Andreas (43): “Wir brauchen 1,5 Millionen Euro für die finanzielle Freiheit. Wir haben schon 780.000 Euro zusammen”

Timschaefermedia.com wünscht allen Lesern und Leserinnen ein gesundes, glückliches Neues Jahr 2021. Alle Anleger sollen bei ihren Plänen voran kommen. Gesundheit steht natürlich an erster Stelle.

Ich erhielt von Andreas einen detaillierten Leserbrief. Er plant die Freiheit mit seiner Familie vorausschauend. Ich denke, der 43-jährige kann viel früher den Job an den Nagel hängen, als er derzeit im Alter von 61 plant. Die Familie zahlt zügig das Reihenhaus ab und investiert in das Depot emsig. Das ist sein Gastbeitrag:

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Lieber Tim,

ich bin immer noch fleißiger Leser deines Blogs. Du hilfst mir, meine persönlichen Ziele zu erreichen. Auch die Hinweise deiner Leser waren, bezogen auf meinen letzten Gastbeitrag, sehr hilfreich. Wenn du Lust hast und denkst deiner Community könnte es von Interesse sein zu zeigen, wie sich alles bei uns in den letzten vier Jahren entwickelt hat, kannst du gerne dieses Update vom 31.12.2020 veröffentlichen.

Wer sind wir?

An unserer privaten Situation hat sich seit meinem letzten Beitrag nicht viel verändert. Sprich, ich bin jetzt 43 Jahre alt, immer noch glücklich verheiratet und unser 6 Jahre alter Sohn geht jetzt zur Schule. Wir leben immer noch in unserem Reihenhaus in einer norddeutschen Großstadt. 

Zu unseren Berufen: Ich arbeite immer noch als technische Führungskraft in einem sehr großen Unternehmen. Der Job wird auch zukünftig sicher sein (persönliche Gesundheit vorausgesetzt). Hier gab es einige Anmerkungen im Blog, aber ich möchte nicht sagen, wo ich arbeite.

Mein Job ist sicher

Der Job ist definitiv sicher und das Unternehmen wird an mir festhalten. Das Einzige, was passieren könnte wäre, dass ich irgendwann weniger Geld verdienen könnte. Dies ist übrigens bereits eingetreten. 2016 habe ich noch 110 T€ verdient, aktuell verdiene ich 106 T €. Dies resultiert aus Einschnitten in der variablen Vergütung. Ich habe auf ein wenig Gehalt verzichtet um einen höheren vertraglichen Urlaubsanspruch zu bekommen. Dieser ist jetzt auf 36 Tage Urlaub im Jahr gestiegen.

Parallel hatte ich die Chance nochmal deutlich mehr Geld zu verdienen durch einen beruflichen Aufstieg, welchen ich jedoch ausgeschlagen habe. Hintergründe sind hier, dass eine höhere Hierarchieebene häufig mehr persönliche Zeit erfordert. Des Weiteren führt dies zu einer geringeren Auswahlmöglichkeit an Jobs, was wiederum zu mehr Mobilitätserfordernis führt und mehr persönliche Zeit erfordert. Ein anschließender beruflicher Abstieg ist dann immer schwer (wer will selbst schon gerne eine ehemals hohe Führungskraft führen?). Daher habe ich mich hier gegen den Verdienst und für die Freizeit und die Familie entschieden.

In der Selbstreflektion habe ich sicherlich nicht das Zeug in die Vorstandsetagen aufzusteigen beziehungsweise bin ich dafür nicht der Typ, da hier einige Persönlichkeitsmerkmale mehr ausgeprägt sein müssten, um hier dann eine berufliche Erfüllung finden zu können. Dies war ein Grund den Job auszuschlagen, denn das wäre dann vermutlich der nächste logische Schritt gewesen oder aber der berufliche Abstieg. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung.

Meine Frau ist freiberuflich tätig

Meine Frau war in 2016 Freiberuflerin. Sie hat dieses Jahr trotz SARS COV-2 zusammen mit ein paar Freundinnen ein Unternehmen in der gleichen Branche gegründet. Sie verdient derzeit (Umsatz – Aufwand) ca.  50 T€ pro Jahr. Ich prognostiziere in den kommenden Jahren hier einen deutlichen Anstieg aufgrund der Unternehmensgründung, welche sehr gut anläuft und den Umstand, dass sie aktuell nur zu ca. 60 % Teilzeit arbeitet aufgrund des Alters unseres Sohnes. Die freiberufliche Tätigkeit meiner Frau ist (bis auf schwere Erkrankung) ebenfalls sicher und kann in den nächsten 20 Jahren nicht destruiert werden.

Eigentlich haben wir hier eine gewisse gegenseitige Absicherung. Sollte es mal wirklich einen von uns beiden Treffen, dass man nicht mehr arbeiten kann oder arbeiten will (z.B. grauenvoller Vorgesetzter), kann der Gewinn meiner Frau jeder Zeit auf ca. 90 bis 120 T€ hochgeschraubt werden. Dann müsste ich mich parallel zu einer Jobsuche vorrangig um unseren Sohn kümmern. In ca. 4 Jahren planen wir die unternehmerische Tätigkeit meiner Frau weiter auszubauen, da dann unser Sohn deutlich selbständiger sein wird.

Welche Einnahmen hat unsere Familie monatlich (netto)?

Einnahmen monatlich2020
Fiktiver geltwerter Vorteil Wohnen1.200,00 €
Kreditzinsen-184,00 €
Gehalt 14.900,00 €
Gehalt 22.650,00 €
Kindergeld204,00 €
geltwerter Vorteil durch Dienstwagen 800 € (-290 € (Steuer))510,00 €
Dividenen300,00 €
 9.580,00 €
Unser gemeinsames Nettoeinkommen beträgt 9.580 Euro im Monat

Ich fahre ein Clown-Auto

Was hier auffällig ist, ist der Umstand, dass ich immer noch ein „Clown-Auto“ fahre. Auf Tim´s Hinweis hin, ob das Auto nicht eine Klasse niedriger sein könnte, habe ich mir ernsthaft Gedanken zum Thema gemacht und die Vor- und Nachteile gegenübergestellt. Mal losgelöst vom Umweltaspekt. Ich selbst kann den Klimawandel nicht stoppen, sondern hierzu benötigt es politische Vorgaben.

Der große Vorteil eines „kleinen“ Auto´s wäre sicherlich der zu versteuernde Anteil. Aktuell zahle ich netto ca. 300 € für den Wagen. Würde ich z.B. einen Golf nehmen, so würde sich der Steueranteil auf ca. 150 € im Monat reduzieren. Diese ca. 1800 € mehr Netto im Jahr haben dann zur Folge, dass sich die Fahrzeugausstattung deutlich reduziert, da die teuren Wagen enorm von der Autoindustrie für Großkunden subventioniert werden. Des Weiteren hätte ich auf der Arbeit ein Image-Thema. Ich weiß, dass die Zeiten im Wandel sind und dass hier gerade ein Umdenken entsteht. Ich habe aber mitbekommen, wie über einen Kollegen in seiner direkten Belegschaft gesprochen wird, der sich aus diesen Gründen für einen VW Polo entschieden hat. Hier wundern sich seine Mitarbeiter über ihren Vorgesetzten.

Als letzten Punkt kommt sicherlich der Sicherheitsaspekt gepaart mit Fahrkomfort dazu und ich fahre ab und an gerne mal schnell. Daher kam ich zum Schluss an dem „Clown-Auto“ festzuhalten.

Jetzt ist politisch übrigens etwas Aberwitziges passiert, denn die Plugin Hybride werden steuerlich subventioniert. Ab April fahre ich dann ein neues „Clown-Auto“ zum steuerlichen Preis eines Benzin Golfs mit „E“ Kennzeichen und den daraus resultierenden Vorteilen. Über den ethischen Aspekt möchte ich hier nicht sprechen, es ist rein eine finanzielle Entscheidung.

Was gibt meine Familie monatlich aus?

Hier habe ich die Hinweise eurerseits und durch dich Tim mir zu Herzen genommen und mit meiner Frau über Ziele, Ausgaben usw. gesprochen. Wir haben sogar versucht, beide ein Haushaltsbuch zu führen, aber meine Frau ist hier nicht diszipliniert genug und wir haben es dann wieder gelassen. Ich selbst führe weiter Haushaltsbuch und mache über die Kontoauszüge meiner Frau zum Jahresende eine Grobbilanz. Es gibt zwei Konten, ein Geschäfts- und Privatkonto. 

Den eigenen Lebensstil hinterfragt man ja häufig nicht. Ich habe dies jetzt mal zum Jahresende 2020 erstmalig gemacht und bin ein wenig erschrocken über uns selbst.

Nutzt man den Vergleichsrechner des IW Köln, so ergibt sich bei einem Ansatz 5420 € je Monat zzgl. einer durchschnittlichen Sparquote von 11 % pro Haushalt, dass unser benötigtes Vergleichshaushaltsnettoeinkommen über 89 % aller Haushalte in Deutschland liegt.

Das führt natürlich unweigerlich zum Schluss, wenn man die Pairgroup „Familien“ wählt, dass wir 2700 € über dem Medianmonatseinnahmen einer Familie in Deutschland leben. Ganz richtig ist das natürlich nicht, denn den Dienstwagen würde ich nicht privat in dieser Größe nutzen, wenn das Fahrzeug nicht durch die Firma getragen würde (das durch die Firma gesparte Geld würde ich bei Verzicht eines Dienstwagens nicht on top als Gehalt bekommen). Aber wir liegen dann immer noch 1900 € über dem Median.

Wir geben pro Monat 5.420 Euro aus

Ausgaben monatlich20162020
Wohnen (fiktiver Ansatz)12001200
Fix-Kosten (Versicherungen, Instanhaltung Haus, Vers. usw.)500550
Lebensmittel300540
privater Konsum15001700
Essen gehen130120
Kind exkl. Nahrung und Urlaub290320
Kleidung exkl. Kind110170
Haustiere4020
Auto (fiktiver Ansatz durch Dienstwagen)800800
 48705420
Das sind unsere monatlichen Ausgaben. Sie betragen 5420 Euro.

Eine eigene Immobilie selbst ist ebenfalls nicht unbedingt von finanziellem Vorteil. In den aufgeführten Fix-Kosten sind kleine Instandsetzungen und Energiekosten + Versicherungen bereits mit enthalten, aber folgende Ausgaben sind bei uns eingetreten, welche bei einer Mietwohnung sicherlich nicht aufgetreten wären (nicht in den Grundausgaben enthalten):

  • 2012 Renovierung: 5 T€
  • 2016 Garten neu gestaltet: 11 T€
  • 2018 Fußboden Keller: 1 T€
  • 2019 Dach erneuert und Erdtank instand gesetzt: 17,5 T€
  • 2020 neue Heizungsanlage: 12 T€

Trotz alledem war die Entscheidung für uns, 2012 ein Haus zu kaufen, die richtige gewesen. Die Wertentwicklung betrug in den vergangenen fast 9 Jahren ca. 100 T€ zzgl. des Vorteils Kreditzinsen vs. Miete. Das Haus wird im Q1/2022 abbezahlt sein.

Wie sieht unser Aktienbestand am 31.12.2020 aus

Erste Feststellung nach euren Anmerkungen war, ich habe meine Aussage “buy and hold” überdacht und mein Portfolio umstrukturiert. Einige Titel habe ich verkauft, obwohl sie jetzt gut hineinpassen würden, aber eure Anmerkung bzgl. der Übergewichtung von Energiewerten trafen zu und selbstreflektierend war ich hier sicherlich falsch unterwegs.

Es wäre übrigens super, wenn ihr uns Anmerkungen zum aktuellen Portfolio geben würdet, denn dieses ist sicherlich ebenfalls nicht optimal. Aktuell verfolge ich wieder “buy and hold” und möchte mich eigentlich nur von zwei Werten trennen: 1. TUI und 2. Pbb AG. Beide Unternehmen halte ich nicht für nachhaltig für die Zukunft aufgestellt. Ich glaube, dass sie kurzfristig noch im Preis anziehen werden, aber dann werde ich mich von ihnen trennen.

Das ist unser Depot

BezeichnungWKNStückWert 
AIRBUS938914302.748,00
ALLIANZ SE NA O.N.84040071.416,45
ALPHABET INC.CL.A DL-,001A14Y6F34.309,20
ALTRIA GRP INC.   DL-,333200417602.000,40
BASF SE NA O.N.BASF11201.293,40
BAYER AG NA O.N.BAY001251.211,50
BERKSH. H.B NEW DL-,00333A0YJQ2101.873,60
BOOKING HLDGS     DL-,008A2JEXP11.773,80
CANOPY GROWTHA140QA601.280,95
CARNIVAL PLC      DL 1,661200712003.062,00
COMPASS GROUP    LS-,1105A2DR6K1151.789,40
CTS EVENTIM KGAA547030502.722,50
CVS HEALTH CORP.   DL-,01859034402.210,80
DAIMLER AG NA O.N.710000301.750,50
DISNEY (WALT) CO.855686202.906,40
DT.PFANDBRIEFBK AG8019001601.414,40
E.ON SE NA O.N.ENAG997006.358,80
FRAPORT AG FFM.AIRPORT577330502.450,00
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.5785601254.757,50
FUCHS PETROLUB SE O.N.579040752.827,50
GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 59032768003.680,00
HAMBORNER REIT AG O.N.6013001301.196,00
HEIDELBERGCEMENT AG O.N.604700503.094,00
HENKEL AG+CO.KGAA ST O.N.604840403.172,00
IMPERIAL BRANDS PLC LS-10903000851.487,92
INTEL CORP.       DL-,001855681501.998,00
JOHNSON + JOHNSON    DL 1853260151.896,00
KION GROUP AGKGX888251.799,00
KRAFT HEINZ CO.DL -,01A14TU4752.142,37
LAM RESEARCH CORP. DL-001869686155.774,25
LOCKHEED MARTIN    DL 1894648154.317,75
LUFTHANSA AG VNA O.N.8232122002.166,00
MERCK KGAA O.N.659990152.088,75
MICROSOFT    DL-,00000625870747203.657,20
MMC NOR.NICK.PJSC ADR RL1A140M9751.938,00
NESTLE NAM.        SF-,10A0Q4DC403.851,96
NOVARTIS NAM.     SF 0,50904278403.037,38
NOVO-NORDISK NAM.B DK-,20A1XA8R653.773,90
NVIDIA CORP.      DL-,001918422156.351,75
PHILLIPS 66        DL-,01A1JWQU452.504,25
RATIONAL AG70108032.275,50
ROYAL DUTCH SHELL A EO-07A0D94M4206.129,80
SAMSUNG EL./25 GDRS NV PF88182322.728,00
SAP SE O.N.716460202.151,60
SIEMENS AG  NA O.N.723610303.535,20
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.SHL100602.541,00
SIXT SE VZO O.N.723133452.583,00
TUI AG NA O.N.TUAG00150784,20
UNILEVER NAM.     EO -,16A0JMQ9803.947,60
VARTA AG O.N.A0TGJ5505.905,00
WATSCO INC. A      DL-,50885676152.775,00
VANG.FTSE DEV.W.U.ETF DLDA12CX152033.451,60
VANGUARD FTSE EMU.ETF DLDA1JX519017.836,80
LVMH               EO 0,385329252.573,00
SAP SE O.N.716460202.151,60
ISHSIII-S+P SM.CAP600 DLDA0Q1YY653.929,90
Der größte Posten in unserem Depot ist ein Vanguard ETF: FTSE Developed World.

Wie ist der Vermögensvergleich unserer Familie 2016 vs 2020?

Hier bin ich wirklich positiv überrascht. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so recht erklären, warum es so angestiegen ist. Wie ich selbst festgestellt habe, pflegen wir einen recht hohen Lebensstil, welchen wir reduzieren sollten. Dies hat mehrere Ursachen:

  • 1. Durch eine Reduktion des Lebensstils wird der Finanzbedarf im Alter reduziert
  • 2. Es ist glaube ich nicht gut solch einen hohen Lebensstil zu führen, denn es verwischt den Eindruck der Lebensumstände, welche wir in Deutschland haben.
  • 3. Viele Dinge im Haushalt belasten und rauben einem die Lebenszeit.

Warum ist unser Lebensstil aktuell so hoch? Dies hat sicherlich viel damit zu tun, mit welchen Menschen wir uns umgeben. In unserem Freundes- und Bekanntenkreis sind die finanziellen Verhältnisse bezogen auf die Einnahmen (Gehalt) ähnlich. Anteilig sind sogar einige dabei, die deutlich über unseren Einnahmen liegen, teilweise Faktor 3. Nur wenige liegen unter unseren Einnahmen.

Wir möchten nicht unseren Sohn verwöhnen

Der Aha-Effekt kam jetzt eigentlich im Herbst diesen Jahres, als unser Sohn eingeschult worden ist. Hier haben wir das breite Spektrum der finanziellen Verhältnisse kennengelernt. Wir möchten halt nicht, dass unser Sohn als verwöhnt empfunden wird, obwohl wir alles tun werden, um ihn schulisch und im Rahmen der Allgemeinbildung zu fördern.

Woran wir festhalten werden ist, dass wir weiterhin mindestens drei Mal im Jahr in den Urlaub fahren und uns die Welt angucken. Nicht teuer, sondern günstig. Dass uns das fehlt, haben wir schmerzlich dieses Jahr gemerkt und waren hier auf Grund SARS COV-2 nur elf Tage auf einer nordfriesischen Insel.

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Unser Urlaubsziel 2021, Gale in Portugal – wir waren 2018 schon einmal an diesem traumhaften Flecken Erde. 

Ein Hinweis zu unserer aktuellen Situation: Wir haben uns alles selbst aufgebaut. Sprich wir sind beide spät in den Beruf gestartet und kommen aus mittelständigen Familien. Zum Start ins Berufsleben haben wir keine zusätzliche finanzielle Unterstützung bekommen, sind parallel aber auch ohne Schulden gestartet (keine abzuzahlenden Studienkredite). Ich selbst bin erst mit 29 Jahren in die 40-Stunden-Berufswelt eingestiegen. Meine Lehre zähle ich hier nicht als 40 Stunden Woche.

Das ist unser Vermögen: 780.000 Euro

Die nachfolgende Vermögensübersicht ist ohne Hausrat und KFZ (Frau) dargestellt:


31.12.201631.12.2020
Bareinlagen Konten:32.000,00 €47.000,00 €
Investmentfonds:24.000,00 €0,00 €
Einzelaktien / ETFs:60.000,00 €205.000,00 €
Riesterrente Uinprofirente 4/P49.000,00 €91.000,00 €
Rentenversicherung fondsbasiert8.500,00 €15.600,00 €
Kapitallebensversicherung4.400,00 €7.100,00 €
arbeitgerberfinanzierte Altervorsorge17.000,00 €27.800,00 €
betriebliche Altersvorsorge (Bruttoentgeltumwandlung)24.000,00 €35.500,00 €
Immobilienkredit:-121.500,00 €-46.900,00 €
Wert Immobillie (konservativ):350.000,00 €400.000,00 €
Gesamt:447.400,00 €782.100,00 €
Unser Vermögen besteht zum Großteil aus unserem Reihenhaus und dem Aktiendepot.

So ganz erklären kann ich mir das Ganze halt immer noch nicht. Da ich mein Leben lang bei einem Arbeitgeber, außer der Bundeswehrzeit, gearbeitet habe, bin ich alle meine Lohnabrechnungen durchgegangen. Meine Frau hat diese nicht mehr, hat aber insgesamt weniger verdient als ich. Ich komme insgesamt auf reine Lohneinnahmen (netto) von 645.576,27 € ink. Lohnsteuerrück-/ Nachzahlungen zum 31.12.2020.

Meine Frau hat überschlagen netto ca. 350 T€ bis dato verdient. Wie gesagt, ich bin positiv überrascht. Es muss etwas mit dem Investieren und dem Investitions-Schnellballeffekt zu tun haben.

Wie bereiten wir uns auf den dritten Lebensabschnitt vor?

Im Grundsatz orientieren wir uns an den Empfehlungen von Fidelity. Bezogen auf ein Renteneintrittsalter von 67 bewegen wir uns auf Kurs. Natürlich will ich nicht bis 67 arbeiten, aber auch nach aktuellem Stand nicht deutlich vor 63 in Rente gehen, da mir der Job wahnsinnig Spaß macht. Zumindest Stand heute. Es ist natürlich beruhigend jederzeit früher gehen zu können, aber nicht zu müssen. 

Was Fidelity nicht berücksichtigt, sind Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit diesen liegen wir vor Plan.

Um nach jetziger Gesetzeslage mit 65 gehen zu können, habe ich für Versicherungszeiten nachgezahlt, was nach derzeitiger gesetzlicher Lage bis zum 45. Lebensjahr möglich ist. Daher könnte ich nach jetziger Gesetzeslage mit 65 Jahren (keine Arbeitslosigkeit vorausgesetzt) als besonders langjähriger Versicherter ohne Abzüge in Rente gehen, obwohl ich Vollzeit erst mit 29 Jahren angefangen habe zu arbeiten.

Ich möchte nur bis 61 arbeiten

Keiner kann in die Zukunft schauen, aber der Plan Stand heute ist bis 61 zu arbeiten und mich dann noch für 4 Jahre als sozialpflichtig Versicherter bei meiner Frau anstellen zu lassen. Mache dann dort die Abrechnung und mehr nicht. Anschließend hören wir dann beide auf zu arbeiten, sie ist 4 Jahre jünger als ich. Aber wer weiß schon, wie die Zukunft aussieht und Pläne ändern sich ?. Parallel hierzu heißt es dann, Haus verkaufen und zur Miete zu wohnen.

Bzgl. Entnahmeplan im dritten Lebensabschnitt wird an vielen Stellen die Trinity Studie zitiert, welche aus meiner Sicht oft falsch verstanden wird. Hier heißt es: 4 % Entnahme bzw. man benötigt das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben.

Wir brauchen 1,5 Millionen Euro für die finanzielle Freiheit

Was hier in Foren oft verschwiegen wird ist, dass die Trinity-Studie nicht auf die Ewigkeit ausgelegt ist und Unsicherheiten beinhaltet. Sicherer ist hier ein Ansatz von 2,5 % Entnahme. Bezogen auf unsere aktuellen Ausgaben und den prognostizierten Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung benötigen wir für den aktuellen Lebensstil ca. 1,5 Mio € (nach heutiger Kaufkraft) zzgl. der Bedarfe Überbrückung bis zum 65ten Lebensjahr. Reduzierend wirkt sich eine Verringerung des Lebensstils im Hier und Jetzt aus. Die Werte passen übrigens einigermaßen zu den Berechnungen von Fidelity, wobei es hierbei um den Vermögenserhalt geht, welchen wir nicht primär verfolgen. Unser Sohn soll sein Vermögen selbst aufbauen, damit er lernt, mit Geld umzugehen. Daher sind in der Zielsetzung weitere Sicherheiten mit enthalten. 

Nicht ganz verheimlichen möchte ich, dass ich innerlich den Wunsch verspüre, dass unser Sohn mal eine Familie gründen wird und finanziell erfolgreich wird. Dabei muss er keine hohe Position einnehmen. Mein Wunsch ist hier einfach, dass er einen gesellschaftlich angesehenen Beruf verfolgt, welcher ihn erfüllt. Wunsch ist es, dass wir es gesellschaftlich schaffen, dass er vom Stand her im gehobenen Bürgertum akzeptiert wird. Wir selbst merken, dass wir finanziell zu unserem Bekanntenkreis (wahre Freunde nehme ich hier mal bewusst heraus) passen.

Die feinen Unterschiede in der Klassengesellschaft

Unsere Lebensgeschichte selbst jedoch nicht, denn viele von ihnen kommen aus gut bürgerlichen Familien und können auf eine andere Kindheit, andere Erlebnisse, andere Umgangsformen usw. zurückgreifen. Wenn man wirklich darauf achtet, merkt man, dass die gesellschaftlichen Schichten sich voneinander abgrenzen. Der vollumfängliche Aufstieg in eine andere Schicht ist nicht so einfach, wie es manchmal dargestellt wird. Das eine ist das ökonomische Kapital. Gepaart ist dies jedoch mit sozialem Kapital, kulturellem Kapital und symbolischen Kapital.

Wir versuchen in unserer Erziehung, die letzten drei Töpfe bei ihm möglichst gezielt zu füllen. Wenn dies klappt, können wir uns gut vorstellen, im dritten Lebensabschnitt unseren Sohn auf dem ökonomischen Sektor deutlich zu unterstützen. Diesen Drang hat mir letztendlich das Lesen des Buches von Pierre Bourdieu “Die feinen Unterschiede” (*Affiliate) eingepflanzt.

*

Unsere Eltern kommen mit ihrer Rente gut klar

Wenn es anders kommt und unser Sohn seinen eigenen Weg einschlägt, ist dies auch in Ordnung, aber vermutlich werden wir dann den dritten Lebensabschnitt anders leben. Wichtig dabei ist aus unserer Sicht, dass er unseren Wunsch nicht bemerkt, sondern seinen eigenen Weg einschlägt. Ihn in der Erziehung auf den Wunschweg zu begleiten und zu fördern, halten wir jedoch für legitim. Das erklärt sicherlich, warum unser primäres Ziel nicht eine maximale Sparquote oder die wirklich frühe finanzielle Freiheit darstellen.

Unser Sohn wird vermutlich sowieso etwas erben, denn einen sparsamen Lebensstil gewöhnt man sich nicht einfach ab, nur weil eine Entnahmephase entsteht. Des Weiteren wird er etwas von meinen Eltern erben, hier ist ein wenig Land und eine Immobilie vorhanden. Und neuerdings ist ein Waldstück, was ihnen im Ort gehört, zu Bauland geworden. Meine Eltern selbst kommen mit ihren Rentenbezügen gut klar. Mein Vater war Beamter und erhält eine auskömmliche Pension. Bei den Eltern meiner Frau sieht die finanzielle Situation ähnlich aus.

Unsere Ziele:

  • 1 Million € Vermögen bis zum 31.12.2026
  • 100 Einzelaktien bis 2028 (Watchlist ist voll)
  • Immobilie in 2022 abbezahlt
  • Erwerb von Parkplatzflächen in der Innenstadt zur Vermietung mit Ladestation bis 2025
  • Finanzielle Bildung unseres Sohnes fördern
  • 13 faches Vermögen des jährlichen Bruttoverdienstes zum 31.12.2038

Fragen meinerseits

Liebe Community von Tim, mit diesem Beitrag habe ich, so anonym wie es ging, versucht unsere finanzielle Situation ehrlich darzustellen und euch an meiner Gedankenwelt rein aus finanzieller Sicht teilhaben zu lassen. Uns ist bewusst, dass wir hier aktuell (keiner kann in die Zukunft schauen) eine privilegierte Stellung in der Gesellschaft haben und sicherlich keine finanziell durchschnittlich aufgestellte, aber auch keine reiche Familie sind. 

Hier handelt es sich aber um einen Finanzblog und ich vermute einfach, dass viele von euch finanziell deutlich erfolgreicher sind als wir und einige vermutlich noch einen längeren Weg zur finanziellen Unabhängigkeit vor sich haben als wir. Was uns von vielen Lesern sicherlich unterscheidet ist, dass wir hier ein Ziel als Familie und nicht als DINKS verfolgen. Unsere Ziele ohne Kind wären sicherlich andere, aber wir haben uns bewusst für dieses Lebensmodell entschieden. Daher wäre es super, wenn ihr uns Tipps auf unseren Weg mitgeben würdet. Denn wir bewegen uns an vielen Stellen in unserer Selbstsicht und ein Fremdbild schärft sicherlich die Handlungsmöglichkeiten, um unsere gesteckten Ziele schneller zu erreichen.

Unser Ziel ist die finanzielle Freiheit

Unser Ziel ist die finanzielle Freiheit, gepaart mit einem zufriedenen Leben im Hier und Jetzt. Unsere Jobs machen uns beide wahnsinnig Spaß und wenn wir gefragt werden, was unsere aktuellen Wünsche sind, dann fällt uns neben Gesundheit momentan nicht viel ein. Vielleicht ein wenig mehr Freizeit, aber nicht wirklich viel mehr Freizeit.

Materiell fehlt es uns an nichts, auch im Vergleich zu reichen Familien. Wir sind bewusst in einen Stadtteil gezogen, wo nicht nur wohlhabende Mitmenschen wohnen. Dies erdet doch enorm und macht nach unserem Eindruck deutlich glücklicher, wenn man nicht täglich das größere Haus, den größeren Wagen usw. sieht.

  • Was würdet ihr am Aktienportfolio ändern, oder sollten wir ganz und gar auf ETFs umsteigen?
  • Was würdet ihr beim Lebensstil in unserer aktuellen Situation verändern, wobei eine Reduktion der Urlaube dabei tabu ist. Wo seht ihr Ansatzpunkte, genügsamer zu leben?
  • Was haltet ihr von einer eigenen Immobilie im Alter? Wir tendieren dann zur Mietwohnung.
  • Was haltet ihr von der Riesterrente, würdet ihr diese in unserer Situation beitragsfrei stellen? Gleiches gilt für die Rentenversicherung und die Lebensversicherung? Die BAV habe ich bereits beitragsfrei gestellt.
  • Was fehlt in unserer asset allocation (Kryptowährungen, Anleihen)?
  • Wie seht ihr die Strategie zur Entnahmephase?

Zum Schluss noch vielen lieben Dank lieber Tim! Mit deinem Mantra zum genügsamen Leben und deiner Philosophie bzgl. deines Lebensweges inspirierst du mich immer wieder aufs Neue. Deine Beiträge erden mich regelmäßig und helfen mir, mein Ziel zu fokussieren, auch wenn mein Weg selbst etwas anders verläuft als der Deinige. 

Herzliche Grüße und ein schönes neues Jahr 2021 mir vor allem Gesundheit wünscht euch

Andreas

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  1. Hallo Andreas, Hallo Tim!
    Frohes neues Jahr wünsche ich euch!
    Für mich würde ich die Fragen wie folgt beantworten:

    Was würdet ihr am Aktienportfolio ändern, oder sollten wir ganz und gar auf ETFs umsteigen?

    Bei der Anzahl an Einzeltiteln würde ich voll auf ETF setzen, sofern Aktienanalyse nicht gerade dein Hobby ist. Rational betrachtet wäre ein ETF-Portfolio sinnvoller. Ich würde nur die beiden ETF weiter ausbauen.

    Was würdet ihr beim Lebensstil in unserer aktuellen Situation verändern, wobei eine Reduktion der Urlaube dabei tabu ist. Wo seht ihr Ansatzpunkte, genügsamer zu leben?

    Wen ihr so glücklich seid, würde ich überhaupt nichts ändern.

    Was haltet ihr von einer eigenen Immobilie im Alter? Wir tendieren dann zur Mietwohnung.

    Kommt auf die Größe der Immobilie an. Im Standart-4-Zimmer-Reihenhaus lässt es sich auch im Alter zu zweit bequem leben ohne das es zu groß ist. Ich würde mich über Haus und Garten freuen, im Leben aber nicht wieder in eine Mietwohnung ziehen. Allenfalls für eine nette Penthouse-Wohnung könnte ich mich dann begeistern, zumindest wenn da eine ordentliche Dachterase dranhängt. Das ist aber in erster Linie eine Lifestyle-Entscheidung.

    Was haltet ihr von der Riesterrente, würdet ihr diese in unserer Situation beitragsfrei stellen? Gleiches gilt für die Rentenversicherung und die Lebensversicherung? Die BAV habe ich bereits beitragsfrei gestellt.

    Kommt auf die Kostenquote der Verträge an und auch auf das Alter. Eine alte Lebensversicherung mit z.B. 5% Garantiezins würde ich im Leben nicht beitragsfrei stellen.

    Was fehlt in unserer asset allocation (Kryptowährungen, Anleihen)?

    Für mich fehlt da gar nichts. Kryptowährungen sind pure Spekulation und Anleihen…. Ich weiß nicht, in einer Welt voller Schulden möchte ich eigentlich kein Gläubiger sein. Wenn überhaupt, dann über einen Indexfonds/ETF.

    Wie seht ihr die Strategie zur Entnahmephase?

    Kenne ich nur die 4%-Regel. Ich würde eher zu 3-3,5% tendieren, Sicherheit und so. 🙂

  2. Andreas schrieb: “Der vollumfängliche Aufstieg in eine andere Schicht ist nicht so einfach, wie es manchmal dargestellt wird.”

    Warum sollte man das auch wollen? Wenn man genug Geld hat und finanziell frei ist, kann man auf solche Bedürfnisse eines fabulösen und künstlich geschaffenen “Aufstieges” und Klasseneinteilung doch schei*en. 😉

    Ich bin finanziell frei und mir ist es egal, aus welcher “Schicht” jemand kommt, Hauptsache er/sie ist nett und ehrlich.

    Oder wie Aldous Huxley schon sagt: “Wenn man reich ist, kann man sich den Luxus leisten, anderen zu mißfallen.”

    Auch Sir Arthur Phelps Ratschlag berherzige ich: “Der große Vorteil des Reichtums liegt darin, daß man sich keine Belehrungen von anderen mehr anzuhören braucht.”

    In diesem Sinne: Ein frohes, gesundes, erfolgreiches und erholsames Jahr 2021 euch allen.

  3. Schöner Bericht.
    Nimm Dir beim Auto, beim nächsten Mal direkt ein Tesla Model 3 (also vollelektrisch), es sei denn die Familie wird größer.
    Das geht sich finanziell auch auf und vermeidet Abgase dann vollständig. Und ist ein tolles Auto.
     

  4. „Ich selbst kann den Klimawandel nicht stoppen, sondern hierzu benötigt es politische Vorgaben.„
     
    Für meinen Geschmack zu kurz gedacht und auch ein einfache/komfortable Denkweise, um einfach nichts zu tun.
    Man muss sich immer fragen „was passiert, wenn jeder so denkt?“. Sowohl positiv, als auch negativ. Daran kann man gut den moralischen Kompass stellen imo.
     
    Ansonsten aber ein schöner detailreicher Beitrag! Viel Erfolg und gute Gesundheit in 2021!

  5. Hallo Andreas,
    super Bericht! Danke dafür!
    Das kommt mir aus eigener Erfahrung alles sehr bekannt vor, nur dass wir älter sind, nicht aus dem Norden kommen und 2 Kidis haben. Sonst alles identisch, bis auf die Geldanlagen.
    Ganz liebe Grüsse in den Norden.
    Ralf

  6. Puh das war ja mal nen richtig langer Text.
    Erster Eindruck: Es wird deutlich zuviel Wert drauf gelegt was “die Anderen” von einem denken bzw denken könnten. Soziale Schicht, ein Automodell ausschlagen weil die Mitarbeiter (Konsumclowns) einen Vorgesetzten mit Polo belächelt haben, sich Sorgen machen ob der Sohn als verwöhnt ankommen könnte.
    Macht euch davon frei. Es ist zwar in unserer (deutschen) Kultur verankert dass wir den Mitmenschen nicht auf den Sack gehen möchten (penible Achtung derRuhestörung, Regeln, Gesetze) – dass ist ja auch alles schön und richtig so – man darf sich aber nicht verrückt machen lassen.
    Wähle deine Freunde nach deinem Herz aus und nicht nach deren finanziellen Lage.
    Frag nicht soviel uns nach unserer Meinung sondern zieh dein Ding selber durch – für meinen Geschmack hast du zuviel deutsche Aktien – aber was weiss ich/wir schon von der Zukunft – du musst letztendlich mit der Auswahl gut schlafen können.
    Du bist auf dem richtigen Weg und ich wünsche dir alles Gute – nimm das Leben nicht zu ernst und wie Stromberg zu sagen pflegt – immer schön durch die Hose atmen.

  7. Vielen Dank, Andreas für deine detaillierte Wegbeschreibung. Dies ermutigt mich als stiller Mitleser und bestimmt so manch andere. Viel Erfolg weiterhin!

    Was würdet ihr am Aktienportfolio ändern, oder sollten wir ganz und gar auf ETFs umsteigen?:

    Ich würde die Renditen inklusive Dividendenerträgen vergleichen (z.B. mit dem kostenlosen Tool portfolio performance) und versuchen so unemotional wie möglich nach den nackten Zahlen zu entscheiden – ohne die philosophische Diskussion.

    Was würdet ihr beim Lebensstil in unserer aktuellen Situation verändern, wobei eine Reduktion der Urlaube dabei tabu ist. Wo seht ihr Ansatzpunkte, genügsamer zu leben?:

    Hm, du schlüsselst den Posten “privater Konsum” mit 1700 Eur/Monat nicht weiter auf. Aber dieser Posten schwenkt ganz deutlich die Fahne, wenn du nach Ansatzpunkten fragst. Hast du dir jeden Monat einen neuen iMac gekauft? 😉

    Was haltet ihr von einer eigenen Immobilie im Alter? Wir tendieren dann zur Mietwohnung:

    Wie schon andere kommentierten, ist dies eher eine Lifestyle Entscheidung. Möchte man z.B. bereits eine seniorengerechte Wohnung mit Fahrstuhl oder weiterhin den Garten und bucht sich dann einen Gärtnerservice, wenn man etwas wackeliger auf der Leiter zum Heckenschneiden steht?

    Was haltet ihr von der Riesterrente, würdet ihr diese in unserer Situation beitragsfrei stellen? Gleiches gilt für die Rentenversicherung und die Lebensversicherung? Die BAV habe ich bereits beitragsfrei gestellt.:

    Ich persönlich halte von Riesterverträgen gar nichts. Hier würde ich auch die Rendite vergleichen und eventuell sogar das Produkt auflösen und umschichten, wenn es sich lohnt. Es sind ja noch ca. 15 Jahre bis zu deinem Wunschrentenalter (mal abgerundet). Diese zukünftig entgangene Rendite auf 91k machen mathematisch noch etwas aus. Die Vertragsbedingungen, die ich bei Bekannten gesehen hatte, garantierten mehr oder weniger nur die eingezahlte Summe…aber natürlich kenne ich deine nicht.

    Was fehlt in unserer asset allocation (Kryptowährungen, Anleihen)?:

    Wenn du nicht das Bedürfnis verspürst in andere Assetklassen hineinzuschnuppern, würde ich das so lassen. Nach Risiko-Rendite Gesichtspunkten ist es bereits super. Das schnelle Gesamtvermögenswachtstum kommt bei euch (wie bei allen anderen auch) sowieso vorrangig aus der Sparrate und nicht aus der Rendite. Aktuell plus 50k/Jahr ganz ohne Rendite. Das heißt, wenn du alles komplett in Cash halten würdest, hast du nach 15 Jahren 750.000 angespart. An dieser Stelle frage ich mich gerade, ob du komplett ohne Excel oder wenigsten den bekannten Zinseszinsrechner zinsen-berechnen.de für eine simple Renditerechnung unterwegs bist für deine persönlichen Hochrechungen? 🙂

    Wie seht ihr die Strategie zur Entnahmephase?:

    Zu Strategien für die Entnahmephase lese ich die inzwischen 41-teilige Reihe von Karsten bei earlyretirementnow.com https://earlyretirementnow.com/safe-withdrawal-rate-series/ Mir gefällt die “Glidepath”-Strategie mit einem höheren risikoarmen Anteil am Anfang, der sich über die Zeit reduziert. Du musst aber ja “nur” die Jahre von 60 bis 65 überbrücken, weil dann wie von dir beschrieben ein Renteneintritt ohne Abschlag für dich bereits möglich ist. Das hört sich für meine 35-jährigen Ohren sehr machbar an. 🙂 Wahrscheinlich sind ein paar Jahre früher durchaus drin.

    Nimms mir nicht übel, aber viel Mathe hast du nicht reingesteckt, oder? 🙂 🙂
    Trotzdem ganz liebe Grüße, viel Erfolg und vielen Dank für deine Transparenz

  8. Liebe Gemeinde,
    schöner Beitrag von Andreas, recht sachlich und umfassend.
     
    Einen Kommentar zu John Gersts Kommentar: john, ich mache mir selbst auch sehr viele Gedanken wie man nachhaltig lebt, arbeite selbst im Bereich der neuen Energien. Den Hype der gesamten Autoindustrie Richtung Elektro halte ich jedoch für unsinnig, ebenso wie die zahlreich verkauften SUV’s mit mehreren Hundert PS und E-Kennzeichen. 
    Leider löst aber auch ein vollelektrischer Tesla das Problem nicht besser als ein Auto mit Vebrennungsmotor, schon gar nicht, sofern der Strom ggf. aus einem Kohlekraftwerk kommt. Folgender ARTE-Film ist m.E. sehr gut recherchiert:
    https://www.arte.tv/de/videos/084757-000-A/umweltsuender-e-auto/
    Neujahrsgrüsse
    Lars

  9. Die Instandhaltung zahlst du auch als Mieter letztlich mit , wenn der Vermieter kein totaler Trottel ist : alle nicht umlegbaren Kosten sind in der Miete enthalten. Die fiktive Miete musst du jedes Jahr um die Inflation und ggfls sogar mehr gemäß Mietspiegel ansetzen. Zur Miete zu wohnen( wenn man das Eigenkapital zum Kauf hätte) ist letztlich eine Lifestyleentscheidung : der Mieter zahlt für die Bequemlichkeit von diversen organisatorischen Tätigkeiten verschont zu bleiben und bis auf echte Modernisierung nicht von plötzlichen Ausgaben getroffen zu werden. Dafür zahlt er ein Aufgeld, das die echten Kosten der Immobilie übersteigt. 

  10. Ein Frohes Neues Jahr Tim, Andreas und allen Kommentatoren
    Ein sehr schöner Leserbrief, der erfreulicherweise nicht nur Geldaspekte beleuchtet, sondern Andreas möchte das soziale und kulturelle Kapital ebenso wie das in Euro oder Dollar mehren. Den Aspekt des gewünschten Aufstiegs (für seinen Sohn oder für die ganze Familie) in eine höhere Gesellschaftsschicht finde ich sehr spannend und ich hoffe, Andreas kann noch konkret erläutern
    – wie er es unternimmt (wo st,eht eigentlich, dass das so einfach wäre?) und
    – woran er erkennen wird, dass er es geschafft hat,
    zumal er den Weg, in ein Reichenviertel zu ziehen oder den Sohn auf einer entsprechenden Schule anzumelden nicht gehen möchte (und dafür nachvollziehbare Gründe hat).
    Also, wie steigt man ins gehobene Bürgertum auf, wie erwirbt man seinen “Stallgeruch”? Mein kleines Brainstorming dazu: Knigge, Tanzkurs, Rotary/Lion’s Club, Theaterabo, “strategisches” Spenden (so dass man erwähnt wird im Austellungskatalog, im Operprogramm etc.), Andreas’ Frau schafft Arbeitsplätze in ihrem Unternehmen, …

  11. Unser Sohn soll sein Vermögen selbst aufbauen, damit er lernt, mit Geld umzugehen.
    So ist es richtig!

    @Immobilie
    Was ist mit den Kaufnebenkosten der Immobilie? Wer bescheinigt die Wertsteigerung? In ein paar Jahren kann es durchaus eine negative Wertsteigerung geben.

    @Thorsti
    Erzähle hier keinen Schwachsinn. Der Mieter zahlt höchstens die marktübliche Miete.

  12. Wow! Außergewöhnlich reflektiert, besonders zu den nicht-finanziellen Klassenunterschieden und der Karriereplanung – könntest du zu beiden noch mehr sagen? Würde mich sehr interessieren.
    Zu den Fragen: Ich würde umschwenken auf ein ETF-Weltportfolio:
    50 % MSCI World
    20 % MSCI World Small Cap
    30 % MSCI Emerging Markets IMI
     
    Danke für den tollen Einblick und good luck!

  13. Den Hype der gesamten Autoindustrie Richtung Elektro halte ich jedoch für unsinnig
     
    Ich gestehe, als Angestellter in der Automobil-Zulieferindustrie, bin ich ganz froh, dass mittlerweile alle unsere Kunden bei diesem “unsinnigen Hype” dabei sind. Wäre doch schade für mein Unternehmen (und meine jüngeren Kollegen), wenn die Vorstände der deutschen OEMs diesen Trend komplett verschlafen/ignorieren … und die Unternehmen in ein paar Jahren vom Markt verschwunden sind  😉
     

  14. Ich finde es die richtige Entscheidung, wenn man sich für mehr Freizeit entscheidet, anstatt immer mehr zu verdienen und schlussendlich keine Zeit für seine Kinder zu haben. 
    Wenn du die Zeit hast, um dich mit den Unternehmen regelmässig zu beschäftigen, kannst du bei den Aktien bleiben. Ansonsten sind ETF’s viel zeitsparender, da du nur noch aufstocken musst und dir über die Auswahl und dem Timing keine Gedanken machen musst. 
     

  15. @ Rüdiger: Du schreibst einen Kommentar pro E-Auto.
    Sofern Du Dir den von mir beigefügten Link ansiehst, was sind die Argumente Pro-E-Auto (abgesehen davon, dass ggf. die Autoindustrie kurzfristig profitiert, da ggf. Autos aufgrund dieses Trends schneller ausgetauscht werden als ohne)?

  16. @Felix
    “Für meinen Geschmack zu kurz gedacht und auch ein einfache/komfortable Denkweise, um einfach nichts zu tun.”
    Bist Du derselbe Felix mit dem ich eine längere Diskussion hatte, welcher den anthropologisch verursachten Klimawandel massiv als unbelegt angesehen hatte, oder sind es mehr Felixe? 

  17. Hallo Andreas,
    mir hat dein Leserbrief gut gefallen und auch deine Gedankengänge. Dein Schreibstiel war auch angenehm zu lesen.
    Ich persönlich würde dein Reihenhaus nicht verkaufen und weiter darin wohnen. Wenn es nicht finanziell nötig ist. Außer ihr habt vor, das Halbe Jahr im Ausland zu verbringen, dann würde ich es eventuell in Erwägung ziehen. Mit der gesetzlichen Rente dürfte es doch üppig reichen.
    Warum du so viele Einzelaktien haben möchtest, verstehe ich auch nicht ganz. Da würde ich auch eher mehr auf ETFs setzen und ein konzentrierteres Einzel-Depot bevorzugen. Weitere Vermögenswerte würde ich nicht unbedingt hinzu ziehen.
    Man kann auch bei deinen Ausgaben für das Haus gut sehen, dass ein Haus ein Fass ohne Boden sein kann. Wir haben auch schon viel Geld ins Haus gesteckt
    Ansonsten würde ich meine Ziele ganz nach dem Motto angehen:
    Leb dein Leben und steh dazu, denn dein Leben lebst nur du.

  18. @Sparta: Keine Ahnung, was die Frage mit meiner Aussage zu tun hat, aber – wie du sicherlich an meinem Inhalt erkennen konntest, der in Richtung klimatische/ethische Verantwortung aller zielt- bin ich nicht der Felix, der Klimawandel leugnet 😉
    Ich lese seit langem mit, habe aber erstmals etwas geschrieben.
    Viele Grüße!

  19. Du schreibst einen Kommentar pro E-Auto.
     
    Absolut! Soll die deutsche Automobilindustrie den Markt der E-Autos vielleicht langfristig anderen überlassen? Ich mag Verbrenner, keine Frage. Aber diese “Romantik” darf nicht die Zukunft gefährden  😉
     

  20. Bezug nehmend auf die Frage

    Was würdet ihr beim Lebensstil in unserer aktuellen Situation verändern, wobei eine Reduktion der Urlaube dabei tabu ist. Wo seht ihr Ansatzpunkte, genügsamer zu leben?

    Was mir nicht ganz einleuchtet sind die aus meiner Sicht sehr hohen monatlichen Ausgaben. Besonders nachdem du (Andreas) von “einem sparsamen Lebensstil” schreibst. Was genau ist sparsam daran wenn ihr monatliche Ausgaben von 5420€ habt? Selbst wenn da fiktive Zahlen drinnen sind, alleine die Position für Konsum mit 1700€ ist meines Erachtens nach enorm hoch. So viel verdienen viele nicht einmal. Und >5k haben nur wenige Familien zur Verfügung.
    Unabhängig davon fehlen einige Details um das besser beurteilen zu können, aber die Kosten sehe ich ganz klar als Punkt an dem du ansetzen könntest. Entsprechend lässt sich auch die finanzielle Freiheit schneller erreichen und du kannst früher als mit 61 aufhören zu arbeiten wenn dir danach ist. Oder nur Arbeitsstunden reduzieren und mehr Zeit für die Familie haben. 

  21. @Leserbrief: Weiter so! Bei diesem Gehaltsniveau sicherlich machbar. Der Aktienanteil am Vermögen ist angesichts des guten Einkommens aber noch deutlich ausbaufähig. Warum soviele Einzelpositionen mit relativ geringer Größe? Eine selbstgenutzte Immobilie würde ich prinzipiell nicht zum Vermögen zählen, auch wenn natürlich ein Wert dahintersteckt. Gleiches gilt auch für Dinge wie die Betriebsrente. 

    @Klimawandel: Ich vermisse bei Debatten und fachlichem Diskurs zum Thema wichtige Aspekte wie die stetig steigende Weltbevölkerung als mögliche Trigger.

  22. Hallo Zusammen,
    Vielen Dank für das erste Feedback!
    @Ralf: hier war der Ansatz breit zu streuen und mir eine Art eigenen ETF aufzubauen mit Titeln die ich für gut halte. Habe noch einige interessante Titel in der Watchlist. Die Titel die ich jetzt habe will ich nachkaufen, wenn sich Gelegenheiten bieten. Die Einstiegsgrößen hingen häufig von dem zum Zeitpunkt verfügbaren Budget ab und die Barreserven greife ich nur bedingt an, damit das Abbezahlen des Hauses in 2022 sichergestellt ist. Der Bereich Aktien wird ab 2022 deutlich ausgebaut wenn der Abtrag wegfällt.
    @Christian: sparsam in Bezug auf die Einnahmen. Ich finde unsere Spaquoute in Bezug auf die Sparquoten der einzelnen Gehaltsperzilen 8,9 und 10 gut. Klar können wir deutlich genügsamer leben, dass habe ich ja selbst geschrieben. Die 1700€ Konsum beziehen sich auf 950 € bei meiner Frau ( Grobbilanz) welche sich auf alle Töpfe bis auf Ernährung verteilen. Die restlichen 750 € gebe ich für mich persönlich und die Familie aus. Davon gehen ca. 450 € monatlich in Dinge wie unsere 30 Tage Urlaub im Jahr und kulturelle Dinge wie Konzert, Museum, Tagesausflüge usw. sprich Dinge um unseren Sohn die Bandbreite des Lebens zu zeigen. Daran möchten wir nicht sparen, auch wenn es hier möglich wäre. Diese Ausgaben sind bis auf die Urlaube sehr aufs Kind ausgerichtet. Die verbleibenden 300 € sowie ein Großteil der 950 € meiner Frau bieten hier sicherlich Ansatzpunkte. Der Bereich Ernährung ist angestiegen, da wir hier deutlich mehr lokal einkaufen und ein wenig hat mich der Corona Hamstereffekt ebenfalls betroffen. Im Posten Kind sind alle Dinge wie Schulsachen, Betreuungskosten, Kleidung usw. mit drinnen. Hier gibt es sicherlich Sparpotenzial, gleiches gilt für den Block Kleidung bei mir und anteilig bei meiner Frau. Sprich du hast recht unsere monatlichen Ausgaben sind zu hoch und das werden wir uns dieses Jahr genauer anschauen ?
    @Peter und Nixolino: ihr habt recht wenn ich es logisch betrachte, kann mich jedoch nicht davon frei machen diese Gedanken zu haben ? daran muss ich wohl noch arbeiten 
     
     

  23. @JG : ja du hast recht ich habe bewusst wenig Mathe hereingesteckt. Wenn ich anfange zu analysieren verunsichere ich mich nur und bleibe dann nicht bei meiner Strategie. Führe das Haushaltsbuch auch in einem klassischen Buch. Die Einteilung ist auch nicht gut, so bin ich vor Jahren mal gestartet und führe es jetzt fort. Was mich freut ist das es funktioniert und ich vergleiche jetzt meine Aktieninvestments mit den ETFs. Die Riesterverträge aufzulösen habe ich auch schon überlegt, sie laufen aber gut und sind zu 100% im Plus. ETF auf den MSCI World ist günstiger. Daher schwanke ich gerade. Die BAV war ein Minusgeschäft. Zum Vermögensaufbau: Die 50 T pro Jahr auf 15 Jahre ist logisch, bin aber mal mit 29 mit 36 T€ eingestiegen und auch nicht auf die 100 T sofort gestiegen. Das Vermögen ist vorrangig die letzten 4 Jahre gestiegen. Vor 9 Jahren lag das Gesamtvermögen noch bei 70 T€.
    vielen Dank für deine Hinweise ??

  24. Ich picke mir mal das Standesthema raus: mit Menschen, die mir in irgendeiner Form zugestehen in ihren “Stand” aufzusteigen, wären mir wohl schon im Vorfeld so tief zuwider gewesen, dass ich sie garnicht erst kennengelernt hätte. Hier tust du gut daran nicht zu versuchen anderen gerecht zu werden und schon mal garnicht deinen Sohn hier irgendwo etablieren zu wollen. Wir leben in einer geilen, offenen und pluralistischen Gesellschaft, da kann dieser Standesdünkel nur behindern. Was ist denn ein gesellschaftlich anerkannter Beruf? (bzw welcher ist das nicht?) Ich sags nochmal: “Im gehobenen Bürgertum akzeptiert werden” bedeutet mit Leuten zu tun zu haben, die Standesdünkel auf andere herabschauen. Bist du sicher, dass das das richtige Setting für euren Sohn ist? Für meine Kinder will ich das nicht…
     
    Zu den Fragen: Das meiste kann man pauschal kaum beantworten. Der Förderanteil beim Riester ist bei eurem Einkommen so marginal, dass es schlicht keine Rolle spielt ob ihr den behaltet oder nicht (so der Vertrag selbst gut ist). Eure Lebenshaltungskosten halte ich für ziemlich hoch. Wir habem ungefähr dieselbe Einkommenssituation und können sehr gut mit deutlich weniger auskommen. Vor allem der Konsum und die Ausgaben fürs Kind sind recht hoch. Die coolsten Kindersachen gibt’s eh auf lokalen Flohmärkten oder bei Mamikreisel (Vinted) 😉
    Das Portfio gefällt mir, ich agierte ähnlich. Allerdings sind meine Positionsgrößen deutlich höher, die Anzahl aber geringer. Ich finde das übersichtlicher und leichter zu managen.
     
    Gut finde ich eure Einstellung zu Arbeit und Karriere und zum Reisen.

  25. Sehr schönes Vermögen. Gratulation.
    Was auffällt, sehr versicherungslastig. Wieso man die Riester mit mehr als 1800 € besparen sollte ist fraglich. Mit Frau und Kind am besten nur den minimalsten Betrag einzahlen um die Förderung noch zu erhalten.Das Produkt ist unter Kostengesichtspunkten fraglich usw.
    Die Aktien sind die typischen Dividendenaktien etc. Vielleicht auch mal bei Mittelstand schauen auch europaweit und internationaler. Nur so bekommt man mal paar verzigfacher.Es gibt sehr schöne Titel. Auch sollte man vielleicht mal darüber nachdenken,  will ich Aktien unter moralischen Gesichtspunkte haben.. z.b. Kriegsausstatter, Tabak etc 
    Und auch Etfs sind nicht die Superlösung für alles. Wenn Etfs,  dann wie du es gemacht hast,  die die weltweit anlegen. Spartenetf’s auch wenn die interessant erscheinen sollte man vermeiden (beim Crash ganz bitter ;))
    Vielleicht könnte man nochmal an der kompletten Alloaktion arbeiten. Beispiele für eine eine schöne Aufteilung findet man z.b. in einem Report ich glaube von der UBS wie die high net worth people ihr Geld anlegen. Hier könnte man es auf sich selbst zurecht schneiden. z.b. die ultrareichen setzen viel auf privat equity.. als kleininvestor könnte man es z.b. mit berkshire, sofina, 3i infrastructure, ackman van Haaren..  etc abbilden.. 
    Wichtig ist immer, meine persönliche Meinung, Kapitalanlage sollte konservativ sein und so wenig wie möglich es Institutionen anvertrauen oder irgendwelchen Mäntelkonstrukten. Ihr müsst später immer an euer Vermögen kommen und das nicht als Bittsteller beim Staat oder bei der Versicherung, die euch sagen,  wann ihr an euer Geld rankommt etc. 
     
    Ansonsten finde ich habt ihr einen super Ergebnis  .. Respekt,  auch das ihr eine Selbständigkeit noch aufgebaut habt ist super. Dieses bringt meist den größten Ertrag und das nicht nur monetär.
    Viel Erfolg weiterhin. Der Weg ist das Ziel… und übrigens … mit eurem Vermögen… ist man schon finanziell frei;) 
     
     

  26. @imdonger: in die reiche Schicht kommt man glaube ich nicht, selbst wenn man finanziell reich wird. Hier geht es häufig nicht um das Vermögen selbst, sondern um den Stallgeruch. Glaube auch nicht das dies erstrebenswert ist. Was ich jedoch gemerkt habe ist, dass meine Eltern viele Dinge hier nicht gemacht haben, weil sie es nicht konnten oder auch nicht kannten. In meine aktuelle Position bin ich durch gute Leistung, aber vorrangig durch meinen ehemaligen Vorgesetzten gekommen, welcher mich bewusst gefördert hatte (meine Kollegen kommen größtenteils aus einer anderen Schicht). Ich musste viele Dinge lernen fernab von Studieninhalten in Bezug auf Geschäftsessen, Freizeitgespräche usw. Ich gehe aktuell ähnlich vor und fördere hier auch zwei Jungingenieure.
    was ich meinem Sohn mitgeben möchte sind:
    – Privatschule ab Klasse 5
    – Fernreisen
    – Auch mal in einem Sternelokal Essen gehen, auch wenn ich selbst lieber ein Schnitzel Pommes essen würde
    – Museum, Oper, Theater
    – wenn er Lust hat Ruderclub
    usw.

  27. mit allem Respekt vor der Leistung. Aber dieses Denken in Schichten und Ständen lässt mich an einen Minderwertigkeitskomplex denken. Tut mir für den Sohn leid, falls er das auf seinem Weg so eingeimpft bekommt.

  28. @ Andreas
    Sparsam finde ich Euren Lebensstil nicht unbedingt. Ihr habt sehr gute Gehälter und mit dem eigenen Gewerbe auch Möglichkeiten für Abschreibungen. Dafür bleibt zu wenig hängen. Das Ziel der anvisierten finanziellen Unabhängigkeit mit 61 Jahren finde ich nicht ambitioniert. Das ist natürlich Jeden selbst überlassen. Aber besonders sparsam ist es nicht.
    Es wurden schon ein paar Hinweise gegeben. Ich kenne den Dienstwagen jetzt nicht genau.  Es gibt allerdings zwischen Polo und 5er BMW SUV? noch ein paar Modelle. Zukünftig wird zumindest mit dem Plug In steuerlich gespart. Habt Ihr ein zweites KFZ? Ich fahre übrigens bald trotz Firmenwagen mit dem Rad eine längere Strecke zur Arbeit. Geld spare ich so natürlich nicht und es dauert auch länger.
    Ihr habt ein Reihenhaus und den Garten für 11k€ umgestaltet. Im Norden sind die Gärten vielleicht etwas größer. An den kleinen Lord auf dem Pony, der die Ländereien des Earls überblickt kommen sie allerdings nicht ran. Ich weiß nicht was Ihr da genau gemacht habt, aber es wäre vermutlich deutlich günstiger möglich gewesen. Ist jetzt auch egal, da es vergangen ist, aber solche Posten würde ich mir in Zukunft genau ansehen, ob es auch anders geht.
    Du überdenkst 2 Positionen des Depots mit einer Gesamtsumme um 2k€. Ich will jetzt nicht auf Zykliker eingehen, aber bei den Ausgaben kannst Du bereits auf monatlicher Basis diese Summe durch geringere Ausgaben zusätzlich investieren. 
    Falls Eure Immobilie in 10 Jahren wieder 100k€-200k€ an Wert gewonnen haben sollte, so ändert es nichts an dem Vermögen, dass Ihr für Eure Ausgaben benötigt. Allerdings betrachtet Ihr eine Wohnung als Option. Hier ist der Wert der Immobilie dann schon interessant.
    Gibt es bei Euch in der Region vielleicht einen Pass für Museen? So könnt Ihr viele Dinge besichtigen und zahlt jährlich verhältnismäßig wenig dafür. Wir nutzen selbst einen Pass. Wir haben jetzt auch einen Firmenwagen und machen viele Ausflüge. Haben wir vorher mit eigenem KFZ auch unternommen. Welche Ausgaben habt Ihr denn da? Tanken ist doch bereits inklusive?
    Ich trage beispielsweise einige Klamotten von H&M. Da ich ausreichend Sport treibe passen diese mir auch. 
    Die ganzen Kosten für das Kind kann ich auch nicht nachvollziehen. Es geht doch gerade in die Schule. So teuer ist beispielsweise ein Hort doch nicht oder was sind das für Betreuungskosten? Ich kann hier nicht sagen wo genau die Löcher sind, aber irgendwie gebt Ihr viel Geld aus. Ich habe zwei Kinder und wir zahlen auch für Klavier und Flöte, Schwimmkurse usw. Im Süden ist so etwas vermutlich auch nicht günstiger.

  29. Schöner, informativer Leserbrief. 
    @Clownauto: verstehe Andreas hier sehr gut. Bin seit 2 Tagen im FIRE Ruhestand und hatte mir auch überlegt was für ein Auto, und das ja dann kein Premium-Dienstwagen mehr notwendig ist. Aber schon jetzt kommen in meinem “gutbürgerlichen” Viertel irritierte Nachfragen wegen FIRE. Deswegen habe ich jetzt einfach den gleichen Wagen wieder, keinen Bock auf noch mehr dumme Fragen, muss mich jetzt erst selber im neuen Lebensabschnitt zurechtfinden 😉
    @unterschiedliche Stände: auch das kann ich voll bestätigen, diese feinen Unterschiede gibt es und die erlebt man auch. Ich denke wir sind bei uns die Prolos im Block, viele wollen da nichts mit einem zu tun haben. Ist zwar auch irgendwie schade, auf der anderen Seite guter Filter um die wirklich interessanten Leute kennenzulernen. Und man hat viel zu lachen, wenn meine Frau und ich uns die letzten Schenkelklopfer der Nachbarn erzählen 😉 muss man wie Peter und andere schreiben unbedingt (ggf. lernen) darüber zu stehen um sein Leben selbstbestimmt steuern zu können. Auch wenn ich beim Auto selber eine Ausnahme gemacht habe 😉

  30. @Kiev: danke für die Anmerkungen. Ich bin bis gestern auf das Thema Sparquote eingegangen und die ist gut auch in Bezug auf die Perzentilen. Bin dann auf den Vergleichsrechner vom IW gestoßen und habe hier halt gesehen das unsere Ausgaben denen der oberen 11% entsprechen, was definitiv zu hoch ist. Euer Feedback bestätigt mir das Gefühl und jetzt schaue ich wo da Potential ist. Klamotten und Co trägt er keine teuren und vieles auch mal Second Hand. Aber die Ausgaben monatlich passen. Der Hort ist auch nicht so teuer und kostet 120 € im Monat ink. Mittagessen. Muss da mal in die Analyse.Der Garten ist vor der Zeit wo ich auf das Thema Finanzen gestoßen bin entstanden. Um die Finanzen aktiv kümmere ich mich eigentlich erst seit 2015, vorher war hier eine Wissenslücke. Der Garten ist übrigens sehr klein, da wir in der Innenstadt wohnen. Inkludiert waren hier Gartenhaus, Terrasse, Blumenbeete , Wassergebundene Decke und Zaun. Alle Materialien mussten durchs Haus. Aber der Garten war zu teuer?
    Beim Firmenwagen  ist alles drinnen. Benötige ihn für die Außentermine wo ich 3 mal die Woche 300 – 400 km am Tag fahren muss. Ein Turan usw. wird wenig durch die Hersteller subventioniert, sprich Grundausstattung mit Zuzahlung. Die SUVs gibts mit fast Vollausstattung ohne Zuzahlung.
    das kritische Feedback hilft mir, danke

  31. @andreas für die Leistungen für den Garten sind 11.000 € nicht unbedingt viel. Für ein Reihenhaus kann man auch schnell 30.000€ und mehr für den Garten ausgeben. Insbesondere so bald Mauern und Hangabsicherung im Spiel sind. Was im Norden aber nicht so häufig der Fall ist 🙂
    Wird häufig unterschätzt was ein Garten kosten kann von den Bauherren. Mein tägliches Brot.

  32. Noch ein Nachtrag zum Aktienportfolio. Das Portfolio wirkt Mainstream. Titel die empfohlen werden und die solide meist erscheinen .. zudem auch einige Titel .. die als optisches Schnäppchen erworben worden sind. Zudem tritt der home bias klar hervor. Die Frage ist auch, wenn das Ziel 100 Aktien sind.. ob es nicht nur eine scheinbar naive Diversifikation sein wird die schlechtere abschneiden wird als ein etf zu mal man ja bei Aktien auch noch das Thema Quellensteuer hat.
    Für die weitere Auswahl von Aktien … möchte ich noch auf eines der besten Bücher hierzu verweisen.. Peter Lynch. Der Börse einen Schritt voraus. 
    Er geht auch darauf ein, wieviel Aktien man im Portfolio haben sollte und aus welchen Segmenten.. Ist wirklich ein gutes Buch für den normalen Anleger.
    Ich schaue mir auch immer gerne den Vorstand an,  ob ich so einem überhaupt mein Geld anvertrauen möchte.
    Und zu guter letzt: Aktien die bereits im Dax, dow Jones sind.. sind bestimmt viele gut und gewachsen und die größten Unternehmen und durchaus Säulen für ein Depot. Das grosse Wachstum und den positiven Überraschungseffekt ist häufiger nicht mehr so gegeben und die müssen ihren Markt verteidigen. 
    Interessante Aktien kann man auch gut im Mittelstand finden .. Schweiz, Frankreich, Deutschland.. teilweise mit Familiemitglieder als Aktionäre die am Wohlstand der Firma interessiert sind.
    In deinem Depot ist ja z.b. Fuchs drin als gutes Unernehmen aus dem Mittelstand.
    Weiterhin viel Erfolg

    Nachsatz noch zu Riester. Wenn man es auflöst dann zahlt
    man Zulagen und Steuervorteile zurück. Könnte aber dennoch
    von Vorteil sein. Jedoch müsste man schauen wie die Kapital
    gewinne im Riester zu versteuern sind. Hier greift auch der
    persönliche Steuersatz. Evtl. muss die 12 Jahre gelaufen
    sein, das man dann nur mit Kapitalertragssteuer rauskommt.

     

  33. @Andreas 
    Erstmal toller Leserbrief und weiterhin viel Erfolg! 🙂 

    Kurz und knapp, die beiden Vanguard ETFs auf Developed und Emerging Markets behalten die sind TOP und weiter besparen mit einer vorher festgelegten Aufteilung (Grob nach BIP oder Marktkapitalisierung z.B. 70/30 oder 90/10).

    Den Rest nach dem Motto “Buy und Hope” stehen lassen oder wenn sich die Gelegenheit bietet verkaufen und auf die beiden ETFs aufteilen. Keep it simple.

    Eine Riesterrente ist legaler Betrug! Man sollte sich immer die Frage stellen: Cui bono
     

  34. @sammy das muss kein Widerspruch sein. Die marktübliche Miete sollte so hoch sein, dass alle Bedingungen erfüllt sind , also Kosten plus Gewinn abgedeckt sind. Ist das nicht erreichbar, dann nicht zur Vermietung kaufen. Deswegen gibt es ja auch Probleme in Berlin.  Für 3,90€/qm kann man nicht vermieten. Rücklagen sind so unmöglich und die Immobilie wohnt sich ab.

    @Quellensteuer Vorteil der ETF. ETF auf Schweizer Aktien hat was.
    Ansonsten sind ETF Käse mit der jährlichen
    Vorabsteuer. Wehe der Basiszinssatz steigt. Und wenn Olaf Geld braucht, dann wird er die Vorabsteuer bald auch Aktien und das als einheitliche und gerechte Maßnahme verkaufen.

  35. @ Andreas
    Der Garten ist in dem Umfang vielleicht nicht das einfachste Projekt für den Heimwerker. 
    Wir haben bei uns alle Deine genannten Elemente selbst entworfen und gebaut. Das war zugegebenermaßen auch nicht ganz günstig, da die Terrasse vor meiner sparsameren Zeit lag. Aber in Summe lag es dennoch bei der Hälfte Deiner Kosten. Die Terrasse war in unserem Fall auch nicht leicht zu errichten, da wir einen Altbau haben und Hochparterre.
    Freunde von mir haben tatsächlich in Richtung 30k€ für den Garten ausgegeben. Was das Einfamilienhaus gekostet hat möchte ich lieber nicht erwähnen. So werden sie jedenfalls nie ein Vermögen aufbauen können. Bei dem Garten meiner Freunde ging es beim Vorbesitzer schließlich auch ohne Änderungen. Ich hätte das auf jeden Fall anders durchgeführt. Bei Eigenheim vs. Miete habe ich bei Freunden oft gesehen, dass Miete zumindest von der Theorie besser wäre. Beim Kauf sind ein paar noch kostenbewusst und vergleichen das Haus mit der Mietwohnung. Dann wird umgebaut und es wird nichts mehr verglichen. Mit Miete wären sie aber auch nicht besser gefahren, da sie das Geld so anderweitig ausgegeben haben. Das erkenne ich an den verhältnismäßig niedrigen Eigenanteil beim Erwerb. Ich habe schon ein paar Freunde bei dem Kauf unterstützt. Ich halte mich hier in Sachfragen natürlich raus und gebe nur generelle Hinweise. 
    Das Problem mit der eingeschränkten Auswahl an Firmenwagen kann ich nachvollziehen. Wir haben beispielsweise einen Tiguan mit zwei Kindern. Ich hätte mir durchaus auch günstigere Modelle vorstellen können, aber das war nicht möglich. Jetzt gibt es natürlich auch den Tiguan als Hybrid, aber das blieb uns verwehrt. Somit müssen wir den vollen Satz bezahlen. Ein Hybrid wäre bei uns Schwachsinn, außer um den geldwerten Vorteil zu reduzieren. 
    Bei Deiner Aktienauswahl würde ich neues Geld in ETFs stecken und eher die Ausgaben untersuchen. Mit diesem Aufwand kannst Du vermutlich mehr rausholen. In den Urlaub fährt Ihr vermutlich mit dem Firmenwagen. Da sollten sich die Ausgaben in Grenzen halten. Die 1700€ für Sonstiges erscheinen mir auch sehr hoch. 
    Dein Thema mit den Gesellschaftsschichten sehe ich entspannt. Hier ist vielleicht Konsequenz in der Erziehung gefragt. Ich kenne jetzt keine Menschen bei mir in der Region die eine Privatschule nutzen. Das ist ich nicht notwendig. Wir haben eine wunderbare Schule und auch Professoren, Anwälte als Eltern. Eine Privatschule gibt es in unserer Stadt. Hier müsste ich meine Kinder auch täglich hinbringen und abholen. Dafür gibt es natürlich einen Service. Und wie besuchen sie dann Freunde auf der Schule? Vielleicht wohnen die alle weit verteilt in der Stadt. Bei uns können die Kinder sich fußläufig erreichen. Das finde ich wichtig. Ein alter Freund von mir war auch einem britischen Internet. Euer Netto Gehalt reicht nicht aus um die Kosten dafür zu begleichen. was bringt das Eurem Kind? Die Schule ist schon toll und als Sport wird Ski gefahren, Fechten, Polo, Motorcross usw. Aber die Freunde… Die sind bestimmt nett wie Freunde meistens sind. Aber sie kommen vermutlich aus weit wohlhabenderen Familien. Meinem Freund hat das vermutlich nicht gut getan. Er konnte den Lebensstil nicht fortführen ohne kontinuierlich geerbtes Vermögen abzubauen. Ich kenne auch andere sehr reiche Familien. Die Kinder gehen auf öffentliche Schulen. Sie tragen normale Klamotten und sind sehr gut erzogen. Die dritte Generation erscheint mir dynastisch gut vorbereitet, die Unternehmen weiter zu führen. Sind sind allerdings noch kleine Kinder.

  36. Hallo Andreas, 
    noch eine Antwort auf deinen Kommentar. Erst mal, ich finde es toll, dass du dir solche Gedanken machst und, dass ihr beidem eurem Kind etwas zeigen und ermöglichen wollt. Da kann man auch schwer diskutieren, denn im Endeffekt ist es eine persönliche Frage was man für sein Kind ausgeben möchte. Zusätzlich ist es wie schon geschrieben anhand der Positionen etwas schwer, da müsste man sich fast mal zu zweit hinsetzen und wirklich eine Detail-Analyse machen. Ich möchte dir dennoch noch ein paar Punkte die mir dazu einfallen mitgeben. Ob was brauchbares für dich dabei ist entscheidest dann einfach du. 😉 
    a) Ja eure Sparquote ist mit ca. 50% auf die realen Einnahmen (Gehalt) und Ausgaben gut. Dafür, dass ihr beide Vollzeit arbeitet und beide überdurchschnittlich gut verdient ist sie meiner Meinung nach jedoch etwas niedrig. 
    b) Du meintest bei Dingen wie Urlaub etc. für deinen Sohn möchtest du nicht sparen. 450€*12 für 3 Personen wirken dann auch gar nicht so übertrieben hoch. Deshalb nur eine Frage, zeigst du ihm auch wirklich die volle Bandbreite? Es gibt super tolle, super günstige Möglichkeiten Urlaub zu machen. Von einer Woche campen/zelten, über Bauernhof, oder Badeurlaub in der Nähe. Natürlich schadet es nicht auch mal eine Woche im Jahr wegzufliegen wenn man kein Problem mit dem CO2 Fußabdruck hat. Wie gesagt bei 3 Personen Urlaub und wirklich 30 Tage im Jahr lasse ich mir auch einreden, dass man 5,5k ausgibt. Ich will nur sagen, dass es auch günstiger geht und dem Kind deswegen nichts fehlen muss. So sehr bereichert ein Kind der Urlaub im Ausland meiner Meinung nach auch nicht. Bzw. wenn dann gezielt und ab einem bestimmten Alter. Man kann auch zu Hause mit Freunden schönen Urlaub machen und das ist bestimmt auch eine lohnende Erfahrung für ein Kind. c) Bei den verbleibenden 300+950, aber auch den 170 für Kleidung würde ich dir empfehlen das mal wirklich 1-2 Monate lang mitzuschreiben und jede dieser Ausgaben etwas genauer zu hinterfragen. Ich gebe die 170 wahrscheinlich in 6-12 Monaten für Kleidung aus (müsste nachsehen um es genauer sagen zu können), und kann mich damit auch in fast jedem Bereich sehen lassen 😉 Und da ist von Casual über Business, über Sport alles dabei. So schnell wird Kleidung ja auch nicht kaputt. Und die 1250 sind einfach ein verhältnismäßig großer Brocken.
    Wenn ihr da bemerken solltet, dass Ausgaben darin sind, die euch und euer Leben eig. nicht bereichern und ihr dann die Gesamtausgaben vl. um 600€ im Monat drücken könnt, dann wären das schon 7200€ im Jahr. Vl. hast du es hier schon mal gehört, aber viele Ausgaben sind oft auch nur normal für uns weil wir “alte Glaubenssätze” in unserem Kopf haben nach denen es gar nicht anders geht, weshalb wir nicht mehr so darüber nachdenken. Da du dir schon viele Gedanken zu dem Thema machst bin ich sicher, dass du hier bereits einiges aufgebrochen hast, vl. findest du ja auch noch etwas. Ob du das dann in dein Kind oder in die frühere Rente investierst ist ja deine Sache, aber über 10-15 Jahre kommt da mit Zinsen schon einiges zusammen. 

  37. Hallo Christian,
    danke für die Hinweise, das hilft mir. Werde jetzt mal detaillierter die Posten erfassen und nicht nur die Tagesausgaben im Block pro Tag. Bin gerade mal meine Amazon Liste 2020 durchgegangen, da war schon vie Schwachsinn dabei!
    Hinweis zu den Urlauben: wir fahren 3 mal im Jahr weg. Immer um Ostern herum irgendwohin wo es warm, oder kalt ist und dann 2 Wochen im Sommer Ferienhaus, Bauernhof ( Ferienwohnung), Zelten nur max. 2 Tage davon aber erst  zwei mal gemacht. Dieses Jahr möchte ich 3 Tage mit meinem Sohn mit dem Kanu los. Ziele sind hier Küste Deutschland ink. Niederlande und Dänemark und Berge (Deutschland/Österreich) jeweils im Wechsel. Frühjahr und Sommer immer mit Dienstwagen.
    Flugreise dann meist im Herbst. Dieses Jahr gehts nach Portugal. Ist bereits gebucht. Unsere Ferienhausvermieterin war total kulant und hat den Urlaub aus dem letzten Herbst kostenfrei auf dieses Jahr umgebucht.
    2 Wochen woanders sehe ich für mich persönlich erforderlich zum Abschalten. Und hier will ich immer etwas neues sehen. Sprich ich fahre nie 2 mal an den selben Ort, es kann aber vorkommen das ich 50 km weiter Urlaub mache. Sprich neuer Bäcker, neuer Supermarkt, neue Natuerlebnisse in der unmittelbaren Umgebung. Unser Sohn nimmt dabei was mit, aber es geht vorrangig um uns.

  38. @Kiev
    Wow, starke Zusammenfassung deiner Gedanken. Ich glaube da kann der Leserbriefschreiber einiges mit nehmen. Deine Ausführungen decken sich auch sehr mit dem was ich mir dachte beim Brief lesen. 
     
    Ich will da jetzt aber auch gar nicht groß meinen Senf dazu geben, weil der gute Mann deutlich weiter ist als ich und gehaltstechnisch sich in ganz anderen Sphären bewegt. Das einzige komische ist, dass er fast so ewig arbeiten will, obwohl er doch locker in ca. 10 Jahren das schon schaffen kann, ohne zu “hungern” 🙂
     
    P.s. Auch von mir Prost Neujahr! Grüße an Tim und der angenehmen Community 🙂 auf die Gesundheit, den Rest schaffen wir eh. 
    -M

  39. Ich finde den Leserbrief gut und auch realistisch. Ob das Ziel nun früher erreicht wird oder nicht, ist auch nur in einem Teil in eigenen Händen, auch wenn ich davon ausgehe dass die Märkte langfristig steigen wissen wir nicht, wie die nächsten 5, 10, 15 Jahre laufen werden.
    Tipps kann ich keine geben, ausser seinem Weg treu zu bleiben. Jeder Weg ist anders, jeder hat andere Prioritäten und Ziele. Für den einen ist das schnellstmögliche Erreichen der FF das Ziel, weil er den Job derart satt hat dass es nur diesen Weg gibt, für jemanden anderen ist das höchste Ziel möglichst glücklich zu sein und dies nicht erst ab erreichen der FF sondern möglichst verteilt auf sein ganzes Leben, für jemand wieder anderes geht es darum, seinem Kind oder Kindern möglichst viel mitzugeben, für wieder einen andern kann es ein sportliches, berufliches Ziel sein etc. von daher gibt es nie DIE Lösung.
    Man sollte sich aber immer wohl fühlen mit seinen Entscheiden, es bringt nix, sich in ein Korsett zu zwängen. So sehe ich auch die Diskussion der immer wieder diskutierten Frage, ob Einzelaktien in Grosskonzerne, ETF’s oder doch Small/Midcaps die sich noch enorm entwickeln können. Auch andere Assets beizumischen, man kann wissenschaftlich vorgehen oder man kann auf sein Bauchgefühl hören oder etwas dazwischen. Wichtig ist dass man sich wohlfühlt denn sonst ist man früher oder später geneigt, seine Strategie zu verändern, umzuschichten, es beginnt ein Hin- und Her was selten sich gut entwickelt. 
    Daher vielleicht mein einziger Ratschlag, nimm das ganze Feedback auf, lass dich aber nicht von deinem resp. eurem Weg abbringen und einfach durchziehen und nur Dinge ändern oder modifizieren, wo Du wirklich mit voller Überzeugung dahinter stehst und nicht weil es jemand von hier, Nachbarn, andere Eltern oder wer auch immer so sieht.

    PS: Für Beratung inkl. Investmenttipps oder auch sonst im Business habe ich eine einfache Grundregel jemand der mir Tipps geben soll sollte so 5-10x weiter sein als ich, also bei Dir beispielsweise jemanden der ein Vermögen von 5-10 Mio. aufgebaut hat oder falls man die erste Immobilie kaufen will jemand der schon 5-10 Immobilien besitzt oder gekauft hat etc. will nicht heissen dass jemand, der noch nie Aktien gekauft hat nicht auch gute Ideen haben kann aber man muss es halt immer mit Vorsicht betrachten und sollte sich nicht aus seinem Weg drängen lassen, nur weil es eine Meinung aus Vielen darstellt.

  40. @-M: die Gedanken kommen mir garnicht. In 90% der Arbeitstage freue ich mich dort hinzugehen. Ich habe dort enorme gestalterische Möglichkeiten und Freiräume. Ich muss mein EBIT Beitrag bringen aber sonst kann ich einstellen wen ich will, neue Geschätsmodelle ausprobieren. Darf dabei auch scheitern. Alles im Rahmen meines EBIT-Anspruches und der bleibt seit Jahren gleich. Das Ergebnis steigt und ermöglicht dann noch mehr Spielräume. Aktuell macht es einfach Spaß! Das muss nicht immer so bleiben, ist aber seit 2010 so der Fall?

  41. Ein privat genutzte Immobilie kostet ziemlich viel Geld. Das hast du oben auch sehr deutlich vorgerechnet. Bist du einverstanden damit, kannst du dich für diesen Lifestyle entscheiden. Man sollte auch bedenken, dass im Alter weniger Kraft/Energie zur Verfügung steht um die Immobilie ma zu unterhalten, bspw.: Rasen mähen, Wände streiche, putzen … sollte man sich mal überlegen.
    Bezüglich der Trinity-Regel und dem Entnahme-Anteil bin ich der Meinung, dass du zu konservativ an die Sache herangehst. Mann muss hier eigentlich nur einen, sehr wichtigen Faktor berücksichtigen: den Entnahmen-Zeitpunkt. Wann beginnst du mit der Entnahme und wie ist der Zustand vom Markt? Das heißt, wenn davon auszugehen ist, dass der Markt aktuell ein Bullen-Markt ist und die nächsten 10 Jahre so bleibt, kannst du ohne nachzudenken die 4-4,5 % entnehmen. Rein rechnerisch wird dein Portfolio weiter steigen und vermutlich iwo bei 5-10Mio stehen, wenn du in die ewigen Jagdgründe eingehst.
    Vorsichtig muss man sein, wenn die Markt-Lage in Richtung Bären-Markt geht. Solltest du in einer Krise wie dieses Jahr im März zu 100% auf Entnahme Umschwenken kann das dein Portfolio tutti completti ausbluten. Das kann man recht gut mit Excel nachrechnen. Einfach mal 3 Szenarien erstellen und mit einer mittleren Rendite von 7,5-8,5% rechnen (Wachstum Dax der letzten 30 Jahre).
     

  42. Hallo Andreas,
     
    besten Dank für Deinen Brief. Er ist sehr detailliert und gut strukturiert, was extrem hilfreich für eigene Gedankengänge ist. Du zeigst, dass Ihr Euch viele Gedanken über Eure Finanzplanung macht und Eure Ziele verfolgt. Weiter so!!!
    Ich hätte folgende Anmerkungen und Fragen:
    1. Wieso betrachtest du den geldwerten Vorteil Dienstwagen als Einnahmequelle?
    2. Wieso Einnahme in Höhe von 510€? Es ist mir klar, wie Du rechnerisch auf 510€ (800-290) kommst, dennoch verstehe ich nicht, warum die Einnahme mit 510€ betrachtet wird. Weil du sonst 510€ für einen privaten Wagen ausgegeben hättest?
    3. Wieso betrachtest Du die Beträge für Wohnen (1.200€) sowohl bei Ausgaben als auch bei Einnahmen?
    4. Zum Thema Art des Dienstwagens. Was Du beschreibst (wie Kollegen über einen sprechen, wenn man ein „schlechteres“ Auto als nächstes Dienst-Kfz. nimmt bzw. als Vorgesetzter nicht ein entsprechendes Geschoss vorweisen kann) zeigt, wie sich Unternehmen durch ihre Mindsets unterscheiden. Du schreibst, Du würdest in einem großen/sehr großen Unternehmen arbeiten. Das tue ich auch. Bei mir käme niemand auf die Idee dies zu thematisieren. Nicht mal, wenn eine Führungskraft ein 08/15 Auto oder gar Bahncard 100 statt eines Dienstwagens nehmen würde. Das Gleiche gilt für alle Managementebenen. Ich würde mich bei der Wahl des Dienstwagens niemals nach den Urteilen oder Vorlieben meiner ArbeitskollegInnen orientieren. Das nur als Anmerkung.
     
    Gruß,
    Anton

  43. Hallo Zusammen,
    frohes Neues Jahr! Wie hat Euer Depot 2020 abgeschnitten und was nehmt Ihr Euch für 2021 vor?
    Ich bin recht zufrieden mit meinen ca. 18,7% und bin stolz im Corona-Crash ruhig geblieben zu sein und beherzt nachgekauft zu haben. Erstaunlich in solch einem schwierigen Börsenjahr.
    Trotzdem habe ich den Eindruck, dass ich noch zu “hibbelig” bin. Ich nehme mir vor, im Jahr 2021 weniger am Depot rumzuschrauben und einfach alles weiterlaufen zu lassen. Ich habe in den letzten Wochen zusätzlich in die Anlageklassen Gold & Kryptos diversifiziert.
    Bin auf Eure Berichte gespannt.

  44. Ich bin hier tatsachlich mal bei Bruno. Höre nur auf Menschen die deutlich weiter sind als du. Das fünf bis zehnfache an Vermögen generiert haben. Hier gibt es Leute die nichts erreicht haben aber Tipps ohne Ende geben xD

  45. @Anton:
    1. Wieso betrachtest du den geldwerten Vorteil Dienstwagen als Einnahmequelle?
    Es ist ja ein indirektes Gehalt wenn ich diesen auch privat nutze, da die Firma hier alles bezahlt auch in privaten Gebrauch ink. Schäden bei der Abgabe. Fahre ca. 25 TKM privat pro Jahr.
    2. Wieso Einnahme in Höhe von 510€? Es ist mir klar, wie Du rechnerisch auf 510€ (800-290) kommst, dennoch verstehe ich nicht, warum die Einnahme mit 510€ betrachtet wird. Weil du sonst 510€ für einen privaten Wagen ausgegeben hättest?
    Die Gedanken waren hier, dass der Wagen 800 € monatlich kosten würde, wobei man den privat nicht für 800 € ink. Abschreibungen und Unterhaltung bei 25 TKM finanziert bekommt. Müsste hier vielleicht mehr als 800 € ansetzen, wobei der private Wagen dann eher ein VW Caddy oder so wäre. Vom Vorteil muss ich dann noch die Reduzierung vom Netto durch die 1% Versteuerung abziehen. könnte den Posten auch weg lassen, dann sieht die Bilanz besser aus, hilft mir aber dann nicht den Lebensstil den ich jetzt pflege vergleichbar zu machen. Bei einer FU bekomme ich ja die Mobilität auch nicht mehr gestellt und muss diese dann selber tragen. Wäre was anderes wenn ich den Wagen nur dienstlich nutzen würde, dann würde ich ihn aber auch nicht zu 1% versteuern, dann würde er auf dem Firmengelände stehen bleiben.
    3. Wieso betrachtest Du die Beträge für Wohnen (1.200€) sowohl bei Ausgaben als auch bei Einnahmen?
    als Einnahme, da ich ja sonst auch in den Ausgaben einen Posten Miete hätte. Eine Art Wohndividende. Ansatz ist hier, eine Mietwohnung in der Innenstadt mit Balkon ohne Garten. Ein Reihenhaus kann ich hier nicht vergleichen, da es in der Innenstadt schon seit Monaten kein Reihenhaus mit Garten zum Mieten gibt. Der Unterschied bei den Einnahmen ist, dass ich die Zinsen für den Kredit abziehe.

  46. Was sich hier zeigt ist wie so oft dass die eigene Immobilie schön gerechnet wird. Was ist mit den Kaufnebenkosten sind diese im Kaufpreis komplett enthalten? Das was du an “Miete sparst” hast du an Instandhaltungskosten, Versicherungen, Grundsteuer, und vor allem auch Kaufnebenkosten zu zahlen. Eine Immobilie kostet nunmal und das nicht wenig.

  47. Ein privat genutzte Immobilie kostet ziemlich viel Geld…. Bist du einverstanden damit, kannst du dich für diesen Lifestyle entscheiden. Man sollte auch bedenken, dass im Alter weniger Kraft/Energie zur Verfügung steht um die Immobilie ma zu unterhalten, bspw.: Rasen mähen, Wände streiche, putzen … sollte man sich mal überlegen.

    Ja, allerdings kann man diese Dinge auch an Gärtner und Handwerker abgeben. Rasenflächen kann man verkleinern und etwas mehr Büsche an den Rand pflanzen. Ist die Immobilie für das Alter geeignet oder umbaubar ? Der Knackpunkt ist, ob man obwohl alles anstrengend werden könnte bis zum Tod einer der Partner ausharrt um was man ggfls. dann macht. Besser vorher überlegen. Auch in Wohnungen passiert das. Zweiter Stock, Dritter Stock ohne Aufzug können einen Umzug erzwingen. 

    Ich weiß noch nicht was ich dann machen werde, die Kinder wären dann ausgezogen. Wo wohnen sie dann und wohnen sie dann da auch dauerhaft, dass man nachziehen könnte ? Was passiert mit dem Ferienhaus, ist es noch erreichbar ? Haben wir dann noch Haustiere ? Da sind so viele offene Fragen , dass es jetzt noch keines Planes bedarf. Ein Umzug in eine kleine Wohnung sehe ich unkritisch. Man könnte das Haus verkaufen und eine Weile im Ferienhaus wohnen. Möbel müssten dann zwischengelagert oder entsorgt werden. Oder wir verkloppen alles, wenn die Kinder in Süddeutschland wohnen sollten und verkreuzfahren erstmal ein paar Jahre mit Zwischenaufenthalten über den Winter auf Teneriffa oder sonstwo.

    Auswandern im Winter (mehr als 180 Tage) nach Zypern wäre auch was. Das könnte man dann aus der Steuerdifferenz bezahlen ( Zypern 15%). 😉

  48. @Andreas
    Ok das hört sich wirklich nach einer tollen Arbeit an! 
     
    @Peter
    Oh ich habe noch gar nicht meine Jahresabrechnung gemacht. Normal ist der 31.12. Immer mein Tag an dem ich mir dafür Zeit nehme. Hole ich gleich mal heute nach 🙂 
     
    @Bruno
    Gute Einstellung auf andere zu hören die weiter sind. Ob es jetzt um Faktor 5 oder mehr sein muss ist die Frage, aber darüber muss man sich nicht streiten. Klug ist es allemal. Ähnlich wie mit Freunden. Man wird selbst zu einem Querschnitt von den Personen in seinem Leben. Es hilft erfolgreiche und nette Menschen um sich zu haben. 
    -M

  49. Es hilft erfolgreiche und nette Menschen um sich zu haben.
     
    Unbedingt! Und manchmal hilft es auch netten Menschen über die Schulter zu schauen, die mit einem deutlich kleineren Budget zurechtkommen … und trotzdem glücklich sind  😉
     

  50. @sammy es hängt vom Kaufpreis, dem Eigenkapital und den Zinsen ab. Wir haben beim Kauf unserer Eigentumswohnung so viel Eigenkapital gehabt, dass unsere monatliche Kreditlast (ca  900 DEM) so hoch war wie eine Vergleichsmiete . Dazu kam die Tilgung, sodass die Belastung in der Anfangszeit höher war. Sondertilgungen haben die Last dann stufenweise nach unten gedrückt. Die Zinsen waren noch deutlich höher als heute, die Tilgung habe ich trotzdem sehr hoch angesetzt. Und um sicher zu gehen dann natürlich kurze Laufzeiten . Dann hätte ich nach wenigen Jahren auf einen Kreditvertrag mit geringerer Belastung gehen können, wenn es beruflich nicht geklappt hätte.Heute vermieten wir für 950€ – das Doppelte. Und in zwanzig Jahren wird sie dann wohl 1700€ kalt kosten. Alle zwanzig Jahre halbiert sich der Wert der Papierwährung. Weder die Wohnung noch unser jetziges Haus könnte ich heute bezahlen. Inflation, steigender Bedarf in den Ballungsgebieten und Wertsteigerung über die Lage ( Städte wachsen außen, innen ist der Bestand knapp) sind die Treiber für höheres Immobilieneigentum – und für höhere Mieten. Deswegen bin ich lieber auf der Besitzerseite. Ausnahme : Baugenossenschaften. Kommt für uns mit Kindern nicht in Frage, die sind eher für Einzelpersonen oder Paare ( maximal 70 qm auf drei Zimmern ).
    Die haben schon vor 20 Jahren keinen mehr aufgenommen meine Frau hatte es probiert,
    auch in Berlin, sonst wären wir vielleicht da gelandet 😉
    Wohnrechte werden dort vererbt, man kann nicht spontan wohnen.

  51. @-M und @Rüdiger
    Das mit dem 5-10 meinte ich jetzt auf Investitionen (einfach deutlich weiter als man selbst aber auch nicht zu weit weg, z.B. würde es mir wohl wenig nützen mich mit Jeff Bezos über Unternehmen zu unterhalten da wir derart weit auseinander sind oder auch nicht mit Warren Buffett über mein Depot). Der Faktor (5-10) muss nicht Geld sein kann auch Erfahrung oder Wissen sein. Man kann auch von einem bettelarmen Mönch enorm viel lernen, es kommt immer drauf an wo man etwas dazu lernen möchte. 
    @Kauf oder Miete
    Es ist wie mit Aktien keine rein mathematische Geschichte. Es kommt insbesondere auch drauf an, wie sich der Markt entwickelt (Angebot und Nachfrage, Zinsen, Infrastruktur etc.). Man muss schon Annahmen treffen. Aber man darf auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, man kann nicht ein Haus mit Garten im Eigentum mit einer Etagen-Wohnung vergleichen. Wenn dann sollte man schon 2 nahezu identische Objekte was Lage, Grösse, Ausbaustandard etc. vergleichen. 
    Oft ist es aber so wie bei Andreas, das ideale Objekt gibt es dann entweder nur zur Miete (z.B. gut gelegene Stadtwohnung) oder nur zum Kauf (z.B. Reihenhaus am Stadtrand), da gibt es gar keine Wahl.
    Kauf ist häufiger ein Fass ohne Boden weil man automatisch den Lifestyle hochschraubt, höherer Ausbaustandard (Bad, Küche, Böden, Garten etc.) es ist ja “meins”, dann ist das aber halt auch nicht mehr vergleichbar.
    Beides hat Vor- und Nachteile, die ich jetzt nicht aufzähle da sie bekannt sind.

  52. Zum Thema Vermögensaufbau für Einsteiger : Früher gab es nur Aktien ( und Zinsen) , dann kamen Fonds auf. Die Aufschläge waren so hoch , dass es eine Unverschämtheit war (vor den Direktbanken verlangten Banken und Fondsgesellschaften 2% bis 5,25 %). Dazu kamen noch die Managementgebühren, das waren noch Mal 1% bis 3% jährlich. Man musste, wenn man Pech hatte ein bis zwei Jahre ausharren um seinen Einstiegspreis überhaupt wieder zu sehen.Dabei wären diese Fonds zur Risikominimierung und zur Glättung des Buchwerts ideal gewesen. Besser als Telekomaktien oder Neuemarktrisiken einzugehen.
    Heute ist es einfacher, und so würde ich heute vorgehen :  regelmäßig ausschüttende ETF mit TER<0,5%  ansparen.
    Ab einer gewissen Summe (20k oder 50k) würde ich die Dividenden aus den ETF sowie aus dem aktiven Einkommen nehmen um dann wie Beate Sander mit Einmalkäufen um die 1200€ in gesicherte Aktien einzusteigen.
    Ab 100k gehören dann auch Gold und Immos dazu ( ETC Euwax2 , Reits, ETF auf Reits).
    Ab 500k ist eine Strategie zum Werterhalt unabdingbar. Ich kenne niemanden, der zu 100% in 500k ist und keine Immobilien, Unternehmensanteile oder andere Assets zum Ausgleich hat.

    Und ja , es geht auch nur mit Aktien , nur mit Immobilien
    mit thesaurierenden ETf etc. Muss jeder für sich selbst entscheiden.Mit ausschüttenden ETF hat man die Möglichkeit Freibeträge auszuschöpfen und schneller in zusätzliche Aktien zu gehen.

  53. Thorsten, 
    alle zwanzig Jahre verdoppelte Kaltmiete?Dann müsste das Gehalt auch alle zwanzig Jahre verdoppeln, sonst ist für die normalen Menschen Miete nicht leistbar. Das kann ich nicht nachvollziehen und ist mir nie passiert die 20 jährige verdoppelte Kaltmiete. 

  54. @sammy: die Immobilie hat uns 250 T€ gekostet ink. Kaufnebenkosten. Wenn wir sie jetzt verkaufen würden und als privat für 400 T€ verkaufen würden haben wir in 14 Tagen einen Käufer. Bei 500 T€ bräuchten wir aktuell im Extremfall ca. 1 Jahr, was wir sicherlich überbrücken könnten. Eine vergleichbare Wohnsituation bekommen wir aktuell nicht für  die angesetzten 1200€. Mehr würden wir aber für Miete nicht ausgeben, hier wäre die Alternative weiter herauszuziehen, dann haben wir aber einen weiteren Arbeitsweg und das kostet Lebenszeit. Instandsetzungen hatten wir ca. 50 T€ in den letzten 9 Jahren, wobei ein Dach länger als 9 Jahre hält. Aber setzt man das an, dann kostet das Wohnen zentrumsnah 1650 €. Das ist für die aktuelle Ausstattung ein angemessener Preis den ich persönlich nicht ausgeben würde. Nehme  ich die ausgegebenen 50 T€ und die 250 T€ und einen konservativen Verkaufserlös von 400 T€ und gezahlten Zinsen von 44 T€ und eine Restschuld von 46900€, dann sind wir 9000 € im Plus. Abziehen müsste man die Verzinsung des Eigenkapitals zzgl. der Sondertilgungen über 9 Jahre bei 7% vor Steuern ca. 84T€. Dann sind wir 75 T im Minus. Als Gegenposition kommt die eingesparte Miete. Sprich solange die Vergleichsmiete unter 750 € im Monat liegen würde wäre es vor Steuern ein Minusgeschäft gewesen. Das ist aber nicht der Fall. Sprich aktuell liegen wir ggü. Mieten ca. 40 T€ im Plus, hätten wir mehr Geduld beim Verkauf auch noch mehr. Sprich die Immobilie hat besser performt  als eine 7% Aktienalage.
    Das ist nicht immer so, aber in unserem Fall hat es sich bis dato gelohnt. Unabhängig davon, dass wir parallel dazu auch gerne in diesem Haus wohnen?
    ein weiterer Vorteil war die Diversifikation des Vermögens.

  55. Ab 500k ist eine Strategie zum Werterhalt unabdingbar. Ich kenne niemanden, der zu 100% in 500k ist und keine Immobilien, Unternehmensanteile oder andere Assets zum Ausgleich hat.
     
    Wenn 100% in Aktien gemeint sind – in ein paar Jahren melde ich mich. Dann kennst du jemanden 😉 ….
     
    Werterhalt (dank Wertsteigerung!) über Dekaden? Kann ich mir nirgends besser vorstellen als an der Börse.
     
    @ Mattoc, Sparta
     
    Gibt es im neuen Kommer erhellendes zur “Entnahmephase” im Alter zu lernen? Meine Strategie steht zwar, aber Personen in meinem Umfeld können da Ratschläge gebrauchen. Wer mit seinen thes. ETFs in Rente ist, verfährt dann wie je nach Bedürfnissen…….?
     

  56. … technische Führungskraft in einem sehr großen Unternehmen … aber ich möchte nicht sagen, wo ich arbeite … Der Job ist definitiv sicher und das Unternehmen wird an mir festhalten … noch 110 T€ verdient … Chance nochmal deutlich mehr Geld zu verdienen

    Naja, die Anzahl großer Unternehmen ist in Deutschland ja begrenzt. Spontan würde ich auf Siemens tippen oder VW in Wolfsburg.

    Unser gemeinsames Nettoeinkommen beträgt 9.580 Euro im Monat

    Das liegt bereits jenseits jeglicher Realität in diesem Land.

    … hätte ich auf der Arbeit ein Image-Thema … Hier wundern sich seine Mitarbeiter über ihren Vorgesetzten

    Alles klar – das ist so unglaublich jämmerlich in jedwede Richtung. In diesem Land gibt es Menschen die arbeiten auf Anschlag und verhungern weil sie sich von ihrem üppig bemessenen Niedriglohn nichts zu fressen kaufen können und andere haben so viel Geld, dass sie sich Probleme erfinden müssen um der Langeweile auf Arbeit zu begegnen.

    Über den ethischen Aspekt möchte ich hier nicht sprechen, es ist rein eine finanzielle Entscheidung.

    Egoismus zählt im Zweifel halt mehr, als das Wohl des oder aller auf diesem Planeten. War ja schon immer so.

    Das führt natürlich unweigerlich zum Schluss, wenn man die Pairgroup „Familien“ wählt, dass wir 2700 € über dem Medianmonatseinnahmen einer Familie in Deutschland leben.

    Bist du dir sicher, dass du Durchschnitts- und Medianeinkommen auch nicht verwechselst? Ich habe den Eindruck du medianisierst dich selber und vergleichst dich dann mit dem Durchschnitt.

    Es wäre übrigens super, wenn ihr uns Anmerkungen zum aktuellen Portfolio geben würdet, denn dieses ist sicherlich ebenfalls nicht optimal.

    90% der Rendite bei Aktien macht man schon dadurch, dass man sich überhaupt für Aktien entscheidet, von daher würde ich sagen, dass eigentlich alles passt. Hast halt viele Überschneidungen mit deinen ETFs, aber das ist letztlich ja Geschmackssache. Ich würde vielleicht noch etwas Gold beimischen, 5 bis 10%, mehr aber nicht.

    Anteilig sind sogar einige dabei, die deutlich über unseren Einnahmen liegen, teilweise Faktor 3. Nur wenige liegen unter unseren Einnahmen.

    Das ist absolut surreal. Dann wohnst du vermutlich in einem Reichenviertel. Die erkennt man an den meterhohen Mauern und Wachposten mit Bluthunden die davor patroulieren.

    Der Aha-Effekt kam jetzt eigentlich im Herbst diesen Jahres, als unser Sohn eingeschult worden ist. Hier haben wir das breite Spektrum der finanziellen Verhältnisse kennengelernt. Wir möchten halt nicht, dass unser Sohn als verwöhnt empfunden wird, obwohl wir alles tun werden, um ihn schulisch und im Rahmen der Allgemeinbildung zu fördern.

    Na herzlichen Glückwunsch. Wenn ihr es euch leisten könnt, dann schickt ihn auf ein Eliteinternat mit viel Matheanteil. Dafür wird er euch zwar in jungen Jahren hassen aber in gediegeneren Jahren schlägt das dann manchmal in Dankbarkeit um. Ach, Kaviar essen sollte er auch unbedingt lernen damit er unter den Reichen überleben kann. Da lebt es sich allgemein besser als in so ziemlich allen Schichten darunter.

    Woran wir festhalten werden ist, dass wir weiterhin mindestens drei Mal im Jahr in den Urlaub fahren und uns die Welt angucken. Nicht teuer, sondern günstig. Dass uns das fehlt, haben wir schmerzlich dieses Jahr gemerkt und waren hier auf Grund SARS COV-2 nur elf Tage auf einer nordfriesischen Insel.

    Fun-Fact: Für die meisten Menschen dieser Welt ist das schlichtweg unmöglich. Egal ob Corona oder nicht. Weil sie arm sind. Arm in jeder erdenklichen Hinsicht. Also hört bitte auf zu jammern. >>SARS COV-2 “nur” elf Tage auf<< ist schon fast blanker Hohn.

    Ein Hinweis zu unserer aktuellen Situation: Wir haben uns alles selbst aufgebaut.

    Gratulation.

    Sprich wir sind beide spät in den Beruf gestartet und kommen aus mittelständigen Familien.

    Das ihr euch einen späten Einstieg finanziell leisten konntet, spricht eher schon für gehobene Verhältnisse.

    Zum Start ins Berufsleben haben wir keine zusätzliche finanzielle Unterstützung bekommen, sind parallel aber auch ohne Schulden gestartet (keine abzuzahlenden Studienkredite).

    Und wie habt ihr dann euer Studium finanziert?  Und warum solltet ihr überhaupt zusätzliche finanzielle Unterstützung zum Start ins Berufsleben bekommen, wenn ihr doch per Definition ab diesem Zeitpunkt selber Geld verdient habt?

    Ich selbst bin erst mit 29 Jahren in die 40-Stunden-Berufswelt eingestiegen. Meine Lehre zähle ich hier nicht als 40 Stunden Woche.

    Nur mal zum Vergleich: Ich habe 60-70h pro Woche für ein Leergeld von 350 EUR (auf 40h gerechnet) geschruppt.

    So ganz erklären kann ich mir das Ganze halt immer noch nicht

    Exponentielles Wachstum. Gibt’s nicht nur beim Investieren sondern überall um uns herum, wenn man das Glück hat aus privilegierten Verhältnissen zu kommen. 1/3 der Menschen in diesem Land muss im Dreck leben um das High-Life der restlichen 2/3 zu finanzieren. Da hast du bei der Familienwahl Glück gehabt.

    Wie bereiten wir uns auf den dritten Lebensabschnitt vor?

    Da ist jeder Mensch verschieden. Aus meiner Sicht, brauchst du dir da überhaupt gar keine Platte drum zu machen. Das du es dennoch tust beweist eher, dass du dich von jeglicher Realität abgekoppelt hast und dir Probleme erfindest um vermutlich die Alltagslangeweile zu überbrücken. Warum du das machst weiß ich auch nicht.

    Nicht ganz verheimlichen möchte ich, dass ich innerlich den Wunsch verspüre, dass unser Sohn mal eine Familie gründen wird und finanziell erfolgreich wird.

    Ob er eine Familie gründet oder nicht ist seine Sache, da hast du kein Mitspracherecht. Diesen Wunsch solltest du beerdigen und letztlich mit dem Leben was dann sein wird.

    Dabei muss er keine hohe Position einnehmen. Mein Wunsch ist hier einfach, dass er einen gesellschaftlich angesehenen Beruf verfolgt, welcher ihn erfüllt.

    Mit “gesellschaftlich angesehen” schränkst du seine Wahl schonmal ein. Nur “welcher ihn erfüllt” sollte eine Rolle spielen.

    Wunsch ist es, dass wir es gesellschaftlich schaffen, dass er vom Stand her im gehobenen Bürgertum akzeptiert wird.

    Na dann ab ins Internat Elite-Universität. Was er davon hält oder gehalten hat, wird er euch zu gegebener Zeit dann schon mitteilen. Überlass die Entscheidung lieber ihm selbst, ob er zum gehobenen Bürgertum überhaupt dazu gehören möchte.

    Wir selbst merken, dass wir finanziell zu unserem Bekanntenkreis (wahre Freunde nehme ich hier mal bewusst heraus) passen.

    Was macht ihr eigentlich, wenn ihr eure Finanzen größtenteils alle verlieren würdet? Wechselt ihr dann den Bekanntenkreis um wieder zu “passen”?

    Der vollumfängliche Aufstieg in eine andere Schicht ist nicht so einfach, wie es manchmal dargestellt wird.

    Die Oberschicht kapselt sich komplett vom ganzen Rest ab und erschafft sich eine eigene Welt, in welcher sie ständig von einem Ort zum nächsten tingelt. Die Mittelschicht will mit der unteren nichts zutun haben. Die Unterschicht hat niemanden auf den sie herab schauen kann, die sind wahrscheinlich noch am humansten von allen. Alle wollen hoch, nach unten will man nur schauen und sich abgrenzen, so wie du es für deinen Sohn offenbar auch willst:

    Wir versuchen in unserer Erziehung, die letzten drei Töpfe bei ihm möglichst gezielt zu füllen.

    Warum schaust du für ihn auf seine Mitmenschen herab? Lass es ihn doch selber tun und entscheiden wo er hin will.

    Wenn es anders kommt und unser Sohn seinen eigenen Weg einschlägt, ist dies auch in Ordnung, aber vermutlich werden wir dann den dritten Lebensabschnitt anders leben. Wichtig dabei ist aus unserer Sicht, dass er unseren Wunsch nicht bemerkt, sondern seinen eigenen Weg einschlägt. Ihn in der Erziehung auf den Wunschweg zu begleiten und zu fördern, halten wir jedoch für legitim. Das erklärt sicherlich, warum unser primäres Ziel nicht eine maximale Sparquote oder die wirklich frühe finanzielle Freiheit darstellen.

    Ein Lichtblick.

    Mein Vater war Beamter und erhält eine auskömmliche Pension. Bei den Eltern meiner Frau sieht die finanzielle Situation ähnlich aus.

    Bei den Verhältnissen hattet ihr nie wirkliches Leid groß auszustehen. Sei dankbar. Es geht sehr vielen Menschen extremst viel schlechter. In diesem Land und in anderen noch deutlich mehr.

    … aber auch keine reiche Familie sind. 

    Also aus meiner Sicht bist du unverschämt reich, aber das ist wohl leider Ansichtssache. 

    … wo nicht nur wohlhabende Mitmenschen wohnen. Dies erdet doch enorm und macht nach unserem Eindruck deutlich glücklicher, wenn man nicht täglich das größere Haus, den größeren Wagen usw. sieht.

    Reichtum macht einsam, schürt die Angst ihn zu verlieren und kostet damit Lebenszeit. Wer nichts hat, kann auch nichts verlieren. Arme Menschen sind zumeist deutlich sozialverträglicher und geselliger.

    Was würdet ihr am Aktienportfolio ändern, oder sollten wir ganz und gar auf ETFs umsteigen?

    Wenn du mehr Freizeit haben willst: Nimm die ETFs, verkauf die Einzelaktien.Wenn du mehr Reichtum willst: Setz auf Einzelaktien und drossel die ETFs.

    Was würdet ihr beim Lebensstil in unserer aktuellen Situation verändern, wobei eine Reduktion der Urlaube dabei tabu ist. Wo seht ihr Ansatzpunkte, genügsamer zu leben?

    Ich würde an deiner Stelle mit solchen Finanzreserven mal ordentlich auf den Molly hauen. Wenn du selber aber glücklich bist, so wie es ist, dann passt es doch. Hinterfrage dich mal selber, was dich dazu bewegt so eine Frage zu stellen. Hast du an irgendetwas Zweifel? Bist du mit etwas Unzufrieden? Falls das der Fall sein sollte: Ändere es. Andernfalls lass es einfach so.

    Was haltet ihr von einer eigenen Immobilie im Alter? Wir tendieren dann zur Mietwohnung.

    Das kommt drauf an. Immobilie mit 4 Hektar Garten dazu könnte mit zunehmenden Alter schwierig zu pflegen werden, es sei denn du stellst einen eigenen Gärtner an. Das ist eine Life-Style-Frage. Was hast du denn für Hobbys? Sind das Stadtnahe Hobbys (Teamsport, Film, Theater, Oper, etc.)? Dann ist eine Mietwohnung in der Stadt vielleicht besser. Oder bist du leidenschaftlicher Outdoor-Liebhaber, Trapper oder Wanderer? Dann macht das Häuschen in der Pampa vielleicht mehr Sinn.

    Was haltet ihr von der Riesterrente, würdet ihr diese in unserer Situation beitragsfrei stellen?

    Ich halte von der Riesterrente garnichts und empfinde es als zutiefst beleidigend und volksverräterisch von Politik und Wirtschaft, allgemein den Oligarchen den ärmeren Teil der Bevölkerung mit solch dreckigen Produkten noch den letzten Cent aus den Arterien zu ziehen. Für dich musst du das individuell durchrechnen ob das passt mit den Steuererstattungen und Kinderfreibeträgen, etc.

    Gleiches gilt für die Rentenversicherung und die Lebensversicherung? Die BAV habe ich bereits beitragsfrei gestellt.

    Verhält sich genauso wie die Riesterrente: Ist der letzte Dreck. Bei deinem großen Arbeitgeber hast du die BAV vermutlich abschlagslos komplett oben drauf gekriegt. Die Masse der Menschen durfte sich bis vor Kurzem mit der ausschließlichen Entgeltumwandlung zufrieden geben. 

    Was fehlt in unserer asset allocation (Kryptowährungen, Anleihen)?

    Wenn du dir das selber geben willst, dann nimmste eben noch Kryptos und Anleihen mit rein. Du musst das dann halt alles pflegen und dich damit beschäftigen, wie deinen 4 Hektar großen Garten, damit da nichts verkommt. Andernfalls lass es eben weg. Für den Anleihenanteil würde ich lieber Immobilien nehmen. Die funktionieren, auf das Gesamtportfolio betrachtet paradoxerweise ähnlich wie Anleihen. Ansonsten Keep it simple.

    Wie seht ihr die Strategie zur Entnahmephase?

    Wie du schon selber erwähnt hast: Die Trinity-Studie ist nicht für die Ewigkeit. Ein Menschenleben eben auch nicht. Pass auf, dass am Ende des Geldes nicht noch Leben über ist. Sollte am Ende des Lebens noch Geld über sein, ist das dir in dem Moment eh scheiß egal.
     
     
     

  57. @Thorsten
    Man lass es doch einfach sein. Du schreibst hier solch einen Schwachsinn das kann man nicht mehr lesen. Du gehst einem damit dermaßen auf die Nerven. Hör auf damit!

  58. Immobilienpreise schwanken im Wert genauso wie Aktien. Glaubt nicht bloß weil ihr den Wert eurer Immobilie nicht täglich auf einer Kurstafel ablesen könnt, dass eine Immobilie irgendwie wertstabiler sei. Die Preise der Immobilien werden in Zukunft deutlich fallen.

  59. @Pat
    das mit dem Auseinanderstiften von Gehältern und Lebenshaltungskosten ist ein Problem. Die Gehälter steigen nicht so schnell. Daher müssen Menschen ins Umland ziehen und pendeln. Die durchschnittlich beanspruchte Wohnfläche pro Person ist erstmals gesunken. Die Wohnungen werden kleiner, weil es sich nur wenige leisten können. Die Verdoppelung der Miete und Immobilienpreisen ist ganz normal, es ist bloß immer von der Gegenwart aus unvorstellbar. Im Buch “Aktien oder Immobilien” stand schon vor 25 Jahren, dass es in Stuttgart Aufschreie gab , als die Quadratmeterkosten auf 2500 DEM stiegen und es wurde vorhergesagt, dass sie bald auf 5000 DEM steigen würden. Alles längst überholt 2.500€ in Stuttgart ? Ich denke wir sind da 4000€ bis 8000€ inzwischen.  Miete : früher 10 DEM kalt heute 10€. Das sind gerade Mal 20 Jahre. In der Innenstadt sind sie bei 20€, jetzt breitet es sich aus. Reiche Migranten kaufen in den letzten bei uns die Villen und übrigens auch die Gewerbeimmobilien auf ( Iraner, Syrer, Chinesen…) und es gibt immer mehr die erben. Der Mittelstand wird so verdrängt wie früher die ärmere Schicht. Aus meiner Sicht ist das ohne Steuerentlastungen und maximalen Wohnungsbau nicht mehr aufzuhalten. Ich frage mich wie lange es dauern mag bis der Druck abnimmt. 10 Jahre Minimum, eher 20. Und wenn alle ausgebildeten Menschen vom Land und aus dem europäischen Ausland in die Ballungsgebiete strömen, dann hört es so schnell nicht auf. Paris, London, NewYork,Moskau ( teuerste Stadt der Welt) sind mahnende Beispiele.
     

  60. @sammy
    Die Preise der Immobilien werden in Zukunft deutlich fallen.
    Alles ist möglich. Gefallen sind sie in meiner Lebenszeit noch nie, es gab Phasen der Stagnation. In den 80 ern bis 2000 waren die Immos in Hamburg im Stillstand. 20 Jahre, wo die Leute nur ihrGeld wieder herausbekamen ( aber drin wohnten oder vermieteten, es war kein echter Verlust ). Man bekam seine 5,6,7 Prozent Zinsen. Warum sollte man dann eine Immo kaufen ? Das Blatt hat gedreht als die Zinsen unter vielleicht 4% gingen und der Euro rapide das Bargeldvermögen abwertete.

  61. @Thorsti, … die 20 jährige verdoppelte Kaltmiete, … Immobilien werden niemals fallen. Um Himmels Willen, im neuen Jahr gleich wieder Märchenstunde.

  62. Hoppla, hier ist ja die Kommentarspalte explodiert seit gestern Abend. Kurze Anmerkung von mir als Börseneinsteigerin: kann mich einigen anderen nur anschließen. Mach dich frei von Vorurteilen anderer, Schichten- und Schubladendenken. Ein Vorgesetzter ist für mich ein guter Vorgesetzter, weil er seinen Job gut macht. Wenn er dazu noch mit dem Rad zur Arbeit kommt, sammelt er bei mir jede Menge Sympathiepunkte. Kommt er mit nem fetten Schlitten vorgefahren, “schmecke” ich immer einen bitteren Beigeschmack. Das nur als Denkanstoß. Viel Erfolg auf dem weiteren Weg zur finanziellen Freiheit! 

  63. @AktienNewbie
    Wow, selten einen so von Neid triefenden, vorurteilsbehafteten Text und eine so stark daraus entwickelten Ablehnung anderer Menschen gegenüber gelesen. Wirkt für mich eher so, als würde die Distanz was Kontakte zwischen Ärmeren und Reicheren angeht, nicht (nur) von den Reichen ausgehen.

  64. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Preisdruck-bei-Immobilien-koennte-nachlassen-article22265743.html
    Der Preisdruck lässt nach, aber es soll trotzdem teurer werden….
    Wer einen sicheren Job hat (!?) und HomeOffice machen kann will jetzt ein Arbeitszimmer oder zumindest mehr Fläche. Wer aufgeschoben hat, der hat sich im ersten Lockdown entschieden und sucht seitdem , wenn er noch nichts gefunden hat.

    Mietwohnungen gehen unter der Hand weg , aber das war schon immer so, Freunde und Kollegen werden empfohlen, die Maklergebühren gespart und der Mieterwechsel ist dann auch glatter, weil sich die Mieter kennen. Meine Wohnung habe ich einer Familie gegeben , sie haben über ein halbes Jahr gesucht und nichts gefunden. Kollegen vom Vormieter. Bestens.
     

  65. Ab 500k ist eine Strategie zum Werterhalt unabdingbar. Ich kenne niemanden, der zu 100% in 500k ist und keine Immobilien, Unternehmensanteile oder andere Assets zum Ausgleich hat.
     
    Nach den Untersuchungen von Thomas Picketty zufolge machen die Immobilien-Vermögen der Reichen und Wohlhabenden <10% zum Gesamt-Vermögen aus und das tatsächliche Finanzvermögen (Aktien, Anleihen, Gesellschaftsanteile) mind. 60%.
     
    Also BITTE den Immobilien-Besitz nicht überbewerten. Was an den Immobilien Interessant ist, ist einfach nur der Fremdkapital-Hebel der vergleichsweise einfach angesetzt werden kann. Wenn man aber Aktien und Immobilien bei 100%EK vergleich, geht es ganz klar zu Gunsten der Aktien.
     

  66. @Freelancer Sebastian
    Mein Plan ist nach vielen Jahren des Investierens so klar und einfach, dass ich keine weitere Lektüre mehr lese. Mir reichen sehr konservative inflationsbereinigte 3% p.a. Entnahme vor Steuern. Und das thesaurierende ETF-Depot wächst dann auf lange Sicht trotz Entnahme und unter Schwankungen weiter. Ich muss hier auch nicht irgendwas „auf Kante“ berechnen und entnehmen. Ich mache mir da keine Gedanken mehr drüber. Deswegen kann ich dir zu neuen Büchern von Kommer auch nichts sagen.
    Themen wie:
    – Wechselkurse, die sich nicht „ausmitteln“
    – Sparpläne, die sich von den Dividenden „nähren“
    – Kauf von Immobilien mit „fixierten Nachbarn“ ohne dass ich weg kann 🙂
    – persönliche Dividendenrenditen (ohne jedes mathematische Verständnis des Gesamtzusammenhangs)
    – Wirecard, Bitcoin und Gold
    gehen mir am „Popo“ vorbei.
    Unaufgeregte Beiträge über ausgezeichnete Qualitätsunternehmen von dir und Aktieneinschätzungen, gerade auch von Claus, -M und anderen lese ich aber dennoch gerne. 
    Ansonsten lese ich eigentlich nur noch leicht amüsiert den Spam, den manche hier so absondern und bemühe mich, nicht getriggert zu werden (haha).
    Viel wichtiger ist mir persönlich aktuell die Frage nach einem „guten Olivenöl“ und einem „guten Öl zum Braten“. 🙂
    Kannst du oder gerne auch jemand anders konkrete Produkte (gerne auch mit Link) empfehlen? 
    Danke! Und dir und den anderen „angenehmen Persönlichkeiten“ hier im Blog ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.
     
     

  67. @Jahresabrechnung IZF 
    2020 ->    +6,8% Depot inkl. Cash 
    5jahre:  +6,06% p.A. 
     
    Nichts mit dem ich haussieren gehen werde, aber auch nichts zum schämen 🙂 mal sehen wie es in weiteren 5 Jahren aussieht. 
    Mit “all in” wäre ich bei weitem bisher besser gefahren, dass muss auch gesagt werden.
    Habe mir den Spass gemacht den IZF auf den MSCI World näherungsweise (1x kauf pro Jahr mit meiner Sparleistung) zu errechnen.
    Bisher hätte mir der MSCI World 10,80% p.A. gebracht. 
     
    -M

  68. @Frank: Danke interessanter Ansatz und du könntest recht haben. Am Beispiel unserer Immobilie wäre hier der Ansatz nächstes Jahr zu verkaufen, denn die Immobilie wird vermutlich  keine 800 T€ in 2031 wert sein wobei die Glaskugel hat keiner. Aber zu überlegen wäre die Immobilie zu verkaufen und mit 20% Eigenkapital etwas außerhalb was Neues gehebelt zu kaufen und die anderen 80 % in einen All World ETF zu stecken. Muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

  69. @Aktien-Newbie
    toller Post. Sehr reflektiert. Habe deine Ausführungen sehr genossen. Ich stimme dir in allen Punkten zu und insbesondere in dem Punkt mit dem Internat.
     

  70. @Andreas
    Du könntest aber auch das Objekt weiter abbezahlen, bzw. noch besser wäre sie zu vermieten und abzahlen zu lassen. Verbessert auch gleich nebenher noch deine Kreditwürdigkeit für weitere Objekte.
     
    Könnte man jetzt die Lizenz Geld zu drucken nennen…. Sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen.
     

  71. @Immobilien: Wohnen muss der Mensch irgendwo und die Nachfrage ist zumindest in den Ballungsräumen mit Speckgürteln weiterhin hoch. Allerdings kostet Wohnen immer, auch bei Eigentum mit bereits abbezahltem Haus oder ETW. Nicht zu unterschätzen. Ich würde das Thema Immobilie nicht überbewerten, es muss passen. Schwierig genug überhaupt was zu finden, egal um Miete oder Kauf. Echt krass hier in der Region.

    “Wow, selten einen so von Neid triefenden, vorurteilsbehafteten Text und eine so stark daraus entwickelten Ablehnung anderer Menschen gegenüber gelesen. Wirkt für mich eher so, als würde die Distanz was Kontakte zwischen Ärmeren und Reicheren angeht, nicht (nur) von den Reichen ausgehen.”

    Nach zweimaligem Lesen komme ich zu komplett anderer Ansicht. Manchmal kann das Spiegel-Vorhalten auch hilfreich sein und viele der Ausführungen sind gut geschrieben und reflektiert.

  72. @Frank
    falls der Eindruck entstanden sein sollte Immobilien sollten übergewichtet werden, nein natürlich nicht. 
    Reiche sind aber außer in Aktien auch oft direkt an Unternehmen beteiligt. Viele Reiche sind Unternehmer.

    @Freelancer ich drücke die Daumen. Oft ist die Familiengründung der Tritt in den Hintern, der die Lebensperspektive in Richtung Nestbau und Sicherheit verschiebt. Wenn es an der Börse funktioniert dann ist das Eigenkapital urgendwann vorhanden. Ich habe zweimal mein Depot verkauft ( bitter, bitter ) um das Geld für die Immo zu haben.

    Wir wollten eigentlich nie ein Haus, dann hat uns der Platz mit der Zahl der Münder und laufenden Beinchen gefehlt und das Haus fiel uns zu bevor der Markt dicht machte. Als Dinkypaar hätten wir wohl für ewig zur Miete oder Eigentum in einer Wohnung gewohnt. So viel Platz benötigen wir nicht.
    Wir haben gar nicht kapiert was wir für ein Glück hatten , haben Leute gekannt die ihren verschobenen Kauf bitter bereut hatten. Nicht weil sie das Geld nicht hatten , sondern weil sie zu feige waren oder zu hohe Ansprüche.

  73. Mal eine Frage an die Gruppe:
     
    Mein Depot ist ziemlich diversiert.
    Aber inzwischen sind vom gesamten Depot Wert 40 Prozent Alibaba und Microsoft. 
    Habe schon Mal überlegt die beiden etwas zu stutzen und etwas Mehr Ausgleich ins Depot zu bringen…aber die Steuer hat mich bis jetzt abgeschreckt.
    Was meint ihr???
     
    Nur antworten wer möchte…
     

  74. Zwitch 
    Es wäre in meinen Augen töricht. Es wäre als wenn die Chicago Bulls damals Michael Jordan verkauft hätten, weil er der beste war…sagte mal Buffett zum Rebalancen. Es macht keinen Sinn. 
     
    Überlege dir eher die schlechtesten Positionen zu verkaufen und in deine besten zu investieren. Ich glaube aber, da stehe ich mit meiner Meinung in der Minderheit 🙂 die meisten Investoren wollen Rebalancen. 
     
    -M

  75. Microsoft behalten. Alibaba reduzieren und zwei bis drei andere zukaufen. gasprom an erster Stelle ( maximal 5% Depotvermögen) kaufen.
    [Oh je jetzt kommt gleich der Troll und sagt “der Thorsti empfiehlt Russland- und Chinaaktien”.]

  76. Alibaba habe ich kürzlich eine Miniposition gekauft. Allerdings würde ich bei großem Depotwert einiges davon abschmelzen. So groß wäre mein Vertrauen nicht, vor allem wegen politischer Einflüsse. Microsoft dagegen bleibt ein Selbstläufer, da kann man wenig verkehrt machen, halten.

  77. Ich finde den Beitrag von AktienNewbie gut! Ich halte einiges für überspitzt dargestellt, aber es sind viele Punkte über die man diskutieren kann und über viele angeschnittenen Themen gibt es Bachelor- und Masterarbeiten im Fach Soziologie mit unterschiedlichen Wertungen und nicht der einen Wahrheit. Ich habe dargestellt was ich denke und nicht ob das der ethisch „richtigste Weg“ ist.
    Beim Medianeinkommen habe ich mich am bedarfsgewichteten Einkommen der 50 % Familien in Deutschland orientiert und das liegt nach dem IW Köln bei ca.3400 € bzw. bei 2 Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren bei 1894 € pro Person (bedarfsgewichtet).
    Einnahmen nach dem IW Köln sind Löhne, Zinsen, Mieten, Vorteil eigengenutzte Immobilie usw.
    https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/HTML/2019/einkommensverteilung/index.html
    Feedback ist immer ein Geschenk und kritisches Feedback immer. Im Arbeitsalltag sollte Feedback immer direkt und erlaubt erfolgen.Ich habe mich hier anonym geoutet und muss halt auch mit Anmerkungen leben die ich persönlich vielleicht anders sehe, was jedoch nicht heißt das ich recht habe.
    @AktienNewbie: danke für deinen Beitrag!
     
     

  78. @Ralf…m….. Thorsten
    Das sind sachliche und vernünftige Ansichten…
    Im Endeffekt Muss jeder selbst entscheiden.
    Aber andere Meinungen sind immer interessant.
    Die provozierer und Vollpfosten im blogg ignoriere ich sind aber zum Glück in der Minderheit.
     
     
     
     
    VG zwitsch
     
     
     

  79. @AlibabaNachdem ich beruflich viel mit China zu tun habe und mich in dem Land etwas auskenne erlaube ich mir meine Meinung zu Alibaba zu teilen.
     
    Egal wie toll das Unternehmen sein könnte oder möglicherweise ist, ist die Einmischung der Partei in Bezug auf Einlassung von Gesetzen eine red flag. 
    ganz einfaches Beispiel für jedermann zu verstehen: man sehe sich die Verfahrensweise von CN mit Hong Kong an und wende das beobachtete auf alibaba an. Somit kann man abschätzen was auf einen zu kommt.
     
    ungeachtet dem obigen investiere ich nur in Unternehmen die ich verstehe in Bezug auf Geschäftsmodell und Bilanz. E-Commerce verstehe ich ganz gut, aber Bilanzen von unternehmen in China? Ich hab mich von Wirecard fern gehalten und warum sollte ich dann jetzt in Alibaba einsteigen, wo ich nicht einmal direkt ins Unternehmen investieren kann, sondern nur in ADRs…
     
    wer sich ein Bild über Glaubwürdigkeit von ZDF aus China machen möchte, denke einfach mal an corona und die Berichterstattung aus fernost.
     
    lange Rede, kurzer Sinn: es gibt auch genügend seriöse Investments. Das die USA über ein delisting nachdenkt wissen hoffentlich alle. 

  80. Zwitch 
    Richtig, du triffst am Ende die Entscheidung.
    Noch ein Nachtrag: überlege dir, ob du auch ohne Verkäufe (Steuern zahlen, mindert auch die künftige Rendite) dein Depot einfach mit künftigen Investitionen automatisch wieder anders Gewichtest.
    Somit fallen deine 2 Highflyer womöglich in einem Jahr nicht mehr so stark ins Gewicht.
    Obwohl ich dir wünsche, dass sie irgendwann 80% ausmachen von deinem Depot. Ich wette du wärst im Ergebnis dann auch nicht unglücklich 😉
    -M

  81. @ Zwitsch
     
    Von Microsoft würde ich kein Stück hergeben.
     
    Bei Alibaba wäre ich sehr vorsichtig. Hier würde ich auf jeden Fall meinen Kaufpreis und einen für die Haltedauer angemessenen Gewinn sowie natürlich die zu erwartenden Steuern für die Gewinn-Realisierung abziehen. Chinesen haben häufig extrem undurchsichtige Bilanzen, ganz zu schweigen von politischen Einflüssen. Aktionärsrechte sind hier kaum existent.
     
    Als Ersatz wären für mich Alphabet und Hexagon erstklassige Langfrist-Kandidaten.
     
    Viel Erfolg!

  82. Hallo Andreas,
    Zu dein meisten Themen ist ja bereits einiges geschrieben worden und speziell zur Kindererziehung möchte ich nix schreiben. 1700€ als Konsumausgaben finde ich aber auch sehr hoch, beim Urlaub bin ich voll bei Dir.
    Was mich jedoch sehr verwundert ist dein Gehalt als Führungskraft (ich gehe davon aus du bist Abteilungs- oder Bereichsleiter) in einem großen Unternehmen. 
    Ich arbeite in einem großen Automobilunternehmen in Süddeutschland als Teamleiter. Ich sehe mich nicht als Führungskraft und schon gar nicht als möglicher zukünftiger Kandidat für den Vorstand. Dennoch ist mein Gehalt 120k plus flex Anteil. Bei mir im Team ist ein Mitarbeiter, welcher nach Tarif bezahlt wird, jedoch 40h hat und dein Gehaltslevel bekommt. 
    Ich würde da noch einmal in mich gehen und schauen, ob du da nicht noch einige Luft auf der Einnahmeseite hast bei gleichem Joblevel. 
     
    VG
    P.S. Meinen Freundeskreis kenne ich seit 25 Jahren (bin Ende 30) und damals hat sich keiner interessiert wer welche Eltern hat sondern es war nur wichtig wer den Fussball mitbringt. ich bin ländlich aufgewachsen und der Kreis ist immer bestehen geblieben. Inzwischen ist vom “einfachen” (ohne Wertung) angestellten Handwerker bis Firmenerbe mit ca. 150 Angestellten alles dabei.  Dennoch hat sich nix geändert. Immer wenn alle wieder in der Heimat sind trifft man sich wir vor 25 Jahren schon ohne das einer von oben auf die anderen runterschaut.

  83. Interessante Meinungen…
     
    Danke..
     
    Würde mich interessieren was tim zum rebalancen für eine persönlich Meinung hat.
     
    Danke im voraus für die Antwort,Tim
     
     

  84. @ Andreas
    Tolle finanzieller Erfolg, mit ungewöhnlich hohen Nettobezügen. Es gibt jeden Grund auf diese Eigenleistung stolz zu sein.
    Umso mehr verwundert mich das antiquierte Standesdenken, das m.E. um 100 Jahre zeitlich zurück versetzt ist. Ich bezweifele zwar nicht, dass es das gibt und bin auch immer wieder verwirrt, wenn es in einem Edelrestaurant für ein Menü mehr Gläser Geschirr und Besteck gibt als wir sonst so in einer Woche benötigen. Ich empfinde im Hinblick auf die materiellen Ressourcen geistig beschränkt.
     

  85. “Red Flag” passt in zweifacher Hinsicht. China ist evtl. nur über ETF zu berücksichtigen, da ist Alibaba bis Xiaomi alles drin. Wenn die Partei den Aktienhandel annektieren sollte nutzt auch das nichts. Ich hatte erwähnrn sollen das ich mich von Alibaba ganz getrennt habe.

  86. @ Sebastian
    Wenn ich den neuen Kommer richtig in Erinnerung, dann sagt er zu Entnahmephase, dass es keinen Unterschied macht, ob sich die Entnahme aus Dividenden oder Anteile-Verkäufen speist.
    Was er als schwerwiegender ansieht ist das Timingproblem, wenn mit dem Beginn der Entnahmehase der zehnjährige Bärenmarkt beginnen sollte. Das schlägt dann unmittelbar durch auf das Ende des Depots entsprechend weit vor dem Ende des Lebens. Aber das ist eh klar.

  87. Andreas,
     
    besten Dank für Deine Erläuterungen.

    Wie viel km fährst Du denn dienstlich? Man kann mit Fahrtenbuch trotz 1%-Regelung nich einiges rausholen. Allerdings muss das Verhältnis privat zu dienstlich passen.
     
    bzgl. Punkt 3. -> eingesparte Miete. D.h. du betrachtest die Kreditkosten (Zinsen) als Wohnkosten. Da sonst 1.200 als fiktive Einnahme der Ausgabe gegenüber stehen. Richtig?

    Anton
     
     

  88. @Anton: ja ich sehe das als Wohnkosten bzw. verminderte Mietdividende 1200 – 184 €.
    Ich fahre dienstlich 35 TKM im Jahr. Letztes Jahr auf Grund Corona dienstlich und privat deutlich weniger. Hatte hier 40 TKM gesamt auf dem Zähler.

  89. @Felix
    das ist meiner Meinung nach alles Theorie. Du kannst Charts zeichnen wo sich die nicht verkauften Stücke nach der Erholung. nach 5 oder 10 Jahren zur alten Stärke aufplustern ( im Kleinen hatten wir das im März/April 2020) während sich bei einer konstanten Entnahme ( das ist auch bloß eine Annahme, bei fallenden Kursen würde man mit gesunden Menschenverstand doch so wenig Aktien verkaufen wir möglich und ans Tagesgeld gehen, Konsum reduzieren etc) drastisch an Substanz verliert.
    Ich habe Rechenmodelle gesehen , da kam es exakt auf das Einstiegsjahr, Rentenbeginn etc. an. Und in zwei Fällen ( ich weiß die Gesamtanzahl nicht mehr) ist man mit dem Verkauf von Aktien vor dem Ableben gescheitert. Weil man eine Baisse erwischt hat und bei Rentenbeginn das Depot nicht mehr aufstocken könnte als der Aktienmarkt dann endlich haussierte. Und diese zwei Nulpen steckten irgendwo in den Jahreszahlen drin, ich konnte es nicht erkennen.

  90. @Andreas 
    schönes Einkommen und Ziele passen doch auch. Aber man merkt auch dass du nicht so richtig zufrieden bist. Dir fehlt da absolut die Gelassenheit wenn dein Job wirklich so sicher ist, dann ist es etwas anderes. Geh da mal in dich und ich gebe dem AktienNewbie auch absolut recht. Das hat auch nichts mit Neid oder ähnlichem zu tun. Auch wenn ich es nicht gar so drastisch ausgedrückt hätte. Aber bei manchen Dingen bist du wenig reflektiert. Auch die Aussagen mit den Reichen und Bürgertum sind sehr befremdlich in meinen Augen und den Augen der sog. Mittelschicht vermutlich auch…;)
    Auch was deine Vorstellung der Mittelschicht entspricht kann ich nur widersprechen. wenn einer der Eltern Beamter mit Eigentum ist und da noch was vererbt wird und hier noch was dazu kommt und da noch ein Grund vorhanden ist, dann ist das keine Mittelschicht. Dein Sohn wird niemals richtig Arbeiten müssen, was man so rausliest, ist dir das so nicht klar?
    Und erst mit 29 Jahren anfangen arbeiten zu müssen, ist für viele ein nicht vorstellbarer Luxus, wenn nicht gerade H4.
    Für mich ist Mittelschicht ein Leben ohne grossartigen Luxus, aber auch ohne Schulden führen zu können. Einmal im Jahr in den Urlaub und nen Golf als Auto zb.
    Ich denke dass der Großteil der Bevölkerung dieses als Mittelschicht wahrnimmt. Du schielst halt auf die sehr Vermögenden und hälst dich selber für den Mittelstand der bis fast 65 arbeiten muss, aber bei Mittelstandslebensweise mit 55 aufhören könnte wenn man es richtig anstellt, vermutlich sogar früher wenn man nicht in D wohnen möchte.
    Magst mal ne Kurzform vom Mittelstand?
    Vater eigentlich guter Job als Polizist, aber Alkoholiker, ab dem 9. Lebensjahr nicht mehr gesehen. Vor 2 Jahren Mitteilung vom Amt das man doch bitte die Beerdigung zahlen soll, obwohl nie Unterhalt gezahlt wurde.
    Mutter immer hart gearbeitet für 2 Kinder aber es kam nix bei rum, mit 61 dann an Krebs verreckt vor 9 Jahren.
    Erbe? 2 mal Beerdigungskosten und einmal die Habseligkeiten aus der Wohnung. Wenigstens keine Schulden. Ich denke das kommt dann eher an die Realität der Mittelschicht, als deine Version.
     
    Zum Portfolio wurde ja einiges gesagt. Ich persönlich finde auch dass man kein Gold oder sonstiges haben muss. Wenn du es leicht haben willst mach die ETFs. Wenn nicht dann kaufe auch ein bisschen Wachstum, in deinem Alter lohnt sich das noch leicht. Ich peile auch die 100 Unternehmen an und habe da keinen besonderen Mehraufwand, da ich es auch mag mich mit den Unternehmen auseinderzusetzen, ohne Geschäftsberichte zu lesen.
    Immos zum vermieten würde ich nicht wollen, wenn ich sowas erben würde, was nicht passiert, würde ich sofort verkaufen. Gerade du, der auch viel Reisen mag, da sind Immos schwerer zu händeln als Aktien am Handy. Und wenn du es abgibst, kostet es wieder Rendite, wenn überhaupt was überbleibt.
     
    Ansonsten befreie dich von dem Gedanken was andere wollen/denken/haben, dann wirst du auch gelassener und brauchst weniger Rat. Du bist absolut priviligiert. Wir befinden uns in ähnlicher Lage, habe aber um einiges mehr Urlaub, muss aber nichts vorweisen ala EBIT oder sonstiges, das ist für mich Freiheit. Das ich nach 7, 8 oder 9 Stunden einfach nach Hause gehen kann und die Arbeit dann am nächsten Tag nicht auf mich wartet, weil sie sonst keiner macht. Das sehe ich persönlich zb. als eher negativen Punkt eines Ings. an .
    Hatte da natürlich auch in gewisserweise Glück, aber ohne Fleiß kommt man an sowas auch nicht. Da ich nunmal wirklich garkeine Vorraussetzungen hatte.
    Aber solange du ihn magst und es Spass macht, passt doch alles. Ist bei mir genauso. Nur mit 55 aufzuhören wäre noch ein ungleich höherer Spass.
     
    @Thorsten
    ich bewundere ja wie ruhig du immer noch gegenüber diesem Typen bist. Würde da schon lange sehr ausfallend werden. Und muss mich unfassbar zurückhalten es nicht zu tun und ihn einfach in Grund und Boden zu beleidigen…:)

  91. @MarcoZ
    danke 😉 ich denke der gemeinsame Nenner bei Tims Forum ist der Vermögensaufbau mit Aktien und ETF, was letztlich ja auch Aktien sind. Die anderen Assets scheinen auch immer wieder durch und das ist gut so. Die einen bauen ihr Depot auf, die anderen rotieren , um ihren Depotwert mit weniger Schwankung zu erhalten.  Drum herum kreisen Job und Familie und derzeit Corona. Hoffen wir , dass es 2021 ein gutes Börsenjahr wird und alle ihre Jobs behalten. Ich finde es klasse wie offen hier manche Depots und Lebenssituation erzählen. Wie sollten wir sonst was lernen ? Reine Aktientipps gibt es überall, sie helfen Null, wenn man nicht weiß was und wann und warum.  

  92. @Free
    Habe das neueste Buch von Kommer nicht gelesen.
    Ansonsten gibt es ja sehr gute und deutlich detaillierte Ausführungen im Netz zu Entnahme-Strategien als hier in einen Kommentar passen.
    Ca. 3 % egal ob ausschüttend oder thesaurierend könnten vermutlich (bei ausreichend Diversifikation) reichen (egal ob “verbrieftes Recht auf Dividende” 😉 oder dem todesmutigem Anteilsverkauf (Thorsten schläft hoffentlich schon ;-)))…
    Ansonsten gibt es so viele individuelle Faktoren und Konstellationen, dass da pauschaler Rat nicht passgenau wäre.
     

  93. @MarcoZ: danke fürs Feedback und ist sicherlich was dran. Meine Beweggründe stammen aus 2 Grundthemen:
    1. meine Eltern waren sehr jung als sie mich bekommen haben und ich habe auch eine Schwester. Meine Eltern hatten trotz Beamtenstatus von meinem Vater nicht viel Geld die ersten Jahre. Beide waren 18 als ich unterwegs war. Sprich meine Schwester musste meine Kleidung als Mädchen auftragen. Es ging nicht jedes Jahr in dem Urlaub. Meine Eltern fuhren ein altes Auto was ständig liegen geblieben ist. Ich konnte nicht auf jede Klassenfahrt mit. Geld was ich brauchte entstand aus Zeitungsaustragen und auf dem Bau als Handlanger arbeiten. Während des Studiums musste ich bei meinen Eltern wohnen, Auslandssemester ging nicht. Habe das ganze Studium durch gearbeitet als Elektroniker zu 26%. Jetzt geht es meinen Eltern gut. Landflächen gekauft die zu Bauland geworden sind. Mein Vater ist mit der Zeit dann häufiger befördert worden und ein Beamter verdient im letzten Drittel am meisten. Das hat mich geprägt. Auch Sprüche ggü. meinem Vater wie z.B. du kannst doch kein Schützenkönig  werden, dass könnt ihr euch doch nicht leisten usw. haben mich geprägt. In einem Dorf kennt jeder jeden. Das hat mich geprägt und das will ich auf keinen Fall für meinen Sohn. Daher bringt mich von diesem Denken auch keiner ab, auch wenn ich vermutlich zu extrem unterwegs bin. Die Situation meiner Schwester sieht ähnlich aus wie die meiner Eltern in jungen Jahren und hier wird sich auch nichts mehr verändern. Hier fördere ich auch meine beiden Nichten und meinen Neffen weil meine Schwester es nicht kann und der Vater kümmert sich nicht.
    2. nach dem Studium bin ich als Ingenieur gestartet und dachte immer durch Leistung kommt man zum Erfolg. Das stimmt aber nur anteilig. In die aktuelle Position, wo ich ohne eingebildet klingen zu wollen, sehr gut bin wäre ich durch meinen alten Chef-Chef nie hingekommen. Er konnte selbst keine Kinder bekommen und hat mich extrem gefördert. Sei es bei den ersten Führungsaufgaben und beim persönlichen Coaching. Wir haben uns häufig nach Feierabend getroffen und sind Probleme und Lösungsmöglichkeiten durchgegangen. Er ist jetzt Rentner und wir treffen uns immer noch regelmäßig. Er hat mir auch die Karrierewege vieler meiner Kollegen beschrieben, sprich das was strategisch hinter den Kulissen in denen ich jetzt auch stecke besprochen wurde. Das konnte ich mir damals nicht vorstellen. Ein Großteil meines beruflichen Erfolgs habe ich diesem Mann zu verdanken und wir beide wissen das (wir haben in seiner Rentenzeit darüber gesprochen), dass ich den Job gut mache ist der zweite Teil der Medaille. Sprich nur Netzwerk bringt auch nichts. Aber nur durch Leistung wäre ich nicht da wo ich bin. Ich selbst fördere ebenfalls 2 Jungingenieure. Denke das ich das als Aufgabe mitbekommen habe.
    Daher möchte ich für meinen Sohn einen leichteren Start ins Leben. Wichtig ist aber ein Job der einem Spaß macht. Bei mir ist das der Fall. Einen Großteil der Zeit fühlt es sich nicht wie arbeiten  an. Die Biografien meiner Kollegen sehen anders aus als die meine sind sich aber alle ziemlich ähnlich. Zufall? Ich glaube nicht. Gleiches sagte mir mein Mentor, der selbst aus einer wohlhabenden Familie kommt. Das zur Erklärung warum ich mir bestimmte Dinge für meinen Sohn wünsche. Das hat aber nichts damit zu tun warum ich bis 60 arbeiten will. Das möchte ich weil es total Spaß macht. Durch den technologischen Wandel glaube ich aber das ich ab 60 vermutlich nicht mehr mithalten kann, dann muss finanziell alles geregelt sein. Daher stammen die eigentlichen Fragen in meinem Leserbrief.
     
    LG Andreas

  94. @Andreas das technische Mithalten ist ab 40 spürbar, ab 50 wird es nicht mehr ignorierbar. Einen Ausstieg besser mit 50 planen. 

    @Sparta “todesmutig”, klasse Humor.:)
    Wie wäre es mit “heldenhaft”.
    Man muss ja erst Mal was mit Ausdauer ansparen bevor man was verkaufen kann.
    Das genügt der “Heldentat”.

  95. @Mic: da hast du recht die Automobilindustrie usw. zahlen deutlich besser. In meiner Sparte nicht. Trotzdem würde ich für mehr Geld nicht wechseln. Mein Job ist sicher der aus vielen anderen Branchen nicht. Habe gerade Bewerber von Lufthansa. Die würden gerade gerne bei uns anfangen zu deutlich weniger Geld. Wir haben Gehaltsbänder auch im Bereich der Leitenden Angestellten. Vorstand wäre ich nicht geworden hätte aber eine Hierarchieebene aufsteigen können und da hat man keine Freunde mehr. Entweder kämpft man sich dann bis zum Vorstand durch, oder wechselt das Unternehmen. Einige machen dann den Abstieg und bekommen einen Trostjob. Sprich es wird ein Posten geschaffen den es vorher nicht gab und alle wissen es. Das ist nichts für mich.
    Geld ist nicht alles. Man verbringt viel Lebenszeit auf der Arbeit. Es gibt viele Branchen und Jobs wo man mehr Geld verdienen kann. Ich bin vollends zufrieden. Wobei möchte nicht wissen was man bei euch verdient wenn zur eigenen Sparte eine dreistellige MA Anzahl im mittleren Zahlenbereich gehört die man verantwortet 😉

  96. An dieser Stelle zitiere ich den Finanzwesir:
    “Mit 50 muss man arriviert sein. Egal ob als Beamter, Jurist, BWLer, Ingenieur oder Naturwissenschaftler. Egal ob als abhängig Beschäftigter oder als Selbständiger oder Unternehmer. Egal ob Akademiker oder Nicht-Akademiker. […] Arriviert sein bedeutet nicht, das zu tun, was man möchte, sondern dass man das, worauf man keine Lust hat, nicht machen muss.“
    Dem kann ich nur zustimmen. Wenn die Arbeit Spaß macht und der Arbeitgeber Spaß an einem hat, gerne bis 60 arbeiten, aber nicht mit Anfang 50 noch einen gut bezahlten Job suchen müssen, um den Lebensstandard der Familie und die Erwartungshaltung der Familie und Nachbarn bedienen zu können. Und das nur weil man zwischen 30 und 50 sein gesamtes Einkommen Monat für Monat verballert hat. 

  97. @Mr120kOEM
     
    es kann dann nur Mercedes oder bmw sein. Eventuell noch Audi. BMW wäre ein echter Traum Arbeitgeber. Audi naja… sag ich mal nix dazu und die CN Beteiligung beim Stern wird auch diesen im Abwärtstrend bestärken. Die Verbrenner-Plattform nach CN zu geben ist entweder konsequent oder totaler Humbug. Wir werden sehen.
     
    was ich sagen wollte: 120k hören sich im ersten Ansatz nach einer Hausnummer an, aber Stuttgart oder München sind teure Pflaster. Wenn wir mal außen vor lassen das ich persönlich sehr gerne bei BMW arbeiten würde, finde ich das Gehalt nicht so reizvoll um in den besagten Städten zu arbeiten. Ich habe das lange analysiert und auch gerechnet. Ich habe selbst an der TUM studiert ind kenne München gut – auch andere Großstädte kenne ich. 

    ich sag’s mal frei raus: du kannst von Haus aus schon mal ca. 1.000€ Ausgaben für muc Rechner die einfach so durch die Stadt dissipieren. Wenn du das verzwölffachst und Besteuerst bist du bei rund 25.000 oder 30.000€ und das was nach Abzug dieses Betrages übrig bleibt ist was dein Gehalt tatsächlich wert ist. Ist wie eine Art Stadt Inflation heist Geo arbitrage.

    geo arbitrage wird ja auch bei den Freunden des gepflegten Investments propagiert zB auswandern nach Südost Asien/Europa um steuern zu sparen und/oder Lifestyle Creep zu reduzieren.
     
    auf persönliche Aspekte bei der Standortwahl gehe ich jetzt nicht weiter ein.

  98. Andreas,
     
    also dienstlich 35tkm und privat 20tkm (gesamt 55tkm) -> Anteil dienstlich über 60%. Diese Rechnung würde bei Dir, wie ich es verstehe, natürlich außerhalb der Coronamaßnahmen zu erreichen sein. Bei mir ist es ähnlich. Bis März 2020 bin ich ca. 65tkm p.a. (privat davon ca. 15-20tkm) gefahren. Seit März fahre ich praktisch zu 95% privat, da ich dienstlich fast alles über Videokonferenzen erledige. D.h. für  2020 entfällt diese Option für mich.Zurück zu Dir. Da könnte es etwas herauszuholen sein. Dies hängt von dem 1% Anteil vom LP des Kfz (bekannt) und den Kosten, welche das Kfz. tatsächlich verursacht hat, ab. Dazu musst Du Dich an die  Leasinggesellschaft wenden. Wenn Du diese Daten hast, kannst mit entsprechender Steuersoftware (ich nutze WISO -> Freeware reicht aus) nachschauen, ob und wie viel Verminderung vom Brutto in Deinem Fall drin wäre. Dann könntest Du entscheiden, ob die Führung eines Fahrtenbuches (ist nach meiner Kenntnis dafür Pflicht) lohnenswert wäre. Dies ist schon ein gewisser Aufwand, klappt jedoch nach kurzer Zeit automatisch.
     
    Gruß, Anton

  99. Ich finde es beeindruckend, dass Andreas so bereitwillig feedback annimmt, auch wenn es provozierend, hart oder gar unverschämt daherkommt. Das findet man nicht oft.
    Andererseits ist er bereits hervorragend “aufgestellt” (da er eben nicht auf early retirement aus ist) und kann seine Entscheidungen von der Wahl des Autos bis zu den Plänen für seinen Sohn reflektiert begründen. Dazu kommt eine Arbeit, die ihm Spass macht. Also alles gut.
    In Blogs wie diesem hier wird oft behauptet, dass mit der Menge des angesparten Kapitals auch das Selbstbewusstsein steigt. Und so wie einige andere Kommentatoren sehe ich hier Nachholbedarf. Der Drang zu überprüfen, wie hoch die Sparrate von Familien mit vergleichbarem Einkommen ist, ihre Konsumausgaben, welche Dienstwagen die Kollegen wählen etc. und dann das eigene Profil danach auszurichten ist irritierend. Was soll das bringen?
    Andreas, Du hast Ziele formuliert, die bis ins Jahr 2038 und darüber hinaus reichen. Wenn Dein Einkommen und das Deiner Frau also reicht, um diese Ziele komfortabel und auf eine Weise, die Euch nachts gut schlafen lässt (und die im Einklang mit Deiner Herkunft und den gemachten Erfahrungen ist), zu erreichen, können Dir die Statistiken, wo ihr auf der Einkommenpyramide o. ä. steht, doch ziemlich egal sein. Das schliesst nicht aus, dankbar zu sein, für das, was man hat.

  100.  
    Nicht das Auto , sondern diese Aussage macht dich zum Clown.
    Ich selbst kann den Klimawandel nicht stoppen, sondern hierzu benötigt es politische Vorgaben.
     
    wegen solcher Gedanken ist Hitler an die Macht gekommen und die Kommunisten.
    Der Staat soll mal machen …..

  101. @Didi
    Die Hyperinflation hat begonnen! Zumindest im Bitcoin… 
    Also wenn man die Aussagen dieses Herrn hört (ich habe nur ein kleinen Teil gehört das reichte mir dann) dann ist doch alles klar. All-In Bitcoins aber man muss sich jetzt schon beeilen 😀 
    Tulpen konnten damals auch nur noch steigen, physikalisch wissenschaftlich mathematisch begründet.
    Und in der Tat, Bitcoins können steigen bis zum Mond oder bis zum Mars oder noch viel weiter, das wissen wir alle nicht, es gibt gegen oben nie ein Limit.
    Und trotzdem: Ich habe meine (auch rationalen) Gründe weshalb ich dort nicht investiere, aber jeder wie er will. 
    Einfach versuchen, bevor man sein Haus und Hof verkauft oder verpfändet und sein gesamtes Hab und Gut in Bitcoins steckt, mal rational sich damit beschäftigen und Pro und Kontra aufstellen. Und ja, oh Schreck, es gibt tatsächlich auch Risiken und nicht nur Chancen.
    PS: Man könnte ja auch eine Aktienbörse gründen mit einer ganz einfachen neuen Regel, ein Folgekurs darf nie tiefer sein als der vorherig gehandelte Kurs, d.h. Aktien die dort gelistet sind können nur noch steigen per Gesetz oder zumindest garantiert nie mehr fallen. Wäre das nicht wunderbar? 😀
    Und ja, ich finde man kann dort investieren, jeder der sich den Risiken und Chancen bewusst ist, für sich die Analyse gemacht hat, der soll das tun. Ob das ganze rational ist und abläuft, werden wir sehen. Wenn ich sehe dass jetzt Pensionskassen und Versicherungen etc. dort reingehen bekomme ich schon ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

  102. @ Mattoc
     
    Kann ich gut nachvollziehen. Mit Finanz- und Börsenlektüre bin ich auch durch (ab und an hole ich einen Klassiker aus dem Regal), der Plan steht. Über den erfolgreichen Vermögensaufbau wissen wir alle Bescheid. Da bin ich nun aber neugierig, wie die ein oder der andere dann eigentlich in der “Genussphase” verfährt.
     
    Erklärst du mir die inflationsbereinigten 3%? Welche Inflation legst du wann zu grunde?
     
    Beim Olivenöl halte ich es ebenso simpel wie beim Investieren. Das Native Olivenöl Extra in Bioqualität von Aldi bekommt immer gute Bewertungen, so weit ich weiß.
     
    Zum Braten von Fleisch kann ich naturgemäß nichts beisteuern 😉 , aber zum Dünsten, Garen und leicht Braten von allerlei Gemüse nutze ich Olivenöl bei 3/4 Stufe des Herds. Solange der Rauchpunkt nicht erreicht wird, ist ein spezielles Bratöl eigentlich nicht nötig. Meine Frau nutzt hierfür das von DM.
     
    Sehr empfehlen kann ich die Gewürzmischungen dieses Kräutergeschäfts, dessen Kräutergarten wir schon in Altenau bewandert haben:
     
    https://www.kraeuterpark-altenau.de/shop/index.php?k=12
     
    Der Gründer ist jahrelang durch die Welt gepilgert, um lokale Gewürzmischungen zu studieren. Da ist für jeden etwas dabei. Es lohnt wirklich 🙂 .
     
    @ Felix
     
    Danke für den Hinweis. Ein wenig Denksport ist also von Nöten. Wird nicht mein Feld sein. Ich gehe sehr gern arbeiten, mit 50 wahrscheinlich noch halbtags. Irgendwann werden die eingehenden Cashströme das Gehalt überflügeln. Mal schauen wie´s wird. Denke ich heute noch nicht dran.
     
    @ Thorsten
     
    Danke für´s Daumendrücken. Wir haben die Familie schon zu Studienzeiten gegründet. Niedrigeres Einkommen hatten wir nie wieder und trotzdem war es für die Kinder eine schöne Zeit. Für Musik und Sport war immer Geld da und die meisten wertvollen Dinge im Leben kosten so gut wie kein Geld.
     
    Wir leben heute genossenschaftlich am Stadtrand im Grünen, große Parkanlage direkt vor der Tür. Für alle Wohnkosten geben wir ca. 20% unseres Haushaltseinkommens aus. Passt.
     
    Die Verdopplung der Mieten nach 20 Jahren, die du erwähnst, sind nach der 72er Regel 3,6% p.a. . Finde ich jetzt nicht sonderlich heftig. Wenn man dann noch 5-7% “reale” Inflation zu grunde legt, wie du das oft tust, dann fielen diese Mieterhöhungen sogar noch vergleichsweise glimpflich aus.
     
    Bezüglich Schicht- und Statusdenken kann ich einigen Kommentaren nur beipflichten. Unser Freundeskreis besteht überwiegend aus alten Schulfreunden. Man kennt sich aus Jugend- und Kindheitstagen. Niemand muss etwas beweisen, Gehälter spielen überhaupt keine Rolle.
     

  103. @Nachtrag zu Bitcoin
    Nochmals ich sage nicht Bitcoins crashen zusammen, das kann auch passieren aber ist für mich nicht relevant. 
    Ich erhalte einfach bei Bitcoins wie übrigens auch bei Gold immer einen division by zero error, wenn ich es versuche zu bewerten, z.B. PE-Ratio.
    Und überall wo ich das erhalte geht es um Spekulation, also Trading, das kann gut gehen oder auch nicht. 
    Und das ist auch der Grund weshalb mir Angst und Bange wird wenn Pensionskassen etc. beginnen mit dem Geld ihrer Versicherten zu spekulieren.
    Und wie so oft: Ausgang ungewiss, die Geschichte wird erst noch geschrieben.

  104. @Wohnkosten

    Für alle Wohnkosten geben wir ca. 20% unseres Haushaltseinkommens aus. Passt.

    Habe gerade mal nachgeschaut, meine Wohnkosten betragen im Verhältnis zum Nettoeinkommen gerade mal 9,8%. So günstig lebt wohl kaum ein Eigentumsbesitzer.

  105. @Freelancer
    Ich habe ein einfaches Excelsheet mit folgenden Kategorien: Wohnraum (Miete, Strom, GEZ, Internet), Versicherungen, Mobilität (ÖPNV Ticket), LebenNahrungHaushalt, Unterstützungsleistungen/Spenden, Unterhaltung(TV, Handy, ZeitungsaboOnline).
    Das war es bei mir auch schon.
    Da schreibe ich den Euro-Preis jeweils zu Beginn des vergangenen Jahres und zum Ende des vergangenen Jahres hinter. So errechne ich meine persönliche Inflation gewichtet nach absoluten Beträgen. Im Jahr 2020 lag sie bei ca. 1,94%. Wobei ich in der Rubrik LebenNahrungHaushalt pauschal 3% Preiserhöhung ansetze , obwohl das eigentlich nicht stimmt. Ich komme mit dem gleichen Pauschalbetrag pro Monat seit Jahren gut hin in dieser Rubrik. Alles andere kann ich an tatsächlichen Zahlen einfach ablesen.
    Meine Statistik der letzten Jahre zeigt auch, dass ich im Bereich Miete nie Erhöhungen hatte. Wahrscheinlich nur Glück. Und es zeigt auch, dass ich für mich selbst immer weniger brauche, dafür aber gerne Unterstützungsleistungen an andere erhöhe. Je älter man wird, desto lieber gibt man anderen. So meine Erfahrung

  106. @Free

    Offiziell wäre ja bei statista oder anderen Seiten einsehbar.
    Müsste irgendwas aktuell bei ~ 1 % sein. Individuelle Inflationsraten können davon stark abweichen.

    Wobei ich glaube, dass die trinity-Studie überwiegend auf s&p 500 oder msci world angewendet wurde.

    Inwieweit sowas auch auf so 50, 100er Aktiendepot`s übertragbar ist, da könnten sich so die Mathematiker austoben, bzw. hierfür wird es Restunsicherheiten geben (ein 40 % 2er – Übergewicht wie bei Zwitsch ist für die knappen Fire-Depot`s vermutlich unter Risikogesichtspunkten bei knappen Fire-Kalkulationen suboptimal).

    Allerdings hat ein Bekannter z. B. den 5-10 fachen außerbörslichen “passiven” Cashflow von z. B. den Div`s von Claus und jammert mir dann die Ohren zu, wenn die Spritpreise für seinen SUV um ein paar Cent sich ändern (Laufleistung unter 12 k)…. 

    Soviel zum Thema “Genussphase”… 😉

    Mich wundert ja so merkwürdiges Schichten-Gedenke & so Jammerei von Leuten, welchen es schweinegut geht, trotz “älter werden” immer noch etwas… 😉
     

     
     

  107. Schichtendenken hat durchaus etwas mit dem Selbstwertgefühl oder der frühen Sozialisierung zu tun. Wer in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist wird empfänglicher für Schichtendenken sein. Mir ist es bspw total egal was andere haben oder denken.

  108. Mieten VS Kaufen
    Wir hatten die Diskussion hier schon unzählige Male. Bei den lerzten 20 Diskussionrn zu diesem Thema habe ich jeweils einen Artikel zu einer Studie der CS angefügt. Die CS hat herausgefunden, dass in der Vollkostenrechnung Kaufen 25% bis 30% günstiger ist als Mieten. Dies ist unter anderem auf die tiefen Hypothekarzinsen zurückzuführen. 
    Natürlich muss man auch erst mal ein passendes nicht überteuertes Kaufobjekt finden. Natürlich werden dem Mieter alle Kosten und auch der Gewinn des Mieters in Form von Miete in Rechnung gestellt weil wer eine Wohnung vermietet tut dies um Geld zu verdienen!

  109. @Andreas
    Wieder ein lesenswerter Leserbrief. Vielen Dank und alles Gute.

    Gehalt: das Gehalt ist sicherlich nicht soo hoch. Aber man muss das Gesamtpaket sehen mit 36 Urlaubstagen, interessanter & gefallender Tätigkeit, Sicherheit, Stressbelastung, Pendelzeiten, Freizeitwochenenden ohne Conference Calls usw. Ich denke da ist das insgesamt ein sehr gutes Gehalt.

    Status: Bei Ihrem Statusdenken wäre die größte Katastrophe vermutlich eine Scheidung. Arbeiten Sie mir Ihrer Frau daran (Doppelbelastung Selbstständigkeit), dass es dazu nicht kommt. Ihrem Sohn würde ich Geschwister wünschen. Da lernt er mehr übers Leben als auf einer Privatschule.

    Riester: Ich finde widersprüchlich einerseits Ihre Aussagen über gewollte Kosumausgaben (Auto…) und gleichzeitig über die Kündigung von Riester nachzudenken. Das passt nicht. Ein vernünftiges Auto würde Riester 10x in der persönlichen Rendite schlagen. Ich (als starker Riester-Gegner) würde in Ihrem Fall den Riester weiter führen. Sie haben ja schon Immo, Aktien, Betriebs- und gesetzliche Rente. Da ist Riester ein zusätzlicher (teurer) Diversifizierungs-Baustein für langes Leben.Sie haben genug Vermögen das weiter zu bezahlen. Vor einigen Wochen gab es hier im Forum eine erfreulich wertschätzende und inhaltsreiche Diskussion darüber. Vielleicht möchten Sie das einmal nachlesen.

    @Zwitsch  MSFT und Alibaba inzwischen 40%
    MSFT rebalaciert sich ja selber durch die ausgeschüttete Dividende. Da haben Sie ja zwangsweise schon einiges entnommen. Ich denke, da gibt es insgesamt zwei Sichtweisen.

    1- Bei Einzeltitelns ist Rebalacing unfug. Die Rennpferde weiter laufen lassen.

    2- Vergangenheit ist irrelevant. Schauen Sie sich Heute Ihr Depot an. Schauen Sie sich Ihre heutige Einschätzung der Zukunft aller Einzeltitel an. Wenn für Sie so aussieht, dass Sie es heute genau  so kaufen würden dann weiter laufen lassen. Wenn Ihnen eine Position zu groß oder zu klein wäre dann anpassen. Ein Resultat könnte sein MSFT zu erhöhen, ein anderes Alibaba zu verkaufen – oder eben alles so zu belassen. Wie sehen Sie denn die Zukunft der beiden Unternehmen?

  110. Die letzten Beiträge haben mir sehr gut gefallen , offenbar raffen wir uns hier doch noch auf.

    Sebastian wohnt in einer Baugenossenschaft. Damit hat er was Wohnkosten angeht ein Glückslos gezogen. 20% sind unter Durchschnitt 30% und mehr in der Großstadt normal.

    Eigentlich arbeiten hier in der Großstadt beide Partner um sich (normale) Wohnung und Sonstiges zur Miete leisten zu können. Ohne Luxus, aber vielleicht mit einem Urlaub im Jahr.
    Bei den ganzen Rechnungen zu Mietkosten versus Eigentum sind  Annahmen zu treffen und die treffen halt nicht immer zu. Wohnungen kann man nicht wie Aktien eben Mal so umschichten.

    Höhere Zinsen würden die Immobilienpreise drücken und auch die Wohnungsgröße.

    Wenn sammy 9,8% aufwendet, dann ist das ganz klasse, weil er dann mehr sparen kann.

    Tim hat ja auch lange in einer WG gewohnt , eine höhere Sparquote und hatte dadurch ein Anschubkapital.

    Wohnen ist das Teuerste und es muss vom Netto gezahlt werden. Da geht die Sparquote schnell runter, und nicht oft hat man eine Wahl, als Single hat man am meisten Alternativen.
    Als Doppelverdienerpaar ohne Kinder wohl die höchste Sparquote, man teilt sich ja alles. Und evtl. haben sie die besten Chancen Immobilieneigentum zu bilden, Kinder können ja noch nachkommen.

     
     

  111. @Bruno
    Das erinnert mich an eine Konversation mit einer alten Frau die eine Überweisung an das Finanzamt bei mir abgegeben hat und jammerte, wie gierig das FA sei. Ich sagte dann O Ton: Frau x ich hoffe irgendwann mal so viel Steuern wie sie zu zahlen und wenn es mir nur halb so gut geht wie ihnen lach ich mich kaputt. 
    Sie wusste wie es meinte (man kennt sich seit einiger Zeit in der Bank – so spreche ich nicht mit jedem 🙂 ) und musste grinsen.
    Die Dame hat 5-6 vermietete ETW und Geld wie Heu. 
    -M

  112. Hallo Andreas,
    kurzum als Denkanstoß: Welche Investments tätigen die wirklich reichen und vermögenden? 
    Sie investieren in keine Riesterrente, in keine Fondsgebundene RV und in keine alte LV. 
    Sie investieren ausschließlich in Aktien, ETFs, Bitcoins, Immobilien und Wertgegenstände (Bilder, Uhren, Sammlerstücke etc.)
    Genau diesen Ansatz würde ich auch verfolgen und alles andere gnadenlos aussen vor lassen. Zum Thema Bitcoin (schau dir die Videos von Michael Saylor Microstrategy an. Auch Paypal nutzt nun BTC und Square etc. Immer mehr große Firmen steigen ein)
    Mit deiner jetzigen Strategie und Disziplin wirst du definitiv die Million schaffen. Aber dein Geld arbeitet viel zu hart um dahin zu kommen.  
    Zusatz: Dein Cash-Bestand würde ich auf 15K reduzieren. Die Differenz in BTC investieren. 

    Frage: Wie würdest du investieren wenn du 5 Mio erreichen möchtest? Sicher mit der ein oder anderen von mir vorgeschlagenen Änderung ohne ein schlechtes Bauchgefühl zu haben.

    Grüße und viel Erfolg 
    (Keine Anlageberatung 😉 ) 
     

  113. @M
    Ich bin generell gegen Wohneigntum. Schon alleine wegen der Kapitalbindung, dieses Geld ist besser an den Kapitalmärkten angelegt, dort kann es eine ordentliche Rendite erwirtschaften. Außerdem sind die Anschaffungskosten für Wohneigentum viel zu hoch, alleine die Kaufnebenkosten sind mit bis zu 15% enorm, dafür kann ich lange mieten. Zudem bedeutet mietfrei nicht gleich kostenfrei, du hast laufende Fixkosten bist für Reparaturen, Sanierung, Instandhaltung usw selbst verantwortlich was Zeit und Geld kostet. Die Zukunft sieht für den Immobilienmarkt auch nicht rosig aus, was letztens durch Andreas Beck in einem YT video verdeutlicht wurde.
     

  114.  @ :: Habe gerade mal nachgeschaut, meine Wohnkosten betragen im Verhältnis zum Nettoeinkommen gerade mal 9,8%. So günstig lebt wohl kaum ein Eigentumsbesitzer..
    8/100 % EIGENTUMBESITZER !!!!

  115. @Zwitsch
    Ich hab es unten den vorigen Artikel geschrieben. “Immer wenn es “Verdachtsmeldungen” gibt, sollte der normale Privatanleger raus gehen.”
    casino.
    Das gilt für mich für alle China-Einzelinvests. Lieber über einen EM ETF abbilden (oder All World-ETF)

  116. @ Dividendeneinbruch im Crash-Jahr 2020?
     
    Oft wird ja behauptet, dass man als “Dividenden-Anleger” mit drastischen Einnahme-Rückgängen in Crash-Phasen oder Bärenmärkten rechnen muss. Falsch ist diese Aussage sicherlich nicht.
     
    Es hängt aber von den ausgewählten Aktien ab. So kaufe ich überwiegend Aktien von sehr finanzstarken Unternehmen mit nicht zu hohen Ausschüttungsquoten auf den FCF und ebenfalls auf den FCF bezogen nicht zu hoher Verschuldung. Am liebsten kaufe ich diese Unternehmen, wenn sie gerade unbeliebt sind oder eine Schwächephase haben, wie z.B. gerade Gilead. So hat man bereits beim Kauf eine für die jeweilige Aktie hohe Anfangsrendite. Manchmal sind dies zwar nur 2-3% brutto. Hieraus können aber schon nach wenigen Jahren sehr beachtliche Renditen auf den Einstandspreis werden. So habe ich z.B. bei Microsoft 2020 eine Dividendenrendite von 6,49% nach Steuern erzielt. Bei Home Depot sind es inzwischen 19,91%.
     
    Die Dividendenentwicklung in meinem Depot war auch 2020 positiv, trotz der drastischen Kürzung bei Shell sowie ca. 8% Währungsverlust zum USD bei ca. 55% US-Depotanteil.
     
    Von meinen 31 Unternehmen haben nur 3 (9,7%) die Dividende gekürzt. 28 (90,3%) haben sie gesteigert. Unverändert war keine Dividendenzahlung. Das finde ich äußerst bemerkenswert. So sind meine Dividendeneinnahmen im Vergleich zu 2019 nach Steuern sogar um 6,81% auf 15.590,- € gestiegen. Einzahlungen ins Depot gab es keine.
     
    Langfristig kann man viel erreichen. Zögern und zweifeln bringt einen jedoch nicht weiter. Man muss handeln. Der längste Weg beginnt stets mit dem ersten Schritt.
     
    LG, viel Erfolg und auf ein spannendes 2021.

  117. Hallo Andreas,
    es gefällt mir gut, was Du machst – vielen Dank für diesen Einblick.
    Ich habe im  letzten Jahr rund 45.000€ investiert. Primär in ETFs (Weltportfolio nach MSCI (60% World, 30% EM IMI, 10% China) und S&P500 (50% in EUR, 50% in USD lautend). Wenn wir einen Rücksetzer haben, werde ich den Russel2000 hinzunehmen.
    Zudem liegt bei mir noch 5% in Krügerrand (nicht zu Hause, Besuch lohnt nicht), 5% in Cryptos (60% BTC, 30% ETH, 10% LTC) und 5% in P2P (Bondora G&G sowie Estateguru).
    Mein Cash-Anteil ist fix 10.000€, mein M1 Verhältnis 80:20.
    Ich trade aber auch aktiv, z.B. FED-long, Zuesday Turnaround, Gold-Rush. Hier immer 1% des Portfoliowertes – hier habe ich mir eine Fortbildung “Portfolio-Management” gegönnt und bisher zahlt es sich aus.
    Was habe ich sonst noch gemacht und das ist das, wo ich eine Inspiration geben möchte. Nachdem meine Familienplanung abgeschlossen war, habe ich eine Vasektomie durchführen lassen. Ich sehe das als Risikominimierung (im Bekanntenkreis hats viele Unfälle gegeben, das hat mich nachdenklich gemacht).
    Herzliche Grüße
    Stefan

  118. “Ich selbst kann den Klimawandel nicht stoppen, sondern hierzu benötigt es politische Vorgaben.”

    Richtig doofe Aussage. Und wenn dann etwas von der Politik kommt, wird rumgemeckert, dass dies in der freien Entscheidung eines jeden einzelnen liegt.

    – Henry

  119. Ich habe 20 Jahre lang alles gespart und investiert.
    Jetzt bin ich 51 und kann gar nicht mehr anders als extrem sparsam zu leben.
    Geld ausgeben verursacht mir nahezu Schmerzen und das Vermögen ist fast eine Million.
    Ich bin dabei eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, damit das Vermögen und seine regelmäßigen Ausschüttungen einem gutem Zweck zukommt.
    Gruß Herbert

  120. “Ich selbst kann den Klimawandel nicht stoppen, sondern hierzu benötigt es politische Vorgaben.”
    -> Naja, unsere Studienabbrecher/Lehrer/sexuell Exponierte/ehemalige IMs … also unsere Politiker hören ja inzwischen auf 16jährige “Experten und Expertinnen (m/f/d)”. Da würde ich nicht viel erwarten. 
    VG
    Stefan

  121. Ich kann Claus in seiner Strategie nur bestätigen, in meinem Depot, das zwar deutlich kleiner ist, läuft es prozentual sehr ähnlich! Natürlich gibt es für nichts im Leben eine Garantie, aber auch ich bevorzuge das Zusatzeinkommen im Rentenalter über Dividenden, deutlich dem von Anteilsverkäufen!  (3-4% Regel) ! Ich sehe hier auch den Vorteil in einer langjährigen Baisse deutlich besser zu fahren! Wie auch immer jedem wie es ihm gefällt! 
    @wünsche allen hier ein gutes neues Jahr, insbesondere Fit und Gesund, die stellvertretend für so viele aus dem Bereich Klinik und Pflege, den Kopf für uns alle hinhält, und das nicht nur in Corona Zeiten! 

  122. @ Claus
    Ich schätze Ihre Beiträge und Erfahrung sehr.Deshalb verfolge ich Ihre Kommentare sehr aufmerksam.Ich habe Anfang letzten Jahres neben Etfs auch begonnen Dividentitel einzusammeln. Ich kenne zwar einige Ihrer Titel schon bereits. Aber als Anregung für neues,was beinhaltet Ihr Portfolio mit 31 Titeln?  ( Wenn ich fragen darf? ) Tolle Performance auf jeden Fall,meine Anerkennung. Bei Shell leide ich mit,allerdings ist meine Position etwa nur halb so groß. Gilead finde ich spannend und muss ich mir nochmal genauer anschauen.
     
     
    Grüße und viel Erfolg für 2021

  123. Ich habe 20 Jahre lang alles gespart und investiert.Jetzt bin ich 51 und kann gar nicht mehr anders als extrem sparsam zu leben.
    Geld ausgeben verursacht mir nahezu Schmerzen

    Falls das kein Troll Eintrag ist. Genau das ist das Problem das ich auch sehe. Die Leute die ihr Leben lang geizen und knausern können irgendwann gar nicht mehr anders. Das ist schlimm. Glaube aber dass dieser Beitrag von einem Troll geschrieben wurde da zu plakativ.

  124. @Claus
    Ich schließe mich dem Lob der Vorredner an.
    Wegen Gilead: Was ist Deine These, dass das Unternehmen dreht/Value hat? Umsatz und EBIT und FCF stagnieren (Marketscreener). 2020 Dividende fast nicht gedeckt von EPS. Umsatzsondereffekte 2020 durch Remsdivir, sonst wären es bereinigt nur 2% Wachstum gewesen.
    Da mich Deine Meinung immer sehr interessiert, wäre es klasse, wenn Du vielleicht ein Mosaiksteinchen kennst, das man übersehen könnte.
    Danke und weiterhin viel Spass!

  125. @Thomas W.
    Vermutlich:..
    Altria, BAT, PM, Aflac, Prudential, Cisco, BASF, WBA, Microsoft, Gilead, RDS, NovoN, Hormel, P&G, McDo, Nestle, GIS, Unilever, Intel, IBM, Home Depot, Coke, Heineken, (H&M nicht mehr sicher), Medtronic, Becton, Stryker, ScotiaBank, EssilorL, Novartis, Dentsply, Common Bank Australia, J&J & 3M…
    Wobei ich auf eher ca. 8 Div-Rückgänge (BASF, IBM, Prudential, RDS, Heinken, Becton & Essilor) kommen würde, weiß aber nicht wie Claus da rechnet.? 
    Insgesamt kommt es aber eher auf die Gesamtentwicklung an.

  126. @Sparta
    Vielen Dank,sehr aufmerksam. Da sind ja doch einige,auch für mich bekannte Titel dabei. Altria,Microsoft,RDS,P&G,MC Donald,Unilever,Coke und J&J hab ich auch schon an Bord.
     
     
    Gruß Thomas 

  127. @Ute
    Stimmt, habe aus Versehen 2020erwarte Div genommen und die 20er Ausschüttung war ja vom Geschäftsvorjahr.
    Vermutlich dann auch mein Fehler bei mehreren Werten beim schnellen Kurzcheck.

  128. @ Herbert
     
    Herzlichen Glückwunsch, eine tolle Leistung!
     
    @ Dividenden 2020
     
    BASF hat auf 3,30 € erhöht, Becton Dickinson auf 3,32 $, hier gab es keine Senkungen.
     
    @ Thomas W.
     
    Mein Depot besteht aus folgenden Werten:
     
    Intel, Cisco, Microsoft, Shell, Aflac, Mastercard, Prudential plc, Home Depot, P & G, Coca-Cola, Heineken, Unilever, Gen. Mills, Hormel, Nestle, McDonalds, BAT, Altria, Medtronic, Becton Dick., Coloplast, Stryker, Amgen, Gilead, Novozymes, Novartis, Novo-Nordisk, Johnson & Johnson, Fresenius, Walgreens, 3M.
     
    Verkauft habe ich dieses Jahr BASF (kürzlich) und Comm. Bank of Australia. PM, IBM, H & M, Scotiabank, Essilor, Dentsply habe ich schon länger nicht mehr.
     
    Bei Shell besteht m.E. eine realistische Chance auf  Kurse um und auch etwas über 20€. Geduld wird wahrscheinlich belohnt. Vielleicht gibt es nach Lockdown-Lockerungen oder -Ende nochmals eine Phase mit anziehenden Kursen. Diese werde ich dann schrittweise zum Ausstieg nutzen. Mein Break-Even-Kurs liegt momentan bei 19,74 € und fällt mit jeder Div.-Zahlung etwas. Hier kann es aber auch wieder abwärts gehen, der Ölpreis bleibt sehr entscheidend.
     
    @ Tobs
     
    GILD ist aus meiner Sicht ein Top-Unternehmen, dass deutlich unter Wert gehandelt wird. Dieses Jahr werden sie um die 7 MRD USD Gewinn erzielen. Das ist deutlich mehr als 2016. Was fehlt ist neues Wachstum. Hier hat GILD mehrfach zugekauft, was aber noch nicht “gezündet” hat. Gerade haben sie die deutsche MYR (Hepatitis-Mittel mit EU-Zulassung) für 1,4 MRD USD übernommen. Dieses Jahr will GILD die Zulassung in den USA beantragen. Hier schlummert jede Menge Potenzial.
    Bei KGV 9, 4,67% Div.-Rendite bei 42% Ausschüttungsquote auf den FCF, über 10% p.A. Div-Steigerungen in den letzten 5 Jahren und einer tragbaren Schuldenquote (in gut 9 Jahren durch den FCF 100% tilgbar). Auch die Pipeline lässt noch einiges erwarten.
     
    Vielleicht liege ich hier falsch. GILD hat aber das Potenzial für deutlich höhere Kurse. 20-30% Unterbewertung sind es momentan mindestens. Auch wenn GILD unbeliebt ist, wird der Markt die Fakten irgendwann berücksichtigen. Rückt die Bewertung wieder mehr in den Vordergrund, was ja seit Nov. 2020 schon begonnen hat, könnte GILD bald auch profitieren. Ich habe mir einen Zeitstopp gesetzt, bis wann dies passieren sollte. “Dümpelt” die Aktie bis dahin weiter vor sich hin, werde ich sie austauschen.
     
    @ Slazenger und allen anderen
     
    danke für Eure netten Worte. Wünsche weiterhin viel Erfolg, nicht nur bei der Geld-Anlage.
     
    LG

  129. @Andreas:
    Gute Idee, schon jetzt in der “Jugend”, Gehalt gegen Lebenszeit (36 Tage Urlaub) zu tauschen. Mein Arbeitgeber macht bei so etwas leider nicht mit 🙁
    Ansonsten: normales Einkommen für einen Akademiker in der “technischen Karriere”, normale Ausgaben. Passt! 

  130. @Sammy
    iwie gibt es in deiner Welt auch nur Schwarz oder Weiß oder?
    Du redest hier immer Immobilien schlecht und ich kann bei vielen Aussagen darüber nur den Kopf schütteln. Das Eigenheim als Kapitalanlage zu sehen ist natürlich schwachsinn, dass kann ich so unterstreichen aber generell Immobilien als schlechte Kapitalanlagen zu bezeichnen halte ich für falsch. Du scheinst glaube ich selbst keine Wohnungen zu besitzen. Bei Immobilien ist der Vorteil, dass du beim Preis noch einiges verhandeln kannst und es keinen Kurs gibt.
    Zudem darfst du den Hebeleffekt niemals vergessen und wer die letzten Jahre z.B 1 Mio Immovermögen sich aufbauen konnte der hat z.B von 2018 bis 2020 bei 20% Wertentwicklung ca. 200k Phantomvermögen bzw. Schattenvermögen aufgebaut. Das Portfolio versteht sich in guten Lagen zum Speckgürtel FFM.
    Jetzt frage ich dich : was ist einfacher , 1 Mio an Schulden aufzubauen oder 1 Mio zu sparen und dann mit dem Kapital zu arbeiten ? Was wir vergessen, ist bei den 20% der monatliche Cashflow noch bei einer Nettorendite von mind. 4% und z.b einem Durchschnittszins von 1% effektiv .
    No offense aber jeder Dödel kann Aktien kaufen und bei Immobilien brauchst du neben einem Tick Unternehmertum, ein sehr gutes Netzwerk an Maklern, Bankern und Handwerkern, zudem ist es sicherlich einfache eine Aktie zu finden als eine Immobilien in guten Lagen. Es haben schlichtweg viele gar kein Bock sich mit Maklern zu Netzwerken oder zu Besichtigungen zu fahren (die auch öfters mal scheitern) und sich mit Banken und Maklern zu ärgern bzw. Handwerkern.
    Zudem ist auch nur ein Geschäft was du kontrollieren kannst dein Geschäft und sonst partizipierst du nur.
    Ich z.B habe meinen Hauptfokus was die Assetklasse angeht auf Immobilien gelegt und investiere den Cashflow wiederum in andere Assets bzw. reinvestiere in Immobilien.
    Es gibt nicht die eine Assetklasse als Investor sondern man springt immer auf den Zug der sich für einen am meisten Lohnt bzw. man mit seiner Person am ehesten vereinbaren kann.
     
    Just my two Cents.

  131. Daumen hoch für Einnahmen so genau zeigen. Das mache ich auch immer, aber ist in Deutschland leider selten. Strategie gefällt mir gut, würde jedoch in ein WeltETF Portfolio setzen, die Auswahl wird statistisch nicht besser laufen als der Markt und man hat viel Aufwand

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