Nichtstun oder Zukaufen ist das Beste, wenn die Kurse knirschen


New York, 7. Januar 2019

Die Medien jammern. Eben habe ich bei der FAZ.net auf die Finanzseite geklickt. Es wird nur gejammert über die schlechte Börsenstimmung:

Ich war heute auf der Website faz.net. Es wird nur über die sinkenden Börsenkurse gejammert. Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/

Der eine Artikel beginnt so:

„BMW-Aktie könnte es 2019 schwer haben. Das Jahr 2018 war nicht das Jahr der deutschen Autohersteller. Die Aktien hatten an der Börse zu kämpfen…“

Ein anderer Artikel plärrt:

„Warum der Dax auch im Jahr 2019 weiter verlieren wird. Der Dax notiert seit dem vergangenen Herbst im Abwärtstrend. Doch wo wird das Ende liegen?“

Ein weiterer Artikel warnt:

„Unberechenbarer Aktienmarkt. Rutschgefahr an der Börse… Der deutsche Aktienmarkt aber behält seine Risiken.“

Da könnte man ja als Leser und Anleger glatt depressiv werden, wenn man die Stimmungsmache in den Medien gegen Aktien liest. Das ist irre.

Ich sehe in der negativen Stimmung etwas Gutes. Für langfristige Anleger ist das eine herrliche Nachricht, dass alle jammern. Bei der Faz.net wird mir klar: Das sind psychologische Reaktionen auf die fallende Aktienkurse. Das scheint mehr für die kurzfristigen Anleger geschrieben zu werden als für die Geduldigen, die für Dekaden investieren wollen.

Für diejenigen, die sich am Anfang ihrer Aktien-Sparphase befinden, lass dich nicht abbringen von deinem Plan. Investiere langfristig in die Aktienmärkte. Du solltest über die sinkenden Kurse froh sein. Du solltest dich darüber freuen. Es ist eine schöne Zeit, um deine ETFs aufzustocken. Die beste Zeit war übrigens vor 50 Jahren, um mit dem Aktiensparen zu beginnen. Die zweitbeste Zeit war vor 20 oder zehn Jahren. Und die drittbeste Zeit, um mit dem Aktiensparen loszulegen, ist womöglich heute.

Mein Rat: Immer ETFs oder Aktien zukaufen. Nichts verkaufen. Wenn alle Angst haben, weil die Börsen abrutschen, ist das der perfekte Zeitpunkt zum Kaufen.

Klar wissen wir nicht, was passieren wird. Ein Pessimist wird zurecht entgegnen: „Woher weisst du, dass die Börse schon weit genug gesunken ist? Die Börse kann nächste Woche zusammenbrechen und dieses Niveau für weitere vier Jahre nicht wieder erreichen, wo wir heute sind.“ Ja, das kann passieren. Grundsätzlich ist die Börse immer ein guter Hafen für dein Geld, das du langfristig nicht brauchst. Aber derzeit ist die Börse besonders lukrativ in meinen Augen.

Was ich immer erstaunlich finde, sind die Kommentare unter diversen Börsenartikeln bei „Spiegel Online“ und anderen Medien. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen von den Aktienmärkten keinerlei Ahnung haben und trotzdem ihre Meinung kundtun. Ich merke dann: Die Anleger, die tatsächlich den Rat von Warren Buffett oder Jack Bogle befolgen, sind eine kleine Minderheit. Die wenigsten Menschen haben die nötige Nervenstärke und Geduld.

Zu viele Menschen vertrauen auf ihr Bauchgefühl. Das ist ja nicht gerade rational. Jeder zweite Kommentar malt den Teufel an die Wand. Kein Wunder, dass tote oder demenzkranke Menschen beim Investieren vor den anderen liegen.

Die meisten Anleger, so mein Eindruck, sind Trader oder Market Timer. In unendlich vielen Kommentaren auf Foren wie dem „wallstreet:online“ geht es darum, wann offensichtlich der perfekte Kaufzeitpunkt für eine bestimmte Aktie ist.

Es gibt wenig Zeitgenossen, die sich wirklich dem langfristigen Investieren zuwenden. Die Masse denkt zu kurzfristig. Auf Websites wie Finanznachrichten.de wird das schnell klar. Es wird gezockt, dass es nur so kracht. Die Angst geht um. Auf Google wird immer häufiger „Gold“ gesucht:

Wichtig ist: Nicht zu emotional über dein Depot zu denken. Bleib gelassen!

Der Grund für ein langfristiges Aktiendepot ist, dass du höhere erwartete Renditen kassieren kannst. Aber du musst größere Höhen und Tiefen tolerieren. Wilde Ausschläge nach unten gehören dazu. Als Anleger kannst du deine Reaktion auf das Börsenbeben überdenken. Bewahre stets einen kühlen Kopf. Je kühler er ist, desto besser sind wahrscheinlich deine langfristigen Renditen.

Wenn du ein langfristiger Anleger bist, dann brauchst du das investierte Geld an der Börse im Idealfall nicht auf absehbare Zeit. Dann sollte dich der Tumult wie in den letzten Wochen und Monaten ruhig lassen. Es besteht kein Grund zur Panik. Vielmehr ist es der Preis, den du bezahlen musst, um die Über-Rendite der Börse zu erhalten. Es ist eine Art Schmerzensgeld. Dafür musst du den emotionalen Preis bezahlen. Das Auf und Ab der Kurse musst du halt ertragen. Mehr nicht. Mache einfach mehr Sport oder lange Spaziergänge.

Wenn du es nicht ertragen kannst, ist ein Sparbuch oder Tagesgeld besser für dich – selbst wenn es dort nur Almosen gibt.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Nichtstun oder Zukaufen ist das Beste, wenn die Kurse knirschen

  1. Avatarsammy

    @all

    Mal eine Frage in die Runde die mich schon länger beschäftigt:

    Angenommen ein 65 jähriger hätte eine sechstellige Summe, sagen wir mal 150K in Cash. Dieses Geld soll rentierlich angelegt werden jedoch nicht zu risikoreich, was würdet ihr als Anlage/Assettallokation empfehlen?

  2. AvatarBruno

    @sammy

    Man müsste mehr wissen für eine solide Beratung, aber grundsätzlich würde ich nichts anderes empfehlen wie für jedes Alter, bei der Summe bietet sich ein weltweiter ETF an. Aber wie gesagt, es kommt wirklich drauf an, was ist der Gesundheitszustand des Rentners, was hat er sonst noch für Assets, hat er Wohneigentum oder zur Miete, hat er Kinder/Enkel, wie hoch ist seine Rente etc. etc. etc. und natürlich wie immer Risikofähigkeit  & co.

  3. AvatarMarco

    @Sammy

    Er sollte das Geld ausgeben, , für Reisen oder gutes Essen.Denn von nun an gehts bergab!!!

    Gruß marco

  4. AvatarAndreas

    Hab mir pünktlich zum neuen Jahr ein zusätzliches Depot bei onvista eröffnet, um dort von den kostenlosen ETF Sparplänen zu profitieren. Hab bisher nur Einzelaktien und werde nun auch parallel einen Sparplan auf den MSCI World einrichten und einfach laufen lassen:)

     

    Bei Einzelaktien agiere ich ohne Sparplan, sondern kaufe dann nach, wenn ich die Bewertung für attraktiv halte. Hauptsache investieren…

  5. Avatarsammy

    Sagen wir mal diese fiktive Person hat nur dieses Geld und eine kleine Rente. Es besteht Wohneigentum (selbst bewohnt) ansonsten aber keine Assetts.

  6. AvatarBruno

    @Marco Mein Ur-Onkel wird dieses Jahr 97, und er ist immer noch rüstig, macht schöne Bergwanderungen und ist gesellschaftlich aktiv. Er ist aber sparsam und kommt daher gut durch, hätte er mit 65 alle Ersparnisse auf den Kopf gehauen, hätte er jetzt wohl weniger Freude. Aber klar, niemand weiss wie alt er wird, aber der Schnitt ist immerhin über 80. Und glaub mir, auch im hohen Alter hat man noch gewisse Bedürfnisse und nicht nur Lust auf Haferschleimsuppe.

  7. AvatarSebastian

    Rentierlich aber nicht Risikoreich, mhhh…

    Also ich würde guten Gewissens (für mich…) 40% in einen ausschüttenden, Kostengünstigen Welt-ETF legen und 60% in Tagesgeld.

    Das Tagesgeld schwankt nicht, der ETF bringt hier (hoffentlich) die Rendite. In Abhängigkeit von der Höhe sonstiger Bezüge könnte man den Aktienanteil noch (deutlich) weiter nach oben drehen.

  8. AvatarBruno

    @sammy Auch in diesem Fall selbe Antwort, würde aber vielleicht in diesem Alter eher auf Ertrag setzen, z.B. 3 ETF’s, 50% Welt-ETF, 20% Emerging-ETF und 30% REIT-ETF, das gibt immerhin ca. 500.- / Zustopf pro Monat unabhängig wie alt er wird. Und wenn mal mehr Geld gebraucht wird, kann man immer noch etwas verkaufen.

  9. AvatarGeHo

    Zu Tims Beitrag: „Schmerzensgeld“ ist ein passendes Wort – sagte ja auch Kostolany : „Geld das man an der Börse verdient ist Schmerzensgeld – erst kommt der Schmerz, dann das Geld“

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Wow. Was für ein cooler Ur-Onkel. Er geht wandern und ist fast 100. Du bist gesegnet. Du hast gute Gene.

    GeHo

    Ja, so ist es. Unsere Börsenlegende „Kosto“ hatte es begriffen und herrlich auf den Punkt gebracht. Zwischenzeitlich kommt immer mal wieder der Schmerz vorbei. Den muss man aushalten.

  11. AvatarHubertus

    @sammy

    Will er Kapitalverzehr oder laufende Einnahmen? Wie hoch soll denn die Wunschrendite sein?

    Templeton Global Bond Fund mit monatlicher Ausschüttung und knapp 7% Rendite.

    Eine langlaufende Anleihe wie Volkswagen Intl Finance N.V. EO-FLR Notes 2015(30/Und.)

    Eine handvoll Dividendenwerte/REITs wie AT&T etc.

     

  12. Avatarsammy

    @Hubertus

    Ich denke eine Mischung aus beidem wäre sinnvoll. Mir geht es vor allem um die Assettallokation die Frage ist was machen Leute in diesem Alter die etwas Kapital übrig haben in Zeiten ohne Zinsen? 100% Aktien ist da zu riskant. Staatsanleihen? Firmenanleihen? Festgeld? Welche Allokation und Gewichtung haltet ihr für sinnvoll?

  13. AvatarBruno

    @tim  Wer weiss, sind aber nicht alle so in der Familie er ragt schon raus, es gab auch Krankheitsfälle, er war aber schon immer sehr aktiv aber auch nicht übertrieben und schlank seit jeher, hat nie geraucht und getrunken, immer sehr interessiert an allen möglichen Dingen, wissbegierig, trotzdem bescheiden gelebt. Natürlich kein Garant für ein langes und gesundes Leben, aber sicher auch ein Faktor.

    Wir hoffen natürlich alle, dass wir mal nicht wie ein Dattergreis enden, möglichst lange unabhängig bleiben mit einem klaren Kopf. Wie an der Börse gibt es natürlich nie eine Garantie, aber ich denke es lohnt sich, das Möglichste dafür zu tun, und trotzdem nicht völlig zu übertreiben.

  14. AvatarBruno

    Es gibt ja die bekannte Faustformel Aktienquote = 100 – Alter, aber die entstand auch in Zeiten wo Obligationen noch etwas hergaben, ich finde diese Formel ist überholt, aber da gehen die Meinungen sicher auseinander. Auch Obligationen haben Risiken, insbesondere wenn man von Renditen über 7% spricht, entweder Währungsrisiken oder Bonität etc. Man kann m.E. auch im Alter noch hohe Aktienquoten halten, idealerweise natürlich nicht erst mit 65 beginnen sondern möglichst früh aufbauen. Wer erst mit 65 z.B. das Geld aus einer Erbschaft oder Pension erhält, sollte es gestaffelt anlegen, um das Risiko zu reduzieren, in einem dummen Moment investiert zu haben.

    Auf jeden Fall absehen würde ich von Leibrenten, Lebensversicherungen und anderen „Alterslösungen“, die machen nur in sehr sehr seltenen Fällen Sinn.

  15. Avatar42sucht21

    @sammy

    Um die Frage zu beantworten müsste man doch wissen warum der 65 jährige die 150k rentierlich /nicht zu risikoreich anlegen möchte. Möchte er das Geld für seine Erben bewahren oder möchte er Kapitalverzehr. Wird ein Mindestertrag monatlich / jährlich erwartet? Wird zu einem bestimmten Zeitpunkt Kapital benötigt. Welche Risikotoleranz hat der Alte für die 150k. Bekommt er einen Herzinfrakt wenn 10% der Gesamtsumme in Aktien gehen und diese fallen in der Baisse mal um 2k? Ohne die persönliche Situation und finanzielle Erfahrung zu berücksichtigen ist die Frage schwer zu beantworten. Für mich gehört nur Geld an die Börse welches ich nicht unbedigt benötige die kommenden 15 Jahre.

    Mit 150k kann er 20 Jahre lang jeden Monat ca. 650€ aufbrauchen. Dann wird er 86. Dafür ist Anlage im Tagesgeld ausreichend. Weshelb noch Risiko eingehen wenn es doch reicht? Wenn mit 72J Prostatakrebs diagnostiziert wird, dann freut man sich vielleicht flexibel an sein ganzes Geld zu kommen.

    Je nach Situation sollte er auch überdenken sein Wohneigentum zu verkaufen und das Geld zu verbrauchen. Das typische Beispiel ist die Witwe mit Minirente welche im Gründerzeitstadtteil eine teure Wohnung besitzt aber die die Heizung nicht hochdreht und keine Reisen mehr macht weil dafür die Rente nicht reicht. Die Erben wirds freuen…

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Er ist bestimmt ein Vorbild für viele. Mir tun die alten, einsamen Menschen leid, um die sich niemand kümmert (in Seniorenheimen oder allein zuhause). Das ist schrecklich.

    Im übrigen kannst du alles super erklären. Deine Kommentare haben bei mir ein 10er Rating (Meine Skala reicht von 1 bis 10).

  17. Avatarsammy

    Danke für die interessanten Anregungen, wird dem ein oder anderen sicherlich weiterhelfen.

    Ich finde ab einem gewissen Alter wird es echt schwer sein Kapital rentierlich und flexibel zugleich anzulegen, da braucht man wohl eine gute Aufteilung in 70% risikoarm / 30% risikoreich.

  18. AvatarJune

    @sammy,

    wenn der Mann noch nicht in Rente ist, du schriebst zuerst er ist 65 Jahre, dann kann die teilweise Einzahlung des Risikoarmen Anteils in die Rentenversicherung sinnvoll sein. Jeder Rentenpunkt hat einen monatlichen Wert von ca. 33 Euro in 2019. Wenn man in 2018 Rentenpunkte für 14.500 Euro kaufte erhält man jedem Monat 64 Euro mehr Renten, gerade wer eine kleine Rente hat und jetzt erst mit ETF’s beginnen möchte sollte sich dies überlegen.

    Take care,

    June

  19. AvatarDavid

    @Bruno:

    Ich stimme Tim voll und ganz zu… deine Kommentare sind klasse und ich lese sie stets gerne. 🙂

  20. AvatarDaniel

    Angenommen ein 65 jähriger hätte eine sechstellige Summe, sagen wir mal 150K in Cash. Dieses Geld soll rentierlich angelegt werden jedoch nicht zu risikoreich, was würdet ihr als Anlage/Assettallokation empfehlen?

    70% risikoarm bzw. kalkulierbarer und 30% in weltweitem Aktien ETF. Mit 65 beginnt für mich persönlich die Entnahmephase, ich kalkuliere da ca. 20 Jahre ein, danach spricht die Statistik gegen ein längeres Leben, schaue ich in meine Familie ist selbst das noch optimistisch.

    Die 30% würden in breiten Indexfonds stecken, All Country oder MSCI WOLRD+EM

    70% wären unterteilt in ca. 30% festverzinslich, hierbei würde ich wahrscheinlich 3 jährige Festgeld-Leitern aufbauen. 20% wären bei mir in Staatsanleihen aus unterschiedlichen Ländern, aber mit Investment-Rating und 20% wären in Unternehmensanleihen die auch durchaus etwas profitabler sein können. Von weiteren Assets wie Gold/Silber usw. würde ich in diesem Fall absehen.

  21. AvatarZwitsch

    Der blog hat wieder konstant hohes Niveau angenommen…man kann viel mitnehmen… top!!!!!!…..

  22. AvatarNico Meier

    Wie legt man Geld an im Alter eine gute Frage.

    In meinen Augen ist ein kleines Haus oder eine Eigentumswohnung eine gute Sache so spart man sich die Miete und ist unabhängig von Mieterhöhungen.

    Zusätzlich stellt sich für mich die Frage wie hoch die Rente (AHV/Pensionskasse) ist und wie hoch die Kosten sind. Wenn die monatlichen Kosten wie bei meinen Grosseltern ohne Probleme aus der monatlich Fliessenden Rente bezahlt werden können so kann ein Grossteil 50%-80% in Aktien angelegt werden. Findet aber ein Kapitalverzehr statt so würde ich den Aktienanteil auf maximal 30% des verfügbaren Kapitals abzüglich Immobilie einstellen.

  23. AvatarCamillo

    Ich erwarte jetzt nochmal eine kräftige Erholung, auch gerne Bärenmarkt-Rallye genannt. Ohne Glaskugel ist das Szenario, das ich erwarte dann ein kräftiger Einbruch im Laufe 2018/20, der dann gute Kaufchancen bieten sollte.

    Damit kann ja jeder anders umgehen. Ich verkaufe vereinzelt in der Erholung und halte mein Pulver trocken. Trotz des jüngsten Einbruchs sind die Märkte und viele Einzelwerte recht teuer. Das, was optisch günstig ist, GE, Bayer etc ist das nicht ohne Grund.

    Wer 50% zwischenzeitlichen Verlust verkraftet und genügend Cashflow hat, macht einfach gar nix oder kauft laufend nach.

  24. AvatarSmyslov

    Entweder man glaubt an die längerfristige Überlegenheit der Aktien oder nicht.

    Wenn ja, dann sollte man wohl alles Geld was nicht für den laufenden Lebens-

    unterhalt gebraucht wird in weltweite ETF u. Aktien stecken. Das Alter spielt

    hier keine Rolle. Das geht natürlich nur, wenn die Lebenshaltungskosten inkl.

    Reisen etc. aus den laufenden Einnahmen ( Rente ) gedeckt sind.

    Ganz konkret: Alles , was nicht gebraucht wird in Aktien. Was nicht mehr ge-

    braucht wird kann vererbt werden. ( Kinder , Stifungen etc, ).

    Risiken der Berufsunfähigkeit kennt der Rentner / Pensionär nicht. Er be-

    kommt alle 4 Wochen Geld u. das ganz ohne Arbeit.

  25. AvatarThorsten

    @Smysliv das sehe ich genauso. Die Menschen werden heute 85 und älter. Warum sollte man mit einer festen Altersgrenze seine Strategie ändern oder gar Kapitalverzehr ins Auge fassen ? Der Ruhestand als Sprungbrett in den Sarg und davor alles verzechen ?  Wohl kaum. Wohneigentum und Aktien sowie eine geringe Rücklage, bloß kein großes Volumen Tagesgeld, das bedeutet 2% Kaufkraftverlust pro Jahr.

  26. AvatarAlbr

    @Camillo, ja den Einbruch erwarte ich 2018 – sogar ohne Glaskugel – auch (insbesondere im letzten Quartal) 😉

     

  27. AvatarWolfgang

    @ Sammy

    Deine Frage ist nicht einfach zu beantworten, da Rendite ohne Risiko in der heutigen Zeit nicht zu bekommen ist. Zinsen an sich gibt es schon, in Europa in den Peripherieländern, ansonsten in Fremdwährungen, Industrie wie Schwellenländer kommen hier in Betracht.

    Jeweils zu 1/3 würde ich das Geld anlegen in

    Ishares Edge MSCI World Minimum Volatility (IE00B8FHGS14), brachte die letzten 5 Jahre p.a. 11,76 % Rendite.

    Templeton Global Total Return Fund A (Mdis) Anleihen Global (LU0234926953), brachte die letzten 5 Jahre p.a. 4,30 % Rendite. Die Ausschüttungen erfolgen monatlich und betragen 8,47 % diese entsprechen der 10 Jahres Rendite. Michael Hasenstab ist sein Geld, in meinen Augen, wert.

    Deka-ImmobilienEuropa ist mit 2,71 % p.a. an Wertentwicklung dabei.

    Ob Kapitalverzehr oder Erhalt zeigt dann das Leben, die Volatilitätt wäre für mich hier akzeptabel, jedoch die Möglichkeit auf Kapitalerhalt gewährt.

    Kleine Wohnung ist vorhanden und ca. 500 € wären mtl. somit zusätzlich aus den Erträgen zu Verfügung.

    Bin kein Fan von Immobilienfonds, aber um die Volatilitätt zu senken und dem Alter geschuldet wäre das in Ordnung für mich.

    Wünsche Euch eine gute Zeit.

    Wolfgang

  28. AvatarPuck

    Immobilien als Anlage im Alter sehe ich eher zwiespältig.

    Selbstbewohnte Immobilie: Meistens in jungen Jahren gekauft. Oft zu groß, zu verschachtelt, über mehrere Stockwerke verteilte Zimmer.

    Im Alter rächt es sich dann: Treppen laufen fällt schwer, der Garten verwildert, etliche Zimmer sind ohne Nutzen und müssen trotzdem geheizt und gepflegt werden. Die wenigsten meiner Bekannten, die sich jetzt ein Haus kaufen oder bauen (Alter zwischen 30 und 40) denken ans älter werden. Folge: Am Ende bewohnen sie ein zu großes Haus, in dem sich nicht einmal einzelne Stockwerke zu selbstständigen Wohnungen umbauen lassen.

    Ob man dann Zeit, Lust, Willen und Lust hat, das Haus zu verkaufen oder zu vermieten? Ich wage es zu bezweifeln… Ich sehe da wirkliche Dramen aufkommen, vor allem, wenn das Haus die einzige Altersvorsorge ist.

     

    Gruß

    Puck

     

  29. AvatarOler

    Die 10 günstig bewerteten Blue Chip Aktien und ihre Dividendenrenditen. Ihre Dividenden erfreuen auch im nächsten Crash (wo die teuren spekulativen Aktien Amazon, Wirecard und Netflix 3/4 an Wert verlieren):

    British American Tobacco 7,5%
    AT&T Inc. 7,2%
    BHP Group 7,0%
    Royal Dutch Shell 6,4%
    HSBC Holdings 6,1%
    Kraft Heinz Co. 5,9%
    BMW AG 5,6%
    BASF SE 5,4%
    Iberdrola SA 5,2%
    Munich Re 5,0%

  30. AvatarGainde

    @ Puck

    Genau auch meine Meinung zum Thema Eigenheim. Oft noch irgendwo günstig in der Pampa gekauft und man ist auf Autos angewiesen und pendelt viel.

  31. Avatarkarl

    @Oler

    Das sind alles Aktien, die den Markt über Jahre unterperformt haben. Ja, das gilt auch noch nach Dividende.

     

  32. AvatarPuck

    @ Gainde: Die Lage kommt hier tatsächlich noch erschwerend hinzu. Ländlicher Raum, ohne Auto ist man aufgeschmissen. Es sei denn man hat das Geld, um sich später eine Pflegekraft einzustellen…

    Und so günstig ist die Pampa im Heidelberger Umland auch nicht mehr. Ich kenne einige, die für ein Einfamilienhaus (ohne Möglichkeit der Aufteilung in mehrere Wohnungen) 500.000 EUR einplanen. Wie sie das ganze dann im fortgeschrittenen Alter dann bewirtschaften? Ich glaube, das wissen sie selbst nicht. Fraglich ist auch, ob das Haus dann noch den Wert hat, um Pflege oder Umzug in eine altersgerechte Wohnung zu finanzieren.

    Ein eigenes Haus ist (meistens) eine Lifestyle-Entscheidung.

  33. AvatarRuby

    Zur Abwechslung mal was zum eigentlichen Thema.

    Ich muß die FAZ doch mal etwas in Schutz nehmen – sie ist eines der seriösen Blätter. Die Fragen die dort aufgeworfen werden halte ich für durchaus berechtigt.

    BMW – wenn man sich mal den 5 – Jahres Chart ansieht…. Dividendenaktie hin oder her. Von über 120 auf um die 70 gefallen und nun wieder zurück im Jahr 2011. Da darf eine Zeitung doch mal darauf aufmerksam machen, daß die deutschen Automobilbauer ein Problem haben.

    Gold – ist immer ein Frage wo der Chart beginnt.

    Übrigens hierzu ein kleines Schmankerl – lässt man Gold und BMW 5 Jahre gegeneinander laufen dann steht Gold über 30% besser da.  Tja….

  34. AvatarBruno

    @tim @david @zwitsch

    Vielen lieben Dank. Es ist ein cooler Blog und gute Leute hier, man kann sachlich diskutieren und es werden viele Aspekte aufgezeigt und es ist kein Tradertreff, das gefällt mir.

    Bärenmarkt coming soon?!

    Viele reden ja bereits vom Bärenmarkt und der kommende grosse Crash, historisch gesehen gab es nicht viele Bärenmärkte, lustigerweise in den letzten 20 Jahren gleich 2 (2000-2003 und 2008-2009), aber davor gab es auch Perioden über Jahrzehnte nur mit Korrekturen. z.B. 1975 – 2000 kein einziger Bärenmarkt, nur Korrekturen und ein Crash 1987, aber danach waren die Kurse sehr rasch wieder oben.

    Von daher könnte es jetzt nicht anders sein, alle warten auf die grossen Baisse und den Crash und verpassen viel, irgendwann müssen sie dann dem Markt nachrennen oder bleiben für Jahre unterinvestiert.

    Ich will damit nur sagen, dass das Risiko besteht, ich bin kein Prophet und kann nicht sagen, ob es in den nächsten Jahren wieder einen Bärenmarkt gibt, aber davon auszugehen, ist genauso riskant wenn (meine Empfindung) nicht investiert zu sein.

  35. Avatar-M

    Ich schließe mich da Bruno an. Keiner weiß was kommt. Aber das Risiko nicht dabei zu sein, ist höher als das Bärenmarktrisiko.

    Die Statistik sagt immer wieder: „Time in the Market“ ist wichtig, da an wenigen Tagen das Geld verdient wird.

    Ich finde langfristig gesehen die „Sekuläre Bullenmarkt Theorie“ für mich als aussagekräftig. Da sieht man wir von Bruno angedeutet, dass es Jahrzehnte auch mach oben ging, da heißt es dabei zu sein und nicht viele Jahre zu verpassen. Außerdem investiert man ja in all den Jahren weiter.

    -M

  36. AvatarClaus

    … Bärenmarkt? Ich weiss es nicht. ABER:

    Es könnte sogar sein, dass wir uns bereits in einem solchen befinden. Dann wäre dies gerade eine (kleine) Erholung im Bärenmarkt und somit eine Gelegenheit, sich von schwachen oder noch immer überbewerteten Aktien zu trennen.

    Bald werden wir es wissen.

    Für aussichtsreich halte ich fundamental unterbewertete Aktien erstklassiger britischer Unternehmen sowie das GBP. Die befürchtete negative Brexit-Abstimmung sollte längst eingepreist sein. Was aber, wenn die Abstimmung anders verläuft? Die Briten sind für jede Überraschung gut…

    LG

     

  37. Florian HFlorian H

    @Tim

    Das Schreckliche ist, dass die neuen Anleger sich wirklich von solchen Nachrichten beeinflussen lassen.

    Trotzdem könnten wir uns in einer so genannten „Bullenfalle“ befinden.

    Ich überlege eine Tranche Apple zu kaufen.

  38. Avatar42sucht21

    @FAZ

    Warum schreiben alle gefühlt immer von den gleichen 50 Aktien? Hier im Blog ebenfalls. Wenn das mal nicht eine Informationsblase und confirmation bias ist. Warum erwähnt die FAZ nicht mal eine Perle aus Singapur oder ein Mid-Cap der Medizintechnik aus Belgien. Die Infos schaffen es gar nicht in deutschsprachige Blogs. Im MSCI World gibt es ca. 1.644 große und mittlere Unternehmen, da muss ich nicht jeden Tag über Apple, BMW, GE, KHC, BAT, Netflix und Gold schreiben. Horizonterweiterung bitte.

    Viele Anleger, welche jetzt über günstige Aktienkurse sprechen sollten noch einmal nachlesen über Ankerpreise. Das funktioniert im Möbelhaus genau so wie an der Börse.

  39. AvatarThomas Wünsche

    Bärenmarkt. Welcher? Schwarzbärenmarkt, Lippenbärenmarkt, Pandabärenmarkt? Eisbärenmarkt wäre am niedlichsten. Oder doch Koalabärenmarkt?

  40. AvatarAli

    Meine Strategie für das Rentenalter ist.

    Eine abgezahlte  Eigentumswohnung die nicht allzu überdimensioniert ist in der Stadt mit sehr guter Infrastruktur .
    Natürlich muss irgendwann renoviert werden aber hohe Rücklagen und diese noch monatlich weitergezahlt deckt das meiste ab.
    In der Wohnung entstehende Kosten werden dann mit dem Bargeld getätigt.

    2  Brot und Butter ETFs als Sparplan als Ausschütter.

    Bargeld für alle Fälle.

    Das ist meine Alterssicherung

     
    Ich weis nicht warum einige sich Leute so sehr den Kopf zerbrechen
    Egal ob Bär oder Bulle,stur weiter kaufen!

  41. AvatarJune

    @Haus als Altersvorsorge,

    das funktioniert nur, wenn man ein Zinshaus hat. Und im Alter bereit ist, die Verwaltung abzugeben.

    Ein Einfamilienhaus, sollte sich Umbauen lassen, damit man eine Etage vermieten kann. Leider wird in den seltesten Fällen so vorausschauend geplant.

    Und im Alter ist man unflexibel, hat sich an die Nachbarn gewöhnt. Die besten Freunde wohnen um die Ecke, in dieser Situation zieht man nicht um. Wir erleben das gerade mehrfach im Familienkreis, es spielen sich regelrecht Dramen ab.

    Wir haben auch Eigentum, durch die Fallbeispiele in nächster Nähe, haben wir uns für eine Wohnung entschieden. Mit Aufzug, barrierearm und alle notwendigen Geschäfte zu Fuß erreichbar. 100 qm, 4 Zimmer, Küche, Bad gerade so groß, dass wir im Moment Platz haben. Das Arbeitszimmer ist sogar etwas zu klein geraten. Das schafft man im Alter noch lange alleine.  Und wenn man nicht mehr so gut kann, aber noch nicht pflegebedürftig ist klappt es noch eine ganze Weile mit einer Putzhilfe.

    Wir haben unser Wohnzimmer vor einer Woche umgestellt und dabei wieder viel aussortiert. Jetzt ist der Keller und das Arbeitszimmer dran.

    @Aktien,

    ich hadere gerade mit mir, ich würde sehr gerne Apple, Shell, BAT und BASF kaufen. Dazu müsste ich aber im Moment an meine Notfallrücklagen. Mal schauen wie ich mich entscheide.

    Take care,

    June

  42. KievKiev

    @ Tim

    Ich habe mal einen Post völlig aus der Reihe. Matthias hat mich mit seinem Link zu Udo Lindenberg dazu animiert. „Mein Ding“ ist für mich die deutsche Interpretation von „My Way“. Die Lieder finde ich beide klasse. Ich muss unbedingt einmal zu einem Konzert von Udo Lindenberg.

    Bei dem Song gefällt mir diese Passage besonders gut

    „Und jetzt kommst du aus der Provinz
    und wenn auch jeder sagt du spinnst
    du wirst es genauso bringen
    machst auf die charmante Art
    mal elastisch
    manchmal hart
    manchmal musst du das Glück auch zwingen…“

    Der erste Teil erinnert mich ein wenig an Tim, der fleißig wie das Murmeltier uns jeden Tag auf dem Weg zur Freiheit begleitet. Wie hoch immer diese sein mag. Der zweite Teil spiegelt meine Erfahrung sehr gut wieder. Ich bin eher introvertiert und kann bestätigen, dass man manchmal sein Glück auch zwingen muss. Das habe ich schon ein paar Mal geschafft. Man muss immer wieder raus aus seiner Komfortzone wenn man etwas Besonderes erreichen möchte.

    Ich habe noch ein paar Songs, die einen vielleicht auf dem Weg zur Freiheit begleiten könne. Habt Ihr noch weitere Vorschläge?

    Cat Stevens – Cats in the cradle. Der Song ist sehr emotional, vor allem für Mütter und Väter. Hier sehe ich Freelancer als Leuchtturm.

    The Verve – Bitter Sweet Symphony (auch wenn mir the drugs don´t work besser gefällt)

    John Mayer – Something’s Missing und Bigger than my Body (Album Heavier things enthält mehrere Songs)

    Udo Lindenberg- Mein Ding (siehe oben)

    Falls man die Freiheit bereits erreicht hat sehe ich immer noch

    Lookin out my back door- Creedence Clearwater Revival vorn. Aber das kann ich ja noch nicht richtig beurteilen. Außerdem wurde ich hier ein wenig durch den Film Big Lebowsky geleitet.

  43. AvatarDaniel

    Ich stehe da auch auf die härtere Gangart, auch wenn ich CCR schon sehr schätze.

     

    Five Finger Death Punch – The Pride
    Johnny Cash
    And PBR
    Jack Daniels
    Nascar
    Facebook
    Myspace
    IPod
    Bill Gates
    Smith and Wesson
    NRA
    Firewater
    Pale Face
    Dimebag
    Tupac
    Heavy Metal
    Hip-Hop

    I am
    What you fear most
    I am
    What you need
    I am
    What you made me
    I am
    The American dream

    I’m not selling out
    I’m buying in

    I will not be forgotten
    This is my time to shine
    I’ve got the scars to prove it
    Only the strong survive
    I’m not afraid of dying
    Everyone has their time
    I’ve never favored weakness
    Welcome to the pride

  44. KievKiev

    @ Daniel

    Danke, den Song kannte ich noch nicht. Die Musikart ist mir jetzt primär egal. Ich habe es rein auf den Weg zur Freiheit bezogen.

    Du hast doch ein Kind? Cat Stevens ist doch toll. Denke an Dein Kind und höre Dir den Song an. Ich finde „You know we’ll have a good time then“ speziell in Zusammenhang mit dem Freiheitsgedanken unglaublich treffend. Das Leben ist kurz. Alles Phasen gehen vorbei. Irgendwann sind sie dann vorbei und dann kann man nicht mehr zurück.

  45. AvatarAlbr

    @Kiev, Udo Lindenberg ist eine coole Socke 😉

    ich hab schon ein paarmal mit ihm Zigarren zusammen geraucht, ein toller Mensch ! Nicht mehr der Jüngste aber noch total gut drauf und an allem sehr interessiert; nur seine Freundin fand ich etwas jung 😉

     

     

  46. KurtKurt

    Diesen Monat und auch in den folgenden Monat werden diverse Sparpläne etwas zusätzlich aufgestockt, da es gerade möglich ist, dank gewisser Sonderzahlungen. Den richtigen Crash erkennt man erst hinterher und ich möchte nicht mit zu viel ander Seitenlinie stehen. Da liegt eh schon genug Notgroschen rum (und der ist aber auch gut so).

  47. AvatarDaniel

    Du hast doch ein Kind? Cat Stevens ist doch toll. Denke an Dein Kind und höre Dir den Song an. Ich finde „You know we’ll have a good time then“ speziell in Zusammenhang mit dem Freiheitsgedanken unglaublich treffend. Das Leben ist kurz. Alles Phasen gehen vorbei. Irgendwann sind sie dann vorbei und dann kann man nicht mehr zurück.

    Vermutlich verwechselst Du mich mit einem der vielen anderen Daniels die sich hier tummeln. Ich bin glücklicher Single. Cat Stevens habe ich alle noch auf Vinyl, keine Ahnung wie oft ich die alle schon gehört habe. Ich bin allerdings aus politischen Gründen von seinen Werken etwas auf Distanz gegangen auch wenn er ein bedeutender Musiker ist . Aber mit seiner Konvertierung zum Islam gab es da mehrere höchst zweifelhafte Momente die eine starke Radikalisierung bzw. Indoktrination dieser Religion erkennen lassen und sowas möchte ich auch nicht unterstützen.

    Falls ich ein Kind hätte, würde es wahrscheinlich in einer abgeschotteten 80er Jahre Welt aufwachsen 😉 in der Cartoons noch echte Zeichnungen waren, Musik noch spannend und innovativ.

  48. KievKiev

    @ Albr

    Ich habe ein Autogramm von ihm. Das habe ich damals als ca. 8 jähriger am Jungfernstieg in Hamburg bekommen. Meine Tante hatte mich dazu bewegt. Ich wusste damals nicht den Unterschied zwischen Udo Jürgens und Udo Lindenberg. Heute bin ich sehr froh, dass sie mich dazu gebracht hat.

    @ Daniel

    Da habe ich wohl etwas durcheinander gebracht. Ich kenne mich jetzt auch nicht so detailliert mit den Künstlern aus. Bei dem Lied konnte ich keine radikale Einstellung erkennen. Vielleicht bedeutet es auch für mich etwas anderes als für den Künstler. Das mag ich nicht ausschließen. Ich möchte jedenfalls „You know we’ll have a good time then“ für mich selbst möglichst vermeiden.

  49. AvatarNico Meier

    Wenn ich mir meine Grosseltern ansehe sind beide mitte 80 und leben in ihrer abbezahlten Eigentumswohnung mit guter Anbindung an Bus und Bahn. Auf ein Auto verzichten sie seit zwei Jahren weil sie sich beim Fahren nicht mehr sicher fühlen.

    Durch ihre Eigentumswohnung zahlen sie nur Nebenkosten und Erneuerungsfond zusammen rund 600 Franken. Wenn sie diese Wohnung an guter Lage mieten müssten, betrüge die Miete mindestens 1’200 Franken mehr!

    Wer behauptet die abbezahlte Wohnung würde nichts bringen, der rechnet sich die Miete schön.

     

  50. Avatar42sucht21

    @Nico Meier

    Ich sehe das allgemein genau wie Sie bezüglich der Vorteile der abbezahlten selbst genutzten Immobilie. Mich würde interessieren ob Sie schon einmal die alternative Rechnung als Backtest gemacht haben am Beispiel Ihrer Grosseltern:

    A) Wenn die Grosseltern jetzt verkaufen würden, welchen Betrag würden sie erhalten und würden die Zinsen / Dividendenerträge konservativ angelegt daraus eine jetzt passende Mietwohnung inkl. Betriebsnebenkosten finanzieren? (Erneuerungsfond nicht erforderlich).

    B) Wenn die Grosseltern anstatt dieser Immobilie zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Betrag über den gleichen Zeitraum in den MSCI World gesteckt hätten (anstatt Tilgung oder Reparaturen) – und Miete gezahlt hätten – welche Depotgröße hätten sie Heute und welche Erträge würde das konservativ generieren? Mein Bauchgefühl sagt mir, diese Variante wäre finanziell gesehen lukrativer gewesen (in den 80`ern gabs ja durchaus Phasen mit 8-12% Hypothekenzinsen).

  51. AvatarCola-Viez

    @42sucht21 woher hätten sie das Kapital fürs investieren in die Börse haben sollen? Denke mal nicht das die Bank einen Kredit in gleicher Höhe für Aktien gegebenen hätten.

  52. AvatarTsubasa

    Was ist das denn für eine Frage? Er hätte einfach monatlich in Aktien gespart, an statt davon monatlich einen Kredit zu tilgen…

  53. Avatar42sucht21

    Ja, ich meinte es wie Tsubasa das schreibt. Sagen wir es wurden 1970  CHF 50.000 Eigenkapital investiert und danach bis zur Volltilgung 25 Jahre lang monatlich Zinsen & Tilgung & NK & Reparaturen & Investitionen ins Eigenheim vorgenommen.

    Wenn sie statt dessen 1970 die CHF 50.000 in den MSCI World gesteckt hätten und dann die kommenden 20 Jahre per Sparplan monatlich die gleichen Beträge abzüglich einer potentiellen Miete + NK weiter in den MSCI World investiert.

    Mir geht es nicht um die Diskussion Kaufen vs. Mieten. Ich bin selber Käufer. Ich glaube nur, dass finanziell der MSCI World deutlich lukrativer gewesen wäre sogar trotz des Immo-Booms der vergangenen 10 Jahre.

    PS: Ist Cola-Viez eigentlich lecker? Habe ich noch nie probiert!

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