Wie es ein kanadisches Paar im Alter von 35 Jahren in den Ruhestand schafft


New York, 22. Juli 2019
Dieses kanadische Paar will im Alter von 35 Jahren in die finanzielle Freiheit gehen. Sie haben knapp eine halbe Million Dollar im Depot. Noch ein paar Jahre wollen sie Gas geben. Dann sind sie frei, hoffen sie.

Wenn du sparsam lebst, wirst du sehen, wie befreiend es ist. Dir ist es egal, was andere über deine alte Jeans oder Sneaker denken. Dein altes Handy musst du nicht verstecken, sondern du bist stolz darauf, den ständigen Versuchungen zu widerstehen. Weder die Werbung noch der soziale Druck aus deinem Umfeld zwingt dich zum Kauf neuer Dinge.

Geistig ist das befreiend. Mit Geld kannst du weder Liebe noch Zufriedenheit kaufen. Ja, das ist klar. Aber du kannst Stabilität kaufen. Wer sich und seine Familie finanziell absichert, muss sich weniger Sorgen machen.

Ist das Haus vollständig getilgt, schläfst du bestimmt besser. Ohne Hypothek zu sein ist wie ein Geschenk. Du kannst dir mit einem ordentlichen Depot einen guten Lebensstandard leisten. Wenn eine unerwartete Rechnung im Briefkasten landet, zuckst du nicht zusammen. Du zahlst sie pünktlich. Fertig. Du bekommst keine Panik, wenn etwas kaputt geht. Du hast schließlich ausreichend liquide Mittel auf dem Tagesgeldkonto und im Girokonto.

Gesellschaftlich ist ein sparsamer Lebenswandel schwierig. Das gebe ich zu. Wir leben nun mal in einer Zeit der Verschwendung und des Konsums. Wir leben in einer Zeit des Angebens und der Schulden. Deine Freunde wissen vermutlich, dass es Dir finanziell gut geht. Das ist eben die Kehrseite der Medaille.

Du kannst deinen Job jederzeit aufgeben. Und an deinem Lebensstandard würde sich nichts ändern. Du arbeitest nur weiter, weil der Job dir Spass macht – nicht aus finanziellen Gründen.

Für viele Menschen bietet der Job einen großen Teil ihrer sozialen Identität. Wenn du komplett in die Freiheit gehst, wird es dir wohl bewusst, wenn dich Menschen fragen werden: „Was machst eigentlich beruflich? Wo arbeitest du?“

Wenn du antwortest: „Ich bin finanziell frei. Ich bin Privatier“, dann werden dich die Menschen verwundert anschauen. Sie werden dich für verrückt halten. Nur wenige Menschen schaffen das nämlich. Sie halten es für eine Fata Morgana.

Du hast in deinem Depot etliche US-Dividendenaristokraten (das PDF ist von Dividendenadel-Boss Christian W. Röhl). In deinem Depot schlummert außerdem ein S&P-500-ETF. Abgerundet hast du deine Strategie mit ein paar Wachstumswerten. Das Depot hat sich phantastisch entwickelt.

Schau dir dieses Paar aus Vancouver an, das in einigen Jahren in die Freiheit gehen wird. Stephanie und Celestian haben knapp eine halbe Million Dollar im Depot. Sie leben sehr sparsam. Sie haben kein Auto. Sie nutzen den ÖPNV. Sie meiden Restaurants, indem sie zuhause gesund kochen.

Wenn die beiden es tatsächlich im Alter von 35 Jahren in den Ruhestand schaffen, ist das beachtlich. Ich finde ihren minimalistischen Lebensstil super. Die beiden erinnern mich an den Frugalisten Oliver.

Die Kanadier sparen mehr als 65% ihres Jahreseinkommens. In den letzten 7 Jahren haben sie ihre Ersparnisse in Indexfonds investiert. Sie hoffen, von den Zinsen leben zu können, wenn sie in ein paar Jahren in Rente gehen.

Weitere Informationen findest du in ihrem Blog „Incoming Assets“:
https://incomingassets.wordpress.com/

Clevere sparsame Entscheidungen im Leben zu treffen hat Vorteile. Du kannst so schneller finanzielle Ziele erreichen. Du kannst von einem passiven Einkommen leben und brauchst nicht mehr aktiv zu arbeiten.

Celestian und Stephanie lehren uns, wo man Kosten senken kann. Bekanntlich sind die beiden größten Kostenblöcke bei den meisten Menschen das Wohnen und die Mobilität. Sie leben in einer günstigen Mietwohnung, sie besitzen kein Auto. Sie kochen fast alle Mahlzeiten selbst. Sie kaufen Second Hand, sie machen Reparaturen selbst. Sie nutzen die Bibliothek für Bücher, Filme, Spiele. Trotzdem verreisen sie oft. Sie erfüllen sich einen Lebenstraum.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Wie es ein kanadisches Paar im Alter von 35 Jahren in den Ruhestand schafft

  1. AvatarA.

    Hm, der Betrag ist sicherlich beachtlich. Einen Plan haben sie auch. Das ist wichtig. Ob’s dann mit 35 klappt Mal sehen. Hängt ja bestimmt auch davon ab, wie die Börse so weiter läuft. 7 Jahre heißt auch, dass sie faktisch nur eine Bewegung kennen, die nach oben, abgesehen von ein paar Korrekturen. 
    Wenn sie es im Crash durchziehen können, kann es was werden.
    Viel Erfolg. Sparsam leben ist schon okay. 
    Gruß
    A.

  2. AvatarRalf

    Ein schöner Artikel!

    @Immobilien: Drückt uns die Daumen, wir haben endlich ein bezahlbares Haus gefunden und hoffen nun, auch den Zuschlag zu bekommen! Das Haus ist bereits hundert Jahre alt, aber sehr solide gebaut mit dicken Mauern, stabilem Dachstuhl und zu großen Teilen saniert (Fenster, die meisten Leitungen, Heizung). Mein kritischer Immobiliengutachter-Blick war angenehm überrascht. Ich glaube nicht, dass die heutigen Hütten in Hundert Jahren vergleichbar solide dastehen. Und eine wunderbare Lage am Stadtrand mit ebenem großen Obstgarten…

    @Sneaker: Ab uns zu lohnt sich ein Markenprodukt. Die ganze Familie hat sich Marken-Sneakers im Angebot gekauft und es sind Qualitätsunterschiede zu spüren.

  3. AvatarA.

    @Ralf
    Na endlich Mal was konkretes. Viel Erfolg auch euch. Hoffe ihr werdet den Zuschlag bekommen. 
     
    Gruß
    A.

  4. AvatarBruno

    @Ralf Hört sich doch gut an! Ich mag alte Häuser auch, der Vorteil von dicken Mauern wie man sie heute nicht mehr kennt ist gerade jetzt im Sommer, schön kühl. Damals hat man Häuser noch für die Ewigkeit gebaut, heute baut man eher für die nächsten 30-40 Jahre dann reisst man wieder ab.

  5. AvatarFit und Gesund

    @Ralf,
    auch ich drücke Dir die Daumen 🙂
    Lustig, ich habe heute auch im Mephisto-Laden Schuhe gekauft, leider nicht im Ausverkauf, und der Zöllner, anstatt die chicen Teile zu bewundern, meinte nur „Ihr Ausweis läuft in 4 Tagen ab“, Mist, das hatte ich wohl verdrängt, 
    Ausflug nach Zürich im August also.
     
     
    Artikel:
    hm… also die hp der Beiden verursacht schonmal Augenkrebs, zuviel bling bling wo man draufklicken soll und mein erster Blick fiel auf den verhassten Satz „Buy my…Schnickschnack“ …. no thank you.
    Gesund leben die Beiden auch nicht gerade, benötigen jeden Monat einen grossen Sack Mehl von Costco…also ich brauche das nicht, obwohl ich es gut finde dass sie selber kochen. Ich hab mir heute ein Avocado-Brot im Bio-Laden gegönnt, knapp 5 Euro und sehr lecker, daheim gab es dann noch Salat (nicht Bio) und Kirschen. Morgen gelüstet es mich glaub nach Lachs 🙂 ich esse nur leckere Sachen.

  6. AvatarRüdiger

    ich esse nur leckere Sachen.
     
    Sehr vernünftig!
    Kochen macht Freude … essen auch 😉

  7. AvatarThorsten

    Sie haben in ihrem Blog auch geschrieben, dass sie nur preiswert kaufen und man solle nichts Teureres kaufen nur weil es Gesundheit verspricht. Gekocht hat sie aber lecker. Sie haben keine Kinder. Wären sie nicht berufstätig würden sie als ältere Studenten durchgehen.  Authentisch ist es jedoch. Ähnlich wie Tim reisen sie gerne und haben ein entsprechendes Budget dafür. Reisen wäre nichts für mich.Ansonsten geizen sie nicht weil sie nach Konsum kein Bedürfnis haben. Ist doch klasse.

    Ich sitze gerade auf der Terrasse meines Ferienhauses und freue mich, dass ich nicht mehr reisen, fliegen oder fremdes Essen zu mir nehmen muss und ich nur wenig Kosten habe , um mich zu erholen, wann ich es möchte. 

  8. AvatarBruno

    @Fit und Gesund
    Mehl findet man in unserem Haushalt schon länger kaum noch, wir essen nicht mehr viel Brot und Gebäck, und wenn dann holen wir was vom Bäcker des Vertrauens, der hat das besser im Griff 😉
    Aber diese Woche ist bei uns eher kalte Küche angesagt v.a. Salate auf dem Speiseplan, diverse Gemüse- und Früchtesalate, Reissalat, Bohnen- und Erbensalat etc. die Möglichkeiten sind gross da würde dann auch ein schöner Lachs dazu passen. Heute gab es noch den Rest einer Gazpacho, mögen viele nicht aber ich liebe sie, wenn sie gut gewürzt ist.

  9. AvatarFit und Gesund

    @Bruno,
    mit dem Mehl handhabe ich es genauso, Brot gibt es eigentlich nicht, nur Dinkelbrötchen oder Roggenbrötchen, zum grossen Glück hab ich nie Gipfeli gemocht. 
    Und ja, bei dieser Affenhitze kann man nur Kaltes essen, ich muss diese Woche nochmal nach Konstanz auf den Markt, da ist ein Stand mit feinsten Oliven..und Ziegenkäse, da gibt es kein Halten mehr, vom frischen Salat mal abgesehen.
    Gazpacho kriegt nur meine spanische Freundin hin, ich nicht, bei ihr esse ich es gerne.
    Bei Essen und ebenso bei Schuhen bin ich für Qualität, ich laufe so viel, da braucht es ordentliches Schuhwerk.

  10. KurtKurt

    Immer weniger dt. Unternehmen sind an der Börse zu finden lt. diesem Zeitungsartikel:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/weniger-firmen-an-der-boerse-1.4533492

    Es ist zwar „nur“ Deutschland und der „WORLD-Index“ oder ähnliche Kombis beinhalten noch „ein paar“ mehr Firmen, aber trotz interessant. Es bleibt spannend.

    Wie es anderen Ländern wohl so ergeht? Ob das auch nur zyklisch ist, den irgendwann wollen die im Artikel genannten „Heuschrecken“ ja ggf. wieder verkaufen?

    Angeblich gibt es Fonds/ETFs etc mit denen man auch am Mittelstand bzw. sogar an Familienunternehmen teilhaben kann die nicht an der Börse sind, oft sog. Hidden Champions. Kam mal im Radio, aber wie das funktionieren soll, wenn man keine Beteiligungen kaufen kann, kann ich mir nicht erklären.

    Vermutlich wie ein nicht-physischer ETF der einfach mit was anderem nachbildet und hofft im Falle des Falles die selbe Entwicklung abbilden zu können. Weiß da jemand mehr dazu?

  11. AvatarWolke

    …Schau dir dieses Paar aus Vancouver an, das in einigen Jahren in die Freiheit gehen wird…
    Wie das klingt, als wenn sie in einem Arbeitslager leben würden. Das kann man doch besser schreiben…

  12. AvatarRalf

    Danke euch. Wie würdet ihr bzgl. Immobilienfinanzierung vorgehen?

    Die Zinsen sind bekanntlich niedrig. Selbst eine Vollfinanzierung mit 5%-Tilgung wäre aufgrund des moderaten Kaufpreises vernünftig zu tragen. Ich möchte daher eigentlich möglichst wenig Eigenkapital einsetzen (außer für Kaufnebenkosten).

    Welches Vorgehen wäre sinnvoll und machen Banken so etwas zu vernünftigen Konditonen überhaupt mit?

  13. AvatarA.

    @Ralf
    Ja, die Banken sind, Bonität voraussgesetzt, bereit einen großen Teil des Preises zu finanzieren. Wichtig bei Eigennutzung ist tatsächlich, dass man die Nebenkosten selbst zahlt. 
    Am besten bei 2 bis 3 Banken Angebote einholen und vergleichen. Heute würde ich nur eine 10 Jahresbindung machen, das reduziert die Zinsen um einiges, die Tilgung wird höher.
    Damals habe ich 15 Jahre genommen. Sobald man über die 10 Jahre geht, steigt der Zins schon stärker an (wobei das heute bei den niedrigen Zinsen auch nicht weiter tragisch wäre denke ich). 
     
    Gruß
    A.

  14. AvatarDaniel

    Kennt sich jemand mit Photovoltaik aus? Ich überlege grade ob wir auf unserem Garagendach (Süd-Richtung / 30° Dachschräge) PV installieren. Das Dach hat ca. 35m² Fläche, rein theoretisch müssten dort 5-6kwp draufpassen. Die Preise rutschen ja auch immer weiter runter. Der Materialpreis liegt bei etwa 6000€ + natürlich Installation wobei mein Vater Elektriker ist und sicherlich einen guten Teil machen könnte.
    Ich möchte da allerdings nicht in Vorleistung gehen, denn wenn ich überlege mit 10.000€ in Vorleistung zu gehen um vielleicht im Jahr 600€ an Strom zu sparen dann dauert das ewig und die 10.000€ könnten besser investiert sein. Da wäre zu überlegen ob es da einen günstigen Kredit gibt den man als Hebel nutzen könnte. Kennt sich damit jemand aus? Grade mit diesen Erneuerbaren bekommt man ja sehr günstige Konditionen und könnte vielleicht mittels so eines Kredithebels den Betrag langsam abstottern während man schon Einkommen generiert und die Raten mit den Erträgen finanziert. Dann wäre das ja eine Art Selbstläufer.

  15. Avatar42sucht21

    @Hebel nutzen
    Wenn eigengenutzte Immobilien oder Umbaumaßnahmen nur noch voll finanziert auf Kredit angeschaft werden weil an der Börse aufgrund des immens sicheren Zinsdeltas ja einfacher viel mehr Rendite drin ist, dann ist das sehr clever oder auch nicht. Aber wenn der Aktienmarkt im langfristigen Mittel 4-8% Rendite über Inflation bringt und in den letzten 11 Jahren weit, weit überdurchschnittliche Renditen erziehlt wurden, was bedeutet das dann für die erwartete mittelfristige zukünftige Rendite? Wird das langfristige Mittel erhöht oder vielleicht doch nicht? Jetzt ist ja mal wieder alles anders. Nach 10J Hausse kennen alle den Hebel nur in 1 Richtung. 

    @Daniel – 10.000€ bezahlen um 600€pA zu sparen auf 15-20J
    Hört sich für mich etwas nach Liebhaberei an (finde ich völlig OK! das Gefühl Strom vermeintlich für Umme zu bekommen wenn man im Sommer vor seinem Gefrierschrank steht ist großartig) oder als Wette auf zukünftige steigende Strompreise / fallende Akkupreise. Sie haben ja auch Wartung, Reinigung und in 20J geht ja auch etwas kaputt, neuere Module haben viel bessere Wirkungsgrade usw. Wer weiss schon ob man die alten Dinger in 25J in DE teuer bezahlt als Sondermüll entsorgen lassen muss.

  16. Avatar-M

    @Artikel
    7 Jahre investiert und in paar Jahren in die Freiheit gehen. … da wünsche ich eher der Familie Glück als Ralf mit dem Haus (weil das ist realistisch)die 500k sind eher 250k ohne die aufgeblasenen Börsen. Lass deren Depot mal 250k verlieren…Das kann auch im Desaster enden wenn die ihre nerven verlieren. 
     
    @Ralf 
    Wenn 5% Tilgung gut stemmbar sind, dann hört sich das gut an. Bei einem Haus würde ich schon schauen das man die restschuld bissl schneller zurückzahlt. Viel Erfolg!
     
    -M

  17. Avatar-M

    @42 
    Sehr gute Gedanken! Wird wohl für einige ein böses Erwachen, dass die ersehnten 8% Rendite evtl auf die nächsten 10 Jahre sich als Flop erweisen. Mangels Alternativen evtl besser als nichts….aber wird sind nun mal weit vom Durchschnitt entfernt. 
     
    -M

  18. AvatarRüdiger

    Das kann auch im Desaster enden wenn die ihre nerven verlieren.
     
    Ja, das könnte passieren. Es ist halt eine Frage der Persönlichkeit, wieviel Risiko man eingehen möchte, um seinen Traum zu leben.
    Ich würde mich damit nicht wohlfühlen, aber … Jede Jeck es anders 😉

  19. AvatarNico Meier

    Ich bin da bei 41sucht21 den Hebel zu nutzen klingt immer superschlau aber ich kenne einige Beispiele bei denen es in die Hose ging.
    In der Schweiz sind 20% Eigenkapital obligatorisch die Hälfte davon darf als Vorbezug aus der Pensionskasse (Betriebsrente) stammen. Wir haben uns bewusst zu mehr EK entschlossen das hat sich in unserem Fall positiv auf den Zinssatz für die Hypothek ausgewirkt. Sollte sich der Himmel wirtschaftlich verdunkeln und die Immopreise etwas nachgeben verlangt die Bank plötzlich mehr EK und dann die Aktien zu Tiefstständen zu verkaufen un das verlangte EK zu bringen wäre mir zu schmerzhaft.

  20. AvatarDaniel (Frankfurt)

    Schon erstaunlich die teilweise hohe Verschuldung der US-Dividendenzahler, um die Dividende und die Rückkaufprogramme zu finanzieren. 

  21. KievKiev

    @ Ralf
    Viel Glück! Mache nichts madig und verhandel den Preis nicht. Wenn der Preis gut ist, ist er gut. 5000€ machen am Ende (wenn alles inkl. Zinsen zurück bezahlt wurde) nicht viel aus. Zumindest im Vergleich zu haben oder nicht haben. Du möchtest Deine Aktien aus steuerlichen Gründen möglichst nicht verkaufen. Das musst Du mit der Bank verhandeln. hier habe ich leider keine Erfahrung in welcher form es akzeptiert wird.
    @ CNK
    Die DDR habe ich als Westdeutscher fast nicht erlebt. Ich bin als Kind kurz nach der Grenzöffnung einmal mit meiner Familie einen Tag durch das Land gefahren. Mit Armut bin ich in Spanien das erste Mal in Berührung gekommen.  An einer Ampel auf dem Weg zum Meer gab es eine Stelle mit Bettlern am Straßenrand. Da musste ich dann immer die Scheibe hochkurbeln und die Tür verriegeln. Zu der Zeit habe ich über einen Freund im Urlaub auch die S Klasse kennengelernt. Automatische Fensterheber, Klimaanlage und getönte Scheiben. Es fehlte nur an einer Eisschokolade. Dafür gab es einen Chauffeur. Mein Freund konnte im Umkehrschluss lernen, dass es auch Autos ohne Klimaanlage gibt. Das kannte er noch nicht 😉
    Die BU hätte ich genauso wie Du abgeschlossen. Die Beiträge sind mit kürzerer Laufzeit auch wesentlich geringer. Ich habe aber keine mehr abgeschlossen, da ich das Thema erst spät recherchiert hatte. Es hat sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr gelohnt. Ich hätte mich natürlich besser im Voraus abgesichert.
    Danke für die Ausführung zu der Teilzeit. Ich habe hier eine ähnliche Motivation. Bei uns wird die Arbeitszeit erfasst, somit spielt es keine Rolle, ob ich phasenweise mehr oder weniger arbeite. Ich bin aber keine Führungskraft sondern eine Fachkraft im Bereich der Kernkompetenz der Firma. Wenn die Hütte brennt bin ich folglich immer eingespannt. Hier möchte ich die Problematik meiner Urlaubsplanung und Abwesenheit auch mit der Teilzeit etwas aus dem Wege gehen. Vielleicht findet sich auch eine Unterstützung für meinen Bereich. Dann liegt die Last auf mehreren Schultern. Urlaub wird bei mir generell als Problem gesehen. Das ist etwas belastend auf Dauer. Es ist auch etwas übertrieben. Die Firma ist bisher auch nicht zusammengebrochen, wenn ich im Urlaub bin.
    In großen Firmen sind Prozesse oft langatmig und mühsam. Ich gebe dir Recht, dass sie sich anpassen müssen. Kleinere Firmen wie von Bruno sehe ich aber gerade in dem Bereich stark im Vorteil. Hier braucht man nichts groß prüfen, abgleichen. Vielleicht noch ein Meeting halten. Wenn für Bruno etwas ok ist wird es gemacht. Das stelle ich mir sehr schön vor.

  22. AvatarWolke

    @Daniel
    Richtig, gute Dividendenzahler sind meist schlechte Aktien/Unternehmen Auf längere Sicht schlägt man den Index damit nicht.

  23. AvatarTim Lerner

    @Kurt:
    Geht mit Private Equity Fonds. Das Problem ist, dass man als Privatanleger doch schon ein paar Euros mitbringen muss. Gibt zwar auch das ein oder andere Produkt, dass sich an Kleinanleger wendet, aber die sind alle kompletter Bullshit. An die Großen (Apollo, Blackstone, KKR etc.) kommt man nicht ran, wenn man nicht gerade mehrere Millionen zum investieren hat.
    Den einzigen Anbieter den ich kenne, ist Liqid (https://campaign.liqid.de/private-equity). Die bieten Dachfonds an, die dann in die bekanntesten PE-Fonds investieren und man ist ab 200.000 EUR dabei.

  24. AvatarChristoph

    @wolke
    Sorry aber das ist total falsch.
    Über 70% der Gewinner sind dividenden zahler in den usa. Und das seit langer zeit.

  25. Avatarghost

    Ich weiss nicht ob man das verlinken darf, aber wenn man in google eintippt s&p 500 vs dividend aristocrats, dann kommt man auf ein Diagramm bei fool, dieses zeigt wie stark 😉 dividend aristocrats den s&p 500 geschlagen haben. 
    Es gibt haufen andere Seiten, die zeigen, wie ein Index geschlagen wird ;), wobei mir es darum nicht geht ein Index zu schlagen, aber wollte nur auf „oben“ antworten.
     
    Etfs sind gut, nur wenn es überall mal ne Blase gab, Tulpen, Gold, Häuser, coins usw……warum ist man überzeugt, dass es bei den Etfs keine Blase geben wird ;)…..
     
     
     
    Natürlich wenn man auf gewisse Empfehlungen hört und Schrottaktien im Depot hat, weil man sich gut beraten fühlte 🙂 (kaffee werbung damals ;)) , oder europäische Pseudodividendenzahler, die alle paar Jahre die Dividende kürzen, streichen, dann schlägt man den Index nicht.
     
    Ansonsten, glaube ich mit guten Dividendenzahlern die 25- 35 Jahre ihre Dividende immer gezahlt haben …. ist man gut dabei.
     
    Mfg

  26. AvatarA.

    Schließe mich Ghost und Christoph an.
    Das was „Wolke“ behauptet ist Unsinn. 
    Hier ist eine Grafik. Klick
     

  27. Avatar42sucht21

    @ghost – warum ist man überzeugt, dass es bei den Etfs keine Blase geben wird 😉
    Das verstehe ich nicht. ETFs sind doch lediglich ein Vehikel welches ja erstmal nichts mit dem zu investierenden underlying zu tun hat.
    Weil in Foren ja immer mal wieder auf Tulpen als die Mutter aller Blasen hingewiesen wird: Der Crash im Frühjahr 1637 ist zu einem Mythos aufgebaut worden und hatte anscheinend kaum Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Ganz, ganz anders als zB 1929-31 oder der Eisenbahncrash vom 5. Mai 1893 oder 2000 DotCom oder 2007-2009 Immobilien/CDS. Die Autorin Prof. Goldgar hat dazu ein interessantes Buch gescheiben. Welche Auswirkungen die Tulpenblase genau hatte ist wohl von heute aus nicht mehr ganz richtig nachzuweisen.
     
    Tulipmania: Money, Honor and Knowledge in the Dutch Golden Age – von A Goldgar
    Für eine Kurzfassung: https://makronom.de/tulpenblase-bitcoin-finanzblasen-warum-die-geschichte-der-tulpenmanie-groesstenteils-falsch-ist-25431

    @Div Aristocrats vs. S&P500
    Ist da nicht auch eine gute Portion survivorship bias dabei?

  28. AvatarRüdiger

    Woher wisst ihr, dass @Wolke den S&P 500 meint, wenn er über „den Index“ schreibt? Vielleicht hat er etwas ganz anderes gemeint? Der „Dividend Aristocrats“ ist übrigens auch ein Index, was auch sonst 😉
     
    Wer ist davon überzeugt, dass es bei ETFs keine Blase geben wird? Läuft der dem ETF zu Grunde liegende Index in eine Blase, wie soll sich der ETF davon lösen können? Oder umgekehrt: Wieso sollte der ETF in eine Blase laufen, wenn es der zu Grunde liegende Index nicht tut?
    Ein ETF ist doch keine Magie. ETFs bilden simpel und einfach einen Index auf Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Rohstoffe, Immobilien, … ab.

  29. Avatar-M

    @Aristokraten 
     
    Ich glaube man wird nicht unbedingt eine Outperformance erreichen, wenn man KGV 25 Aktien (4% Gewinnrendite) mit 5% Dividende kauft…. hier werden alle Gewinne ausgeschüttet, teilweise ist die divi nicht mal gedeckt. (Teilweise der Ball bei Aristokraten)
     
    Eher gut ein Unternehmen zu kaufen mit KGV 10 und 5% divi …. da bleibt noch Kohle im Unternehmen für andere Dinge. 
     
    Berichtigt mich @Wolke wenn du das nicht meintest? Bim zwar oft nicht Deiner Meinung, aber so las ich das und sehe das auch so.
     
    -M
     

  30. AvatarDanielKA

    @ Ralf: Drück dir ebenfalls die Daumen.
    Wir habe  unsere neue Wohnung mit einer 20 jährigen Zinsbindung (Tilgung knapp über 3 %) versehen, zahlen tun wir nur die Nebenkosten und noch minimal etwas EK < 10 %. Mein Depot behalte ich ebenfalls zu ca. 65 % im Vergleich zum ursprünglichen Wert.
    Der Zinssatz lag unter 1,20 %, was soll ich mich da beschweren. Die Inflation allein wird mir auf 20 Jahre in die Karten spielen. Da spare ich lieber parallel weiter ins Depot an. Die Restschuld ist dann nur noch ein Kleckerbetrag auf diesen Zeitraum gesehen…

  31. AvatarNico Meier

    Thema Hausfinanzierung anhanden eines Beispiels.
    Kaufpreis 500’000 €
    Die Bank erwartet 20% Eigenkapital also 100’000 €
    Der Käufer hat ein Aktiendepot in Höhe von 200’000€ will diese aber nicht verkaufen. Die Bank Akzeptiert Aktien im Depot als Sicherheit aber beleiht diese nur zu 50%.
    Ein halbes Jahr Später eine Krise ist ausgebrocheen das Depot hat sich auf 100’000€ halbiert und der Wert des Hauses ist um 10% zurückgegangen.
    Was passiert nun? Die Bank will weiterhin nur 80% des Marktwerts der Immobilie beleihen.
    Immo hat noch einen Wert von 450’000€
    Das Depot hat noch 100’000€ wert und die Bank will eine Nachzahlung von Eigenkapital, da nun das EK nur noch 50’000€ beträgt und eigentlich 150’000 betragen sollte. Mit anderen Worten die Bank verlangt 100’000€ die man in diesem Moment innert nützlicher Frist auftreiben muss wenn man die Immobilie behalten möchte.
    Daher halte ich es für hochriskant ohne EK nur mit beliehenem Depot eine Immobilie zu kaufen.

  32. AvatarDanielKA

    @ Nico Meier: Ralf will das Depot behalten nicht beleihen
    Ich habe mein Depot ebenfalls nicht beliehen. Aber Banken wollen Geschäft machen und wenn die Einkommen einigermaßen passen, dann wird schon um den Kunden gekämpft, man muss halt mehrere Angebote vergleichen,
    Heute eine E-Mail von Immoscout bekommen, die 10 Jahre gibt es schon für 0,37 beim günstigsten Anbieter (Seriosität kann ich nicht beurteilen), andere bieten zwischen 0,70-0,85 %.
     
     

  33. AvatarDaniel (Frankfurt)

    @ghost
    Welche Werte hast Du denn da im Auge mit KGV 10 und 5 DivRendite? 

  34. AvatarPantoni

    @all  
    … zu Nicos Beispiel Thema Hausfinanzierung 
    Wie real ist es, dass die Bank eine Nachbesicherung eines Immokredits verlangt? Weiß jemand oder hat es selbst erlebt, in welchem Falls dies wirklich passieren würde?
    Ich höre dieses Beispiel des öfteren. Letztlich hat man den Immo.kredit  doch mit fest umrissenen Parametern abgeschlossen….
    Viele Grüße
    Pantoni
    @ Hilde Hilda…
    Sorry, aber Thema Immobilien ist doch sehr spannend

  35. Avatar-M

    @Daniel
     
    Du meinst wohl mich, wegen KGV 10 und 5% Divi.
     
    -> genau das ist das Problem. Es ist vieles absurd teuer, demnach habe ich aktuell nichts, dass ich im Sinn habe, da ich auch nicht zaubern kann. 
    Im Umkehrschluss heißt es aber nicht, dass ich dann einfach bei einem KGV 20 Unternehmen mein Geld investieren muss, nur weil nix anderes da ist. Ich kauf nur, wenn ich auch einen Sinn darin sehe eine gute Rendite zu bekommen. 
     
    -M

  36. AvatarFit und Gesund

    @Ralf,
    spannend, wann erfährst Du denn ob es geklappt hat? 
    Und muss, wenn man auf eine Immobilie bietet und diese nicht bar bezahlen kann, nicht schon vorher die Finanzierung durch die Bank gewährleistet sein? ich dachte das wäre üblich.

  37. AvatarDanielKA

    @ Fit und Gesund
    Stimmt wäre für Ralf zumindest von Vorteil wenn er schon eine schriftliche Finanzierungsbestätigung der finanzierenden Bank dabei hat, ist blöd wenn es daran scheitert, weil vielleicht ein anderer schneller war…

  38. AvatarRalf

    @Immobilie: Das Haus wurde soeben für uns reserviert. Am Freitag habe ich Termin auf der Hausbank und besorge zunächst eine Finanzierungsbestätigung für den Makler. Dann geht alles weitere hoffentlich seinen Weg.
     

  39. AvatarTim

    @Daniel:
    ABBV, CVS, TAP, KR, IRM, WBA, BMY, WRK, WFC, OZK, STT, BTI, SPG, LYB, BPY…
    Haben zwar nicht alle KGV von 10 und Dividende >5% aber sind sicher alle nicht überteuert und langfristig kann man bei den Preisen da nicht groß was falsch machen.

  40. AvatarThorsten

    @Ralf Immoblienkredite keinsfalls direkt über die Bank aufnehmen ! Überlass das einem Makler, der die Kredite (kostenfrei) übermittelt. Die Banken haben Kontingente, die sie über die Makler vergeben, da kommst Du auch als guter Kunde bei Deiner Hausbank nicht ran. Denn da bezahlst Du den ganzen Aufwand nebst Personal und Beratung mit. Ich habe mehrfach bei h*poth*kend*scount abgeschlossen, es gibt noch andere. Es geht fast alles Online. Der Makler kriegt seine Provision von der Bank und Du den preiswertesten Kredit. Man landet teilweise mit den besten Angeboten bei Banken, die im Frontbereich am teuersten sind, z.b bei der Pupsbank. Win-win-win. Der Abschluss erfolgt dann ganz normal über die Zielbank. Beim Begriff Hausbank habe ich dasselbe Feeling wie beim Abschluss einer Lebensversicherung : da gehen Tausende Euros den Jordan runter.

  41. AvatarFit und Gesund

    Super Ralf, jetzt kann es doch nur noch steil bergauf gehen, da kannst Du dann grillieren wie ein Weltmeister, 
    können Deine Kinder dann noch die gleiche Schule besuchen? oder ist es weiter weg von da wo Du jetzt wohnst? Ganz schön spannende Geschichte.

  42. AvatarNico Meier

    Ich kenne mehrere Beispiele in denen die Bank plötzlich mehr EK wollte. In diesen Fällen waren es Leute die in Pension gegangen sind und die AHV + Pensionskasse waren zusammen natürlich bedeutend tiefer als das vorherige Arbeitseinkommen. Daher wollte die Bank dan plötzlich eine Reduktion der Hypothekarschuld in Höhe von 100’000 bis 250’000 Franken innert 3 Monaten!

  43. AvatarRüdiger

    @Immobilienkredite, Makler
    Sagenhaft, was es heutzutage alles gibt …
    Da behaupte noch einer, früher war alles besser 😉

  44. AvatarBruno

    @Whirlwind
    Ich koche weniger nach Rezept sondern nach Intuition, auch was gerade da ist oder frisch erhältlich.
    z.B. gestern ein lauwarmer Reissalat:

    Weisser Reis oder Vollreis
    Feine Paprikawürfel, Cherrytomaten geviertelt
    Geröstete Nüsse
    Senf
    Kräuter
    Apfelessig
    Olivenöl
    Natur-Joghurt
    Optional: Thunfisch oder Lachs
    Gekochte noch leicht flüssige Eier zur Garnitur

    Man könnte auch andere Gemüse fein reinwürfeln, oder z.B. Avocado dazu, einfach worauf man Lust hat und was frisch verfügbar ist.
     

  45. AvatarPantoni

    @ Hilda
    Das Thema dieses Blog ist das Erreichen der finanziellen Freiheit. Auch wenn dir das zu hoch ist, haben es sicher auch Leute mit Immobilien und Aktien in die Freiheit geschafft. 
    Frag mal Tim ob er Miete zahlt…

  46. AvatarMeister des Waldes

    Mein erster Gedanke, bevor ich den Artikal las: Um Gottes Willen, nicht schon wieder etwas über Greta Thunberg. 🙂

  47. Avatarghost

    @ghostWelche Werte hast Du denn da im Auge mit KGV 10 und 5 DivRendite? 
     
    ich habe hier nie was von KGV 10 und 5 % Div im Moment geredet, da die Preise im Moment etwas hoch sind. :), etwas … nicht teuer…
     
    das letzte, woich sagte es wäre günstig, in meinen Augen war Abbvie…. und ich schrieb auch, dass ich damit 10% Gewinn machte,
    in Usa, so wie ich es verstanden hatte ist Abbvie trotzdem ein guter Div-Aristokrat, wir sind im Aktien-Blog und ich sagte was ich für günstig halte.
    Von günstig bzw. günstiger kann ich dann wieder so gegen Oktober, November reden, wenn der Markt wieder ein wenig sinkt. Eigentlich ist das nur ein Spiel kaufen und liegen lassen und ab und zu kaufen und paar Tage später verkaufen, wenn  man sich von dem Gedanken löst gierig zu sein 🙂 funktioniert das sehr gut…und wenn man aufhört auf andere zu hören
    Ansonsten glaube ich kaum, dass wir die nächsten 2 Jahre, bis trump wieder gewählt wird, den Markt niedriger als 18% sehen werden:) ich habe auch keine Glaskugel … nur ich denke mir mal der Handelskrieg wird bis zu seiner Wiederwahl dauern, dann wird er sagen, wenn ihr mich wählt wird der Handelskrieg vorbei sein (oder eben so ähnlich) und dann denke ich sehen wir S&P 500 bei 3500 bis 4100 Punkten.  Und da die Leute kaum irgendwo was verdienen können, werden sie weiter in ETFS und Aktien gehen und das wird die Preise weiter anheben. Natürlich sind Meinungen verschieden und es wird den einen oder anderen geben der Kopf schütteln wird, wenn er das hier liest… nur eben als alle sagten bald ist Öl billiger als Wasser 🙂 war ich für Öl Aktien (um es einfach zu umschreiben) und es hat sich wunderbar gelohnt 🙂
     
    günstig…. hm… ich sag mal so mir gefällt cvs health und daimler (daimler weil das Ding eben ein Zykliker ist, es wird noch gegen Sommer etwas runter gehen, nur irgendwann kommt die Erholung und ich glaub Dai hat kgv von 6 im Moment)…
     
    mfg

  48. Avatarghost

    Mag auch sein, dass der Handelsstreit schon morgen vorbei sein wird. Aber Trump wird alles machen um wiedergewählt zu werden, somit wird er auch alles mögliche machen, dass die Märkte wieder steigen sobald er wiedergewählt wird.
    Und solange Häuser wie blackrock und co. Manche Werte (div zahler) aufstocken und der norwegische staatsfond weiterhin seine Aktien hält ist eigentlich alles ok an den Märkten..( der Markt ist nicht krank, die Welt dafür schon).
    Und die comps werden immer besser und schneller und sie werden alles negative aufhalten, oder der Börsenhandel setzt aus Versehen für 15 Minuten aus und dann sagen sie eben, es war nur eine Störung, somit sollte es keinen Crash geben wie manche prophezeien.
    Es macht kein Sinn nach extrem günstigen kgv-werten zu suchen, wenn man vor 20 Jahren eine P& G zu damaligen Höchstpreisen gekauft hatte und diese bis heute hält. Und diese damals ein Kgv von angenommen 25 hatte, da sie im Vergleich zu heute übelst günstig damals war. Was ich sagen will ein Kgv von 15 oder 17 macht für mich nicht viel aus….
     
    Und genauso sehe ich es heute auch, kauft man heute ein gutes Unternehmen für Preis  X bei einem Kgv von 20, ist 20 Jahre später der heutige EK einfach lächerlich.  
     
    Mfg

  49. AvatarDaniel (Frankfurt)

    @ghost
    Es gibt immer (relativ) günstige Werte. Zur Zeit so einiges im US Health Care Bereich. Abbvie, BMY, CVS…aber auch ein paar Consumer wie K oder TAP. 
    Ich erwarte ebenfalls deutlich höhere Kurse in den nächsten 12-24 Monaten mit den üblichen Rücksetzern.

  50. Avatarghost

    Der Artikel in dem grad eben oben verlinkten Blog hatte voll ins schwarze getroffen, damit das man eben keine Ahnung hat, was man schreibt.
    Einfach irgendwas geschrieben um mit dabei zu sein. Als der Artikel raus kam stand Procter und gamble bei ca. 68 euro, ist schon ein Paar Monate her, kann sein dass ich ein wenig daneben liege. Kurze Zeit nach erscheinen des Artikels gammelte der S&P auf der Stelle rum…. und Procter und gamble stieg bis heute auf über 100 Euro. Das heisst man hatte innerhalb von ca. einem Jahr seit diesem Artikel eine Kurserhollung plus die Dividende die bis heute gezahlt wurde.
     
    Also bitte 🙂 was soll mir dieser Artikel nun sagen, dass einige Blogs erstellen und dann Dividendenaktien schlecht reden um bei dem Hype der Etfs zu sein ;)????
    Zur Sicherheit nachgeschaut P&G ca. Mai 2018 72 dollar und heute bei 115 dollar. Also frage ich mich wir kann man schreiben, dass diese Aktie schlecht ist ;)????
     
    Man hat 47% Gewinn bis heute wenn man auf diesen Artikel nicht gehört hatte ;)……..
     

    Das ist ein wenig übertrieben was ich jetzt schreiben werde aber vermutlich hat procter und gamble sogar ein rating dass x mal besser ist als ganz Europa 😉

    Und viele andere Länder…
    Mfg

  51. AvatarRüdiger

    @ghost
    Du darfst sicher sein, dass Christian Thiel keine „Ahnung“ hat, er hat durchaus fundiertes Wissen 😉
    Und dass er den Hype um … nein, nicht ETFs, tut mir leid … sondern um P&G nicht schmecken konnte, heißt nicht, dass er fundamental unrecht hat.
    Schau dir mal sein Wikifolio und seine Seite auf facebook an. Nicht das Schlechteste, was man über’s Geldanlegen lesen kann 😉
     
    Es hängt NICHT an der Dividende, ob ein Unternehmen gut performt oder nicht. Es gibt einige Top-Unternehmen, die sich hervorragend entwickeln UND Dividende zahlen (wenn auch nicht immer die Üppigste).

  52. AvatarThorsten

    @Rüdiger Auf die Makler bin ich gekommen, als mir eine Kollegin den Namen des Unternehmens nannte. Ich dachte sie wolle mich auf den Arm nehmen. Ha, war ich unwissend, ein Jahr später habe ich ein paar Klicks gemacht… Das ist schon über 20 Jahre her. Für mich heute vollkommen unverständlich,  das jemand direkt Bank geht. Da wird einem etwas von einem Verkäufer verkauft und das kostet….

  53. AvatarRüdiger

    Hahahaaaaa … wenn ich Multimillionär wäre, könnte ich mir vieles vorstellen.
    Dümmliche youtubes gehören nicht dazu 😉

  54. Avatarghost

    @Rüdiger
     
    Hallo, 
     
    In dem Artikel gehts darum, ob die die die 😉 Dividendenstrategie verfolgen nicht rechnen können. So stwhts dort.  Hm in meinem Alter…ich weiss nicht ob ich es noch kann, aber Gott sei dank gibts da google dazu.
     
    Und wenn man dann Procter Gamble vs S& P 500 eintippt kommen da schöne Bilder wie weit P&G doch weg ist von diesem Index, ich meine weit obem im Norden. Durch die sogenannten schlechten Dividenden die Procter regelmässig zahlt ist der Index überhollt.
     
    Seit 1980 bis 2012 weit über 40 Punkte/Prozente höher als der Index.
    Und jetzt, da pg eben sicherer Div Zahler ist durch den Kursanstieg seit dem letzten Jahr nochmal ein Paar Punte höher.
     
    Plus bei einer Aktie zahl ich einmal meine Gebühren und bei wikis oder fonds habnich sie regelmässig.
     
    Mfg

  55. AvatarCNK

    @ Kiev
    Danke für Deine Antwort.
     
    Die DDR habe ich als Westdeutscher fast nicht erlebt. Ich bin als Kind kurz nach der Grenzöffnung einmal mit meiner Familie einen Tag durch das Land gefahren. Mit Armut bin ich in Spanien das erste Mal in Berührung gekommen.  An einer Ampel auf dem Weg zum Meer gab es eine Stelle mit Bettlern am Straßenrand. Da musste ich dann immer die Scheibe hochkurbeln und die Tür verriegeln. Zu der Zeit habe ich über einen Freund im Urlaub auch die S Klasse kennengelernt. Automatische Fensterheber, Klimaanlage und getönte Scheiben. Es fehlte nur an einer Eisschokolade. Dafür gab es einen Chauffeur. Mein Freund konnte im Umkehrschluss lernen, dass es auch Autos ohne Klimaanlage gibt. Das kannte er noch nicht ?
     
    Ich halte es für sehr sinnvoll, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich mit Armut auseinander zu setzen. Es schadet nicht, wenn man den Überfluss erkennt, den wir hier in Deutschland haben. Ich kenne es als DDR-Kind, dass der Wasserwagen kam, weil tagelang die Wasserleitungen gestört waren, und so durften wir uns mit Eimern Wasser für ein paar Tage in die Wohnung tragen (unsere Wohnung hatte zum Glück ne Badewanne, da passte was rein :-)). Deswegen werde ich wohl auch für den Rest meines Lebens Getränkekisten kaufen und schleppen. Ebenso war bei uns oft mehrfach pro Monat der Strom weg, deswegen hab ich immer Kerzen auf Vorrat. Wir hatten Verwandtschaft im Sperrgebiet, daher wussten wir von Zwangsumsiedlungen und Bespitzelung – erst vor einigen Jahren konnte ich mir abgewöhnen, die Gardinen zuzuziehen, wenn ich das Licht in der Wohnung einschalte. Eine tolle Kindheit hatte ich trotzdem – in dem Alter ist das Elternhaus wichtiger als das staatliche System, aber es ist schon immer wieder frappierend, wie sehr einen das langfristig beeinflusst.
     
    Jüngere Kollegen staunen immer Bauklötze, wenn ich mal was von damals erzähle. Heute unvorstellbar, dass es in einem Lebensmittelgeschäft viele lange Regale gibt – die waren oft zur Hälfte leer. Oder wenn ich mich nach der Schule beim Obstladen anstellen musste, weil die Mama da ne Menge Leute gesehen hat – es musste was außer der Reihe geben. Manchmal 2 Stunden angestanden und dann war kurz bevor man selbst dran war alles ausverkauft.
     
    Wenn man mal verstanden hat, dass man auch ohne diesen heutigen Überfluss gut leben kann, ist vieles einfacher. Allerdings beobachte ich bei uns in der Firma, dass viele Berufsanfänger Life priorisieren in der Work-Life-Balance (an sich ist das auch erstmal nicht schlecht). Ihre Rechte kennen sie sehr genau, wollen viel Geld verdienen und möglichst wenig Aufwand dafür betreiben (das ist dann der Knackpunkt), damit eben dieses Life ausgelebt werden kann. An ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag muss man sie dann aber oft und regelmäßig erinnern. Kollegen mit Erfahrungen aus anderen Ländern / Kontinenten sind da oft anders, vermutlich weil sie extreme Formen von Armut und/oder staatliche Kontrolle kennen.
     
    Kleines Beispiel, ich hatte vor ca. 2 Jahren eine temporäre Stelle in meinem Projektteam zu besetzen. Intern gab es diverse Kandidaten, die ich mir hätte vorstellen können. Die Aufgaben waren aber zu „anstrengend“ und „langweilig“, das dies ein super Sprungbrett für einen besseren Job war, wollte keiner anerkennen. Also hab ich die Stelle extern ausgeschrieben – 12 Bewerber innerhalb von wenigen Tagen. Eine junge Frau aus Nigeria hat das Rennen gemacht und die Stelle bekommen. Die war wahnsinnig dankbar, dass sie mit diesem Projekt ihren Lebenslauf aufbessern konnte – und super gearbeitet hat sie obendrein. Leider wollte sie nach dem Projekt in einen anderen Teil von Deutschland ziehen, sonst hätte ich die halbe (oder ganze) Firma „verrückt“ gemacht, damit sie bei uns unbefristet unterkommt.
     
    Zwei Jahre davor hatte ich eine Elternzeitvertretung in meinem Linienteam, hier haben sich intern Kandidaten gefunden, wieder alles Nicht-EU-Ausländer – eine junge Chinesin hat den Job gemacht, mit ebenso viel Ehrgeiz und Fleiss.
     
    Danke für die Ausführung zu der Teilzeit. Ich habe hier eine ähnliche Motivation. Bei uns wird die Arbeitszeit erfasst, somit spielt es keine Rolle, ob ich phasenweise mehr oder weniger arbeite. Ich bin aber keine Führungskraft sondern eine Fachkraft im Bereich der Kernkompetenz der Firma. Wenn die Hütte brennt bin ich folglich immer eingespannt. Hier möchte ich die Problematik meiner Urlaubsplanung und Abwesenheit auch mit der Teilzeit etwas aus dem Wege gehen. Vielleicht findet sich auch eine Unterstützung für meinen Bereich. Dann liegt die Last auf mehreren Schultern.
     
    Vertretung zu organisieren ist Aufgabe des Vorgesetzten bzw. der Firma. Erst recht, wenn man so wichtig ist für die Firma, wie Du beschreibst – gerade dann sollte es im Interesse der Firma sein, dass es eine „Absicherung“ Deiner Arbeitskraft und Expertise gibt. Was machen die denn, wenn Du von heut auf morgen nicht zur Verfügung stehst (es muss ja nicht immer gleich was dramatisches sein – was würden die machen, wenn Du kündigst wegen finanzieller Freiheit)?
     
    Es ist auch etwas übertrieben. Die Firma ist bisher auch nicht zusammengebrochen, wenn ich im Urlaub bin.
    Eben!

  56. AvatarJung in Rente

    „Gesellschaftlich ist ein sparsamer Lebenswandel schwierig. Das gebe ich zu. Wir leben nun mal in einer Zeit der Verschwendung und des Konsums. Wir leben in einer Zeit des Angebens und der Schulden.“

    Das kann ich aus persönlicher Erfahrung so nur unterschreiben. Gerade im beruflichen Umfeld ist es heute doch so, dass man sich meist mehr für einen sparsamen Lebensstil rechtfertigen muss, als für den Kauf des neuesten Benz oder BMW. 

    Ich werde unter Kollegen jedenfalls regelmäßig schief angeschaut, wenn ich erzähle, dass ich seit Jahren einen gebrauchten Ford mit über 100.000 km auf dem Tacho fahre. 

    Wenn auf der anderen Seite Kollegen berichten, sich gerade ein Jaguar Coupé mit der „dicken Maschine“ geleast zu haben, schallt es gellenden Applaus. 

    Was eine Welt…

    – David

  57. AvatarAlbr

    @Jung in Rente, ist mir ziemlich egal, das muss man aushalten, wenn man Aussenseiter ist 😉
     
    ich hab jedem erzählt, dass ich dieses Jahr zelten gehe, während die Freunde/Kollegen in der Karibik eine Kreuzfahrt machen 🙂
     
     

  58. AvatarRüdiger

    @ghost
    Wenn du lange genug suchst, findest du sicher auch Aktien, die seit 1980 noch viel besser performt haben als P&G.
    Ich habe mir gerade mal den Chart von P&G vs S&P 500 für die letzten 10 Jahre angeschaut (auf Consorsbank). P&G knapp über 200%, S&P 500 knapp über 300%.
    Leider garantieren weder die letzten 30 Jahre noch die letzten 10 Jahre die zukünftige Entwicklung 😉
     
    Deine Abneigung gegen ETFs kann ich nicht nachvollziehen. Es soll tatsächlich auch Leute geben, die Geld anlegen wollen, ohne sich um die Auswahl einzelner Aktien kümmern zu müssen. Mit einem ETF können sie günstig die Wertentwicklung eines großen Index (S&P 500, MSCI World, …) kaufen. Für diese Gruppe von Anlegern sind ETFs ein Segen. Für den, der es besser kann (wie du), natürlich nicht 😉

  59. KievKiev

    @ CNK
    Ich habe Armut nicht wirklich kennengelernt. Ich weiß aber was Du meinst. Greife nie ein Heer an, das mit dem Rücken zur Wand steht… Der Mensch kann extrem viel leisten, wenn er denn will.
    Ich hatte bei Reichtum irrtümlich angenommen, dass meine Familie normal ist. Also in der Mitte der Gesellschaft steht. Das ist so aber nicht unbedingt der Fall. Mit einem sehr reichen Freund hatte ich meinen Anker für Reichtum allerdings sehr weit in die Utopie geschoben. Jeder lebt in seiner Welt, die er als normal ansieht. Ich kann dazu nur sagen, dass ich als Kind Luxus kennengelernt habe. Villen, Motorboot, S Klasse, Chauffeur, Mehrgängige Menüs usw. Wie ist meine Erinnerung an die Zeit? Ich habe sehr schöne Urlaube mit Freunden verbracht. Wir haben in der Natur gespielt, Staudämme gebaut, Skateboard gefahren, am Strand gespielt, geangelt, auf Wellenbrechern geklettert, Eis gegessen und auch so manches Geldstück in einem Flipper in der Dorfbar versenkt. Wir sind auch mal mit dem Motorboot gefahren und auch mit der S Klasse gefahren worden. Das war aber egal und hat mit der guten Zeit, die wir verbrachten nichts ausschlaggebendes zu tun.
    Mein Freund durfte das englische Schulsystem kennenlernen. Er hat im Anschluss eine Zeit in Afrika verbracht. Das hört sich jetzt seltsam an, aber er hat dort farbige Menschen kennengelernt. Das kannte er von der Schule nicht. Es ist schon seltsam was es alles gibt, aber jeder lebt nun mal in seiner gefilterten Welt.
    Ich bin aus einer einfachen Handwerker Familie. So habe ich es immer gesehen. Ich habe erst spät erfahren, dass Freunde von uns (ebenfalls Handwerker) mehr als 70 und ein weiterer mehr als 120 Wohneinheiten besessen haben. Da ging mir ein Licht auf wer hier das gute freie Leben in Wirklichkeit lebt. Ich bin dankbar, dass ich in so einer Familie aufgewachsen bin. Es ist von großem Vorteil Eltern zu haben, die Selbstständig oder Unternehmer sind. Außerdem ist es hilfreich wenn man dabei nicht den Boden unter den Füßen verliert und alles als selbstverständlich ansieht. Meine Familie hatte übrigens 7 Einheiten. Vermutlich wurden sie eine nach der anderen in Cash bezahlt. 
    Die Verteilung der Arbeitslast habe ich mit meinem Vorgesetzten schon besprochen. Hier gibt es auch noch ein hängendes Damoklesschwert. Mein Vorgesetzter ist allerdings älter als ich. Er möchte dir Arbeit vermutlich nur noch ohne allzu große Veränderungen durchbringen. Ich möchte nicht für das doppelte Gehalt diese Last übernehmen, die auf mich zukommen könnte. Dann hätte ich keine Freiheit mehr, auch wenn es fürstlich bezahlt würde. 
     

  60. AvatarAlina

    Super Beitrag, danke  Tim für das teilen, das Paar ist mir auch sehr sympathisch. 

  61. AvatarDaniel

    Und wenn man dann Procter Gamble vs S& P 500 eintippt kommen da schöne Bilder wie weit P&G doch weg ist von diesem Index, ich meine weit obem im Norden. Durch die sogenannten schlechten Dividenden die Procter regelmässig zahlt ist der Index überhollt.
    Nur macht es m.E. überhaupt keinen Sinn einen breiten Index mit 500 Werten mit einer Einzelaktie, ja selbst einem stark konzentrierten Portfolio zu vergleichen. Der Vergleich müsste SP500 vs 500 Dividendenwerte sein. Alternativ ein kleiner konzentrierter ETF. Kleine Positionen haben immer deutliche Abweichungen nach oben/unten

  62. AvatarChristoph

    Den s&p 500 kann man nicht als Vergleich nehmen.
    Man müsste daraus erst die dividenden zahler rausnehmen und dann vergleichen.

  63. AvatarTim

    @Wolke:
    Das ist ja mal großartiger geistiger Dünnpfiff, was da in dem Blog geschrieben wird. Anhand einer 10-jährigen Entwicklung einer Aktie machst du fest, das alle Dividendenzahler schlechte Unternehmen sind? Respekt für die Leistung^^ Insbesondere da P&G die Entwicklung mittlerweile wahrscheinlich schon aufgeholt hat.
    Sorry für die Ironie, aber die hast du bei solch einem Eintrag auch verdient. Sonst noch irgendwelche sinnfreien Statistiken, die deine Thesen unterlegen? Was ich mich die ganze Zeit frage, warum sagen eigentlich alle längerfristigen Statistiken, dass Dividenden-zahlende Unternehmen den Markt ziemlich deutlich schlagen (vgl. Suredividend.com)? Echt komisch…

  64. Avatar42sucht21

    @dass Dividenden-zahlende Unternehmen den Markt ziemlich deutlich schlagen
    Na ja. Einzellfall oder Gesamt? Wie ist es denn bei Kursraketen wie Amazon, Apple, Tradedesk, Salesforce, Facebook oder BRK oder vielen Biotechs gewesen die keine Dividende zahlen / zahlten. Davon abgesehen gibt ja durchaus das Argument, dass Unternehmen trotz der Dividendenzahlungen performen und nicht wegen. Egal wie man es nimmt: Dividenden stellen im Durchschnitt für alle Investoren einen wichtigen Anteil der Gesamtdividende – eben gerade auch in seitwärts -/ down-Märkten. Ein Fokus auf hohe Div. % scheint mir renditeschädlich aber teils eben motivierend & sexy.

  65. AvatarTim

    @42sucht21:
    Dividenden-Aristokraten vs. S&P 500. Klar, da performen auf beiden Seiten einige gut, andere nicht so gut.
    Ich glaube die Quintessenz ist, dass es auf das Unternehmen ankommt und nicht darauf, ob eine Dividende gezahlt wird und wie hoch die ist. Eine der besten Aktien seit dem 2. Weltkrieg war meines Wissens nach Philipp Morris mit 15-17% Rendite pro Jahr (finde den Artikel leider nicht mehr). Die zahlen seit Ewigkeiten Dividende und trotzdem ist das eine super Aktie. Amazon tut das nicht und es funktioniert auch.
    Ich selbst habe 25% Wachstumsaktien (ohne Dividenden) und 75% Dividendenzahler im Portfolio. Ich finde aber eine Seite nicht besser oder schlechter als andere sondern schaue mir die Unternehmen einzeln an, unabhängig von der Dividende. Hier scheinen aber einige die Meinung zu vertreten, dass Aktien underperformen WEIL sie Dividende zahlen. Das suggeriert ja auch dieser Blog-Artikel.

  66. AvatarStefan

    @Tim
    Philipp Morris gibts erst seit 2008 als Spinn-off von Altria. Ich möchte hier stark bezweifelen, dass pm seit dem 2.Welkrieg 15-17% Rendite pro Jahr generiert. Ich lass mich hier gerne korrigieren. 🙂
    @42sucht21
    (@dass Dividenden-zahlende Unternehmen den Markt ziemlich deutlich schlagenNa ja. Einzellfall oder Gesamt? Wie ist es denn bei Kursraketen wie Amazon, Apple, Tradedesk, Salesforce, Facebook oder BRK oder vielen Biotechs gewesen die keine Dividende zahlen / zahlten. Davon abgesehen gibt ja durchaus das Argument, dass Unternehmen trotz der Dividendenzahlungen performen und nicht wegen.)
     
    Wenn man das unverschämte Glück hat, und diese Raketen immer zum passenden Zeitpunkt findet, bin ich dabei.
    Ansonsten stell ich mich gerne mit einem breiten Depot auf, und lass den Markt machen was er am besten kann, Risiko in Rendite tauschen.
     
     

  67. AvatarTim

    @ Stefan:
    Ja es war wohl Philipp Morris in Kombination mit Altira. Ändert aber nichts an der Aussage. Die Daten gehen bis 1968 zurück (https://money.cnn.com/2015/02/19/investing/americas-best-stock-ever/)
    Durch die Entwicklung der letzten 3 Jahre sind es wahrscheinlich keine 20,6% pro Jahr, aber 15-17% dürften es in den letzten 50 Jahren sicher sein. Nicht so schlecht, für einen langweiligen Dividendenzahler…

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