Viele zocken was das Zeug hält. Ich halte meine Aktien 20 Jahre und länger

Es gibt Krisen, schwache Jahre, Rezessionen, Probleme. Es zahlt sich aus, gute Firmen im Depot zu lassen. Das Warten lohnt sich. Das zeigt der Modekonzern VF Corporation. 20 Jahre “Buy and Hold” hätten sich fürstlich ausgezahlt. Im Juni 2001 stand der Kurs bei 6,18 Dollar, es gab damals eine Dividende pro Jahr von 0,14 Dollar. Im April 2021 kletterten Kurs und Dividende auf 85 bzw. 1,92 Dollar. Beides legte um den Faktor 14 zu.

Anleger erhalten zudem manchmal Abspaltungen, sogenannte Spin Offs. Das kommt bei der Berechnung der Performance gegebenenfalls obendrauf. So hat VF zum Beispiel seine Jeans-Tochter Kontoor Brands vor einem Jahr abgespalten und an die Börse gebracht. Für jeweils sieben VF-Aktien gab es eine Kontoor-Aktie ins Depot gebucht.

So lief VF Corp an der Börse:

Wenn nach 20 Jahren ein solides Unternehmen um mehr als den Faktor 14 steigt, lohnt es sich Geduld zu haben. Insbesondere wir Deutschen sollten das lernen! Die Aktie VF ist nur eine willkürlich gewählte. Beim Tabakriesen Altria, Rüstungskonzern Lockheed Martin und Baumarkt Home Depot sieht es noch besser aus. Altria spaltete zig Firmen ab, etwa Philip Morris International, Kraft Foods… Solche “Aktiengeschenke” siehst du nicht immer im Chartverlauf.

Auch Dividendenperlen PepsiCo, Colgate-Palmolive und Johnson & Johnson sind schöne Buy-and-Hold-Papiere. Wir haben aber heute eine neue Generation, die das wilde Trading bevorzugt. Viele werden auf die Nase fallen. Am Kasino verdienen in erste Linie die Kasinobetreiber und nicht die Kunden.

Investier dein Gehalt so früh wie möglich, Spitzengehalt wird bis zum 48. – 50. Lebensjahr erreicht

Die Zeitung “Die Welt” merkte an, dass Berufstätige bis zum 50. Lebensjahr im Schnitt das höchste Gehaltsniveau erreichen. Danach nehmen die Einnahmenchancen ab. Daher sollten Anleger so früh wie möglich loslegen, rät “Die Welt“. Übrigens: Autor Daniel Eckert schreibt spannende Artikel.

Fachkräfte verdienen in ihrem Berufsleben knapp zwei Millionen Euro kumuliert, während Führungskräfte auf fast vier Millionen Euro kommen. Das geht aus einer Auswertung von Gehalt.de (PDF) hervor. Wenn du also clever mit deinem Geld umgehst, kannst du ein erhebliches Vermögen aufbauen und zusätzlich vom Zinseszins profitieren. Der Trick ist, so früh wie möglich mit dem Investieren zu beginnen.

Profisportler mögen Franchisebetriebe

Nicht jeder kann sich für Aktien und ETFs begeistern. Manche machen in Immobilien. Deutsche Profi-Sportler gehen häufig ins Franchise-Business. Die Deutschen sind ja bekanntlich im internationalen Vergleich kaum für Aktien zu begeistern – im Gegensatz zu den Amerikanern. Die jetzige Zockerbegeisterung am Smartphone hat mit Investieren nichts zu tun – das ist Spielerei, die zu einer großen Enttäuschung führen wird.

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Ein Beitrag geteilt von Jonas Hofmann (@jonasho23)

Mittelfeldspieler Jonas Hofmann (28) steht bei Borussia Mönchengladbach auf der Gehaltsliste. Sein Nettogehalt wurde schon auf 600.000 Euro geschätzt. Er besitzt drei Subway Filialen in seiner Heimatregion Heidelberg, Sinsheim, Neckarsulm. Der Fussballer will jetzt ins Baugeschäft einsteigen. Auf Mallorca realisiert er Häuser und Wohnkonzepte für Leute, “die etwas Außergewöhnliches haben wollen”. Ob die Immobilien und Franchisebetriebe alle erfolgreich sein werden, ist nicht sicher. Immerhin investiert der Profi sein Geld. Von seinem Ruhm können die Filialen auf jeden Fall profitieren.

Hofmann macht auf mich einen bodenständigen Eindruck, wenn er sagt:

“Für mich persönlich geht es darum, etwas aufzubauen für die Zeit nach der Karriere, damit ich am 1. Juli welchen Jahres auch immer nicht dastehe und nicht weiß, was ich tun soll. Ich habe das Privileg, durch das Geld, das ich jetzt verdiene, mir aussuchen zu können, was ich nach der aktiven Karriere machen will, etwas zu machen, das mir Spaß macht.”

Ex-Boxer Henry Maske ist im Burger Geschäft mit seinen McDonalds Filialen.

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Tobs
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,

cooler Artikel.

Um vielleicht einen analogen Bezug herzustellen zu heute langweiligen Aktien als gute Ausgangschance auf 20 Jahres-Sicht in die Zukunft – meine heutigen Käufe: Vinda International neu gekauft (Von Tempos bis zur Windel für den qualitätsbewussten oder geriatrischen Haushalt), China Mengniu Dairy (Yoghourt und andere molkische Leckereien) und ZhongAn jeweils aufgestockt. Ok, Zhong An ist ein Wachstumswert, insofern eingeschränkt ein Langweiler.

Ich habe auch Langweiler aus Europa oder in den USA im Blickfeld. Aber bei den heutigen Bewertungen kaufe ich momentan eher in Asien zu. Das kann sich aber auch wieder einmal ändern, da folge ich keinem Dogma.

 

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Tobs

Vinda werde ich kaufen, wenn mal Geld da ist. Hengnan lasse ich lieber. Beim Aktienfinder gibt es dazu eine Analyse. Die Refinanzierungen sind mir hier suspekt. Ich habe bereits einen kleinen Einstieg in China Railway gewagt. Ich werde vielleicht auch einfach für 5-10k BABA (Alibaba) kaufen. Munger gefallen die scheinbar auch ganz gut.

Von der Abfindung werde ich vielleicht noch Fresenius und JustEat aufstocken. Der Rest geht in ETFs (Emerging Markers und World) und sonst ausschließlich in Einzelaktien in China. Hier muss ich ein paar aufstocken und neue Eröffnung. Ich habe zu viel in den USA. Verkaufen werde ich allerdings nichts.

Jürgen Klopp
1 Jahr zuvor

Kauft doch einfach den Vanguard FTSE All World stur und stetig. Dann braucht ihr euch nie mehr Sorgen machen

Tobs
1 Jahr zuvor

@Kiev

Ich hatte jetzt Geld, weil ich mich in der Tat letzte Woche von Luckin nach etwas über 1,5 Jahren getrennt hatte. Zunächst war ich ja beim Bilanzskandal im Absturz mit 1,5k Stücken dabei, und habe dann massiv auf 13k Stücke akkumuliert. Eigentlich hätte ich sie nicht wieder hergeben wollen. Allerdings hat Luckin letzte Woche neben dem (Wieder-) Einstieg von Centurium 15min. später verkündet, dass sie den (ja bereits zweiten) Abschlussprüfer (Marcum, gutes Image auch bei der SEC China-Buden wieder auf links zu drehen) gegen einen lokalen Abschlussprüfer wechseln und die Zahlen für die Abschlüsse immer noch nicht zusammenhätten. Da bin ich rot angelaufen. Wegen der ersten guten Nachricht stieg der Kurs die erste Handelsstunde, aber mich hatte das so angeko…t, dass ich verkauft habe. Da musste ich nur einmal für 10 min. einen Kaffee trinken gehen und mir war klar, das war’s für mich. Wenn man in einem solchem distressed Investment ist, und es gibt nur eine minimale Abweichung vom Drehbuch, muss man raus, wenn man mit dem Kopf investiert. Vielleicht bereue ich es bitter, weil das Teil in ein paar Jahren doch unendlich viel wert ist, aber letztlich treffe ich meine Entscheidungen (versuche es zumindest :-)) strategiekonform. Nun ja, so wurde trotzdem immerhin noch ein Gewinn von über 50%, auch wenn zwischenzeitlich mehr dring gewesen wäre. Nicht das der falsche Eindruck entsteht, ich sehe mich eigentlich nicht als special situation Zocker, irgendwie bin ich da wie der brave Familienvater, der sich plötzlich in ein Ampelrennen hineinziehen lässt und sein  wohl temperiertes  Gemüt dabei vergisst, hineingeschliddert… 🙂

Was mich übrigens auch noch interessiert (aber wirklich ein Wachstumswert und nichts für das Patenkind-Depot) ist Futu Holding. Kurz und sicherlich unpräzise: Eine Art von China-Robin-Hood. Sind gerade sehr stark runtergekommen wegen gestern angekündigter KE. Die sind aber schon längst profitabel und wachsen schnell (da hängt auch Tencent drin und der Founder und CEO ist Ex-Tencent Management). Was ich aber z.B. an einer Zhong An interessanter finde ist das stabilere Geschäftsmodell. Diese Broker schwanken auch gerne und sind sehr vom Markt und Traffic abhängig. Andererseits ist das auch zu kurz gedacht, weil die letztlich eine Plattform mit allen möglichen Netzwerkeffekten aufbauen, und auch sogar in den USA angreifen.

Ein weiterer Versicherer, auf den ich lauere ist Protector F. (Norwegen). Ein im Schwerpunkt Gebäudeversicherer aus Norwegen, der nur in profitables Geschäft investiert und sukzessive in weitere Länder (gerade UK) reinkommt. Die haben eine rattenscharfe Combined ratio. Allerdings sind die gerade sehr gestiegen und bei meinem Talent kaufe ich gerade dann, wenn die Schwerkraft wieder anfängt zu wirken. Daher warte ich noch ein bisserl, ob sich das was tut an der Preisfront.

Das mit dem Geld schaffen als Voraussetzung zum Investieren ist wirklich eine Zumutung, das kenne ich… 🙂

Holzwurm
1 Jahr zuvor

Es gibt immer wieder Kicker, die mit dem Geld, das sie verdienen, gut umgehen. Robert Lewandowski und seine Frau zählen beispielsweise zu den reichsten 100 Polen (Platz 80), David Alaba besitzt gerüchteweise alleine in Wien mehr als 200 Wohnungen. Marko Arnautovic (ehemals Werder Bremen) ist im Schnapsbrennbusiness und hat für seinen Gin und Wodka schon mehrere internationale Preise abgeräumt.

Für diese Personen war das Gehalt natürlich ein gutes Startkapital, aber es gibt auch Spieler wie Raul, die 20-30 Mio. €, die sie in ihrem Leben verdient haben, verschwendet haben, sodass der Privatkonkurs droht.

 

Martin
1 Jahr zuvor

Tim wieder mal eine sehr inspirierende Aufstellung.

Die wenigsten halten durch. Jetzt gibt es mal wieder eine Modewelle mit bestimmten Aktien. Es wird temporär eingestiegen. Weil man mal irgendwo auf Instagram gelesen hat, wie sich eine Aktie über viele Jahre entwickeln kann. Und dann kommt der erste kleine Sturm, die Verlockung am Wegesrand… Eine noch bessere Aktie, Immobilie, Gold, das tolle Auto oder Eigenheim… Und schon sind die guten Vorsätze hinüber. Schade.

Dabei ist es doch so einfach. Diese Beispiele für Akkumulation von Dividenden findet man auf vielen Finanzseiten. Bei deinem Beispiel sind noch nicht einmal die Reinvestionen der Dividende berücksichtigt.

Ein Ziel ist so wichtig. Zum Beispiel: 2500 Euro Nettoeinkommen durch Dividenden pro Monat. Durchhalten mit einem festen Plan. Bei Sturm und Verlockungen das Runder fest in die Hand nehmen. Weiter Kurs halten! Es klappt, ich weiß es.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Immobilienpreise
Spätestens in fünf Jahren geht es abwärts und zwar deutlich. Steigende Zinsen, demographische Entwicklung, Kindermangel sind nur wenige der Auslöser.

@sammy

Da mache ich mir keine Sorgen die Schweiz ist ein attraktiver Ort zum Arbeiten. Auch in den kommenden Jahren werden Scharen gutausgebildeter “Wirtschaftsflüchtlinge” aus der EU in die Schweiz drängen um hier zu arbeiten. Die meisten werden in den ersten Jahren in Wohnsilos wohnen. Aber nach einigen Jahren werden auch sie den Wunsch verspüren Wohneigentum zu erwerben um nicht weiterhin Geld für Miete verschwenden zu müssen.

 

Fred
1 Jahr zuvor

Ich habe ca. 30k in breitgestreuten ETFs, allerdings noch mal 20k in anderen Anlagen (bin noch nicht so weit, aber auf einem guten Weg, finde ich), da ich zwar stur über Krisen hinweg investieren möchte, aber doch auch der Menschheit immer mehr nachhaltiges und weniger auf Konsum fokussiertes wirtschaften zurechne. Ich denke, damit könnte sich die Weltwirtschaft trotz wachsender Märkte in China und Afrika im Gesamten doch vielleicht eher konsolidieren als exponentiell (weiter-)wachsen. Bin mir eben nicht sicher, ob das Credo, “das war die letzten 150 Jahre so, das wird auch weiter so sein” beim aktuellen Zeitgeist noch hält. Aber vielleicht lässt mich das auch meine eher links-grüne Bubble so empfinden und eher etwas mehr auf Sicherheit gehen.

Immobilienbesitzer wäre ich auch gern, aber bei meinem Vermögen, das recht kleinteilig diversifiziert ist, halte ich eine Immobilie im Vergleich dazu für einen zu großen Block und scheue zudem die Arbeit/das Risiko (“Wartung”, Neuvermietung, Problemfälle etc.) . Bin ich zu ängstlich und sollte es einfach wagen? Oder lieber meinem Bauchgefühl treu bleiben, dass Immobilien vielleicht einfach nicht mein Ding sind? Würde mich über Input freuen! Grüße, Fred

42sucht21
1 Jahr zuvor

@2500 Euro Nettomonatseinkommen durch Divis
Je nachdem wie verlässlich die fließen sollen, sind dafür aber 1,5 Mio€ notwendig. Für den oben genannten Facharbeiter mit 2 Mio brutto Lebensgehalt ist dass trotz Zinseszins schon eine Hausnummer. Vor allem in der Ansparzeit gehen viele Gelder verloren durch zu frühe Steuerbelastung.

Ralf
1 Jahr zuvor

“Vor allem in der Ansparzeit gehen viele Gelder verloren durch zu frühe Steuerbelastung.”

Leider wahr.

“Spätestens in fünf Jahren geht es abwärts und zwar deutlich. Steigende Zinsen, demographische Entwicklung, Kindermangel sind nur wenige der Auslöser.”

Nicht in halbwegs guten Lagen. Der Mensch muss irgendwo wohnen und auch der Trend zu mehr Single-Haushalten sorgt für mehr Bedarf an Wohnungen. Zudem ist Bauland und Boden ein knappes Gut. Ich sehe keine schweren Einbrüche und selbst wenn, dann wird eben nachgekauft.

@Chinaaktien: Ich traue denen nicht recht (Bilanzen, System, Führungskräfte die verschwinden…). Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Papiere dort aus?

Tobs
1 Jahr zuvor

Fred:
Jeder, der investiert, hat dabei eine Weltanschauung zu Grunde liegen, ob er sich das bewusst macht oder auch nicht. Ob Deine Annahme wegen exponentiellen oder eben nicht exponentiellen Wachstum zutrifft, vermag ich nicht zu beurteilen, aber was ich sicher weiß, das man geneigt ist, oft die falschen Schlüsse aus so etwas zu ziehen. Auch wenn sich das Wachstum abschwächt, was bedeutet das für Deine Anlagen? Akkumuliert das Kapital nicht trotzdem, wird es produktiver eingesetzt usw. Daher würde ich nicht versuchen, in diesen großen Strömungen zu denken, sondern lieber einzelne Investments nach dem Common sense Ansatz verfolgen (oder eben ETF oder was auch immer, das muss einfach nur passen und stringent exerziert werden).

Immobilie:

Na ja, was ist denn das anteilige Vermögen bei einer Immobilie im Vergleich zu Deinem übrigen Vermögen? Im Grunde nur der EK-Anteil, der idealerweise sich gut im Wert entwickelt. Wenn Du ängstlich bist: lasse es. Hab aber keine Angst wegen diffuser Kommentare von Experten, die Dir genau das sagen. Immobilieninvestments sind wie Aktieninvestments, Interesse, Ausdauer und Lernfähigkeit aus Fehlern sind wichtig. Die Risiken sind abstrakt nicht abzusprechen. Das ist aber wie beim Autofahren, Du bringst Dich ja auch nicht ständig um, sondern kommst meistens zu Hause an, wenn Du umsichtig fährst. Du fährst auch nicht Tag 1 nach der Fahrschule mit 250 Sachen (=unreflektiert irgendwas machen), sondern würdest mit einem kleinen Investment anfangen und mit der Zeit ein Gefühl für die Materie bekommen. Mit jeder abbezahlten Rate, mit jeder erfolgreichen Vermietung oder Lösung eines Mieterproblems entwickelst Du Dich weiter. Voraussetzung ist aber, das Du der Typ dafür bis und das kannst plus willst. Das trifft ehrlicherweise nicht auf alle Personen zu. Ich kann Dir nur sagen: Ich (=ich!) würde es immer wieder genauso machen, wie ich es bislang mit meinen Wohnungen gemacht habe.

 

Fred
1 Jahr zuvor

@ Tobs

Wow, danke für diesen Gedankengang, das hilft mir sehr, meine eigene Sicht nochmal zu reflektieren! Vielen Dank!

1 Jahr zuvor

Folgend der Link zur angesprochenen Hengan Analyse falls Bedarf besteht:

https://aktienfinder.net/blog/hengan-international-aktie-schnaeppchen-oder-chinesische-wirecard/

Torsten vom Aktienfinder hat hierzu auch noch ein Video auf YouTube veröffentlich (ist in der geschriebenen Analyse enthalten).

Beste Grüße

 

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Ralf

Man muss nicht überall investiert sein. Das ist doch schon einmal positiv. Der Aktienfinder hat ein Video mit einer Checkliste für China. Ich finde die Kriterien sehr gut. Alibaba möchte ich trotzdem weiter aufstocken.

In den USA wird ein Wachstum von knapp 6% für möglich gehalten. Falls dies wirklich eintreten sollte wird China vermutlich zweistelliges Wachstum erzielen.

Ich schaue auf Schulden, Wachstum und bevorzuge beispielsweise Infrastruktur usw. Eine Historie ist mir generell Recht, damit ich die Aktie besser einschätzen kann. 10 Jahre bescheißen ist schwieriger als 2 Jahre 😉 Bei Luckin hatte ich dennoch einen Fehlgriff. Aber gut, hat dennoch eine positive Rendite gebracht. Solides und beständiges weiteres Wachstum hätte mir natürlich mehr gefallen.

Ralf
1 Jahr zuvor

@Kiev: Danke für deine Ausführungen. Asien bleibt mir suspekt. Viel Erfolg bei den Investments in dieser Region. Indirekt ist man ja über große Bluechips auch in China investiert. Die machen ja auch dort gute Geschäfte. Wie läuft es mit euren Immobilienprojekten (Sanierung)?

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Morgen ist mein Papitag da gehts mit dem Kleinen auf die Terasse des Kaffees um gemütlich in der Sonne einen Kaffee zu geniessen. Ist schon schön, dass das wieder möglich ist.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@Nico Meier,

schön wenn Du es Dir morgen mit Deinem Kleinen gutgehen lässt, ich habe das Gleiche vor, am Bodensee Laufen und auf dem Heimweg gönne ich mir im Biergarten dann einen feinen Kaffee und ein Glacé, herrlich, ich bin auch sehr froh dass das nun wieder möglich ist, es tut den Menschen gut.

 

Liebe Grüsse

Dieter
1 Jahr zuvor

@ Tobs!!

Ich liebe solche Langweiligen Aktien.

Besteht evtl die Möglichkeit in Kontakt  zu treten?

 

 

Nixolino
1 Jahr zuvor

@ Nico Meier

ich bekomme das Gefühl nicht los, als würdest du den Deutschen ständig vorhalten wie toll die Schweiz sei und welche Vorzüge du in der Schweiz nun hast (geöffnete Gastro etc) während sie im harten Lockdown stecken – keine feine Art. Beiläufig erwähnt mag es ja in Ordnung sein, mittlerweile scheint es mir aber dass du immer mehr Leuten auf den Schlips treten magst und die Beiträge häufig mit dem mittlerweile faden “Deutschland vs. Schweiz”-Inhalt veröffentlicht werden…

 

Gruess usm St. Johann Quartier

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Ralf

Es hängt heute viel zusammen. Wenn es dem einen Markt sehr gut geht wird es dem anderen vermutlich ebenfalls gut gehen. Bei Einzelaktien können natürlich noch ganz andere Dinge passieren. Ich habe aktuell einen Batteriehersteller, China Railroad und China Walter Affairs. China Mobile steht bei mir hoch auf der Liste. Und dann noch Vinda als PG Pendant und Alibaba und Tencent. Das sind jetzt nicht die unbekanntesten Titel, aber ich verspreche mir hier solides Wachstum.

@ Umbau

Auf das Dach habe ich aktuell keine Lust und es besteht zum Glück auch noch keine Notwendigkeit. Wir holen gerade von allen Firmen Angebote für das Souterrain ein. Das wird ein Büro mit Bad und kleiner Kochzeile. Für uns bietet es Raum für Gäste und Trennung von Arbeit und Freizeit. Ich darf in Zukunft einen Tag die Woche Home-Office arbeiten. Meine Frau macht das ebenfalls. Außerdem können wir den Raum vermieten. Das würde allerdings für sich betrachtet vermutlich unter Liebhaberei fallen. Im Verbund ist es wahrscheinlich in Ordnung. Aber so kann ich die Kosten natürlich wesentlich einfacher absetzen als über irgendwelche Arbeitszimmer als Angestellter. In Corona ist das eh alles ein Witz. Mein Baugrupp kann das Projekt leider nicht durchführen. Er ist dafür zu weit entfernt und das Projekt zu klein. Es wird vermutlich teurer werden, aber es ist ja nur ein Raum.

@ Frank

Du möchtest in der Schweiz aus Steuergründen wohnen bleiben? Es gibt noch mehr Möglichkeiten. Deutschland hat auch sehr schöne Ecken unweit der Schweiz. Das Klima ist gut und die Preise auch. Steuerlich wäre ein Umzug vermutlich auch nicht so problematisch. Kursgewinne sind in der Schweiz frei? Dann könntest Du alle ETFs verkaufen und neu kaufen. Am besten Thesaurierer. Dann zahlst Du auf die Entnahme nur nach Bedarf Steuern. Aber nur auf Gewinne. Und davon hast Du zumindest am Anfang keine nennenswerte 😉

Alternativ kannst Du auch eine Mini Wohnung irgendwo halten und Deinen Nebensitz ohne Steuer dort führen wo es Dir am besten gefällt. Da wäre Italien dann auch nicht kritisch. In Deutschland gibt es manchmal gute Abkommen. Mit der Schweiz scheinbar nicht:

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2020/2841/was_gilt_fuer_vermietungseinkuenfte_aus_dem_ausland

In anderen Ländern kannst Du Mieteinnahmen erzielen und in dem Land versteuern. Es hat bei einem guten Abkommen keine Auswirkung auf die Progression…

1 Jahr zuvor

Buy and Hold ist in der Theorie easy. Aber er ist schwer eine Aktie zu halte , wenn sie steigt und steigt und steigt und steigt. Denn dann kommen die Zweifel. Ist das gerechtfertigt? Wie lange geht das so weiter? Wie dumm steh ich da, wenn es jetzt wieder fällt?

 

Ich habe das ganze mit Hive Blockchain Technologies erlebt. Bei 0,20€ gekauft und nach und nach wurde es zum Twentyonebagger+ (ja + 2000%). Dann habe ich mal 10% verkauft. Danach ging es wieder runter auf aktuell +1200%.

 

Der Verkaufsdruck wird höher,  je stärker die Aktie steigt. Aktien die fallen zu halten ist dagegen easy.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

es tut den Menschen gut.

@Fit und Gesund

Richtig die Gastronomie ist geschlossen seit Dezember. Nun kommt der Frühling und die Menschen sehnen sich nach schönen Erlebnissen mit anderen Menschen. Viele Menschen leiden still und die Spätfolgen dieser Leiden sind bisher nicht absehbar. Wünsche dir auch eine schöne Zeit beim Kaffee und Glace.

Du möchtest in der Schweiz aus Steuergründen wohnen bleiben? Es gibt noch mehr Möglichkeiten. Deutschland hat auch sehr schöne Ecken unweit der Schweiz.

@Kiev

Vergleich mal die Einkommenssteuerbelastung von Deutschland mit derjenigen im Aargau oder in Zürich. Kannst als vergleich auch Zug nehmen da sind die Steuern nämlich noch bedeutend tiefer.

Chris
1 Jahr zuvor

@ Tim

Diese NEO BROKER wie scalable Capital und Trade Republik etc. machen mir zuviel Werbung für Traden. Wie du schon ständig sagst Tim, die Leute verstehen wenig von Aktien, dann Traden sie und zum Schluss sind sie sauer. Diese Trader Apps machen die neu erweckte Aktien Lust noch kaputt. Lieber zu Comdirect, DKB, Ing.. das sind anständige Vollbanken mit anständigen Preisen für anständige Leistung. Billiger wäre besser klar. Aber ein Kundenservice den man nicht erreichen kann, nützt mir nichts. Vertrauen in Krisenzeiten hab ich keins mehr für neo Broker. Habe fast alle Depots getestet, zum Schluss alle gekündigt. Iwas war immer. Comdirect is meine Empfehlung für jeden. Man überlegt sich ein Kauf/ Verkauf mehrmals, mehr Informationen, Stabilität und mehr Handelsplätze sind eben mehrWert.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Kiev

Wenn ich das richtig sehe liegt der Spitzensteuersatz in DE bei 42%

Bei einem Einkommen von 100’000 gibt

der Deutsche 42’000 als Steuern ab

der Aargauer 17’200 als Steuern ab

der Zuger 10’500 als Steuern ab.

Mit einer Differenz von 24’800 oder 31’500 pro Jahr kann man sich einige Zusatzausgaben durchaus leisten 😉

Chris
1 Jahr zuvor

https://www.steuerzahler.de/

Diesen Verein sollte jeder Steuerzahler unterstützen meiner Meinung nach.

Sparta
1 Jahr zuvor

@Nixolino

Nein, Nico würde die Schweiz nie lobend erwähnen, wenn diese zu irgendeinem Zeitpunkt 0,5 % mehr geimpft hätte als Deutschland…. 😉

Ironischerweise hat er auch nie die natürliche Herdenimmunität gefordert…

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Nico

Es ist längst nicht so schlimm wie oft getan wird. Es gibt Steuerrechner, da kann man einfach ein paar Zahlen eintragen. Bei 100k und zwei Kindern werden 28k an Lohnsteuer abgegeben. Der Spitzensteuersatz ist auch erst ab dem ersten Euro über der Grenze anzuwenden.

Frank hatte überlegt als Privatier ins Tessin zu gehen, oder meinetwegen Coast FI oder wie man das nennt. Also vielleicht noch ein wenig dazu verdienen. Das würde in Deutschland wunderbar funktionieren. Alleine die Ersparnis beim Wohnraum. Die Differenz in Thesaurierer und vorher Gewinn bereinigt. Da gäbe es keine nennenswerten Steuern. Die Freiheitsmaschine hat mal über Steuern in Deutschland auch bei FI berichtet.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Kiev

Die von mir erwähnten Einkommenssteuern zahlt ein Alleinstehender ohne Kinder. Frau und zwei Kinder senken die Steuern natürlich noch weiter!

42sucht21
1 Jahr zuvor

@42k Steuern auf 100k Einkommen 

Inkorrekt. Schlagen Sie einmal das Stichwort Steuerprogression nach. Außerdem gibt es mehrere Faktoren wie zB untersch. Einkommensniveaus Absetzbarkeit oder  Eigenmietwert welche so verkürzte Aussagen zum Ländervergleich  sinnfrei und nur populistisch erscheinen lassen.

Paluma
1 Jahr zuvor

Aussagen zum Ländervergleich  sinnfrei und nur populistisch erscheinen lassen.

Das war doch nie Nico Maier seine Absicht Populismus zu propagieren. Er würde nie andere Länder gegenüber der Schweiz abwerten, besonders nicht Deutschland.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Schweiz:

 

In der Schweiz ist alles viiieel besser und viiieel schöner. Auch die Zwerge in der Schweiz sind viiiel größer, als überall sonst auf der Welt  😉

 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Das war doch nie Nico Maier seine Absicht Populismus zu propagieren. Er würde nie andere Länder gegenüber der Schweiz abwerten, besonders nicht Deutschland.

@Paluma

Jedes Land hat Vorteile und Nachteile. In der Schweiz ist in meinen Augen die Gesetzesdichte insbesobdere im Baubereich viel zu hoch. Da muss für jeden Mist ein Baugesuch eingereicht werden. Ein Freund von mir musste für eine Hundehütte vor dem Haus ein Baugesuch einreichen!

Und ich bin generell gegen die Verschwendung von Steuergeldern. Leistung soll sich lohnen und die soziale Hängematte soll zum Sprungbrett gezurrt werden da bin ich ganz bei Gerhard Schröder.

 

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Nico

Hier der Link zu dem Artikel:

https://freiheitsmaschine.com/investmentsteuerreformgesetz-2018-kapitalertragsteuer-guenstigerpruegung-steuer-deutschland/

Finde ich sehr interessant. Ich kann allerdings verstehen, wenn man möglichst wenig ändern möchte und steuerlich in seinem Land mit Vor- und Nachteilen bleiben möchte. Es wird sicher auch in der Schweiz in strukturschwachen landschaftlich schönen Gegenden günstige Mietwohnungen geben. Die würde ich nehmen und dann meine freie Zeit in Italien, Spanien, Costa Rica usw. verbringen. Da muss man keine steuerlichen Auswirkungen befürchten und insgesamt sehr wenig für Wohnraum bezahlen.

Als annähernd finanziell freier alleinstehender Schweizer würde ich vermutlich in keinem Land den Spitzensteuersatz auf aktives Einkommen bezahlen.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@soziale Hängematte
ist auch so ein suggestiver, aber inhaltsleerer populistischer Kampfbegriff. Meinen Sie damit Hartz IV oder doch die Höhe der Beamtenpensionen?

@Langweileraktien
Mein Depotbeispiel dazu ist Linde. Steigt und steigt seit zig Jahren wie auch die Dividende. Aktuell mal wieder sehr hoch bewertet. Aber sie bleibt einfach drin in meinem Depot. Einfach nicht so oft reinschauen, dann kommt man nicht in Versuchung von (Teil-)Verkäufen zur Gewinnsicherung. Meist ein großer Fehler. Man muss es bei solchen Langweileraktien genau anders herum machen. Sich für einen Verlust ein Limit setzen x% und dann einfach emotionslos raus damit wenn sie bis dahin fällt. Offensichtlich hatte man die zukünftigen Gewinnaussichten falsch eingeschätzt und einen Fehler gemacht mit dem Kauf. Man verringert die Gefahr von Depotleichen.

Obwohl ich mit Einzelaktien Spaß habe fühle ich mich viel wohler seit ich großteils auf Welt-ETf Portfolio umgeschwenkt habe. Die Performance ist bisher viel besser als ich mir das jemals erhofft hatte.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Kiev:  Ich kann allerdings verstehen, wenn man möglichst wenig ändern möchte und steuerlich in seinem Land mit Vor- und Nachteilen bleiben möchte.

 

Ich möchte nicht nur steuerlich, sondern auch körperlich an meinem Wohnort in Deutschland/Bayern/Oberpfalz/Ödmiesbach bleiben. Ja, auch in meiner freien Zeit. Dort fühle ich mich sauwohl mit meinem Haus und meinem Garten. Mich zieht es nirgendwo sonst hin. Wegen ein paar Krümel, die ich damit sparen könnte, schon gar nicht.

 

Ach ja, noch vielen Dank für den interessanten Link!

 

Majon
1 Jahr zuvor

Guten Morgen
Vielen Dank Tim für diesen Artikel, im Zeitalter der Neobroker habe ich in meinem Umfeld auch festgestellt, daß die Buy and Hold Investition eher eine  austerbenden Variante des Investierens geworden ist.Die Gier nach dem schnellen Reichtum überwiegt einer langfristig orientierten Investition.
Ich habe einige Aktien ,die “schleppe” ich seit über 10 Jahren durch mein Depot.
Eine davon Clinuvel Pharmaceuticals (Biotechnologieunternehmen),kurz nach meiner Investition(ca 1 Euro pro Aktie) stand das Unternehmen vor dem Aus,heute ist es ein Dividendenzahlendes  Unternehmen was  mir in meinem Portfolio durch den Zinseszinseffekt sehr viel Freude bereitet.
Wollte an diesem Beispiel zeigen , daß sich Bye and Hold auch auszahlen kann.

Bruno
1 Jahr zuvor

Ich würde in Deutschland zumindest Stand heute weniger Steuern bezahlen als in der Schweiz. Kommt die 5% Vermögenssteuer, ja dann sieht es anders aus, dann werden einige schnell rennen und weit weg flüchten.

Es kommt immer auf die Konstellation an, auch Deutschland ist in gewissen Bereichen Steueroase. In der Schweiz ist das Bild auch durchzogen, die schönen Villen am Genfersee sind sehr interessant für Expats, die dann fast keine Steuern zahlen. Als Schweizer drückt man dort relativ viel ab. Vielleicht auch ein Grund weshalb man dort deutlich mehr Immobilie bekommt fürs Geld als in Zürich, Zug etc.

sammy
1 Jahr zuvor

@jürgen klopp

Kauft doch einfach den Vanguard FTSE All World stur und stetig. Dann braucht ihr euch nie mehr Sorgen machen”

Weil sie dann nicht wüssten was sie mit ihrer frei gewordenen Zeit anfangen sollen. Ausserdem wissen sie es doch eh alle besser sind ja schlauer als der dumme Markt 😉

@hatoto

Buy and Hold ist in der Theorie easy. Aber er ist schwer eine Aktie zu halte , wenn sie steigt und steigt und steigt und steigt. Denn dann kommen die Zweifel. Ist das gerechtfertigt? Wie lange geht das so weiter? Wie dumm steh ich da, wenn es jetzt wieder fällt?

Das nennt man Regression zum Mittelwert, alles kehrt irgendwann wieder zu seinem fairen Mittelwert zurück.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@soziale Hängematte
ist auch so ein suggestiver, aber inhaltsleerer populistischer Kampfbegriff. Meinen Sie damit Hartz IV oder doch die Höhe der Beamtenpensionen?

@42sucht21

Ich meine einerseits die ausufernden Sozialsysteme mit denen in Deutschland wie auch der Schweiz dem Pöbel der keine Lust hat am Morgen aufzustehen das Leben versüsst wird. Ich bin klar dafür in westlichen Demokratien niemand verhungern zu lassen wenn er keine Lust hat auf Arbeit aber wir müssen hier aufpassen um Geringverdienern nicht falsche Anreize zu setzen!

Ich bin klar der Meinung der Staat solle seine Angestellten fait bezahlen. Wir sehen in verschiedenen Ländern, dass schlechtbezahlte Staatsangestellt zu Korruption neigen. Und dies kann keiner von uns beabsichtigen. In der Schweiz wurde der Beamtenstatus schon vor Jahrzehnten abgeschafft. Angestellte des Bundes, der Kantone oder Gemeinden haben in der Schweiz keine spezielle Pension sondern sie zahlen wie jeder andere Arbeitnehmer in eine Pensionskasse ein die ihnen später eine Pensionskassenrente ausrichtet. Und genau hier denke ich haben Beamte in Deutschland einen massiven Vorteil gegenüber Angestellten in der Privatwirtschaft und in diesem Bereich liesse sich garantiert viel Steuergeld sparen.

 

 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

In der Schweiz ist das Bild auch durchzogen, die schönen Villen am Genfersee sind sehr interessant für Expats, die dann fast keine Steuern zahlen. Als Schweizer drückt man dort relativ viel ab. Vielleicht auch ein Grund weshalb man dort deutlich mehr Immobilie bekommt fürs Geld als in Zürich, Zug etc.

@Bruno

Ich kenne deine genaue Steuersituation nicht, daher kann ich sie nicht abschliessend beurteilen. Du hast mal erwähnt deine Firmenbeteiligung würde aufgrund des stark steigenden Umsatzes einiges über Marktwert eingeschätzt, was zu einer massiv höheren Vermögenssteuer führen würde. In diesem Bereich gibts Verbessrungspotential im Steuersystem.

In der Romandie (französische Schweiz) bezahlt man generell mehr Steuern das hat in meinen Augen auch mit dem Hang zum Sozialsmus zu tun, den ich bei vielen Romands beobachte. Wer mehr Leistung vom Kanton oder der Gemeinde verlangt, der muss auch mehr bezahlen. Der Deutschschweizer neigt eher zur Sparsamkeit, daher ist auch die Verschuldung bei den Deutschschweizern tiefer als bei den Romands.
Auch die Prämien der Krankenkassen sind höher in der Romandie weil die Romands mehr medizinische Leistungen konsumieren als Deutschschweizer. Warum das so ist, kann ich nicht beurteilen.

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Rüdiger

Niemand muss seine Heimat verlassen. Geo Arbitrage ist eine Möglichkeit wesentlich früher ein anderes Leben führen zu können. Hat natürlich auch seinen Preis. Es bietet sich besonders für Schweizer mit sehr hohen Hauspreisen an. Falls Du beispielsweise in der Schweiz wohnst und mit Dividenzahlungen 3000€ einnimmst, aber bereits 2000€ für Miete benötigst so bist Du noch lange nicht frei.

In Deutschland wärst Du je nach Lebensstil schon frei. Ist eine Frage der Prioritäten. Deutschland könnte auch bei Dir in der Region sein. Für einen Schweizer ist das nicht teuer. Und es lässt sich dort scheinbar auch ganz gut leben.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Kiev:

Hier in der Region lässt es sich gut leben, jedenfalls für mich. Es ist halt eine strukturschwache Region … und Arbeitsplätze sind dünn gesät. Wer aber erst mal einen guten Job gefunden hat, braucht nicht zu jammern  😉

 

-M
1 Jahr zuvor

Buy and Hold ist in der Theorie easy. Aber er ist schwer eine Aktie zu halte , wenn sie steigt und steigt und steigt und steigt. Denn dann kommen die Zweifel. Ist das gerechtfertigt? Wie lange geht das so weiter? Wie dumm steh ich da, wenn es jetzt wieder fällt?

Das nennt man Regression zum Mittelwert, alles kehrt irgendwann wieder zu seinem fairen Mittelwert zurück.

Es gibt keine Übertreibungen, alles ist jederzeit fair bewertet. So heißt es doch korrekt, oder nicht? Wieso sollte etwas, das jederzeit fair bewertet ist zu irgend einem Mittelwert zurück gehen?

-M

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Wieso sollte etwas, das jederzeit fair bewertet ist zu irgend einem Mittelwert zurück gehen?

Das ist wie beim Wetter. Die “unfairen” Übertreibungen in Sommer und Winter kehren auch irgendwann zum “fairen” Temperatur-Mittelwert zurück … zumindest für ein paar Tage. Ich hoffe jetzt mal, der Sommer verharrt nicht dauerhaft über Wochen auf einem “fairen” (Jahres-)Mittelwert  😉

 

-M
1 Jahr zuvor

Rüdiger

Deshalb der SSV und WSV 🙂 man weiß vorher, das Kleidung günstig wird 🙂

-M

Bruno
1 Jahr zuvor

“alles ist jederzeit fair bewertet”

Richtig, nur ändert der launische Markt halt immer mal wieder die Meinung. Und wie bei den Menschen gibt es einige Aktien, die halt eher depressiv verstimmt sind, andere euphorisch optimistisch, und das kann länger gehen als einem lieb ist. 20 Jahre über oder unter dem Mittelwert wird dann schwer zu ertragen.

@Nico ja ich kann das aber entsprechend auch beeinflussen, da die “Formeln” bekannt sind kann man sich sozusagen seinen Unternehmenswert auch etwas zusammenbasteln, natürlich nicht gänzlich aber zu einem gewissen Teil. Investierfreudige Unternehmen profitieren davon, jene die auf Gewinn und Cash sitzen bleiben, müssen halt leiden, resp. deren Aktionäre. Ich rede jetzt nicht von der Börse dort ist es anders dort gibt es einen Marktpreis.

1 Jahr zuvor

Mich würde mal interessieren, wie ihr darüber denkt, wenn in nächster Zeit (vielleicht auch erst in einigen Jahren) die Zinsen in den USA angehoben werden. Meint ihr, dass die US-Aktien sehr stark korrigieren werden?

Aston
1 Jahr zuvor

“Weil sie dann nicht wüssten was sie mit ihrer frei gewordenen Zeit anfangen sollen. Ausserdem wissen sie es doch eh alle besser sind ja schlauer als der dumme Markt ?”

Anscheinend nutzt du die frei gewordene Zeit dafür herablassend Kommentare zu schreiben….

Ob du es glaubst oder nicht man kann eine höhere Rendite wie ein All World ETF erzielen…

sammy
1 Jahr zuvor

@M

Es gibt keine Übertreibungen, alles ist jederzeit fair bewertet. So heißt es doch korrekt, oder nicht?”

Wie kommst du auf so einen Quatsch? Natürlich gibt es Übertreibungen immer und immer wieder. Langfristig jedoch kehrt alles zu seinem fairen inneren Wert zurück. Regression zum Mittelwert kann man in vielen Bereichen feststellen ja auch beim Wetter.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Mich würde mal interessieren, wie ihr darüber denkt, wenn in nächster Zeit (vielleicht auch erst in einigen Jahren) die Zinsen in den USA angehoben werden.

Die Zinsen werden nicht dramatisch angehoben werden (können). Wenn die Zinsen nicht niedrig bleiben, bricht das Finanzsystem zusammen. Niedrige Zinsen sind die lebensverlängernde Maßnahme, die den unweigerlich irgendwann kommenden Tod des Finanzsystems hinauszögert  😉

 

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