Die Angeberei bringt nichts. Es ist eine seelenlose Scheinwelt


New York, 3. August 2018

Die Angeberei mit teurem Plunder ist so etwas von blöd…. (alle Fotos heute sind aus der Dokumentation „Generation Wealth„).

Für sparsame ETF-Sammler gibt es gute Nachrichten. Die Kosten sinken immer weiter. Sie tendieren gegen Null. In den USA gibt es schon ETFs, die gratis sind. Ich hoffe, dass der Trend bald nach Deutschland kommt.

Wichtig für Dich ist es, Deine Konsumausgaben und andere Kosten im Griff zu haben. Leg nach Möglichkeit jeden Monat Geld zurück. Baue Dir einen passiven Geldstrom auf. Wenn es darum geht, Wohlstand aufzubauen, ist es wichtiger Ausgaben zu kürzen, als Einkommen zu erhöhen. Nimm also Deine Ausgaben unter die Lupe. Investierst Du in die Aktienmärkte, ist die Zeit Dein Freund. Pass auf, wem Du Geld anvertraust. Das geht leider oft schief. 

Ich bin stolz darauf, kein Auto mehr zu haben. Mein Computer und Laptop sind uralt. Mein iPhone 6 ist nicht mehr das Neueste. Ich halte an alten Dingen fest, weil ich es hasse, unnötig Geld auszugeben. Ich habe einen gewissen Stolz, ein verantwortungsvoller Eigentümer zu sein. Es fühlt sich wirklich gut an, etwas Geld in einem Notfallfonds zu haben. Und von passiven Einkommensströmen zu leben.

Die ganze Angeberei mit Statussymbolen ist bescheuert. Die Einkaufsstraße entlang zu laufen, fühlt sich seelenlos an. Ich geh lieber an den Strand oder mache einen langen Spaziergang.

Aber leider ist in unserer Kultur die Angeberei extrem wichtig geworden. Besonders großes Haus, Pool, Edel-Küche, Designer-Kleidung, schnelles Auto, Luxusurlaub etc.

Der ganze Edel-Kram bringt nichts. Er leert nur das Konto. Macht aber nicht wirklich zufrieden. Bringen die Schönheits-OPs etwas? Nööö. Nasen werden verkleinert. Lippen, Po, Busen werden aufgeplustert. Falten entfernt. Was ist das für eine Welt?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Angeberei bringt nichts. Es ist eine seelenlose Scheinwelt

  1. Michael

    Hallo Tim,

    ich vermisse deine Videos, wäre schön, wenn du mal wieder bewegte Bilder hochladen könntest.
    Deine letzten Aktivitäten und Gedanken bspw.

    Gruß
    Michael

  2. Max Perlenspiel

    Eigentlich ist das ganze Konsumverhalten wichtig, denn das schafft ja die Profite für die Unternehmen in unseren ETF. Es gibt auch keinen Grund sich so herab lassend über die Angeber zu äußern. Denn gerade die motivieren ja andere denen nach zu eifern. Und die alle zusammen ermöglichen ja erst unsere Dividenden. Ich denke denen wohl wollend zu zuschauen und uns unseren Teil zu denken, ist ausreichend.

  3. Bruno

    Grundsätzlich einverstanden, kommt aber auf die Verhältnisse an, das eine Bild zeigt ja Jürg Marquard, natürlich zeigt der sein Geld, aber er hat es auch, und nicht geerbt sondern selber hart erarbeitet über Jahrzehnte. Das geht für mich in Ordnung und ich gönne es ihm und andern auch, wer Multimillionär ist darf sich auch etwas gönnen, vielleicht schlauer sind dann Luxus und Top-Qualität zu gönnen als billigen Einwegramsch, auch umwelttechnisch, eine Luxusuhr die über Generationen Bestand hat schafft auch Arbeitsplätze und schont die Umwelt gegenüber 100 Plastikuhren, die kein Jahr halten.

    Problematisch wird es wenn Leute aus der Mittelschicht das als Ideal betrachten und danach eifern und sich womöglich sogar noch verschulden, das ist das Problem. Ich bin daher auch ein Freund von klarem Finanzplan auch für einen Privathaushalt, ich finde auch ein Spasskonto sinnvoll, vielleicht 5-10% vom Einkommen. Natürlich eine möglichst hohe Sparquote, aber ad absurdum sollte man es auch nicht treiben, ich finde man darf sich auch etwas gönnen, einfach nicht übertreiben.

  4. Stephan

    @Perlenspiel: Denke ich nicht. Abnormale Dekadenz sollte durchaus kritisiert werden dürfen – vor allem in der befremdlichen Extremform auf Tims Fotos.

    @Tim: Danke für die unterhaltsamen Bilder. Ich hatte mir bereits durch einen deiner früheren Artikel die Doku „Queen of Versailles“ angeschaut – ein tolles Lehrstück!

    Beste Grüße aus dem völlig überhitzten NRW

  5. Michael_2

    “ ist es wichtiger Ausgaben zu kürzen, als Einkommen zu erhöhen“

    So pauschal kann man das nicht behaupten. Sicher ist es wichtig, möglichst sparsam zu leben. Aber ohne anständiges Einkommen ist die finanzielle Freiheit nicht zu erreichen. Ein Pizzakurier hat da keine Chance, auch nicht mit einem frugalistischen Lebensstil.

    Es ist auch kein Zufall, dass die Leserbriefschreiber sich eher in der Region von 100K Verdienst bewegen als bei 20K.

     

  6. ThomasH

    Ich glaube nicht, dass der Konsum usw. aus Angeberei kommt. In meinem Umfeld wird auch sehr viel komsumiert, seien es teure Autos, Urlaube, etc. Meines Erachtens wird das aber aus Freude gemacht, etwas teueres zu besitzen. Einfach, weil man es sich leisten kann. Zinsen gibt es ja eh keine, also kann man das Geld auch ausgeben. Nicht aus Prahlerei oder um den Nachbarn zu beeindrucken, sondern aus Spaß am Konsum. Und natürlich aus Gedankenlosigkeit.

    Im Endeffekt bleibt das Ergebnis selbstverständlich das gleiche: Vermögensaufbau erfolgt nicht.

    Gruß ThomasH

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Danke für Dein Interesse. Ja, ist schon länger her mit den Videos. Muss sehen, wann ich wieder eins mache.

    @ Stephan

    Danke. Schau Dir die Dokumentation „Generation Wealth“ an, wenn Du die Möglichkeit hast. Ist gut gemacht. Filmemacherin Lauren Greenfield hinterfragt das protzige Leben der Reichen wirklich gut in dem Film. Sie zeigt eine innere Unsicherheit der Personen.

    @ Michael_2

    Ich rede von der konsumgeilen Mittelschicht. Sie sollte sich darauf konzentrieren, die Ausgaben zu kürzen. Darauf hast Du sofort Einfluss. Die Gehaltserhöhung ist zwar gut, aber wir haben mit einer ständigen Ausgabeninflation zu kämpfen. Der Lebensstandard geht rauf.

  8. Der schlauste Mensch der Welt

    Bin angewidert vom Trailer… „plastic surgerys for dogs“! Alles so leer und stumpf.

    Mir missfällt auch die Attitüde, dass der ganze Konsum gut ist: Hauptsache ich bekomme die Dividenden, der Rest ist mir egal.

    Man sollte dran arbeiten etwas geben zu können, zu teilen etc… nicht nur immer nehmen.

    Muss jeder für sich ausmachen.

     

  9. Ruben

    Mir tut es immer weh, wenn unnötig Ressourcen verpulvert werden. Ich belehre aber niemanden und behalte das in der Öffentlichkeit für mich. Wenn sich mehr Menschen ihres übermäßigen Konsums bewusst werden würden, dann würde ich das begrüßen. Wenn sich dadurch meine Gewinne schmälern würden, könnte ich auch gut damit leben. Das wird aber alles nicht eintreffen und gar nichts konsumieren kann höchstens ein Selbstversorger in einer Waldhütte.

    Ich bin auch kein Großverdiener, doch wenn ich schon mit 20 das Wissen von heute gehabt hätte, dann könnte ich mehr oder weniger heute schon finanziell frei sein.

    Wir  haben heute in Deutschland auch schon kostenlose ETF, wenn man die Tracking Differenz berücksichtigt. Diese kann man hier nachschauen:
    http://www.trackingdifferences.com/ 

    Alles Gute,

    Ruben

  10. Dominik von depotstudent.de

    Hallo Tim!Du warst so die Hauptperson, die mich dazu inspiriert hat, ein Gespräch mit einem Kumpel in Gedichtform aufzuschreiben. Mal gucken, was Du davon hältst. 🙂

    https://depotstudent.de/alter-ich-will-einen-maybach/

    Das große Problem ist bei vielen ja gar nicht, dass sie nicht erkennen, dass der Konsum nicht glücklich macht. Es ist ja viel mehr, dass es diesen inneren Drang gibt, der bei Dir nicht so stark ausgeprägt ist. Aber wie soll man das „Wollen“ langfristig unterdrücken? Keine Werbung mehr gucken? Sich sozial ausgrenzen? GrüßeDominik 

  11. Gurki

    Die Bilder die Du hier zeigst sind doch von Multimillionären oder nicht? Da finde ich es legitim sich auch was teures zu gönnen. Schließlich haben sie das Geld. Im Verhältnis haben sie eben so viel Geld das sie sich einen Ferrari kaufen können, wo die Normalverdiener sich eben nur einen VW Polo leisten könnten, aber eben doch die E-Klasse von Mercedes nehmen.

    Muss jeder selber wissen was er mit seiner Kohle macht. Ich freue mich jedenfalls jeden verdammten Tag über meine 12.000€ HiFi Anlage (und das ist noch gar nichts). Jeden Tag dudelt meine Musik hier. Jeden Tag habe ich Gänsepelle von dem einfach geilen Klang. Das kann keine olle Bluetooth Bose Box…

    Ich armer Konsument 🙂
    Ich müsste eigentlich mal wieder in mein Depot schauen – gnaah wird schon laufen 🙂

  12. ThomasH

    Das große Problem ist bei vielen ja gar nicht, dass sie nicht erkennen, dass der Konsum nicht glücklich macht. 

    Wir, die wir uns hier auf den einschlägigen Blogs rumtreiben, glauben, dass Konsum nicht glücklich macht, weil er uns nicht glücklich macht.

    Aber viele macht der Konsum schon glücklich, auch auf längere Zeit. Nur als Beispiel: In meinem Bekanntenkreis hat sich jemand ein E Klasse Cabrio als Zweitwagen gekauft, und dafür sogar Aktien verkauft. Das Auto wird gehegt und gepflegt und sie sind auch nach Jahren noch glücklich und zufrieden damit. So geht es bei vielen Bekannten. Die werden durch ihren Konsum beleibe nicht unglücklich, auch nicht, wenn der Nachbar ein noch größeres Auto hat.

    Aber sie sehen halt nicht die Alternativen nicht. Von dem Preis für die E Klasse könnte ich ( oder die Bekannten auch) 2  Jahre früher in Rente gehen.  Das wird nicht gesehen oder verdrängt. Lieber hier und jetzt. Was in ein paar Jahren sein wird, daran verschwendet niemand einen Gedanken.

    Vielleicht mag die Angeberei in den USA ausgeprägter sein, hier empfinde ich den Konsum eher als Spaß am Besitzen.

    Gruß ThomasH

  13. Bruno

    @Gurki @ThomasH

    Ich finde Konsum nicht generell schlecht, ich definiere Minimalismus (für mich) auch nicht so, dass es möglichst wenig sein muss, ich möchte nicht finanziell reich sein und gleichzeitig auf Hartz4 Niveau leben, eine Weile untendurch um Ziele zu erreichen ja, aber nicht fürs ganze Leben.

    Konsum macht für mich Sinn bei Dingen die man braucht und die einem Freude bereiten, die HiFi Anlage bereitet täglich Freude, das Auto wird auch gebraucht und kann Freude machen. Sinnlos sind Dinge die man nur für den kurzfr. Kaufrausch kauft, zuviele Klamotten, Plunder der nur rumliegt, Dinge mit denen man andere beeindrucken will etc. diese Sachen müssen alle nicht sein. Reisen ist z.B. auch Konsum, und auch nicht zwingend nachhaltig (Flüge etc.)  trotzdem kann es glücklich machen und auch Bildung ist im weiteren Sinne Konsum. Für mich Dinge die Sinn ergeben, jeder definiert ihn anders, sonst müssten wir uns in eine Höhle zurückziehen oder als Selbstversorger in den Wald, kaum jemand ist dazu bereit und ich sehe auch keinen Sinn darin.

  14. Mick

    Wir sollten uns freuen, über die Angeber und konsumverrückte, denn sie ermöglichen erst ein gutes passives Einkommen in Form von Kursgewinnen und Dividenden der Konsum-Konzernen. Das fatale ist, dass wenn man erstmals im Konsumwahn, (Gehirnwäsche durch Werbung) steckt, es zu erkennen gilt und dann eine Bewusstseinsänderung an sich selbst herbeizuführen !!

  15. Bruno

    @Ruben

    Das Ziel muss also Stufe 10 oder 11 sein, denn Stufe 8 ist ja bereits durch Hartz4 abgedeckt.

  16. Dominik von depotstudent.de

    @ThomasH

     

    Ist ja so ein allgemeines Problem, dass von sich selbst auf andere geschlossen wird. Aber bist Du wirklich der Ansicht, dass diese Leute durch Konsum glücklich sind? Dass ein Coupe Spaß machen kann, steht ja außer Frage. Die Frage zielt eigentlich darauf ob, ob auch diese Leute durch ein freieres und selbstbestimmteres Leben mehr Lebensqualität hätten oder ob ihnen die neue E-Klasse wirklich mehr bringt – in Summe. Liegt es wirklich am Typ Mensch oder ticken wir in der Sicht doch ähnlicher als man annimmt?

     

    Gruß

    Dominik

  17. Ruben

    @Bruno: hätte jetzt eher gesagt 7 ist Hartz4, 8 ist der jetzige Lebensstandard, der durch die laufenden Einnahmen gedeckt werden kann. So lese ich die Tabelle.

    7+8 sind für mich die wichtigsten Stufen, denn meine größte Befürchtung ist einmal arbeitslos/arbeitsunfähig zu werden. Dann bekommt man erstmal gar kein Hartz4, bis man fast sein ganzes Vermögen aufgebraucht hat. Nach ein paar Jahren steht man genauso da wie jemand, der nie gearbeitet oder gespart hat. Hier kann man sein „Schonvermögen“ im Fall von Hartz4 berechnen:

    https://www.brutto-netto-rechner.info/schonvermoegen.php

    Wenn ich aber 7 oder besser 8 habe, kann ich damit unbegrenzt auskommen und muss mein Vermögen nicht aufbrauchen. Deshalb ist 7+8 für mich nicht das gleiche wie Hartz4, da ich mein Vermögen behalten kann.

    Alles Gute,

    Ruben

  18. Bruno

    @Ruben

    11 Schritte 0-10, Nr. 7 ist der 8. Schritt deshalb unsere Differenz, wir meinen aber dasselbe.

    Mit dem Vermögensverzehr stimmt schon, aber was schlussendlich zählt ist die Lebensqualität, was nützt ein grosses Vermögen wenn man nichts davon hat. Klar eines Tages könnte Hartz4 abgeschafft werden, bloss in so einer Situation wird man sich auch an die Vermögen ranmachen. Der Staat ist da sehr kreativ.

    Nicht falsch verstehen ich bin sehr wohl für Sparen und Vermögensaufbau, aber es muss dem langfristigen Lebensqualitätsgewinn dienen, ein Leben auf Hartzerniveau wäre für mich kein Thema. Ich will gut leben.

  19. Bruno

    https://www.friday-magazine.ch/articles/willkommen-zu-cashflow-unserer-neuen-finanz-serie

    Ein interessanter Beitrag, auch ein Nicht-Minimalist resp. Frugalist kann 3.5k sparen das ist fast eine Sparquote von 50%, gut vor Steuern. Zeigt aber auch, ein gutes Einkommen erleichtert viel.

    Ich sehe das jetzt nicht als sehr positives Beispiel, das Essen ist nicht gerade gesund, er könnte weitaus sparsamer sein, aber immerhin er spart und lebt verglichen mit dem Durchschnitt vernünftig.

  20. Ruben

    @Bruno: gut, das wir eigentlich die gleichen Schritte meinen,  Schritt „0“ verwirrt etwas 🙂

    Alles unter dem jetzigen Lebensstandard ist natürlich nicht wirklich erstrebenswert. Da hast du vollkommen Recht. Ein laufendes passives Einkommen auf Hartz4 Niveau sollte nicht mehr als eine kurze Überbrückung der Arbeitslosigkeit sein. Ergattert man auf dieser Stufe zu mindestens einen Halbtagsjob, sind aber auch wieder kleinere Annehmlichkeiten drin.

    Alles Gute,

    Ruben

  21. KievKiev

    @ Bruno, Ruben

    Ich bin aktuell an der Stufe 7/8 dran. Das ist natürlich eine sehr schöne Hürde, da das aktuelle Leben wie es bereits gelebt wird finanziell durch passive Einnahmen gedeckt wird. Die Stufe darunter ist dennoch etwas ganz anderes als Hartz 4. Es ist eher ein bedingungsloses Einkommen, dass ausschließlich Du alleine erhalten könntest. Was Du damit machst ist Dir überlassen. Du könntest als Beispiel nur 3 Tage die Woche arbeiten und so das Leben so leben wie Du es Dir vorstellst. Du könntest diesen Lebensstil viel früher durchsetzen wenn Du entsprechend länger arbeiten möchtest. Aber bei weniger Gehalt und Stunden. Das hat außerdem Vorteile bei den Krankenkassenbeiträgen und Steuer. Mit Harz 4 ist das alles nicht möglich.

  22. -M

    @Gurki

    Darf man fragen mit welcher Kette du hörst?

    Ich bin auch Hifi (high-ender möchte ich mich nicht nennen; klingt so selbstbeweihräuchernd) verrückt und kann das absolut nachvollziehen 🙂

    Tolle Musik bring Entspannung und Lebensqualität für mich 🙂

    Highfidele Grüsse

    -M

  23. Ralf

    Auszug aus einem Artikel bei N-TV vom 20.03.18:

    „…Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im vergangenen Jahr fast 150.000 Straf- und Bußgeldverfahren wegen Hartz-IV-Betrug eingeleitet. Besorgt ist die BA einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge wegen des bandenmäßigen Hartz-IV-Betrugs.

    Sie würden gezielt Menschen aus osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien anlocken, die hier scheinbar arbeiten, um dann zu Unrecht Arbeitslosengeld-II-Leistungen zu kassieren. Schwerpunkte der „Hartz-IV-Mafia“ sind demnach Berlin, Dortmund, Hagen, Gelsenkirchen, Duisburg, Bremerhaven, Pinneberg und Neumünster…“

    Und hier wird viel abkassiert. Vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Mancher hortet sein Vermögen anonym in Gold und rennt dann zum Amt.

    Wenn man das mal ganz nüchtern und ohne jegliche Gesinnung für Recht und Ordung  betrachtet, ist man als ehrlicher Sparer der Dumme.

    Geht es z.B. mit meiner Gesundheit vor erreichen der FU abwärts, muss ich fast mein ganzes Vermögen verbrauchen, bevor ich HartzIV bekomme. Und solche Situationen können schnell eintreten (Krankheit, Arbeitslos, Scheidung…)

  24. -M

    @Ralf

    Einzige Möglichkeit dann in den unvorhersehbaren Fällen: auch so viel Kohle auf die Seite schaffen wie man kann, die man dann offiziell -verzockt/versoffeb/vetlebt- hat, um schneller mittellos zu sein für Hartz4….wenn lottomillionäre das in kürzester Zeit schaffen, kann man das sicherlich auch selbst fungieren und hat sein Vermögen teilweise gerettet

    -M

  25. Ralf

    @M: Wie soll das gehen? Hintergrund: Der Gesetzgeber erschwert das zunehmend. Größere Barabhebungen sind nach meiner Kenntnis überprüfbar und schüren dann einen Verdacht bei den Ämtern (gläserner Bankkunde).

    Man müsste also recht lange vor einem unvorhersehbaren Fall mit Abhebungen beginnen. Und bei Gold sind mittlerweile nur noch bis ca. 10.000 € anonym Käufe möglich.

    Der 500€-Schein wird ja ebenfalls abgeschafft. Man arbeitet daran, die Freiheit zunehmend zu beschneiden. Den Bargeld ist ein Stück Freiheit.

    Die Risiken durch Gesetze des Staates haben hier viele nicht auf dem Schirm. Da wird noch einiges kommen. Ich habe einige Bankkaufleute in der Verwandtschaft. Diese haben recht krasse Fälle berichtet. Das Sozialamt ist sehr neugierig. Gewisse HartzIV-Betrügerclans machen das viel geschickter.

    Sparen ist wichtig. Aber auch ein gewisses Risikomanagement. Z.B. durch eine BU-Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit. Deswegen kann ich so manchen hier nicht verstehen, der solche Versicherungen einfach wegen der Kosten kündigt.

  26. Leser

    Wer davor Angst hat, der investiert während der Sparphase einfach vermehrt in physikalisches Gold. Der Rest geht dann für eine Weltreise drauf, dann klappt auch mit H4.
    Aber eine viel zu pessimistische Lebenseinstellung.

  27. -M

    Man wird nicht alles retten können. Aber man kann vieles dann noch im Fall der Fälle abheben und „verlebt“ es offiziell. Alles man eh nicht absichern im Leben. Ein gewisses Krisenmanagement gehört jedoch dazu. Bei meiner Familie wissen wir, dass im Fall der Fälle auch einer von uns unsere ETW halten kann. Das ist schon viel wert.

    -M

  28. Ralf

    Sparen und Anlegen ist wichtig. Ebenso begleitend ein gewisses Risikomanagement. Das hat wenig mit Pessimismus, mehr mit Realismus und einer gesunden Risikoanalyse zu tun. Ich bin z.B. gut investiert an der Börse, trotzdem bestehen gewisse Sicherungsmaßnahmen, muss jeder selbst wissen.

    So macht in jungen (gesunden) Jahren der Abschluss einer dann noch bezahlbaren BU-Versicherung durchaus für viele Sinn und sollte nicht vorschnell im Sinne einer schnelleren FU geopfert werden.

  29. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Cerebrum

    Dein Beitrag unter dem letzten Artikel gefällt mir sehr gut.

    Ich kann diesen Pessimismus, die Schwarzmalerei und Angst um die Zukunft auch nicht mehr hören. Die Kommentare eines Lesers hier überspringe ich daher auch immer geflissentlich.

    Die Chancen waren nie größer als heute. Genial, was man mit Zuversicht, Engagement, Disziplin, Mut und Wille alles erreichen kann.

    Man vergleiche mal die Lebensbedingungen eines Fabrikarbeiters um 1860 mit dem Porschebandarbeiter von heute. Unglaublich, wie gut es uns geht.

    Selbst jeder Hartz4-Empfänger lebt hier sicher, hat es warm, ist bekleidet, ernährt, schläft in einem Bett, kann in Bibliotheken kostenlos lesen, sich bilden und informieren. Freunde treffen, frische Luft im Park schnuppern, eine Beschäftigung finden.

    Das sind Zustände, von denen ein Großteil der Weltbevölkerung träumt. Ich halte Nörgeleien daher für infam.

    Wer Stress im Job hat, sollte sich eine andere Beschäftigung suchen. Wir sind alle frei unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Wer das nicht hinbekommt, sollte die Schuld nicht bei anderen suchen, sondern etwas ändern.

    In den 90ern haben sie uns junge Menschen bemitleidet. Ausbildungsplatzmangel, keine Jobs, die Alten in festen Sesseln, die sie nicht räumen wollen. Unsere Zukunft wurde schwarz gemalt.

    Wenn ich in mein Umfeld heute schaue, geht es uns allen blendend. Aufstiegschancen ohne Ende.

    Selbst ein Kumpel, der auf Abwege geriet und über eine Therapie bei einer Onlinebuchungsagentur für Ferienwohnungen landete, sitzt heute nach Übernahme von airbnb in Konferenzen in Japan oder Kalifornien. Gehalt entsprechend.

    Und die große Rentnerschwemme kommt erst noch. Überall werden händeringend Nachwuchskräfte gesucht.

    Und die Bedrohung durch Robotik? Merkwürdig, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Die einen sehen Utopia, die anderen Dystopia.

    Es gibt keine allgemeingültige Realität. DIE Wahrheit gibt es nicht. Es gibt Wahrnehmungen durch Sinneseindrücke, es gibt geistige Einstellungen, Gedanken formen sich, Handlungen werden ausgelöst. DAS ist lenkbar.

    Warum sich darum unnötig mit Sorgen belasten? Das will mir nicht in den Kopf. Und was andere so treiben (konsumieren) ist mir völlig egal. Jeder wie er mag.

    Noch eine Frag an die Stoakenner. Seneca im (übersetzten) Original ist harter Tobak. Habt ihr eine gute moderne Schrift zum Thema parat?

    Zur Börse: Habe diesen Monat J&J, Abbvie und Bayer aufgestockt. Portfolio steht auf Rekordhoch. Rechne mit knapp 3k Dividendeneinnahmen dieses Jahr. Time in the market statt timing the market funktioniert seit Jahren bestens.

  30. Gainde113

    @ Freelancer Sebastian
    Bei uns hier in der Schweiz merkt man, abgesehen von einzelnen Branchen (bsp. Pflege), nicht viel vom sogenannten „Fachkräftemangel“. Gibt ja eine massive wirtschaftliche Immigration aus der EU, die auch entsprechend die Löhne drückt, weil die Leute a) nicht lebenslang bleiben und b) sich der hiesigen, hohen Lebenshaltungskosten gar nicht bewusst sind. Musste jetzt zwecks Lohnerhöhung von einem (dt.) Konzern zu einer Schweizer KMU wechseln, weil man dort weniger austauschbar ist und Lokalkenntnisse für die Marktbearbeitung notwendig sind.

  31. Gainde113

    Schon komisch: Es gab in den letzten 10 Jahren keinen solch langen Seitwärtsmarkt im Globalmarkt (Februar bis heute).

  32. Ralf

    @Gaine113: „…Bei uns hier in der Schweiz merkt man, abgesehen von einzelnen Branchen (bsp. Pflege), nicht viel vom sogenannten „Fachkräftemangel“. Gibt ja eine massive wirtschaftliche Immigration aus der EU, die auch entsprechend die Löhne drückt,…“

    Du bringst es gut auf den Punkt. In D sieht es in vielen Branchen ähnlich aus. Beispiel: Bei uns im Betrieb werden immer mehr Fahrer mit Migrationshintergrund eingestellt. Ich finde das voll ok und die meisten machen einen tollen Job. Aber Konditionen/Gehaltsgruppierungen für Neueinstellungen wurden deutlich schlechter gestellt. Und der Betriebrat nickt das auch noch ab.

    Lohndrückerei selbst bei tarifgebunden Unternehmen ist nicht gut. Da gibt es etliche Tricks wie man das machen kann ohne Rechtskonflikte zu bekommen. Und dann über Fachkräftemangel jammern weil sich viele nicht mehr bewerben…

     

  33. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Was ist daran komisch? „Die Märkte“ machen halt was sie wollen. Prognose unmöglich. Timingstrategien nicht wiederholbar.

    Gut möglich, dass jemand in 20 Jahren sagt: „Schon komisch, jetzt hat der Globalmarkt die letzten 20 Jahre nie mehr als 25% verloren und alle, die auf den 50%-Crash gewartet haben, haben ein Vermögen verschenkt.“

    Seit Jahren wird der Megarückgang angekündigt und er kommt einfach nicht. Und wenn er dann da ist, stehen die Kurse trotzdem höher als 2015.

    Bei der Gelegenheit würde mich die Vorgehensweise der Timingfreunde interessieren. Ruby hat bspw. im Februar „richtig gelegen“. Heute stehen wir wieder höher. Zwischendurch günstiger zurückgekehrt? Oder doch noch weiter warten? Wann ist der richtige Rückkehrpunkt erreicht?

  34. Bruno

    Hartz4 – Es tut mir leid diese Diskussion eröffnet zu haben, das war eigentlich nicht meine Absicht. Es ist IMMER besser, wenn man spart, ich würde sogar worst case unter Hartz4 Niveau leben wollen um nicht dem Staat auf der Pelle zu liegen, das ist einfach assozial (ausser jene die nicht anders können und alles versucht haben, dem zu entgehen, für die dieses System auch gedacht ist). Auch kann ich jene die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen nicht dabei unterstützen, es reicht wenn einige Grosskonzerne so denken wenn jetzt noch jeder der was hat dies steuerfrei mit irgendwelchen Tricks retten will dann gute Nacht. Ich bin da aber optimistisch. Es braucht halt eben global fairere Steuerverhältnisse, so dass alle profitieren vom globalen Wachstum, der m.E. noch sehr lange anhalten wird.

    Timing Börse – Warten auf den Crash kommt für mich nicht in Frage, auf der andern Seite sehe ich auch die recht hohen Bewertungen, insbesondere in USA, die kann man nicht wegdiskutieren. Ob man nun weiter voll investiert sein soll oder ein Teil in Cash (alles würde ich NIE) muss jeder selber wissen, das kommt auch etwas auf die individuelle Strategie an, wer monatlich spart, für den lohnen sich hohe Cashbestände kaum, der kauft einfach jeden Monat weiter und hat über Jahre dann einen schönen Durchschnittskurs. Wer heute erbt und noch gar nicht investiert ist, dem würde ich eine Staffelung empfehlen und nicht jetzt alles sofort investieren. Da gehen aber die Meinungen auseinander. Wer schon seit Jahren dabei ist, auch für den gibt es eigentlich keinen Grund jetzt zu verkaufen, eventuell kann man Dividenden aufschieben zu reinvestieren bei einer eventuellen Korrektur oder Crash, man kann dabei gewinnen oder aber auch verlieren, falls so ein Crash nicht kommt oder nicht in dem Umfang, wo erwartet wird. Wichtig finde ich einfach ein klares und möglichst einfaches System, das die Emotionen rausnimmt, sonst macht man/frau nur Fehler. Ich kenne auch sehr erfahrene Börsianer, die 2008 im letzten Crash ihre Nerven verloren haben, darf man nicht unterschätzen.

  35. Fit und Gesund

    zu den Stufen des Wohlstands,

    danke Ruben für den link, leider ist sowas für mich völlig unbrauchbar, ich habe einen anderen Gradmesser, nämlich meine Zufriedenheit,

    was nutzt es Denjenigen auf Stufe 10 der eine unglückliche Ehe führt? der halbwüchsige Kinder hat die in der Schule nicht tun und nur abhängen wollen, der eine chronische Krankheit hat, der mit 50 von der Wespe gestochen wird und allergisch mit Kreislaufstillstand ins Spital eingeliefert wird und dort verstirbt? Da ist unter Umständen der Hartzer der jetzt im Strandbad liegt besser dran….der hat nicht die Sorge von Ralf dass ihm was weggenommen wird…

    Ich bin zufrieden, sehr sogar, hab glaub Alles richtig gemacht, bis jetzt jedenfalls,

    komme direkt aus der Badi, dort waren Alt und Jung, Dick und Dünn, in Badebekleidung kann man Reichtum schlecht abschätzen, Alle wirkten happy….ob sie es waren? keine Ahnung,

    heute Abend geh ich wieder arbeiten, nach dem Dienst geh ich wieder Schwimmen, so ist die Welt mehr als in Ordnung für mich.

    Nur drin sitzen und das Geld zählen, die Nachrichten verfolgen (sind selten gut) die Börsenkurse anstarren…davon wird es nicht besser, man darf sich auch mal was gönnen, kein Problem, aber kein sinnloser Konsum, Angeber interessieren mich kein bisschen, ich schaue nur was ich selber habe, bin, oder wie zufrieden ich bin, das reicht… und nein, ich habe keine rosarote Brille auf, ich bin einfach nur zuversichtlich!

    @Freelancer Sebastian,

    Du weisst doch ganz genau dass markettiming nicht funktioniert, wenn ich Montag mein Depot verkaufe und dann kein Crash kommt? dann ärgere ich mich, wenn Dienstag der Crash kommt hab ich Glück gehabt, aber wo ist Anfang und wo Ende? ich glaub wir lassen das, die Bank hat mich genug mit den Kaufkosten geschröpft, die Verkaufskosten gönne ich ihnen einfach nicht…

     

    liebe Grüsse

     

  36. Ralf

    Ruhe bewahren und nicht jedes meiner Worte überinterpretieren! Ich habe nie geschrieben, der perfekte Formulierer oder Schreiber zu sein. Und Diskussionen können auch zu einem Austausch beitragen.

    So ein Thema wie Hartz4 ist eben auch sehr geeignet, Diskussionen zu entfachen.

    Schauen wir doch kurz und sachlich auf die Fakten: Das sogenannte Schonvermögen ist, glaube ich, auf maximal 10.500 Euro begrenzt. Hinzu kommen einige Freibeträge für Altersvorsorge oder Kinderbetreuung. Also insgesamt doch eher wenig. Selbst genutzte Immobilien müssen ab einer gewissen Größe wohl auch verwertet werden.

    Die Absicherung der eigenen Lebensleistung ist eben ein wichtiger Baustein für einen modernen Sozialstaat. Meiner Ansicht nach. Daher ist das System -wie gegenwärtig- nicht ok für Leute, die viel gearbeitet haben und dann durch unglückliche Umstände in Hartz4 fallen. Das zu ändern wäre kein Fehler. Solange dies nicht geschieht braucht es je nach persönlichem Risikoprofil gewisse Sicherungsmaßnahmen oder eben auch nicht.

    Und dazu kann z.B. bereits eine BU-Versicherung bei Krankheiten beitragen. Das hat wenig mit Pessimismus zu tun. Angeblich wird jeder 4. im Berufsleben irgendwann berufsunfähig. Ich würde einem jungen Menschen z.B. wegen dem Ziel der FU nie von einer dann noch bezahlbaren BU-Versicherung abraten.

  37. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Fit und Gesund

    Deine Beiträge sind immer sehr schön. Danke für den Buchtipp.

    Das Schauen auf andere und die Bewertung darüber, wie sie ihr Leben führen, habe ich schon lange abgelegt. Bringt eh nichts.

    Auch ich führe heute schon ein gutes Leben. Die 4-Tage-Arbeitswoche ist ein Genuss. Trotzdem wird die FU weiter angestrebt. Das Vermögen beruhigt ungemein.

  38. Fit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    danke, Deine Beiträge gefallen mir auch immer wieder, ich lese natürlich lieber Positives als Negatives, Negatives verdirbt mir den Tag, ob ich es möchte oder nicht, ich versuche es so gut es geht auszublenden.

    Stell Dir mal vor am Montag ist Dein Depot Alle, Nix mehr da, weg…auch Dein risikoloser Anteil, futsch…, nur soviel Geld auf Deinem Girokonto dass es bis zum nächsten Zahltag reicht, sonst ist nix passiert, Deine Frau liebt Dich immer noch, Du hast Dein gleiches Gehirn behalten, Deine Knochen sind weiter gerade und nix tut weh…

    so, ich stelle mir das nun auch vor, selbst die Wohnung in D und die schönen Goldtaler wären weg,  ich würde keifen, ich würde toben, ich würde ins Fell meiner Katzen heulen, ich würde überlegen wo ich einen Fehler gemacht habe und dann?

    Tja, dann würde ich mich wohl irgendwann wieder aufraffen, ich würde weiter arbeiten gehen und vermutlich würde ich genau da weitermachen wo ich aufgehört habe, wieder eine neue „Reserve“ schaffen…was sollte ich denn sonst tun?

     

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    „in Badebekleidung kann man Reichtum schlecht abschätzen,“

    ich behaupte mal ganz einfach, dass wirklicher Reichtum sich nicht in die Niederungen öffentlicher Bäder verirren wird. 😉

    Da planscht man wohl eher im eigenen Pool oder am Privatstrand des Seegrundstückes, oder gleich auf der Privatinsel.

    Möglicherweise begegnet man den Leuten am Strand von Sylt, oder in der Sansibar. Man hat es wohl für deutsche Verhältnisse definitiv geschafft, wenn man den Hobokenweg als seine Edeladresse angeben kann.

    Nicht dass ich das brauchen oder wollen würde, aber es sind eben Welten, die sich kaum begegnen. Wir alle hier strampeln uns auf einem doch immer noch recht bescheidenem Niveau einen ab, und werden trotzdem nicht wissen wie sich Reichtum anfühlt.  Reichtum ist, wenn man z.B. nach Kampen fährt, und es einem egal ist, ob das Haus 5, 10, oder 15 Mio kostet. Man kauft es einfach, weil mehrere Mios das Budget nicht mal ansatzweise belasten.

    Trotzdem machen wir hier so ziemlich alles richtig, denke ich. Unverzagt investieren, und jeden zusätzlichen Euro an Income als Stufe zur Freiheit feiern.

    Apropos Market Timing, welches angeblich nie funktioniert…

    Du willst doch auch (noch) weniger als jetzt für ABX (Barrick Gold) bezahlen, und hoffst, dass sie danach steigen werden. Das ist nichts anderes als Market Timing. Und das funktioniert natürlich.

    Wenn Du die heute für 11 USD kaufst, dann bist Du besser dran als der, der sie  vor über 2 Jahren gekauft hat. Du bekommst sie heute für den halben Preis, während der andere Käufer für seine 2 Jahre Time in the Market nur noch die Hälfte seines Kaufpreises im Buch hat. Du kannst fürs selbe Geld die doppelte Anzahl an Aktien kaufen, was der andere nie mehr einholen kann, auch nach 100 Jahren Time in the Market wird er nur halb so viele Aktien haben wie Du. Wenn das kein tolles Timing ist. 😉

    Schönes Wochenende noch

    MS

     

     

  40. Passives Einkommen

    Ja auf YouTube gibt es häufen solche Fokus wo man die superreichen und deren Kinder angucken kann. Klar ist es cool das neueste Zeug zu haben und so aktuell zu sein, oder eben nicht verzichten zu müssen, weil man die Kohle hat. Aber durch sowas entsteht immer eine „sucht“ oder ein moderner Sklave seiner materiellen Dinge.

    Konsumverhalten muss gelernt sein und ist unheimlich wichtig im Leben.

  41. Iceman

    @ Ralf

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Was sollte mir passieren, dass ich eine BU benötige??

    Wenn ich keine geistige Beeinträchtigung habe, wird dort eine Stelle für mich geschaffen.

    Selbst wenn man im Rollstuhl sitzt, bekommt man eine Stelle am Empfang.

    Ich besitze allerdings zwei BU, eine ist Kapitalbildend und die andere nicht, da muss ich noch überlegen ob ich evtl. Eine stillege.

     

     

  42. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    Du Schlingel 🙂 also mit ABX hast Du mich nun erwischt….(ich hab sie noch nicht)

     

    der Reichtum von Sylt etc, ist unerreichbar für mich, das geht auch völlig in Ordnung, ich gönne es ihnen auch, da muss ich nicht drüber nachdenken,

    im Moment verfolge ich natürlich die Lungentransplantation von Niki Lauda, würde der, wenn er nun völlig wach und adäquat wäre mit mir tauschen wollen? ich bin ziemlich sicher dass weder er noch ich tauschen wollten,

    hoffe aber sehr dass das mit der neuen Lunge klappt und er noch ein paar ordentliche Jahre vor sich hat.

  43. Ralf

    @Iceman: „Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Was sollte mir passieren, dass ich eine BU benötige??“

    Ich verstehe deine Frage nicht so recht. Oder anders formuliert: Was bringt deine Tätigkeit im ÖD anderen die nicht im ÖD arbeiten? Oder was sollte junge Leute abhalten eine BU abzuschließen?

    Im übrigen gibt es im ÖD auch Angestellte,nicht nur Beamte. Und nicht jeder davon genießt einen besonderen Schutz. Es gibt teilweise Tarifverträge im ÖD, welche den besonderen Kündigungsschutz für langjährige Angestellte abgeschafft haben.

    „Selbst wenn man im Rollstuhl sitzt, bekommt man eine Stelle am Empfang.“

    Das mag bei deiner Behörde so sein. Es gibt aber auch andere Fälle im ÖD wo dies nicht der Fall ist. Der TVöD sieht zum Beispiel eine Kündigung im Krankheitsfall unter bestimmten Vorraussetzungen durchaus vor.

    Hier mehr zum Thema BU und ÖD:

    https://www.cecu.de/bu-versicherung-oeffentlicher-dienst.html

  44. Andrea

    Fit und Gesund, danke für deinen Beitrag! Genau so empfinde ich es auch. Angeber haben mich nie interessiert, sie sind in Wirklichkeit arm dran. Ich habe auch selber mein Leben immer nach meinen Vorstellungen ausgerichtet, nie nach dem, was andere sagten, und bin damit gut gefahren. Ja, ich bin auch zufrieden mit dem, was ich habe. Gerade eben habe ich meinen Neffen in einen Film, den er sehen wollte, zum Kino eingeladen und fühle mich gut damit. Kleine Freuden des Alltags.

  45. KievKiev

    @ MS

    In Sylt ist das Gras auch nicht grüner. Ich bin dort mehr als einmal gewesen. Die Reedhäuser und Landschaft gefällt mir sehr gut. Aber meiner Meinung nach wird hier viel zur Schau gestellt. Ob Substanz dahinter oder nicht ist mir eh egal. Das nervt aber schon ein bisschen.

    Es gibt auch andere Inseln und schöne Gegenden im Norden mit weniger Schaustellern. Ich kenne einen Vermögenden mit mehreren Auslandsimmobilien. In Sylt hat er keins, aber im Norden gibt es eins. Ob es an dem Rummel liegt kann ich nicht sagen. Am Preis sicher nicht, da es auch ein weiteres in der schönen Schweiz gibt.

    Ich bin gerade in Urlaub und genieße die Zeit mit Familie. Ich muss nichts darstellen. Manchmal treffe ich auf Leute, die ein hohes Bedürfniss haben mir zu zeigen was sie erreicht haben. Das war diesen Urlaub zum Glück noch nicht der Fall. Das nervt einfach nur.

    Warum sollten Reiche nicht im selben Bad sein? Wenn es ein schönes Bad ist spricht nichts dagegen. Wenn die Kinder das Vermögen lange erhalten sollen ist es wichtig, dass sie ein relativ normales Leben leben. Ansonsten kann das Vermögen schnell verzehrt werden wenn die Einnahmequelle versiegt aber der exzentrische Lebensstil weiter gelebt wird.

  46. Thorsten

    Eine BU halte ich persönlich für überflüssig. Es ist die Versicherung, die am besten darstellt,  wie sich der typisch Deutsche gegen alles absichern will. Ich kenne keinen einzigen Selbstständigen, der eine BU hat. Sobald man das Leben in eigene Hände nimmt und die Kuschelzone verlässt, wirft man solchen Ballast womöglich besser ab.

  47. JosefJosef

    @Topic
    Angeben ist meist Ansichtssache.
    Angeben kann man nur wenn die andere Person Neid verspürt.
    Warum soll ich auf Menschen neidisch sein, die auf Videos ihre Orgien Feiern.

    Ich hab sogar mal „die Yottas“ angeschaut, die mussten für den Bastian Yotta den Sessel rumschleppen, weil er sich wie der König fühlen wollte und lebte mit seinem Sportwagen und einem Sack voller Geld in seiner Villa.
    Ich hatte ein bisschen Mitleid mit den Angestellten und dem Bastian.
    Die Serie wurde glaub ich auch abgesetzt.
    Wer Lust hat dies anzuschauen hier wäre der Link.

    https://www.prosieben.ch/tv/die-yottas-mit-vollgas-durch-amerika/video/11-die-yottas-mit-vollgas-durch-amerika-episode-1-ganze-folge

    Andere Betrachter sagen vielleicht diese Typ gehört eingesperrt, andere wiederum möchten so werden wie er.

  48. Bruno

    @Josef Habe nur 3 Minuten geschaut das reicht, ich kannte die nicht ich habe kein Fernseher, aber sind doch ein richtig sympathisches Traumpaar, ich liebe diese Bodenständigkeit, herzergreifend 😀 Und ja dieses Superman Tanktop muss ich unbedingt haben, verkauft er dies auch ? Ich glaube so jemand wünscht sich jeder als guten Nachbarn, gemütlich ein Bier trinken…

  49. Fit und Gesund

    @Josef,

    ich habe nur 4 Minuten ausgehalten…sind die echt? na ja, Jan Ullrich hat nun auch Ärger 🙂

    @Andrea,

    so ist es, die kleinen Freuden des Alltags und überhaupt ein ganz normales Leben,   nicht dieses gekünstelte „sitzt die Frisur richtig, hab ich die richtigen Klamotten, hat mich Frau X auch mit XY gesehen, ich halte davon nix….

    @All,

    was eignet sich überhaupt am Besten zum Angeben?

    Urlaubsreise, Kinder/Enkel, Partner, Haus, Aktienbesitz???? auch wichtig, immer schön aufpassen mit wem man in die Pause geht *lach*….

  50. Gurki

    @-M: Ich besitze Stand-Lautsprecher der Marke ELAC und einen YAMAHA Aventage AV-Receiver und einen Subwoofer der Marke SVS (PB-13 Ultra). Wahrscheinlich auch noch nicht so richtig High-End (wo beginnt High-End überhaupt). Aber eben auch absolut nicht mit dem Plastikkram von Bose zu vergleichen 🙂

    Was hast Du schönes?

  51. Ruben

    @Fit und Gesund: Gesundheit ist durch nichts zu ersetzen. Ich bin seit meiner Geburt chronisch krank und in meinem Handeln stark eingeschränkt. Ich würde all mein Geld sofort aufgeben, wenn ich dadurch wieder gesund sein könnte. Da es aber so ist wie es ist, beruhigt es mich schon etwas, das ich einige Jahre nicht auf die Arbeit angewiesen wäre.

    Natürlich hast du auch mit der Zufriedenheit vollkommen Recht. Gerade Menschen, die nicht sehr viel haben, sind oftmals dennoch ziemlich zufrieden, lebensfroh und vor allem großzügig.

    @Andrea: genau, die kleinen Freuden des Alltags sind aus meiner Sicht wichtiger als zum Beispiel ein großer super teurer Urlaub im Jahr.

    @Freelancer Sebastian: eine 4 Tage Woche möchte ich ebenfalls erreichen. Obwohl es nur 1 freier Tag mehr ist, ist die Erholung um ein vielfaches höher als mit 2 Tagen. Mehr strebe ich gar nicht an.

    Alles Gute,

    Ruben

  52. Raphael Grässlin

    Das einzige was ich mir gegönnt habe ist ein Auto weil ich viel fahren muss. Ein Informatiker wird einen guten pc haben und ein Zimmermann Sicherheitsschuhe. Ich kenne auch so viele Menschen die konsumieren ohne Ende kaufen sich ne fette Hütte mit Pool oder besser gesagt zahlen diese lebenslang ab. Ich selbst denke darüber anders. Vielleicht auch weil ich mich mit Immobilien nicht sooo arg gut auskenne. für mich sind solche Verpflichtungen auf Lebenszeit nichts. Ich will Freiheit solange wir sie haben!!

    PS: was nicht heißen soll dass man es mit Immobilien nicht „schafft“

    Für mich ist das schönste eine Aktie wie ein Kind zu betreuen auf Lebenszeit und quartalsweise oder jährlich gibt es was zurück. Bei manchen ist es so viel dass sie sich davon tatsächlich Große Dinge leisten können. Das sind die Ausnahmen finde ich. Die dürfen das wenn sie mit dem Geld gut wirtschaften

    Heute bspw bin ich mit meiner Freundin im Europapark bei einem Event. Unsere Unterkunft ist ein ferienzimmerle. Der Inhaber stinkreich. Spendet viel. Hat sich alles selbst aufgebaut. Ein grader Typ.

  53. Heiko

    „https://www.friday-magazine.ch/articles/willkommen-zu-cashflow-unserer-neuen-finanz-serie

    Ein interessanter Beitrag, auch ein Nicht-Minimalist resp. Frugalist kann 3.5k sparen das ist fast eine Sparquote von 50%, gut vor Steuern.“

    Also die 3500 für: „Steuern, Ferien, Unvorhergesehenes“, würde ich nicht als sparen bezeichnen, ich nenne sowas Rückstellungen. Wenn ich meine Rückstellungen (vor allem für die Steuer!) in meine Sparquote einrechnen würde, läge ich weit über 70%.

  54. -M

    @Gurki

    Ich höre mit Altec Lansing 604-8H und habe von Shindo Laboratory eine Röhrenvorstufe und 300B Röhrenverstärker. Mag den natürlich, relaxten Sound (wobei ich gerade heute meine Lautsprecher weggebracht habe, da dort eine neue Weiche eingebaut wird…also erstmal eine Zeit lang keine musik).

    Höre fast nur LPs, da mag ich den Sound einfach mehr 🙂

    Ja wo hört High-End an? Wenn man von dem Bosedegöns weg ist vielleicht…ansonsten Wenn man Gänsehaut bekommt benötigt man wohl nicht mehr 🙂

    -M

  55. Gainde113

    @ Ruben

    Ja, 80% Arbeitspensum wären ideal. Weiter runterfahren muss gar nicht sein.

  56. Fit und Gesund

    @Ruben,

    Gesundheit wird in jungen Jahren zumindest als etwas völlig Normales angesehen, wer denkt da an Krankheit, geschweige denn Schlimmeres, ich bin von Prüfungen dieser Art bisher verschont geblieben, es haben nicht alle Menschen dieses Glück, das mittlere Kind einer Kollegin wurde geistig und körperlich behindert geboren (Hirnblutung), sie geht fabelhaft damit um. Ich bin dankbar, sehr dankbar dafür, ich weiss nicht wie ich mich verhalten würde.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir eine bessere Gesundheit, ganz viel Kraft die Herausforderungen die Deine Krankheit mit sich bringt zu meistern und wenn mal irgendwo eine Portion Glück verteilt wird, dass es Dich „trifft“ 🙂

    @Heiko,

    also tätowiert bin ich nicht, ich stehe auf der anderen Seite der Nadel, hi hi… aber nicht als Tätowiererin, schön finde ich es auch nicht, hm…2 meiner Kolleginnen sind tätowiert, sonst sind die ganz normal und sicher nicht arm.

    ob Armut die einzige Ursache für jugendliches Übergewicht ist? weiss ich nicht, nur wenn die junge Mutter dem Kind immer wieder die Pulle in den Hals steckt damit Ruhe ist oder dem quengelnden Kind immer wieder die Süssigkeiten erlaubt um Ruhe zu haben, dann ist die Adipositas vorprogrammiert, die faulen Zähne ebenso…
    Wer weiss was in ein paar Jahren ist, heute sah ich eine junge Mutter in der Badi, das Kind planschte und versuchte die Mama ins Wasser zu bekommen, ging nicht, ihr Handy war ja im Bikini-Höschen festgesteckt, grässlich….

    Dicke werden immer ausgegrenzt, es wird oft herablassend über sie geredet, selbst wenn sie anwesend sind, ich habe nur eine echt dicke Kollegin, sie ist nicht arm, aber sie leidet sicher unter ihrer Fülle, ihr Mann, ebenfalls XXXL hat mittlerweile eine Magenbypass-OP.

    ich bin sicher, für das was wir heute körperlich leisten essen wir Alle viel zu viel.

  57. -M

    @essen …

    Ich glaube auch das die meisten (dazu zähle ich meine Familie dazu) zu viel essen. Wir essen eigentlich jeden Abend warm und wenn nicht dann mittags…viel gemüse schon, aber von der menge her würde eine kleinere portion gut tun….wenn es schmeckt müsste man sich mehr zurückhalten. Würde bestimmt sich beim gewicjt bemerkbar machen.

    Man, was ging es uns so gut bei dem heißen einfach nur mal Tomate Mozzarella mit Balsamico,Öl und frischer Basilikum. Oder Tomaten , zwiebeln,Gurken Salat lecker.

    -M

  58. Heiko

    @Fit und Gesund

    „ob Armut die einzige Ursache für jugendliches Übergewicht ist?“

    Ich habe die Artikel seit deren Erscheinen nicht mehr gelesen, aber ich glaube, dass dort zumindest keine Kausalität in der Richtung Armut->Übergewicht behauptet wurde. Und wenn, würde ich das zumindest nicht unterschreiben. Was ich aber bestätigen kann, ist eine Korrelation sowohl von der Tattoobegeisterung als auch von Übergewicht zu geringerem Einkommen. Ob das geringere Einkommen dabei eine Folge von Diskriminierung ist oder ob dieses auf einer oftmals geringeren Ausbildung beruht (die auch Folge einer Diskriminierung sein kann), wobei geringere Bildung ebenfalls mit Armut und Übergewicht korrelliert, kann ich nicht sagen.

    Dass Essen und Bewegung nicht mehr aufeinander abgestimmt sind, kann ich bestätigen. In bildungsfernen (armen) Schichten fehlt aber dieses Bewusstsein und oftmals sieht man das dann. Natürlich nicht bei allen. Aber generell wird sich jemand, der etwas mehr auf den Rippen hat, dazu allerdings gebildet ist und gut verdient, auch in Badehose ganz anders verhalten, als ein typischer Langzeitarbeitloser.

     

    So, ich verzichte jetzt lieber auf mein Eis… 😉

  59. Wolfgang

    @ Ruben

    Oftmals lernt man durch eine Krankheit das Leben, anders fokussiert, wertzuschätzen. Man lebt intensiver, wird empfänglicher für wirklich Wichtiges im Leben. Das Positive aus der Situation herausziehen ist enorm wichtig, die meisten Menschen Leben ohne ein Gespür an Dankbarkeit für das Leben an sich zu entwickeln. Für den Großteil ist alles selbstverständlich.

    @ Fit und Gesund

    Die Frage hat es in sich, denk, grübel, mir fällt nicht’s ein. Zum Angeben bin ich anscheinend nicht geboren. Denke oft das ich die tollste Frau habe, die ich mir wünschen kann. Wir sind jetzt schon 23 Jahre zusammen und kochen kann sie, Ihr Humor vom feinsten, ich könnte sie den ganzen lieben Tag auf Händen tragen … verdammt jetzt gebe ich an oder? Hast mich erwischt. Lach.

    Wünsche euch eine schöne Zeit

    Wolfgang

  60. Fit und Gesund

    @Heiko,

    zu spät 🙂

    @ Wolfgang,

    das freut mich für Dich, nette und liebenswerte „Angeberei“

    und jetzt geht es gleich ab ins schöne vollklimatisierte Spital…was für eine Wohltat!

  61. Slazenger

    Bei dem Wetter essen wir fast nur Salate, da kann man soviel kombinieren, das ist einfach herrlich, ab und zu is auch mal ein kleines Steak dabei, gehört für mich dazu!

    Ansonsten ess ich auch mal ne Currywurst, oder ein Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffelsalat, herrlich, aber es überwiegt bei unsere Ernährung Gemüse , Salat und Obst!

    Fit und Gesund, ich lese dich auch sehr gerne, weil deine Kommentare einfach so unverfälscht echt sind, mitten aus dem Leben erzählt!

    Nice Weekend

  62. Ruben

    @Fit und Gesund & Wolfgang: vielen lieben Dank für die Glückwünsche und für eure weisen Worte, dem ist nichts hinzuzufügen 🙂

  63. Iceman

    @Ralf

    Nein das war explizit auf mich übertragen, entschuldige.

    Demjenigen in der freien Wirtschaft bringt es nicht viel, da stimme ich dir zu.

    Trotzdem fände ich es interessant eine Statistik zu sehen von wie vielen Anträgen auf BU welche Anzahl tatsächlich genehmigt wird.

     

     

  64. chaostrader

    Ist jetzt völlig offtopic, aber ich muss das mal loswerden.

    Als Angestellter in der Chemieindustrie habe ich Anspruch auf irgend so einen Altersvorsorgescheiss *) den die Chemieindustrie mit der Allianz(?) ausgehandelt habe.

    *)Erläuterung:  der Arbeitgeber zahlt  jedes Jahr einen bestimmten Prozentsatz des Verdienstes in eine Altersvorsorgedingsbums ein, und das Ding sorgt dann dafür, dass man in ein paar Jahrzehnten unheimlich viel Kohle bekommt. Man hat genau zwei Möglichkeiten: 1) ignorieren und auf die Kohle verzichten, das habe ich bisher gemacht,  weil ich nix unterschreibe was ich nicht 100%ig verstehe. 2) unterschreiben, dann zahlt der Arbeitgeber jährlich einen gewissen Betrag in diese Betrugsschema ein und irgendwann bekomme ich die Kohle.

     

    Jetzt muss ich gestehen, ich habe im zweiten Jahr der Beschäftigung unterschrieben, um mir die Kohle nicht entgehen zu lassen. Es gibt nämlich keine Möglichkeit, das Geld anderweitig  vom Arbeitgeber zu erhalten. Entweder das Geld geht an die Allianz, oder man bekommt null, nada, gar nix.

    Wenn ich jetzt noch schlappe 20 Jahre weiter einzahlen lasse, erhalte ich zu diesem Zeitpunkt entweder eine Einmalzahlung in Höhe von ziemlich genau dem Betrag, den der Arbeitgeber für mich eingezahlt hat. Klartext: 20 Jahre ohne Verzinsung,( und ausserdem werde ich diesen Betrag vermutlich versteuern müssen!!! EINSELF!). Alternativ gibts eine Rente, für die ich vermutlich 95 Jahre alt werden müsste, damit es sich ANNÄHERND lohnt. Das ist ein Chemie-Rahmentarifvertrag, sprich hunderttausende von Angestellten in der Chemiebranche sind davon betroffen. Ich habe KEINERLEI Informationen zu den laufenden Kosten dieser sogenannten „Altersvorsorge“-Geldvernichtungsmaschine. Man findet keinerlei Informationen.

    Mein Plan: bei den ersten Anzeichen einer Krise wird der bestehende Vertrag gekündigt, cash wird ausbezahlt und die Kohle wird in Eigenverantwortung investiert. Ein neuer Vertrag wird abgeschlossen, um auch weiterhin die Kohle abzugreifen, und die paar lausigen vierstelligen Kröten werden investiert, vermutlich in einen EM-ETF damit ich endlich mal wieder in die Asset-Allocation komme, die ich mir vor Jahren mal vorgenommen hatte. Da ich die ersten 2-3 Jahre in diesem Vertrag mit den Beiträgen vermutlich nur die Spesen und Smart-Dienstwagen der Allianz-Heinis finanziere, und ziemlich exakt 0,0x Prozent Rendite über viele Jahrzehnte „erwirtschafte“ bekomme ich Brechreiz, wenn ich über diesen Mist nachdenke.

     

    Gibt es hier noch andere Opfer dieser von Lobbyisten-durchgesetzten Betrugsmasche, und wie geht Ihr damit um? Gibt es noch bessere Strategien, um die Kohle zeitnah abzugreifen und selbst zu investieren? Hat jemand Infos für diverse Kennzahlen, sprich wie oft sollte man diesen Mist kündigen und neu aufsetzen, um die maximale Kohle abzugreifen, auch wenn man in den ersten zwei Jahren damit die fachfremden, in einem 3-wöchigenKurs angelernten Versicherungsheinis in ihren sinnlosen, Serosität versprechenden Anzügen finanziert?

     

    Wer mal so richtig seinen Brechreiz kultivieren möchte:

    http://www.chemie-verbandsrahmenvertrag.de/

  65. Bruno

    @chaostrader

    Ohne die Details zu kennen das hört sich fast an wie die Pensionskasse (BVG) in der Schweiz, nur ist die dort obligatorisch für alle Angestellten, die einen Mindestlohn überschreiten. Es ist die 2. Säule nebst der normalen Rente (AHV) die im Umlageverfahren funktioniert. Es ist also sozusagen ein Zwangssparen fürs Alter für alle. Ich finde dies nicht schlecht zumindest vom Grundprinzip, dass alle sparen müssen. An das Geld kommt man nur wenn man auswandert oder man kann das Geld teils vorbeziehen für Wohneigentum.

    Wo ich Dir zustimme ich dasselbe Problem, die Firma wo man angestellt ist bestimmt, wo das Geld investiert wird, und es geht ein grosser Anteil an die Verwaltung (Versicherung). Ein Teil ist auch eine integrierte BU. Daher macht diese für in der Schweiz angestellte Arbeitnehmer keinen Sinn.

    Ich denke für viele hat die Lösung schon etwas Gutes, die sonst nicht sparen würden. Leider weiss man auch bei uns kaum, wo dieses Geld investiert wird, es gibt zwar Grundsätze aber oft wird eben zu wenig Aktienanteil gewählt, die Mindestrenditen für eine Rente sind festgelegt. Kapitalbezug ist auch möglich. Hört sich ähnlich an wie deine Variante.

  66. Thorsten

    Es handelt sich um eine Direktversicherung

    Direktversicherung

     

    Ein sattes Geschäft für die Versicherung, das Produkt Lebensversicherung ist auf dem regulären Markt nicht mehr lukrativ. Kunden werden inwischen an andere Versicherungen verkauft und dort gebündelt.

    Bei genügend höher Bezusschussung ist evtl. die fondsgebundene Variante interessant. Da die Verwaltungskosten in den ersten Jahren überproportional von den Prämien bezahlt werden sind die ersten Jahre Verlust im Vergleich zu  einem direkten Kauf der Anteile bei einer Bank.

    Für mich war nicht ersichtlich, ob ich wirklich am Ende besser dastehe als ohne Direktversicherung,  ich habe sie nicht damals nicht abgeschlossen und bin letztlich trotzdem gut gefahren.

    „Planen Sie, häufig den Job zu wechseln, ist eine Direktversicherung nicht immer die beste Wahl. Prüfen Sie Ihre Alternativen bei der Altersvorsorge.“

    Ich habe mehrmals den Job gewechselt . Der erste Wechsel hat mein Gehalt 30% erhöht. Könnte ein Jobwechsel mit Gehaltssprung lukrativer sein als eine Direktverischerung bei einem einzigen Arbeitgeber ?

  67. Thorsten

    Noch mal zum Thema „Angeberei“. So weit ich mich erinnere, waren die , die am meisten in der Schule angaben nicht unbedingt die hellsten Leuchten. Angeberei hat eventuell auch etwas mit einem falschen Verständnis des eigenes Selbstbewusstseins zu tun. Allerdings geht es wohl in reicheren Kreisen nicht ohne Brillies und vorzeigbaren Besitz. Wie man damit umgeht, keine Ahnung. Jedenfalls sind die Hamburger Milliomäre dafür bekannt, dass sie eher Understatment leben. Vielleicht ist das ein Nebeneffekt protesthantischer Ethik. Düsseldorfer Millionäre soll man angeblich sofort erkennen können, die Damen sollen unübersehbar große Schmuckstücke an Ohren und Hals tragen, aufgedonnerte Frisuren und Outfit.  Vollkommen undenkbar in Hamburg, man zeigt nicht, was man hat. Man drängt sich durch Äußerlichkeiten nicht auf. Ich hatte mal das Glück ein in Hamburg sehr bekanntes Millionärsehepaar bei einer Gebäudeeinweihung hautnah zu erleben. Sie hätten die Schwiegereltern oder das Rentnerpaar von nebenan sein können, sehr sympatisch und für mich ein Vorbild, sie spenden gigantische Summen.

  68. K.

    @betr. Altersvorsorge

    eine freiwillige würde ich vermutlich nicht abschließen. Da spare ich mir die Mittelsmänner(=Kosten) und habe die eigene Kontrolle.

    Dank öff. Dienst habe ich zwei „Zwangs“-Vorsorg-Geschichten, die automatisch mitlaufen bzw. liefen, ob man will oder nicht. Auch hier kann man privat aufstocken. Ich habe nur die Zwangsmodelle und bin mal gespannt was am Ende bei rumkommt. Vorallem da ich wg. einem Arbeitgeberwechsel nun „woanders“ bin, ist im ersten Modell nicht viel drin. Das dürfte mit Anerkennung und Beantragung viel Papierkram für wenig Geld bedeuten, wenn es dann überhaupt noch was gibt. Und das muss dann noch versteuert werden. Aber immerhin tastet es der Staat nicht an. Zumindest bisher nicht. Auch nicht bei Arbeitslosigkeit o.ä. . Dafür gibt es jährlich Zettel zum lesen 🙂

    @  „Wealth“ / Vermögens / Freiheitstabelle

    Hier wurde geschrieben das man den Punkt 8 mit Hartz4 gleichsetzen könne, da mit Harzt4 ja auch der Lebensunterhalt gedeckt sei.

    Ich sehe dies leicht anders. Auf Hartz4 oder andere staatliche Leistungen habe ich keinen Einfluss, kann diese nicht kontrollieren und vorallem nicht selbst aufbauen. Also zählt dies für mich nicht zum eigenen finanziellen Vermögen. Und darum geht es ja.

    Ausserdem lässt die Hartz4-Logik die Punkte 4-6 aussen vor.
    Ist es wirklich zeitlich unbegrenzt oder wie verhält es sich mit staatlichen Eingriffen alle paar Wahlperioden?

    Wie gesagt, staatliche Leistungen sind m.M.n. schwer mit eigenem Vermögen vergleichbar. So schön es auch wahrlich ist, das wir solche sozialen Sicherungssysteme (zum Glück) haben im Vergleich zu anderen Ländern dieser Erde.

    Schönen Sonntag.
    K.

    (der sich bald einen Account mit „Namen“ anlegen wird, Grüße an der Stelle an Matthias Schneider)
    @MS

    vor dem Ausräumen diverser Schwieger-/Eltern-/häuser/Wohnungen graut es mir auch mal, wenn ich sehe was sich dort teils alles ansammelt. Gut das Du nun Zeit hast und auch hoffentlich keinen Zeitdruck, bis wann die Wohnung leer sein muss…. Was wünscht man da: Viel Erfolg, hoffentlich schaffst Du viel, gar „Glück auf“ in Anlehnung an den Bergbau beim Abtragen der materiellen Berge.
    Trotz allem kann es eine schöne Reise durch die Vergangenheit werden.

  69. K.

    @Thorsten

    Bei einem Urlaub am Bodensee habe ich ähnliches beobachten können, wie Du in Hamburg. Aber vermutlich gibt es beides überall. Vgl. The millionare next door

    Jeder nach gusto. Wer es braucht. Ab gewissen Grenzen ist es aber vermutlich nur noch fürs Ego oder die Selbstdarstellung. Manche haben Facebook und Sammeln Likes, andere fahren Ferrari auf Pump,…

    Wahres Glück oder Zufriedenheit auf längere Sicht wird man, so denke ich, in anderen Dingen finden.

  70. Ex-Studentin

    @Fit und Gesund

    Deine Kommentare treffen ins Schwarze. Man sollte dankbar für seine Gesundheit sein. Die Krebserkrankung meines Vaters hat uns als Familie sehr mitgenommen. Mein Vater hat seine Lebensfreude verloren (Depressionen) und verlässt nur noch für Arztbesuche das Haus. In 2 Wochen will ich mit ihm ins Planetarium und habe ein wenig Angst, dass ihm selbst das nicht gefallen wird oder er dabei einschläft.

    Mit Übergewicht habe ich auch zu kämpfen. Stress und falsche Ernährung sorgen für Übergewicht. Sport ist nicht mal unbedingt notwendig, wenn man Bewegung im Alltag hat. Aber heutzutage fahren Eltern ihre Kinder selbst bei 1km Entfernung zur Schule, in der Kantine gibt es dann irgendein aufgewärmtes Fertiggericht und abends wer weiß was zu essen. An den Hausaufgaben sitzen und am Bildschirm hängen statt draußen spielen. Und wie gesagt Stress in jeder Altersklasse. Den Kummer in sich reinfressen passiert wortwörtlich.

  71. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Chaostrader,

    über die Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung und Zuschuss hatte ich meine Variante vor kurzem beschrieben.

    Keine Ahnung wie es bei Dir mit der Kündigung aussieht… bei meiner Direktversicherung muss man mindestens 12 Jahre Laufzeit abwarten, und darf auch nicht vor 60 Jahren Lebensalter kündigen, da es ja zur Altersvorsorge dient.

    Ich hatte meine dann beitragsfrei gestellt, als diese Machenschaften des Vertragsbruches (Eingriffe in bestehende Verträge) begangen wurden.

    Die neue Variante (die ich nicht mehr abgeschlossen habe, da kaum noch Laufzeit gewesen wäre, und ich es nicht für sinnvoll empfand) bringt etwas Zuschuss, aber der versickert vollständig in den Provisionen der zwischengeschalteten Consultantfirma Consulio, wie beschrieben.

    Ich würde das Ding beitragsfrei stellen, bzw. nochmal genau durchrechnen. Aber i.d.R. ist das unattraktiv für Leute, die sich anderweitig selbst zu helfen wissen. Für völlig Passive am Finanzmarkt/Börse mag das soweit ok sein.

    @K.

    ja, mach mal mit Anmeldung. 😉 Geht ganz schnell. Rechts bei Anmelden klicken, bzw. Registrierung oder so, Anweisung folgen.

    Mit der Wohnung in DD habe ich ja noch Glück. Es ist nur eine normale 3-Zi. Wohnung. Aber eben alles mögliche aufbewahrt. Ich habe mindestens 30 große Müllsäcke in den Altkleider-Container gebracht, von Stapeln an Tischdecken, Bettwäsche z.T. gar nicht ausgepackt usw.

    Ebenfalls mindestens 10 Säcke an altem Papierkram, Büchern, Schulheften usw. in den Papier-Container.

    Alle Schränke bis auf die Küche habe ich schon raus. Ich habe mir eine Handkreissäge gekauft und die schweren Bodenteile und Seitenwände des großen Kleiderschrankes in Stücke zersägt.

    Der Vorteil zum Umzug, man kann alles kaputt machen. Die Schranktüren einfach nach hinten überdrehen, schon brechen die Scharniere raus. Rückwände einfach raus treten, das macht sogar Spaß, als „Demolition Man“.

    Das immer vom 3. Stock ohne Aufzug runter geschleppt. Das kann man nicht länger als 2 Tage nacheinander machen.

    Ob ich nächste Woche weitermachen kann weiß ich noch nicht. Muss zu einem Termin nach Frankfurt. Aber ich habe Zeit bis Ende September. Das sollte schon werden. Die Hitze macht es natürlich ziemlich beschwerlich. So sah mein Mittwoch aus, voller Arbeitstag.

    Schönen Tag noch

    MS

  72. Slazenger

    Wir haben uns gestern auf unserer Terasse in 3sat das Wacken Open Air rein gezogen! Grandios! Das sind so die kleinen Highlights in meinem Leben! Live wäre es natürlich nochmal was anders gewesen, war aber auch so ein toller Abend für uns!

    Nice Sunday

  73. Bruno

    Kurze Zusammenfassung

    to be rich != to look rich

    Priorität sollte die Linke Seite haben, wer dann auch die rechte Seite irgendwann braucht, sei ihm gegönnt. Der 08/15 Mittelstand konzentriert sich aber leider meist nur auf die rechte Seite.

  74. K.

    @MS

    da hast Du was geleistet. Ja, ab und an Demolition Man zu spielen bei sowas ist sicher angenehm. Macht es einfacher 🙂
    Trotz nur 3 Zimmer sicher noch mehr als genug. Gute Idee mit der Säge. Muss ich mir merken.

    Ich finde Vorsorge sollte nicht nur Finanzen umfassen oder Nachlassregelungen auf dem Papier, sondern auch eigenständige materielle Entschlackung/Entsorgung und rigoros Ordnung halten sowie Anpassung an die jeweilige Lebenssituation (was braucht man wirklich aktuell bzw. noch).

    So bürde ich den Nachkommen nicht noch mehr Arbeit und „Müll“ auf. Für mich liebgewonnene Andenken oder ein 30 Töpfe Set sowie 4 Bohrmaschinen (waren ja so günstig) sind für mein Kind ggf. nur Müll oder nicht nutzbar, da schon vorhanden. (Das sind reale Beispiele aus dem Verwandten-/Bekanntenkreis).

    Von Papierbergen ganz zu schweigen. Es bleibt trotzdem noch genug zu Regeln und zum Entsorgen und Abarbeiten übrig nach dem Tode.

    @ BU / Unfallversicherung

    Weil es mir gerade noch einfällt. Wir bzw. ich hatten auch viele Versicherungen. Einiges wurde gekündigt, vieles braucht man wirklich nicht. Aber gerade als Familienvater bzw. „Haupternährer“ erachte ich eine BU und/oder Unfallversicherung zur Risikoabsicherung als nötig.Ich hatte ein BU mit Kombipolicen. Die liessen sich einzeln kündigen, so dass ich den Kapitalaufbaeu (Privatrente) rausgenommen habe und somit in einem annähernd klassischen Versicherungsprodukt bin. Ein Versicherung soll Risiken absichern und nicht Kapital aufbauen. So sehe ich das.

    Für den Fall des Falles und den guten Schlaf habe ich BU und Unfall. Wie schon von anderen beschrieben, lieber in jungen Jahren wg. der Krankheitsfragen.
    Wie das in 20 Jahren aussieht, werde ich dann neu bewerten, je nach Situation und vor allem Vermögensstand.

    Und wenn es um eine Versicherung, wenn dann, glaubt nicht was euch der Vertreter sagt. Der redet vieles an Klauseln schön. Wenn es drauf an kommt, ist er dann nicht verfügbar oder ggf. schon weg. Am besten wie gesagt in jungen Jahren, sofern benötigt, abschließen. Vergleicht dort lieber genau. Jeder spätere Wechsel wird wg. möglicher Krankheiten oder (auch primär ausgeheilten) Verletzungen ggf. teurer oder bringt großflächige Ausschlüsse mit sich, die nichts mit der Realität zu tun haben.

    Und, rechnet bei Dynamiken, mal die Beiträge hoch, wenn ihr jährlich oder ggf. dreijährlich die Steigerungen um 3 oder z.B. 6% annehmt. Am Anfang sind das nur ein paar Euro aber in 20-40 Jahren wird der Betrag irgendwann so hoch, das man fast das ganze (abzusichernde) Einkommen hinblättern könnte. Da helfen auch Inflation und mögliche Gehaltssteigerungen nicht. Hier sieht man dann auch schön eine Art Zinseszins-Effekt…. Eine Übersicht über Annahmen und Ablehnungen der Erhöhungen (1x Annehmen, 2x Ablehnen und dann wieder von vorn, je nach Vertrag) hilft die Dynamik zu erhalten und somit etwas Inflation ausgleichen zu können, aber sich ggf. nicht plötzlich dumm und dämlich zu zahlen, weil man auf die Erhöhungen die automatisch in Kraft treten und über die man nur per Brief informiert wird, ggf. nicht reagiert hat.

    Neulich kam ein Schreiben eines solchen „Beraters“, der mich vor ein paar Jahren noch werben wollte, auch mit einzusteigen und das obwohl ich ihm Rechenfehler in seinen Produkten aufzeigte und später sogar das „Backoffice“ einen von mir gefunden juristischen Fehler eingestehen musste, der bisher niemanden aufgefallen war, aber zu Kundenungunsten ist und die versprochenen Garantien wieder aufhob. Der Fehler wurde nie behoben, obwohl man ja so kundenorientiert sei. Der Berater konnte sich damals nichts anders vorstellen und wollte nie nie nie etwas anderes machen. Dann kam zwei Tage vor Monatsende ein Zweizeiler das er aus „privaten Gründen“ aufhört in dem „Verein“, zum Monatsende. 🙂

    Mutmaßung: Entweder es ist wirklich was privates oder er braucht doch ein planbareres Fixeinkommen für den geplanten Hauskredit oder er versucht nun sich von den Knebelverträgen seines Geldgebers zu befreien und verzichtet (egal in welcher Variante) auf viele Provisionen und riskiert sogar Rückzahlungsforderungen. Na hoffentlich ist da genug Liquidität vorhanden, da er ja nur von Neu- und Bestandsprovisionen lebte…. Das ganze natürlich schön selbstdarstellerisch, damit der erzählte so riesige „Erfolg“ auch an Kleidung, Auto sowie Schmuck der Frau sichtbar ist/war…..

    K.

  75. Ruben

    @Ex-Studentin: deine Blogger Auszeit ist nun umso verständlicher.
    Ich wünsche Euch viel Kraft und

    alles erdenklich Gute!

    Ruben

  76. Ingo von Mission-Cashflow

    Minimalismus muss man sich auch erstmal leisten können!

    Denn kommt dieser aus der Not heraus, wird es dich über lang oder kurz krankmachen. In dem Sinne ist Konsum eher etwas Gutes, da auf eine gewisse Art und Weise heilsam.

    Ich bin grundsätzlich nicht gegen Konsum. Wenn du deine 50% Sparrate drin hast, kann man sich von dem Rest auch ein schönes Leben machen.

    Zeit ist endlich, nutze sie!

    CU Ingo.

  77. Thorsten

    @Matthias Schneider Bis zu 20% sind Innenprovision, wer das weiß,  schließt kein Kapitalprodukt mehr ab.

    @K. Aufäumen im Alter (nicht nur), damit die Verwandten es dann einfacher hsben, gibt es als Trend, als Buch  Swedish Death cleaning

  78. K:

    @Ingo

    Ja, dass muss man ggf., das ist richtig. Die Stuff-Cloud (vgl. frugalisten.de ) ist nicht für jedermann einfach so (spontan) machbar.
    Aber man muss ja auch nichts ins Extrem treiben oder an bestimmten Gegenständen/Anzahlen fest machen. Ich denke es geht um das Mindset an sich. So sehe ich es zumindest.

    @Thorsten

    Danke für den Link. Es gibt, so scheint es, zu fast allem ein Buch 🙂
    Abgesehen von den Nachfahren, hat man auch selber weniger Arbeit, wie es auch so schön im verlinkten Artikel steht.

    @Ex-Studentin

    Alles Gute und eine gute Zeit. Erhole Dich. Ich wünsche Dir und Deiner Familie Ruhe und Zeit zum Kraft schöpfen bzw. „neusammeln“.

  79. K.

    @Ingo

    Ja, dass muss man sich leisten können (ggf.), das ist richtig. Die Stuff-Cloud (vgl. frugalisten.de ) ist nicht für jedermann einfach so (spontan) machbar.
    Aber man muss ja auch nichts ins Extrem treiben oder an bestimmten Gegenständen/Anzahlen fest machen. Ich denke es geht um das Mindset an sich. So sehe ich es zumindest.

    Mangel (egal an was) kann einen immer krank machen. Ob berechtigt oder objektiv nachvollziehbar ist ein anderes paar Schuhe. Aber wenn Grundbedürfnisse fehlen oder man immer fühlt das man nichts hat weil man es sich nicht leisten kann (und da rede ich nicht von teuren Autos oder so, sondern von „normalen Dingen“ oder mal ein Eis für die Kids), dann trifft Deine Aussage vollends zu.

    @Thorsten

    Danke für den Link. Es gibt, so scheint es, zu fast allem ein Buch 🙂
    Abgesehen von den Nachfahren, hat man auch selber weniger Arbeit, wie es auch so schön im verlinkten Artikel steht.

    @Ex-Studentin

    Alles Gute und eine gute Zeit. Erhole Dich. Ich wünsche Dir und Deiner Familie Ruhe und Zeit zum Kraft schöpfen bzw. „neusammeln“.

    Irgendwie ging der Kommentar gerade futsch. Neuer Versuch.

  80. Erfolgsmaschine

    In einer kapitalistischen Gesellschaft ist es logisch, dass Statussymbole immer wichtiger werden.

    Traurig ist, dass ein kleiner Teil der Gesellschaft nicht mehr weiss, wie das viele Geld ausgeben und der grösste Teil kaum über die Runde kommt.

    -Erfolgsmaschine

     

  81. Wolfgang

    @ Erfolgsmaschine

    Wieso ist das logisch? Statussymbole sind nur für die wichtig die diesen besondere Bedeutung zukommen lassen, für mich eher nicht. Mir ist Wurst, wer was hat und wieso, bedaure eher dieses Profilieren über Dinge. Das kapitalistische System muss man für sich nutzen sofern machbar, jedoch sich nicht von ihm einspannen lassen.

    Wünsche euch eine schöne Zeit

    Wolfgang

  82. Hilda

    Hallo, mal eine blöde Frage: ich bin auf der Suche nach einem Finanzblog für den schmalen Geldbeutel. Hat hier vielleicht jemand einen Tipp? Danke und viele Grüße

     

    Hilda

  83. Wolfgang Miersch

    Lieber Tim Schäfer,

    ich lese Ihre Beiträge gerne und Sie sind Geprächsthema bei uns in der Kantine. Was mich interessieren würde: Wie war es für Sie psychologisch, als Sie die ersten 100000 € (oder noch DM) im Depot hatten. Wie war es für Sie, als die Dot-Com-Blase platzte? Können Sie rekonstruieren, wie Ihr Depot wuchs.

    Als Sie die ersten 100000, kannten Sie da schon Charlie Munger? Das sagte er:

    “The first $100,000 is a bitch, but you gotta do it. I don’t care what you have to do—if it means walking everywhere and not eating anything that wasn’t purchased with a coupon, find a way to get your hands on $100,000. After that, you can ease off the gas a little bit.”

    https://www.frugalfinancialfreedom.com/home/the-first-100-000-is-a-bitch
    War Ihnen das damals schon bewusst?

     

    Hochachtungsvoll

    Wolle Miersch

  84. K.

    @Hilda

    was verstehst Du unter „für den schmalen Geldbeutel“?

    Das Prinzip ist überall fast gleich. Wichtig ist zu beginnen zu sparen und zu investieren. Klar, kommt mehr rum wenn man 500 oder gar 1.000 EUR pro Monat sparen oder gar anlegen könnte (kann ich auch nicht),  aber auch mit 25-50 EUR ist schon viel getan. Besser als Nix und ein erster Schritt. Auch je nach Ziel des Vermögensaufbaus inkl. der verfügbaren Zeit bis dahin sieht das natürlich jeweils anders aus.

    http://finanzblogroll.de/ bietet einen Überblick.

    Tim hier spricht ja auch eher allgemein vom Anlegen und dem entsprechendem Leben bzw. der Einstellung dazu, als von absoluten Beträgen. Genau darum gehts.

    Vielleicht spricht Dich aber eher sowas an: https://madamemoneypenny.de/wer-ist-madame-moneypenny/ bzw. https://madamemoneypenny.de/von-1600-auf-18500-in-einem-jahr/

    Das kann ich nicht beurteilen. Klick Dich einfach mal durch.

    Auf eine konkretere Antwort auf meine obige Frage würde ich mich freuen, dann kann man Deinen Wunsch bzw. Deinen möglichen „Zielblog“ ggf. besser einordnen, wobei ich denke das Du hier schonmal nicht schlecht bist. Man kann ja mehrere Blogs lesen.

    Lass Dich von manchen Gehältern oder Leserbriefen mit überdurchschnittlichen Einkommen mal nicht abschrecken. Hier in den Kommentaren gibt es auch einige die genauso rechnen müssen, je nach Einkommen und Situation.

    Viele Grüße,

    K.

  85. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wolfgang Miersch

    Ich weiß, dass Charlie Munger ein Sparfuchs ist. Er fuhr ewig ein uraltes Auto. Er ist mit Warren Buffett befreundet, Buffett ist ein Pfennigfuchs.

    Als Munger 31 Jahre alt war, war er pleite. Scheidung. Seinen Sohn beerdigte er (Blutkrebs). Aber Munger gab nie auf.

    https://www.joshuakennon.com/if-charlie-munger-didnt-quit-when-he-was-divorced-broke-and-burying-his-9-year-old-son-you-have-no-excuse/

    Ich war enttäuscht, wenn wichtige psychologische Marken im Depot unterschritten wurden. Aber es ist unnötig im Rückblick sich darüber zu ärgern. Wenn man 30 Jahre Zeit hat, ist das nur ein Einschnitt. Und es geht weiter.

  86. Ex-Studentin

    @Ruben, Fit & Gesund

    Lieben Dank! Ich bin derzeit deswegen ziemlich jämmerlich, ich bitte da um Nachsicht.

    @Hilda

    https://frugalisten.de/ kann ich empfehlen. Blogs zum Thema Minimalismus geben vermutlich am meisten Spartipps. Das Thema Haushaltsbuch führen und bestehende Verträge prüfen, wird aber auch auf den meisten Finanzblogs behandelt.

    Hier gibt es eine Übersicht von Finanzblogs:
    http://finanzblogroll.de/blog-uebersicht/

    Ich habe 2 Artikel zum Thema Spartipps geschrieben, falls dir das was hilft:
    https://exstudentin.wordpress.com/2017/02/12/meine-spartipps-mit-einem-hauch-von-minimalismus-teil-1/

    https://exstudentin.wordpress.com/2017/02/26/meine-spartipps-mit-einem-hauch-von-minimalismus-teil-2/

     

  87. Thorsten

    Heute habe ich einen Einblick in eine kleine Gruppe von Kollegen bekommen, die angestellt sind , in einem Tarifsystem. Sie beklagen sich nicht über die Höhe ihrer Mieten, aber sie schielen auf ein Eigenheim und wälzen dazu die entsprechenden Internetportale. Es frustriert sie, dass sie selbst wenn sie bereit sind weit außerhalb zu wohnen, das Häuschen für sie zu teuer ist. Für ein Haus musste man hier schon immer viel hinlegen. Jetzt ist es unerschwinglich, das Haus wird zum sichtbaren Zeichen, wer es geschafft hat und wer nicht. Protzautos kann man viel leichter zum Angeben vorzeigen als eine eigene Hütte.

  88. Hilda

    @ K. und Ex-Studentin

    Vielen Dank für die Links, das habe ich gesucht!

    Viele Grüße, Hilda

  89. K.

    @Thorsten

    Ich bin mal gespannt wie das in den nächsten Jahren wird, wenn die ersten Zinsbindungen auslaufen und ggf. andere/höhere Zinsen herrschen als beim Kauf.
    Viele verwirklichen diesen Traum, weil es ja gerade jeder macht oder vor ein paar Jahren machte. Man müsse doch die historisch tiefen Zinsen nutzen hört man überall. Ob die Finanzierung solide ist, ist oft fraglich. Einige würden sogar gerne ohne das neue Schutzgesetz der EU, das vor überzogenen Krediten schützen soll, finanzieren wenn es legal ginge bzw. versuchen die Optionen das man sich manche Finanzierungen nicht leisten kann einfach zu ignorieren. Man sieht im Eigenheim einfach das All-Heil-Mittel ohne die Rahmenbedingungen und Konsequenzen zu betrachten, so hin und wieder mein Eindruck.

    Ich habe den Eindruck, das manches auf Kante genäht ist. Ab und an sieht man jetzt schon nach 1-3 Jahren Häuser in der Zwangsversteigerung. Teils wg. dem Geld, teils weil die Beziehung während oder kurz nach dem Bau in die Brüche geht….
    So zumindest mein subjektiver Eindruck aus nah und fern.

    Passend dazu eine interessante Grafik: https://www.boerseneinmaleins.de/immobilienkrise-2-0/

  90. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    danke 🙂 vermisse Dich aber ein wenig hier…aber klar, ist ja Sommer und da sollte man nicht zu viel vor dem Pc sitzen.

    @Ex-Studentin,

    irgendwas in sich „hineinzufressen“ erachte ich als Todsünde, so habe ich heute Morgen schon wieder was zu regeln gehabt, gestern morgen lernte ich unseren neuen Temporärpfleger kennen, der wollte mir die Hand nicht schütteln weil er Muslim und ich Frau…heute Morgen hab ich dann dem Chef mal gleich meine Meinung gesagt, der kann da nun auch nix zu, aber sowas darf sich nicht wiederholen, wo sind wir denn??? Die müssen ein Konzept ausarbeiten wie in Zukunft mit sowas umgegangen wird, das verlange ich einfach.

    Eben fingen 3 neue Mitarbeiter an, brav haben sie mir die Pfote gegeben, damit war ich hochzufrieden!

    Mein Vater lernte mich „lass Dir nie was gefallen, hau sofort drauf! Im Laufe der Zeit bemerkte ich aber auch dass man nicht Alles so regeln kann.

    Meine Mutter lernte mich „Tochter, wähle Deine Worte“,

    ich probiere einen Mittelweg, nicht sofort blind draufzuhauen sondern genau zu überlegen was ich sage, evtl. mal drüber schlafen, aber machen muss man was, zeitnah, und wiegesagt, nicht klein beigeben,

    ich mache mich nicht klein,  vor keinem Mann, weder vor Deutschem, Schweizer, Muslim oder Jude, ich schrecke auch nicht vor Konflikten zurück, mag auch Temperamentsache sein, aber ich bringe es nicht fertig einfach zu Allem Ja und Amen zu sagen,

    Pass auf Dich auf, Du bist es Dir selber schuldig! Das meine ich ernst.

    liebe Grüsse

  91. Ex-Studentin

    @Fit & Gesund

    Wie kann jemand in einem Pflegeberuf arbeiten, wenn er nicht mal seiner Kollegin die Hand geben will?

    Ja, jeder muss auf sich aufpassen. Ich war die letzten 25 Jahre sehr froh, wie zuverlässig mein Körper war. Ich war nur selten krank und hab mir nie Gedanken gemacht, dass ich mal einen Urlaub nicht antreten könnte. Vielleicht mal ein bisschen Schnupfen oder Kopfweh. Ein junger Körper steckt viel weg und nun ist es bei mir eben nicht mehr so.

  92. Mario

    Im Trailer des über die „Reichen“ ist der in Deutschland nicht so beliebte Florian Homm(Mann mit Zigarre) zusehen.Vor über einem Jahrzehnt habe ich mir eine von Ihm beworbene Aktie ins Depot gelegt und diese ist einige hundert Prozent in dieser Zeit gestiegen ,verkauft habe ich bis heute nichts.Es ist ein kleines Australisches Pharmaunternehmen das über 15 Jahre gebraucht hat um Ihr Medikament für eine seltene Krankheit in Europa zuzulassen. Mittlerweile habe ich sehr gute Kontakte zu den wenigen Patienten (ca 300 in Deutschland ) und unterstütze Ihren Interessenverband seit ca 7 Jahren( http://www.epp-deutschland.de/index.html)
    Ich wollte mit meinem Beitrag auch nur zeigen das manchmal die „Reichen “ auch nützlich sein können,übrigens das kleine australische Pharmaunternehmen heisst Clinuvel Pharmaceuticals

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