900.000 Euro im Depot. Endlich bist Du finanziell frei. So genießt Du die Zeit mit Deiner Frau: Lesen, Sport, Natur, Urlaub, Selbstverwirklichung


New York, 5. Juni 2018

Hier gehst Du wandern und schwimmen. Die Natur wirkt herrlich auf Dich. Sport ist ein Wundermittel.

Ich habe einige meiner Leser in Deutschland und New York schon kennengelernt. Ich bin beeindruckt von Eurem Fleiß. Ich kenne freilich nicht alle. Sagen wir, Du hast eine gute Arbeitsumgebung. Du wirst gut bezahlt, und hast keine besonderen Probleme mit Deiner Arbeit. Du hast ein paar Kollegen, mit denen Du außerhalb der Arbeit zusammen bist. Weil Du Hobbys, Familie und Arbeit teilweise verknüpfst, macht die Arbeit umso mehr Spass.

Aber so ist es nicht bei jedem. Es gibt genügend Menschen, die ihre Arbeit hassen. Viele haben einen starren Zeitplan. Sie müssen 40 Stunden pro Woche klotzen. Da bleibt wenig Zeit für Hobbys. Klar hast Du nach der Arbeit und an den Wochenenden Zeit. Aber Du hättest gerne mehr Zeit für Deine Hobbys. Es fehlt Dir die Zeit, sie zu genießen.

Der Job Deiner Frau wirkt negativ auf Euch. Sie hat einen stressigen Job. Sie ist genervt, wenn sie abends nachhause kommt. Zum Stressabbau auf der Arbeit gibt es gute Ratgeber.

Mit Blick auf die Finanzen empfehle ich: Mein Rat wäre Eure Familienausgaben zu verfolgen. Ihr solltet tatsächlich eine realistische Vorstellung davon haben, wie viel Geld Ihr braucht, wie viel Ihr spart.

Klar: Die Erhöhung Eures Gehalts ist der beste Weg in die Freiheit, wenn Ihr sparsam bleibt. Du kannst eine bestimmte Summe an Geld sparen, indem Du auf Restaurants verzichtest oder billiges Toilettenpapier benutzt. Aber klar, irgendwo ist eine Grenze beim Sparen.

Zwei Dinge sind wichtig:

  1. Vermeide einen teuren Lebenswandel, der schleichend in Dein Leben kommt.
  2. Steigt Dein Einkommen, vermeide es, nutzlose Konsumgüter zu sammeln, die Du am Ende wegwerfen wirst.

Konzentriere Dich darauf, herauszufinden, was Du persönlich am befriedigendsten findest, um Deine Zeit und Dein Geld damit zu verbringen. Konzentriere Dich darauf, wie Du die Zeit und das Geld für die Dinge, die Du nicht brauchst, minimierst. So einfach ist es.

Bald habt Ihr beide das Portfolio für die Freiheit zusammen. Es sind 900.000 Euro. Du möchtest das Depotvolumen beibehalten. Eure maximale Auszahlungsquote beträgt daher vorsichtige 3 Prozent des Anfangssaldos jedes Jahres, vorausgesetzt, dass Dein Portfolio über 900.000 Euro bleibt.

Sollte das Portfolio unter 900.000 Euro fallen, wirst Du weniger entnehmen. Dann nimmst Du nur 1.600 Euro pro Monat (19.200 statt 27.000 Euro pro Jahr). Dir ist klar, es gibt keine garantierte Sicherheit. Aber Deine vorsichtige Auszahlungsquote von 3% ist konservativ. Du bist noch vorsichtiger, wenn Dein Depot leidet.

Wer seinen Job hasst, ist froh über die Freiheit. Unakzeptabler Stress, Mangel an Höflichkeit, grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit dem Chef…. das sind typische Probleme.

Du besitzt ein Haus. Deine Lebenshaltungskosten belaufen sich auf 1.600 bis 1.900 Euro im Monat. Du machst trotz Deiner finanziellen Freiheit noch einen kleinen Nebenjob.

Als Du mit Deiner Frau in die Freiheit bist, hattest Du gerade den bislang niedrigsten Ausgabenmonat erreicht. Keine nennenswerten Anschaffungen oder Ausgaben. Die Börse läuft gut. Du gehst joggen. Mehr denn je. Du liest ein paar Bücher. Du fährst mit dem Kajak. Deine körperliche Aktivität nimmt zu. Laufen, Schwimmen, Radfahren, Gewichte. Mindestens 60 Minuten pro Tag machst Du Sport. Die Hitze zehrt an Dir, wenn Du Sport im Freien machst.

Deinen gegenwärtigen Lebensstil, bestehend aus Lesen, Kayak, Joggen, Radfahren, Schwimmen, möchtest Du beibehalten. Du wirst Dein Bestes geben, um zu tun, was immer Du wolltest.

Dein Depot nimmt trotz der Entnahmen zu. Du stehst kurz vor der 1 Million Euro. Deine Lebenshaltungskosten für das Jahr hast Du im Griff. Deine Frau will die Arbeit noch nicht aufgeben. Das hilft. Du musst das Depot gar nicht anzapfen.

Du erhältst eine unerwartete Erbschaft. In den Bergen habt ihr eine kleine Holzhütte gekauft. Du renovierst sie mit einem Freund. Du machst einen zweiwöchigen Fahrradurlaub im Herbst. Am Bodensee. Du hast schon wieder drei längere Bücher durch. Zum ersten Mal in Deinem Leben spielst Du eine Runde Golf. Du grillst häufiger. Ein Freund aus Schulzeiten und der Nachbar kommen vorbei. Das Kajakfahren macht Dir Spass. Du pflanzt Bäume. Du baust Gemüse im Garten an: Tomaten, Möhren, Gurken, Feldsalat. Du reparierst einiges im Haus – bei YouTube kannst Du super Ratgeber für jeden Handgriff finden. Dann ist noch eine Wanderung geplant. Du hilfst im Verein aus.

Du besuchst häufiger Deine Eltern. Du hast mehr Zeit für Deine Frau. Hausarbeit, Gartenarbeit, Kochen, Lesen füllen den Tag. Was hast Du getan, seit Du die Arbeit verlassen hast? Du bist fit geworden. Radfahren, Laufen, Kayaken. Du hast mehr Zeit, um Freunde zu besuchen. Du verbesserst Deine Spanisch-Kenntnisse. Die Zeit im Internet hast Du reduziert. Der Camping-Urlaub war eine Wucht.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „900.000 Euro im Depot. Endlich bist Du finanziell frei. So genießt Du die Zeit mit Deiner Frau: Lesen, Sport, Natur, Urlaub, Selbstverwirklichung

  1. Gainde113

    Es ist bereits schon viel erreicht, wenn man dank seines Portfolios das Arbeitspensum auf 80% reduzieren kann.

    @ Tim
    Hast du noch einen risikoarmen Portfolioanteil, um starken Schwankungen bei Aktien vorzubeugen, bsp. Tagesgeld oder Anleihen?

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gainde113

    Ich hab ein reines Aktien-Depot und 2 kleine Wohnungen. Anleihen/Tagesgeld habe ich nicht. Nur einen Notgroschen. Ich lebe von Dividenden, kleinen Mieterlösen und der freiberuflichen journalistischen Tätigkeit.

  3. Stephan

    Toller Artikel Tim. Ich liege gerade unter einer Kastanie bei uns im Garten,  die meine Schwester, ein Freund und ich gepflanzt haben. Die Sonne scheint,  ich habe eben ca. 30 Minuten geschlafen.
    Ich hoffe Ende des Jahres 100.000 auf dem Depot zu haben, um langfristiges finaziell frei zu sein. Ich sehe mich auf einem guten Weg dahin.

  4. Daniel

    Trotz gutem Job wird die Marke von 900.000€ für mich wohl unerreichbar sein. An ein eigens erarbeitets Haus ist da gar nicht zu denken. Da bin ich auf Erbe angewiesen 😉

    Meine persönliche Marke liegt bei konservativen 300.000€ + 100.000€ in Anleihen/TG/Festgeld/Giro. Dieses Ziel erscheint mir deutlich greifbarer, ist man da angekommen kann man ja immer noch weiterblicken.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stephan

    Danke. Im Garten zu schlummern, klingt super.

    Gratulation zur angepeilten 100.000 Euro. Das ist ein schöner Ausgangspunkt.

    @ Daniel

    Das genügt auf alle Fälle zur Teil-Freiheit. Das ist nicht kleinzureden. Warum brauchst Du so viel „sicheres“ Geld mit 100.000 Euro? Risiko ist eine schöne Sache. Das Risiko bringt die Rendite. Es ist die Würze. Gerade wenn Du jung bist. Den Aktien-Anteil würde ich daher höher ansetzen.

  6. Benjamin

    Sehr schöner, motivierender Artikel 🙂

    Ich bin selbst Mitte 20 und habe aktuell 100.000 Buchwert. Ich denke in 20 Jahren könnte ich so weit sein wie im Artikel beschrieben 🙂

    Aber es gibt noch viel zu tun und an die Rente will ich noch gar nicht denken.

  7. Mike

    @Tim Schöner und motivierender Artikel

    In meiner ersten Ansparphase hatte ich immer ein Geldziel, das funktioniert auch aber noch besser sind Zielbeschreibungen, wie Du sie im Artikel als Beispiel (jeder hat andere individuelle Bedürfnisse) aufzeigst. Sich dies bildlich vorzustellen ist viel mächtiger als x EUR zu haben zu Zeitpunkt t.

    Dies hilft auch, hart zu bleiben und es über viele Jahre durchzuziehen, es ist nicht immer einfach, wenn man inmitten konsumwütiger Leute lebt. Es ist aber deutlich einfacher, wenn man sich das Ergebnis vorstellt.

    Die kleinen täglichen Schritte machen es aus, man darf jeden Tag stolz sein, hie und da wiederstanden zu haben und bei jedem Kaufauftrag kann man sich auf die Schultern klopfen und prognostizieren, was diese Aktie resp. Dividenden in 10,20 etc. Jahren wohl wert sein dürften und man so sein Ziel erreicht.

  8. Alex

    Ich habe mal ausgerrechnet, dass ich für die Teilfreiheit (mit Mini Job bis maximal 20 Stunden / Woche) „nur“ 370.000 Euro benötige. Für die das Depot von knapp 20K habe ich jetzt etwa ein Jahr gebraucht. Wenn ich so weiter mache wie bisher sollte ich es in 13 Jahren geschafft haben bei einer Sparrate von 1000-1200 Euro im Monat. Ich versuche noch Nebeneinnahmen zu erhöhen durch eine geplante Selbstständigkeit + kleine Ratgeber, mir fehlt allerdings neben der 40 Stunden Woche + Ehrenamt (Herzsache) + Sport schlicht die Zeit…Aber wie immer alles eine Frage der Prioritäten.

  9. Thomas der Sparkojote

    Motivierender Beitrag ich hoffe in 8 Jahren auch dort stehe zu können 🙂 das Depot ist bereits knapp 70‘000 CHF wert. Mein Networth liegt mittlerweile bei ca. 130‘000 CHF.

    Interessant wird es in den nähsten Monaten. Wenn alles klappt erhalte ich einen unverzinslichen Kredit von 40‘000 CHF den ich über 4 Jahre mit fixen monatlichen Raten zurück zahlen werde.

    Das Geld wird Investierr, gesparr und hoffentlich vermehrt. Da ich bei meinem Einkommen und dem nicht vorhandenen Zins bei dieser Kreditsumme kein Problem sehe. Ist das Risiko sehr überschaubar.

    Grüsse

    Thomas

  10. Jens

    @ Thomas:
    D. h. jemand anders verzichtet „einfach so“ auf die Rendite für die 40.000 CHF?

  11. Gainde

    @ Thomas, Jens

    Solang die Dividendenrendite des Portfolios über den Kreditzinsen liegt ist ja alles gut 😉

  12. Sparfuchs

    Wie hoch ist eigentlich eure Cashquote? Ich hab zur Sicherheit 10000 Euro, aber ich glaube, dies ist viel zu hoch!

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparfuchs

    Ich denke, für die meisten reichen 3.000 bis 4.000 Euro als Sicherheitspolster.

  14. Finanzpferdchen

    @Sparfuchs

    Bei mir sind es eigentlich immer 3 Nettogehälter gewesen. Allerdings habe ich kein Auto und könnte notfalls auch aufs Laptop verzichten. Höchstens mein Pferd könnte schnell teuer werden, aber auch da habe ich Versicherungen. Daher würde ich sagen, der Notgroschen richtet sich auch nach dem individuellen Lebensstandard.

  15. Gainde113

    @ Sparfuchs

    Habe 80% Aktien und 20% Cash als Asset-Allokation festgelegt. Anlagehorizont ist auch entsprechend lang. Jährlich findet ein Rebalancing statt. Das zwingt einem, antizyklisch zu kaufen.

  16. Thomas der Sparkojote

    @Jens,

    Ja das ist so 🙂

    @gainde

    Der Kredit ist unverzinslich, somit könnt eich das Geld auch einfach als cash halten ohne einen Verlust zu fahren.

    Grüsse

    Thomas

  17. KievKiev

    @ Tim

    Schöner motivierender Artikel. Ich habe meine Daten bei MadFi eingetragen. Laut seinem Rechner sind es noch genau 2 Jahre zu dem Erreichen der Freiheit. Meine Rendite ist allerdings besser, also wird es hoffentlich schneller gehen. Jetzt habe ich immerhin ein kleineres näheres Etappenziel. Mein 10 Jahresplan ist ambitioniert und da bin ich noch ein sehr gutes Stück vom Ziel entfernt. Kein Wunder bei 10 Jahren Laufzeit.

    @ Thomas

    49k zinsfrei für 4 Jahre. Gibt es das am freien Markt? Klingt interessant. Aktien würde ich damit aber vermutlich nicht kaufen. Zurück zahlen muss man es ja schon recht zeitnah. Ich würde mal wieder Sondertilgen. Vielleicht ein kleines Optionskonto für einen Nebenerwerb. Hier kann man aber auch Geld verlieren. Im Falle einer Korrektur oder Crash fände ich diesen Kredit sehr schön.

    @ Mike

    Bildliche Ziele finde ich auch sehr gut. Ich habe aber nichts konkretes mehr. Ich möchte nur noch die Freiheit und Unabhängigkeit. Dadurch würde ich mehr Zeit nutzen um mehr von dem zu machen was ich eh schon mache. Das ist etwas abstrakt und ich kann mir kein Bild davon machen. Ich hätte ja nur mehr Zeit für die Dinge die ich in meiner Freizeit unternehme. Hast Du an so einem Punkt einmal bildliche Ziele gehabt? Wie sahen oder sehen sie aus?

  18. Thomas der Sparkojote

    @Kiev

    Nein nicht am freien Markt 🙂 und es sind lediglich 40k.

    Für mich wäre die Rückzahlungsrate deutlich unter 50% meiner Sparquote, wenn ich ihn also frühzeitig zurückzahlen möchte würde das auch in 1 1/2 bis 2 Jahren gehen.

    Grüsse

    Thomas

  19. Jens

    @Sparfuchs

    Mein/unser Cashpolster liegt immer so zwischen 20k und 30k. Würde sonst nervös werden. Tims 4k wären für mich ein Albtraum.

  20. David

    @Thomas der Sparkojote:

    Du schreibst, dass du hoffst, in 8 Jahren bei diesen rund EUR 900‘000 zu sein, abgerundet sind das rund CHF 1.0 Mio. Gleichzeitig schreibst du, dass du einen Networth von rund CHF 130‘000 hast. Ich weiss ja nicht genau wie hoch deine Sparquote nominal ist, aber selbst bei einer ordentlichen Sparquote von rund CHF 4‘000 pro Monat müsstest du eine jährliche Performance von 15% an den Tag legen, um auf eine „Kiste“ zu kommen. Meinst du nicht, dass dies etwas zu ambitioniert ist? Versteh mich bitte nicht falsch, denn ich würde es dir gönnen, aber 8 Jahre in Folge 15% Performance an den Tag zu legen ist nicht ohne… oder habe ich einen Gedankenfehler gemacht?

  21. Sparkojote

    Hallo David,

    Ich gehe davon aus das ich in 3-4 Jahren deutlich sehr viel mehr als 4’000 pro Monat auf die Seite legen kann. Klar ist das ambitioniert, aber das ist ein Ziel das ich mir gesetzt habe.

    Aus meinen Networth Beiträgen kann man entnehmen, das mein Vermögenswachstum bereits historisch gesehen über die letzten 18 Monate  bereits mehr als 4’000 CHF/Monat war. Und nur ein sehr kleiner Anteil davon beruht auf meine Depot Performance.

    Wichtig zu erwähnen ist das mein Vermögen nicht nur mit der Sparrate wächst, sondern ich auch ein eigenes Business nebenbei Betreibe, diese Einkünfte fliessen zwar nicht direkt in meine Private Kasse, gehören aber dennoch zu meinen Networth.

    Grüsse
    Thomas

  22. A.

    Hallo zusammen,

    neben den aktien die ich habe, habe ich eine Wohnung in Aussicht die sich, abgesehen von Reparatur oder Renovierung, von selbst tragen wird.

    Wenn es klappt hätten wir ein Objekt was sich abbezahlt durch Miete und irgendwann vielleicht mit Gewinn abgestossen werden kann.

    Nächste Woche weiss ich mehr. Unseren Cashbestand muss ich dann aber erhöhen falls was sein sollte, da werde ich mit den Aktien zunächst ein wenig zurückfahren müssen.

     

  23. Mike

    @Kiev Ich habe immer neue Ziele, ich denke es wäre nicht gut wenn man keine Ziele oder Wünsche mehr hat, sie müssen ja nicht zwingend materiell sein. Ich stelle mir z.B. vor, wie ich jungen Unternehmern helfe, ihr Startup aufzubauen, oder auch benachteiligten Kindern helfen kann etc. ich träume nicht von Ruhestand oder Liegestuhl, ich möchte so lange es geht aktiv bleiben, aber eben auch tun und lassen können, was mir gefällt. Luxus ist mir nicht sonderlich wichtig, er wird rasch langweilig und zur Belastung, mehr Zeit für mich, die Familie oder eben auch andere Leute, die meine Erfahrung oder finanzielle Unterstützung in bescheidenem Rahmen brauchen, das gibt mir deutlich mehr als Luxusauto, Luxusuhr, Yacht, Villa etc.

    Ich habe nichts gegen diese Dinge, ich hatte mir auch gewisse Dinge gegönnt, aber es macht einen wenn dann nur sehr kurzfristig glücklich.

    Das wichtigste ist die Freiheit, möglichst viel davon tun zu können, was man mag, und wenn es einen Sinn ergibt für sich und andere, umso besser. Und genau diese Dinge stelle ich mir immer vor, es hilft gerade wenn es mal aus diversen Gründen weniger optimal läuft.

    @Sparkojote

    Finde gut hohe Ziele zu haben, dann erreicht man automatisch mehr, sonst lohnt sich die Anstrengung ja kaum. Von den Zahlen her ist es erreichbar, wobei auf solche eher kürzeren Zeiträume (7 Jahre) natürlich auch etwas Glück dazugehört, resp. abhängig ist von der Marktphase. Wenn von den 7 Jahren 3 eine Baisse/Krise stattfindet, wird es nicht einfach. Aber das ist auch egal, wichtig ist dass man dranbleibt und das Optimum rausholt, für den Rest kann man nichts tun, das liegt in andern Händen.

  24. Denis

    Bin 33 und habe gerade erst 15.000 Euro gespart. Da fühle ich mich ziemlich klein, wenn ich das alles so lese was ihr schon tolles angespart habt. Habe allerdings auch erst vor 2 Jahren aktiv angefangen zu sparen. Habe auch die ganzen Fehler der Mittelschicht gemacht und dann umgedacht. Ich hoffe es ist noch nicht zu spät für wenigstens eine Teilfreiheit im Alter.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Denis

    Glückwunsch zum Umdenken. Du bist auf einem guten Weg. Es ist nie zu spät.

    Zu viele Menschen werden gezwungen, 55 bis 60 Jahre zu arbeiten.

    Wähle die Freiheit oder Teil-Freiheit, dann hast Du mehr Möglichkeiten.

  26. Sparkojote

    Hallo Denis,

    Ich denke es kommt auch vollkomme ndarauf an woher man kommt, die Schweiz kann man z.B. nicht mit den meisten anderen Ländern in Europa/der Welt vergleichen.

    Ich finde man sollte alles in Relation sehen! Ich bin noch jung, und ich denke auch noch mit 33 ist man sehr jung, im ideal fall hat man nämlich erst 1/3 seines Leben gelebt. Also weiter so!

    @Ruben
    Gut erfasst, das sehe ich auch so ich werde frühestens mit 70 die ofizelle REnte erhalten wenns die noch gibt.

    Grüsse
    Thomas

  27. Ex-Studentin

    Ich arbeite seit diesem Jahr nur noch 35h (begrenzt für 1 Jahr). Das tut mir sehr gut und ich werde auf eine Verlängerung beharren. Gesundheitlich bin ich noch nicht ganz auf der Höhe, aber ich bin froh, dass ich einen Beruf habe, der das verzeiht. Ich komme morgens erst um halb 10. Wenn es mir gut geht, mache ich auch mal bis 18 Uhr und wenn nicht, dann gehe ich eben früher. Ich mache mir nun öfter Gedanken, wie es wäre, nicht mehr arbeiten zu müssen. Aber gleichzeitig gebe ich mir umso mehr Mühe, dass ich eine Arbeit habe, die mir Spaß macht. Man sollte mit der Freiheit nicht bis 40-50 oder warten, wenn man stattdessen früher „teilfrei“ sein kann.

    @Denis

    Es ist super, dass dein Umdenken überhaupt statt gefunden hat. Bei anderen passiert das nie. Mach einfach weiter. Alles ist am Ende besser als nichts.

  28. Neuling

    @Denis

    Lass dich nicht entmutigen. Allein durch die Umstellung deiner Denkweise hast du bereits sehr viel erreicht, mehr als der Großteil der Bevölkerung. Außerdem ist 33 noch keinesfalls zu spät. Man kann sich immer denken „ach, hätte ich doch nur früher angefangen…“ und sich mit anderen vergleichen. Das bringt einen aber nicht voran. Hauptsache du setzt dir eigene, ambitionierte, aber realistische Ziele und packst es überhaupt erst an.

     

     

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Super, dass Du solche Fortschritte machst. Da kannst Du stolz drauf sein.

    @ Neuling

    Prima Zusammenfassung für Denis. Danke.

  30. Ruben

    @Kiev: auch von mir Glückwunsch!

    @Ex Studentin: 35 Stunden sind in unserem IG Metall Betrieb die Standard Arbeitszeit. Diesen Monat hat ein Kollege auf 40 Stunden erhöht, da er Planungssicherheit möchte. Ich bleibe da lieber flexibel und bekomme zusätzlich die Mehrarbeit besser vergütet.

    @Denis: ich war auch nicht viel früher dran. Du bist jetzt schon gedanklich weiter als gefühlt 95% der restlichen Bevölkerung. Erst gestern hatte ich wieder Kollegen, die sich um den Renteneintritt in 15 Jahren sorgten. Auf die Idee etwas mehr zu sparen kamen sie aber nicht.

  31. KievKiev

    @ Sparkojote

    Du kannst die 40k sicher relativ schnell zurück bezahlen. Kannst Du sie nicht in einer Phase der Korrektur oder Crash leihen? Am Ende der Hausse wird gerne auf Kredit gekauft. Das würde ich im Hinterkopf behalten. Nicht, dass Du 40k All In gehst und genau danach kommt ein Crash und Du musst in der vielleicht danach schnellen Erholungsphase die alten Verbindlichkeiten zu den „teuren“ Preisen aus neuer Sicht zurück bezahlen. Ich kann verstehen, wenn man alles überschüssiges Geld sofort investiert, aber geliehenes?

    Ambitionierte Ziele sind sehr gut. Du hast neben der Gehaltssteigerung vermutlich auch den Ausbau Deines Business miteinbezogen. Falls Du z.B. das Business nicht mehr betreiben möchtest, so müsstest Du vermutlich auch aus genau diesem Grund Dein Ziel anpassen. Das sehe ich nicht als Scheitern, sondern als Anpassen der Bedürfnisse. 10 Jahre ist nun mal ein langer Zeitraum, in dem sich Dinge ändern können. Falls die ambitionierten Ziele nicht erreicht werden ist es auch nicht schlimm. Durch Zinseszins und bestehende Einkommensströme kannst Du in Deinem Fall in vermutlich einem weiterem Jahr das Ziel dann endgültig erreichen.

     

    @ Mike

    Mein Ziel der Freiheit ist 10 Jahre entfernt. Außer theoretischen Sparleistungen und Zahlen ist der Weg etwas weit für bildliche Vorstellungen. Die Etappenziele wie FI definiert nach MadFi, oder Wegfall eines teuren Kredites in absehbarer Zeit liegen näher, aber es treten dadurch keine Veränderungen auf. Außer Excel Spielereien. Das ist sehr schön und auch motivierend, aber nicht mit wesentlichen Veränderungen verbunden auf die ich mich freuen kann.

     

    @ Denis

    Du bist hier in einem Umfeld von ambitionierten Menschen gelandet, die an dem Aufbau eines Vermögens arbeiten. Du bist noch nicht lange dabei. Freue Dich über die guten Wege die hier genant werden. Es sieht so aus, als könntest Du in dem Umfeld auch Hilfe für Dich finden ein Vermögen aufzubauen. Es ist auf jeden Fall besser als ein Umfeld von Menschen, die Klagen und über das System schimpfen. Vielleicht findest Du hier ein paar Ideen neue Einkommen zu generieren. Wege weniger auszugeben findest Du bestimmt. Die Zielhöhe eines Vermögens für ein Leben in Freiheit ist hier auch sehr unterschiedlich. Sie liegt zwischen 300k und 3-5 Mio. Aber bereits ein Notgroschen, oder ein passives Einkommen von 100€ im Monat geben Dir Freiheit.

  32. Sabine

    Hallo, ich arbeite auch an diesem Ziel und bin auch auf ganz gutem Wege. Neulich ist mir das Buch „Finanzielle Freiheit“ von Gisela Enders über den Weg gelaufen, bzw. Ich habe es in zwei Tagen verschlungen. Sie hat mit Menschen gesprochen, die dieses Ziel erreich t habe. Was mich besonders beeindruckt hat – und vielleicht ein bisschen was über mein Bild von reichen Menschen aussagt – war, wie „normal“ die alle waren. Tim Schäfer, Du hättets da wahrscheinlich auch gut reingepasst.

    Tschüss Sabine

  33. Thomas der Sparkojote

    @Kiev

    Genau ich finde es gut das du meine Gedanken bestätigst, ich werde sicherlich um die 20k davon (ca. 50%) als Cash behalten um meine Reserve zu erhöhen. Die andere Hälfte möchte ich in Aktien, P2P Kredite und mein Business investieren.

    Insgesamt denke ich das Risiko ist überschaubar. Un ja das Ziel ist natürlich mit dem 30 Lebensjahr zu erreichen. Schlussendlich ob es dann 7,9 oder 10 Jahre geht ist dann auch egal denke ich.

    Ich denke nichts ist zu 100% planbar, allerdings kann ich meine Segel in die richtige Richtung setzen und auf das beste hoffen und daran arbeiten. Bei Gehaltssteigerungen liegen aktuell am meisten drin, wenn ich alles richtig mache. Ich kenne im Umfeld gleichaltrige, sowie auch schon etwas ältere und die ganz alten Hasen in meiner Branche/Tätigkeit. Und weiss was da möglich ist. Jeder der da bereits 5+ Jahre Berufserfahrung an den richtigen orten hatte, verdient deutlich über 6-stellig Brutto. Ich habe noch einen kleinen Vorteil das ich vom Brutto mehr als viele anderen behalten kann. Das liegt an meiner äusserst Steuergünstigen Gemeinde an der Goldküste. Je mehr man verdient umso wichtiger wird es in solchen Gemeinden zu wohnen.

    Grüsse
    Thomas

  34. Ex-Studentin

    @Ruben

    Planungssicherheit? Das klingt ja seltsam. Beim Daimler erhöhen einige auf 40h, weil sie sonst Überstunden abfeiern müssen. Eine Freundin von mir hat das Problem, dass sie freitags oft zuhause geblieben ist, aber gleichzeitig ihre Arbeit nicht gemacht bekam.

    Ansonsten ist IGM natürlich immer top, ich bin bei einem Ingenieur-Dienstleister. Da ist man weit weg von IGM Gehältern. Einige meiner Kollegen würden gerne Stunden reduzieren, wollen aber die Gehaltseinbußen nicht in Kauf nehmen, weil sie dann unter 2k netto im Monat hätten. Da müssen einige dann schon finanziell kämpfen. Einige meiner männlichen Kollegen legen aber dennoch viel Geld zurück, weil sie irgendwelche aktiven Fonds haben.

  35. Sterbai

    @ Denis

    hab „aktiv“ auch erst mit 30 angefangen. Heute 6 Jahre später stehe deutlich besser da. Bring den Schneeball ins rollen und dir wird es besser gehen, nicht nur finanziell.

    Wir haben diesen Monat „Bergfest“ gefeiert. Es kommen ab jetzt jeden Monat mehr Geld durch Divi und Mieten rein als Gehälter. Ist ein schönes Gefühl.

    An deiner stelle würde ich das Risiko nutzen um schneller zu wachsen. Kredithebel bei Immos, Smallcaps uns so weiter.

    Wir sind all in und fühlen uns sehr gut dabei.

    Gruß Sterbai

  36. Schwaberle

    @Ex-Studentin:

    Ich habe ähnliche Erfahrungen mit der Arbeitszeitreduzierung gemacht. Die Tage sind viel weniger voll. Die privaten Erledigungen bleiben nicht bis zum Wochenende liegen. Meine Freizeit kann ich viel entspannter genießen und nicht irgendwie nach dem Arbeitstag nur noch abarbeiten.

    Ich strebe auch die Teilfreizeit an. Das erlaubt mir einen etwas schlechter bezahlten Job zu haben der mir aber Spaß macht. Das ist mir sehr wichtig.

     

    @Denis: Du bist noch früh genug dran. Vllt kannst du ja deinen Lebensstandard in einigen Dingen wieder etwas zurück schrauben. Schau einfach nach den Dingen die dir wirklich wichtig sind. Ich finde dafür darf man dann auch etwas mehr Geld ausgeben. Aber es gibt so viel Zeug, dass z.B. mein Leben kein Stück besser macht. Da mache ich dann Abstriche.

    Es gibt so viele Dinge die nix/wenig kosten und deine Lebensqualität enorm steigern. Natur, Sport, Bewegung, Freunde, Familie, Lesen…

    Zeit ist für mich mittlerweile der pure Luxus. Viele Bekannte verbringen viel Zeit auf der Arbeit. Das wird dann mit teuren Konsumgütern „belohnt“. Der Witz ist, die sind keine Angeber. Wenn die mal Zeit haben, dann machen wir eine Radtour, Grillen, Spaziergänge oder gehen ins Fitnessstudio. Das ist jedesmal toll. Und letztendlich könnte man jede dieser Aktivitäten ohne großen finanziellen Mehraufwand täglich machen. Die Kosten fürs Fahrrad sind bezahlt. Der Vertrag im Fitnessstudio läuft ja eh. Beim Grillen kann man zum Fleisch noch leckeres Gemüse legen. Aber es fehlt denen an Zeit. Sie haben keine Zeit für die ganzen Dinge die Sie bereits besitzen. Die haben auch schöne Wohnungen zu vernünftigen Mietpreisen. Aber Sie verbringen dort kaum Zeit.

     

    So, ich wünsche euch eine schöne Woche 🙂

     

    Grüße aus dem Schwabenländle 🙂

     

  37. André

    Also ich möchte euch allen ja nicht die Laune verderben und als Miesepeter da stehen…aber bei aller Euphorie darf eins nicht vergessen werden. Wir befinden uns im neunten Jahr eines Bullenmarktes und irgendwann wird es auch mal wieder stark abwärts gehen. Dann werden aus den schönen Buchgewinnen in Höhe von z.Bsp. 100k im Depot schnell mal wieder 70, 60, oder noch weniger….und dann werden sich einige die Augen reiben und mit der schönen Planung kann es ganz schnell vorbei sein…

    Die gleiche Euphorie die hier aus dem Blog heraus strahlt hatte ich 99 auch. Damals gab es in den 90igern auch einen sehr schönen Bullenmarkt der Jahre lief. 2000 folgte das jähe Ende und viele Buchgewinne lösten sich in Luft auf… anschließend folgte eine sehr lange Seitwärts Phase des Marktes…und nein, ich war damals nicht am Neuen Markt investiert 😉 Ich hatte schon damals Werte mit vermeintlicher Sicherheit. Aber auch deren Buchgewinne lösen sich in einem Bärenmarkt unter Umständen auf…. Was mir persönlich bei den Werten aber half war die schöne Dividende die trotzdem regelmäßig gezahlt und sogar gesteigert wurde…. 🙂

    Und bitte jetzt keine Einwände das diesmal alles anders ist 😉

  38. KievKiev

    @ Sterbai

    Wow, Bergfest? Meinst Du Brutto oder Netto Mieteingänge, oder gar Gewinn aus Vermietung abzüglich Darlehenskosten? Bei Brutto Mieteingängen wäre das auch schon eine sehr gute Nummer. Da wird es ja dann viele weitere Feste geben: Netto Mieteinnahmen usw.

    Mit Einnahmen aus Vermietung abzüglich Finanzierungskosten werde ich das Bergfest wohl nicht erreichen. Ein bis zweimal im Jahr gelingt mir das zumindest durch die temporäre Vermietung. Dann gibt es aber andere Monate in denen das Einkommen sehr weit vorne liegt.

    Und das ist bestimmt kein Klagen. Unser aktives Familieneinkommen ist relativ hoch und wir benötigen es in der Höhe absolut nicht. Wie ist Dein Plan, was hast Du vor? Willst Du noch die Immos verstärkt abzahlen um Dich auch in Zukunft vielleicht mit weniger oder keiner aktiven Arbeit sicher zu fühlen?

  39. Thorsten Rohweder

    @Ruben die Heraufsetzung des Rentenalters kommt bestimmt, ist ja leider nichts anderes als eine Rentenkürzung. Nehme ich ein fixes Alter , sagen wir 65 und schaue dann was ich pro Jahr des Eintritts bekomme , dann bin ich bei heraufgesetztem Rentenalter 70 schon 5 Jahre mit Abzügen. Bei der staatlichen Rente ist jeder Monat 0,3%. Jedes Jahr also eine Kürzung um 3,6%. Bei 5 Jahren sind das dann schon 18% Abzug. Abgesehen vom Risiko, dass man das gar nicht erlebt, so wie bei Bismarck, da gab es die Rente erst ab 80 und das Nichterleben war Teil der Finanzierung für die, die dann Rente bekommen konnten. Es handelte sich damals eher noch um ein Solidarsystem, heute um ein Schneeballsystem, das ohne Zuschüsse nicht mehr trägt.

    @André Deshalb versüßen Dividenden die Baisse,  Tränen fließen trotzdem. Entscheidend ist für mich, dass die Dividendenrendite im Schnitt über 3% liegt, sollte die Inflation steigen, dann würde ich sogar 4% versuchen wollen. Bei niedrigeren Kursen ist das dann schon erfüllt. Eine gute Dividenenrendite im Depot erlaubt auch das Halten von Wachstumsaktien mit deutlich weniger Dividende, aber da dürfte die Volatilität noch höher sein. Deshalb schaue ich mehr auf die Dividende, davon lebe ich zum Teil.

    Die Dividenden bringen mir übrigens derzeit so viel wie meine Mietwohnungen Oder sogar schon mehr. Ich habe schon öfters mal überlegt die Wohnungen zu verkaufen und in Aktien umzutauschen,  aber das ist unter Risikobetrachtung nicht wirklich gut. Vielleicht brauchen meine Kinder die Wohnungen in x Jahren, hier gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum. Sollten sie die Stadt dauerhadt verlassen, dann sähe es evtl. anders aus, aber dann bin ich schon alt und kann und will vielleicht sogar verkaufen. Kein Reicher setzt nur auf Aktien, sie haben alle wenigstens eine Hütte in der sie wohnen oder direkte Beteiligungen an Firmen, Immobilien , Mischkonzernen und sind auf diese Weise etwas unabhängig von der Börse.

  40. Oliver

    Auch wenn man erst am Anfang ist, hat man den wichtigsten Schritt gemacht: Angefangen, seine Finanzen in die richtige Richtung zu bringen. Dennis ist mit seinen 15.000 EURO zwar noch nicht weit, aber es ist alles im sehr grünen Bereich, wenn er sich angewöhnt, immer weiter zu sparen und zu investieren. Es ist erstaunlich, wie weit man schon nach fünf Jahren sein kann.

    Tim schreibt in seinem Artikel von recht hohen Beträgen, die einem wie der Mt. Everest vorkommen, wenn man gerade begonnen hat. Davon bitte nicht zurückschrecken lassen. Man hat noch keine Erfahrungen mit einem Kapitalstock und weiß noch nicht, wie es läuft, wenn man z.B. 250.0000 EURO als Depotgröße hat. In diesen Bereichen sind selbst höhere Sparraten nicht mehr stark zu spüren und wenn man Pech hat, ist der Buchwert bei einem schlechten Tag niedriger trotz der monatlichen Einzalung. Mahlzeit. Das  heißt, Einzahlungen bringen natürlich noch etwas, aber die Musik macht das eigene Depot.

    Wichtig ist, den Kopf nicht zu verlieren, wenn eine Situation eintritt, wie sie Andre beschrieben hat. Man sollte nicht zu sehr linear denken und sich auch nicht an dem Depotwert in der Ansparphase sklavisch orientieren. Die Bewegungen sind kurz- und mittelfristig nicht vorhersehbar. Es besteht nur die gute Chance, dass langfristig selbst große Korrekturen meist ausgeglichen werden und danach immer wieder höhere Stände erreicht werden. Das heißt, es ist Stand heute kaum vorhersagbar, wenn ich Summe xyz einzahle, dass ich in 5 Jahren bei einer bestimmten vorausberechneten Summe bin. Die Sache wird immer unberechenbarer, je höher man mit seinem Depot ist.

    Nur mal eine kleine Anekdote aus meinen Depots: An einem Tag in diesem Jahr hatte ich ca. 20.000 EURO Buchverlust und weil es dann so schön war, gleich am Folgetag nochmal so 10.000 EURO. Mit normaler Arbeit ist das nicht auszugleichen. Aber heute befinde ich mich wieder auf einem neuen Höchststand, d.h. ich habe die ganzen Buchverluste ausgeglichen und es kam noch etwas drauf. Das Thema ist: Das ist alles nicht wichtig, so lange ich keine Strategie des Verkaufens habe. Die Dividenden haben sich dieses Jahr trotz der Delle extrem gut entwickelt und von daher ist trotz des kleinen Einbruchs nichts passiert. Es haben sich nur die Zahlen im Depotwert geändert. Das Gute am kontinuierlichen Ansparen und Anwachsen des Depots ist, dass man sich an die Schwankungen gewöhnt. Das muß man genauso lernen wie die regelmäßigen Sparraten. Wenn man weiß, dass die Börse einfach nur gerne schwankt und eine tägliche Bewegung bei einer ruhigen Börse z.B. 1.000 EURO ist und das sich nicht auf dein Leben auswirkt, verlieren Schwankungen irgendwann ihren Schrecken. Je häufiger man z.B. heftige Schwankungen erlebt und merkt, dass die Welt deswegen nicht untergeht und es dir genauso gut geh wie davor, wird man emotionslos.

    Gerade bei fallenden Börsen habe ich z.B. masochistische Anwandlungen. Ich schaue mir fallende Börsen wahnsinnig gerne an, selbst wenn die Tenden länger anhält. Der Hintergrund ist, dass man so viele Möglichkeiten sieht, bei einigen Werten mit guten Preisen einzusteigen. Ich liebe das persönlich und denke nicht gleichzeitig an den gesamten Buchwert meines Depots. Wenn ich z.B. eine Topaktie aufgrund von Verkaufsdruck zu einem KGV von 15 bekomme, beschwere ich mich nicht, selbst wenn sie später bei einem KGV von 12 steht. Ich habe viel für mein Geld bekommen, vorausgesetzt das Unternehmen ist weiterhin erfolgreich unterwegs. Wenn ich dann bei KGV 12 vielleicht noch nachkaufen kann, dann werde ich mich noch weniger beschweren. Ich finde, eine Aktie zu einer guten Bewertung kaufen ist nie ein Fehler, solange das Geschäftsmodell stimmt, selbst wenn die Börsen weiter fallen.

    Was die 900.000 betrifft: Wenn man sein Depot hegt und pflegt, wird man früher oder später dahin kommen. Aber nach dem Erreichen der finanziellen Freiheit ist das nicht mehr sonderlich wichtig. Es ist danach nur eine Zahl von vielen und Du kannst dir überlegen, falls Geld nach deinen Ausgaben übrigbleibt, ob Du die wieder anlegst oder für andere Dinge wie z.B. Wohltätigkeit zur Verfügung stellst. Bist Du finanziell frei, wird schon aufgrund der Dividendensteigerungen die Luft zwischen Ausgaben und Einnahmen immer größer werden. Das einzige, was man bei dem Spiel benötigt um dahin zu kommen ist Konsistenz und sehr viel Geduld. Beides ist zugegeben schwierig, gerade wenn sparen und investieren mental noch kein Automatismus ist.

    Grüße Oliver

     

  41. Daniel

    Das genügt auf alle Fälle zur Teil-Freiheit. Das ist nicht kleinzureden. Warum brauchst Du so viel „sicheres“ Geld mit 100.000 Euro? Risiko ist eine schöne Sache. Das Risiko bringt die Rendite. Es ist die Würze. Gerade wenn Du jung bist. Den Aktien-Anteil würde ich daher höher ansetzen.

    Ich bin von Natur aus ein übervorsichtiger Mensch.

    Grund: Auch wenn ich ETF total cool finde, und auch wenn es schon Indexfonds seit etlichen Jahren gibt, Tatsache ist aber, dass nennenswerte Mengen an Gelder erst nach der Finanzkrise in ETF Aktienfonds geflossen sind, sodass noch keine wirklichen Aussagen darüber vorliegen, wie sich ETF in einer schweren, möglicherweise langanhaltenden Finanzkrise verhalten. Ich möchte keine Einzel-Aktien-Invests, da mir das Bilanzlesen und das Einschätzen (noch) zu hoch ist.
    Der sicherere oder liquide Anteil ermöglicht mir auch in der absoluten Downphase bei Aktien Geld zu entnehmen ohne mein Aktiendepot anzugreifen
    Der TG/FG/Anleihe Anteil verringert die Volatilität in meinem Gesamtdepot, ich bin da, nachdem ich 2008 mitgemacht habe, etwas übervorsichtig geworden, das war nicht schön damals

    Insgesamt habe ich jetzt ca. 70.000€ in „sicheren“ Assets, zudem knapp 1 Jahr Überstunden. Absolut gesehen ist dieser Puffer also fast gefüllt, knapp 95% der Kohle fließt bereits in mein Aktiendepot. Ich hoffe, dass ich 2020 erstmalig 6-stellig dort werde.

    Ich mache aber auch keinen Hehl daraus dass ich die EU mitsamt der Währung Euro für eine völlig verfehlte Konstruktion halte und dieser nicht über den Weg traue. Daher werde ich wohl im nächsten Jahr etwas in Staatsanleihen im nicht-EU Ausland mit Investment Grade umschichten, ein Fremdwährungskonto in Dollar und Norwegischen Kronen einrichten und vielleicht auch etwas in Bargeld zurücklegen. Die Vergangenheit und aktuelle Poltik macht eigentlich mehr als deutlich klar, das Besitz und Eigentum hierzulande keinen großen Stellenwert hat. Ein Depot wäre ja vergleichsweise schnell ins Ausland verschoben.

  42. André

    @Thorsten Rohweder

    Da bin ich ganz bei Dir. Auch mir helfen die monatlichen Dividenden in guten, aber natürlich noch mehr in den schlechteren Zeiten. Man darf sich nur nicht verrückt machen lassen und die Buchverluste in echte Verluste umwandeln, dann ist man ge….

     

  43. Michi

    @Daniel

    hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie und wo Du das Fremdwährungskonto für norwegische Kronen eröffnest? Bei einer deutschen Bank oder kann man das auch direkt bei einer norwegischen Bank machen? Was wäre sinnvoller? Was muss man beachten?

    Hat hier jemand schon Erfahrungen mit Fremdwährungskonten?

    Danke für eure Rückmeldungen

  44. Sandra

    @Sparkojote: Sind die 40.000 Fränkli etwa von Deinen Eltern?

    Denn wenn ich mir Deine Webpage ansehe, so scheint es mir, dass Du ohnehin einen ziemlich privilegierten Start ins Leben hattest. Wenn ich natürlich als Kinder alles geschenkt bekam, davon mri irgendwelche Sammlungen aufbauen konnte, die jetzt in mein Networth fließen.. nun ja, kindliche Spielerei.

     

  45. Daniel

    hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie und wo Du das Fremdwährungskonto für norwegische Kronen eröffnest? Bei einer deutschen Bank oder kann man das auch direkt bei einer norwegischen Bank machen? Was wäre sinnvoller? Was muss man beachten?

    Nein, es ist erstmal nur etwas Gedankenspinnerei. Ich habe es nur gesehen, dass die Comdirect, bei der ich sowieso mein Aktiendepot habe, sowas anbietet. Deine Fragen sind genau die, die ich mir auch stelle, vielleicht kann die auch jemand anderes hier beantworten der sowas zufällig hat:

    Konto direkt in Norwegen:

    Stelle ich mir schwierig bis unmöglich vor, nur ein Bauchgefühl. Besser wäre es natürlich aus meiner Sicht. Man verzichtet zwar auf die Einlagensicherung, aber ich denke mal, dass Norwegen etwas ähnliches hat. Steuerlich dürfte das auch für mich Neuland sein.

    Generell frage ich noch mal bei der Comdirect an, ob Fremdwährungskonten ebenfalls der deutschen Einlagensicherung unterliegen, immerhin bin ich ja noch bei einem deutschen Geldinstitut und wie sich Zinserträge auf die Steuererklärung auswirken. Ob diese dann als ausländische Erträge gelten oder gar nicht berücksichtigt werden solange diese nicht „mit Gewinn“ zurückgetauscht werden. Fragen über Fragen 😉

     

  46. Ruben

    Ich war auch immer scharf auf Dividenden und bin es eigentlich immer noch, doch es fehlt eben der Steuerstundungseffekt. Dividenden müssen direkt versteuert werden, Kursgewinne erst beim Verkauf. Es macht schon einen Unterschied, ob ich von 7% Gesamtperformance ganze 4% jährlich versteuern muß oder nur 2%.

    Wenn ich einmal auf die Dividenden angewiesen sein sollte, dann sieht es natürlich anders aus.

  47. Thorsten

    @Oliver

    An einem Tag in diesem Jahr hatte ich ca. 20.000 EURO Buchverlust und weil es dann so schön war, gleich am Folgetag nochmal so 10.000 EURO. Mit normaler Arbeit ist das nicht auszugleichen.

    Das ist dann bei einer Baisse oder einem kurzen Einbruch zermürbend. Man denkt „tiefer fallen kann es jetzt eigentlich nicht mehr“ und schwupps ist die nächste Unterstützung gefallen, die Nacht haben sich die Trader bloß ausgeruht, um am nächsten Tag weiter runterzuprügeln. Während sich Kursgewinne kurzfristig gut anfühlen, lassen einen Kursverluste nac hund nach zweifeln. Das ist menschlich und für uns Investoren sogar Pflicht. Ich habe auch schon Werte verkauft, um später zu sehen, dass sie wieder stiegen. Meist habe ich in andere Werte umgetauscht und bin mit einem blauen Auge weggekommen, als der Markt insgesamt wieder anstieg. Die Bank hats gefreut, hat zweimal Gebühren kassiert.

    Aktuelle Beispiele : Sabra Healthcare gekauft  1.2.2018 zu 18.10 USD , fiel dann innerhalb weniger Tage auf 15,96 USD , das sind 12% Verlust in USD ! Momentan bin ich damit mit 21% im Gewinn (in Euro gerechnet) plus 8,65% Dividendenrendite, erste Auszahlung erfolgte gerade.  Ählnich war es mit OMEGA HEALTHC. , ebenfalls 20% im Plus. Andere Aktien dümpeln immer noch im Minus : Buckeye Partners, General Mills, Altria. Zum Glück sind es nicht viele. Es wird davon nix verkauft.

  48. Sterbai

    @Kiev

    mit Bergfest meinte ich die Nettomieteinanhmen plus Nettodividenden. Wir haben zwar bei jeder Wohnung einen positiven Cashflow, aber das meiste geht in die Finanzierung.

    Unser Plan ist erstmal bis 40 so viele Wohnungen zu kaufen wie wir finanziert bekommen um den Hebel schön zu nutzen. Sind jetzt 36, mal schauen was kommt. Unser jüngstes Kind ist bald 3 Jahre jung. Unser Ziel ist es mit 50 Jahren unabhängig zu sein. Das werden wir schaffen, evtl. schon früher.

    Im Schnitt stecken wir 2TE pro Monat ins Depot, was leider die lezten drei Monaten nicht geklappt hat dank Grunderwerbsteuer+Notar. Aber dafür sind drei Wohnungen dazu gekommen.

    2023+2025 sind zwei Kredite abbezahlt, unser nächstes „Bergfest“. Mal schauen was die Zeit bringt.

    wir gehen gegenüber anderen ein höheres Risiko ein. Das ist uns bewust und wir können es managen.

    Im übrigen tun uns gemeinsame Ziele (aufgeschriebene), und das erreichen dieser sehr gut in unserer Ehe.

     

  49. Sterbai

    @all

    bin bei Aktien nicht sooooo fit. Habe heute Post von Flatex bekommen:
    Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung
    WKN ISIN Wertpapierbezeichnung Anzahl
    BAY001 DE000BAY0017 BAYER AG NA O.N.
    Sehr geehrter Herrxxx, Sehr geehrte xxxxxx,
    die Gesellschaft hat zu nachstehenden Bedingungen ein Bezugsangebot
    unterbreitet.
    WKN bezogener Titel : BAY001
    Bezugsverhältnis : 23 : 2
    WKN Bezugsrecht : BAY1BR
    Trennverhältnis : 1 : 1
    Bezugspreis : 81,000 EUR
    Bezugsrechtsnotierung: 06.06.2018 – 15.06.2018
    Bezugsfrist : 06.06.2018 – 19.06.2018

     

    was bedeudet dies genau? Kann ich Bayer zu 81€ kaufen? was sagt das Bezugsverhältnis 23:2 aus?

    Danke

     

  50. Bernd

    @André

    Das beunruhigt mich nicht. Der Buchwert ist mir egal. Mich interessieren nur die Dividenden. Günstige Kurse bedeuten eine höhere Dividendenrendite. Ist doch toll, wenn ich statt 3 % dann 6 % bekomme. Also im Idealfall kann es jetzt 50 % runter gehen und die nächsten 15 Jahre seitwärts. Dürfte für mich als Dividendensammler kein Thema sein. Wichtig ist nur, dass man Aktien aus krisensicheren Branchen hat.

  51. Ex-Studentin

    @Sparkojote

    Als Deutscher fallen einem bei deinen Zahlen die Kinnlade runter. Letztlich ist deine Entwicklung aber nachvollziehbar. Früh eine Ausbildung gemacht und Geld verdient, nebenbei noch dein Spielkartenverkauf und auch nicht zu vergessen, dass man in der Schweiz das Doppelte als in Deutschland verdient. Dafür hast du natürlich auch hohe Ausgaben und musst für die Rente ein größeres Depot haben. Du machst das alles gut so, wie du es jetzt macht. Dominik von finanziell frei mit 30 ist ja auch so eine Granate mit 21.

    Ich knacke die 100.000€ hoffentlich nächstes Jahr mit 26. Kommt drauf an, wie stabil mein Depot bleibt. Ich habe etwa 40k im Depot, 40k Tagesgeld und dann noch Geld im Bausparvertrag und Geld an Verwandtschaft verliehen. Das Tagesgeld ist so hoch, weil ich ggf. Eigenkapital für eine Wohnung parat haben möchte oder auch als Backup für Notfälle in der Familie. Ich habe die letzten 5 Jahre gut verdient, sparsam gelebt und viele Überstunden gemacht. Ich muss gestehen, dass ich mich darauf nun „ausruhen“ werde. Ich spare weiter, aber nicht mehr so exzessiv.

    Liebe Grüße
    Jenny

  52. Thomas der Sparkojote

    @Jenny

    Das ist tatsächlich so, ich denke aber das man Prozentual ähnlich fährt. Allerdings hat man in der Schweiz viel einfacher auf ein hohes Einkommen zu kommen, wenn man gleichzeitig seine Ausgaben im Griff hat kann man die Sparquote drastisch erhöhen. Ich sehe Potenzial von 70-80% als Sparquote realistisch an wenn man in einer guten Branche/Tätigkeit ist.

    Toi toi toi mit dem 100’000€ es ist ein cooles Gefühl, aber ändern tut isch nichts wirklich. Mit der viertel, halben und ganzen Million wird es vermutlich ähnlich sein. Es motiviert aber definitiv solche Ziele abhacken zu können. Ich habe mittlerweile durch meinen Blog einige Leute kennengelernt die von DE oder AT in die Schweiz gezogen sind, wegen des Gehaltes. Und dennen bleibt Netto Absolut sowie Prozentual einiges mehr übrig. Einige davon wollen dann später wieder zurück. Das ist ein enormer Finanzboost. Praktisch Finanzen auf Steroide! Beruflich kenne ich ansonsten viele Ausländer von überall die hierher kommen um zu arbeiten, da man hier einfach deutlich viel viel mehr verdient und viel viel weniger Steuern zahlt wenn man in den richtigen Kantönen und Gemeinden wohnt.

    Ich finde allerdings das man sich beim Sparen nicht allzu stark beschränken sollte. Genau wie du erwähnst wenn du es im Moment als exzessives Sparen ansiehst, ist es definitiv noch nicht in einer gesunden Balance eingependelt. Ich bin letztes Jahr für gut 7’000 CHF in die USA, das sind 7’000 CHF weniger die man sparen kann. Dieses Jahr ist nichts grossartig geplant, aber mir ist auch nicht danach. 2019 steht vermutlich aber Japan an für 2-3 Wochen. Mal schauen was sich noch ergibt 🙂

    Grüsse
    Thomas

     

     

  53. Slazenger

    @Sterbai

    Das Bezugsverhältnis sagt aus, dass du für 23 alte Aktien 2 Neue zum Preis von  je 81€ erwerben kannst!

  54. Nobbi

    Das heißt du kannst für 11,5 bezugsrechte 1 bayer aktie für 81 euro kaufen. Pro aktie hast du ein bezugsrecht in dein depot eingebucht bekommen. Diese kannst du selbst veräußern oder weitere hinzukaufen.

  55. Dubaischeich

    @Sterbai: Aufpassen: Nimmst du die Bezugsrechte wahr, wird dir deine Bank höchstwahrscheinlich die normale Ordergebühr dafür berechnen. Ich schätze bei den meisten von uns wird sich das nicht lohnen. Es ist wohl besser die Bezugsrechte zu verkaufen.

  56. KievKiev

    @ Sterbai

    36 Einheiten sind mal ein Brett. Und als Ziel 40? Ich hätte gerne mindestens 5 Stück. Falls möglich auch 10 Stück. Aber nur wenn die Rendite und das Risiko stimmt. Sonst erreiche ich das Ziel nicht und dann ist es auch ok. Ich kann meine Wunschanzahl herleiten:

    20% des Einkommens wird alleine für Wohnen verwendet (aktuell sogar bis 30%, aber ich bleibe konservativ). Folglich beziehe ich 100% Einkommen mit 5 abgezahlten ETWs ohne selbst zu arbeiten. Da die eigene Einheit hier nicht enthalten ist und die ETWs auch etwas günstiger als meine eigene sein dürfen, habe ich 10 als Ziel. Ich wüsste nicht was ich mit dem ganzen Cashflow aus 40 Einheiten machen sollte. Das würde inkl. Sicherheitspolster weit über unseren Familienausgaben liegen.

    Falls auf dem Weg zum Ziel aber ein Börsencrash in die Quere kommt, investiere ich lieber dort und bleibe noch passiver als bei Immobilien. Da reichen mir dann auch die aktuellen Einheiten völlig aus. Gehst Du nicht ein unnötiges Risiko mit neuen Zukäufen ein? Ob du 36 oder 40 Einheiten hast spielt am Ende doch keine Rolle, oder übersehe ich etwas?

  57. Sterbai

    @all

    danke zu den Infos bezüglich der Bayer-Bezugsrechte

    @ Kiev

    ich glaube ich habe mich etwas zu undeutlich ausgedrückt. Mit 36 und 40 ist mein Alter gemeint. Leider keine Einheiten 🙂

    mit der selbst bewohnten sind es aktuell 8 Einheiten. Mal schauen was wir die nächsten 4Jahren an Wohnungen Finanziert bekommen ohne zuviel Eigenkapital rein stecken zu müssen.

  58. Neuling

    @Ex-Studentin

    100.000€ mit 26 Jahren zu haben ist wirklich eine wahnsinnig gute Leistung. Toi toi toi, dass es klappt.

    Darf ich fragen, wie du bereits so jung so viel haben kannst? Meines Wissens nach bist du noch nicht so lange im Berufsleben. Das ist wirklich eine erstaunliche Leistung. Trägt in deinem Fall die Börsenentwicklung einen großen Teil bei? Ich bin beispielsweise erst ca 2.5% bis 3% im Plus und habe vor 1.5 Jahren an der Börse angefangen.

    Ich habe für mich ausgerechnet, dass ich es mit ach und krach eventuell schaffen könnte mit 26 so viel zu haben. Aber nur, wenn ich mich sehr stark einschränke und mir wenig gönne. Andererseits könnte die börsenentwicklung auch einiges davon wettmachen. Ich rechne hierbei immer vorsichtig, da ich für den Zeitraum, den ich dabei bin, bisher nur wenig Rendite erzielt habe.

  59. Ex-Studentin

    @Neuling

    Ich arbeite mittlerweile fast 5 Jahre und konnte jedes Jahr ca. 15-20k sparen. Etwa 10k müssten durch die Depotentwicklung kommen. Bin etwa 30% mit meinem Depot im Plus und investiere seit September 2015. Canopy und amazon tragen derzeit maßgeblich zu dem Plus und bei mit über 100% Zuwacks. Börsenwerte betrachte ich deswegen recht kritisch, kann ja morgen alles wieder im Keller sein. Wie alt bist du?

    Innerlich hatte ich immer die 30 im Kopf, um die 100k zu schaffen. Ein relativ „lockeres“ Ziel, obwohl absehbar war, dass ich es vorher schaffe. Aber dann macht man sich nicht zu viel Stress, weil es kein zu extremer Verzicht sein sollte. Ich mache trotzdem Urlaub, wie ich lustig bin. Am meisten spare ich dadurch, dass ich kein Auto habe und für eine Frau wenig Klamotten kaufe.

  60. KievKiev

    @ Sterbai

    Jetzt kann ich die Zahlen nachvollziehen. Hatte auch im Hinterkopf, dass Du ein paar Einheiten mehr hast. Das Wachstum wäre dann doch etwas extrem 😉 Hatte mich schon gewundert, was Ihr da vorhabt? 8 Einheiten sind schon sehr gut! Wir sind knapp unter 40 Jahren und haben erst 4 Einheiten. Es sind immerhin größere zentrale Einheiten, die sehr gut vermietet werden können.

    Ich habe meine Suche jetzt auf meine Heimatstadt ausgedehnt. Diese eignet sich sehr gut zur Vermietung und die Preise sind verglichen mit meinem aktuellen Wohnraum relativ gut. Die Miete ist dort nicht wesentlich geringer, so könnte ich vielleicht direkt ein MFH in ordentlichem Zustand mit 5% Rendite vom Start weg bekommen inkl. Potential nach oben. Solche Möglichkeiten kann ich in meiner Region nicht finden. Als Nachteil habe ich durch die Entfernung dann mehr Aufwand, aber ich habe Kontakte vor Ort. Ein weiteres schönes Detail ist die Möglichkeit Fahrten in meine Region absetzen zu können. Ich müsste hin- und wieder nach der Immobilie schauen und wenn ich in dem Zuge bei meiner Familie vorbei schaue ist das ja kein Problem 😉 Das Modell hat Abzüge im Aufwand aber bietet Vorteile in der Maximierung von Einnahmen bei Reduzierung von privaten Ausgaben. Und ich kann die Region sehr gut bewerten. Die Viertel haben sich nicht im Wesentlichen verändert.

  61. Neuling

    @Ex-Studentin:

    Nicht schlecht. Das heißt also du bist mit 21 bereits ins Berufsleben gestartet und bist wohl aktuell 25?

    Ich war mit meinem Depot lange Zeit im minus (ca. 6-10%). Deswegen bin ich überhaupt froh, dass ich mittlerweile im plus bin.

    Ich bin 24 und bin 3 Monate vor dem 24. Geburtstag ins Berufsleben gestartet. Das heißt so wahnsinnig lange arbeite ich noch nicht und habe genau wie du „nur“ einen Bachelor. Genauso wie du habe ich mir auch das Ziel gesetzt mit spätestens 30 Jahren die 100.000€ im Depot zu knacken. Auch ich geh davon aus, dass ich das „locker“ schaffe bis dahin. Realistisch könnte das irgendwann im Alter von 26 oder 27 geschehen, wenn ich so weitermache und mir wenig gönne. Ansonsten dann eben bis 28 oder 29.

    Ursprünglich hatte ich geplant bis Ende 2018 30k im Depot zu haben. Mein Ziel musste ich erhöhen. Geplant sind nun 40k im Depot bis dahin, weil ich bereits jetzt schon knapp 30k habe.

  62. Ex-Studentin

    @Neuling

    Genau, bin mit Punkt 21 ins Berufsleben eingestiegen. Vorher habe ich 3 Jahre dual studiert, deswegen keine Schulden. Gespart habe ich im Studium aber nicht viel, da das Geld für den Lebensunterhalt und Heimfahrten drauf ging. Nach dem Studium für Maklergebühr und Umzug. Werde dieses Jahr 26.

    Dafür, dass du erst wenige Monate arbeitest, bist du schon sehr weit. Weiß nicht, was du arbeitest, aber mit z.B. IGM-Gehalt und ohne Kinder kann man in seinen 20ern finanziell richtig durchpowern. Da gehen 100k sehr schnell, auch wenn viele Leute da ungläubig schauen.

     

  63. Neuling

    @Ex-Studentin

    mit 21 ist das wirklich sehr jung. Ich habe mich mit 23 bereits jung gefühlt und war zunächst auch der jüngste im Team.

    ich habe während des Studiums 7600€ Bafög-Schulden gemacht. Hatte aber am Ende des Studiums etwa 10k-12k an „Vermögen“ (Regelstudienzeit überzogen und in der Zeit deutlich mehr gearbeitet) . Rückzahlung ist in 3.5 Jahren, wobei ich mir dann auch ca 20% davon spare, wenn ich alles auf einmal zurückzahle.

     

    IGM-Gehälter habe ich leider nicht. Aber ich denke das dürfte fast ähnlich hoch sein. Momentan verdiene ich noch ~2120€ im Monat, in 3 Monaten werde ich bei meinem neuen Arbeitgeber sein und ~2500€ verdienen. Hinzu kommt noch ein etwaiger Bonus am Jahresende (bis zu 10% des Bruttojahresgehalts). Des Weiteren noch die Einnahme aus einem Nebenjob, den ich momentan noch ausführe.

  64. Sterbai

    @ Kiev.

    unsere vermieten Wohnungen sind eher klein, alle zwischen 27-53m². Da ich wirklich das meiste selbst mache, will ich alles in der nähe haben. Habe bei 2 Wohnungen die Bäder selbst gefliest. Obwohl zum ersten mal gemacht sieht es sehr gut aus.

    ein MFH mit 5% Rendite kann ich bei uns in der Umgebung nicht finden, daher „muss“ ich mir einzelne Wohnungen suchen, hier geht noch was. Aber mit den vorhandenen Kontakte vor Ort, warum nicht?

     

  65. KievKiev

    @ Sterbai

    Wir haben auch schon selbst gefliest. Bei unseren Sanierungen haben wir allerdings alles getauscht. Wir haben im Bad als Beispiel Strom (mit FI und neuem Kasten im Flur und neues Hauptstromkabel für Kasten), Abwasser und Zuwasser getauscht. Bis auf Fliesen können wir diese Arbeiten nicht durchführen. Das Fliesen wurde aber gleich von unseren Handwerkern mitgemacht. Ein Bad war in einer Woche komplett fertig mit Kasten und Verbindung zu den ETWs über und unter der Einheit.

    Kleine Wohnungen sind auch sehr gut. Diese sind aber meistens wesentlich teurer als größere Einheiten oder gar ein MFH. Größere Einheiten können wir hier gut als WG vermieten. Das geht ja auch nicht überall. Ich suche ja schon nach MFHs um die Zielrendite erfüllen zu können. Vielleicht habe ich in der anderen Stadt mehr Erfolg. Die Online Recherche sah auf jeden Fall vielversprechender aus. Bei einer Besichtigung gibt es meistens noch ein paar Einschränkungen. Aber ich benötige auch nur ein weiteres MFH. Dann reicht mir das Leverage endgültig und zukünftige Überschüsse gehen direkt in den Aktienmarkt.

  66. Ex-Studentin

    @Neuling

    IGM ist glaub mehr, aber in den Genuss kam ich bisher auch nicht. Sparen geht auch so, aber ich seh bei Kommilitonen, dass da Netto durchaus die 3 vorne steht. In welcher Branche schaffst du, dass du mit 23 der jüngste bist? Wir haben Azubis und Ba-Studenten, sodass bei uns viel junges Gemüse rumhüpft. Mein Alter war zum Glück selten ein Problem, ich wurde meistens älter geschätzt und gehöre mit 8 Jahren Betriebszugehörigkeit schon zu den Erfahrenen.

  67. Bashor_26

    @Sterbai

    super Arbeit an den Aneliner.

    Ich habe gerade Einheit 3 abgeschlossen, also noch ein gutes Stück von dir entfernt. Hast du schon Erfahrungen mit WGs an Studenten gemacht? Hier sollte die Rendite höher sein, bei mehr Aufwand.

    @Kiev

    du müsstest auch nicht weit weg von LU/MA sein, gell?

    @beide

    Eure Kommentare motivieren mich sehr stark an Sache weiter dran zu bleiben. Danke.

    Bashor_26

  68. KievKiev

    @ Bashor

    Ich wohne nicht allzu weit weg. Ich vermiete WGs. Handwerklich sieht mir Sterbai erfahrener aus. Muss ich ehrlich gestehen. Aber ich kann auch einige Dinge selbst machen.

    Die Lage muss für WG Vermietung passen. Du hast mehr Aufwand bei Teilmöblierung. Allerdings kannst Du ein Zimmer auch viel rentierlicher vermieten als eine Wohnung. Für Teilmöblierung brauchst Du hauptsächlich eine Küche. Wenn der Kühlschrank kaputt geht musst Du Dich dann darum kümmern. Die Küche bekommst Du fast umsonst in Kleinanzeigen.

    Bei Studenten hast Du öfter Mieterwechsel. Du musst nur das notwendigste Renovieren. Es ist ein sehr guter Anfang. In den ersten 3 Jahren sollte man eh nicht renovieren. Ich renoviere nicht zum Spaß. Aktuell gehe ich von steigenden Mietpreisen aus. Kurzfristige Mietdauern und Unabhängigkeit von Mietpreisbremsen sind von Vorteil. Aber gehe nie bis an die Grenzen des Machbaren. Das bringt nur unnötig Stress für 5-10%. Ich erhöhe auch nicht die Miete in bestehenden Mietverhältnissen, außer sie ist abseits von gut und böse. So habe ich gute Missverhältnisse. Aber mit meinen 6 Mietern habe ich keine zuverlässige Statistik.

  69. Sterbai

    Das mit den höheren Renditen bei teilmöbliert en Wohnungen kann ich bestätigen. Habe in der letzten Wohnung fuf 2T€ eine super moderne Ikea-küche samt Geräte hingestellt. Und die Miete um 80€/Monat steigern können.

    Bei den Mietsteigerung bin ich ganz bei dir, Kiev.

    WG’s versprechen hohere Renditen und mehr Aufwand. Ich stecke lieber die Arbeit vorher rein. Habe aber auch keine geeignete Wohnung dafür.

    @Bashor,.danke. und 3 Einheiten ist doch super. Ist wie beim Leberknödel essen- eins nach dem anderen.

    Bist du einer von 38000 aniliner? ?

  70. andre

    Ich bin Angestellter (Gehalt 64.000 € p.a.), 38,5 h Woche; ETF Depot bei 112.000 €. Und: Bassist in einer bekannten Berliner Heavy Metal Kapelle! Schon schön, wenn man schlau genug ist, keine schulden zu haben und alles in ein depot zu pumpen- um irgendwann finanziell freier headbanger zu sein!

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