Soll ich mein Depot mit Gold, Anleihen, Kryptowährungen, P2P-Krediten, Renditeobjekten ergänzen?


New York, 9. Juli 2018

In die Freiheit kannst Du es mit ETFs oder Aktien schaffen. Dort ist die erwartete Rendite gegenüber anderen Assetklassen am höchsten.

Pass auf, wenn Dir jemand etwas von Wunder-Renditen erzählt. Manchmal werden Porftolios mit Backtests genau ab dem Zeitpunkt eines Crashs und dann bis hinauf an die Spitze des Bullenmarktes gemessen.

Grundsätzlich rate ich zu Mut, wenn es um Aktien geht. Die Aktie ist die beste Assetklasse, die es gibt. Ein ganz simpler Welt-ETF eines Massenanbieters wie Vanguard oder iShares bietet sich zum Kaufen und Liegenlassen an. Du hast etwas Geld in einem Notfall-Konto. Vielleicht 3.000 bis 5.000 Euro. Dann hast Du Geld in einem Spass-Konto (es kann ein Tagesgeld-Konto oder Sparbuch sein): Für Urlaube und Luxus. In Deinem Girokonto ist ausreichend Polster vorhanden, damit Du nicht ins Minus rutschst. Vielleicht hast Du alles in allem sechs bis zwölf Monate Deines Geldbedarfs in flüssiger Form. Der Rest sollte langfristig in Aktien sein.

Natürlich sollte nur Geld in Aktien fließen, dass Du die nächsten zehn Jahre nicht brauchst. Musst Du eine größere Anschaffung in naher Zukunft machen, leg dieses Geld nicht an der Börse an. Sicher ist sicher. Denn die Börse schwankt bekanntlich.

Genaue Kursprognosen kann ich keine abgeben, weil ich nicht hellsehen kann. Wann Apple, Facebook, Netflix, SAP, Tesla, Amazon auf ein neues Allzeithoch klettern werden, weiß ich leider nicht. Definitiv werden diese Aktien steigen – solange sie nicht sinken.

Sagen wir, Du bist 23. Du hast einen super Job gefunden. Du bist stolz. Dein erstes Gehalt kommt aufs Girokonto. Dann ist es eine gute Sache, jeden Monat mindestens zehn Prozent Deines Gehalts in den Aktienmarkt (über ETFs) zu investieren. Besser sind 20 oder 30 Prozent (oder mehr). Du wirst dieses Geld „vergessen“ und es wachsen lassen. Du weißt, dass Dein Depot sinken kann. Es ist eine Anlage für eine lange Zeit. Daher bist Du die Ruhe in Person.

Was ist der beste Weg, um zu investieren? Monatlich! Automatisch per Sparplan. Natürlich genießt Du Dein Leben. Aber es geht Dir nicht um die Anhäufung von Plunder und doofen Statussymbolen. Du lebst bodenständig. Du genießt selbstverständlich Deine Hobbys und Urlaube.

Ich denke, dass Du sehr glücklich sein wirst. Und auf dem Weg in die Freiheit wirst Du mehr Selbstvertrauen aufbauen.

Leser fragen mich immer wieder nach Edelmetallen, Anleihen, einzelne Aktien, Cryptocurrency, P2P-Krediten, Wohnungen als Renditeobjekte etc. Die meisten Alternativen zum Aktienmarkt liefern nicht unbedingt höhere Renditen. Nein! Eher nicht! Sie dienen zur Streuung bzw. Diversifikation. Das musst Du nicht machen. Eine reine Aktienmarkt-Strategie kann sich langfristig fürstlich auszahlen. Du hast andere Säulen, die Dir die Angst nehmen können: Altersrentenansprüche, Krankenkasse, Versicherungen, vielleicht Erbe (Millionenerbe?), Notfall-Groschen, eventuell Eigenheim, Schuldenfreiheit, geringe Fixkosten…

Wer höhere Renditen als die Aktienmarkt-Rendite erzielen will, soll einen Mafia-Betrieb aufbauen. Oder Du kaufst Nieren in Nigeria und verkaufst sie an reiche Scheichs.

Wer das Sparen mit ETFs verstehen will, dem empfehle ich Bücher von Vanguard-Gründer Jack Bogle. Wie dieses hier: Das kleine Handbuch des vernünftigen Investierens: An der Börse endlich sichere Gewinne erzielen.

Am besten leihst Du Dir solche Bücher in der örtlichen Bibliothek aus. Das spart Geld und Platz. Dann brauchst Du nicht kistenweise Bücher zuhause zu horten. Neue Bücher verlieren massiv an Wert. Daher leihen oder gebraucht kaufen.

Wer das Investieren in einzelne Aktien verstehen will, der ist mit diesem Klassiker gut beraten:
Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie.

Eigentlich hat jeder die Fähigkeit an der Börse zu investieren. Mit ein paar Klicks geht es los. Nur tun es viele nicht. Manch einer verbringt zehn Jahre damit, herumzuspielen, zu lesen und zu „forschen“. Dann investieren sie irgendwann. Vielleicht zehn Jahre später. Dabei hätten sie es sofort tun sollen.

Warte nicht ab! Wähle einen Low-Cost-Indexfonds. Werfe Geld wie ein Irrer hinein. Genieße das Leben. Ich garantiere Dir, Du wirst mir zwanzig, dreißig Jahre später danken. Jeder in diesem Blog wird Dir dasselbe raten.

Darum geht es beim Depotaufbau: Es geht um die Unabhängigkeit. Es bedeutet nicht, dass Du in Rente gehen musst, wenn Du vielleicht die 750.000 oder 1 Million Euro zusammen hast. Es bedeutet nur, dass Du die freie Entscheidung hast, was Du machst. Du hast die Oberhand über Dein Leben. Vielleicht magst Du auswandern. Geht Dir der Chef im Büro auf die Nerven, suchst Du Dir etwas anderes oder nimmst eine lange Auszeit. Oder Du ziehst mit der Familie in die Berge, wenn es Dein Traum ist.

All den Zockern möchte ich noch das mit auf den Weg geben: Die nächste „Netflix Indiens“ oder die nächste „Amazon Asiens“ unter Pennystocks zu finden, ist vermutlich nicht von Erfolg gekrönt. Vielleicht besteht eine 5% Chance. Wenn überhaupt und Du wirst sehr reich. Aber zu 95% beträgt die Wahrscheinlichkeit wohl, dass es eine hundsmiserable Aktie ist und Du Deinen Einsatz verlierst.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Soll ich mein Depot mit Gold, Anleihen, Kryptowährungen, P2P-Krediten, Renditeobjekten ergänzen?

  1. elduderino

    So ein bisschen erinnern Deine Beiträge zwar an „täglich grüßt das Murmeltier“, aber es kann nicht schaden, das immer wieder zu lesen und autosuggestiv wirken zu lassen. Bin auf jeden Fall ganz Deiner Meinung und helfe nun auch meiner Freundin, in ETFs zu investieren. Sie will zwar nicht in die Materie einsteigen, aber vertraut mir da voll und ganz

  2. V

    Edelmetalle gehören (in geringem Umfang) wegen des Versicherungs-Charakters gegen Totalschäden des Finanzsystems einfach in ein diversifiziertes Portfolio.

    Meine Aktien haben mir seit Jahresbeginn aktuell ca. +29% vor Steuern gebracht bzw. ca. +24.5% nach Bezahlung von Kapitalertragssteuern nach einer Übernahme. Das ist irre. Im Falle einer großen Finanzkrise würde das gesamte Depot allerdings 50-75% verlieren. Schein-Reichtum also…

    Immobilien sehe ich dabei tendenziell ähnlich kritisch im Falle einer größeren systemischen Krise.

    Viele Anleihen könnten in so einer Krise größtenteils wertlos werden.

    Edelmetalle würden ihren Wert halten oder (stark) vermehren.

  3. Fit und Gesund

    ja, Aktien, ETF’s, Immobilien, paar Goldtaler, das ist meine Mixtur:) ich vermisse aber schmerzlich die schönen Bundesschatzbriefe, lange ist’s her…

    Kryptowährungen brauch ich nicht, und p2p ist für mich Teufelszeug, ich will es nicht, wer von der Bank kein Geld bekommt, bekommt von mir garantiert auch nix, soll Derjenige halt sparen…

    ich stell mir nun gerade vor wie ich ein Flugticket nach Nigeria buche und dort Nieren kaufe, die wären in meinem Handtäschchen mit Kühlakku, dann schnell den Flieger zu den Scheichs, aber die würden mich wohl eher mit Steinen bewerfen, ne…. das will ich glaub doch nicht…:)

    also bleiben einfach nur die Aktien, passt glaub besser zu mir, noch bis Ende 2018, dann lass ich die Mixtur mal ruhen und sammle meine Dividenden, re-investiere sie, die Sparrate wird dann für den Ausstieg auf die Seite gepackt.

    liebe Grüsse

  4. Fabian S.

    Hallo Tim,

     

    wieder ein toller Artikel. Noch kurz einige Fragen: Was hällst Du von den Konsumaktien Coca Cola und Heinz langfristig auf 50 Jahre hinweg?! Warren Buffett hat sich ja kürzlich etw. kritisch dazu gewäußert und sehr wichtig, was muss ich beim Aktienverkauf beachten hinsichtlich des Börsenplatzes?! Tradegate soll ja keine Zusatzgebühren nehmen für Privatanleger?! Habe bisher nämlich noch keine Aktie verkauft 😉 Und kann ich 17000 Aktien problemlos auf einmal verkaufen?!

  5. Der Baum

    @ Fabian: ich glaube sowohl Heinz als auch Cola wird es noch einige Zeit geben, 50 Jahre is natürlich ein langer Zeitraum. Nichtsdestotrotz denke ich, aktuell is Kraft die bessere Wahl. Zwar nicht günstig, aber immerhin Preiswert. Cola ist mit zu teuer. Beide haben aber mit dem gleichen Problem zu kämpfen, gesunde Ernährung ist im Trend. Wies mit diesem Thema weitergeht, Who Knows…
    Auf welche Äußerungen bzgl. Buffet beziehst du dich?

     

    Grüße baum

  6. Fabian S.

    @der Baum:

     

    naja Buffett äußerte kürzlich in einem Interview, dass Coca Cola und Heinz in Zukunft als Lebensmittelkonzerne Probleme bekommen könnten, da die Kunden heutzutage nicht mehr so markentreu wären wie früher und die Gesundheitstrends Probleme darstellen. Daher wollte ich gern wissen, ob Tim das auch kritisch sieht oder ob er denkt, dass bei einer Haltedauer von 50 Jahren oder für immer solche Fragen egal sind….?!

     

  7. V

    Ketchup und Cola sind reine Zuckerprodukte. Zumindest die Originale. Darin würde ich aus Überzeugung keinen Cent investieren. Mein investiertes Geld soll niemandem schaden…

  8. Freelancer Sebastian

    An Immobilien habe ich kein Interesse, P2P sehe ich exakt wie Fit und Gesund, Kryptos halte ich für einen Witz (Spekulation), Anleihen sind mir über die Jahrzehnte zu unrentierlich. Langfristige Rendite von Edelmetallen NACH Inflation ca. 0%. Ich will Vermögen aufbauen, nicht konservieren.

    Nö, die gute alte Aktie genügt mir. Langfristige Rendite um die 6,5% NACH Inflation. Dazu kaum Aufwand.

    Mehrere Titel aus verschiedenen Branchen ist mir Diversifikation genug. Risiko=Volatilität? Habe ich noch nie verstanden. Die Preise schwanken? Na und? Gehen sie hoch, werde ich auf dem Papier vermögender, gehen sie runter, darf ich günstig Unternehmensanteile erwerben. Bleiben sie gleich, genieße ich die Dividendeneingänge. Win-win-win sozusagen.

    Witzig finde ich den hier:

    https://twitter.com/BluegrassCap/status/1015789494988103680

    So kann man es auch sehen. Finde ich gut. Jeder interpretiert die Zahlen und Graphiken, wie sie ins eigene Bild passen.

    Wenn ich nur weit genug „herauszoome“ dann läuft der Bullenmarkt schon seit 2003. Was soll schon der „kleine“ Einbruch von 2008/2009 😉 ?

    Obwohl, eigentlich ja schon seit 1982…… 😉

  9. Sangiovese

    Lieber Tim, ich mag deinen Blog sehr, aber eines muss auch mal gesagt sein: Du wärst niemals finanziell frei bzw. so vermögend, wenn du stur und stetig in einen MSCI World ETF investiert hättest. Mit viel Glück hast du zur richtigen Zeit in einige Einzelaktien investiert (z.B. CTS Eventim und Netflix), die den Grossteil deines Vermögens generiert haben. Es hätte mit CTS Eventim und Netflix auch ganz anders herauskommen können…

  10. Sangiovese

    @Fit und Gesund: Dir ist bewusst, dass du mit dem Vanguard Asian Pacific ETF vorwiegend in Australien (ca. 40%) investierst, oder?

  11. Der Baum

    @ V das mit dem Zucker ist so eine Sache. Eigentlich ist es nur ein Baustein von sehr vielen Lebensmitteln. Auch Brot besteht aus „Zucker“, halt aus einem chemisch etwas anders aufgebautem. D.h. Schaden kann jedes Produkt, wenn man zuviel davon zu sich nimmt. Den Schaden sehe ich daher nicht als ein wichtiges Kriterium an. Dann darfst du in kaum ein Unternehmen investieren. Netflix lässt die Leute faul sein, Autohersteller auch, Alkohol ist eh böse. Blumenhersteller benutzten Pestizide…etc.

    Ganz unabhängig davon, dass die Kunden dieser Hersteller das wohl sowieso eher ignorieren. Meine Bedenken wären eher staatliche Eingriffe in Form von Verboten etc. .

    Aber da wird sich die Lebensmittelindustrie etwas einfallen lassen, da bin ich mir Recht sicher.

  12. Mike

    @Fabian S

    Bei Coca-Cola bin ich relativ optimistisch, sie haben den Trend der Zeit (gesünder) erkannt und verändern sich. Bei Kraft Heinz sehe ich das noch nicht so, bei den Lebensmittelkonzernen wird es drauf an kommen, wie sie sich den neuen Trends anpassen können, d.h. gesünder und frischer. Nestle traue ich das zu, auch wenn es in der Masse ein gehasstes Unternehmen ist, sie haben sehr gutes Netzwerk weltweit und das ist sehr wichtig für dieses Geschäft, und sie werden sich erneuern resp. haben längst damit begonnen, weniger Zucker, mehr pflanzliche Lebensmittel etc. Vielleicht aktuell etwas teuer, aber nach einem Crash immer wieder interessant solche Firmen.

  13. Mike

    „Wer höhere Renditen als die Aktienmarkt-Rendite erzielen will, soll einen Mafia-Betrieb aufbauen. Oder Du kaufst Nieren in Nigeria und verkaufst sie an reiche Scheichs.“

    Danke für den Tipp! Mafia-Betrieb muss man in Europa nicht mehr aufbauen, der ist bereits in der Politik. Da bleiben also noch die Nieren…

  14. Micha

    @Fit und Gesund

    „und p2p ist für mich Teufelszeug, ich will es nicht, wer von der Bank kein Geld bekommt, bekommt von mir garantiert auch nix, soll Derjenige halt sparen…“

    Es gibt aber auch noch andere Gründe für die Kreditnehmer:

    Bankkredit ggf. teurer
    Keine Bank in der Nähe (es geht ja hier nur selten um Deutschland, wo es vielzuviele Bank(filial)en gibt)
    Ggf. schnellere Prüfung und Zuteilung
    Es gibt keinen Dispo auf dem eigenen Konto

    Ob jemand einen Kredit nimmt und zu welchen Bedingungen und zu welchem Zweck: Eigene Entscheidung.

    Ich nutze P2P, um spürbar schneller an möglichst viele Aktien zu kommen, da ich mich etwas beeilen muss mit dem Depotaufbau: Ich habe leider erst vor einem Jahr mit 47J. mitbekommen, daß ich von meinem Kapital ja auch schon vor der Rente leben könnte. Schade, daß ich von der Dividendenstrategie erst so spät erfahren habe. Mein Erspartes war über 11 Jahre lang gebunden in Anlagen, die nicht nur keine Gewinne, sondern Verluste gebracht haben.

    Aktuell habe ich ca. 17% in Aktien und 13% in P2P (6% Bares und 64% Rest müssen noch nach und nach investiert werden). Der aktuelle, monatliche Ertrag (die einzige Kennzahl, die für mich wichtig ist) bildet sich zu ca. 70% aus P2P und ca. 30% aus Dividenden. Hätte ich nur Aktien, würde es viel langsamer vorwärts gehen. Wegen des hohen Risikos (P2P Plattform, Anbahner, Währung – es sind ja nur auf € lautende Forderungen) ziehe ich zum Monatswechsel immer alle P2P-Erträge ab und kaufe davon und meinem Gehalt dann recht zeitnah Aktien zu. Sollte es mal wirklich zu marktbreiten, sehr guten Einstiegsmöglichkeiten bei Aktien kommen, dann würde ich die P2P-Investments komplett in Aktien umschichten wollen. Sollte es mal zum Schlimmsten bei einem Teil der P2P-Investments kommen: Mund abwischen und weitermachen! 😉 Aber ich hoffe, daß ich noch lange die 11-14% p.a. kassieren kann und ohne größere Pleite rauskommen werde.

  15. Fabian S.

    @V: Das Zentrum für Gesundheit ist nicht objektiv, sondern eine parteiische Institution!!!

     

    Und der Anti-Zuckerwahn ist doch völlig übertieben.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ V

    In einem Weltportfolio hast Du automatisch auch Bergbauriesen mit dabei. So Dinger wie BHP und Rio Tinto… Direkt und indirekt bist Du an der Bergbaubranche über Konzerne wie Caterpillar beteiligt.

    @ Fit und Gesund

    Ja, Aktien sind einfacher als der illegale Organhandel. Da stimme ich zu. Haha.

    @ Fabian S.

    Coca Cola (Gründung 1886) und Kraft-Heinz (Gründung 1869) haben eine Zukunft. Die Produkte sind bekannt. Sie müssen aber ihr Sortiment gesünder machen. Das machen sie. Es ist in der Tat ein Umbruch. Sie werden es die nächsten 50 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben. Trotz der fallenden Kurse verdienen sie Milliarden. Vielleicht kommt es zum großen Fressen und gefressen werden in der Branche.

    @ Sangiovese

    Ja, ich hab Glück gehabt. Mit Überfliegern im Depot wie SAP, CTS Eventim, Netflix…

    Sagen wir, jemand spart 800 Euro im Monat (vielleicht mit Nebenjob). Das 25 Jahren in einen Index investiert, kommt eine halbe Million Euro zusammen. Das ist nicht zu schäbig:

    https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=y776sdbn4f

    Ich habe bewusst nur 5% Rendite angenommen, um konservativ zu sein (Steuern, Inflation berücksichtigt).

  17. V

    Freelancer du hast den Sinn von Gold znd anderen Edelmetallen nicht verstanden. Nicht Rendite steht hier im Vordergrund sondern Vermögenssicherung. Edelmetalle sind für echte schwerwiegende systemische Krisen mit disruptiven Charakter. Z.b. EUR kippt = Währungsreform. Oder ne Hyperinflation. Alles in den letzten 100 Jahren schon dagewesen.

    Wer nichts zu sichern hat oder keine der genannten Risiken jemals eintreten sieht kann von mir aus gerne recht undiversifiziert voll auf Angriff gehen. Ist ja nicht mein Geld…

  18. -M

    CC und KHC werden sich wandeln. Man muss da auch einige geduld mit bringen. Das sind ja keine 1mann Filialen, das sind globale Unternehmen mit hoher marktdurchdringung.

    1. Schritt waren ja schonmal zuckeraustauschstoffe um kcal zu reduzieren

    2. Ist denke ich in Arbeit: Produkte anbieten für die gesunde-Fitness-bewegung …. wobei ich denke das die immernoch total in der Minderheit sind….die meisten Menschen sind dick und leben ungesund in meinen Augen.

    3. Oder Übernahmen geeigneter Konzerne die solche Produkte mitbringen. Bei KHC ist ja 3G und BRK fett dabei und sollte keine Probleme geben bei gutem Preis was zu stemmen siehe Unilever Übernahmeversuch.

    Sehe das gelassen. CC wäre mir aber noch viel zu teuer. KHC finde ich mehr als fair bewertet aktuell.

    -M

  19. V

    Tim, kein Bergbaukonzern wird mitten in einer systemischen Krise oder einer Hyperinflation Bagger und Lastwagen kaufen. Kein Minenkonzern wird mitten in der Krise so wie die Metalle selbst profitieren. Die Historie hat hier entsprechende Blaupausen geliefert.

    Edelmetalle selbst sind weitaus besser geeignet.

    Aber besser als nichts allemal.

  20. Der Baum

    @ V das Zentrum der Gesundheit ist nicht allzu seriös. Kenne den Verein leider einigermaßen (bekannter hat damit viel zu tun…). Aber ich weiß was du meinst und das ist ja auch klar.

    Ich Prinzip ist die Frage wie schnell kommen die Menschen zur Vernunft. Da hab ich die Hoffnung, dass wir noch einige Zeit haben. Die Gesundheitsbewegung betrifft eine kleine Gruppe gut gebildeter Menschen der Industrienationen. Mit Asien, afrika und Südamerika bekommen wir noch große Märkte für das „ungesunde“ Zeug. Gerade Kraft hat hier noch viel Potential.

     

    Grüße Baum

  21. V

    Der Baum, ja da mag ich den erst schlechten Link herausgezogen haben.

    Das ändert aber nicht an der Aussage zu raffiniertem Zucker. Nicht gut. Macht dick. Raubt Vitamine. Zuckerersatzstoffe sind genauso schädlich. Macht auch dick. Insulinausschüttungsspitzen!

    Ich war jahrelang Sportler und habe mich sehr mit Ernährung beschäftigt…

  22. V

    PS: Willst du dich wirklich daran beteiligen das ungesunde Zeug an gesunde Asiaten zu bringen auf dass sie auch nrank und fett wie die Anis werden. Was sagt dein moralischer Kompass?

  23. Fit und Gesund

    @Sangiovese,

    ja, das ist mir bewusst mit dem Vanguards Asian Pacific, ich hätte sicher auch gerne mehr Hongkong und Singapur drin gehabt, aber da gibt es keinen gescheiten ETF, evtl. noch die ETF’s von der UBS. Aber ich bin auch so zufrieden mit meinem Vanguard, den werde ich bald mal aufstocken.

    @Micha,

    mag Alles zutreffen, ich wünsche Dir 25% Rendite ohne Ausfälle, würde ich Dir sofort absolut gönnen, aber für mich ist es nix, ich habe ein Problem damit Jemand Geld für Unfug zu leihen (die Hausfrau die sich en tollen TV dafür kauft oder Klamotten oder sonstwas), ich muss arbeiten für mein Geld und wenn ich was haben möchte, dann muss ich ja auch drauf sparen, kein Dispo wird wohl seinen Grund haben, schnellere Zuteilung? ja ja, der Krempel rennt nicht weg den die kaufen wollen, für mich einfach kein Grund, und wenn das noch so klischeehaft ausgedrückt ist, mir egal, kein Rappen von mir 🙂

    Cola,

    hab nen Kollegen der täglich 1.5l davon trinkt, jetzt faulen ihm bald die Hände ab, übelst sieht das aus, er kann es nicht lassen, Geld hat er auch nie…also Cola geht sicher nicht ein, ich habe halt Pepsi-Aktien, wenn ich aber unterwegs bin und doll Durst habe, dann gönn ich mir auch mal ne Büchse, lecker eisgekühlt ist das wohltuend.

    @Freelancer Sebastian,

    meine Goldtaler führen ein ebenso nettes Leben hier wie meine verbleibenden 6 Katzen, die müssen nicht arbeiten, die sollen mir Freude machen 🙂 das tun sie.

     

  24. Micha

    @Fit und Gesund

    Ich wollte Dich auch nicht bekehren, sondern nur etwas ergänzen. 😉

    Es gibt auch nicht nur Konsumkredite, sondern auch Auto-, Immobilien- , Getreide-, Firmenkredite. Die Autokredite machen bspw. in meinem Mintosdepot im Moment 30% aus. Und ja, 70% stecken in kurzfristigen – und Verbraucherkrediten, die haben halt oft eine kurze Laufzeit und höhere Renditen.

    Ich selber würde aber auch nie einen Konsumkredit aufnehmen, habe ich auch noch nie gemacht. Ich stimme Dir da voll zu.

     

  25. Der Baum

    @ V also zum einen kann ich meine Moral von meinen Handlungen ganz gut trennen. Aber trotzdem investiere auch tendenziell lieber in Unternehmen die ich für anständig halte.

    Letztendlich ist es aber schwierig. Was ist schon schlecht oder böse? Cola bietet ein Produkt was vllt. in großen Mengen schädlich ist. Aber das tun doch beinahe alle Hersteller moderner Produkte. Dann darf man keine Tech Aktien haben, weil diese Daten sammeln und uns überwachen. Keine Öl Aktien weil Klima etc. . Und speziell für dich (soweit ich mitbekommen habe bist du in diesem Bereich aktiv oder?) keine Biotech weil z.B. Genmanipulation böse ist.

    Da kommt es immer auf die Details an denke ich. Cola und Heinz würde ich jetzt nicht als wirkliches Teufelzeug sehen.

    Und am Ende des Tages muss sich ein Mensch bzw. eine Gesellschaft ihrer Vernunft bedienen. Wenn sie das nicht können, dann kann ich mit den folgen Leben und erfreue mich an meinen Unternehmensanteilen trotzdem.

  26. June

    Guten Abend,

    tja, wie macht man es denn richtig mit den Investments?

    Aus meiner Sicht gibt es kein richtig oder falsch. Es gibt nur überhaupt etwas machen oder gar nichts machen. Jeder der überhaupt etwas unternimmt macht schon viel mehr richtig als der Rest der Menschen die sparen als uncool empfinden oder der fälschlichen Meinung sind, sie hätten nichts übrig.

    Und auch wenn die Menschen die sich für Versicherungen und das Eigenheim entscheiden viel Rendite liegen lassen, werden sie am Ende mehr haben als die nicht Sparer .

    Mein Geld fließt in viele Töpfe. vermietet Imobilien, Aktien, Tagesgeld, Riesterrente, Bausparvertrag, Lebensversicherung, betriebliche Altersversorgung … ich hoffe ich habe nichts vergessen.

    Ich habe kein P2P, keine Bitcoins und kein Gold.

    Wir haben ein paar alte Silberlinge. Die liegen hier, weil sie einfach da sind und verkaufen nun wirklich keinen Sinn macht.

    P2P will ich mal ausprobieren, weil ich neugierig bin. Mich schreckt aber der Aufwand bei der Steuererklärung etwas ab. Ist aber wohl ehr eine Ausrede, weil meine Steuer ist sowieso alles andere als einfach.

    Über Gold denke ich immer mal wieder nach, ich finde es sehr interessant, habe aber den Goldzug als Absicherung wohl verpasst, denn im Moment arbeite ich daran zum einen meine ETF‘s aufzustocken wegen der Rendite und zum anderen die Immokredite zu tilgen. Besonders bei den Krediten bin ich sehr erfolgreich. Dieses Jahr habe ich für 2 Kredite die Schußzahlung überwiesen. Nr. 3 ist im nächsten Herbst soweit. Denn mit dem freien Geld aus Nr.  1 und 2 zahlt sich Nr. 3 wie von Zauberhand ab. Wie man sieht ist mir gerade Cashflow wichtiger als die Rendite zu optimieren. Ich möchte nämlich in spätestens 5 Jahren eine Wohnung komplett abbezahlt haben. Steuerlich machen sich nämlich die paar Restzinsen kaum bemerkbar.

    Ansatt Gold könnte ich mir auch Fremdwährungskonten in Dollar, Franken oder Kanadischen Dollar vorstellen. Hat da jemand Erfahrung?

    Take care,

    June

  27. Tino

    Beste Aussage seit langen in diesem Blog:

     

    „Definitiv werden diese Aktien steigen – solange sie nicht sinken.“

     

    Jetzt wissen alle alles, was man wissen kann und muss.

    merci

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tino

    Ich hätte noch etwas ergänzen müssen:

    Definitiv werden diese Aktien steigen – solange sie nicht sinken. Es gibt eine Ausnahme: Aktienkurse können seitwärts laufen. Solange passiert nichts.

  29. V

    Der Baum: Du verbindest Biotechs mit Genmanipulation und meinst sicher den Agrarbereich. Und das ist für dich böse.

    Das ist nicht mein Investitionsbereich und auch nicht das Kernfeld von Biotechs. Biotechs entwickeln Medikamente, die Menschen helfen. Für mich absolut sinnvoll und moralisch Top.

     

  30. Thorsten

    @V@All Alle Sachwerte bleiben erhalten, Kryptos und reines Papier- oder Giralgeld sind dagegen mit Halbwertzeiten ausgestattet. Immobilien können steuerlich benachteiligt werden, aber wenn nicht bringen sie Mieteinnahmen. Ich sehe Immobilien wie Dividendenaktien, etwas mehr Arbeit,  aber  unpleitbar. Irgendeinen Wert gibt es immer.

    Heinz ist in der Giftliste der EU, mal sehen ob es temporär  den Kurs drückt. Ein deutsches Konkurrenzprodukt gibt es direkt neben der Heinzflasche bei E*eka. Heinz ist in schon vor den Zollstrafen deutlich teurer, mal sehen was dann  passiert. Dann fliegt es aus dem Regal womöglich.

  31. cheery

    Buy and hold, stur in stabile Werte zu investieren ist sicher eine gute Basis für jedes Vermögen und das maximale der Gefühle für Leute die sich nicht aktiv und oft um ihr Vermögen kümmern möchten.

    Wer sich aber nicht damit zufrieden geben will in 30 Jahren halbwegs frei zu sein der braucht starke Renditebooster und die gibts nun mal nicht zum Low-Risk.

    Neben meinem stetig wachsenden Low-Risk Dividendendepots werde ich auch immer über 20% meines Vermögens stark diversifiziert in High-Risk Werte investieren. Allerdings muss man sich dafür viel Zeit nehmen um die offensichtlichen Kröten auszusortieren.

    Glücklicherweise habe ich die Eier gehabt und 2014 in cryptos investiert (und da ist die Party noch lange nicht vorbei), aber auch andere Investments bieten sehr großes Potential. Ein Treffer alle paar Jahre reicht schon um das Portfolio kräftig anzuschieben und so selten sind die x.xxx%er nun auch nicht.

    Wenn man immer hört die Deutschen sind so ängstlich und legen alles aufs Sparbuch aber nichts in Aktien an. Ganz ehrlich, 100% in ETFs oder nur 10 Dividendenaristokraten im Depot zu haben ist doch auch nur Vermögensaufbau light.

    Das Geld liegt dort draußen und ist durch die Globalisierung noch nie einfacher zu bekommen gewesen. Man muss sich nicht schämen wenn man öfters mal (kontrolliert) zugreift.

     

  32. Freelancer Sebastian

    @ V

    Doch, doch. Ich habe das Konzept der Edelmetalle sehr gut verstanden. Habe es oben ja beschrieben: Vermögenserhalt zum Preis von Null Rendite nach Inflation.

    Ich weiß auch von Lesern wie Mark85 oder Fit und Gesund, die auf Gold setzen, um sich wohl zu fühlen. Ich respektiere das absolut. Jeder hat seine eigene Anlagestrategie und das ist auch gut so. Es gibt hierbei nicht den einen, richtigen Weg. Je nach Alter, Zielen, Risikoaversion, etc. legt man seine Anlagen fest. Ist doch in Ordnung.

    Wer 500 Millionen besitzt, verkraftet den kurzfristigen Absturz auf 250 Millionen auf dem Papier wohl nicht und will Sicherheit. Ist ja auch ein gutes Geschäft für die Branche.

    Da ich keine Angst vor Schwankungen des „Vermögens“ habe (sind für mich nur Zahlen im Rechner) kann ich den Turbo anschalten und die beste Anlageklasse aller Zeiten voll ausnutzen: Aktien.

    Mein Ansatz ist eh ein anderer. Ich bin Investor und Miteigentümer von Unternehmungen. Börsenpreise sind für mich sekundär. Mich interessieren Geschäftsmodelle, Umsätze, Erträge, Cashflow etc.

    Andere fühlen sich mit einem Sicherheitsbaustein (Gold) wohler. Einverstanden. Ich brauche es nicht. Fertig. Möchte keinen kränken. Und daher muss man sich auch nicht gekränkt fühlen, wenn die eigene Strategie nicht von jedem als individuell sinnvoll erachtet wird.

    Welchen Einfluß hat der Zusammenbruch des Euro auf die Werbeeinnahmen von Google in den USA? Welchen Einfluß auf die i-phone-Verkäufe in Asien? Verkauft Kone dann keine Fahrstühle und Rolltreppen mehr?

    Spekulationen um die Makrobene jucken mich gar nicht. Großes Rauschen, mehr nicht. Währungen, Rezessionen, Hyperinflationen kommen und gehen. Geniale Unternehmen bleiben bestehen.

    @ Fit und Gesund

    Ich gönne dir jeden Taler 🙂 !

    Gute Nacht

  33. Leser

    @Fit und Gesund

    Sind die Gebühren beim Vanguard Asia Pacific ETF nicht etwas hoch? 0.7% soweit ich das sehe.

    Ich suche noch einen ordentlichen Asi ETF, aber wegen Gebühren war ich dann bei Vanguard stutzig.

  34. Der Baum

    Guten Morgen,

    @ V nur noch als Abschluss des Themas: für mich ist nichts davon böse. Ich meinte nur, man kann jedes Produkt irgendwie schlecht aussehen lassen. Ob Zucker da wirklich das schlimmste ist wage ich zu bezweifeln. Das mit Biotech war nur ein Beispiel, auch hier wird ja mit verschiedenen Methoddn an Erbgut gearbeitet.

    @ Thorsten, Ketchup von Heinz ist von den Zöllen bisher nicht betroffen. Wird in der EU produziert. Welche Giftliste meist du den?

    Gruß Baum

     

  35. Daniel

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang das leider schon etwas ältere Buch: Asset Allocation: So gestalten Sie ihr Portfolio sicher und profitabel von Thomas Menzel

    Ich selbst halte keine Position kleiner 5% vom Gesamtdepot und mit mindestens einer Größe von 5000€, ansonsten ist die Kauf/Verkaufgebühr unverhältnismäßig.

    Bei Depots >100.000€ finde ich eine Edelmetall-Beimischung nicht verkehrt. Anleihen auf Schwellen-Länder in Form von ETF habe ich auch, allerdings verhalten sich die Anleihen auf solche Räume schon sehr wie Aktien. Ich habe 2008/2009 mitgemacht und wenn so ein NUR AKTIEN Depot abstürzt habe ich schon mehr als Bauchschmerzen, ich verringere daher lieber die Volatilität mit anderen Assets. Rendite um jeden Preis ist nicht meins.

  36. Michi

    Coca Cola hat 2 Weltkriege überstanden, die haben sich in schwierigen Zeiten immer den Gegebenheiten angepasst und in guten Zeiten sind sie gewachsen. Habe die Firmenbiografie über Coca Cola gelesen und bin daher sehr zuversichtlich.

     

  37. V

    @Thorsten, Freelancer, all:

    Gold ist für Leute wie mich zur Depotabsicherung des Erreichten absolut sinnvoll und notwendig.

    Ich habe gestern mal nachgeforscht und meine Depot-Auflistung von 2010 gefunden. Da habe ich mal genau nachgerechnet für die letzten 8 Jahre. Aus dem Depot ist seither nur leicht abgeflossen (Richtung Kinder-Depots) und nichts zugeführt worden und hatte Renditen von 30%-35% p.a. vor Steuern, nach Steuern waren es um die 30% p.a.

    Gold ist daher inzwischen zur Absicherung Pflicht. V.a. vor dem Hintergrund aufziehender schwarzer Wolken, die viele noch nicht sehen wollen. Und vor dem Hintergrund, dass der Bullenmarkt kurz vor dem Ende steht und dieses Ende auch systemische Krisen auslösen könnte.

    Ich habe zusätzlich mal nachgerechnet, was aus dem Depot geworden wäre, wenn ich die damals ausgewählten Positionen einfach hätte liegen lassen und nicht umgeschichtet hätte. Dann wäre die Rendite deutlich kleiner gewesen: nur bei 20-25% p.a. Das klingt nach keinem großen Unterschied, de facto ist die Differenz dann allerdings mehr als eine Million weniger bzw. mehr.

    Daher bin ich auch der Meinung, dass man sein Depot regelmäßig auf den Prüfstand stellen sollte. Bei Biotechs aufgrund der Innovationsgeschwindigkeit viel häufiger als bei normalen Aktien. Bei speziellen Branchen- oder Regionen-ETFs weniger häufig als bei normalen Aktien.

    @DerBaum: Ja, Gentherapie, Genom Editing, Gene Silencing, Cell Therapy, Gene Regulation sind neue Felder bezüglich der Anwendung im/am Menschen. Sie werden den Menschen noch gute Dienste tun. Auf dem Moralkompass (ist halt auch wichtig für mich) für mich top.
    Zucker-Phosphor-Brause- bzw. Zuckerersatzstoff-Phosphor-Brause-Hersteller oder Zucker-Tomatenpüree-Panscher (machen dick, verursachen Karies, rauben Vitamine, begünstigen Krebs,…) sind für mich da auf dem Moralkompass halt eher unten anzusiedeln. Muss aber jeder selbst wissen. 🙂

  38. Der Baum

    @ V für mich wäre es übrigens auch sehr interessant ein bisschen mehr über deinen Investment-Bereich kennen zu lernen. Von Pharma-/Medizin halte ich mich bisher fern (bin aber ja auch noch relativ am Anfang meiner Investmentlaufbahn).

    In diesem Bereich braucht man vermutlich unglaublich viel Know-how um gute Ergebnisse zu generieren. Bisher bin ich da nur bei BB-Biotech hängen geblieben, in der Hoffnung das die Mitarbeiter sich hier im Detail auskennen und hier eine automatische Streuung vorliegt.

    Allerdingshabe ich davon noch nichts gekauft.

  39. V

    @DerBaum:

    Fernhalten, wenn man nichts davon versteht. Denn wenn man die falschen Aktien auswählt, dann erzielt man Minusrenditen. Diese Investoren muss es auch geben, denn sonst könnten Leute wie ich keine Überrenditen erzielen.

    Um in dem Feld aktiv zu sein müsstest du meiner Einschätzung nach erst mal mind. 2 Jahre lang 3-5 Stunden am Tag investieren um dich in einem aussichtsreichen Teilbereich der Branche fit zu machen (wissenschaftliche Grundlagen). Sonst Finger weg.

    Wenn man keine Ahnung hat, aber dennoch da unterwegs sein will:

    Große Pharmas: Finger weg, denn die sind nicht innovativ genug. Patente laufen reihenweise aus. Es kommt wenig nach und wenn dann nur durch Aufkäufe von oder Kooperationen mit Biotechs.

    BBBiotech: Kann man als Kompromiss nehmen, deren Auswahl war historisch okay. Zum Vergleich: sie haben im Zeitraum 2010 bis jetzt um die 25% p.a. Rendite erwirtschaftet.

    Zum Vergleich: der Nasdaq Biotech Index hat in diesem Zeitraum 20% p.a. gebracht.

    Oder auf einen guten Biotech-ETF setzen.

    Einzelaktien Biotechs:  Finger weg, es sei denn du kennst dich sehr gut aus.

    Zu berücksichtigen ist aber auch, dass Biotechs in den letzten Jahren extrem gut gelaufen sind. Das geht nicht auf Dauer so weiter. Die Gesamtbranche-Renditen werden künftig m.E. deutlich geringer sein.

    Zudem besteht weiterhin das hohe Risiko, dass in USA die Medikamentenpreise reguliert werden. Und auch andere Länder noch restriktiver werden..

     

  40. V

    PS: Zu meinen genannten Renditen: Da mein Depot nicht nur aus Biotech besteht wären es für den reinen Biotech-Teil gar Renditen von deutlich über 35% p.a. vor Steuer gewesen. Der Markt ist einfach ineffizient genug, dass man mit Wissen und Antizipation die Perlen rechtzeitig herausfinden kann.

  41. Thorsten

    Gold ist Pflicht, Silber auch. ab einem gewissen Vermögen. Wenn bei Aktien schon immer bunte Bilder gezeigt werden, wie schön das bergauf geht, bei Gold und Silber ist die Wertspeicherfunktion über ein Vielfaches der Zeitspanne belegt. Edelmetalle machen die Inflation mit. Wer damit spekuliert , selbst schuld. Die Banken wollen nicht, dass man Gold kauft „es bringt keine Zinsen“, „mit Gold hat man in den Jahren xx – cc  verloren, während man mit Aktien Reisenrenditen,bla bla“. Am besten hält man sich von solchen Fachartikeln fern. Entweder haben es die Autoren nicht versanten und plappern nach oder sie wollen einen in Zertifikate oder andere Derivate treiben, die gaaanz sicher sind

    Immos sind aus meiner Sicht auch notwendig. Ab einem gewissen Vermögen. Wer keine kaufen kann oder mag kann sich an einem Pflegeheim beteiligen oder Immobilienaktien kaufen (Vonovia, Hamborner Reit,…). Gewohnt wurde schon immer, Coca Cola getrunken nicht.

    Ich halte weder Coca Cola noch Pepsi.  Der Trend geht derzeit nach plastikfrei, nachhaltig, zuckerarm, unverpackte Lebensmittel, natürliche Inhaltstoffe,…. Zuckeraustauschstoffe haben in der Nahrung gar nichts zu suchen, dann lieber Kristallzucker. In meinem nicht repräsentativen Umfeld wird hauptsächlich Wasser, Tee, Kaffee, Saft  getrunken. Die Brausen verschwinden von Kindergeburtstagen und in der Schule gibt es sie sowieso nicht mehr zu kaufen.

    Ich habe seit gestern 9% Depotanteil in den Emerging Marktes, 2% in Russland. Beides über ausschüttende ETFs. Emerging Markets hatte ich ja schon begründet, das größte Land der Erde steht unter Bann. Das geht irgendwann zu Ende und dann verdoppeln sich die russischen Aktien. Bis dahin gibt es regelmäßig Ausschüttungen. Dazwischen kann es auch mal 60% runtergehen. Politische Börsen sind halt volatiler.

  42. V

    Sehe ich auch so, Thorsten. Eine kleine Russland-Spekulation in Verbindung mit Edelmetall-Mining habe ich auch: Polyus Gold. Als klitzekleine Beimischung. Gekauft zu EUR 24,x im April.

  43. Thorsten

    @der Baum

    Es gibt einen Artikel vom 31.5.,der Tomaten angibt und die Heinz Ketchupflasche abbildet. Die Aufschläge sollen moderat ausfallen, da die Verarbeitungskosten im Vergleich zu den paar Tomaten, die da drin sind konstant bleiben.

    Tomaten und Heinz

    Ein israelischer Konkurrent hat es hinbekommen, dass Heinz in Isreal die Bezeichung Ketchup  nicht  mehr führen darf, da nur 21% Tomatensaft enthalten sind, Israel verlangt 41% Mindestanteil.

    Der Waechter zu Heinz,

    Focus zu „Tomatengewürz“ Heinz

    Bei den angegebenen Inhaltsstoffen ist das hochprozessierte Produkt  eher in die Kategorie „Zuckerbrause“ einzustufen. Hier noch ein Link zur Isoglucose :

    Maissirup macht noch schneller dick als Zucker

     

     

  44. Micha

    @Daniel

    „…und mit mindestens einer Größe von 5000€, ansonsten ist die Kauf/Verkaufgebühr unverhältnismäßig.“

     

    Das solltest Du aber nicht verallgemeinern. Schau‘ Dich doch mal nach günstigen Alternativen um! Man kann auch bei 1000€ Käufen mit weit unter 1% Kosten investieren.

  45. V

    Wenn ich Thorstens Links lese, dann quillt in mir die Wut hoch wie wir von der Industrie immer minderwertigere Nahrungsmittel reingedrückt bekommen, nur damit deren Margen gesteigert werden. Man müsste zudem die Verschlechterung der Produkte in der Inflationsrate berücksichtigen.

  46. Fit und Gesund

    @Leser,

    die TER vom Vanguard Asian Pacific ist laut factsheet 0.22%, vielleicht gibt es noch versteckte Kosten, möglich, aber das dürfte dann bei anderen ETF’s ähnlich sein, ist eben nix gratis und für mich ist das auch in Ordnung.

    liebe Grüsse

  47. Der Baum

    @ Thorsten. Nur um es nochmal klarzustellen. Grundsätzlich teile ich ja eure Bedenken in Bezug auf die Gesundheitswirkung von solchen Industrieprodukten (Ganz unabhängig davon, sind die Artikel sehr tendenziös).

    Worum es mir geht ist folgendes, ja auch Ketchup und viele andere Produkte von Heinz sind nicht besonders toll. Aber: ein großer Teil der Hersteller weltweit produzieren solche Sachen. Und die Menschen kaufen es. Ursprünglich ging es ja um die Frage, werden solche Unternehmen auch in 50 Jahren noch existieren.

    Ich glaube ja. Das andere ist eine Frage der grundsätzlichen guten Ernährung. Und in Bezug auf die Moral ist es wie gesagt nicht abschließend zu klären, ob der „Ketchup“-Hersteller oder der konventionelle Landwirt schlimmer ist.

  48. Sams1974

    Wenn ich die Stimmung hier richtig fühle ist es Zeit Südzucker auf die Watchlist zu setzen. Der Kurs sieht schlecht aus, die Stimmung ist schlecht, die Ernte soll dieses Jahr insgesamt nicht gut sein. Es bahnt sich eine Krise an.

    Mal die Zahlen anschauen.

  49. Der Baum

    @ Sams: Sudzucker hab ich schon länger auf meiner Liste. Aktuell durchweg stabile Zahlen. Durch das Ende der Zuckerquote werde ich aber erstmal abwarten wie sich der Markt entwickelt (außer es gäbe einen starken Ausverkauf). Aktuell für mich noch zu teuer.

    https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Agrarpolitik/1_EU-Marktregelungen/_Texte/FAQ-Zuckerquote.html

    Zur Info: Crop Energies als Tochterunternehmen fand ich auch schon öfter Mal ganz interessant. Hier ergeben sich gute Synergien mit dem Restgeschäft. Die Investor Relations Abteilung ist hier sehr aufschlussreich und gesprächsbereit.

  50. Slazenger

    @V

    wenn ich nur in Unternehmen investieren würde die ich als ethisch korrekt ansehe, würden nicht viele übrig bleiben, wahrscheinlich gar keine!

    Folgende Branchen müsste ich dann meiden: Tabak, Nahrungsmittel/Getränke, Öl/Energie, Autos, alle Firmen wo die Arbeitsbedingungen schlecht sind(Amazon), usw. usw.

    Nicht falsch verstehen, ich lese deine Kommentare ganz gern auch wenn ich einiges anders sehe, aber als Investor schaue ich rein auf die Zahlen, das Management, und Perspektiven für das jeweilige Unternehmen.

    Natürlich habt ihr alle recht, was das Thema Ernährung/Gesundheit betrifft, auch ich versuche mich da ständig zu verbessern, was meine Ernährung und Lebensweise betrifft, aber ich denke das ist weltweit gesehen nur eine kleine Randgruppe die sich dafür interessiert!

  51. June

    @Lebensmittel und Lebensphilosophie,

    Coca-Cola und Heinz werden sicher überleben. Auch Dank völlig anderer Gewohnheiten in anderen Ländern, da isst man nämlich sehr viel süsser und öfter auch Süßigkeiten als bei uns. Im Moment haben wir in der westlichen Welt eine Phase in der gebildete Menschen auf Zucker verzichten und Sport machen.

    Wir z.B. benötigen 250 g Bio-Rohrzucker in ca. 6 Monaten.  Und eine ganz kleine Flasche Ketchup pro Jahr. Und davon wird mir meist das letzte Drittel in der Flasche schlecht.

    Wenn ich aber im Supermarkt an der Kasse stehe, bin ich oft die einzige die unverarbeitet Lebensmittel kauft. Die anderen Kunden haben überwiegend Fertigprodukte und Süßigkeiten im Wagen. Obst und Gemüse findet man selten und wenn, dann sind es 3 Bananen und eine Paprika.

    Daher denke ich mir, ich lebe in einer anderen Welt und die Nachbarn um mich herum essen aus Unwissenheit, Faulheit oder Zeitmangel eben das was man in der Werbung aufgetischt bekommt.

    Trotzdem sehe ich der Aktie Coca-Cola gerade skeptisch. Die westliche Welt lebt gesünder und die anderen Märkte haben noch nicht die nötige Kaufkraft. Dort ist die Cola noch was ganz besonderes.

    Take care,

    June

  52. Thorsten

    @der Baum ja , da gebe ich dir Recht, aber der Verbraucher hat es etwas in der Hand. Zum Vergleich kostet der Ketchup in der Glasflasche von Werder deutlich weniger und enthält 58% Tomatenmark, allerdings auch ‚Modifizierte Stärke‘ und ‚Gewürz‘. Beides kann beliebige Widerlichkeiten enthalten.

    Am besten weniger von den fertigen Sachen konsumieren und selber kochen. Ich habe heute Pizza gebacken, wenigstens dann vernünftiges Mehl und Öl , sowie echter Käse  und kein Formfleisch wie bei Fertigpizzas  auf dem Teller.

    Und von allem etwas essen, dann überlebt man auch auch problemlos ein Glas Brause.

    Ob es nun besser ist oder nicht, letztlich muss man sich ja entscheiden,  was man kauft oder nicht. Vielleicht liegt man auch mal völlig falsch (Bioeier gleich Tierquälerei, da Futter zwar Bio, aber Platzangebot wie in Legebatterien, seitdem kaufe ich Freilandeier).

  53. Daniel

    @der Baum ja , da gebe ich dir Recht, aber der Verbraucher hat es etwas in der Hand. Zum Vergleich kostet der Ketchup in der Glasflasche von Werder deutlich weniger und enthält 58% Tomatenmark, allerdings auch ‚Modifizierte Stärke‘ und ‚Gewürz‘. Beides kann beliebige Widerlichkeiten enthalten.

    Ein Ketchup wird allerdings weniger nach Inhaltstoffen oder sogar Preis gekauft sondern nach Geschmack. Und ich denke mal, mich eingeschlossen, dass wenn eine Marke besonders gut den persönlichen Geschmack trifft, wird man sie kaufen sofern sie preislich nicht völlig aus dem Rahmen schiesst.

  54. Thorsten

    @Daniel Natürlich. Dazu müsste man idealerweise mehrere Konkurrenzprodukte kaufen und sie gleichzeitig verkosten. Wetten , dass die Kinder Heinz wählen und wir Erwachsene Werder ? Am Ende haben wie dann beides auf dem Tisch !

  55. Sams1974

    @ Der Baum

    Ich kuck jetzt mal ganz unverbindlich. Im Prinzip ja, zu dem Preis ungern. Mir gefällt das sie versuchen etwas weniger vom Zucker abhängig zu sein. Schwer abzuschätzen. Ob ich vor der Hauptversammlung dieses Jahr reingehe weiß ich nicht, eher nein.

    Es sei denn irgendjemand der Politik sorgt mal wieder für eine minipanik bis zum 19ten.

    Hm Spezialitäten, Frucht. Langweilig aber wohl solide.

    Hm Crop Energies stimmt. Mal kucken.  Na dann ich dachte wir haben eine Hausse. Ein echter Gewinner, ne wo soll es hingehen 2,5 Euro. Ne ne ne auch auf die Watchlist.

    Anfang 2015 mit Südzucker ein kleiner Einstieg und einmal Glück gehabt. Musste den Gewinn mitnehmen. Was für Ausschläge in den Charts, eigentlich langweilige Unternehmen. Ich werde jetzt mal die Berichte anschauen. Mir ist das zuviel Bewegung an der Börse für solche Langweiler  mit den Hauptaktionären.

  56. Freelancer Sebastian

    @ Thorsten

    „Gold ist Pflicht, Silber auch. ab einem gewissen Vermögen“

    Sorry, Thorsten. Hier muss ich dir widersprechen. Von „Pflicht“ kann keine Rede sein. Selbst wenn meine Anteilsscheine irgendwann 2 Millionen € wert sein werden, werde ich nicht eine Aktie verkaufen, um damit Gold zu kaufen.

    Ich möchte Erträge sehen. Manche haben wohl Angst vor einem Rückgang des Vermögens auf dem Papier und wollen das mit dem Gold abfedern. Meine Herangehensweise ist eine andere.

    Welchen „Verlust“ mache ich, wenn ich niemals verkaufe?

  57. Kiev

    @ Thorsten

    Ich habe mir den Unterschied zwischen den Eiern einmal angesehen, da Du darauf hingewiesen hast:

    http://www.biowahrheit.de/inhalt/eier.htm

    Es ist erschreckend wie in großen Betrieben mit Tieren umgegangen wird. Wobei der Preis ja auch nicht außer Acht gelassen werden darf. Mit der Argumentationskette kannst Du auch Eier aus Bodenhaltung kaufen. Es gibt sicher Ställe, bei denen es auch hier kaum Unterschiede gibt. Der Freilauf wird ja scheinbar nicht kontrolliert… Wir kaufen diese Eier:

    https://www.demeter.de/eier

    Mir war der Preis dafür im Vergleich zu den Bio Eiern beim Discounter zugegebenermaßen ein Dorn im Auge. So viele Eier benötigen wir jedoch nicht und nach der Recherche kann ich mich mit dem Preis dann doch arrangieren. Auch wenn die Haltung mir auch hier vermutlich nicht ganz gefallen würde. Am liebsten wären mir weiterhin Eier von einem kleineren Hof aus der Region. Da kommt man aus der Stadt allerdings nicht so schnell hin.

     

     

     

     

  58. Gainde113

    @ Freelancer Sebastian

    Ein sehr gutes Argument: „Welchen „Verlust“ mache ich, wenn ich niemals verkaufe?“

     

  59. Thorsten

    Ich möchte Erträge sehen

    Ich denke , das ist der Punkt. Ich brauche die Erträge aus Edelmetall nicht, da meine sonstigen Einkünfte reichen. Daher habe ich auch größere Vermögen gemeint, nicht 1.000€ und nicht 10.000 €. Bei Edelmetallen geht es um Sicherheit und evtl. um einen Puffer in einer langen Aktienbaisse . Manche nehmen dann Bonds. Natürlich ist das auch wieder ein Punkt, der diskutiert werden kann. Kein einfaches Thema. Es ist eine Wette auf die Zukunft und um Vermögenserhalt in unruhigeren Zeiten. Russland, China und Indien kaufen alles Gold vom Markt, schon verdächtig.

  60. Claus

    @ Gold und andere Edelmetalle

    … benötige ich nicht in meinem Depot. Gold macht für mich keinerlei Sinn. Dennoch verstehe ich, dass dies einige anders sehen.

    Warum sollte ich Gold in mein Depot legen, wenn ich hierbei auf lange Sicht keinen Gewinn erzielen kann? Es würde mich eine Verwaltungsgebühr kosten, denn ich würde es niemals zu Hause aufbewahren. Einen Ertrag erwirtschaftet es auch nicht, im Gegenteil: Die Verwaltungsgebühren müssen von meinen Aktien erwirtschaftet werden.

    Beruhigen würde es mich auch nicht, eher im Gegenteil: Steigt der Goldpreis mal ein bischen und die Spekulationsfrist läuft ab, würde ich hier verkaufen, um mal eine Rendite zu haben.

    Zudem kämen nur Barren in Betracht, da mir der Aufpreis für kleinere Stückelungen zu hoch wäre.

    Münzen als Zahlungsmittel in Krisenzeiten… wenn es so weit kommt, gehe ich in den Urwald zum Jagen… Aktien haben dann keinerlei Bedeutung mehr, bis sich das wieder ändert, bin ich nicht mehr da…

    LG

  61. Thorsten

    @Claus

    es wird bei Edelmetallen keinen Konsens geben. Die Diskussion erinnert an die von Immobilien. Hier gibt es sogar einen Ertrag. Trotzdem würden viele keine erwerben wollen. Und selbst für Aktien gibt es tatsächlich genug Gegengründe, wir werten sie bloß anders als Menschen, die dem „sicheren“ Sparbuch vertrauen.

     

  62. Sparta

    @V

    Welche Krankheiten wurden denn schon von Deinen Biotechs geheilt, bzw. welche Durchbrüche gibt es denn aktuell?

    Big Pharma als moralisch überlegen und Blütenweiß… da würde ich doch versuchen besser zu differenzieren.

     

  63. V

    Sparta, es purzelten schon viele Medikamente heraus. Diese aufzuzählen würde meine Zeit sprengen.

    Ich nenne dir ein Beispiel: anti-PD-(L)1 Antikörper Nivolumab (Produktname Opdivo), der war der allererste am Markt in einer Klasse von Immuntherapien gegen Krebs, die das Überleben im Vergleich zu existierenden Therapien in sehr vielen Krebsarten stark verlängern. Dieses Produkt machte in 2017 5Mrd USD Umsatz, stark steigend. Alle Medikmente auf dieses Target werden irgendwann in den 2020er Jahren >50Mrd USD Umsatz machen.

    Die Firma, die ich dazu ausgewählt hatte und die dieses Produkt entwickelte und auch Patente auf das Target besaß (Medarex) war damals nur 700Millionen bis 1Mrd USD an MK schwer. Sie wurde für nur 2,5 Mrd mitten im Finanzkrisen-Börsentief (April/Mai 2009) übernommen (und hatte dabei 500 Mio Cash und zahlreiche weitere Produkte in der Pipeline, die heute auch am Markt sind und gute Umsätze machen). Ich wurde dabei enteignet; das ist in USA möglich, wenn der Übernehmer 50%+1 Aktie kauft. (SqueezeOut ist in Europa erst bei 95%+1 Aktie möglich)

    Heute wäre diese Firma -eigenständig geblieben- mind. 50-80 Mrd USD wert. Wäre wohl nahezu ein Verhundertfacher gewesen.

     

  64. André

    Also wenn ich danach gehe das ich zwischen „guten“ und „bösen“ Konzernen entscheiden muss, dann darf ich (meiner Meinung nach) NICHT an der Börse investieren, denn jeder Konzern arbeitet nach der Gewinnmaximierung und verletzt bzw. schadet den Menschen oder der Umwelt. Es gibt KEINE sauberen Konzerne. Ganz gleich welchen Konzern man nimmt….schließlich sind das alles keine „Wohlfahrten“, bzw. Wohltäter oder Vereine.

    Zum Thema Biotechs: Mag sein das diese Konzerne Menschen heilen, aber dennoch sind auch sie nicht sauber und wenn man es genau nimmt, dürfte man auch da nicht investieren. Ganz böse könnte man auch einfach folgende Frage an die Manager der Biotechs stellen: Wie viele Medikamente werden denn nicht auf den Markt gebracht, weil sonst die Kundschaft plötzlich ausbleibt? Bestes Beispiel ist für mich hier Gilead. Der Konzern hat seine „Kundschaft“ geheilt. Natürlich zu einem extrem hohen Preis was auch schon wieder als moralisch verwerflich bezeichnet werden könnte. Aber diese Menschen sind jetzt gesund. Allerdings leidet der Konzern jetzt extrem darunter weil die Umsätze einbrechen. Stellt sich mir natürlich sofort die nächste Frage: Wird der Konzern so einen „Fehler“ wiederholen, oder wird das nächste Medikament weniger effektiv werden?

    Man kann es drehen und wenden wie man will, Konzerne wollen nur eins: Geld verdienen und ihren Marktwert steigern und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Egal ob die Verbraucher beschissen werden, oder die Natur und oder der Mensch ausgebeutet wird.

    Aus dem Grund habe ich für mich versucht meine Gefühle an der Börse auszuschalten. Geschäft ist Geschäft und Gefühl ist Gefühl. Das heißt nicht das ich in alles investiere, aber wenn ich die Wahl zwischen Coca Cola und einem Rüstungskonzern habe, nehme ich für mich lieber Coca Cola. Ob der Verbraucher die Zuckerbrause trinkt oder nicht ist seine Entscheidung -zumal die auch nur Wasser anbieten 😉 -, ob in einem Krieg ein unschuldiger durch ein Geschoss verletzt oder getötet wird ist in den meisten Fällen keine freie Entscheidung.

    Aber jeder muss für sich entscheiden ob er es mit der Aktie aushalten kann oder nicht. Und wenn er es nicht kann, sollte er es lassen.

    Deshalb setze ich zum Beispiel lieber auf eine eigene Aktienauswahl. Macht zwar mehr arbeitet, aber ich entscheide welcher Konzern mein Geld bekommt. Bei einem ETF kaufe ich auch Konzerne die ich vllt. gar nicht möchte..

    Wie gesagt, dass muss jeder für sich frei entscheiden mit was er sich wohl fühlt… 🙂

  65. Hendrik

    Nanu ? Konzerne sind moralisch verwerflich ? Das würde ich nicht ganz so eng sehen:

    Wirtschaft und die freie Marktwirtschaft erzeugen Fortschritt. Was würde die Menschheit ohne diese machen ? Ohne die Medikamente, die unsere Gesundheit erhalten, Autos, die uns unser Leben bequemer machen und Lebensmittelkonzerne, die uns ernähren ? Eine freie Wirtschaft muss existieren wenn es allen gut gehen soll. Der Welt ging es noch nie so gut wie gerade jetzt – das liegt u.a. an der Ökonomie. Natürlich im Einzelfall ist es bedenklich, was manche Unternehmen machen, dennoch man muss sich halt auch die positiven Seiten dieser angucken.

    Deswegen bin ich Optimist und investiere in Aktien. Ich halte das für moralisch für sehr legitim.

  66. Ruben

    Aus meiner Sicht generiert eine bestimmte Nachfrage ein bestimmtes Angebot. Ob ich nun als einzelner Aktionär die Aktie halte, ändert daran nichts.

    Ich finde es gut, das Tim hier keine Links zu P2P Anbietern aus dem Ostblock einstellt. Andere Blogger bewerben es, wollen aber selbst auch nicht viel darin investieren. Sie wissen warum.

    Der neueste Schrei laut manchen Blogs ist Immobilien Crowdinvesting mit Nachranganleihen. Beim letzten Wort läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter.

    Alles Gute,

    Ruben

  67. Micha

    @Ruben

    „Ich finde es gut, das Tim hier keine Links zu P2P Anbietern aus dem Ostblock einstellt. Andere Blogger bewerben es, wollen aber selbst auch nicht viel darin investieren. Sie wissen warum.“

    Du auch?

     

  68. Ruben

    @Micha: wieso bekommen die P2P Kreditnehmer keinen Kredit bei der Bank, wenn es ein so tolles Geschäft ist?

     

  69. Micha

    @Ruben

    Vielleicht haben sie es nicht versucht? Vielleicht ist es ihnen so lieber? Du weißt es doch im Einzelfall auch nicht. Weiter oben hatte ich ja ein paar Möglichkeiten aufgeschrieben. Das sind aber auch nur spekulative Gedanken. Und irgendwelche Blogger wissen das auch nicht. Und es gibt auch Blogger, die in Ostblock P2P investieren. Daraus kann man aber nun nichts ableiten.

  70. Érdna

    @André

    „Deshalb setze ich zum Beispiel lieber auf eine eigene Aktienauswahl. Macht zwar mehr arbeitet, aber ich entscheide welcher Konzern mein Geld bekommt.“

    Der Konzern bekommt nicht „dein“ Geld, es sei denn Du sprichst vom IPO oder einer Kapitalerhöhung.

  71. Ruben

    @Micha: wenn du dir wegen des hohen Risikos bewußt bist wie du oben schreibst, dann ist ja alles gut. Deshalb hast du P2P wahrscheinlich auch nur als Beimischung, wenn auch als etwas größere. Jeder, der diese Anlage für eine sichere Bank hält, würde ja nicht nur zu 100%, sondern sogar mit Kredithebel in diese Anlageform gehen. Ich weiß das es hierzu auch spezielle Foren gibt und dort gibt es sicher auch große Gewinner, noch mehr gilt das für Kryptowährungen. Manchmal werden die besonders Mutigen belohnt, ich gehöre nicht dazu. Letztes Jahr im April kurz vor dem großen Anstieg hatte ich überlegt einzusteigen, doch es war mir zu kompliziert und ein bisschen mulmig war mir auch zumute.

    Nicht nur bei den Kryptos, sondern vor allem bei Aktien kenne ich genauso das Gefühl etwas verpasst zu haben. Ich habe von Bekannten lange Jahre auch nur schlechte Beispiele in Aktien Investitionen mitbekommen und für meine Eltern sind Aktien und diese sogenannten „Hätschfongs“ auch nur Teufelszeug. Es hilft aber alles nichts, ich kann es jetzt nur besser machen. Andere erfahren das Aha-Erlebnis zu Aktien nie.

  72. Micha

    @Ruben

    Wir kennen ja den Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko. Dass 12 – 14% Rendite nicht sicher sein können ist ja logisch, ansonsten gäbe es vielleicht 0%.

    Ich bin in diesem Forum unterwegs: https://www.p2p-kredite.com/diskussion/

    Da sind wirklich kaum Dumpfbacken mit Hebeln und All-In unterwegs, es gibt dagegen viele, die entsprechende Tendenzen sofort verurteilen und auch auf Gefahren einiger Darlehensanbahner hinweisen.

    13% Anteil P2P am Gesamtvermögen mag viel klingen, aber es sind ja auch verschiedene Anbieter, Länder, Kreditarten, -laufzeiten, Zinsraten. Alles zu verlieren würde wohl bedeuten, dass die Schuldner kollektiv nicht mehr zahlen würden oder die Währung namens Euro für ungültig erklärt werden würde.

    Ich hatte ja geschrieben, dass ich einen kleinen und mit meinem Wissen umsetzbaren Turbo benötige, um etwas der nicht produktiv investiert gewesenen 11 Jahre aufzuholen. Das war ja kein Ratschlag für Andere. Aber pauschal diesen ganzen Geschäftszweig in die Schmuddelecke zu stellen, halte ich für unnötig. Man sollte halt überall vorsichtig sein und das Glück nicht überstrapazieren.

    Kryptozeugs interessiert mich auch nicht: Das ist reine Spekulation und mir technisch auch zu kompliziert.

    Habe gerade übrigens einen kleineren Betrag aus P2P abgezogen, da die Zinsen stark gefallen sind in den letzten Wochen und ich bei einigen Anbietern teilweise nur noch 10-11% Rendite bekommen kann und das Risiko dann auch nicht mehr in so hohem Maße eingehen möchte.

    Zudem habe ich spontan noch 3 bestehende Aktienpositionen ein klein wenig erhöht: SBUX, AYR, TJX.   🙂

  73. AlexanderG

    Lustig, dass du vom erben schreibst, und negativ über andere Assetklassen. In Deutschland ist es so, dass Aktien massiv besteuert werden bei Erbschaft / Schenkung und man nichts dagegen machen kann. Bei Immobilien kann man sehr schön über die vorweggenommene Erbfolge per Nießbrauch die Erbschaftsteuer senken bzw. komplett vermeiden. Eigenheim bis 200qm Wohnfläche ist frei, ebenso Unternehmen (ohne Verwaltungsvermögen!!)

    Ein Freund hat sich von seiner eigenen Tante adoptieren lassen, aufgrund der Erbschaftsteuer (die wäre sonst 50% gewesen!!!)

    Bei Aktien gibt es gar keine Begünstigung beim vererben. Leider. Sie werden zu 100% bewertet.

    Gold ist komplett anonym, der Staat kann es nicht erfassen/besteuern.

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