Reich durch die Börse: Die finanzielle Freiheit ist kein Hirngespinst

An der Börse kannst du ein erhebliches Vermögen aufbauen. Insbesondere in Deutschland ist aber die Skepsis groß.

Focus Online beschrieb gestern die “Finanzielle Freiheit” als “die große Lüge“. Es sei ein Hirngespinst. Klar ist es für die arme Bevölkerung nicht möglich. Das hat ja niemand behauptet. Vor allem für die Mittelschicht ist es möglich. Es ist möglich frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Die Leute suchen sich ihre Argumente immer zusammen. Dann wird das Leben “scheinbar” bequemer.

Dieser New Yorker lernte das Programmieren als er arbeitslos wurde

Gepostet von John Robert McCann am Mittwoch, 13. Mai 2020

Natürlich brauchst du die nötige Motivation und den Willen dazu. Nimm den New Yorker John Robert McCann. Vor der Pandemie hatte er an der Südspitze Manhattans in der Gastronomie als Chef für den Weinausschank gearbeitet. “Ich liebte mein einfaches Leben. Ich hatte klare Einsatzzeiten und verdiente gutes Geld.”

Das letzte Jahr war er wegen dem Lockdown arbeitslos. “Ich habe ein gutes halbes Jahr lang darauf gewartet, dass das Restaurant, in dem ich gearbeitet habe, wiedereröffnet wird.” Aber es blieb geschlossen.

In seiner Freizeit hat er die Programmierung gelernt. Nächste Woche beginnt er seinen ersten Job als Software-Ingenieur, und zwar Vollzeit. “Ich verdiene 25% mehr als in meinem Kellnerleben, habe weniger Stress und kann von zu Hause aus arbeiten.” John Robert McCann freut sich, dass er mehr Zeit hat, um sich um seine Hunde und Katzen zu kümmern.

“Ich bin einfach sehr stolz auf mich”, schreibt er auf Facebook. Er hat das Programmieren über die App Academy gelernt. Es ist eine Art Codier-Bootcamp. “Es war ziemlich heftig.” Er fing mit YouTube-Tutorials an. Und zwar mit “Programming with Mosh” und diesem Kurs hier. Ich glaube, er hat das Zeug, um finanziell frei zu werden.

Krankenpfleger Bronson Alan ist mit 27 finanziell frei: Er hatte Glück mit Tesla-Aktien, Kryptos und seinem Job

Gepostet von Bronson Alan am Sonntag, 28. Juli 2019

Bronson Alan ist ab heute mit 27 finanziell frei. Er hat den Job aufgegeben. “Ich habe 4 Jahre und eine Pandemie gebraucht, aber ich habe es geschafft”, teilt er auf Facebook mit.

Im Alter von 23 schloss er die Ausbildung als Krankenpfleger mit 20.000 Dollar Schulden ab. Er hat danach immer 50 bis 90 % seines Einkommens gespart. Er ist ein extrem eifriger Sparer. In Immobilien investierte er einen Großteil seines Geldes. Erst kaufte er ein Haus und hat es dann zügig wieder mit Gewinn veräußert. Es sprang hierbei ein Profit von 80.000 Dollar heraus.

Er kaufte einige Eigentumswohnungen im Anschluss, die er vermietet hat. Zudem hatte er mit Tesla-Aktien Glück, aus denen er rund 150.000 Dollar Profit zog.

Er hatte “Glück mit der Covid-Pflege”. Er verdiente 30.000 bis 40.0000 Dollar pro Monat in dieser schweren Zeit. Es war wohl eine Art Risikozuschlag. Niemand wollte den riskanten Job machen. Mit Kryptowährungen hat er ferner eine Rendite von 300 bis 600 % erzielt.

Jetzt muss er nur noch sein Vermögen verwalten, sagt er. Er kauft weiter Aktien und Immobilien. “Ich war von der finanziellen Freiheit besessen, seit ich meine Eltern nicht in den Ruhestand gehen sah. Ich habe ihnen geholfen, dass sie auch in den Ruhestand gehen konnten.”

Ein Essen kostete nicht mehr als 3 Dollar

Sein Trick: “Ich habe einen sehr frugalen Lebensstil. Am Anfang habe ich nicht mehr als 3 Dollar für eine Mahlzeit ausgeben. Ich habe viele Opfer erbracht und hart gearbeitet.”

“Ich habe 28 Tage von 28 Tagen gearbeitet und habe 12 Stunden Schichten in zwei Krankenhäusern gemacht. Ich habe 25 von 30 Tagen gearbeitet.”

“Ich bin perfekt glücklich. Ich kann von 40.000 Dollar pro Jahr leben.” Ein “Lohnsklave” will er nie mehr sein. “Geld ist ein Spiel, nimm die Zahlen unter die Lupe”, rät er.

Er hatte keine Erbschaft oder finanzielle Hilfe erhalten, betont er. Und er weist darauf hin, dass “der Handel mit Aktien hart und riskant ist”. Er zahlt für seine Krankenversicherung von Cigna 230 Dollar pro Monat.

“Deine 5 engsten Freunde bestimmen darüber, was du im Leben erreichen wirst”, schreibt er. “Wer du bist. Dein Mindest. Und sie entscheiden über deine finanzielle Freiheit.”

“Folge deinen eigenen Zielen und sei ehrgeizig. Vergleiche dich nicht mit anderen, es ist kein Wettbewerb. Geld ist ein Werkzeug, das dich nicht glücklich macht. Aber es macht dein Leben einfacher und weniger stressig, aber nicht glücklich.”

Von diesen Youtubern hat der 27-jährige viel gelernt

Von diesen YouTube-Kanälen hat er viel gelernt:

Graham Stephan,

Matt McKeever,

Ben Mallah,

Crazy 4 Cryptos,

Stock Moe,

Financial Education,

Dave Ramsey,

BiggerPockets,

Minority mindset,

Meet Kevin,

Mark Ferguson,

Solving the Money Problem.

“Ich habe verschiedene Taktiken von jedem Kanal gelernt. Ich folge Dave Ramsey offensichtlich nicht bis zum Abschlag, aber man kann von jeder Person etwas lernen. Überlege kritisch und finde heraus, was am besten für dich funktioniert.”

Ich habe gestern ein neues Live-Video gemacht. Zahllose Fragen der Zuschauer habe ich beantwortet. Ich sprach über Warren Buffett, Buy and Hold, finanzielle Freiheit, Kosten in New York usw.

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  1. 2 schöne Lebensgeschichten. Jede Krise kann auch Gelegenheiten beinhalten. Dein Video habe ich mir bereits gestern angesehen. 😉

  2. Aber es stimmt doch im Wesentlichen.
    Wer ist denn wie du: Allein, kinderlos und geizig.
    Gönnt sich nicht einmal als mehrfacher Millionär das, was sehr viele begehren.
    Als normaler Arbeiter oder Angestellter kannst du das vergessen, du musst gewillt sein mehr zu erreichen und eisern zu sparen.
    Das schaffen nicht nur die Wenigsten, viele wollen es auch nicht.
    Sie sind zufrieden mit sich und ihrem Leben, aber das scheint ja die Religion hier nicht zu akzeptieren – es gibt Andersdenkende! Ja!
    Und die sind sogar bisweilen glücklich!
    Alles ohne Sparquote und Aktien.
    Besitz belastet, je mehr du hast umso mehr musst du dich darum kümmern und es beschützen, vor Verlust und Schwund.
    Bist ständig renditeorientiert und verlernst das Leben als solches, das Miteinander, die Selbstfindung.
     

  3. @Sebastian
    Udemy.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Udemy
    Man kommt für sehr wenig Geld heute so viel Bildung, das Angebot ist grenzenlos, noch nie war es so einfach.
    Gibt auch Aktien in diesem Bereich, ein stark wachsender Markt:
    https://www.cnbc.com/2020/08/27/stock-market-today-chegg-other-online-learning-stocks-to-consider.html

    Wir haben noch mühsam 1000seitige Bücher durchgearbeitet nachts, im Videokurs geht es einfacher. Am besten sowieso learning by doing in diesem Bereich…
     

  4. Hier in der Schweiz sieht es vor allem so aus:
    Ist man kinderlos, am besten nicht verheiratet („Heiratsstrafe“-Steuern), hat einen normalen Lebensstil und einen ordentlichen Job, dann ist die erste Million nicht weit weg, ja sogar sehr einfach zu erreichen.
    Hat man allerdings Familie mit Kindern (Kitakosten 2500 pro Monat / keine Rabatte bei Krankenversicherungen / etc.) dann rückt das Ziel erste Million ganz schnell in weite Ferne…

  5. @ Kuli 

    Ich glaube, die meisten Menschen wären gerne Millionär. Es ist nichts wirklich Schlecht daran, vermögend zu sein.

    Und ferner glaube ich, dass die meisten Menschen gerne die Wahlmöglichkeit hätten, um früher in den Ruhestand gehen zu können.

  6. Ich finde, dass sich nicht alle die viel beschwörte finanzielle Freiheit leisten können. Was macht eine Friseur?! Bei dem geringen Gehalt kann man vielleicht als Single mit einer billigen Wohnung 50€ monatlich beiseite legen. Aber sobald Familie mit Kindern und eine größere Wohnung dazu kommt, wird es schwerer. Ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist. Ich will nur sagen, dass finanzielle Freiheit mit 50 Jahren nur besser verdienenden möglich ist, aber leider noch lange nicht allen.
    Denn bloß mit dem Verzicht auf Markenklamotten oder der Verzicht auf Essen gehen, wird noch lange nicht jeder finanziell frei. Außerdem ist der Verzicht in jungen Jahren, wie es Frugalisten gerne machen, nicht jedermanns Sache. Denn wie soll zwischen 16 und 30 Jahren das Leben genießen, wenn man alles fürs Später spart. Mit 50 kann ich vieles nicht mehr machen, was einem in jungen Jahren viel Spaß gemacht hätte. Verzicht ja, aber nicht um jeden Preis.
    Wir leben im hier und jetzt. Und keiner weiß wie alt man wird. 

  7. Wie der Zufall will, habe ich den Artikel auch gelesen und freue mich, dass du düsen direkt ansprichst. Das man als Geringverdiener keine großen Sprünge schafft, stimmt in jedem Fall. Sofern kein zufälliger Glückgriff dabei sein sollte, scheint es unmöglich. Was allerdings nicht unmöglich ist, ist sich zu verbessern, mehr zu engagieren, Möglichkeiten anzunehmen und die Herausforderung zu suchen. Es gab mal Zeiten, in denen ich nichtmal 1000€ Nettogehalt bekam. Ich habe mich verändert und könnte, sofern ich Frugalist wäre aufhören zu arbeiten. Da ich allerdings zwei Kinder, eine Frau, ein Clownauto habe, werde ich noch 3,5 Jahre “müssen”. Gleichzeitig habe ich allerdings das Glück, dass ich meinen Hauptjob liebe und kann mir durchaus vorstellen auch noch länger zu arbeiten, solange mir die Arbeit Zufriedenheit, Glück und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Das viele keine Ambitionen, Ehrgeiz, Antrieb haben, um mehr Geld zu verdienen ist on Ordnung für mich. Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich habe neben meinem Hauptjob noch einen Minijob, Teilzeitjob und Nebengewerbe. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich sehe, das andere nicht so zurechtkommen  Hilfe biete ich gerne an, jedoch sibd wir da wieder beim Thema Motivation und zwingen kann man niemanden.
    Das “Andersdenkende” so sind ist in Ordnung. Ich Frage mich nur, was die (du) hier auf dem Blog zu suchen haben. Da gibt es doch sicherlich auch entsprechende Foren, wenn man google durchsucht unter Begriffen wie : “Altersarmut leicht gemacht”, “wie Sorge ich dafür, dass ich meinen Kindern finanziell zur Last falle” oder “Hilfe, ich möchte mehr Geld ausgeben, als ich habe, kann ich meinen Dispo erhöhen”
    Jeder hat andere Ziele im Leben und ich denke, dass der Blog hier sehr speziell für diejenigen ist, die alte Strukturen und mentale Fesseln aufbrechen und jeder für sich ein wenig Input und Motivation abholt. Du gehörst hier nicht her und kannst dir deine Kommentare sicherlich sparen, weil es nicht dein Blog ist. Suche bitte in deinem Bereich oder informiere dich hier und nimm Denkanstöße mit. Hier wird langfristig agiert und nicjt von Gehalt zu Gehalt gelebt.

  8. 30 – 40 k Covid-Zuschläge pro Monat und bei uns haben nicht mal alle Pfleger die max. 1,5k steuerfreien Corona Zuschläge bekommen, welche sich aber einige andere Branchen etc. pp. gegönnt haben?

    Klingt fast nach T-Virus-Intensiv-Behandlungszuschlägen bei Resident Evil… 

    Irgendwie schon wie Hohn gegenüber vielen Intensivpflegekräften, welche die Menschen versuchen am Leben zu halten und den Monatszuschlag als ca. Jahresverdienst bekommen…

    Klingt irgendwie unglaublich die Geschichte.

  9. Du sprichst es aus. Und bei dem Jahresverdienst D = Monatszuschlag USA (sofern echt / real … ?) sind wir in D schon im Brutto-Bereich.

    Wenns gut läuft in gut tarifierten(!) Kliniken kommt man auf 27-29k netto im Jahr, aber dann muss es mit allen Popel-Mini-Zulagen schon ganz genau klappen…. In der Regel eher so 25-27k netto pro Jahr. Steuerklasse 4 oder vor ein paar Jahren auch noch als Single vor den letzten Tariferhöhungen.

    Infektionszulage von ein paar Euro: Fehlanzeige.
    Corona-Prämie für einen Großteil der Intensivkräfte mit nicht wenigen Covid-Patienten: Fehlanzeige
    Selbst manche niedrige 2stellige Brutto-Zulage muss man sich über Monate “erstreiten”.

    Nennt sich dann Wertschätzung… 🙂

    Einerseits ein System Problem aber auch noch genug die es mit sich machen lassen – trotz Unzufriedenheit und Arbeitsqualitätseinbußen für jede/n Beteiligte/n – und nun kollabieren oder auch am Ende sind. Bald werden es noch weniger sein. Traurig, aber verständlich. Wer kann nimmt jeden Strohalm an Ausweg den es gibt. Aber je nach Lebensalter, Immobilienkreditvertrag mit nötigem unbefristetem Arbeitsvertag oder Fähigkeiten, gibt es nicht so viele Alternativen ausser vom Regen in die Traufe oder von Klinik A nach Klinik B.

  10. USA Land der Gegensätze.
    Auf der einen Seite werden Krankenpfleger arbeitslos, weil OPs verschoben werden und es keine Arbeit gibt. Auf der anderen Seite werden solche Gehälter gezahlt.
    Auf jeden Fall besser als klatschen…

  11. @Dennis
    Kita Kosten in der Schweiz sind tatsächlich viel zu hoch. Das hat unter anderem damit zu tun, dass der Staat überzogene Vorgaben macht an die Kitas. Eine Kita in der Schweiz die einen Mittagstisch anbietet muss eine Gastroküche einbauen! Eine Kita in der Schweiz muss getrennte Toiletten für Männer und Frauen anbieten. In Gewissen Kantonen werden Betreuungsschlüssel gesetzlich vorgeschrieben. Solcher Mist verteuert die Kitas leider sehr.
     
    In der Schweiz gibt’s in der Pflege drei Stufen. Die früehere Krankenschwester heisst nun diplomierte Pflegefachfrau FH und verdient in der Schweitz direkt nach der Ausbildung schnell über dem Median von 6’000 im Monat brutto.
    Die mittlere Stufe nennt sich Fachangestellte Gesundheit FAGE und hat eine Berufslehre absolviert aber weniger Verantwortung und Kompetenzen als die Diplomierte. Auch hier werden bereits nach der Ausbildung gute Löhne bezahlt. 
    Die dritte Stufe ist die Pflegeassistentin hier ist keine Berufslehre nötig hier reicht ein Rotkreuzkurs der in wenigen Tagen absolviert ist. Sie verrichtet einfache Pflegearbeiten und verdient damit natürlich nicht alle Welt hat aber auch kaum Verantwortung.
     
    In der Pflege fallen neben dem Grundgehalt immer auch noch Zulagen an, diese werde von den Pflegenden immer gerne mal unter den Tisch gekehrt wenn’s darum geht wie mies die Löhne doch seien.
     
    @Paluma
    In der Schweiz kenne ich mehrere Pflegepersonen die nicht bereit waren sich für die Intensivpflege umschulen zu lassen und daher in die Kurzarbeit geschickt worden sind weil viele Operationen verschoben wurden und daher weniger Personal in den Kliniken benötigt wurden ausserhalb der Intensivstationen. Ich kenne aber auch zwei die sich haben umschulen lassen zu intensivpflege und Corona Patienten betreut haben, die erzählen sehr bedrückende Geschichten.
     
     

  12. @Berliner Weltenbummler
    Was genau kann man mit 50 Jahren nicht mehr machen?
    @Tim
    Und Du überschätzt die Einkommenslage in Deutschland – gerade was “Arbeit am Menschen” oder in sozialen Berufen angeht.

  13. “An der Börse kannst du ein erhebliches Vermögen aufbauen. Insbesondere in Deutschland ist aber die Skepsis groß.”

    Nicht ganz grundlos. Man macht es den Bürgern in D nicht gerade leicht. Neue Steuerphantasien um Anleger abzukassieren sind längst in der Pipeline. Natürlich bleibt investieren trotz allem richtig und sehr vernünftig. Reich oder finanziell frei werden die wenigsten aber damit, so realistisch sollte man sein. Nun fordert eine Initiative in Berlin einen Volksentscheid über die Enteignung von Deutsche Wohnen und Co.

    Ein Bündnis von Mieteraktivisten will per Volksentscheid den Berliner Senat dazu zwingen, Wohn-Unternehmen mit über 3000 Wohnungen zu enteignen. Die Aussichten sind offensichtlich gar nicht so schlecht. Wenn das Schule macht sieht es übel aus in D für Eigentümer und Investoren. Da schellen bei mir durchaus die Alarmglocken!

    “Und Du überschätzt die Einkommenslage in Deutschland – gerade was “Arbeit am Menschen” oder in sozialen Berufen angeht.”

    So ist es. Im übrigen sind auch im IT-Bereich die Gehälter im Durchschnitt in etlichen Bereichen nicht so superdolle wenn ich mir das genauer anschaue:

    https://www.compensation-partner.de/de/news-und-presse/it-studie-2020-pressemitteilung
     
     

  14. @Daniel
    Machen kann man da durchaus noch einiges.
    Doch im Alter von 20-30 als Backpacker durch die Länder reisen, in billigen Hostels abhängen, mit vielen gleichaltrigen Feiern gehen, die Nächte durchmachen in Clubs oder WG Partys, die erste eigene Wohnung oder Zimmer genießen. Natürlich kann man das auch noch mit 50 machen, doch ich behaupte mal, dass viele dazu keine Lust mehr haben und es auch weniger gleichaltrige gibt, die es auch so machen würden. Oder aufgrund der familiären Lage nicht mehr möglich ist, da du für deine Kinder da sein willst. Jeder ist da anders, doch aufgrund von “Geiz”, damit man mit 50 oder 60 finanziell frei ist, auf die Jugend mit all ihren Möglichkeiten zu “verzichten”, wäre nicht meins.
     
    Ich selbst habe schon immer Geld gespart, doch wenn es um das Verreisen mit Freunden, das Party Wochenende oder meine Weltreise ging, habe ich nicht auf den letzten Euro geachtet. Denn ich habe zu diesem Zeitpunkt gelebt. Natürlich habe ich nach günstigen Flügen oder Unterkünften gesucht, doch wenn an Ort X nichts für zum Beispiel unter 100€ die Nacht zu haben war, ich da aber hin wollte, dann habe ich es trotzdem gemacht.
    Die Jugend gibt einem mit 60 Jahren und mehreren Millionen auf dem Konto leider keiner zurück.
     
    Ich habe mit 30 dann wieder angefangen Vermögen aufzubauen. Doch jemand der nicht viel verdient, kann diese finanzielle Freiheit mit einem ETF Sparplan leider nicht erreichen. Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass ich das niemandem raten würde. Ganz im Gegenteil. Doch man soll nicht davon ausgehen, dass man mit 50-100€ monatlich nach 30 Jahren nicht mehr arbeiten muss und davon dann leben kann. Da muss man leider realistisch bleiben. Man hat sich damit ein nettes finanzielles Polster geschaffen. Mehr aber auch nicht.
    Um finanzielle frei zu werden, benötigt man beim Buy and Hold einen Glücksgriff oder man kann jeden Monat mehrere hundert Euro zum ETF sparen investieren.
    Aber Ausnahmen gibt es immer, doch man sollte diese am Ende nicht so darstellen, dass es selbst auch jeder Hartz 4 Empfänger schafft finanziell frei sein zu können. 

  15. So ist es. Im übrigen sind auch im IT-Bereich die Gehälter im Durchschnitt in etlichen Bereichen nicht so superdolle wenn ich mir das genauer anschaue:
    @Ralf
    Daher kommen wohl soviele Deutsche in die Schweiz um hier zu arbeiten entweder als Grenzgänger (billig wohnen in DE aber guter Lohn in der Schweiz) oder sie ziehen gleich direkt in die Schweiz um hier zu leben. Das Steuerklima ist hier bedeutend milder und die Gehälter doch deutlich höher. 

    Natürlich kann nicht jeder FU erreichen wobei sich die Frage stellt ob das auch wirklich jeder möchte. Ich strebe FU nicht an ich baue weiterhin Vermögen auf um im Alter gut zu leben. Ich habe im letzten Jahr auf 80% also Viertagewoche reduziert um mich einen Tag um unseren Sohn zu kümmern. Diese Zeit werde ich nie wieder haben also will ich sie jetzt geniessen.

  16. Wieder lohnt sich die Buy and Hold Strategie nicht. Krankenpfleger hat alles richtig gemacht. Schnell mit Immobilien und Aktien handeln und reich gemacht. Turbo reich. 
    Ja, der Tim sagte einmal, mit Buy and Hold kann reich machen, aber nur sehr langsam und stetig. Ja langsam. Wer will denn jahrzehntelang warten, man bis viel Geld auf dem Konto hat. Anscheinend postet er immer, mit schnellen Geld. Passt irgendwie hier nicht. Ich denke, es lohnt sich nicht hier zu lesen, wenn man vernünftig am Kapitalmarkt langsam und stetig gutes Geld verdienen möchte.

  17. @aei.org
    Interessanter Link. Der freie Markt USA: Price gouging.
    Wer in der Pandemie den Preis…

    seines hand sanatizers um 30% erhöht bekommt eine Anzeige & Strafe.
    seiner Pflegertätigkeit um 500% erhöht bekommt Beifall.

     
    @mit 27 finanziell frei… mit Tesla-Aktien, Kryptos und seinem Job 10k pM
    Irgendwie fühle ich mich als wäre ich im falschen Webforum. AMG Bruder!

  18. @Nico: Wird in der Schweiz auch so viel fabuliert über mögliche Enteignungen wie in Berlin?

    “Er hatte “Glück mit der Covid-Pflege”. Er verdiente 30.000 bis 40.0000 Dollar pro Monat in dieser schweren Zeit. Es war wohl eine Art Risikozuschlag.”

    Wo in D gibt es solche Jobs? Sorry, ich halte das echt für etwas fragwürdig….

  19. Wird in der Schweiz auch so viel fabuliert über mögliche Enteignungen wie in Berlin?
    @Ralf
    Nein in der Schweiz spricht ausser ein par linksextremer Chaoten niemand von Enteignung warum auch? Eigentumsgarantie ist eine der Grundlagen jeder westlichen Demokratie.
    Enteignung gibt’s in der Schweiz nur in Ausnahmefällen ich habe beim Bau von Autobahnen schon von Enteignungen gehört wobei hier die Enteigneten zu Marktpreisen (oder über Marktpreis) entschädigt wurden.
    Wer in die Schweiz kommt muss sich natürlich bewusst sein, dass bei uns die Wochenarbeitszeit nicht bei 35 Stunden sondern bei über 40 Stunden für ein Vollpensum liegt. In vielen Arbeitsverträgen stehen de gerne mal 43 bis 45 zu leistende Wochenstunden.

  20. @Nico Meier
    Ich kenne einen Bauern den hat man enteignet, weil eine Bahnlinie gebaut werden musste. Er hatte ein altes Gehöft, dass fast auseinandergebrochen ist.
    Nun steht ein paar 100m an besserer, erhöhter Lage ein neuer Hof, der etwa 3x so gross ist wie der Alte, alles top modern 🙂
    Ich denke man entschädigt grosszügig. Sicher das ist jetzt ein Einzelbeispiel aber ich denke das gilt mehr oder weniger für alle Fälle.
    Kein vernünftiger Politiker auch von links wird von Enteignung reden ausser in Kampfesreden unter Gleichgesinnten, wenn dann wird man es als neue Steuern, Sondersteuern oder dergleichen taxieren.

  21. Das Thema Eigentum, Garantie des Eigentums und mögliche Enteignung ist im GG klar geregelt. Ein Blick kann lohnen.
     
    Hamburg regelt das unaufgeregter. Hier gibt es in vielen Stadtteilen ein Vorkaufsrecht für die Stadt und die wenigen verbliebenen Grundstücke werden an Investoren meist nur per Erbbaurecht vergeben. Am Ende ist es langfristiger aber effizienter als das Berliner Geschrei wobei der Immobilienmarkt dort auch gänzlich aus den Fugen gerät. Daran war/ist die Politik in der längeren Vergangenheit aber auch nicht unschuldig. Wenn ich als Kommune Daseinsvorsorge betreiben will mit bestimmten Maßstäben, dann muss ich es selbst tun, sonst gebe ich das Ruder aus der Hand. Das gilt für Krankenhäuser genauso wie für sozialen Wohnraum oder die Energienetze.

  22. Ich bewundere Tim, das er hier die Hater nicht sperrt und sogar mit Ihnen versucht sachlich umzugehen.
    Jeder kann finanziell frei werden, wenn der Wille vorhanden ist, nichts anderes ist die Botschaft.
    Jammern und externe Gründe suchen hat noch nie jemanden genützt und finanziell unabhängig gemacht. Und streng genommen ist jeder Hartz4 Empfänger finanziell frei, er hat bis zu seinem Lebensende alle existentiellen Bedürfnisse abgedeckt.
    Mit Zockei an der Börse kann nicht jeder reich werden, aber mit dem Weg, den Tim hier vorgibt, kann es jeder. 50 Prozent vom Einkommen sparen, in einen world etf stecken und nach weniger als 20 Jahren ist die finanzielle Freiheit da. Wer nur 25 Euro im Monat sparen kann, sollte seine Kosten und Einnahmen neu aufstellen, anstatt zu jammern oder Ausreden zu suchen.

  23. @ Pat: Die Erfolgsgeschichten bleiben hängen, ist normal. Die Verlierer melden sich nicht. In Jungen Jahren kann man sicherlich mehr riskieren, es kann noch aufgeholt werden. Fokussiert und zielstrebig vorgehen, ob jetzt Immo, Aktien , Bitcoin überall sind Chancen.

  24. Jetzt muss ich meinen Senf auch noch dazu geben, ich habe den Lohn des Krankenpflegers in den USA geglaubt, wer von Euch möchte das denn machen? 
     
    28 Tage von 28 gearbeitet, oder 25 von 30 Tagen gearbeitet, 12h Schichten wohlgemerkt! 
    Für kein Geld der Welt hätte ich das tun mögen, auch nicht als ich jünger war. Das ist fahrlässig und kein Patient dieser Welt hat so eine Pflegekraft verdient, aber gut… meine Ansprüche sind vermutlich auch hoch. 
     
    Der Markt für Intensivpflegekräfte war schon immer knapp, jetzt ist er ausgetrocknet, und zwar völlig. Bei uns hat jetzt Jemand gekündigt der nun zu einer Zeitarbeitsfirma geht und da wesentlich mehr verdient, er hat seine Familie in D, viele sind krank und nicht nur 2-3 Tage, sondern wochenlang.
    Es wird gemunkelt, ich weiss es tatsächlich nicht, dass man pro Nacht bei einer Zeitarbeitsfirma 500 CHF bekommt, hier dauert eine Nacht aber nur 9 Stunden! Wären 10’000 CHF bei 20 Nächten, die Spitäler sind auf die Intensivpflegekräfte angewiesen, sonst können sie nicht operieren, die zahlen um den Laden aufrecht zu erhalten.
    Der Chefarzt, mit dem ich es gut konnte, hat mich gebeten noch 2-3 Monate länger zu arbeiten, ich habe nein gesagt, es tat mir leid ihm absagen zu müssen, ich mag jetzt auch nicht mehr, trotz gutem Gehalt und guten Sozialbedingungen, 
    ich hatte einen guten Lohn, mit Zulagen im Februar knapp 9450 CHF brutto, davon gehen Sozialabzüge ab und Steuern und KK,  jetzt muss ich kleinere Brötchen backen, ist aber o.k. Wir haben 1000 Franken Corona-Bonus einmalig bekommen, Kanton Luzern nur 150… lächerlich….
     
    @Nico Meier,
    Du kannst nicht einfach einmal eine Krankenschwester zur Intensivpflegeschwester ausbilden, das ist eine 2jährige Ausbildung (Praxis und Studium) wir haben hier aus anderen Kliniken junge Mädel bekommen die uns zugedient haben, die waren die Allerbesten, wir hätten die Alle mit Kusshand fest genommen, es gefällt ihnen sehr gut bei uns, bleiben wollen sie aber nicht.
    Wir haben auch junge Temporärkräfte gehabt, echt fähige Leute, die wollen weg von der Intensivpflege und sind am Sondieren was sie nun machen möchten, Alles… aber keine Intensivpflege mehr, so sieht es aus, es ist kein Zuckerjöbli… ich habe es dennoch geliebt.
     
     
     
     
     

  25. @ Fit und Gesund: Finde ich völlig korrekt in der Schweiz, das fehlt in Deutschland. Hier wird auch damit kokettiert das man als fähiger IT-Spezialist, IB-Banker, Anwalt, Ingenieur etc. viel verdienen muss. Warum nicht auch Knappheitspreise bei Intensivpflegern etc. zahlen? 

    Da kommt immer das soziale Argument, oh es geht doch um Menschen. Egal, bezahlt die Leute anständig. Vom Klatschen kann man sich nichts kaufen.

  26. @Pat
    Sehe ich das leider auch so…
    Buy + Hold
    aber
    ständig lese ich hier von irgendwelchen amerikanischen Zocker, die mit TESLA / Bitcoin mit 25 Jahren innerhalb von 2 Jahren ein Vermögen gemacht haben und jetzt finanziell unabhängig sind.
     
     

  27. “28 Tage von 28 gearbeitet, oder 25 von 30 Tagen gearbeitet, 12h Schichten wohlgemerkt! “

    Selbst dann halte ich es für einen extremen Einzelfall oder zumindest fragwürdig. Davon abgesehen, dass irgendwann auch die Aufmerksamkeit beim fittesten Pfleger nachlässt und die Fehlerquote massiv steigt. So was sollte es einfach nicht geben.

    @Enteignung: Wie will das klamme Berlin im Fall des Falles die Milliarden für die Entschädigungszahlungen überhaupt aufbringen?

  28. Du kannst nicht einfach einmal eine Krankenschwester zur Intensivpflegeschwester ausbilden,
    @Fit und Gesund
    Wie tief diese Schnellbleiche gegangen ist vermag ich nicht zu beurteilen, da ich nicht in dieser Branche arbeite. Ich kenne aber zwei Personen, die diese “Fortbildung” gemacht haben und danach in der Intensivpflege eingesetzt worden sind. Ich gehe davon aus, dass auch in der Intensivpflege Arbeiten anfallen für die man keine zwei Jahre Weiterbildung benötigt.
    Fit und Gesund du hast deinen Lohn von 9’450 brutto genannt inklusive Zulagen. Dieser Lohn ist nicht schlecht wenn der Median bei 6’000 brutto liegt.  Nicht falsch verstehen ich gönne jedem ein gutes Gehalt aber gerade in der Pflege wird viel gejammert auf sehr hohem Niveau.
    Was sagst du einer Coiffeuse (Friseuse) die auch ihre 42 Stunden pro Woche arbeitet aber sich mit 3’300 brutto im Monat begnügen muss?

    @Bruno
    Ich denke es hat niemand etwas gegen die Enteignung von Landwirtschaftsland wenn eine Autobahn oder eine Bahnlinie gebaut werden muss. Aber wenn enteignet wird so sollen die Eigentümer auch anständig bezahlt werden. In meiner Familie gabs eine Geschichte von einer Autobahn die hätte gebaut werden sollen. Der Bauer verkaufte sein Landwirtschaftsland zu einem guten Preis um die Autobahn zu ermöglichen sicherte sich jedoch ein Vorkaufsrecht falls die Autobahn nicht kommen würde oder man nicht alles Land benötigen würde. Die Autobahn wurde nicht gebaut und der Bauer kaufte das komplette Land zu etwa der Hälfte des Kaufpreises zurück. Weil das Land nachwiefor Landwirtschaftsland war und niemand bereit war mehr als den Marktwert dafür zu zahlen.
     

  29. @Nico Meier,
    so ist es, wir hatten auch Krankenschwestern die uns einfach zugedient haben oder bei der Körperpflege geholfen haben. 
    Meine Ausbildungszeit dauerte 5 Jahre, bis Du heute Intensivpflegeschwester bist dauert es aber 6-7 Jahre, da finde ich gehört auch ein anständiger Lohn her und die Lohnzulagen für Spät/Nachtdienst und Wochenende und Feiertage sind doch wohl gerechtfertigt, oder? Mein Lohn war ausserdem nicht der Lohn einer Berufsanfängerin, wobei sie bei uns ziemlich schnell die Löhne nach oben angepasst haben.
    Die Löhne sind auch unterschiedlich von Kanton zu Kanton, ZH zahlt einen Tausender mehr, die Wohnungen dort unbezahlbar, oder aber man pendelt.
    Ich habe nicht wegen meinem Lohn gejammert, guter Lohn für gute Arbeit, die Wochenarbeitsstunden sind in der CH höher, die Ferientage weniger, D und CH kann man nicht vergleichen. 
    Die Deutschen verlieren gutes Personal an die CH, so dumm….aber für Frau Merkel und Co wird es ja immer ein schönes Intensivplätzchen geben. 
    So, jetzt muss ich gleich mal meine neue Freiheit geniessen, herrlich!

    Coiffeuse:
    eigener Salon, oder Beruf wechseln, für 3300 würde ich das nicht machen, Aldi zahlt besser.
     

  30. @Tim

    Es kann schon möglich sein, dass das Ami-System so neurotisch ist.

    Es überrascht mich nur tatsächlich noch wie groß die Diskrepanzen sind…

    Die Afro-Amerikaner sterben dann eher zu Hause, weil sie sich das nicht leisten können (Reportagen über NY) und andererseits wird jemand gefeiert und bejubelt, wo von solchen, für viele unbezahlbaren Behandlungen, profitiert…
    Verschuldung vs. medizinischer Versorgung…

     
    “Vor allem für die Mittelschicht ist es möglich. (Finanzielle Freiheit)”…

    Die Mittelschicht versucht überwiegend Mittelschicht bleiben zu können, halte ich mit der Bezeichnung “vor allem” für deutlich wahrscheinlicher und realitätsnaher.

    Ausnahmefälle als neues “Normal” zu deklarieren ist etwas zu vereinfachend.

  31. Die bröckelnde amerikanische Mittelschicht ist doch ein Riesen-Thema für die Gesellschaft und deutlich bedeutender als Frührentner zu feiern…

  32. @42sucht21
    Danke, meine Kollegen haben mich reich beschenkt, unter Anderem mehrere Bücher, die Auswahl reicht von Terry Pratchett (kenn ich nicht) über Hesse und Yuval Harari, Simons Cat… etc…
    es ist herrlich sich einfach in eine Ecke setzen zu können und ungeniert so lange zu Lesen wie man mag, kein schlechtes Gewissen was man noch Alles tun und erledigen sollte.
    Nur meine Apps geben jetzt ein wenig neue, selber gesteckte Ziele vor:
    Laufen am Tag: 1 Stunde
    Essen: von 10:00 bis 18:00
    Schlafen : von 22:30 bis 7:30 
    muss sich noch ein wenig einspielen das Ganze, noch kein Meister vom Himmel gefallen.

  33. @Fit und Gesund
    Auch ich gratuliere dir zum neuen Lebensabschnitt hoffe dich ab und zu hier zu lesen.
    Natürlich sind Zulagen gerechtfertigt wobei diese Coiffeusen auch Samstags arbeiten und auch am Abend gerne mal länger aber Zulagen gibt’s da leider keine.
     
    Die Mittelschicht versucht überwiegend Mittelschicht bleiben zu können, halte ich mit der Bezeichnung “vor allem” für deutlich wahrscheinlicher und realitätsnaher.
    @Sparta
    Wobei sich hier wieder die frage stellt wie ich die Mittelschicht definiere. In den 1950er Jahren war ein schwarz-weiss Fernseher in der Wohnstube oder ein eigenes Auto ein Luxus der sich nicht jeder leisten konnte. Heute trägt jeder einen Minicomputer mit sich herum der bedeutend mehr Rechenleistung hat als alle Computer mit denen die NASA 1969 auf dem Mond gelandet ist zusammen. Richtig ich spreche vom Smartphone das bei vielen kaum teuer genug sein kann. Selbst Menschen im Tieflohnbereich haben das Gefühl es gäbe ein Menschenrecht auf jährlich das neuste Iphone sowie alle zwei Jahre einen Neuwagen aus dem Mitteklassebereich. Leasing und Abzahlungskäufe machen es möglich und verbauen doch vielen jungen Menschen ihre Zukunft weil sie plötzlich in Schulden ertrinken!
     
    Das wichtigste was man seinen Kindern neben Respekt vor dem Leben beibringen kann ist der vernünftige Umgang mit Geld. Geld alleine macht nicht glücklich aber viele sind unglücklich weil Geldsorgen sie plagen.
     

  34. Wobei sich hier wieder die frage stellt wie ich die Mittelschicht definiere.
    Die Engländer würden jetzt fragen: upper middle class, middle class or lower middle class? Du musst da schon bissal präziser werden. (Nicht ganz ernst gemeint Nico ;))

  35. @ Fit und Gesund
     
    Herzliche Glückwünsche zum “Ruhestand”! Genieße die freie Zeit. Mit guter Lektüre (ist das Homo Deus von Harari? Super!), deinen Katzen und der Natur wird dir nicht langweilig werden. Wird sich wohl zunächst wie ein sehr langer Urlaub anfühlen.
     
    Dein Depot gibt dir dabei Rückenwind. Erlaube mir die Frage, welchen prozentualen Anteil haben denn deine Dividenden an den monatlichen zur Verfügung stehenden Mitteln? Verkaufen tust du ja wohl noch nicht. Hast du da schon Pläne? Sorry für meine Neugierde…..
     
    @ Reicht der Lohn oder nicht?
     
    Es ist eben eine fürchterlich subjektive Sache, der Vermögensaufbau. Meine Frau und ich arbeiten beide “am Menschen”, in sozialen Berufen. Ja, üppige Summen werden da nicht gezahlt. 4.000, 5.000, 6.000€ Netto, die hier immer mal herumgeistern, verdient man in anderen Berufen. Wir beschweren uns aber nicht (mehr Netto vom Brutto würde schon reichen 😉 ). Die unteren Einkommensgruppen rund um den Mindestlohn haben es viel schwerer.
     
    Trotz allem – und mit drei Kindern – sind wir in der Lage, gut 40% des Einkommens für den Vermögensaufbau zu investieren. Verzicht? Auch das wieder eine höchst subjektive Angelegenheit. Was kostet der Spaziergang zum Spielplatz? Was kostet die Partie Schach? Was kostet das Lesen in Büchern aus der Bibliothek? Was kostet das Toben mit der Hündin im Garten? Was kostet die Kuschel- und Snackrunde am Wochenende bei der Disney-Serie?
     
    Hier darf ganz individuell nach eigenen Vorlieben ergänzt werden. Und die eigenen Vorlieben und Maßstäbe, wie das gute Leben auszusehen hat, sind eben höchst subjektiv. Muss es immer heftig ins Geld gehen? Ich denke nicht.
     
     

  36. @FuG
    Laufen am Tag: 1 StundeEssen: von 10:00 bis 18:00Schlafen : von 22:30 bis 7:30
     
    Hört sich sehr gesund an!
    Natürlich von mir auch alles gute und hoffe hier weiter deine Beiträge lesen zu können. Deine Lebenserfahrung und gern auch kritisch hinterfragende Texte sind sehr bereichernd! 
     
    @Dividenden in der Rente 
    Wäre für mich auch interessant, wie du da vorgehen möchtest, natürlich wenn du darüber schreiben magst. 
    -M

  37. @Nico Meier und Freelancer Sebastian,
    Danke auch an Euch, 
    das Buch nennt sich “Eine kurze Geschichte der Menschheit”, hab das erste Kapitel gelesen und für gut gefunden, von dem Autor möchte ich ja noch mehr lesen.
    Verkaufen tue ich meine Aktien sicher nicht, ich werde dieses und nächstes Jahr voraussichtlich auch noch die Dividenden re-investieren, danach entnehme ich von den Dividenden das was ich mag, ich bekomme eine schöne Rente und kann mir von den Dividenden dann mal was Schönes kaufen oder so, ich bin ja eher der sparsame genügsame Typ, aber Geizen liegt mir auch nicht, 
    grossartig Rechnen werd ich wohl nicht müssen, das Ganze Gequake um wer wieder den Index geschlagen hat geht sowieso an mir vorbei, ich bin sehr zufrieden wie es ist. 
    Mein letzter Aktienkauf war eine einsame Belimo, an der freu ich mich wie Andere eben an irgendwas Anderem, ich lasse Andere Ihr Ding aber auch machen, muss Jeder selber wissen was er macht. Ich gönne Jedem seinen Erfolg mit Bitcoin, hab selber Keine, bin ein klitzekleinwenig neidisch aber ich möchte es ruhig haben.
     
    und Nico, nein, die 33oo CHF für die Coiffeuse finde ich nicht fair, wiegesagt der Aldi zahlt Grundlohn glaub 4400 CHF, da wäre ich mir dann auch nicht zu fein für, 1100 CHF haben oder nicht haben ist ein Unterschied. Und ob die Coiffeuse sich nicht auch mal ab und an was nebenbei verdient? 

    @Ralf @M
    Danke auch an Euch, Gesundheit das wird das Wichtigste werden, das sehe ich auch so.

  38. @Nico
    Bzgl. Veränderung der Mittelschicht (Amerika, etc. pp.) gibt es genügend Untersuchungen und links im Netz.
    Ein stagnierendes oder fallendes Realeinkommen von größeren Teilen der Bevölkerung einer Industrienation über 2, 3 Dekaden ist ein Faktor einer solchen Entwicklung. 

  39. @ Sparta
     
    Ein stagnierendes oder fallendes Realeinkommen von größeren Teilen der Bevölkerung einer Industrienation über 2, 3 Dekaden ist ein Faktor einer solchen Entwicklung.
     
    Dazu ein interessanter – von mir zuvor gar nicht wahrgenommer – Fakt aus Pinkers Buch: Diese Aussage bezieht sich immer auf eine bestimmte – theoretische – Person. Es klingt aber so, als würden Millionen Menschen real immer weniger verdienen. Das ist falsch.
     
    Echte Menschen gehen einen Lebensweg, der sie in der Regel beruflich und vor allem einkommenstechnisch nach oben bringt.
     
    Das mit den Realeinkommen mag stimmen für eine theoretische Persons eines ganz bestimmten (festen) Alters. Der 20-jährige Dachdecker 1990 und 2020. In der Realität steigern aber echte Menschen ihr Realeinkommen im laufe des Lebens. Nicht alle – mag sein – aber doch die überwiegende Mehrheit.
     
    Kurz und gut: Die meisten Menschen haben stetig mehr Realeinkommen zur Verfügung. Das ist Fakt. Dass große Teile der Bevölkerung real stetig weniger verdienen ist dagegen falsch.
     
    Zudem ist nicht nur die Summe entscheidend, sondern wie lange ich für bestimmte Güter und Dienstleistungen arbeiten muss. Auch hier geht es uns besser und besser.
     
     
     

  40. @Nun fordert eine Initiative in Berlin einen Volksentscheid über die Enteignung…

    Da sind sie in Spanien schon einen Schritt weiter.

    “Bereits vor einem Jahr hat beispielsweise Katalonien ein Gesetz für die verpflichtende Nutzung leerstehender Wohnungen als Sozialwohnungen verabschiedet, wenn diese ohne triftigen Grund für mehr als zwei Jahre leer stehen.”

    “Wegen des Mangels an Sozialwohnraum …, hatte die balearische Regierung Banken und Fonds bereits mit Enteignungen leer stehender Wohnungen gedroht. Am Dienstag …. 56 solcher Wohnungen auf Mallorca, Menorca und Ibiza werden für sieben Jahre an sozial Schwache vermietet. Als Entschädigung erhalten die Eigentümer 391 Euro im Monat, das sind 233 Euro weniger als der durchschnittliche Mietpreis”
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/wohnrecht-mangel-an-sozialwohnungen-balearen-enteignen-besitzer-von-56-wohnungen/26968524.html

  41. Ich finde es amüsant, dass sehr oft über die grundsätzliche Frage, ob man finanziell frei werden kann, diskutiert wird. 
    Im Grunde genommen ist das doch ganz einfache Primarschul-Mathematik.
    Je mehr man verdient, desto schneller wird man finanziell frei.Je weniger man ausgibt, desto schneller wird man finanziell frei. 
    Und dann rechnet man sich das für absolute Werte aus und weiss ganz schnell, ob das bei einem klappen kann oder nicht.
    Wenn man 1000 pro Monat verdient, dann kann man an jedem Rappen sparen und man wird einfach rein rechnerisch erst viel später (wenn überhaupt) finanziell frei (ausser man hat einen absoluten Glücksgriff bei den Aktien, Cryptos, etc.) 
    Wenn man 10.000 pro Monat verdient, dann könnte man auch 5000 jeden Monat verblasen für Unfug und wäre dennoch viel besser dran als jemand der 2500 verdient und 2000 spart – ist doch ganz klar oder nicht? :)Da kann der 2500-Kollege auch an jedem Kaffee sparen, er hat keine Chance gegen den 10.000-Kollege, der 5000 zum Fenster hinauswirft aber eisern 5000 pro Monat investiert.
    Daher sollte man immer beide Aspekte betrachten: Ausgaben herunter (da ist die Frage, wie viel ist man bereit zu opfern – Tim zB war bereit SEHR viel zu opfern (keine Kinder, Familie, etc)) und auch Einkommen erhöhen! Es ist sehr bemerkenswert wenn jemand von 200 EUR pro Monat in Berlin lebt, aber wenn er nur 1500 verdient, hat er keine Chancen gegen seinen Kollegen der in Zürich oder NY 10.000 verdient und 8000 spart!
     
     

  42. An Fit und Gesund: Ich freue mich total für dich. Das hast du dir nach einem harten Berufsleben mit wechselnden Schichten redlich verdient. 🙂

  43. Bzgl. Veränderung der Mittelschicht (Amerika, etc. pp.) gibt es genügend Untersuchungen und links im Netz.Ein stagnierendes oder fallendes Realeinkommen von größeren Teilen der Bevölkerung einer Industrienation über 2, 3 Dekaden ist ein Faktor einer solchen Entwicklung. 
    @Sparta
    Es werden hier häufig Äpfel mit Birnen verglichen. Wenn ich die Lebensrealität der “Mittelschicht vor 200 oder 300 Jahren mit heute vergleiche so stelle ich fest, dass die Mittelschicht von damals in bitterer Armut gelebt hat. Es gab Hungersnöte in vielen Regionen weswegen damals auch viele in die USA ausgewandert sind. 
    Ich bin ein Kind der 1980er Jahre damals fuhr kaum eine Familie einen Neuwagen mal abgesehen vom Hausarzt oder dem Bankdirektor der örtlichen Bank. In den 1980er Jahren gabs einen Farbfernseher in der Stube wo sich die Familie zusammen versammelt hat um am Abend einen Film zu schauen. Fernsehen unter dem Tag gabs damals nicht. Nach den Nachrichten um 0:00 verabschiedete sich der Nachrichtensprecher mit dem Worten “ich wünsche Ihnen eine gute Nacht” danach endete das TV Programm mit dem Testbild.
    In der heutigen Zeit fahren viele in der Mittelschicht geleaste Neuwagen, fahren jährlich in den Urlaub in die ganze Wel. Die Mittelschicht isst täglich Fleisch, etwas was noch vor 100 Jahren ein Privileg der Oberschicht war.
     
     
     

  44. Da kann der 2500-Kollege auch an jedem Kaffee sparen, er hat keine Chance gegen den 10.000-Kollege, der 5000 zum Fenster hinauswirft aber eisern 5000 pro Monat investiert.
     
    So ist es! Deshalb muss ich auch immer lachen, wenn auf Prozentsätzen rumgeritten wird, wenn es heißt, er spart 50% (mal als Beispiel) seines Einkommens. Zeig mir den, der von 1200,- EUR die Hälfte sparen kann. Bei 10.000,- EUR sieht die Welt schon ganz anders aus  😉
     

  45. Doch im Alter von 20-30 als Backpacker durch die Länder reisen, in billigen Hostels abhängen, mit vielen gleichaltrigen Feiern gehen, die Nächte durchmachen in Clubs oder WG P
     
    Das wollte ich weder mit 20-30, noch will ich es mit 50. Ich will auch nicht in der Weltgeschichte rumreisen. Ich bin vor niemanden auf der Flucht. Da investiere ich lieber in Aktien um es hinterher einfacher zu haben. Ich war mein ganzes Leben ehrgeizig, habe ein abgeschlossenes Ingenieurstudium und habe beruflich meinem Arbeitgeber viel gebracht. Aber meine Erfahrung ist: Einsatz lohnt sich beruflich nicht. Es wird nicht honoriert. Viele andere mit schlechterer Bildung und viel geringeren Fertig- und Fähigkeiten verdienen mehr. Meine Aktien bringen mir heute hingegen mehr Einkommen, als mein Arbeitslohn. Was sich in meinen Leben gelohnt hat, ist die Beschäftigung mit den Finanzen.

  46. @Dennis
    Dein Votum im Bezug auf Einkommen klingt logisch ist es aber nur bedingt. Das Sozialsystem sorg dafür, dass derjenige der 10’000 im Monat verdient bedeutend mehr Steuern bezahlen muss als derjenige der nur 4’000 im Monat verdient. Das wirst du schnell merken wenn es bei dir mal Lohnmässig stark vorwärts geht. Zwei drei Lohnerhöhungen und schon verdoppelt oder verdreifacht sich deine Steuerrechnung. Zusätzlich entsteht bei vielen eine Lifestyleinflation im neuen Job verdient man zwar mehr hat aber auch Kundenkontakt, da reichen dann die alten Jeans und das abgerissene T-shirt nicht mehr da müssen dann bessere Klamotten angeschafft werden. Da will man dann plötzlich eine grössere Wohnung oder meint man verdiene ein neues Auto.
    Dann irgendwann kommt die Familienplanung und man spricht ab wer sich wann wie um die kleinen kümmert und schon bricht 30% bis 50% des Familieneinkommens weg und zusätzlich sind Kosten zu stemmen die vor der Familie kein Thema waren wie Kinderbetreuung, Windeln, Kinderkleider usw.

  47. Kann jeder an der Börse reich werden? Natürlich nicht!
    Dafür müssen schon einige Faktoren gegeben sein, ich denke der wesentliche punkt ist der eigene Antrieb + einschätzen der eigenen Fähigkeiten + langfristige Planung.
    Es gibt viele Berufe da muss man nicht Mathematik studiert haben in denen wird es schwer “reich” zu werden. Was mir an dem Focus Artikel nicht gefällt ist diese Verallgemeinerung, am Ende ist jemand aus dem Niedriglohnsektor mit zusätzlichen 50.000,- (Kaffeegeld?) zum Renteneintritt auch schon in einem bestimmten Umfang “finanziell frei”. Vielleicht kauft er davon einen schönen Garten für den Ruhestand oder gönnt sich jedes Jahr ein paar Tage im Süden. Ich denke man nennt es bescheidenen Wohlstand.
    In der Mittelschicht ist es auch von vielen Faktoren abhängig die hier auch schon genannt wurden. Gerade die zwei Punkte Familie und Wohneigentum sind hier so glaube ich entscheidend und beeinflussen sich oft auch gegenseitig. Wer sich im Leben für Kinder entscheidet der nimmt schon eine große Hypothek auf, wer es sich leisten kann nimmt dann auch noch die Zweite in kauf. Die eigenen vier Wände. Beides ist nicht in Geld aufzuwiegen schmälert aber natürlich die Aussichten auf den ganz großen Jackpot.  
    Wer dann sein Konsumverhalten nicht im Griff hat, der hat seine Möglichkeiten eigentlich verspielt oder nicht mehr genug Zeit auf der Uhr. Gerade auch bei Familien ist die Verlockung groß zu den üblichen Verdächtigen wie Handy & Co auch noch das nächste Disney+ Abo abzuschließen oder den Kombi doch eine Nummer größer zu nehmen.  Auf den Artikel bezogen finde ich deshalb das Beispiel mit dem Kaffee völlig daneben.
    Am Ende sind wir alle erwachsen und die einen wachen früher auf, die anderen später und einige nie. Genauso haben wir alle andere Abstufungen der Sparsamkeit und des Investierens. Wichtig ist doch eigentlich nur das man verstanden hat, dass am Ende alle nur unser Bestes wollen. Wer das verstanden hat kann sich bewusst entscheiden welchen weg er geht.  Ich für meinen Teil brauche keine “totale” finanzielle Freiheit, ich möchte im Leben einfach nur Optionen haben. Am Ende kann man nur sagen:
    Abgerechnet wird am Schluss, dann zieht man einen Strich und blickt zurück. Wenn es dann für einen passt, alles richtig gemacht.
     
    Rich
     

  48. “Daher sollte man immer beide Aspekte betrachten: Ausgaben herunter (da ist die Frage, wie viel ist man bereit zu opfern – Tim zB war bereit SEHR viel zu opfern (keine Kinder, Familie, etc)) und auch Einkommen erhöhen!”

    Richtig. Und manches Opfer kann im Rückblick betrachtet auch sehr hoch sein.

    “Dann irgendwann kommt die Familienplanung und man spricht ab wer sich wann wie um die kleinen kümmert und schon bricht 30% bis 50% des Familieneinkommens weg und zusätzlich sind Kosten zu stemmen die vor der Familie kein Thema waren wie Kinderbetreuung, Windeln, Kinderkleider usw.”

    Das hat vor allem meine Frau beruflich längere Zeit stark aus der Bahn geworfen und uns finanziell durchaus stark belastet. Sollte man nicht unterschätzen.

    “Da will man dann plötzlich eine grössere Wohnung oder meint man verdiene ein neues Auto.”

    @Auto: Wann lohnt sich Auto-Leasing in D für private Haushalte? Unser alter Karren macht langsam schlapp und der Gebrauchtwagenmarkt ist teilweise recht leergefegt sowie teuer. Manche Leasing-Angebote sind schon sehr verlockend. Aber wo ist der Hacken dabei? Lidl wirbt z.B. mit einem Kia Stonic ab 135 € (inkl. Überführungskosten). Wer kennt sich da aus?

  49. Solche Zahlenvergleiche (2.500 € gegenüber 10.000 €) sind ganz nett, aber sie bringen einen im Leben nicht weiter, weil sie einen zu einer inneren Unzufriedenheit verleiten können. Es wird immer jemanden geben, der höhere Monatseinnahmen als man selbst vorweisen kann.

    Wichtig ist doch nur, dass man versucht das für sich Beste/Passendste aus seinen vorhandenen Möglichkeiten zu machen. Ich bin mit meinen Monatsnettoeinnahmen in Höhe von etwas mehr als 2.000 € zufrieden und gönne jedem anderen seine Mehreinnahmen. Ich verspüre nicht das Gefühl mit ihnen mithalten zu müssen.

  50. @Ralf: “Aber meine Erfahrung ist: Einsatz lohnt sich beruflich nicht. Es wird nicht honoriert. Viele andere mit schlechterer Bildung und viel geringeren Fertig- und Fähigkeiten verdienen mehr. Meine Aktien bringen mir heute hingegen mehr Einkommen, als mein Arbeitslohn. Was sich in meinen Leben gelohnt hat, ist die Beschäftigung mit den Finanzen.”

    Hallo zweiter Ralf. Interessant, sehe ich beruflich recht ähnlich. Kommt vermutlich auch stark auf die Branche mit an. Das Thema Finanzen wurde bei uns durch die Familienplanung stark limitiert. Nun wächst das Depot.

  51. @Nico 
    Ah, ich meinte die Nettobeträge nach Steuern (2500 vs. 10.000).
    Die Lifestyle-Inflation is ja genau dies, was man vermeidet, wenn man finanziell frei werden möchte. Nur weil man durch einen Jobwechsel statt 100k nun 140k Lohn hat, muss man ja nicht gleich ein Auto oder eine grössere Wohnung anschaffen. Man hat ja das Ziel X Vermögen bis Zeitpunkt X. 
    Daher meinte ich, man sollte einfach immer rechnen. Wenn man mit 25 das Ziel hat mit 40 1 Mio Franken auf der hohen Kante zu haben, und dementsprechend so kalkuliert als würden keine grossen Kosten dazu kommen, wie bspw. Familie, dann wird man das auch erreichen. Wenn man aber erst frugal lebt, dann doch eine Familie will, dann doch in eine grössere Wohnung zügelt, ist doch sicher, dass man das Ziel nicht erreicht. Wenn man Familie möchte, muss man dies in seine Kalkulation miteinberechnen und entsprechend ausrechnen, ob man dennoch finanziell frei werden kann. 
    In vielen Fällen wird es dann sein, dass man eigentlich gar nicht wirklich finanziell frei werden will, da zB anderen Dinge wie Kinder doch wichtiger sind und man auch nicht bereit ist zB in ein anderes Land zu gehen um mehr zu verdienen, etc. – fair enough, denn einen Familie kann die Lebenszufriedeneit sicherlich in vielen Fällen iV zu viel Geld auf dem Konto drastisch erhöhen.
    Zusammenfassend, was ich rüberbringen wollte, ist lediglich, dass am Ende ist das Ziel von finanzieller Freiheit einfach eine einfache Rechnung: Einnahmen / Ausgaben – über einen langen Zeitraum.
    Darauf zu vertrauen, dass man einen Glückgriffs landet (wie Tim mit Netflix oder Leute mit Bitcoin), würde ich nicht, denn das ist eben auch Glück und hat mit der durchschnittlichen Rendite die man an der Börse verdient nichts zu tun.

  52. @Free

    Bei Pinker würde ich zwischen weltweiten Reallohnanstieg (auch emerging-markets) und dem seit 2-3 Dekaden stagnierenden, rückläufigen Gehältern bei der einfachen Arbeiterklasse in Industrieländern differenzieren.
    Diese Problematik ist seit 20-30 Jahren denke ich relativ gut belegt.
    https://www.derstandard.de/story/2000118687185/rasanter-niedergang-der-amerikanischen-mittelschicht

    Auch das Delta zwischen stärker steigenden Kapitalrenditen als Lohnzuwächse in Kombi dass natürlich der 10 k-Jobber (keine Mittelschicht nur zur Feststellung im Von-Dünkel-Ego-Modus) natürlich ungleich stärker profitiert als jemand mit median-Lohn macht doch Tims Aussage dass es gerade für die Mittelschicht leichter ist fire zu erreichen… nicht wahrscheinlicher oder wahrer.

  53. @Sparta
    Einerseits. Aber andererseits muss man als Pflegekraft in der Pandemie nur ein paar Bitcoin oder Teslaaktien kaufen et voila ist man fire. Das ist doch nun wirklich einfacher als früher. Es ist Heute so einfach für die Mittelschicht wie nie. Oder man handelt Pokemon-Karten oder geht twerken.

  54. Ich kann mir das als Altenpfleger auch nicht leisten.
    Bin dennoch sportlich und lese viel, mein Traum ist es gesund zu bleiben und liebe Menschen um mich.
     

  55. @Ralf:
    Auto-Leasing kann für private Haushalte interessant sein, wenn man einen Neuwagen für eine absehbare Zeit möchte, z.B. wenn man damit rechnen kann, daß sich die Bedürfnisse in einigen Jahren ändern (typisch: Familie, Umzug, etc).
    Aufpassen sollte man bei den Bedingungen zur Fahrzeugrückgabe. Bei unseriösen Anbietern werden normale Gebrauchsspuren schnell zu “übermässiger Abnutzung” die zu einer ungeplanten Sonderzahlung führen.   
     

  56. @Laurenz

    Pack trotzdem noch nen automatisierten etf-Sparplan für mehr Möglichkeiten und etwas mehr Freiheiten im Alter mit drauf! 

    Schadet nicht und Vorsorge ist fast immer besser als Nachsorge!

  57. Leasing kann für Firmen Sinn machen um die Kosten besser budgetieren zu können. Für Privatpersonen ist Leasing in jedem Fall ein Verlustgeschäft. Da kauft man besser einen Gebrauchten der 3 oder 4 Jahre eine Leasingwagen war. Da hat man die Garantie, dass die Wartung regelmässig und am richtigen Ort gemacht worden ist und umgeht die grössten Abschreiber die in den ersten drei Jahren erfolgen.

  58. @ Fit und Gesund
    Ich wünsche Dir Gesundheit und Glück für eine maximal ausgedehnte qualitative Lebenszeit. Geld sollte bei Dir ausreichend vorhanden sein. 

  59. @ Finanzielle Unabhängigkeit
    Die finanzielle Unabhängigkeit ist ohne Berücksichtigung von Rentenbezügen schwer zu erreichen. Allerdings erhält man durch jede investierte Summe mehr Freiheit und Optionen auf dem Weg durchs Leben. Vielleicht liegt die FU bei der Kalkulation in jungen Jahren auch etwas weit entfernt, so dass die Anzahl an Jahren oder Dekaden den Investor entmutigen.
    Als erstes muss man ein Haushaltsbuch führen, um die ausgaben überhaupt abschätzen zu können. Dann benötigt man Zeit für einen stabilen und repräsentativen durchschnittlichen monatlichen Ausgabenwert. 
    Auf dem Weg in die Unabhängigkeit muss man Bildung nutzen und Wege finden das aktive Einkommen zu erhöhen. Fleiß ist ebenfalls notwendig. Man könnte beispielsweise einen 400€ Job nebenbei ausführen. Dies erfordert allerdings Fleiß in der Freizeit und Verzicht. Wenn man seine Fähigkeiten weiter ausbildet kann man vielleicht das Haupteinkommen ausbauen. Mehrere Einkommensquellen sind allerdings weniger riskant als ein hohes Einkommen. Das muss man alles abwägen und auch einmal etwas ausprobieren. 
    Bei den Ausgaben wird man mit einem Haushaltsbuch und dem Blog von Tim Schäfer sicher mit den Jahren immer wieder neue Möglichkeiten entdecken. Falls es beispielsweise möglich ist eine nicht benötigte Dauerausgabe von 50€ zu eliminieren, so steht einem dieser Betrag mehr zur monatlichen Investition zur Verfügung. Darüber hinaus reduziert sich auch die benötigte Vermögenshohe für die finanzielle Unabhängigkeit. Für 50€ im Monat benötigt man schließlich 15k bis 20k (3%-4%) an Vermögen.
    Manchmal ergeben sich auf dem Weg auch neue unbekannte Möglichkeiten. Ein Firmenwagen habe ich von Kosten/Nutzen positiv gesehen, da ich zwei mal im Jahr nach Spanien fahre und gerne mit der Familie Ausflüge unternehme. Ein Auto benötigen wir eigentlich nicht und CarSharing wäre durchaus eine Option gewesen. Nun ist das Auto lange genug da um ein Fazit zu ziehen. Das Fahrzeug nutze ich viel öfter für Ausflüge mit der Familie. Ich fahre dabei auch die besten Ziele an, die ich entdecken kann. Auch wenn diese mal etwas weiter entfernt sind. Ich bin zugegebenermaßen auch schneller mit dem Fahrzeug unterwegs als mit dem alten. Der Anteil an nicht notwendigen Fahrten ist merklich gestiegen. Er trägt allerdings sehr zur Freude bei. Aktuell können wir außer Ausflüge in die Natur kaum etwas unternehmen. Mein Museumspass hat momentan den inneren Wert von BitCoin erreicht. Ich gebe ihn gerne im Tausch gegen einen BTC an einen Interessenten ab (maximal zwei verfügbar). Aber zurück zum KFZ. Der Ansatz war hier die privaten Ausgaben zu reduzieren und dafür auf einen kleinen Teil des Brutto Gehaltes zu verzichten. Die Zeit für Wartung, Reparaturen, Tüv usw. entfällt auch alles mit dem Firmenwagen. Er wird allerdings auch wesentlich mehr für die Teilhabe beitragen. In dem Fall zahlt die Natur den Preis für die erweiterte Teilhabe. Als RDS Aktionär tanke ich selbstverständlich bei Shell.
     

  60. Wenn ich mir die Menschen in meinem Umfe?d anschaue so wohnen die Wohneigentümer bedeutend günstiger als die Mieter. Nicht zuletzt weil Wohneigentum diszipliniert da getilgt werden muss. Da kostet im Alter die eigene Wohnung in der Vollkostenrechnung rund die Hälfte einer vergleichbaren Mietwohnung. 

  61. @Kiev:  Mein Museumspass hat momentan den inneren Wert von BitCoin erreicht.
     
    Hahahaaaaa … genau mein Humor!  😉
     

  62. @ Sparta
     
    Es geht bei Pinker um etwas anderes. Die Aussage “Ein stagnierendes oder fallendes Realeinkommen von größeren Teilen der Bevölkerung einer Industrienation über 2, 3 Dekaden” suggeriert das Bild von Millionen von Menschen, die Jahr um Jahr real weniger Geld im Portmonee haben und denen es schlechter und schlechter geht.
     
    Diese Masse an Menschen existiert in der Realität aber nicht. Wir reden von einer statistischen Größe, abstrakt von “der Mittelschicht/Arbeiterklasse”
     
    Schauen wir uns stattdessen echte Menschen an, konkrete Personen, so ist zu konstatieren, dass die überwältigende Mehrheit im Laufe ihres Arbeitslebens stetig MEHR Realeinkommen zur Verfügung hat. Es geht den Menschen besser und besser.
     
    Durch Weiterbildung, Qualifizierung, Jobwechsel und Gehaltsstufenaufstiege erhöhen die meisten Menschen sukzessive ihr Einkommen. Nicht nur nominal, sondern real.
     
    Wer hängt 20 Jahre auf einem Einkommensniveau fest und erleidet dadurch reale Einkommensverluste? Die wenigsten. Das führt auch zu der paradoxen Situation, dass die Mehrheit der Menschen (der Mittelschicht) in Umfragen konstatiert, dass es ihnen selbst wirtschaflich stetig besser geht, während sie meinen, allen anderen ginge es schlechter.
     
    Du selbst bist doch der beste Beweis. Hast du weniger Realeinkommen zur Verfügung als vor 20 Jahren? In meinem Umfeld (Mittelschicht) verdienen so gut wie alle Menschen real mehr als vor 15, 20 Jahren.

  63. Wir (Security Fachkraft und Bäckereifachverkäuferin + 2 Kinder) haben auch keinerlei Spielraum um uns ein Vermögen aufzubauen.Der Jahresurlaub, gelegentlich Kino oder Zoo reichen uns aber auch, gegenüber haben wir einen schönen Park.Wir hoffen in einigen Jahren noch die Miete stemmen zu können, wünschen euch anderen viel Erfolg.

  64. @Sparta Free
    Es kommt halt drauf an wie man rechnet. Alleine schon welche Inflation man berücksichtigt, die Offizielle oder die Individuelle etc.
    Aber schlussendlich ist das ja auch egal. Angenommen Sparta hat Recht, dann können wir jammern, es hilft aber nicht weiter. Angenommen Free hat Recht, dann können wir jubeln, aber diese Freude ist auch bald wieder verschwunden.
    Daran ändern kann man wenig, daher immer versuchen das Beste aus dem zu machen, wo man hat. Nicht zu viel nach unten und nach oben, nach links und nach rechts schauen.
    Das Leben ist dynamisch, bei mir hat das Einkommen stark geschwankt. Ich kam als Student mit sehr wenig aus, da ich nicht so der WG-Typ bin habe ich mir ein kleines Büro gemietet (zugegeben es war ein Loch) und auch darin geschlafen, es hatte keine Küche. Heute wäre das verboten. Es war aber deutlich günstiger als die günstigste Wohnung. Ich habe es überlebt. Aktuell sitze ich in einem 500m2 Büro alleine, auch diese Situation ist surreal und coronabedingt, aber das wird sich hoffentlich auch bald wieder ändern.

    @Kiev
    Gilt dein Museumspass hier nicht?
    https://museum-virtuell.com/

  65. @Sparta / @Freelancer Sebastian – Mittelklasse
    Witzigerweise wurde mir gestern genau nach meinem Beitrag hier bei meinem Podcast von National Public Radio diese Folge vorgeschlagen: “Are the Simpsons Still Middle Class?”

    Die Serie kam 1989 auf den Sender und läuft mit der gleichen Vorort Familie seit nunmehr 32 Jahren. Homer ist noch immer Alleinverdiener mit Union-Job (also gut bezahlter und gesicherter Job mit Gewerkschaftsvertretung) im Atomkraftwerk, Ehefrau ist Hausfrau und auch sonst seit 32 Jahren alles gleich – der Hund / Bart / Maggie ist noch immer in der zweiten Klasse usw.

    Die Familie wurde 1989 so geschrieben, weil sie eben genau dem Bild der Durchschnittsfamilie Mittelklasse dieser Zeit entsprach.
    Ist das heute noch realistisch, dass ein Alleinverdiener diese Familie so in der Mittelklasse hält wie 1989? Ja, das Niveau der heutigen Mittelklasse ist höher als früher mit teureren Elektrogeräten/ Mittelklasseautos usw. Aber es geht ja darum, ob diese Familie weiter so in der Mittelklasse sein könnte. Ich glaube defenitiv nein. Heute müsste es  zusätzlich mindestens eine Halbtagsstelle der Frau sein. Auch wäre die Familie früher so sozial höher anerkannt gewesen als diese Familie heute.

    Interessant ist vor allem auch Mister Burns. 1989 hat der durchschnittliche CEO das 58-fache des Angestellten verdient – im Jahr 2021 ist es das 278-fache (!) (Zahlen aus den USA, aber der Trend ist bei uns der gleiche.).

    Da sieht man gut welche Klasse mehr Vermögen gewonnen hat in der letzten Generation.
    Nämlich die oben in der Nahrungskette und nicht die  Familie der abnehmenden Mittelklasse oder gar Arbeiterklasse.

  66. “Schauen wir uns stattdessen echte Menschen an, konkrete Personen, so ist zu konstatieren, dass die überwältigende Mehrheit im Laufe ihres Arbeitslebens stetig MEHR Realeinkommen zur Verfügung hat. Es geht den Menschen besser und besser.

    Durch Weiterbildung, Qualifizierung, Jobwechsel und Gehaltsstufenaufstiege erhöhen die meisten Menschen sukzessive ihr Einkommen. Nicht nur nominal, sondern real.”

    Das nehme ich teilweise anders war und muss widersprechen. Meine Elterngeneration stand finanziell trotz einfacher Bildung (Vater z.B. nur Volksschulabschluss) nicht schlecht da. Konnte noch ein sehr großes Haus bauen als Alleinverdiener und trotzdem in Urlaub fahren. Da wurde auch viel vom Handwerker gemacht und nicht alles selbst. Heute vielfach undenkbar trotz super Bauzins. Ohne Abitur geht heute ja vielfach auch nix mehr. Auch der Reallohnindex spricht eine recht deutliche Sprache. Erst in den letzten Jahren etwas Bewegung, davor sogar einige Jahre negative Entwicklung. Es gibt positive Ausreißer, im Durchschnitt ist die Entwicklung angesichts der vergangenen fetten Wirtschaftsjahre aber ein Witz.

  67. @Free

    Ich denke dass der Niedrig- und Geringverdiener-Sektor schon stark zugenommen hat. Der Teil der Bevölkerung, welcher bis 2 oder max. 2,5 k Brutto verdient ist, ist nicht klein. Lass da mal ein Rentenniveau von 40 % kommen, dann ist man nicht mehr weit weg von GRUSI.

    Dies spricht ja eigentlich für zusätzlich Vorsorge, wenn es denn überhaupt von den Lebensumständen möglich ist.

    Selbstverständlich gibt es einen Teil der Bevölkerung der sich verbessert. 

    Ob dies der einzig echte & reale Teil der Bevölkerung ist, würde ich nicht so sehen, da es differenzierter ist.

    Es kommt auch teilweise auf den Altersabschnitt an, welche 20-30 Jahre man nimmt. Du hast ja viel mit jungen Menschen zu tun und da sind die Hoffnungen & Träume andere, wie wenn man Menschen kennt, welche schon 1, 2 Schicksalsschläge oder Strukturbrüche im Leben hatte und evtl. nicht mehr die intrinistische Motiviation aufbringen können.  

    Aber selbst Spanien hat 40 % Jugendarbeitslosigkeit bei unter 25 jährigen und dafür ist die Finanzkrise 08 ein beachtlicher Faktor.

    Allein von mir persönlich auf Statistiken zu schließen ist nicht so mein Ding, da ich Statistiken & Datenerhebungen (wenn Sie denn gut bereinigt und Fehlerquellen gut erkannt haben) meines Erachtens mehr Zeit investiert haben, als ich es je könnte.

    Wenn ich kritisiere, dass finanzielle Freiheit gerade für die Mittelschicht am einfachsten zu erreichen ist, dann sehe ich es so, dass es für Kinder aus gehobener oder höherer Schicht deutlich einfacher ist, normale Lebenshaltunskosten mit Kapitalvermögen abdecken zu können.

    Ein Kommentar mit “hater” sperren, wenn man etwas Kritik an “fire” oder blumigen Geschichten äußert… hat für mich schon was von verblendeter Religion.

  68. @ Bruno
    Ich habe Deinen Link noch nicht angeschaut. Ich weiß nicht, ob das etwas für mich ist. Die Museen sollen auch diesen Monat teilweise wieder öffnen. 
    Bei mir stehen aktuell folgende Adressen auf der Wunschliste:
    Schlumpf Auto Museum
    Schloss Thun
    Kloster Maulbronn
    Und noch viele weitere. Kann da das digitale Angebot mithalten? Ich habe im ersten Lockdown einmal einen Link zu einem Zirkus Video bekommen. Es war phantastisch produziert und eine Art Show. Es war sehr beeindruckend, aber mehr als 10 Minuten habe ich es mir nicht angesehen. Und jetzt vergleiche ich diesen sehr gut aufgearbeiteten Content mit einem einfachen Wanderzirkus wie folgendem:
    http://www.lecirquebidon.fr
    http://imagesetrecherche.org/creation/cirque-bidon/
    Der steht auch auf meiner Wunschliste. Warum? Es sind nicht die spektakulärsten Nummern, die Artisten wie Aufbauten sind teilweise etwas spezieller. Und es geht ab und an auch mal eine Nummer schief, ohne dabei die Artisten in allzu große Gefahr zu bringen. Die Show im Ganzen ist aber einmalig und sie bleiben in Erinnerung. Gäste des Zirkus kommen nach Jahrzehnten mit ihren Kindern wieder und bedanken sich für ihre schönen Erinnerungen. Es sind hier wahrlich nicht nur Amateure am Werk. Sie haben auch eine Opernsängerin aus Frankreich. Die Leute machen es aus Überzeugung und Freude. Das hat mich überzeugt.
    Gestern habe ich meine Tochter bei strahlendem Wetter mit dem Auto von einer Mitschülerin abgeholt. Als musiklasche Begleitung habe ich “My Girl” gewählt 😉 

  69. Vorweg: Es geht hier gar nicht um meine Meinung zu der Thematik. Die kann so oder so sein. Belanglos. Mich hat der Pinker einfach mal zum Nachdenken angeregt.
     
    Die Statistiken stelle ich nicht in Frage, sondern die gängigen Interpretationen derselben. Es entstehen Bilder, die womöglich der Realität nicht entsprechen.
     
    Wie gesagt: Es gibt eben auch Umfragen in der Mittelschicht, nach denen es der Mehrheit besser und besser geht, die Menschen stetig real mehr verdienen. Die Wahrnehmung von Statistiken – und natürlich alarmistischen Presseartikeln – führt dann aber dazu, dass diese Mehrheit gleichfalls meint, den anderen ginge es schlechter. Kann das sein? Kann es der Mehrheit subjektiv besser, aber objektiv schlechter gehen?
     
    Dann würde ich den Fortschritt auch nicht immer so im Nebensatz abtun. “Ja, heute hat man mehr schnick-schnack, aber……”
     
    Ihr könnt euch die Grafiken beim Pinker ja selbst anschauen. Mag sein, dass meine Eltern 1985 ein höheres Realeinkommen hatten, als sie es vergleichbar heute erzielen würden. Dafür waren russische Raketen auf uns gerichtet, es herrschte Smog auf den Strassen und die Flüsse waren nicht zum Baden geeignet. Wie rechnet ihr das in den Wohlstand mit ein?
     
    Gesundheit, Ernährung, Gleicheit, Umwelt, Frieden, Wohlstand, Gewalt und vor allem Wissen……
     
    Kann man da die Lebensqualität allein am Bruttoeinkommen festmachen? Möchtet ihr mit 2000€ Netto lieber heute oder 1985 (kaufkraftbereinigt) leben?
     
    Mich beschleicht der Eindruck, dass viele Menschen (der Mittelschicht) trotz allgemein gestiegenem Einkommen und Wohlstands mit dem Überangebot an verlockenden Konsumgütern nicht klar kommen und sich ein Gefühl von Mangel und “früher war es besser und einfacher” einreden und ständig etwas zu nörgeln haben. Der Anspruch ist hoch und wird immer höher. Da wird die Vergangenheit dann gerne mal verzerrt.
     
    Was braucht es denn wirklich, um glücklich zu leben? Es war noch nie so einfach wie heute. Ist nur meine Meinung.

    Übrigens noch zur Hausfrau Marge. Ich kenne keine selbstbewusste Frau, die nicht ihr eigenes Geld verdienen will.

  70. @Kiev
    Ist schon klar, virtuelle Erlebnisse können zumindest noch nicht mit der realen Welt mithalten. Irgendwann wird es aber schon spannend werden auch für Reisen, wenn die 3D-Bilder so real sind dass man den Unterschied nicht mehr erkennt, wenn Gerüche simuliert werden können, Wetter, Temperatur, Interaktion mit anderen Menschen und Tieren etc. ob mit komplizierter Apparaturen oder direkt ins Gehirn werden wir sehen. 
    Wie viele neue Erfindungen die es geben wird, auch hier kann man die Dinge missbrauchen, dieses Thema wird bleiben. Aber es wird sicherlich spannend.
    Ich würde gerne in 100, 200, 1000 Jahren nochmals zurückkommen und schauen was möglich ist haha.

  71. “Mich beschleicht der Eindruck, dass viele Menschen (der Mittelschicht) trotz allgemein gestiegenem Einkommen und Wohlstands mit dem Überangebot an verlockenden Konsumgütern nicht klar kommen und sich ein Gefühl von Mangel und “früher war es besser und einfacher” einreden und ständig etwas zu nörgeln haben. Der Anspruch ist hoch und wird immer höher. Da wird die Vergangenheit dann gerne mal verzerrt.”

    Das sollte man differenzieren. Früher war nicht alles besser. Wenn ich mich aber an meinen beruflichen Einstieg erinnere, war bedingt u.a. durch weniger Digitalisierung die Arbeitsverdichtung weniger ausgeprägt als heute. Da gab es nicht eine Mail nach der anderen. Stechuhr schon gar nicht, wurde alles von Hand geschrieben. Das Fax und der Brief waren noch recht verbreitet. Handy gab es nicht so. Und ein Handschlag war noch etwas wert. Heißt nicht das heute alles digitale schlecht ist, es gab aber mehr Entschleunigung als heute mit dem ganzen Überangebot (Internet, TV, Apps, Trends….). Ich denke das dies mit Faktoren sind die bei einigen zum Burnout beitragen. Auch Faktoren wie gesellschaftlicher Wandel (Migration, kulturelle Einflüsse) sorgen hier und da für Unsicherheit und ein sehnen nach alten Zeiten. Zumindest bei altmodischen Typen wie mir.
     
     

  72. @ Free
    “Dafür waren russische Raketen auf uns gerichtet, es herrschte Smog auf den Strassen und die Flüsse waren nicht zum Baden geeignet. Wie rechnet ihr das in den Wohlstand mit ein?”
    Die Argumentation hinkt doch extrem. Die Raketen sind natürlich immer noch auf uns gerichtet (und auf viele andere Länder, die in Reichweite liegen). An Smog auf den Straßen kann ich mich nicht erinnern, bin aber auch nicht im Ruhrgebiet aufgewachsen. Die heutigen Flüsse taugen ja kaum noch zum Baden, entweder die Strömung ist zu stark oder bei gutem Wetter sind die Flüsse ausgetrocknet.
    Zu dem Vergleich mit dem Simpsons möchte ich noch eine (US-)Durchschnittsfamilie hinzufügen, die Bundy`s. Heutzutage wäre es auch für Al Bundy unmöglich, als Schuhverkäufer seine Familie durchzubringen, der einzige der es schaffen könnte wäre wohl Chuck Norris.

  73. @Ralf..
    Heißt nicht das heute alles digitale schlecht ist..
    Da gebe ich dir recht, mit dem BTX Dienst der Post, Ende der Achtziger, den Hörer auf die Muschel legen oder in den Neunziger über AOL und Modem ins Netz gehen?? No way. Nicht noch mal.. Da Lob ich mir die moderne Zeit. Ich hatte früher mehr graue Haare als heute. Vieles ist durch die Digitalisierung extrem einfach geworden.

  74. @ M, Martin
    Google hat mir etwas von 2% angezeigt. Schade, zweistellig hätte mich Eure Meinung zu dem Unternehmen interessiert. Dann hätte ich noch einen Screener angeworfen und vielleicht heute ein Päckchen ins Körbchen gelegt.

  75. @ 42sucht21 und Comebackaktionär
     
    Eure Beispiele zeigen doch sehr schön, wie die Welt im Wandel ist. Würde man die Simpsons heute neu konzipieren, wären ganz andere Archetypen stellvertretend für die Mittelklasse im Programm.
     
    Der Hufeisenmacher war auch mal Mittelschicht. Dann der Malocher am Band. In Zukunft ist es der Softwareingenieur.
     
    Alte Berufsbilder sterben aus oder rentieren sich nicht mehr. Das ist richtig. Geht es “der Mittelschicht” deswegen schlechter? Aber gut. Jede/r hat da seine Meinung. Darf gerne so sein.
     
    Wer den richtigen Umgang mit Geld erlernt, kann sich ein hübsches Sümmchen aufbauen. Ich würde – mit welchem Gehalt auch immer – am Anfang des Monats 10% des Gehalts wegpacken und dann mal schauen, wie es sich mit den restlichen 90% leben läßt. Was brauche ich wirklich? Was macht mich glücklich? Habsucht und Shoppen vielleicht nicht? Dann könnte das Geld reichen.

  76. @M, Martin
    ich bin ja Long in SKT. Die haben heute auch einen kleinen Hüpfer gemacht. Achtung, die Bubis von WallStreetBet oder wie die heißen sind am Start. Ist gut zweistellig gestiegen.
    Drei mal dürft Ihr raten welcher Value basierter Investor gestern Calls auf seine 300 SKT Aktien für insgesamt 1000$ für einen Kurs von 22$ verkauft hat. Die sind dafür bereits gestern ausreichend gestiegen. Gestern standen sie zum Schlusskurs knapp unter 18$. Den Preis finde ich absolut in Ordnung und würde die Gewinne mitnehmen. Das es bereits heute zeitweise über 25$ ging… Verrückte Zeiten. Ich habe ebenfalls Long Call auf Under Armour verkauft. Ist für mich in Ordnung wenn die Aktien zu meinen definierten Preisen ausgebucht werden. Wird dann in ETFs umgeschichtet. 
    Vielleicht kann man die WallstreetBet Jungs ein wenig herausfordern. Kleine Werte kann ja Jeder treiben… Ich wette, die schaffen nicht RDS.B auf 80$ zu pushen. Bis nächsten Freitag. Wenn sie es dennoch schaffen bin ich ihnen ein wenig dankbar 😉
     

  77. Was haltet ihr eigentlich von der derzeitigen Entwicklung am Aktienmarkt? Steigende Anleihen Renditen in den USA lassen die Tech Aktien heftig korrigieren:
     
    Sehr angenehm! Wenn’s noch weiter korrigiert, bahnen sich Nachkäufe an  😉
     

  78. @Kiev 
    Bei diesen WSBoys Geschichten bin ich raus.
    Mein heißestes Eisen ist nun Huya. Ja, auch der Liebe -M geht große Wagnisse mit (kleinem) Geld ein 😉 hahaha. 0,5% meines Depots stecken da nun drinnen.
    -M
     

  79. @ Andrej

    Danke! Mich wundert das auch, dass diese andersdenkenden Trolle hier ihr Unwesen treiben. 

    Nach dem Motto:

    “Konsum ist mir wichtig.”

    “Das kann nicht sein, dass der so viel verdient. Das ist ein Märchen.”

    “Morgen kann ich tot sein.”

     

    @ Max Payne

    Genau so ist es. Nach weniger als 20 Jahren kann jeder mit einer Sparquote von 50% finanziell frei werden. All das Nein-Gerede (“Das geht nicht”) ist wirklich nervig. 

    “Mr. Money Mustache” hat es hier beschrieben:

    https://www.mrmoneymustache.com/2012/01/13/the-shockingly-simple-math-behind-early-retirement/

     

    @ Fit und Gesund

    Gratulation zur Freiheit. Du hast sie dir verdient.

  80. @ M
    Tanger habe ich schon eine Zeit im Depot und bei den günstigen Kursen nachgekauft. Klar, wenn ich auf das Chart schaue hätte ich natürlich für um 3.5$ so 2000 STK gekauft. Das hat mit WSB Spekulationen nichts zu tun. Ich finde das Outlet Modell gar nicht schlecht. SPG Simon Property Group habe ich ebenfalls bereits seit einer Weile als SP verkauft. Das habe ich einigermaßen in der Region des Tiefs hinbekommen. Die beiden Reits sind in dem Bereich meine Favoriten. Die waren für mich überverkauft. Ein gutes Unternehmen mit steigenden Gewinnen sollte langfristig dennoch die bessere Wahl sein. Die kennt man aber leider auch erst hinterher.
    Deine Firma Huya sagt mir jetzt gar nichts. Mein chinesischer Batterieproduzent ist vermutlich mein Hot Stock. Weiß man aber auch erst hinterher. 
     
     

  81. @Rüdiger
    Wenn die Anleger feststellen, dass die Zinsen immer noch am Boden sind und die Schnelligkeit des Anstiegs der Renditen bei den Bonds durch massiven Abverkauf erfolgte (“Warren Buffet bezeichnet das Investieren in Bonds sogar als idiotisch”), kommen sie zu den Aktien zurück. 

  82. Hello,
    also, wenn hier alle mit unseriösen Story-Aktien kommen, halte ich mich auch nicht zurück! 🙂 M, Du weißt es ja, hab jeweils Positionen in Just Eat Takeawy und Ozon Holdings aufgemacht. Essenslieferant und E-Commerce Ruskia. Gerade letzteres als Wachstumsunternehmen  bekommt gerade einen auf den S…k wegen steigender Zinsen, da der Gegenwartswert logischerweise niedriger ist. Ich kaufe Wachstumsunternehmen mit Plattform Netzwerkeffekten als Zukunftsinvestition. Man darf nicht so am Kurs hängen, denn sonst machen die einen auch schon mal Zahnweh…

  83. @Rüdiger, “Wenn’s noch weiter korrigiert, bahnen sich Nachkäufe an  ?”
    Der Abverkauf geht nach J. Powell seiner Rede weiter. Ich werde die Tage wohl meine ersten zusätzlichen käufe tätigen. Hoffentlich nicht zu früh, aber das kann man ja nie sagen. 
    Xiaomi und Tencent würde ich gerne nachlegen aber das ist so eine Sache mit chinesischen Aktien und der lieben Politik…

  84. @ Tobs
    Heute geht es ganz schön auf und ab bei manchen Titeln in meinem Depot. Tanger ist jetzt nach rasantem Anstieg leicht im Verlust. In der Spitze wurden sie heute 50% höher gehandelt. Die WSB Spekulanten sind bescheuert. Die Aktie an sich finde ich nicht so verkehrt. Das Unternehmen ist auch eigentlich zu groß für solche Schwankungen an einem Tag. Da habe ich gestern vielleicht doch nicht so schlecht meinen SC auf 22$ verkauft. So konnte ich 1000$ an Prämien sichern. Für den Preis gebe ich sie ab. Vielleicht stehen sie kurzfristig durch Verrückte bis zu dem Verfallstag bei 100$. Heutzutage ist scheinbar vieles möglich. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und bin weder ängstlich noch gierig.
    Ich habe nicht nur stark unterbewertet Aktien im Depot. Just Eat Takeaway habe ich ebenfalls. Das war bisher kein Glücksgriff. Mir war aber klar, dass es Rückschlagpotenzial bei dem Ende des Lockdowns gab. Mal sehen wo es hier langfristig hingeht. Meine Position ist noch nicht voll. Ich warte mal etwas ab. Aktuelle habe ich 61Stk. 100Stk würden mir langfristig gefallen. Dann lasse ich sie wie Tim liegen. Bei meinen zyklischen Werten mache ich das nicht. Bei meinen ETFs liegt Great Britain vor einem asiatischen ETF und dem S&P. Von dem S&P habe ich nur eine sehr geringe Position. Great Britain ist mein größter ETF. Die Position ist allerdings auch fürs Erste voll. Eine Korrektur von Wachstumswerten käme mir entgegen. Da gibt es einige interessante Unternehmen für mich. 
     

  85. @Kiev
    JET: Die sind voll on track. 
    Der Kurs hat gelitten, weil eben der Cashflow, aber nicht Gewinn so gewachsen ist. Aber ja nicht weil es nicht ging, sondern weil der Fokus darauf besteht, in das Geschäft und Marktanteile zu investieren. Im Markt kann es maximal ein Duopol geben. JET ist schon in vielen Märken die Nummer 1, und shiftet die Gewinne hieraus in den anderen Märkten um zum Angreifen. Das ist strategiekonform und der CEO macht das mit business execution wie kein zweiter. Aber hier ist der Markt eben enttäuscht, weil Wachstum hier nicht so goutiert wird wie in UK oder den Staaten. Wenn es gelingt, Grubhub zu closen, so lauten die Gerüchte, dass es ein NASDAQ Listing geben wird. Und dann wird entsprechend die Chance gegeben sein, dass das Wachstum honoriert wird. Meines Erachtens sind die Chancen immens. Ich habe hier bislang eine wirklich für meine Verhältnisse sehr kleine Einstiegsposition von 35 Stck., die gerade mit 9,73 % im Minus liegt. Ich habe ungeachtet dessen vor, in den nächsten Wochen auf 250-300 Stück aufzubauen. Ich habe ja immer so drei Werte, die ich massiv aufbaue, und dann lasse ich den Teig gären. Wie Du sagst, nicht ängstlich und nicht gierig. Meine Jumias waren über 300% im Plus, jetzt eben nur 180%. Meine Fiverr waren 400% im Plus, jetzt wieder weniger. Man darf sich genauso wenig aufgeilen an schnellen Kursanstiegen wie man die Flinte ins Korn werfen sollte weil es runter geht. Mein LK habe ich ja auch schön durchgestanden und habe einen 90%-Verlust-Position ausgebaut, die dann zwischenzeitlich 140% im Plus war und es jetzt wieder nur 15% ist. Meine China-Infrastruktur und Pharma-Aktien sind auch bei Leibe noch nicht explodiert. Na und? Wie viele Charts gibt es, die jahrelang seitwärts laufen und dann explodieren. Man benötigt auch eine Weltanschauung und common sense und muss einfach dran festhalten. Letztlich muss man schon auch ein bisschen Charakter haben und zu den Entscheidungen stehen, die man trifft. Deswegen, immer rein ins Körbchen… 🙂

  86. @ Tobs
    Ich sehe bei JET langfristig Potenzial. Dafür habe ich sie gekauft. Mir sind Listings usw. egal. Wenn die Firma über die nächsten Jahre oder Dekade weiter sehr gut wächst wird das honoriert werden. 
    Viele meiner Aktien sind allerdings auch zyklisch, so dass ich schon überlegen muss, wann ich Geld abziehen möchte. Fiverr hatte ich auch selbst recherchiert. Mich hat die Seite nicht überzeugt, aber sie wurde vom Markt sehr gut angenommen. Mir reichen 100 Anteile von JET, da es noch viele andere gute Möglichkeiten gibt. Wenn ich heute wüsste welches die besten drei Unternehmen werden, so würde ich auch nur in drei Unternehmen investieren. China Mobile habe ich verpasst. Ich hatte Order gesetzt, aber sie wurden nicht ausgeführt. Hätte sich wohl gelohnt. Bei dem Unternehmen wäre das Potenzial aber auch nach oben begrenzt.

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