe nicht passte. War keine 3 Monate alt. Der Service von Rimowa ist schon echt gut, ich habe mal ein kleines Problem mit den Rollen gehabt, Servicehotline angerufen, war dann frühzeitig im Flughafen und man hat quasi auf mich gewartet und mir die Rollen kostenfrei getauscht.

    Desweiteren bin ich nicht so der Typ von Wegwerf-Produkten. Bei vielen Koffern sind es oftmals nur Kleinteile, die dafür sorgen dass man den Koffer nicht weiterverwenden kann, Nachlieferung/Ersatzteile nach einigen Jahren nicht mehr verfügbar. Das passiert bei Rimowa eigentlich nicht. Es kommen zwar immer mal wieder neue Reihen rein, aber die klassischen Hartschalen-Alu Koffer gibts ewig und genausolang wird es wohl auch Ersatzteile geben. Ich denke der Koffer wird mein gesamtes „Berufsleben“ überleben.

    Die ganz großen Koffer gehen mir aber dann doch zu sehr ins Geld. Ich habe jetzt den mit maximaler Handgepäckgröße, das ist für Geschäftsreisen völlig Ok bzw. 1-2 Tage. Aber den 14 Tage Urlaub mache ich mit einem Billig-Koffer. Da dieser aber nur allerhöchstens einmal im Jahr genutzt wird ist die Beanspruchung auch deutlich geringer.

  6. AvatarNico Meier

    In meinem Umfeld gibt es einige Paare mitte 30 die uns immer wieder fragen wie wir mit mitte 30 bereits Wohneigentum (freistehendes EFH mit grossem Garten) kaufen konnten. Ich frage diese Kollegen dann jeweils, was sie pro Jahr für Miete, Leasing und Ferien so ausgeben.

    Meine Frau und ich machen alle 3 Jahre eine grössere Reise ansonsten machen wir in Europa Ferien und fahren in den Schwarzwald oder an den Gardasee. Wir fahren beide alte Autos und hatten immer Wohnungen mit preiswerten Mieten bewohnt.

  7. AvatarBruno

    @Daniel

    Ich hatte vor vielen Jahren auch so gedacht und mir einen Koffer von Rimowa gekauft. Er ging aber relativ rasch kaputt, er wurde mir dann tatsächlich ersetzt, doch kurz darauf ging er wieder kaputt, dann war Ende. Ich habe dann eine Billiglinie von Samsonite gekauft, für einen Bruchteil des Geldes und dieser Koffer ist immer noch tip top (ausser natürlich äussere Gebrauchsspuren), aber seit Jahren benutze ich den und er ist nicht unterzukriegen.

    Vielleicht hatte ich Pech, ich dachte früher auch, was teurer ist muss doch besser sein, aber es eben sehr selten so. Oft werden sogar teure Markenprodukte an denselben Produktionsstandorten produziert wie die Billiglinien.

    Die Werbung macht eben viel aus, z.B. Pfannen, eine Chromstahlpfanne eines Markenherstellers oder eine Chromstahlpfanne eines Discounters, es wird kein Unterschied geben, ausser eben den Preis.

    Teilweise sogar umgekehrt, z.B. bei Autos oder Elektronik, je komplizierter und ausgefeilter die Funktionalitäten, d.h. je mehr Elektronik verbaut ist, desto anfälliger die ganze Sache. Ein Kollege hat vor 2 Jahren einen neuen Mercedes gekauft, er hängt ständig in der Garage weil irgend ein Sensor oder sonst was nicht mehr läuft. In meinem uralten Honda gibt es diese Probleme nicht, er hat aber auch nicht so viel Elektronikschnörkel eingebaut, man kann damit nicht angeben. Aber er läuft.

  8. AvatarA.

    @Nico Meier

    Bei uns ist es auch wie bei euch. Urlaub machen wir diese Jahre zum ersten mal einen Größeren seit 5 Jahren. Sonst immer Kurzurlaub in Deutschland für ein paar Tage.

    Das mit den Autos auch wie bei euch, das hat sich allerdings dieses Jahr gerächt so alte Kisten (eine 18, eine 12 Jahre alt) zu fahren. Die Reparaturkosten waren immens (mittlerer vierstelliger Betrag, obwohl ich einiges selbst mache) um am Ende doch eins der beiden Autos wegen extremer Unzuverlässigkeit (3x abschleppen lassen dieses Jahr, Ölverlust und und und) am Ende faktisch als wirtschaftlichen Totalschaden an einen Kfz-Händler für quasi Umsonst abzugeben.

    Jetzt habe ich dafür einen 4 Jahren alten gebrauchten gekauft (sogar finanziert, ) um Cash zu halten, mit dem ich 1. ein gutes Sicherheitsgefühl und 2. auch wichtig: Zuverlässigkeit. Ich weiss das wir mindestens ein Auto haben was auf jeden Fall tut, hilft uns heute z.B. wegen dem Bahnstreik immens. Sonst könnte meine Frau heute nicht zur Arbeit.

    Jetzt überlegen wir sogar den anderen, der es noch tut (18 Jahre alt) zu verkaufen um wenigstens ein wenig Geld zu bekommen und damit einen Zweiten jüngeren Wagen zu holen.

    Hintergrund: Das was wir immer mehr an Reparaturen zahlen + was uns das an Nerven kostet, zahlen wir (hab ich nachgerechnet) faktisch für die Finanzierung, haben dafür aber Ruhe und ein zuverlässiges Auto.

    Ach ja, bevor wir hier ne Diskussion wegen Finanzierung Auto lostreten. Die Finanzierung frisst zwar unseren monatlischen Cashflow etwas (das haben die Reparaturen aber auch + Nerven), aber wir sind nicht an die Grenze des Machbaren bei uns gegangen. Das würde auch nicht zu mir passen.

     

    Gruß

    A.

     

     

     

  9. AvatarWohnung mit Domblick

    Rimowa ist ein Lifestyle-Produkt. Um technische Qualitäten geht es dabei nicht mehr. Das gibt es ja oft, dass ehemals qualitativ hochwertige Produkte in den Massenmarkt gepushed werden und dann die Qualität nachlässt. Ich hätte Bedenken, damit zu reisen. Auf teure Koffer kann man gleich einen Aufkleber ‚klau mich‘ drauf machen. Meine älteste Reisetasche ist aus den 70ern und ich habe sie als Kind neu bekommen. Die verwende ich manchmal noch. Meine neueste ist ein Rucksack vom Aldi für 10 Euro. Als robuste Reise-Rolltasche habe ich eine aus dem Tauchsport gekauft. Sehr robuste Qualität.

    In meinem Umfeld kann ich den Konsumherdentrieb nicht sehen. Keine Nachbarn mit Clownautos. Die wenigsten Nachbarn in meinem Haus haben seit ich dort wohne (2001) mal ein neues Auto angeschafft. Niemand hat teure Möbel in der Wohnung. Und wenn, wird vorher darauf gespart und die alten Möbel fallen schon auseinander. Das Geld sitzt nicht so locker. Man investiert lieber in Wohneigentum, oder zahlt so viel Miete, dass man sich nicht viel leisten kann. Sehr viele jüngere Leute mit mittlerem Einkommen träumen von Wohneigentum, sie haben Angst sich die Mieten in guter Lage nicht mehr lange leisten zu können.

    Mich beeindruckt nicht, was jemand hat. Was interessiert mich, wie viel Geld er ausgegeben hat? Man sieht ja nicht, wie viel davon auf Kredit läuft. Interessant ist nur, was jemand am Monatsende noch auf dem Konto übrig hat. Wie viel Geld kann man behalten, das bestimmt den Wohlstand. Eine Art von Wohlstand, den man nicht sehen kann.

     

  10. AvatarDanielKA

    Ich denke die deutlich günstigeren Samsonites sind zumindest gleichwertig. Wir haben uns die günstigen Aldikoffer gekauft. (Einen großen und einen kleinen Koffer für kurze Reisen). Den kleinen Koffer haben wir sogar reduziert (muss man nur zu Aldifilialen die schlechter besucht sind) für knapp EUR 20 erhalten und die sind ebenfalls super leicht. Das reicht zumindest für meine 4-6 Dienstreisen und 1-2 Urlaubsreisen im Jahr.

    Für Vielflieger kann ich nicht sprechen, kann sein, dass für die Rimowa komfortabler ist.

     

     

  11. AvatarGainde

    Wird spannend zu sehen heute, ob die SP500 2600-Punktemarke getestet wird. Bärenmärkte beschleunigen ja exponentiell.

  12. AvatarDanielKA

    @ Gainde: Märkte können nur exponentiell steigen, auf der anderen Seite ist bei 0 schluss 😉

  13. AvatarThorsten

    Das gilt für alle Trends intakter Handelsobjekte (also keine kaputten Pennystocks), bei fallenden Märkten zieht einen bloß die eigene (schlechte) Laune schneller runter.  Trennt man die Emotion vom Geschehen, dann gehts besser. Schlechte Laune durch Optimismus auf die Zukunft ersetzen, auch wenn es schwer fällt.

    Die Komponente  Zeit beachten. Wir konsumieren keine täglichen Kurssteigeurngen oder -verluste, Wir säen und ernten übers Jahr und noch viel länger.

    Irgendwann dreht der Wind und die im Boot gebunkerten Schätze fahren noch schneller in den finanziellen Freihafen.

    Wer gar nicht erst losfährt, weil ihm die Windrichtung nicht passt (schlotternde Knie, oh je je, was habe ich bloß gemacht, soooo viel Kaptial im Aktienmarkt,….es fällt ja schon wieder und die Medien sagen, jetzt kommt es ganz dicke…), der kommt womöglich gar nicht oder viel später an.

  14. AvatarGainde

    @ Thorsten

    Deswegen ist es gut regelbasiert zu investieren, um die ganzen Emotionen bestmöglichst auszuschalten.

  15. AvatarOliver

    Natürlich sind beim Kauf der Aktien gewisse Regeln erstmal sinnvoll. Allerdings muss man, wie z.B. weiter oben bei dem BASF-Beispiel in der Realität sehen, dass manches, was zum Kaufzeitpunkt durchaus plausibel war, aufgrund einer Verschlechterung des Geschäftsmodells oder riskanter Aufkäufe anderer Firmen (aktuelles Beispiel Bayer) Dinge passieren, die nicht voraussehbar sind. Eine berechtigte Frage ist natürlich: Wie geht man damit um?

    Ich habe natürlich bei den Käufen entsprechende Kriterien, die sowohl hart als auch weich sind. Manche tun die sog. weichen Kriterien als Bauchgefühl ab und entwerten diese sehr viel mehr, als es eigentlich sinnvoll ist. Nehmen wir z.B. die Langlebigkeit der Produkte eines Unternehmens. Das ist für mich ein typisches weiches Kriterium, da ich selber einschätze, ob diese Industrie langfristig eine Bedeutung hat. Nehmen wir z.B. das Erdöl: Viele schreiben es wegen der neuen Energien tot. Zum einen zeichnet sich ab, dass der alte Benzinmotor in Zukunft wohl kein Wachstum mehr generieren wird. Gleiches für sehr viele Maschinen, die mit Diesel laufen. Vor ein paar Monaten habe ich gelesen, dass es absehbar ist, dass man Erdöl auch synthetisch herstellen kann(wird dann vielleicht für Hersteller von Erdölinseln schwieriger – aber wer weiß). Genau hier wieder die Frage: Wenn das möglich ist, ist die synthetische Herstellung günstiger oder wird es noch etwas dauern? Können die Kapazitäten hergestellt werden, die Industrieländer benötigen? Dann zum Erdöl selber: Vor Jahren stand ich im Deutschen Museum in einem sehr abgelegenen Bereich in der Abteilung Erdöl. Dort war eine Aufstellung der meisten Verwendungsgebiete. Die Aufstellung war allerdings sehr in die Jahre gekommen (70er). Erdöl wird in wesentlich mehr Teilen gebraucht als nur zum verbrennen in Motoren, es waren dort bestimmt 200 Verwendungsarten in der Aufstellung. So, jetzt kann man sinieren: Ist Erdöl in 20 Jahren wichtig? Kann man so lange oder länger damit Geld verdienen? Alles weiche Entscheidungen, sog. Bauchgefühlentscheidungen.

    Dagegen kann ich heute checken, wie eine Firma finanziell dasteht, die Erdöl fördert. In der Regel werde ich ein gesundes Unternehmen aussuchen. Nur ist es Stand heute gesund. Was passiert, wenn ein großer Unfall kommt, wie es einfach von Zeit zu Zeit passiert? Meine harten Fakten gehen alle den Bach runter, weil das Unternehmen dann dazu verdonnert wird, Milliardenzahlungen zu leisten. Das hatten wir in der kürzeren Vergangenheit einmal. Also sind die harten Fakten einer guten Bewertung leider zumeist auch nicht ganz so hart.

    Das heißt, jeder Investor, der in Einzelaktien investiert, hat einen ganzen Strauß von vermeintlich harten und weichen Fakten. Im Falle der Erdölfirmen habe ich sicher noch einiges ausgelassen, worüber ich zusätzlich nachdenken könnte. Aber die Entscheidung für oder gegen eine Erdölaktie fällt und steht mit dem „Glauben“, dass in 20 + x  Jahren noch Erdöl gebraucht wird (ich oute mich mal: für mich habe ich das mit ja beantwortet, ohne es 100% beantworten zu können). Der Kauf der Aktie ist also eine Wette, dass diese Industrie mittel- bis langfristig Erträge abwerfen wird. Der nächste Schritt wäre, wenn man diese Frage mit „ja“ beantwortet, wie stark überzeugt ich davon bin. Und je nach Überzeugung setze ich eine Gewichtung für diese Industrie. Bei mir ist es ein moderates „ja“, d.h. ich habe eine kleinere Gewichtung. Erst nachdem ich eine Position für/gegen eine Industrie eingenommen habe, schaue ich mir die Unternehmen an. Welche haben in der Vergangenheit gut gewirtschaftet? Wer steht solide da, ist nicht überschuldet, hat eine gewisse Marktmacht und ist ertragreich? Und dann kann ich aus den bevorzugten Unternehmen dasjenige heraussuchen, was gleichzeitig mit am besten bewertet ist. Bewertungen sind allerdings weit weg davon, harte Fakten zu sein, da sie nur eine Vergangenheit abbilden, die schon längst überholt ist. Ich kann zwar Bilanzen aus dem FF lesen, aber da ich selber früher solche Sachen in Zusammenarbeit mit meinem Steuerberater erstellt habe, ist mir sehr gut bekannt, dass man diese für die unterschiedlichsten Ziele in die eine oder andere Richtung bewegen kann. Das ist völlig legal, weil viel Bewertungsspielraum vorhanden sind. Außerdem hat jede Bilanz Posten, die ich als Außenstehender nicht beurteilen kann. Von daher muss ein Anleger auch keine großartigen Bilanzen lesen können.

    Ich habe von sehr vielen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten geschrieben. Um genau denen zu begegnen, muss man diversifizieren. Was die Verkäufe betrifft: Ich verkaufe erst, wenn ich kein Geschäftsmodell mehr sehe. Meistens lohnt es sich dann nicht mehr, weil die negative Entwicklung schon stattgefunden hat. Aber trotzdem kann es Sinn machen. Andererseits kann ich sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus den Erfahrungen unterschiedlicher Blocks sehen, dass viele Verkäufe (noch) gesunder Unternehmen oder die sog. Gewinnmitnahmen (ich habe jetzt 30% Plus gemacht, Gewinne haben noch nie geschadet) dem Investor unter dem Strich schaden. Ich bin davon abgekommen, habe aber den Nachteil, wenn es bei einer Unternehmung ganz schlecht läuft, das die Aktien zum EK fast wertlos werden. Ich besitze z.B. 85 General Electric, die Aktien sind weniger wert als beim Einkauf und es läuft momentan geschäftlich nicht gut bei denen. Ich sehe sie nicht als verloren an, aber wenn ich konsequent verkaufen würde, könnte das zum einen gut sein, wenn sie insolvent gehen oder die nächsten 10 Jahre weiter so dahin siechen wie jetzt. Andererseits: Der Wert ist heute 85*7$ = 595 $. Kein Betrag, wo ich signifikant irgend etwas retten würde. Von daher behalte ich sie mit dem Hoffnungswert.

    Was die Emotionen betrifft, sind fast 100% der Leute emotional. Das fast ist geschmeichelt, ich sage einfach provokant 100%. Jeder Anleger wird mal von Angst oder Gier befallen. Das muss nicht immer negativ sein, da die Motivation da ist, möglichst viel Geld mit dem Depot zu verdienen bis hinauf zur finanziellen Freiheit. Natürlich ist das emotional, ein Gefühl, nicht mehr so stark abhängig von irgend etwas zu sein. Und aufgrund dieses Gefühls starten die meisten und natürlich möchte so ziemlich jeder das Maximum erreichen. Und dazu gehört auch Gier und Angst. Selbst sog. unemotionale ETF-Investoren werden davon betroffen sein, wenn ihr ETF in den Keller geht. Mein nichtausschüttender World-ETF ist seid Freitag für 2018 mit -0,34% im Minus. So ein Schlingel, nicht mal die Dividenden haben ausgereicht. Ich möchte jetzt einen ETF-Investor sehen, der unemotional bleibt, wenn der World-ETF z.B. aufgrund eines katastrophalen Börsenjahres auf -40% fällt. Zum Glück fängt die Zählung immer am Jahresanfang bei 0 mit der Steuerreform an. Dann schauts nicht so düster aus. Aber so weit sind wir ja noch nicht.

    Also, fröhliches Investieren. Das ist das wirksamste Tool, um seine Ziele zu erreichen. Bei Depots unter 100.000 EURO das mit Abstand mächtigste.

    Grüße Oliver

  16. AvatarGuido

    Meine Stammtankstelle liegt gegenüber von einem Autohändler. Bei jedem Tanken wandert mein Blick über die Preisschilder. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sich mit der Zeit mehr leisten, bzw. ein teureres Fahrzeug kaufen kann, dies aber nicht macht, da es nicht notwendig ist.

  17. AvatarGainde

    @ Oliver

    Sehr schöner Beitrag. Andernfalls könnte man es als Einzelaktien-Investor auch so betrachten: Da man nicht weiss, wie sich ein Unternehmen langfristig entwickelt (jedes Unternehmen geht mal pleite) ist eine gute Diversifikation über Branchen und Länder wichtig. Man verkauft nicht, sondern kauft regelmässig neu nach mit Erspartem oder Dividenden und lässt das Depot laufen. Verkauf ist immer ein schwieriges Thema: handelt es sich um eine Schwächephase oder geht das Unternehmen pleite?

    ETF sind diesbezüglich einfacher, weil die Verlierer immer prozentual weniger Anteil am Portfolio haben – das Kapital fliesst in erfolgsversprechende Unternehmen. Somit ist man immer an den aktuellen Gewinnern beteiligt. Bei einem Einzelaktienportfolio dagegen, reissen einem die roten Laternen in die Tiefe. Man hat aber auch Chancen auf extreme Outperformance von einzelnen Titeln.

  18. AvatarRuben

    Ich bin froh über die ETFs, ansonsten würde ich mir wahrscheinlich ständig Gedanken machen, ob ich nun die richtigen Aktien habe. Derzeit ist ja aber noch nicht so viel passiert, auf Jahres Sicht steht der MSCI World gerade mal +/- 0.

    So eine richtige Abwärtsdynamik oder gar Angst/Panik kann ich noch nicht wirklich ausmachen, auf große Indizes gesehen geht noch alles ziemlich geordnet zu. Derzeit fehlt mir auch noch etwas die Fantasie und das Thema für einen größeren Crash. Das es mal wieder Zeit wäre ist mir als Story zu wenig. Ich würde mich deshalb auch nicht wundern, wenn die Kurse bald wieder steigen würden.

  19. AvatarDanielKA

    @ Gainde: Ich diversifiziere ebenfalls über viele Einzeltitel, die Ordergebühren machen heutzutage für einen Buy and Hold Anleger ebenfalls kaum etwas aus. Geht von 1 $ bis 10 EUR, je nachdem welchen Broker man nutzt. Über die Zeit baut man sich einen eigenen Fonds auf, ohne weitere Verwaltungsgebühren. Bei einer Mindestgröße von 2.500 EUR pro Position macht dann selbst eine einmalige Kaufgebühr von 10 EUR nur einmalige 0,4 % aus. Bei IB schafft man das schon für 0,04 %. Mit der Zeit baut sich ein ganz schönes Depot auf mit unterschiedlichen Titeln zu unterschiedlichen Durschnittskursen.

  20. AvatarThomasH

    Die Komponente Zeit beachten. Wir konsumieren keine täglichen Kurssteigeurngen oder -verluste, Wir säen und ernten übers Jahr und noch viel länger.

    Irgendwann dreht der Wind und die im Boot gebunkerten Schätze fahren noch schneller in den finanziellen Freihafen.

    Ich gebe dir absolut recht, aber man muss in diesen Tagen schon stark sein. Im Oktober war ich einen Kleinwagen im Minus, im November war es ein Mittelklassewagen und aktuell ist es schon mehr als eine Luxuskarosse.

    Mein Entsparmodus beginnt in ca. 3 Jahren, da will ich mal hoffen, dass die Kurse bis dahin wieder auf „Normalniveau“ sein werden.

    Zur mentalen Beruhigung dienen auf jeden Fall die üppigen Dividenden, die (vorerst) noch genauso fließen…

     

  21. Avatar-M

    Schöner Beitrag Oliver

    Ich finde die Emotionen sieht man doch wunderbar gerade bei Fresenius und BASF.

    Das sind noch immer die gleichen (soliden) Firmen wie vor ein paar Monaten, stehen aber bedeutend tiefer … wenn das mal nicht emotional ist wie viele Menschen die Papiere auf dem Markt geworfen haben.

    „Ja aaaaaaber“ werden jetzt einige einwerfen „die bösen Firmen haben auch ihre Prognosen gesenkt!!!!“

    Hey das passiert immer mal wieder, aber selbst 2008 haben die Firmen Geld verdient und das ist ja nicht für immer. Dann verdienen die halt mal bissl weniger ein paar Jahre. Am Ende zählt doch, was in 10 Jahren und mehr ist. Da ist basf und fresenius immernoch für mich unverändert ein super Unternehmen. Also dann vlt doch lieber in so einer delle kaufen, deshalb macht man doch auch das Stock picking um so Schwächen auszunutzen.

    Investiert man bei sowas nicht, dann doch lieber einen ETF und einfach immer kaufen, da braucht man nicht auf sowas warten.

    -M

  22. AvatarA.

    @-M

    Genau so sehe ich das auch. Hinterher sagen sie alle immer „Ah, da hätte ich kaufen sollen“ Jetzt ist die Gelegenheit da und die Leute werfen die Papiere aufm Markt.

    Die „Probleme“ bei beiden Unternehmen sind auf Zeit. Das haben Firmen immer mal wieder, so wie jeder private Haushalt auch vielleicht mal einen finanziellen Engpass hat.

    Langfristig finde ich das beide Unternehmen Nachkäufe wert sind. Ich bin bei BASF mit einem Sparplan dabei und feiere das ich 50% mehr Aktien fürs gleiche Geld bekomme, wie vor 6 Monaten.

    Gruß
    A.

     

  23. Avatar-M

    A.

    Also wenn niedrigwasser im Rhein den Investment Case zerstören bei BASF, da muss ich schon mehr als Schmunzeln 😀

    -M

  24. AvatarRuben

    @Gainde: ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Ich bin von der Performance der letzten 52 Wochen ausgegangen. -12,5% sind aber für mich auch noch keine grosse Korrektur oder gar ein Crash.

  25. AvatarThomasH

    Also wenn niedrigwasser im Rhein den Investment Case zerstören bei BASF, da muss ich schon mehr als Schmunzeln

    200 Mio Mehrkosten in Q4 bei 65 Mrd. Umsatz.

  26. AvatarSparta

    @Oliver

    „in Zusammenarbeit mit meinem Steuerberater erstellt habe, ist mir sehr gut bekannt, dass man diese für die unterschiedlichsten Ziele in die eine oder andere Richtung bewegen kann.“

    Hm, wie macht ihr dass? 😉

    Wir versuchen auch unseren Gewinn zu drücken…, aber dieses Jahr konnten wir den Gewinn „nur“ um 20% drücken. Ich bin aber auch definitiv nicht davon überzeugt Gewinne mittel- oder langfristig zu drücken!

  27. AvatarGainde

    Denke, dass es zurzeit viele Unsicherheiten gibt, die der Markt nicht einzupreisen weiss. Deswegen Verkäufe oder Umschichtungen. Cash is King.

    Aber es ist klar, dass es nicht so bald wieder ein Goldilock-Szenario wie vor einem Jahr geben wird. Sehe wenig Gründe für ein Upside. Der Markt nimmt ja der Realwirtschaft bereits einiges vorweg. D.h. es kann gut sein, dass jetzt eine Rezession eingepreist wird, welche sich erst in einem Jahr in den Berichten durchschlägt.

  28. AvatarHeiko

    In dem Artikel finde ich einiges nicht stimmig.

    Dinge, die du heute tust, um Kosten zu reduzieren, wie zum Beispiel das Radfahren, zu Fuss gehen, Gartenarbeit oder Renovierung, werden mit zunehmendem Alter immer schwieriger.

    An welche Altersgruppe richtet sich denn der Artikel? Junge Leute machen eher überhaupt keine Gartenarbeit. Das nimmt mit zunehmendem Alter eher zu. Außerdem sind die Gärtner diejenigen, die Einfamilienhäuser zur Selbstnutzung besitzen, also eher nicht so die Sparfüchse, die den Blog lesen. Zu Fuß gehen wird vielleicht schwerer, aber erst nach dem Erreichen des Rentenalters. Das ist wohl auch nicht die Zielgruppe des Blogs.

    Als Student findest du Schuhe für 25 Euro angenehm. Bist du älter, bevorzugst du vielleicht ein Paar für 120 Euro.

    Also wenn ich hier durch die örtliche Einkaufszone gehe, sehe ich immer gerappelt volle Läden, die hippe (und hässlicheste) Turnschuhe zu Mondpreisen anbieten. Die 18-Jährigen reißen sich um die Dinger. 120 Euro für ein paar vernünftige Lederschuhe sind mit SIcherheit nicht zuviel. Wer einen normalen Job hat, sollte sich auch vernünftige Schuhe anziehen. Wenn man immer wie ein bunter Hund im Büro erscheint, darf man sich nicht wundern, wenn es mit der Karriere nicht klappt. In der Medien- und IT-Hipsterblase ähm… -branche mag das vielleicht anders sein.

    Hobby- oder Freiwilligenarbeit außerhalb der Arbeit, die dir einen Wert und eine Bedeutung gibt. Dies eröffnet Möglichkeiten in anderen Bereichen. Dein soziales Leben wird anders. Deine Karriere womöglich – durch neue Kontakte/Freunde. Du hast weniger Zeit für sinnlosen Konsum.

    Wer Karriere machen will, sollte – außer vernünftige Schuhe anzuziehen – vor allem lange am Arbeitsplatz verweilen. Wer lange arbeitet, kommt auch gar nicht dazu Geld auszugeben. Ich merke das ganz deutlich. Während ich als Student viel Zeit und zuwenig Geld hatte, ist es heute umgekehrt.

     

  29. AvatarAlexanderG

    Zum Thema Luxus-Konsumgüter: Habe einen Rimowa Koffer den meine Eltern in den 1980er Jahren gekauft haben. Ich benutze ihn bei jeder Reise. Er ist qualitativ absolut top. Es gibt nichts besseres. 40 Jahre alt und bestimmt auf mehreren hundert Flügen dabeigewesen.

    Ich berechne bei solchen Anschaffungen immer „cost per use“. Ebenso bei teuren Lederschuhen, die handgemacht sind, die man immer wieder und wieder vom Schuhmacher reparieren lassen kann. Das geht bei billigen Dingen nicht!

    Beispiel: Rimowa Koffer 1988 gekauft für 500 DM. Insgesamt 700mal genutzt. Ergibt Kosten pro Nutzung von 0,36 EUR.

    Mann kann natürlich auch alle 4 Jahre einen „billigen“  no-name Koffer für 80 EUR kaufen, der nach den 3,5 Jahren auseinanderfällt. Kostet dann deutlich mehr, schaut kacke aus und macht keinen Spaß, und man ärgert sich alle 3,5 Jahre aufs neue.

    Ich liebe meinen Rimowa Koffer, und werde ihn weiter nutzen, genauso wie meine guten handgemachten Schuhe 🙂 Ich finde die Dellen und Kratzer am alten Rimowa-Koffer kultig.

  30. KievKiev

    @ AlexanderG

    Meinst Du Schuhe für einen Anzug, oder Alltagstaugliche? Wenn Du einen Tipp für alltagstaugliche Schuhe hast, kannst Du mir gerne geben. Ich suche nach Schuhen bei denen der Schuster die Sohle z.b. leicht tauschen kann. Es sollen aber auch keine Wanderschuhe sein. Bei den meisten Schuhen wie Timberland geht es leider nicht. Die sind nur für den schnellen Konsum ausgelegt. Mir geht es bei dem bewussten Konsum auch um Nachhaltigkeit im Bereich des möglichen.

     

  31. AvatarAlexanderG

    @ Kiev

    Also bei guten (weitestgehend) handgemachten Schuhen ist meine Empfehlung ganz klar „Prime Shoes“  Die kaufe ich allerdings NUR im Sale oder zB. bei BestSecret. Da kostet das Paar dann ca. 120 EUR. Die halten alle sehr lange und können immer wieder repariert werden. Ansonten sind „shoepassion“ und „Barker“ auch gute Anlaufstellen.

    Ich schaue dass ich meine Schuhe sowohl zum Anzug als auch in der Freizeit anziehen kann. Lieber wenige richtig gute Schuhe, die allrounder sind und lage halten.

    Wenn man wirklich wenig Geld ausgeben will, und weiss dass man bei genannten Herstellern eine bestimmte Größe hat, dann findet man oft bei ebay oder  ähnlichen Marktplätzen nahezu neue bzw. ungetragene Schuhe. Viele Menschen kauf im Internet wie verrückt teure Schuhe, merken dann aber nach 3 Wochen dass sie nicht mehr passen, und können sie dann auch nicht mehr zurückschicken. Da kann man dann richtig teure Schuhe (z.B. Ed Meier Schuhe aus Cordovanleder) zu vergleichsweise günstigen Preisen bekommen.

  32. KievKiev

    @ Alexander, Baum

    Danke für die Tipps. Ich habe bereits Prime Schuhe. Die hatte ich für meine Hochzeit im Angebot gekauft. Mich wundert es langsam nicht, warum ich heute wesentlich mehr Geld spare als früher 😉

    Ich wusste nicht, dass es auch Boots und Sneaker von denen gibt. Anzüge muss ich zum Glück nicht bei der Arbeit tragen. Daher sind die klassischen Modelle mit etwas zu extravagant für den Alltag. Beide Firmen hatten aber auch Chelsea Boots. Die finde ich ganz praktisch. Muss ich mir einmal ansehen.

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