Bitcoin, P2P, Gold oder Garagen vermieten? Warum der Aktienmarkt überlegen ist


New York, 17. Mai 2019

Auf der Invest habe ich Finanzrocker Daniel Korth (links) das erste Mal persönlich kennengelernt. Rechts ist REIT-Fan Luis Pazos. Beide zeigen scherzend auf mein Foto.

Der Deutsche hat im Schnitt nur ein Netto-Vermögen von circa 40.000 Euro. Wir sind die armen Würstchen von Europa. Andere Länder haben deutlich mehr Geld. Woran liegt es? Es liegt an Unkenntnis, an der Scheu vor Aktien und der Schlechterstellung von Aktienbesitz durch die Bundesregierung.

Die Aktie gilt als der beste Renditebringer langfristig. Daher ist es weise, wenn du auf Aktien setzt. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, Vermögen aufzubauen neben dem ETF-Aktien-Sparen.

Die Börse ist freilich mein Lieblingsanlageort, weil die Rendite dort am knackigsten ist. Gerade für junge Menschen ist der Aktienmarkt das Non-Plus-Ultra, weil sie so viel Zeit haben. Da kann der Zinseszins umso besser wirken.

Selbstverständlich gibt es alternative Anlageformen wie P2P-Kredite oder Kryptowährungen.

  1. Krypto, Bitcoin. Es ist ein spekulatives Ding und kein wertschöpfender Vermögenswert. Die Tatsache, dass du oder jemand, den du kennst, Glück hatte und ein paar Euro damit verdient hat, ändert daran nichts. Die zugrunde liegende Technologie ebnet wertschöpfenden Anwendungen außerhalb der Kryptowährungen den Weg. Für mich ist es nichts. Ich halte Bitcoin & Co. für Zockerei. Krypto hat keinen Platz in einem langfristigen Portfolio. Hinzu kommt, dass es einige unseriöse Plattformen für Bitcoin, P2P etc. gibt.
  2. Gold, Rohstoffe, Anleihen, Kunst, Whisky, feiner Wein. Aus Studien geht hervor, dass mit Edelmetallen oder Rohstoffen im langen Schnitt die Inflation allenfalls wieder gut zu machen ist. Darüber hinaus ist aber wenig Spielraum. Aktien sind allen anderen Assets überlegen.
  3. Einzelne Aktien. Ja, ich hab Glück gehabt. Ich hab zwei Aktien (CTS Eventim, Netflix) verfünfzigfacht. Einige habe ich verzehnfacht oder verzwanzigfacht. Aber ich habe auch Pleitefirmen erwischt wie Solarworld, Sunways und ein paar windige Rohstoffbuden. Warren Buffet kann natürlich besser Aktien auswählen. Daher habe ich schwerpunktmässigkeit Berkshire Hathaway im Depot. Daneben sind meine Schwergewichte Bank of America, Chevron, Microsoft, SAP, Deutz, Netflix und CTS Eventim. So gut wie Buffett ist, ist kaum jemand. Er kauft rational Aktien, nicht emotional. Ich hab circa 40 oder 50 Aktien im Depot. Die Forschung zu diesem Thema ist überwältigend. Die durchschnittliche Rendite für einzelne Anleger, die ihre eigenen Aktien auswählen, liegt bei 1,00 oder 3,00 Prozent. Verbessern kannst du das Resultat, indem du mehr Geduld hast: 10, 20, 30 Jahre lang solltest du gute Aktien behalten. Ich verkaufe grundsätzlich keine Aktien mehr. Die Tatsache, dass du es geschafft hast, die Börse ein oder zwei Jahre lang zu übertreffen, ist kein Beweis für deine Genialität.
  4. Aktive Investmentfonds. Ja, es gibt gute Fondsmanager, die die Benchmark übertreffen. Für dich als einzelner Anleger besteht die Herausforderung jedoch nicht darin, zu wissen, dass diese Personen existieren. Die Herausforderung besteht darin, sie aufgrund ihres Geschicks zu identifizieren (und nicht ihres Glücks). Aktive Fonds kosten hohe Gebühren, was ein weiteres Hindernis für eine Outperformance ist. In Deutschland werden Professor Max Otte und „Mr. DAX“ Dirk Müller allseits interviewt. Die langjährige Rendite der beiden Medienstars ist aber durchwachsen. Ihre Fonds sind teuer. Sie verlangen zwischen 1,7 und 1,9% jährlich. Vergleiche das mit einem Standard-ETF von iShares oder Vanguard: Diesen kriegst du schon für 0,07 Prozent und weniger, was ein Schnäppchen ist. Max Otte und Dirk Müller sind aber auch nach ein paar Jahren nicht zu beurteilen. Es ist ein zu kurzer Zeitraum. Das muss ich fairerweise dazu sagen. Vielleicht kommt noch ihre Zeit.

  5. Unternehmertum. Hier im Blog gibt es clevere Online-Unternehmer. Sie verdienen gut. Einige bedrucken T-Shirts nebenher. Das ist auch eine Art Unternehmertum. Aber du musst wissen, bevor du deine Firma/Café/Internetbude gründest: 80% der kleinen Unternehmen scheitern innerhalb des ersten Jahres. Es ist brutal. Die Tatsache, dass du erfolgreich warst, bedeutet nicht, dass es jeder andere sein wird. Darüber hinaus ist dein Erfolg nicht notwendigerweise wiederholbar. Jemand kann genau das tun, was du getan hast und alles verlieren. Das Unternehmertum liegt ganz oben in der Risiko-/ Ertragsskala. Darüber hinaus ist das Managen einer Firma definitiv nicht jedermanns Sache. Hilfreich ist ein ganz bestimmter Charakter. Menschen, die keine Ahnung von ihrem Tätigkeitsfeld haben, fallen auf die Nase.
  6. Mietobjekte. Ich habe eine Wohnung und eine Garage. Beides lässt sich gut vermieten. Für die Garage habe ich 10.000 DM bezahlt, ich kassiere 80 Euro im Monat. Nach weniger als 10 Jahren hat sie sich bezahlt gemacht. Das wäre also grob ein KGV von unter 10. Ein Freund vermietet in New York einen Storage Unit im Keller eines Wolkenkratzers. Er kassiert 250 Dollar im Monat. Er zahlte für das Ding 20.000 Dollar. Das KGV liegt hier auch unterhalb von 10, was eine schnelle Amortisation bedeutet. Wer hier clever ist, kann mit Stellplätzen und Garagen den Rubel ins Rollen bringen. Allerdings gibt es bei der Garagenvermietung knifflige Steuerfragen. Wer sich bei Immobilien auskennt, kann gut abschneiden. Es ist nicht per se eine schlechte Anlage. Es gibt bestimmte Personen, die gerne Mietobjekte machen: Jemand, der handwerklich geschickt ist. Dann macht das umso mehr Sinn. Wer Mietrenditen mit Börsenrenditen vergleicht, muss berücksichtigen, dass Mietobjekte oft gehebelt sind (Hypothek). Oft werden Ausgaben wie Versicherungen, Grunderwerbssteuer, Makler, Notar, Leerstände oder Renovierungen unterschlagen. Die Zeit und der Schweiß dürfen nicht vergessen werden. Der Nachteil von Immobilien ist, sie sind nicht liquide und sie lassen sich nicht so gut diversifizieren. Das heißt, du hast schnell Klumpenrisiken am Bein.

Generell hilft es für etwas Feuer und Flamme zu sein. Dann funktioniert es erfahrungsgemäß umso besser, weil man dann keine dummen Fehler macht und mehr Energie hat. Leser Matthias Schneider zum Beispiel ist ein Fuchs. Er liest massiv viel im Internet und recherchiert über Aktien und Vorstände. Jemand wie er, kann eine Überrendite mit Aktien in die Scheune fahren. Er braucht keinen ETF. Zumal es ihm sehr viel Spass macht.

Für die meisten jedoch ist der Kauf eines günstigen, breit diversifizierten Indexfonds die bessere Wahl. Beim Indexsparen sind Aufwand, Kosten, Risiko und Ertrag ziemlich optimiert. Matthias kann das wahrscheinlich besser machen. Aber er investiert sehr viel Zeit. 

Ich bin mir sicher, dass viele im Blog gut damit fahren, wenn sie ihren eigenen Aktienkorb zusammenstellen. Aber es stellt sich immer die Frage, ob es der Aufwand wert ist. Es hängt vom einzelnen ab. Das gleiche gilt für Immobilien, die machen reichlich Arbeit.

Übrigens hat Finanzrocker Daniel Korth ein neues Buch über die unterschiedlichen Anlageformen geschrieben. Der Podcaster macht das, wie vermutet, flüssig. Sehr flüssig. In einigen Passagen möchte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen (ohne Witz), so gut ist es geschrieben. Es liest sich wunderbar. Daniel und Mitautor Ümit Mericler gehen auf das Entschulden, das Geld-Mindset, sogar auf das T-Shirt-Druck-Geschäft ein, sie erklären, wie es geht. Ich habe Daniel in Stuttgart auf der Invest-Messe das erste Mal persönlich kennengelernt. Dort drückte er mir sein Buch mit einer Widmung in die Hand:

Soundtrack für Vermögenswerte: Finde die persönliche Freiheit mit vielen Vorschlägen für deinen Weg in die finanzielle Unabhängigkeit


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bitcoin, P2P, Gold oder Garagen vermieten? Warum der Aktienmarkt überlegen ist

  1. AvatarThorsten

    Hallo Tim, ich habe Unternehmensbeteiligungen , vor dem Finanzamt bin ich Unternehmer, muss mich aber um nichts kümmern. in Deutschland läuft das unter ‚geschlossene Fonds‘. Es fallen Verluste und Gewinne aus Gewerbebetrieb und Vermietung&Verpachtung an.

    Die hohen Steuern und niedrigeren Gehälter befeuern eine geringere Sparquote. Dazu kamen steigende Energiekosten und Mieten. Letztere sind ein Problem, weil die Gehälter nicht mehr Schritt halten und natürlich wegen Landflucht, Immigration, längerem Leben, steigenden Wünschen nach Quadratmetern, höheren Baukosten durch Verordnungen. Dazu kommt eine Versorgungsmentalität ohne Risikobereitschaft, die Leute wollen das teurere Mieten, Entschuldung durch Inflation verstehen sie nicht.
    Es ist nicht immer der mangelnde Sparwille, die Zange ist bei Einkommen und Ausgaben fest angezogen. Heute arbeiten meist beide, damit die Wohnung in der Stadt bezahlt werden kann.

    Die Liquidität von Immobilien hängt stark am der Lage. Würde ich verkaufen wollen , könnte ich das innerhalb kürzester Zeit. Weder immobil noch illiquide. Das sind ungültige Verallgemeinerungen. Mit dem 200qm großen renovierungsbedürfrigen Althaus 30 km vor Nürnberg dürfte das Attribut eher ‚illiquide‘ zutreffen.

  2. AvatarBruno

    100% einverstanden. Langfristig das Sicherste sind Aktien oder ETF’s. Mit Immobilien konnte man zwar schnell reich werden die letzten 20-30 Jahre, wenn man einen Banker kannte, der die Papiere frisierte und einem mit Gratiskrediten ausstattete. Ich kenne Fälle die haben so fast ohne Eigenkapital ein grosses Immobilienportfolio aufgebaut. Wehe es ändern sich mal die Parameter. 
    Etwas Edelmetalle kann man haben, langfristig sicher besser als Cash, insbesondere in Zeiten mit Negativzinsen.
    Selbständigkeit muss einen anspringen, wer im Angstelltenjob nicht erfolgreich und denkt er löse alle Probleme mit einer Selbständigkeit wird vermutlich sein Wunder erleben. Ich halte auch nicht von den viel gepriesenen Geschäftsmodellen die in den letzten Jahre inflationär von diversen Influencern mit Durchschnittsalter 23 angepriesen wurde, nicht viel. In der Regel ist der Verkauf + Vertrieb im Vordergrund, der ist wichtig, aber langfristig hat man ohne hervorragendes Produkt oder Dienstleistung wenig Chancen. Und da braucht es eben überdurchschnittliches Knowhow und Wissen und in der Regel eben keine 4-Stundenwoche sondern eben eher eine 50+ Stundenwoche. Wer sich selbständig macht weil er denkt damit reich zu werden, dürfte es schwer haben.
    Und ja Dirk Müller & Co. werden ihre Zeiten bekommen, wo man sie hochjubelt und dann kommen Schlagzeilen wie CRASH VORHERGESAGT, ein Wunder wenn man dies über Jahre tut! Irgenwann werden sie Recht bekommen, ist ja wohl logisch.

  3. AvatarDavid

    Der Deutsche hat im Schnitt nur ein Netto-Vermögen von circa 40.000 Euro.
    Ich weiss, dass ich mit meiner Nachricht wahrscheinlich kleinkariert rüberkomme, aber wenn du vom „Schnitt“ sprichst, dann ist das für mich das Durchschnittsvermögen… du hingegen meintest damit ja aber das Median-Vermögen. Die Unterscheidung finde ich relativ wichtig!
    Zudem: Der von dir verlinkte Artikel stammt vom Januar 2018… in der Zwischenzeit haben sich die Zahlen aber bereits wieder ein weniger verändert (Details hier).
     

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    Dank für die Blumen, aber Du überbewertest das völlig.

    Wegen dem Jack Dorsey gestern… Bei mir stellt sich nur einfach als allererster Gedanke bei sowas („1 Dollar Jobber“) ein, dass es so nicht sein kann. Es ist einfach naiv zu glauben, dass diese Leute damit nicht einfach nur Show machen.

    Buffett ist da etwas anders. Der hat so viel Kohle, dass es schon wieder egal ist. Da ist man schon wieder jenseits von gut und böse.

    Ansonsten hast Du aber Recht, dass mir das Thema einfach Spaß macht. Ich betrete gern auch Neuland für mich. Ich habe z.B. kaum Finanzbücher gelesen. Die Tochter meiner Partnerin hat mir mal den Kommer geschenkt, den ich dann brav gelesen habe. Sie hatte wohl Angst, dass ich als Zocker untergehe. 😉

    Ich habe vor Jahren mit den REITs angefangen, als in deutschen Foren/Blogs das noch unverständige Kommentare auslöste. Ich habe mich dann für Preferred Shares interessiert, als das noch kaum jemand kannte bei uns.

    Mich interessieren die Sachen einfach. Mich interessiert z.B. überhaupt nicht, ob ich mit dieser oder jenen Anlageentscheidung 0,xx% besser fahre oder nicht.

    Ich mache das, was mich wieder etwas lernen und erfahren lässt.

    Derzeit verabschiede ich mich beispielsweise ziemlich konsequent von den geschätzten Experten. Ich gebe auch nichts mehr auf angeblich „unterbewertete“ Aktien. Egal was FASTgraph sagt. Damit bin ich jetzt einige Male reingefallen. Es gibt immer einen Grund, warum die Zahlen zu verlockend scheinen. 

    Jüngstes Beispiel PETS. Die habe ich auch nur überlegt, weil sie der Nils Gajowiy immer ins Gespräch gebracht hatte. Heute habe ich einen kleinen Verlust mit dem Rückkauf eines short Put darauf realisiert, weil ich sie nun doch nicht haben will. Die wäre mir sonst heute eingebucht worden. Es gibt einfach nichts Gutes billig.

    Was mir gefällt, man kommt einfach nie zum Ende der Erkenntnis. Mir wäre es ein Graus, wenn ich glauben würde, dass es die ultimative Strategie gäbe, die dann einfach nur läuft, und man nichts mehr zu tun hätte. 😉

    In dem Sinne hoffe ich auf immer neue Inspiration:

    Genialisch treiben

    So wälz‘ ich ohne Unterlaß
    Wie Sankt Diogenes mein Faß.
    Bald ist es Ernst, bald ist es Spaß;
    Bald ist es Lieb, bald ist es Haß;
    Bald ist es dies, bald ist es das;
    Es ist ein Nichts und ist ein Was.
    So wälz‘ ich ohne Unterlaß
    Wie Sankt Diogenes mein Faß.
    (Goethe)

    MS

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    Bei den geschlossenen Fonds muss man aber aufpassen. Da gibt es viele Schwindler und Gebührengräber: Schifffonds, Filmfonds, Immobilienfonds…. Es ist oft intransparent. Es fließen zuweilen enorme Provisionen. Geld versickert.

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geldanlage-dubiose-schiffsfonds-mit-vollen-segeln-in-die-pleite-1.2767642

    https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/filmfonds-die-anleger-verschlafen-das-endspiel/14712408.html

    https://www.capital.de/geld-versicherungen/geschlossene-immobilienfonds-riskante-schnaeppchen

    https://www.zeit.de/2016/43/geschlossene-immobilienfonds-regulierung

    Welche kannst du empfehlen?

    Ich rate in dem Bereich generell zu enormer Vorsicht. Ich würde so einen Fonds nie kaufen.

    @ Matthias Schneider

    Du hast mir das super mit den Aktienoptionen von Vorständen erklärt. Am Beispiel von Jack Dorsey. Danke. Du kannst dich exzellent in Börsenthemen einarbeiten. Respekt.

  6. AvatarNico Meier

    Die Energiekosten werden weiter steigen weil man Kernkraftwerke sowie Kohlekraftwerke die extrem preiswerten Strom liefern rund um die Uhr ersetzt durch Windmühlen und Sonnenkollektoren die nur teilweise Strom liefern und daher immer eine Backupanlage wie ein Gaskraftwerk benötigen um ihre Ausfälle zu kompensieren.
    Amdere Länder zum Beispiel Frankreich setzen voll auf Kernenergie und haben so eine saubere Energiegewinnung ohne CO2 Ausstoss zu einem sehr günstigen Preis!

  7. Avatarwindsurfer

    Naja, wenn man die Gesamtkosten für Kernenergie (Entsorgung Brennstäbe und Rückbau AKW) betrachtet, ist der Strom vermutlich nicht mehr günstiger. Nur dass diese Kosten nicht auf den Strompreis ungelegt werden, sondern hinten rum vom Staat also den Steuerzahlern und somit Verbrauchern bezahlt werden.
    für den privaten Endverbraucher ist es ja auch so teuer, weil wir die Industrie mit billigem Strom subventionieren. Ich halte gar nichts von Subventionen. Wenn etwas nicht wirtschaftlich ist (z.b. Stahlproduktion in Deutschland) dann muss es weg.
    Problem bei den regenerativen ist die fehlende speichermöglichleit, ansonsten sind die schon extrem günstig. Auch für die Speicherung wird die Menschheit eine Lösung finden.
     
    grüsse
    windsurfer

  8. Avatar42sucht21

    @Stromkosten
    Meine Glaskugel zeigt, Strom wird längerfristig fast kostenlos & emissionsfrei zu gewinnen sein und dezentral produziert werden können. Wir werden es bestimmt nicht erleben aber vielleicht schon unsere Enkel. Emissionslose kostenfreie Energie wird das Leben auf dem Planeten stark positiv verändern und viele Chancen für Menschen in Heute armen Ländern bieten.

    @Nico Meier – {heutige Atomkraftwerke} Energiegewinnung … zu einem sehr günstigen Preis
    Die Schweiz als hervorragende Tunnelbauernation könnte ja die Entlagerung des deutschen Atommülls für uns kostenfrei übernehmen. In Deutschland fallen pA 450T hochradioaktive Abfälle an. Weltweit sind es bisher 300KT. Lagerung ungeklärt bisher. Die Endlagerung soll nach deutschem Gesetzgeber 1.000.000 Jahre (1 Million) sicher gewährleistet sein. Die direkten(!) Fukushima-SGAU Folgekostenbelaufen werden sich – abgesehen davon, dass 30-300 Jahre einige Regionen komplett unbesiedelbar bleiben – auf ca. 1 halbe Billion US$ belaufen.  Das ist kein sehr kostengünstiger Preis für mich sondern ar…..teuer. (BTW: Ich empfinde den deutschen Atomausstieg und die Art und Weise wie das angesagt wurde & durchgeführt wird ebenfalls als problematisch aber Kernkraft nach heutigem Stand der Technik darf man auch nicht verniedlichen indem man die echten Kosten, Probleme und Gefahren weglässt.)

  9. Avatarsammy

    Es gibt Millionen Menschen die haben eine schöne große Wohnung, ein Haus, gehen schön in Urlaub, haben ein tolles Auto, zwei Kinder denen es an nichts fehlt und leben trotzdem ganz normal. Für was sollen Leute den Konsum bis ins hohe Alter aufschieben wenn sie dann alt sind? Das Leben spielt sich heute im Hier und Jetzt ab! Man kann das alles haben ohne sich zu verschulden, meine Eltern sind der beste Beweis dafür. Haben auf nichts verzichtet und haben trotzdem ein abbezahltes Haus und Geld auf der Seite. Es muss nicht die Million sein! Hier wird alles nur schwarz oder weiß gesehen völlig an der Realität vorbei! Tim du hast keine Kinder du hast auf das Beste im Leben verzichtet. Unserere biologische Aufgabe ist es sich fortzupflanzen. Dieser Reichtum ist so viel mehr wert als jedes Geld der Welt. Diese Erfahrung wirst du jedoch nie machen, du sitzt auf einem Berg Geld und knauserst vor dich hin. Ob das erstrebenswert ist lasse ich mal offen.

  10. AvatarSkywalker

    Diese ganzen Finanz-Internet-Heinis bringen doch kaum mehr Mehrwert. Ich habe 2015/2016 die Szene verfolgt und muss sagen, dass ich in den letzten Jahren diesen ganzen Zirkus nicht mehr beachte. 
    Die Botschaft ist doch so einfach, Tim schreibt es immer wieder: 

    ETF Vanguard FTSE All World, jeden Monat so viel es geht
    Sparsam sein
    Viel verdienen
    Immobilien eventuell., aber kein muss

    Fertig! 
    Das wars. 

    Vielleicht starte ich ein Blog, es wird ein Artikel geben, Text siehe oben. Mehr braucht es nicht. 

    Persönlich muss ich sagen, es geht nichts über ein regelmäßiges sehr hohes Einkommen. Da geht es richtig zur Sache. 

    Einem jungen Menschen würde ich raten:

    Studiere etwas ordentliches. Such dir einen guten Job. Verschwende keine Zeit mit komische E-Books schreiben oder T-Shirts bedrucken, das ist Kindergarten.
    Werde Anwalt, Arzt, Pilot, Steuerberater, Manager. Das zahlt sich ab Mitte 30 dann richtig aus, wenn du gut bist. Verschwende deine Zeit und Energie nicht im Internet auf 100 Finanzblogs. Mach ein gutes Abitur, gib Gas. 
    Dann wird man reich. Nicht mit einem E-Book, P2P, T-Shirts bedrucken, Finanzmessen, alles irrelevant…
     

  11. AvatarAlbr

    @Skywalker, so siehts aus… zuallererst am Einkommen schrauben, das sag ich hier immer schon 😉
    alles andere kommt dann…
     
     
     

  12. AvatarOlly Wood

    @ Skywalker @ albr
    ja irgendwo muss / sollte ein (ordentlicher) Sockel für‘s investieren oder die FF herkommen. Die Einkommensseite ist sicher der beste Hebel, wobei ich die Selbstständigkeit dem Angesteltentum gegenüber bevorzuge aber das ist sicher eine rein individuelle Entscheidung. Wenn erst mal Cashflow da ist kann man ans absichern des solchen durch investieren ran gehen.

  13. AvatarJune

    @Matthias,
    du bist sehr bescheiden. Das ehrt dich. Aber ich empfinde es wie Tim, dass du, wie einige andere hier wirklich viel Ahnung hast.

    @St. Petersburg,
    die Stadt steht seit einiger Zeit auf unserer Reiseliste. Nur die Reihenfolge von Dresden, Rom, St. Petersburg, Stockholm und Moskau steht noch nicht fest.

    Eventuell ziehen wir jetzt St. Peterburg vor, wenn es für uns so günstig ist. Und verschieben die teureren Reisziel etwas nach hinten.

    Tim, ein sehr schöner Reisebericht. 

    @42sucht21,
    da die meisten von uns voraussichtlich sehr alt werden, haben wir sicher noch viele Jahre zu leben. Und können daher durchaus die Veränderungen in den nächsten 50 Jahren erleben. Es ist wirklich phänomenal wie sich Technik und Erungenschaften in einem Menschenleben verändern. Als meine Urgroßmutter geboren wurden fuhr man noch Kutsche, zwar war das Auto schon erfunden, aber das konnten sich nur wirklich serhr wenigen ganz reiche Menschen leisten, und als sie starb hatte ich längst einen PC und hätte mir ein Mobiltelephon kaufen können, wenn die Dinger damals nicht so teuer gewesen wären.  Das speichern von Strom wird auch vielleicht schon bald sinvoll möglich sein. 

    Take care,

    June, die jetzt den Haushalt rockt
     

  14. AvatarGainde

    @ Skywalker
    Diese Internet Finanzheinis/Scammer/Influencer sind eigentlich das neue Proletariat, besonders in den USA. In der nächsten Rezession werden die weggeputzt.

  15. KievKiev

    @ Windsurfer
    Ich bin langfristig auch nicht für Subventionen. Ich kann aber gut verstehen wenn man neue Technologien subventioniert. Ich würde auch bei älteren Technologien einen Fuß in der Tür behalten. Es wird alle Jahre eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Vielleicht ist die vermeintlich alte Technologie mit ein paar technologischen Änderungen wieder lukrativ nutzbar. Schön, wenn man dann noch das Knowhow dafür hat. Vielleicht kann man die Industrie auch in manchen Bereichen an die Stromerzeugung koppeln? Man kann auch den Verbrauch steuern statt lediglich Speicher zu entwickeln. Man könnte z.B. auch kleine Stückzahlen für Prototypen oder kleine Serien fast vollautomatisch produzieren. Wenn hier die Produktion noch durch regenerativen vielleicht kostenlosen Strom gefördert wird, so ist Deutschland vermutlich sehr attraktiv für naheliegende Firmen.

  16. AvatarBruno

    @Energiediskussion
    Wir sollten pragmatischer werden, pure Ideologie bringt nix. Ich bin selbstverständlich für umweltfreundliche Energieformen, aber das geht eben nicht über Nacht, ohne am Komfort zu schrauben. Lieber wäre mir ein Atomkraftwerk neuster Generation wo auch Fukushima ausgeschlossen ist als ein paar alte Schüsseln weiterbetreiben. Und die Atommüllendlagerung wird auch nie hinterfragt, immerhin handelt es sich um sehr energetisches Material, das jahrtausendelang noch strahlen wird, vielleicht sollte man auch dort wieder mehr forschen und wer weiss vielleicht kommt jemand mal auf Möglichkeiten, um diese Energie erneut zu nutzen, anstatt sie irgendwo zu vergraben. Falls auch dies nicht geht kann man sie ja unter Umständen auch eines Tages im Weltraum kostengünstig entsorgen. Heute alles undenkbar aber die Entwicklung geht weiter, man sollte offen bleiben, es macht keinen Sinn heute die Energiestrategie der nächsten Dekaden festzulegen.
     
    @sammy Jeder sollte frei sein in seinem Lebensentwurf, man kann eine Sache so oder so sehen. Es ist für den Planeten auch nicht gut, wenn man die „biologische Aufgabe“ zu ernst nimmt, wenn jeder heute noch wie früher teilweise üblich 10-20 Kinder hätte, sähe es nicht gut aus auf dieser Welt. Langfristig wird die Menschheit gut tun, um einen gewissen Bestand aufrecht zu erhalten, das unendliche Wachstum ist zumindest was die Menschheit angeht kaum denkbar. Vielleicht kann der Planet auch noch 20 Mrd. Menschen ernähren, aber irgendwo wird trotz enormen Fortschritt eine Grenze kommen. Ich teile schon deine Meinung, dass ein Gleichgewicht für viele Sinn macht, aber es braucht auch Extreme, damit etwas bewegt werden kann. Es gibt vielleicht Leute die zuviel sparen, aber die meisten sparen eben zu wenig (oder, wo ich auch Skywalker und Albr völlig zustimme, zuwenig verdienen). 
     
    Bezüglich T-Shirt drucken & Co. Ich denke auch dass die wenigsten mit solchen Dingen ein ernsthaftes Business aufbauen können, aber ich finde es auch nicht schlecht, wenn 16,17,18jährige mit solchen oder ähnlichen Dingen erste unternehmerische Erfahrungen sammeln. Ich habe mein erstes Geschäft auch mit 16 mit Handel aufgebaut, nebenbei natürlich der Ausbildung, wurde damit nicht reich, hatte aber ein grösseres Taschengeld verdient als meine Kollegen damals und lernte viel, insbesondere auch wo mein Weg hinführt. Ich sehe es wie Tim und andere, für die meisten ist der Weg eines lukrativen Angestelltenjobs der Bessere, aber es braucht auch jene, die selbständig und unternehmerisch etwas wagen. Ob man das kann oder will, muss man wie so vieles im Leben ausprobieren. Besser wenn man noch sehr jung ist als dann später sein Hab und Gut in ein wackliges Unterfangen zu setzen. 

  17. AvatarJamirael

    Frugalist, Normalo oder eifriger Konsument ?
    ETF Sparer, Swingtrader, Investor oder Daytrader ?
    Mieter oder Hausbesitzer ?
    Familie mit Kindern, Single oder einfach nur in ner Beziehung lebend?

    Es gibt viele Wege.

    Aber was man sich stets fragen sollte :
    Ist dieser Weg ein Weg mit Herz?
    Alle Wege sind gleich: sie führen nirgendwo hin. Ist es ein Weg mit Herz? Wenn er es ist, ist der Weg gut; wenn er es nicht ist, ist er nutzlos. Beide Wege führen nirgendwo hin, aber einer ist der des Herzens, und der andere ist es nicht. Auf einem ist die Reise voller Freude, und solange du ihm folgst, bist du eins mit ihm. Der andere wird dich dein Leben verfluchen lassen. Der eine macht dich stark, der andere schwächt dich.

    Daran denke ich oft, wenn ich in diesem Blog lese.

  18. AvatarmaTTes

    Ich mache es so:
    nebenberuflich gehe ich meiner Leidenschaft (und meinem Hauptberuf) nach und erledige einige Programmierarbeiten. Das Geld, was ich dadurch zusätzlich zum normalen Gehalt bekomme, packe ich brutal zu 100% in einen ETF Sparplan. Meiner Meinung nach gibt es nichts schöneres, Spaß bei der Arbeit zu haben und gleichzeitig für die Zukunft zu sorgen.

  19. AvatarThorsten

    @Tim, einige gehen pleite,  andere liefern 20% pro Jahr. Ist eben echtes Unternehmertum. Wäre alles so einfach, würde es ja jeder machen. Die Provisionen,  die darin stecken,  die gibt es auch bei Aktien, irre Gehälter fließen da jedes Jahr , Boni und sonst was. Dss zahlt man bei Beteiligungen quasi einmal mit und hat eine schöne Steuerstundung. Horrorgeschichten gibt es bei jeder Anlageklasse. Man sollte sich den Herausgeber anschauen und wie sie sich  die historischen Fonds entwickelt hatten. Die Fonds kommen mit sehr wenig Personal aus, das nackte Geschäft zählt. Es ergänzt sich gut mit Reits. Mir wäre es lieber die Beteiligungen wären börsennotiert, aber das würde ja wieder Kosten verurusachen und Spekulanten ohne Langfristperspektive  anlocken. Die Frage wen ich empfehle ? Das geht so nicht, das sind keine ETF oder Fonds, sondern individuelle Geschäfte , die so nicht mehr wiederkommen, jeden Tag neue Angebote.

    Ach ja, ich war heute bei cheapnawful. Die nehmen noch DEM. Habe einen 5DEM Schein zum bezahlen verwendet, jetzt ist er weg und ein Beleg für den Verfall von Cash. Vor 20 Jahren hat der Pyiama 19,99 DEM gekostet, jetzt 19,99 EUR. Es wäre klüger gewesen, den Schein schon damals auszugeben und hätte von der Rendite damit den Pyiama voll bezahlen können.

  20. AvatarThorsten

    @Gainde ich fürchte, dass genau die Leute, die heute pushen und Bücher verkaufen nach der nächsten Krise mit neuem Dumpfzeug kommen, Titel in etwa “ was wir aus der Krise lernen können“ oder „wie wir unseren Reichtum anlegen, um Krisen besser zu überstehen“. Die Leute werden es kaufen und es geht von vorne los.
    Weltweit investieren (ETF World, Aktien USA, Europa , Schwellenländer-ETFs[diese Länder überholen den Westen]), Vermögen über Assetklassen streuen. Ab 100.000 oder 200.000 Gesamtvermögen eine Immobilie kaufen und sich über die Inflation entschulden.

  21. AvatarBruno

    @Thorsten Ich kenne mich nicht aus mit geschlossenen Fonds, daher habe ich diesbezüglich keine Meinung, aber ich denke es ist wie mit allem, wo man investieren kann, man muss sich sehr gut auskennen! 

    Und passt schon dass Du keine Tipps gibst, ich finde das gut, ich gebe auch ungerne Tipps, man muss sich selber mit einer Materie auseinandersetzen, die Gefahr ist sonst gross, dass jemand, der das nicht tut, einfach irgendwas kauft und dann irgendwann später in Probleme kommt.

    Wer sich mit nichts auskennt oder wenig Zeit oder Lust hat auf Analysen etc. der ist mit einem weltweiten ETF besser bedient. Wer noch richtig ängstlich ist kann sich ja noch ein paar glänzende Münzen aus Gold und Silber zulegen. Ein vernünftiges Cashpolster und gut ist, mehr braucht es nicht, um besser als 95% der Leute aufgestellt zu sein, welche sich mit Lebensversicherungen, Bausparplänen und anderem Zeugs zudecken. Anscheinend gibt es in Deutschland mehr abgeschlossenene Lebensversicherungen als Personen, verrückt. Diese können schon Sinn machen, aber nur in seltenen Fällen und sicher nicht kombiniert mit Sparlösungen.

  22. AvatarGainde

    Was mich bei der „blinden“ Empfehlungen alles in ETF zu investieren irritiert, ist das man im Worstcase über 60 Jahre warten muss, um wieder beim Einstandskurs zu sein (1929-1984):

    https://images.app.goo.gl/DSJrGJr7sWrAdeJT9

    Bin mir nicht sicher, ob die ETF-Jünger mehrere Jahre lang rote Zahlen im Depot aushalten.

  23. AvatarFrank

    @ Tim,
    CTS sehe ich kritisch. Sollte Amazon einfallen in dieses Geschäft einzusteigen, fällt  die CTS über Nacht um Minimum 30% und wird dann wenn überhaupt nur deutlich verkleinert überleben.

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    Ich hab in Frankfurt ein Gerichtsverfahren erlebt mit einem geschlossenen Fonds, der in eine Schieflache geriet. Das war heftig, was da an Geldern rein- und rausging. Die Manager haben sich Vorwürfe gegenseitig gemacht: Veruntreuung etc. Es flogen die Fetzen. Das bleibt haften.

  25. AvatarFit und Gesund

    oh Gainde, ich weiss ja nicht, also war da nicht mal irgendwann ein Krieg dazwischen, ich glaube da hatten die Leute andere Sorgen, 
    und wo ist denn der Unterschied zwischen einem ETF-Jünger und einem Einzelaktien-Anleger? wollen nicht Beide was aus ihrem Geld machen, ich würde mal nicht so auf die ETF-Anleger herunterschauen.
     
    Huhu Matthias Schneider, schön mal wieder von Dir zu hören, hoffe es geht Dir gut. Ja, ja… die Experten, am Besten man macht sein eigenes Ding und gibt auch nicht allzuviel davon preis.
     
    liebe Grüsse

  26. AvatarBruno

    @Gainde
    Der S&P500 ist erstens kein globaler Index und zweitens sind dort Dividenden nicht eingerechnet. Weiter empfehle ich niemandem, all sein Geld an einem Tag einmalig zu investieren, es ist auch ausser bei Erbschaft oder dergleichen auch kaum realistisch sondern man kauft regelmässig etwas dazu, dann wird diese Gefahr stark abgeschwächt und worst case ist man so halt 10-15 Jahre im Minus. Dasselbe gilt auch für das immer wieder angeführte Japan-Beispiel.

  27. KievKiev

    @ Thorsten
    Mit 20 eingetragenen Calida Aktien hast Du Deinen jährlichen Schlafanzug inklusive. Da brauchst Du die Inflation nicht betrachten. War unter 600€. Finde ich ok für die Flat. Wie Du die Aktie an sich einschätzt und ob sie ins Portfolio passt ist eine andere Frage. Schweizer Aktien mit Ausschüttung stehen ja eigentlich auf meiner roten Liste. 
    @ Gainde
    Wenn es 60 Jahre dauert bis ein einmal investierter Betrag wieder denselben Buchwert hat, so hast Du doch ein sehr gutes Wachstum auf dem Weg. Du wärst in dem Beispiel sehr jung gewesen und hättest gut investieren können. Außer bei einer einmalig angelegten Erbschaft sehe ich das nicht so kritisch.
    Ich eürde mich auch nichz freuen wenn die Börse nächste Woche 50% einbricht. Auch wenn es langfristig vielleicht für mich ein unglaublicher Renditebringer sein könnte. Wenn mein Arbeitgeber pleite geht vielleicht auch nicht.

  28. AvatarRationalist

    Ich habe anhand des Artikels jetzt nicht ganz herauslesen können, warum der Aktienmarkt Immobilien überlegen sein soll. Gerade durch die von dir angesprochenen Hebel lassen sich, das Know-How vorausgesetzt, durch wenig Invest teilweise deutlich bessere Renditen einfahren. Das hängt natürlich auch immer vom aktuellen Markt ab. Der Vorteil ist eben der verhältnismäßig geringere Eigenkapitalbedarf. Ich würde da aber nicht pauschal einen der beiden Wege als den besseren bezeichnen. 

  29. AvatarGainde

    @ Rationalist
    Immobilienperformance kann man nicht pauschal bewerten. Ist wie Stock Picking – Outperformance möglich.

  30. AvatarBruno

    @Rationalist
    Du kannst natürlich nicht gehebelte Assets mit ungehebelten Assets vergleichen 😉
    Wenn mit hohem Hebel vor 10 Jahren die FAANG-Aktien gekauft hast, bist Du heute besser dran als jeder Immobilieninvestor. Der Vorteil von Immobilien ist halt, dass man die letzten 30 Jahre dieses Spiel gut machen konnte, weil die Zinsen laufend sanken. Ob das die nächsten 30 Jahre immer noch aufgeht, ist eine andere Frage.
    https://finalytiq.co.uk/lessons-118-years-capital-market-return-data/

  31. AvatarMatthias

    Wenn es hier schon kurz um Luis Pazos geht („Nur Bares ist Wahres“ / Dividenden), was haltet ihr von Röhls „Cool bleiben und Dividenden kassieren“? Lohnt sich das, oder ist es auch nur eine weitere Strategie, um ein Buch auf den Markt zu werfen? Seine Videos auf YT sind zumindest unterhaltsam.

  32. AvatarGiniKoeffizient

    @Gainde
    ich hatte es schon einmal geschrieben: Total Return / Performance Chart und am besten logarithmisch.
    Hier ein Beispiel, S&P500 Total Return 1835 bis 2015:
    http://awealthofcommonsense.com/wp-content/uploads/2016/04/Screen-Shot-2016-04-11-at-1.37.46-PM.png
    Wie man sieht sind es um die 20 Jahre gewesen.
    Du hast aus einem reinen US Index die schlechteste Phase herausgesucht und gehst dabei davon aus, dass du das gesamte Vermögen an diesem maximal schlechtesten Zeitpunkt investiert hast und ignorierst obendrein die Ausschüttungen.
     

  33. AvatarMicha

    Hallo Tim, 
    cooler, motivierender Blog, Danke dafür !
    Ich verfolge die gleiche Strategie, kaufen, liegen lassen, nachkaufen , liegen lassen und so weiter….. 
    Ich gestehe aber auch, das das nicht immer einfach fällt, so aktuell bei 3M. Was hällst Du von dem Unternehmen, denkst du die Dividende ist sicher? 
    Dividendenkürzung mag ich nämlich so gar nicht. 
    Ich bin gespannt auf Deine Gedanken
    Viele Grüße aus Mainz 
    Micha

  34. Avatarchaostrader

    Der Deutsche hat im Schnitt nur ein Netto-Vermögen von circa 40.000 Euro. Wir sind die armen Würstchen von Europa. Andere Länder haben deutlich mehr Geld. Woran liegt es? Es liegt an Unkenntnis, an der Scheu vor Aktien und der Schlechterstellung von Aktienbesitz durch die Bundesregierung.

     
    Falsch. In anderen europäischen Ländern ist die Aktionärsquote auch nicht höher als bei uns, trotzdem haben die Leute sogar in den Problemländern Spanien, Italien, Frankreich etc. mehr Vermögen wie wir. Wage mich zu erinnern, dass auch die Griechen (!) nicht viel weniger wie wir haben.
    Der Grund ist offensichtlich, den muss man nicht aussprechen. 

  35. AvatarArnold-Horst

    @Matthias:Ich habe das Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ gelesen und kann es sehr empfehlen. Besonders der Ansatz ist interessant: Nicht nur auf die Ausschüttung gucken sondern Dividenden als Qualitätskriterium ansehen. Ausserdem ist es extrem lustig und kurzweilig geschrieben, musste sehr oft herzlich lachen! Echtgeldtv gehört m.M. nach zu den wenigen ernstzunehmenden Kanälen auf YT.

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