Blutbad im S&P 500: Diese 4 abgestürzten Aktien bieten Chancen

Hallo Leute,

das Jahr 2026 verlangt uns Börsianern wieder einmal starke Nerven ab. Während der breite Markt mitunter aufgrund des Iran-Kriegs wild schwankt, sehen wir bei einigen echten Qualitätsunternehmen im S&P 500 regelrechte Panikverkäufe. Die Wall Street spielt verrückt – mal wieder. Vor allem die Angst vor KI-Disruptionen bei Software-Werten und eine schwächelnde Konsumlaune sorgen für zweistellige Kursverluste.

Aber als Value-Investoren wissen wir: Gekauft wird, wenn die Kanonen donnern. Wenn der Markt hervorragende Unternehmen wegen kurzfristiger Unsicherheiten abstraft, ist das unsere Einladung, günstig Anteile zu sammeln. Die Herde rennt weg, der kluge Investor greift zu.

Hier ist eine Übersicht von vier massiv abgestürzten S&P 500-Aktien, die meiner Meinung nach ein enormes Erholungspotenzial für geduldige Buy-and-Hold-Anleger bieten:

Die Crash-Kandidaten 2026 im Überblick

Unternehmen (Symbol)BrancheKursverlust (YTD 2026)*Erwartetes KGV (2026)Erw. Div.-Rendite (2026)
Intuit (INTU)Software-38 %151,2 %
EPAM Systems (EPAM)IT-Dienstleistungen-34 %100,0 %
Estée Lauder (EL)Konsumgüter-28 %261,8 %
Dollar General (DG)Einzelhandel-5 %171,9 %

> Hinweis: Die Kursverluste beziehen sich auf das laufende Jahr bis Ende April 2026. Die KGVs und Renditen sind erwartete Schätzwerte auf Basis aktueller Fundamentaldaten.


Warum diese Aktien jetzt auf die Watchlist gehören

1. Intuit (INTU) – Fast die Hälfte des Börsenwerts wegradiert

Intuit, der Gigant hinter TurboTax und QuickBooks, wurde in den ersten Monaten 2026 gnadenlos verprügelt. Der Grund? Die Wall Street hat Panik, dass fortschreitende Künstliche Intelligenz traditionelle Software-Geschäftsmodelle überflüssig machen könnte. Die Aktie handelt aktuell zu den niedrigsten KGV-Werten seit 2013.

Das Erholungspotenzial: Intuit hat einen gigantischen Burggraben. Kleine und mittelständische Unternehmen wechseln ihre Buchhaltungssoftware nicht einfach so. Die Wechselkosten sind enorm. Zudem integriert Intuit längst massiv KI in die eigenen Produkte, um Arbeitsabläufe für den Kunden zu verbessern. Wer hier zuschlägt, kauft eine fundamentale Cashcow zum absoluten Discountpreis.

2. EPAM Systems (EPAM) – Überreaktion auf konservative Prognosen

EPAM hat im Frühjahr einen beispiellosen Absturz erlebt, weil der Vorstand „nur“ 3 bis 6 Prozent organisches Umsatzwachstum für 2026 in Aussicht gestellt hat. Das reichte den kurzsichtigen Analysten nicht. Die Angst vor Verschiebungen von IT-Budgets zugunsten von reinen KI-Projekten trieb die Anleger aus dem Wert.

Das Erholungspotenzial: EPAM ist hochprofitabel, hat eine extrem solide Bilanz (900 Millionen Dollar Cash) und bleibt ein absoluter Premium-Partner für die digitale Transformation von Großkonzernen. Ein KGV von 10 für einen Qualitäts-IT-Dienstleister ist extrem rar. Wenn die Auftragseingänge im Laufe des Jahres wieder anziehen, wird diese Aktie massiv zurückfedern.

3. Estée Lauder (EL) – Luxuskosmetik in der Krise

Der Kosmetikkonzern aus New York leidet weiterhin unter Margendruck und einer schwachen Nachfrage vor allem im asiatischen Raum. Ein Minus von fast 30 Prozent allein im Frühjahr 2026 spricht Bände über die aktuelle Marktstimmung rund um Konsumgüter.

Das Erholungspotenzial: Starke Marken überleben Krisen. Estée Lauder besitzt eine Preissetzungsmacht, die derzeit vom Markt komplett ausgeblendet wird. Das Management baut kräftig um und senkt Kosten, was sich bald in besseren Margen niederschlagen sollte. Bei einer Dividendenrendite von fast 2 Prozent und einer deutlich abgekühlten Bewertung bietet sich hier eine klassische Turnaround-Wette für langfristig denkende Anleger. Ich habe Estée Lauder im Depot. Nach dem ersten Kurssturz fing ich an, das Kosmetik-Papier einzusammeln. Seither stocke ich auf. Aber ich bin ehrlich: Ich stehe noch im Minus. Ich war zu früh am Einsammeln.

4. Dollar General (DG) – Der Discounter für harte Zeiten

Auch Dollar General hat ordentlich Federn lassen müssen. Innerhalb von 5 Jahren verlor das Papier über 40 %. Die Margen sind im aktuellen Marktumfeld unter Druck geraten und Anleger flüchteten in den breiteren Markt.

Das Erholungspotenzial: Das Geschäftsmodell ist weitestgehend krisenresistent. Die Menschen werden immer Toilettenpapier, Reinigungsmittel und günstige Basics brauchen – erst recht, wenn das Geld durch makroökonomischen Druck knapp sitzt. Mit einem erwarteten KGV von 17 ist die Aktie recht günstig. Zumal der Gewinn wieder steigen wird und somit das KGV weiter sinken wird. Dazu kommt eine Dividendenrendite von fast 2 Prozent, die einem das Warten auf die Kurserholung versüßt.


Fazit: Lasst euch nicht verrückt machen

Die Medien leben von Panik und spektakulären Schlagzeilen. Wir Investoren leben von Geduld, Disziplin und Zinseszins. Wenn Marktführer und Qualitätsunternehmen wie Intuit oder Estée Lauder plötzlich mit massiven Abschlägen gehandelt werden, ohne dass ihr Geschäftsmodell fundamental zerstört ist, dann ist das eine Chance.

Kauft Qualität, wenn sie niemand haben will, reinvestiert eure Dividenden konsequent und schaltet den Rechner einfach mal ab. In fünf bis zehn Jahren werdet ihr froh sein, bei diesen Ausverkaufs-Preisen mutig zugegriffen zu haben.

Bleibt stur und haltet Kurs! Euer Tim

2.6 5 Bewertungen
Artikel-Bewertung

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

21 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Chris
3 Tage zuvor

Diesen KlickBait Schrott will doch niemand mehr lesen.

Dann mach doch lieber eine Pause Tim, anstatt deine Follower mit solch minderer Qualität zuzusch****

Max
3 Tage zuvor

Hallo Tim, was hältst du von Brown&Brown nach dem Absturz?

I want to believe
3 Tage zuvor

an -M:

Zu Deinem letzten Post. ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Tims Einzeltitelbeiträge über Chancen und gefallene Engel wahnsinnig viele Clicks erhalten. Viel mehr als seine coolen FLL Beiträge (frugal, locker bleiben und langfristig).
Ich war auf der Invest. Unglaublich wie das Publikum dort ist. Ein Rentner erklärte seinem Sohn(?) welche knock-out Hebel er mit 600% Gewinn verkauft hat und der Sohn schilderte seine swing-Trade Strategy auf Palladium. Auf der Böhne verriet Markus Koch, dass er an seinem Geburtstag einen viel zu hohen Trade mit einem volatilen Titel eingegangen war und wie er neben der Feier mit Frau & Kind ständig die Kurse auf dem handy scheckte. Die Zuhörer liebten die Story und konnten das offensichtlich gut nachfühlen. Der nebem mir saß hat sich gleich mal die Aktie auf die watchlist gesetzt – weil Markus Koch die ja empfahl. Bei Kraken gab es einen Vortrag bei dem von einem smarten Endzwanziger Datenanalysten der ganz offensichtliche beste Kaufzeitpunkt für Bitcoin vorraten wurde (Es war Mitte September 2026 – aber sagts es bitte keinem weiter.) Während des Vortrags bei dem erstaunlich viele Renter lauschten gab es zig Leute die mit ihren Laptop auf den Knien nebenbei getradet haben. beim Gevestor oder Aktienmagazin wurden heiße Einzeltitel besprochen. Mick Knauf gibt Tipps. Mit wenigen highlights ist das alles eine absolute Freakshow – wie man es am besten nicht macht.

-M
2 Tage zuvor
Antwort auf  I want to believe

Wow zum Glück war ich da nie und gehe da wohl auch nicht hin.

Die Show hier, entwickelt sich aber auch langsam dahin. Blutbad und was für horror Meldungen platziert werden. Seh ich alles nicht, aber so richtig juckt es auch nicht.

Börse ist weit im Hintergrund und läuft im Leben besser nur mit.

Lieber Familie und Gesundheit das Herz rein stecken…

Sparta
1 Tag zuvor
Antwort auf  -M

Wenn das Blutbad 9 % plus ytd für’s Gesamtdepot sind… geht der daywalker ganz tief abtauchen und kommt im absoluten beast-mode aus der Blutlache wieder raus…

Tja, evtl. doch mal Gödel, Escher, Bach ein Endloses Geflochtenes Band angreifen…

Value
2 Tage zuvor
Antwort auf  I want to believe

Ich war dieses Jahr auch nicht mehr auf der Invest, meine Strategie steht seit zig Jahren, da lass ich mich auch nicht abbringen. . . . . . . . und die ganzen „Verkäufer“ auf diesen Messen sind (für mich) einfach nur zu bemitleiden.

Vor 2 Jahren habe ich Nikos auf der Messe kennengelernt und gemeinsam mit Ihm und seinen Vater den Vortrag von Tim angehört, das war interessant und hat mir Spaß gemacht. Tim ist in Live völlig authentisch und nahbar, ansonsten war’s eher mühsam auf der Messe. Ich werde solche Veranstaltungen zukünftig sicher nicht mehr besuchen.

PS, früher gab’s in München einen Börsenstammtisch den ich gerne und regelmäßig besucht habe, seit Corona geht da nix mehr zusammen bzw. bekomme ich nichts mehr mit . . . . . . . das ist schade, denn der Austausch unter Gleichgesinnten war inspirierend und bereichernd.

Susanne
2 Tage zuvor

Im Moment ist Deine Artikelfrequenz für mich zu hoch. In der Ruhe liegt die Kraft.
Bitte auch wieder mal normale Titelbilder und nicht diese KI Bilder.
Finde ich schon im Aktien Magazin schrecklich. Lese es in der letzten Zeit nicht mehr so gerne, weil mir die Seitenweise KI-Diagramme auf die Nerven gehen.

Ist aber nur meine Meinung.

Liebe Grüße auch an den kleinen Lukas. Gibt es noch ein Video mit dem kleinen angehenden Börsenprofi.?

Sven
2 Tage zuvor
Antwort auf  Susanne

Mich nervt auch alles was mit KI zu tun hat. Diese mindere Qualität ist nicht auszuhalten. In der menschlichen Schaffenskraft liegt die eigentliche Wertschätzung.

Basti
1 Tag zuvor
Antwort auf  Susanne

Dies KI Titelbilder finde ich auch schrecklich.
Aber Simon Betschinger von Traderfox liebt sie und haut seine ganzen Publikationen voll damit. Leider

Bruno
1 Tag zuvor
Antwort auf  Tim Schäfer

Lieber Tim, „sicher ist sicher“ ist das richtige Stichwort, ich wäre an eurer Stelle vorsichtig mit öffentlichen Videos im Internet mit den eigenen Kindern (zumindest sollte man das Gesicht nicht zeigen), nicht alle sind da gutgesinnte Leute, gerade im KI Zeitalter. Ich weiss, man ist stolz auf sein Kind und möchte es gerne der ganzen Welt zeigen, aber das Internet vergiesst nie von daher wäre ich da schon vorsichtig, aber ist natürlich eure Entscheidung. LG

A1JX52
1 Tag zuvor
Antwort auf  Bruno

@Schweizer

Na, hat dein Psychiater dir wieder mal empfohlen was zu schreiben, was jeder 10 jährige schreiben könnte.

Ich wäre an deiner Stelle auch vorsichtig, ist aber natürlich deine Entscheidung.

Bruno
22 Stunden zuvor
Antwort auf  A1JX52

Du solltest auch mehr auf die Empfehlungen deines Psychiaters achten, du setzt zwar die Rollenspiele konsequent um, aber vergisst immer wieder deine Medikamente.

Lad
2 Tage zuvor

Wenn ich 1.000 € hätte, würde ich eine von diesen Aktien zukaufen, die man wegen Dividenden für immer behalten kann: Allianz, AT&T, BASF, BMW, BNP Paribas, Deutsche Telekom, Enbridge, Fortescue, Munich Re, Pfizer, Sanofi, Shell, Takeda Pharmaceutical.

Daniel
2 Tage zuvor

Dieser Blog hat ohnehin ein grundsätzliches Problem. Viele Diskussionen unter einem Artikel enden bzw. mehr oder weniger beendet, weil ein neuer Artikel eingestellt wurde, auf den sich die Kommentare lenken. Das war schon immer so und ist eben kein klassisches Forum.
War aber auch weniger schlimm, weil vielleicht alle 3-4 Tage ein mantra-artiger „Ruhe bewaren und stetig investieren“ Beitrag von Tim kam.
Insgesamt habe ich aber den Eindruck, das Ganze entwickelt sich immer mehr zu so einer Dauerfeuer, Ki-erstellten/unterstützten News-Seite die mit dem ursprünglichen Kern nicht mehr viel gemein hat. Ich glaube Quantität statt Qualität trifft es wohl ganz gut.
Bitte Tim, nimm Tempo raus, mach wieder eigene Bilder und nicht Ki-Zeugs und kehr bitte etwas mehr zu den Anfängen zurück.

Markus1
1 Tag zuvor
Antwort auf  Daniel

Du sprichst mir aus dem Herzen.

Josef
1 Tag zuvor

Momentan sehe ich ein düsteres Bild mit der Weltmarktlage.
Man könnte meinen die Elite möchte den Great Reset.
Die Herrschenden Politiker sind psychisch krank, oder werden so dargestellt.
in den Eskalationsländern möchte ich nicht leben.
Dauernd Beschuss, schiesst man der Hydra den kopf weg wachsen 2 weitere nach.
Im Moment bin ich bocklos beim investieren und ziehe einfach nurnoch meine Sparpläne durch.
Nutzt jemand Ki beim investieren?
Ich habs mit Chat gpt versucht bekomme aber nur leeres falsches Geplapper raus.

Stephan
1 Tag zuvor

Das sehe ich ganz genauso. Ich schaue mir immer wieder gerne die alten YT Videos von Tim an und lese auch die alten Blogartikel.

Tim geht mit der Zeit und hat sich verändert. Wie wir alle irgendwann. Auch er steckt in seinem Hamsterrad, nur das es ein wenig anders aussieht. Ohne mich weit aus dem Fenster legen zu wollen, weil ich es nicht weiß und nur vermute, aber ich glaube Tim bewegt sich in einer Art „Zwischenwelt“. Tief im Inneren ist er immer noch sich selbst, versucht aber die Bedürfnisse seines Mannes erfüllen zu wollen. Und ich glaube er ist alles andere als Frugal. Da muss es schonmal der Luxus Urlaub sein, das Wochenendhaus, das SPitzenrestaurant etc. Ich denke auch der Freundeskreis wird auch überwiegend aus Ärzten, Anwälten und sonstigen gut betuchten Leuten bestehen.

Ich liebe Tim´s Videos auf der Terrasse, wo er gechillt über das Leben spricht, oder am Grill steht und sein Gemüse brät.

21 Stunden zuvor

@ i want to believe

Vielleicht die Invest umbenennen in Spekulatius?

@ -M

Bei Booking zuschlagen können?

@ sparta

Glückwunsch zur Performance. Macht sich die Streuung bezahlt.

Bei mir sind’s -2%. Allzeithoch dauert noch. Aber wenn juckt dieser Zeitraum, abgerechnet wird ja eh in Dekaden…. ;) .

Ähnliche Beiträge
21
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x