Jimmy Carter, Warren Buffett, Mark Zuckerberg: Sie leben bodenständig und sind zufrieden. Luxus lehnen sie ab


New York, 22. August 2018

Ex-Präsident Jimmy Carter lebt schon immer extrem bodenständig. Luxus mag er gar nicht.


Im Schnitt hat ein US-Haushalt 300.000 Gegenstände. Es werden immer mehr. Wir werden von tausenden Werbespots jeden Tag bombardiert. Wir ertrinken im Werbemüll.

Um sich dem abzuwenden, ist der bewusste Medienkonsum ratsam. Für mich sind Menschen wie Warren Buffett, Charlie Munger, Bill Gates, Mark Zuckerberg oder Jimmy Carter große Vorbilder. Das sind Leuchttürme.

Ex-Präsident Jimmy Carter (93) lebt glücklich und einfach. Es gibt einen herrlichen Artikel in der „Washington Post“ über ihn. Er ist seit 37 Jahren im Ruhestand. Seine Ranch im Dorf Plains in Georgia hat nur 2 Schlafzimmer. Der Wert des Hauses beläuft sich auf 167.000 Dollar. Er trägt Blue Jeans und einfache schwarze Sportschuhe. Sein Abendessen isst er auf einem Pappteller. Er läuft mit seiner Frau händehaltend eine halbe Meile zu einem Freud zum Abendessen. Jeden Tag geht er mit seiner Gattin spazieren. Sie sind seit 72 Jahren verheiratet. Sie kochen zusammen. Sie haben keinen Koch. Sie machen ihr eigenes Yoghurt. Im Garten bauen sie zum Beispiel Heidelbeeren an. Der Ex-Präsident spült das Geschirr ab.

Er fliegt ganz normal in Flugzeugen so wie Du und ich (keine Privatmaschinen). Er grüßt die anderen Fluggäste mit Handschlag. Er ist extrem sparsam und hilft gerne, wo er kann. 2002 erhielt er den Nobel-Friedenspreis. Seine Stiftung macht sich in Afrika für die Armen stark.

Wie kannst Du von solchen Leuten lernen? Vergiss das Angeben mit Statussymbolen. Dir sind andere Aspekte wichtiger: Ist es nicht wunderschön mit dem Partner/Partnerin spazieren zu gehen? Du hast Zeit, um miteinander lange zu plaudern. Du kannst das auch mit Freunden/Bekannten machen. Spaziergänge sind entspannend und gesund zugleich. Steve Jobs machte das gerne. Tiefenpsychologe Sigmund Freud ging täglich entlang der Ringstraße in Wien auf seine Tour.

Du machst in Deinem Leben Fortschritte. Kleine. Es ist es wichtig, diese kleinen Siege zu feiern. Du hast gestern trainiert. Du hast heute ein gesundes Mittagessen gegessen. Du warst in der Natur. Im Wald wandern am Wochenende. Du wirst jemanden anrufen, den Du schon lange nicht mehr gesprochen hast. Du hast ausgemistet. Du hilfst vielleicht im Verein oder einer Stiftung aus. Kleine Triumphe sind etwas Schönes. Wir müssen nicht gleich Marathonsieger werden. Wir müssen nicht in drei Monaten 20 Kilo abspecken.

Wir sollten nach dem Joggen oder der kleinen Radtour wirklich zufrieden mit uns sein. Oder nach dem Schwimmen. Oder nachdem wir irgendwo ausgeholfen haben. Ich hab in Suppenküchen in New York Essen an Obdachlose verteilt. Ich hab dort geputzt und geholfen.

Deine kleinen Fehler solltest Du aber gleichfalls bemerken. Du hast den riesigen Eiscreme-Becher vor der Flimmerkiste geleert, obwohl Du abnehmen willst. Du hast heute morgen das Fitnessstudio ausgelassen, obwohl Du es Dir fest vorgenommen hattest. Du hast gestern Nachmittag die Hälfte der Schwarzwälder Kirchtorte gegessen.

Es ist kein Weltuntergang. Du solltest über Deine winzige Übertretung nachdenken. Du gibst zu, dass Du vielleicht auf Basis des Diät-Plans einen Mini-Fehler gemacht hast. Fertig! Dann geht das Leben weiter mit dem Blick auf Fortschritte.

Wir sollten uns der Gesundheit zuwenden. Fast neun von zehn Deutsche sind von ihrer Arbeit gestresst. Teilweise so stark, dass bereits Warnzeichen für ein Burn-out sichtbar sind. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer leidet zumindest zuweilen unter Rückenschmerzen, anhaltender Müdigkeit, innerer Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Das geht aus einer Umfrage der pronova BKK hervor.

Stress, Angst, Unzufriedenheit, private Verschuldung und übermässiger Konsum scheinen sich alarmierend zu entwickeln. Zu hohe Konsumausgaben und die Anhäufungen von Dingen macht uns nicht zufrieden.

Jimmy Carter zeigt: Wenig Besitz zu haben, macht zufrieden. Er misst dem Besitz und Luxus keine Bedeutung zu. Was ist wirklich wichtig im Leben? Jedenfalls nicht goldene Sachen, Jachten etc. Das spielt keine Rolle für ihn.

Warum sind Leute so unzufrieden? Ich glaube, sie haben die unwichtigen Dinge auf einer Prioritätenliste. Frage Dich am besten: „Wer ist die Person, die ich werden möchte?“

Das ist eine schwierige Frage. Die Antwort ist nicht einfach. Für viele Menschen ist die Anhäufung materieller Besitztümer unglaublich wichtig. Sie hinterfragen nicht den tiefen Sinn dahinter.

Jimmy Carter lebt minimalistisch. Warren Buffett ebenso. Zu einem gewissen Grad auch Mark Zuckerberg. Manchmal vermeiden Menschen das Wort „Minimalismus“, weil es radikal klingt. Menschen haben Angst davor, kulturelle Grenzen zu überschreiten. Sie haben Angst im Büro anzuecken. Sie vermeiden es daher, ihr Leben zu vereinfachen, weil sie nicht als sparsam angesehen werden wollen. Sie wollen Teil der Masse sein. In der Herde lebt es sich einfacher, denken sie. Dabei ist die Masse ziemlich unzufrieden. Das ist jedenfalls mein Eindruck.

Die Abstimmung für den Publikumspreis läuft derzeit. Ich würde mich über Deine Stimme freuen.

Ich möchte in eigener Sache auf den „finanzblog award 2018“ der comdirect hinweisen.

Wenn Dir mein Blog timschaefermedia.com gefällt, würde ich mich über Deine Stimme für den Publikumspreis freuen. In dieser Kategorie gewinnt das Blog, welches die meisten Stimmen beim Online-Voting erhält. Die Abstimmung erfolgt über die Website des finanzblog awards. Bis zum 13. September 2018 kannst Du online abstimmen. Pro Person ist eine Stimmabgabe möglich.

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Der „finanzblog award“ wird am 20. Oktober auf dem Finanzbarcamp in Hamburg vergeben. Es findet im Rahmen der Fintech Week statt.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Jimmy Carter, Warren Buffett, Mark Zuckerberg: Sie leben bodenständig und sind zufrieden. Luxus lehnen sie ab

  1. Thorsten

    Jimmy Carter ist ein Vorbild,  und Warren Buffet. Die könnten in Hamburg wohnen, die Millionäre sind bescheiden (allerdings Neureiche und Promis fahren mit teuren Autos hier auf der Elbchaussee, sowas gibt’s überall,  z.b in Monacco oder Cannes).

    Die Arbeitnehmer sind überlastet, ich habe es so oft erlebt. Konsum ist teilweise ein Ventil, weil sie so unglücklich sind. Andere fangen an zu trinken , rauchen massiv oder gehen wild shoppen. Ich hatte eine Kollegin, die ist mittags immer wieder mal modische Stiefel kaufen gegangen ,  sie war im Stress und sagte dann „das brauche ich jetzt“.

    Voting bekommst du !

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    Oder Du hörst bei den Konsum-Süchtigen den Spruch: „Ich hab es mir verdient“, was kompletter Blödsinn ist.

  3. Chris K.

    @ Tim

    Ich ärgere mich so sehr noch keine Apple aktie zu haben. Was glaubst du, bin ich zu spät dran oder soll ich kaufen? Ich glaube ich kaufe, die verdienen einfach so verdammt viel Geld… Apple wird bestimmt Zukäufe tätigen. Habe aus einem Grund keine Aktien gekauft :

    Weil kleine dividende und sehr Smartphone lastig..

    Was sagt ihr?

    Mfg

  4. A.

    Das ist jetzt kein Scherz. Ich hab mich, denke ich, soweit umprogrammiert das ich es richtig geil finde mehr Aktien zu kaufen wenn ich noch Geld über habe. In nächster Zeit ist aber mehr Cashaufbau angesagt.

     

     

     

  5. Andrea

    300.000.000 Gegenstände … einen riesigen Eisbecher aufessen … oder eine halbe Schwarzwälder Kirschtorte … Staun, was es alles gibt.
    Hier am iPad klappt es mit der Teilnahme am Voting nicht, mir wird für meine Teilnahme gedankt, obwohl ich noch gar nicht abgestimmt habe. Ich versuche es später noch einmal vom PC aus.

  6. Andrea

    Chris K., zwar heiße ich nucht Tim: Ich habe Apple-Aktien und der Kurs hat  sich seit dem Kauf bei 93,xx EUR vor 1-2 Stunden verdoppelt. Die Dividende ist dieses Jahr kräftig gesteigert worden, so dass ich jetzt schon bei ca. 2,4% bin. Sie kaufen von ihrem vielen Geld massiv Aktien zurück. Der Bereich Services vergrößert sich sehr stark und sie verdienen damit viel Geld. Persönlich glaube ich, dass man auch weitere schöne Produkte von Apple erwarten darf. Nach den Klingeltönen, die ich so in der Bahn höre, habe ich den Eindruck, dass eher mehr Leute als früher ein iPhone haben. Sie treten an die Schulen heran, wo iPad-Klassen eingerichtet werden. Nach meinem Eindruck ist es in bestimmten (auch ärmeren) Schichten ein Statussymbol, ein iPhone zu haben. Ich behalte meine Appleaktien und wenn ich keine hätte, würde ich welche kaufen.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chris K.

    Warren Buffett kauft noch emsig Apple.

    @ Andrea

    Danke für den Hinweis.

    Ich habe bei der Abstimmung beim financeblog award auch ständig diese Meldung erhalten. Auf mehreren Rechnern. Mich hat es gewundert. Ich dachte, es ist nur bei mir der Fall.

  8. olly wood

    …lass meinen Einstieg in deinen Blog ein „Vote“ sein ??? Im ernst…wirklich super gute Arbeit die du machst und viele inspirierende Diskusionen in der Comunity…danke dafür!

  9. Sabine

    Tim, wieder ein sehr guter Artikel, vielen Dank dafür.

    Meine Stimme hast du bekommen.

     

  10. Dominik von depotstudent.de

    „Tiefenpsychologe Sigmund Freud ging täglich entlang der Ringstraße in Wien auf seine Tour.“

     

    Höchst amüsant, dass Freud hier mit anderen Personen als Beispiel für ein gesundes und entspanntes Dasein angeführt wird. Dass er jahrelang Kokain konsumiert hat und alles andere als ein entspannter und ausgeglichener Mensch war, wird da etwas leicht übersehen. 😀 Da werden kleine Details wie tägliche Touren zu nachahmenswerten Charaktereigenschaften gezüchtet.

  11. Bruno

    Mein Vote hast Du und ich werde das Mail auch an einige Freunde und Kollegen weiterleiten, du hättest es wirklich verdient!

    300’000 Dinge ist verrückt viel, klar kommt jetzt noch drauf an wie man zählt, die Zahl ist im Grunde unwichtig, ich hab mir mal den Spass gemacht und bei mir gezählt, ohne Verbrauchsartikel wie Lebensmittel, Haushalt- und Hygieneartikel kam ich auf ca. 300 Dinge, also anscheinend etwa 1000x weniger als ein durchschnittlicher US-Haushalt, und ich finde ich lebe in Luxus, es fehlt an nichts! Aber es ist auch nichts überflüssiges da, kein Plunder der einfach so rumliegt. Der würde mich in den Wahnsinn treiben, nicht nur finanziell auch einfach so, ich mag es aufgeräumt und clean, aber die grösste Strafe wäre wohl mit einem Messi zusammenleben zu müssen.

  12. Christian

    Carsten Maschmeyer hat ein Buch geschrieben und predigt darin:
    1) Ausgaben minimieren
    2) Sparquote erhöhen (mind. 10 % vom Netto-Einkommen)
    3) langfristig zu 7 % verzinsen.

    Ich finde das Buch interessant, denn ich hätte es nicht so simpel (und ohne die Anpreisung diverser Versicherungsprodukte) von ihm erwartet. Ich habe ehrlich gesagt gar nichts von diesem Buch erwartet (es war ein Geschenk). Nun bin ich aber positiv überrascht. Er könnte einer deiner Leser sein, @Tim.

    Weshalb ich das Buch aber eigentlich erwähne: Lt. des Buches lebt auch Cartsten Maschmeyer sehr bescheiden. Er spendet und stiftet viel. Seine Eltern sind sein Vorbild. Sie haben trotz geringer Einkommen bis zum Lebensabend 500.000 € gespart. Sein Stiefvater trug sein Leben lang eine Armbanduhr für unter 50 DM am Handgelenk. (Fundstelle: Maschmeyer, Die Millionärsformel, 3. Auflage 2016, Ariston Verlag München, Kapitel 5 „Von meinen Eltern gelernt“, Seite 128 ff.)

    Ich denke, somit passt Maschmeyer ganz gut in die Reihe, der von dir aufgezählten Millionäre, die sparsam leben.

  13. Der BaumDer Baum

    Vote ging raus!

    Schöne Zusammenfassung der Gedanken der letzten paar Artikel ! Immer kleine Schritte vorangehen(Kaizen). Gerade 8 Kilo Zwetschgen geerntet, Feldsalat gesät und eine Wäsche gemacht –> Tagesziel erreicht 🙂

    Schönen Abend, Baum

  14. Thorsten

    Man muss sich bei aller Bescheidenheit auch frei von Emotionen machen, das geht fast nicht. Zuckerberg ist ein Risiko wie Musk. Was die beiden nachts wild träumen ordnen sie am nächsten Morgen euphorisch an. Aber inzwischen haben beide Fußfesseln und Daumenschrauben von Gerichten, Investoren  und Gläubigern angelegt, kann alles noch gut gehen. Vielleicht wird der Boden langsam und ordentlich gespannt und die beiden Unternehmen werden in 20 Jahren als erfolgreich und langweilig wie Coca Cola eingestuft :lach:

  15. KievKiev

    @ Tim

    Ich habe ein paar Blogs, die ich sehr mag. Mir gefällt bei Deinem vor allem die rege Diskussion. Die kommt aber auch nur zustande, da Du sehr regelmäßig neue Beiträge lieferst.

    Ich habe gerade für Dich gestimmt.

     

  16. Andrea

    So, ich habe jetzt auch gerade für Tim gestimmt. Vom PC aus hat es geklappt.

    Zuckerberg ist für mich kein Vorbild, Carsten Maschmeyer auch nicht. Jimmy Carter ist klasse. Ich schätze, seine Erdnussfarmen sind auch etwas wert?

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Mensch super. Wow. So viele Stimmen. Vielen Dank.

    @ olly wood, Sabine, Mark 85, Fit und Gesund, Kiev, Christian, Andrea, Swen…. und all die anderen 

    Was für eine Ehre.

     

    @ Bruno

    Super. Meinen Blog kriegen Deine Kollegen und Freunde vorgesetzt. Was für eine Ehre. Merci!

    @ Christian

    Ja, Carsten Maschmeyer scheint konservativ im Umgang mit Geld zu sein. Er ist offenbar ein Pfennigfuchser. Wobei er sich auch mit Statussymbolen schmückt. Im übrigen sind viele erfolgreiche Geschäftsleute umsichtig im Umgang mit Geld. Sie sorgen immer für schlechte Zeiten vor. Ich denke an Familienunternehmer, Stifter, Mäzen…

    @ Der Baum

    Einiges erledigt heute. Klasse! Merci für Deine Stimme.

  18. Value

    Ich habe auch für Dich gestimmt, Tim mach weiter so es ist eine Freude hier regelmäßig reinzuschauen.

  19. Chris K.

    @ Tim

    Hast recht, buffet hat vor kurzem Apple aufgestockt. Danke.

    @ Andrea

    Danke für deine Erfahrung / Antwort. Ich kaufe mir aufjedenfall demnächst welche!

  20. K.K.

    Erst isst er vom Papteller und dann macht er den Abwasch?

    Einfach mal wirken lassen…

    Davon abgesehen das ein richtiger Teller auf Dauer sicher umweltbewusster und auf Zeit gesehen auch günstiger wäre. Ausserdem kann er dann richtig schneiden und muss nicht Angst haben durchzuschneiden und den Tisch zu zerkratzen….. *Sarkasmus off*

    Ansonsten sicherlich ein gutes Beispiel für eine schöne Lebensführung/Einstellung und Zufriedenheit, sofern korrekt, was ich nicht beurteilen kann.

    Bzgl. Voting:

    Ich habe bereits vor ein paar Tagen abgestimmt (selbstverständlich für diesen Blog), allerdings habe ich die Seite selbst direkt aufgerufen. Da ging die Abstimmung ohne Probleme.

    Grüße,

    K.

  21. ThomasH

    Ich denke, somit passt Maschmeyer ganz gut in die Reihe, der von dir aufgezählten Millionäre, die sparsam leben.

    Maschmeyer mag zwar vorbildlich mit seinem Geld umgehen. Wenn man aber daran denkt, wie er zu AWD Zeiten mit dem Geld anderer umgegangen ist, möchte ich ihn für niemanden als Vorbild herausheben….

  22. Wohnung mit Domblick

    Meinen Vote bekommst Du auch. Deinen Blog finde ich ganz groß. Nur Deine Videos sind mir zu lang und zu eintönig. Wenn Du Deine Gedanken besser vorsortieren würdest und die Inhalte straffen, und auch mal die Kameraperspektive variieren, wären die sicher konkurrenzlos.

    Ich glaub ich wandere aus, wenn in USA eine Farm nur so viel kostet wie meine kleine Stadtwohnung hier 🙂 Für den Preis bekommt man hier auch auf dem Land nur Ruinen in verlassenen Gegenden mit trübsinniger Resteinwohnerschaft. Im Ruhestand kaufe ich mir vielleicht ein Hausboot, dann lebe ich immer auf dem Wasser und kann öfters mal weiter ziehen. Solange ich da eine Hobbywerkstatt drin habe, brauche ich nur Bett, Küche und Bad 🙂 Das wäre einer meiner Träume, aber nicht in Stein gemeisselt.

  23. Thorsten

    „Berater der Bundesregierung empfehlen einen weitgehenden Verzicht auf den sozialen Wohnungsbau sowie die ersatzlose Streichung der Mietpreisbremse. So soll die Wohnungsknappheit bekämpft werden.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sozialer-wohnungsbau-beratergremium-empfiehlt-abschaffung-a-1224526.html

    Haha,

    besser spät als nie möchte man rufen. Jetzt haben sie erkannt, dass sozialer Wohnungesbau und die Mietpreisbremse die Mieten nach oben treiben, lange hats gedauert. Ob Frau Barley Kenntnisse in Mathematik oder Betriebswirtschaft hat ? Vielleicht höhrt sie ja auf die Experten.

    Für die Einführung der preistreibenden Mietpreisbremse müsste sie eigentlich ihr Amt abgeben. Selbst bei Abschaffung der Mietpreisbremse, die Lawine ist nicht mehr zu stoppen. Die Vermieter werden auch ohne sie nach Mietspiegel und Möglichkeiten viel häufiger erhöhen als vorher, das Vertrauen in die Politik ist bei den Immobilien weitgehend dahin. Wer weiß, was ihnen dann in ein paar Jahren wieder einfällt und den Investoren die Lust am Bauen nimmt. Und wir erinnern uns : die Eigenheimzulage wurde just in dem Moment abgeschafft, als der Wohnungemangel offenbar wurde.

    Also : zur Absicherung konsequent und regelmäßig Mieten anheben, selber bauen oder kaufen für Eigenerwerb.

  24. KievKiev

    @ Thorsten

    Mietpreise regeln sich automatisch über Angebot und Nachfrage. Jeder Eingriff bewirkt nur eine temporäre Verzerrung. Die Mietpreisbremse hat vermutlich zu einer Erhöhung der Mietpreise geführt. Das Niveau bleibt durch die Nachfrage bestehen.

    Städtisches Wohnen ist nach wie vor sehr attraktiv. Der Wohnraum ist hier einfach begrenzt. Auflagen für Neubauten erschweren Neuinvestitionen und sorgen mit der konstanten oder gar steigenden Nachfrage nach Wohnraum zu entsprechend steigenden Preisen.

    Bis zu einer wirtschaftlichen Rezession wird sich das vermutlich nicht groß ändern. Die Kaufpreise eilen den Mieten (Erwartung) voraus. Entsprechend wird sich die Miete bei ähnlichen Bedingungen weiter erhöhen müssen.

  25. steve

    @ Thorsten

    ich stimme zu was unsere Politiker durch die Bank bewegen traurig. Ich glaub das wird uns leider noch auf die Füsse fallen.

    <strong>wo ich über eine Erklärung dankbar bin wieso steigert der soziale Wohnungsbau die Mietpreise.</strong>

    Für die Abschaffung der Eigenheimzulage müsste es auch einen Award geben nach dem Motto blödeste Entscheidung des Jahres wobei ich überlegen müsste wers war und wann. Jetzt der Kracher Baukindergeld wenn es blöd läuft kommt das Kind zu spät und die Zulage ist weg

    Als nächstes werden sie wahrscheinlich wieder mal am Sparerfreibetrag schrauben schon lange nicht mehr dran rumgemacht und kann man ja super begründen, gibt ja nur Mikerzinsen. Also braucht man den nicht inder höhe oder man ist ein reicher Sozialschmarotzer und der soll doch bitte zahlen.

    P.S. Klar beim Finanzaward Stimme für Tim

  26. Thorsten

    @steve ganz genau, ich weiß  ich schweife weit ab, aber eine Politik der Mitte kann ich beim besten Willen nicht mehr erkennen, das Geisterschiff fährt mit Schlagseite links. Irgendwann kippt es um und dann haben wir Leute, die ganze Straßenzüge mit Zelten bewohnen  wie in Los Angelos. In Hamburg haben wir solche Leute schon dauerhaft unter den Brücken, sie sind wohl geduldet.

    Bevor sie am Sparerfreibetrag schrauben weden sie erst noch den Soli umwidmen als „Euro-Soli“ für die euroäische Überbauung in Brüssel, die es dann für igendendwas ausgeben darf wie z.B das Verbot für Halogenlampen, das gerade EU-weit Faktum wird.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-laeutet-Ende-der-Halogenlampe-ein-Produktionsverbot-ab-September-4143889.html

    Aber zurück zum Thema finanzielle Freiheit: LEDs sind stromsparender, wenn sie die gerantierte Zeit und die Anzahl der Schaltzunstände halten. Es hilft zu sparen.

    Ich hatte trotz Qualitätskauf schon den FI-Schalter fliegen sehen, zwei Beinahebrände mit Plastikbrandgruch (Deckenspots GU10, unverbaut), weil die durchschmoren können, da ist Elektronik drin mit brennbaren Teilen. 10.000 Stunden oder 20.000 Stunden sehe ich auch nicht, sie fangen nach fühlbarer Zeit an sichtbar zu flackern, sodass man sie besser dann schon austauscht. Mit den FilamentLeds habe ich dagegen gute Erfahrungen, die werden sich wohl durchsetzen, sie haben das alte Glühbirnenaussehen und auch die Abmaße. Bisher kein Flackern und kein Ausfall.

  27. Hartmut Schwensen

    Der Blog entwickelt sich leider immer mehr zu einem „Lebe-sparsam-und-minimalistisch-Blog“. Schade eigentlich, denn Warren Buffett und Mark Zuckerberg sind in erster Linie Unternehmer und leben im Verhältnis zu Ihrem Einkommen bzw. Vermögen sehr sparsam. Dieser Aspekt, dass Wohlstand in der Regel durch Unternehmertum entsteht, kommt mir deutlich zu kurz. Bei sechsteiligem Jahreseinkommen in Möbeln vom Sperrmüll  zu leben und dafür ETF zu kaufen, erscheint mir ein trauriges Unterfangen zu sein. Warren Buffett trägt übrigens sehr teure Anzüge und hat eine Rolex. Kleinkram für ihn. Charly Munger lebt übrigens auf deutlich größerem Fuß. Das nur nebenbei.

  28. Bruno

    @Hartmut Schwensen

    https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/509003/Warren-Buffett_Aktienrally-nach-Lob-fuer-ChinaAnzug

    9 Anzüge aus China, wenn man das runterbricht auf unsere durchschnittlichen Vermögen und Einkommen, kannst mal ausrechnen 😉

    Und eine Rolexuhr, die er vermutlich geschenkt bekommen hat, heruntergebrochen auf uns würde wohl nicht mal eine 50.- Plastikuhr hergeben.

    Abgesehen davon ich habe kein Problem wenn jemand einen teuren Anzug oder teure Uhr leistet, wenn er wirklich Freude daran findet. Für einige Berufe ist es ja auch von Vorteil, wenn man sich einen anständigen Anzug leistet, es muss aber auch nicht zwingend eine Top-Marke sein, 99% sehen keinen Unterschied. Wichtiger ist dass er auch passt, das sieht man sofort.

  29. Thorsten

    Ich gehe jetzt Drachenboot fahren, da kann ich mich beliebig abregen 😉 Distanz zu Medien, Sport, gesellige Treffen  und Natur sind hilfreich.

  30. Hartmut Schwensen

    @Bruno: Dann scheint sich das mit den Anzügen geändert zu haben. Gibt ein Zitat, dass er sehr teure Anzüge trüge, sie würden nur billig aussehen bei ihm. Danke für den Hinweis. Den Rest meiner Argumentation halte ich aber weiter.

  31. Daniel (Fächerstadt)

    Naja sparsam als Image vielleicht, Zuckerberg mag vielleicht als Nerd rumlaufen aber alleine sein Grundstück auf den Hawaiiinseln hat über 100 Millionen Dollar gekostet und das ist die Familienvilla noch nicht mal gebaut.

    Maschmayer hatte ebenfalls eine Villa auf Mallorca für 40 Mio EUR verkauft.

    Buffett fliegt mit dem Privatjet (netjets) und hatte eine Villa in Laguna Beach, wobei er doch am sparsamsten ist.

  32. Daniel

    Auf der einen Seite finde ich es beeindruckend wenn wirklich wohlhabende Menschen sparsam leben, allerdings sollte man auch betrachten, dass inbesondere ausschweifend lebende Menschen mit ihrem Konsum und Bedarf viele Leute in Lohn und Brot bringen. Das fängt beim Gärtner an, geht über Innenausstatter und damit verbundenen Handwerksbetrieben bis hin zu Schmuckhändlern etc.

    Dieser Konsum bereichert nicht selten insbesondere die heimische Wirtschaft des Standortes. Es ist zwar löblich, wenn große Summen anschließend gespendet werden, aber ich glaube die Statistiken, wieviel Geld bislang in Afrika ohne rechten Nutzen versenkt wurde, dürften dramatisch sein. Mal davon abgesehen, dass inbesondere wenn große Summen an Einzelne Organisationen gehen, viel abgezwackt wird oder gar noch schlimmer durch staatliche Misswirtschaft verpulvert wird.

  33. Chris der wahre K

    Tim: wieso ist zuckerberg ein Vorbild für Dich?

    Das ist ein riesen A.

    Anders kann man es nicht sagen. Er klaute die Idee zu Facebook und hat seinen besten Freund betrogen.

    So jemand wäre nie mein Vorbild

     

  34. Doc Oliday

    Meine Stimme hast Du auch.

    viel Erfolg und danke für Deine motivierenden Beiträge, ich lese hier gerne mit, nicht zuletzt wegen der oft sehr konstruktiven Diskussion, die durch die Kommentare entsteht. Mach weiter so!

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