Ich könnte eine Luxuswohnung in New York kaufen, aber…

Ich könnte mir dank meines Depots ein luxuriöses Apartment in New York leisten. Brauche ich aber nicht. Ich bleib lieber bodenständig. Was für eine Wohnung ich kaufen könnte, zeigte ich in diesem Video, als ich mit einer Maklerin in Manhattan unterwegs war. Dass Bescheidenheit Trumpf ist, wusste schon Epiktet, der antike Philosoph aus der römischen Kaiserzeit: 

„Reichtum besteht nicht darin, große Besitztümer zu haben, sondern darin, wenige Bedürfnisse zu haben.“

Epiktet

Ich war im Prinzip fast immer im Vergleich zu meinem Einkommen eher sparsam. Problem ist, dass viele Leute ihr Geld (für mich) wirklich dumme Dinge verschwenden. Teure Mitgliedschaften, Luxusgüter, immer neue teure Autos, hochwertige Renovierungen, superteure Urlaube, extrem hochwertiges Essen und Getränke. Ich brauche das nicht, wobei ich manchmal eine Ausnahme zulasse.

Warum so wenig für die finanzielle Freiheit sparen

Ich investiere lieber meine Sparquote in Aktien und ETFs. So gelang es mir, im Alter von 40 bis 50 fertig zu sein mit der finanziellen Freiheit, die ich zunehmend mehr genieße. Ich brauche weder einen teuren Reisekoffer noch einen Sportwagen. Auch brauch ich kein sauteures Markenportemonnaie. Nö, ich kaufe mir lieber ein paar Aktien dazu. Ein Auto besitze ich seit 15 Jahren nicht mehr. Ich kaufe gebrauchte Möbel, trage Second Hand und hole verbilligtes Essen kurz vor dem Ablaufdatum.

Ich lerne einiges von Moderator Clark Howard, der eisern spart, obwohl er mehrfacher Millionär ist. Im Alter von 31 wurde er finanziell frei, nachdem er sein Reisebüro verkauft hatte. Bis heute ist er ein Pfennigfuchser geblieben, aber ein netter. Seinen Podcast macht er ohne Hintergedanken.

Ein Depot aufzubauen ist ein Kinderspiel

Im Grunde muss jeder selbst wissen, was er/sie tut. Aber manchmal frage ich mich schon, sehen und verstehen andere Menschen nicht, wie einfach es ist, ein Depot aufzubauen? Warum können sie nicht den zukünftigen Wert des Geldes verstehen? Wenn sie es investieren würden, könnte der Zinseszins sie belohnen. Sie könnten sich ein passives Einkommen aufbauen mit ETFs, Dividendenaktien oder Mietwohnungen. Aber nein, viele denken nicht daran. “Lass mich in Ruhe mit der Börse, das interessiert mich nicht”, höre ich hin und wider. Erwarten die Habenichte, dass ihr Einkommensstrom für immer sprudelt? Was ist, wenn der Arbeitgeber in Schwierigkeiten gerät? Was ist, wenn sich der Job grundlegend ändert? Und was ist bei Krankheit? Warum wollen sie nicht heute den Gürtel etwas enger schnellen, damit sie morgen etwas mehr Luft zum Atmen haben. Zumindest für eine Zeitlang kann man doch Rücklagen bilden.

Dieser Konsumrausch (SUV, Pool im Garten, Luxusurlaub, Kücheninsel, Designermode) basiert wohl auf einem „Gruppenzwang“. Niemand will mit einem alten Auto gesehen werden – man fühlt sich wohl als Loser damit.

Die wenigsten können gut mit Geld umgehen. Beeindruckend finde ich die Geschichte von der Studentin Sydney Bean. Sie hatte Geldprobleme, Studienkredite und Streit mit ihrer Mitbewohnerin. Eines Tages gewann sie mit einem Rubbellos 50.000 Dollar. Anstatt das Geld zu verbrennen, nahm sie es für die Anzahlung eines kleinen uralten Hauses. Ihren 15-Dollar-Job in einem Call Center gab sie mittlerweile auf, nun macht sie erfolgreich Tic Toc Videos.

Ich frage mich, wie lange Chico noch Millionär sein wird. Der Dortmunder Kürsat Yildirim gewann 10 Millionen Euro im Lotto und wirft seither mit dem Geld um sich: Sportwagen, Designerkleidung, dicke Uhren… Er verleiht und verschenkt seine Taler.

Wie DSDS-Star Pietro Lombardi sein Geld zum Fenster rausgeworfen hat

DSDS-Star Pietro Lombardi verballerte sein Geld. Nicht mal seine Steuern konnte er mehr bezahlen, gab der RTL-Promi zu. Lombardi hatte eine Million Euro in neun Monaten ausgegeben, berichtete Focus. „Ich glaube, nach drei, vier Wochen war die erste Million da. Wirklich. Das war krass für mich. Ich hatte mit solchen Zahlen ja gar nichts zu tun.“ „Señorita“ wurde sein bisher größter Hit. Kurz darauf folgten weitere Ohrwürmer wie „Phänomenal“. Beide Songs verkaufte sich millionenfach. Lombardis Kontostand schnellte nach oben. „Es gab wirklich Momente in meinem Leben, da habe ich es geschafft, eine Million Euro in neun Monaten auszugeben. Ohne Immobilien, ohne Investitionen. Ich hab nix Sinnvolles gehabt“, erinnerte sich Lombardi: „Wenn ich 5.000 Euro verdient habe, dann waren die auch weg am nächsten Tag.“

 
 
 
 
 
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Der „DSDS“-Star haute seinen neuen Wohlstand zum Beispiel für Reisen auf den Kopf. „Ich hab Urlaube spendiert. Ich war so dumm, ich war im Urlaub mit meinen Jungs… Cool wollte ich sein und hab für 50.000 Euro für den ganzen Club Alkohol bestellt – und ich hab Fanta getrunken!“ Sein Resümee: “Ich war jung und dumm. Ich hab mir einen Porsche geholt, bin damit vor meine Schule und hab wirklich gehupt.“

Zuvor hat er als 400-Euro-Jober geschuftet. „Ich habe am Anfang gar keine Steuern bezahlt. Ich wusste gar nicht, was das heißt, Steuern zu bezahlen. Das hat mir keiner beigebracht. Ich hab Geld verdient und es ausgegeben. Am Ende des Jahres hab ich dann gemerkt, dass ich was falsch gemacht habe.“ Was er machte, hatte einen besonderen Grund: “Ich wollte auch irgendwie die Frauen faszinieren. Ich dachte: Mit Geld kriegst du sie alle.“ Bis heute scheint er sich um seine Finanzen keine großen Gedanken zu machen. Er hat offenbar den Überblick verloren, wenn stimmt, was die Medien berichten.

Amerikaner gewann 27 Millionen Dollar und endete mittellos im Drogensumpf

David Lee Edwards sahnte 27 Millionen Dollar im Lotto ab und ging pleite. Für 1,6 Millionen Dollar kaufte er in eine Villa in Palm Beach, Florida. Kurze Zeit später erwarb er ein zweites Haus, was 600.000 Dollar gekostet hat. Neuwagen kamen dazu. Eine Million Dollar kostete sein Fuhrpark, bestehend aus einem Dodge Viper und Lamborghini Diablo. Ein Privatjet für 1,9 Millionen Dollar durfte nicht fehlen. Zudem steckte er 4,5 Millionen Dollar in eine Installationsfirma und ein Limousinengeschäft. Crack, Kokain, Suff…. im Alter von 58 Jahren starb er.

Geschichtsprofessor Eckard Freise gab im “Wer wird Millionär”-Spiel mit Günther Jauch eine gute Figur ab. Doch dann entdeckte ich im Stern eine Überschrift, die mich nachdenklich stimmte: “Das Geld war nach einem Jahr weg.

Gestern habe ich 2 Stunden lang Fragen der Follower beantwortet. Hier ist das Video dazu:

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Michael aus Bergkamen
11 Monate zuvor

Hi Tim,
wieder ein schöner Bericht. Mich konntest du überzeugen und motivieren. Leider wird es in Deutschland keine großen Änderungen geben. Leider……….
Ich bin ja auch zu spät auf dich aufmerksam geworden.
Also bin ich mit meinen 50 Jahren jetzt voll am “klotzen”. Der größte Anteil geht in den FTSE All World (500€), der Rest (1.000€) geht in gleichermaßen in Sparpläne (25 Dividendentitel; P&G, J&J, Coca Cola, VISA, Allianz etc.)
Mal schauen, was in 10 Jahren dabei raus kommt.
Aber es macht einfach Spaß, Dividenden zu erhalten.
Für MICH ist das der richtige Weg. Seit 4 Jahren läuft das so. Achja, Dividenden werden natürlich reinvestiert.
VG
der Michael aus Bergkamen

mrtott.blogspot.com
11 Monate zuvor

Das ist mal eine tolle Sparquote. Da dürftest du bis zu deinem Rentenbeginn eine stattliche Summe im Depot liegen haben und hast mit ziemlicher Sicherheit eine sehr ordentliche monatliche Zusatzeinnahme zur Rente. Damit sollte ein sorgenfreieres Leben möglich sein.
Ich drücke dir beide Daumen!

Pat
11 Monate zuvor

“Was ist, wenn der Arbeitgeber in Schwierigkeiten gerät? Was ist, wenn sich der Job grundlegend ändert? Und was ist bei Krankheit”

Was ist, wenn alle Dividendenaktien nicht mehr Dividende gezahlt werden. ETFs stürzt ins bodenlose. Könnte ja auch passieren. Egal, ob Job in Gefahr, Krankheit, Börse, Immobilien usw… Es gibt solche Leute, die ohne Börse glücklich und zufrieden sind. Beste Beispiel ist meine Großeltern, die nie große Geld, Urlaube hatten. Hatten immer gearbeitet. Sie starben (88j. und 89 j.) sehr zufrieden, weil sie Kinder und Enkelkinder wie mich haben. Immer Zeit mit der Familie. Das inspiriert mich sehr.
Ich bin trotzdem in Dividendenaktien (nicht Wahnsinniger) investiert, aber habe ein Ziel, mehr Zeit für die Familie. Mein Ziel rückt immer näher.

slowroller
11 Monate zuvor
Reply to  Pat

Die Frage ist doch eher rethorischer Natur: Was ist also wenn die Investitionen total crashen? (was für Blue Chips und ETF schon recht unwahrscheinlich ist) Die Antwort ist aber klar: Zuerst einmal passiert garnichts. Die Rücklagen und Investitionen sind weg. Doof das – aber das Leben geht genauso weiter.

Relevant wird es für die oben angesprochenen und deutlich wahrscheinlicheren Probleme wie Jobverlust, Krankheit, Schicksalsschlag: Hier hat derjenige ohne Rücklagen nicht nur keinen Puffer um sein Leben gewohnt finanzieren zu können, sondern ja auch einen deutlich höheren (z.B. 30%) Bedarf. Der muss sich damit deutlich mehr einschränken als der sparsamere, selbst wenn der alle Rücklagen verliert.

Wichtig bei dem Ganzen Thema ist aber, dass man bei sich bleibt und durch den Verzicht nicht unglücklich ist. Wer mit einer Sparquote von 50% ein erfülltes Leben führt, wird auch nichts vermissen, wenns mal crasht.

Charly
11 Monate zuvor
Reply to  Pat

Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem diversifizierten Blue-Chips-Portfolio keine Erträge mehr kommen, ist wesentlich geringer als ein Jobverlust oder Krankheit.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Pepsi pleite geht, ist ebenfalls weniger gering, als die dass es einen deutschen Mittelständler trifft.
Daher: Breit gestreut, nie bereut.
Ich bin an fast 100 Unternehmen beteiligt und halte zudem noch ETFs und kann damit mehr als gut schlafen.
Meine Rente mit 50 ist in greifbare Nähe gerückt mit dann viel Zeit für Familie und Freunde.

Pat
11 Monate zuvor
Reply to  Charly

Dann bin ich erleichtert. Bin auch in Blue Chips investiert, 45 Werte. Seit 4 Jahren, konsequent in Dividendenaktien weiter investiert. Wahrscheinlich ist die Börse irgendwie einnahmensicherste aller Assetklassen.

Paluma
11 Monate zuvor

Danke für den schönen Artikel.
Gebrauchte Möbel kaufen wir auch immer wieder über Ebay Kleinanzeigen.
Einen großen Kleiderschrank haben wir erstanden. Wie neu für 400, anstatt 1200 €. Dafür mussten wir ihn selbst abbauen. Aber für 800 € macht man das doch gerne.
Außerdem spart man sich die Zeit im Möbelhaus.
Andere kaufen die Möbel in Ratrnzahlung und jammern später.

Nuvolina
11 Monate zuvor

„…extrem hochwertiges Essen und Getränke…“

Bei der Gesundheit sollte man nicht sparen.
Krankheiten zahlen Dividenden, die man lieber nicht haben möchte.

Michi
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Mit “extrem hochwertiges Essen und Getränke” meinte Tim wohl nicht hochwertig gesunde, sondern protzige Essen und Getränke ( Kaviar und Champus ), die er nicht braucht.

42sucht21
11 Monate zuvor

Mit Geld können Menschen nicht reich werden.
Geld verstärkt lediglich die bereits vorhandene Erziehung & Wesenszüge.

Daniel
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Ich kann reich an Erfahrungen werden wenn ich um die Welt reise. Das kann ich aber ohne Geld nicht realisieren.

42sucht21
11 Monate zuvor
Reply to  Daniel

@Daniel
Ja, könnte man denken ist aber nicht so. Es geht nicht ums Geld (wenn die unteren Schichten der Maslowsche Bedürfnishierarchie erstmal abgedeckt sind).

Als ich armer Studierender war, bin ich deutlich länger & öfter um die Welt gereist als Heute und ich habe deutlich spannendere Reisen mit mehr Erfahrungen durchlebt als Heute. Reisen kann man teuer und günstig. Günstig ist meist deutlich interessanter.

42sucht21
11 Monate zuvor

@Tim – entdeckte ….Überschrift, die mich nachdenklich stimmte
Das enttäuscht mich etwas, besser den verlinkten Artikel auch lesen.
Prof Freise gewann 1 Mio D-Mark, “bezahlt davon seine Doppelhaushälfte ab, den Rest der Summe spendet er.

Finde ich jetzt nicht so passend als Beispiel für unreflektiertes Konsumverhalten, oder?

slowroller
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Den Artikel habe ich auch grade gelesen. Insgesamt ein sehr angenehmer, ein wenig schrulliger aber supersympathischer Zeitgenosse :-)

Alf
11 Monate zuvor
Reply to  slowroller

da muss ich den beiden Kommentatoren Recht geben. Prof. Freise hat zwar seinen Gewinn schnell ausgegeben, aber sinnvoll.

Susanne
11 Monate zuvor

Bin erleichtert Tim.
War ehrlich ein bisschen irritiert als Du in einem YT Video angekündigt hast, dass Du dir den Kauf eines Luxusappartments überlegst.
Hatte Sorgen, dass Du am Ende unvernünftig wirst und doch noch ins Hamsterrad zurückkehrst….
Aber Du bleibst bodenständig und (finanziell) frei… Super.
Das liebe ich an Dir und auch an Deinen Coautor Nikos. Selten, dass jemand in so jungen Jahren schon so bodenständig und finanziell weitsichtig denkt. Wahrscheinlich warst Du auch so in jungen Jahren.
Hoffe, dass bald mal wieder ein Artikel von ihm kommt. Liebe den Wechstel zwischen Dir und Nikos.

Liebe Grüße Tim nach NY und schön, dass Du so bleibst wie Du bist ! Super !

St Das
11 Monate zuvor

Hey,
ich bin echt “froh”, dass meine Eltern es nie finanziell leicht hatten und am Ende leider durch Scheidung mehr oder weniger alles was sie sich aufgebaut haben, verloren haben. Haus musste ungünstig verkauft werden etc pp. Das hat mich aber schon früh darauf gepolt immer genug Geld zu haben und zurück zu legen. Meine Eltern waren da immer relativ offen was diese Probleme angeht und so hab ich glaube ich schon mit 15 den ersten Finanzplan für meine Eltern geschrieben, um Ausgaben zu minimieren.

Jetzt profitiere ich davon – mit 15 angefangen langsam zu arbeiten, studiert und immer bisschen was in ETF etc angelegt. Jetzt bin ich 34, selbstständig in der IT-Sicherheit, verdiene unverschämt gut und lege nat. deutlich mehr zurück und es macht Spaß zu sehen, wie das alles anwächst. Mein Sohn hat mit 2 ein eigenes Depot, wo ich für ihn Geld anlege – eben das was ich mir auch gewünscht hätte.

Aktuell hab ich ~100.000€ in BTC+ETH (Initialer Invest vor 4-5 Jahren waren vielleicht so 5-10000€), 325.000€ in Aktien (70.000€ in All World, Rest in Dividendenwerten), dazu einige kleinere Investitionen in z.B. einige Hotelketten, die einige hundert Euro pro Jahr abwerfen.

Und trotzdem lebe ich ganz gut – wir haben eine relativ teure Wohnung (2300€ warm) in Berlin, fahren Auto (wenig, aber es ist nötig) und leisten uns diverses hin und wieder. Wenn ich könnte würde gerne weniger für die Wohnung zahlen – aber das Umfeld aktuell ist schwer was wesentlich günstigeres in der Größe zu finden, wie wir es brauchen (Büro für Frau, Kinderzimmer, …). Aber wer weiß, vielleicht wird das ja noch was ;)

Danke für deine interessanten Artikel – die motivieren mich immer wieder zu schauen, was noch geht und zeigen, wie es jemand anders macht – auch wenn ich nicht unbedingt deinen Kurs so eisern verfolgen wollen würde.

Mit besten Grüßen,

SD

Petra
11 Monate zuvor

Geld ist sehr emotional und gute Verkäufer spielen mit diesen Emotionen. Man kauft mit dem Luxus ein Lebensgefühl, damit man sich besser fühlt. Ist man erstmal im Besitz des begehrten Objekts, findet man immer noch Schöneres und setzt somit eine Endlosschleife in Gang. Zufriedenheit ist erst erreichbar, wenn man das Gefühl hat, „genug“ zu haben bzw. „genug“ zu sein. Zufriedenheit ist nicht käuflich – in der Natur, in der Stille und mit netten Menschen denkt man nicht an erster Stelle an Luxus. Den grössten Wert beim Geld sehe ich in der Freiheit. Jeder hat sein eigenes Wertesystem. Ein kluger Umgang mit Geld ist schwierig und am besten möglich, wenn das möglichst sachlich betrachtet. Was ist Luxus – was brauche ich wirklich – was macht mich glücklich? Wenn man es sich langfristig leisten kann und sich ab und zu ganz bewusst etwas Schönes gönnt, gehört das auch zur Freiheit dazu.

Nuvolina
11 Monate zuvor

„…Ich könnte mir dank meines Depots ein luxuriöses Apartment in New York leisten…“

Ehrlich? Um zwei bis drei Millionen? Wäre das Depot dann nicht komplett weg?

Alf
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

so hatte ich auch mal gedacht. Aber er würde natürlich seine voll abbezahlte 2 Zimmerwohnung in Manhattan einsetzen. Die hat schon einen sehr hohen Wert (ich denke ca. 1 Million oder mehr) und dann vielleicht noch seine Deutschland Immobilie(n) und dann sieht die Welt schon freundlicher aus. So würde er das Depot nur zur Hälfte angreifen. Aber ich glaube, das schmerzt ihn zu sehr. Zumal das Einkommen daraus ja auch quasi halbiert werden würde.

Thorsten
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Warum ?
Er braucht es ja nur anzahlen.
Immobiliien voll bezahlen ist eher die Ausnahme
Er könnte die Annuität aus den Dividenden zahlen.

Ralf
11 Monate zuvor

Ich nehme es teilweise etwas anders war. Mittlerweile investieren laut Artikel der Sparkasse in D massiv mehr Menschen an der Börse. Insbesondere bei jüngeren Leuten fällt der Groschen eben doch dass man etwas tun muss. Ich finde diese Entwicklung sehr gut. Anbei auch ein Link zum benannten Artikel:

https://www.sparkasse.de/aktuelles/junge-anlegerinnen-und-anleger.html?utm_source=emma&utm_medium=email&utm_campaign=juni2023_pk-newsletter&utm_term=67250020_3889_7303#?bankCode=67250020

Auch das Konsumverhalten ändert sich -je nach Erziehung und Herkunft- meiner Meinung nach durchaus. In unserer Nachbarschaft fahren zum Beispiel mittlerweile auffallend sehr viele Leute einen Dacia. Also eher günstigere Automarken. Natürlich gibt es auch die fetten SUVs aber deutlich weniger vertreten. Vermutlich ist der Blick einfach anders, wenn man viel in einer Weltmetropole wie New York unterwegs ist oder gar dort lebt. Und gerade die jungen Leute legen zunehmend weniger Wert auf teure Statusymbole wie Auto oder Haus (Ausnahme Handy oder Klamotten/Schuhe). Zumindest in unserer Region.

Interessant finde ich gerade bei Thema Auto aber die Autoposer-Szene in vielen Innenstädten. Ohne das näher beurteilen zu wollen. Jedem das seine. Da wird aber oft eine Menge Geld zur Schau gestellt. Daher ist Konsum wohl doch ein sehr individuelles Thema mit diversen Einflussen (Herkunft, Bildungsgrad, Erziehung…).

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  Ralf

Meine Erfahrungen decken sich mit den jüngeren Investoren. Ich denke die sind an die Börse gekommen um zu bleiben.

So langsam entwickelt sich wohl doch ein Bewusstsein, dass man für sich selbst vorsorgen sollte.

Den Konsum nehme ich in meinem Umfeld allerdings anders wahr. Höherpreisige Fahrzeuge wie Tesla Y, Mercedes, Range Rover und sogar Bentley und Maybach sehe ich mittlerweile des Öfteren. Ob die Reichen einfach auch reicher geworden sind oder es neue Leasing Modelle gibt?

Ich habe letztens nach der Arbeit ein Rennrad mit ca. 15km/h mehr Geschwindigkeit auf der Geraden überholt. Beim vorbeiziehen konnte ich gerade noch Pinarello erkennen. Allerdings habe ich keine Idee wie alt das Modell ist. Ich hatte ein wenig Mitleid mit dem prestigeträchtigen Rad und wollte es fast beschlagnahmen. ;-) mit viel Geld kann man sich vielleicht ein Pinarello Dogma F12 kaufen und Eindruck an der Eisdiele schinden. Schneller wird man damit aber auch nicht, wenn man das Rad auch nicht des Öfteren ausführen kann…

42sucht21
11 Monate zuvor
Reply to  Kiev

– Den Konsum nehme ich in meinem Umfeld allerdings anders wahr
Sehe ich auch so.
Aber ich glaube es liegt nicht nur am eigenen Umfeld / “eigene Reichenblase”. Es ist viel Geld vorhanden und es wird auch ausgegeben. Ich kann nicht beurteilen ob der Konsum zu lasten der Sparrate geht oder ob einfach viel Geld vorhanden ist. Vermutlich gibt es beides.

Ich war dieses Jahr wieder im Urlaub zum Mittelmeer. Dort wird es auch jedes Jahr luxuriöser. Die Motorboote und Yachten werden werden größer und mehr. Die Forever One fuhr an uns vorbei. Die Wohnmobile – man sieht immer mehr Morelo und so und beim VW Bus geht unter der Ocean Ausstattung nix mehr – natürlich haben die meisten top e-Mountainbikes dabei (für die 3 Minuten zum Bäcker morgens). Die Unterkünfte werden immer schöner und selbst mobile homes sind top schick toll mit Holz verkleidet und kosten dann bis zu 3,5k die Woche. ja, man will sich was gönnen und zu Hause erzählen können wie toll man ist.

42sucht21
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

@Wohnmobile –
Grad gelesen – in DE sind seit 2020 über 300.000 Wohnmobile neu zugelassen.
Die meisten davon stehen >40 Wochen im Jahr rum und verusachen nur Kosten…

slowroller
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Unser Zelt misst 3×6 Meter, steht dann oft für nen Appel und nen Ei in den Dünen in Bereichen, wo oft keine Autos hindürfen. Für die Kids supertoll und man selbst lebt dann auch eher im Rhythmus der Natur. Raus aus dem Schlafsack, rein ins Meer, Bohnen Speck und Eier in die Pfanne und sehen was der Tag bringt.

Für Skandinavien ist in der Tat aber ein Camper oder Womo besser. Hier lohnt sich das Mieten aber fast immer – auch wenns erstmal teuer erscheint.

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  slowroller

@ Slowroller

Unser Zelt liegt bei 2*2m ;-)

Zelten können wir aber auch nur noch ein Wochenende machen und nicht alle zusammen. Ich bin hier auch bald ein Wochenende unterwegs.

Mit meiner Ausstattung werde ich die eigene Komfortzone sehr stark trainieren. Es gibt eine selbstaufblasende ISO Matte. Ich habe keinen Campingstuhl, nur eine Picknickdecke. Mit Freunden haben wir allerdings noch Biergarnituren. Ich bin zumindest sehr schnell im Aufbau und Abbau…

Ich hätte gedacht, dass Du eher im Süden Deutschlands lebst. Skandinavien stelle ich mir rein vom Hörensagen gut mit dem Womo vor. Für mich wäre das aber schon eine gute Strecke. Da bin ich im Süden schneller in netten Regionen. Im August bin ich wieder südlich von Nuvolina. Ich werde mich in der Toskana fern von verlassenen Gutshöven aufhalten. Am Ende finde ich sonst noch einen Rohdiamanten und kann mich wider jeglicher Vernunft nicht zurück halten…

Slowroller
11 Monate zuvor
Reply to  Kiev

Vorweg: Ich habe diverse Zelte – bin also Zelt-reich und kann protzen ;-) Gleich geht’s los bis Montag aufs Festival und da haben wir auch nur ne Dackelhütte mit.

Süddeutschland? Ich bin dich quasi Nachbar von Thorsten. Und hobby- und Wettervirliebenbedingt Skandinavofil. Früher war ich jedes Jahr zum Angekn, wandern und ausspannen in Norwegen, manchmal auch in Schweden. Bei einer Womo-Tour zum Nordcap hab ich dann die Elternzeit genutzt um meiner Frau die Schönheit der nordischen Länder näherzubringen.

Derzeit gibt es in der Familie keinen Weg vorbei am Zelturlaub an der See. Da sind unsere Kids nicht kompromissbereit :-) In ein oder zwei Jahren solls dann aber (die Kids haben ein Buch darüber gelesen) nach Namibia gehen. Mit dem (Dach-) Zelt natürlich.

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  Slowroller

@ Slowroller

Danke für den Hinweis. Ich habe bei Dir ein paar Dinge falsch verknüpft. Vielleicht schaffen wir es einmal nach Skandinavien. Dafür würde mir ein Firmenwagen gefallen ;-) Die Tour wäre schließlich etwas weiter. Ein Häuschen in Schweden am See ist auch nicht schlecht und dann noch ein Rad für die Umgebung. Bisher sind meine Kinder allerdings noch nicht sehr viel mit dem Rad unterwegs. Das würde mir gefallen.

Namibia mit Dachzelt? Möchtest Du mit dem Auto runter fahren und irgendwo eine Fähre nehmen? Das wäre wohl ein längerer Rodetrip. Bis nach Griechenland wäre mir das schon etwas weit, wenn ich dort noch etwas mehr als eine Woche verbringen möchte. Ein 4-6 wöchiger Urlaub ist aktuell schlecht möglich. 4 Wochen würde eventuell nicht gehen, aber es gibt neben den Sommerferien noch andere Zeiträume, in denen die Kinder betreut werden müssen. Ich habe leider keine Verwandten in direkter Nähe.

slowroller
11 Monate zuvor
Reply to  Kiev

Nein, ich fahre nicht mit dem Auto nach Namibia – dahin wird geflogen. Da unten kann man dann aber die Route für den Roadtrip planen und macht die dann auf eigene Faust mit einem 4×4 und der hat dann halt ein Dachzelt oben drauf. Alle paar Tage kann man dann ja mal in einer Lodge ausspannen.

Thorsten
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

…was sich gar nicht nachhaltig anhört…..
Unser Ferienhaus steht allerdings auch 10 Monate im Jahr leer. Aber : das Grundstück ist Teil eines ökologischen Netzwerks. Das lässt es etwas besser erscheinen. Fledermäuse , seltene Falter etc.

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  Thorsten

@ Thorsten

Das kommt auch auf die Region und das Interesse der Leute an. Die Saison ist in meiner Region verhältnismäßig kurz, obwohl es beispielsweisen im Herbst meiner Meinung nach am schönsten ist. Aber im September und Oktober gibt es kaum Ferien und entsprechend wenig Nachfrage.

Wir vermieten und decken die Ausgaben, Instandhaltung und ein wenig Modernisierung. Wir können es durch die Kinder und Schule allerdings auch nicht selbst viel nutzen. Wir sind um die 4 Wochen im Jahr dort. Mehr ist es nicht, da wir noch andere Regionen bereisen möchten oder auch hin und wieder Verwandte besuchen möchten.

Bambusbjörn
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Ich kann die Beobachtung nur teilen @ viele neue Wohnmobile.
Leider gönnen sich (zumindest) in den Großstädten nicht alle Besitzer einen zugehörigen Stellplatz (dann wird der Spaß ja noch teurer).
Als direkte Folge kommt es dann alle 14 Tage zur großen Wohnmobil-Rochade… und die Anwohner freuen sich derweil, weil die eh schon raren Parkplätze von Dauerparkern blockiert werden….

Kiev
11 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

@ Urlaub

Ich sag hier besser nichts. Ich gebe auch gerne Geld für Urlaub aus und bin bereits zweimal im Süden gewesen.

Am Mittelmeer finde ich Wohnmobile nicht sehr interessant, da der Raum einfach begrenzt ist. Ich konnte einen Einblick bekommen, den ich vorher nicht hatte. Der Zugang zum Meer ist aufgrund der Fahrzeugbreite und Höhe problematisch. Dann vermute ich, dass in dem Mobil der ganze Hausstand ist. Aus dem Grund stellt man es ungern außerhalb von Campingplätzen auf eine. Parkplatz und kommt folglich nicht weit weg von dem Campingplatz. Mit dem Rad kann natürlich die Umgebung erkundet werden. In Summe sehe ich eine FeWo von den Kosten zu mieten als günstiger an als mit dem Wohnmobil zu reisen. Ich kenne auch Leute mit Womo, die zu Hause einen schönen Dienstwagen haben. Da ist die Rechnung doch noch ungünstigster. Zumal der Dienstwagen mit 110kmh Schnitt auf der Autobahn vermutlich 5l weniger Sprit benötigt als das Womo?

Meine FeWo ist auch sehr schön eingerichtet. Das muss nicht unbedingt sehr teuer sein. Ein großer Faktor ist hier, dass die Leute nur 1-2 Wochen dort verbringen. Folglich wird vieles nicht benötigt und es ist einfach sehr wenig Kram da, was am Ende die Wohnung so schön erscheinen lässt. Zu Hause ist es bei uns auch alleine durch die Kinder manchmal etwas unordentlich und nicht so vorzeigbar wie eine tolle FeWo…

Reichenblase?

Bei mir wohnen tatsächlich unter anderem Leute mit viel Geld. Durch meinen Hund lerne ich manche Nachbarn kennen und mit der Zeit wird auch gegenseitig ein bisschen mehr Einblick gegeben. Ob jetzt alles was man so sieht besessen wird oder geleast wird kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich kenne aber auch Familien mit sehr gutem Einkommen (aber keine Unternehmer), die meiner Meinung nach deutlich zu viel ausgeben. Da wird im Zweifel eher Geld in einen VW Bus investiert, als in einen Dacia. Den Dacia finde ich in den Urlaubsregionen übrigens gar nicht so schlecht. Gefahren bin ich ihn allerdings nicht.

@ Hedonistic Adaption

Das kenne ich sehr gut und kann Jedem empfehlen sich damit etwas näher zu beschäftigen. Aktuell lebe ich selbst im Einklang mit meinem Wohnsitz in Deutschland und im Ausland. Beides ist schön und unterschiedlich. Nach meinem Urlaub war es zu Hause ebenfalls sehr schön. Die Temperaturen sind angenehm, die Hängematte steht im Schatten, die Kirschen sind teilweise reif. Ich möchte hier gar nicht auswärts essen. Zu Hause ist es in der Regel schöner ;-)

Die Palmgartenerweiterung ist aktuell eher ein wenig in die Ferne gerückt. Aber es ist auch so schon sehr schön. Ich bin entspannt. Wenn sich die Möglichkeit eines Tages ergibt, so greife ich zu. Wenn nicht, bin ich sehr glücklich mit dem was ich habe.

Ich finde den Zustand ideal, wenn man mit dem Erreichten bereits im Reinen ist. Es gibt weiterhin Möglichkeiten die etwas verbessern können. Das darf auch entspannt verfolgt werden. Ich habe noch Lust auf viele Reiseziele und Radausflüge. Ich muss aber nicht unbedingt eine gewisse Summe an Hacken in einem Zeitfenster setzen. Die wichtigsten Wünsche sollten dabei aber auch nicht vernachlässigt werden.

Mario
11 Monate zuvor

https://www.t-online.de/region/dortmund/id_100191734/lotto-millionaer-chico-schenkt-seinem-bruder-500000-euro-ferrari.html

Geschnk für seinen Bruder, ich denke Chico ist in maximal 10 Monaten bleite, dann muß er wieder arbeiten.
Und der nächtse Ferrari soll seiner sein sagt er schon.
er ist wirklich Konsum süchtig.

Thorsten
11 Monate zuvor
Reply to  Mario

In dieser Kultur sind Geschenke an die Verwandtschaft sehr wichtig. Hast du was, musst du was abgeben, es wird erwartet. Da sind sicher 20 bis 50 Personen, die bedient werden wollen. Anders herum : bist du in einer Notlage wird dir gegeben.

Nuvolina
11 Monate zuvor

In meiner Gegend (Norditalien) bekommt man eine halbwegs gescheite Wohnung nicht mehr unter einer Million.
Da sieht man, was die Inflation anrichtet.
Was ist heute schon eine Million?

Ralf
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Investieren bleibt natürlich richtig und wichtig. Gegenwärtig steht aber in der Tat angesichts der anhaltenden hohen Inflation und Reallohnverluste eher Werterhalt im Vordergrund. Was durchaus herausfordernd ist wenn man zum Beispiel die längerfristige Durchschnittsrendite eines MSCI World nach Steuern betrachtet. Themen wie volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden leider jedoch recht häufig ausgeblendet bei so mancher Gesamtbetrachtung der Rendite. So mein Eindruck.

Gurki
11 Monate zuvor

Ich war letztens erst im Alsterhaus in Hamburg um mir einen Gürtel anzuschauen. Tommy Hilfiger war aber in der letzten Ecke – also eher für die nicht so reichen. Die teuren Marken wie Gucci, Balenciaga waren auf der Präsenzfläche und da tummelten sich doch tatsächlich ganz viele Jugendliche. Ich frag mich ja immer woher sie das Geld haben für solche teuren (billigen) Klamotten. Der Stoff wird doch auch immer dünner, sodass man durchgucken kann. Und dann auch alles aus Plastik.
Ich schätze, die heutigen Jugendlichen wollen so sein wie die ganzen Youtuber und Streamer die viel Geld verdienen und mit ihren Marken prahlen. Das ganze nimmt irgendwie merkwürdige Formen an…

Thorsten
11 Monate zuvor
Reply to  Gurki

Haben die Jugendlichen etwas gekauft ? Vielleicht geht es auch nur ums Posten in den Sozialen Medien
Ich war neulich auch da ;) Einmal durch und wieder raus ;) Ganz oben teure Spirituosen, gehörte nicht zur Zielgruppe:)

mrtott.blogspot.com
11 Monate zuvor

Hi Tim,
ein sehr schöner und total typischer Artikel für dich – großartig.
Genau das ist das Geheimnis hinter der Aktienstrategie. Man macht sich Gedanken, was man persönlich für spätere Ziele erreichen möchte, stellt anschließend einen Plan auf, wie man es erreichen kann und passt dann sein Leben an die Bedürfnisse an.
Ganz grundsätzlich kann man an der Einnahmen- & Ausgabenseite drehen. Ich finde beide Seiten als wichtig, habe daher kürzlich meinen Job gewechselt, spare so täglich ca. 100 km Fahrtweg und habe zusätzlich einen Gehaltssprung gemacht. Gleichzeitig habe ich aber nicht meinen Lebensstandard erhöht, was mir in Zukunft eine höhere Sparquote ermöglicht.
Auch mir sind diese übermäßigen Konsumausgaben suspekt – gerade bei Autos sind die Deutschen sehr auf Ansehen aus. Viele meiner Freunde fahren nagelneue Autos, allerdings sind das Leasingfahrzeuge mit teilweise 10-jährigen Laufzeiten. Die Argumentation dahinter: Ich brauche eben ein zuverlässiges und neues Auto mit einer guten Innenausstattung. Ich habe demjenigen vorgerechnet, was ihn sein Auto pro jahr kostet ohne das er es überhaupt bewegt hat. Dann fiel von mir noch der Satz, dass sein Auto ja in spätestens 5 Jahren alt ist und Reparaturen anstehen. Außerdem muss er nach 10 Jahren auch noch eine relativ große Summe als Einmalzahlung aufbringen, damit es ihm auch wirklich gehört – aus meiner Sicht totaler Schwachsinn. Ich fahre einen sehr alten kombi, den ich kostengünstig gebraucht gekauft habe und in dem ich viele Dinge transportieren kann. Falls da ein Kratzer oder eine Delle reinkommt, ist es für mich kein Weltuntergang.
Das Thema Aktien ist in meinem Freundeskreis leider ebenfalls eher negativ behaftet aus den klassischen Gründen – zu kompliziert, zu riskant, … Dabei ist es vom Grundsatz her so einfach. Ja, jeder greift auch mal daneben, aber das passiert beim Einkaufen auch. Es ist jedoch besser, als sinnbefreiter Konsum oder das Parken auf dem Girokonto.

Sparen für später bedeutet eben auch, dass man sich jetzt ein Stück weit einschränkt. Durch die stark gestiegenen Flugpreise machen wir dieses Jahr beispeilsweise einen urlaub an der Ostsee.

Viele Grüße,
MrTott

Nuvolina
11 Monate zuvor

„Altersarmut? Ihr Geburtsjahr entscheidet“
vom Finanzwesir. Must read.

https://www.finanzwesir.com/blog/msci-world-sparplan-dekaden

Nuvolina
11 Monate zuvor
Reply to  Nuvolina

Ich zitiere daraus einen Satz vom Finanzwesir, der mir besonders wichtig erscheint:

„Mein Problem mit dieser Dekade: Sie bestimmt das Mindset. Alle Finfluencer-Durchhalteparolen “kauf den Markt und sitz es aus” beziehen sich auf diesen Zeitraum. Das “Normal” dieser Dekade ist aber nicht normal, sondern überdurchschnittlich.“

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