Angst vorm Absturz: Warum Anleger scheitern


New York, 6. September 2020

Im März hat mich eine Bekannte angerufen. Sie hat ein üppiges Depot und will in ein paar Jahren in den Ruhestand gehen. Sie war wegen Corona besorgt. Arbeitskollegen hatten ihr Depot aus “Sicherheitsgründen” in Cash umgeschichtet. Raus aus Aktien, rein in Sicherheit machten etliche in ihrem Betrieb.

Ich riet ihr, gelassen zu bleiben. “Behalte deine Aktien. Mach einfach weiter wie bisher”, empfahl ich ihr. Sie hörte auf mich. Sie geriet nicht in Panik. Aber sie war besorgt.

Menschen bekamen es seinerzeit mit der Angst zu tun. Das hat diese Menschen viel Geld gekostet. Bleib cool. Auch wenn du vorübergehend dafür bezahlen musst. Geduld wird belohnt.

In Panik zu geraten, alles zu verkaufen und das Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen, ist keine Lösung. Du kannst massive Kursanstiege im Anschluss verpassen.

Je nach Depotgröße kannst du 10.000, 50.000 oder gar 100.000 Euro und mehr verpassen. Im Vergleich dazu solltest du einfach nichts tun. Nichtstun ist gerade an der Börse lukrativ.

So ging es im März abwärts an der US-Börse:

Ich bin immer voll am Aktienmarkt investiert. Ich mache “Buy and Hold extrem”. Mach es genau so. Das Rein- und Rausspringen funktioniert nicht. Das geht nur im Rückblick perfekt. Dann leuchtet alles ein.

Wir wissen ja alle im Prinzip, wie man schlau investiert. Baue dein Depot auf. Wähle deine Asset Allocation. Leg wie ein Eichhörnchen einen Vorrat für den Winter (finanzielle Freiheit/Ruhestand) an. Stocke auf. Behalte deine Lebenshaltungskosten niedrig. Dir ist es egal, was dein Arbeitskollege oder Nachbar für ein fettes Auto fährt oder was er kauft. Hab ein Notpolster. Diversifiziere ausreichend, vielleicht über ein ETF. Das senkt das Risiko vor Rückschlägen.

Segel dem Sonnenuntergang entgegen. Ertrage die Stürme und den Wirbelwind in der Zwischenzeit.

Automatisiere deine Sparsummen und Investments. Konzentriere dich darauf, so schnell wie möglich auf 100.000 Euro im Depot zu kommen. 100.000 Euro werden in 25 bis 30 Jahren zu einer Millionen Euro an der Börse, selbst wenn du danach nicht mehr sparst.

So baust du Vermögen auf: Verdienen, Sparen, Investieren, Erhalten, Managen

Der Prozess des Vermögensaufbaus ist recht einfach: verdienen (1), sparen (2), investieren (3), erhalten (4), managen (5). Wer nicht die Schritte (1) und (2) beherrscht, wird keine Fortschritte machen.

Es gibt so gut wie keine magischen Tricks (Trading, Lottospielen, Kasino, Super-Erbe), um die Schritte 1 und 2 zu ersetzen.

Wenn du die Schritte 1 und 2 beherrschst, hast du eine hohe Erfolgsquote von über 80 Prozent, um ein erhebliches Vermögen aufzubauen. Wenn du dies nicht tust, sinken deine Erfolgsaussichten auf unter 20%.

Ein anderes Hindernis ist der Schritt 5: Dein Vermögen managen. Wer in einer kritischen Börsenphase wie im März (Corona-Panik) aussteigt, weil die Kurse zittern, der schafft es nicht mehr zum passenden Zeitpunkt zurück. Die Psychologie arbeitet gegen deine Interessen. Irgendwann dreht die Börse wieder auf. Du schaust zu, wie die Kurse steigen und denkst: “Das wird schon wieder zurück kommen.” Aber die Kurse machen nicht das, was du dir vorstellst: Sie klettern weiter. Du ärgerst dich, weil dein Konto all das Cash hat: “Ich kann jetzt nicht wieder einsteigen! In der Nähe der alten Höhen. Verdammt. Ich hab es vermasselt.”

Wer sein Depot versilbert, versäumt Dividenden, zahlt Steuern

Du entwickelst Strategien, Pläne. Aber du kannst die Kursverläufe eben nicht vorhersehen. Ein liquidiertes Portfolio kann einen erheblichen Wertverlust zur Folge haben. Nicht nur kannst du Kursgewinne verpassen, auch Dividenden. Ganz zu schweigen von den steuerlichen Auswirkungen deiner Aktivität.

Sei kein Angsthase. Bleib langfristig am Ball. Der Unterschied zwischen dem, was eine Anlageklasse erzielt, und dem, was ein irrationaler bzw. ängstlicher Anleger verdient, ist enorm.

Der durchschnittliche Anleger verdient an der Börse nur 5,19 Prozent jährlich, während der S&P 500-Index 9,85 Prozent liefert. Das fand das Researchhaus Dalbar heraus.

Lerne aus der Dummheit der Anleger. Mit mehr Geduld und ausreichend Streuung lassen sich viele Fehler vermeiden. So wirst du belohnt, wenn du auf dem Hosenboden sitzen bleibst (Dow Jones Index):


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Angst vorm Absturz: Warum Anleger scheitern

  1. AvatarWolke

    @ZEN INVESTOR müßte steinreich sein, wenn seine Prognosen eingetroffen wären. Ist er nicht steinreich, sind seine komplizierten Berechnungen nur Zeitverlust und reiner Selbstzweck.

    Also soll er uns sagen, wie reich er geworden ist, wenn wir seine Rechnerei Ernst nehmen sollen. Ansonsten verschone er uns damit, bitte!

    Meine Meinung.

  2. AvatarSimon

    Was sich in der Linie des Artikels noch ganz gut einreihen würde: In dem Chart des Dow-Jones sind die größten Krisen der Vergangeheit (2000 / 2008) rückblickend nur kleine Dellen und eigentlich kaum zu erkennen.

  3. StephanStephan

    Zurück zum Thema:

    Danke Tim für deine Motivation. Wer deinem Rat gefolgt ist, hat inzwischen ein Plus in seinem Portfolio, trotz der Corona-Krise.

    Wie hast du einmal gesagt: “Die Zeit ist dein Freund” 😉 Das stimmt.

  4. AvatarWolke

    @ZENINVESTOR

    Das heisst, mit meiner Methodik wird man nur reich,
    wenn man genügend Geld einsetzt und mehrere Jahrzehnte lang investierst…

     

    Dann brauch ich aber nicht eine derart komplizierte „Methodik“!

    Mit genügend Geld und Jahrzente Zeit, werde ich auch mit einem simplen ETF und ein paar Einzelaktien reich. Da brauch ich keinen Zeninvestor. Siehe Warren Buffett.

     

     

  5. StephanStephan

    Warum gebt ihr eigentlich diesem Möchtegern die Bühne, die er sich so ersehnt freiwillig? Ich ignoriere ihn ab jetzt, nachdem ich seine Texte gelesen habe.

    Er kann einem eigentlich nur Leid tun. Das ist auch das Einzigste!

  6. StephanStephan

    @Simon

    Vollkommen richtig – dies bestätigt ja Tims Devise vom dauerhaften Langfristanleger!

  7. AvatarWolke

    …alles zu verkaufen und das Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen…

    Vor allem, weil in Zeiten wie diesen, Geld auf dem Bankkonto viel gefährdeter ist, als in klassischen Assets investiert.

  8. AvatarWolke

    @Hafenmeister

    Ich meinte damit schlicht und einfach, daß Geld auf Bankkonten zu horten, gefährlich werden könnte. Viele Banken werden aus bekannten Gründen in Schieflage geraten und daher halte ich es weitaus sicherer, Geld in Sachwerten wie Aktien, Gold und Immobilien anzulegen.

  9. AvatarFred

    Hm. Wenn ich nur noch wenige Jahre bis zur Rente hätte, würde ich bei so einem Crash wohl auch eher konservativ auf Cash gehen. Man hat ja ggf. nicht mehr so viel Zeit, den Absturz aufzuholen. Dass das jetzt doch so schnell konnte man ja nicht wissen.

  10. AvatarJohannes Schumann

    Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen, war noch nie ratsam. Ich habe vor elf Jahren über einen Kollegen, der nach den besten Zinsen Ausschau hielt, nur den Kopf geschüttelt. Ich hingegen habe vor elf Jahren meine SAP-Aktien gekauft. Mittlerweile bekomme ich 640 € netto an Dividenden durchschnittlich pro Monat (alle Aktien, nicht nur SAP).

    Man muss einfach nur still halten, weiter sparen und Dividenden reinvestieren. Ich war auch schon am Überlegen, meine Sparrate, die ich vom Girokonto auf das Verrechnungskonto überweise, weiter zu schrumpfen, weil ich mir schon errechnet habe, dass das Kurswachstum und die Reinvestion von Dividenden reicht. Ich habe ja noch ein paar Jahrzehnte bis zum Ruhestand.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fred

    Kaum jemand braucht sofort das komplette Geld vom Depot auf einen Schlag mit dem Rentenbeginn. Man braucht es gewöhnlich schrittweise. Deshalb ist die Börse als Hafen gar nicht verkehrt. Zumal die Lebenserwartung tendenziell zunimmt.

  12. JosefJosef

    @Tim

    Das ist gut wenn man das kann.

    Ich übe mich noch darin.

    Ich hab dieses Jahr 2 Aktienpositionen komplett verkauft, die eine weil ich weniger Positionen im Depot haben möchte und die andere weil ich nicht mehr an das Unternehmen glaube.

    Ich konnte sogar noch einen kleinem Gewinn mitnehmen.

    Mir ist wichtig dass ich gut schlafen kann, Traden ist nichts für mich, möchte nicht jede freie Minute an Aktien denken.

  13. Avataryankee

    @Josef wie viel Werte hast du denn im Depot ? Bei mir sind es 19 Einzelwerte und 3 ETF.

    Selbst möchte ich auch nicht mehr als 25 Werte insgesamt halten, zwecks Übersichtlichkeit. 40, 50 oder gar noch mehr, wären mir persönlich zu viel 🙂

  14. AvatarChris1

    @Yankee: verrückt, denn ich habe ca 50 und denke oft: das Unternehmen möchte ich noch. Und das da auch. Usw

    Gibt einfach noch einige die ich toll finde.

    Habe zb lockheed martin und raytheon und northrub wären noch Kandidaten

    Da sieht man wie unterschiedlich sich anleger mit dem Portfolio wohl fühlen

  15. AvatarNico Meier

    Ich hab dieses Jahr 2 Aktienpositionen komplett verkauft, die eine weil ich weniger Positionen im Depot haben möchte und die andere weil ich nicht mehr an das Unternehmen glaube.

    @Josef

    Welche Untenrhemen waren das?

  16. Avataryankee

    @Chris1

    … da gebe ich dir recht, sind auch interessante Unternehmen, welche du genannt hast, könnte ich mir auch vorstellen.

  17. AvatarFrank

    Eine Frage an die allgemeinheut:

    Als Investoren gehen wir von einem unendlichen Wachstum aus. Deshalb investieren wir und die Rendite ist unsere Belohnung. Die fundamental Gleichung der Ökonomie besagt auch das Rendite immer größer als Wachstum sein muss.
    frage:

    Je nach Betrachtungsweise könnte man aber auch sagen, dass unser Planet und die Ressourcen endlich sind. Keine Ressourcen, kein Wachstum und Schluss mit aktien.

    hat sich hierzu schon mal jemand Gedanken gemacht und ist zu einer Schlussfolgerung gekommen was das bedeutet?

    Theoretisch könnte das ganze Aktien Geld weg sein, wenn wir keine Markt Wachstum mehr sehen. In Anbetracht der Umwelt Schäden finde ich die These auch gar nicht mal mehr so weit hergeholt.

  18. AvatarKai G-W

    @Frank

    Ja, ich bin fest davon überzeugt das es ewig wächst.

    Schau allein mal auf die Bruttowertschöpfung in Deutschland:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/umfrage/anteil-der-wirtschaftsbereiche-am-bruttoinlandsprodukt/

    Der Dienstleistungsbereich beträgt über 69% in Deutschland – Tendenz steigend.

    Das Wirtschaftswachstum besteht somit zu einem Großteil aus Wertschöpfungen, die nicht auf dem Verbrauch von zusätzlichen Ressourcen beruhen.

    Das BIP steigt seit 1978 jährlich um ca. 2%, der Rohstoffverbrauch sinkt allerdings stetig.

    Technologischer Fortschritt gepaart mit geringerem Materialeinsatz.

  19. AvatarMai

    @Frank: Ich finde die Frage schon interessant.  “Das ganze Geld weg” hieße aber nicht nur ein Schrumpfen der Wirtschaft sondern, dass wir Unternehmen gar keinen Wert mehr bemessen und keiner was davon haben will. Ich gehe davon aus, dass wir aus offensichtlichen Gründen, immer mindestens unsere Grundbedürfnisse abdecken werden (und zu nem Teil gehört da auch Spaß mit zu :)) Ggf. gibt es dort langfristig Umschichtungen, dass Firmen vermehrt “grün” werden, aber gar keine Firmen?

    Der andere Punkt ist, hängen Aktienkurse wirklich nur vom Wirtschaftswachstum ab? 😉

    Ansonsten gehe ich davon aus, dass solange die Geldmenge wächst, (was soweit ich das sehe, mittel bis langfristig erstmal so gewünscht ist) sich das auch über einen längeren Zeitraum gesehen an den Unternehmenswerten und an der Börse wiederspiegelt. Auch da bleibt die Frage, setzt das denn zwangsläufig einen höheren Ressourcenverbrauch voraus?

  20. AvatarBruno

    @Frank

    Es gibt z.B. diese Theorie:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kondratjew-Zyklus

    Es kann ja viel passieren zwischenzeitlich, die habe Menschheit durch eine Pandemie weg, oder grosse Kriege, Aliens stürmen die Welt etc. wir wissen es nicht und dann beginnt es wieder von vorne auf tieferem Niveau 🙂

    Die Wahrscheinlichkeit mag jeder selber beurteilen, aber was wäre die Alternative? Auch mit Herausforderungen und Problemen kann man Geld verdienen, z.B. Klimaerwärmung.

    Wachstum gibt es immer irgendwo, vielleicht mal nicht mehr auf breiter Front, aber das ist ja auch heute so.

  21. AvatarFred

    @Fred

    Warum soll es nicht nahezu unendliches Wirtschaftswachstum geben? Es könnten doch Technologien erfunden werden, unabhängig von erdlichen Ressourcen Wachstum ermöglichen.

    Und auch wenn Aktienkurse mangels Wachstum nicht mehr steigen, wären doch Dividenden nicht uninteressant..

  22. JosefJosef

    @Yankee
    Ich habe im Moment 16 Einzelwerte.

    @Nico Meier
    Ich habe Relief Therapheutics verkauft, sie sind an dem Medikament Avipdatil seit Jahren dran.
    Durch den Corona Hype sind sie wieder zurück gekommen.
    Ich glaube aber nicht daran dass das Unternehmen nun soviel Wert ist.
    Engie SA habe ich auch noch verkauft, da hatte ich aber nur eine Miniposition.

  23. AvatarDaniel

    Als Investoren gehen wir von einem unendlichen Wachstum aus. Deshalb investieren wir und die Rendite ist unsere Belohnung. Die fundamental Gleichung der Ökonomie besagt auch das Rendite immer größer als Wachstum sein muss.
    frage:

    Je nach Betrachtungsweise könnte man aber auch sagen, dass unser Planet und die Ressourcen endlich sind. Keine Ressourcen, kein Wachstum und Schluss mit aktien.

    hat sich hierzu schon mal jemand Gedanken gemacht und ist zu einer Schlussfolgerung gekommen was das bedeutet?

    Theoretisch könnte das ganze Aktien Geld weg sein, wenn wir keine Markt Wachstum mehr sehen. In Anbetracht der Umwelt Schäden finde ich die These auch gar nicht mal mehr so weit hergeholt.

    du machst da den Fehler Wachstum ausschließlich mit mehr Recourcenverbrauch zu verbinden. Wachstum kann aber auch in Qualität stattfinden. Ein Golf II verbraucht vermutlich ähnlich viel Recourcen wie ein Golf VIII, aber ich denke die meisten sind sich einig, dass wir ein enormes Wachstum zwischen den Generationen erlebt haben. Ein Pentium Prozessor aus dem Jahr 2020 wird 100000x leistungsfähiger sein als der erste Pentium, verbraucht aber vermutlich sogar weniger energie und weniger Material.

  24. AvatarNico Meier

    @Daniel

    Sehr gut beschrieben wenn wir beim Auto sind könnte man hier auch den Benzinverbrauch thematisieren. Der Golf II mit 90 PS hatte einen Venzinverbrauch von rund 9 Liter auf 100 Kilometer. Der Golf VIII mit 240 PShat einen Verbrauch von etwas über 6 Liter Benzin.

    Wir haben also massiv mehr Power und trotzdem ist der Verbrauch von Benzin massiv gesunken.

    Es gibt viele Beispiele für Wachstum das nicht gekoppelt ist an den Ressourcenverbrauch.

  25. AvatarFrank

    @Fred

    “Warum soll es nicht nahezu unendliches Wirtschaftswachstum geben? Es könnten doch Technologien erfunden werden, unabhängig von erdlichen Ressourcen Wachstum ermöglichen.”

     

    Die letzten Jahrhunderte gab es gewaltige technologische Fortschritte. Ein Ende des Wachstums hiesse das sei jetzt vorbei. Warum ausgerechnet jetzt? Wissen wir schon alles? Halte ich für Unsinn, es geht weiter.

  26. AvatarKai G-W

    Wachstum bedeutet nicht automatisch, dass mehr produziert werden muss.

    Der Dienstleistungsanteil am BIP in Deutschland beträgt 70% in der USA geht es gegen 80%, Tendenz jeweils steigend.

    Das BIP wächst kontinuierlich, die benötigten Rohstoffe sinken.

    Es wird stetig weitergehen mit dem Wirtschaftswachstum.

  27. AvatarMichael

    Unsere materiellen Ressourcen sind endlich, und das Leben – so wie wir es kennen – ist nicht nachhaltig. Um unseren Planten “am Laufen zu halten” verbrennen wir Millionen Tonnen an Wasserstoff pro Sekunde. Dieser ist unwiederbringlich verloren. Sobald dieser solare Wasserstoff zu Neige geht, ist bei uns der Ofen aus – endgültig.

    Obwohl sich die Menschheit als Krone der Schöpfung begreift, sind wir nur tatsächlich nur eine Randexistenz in einem Seitenarm einer unbedeutenden Galaxie…

     

  28. AvatarNico Meier

    Wachstum bedeutet nicht automatisch, dass mehr produziert werden muss.

    Der Dienstleistungsanteil am BIP in Deutschland beträgt 70% in der USA geht es gegen 80%, Tendenz jeweils steigend.

    Richtig erkannt. Zusätzlich haben wir haben eine Milliarde Inder und rund 1.5 Milliarden Chinesen von denen ein Grossteil in Verhältnissen lebt die wir im Westen als grosse Armut bezeichnen würden. Diese Menschen wollen mehr Wohlstand und mehr Konsum, daher treiben sie das Wirtschaftswachstum an.

     

  29. AvatarBlackrock

    @Michael:

    Sobald dieser solare Wasserstoff zu Neige geht, ist bei uns der Ofen aus – endgültig.

    Wasserstoff gibt es bei uns in fast unbegrenzter Menge, in Form von Wasser. H2O.

    Denke der Wasserstoff wird uns nicht ausgehen.

     

  30. AvatarFrank

    Genau die Chinesen kenne ich zufällig sehr sehr gut und wenn man mal die CO2 Landkarte öffnet, ich meine die die die Produktion auf dem Globus in farblichen Feldern zeigt, sieht man sehr deutlich wie es eigentlich um China steht. Die Silk Road von China nach Deutsxhland wird das ganze noch viel mehr zuspitzen.

    also ich halte das alles mittlerweile für gar nicht mehr so abwegig, dass unser Planet am Rande des Kollapses steht. Ich bin die letzten 15 Jahre viel durch die Welt gereist und mache mir ernsthaft Gedanken wie es eigentlich weiter gehen soll?

    die Golf II Produktion hat wensentlich weniger Energie verbraucht als die Golf VII Produktion einfach schon weil bei Gold II noch viel mehr Muskelkraft eingesetzt wurde und viel weniger Plastik etc. pp. Also da kann ich nicht zustimmen. Benzin Verbrauch ok.

    in Bezug auf das Wirtschaftswachstum fällt mir aktuell einfach schwer zu verstehen wo die Reise hingehen soll? Warum immer mehr mehr mehr? Wir leben über unseren Verhältnissen und Iwann ist einfach Schluss damit. Um jetzt nicht zu weit abzudriften: mich hat einfach in einer stillen Minute mal der Gedanke fasziniert, ob es denn in unserer Generation noch so weit kommen kann, dass unser Aktien Geld auf einmal futsch ist, weil wir den Planeten zu sehr ausgebeutet haben… aber ihr habt mir einige interessante denk Impulse gegeben danke dafür.

  31. Mark 85Mark 85

    Wachstumskritik ist nicht neu. Nehmen wir den Club of Rome, der Anfang der 70er in der düsteren Zukunftsprognose ,,Die Grenzen des Wachstums” dem Erdöl noch 20 Jahre gab. Fast 50 Jahre später schwimmt die Welt in genau diesem. Und die Welt ist insgesamt auch eine bessere geworden. Wer möchte heute noch wie damals leben? Was damals nicht verstanden wurde: Der menschliche Erfindungsreichtum und Entdeckergeist ist nahezu unendlich.

    Grundsätzlich denke ich: Solange es Menschen gibt, wird es Bedürfnisse geben. Hinzu kommen Milliarden Chinesen, Inder, Afrikaner und eine nach wie vor wachsende Weltbevölkerung, die nach einem westlichen Lebensstandard gieren. Genug Nachfrage für weiteres Wachstum. 🙂

  32. AvatarBruno

    @Frank

    Sehe ich ähnlich, CO2 und Klimaerwärmung sind schon Probleme, aber hier kann man noch Lösungen finden, auch wenn diese nicht so lustig sind. Aber der ganze Müll, z.B. der ganze Plastik in den Meeren, da kann man kaum noch etwas machen und es wird täglich schlimmer. Kein Meer wo nicht voll ist mit (Micro)plastik.

    Dann die sonstige Verschmutzung überall, wir verkonsumieren uns zu Tode, nicht nachhaltig.

    So lacht man Minimalisten aus, sie seien doch nicht normal, aber eigentlich ist der ganze (materielle) Überkonsum nicht normal.

    Ich denke Energiereserven gibt es genug, Sonne, Wasser, Wind und von mir auch auch noch eine Weile Öl und Gas, aber die ganze Umweltverschmutzung, Entsorgung, Plastik, Müll, Chemie, radioaktiver Abfall etc. dafür gibt es kaum eine Lösung bisher.

    Es gab noch nie eine Zeit in der Menschheit wo so viele Ressourcen verballert wurden wie heute. Der Westen ist zwar relativ satt, aber nun will die ganze restliche Welt auch noch dorthin, das wird übel…

     und man versteckt die Wahrheit vor den Leuten, z.B. das “Paradies Malediven”, die Realität…

    https://www.shortify.co/NnXOyT3m1V8w/

    aber klar ich kann Mark 85 auch Recht geben, es gibt laufend Innovation und ich habe auch Hoffnung, aber in diesem Bereich muss noch viel gehen, nicht nur versprochen werden. Und es muss sich rentieren, sonst funktioniert es nicht, also Geld aus Müll…

  33. AvatarDaniel

    also ich halte das alles mittlerweile für gar nicht mehr so abwegig, dass unser Planet am Rande des Kollapses steht. Ich bin die letzten 15 Jahre viel durch die Welt gereist und mache mir ernsthaft Gedanken wie es eigentlich weiter gehen soll?

    ich glaube der Planet war noch nie so weit weg von einem Kollaps wie heute. Und noch nie war Bildungsmangel, Wohlstands-Armut und Hunger so gering wie heute. Ich glaube dass durch unsere Dauer-Panik-Berichterstattung in den Medien der Fokus auf das Wesentliche verlorgen gegangen ist.

    Schon in der Römerzeit wurden ganze Ebenen baumfrei geholzt um zu heizen, Wohnungen zu bauen. Im Mittelalter war es nicht besser, ganze Inseln wurden gerodet um Schiffe zu bauen die man anschließend in Kriegen gegenseitig versenkt hat.

    In England verank zum Zeitalter der Industrialisierung ganze Großstädte in Lärm und Dreck, das Alter der Leute sank rapide und sie wurden in Fabriken verheizt um einer kleinen Schicht Wohlstand zu generieren.

    In den 50er / 60er / 70er Jahren war das Gesamte Ruhrgebiet eine durch verbleites Benzin verpestete Gegend in der Braunkohlekraftwerke ohne Rauchgasfilter ihr Werk verrichteten und ganze Flüsse zu Entsorgungsstellen für Giftabwässer wurden.

    Atomare Tests auf offenem Gelände waren an der Tagesordnung, saurer Regen ätzte die Steinfasseden von Gebäuden weg, Giftmüllfässer wurden auf offener See verklappt ebenso wie Atommüll.

    Halb Afrika versank damals in Hunger, Not und Elend, genauso wie weite Bevölkerungsschichten in Asien.

    Die Welt war mit zwei Atommächten ausgestattet die sich aufgrund nicht wirklich vorhandener wirtschaftlicher Verpflechtungen (im Gegensatz zu heute) nicht brauchten und am liebsten ausgelöscht hätten.

    Also ich weiss nicht… ich habe den Eindruck das schlimmste haben wir hinter uns. Und den Rest erledigt die Technik. Und auch wenn Europa meines Erachtens zunehmend “verdummt”, die Asiaten werden es nicht. Und auch mit ihrem steigenden Wohlstand wird eine zunehmende Bevölkerungsgruppe dort es nicht mehr akzeptieren in Dreck und Verschmutzung zu leben wie es ihre Eltern vielleicht noch taten. Prozentual gab es nie so wenig Kriegstote wie heute, prozentual nie so wenig hungernde Menschen, nie war die Lebenserwartung des Durchschnittsmenschen höher und ich denke Peak Child haben wir auch schon hinter uns.

     

    die Golf II Produktion hat wensentlich weniger Energie verbraucht als die Golf VII Produktion einfach schon weil bei Gold II noch viel mehr Muskelkraft eingesetzt wurde und viel weniger Plastik etc. pp. Also da kann ich nicht zustimmen. Benzin Verbrauch ok.

    Die Herstellung von Kunststoffen wie sie heute eingesetzt werden benötigt weitaus weniger Energie als das gleiche Teil aus Blech, Stahl oder Aluminium zu fertigen. Die Stähle werden immer fester und benötigen weitaus weniger Masse um die gleichen Leistungen zu bringen. Ein Roboter arbeitet weitaus energieeffizienter als ein Mensch, er muss nicht in die Firma kommen, er ist bereits dort. Er schweisst auch nicht unnötig lange herum sondern zieht seine Naht präzise, effizient und mit geringstnötigem Materialeinsatz. Auch die ganze Firma an sich dürfte weitaus weniger energiehungrig sein als noch vor 50 Jahren.

     

    in Bezug auf das Wirtschaftswachstum fällt mir aktuell einfach schwer zu verstehen wo die Reise hingehen soll? Warum immer mehr mehr mehr? Wir leben über unseren Verhältnissen und Iwann ist einfach Schluss damit. 

    Weil der Mensch neues will und ehrlich gesagt halte ich das auch für den richtigen Weg. Würden wir uns immer nur mit dem zufrieden geben was wir haben würden wir noch auf Bäumen sitzen. Es gilt nur jetzt langsam einen Weg zu finden die Wirtschaftskreisläufe zu nutzen die eine mehrfache oder idealerweise unendliche Neunutzung der Recourrcen ermöglicht. Im Bereich Energie halte ich das für denkbar und auch Metalle oder Holz lassen sich quasi beliebig oft neu nutzen.

    Schluss wird nicht sein, denn es passiert immer genau das, was passiert wenn etwas knapp ist….es lohnt sich dann einfach nach Alternativen zu gucken. Und bei zig Milliarden Menschen auf der Welt stehen die Chancen gut einen genialen Geist zu finden der eine Alternative findet. Nicht immer so pessimistisch.

  34. Mark 85Mark 85

    Als Aktionär muss man sich ehrlich machen: Man kann nicht den (wachsenden) Konsum anderer verteufeln, während man gleichzeitig auf fette Renditen hofft.

    Weiteres produktives Wachstum empfinde jedenfalls als Segen, weil es das Leben besser und angenehmer macht. Nur ein Beispiel: Vor 5 Jahren kaufte ich mir ein E-Fahrrad und vor wenigen Wochen einen E-Tretroller. Ich liebe verbesserte oder neue Technologien, die mir das Leben versüßen.

  35. AvatarFelix

    Der Club of Rome (alles hochrangige, seriöse Wissenschaftler) hat Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts das zu Neige gehen vieler endlicher Ressourcen wie Erdöl, Kupfer zu Beginn der 2000er Jahre vorausgesagt. Nichts davon ist eingetreten!

    Wir wirtschaften zunehmend nachhaltiger, was zum Teil durch die wachsende Weltbevölkerung konterkariert wird. Wir werden mit weniger Energie- und Rohstoffeinsatz weiterhin qualitativ wachsen. Viele technologische Innovationen stehen an der Schwelle zur flächendeckenden Einführung: Cloudcomputing, KI, Robotik, Blockchain, E-Mobilität, autonomes Fahren, Energiewende, Drohnentechnologie,  Biotechnologie, stärke Nutzung des Weltraumes (gleicht der Entdeckung Amerika) und vieles, was wir noch gar nicht auf dem Schirm haben . Wir leben in disruptiven Zeiten. Das lineare Fortschreiben ist falsch.

    Niemand im erlauchten Kreise des Club of Rome hatte das Internet auf dem Schirm. Es ist aber jetzt der wichtigste wirtschaftliche Treiber, wie die GAMFA-Unternehmen an der Börse unter Beweis stellen.

    Was den Wasserstoff anbelangt (ich nehme an, dass der solare gemeint ist), der reicht noch über 4 Mrd. Jahre (da mache ich mir mit meinem Depot mal keine Sorgen:-).

  36. Mark 85Mark 85

    Was mir gerade einfällt, weil es mich immer wieder erheitert: Wie ihr wisst, bin ich ein überzeugter Silberanlager, aber ein übliches Pro-Argument lautet, dass es in der Industrie verbraucht wird. Als würde es auf mysteriöse Art einfach so verschwinden und könnte nie wieder zurückgewonnen werden.

  37. AvatarFrank

    Ich schätze euren Optimismus sehr und lasse mich davon gerne inspirieren. Ich stimme in allen Punkten zu und freue mich über so konstruktive und gute Beiträge.

    eine Sache bleibt aber dennoch und die lässt sich meiner Meinung nach kaum weg diskutieren. Ich bin bekennender Natur und Wildnis Liebhaber. Auf unserem Planeten habe ich mir auch einige solcher Ecken angeschaut. Der Punkt ist allerdings, dass die Ausbreitung des Menschen und die voran schreitende Industrialisierung diese wahren Natur schätze vernichtet. Ich finde das sehr sehr traurig.

    verglichen mit anderen Industrie Nationen geben wir deutschen uns wenigstens Mühe und es sieht auch nicht komplett verheerend bei uns aus, aber fahr mal einer durch China… da gibt es keine Natur mehr. Nicht mal mehr Vögel, wirklich gar nix.

  38. AvatarBruno

    “verglichen mit anderen Industrie Nationen geben wir deutschen uns wenigstens Mühe und es sieht auch nicht komplett verheerend bei uns aus”

    haha, wir haben halt einfach die (Schwer-)Industrie ausgelagert nach Asien, Osteuropa, Afrika… und der Müll geht auch dorthin oder entsteht direkt dort. Aber Asien wehrt sich zunehmend, nicht die ganz armen Länder aber gerade die Emerging Markets, die wollen den ganzen Müll nicht mehr. Hoffe dass Afrika das auch einsieht, und kein Müll mehr annimmt aus dem Westen.

    Denn dann werden wir hier umdenken und effektiv mit Recycling anfangen und nicht nur auf dem Papier. Denn niemand will Müllberge auf der Strasse…

    Wir bekommen einfach die sauberen fertig abgepackten Produkte, der Rest aus den Augen aus dem Sinn. Aber das geht natürlich langfristig nicht auf.

  39. JosefJosef

    Technik und Fortschritt ist wichtig.

    Elon Musks Chip würde ich mir aber nie implantieren.

    Auch wenn dies für mich einfacher sein sollte.

    Vielleicht ist das in 100 Jahren ja normal und man ist dann ohne Chip als 2tklasse Mensch deklariert.

    Auch wir nutzen alle irgendwann im Leben Medikamente.

    Früher starben die schwachen und die starken überlebten automatisch, man kriegte Kinder und die starken überlebten.

    Die Natur liess schwache sterben und die starken leben.

    Durch den Fortschritt bekommen auch schwache eine Chance.

    Vielleicht macht uns dies wieder anfälliger wenn wir auf einmal keine Medikamente mehr nutzen.

    Der Körper passt sich ja an. Wenn ich höre wieviele Kinder eine Lehre beginnen die starke Medikamente nehmen müssen um gegen Hyperaktivität anzukämpfen.

    Diese können Sie nichtmal absetzen auf schlag, da es sonst Hirnschäden geben kann.

  40. Mark 85Mark 85

    An Frank: Ich verstehe deinen Punkt, aber wachsender Wohlstand kann auch zu mehr Umweltbewusstsein führen. Wenn es mir so weit an nichts fehlt, stört mich Verschmutzung in meiner direkten Umgebung mehr. Wenn ich dagegen nicht weiß, wie ich den morgigen Tag überleben soll, habe ich andere Lebensprioritäten.

    Was ich an produktivem Wachstum auch mag: Es kann einen privat wie beruflich in die Lage versetzen, mehr in der gleichen Zeit zu schaffen. So bleibt mehr Zeit für schönere Dinge übrig. Daran arbeiten hier ja einige: einem angenehmeren Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben. 😉

  41. AvatarFelix

    So wie es in China jetzt aussieht sah es in kleinerem Maßstab vor 70 Jahren bei uns auch aus. Die Flüsse waren hoch giftige AberwasserKanäle, im Ruhrgebiet sah man keine Sonne mehr. Noch schlimmer war es in der DDR.
    Aber natürlich vernichtet die wachsende Weltbevölkerung die letzten Naturreservate. Wenn bald 10 Mrd. Menschen den Planeten bevölkern werden und die nicht wie indigene Stämme leben wollen, dann werden die Regenwälder bald verschwunden sein. Derzeit boomt in dieser Hinsicht besonders Afrika. Jeder zusätzliche Mensch verbraucht Ressourcen, gibt CO2 in die Atmosphäre ab und erzeugt Müllberge.
    Am meisten wir in den Industrieländern. Dafür haben wir die Bevölkerungsexplosion gebändigt.

  42. AvatarFrank

    @mark

    mich persönlich wundert es auch immer wieder warum jemand freiwillig in hohe Führungspositionen geht… ich hab noch nie jemanden in hohen Führungspositionen gesehen der morgens in die Firma kam mit einem Gesichtsausdruck der sagt: mir scheint die Sonne aus dem A. was ein wundervoller neuer Tag um meine riesiges Hamsterrad zu drehen. Meine Kinder kennen mich zwar nur von hinten und meinen Pool hab ich seit in Betriebnahme nicht mehr gesehen und mein Hund bellt wenn ich komme weil er denkt ich sei ein Einbrecher, aber hey wat soll’s Hauptsache die Zahlen passen und der nächste Typ einer LeiterStufe höher Hat ne neue Uhr und ein größeres Auto als ich, das schaffe ich auch. Yääääääiiii!

  43. AvatarAktien Noobs - Sky

    Tim, wieder ein guter Artikel. Geduld zahlt sich aus und leider haben viele wohl keine Geduld. Deswegen schön zu lesen, das die meisten User hier Geduld haben und davon langfristig profitieren.

    Meine Geduld wird sich auch in ein paar Jahren dank der Dividenden auszahlen. Bin gespannt und noch spannender ist doch auch, das man immer wieder interessante Sachen dazu lernt.

    Meine ersten 100K an Depotinvestition werde ich evtl. dieses Jahr erreichen. Mein erster Schritt ist getan. Der nächste wäre dann die 200K usw.

    Dank der jetzt erhaltenen Dividenden macht das schon viel Spass und so steigert sich die Freude von Jahr zu Jahr. Denke so ergeht es Jeden hier. Also, einfach weitermachen!

     

  44. AvatarSlazenger

    Sehr erfrischend die Kommentare von Frank dem Schalker, auch inhaltlich sehr angenehm!
    Ich wünsche dir dass die Negativserie schon im ersten Spiel reißt, nur wer soll das Tor schießen? (Einen wie Raul gibt es ja schon lange nicht mehr im blau-weißen Trikot)

  45. AvatarFrank

    @Bruno

    Plastik ist ein echtes Problem. Ein sehr junges dazu. Es ist doch sehr schnell gegangen und heute schwimmen wir quasi in Plastik und in gewissen Ländern wortwörtlich. Die Entsorgung ist genauso ein Problem, jeden Tag wird es schlimmer.

    Aber das hält den Fortschritt nicht auf. Fortschritt wäre auch Plastikalternativen zu nutzen. Habe allerdings wenig Hoffnung daß sich das in ärmeren Ländern schnell durchsetzt.

    Die Frage ist, warum kommt eine Einzelperson darauf, das ausgerechnet heute das Ende erreicht sein soll? Erinnert doch an die Vorstellung die Erde sei eine Scheibe.

     

    @Mark85

    Fortschritt ist auch gut für die Umwelt. Versuche Mal Fabriken mit der Stromerzeugung von 1800 zu betreiben. Fortschritt heisst nicht wir verbrennen doppelt so viel um doppelt so viel heraus zu bekommen.

    Zumindest in Europa haben wir durchaus viel erreicht. Aber gewisse Probleme gehen unter. Jetzt redet man übers Klima. Aber was ist mit Flächenverbrauch? Beispiel Brandenburg. Es gibt x alte Flughäfen, alle ohne Funktion. Nun könnte man entweder aufforsten oder ein Tesla Werk raufstellen. Man hat weder das eine, noch das andere getan. Man hat Photovoltaik raufgestellt, etwas was man doch zuerst auf Flachdächern packen könnte und für Tesla wird gerodet. Oder all die x neuen Baugebiete, Strassen, kostet alles Land, Umwelt. Die Städte wachsen unaufhörlich.

  46. AvatarBruno

    @Frank

    Ich bin kein Pessimist und denke auch, dass die Menschheit auch diese Herausforderung nehmen wird. Gewisse Schäden kann man trotzdem nicht mehr rückgängig machen, z.B. die Artenvielfalt.

    Wichtig wäre doch, dass JEDER etwas dafür tut und nicht nur wartet, bis die Politik etwas macht. Egal ob kleine oder grössere Möglichkeiten.

    Wir entwickeln und betreiben beispielsweise Software, mit der man papierlos und CO2 neutral arbeiten kann. Aber klar, auch das ist nicht perfekt, es braucht noch Geräte dazu, die nicht ewig laufen. Zumindest unsere Server haben eine 4-5x längere Lebensdauer als normale Heimgeräte. Aber auch da muss noch viel gehen.

    Man kann ja auch persönlich einiges tun, z.B. indem man bewusster einkauft. Es nützt nichts immer über die Industrie zu schimpfen, man kann heute schon fast plastikfrei einkaufen. Natürlich ist das etwas mühsamer und aufwendiger. Aber ich denke es lohnt sich auch aus rein egoistischen Gründen, man “isst” weniger davon mit. Uns gelingt das auch nicht 100%. Es braucht auch mehr Angebote, wenn jemand auf dem Land wohnt und nur ein Laden dort ist, da macht es keinen Sinn in einen Unverpackt-Laden in die nächste Stadt zu pendeln.

    Immerhin tut sich was wenn auch noch sehr träge.

  47. Mark 85Mark 85

    An Frank: Genau. Noch zu entwickelnde Länder müssen nicht die gleichen ,,Fehler” wie wir machen, weil sie veraltete/überholte Technologien beim Aufbau überspringen können.

  48. AvatarDaniel

    eine Sache bleibt aber dennoch und die lässt sich meiner Meinung nach kaum weg diskutieren. Ich bin bekennender Natur und Wildnis Liebhaber. Auf unserem Planeten habe ich mir auch einige solcher Ecken angeschaut. Der Punkt ist allerdings, dass die Ausbreitung des Menschen und die voran schreitende Industrialisierung diese wahren Natur schätze vernichtet. Ich finde das sehr sehr traurig.

    Das ist wohl so, deswegen finde ich “Überbevölkerung” der Welt auch eines der größten Probleme, welches aber meines Erachtens ihren Zenit bald erreicht und danach sehr langsam abflacht. Ich bin sicher dass wir es schaffen die Welt mit deutlich mehr Menschen bestens zu versorgen, wir erkaufen es uns allerdings mit der Aufgabe von unberührten Flächen.

    verglichen mit anderen Industrie Nationen geben wir deutschen uns wenigstens Mühe und es sieht auch nicht komplett verheerend bei uns aus, aber fahr mal einer durch China… da gibt es keine Natur mehr. Nicht mal mehr Vögel, wirklich gar nix.

    jain, da sollte man definieren was wir unter “Natur und Wildnis” verstehen. Das was wir deutschen gerne so mit Wald und Natur verklären ist seit Jahrhunderten eigentlich nur eine etwas aufgehübschte Forstindustrie. Die Wälder sind effektiv aber inhaltlich größtenteils tot und aufgeräumt wie eine schwedische Einrichtungsmarke. Da sind uns die Amis Jahre voraus mit ihren großen Nationalparks durch die man kleine Schneisen für Besucher gemacht hat um die optischen Highlights zu sehen, bei denen aber 95% des Parks gänzlich unberührt, von Tourismus verborgen und wild sein darf. Ein wirkliches Äquivalent haben wir bis auf wenige Ausnahmen hier nicht, schlicht weil uns auch oftmals die Fläche fehlt.

     

    mich persönlich wundert es auch immer wieder warum jemand freiwillig in hohe Führungspositionen geht… ich hab noch nie jemanden in hohen Führungspositionen gesehen der morgens in die Firma kam mit einem Gesichtsausdruck der sagt: mir scheint die Sonne aus dem A. was ein wundervoller neuer Tag um meine riesiges Hamsterrad zu drehen. Meine Kinder kennen mich zwar nur von hinten und meinen Pool hab ich seit in Betriebnahme nicht mehr gesehen und mein Hund bellt wenn ich komme weil er denkt ich sei ein Einbrecher, aber hey wat soll’s Hauptsache die Zahlen passen und der nächste Typ einer LeiterStufe höher Hat ne neue Uhr und ein größeres Auto als ich, das schaffe ich auch. Yääääääiiii!

    ich denke das ist eine sehr subjektive Wahrnehmung die man auch sicher aus mehreren Blickwinkeln sehen kann. Vielleicht auch weil man vielleicht nach diesem Bild nur ineffektive Mangager sehen wird? Vielleicht sind 90% der Führungspositionen bzw. Führungspersonen von großen Unternehmen so effektiv unterwegs, dass der Laden sie eigentlich gar nicht mehr braucht. Ich zeichne mal überspitzt das Bild eines auf Mallorca lebenen Immobilenmoguls der soviel Cashflow aus seinem Bestand zieht dass er eine Truppe für sich arbeiten lässt und er sich gänzlich mit Freizeit beschäftigen kann weil sein Unternehmen nach einer kritischen Masse ein Selbstläufer ist.

    Zumindest in Europa haben wir durchaus viel erreicht. Aber gewisse Probleme gehen unter. Jetzt redet man übers Klima. Aber was ist mit Flächenverbrauch?

    Der Flächenverbrauch ist meines Erachtens nur ein Problem wenn er in Konkurrenz zu wilder unberührter Natur steht, welche wir hier größtenteils praktisch nicht haben. Ich bin ein Freund von Zersiedelung und stehe dem globalen Urbanisierungstrend skeptisch gegenüber weil ich mir nicht vorstellen kann dass das eine Lebensweise ist die jedem gefällt.

     

    Beispiel Brandenburg. Es gibt x alte Flughäfen, alle ohne Funktion. Nun könnte man entweder aufforsten oder ein Tesla Werk raufstellen. Man hat weder das eine, noch das andere getan. Man hat Photovoltaik raufgestellt, etwas was man doch zuerst auf Flachdächern packen könnte und für Tesla wird gerodet.

    All diese Flächen gehören aber jemandem. Und wenn es soweit kommt dass ein Staat darüber entscheidet wer wann was wo baut (auf fremden Grund) dann haben wir wahrscheinlich größere Probleme. Tesla wurde auf einer seit Jahren brachliegenden Industrie-Gewerbe-Grundfläche errichtet. Es war dort billiger Forstwald angelegt. Der ökologischen Vielfalt dürfte es keinen Schaden gebracht haben. Vielleicht sind diese alten Flughäfen logistisch viel schwerer zu erreichen? Nicht alles was auf den ersten Blick Sinn macht muss es bei näherer Betrachtung behalten.

    Oder all die x neuen Baugebiete, Strassen, kostet alles Land, Umwelt. Die Städte wachsen unaufhörlich.

    Wie sähe denn deine Alternative aus? In die Höhe zu bauen und so ein Moloch wie New York in Deutschland zu erschaffen? Auch wenn Tim dort vielleicht seit Jahren ein dickes Fell bekommen hat, diese Stadt stinkt, lärmt und ist einfach gänzlich überfüllt. Ich habe vor lauter Lärm in den ersten Nächten kein Auge zugetan und kann mir auch nicht vorstellen dass es dazu führt dass sich Menschen die nicht grade im Alter von 20-40 “Action” haben wollen dort dauerhaft wohlfühlen werden.

    Ich bin kein Pessimist und denke auch, dass die Menschheit auch diese Herausforderung nehmen wird. Gewisse Schäden kann man trotzdem nicht mehr rückgängig machen, z.B. die Artenvielfalt.

    Die Arten sind für immer weg, aber auch der Mangel an Artenvielfalt ist nicht in Stein gemeißelt. Als es die Dinosaurier hinraffte hat nur ein kleiner Bodensatz von Arten sowohl im Bereich Fauna und Flora überlebt und ich muss sagen, das Ergebnis ist ausgehend von der Ausgangslage ziemlich gut geworden.

  49. AvatarNico Meier

    Dann die sonstige Verschmutzung überall, wir verkonsumieren uns zu Tode, nicht nachhaltig.

    Ich muss immer lachen wenn der satte Westler, der alles hat und mit Übersättigungserscheinungen kämpft dem Chinesen, Inder oder Afrikaner den Aufstieg in bescheidenenen Wohlstand verbieten will.

    Immer wieder liest man von den Öltankern die Öl ins Meer abgeben. Nur die wenigsten wissen, dass selbst Öl im Wasser durch Bakterien abgebaut werden.

    Umweltschutz ist eine wichtige Sache aber wir müssen aufpassen, dass wir die alles haben unter dem Deckmantel des Umweltschutzes nicht anderen Menschen auf der Welt den Aufstieg in den bescheidenen Wohlstand verbieten!

  50. AvatarNico Meier

    Der Körper passt sich ja an. Wenn ich höre wieviele Kinder eine Lehre beginnen die starke Medikamente nehmen müssen um gegen Hyperaktivität anzukämpfen.

    @Josef

    Wenn ich höre, dass in einer Grundschulklasse mit 20 Kinder 18 Kinder mindestens eine Sonderförderung benötigen so könnte ich daraus schliessen, dass die Kinder heute stärker Förderungsbedürftig sind als frühere Generationen. Oder man schliesst daraus, dass die ganzen gutbezahlten Logopädinnen, Schulpsychologinnen und anderen Spezialistinnen, die die Schulen in grosser Zahl angestellt haben einfach mehr beschäftigt werden sollen und man daher mehr Kinder als “Förderbedürftig” einstuft.

    Wenn ich heute Kind wäre würde man mich wohl auch mit Medikamente ruhigstellen. In meiner Schulzeit habe ich die Pausen und die Freizeit im Wald oder auf den Sportplätzen verbracht um meine überschüssige Energie loszuwerden. Heute haben viele Eltern angst um ihre Kinder und lassen sie deswegen lieber an der Konsole oder dem Ipad spielen statt sie auf den Spielplatz oder den Fussballplatz zu lassen!

  51. AvatarNico Meier

    Man kann ja auch persönlich einiges tun, z.B. indem man bewusster einkauft. Es nützt nichts immer über die Industrie zu schimpfen, man kann heute schon fast plastikfrei einkaufen. Natürlich ist das etwas mühsamer und aufwendiger. Aber ich denke es lohnt sich auch aus rein egoistischen Gründen, man “isst” weniger davon mit. Uns gelingt das auch nicht 100%. Es braucht auch mehr Angebote, wenn jemand auf dem Land wohnt und nur ein Laden dort ist, da macht es keinen Sinn in einen Unverpackt-Laden in die nächste Stadt zu pendeln.

    Wer in der Schweiz auf dem Land wohnt braucht keinen Unverpackt-Laden weil er diverse Hofläden findet auf denen er ohne Plastik Früchte und Gemüse ohne Plastikverpackung einkaufen kann.

  52. AvatarBruno

    @Nico Meier

    “Ich muss immer lachen wenn der satte Westler, der alles hat und mit Übersättigungserscheinungen kämpft dem Chinesen, Inder oder Afrikaner den Aufstieg in bescheidenenen Wohlstand verbieten will.”

    Du bist ein Meister im Verdrehen von Aussagen, das scheint Dir richtig Spass zu machen, du wärst ein guter Politiker geworden 😉

    Ich meinte hier die Westler und nicht die Entwicklungsländer. Viel dieses Mülls dort kommt von UNS. Aber ooh aus den Augen aus dem Sinn…

     

  53. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Natürlich kommt viel Müll in den Enwicklungsländern aus dem Westen. Aber gerade in diesem Bereich ist es recht schwierig Müll von Altwaren zu unterscheiden. Ich habe viel mit dem Exportbereich zu tun. Altwaren wie gebrauchte Autoteile oder Reiffen sind für uns Schrott aber in Afrika sind sie eine begehrte Gebrauchtware. Hier gibt es strenge Vorschriften und man versucht Müll nur mittels Bewilligung ausführen zu lassen.

    Wer sein Gemüse und seine Früchte selber anbaut, der verursacht weniger Müll als derjenige, der die Ware im Laden kauft. Ein weiterer Vorteil des eigenen Gartens .;-)

  54. AvatarThorsten

    @Nico in den Unverpacktläden hier gibt es keine frische Waren. Eher Körner, Müsli,Nüsse, Öle, Kosmetik, Hygiene- , Putzmittel und so. Die Bioläden und Hofläden haben die frische Ware. Überschneidungen gibt es natürlich. Aber bei Aln*t*r* kaufe ich z.b. nicht , der Laden verkauft Plastik mit Inhalt , weswegen eine führende Managerin vor Jahren das Unternehmen verlassen hat und einen Unverpacktläden gegründet hat. 🙂

  55. AvatarClaus

    @ Beate Sander Freunde

     

    Wer Frau Sander noch einmal in einem ihrer wahrscheinlich letzten Video-Interviews sehen möchte, findet es hier…

     

    Sehr beeindruckend, so kurz vor dem Ende.

     

    LG

     

     

  56. AvatarGini

    @Gazprom (passend zur Artikelüberschrift)

    An die anderen Gazprom Investoren in der Runde. Was haltet ihr von der aktuellen Situation?

    Mir fällt es schwer den tatsächlichen potentiellen Verlust für das Unternehmen bei einem Baustopp zu schätzen. Sehe hier aber eher entgangene Gewinne statt tatsächlich große Verluste durch einen NS2 Stopp.

    Da ich vor ein paar Jahren bei im Schnitt 3,60 eingestiegen bin, habe ich das ganze bisher eher als schlechten Scherz empfunden was die Amis hier treiben.

    Da nun aber auch deutsche Politiker diese Kuh melken möchten und ich der staatlichen Willkür mittlerweile alles zutraue bin ich mir nicht mehr so sicher ob es nicht doch dazu kommt. Das wäre eine Vollkatastrophe für Uniper, Wintershall und Co. Shell scheint hier ja auch nicht zu gering beteiligt zu sein (hier habe ich noch eine kleine Summe im Zuge eines Corona-Zock investiert).

    Wäre schön um eure Meinung. Soweit ich mich erinnere hat Kiev auch eine größere Position investiert. Vielleicht gibt es ja noch mehr Leidensgenossen 😀

    Das ist ein Trauerspiel. Letztes Jahr hatte ich noch überlegt bei plus 120% den Einsatz rauszuholen. Leider auch mal wieder ein Gegenbeweis für stures Buy and Hold. Ich denke immer mehr, Einsatz rausholen und laufen lassen ist der bessere Weg. Im Zweifel geht das Eigenkapital in einen Welt-ETF.

  57. AvatarPerpetuum Mobile

    @Gini, über Gazprom sollte Dir Thorsten bestens Auskunft geben. Vielleicht gibt er hier bald seine Einschätzung.

  58. AvatarStefan

    Die Pipeline wird kommen. Das ganze Theater in den Medien ist nur Säbelgerassel.

    Die Themen rund um Nawalny und seinen Oppositionellen sind nur Nebelkerzen die Ablenken sollen. Von was sie ablenken sollen? Keine Ahnung, dazu sieht man in der Politik und den öffentlichen Medien leider nicht genug. Wahrscheinlich soll es nur von inneren Problemen ablenken, wofür Außenpolitik traditionell schon immer missbraucht wurde.

    Persönlich sind mir die Russen schon seit Jahren sympathischer als so manch anderes Volk aus dem Westen.

  59. AvatarThorsten

    @Perpetuum

    Njet ne snaju o gaspromom 🙁

    Die Pipeline kommt, es geht darum Zeit verstreichen zu lassen bis die Fertigstellung bzw. deren Verkündigung keinen Impact mehr bewirkt.

    Was ist das bloß für eine blöde Blogsoftware hier ? Kyrillische Buchstaben gehen nicht,
    Formatierung wird verschluckt,
    Bilder gehen nicht.
    Außer etwas ASCII geht gar nix.
    Bitte mal wenigstens UNICODE ankreuzen.

  60. AvatarThorsten

    @Stephan die Russen stehen uns kulturell näher als die US-Amerikaner. Das kann man allerdings nur sehen, wenn man sich damit auseinander setzt. Die Propaganda aus dem Westen trommelt laut dagegen an. Vergessen sind die engen Bande die bestanden bis die Revolution die Deutsche Zarin ermordete.

  61. Avatar-M

    @Gini

    nachdem ich im März zugekauft habe, um meinen kaufkurs zu drücken, sind die ja wieder gestiegen und ich konnte mit geringem Verlust aussteigen. Das hatte aber weniger mit NS2 zu tun (war da noch keim problem), sondern eher, dass ich von anderen Firmen mehr überzeugt bin, da ich Gazprom nicht als dauerhaftes BH Investment halte. Habe auch shell deshalb verkauft.

    Ich möchte Firmen die über Jahrzehnte wachsen und keine die mit der Zyklik mal hoch oder runter gehen.

     

    Ich denke aber das die Pipeline kommen wird. Auch wie du sagst, ist es erstmal entgangener Gewinn bei einem bausptopp. Das Geld ist ja eh schon investiert.

    -M

  62. KurtKurt

    2015 hatte ich etwas “Spielgeld” in Tesla investiert. Die Idee mit E-Autos und Batterien fand und finde ich gut. Hoffentlich tut sich hier noch viel mehr. Egal ob bei Tesla oder bei anderen Firmen und Branchen.

    Trotzdem: Im Frühjahr 2020 habe ich meine Einsatz rausgenommen und Ende Juli habe ich die letzten Aktien verkauft. Der Gewinn nach Steuern wird materiell in langfristige gesundheitserhaltende Maßnahmen investiert. Der Einsatz floß in ETFs mit denen ich mehr und langfristig investiere, da ich mich nicht mit Bilanzen etc. herumschlagen will. An Einzelaktien kaufe ich in größeren Summen nur was ich praktisch / im Alltag verstehe. Der Rest läuft via ETFs.

    4 Wochen später wäre es kurz vor dem Split ggf. noch besser gewesen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Market Timing funktioniert praktisch aber eher selten und selten dauerhaft reproduzierbar. Die paar hundert Euro hin oder her machen den Kohl aber nicht fett und ich freue mich trotzdem über die schöne Steigerung seit 2015.

    Verkauft habe ich Tesla eher, wg. den Ausblicken für die US-Wirtschaft und den dortigen Corona-Fallzahlen. Auch so manche Anlayse in Bezug auf Wert und verkauften Autos im Vergleich zu anderen Autobauern lässt auch Nicht-Bilanz-Leser früher oder später aufhorchen.

    @Tim Schäfer:
    Hast Du ein Blogupdate der Software gemacht?
    Ich muss meine Beitragsformatierung gar nicht mehr überarbeiten nach dem ersten “Absenden”, sondern sie wird nun sofort inkl. Absätze direkt korrekt angezeigt. Top.

  63. AvatarBruno

    @Thorsten

    Ist eben Minimalismus pur, nach Vorbild Buffett:

    https://www.berkshirehathaway.com/

    Diese Webseite wurde vor gefühlter Unendlichkeit gebaut und besteht seit daher unverändert in Times New Roman.

    Bei Tim sollte man noch Links und Smilies entfernen, Fett, Kursiv braucht es auch nicht. ASCII Pur 🙂 Sei froh hast Du Umlaute 😀

  64. KievKiev

    @ Gini, ich habe 1000 Gazprom Aktien. Die hatten einmal einen höheren Buchwert. Ich habe weiterhin 1000 Stück. Für mich war Power of Siberia interessanter als Nordstream 2. Der Gaspreis ist meine ich aktuell tief. Ich gehe davon aus, dass sich das wieder einrenken wird. Fast niemand auf der Welt kann ernsthaft mit dem Gaspreis von Gazprom konkurrieren. Aus marktwirtschaftlicher Sicht sehe ich hier weiterhin Lieferungen aufgrund des Preisvorteils. In Zukunft wird mehr Gas nach China geliefert. Unabhängig von Nordstream und Politik. Ansonsten verfolge ich keine Nachrichten und weiß nicht was gerade los ist.

    Ich habe auch einen chinesischen Batteriewert der stark zugelegt hat. Trotzdem schwankt er mitunter ziemlich stark. Ich denke da auch gelegentlich, hätte ich doch bei knapp 250% Gewinn einen Teilverkauf gemacht. Und dann ein paar Tage später mehr Stücke bei 150% Gewinn zurück gekauft. Den Ausgang sieht man leider erst im Nachhinein. Daher investiere ich heute verstärkt in ETFs. Ich habe im Corona Tief auch Lukin Coffee und Xiaomi verkauft. Die Aktien sind hier nicht gefallen und ich sah hohes Potenzial dafür. Bei Luckin war der Verkauf aus anderem Grund sehr gut, bei Xiaomi nicht. In Summe hätte ich vermutlich besser nichts gemacht. Desshalb lasse ich meinen Batteriewert auch einfach liegen. Wenn man das Chart sieht, so könnte man meinen, dass man mit Ausnutzung der Schwankungen schnell die Stückzahl verdoppeln könnte. In Wirklichkeit klappt das aber eher nicht.

    Mich hat auch das täglich merchfache Verfolgen der Kurse genervt. Ich schaue heute nur noch auf den Gesamtwert des Depots. Bei den ETFs bin ich ganz entspannt. Die Bewegen sich auch sehr langsam. Ich behalte meine Aktien und kaufe ETF Zu.

     

  65. Mark 85Mark 85

    Ich bin zwar erst seit Anfang 2015 dabei, aber das Interessante ist, dass ich mich an vergangene größere Kurseinbrüche wie in 2015 und 2018 kaum noch erinnern an. Die Zeit heilt alle Wunden? 🙂

  66. Avatar-M

    Mark, aber so Einbrüche wie 2016 oder auch Corona waren jetzt nicht so der reißer finde ich.

    2000 bis 2003. Das war was! 3 Jahre lang ging es runter und wieder hoch, um dann wieder stärker zu fallen. immer und immer tiefer. Wo ist der Boden? Jetzt!? Ja! Oh nein, nochmal 50% tiefer…..aus 100k wurden teilweise 30k über Jahre weniger. Aus 500k wurden 150k – man war schon fast FIRE und dann sowas.

    Corona war nach 4-6 Wochen doch alles im Lot. 3 Jahre ist ne Hausnummer. Hätte gedacht das es jetzt auch so in der Art kommt. Ok das kann ja noch kommen, glaskugeln haben wir ja nicht. Aktuell sieht es nicht danach aus.

     

    -M

  67. AvatarBruno

    @-M

    Ja oder die Finanzkrise hatte es auch in sich, je nach Branche halt trifft es dann mehr oder weniger.

    Man stelle sich jetzt mal vor, die Nasdaq crasht von 12400 auf 2500 Punkte runter, das wäre dann etwa was wir 2000-2003 gesehen haben. Dann wäre es auch hier etwas ruhiger…

  68. Mark 85Mark 85

    An -M: Das ist richtig, aber es ist schon erstaunlich, wie viele Sorgen im Leben sich im Nachhinein als vorrübergehend oder unbegründet herausgestellt haben. Der coronabedingte Einbruch war zwar kurzer Natur, aber dafür umso heftiger.

    Dein genanntes Beispiel ist zwar extrem, aber so ein Szenario würde mich wahrscheinlich nicht in voller Härte treffen, weil ich als Anhänger einer möglichst breiten Vermögensstreuung nur über eine niedrige Aktienquote verfüge. 2000 war ich gerade mal 15 Jahre alt, aber dafür ging die letzte große Finanzkrise (ab 2007) spurlos an meinem Vermögen und Einkommen vorbei. Schlechte Nachrichten kannte ich nur aus dem Fernsehen.

  69. KievKiev

    @ M

    Im Jahr 2000 stand man mit der Vermögenshöhe vielleicht nicht kurz vor FiRe. Besonders wenn man gut techlastig investiert war. Hängt natürlich von der Sichtweise ab. Die Kurssteigerungen waren zu der Zeit enorm. Und so könnte zeitlich gesehen schon FiRe in Sichtweite gelegen haben. Dazu hätte man allerdings auch ein wenig umschichten müssen bevor es zu spät ist. Aber mit den Chancen steigt auch das Risiko. Ich würde Cape mit in Betrachtung ziehen für die Frage ob FiRe oder nicht. Mit Fang hat man aktuell weiterhin Chancen auf schnelles Wachstum. Wer kann sicher sagen, ob es hier bald wieder weitergeht oder eben nicht? Für FiRe würde man in dem Bereich aber mehr Vermögen benötigen als mit einem World ETF, Dreispeichenregel, oder schön Wetter Portfolio.

    @ Mark Du warst schneller mit Deinem Kommentar. 😉 Du erzielst vermutlich eine Underperformance in Relation zu Fang, aber Du brauchst sie auch nicht. Warum mehr riskieren als notwendig? Mit Deiner Strategie erzielt Du ja schon ordentliche Überschüsse.

  70. Mark 85Mark 85

    An Kiev: Bei meinen börsengehandelten Positionen notiere ich mir immer die Jahresanfangsstände. Im Vergleich zu Aktien kann ich mich über die diesjährigen Kursentwicklungen beim Gold, Silber und Bitcoin wirklich nicht beklagen. Eine Streuung muss nicht zwangsläufig zu einer niedrigeren Gesamtrendite führen. Selbst wenn: Ich weiß die niedrigere Gesamtvolatilität sehr zu schätzen.

  71. Avatar-M

    @Kiev

    Ja, Cape oder shiller KGV spielt bei mir eine Rolle. So kann ich zumindest sehen wie teuer wirklich die Märkte sind. Hat man genügend Geld gesammelt bei moderaten Bewertungen ist das besser als auf dem ATH CAPE.

     

    @Mark85

    Du hast alles was du brauchst. Du wärst blöd etwas zu riskieren. Wäre ich so weit wie du, würde ich es ähnlich machen. Aktien , Immo und andere werthaltige assets.

    -M

  72. KievKiev

    @ M

    Cape usw. betrachte ich in der Hauptsache um mein Aktienvermögen einzuschätzen. Falls die Börse beispielsweise zwei Jahre stark steigen sollte und die Bewertungen stark gestiegen sind ist das für mich kein sehr solides Fundament. Da würde ich eher früher in Richtung Dreispeichenregel gehen. Mit meinen neuen ETF Käufen ist mir aber auch das egal. Ich habe letztens den Vanguard Emerging Markets ETF aufgestockt. Die sind verhältnismäßig schlecht gelaufen und es sind dort einige für mich interessante Unternehmen enthalten. Damit werde ich auf lange Sicht sicher nicht völlig daneben liegen. Ich schaue hier aber auch, dass ich alles abdecke und nicht nur die schlecht gelaufenen Indices kaufe. Ich habe auch den SP500. Der Anteil ist allerdings geringer.

    Da ich ähnlich wie Du meine Arbeitszeit ein wenig verkürzen werde ist der Einschnitt auch nicht groß. Ich werde weiterhin viele Aktien kaufen können. Da brauche ich nichts riskieren.

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