Hoffnung am deutschen Wohnungsmarkt


New York, 16. Januar 2019

Ich bin ein sparsamer Mensch. Ich trage meine Kleidung, bis sie kaputt ist. Ich lasse mich nicht zum Modesklaven machen. Ich trage sogar Second-Hand. Mir macht das nichts aus. Im Gegenteil. Ich finde das kultig. Viele Kleidungsstücke werden nicht 1 Mal getragen. Sie werden nur gekauft und landen dann ewig ungetragen im Schrank. Das ist absurd. Aber Realität.

Fünf Kleidungsstücke kaufen die Deutschen im Durchschnitt pro Monat, 60 im Jahr. Wer braucht so viel Plunder? Das ist doch irre. Das hat eine Umfrage von Greenpeace ergeben. Von den 5,2 Milliarden Kleidungsstücken in hiesigen Schränken werden über 2 Milliarden selten oder „fast nie“ getragen – das sind 40 Prozent. Das wäre so, als ob du jetzt zum Bäcker gehst und 2 Brote kaufst, um kaum zuhause angekommen, dass zweite Brot gleich in den Keller legst für ein paar Jahre.

Der Amerikaner kauft 65 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Ständig wechselnde Kleidung gehört zum guten Ton. Besonders die Anbieter von Fast Fashion wie Zara, Primark und H&M profitieren. Aber deinem Geldbeutel tut das nicht gut. Weniger ist mehr! Das ist mein Motto.

Modezyklen werden kürzer, Kleidung wird immer schneller in die Mülltonne geworfen. Mehr kaufen! Mehr kaufen! Mehr kaufen! Nach diesem Motto verhält sich die Konsumherde. Das ist weder gut für den Geldbeutel, noch für die Umwelt.

Die Leute stöhnen über leere Konten, hohe Ausgaben und wenig Perspektive im Job. Dabei stimmt das oft gar nicht. Viele Probleme sind selbst verursacht. Der Friseur und das Nagelstudio kosten eine Menge Geld. Die Urlaube werden immer luxuriöser. Es gibt so viele Bereiche, wo du etwas sparen kannst, ohne dass du gleich im Elend enden wirst. Beim Handy, Internet, Auto, Essen, Pendeln, Möbel, Elektronik, Küchenutensilien… überall kannst du sparen.

Beim Kaffee kannst du sparen, wenn du eine „French Press“ benutzt:

I love my French press, too! I also love my Smartwool socks that I splurge on every few years. When they finally wear out, I can’t bear to just chuck ‚em, so I cut at the ankles & make a mug cozy. Joe stays nice and hot. Going on a decade of making those socks work for it! from r/Frugal

Am längsten halten die „French Pressen“ aus Metall (und nicht aus Glas). Solche Dinger zum Beispiel: ETiME Kaffeebereiter Kaffeekanne Teebereiter French Press System Edelstahl thermoisoliert groß 1 L Silber (1L Silber). Oben auf dem Foto siehst du meine French Press, sie ist aus Glas. Ich habe keine Kaffeemaschine.

Ich habe mich angemeldet bei einem Second-Hand-Portal: Immer wenn jemand aus der Nachbarschaft etwas verkauft, erhalte ich eine Email. Da sind etliche Perlen drunter. Einige Nachbarn geben Möbel, TV-Geräte, Eintrittskarten gratis ab.

Üblich ist aber das Jammern. Die Leute suchen nicht nach Lösungen. Gejammert wird oft über zu hohe Mieten. Dabei können sich Arbeitnehmer oftmals mehr Wohnraum leisten als noch vor Jahren. Denn die Löhne sind ebenfalls, zum Teil kräftig, gestiegen. Das „Institut der Deutschen Wirtschaft“ in Köln hat in einer Studie herausgefunden:

Dass sich Arbeitnehmer heute durchschnittlich größere Mietwohnungen leisten können, als das 2013 noch der Fall war. Die Erschwinglichkeit hat sich jedenfalls im Schnitt verbessert, sagen die Forscher. Allerdings gilt das nicht für jede Stadt.

Auch in einigen Großstädten wie Hamburg oder Frankfurt am Main hat die Erschwinglichkeit etwas zugenommen, in Berlin und vor allem München ist sie dagegen zurückgegangen. In Städten wie Salzgitter, Pirmasens oder Zweibrücken können Arbeitnehmer bei einem Ausgabenanteil für Wohnraum von 26 Prozent am Nettolohn Wohnungen mit einer Größe von über 100 Quadratmeter mieten, während in München und den umliegenden Kreisen bei gleicher relativer Belastung die Wohnungsgröße bei deutlich unter 50 Quadratmetern liegt.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Hoffnung am deutschen Wohnungsmarkt

  1. Ali

    Es gibt ja 2 Personen Haushalte die eine 4 Zimmer 100 qm Wohnung haben da frage ich mich wozu?
    Kein Arbeitszimmer sondern Gästezimmer genannt oder einfach ein unnötig große begehbarer Kleiderschrank voll mit Plunder.

    Die Nebenkosten sind hierbei nicht zu vernachlässigen vor allem nicht in der Großstadt.

    Das ist auch rausgeschmissenes Geld so wie all die Dinge die du angesprochen hast.

  2. Shane

    Hi Tim,

    danke für den Artikel.

    Vom Kaffee habe ich mich persönlich dieses Jahr verabschiedet – ich hänge persönlich eher am Tee. Bei mir gibt es eigentlich nur zwei Hauptgetränke: Tee (grün / schwarz, immer ungezuckert) und Wasser mit Bio-Zitronen (mal mit, mal ohne Gas). Morgens nach dem Aufstehen Zitronensaft mit warmem Wasser und Honig. Darüber gibt es zahlreiche Berichte wie gesund das ist. Ich ziehe das gnadenlos durch. Natürlich gab es Rückschläge, aber mittlerweile hat sich das ganze doch gut etabliert. Wichtig sind Routinen. Das schreiben fast alle Menschen die sehr erfolgreich geworden sind. Ich habe im Freundeskreis versucht Werbung zu machen für gewisse Routinen, fast jeder sagt dass es sehr sinnvoll klingt aber eigentlich schafft es keiner das umzusetzen. Reden statt tun. Meine Empfehlung: Die Dinge 2019 angehen & nicht nur darüber sprechen.

  3. Petra Wolff

    Da fällt mir ein, dass ich mal wieder meinen Kleiderschrank aufräumen müsste. Das mit der Anzahl der Kleidungsstücke ist der Wahnsinn. Mir würde es leid tun, etwas zu kaufen und dann nicht zu benutzen. Fehlkäufe können ja mal passieren, aber dann kann man das Zeug doch weitergeben.

  4. Bruno

    Fast fashion, 65 Kleidungsstücke pro Jahr geht noch, ich kenne junge Damen, die haben mir erklärt, niemals 2x dasselbe tragen ist die Devise, auch im Geschäft, nicht nur im Ausgang. Man rechne zusammen.

    Vermutlich haben sie das vom TV, dort gilt ja auch die Devise für ModeratorInnen, nie 2x dasselbe tragen.

    Ich habe vergessen zu fragen, ob Kombinationen Hose/Bluse etc. auch zählt oder ob tatsächlich eine Hose nur einmal getragen werden darf, bevor sie entsorgt wird (im Kleiderschrank, Keller, Müll oder in der Altkleidersammlung).

  5. Fabian S.

    Hallo Tim,

    habe auch eine Handkaffeemühle mit der ich für mich allein den Kaffee zubereite. Bei Besuch kommt natürlich die mehr als 10 Jahre alte Kaffeemaschine zum Einsatz. Aber ich finde es kultig meine größere Dose mit selbstgemahlenem Kaffee zu befüllen, macht echt Spaß und man muss sich etw. anstrengen 😉

    Dadurch entwickelt man auch wieder den Blick für Kleinigkeiten, die etw. Arbeit machen anstatt fertige Tüten zu kaufen.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ghost

    Danke. Beeindruckender Chart.

    @ Fabian S.

    Super. Wie bodenständig.

    Zu deiner vorherigen Frage: Kann Berkshire einen ETF ersetzen? Nein. Zum Beispiel hat der S&P-500-Index 500 Firmen. Eine davon ist Berkshire. Es gibt aber 499 weitere Firmen. Das reduziert beim Indexpapier das Risiko. 500 Firmen sind besser als eine Firma.

    Trotzdem ist Berkshire ein super Unternehmen. Es wird mit geringen Kosten von Finanzgenie Warren Buffett gesteuert. Dank seines Geschicks ist aus einer gescheiterten Textilmühle einer der weltgrößten Konzerne herangewachsen. Im Schnitt legte der Kurs um knapp 20% per annum in rund 50 Jahren zu, während der S&P 500 auf 10% Rendite kommt. Berkshire wächst also doppelt so schnell.

    @ Shane

    Super. Beeindruckend!

    Zitronenwasser ist gesund:

    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zitronenwasser-ia.html

    Grüner Tee soll ziemlich gesund sein:

    https://www.gruenertee.com/wirkung/

    Honig, ein Multitalent in Sachen Gesundheit:

    https://praxistipps.focus.de/wie-gesund-ist-honig-infos-und-einschaetzungen_97796

  7. Bruno

    Zum Kleiderwahn gehört auch Zalando, ich sehe fast täglich die von weitem zu erkennenden Pakete von Zalando welche wieder ausgeliefert wurden. Habe die Aktie auch neulich analyisiert, ist nicht uninteressant auf dem jetzigen Niveau.

  8. KievKiev

    @ Tim

    Die Studie kann ich nicht nachvollziehen. In den Städten in denen ich gesucht habe ist eher das Gegenteil zu sehen. Auch wenn der Trend nicht so stark ist wie auf der anderen Seite geschrien wird. WGs werden zunehmend auch von Berufstätigen benutzt. Dazu habe ich allerdings keine Studie griffbereit.

    In Pirmasens kann man sicher sehr günstig im Vergleich zum Einkommen wohnen. Vorausgesetzt man verfügt über ein Einkommen. In Heilbronn sind auch nicht alle Leute sehr reich. Hier ist die Betrachtung des Medians sehr wichtig.

    In meinem Umfeld verliert das KFZ an Bedeutung. Das überschüssige Geld wird dann in eine größere Wohnung investiert. Oder bei einem hohen Kredit für eine ETW in exponierter Lage wird gleichzeitig noch ein Q7 in welcher Form auch immer angeschafft. Das ist dann traurig. Hier würde ich immer erst zur Sondertilgung raten.

  9. Thorsten

    So eine French Press hatte ich mal, aber der Metalleinsatz hat irgendwann nicht mehr dicht geschlossen, der wird am Rand belastet und dann geht Kaffeemehl durch. Nach einem Jahr war die hin mrine ich. Das Filternetz gab es nicht als Ersatzteil, so musste ich das Ganze wegwerfen.

    Heute habe ich einen Metallfilter mit Mikroporen,  der Kaffee schmeckt herrlich.

    Aktien sind umständlich und riskant sagen die Deutschen angeblich. Was bitte mag mit umständlich gemeint sein, es ist bequemer als Immobilien. Ein Knopfdruck und das Teil springt in mein Depot :

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-werden-immer-reicher-article20813952.html

  10. KievKiev

    @ Bruno

    Hast Du bereits eine Aktie im Textil Sektor? Das ist ja gar nicht mein Bereich. Vielleicht bekommst Du mit Zalando ja am Ende noch eine BABA Position.

    Vom Hörensagen würde ich Primark nicht mit HuM und Zara in Verbindung bringen. Bei HuM kaufe ich manchmal ein. Dir Sachen halten bei mir. Ich würde nicht sagen, dass sie für einmaliges Tragen konzipiert sind.

  11. Chrissie

    Hi Tim,

    ich habe mir letztens mal ein wie ich hoffte gutes T-Shirt für 27€ gekauft, nach einer Wäsche war das ausgeleiert. Nun hab ich 5 basic T-Shirts bei H&M bestellt je 5€ und hab erstmal ausgesorgt. Damit komme ich durch die Arbeitswoche und muss nicht zwischendurch waschen. Bisher haben die auch eigentlich immer recht lange gehalten. Leider bedeutet eine teurere Marke nicht immer bessere Qualität. Wie du letztens schon geschrieben hast, es wird wirklich immer mehr Plunder verkauft, und oft zu unangemessen hohen Preisen.

    Früher habe ich in einer Großstadt und in einer kleinen Wohnung gewohnt, bin vor ein paar Jahren aber in eine ländlichere Gegend gezogen. Hier gibt es so kleine „studentische“ Wohnungen leider kaum, und wenn ist die Miete inzwischen ähnlich teuer wie bei der jetzigen Größeren. Würde eigentlich gerne wieder kleiner wohnen, denn große Wohnungen verlocken dazu, sie mit Plunder vollzustellen. Wer lässt schon Zimmer leer die er eigentlich nicht braucht.

  12. slowroller

    Zentrum der Gesundheit? Augen auf bei der Linkauswahl 😉   (bei denen darwinieren immernoch die Stärksten, Infektionskrankheiten bedeuten eine neue Stufe der Entwicklung und Impfungen sind teufelszeug)

    Ansonsten sagst du viel richtiges: Konsum ist ok – wieso auch nicht. Aber auch hier macht die Menge das Gift – Gift für die eigenen Ansprüche, Gift für die Zufriedenheit, Gift für die Finanzen und am Ende auf für die Gesundheit.

  13. KievKiev

    @ Shane

    Ich trinke morgens als erstes 0.8l kaltes Wasser. Über die Vorteile von warmen Wasser habe ich auch gelesen. Da ich dies aber Erhitzen müsste und mir das ganze etwas suspekt vor kommt bleibe ich bei kaltem Wasser. Ich weiß nicht, ob ich 0.8L davon runter bekomme.

    Ich trinke am späten Nachmittag auch meinen Genuß Cappuccino. Dann sollte es nicht schädlich sein. Auf die 6 Plörren Kaffee bei der Arbeit verzichte ich allerdings. Das ist auch keine Einschränkungen sondern ein abändern der Routine.

  14. Bruno

    @Kiev

    LVHM und Nike habe ich. Adidas wäre interessant, wenn sie mal günstiger zu haben wäre. Zalando finde ich einfach vom Geschäftsmodell interessant, aber ob der Burggraben ausreicht, wenn Amazon mehr ins Geschäft einsteigt. Ich bin mir unsicher, auch wenn die Aktie deutlich runter gekommen ist, aber immer noch relativ teuer. Der Wachstum muss nachhaltig und langfristig sein. Ich warte noch ab.

  15. Andrea

    60 Kleidungsstücke im Jahr sind viel zu viel. Ich kaufe ca. 5 – 10 (inkl. Socken …) im Jahr, und das reicht dicke. Ich kaufe schöne Teile, an denen ich mehrere Jahre Freude habe. Selbst mit den 5 Teilen im Jahr ist mein Kleiderschrank voll.

    Unsere Kaffeemaschine ist 33 Jahre alt, meine Mutter hat sie mir zum Einzug in meine erste alleinige Wohnung für 20 DM gekauft. Die Glaskanne musste schon 2 x ersetzt werden in der Zeit. Dann haben wir noch zwei der Espressokännchen, eins für 1-2 Personen und eins in größer.

    Shane, ich presse mir auch fast jeden Tag eine Bio-Zitrone in Wasser. Es ist in der Tat sehr gesund, da die Zitrone im Körper basisch verstoffwechselt wird, das ist gut für die Leber.

    Tim, gut, dass du dich zu Berkshire geäußert hast. Ich hoffe, Fabian S. hört jetzt auf, immer und immer die gleiche Frage zu stellen. Mir ist schon ganz schwindelig von den vielen immer gleichen Fragen, zumal die Antwort doch ganz offensichtlich ist.

     

  16. Thorsten

    Ich habe mal eine Frage zu Berkshire…

    O.k. habe ich nicht;)

    Zitronensaft 0,75 Liter kostet 1,79€ bei R*w* in der Hosentasche. Ich kaufe ein ‚e‘ ! Ja passt. Der Saft ist zwar nicht Bio, aber erschwinglich. Der steht zum Mischen bei uns auf dem Tisch und  wird gerne in den Sprudel aus dem Soda Stream geschüttet.

     

     

  17. Kaffeetrinker

    Interessanter Vorschlag, diese French Press.

    Aber wenn ich extra Bohnen mahlen muss, damit das Kaffeepulver nicht zu fein ist und ich das Wasser in einem Wasserkocher erst erhitzen muss, wie viel preiswerter wird das dann im Vergleich zu einer normalen Filterkaffeemaschine?

  18. Springer

    „Viele Kleidungsstücke werden nicht 1 Mal getragen.“

    Dagegen hilft das sogenannte „Rotationsprinzip“.

    Einfach immer das oberste der gewählten Kategorie (z.B. Jeans) anziehen (ggfl. das „linkeste“). Frischgewaschenes kommt ganz unten oder rechts hin.

    Weiterer Vorteil: Man spart sich die Gedanken bei der Kleiderwahl

  19. Olly Wood

    @ Fabian S.

    ich steh auch total auf die hand kaffeemühle in kombination mit einer french press ist das unschlagbar. aber hast recht wenn besuch kommt wirds mit dem mahlen anstrengend 🙂

  20. ghost

    @Fabian S.

     

    aber welcher Sinn steckt dahinter… wenn ich 50 mal Frage ob brk gut ist,  davon wird brk nicht besser und ich nicht reicher.

    genauso wenig sinnvoll ist es das zu machen was die Masse macht…..

     

    lieber eigenen Weg gehen….

     

    mfg

  21. Dennis

    Danke Tim für die „Miet Landkarte“. Dadurch wird mein Eindruck vom Wohnungsmarkt im Rheinland mehr als bestätigt. Ich quäle mich fast jedes Halbjahr durch immoscout etc. um nach einer günstigen Wohnung in Arbeitsnähe Ausschau zu halten. Bis jetzt lohnt sich das Pendeln nur aus Zeit gründen nicht. Ich hoffe das sich das noch ändert.

    Zum Thema Kleidung: Ich habe auch ein paar Shirts die noch so im Schrank herum liegen, was aber eher an der geänderten Größe liegt. Zuletzt habe ich nur Kleidung gekauft weil die alte verschließen war (war bei Unterhemden z.B. auch mehrmals genäht). Da hat sich bei mir mittlerweile auch die Einstellung zur Kleidung geändert.

  22. Dirk Elska

    Kann die Kaffeesucht  (genauso wie die Alkoholsucht) der Deutschen nicht nachvollziehen. Trinke höchstens mal auf einer Geburtstagsparty eine Tasse Kaffee. Ansonsten trinke ich Leitungswasser, das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Bio-Produkte kaufe ich nach Möglichkeit nicht. Habe engen Bezug zur Landwirtschaft und weiß dass wir mit Bio-Lebensmitteln extrem beschissen werden.

  23. Ex-Studentin

    Ich habe letztes Jahr 40 Paar schwarze Strümpfe gekauft und alle anderen weggeschmissen. Weniger hätte auch gereicht, aber durch Löcher/Verschleiß werden die mit den Jahren weniger werden.

    Meine Klamotten habe ich auch ausgemistet. Alle Oberteile, die ich nicht gerne anziehe, flogen aus meinem Schrank. Die morgendliche Kleiderwahl ist dadurch nun angenehmer.

    Zum Thema Kaffee: Ich trinke auch keinen. Manche brauchen Kaffee zum Wachwerden. Wenn man stattdessen Koffein ganz weglässt, ist man nicht mehr müde.

  24. RalfRutke

    Klamotten

    Ich schreibe das hier in meinem mittlerweile fast 10 Jahre alten Kapuzepullover. Er sieht immer noch gut aus, obwohl er bestimmt schon bald gefühlt Mal gewaschen wurde.

    Im Jahr 60 (65) sind ja nur der Schnitt. Der Otto-Normal-Verbraucher kauft weniger und die Bürodamen treiben den Schnitt nach oben. Auch kommt immer mehr das Klamotten Mieten aus Amerika zu uns. Statt neue Teile kann man sich da etwas schickes für einen Tag / Abend mieten und man muss nicht das 600$ Kleid kaufen. Instagram macht es vor (und zeigt wie es nicht geht)

    https://www.bento.de/future/instagram-lissette-calveiro-wollte-influencer-werden-und-machte-10-000-dollar-schulden-a-00000000-0003-0001-0000-000002175930

    (Artikel gibt es auch auf Spiegel, Focus, Computer-Bild, etc.

    Kaffee / Wasser

    Habe ich bereits seit langerel die beschränkt. Nur bei bekannten / Familie oder in der Arbeit Mal ne Tasse. Zuhause habe ich nichts zum Kaffeekochen. Tee, schwarz, grün oder Mate. (Warmes) Wasser und Zitrone wirken Wunder! Müdigkeit gibt es eigentlich nicht mehr. (Außer man legt es drauf an)

    Wohnungen

    Ich selbst lebe in einer 60m² Wohnung und suche seit dem Einzug nach einer bezahlbaren Wohnung mit weniger Fläche. Meist kostet diese aber mehr als meine jetzige Wohnung. Da ist es mir egal ob eine Ecke leer bleibt. Nur eine kleinere Wohnung, weil man nichts mit Plunder Vollstellen will ist eine absurde Ausrede. Dann hat man sich selbst (noch) nicht im Griff. Da kann die Wohnung nichts dafür

  25. Chrisk

    Ich trinke gerne guten Kaffee, aber nicht mehr als ne Tasse /Becher am Tag.

    Ich arbeite an meiner selbstständigkeit durch eine Firmen Übernahme. Ich bin richtig motiviert aber auch etwas bedenklich. Da ich wahrscheinlich langfristig mein unbefristeten angestellten Verhältnis auflösen müsste. Ich bin noch etwas unentschlossen. Aber Aktien würde ich immer kaufen 🙂 siltronic, Allianz, einige günstig zu haben noch.

  26. Chrissie

    @ RalfRudtke

    Eine schöne Wohnung ist für mich Lebenselixier Nummer eins. War schon als Kind so. Würde daher nie eine Ecke „unschön“ lassen um Geld zu sparen, da kaufe ich mir lieber jahrelang keine neuen Klamotten. Da Schönheit nix mit Größe zu tun hat, muss sie aber nicht groß sein. Waren früher 36 m2. Jetzt sind es 60, da hier in der neuen Gegend leider kleineren und vor allem dann auch günstigeren Wohnungen kaum zu finden sind. Aber die Suche geht weiter 🙂

    Ansonsten rauche und trinke ich nicht, das spart jede Menge Kohle, da gönne ich mir die Leidenschaft für‘s Wohnen. Die Tiny House Bewegung aus den USA finde ich auch total spannend, da bekommt man auch jede Menge Anregungen für platzsparendes Wohnen.

    @ ExStudentin

    Das mit den Socken hab ich letztens auch gemacht. 🙂 Darüber muss man sich auf absehbare Zeit keine Gedanken mehr machen. Da es jetzt alle gleich sind, hat es noch dazu den Vorteil, wenn später welche verschleißen, kann man aus den „Hinterbliebenen“ wieder neue Paare zusammenstellen.

    Getränke

    trinke auch meistens Tee oder Leitungswasser, in der Firma auch mal schwarzen Kaffe oder grünen Tee. Ab und zu Ingwertee. Der Verzicht auf Softdrinks schont Geldbeutel und Waage 🙂

  27. Thorsten

    Ja, ja, die Rechtschreibkorrektur … aus ‚Glasflasche‘ macht sie ‚Hosentasche‘. Irgendwann werde ich durch sie kompromittiert und werde verhaftet. Besser 2 mal Korrektur lesen.

    Ich habe früher keinen Kaffee getrunken,  irgendwann habe ich damit angefangen. Kaffeesucht, vielleicht, eine Gewöhnung findet bei jeder Droge statt. Kaffee schmeckt auch besser, wenn man ihn nicht ständig trinkt, ist ja auch bei anderen Lebensmitteln so, Abwechslung bringt mehr Genuß. Allerdings soll Kaffee gesund sein, nächste Woche finden Sie wieder etwas und behaupten dann das Gegenteil. Mediale Verunsicherung aller Orten.

  28. Hubertus

    Tut mir leid, die „Studie“ ist realitätsfern.

    Mit dem Median kann ich mir selbst in München, Frankfurt, Hamburg etc. die Kosten schönrechnen.

  29. Ex-Studentin

    @RalfRutke

    Bei uns sieht es auch an manchen Ecken leer aus. Wir haben einen Bereich mit vielen Dachschrägen, in dem Schreibtisch, 1 Regal und der Wäscheständer stehen. Kleinere Wohnungen im gleichen Haus kosten mittlerweile mehr Miete als wir zahlen. Größere Wohnungen (3 Zimmer) kosten rund 1200€ warm, wenn man was findet.

    @all

    Eine Freundin von mir hat vor 5 Jahren eine 3-Zimmer-Wohnung gekauft (zahlt rund 1000€ inkl. Nebenkosten) und vor Kurzem Zwillinge bekommen. Ihr Plan war es (da sie weitere Kinder will), mal in was Größeres zu ziehen. Den Plan hat sie jetzt verworfen und nun erst mal beschlossen: 3 Kinder passen auch in ein Zimmer und ggf. schlafen die Eltern im Wohnzimmer. Alles andere ist unbezahlbar. Sie hat als Ingenieurin sehr gut verdient, aber durch die Deckelung des Elterngeldes auf 1800€ bekommt sie gerade wesentlich weniger als vorher, muss freiwillige Krankenkassenbeiträge zahlen und erwartet ca. 1000€ Kita-Gebühren bei 2 Kids. Falls sie überhaupt 2 Plätze bekommt.

    Für mich erschreckend, wenn man selbst als „DINKS“ keinen bezahlbaren Wohnraum findet.

  30. Nico Meier

    Durch die zusätzliche belastung des Pendels sei es durch streichen von abzügen für Pendler wie in der Schweiz oder durch andere Schikanen werden die Preise fürs Wohnen an zentraler Lage weiter steigen. Weil durch steigende Nachfrage und stagnierende Angebote die Preise weiter steigen werden.

    Meine Grosseltern haben in den 1950er Jahren zwei Kinder(eins davon meine Mutter) in einer Dreizimmerwohnung mit 60qm Wohnfläche und nur einer Nasstelle grossgezogen. Heute sind die Ansprüche vieler Menschen unermesslich hoch und daher wird über die zu hohen Mieten gejammert! Natürlich ist die Wohnungsmiete bei zwei Nasstellen höher als bei einer und natürlich kosten 120qm Wohnraum mehr als 60qm!

  31. RalfRutke

    @Chrissie
    War auch so gemeint, dass ich lieber eine Ecke leer lasse als mehr für eine kleinere Wohnung zu zahlen, nur damit keine Ecke leer ist.

    Von der gesparten Miete kaufe ich mir Bücher, die die Ecke dann schon voll machen ?

    Die Tiny House Bewegung finde ich auch Klasse. Nur kommt man in Deutschland damit nicht wirklich gunstigün weg. Außer man hat bereits ein kleinen Grund und einen kleinen Bauwagen oder ähnliches. So etwas bauen zu lassen kostet gleich viel wie ein größeres Haus zu bauen und macht nur um Platz zu sparen Sinn, nicht um Geld zu sparen. (Leider)

    @Ex-Studentin

    Aus diesem Grund habe ich immer noch die (zu) große Wohnung. Erst wenn ich wirklich günstiger weg komme und da muss der Umzug mit eingerechnet sein, ziehe ich um.

     

  32. Nico Meier

    @Ex-Studentin

    Hallo Jenny DINKS sind Doppelverdiener ohne Kinder finden diese keinen Wohnraum mitten in der City oder finden sie generell keinen zahlbaren Wohnraum?

    Bei uns in der Schweiz ist bezahlbarer Wohnraum in der Agglo durchaus zu finden aber dann muss man halt bereit sein pro Weg 30-60 Minuten Pendeldinstanz aufsich zu nehmen sei es im ÖV oder im Auto.

     

  33. -M

    Klamotten / Aufräumen:

    Gibt auf netflix eine schöne Produktion „Aufräumen“ -> empfehlenswert! Da ist eine Japanerin die bei unterschiedlichen Haushalten Ordnung rein bringt. Meine Frau hat das bei uns auch gemacht, Hammer! Es waren durch zusammenlegtechniken bei Klamotten auf einmal 2 Schubladen frei und wir haben nach ihrem System ausgemistet nochmals

     

    Kaffee:

    Also wenn man schon Kaffee trinkt und ihn mag, kommt man eigentlich nicht an FRISCHE Bohnen drum herum (Keine Supermarktplörre die schon alt ist)

    Ob man die Bohnen dann in einer French Press oder Maschine verarbeitet ist fast egal.

    Oft gibt es kleine Röstereien in der Nähe. Den Unterschied schmeckt man einfach ggü Tschibo und Co.

    -M

  34. Mr. M.

    Für die Wassertrinker möchte ich nur mal zu bedenken geben, wo die Wasserqualität beurteilt wird. Das ist üblicherweise beim Wasserversorger. Von dort aus geht das Wasser durch das öffentliche Netz und dann durch’s Bürogebäude oder durch die eigenen Leitungen. Prost!
    (Mr. M – Der auch Leitungswasser trinkt.)

  35. Daniel

    65 Kleidungsstücke finde ich schon arg viel. Durch Joggen habe ich einen leicht erhöhten Sockenverschleiß, aber dank Kunstfasern und damit stabilere Konstruktion reichen mir aber auch da pro Jahr 3-4 neue Paar. Ich habe dieses Jahr auch ein paar Sportsachen von Adidas nachgekauft, die waren um 70% reduziert weil sie wohl nicht mehr der aktuellsten Mode entsprachen, für 22€ pro Laufhose kann ich da nicht meckern, die Dinger halten bei mir mindestens 10 Jahre.

    Auch sonst hat sich das alles ziemlich relativiert. So dicke Baumfäller-Hemden sind ziemlich robust und sowohl Freizeit als auch Büro-kompatibel. Relativ zeitlos noch dazu.

    Ich denke ich komme mit 15 Kleidungsstücken inkl. Socken 😉 ganz gut aus. Solange sich die Figur hält werden meine Jeans bestimmt 10-20 Jahre halten. Meine Lederjacke lebt glaube ich schon seit meinem Abi 2004 ;-p

    Zum Kaffee:

    Ich benutze im Urlaub meine Siebträger-Espresso Maschine (auch schon 15 Jahre alt), da ich abends nach der Arbeit eh kein Koffein mehr trinke und mir das auch zu aufwendig ist mit Reinigung.

    Ansonsten immer French Press oder Porzellan Filter auf der Tasse (von Oma). Meine Mutter und Oma haben immer „Prüttkaffee“ getrunken, also stumpf Pulver in die Tasse und aufgießen, deshalb hatten wir nie eine Kaffeemaschine im Haus. Ich mag das Kaffeemehl nicht in der Tasse deswegen French Press oder Filter.

    Auch im Büro trinke ich aus ner French Press, da meine Bürokollegen ein eigenwilliges Verständnis von der Sauberkeit von Kaffeemaschinen haben und ich gerne exklusivere Kaffeemischungen aus der Münsteraner Kaffeerösterei durchprobiere. Trinke ohnehin nur 2 Tassen am Tag. In der Caffeteria gibts aber Mittags Kaffee aus dem Automaten. Der kostet im Betrieb aber auch nur 25Cent. Damit kann ich gut leben.

    Kaffee sollte für mich Genussmittel bleiben, was daran lecker sein soll mir jeden Tag eine Kanne Billigkaffee reinzukippen weiss ich nicht, und da der Körper mehr Rezeptoren ausbildet sobald man viel und ständig Koffein zu sich nimmt ist der aufputschende Effekt dahin. Im Gegenteil, es ist für die Kollegen ohne Kaffee dann ein Kampf gegen die Müdigkeit, so eine Art Erhaltungsladung die dann nur durch ständigen Kaffeekonsum gehalten werden kann. Bei mir zieht ein Kaffee immer noch gut, macht mich wach, macht mich konzentrierter. Würde ich viel mehr davon trinken wäre der Effekt dahin.

  36. Albr

    Ich wohne mit meiner Frau in der Innenstadt von Frankfurt (Westend) auf mehr als 120 qm (Eigentumswohnung inkl. Tiefgaragenstellplatz und 2 Balkone); die Wohnung habe ich für wenig Geld Ende 2008 von einem Banker gekauft. In der Zeit wollte niemand in Frankfurt Wohnungen kaufen und ich konnte den Kaufpreis damals selbst festlegen 😉

    Ich sehe die Wohnung als Wertanlage an, die geringe Restschuld von ca. 50TEUR finanziere ich für 0,75% aktuell weiter (z diesen Konditionen macht es keinen Sinn abzulösen).

    die Wohnung kostet heute sicherlich das 2-3 fache des ursprüngliche Kaufpreises  und ich erwarte weitere deutliche Steigerungen; insofern sehe ich die Wohnung als Diversifikation an, mit aussichtsreicher Chance auf Wertzuwachs!

     

     

     

     

  37. Wohnung mit Domblick

    Die mMn beste French Press gibts bei Ikea:

    https://www.ikea.com/de/de/catalog/products/50112868/

    Die benutze ich seit Jahren. Kaffe mahle ich auch jeweils frisch mit der Handmühle, und das Wasser wird im Flötenkessel (aufm Flohmarkt für 5 Euro gekauft) auf der Gasflamme (ein Gaskochfeld ist auch so eine Anschaffung für die Ewigkeit, Gas gibts aus der Flasche) erhitzt. So ist nirgendwo Kunststoff involviert. Und schmeckt viel besser als durch Papier gefiltert.

    Fast Fashion ist erst am Anfang, das wird noch richtig übel. Gute Bekleidungsgeschäfte gehen dran kaputt, bald gibt es nichts anderes mehr. Was machen wir dann? Ich kaufe nur Qualität, lieber wenig, dafür langlebig. Hoffentlich ist das in Zukunft noch möglich.

    Der Mietwohnungsmarkt ist eine traurige Angelegenheit. Ich bin froh, dass ich da raus bin. Hätte ich ein Zimmer über, ich würde es über AirBnB vermieten.

  38. Flo

    Also was ich total empfehlen kann ist ein Dauerkaffeefilter. Ich glaube billiger geht es kaum und der Kaffee ist fast nicht zu toppen. Es ist halt ein „normaler“ Kaffee, wie er in Deutschland getrunken wird.

    Allerdings schmeckt er durch das Metallgeflecht irgendwie aromatischer.
    Man braucht keine blöden Papierfilter mehr und schont die Umwelt und den Geldbeutel. Finde ich perfekt für den Umweltbewussten und sparsamen Menschen.

    Hier gibt es einen guten Test dazu:

    https://kaffeetamper.de/filterkaffee/dauerkaffeefilter-foldables-im-test/https://kaffeetamper.de/filterkaffee/dauerkaffeefilter-foldables-im-test/

     

    Ansonsten kann ich auch die Kombination Siebträger + Mühle empfehlen.

    Gibt einen hervorragenden Espresso und Cappuchino. Aber das kostet dann halt auch was 🙁

  39. Thorsten

    Tiny Houses sind eher ein Hype, so wie Cupcakes oder Smoothies, die haben in Deutschland keine Zukunft.

    Diese Häuser verbrauchen viel Fläche, wenn hier 100  Leute in einem Tinyhouse wohnen wollen, dann ist der Sportplatz mit der Bauwagenkolonie  zugestellt. Die Alternative ist eben doch Wand an Wand und auf mehreren Etagen zu wohnen, um die in Deutschland knappe Fläche zu schonen.

    Wird die Familie größer, wohnt man dann in XXL-Tinyhouses oder hat zwei Tinyhouses, die man miteinander verbindet ?

    Stellplätze gibt es in der Stadt kaum. Und wer will in einem Tinyhouse abseits auf dem Dorf wohnen, um dann mit einem Auto jeden Tag fahren zu müssen ? Ökologisch ist anders.

    Sie sind energetischer Unsinn und in unserem Klima von ständigem externen Zubringen von Heizmaterial abhängig. 8 Monate muss geheizt werden, selbst bei zusätzlicher Isolation ist die Oberfläche im Vergleich zum Volumen sehr ungünstig. Die Mobile Homes aus den USA sind auf europäische Verhältnisse nicht umstellbar.

    Sie können daher nur temporär Lücken füllen. Für temporäres Wohnen, Singles, Paare und einige Idealisten. Am Ende sind es bloß Luxusausgaben von herkömmlichen Campingwagen, die von der Industrie als Tinyhouses verkauft weren und auf herkömmlichen Campingplätzen abgestellt werden.

    Dort wo heute mehrere von ihnen stehen sind oft schon feste Gebäude für Sanitär  vorhanden und Gruppenräume, wenn man sich eben doch mal mit mehr als 2 Leuten im Warmen zusammensetzen möchte.

     

  40. Christine

    Hi Tim,

    ich freue mich jeden Tag deinen Blog zu lesen !:-)

    Zum Thema Konsum speziell Klamotten.. ich war auch viele Jahre eine „echte“ Fashionista 🙂 oft Sachen gekauft, weil sie gerade im Sale waren usw.

    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Caspsual wardrobe“ (bin aber noch lange davon entfernt nur an die36 Kleidungsstücke zu haben 🙂

    https://www.wunderweib.de/so-beginnst-du-eine-capsule-wardrobe-104867.html

    Aber alles was ich längere Zeit nicht getragen habe, verkaufe oder verschenke ich konsequent und kauf nur noch gezielt nach.

    Und das Ersparte geht in einen ETF 🙂

    Bin noch nicht komplett zufrieden mit meinem aktuellen Konsumverhalten..aber auf dem richtigen Weg 🙂

  41. Ex-Studentin

    @Nico Meier

    Ich meinte ehemalige DINKs, hast recht. Die beiden werden aber auch mit Kindern beide arbeiten, ggf. mit reduzierten Stunden. Auf dem Land (70km weiter) ist es bezahlbarer. Allerdings kommt dann das Thema Stau / lange Fahrtzeit dazu. Im Umkreis von 30-40km ist sowohl das Mieten als auch das Kaufen teuer. Eine Kollegin (ihr Mann ist Teamleiter bei Porsche) findet derzeit kein Grundstück. Kleine Einfamilienhäuser unter 600k sind Mangelware.

    Falls im Kollegenkreis mal jemand umzieht, vermitteln wir den Wohnraum intern weiter. Befremdlich ist es für mich, dass manche mit 25 noch bei den Eltern oder Großeltern wohnen müssen. 700-800€ warm sind viel Geld, wenn man 1600€-1800€ verdient und oft trotzdem Auto oder Bahnticket benötigt.
    1500-1800 Warm sind es dann für 4-5 Zimmer.

    Lustig ist: Man wechselt hier den Job öfter als die Wohnung. Lieber einen neuen Job suchen (das geht schnell) als die Wohnung wechseln.

    Aber München ist noch schlimmer; würde ich nie hinziehen. Falls mein Freund und ich mal Kinder haben, ziehen wir ggf. komplett aus dem Süden. Keine Hebammen, keine Kita-Plätze..

  42. thomas

    Zum Thema Wohnen:

    ich finde dieses Kommentar ganz treffend:

    Beginnend mit folgendem:

    Die Mietpreise sind heute das, was früher die Brotpreise waren; die Brotpreise haben jahrhundertelang das Leben der Menschen bestimmt. Eine Maurerfamilie in Berlin musste vor zweihundert Jahren fast drei Viertel des Familieneinkommens für Ernährung ausgeben, davon die Hälfte für Brot. ….

    https://www.sueddeutsche.de/politik/prantl-miete-mietpreisbremse-1.4270473

  43. DanielKA

    @ Jenny: Ich denke der Teamleiter von Porsche hat entsprechend hohe Ausgaben/Ansprüche, kann mir keiner sagen, dass der unter 90-100 K nach hause geht und dann noch das gehalt deiner Kollegin. Da sollte Wohneigentum locker drin sein, selbst mit enig EK.

  44. Nico Meier

    @ Ex-Studentin

    Ich bin immer wieder erstaunt über die Preise in Süddeutschland fürs Wohnen.

    Meiner erste Wohnung ländlich gelegen 3 Zimmer 55qm Altbau kaum isoliert hat warm mit Einzelgarage 1’400 Franken 1’220€ Miete gekostet.

    Die zweite Mietwohnung ländlich hatte 5-Zimmer 111qm Altbau ebenfalls kaum isoliert kostete warm 2’000 Franken also 1’740€

    Daher wundere ich mich immer wenn hier Mieten unter 1’000€ als teuer bezeichnet werden.

  45. Ex-Studentin

    @DanielKA

    Ja, er geht mit Ü100k nach Hause. Aber er bekommt „nur“ ca. 500-550k Kredit. Die genaue Summe müsste ich meine Kollegin noch mal fragen. Seine Boni werden teilweise nicht von den Banken als festes Einkommen anerkannt. Das volle Gehalt meiner Kollegin haben sie auch nicht reinrechnen lassen wegen angedachter Kinder.

    Mein Freund und ich haben zu zweit 100k brutto. Ich persönlich würde nicht mehr als 300k aufnehmen, trotz 100k Eigenkapital.

    @Nico Meier
    Dafür gucken wir Deutschen verwundert, wenn 2.000 Franken netto bei euch „wenig“ Einkommen sind. 🙂 Oder 20 Franken Mindestlohn (bei uns rund 9€).

  46. Thorsten

    Es gibt nur eine Lösung : die Erhöhung der Gehälter und gleichzeitigem massiven Wohnungsbau.

    Der tränendurchtränkte Artikel aus der Süddeutschen mit den üblichen Täter-Opfer Geschichten (geldgieriger Vermieter – gegen armen Mieter) ist dabei wenig hilfreich. Thema verfehlt.

    Wir haben im Bereich Miete Nachholbedarf und zwar  nach oben. Wer nicht erhöht, kann die marktgerechte Differenz bei Mieterwechsel nicht mehr einfordern. Kappungsgrenzen liegen bei 15%. Also wird vorsorglich erhöht. Viele Vermieter haben aber noch gar nicht erhöht, da das Mietverhältnis unbelastet bleiben soll. Aber langsam spricht es sich herum und die Erhöhung ist unvermeidlich.

    Dank Frau Barley steigen die Mieten und zwar schneller als zuvor. Insofern kurios, dass da steht „die Mietpreisbremse greift nicht genug“. Es spielt keine Rolle, sie katalysiert die Erhöhung nur zusätzlich ohne Probleme zu lösen. Da kann nichts greifen, Angebot und Nachfrage sind stärker, das Gesetz ist eine Totgeburt. Roter Populismus in Gesetzesform. Wer fällt auf sowas rein ?

    https://www.n-tv.de/der_tag/Microsoft-will-fuer-500-Millionen-Dollar-Wohnraum-schaffen-article20814907.html

  47. -M

    @Nico Meier

    Ich glaube in der Schweiz verdient man ca 2x so viel wie in D. Dafür kostet aber auch alles 2x so viel 🙂

    @Ex Studentin

    Die Wohnkreditrichtlinien wurden vor kurzem sehr sehr verschärft für Banken, das macht auch den Banken keinen Spaß mehr.

    Die BaFin und die EU machen die Banken in Europa TOT !

    Gestern Goldman Sachs 10Mrd jahresgewinn

    JP Morgan meldet über 20Mrd

    Wells Fargo ebenso 20Mrd

    Was machen die europäischen Banken ? Einen Haufen Mist dagegen. Von Deutschland will ich gar nicht erst anfangen. Mal sehen wie lange es Sparkassen und Volksbanken noch in Ortschaften gibt bei den Regulierungen.

    -M

  48. DanielKA

    @ ExStudentin, ich schätze dann haben Sie wenig EK, eine Finanzierung von 550 K ohne ausreichendes EK ist immer noch sehr ordentlich. Bei der klassischen Ausgangslage, dass man sich 6 % Annuität leisten können sollte, wären das immerhin 2.750 EUR monatlich. Ich denke darüber hinaus wäre auch seitens der Bank grob fahrlässig, gibt ja noch Lebenshaltungskosten/Auto/Lifestyle eines Porschemitarbeiters.

  49. -M

    Bei einer Bank gehen eh alle Alarmglocken an wenn einer mit 100k Verdienst kein/kaum EK hat ! 😉

    Wie DanielKA geschrieben hat -> Lifestyle etc 😉

    Meist liegt das Problem bei den Personen selbst. Vlt haben die auch noch autofinanzierungen oder sonst was in der Schufa was dann Gesprächspartner gar nicht wissen, aber man bekommt dann immer zu hören: die böse Bank gibt mir nur Betrag X.

    -M

  50. Nico Meier

    @Jenny

    Wir in der Schweiz kennen keinen Mindestlohn.

    @M

    Der Lohnvergleich Schweiz Deutschland ist nicht so einfach, da in der Schweiz Nettolöhne ausbezahlt werden, bei denen Steuern und Krankenkasse noch nicht abgezogen sind. Desweiteren muss in der Schweiz die Krankenkasse ohne Arbeitgeberanteil durch den Arbeitnehmer alleine bezahlt werden. Mit anderen Worten wer deutsches Netto mit schweizer Netto vergleich, der vergleicht Äpfel mit Birnen weil in der Schweiz die kompletten Steuern sowie Krankenkasse vom netto zusätzlich noch bezahlt werden müssen!

    Wir haben unser freistehendes Haus im 2017 gekauft zu einem fairen Preis. Inzwischen haben wir schon zwei schriftliche Kaufangebote von Immomaklern erhalten die 15% bzw 20% über unserem damaligen Kaufpreis liegen. Die Makler haben unser Haus nicht von innen gesehen!

  51. Albr

    Muss ich jetzt nicht verstehen, er geht mit Ü100K nach Hause und hat kein Eigenkapital von mind. 250K ??

    dann liegt es wohl an seinem Lebensstil, das nix da ist… ich hab auch mehr als 100, davon wird allerdings mehr als 50% gespart (besser gesagt investiert), dafür ist halt „nur“ wandern am Wochenende und selbst kochen/Grillen angesagt

  52. Insider

    @ Socken Jenny kann dich gut verstehen ich trage gestrickte Wollsocken von Oma kein paar gleich 😉 aber einige ähnliche. Beispielsweise 4 oder 5 im ähnlichen Blauton. Das Sortieren ist manchmal „schwierig“ :D. Finde sie aber extrem bequem und möchte sie nicht missen .

    Klamotten kaufen ich circa 2,3 Shirts, ein Hemd oder Pullover und ab und an bei Bedarf nach Verschleiß jeans oder Unterwäsche. Fahre da sehr sparsam .

    Albr Respekt vor deinen Entscheidungen du scheinst mit vielem ( Versicherungsaktien, Immobilie ) gutes Timing gehabt zu haben . Dazu gehört meiner Meinung nach nicht nur Glück sondern auch den Mut dann wenn es am Boden ist wirklich zuzugreifen . Ich wünsche mir , dass ich das auch kann bei passenden Gelegenheiten

  53. Livingatthecountryside

    Schon lange bin ich hier stille Mitleserin. Aber zum Thema wohnen möchte ich nun doch auch mal meinen „Senf“ dazugeben. Vor 3,5 Jahren sind wir von einem Vorort aufs Land gezogen, in ein altes Bauernhaus (Baden-Württemberg), welches bereits 250 Jahre auf dem Buckel hat. Die jeweiligen Vorbesitzer hatten bereits einiges gemacht, so dass wir mit relativ wenig Aufwand und Kosten gleich einbeziehen konnten. Unser Haus hat uns nicht mal 200.000,- € gekostet, dafür haben wir über 200 qm Wohnfläche und einen großen Garten mit ca. 700 qm. Wir haben hier zwei kleinere Supermärkte vor Ort, die zwei nächstgrößeren Städte erreicht man (mit dem Auto) innerhalb 10-15 min. Ich fühle mich hier sehr wohl. Unseren Garten haben wir zu einem Nutzgarten umfunktioniert. Wir halten uns unsere eigenen Hühner und fast unseren kompletten Obst- und Gemüseverbrauch können wir vom eigen Angebauten decken. Zudem arbeite ich stundenweise in der örtlichen Gärtnerei mit, und bekomme dort vieles, was eigentlich entsorgt werden sollte, weil es den Leuten auf dem Wochenmarkt nicht mehr gut genug ist, umsonst oder extrem billig. Meine Milch kaufe ich beim letzten örtlichen Milchbauern ein. Dort bezahle ich für 10l ca. 5 ,- € und Fleisch kann man hier beim örtlichen Biolandbauern kaufen, der lässt noch zweimal im Jahr schlachten. Klar bezahle ich dort ein bisschen mehr, aber die Qualität ist um einiges höher. Ich denke, wir müssen einfach wieder etwas mehr raus aus der Komfortzone denken, vieles kann man einfacher umsetzen als man denkt…

     

  54. Albr

    Die Frage für eine Bank ist auch, wie lange gibts es noch Arbeitsplätze bei Porsche, ich gehe davon aus, dass auch Porsche – wie andere deutsche Autobauer auch – zunehmend im Ausland investieren, entwickeln und produzieren und die Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen werden…

    der Tiguan, den man recht gerne in Deutschland fährt, wird in Mexiko hergestellt, BMW baut mittlerweile mehr Autos im Ausland als in Deutschland… Tendenz stark steigend !!!!

    Man wundert sich, welche Volumenmodell mittlerweile komplett im Ausland produziert und nach Deutschland importiert werden 😉

     

     

  55. Albr

    @Nico Meier, wir haben auch ca. 2-3 Makler anschreiben pro Monat in unserem Briefkasten, mit der Frage, ob wir nicht verkaufen wollen 😉

    @Insider, ja es gehört nicht Glück dazu, sondern eher „Mut“, Dinge zu kaufen, die keiner haben will… Versicherungsaktien 2002/2003 ein absolutes NoGo… Immobilie in Frankfurt 2008/2009 nicht vorstellbar!!! ohne SEHR VIEL EK hätte die Bank keinen müden Euro finanziert…

    diese Woche hab ich NordLB zu ausverkaufspreisen gekauft, alle gehen davon aus, das sie abgewickelt wird, ich glaube nicht, mal sehen 😉

     

  56. -M

    @Albr

    Ich finde aktuell die ganzen US Banken auch auf ramsch Niveau fast.

    Eine Goldman Sachs mit KGV 7 ist schon hart. 70Mrd Market Cap bei 10Mrd Verdienst.

    -M

  57. ghost

    hm, man muesste (hoert hoert sich an wue Sektengelabber) sich erstmal von dem Gedanken befreien das Geld ach so wichtig ist, wenn man Geld anders betrachtet (als Zahlen), dann handelt man nicht aengstlich an der Boerse ….viele sagten, weil es eine kleine Korrektur gab, der Baerenmarkt sei da, man haette soviele rote Zahlen im Depot…….
    .ist eben  Einbildung, in meinen Augen, der Markt korrigiert einfach kurz und dann geht es nach oben….oder eben Zeitlang seitwaerts……mehr nicht. Und ich denke spaetestens Maerz stehen wir ein paar hundert Punkte höher als jetzt.
    Wenn man einen Chart von mindestens 20 Jahren anschaut……dann gibt es nur einen Weg, den nach oben. Und der Rest eben sind nur menschliche Aengste man hat ein Depot und aufeinmal ist es rot und da bekommt man Probleme, und genauso finde ich ist es mit dem was man verdient…viele denken man rackert sich ab und man faengt an sich zu belohnen und dann kann man eben kaum was ansparen……eigentlich liegt es immer an einem selbst im Leben 😉

     

    BMW baut „stillschweigend“ seit ca. sieben Jahren immer mehr im Ausland…..und alle anderen werden nachziehen…..

     

    mfg

  58. DanielKA

    @ ALBR: Ditto habe mir ebenfalls eine Tranche gewinnunabhängige T2 der NordlLB gegönnt

  59. Iceman

    @all

     

    ich schaue mir gerne Instagramprofile an um zu sehen wie die Jugend tickt oder was dort angesagt ist.

    In letzter Zeit tauchen immer mehr Profile von Leuten auf die als Beruf anscheinend „Netzwerken“ und mit Bitcoins ihr Business aufbauen und andere darin investieren können.

    Vll bin ich mit 35 schon zu alt, aber warum kaufen die Leute nicht direkt Bitcoins und gehen den Weg über eine komische Geschäftsstruktur.

    Ich steige da leider nicht dahinter. Für mich wirkt das alles sehr zwielichtig und höchst unseriös.

     

    @Jenny

    deinen Gedanken mit 100k und 300k Kaufpreis kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Ab und zu ist es auch so, dass selbst wenn du mehr Eigenkapital einbringst der Zinssatz nicht entscheidend geringer wird. Deswegen kann man von den 100k vll gleich noch 20k in der Hinterhand halten um gewisse Sachen zu verwirklichen oder sie einfach als Rücklage auf der hohen Kante zu haben.

     

    Bei deinem Bekannten denke ich auch, dass die Bank bei solch einem Einkommen mehr EK sehen will.

    Haben wir im Freundeskreis auch so einen Fall. Deswegen schließt der Vater den Kreditvertrag mit der Bank und beide (Anfang 40) zahlen den Kredit an ihre (Schwieger-) Eltern zurück.

    Wie das dann allerdings mit dem Grundbucheintrag geregelt wird weiß ich nicht.

  60. June

    @Jenny,

    die Socken sind eine gute Entscheidung. Mr. Juni macht es so wie du. Alle paar Jahre ein Socken Großkauf. Der letzte hielt 8 Jahre. Jetzt hat er diese Woche nachgelegt. Mal schauen wie lange sie diesmal halten.

    @65 Kleidungsstücke,

    das macht mich traurig, ich kaufe immer nur Kleidung oder Schuhe, wenn etwas kaput geht. Oder etwas unansehnlich wurde. Ab und an brauche ich auch mal ein besonderes Kleidungsstück, dass passiert aber nur alle paar Jahre.

    Viel Menschen kaufen Kleidung des Kaufens und Besitzens wegen. Die Kleidung soll gar nicht getragen werden, es geht rein um das Kauferlebnis.

    Bevor ich Mr. Juni kennen lernte, habe ich als Single auch mal regemässig gedatet. Dabei war ein Mann, der sich von seiner Frau getrennt hat, weil der begehbare Kleiderschrank zu klein geworden war. Die Gattin hat einfach nur eingekauft und die Kleidungsstücke mit Etikett  stapelweise in den Schrank gelegt. Er war dann sauer und wollte diesen Lifestyle nicht mehr finanzieren, für sie war es bestimmt eine Ersatzhandlung zur missglückten Partnerschaft. Nach 2 – 3 Dates habe ich mich nett bedankt und er durfte weiter suchen.

    Take care,

    June

  61. Nico Meier

    „geht mit ü100k nach Hause sind über 100k netto oder?

    Da frage ich mich auch wie man bei 100’000€ netto es nicht schafft innert kürzester Zeit genügend EK aufzubauen.

  62. DanielKA

    @ Nico Meier: Es sind deutsche Bruttogehälter. dazu kommt ja noch die Kollegin von Jenny, lass es mal

    110 TEUR von Porsche und 40 TEUR von der Frau sein -> bei 150 TEUR Gesamteinkommen (verheiratet ohne Kinder) sind es 12.500 EUR also ca. EUR 7.800 netto. D.h. Sie könnten 3.800 im Monat rausballern und immer noch 4.000 pro Monat sparen. Wären nach 4 Jahren -> 192 TEUR EK ohne Anstrengung.

     

  63. Sebo

    @Andrea
    Danke für den Tipp mit der Zitrone. Ich habe derzeit ein wenig Probleme mit Müdigkeit/Mattheit und bin gleich mal in der Pause zum Aldi und habe mich mit einem Netz Zitronen eingedeckt. 0,89€ gibt man doch gerne mal für die eigene Gesundheit aus. Probiere ich jetzt mal aus.

  64. DanielKA

    @ Albr: den Tiefpunkt erwischt man nie, habe extra die lange Tranche (2023) gewählt, gehe weiterhin von der Institutssicherung aus, Land Niedersachsen lässt sie nicht untergehen (warum auch mit 6 Mrd. EK?). Kaufkurs in Stuttgart lag um die 85 % inklusive Stückzins, also so 9,5 % Rendite.

    Aktuell stehen die schon wieder bei über 89 %.. Die erste Panik hat sich beruhigt.

  65. Albr

    @Iceman, mein aktuell abgeschlossener Zinssatz Finanzierung der Restschuld auf meine Immobilie liegt bei 0,75% p.a.

     

     

  66. Albr

    @DanielKA, die hab ich auch, aber für etwa 82 (muss nochmal gucken), aber du hast super gekauft 😉

    ich liebe Panik 😉

     

  67. Mr. B

    @Jenny und Nico, den Mindestlohn gibt es regionalsabhängig auch in der Schweiz. Wobei die meisten natürlich mehr als 20 CHF pro Std. verdienen. In der Schweiz verdient man im Schnitt mehr. Und die Lebenshaltungskosten sind höher als in D.

    Übrigens liegt der Sympany Krankenkassenbeitrag bei 231,60 CHF. In Deutschland müsst man ca. 800 EUR dafür zahlen, bei gleichen Leistungen ( als Grenzgänger ).

    Viele Grüße, Mr. B

     

  68. Timo

    Schon nach der Quellenangabe kann man eigentlich aufhören zu lesen. Was anderes kann man vom DIW auch nicht erwarten, als neoliberalen Unsinn.

    Ich selbst habe vor knapp 2 Jahren mit meiner Freundin (DInK – Akademiker >100.000,00 €) zusammen im Südwesten von D eine Wohnung in einer größeren Stadt gesucht. Ca. 40 bis 50 Besichtigungen , meistens über Immoscout, etc., haben zu keinem erfolgreichen Mietvertragsabschluss geführt. Ich kenne daher die Preise und wenn mir einer sagt, dass die nicht angezogen haben, dann lügt er mir gnadenlos ins Gesicht, oder hat keine Ahnung. Bei jeder (!) der Besichtigungen waren Dutzende von Bewerbern, und i. d. R. gab es mehrere Termine. Da kann man als Vermieter ehrgeizige Ansagen machen! Einer wird es schon bezahlen. Und ob man zusammen nun 4.000,-, 5.000,-, oder 10.000,- € im Monat verdient, kann dem Vermieter auch egal sein.

    Erfolg hatten wir dann mit einer privaten Anzeige in der Zeitung. Meine Freundin hat ihre alte 45 qm 1,5 Zimmer Wohnung inseriert. Über Nacht waren über 80 Mails im Kasten. Teilweise wollten Studis da zu zweit einziehen. Sogar eine Familie mit Kind war dabei.

    Meine eigene Wohnung ging mit 20% Aufschlag an den Nachmieter. In Wien müsste man wohnen und arbeiten, die haben verstanden, wie es läuft. Wusste man hierzulande auch mal, bevor man alles unter den privaten Hammer gebracht hat. Da gab es vor nem Vierteljahr mal ne hervorragende Sendung der Anstalt.

    Zum Kaffee: ich trinke täglich meine 3 Kaffes im Büro…. Padmaschine. Die Tchibo-pads sind mE die besten. Gibt’s auch öfters mal im Angebot. Ist nicht Gourmetgeeignet, aber ohne mag ich nicht.

  69. Daniel

    Meine eigene Wohnung ging mit 20% Aufschlag an den Nachmieter. In Wien müsste man wohnen und arbeiten, die haben verstanden, wie es läuft. Wusste man hierzulande auch mal, bevor man alles unter den privaten Hammer gebracht hat.

    Und im Osten liefs besser? Da waren die meisten Wohnungen verstaatlicht, ich kann mich nicht erinnern dass die Westdeutschen bei dem Mauerfall staunend vor hervorragenden Wohnstädten gestanden haben. Die Privatisierung des Wohnungsmarktes war und ist der richtige Weg. Ob die Landflucht ein dauerhaftes Ereignis bleibt ist auch noch keinesfalls sicher, Digitalsierung lässt grüßen. Wer nicht mehr ortsgebunden arbeiten muss hat auch nicht unbedingt ein Interesse an der Stadt.

  70. Nico Meier

    Übrigens liegt der Sympany Krankenkassenbeitrag bei 231,60 CHF. In Deutschland müsst man ca. 800 EUR dafür zahlen, bei gleichen Leistungen ( als Grenzgänger ).

    Viele Grüße, Mr. B

     

    Die Aussage über den Preis von CH Krankenkassenpreise kann man so nicht stehen lassen. Die Prämien unterscheiden sich stark nach Kantonen desweiteren muss die Jahresfranchise berücksichtigt werden. Wer in Basel die tiefste Franchise 300 Franken im Jahr wählt, der muss selber bis zu 1’000 Franken im Jahr zahlen (Franchise 300 und Selbstbehalt 700). Für diese Krankenkase zahlt man in Basel pro Monat über 600.- Franken!

    Wenn man höhere Frnachisen wie 500.-, 1’500 oder 2’500 wählt der komt günstiger weg. Aber wer Jahresfreanchise 2’500 wählt, der zahlt jährlich bis zu 3’200 Franken selber(Franchise 2’500 und Selbstbehalt 700)

     

     

     

  71. Micha

    Die Preise (Kaufpreise/Mieten) sind ja nur das Ergebnis der Angebot-/Nachfragesituation (Binsenweisheit 🙂 ) . Und die Nachfrage nach Wohnraum zum Mieten und Kaufen ist in den Ballungsräumen seit ca. der Jahrtausendwende ständig gestiegen und wird wahrscheinlich weiter steigen. So viel kann man gar nicht schnell genug bauen wie notwendig wäre. Erst recht nicht günstig.

    Der Hauptgrund dafür liegt hauptsächlich in der Konzentration der Arbeitsplätze auf die Ballungsräume (insbesondere Süddeutschland). Wenn im ländlichen Raum / in Kleinstädten einmal Arbeitsplätze wegfallen kommen auch keine mehr hin. Man muss sich ja nur mal die Industrieruinen in NRW oder Sachsen ansehen. Wer einen (guten) Job braucht, gerade Berufsanfänger muss nunmal in die Zentren ziehen und sieht sich dann mit den hohen Preisen konfrontiert.

    Im Heimatbundesland meiner Freundin (Thüringen) gibt es schöne Kleinstädte mit wirklich tollen (etwas renovierungsbedüftigten) Häuser spott billig. Da finden sich auch große ETW zu einem Preis, da würde man in Frankfurt/Main gerade mal einen Kellerraum bekommen. Leider gibt es da wenig Arbeitsplätze, erst recht nicht für jemanden mit Studium (Ausnahme Jena). Und das Gehaltsniveau ist dann für die eigentlich günstigen Mieten/Kaufpreise selbst schon wieder zu niedrig.

    Statt nur in der Wohnungsproblematik politischen Aktionismus zu betreiben müssten der Bund mit den Ländern eine bessere Industriepolitik mit dem Ziel der Ansiedlung vom verarbeitenden Gewerbe außerhalb der großen Ballungsräume betreiben. Aber bis das wirklich spürbar greift vergehen locker 10 bis 15 Jahre, wenn es überhaupt angegangen wird.

    Da hilft nur schnell reich werden 😉

  72. Insider

    @ Livingatthecountryside

    Willkommen im Forum. Schöner Beitrag von dir. Günstig leben und gleichzeitig auch noch zum Teil Selbstversorger ist sicher ein Traum von vielen . Die Lage scheint zudem Recht gut gewählt zu sein. Ich wundere mich , das solche Häuser so günstig sind . Kann dies aber aus meinem Bekanntenkreis bestätigen .

    Ich hoffe man liest sich öfter mit Nico Meyer aus der Schweiz ist noch jemand hier vertreten ,der eigenes Obst anbaut .

  73. Thorsten

    @Micha die Industrie geht hin wo sie will, ansonsten hätten wir ja Planwirtschaft. Bahn, Autobahn, Flughafen, Fluß, Hafen. Und keine Randlage. Dann sind die Industrieplätze in Deutschland, im Grunde genommen bereits besetzt, leider. Da wird nichts angegangen, da können die Politiker bloß falsche Versprechen machen.

  74. Mr. B

    Die Sympany ist die Krankenversicherung in Basel und kostest 231,60 CHF und die Franchise beträgt CHF 300 pro Jahr, wobei der Selbstbehalt in Deutschland ( bei Grenzgänger ) eben nicht anfällt.

    Bei den Kosten, welche die jährliche Franchise übersteigen,
    wird ein Selbstbehalt in Höhe von 10% belastet. Der maximale
    Betrag des Selbstbehaltes pro Jahr beträgt CHF 700.–

    Im Vergleich in Deutschland ca. 800 EUR pro Monat.

     

  75. Iceman

    @Albr

    das ist ja wirklich ein Schnapper. Wir haben eines unserer Darlehen mit 1,15 % p.a. bekommen, das sind glaube ca. 1,3% eff. Jahreszins.

    Nach Ablauf des Darlehens würden noch ca. 73.000€ stehen, wobei wir jedes Jahr 2000- 4000€ Sondertilgen, wir würden nach 10 Jahren möglichst irgendwo bei 50.000€ Resschuld stehen wollen.

    Das andere Darlehen läuft noch 15 Jahre mit 1,6% eff Jahreszins. Hier sind die Zinsen allerdings in 15 Jahren bei 2,3 % fixiert. Sollte am Markt der Zins günstiger sein nehmen wir ein am Markt erhältliches Darlehen für die Restschuld, andernfalls zahlen wir die 2,3%.

     

  76. Albr

    @Iceman, ja wirklich nicht schlecht meine Konditionen, Restschuld beträgt derzeit etwa 50TEUR, ich wollte ursprünglich diese jetzt im März komplett tilgen (aber wie gesagt lohnt es sich nicht); ich hatte mal so nebenbei in Betracht gezogen dass ich mein Konto/Depot etc. auflöse und zu einer anderen Bank gehe (war mehr Spass)… die haben mich innerhalb von 15 Minuten angerufen und die neuen Konditionen durchgegeben 😉

     

     

  77. Ex-Studentin

    @Nico Meier

    Die 100k sind brutto, also ca. 55.000€ netto im Jahr. Da kann man theoretisch gut 30.000€ jedes Jahr sparen. Aber als Teamleiter hat man maßgeschneiderte Kleidung, ein Auto was sicherlich 600€ im Monat netto kostet.. und wer weiß, was die Leute nicht sagen. Vielleicht ist tatsächlich mehr Eigenkapital vorhanden & es soll ein sehr teures Haus werden.

    Aber ist letztlich auch nicht der „Standard“ in Deutschland, sondern ein sehr guter Verdienst. Die meisten Haushalte haben eher 2.500-4.000€ im Monat für 4 Leute zur Verfügung und da machen 1.500€ Miete viel aus.

  78. Eka

    Da in der Region Stuttgart, dazu zählt nun leider auch der Umkreis von 40 km mit, sind die Mieten in den letzten 10 Jahren auf unglaubliche Höhen angestiegen, dass selbst neu und festangestellte eingestellte, zugezogene Ingenieure bei Daimler in Sindelfingen sich hier im Ort keine Wohnung einfach aufgrund der teuren Mieten > 1000€ kalt mehr leisten können und daher lange Pendelzeiten auf sich nehmen.

  79. Andreas

    Hoffnung am Deutschen Wohnungsmarkt? Naja, so kann man es auch nennen. Ich nenne es linken Enteignungswahnsinn, wenn Politiker ernsthaft überlegen in Berlin Wohnhäuser von Immobilienfirmen „enteignen“.

    Rot-rot-grün….ohne Worte. Zugleich will die Stadt aber nur 30.000 Wohnungen bis 2021 bauen, wo jetzt angeblich schon 300.000 fehlen und bis 2021 190.000 noch dazufehlen.

  80. Chrissie

    @RalfRutke

    Verstehe ich gut das mit den Büchern: eine Wand in meinem eigentlich nicht gebrauchten Zimmer ist inzwischen voll davon 🙂

    @ Tiny Houses:

    In Deutschland wird es auf Grund von Flächenbedarf etc. wahrscheinlich in der Tat eher eine Randerscheinung bleiben. Ich finde man kann allerdings aus Videos zu dem Thema viel zum „kleinen Wohnen“ lernen, wie man auch auf wenig Fläche und mit wenig Zeug gut wohnen kann. Und wenn diese Erkenntnisse in den Wohnungsbau einfließen würden, so würden mehr Wohneinheiten zu entsprechend günstigeren Preisen auf einer Baufläche Platz finden und so Baugrund einsparen.

    Und das ganze bitte mit Flachdach mit Urban Gardening 🙂

    Neubauten mit mehreren Einheiten in meinem Umfeld beginnen meistens ab ca. 60 m2 und gehen rauf bis ca. 240 m2. Für Familien, besonders mit normalem hiesigen Einkommen, sind die leider auch trotz passender Größe eher unerschwinglich.

  81. Nico Meier

    @Jenny

    Natürlich sind hohe Mieten für viele ein Problem. Eine Verkäuferin in einer Stadt in der Schweiz verdient brutto 3’500 Franken davon gehen weg Sozialabgaben, Pensionskasse usw. bleibt netto 2’800 davon zahlt die Verkäuferin dann noch Krankenkasse 300 Fr.-500 Fr. und Steuern je nach Kanton unterschiedlich viel. Wie diese Verkäuferin vom Rest eine Dreizimmerwohnung wie meine erste Wohnung für 1’400Fr. zahlen soll und nicht verhungern soll kann ich nicht wirklich sagen!

  82. Albr

    @Andreas, rot-rot-grün hatten noch nie Ahnung von Wirtschaft 😉

    Deutsche Wohnen ist meinen Informationen nach durchaus am Verkauf (wohl für 50 T Wohnungen) interessiert und zwar für etwa 7 Mrd.Euro 😉

    und was passiert dann ? der Ankauf wird keine Probleme lösen, es werden dann die paar Leute, die da wohnen nicht ganz so viel Mieterhöhungen über sich ergehen lassen müssen, der Rest der Bevölkerung (die nicht das Glück haben dort zu wohnen) dürfen die Zinsen für die 7 Mrd Eur zahlen (bzw. die bayerische Bevölkerung über den Länder Finanzausgleich)…

     

     

     

  83. Kia

    „Hoffnung am Deutschen Wohnungsmarkt? Naja, so kann man es auch nennen. Ich nenne es linken Enteignungswahnsinn, wenn Politiker ernsthaft überlegen in Berlin Wohnhäuser von Immobilienfirmen „enteignen“.“

    Ich weiß nicht was die dort treiben und vermute das da ein paar Politikclowns selbst betroffen sind, die jetzt vom Vorkaufsrecht, durch den Senat gebürgt, sich ein Schnäppchen erhoffen.

    Ansonsten waren es die Roten, die in den letzten Jahren dort die Bürger oder besser Gemeinschaft, enteignet haben um es billigst irgendwelchen AGs in den Rachen zu werfen. Ganze Straßenzüge in bester Lage und von Steuergeld  gebaut, wurden von den „Landesholdings“ verscherbelt. Und die roten Beteiligten mit Posten in irgendwelchen Immobilienräten belohnt. Ach so, die „Landesholdings“ behielten auf dem Papier natürlich 5% damit die AGs keine Steuern zahlen mussten.

  84. Andreas

    @ Albr

    Ja, aber Druck wird über die Enteignungsschiene gemacht. Probleme löst das keine, den es fehlen immer noch 300.000 Wohnungen

  85. Micha

    „Da in der Region Stuttgart, dazu zählt nun leider auch der Umkreis von 40 km mit, sind die Mieten in den letzten 10 Jahren auf unglaubliche Höhen angestiegen, dass selbst neu und festangestellte eingestellte, zugezogene Ingenieure bei Daimler in Sindelfingen sich hier im Ort keine Wohnung einfach aufgrund der teuren Mieten > 1000€ kalt mehr leisten können und daher lange Pendelzeiten auf sich nehmen.“

    Sowas kann langfristig doch auch kein Unternehmen gut heißen, nicht mal Daimler. Irgendwann kommt der Punkt in dem nicht nur einzelne, sondern auch viele potenzielle gesuchte MA kein Interesse mehr haben an solchen Standorten/Regionen zu arbeiten. Allein durch den Pendelwahn verursachten Verlust an Lebenszeit-/qualität lässt sich doch kaum mit hohen Gehalt und AG-Prestige kompensieren. Spätestens wenn man Familie schon hat oder will.

    An sowas kann in einer Gesellschaft – außer Vermieter – doch keiner Interesse haben.

  86. Thomas

    @ex-studentin

    100K/Jahr Brutto, Teamleitung bei Porsche und Maßkleidung… ist eine seltsame Kombination.

    Ich arbeite auch in einem Automotive Konzern, die Teamleiter die ich kenne dürften mit 100k netto raus laufen. Und das im Poloshirt. Vielleicht ist das bei Porsche anders ? 🙂

     

     

  87. Ex-Studentin

    @Thomas

    100k netto bei einem Teamleiter („E4“) kann ich mir nicht vorstellen. Das sind 170k brutto bei Steuerklasse 3. Bei Daimler liegt das Gehalt meines Wissens & Internet bei 100k +- brutto. Mehr kann es nicht sein, sonst müsste ich mich langsam mal bewerben. Aber ich lass mich gerne korrigieren.

    Die Teamleiter von Daimler, die ich kenne, haben zumindest mal ein Hemd an. Anzug je nach Abteilung. In der Produktion Jeans + Hemd, manche auch Polo-Shirt. Mit Porsche habe ich zum Glück weniger zu tun, aber da geht es oberflächlich zu. Würde ich als Frau nie arbeiten wollen.

  88. June

    @Porschemitarbeiter,

    hm… der Teamleiter sollte mehr als 100k € brutto haben. In ERA 14 mit einem Zuschlag von 20%, Weihnachtesgel, Urlaubsgeld und dem Bonus geht man mit IG Metall Tarif knapp unter 100 k € heim. Teamleiter ist AT und wenn man da nicht 20 – 30% über der höchsten ERA Stufe mit allen Zuschlägen verdient, lohnen die ganzen unbezahlten Überstunden nicht. Das Polohemd hat sich inzwischen durchgesetzt, außer man arbeitet in der Zentrale im Managment, da laufen die Jungs und Mädels noch in grau,blau und anthrazit durch die Flure. Meist trägt man aber Boss oder lässt sich den Anzug Masskonfektionieren, klingt teurer als es tatsächlich ist. Anzug mit 2 Hosen für ca. 400 – 500 €, das legt man auch für Boss hin. Mädelsklamotten sind entweder viel billiger oder viel teurer.

    Ich beneide die Jungs in unserem Büro ja immer, Anzug und weißes oder blaues Hemd und es wird nie schief geschaut. Trägt frau aber 2 Mal hintereinder den gleichen Blazer schauen alle komisch.

    Mein Trick, kaufe nie wilde Muster oder zu viel Farbe, so kann man fast alles miteinader kombinieren. Schals, Tücher und Shirts dürfen dann auch auffälliger sein. Diese Kosten halten sich in Grenzen, wenn frau ein wenig schaut und günstig kauft. Eines meiner Lieblingstücher habe ich mal für 2 € vom Wühltisch mitgenommen.

    Take care,

    June

  89. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Jenny,

    die VW-Porsche Story ist schon eine interessante Geschichte. Neulich eine Doku gesehen, die ich empfehlen möchte. Im Abriss kennt man das (Ergebnis) als Börsenjunky zwar, aber einige familiäre Hintergründe vielleicht noch nicht so.

    Ganz bereichernd fand ich auch die „Persil-Story“ über Henkel. Die ganze Doku-Reihe ist interessant.

    Gutes Nächtle

    MS

  90. Thomas

    @ex-studentin, Teamleiter ist bei uns E3, ich weiß nicht ob das vergleichbar ist. Die Teamleiter binden mir ihr Bruttogehalt auch nicht auf die Nase, aber ich bin bei 100k und habe keine disziplinarische Verantwortung,

    Ich kann nur empfehlen sich zu bewerben.

    Aber schaut nicht immer auf die OEMs. Conti, Bosch, ZF zählt auch gute Gehälter

     

  91. Djerun

    @June:

    Das ist nicht korrekt. Teamleiter bei Daimler ist Tarifangestellter bei 40h Woche und einem über den Tarifvertrag hinausgehendem Bonus. Kein schöner Job, mittlerweile viel Druck und Zahlenmanagement.

    Bei 130k ist da Schluss. Dienstwagen ist Pflicht. Eine Freundin von mir hat es 60km bis zum Werk….sie fahrt ne A-Klasse in minimaler Ausstattung, da sie aufgrund der Versteuerung sonst netto nicht viel mehr hat als ihre Mitarbeiter in der Planung.

  92. Eka

    Bei Daimler ist hier in BW bei ERA 15 (IG Metall entspricht – bei einer 35h/Woche) bei einer 40 h/Woche plus Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld und möglicher Sonderzahlung, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfällt, schluß. Und wer mehr verdienen möchte, der wird dann AT’ler (Außertariflich) mit all seinen Licht und Schattenseiten.

    Die Netto-Betrachtung des Einkommens ist abhängig von der Steuerklasse, da beziehen einige hier im Forum solche Beträge auf sich selbst, obwohl die genannten Bsp. teilweise verheiratet sind. Da springt natürlich mehr raus, wie jeder hier weiß. Jeder der hier in der Automobilbranche beschäftigt ist oder war, weiß selbser wie hoch der Druck ist und dieser seit Jahren sehr gewaltig angestiegen ist.

     

  93. thomas

    @Eka. wenn EG15 bei Teamleitern bei Daimler das Ende der Fahnenstange ist dann würde mich das sehr wundern.

    Ich kenne es so, dass der normale Ingenieur bis EG14 kommt. Wenn er Projekte leitet ist EG15 möglich.

    Teamleiter kenne ich nur mit AT.

     

    Mit EG14 und 40h/Woche und allen Sonderzahlungen sind die 100k/Jahr Brutto erreicht.

     

    Was Du über den Druck sagst sehe ich auch so. Ein hohes Gehalt hat immer 2 Seiten. Auch bei Daimler und co.

  94. DanielKA

    Immer das Gejammer der OEM-Autojungs/Mädels, sorry Druck bei 100 K Jahresgehalt im „TARIF“ bei 35 Stunden Woche 130-170 K Jahresgehalt mit Führungsverantwortung muss man aushalten. Boah man muss den Dienstwagen zwangsweise fahren bäh (das da alle Steuern, Versicherung, Service, 2 Tankkarten etc zu Sonderkonditionen enhalten sind wird mal schnell verschwiegen, ist keine normales Privatkundendeppenleasing)

    Fragt mal Jenny ob Sie weniger Druck hat, bei deutlich weniger Gehalt….

  95. thomas

    die Jobportale sind voll von unbesetzter Stellen welche die OEMs nicht besetzt kriegen.

    Wer sich der Herausforderung stellen möchte, …. ran an den Speck! 🙂

     

  96. Ex-Studentin

    @DanielKA & thomas

    Man kann die Tätigkeiten bei einem OEM und bei Dienstleistern nicht unbedingt vergleichen. Ich arbeite in Sifi direkt neben Daimler, es wechseln dementsprechend auch viele dorthin. Stressiger ist es bei Daimler im Schnitt definitiv nicht. Da hört man freitags um 12 die Stifte fallen.  Liegt daran, dass viel mehr auf das Thema Überstunden geachtet wird, d.h. manche verabschieden sich schon November in den Weihnachtsurlaub, weil sie Überstunden abfeiern müssen. Wer über 10h bleibt, führt ein Gespräch mit dem E3 und wird verwarnt. Der Betriebsrat ist da sehr stark. Aber das ist ja gut so.

    Die Tätigkeit wiederum ist sehr koordinationslastig. Offene Stellen gibt es genug, aber ggf. langweilig. Den Beruf den Konstrukteurs gibt es in Deutschland kaum noch, weil immer mehr ins Ausland verlagert wird. Während ich bei meinem AG viel Abwechslung habe (mal konstruieren, mal was berechnen, Zeichnungen kontrollieren, Ausbildung betreuen, Programmieren), besteht der Alltag beim OEM oft aus: Besprechungen, Telefonaten, Emails, Reisen ins Ausland & Koordination von Lieferanten, Eskalation von nicht eingehaltenen Terminen.

    Kann definitiv auch stressig sein, wenn man sich mit schlechten  & unzuverlässigen Lieferanten rumärgern muss oder intern ein paar Pappnasen-Kollegen hat. Das ist auf Dauer frustrierend, wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht. Ich war/bin Projektleiterin und es ist sehr zermürbend, wenn man selbst nichts Wertschöpfendes mehr macht, sondern daran gemessen wird, wie gut das zu koordinierende Team ist. Deswegen mache ich nun mehr Prozessoptimierung / Qualitätschecks. Für eine Bewerbung beim Daimler habe ich derzeit noch zu wenig Informatikkenntnisse.

  97. Eka

    @ Thomas

    Das kommt davon wenn man zu schnell tippte und das Wörtchen „einfacher Ingenieur ohne Teamleitung / Projektleitung“ fehlte und das Ende für diese berufserfahrene Gruppe ist nun bei ERA 15 erreicht.

    Und Achtung nicht jeder, der bei Daimler arbeitet ist dort auch festangestellt und von den Sonderzahlungen ala Bonus profitiert, dass sollte auch nicht vergessen werden.

     

    Offene ausgeschriebene Stellen heißen in jedem Konzern noch lange nicht, dass Mitarbeiter gesucht werden und dann auch einen Vertrag erhalten und eingestellt werden.

    Die Personalabteilung muss ja auch ihre Aufgaben erfüllen, dann werden halt bei einigen Konzernen Bewerber eingeladen und man führt Bewerbungsgespräche und erstattet die Reisekosten und keiner von den Bewerbern erhält die Stelle. Man kriegt selbst genug mit, unabhängig wo man arbeitet.

    „Das Gras auf der anderen Seite ist immer schöner, aber Hundekacke richt überall gleich.“

     

     

  98. Eka

    Stressiger ist es bei Daimler im Schnitt definitiv nicht. Da hört man freitags um 12 die Stifte fallen. 

    Daimler und andere Großkonzerne sind keine Behörden, bitte nicht verwechseln.

    Ja, es gibt Vertrauensarbeitzeit, d.h. alles ab Teamleiterebene E4 darf die Zeitstunden nicht erfassen, da diese mit dem Gehalt abgegolten werden.

    Urlaub kann gestrichen werden wegen Projektdruck und Projektabgabe und dann muss man in Halt Ende des Jahres nehmen oder reicht im Januar schon seinen Urlaubsplanung ein, dass Projekte herum geplant werden können. Wie in anderen Firmen / Behörden auch.

    Freitags, den Stift fallen lassen heißt wohl ab 14 Uhr und ist davon noch abhängig ob es noch Besprechungen um 16 Uhr gibt. Da schenken die Konzerne den Mitarbeitern nichts.

    “ über 10h bleibt, führt ein Gespräch mit …“.

    Da stempeln dann die Mitarbeiter dann nach 10 h aus und gehen weiter an die Arbeit. Ohne dass jemanden das mitbekommt, da ja das Projekt fertig werden muss. Das ist gang und gäbe bei jedem Konzern, glücklicherweise machen nicht alle Mitarbeiter diesen Schwachsinn mit.

    Ja, klar gibt es Unterschiede, wo und was man arbeitet, aber es schenkt sich nichts, höchstens man arbeitet als Beamter, mit unbefristeten Arbeitsvertrag und anschließend guter Pension, bei einer Behörde. Das wäre die beste Altersabsicherung die es gibt.

     

  99. Der Aktienanfänger

    Hat jemand von euch auch mal Geld in eine Wohnung in einem Seniorenwohnheim gesteckt bzw. eine Wohnung zur Vermietung gekauft?

  100. Ex-Studentin

    @Eka

    Freitags 12 oder 14 Uhr kommt drauf an, ob Büro oder Schichtarbeiter. Ich muss meine Ansprechpartner bei Daimler nicht mehr nach 12 anrufen. Ausnahmen gibt es da bestimmt auch. Wenn jemand mit Indien oder USA zu tun hat, adaptieren sich die Arbeitszeiten ggf.

    Besprechung freitags um 16:00 Uhr wundern mich, aber vielleicht bekommst du da mehr mit als ich. Bei uns stehen die Daimler-Leute mitten in der Besprechung auf, bevor sie ihre 10h erreichen. Das mit dem Ausstempeln und weiter schaffen wurde die letzten Jahre noch mehr geahndet, wer sich das noch traut, dem kann man nicht helfen.

    Aber Stress gibt es letztlich überall in der heutigen Zeit. Termindruck, selbst bei einer 35h/40h-Woche, ist trotzdem Stress.

  101. Nico Meïer

    Ich höre immer wieder von der 35 Stundenwoche in DE davon können wir Schweizer nur träumen!

     

  102. Ex-Studentin

    Tim muss wohl bald einen Artikel darüber schreiben, wie schlecht wir es alle haben..

    Tims Leser scheinen mir alle sehr strebsam & mit einer Portion Glück gesegnet. Wir haben genug Optionen, um jegliche Hürden zu meistern. Zumindest bin ich mit meiner jetzigen Situation zufrieden. Mehr und besser geht’s immer, aber meine Existenz steht nicht auf dem Spiel.

  103. Nico Meier

    @Jenny

    „Dein jetziges Leben ist die Summe deiner Entscheidungen von gestern.“

    Dieses Sprichwort beschreibt für mich die Situation recht gut. Wer in jungen Jahren bereit ist viel Einsatz zu geben, der wird in gesetzten Alter die Früchte seiner Arbeit ernten können. Wir die hier schreibenden verdienen nicht anständige Löhne weil wir die Klügsten sind also ich würde es von mir nicht behaupten. 😉

    Unsere Löhne sind höher als die von anderen weil wir in jungen Jahren viel rangeklotzt haben und vollen Einsatz bringen. Weil wir dann auch noch so schlau sind nicht das komplette Gehalt zu verkonsumieren können wir es für später bewahren und so Stück für Stück Wohlstand erschaffen.

     

  104. 42sucht21

    @35 vs 40 Std Woche -> 30!

    Meist ist das ja immer noch Anwesenheitszeit. Ich glaube, viele angestellte Büromenschen wären genau so produktiv und glücklicher wenn sie täglich 5-6 Std. arbeiten würden anstatt 8 Std. Es wird doch viel Zeit vertrödelt. Wer wirklich öfter 10 Std. einloggt, der will doch nur Überstunden sammeln für längere Freizeit oder Abgeltungszahlung. Außer in der absoluten Endphase eines großen Projekts ist das auf jeden Fall unabngebracht und ich würde der Person empfehlen mal Lehrgänge zur besseren Arbeitsplanung zu machen.

    Da ist was dran: „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

    Genau so wie die Menschen die Home office machen weil sie die kranken kleinen  Kinder betreuen müssen. Entweder Kinder betreuen oder arbeiten – beides geht nicht. Ich habe es selber öfter probiert. Hört sich nur gut an ist aber Selbstbetrug.

  105. Nico Meier

    @42such21

    Meine Überstunden entstehen, weil zurzeit unser Team ohne Chef gerechnet nur noch aus 3 statt 5 Mitarbeitern besteht. Die anderen zwei wurden wegbefördert und man tut sich schwer mit dem Ersatz. Wenn die ganze Arbeit von 3 statt 5 Personen erledigt werden soll muss viel stark priorisiert werden und es fallen halt bei den drei restlichen viele Überstunden an.

    In der Schweiz sind wir bei 42 Wochenstunden wobei gerade die Exportindustrie nach Aufheben der Kursbindung Franken Euro Wochenstunden erhöht hat habe viele Kollegen die arbeiten eher 44 – 48 Stunden die Woche. Ist natürlich schon ein unterschied ob man 35 Stunden oder 42 oder 48 Stunden die Woche reguläre Arbeitszeit hat. Ich leiste mit 42 Stunden ja schon 7 Stunden mehr als jemand mit 35 Stundenwoche.

  106. Sanja

    Also bei aller Liebe Tim, 9 Absätze und ein Zitat, von den 9 Absätzen sind 2 über den Wohnungsraum, davon der Link zur Studie! Die „Hoffnung zum Wohnungsmarkt“ hätte man da bisschen mehr ausschlachten können. Bzw eine andere Überschrift wählen können „Mit Frenshpress & Second Hand durch den Alltag“

    Nimm es mir nicht böse, ich fand den Titel gut, weil ich betroffen bin und finde dann diesen Artikel vor, das sind in meinen Augen viel zu wenig Informationen. Nur weile eine Studie belegt hätte, das in ein paar Städten die Wohnungen günstiger geworden sind, heißt es nicht das man diese auch mieten will, kann. Es sind immerhin Durchschnitte und dann nicht mal von allen Menschengruppen.

    Es spielen doch so viele verschiedene Sozial-/Politischefaktoren, dass man das so pauschal gar nicht sagen kann. Was wenn man Kinder hat und die nächste Kita km-weit weg ist. Schön und gut das ich eine günstige Wohnung habe und Informatiker bin, aber wenn ich dafür mehrere Stunden Fahrtweg habe, ist das auch Verschwendung. Damit bleibt das Problem der Wohnsituation, egal wie günstig das ist.

    Ich weiß nicht wie es in anderen Städten ist, aber in meiner Stadt gibt es einfach Gebiete, wo du nicht wohnen willst, selbst wenn man dich dafür bezahlen würde. Bei aller liebe zu Sparsamkeit, wenn Blut im Flur liegt, sollte man nicht dort wohnen, egal ob Ingenieur oder Bäcker.

    Mir fehlt hier eindeutig die Substanz von dir, deine Meinung und deine Sicht der Dinge, auch das kritische Hinterfragen. Da sind einige Kommentare deiner Leser detaillierter. 🙁

     

  107. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sanja

    Ich wollte damit nur zeigen, dass über den Wohnungsmarkt sehr viel gejammert wird. Aber die Leute vergessen, dass ihr Gehalt steigt.

  108. KievKiev

    @ Sanja

    Ich fand die Studie auch etwas zu optimistisch. Du musst aber trotzdem noch den Unterschied zwischen Neuvermietung und Bestandsmiete sehen. Der Unterschied ist inzwischen sehr groß. Das nützt Dir nur leider nichts bei der Wohnungssuche. Du kannst Dir auch den lokalen Mietspiegel ansehen. Da gibt es aber vermutlich auch Differenzen zu den aktuellen Angeboten.

  109. Nico

    @Sanja
    Es wäre für mich auch neu, dass Wohnraum erschwinglicher geworden sein soll. Zumindest in den Städten macht die Aussage keinen Sinn. Selbst in den B-Städten sind die Mieten in den letzten Jahren kräftig gestiegen. 7-10% pro Jahr sind keine Ausnahme gewesen. Da will ich den Durchschnittsarbeitnehmer sehen, der diese Gehaltssteigerung seit 2009 erfahren haben soll. Und da rede ich nicht von der IT-Fachkraft, die aller 2 Jahre den Arbeitgeber wechselt.
    Die Reallöhne stagnieren bereits seit den 90ern in Deutschland und die Mieten und Immobilienpreise sind seit der Finanzkrise explodiert.

    Übrigens hat das IW Köln letztes Jahr im Handelsblatt geschrieben, Kaufen sei deutlich günstiger als Mieten und das auch in den 7 teuersten Städten Deutschlands. Bei Frankfurt läge der Unterschied sogar bei fast 40%. Fällt mir schwer, das zu glauben. Hier der Artikel zum Nachlesen: https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilienmarkt-kaufen-ist-in-deutschland-guenstiger-als-mieten-auch-in-metropolen/21183810.html
    Bei einer Studie sollte man nicht nur darauf schauen, wer sie veröffentlicht, sondern auch, wer sie in Auftrag gegeben hat. Im Fall der oben genannten Studie ist es die Deutsche Reihenhaus AG gewesen, ein auf Wohneigentum spezialisiertes Unternehmen.

  110. Alexander

    Zum Thema Erschwinglichkeit von Wohnraum: Leider ist es ganz und gar nicht repräsentativ was das IW da mal wieder verzapft.

    „In der vorliegenden Studie wurde ermittelt, wieviel Wohnraum sich ein Arbeitnehmer – in Abhängigkeit des Wirtschaftszweiges und des Qualifikationsniveaus – in jedem der 401 Kreise in Deutschland durchschnittlich leisten kann.“

    Da liegt schon das erste große Problem. Der Durchschnitt ist in diesem fall vollkommen ungeeignet und irreführend. Ein kurzes Beispiel: In einem Mehrfamilienhaus wohnen 10 Haushalte. 8 von ihnen sind Angestellte, und haben ein verfügbares Einkommen von 35.000 EUR wohingegen 2 der Haushalte ein verfügbares Einkommen von 200.000 EUR haben (zB. ein Notar und ein Chefarzt).  Der Durchschnitt der verfügbaren Einkommen beträgt hier 68.000 EUR. Das klingt zwar gut, ist aber null aussagekräftig. Richtig wäre es den Median zu verwenden. Der Median der verfügbaren Einkommen beträgt genau 35.000 EUR.

    Darüber hinaus ist es alleine in Städten wie Frankfurt, München etc. so, dass sich bereits innerhalb eines Stadtteils die Daten so schnell ändern, und so enorm unterschiedlich sind, was es sehr schwer macht die „Erschwinglichkeit“ zu messen? Ein Freund zahlt in München Schwabing 7,50 EUR pro Quadratmeter (Genossenschaftswohnung) wohingegen ein Bekannter 23 EUR Kaltmiet pro qm  im selben Stadtteil zahlt für eine vergleichbare Wohnung.

    Steigt denn tatsächlich die Erschwinglichkeit in meinem Beispiel, wenn jetzt einer der Angestellten auszieht, und dafür ein Unternehmer mit hohem verfügbaren Einkommen einzieht? Oder stieg denn die Erschwinglichkeit die letzten Jahre tatsächlich, weil die Zinsen gesunken sind??

    Tim, das ist etwas ungeeignet in dem sonst so tollen Blog solch eine Aussage  ohne diese zu hinterfragen zu veröffentlichen.

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