Chinas P2P-Kreditplattformen kollabieren. Geld der Anleger ist weg. Am besten fangen Kinder schon mit ETF- oder Aktien-Sparplänen an


New York, 13. August 2018

In den italienischen Alpen hat ein Professor ein Waldareal gekauft, wo er ein Holzhaus renoviert hat. Mit seiner Frau genießt er dort die Natur.


In China sterben die P2P-Kredit-Plattformen wie Eintagsfliegen. Anleger gehen zum Protestieren auf die Straße. Doch das Regime unterdrückt die Proteste im Keim. Die Demonstranten werden in Bussen weggefahren.

Hunderte P2P-Kreditplattformen sind kollabiert. 218 Milliarden Dollar stecken in der P2P-Branche. So viel wie nirgendwo sonst global. Doch die Online-Portale kollabieren, das Geld der Anleger ist weg. Wenn die Behörden Druck ausüben und nähere Informationen einfordern, schließt manch ein Betreiber schnell das Portal. Einige sind betrügerische Schneeballsysteme.

Die Finanzagentur Reuters schreibt über einen Anleger folgendes:

Für Wang, den Pekinger Anleger, ist der Schmerz akut. Er und seine Familie hatten in zwei P2P-Plattformen, die heruntergefahren wurden, 7 Millionen Yuan investiert – ihre Ersparnisse, mit denen sie Ende des Jahres ein Haus kaufen wollten. Sie haben nichts von ihrer Investition zurückgewonnen. „Wir sind (…) keine Gangster. Wir wollen nur unser Geld zurückbekommen, zumindest einen Teil davon „, sagte Wang.

Ich hab nie in solche P2P-Kredit-Deals investiert. Ich kaufe so wie Warren Buffett langweilige Aktien und lasse sie liegen wie einen alten Schinken.

Weil hier im Blog oft über Gehälter und Jobs diskutiert wird. Für die Mittelschicht gilt nach meinem Dafürhalten folgendes: Die tatsächliche Gehaltshöhe ist im Prinzip bedeutungslos. Ob jemand 40.000 oder 100.000 Euro im Jahr verdient, ist irrelevant. Es ist das, was Du mit dem Geld machen willst/machst, was zählt. Was ich sagen möchte: Wenn Du Dein Leben genießt, wie es ist, dann ist das super. Wen interessiert es, was Dein tatsächliches Gehalt ist? Ob es nun 40.000 oder 50.000 Euro sind, macht keinen Unterschied. Geld ist ein Mittel zum Zweck. Mehr nicht. Wichtig ist, dass Du vernünftig mit Deinem Geld umgehst.

Nehme Dir ein Beispiel an Lucio Montecchio. Der italienischen Baum-Professor lebt seinen Traum. Die „Financial Times“ hat ein inspirierendes Porträt über ihn geschrieben. Das ist sein Blog. Er hat mit seiner Frau ein verlassenes Waldareal in den Alpen gekauft. Dort renovierte er ein uraltes Holzhaus in Eigenarbeit. Sie verbringen hier ihre Wochenenden. Die Nachbarn sind ein paar Kilometer entfernt. Herrlich! Er lebt bodenständig. Bestimmt verdient der Baum-Wissenschaftler keine enorme Summen, aber er ist zufrieden.

Im Idealfall fangen schon Kinder mit dem ETF-Sparen an. Dann hilft ihnen der Zinseszinseffekt einige Dekaden später. Es ist schwer, als Kind keine Sachen wie Sportkarten, Comic-Bücher, Lego, Briefmarken, Hockey-Karten, Münzen oder Spielzeug zu sammeln. Es ist schwierig einem Kind zu sagen, besser zu sparen und zu investieren als Plunder zu kaufen. Die meisten denken nicht an die Zukunft. Ich glaube, der einzige Weg, um Kinder zum Investieren zu bringen ist, wenn Eltern ihre eigene Art von Dividende oder Anreiz monatlich dazugeben, so dass die Kinder einen sofortigen Bonus sehen. Das kann sie begeistern. Es kann ihr Interesse wecken.

Ich habe Briefmarken und Münzen und andere Dinge gesammelt. Es war im Prinzip Geld in den Ofen geworfen. Das Zeug ist heute fast nichts wert.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Chinas P2P-Kreditplattformen kollabieren. Geld der Anleger ist weg. Am besten fangen Kinder schon mit ETF- oder Aktien-Sparplänen an

  1. Chris K.

    @ Tim

    Klasse Bericht!! Mich freuts das du grad sehr aktiv bist, in dem Blog hier.

    Aktien sind top. Bei etfs hab ich bedenken wegen der Verleihung der Wertpapiere des etfs an Dritte.. In der Krise könnte das gefährlich sein.. Aber kaufe demnächst auch etfs..EEinfach weil die diversifizierung spitze ist.

    Hab grad Zucchini Nudeln Bolognese gegessen top

    Grüße an alle

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Chris K.

    Danke. Noch ein Fan!

    Ich glaube, ich liege gut mit der Schätzung, dass dieser Blog 500 echte Fans hat.

  3. Bruno

    @Tim

    Noch 2 Fans, ich kam durch einen Kollegen auf den Blog, bin noch nicht lange dabei aber gefällt mir sehr gut, auch in der Community ist eine angenehme Gesprächskultur, findet man heute nicht mehr so oft. Das liegt natürlich hauptsächlich am Inhaber des Blogs, weiter so und es werden bald noch viel mehr hoffentlich. Eigentlich sollten es Millionen sein, aber die schauen sich eben lieber RTL2 oder Bibis Beautypalace an.

  4. Katrin

    Hallo Tim,

    P2P finde ich auch kritisch und habe in dem Bereich keine Investitionen. Es ist aber natürlich auch krass, wenn jemand da wie in dem chinesischen Beispiel anscheinend sein ganzes Vermögen investiert…

    Hab auch grad erst deinen Post von gestern gelesen: ich geb Dir total Recht, was das Langstrecken-Pendeln angeht. Ich hab über 6 Jahre lang in Hamburg gewohnt und in Köln gearbeitet. Montags morgens hin, Freitags, manchmal auch Donnerstags Abend zurück. In den letzten Jahre davon fast immer mit dem Auto.

    Wie krass das eigentlich ist, ist mir aber erst nach den 6 Jahren so richtig bewusst geworden: Als ich das erste Mal wieder nach Köln gefahren bin, kam mir die Fahrt schon bei Bremen lang vor, und ich fand’s surreal mir vorzustellen, dass ich von da jeden Montag je nach Stau noch mindestens 3 Stunden vor mir hatte.

    Jedenfalls ist es ein totaler Gewinn an Lebensqualität, das nicht mehr machen zu müssen!

    Würde mich übrigens auch freuen, wenn du mal wieder ein Video machst. In jedem Fall ist es toll, dass Du so regelmäßig aktiv bist, das ist sehr motivierend!

    Katrin

  5. Sebastian

    Hi Tim, auf jedenfalls nach wie vor mein Lieblingsblog, der tägliche Artikel beim Morgenkaffee gehört mittlerweile einfach dazu!;)

    Von p2p halte ich persönlich überhaupt nichts, dass muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
     

    @ Chris

    Ich würde mir nicht so viele Sorgen um die Wertpapierleihe machen.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Bruno

    Enrico

    @Katrin

    @ Sebastian

    Danke fürs Kommentieren. Das freut mich sehr, so viele treue Leser zu haben.

    Bruno, haha, Du hast Recht. Wenn ich ein „Millionenpublikum“ erreichen wollte, müsste ich Promi-Klatsch bringen, das Fernsehprogramm durchsprechen, über Terror, Kriege und Angstthemen berichten. Das will ich nicht.

  7. ThorstenThorsten

    P2P sehe ich exterm kritisch und bin auch nicht investiert. Grundsätzlich kann ich ja noch verstehen, dass einige darin einen (sehr) kleinen Teil Ihrer Risiko-Anteils im Portfolio anlegen…aber sein ganzes Vermögen!? Das ist Wahnsinn! *kopfschüttel*

    @Tim: Nicht sicher ab welchem Alter Kinder so etwas verstehen – schon die meisten Erwachsenen scheinen den Zinseszins-Effekt ja nicht wirklich zu druchdringen 😉

    Ich habe meiner Nichte zur Geburt einen World-ETF mit gutem Startguthaben geschenkt und meine Eltern überredet den EM-Anteil dazu beizusteuern – hoffe das ist ein guter Start ins eigenständige Leben!

  8. KievKiev

    @ Tim

    Der Bericht hat mir wieder sehr gefallen. Ich würde mir allerdings in Italien kein Holzhaus bauen. Ich bevorzuge die passende Variante auf dem Lande names Rustico. Das kann auch ein einfaches Modell sein mit Sichtmauerwerk. Ein altes Gut, Kloster, Mühle würde mir aber doch mehr gefallen.

    Habe ich schon erwähnt, dass es sehr viel Freude bereitet ein Haus in Eigenleistung aufzubauen? Es ist auch etwas auf das man stolz sein kann. Wer hat hier ein Depot von 500k- 5Mio und ist wirklich stolz darauf? Wer hat eine noch so kleine Hütte gebaut und ist stolz auf sein Werk? Selbst eine Hundehütte kann einen zuriefst erfreuen, wenn man sie durchweg geplant und aufgebaut hat. Menschen möchten etwas erschaffen. Wenn es freiwillig und in Eigeninitiative erfolgt kann es sehr zufriedenstellend sein.

    Ich hatte mich eine ganze Zeit schwer getan ein Vermögen für die finanzielle Unabhängigkeit zu definieren. Das liegt an meinem noch relativ jungen Alter und der familiären Situation, die Änderungen mit sich bringt und bringen wird.

    Ich habe jetzt das Verständnis und finde es in diesem Beitrag gut beschrieben:

    https://affordanything.com/how-much-is-enough/

    Vielleicht hilft es ja den ein oder anderen.

  9. A.P.

    Dankeschön für die Beiträge ( einige Artikel haben Suchtgefahr?).

    Bin eher ein stiller mitleser, das nun über 1.Jahr und ein Fan von Tim?. Bin seit 2 Jahren an der Börse, für meine kleine (1.jahr) haben wir zwei Sparpläne msci w. und msci e.m. Überlegen noch ob wir ein Euro stoxx 600 Etf besparen sollen. Hast mich sowas von motiviert noch mehr Gas zu geben in mehreren Bereichen.

    Mach weiter so und schöne Grüße aus der Pfalz

  10. tbee

    Ich habe wenige (6%) meines Kapitals in P2P angelegt (der überwiegende andere Teil in ETFs und wenige Aktien) und blogge über den P2P auch drüber. Das Umfeld ist schon spannend und so lange noch ein XIRR von 10% drinn ist bleib ich da auch dabei – „aktives Anleen das mir Spaß macht mit noch guter Rendite“.

    Aber das was viele Praktizieren – also deutlich >10% in P2P und am besten auch noch das „Tagesgeld“ in Bondora zu sicheren 6,x% transferieren – halte ich für fahrlässig, bzw. gierig – da bin ich raus das will ich auch niemand empfehlen. Die ganzen Risiken und meine Motivation habe ich mal hier aufgeschrieben http://p2p-game.com/p2p

    Mein Fazit : Vermögensaufbau ETF und „spielen“ P2P

  11. Thorsten

    „Die kleinen Städte werden in den nächsten Jahren die Ausweichwohnorte für die großen Städte werden, jetzt kann man noch preiswert kaufen, in ein paar Jahren wird man mehr Kapital benötigen „. Morgen Abend gibt es eine Sendung „Teurer Wohnen“ 14.8. 21.00 Uhr im ZDF.

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Mal ein kurzer Gruß aus DD. Bin leider schwer beschäftigt und folge nur sehr oberflächlich.

    Thorsten, Du meintest, das größte Land Russland könnte nicht pleite gehen. Ich meine, 1998 hatten die einen offiziellen Default (Staatspleite). Schulden konnten nicht bedient werden.

    Was eine Währung wert ist, sehe ich gerade anschaulich an der deutschen. Beim Räumen der Wohnung meiner Mutter habe ich gerade alte Geldscheine der Inflationszeit gefunden. Bin gerade Multimillionär geworden. 😉 Kann mich erinnern, dass ich die als Kind gesammelt habe. Ein Schein lautet auf 100 Millionen Mark.

    P2P habe ich getestet vor Jahren bei Auxmoney. Die geben sich zwar Mühe mit der Plattform usw. Aber das Prinzip ist für den A. Ich hatte mehr Ausfälle als Rückzahlung.

    Es gibt nicht schnell und schon gar nicht günstig Kredit. Die Subprimer (und nur solche gehen dorthin, weil sie eben keinen Bankkredit bekommen), sollten keinen Kredit bekommen. Die reiten sich nur weiter ins Elend hinein. Als Geldgeber regiert hier selbstverständlich Gier frisst Hirn. Auch bei mir damals. War mir klar, wollte es aber probieren mit winzigem Geld.

    Na denn, werde mich mit einem Radeberger trösten, dass mir die Bundesbank wohl die 100 Mios nicht in € umtauschen würde. 😉

    Schönen Abend noch

    MS

  13. Simon

    Also wenn man sein ganzes Vermögen in P2P investiert, dann ist einem nicht zu helfen. Grundregel des Kapitalismus ist ja, dass man eben auch verlieren kann, sofern man keine „systemrelevante“ Bank ist natürlich 😉 .

    Aber mal anderes: Habe gerade im Spiegel gelesen, dass Bayer stark eingebrochen ist. Die standen schon lange auf meiner Wunschliste… Ein Kauf oder ist das Risiko doch zu unüberschaubar (Klagewelle wegen Glyphosat)?

    Grüße,

    Simon

  14. Thorsten

    Der Name Monsanto hat Bayer kein Glück gebracht. Für mich nicht wirklich eine Überraschung. Monsantos Gentechnikunfälle, Saatgutprozesse, Saatgutmonopole. Da war schon viel schlechtes Vorzeichen dabei, was mich von einem Kauf von Bayer abgehalten hätte.

  15. Rainer Zufall

    FuG, Bayer

    Bayer ist so ne Sache. Bayer ist bei mir die einzige Position (17 Einzelaktien von Apple bis Vonovia mit den üblichen Verdächtigen, inzwischen kaufe ich fast nur noch Etfs) mit der ich im Minus bin (-24%).

    Gekauft habe ich Okt 2015 zu 115 Euro. Damals war Bayer von 145 Euro zurückgekommen, wenn ich das richtig im Kopf habe. Günstige Gelegenheit dachte ich. Schnäppchen 😉 Dann kam die Sache mit Monsanto und seit dem gehts abwärts.

    Ich werde wahrscheinlich halten. Aber Bayer ist jetzt halt nicht mehr das Bayer das es 2015 war. Außerdem: „never loose money“. Denke daher schon ab und zu an einen Verkauf um die Sache zu beenden.

    Nachkaufen (verbilligen) kommt für mich nicht in Frage (bei Einzelaktien. Etfs, die ich regelmäßig kaufe, sind ne andere Sache). Claus hat mal geschrieben, dass verbilligen wie ein Turbo wirken kann, finde ich sehr plausibel.

  16. Sebastian

    @Simon

    Der jetzige Einstieg bei Bayer kann sich auszahlen oder katastrophal nach hinten losgehen…

    Gehen die Sammelklagen in den USA durch, kann selbst ein Konzern wie Bayer daran zerbrechen, das Rechtssystem in den USA kennt da recht wenig Gnade.

    Ist eine Frage, wie risikobereit man ist.

  17. K.K.

    Bzgl. der Türkei bin ich mal gespannt wie sich Russland positioniert und ggf. eingreift, egal ob unterstützend oder auch anders, je nach Entwicklung dort….

    Die Türkei kontrolliert den Bosporus und damit den einzigen Zugang vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer und somit den restlichen Meeren dieser Welt. Im Schwarzen Meer liegt der einzige ganzjährige eisfreie Hafen unter russischer Kontrolle (die Krim lässt grüßen). Dort vergrößert Russland in den letzten Jahren seine „Schwarz-Meer-Flotte“.
    Russland hat also rein aus geopolitischen Interessen an einer Russland-„freundlichem“ „Regierungschef“ in der Türkei.

    Die Nato verlässt sich hier auf die Türkei als „Bosporus-Kontrolleur“. Was ist wenn sich die Interessen hier ändern….?
    Von gewünschten russischen Gaspipelines durch das schwarze Meer und/oder die Türkei ganz zu schweigen….

    Genauso wie Russland ein Interesse haben wird, das China weiter wirtschaftlich wächst und expandiert. Schließlich haben sie als Junior-Partner einen 400 Milliarden Dollar Gas-Liefer-Deal über 30 Jahre mit China abgeschlossen. Russland hat also ein Interesse das China zahlungsfähig und stabil bleibt.
    Wenn Chinas Wirtschaft nicht mehr wächst, wird die Ernährung der vielen vielen Chinesen schwierig und dann könnte es in China ungemütlich werden. Dementsprechend erklärt sich, das China wirtschaftlich wie auch militärisch auf Wachstum und „Stationierung“ rund um die Welt interessiert ist. Insbesondere auch in Ländern in denen viele Chinesen (teils in eigenen Vierteln einquartiert, weil es z.B. in Afrika so viele sind) als Fachkräfte arbeiten um deren Schutz auch im Ausland zu gewährleisten. Seit einigen Jahren wird plötzlich auch die Marine massiv verstärkt und eigene Flugzeugträger befinden sich im Bau…..
    Das Auftauchen eines chinesischen U-Bootes in mitten eines US-Flugzeugträger-Verbandes, ohne das dieser es vorher bemerkte, war eine schöne erste Demonstration vor ein paar Jahren.

  18. Thorsten

    Heute morgen die irreführende Schlagzeile „Lira stabilisiert sich“. Ich lieg am Boden vor Lachen. Genauso gut könnte man schreiben „das Katapult wird gereinigt und gespannt, morgen fliegen die nächsten Brandpfeile“.

    Bei starken Trends erfolgt nach steilem Anstieg immer einen Rücksetzer, der dann ein Niveau markiert  von dem mit neuer Kraft weiter in Richtung des Trends geschossen wird. Es müsste dann das letzte Hoch getestet werden, das waren 8 Lira/Euro.

    Entspannung könnte nach meinem Verständnis ausschließlich die Freilassung des Geistlichen in der Türkei bringen, der als Geisel für Gülen gehalten wird, dann würde Trump die Strafzölle reduzieren. Fraglich, ob gleich oder erst in Wochen, er ist stinksauer.

    Ob und wer da ehemals einen Putsch in der Türkei durchgeführt hat und was davon inszeniert war oder auch nicht um anschließend dem türkischen Staatschef noch mehr Macht zu geben ist offen. Gülen würde im Schauprozess landen, selbst wenn er unbeteiligt  vom Putsch in der Türkei aus den Nachrichten erfahren hätte.

  19. -M

    @ Bayer

    Der Kurs ist doch „nicht Fisch, nicht Fleisch“…oder wie man sagt. Gefühlt nicht so teuer aaaber auch weit weg von günstig. Ein kauf drängt sich da null bei mir auf.

    Habe Bayer bei 60eur bewertet, allein eine Zyklik im Unternehmen beachte ich sehr. Da ist zu teuer kaufen richtig übel (Ist es immer aber bei zyklischen Unternehmen nochmals verstärkt)

    Abwarten und Tee trinken oder was anderes kaufen was günstiger ist.

    Finde immernoch Kraft Heinz aktuell günstig (habe aber schon so viel von denen)

    -M

     

  20. Slazenger

    @Bayer

    ob Glyphosat  nun Krebs auslöst oder nicht , spielt aktuell keine Rolle, Fakt ist dass auf der Bayer Aktie massive Unsicherheit lastet , und das mögen die Börsianer gar nicht. Sollte Bayer auf Grund dieser Problematik wirklich abstürzen, wäre ein Einstieg eventuell interessant, aber momentan nicht.

    Warum sollte ich aktuell Bayer Aktien kaufen??? Da gibt es doch genügend andere Möglichkeiten zum investieren.

  21. A.

    Nach Monsanto hat sich Bayer grundlegend geändert. Unsicherheit führt oft zu fallenden Kursen.

    Da es sich hier meiner Meinung nach nicht um einen „Dip“ handelt, d.h. für mich das der Kurs z.B. einfach fällt weil er fällt, ohne ersichtliche Gründe wie zuletzt bei Pepsico, wo ich nachgekauft habe, dann sehe ich – im Fall von Bayer – keinen Grund aktuell ins fallende Messer zu greifen.

    Umsatz- und Gewinnschätzungen für die Zukunft bei dem neuen Bayer sind meiner Meinung nach auch nur stochern im Nebel.

    Wenn der Kurs sich stabilisiert und die Nachrichtenlage sich gebessert hat, könnte man darüber nachdenken einzusteigen. Evtl. kann man einen ersten Fuss reinsetzen. Gleichzeitig würde ich wohl eine vorhandene Position nicht schließen  (keine Anlageempfehlung). Erfahrungsgemäß kostet Kaufen- und Verkaufen einen großen Teil der Performance.

    Dieses Jahr habe ich bisher nur gekauft, noch 4 Monate, dann habe ich es geschafft: mein erstes Jahr ohne traden

  22. lp warner

    ich verstehe das mit p2p-krediten nicht. vielleicht kann mir jemand von euch das mal erklären? warum steckt man sein geld – wenn man unbedingt sowas machen will – nicht lieber in anleihen mit weniger guten oder schlechten rankings? da ist man doch wenigstens von solchen komischen plattformen unabhängig.

    @ tim
    vielen dank, du machst das super!

  23. Wolfgang

    @ Cola-Viez

    Die meisten Behörden sehen ja offiziell keinen Zusammenhang zwischen Krebs und Glyphosat.

    Das ist, was mich zu Sorge treibt, dieser Lobbyismus, diese enge Verknüpfung zwischen Politik und Wirtschaft. Einen Beweis, den niemand will, den gibt es dann auch nicht.

    Seit ich das Buch „Mit Gift und Genen“ von Marie-Monique Robin gelesen habe, bin ich entsetzt über die Machenschaften von Monsanto und wie recht zurechtgerückt wird. Der Fall Monsanto ist halt hier auch nur einer von vielen und zeigt die Vorgehensweise auf.

    Die Doku zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=BMGYCwK3FTE

    @ Fit und Gesund

    Zur VF Aktie Modeindustrie: VF Corp spaltet Wrangler-Jeans ab

    Wünsche Euch eine schöne Zeit

    Wolfgang

  24. Bruno

    @Rainer Zufall

    Sehr wichtiger Punkt mit dem nachkaufen wie ich finde, wenn man Einzelaktien nachkauft besteht die Gefahr, dass man gutes Geld billigem hinterherwirft, resp. dass man so die schwachen Aktien stärkt. Bei einem ETF ist das anders, man investiert in den Markt, der von Launen getrieben ist, da macht es wirklich fast immer Sinn.

  25. Daniel

    Das ist, was mich zu Sorge treibt, dieser Lobbyismus, diese enge Verknüpfung zwischen Politik und Wirtschaft. Einen Beweis, den niemand will, den gibt es dann auch nicht.

    Seit ich das Buch „Mit Gift und Genen“ von Marie-Monique Robin gelesen habe, bin ich entsetzt über die Machenschaften von Monsanto und wie recht zurechtgerückt wird. Der Fall Monsanto ist halt hier auch nur einer von vielen und zeigt die Vorgehensweise auf.

    Naja es gibt immer zwei Seiten einer Medallie. Genausogut könnte man sagen, dass mit Hilfe des Lobbyismus eine Schmutzkampagne gegen Monsanto bzw. Glyphosat gefahren wird/wurde dessen Grundlagen durch Studien eher ….sagen wir mal…dürftig bewiesen sind. Der Nutzen hingegen schon, denn ohne diese Mittel und ja…auch ohne die gentechnisch veränderte Landwirtschaft sähe es auf der Welt ganz schön anders aus. Wir klopfen uns hier in den Industrienationen immer ganz gerne auf die Schulter wie gut wir leben wollen und wie bio immer alles sein muss….weite Teile der Bevölkerung interessiert es nur satt zu werden und da ist es egal ob es aus großen aber etragreichen Monokulturen kommt die hohen Einsatz an Chemie verlangen oder ob es durch gentechnisch veränderte Lebensmittel passiert die dafür aber vielleicht etragreicher oder widerstandsfähiger sind.

    Ich denke die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Mein Vater sagte dass früher ganze Sprühzüge der Bahn die Gleise abgefahren sind und alles eingenebelt haben.

  26. Fit und Gesund

    @Wolfgang,

    danke für den link, hab gestern Abend noch bei SA eine Präsentation gelesen,

    gerade hab ich VF verkauft, das taugt nix mehr, behaupte ich mit meinem Hausfrauenverstand, 2 Firmen, 2 Firmensitze, 2 x Direktorengehälter etc, das kostet ja was, Unsicherheit bis das Ganze dann implementiert ist, wer soll da noch kaufen? und ich habe mit Kauf und Verkaufkosten noch 70% Gewinn,

    der Buy and Hold 2012 würde schimpfen, er verkauft nie, hat ja auch mehrere spin-offs in seinem Portfolio, aber ich muss machen was ich für richtig halte, schade dennoch, war eine sehr gute Aktie.

    Vom Erlös brauche ich zwingend was aus Euroland, der Euro schmiert weiter ab, auch wenn die türkische Lira sich stabilisiert hat, jetzt ist der Euro für mich knapp 5% billiger als vor ein paar Wochen, wer weiss wie tief er noch fällt.

    Bayer kauf ich natürlich nicht, BASF könnte ich aufstocken, Henkel und Fresenius stocke ich nicht auf.

    liebe Grüsse

    und ich drücke Dir ganz fest die Daumen dass Du ein gutes Resultat bekommst!

  27. -M

    Man sieht ja auch an Fresenius wie so Rechtsstreitigkeiten den Kurs erlahmen lassen. Müssen die Alpen nicht übernehmen, wird fresenius einiges an Boden gut machen. BAYER wird ähnlich werden.

    FuG

    BASF

    Fresenius

    Henkel sind meine Favoriten aus dem dax. Hast Du Henkel und fresenius schon genug oder wieso denkst über die nicht nach?

    -M

     

  28. Warren_B

    @lp warner

     

    Vor einigen Jahren war der Spread zwischen seriösen (AAA) Anleihen und weniger seriösen (BB etc.) noch recht gross, so das man mit überschaubaren Risiko ein deutliches mehr an Rendite erzielen konnte. Mittlerweile muss man schon in den Ramschbereich gehen um eine Rendite von 5+ zu erzielen. Das steht aber meist nicht im Verhältnis zum Risiko.

    Gilt wohl auch für die P2P-Plattformen. Die gibts doch nur wegen der Niedrigzinsen. Wenn man für eine halbwegs seriöse Unternehmensanleihe seine 5,6% Zins erhält gibt doch keiner über eine solche Plattform sein Geld her nur weil es ein paar Prozent mehr an Rendite gibt.

     

     

  29. Fit und Gesund

    @ -M

    Fresenius hatte ich 1x nachgekauft, ein Fehler,

    Henkel kaufe ich nicht nach, Dividendenausschüttung bei Beiden gering, aber Dividendenwachstum sehr gut, um in den Bereich 3% netto zu kommen müsste ich über 10 Jahre warten, und da gibt es ja auch keine Garantie drauf.

    BASF, hm…Anfangsrendite auch eher knapp, Dividendenwachstum bescheiden, also Alles nicht so der Renner. Ich habe gestern bereits geschrieben dass ich eine gewisse Anfangsrendite anstrebe und da auch noch bisschen Aussicht auf vernünftiges Dividendenwachstum sein sollte.

    Auf solche Sachen hätte ich man besser früher geachtet, na ja…war halt ein Fehler, zu teuer hab ich Fresenius und Henkel allemal bezahlt.

    Auch bei den Schweizer Aktien ist es schwierig, praktisch kein Dividendenwachstum, schau mal bei Nestle, Novartis und Roche, in der Kursentwicklung glänzen die auch nicht.

    Bin froh wenn es Ende Jahr ist und dieses „Rumgemache“ mit den Aktien aufhört, dann werde ich die Dividende in ETF’s packen.

     

     

  30. Gainde113

    @ Fit und gesund

    Den iShares SPI Core ETF habe ich mir auch angeschaut, um nebst dem FTSE All-World und globalen REITs noch etwas mehr Heimisches zu haben. Leider taugt der Index wenig, weil die grossen 3 bereits 47% des Indexes ausmachen. Auch werden alle Branchen zurzeit durchgereicht (Consumer, Pharma, Banken…). Einzig wegen der Dividendenrendite von ca. 3% würde ich zugreifen. Langfristig wird sich jedoch der All-World besser entwickeln mit weniger Länder-/Klumpenrisiken.

  31. Wolfgang

    @ Daniel
    Lobbyismus: Was für mich störend ist, ist das die Zulassung von Glyphosat auf Daten der Industrie erfolgte. Ich lasse mich gerne mit Argumenten überzeugen aber mit genauso gut könnte, kann ich nichs anfangen.

    Machenschaften von Monsanto: Es geht nicht darum sich auf die Schulter zu klopfen, sondern um eine Entscheidung haben zu können/haben zu dürfen. Es geht um die Unabhängigkeit der Landwirte die ihr Ackerland in Reichweite der Anbaufelder haben und von Monsanto wg. Patentverletzungen verklagt werden. Die Wahl für Bio- bzw. konventionellen Anbau fällt hier nicht der Landwirt selbst, denn diese Wahl hat er erst gar nicht.
     

    @ Fit und Gesund

    Glückwunsch zum realisierten Gewinn!

    Wäre eine Allianz etwas für Dich?

    KBV, Dividendenwachstum, Ausschüttungsquote entsprechen vielleicht Deinen Kriterien, die Branche muss allerdings gemocht werden.

    Danke Dir, hoffe auch das mich das Resultat zufrieden stimmt!

    Wünsche Euch eine schöne Zeit

    Wolfgang

  32. Christian

    @Fit und Gesund
     

    Wie wäre es mit REITs. Gerade WPC bietet hohe Rendite bei moderaten Wachstum.

  33. Fit und Gesund

    @Gainde 113

    ich hatte mir auch den SMIM angeschaut, da sind einige schöne CH-er Unternehmen drin, aber die Dividendenrendite ist auch hier < 2% (als ich das letzte Mal geschaut habe)

    Von den SMI – Aktien gefiele mir noch Geberit, man muss auch Abstriche machen können, mal sehen, hier bekommt man dann wenigstens die Quellensteuer zurück und keinerlei Währungsrisiko, das Währungsrisiko beschäftigt mich fast mehr als irgendwelche Kursverluste, da bin ich sehr sensibel.

    @Wolfgang

    Allianz würde mir gefallen, habe aber schon Swiss Re, Zürich Versicherung und Admiral Group aus England.

    @Christian,

    WPC habe ich und ebenso Simon Property Group und PSA, Simon Property ist geplant aufzustocken,

    ebenso werde ich Enbridge aufstocken, der kanadische Dollar ist ziemlich stabil zum Schweizer Franken und die Kanadier knöpfen mir nicht zu viel Steuern ab, nämlich nur 15%,

    aufgestockt hatte ich vor paar Wochen Unilever, bis jetzt gut gegangen, die steigen weiter, Cisco warte ich noch auf die neuen Zahlen,

    ich finde schon was, zur Not eben der Vanguard All World, der hat mich noch nie im Stich gelassen 🙂

    schönen Abend an Alle

  34. Gainde113

    Habe den Vanguard FTSE All World und den iShares Developed Property Yield ETF. Beide haben ca.  55% USD und dann noch Japan, Grossbritannien und Australien zu etwa gleichen Anteilen drin. Umgerechnet in Schweizer Franken habe ich jedoch mit Letzterem einen viel höheren Währungsverlust. Ich kann mir das nicht wirklich erklären… Any idea an was das liegen könnte?

  35. Fit und Gesund

    hi Gainde 113,

    wirklich erklären kann ich mir das nicht, bist Du sicher dass das Währungsverluste sind? , so sind z.B britische Aktien für uns ohne Quellensteuer, aber britische Reits verlangen eben doch 20%, dürfte mit Australien ähnlich sein, das weiss ich aber nicht,

    Reits kaufe ich als Einzeltitel, ich hätte ja gerne noch Vonovia oder TAG-Immobilien, nur sind sie in letzter Zeit eben auch sehr gut gelaufen,

    mal schauen, es findet sich immer was, aber der starke Franken nervt mich im Moment schon etwas.

  36. tbee

    @lp warner : Weil mit Anleihen (auch nicht mit schlechtem rating) keine >10% möglich sind (zumindest nicht mit ETFs mit vertretbarem Risiko) bei P2P Krediten sind die 10% sehr wohl drinn – mit hohem Risiko und mit wenig Aufwand – kannst dir ja gerne mal meine letzten Bericht anschauen da berichte ich von den Renditen meiner P2P Investitionen http://p2p-game.com/p2p-report-kw-28-30-18-mintos-%f0%9f%93%89-auch-andere-muetter-haben-schoene-toechter aber wie geschrieben mehr als 10% halte ich für überhaupt keine gute Idee in P2P zu investieren….

  37. Mephisto

    Ich finde es erschreckend, dass Leute teilweise ihr komplettes Vermögen in irgendwelche dubiosen P2P-Plattformen stecken. Da darf man sich dann auch nicht beschweren.

    Ich selbst finde P2P als Diversifikation eigentlich ganz cool und habe einen relativ hohen Anteil meines Vermögens dort investiert (20-25%). Ich bin allerdings auch noch sehr jung und mir sind Aktien derzeit in der Breite zu teuer. Deshalb halte ich P2P für eine gute Alternative. Gestreut habe ich allerdings auf 7 Plattformen und da verschiedene Kreditarten. Das Risiko ist also bei einer durchschnittlichen Rendite von 10-12% p.a. gut diversifiziert. Aber mal abwarten, wie sich dieser Sektor weiterentwickelt.

  38. steve

    @ Bayer
    Für mich ist Bayer nach dem Monsanto Kauf ein nogo.
    Monsanto ist nicht nur Glyphosat sondern auch Agent Orange das super gut verträgliche Entlaubungmittel das von den USA im Vietnam Krieg eingesetzt wurde. Klar belegt die unglaublichen Auswirkungen die es selbst heute noch gibt.
    Monsanto hat auch PCB hergestellt ein Daemmittel das sie so in die Umwelt gepestet haben, dass es jeder Mensch weltweit im Körper hat.
    Über Glyphosat nur soviel angeblich biologisch abbaubar in Wirklichkeit zu ca 2%.
    Ich selbst möchte an so einem Konzern nichts verdienen.

  39. tbee

    @Mephisto Vielleicht muss ich das auch noch mal relativieren – ich gehe von einem relevanten 😉 Vermögen aus also so ab 6 – stellig und bei mir auch von fortgeschrittem Alter (eher 50 als 40 ). Klar so lange du noch viel von deinem Humankapital zur Verfügung hast kannst du auch weiter ins Risiko gehen ….

    P2P macht auch mit ganz kleinen Beträgen keinen Sinn da du sonst nicht in der Lage bist vernünftig zu diversifizieren (mein Lieblingsartikel dazu http://p2p-game.com/warum-ein-kleines-portfolio-scheitern-wird-oder-der-einfluss-der-diversifikation-auf-die-rendite ) und damit zu weit ins eh schon hohe Risiko gehst …

  40. Beat

    Hoi Tim

    Besten Dank für deine Berichte. Ich bin grundsätzlich deiner Meinung. Aber wie bei jedem Investment das ich tätige, bin ich auch bei deinen Berichten stets kritisch und hinterfrage. Dies hat mich schon vor einigen Fehlern bewahrt.

    Ich bin in P2P Kredite in der Schweiz investiert. Ein Drittel meines Vermögens ist in P2P Krediten investiert. Ich versteh nicht ganz, wieso du davon ab rätst. Meiner Meinung ist es eine sehr gute Alternative zu Aktien/ Anleihen usw. Jedoch gilt auch hier, jeden Kredit sorgfältig zu prüfen. Ich habe meine Grundregeln, wo ich investiere und wo nicht. Diese basieren wohl auch ein wenig auf deinem Gedankengut. Ich investiere zum Beispiel nicht in Kredite für sinnlosen Konsum, z.B: Auto. oder auch nicht in Kreditnehmer, welche bereits mehrere Kredite am laufen haben. Das ist ziemlich sicher ein Fass ohne Boden. Zudem investiere ich meisten in A und B Ratings. Um die Rendite etwas zu erhöhen, auch mal ein C Rating. Da muss das Risiko/ Rendite Verhältnis aber noch besser geprüft werden.
    Grundsätzlich sind die P2P Kredite für mich ein Obligationen/Anleihen Ersatz. Obligationen werfen zur Zeit nicht einmal 1% ab. Mit P2P Krediten mache ich ca. 5%. Eher mehr. Da die Kredite in monatlichen Raten inkl. dem Zins zurück bezahlt werden, verringert sich mein Risiko von Monat zu Monat. Einen Totalausfall ist sehr unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu den Chinesen investiere ich sehr diversifiziert. Mein Geld liegt bei sechs verschiedenen Anbietern und ist auf ca. 50 verschiedene Kreditnehmer verteilt. Diese reichen von KMU über Studenten, bis hin zum Rentner. Also auch hier, eine grosse Diversifizierung, wie sie bei Obligationen nicht möglich wären.
    Zum hohen Ausfallrisiko, welches angesprochen wurde. Ich hatte bis heute keinen einzigen Ausfall! (Einige Portale haben sogar Ausfallversicherungen.) Das Gegenteil ist der Fall. Bereits wurden mir 4 Kredite vorzeitig zurückbezahlt. Dies ist sehr erfreulich. Macht den Überblick aber nicht einfacher.
    Womit wir beim meiner Meinung nach einzigen Nachteil sind. Das anlegen in P2P Kredite erfordert einiges an Zeit, alles zu analysieren, berechnen, reinvestieren usw. Da den Überblick zu behalten ist nicht immer einfach. Es gibt aber da auch den einfachen Weg: Ich vertrau einfach den Portalen. Würde ich auch empfehlen, da bei uns in der Schweiz alles sehr gut geprüft wird von den Behörden. Wie ich aber eingangs erwähnte, habe ich immer eine kritische Einstellung, deshalb tue ich dies natürlich nicht. 😉
    Der Aufwand ist nicht gering. Da ich es aber gern mache, mich um mein Portfolio und um mein Geld zu kümmern, macht es sogar noch Spaß. Zudem finde ich, dass man halt für 5% Rendite etwas Aufwand betreiben muss. Ist ja bei Einzelaktien auch so.

    Ich hoffe ich konnte deine Lesern (und evt. auch dir) ein wenig einen anderen Eindruck über P2P Krediten, respektive dem Crowdlending geben. Wer wie und wo anlegt spielt keine Rolle. Jeder muss sich wohl damit fühlen und das Risiko/ Rendite Profil sollte stimmen. Wichtig ist nur eins: Immer breit diversifizieren!

     

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