Inflation und Zinswende – was sollten Privatanleger in diesen Zeiten beachten?

Die Verbraucher haben es schwer zur Zeit. Ob Benzin oder Strom, ob Lebensmittel oder Hotels, überall ziehen die Preise an. Aber anstatt die Hände in den Schoß zu legen und zu jammern, geht es darum, etwas dagegen zu tun.

Ein Ansatz ist den Überkonsum zu reduzieren. Er ist schlecht für die Umwelt und den Geldbeutel. Es ist an der Zeit mit dem Kauf von „Zeug“ aufzuhören, das du nicht unbedingt brauchst. Konzentrier dich darauf, mit weniger Besitz auszukommen. Ich entrümple ständig.

Unser Großeltern hatten einen Fernseher, ein Radio, einen Toaster, eine Mikrowelle und einen Wasserkocher. In den Häusern waren oft hochwertige Möbel, die viele nach dem Krieg angeschafft hatten. Die Kleidung wurde früher jahrelang getragen. Der Keller war vermutlich weitgehend leer. Im Vergleich dazu sind wir heute regelrecht kaufsüchtig: Fast Fashion, ständig neue Elektronik und so weiter. Wir belasten damit auch die Umwelt.

Statt ständig Plunder zu kaufen, investiere lieber das Geld in den Ruhestand über ETFs und Aktien. Zumal die Börsen jetzt günstiger sind nach dem Kursrutsch. Da macht es umso mehr Sinn, mutig zu investieren. Niemand muss freilich kauzig werden und Katzenfutter fortan essen.

Restaurantsbesuche und neue Kleidung reduzieren

Wichtige Einsparungen kannst du erzielen, wenn du deine Online-Abonnements ausmistest. Du kannst die Restaurantbesuche reduzieren. Du kannst die Ausgaben für Kleidung, Handtaschen und Schuhe eindampfen. Statt gedankenlos Geld auszugeben, beschränke dich auf Notwendiges. Was vielen hilft, ist ein Haushaltsbuch, ein Budget. Manch einer kauft alle sechs Monate neue Sneaker, damit sie schön aussehen. Vielleicht kannst du noch ein paar Monate dranhängen, bevor du neue Schuhe für die Freizeit kaufst?

Bedenke: 2.000 Euro pro Jahr an zusätzlichen Ersparnissen können in 25 Jahren zu einem Saldo von fast 114.000 Euro führen. Das passiert, wenn du jedes Jahr 167 Euro pro Monat wegsteckst. Leg deine Ersparnisse so an, dass sie eine jährliche Rendite von sechs Prozent abwerfen. Das kommt dann laut diesem Online-Zins-Rechner zustande. Die Börsenrendite beträgt langfristig zehn Prozent. Ich wähle bewusst nur sechs Prozent, um die Inflation zu berücksichtigen in den nächsten Dekaden.

Zieh das 40 Jahre lang durch, dann hast du am Ende 320.000 Euro zusätzlich im Depot.

Wie gesagt, die unterstellte jährliche Rendite von sechs Prozent ist eine konservative Annahme. US-Large-Cap-Aktien erzielten nach Morningstar Direct von 1926 bis zum 30. Juni im Schnitt mehr zehn Prozent Rendite.

Nimm deine Abos unter die Lupe

Überleg, was du brauchst? Apple Music, YouTube Music, Spotify, Netflix, Disney Plus, Amazon Prime, sündhaft teure Dating-Apps und andere Abos…? Schnell hast du monatliche Ersparnisse von 50 oder 100 Euro zusammen. Du gehst seltener ins Restaurant. Lädst stattdessen Freunde und Familie zum Grillen in den Garten ein. Wechsle deinen Internet- und Handytarif. Durchforste unnötige Versicherungen – die Haftpflichtversicherung sollest du behalten. Manche lassen sich Kosmetik, Rasierklingen, Essensboxen usw. im Abo zuschicken. Überleg, ob du das noch brauchst. Deinen Zweitwagen kannst du vielleicht aufgeben.

In der “Welt am Sonntag” gab es einen guten Artikel, wie frisch Verheiratete sparen können – von doppelten Versicherungen bis hin zur Steuerklasse. Aber du brauchst jetzt nicht den Artikel-Zugang (PayWall) kaufen!

Lebensmittel: Bohnen, Reis, Kartoffel

Also wenn du auf der Suche nach günstigen Lebensmitteln bist, solltest du definitiv einen Blick auf Haferflocken und jegliche Sorten Bohnen und Linsen werfen. Und Gemüse der Saison. Ein selbst gemachtes Bircher-Müsli kostet nicht die Welt, ist gesund und lecker. Du kannst deinen Fleischkonsum reduzieren, es wird eh im Schnitt zu viel verzehrt.

Es gibt in manchen Supermärkten wie Lidl Gemüse und Obst, das nicht mehr so schön aussieht, deutlich günstiger. Oder wenn das Mindest-Haltbarkeitsdatum sich dem Ende zuneigt, gibt es oft kernige Rabatte. So etwas nehme ich gerne mit. Joghurt, Milch, Käse und so weiter sind oft länger gut, als das Datum signalisiert. Ich kaufe gerne im Supermarkt nur die Dinge, die gerade im Sonderangebot sind. Statt Markenprodukte kaufst du fortan Eigenmarken, wenn es dir nichts ausmacht.

comdirect finanzblog award: Ich brauch deine Stimme für den Publikumspreis

Mein Blog hat die Vorabprüfung für den comdirect finanzblog award 2022 bestanden und erfüllt die formalen Kriterien.

Neben dem Jurypreis wird es auch wieder einen Publikumspreis geben, bei dem einzig die Stimmen der Leser*innen zählen. Die Abstimmung erfolgt über die Website des finanzblog awards. Über deine Stimme würde ich mich riesig freuen. Bis zum 28.08.2022 um 22 Uhr kann online abgestimmt werden. Pro Person ist eine Stimmabgabe möglich.

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Value
1 Monat zuvor

Tim, meine Stimme hast Du

Sabsi
1 Monat zuvor
Antwort an  Value

Meine ebenfalls! Viele liebe Grüße, Sabsi

Jens
1 Monat zuvor
Antwort an  Value

meine Stimme haste auch

Silke
1 Monat zuvor
Antwort an  Value

Meine auch.

Petra
1 Monat zuvor

Dein Blog ist super interessant, motivierend, persönlich und mit vielen Beiträgen: Ernährung, Bewegung, positive Lebenseinstellung, Börsenpsychologie, Sparen, Minimalismus, Umweltbewusstsein, New York und natürlich gut recherierte und gut verständliche Artikel zu Aktien und zum Investieren. Das macht deinen Blog absolut einzigartig. Man merkt, dass dir dieser Blog und die Leser wichtig sind. Ein Blog, der manchmal Spass macht und noch öfter zum Handeln bewegt. Leute, stimmt für Tim, denn das blonde hübsche lesende Mädel mit bauchfreien Top sollte dieses Mal nicht gewinnen. Daher Community haut in die Tasten – Tim hat es definitiv verdient!

Stefan
1 Monat zuvor

Stimme geht raus!

Rouge
1 Monat zuvor

2x abgestimmt über zwei Geräte 😉 Going strong for Tim

Michael (Bergkamen)
1 Monat zuvor

Hi Tim, natürlich für dich abgestimmt. Warum ? Authentisch, bescheiden und demütig. Bitte mach weiter so.
VG
der Michael (Bergkamen)

Daniel
1 Monat zuvor

********Unser Großeltern hatten einen Fernseher, ein Radio, einen Toaster, eine Mikrowelle und einen Wasserkocher. In den Häusern waren oft hochwertige Möbel, die viele nach dem Krieg angeschafft hatten. Die Kleidung wurde früher jahrelang getragen. Der Keller war vermutlich weitgehend leer. Im Vergleich dazu sind wir heute regelrecht kaufsüchtig: Fast Fashion, ständig neue Elektronik und so weiter. Wir belasten damit auch die Umwelt.********

Ich habe mit der Nachkriegsgeneration genau gegenteilige Erfahrung gemacht. Sobald Geld da war, wurde es ausgegeben, zum Einen weil man Stolz darauf war sich etwas neues leisten zu können nach der absoluten Mangelwirtschaft insb. der 40er und frühen 50er Jahre. Zum anderen weil diese Generation mehrfach einen völligen zusammenbruch des Währungssystems gesehen hat und miterlebt hat und liebe Dinge besitzt als ein paar Banknoten hat die später womöglich nichts mehr wert sind.

Die 70er/80er sind dann eher die Ära meiner Eltern denn meiner Großeltern und diese waren modisch sehr geprägt. Man hat also ständig neu gekauft um beim letzten Schrei dabei zu sein, seien es Strickpullis oder Schlaghosen.

Der/die Keller meiner Großeltern und mehrerer Kriegs und Nachkriegsgenerationen waren nicht leer sondern randvoll mit Plunder. Das liegt daran dass diese Generation das Trauma des Krieges noch erlebt hat und nichts wegwerfen will, egal wie unnütz es ist. Selbst bei meinen Eltern zieht sich das durch die halt eben von ihren Großeltern so geprägt wurden. Da werden irgendwelche Dinge aufbewahrt für eine Eventualität die niemals wieder eintritt. Selbst im Rentenalter wird soviel Zeug gehortet dass man damit ein halbes Haus bauen könnte wenn man wollte.

vinc
1 Monat zuvor

Habe mit zwei PCs abgestimmt, einmal für Abilitato und für dich Tim.
Weiter so:)

Thomas
1 Monat zuvor
Antwort an  vinc

Hi,

man muss nicht an einen 2. PC. Es reicht im Browser ein bis n (ganz viele) Fenster/Tabs im Inkognito-Modus zu starten.

Gruß

DanielKA
1 Monat zuvor
Antwort an  vinc

hab ebenfalls für beide abgestimmt, im Geschäft und daheim 🙂

Alf
1 Monat zuvor

Hallo Tim,
Dein Wunsch war mir “Befehl” – nein, eine Freude! Go, Tim, go…

Noch was: da hab ich doch letztens durch Zufall gesehen, dass die Terracotta Armee bei Dir in der alten Heimat in Viernheim zu besichtigen ist. Ich hatte mir die vor ein paar Jahren angeschaut, als sie noch bei Limburg an der Lahn war.

Go, Tim, go…

LG Alf

Mats
1 Monat zuvor

Ich habe auch gerne für diesen Blog von Tim abgestimmt.

Was bin ich froh, die letzten Monate einiges nebenbei investiert zu haben: der Allworld ist schon wieder bei 103 Euro. Wahnsinn. Wer hätte das vor 3-4 Wochen gedacht. Ich hätte gerne bei minus 20 Prozent (in Euro gerechnet) auch noch mehr investiert, aber meine Stückzahl an diversen Papieren ist dennoch einiges grösser als noch am Anfang des Jahres vor der diesjährigen Krise (durch diverse Käufe und die Sparpläne). Der Blog trainiert das Gemüt, auch schwierige Zeiten durchzuhalten. Dafür danke und weiter alles Gute!

Thorsten
1 Monat zuvor

Meine Stimme gerade für Tim eingeworfen.

Nebenbei : Hätte man vor einem Jahr Euro in Dollar getauscht und einfach nur liegen lassen, wäre man 20% reicher – in Euro betrachtet. Ohne jede Transaktion im Aktiendjungel. Hätte, hätte, Fahrradkette. Solche Clickbaits werden ganz oft mit Einzelaktien veröffentlicht, die Währungen werden ignoriert.

1 Monat zuvor
Antwort an  Thorsten

Korrekt! Als vor einiger Zeit mal die Sinnhaftigkeit des USD-Währungskontos zB beim Smartbroker bezweifelt wurde war die Stimmung hier anders (ja, man kann die Aktien nur in Euro zahlen, NYSE-Handel ist bei SB zu teuer und kann die Dollars nicht überweisen oder abheben) aber bei Gelegenheit in Euros wechseln geht eben. Einzig, dass die Wechselkurse beim Smartbroker/DAB immer trotz der Marge von 0,03 in der Realität immer noch mal schlechter als nachvollziehbar ausfallen trübt die Freude etwas. Die Referenzkurse sind nicht mit den abgerechneten Kursen auch annährend vergleichbar. Frag man dort nach bekomt man keine Antwort. Das ist Service bei DAB Smartbroker. Allerdings wird sich der USD/EUR-Kurs irgendwann auch mal umkehren.

Thorsten
1 Monat zuvor

Ach ja : ich bin zu alt . Meine Großeltern hatten solche Geräte nicht, auch, weil es sie zum Teil noch gar nicht gab. Der Topf auf dem Holz/Kohle- oder Gasherd hat das Wasser auch erhitzt.

Anton
1 Monat zuvor

@ Indexabbildung ETFs

Es geht mir um den S&P 500 und die ihn abbildenden ETFs. Ich habe mir zwei davon als Beispiel angeschaut. Den HSBC S&P 500 IE00B5KQNG97 und den Vanguard S&P 500 IE00B3XXRP09. Beide ausschüttend. Beide benötigen einen Zuwachs von ca. 5% um die ATHs zu erreichen. Der S&P 500 Index hingegen landet bei 5% Zuwachs bei ca. 4.262 Pkt (Stand heute 4.155). Der ATH wäre aber erst bei 4.800. Woher kommt diese Differenz?

Rentner
1 Monat zuvor
Antwort an  Anton

@Anton
Das wird an der Währungsumrechnung liegen. Die ETFs werden hier in Deutschland in Euro gehandelt und der S&P500 als Index in US Dollar. Auf ariva.de kannst du dir sehr gut den von dir genannten Vanguard-ETF einmal an der XETRA in Euro anschauen und einmal an der Nasdaq in US Dollar. Da siehst du den von dir beschriebenen Unterschied auch im Chart.

Anton
1 Monat zuvor
Antwort an  Rentner

Perfekt! Besten Dank Rentner.

Kalli
1 Monat zuvor

Das Thema Lebensmitteleinkauf sollte man nicht unterschätzen.

Freunde von mir sagen, sie brauchen 250-300 € pro Person im Monat! (da wird dann nur der teure Alpro Joghurt, die Landliebe Milch oder die teure Lindt Schokolade gekauft, wir brauchen das nicht).

Wir benötigen 350 € zu dritt, da wir fast ausschließlich im Angebot kaufen oder wie Tim sagt Dinge kurz vor dem MHD (teils mit 30-50 %Rabatt).

So landet auch ständig neues auf dem Speiseplan. Die ganzen veganen Sachen kauft hier niemand und sind immer mind. 30 % reduziert.

Paluma
1 Monat zuvor
Antwort an  Kalli

Kalli kommt natürlich immer zum Vergleich zum Einkommen. Ob die Lebensmittel vom Monatsgehalt nur 2% ausmachen oder sogar 10-20%. Bei zweiteres sollte dort schon genauer hin geschaut werden.

Daniel
1 Monat zuvor
Antwort an  Kalli

Kein Problem, wenn ich 3x die Woche im Büro bin werden pro Tag ca. 7€ für Kantine und Kaffee fällig. Das sind die ersten ~85€. Die anderen 15€ gehen für Wasser und das Wochenend-Bier drauf.

Damit ist der Kühlschrank noch gänzlich leer.

Ich kaufe mir jeden morgen ein Croissant und ein Brötchen beim Bäcker, das sind dann die nächsten 50€.

Nach wie vor ist der Kühlschrank damit leer. Packe ich jetzt noch Aufschnitt, Gerichte für die non-Home-Office Tage, Süßigkeiten oder Joghurts ein brauche ich nichtmal großartig darauf achten nur Bio oder Markenware zu kaufen, das schaffe ich schon allein durch normale Käufe.

Jeden Freitag bin ich bei Freunden und wir bestellen uns was oder sind im Restaurant. Das wären dann die nächsten 50-80€. Ich würde mich nichtmal als konsumfreudig bezeichnen, ich gehe auch nie in der Woche irgendwo aus, sondern das spielt sich am Wochenende ab, aber 250-300€ im Monat für Essen/Verpflegung schaffe ich ohne Anstrengung. Dennoch bleibt es für mich prozentual gesehen ein überschaubarer Kostenblock.

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

von solchen Preisen können wir hier nur träumen, ein Croissant bei Starbucks kostet umgerechnet 2.50 Eur 😉 Dazu noch ein Kaffee, ist man bei 8 Eur, da bevorzuge ich die Aktien, insbesondere da wir hier eine gute Kaffeemaschine haben 😀

Aber wir bevorzugen wo möglich Bio-Ware, und diese ist dann halt Faktor 1.5 – 2 teurer, seit ich dieses Buch gesehen habe noch etwas mehr Überzeugung:

Bio-NichtBio – Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln – BIO und NICHTBIO im Vergleich

Wir entstehen aus Lebensmitteln und ich denke es ist der letzte Kostenblock, wo man sparen sollte meiner Meinung nach.

Sind auch einfach schöne Bilder erinnern mich an Fraktale.

Zwitsch
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Meine Stimme hast du….

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Meine Frau kann keine Paprika essen ohne bauchkrämpfe zu bekommen, bei Bio Paprikas geht es ohne Probleme. Wir kaufen nicht alles Bio, aber bei Aldi gibt es Bio zum sehr erschwinglichen Preis.

Das Kilo Karotten kostet dann halt 1,50€ anstatt 1€ für nicht Bio. Naja, finde das geht gut.

Andere kaufen Karotten im Glas für mehr Geld und meckern, dass gesund kochen so teuer wäre. Ok die kaufen dann auch das Kilo Schweinehack für 7€ …

-M

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Sehe ich ganz genauso, bei uns sind die Ausgaben auch tatsächlich bei 600-800€ für vier Personen, die eine ist aber noch nicht 🙂

Das kommt einfach davon dass wir fast alles bei lokalen Landwirten in Bio-Qualität kaufen. Alternativ im Supermarkt aber auch dort möglichst regionale Bio-Qualität.

Das ist schon sehr teuer.

Ich persönlich sehe aber alles andere nur eine externalisierung von Kosten die dann andere tragen müssen – insbesondere die Umwelt.

Grüße Baum

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

OK dieses Buch ist nicht so meins, erinnert mich an bekannte Esoteriker…

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Der Baum

Mir gefallen die Bilder, und ich finde es gut diese Leuten zu zeigen, die sagen, sie glauben nur, was sie sehen, aber ja ich hatte die esoterische Anmutung auch, gerade wenn es um das Quellwasser geht… Pestizide und andere Stoffe in Lebensmitteln welche dort eigentlich nicht hingehören, sehen sie nicht, von daher finde ich das passend, ich habe mir das Buch auch nicht gekauft und die Autoren schreiben ja selbst, dass sie keine Wissenschaftlichkeit unterstellen.

Wenn ich aber sehe, wie viel Chemie im konventionellen Obst- und Gemüsebau verwendet wird, und all diese Mittel sind mit Totenköpfen versehen, fragt man sich natürlich schon, für Mensch und Umwelt ob das so zielführend ist auch wenn die Menge das Gift macht, alleine für Insekten und Biodiversität ist das sicherlich keine zukunftsfähige Agrarwirtschaft. Bequem ist es auf jeden Fall, deshalb ist es natürlich auch günstiger.

Aber wie M schon sagte, ich denke jetzt rein auf die Gesundheit ist man schon mal sehr gut bedient, wenn man primär (80:20) frische Sachen einsetzt, frische konventionelle Möhren sind wohl gesünder als Bio-Möhren aus dem Glas oder der Büchse 😉

Oder auch gentechnisch verändertes Obst oder Gemüse habe ich schon eine gewisse Skepsis, wenn eine Tomate nicht mehr natürlich fault, habe ich da so meine Bedenken.

Sparta
1 Monat zuvor
Antwort an  Der Baum

@Baum

Bruno programmiert auch Quantenmechanik und Stringtheorien… da ist es nicht mehr weit zu den Eso’s. 😉

Paluma
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

Daniel das sind genau die Kosten die dann auch bei moderaten Einkommen richtig ins Geld gehen. Bei uns gab es früher im Freibad immer nur ein Eis und dann auch immer nur ein kleines Wassereis. Den Rest hat man selbst mit gebracht. So kostet es beim Kiosk 3-4€. Wenn jetzt dazu noch Pommes und Getränk kommen sind schnell 25€ weg. Bei 20 Freibad Besuche sind das dann 500€ anstatt 60€.

  • Kantine statt Vesperbrot 7€ statt 2 € –>5€ x220 Arbeitstage 1100€ im Jahr
  • Jeden Freitag Restaurant/ Bestellen anstatt selber Kochen 1200€ im Jahr
  • Morgens Müsli und Kaffee daheim –> 500 € im Jahr

So könntest du schon 2800 € im Jahr mehr sparen. Oder vielleicht auch für etwas Besonderes ausgeben, anstatt so im Alltagstrott zu verpulvern.

Die 50 € im Monat sparen, weil man nur Sparprodukte/disocountprodukte kauft, bringt einen eher weniger weiter.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Paluma

@ Paluma

Ich finde 7€ für ein Kantinenessen auch Recht hoch. Es kommt natürlich auf die Kantine an. Im meiner kostet das Essen grob zwischen 3.50€ und 6.5€. Mal abgesehen vom Preis betrachte ich auch was ich hier bekomme. Heute war ich im Home-Office und wollte bei Aldi einen fertigen Salat kaufen, da es so heiß ist. Leider gab es da nur Pute, aber keinen der beiden die ich gekauft hatte. Dann habe ich eine Tüte gesäuberten Feldsalat gekauft, eine Avocado und Feta. Zu Hause hatte ich noch zwei Eier und ein paar kleine Tomaten und ein bisschen Tunfisch. Das Essen war für das Wetter perfekt und hat ca. 2.8€ gekostet. Es gibt sicherlich günstigere Varianten, aber ich wollte einen guten Salat. Den hätte ich gegen kein Gericht der ganzen Woche aus der Kantine gekauft. Und es hat nur 5 Minuten gedauert ihn zu machen.

@ Sparta

Ich traue es mich fast nicht zu sagen. Ich habe Teilzeit beantragt. Aber keine Sorge, ich habe nicht gleich davon gesprochen welche Aufgaben ich abgeben kann. Aktuell stehen bei meiner Arbeit große Dinge an und bis es soweit ist bin ich zuversichtlich, dass es weniger sein wird. Ansonsten muss ich etwas schneller arbeiten wie mein spanischer Lieblingsschlagzeuger. Der könnte Dir vielleicht gefallen:

https://youtube.com/shorts/t3-zmaB27l8?feature=share

https://youtube.com/shorts/ULDnAY8IHAs?feature=share

Mir ist natürlich klar, dass Du die reduzierte Zeit in Kombination mit Homeoffice und der Analogie des Schlagzeugspielens eher so siehst:

https://youtu.be/GoneBwNcENI

Diese Art könnte ich vielleicht noch lernen 😉 Ich gebe zu, dass es mir äußerst gut geht, wenn das alles wie besprochen durchgehen wird. Und die Analogie des spanischen Schlagzeugers passt in Anbetracht Deiner Arbeit wohl besser zu Dir. Zu meiner Entschuldigung habe ich die Zeit vor allem reduziert, um meine Frau zu Hause zu unterstützen. Sie wird in dem neuen Job und Position durchaus Herausforderungen annehmen.

DanielKA
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

Hi Kiev,

kommt natürlich auf die Qualität an. Bei uns ist viel Bio und regional an Produkten dabei, wenn man dann 4,5 EUR für ein halbes Hähnchen mit Pommes oder ein richtig gutes Rumpsteak/Thunfischsteak etc. mit Parmesankruste und Bratkartoffeln für 7 EUR bekommt, gerade für letzteres würdest du “draußen” locker Minimum 25 EUR zahlen, dann finde ich das gerechtfertigt.

Daniel
1 Monat zuvor
Antwort an  Paluma

Ich glaube kaum dass Du mich oder irgendjemanden im Büro damit ködern könntest ein Vesperbrot statt ein Pfefferschnitzel mit Pommes in der Kantine zu essen. Und ich glaube auch nicht dass weder meine Freunde noch ich nach einer anstrengenden Arbeitswoche Lust darauf haben zunächst noch Einkäufe zu tätigen um dann anschließend in der Küche herumzukochen, zumal ich jegliche Zeit in der Küche als vergeudete Zeit ansehe. Und wenn ich nunmal im Ritual einen Kaffee um 8 mit den Arbeitskollegen trinke, dann nützt es mir auch nichts morgens zuhause um 6Uhr einen Kaffee zu trinken.

Es gibt einfach Dinge für die bin ich nicht bereit meinen Alltag umzustellen und ich betone nochmal, der hier genannte Kostenblock ist nichts was mir sonderlich weh tut, aber mitunter am einschneidensten im Alltag auffällt. Wenn ich elektrische Geräte durch sparsame ersetze habe ich auch zum Teil massive Einsparungen, habe aber keinerlei Veränderungen im Alltag.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

@Daniel- nach einer anstrengenden Arbeitswoche Lust
@Tim hat es doch noch am Dienstag geschrieben. 167€ im Monat anlegen & in 25 Jahren 114.000 Euro im Depot. Das muss man halt bedenken wenn es zu anstrengend ist ein Vesperbrot mitzunehmen. Die Kinder bekommen dann auch kein Schulbrot sondern kaufen sich was am Kiosk weil es zu anstrengend ist usw. und schwups sind es bei einer 4-köpfigen Familie 750€ Mehrkosten pro Monat. Wenns zum Einkommen passt wunderbar.

Nick
1 Monat zuvor
Antwort an  Daniel

Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen…stimmt einfach, aber am Ende ist das wahrscheinlich auch eine individuelle Entscheidung die jemand der eh nicht gerne ausgeht nicht nachvollziehen kann

Bruno
1 Monat zuvor

Wer mal eine richtig teure Aktie sucht, kann sich HKD anschauen, ist schon am zusammenbrechen, PE > 1000

AMTD Digital: Winzige Firma von Ex-UBS-Banker plötzlich grösser als Goldman Sachs | cash.ch

“Grund für Rally unbekannt” finde ich immer Klasse 😀

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

@ Thorsten

Also ich tausche meine Euro gerne in Unternehmensanteile ein. Monat für Monat. Durchaus auch im Dollarraum. Da sprudelt immer schön etwas zurück.

Und was meinst du mit “Aktiendjungel”? Wir haben es hier doch mit einer schönen Baumschule zu tun, in der wir regelmäßig neue Setzlinge einkaufen können. Die Ernte wird von Jahr zu Jahr ergiebiger 🙂 . Ein schöner Obstgarten ist das.

Chris
1 Monat zuvor

Meine Stimme hast auch ?? Bester Blog

Chris
1 Monat zuvor
Antwort an  Chris

Fragezeichen ignorieren das war die magische Tastatur

Ralf
1 Monat zuvor

Tim wurde soeben gewählt, trotz teils hitziger Diskussionen ein toller Blog…

@Kosten/Inflation: Viel Geld lässt sich durch Frühstück zuhause und mitbringen von Essen zur Arbeit sparen. Ich trinke auch fast nur Leitungswasser, die Leitungen sind in unserem Haus aus Edelstahl und die Wasserqualität bisher sehr gut. Wenn man den Rückspülfilter kurz nach der Wasseruhr alle 4-6 Wochen mal kurz spült, gibt es hier keine Probleme außer bei Störungen im Wassernetz. Spart ordentlich Geld. Wo die Kosten derzeit aber richtig reinhauen ist das Thema Energie und Heizung! Egal ob Gas, Öl, Pellets, Strom für Wärmepumpen. Teils sehr heftige Entwicklungen für viele Haushalte. Jetzt werden auch noch Förderungen für den Umstieg auf moderne Heizungen künftig gekürzt trotz stark steigender Preise für den Kauf und Einbau. Unter dem Vorwand dass man gegenüber Öl und Gas viel spart. Ich halte es für ein falsches Signal. Wenn die Entwicklung insgesamt noch länger weitergeht werden etliche etablierte Firmen und einige Haushalte in den Ruin getrieben. Auch ohne Clownautos und dreimal Urlaub im Jahr. Die Zeche zahlt vor allem die arbeitende fleißige Mittelschicht und der Mittelstand, welche kein Anspruch auf Wohngeld und Heizkostenzuschüsse hat und zusätzlich durch steigende Abgaben den ausufernden Sozialhaushalt mit finanzieren darf.

Paluma
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

Ralf so schlecht geht es dem “Mittelstand” ja wirklich nicht. Bei dir wird aber immer alles schlechter…

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort an  Paluma

Wir können gerne sachlich diskutieren. Es ist reine Mathematik. Etliche Mittelständler schlagen Alarm wie Trigema in einem Artikel von Focus. Ist auch nachvollziehbar, wenn sich Stromkosten plötzlich vervielfachen bei energieintensiven Unternehmen. Aktuelle Notierungen an den Energiebörsen für eine Megawattstunde Strom sprechen eine deutliche Sprache. Eine zeitlang können Unternehmen das tragen, sicherlich aber nicht über längere Phasen ohne wirtschaftliche Folgen.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

@Eine zeitlang können Unternehmen das tragen
Das stimmt. Es gehört aber auch erzähhlt, dass die Bedingungen seit 20 Jahren ziemlich einmalig phantastisch waren für größere Unternehmen in DE. Jetzt dreht es ein wenig und gleich ist alles ganz schlimm.

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

Sicherlich völlig richtig. Die Unternehmen stehen eben im internationalen Wettbewerb und Länder wie China haben die letzten 20 Jahre einen Gang “zugelegt”. Eine solch drastische Verteuerung in schnellen Maße in Kombi mit Lieferkettenproblemen und gewolltem Umstieg auf alternative Energien ist schon prickelnd in D. Teilweise hausgemachte Probleme. Ich wäre zum Beispiel dafür mehr Technologieoffenheit bei Themen wie Mobilität, Energie und Heizen auch politisch zu erlauben. Warum muss sich in D fast jeder Hausbesitzer selbst Gedanken um seine Heizquelle machen? Man könnte vieles auf kommunaler Ebene effektiv leisten durch innovative Wärmenetze mit Geothermie oder mehr intelligente Nutzung von Wasserkraft an Flüssen. BASF als Beispiel hätte die letzten Jahre auch strategisch vermutlich etwas mehr leisten müssen. Wintershall gehörte meine ich bis 2015 zur BASF, bevor dann Gazprom die Gasspeicher übernahm.

Wir werden in D das Schiff auch wieder in richtige Fahrwasser bekommen da habe ich eigentlich keine Zweifel. Die nächsten 2-3 Jahre könnten aber durchaus schmerzhaft werden bevor Licht am Horizont kommt. Vielleicht braucht es das um innovative Ideen voranzutreiben. Ich versuche dies derzeit selbst im kleinen am Wohnort auf verschiedenen Ebenen….

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

Gerade Wärme – aber auch Strom – kann man prima kommunal machen. In Dänemark z.B. ist der private Einbau von Gasthermen fast überall untersagt – stattdessen setzt man auf kommunale Nahwärme.

Die Wintershall gehört immernoch zu BASF – wenn auch nur noch zu 75%. Alles in allem hat man Glück gehabt die Fusion mit der DEA bekommen zu haben – die hatten nämlich ein deutlich breiteres Portfolio ohne Russlandaktivitäten.

Am Ende ist das Problem in der Energiewirtschaft hausgemacht. Man hat alles privatisiert obwohl man einen gesamtgesellschaftlichen Anspruch an die Energieversorgung hat. Die Firmen – seien es RWE, Eon oder auch Wintershall haben betriebswirtschaftlich sinnvoll agiert. Das muss aber nicht gut fürs Land sein.

Felix
1 Monat zuvor
Antwort an  Slowroller

Und die “kommunale Nahwärme” wird wie erzeugt? Ich bin mehr Anhänger autarker Versorgung.
Bei Stadtwerken, Sparkassen usw. gibt es mir zu viel Filz und Pöstchen für ausrangierte Politiker.
Dann bekommen wir auch österreichische Verhältnisse, bei denen jede Stelle mit drei Personen besetzt ist: einen Roten, einen Schwarzen und einen, der die Arbeit macht.

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Felix

Du bist doch auch mit deiner Gasheizung nicht autark – du bist in erschlossenen Gebieten darauf angewiesen, dass jemand Gas in die Leitung drückt. Wo der Brenner steht ist dann schlichtne Effizienzsache. Der Vorteil ist, wenn sich die Technik ändert, muss man nur an einer Stelle umbauen. Am Ende aber auch nur eine Idee von vielen.

Bruno
1 Monat zuvor

@Kiev

Du lebst auf einem andern Planeten 😀

alleine nur der Feldsalat (bei uns heisst der Nüsslisalat) kostet 120g 3.95 sind gut 4 Eur
Betty Bossi Nüsslisalat (120g) günstig kaufen | coop.ch

Dieser Salat ist im übrigen nicht Bio, dann würde er wohl 6 Eur kosten.

Ich denke dieser Salat käme mit “selber machen” bei uns auf vielleicht 12 Eur, im Restaurant würde der sicherlich 40 Eur kosten.

Als Ansporn wenn hier wieder mal leicht höhere Löhne in der Schweiz genannt werden, das Leben ist auch entsprechend teurer 😉

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

@ Bruno

Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die die Schweiz als Land in dem Milch und Honig fließen ansehen. Auch wenn es sicherlich gute Dinge wie eine niedrige Einkommenssteuer und es keine Steuern auf Aktiengewinne gibt.

In Deutschland kann man mit einem Vermögen von 1M€ an vielen Orten verhältnismäßig gut leben. Die Münchener Szeneviertel gehören da nicht dazu. Mit 2M€ muss man in der Schweiz vermutlich ins Tessin, wenn das Geld denn dort überhaupt ausreicht. Von daher sehe ich die Schweiz lediglich als eine Möglichkeit das Vermögen verhältnismäßig schnell aufzubauen mit Berserkerspsparen. Also WG Zimmer und bei Bruno arbeiten. Wenn man dann 1-2M€ nach 4-5 Jahren zusammen bekommt, kann man nach Deutschland und das Leben genießen 😉

-M
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

Bruno der Millionärsmacher, der Spruch zieht bestimmt bei Stellenanzeigen. Disclaimer ist dann halt, dass der Azubi besser nicht gleich den A6 least. 😀

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

@-M Ich glaube nicht, dass man so die richtigen Leute anzieht 😉

@Kiev
Gibt immer Vor- und Nachteile, als Unternehmer fährt man in Deutschland nicht so schlecht teilweise auch deutlich besser als bei uns, als Angestellter sieht es vielleicht anders aus steuertechnisch. Ich würde aber nicht einzig wegen tieferen Steuern woanders hin wollen, gibt auch andere und auch wichtige Faktoren. Und wie viel Vermögen man braucht ist halt sehr individuell, ich brauche glücklicherweise nicht sehr viel und habe auch keine extrateuren Hobbies von daher ist sicher genug da, mache aber trotzdem weiter denn Geld ist auch in Zeiten von Inflation an vielen Ecken und Enden zu knapp und da ist gut wenn man etwas mehr hat als man effektiv benötigt.

amb
1 Monat zuvor

@Iceman / Jobwechsel öffentlicher Dienst:
Ich war ein paar Jahre bei einer großen Big4 WP-Gesellschaft und bin dann vor ca. 5 Jahren in den öffentlichen Dienst / Eigenbetrieb – Stadtwerk, welche nach TV-V bezahlt, gewechselt und hab es bis jetzt nicht bereut.
Bin bei einem größeren Energieversorger/Stadtwerk und finde die Bezahlung nach TV-V vergleichbar mit der freien Wirtschaft.
Außerdem haben ich dort recht gute Entwicklungsmöglichkeiten, auch wenn das Gefüge die Hierarchien noch recht starr sind. Allerdings wird fleißigen und guten MA eine Stelle geschaffen oder umorganisiert, um den MA zu fördern.
Zumindest aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Karrieremöglichkeiten bei meinem nach TV-V organisierten Energieversorgungsunternehmen / Eigenbetrieb sehr gut sind.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

Sagt mal, ist das nicht merkwürdig, dass wir Aktien wie Apple haben, die trotz Bärenmarkt und “großer Crash bis 2024” wieder neue ATH erklimmen (ja, nur in Euro, in Dollar dauert´s noch ein bißchen)? Texas Instruments sehe ich noch im Depot.

Die Kurse interessieren mich ja nicht sonderlich, aber ich weiß, dass viele, viele Aktuere auf nichts anderes starren. Amazon ist um 30% nach oben. In ein paar Wochen. Wir war das mit den wenigen Tagen, die man nicht verpassen sollte?

Bruno
1 Monat zuvor

Michael Burry bezeichnet den Markt aktuell wieder als “dumm”. Wie dem auch sei, die Frage die sich viele gerade stellen ist halt, handelt es sich um eine Bärenmarktrally oder nicht? Für einen Dauerinvestor stellt sich diese Frage ja glücklicherweise nicht oder rein informativ.

Jeder Bärenmarkt hat Zwischenrallys, sogenannte Bärenmarktrallys, das Problem ist halt, dass die meisten Bärenmärkte auch mit einer Bärenmarktrally enden, nur weiss man das erst im Nachhinein 😉

Die wenigsten Bärenmärkte enden, indem der Markt lange Zeit am Boden liegt und dann ganz gemütlich wieder steigt und alle, welche ausgestiegen sind noch vorher anruft und informiert, bevor er dann wieder steigt.

Ich habe mich gestern beim Wandern etwas vertreten, deshalb pausiere ich heute aber morgen geht es dann wieder an die kühle und frische Luft in den Bergen, ist schön ganz ohne Newsflow wie die letzten Tage muss man sich ernsthaft überlegen was man sich noch reinzieht und was nicht. Du hast das ja sehr gut unter Kontrolle da kann ich sicher noch was lernen.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

Was habe ich den Jens Rabe früher gerne gesehen. Buffetts B&H-Methode hat er gepredigt. Jetzt verkauft er Akademieplätze und ist völlig vom Weg abgekommen. Ne Menge Humbug hier:

https://www.youtube.com/watch?v=e-D37_QXapQ

Felix
1 Monat zuvor

Seit der gute Jens den Verkaufskurs bei Baulig gemacht hat, hat er seinen Umsatz wesentlich steigern können.
(5) Business-Coaching mit Börsen-Berater Jens Rabe (Kunde generiert 400.000 Euro Monatsumsatz) – YouTube
Und mit wem kann man Geld verdienen? Nicht mit so Typen wie uns (oder Tim), die immer nur kaufen und reifen lassen. Nein man braucht Leute, die ständig den Finger am Abzug haben und bei jeder Kurszuckung den sell/buy-Button drücken. Dementsprechend fallen jetzt auch seine Videos aus.
Sicherlich gut für sein Geschäftsmodell, weniger für die Kunden.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor
Antwort an  Felix

Danke für das Video. Interessant.

Es ist wie du schreibst. Der Jens erklärt den vermögenden und fehlgeleiteten Börsenspielern, wie man es (nicht) macht.

Na ja, ich muss an den alten Börsenwitz denken:

Kunde zum Broker: “Was soll ich nur tun? Soll ich kaufen oder verkaufen?”

Broker zum Kunden: “Völlig egal. Hauptsache Sie tun es.”

Sparta
1 Monat zuvor

@Kiev

Ich habe nichts generell gegen Teilzeit, Home-Office oder 4 Tage Woche…. oder auch im weitesten Sinne “fire”!;-)

aber 2 Gedanken stören mich:

1. es funktioniert nicht für alle und es sind gerade überwiegend die Branchen, welche schon unter Corona massiv beeinträchtigt waren z. B. Dienst am Menschen… welche mit zunehmender Arbeitsverdichtung bei den “übrig gebliebenen” für noch mehr Ungerechtigkeit und Unmut sorgt…

2. Wenn sich die “Guten” bei massiver Personalknappheit ausklinken ist dies auch zunehmend ein Wirtschaftsproblem wegen weniger Aufträgen etc. pp.

Einerseits will man Kapitalismus aber andererseits wollen immer weniger Leistung bringen und klinken sich aus, so dass es für die anderen Teile der Gesellschaft schwieriger wird… etwas merkwürdig…oder nicht?

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Sparta

@Sparta
im Wesentlichen sehe ich es wie Sie. Gerade für Klein und Kleinstunternehmen wird es immer schwieriger den Ansprüchen der AN an Life-balance, Flexibilität, Arbeitsplatz, Entlohnung, Absicherung, Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, usw usw. gerecht zu werden und zufriedene AN zu erhalten. Immer wollen alle mehr. Bei Siemens jetzt “New Normal” mit 2-3 Tage home office. Nice. Dann kommt die Betriebsratschefin und sagt, aber das muss gerade auch für die AN gelten die in die anstrengenden Jobs machen in der Fabrik und im Service. Wie und wohin geht das Frage ich mich? Wir haben tatsächlich auch AN in der Logistikhalle die nach home-office Fragen…. das Thema Zukunft der Arbeit wird uns die nächsten Jahre beschäftigen. Irgendwie riecht es doch nach der Einführung des BGE.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Sparta

@ Sparta

Meiner Meinung nach kann tatsächlich Jeder sich in eine Ausgangslage bringen in der er frei über deine Zeit entscheiden kann. Aber natürlich nicht Alle. Dies wird im Kapitalismus aber auch durch die Preisbestimmung gewährleistet. Falls tatsächlich sehr viele diese Freiheiten haben möchten, so steigt der Preis für die Art von Tätigkeit und gleichzeitig zieht in den Bereichen die Inflation an, so dass eine Mehrarbeit wieder als notwendig gesehen wird. Zumindest von Manchen. Diese Verzerrungen können eine Zeit bestehen, aber der Kapitalismus wird sie bereinigen.

Mir ist es auch ein Rätsel wie junge Menschen bereits über ihre Zeit frei verfügen möchten. Auch wenn ich die Gedanken natürlich grundlegend nachvollziehen kann. Es ist wie bei früheren Konsumthemen um das Auto, Haus. Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich habe ausreichend finanziellen Spielraum für meine eingeforderten Freiheiten. Außerdem leisten wir als Familie im ganzen ein wenig mehr. Aber auch hier möchten wir nicht noch mehr verdienen. Überstunden werden bei meiner Frau mit dem Faktor 1.5x vergütet. Das ist ein sehr hoher Anreiz, aber nicht für uns. Wir versuchen qualitativ hochwertige Arbeit in kurzer Zeit abzuliefern und so mehr Freizeit zu haben.

Bei meinem Ferienhaus gibt es bereits seit vielen Jahren einen ähnlich seltsamen Arbeitsmarkt. Obwohl das Land und die Menschen laut Nachrichten auf Geld angewiesen sind, sieht die Lage vor Ort bei mir zumindest anders aus. Ich kann es mir nicht erklären, aber bezahlbaren Service zu finden ist äußerst schwierig. Scheinbar sind die Menschen vor Ort mit ihrer geerbten Immobilie oder der Aussicht auf diese ausreichend zufrieden…

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

@wie junge Menschen bereits über ihre Zeit frei verfügen möchten
Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft sehe ich bei einigen Heute 20-35-jährigen Akademikerinnen schon. Überraschend oft für mich aber nicht im Bezug auf das eigene Leben sondern eher für abstrakte gesamtgesellschaftliche Themen wie vegane Ernährung und Upcycling. Diese Generation ist irgendwie 10 Jahre später dran als wir früher. Die meisten Handlungen müssen ethisch begründet werden (Geldanlage als Bsp) weil es sonst zur kognitiven Dissonanz kommt (mein Urlaubsflug nach Südamerika ist OK, ich fahr ja sonst so oft Rad – außerdem Spende ich regelmäßig). Selber verzichten will man aber nicht unbedingt. Wenn ab ca 2030 die Boomer in Rente gehen kommen im Arbeitsmarkt vielleicht doch noch bessere Zeiten auf die gut ausgebildete Einzelkindgeneration ab Jahrgang 2000 zu. HR sollte sich da schon mal Strategien überlegen.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

@42sucht21

Die Zeiten für Arbeitnehmer finde ich aktuell bereits sehr gut. Die Prognosen deuten tatsächlich noch bessere Zeiten hin, aber auch hier bin ich vorsichtig im Aufstellen von längerfristigen Prognosen. Freuen wir uns über die Zeiten von heute, nehmen wir sie nicht zu selbstverständlich hin und schauen was es morgen geben wird. In positiven Zeiten kann man natürlich seine Hausaufgaben machen und dann auch noch in turbulenten Jobmarktphasen verhältnismäßig freie gute Entscheidungen treffen. Die Möglichkeit bei meiner Frau Überstunden zu leisten und diese mit 150% vergütet zu bekommen finde ich sehr gut. Es ist nur nichts mehr für uns. Für jüngere Menschen, die noch etwas mehr aktiv ansparen möchten ist das natürlich ein sehr gutes Mittel. Vielleicht entscheidet es ein paar Jahre später darüber wer Eigentum erwerben kann und wer nicht.

Bei einer Rezession könnten sich die neuen Freiheiten schnell eintrüben, daher versuche ich die Gelegenheit vertraglich fest zu fixieren. Also keine Brückenteilzeit sondern klassisch unbegrenzt ohne irgendein Recht auf Rückkehr zum alten Normal. Dafür gibt es dann allerdings auch keine Diskussionen, wenn ich die Teilzeit nach 2 Jahren verlängern möchte. Für mich ist meine Teilzeit eh eine Art ausgedehnte Form der Altersteilzeit 😉 Ich habe auch keine Lust meine Vorstellung von Erziehung, Vermögensstand usw. offen darzulegen. Ich werde wie bisher auch arbeiten und überstunden aufbauen. Die werde ich dazu verwenden zu Hause zu sein, wenn meine Frau drei Tage unterwegs ist. Falls es bei ihr dann weniger Tage werden, oder Einschränkungen durch Corona eh diese Stunden hinfällig machen oder meine Kinder alleine zurecht kommen… Ja dann fahre ich zur Not eine extra Woche ans Meer, in die Berge, oder nehme an einer Radveranstaltung Teil. Vielleicht mache ich auch alles drei zusätzlich. Das kann ich allerdings nicht als Begründung aufführen. Zu dem Thema gibt es eh noch ein Gespräch mit einer kleinen Kaskade an Vorgesetzten. So leicht ging der Antrag dann doch nicht durch. Wie machen das aktuell alle die Leute sogar ohne entsprechendes Vermögen? Ich habe genug Geld, aber es grenzt an den Untergang des Unternehmens, wenn ich mal ganze 5h weniger arbeiten möchte. Ich kann mich gut genug einschätzen, um mir sicher zu sein, dass meine Arbeit durchaus einen positiven Beitrag leistet und es auch wahrgenommen wird. Ich bin aber sicherlich auch nicht die Koryphäe der Softwareentwicklung ohne die gar nichts läuft.

Da muss ich an Udo Lindenberg mit Mein Ding denken. “Manchmal musst Du Dein Glück auch erzwingen!”. Das kenne ich. Manchmal ist aber leicht untertrieben 😉

Hannes
1 Monat zuvor

„Die Börsenrendite beträgt langfristig 10%“
In 10 von 19 Eu-Ländern beträgt die Inflationsrate über 10%.
Mit Vermögensaufbau ist es da vorerst (viele schätzen über längere Zeiträume) vorbei.
Es geht nur mehr um Vermögenserhalt, immerhin besser als nichts.
Die finanzielle Freiheit rückt jedenfalls immer mehr in Richtung Rentenalter.

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Hannes

Historische Inflation in Deutschland
infl-chart-3-1-34.jpg (636×180) (homefinance.nl)

Bleibt kaum über Jahre hoch sondern steigt und fällt, dass es nicht so weitergeht wie die letzten 15 Jahre welches ein Schlaraffenland war für Investoren (extrem tiefe Zinsen und praktisch keine Inflation) sollte jedem klar gewesen sein. Löhne steigen ja entsprechend ja auch, d.h. ein Teil wird man auch dadurch kompensieren können.

Das grösste Risiko wäre eine Deglobalisierung (“America First & Co.”), wie es einige Politiker fordern, hört sich auf den ersten Blick natürlich gut an wieder lokal produzieren 😉

Wenn ein Smartphone wieder lokal hergestellt werden müsste, falls man das überhaupt noch hinbekommt, dann würde es sicherlich deutlich teurer und so ist es mit diversem anderem “Plunder”. Denke das war auch der Hauptgrund weshalb es die letzten Jahre kaum Inflation gab weil die Inflation durch Globalisierung und Optimierung egalisiert werden konnte.

Nicht zu viele Gedanken machen und einfach weiter investieren, die makroökonomische Lage können wir wenig beeinflussen, es entstehen daraus nur Sorgen die wenig weiterhelfen.

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Es wird sich zeigen. Weiter breit investieren ist immer klug. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Reallohnentwicklung im Schnitt ist zumindest in D nicht so prickelnd in den letzten 20 Jahren gewesen, wo die Wirtschaft viele Jahre toll gelaufen ist. Stünde ich erneut vor der Berufswahl als junger Mensch würde ich auch beim Thema Gehalt und Branche viel genauer hinschauen. Heute ja deutlich einfacher in Bezug auf Recherchen und Informationsmöglichkeiten im Netz.

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

Heute ja deutlich einfacher in Bezug auf Recherchen und Informationsmöglichkeiten im Netz”

Ich hatte mich damals, das war vor gut 20 Jahren, auch entscheiden müssen in welche Richtung es gehen soll, interessiert hat mich Mathematik und Kunst. Habe mich dann für Mathematik entschieden und kurz nach Abschluss in die Informatik gewechselt, es war da ja schon klar dass dies ein Zukunftsmarkt werden wird, auch wenn das Image damals noch ziemlich “nerdy” war.

Informieren konnte man sich auch damals schon gut, vielleicht nicht ganz so bequem wie heute einfach Smartphone zücken und Vergleichsdienst aufrufen natürlich nicht, aber war auch nicht nötig, ein bisschen gesunder Menschenverstand hat auch gereicht, dass beispielsweise Kunst eher brotlos wäre, auch wenn es dort Leute gibt die sehr gut verdienen aber es ist halt eben die Ausnahme.

Aber schon damals hatte man doch viele Möglichkeiten, laufend sich anzupassen den neusten Gegebenheiten, egal ob Berufsausbildung oder Studium, es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten und Chancen.

Ich denke schon damals war klar, dass man im öffentlichen Dienst vielleicht nicht die besten Gehaltsaussichten hat, dafür hat man andere Vorteile, Sicherheit, weniger Arbeitsdruck etc.

Markus
1 Monat zuvor
Antwort an  Hannes

Hallo Wolke 🙂

vinc
1 Monat zuvor

Bezüglich der Diskussion über Ausgaben usw.
Habe neulich im mit einem Kumpel über Aktien gequatscht, ein anderer Bekannter stand daneben und meinte irgendwann, es ist voll langweilig, er kann gar nicht mitreden. Dann meinte ich, es ist voll spannend und er kann ja auch darüber lesen und sich einarbeiten, er entgegnete, dafür hat er kein Geld. Am nächsten Tag sehe ich im Persokühlschrank (wir arbeiten zusammen) einen Red Bull, von genau dem, der meinte, kein Geld zu haben.

Neulich habe ich mit meiner Nachbarin gesprochen, sie wollen ihrem Enkel monatlich 100 Euro zurücklegen für später einmal Führerschein usw. Das ist eine sehr tolle Geste. Sie meinten dann, mehr können sie eben nicht aufbringen. Das ist natürlich auch völlig in Ordnung. Aber sie hat gleichzeitig ein IPhone. Aktien sind für sie etwas für Zocker.

Ich habe das gebrauchte Iphone 4 meiner Freundin, trinke kein Red Bull, sondern z.B. Monster wenn sie im Angebot sind. Sogar das reduzierte Red Bull ist fast 3mal so teuer wie Monster.
Naja, so sind Menschen eben, ziemlich inkonsequent.

Paluma
1 Monat zuvor

Hi Tim,
In China kommt es gerade zu einer Bankenkrise. Leute kommen nicht mehr an ihre Ersparnisse.

Wäre das nicht was für den nächsten Blogeintrag? Was bedeutet das eventuell für uns?

Grüße

HAPPY-SHAREHOLDER
1 Monat zuvor

ich habe auch gleich für dich gestimmt Tim !! 🙂

Heraklit
1 Monat zuvor

> Inflation und Zinswende – was sollten Privatanleger in diesen Zeiten beachten?
Der erste Schritt wäre schon mal, sich von schwachsinnigen Blogs wie diesem fernzuhalten…

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