Ich lebte bis Ende 30 wie ein Student. Selbst als ich keiner mehr war


New York, 20. Mai 2020

So sah mein kleines WG-Zimmer in New York aus. Ich machte viel Sport im Verein mit Freunden: Joggen, Schwimmen, Radfahren, Yoga, Gewichte. Die Wäsche stapelte ich hinter der Tür. Den Ikea-Schrank kaufte ich gebraucht.

Das war mein Bett. Die Matratze legte ich einfach auf den Boden. Die Matratze war ein Ausstellungsstück aus einem Matratzenladen in der Nähe. Durch meine geringen Ausgaben war meine Sparquote deutlich über 50 Prozent. So konnte ich ein erstaunliches Depot aufbauen. So wurde ich finanziell frei.

Amerikanische Bankaktien notieren auf einem sehr niedrigen Niveau. Bank of America, Citigroup und andere Player notieren deutlich unter Buchwert. Ich stocke meine Bank of America-Position weiter auf.

Die Kryptowährungen gehen derweil durch die Decke. Der Bitcoin eilt jedenfalls auf neue Höhen. Die alten Tops von 20.000 Dollar aus dem Jahr 2017 sind zwar noch fern, aber es geht wieder in diese Richtung, wie es scheint:

Bitcoin ist nichts für mich. Ich habe das Gefühl, viele springen auf den fahrenden Zug, weil sie Angst haben, die Rallye zu verpassen. Für mich ist das ein Hype. Wenn Bekannte, die von der Börse keine Ahnung haben, von Bitcoin schwärmen, dann vermute ich, dass es sich um eine Blase handelt.

Die Börse ist der beste Ort für dein Geld, wenn du es langfristig nicht brauchst. Untersuchungen zeigen, dass es sich auszahlt, sofort alles Geld zu investieren und nicht abzuwarten. Dein Geld sollte also so schnell wie möglich investiert werden. Und nicht in Schritten über eine lange Zeit an die Börse getragen werden. Das zeigt diese Auswertung.

Ich brauche keinen Luxus

Ich frage mich manchmal, ob mein Leben mit mehr Luxus bedeutend besser gewesen wäre? Ich habe bis Ende 30 im Prinzip wie ein Student gelebt. Wie ein armer Student. Ich lebte in WGs, die Matratze legte ich auf den Boden. Fertig! Das war mein Bett.

Ich habe seit 14 Jahren kein Auto mehr. Ich trage Second Hand-Kleidung. Ich habe noch Pullover, die mir mein Onkel und Tante zu Weihnachten vor 20 Jahren geschenkt haben. Ich trage das eine uralte Stück liebend gerne, weil es mich an meinen Onkel und Tante erinnert.

Ich habe noch einen alten kleinen Ikea-Holzschreibtisch. Der ist 14 Jahre alt, den hab ich mal für 20 Dollar oder so gekauft. Im Wesentlichen sind viele meiner Möbel Second Hand. Ich gehe selten im Restaurant essen. Gerne gehe ich im Ein-Dollar-Store einkaufen. Oder ich stöbere bei Target. In China Town kaufe ich am liebsten frisches Obst und Gemüse direkt von Straßenhändlern.

Wenn Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum reduziert sind, greife ich zu. Warum auch nicht? Manche Menschen schämen sich für Schnäppchen. Das verstehe ich nicht.

Ich war schon in Edelrestaurants – ich gehe nie mehr hin

Bin ich dumm, die etwas feineren Dinge des Lebens nicht zu kaufen? Nö. Ganz selten probiere ich das mal aus. Ich muss sagen, ich bin meist enttäuscht. Ich habe mir mal mit Freunden ein Luxusrestaurant wie das “Eleven Madison Park” gegönnt. Wir schlemmten. Ja, es war ein super schönes Erlebnis. Wir bekamen sogar eine private Tour durch die Küche. Aber wäre ich ein zweites Mal hin? Nein. Ein Essen kostete dort pro Person 300 Dollar. Es ist verrückt.

Ganz einfache Erlebnisse können mehr Spass machen als der teuerste Luxusschuppen. Picknick mit Freunden, Fahrradtour, Kanufahrt, Wanderung, Camping…

Ich werde auf meine Schnäppchenjagd nie verzichten. Für die Gesundheit lasse ich manchmal schon etwas mehr Geld springen. Aber sonst kann ich mit den günstigen Produkten gut leben. Ich brauche auch keine große Wohnung.

In diesem neuen Video zeige ich dir Fotos von meinen Wohngemeinschaften in New York. Ich lebte extrem bescheiden:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ich lebte bis Ende 30 wie ein Student. Selbst als ich keiner mehr war

  1. Mark 85Mark 85

    Mal sehen, wo die Bitcoin-Reise hingehen wird. Ich finde ihn aus Diversifizierungsgesichtspunkten nicht schlecht und die Idee dahinter spannend, aber ich limitiere ihn streng auf 10 % meines Gesamtvermögens.

    Ich notiere mir immer zu Vergleichszwecken die jeweiligen Endjahresstände meiner börsengehandelten Positionen. In diesem Jahr sieht es bislang wie folgt aus:

    1. Platz: Bitcoin

    2. Platz: Gold

    3. Platz: Silber

    4. Platz: globaler Aktienindex

    5. Platz: globaler Immobilienaktienindex

    Kryptowährungen und Edelmetalle haben gegenüber Aktien einen großen Vorteil: Sie sind nach einer 1-jährigen Haltedauer steuerfrei veräußerbar, also sollte man nicht nur die Bruttoentwicklungen miteinander vergleichen.

     

     

  2. AvatarDidi

    Die Anzahl von Bitcoin ist mit 21 MIO Stück begrenzt, das gab es bis Dato noch nie. Grayscale kauft neben Bakkt sämtliche neu generierten Bitcoin auf d.h. das Smart – Money kauft…warum wohl?

    Stimmt, als Beimischung sollte mittlerweile jeder Bitcoin halten, neben Gold und Aktien – in Zeiten des “unbegrenzten” Gelddruckens. Droht eine Inflation? Gibt es eine Immobubble? Metropolen sind ja gewaltig überbewertet in Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit. Schulden tilgen ist angesagt und Sparsamkeit, um ggf. die Krise abfedern zu können.

     

  3. AvatarEx-Studentin

    Hey Tim, schöne Message!

    Ich denke mir auch, dass man mit entsprechendem Ehrgeiz viel wett machen kann. Es ist immer nur die Frage, wie viel Bequemlichkeit man dafür aufgibt. Will man z.B. noch mal die Schulbank drücken, ist man bereit umzuziehen etc. Es ist immer auch eine Frage der Motivation. Ich wollte z.B. unbedingt die Branche wechseln und habe darauf mehrere Jahre hingearbeitet. Das hat nun geklappt und ich bin sehr froh darüber.

    Wenn mir die Motivation zu etwas fehlt, hinterfrage ich das Ziel. Ich hatte nun z.B. über ein Jahr einen Ernährungs/Fitness-Coach. Sie hat mir bei vielen Aspekten geholfen, dass ich mich im Schnitt besser fühle und habe in der Zeit auch 10kg abgenommen. Sie war dann irgendwann frustriert, weil meine Motivation nachließ und mein Gewicht stagnierte. Ich musste dann ehrlich zugeben, dass ich viel lieber ein paar Kilo Übergewicht habe als ständig Sport zu machen. Aber das ist nicht schlimm. Keiner muss perfekt sein, sondern man sollte die Energie in die Sachen investieren, die einen wirklich glücklich machen.

  4. AvatarHeiko

    Wer Geld gegen Bitcoin tauscht, zockt. Das muss einem klar sein. Geld besitzt einen Wert, weil es durch Gesetze geschützt wird. Bitcoin ist ein rein privates Tauschmittel, vergleichbar mit einem Gutschein. Angenommen, ich kaufe mit meiner EC-Karte einen Amazongutschein für 100 Euro als Geschenk für meine Nichte. Jetzt kommt jemand und bietet mir Waren im Wert von 110 Euro im Tausch gegen den Gutschein, weil er selber gerne einen Amazongutschein hätte, aber aus Diskretionsgründen nicht mit EC-Karte zahlen will. Ich tausche den Gutschein. Jemand anderes bietet dem neuen Besitzer Waren im Wert von 120 Euro und der Gutschein wechselt wieder den Besitzer. Jetzt werden die ersten Geschäftemacher hellhörig und besorgen sich Amazongutscheine in der Hoffnung, dass ihnen jemand mehr dafür bietet. Das Spielchen geht eine Weile gut, weil alle in ihrer Blase überzeugt sind, dass sich immer jemand finden wird, der mindestens genauso viel bieten wird, wie man selber ausgegeben hat. Ich derweil, dem die Amazongutscheine als Geschenk zu teuer sind, kaufe meiner Nichte mit meiner EC-Karte nun einen Zalandogutschein. Plötzlich wollen alle, die gerne anonym bleiben wollen, Zalandogutscheine und die Nachfrage nach den astronomisch teuren Amazongutscheinen bricht ein.
    Niemand garantiert denjenigen, die einen Amazon oder Zalandogutschein besitzen, dass sie mehr als 100 Euro dafür bekommen. Es ist nicht einmal garantiert, dass der Gutschein beim Bäcker gegen Brot getauscht werden kann.

    Das Problem an Bitcoin und allen anderen privaten Zahlungsmitteln ist, dass jeder Mensch auf der Welt sein eigenes und sogar unendlich viele Zahlungsmittel herausgeben kann. Sobald eines davon beliebter wird, als das, welches man gerade besitzt, wird das eigene wertlos.

  5. AvatarFinanzbär

    Ich lebe auch noch so wie ein Student. Ich spare aktuell ca 75% meines Einkommens und verzichte auf nicht wirklich viel! Dafür kann ich in jungen Jahren jeden Monat eine nette Summe investieren 🙂

  6. AvatarSimon

    Möchte man nicht lieber Finanzbulle als -bär sein? Was haben die Finanzblogger für einen Tierfetisch? 😀

  7. AvatarHeiko

    Sorry, aber so eine Aussage:

     
    Ich lebe auch noch so wie ein Student. Ich spare aktuell ca 75% meines Einkommens und verzichte auf nicht wirklich viel!

     
    ist albern. Man kann nicht auf etwas verzichten, was man gar nicht kennt. Wahrscheinlich vermisst du nicht viel, dazu gehört aber keine Disziplin, im Gegensatz zum bewussten Verzicht. Nicht umsonst wird es mit steigendem Lebensstandard immer schwerer, auf den dann gewohnten Luxus freiwillig zu verzichten. Das schaffen nicht viele.

  8. AvatarThorsten

    @Simon pubertäre Effekte, die sie später bereuen, wenn sie erwachsen werden.

  9. AvatarPetra

    Super! Deine Ratschläge finde ich motivierend. Du weisst, wovon du sprichst. Nur mit Zielen und Disziplin kann man seinen Weg gehen. Luxus gauckelt uns eine Welt der Schönen und Reichen vor. Die wirklich Reichen könnten sich den Luxus leisten, wollen es aber nicht, weil die Schönheit nicht im Luxus liegt. Wer von Anfang an Luxus will, wird nie reich und läuft einer Illussion hinterher. Wichtig ist es doch, während man lebt, sich zu fragen, was wirklich wichtig ist, welche Ziele man hat  und danach lebt. Das ist für jeden etwas anderes – aber Luxus ist es wahrscheinlich eher nicht. Ich brauch den Luxus auch nicht und erkenne auch den Wert in den einfachen Dingen. Einen Waldspaziergang würde ich einer Shoppingtour immer vorziehen usw. Vieles Gutes kostest kein oder wenig Geld und ist dennoch unbezahlbar. Das zu erkennen, ist für mich wahrer Reichtum und dann ist Sparen auch kein Problem mehr.

  10. AvatarHafenmeister

    Heiko,

    bist du der Erklärbar im Kindergarten? Ist ja furchtbar!

  11. AvatarBruno

    @Luxus unnötig?

    Ich finde Luxus erstrebenswert 😉 Ich denke das ist menschlich, man will es möglichst gut haben und bequem, da sollte man ehrlich sein. Aber Luxus ist für alle etwas anderes, ich fasse den Begriff nicht so eng, Luxus geht über Diamanten und Luxusuhren und Autos der Oberklasse und Luxusjets hinaus, auch wenn dies schöne Dinge sind. Ich denke man muss immer abwägen, was einem wirklich wichtig ist, ohne die äusseren Einflüsse zu berücksichtigen. Will man etwas, nur um andere zu beeindrucken oder dabei zu sein (das lernen Kinder und Jugendliche schon früh und das zieht sich dann halt eben oft durch) oder will man Dinge, weil sie einem wirklich wichtig sind und Freude bereiten.

    Für mich ist z.B. frisches Trinkwasser aus dem Hahnen Luxus, ich habe schon länger im Ausland gelebt und das war mühsam immer diese Flaschen zu holen. Wer putzen hasst, für den ist eine Putzfrau wahrer Luxus. Wer ungern arbeitet, für den ist die Frührente der grösste Luxus, auch wenn er vielleicht sehr bescheiden leben wird, damit es funktioniert.

    Für mich ist aktuell wohl der grösste Luxus Zeit. Aber der Luxus kann sich verschieben, wenn man mal genug Zeit hat, braucht man vielleicht plötzlich wieder mehr Geld etc.

    Ich denke viele Menschen machen sich darüber eben zu wenig Gedanken, was sie wirklich wollen. Sie rennen einfach im Hamsterrad bis die Achse bricht. Daher finde ich es sehr sinnvoll, ein paar Mal im Jahr sich bewusst zurückzunehmen und zu überlegen, ist man noch auf dem richtigen Weg, wohin möchte man, was ist einem wirklich wichtig, was sind seine grössten Ziele und Träume. Es dürfen da ruhig auch Materielle Sachen dabei sein. Es ist nicht verwerflich, sich auch etwas oder auch viel zu gönnen, wenn das Verhältnis stimmt. Die Frage wo sich dann halt jeder stellen muss, was oder wie viel ist man bereit, dafür zu opfern, was ist einem wichtiger.

    Hört sich sehr egoistisch an und das ist es auch. Lieber (gesund) egoistisch als fremdbestimmt.

  12. AvatarErnst

    Ich lebe sparsam, habe ein tolles Einfamilienhaus, drei Kinder, zwei Autos, schöne Urlaube. Der Trick ist die Einnahmeseite zu erhöhen, Aufgaben rigoros zu delegieren. Ich empfehle die “4 Sunden Woche”

    Bettelarm zu leben wäre nicht meins. Achso. Ich habe 95% Sparquote. Kein Scherz.

  13. Avatarsammy

    mark85

    Also 10% in bitcoin finde ich schon heftig! Normalerweise sagt man eine homöopathische Beimischung ist in Ordnung aber 10% ist eindeutig zu viel.

  14. AvatarFinanzbär

    @Heiko

    Ich bin der mit der 75% Sparquote. Ich glaube du hast keinen Einblick wie ich lebe. Ich wohne in einer Topmodernen Wohnung in einer Großstadt, mache 2-3 Fernreisen im Jahr. Ich lebe sehr gut. Ich verdiene für mein Alter aber auch relativ gut, sodass ich soviel sparen kann. Also keine Angst, ich bereue nichts 🙂

    Mit ich “lebe wie ein Student” meinte ich eher meine Einstellung. Aber ja, ich habe jetzt keinen Sportwagen oder Ähnliches das stimmt.

  15. AvatarChristoph

    Es spricht ja nichts dagegen, als gutverdienender Single erstmal in der wg zu bleiben bis alle Vorsorgetöpfe gefüllt sind, man Spaß daran hat oder eine Familie gründet. Habe auch zusammen mit meiner Freundin im mittelteuren Süddeutschland nie mehr als 15% unseres guten Nettoeinkommens für Wohnen ausgegeben, während andere zu zweit direkt eine Doppelhaushälfte mieten oder finanzieren. Aber das bei Dir schaut aus wie bei Hempels unter Sofa. Die Klamotten liegen auf einem Haufen hinter der Türe, das “Bett” lädt mich nicht zu einem erholsamen Schlaf ein. Und ich erinnere mich an Bilder aus der “Küche”, in der ich mir nichts zubereiten würde. Sorry, aber das ist einfach nur übertrieben und extrem.

  16. AvatarHeiko

    @Hafenmeister

    So komme ich mir auch manchmal vor. Und die Leute “investieren” dann trotzdem in Bitcoin & Co. Das ist wirklich furchtbar – ernüchternd.

  17. AvatarBruno

    @Bitcoin

    Ich habe gar nix in Bitcoin investiert. Ich sehe dafür 2 Gründe: Erstens ist es technologisch schon veraltet und für Zahlungsverkehr unbrauchbar, zu langsam. D.h. wenn dann müsste es eine andere Kryptowährung sein. Grund 2 ist aber, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich sowas langfristig in einem grösseren Umfang durchsetzt, und die Notenbanken einfach so zusehen. Es ist ja eine Konkurrenz der Fiat-Währungen und dort haben sie das Monopol. Man wird also alle Hebel in Bewegung setzen, um dies zu unterbinden. Direkt verbieten kann man es vielleicht nicht, aber z.B. jene bestrafen, die Waren oder Dienstleistungen dafür anbieten. Und dann wird es rasch sterben und auf 0 fallen.

    Vielleicht kommen aber die Notenbanken mit einer ähnlichen Technologie, die dann halt nicht ganz so anonym ist etc.

    Wenn dann investiere ich lieber in Unternehmen, welche Blockchain-Anwendungen entwickeln, einsetzen oder anbieten. Das geht ja weit über den Zahlungsverkehr hinaus.

  18. AvatarKay

    Hallo Tim,

     

    Es ist mir immer wieder eine Freude, deine Beiträge hier im Blog zu lesen (bzw. auf Youtube zu schauen). Ich sehe es sehr ähnlich wie du. Luxus ist relativ und gerade die einfachen Dinge sind es, die (mich persönlich) glücklich machen (z. B. mit Freundin und Freunden grillen, radfahren und andere Sachen). Der größte Luxus ist für mich derzeit die Freiheit, zeitlich und finanziell gesehen. Mein Ziel ist es, mit Anfang/Mitte 40 finanziell frei zu sein (so wie du). Ich werde in den kommenden Wochen 30. Momentan schaut es ganz gut aus mit der Zielerreichung. Ich konnte während der Corona Krise und dank eines guten Gehalts ordentlich in zukunftsfähige Unternehmen investieren, die es momentan zu Schleuderpreisen gibt. Das ist eine gute Grundlage für Buy and Hold über die kommenden 10-15 Jahre.

     

    Freue mich schon auf deinen nächsten Blog Eintrag.

     

    Viele Grüße

    Kay

  19. AvatarStarbeam

    Was ich an dieser Berichterstattung nicht so gut finde, ist die fehlende Erwähnung, dass z.b. für Apple Produkte sehr wohl einige Tausende Dollar ausgegeben werden. Letztendlich auch eine Form eines Konsumclowns. Geht ja auch deutlich günstiger.
    Und manche wollen eben nicht an Kleidung bzw. Wohnung sparen, stattdessen gibt es ein günstiges Smartphone.

  20. AvatarChrisK

    Lustiges Video, am besten war das mit dem: So wie der da.. ;o)

    DU hast natürlich recht, dass man nicht aufgeben darf und auch die schwierigen Zeiten durchstehen muss.

    Aber ich finde es ist auch wichtig irgendwann zu sagen: HEy! Ich bin jetzt zufrieden und brauche nicht mehr, mehr und noch mehr. Irgendwann das erreichte genießen. Klar weitere Ziele wie Reisen, Erlebnisse etc Ok, aber man muss nicht immer weiter Ziele suchen oder verfolgen wenn man das Glück eigentlich schon gefunden hat es vor lauter Zielen aber nicht bemerkt.

     

    Schönen Feiertag

  21. AvatarAktien Noobs - Sky

    Ich brauche schon Luxus, aber den selbst definierten Luxus. Für mich ist Luxus, später mal eine 4 Tage anstatt eine 5 Tage Arbeitswoche zu haben. Mein Ziel ist es später, meinen jetzigen Lebensstandard im Rentenalter behalten zu können und das wäre für mich dann Luxus.

    Ich bin relativ sparsam. Wir überlegen schon was wir kaufen und haben diesen Monat 1000 Euro investiert. Wir haben ein Fahrrad und einen höhenverstellbaren Tisch (kann ich jedem nur empfehlen) gekauft.

     

  22. AvatarThorsten

    Sky wenn man im Ruhestand den Lebensstandard nicht halten kann , dann sollte man vorher doch nicht so aufdrehen , dass man später zurückstecken muss. Wir haben das immer so gehalten. Niemand in der Familie musste sich zur Rentenzeit plötzlich einschränken. Das kann man anhand der Rentenpunkte , dem eigenen Vermögen lange vorhersehen und in Aktien oder Immobilien gehen. Wenn ich wenig verdienen würde, dann würde ich noch mehr Gedanken an Investment und die Rente investieren. Nebenjob etc.

  23. AvatarBruno

    @Thorsten

    Ja aufstocken ist immer einfacher aus zurückdrehen, daher beginnt man idealerweise ganz am Anfang. Am Anfang einer Karriere verdient man in der Regel am Wenigsten. Idealerweise als Student oder Lehrling schon beginnen. Mit steigendem Einkommen einfach nur ein Teil aufstocken, den Rest sparen/investieren. Bis Ende 30 wie ein Student zu leben funktioniert natürlich für die Wenigsten, aber man muss auch nicht den Weg bis ans Konsumlimit wählen, ein Mittelding ist wohl für die Meisten zielführend.

    Alleine wer von jeder Gehaltserhöhung z.B. 30,40,50% zurücklegt, der baut ordentlich Kapital auf. Wichtig ist nur, dass man es nicht mehr zurückzieht. Ich denke viele können sparen, aber dann kommt Tag X, man will ein grosses Auto, mehr Urlaub, ein Haus etc. und dann wird das Geld bezogen. So kommt der Zinseszins nie in Gang.

    Aber mit diesem Modell, einfach bei jeder Gehaltserhöhung ein Teil langfristig zu investieren funktioniert, ohne dass man etwas davon spürt. Umgekehrt ist viel viel schwieriger, wenn man bis Mitte 30 voll konsumiert, dann irgendwann merkt, die Altersvorsorge wird doch wichtig, dann zurückfahren muss, dann wird es mühsam und man empfindet dies dann als Verzicht.

  24. AvatarThorsten

    @Bruno

    Ich fürchte es gibt so viele, die ihr Kapital wegschmeißen, z.b. durch zweimal teuren Urlaub im Jahr, alle drei Jahre neues Auto etc . Man lebt im Konsum als gäbe es kein Morgen.Manche merken es noch, wenn sie eine Familie gründen und Kapital für eine Immobilie ansparen , dann haben sie Verzicht geübt und können später mietfrei wohnen . Aber Mitte 50 wird schon kritisch beim Aufwachen, kein Vermögen, steigende Mieten, ich bin froh, dass mir das erspart bleibt

  25. AvatarNeuling

    Ich mache es aktuell ähnlich. Seit 2.5 Jahren bin ich bereits mit dem Studium fertig (damals war ich 23) und lebe noch weiterhin so günstig wie ein Student. Dadurch werde ich voraussichtlich in etwa 1.5 bis 2 Jahren meine ersten 100.000€ investiert haben und sämtliche Bafög-Schulden abbezahlt haben, sofern nichts unvorgesehenes passiert (Todesfall, längere Arbeitslosigkeit, Unfall, …).

    Ich denke die ersten 100.000€ sind eine große mentale Hürde. Das ist für mich so unfassbar viel Geld und aufgewachsen in recht armen Verhältnissen hätte ich niemals gedacht so viel zu besitzen in einem so jungen Alter. Als ich 2016 mit Aktien angefangen hatte, war mein mittelfristiges Ziel dies mit 30 Jahren zu erreichen. Jetzt sieht es danach aus als würde ich das mit 28 Jahren erreichen.

    Grüße aus München

  26. AvatarBruno

    @Thorsten

    https://www.youtube.com/watch?v=46oqSVUq1-k

    Wer diese Zahlen kennt, der muss fast investieren und sparen. Die Rente ist natürlich sicher (nur die Höhe nicht), aber sie wird noch weniger reichen als heute.

    Die mittlere Generation (welche heute so 35-50 Jahre alt ist) trifft es am Härtesten, danach wird es wieder besser.

  27. Avatarsammy

    Mensch Bruno wenn du wirklich Unternehmer bist woher nimmst du nur die Zeit hier so viel zu posten? Man könnte meinen du machst den ganzen Tag nichts anderes..

  28. AvatarBruno

    @sammy

    Hi Chef, gerade auf dem Kontrollgang? 😉

    Wir haben heute Feiertag. Aber ich habe heute früh schon ein paar Stunden gearbeitet, oft arbeite ich auch nachts spät noch, wenn die andern schon schlafen. Meine Frau arbeitet heute und die Kinder sind unterwegs, so habe ich Zeit 😉

    Das ist eben was ich neulich meinte, man sieht nicht die 10 Jahre davor, wo ich nie etwas gepostet habe und 100 Stunden Wochen schob 😉 Es ist auch eine Aufgabe dass man delegieren und abgeben kann, und dann natürlich auch Effizienz, ich tippe auch sehr schnell.

    Sport gibts dann abends wenn die Masse schon wieder zuhause ist und Konzerte und Fussball sind aktuell noch nix, von daher etwas mehr Zeit als normal.

    Abgesehen davon, Research im Internet nach neuen Dingen oder Ideen gehört auch zu meinem Job, und da stolpere ich auch ab und zu über was das ich hier poste.

     

  29. Avatarsammy

    Es ist mühselig wenn immer die selben Kommentatoren Tag ein Tag aus schreiben..

  30. AvatarNico Meier

    Wo ist denn der Gold Golum und die anderen Blogger die für ihre Blogs werben?

    Bruno hat recht in jungen Jahren viel arbeiten und später kürzer treten.

    Habe in jungen Jahren bis zu 100 Stundem pro Woche gearbeitet. Und ja das geht nur mit gutem Team und gemeinsamem Essen.

    Wenn ein Projekt fertig werden muss esren Überstunden immer nötig nur konnten diese nie kompensiert werden. Also wurden viele Stunden ausbezahlt.

  31. AvatarBruno

    @sammy

    Also machen wir einen Deal, wenn Du nicht mehr schreibst, auch nicht unter einem andern Nickname, dann halte ich auch die Fresse. Dann sind schon 2 weniger 😉

    Biste dabei?

     

  32. AvatarRüdiger

    @Bruno:  Also machen wir einen Deal, wenn Du nicht mehr schreibst, auch nicht unter einem andern Nickname, dann halte ich auch die Fresse.

     

    Keine gute Idee! Über den Mist, den @sammy hier ständig ablaicht, kann ich ganz leicht drüber scrollen. Deine interessanten und oft humorvollen Beiträge indes, würden mir doch sehr fehlen  😉

     

  33. AvatarNico Meier

    Ich mag jeden Kommentar ausgenommen die Gold Golums die hier einen Post absetzen ohne auf das Thema einzugehen nur um auf ihren Schrottblog zu verweisen.

  34. AvatarThorsten

    @Bruno

    100 Aktive tragen sächzig Pénsionäre :0

    Krieg, Lastenausgleich , Flucht der Jungen ,Arbeitsverweigerung und Elend ?

     

     

     

  35. AvatarBruno

    @Thorsten

    Es gäbe ja Lösungen/Alternativen, aber die will man nicht. Wir haben in der Schweiz ein 3-Säulen System, 1. Säule Umlagesystem, 2. Säule Pensionskasse und 3. Säule Selbstvorsorge steuerlich gefördert (nicht so stark wie in USA aber immerhin).

    Ich finde das schon mal ein Ansatz. Alle Länder die ihre Rente fast oder ausschliesslich durch ein Umlagesystem finanzieren, hätten die Probleme längst sehen müssen, die sind ja seit Jahrzehnten bekannt. Augen zu und durch.

    Ich verstehe die Kritik an Pensionskassen, da lief einiges schief, aber man hätte es ja auch anders lösen können. Weniger Kosten wären einfach möglich, einfache Produkte (Indexfonds) und dann braucht es auch kein Verwaltungsapparat.

    Die USA stehen demographietechnisch noch besser da als wir in Europa, Deutschland und die Schweiz schauen nicht gut aus.

    Die Vorsorgesysteme tendenziell weg von der Umlage zur Eigenvorsorge (nicht freiwillig sondern auch staatlich) fände ich den richtigen Weg. So können Gesellschaften auch mal schrumpfen ohne in eine Katastrophe zu kommen. Ewiger Wachstum der Bevölkerung kann ja nicht funktionieren langfristig.

    Europa wird das Problem wohl durch höhere Sozialabgaben und Einwanderung lösen wollen. Ein Greencard-System will man aber nicht. Es wäre wohl eh zu spät, die guten Fachkräfte gehen eher nach Asien oder USA, gute Handwerker nach Kanada oder Neuseeland etc. und wir schauen in die Röhre.

    Die Politik interessiert es aber nicht ist wie mit dem Klima, es ist eine sehr langfristige Geschichte, unbequem und stört die Wiederwahl 😉 Wenn dann abgerechnet wird ist man nicht mehr im Amt…

    Von daher empfehle ich jedem, Selbstvorsorge zu betreiben, auch jenen, die nicht in Frührente gehen können oder nicht finanziell frei werden. Auch kleine Vermögen werden später helfen, einen geruhsamen Lebensabend zu erleben und nicht in Altersarmut zu darben.

    @Kiev

    Der Titel wäre mir zu riskant als Einzelwert, ich kann es schlecht beurteilen. Ich kaufe nur kleinere Titel von Unternehmen, wo es in mein Fachgebiet geht. Von daher kann ich da keine Meinung haben, ob da Potential ist oder nicht.

    @Rüdiger

    Ich kenne unseren Giftzwerg gut genug um einzuschätzen, dass er darauf nicht eingeht 😉

  36. AvatarLithium85

    Also mal im Ernst… Eine Wäschetonne und ein Bett sind doch kein Luxus.

  37. AvatarDaniel

    Das Einfachste ist es gar nicht erst groß in einen höheren Lebensstandard abzudriften. Mit der Ausbildung hat sich mein Lebensstandard deutlich erhöht, da ich innerhalb von 1-2 Monaten soviel Geld zusammenhatte wie sonst als Schüler in einem Jahr. Zudem rückte mein bis dato geldfressenstes Hobby in den Hintergrund…der (Gaming)-Computer. Fairerweise muss man sagen dass genau dieses PC-Affinität eben auch den Job ermöglicht hat. Und signifikant hat sich der Lebensstandard danach auch gar nicht mehr erhöht.

    Es blieben Hifi/Heimkino, aber wer da einmal teuer investiert hat über Jahre Ruhe…jedenfalls sehe ich das so.

    Derzeit lege ich etwa 60% meines Gehaltes weg, der Rest ist in laufenden Kosten usw. verplant bzw. Konsum. Ich bin aber auch nicht der Verzichts-Mensch. Wenn mir etwas gefällt will ich es haben. Und ich fahre immer nach dem Motto “wer billig kauft, kauft zweimal” und “wer das teuerste holt hat nie das Schlechteste”. Für Spiel und Spaß lege ich mir “virtuell” jeden Monat 400€ weg. Wenn etwas teurer ist, dann muss ich halt mehrere Monate darauf hinsparen bevor ich es mir gönne.

    Ich sehe auch keine enormen Ausgaben auf mich zukommen. Das Thema Immobilien ist für mich gänzlich uninteressant, weder selbstgenutzt noch vermietet. Meine teuerste Investition war bislang mein Oldtimer und wenn ich ehrlich bin hat er was den Wert angeht in den letzten Jahren ganz gut mit Aktien konkurrieren können. Vielleicht etwas weniger wenn man Wartung/Inspektion und Treibstoff abzieht. Dafür kann ich mich nicht in Aktien reinsetzen und die schönen sonnigen Tage genießen.

  38. AvatarTim

    Ich finde, man muss mit dem “ich verzichte auf alles, was irgendwie nach Konsum und Luxus aussieht” ein wenig aufpassen. Ich selbst spare auch >55% meines Einkommens und liege mit 30 Jahren bei ca. 250.000 EUR Vermögen. Meine Freundin und ich gehen trotzdem 2-3 mal im Jahr zu einem Sterne-Restaurant im Nebenort, was uns jedes Mal gute 250 EUR kostet. Ist es das wert? Das muss jeder für sich selbst beurteilen, aber Tim sagt ja auch selbst, dass sein Restaurantbesuch wirklich toll war und er als Millionär wegen $300 trotzdem nie wieder dort hin geht.

    Warum immer auf alles verzichten, nur aufgrund des Verzichtens?

    Man muss einfach wissen, was man sich leisten darf und kann und was nicht. Ich habe eine App, die mir ein Tagesbudget gibt, welches mir anzeigt, wie viel Geld ich NACH einer Sparrate von 55% noch ausgeben kann ohne irgendwelche Ziele zu gefährden. Dieses Geld knalle ich für jeglichen Luxus raus, den ich mir wünsche, allerdings immer nur so, dass ich mein Tagesbudget nicht reiße. Wenn ich an einem Tag weniger als das Budget ausgebe, kann ich am anderen Tag mehr ausgeben. Und nebenher bin ich auf guten Wege mit 38 finanziell frei zu sein. Hab ich dann wirklich so viel mehr davon, wenn ich jeden letzten Cent herauspresse?

  39. AvatarChrisK

    @Tim: Da hast Du Recht. Ich glaube es kommt einfach drauf an, was einen (auch wenn es nur zeitlich begrenzt ist) glücklich macht. Wenn der Sternerestaurant Besuch Tim Schäfer nicht glücklich macht, soll es dies wirklich nicht tun. Dafür kauft er sich lieber das neue IPhone und nen Mac, was andere wiederum nicht brauchen, dafür lieber ins teure Restaurant gehen.

  40. AvatarStefan

    Hey Tim,

    ich habe auch nach meinem Studium quasi unverändert weitergelebt. Klar, hier und da hat sich der Lebenstil etwas angepasst, aber ich habe wie du die Life Inflation weitestgehend vermieden.

    Dadurch spare und investiere ich aktuell einen guten Teil meines Gehalts. Mal schauen wo die Reise hingeht 😉

    Gruß Stefan

  41. AvatarGeorge

    @Tim danke für den Artikel, ich denke auch, dass ein Mittelweg gut sein wird 🙂

    Jeder soll sich seinen Luxus so definieren, wie er für ihn schmackhaft ist, egal ob materiell, ideell oder was auch immer

     

    @Bruno: Der Artikel war gut, die Kommentare noch besser, bitte bleiben und verweilen! Finde deine teils philosophischen Ansätze sehr gut!

     

    LG

  42. AvatarETF-Yogi

    Schöner Artikel. Bitcoins sehe ich ebenfalls eher kritisch. Jeder soll tun, was er möchte, aber ich lasse da auch lieber meine Finger davon. Interessant ist es, wenn ich Leute treffe, die Aktien verteufeln, dann aber von Bitcoins begeistert sind.

    Für mich sind Bitcoins reine Spekulation. Es kann gut gehen oder auch nicht. Sie haben keinen eigenen Wert, der dahinter steht. Werden Sie irgendwann als Währung akzeptiert, müsste ihr Wert einigermaßen stabil bleiben. Setzen sie sich hingegen nicht durch, sinkt ihr Wert wohl massiv. Wer das möchte, meinetwegen. Ich brauche den Nervenkitzel bei der Geldanlage aber nicht. Da sind die ach so “gefährlichen” Aktien und Aktien-ETFs im Vergleich fast schon konservativ.

  43. AvatarSabine

    Hallo Tim,

    danke für das tolle Video. Das motiviert mich total. Wir scheinen der gleiche Jahrgang zu sein und auch ich habe um 2010 mehrere Triathlons (darunter 2 Ironmans) und Marathons gemacht. Leider hatte ich dann eine längere Verletzung,  Jobwechsel mit sehr viel Stress und mir anschließend noch den Fuß gebrochen. Jetzt fange ich seit ein paar Wochen wieder bei 0 7und mit 15 Kg mehr auf den Rippen an zu trainieren. Würde mich interessieren warum du aufgehört hast zu trainieren? Grüsse aus dwm Allgäu und viel Erfolg weiterhin. Sabine

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