Investor und Inselfan Swen Lorenz: Das Meer glitzern sehen

Swen Lorenz. Ich traf den Finanzmarktexperten, der auf einer kleinen Insel vor der Küste der Normandie lebt, kürzlich in einem Café in New York.

Kürzlich habe ich Swen Lorenz in einem kleinen Café nahe der Wall Street getroffen. Er betreibt das Blog www.undervalued-shares.com. Dort schreibt er über günstige Aktiengesellschaften. Sie müssen im Regelfall mehr als eine Milliarde Dollar Börsenwert haben, sonst fallen sie durch sein Raster. Eine Ausnahme ist der von ihm empfohlene Heidelberger IT-Dienstleister SNP Schneider-Neureither & Partner, der sich im SAP-Umfeld tummelt.

Auf seiner Kaufliste sind seit einiger Zeit außerdem UniCredit, Gazprom, Volkswagen, American Airlines und International Consolidated Airlines Group (IAG). Unter dem Dach der IAG sind British Airways und Iberia vereint. Der britische Billigflieger Flybe meldete gestern die Zahlungsunfähigkeit an, das wird die Vormachtstellung der British Airways noch weiter stärken.

Mit der Airline Aurigny fliegt Lorenz von den Kanalinseln nach London.

Airlines sind im Sinkflug

Seine Airline-Favoriten leiden natürlich unter dem grassierenden Coronavirus. Aber wer hier den Mut hat zuzugreifen, bekommt eine besondere Chance. Warren Buffett stockte gerade sein Delta Airlines-Paket um 1 Million Aktien auf, nachdem der Kurs um 20 Prozent eingebrochen war.

Lorenz ging 1990 im Rahmen eines Austauschprogramms in New Jersey zur Allentown High School. Er studierte in Würzburg. Er leitete einen Investmentfonds, der zum Imperium des Verlegers Bernd Förtsch gehörte. Lorenz schrieb mehrere Bücher, eine Kolumne für das Börsenmagazin “Der Aktionär”.

Lorenz liebt wie ich das Reisen. Er teilt mit mir die Leidenschaft für New York City. Zwischen dem East und Hudson River ist er oft. In Brooklyn mietet er sich alle paar Monate eine Wohnung. Nach unserem Treffen reiste er weiter nach Washington und anschließend nach Miami. Übrigens kann ich den Wohnungsvermieter Sonder empfehlen, die haben in New York insbesondere an der Wall Street faire Appartementdeals.

Er bringt einen kostenlosen Newsletter heraus, den 3.000 Abonnenten beziehen. Darüber hinaus schreibt er einen kostenpflichtigen Börsenbrief, den mehr als jeder zweite seiner Newsletterleser bestellt hat. Der Brief kostet 49 Dollar im Jahr.

Auf einer Insel mit 400 Einwohnern

Er ist ständig auf Achse. Seine neue Heimat sind die britischen Kanalinseln. Sie liegen vor der Normandie-Küste. Lorenz lebt auf der kleinsten Insel namens Sark. Sie hat nur 400 Einwohner.

Der Vorteil: Es gibt hier jede Menge Natur. Es gibt keine Steuern. Der Staatsapparat ist winzig. Lorenz muss nur einmal im Jahr die Grundsteuer für sein Haus bezahlen, es sind 4.500 Pfund. Mehr als 7.000 Pfund braucht kein Immobilieneigentümer zu bezahlen. Das ist das Limit. Einkommenssteuern gibt es keine. Es gibt auch keine Steuern auf Vermögen. Das macht die Steuergeschichte einfach. Gut, es werden noch geringe Steuern auf Alkohol, Fahrräder und Hunde erhoben. Das hält sich aber in Grenzen.

Beschäftigungsverhältnisse werden per Handschlag gemacht. Verträge braucht es keine. Ich finde das super. Es macht das Leben einfacher.

Es ist eine Steueroase, die kaum jemand kennt. Mehrere Deutsche und Schweizer leben auf der Insel, berichtet Lorenz. Die beiden größeren Nachbarinseln Guernsey und Jersey sind bekannter. Auch unter Steuersparern. Die Inseln sind so eine Art “Aldi-Monaco”, weil die Immobilienpreise hier nicht so absurd teuer sind.

Sark hat 5,5 Quadratkilometer Landfläche, es ist ein unabhängiger Staat. Im Jahr 1565 gab die britische Krone einem Adeligen das Recht, die Insel unabhängig zu regieren. Seitdem ist Sark unabhängig.

Die Häuser auf Sark kosten zwischen 400.000 und 600.000 Pfund. Allerdings schrumpft die Bevölkerung seit Jahren. Früher durften Immobilien nur mit Eigenkapital/Cash gekauft werden, die Aufnahme einer Hypothek war nicht möglich. Dies soll nun gelockert werden, um den Immobilienmarkt attraktiver zu machen.

Autofrei, kein Flughafen

Die Verfassung des Winzlings verbietet es, Staatsschulden aufzunehmen. Das gefällt mir gut. Es gibt keine Autos. Und keinen Flughafen. Geht Lorenz auf Reisen, muss er mit der Fähre auf die Nachbarinsel Guernsey, wo er dann nach London fliegen kann.

Sark lebt vom Tourismus. Jährlich kommen 60.000 Gäste auf die Insel. Ein Haus kostet zwischen 400.000 und 600.000 Pfund. Das ist kein Schnäppchen. Aber du musst bedenken, dass es eben heftige Steuervorteile gibt. Wer einen EU-Pass hat, kann nach Sark ziehen. Die Kanalinseln sind nicht Teil der EU, sie haben aber ein Abkommen mit Brüssel. Steuerlich ansässig ist jeder, der Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung hat.

Nur eine Mahlzeit am Tag

Wenn Freunde Lorenz auf der Insel besuchen, jammern sie, weil ihnen das Brot vom Supermarkt nicht schmeckt. Es gibt keinen Bäcker. Lorenz sagt, natürlich gibt es dort auch Nachteile. Er achtet übrigens strikt auf die Kalorienaufnahme. Er hält sich an die Eine-Mahlzeit-am-Tag-Regel. Um 17 Uhr gibt es in der Regel das Abendessen. Auf Frühstück, Mittagessen und Snacks verzichtet er. Außer wenn er mit Kollegen oder Freunden zusammen ist. Dann macht er Ausnahmen. Auch meidet Lorenz weitgehend Alkohol. Ich habe Respekt vor seiner Disziplin! Hiervon kann ich mir eine Scheibe abschneiden.

Apropos Intervallfasten. Dazu gibt es jede Menge Literatur. Wie dieses Buch: Ein leerer Magen macht gesund: Wie wir ein machtvolles Gen aktivieren (Affiliate). Twitter-Gründer und Chef Jack Dorsey nimmt auch nur ein Abendessen am Tag zu sich. Das wars.

Es gibt auf Sark keine Autos. Traktoren werden per Ausnahmegenehmigung für Landwirte zugelassen. Sonst sind Räder oder Pferde das Fortbewegungsmittel Nr. 1.
Die Fotos hat mir alle Swen Lorenz zur Verfügung gestellt.
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chefkoch
2 Jahre zuvor

Schöner Artikel, Tim.
Die Insel errinert mich etwas an ‘Mackinac Island’, zumindest vom geographischen her. Dort gibts auch nur Pferde und Räder zum fort bewegen. Eine Zeit lang dort zu arbeiten war schon toll, aber leben auf Dauer könnte ich dort wohl nicht.
 
-chefkoch

Tobs
2 Jahre zuvor

Ganz interessant die Seite undervalued-shares. Habe mir auch mal den Beispiel-Bericht zu Gazprom angeschaut. Wenn auch Gazprom für mich selber nichts wäre, hat mir die Annäherung und vorurteilsfreie Betrachtung sehr gut gefallen. 

2 Jahre zuvor

Die Kanalinseln sind wunderschön über Pfingsten, viele offene Gärten, überall blühende Pflanzen. Einige Hotels haben dann Sonderangebote für Übernachtungen. Ideal für einen Kurztripp für paar Tage. Man kann sich Fahrräder leihen und die Insel sich anschauen. Ist angenehm warm dort, wird nicht ganz so kalt im WInter wie bei uns.

Chris k.
2 Jahre zuvor

Mega cooler Artikel Tim!! Inspiration und Erfolg zu sehen motiviert. Sehr interessant.

Funkelstein
2 Jahre zuvor

Sorry, bin mal wieder etwas spät dran und beziehe mich hauptsächlich auf den vorhergehenden Artikel. Die Kanalinseln nehme ich aber auf jeden Fall in meine Reiseziele auf. Aus langjähriger Erfahrung am Aktienmarkt und mit genügend Fehlern kann ich nur dazu raten wirklich gut laufende Blue Chips bei Rücksetzern (natürlich nicht überbewertet, aber vielleicht zum fairen Preis) zu kaufen. Auch mir geling das nicht immer, ist doch die Versuchung ein Schnäppchen zu erwischen groß. Meine Favoriten sind derzeit ITW, Union Pacific, Microsoft hab ich schon genug ;-), Cisco, 3M, Amgen, Shell (für die weite Zukunft), General Mills…   Sicher geht es noch ein Stück weit runter, trotzdem lieber nicht zaudern, sondern handeln.
Weiterhin viel Erfolg beim Investieren!
 
 

Arnold-Horst
2 Jahre zuvor

Das war wirklich mal ein toller Artikel und ganz anders als die “Standard”-ETF-Frugalisten. Werde mir seine Seite auf jeden Fall mal anschauen.

Chris1
2 Jahre zuvor

Klar hat so eine Insel seinen Reiz.
Gibt es dort ein Krankenhaus? Sowas finde ich extrem wichtig.
Seine Ernährung ist ein absolutes NO GO!
Einmal am Tag essen ist ungesund
Es steht fest, dass am besten ist oft und kleinere Portionen zu essen 
3 ist Minimum, besser 5 und mehr.
Und wenn nicht mal das Brot schmeckt, dann will ich gar nicht wissen, wie der Rest schmeckt bzw was Es überhaupt dort gibt.

Der Baum
2 Jahre zuvor

@ Chris, in den Ernährungswissenschaften steht im Prinzip garnichts fest. Zu deiner Idee von häufigem essen gibt es zig Gegenargumente. Ich nehme mal zwei Stück, 1. Unterbrechungen der verstärkten Autophagie, 2. Unterbrechung der Darmreinigenden Funktionen, beides funktioniert nachweislich besser bei regelmäßiger längeren Unterbrechung von Nahrungsmittelzufuhr.
Ich glaube nicht, dass regelmäßig ein bisschen essen schlimm ist, aber ob es besser ist oder schlechter als lange Pausen? Da müssten wir erstmal festlegen was besser und schlechter ist? Ist jemand krank? Wie ist die individuelle Verdauung aufgestellt? Etc. Etc. Ernährung ist meiner Meinung nach individuell. Es gibt nur sehr wenige allgemeingültige “Regeln”.
Von der Idee würde ich mich sehr verabschieden.
Grüße Baum

Siggi
2 Jahre zuvor

Sind das heute schon Kaufkurse?

Der Baum
2 Jahre zuvor

@ Siggi, alle Kurse sind “Kaufkurse”. Sie sind auch alle Verkaufskurse.
Du musst grundsätzlich selber wissen wann du kaufen möchtest. Ich persönlich habe lediglich zwei bis fünf Titel die ich interessant finde. Und noch einige die ich bereits besitze und vielleicht nachkaufen würde. Alles nach und nach.
Grüße Baum

Wolke
2 Jahre zuvor

@Siggi
Sind das heute schon Kaufkurse?
 
Erwarte keine Hilfe, hier redet niemand mehr über Börse. Sind alle so geschockt, daß sie sich auf eine Insel zurückgezogen haben.
Was mich betrifft, ich bin noch hier und kaufe…wenig.
 

Siggi
2 Jahre zuvor

Der “buy the dip”-Reflex der letzten Jahre bleibt zumindest aus. Das sieht nach mehr als einer kleinen Korrektur aus.
Hier tummeln sich viele erfahrene Anleger. Kauft Ihr oder warten Ihr noch ab?

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Wenn ich “meine” Kurse sehe, dann kaufe ich eine Tranche. Und wenn sie danach fallen, dann kaufe ich nach  😉
 

SaNbM
2 Jahre zuvor

@Ralf – Baufinanzierung:
Aktuell bekommst du bei sehr guter Bonität und Schufa sogar schon 100% Finanzierungen für die Eigennutzung für ca 1% Zins auf 10 Jahre – bei 2% Tilgung. Der Aufschlag für 15jährige liegt bei ca 0,25%. So wie ich dein Sicherheitsbedürfnis einschätze (was schwierig ist, da ich dich nur aus deinen Beiträgen hier kenne) denke ich für dich ist die 15jährige Variante besser.
Bei 80% Beleihungen sind die Konditionen nochmals niedriger.
Ich persönlich würde das Aktiendepot natürlich behalten (auch wenn es hier Stimmen gibt, die niemals einen Aktienkauf auf Kredit befürworten würden.) Im aktuellen Zinsumfeld ist ein persönlicher Crash damit sehr unwahrscheinlich. (Ich würde auch keine Sondertilgungen machen, sondern Sonderzuzahlungen in mein Aktiendepot.)
Ein Mitleser hat empfohlen doch den Kredit auf verschiedene Laufzeiten z.B. 5 und 10 Jahre aufzuteilen. Davor rate ich dir dringend ab. In der Praxis bist du dann trotzdem bei deiner ursprünglich gewählten Bank gefangen, weil auf diese die Grundschuld läuft. D.h. nach 5 Jahren bei der Prolongation hast du ganz schlechte Verhandlungskarten, was die Zinskondition angeht. 
Wenn du den 5 jährigen Anteil so klein wählst, dass er nach den 5 Jahren komplett getilgt ist, ist das natürlich was anderes.
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück und hoffe, dass es diesmal mit dem Eigenheimerwerb für euch klappt;-)

Wolke
2 Jahre zuvor

Unglaublich: Da landet eine Journalistin aus Italien kommend in New York und wird nicht auf Corona kontrolliert. Das kann ja heiter werden.
https://twitter.com/julialindau?lang=de

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Corona:
 
Warte erst mal, bis die Börsen wegen Corona geschlossen werden  😉
 

Mattoc
2 Jahre zuvor

Beim schnellen Querlesen von „Inselfan Swen Lorenz“ liest mein Gehirn „Insolvenz“. 🙂

Bandowski
2 Jahre zuvor

Mit einer Anlage in British Airways und Iberia kann ich nicht viel anfangen. Aber schöne Werbung für den Blog von Herrn Lorenz. 

Daniel
2 Jahre zuvor

Ich kaufe meine Kombi MDAX und Nasdaq ETF in Tranchen alle 5% tiefer. Orders für die nächsten 5 liegen im Markt und warten darauf ausgeführt zu werden. 

Luigi
2 Jahre zuvor

@Rüdiger
Algos und Rechner sind weitestgehend immun gegen Corona. 

Martin
2 Jahre zuvor

Im Augenblick haben wir eher „sell the bounce“. Das intervenieren der FED wurde eher als Bestätigung einer ernsten Gefahr aufgenommen.
Der S&P dürfte noch bis 2500 fallen. 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Luigi:
Dann schad’s ja nix. Können sie die Buden gleich absperren … prophylaktisch  😉
 

DanielKA
2 Jahre zuvor

Gazprom über 9 % Dividende, haben auch gegen die Klage von Litauen Mitte Februar gewonnen, langsam wirds billig.
3M, Altria, Facebook, Alphabet, Anheuser Bush

Sparta
2 Jahre zuvor

@Mattoc
Sobald ich Bernd Förtsch höre … bin ich auch leider voreingenommen.

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ Tim
Die Kanalinseln sind sehr interessant. Gutes mildes Wetter im Vergleich zu England. Jersey hat eine gute Infrastruktur und Frankreich ist schnell zu erreichen. Das ist schon ein Auswanderungsziel für uns Depothelden 😉  “Aldi-Monaco” hört sich gut an, wobei die Immobilienpreise auf den hauptinseln wahrscheinlich deutlich teurer sein werden.
 

Felix
2 Jahre zuvor

Welche bleibenden Spuren hat denn Bernd Förtsch hinterlassen, würde mich interessieren.

-M
2 Jahre zuvor

Warren Buffett 
Er investiert 45 Millionen und jeder stürzt sich da drauf ….. lol…. das ist wie wenn ich 1 einzelne Aktie davon kaufen würde für 45USD für BRK …. 
 
@Baum 
Übrigens fand ich deine gestrigen Ausführungen absolute klasse ! Muss mal gesagt werden. Schriebe dir auch demnächst noch ne Mail. Meine sehnenscheidenentzündung wird besser. 
 
@Kiev 
Denke weiter auch an deine Mail, habe endlich den Wein bestellt 😉
 
-M

Sparta
2 Jahre zuvor

@Felix

Eigentlich bemühe ich mich ja immer gerade nicht voreingenommen zu sein!

Allerdings mag ich Geschäftsmodelle die transparent, offen und ehrlich sind, wenn sie denn schon in der Kritik mit Razzien, zweifelhaftem Ruf & Intransparenz stehen…

Wer ein reines Gewissen hat, kann offen Rede und Antwort stehen.

Der Baum
2 Jahre zuvor

@ Danke M, tu das gerne.

Sparta
2 Jahre zuvor

@Ralf & Wolke

Eine durchaus interessante Untersuchung zur Entstehung von Aktienrenditen, bzw. welche Faktoren sich im Zeitablauf geändert haben…

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/wall-street-was-die-us-amerikanische-boerse-wirklich-antreibt-16163568.html

Die alleinige Schuld immer den Staat für alle Missstände zu geben ist vielleicht doch etwas zu einseitig… 

Slowroller
2 Jahre zuvor

@Thorsten
Nochmal zum Thema ETF: Wenn nun aber Tesla durch Shortangriffe auf 50% sinkt, dann ist doch die Gewichtung im Index wieder fast sauber. Die meisten Indizes gewichten doch nach Martkapitalisierung, und diese ist in diesem Fall real als auch im Index gesunken. Meiner Meinung nach muss der ETF dann garnichts machen – und wird erst aktiv wenn ein neuer Wert einen alten ersetzt.
 
Wer natürlich Tesla haben WILL, der sollte Tesla kaufen und keinen ETF mit 1850 Positionen 😉

Wolke
2 Jahre zuvor

@Sparta
Die alleinige Schuld immer den Staat für alle Missstände zu geben ist vielleicht doch etwas zu einseitig… 
 
Ganz im Gegenteil. Ich rechne es dem italienischen Staat hoch an, wie er gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie kämpft. Davon profitieren auch die, die nicht viel tun.
 

Stefan
2 Jahre zuvor

Hi Tim,
das Café kenn ich doch;-) Kann es sein, dass wir auch dort waren im Mai letzten Jahres?
Danke für den Tip mit Sonder.
Hab mich kürzlich sehr über Airbnb geärgert. Hatte ins Auge gefasst im April drei Wochen in New York zu verbringen. Hatte ein kleines Appartement nähe Central Park gefunden. In jedem Buchungsschritt kamen dann irgendwelche Gebühren drauf. Am Schluss waren es fast 600 EUR Gebühren, so dass ich alles komplett gecancelt habe…
 

Andreas
2 Jahre zuvor

So langsam kommen Aktienkurse von Unternehmen, die ich gerne noch im Depot hätte in Regionen, die ich interessant finde;) 
Medtronic, Diageo z.B., zwar immer noch nicht günstig, aber bei solch tollen Unternehmen werd ich wohl bald mal mit einer ersten Tranche einsteigen. LVMH ist mir noch deutlich zu teuer, Microsoft irgendwie auch, aber ist halt die Frage, wie günstig man die vielleicht noch bekommt.
Bei bereits im Depot enthaltenen Werten wird step by step nachgekauft, wenn es passt. Spannende Börsenphase auf jeden Fall, die zunehmend Möglichkeiten eröffnet, um an bestimmte Werte günstiger zu kommen.

2 Jahre zuvor

Huch dieser nette Herr war ja auch schon bei Jens Rabe.
War schon jemand bei Jens Rabe auf einer Academy Schulung?
Mein Depot heute mal wieder roter als rot, was sagen denn nun die Experten zu dieser Börsensituation? Kaufen, warten oder besser sogar verkaufen?Ich hab kein Geld mehr zum investieren und muss sparen um meine Steuern zu tilgen.
Wenn ich Glück habe und das Finanzamt gnädig ist, kann ich ab Juni wieder investieren.
Ich beneide die Leute die immer alles richtig machen und vorher Wissen was an der Börse in Zukunft passieren wird.
 

-M
2 Jahre zuvor

Josef, den hab ich auf YT bei Jens Rabe auch gesehen…. für mich wie Beamte sanders ein Verkäufer. Mag ihn genauso wenig….. aber ist jetzt halt nur mein Eindruck.
-M

Thorsten
2 Jahre zuvor

Josef,
gar nichts verkaufen. Und keiner weiß was kommt, zumindest nicht WANN.
Es gibt noch keinen Boden, es geht wohl in Wellen abwärts. Corona, Rezessionsängste, Grenzterror durch die Türkei, Euroängste,….
Chillen und über Sparpläne nachkaufen. Über die billigen Einkäufe freuen und nicht zu viel ins Depot schauen. Das viele Rot macht manche agressiv oder depressiv. Also anderes tun als auf die “Verluste” starren
 

Daniel
2 Jahre zuvor

War schon jemand bei Jens Rabe auf einer Academy Schulung?
ist das nicht hauptsächlich bezogen auf Optionsstrategien? Das ist nen Feld das mich nicht sonderlich interessiert bzw. mich nicht befassen will.
Mein Depot heute mal wieder roter als rot, was sagen denn nun die Experten zu dieser Börsensituation?
so wie immer. Es geht mal rauf, es geht mal runter, ich habe noch 30 Jahre bis zu Rente….mit anderen Worten…es ist mir herzlich egal.
Kaufen, warten oder besser sogar verkaufen?
Ich kaufe jeden Monat, egal wie die Kurse stehen. 
Warum verkaufen? Was hat sich geändert? Bist du Rentner und brauchst dringend Cash? Steht ein Hauskauf o.Ä. an? Ich sehe keinen Grund irgendwas zu unternehmen, im Gegenteil, jemand der z.B. einen 70/30 Aktien/Cash Quote hat(te) müsste nun fleissig nachkaufen um das Verhältnis wiederherzustellen.
Ich hab kein Geld mehr zum investieren und muss sparen um meine Steuern zu tilgen.
Und warum fragst du dann nach Kaufen wenn es für dich als Option sowieso flachfällt? 😉

Stefan
2 Jahre zuvor

hey,
 
ich finde solch ein Lebensstil wirklicj bemerkenswert?, und es ist mal wieder ein super Bericht dazu.
Schaut euch an Familien Finanzen , der Versuch aus 1000€ mit Faktor Zertifikaten 4000€ Gewinn zu machen. 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

nicht zu viel ins Depot schauen.
 
Ich schaue gerne in mein Depot. Je dunkler das Rot dort, desto grüner die Ampel für Nachkäufe  😉
 

Diese Familien-Finanzen schaue ich mir in 1000 Jahren nicht an. Einfach nur aufdringlich und lästig, diese dauernde Werbung.

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ Rüdiger: 😉 ja diese Kommentare einfach so hinzurotzen, nur damit man Werbung für den eigenen Blog macht, finde ich auch sehr aufdringlich….

Wolke
2 Jahre zuvor

@Stefan
Familien-Finanzen und Faktor-Zertifikate! Gehts noch oder sollen wir den Notarzt rufen?

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Ich beneide die Leute die immer alles richtig machen und vorher Wissen was an der Börse in Zukunft passieren wird.
@Josef
Ich kenne viele Menschen die immer von dem erzählen was geklappt hat die Misserfolge werden jeweils nicht erwähnt.
Wenn ich eine Aktie kaufe notiere ich mir meine Überlegungen im Zeitpunkt des kaufs. Die Notizen mache ich altmodisch in ein Schulheft aus Papier.
Wenn eine Aktie mal richtig im Minus ist nehme ich mir meine Aufzeichnung hervor und schauen welche Überlegungen mich damals zum Kauf bewogen haben. Wenn sich die Umstände nicht gross geändert haben, so gibts keinen Grund für mich die Aktie zu verkaufen.
Ein par alte kranke Menschen die an einem Grippevirus sterben werden keinen nachhaltigen Einfluss auf die Weltwirtschaf haben. Daher sehe ich von Verkäufen ab und kaufe nur selektiv nach wenn ich Gelegenheiten die zum Kaufen einladen sehe.

Luigi
2 Jahre zuvor

Verständnisfrage an die “alten Hasen”. 
Mittlerweile warden ja etwas mehr al 80% der Performance im S&P 500 von 4-5 wenigen Werten ausgemacht. Das ist natürlich prima in steigenden Phasen und trifft diese Werte in fallenden Phasen ungleich härter, oder?
Wäre es nicht besser auf Werte zu setzen, die wenigen durch das sekundenschnelle Handeln über Futures und ETFs nach oben-/untengedaddelt warden? Werte, die also etwas unter dem Radar fliegen?
Danke für Eure Einschätzungen. 

Felix
2 Jahre zuvor

Ich habe wenig Probleme damit bei Rückschlägen oder Korrekturen wie jetzt neue Investments zu tätigen. Was mir nicht gelingt – bislang -, ist oben auszusteigen. Ich verpasse immer den Peak und dann wenn`s schon gekracht hat, möchte ich auch nicht mehr verkaufen. Deshalb versuche ich es dann mit Aussitzen.

Ralf
2 Jahre zuvor

Cool bleiben und nach Möglichkeit Positionen nachkaufen bzw. aufstocken. Ein Cashpolster ist jetzt natürlich eine feine Sache. Und Sparpläne können in solchen Phasen ihre Stärken ausspielen. Nun wird es auch für kleinere spekulative Hebelgeschäfte interessant als Beimischung.

Die Kanalinseln sind echt interessant. Wie aus einer anderen Zeit.

Mark 85
2 Jahre zuvor

Zu den Kanalinseln: Als Inselliebhaber sprechen mich solche Artikel natürlich an. Vielleicht werde ich dort irgendwann mal urlauben. Nur das Klima sagt mir auf den ersten Blick nicht so zu, weil es dort laut Klimatabellen keine richtigen Sommer gibt. So soll Berlin zwischen April und September sogar höhere Tageshöchsttemperaturen aufweisen. Ich habe es gern sonnig und warm.

An Josef: Nicht mal Warren Buffett macht immer alles richtig. Ich denke, dass es ausreicht, die größten klassischen Anlegerfehler zu umschiffen, um langfristig auf Erfolgskurs zu bleiben.

Bei mir ist heute ebenfalls alles rot und ich habe diesen Monat nichts nachkaufen können, weil ich meine Geldreserve wieder auffüllen muss. Voraussichtlich ab Mai wieder. Egal, kurzfristig gibt es wichtigere Dinge als die Börsenmärkte: das reale Leben. 🙂

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