Corona: Die Börse ist wie ein hungriges Baby, das seinen Schnuller verloren hat


New York, 29. März 2020
Das Coronavirus hat die Börse zum Absturz gebracht.. Die Börse reagiert in diesen Zeiten wie ein hungriges schreiendes Baby.

Das ist eine großartige Zeit, um Geld an der Börse zu investieren, insbesondere wenn du jünger bist und einen langen Zeithorizont hast. Gerade dann empfiehlt sich die Börse nach dem jüngsten Kursrutsch.

Einige Hedgefondsgurus sehen in dem Crash eine Riesenchance. Seth Klarman sammelt neue Milliarden ein, was er lange Zeit nicht gemacht hat. Der Value-Star sieht gute Kaufgelegenheiten an der Wall Street. TCI-Hedgefondsgründer Chris Hohn will seinen geschlossenen Fonds wieder starten. Corona macht diese Leute gierig.

Menschen sind bei der Risikobewertung notorisch schlecht. Das wilde Auf und Ab der Börse macht sie nervös. Richtig ängstlich. Die Börse ist wie ein hungriges Baby. Es ist verwöhnt. Fällt der Schnuller aus dem Mund, schreit es ununterbrochen. Es mag ständig Brei löffeln. Dann lacht es. Klatscht. Dann steigen die Kurse. Momentan sind wir in der Phase ohne Schnuller.

Zuhause dreht sich alles um Minimalismus

Das Gute an Corona ist, dass die Menschen sich in ihren vier Wänden auf den Minimalismus besinnen. Millionen von Menschen beginnen zu sehen, dass Luxus/Konsum tatsächlich kostspielig ist. Es sind Ineffizienzen, die wir gar nicht brauchen. Kochen, Putzen, Haareschneiden, Kaffeekochen – wird selbst erledigt.

Grundnahrungsmittel kaufen die Bürger häufiger. Wie Kartoffel, Eier, Milch, Bohnen, Reis, Tomaten und Gewürze. Leute lesen plötzlich Artikel, wie sie einen Gemüsegarten anlegen können.

Rezepte für Suppen, Gemüseaufläufe, Pizzateig, Brotbacken werden wie verrückt in den sozialen Medien geteilt. Tiefkühlkost ist out. Die Leute wollen selbst ihre Pizza einschließlich dem Teig machen. Convenience-Produkte haben ihren Reiz verloren – viel mehr von Grund auf selbst herstellen – das ist der Trend.

“Wie lagere ich Kartoffeln am besten?”, fragen sich die Menschen neuerdings. Wie geht das am besten mit diesem Gartenprojekt? Vielleicht kommen die Hühner in den ländlichen Regionen öfter in die Höfe und in die Gärten. Sparsamkeit kann eine Lebensoptimierung sein.

Noch ein Tip für die schweren Zeiten: Höre auf, den Stand deines Depot täglich zu überprüfen. Es macht dich nur nervös.

Hier ist mein neuestes Video:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Corona: Die Börse ist wie ein hungriges Baby, das seinen Schnuller verloren hat

  1. AvatarChris1

    Ich denke viele sind eher fast schon depressiv, da die Meldungen immer schlimmer werden.
    Ob die Leute da im Sinn haben Gemüse selbst anzupflanzen? Vielleicht ein paar aber viele Sorgen sich um Sachen wie: verliere ich den Job, bleiben meine Liebsten gesund, wie geht’s weiter mit der Schule für meine Kinder usw.
    Schwierige Zeit.
    Natürlich ist es aktuell eine gute Zeit um Geld anzulegen, aber dazu braucht man den nötigen Mut.
    Ich schaue übrigens öfters ins Depot. Mich interessiert was meine Unternehmen machen. Gibt’s Gründe für den Kursrutsch ausser Corona? Oder woher kommt der Anstieg des Kurses?
    Nicht zum verkaufen, sondern sowohl zumzukaufen wenn der Kurs eine noch bessere Möglichkeit bietet oder auch einfach weil mein Unternehmen xy vermeldet hat. Ich freue mich dann darüber.
     
    Haltet die Ohren steif und den Finger weg vom Sell button
     

  2. AvatarSkywalker

    Tim du bist doch kein gaffer/sensationsjournalist! Passt nicht zu dir! Du bist besser als das. 

  3. AvatarWolke

    Das Gute an Corona ist, dass die Menschen sich in ihren vier Wänden auf den Minimalismus besinnen.
     
    Unser Wohlstand beruht gerade darauf, daß sich die Menschen NICHT auf den Minimalismus besinnen! Wenn die Menschen beginnen minimalistisch zu leben, ist es vorbei mit den schönen Gewinnen an den Aktienmärkten und der finanziellen Freiheit. Ohne Konsum gibt es das Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, nicht mehr.
     
    In zwei Wochen ist der Peak erreicht…
    Ziemlich unrealistisch, bei den lockeren Gegenmaßnahmen(Beispiel: Sie lassen die Bürger New York‘s in andere Bundesstaaten reisen).

  4. AvatarDavid

    Corona ist doch nur ein großes Theater… Der Crash der Wirtschaft stand doch auch ohne Corona kurz bevor… Corona ist jetzt der Sündenbock… 
    Mal sehen wie viele Aufstände es geben wird… Die nächsten 2 Jahre werden aber sehr turbulent.. 

  5. AvatarMattoc

    Gibt es hier Meinungen zur Aktie der Vodafone Group?
    https://www.ariva.de/vodafone_group-aktie/chart?t=all&boerse_id=1
    Ich habe gerade zufällig den Chart gesehen, und dabei fällt auf, dass der Kurs jetzt auf dem Tief, das nach der 2000er und 2008er Krise erreicht wurde, angekommen ist.
    Und Telekommunikation müsste doch zumindest  Corona-unempfindlich sein? Ich überlege tatsächlich, mir neben meine Procter & Gamble eine zweite Einzelaktie zu kaufen. 🙂
    Da ich von Einzelaktienanalyse gar keine Ahnung habe: Nennt mir gerne Punkte, die euch an diesem Unternehmen richtig stören….;-)
     

  6. AvatarRainer Zufall

    Hi Mattoc,
    Analyse von einzelnen Unternehmen / Aktien, kann ich auch nicht, kaufe trotzdem ab und zu mal eine einzelne Aktie.
    Warum ich den Bereich Telekommunikation *persönlich* überhaupt nicht mag: der brutale Wettbewerb und aus meiner Sicht schlechte Wachstumsaussichten, kann mich da natürlich aber auch täuschen.

  7. AvatarAktien Noobs - Sky

    Mattoc, 
    das ist nur meine Meinung. Vodafone zahlt 2x im Jahr bisher eine Dividende.  Bin jetzt nicht so ein Vodafone Fan, aber das Unternehmen ist aktiv am Markt dabei zumindest ist deren Strategie einer der größten 5G Anbieter zu werden. Sie haben aber sehr hohe Schulden. Hast  Du dir evtl. mal AT&T angesehen? Finde die beim jetzigen Kurs auch sehr interessant. 
    PG ist  eine gute Wahl von Dir. Grundsolides Unternehmen.

  8. Avatar42sucht21

    @dass die Menschen sich in ihren vier Wänden auf den Minimalismus besinnen.
    Ja, während des lockdown. Danach wird nachgeholt wenn denn Geld/ Job noch da sind. Immer mehr Menschen leben minimalistisch – mag stimmen. Aber noch immer viel mehr Menschen leben den Konsum. Die Weltbevölkerung steigt und Konsumwünsche verständlicherweise mit. Minimalismus muss man sich leisten wollen & können. Minimalismus als Muss ist immer noch die Lebensweise der meisten Menschen auf der Welt, die wollen den überwinden.

    @Magnum 86 – dass auch die letzten nun einmal darüber nachdenken, ob die Investition in eine in Deutschland gelegene Immobilie (ausschließlich zur Vermietung) HEUTE noch zur Diskussion stehen sollte. 
    Ja, das sollte man. Ich werde am Dienstag früh die Kaufzusagen für eine Vermietimmobilie abgeben. A-Lage in A-Stadt und natürlich A…-teuer nach der 11 jährigen historisch wohl ziemlich einmaligen Immohausse. Aber ich sehe für mich trotzdem keinen Grund dagegen. Solide finanziert zum Kapitalerhalt. Ist doch alles in Ordnung. Sie können ja alles verkaufen und in ein sicheres & besseres Land ziehen. Ich bin wirklich gespannt auf Ihre konkrete Antwort: Welches wählen Sie als bessere Alternative zu Deutschland, na?

  9. AvatarWolke

    @Bernd Obermann
    Klingt alles gut, Mr. Tim…
     
    Angesichts von Zelten und Lkw‘s, in denen Tote aufbewahrt und gekühlt (O-Ton Tim Schäfer) werden, ist deine Bemerkung gelinde gesagt etwas befremdlich.

  10. AvatarMattoc

    @Rainer und Aktien Noob
    Ja, die Wachstumsaussichten sind branchengemäß nicht so gut, aber dafür gibt es eine Infrastruktur, die relativ sicher in den nächsten Jahren noch gebraucht wird. Das Problem mit der Verschuldung liest man auch immer wieder. Aber wenn man den Daten bei Ariva trauen kann, dann haben sie 56,80% Fremdkapital. AT&T beispielsweise hat deutlich über 60% Fremdkapital. Ist die Verschuldung von Vodafone also wirklich so branchenunüblich schlimm? An AT&T gefällt mir persönlich auch nicht (das sehen andere auch anders), dass sie noch meiner Kenntnis ausschließlich in Nordamerika, also in USA und Kanada Geschäft machen. Ich mag eigentlich diese globalen Unternehmen lieber.
    Aber ich sehe schon, ich bleibe lieber bei ETFs. 🙂
     

  11. AvatarRainer Zufall

    Mattoc
    wie gesagt, nur meine persönliche Meinung, kann mich da natürlich auch kolossal täuschen 😉

  12. AvatarMattoc

    @Daniel und Luigi / Wertpapierleihe bei Blackrock
    Anbei ein Link zu offiziellen Informationen von Blackrock:
    https://www.blackrock.com/de/privatanleger/wissenswertes/wertpapierleihe?switchLocale=y&siteEntryPassthrough=true
    Was ist aus meiner Sicht für den ETF-Anleger wichtig?
    Jemand, der in einen ETF investiert, macht das (hoffentlich) vor allen Dingen aus einem Grund: Er/Sie möchte die Performance des dem ETF zugrunde liegenden Index möglichst exakt erhalten. Die Fondsgesellschaft sollte also alles dafür tun, dass die Kosten, die bei der Verwaltung und Management eines ETFs anfallen, möglichst gering sind bzw. kompensiert werden. Die Wertpapierleihe hat also genau den Zweck, die Tracking Difference von ETF zu Index möglichst auszugleichen. Teilweise gelingt dadurch sogar, dass der ETF besser abschneidet als der Index.
    Solange dieses Ziel erreicht wird, ist es mir persönlich sehr Recht, wenn die Fondsgesellschaft darüber hinaus mittels Wertpapierleihe weitere ihrer Kosten deckt.

    Aber zu sagen, dass Blackrock eine Wertpapierleihe ausschließlich deshalb durchführt, um doppelt zu verdienen und sich die Taschen doppelt vollzumachen ist sachlich falsch.

  13. AvatarFamilien Finanzen im Griff

    Hallo Tim,
    toller Beitrag, am besten ist, man liest einfach keine Nachrichten, die  Leute sitzen den ganzen Tag zu Hause und lassen sich von den schlechten Nachrichten einfach nur berieseln. 
    Da kann man nur Depressiv werden! Am besten ist, man besinnt sich auf seine Familie, nutzt die vielleicht hinzugewonnenen Zeit oder kümmert sich um seine Finanzen… oder liest mehr Bücher  als Facebook .
    Gruß Stefan von
    Familien Finanzen im Griff 

  14. AvatarKall

    Bonjour,
    @Mattoc:
    Neben eigenen Recherchen, haben mich deine Beiträge für ETF überzeugt. Die Versuchung, einzelne Aktien jetzt zu kaufen ist hoch. Ich habe drei im Keller: Shell, Kraft und Tanger. Verkaufen werde ich sie nicht. Aber sie lehren mich als warnendes Beispiel Demut.
    In einem deiner ETF hast du wahrscheinlich zudem, ob gewollt oder nicht, AT&T dabei. Ich weiß nicht, ob du auf thesaurierende oder ausschüttende ETF setzt.
    Auch die ETF haben gelitten. Aber sie machen mir weniger Sorgen als meine Fehlgriffe.
    Ich habe drei ausschüttende, da ich perspektivisch mit den Dividenden ein paar zusätzliche € für die Rente bekommen möchte. Aktuell habe ich sie auf Reinvestition gestellt. Geht bei Flatter (trotz aller berechtigten Kritik) gratis.
    Würde mich interessieren, in welchen ETF du investierst.
    Bleibt gesund! Das ist wesentlich wichtiger.
    Kall

  15. AvatarMattoc

    @Tim
    Super, dass du jeden Tag ein neues Video machst.
    Interessant zu sehen und zu hören.
    Danke!

  16. AvatarNico Meier

    Zum Thema Ernährung.
    Bei uns bizs zu Znacht Pellkartoffeln mit Sauerrahm und dazu Rauchwürstchen vom Metzger aus unserem Dorf. Die Rauchwürstchen sind nicht die gesündeste Ernährung das ist wohl jedem klar aber der Dorfmetzger verwendet nur Fleisch von gut gehaltenen Tieren aus der Region und das merkt man bei der Fleischqualität. Den Luxus von gutem Fleisch von gut gehaltenen Tieren leisten wir uns gerne.

  17. AvatarMartin

    Schade, habe den Einstieg verpasst. Die Kurse sind in den letzten Tagen davon gelaufen. Dow jetzt über 22.000 und Dax fast wieder bei 10.000 Punkte. Jetzt noch zu kaufen ist mir zu teuer.

  18. Mark 85Mark 85

    Ich habe heute kräftig nachgekauft: Immobilien-ETF und Bitcoin.
    Mein übergeordnetes Ziel in diesen Zeiten bleibt aber, dass ich nicht zu den Anlegern gehören möchte, die bereits illiquide geworden sind oder es noch werden. Die besten Nachkaufkurse nutzen mir nichts, wenn ich mein bisher angehäuftes Vermögen verscherbeln muss.

  19. AvatarFelix

    Bitte nicht wieder Speisepläne posten – ist so interessant wie eingeschlafene Füße.

  20. AvatarWolke

    Ich denke, die Viruserkrankungen werden in Amerika leider noch extrem explodieren. Es gibt kein öffentliches Gesundheitssystem, man ist dort sich selbst überlassen und wird nicht getestet oder adäquat behandelt, wenn man nicht zahlt. Diese Tatsachen bergen enormes Ansteckungspotential.
    Das ist traurig, heißt aber auch, daß der US Aktienmarkt wahrscheinlich noch einmal stark einbrechen wird und sehr günstige Kaufgelegenheiten bieten wird.

  21. AvatarMattoc

    @Kall
    Wir haben in den Kommentaren unter folgendem Artikel schon mal über Asset-Allokation, Verhalten bei Kursverlusten von Einzelaktien diskutiert:

    https://timschaefermedia.com/boersen-crash-an-der-wall-street-10-prozent-runter-panik-ich-rate-zur-besonnenheit/

    Da ich einen regelmäßigen, in der Höhe selbstbestimmten und über  Asset-Klassen (Aktien, Anleihen, Edelmetalle) in gleicher Weise realisierbaren  Cashflow anstrebe, kann ich das nur über thesaurierende Produkte durch Anteilsverkauf umsetzen, denn Dividenden kommen unregelmäßig, sind in der Höhe fremdbestimmt und Edelmetalle zahlen keine Dividende.

    Zu den konkreten thesaurierenden ETFs bzw. ETCs ist justetf.com aus meiner Sicht die Referenzseite und bietet eine gute Auswahl. Ich kaufe nur die großen Standardprodukte (Welt/Emerging Markets/Globale Staats- und Unternehmensanleihen, Euwax Gold) und mache einmal im Jahr Rebalancing.

    So mache ich(!) das. Es gibt zahlreiche andere Strategien, die auch Vor- und Nachteile haben. Jeder muss selbst wissen, was er tut oder lässt. Und man muss definitiv alle Links, Behauptungen und Angaben, die man in Internetforen liest, immer selbst prüfen, bevor man seine eigenen Anlageentscheidungen trifft. Das kann ich wirklich jedem nur empfehlen.
    Viel Erfolg.

  22. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Felix
     
    Das ist Geschmackssache. Sich gegenseitig helfen (Jenny hat gefragt) finde ich erbaulicher, als täglich die eigenen Ängste zu transportieren.
     
    @ Wolke
     
    Du schaust zuviel Fernsehen. Gute Bücher kann ich empfehlen. Hans Rosling spricht in seinem ausgezeichneten Werk “Factfullness” in einem Kapitel über die Macht der Zahlen, und wie sie uns unreflektiert in die Irre führen können.
     
    Zum Nachdenken: Im Jahr 2018 sind in Italien 633.000 Menschen gestorben. Überwiegend alte, kranke und schwache Menschen. In einem “normalen” Jahr sterben dort ohne Berücksichtigung von saisonalen Schwankungen also monatlich ca. 53.000 Menschen. In der europäischen Union sind es ca. 440.000 Menschen, die monatlich sterben. Jahr für Jahr.
     
    Dobellis News-Diät bleibt übrigens weiterhin ein Toptip.

  23. Avatar-M

    Wolke, das befürchte ich auch. Das ist noch lange nicht durch. Lass in USA mal die Arbeitslosenquote stark steigen… 
    Ich verpulvere jetzt nicht alles. So Aussagen wie oben “Ich habe es verpasst” passen genau in das Bild. Alles schon wieder zu gut und in Butter…. glaube ich nicht 
     
    -M

  24. AvatarMattoc

    Ich habe heute kräftig nachgekauft: Immobilien-ETF und Bitcoin.
    @Mark85
    Ich bin wirklich gespannt, wie das an den Märkten weitergeht. Ob es das schon war? Für einen Langfristanleger sicher nicht so wichtig, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das gerade die Ruhe vor dem Sturm ist.

  25. AvatarBruno

    @-M “Alles schon wieder zu gut und in Butter”
    Bitte keine Speisepläne posten 😀
    @Tim
    Habe gerade dein neustes YT-Video geschaut, so muss man sich fühlen wenn man nach 100’000 Jahren nach einem Atomschlag wieder zurückkehrt ins Museum und sich kaum vorstellen kann, dass dort mal Leben war 😉

  26. Mark 85Mark 85

    An Mattoc: Ich denke, dass man sich bereits zu den Gewinnern zählen kann, wenn man ohne Zwangsverkäufe durch diese Krise kommt. Eines muss man sich klarmachen: Die Kurse haben nur deshalb so stark nachgegeben, weil auf der Verkäuferseite ein enormer Überdruck herrschte. Nur liest man von den vielen, vielen Anlegern wenig, die ihre Risikotragfähigkeit oder Risikotoleranz massiv überschätzt haben.

  27. AvatarBruno

    @Speisepläne
    Etwas Normalität schadet nicht, 7x24h Corona- und Crashticker treiben einen in den Wahnsinn.
    Hier ist der Winter zurück, das erste Mal hat es diesen Winter geschneit. Die letzten Tag Shutdown und CO2 Reduktion scheinen zu wirken, die Klimaerwärmung geht zurück haha, Donald Logik und nur ein Scherz. Aber die Luft ist gefühlt besser jetzt, es gibt also auch positive Seiten, soll nicht zynisch klingen.

  28. Mark 85Mark 85

    An Mattoc: Keine Ahnung, ob es das schon war. Bislang bin ich zufrieden, weil sich an meiner Finanzsituation kaum etwas geändert hat. Ich beziehe weiterhin meine Einkommen und ich musste nicht mein Anlagevermögen anknabbern. Mehr darf ich in diesen unruhigen, aber spannenden Zeiten wohl nicht erwarten. 🙂

  29. AvatarMattoc

    @Mark85
    Neben den Anlegern gibt es auch Blogger, die ihre persönliche Risikotoleranz überschätzt haben. Auf Finanzblogroll gibt es eine Übersicht von Blogs zu Optionen. Die Blogs sind größtenteils nicht mehr aufrufbar. Da steht dann „es gibt wichtigeres“, „andere Prioritäten“, „dieser Blog wurde geschlossen“…

    Das ist schon sehr verwunderlich bei der Euphorie, die dort zeitweise herrschte.

    Es gab doch auch hier Kommentarschreiber, die was mit Optionen gemacht haben. Kiev, glaube ich. @Kiev Welches Risiko ist denn da bei den Optionshändlern eingetreten? Weißt du das?

  30. Mark 85Mark 85

    An Mattoc: Mit Optionen kenne ich mich nicht aus, aber mir sind ältere Blogartikel im Gedächtnis geblieben, in denen von verrückt hohen Monatsrenditen, aber nicht von erhöhten Risiken die Rede war. Es kann gut sein, dass sich viele verzockt haben. Gibt es den Blog von ,,Easy Dividend” noch? Egal, mir ist ein langsamer, aber dafür stetiger Vermögensausbau lieber.

  31. AvatarNico Meier

    War es nicht der Kapitalist der eine grössere Summe mit Optionen vernichtet hat? 

  32. KievKiev

    @ Optionshändler
    Ich kenne jetzt keine Seite, die es nicht mehr gibt. Thorsten Tiedt vom Aktienfinder mag ich ja als Beispiel. Ich habe hier vor einiger Zeit schon gewarnt, dass viele Optionshandel mit hohen Gewinnen betreiben. Einige haben 1000€ bis 2000€ im Monat damit verdient. Mit Tims Depot wäre das kein Problem, bei kleinen wird aber ein entsprechend hohes Risiko gefahren. Je nach Volatilität kannst Du mit verhältnismäßig wenig Kapital größere Aktien in 100er Paketen handeln. Oft sind die Kontrakte nicht mit Cash abgesichert. Die meisten haben vermutlich Short Puts verkauft und damit in steigenden und leicht fallenden Märkten profitiert.
    Man kann die Kontrakte auch nicht so leicht wieder loswerden. Die größeren Kursrutsche passieren oft schon außerbetrieblich.  Ob jetzt der berüchtigte Margincall die Depots geplättet hat kann ich nicht sagen. Aber die Verluste sind auf jeden Fall höher. Vor allem bei reinen Optionskonten. Es haben hier bestimmt einige ca. 30% Buchverluste zu verzeichnen gehabt. Bei Optionen ist es mehr. Du hast die Stimmung hier selbst mitbekommen und kannst Dir ein Bild machen wie es mit Optionen aussehen kann. Ich habe selbst SCs offen. Und ich nutze Margin. Aber ich nehme die Aktien auch. So manche hätte ich natürlich gerne billiger bekommen. Aber so geht es nicht. Irgendwann muss man eine Kaufentscheidung treffen. Optionen sind hier ähnlich, nur verstärkt. Nach dem Crash kann ich mich vermutlich offiziell als Hartgesotten bezeichnen. Meine Zeit kommt wieder. Wenn es aufwärts geht, geht es bei mir entsprechend schneller aufwärts. Ein kleiner Rücksetzer würde mich ein wenig unterstützen. Dann kaufe ich noch einmal größer ein.

  33. Avatar-M

    @Bruno 
    Hahaha der war gut! Aber der Kohlrabi im eigenen Saft und Butter gedämpft war auch lecker gerade 🙂
     
    @co2 etc
    Ich finde die Sterne leuchten heller als vor Monaten!….. ist das auch jemanden anderes aufgefallen ? 
     
    -M

  34. AvatarWolke

    @Freelancer
    Zum Nachdenken…
    Alter Hut!
    Derartige Zahlen hatte ich schon vor einiger Zeit gepostet, als ich die Coronatoten mit den Krebstoten in Italien verglichen hatte.
     

  35. KievKiev

    @ Mattoc
    Schaue Dir vielleicht auch einmal TSLA an, als sie bei knapp 800-1000$ standen. Hier haben sicher Leerverkäufer und Optionsverkäufer mit SCs ihren Teil dazu beigetragen. Irgendwann haben sie kalte Füße oder Margin Meldungen bekommen und mussten sich dann eindecken mit Aktien, die sie nicht hatten und haben damit einen weiteren Anstieg der Aktie befeuert. Ich hatte in dem Fall auf Panik und  hohe Gewinnmitnahmenu spekuliert und entsprechend Puts gekauft. Ein Put sind 100 Aktien. Ich wollte mindestens 10 STK haben. 1$ unter Strike bedeutet bei 10 Puts 1000$ pro Dollar Verlust. Allerdings sind die Puts erst ab einer gewissen Distanz zum aktuellen Kurs erschwinglich. Näher am Strike wäre mir zu riskant gewesen, da es viel teuerer gewesen wäre. Ich hatte auch nur eine Laufzeit von 10 Tagen. So hätte ich die hohen Stückzahlen kaufen können.
    Es gab leider nicht den richtig großen Anstieg und entsprechend blieb die Panik aus. Ich habe nur ein paar hundert Dollar verdient. Ich hatte mir mehr versprochen. Aber die Entwicklung kann ich auch nicht sehen. Ich habe nur ein Muster entdeckt, dass passieren könnte. So kam es aber nicht. Solche Chancen gibt es selten. Bei so etwas kaufe ich lieber als zu verkaufen. Da ist der Verlust begrenzt und der theoretische Gewinn sehr hoch. Aber Zach unwahrscheinlich. 

  36. AvatarValue

    Ich kann mich den Ausführungen von Wolke und -M nur anschließen, im Grunde bin ich ein unverbesserlicher Optimist (das hat sich auch in meiner Einstellung Anfangs zu Corona geäußert, zudem die Börsensituation unterschätzt und dann zu früh rein in den Markt) aber da wird noch was auf uns zukommen . . . . . . . börsenmäßig.
    Seit ca 3 Wochen habe ich die Füße still gehalten auch wenn’s mich unglaublich gejuckt hat, aber im nächsten Monat werde ich turnusmäßig wieder kaufen und wenn’s im DOW Richtung 18.000 läuft werde ich meine Watchlist nach und nach abarbeiten.

  37. AvatarLivermore

    @ Mark 85
    @Mattoc,
     
    Der Arbeitskollege meines Bekannten soll mehrere hunderttausend Euro in Call-Optionen auf einen der grossen Indizes “investiert” haben, Laufzeit bis September, strike price nahe den Hochs Anfang des Jahres.
     
    Er ist jetzt wohl 200.000 EUR im Minus. Das Geld ist er los. Denn 29.000 werden wir bis September im Dow Jones nicht wieder sehen.
     
    Ich weiss nicht was den geritten hat.

  38. AvatarPaulchen Panter

    Habe gerade das Video von Tim “Aktien: Die stärksten Konzerne der Welt (Teil 1)” bei Youtube geladen und parallel mit Google Earth  einen Teil des Spaziergangs per streetview mitgemacht. Der Kontrast zum normalen (bunten) Straßenbild ist schon enorm!
     
     

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,
     
    das wird schon richtig sein. Den easydividend gibt es wohl so nicht mehr. Die Domain geht zu der Banx. 
     
    Ich habe, auch dort, immer mal wieder davor gewarnt, mit kleinen Konten teure naked short Puts zu riskieren. Wenn man also einen Put auf einen Wert von 200 USD verkauft, dann fällt der wie jetzt vielleicht auf 120 USD, dann muss man entweder 20.000 Cash haben um die Aktien zu übernehmen, oder den Put viel teurer zurück kaufen. Wenn man da ein paar solcher Puts auf hohe Strikes verkauft hat, und kommt blitzschnell in so eine Situation wie jetzt, dann muss man sein Depot (teil-)liquidieren um die Puts teurer glattstellen zu können. Das wird einigen passiert sein. Wenn man die Aktien normal gekauft hätte, dann ist der Verlust “nur” ein Buchverlust und kann ausgesessen werden. Mein Credo ist und war immer, dass man nur Puts verkaufen darf, wenn man gewillt und fähig ist, diese auch zu übernehmen. Dann zahle ich halt mehr als den Marktpreis, aber das hätte ich auch, wenn ich sie vorher einfach zu teuer gekauft hätte.
     
    Man sollte sich das worst case Risiko bei Optionen immer vor Augen halten. Wenn man das abdecken kann, ist alles ok.
     
    MS
     

  40. AvatarMattoc

    @Kiev, Livermore, Matthias Schneider
    Ich kenne mich mit Optionen gar nicht aus, ich hatte mich nur immer gewundert, dass viele Blogs – und ich glaube auch kurzzeitig hier mal einige Kommentatoren – ein „risikofreies“ Arbeiten mit Optionen suggeriert haben, nach dem Motto: „Entweder bekomme ich eine Prämie oder ich bekomme die Aktie, die ich ohnehin haben wollte, eingebucht.“ Das scheint ja dann doch nicht so risikofrei funktioniert zu haben, oder haben die was anderes gemacht?
    Beim Thema Optionen, und wenn ich solche Geschichten wie von deinem Arbeitskollegen lese, Livermore, da kann ich wirklich nur ganz extrem mit dem Kopf schütteln. Damit kann man Familien ruinieren.

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,
     
    ja, wenn man einen reinen Optionshandel als Einkommen anstrebt, dann macht man was anderes als so Beifang als Stillhalter.
     
    Man sieht hohe Prämien bei teuren Werten, bei denen man wie bei Apple oder Amazon davon ausgeht, dass die nicht schnell und viel fallen können.
     
    Aber manchmal kommt sowas eben doch, dann ist man auch sehr schnell in Not, weil man eben solche Summen nicht stemmen kann.
     
    MS

  42. KievKiev

    @ Mattoc
    Du kannst Optionen zum Kaufen verwenden. Der Spruch passt schon. Die Aktie muss allerdings von Kurs auch ins Depot passen. Nehmen wir an Du kaufst immer für 3000-5000$. Dann sollte die Aktie auch zwischen 30-50$ stehen. Du kannst natürlich auch mehrere nehmen wenn es billiger ist. In dem Fall wäre ja der Kauf mit Cash gedeckt. 
    Ich gebe Dir Vodafone als Beispiel. Die hat Dich ja interessiert:
    Du möchtest sie wirklich haben. Dann könntest Du aktuell einen SP bis Mai 15 für etwas über 100$ verkaufen. Die Aktie kostet 14$, du zahlst somit im Falle einer Einbuchung 13$. Allerdings bekommst Du sie auch nicht wenn sie deutlich steigen sollte. Wenn sie seitwärts läuft kannst Du nach der Zeit erneut einen SP verkaufen. Wenn Du es so betreibst ist es kein Problem. Du kannst natürlich auch so vorgehen: Der Kontrakt kostet aktuell 338$ Margin. Statt 100 zu kaufen für 1400$ verkaufst Du 4-5 SPs. So bekommst Du 400-500$. Aber wenn der Markt jetzt noch einmal 20% korrigiert… Die Marginalforderung ändert sich mit dem Kurs. Wenn man viel Geld mit Optionen bei einem kleinen Konto verdient, hat man entsprechend viel unsecured. Das geht bis zu einem kleinen Rücksetzer gut. 
    Falls Du Dich fragst warum ich den Mai als Datum genommen habe. Danach wandert Geld von der linken Tasche in die Rechte…
    Ich habe aktuell einen RDSB SP offen: 21.01.2021
    42.5$ Strike. Der steht aktuell bei mir 849$ um Minus. Das müsste ich jetzt zahlen wenn ich den Kontrakt weiterverkaufen würde. Es hätte mir Mal jemand verraten können, dass die noch so weit fallen. Aber gut, wenn ich sie gekauft hätte würde es aufs selbe hinauslaufen.. Ich konnte so immerhin den Strike um die Prämie reduzieren. Das heißt aber nicht lange nicht, dass man so immer gewinnt.
    Vielleicht werde ich sogar noch weitere RDS kaufen. Wenn die Aktie ihr Tief überwunden haben sollte habe ich somit zu früh gekauft und zu spät. Bei so einem Einbruch erwischt kaum jemand den Bestpreis. In 10 Jahren spielt das vermutlich auch nicht so die Rolle. Hauptsache man bleibt dabei.

    Falls Du gerade grübelst, dass man ja bereits mit 14000$ bis Mai so gedeckt 1000$. verdienen kannst und somit über den Daumen schon mit30k die 1000$ im Monat verdienen könntest. Das ist aktuell richtz, aber die Vola ist in der Regel niedriger als aktuell. Das spielt bei Verkaufen von Optionen beim ATH auch gegen einen wenn die Vola stark anzieht und man einen Kontrakt zurück kaufen möchte.

  43. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Bei mir fällt übrigens ständig das Internet aus. Entweder einfach überlastet, oder man sanktioniert mich, weil meine Datenspur verrät, dass ich zu viel KenFM geschaut habe. 😉
     
    MS

  44. Avatar-M

    @Mattoc
    Weil hier der Name “easy Dividend” gefallen ist… habe den Blog verfolgt vor ein paar Jahren und der Typ hat sich gebrüstet bald nicht mehr arbeiten zu müssen weil er mit Optionen jeden Monat genügt verdienen würde.
     
    Ich habe ihn irgendwann angeschrieben und ihm 2 Jahre oder bis zum nächsten Crash Zeit gegeben, er lachte mich aus 😉
     
    Eigentlich nicht witzig, aber was soll ich sagen? Dummheit gehört bestraft….und vlt hilft es einem jungen Menschen, dass alles früh zu überdenken.
     
    -M
     

  45. KurtKurt

    @Matthias Schneider @Kiev

    Könnt ihr für Optionen ein gutes Buch oder eine Internetseite in Bezug auf die Basics empfehlen?

    Ich möchte keine Optionen handeln. Ich möchte es einfach nur in den Basics verstehen, den irgendwie hat es noch nicht so ganz klick gemacht. Ich glaube das Grundprinzip verstanden zu haben, aber ein zwei Unklarheiten bleiben. Und das zeigt mir das ich es eben doch noch nicht verstanden habe, sonst könnte ich es ja selbst erklären.

    So ganz ist das was ihr ab und an schreibt für mich nicht “verständlich” und ich würde es einfach gerne verstehen, auch wenn ich es nicht anwenden will.

    So wie ich in der Medizin beruflich manche Dinge auch verstehen will oder sogar muss, auch wenn ich sie selbst ggf. nicht eigenständig aktiv anwenden werde oder darf. Aber trotzdem Ahnung davon haben sollte oder muss.

    So ala “Optionen für Dummies”?

    Danke schön schonmal im Voraus.

  46. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kurt,
     
    Du findest alles was Du wissen musst oder solltest beim Ingo. Er hat sich die Mühe gemacht, das soweit darzulegen.
     
    Als Instanz wird ja der Jens Rabe auf Youtube gehandelt. Ich mag ihn, aber er betreibt es auch als Geschäft. 
     
    Ich selbst betreibe keinerlei komplexe Strategien. Ich kaufe nie Optionen (siehe Beispiel oben von @Livermore). Ich verkaufe nur Optionen. 
     
    Man muss also nur zwischen Käufer und Verkäufer unterscheiden. Ein Käufer zahlt für das Recht des Handels, der Verkäufer kassiert Prämie für die Pflicht des Handels. Wie bei einer klassischen Versicherung. Wenn der Sinn des Geschäfts (Versicherungsfall) nicht eintritt, dann hat der Käufer umsonst seine Prämie bezahlt, der Versicherungsgeber die Prämie kassiert.
     
    Die 2 klassischen Stillhalter (Versicherungsgeber) Geschäfte sind ein short Call und short Put (vorzugsweise Cash secured, also mit Cash beim Put und covered, also mit gehaltenen Aktien beim Call abgesichert).
     
    Short Call: Ich habe 100 Stück Aktien XY im Depot und rechne mir keinen starken Kursanstieg aus, und ich bin im Plus, dass es mir nichts ausmacht, wenn ich sie hergeben müsste. Der Kurs steht meinetwegen bei 30, gekauft bei 25. Ich verkaufe einen Call mit Strike 35 und bekomme eine Prämie dafür. Der Käufer kann also, wenn es sich für ihn rechnet, den Call ausüben und von mir verlangen, dass ich die Aktien zu 35 liefere. Wenn der Kurs also bei 40 steht und er vielleicht eine Prämie von 1 pro Aktie gezahlt hat, dann wird er sein Recht ausüben. Ich muss zu 35 verkaufen, obwohl sie 40 am Markt kostet. Der Halter des Call gewinnt 4, weil er 35 bezahlt für einen Wert von 40, minus 1 Prämie. Wenn das nicht eintritt, der Kurs zum Verfall der Option <= 35 ist, dann verfällt die Option wertlos und der Verkäufer der Option behält die Prämie.
     
    Wenn ich als Verkäufer aber die Aktien behalten will, muss ich den Call rechtzeitig mit Verlust zurück kaufen (der Wert des Calls steigt mit steigendem Kurs). Der Käufer des Call kann auch einfach die teurer gewordene Option wieder vor dem Verfall verkaufen und den Gewinn aus dem Anstieg des Optionspreises realisieren.
     
    Short Put: Ich verkaufe einen Put auf Aktie XY zum Strike von 35, in der Annahme, dass es wohl nicht eintritt, und wenn, dann nehme ich die halt zu 35 minus Prämie. Der Kurs steht noch bei 40 (also "out of money"). Ich bekomme auch 1 pro Aktie Prämie. Der Käufer sichert sich also den Kurs seiner Aktien bei 35 ab. Der Kurs fällt auf 30. Jetzt gibt der Käufer des Put seine Aktien mit Kurswert von 30 zu 35 an mich ab. Ich habe einen Buchverlust 5 minus 1 (Prämie). Ich habe also 100 dieser Aktien zu 3.500 gekauft und Wert von 3.000 im Depot. Der Käufer bekommt die 35 minus der gezahlten Prämie von 1 und verringert seinen Verlust.
     
    Das ist eigentlich schon alles. Zumindest für meine Praxis.
     
    MS 
     
     

  47. AvatarMarcoZ

    Mal kurz was ganz anderes, ich hoffe jemand kennt das Buch was ich suche, wurde hier mal erwähnt, letzes Jahr oder vor 2 schon.
    Da geht es zb. darum das Eliteunis nur elite sind weil halt dort auch die schlauesten Köpfe hinkommen und net die Uni so gut ist, waren so 12 Besipiele in der Art, kann mich grad net an den Rest erinnern…kennt einer das Buch was ich meine?
     
    vielen dank

  48. AvatarDanielKA

    @ Kiev, Mathias Schneider, Mattoc
    Es war einfach die Gier, hatte es vor paar Monaten zu guten Zeiten geschrieben: eat like a Bird, shit like an elefant.
    In deinem Beispiel müsste der Käufer die 1.400 $ für Shell auch vorrätig haben und nicht nur die geringe Marginanforderung. Da zeigt sich schon die Krux, du verdienst mit den 1.400 $ auf dem TG kein Geld bzw. Dividenden und wirst eventuell zu einem ungünstigen Zeitpunkt angedient, d.h. Ich dürfte auch nur soviel Puts verkaufen wie Cash auch für den normalen Aktienkauf vorhanden ist, ansonsten potenziert sich das Risiko immer weiter. Die Blogger haben aber fleißig Optionen geschrieben und gerollt, wenn es nicht gepasst hat. Teilweise glaube ich auch mit Kredit von Verwandten. D.h. Das waren Minidepots mit 10-30 TEUR, die mit der Zeit immer größere Risiken eingegangen sind, glaube der Kapitalist hat sogar schon vor Corona über 25 TEUR in den Sand gesetzt, Glück für ihn, ansonsten wäre er jetzt wohl komplett insolvent.

  49. KievKiev

    @DanielKA
    Genau. So meinte ich es mit der Margin Anforderung. Ich habe auch nicht immer alles Cash Secured, aber bis zu dem eventuellen Zeitpunkt der Andienung schon. Ich habe bei RDS als Beispiel bei dem genannten Kurs gedacht, dass es sehr günstig ist und ihn mir mit der Option gesichert. Der Kurs wurde dann noch günstiger… Man kann sich so zu mehr Verpflichten als aktuell gerade möglich ist. Damit sollte man es aber nicht übertreiben.
    Mit 30k um die 1k im Monat an Prämien zu kassieren ist ein extrem hohes Risiko.

  50. AvatarJürgen Klopp

    die Börsen sind seit Tagen in der Gewinnzone, denkt ihr das war es jetzt und es geht nicht mehr so stark runter? 
    Trotz aller negativer Nachrichten aus den USA wegen Corona , geht es trotzdem steil nach oben.
     
    Ich habe die Angst, dass ich den Einstiegszeitpunkt leider verpasst habe

  51. AvatarTobs

    @Kloppo:
    Das ist jedenfalls durchaus möglich.
    Die Märkte folgen in solchen Krisen meines Erachtens durchweg einem ähnlichen Drehbuch: Die Nachrichten werden immer schlechte und düsterer und alle sind sich einig, dass es nur noch runter geht. Dann bildet sich das Rudel der Psyeudo-Expterten und stellt unter sich ganz rasch Konsens her, dass es nur zuschauen muss, wie andere verbluten, und wie es selber dann schlußendlich Top-Unternehmen für kleinstes Geld kaufen kann. Nicht wenige driften dabei in Fantastereien ab. Das konnte man nun auch wieder gut beobachten, wie ich finde.
    Das ist meines Erachtens  ein gewaltiger Trugschluß, der auf einem gehörigem Maß Selbstüberschätzung beruht. Denn wenn es so wäre, würden ja die Personen, die letzlich wenig Ahnung haben und im Grunde genommen auch kein kompetitives mind set vorzuzeigen haben (denn darauf warten, dass irgendwann Top-Unternehmen verschenkt werden, kann wohl kaum die Gewinnerstrategie sein), die größten Gewinne einfahren. Das steht aber im klaren Widerspruch zur Realität, wo es sich genau andersherum verhält.
    Aus dem Grunde dreht es dann irgendwann wie von Geisterhand und die Preise sind wieder oben. In der letzten Finanzkrise (da war ich noch nicht Anleger; ich habe quasi auch nur die Retroperspektive) sind die Märkte plötzlich gedreht, obwohl es keine neuen oder irgendwie positiv gearteten News gab.
     

  52. KievKiev

    @ Jürgen Klopp
    Den idealen Einstiegspunkt gibt es immer erst im Rückblick. Und auch nur auf den nach hinten betrachteten Zeitbereich. Setze Dir Grenzen und steige auf wöchentlicher Basis ein. Vielleicht bist Du aktuell dann zu früh dran oder auch zu spät. Du bist auf jeden Fall im Nachhinein aber dabei. Ich kaufe auch in Tranchen. Wenn ich wüsste welchen Verlauf die Börse nimmt würde ich es natürlich nicht so machen. Dann hätte ich aber auch keine Aktien 😉 dann würde ich alles mit maximalen Hebeln benutzen. Das ist so natürlich nicht zu empfehlen.

  53. AvatarNico Meier

    Ich habe die Angst, dass ich den Einstiegszeitpunkt leider verpasst habe
    @Jurgen Klopp
    Wie lange legst du schon Geld am Aktienmarkt an?
    Ich habe meine ersten Aktien vor über 20 Jahren gekauft und bisher immer den optimalen Einstiegszeitpunkt verpasst. Letzte Woche habe ich Swiss Re bei 56 Franken nachgekauft der absolute Tiefpunkt lag wohl bei 54 Franken. 
    Ich glaube das Gröbste ist vorbei aber ich kann mich auch täuschen.
     

  54. Avatar42sucht21

    @Einstiegszeitpunkt
    Der wird immer verpasst. Keine Chance. Außer man steigt stetig etwas ein.
    Aber wenn es in 3 oder 9 Monaten zur Eurokrise kommt, dann kommen nochmal günstigere Kurse. Vielleicht aber schon Morgen oder erst 2025 oder wenn Russland, die USA oder China oder oder…

  55. AvatarJürgen klopp

    Danke für die rückmeldungen. Ich bin erst seit ca 2015 dabei. Also erst ganz frisch. Ich habe in den letzten Wochen auch für meine Verhältnisse eingekauft; RDS(leider zu früh), BASF und Freenet.
    morgen werden einige Sparpläne ausgeführt. Zb 3m. Die stehen aber aktuell bei 128, vor 2 wochen waren sie aber deutlich drunter. Sowas ärgert mich halt sehr

  56. AvatarChris1

    Ich hab letzte Woche lockheed martin neu gekauft.
    Und Reakty income bei 46 nachgekauft. Eigentlich wollte ich noch was anderes nachkaufen, aber Realty ging nochmal runter also bei 42 nochmal nachgekauft. 
    Man muss ja nicht alles auf einmal reinhauen…

  57. AvatarTobs

    @Kloppo:
    Ich bin mit meiner ersten Tranche RDS, im Nachinhein gesehen, auch (viel) zu früh rein. Was denkst Du aber, wie viele gar nicht rein sind und heute immer noch auf RDS für 5 Euro zuwarten? Gerade in solchen volatilen Phasen, wo sich Werte exorbitant vom Mittelwert entfernen, kann man das schlecht einsteuern. Bei der Münchener RE hatte ich mir in zwei Tranchen zu jeweils EUR 148 und 154 ein Herz gefasst, und zugeschlagen. Wenige Tage später schnellte es wieder hoch auf über EUR 180. Das soll keinen Ausweis über mein vermeintliches Können geben, aber manchmal muss man eben auch einfach die Kuh bei den Hörnern packen…

  58. AvatarJürgen Klopp

    Welche Aktie würdet ihr aktuell kaufen? oder ist eurer Meinung nach gut bewertet? Ziel: hohe Dividende und Qualitätsunternehmen?
     
    Iron Mountain?

  59. KurtKurt

    @Matthias Schneider
    Danke für die Erläuterung. Ich werde mich auch mal durch die verlinkte Artikelserie arbeiten.

    Drei Viertel von Deinen Erläuterungen sind mir klar und verständlich. Aber vielleicht muss ich auch nur ein zwei Begrifflichkeiten nochmal genauer klären.

    Es kommt langsam Licht ins Dunkle, vielleicht ist es “einfacher” als ich denke.

  60. AvatarNewbie

    Wieso steigen aktuell die Kurse obwohl nur schlechte Nachrichten berichtet werden? Kann mir das jemand erklären? 

  61. Avatar-M

    @Märkte 
    Also wenn es das jetzt gewesen war, dann sag ich ganz einfach: ohne mich !!! 
     
    Zu den Kursen bzw. bei dieser Marktbewertung und den kommenden Problemen kaufe ich halt nix ! Das seh ich einfach nicjt ein. Es sind viele viele Unternehmen einfach noch sau teuer für mich. Das shiller KGV ist immer noch im roten Bereich, neee also wenn da die Kurse nicht noch fallen dann war es NICHT die große jahrzehntchance …. 
     
    -M

  62. AvatarThomas

    @-M, dann viel Spass beim schmollen! 😉
    Aber vielleicht kommt sie ja noch DIE Jahrzentechance

  63. AvatarKEKW

    Entspannt bleiben, und Watchlist abarbeiten (die gehört zu jeder guten Strategie dazu). Konnte schon wunderbar bei Eckert & Ziegler zu 113,-€ eine schöne Position aufbauen, die ich schon länger auf dem Kieker hatte.

  64. AvatarRüdiger

    Aber vielleicht kommt sie ja noch DIE Jahrzentechance
     
    Nur nichts überstürzen! Vielleicht folgt kurz darauf ja die Jahrhundertchance  😉
     

  65. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kurt,
     
    dann müsstest Du evtl. ganz konkret fragen, was so nicht verständlich ist.
     
    Für die meisten Leute stellt es ein Problem dar, dass man nur Optionsscheine kennt. Da kann man nicht selbst zum Verkäufer werden. Da verkauft immer der Emittent (Bank) etwas. Also dem der auf niedrige Kurse setzt verkauft sie einen Put, wer auf steigende Kurse setzt, dem verkauft sie einen Call. 
     
    Bei einer echten Option machen diesen Kontrakt die beiden Parteien (Käufer/Verkäufer) eines Call oder Put unter sich aus, ohne dritte Partei.
     
    Der Käufer eines Call oder Put ist long in einem Call oder Put. Der Verkäufer ist short in einem Call oder Put.
     
    Im Depot des Käufers findet sich eine positive Position eines Call oder Put. Im Depot eines Verkäufers eine negative Position. Da steht also tatsächlich -1 Call/Put xxxx.
     
    Wenn ich einen Call verkauft habe für 100 USD und der Kurs der Aktie steigt, dann steigt auch der Call. Wenn der Call jetzt auf 200 USD steigt, bedeutet das für mich als Verkäufer, dass ich 100% im Minus bis mit dem Call, weil ich den für 200 zurück kaufen müsste, um meine Position -1 auf 0 zu bekommen, also die Option aufzulösen. Ich hätte dann aber die Aktien behalten, und den Buchgewinn in der Kurssteigerung der Aktien, die ich ja halte. Wenn der Kurs wieder fällt, dann war ich voreilig. Verlust im Call realisiert, Buchgewinn des Kurses wieder weg. Darum lasse ich konsequent alle Optionen auslaufen.
     
    Andersherum eben beim Put. Als Verkäufer habe ich eine Position -1 des Put im Depot. Wenn ich 100 USD erhalten habe, und der Kurs sinkt, dann wird der Put teurer. Ich müsste ihn mit Verlust zurück kaufen, wenn ich die Aktien nicht eingebucht bekommen will. Auch hier überlege ich mir vorher, ob ich die Aktien nehmen will oder nicht und lasse auch jeden Put auslaufen. Da bekomme ich dann eben die Aktien mit einem Buchverlust eingebucht und warte auf Erholung.
     
    MS

  66. Avatar42sucht21

    @ -M – Es sind viele viele Unternehmen einfach noch sau teuer für mich.
    Sehe ich auch so für mich. Bei Immobilien ganz ähnlich. Offensichtlich steht immer noch sehr vielen Akteuren ausreichend ausreichend-günstiges Geld zu Verfügung.

    Die potentiell System-verändernden Langzeitwirkungen der Covid-19 Kosten scheinen mir in den aktuellen Börsenzahlen nicht wirklich eingepreist. Ich würde mich nicht wundern, falls @Jürgen Klopp nochmals seine Kaufkurse sehen sollte bald oder später dieses Jahr oder vielleicht auch erst in 1-2 Jahren. Ob er dann zugreift, oder zu früh oder zu spät oder gar nicht mehr kauft?

  67. AvatarClaus

    Momentan kaufe ich … NICHTS, weil ich davon überzeugt bin, dass es wieder deutlich günstiger werden wird.
     
    Wie schon mehrfach geschrieben, könnte man sich während der (vorübergehenden) Kurserholung überlegen, sich von ungeliebten Werten zu trennen. Etwa Firmen mit sehr hohen Schulden oder “Problembranchen” oder…
     
    Hoffentlich irre ich mich!
     
    LG

  68. Avatarnetmax

    Wenn man die aktuelle Finanzberichterstattung als Indikator hernimmt, steckt noch zu viel Optimismus in den Kursen. Auf FAZ online heute: “Die Wirtschaft wird sich erholen” (Larry Fink, Blackrock) und “Aktien lohnen sich!”. Wenn die Erfahrung ein Maßstab ist, dann müssten die Schlagzeilen noch viel düsterer werden, bevor ein Wendepunkt erreicht ist.

  69. AvatarDanielKA

    Bin bei den Langzeitfolgen ebenfalls unsicher. Die Infektologin Susanne Herold hat gestern konkret davon gesprochen, dass Großveranstaltungen in 2020 komplett abgesagt werden sollten, also alles was vergnügen bereitet und nicht absolut notwendig ist. Dies trifft dann u.a. die Freizeitindustrie z.B. Festivals,Konzerte, Fußball und andere Sportveranstaltungen extrem hart.
    Ich kann Sie auch irgendwie verstehen, ein lockdown macht jetzt keinen Sinn, wenn man in 2 Monaten wieder 80.000 Leute ohne Kontaktnachverfolgungsmöglichkeiten ins Stadion lässt.  Stellt sich die Frage welche Branchen werden mittelfristig profitieren?
    HomeOffice, Onlinehandel, Lebensmittel, selbst die Telekom hat wieder eine Hammerauslastung ihrer Telefon und Internetnetze.
     

  70. AvatarDanielKA

    aber rational ist aktuell wenig. Abbott ist wegen einer FDA Zulassung für einen Coronaschnelltest um 10 % an einem Tag gestiegen. Als ob ein weiterer Schnelltest 12 Mrd. $ wert wäre. Da sieht man wie News getrieben alles ist. Also tiefere Kurse schließe ich ebenfalls nicht aus.

  71. AvatarTobs

    Nicht auszuschließen, dass es sich gegenwärtig um eine Barenmarkt-Rally handelt. Wer kann das schon zum jetztigen Zeitpunkt sagen?
    Allerdings kann meines Erachtens genausowenig sagen, die Märkte hätten die Langzeitfolgen von Covid 19 nicht eingepreist. Wenn kann sich doch nur eine weitere Entwicklung ergeben, die heute nicht bekannt ist oder vermutet wird, so dass sie noch gar nicht eingepreist werden konnte (was aber etwas anderes und im Übrigen ein allgemeines Marktpreisrisiki ist).
    Die Aussage, dass “die Märkte” zu teuer seien, irrtiert mich manchmal, wenn sie im Kontext der Auswahl von Einzeltiteln verwendet wird. Natürlich gibt es die Standard-Blue-Chips, die in jeder Top-10-Liste von Investmentfonds drin sind und vielleicht nicht gerade zum Sonderangebotspreis gehandelt werden. Aber dazwischen gibt es doch weltweit eine Vielzahl von Unternehmen, die im Vergleich zu ihrer historischen Bewertung alles andere als hoch bewertet sind. Zu sagen, die Märtke seien zu teuer, ist sicherlich im Einzelnen teilweise nicht falsch, insgesamt als Aussage mir aber zu diffus.

  72. AvatarBruno

    @-M @42
    Die Unternehmen wo ich zukaufen oder erstmals kaufen möchte, sind auch fast alle noch relativ teuer bis auf wenige Ausnahmen.
    Ich habe da auch einen glaube ich ziemlich anderen “Geschmack” als die Mehrheit in diesem Blog, also keine Ölwerte, keine Waffenhersteller, keine Raucheraktien, keine expliziten Dividendenaktien, keine Finanzaktien, keine Airlines oder dergleichen etc. 
    Ob es noch eine 2. oder 3. Abwärtswelle gibt, wissen wir nicht, ich würde es sicher nicht ausschliessen aber es gibt keine Garantie. Wie immer es sind verschiedene Szenarien denkbar, von daher das Beste wie so oft in Tranchen kaufen.

  73. Avatarsammy

    Ganz einfach alles was bisher an Infos bekannt ist ist eingepreist. Die Märkte beruhigen sich also und erholen sich denn auf Dauer werden die Märkte so oder so wieder steigen. Was kann jetzt zu einer Verschlechterung der Märkte führen? Neue noch nicht eingepreiste Schockinfos wie zb plötzliche unternehmenspleten von big Playern, Ländern oder Staaten. Falls dies nicht geschieht wird es weiter steigen.

  74. AvatarJürgen Klopp

    hallo Bruno,
    kannst du mir einige Aktien nennen die aktueller in deiner Watchlist sind?

  75. AvatarTobs

    @sammy:
    Würde ich auch so sehen. Natürlich passiert es anfänglich so, dass der Markt erstmal Orientierungsschwierigkeit hat, also neue Ereignisse zunächst einmal bewerten und interpretieren muss, damit er sich positiniert und in die entsprechende Richtung rennt.
    Aber hier handelt es sich um ein Geschenen (Covid-19), dass zwar tatsächlich jeden Tag grässlicher wird, schlicht weil immer mehr Menschen erkranken und auch sterben, dass aber letztlich seit Wochen entsprechend bewertet, diskutiert, interpretiert usw. werden konnte. Es sind zig Szenarien und Modelle, wie es weitergehen kann, in der Diskussion (und hierin auch eine menge worst-case eingepreist). 
    Um Gottes willen, ich bin auch kein Guru und würde die Wahrheit niemals für mich pachten wollen. Bestimmt schwanken die Märkte auch noch mal tüchtig. Man kann ja mal an besonders schwachen Tagen einfach etwas zugreifen.  Jedenefalls sehe ich jetzt nicht, weshalb es -zumindest- wahrscheinlicher ist, dass wir -signifikante- neue Tiefs sehen. Und selbst wenn es hierfür eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, steht der Vorteil, dass der Markt dann nochmal 20 Prozent tiefer geht im Verhältnis zum Nachteil, dass das vielleicht gar nicht geschieht und ich nachher wieder Nahe den ursprünglichen Tops einkaufe?
     

  76. AvatarThomas

    Und ich schätze die Wahrscheinlichkeit höher ein, dass es nicht noch tiefer geht als wir schon waren. Es kann natürlich nochmal auf ähnliches Niveau runter gehen. Noch mehr Panik als wir es gesehen haben geht doch kaum mehr. Also nicht hier im Forum sondern allgemein am Markt. Fear & Geed Index von 3 ist schon eine Nummer. Deshalb bin ich gerade lieber investiert als an der Seitenlinie. Forscher sagen einen Höhepunkt der Pandemien in den unterschiedlichen Ländern zwischen Anfang April bis ende Mai voraus. Die Rettungsschirme sind geladen bis zur Oberkante und bereit zum feuern. 
    Dieses Geld wird mittelfristig in den Bilanzen der Unternehmen landen.
    Deshalb steigen aus meiner Sicht die Märkte wieder.
    Vielleicht sterben (leider) in der USA 100.000 Menschen. Das hat Trump aber schon eingeräumt, und die Börsen haben es bereits zur Kenntnis genommen. 

  77. AvatarBruno

    @Jürgen Klopp
    Ich habe eigentlich so 3 Bereiche im Depot: Techs, Health Care und Konsumaktien, und hier nur jene, welche die Digitalisierung beherrschen. 
    Da sind primär auch die Big Player darunter z.B. bei Techs FAANG-Aktien etc.
    warum?
    Die Digitalisierung schreitet voran, jetzt während und nach der Krise noch zügiger. Health Care die nächsten 20-30 Jahre aus diversen Gründen, z.B. Demografie, Umwelt… und konsumiert wird weiter, gerade jetzt wo noch mehr Geld gedruckt wird, aber da schaue ich seit langer Zeit auf Firmen, welche entweder Marktführer sind oder Technologie-Fortschritt haben. Big Player in USA die üblichen Verdächtigen, denen ist dann auch egal, ob sie das WC Papier im Tante-Emma Laden (früher) oder online verkaufen.
    Viele Branchen lasse ich links liegen wie Finanzbranche, Autoaktien, Airlines, unethische Branchen, Energie etc. ich habe dafür auch keine Zeit und verstehe zu wenig. Diese Sachen habe ich in geringem Ausmass über einen ETF aber eben halt nur sehr untergewichtet.
    Und ja ich weiss, überbewertet, keine oder wenig Dividenden etc. etc. aber für mich zählt die Zukunft, welche Unternehmen werden wachsen die nächsten 20-30 Jahre und das sind m.E. halt eben jene und nicht russische Ölaktien oder ähnliches.

  78. Avatar42sucht21

    @die Märkte haben die Langzeitfolgen von Covid-19 eingepreist
    Ja, alles bekannte eingepreist. Für mich ist aber nicht bekannt wie Trumps 2,2 Billionen USD Paket oder auch Schulzens Bazooka re-finanziert wird und auch nicht was zB die Verschuldung Italiens / Ital Banken für Auswirkungen haben wird. Eurobonds oder doch nicht? Was haben wir uns gestritten wegen der paar lumpigen Mrd für Griechenland 2011. Da ist die EU beinahe daran zerbrochen. Auch Griechenland wird dieses Jahr vermutlich starke Tourismuseinbrüche sehen. Es wird viel Geld verteilt werden müssen was woanders fehlt und was auch von jemandem bezahlt werden muss. Die Auswirkungen dieser doch ziemlich einmaligen Situation sind für mich unsicher. Unsicherheit ist eigentlich Gift für die Börse. Politisch Extreme werden gestärkt. Da finde ich das aktuelle Sentiment an der Börse doch überraschend positiv und damit sowohl die Bewertung der Märkte (Dow steht wie Ende 2016) als auch einzelner Unternehmen. Die Märkte bleiben für mich liquiditätsgetrieben und doch etwas abgekoppelt von den Aussichten der Realwirtschaft.

  79. AvatarBruno

    @Thomas
    “Fear & Geed Index von 3 ist schon eine Nummer”
    Das hängt mit der Geschwindigkeit zusammen, es kann sich jetzt auch langsamer entwickeln, es muss ja nicht nochmals in wenigen Tagen 40% runter, sondern vielleicht über mehrere Monate. Es hängt wirklich viel mit der Entwicklung zusammen, die Zahlen für Q1 und v.a. Q2 werden kaum erfreulich sein, es kommt dann darauf an ob man die Wirtschaft wieder löst oder ob neue Wellen kommen etc. also alles unklar. Es kann so oder so laufen. 
    Auch Warren Buffett oder wer auch immer kann nicht hellsehen 😉

  80. AvatarRüdiger

    Und ja ich weiss, überbewertet, keine oder wenig Dividenden etc. etc. aber für mich zählt die Zukunft, welche Unternehmen werden wachsen die nächsten 20-30 Jahre und das sind m.E. halt eben jene und nicht russische Ölaktien oder ähnliches.
     
    Ich sehe das nicht anders  😉
     

  81. AvatarTobs

    @42sucht21
    Das ist jetzt zugegebenermaßen kein direktes Gegenargument, gegen den von Dir eingebrachten Hinweis bezüglich der Unklarheiten der diversen Maßnahmen der Instutionen.
    Nur fürchte ich, dass während eine klare Trennung von Finanzmarktregulierung und Finanzpolitik (leider mit drei Ausrufezeichen) endgültig perdu ist, Unternehmen ungeachtet dessen erstmal weiter bestehen UND sich entwickeln. Oder andersherum: Diese neuen Komplexitäten in den Rahmenbedingungen (Vergemeinschaftung Schulden, monetary instruments usw) werden uns vermutlich die nächsten 50 Jahre so dauerhaft begleiten wie Läuse Hunde, trotzdem muss Geld produktiv angelegt werden.
    Was ist dann daraus aber die Ableitung? Wenn einem diese Komplexitäten nicht mehr schmecken, kann man ja eigentlich gar nicht mehr in Unternehmen, immer noch das rentierlichste Produktivkapital, investieren. Ich hoffe einfach, dass Unternehmen ihre Märkte und Kunden immer noch am besten verstehen, smarte und abgewichste Typen das Geschäftsmodell vorantreiben und ihre Unternehmen entwickeln, weswegen sie auf Lange Sicht ihre Entwicklung ungeachtet aller finanzmarkttechnischen EInflüsse finden.

  82. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Keine Ahnung wie zuverläßig die Zahlen sind (finscreener), aber auf meiner Watchlist sind einige Titel mit niedrigen KGVs. Es mag sein, dass diese KGVs die Gewinne des Vorkrisenniveaus widerspiegeln. Aber dahin werden wir auch wieder zurückkommen. War letztens -Ms Argument, wenn ich nicht täusche. Ich teile diese Sicht.
     
    Caterpillar 9,8
     
    Pfizer 10,7
     
    Intel 11,1
     
    T.Rowe 11,3
     
    Deere 13,2
     
    Blackrock 15,3
     
    Disney 15,7
     
    Lowe´s 15,8
     
    Von völlig überteuerten Werten kann man da nicht sprechen.
     
    Was die Marktentwicklung anbelangt, gilt wie immer: Niemand weiß es. Alle rechnen mit dem Test des Tiefs…. und dann kommt er nicht.
     
    Vielleicht nimmt der Markt auch ein Erwachen der Menschen vorweg?
     
    “Vielleicht sterben (leider) in der USA 100.000 Menschen”.

    In den USA sterben jährlich ca. 2.400.000 Menschen. Unter anderem an Infekten und deren Folgen.

  83. AvatarBruno

    @Jürgen Klopp
    ok sollen aber keine “Tipps” sein, denn das mag ich gar nicht 😉
    Nichts besonderes, z.B. Microsoft, Amazon, Apple, Alphabet, Facebook, Roche, Novo Nordisk, Johnson & Johnson, Procter & Gamble,  Bristol Myers, BB Biotech und ähnliche. Habe noch ein paar lokale Midcaps, aber die will ich nicht aufstocken, die habe ich schon “ewig”.
    Das meiste Geld ist aber im eigenen Unternehmen, dem vertraue ich immer noch am Meisten.

  84. Avatar-M

    @Claus , Bruno , 42 und andere
    Ui,  da hab ich mit meinem “mimimi” ganz schön was losgetreten. 
     
    Es ist ja bekannt hier, dass ich keine Märkte time, sondern Unternehmen günstig kaufen möchte. Da sind mit so viele noch einfach viel zu teuer für das krasse Ereignis. 
    Wenn ich wetten müsste, dann würde ich auf neue Tiefs wetten. Ich lasse Mr Market entscheiden, ich hoffe er gibt mir noch ein wenig die Gelegenheit. 4-5 Unternehmen die sehr günstig werden reichen mir, ich will nicht gierig sein 🙂
    Fresenius nochmal so 20-25€
    Restaurant Brands 20-25€
    Visa 100€
    oder sowas in der Art und ich bin Happy. Ich scheue mich nicht groß zu setzen, wenn es eine Gelegenheit gibt.
     
    -M

  85. AvatarNico Meier

    Ich werd mir wohl wieder die Zynikermedallie abholen aber damit kann ich umgehen.
    Wenn wir das Medianaler der Coronatoten weltweit anschauen stellen wir fest, dass der Coronavirus primär dabei die Alteheime leert. In den Industrieländern sind die grossen Vermögen bei den Rentnern zu finden. Sterben diese, wird die Rentenkasse entlastet und das Geld wird vererbt. Wie verwenden die Erben dieses Geld? Ein Teil dieses Geldes wird in den Konsum fliessen und damit weiteres Wachstum auslösen. Ein Teil wird in Immobilien fliessen weshalb dort die Preise weiter steigen werden.
     

  86. AvatarAlf

    @Freelancer
    das KGV ist aber nicht korrekt z. Zt., da deren Gewinne nicht in die Zukunft geschrieben werden können!
    Gruß

  87. Avatar42sucht21

    @Tobs – Ableitung
    Ja, auch ich bin weiter an der Teilhabe am Produktivkapital interessiert 😉 Nur scheinen manche bereits wieder in Kaufpanik – FOMO zu verfallen “Einstieg verpasst” lese ich hier bereits 2x und das sehe ich überhaupt nicht so. Ich vermute halt, eines der ganzen komplizierten längerfristig ungelegten Eier wird irgendwann ins Bewusstsein der Börse gespült und dann wirds volatil. Mal höher mal tiefer bis es dann irgendwann einfach hoch geht und plötzlich alles überstanden ist. Aktuell finde ich es eher hoch und mich würde es nicht wundern die Stimmung wird nochmals schlechter und die Kurse besser für meine Käufe. Ansonsten auch nicht schlimm, die Sparpläne laufen weiter… Markttiming light sozusagen – oder Anteile an guten Unternehmen zu besseren Preisen kaufen wollen.

  88. AvatarDanielKA

    @ Nico: das ist doch nur eine statistische Randnotiz, selbst wenn wir italienische Verhältnisse haben (also die Anzahl der Toten, nicht die Zustände) und 12.000 Todesopfer zu beklagen sind, macht das bei 900.000 Sterbefällen p.a. in Deutschland  nicht viel aus. Es sei denn es wären 12.000 Millionäre…
    Jetzt muss  der lockdown konsequent fortgeführt werden, damit zumindest im Mai wieder wirtschaftlich (mit Auflagen) losgelegt werden kann. Dann fehlen der Wirtschft 6 Wochen, ist zwar heftig aber zu bewältigen.
     

  89. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Alf
     
    Die Gewinne werden in Zukunft wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Jetzt werden also günstig zukünftige Gewinne gekauft. Was in den nächsten zwei Jahren ist, interessiert mich nicht. Kannst du mir folgen?

  90. AvatarTobs

    @M:
    Also mal abgesehen vom Kurs – würde mich einmal Deine Meinung inhaltlich interessieren bezüglich Restaurant Brands. Gibt es spezifische Gründe, die diesen Wert auf Deine Watchlist gebracht haben?

  91. AvatarNico Meier

    Wenn die Menschen um ihren Arbeitsplatz fürchten treten Erstweltproblemchen wie der angeblich menschgemachte Klimawandel in den Hintergrund.
    Machen die Klimakinder am Freitag nun auch Homeschooling oder bestreikt jeder zu Hause den Unterricht? Und lassen sie im eigenen Wohnzimmer ihren Müll auch liegen wie an den Demos in der Öffentlichkeit?

  92. KievKiev

    @ Freelancer
    Ich schaue auch auf die alten Zahlen. Was soll man auch sonst annehmen. Es gibt sicher 1-2 schlechte Quartale und dann geht es weiter. BlackRock gefällt mir auch. Auch wenn es auf der Liste nicht das günstigste Unternehmen ist. Ich habe im Bereich Infrastruktur noch günstige Aktien auf der Liste. Da steige ich schon einmal ein.
    Bruno, Gazprom bedient für mich einen wachsenden Markt. Warten wir mal den Verbrauch in China ab. Ich unterstütze gerne Firmen, die saubere Energie liefern. BEP habe ich allerdings auch. Die sind sicher ökologisch in Ordnung. Aktuell sind sie auch verhältnismäßig günstig. Mir reichen viele Preise. Mowi wollte ich auch schon immer. Varta, Restaurant Brands. Warum gerade die und nicht MC Donalds? Die sind viel stärker gefallen. Das reicht mir schon als Grund. Die Auswirkungen von Corona auf Gastronomie ist auch aktuell schlecht einzuschätzen.

  93. AvatarAndreas

    Es ist interessant mit welchen Extremen man innerhalb weniger Tage zu tun hat. Die große Panik des Absturzes ist noch nicht lange her, jetzt ist die größte Sorge, dass man den Einkaufszeitpunkt verpasst hat. Merke ich auch an mir selbst, da ich mich 2008/2009 noch nicht so intensiv mit der Börse beschäftigt habe. 
     
    Aber ich versuche es weiter entspannt zu sehen. Habe Nahe des Tiefs zumindest einen Teil investiert, etwa 25 Prozent meines Cashs. Und nun mal gucken. Ich würde auch sagen, dass es noch mal tiefer geht. Alles was ich von Freunden aus der Wirtschaft und von Banken höre, spricht schon dafür, dass die Kurse auch noch mal günstiger werden in diesem Jahr. Geduld ist einfach gefragt, wie ja sonst auch. Sparpläne auf ETFs laufen weiter, aber bei Einzelaktien versuche ich es wie -M zu machen. Nicht zu teuer kaufen und vieles ist mir jetzt definitiv zu teuer.

  94. AvatarSparta

    Nö, Zynikermedaille ist da fehl am Platze…
    Medaille für Hetzerei, Polemik und Fake-Propaganda wäre angebrachter.

  95. Avatarghost

    wenn man hier mit liest seit paar Monaten….
    und wenn man sich mit Aktien etwas beschäftigt….
     
    dann werde ich niemals begreifen, wie man schreiben kann, man hat den Einstiegspunkt verpasst….
     
    welchen eigentlich??? gabs gestern ne Möglichkeit an der Börse zu investieren um in drei Wochen Millionär zu sein, und jetzt hat man doch den Einstiehspunkt verpasst oder wie???
    Wenn man so denkt sollte man doch dann lieber zum Sparbuch greifen, da ist jeder Tag der optimale Einstiegspunkt….
     
     
    Aktien kauft man meistens für mehrere Jahre/ Jahrzehnte, was  interessiert da einen der gestrige Einstiegspunkt….
     
    besser vorher noch ein paar Bücher lesen….
     
    mfg
     

  96. AvatarMarco

    @Nico Meier;
    “<…>Machen die Klimakinder am Freitag nun auch Homeschooling oder bestreikt jeder zu Hause den Unterricht?Und lassen sie im eigenen Wohnzimmer ihren Müll auch liegen wie an den Demos in der Öffentlichkeit?
    Wie ich das sehe, wird weiter im Hintergrund und digital gearbeitet. Parallel dazu wird eine Initiative gegen den Virus aktiv unterstützt: In verschiedenen Städte sowas wie Foodsharing oder Einkaufsaktionen für Risikogruppen.
    Ganz ehrlich: Ich finde das sogar richtig gut. Das kann man doch eher lobenswert, statt mit Häme erwähnen.
    Quelle: https://fridaysforfuture.de/

  97. Avatar-M

    @Freelancer 
    Ja Genau, die Gewinne kommen wieder, jedoch finde ich die Bewegung noch zu teuer. Disney etc ist eine super Firma aber ich bezahle kein KGV 15 dafür 
     
    -M

  98. Mark 85Mark 85

    Ich habe weder Lust noch die Nerven, mir über die niedrigsten Nachkaufkurse und verpasste Gelegenheiten Gedanken zu machen. Ich ziehe meine prognosefreie Strategie robotermäßig durch: Steht Anlagegeld zur Verfügung, kaufe ich umgehend anhand meiner festgelegten Vermögensaufteilung nach. So mitteln sich mit der Zeit die Einstandskurse. Bis auf eine Notreserve bin ich voll investiert.

  99. AvatarFelix

    Ich denke, gerade Disney wird es schwer haben. Sie haben jetzt massiv in den Streaming-Markt investiert und bräuchten die Einnahmen aus den anderen Sektoren, um diese Investitionen zu stemmen und Schulden abzubauen. Bis aber die Freizeitparks, Kreuzfahrten, Kinos wieder laufen, das wird dauern. Die meisten Leute werden sich lange Zeit von Menschenansammlungen fern halten. Die Fixkosten dieser Anlagen bleiben allerdings erhalten, während die Einnahmen bei Null sind.

  100. AvatarEx-Studentin

    Bin mal gespannt, wie weit es nach oben geht. Die Börse bleibt unberechenbar. Nächste Woche ist vielleicht wieder Panik angesagt, wenn neue Todeszahlen berichtet werden oder namenhafte Firmen pleite gehen.
    Viele Kündigungen werden in Deutschland nun erst mal wegen der geänderten Kurzarbeitsregelung vermieden. Mal sehen, ob das reicht, um die Krise auszusitzen. Von 60-67%  Gehalts im Extremfall zu leben, kann nicht jeder.

  101. AvatarRüdiger

    Von 60-67% Gehalts im Extremfall zu leben, kann nicht jeder.
     
    Für die, die das nicht können, gibt es staatliche Hilfen, habe ich gehört  😉
     

  102. KurtKurt

    @Matthias Schneider

    bzgl. konkret Fragen:

    Ja. Allerdings würde das hier ggf. den Rahmen sprengen mit hin und her fragen für solche Details, finde ich. Vielleicht sehe ich das auch falsch.

    Ich werde mich da mal durcharbeiten und melde mich ggf. bei konkreteren Fragen. Ich will es ja verstehen und nicht „nur auf dem silber Tablett“ serviert haben.

  103. AvatarRalf

    Die Aktien werden wieder steigen. Es braucht Geduld. Wer kann, sollte Rücksetzer für Nachkäufe nutzen, auch wenn es noch eine Zeit lang turbulent laufen wird. in ein paar Jahren wird man sich ärgern, nicht viel mehr investiert gewesen zu sein.

    Mehr Sorgen bereiten mir jedoch Themen wie der Euro als Währung an sich und Auswirkungen auf Arbeitsplätze.

    Der Euro ist immer noch eine eher junge Währung mit schwachem Fundament. Einige Eurostaaten wie Italien werden nach der Krise massivst verschuldet sein. Das wird noch ohne Auswirkungen bleiben. Und ein so großes Euroland wie Italien kann auch D nicht auffangen.

    Wie seht Ihr die Zukunft des Euros angesichts der Entwicklungen?

  104. AvatarBruno

    @Kiev
    Gazprom… ich finde als Laie die Firma interessant, interessanter als die US-Energieriesen ganz klar. Aber ich kenne mich zu wenig aus, daher halte ich keine solche Unternehmen. Sicher würde ich eher auf Gasförderer setzen als auf Öl, da sehe ich sinkenden Bedarf auf 20-30 Jahre, aus Tradersicht wäre aber wohl jetzt eine interessante Gelegenheit Öl zu kaufen für unter 20$. Russische Aktien habe ich aber keine aus Prinzip, ich traue ihnen einfach nicht (politisch), aber die Gefahr von Verstaatlichung ist dort halt immer noch höher als bei westlichen Firmen. Wenn Russland durch die Krise wieder (mal) in einen Staatsbankrott läuft, dann wird man auch solche Firmen anzapfen die etwas hergeben. Heisst alles nicht dass dies nicht profitabel sein kann, aber für mich ist es halt nix.
    Die Gefahr von Verstaatlichungen sehe ich aber auch im Westen je nach Verlauf der Krise, sogar bei Tech-Konzernen, z.B. wenn Google zu viel Macht erhält siehe EU es gab da ja auch schon gewisse Probleme. Trotzdem sehe ich dort mehr Chancen langfristig, ich kaufe Aktien eher für Dekaden und Branchen, wo ich mich auskenne oder interessieren. 

  105. Avatarsmyslov

    Ralf: Der ehem. Notenbankpräsident Allen Greenspan sagte einst: Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben. So nach und nach glaube ich, lag er mit dieser Meinung gar nicht so falsch. Schade eigentlich. Gruß.

  106. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Alf
     
    Nils Gajowiy und seine Videos mag ich auch sehr. Seine Strategie gefällt mir, auch wenn ich selbst meine eigene, wesentlich simplere verfolge. Die Argumente kann ich nachvollziehen. Ich selbst nutze keine Screener zum scannen. Ich habe eine Liste von ca. 80 Unternehmen, an denen ich mich aus verschiedenen Gründen beteiligen möchte. Wenn ich von KGV 4 und Div-Rendite 14% höre, bimmeln bei mir die Alarmglocken.
     
    Ein Unternehmen das jetzt bei KGV 10 steht, kann natürlich in der Rezession ganz schnell zum gleichen Preis und Gewinneinbruch bei KGV 20 stehen, das ist mir völlig klar. Das sind dann aber Gewinneinbrüche, die zum Lebenszyklus dazugehören. Rezessionen sind normal.
     
    Es werden irgendwann wieder die alten (und viel höhere) Gewinne erzielt. Davon bin ich überzeugt. Jetzt bezahle ich den zehnfachen Gewinn (Beispiel) dieser Gewinne und nicht den 18fachen. Ich bin Langfristinvestor. Mich interessiert die Lage in 20 Jahren. Ich kaufe dann heute lieber zu X-30% als zu X. Die Einwände sollte man aber kennen, das ist richtig.
     
    @ Felix
     
    Denkst du, die Marke Disney (Star Wars, Marvel, Pixar) wird überleben? Denkst du, dass irgendwann die Parks wieder voll sind (so wie die Flieger nach 9/11)? Dann sollte diese harte Zeit zu überstehen sein. Notfalls mit Fremdkapital. Bis heute war es so, dass ausgezeichnete Unternehmen mit Burggraben in einer Krise “günstig” zu haben sind. Das ist selbstverständlich kein Gesetz. Mich interessiert, wo Disney in 20 Jahren steht.
     
    Da du letztens gefragt hast: Die FAANGs+Microsoft – denen man gerne den Absturz von ihren hohen Bewertungen prophezeite – sind womöglich die Gewinner einer sich zunehmend digitalisierten, von Pandemieängsten geprägten Welt.
     
    Es wird mehr online gekauft, geschaut, kommuniziert. Mein nächster Kauf ist Alphabet.
     
    @ -M
     
    Deine Strategie fasziniert mich. Ich bin sehr gespannt, wie du in 15 Jahren abgeschnitten haben wirst. Ich halte es simpel. Ich kaufe stur und stetig zum langfristigen Halten (wie die ETFler) das, was m.M. nach gerade relativ günstig zu haben ist (Value). Dabei setze ich auf ausgezeichnete Unternehmen, die über Jahre und Jahrzehnte ihre Umsätze und Gewinne gesteigert haben (Trend/Momentum).
     
    Ich mache nicht alles richtig und kann noch viel lernen. Die Ergebnisse sind aber zufriedenstellend.

  107. Avatar-M

    Mein guter Freelancer,
    Und ich bin erstmal gespannt haha, wenn es den Blog gibt wirst du es erfahren. Ich versuche groß zu denken mit meinen Mitteln. Der alte man sagte mal, dass man mit wenig Mitteln großes erreichen kann. Was zählt ist Qualität zu günstigen Preis- was mir ebenso wichtig ist, Firmen zu finden die noch lange wachsen können.
    ZB fresenius habe ich <KGV10 mit ca. 6% Wachstum p.a. – das gefällt mir. Ich hätte noch mehr kaufen sollen und das mache ich, wenn die nochmal so günstig werden.
     
    -M

  108. AvatarJürgen Klopp

    @Freelancer Sebastian
     
    welche Unternehmen sind für dich aktuell interessant ?

  109. AvatarFelix

    @ Freelancer
    Bei Disney sehe ich eine lange Durststrecke und einen holprigen Weg. Es gibt m.E. derzeit andere Investments. Dass die Digitalisierung noch mehr Fahrt aufnimmt, sehe ich auch so. Meine erste Wahl wäre jetzt nicht Alphabet, da sie von Werbeeinnahmen leben. Viele Unternehmen werden die jetzt zurückfahren (müssen). Ich Amazon oder Microsoft vorziehen.

  110. AvatarSparta

    @Free

    Nachdem sich Adidas schon aus der Watchlist verabschiedet hat, hoffe ich dass Disney sich nicht auch noch ein PR-Eigentor ballert! 😉

    @Kloppo

    Alphabet, Berkshire und die obige Liste würde ich verdächtigen.
    Fußballerisch hat sich Free jedoch verirrt! 😉

  111. AvatarFelix

    @ FreelancerUnd was man derzeit nicht übersehen darf, ist Big Oil, billiger geht?s fast nicht.

  112. AvatarSkywalker

    Nach dem ich den Crash vor 5 Wochen antizipiert hatte und mein depot liquidiert war bin ich jetzt wieder zu einem gewissen Teil investiert. Meine reits habe ich nicht wieder gekauft, puh, bin ich froh da früh genug ausgestiegen zu sein. 
    Ich habe meinen Ansatz überdacht und relativ viel in eine klassische etf Lösung investiert. Allerdings habe ich noch einiges an Liquidität.
    Daumen drücken dass es wieder besser wird, viele Grüße an alle! 
     

  113. KievKiev

    @ Bruno
    Ich arbeite selbst im Tech Bereich. Wenn man in seinem Bereich bleibt ist das auch eine Art von Bias. FANG enthält sicher großartige Unternehmen mit einer grandiosen Zukunft. Die Frage ist, ob es den Preis wert ist. Das Microsoft ein tolles Unternehmen mit einer sehr guten Strategie und Perspektive ist sollte vermutlich Jeder mitbekommen haben. Das Heimarbeit förderlich für dieses Unternehmen ist versteht sich von selbst. Eine andere Frage ist, ob der Preis die tollen Eigenschaften bereits einpreist. Das kann ich nicht sagen, aber bei hohen Bewertungen ist immer entsprechend viel Hoffnung vorhanden. Große Hoffnung kann auch einmal enttäuscht werden. Dann bin ich vielleicht dabei.
    MCD (MC Donalds) fand ich auch immer sehr interessant. Auch wie die die Finanzkrise gemeistert haben. Es ist eine tolle Aktie, die mir immer zu teuer war. Aktuell haben wir Corona und das trifft eine MCD. Vielleicht wird der Kurs noch weiter runter kommen. Ein sehr gutes defensiver Wert schützt nicht vor allen Unglücken. Wenn MCD weiter runter kommt werde ich sie kaufen. Ansonsten steige ich vielleicht auch noch bei Restaurant Brands International ein. Ich habe mich bereits in RDS eingedeckt. Leider im Nachhinein etwas teurer. Hier ist die Stimmung gerade ziemlich mies. Langfristig sehe ich aber noch nicht TSLAs ausschließlich herumfahren.   
    Worauf ich hinaus will? Manchmal sieht es aus als sei diesmal alles anders. Als folge wird ein Sektor oder eine Aktie übermäßig hart bestraft. Vielleicht ist doch nicht alles so anders? Anderherum laufen manche Aktien so gut, dass eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Da bin ich mir dann nicht so sicher. Zumindest möchte ich nicht für den potentiellen Erfolg übermäßig viel im voraus bezahlen. 
     

  114. AvatarEx-Studentin

    @Skywalker
    Bin gespannt, wie sehr die Kurse nun wieder steigen. Was wären Gründe, dass du wieder aussteigen würdest?
    Mich wundert der jetzige Kursanstieg. Das Ausgehverbot bleibt weiterhin, Firmen fehlt der Umsatz, Gehaltseinbußen.. ich habe keine Ahnung, aber ich frag mich, ob das nun wieder nur die Ruhe vor dem Sturm ist.
    Teilweise wieder einzusteigen war sinnvoll, -30% ist ein guter Rabatt.

  115. AvatarS

    @ Felix: Bei dem Thema Öl hast du absolut Recht. Wie investiert man da aktuell am besten? Wenn man das so verfolgt, dann sollen derzeit die amerikanischen Unternehmen (teures Fracking) massiv unter Druck gesetzt oder gar aus dem Markt gedrängt werden. Gleichzeitig ringen Saudi-Arabien und Russland um den Öl-Markt und Habenseiten Preiskrieg entfacht.
    Investiert hier jemand in Öl? Wen ja, wie? In Einzelaktien oder ETFs? Oder gar in ETCs? In welche Regionen (Saudi-Arabien, Russland oder USA)
    Wäre für eure Tips sehr dankbar.
    Viele Grüße 
    S

  116. KievKiev

    @ Mark85
    Der Satz ist schon mal nicht schlecht: “Sparplan. Aktuell 800€ pro Monat. Diese Summe soll allerdings etappenweise (alle 3-5 Jahre) auf 1600€ mtl. und dann auf 3200€ mtl. angehoben werden”. Wenn die Reihe so weitergeht kann eigentlich nichts schief laufen, egal in was er da investiert. Das erinnert mich gerade an ein Schachspiel mit Reiskörnern. Bei einer Ansparphase von beispielsweise 30 Jahre wäre das schon sportlich. Da kämen am Ende 25600€ im Monat zusammen. Falls die FED allerdings so weiter macht. Warum nicht?
    Ich würde ja noch in den Raum werfen, dass man am besten die ETFs alle paar Jahre in einem anderen Depot bespart, damit man steuerschön die ältesten zuerst entnehmen kann. Damit könnte der Anleger vielleicht die 100 Positionen knacken.

    Es gibt bei ETFs Minimalisten, die sich mit einem einzigen wie Arero begnügen.

  117. Mark 85Mark 85

    An Kiev: Man könnte die 28 Positionen auf 1 zusammendampfen, ohne auf Diversifizierung zu verzichten, und somit den operativen Aufwand gigantisch reduzieren. Ich habe zuvor noch nie so einen heftigen Wildwuchs gesehen, deshalb musste ich lachen.

    Den ARERO finde ich total in Ordnung, wenn man sich kein eigenes Weltportfolio zusammenstellen und es regelmäßig rückgewichten möchte. Zudem schätze ich den Gründer Martin Weber sehr, weil er sich verdient um uns Privatanleger gemacht hat, indem er uns zu besseren Anlageergebnissen führen möchte. Ich liebe seine Presseartikel, Bücher und Videos. In 7 Tagen wird sein neues Buch erscheinen, auf das ich mich seit langem freue.

  118. AvatarThomas

    @Kiev ..damit man steuerschön die ältesten zuerst entnehmen kann.
    Könntest du das näher erklären?
    Ich hätte steuerschöne Entnahme eher dort gesehen wo weniger Gewinn aufgeladen ist, also voraussichtlich bei den Jüngeren

  119. AvatarRüdiger

    Hach ja … “Big Oil” … Hoffnungsträger der heutigen Anleger-Jugend …
    Bei den tollen Dividenden gibt es nichts besseres  😉
     

  120. KievKiev

    @ Thomas
    Die ältesten sollten natürlich zuerst aufgelöst werden. 
    @ Rüdiger
    Aktuell gibt es viele weitere Möglichkeiten. Jeder Sektor bietet irgendwann sehr gute Einstiegsgelegenheiten. Restaurants, Banken, Versicherungen, Kreuzfahrten  und andere Freizeitunternehmen, Reits besonders Shopping Center, Urlaubsbranche und Vermittler. Und es gibt sicher noch mehr, die mir nicht direkt ins Auge gesprungen sind. Da wird sich doch etwas finden lassen.
     

  121. AvatarEx-Studentin

    @Mark
    Über den Thread war ich gestern auch zufällig gestolpert. 😀 Falls das nur ein Troll ist, hat er trotzdem zu viel Zeit in die ETF-Auswahl gesteckt.

  122. AvatarRüdiger

    @Kiev: Mich interessieren die starken Trends, die auch die nächsten Jahre weiterhin bestehen bleiben sollten: Software, bargeldloses Bezahlen, Freizeit, Sport, Medizin, alternde Bevölkerung, … , home improvement, Landwirtschaft (Deere). Leider sehen das viele andere auch so und die interessantesten Unternehmen sind (noch?) nicht wirklich billig. Wenn ich keinen sehr guten Einstiegspreis bekomme, dann tut es ein guter auch. Mir pressiert nichts, aber ich habe auch keine Lust, mir beim jahrelangen – vielleicht vergeblichen – Warten den Arsch wund zu sitzen  😉
     

  123. AvatarHilda

    guten morgen,
     
    ihr diskutiert hier über günstige Sparpläne, Einstiegskurse, betreibt maximalen Frugalismus um jeden Heller und Pfennig in das Depot zu packen- für was das eigentlich alles? Die SPD Chefin fordert eine einmalige Vermögensabgabe, um die Folgen der Coronakrise zu bewältigen,  diese wird auch kommen und zwar weltweit.
     
    Gruß Hilda

  124. AvatarThomas

    @Kiev @ ThomasDie ältesten sollten natürlich zuerst aufgelöst werden.
    Jetzt hast du dich nur wiederholt. Ich  verstehe es immer noch nicht!?

  125. AvatarDaniel

    ihr diskutiert hier über günstige Sparpläne, Einstiegskurse, betreibt maximalen Frugalismus um jeden Heller und Pfennig in das Depot zu packen- für was das eigentlich alles? Die SPD Chefin fordert eine einmalige Vermögensabgabe, um die Folgen der Coronakrise zu bewältigen,  diese wird auch kommen und zwar weltweit.
    die SPD muss ja zum Glück niemand wählen 😉 Und angesichts der unfreiheitlichen Denkweise dieser Neid und Klientel-Partei tut das auch hoffentlich keiner.

  126. AvatarRüdiger

    @Hilda:  Die SPD Chefin fordert eine einmalige Vermögensabgabe …
     
    Wärst Du davon betroffen? Na dann … herzlichen Glückwunsch, dass Du zu den Superreichen gehörst! Ich zähle leider nicht zu den Kandidaten. Das Privileg, zu den Superreichen zu gehören, würde ich mir mit Freuden eine einmalige Vermögensabgabe kosten lassen  😉

    Logisch werde ich die SPD wählen! Alleine schon um die egomanischen neidgetriebenen Raffgeier hier zu ärgern 😉

     

  127. AvatarRalf

    “Die SPD Chefin fordert eine einmalige Vermögensabgabe, um die Folgen der Coronakrise zu bewältigen, diese wird auch kommen und zwar weltweit.”

    Die SPD-Spitze träumt wie auch viele Linke von allerlei Sonderabgaben. Wir lassen uns davon nicht abhalten. Es ist durchaus ein gutes Gefühl, in diesen Zeiten ein Finanzpolster zu haben.

    Nebenbei sorgen Anleger und Investoren durch das investierte Kapital mit dafür, dass Firmen überhaupt investieren, forschen, bauen, konstruieren und herstellen können. Und damit wird ja auch in Arbeitsplätze investiert. Also eine wichtige Sache.

    Trotzdem werden wir künftig mit steigender Abgabenlast rechnen müssen. Es hängen mittlerweile zu viele im Sozialsystem, die mit gefüttert werden müssen und in Europa wird über Eurobonds diskutiert. Für D wäre eine Einführung schlecht. Und die Sozialkosten werden den Staatsahaushalt noch sprengen wenn man nicht irgendwie gegensteuert.

    Mehr Sorgen bereitet mir die Zukunft des weichen Euros angesichts solcher klammen Länder wie Italien oder Spanien.

  128. AvatarFelix

    1. April: Das mit den Superreichen ist natürlich ein Aprilscherz. Die SPD-Domina meint sicherlich alle, die etwas gespart haben. Das kann die SPD nämlich nich ab haben, Menschen oder Staaten ohne Schulden. So war ihr die Schwarze Null immer  ein Dorn im Auge.

  129. AvatarRalf

    In Spanien lag die Jugendarbeitslosenquote im Januar 2020 bei etwa 30 Prozent. Heftig und schlecht für die Jugendlichen. Und ein Armutszeugnis auch für die EU. Die Politiker sollten nicht von Sonderabgaben träumen sondern strukturelle Probleme angehen. Reformen und Innovationen braucht es.

    Ich bin auch gespannt, ob das große Homeoffice-Experiment in D nachhaltig für eine größere Akzeptanz sorgen wird. Und Digitalisierung damit mehr gefördert wird. Wäre sicherlich positiv auch für viele Arbeitsplätze. Und für die Umwelt.

    Stetig investieren und am Ball bleiben!

  130. AvatarWolke

    @Rüdiger
    @VermögensabgabeWärst Du davon betroffen? Na dann … herzlichen Glückwunsch, dass Du zu den Superreichen gehörst! Ich zähle leider nicht zu den Kandidaten…
    Du glaubst doch nicht allen Ernstes, daß eine Vermögensabgabe nur die Superreichen treffen würde? Ein Vermögen von beispielsweise 1 Million, eigengenutzte Immobilie inbegriffen, ist nicht superreich, oder? Die würde es ganz bestimmt erwischen, davon war ja schon gelegentlich die Rede.
    Aber warum nicht darunter, ab 500.000 beispielsweise? Davon gibts viele, heißt dann Corona-Solidaritätsabgabe. Auf jeden Fall kommt sowas, europaweit(oder weltweit), egal welche Partei, man braucht sich nur die Geschichte ansehen.
     

  131. KievKiev

     @ Thomas
    Die zuletzt gekauften ETFs sollten zuerst verkauft werden. Du hast es richtig verstanden. Ansonsten ist der Default Last in First Out. Und das ist steuerlich ungünstig.
     

  132. AvatarRüdiger

    Ist ja mal wieder typisch … kaum wird eine Idee formuliert, schon haben alle wieder die Panik im Gesicht  😉
     
    Keine Ahnung, was kommen wird. Das sehen wir dann, wenn die Parlamente entschieden haben. Erst mal tue ich alles, um gesund zu bleiben und (gesundheitliche) Risiken zu vermeiden. Das hat für mich oberste Priorität  😉
     
     

  133. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Jürgen Klopp (dem habe ich noch nie geschrieben 😉 )
     
    Die nächsten Monate möchte ich Papiere von Berkshire, Alphabet, Blackrock, Lowe´s, Disney, 3M, Caterpillar, Visa und Intel einsammeln.
     
    @ Sparta
     
    Meinst du das “PR-Desaster” interessiert 2024 noch jemanden? Oder 2037? Gut, vielleicht gibt es Adidas dann nicht mehr…..
     
    @ Wolke
     
    Die Geister, die ich rief……
     
    @ Matthias
     
    Beim Ken habe ich heute auch mal gut gelacht.
     
    “Was wir jetzt haben, sind zwei Epidemien. Wir haben eine Epidemie des Coronavirus, aber wir haben auch eine Epidemie der Angst, die auf einer Erzählung basiert, die nicht unbedingt mit der wissenschaftlichen Realität Schritt hält.” (Robert Shiller)
     

  134. Avatarhump

     Trump prognostiziert 200.000 Covid19 Todesfälle in den USA. Da kann man nur den Kopf schütteln, dass das Regierungsoberhaupt, so einen  vertrauensmissbilligenden  Kontext an seine eigene Bevölkerung ausspricht !!! Die Angst der Bevölkerung, legt sich dann auch negativ in den psychischen Bereich des einzelnen nieder, wonach die Anfälligkeit , durch sinken der Immunkraft des Körpers, weiter erhöht wird !! Aber dazu ist der Intellekt, des Immobilien Mogul zu gering, um das einen Schritt weiter zu sehen !!!,

  135. AvatarMattoc

    @Kiev
    Bist du durcheinander? 🙂  
    Ansonsten ist der Default Last in First Out. Und das ist steuerlich ungünstig.
    Das ist wirr.
     
    So ist es richtig:
    Der gesetzliche Default ist FiFo.
    FiFo ist oft steuerlich ungünstig.
    Daher sollte man mehrere Depots haben, um „manuell“ auf LiFo umzustellen, was oft steuerlich günstiger ist.

  136. AvatarWolke

    @Rüdiger
    …haben alle wieder die Panik im Gesicht…
     
    Wie kommst du auf Panik? Würde mich bei dir wundern. Vermögensabgaben in Krisenzeiten sind die normalste Sache der Welt. Das muß man beim Vermögens-aufbau-erhalt immer einberechnen. Ich habe eine mögliche Vermögensabgabe schon eingeplant, also keine Panik.

  137. AvatarBruno

    @Vermögensabgabe
    Ich bezahle seit Jahren Vermögenssteuern, von daher löst das keine Panik aus. Die Frage ist die Höhe, wenn man dann von 50% redet wird es schon kriminell, wenn vorgängig schon der Grossteil weginflationiert wurde 😉
    Denn dann geht es um Vermögen welches gar nicht gelöst werden kann, z.B. in Unternehmen. Aktien kann man ja verkaufen, aber ein eigenes Unternehmen kann man nicht so rasch und einfach verkaufen. Ausser der Staat will da Aktionär werden 😀
    Abgaben auf Girogeld ist sicher das einfachste, was ganz sicher auch immer beliebt ist, sind Zwangshypotheken, diese sind wenig flüchtig. Abgaben auf Aktien hatten wir so glaub noch nicht, wäre dann mal etwas Neues.
    Es bringt aber nichts sich zu ärgern, es kommt wie es kommt, wichtig ist halt so gut es geht möglichst konservativ unterwegs zu sein und gewisse Sachen einzuplanen.

  138. AvatarSparta

    @Free

    Nein, diese Randnotiz wird die Mehrheit in ein paar Jahren vermutlich nicht mehr groß tangieren. 

    Inwieweit Systemfragen oder verstärkte, allgemeine Bewusstseinswandel kommen mögen… ist sehr mühselig zu prognostizieren, bzw. überlasse ich anderen! 

    Es gibt Hoffnung für bessere Szenarien und es gibt Befürchtungen an Parallelen zu früheren Zeiten… (J.P. Morgan). 

    Im Zweifel hoffe ich auf bessere Zeiten! 😉
     

  139. AvatarRüdiger

    @Wolke: Ok, zugegeben, es sind nicht alle von Panik über Vermögensabgaben ergriffen. Da habe ich bissl flapsig formuliert … oder ich rede mich damit raus, dass ich die Mehrheit auf Alle aufgerundet habe  😉
     
    Wie Du richtig feststellst, es kann jederzeit etwas saublödes passieren, das eine Vermögensabgabe nach sich zieht. Besser man hat solche unschönen Ereignisse in seinen Finanzen gleich mit eingeplant. Hässlich, aber nicht existenzbedrohend  😉
     

  140. AvatarMelo

    Sparpläne zum neuen Monat wurden wieder ausgeführt.
    Im Depot sind gelandet:
    Alibaba, Allianz, Aroundtown, Cisco, Diageo, Disney, Fresenius, Gazprom, J&J, Pfizer, SAP, Shell und Unilever
    Dividendenzahlungen gibt es von Brookfield – gestern, heute und morgen. Zudem schüttet Coca Cola heute aus. Übersicht über die weiteren Zahlungen habe ich leider nicht.
    Wie es Tim immer so schön predigt. Liegen lassen und zukaufen.
    Bleibt gesund!
     

  141. Avatar-M

    Ich habe die letzten Tage das Börsenumfeld genutzt noch ein webig nein Depot zu trimmen. Diesmal wirklich ein Market Timing Versuch. 
    Ich hoffe ich werde das abstellen in der Zukunft
     
    -M

  142. Avatarsammy

    @Melo
    was genau findest du an Dividendenausschüttungen so gut? Diese gleichen Verkäufen sie reduzieren den Buchwert und müssen versteuert werden. Ich kann diesen Hype nach Dividenden nicht nachvollziehen. Ausser du bist >60 Jahre dann kann es Sinn machen.
     

  143. AvatarEnno

    Die SPD und ihre Wähler kann doch sofort und unbürokratisch Einkommen, Diäten und Vermögen auf das Schuldentilgungskonto der Bundesrepublik überweisen.
    Mal sehen was zusammenkommt, danach reden wir weiter .

  144. AvatarMelo

    @Sammy
    Nein, zu der Generation 60+ gehöre ich überhaupt nicht! Halbiere das Ganze und du liegst viel besser. 😉
    In meinem Depot befinden sich auch Werte wie Alibaba, Amazon oder LVMH, bei denen mir es überhaupt nicht auf die Dividende ankommt – ähnlich ist es übrigens bei Disney, deren Ausschüttungsquote auch sehr bescheiden ist.
    Aber der Schwepunkt, das hast du völlig richtig erkannt, liegt auf der Dividenden-Strategie. Ich mag es einfach den Cashflow, wenn über 200x im Jahr Gelder von Unternehmen eingehen. Es kommt hier ganz klar der Jäger und Sammler in mir durch. Denn ich kann damit neue Positionen aufbauen oder vorhandene aufstocken. Oder ich nehme es, um andere Assets zu finanzieren – Bildung, Edelmetalle, Kunst, Autogramme.
    Welche Strategie fährst du denn? Ich lese gelegentlich still mit und konnte noch keine richtige bei dir ausmachen.

  145. AvatarNico Meier

    Ich bezahle seit Jahren Vermögenssteuern, von daher löst das keine Panik aus.
    @Bruno
    Ich verstehe die Panik auch nicht. Ich habe lieber eine mildere Einkommenssteuer und nehme im Gegenzug die Vermögenssteuer hin.
    So zeigt mhir das Steueramt dass noch etwas vom “Vermögen” vorhanden ist. 😉

  146. AvatarBruno

    @Nico
    Naja ich bin schon kein Freund davon, nicht das Vermögen des Depots, aber die Bewertung der Firma basiert auf “Hokuspokus” (je nach Kanton unterschiedlich), daher kann es sein dass man x Millionen Vermögen versteuern muss, welches gar nicht vorhanden ist. Bei mir ist das die Regel, ich zahle so deutlich mehr Vermögenssteuern als Einkommensteuern. 
    Aber eben, aufregen bringt nix, man kann es nicht ändern. Ich fände es fairer, wenn die Vermögenssteuern von mir aus sogar erhöht würde, dann aber die Bewertung der Firma auf Substanz und nicht nach einer beliebigen Formel, denn es belohnt Unternehmen, die möglichst alles auszahlen und kein Gewinn machen und benachteiligt risikobewusste Unternehmer, welche Reserven bilden und Gewinne schreiben (und diese auch zusätzlich versteuern).
    Es ist ähnlich wie mit dem Eigenmietwert, auch so etwas, wo m.E. die Anreize falsch setzt. Es belohnt Leute mit hohen Schulden und benachteiligt Leute, die stark tilgen, gerade auch viele Rentner. Der Bankenlobby sei Dank 😉

  147. AvatarMelo

    @Jürgen Klopp 
    Normal : 4 Werte a 50 Euro zum Monatsersten 
                      4 Werte a 50 Euro zur Monatsmitte
                      (Plus zwei Zukäufe im niedrigen 4stelligen Bereich)  
     
    Seit März: 12/13 Werte mit 50-100 Euro zum Monatsersten und ca. 10 Werte (teils identisch, teils andere) zur Monatsmitte (Plus zwei Zukäufe im hohen 3stelligen Bereich in den Wochen ohne Sparplan) 
    Die Gebühren sind zwar dabei deutlich höher als in den normalen Monaten, aber ich kann einfach noch deutlich breiter streuen (mein Depot ist auf Breite angelegt) und mehr vermeintliche Schnäppchen abgreifen. Es ist also durchaus auch Market-Timing  dabei. 
     

  148. AvatarBruno

    @Wolke
    Vielleicht gibt es noch Helikoptergeld, die moderne Form von Korruption, nach dem Motto wählt mich nochmals, den Check habt ihr bereits erhalten.

  149. Avatar-M

    @Free
    Habe durch die “Börenmarktrally”
    BASF
    Bayer 
    InBev 
    BRK
    Verkauft, da ich einfach denke, die Unternehmen nochmal günstiger zu bekommen.
    Habe auch 1/3 meiner shell Position mit +-0 verkauft. 
    Jetzt heißt es noch bissl warten und schauen was Mr. Market mir anbietet. Möchte dann größere Positionen erwerben.
    -M

  150. AvatarClaus

    Mein Dividenden-Wachstums-Depot war auch im März wieder fleissig, es trudelte die höchste jemals erhaltene Monatssumme nach Steuern ein, 3.222,- EUR. Das gleiche gilt für Q1, 5.307,- EUR nach Steuern.
     
    Kürzungen oder Streichungen gab es keine, kann aber natürlich jederzeit kommen.
     
    Das tröstet zwar nicht über die Kursverluste (oder besser: Deutliche Reduzierung der bisherigen langfristigen Papiergewinne) hinweg, ist mir aber lieber, als nur Kursverluste ohne Dividendenzahlungen zu haben. Der Cash-Bestand wird so auch ein bischen erhöht und wird zu weiteren Aktien und Dividendenzahlungen beitragen. Der Schneeball rollt, auch in diesen Zeiten.
     
    Jetzt gehe ich wieder in die Sonne an meinen Teich. Einfach wunderschön, wenn alles wieder zu blühen beginnt.
     
    Bleibt gesund
     
     

  151. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Bei der Bewertung der Unternehmen kann es tatsächlich zu falschen Anreizen kommen.
    Beim Eigenmietwert wird nur zum Schein ein falscher Anreiz gesetzt. Wir haben beim Hauskauf bewusst mehr als nur das nötigste Eigenkapital eingebracht und werden auch sobald die erste Festhypothek ausläuft im Frühling 2022 mindestens die Hälfte dieser Hypothek direkt tilgen und nur die andere Hälfte verlängern. Die Hypothek kostet uns den Betrag X im Jahr diesen bezahle ich der Bank. Bei der Einkommenssteuer spare ich mir 0.25 X ein also tilge ich lieber und zahlen etwas mehr Steuern. Hat natürlich auch mit Sicherheit zu tun.
    Ich zahle lieber dem Steueramt 0.25 X als der Bank X

  152. Avatarsammy

    Ihr macht den Fehler nur eure Dividenden zu betrachten. Es zählt IMMER die Gesamtrendite (Buchwert+Dividende). Ansonsten belügt ihr euch selbst gell Claus.

  153. AvatarWolke

    @Freelancer
    Die wichtigsten Notenbanken kaufen jetzt Tonnen von Klopapier. Die neue Währung wird mit dem Edelpapier gedeckt sein, es kommt also ein Klopapier-Standard. Logische Folge: Privates Klopapierverbot. Goldhandel bleibt ausdrücklich erlaubt, es wird empfohlen in der Toilette Blattgold zu verwenden.

  154. AvatarRüdiger

    @Wolke:
     
    Um den Vorgang zu rationalisieren, gibt es ja bereits in der höheren Gatronomie mit Blattgold umwickelte Steaks. Für den selbstreinigenden Schiss   😉
     

  155. AvatarNico Meier

    Ingo vom mission casflow hat Humor habt ihr seinen heutigen Beitrag gelesen?

  156. AvatarClaus

    @ Sammy
     
    … Du hast völlig recht, Sammy. Es zählt die Gesamtrendite. Und die stimmt bei mir. Es ist eben viel einfacher überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, wenn man am Jahresanfang schon einige Prozente “Vorsprung” durch die besten Dividendenzahler  und-steigerer der Welt hat. Da reichen dann durchschnittliche Kursgewinne, um überdurchschnittlich abzuschneiden.
     
    Von “Selbstbetrug” kann keine Rede sein, ich weiss sehr genau, was ich tue. Dividenden sind kein Selbstbetrug, sondern sehr real. Ich könnte sogar davon leben und mein Depot würde langfristig trotzdem weiter wachsen, ohne dass ich einen Cent einzahle.
     
    Das könntest Du natürlich auch, hierzu müßtest Du einfach nur Deine Aktien verkaufen. Ob Dein Depot dann aber noch ohne Spareinlagen voran kommt?
     
    Was jahre- und jahrzehntelange regelmäßige Dividendenzahlungen wirklich bedeuten, verstehen viele erst, wenn sich ihre hoffentlich vorhandenen Buchgewinne in Krisenzeiten nach und nach in Luft auflösen und ihre Depots tiefrot werden. Sie stehen dann ohne Gewinne da. Dann wird gejammert, “hätte ich doch verkauft…”
     
    Dividendensammler sind fein raus. Sie haben Ihren Einsatz zu grossen Teilen, ganz oder sogar bereits mehr als ihren Einsatz über die Jahre zurück erhalten. Kursrückgänge in Krisenzeiten sind dann nahezu unbedeutend.
     
    Zum Glück kann jeder mit seinem Geld machen, was er möchte…
     
    LG

  157. Avatarsammy

    Ne Claus das stimmt nicht ganz. Das was du an Dividenden über die Jahre bekommen hast haben die anderen über Kurssteigerungen bekommen. Das heissst bei einem Kurseinbruch standen die anderen eben um genau diese Dividenden die du über Jahre bekommen hast im Kurs höher als dein Buchwert. Da hier die Dividenden thesauriert wurden.
    Dividendensammler sind fein raus. Sie haben Ihren Einsatz zu grossen Teilen, ganz oder sogar bereits mehr als ihren Einsatz über die Jahre zurück erhalten. Kursrückgänge in Krisenzeiten sind dann nahezu unbedeutend.
    Hier haben wir ihn wieder den Selbstbetrug.

  158. KievKiev

    @ Mattoc
    Das wollte ich auch sagen. Ich schreibe am besten nicht auf was genau. Mit dem FiFo hast Du natürlich Recht. Heute schreibe ich vielleicht besser keine Optionen. 
    Ich möchte langsam meine Lehrer wieder haben. Von mir aus können sie auch die finanzielle Bildung außer Acht lassen. Hauptsache sie sind wieder da.

  159. AvatarThomas

    @Sammi und Claus, ein Stück weit ist es doch einfach Glaubenssache wie sich Dividenden langfristig auswirken. Lassen wir doch jedem seinen Glauben und seinen Frieden damit.

  160. Avatarsammy

    @Thomas
    Genau das ist es eben nicht. Es ist eine rein psychologische Sache die Leute fühlen sich mit Dividenen wohler obwohl sie eher kontraproduktiv sind (Versteuerung + Kaufspesen bei Wiederanlage)
     

  161. AvatarEx-Studentin

    Was mich wundert: Wieso bricht die Börse nicht ein, wenn in den USA von 200k Toten gesprochen wird? Oder kommt das erst bei der nächsten Horrormeldung?

  162. AvatarEG

    @Wolke: Ich habe eine mögliche Vermögensabgabe schon eingeplant, also keine Panik.
    Die bezahlst du in Italien ja schon mit der Stempelsteuer aufs Depot. Kann man ja auch als Vermögenssteuer bezeichnen. (0,2% keine Mindestgrenze).
    2012:0,1% ab 2013: 0,15%https://www.directa.it/pub2/de/altreinfo/bolli.html
    Wer weiß wie’s weitergeht. Kann natürlich auch in DE kommen.

  163. AvatarMikhail

    Was ich nicht verstehe wieso bei allem Ernst der Laage die Kurse mittlerweile doch so relativ “hoch” sind? Die ganze Weltwirtschaft ist beeinträchtigt bzw. gelähmt, inklusive der Ölkrise dank Russland+OPEC.. 
    Das wird ne ganze ganze Weile (länger als ein Jahr vermute ich) bis das Niveau VOR Corona /Ölpreiakrieg erreicht wird, geschweige denn irgendwelcher Wachstum zustande kommt. Wieso sehen die ganzen Kurse dennoch so moderat aus? 

  164. KievKiev

    @ Kurt
    Zu Optionen kannst Du auch den neusten Blogeintrag von Freaky Finance anschauen. Bei dem Aktienfinder listen die Blogger ihre Einnahmen auch getrennt nach Optionen mit aus. Da war es letzten Monat scheinbar recht still. Oder wir DanielKA sagt: Kleinvieh macht auch Mist. Ich nehme an hier wurden viel zu viele Positionen gehandelt. Die kann man dann irgendwann nicht mehr kaufen. Matthias hat einfache Optionsstrategien schon gut beschrieben. Ich habe auch noch Bücher zu Themen gelesen. Das hilft Dir ohne praktische Erfahrung aber nicht viel. In dem ganzen Dschungel an Möglichkeiten nutze ich auch nur wie Matthias Optionen in der Hauptsache zum verbilligten Aktienkauf.

  165. Avatar-M

    Sammy
    Und wenn die Firma die thessaurierten Gewinne nicht gut reinvestiert hat? Haben dann dir Aktionäre nicht mehr davon, wenn die Firma die Gewinne ausgeschüttet hätte ? 🙂 
    Beides KANN zum Vorteil sein. Am Ende kommt es auf die Qualität der Firma an und auf die Möglichkeit einbehaltene Gewinne erfolgreich zu reinvestieren! Nicht mehr nicht weniger.
     
    -M

  166. AvatarSparta

    Wenn ich es richtig gesehen habe, schüttet RDS schon 3 Jahre aus der Substanz aus…
    Mal sehen wie lange der Nebenkriegsschauplatz Russland vs. Saudi`s vs. US-Fracking noch geht.
    @Jenni
    Aktuell ca. – 3,5 % ist doch für einen Tagesverlust doch auch nicht schlecht… 😉
    Die Schnelligkeit des Drawdown`s seit Ende Februar ist historisch schon ordentlich.
    Vielleicht sehen wir auch noch – 50 % damit M endlich mal ein wenig zufrieden ist. 😉

  167. AvatarGini

    @sammy @thesaurierer verkaufen
    Am Ende macht man es ja doch nicht.

    Ausschüttungen/Cashflow geben einem praktisch mehr Bewegungsspielraum in turbulenten Zeiten. Wenn sich etwas an den Zukunftsaussichten geändert hat wandern die Dividenden eben nicht zurück in den Adidas Titel sondern mal eben in eine Shell oder gänzlich andere Anlageklasse die rebalanced werden muss.
    Ohne Ausschüttungen hat man nur frisches Geld oder Verkäufe, die man dann aber eben doch nicht in solchen Zeiten durchzieht um seine Anlageklassen auszutarieren.

    Und psychologisch macht das ganze einen riesen Unterschied, das Leben verläuft nun mal nicht nach Plan und da kann jeder Mal unerwartet von Jobverlust oder Krankheit betroffen sein.
    Dividenden sind Cashflow. Cashflow bedeutet Liquidität. Und gerade in dieser Krise sollte jeder gelernt haben wie wichtig Liquidität ist.

    Dividenden sind theoretischer Selbstbetrug aber praktisch überlegen. Das versteht aber nur wer selbst auch mal in dieser Lage war und in solchen Zeiten nicht auch noch Sorgen um richtige Verkaufszeitpunkte und Volumen gebrauchen kann.
    Somit sind Dividenden ein stückweit nicht zu verachtende Freiheit.

    Oder möchtest du auf der Intensivstation deine Vorabsteuerbelege sammeln und dem Finanzamt zusenden, da du gerade akut Medikamente benötigst die unerwartet teuer sind?

  168. AvatarRüdiger

    Vielleicht sehen wir auch noch – 50 % damit M endlich mal ein wenig zufrieden ist.
     
    Von mir aus gerne … solange es nur um die Kurse geht, ist mir das Wurscht. Ich hoffe nur, dass durch die Corona-Krise nicht zu viele ihre Existenzen verlieren.
     

  169. AvatarRon

    Selbst meine ETFs sind ausschüttend und Aktien die keine Dividenden ausschütten kaufe ich gar nicht.Mit dem ausgezahlten Geld entscheide ich lieber selbst was ich damit machen.

  170. AvatarBruno

    Die Dividendenfrage wird sich wohl nie klären und ewig ein Streitpunkt bleiben.
    Mir sind Dividenden grundsätzlich egal, ich versuche mich auf gute Unternehmen zu konzentrieren, egal ob diese Dividenden ausschütten oder nicht. Steuertechnisch bevorzuge ich tiefe oder keine Dividenden, aber wenn eine gute Firma trotzdem Dividenden auszahlt, ist es halt so. Das ist aber lokales Schweizer Steuerrecht, in Deutschland sieht es wieder anders aus.
    Theoretisch hat Sammy Recht, in der Praxis sieht es aber (vielleicht) anders aus, wir können das nicht beweisen.
    Es bräuchte dafür 2 identische Unternehmen, eines schüttet Dividenden aus, das andere nicht. Dann schaut man mal nach 20 Jahren, wer mehr Ertrag hat. Es könnte ja z.B. sein, wenn einem Unternehmen regelmässig ein Teil der Gewinne ausbezahlt wird als Dividende, dass dieses sich mehr anstrengen muss, und somit effizienter wird. Auf der andern Seite könnte man argumentieren, dass ein Unternehmen das wächst das Geld selber besser investiert und somit ein Zineszins-Effekt entsteht. 
    So wird sich diese Frage wohl nie wirklich klären da es keinen mathematischen Vergleich gibt, alles was rechenbar ist sind Vergleiche zwischen Äpfeln und Birnen 😉

  171. AvatarMattoc

    Und wenn die Firma die thessaurierten Gewinne nicht gut reinvestiert hat? Haben dann dir Aktionäre nicht mehr davon, wenn die Firma die Gewinne ausgeschüttet hätte ? ? 

    Das heißt aber im Umkehrschluss, dass du Dividenden bekommen möchtest, da du der Firma, in die du investierst, nicht zutraust, dass sie das Geld vernünftig investiert statt es als Dividende auszuschütten. Du investierst also langfristig (über Jahre ggf. Jahrzehnte) in Unternehmen, denen du bzgl. ihrer Investitionsentscheidungen nicht über den Weg traust.
    Das ist schon ziemlich absurd. 🙂

  172. AvatarMattoc

    Es wäre doch viel sinnvoller zu sagen:
    Ich, -M, investiere ausschließlich in Unternehmen, von denen ich überzeugt bin, dass sie ein langfristig funktionierendes Geschäftsmodell haben, ihre Gewinne regelmäßig steigern und kluge Investitionsentscheidungen treffen. Ich profitiere in dem Fall, dass die Gewinne langfristig gesteigert werden können, von der Gesamtperformance (Kursentwicklung und/oder Dividende) dieser Unternehmen.

  173. Avatarsammy

    Ich rede nicht von Einzelaktien sondern von globalen thesaurierenden Fonds. Das ist eurem Stock picking sowieso um Welten überlegen.

  174. AvatarClaus

    @ Sammy
     
    “Das was du an Dividenden über die Jahre bekommen hast haben die anderen über Kurssteigerungen bekommen. Das heissst bei einem Kurseinbruch standen die anderen eben um genau diese Dividenden die du über Jahre bekommen hast im Kurs höher als dein Buchwert. Da hier die Dividenden thesauriert wurden.”
     
    … Du meinst wahrscheinlich die Gewinne, denn Dividenden gibt es hier ja nicht…
     
    Dennoch: Das ist doch Unsinn.
     
    Meine Dividenden werden immer reinvestiert, und zwar so, wie ich es für richtig halte. Sie produzieren stets weitere Dividenden und Kurssteigerungen…
     
    Was ein CEO aber mit nicht ausgeschütteten Dividenden anstellt, kannst Du nicht beeinflussen. Vielleicht baut das Unternehmen eine nicht erforderliche protzige neue Firmenzentrale. Oder es wird ein Firmenjet angeschafft (war mal sehr populär…). CEOs haben manchmal abenteuerliche Ideen, wenn das Geld sprudelt…
     
    Werden unsinnige Entscheidungen getroffen, wird der Kurs das widerspiegeln… Gilt natürlich auch für Dividendenzahler, aber ich habe ja zuvor meinen Gewinnanteil eingestrichen, Du nicht…
     
    Nach Deiner Aussage müßte jedes Unternehmen, das keine Dividenden zahlt immer eine bessere Kurs-Performance haben als ein Unternehmen, dass Dividenden zahlt… Kommentar hierzu erübrigt sich wohl…
     
    Lassen wir das, diese sinnlose Diskussion bringt hatten wir schon x-mal, das bringt nichts…
     
    Ich wünsche Dir jedenfalls ein glückliches Händchen bei Deinen Investmententscheidungen. Letztendlich ist es völlig egal, wie man seine Gewinne erwirtschaftet. Hauptsache man hat welche.
     
    LG

  175. Avatarsammy

    @Claus
    Selbstverständlich gibt es im einem thesaurierenden Fond Dividenden diese werden nur nicht ausgeschüttet gerade das ist ja der große Vorteil.

  176. AvatarEx-Studentin

    @Sparta
    Die einstelligen prozentualen Veränderungen nehme ich bei Corona kaum noch wahr.. 😉
    Ich hatte gehofft, dass ich ansatzweise die Massendenkweise verstehen würde. Aber in jedem Land denken Leute vermutlich unterschiedlich panisch/hoffnungsvoll.
    Ich frage mich, ob den Leuten auffällt, wie unnütz manche Jobs sind. Theoretisch können ein paar systemkritische Berufe eine Gesellschaft am Laufen halten. Der Rest ist ein Luxus der Menschen..

  177. AvatarCap

    @ Claus
    Deine Strategie gefällt mir und ich verfolge sie ebenfalls…auch der Teich soll später angelegt werden. Grundstück haben wir ja schon.
    Habe heute eine erste Position realty income aufgebaut. Muss mich aber sehr zügeln nicht zu viel zu investieren in der derzeitigen Lage. Will und muss natürlich mein Cash für den Hausbau weiter ausbauen.
    Finde es immer interessant wie die ETF Jünger gleich aufspringen wenn jemand von seinen Dividendenzahlungen berichtet. Leben und leben lassen!
     

  178. AvatarRon

    @Sammy
    “Ich rede nicht von Einzelaktien sondern von globalen thesaurierenden Fonds. Das ist eurem Stock picking sowieso um Welten überlegen.”

    Aha..ja dann sag mir mal welche Aktien/Etfs ich im Depot habe.?
     

  179. AvatarBruno

    Heute fragt mich unserer Jüngster, wann die Hyperinflation denn komme 😀
    Vorweg makroökonomische Diskussionen werden bei uns keine geführt, wenn dann sind es eher praktische Sachen wie Sparen, Schulden, Investieren etc. 
    Musste zuerst kurz schmunzeln dann aber fragte ich natürlich, woher er dies habe? Nunja, alle Influencer reden aktuell davon, dass diese Hyperinflation bald komme und über uns hinwegfege 😉 
    Habe ihn dann mal etwas beruhigt und habe vorhin mal gesucht, wer sich alles dieser Thematik angenommen hat. Verrückt, wenn plötzlich nicht mehr Flirt-Tipps oder Bodybuilding-Tipps dafür vor Hyperinflation gewarnt wird und übelste Verschwörungstheorien, oder auch bei den Ladies, Schminktipps durch ökonomische Prognosen ersetzt werden, ist schon bedenklich. Vor allem gibt mir zu denken, welchen Einfluss diese “Influencer” doch haben, und unser Sohn ist sicher nicht der Dümmste, aber in diesem Alter nehmen sie halt viel auf.
    Wir sind also wieder mal in einer Zeit, wo jeder zum Ökonomen mutiert und genau prognostizieren kann, was nun in welchen Schritten genau abläuft. Und woher haben diese Leute ihre Informationen? Natürlich auch von Social Media, Youtube etc. Da werden die üblichen Verdächtigen zitiert von Markus Krall über Mr. DAX über Florian Homm den sowieso alle in diesem Alter so cool finden mit seiner rauchigen Stimme haha.

  180. JosefJosef

    Ich bevorzuge Dividenden Aktien, da ich Dividenden mag und ich immer Zuwenig Geld zum nachkaufen habe. Ist sozusagen mein Cashflow. Dividende allein ist aber noch kein Kaufgrund, Gewinn muss das Unternehmen langfristig machen. Falls die Märkte günstige Angebote für mich haben, kann ich die Dividende zum Kauf nutzen. In der Überzeugung dass ich die richtigen Unternehmen kaufe. Ich bin auch liquide in Krisen falls ich Mal meinen Job verliere und länger nichts neues finde. 

  181. Avatar-M

    @Sparta/ Rüdiger 
    Ja ihr würdet mich wohl glücklich sehen aus Investorensicht 🙂
     
    (Das da die Wirtschaft und Leid mit dabei sind ist klar und das ist schlimm, aber wir reden hier von Börse) mich nimmt das aber als Ehemann, Vater und jemand der noch einen kranken Vater und Omas hat, alles mit!
     
    @Mattoc
    Ja das stimmt, du hast recht, so wäre es besser formuliert. Ich weiß aber genau was @Claus meint und ich sehe es auch so. Ich mag es mich selbst zu betrügen, mit realen Euros in der Tasche 🙂
    Aber eine Mastercard die “alles” reinvestiert und gut arbeitet ist nicht zu verachten.
     
    -M

  182. AvatarNimzo

    Die Welle in den USA baut sich erst gerade auf. Ich schätze die liegen zeitlich ca. 5-7 Tage hinter uns. Das läuft vielleicht auf 2 Mio positiv getestete Menschen hinaus. Insgesamt ist das mit 200k durch COVID-19 verstorbenen leider nicht aus der Luft gegriffen. Ich befürchte es dürfte noch darüber liegen.

    Trotzdem ist die USA ein von Natur aus starkes Land mit pragmatischen und optimistischen Bürgern. Letztes Jahr starben in den USA 2,7 Mio Menschen und 4,1 Mio wurden geboren. Wenn ich die 2,7 Mio zu 200k oder vielleicht sogar zu 300k betrachte liegt da eine Grössenordnung dazwischen.

    Meiner Meinung nach haben die Börsen das mit Corona/SARSII Virus schon alles eingepreist. Da müsste schon noch mal etwas Überraschendes kommen z.B. ein zweiter Ausbruch in China oder 1 Mio COVID-19 Tote in den USA.

    Abgesehen davon sind die wirtschaftlichen Auswirkungen noch ziemlich im Dunkeln — zumindest für mich. Es bleibt zu hoffen, dass wir da glimpflich davonkommen.
    Beleibt gesund!

  183. Avatarpaluma

    @Bruno vielleicht liest dein Junior den größten Finanzblog der Schweiz. Die Altersgruppe müsste doch Sparkojetes Zielgruppe sein 😉
    Das mit der Inflation hatte ich mir auch schon in letzter Zeit überlegt. Ohne das ich davon irgendwo gelesen hatte. Es wäre nicht abwägig, wenn jetzt die Preise steigen würden. Wären dann nicht auch die Notenbanken in Zugzwang und müssten parallel die Zinsen anheben? Damit die Währung nicht entwertet wird. Wenn das so wäre, würde die Abwärtsspirale sich richtig anfangen zu drehen. Nachdem so viele Firmen nur für Liquidität ihr Fremdkapital erhöhen.
    Da hilft wohl nichts außer abwaren 😉
     

  184. AvatarSparta

    @Palmuma

    “Wären dann nicht auch die Notenbanken in Zugzwang und müssten parallel die Zinsen anheben?”

    Nein, die Zinsen können nicht angehoben werden…

  185. AvatarNikita

    @Nimzo
    Ja, 200k oder 300k Menschen im Vergleich zu 2.7 Mio sind “nur” 10%. Was aber immer dabei gerne vergessen wird ist die Tatsache, dass wir dabei über ein optimistisches Szenario reden. Und dieses Szenario dauert. Und zwar nicht bis zum Ostern und auch nicht bis Ende April. Wir reden hier über Juni-Juli (nein, ich male nicht schwarz, es gibt mehrere Modelle, die es deutlich zeigen). Cuomo hat erst vor ein paar Stunden gesagt, dass auch in Juli man mit einer hohen Sterblichkeitsrate rechnet.
    Falls die Lockerung früher erfolgt, werden wir gleich die zweite Welle bekommen. Und dann ist die Rede von weiteren 100k Menschen. Und so weiter.
    Guckt bitte noch mal den Chart an, den Herr Trump vor kurzem präsentiert hat (keine Panik, er hat ihn nicht selber gemacht, sondern die Leute, die etwas in der Statistik verstehen). Die Zeit-Achse heisst da “Tage nach dem ersten Fall” oder so ähnlich. Aber da ist keine absolute Zeitangabe drin…
    Das Zusammenspiel zwischen Menschenleben retten, Schäden für die Wirtschaft und Zeit ist hier halt fatal. Man kann momentan nur zwei der drei Sachen wählen. Und das ist, glaube ich, noch nicht eingepreist.

  186. AvatarPaluma

    @sparta Nein, die Zinsen können nicht angehoben werden…
    Nein, die Zinsen werden natürlich nie wieder angehoben werden. Völlig ausgeschlossen 🙂
    In der Türkei war es so, dass durch die Inflation die Notenbanken den Leitzins anheben mussten, um eine Abwertung der Währung entgegenzuwirken.
    Aber vielleicht übersteigt das Ganze auch meinem geistigen Horizont 😉

  187. AvatarDanielKA

    @ Sparta: Die Zinsen (bzw. besser die Aufschläge auf Swapsätze) für die Refinanzierung von Staaten und Banken sind bereits ziemlich gestiegen. Bei Unternehmen versagt aktuell in der Krisensituation mal wieder der Kapitalmarkt, dass muss über die Banken laufen.
    Das absolute Niveau ist natürlich noch gering, die kurzfristige prozentuale Steigerung war aber bereits enorm.

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