Ich sparte über 50% meines Einkommens. Aber ich lebte in WGs mit Kakerlaken und Mäusen


New York, 23. Juli 2019

Im Waschbecken wusch ich meine Kleidung.

In der Küche tummelten sich Kakerlaken. Im Kühlschrank waren manchmal ein oder zwei.

Wie viel soll man jeden Monat sparen? Wer einem „normalen“ Arbeitsleben (bis 65/67 Jahre schuften) nachgehen will, der sollte diese Formel nutzen: 50-30-20. Das empfiehlt Sallie Krawcheck, Gründerin und CEO des Investment-Dienstes Ellevest und ehemalige Wall Street-Führungskraft bei Morgan Stanley und Citibank.

50% deines Einkommens fließt demnach in den Bedarf für Wohnen, Auto, Kleidung, Essen…Außerdem gehören zu dieser Kategorie Versicherungen, Kinderbetreuung etc.

30% deines Einkommens sollen in den Spaß fließen. Krawcheck meint damit Reisen, Restaurants, Konzerte, Theater, Hobbys… Krawcheck: „Wir sind nur eine kurze Zeit auf dieser Erde. Wir müssen Spaß haben.“

Wichtig ist es dennoch auf die Ausgaben strikt zu achten.

Studien zeigen, dass du eher für Erlebnisse wie Ausflüge, Urlaube oder Kurse als für Gegenstände dein Geld ausgeben solltest. „Die besten psychologischen Untersuchungen zu Geld und Glück lassen erkennen, dass die Ausgaben für Erlebnisse mehr (und dauerhafteres) Glück bringen als die Ausgaben für materielle Objekte“, sagt Ron Lieber, Autor der „New York Times“. Ich lese seine Artikel gerne. Es dreht sich alles ums Geld.

20% deines Einkommens sollen in deine Ersparnisse fließen, rät Krawcheck. Das ist für die Altersvorsorge. Enthalten ist in den 20% außerdem das Sparen für größere Anschaffungen wie ein Haus oder Auto.

Krawcheck empfiehlt das Geld nicht in herkömmlicher Weise zu sparen (Sparbuch, Tagesgeld), sondern zu investieren. Lass es für dich arbeiten. Über ein ETF- oder Aktiendepot. Das bringt mehr Rendite.

Ich bin für eine höhere Sparquote. Ich hatte um die 50 bis 70% vom Nettogehalt gespart. Nur so kannst du schneller die finanzielle Freiheit erreichen. Das Geld wanderte direkt in Aktien. Ich kaufte zehn Jahre lang wegen der Finanzkrise vor allem eine Aktie: Bank of America. Es ist heute meine wertvollste Position. Ich stocke sie weiter auf.

Als ich nach New York kam, verkloppte ich mein Auto in Deutschland. Ich vermietete meine Eigentumswohnung in der Heimat. Meine Fixkosten waren mini. Ich kündigte alle Abos in der Heimat: Handy, Zeitungen, Versicherungen… Ich lebte fortan in New York wie ein Student. Ich mietete mich in Wohngemeinschaften (WGs) ein. Auf Craigslist suchte ich mir die Angebote aus, traf die WG-Besitzer und entschied.

Ich hatte nichts. Nur einen Koffer mit Kleidung. Ich übernahm in meiner ersten WG in China Town ein altes Bett. Ich kaufte mir einen frischen Bezug und ein Handtuch bei Ikea. Und einen Holzschreibtisch für 20 Dollar, den ich noch immer habe.

Morgens sah ich manchmal Kakerlaken durch die Küche wandern. Ein paar der Plagegeister schafften es sogar in den Kühlschrank und naschten am Essen. Wie lecker! Im Bad waren Kakerlaken in der Duschwanne und auf dem Boden. Es war ein Alptraum. Ich konnte kaum einschlafen. Ich hatte Angst, die Kakerlaken würden über mich nachts krabbeln. New York hat eine Schaben-Plage.

Ich hatte keine Waschmaschine. Manchmal wusch ich meine Wäsche in dem kleinen Waschbecken im Bad aus und hängte sie über die Duschstange zum Trocknen. Machmal gab ich meinen Wäschebeutel in China Town in einem Waschsalon ab. Dort wurde alles für wenig Geld gewaschen, getrocknet, gefaltet. Abgerechnet wurde auf Gewichtsbasis.

Ich zog nach einem guten halben Jahr weiter in eine neue WG nach Battery Park City. Und dann erneut weiter. In einem uralten Haus in Chelsea landete ich eines Tages. Alles war abgenutzt. Wir hatten Mäuse. Morgens sah ich eine Maus auf dem Mülleimer in der Küche an einem Stück Käse nagend. Die Maus starrte mich entsetzt an. Ich bat den Hausmeister mehrmals um Hilfe. Es interessierte ihn nicht die Bohne. Die Plage machte mich verrückt. Ich wollte schon gar nicht mehr in die Küche gehen.

Ich legte solche Klebefallen auf den Boden:

*
Mir tat die Maus auf der gelben Klebefolie leid. Sie lebte.

Ich versprach dem Hausmeister ein üppiges Trinkgeld, wenn er mir bei der Mäuseplage hilft. Er kam ein paar Tage später nach der Arbeit vorbei und steckte Stahlwolle unter der Küche in Schlitze und Öffnungen. Dann war das Problem plötzlich behoben. Aber der Vermieter ging während der Finanzkrise pleite… Ich flog im hohen Bogen aus der Wohnung wegen dessen Insolvenz.

*Affiliate Link.

So sah das alte Bett aus, das ich übernommen hatte.

Übrigens breiten sich auch Bettwanzen weltweit aus. Durch das Reisen kann man sich die Plagegeister schnell einfangen, wie dieses Video zeigt. Es ist der reinste Horror:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ich sparte über 50% meines Einkommens. Aber ich lebte in WGs mit Kakerlaken und Mäusen

  1. AvatarLeon

    Das ist aber ein weniger erstrebenswertes Leben unter Kakerlaken und Mäusen.
    Nein Danke. 

  2. AvatarHans

    Ich habe einen Bekannten der hat einige Millionen auf dem Konto mehrere Immobilien und ein üppiges Depot aber lebt wie ein Krattler. Wenn es 1 mal im Jahr das Essen für die Obdachlosen in der Stadt gibt dann geht er hin und holt sich etwas weil es umsonst ist. Lebensmittel die ungenießbar sind isst er trotzdem noch weil umsonst, holt sie auch aus dem Müll.
    Sparen ist eine Tugend. Geiz ist ihr Verfall.

  3. AvatarChristian

    Hallo Tim, ein schöner Artikel. Du hast dir alles hart erarbeitet. Du hast verzichtet und warst sparsam. Aus deinen anderen Beiträgen lässt sich herauslesen, dass du jetzt glücklich bist – hast also alles richtig gemacht.

    Eine ehemalige Kollegin in Führungsposition hat immer extrem gearbeitet. Normal bis 9 Uhr Abends, oft bis 1 Uhr Nachts. Mindestens zusätzlich an drei Wochenenden pro Monat Sa und/oder So im Betrieb gewesen. Sie hatte irgendwann keine Leistung mehr und musste entlassen werden, da sie nur noch die Abläufe störte, den Wandel verhinderte und selbst keine Leistung mehr bringen konnte. Eingesehen hat sie das natürlich nicht und ging auch vor Gericht. Ich weiß nicht, wie der Prozess ausgegangen ist. Jedenfalls hat sie eine abbezahlte Eigentumswohnung. Vom üppigen Manager-Gehalt muss viel übrig geblieben sein, sie hatte ja gar keine Zeit zu konsumieren, bei so viel Anwesenheit im Büro. Mercedes und iPhone hat der Betrieb bezahlt. Sie hat keine Familie. Sie fährt jetzt mit dem Fahrrad. Sie ist mit 55 finanziell frei. Die Entlassung hat ihr sehr gut getan. Sie hat jetzt ein wesentlich besseres Leben und sieht glücklich aus. Keinen Stress mehr. Das war zwar nie ihr Ziel – aber sie hat F.I.R.E betrieben… 🙂

    Wegen Bettwanzen: Der Fraport hat hierfür extra eine Hundestaffel. Für 106 Euro kannst du drei Gepäckstücke prüfen lassen. Tolle Sache.

    Wegen 50/30/20. In München können viele die Formel aktuell nicht anwenden. Fach- und Führungskräfte verdienen hier im Schnitt 61.100 EUR brutto / Jahr. Die Wohnung mit 80-100 qm kostet im Median 1.500 EUR monatlich. Wer jetzt in Steuerklasse I (Kirchensteuer, Kinderlos, 15,7 % KV BARMER) unterwegs ist, dem bleiben von 5.100 EUR brutto monatlich (1/12 des Jahresgehalts) noch 2.900 EUR netto. Damit gehen für Wohnraum 55 % des mntl. Netto-Einkommens drauf. Quelle

    Die Formel 50/30/20 ist ein guter Anfang… Ich persönliche habe eine Quote von 22% Miete / 38 % Sparen / 40 % Konsum-Verträge-Auto-Urlaub. Die Sparquote möchte ich mittelfristig noch erhöhen. Aktuell schmerzt es mich nicht zu sparen. Ein bisschen „Speck“ ist also noch vorhanden… Ich peile wie du 50 % an.

    Ich wünsche dir weiterhin einen schönen und erholsamen Urlaub! 🙂

  4. AvatarBruno

    Kakerlaken sind gefährlich und können eine Vielzahl gefährlicher Krankheiten wie Tuberkulose, Salmonellose, Typhus, Ruhr, Schimmelsporen und Wurmparasiten auf den Menschen übertragen. Zudem verursacht der Kot von Kakerlaken Ekzeme und Asthma.“
    Da hast Du hoffentlich noch mal Glück gehabt und bist gesund geblieben. Ich war nicht immer sparsam aber musste teilweise in gewissen Lebensphasen extrem sparsam sein, aus diversen Gründen. Ich habe dann aber immer nach Lösungen gesucht, für mich war mehr Arbeit (Nebenjobs etc.) der bessere Weg als noch mehr zu sparen, es gibt Lebensbereiche, wo ich nicht sparen möchte und das sind Essen/Ernährung/Hygiene/Sport etc. alles Bereiche die auf die Gesundheit einwirken, denn die ist einmalig und die sollte man nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. 
    Lieber hätte ich 20 Stunden geschuftet als krank zu werden. Man kann es sich leider nicht immer aussuchen. Natürlich kann man das nicht immer durchziehen, irgendwann kann auch Arbeit krank machen, aber gerade wenn man noch jung ist in den 20ern verträgt es schon einiges, sofern es nicht zu viel negativen Stress gibt.

  5. AvatarderHamster

    Ich finde 50-30-20 gar nicht so schlecht. Selbstverständlich kann man auch extremen Frugalismus betreiben, vermutlich auch nach dem Motto 80-10-10.
    Es klingt vielleicht komisch, aber mein persönlicher Luxus sind meine drei Kinder. Wenn ich es schaffe die drei bodenständig und sparsam groß zu ziehen, weiterhin vermögen aufzubauen, welches dann auch vererbt werden kann, bin ich eigentlich vollkommen zufrieden.
    Wenn das Sparen dann noch zum Hobby und nicht zum Zwang wird, ist es doch umso besser.
    Viele Grüße
    derHamster

  6. AvatarAndreas

    Sparen ist ja schon und gut, aber im Dreck zu leben würde mir dann auch keinen Spaß machen. Eine saubere Wohnung hat nichts mit Geld rauswerfen oder Luxus zu tun, sondern mit einem gesunden Lebensstil und dafür sollte das Budget noch da sein.

  7. AvatarSkywalker

    Gutes Essen, ein Haus im Grünen mit pool, ein komfortables auto, 4 Urlaube pro Jahr, gute Kleidung, Bio Essen, oper, Theater, Konzerte, Massagen, Wellness, Tennis und Golf, guter Zahnarzt, Klimaanlage zuhause, etc….. 
     
    Alles sehr schön und erstrebenswert. 

  8. AvatarEx-Studentin

    Ich bin froh, dass man in Deutschland nicht so viel Ungeziffer hat. In den eigenen 4 Wänden muss man sich wohlfühlen. 
    Ich spare derzeit etwas weniger. Früher hatte ich über 50% Sparquote, jetzt eher 40%. Ich werde ggf. noch mal Stunden reduzieren, um nebenberuflich zu studieren. Ich war noch nie verbissene FIRE-Anhängerin. Lieber ein Job, der bis 60 Spaß macht als mit 45 einen verhassten Job zu haben, unter dem das Privatleben leidet.

  9. AvatarChristian

    @Ex-Studentin: Eine sehr gesunde Lebenseinstellung. Aber wenn du noch einmal (nebenberuflich) studierst, musst du deinen Benutzernamen ändern… 😉

  10. AvatarWhirlwind

    derHamster schreibt: „Es klingt vielleicht komisch, aber mein persönlicher Luxus sind meine drei Kinder. Wenn ich es schaffe die drei bodenständig und sparsam groß zu ziehen, weiterhin vermögen aufzubauen, welches dann auch vererbt werden kann, bin ich eigentlich vollkommen zufrieden.“
     
    Klingt gar nicht komisch. Da bin ich vollkommen bei dir. 🙂
    Sind gerade eine Woche mit unseren drei Kids auf Usedom. Die Zeit genießen wir sehr und die Erlebnisse sind extrem wertvoll. Daher tausche ich auch gern Materielles gegen Erlebnisse bzw. Zeit. 🙂
     
    Grüße,
    whirlwind

  11. AvatarIngo von Mission-Cashflow

    Erschreckend, was ich da diesmal lesen muss.

    Kann man machen, muss man aber nicht. FIRE hin oder her. Das geht auch mit etwas mehr Stil und unwesentlich höheren Kosten.

    FIRE und vernünftig bis dahin leben geht auch zusammen. Meine Meinung!

    CU Ingo.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ingo

    Ich habe einen Bekannten in Chelsea. Er ist sehr reich. Er lebt in einer schönen, hellen, großen Wohnung in einer Top-Lage. Neulich lud er zum Abendessen zu sich ein. Er bestellte bei einem Chinesen ein paar Gerichte (Take out, er ist sparsam). Wir setzten uns in seine Küche. Er hat einen Hund. Ich schaute in den Fressnapf abseits der Küche. Und was sah ich da im Fressnapf? Eine Maus. Es liegt an den uralten Häusern und den massiven Müllbergen, die diese Stadt jeden Tag produziert.

    Über das Müllproblem hab ich hier schon mal geschrieben:

    https://timschaefermedia.com/muell-das-stinkende-geschaeft-ist-eine-goldgrube/

    Über Ungeziefer wie Bettwanzen schrieb ich hier:

    https://www.finanzen.net/eurams/bericht/ungeziefer-alarm-in-big-apple-1286363

  13. AvatarNico Meier

    Wegen 50/30/20. In München können viele die Formel aktuell nicht anwenden. Fach- und Führungskräfte verdienen hier im Schnitt 61.100 EUR brutto / Jahr. Die Wohnung mit 80-100 qm kostet im Median 1.500 EUR monatlich. Wer jetzt in Steuerklasse I (Kirchensteuer, Kinderlos, 15,7 % KV BARMER) unterwegs ist, dem bleiben von 5.100 EUR brutto monatlich (1/12 des Jahresgehalts) noch 2.900 EUR netto. Damit gehen für Wohnraum 55 % des mntl. Netto-Einkommens drauf.
    Warum benötigt dieser kinderlose Single für sich alleine eine grosse Wohnung mit 80 bis 100qm? Ich habe einige Jahre alleine gelebt auf 55qm und das fand ich für eine Person schon recht viel Platz. Danach zog meine Freundin ein und dann wurde es etwas enger. Wir haben dann zwei weitere Jahre zusammen auf 55qm gewohnt.

  14. AvatarChrissie

    @Nico Meier
    Ich finde auch, dass man als Single nicht so viel Platz braucht, und in einer großen Stadt sind kleinere Wohnungen oft besser zu finden als in kleineren Ortschaften.

  15. AvatarMr. Pino Cavallo

    „Warum benötigt dieser kinderlose Single für sich alleine eine grosse Wohnung mit 80 bis 100qm? Ich habe einige Jahre alleine gelebt auf 55qm und das fand ich für eine Person schon recht viel Platz. Danach zog meine Freundin ein und dann wurde es etwas enger. Wir haben dann zwei weitere Jahre zusammen auf 55qm gewohnt.“
    Interessanterweise sind kleinere Wohnungen nicht wesentlich billiger. Das gilt zumindest für das Rhein-Main-Gebiet. Klar, als single könnte man sich eine so große Wohnung noch mit jemanden teilen. Aber ab einem bestimmten Alter hat man auch kein Bock mehr in einer WG zu leben.

  16. AvatarJames

    @Nico Meier & Chrissie:
    Ihr habt völlig recht, so viel Platz alleine ist sicher nicht nötig! Wenn ich mir aber die Preise in und um München anschaue, dann ist es deutlich lukrativer relativ gesehen (!!!) eine größere Wohnung über 3,5 Zimmer zu nehmen als eine kleine 1-2 Zimmer Wohnung. Bei meiner Suche stoße ich oft auf „Angebote“ bei 1-2 Zimmer so 30-60qm die mal schlappe 700 – 1300€ kalt kosten. Hingegen eine 3,5 Zimmer (ab 70qm) Wohnung ist dann so ab 1500€ kalt zu haben (klar Ausnahmen gibt es immer). Daher kann es durchaus Sinn machen eine größere Wohnung die relativ gesehen billiger ist zu nehmen als das kleine Appartment.
    Ich kenne einige Leute in meinem Umfeld die ohne groß Luxus rund 50% Miete abdrücken, ich finde das schon sehr happig.
    Gestern ging es mit Cola um 7% raus, tat sehr gut im Depot 🙂 Abbvie, 3M und CVS halte ich auch weiterhin für recht günstig.
     
     

  17. AvatarAndreas

    @SeBo: was denken sich so Leute eigentlich? Die Frau kriegt Wohngeld. Das sollte auch zum wohnen benutzt werden, nicht zum sparen. Wenn jemand 35k von seiner Rente ansparen kann, warum dann Wohngeld beziehen? Da wäre etwa so, wie wenn du Almosen beziehst, obwohl dein Job dir genug einbringt. Dafür ist es einfach nicht gedacht

  18. AvatarRüdiger

    Ich kenne einige Leute in meinem Umfeld die ohne groß Luxus rund 50% Miete abdrücken, ich finde das schon sehr happig.
     
    Das kann ich bestätigen. Auch deutlich mehr als 50% für Wohnkosten sind für München nicht ungewöhnlich, ganz ohne Luxus. Nicht jede/r Münchner/in ist Fach- oder Führungskraft. 60m² kosten schon mal gerne 1000 bis 1300 EUR kalt. Und selbst ein total abgeranztes Loch ist nicht wesentlich günstiger.

  19. AvatarThorsten

    Die Antwort auf Mäuse ist Katze. Habe gerade wieder ein Geschenk von den Jägern vor der Tür gefunden und es entsorgt bevor meine Frau zusammenzuckt  oder jemand unachtsam drauftritt. 😮

    30% für Fun ist übertrieben. Typisch Ami (?!), einmal consumer immer consumer. Ich hoffe, die Deutschen sind doch etwas bodenständiger. Essen auswärts ist eher untypisch. Die größeren Unternehmen haben eine Kantine.

    Und hier nächster Akt bei Wirecard :
    https://de.nachrichten.yahoo.com/wirecard-vs-financial-times-ring-070508345.html

  20. AvatarChrissie

    @Mr. Pino Cavallo, James
    Ja, leider ist es ziemlich oft so, dass der Preisunterschied zwischen großen und kleineren Wohnungen nicht so gewaltig ist. Bin hier auch auf der Suche und bisher war alles fast genauso teuer wie meine jetzige Wohnung, da lohnt sich ein Umzug dann nicht. Habe zur Zeit aber auch „nur“ 60m2, das scheint bei den meisten Bauvorhaben die Untergrenze für Wohnungen zu sein.
    Und WG Typ bin ich leider noch nie gewesen, das ist daher auch keine Option. 

  21. AvatarThorsten

    Meine Katzen jagen nur bis Faustgröße. Das Größte, was sie brachten waren Jungkaninchen. Ratten werden so groß wie kleine Katzen, das passt gar nicht.

  22. Der BaumDer Baum

    @ SeBo und Andrea, ich sehe es wie Andrea.
     
    Transferleistungen sind Leistungen die die Gemeinschaft zahlt, um die in unserm Wertesystem verankerten Grundrechte („Menschenwürdiges Leben“) zu finanzieren. Das sind für mich zweckgebundene Leistungen. Wenn dann davon etwas übrig bleibt, sollte man es der Gemeinschaft auch zurück geben. Oder es eben erst garnicht erlangen.

  23. AvatarJung in Rente

    Aller persönlichen Sparambitionen zum Trotz ist eine lebenswerte Wohnung für mich und meine Familie ein absolutes Muss. 
     
    Dieses Bedürfnis hat sich nach der Geburt unseres ersten Kindes vor drei Jahren nochmals intensiviert und gilt inzwischen in der Regel auch für unsere Urlaubsunterkünfte. 
     
    Da sparen wir lieber an anderer Stelle (Restaurantbesuche, Auto, Kleidung etc.). Für eine Sparquote von 40% reicht dies bei uns allemal aus.
     
    – David

  24. Avatar-M

    Die vitalste Zeit im lebem mit Kakerlaken verbringen, wärend man sich lieber den ein oder anderen Menschen mit aufs Zimmer nehmen könnte … Ja dann verzichte ich auf fire … 
    -M

  25. AvatarThorsten

    @Jung in Rente das sehe ich genauso.  Wohnung ist Rückzugsort, Erholungsort, mit Familie ist man da empfindlich zum Quadrat, es ist auch so schon Stress genug. Mehr Platz hilft definitiv. Schon mal tobende Teenager gehabt ? Die Wohnung sollte ungefähr 1 Quadratkilometer Wohnfläche haben  (Scherz). Im Zweifelsfall würde ich auf viel mehr für Wohnen ausgeben, wenn dann der Stress weg ist (Arbeitsweg, Wohnfläche, ruhige Wohnlage,….)
    Als junger Single ist man aber leidensfähiger. Die Erfahrungen, die Tim gemacht hat, haben ihm nicht geschadet. Er kann vergleichen und es als interessante Epsioden seines Lebens positiv sehen.

    Kakalerlaken hatte ich in meiner Deutschen Eigentumswohnung. Ich wusste nicht, dass es sie auch bei uns geben kann. Sie kommen, wenn Wohnungen nicht genügend genutzt werden über die Abwasserleitungen würde mir erklärt. Da in der Anlage einige Wohnungen leer standen als ich kaufte gab es zu wenig Nutzung der Leitungen. Es kam glaube ich ein Kammerjäger für die ganze Anlage. 20 Jahre keine Probleme mehr gehabt.

  26. Avatar42sucht21

    @Preisunterschied zwischen großen und kleineren Wohnungen
    Für mich ist das logisch. Viele Fixkosten ob klein oder groß sind ja gleich hoch beim Bau für den Hersteller/ Vermieter (Elektroinstallationen, Bad/WC, Küche, Balkon, Anfahrt Handwerker für Instandhaltung/ Reparaturen, der Eimer Farbe fürs Streichen, Verwaltungsarbeit…) und Mieter BetriebsNK (Der Anteil der nicht nach m2 umgelegt). Somit ist es eigentlich logisch, dass verhältnissmäßig eine kleine Wohnung auch in der Miete sehr viel teurer sein muss pro m2.

    @Thorsten – 30% für Fun ist übertrieben
    Sehe ich auch so. Vielleicht alle paar Jahre bis zu 30% wenn ein großes Erlebnis ansteht aber ansonsten sehe ich das Limit ganz grob eher bei 10%-20% in der Ansparphase. Kommt natürlich auch auf das verfügbare Gesamteinkommen an. Und auch wie man es betrachtet: zB Ist bei den Fun% schon eingerechnet, dass ich „Bio“ kaufe? Das ist für manche mit weniger Einkommen sicherlich ein Luxuserlebnis-Ding und weniger notwendige Lebenshaltung.

    @Kiev
    Danke für Ihren interessanten und sehr guten Beitrag unter dem letzten Blogpost.

    @merkur.de – Clickbait – Rentnerin verliert zehntausende Euro – weil sie Teil der Rente sparte
    Wenn ich so eine Überschrift lese, dann disqualifiziert sich die Quelle und lese nicht mehr weiter.

    @Diese Ratten sind grösser als unser Kater
    Das sind keine ‚richtigen‘ Ratten, also keine Wanderratte (Rattus norvegicus) und keine Hausratte (Rattus rattus). Die sind viel kleiner. Genauso wie nicht jede Mücken- (mehrer tausend Arten) oder jede Wespenart (grob ca. 4.000 Arten glaube ich) für Menschen Nervgeister sind.

  27. AvatarBruno

    @42sucht21
    schon klar das ist ja auch ein Artikel der gehört ins Kapital Boulevard, es gibt ja auch Leute die halten Ratten als Haustiere. Die obigen möchte niemand denke ich mal 😉
    «Die Ratte würde kämpfen, beissen und sich bis aufs Blut verteidigen.»

  28. AvatarThorsten

    Anzeigen dieser Art sind eine Bestätigung, dass der Umzug nach Norddeutschland nicht falsch gewesen sein kann. Ich könnte das Haus kaufen (steht hier ums Eck ) und vermieten, aber ich scheue die Zeit. Aktien machen weniger Arbeit .Das Grundstück ist für hiesige Verhältnisse nicht besonders groß. Boden kostet nichts. Der Preis geht primär über das Haus. Es hat einen Wintergarten und einen Pool. Hier gibt es keine Mietwohnungen. Man kauft.
     
    Provisionsfrei

    Typ Bungalow

    Etagenanzahl 1

    Wohnfläche ca. 150 m²

    Grundstück ca. 2.489 m²

    Bezugsfrei ab nach Absprache

    Zimmer 4

    Schlafzimmer 2

    Badezimmer 2

    Garage/ Stellplatz 1 Garage

    Kaufpreis
    275.000 €

  29. Avatar42sucht21

    @Bruno
    Ich habe jetzt den Artikel gelesen. Da steht ja unten drin es waren Bambusratten, also keine wirklichen Ratten. Die fressen Wurzeln und oberirdische Bambusteile. Von wegen Kämpfen bis aus Blut…. Seemansgarn. Spannend wird es für die Frugalisten unter uns: „Bambusratten werden wegen ihres Fleisches gejagt“ sagt Wiki dazu.
    Sind die auch noch als Bio zu bezeichnen wenn sie gespritzes Londoner Vorgartenbambus knabbern? Fragen über Fragen 😉

    @Thorsten – Umzug nach Norddeutschland
    Aber nur, wenns es auch eine qualifizierte Arbeitsstelle in der Nähe gibt. Das ist leider nicht überall der Fall.

  30. AvatarThorsten

    @42sucht21 In Hamburg würde ich dafür heute nur eine 2-Zimmerneubauwohnung bekommen. Entsetzliche Preisunterschiede. Angebot und Nachfrage.

  31. AvatarT.Ostler

    @Diskusion über Verhältnis der Miete kleine Wohnung zu größere Whg
    Wie schon von anderen Schreibern erwähnt, sind die Herstellungskosten von kleinen Wohnungen teurer als von größeren Whg´s. Der Grund ist ganz einfach, es müssen die selben Anschlüsse wie bei einer größeren Wohnung installiert werden (Bad, Küche, Sicherungskasten ect.) zudem kommen auch im Verhältnis die vielen Mauern hinzu.
    Was ich immer erstaunlich finde ist die Argumentation warum man ja doch die größere Wohnung nimmt und nicht die Kleine. Hier wurden für Raum München für eine kleine Whg Summen von 700-1300 kalt genannt und für die Größere von 1.500 kalt, da frag ich mich schon, warum eine Ersparnis von 200 bis 800 EUR pro Monat nicht die rede wert ist? Ich glaube hier will man eben den privaten Luxus leben und sucht eine ausrede, wie andere es mit dem PKW machen einem reicht ein Kleinwagen, dem anderen ein guter Mittelklassewagen, weil der Kleinwagen ja im Verhältnis auch sehr teuer ist…

  32. AvatarClaus

    @ Verlinkter Artikel „Dumme Dividendenanleger…“ im letzten Beitrag
     
    Habe selten so einen Mist gelesen… Das genaue Gegenteil ist der Fall, wenn man beim Kauf keine „Mondpreise“ akzeptiert. Hier mal ein paar Zahlen für meine realen Depotwerte:
     
    Aktie / Haltedauer in Jahren / Kaufkurs / Kurserfolg in % / + Netto-Div. in % / = Gesamt-Erfolg in % / p.A. Rendite in %
     
    P&G / 6  / 60,68 / 68,64 / 12,50 / 81,15 / 10,41
     
    Coke / 14 / 16,61 / 195,12 / 50,13 / 245,25 / 9,25
     
    Heineken / 5 / 46,78 / 116,21 / 10,52 / 126,73 / 17,79
     
    Unilever / 7 / 25,10 / 115,72 / 24,75 / 140,47 / 13,35
     
    Gen. Mills / 6 / 33,80 / 38,57 / 11,98 / 50,55 / 7,06
     
    Hormel / 1 / 25,63 / 42,79 / 2,28 / 45,07 / –
     
    Nestle / 5 / 62,73 / 49,45 / 7,38 / 56,83 / 9,42
     
    McDonalds / 5 / 69,06 / 179,08 / 17,08 / 196,16 / 24,25
     
    Die Rendite ist real sogar noch etwas höher, weil die genannten % Netto-Dividenden nur die Zahlungen bis 31.12.2018 enthalten. Die Zahlungen für 2019 kommen noch hinzu.
     
    Richtig ist natürlich, nicht auf die absolute Höhe der Dividende zu schielen. Viel wichtiger ist, dass die Dividende zukünftig auch dauerhaft bezahlt und gesteigert werden kann. Erstklassige Konzerne schaffen das aufgrung ihres Geschäftsmodells.
     
    Ebenso wichtig ist m.E. der Kaufpreis, denn noch immer liegt der Gewinn im Einkauf. Der Preis, den man bezahlt, sollte möglichst geringer sein, als der Wert, den man dafür erhält.
     
    Wer einfach bei „davongeeilten“ Kursen kauft, muss evtl. lange auf den Erfolg warten und zwischenzeitlich höhere Papierverluste aussitzen. Hierbei ist -je nach Börsenerfahrung- die Gefahr gross, zum ungünstigsten Zeitpunkt auszusteigen und „zu retten, was noch zu retten ist“… Es kommt nicht von ungefähr, dass ca. 90% der Börsenteilnehmer zu hohen Kursen kaufen und zu niedrigeren wieder verkaufen…
     
    Geduld ist eben auch vor dem Kauf notwendig. Gibt es endlich Kaufkurse, dann muss man zugreifen. Viele zögern dann aber und warten auf noch niedrigere Kurse, die meist aber nicht mehr kommen. Sie kaufen dann gar nicht oder viel zu spät, wenn die Kurse bereits wieder deutlich gestiegen sind…
     
    Viel Erfolg!
     
     

  33. AvatarTobias

    Möglicherweise bin ich hier auf dem flaschen Blog, aber ich empfinde eine zu hohe Sparquote ab einem bestimmten Vermögen etwas übertrieben. Konkretes Beispiel: Mein Vermögen beläuft sich mittlerweile auf ca. 200k, mein monatliches Nettoeinkommen bestehend aus Hauptjob, Nebenjob und Dividenden bzw. Auschüttungen von ETFs auf ca. 3k. Da ich glücklicherweise in keiner Großstadt mit explodierenden Mieten wohne, reicht mir mittlerweile etwa ein Drittel für Miete und Dinge des täglichen Bedarfs. Meine Altersvorsorge/Vermögensaufbau hab ich auf etwa 20% reduziert, also etwa 600€ im Monat. Der Rest, fast 50% geht also für „Fun“ raus.
    Warum? Natürlich könnte ich durch eine erhöhte Sparquote möglicherweise einen verfrühten Ruhestand anstreben. Aber was dann? Nur den ganzen tag auf der Couch sitzen empfinde ich als etwas langweilig. Mir macht mein Job und mein Nebenjob (den ich nebenbei nicht wegen dem Geld mache, sondern primär um einen Freund zu helfen und nebenbei ein weiteres Standbein zu haben, falls es tatsächlich mal Schwierigkeiten bei meinem Hauptjob geben sollte…) Spaß. Außerdem möchte ich in meinem Leben tatsächlich etwas erleben, weshalb ich tatsächlich gerne verreise und da auch nicht jeden Euro einzeln herumdrehen möchte (wobei ich mir eine gewisse Sparsamkeit auch bei meinen Urlauben behalte).
    Wenn sich nun meine monatlichen Einnahmen auf 4k erhöhen sollte (was wahrscheinlich aufgrund Lohn- und Dividendenerhöhungen eher früher als später geschehen sollte), ergibt sich evtl. eine neue Rechnung: Miete und Dinge des täglichen Bedarfs erhöhen sich möglicherweise dank der Inflation auf 1,1-1,2k im Monat. 700€ wäre bei unveränderten 20% dann mein weiterer Vermögensaufbau. Wenn aber mein „Fun-Bedarf“ bei etwas über 1500€/Monat gedeckt ist, kann ich den Rest ja zusätzlich in meinen Spartopf stecken. Eines ist mir aber auch klar geworden: Mit auf den Friedhof kann ich mein Vermögen ja auch nicht nehmen, und dieser Tag wird uns früher oder später alle ereilen.
    Oder falls ich unverschuldet arbeitslos werden sollte: Unser Staat wird mich zur Offenlegung meines Vermögens zwingen und mir dann sagen, in welcher Geschwindigkeit ich dieses aufzubrauchen habe (und der Fun-Faktor wird beim Aufbrauchen des eigenen Vermögens stark nach unten geschraubt, was ich nebenbei überhaupt nicht in Ordnung finde, schließlich ist es MEIN Vermögen…), bevor ich auch nur einen Cent staatliche Unterstützung bekommen werde. Da ist es auch egal, wenn ich sage, dass mein Vermögen eigentlich als Altersvorsorge gedacht war.
    Daher mein Fazit: Ja zum Vermögensaufbau, aber nicht zu jedem Preis. Eine Sparquote von über 50%, wenngleich es bei mir möglich wäre, kommt bei mir nicht mehr in Frage…

  34. AvatarFranzer

    Hallo Tim,
     
    ich aktuell 29 Jahre alt und favorisiere ebenfalls eine deutlich höhere Sparquote. 
    Aktuell fiebere ich der 100K-Marke in meinem WP-Depot entgegen –> noch knappe 100 € und der erste Schritt ist erreicht.
    Die Sparquote beträgt ca. 60-70 % p. Monat. Reisen und Erlebnisse sind definitiv ein Muss für mich und dürfen ebenfalls nicht zu kurz kommen. 
    Die durchschnittliche monatliche Dividende ist ebenfalls peu a peu am steigen. Es ist echt erstaunlich wie seit Beginn meiner Aktienstrategie 2016 ein deutlich spürbarer Anstieg zu vernehmen ist.
    Dank vieler Blogs wie deinem – weiß ich, dass dieser Effekt noch deutlich an Schwungmasse erhalten wird. 
    Ich muss ständig schmunzeln, wie ich teilweise von Freunde belächelt werde, wenn ich von meinen Investitionen berichte oder die defekte Klima im Auto nicht sofort bezahle oder seit 9 Jahren das gleiche Auto fahre.
    VG
    Franzer

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,
     
    ja klar, ich lese über LK Lüchow-Dannenberg, dass es der am dünnsten besiedelte im alten Westgebiet ist. Dann ist es kein Wunder, wenn die Preise andere sind.
     
    Ich selbst hätte kein Problem dort zu leben. Dann hätte ich die Elbe wieder (z.B. Hitzacker). Eines der wichtigsten Argumente ist heute die Internetverfügbarkeit. Keiner kann Home Office machen, wenn er keine Bandbreite hat.
     
    Ich selbst muss ja keinen Job mehr suchen, auch meine Partnerin ist bald durch. Sie ist sehr gern im Norden, hat auch schon frühe eine Weile in Oldenburg gelebt.
     
    Mir persönlich würde dieser kleine Bungalow vollkommen reichen (Stichwort „traumhafte Elblage“, was man sich anschauen müsste), ABER eben nur 2MB Internet, und der Makler ist gierig, bringt aber keine ordentlichen Fotos zustande, sehr suspekt. Die Fliesen in Küche und Bad, sowie Sanitär  könnte ich selbst austauschen. Das wäre bei dem Preis drin, dass ich nochmal solche Drecksarbeit machen würde. 
     
    Wenn meine Partnerin hoffentlich mal genauso ruhebedürftig wird wie ich, die Enkel größer und aus dem Gröbsten raus sind, dann wäre es eine Option.
     
    Na schaun mer mal, was sich noch so ergibt im Leben.
     
    MS

  36. AvatarDaniel

    Ich muss ständig schmunzeln, wie ich teilweise von Freunde belächelt werde, wenn ich von meinen Investitionen berichte oder die defekte Klima im Auto nicht sofort bezahle oder seit 9 Jahren das gleiche Auto fahre.
    Mein Vater kann das auch, fährt im schwarzen Auto seit 3 Jahren mit defekter Klimaanlage herum weil er zu faul und / oder zu geizig ist sie reparieren zu lassen. Ganz ehrlich, das wäre bei mir auch nicht mehr etwas was ich als Beifahrer belächeln würde. Mal davon abgesehen dass es für den Körper eine ziemliche Belastung und die Konzentration senkt, zumindest an den wirklich heißen Tagen.
    Ich bin auch für hohe Sparquote, aber Dinge die ich habe stets instand zu halten gehört für mich zu normalen Ausgaben, alles andere ist in meinen Augen Falschgeiz. Und ich bin mir sicher dass Du auch mit Reperaturen solcher Dinge zu einem Menschen wirst der deutlich mehr auf der hohen Kante liegen hat als Andere. Verzettele dich bitte nicht in sowas, sonst bist du irgendwann der komische Kauz.
    Gegen ein altes Auto spricht ja nichts, da bin ich mit 16 Jahren und 31 noch etwas extremer 😉 aber jeder Defekt wird sofort behoben.

  37. AvatarThorsten

    @Matthias Schreiber Breitbandausbau passiert grade. Überall Maschinen und Leerrohre für Glasfaser. Lässt sich hier leicht verlegen, nur die Entfernungen verursachen Kosten. Manche machen 1 Tag Home office und fahren mit dem Zug. Einen Bahnhof zum pendeln muss man natürlich auch erst mal erreichen  😮
    Merke : Billig ist es da, wo auf der Deutschlandkarte die Autobahnen fehlen. Das bedeutet nicht, dass es keine Alternativen gibt : Ludwigslust, Wittenberge werden von Hamburgern und Berlinern besiedelt. Bis nach Lübeck ist schon allesin Hamburger Hand, da geht nix mehr. Jetzt sind die anderen Bahnstrecken dran. Wenn man mit dem Zug schneller 100 km fährt als sich quer durch die Stadt zu quälen, dann kann die Rechnung aufgehen.

    Hier kannst Du schauen, ob das Objekt in der Planung ist:
    https://www.luechow-dannenberg.de/home/global/container/breitband.aspx
    Hitzacker ist auch dabei.

  38. AvatarRuben

    @Tobias: klingt doch als hättest du für dich das optimalen Mix gefunden.
    Noch beruhigender finde ich es, wenn sich auch ohne aktive Arbeit das Vermögen nicht aufbraucht. Vielleicht kommst du aber auch mit geringerer Sparrate etwas später dort an, wenn das Vermögen gut angelegt ist und ungestört weiter wachsen kann.

  39. Der BaumDer Baum

    Warum möchtest du den eine Position aufbauen, Lewin?
    Ich persönlich hab einen strengen Value-Ansatz. Daher ist mir Netflix zu teuer.

  40. AvatarBruno

    Daikin wäre doch jetzt angesagt, der grösste Klimaanlagehersteller, heute soll es hier wieder gegen 37°C werden 😉

  41. Der BaumDer Baum

    Außerdem hab ich Netflix ausprobiert. Ich finde die Plattform nicht besonders toll. Mir gefällt Amazon besser. Das sagt mir schon deutlich, dass das Geschäftsmodell keinen wirklichen Burggraben hat. Also ist es auch so nicht wirklich was für mich. Schau dir die Konkurrenz an, Amazon, Disney, HBO, Warner etc.
    Keine Ahnung wielang es Netflix noch gibt, kann ich hier überhaupt  nicht abschätzen.

  42. AvatarThomasH

    Außerdem hab ich Netflix ausprobiert. Ich finde die Plattform nicht besonders toll. Mir gefällt Amazon besser.
    Das sollte bei der Entscheidungsfindung völlig wurscht sein. Dir muss es nicht gefallen, sondern Millionen anderen….

  43. Avatar-M

    @Claus
    Genau meine Meinung. Die großen Langweiler sind toll, WENN zu guten Kursen gekauft, aber auch nur dann.
    Ansonsten wird es schnell unterdurchschnittlich enden. ODER man kauft direkt einen index, wenn man eh teilweise ohne Sinn jeden Preis akzeptiert. 
     
    Geduld beim Einkauf ist für mich unabdingbar. Alle 30 Sekunden bekommen wir tausende Kurse um die Ohren geworfen und dann kann man es sich doch gut leisten wählerisch zu sein oder ? 
     
    Ein Auto das 5000 wert ist kauft ihr doch auch nicht für 6000 nur weil es einer gerade dafür anbietet …. Nein ihr sondiert den Markt schaut wieviel ein Auto wert ist und schlagt dann zu, wenn das Auto für 3500 vlt verkauft wird. Aber ne bei aktien (ich schreibe bewusst nicht unternehmen) da wird teilweise in 5min entschieden… 
     
    -M

  44. Der BaumDer Baum

    @ ThomasH, ich beziehe sowas halt mit ein. Mein Bauchgefühl gibt mit den letzten Hinweis. Wenn mir eine Firma bzw. das Produkt nicht gefällt (nicht aus moralischen Gründen), dann entscheide ich mich eventuell gegen ein Unternehmen.

    Es ist allerdings nur einer von vielen Faktoren. Bei Netflix wäre es aber entscheidend für mich. Bei einem super Preis würde ich vermutlich trotzdem nicht nein sagen.

    Für 10€ per share nehm ich sie zur Not

  45. AvatarLewin

    @Der Baum
    Warum möchtest du den eine Position aufbauen, Lewin?Ich persönlich hab einen strengen Value-Ansatz. Daher ist mir Netflix zu teuer.
    Danke für deine Antwort. Stimme dir da schon zu, aktuell glaube ich >50x earnings.
    Ich oute mich als großer Fan von Netflix, konnte die Aktie aber bisher nie günstig kaufen. Jetzt gibt es momentan einen kleinen Abschlag wegen der letzen Quartalszahlen, daher wollte ich mal nachfragen.
    Ich glaube generell an Streaming und das genug Marktanteil für mehrere Player da ist. Netflix hat meiner Meinung nach einen klaren firstmoveradvantage.
    Vielleicht noch als Randinfo: Apple und Disney habe ich schon länger im Depot
     
    @Tim bei welchem Preis würdest du bei Netflix nochmal nachkaufen?

  46. AvatarThorsten

    Da alle auf Netflix dreschen wird es wieder steigen. Die Leute, die das Unternehmen schlecht reden wissen schon warum.
    Im Herbst kommt eine Serie im GoT Stil. Mal sehen….

  47. AvatarThomasH

    Ein Auto das 5000 wert ist kauft ihr doch auch nicht für 6000 nur weil es einer gerade dafür anbietet …. Nein ihr sondiert den Markt schaut wieviel ein Auto wert ist und schlagt dann zu, wenn das Auto für 3500 vlt verkauft wird. Aber ne bei aktien (ich schreibe bewusst nicht unternehmen) da wird teilweise in 5min entschieden…
    Meines Erachtens hinkt dieser Vergleich. Das Auto kaufe ich ja nur einmal und dann lange Zeit wieder kein anderes.
    Bei einer Aktie kaufe ich – nehme ich mal schwer an – nicht nur einmal, sondern immer wieder, z.B. erst wenn neues Kapital zur Verfügung steht. Im Mittel habe ich dann niemals nur den einen Höchstkurs.
    Ich würde das eher mit dem Tanken vergleichen: Wenn ich immer nur tanke möchte, wenn der Marktpreis unten ist, dann muss ich dafür Tankapps o.ä. zum Preisvergleich hernehmen, günstige Uhrzeiten abwarten etc. – halt Aufwand betreiben. Wenn ich aber jede Woche tanke, egal wieviel gerade in den Tank passt, dann werde ich im Durchschnitt zumindest nicht den Höchstpreis zahlen, obwohl durchaus auch mal der Höchstpreis (wie bei deinem Autovergleich) dabei sein kann. Wie bei Aktien/ETFs eben…

  48. Avatar-M

    Der Vergleich hinkt ebenso. Tanken muss ich ob ich will oder nicht 
    Eine Aktie zu kaufen zwingt mich keiner. Wieso es dann tun, wenn bei vielen eigebtluch klar ist, dass die zu teuer ist? 
    Eine Investition sollte auch für eine Anlage Zeit sein. Also sollte man a6fwand betreiben. Will man das nicht, dann vlt eher ETF und gut ist. 
    Viele recherchieren für einen Rasierer länger als für ne blöde Aktie… ist ja auch mit 2 Klicks gekauft… 
     
    -M

  49. AvatarThomas

    Ein Auto das 5000 wert ist kauft ihr doch auch nicht für 6000 nur weil es einer gerade dafür anbietet …. Nein ihr sondiert den Markt schaut wieviel ein Auto wert ist und schlagt dann zu, wenn das Auto für 3500 vlt verkauft wird. Aber ne bei aktien (ich schreibe bewusst nicht unternehmen) da wird teilweise in 5min entschieden…
    Es gibt Leute wie z.B. Baum oder -M, die tatsächlich schlauer sind als alle anderen Marktteilnehmer. 
    chapeau! 🙂
    Bei einem Gap von <0.1% zwischen willigen Käufern und willigen Verkäufern kann man ja nicht sagen dass man zu irgendwelchen Mondpreisen kauft. 
    aktuell Netflix auf Tradegate

    BID
    276,25

    ASK
    276,50

    🙂
     
    PS: ich kaufe keine Einzelaktien

  50. Der BaumDer Baum

    Solche Kommentare sind mir immer am liebsten, Thomas….
    Ich hab schlicht für mich persönlich eine Philosophie festgelegt, die ich statistisch untermauern kann. Damit bin ich sehr zufrieden und ich finde es spannend damit meine Ideen zu bearbeiten. Wenn du einen anderen Weg gehen möchtes, für mich in Ordnung.
    Wenn man eine Frage gestellt bekommt in einem Forum, antworte ich. Finde ich höflich. Ich möchte ja vllt. auch Mal eine Antwort. So funktioniert das ganze.
    Wo genau ist dein Problem?

  51. Avatar-M

    Das wäre schon sehr vermessen, wenn ich mich als schlauer als alle anderen Marktteilnehmer halten würde. Auch ist der IQ eh nicht entscheidend. Es sind mehrere Faktoren.
    Auch kann es mir egal sein, ob andere für Aktie „x“ Geld auf den Tisch legen und andere an die verkaufen. Die Liquidität am Markt ist toll, noch schöner bei Panik. 
    Ironie an -Ist ja auch nur logisch, dass eine weltfirma im Wert sekündlich schwankt, absolut sinnig…. innerer wert ist überbewertet – alle Firmen sind zu jeder Sekunde perfekt bewertet – ironie aus  
     
    -M

  52. AvatarThomas

    Hi Baum, ich habe kein Problem. Ich habe mich nur hinreißen lassen etwas zu schreiben, da dein Post den Eindruck erweckt hatte, dass es möglich wäre den tatsächlichen Wert eines Firmenanteils (Aktie) zu bestimmen. Also viel besser als die Teilnehmer am Markt.
    Die Markteffizienzhypothese geht von etwas anderem aus:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Markteffizienzhypothese
    dagegen Dein Zitat:
    in Auto das 5000 wert ist kauft ihr doch auch nicht für 6000 nur weil es einer gerade dafür anbietet …. Nein ihr sondiert den Markt schaut wieviel ein Auto wert ist und schlagt dann zu, wenn das Auto für 3500 vlt verkauft wird. Aber ne bei aktien
     
    Ich hoffe ich war nicht unhöflich.

  53. Der BaumDer Baum

    Schon, ok. Kam allerdings tatsächlich etwas harsch rüber.
     
    Natürlich ist es „anmaßend“ und ja ich versuche die aus meiner Sicht gelegentlich vorkommenden Marktungenauigkeiten auszunutzen. Vllt. erkenne ich in ein paar Jahren, dass ich das nicht kann. Hab ich hier schon öfter Mal angemerkt. Ich bin jung, hab noch viel zu lernen und erst kurz am Markt aktiv.
     
    Ich glaube trotzdem an Logik. Und die wertorientierte Herangehensweise erscheint mir logisch. Ich bin Sozialwissenschaftler, ich kenne die Ergebnisse der Sozialpsychologie und der Forschung im Bereich von Gruppeneffekten. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass der Markt immer rational ist. Menschen sind leicht beeinflussbare Wesen. Die Meisten mögen die Gruppe und nur sehr wenige haben einen rationalen Blick. Das zeigt wie gesagt die Wissenschaft. Und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Konformit%C3%A4tsexperiment_von_Asch
    Die Börse ist eher wie der Link. Sobald genug Leute sagen der eine Strich ist länger, kürzer oder gleich Lang, ist es nur eine Frage der Zeit. So ähnlich könnte es aus meiner Sicht an der Börse sein.
     

  54. AvatarChrissie

    Glaubt denn noch jemand an die Markteffizienzhypothese? Oder daran, dass Menschen grundsätzlich immer rational handeln?? 

  55. AvatarThomas

    @Chrissie,
    Glaubt denn noch jemand an die Markteffizienzhypothese? Oder daran, dass Menschen grundsätzlich immer rational handeln?? 
    Für mich würde ich sagen, ersteres ja (mittelstarke Effizienz) außer in panischen Marktgeschehen, zweiteres nein.
    🙂

  56. AvatarMitleser

    Nun ja, von nix kommt nix. Wer da jetzt mit den „teuren Mieten in München“ ankommt, hat wohl nicht darüber nachgedacht, dass New York noch einmal wesentlich teurer ist als München. Ich kenne auch in München Singles, die sehr gut verdienen und noch in Studi-WGs wohnen (nur ohne die Mäuse und Kakerlaken). Sparrate dürfte auch vergleichbar sein. Es geht also schon, wenn man will. Nur als Geringverdiener oder Student ohne großes Einkommen ist es natürlich schwierig. Die andere Frage ist, ob es einem das wirklich wert ist. Tim hat dazu keine Aussage getroffen. Wenn man mit 40 in Rente gehen will und nicht seit dem 16. Lebensjahr mit dem ETF-Sparen angefangen hat, wird man sich nun mal einschränken müssen. Wenn man eigentlich nur die eigene Altersversorgung aufbessern möchte oder langfristig auf eine Teilzeitstelle spekuliert, muss man sicher nicht leben wie der reinste Geizhals. Es reicht völlig, sich über Geldanlage zu informieren, ein Haushaltsbuch zu führen und allgemein nicht über seinen Verhältnissen zu leben.

  57. AvatarMattoc

    @Chrissie
    Es geht nicht um die Frage, ob jemand glaubt, dass Menschen rational handeln. Das große Business wird schon seit langer Zeit von Computern gemacht. Es klingt zwar romantisch, es ist aber faktisch ausgeschlossen, dass du oder Baum oder M oder wer auch immer, den Wert einer Aktie auf Basis von verfügbaren Daten besser beurteilen kann, als ein Computer. Es macht heutzutage keinen „finanziellen Sinn“ mehr, dass Privatanleger versuchen, Aktien mit dem Ziel zu analysieren „eine günstige“ Aktie zu finden. 
    Das einzige, was wir machen können, ist mit einer Zukunftsvision zu arbeiten, also uns vorzustellen, wie die Welt in 2030,2040 oder 2050 aussieht und welche Unternehmen davon womöglich profitieren, und danach dann Aktien zu kaufen. Oder du kaufst gleich einen ETF.
     
    Claus hatte vor einiger Zeit mal geschrieben, dass sein Depot in 2019 bereits eine Rendite von 16,8% oder so erzielt hat. Ich habe damals mal nachgeschaut und festgestellt, dass der Vanguard All World ETF 17,5% im Plus war. Die ganze Verkrampfung mit den Einzelaktien kann man machen, wenn es einem Spaß macht, aber einen finanziellen Vorteil gegenüber einer Gesamtmarktstrategie wirst du nicht auf lange Sicht hinbekommen.

  58. AvatarRüdiger

    … aber einen finanziellen Vorteil gegenüber einer Gesamtmarktstrategie wirst du nicht auf lange Sicht hinbekommen.
     
    Ich glaube, du hast gerade in ein Wespennest gestochen 😉

  59. Der BaumDer Baum

    @ Mattoc, Rüdiger, statistisch gesehen wirst du wohl Recht haben, Mattoc. Das es nicht möglich ist, ist aber falsch. In der Theorie ist es natürlich möglich den Markt zu schlagen, du musst nur immer die richtigen treffen 🙂 
    Nur unwahrscheinlich ist es halt. 
    Mir macht’s Spaß und schon alleine was ich über Unternehmen, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie gelernt hab, ist mir die Differenz Wert. Ich hab in dem letzten 2-3 Jahren über 40 Bücher gelesen, das hätte ich nicht gemacht wenn mich die Idee des Value-Investing nicht so fanziniert hätte. 
    Und wie gesagt. Ich probier das jetzt einfach Mal ein paar Jahre. Wenns nicht klappt kann ich immernoch umsteigen

  60. Avatarghost

    Alles richtig was Mattoc sagt…….oder auch die anderen Etfs sind gut….
     
    Nur ich stelle mir eine Frage: wenn das mit den Etfs so gut sicher und sinnvoll ist, warum kauft sich das Haus blackrock nicht einfach einen Etf auf alles und fährt jährlich “ riesen “ Gewinne ein.
     
    Bestimmt dürfen die das nicht 😉
     
    Nun gut, warum kauft der norwegïsche Staatsfonds nicht nur einen Etf, der bräuchte doch die ganzen Analysten im Hause nicht mehr und könnte auch noch mehr Kosten sparen….
     
    Ab und zu habe ich auch Etfs ja, nur für mich ist und bleibt das nur ein Finanzprodukt, mehr nicht. 
     
    Wieso kaufen nicht einfach alle morgen einen Erf, zum Beispiel die Deutsche Bank, könnte morgen einen all world kaufen und jedes Jahr guten Gewinn machen 🙂
     
    Aber gut ….ich versuche mich so einfach auszudrücken, wie es nur möglich ist ;), bei dem was ich schreibe…..
     
    Aktie ist Unternehmungsbeteiligung u d Etf ist ein Finanzprodukt 😉 waren jemals Finanzprodukte auf Dauer gut??  Lebensversicherungen, Bausparverträge das waren alles ganz tolle Finanzprodukte und nun?????
    Mfg

  61. AvatarChrissie

    @Markteffizienzhypothese
    Ich glaube nicht unbedingt, dass ich mit persönlicher Aktienauswahl besser abschneide als „der Markt“. Macht mir aber viel mehr Spaß als ein ETF. Wobei das dann schon die erste unrationale Entscheidung wäre 🙂
    Ich glaube aber eh nicht an den rationalen Markt, egal ob durch Menschen oder Computer gebildet. Dürfte es denn dann überhaupt Blasen oder Crashs geben, wenn alles so rational ist? 

  62. AvatarRüdiger

    @Baum
    Natürlich ist es theoretisch möglich, das steht außer Frage. Ich versuche mich ja auch an der Auswahl von Einzelwerten, weil es mir Spaß macht.
    Ob ich damit auf lange Sicht den Markt schlage, ist fraglich. Da meine Auswahl aber nicht völlig absurd ist, wird mich der Spaß wahrscheinlich nicht in den Ruin führen 😉

  63. AvatarMattoc

    @Ghost
    Ein ETF ist ein Fonds, der einen Index, z.B. einen Aktienindex, nachbildet.
    Deine Vergleiche mit anderen Finanzprodukten hinken, wie du sicher selbst weißt.
    Kein vernünftiger Mensch sagt, dass man mit einem ETF oder mehreren ETFs „riesige Gewinne“ macht. Wo liest du sowas? Das Gegenteil ist der Fall: Risiko und Gewinnerwartung sind gedämpft.

  64. AvatarMattoc

    Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass es unfassbar langweilig ist, einen MSCI World ETF oder Vanguard World ETF zu besparen. Ich wünschte auch, man könnte durch „aktive Handlung“ ein besseres finanzielles Ergebnis erzielen. Ich wünschte auch, dass Computer im professionellen Schachspiel nicht die Oberhand gewonnen hätten. Aber mein Wunsch wird nicht erhört. 🙂

  65. Avatarghost

    @Mattoc
     
    Gut, trotzdem könnte ein „Haus“ einen Etf kaufen. 
    Vanguard Erfinder ist mir ein Begriff.
     
    Aber als riesen Gewinn meine ich die durchsch. Rendite von ca. 8-9% eines „worlds“ als Beispiel. Ist mehr als z.B  eine K einem im Jahr als Dividende zahlt.
    Worum es mir ging, blackrock könnte diesen Etf einfach kaufen, erwartete Rendite 8,5% pro Jahr. Und den liegen lassen sagen wir mal 30 Jahre.
    Blackrock ist aber an Unternehmen beteiligt und diese , die meisten jedenfalls zahlen Dividende.
    Wenn somit Dividendenaktien schlechter als ein msci world sind, warum holen sich die Häuser nicht einfach nur Etfs. Das Risiko bei diesen Produkten ist doch angeblich viel geringer. 
    Cahn könnte nur etfs kaufen…..im sind Aktien lieber obwohl er zumindest einen etf hat.
     
    Buffet kauft apple aktien, warum keine Etfs;)?
     
    Darum ist das für mich irgendwie im Moment hype was mit etfs abgeht. Die Rendite ist toll ja, nur 20 Jahre mein Geld in einem Finanzprodukt würde ich nicht gerne liegen lassen.
    Der Gewinn eines Etfs ist für mich erst echt, wenn ich ihn verkauft habe und es landet auf meinem Konto, bis dahin ist das nur eine grüne Zahl am Pc, mehr nicht.
     
     
    Mfg

  66. AvatarMattoc

    @Ghost
    Darum ist das für mich irgendwie im Moment hype was mit etfs abgeht. Die Rendite ist toll ja, nur 20 Jahre mein Geld in einem Finanzprodukt würde ich nicht gerne liegen lassen.Der Gewinn eines Etfs ist für mich erst echt, wenn ich ihn verkauft habe und es landet auf meinem Konto, bis dahin ist das nur eine grüne Zahl am Pc, mehr nicht. 
    Mich interessieren die Ängste der Menschen.
    Hast du diese Ängste bei Einzelaktien nicht? Die Unternehmen an denen du dich über einen Aktienkauf beteiligst, wissen i.d.R. auch nicht, dass Ghost eine Aktie hat. Das ist vollständig anonymisiert über Clearstream und nennt sich Giro-Sammelverwahrung. Wenn irgendwann mal Clearstream „gehackt“ wird, dann ist das Chaos vermutlich groß.

  67. AvatarMattoc

    Aber als riesen Gewinn meine ich die durchsch. Rendite von ca. 8-9% eines „worlds“ als Beispiel. Ist mehr als z.B  eine K einem im Jahr als Dividende zahlt.
    Du verwechselst Gesamtperformance mit Dividende. Der Vergleich kann nicht funktionieren.

  68. Avatarghost

    @Mattoc
     
    Anders ausgedrückt…..nur Bares ist wahres.
     
    Ich versuche nichts zu verwechseln (nicht bös gemeint) mir ist das egal was was ist Hauptsache es ist tatsächslich mehr im Depot oder besser gesagt auf dem Konto. 
    Clearstream ist mir auch bekannt aber dafür hast du deine Belege im Depot. 
    Es ist aber immernoch nicht die Antwort auf die Frage, wenn ein Etf so gut ist, und er jährlich seine 8 % hat warum kaufen die grossen nicht einfach etfs.
     
     
    Vergleich doch mal K mit S&P 500 fool bietet da eine schöne Grafik,  cola weit im Norden und der S&P kriecht hinterher.
    Oder exxon, oder einige andere Aktien…die Dividende seit xx Jahren zahlen.
     
    Als reines Sparprodukt, für denjenigen der keine Lust hat sich mit Aktien zu befassen ist ein etf etwas tolles….
     
    Ansonsten, sind gute Aktien eben gute Aktien.
     
    Mfg

  69. AvatarBruno

    @ghost
    Cahn, Buffett & Co. können keine ETFs kaufen, bei ihren Ordervolumen würde es jeden ETF sprengen. Der Gesamtanteil am Aktienmarkt von ETF’s ist immer noch sehr gering (5-6%). Es gab aber eine Verschiebung zu passiven Produkten, dort ist der Anteil grösser geworden. 
    Für mich müssten es aber keine ETF’s sein, auch ein klassischer Indexfonds wäre gut, vielleicht sogar noch besser, da dort die Verlockung von kurzfristigem Trading nicht gegeben ist. Leider sind dort die Kosten für Privatanleger immer noch zu hoch, das ist der Vorteil von den neueren ETF’s.
    Für die meisten Anleger wäre halt ein ETF besser als ein irgendwie zusammengestelltes Portfolio, und es ist auch ein gutes Produkt für dein Einstieg, wo man risikoreduziert investieren kann. Die Mehrheit interessiert sich nicht für Aktien, sollte aber eigentlich trotzdem investieren, rein rational betrachtet.
    Trotzdem ist weiterhin der Ruf, dass Aktien Spekulation sind, wo hingegen Rentenpapiere, Lebensversicherungen, Immobilien oder Gold sichere Werte.

  70. Avatar42sucht21

    @Mattoc – unfassbar langweilig ist, einen World ETF zu besparen
    Die durch ETF-Anlage gewonnene Zeit und Energie kann man auch mit seiner Familie gut verbringen.
    Wenns zu langweilig wird hätte ich 3 Vorschläge: Sie können ja a) zusätzlich aktives mt betreiben und manuell den ETF nachkaufen wenns passt oder b) sich die im Index enthaltenen Unternehmen anschauen – sie haben ja durchaus Anteile von NFLX, MSF, TI, UPS, Daimler und den anderen ca. 1.600 Unternehmen oder c) einfach Einzelwerte zusätzlich kaufen mit dem Core-Satellite-Ansatz wenn Ihnen der Pelz juckt. zB Tabak / Öl / Telko für die Dividende.

    @ghost – warum kaufen die grossen nicht einfach etfs.
    Na, das machen die doch! Für die großen (Versicherer, Pensionskassen, FamilyOffices,…) gibt es überhaupt ETFs.

  71. AvatarFit und Gesund

    Viele institutionelle Anleger kaufen ETF’s.
    Ansonsten geb ich Mattoc Recht, es ist verdammt schwierig den Vanguard All World auf Dauer zu schlagen.
    Suchen wir nicht Alle irgendwelche Beweise um unsere eigene Anlagestrategie als die Beste zu untermauern, mich kommt es manchmal schon so vor, Diejenigen die auf 10+% Dividendenausschütter bauen, die die auf Deep Value bauen, die die auf Growth-Titel bauen, auf Kommer setzen und noch die die Optionen schreiben. Das sanfteste Ruhekissen dürfte vermutlich der All-World sein, und das gilt auch für mich selbstverständlich.

  72. AvatarBruno

    @42sucht21
    genau, sehe es ähnlich. Wer einen strikten Buy & Hold Ansatz wählt, der hat auch bei Einzelaktien wenig Aufwand, nur beim Kauf. Danach macht es ja keinen Sinn mehr, sich regelmässig die Zahlen, News, Geschäftsgang etc. anzusehen, wenn man ewig halten möchte. Ansonsten ist man automatisch wieder ein Markettimer 😉 Ausser es macht einem derart viel Spass, von morgens früh bis abends spät Geschäftsberichte zu studieren, das dürfte für die wenigsten zutreffen.
    Ich habe ja auch einen Core-Satellite-Ansatz, mit einem recht hohen Anteil an Einzelwerten. Ich habe mich aber ernsthaft schon überlegt, das aufzugeben und nur noch den Index zu kaufen und die freigewonnene Zeit anderen Dingen zu widmen, wo man mehr Einfluss hat. Der Einfluss von guter Aktienauswahl, wenn man ehrlich ist, auf die langfristige Performance, ist in der Regel relativ klein, nur die wenigsten machen 20% p.a. im Schnitt wie WB.
    Aber irgendwie auch ein komisches Gefühl, wenn ich denke, wenn mein Depotauszug plötzlich nur noch aus 1-2 Positionen bestehen würde 😀 überhaupt nicht rational jetzt…

  73. Avatar42sucht21

    @Bruno – wenn mein Depotauszug plötzlich nur noch aus 1-2 Positionen bestehen würde
    Ich glaube genau dies ist eine immense psychiologische Hürde.

  74. AvatarRüdiger

    @ghost
    Warum kaufen P&G, VW, BMW oder McDonalds oder „die Großen“, nicht einfach einen ETF? Genau, weil sie EIGENE Geschäftsmodelle haben, die sie verfolgen. Genau wie Blackrock davon lebt, Vermögen zu verwalten und ETFs anzubieten.
    Ist das denn so schwierig zu verstehen?
    Wenn du unbedingt „Cash auf die Kralle“ haben willst, es gibt auch ausschüttende ETFs, nur mal so am Rande bemerkt 😉
     
    Und was den Norwegischen Staatsfonds angeht: Informier dich mal wie RIIIEESIG der ist und wieviele Einzelwerte der umfasst. Dann sollte es klar sein, dass der mit „einem ETF“ nicht weit kommt 😉

  75. AvatarFit und Gesund

    Hinzu kommt, will man wirklich auch in höherem Alter noch täglich Aktienkurse verfolgen? Also ich stelle mir meinen Lebensabend schon ein wenig anders vor, es gibt auch ein Leben ausserhalb von Geldanlage  🙂

  76. AvatarMattoc

    @Ghost
    Wo hast du gelesen, dass ein ETF jährlich „8% macht“? Es gibt nirgendwo eine Erkenntnis drüber, dass ein ETF 8% macht. Die ganze Formulierung ist irgendwie auch absurd, denn wenn „ein ETF 8% macht“,  bedeutet das doch, dass der Index 8% macht und dass bedeutet, dass die Aktien im Index im Durchschnitt 8% machen und dass bedeutet, dass einige Aktien aus dem Index (deutlich) mehr als 8% und andere (deutlich) weniger als 8% machen. Es gibt ja einen extrem direkten Zusammenhang zwischen der Performance eines ETF und der Performance der Aktien. Du stellst es aber so dar, als wären auf der einen Seite die Aktien und auf der anderen Seite die ETFs. Die sind aber beide auf der gleichen Seite.
    Ray Dalio hat übrigens vor einiger Zeit eine große Menge Emerging Markets ETFs gekauft. Es ist also nicht so, dass die großen Jungs nur Aktien direkt kaufen.

  77. Avatarghost

    Ok 😉 
     
    Ihr habt Recht 😉
     
    schauen wir doch mal in zehn bis 20 Jahren wie es mit den etfs aussieht…..
    Mfg

  78. AvatarMattoc

    Und ich will auch wirklich niemandem sein Einzelaktiendepot madig machen. Aber es ist einfach für den „normalen Menschen“ die deutlich bessere Anlage als „Einzelaktien mit Kopf“. Noch viel besser wäre es, wenn die Broker den „Verkaufen“-Button für mindestens 30 Jahre nach Kauf aus gesetzlicher Sicht deaktivieren müssten. Da würden Depotgrößen entstehen…

  79. AvatarRüdiger

    Wo hast du gelesen, dass ein ETF jährlich „8% macht“?
    Und vor allem: Welcher denn? Es gibt an die 1000 Indizes mit zugehörigen ETFs 😉
     
    Wie es in 10 oder 20 Jahren mit ETFs aussieht, kann ich dir jetzt schon sagen. Ein ETF auf den S&P 500 hat in etwa die Wertentwicklung des S&P 500, ein ETF auf den DAX hat in etwa die Wertentwicklung des DAX, ein ETF auf den Index XYZ hat in etwa? Richtig, die Wertentwicklung des XYZ 😉

  80. AvatarBruno

    ETFs vs Einzelaktien
    Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich tracke mein Depot nicht 100% genau, ist mir zu aufwendig, aber eines kann ich sicherlich sagen, in Haussephasen ist es für mich schwieriger, den Index zu schlagen, hingegen in Baisse/Crashphasen, ist mir das viel einfacher gelungen. 
    d.h. ich kaufe gerne in Korrekturen/Crashphasen ETF’s, hingegen Einzelwerte finde ich immer etwas. 
    100% rational ist das wohl auch nicht, aber gut, vielleicht werde ich mittelfristig anstatt den 1-2 ETFs die eigentlich reichen würden halt 5-6 nehmen. Ich habe auch immer ein gewissen Home Bias für Schweizer Aktien, aber sehr bewusst, wegen der Währung. Langfristig ist es leider so, dass viel Performance durch USD und EUR Entwertung verloren ging, dieser Trend läuft seit Dekaden. Aber der Effekt auf Aktien ist in einer globalisierten Welt auch geringer geworden, da viele Firmen natürlich primär in Dollar oder Euro abrechnen.

  81. Avatarghost

    Man möchte mir doch jetzt net etwa erklären dass ein etf auf den dax die Werteentwicklung des Dax hat;) , hätte ich echt nicht gedacht.
     
    Und dann hat ein uk etf die werteentwicklung von uk ?? Wow….
     
    Das ist eben was ich seit Tagen sage……wenn man fleissig x Jahre einen Etf bespart und dann kommt es zu einem Crash, dann hat man diese Entwicklung in seinem Depot und dann darf man weil man unter Umständen Fire anstrebte diesen Etf auch im Minus verkaufen um davon zu leben.
    Aber da die meisten nur an die grünen Zahlen durch einen Etf gewöhnt sind…bin ich mal gespannt wieviele dann alles auf einnal verkaufen. Früher hiess es in Deutschland sch Aktien, in 20 Jahren heisst es dann…….
    Weil die Masse eben einigen nachläuft……und dann noch überzeugt ist dass es das richtige ist….
     
    Und die meisten versuchen noch mit x verschiedenen etfs iwas zu optimieren und sind überzeugt dass sie mit 70/30 oder 30/30/30/10 die Wunderwaffe vor sich haben.
     
    Nochmal ein etf ist zum Vermögenbilden gut. 
    Ja.
     
    Übrigens eine P&G oder exxon ist keine Amazon, und diese haben über Jahrzehnte jeden Index geschlagen….als ich hier von den Vergleichen schrieb, dass man Haufen Aktien gegen Index laufen lassen kann, dann gab es Schweigen, nun will man mir erklären wie ein etf funktioniert 😉 mit xyz…..   geil…
     
    Mfg
     

  82. AvatarMattoc

    @Ghost
    Was ist denn deine Kernaussage?
    Nehmen wir mal einen ETF auf den S&P 500 Index auf der einen Seite, und auf der anderen Seite suchst du dir 50 Lieblingsaktien (Erstklassige Qualitätsunternehmen, die Dividende zahlen) aus dem S&P 500 aus, die du einzeln kaufst. Beides machst du 20 Jahre lang.
    Da wird am Ende weder in der Ansparphase noch in der Entnahmephase (Verbrauch von Dividenden ist Entnahme)  ein wesentlicher Unterschied bei rauskommen. 
    Wie kommst du zu deinen Annahmen?
     

  83. Avatarghost

    Schon allein der dax hat auf 50 Jahre eine Rendite von 8,3 %. Einfach mal googlen
    Was war nun an meiner Aussage falsch?
     
    Bei Finanzwesir nachzulesen, ungefaehr das Gleiche.
     
    In vielen anderen Blogs nachzulesen das Gleiche.
     
    Bei justetf……wenn man den durchschnitt nimmt kommt man locker auf 8%..
     
    Welcher etf?  A1c22m,     a1jks0, nur um zwri zu nennen. Und die ganzen anderen etds die drr Finanzwesir in seinem Blog nennt.
     
     

  84. AvatarRüdiger

    Das ist eben was ich seit Tagen sage……wenn man fleissig x Jahre einen Etf bespart und dann kommt es zu einem Crash, dann hat man diese Entwicklung in seinem Depot und dann darf man weil man unter Umständen Fire anstrebte diesen Etf auch im Minus verkaufen um davon zu leben.
     
    Ist das so, ja? Und bei Einzelaktien ist das anders? Fallen die bei einem Crash nicht ins Minus?
     
    Nur mal so zur Entspannung: P&G hat den S&P 500 in den letzten 10 Jahren NICHT geschlagen.
    Macht aber nix, du wirst schon den passenden Zeitraum finden, dass du wieder Recht hast. Ich gönne es dir, da bin ich bekannt großzügig 😉
     

  85. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Franzer

    Ja, ich verstehe dich gut. Weiter so. Es lohnt sich.

    Ich hatte meine schönste Zeit, als ich nichts besaß und in der WG wohnte. Es war richtig kultig. Das erste Mal im Leben merkte ich, dass ich ohne den Plunder viel zufriedener bin. Und die große Belohnung kommt später mit der Freiheit.

    Bekannte haben oft Probleme mit Arbeitskollegen. Da kann ich nur noch drüber schmunzeln. „Oh, sie grüßt mich nicht mehr.“ Oder „Er hasst mich. Ständig lästert er über mich hinter meinem Rücken“…

  86. Avatarghost

    @Rüdiger,
    Naja wenn jemand die letzten 10 Jahre als Vergleich  setzten möchte bei Aktien…..zeugt das von grossem Wissen.
     
    Ich bezog mich auf Grafik seit 1985 ungefähr. Das ist der Unterschied.
     
    Aber gut die Diskussion hätte, sehe ich jetzt, gar nicht begonnen werden sollen…….weil wie gesagt, wenn jemand eine Aktie mit nem s&p nur die letzten 10 Jahre vergleichen will….ach lassen wir das…..

  87. AvatarDaniel

    Es ist aber immernoch nicht die Antwort auf die Frage, wenn ein Etf so gut ist, und er jährlich seine 8 % hat warum kaufen die grossen nicht einfach etfs.
    Die ETF sind ja eigentlich ein Instrument das insbesondere von institutionellen Anlegern genutzt wird. Demnach tun sie das.
    Und bei den wirklich großen Anbietern kommt dann irgendwann der Kosten-Nutzen Effekt hinzu.
    Nehmen wir den norwegischen Staatsfonds mit 850 Milliarden Volumen. Warum sollten die Norweger einen ETF z.B. mit einer TER von 0,5% besparen. Das wären mehrere Milliarden die für eine Verwaltung / Haltung auflaufen würden obwohl Personal und Geld vorhanden wäre. Der Fonds baut sich selbst zu einem ETF um, Orderkosten für Einzelinvests fallen in diesen Größenordnungen hinten runter.

  88. Avatarghost

    @Daniel
     
    Danke für die Antwort.
    Und das ist ein Punkt den ich gemeint habe.
    Die Kosten eines Etfs.
    Bei guten Aktien hat man einmalige Kosten.
    Ein gutes Aktienportfolio, verteilt auf z.b 20 bis 30 Dividendenaristokraten ist ein eigener zusammengestellter Etf  und wenn mal eine Position drauf geht, fängt die Dividende der anderen den Schaden auf, wenn alles gleichmässig auf die einzelnen Positionen verteilt wurde.
     
    Genau wie in Norwegen. Das war der eine Punkt, leider ist man manchmal geblendet von irgendwelchen Strategien und man redet den anderen einfach nach.
    Nur es kommt eben dazu, dass viele experimentieren, und das führt dazu das so manch einer mit einem Sparbuch besser dran wäre…..
    Und selbst wenn ein Ge viel Mist gebaut hatte 😉 man ist ja bei Aktien nicht nur in eine investiert, hm …..manche evtl. schon.
    Zum Vermögenaufbauen, wenn man nur die Möglichkeit hat kleine Beträge monatlich zu investieren ist ein Etf wunderbar.
    Mfg
     

  89. Avatar42sucht21

    @ghost
    Sind für Sie aktive Fonds genauso gefährliche Finanzinstrumente wie ETF? Wenn nein, was ist der Unterschied. Wenn ja, müssten man dann systemisch nicht viel mehr Angst vor den vielen aktiven Fonds haben als vor den paar ETFs?

  90. Avatarghost

    @42sucht21
     
    Gefährlich an sich ist für mich eine Zecke.
    Ein Fond kostet nur eben viel mehr Geld als ein Etf, und vor Jahren gab es da mal einen Fond der Jahrelang den Markt schlug……nachdem sie alles durchgerechnet haben……hatten sie festgestellt der ganze Gewinn ging für die Kosten des Fonds drauf.
     
    Etfs sind gut zum Vermögen aufbauen. Aber blind behaupten, einfach einen Sparplan auf ein world etf und schon ist alles toll und kunterbunt ist nicht gefährlich sondern eben „unintelligent“ da es eben ein Finanzprodukt ist.
     
    Ich benutze auch ein paar Etfs (bsp: a1c22m), nur eben nicht kaufen und liegen lassen für 20 bis 40 Jahre und mit den 4,6 bis 5,7 % pro Jahr nach Steuern, bin ich jedes Jahr sehr zufrieden.
    Bis jetzt sind alle Finanzprodukte (lebensversicherung, bausparvertrag in den letzten Jahren doch sehr schlecht geworden im Vergleich zu früher. ) Und steht irgendwo in Stein gemeiselt, dass die Regierungen nicht in 10 bis 20 Jahren auf die Idee kommen die Etfs nochmal zusätzlich zu besteuern, mit der Begründung dass man für das Halten eines Etfs noch eine Steuer zahlen sollte, weil man das Geld sonst net verkonsumiert, nur so eine I?ee, wir zahlen mittlerweile für fast alles eine Steuer, nur für das Atmen noch nicht, kommt aber denke ich auch noch bald.
    Jetzt lief der Markt paar Jahre sehr gut, mal sehen wenn es nicht mehr so gut läuft ob dann viele mit den Etfs immernoch so zufrieden sind.
     
    Mfg
     

  91. Avatartbee von p2p-game.com

    Danke Tim Wieder ein Artikel der mich gut unterhalten hat ;)In jungen Jahren war ich auch härter im Nehmen – aber mittlerweile gehen Mäuse (und erst recht Kakis) nicht mehr – schon gar nicht, wenn ich meine Frau frage, die würde sofort aus der Wohnung rauswollen wenn es Tiere hätte (das ist auch der Grund wieso wir im Süden zelten und nicht in billigen Pensionen übernachten)  ;)….

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