Dein Zuhause hat einen enormen Einfluss auf dein Vermögen


New York, 28. Januar 2019

Wer bodenständig lebt, kann sich schneller ein Vermögen aufbauen. Viel hängt von deinem Zuhause ab.

Für Wissenschaftler, die Millionäre untersucht haben, spielt die Nachbarschaft eine große Rolle. Wer in einem teuren Haus in einer wohlhabenden Gegend wohnt, folgt tendenziell den Konsumgewohnheiten der Nachbarn, sagt Dr. Sarah Stanley Fallaw. Kurzum: Die Wohnsituation kann deinen Vermögensaufbau beeinträchtigen.

Ein Einfluss auf deinen Wohlstand hat der Preis des Eigenheims. Die meisten Millionäre leben in einem Zuhause, das sie sich locker leisten können, wodurch sie mehr Geld sparen können. Das Haus ist im Verhältnis zum Vermögen und Gehalt moderat.

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die zum Vermögensaufbau beitragen. Womöglich spielt dein Wohnort und Zuhause die wichtigste Rolle, glaubt Stanley Fallaw, Forschungsleiterin des Affluent Market Institutes. Sie war Mitautorin von „Millionaire Next Door: The Surprising Secrets of America’s Wealthy„. Sie hat die Befragung von rund 600 Millionären in den USA ausgewertet.

„Der Schlüssel zum Aufbau von Wohlstand liegt darin, in einem Haus zu leben, das man sich leicht leisten kann“, resümiert sie. Das leuchtet ein. Denn die größte Ausgabenposten ist bei den meisten Menschen das Wohnen. Stanley Fallaw setzte die Forschung ihres Vaters, Thomas J. Stanley, fort. In seinem Buch „Stop Acting Rich: And Start Living Like A Real Millionaire“ sagte er, dass das Zuhause einschließlich der Nachbarschaft der größte Nachteil beim Aufbau von Wohlstand ist.

„Wenn du in einem teuren Haus in einer teuren Nachbarschaft wohnst, wirst du dich wie deine Nachbarn verhalten und kaufen… Je besser es der Nachbarschaft geht, desto mehr Geld geben die Bewohner für fast jedes denkbare Produkt und jeden Service aus“, schrieb er. „Wir orientieren uns beim Konsum an unseren Nachbarn.“

Wenn deine einkommensstarken Nachbarn in einem BMW, Audi oder Mercedes zur Arbeit fahren, wirst du wahrscheinlich den Drang verspüren, dasselbe zu tun. Dieser Druck, „mit den Nachbarn mitzuhalten“, kann dich arm machen. Wenige verstehen die Folgen. Die Erkenntnis, dass der neue Geländewagen dich finanziell aussaugt, ist Gold wert.

So gehen Superreiche mit Statussymbolen um:

Der Preis des Eigenheims im Verhältnis zu deinem Einkommen wirkt sich auf deine Vermögensbildung aus. Wer bodenständig lebt, kann logischerweise mehr Vermögen aufbauen.

Die Forscherin sagt, dass viele Millionäre sparsame Eltern haben. Millionäre arbeiten hart. Während die Masse überwiegend Konsumgüter kauft, die schnell an Wert verlieren, fokussierten sich die Reichen auf Assets, die den Wert behalten oder sogar steigern.

Dein Ziel sollte sein, das Leben so zu leben, wie du willst. Ich sehe Menschen in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, die keinen zufriedenen Eindruck auf mich machen. Ich möchte nicht so leben wie sie. Für mich hat der Vermögensaufbau mehr als den rein finanziellen Aspekt. Ich möchte zufrieden sein und Sachen machen, weil ich sie machen will und nicht muss. Morgens kann ich ausschlafen. Ich lese viel nach dem Aufstehen und höre Podcasts.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Dein Zuhause hat einen enormen Einfluss auf dein Vermögen

  1. AvatarBruno

    Das hat schon was, aber ich falle da vermutlich aus dem Raster, in meiner Umgebung (da recht steuergünstig, in der Schweiz varieren die Steuern je Kanton und Gemeinde recht stark) hat es viele gut verdienende Leute, die extrem teuren Lebensstil pflegen, ich sehe hier täglich junge Schnösel mit ihren Maserati, Ferrari, Lamborghini, Bentley & Co., ein Mercedes AMG oder BMW M-Klasse fällt schon gar nicht mehr auf. Auch Wohnraum ist hier enorm teuer, man findet locker Wohnungen mit 5-10k Miete oder normale Etagenwohnungen für mehrere Millionen, nur weil sie Seesicht und Luxusküchen und Bäder haben (aber es sind immer noch ETW’s!).

    Ich reisse also komplett aus dem Raster. Der Druck macht man sich aber immer selbst, ich habe keinen Druck von aussen, wenn ein Nachbar mal bemitleidenswert fragt, ob die Firma nicht gut laufe oder ob ich nicht mal ein neues Auto mir zulegen möchte oder ähnliches, was durchaus mal so oder ähnlich vorkommt, sage ich nicht viel, geniesse im Stillen. Man kann schon zum Exoten werden, ist wie im Zoo, wo man sich mal fragen sollte, ob der Affe nun hinter oder vor dem Gitter sitzt.

    Jeder wie er will, und man sieht es dem teuren Fuhrpark ja auch nicht an, ob er bezahlt  ist oder geleast, ob noch anderes Vermögen vorhanden ist das Rendite bringt oder nur in Luxus und Konsum fliesst.

    Tragisch finde ich, wenn man wieder mal liest von Leuten, wie neulich ein Ex-Banker, der anscheinend mehrere Millionen jährlich verdient hat über Jahrzehnte, nach 3 Jahren Arbeitslosigkeit Privatinsolvenz anmelden muss, die teure Multimillionenvilla noch zwangsversteigern muss. Traurig sowas.

    In meiner Gegend ist es eine grosse Herausforderung, günstigen Wohnraum zu finden. Viele jüngere Familien ziehen weg, weil sie nichts mehr finden. Es geht nicht, ohne dass man seine Ansprüche runterschraubt. Vor gut 12 Jahren war aber eine gute Zeit, wo nur noch Luxusobjekte gesucht waren (kurz vor der Finanzkrise). Einfache Objekte wollte niemand mehr, und das war eine gute Gelegenheit.

  2. AvatarRalf

    Es ist leider inzwischen vielerorts auch außerhalb der Städte eine große Herausforderung, günstigen Wohnraum als Familie zu finden. Kleine Wohnungen sind weniger ein Problem. Aber mit 4-5 Köpfen ist es schwer geworden. Auch bei Miete.

    Und wenn man zu weit weg zieht, steigen wieder die Kosten für das Pendeln. Wohnen und Pendeln sind die Kostenfaktoren überhaupt. Wer keine Kinder hat tut sich hier naturgemäß meist leichter und ist flexibler als z.B. Familien mit schulpflichtigen Kindern.

    Sogar wenn man bauen will ist es nicht einfach. Wir müssen je nach Anbieter wegen hoher Auslastung mit sehr langen Wartezeiten rechnen, teils bis zu 18 Monate z.b. bei einigen Fertighausanbietern. Die Bauämter sind ebenfalls überlastet so dass auch eine Baugenehmigung lange dauern kann. Wir haben vor 5 Monaten ein Grundstück gekauft. Das Finanzamt hat bis heute noch keinen Bescheid über die fällige Grunderwerbssteuer geschickt. Und solange das nicht passiert, kann das Grundbuchamt nicht die neuen Eigentümer eintragen.

    Schon krass was in D abgeht….

  3. KievKiev

    @ Bruno

    Ich finde den Beitrag von Tim sehr gut. Lamborghinis gibt es jetzt nicht wie Sand am Meer in meiner Nachbarschaft. Aber ich wohne ja auch in Deutschland. Ich kenne aus Erfahrung worum es hier geht. Wie sieht es bei Deinen Kindern aus? Haben Sie ein IPhone? Gibt es ein IPad? Reiten sie?

    Das Umfeld hat einen starken Einfluss. Du hast genug erreicht und stehst über den Dingen. Das habe ich zum Glück auch. Es ist vor allem eine Einstellungssache. Die Einstellung kann man vermutlich aber auch nur bekommen wenn man wirklich zufrieden ist.

    Stell Dir einmal vor Du wärst ein normaler gut verdienender Banker mit Kindern in einer schönen ETW zur Miete in Deiner Nachbarschaft. Für ihn kann diese Nachbarschaft fatal werden.

    Es gibt Regionen in der Welt in denen die Menschen in gewissen Gegenden leben möchten, so dass die Kinder in passender Gesellschaft aufwachsen. Das haben wir in Deutschland zum Glück nicht, aber die Gentrifizierung schreitet auch hier voran. In Südamerika habe ich sogar Wohnsiedlungen nach Kategorien kennen gelernt. In Kategorie zwei können nicht mal Professoren einer normalen Uni leben. Woran erkennt man die Siedlungen? Sie sind durch Mauern nit Stacheldraht auf der Mauer abgeschirmt. Und am Eingang ist ein Wachposten. Das gibt es natürlich nur bei den höheren Kategorien. Innerhalb der Siedlung sind die Häuser dann noch einmal abgesichert…

  4. AvatarBruno

    @Kiev

    Ja absolut, ich teile alles 100%, von Dir wie auch im Text von Tim geschrieben. Vor 20 Jahren hätte dies auch grossen Einfluss gehabt auf mich, und bei Kindern ist natürlich noch extremer, wobei der Druck mittlerweile in der Schweiz schon überall ist, auch auf dem Land, Handy, Markenklamotten (nicht gerade so wie im Video von gestern) aber es ist nicht einfach, dem zu wiederstehen, ohne gleich gemobbt zu werden. Ich war früher gegen Schuluniformen, aber heute finde ich es nicht die schlechteste Idee, es muss ja nicht so formell sein, einfach alle gleich angezogen, dann fällt der Druck automatisch.

    In der Schweiz gibt es halt so 3-4 Regionen, wo es gerade mit Luxusautos und Immobilien extrem ist wegen tiefen Steuern. Die ganz reichen Familien schicken aber die Kinder nicht mehr in die öffentlichen Schulen sondern Privatschulen. Da sind sie unter sich. Von daher ist der Druck in der Schule noch erträglich, aber schön ist die Entwicklung nicht.

  5. AvatarThorsten

    Es ist leider inzwischen vielerorts auch außerhalb der Städte eine große Herausforderung, günstigen Wohnraum als Familie zu finden

    Sollte man dann einen Arbeitgeber in der tieferen Provinz bevorzugen ? Der Mittelstand krigt da teilweise keine Fachkräfte. Ich weiß von einem Landkreis wo sie händerngend Ärzte, Marketingleute, alles mögliche suchen. Aber niemand will in der Pampa wohnen.  Dabei wäre das für die Kinder gar nicht so schlecht da. Schulen , alles vorhanden, kurze Wege gibt es auch, aber die nächste große Stadt ist halt soooo weit weg.

  6. AvatarDanielKA

    Ich denke schon das auch Deutschland nach gewissen Mileus getrennt wird. Aber definitiv nicht so extrem wie in den USA oder anderen Ländern. Hier gibt es halt auch teilweise den Wohnblock neben schicken Einfamilienhäuser , also ist die Durchmischung gegeben.

    Ist auch ein wenig eine Phantomdiskussion, wie schon erwähnt in Deutschland gehört man mit einem Bruttojahreseinkommen von 100.000 Euro zu den Top 1%. Also gibt es gar nicht soviele Einkommensstarke, welche mit den wirklich Wohlhabenden konkurrieren können.

  7. AvatarDanielKA

    Ist genauso wie wenn die angestellten Top Manager (z.B. Millionen Jahresgehalt)mit ihren Eigentümern (Multimillionär oder Multimilliardär)mithalten wollen, klappt in der Regel auch nicht oder endet Mittel bis langfristig im Gierdesaster.

    Auch ein SAP Chef wird sich keine 80 Mio. Yacht leisten können, wenn man ihn mit den wirklichen Eigentümern vergleicht.

  8. AvatarFelix

    Das Umgekehrte gilt aber auch nicht, wer in einer armen, heruntergekommenen Gegend wohnt, in der alle von Stütze leben, ist keine gute Wohngegend für Vermögensaufbau. Hier färbt eben auch die Umgebung ab.

  9. AvatarThomas der Sparkojote

    Ich wohne in einer durchaus „wohlhabenderen“ Gegend, wo es auch Steuergünstig ist. Da sieht man das ein oder ander schöne Auto. Aber auch viele normale. Ich mache mir da keinen Kopf, ich habe meinen E-Scooter 😀

    In einem meiner Interviews wurde ich auch schon gefragt, was ich mir den überhaupt so leiste. Menschen die mit Minimalismus und Finanzen nicht viel am Hut haben, denken ich lebe im Suff da ich sowenig ausgebe. Irgendwie traurig. So viel im Leben das Spass macht und erfüllt kostet kein Geld, in meinem Fall bringen mir meine Leidenschaften sogar Geld ein und die Einnahmen wachsen stetig. Für viele unmöglich, sich das nur Ansatzweise vorzustellen oder zu akzeptieren.

    Grüsse
    Thomas

     

  10. AvatarNico Meier

    Wir leben auch ländlich und zwar in der Region in der wir aufgewachsen sind weil wir da veewurzelt sind.
    Da wir in absehbarer Zeit Kinder haben möchten war für uns auch wichtig in einer Region ein Haus zu kaufen in der es in den Schulen nicht zuviele fremdsprachige Kinder hat, die den Lernerfolg mindern. Zum Beispiel in der Stadt Basel gibt es Schulen in denen der Anteil an fremdsprachigen Kindern über 60% beträgt. Das sind Schulen in den „preiswerteren Quartieren“ dort wo die bildungsfernen Menschen wohnen.

  11. Avatarvonaufdenboden

    @Nico Meier

    Wir leben als Ausländer in der Schweiz. Auch nach 10 Jahren nicht immer einfach. Dein Kommentar ist inakzetabel.

    Du solltest ihn noch einmal in Ruhe durchlesen und nachdenken.

    Gruss

    vonaufdenboden

     

  12. AvatarNico Meier

    @vonaufdenboden

    Ich habe nichts gegen Ausländer habe in meinem Freundeskreis viele die nicht Schweizer sind. Aber es gibt in gewissen Regionen Schulhäuser in denen Kinder die die Landessprache beherrschen klar in der Minderheit sind. In solchen Schulhäusern wird das Lerntempo für alle gedrosselt was zu Problemen bei der Karriere führen kann. Ich habe Freunde denen ein Studium verwehrt blieb, weil sie eine solche Grundschule besuchen mussten.

    Ich habe übrigens bewusst von fremdsprachigen Kindern und nicht von Ausländern geschrieben weil die Sprache wichtig ist und nicht die Nationalität!

  13. KievKiev

    @ Bruno

    Meine Kinder sind noch zu jung für das materielle Mithalten mit dem Umfeld. Das ist nichts was mir Freude bereiten wird. Es wird aber sehr sicher auftreten. Ich werde diesbezüglich genug beisteuern, dass sie nicht im Abseits stehen. Vorreiter in materiellen Dingen sollen sie allerdings nicht unbedingt werden. Daneben werde ich weitere Herausforderungen bekommen (Internet, Soziale Netzwerke, Chats alles gebündelt in einem Smartphone). Da muss ich unabhängig von Kosten am meisten Aufwand reinstecken.

     

     

     

  14. AvatarJan

    @Nico,

    klar, dem stimme ich auch zu. Ein Faktor warum wir leben wo wir leben (aber in D) ist, weil es da kaum Kinder aus Haushalten gibt die kein deutsch verstehen. Wenn, dann wachsen hier die Kinder zweisprachig auf. Mein Kind in eine Schule nach neuköllner Art? Never! Lieber gebe ich mein gesamtes Vermögen aus als mein Kind in solche Verhältnisse leben zu lassen. Da sind deine 60% ja noch ein Träumchen dagegen. 🙂

    Nein, ich habe ein paar Prinzipien. Eine davon ist meine Tochter zu beschützen. Und dazu gehört die Auswahl der Schule ganz klar dazu. In eine Schule, in die hauptsächlich bildungsferne Schichten und nicht deutschsprachige Kinder gehen, wird meine Tochter nicht gehen. Das werde ich meinem Kind nicht antun. Das bin ich ihr schuldig.

    Schöne Grüße

    Jan

  15. AvatarDanielKA

    @ Kiev: Du bist ebenfalls nicht die entsprechende Zielgruppe, da wohlhabend und Gutverdiener.

    Kinder sind brutal, wie sich mancher vielleicht noch aus seiner eigenen Jugend erinnern kann.

    Es geht ja nicht nur um Markenklamotten und das eigene Pony, sondern Teilhabe bedeutet natürlich Vereinsmitgliedschaften/Sportausrüstung/kann sich die Familie einen Ski bzw. Sommerurlaub leisten/Musikinstrumente (kauf mal ein Klavier) der Schulaustausch nach England/Frankreich/USA usw. Wie sieht es mit Führerschein/Smartphone Laptop etc. aus.

    Für Familien mit geringen Einkommen (Familienvater mit 2 Kindern und 3.000 Brutto) sind das schon große Herausforderungen, auch ohne irgendwelche RTL2 Hartz4 Dokuscript Beispiele.

    @ Jan: Das regelst du schon durch deinen Wohnort. Ich denke als Führungskraft einer Versicherung wird eben ein entsprechendes Umfeld gewählt. In berlin würde ich ebenfalls eine Privatschule wählen, sonst ist das Kind leider schon durch die Grundschule verhunzt.

  16. AvatarJan

    Daniel,

    jein. Lass das mal mit der Führungskraft weg, das ist irrelevant. Ich seh mich nicht als wichtig und auch nicht so – und ab dem 1.April bin ich auch ganz offiziell keine Führungskraft mehr. Keine Sorge, wird weiterhin gut 😉 Ich liebe Veränderungen.

    Mein Umfeld ist eine weit von Stuttgart entfernte kleine Siedlung die aber trotzdem S-Bahn Anschluss hat. Die Mieten sind moderat, die Einwohner ganz bodenständig. Also kein elitäres „Umfeld“. Oje, ganz gewiss sogar nicht.

    Mir kommt es so vor, dass in vielen Städten Problemviertel entstehen nicht weil sie günstig sind sondern eben weil die Preise anziehen und die bodenständigen wegziehen. Wer bleibt über? Die Hartzer bei denen das Amt die Miete übernimmt. Dazu gabs mal einen Bericht den ich ad hoc leider nun nicht finde.

    schöne Grüße

    Jan

  17. AvatarDaniel

    @Nico Meier

    Wir leben als Ausländer in der Schweiz. Auch nach 10 Jahren nicht immer einfach. Dein Kommentar ist inakzetabel.

    Du solltest ihn noch einmal in Ruhe durchlesen und nachdenken.

    Tja, aber es ist dennoch ein Äpfel mit Birnen Vergleich. Die Schweiz ist Einwanderungsland für viele Deutsche, das stimmt. Aber weder ist die Kultur noch die Sprachbarriere mit unserer hiesigen Zuwanderer-Gruppe vergleichbar.

    Die Deutschen erfahren teilweise eine Ablehnung weil sie bei den Schweizern oftmals den Eindruck erwecken, wir würden ihnen da drüben die Arbeit wegnehmen. Warum ist das so? Weil die Qualifikation in unserem Land „noch“ stimmt, wir also billigere Fachkräfte, also wirkliche Fachkräfte, sind.

    Auch dies ist in den meisten Fällen nicht mit Deutschland zu vergleichen. Dazu muss man nicht mal wirklich realitätsferner Idealist sein, sondern Realist der mal einen Blick in die heutigen Schulen wirft. Und im Ruhrgebiet bzw. in rot-grün dominierten (oder langjährig dominierten) Ländern sehr extrem. Ich empfehle hierzu mal exemplarisch diesen Bericht:

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article187431522/Hamburg-Den-Begriff-dividieren-versteht-kaum-noch-ein-Schueler.html?wtrid=onsite.onsitesearch

    Er ist nur eine Aufnahme, ist aber oftmals repräsentativ zu betrachten. Unser jetziges Schulsystem gibt es nicht her die moderne Lerntechnik auf ein derart inhomogenes Schülerwissen auszubreiten. Folglich richtet sich das Lerntempo häufig am kleinsten gemeinsamen Nenner. Das man hier bewusst als Elternteil eine Schule herauspickt bei der dieser kleinste gemeinsame Nenner möglichst hoch angesetzt ist, ist völlig verständlich. Denn wir sind nicht wie die Schweiz, zu uns kommen eben keine hochqualifizierten Eltern die ihren Kindern in den Hintern treten und zum lernen motivieren sondern oftmals Eltern die sogar kontraproduktiv auf die Schulentwicklung Einfluss nehmen. Dazu reicht ja schon ein Blick darauf wieviele und welche Eltern noch zum Elternsprechtag kommen und ernsthaft am Lernerfolg ihrer Kinder interessiert sind.

  18. Avatarcerebrum

    „Er ist nur eine Aufnahme, ist aber oftmals repräsentativ zu betrachten. Unser jetziges Schulsystem gibt es nicht her die moderne Lerntechnik auf ein derart inhomogenes Schülerwissen auszubreiten. Folglich richtet sich das Lerntempo häufig am kleinsten gemeinsamen Nenner.“

    Die Gausche Verteilungskurve beginnt nun mal immer bei den Leistungsschwachen und hört bei den besonders Begabten auf. Die Leistungsschwachen sind die, die unten in der Gesellschaft stehen. Das war schon immer so. Früher waren es die Arbeiter- und Bauernkinder. Meine Oma erzählte, dass sie nie ihre Hausaufgaben machen konnte, weil sie im Hof arbeiten/helfen musste.

    Das sind gesellschaftliche Phänomene, die nicht von Herkunft, Glauben und irgendwas abhängen. So wie die Stadtleute früher nicht wollten, dass ihre Kinder mit den Bauernkindern auf eine Schule gehen, wollen heute viele Menschen nicht, dass ihre Kinder mit syrischen Flüchtlingskindern auf eine Schule gehen. Kann man alles nachvollziehen. Ob es für das eigene Kind aber ein wirklicher Nachteil wäre. Ich weiß es nicht. In meiner Schule waren kurdische und armenische Kinder von Immigranten. Auch da konnte man sehen, dass der kurdische Sohn eines Arztes (heute Consultant bei einem Wirtschaftsprüfer) mehr zum Leistungsniveau beitragen konnte, als Pausenclown und Schlägertyp Niko (heute vermutlich tot, keine Ahnung). Die richtige Durchmischung zwischen leistungsschwach und leistungsstark macht es aus, denke ich.

    Habe einige Leute im Studium aus der Salem-Schule kennen gelernt (wer das nicht kennt, einfach mal googlen). Auch dort gab es fähige und völlig unfähige Leute. Der vermeintliche Vorteil einer solchen Privatschule hat sich im Studium im Vergleich zu einer öffentlichen Schule nahezu maginalisiert.

    Wer leistungsschwach ist, lässt sich nicht an äußerlichen Merkmalen festhalten. Ist einfach so.

  19. AvatarDanielKA

    @ cerebrum: Ja, der Bildungsstand der Eltern ist entscheidend. Wollen vielen nicht wahrhaben.

    Der Sohn des kurdischen Arztes wird mit einer höheren wahrscheinlichkeit selbst Akademiker. Als der kurdische Einwandererbauernjunge.

    Die Frage stellt sich aber schon, wieviele kurdische oder syrische Akademiker sind gekommen, war leider doch insgesamt mehr Analphabeten und die ziehen nun mal den Schnitt runter. Können die Kinder nichts dafür, aber lohnenswerte Einwanderung sieht anders aus.

    Die Schweizer/kanadier picken sich wenigstens wirklich Leistungsträger aus.

     

     

  20. AvatarA.

    @Nico Meier

    Ich war ja selber eins dieser Kinder,  zwar sind meine Eltern nicht komplett Bildungsfern, aber sie haben z.B. kein Studium und in deren Heimatland gibts dieses Ausbildungssystem wie bei uns hier in D nicht.

    Meine Mutter ist schon eh und je Hausfrau und mein Vater war die meiste Zeit Arbeitslos, da er in Deutschland eine chronische Krankheit bekommen hat (wie ich mal im Leserbrief geschrieben habe)

    Aus irgendeinem Grund habe ich aber einfach schon immer Deutsch geredet, obwohl auch, da wo wir damals untergebracht waren Landsleute von meinen Eltern (ich sehe mich selber als Deutsch an 😉 ), aber auch deren Kinder haben dann auf Deutsch geredet.  Meine Tochter  (3, 5 Jahre alt) spricht nur Deutsch. Schade um die Ursprungssprache, aber uns war es wichtiger, dass sie erstmal Deutsch sprechen kann.

    Ich muss dir beistimmen, dass ich das schei* finde wenn Kinder in der dritten Generation immer noch in der Hauptsprache in der Sprache der Großeltern reden. Da fehlt dann aus meiner persönlichen Einstellung auch die innere Bekenntnis zum Land.

    Naja, und wenn man in so einer Nachbarschaft aufwächst, kann das auch schon auf die eigenen Kiddies abfärben.

     

  21. AvatarDaniel

    Die Gausche Verteilungskurve beginnt nun mal immer bei den Leistungsschwachen und hört bei den besonders Begabten auf. Die Leistungsschwachen sind die, die unten in der Gesellschaft stehen. Das war schon immer so. Früher waren es die Arbeiter- und Bauernkinder. Meine Oma erzählte, dass sie nie ihre Hausaufgaben machen konnte, weil sie im Hof arbeiten/helfen musste.

    Das traf auch sicherlich auf meine GroßEltern zu, hat sich aber eigentlich spätestens seit den 80ern mehr als normalisiert. Damals kamen auch fast keine Arbeiterkinder in den Genuss auf ein Gymnasium zu gehen. Diese Grenzen waren aber zu meiner Schulzeit bereits aufgebrochen und jeder hatte potentiell die Möglichkeit dazu. Und in meiner Schule galt, wer nicht hinterherkam, der musste eben irgendwie privat zusehen, dass er seine Wissenslücke aufholte. Es gab und gibt dafür auch Förderkurse oder Nachhilfe, und ja, auch diese kann man bezahlen. Als Schüler kann man sich sowas auch mit Zeitungsaustragen usw. gegenfinanzieren, bzw. eine homogene Schülergruppe hilft sich auch zum Teil selbst. Wir haben damals selber Lerngruppen im Abi gebildet um uns gegenseitig zu helfen und unsere soziale Herkunft wich massiv voneinander ab. Meine Eltern gehören eher der Arbeiterklasse an während viele auf dem Gymnasium ein „von“ im Namen trugen.

    Das sind gesellschaftliche Phänomene, die nicht von Herkunft, Glauben und irgendwas abhängen. 

    natürlich tun sie das. Du willst doch nicht ernsthaft bestreiten dass es hierzulande völlig egal ist ob man sein Leben nach westlichem Lebensstil führt oder den oftmals sehr fragwürdig konservativen islamischen Lebensstil führt und zum Teil auch mit in die Schule trägt.

    So wie die Stadtleute früher nicht wollten, dass ihre Kinder mit den Bauernkindern auf eine Schule gehen, wollen heute viele Menschen nicht, dass ihre Kinder mit syrischen Flüchtlingskindern auf eine Schule gehen.

    Ich denke dass hier die Lernergebnisse dieser Schulen mit hohem Migrationsanteil eine sehr aussagekräftige und für sich sprechende Sprache sprechen. Und diese ist nicht davon gekennzeichnet dass diese Schulen aufgrund ihrer kulturellen Vielfalt sehr positiv auffallen.

    Kann man alles nachvollziehen. Ob es für das eigene Kind aber ein wirklicher Nachteil wäre. Ich weiß es nicht. In meiner Schule waren kurdische und armenische Kinder von Immigranten.

    In meiner Klasse auch, es waren Kinder aus Kroatien. Aber, und das ist das entscheidende, es waren von einer Klassengröße von vielleicht 20 Schülern 1-2. Die Kinder wurden innerhalb kürzester Zeit assimiliert, weil es schlichtweg notwendig war deutsch zu sprechen und sich so zu verhalten wie es die deutschen Kiddies auch taten. Hat auch super geklappt und war total witzig, aber diese Zeiten existieren nicht mehr. Die kritische Grenze ist längst überschritten, wenn schon allein 4-5 andere Schüler in der gleichen Klassengröße aus dem gleichen Herkunftsland leben ist der Integrationswille schlagartig geringer. Er führt dann sogar eher zu Lager-Bildungen. Es gibt mehr als genug Berichte das deutsche Schüler gemobbt werden weil sie die Minderheit stellen.

    Die richtige Durchmischung zwischen leistungsschwach und leistungsstark macht es aus, denke ich.

    Ich denke eher, dass die Mischung aus „heimischer“ Bevölkerung und Zuwanderung eine kritische Masse von 5 bis max. 10% nicht überschreiten darf. Und auch über die Inklusion darf man sich gerne streiten, ich bin grundsätzlich dafür dass ein gewisses Lerntempo immer vorhanden sein muss. Und wenn dieses nicht gehalten werden kann weil eine Anzahl X Schüler dieses Tempo drücken, dann müssen diese schwächeren Schüler eine eigene Förderschulform besuchen bis sie ein deratiges Tempo mithalten können.

    Wer leistungsschwach ist, lässt sich nicht an äußerlichen Merkmalen festhalten. Ist einfach so.

    Dem möchte ich nicht widersprechen wollen

  22. AvatarNico Meier

    Natürlich hat es in solchen sozialen Brennpunkten nicht nur einen hohen Anteil an fremdsprachigen Kindern sondern die nicht fremdsprachigen Kinder stammen in der Regel aus bildungsfernen Elternhäuser. Ja die Entscheidung auf dem Land ein Haus zu kaufen hat auch damit zu tun die eigenen Kinder eben in einer Schule zu haben die gut sozial durchmischt ist. Wo es Kinder von Ärzten und auch von Handwerkern hat aber nicht nur Kinder von Dauerarbeitslosen!

    Natürlich stört ein Kind das die Landessprache nicht beherrscht in einer Klasse von 20 nicht, wenn aber über die Hälfte der Kinder die Sprach nicht kann so stört das massiv. Und ich verstehe alle Eltern die sich diese Gedanken machen und deswegen nicht in Gegenden wohnen wollen in denen ihre Kinder in solche Schulen gehen müssen!

    In meinen Augen könnte die Schweiz die Einwanderung noch besser in den Griff bekommen. In meinen Augen spricht nichts gegen die Zuwanderung von Fachkräften, wenn unser Land diese Fachkröfte benötigt und sie mit ihrer Arbeit ihren Lenensunterhalt selber verdienen. Und wenn diese Fachkräfte sich auch an die Gesetze des Landes halten in dem sie leben.

     

  23. AvatarChristian P.

    Hallo zusammen

    Dieser Artikel ist Gold wert. Du bringst es auf den Punkt. Aufgewachsen in einer typischen EFH-Siedlung in NRW, kenne ich dieses ganze „mein Haus, mein Auto, etc.“ Getue. Ratrace halt… einfach nur schlimm.

    Nun wohne ich seit 2016 in der Schweiz. Genauer gesagt in Zürich. Es ist so wie zuvor in einem Kommentar erwähnt. Zwischen den ganzen Lamborghinis, Porsches, McLaren usw. bringt einem der „kleine AMG“ nichts. In meinem hiesigen Bekanntenkreis sind in der Mehrzahl gutverdienende. Zum Beispiel Juristen und IT-Spezialisten. Die legen gar keinen Wert auf solche Statussymbole. Es wird viel mehr Wert auf das Sparen gelegt. In Deutschland hörte ich immer nur die gleichen blöden Sprüche wie „lohnt doch bei den Minizinsen nicht mehr“. Von Aktien war nie die Rede. Aktien gelten dort häufig sowieso als Teufelszeug.

    Da sehe ich einen krassen Unterschied zwischen den in Deutschland lebenden und den in der Schweiz lebenden.

    Wie sehet ihr das?

     

    P.S.: Mein subjektiver Eindruck ist, dass sich hier bei den Kommentaren im Verhältnis gesehen recht viele Schweizer (oder in der Schweiz lebende) zu Wort melden. 🙂

    Grüsse

    Christian

     

     

     

  24. AvatarChristian

    Stanley Fallaw, Forschungsleiterin: „Der Schlüssel zum Aufbau von Wohlstand liegt darin, in einem Haus zu leben, das man sich leicht leisten kann“.

    Das finde ich ist ein sehr schönes/spannendes Zitat und ist vermutlich neben fleißiger Arbeit „der Schlüssel“ für ein finanziell ausgewogenes Leben.

  25. Avatar-M

    @Christian

    Die Passage fand ich auch sehr gut. Das Wohnen muss/sollte leicht bezahlbar sein, genauso das Auto wenn man eins benötigt oder möchte sollte ebenfalls unter den Möglichkeiten liegen, dann ist das alles halb so schlimm.

    Halt bewusste Entscheidungen treffen und unter den Möglichkeiten bleiben ist für mich der Schlüssel bisher.

    -M

  26. AvatarWohnung mit Domblick

    Ein prima Beitrag, Tim. Das Foto oben finde ich super, das Wohnklo 🙂 Ein bisschen mehr darf es schon sein. Mir bestätigt alles hier mal wieder, dass meine kleine bescheidene Eigentumswohnung, in durchschnittlicher Nachbarschaft, genau die richtige Entscheidung für mich war. Günstig wohnen auf Lebenszeit, hohe Sparquote. Werkstatt statt Auto in der Garage, in der ich mir viel Zeugs selber bauen oder reparieren kann, für das man sonst viel Geld ausgeben muss. Das war bei mir schon immer so, selber machen statt kaufen. (Gerade baue ich ein neues Falt-Kajak, um damit im Sommer auf kurze und lange Touren zu gehen. Anreise per Bahn oder Flieger. Die man kaufen kann sind dafür unnötig schwer.)

     

  27. AvatarKia

    „Dein Zuhause hat einen enormen Einfluss auf dein Vermögen“

    Das ist so wahr! In den letzten 13 Monaten haben wir Nebekostenerhöhungen von 60€ pro Monat erhalten, obwohl unsere Verbrauchswerte weiter gesunken waren. Im Sommer kommt die nächste Mieterhöhung, ich schätze so 80-120€ im Monat und im Dezember dann wieder die nächste Nebenkostenerhöhung usw. Und die neue Grundsteuer wird zwischendurch bestimmt auch normal für eine heftige Erhöhung sorgen.

     

  28. AvatarAlbr

    @Kia, ich bin sowas von froh, keine Mieterhöhungen mitmachen zu müssen; meine Nebenkosten sind nur sehr minimal gestiegen…

    heute Jahresgespräch gehabt; Gehalt wird wieder um etwas mehr als 10% angehoben, wird natürlich zu 100% investiert… wie immer gilt, die Kosten schön niedrig halten und die Einnahmen steigern und investieren…

     

     

  29. AvatarNico Meier

    @Kia

    Und es wird weitergehen auf breiter Front mit den steigenden Mieten aus diversen Gründen. Das Pendeln wird durch den Staat verteufelt und verteuert, dies generier Druck auf die Mieten in den Zentren. Bauland an guter Lage ist Mangelware, dadurch steigen die Preise immer weiter.

    Der Entscheid 2017 ein eigenes Haus zu kaufen war richtig. Wir wohnen bedeutend günstiger als vorher. Vorher war es eine Attikawohnung nun ist es ein Haus mit grossem Garten. Wie schön is es in der Wohnstube zu sitzen vor einem knisternden Feuer im Chemine im eigenen Haus.

     

  30. AvatarMicha

    @ Kia: zum Thema Mieten/Wohnen gab es vor einigen Tagen einen interessanten Artikel auf sz.de von Heribert Prantl.

    Zitat: „Die Mietpreise sind heute das, was früher die Brotpreise waren; die Brotpreise haben jahrhundertelang das Leben der Menschen bestimmt. Eine Maurerfamilie in Berlin musste vor zweihundert Jahren fast drei Viertel des Familieneinkommens für Ernährung ausgeben, davon die Hälfte für Brot.“

    Link: https://www.sueddeutsche.de/politik/prantl-miete-mietpreisbremse-1.4270473

    Die Mieten sowie die Nebenkosten werden weiter steigen.

  31. AvatarFelix

    In Wien konnte ich den Unterricht in einer 9.Klasse im Fach Deutsch beobachten, in der von 20 Schülern 12 mit nichtdeutscher Muttersprache. Das Niveau lag 2 bis 3 Schuljahre unter dem, was in einer 9. Klasse unterrichtet wird. Eklatante Leseschwächen und mangelndes Begriffsverständnis traten zu Tage.

    Auch die zusätzlich in der Klasse herumlaufende zusätzliche Assistenzlehrkraft wusste nicht so recht, wo sie eingreifen und unterstützen sollte. Hier ist bei den deutschen Kindern ein anreicherndes Lernumfeld erforderlich, weil diese Schüler sonst trotz gutem Abschluss mit sehr unterdurchschnittlicher Bildung die Schule verlassen

     

     

  32. AvatarIceman

    ich habe eine etwas andere Frage an euch.

    Kennt sich jemand von euch mit Rudergeräten aus?

    Würde mir sehr gerne eines zu legen, da ich morgens um 5 Uhr wenn Frau und Tochter noch schlafen Sport mache, damit ich den Rest des Tages entspannt mit beiden verbringen kann ohne mich abzuhetzen noch zum Sport zu müssen.

     

    Ich hätte gerne ein Skandika mit Wasserwiderstand, allerdings finde ich 500€ neu oder 450€ gebraucht schon viel Geld.

    Entweder das Geld investieren oder das Gerät kaufen, da bin ich zur Zeit sehr stark hin und her gerissen.

    Fitnessstudio kommt wegen der Öffnungszeiten nicht in Frage.

    Wie macht ihr das bei solchen Anschafffungen?

     

  33. KievKiev

    @ Christian

    Ich sehe es ähnlich. In Deutschland haben wir aktuell die Möglichkeit gute Bildungen breit gestreut zu erhalten und auch friedlich und gut in „normalen“ Quartieren zu leben. Wenn dies nicht der Fall wäre würde ich wohl auch die teureren Wohngegenden bevorzugen. Auch wenn es meine Freiheit ruinieren würde. Ich wohne ja selbst in einem hochpreisigem Gebiet innerhalb der Stadt. Das war aber eher eine Lifestyle Entscheidung, als zwingend durch die Kinder bedingt (Schuleinzugsgebiete).

    DanielKA hat schon viele Beispiele für das Umfeld gegeben. Es ist wahr. In einem höherpreisigen Umfeld hat man auch höhere Kosten für die Teilhabe.  Ich kann mich wie Bruno vielem entziehen. Aber auch nicht allem.

    Ich hatte letztens mit dem Gedanken gespielt ein Klavier zu übernehmen. Es gab eine Möglichkeit eine kostenlose konkrete Möglichkeit dafür. Somit hätte ich nur für den Transport bezahlen müssen. Dieser wäre vermutlich mit Freunden und großer Komfortzone nicht möglich. Ich hätte es natürlich geprüft.

     

     

  34. Avatar-M

    Wenn etwas neu 500 kostet dann sollte sowas gebraucht auch für 250 drin sein in gutem Zustand.

    -M

  35. KievKiev

    Iceman

    Benötigt so ein Gerät nicht viel Platz? Ich mache morgens 20 Liegestütze (verschiedener Griff: Ziel 30 mit 3 Griffen) und ein leichtes Dehnprogramm (Yoga) und abends 20 Liegestütze. Außerdem 4*4 Klimmzüge während ich meinen Nachmittags Kaffee zubereite (Dauert mit Siebträger etwas länger). Den Griff für die Klimmzüge wechsel ich täglich hin und her. Dann gehe ich 1-2 mal die Woche joggen. Das dauert dann allerdings alleine 1h. Ich hatte noch vor eine Langhantel in den Keller zu stellen. Das sollte dann ausreichen. Bis auf das Laufen mache ich den Rest als Routine im Autopilot. Beim Joggen kannst Du auch Podcasts oder Musik hören.

  36. AvatarIceman

    @Kiev und -M

    das mit den 250€ sehe ich auch so, nur nicht die Verkäufer auf Ebay 🙂

    Ich habe im Keller einen Raum ,welcher als Werkstatt und kleiner Sportraum für mich dient, da ist noch etwas Platz.

    Eine Langhantel habe ich auch für Kniebeugen, Kreuzheben usw. einen Slingentrainer habe ich kostenlos bekommen.

    Da ich nicht so gerne bei diesen Temperaturen jogge, und Rudern noch aus dem Fitnessstudio kenne dachte ich, es wäre eine schöne Ergänzung, natürlich nur wenn der Preis passt.

  37. AvatarThorsten

    Man kann in ein ungeliebtes Quartier ziehen und nach 20 Jahren ist es hipp und wird sauteuer.  Das ist für Käufer gut und für Mieter schlecht.

    Bei dem Video über den Anstieg der Mieten wurden 10€/qm für Neubauten  genannt, die für viele unerschwinglich seien.  Man muss immer das Gesamtpaket sehen:  Miete +Nebenkosten. Ich kann auch für 7€ wohnen, zahlt aber im Altbau viel höhere Heizung. Die 10€ können bei steigenden Energiepreisen und ein paar kalten Wintern zu Schnäppchen werden.  Der veredelte Plattenbau hatte fast nur Fenster außen. Das kann man in Klimazone 8 machen (Niederlande), aber doch bitte nicht in 7 oder 6  wie bei uns ?! Schallschutz mit 40 cm dicken Decken ist allerdings erstaunlich, weniger wie in den Niederlanden wäre wohl o.k. Aber in den Niederlanden haben sie auch nicht unbedingt Gardinen, die Privatsphäre ist wohl etwas abgeschwächter als bei uns.

  38. AvatarDaniel

    Ich hätte gerne ein Skandika mit Wasserwiderstand, allerdings finde ich 500€ neu oder 450€ gebraucht schon viel Geld.

    Entweder das Geld investieren oder das Gerät kaufen, da bin ich zur Zeit sehr stark hin und her gerissen.

    Fitnessstudio kommt wegen der Öffnungszeiten nicht in Frage.

    Wie macht ihr das bei solchen Anschafffungen?

    Ich persönlich finde das Ding überteuert und kann die Begeisterung nur auf die Popularität seit es in „House of Cards“ vorkam zurückführen.

    Ich glaube ich würde lieber eines nehmen, bei der man die Widerstände nicht durch Wasser sondern durch „den Computer“ festlegt, wie man es ja beim Ergometer auch machen kann. Vielleicht möchte man ja mit leichten Widerstand und vielen Wiederholungen arbeiten oder langsamen Bewegungen und viel Widerstand.

    Mein Arbeitskollege hatte das Ding auch mal, hat es aber zurückgeschickt. Ich glaube es gibt einen Shop in der solche Geräte gemietet werden können und bei gefallen „aufgekauft“. Man zahlt natürlich was beim Rücktransport und für die Abnutzung, aber man weiss zumindest bei längerer Nutzungszeit, ob es ein Teil ist das im Keller zustaubt oder das man dann doch regelmäßig nutzt bzw. ob es dem eigenen Anspruch genügt. Schau doch mal ob du sowas zum Test anmieten kannst.

  39. AvatarThorsten

    @Kia Mehrfache Erhöhung ? Ich weiß ja nicht wo Du wohnst. In Großstädten gibt es oft eine Kappungsgrenze von 15% oder 20% innerhalb von  drei Jahren.

    Ich würde ich mir den Mietspiegel anschauen und mal vergleichen.

    Vielleicht bist Du bloß auch Opfer von Frau Barley, die mit der Mietpreisbremse die Vermieter zwingt etwas in Richtung  Mietspiegel zu gehen, sie können ja bei einem Mieterwechsel nicht mehr auf Marktniveau anpassen. Dieses Gesetz treibt die Mieten immer schneller in die Höhe.

    https://www.finanztip.de/kappungsgrenze/

    https://www.haus-und-grund-hof.de/de/aktuelles/rechtsprechung/archiv/artikel/detail/mietpreisbremse-treibt-mieten-in-die-hoehe.html

  40. AvatarIceman

    @Daniel,

    du meinst bestimmt den Waterrower der ab 1000€ aufwärts kostet.

    Ja den kann man auch mieten für 9,95€ die Woche. Der Rabatt für den Kauf ist dann aber nicht der Rede wert.

    Dann werde ich erstmal weiter warten, vll ergibt sich ja mal die Gelegenheit für 200-250€, das wäre so die Preisspanne, die noch passen würde finde ich.

     

    Vielen Dank euch aber schonmal 😉

     

  41. KievKiev

    @ Thorsten

    Die Nebenkosten werden bei Altbauten oft sehr stark übertrieben dargestellt. Bei mir liegen sie bei 1.5€/qm. In den Nebenkosten sind bereits die Heizkosten enthalten, Grundsteuer, Müll, usw. Wir haben im Vergleich zu neueren Häusern relativ hohe Decken. Das Dach werde ich mal ausbauen und neuen Wohnraum schaffen. Es wird dann auch gedämmt und neu eingedeckt. Große Einsparungen kann ich mir bei den Nebenkosten aber nicht erhoffen. Und das Dach bringt noch am meisten. Wenn ich die Modernisierung auf die Mieter umwälzen würde, so wäre die Miete sehr hoch. Das mache ich aber nicht.

    Was ich schon bei Neubauten an Kosten neben der Kaltmiete gesehen habe ist unglaublich. Aufzüge sind nun mal sehr teuer (vor allem nach ein paar Jahren), oft wird mindestens ein Stellplatz mit vermietet. Den Gasanbieter interessiert hier auch keinen professionellen Vermieter, also wird ein teurer verwendet und nie gewechselt.

  42. AvatarThorsten

    @Kiev  Wenn der Heizkörper glüht und ich friere, dann ist Schluss mit lustig. Ich habe in drei Wohnungen gewohnt wo das so war. Man könnte meinen die Heizung sei aus, aber bei minus 10 Grad geht dann eben alles durch Wände und Fenster verloren. Die Heizkosten waren eine zweite Miete. Wärmedaämmung ist wichtig.  Wenn in unserer neuen  Hütte die Heizung bei Temperaturen unter Null ausfällt haben wir nach drei Tagen noch 18 Grad, wir merken den Ausfall zunächst gar nicht. Die Heizkörper sind  jetzt nur lauwarm. In unserer alten Wohnung haben wir  zeitweise um 18 Grad gekämpft. Die Heizkörper konnte man nicht anfassen, wir mussten die Kinder warnen. Die Kinder waren immer warm angezogen. so möchte ich nie wieder wohnen. Zahlen und frieren das geht gar nicht.

    @Albr Aufzug = Geldgrab. Man kann ihn auch stilllegen und jeden Monat etwas in den Schacht werfen, ist billiger 😉

  43. AvatarDanielKA

    Da habe ich den Vorteil, dass ich eine eigene Gastherme in der Mietwohnung habe, dadurch kann ich Warmwasser (läuft im Ökomodus) und heizung. selbst bestimmen. Bei gutem Wetter ist die heizung schon Ende Februar Anfang März aus und wird erst ab November wieder angestellt. Den Anbieter kann ich ebenfalls selbst wechseln. Aktuell liegen wir bei 60 EUR im Monat an Gaskosten.

  44. AvatarKia

    @ Albr

    10% sind super!

    @ Micha

    Danke für den Link.

    Sprengstoff ist bei mir aber auch das es so  viele Leute gibt die total niedrige Mieten zahlen, weil sie ein WBS haben oder bei den Gesellschaften leben die sich verpflichtet haben die Mieten nicht über 2% anzuheben usw.

    Wir mussten schon vor Jahren unfreiwillig die Stadt wechseln während die Hälfte der Leute dort auf wbs in Prunkbauten wohnt. Die Arbeiter/ Angestellte leben außerhalb in so 70iger Jahre Plattenbauten/ Hochhäuser auf engsten Raum. Dort wollte ich mich nicht hinverdrängen lassen.

    Jetzt muss ich mir wieder was neues überlegen. Ich werde keine Mieterhöhung mehr unterschreiben. Das hatte ich mir zwar schon öfters vorgenommen aber diesmal ziehe ich es durch. Das wird dann nochmal für ordentlich Sprengstoff in der Ehe sorgen.

  45. AvatarDanielKA

    @ ALBR: aber nur wenn man im ersten Stock wohnt 😉 . 5 Stock Altbau ohne Aufzug stelle ich mir mit Familie nicht gerade romantisch vor und im Alter kann man das komplett vergessen.

    @ Kia: wieso sorgt das für Sprengstoff in der Ehe, bist du mit deinem Vermieter verheiratet???

  46. AvatarMarco Livermore

    @ Iceman

    Wenn du es dauerhaft betreiben möchtest, würde ich nach einem gebrauchten Concept 2 Ausschau halten…sehr haltbar und preisstabil.

     

  47. AvatarAlbr

    @DanielKA, klar du hast recht, aber wenn du im 1. oder 2. Stock wohnst, hast du die Kosten – unnötigerweise- am Bein 😉

  48. AvatarDanielKA

    Und wieder  gute Anregungen bekommen, suche nämlich aktuell nach einer schönen ETW, an das Aufzugthema habe ich gar nicht gedacht. 1-2 Stockwerke ohne sind kein Problem.

  49. AvatarKia

    @ DanielKa

    🙂 nein. Aber mein Partner versucht das irgendwie auszusitzen. Klingt komisch aber er meint bei jeder Erhöhung das dies bestimmt die letzte sei, dass es nicht ewig so weiter gehen kann, oder das wir bestimmt bald mehr Geld bekommen etc. .

    Wenn ich seine Argumente entkräfte verweist er mich auf das Geld welches wir ja sparen. Und das es doch viel sei.

    Leider spricht auch vieles dafür das gerade ein neuer Verkaufsversuch gestartet wird. Ein erster war vor drei Jahren gescheitert weil Sie anscheinend nicht ihre Preisvorstellungen durchsetzen konnten. Ich kann und will so nicht mehr wohnen.

  50. AvatarDanielKA

    @ Kia: Dann sind wir Leidensgenossen, haben ebenfalls eine Mieterhöhung in ähnlicher Höhe bekommen. Einfache Rechnung bei 3 % Nettodividendenrendite benötigt man für 120 Euro Mehrkosten 48.000 Euro Kapital im Depot. Eigenbedarf ist natürlich ein damoklesschwert, aber unsere Immobilie hat erst den Besitzer gewechselt (Kapitalanleger)

    Wir haben jetzt keinen Zeitdruck und wollen nicht das erstbeste Objekt nehmen, trotzdem will ich spätestens bis nächstes Jahr im eigentum sein. Baukindergeld gibt es ja on top, dass kann ich für 10 Jahre von der Rate gedanklich abziehen.

  51. AvatarThorsten

    @Kia Verkaufsversuch ?

    Dann könnte euch die rasche Eigenbedarfskündigung drohen. Bis dahin treibt man die Miete innerhalb der legalen Möglichkeiten hoch, damit die Rendite besser aussieht. Wer nicht einziehen möchte will ja 3% sehen und bei niedriger Miete ist der Kaufpreis für den Verkäufer nicht erzielbar. Jeder Zehner, den ihr mehr zahlt ist ein Tausender beim Verkaufspreis.  Ich würde aktiv suchen, vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit. Ist doch besser selbst zu kündigen als gekündigt zu werden.

     

  52. Avatar42sucht21

    @Kia

    Ich vermute, Sie haben sich schon damit auseinandergesetzt. Aber Mieterhöhungen nach § 558 BGB (ortsübliche) dürfen in 3 Jahren insgesamt nur 15% (Gebiete mit der Kappungsgrenze) / bzw. 20% betragen und die letzte Mieterhöhung muss 12 Monate her sein (der Brief dazu 15 Monate.)

    Mieterhöhungen nach § 559 BGB (Modernisierungen) bis 11% der Kosten sind zusätzlich umlegbar. Man kann also erst bis ortsüblich erhöhen und dann noch mal Modernisierungen oben drauf.

    Als Mieter würde ich bei der Summe nach § 559 BGB genau hinschauen. Oft werden unberechtigt Renovierungskosten mit drauf gesetzt. Die dürfen aber nicht umgelegt werden und auch keine abstrus teuren Gutachterkosten. Also, wenn eine 40 Jahre alte Heizung ersetzt wird, dann sind das zB nicht zu 100% Modernisierungskosten usw. -> evtl. im Gespräch mit dem Vermieter suchen oder schlimmstenfalls über den Mieterverein klären lassen.

    Die meisten Vermieter wollen die NK schon gering halten. Da macht die Politik nicht mit. Und oft hat man ja auch Annehmlichkeiten davon wenn neben Strom & Wasser / Energie auch NK bezahlt werden müssen für das Treppenhaus säubern, der Schnee wird geräumt und der Rasen gemäht.

    Ein Umzug ist auch teuer. 3x umgezogen ist wie 1x abgebrannt, nicht wahr?

    Wenn verkauft wird, vielleicht lohnt es sich für Sie selber die Wohnung zu kaufen?

    Kündigung wg. Eigenbedarf kann man widersprechen und je nach Mietdauer auch durchaus über 1-2 Jahre aussitzen. Vielleicht zahlt der Käufer nach einem Gespräch ja auch die Umzugskosten oder Maklerkosten für die neue Mietwohnung. Kostet halt schon Nerven das alles. Guten Mut!

    @ Thorsten / Jeder Zehner… ist ein Tausender beim Verkaufspreis.
    Bei uns hier eher 3.500 Euro im Verkaufspreis pro 10€ Monatsmiete. Geradezu verrückt.

    @ETW mit Fahrstuhl /Barrierefreiheit

    Nach meiner Erfahrung sind Wohnungen ab 2. / 3. OG gesuchter mit Fahrstuhl. An die NK denken die meisten Mieter / Käufer nicht. Die treiben sich ja auch meist nicht in Foren wie diesem hier rum.

  53. AvatarThorsten

    @42sucht21

    Das kann man natürlich auch so interpretieren „Immobilienpreise haben 20 Jahre stagniert, Mieten sind zu niedrig“. Das gilt jedenfalls für Hamburg und in viel Größerem Maße noch für Berlin.  Dort gab es Mieten, die den Erhlat der Gebäude nicht trugen. Deswegen sind die Probleme da jetzt viel offensichtlicher. Gilt nicht für Stuttgart, Frankfurt oder München. Dort sind die Preise mit der industriellen Entwicklung stetig gestiegen. Der Aufschrei kommt in dem Moment wo man realisiert, dass die Gehälter zu langsam steigen und die Kosten einen bei Steuern  (3.höchste in den OSZE-Ländern), Nebenkosten/Energie (Ökosteuer, Mineralölsteuer,…) einholen. Die Zange schließt sich , der Mittelstand blutet und leidet. Ich wundere mich dass die Deutschen so ruhig bleiben.  Offensichtlich ist noch alles bezahlbar.

    Den Fahrstuhl brauchen Leute ab ca. 75/80. Dann ist auch der zweite Stock ohne Aufzug unerreichbar, wenn die Knie nicht mehr mitmachen oder es einem schwindelig werden könnte. Ich habe mehrere solche Fälle erlebt.  Sie mussten vorzeitig umziehen und haben sich jahrelang gequält, Eigentum verlässt man nicht so schnell, vor allem nicht in dem Alter. Erdgeschosswohnungen werden in den nächsnte  Jahrzehten teurer, Wohnungen ohne Aufzug oben stagnieren oder werden billiger. Weil alle alt sind und nicht mehr hochkommen. 6. Stock ohne Aufzug wird unvermietbar oder geht an Studenten-WG.

  54. AvatarKia

    @Thorsten und 42sucht21

    Die Mieterhöhungen waren über die Obergrenze des Mietspiegel. Wir hätten nur bis zur Obergrenze zustimmen müssen aber dann wären wir verklagt worden. Das  scheint deren Ziel zu sein. Mit möglichst vielen Klagen den Mietspiegel außer Gefecht zusetzen. So haben sie das Spiel zwar schon oft verloren aber so manches mal auch gewonnen. Ich habe mir ein Protokoll durchgelesen in dem deren Taktik gut beschrieben wurde. Das möchte ich mir nicht antuen. Ich habe das dann jedesmal unterschrieben und gehofft bis zur nächsten eine andere Wohnung zu finden.

    Die Teilung in Eigentumswohnungen  wurde irgendwann zwischen 2010-2013 abgeschlossen. So das es tatsächlich nur eine Frage der Zeit ist bis verkauft wird. Leisten können wir uns das nicht und langfristig wäre die Wohnung auch zu klein.

    Das vernünftigste wäre die Taschen packen und wegzuziehen. Sich komplett neu aufzustellen. Das würden wahrscheinlich alle hier machen. Wir haben genug Geld allein auf dem Tagesgeldkonto um ein Jahr klarzukommen. Aber genau das will mein Partner leider nicht. Der Gedanken seinen Job aufzugeben ist ihm unerträglich. Wir sind also festgefahren.

     

  55. Avatarghost

    @iceman

     

    wenn du vor hast richtig zu trainieren, also regelmaessig, dann kaufe gutes Rudergeraet, da die meisten nicht besonders lange halten. Wenn du nur ab und zu trainieren willst dann reicht auch billiges…..

     

  56. AvatarRalf

    Es gibt zwar Perspektiven für den ländlichen Raum: Orte in verkehrsgünstiger Lage unweit von städtischen Zentren haben es da gut. Aber die Landflucht wird flächendeckend nicht wirklich aufzuhalten sein.

    Große interessante Firmen (die vielfach eben oft besser bezahlen) konzentrieren ihre Standorte zunehmend in städtischen Lagen. Homeoffice ist immer noch vielfach ein Hemmnis für Arbeitgeber mit starkem Kontrollbedürfnis und ausgeprägter Anwesenheitskultur. Und Pendeln bleibt z.B. Dank der Bahn oft ein riesen Spaß.

    Bezahlbares Wohnen ist zunehmend ein brisantes Thema. Ich stelle im Rahmen meiner Gutachtertätigkeit deutlich steigende Immobilienwerte fest. Die Lohnentwicklung in D hinkt dem in vielen Branchen massiv hinterher.

    So betrachtet hat das Zuhause in der Tat Einfluss auf das Vermögen. Ebenso wie Entscheidungen z.B. für/gegen Familie, für ein Leben wie ein Penner oder mit etwas Luxus…..

  57. KievKiev

    @ Thorsten, Daniel

    Ich sage nicht, dass die Nebenkosten bei Altbauten pauschal nicht so hoch sind. Es wird nur oft im Energiesparwahn ein bisschen übertrieben. Ein Altbau Anfang 1900 ist oft nicht verkehrt. Um 1950 sieht es vielleicht anders aus. Aber das kann man ja am Objekt schnell einsehen. Welche Heizung da jetzt drinnen ist und Fenster ist dann auch eine Frage. Bei uns sind die alten schweren Heizkörper verbaut. Die werden nicht kochend heiß. Das war in der Altbau Mietwohnung auch so. Wenn die Heizung ausfällt wird es allerdings schneller kalt als in einem Passivhaus. Das ist klar. Ist noch nie vorgekommen. Frieren muss hier auch keiner. Thorsten, ich habe auch eine Mädels WG… 😉

    Daniel, wir hatten früher auch eine eigene Gastherme. Du kannst alles selbst bestimmen. Dafür hast Du mit eimer Zentralheizung einen Mengenrabatt. 1*40kWh ist hier leider nicht 4*10kWh vom Preis. Die Wartung über vermutlich 50€ darfst Du auch selbst bezahlen. Das ist bei uns günstiger. Dafür haben wir wieder die Sch… Ableser an den Heizkörpern und dir Ablesemafia, die die Hand aufhält. Irgendwas ist immer 😉 Ich sage mal passend zu Tims Forum: bei einer kleineren Wohnung zahlt man in der Regel weniger Heizkosten und generell Nebenkosten. Bei dichterer Besiedelung ebenfalls. Ist wieder geschmackssache.

     

  58. KievKiev

    @ Daniel

    Ich würde den Aufzug auch nicht als Nicht Kauf Kriterium ansehen. So viel Wahl gibt es heute eh nicht. Schau generell auf die Nebenkosten.

    Ich finde aber auch hier ein wenig Altersangst bei den ganzen Maßnahmen. Ich habe schon Neubau MFHs gesehen. Die hatten alle nur zwei Geschossse und einen Aufzug in die Garage. Da musste ich an Mr. MMMs Bedpan und Katheter denken. Vielleicht bin ich noch jung und arrogant. Aber ich glaube, dass zukünftig nicht nur alte gebräuchliche Menschen in Deutschland leben werden.

    Die ganzen behindertengerechten Standards und Förderungen finde ich auch teilweise lächerlich. Natürlich soll es ausreichend Wohnungen für ältere Menschen geben. Aber was dann dabei rauskommt… Da habe ich Sachen gesehen. Da braucht man keine DIN und einen Zollstock rauskramen. Manchmal hilft ein bisschen Vorstellungskraft, um zu sehen, dass das das so nicht funktionieren kann. Aber gut, auf dem Papier erfüllt sie den Zweck.

  59. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Natürlich steigen die Preise auch in guterschlossenen ländlichen Regionen in guter Pendeldistanz zu den Städten.  In unserem Dorf wurden gerade Eigentumswohnungen gebaut 4.5 Zimmer mit 120qm und 5.5 Zimmer 150qm. Die 4.5 Zimmer kosten 700’000 Franken und 5.5 Zimmer 950’000 Franken. Die Wohnungen gingen weg wie warme Weggli!

  60. AvatarAlbr

    ich hab gerade in der Zeitung gelesen, dass im nördlichen Teil im Europaviertel von Frankfurt knapp 1000 Wohnungen entstehen sollen, die zu etwa 17EUR/qm Miete kosten sollen (bezugsfertig 2022, bis dahin sicherlich noch teurer)…

     

     

  61. Avatar42sucht21

    @Nebenkosten

    Ich habe gerade die NK-Abrechnungen für 2018 gemacht. Ich möchte hier mal den interessanten Vergleich einstellen, 2er fast gleich großer Wohnungen mit ca 125m2 und überdachtem großen Südwestbalkon in Mehrfamilienhäusern. Beide mit Putz- und Gehweg- und Winterservice.

    für beide Wohnungen ca. 2,60€ NK pro m2! Aber die Wohnungen sind:

    Wohnung 1 Bj 1946 Altbau, Wiederaufbau nach WK 2 auf Keller von 1880: Deckenhöhe 3,30m mit 6 Wohnungen. Kein Aufzug. Weitestgehend Originalzustand außer: Verbundglasfenster und Etagengastherme beides ca. 15 Jahre alt. Haus nicht gedämmt und DG nicht ausgebaut und Dachstuhl ca. 43 Jahre alt. Durch die Lücken zwischen den Dachpfannen kann man vom Dachstuhl teils rausschauen in den Himmel. -> Eigenverwaltung

    Wohnung 2 Bj 2014 Passivhaus : Deckenhöhe 2,75m mit 8 Wohnungen und Aufzug. Alles Tip Top und neu mit Blower-Door-Test usw. und feine Ausstattung. 35cm Dämmung an Wand, Decken- und Balkonpfeiler(!).Heißwasser und Heizanschluss  über Fernwärme. Die Temperatur wird wahnsinnig gut gehalten und in keinem Winter bisher wurde in der Wohnung geheizt sondern nur über die zentrale Umluftanlage belüftet.  Dach zur Isolierung & Öko für Fluginsekten begrünt.  -> Professionelle Verwaltung

    Mein Fazit: Hausverwaltung & Aufzug & tolle Energiespartechnik produziert hohe laufende Kosten -> Dank der immer teureren Din-Vorgaben und der Ökoförderpolitik. Es lohnt sich finanziell meist nicht nach Ökostandards zu bauen – der Baupreis ist höher und die Unterhaltskosten sind trotz niedrigem Verbrauch gleich teuer wegen hoher Grundkosten.

  62. AvatarSowhat

    @42sucht21

    Abrechnung für Eigentümer oder Mieter? Wie viele Leute wohnen je in den Wohnungen? Wie ist deren Heiz- und Dusch-/Badeverhalten? Wie viele Einheiten hat jede Anlage? Wie groß ist das gesamte Grundstück? Wie viele Gehweg-Meter sind zu räumen und streuen? Tiefgarage und Wohnungen lt. TE getrennt? Bereitstellung Fernsehempfang? Kosten Hausmeister? + unzählige weitere Faktoren, die für die NK eine Rolle spielen.

    Sie schreiben ja sogar von unterschiedlichen Heizquellen – Gas-Etagenheizung und Fernwärme.

    Was soll dieser Vergleich bringen?

    Aber bei so viel „Fachwissen“ wundert es mich nicht, dass jemand anderen zum Mieterverein rät. Und die Verwaltung als Kostentreiber deklariert.

    @Kia

    Die Mieterhöhungen waren über die Obergrenze des Mietspiegel. Wir hätten nur bis zur Obergrenze zustimmen müssen aber dann wären wir verklagt worden. Das  scheint deren Ziel zu sein. Mit möglichst vielen Klagen den Mietspiegel außer Gefecht zusetzen. So haben sie das Spiel zwar schon oft verloren aber so manches mal auch gewonnen. Ich habe mir ein Protokoll durchgelesen in dem deren Taktik gut beschrieben wurde. Das möchte ich mir nicht antuen. Ich habe das dann jedesmal unterschrieben und gehofft bis zur nächsten eine andere Wohnung zu finden.

    Worauf verklagt? Das wäre, wenn es denn so war, sollte es dann überhaupt zur Klage kommen, bereits auf dem Amtsweg abgewiesen sein.

    Welches Protokoll und wer sind „die“? Die bösen Vermieter etwa? Wie haben „die“ das Spiel schon oft verloren, wenn „ihr“ euch nie gewehrt habt? Kauft aber bitte selbst was und am besten lasst ihr andere dort für „gaaanz wenig Geld“ drin wohnen. Weil ihr seid ja nicht „die“. Oder?

    @VonaufdenBoden

    Sie können Ihre Kinder ja gerne in Schulen mit mindestens 80% Ausländeranteil stecken, wo kein deutsch mehr geredet wird und der Unterreicht massiv gestört wird, denn Sie wissen ja, was gut und richtig ist. Moralisch überlegen und es kann nicht sein, was nicht sein darf.

     

  63. KievKiev

    @ 42sucht21

    Zwei identische Objekte mit unterschiedlichen Baujahren gibt es leider nicht. Daher lohnt generell ein Blick in die Nebenkosten. Bei mir gibt es bei den sehr niedrigen Nebenkosten natürlich keinen Schnee Service und das Treppenhaus wird durch die Mieter geputzt. Bei dem Winterdienst gab es übrigens dieses Jahr keinen einzigen Tag an dem irgendjemand etwas machen musste. Es ist immer die Frage welcher Service einem wie viel wert ist.

    Mit der Fernwärme hat man wieder eine Abhängigkeit am Bein. Neubauten werden gerne mit Fernwärme durchgeführt. Vielleicht ist dies auch eine Auflage, das kann ich nicht beurteilen. Aus Verkaufssicht ist es natürlich hervorragend. Die Anlage ist sehr günstig und die Kosten werden erst über die Jahre fällig. So zieht man mehr Profit aus dem Verkauf.

    Das Dach werde ich allerdings mit dem Ausbau dämmen. Eine Neueindeckung ist eh erforderlich. Ich gehe hier schon von einer Einsparung aus. Sie ist allerdings nicht in der Form, dass sich der Umbau alleine aus diesem Grund rechnen wird.

     

  64. AvatarIceman

    @42sucht21

    zu dem gleichen Ergebniss kommen wir hier im Bauamt auch.

    Ein Kollege macht die Energiedatenerfassung für Schulen, dort wird die Energie auf Quadratmeter und Schüler aufgeteilt, zum Schluss alles noch witterungsbereinigt, damit mit man von Jahr zu Jahr eine Vergleichbarkeit schafft und auch Schulen untereinander verglichen werden können.

    Ergebnis war dass ein Altbau aus dem Jahr 1970 fast identische Werte hat wie ein Neubau aus 2014. Die Investitionen liegen allerdings um ein vielfaches höher.

    Kollegen aus dem Staatlichen Bauamt, betreuen die neuen Gebäude für 5 Jahre um die Heizung und Lüftungstechnik zu optimieren, erst nach ca. 3-4 Jahren der Überwachung und des Nachregelns ist der Neubau effizienter als der Altbau.

    Die Vergleichbarkeit ist allerdings nur herzustellen, weil in öffentlichen Gebäuden für jeden Raum eine Mindesttemperatur vorgegeben ist.

    Das sind in Klassenzimmer 20 Grad Celsius, mehr braucht es dort laut Deutschem Städtetag nicht.

     

  65. Avatar42sucht21

    @Sowhat

    Die Wohnungen sind natürlich eben gerade nicht(!) vergleichbar. Aber der Nutzwert (s.u.) und die Nebenkosten(!) sind für die Mieter völlig vergleichbar. Das meinte ich. Da habe ich mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt. Die meisten Mieter und Käufer erwarten im gerade fertig gestellten Passivhaus deutlich geringere NK als im nicht renovierten Altbau von 1946. Das es so nicht ist sollte mein Kommentar zeigen.

    Ich bin der Eigentümer & Vermieter. Die Abrechnung erfolgt durch  mich. Ja, ich rate bei ungerechten Vermietern (z.B. bei Kia die erwähnten nicht rechtmäßige Mieterhöhungen) zum Gang zum Mieterverein um Recht herzustellen. Der Vermieter ist oft in der stärkeren Position. Ja, meine NK-Abrechnungen sind OK. Die wurden mehrfach geprüft durch meinen Haus- und Grund und auch durch den Mieterverein der Gegenseiten. Manchmal hilft es für den Hausfrieden auch wenn der Mieterverein den Mietern die Fakten richtig erklärt.

    Ich meine, dass die Wohnungen im Vergleich schön zeigen, wo die Kosten produziert werden. Was viele meinen: unronovierter Altbau = hohe NK und toller Neubau = kaum NK stimmt eben nicht. Von den wahnsinnigen Baupreissteigerungen wegen der ganzen Bauvorschriften mal abgesehen welche die KM hochtreiben. Siehe verlinkter Fernsehbeitrag. Was passiert in 60-80 Jahren eigentlich mit den 35cm Dämmschicht (BASF & Saint-Gobain & Co freuen sich, dass ihre Lobbyarbeit zu Dämmvorschriften so angenommen werden)- ist das später dann Sondermüll? (Disclosure: Ich besitze langfristig BASF Aktien)

    Ja, Hausmeisterservice usw. alles vergleichbar – sonst hätte ich ja nicht vergleichbar geschrieben… . Bei der alten Wohnung gibt es Stellplatz im Hof und bei der neuen TG. Die Kosten sind aber nicht in den genannten NK erhalten. (Die TG NK kommen beim neuen Passivhaus noch on-Top…) Beide mit abschließbaren überdachten Fahrradstellplätzen. In 1 Wohnung wohnen 3 Studenten und in 1 Wohnung wohnt Ehepaar mit 3 KiTa Kindern. Die Strom- und Wasserverbräuche sind fast identisch. Die Personenanzahl im Haus und Wohneinheiten sind ebenfalls vergleichbar. Der Miteigentumsanteil am Grundstück ist fast identisch. Fernsehen (Kabel -> teuer) ist bei beiden NK herausgerechnet , Telefon und DSl auch natürlich. Die Art der Heizquellen ist fast egal wenn die Kosten für den Mieter doch gleich sind! An einem Standort gibt es nur Fernwärme (Auflage der Stadt) am anderen eben seit bereits vor den Kriegen Gas.  Und ja, die professionelle Hausverwaltung ist ein großer Kostentreiber für Vermieter und Mieter.

    @Kiev

    Ja, so würde ich das auch machen. Wenn das Dach gemacht werden soll, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll die Dämmung gleich mitzumachen. Ganz alte Fenster sollte man auch ersetzen. Kostet kaum etwas aber bringt recht viel. Man muss evtl. wg. Schimmel acht geben wenn der Temperatur- & Luftaustausch dann nicht mehr so gut ist. Bei den meisten anderen energetischen Dingen muss man Liebhaber sein oder sehr spitz rechnen.

    Der Schneeräumservice ist überraschend günstig. Mir geht es weniger ums Schneeräumen sondern darum, dass ich die Haftung auf den Dienstleister damit nahezu komplett übergeht. Kosten für 1x die Woche Bürgersteig & Straße fegen und nach Bedarf Schnee/Eis-Räumung (auch mehrmals täglich 6-22h): 32€ netto/ Monat pro Haus (also ganz grob ca. 3€ pro Bewohner pro Monat). Das ist es den Mietern wert.

    PS: Oft, wenn eine NK-Anpassung nach oben kommt, dann gibt es Nörgelei von 1-2 Mietern und sie beschweren sich über das Leid der Welt und die hohen NK. Dann sage ich immer, „Gar kein Problem wir können gerne den Service abbestellen wenn das die Mehrzahl der Mieter wünscht und die Mieter stellen nach Plan abwechselnd Mülltonnen raus, machen Schneedienst, fegen 1x pro Woche den Gehsteig, machen die Kehrwoche selber und mähen Rasen, 1x im Jahr Heckenschnitt usw.. Wenn das klappt gar kein Problem. Ist mir sogar lieber. Wenn sie nur einen Teil davon übernehmen wollen auch gut. Da gucken die mich immer nur ganz komisch an und lachen mich aus. Das wollen die auf gar keinen Fall selber machen. Was, vor der Uni Schnee schippen? Auch die Familie (Gutverdiener) mit Kleinkindern findet den Service super. Aber gerade auch die Studis mögen den Rundumsorglos-Mutti-Service. Ich habe auch angeboten die teuren Restmülltonnen zu verkleinern. Sie müssten dafür lediglich besser den Müll trennen. Das schaffen sie auch nicht… Lieber zahlen sie mehr NK. So ist es leider meistens. Bequemlichkeit siegt über Geld.

    @Iceman
    Das ist wirklich ein interessanter Vergleich aus der Profiperspektive. Vielen Dank. PS: Bauamt? – Jetzt weiss ich ja an wen ich mich wenden kann falls ich fragen zum Baurecht habe 😉

  66. KievKiev

    @ 42sucht21

    Ich sehe schon Ähnlichkeiten in unserem Vorgehen 😉 Den letzten Abschnitt kann ich leider auch bestätigen. Ich habe trotzdem auf eine kleinere Restmülltonne umgestellt (gleiche Chancen für alle, Idealismus). Es funktioniert damit auch sehr gut. Den Gartendienst übernehme ich persönlich. Dafür steht mir dann auch die Nutzung exklusiv zu.

    Die Nebenkosten halte ich bewusst sehr tief. Am Ende zählt natürlich der Gesamtpreis. Die Haftung habe ich durch einen festen Schneeplan geregelt. Hier gibt es keine Uneindeutigkeit. Bei uns liegt aber auch fast nie Schnee. Das lohnt sich wirklich nicht. Das ist in anderen Regionen natürlich anders sein.

    Bei Kaufobjekten ist mir aufgefallen, dass andere Eigentümer (WEG oder ganze Häuser) nicht auf die Nebenkosten achten. Bei einer WEG haben mich die hohen Summen für Instandhaltungen und Reparaturen gewundert. Das Problem scheint hier in der Summe geteilt durch die Bewohner zu liegen. Da kostet das Streichen des Treppenhauses nun einmal 4000€. Bei x Bewohnern ist es mit Rücklage betrachtet dann nicht so viel. Aber wenn man alle Punkte addiert kommt dann doch eine Ansammlung von teuren Posten zusammen (ähnlich dem täglichen Cappuccino außerhalb vor der Arbeit). Ich bleibe lieber Eigentümer des ganzen Objektes.

  67. Avatar42sucht21

    @Kiev

    Finde ich sehr gut. Ist vielleicht auch etwas anderes wenn man selber mit drin wohnt. In einem meiner Häuser hatte ich mal eigenmächtig von 2 großen auf 1 große + 1 kleine Restmülltonne umgestellt weil es im Verhältnis zur Bewohneranzahl einfach richtiger war und weil ich den Mietern NK sparen wollte. Ergebnis: Müll lag immer daneben, trotz mehrfacher Gespräche mit allen Mietern (alles Akkademiker) und eine Mieterin hat dann wegen Gestank die Miete mindern wollen. Ich habe dann nach viel Aufwand einfach wieder auf 2 große umgestellt und Lehren aus meinem falschen Verhalten gezogen.

    Das ganze Haus der Passivhauswohnung habe ich leider nicht kaufen können. Auflage der Stadt: Nur 1 Wohnung pro Käufer!

  68. AvatarIceman

    @42sucht21

     

    Bauamt ja, aber mit Schwerpunkt im Hochbau, und hier die Gebäudeausrüstung also Heizung-Sanitär und Klimatechnik.

  69. Avatarvonaufdenboden

    @Sowhat

    80% ist in Zürich schwer zu finden. Hab es versucht und am Ende sind die Kinder in einer 60%igen gelandet. So what! Ist auch ok. Man kann nicht alles haben.

    vonaufdenboden

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