Christian wanderte in die Schweiz aus, machte sich im Web selbstständig

Hallo Tim, 

Erst einmal ein grosses Dankeschön für deine Arbeit als Blogger und Youtuber. Durch dich wird die deutsche Aktienkultur nachhaltig gefördert. Auch ich – seit 2018 Leser deines Blogs – konnte viel von dir lernen. Nicht nur, aber vor allem in finanzieller Hinsicht: Was die Anlagestrategie angeht, habe ich jedenfalls inzwischen eine ähnliche Strategie wie du. 

Leider habe ich dich und andere Finanzblogger erst 2018 entdeckt. Wenn ich mich an mein Ich vor drei Jahren erinnere, kann ich es kaum glauben, wie sich meine Einstellungen verändert haben. Aktien waren in weiter Ferne. Den Begriff «Finanzielle Freiheit» kannte ich überhaupt nicht und natürlich auch nicht die Idee, die dahintersteckt. Mein Denken, mein Mindset, meine Einstellung haben sich seitdem extrem geändert.   

Herzlichen Dank fürs Augen öffnen und die Möglichkeit, meine Geschichte hier präsentieren zu können.

Christian-Philipp Pohl wanderte in die Schweiz aus
Christian wanderte in die Schweiz nach Walliselle bei Zürich aus. Das ist sein Leserbrief.

Wer ich bin

Ich heisse Christian-Philipp Pohl, bin 36 Jahre alt und lebe zusammen mit meiner Frau und meiner Tochter in Wallisellen bei Zürich in der Schweiz. Mein Sohn aus erster Ehe wohnt bei seiner Mutter in Deutschland. Trotz der Entfernung von rund 600 km sehen wir uns mindestens einmal im Monat. 

Woher ich komme und wie ich aufwuchs

Aufgewachsen bin ich zusammen mit einem Bruder und zwei Halbbrüdern im östlichen Ruhrgebiet in einer klassischen Arbeiterfamilie. Das Ziel, welches mir vorgelebt wurde, war einen sicheren Job zu suchen, ein Haus zu bauen bzw. zu kaufen und dann bis zur Rente durchzuhalten. Lange habe ich so gedacht. Eine selbstständige Tätigkeit oder gar auszuwandern hätte ich mir nie vorstellen können.

Ausbildung und Berufliches 

Nach meiner Schulzeit habe ich eine Ausbildung zum Chemikanten bei der 2006 von der Bayer AG übernommenen Schering AG gemacht. Chemie hat mich schon immer interessiert. Hinzu kam, dass die Schering AG bei uns als sehr guter und eben (wichtig!) sicherer Arbeitgeber galt. «Da hast du bis zur Rente ausgesorgt», war das Credo. So sicher war es dann leider nicht, denn 2005/2006 waren wirtschaftlich schwierige Zeiten. Jeder dritte Job des Werks wurde gestrichen. Ich hatte Glück und bekam als einer von wenigen Auszubildenen nach abgeschlossener Lehre einen auf ein Jahr befristeten Vertrag angeboten. Nach einem Abstecher zu Givaudan in Dortmund kehrte ich schliesslich wieder zurück auf das Werk unweit von meinem Zuhause. Ich dachte, ja auch, dort im Ruhrgebiet würde ich den Rest meines Lebens verbringen. Also machte ich neben meinem Job noch eine Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Chemie.

Wie das Leben so spielt

Ich sollte mich getäuscht haben! Während der Zeit meiner Weiterbildung lernte ich meine heutige Frau, Tensha, kennen – eine Schweizerin. Damit veränderte sich ziemlich radikal alles in meinem Leben. Ich fing an, mir Gedanken über das Auswandern in die Schweiz zu machen. Dass mir das je passieren würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich suchte mir also einen Job in der Schweiz und zog im September 2016 zu Tensha nach Zürich. Mittlerweile bin ich nicht mehr als Angestellter tätig. Seit März 2021 bin ich Vollzeit-Blogger und YouTuber.

Blogger Christian vor dem Mönch und Jungfrau Berggipfel in der Schweiz
Mönch und Jungfrau. Christian, der Auswanderluchs, beim Wandern.

Leben in der Schweiz

Wie gesagt: Ich suchte nicht nach einem Ort zum Auswandern, es war vielmehr so, dass ich wegen der Liebe zu diesem Schritt „gezwungen” wurde. Tensha und ich haben uns 2014 kennengelernt. Wir wurden uns bei Quizduell (eine Quizapp) zufällig vorgeschlagen, spielten eins ums andere Mal und begannen im dortigen Chat miteinander zu schreiben. Zwei Monate danach trafen wir uns auf einen Kaffee in Zürich. Es sollte etwas mehr werden als ein Käfeli, nämlich der Beginn einer völligen Umgestaltung meines Lebens – in liebestechnischer, beruflicher und eben auch finanzieller Hinsicht.

Für uns beide war bald klar, dass ich zu ihr in die Schweiz kommen würde und nicht umgekehrt. Für Tensha als Juristin wäre eine berufliche Neuorientierung in Deutschland schwierig geworden. Die Schweiz hingegen bot mir beruflich sehr gute Möglichkeiten, da die Chemie- und vor allem die Pharmaindustrie hier gute Möglichkeiten bietet. Und vom Finanziellen her war die Schweiz klarerweise von Vorteil für mich. Das gilt wahrscheinlich für die meisten Auswanderer aus Deutschland: Die Schweiz ist, was das Finanzielle angeht, auf einem ganz anderen Niveau als Deutschland. Die hohen Löhne und die (meist) niedrigen Einkommensteuern lassen grüssen. 

Zudem bietet die Schweiz mit ihren traumhaften Landschaften und der hervorragenden Infrastruktur (ÖV, Digitalisierung usw.) eine deutlich höhere Lebensqualität als das Ruhrgebiet. So kann ich jederzeit aus unzähligen Freizeitmöglichkeiten wählen. Gehe ich zum Wandern auf einen der zahllosen Berge oder lege ich mich im Sommer an den See? Im Winter bietet die Schweiz nicht weniger Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Oft benutzen wir den ÖV. Das hätte ich übrigens nicht für möglich gehalten, dass ich als Autofanatiker mal gerne mit dem Zug oder dem Tram unterwegs bin. In Deutschland habe ich den ÖV nur genutzt, wenn es anders nicht ging. Als oft überfüllt, manchmal dreckig und in der Regel unpünktlich habe ich den deutschen ÖPNV leider in Erinnerung. 

Christian am Zugersee in der Schweiz
Am Zugersee.

Aufenthaltserlaubnis und Einreise – Schweiz 

Für kurze Aufenthalte (bis drei Monate) ist für Deutsche keine Aufenthaltsbewilligung notwendig, selbst wenn man in dieser Zeit in der Schweiz arbeitet.

Für Aufenthalte von länger als drei Monaten ist eine Aufenthaltsbewilligung notwendig. Mit einem Schweizer Arbeitsvertrag oder wenn man über ausreichend Vermögen verfügt, ist die Aufenthaltsbewilligung nur eine Formsache. Mir kam es daher damals mehr wie ein „Umzug” als wie ein „Auswandern” vor! Ich habe den Eindruck, die Schweiz bedeutet sowieso für die meisten Deutschen kaum Ausland. Mir selbst geht es genauso. Allerdings dürfen die tatsächlich schon vorhandenen kulturellen Unterschiede auch nicht unterschätzt werden. Ich selbst bin glücklicherweise früh durch Tensha darauf sensibilisiert worden, so dass mir sicherlich einige Fettnäpfchen erspart blieben.

In der Schweiz zum Investor geworden

Kommen wir zum Thema Finanzen. Dich und deine Leser interessiert das wahrscheinlich am meisten. Mit Aktien und der Börse im Allgemeinen hatte ich lange Zeit nichts am Hut gehabt. Da ich mit 22 Jahren das alte Einfamilienhaus meiner Grossmutter günstig von meinem Vater übernehmen konnte, fehlte mir sowieso das freie Kapital. Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand und dementsprechend flossen mein freies Kapital und dazu noch Fremdkapital in die Sanierung. Zudem hatte ich überhaupt keine Ahnung von Aktien. Aktien sind zum Zocken da, habe ich damals noch gedacht. Zwei Jahre lang haben mein Vater und ich den Grossteil der Sanierung in Eigenleistung durchgeführt. Das Haus wurde bis auf den kleinen neueren Anbau von 1990 komplett entkernt und neu ausgebaut. Lediglich für den Einbau neuer Fenster und für das neue Dach haben wir Profis geholt. 

Nach dem Umzug in die Schweiz im Jahre 2016 stand dann das Haus meistens leer. Alle drei Wochen waren Tensha und ich für ein Wochenende dort. Es war ein Ferienhaus sozusagen. An eine Vermietung oder einen Verkauf dachte ich – auch aus emotionalen Gründen – damals nicht. 

Das änderte sich dann 2018. In einem Zeitungsartikel bin ich zum ersten Mal auf den Begriff „Finanzielle Freiheit“ gestossen. Mehrere Finanzblogger wurden in diesem Artikel vorgestellt. Durch einen anderen Blogger, der in diesem Artikel erwähnt wurde, wurde ich auf dich, Tim, aufmerksam. Ich war total fasziniert von dieser Idee der finanziellen Freiheit und habe mich ab da in jeder freien Minute mit dem Thema beschäftigt. Tensha würde hier noch anmerken: „…und in langen Monologen alles detailgetreu der Frau wiedergegeben…!” 😉

Das Haus wurde mir immer mehr ein Dorn im Auge. Denn mir wurde klar: Mein Vermögen ist in einer Immobilie gebunden, die keine Rendite erwirtschaftet, sondern sogar noch meine Sparquote verkleinerte, da ja laufende Kosten anfielen. Im Monat hat mich das Haus etwa 1000 € an Zins, Tilgung und Unterhalt gekostet. Mit dem Schweizer Lohn (und natürlich einer Partnerin, welche ebenfalls über einen guten Lohn sowie ein hohes Arbeitspensum verfügt, und damit finanzielle Unabhängigkeit geniesst) war das alles schon zu stemmen. Aber irgendwann war ich einfach nicht mehr bereit, so viel Geld für meinen Lifestyle in Form eines Ferienhauses auszugeben. Die Vernunft hat quasi gesiegt. Vor ein paar Jahren wäre ein Verkauf für mich undenkbar gewesen. So emotional habe ich damals noch gedacht. 

Haus in Deutschland verkauft 

Im März 2020, gerade kurz vor dem Ausbruch der Corona-Krise, habe ich das Haus verkauft. Aufgrund der – grösstenteils in Eigenregie durchgeführten – Sanierung und der in Deutschland stark anziehenden Immobilienpreise konnte ich eine Summe von rund 200.000 € durch den Hausverkauf erlösen. Meine Sparquote konnte ich zudem aufgrund der wegfallenden laufenden Kosten für das Haus um monatlich etwa 1.000 € erhöhen. 

In Einzelaktien und ETFs investiert

Im März 2020 habe ich dann meine ersten Aktien gekauft: Walt Disney, Microsoft und Johnson & Johnson. In den folgenden Monaten kamen dann noch einige andere dazu: grösstenteils langweilige Bluechips. Etwa 50% meines Vermögens stecken mittlerweile in Aktien. Darüber hinaus bin ich über die Säule 3a – die freiwillige gebundene Altersvorsorge in der Schweiz – in Indexfonds investiert. Den relativ grossen Cashbestand von etwa 40% habe ich aufgrund meiner seit März diesen Jahres ausgeübten Selbstständigkeit. 

Selbständigkeit gestartet und GmbH gegründet 

Am 15. Dezember 2019 haben ein Partner und ich das Projekt Auswanderluchs gestartet. Über meinen Blog und meinem YouTube Kanal berichte ich über das Auswandern in die Schweiz und das Leben in der Schweiz als Deutscher. Mittlerweile sind der Blog und der YouTube Kanal dem Typus Projekt entwachsen. Wie schon erwähnt, betreibe ich beides nun in Vollzeit. Meinen Job in der Pharmasparte von Johnson & Johnson habe ich gekündigt, um mein Herzensprojekt zum Beruf zu machen. 

Nachteile in der Schweiz 

Immer wieder werde ich gefragt, welche Nachteile ich denn über die Schweiz äussern könne. Für mich persönlich liegen die Nachteile vor allem in der grossen Entfernung zu meiner Familie in Nordrhein-Westfalen. Meinen Sohn, der bei seiner Mutter in Deutschland wohnt, sehe ich zwar mindestens ein Wochenende pro Monat, aber ich würde ihn natürlich lieber öfter sehen. Einfach mal schnell zu meinen Eltern oder Brüdern auf einen Kaffee zu fahren, ist ebenfalls nicht möglich. Diese Herausforderungen im familiär-emotionalen Bereich sind für mich allerdings die einzigen Nachteile, die ich sehe.

Was einige Deutsche als Nachteil ansehen, sind die Unterschiede der Krankenversicherung zwischen Deutschland und der Schweiz. Eine Familienversicherung, wo der Beitrag prozentual vom Bruttolohn abgezogen wird und worüber die ganze Familie versichert ist, gibt es bei der Schweizer Krankenkasse nicht. Jedes Familienmitglied muss extra versichert werden. Zudem ist der Zahnarzt in der obligatorischen Grundversicherung nicht enthalten. Dieser muss extra versichert werden. 

Dafür ist allerdings die Qualität des Schweizer Gesundheitssystems auf einem ganz anderen Level. Wartezeiten von mehreren Monaten auf einen Facharzttermin oder eine Massenabfertigung, wie ich es oft beim Hausarzt in Deutschland erlebt habe, gibt es hier nicht. 

Ein weiterer Nachteil, der an dieser Stelle erwähnt werden kann ist, dass die Schweizer/innen vielleicht nicht immer allzu offen gegenüber Deutschen sind. Hier unterscheiden sich die Aussagen von eingewanderten Deutschen allerdings extrem. Möglicherweise hängt es nicht nur von der Nationalität, sondern vielmehr auch von der Persönlichkeit ab, wie man als Deutsche/r mit den Schweizern zurechtkommt. 😉

Vorteile in der Schweiz

Die hohen Löhne – mitunter das Zwei- bis Dreifache von deutschen Löhnen – sind einer der Hauptgründe für Deutsche, weshalb sie in die Schweiz ziehen. In Verbindung mit den meist niedrigen Einkommensteuern bleibt so mehr Netto vom Brutto übrig. Ja, die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind höher. 

Wie schon weiter oben beschrieben, bietet die Schweiz eine bessere Lebensqualität. Die traumhaften Landschaften und die vielen verschiedenen Freizeitangebote bieten einem zu jeder Jahreszeit eine enorm hohe Lebensqualität. Wenngleich viel und streng gearbeitet wird in der Schweiz, hat der Genuss des Lebens in all seinen Facetten hier einen sehr hohen Stellenwert. 

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt und was ich als eindeutigen Vorteil ansehe, ist der tendenziell freundlichere und höflichere Umgang miteinander. Die deutsche Direktheit musste ich etwas zügeln. Allzu direkte Kommunikation kommt hier nicht gut an. Auch im Beruflichen merkt man das. Kritik wird eher nett umschrieben, als direkt benannt. Die Hierarchien innerhalb der Unternehmen sind flacher. Oft duzt man sich. Das macht den Umgang angenehmer. 

Dank

An dieser Stelle daher nochmals ein herzliches Dankeschön an Tim Schäfer und all die engagierten Finanzblogger, welche mir die Augen geöffnet und mich auf einen komplett neuen Weg gebracht haben. Es würde mich freuen, wenn ich wiederum ebenfalls Leute auf der Suche nach ihrem Weg – vielleicht in Richtung Schweiz – unterstützen kann.

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  1. Einfach nur Spitze Christian!

    Besonders spannend finde ich immer wie andere Leute die Schweiz sehen, wenn man z.B. nicht hier geboren ist.

    Das hilft einfach eine Perspektive zu bekommen und Dankbar zu sein 🙂

    Lg
    Thomas

  2. Hi Hi. Kurios. Ich komme aus Bergkamen und habe auch Chemikant bei der Schering AG (Jetzt Bayer AG) gelernt. Dann auf der Abendschule den Industriemeister Chemie gemacht und zum guten Schluss auch 2005/2006 das Unternehmen verlassen. Seit dem bin ich auch selbstständig. Allerdings im Business “Sport”. Zufälle gibt´s, die gibt gibt es ja nicht. 🙂

    Trotzdem eine gute Story und ich drücke dir weiterhin die Daumen. Hast alles richtig gemacht.
    VG
    der Michael (Bergkamen)

  3. Toller Leserbrief.
    Und echt mutig einen tollen Job zu kündigen um YouTubeer zu sein.
    Ich wäre bei sowas echt vorsichtig, vor allem in der aktuellen Lage.

    Schön wäre gewesen, welche Aktien Du so hast

  4. Da deine Frau aus der schönen Schweiz stammt und dazu noch einen guten Beruf ausübt, war der Schritt eigentlich fast schon logisch. So ist quasi bereits ein kleines Netzwerk verfügbar und man muss nicht ganz bei Null beginnen. Schade jedoch dass das Gehalt und der finanzielle sowie generelle Beitrag deiner Frau zur Familie nicht vertieft thematisiert wird im Artikel. Es ist eine große Erleichterung für eigene berufliche Projekte wenn der Partner vernünftig Geld mit verdient und dann noch aus dem Ziellinie stammt….

    Viel Erfolg weiterhin, sollte bei dieser Konstellation gut gelingen. Für komplette Neueinsteiger dagegen ist es nicht immer so einfach wie von Kollegen weiß die einige Jahre in der Schweiz gelebt haben.

  5. @Michael: kurios :)! In welchem Jahr hast du die Lehre begonnen? Vielen Dank für die lieben Worte.

    @Chris1: Vielen Dank! Das komplette Depot stelle ich vielleicht mal auf meinem Blog vor.

    @Mannigfalter: Stimmt! Links ist die Eiger-Nordwand zu sehen. Daneben Mönch und ganz rechts im Bild die Jungfrau.

    @Ralf: Vielen Dank! Meine Frau verdient gut. Unsere jeweiligen finanziellen Beiträge für den Familienunterhalt sind nach meiner Kündigung gleich geblieben. Aber ja, die verdient gut und hat einen sicheren Job. Das gibt mir Sicherheit.

    Liebe Grüsse an alle
    Christian

  6. Wirklich ein toller Beitrag. Du kommst sehr sympathisch rüber.
    Würde sagen (fast) alles richtig gemacht. Ein bisschen blutet mir das Herz wenn ich höhre, dass dein Sohn 600 km weit weg wohnt. Das könnte ich mir jetzt so gar nicht vorstellen.

    Du darfst bei aller Euphorie über das Investieren allerdings nicht vergessen, dass es nicht ewig so weitergehen wird an der Börse. Die letzten Jahre wurden wir alle sehr verwöhnt. Ich habe jetzt seit ein paar Tagen meinen ersten Tenbagger (Microsoft) im Depot.
    In der Ansparphase sollte man sich allerdings freuen wenn es mal heftig kracht.

    Etwas verwunderlich finde ich schon, dass man heute einfach einen Blog und einen Youtube Kanal aufmacht und davon leben kann…!? Aber mit gutverdienender Partnerin kann man das Risiko wohl eingehen.

    Die Schweizer Bergwelt ist wirklich ein Traum! Frag mich immer wie man durch diese Eiger-Nordwand freiwillig durchklettern kann. Wahnsinn.

    Alles Gute dir weiterhin.

    P.S.: Hast du Katzen?

  7. Ich würde an deiner Stelle gar keine Dividendenzahler kaufen sondern klassische Holdings wie Berkshire, Markel, Danaher, Leucadia. Dazu zB. Amazon, Adobe, Alphabet…die Dividenden werden zu hoch besteuert und Kursgewinne sind steuerfrei. Nach ein paar Jahrzehnten wird sich das gewaltig gelohnt haben…

  8. Wieso geht es in jedem Beitrag entweder im Artikel oder in den Kommentaren nur noch darum wie toll es doch in der Schweiz ist? Will man den Leuten in Deutschland ständig eintönig vorhalten wie toll das Leben in der Schweiz doch ist?

    Beide Länder haben ihre Vorteile, auf die i.d.R. 20 Tage Urlaubsanspruch, der praktisch fehlende Mutterschaftsurlaub, die Eigenmietwertsteuer auf Immobilieneigentum (!), die Dividendenbesteuerung mit dem Gehaltssteuersatz und nicht zuletzt die Pizza im Restaurant für 25 Chf, ein Bier (0,5L) für 8,50, die eher isolierte Lebenshaltung (auswanderluchs wieviel ernsthafte Kontakte (ich rede nicht von beruflichen wie zum sparkojoten,etc) hast du aufbauen können, usw usw.
    Besinnen wir uns zurück auf das positive Mindset der Börse /Minimalismus/Sparquote / FU anstatt auf den ewigen Länder-Schwanzvergleich.

  9. Hi Tim und Christian
    Sehr interessanter Beitrag, ich habe immer mal wieder bei Christians Blog vorbeigeschaut, spannende Inhalte.
    Wünsche weiterhin alles Gute.
    Beste Grüsse

  10. Nixolino,

    Bier 8,50 ich bin raus!!! Und ne Pizza (Mehl, Wasser, Salz) 25,00 schon doppelt raus. 😉

    Aber Kochrezepte sind auch noch sehr wichtig, die hast du in deiner Aufzählung vergessen. Börse ist ja nicht immer so ultra spannend.

    …. heute gibt es übrigens wieder Pizza bei uns 🙂

    -M

  11. “die eher isolierte Lebenshaltung”

    Du verwechselt die Schweiz mit Österreich, dort leben noch alle im Wald, das meinte jedenfalls Trump 😀

    Ich finde das Gegenteil, wir sollten das “Mindset” öffnen, die Schweiz hat tatsächlich auch einige Nachteile und viele Dinge sind in anderen Ländern besser, alles hat Vor- und Nachteile aber dazu muss man die Augen öffnen.

  12. @Christian
    Auf deinem Blog/YouTube Kanal war ich auch schon, könnte mir schon Wertvolle Inputs herausnehmen. Finde es schade dass es in der Schweiz so wenige Finazbloggs gibt.
    Ein Deutscher muss dies den Schweizern noch beibringen, hehe.
    Vielleicht ändert sich nun bald was.
    Ich finde die Neidkultur schlimm, wie Deutsche neidisch auf die langsamen Schweizer sind, möchte nicht wissen wie es in anderen Ländern aussieht, denen es nicht so gut wie Deutschland geht.

  13. “Etwas verwunderlich finde ich schon, dass man heute einfach einen Blog und einen Youtube Kanal aufmacht und davon leben kann…!? Aber mit gutverdienender Partnerin kann man das Risiko wohl eingehen.”

    Mehr mehr Input zu dieser Frage wäre in der Tat hilfreich, wir wollen ja etwas lernen. Es bleiben wie so oft einige Fragezeichen. Und aufgrund der Vorgeschichte (Partnerin aus der Schweiz mit guten Job) halte ich das Risiko hier insgesamt für überschaubar im Gegensatz zu anderen Auswanderern die komplett bei Null beginnen. Daher etwas flache Story, trotzdem alles Gute.

  14. @josef oder die “Arroganz Kultur” der anderen Seite, als das gelobte Einwanderungsland. Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

  15. Ralf, Du bist immer nur am Meckern.
    Warum ist die Story flach, wenn er das mit Kalkül angeht. Ist Risiko ein Selbstzweck, muss er ihn jetzt bringen, damit die Story „thrill“ hat? Bist Du irgendwie unzufrieden mit Deiner eigenen Frau? Ständig liesst man von Dir, wenn andere einem verdienenden Partner haben.

  16. @Tobs: “Ralf, Du bist immer nur am Meckern.”

    Ich kenne ihn seit Jahren nicht anders. Zum Glück scheint sein nerviger Standardspruch “Da kommt noch was auf uns zu” für ihn an Attraktivität verloren zu haben 😉

  17. @Christian: 88 bis 91 Lehre Chemikant. Meister 02 bi 04. Meister in C102 (HPLC), danach QSB in WBB.
    Was willst du noch wissen ? 🙂

  18. Früher hiess es Eiger Mordwand. Der Durchstieg dauerte Tage. 2015 rannte Ueli Steck förmlich in 2h 22 da hoch. RIP.

    Ich denke das ist auch ein Zeichen des Fortschritt, den man allen Stellen erkennen kann.

    Grundsätzlich finde ich die Geschichte sehr nett. Angenehm. Es verwundert mich allerdings, wie man von Blog und YouTube, insbesondere in der teuren Schweiz leben kann. Offenbar mache ich was falsch. (Kein Blogger und Youtuber)

    Etwas dominant der ständige Vergleich CH zu D. Ich weiss das passiert. Mir als Deutschen in CH passiert das auch. Wir sind im selben Jahr übrigens eingereist. Aber grundsätzlich interessiert es im Alltag gar nicht. Wenn mir wer was von der deutschen Rente erzählt ist das für mich irrelevant. Ja die ist problematisch, vornehm ausgedrückt. Die Schweizer AHV ist genauso gescheitert und trotzdem muss ich einzahlen. In dem Sinne, braucht es diese Vergleiche? Ich weiss das ist das Konzept des YouTube Kanal. Aber Mal auf die Zahlen geschaut, die Schweiz ist für Deutsche weniger attraktiv die letzten Jahre. Mal auf die Zeitungen geschaut: Bitte lasst euer deutsches Denken Zuhause. Von einer NZZ erwarte ich andere Inhalte als von einer FAZ. Leider nähern sich die Schweizer Medien ihren Kollegen an. Und das ist nur ein Beispiel.

  19. Wenn in einer klassichen Arbeiterfamilie wirklich Häuser vererbt werden, dann steht es um die Arbeiter Ruhrgebiet ja nicht schlecht. Mit Eigenleistung zu 200k Gewinn, so werden Vermögen aufgebaut. Glück Auf!

    Ansonsten finde ich den Gleichberechtigungsaspekt interessant. Früher war es die Hausfrau des gut verdienenden Juristen welche aus Langeweile eine Boutique / Deko- oder Buchladen zur Selbstverwirklichung eröffnete – heute wird der Ehemann der Juristin dann YT/ Blogger.

    Wie berechnet sich eigentlich der Unterhalt für die Ex-Frau / Sohn in DE aus dem Einkommen aus der Schweiz heraus? Werden diese Ausgaben dann auch in der Schweiz steuerlich usw. voll anerkannt? Findet der Sohn / Ex-Frau das cool oder doof, dass der Vater soweit weg in die Schweiz ausgewandert ist?

  20. Hallo,
    vielen Dank für Deine Schilderung. Ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer, wenn es mal an der Börse nach unten gehen sollte. Die Älteren unter uns erinnern sich auch an diese Zeiten.

    Viele Grüße
    Christian

  21. @-M

    …. heute gibt es übrigens wieder Pizza bei un

    Und ich dachte, das machen nur Leute aus der Unterschicht?
    Nicht böse gemeint, ich esse auch mehrmals pro Woche Pizza, aber ich ernähre mich auch sonst ungesund.

    @Christian-Philipp Pohl

    Ich heisse Christian-Philipp Pohl, bin 36 Jahre alt und lebe zusammen mit meiner Frau und meiner Tochter in Wallisellen bei Zürich in der Schweiz.

    Ah ja. Wieso denn Wallisellen?
    Ich würde nie dort wohnen, alleine wegen des Fluglärms.
    Es gibt mehr Krebsfälle in der Nähe von Flughäfen, las ich mal.
    (Vielleicht wg. abgelassenem Kerosin vor der Landung, wovon dann die Dämpfe eingeatmet werden?)

    Komm lieber ins Säuliamt (Bezirk Affoltern), da gibts auch keinen Fluglärm.

    Was mich interessiert:
    Beschäftigst du dich mit Politik?
    Wie siehst du die Unterschiede im Regierungssystem Deutschland und Schweiz?

    Klar, wir haben auch ein Parlament und eine Regierung.
    Aber wir haben keine(n)
    -Regierungschef
    -Misstrauensvotum
    -Vertrauensfrage im Parlament
    -Rücktritte der Regierung (einzelne Mitglieder, aber nie die ganze Regierung).
    -Hauptstadt
    -Staatsoberhaupt

    Ich finde, in den Details der Regierungsorganisation ergeben sich krasse Unterschiede.

    Bei uns bestand beispielsweise jede einzelne Regierung der letzten 60 Jahre aus 4 verschiedenen politischen Parteien von links bis rechts.
    In Deutschland gibts das selten, da sind es eher 2 Parteien, die regieren.

    Strebst du den schweizer Pass an?

  22. Ahahah Zen,

    Meine Familie zählt wohl zur Unterschicht, maximal zur Mittelschicht, also alles gut mit meiner Pizza. Standesgemäß! 🙂

    But I keep hustling!

    The first $100,000 is a bitch, but you gotta do it. I don’t care what you have to do – if it means walking everywhere and not eating anything that wasn’t purchased with a coupon, find a way to get your hands on $100,000. After that, you can ease off the gas a little bit.
    – C. Munger

    Was soll ich sagen Mehl und Wasser ist günstig hahha 😉

    Schönen Sonntag
    -M

  23. @ ZEN

    Ich kenne kein verkopfteren Menschen als dich. Du liest dir bestimmt im Supermarkt jede einzelne Zeile der Inhaltsangabe durch und kalkulierst die Anzahl an künstlichen Farbstoffen und E-Ziffern bevor du dich für eine Tomatensauce entschieden hast. Und dann geht’s weiter zur Zahnpasta (Durchsage:”Der Laden schliesst in 30min” ZEN:”Mist! Dann vertage ich das auf morgen!”)

    ZEN bei der Partnerwahl:
    “bitte füllen Sie diesen 15 Seitigen Fragebogen aus – ich werde die Korelation unserer Antworten vergleichen und daraus dann die Wahrscheinlichkeit unserer potentiellen Partnerschaft ermitteln – Quotient unter 0,95 ist ein Ausschlusskriterium.”

    ? nichts für ungut

  24. Für meine Schweizer Landsleute hier im Blog muss ich mich manchmal richtig schämen

  25. @-m

    Meine Familie zählt wohl zur Unterschicht, maximal zur Mittelschicht, also alles gut mit meiner Pizza. Standesgemäß!

    Echt? Wie gross ist denn dein Vermögen? Also 6-stellig oder 7-stellig?

    @Nixolino

    Ich kenne kein verkopfteren Menschen als dich.

    Ich auch nicht. Und das ist gut.

    Ich nehme das als grösstmögliches Kompliment an.

    @Wolke

    Das was du beschreibst, nennt man eine Zwangserkrankung.

    Wow, weil ich die politischen Unterschiede zwischen Schweiz und Deutschland hervor gehoben habe, diagnostizierst du jetzt eine Zwangserkrankung.

    @Grüeziwohl-Frau-Stirnimaa

    Für meine Schweizer Landsleute hier im Blog muss ich mich manchmal richtig schämen

    Na, solange du nicht mich meinst, ist ja alles in Ordnung.
    Falls doch: Wieso musst du dich für mich schämen?

  26. @Zen

    Bitte genau lesen! Ich habe gesagt, die Beschreibung von @Nixolino entspäche einer Zwangserkrankung.
    Kein Wort davon, dass du davon betroffen wärest.

  27. @Zen

    Oder auch darunter!

    @Vermögen

    %-uale Betrachtung reicht doch aus 🙂 tut keine Not, dass hier zu erwähnen. Ich halte immer noch mehr Cash als Aktien. Dazu die Schulden der ETW. Arm wie eh und je.

    -M

  28. Die Sorge um die besteuerung der Dividenden mit dem individuellen Einkommensteuersatz finde ich immer sehr amüsant. Ich habe nie schlecht verdient aber mein Einkommenssteuersatz war immer bedeutend tiefer als 26%.
    Kursgewinne sind natürlich steuerfrei für Privatpersonen.

  29. @Wolke

    Kein Wort davon, dass du davon betroffen wärest.

    Ich weiss, aber aufgrund des Kontextes hätte man das so verstehen können.

    Wie auch immer, die Aussage von Nixolino, ich wäre extrem verkopft, ist schon etwas merkwürdig.

    @-M

    Oder auch darunter!

    Du hast unter 6-stelliges Vermögen?
    Ich ja auch, aber ich dachte, ich wäre die einzige hier.

    @Ufuk

    Seit dieser Zen investor hier wieder mitmischt, wird es in den Kommentaren unerträglich.

    Finde ich auch.

  30. Ich muss eine kleine Lanze für ZEN brechen. Wenn die Kommentare kurz sind, lese ich sie und empfinde ich sie öfters ganz witzig. Mangel an Selbstreflexion und Humor hat sie meiner Meinung nach. Da gibt es andere Kaliber hier in den Kommentaren, denen ich das durchaus absprechen würde. 🙂

  31. Sorry, ZEN ich wolle schreiben: .. Ein Mangel an Selbstreflexion und Humor hat sie meiner Meinung nach NICHT.

  32. @Der Domi

    Ich muss eine kleine Lanze für ZEN brechen. Wenn die Kommentare kurz sind, lese ich sie und empfinde ich sie öfters ganz witzig. Mangel an Selbstreflexion und Humor hat sie meiner Meinung nach nicht.

    Danke Domi für die Blumen, vielen Dank, wie lieb von dir.

    @sammy

    Geil, dass der Zen Psychopath hier mitlerweile sogar Anhänger hat.

    Manchmal spielt das Leben mit dir gern Katz und Maus,
    immer wirds das geben, einen, der trickst dich aus.

    Sammy ist der Herr, ein wahrer Freund,
    wer ihm nicht dient, der ist sein Feind.
    Wir sind Figuren in seinem Schach,
    er hat den Schlüssel zur Macht.

    Und ganz ehrlich:
    Wäre ich ein Lastwagen, hätte ich nur einen einzigen Anhänger.

  33. Hallo zusammen

    Herzlichen Dank für die vielen lieben Kommentare und die vielen Fragen.

    @Marco nein, ich war im Werk Bergkamen. In der Wirkstoffproduktion.

    @Stefan nein, leider haben wir gar keine Haustiere.

    @Michael (Bergkamen) gehörte C102 zum WBA? Das war mein erster Vorort-Betrieb in der Ausbildung.

    @42sucht21
    -Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren stark angezogen. Das kam mir zusätzlich zugute.
    -Der Unterhalt wird unter Berücksichtigung der höheren Lebenshaltungskosten berechnet. Unterhaltszahlungen sind auch hier in der Regel vom steuerbaren Einkommen absetzbar.
    -Optimal ist die Situation für meinen Sohn und mich nicht, aber er freut sich jedesmal, wenn er zu uns in die Schweiz kommt.

    @Zen Investor
    -Wir haben Glück was den Fluglärm angeht. Wir kriegen fast nichts mit.
    -Wallisellen lag genau in der Mitte zwischen dem Arbeitgeber meiner Frau und meinem alten Arbeitgeber. Das war der Grund. Ursprünglich kommt meine Frau aus dem Säuliamt. Sehr gerne würde sie dort wieder wohnen.
    -Das politisches System der Schweiz finde ich sehr spannend.
    -Sollte ich die Möglichkeit haben den Schweizer Pass zu beantragen, werde ich es machen.

  34. @Christian-Philipp
    Kindesunterhalt kannst du in Deutschland nicht von der Steuer absetzen, nur den Ehegattenunterhalt. Ist das in der Schweiz anders?

  35. @ Wolke

    Das sind doch heute einmal erfreulichere Bilder von Italienern. Aktuell höhere ich ein ungebremstes Hupkonzert von Deinen Landsleuten. Und ich bin aktuell in Deutschland und nicht in Spanien oder gar Italien. Es ist gar nicht so lange her, da gab es ganz andere Bilder aus Bergamo.
    Kannst Du mir einmal sagen was Crashprohet auf italienisch heißt? Das würde mich wirklich interessieren. Meine These: Gibt es gar nicht. Warum? Man kann das Leben auch mit weniger Geld leicht nehmen.

  36. @Kiev
    Haben denn die Italiener wirklich weniger Geld als die Deutschen?
    Wenn man sich Statistiken übers Vermögen von Privathaushalten in Europa anschschaut haben die Italiener mehr Vermögen als die Deutschen.
    Die Wohneigentumsquote in Italien ist auch bedeutend höher. Wer in den eigenen vier Wänden wohnt, wohnt in der Regel günstiger als wenn er was vergleichbares mieten müsste.

  37. Hallo Christian,
    schöner Bericht. Weiterhin alles Gute! Zusammen mit den Kommentaren bekommt man einen ganz guten Eindruck vom Leben in der Schweiz. Ich lebe nun seit 3 Jahren im Berner Oberland und habe es keinen Tag bereut.
    Viele Grüsse vom Thunersse
    Stefano

  38. “Haben denn die Italiener wirklich weniger Geld als die Deutschen?
    Wenn man sich Statistiken übers Vermögen von Privathaushalten in Europa anschschaut haben die Italiener mehr Vermögen als die Deutschen.”

    Meine Meinung bzgl. Italien insgesamt: Letztlich werden klamme Länder wie das schöne Italien in einigen Jahren den Euro zum Fall bringen. Immer mehr Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik. Je länger diese Geldpoltik der EZB währt, desto mehr verlassen sich Staaten wie Italien darauf und die Verschuldung steigt weiter. Nachhaltige Reformen sind immer noch Fehlanzeige. Die EZB kauft z.B. überproportional italienische Staatsanleihen an (nicht nur beim PEPP) obwohl es dafür einen extra Kapitalschlüssel gibt. Das BVerfG wird sich hoffentlich noch etwas einfallen lassen um dem Zauber zu beenden. Aufgemuckt hat es ja schon mit den letzten Urteilen. Gleichzeitig haben wir aber z.B. kein Geld für vernünftige Renten in D, schon irgendwie komisch.

  39. @werden klamme Länder wie {…} Italien {…} den Euro zum Fall bringen
    Die Lira war ja durchaus ein Erfolgsmodell welches nicht zu Fall kam obwohl sie laufend gefallen ist. Es ergibt sich daraus für mich kein Grund, warum der Euro sich mit einen Knall-Fall auflösen müsste. Es kann natürlich trotzdem sein. Amerikaner, Japaner, Chinesen machen ja auch ein race-to-the-bottom um Ihre Währung möglichst schwach zu halten / die Wirtschaft zu stärken. Die aktuelle Europolitik könnte für DE mit seiner Exportwirtschaft also durchaus ein längerfristiges super Erfolgsmodell sein.

    Norditalien hat regional einen deutich höheren Standard als viele Regionen in Deutschland. In der Region Mailand sind 14 Monatsgehälter plus “Gewerkschaftsbonus” durchaus bei Arbeitgebern (zB Maschinenbau) vorhanden. @Wolke könnte vielleicht etwas dazu schreiben. Im Mezzogiorno sieht es vielleicht anders aus und da sind die Ländereien und die Bedeutung der Besitzerfamilien teils noch so groß wie bei uns die feudalen spät-mittelalterlichen Ländereien mit ihren versklavten Heuermännern. Stichwort: Latfifundien. @Haben denn die Italiener wirklich weniger Geld als die Deutschen? ist für mich somit eine ziemlich müßige Frage weil es die Italiener/ Deutschen natürlich gar nicht gibt sondern sich die Schlagzeile lediglich als Clickbait eignet.

  40. @Christian-Philipp Pohl

    Danke für deine Antwort.
    Ja, das Säuliamt ist schön (die anderen Mitlesern fassen sich an den Kopf und fragen sich, was das bedeutet).
    Vor allem ist man abseits der Grossstadt, aber hat trotzdem überall gute Verbindung mit Auto und öV nach Zürich und Zug.

    Wie bewertest du denn die Unterschiede bei den Steuern zwischen D und CH?

    @ALLE
    Will jemand mit mir telefonieren?
    Eine exklusive ZEN-Investor Telefonkonferenz?

    Für maximal 3 Teilnehmer dieses Blogs. 1 Stunde Gespräch mit mir.
    Damit ihr die Wahrheit erfahrt, wer ich bin, wie ich bin.

  41. moin zusammen,
    die Schweiz hat schon durchaus ihren Reiz. Aber bei euch regnets genauso oft wie hier bei uns, also machts auch keinen großen Unterschied. In den Wintermonaten auf Saint Martin oder Anguilla., das würde ich mir noch genehmigen, Träumen darf ja wohl noch erlaubt sein. Mein Vermögen im Alter wird aber wahrscheinlich nur für Teneriffa reichen. Im Sommer lässt es sich in Oberbayern auch gut aushalten. 🙂 Nicht Meer nicht Berge, warum nicht Chiemsee?

  42. @ QST-Erstattung aus Irland, z.B. Medtronic

    Bis 2020 habe ich keine QST-Rückerstattung aus Irland beantragt. Der Grund war, dass hierzu ein Tax-Voucher (ähnlich wie für die Rückerstattung aus der Schweiz) erforderlich sei und dieser von den Depotbanken gar nicht oder nur für extreme Gebühren (ca. 500,- €…) zur Verfügung gestellt wird.

    Da von den Dividenden immer nur rund die Hälfte bei mir ankam (inzwischen sogar noch weniger…), habe ich mal einen “Versuchsballon” gestartet und die Erstattung für 2016-2020 ohne Tax-Voucher beantragt…

    Hierzu habe ich alle Belege der Div.-Zahlungen sowie eine Wohnsitzbetätigung meines Finanzamtes per Post nach Irland geschickt.

    Nach ca. 3 Monaten erhielt ich eine E-Mail, dass ich nur noch eine weitere Wohnsitzbestätigung für 2016-2019 nachrechen sollte. Diese habe ich per E-Mail nach Irland geschickt…

    … und heute gabs die Nachricht, dass meine Rückerstattung vollständig überwiesen wurde.

    Hiervon könnte ich nun einen schönen Urlaub bezahlen, aber ich werde lieber noch ein paar Aktien bei passender Gelegenheit zukaufen.

    LG

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